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Auf dem deutschen Blog von Logos Bibelsoftware läuft zurzeit eine Mini-Serie, die die Menge-Bibel unter die Lupe nimmt. Der aktuelle Eintrag befasst sich mit bemerkenswerten Übersetzungsentscheidungen. Mein Beitrag bestand u.a. darin, Bibelstellen beizusteuern, wo der Altphilologe Menge besonders elegant übersetzte oder wo er den Bibeltext auch mal zweifelhaft wiedergegeben hat.

Liebe Mitbibler:
Olaf hat gestern eine FN zu Gen 1,2 erstellt (deren Wortlaut ich mittlerweile ein wenig bearbeitet habe): 
Im Christentum wird „ein Sturm Gottes“ mit dem Heiligen Geist aus der Dreieinigkeit identifiziert. Dies wird vom Judentum abgelehnt. Die konfessionell unabhängige Offene Bibel folgt dem hebräischen Wortlaut und der wissenschaftlichen Diskussion, ohne dabei die christliche oder jüdische Perspektive auf den Text vorauszusetzen oder abzulehnen.
Zu dieser Frage hat auch Norbert schon geschrieben: 

Liebe Mitbibler, 
Wie hier schon angekündigt, wollen wir uns so langsam mal an die Überarbeitung der Studienfassungs-Kriterien machen. Ich habe mich angeboten, das mal anzuleiern, und hiermit nehme ich es in Angriff (verstehe mich dabei aber nur als Leiermann, nicht als Diskussionführer - um rege Beteiligung wird daher gebeten :) ). 
Wir haben beschlossen, hier in etwa so vorzugehen wie bei der Lesefassung. D.h.:

Das Markusprojekt geht zu Ende. Heute ist mein letzter offizieller Arbeitstag als Projektkoordinator. Was haben wir erreicht?
 
Wir haben eine vollständige Rohübersetzung des Markusevangeliums erreicht. Viele von euch haben dazu etliche Stunden eurer Zeit investiert. Besonders die Nutzer Thommy B und Sebastian Walter möchte ich hervorheben, die viel größere Beiträge geleistet haben, als man es von jemandem erwarten dürfte, der in seiner Freizeit mit anpackt.

In den letzten Wochen haben wir an einer Neufassung der Übersetzungskriterien für die Lesefassung gearbeitet. Beteiligt haben sich hauptsächlich Sebastian, Ben und ich.
Nun möchte ich unser Ergebnis noch einmal zur abschließenden Diskussion vorstellen.
Zum translationswissenschaftlichen Vorgehen siehe mein letzter Blog-Post.

Das Markusprojekt steuert auf sein Ende zu. Jetzt ist es Zeit für einen Endspurt! Dabei möchte ich euch nochmal alle um Hilfe bitten. Besonders wenn ihr Theologiestudenten oder Theologen seid und Zugang zu wissenschaftlichen Kommentaren habt - wir brauchen euch nochmal. (Aber auch ihr anderen könnt uns noch mit verschiedenen Aufgaben helfen! Siehe unten.) Unser Projekt endet in einigen Wochen, Ende März. Die Community hat es dabei tatsächlich geschafft, eine Rohübersetzung für das gesamte Markusevangelium zu erzeugen. Viele von euch haben dabei mitgewirkt.

Zunächst ein kurzes Update zur Studienfassung: Dank eines sehr fleißigen Übersetzers haben wir in den letzten Wochen die Studienfassung bis einschließlich Kapitel 12 des Markusevangeliums voranbringen können. Das sind fast sieben Kapitel mehr, als wir noch vor zwei Wochen hatten! Aber alle diese Kapitel müssen noch mit Kommentaren überarbeitet und mit den Anmerkungen und Klammern versehen werden, die die Studienfassung zu der detaillierten Studienhilfe machen, die sie sie ist. Das kostet sehr viel Zeit.

Eigentlich wollte ich in diesem Blog nur vermerken, dass ich Markus 2 fertig durchgesehen und erweitert habe. Es ging recht schnell, weil das Kapitel eines der kürzeren ist. Dann dachte ich: Wie wäre es mit einem Dankeschön für all die geleistete Arbeit an unsere ehrenamtlichen Helfer? Eine Viertelstunde später merke ich: Die eigentliche Nachricht ist euer unglaubliches Engagement seit dem Start des Markusprojekts!

Gerade habe ich die letzten Verse von Markus 1 fertig korrigiert! Das Kapitel wartet jetzt auf einige nette Probeleser, die auf der Diskussionsseite auch gerne ihre Meinung äußern dürfen! Wenn es bis in zwei Wochen keine Rückmeldungen gibt, werde ich das Kapitel kraft meines Amtes als Qualitätsmoderator in den Status "Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien" befördern.

Bei der Planung konnte ich mich nicht entscheiden, wie diese Blog-Serie heißen sollte – „Wie eine gute Studienfassung entsteht“ oder „Was eine gute Studienfassung ausmacht“? Beide Fragen will ich beantworten. Am Ende habe ich mich für die erste Möglichkeit entschieden, denn das Wesen einer guten Studienfassung lernen wir sowieso kennen, wenn wir uns der Frage widmen, wie eine gute Studienfassung überhaupt zustande kommt. Ich will also anhand mehrerer Beispiele beleuchten, wie aus einer Erstübersetzung eine „fertige“ Studienfassung entsteht.