Ich will Wordpress!

Ich will Wordpress! Und zwar für unser Blog-System. Der Rest kann meinetwegen mit Drupal arbeiten. :-)
Warum will ich Wordpress? Weil Wordpress angenehm zu benutzen ist, unsere gegenwärtige Blog-Lösung dagegen nicht. Gerade habe ich ca. 20 Minuten damit verbracht, einen perfekt formatierten und schön aussehenden Text in unserem Blog-Editor NOCHMAL zu formatieren. Nur, damit er am Ende zwar ordentlich formatiert war, aber hässlich aussah.
Der Editor kann nicht (gut, oder gar nicht?) mit vorformatiertem Text umgehen. QED.
Das Layout macht dem Leser das Lesen nicht besonders einfach.
Es gibt keine Möglichkeit, Entwürfe zu speichern, auch keine Versionskontrolle. Habe mir vorhin mit Evernote ausversehen einen ganzen Absatz gelöscht. Selber dumm, aber mit Wordpress hätte ich den Post direkt auf der Seite geschrieben und ihn dann auch gleich wiederherstellen können. ;-) 
Wordpress macht es einfach, Bilder einzufügen und zu verwalten.
Wordpress macht es einfach, den Text genau so zu formatieren, wie man möchte. Mit richtigen Überschriften. Und Bulletpoints. Und Zitaten. Toll, oder? :-)
Wordpress ist garantiert besser auf Suchmaschinen optimiert als unser momentanes System.
Wordpress macht es einfach, ein Blogarchiv zu verwalten.
Wordpress hat tolle Plugins mit ganz vielen Funktionen, die uns gelegen kommen würden.
Mit Wordpress könnten wir auch Kategorien und ein besseres Tag-System benutzen.
EDIT: Das bisherige System kann auch nicht gut mit nachträglichen Bearbeitungen umgehen und aktualisiert dabei immer das Veröffentlichungsdatum des Posts.
Und Wordpress sollte sich ziemlich einfach installieren lassen.
 
Welche Probleme müssten wir lösen? 
 - Import der alten Artikel. Damit kenne ich mich nicht aus, aber ich hoffe, es wäre nicht zu schrecklich. Sind bisher ja nur ein paar Dutzend, gell? 
 - Design. Kann meinetwegen auch anders aussehen, solange ein Logo da ist. Wir arbeiten eh an einem neuen Design. Wordpress in einem anderen Design ist m.E. besser als unser gegenwärtiges System mit seinem gegenwärtigen Design! Das ist einfach soo 2004! ;-)
 - Login. Da es nur um den Blog geht und daran nur etwa 4 Autoren mitwirken, könnten wir es genauso halten wie mit Piwik und einfach einen getrennten Login benutzen.
 
Gerade eben habe ich einen Blogeintrag veröffentlicht. Ich habe mindestens drei weitere geplant /schon als Entwürfe. Meine Erkenntnis: Blogs und Lexikon-Seiten sind die Seiten, die die meisten Besucher anziehen. (Daher auch mein Post von gerade eben zum Urheberrecht. Natürlich für Google-Suchende gedacht.) Wordpress würde uns helfen, unser Material besser zu präsentieren. Wusstet ihr, dass Besucher eine Seite SOFORT beim Aufruf und in erster Linie an ihrem Design beurteilen? ;-) 
Ich weiß, dass wir eine neue Webseite in Arbeit haben. Darum ist genau jetzt der perfekte Moment, unser Blogsystem auf Wordpress umzustellen. Ihr wisst schon: Da wir eh schon alles neu machen, kann man auch gleich noch Wordpress installieren.
P.S.: Ich debattiere. Kein agressiver Tonfall, nur bewusste und etwas provozierende Draufhau-Rhetorik. Alles Sonnenschein! Daher auch die Smileys, damit niemand das verwechselt. Dankeschön! :-)
P.P.S.: Der Blog braucht in jedem Fall dringend eine eigene Seite bzw. einen eigenen Raum auf der Startseite. Wenn wir vermehrt Blogs für die Außenkommunikation verwenden, wie ich das dieses Jahr versucht habe, dann sollte das auch getrennt abgehandelt werden. Es wäre auch schön, wenn der Blog wieder in der Menüleiste verlinkt wäre.

Wusstet ihr, dass Besucher eine Seite SOFORT beim Aufruf und in erster Linie an ihrem Design beurteilen? ;-)

Nö, wusste ich nicht. Mache ich auch nicht. ;) In Lynx sieht immer alles so einheitlich aus. ;) Woher weißt du das eigentlich? ;)

Von einem Artikel, den ich vor kurzem gelesen habe, der eine wissenschaftliche Studie zitiert. Offenbar gilt die Erkenntnis nicht für Proleten mit Textbrowsern! :-D

Mein Vorschlag war übrigens völlig ernst gemeint.
Seien wir doch mal ganz ehrlich: Wenn wir pragmatisch denken, kann eine bessere Blogplattform uns nur helfen. Die technischen Hürden können wir diskutieren.
Aber wir MÜSSEN unsere Außendarstellung verbessern.
 
Ganz nebenbei muss ich ehrlich sagen, dass es mich ein bisschen stört, wenn ein Verbesserungsvorschlag einfach ignoriert wird. Wenn ich sehen würde, dass jemand im Forum einen Verbesserungsvorschlag macht, zu dem ich auch etwas sagen könnte, würde ich mich zumindest in einer Antwort damit auseinandersetzen, auch wenn ich Vorbehalte hätte. (Danke an Mongoose, der zumindest geantwortet hat, auch wenn er nicht auf das Anliegen eingegangen ist.)

Sorry für die fehlende Antwort. Shame on me...
Warscheinlich bin ich der Einzige, der zur Technik was sagen kann.
Ich gehe mal davon aus, dass die Idee ist, den ganzen Rest der Webseite (Forum, statische Seiten) weiterhin mit Drupal zu betreiben.
Die Problempunkte sind eigentlich genau wie du schon gesagt hast:

  • Das Aussehen. Das ist primär ein bisschen CSS Gefrickel und ich denke überschaubar.
  • Single Sign-On. Wie du schon gesagt hast kann man drauf verzichten (und das würde ich auch, weil es gibt dafür keine fertige Lösung laut meiner kurzen Recherche)
  • Migration: Es gibt Lösungen die mehr oder weniger gut funktionieren könnten (http://codex.wordpress.org/Importing_Content#Drupal). Im schlimmsten Fall ist das ein Wochenende konzentriertes SQL Gefrickel, also auch machbar.
  • Übersichtsseite: Es wird etwas schwerer eine Übersichtsseite über alle Inhalte (Wiki, Forum, Blogs) zu bauen, weil die Blogs dann nicht mehr aus Drupal kommen, sondern aus WP. Ich denke aber das ist kein sooo großes Problem, weil man auch mit Feeds Übersichten bauen kann in Drupal.

Frage am Rande: Weist du, ob Drupal 7 genau so schlecht ist wie Drupal 6?
Wenn es einen Konsensus gibt, dass wir das haben wollen, kann man (ich?) das machen.
Aber: Ich würde gerne zuerst die noch nicht abgeschlossenen Aufgaben erledigen, bevor ich noch ein Thema anfange.

Danke für deine Antwort! Schön, dass es technisch nicht allzu schwer wäre. Danke, dass du bereit wärest, das gegebenenfalls einzurichten! Natürlich weiß ich, dass du auch so schon einiges vor dir hast. Und deine Arbeit möchte ich auch nicht gering schätzen.
Zur Technik habe ich mich bewusst nur vage geäußert, ich hab ja keine Ahnung von Drupal. Aber wenn Drupal 7 von der Benutzung her nicht wesentlich besser ist als Drupal 6, wäre Wordpress eine echte Option.
Wir könnten ja abwarten, ob es mit der neuen Version besser wird (die Möglichkeit hatte ich gar nicht auf dem Schirm). Und hier in der Zwischenzeit überlegen, ob es noch Gegenargumente oder andere Alternativen gibt. :-)
Zwecks Übersichtsseite: Ich hatte zuerst mal daran gedacht, den Blog wieder prominenter im Menü zu verlinken. Und die Blog-Startseite wäre dann ja wieder die Sache von Wordpress.

Hallo Ben,
jetzt komme ich endlich dazu, dir zu antworten.
Falls du es noch nicht mitbekommen haben solltest: Wir hatten gerade ein extrem volles Wochenende und wenig Zeit zwischen den zu diskutierenden Themen. Ich hatte aber immerhin die Chance, kurz mit Wolfgang zu reden. Dabei sind wir uns in den folgenden Punkten einig:

  • Es steht ein Update auf Drupal 7 an, wo wir einen wesentlich besseren Editor einbauen können.
  • Wir sind skeptisch gegenüber einer allzu „barocken“ technischen Struktur. Wir müssen Drupal auf jeden Fall weiterverwenden, weil unsere Benutzerdatenbank mit den Passwörtern darauf liegt. Langfristig ein drittes System zu administrieren (neben Drupal und Mediawiki) ist nicht zu unterschätzen. Ich hatte vor einigen Monaten mal mit dem Gedanken einer Komplett-Migration von Drupal auf Wordpress gespielt, aber Patricks Arbeit an einem guten Layout ließe sich nicht übernehmen. Wir würden uns also eher große Chancen verbauen, was das professionelle Auftreten angeht.
  • Drupal unterstützt vollständiges HTML, falls der User die entsprechenden Rechte hat. Um das zu verwenden, sollte man sich aber technisch sehr gut auskennen. Bei einem mir bekannten Wordpress-System wird regelmäßig die Startseite komplett zerstört, weil technisch nicht so versierte Benutzer ihren gut formatierten Text aus Word herüberkopieren. Wordpress übernimmt die Formatierungen, mit dem Preis, dass der Artikel in sich selbst gut aussieht, die Gesamt-Website aber ein einziges Layout-Chaos ist und Wordpress beim automatischen Anriss-Erstellen den HTML-Code an unbrauchbaren Stellen zerschneidet – und so die Startseite völlig zerhaut. Ich kann nur davor warnen, bei der Offenen Bibel ähnliche Probleme einzuführen.
  • Drupal verwendet in der Standard-Einstellung gefiltertes HTML, d.h. man kann im Layout nicht alles machen. Das ist Absicht, denn neben der bereits erwähnten technischen Sicherheit setzt ein guten Layout Einheitlichkeit voraus. Das heißt nicht, dass alles Einheitliche im Umkehrschluss ein gutes Layout wäre: Unser jetziges Layout braucht deutliche Verbesserungen. Aber zum Glück arbeitet Patrick ja bereits daran.

Liebe Grüße, Olaf

Hi Olaf,
danke, dass du dir jetzt die Zeit genommen hast, und danke für deine Einschätzung von einem fachlichen Standpunkt.
Ich entschuldige mich hiermit für die Unterstellung. Es ist vielleicht nachvollziehbar, wie ich dazu kam. Das Forum war ja ansonsten aktiv, und man hätte auch schnell mal "Find ich gut" oder "Später mehr" schreiben können. :-) Vielleicht war der Eindruck falsch. Egal, ich freue mich, dass du jetzt Zeit hast und glaube dir, dass das Wochenende voll war. :-) 
Zu deinen Argumenten: 

  • Natürlich hängt dann sehr viel davon ab, wie Drupal 7 gelingt. Wie gesagt, dass sich die Situation durch das Update verbessern könnte, hatte ich gar nicht bedacht.
  • Ich verstehe, was du meinst, was die Maintenance und den Zusatzaufwand angeht. Wie ärgerlich, dass dein Versuch vor ein paar Monaten dann nicht funktioniert hat! Ich sehe schon, wir hängen erstmal an Drupal. Grundsätzlich könnte man noch einwenden: Ein uneinheitliches Design muss nicht unprofessionell aussehen, solange es richtig gemacht ist. Und Patrick meinte, es wäre nicht allzu schwer.
  • Klar, dass Drupal das prinzipiell kann, aber wie du sagst, man hat nur mit fortgeschrittenen Kenntnissen was davon. Ich persönlich habe noch nie Probleme mit Wordpress und einem zerschossenen Layout gehabt. Gleichzeitig würde ich unseren Bloggern zutrauen, dass sie mit Wordpress umgehen können. Die Gefahr wäre bei uns also nicht sehr real.
  • Auch das klingt gut. Wobei das Layout eines Blogposts ja eher davon abhängt, wie ich ihn formatiere. Und da kann man sich bei Wordpress ja recht schnell einigen, wenn es wirklich wichtig ist. Momentan sind unsere Posts trotz allem nicht wirlich einheitlich formatiert, da wäre ein Wordpress-Blog auch ohne Absprachen schon ein Fortschritt.

 Ich weiß zwar nicht, ob es etwas zur Sache tut, aber nachdem ich über die wachsende Self-Publisher-Szene gestolpert bin, habe ich seit Anfang diesen Jahres damit begonnen, die Werkzeuge, die im Rahmen des Projekts „Freie Bibel“ entwickelt wurden, für alle möglichen Texte zu generalisieren, was auch die Übermittlung von Textbeständen an eine WordPress-Installation beinhaltet. Die erste, primitive Version davon sieht online/offline aktuell so aus:
 

 
Ziel dabei ist, möglichst viel zu automatisieren und bestehende Komponenten zu integrieren. Nun habe ich keinen Zweifel daran, dass die Verwaltung der Texte in einem einzigen System, hier Drupal, hochgradig sinnvoll ist, andererseits könnte man vielleicht den hoffentlich sauberen Drupal-HTML-Output abgreifen und nach WordPress einspeisen, um also eine vielseitige Präsentation der Blog-Texte zu bewerkstelligen (optional auch PDF/Druck, EPUB, etc.). Wenn aber gleichzeitig auch in WordPress geschrieben werden soll, würden sich solche neuen Texte erstmal der Verzeichnung in Drupal entziehen, außer, man fände einen Mechanismus, über welchen die Texte nach Drupal repliziert werden könnten. Hierfür könnte ich mir gleich mehrere Lösungsansätze vorstellen, wobei abzuwägen wäre, ob der Aufwand dafür nicht besser zugunsten anderer Entwicklungen eingespart werden sollte. Außerdem stellt sich die Frage, inwieweit eine Verteilung der Inhalte Sinn macht, wenn diese nicht als Einstiegspunkte zur Hauptseite dienen, ob also das Blog in WordPress zur Übersichtlichkeit und Auffindbarkeit beiträgt oder selbige eher vermindert. Eine weitere Option wäre noch, WordPress gar nicht zur Veröffentlichung der Blog-Posts zu verwenden, sondern als Front-End fürs Schreiben, Revisionskontrolle und Kollaboration dank Benutzerrollen inklusive. Der Export von Daten aus WordPress wird umfangreich unterstützt, sodass es wohl nur von Drupal abhinge, wie die Daten dort eingespeist werden könnten, sei es vollautomatisch oder mithilfe organisatorischer Unterstützung.