Abschließende Anmerkungen

Ich hatte als Benutzer -Aaron- vor meinem Ausscheiden alle persönlichen Fassungen (bis auf Psalm 23 und Psalm 90) gelöscht. Nach wie vor halte ich das Vorgehen bei Psalm 23 und 90 für eine Blaupause, wie man hätte verfahren sollen, um User ohne umfassende Kenntnis der Ursprachen für die Erstellung von Lesefassungen in das Konzept der Offenen Bibel einbinden zu können. Dazu hätten die in Ursprachen geschulten User, wie bei Psalm 23 und 90 von Olaf praktiziert, für die verschiedenen Lesefassungen sich selbst zurücknehmen müssen, um als Lektoren die Laienübersetzer von Lesefassungen zu unterstützen. So wäre das Konzept von Offene Bibel attraktiv gewesen für nichtaltsprachliche Laien wie mich.

Die stattdessen praktizierte Vorgehensweise, dass altsprachlich geschulte Theologen zuerst eine Studienfassung erstellen, um daraus dann selbst ohne Mitwirkung von Laien eine Lesefassung zu generieren, unterscheidet sich nicht von der üblichen Weise von Bibelübersetzungen. Der Unterschied bei Offene Bibel besteht lediglich darin, dass die Lizenz frei ist und dass mehrere Theologen auf Offene Bibel gemeinschaftlich daran arbeiten, aber eben nicht darin, dass Laien in angemessener Weise in die Erstellung der Lesefassung eingebunden sind. Durch diese quasi Nichtberücksichtigung der Möglichkeit zur Mitarbeit von Laien kann die Offene Bibel als Projekt von Theologiestudenten gesehen werden, deren Zielgruppe wiederum Theologiestudenten sind. Wie weit man mit einer solchen Einschränkung ohne Breitenwirkung durch Laienmitarbeiter kommen wird hinsichtlich des Zieles einer lesbaren kompletten Bibelübersetzung aller Kapitel muss die Zukunft zeigen. Norbert Göttig

Bitte im Forum posten, wenn du willst, dass das jemand liest. Leere Kapitelseiten, die nur als Träger von Polemik auf ihrer Diskussionsseite dienen, sind nichtsdestotrotz leer und gehören daher gelöscht - sonst wird auf der Kapitelseite eine persönliche Fassung als vorhanden angezeigt, die gar nicht existiert. Sicher hast du dafür Verständnis. --Sebastian Walter (Diskussion) 15:54, 9. Dez. 2015 (CET)

Danke für diesen Verbesserungsvorschlag.

Zur Kritik, SF-Übersetzer würden immer auch gleich LFf miterstellen, s. einfach folgende Seite: http://offene-bibel.de/wiki/Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden

Einem Vorschlag von Olaf folgend: http://offene-bibel.de/drupal/comment/4323#comment-4323
stehen hier: http://feiertagsinfo.de/108701.html aus der Studienbibel heraus bearbeitete Rohfassungen
in einfacher Sprache als Grundlage für Lesefassungen oder Fassungen in Leichter Sprache zu Verfügung.
Diese können, wie von Olaf bei 2 Psalmen geschehen, von altsprachlich kompetenten Lektoren bearbeitet werden.
Die Lizenz ist kompatibel; sprich dieselbe wie bei Offene Bibel.
Mehr kann ich nicht tun.

Auch diese Texte hier: http://feiertagsinfo.at/53601.html stehen als Grundlage für Lesefassungen oder Fassungen in Leichter Sprache zur Verfügung und auch dort ist die Lizenz kompatibel; sprich dieselbe wie bei Offene Bibel.

Hallo Sebastian: Großes Lob an Dich für Deine Hilfe als Altsprachler für Akelei siehe: http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion%3AMatth%C3%A... Das ist eine spitzenmäßige Umsetzung meines obigen Vorschlag.

Ich dank dir :)
Kommt auch was bei rum; ich bin richtig happy über Akeleis Übersetzung von Ps 1.

Aber so eine Richtung der Zusammenarbeit war eigentlich immer angedacht; wenn ich das bei dir anders gemacht hätte, wäre das kein Fehler im Konzept gewesen, sondern nur meine Schuld.

Hallo Sebastian,
vor Beginn des Markusprojekts hatte ich schon einmal einen Vorschlag gemacht wie die Zusammenarbeit zwischen Laienübersetzern der Lesefassung und Altsprachlern gefördert werden könnte. Ich wiederhole einfach mal den Vorschlag, zumal ich den entsprechenden thread nicht finden kann.

Es braucht m.M.n. bei Offene Bibel einen klar definierten Ansprechpartner als Mentor und Lektor für Laienübersetzer. Der sollte in der Regel kurzfristig erreichbar und verfügbar sein für Fragen und Hilfestellung. Im Rahmen einer Aufwandsentschädigung oder eines 450€ Jobs sollte dieser Mehraufwand und die ständige Verfügbarkeit -Urlaubszeiten und sonstige Verhinderungen ausgenommen- vergütet werden.

Durch die Onlinepräsenz auf der Seite anhand der automatischen Zeitstempel wäre die tatsächlich erbrachte Mehrleistung als Mentor und Lektor zusätzlich zu sonstiger Mitarbeit als Übersetzer, -die ja alle hier ehrenamtlich tun- einfach nachzuvollziehen.

Falls dieser Vorschlag nervt, ignoriere ihn einfach. Auch ich vergesse ihn dann.

Den Vorschlag von Nutzer Psalm 23 finde ich gut.

Wer verbirgt sich hinter Nutzer Psalm 23? Ich kann über ihn hier nichts finden. Aktuell interessiert es mich, weil er in einem meiner Texte ein Wort verschlimmbessert hat. Was ich nicht gut finde. /Humormodus an/ Sagt mir wenigstens, wo sein Wagen parkt. /Humormodus aus/

Die wiederaufgeloderte Diskussion um leichte Sprache und Leichte Sprache und Qualitätskriterien in dem Zusammenhang gefällt mir. Da könnte ein permanenter Ansprechpartner (bezahlt) eine große Hilfe sein.

Ja, die Idee finde ich gut. Diskussionen zu Übersetzungen im Bereich Bibel in Leichter Sprache bezogen auf die Sprachqualität (leichte und/oder Leichte Sprache) mit einem permanenten Ansprechpartner wären hilfreich.

Psalm 23 ist Aaron ist Norbert Göttig, wie Gertrude Stein sagen würde :)

Über die Bezahlung von Mitarbeitern haben wir schon ein paar Mal diskutiert, und einige von uns - ich eingeschlossen - sind da (mittlerweile) skeptisch. Olaf hat z.B. auf einen Artikel verwiesen, in dem beleuchtet wurde, was passieren kann, wenn in online-Projekten Ehrenamtlicher auf einmal die Bezahlung Einzelner eingeführt wird (=> der Arbeitseifer der Unbezahlten könnte sinken; der Bezahlte könnte auf einmal nur noch so viel machen, wie die Bezahl-Vereinbarung hergibt; Nicht-Bezahlte könnten auf einmal bestimmte Sachen nicht mehr machen, "weil es für so was ja die Bezahlten gibt"; es könnte sich eine Art Quasi-Hierarchie herausbilden, in der die Bezahlten auf einmal einen anderen Quasi-Rang haben als die Nicht-Bezahlten usw.).

Ihr redet jetzt außerdem von zwei unterschiedlichen Einsatzbereichen. Du, Dorothee, fändest einen Ansprechpartner für mehr oder weniger "organisatorische" Anfragen gut, also Fragen "zum Projekt". Aber da bräuchten wir recht sicher keinen: Wenn Fragen da sind, haben wir z.B. den Thread "Fragen" im Forum, wir haben die beiden OfBi-Mailadressen, wir haben zumindest theoretisch den Chat (ist da übrigens je jemand drin? Seit Ben nicht mehr so aktiv ist, war ich's nicht mehr.) und wir haben natürlich die Diskussionsseiten. Mindestens beim Forumthread und bei den Mailinglisten wäre auch von den anderen alten Hasen sehr schnell eine Antwort da. Und auch sonst - aber da kann ich nur von mir sprechen -: Ich schaue fast jeden Tag mindestens einmal sämtliche "Letzte Änderungen" durch; wenn irgendwo Fragen derartig organisatorischer Art aufkommen würden, kann ich versichern, dass ich nach spätestens drei Tagen antworten würde.

Und du, Psalm23, meinst offenbar etwas anderes, aber ich weiß noch nicht genau, was. Ich habe zwei Vermutungen:
1) Das Helferlein soll dem Laienübersetzer (übrigens eine etwas seltsame Wortwahl - wir sind ja alle "Laienübesetzer", nur können die einen die alten Sprachen, die anderen nich) helfen, die Studienfassung richtig zu verstehen, damit er sie richtig in eine LF oder LS-F übertragen kann. Das braucht es nicht: Die SF ist so konzipiert, dass es dafür keine Hilfe brauchen sollte. Entweder ist eine Studienfassung eine gute Studienfassung und erfüllt das - dann braucht es dazu kein Helferlein. Oder die Studienfassung ist noch nicht gut genug, erfüllt das nicht, und dann könnte auch ein Helferlein nichts ausrichten, weil er dann ja auch nicht mehr weiß als der Laienübersetzer. Erst recht sollte ein LF-Übersetzer oder LS-Übersetzer nicht noch zusätzlich zur Studienfassung einen Altspracher brauchen müssen, sonst wäre die Studienfassung in dieser Hinsicht ja regelrecht sinnlos.
2) Das Helferlein steht dem Laienübersetzer bei, mit der Seite der Offenen Bibel zurechtzukommen. Aber dafür ist die Einführung da. Ein Abschnitt zur Leichten Sprache fehlt da aktuell noch, aber das liegt daran, dass die Qualitätssicherung der Leichten Sprache m.W. noch nicht so richtig durchgeplant ist (aber da kann ich mich auch irren; ich gehöre nicht zur LS-Gruppe).
Du meinst wahrscheinlich eher (1) als (2), oder? Oder meinst du etwas anderes? Kannst du mal ein Beispiel nennen, wie du dir so eine Zusammenarbeit zwischen einem bezahlten Altsprachler und einem Laienübersetzer vorstellen würdest?

@Sebastian Ein Beispiel von Zusammenarbeit wäre der Psalm 90.
Da hat Olaf -aber auch du- durch Hilfestellung und Umformulierungen aus dem tieferen Wissen um die poetische Struktur des Hebräischen heraus meine Fassung in einfacher Sprache zu einer vorläufige Lesefassung umgearbeitet.
siehe: http://offene-bibel.de/wiki/Diskussion:Psalm_90

Ein gegenteiliges Beispiel wäre Genesis 1. Da hatte ich eine Fassung in einfacher Sprache eingestellt und wollte sie anschließend löschen aufgrund der Ergebnisse einer Diskussion um Einheitlichkeit der Stile der Lesefassung.

Daraufhin hatte Olaf mich gebeten, den Text zu Genesis 1 nicht zu löschen, da er daran genauso wie bei Psalm 90 arbeiten wollte. Er hat dann aber keine Zeit dafür gefunden.

Das ist mehr als verständlich. Ohnehin hat er so schon viel Zeit für die Offene Bibel investiert. Dann auch noch anderen ohne Bezahlung oder Aufwandsentschädigung zeitaufwendig zu helfen, wäre geradezu wie Ausbeutung.

Genau für einen solchen Fall war mein Vorschlag gedacht.

Ein weiteres Beispiel ist mir eingefallen:
Weil es anfangs nur wenige Texte gab, die freigegeben wurden für eine Lesefassung, hatte ich außerhalb von Offene Bibel angefangen, Texte des Konkordanten NTs in einfacher Sprache zu übersetzen.

Grundlage dafür war, dass ich mit sehr gutem Erfolg im diakonischen Zweig eines theologischen Seminars an Stelle des Griechischunterrichts, wie sie die angehenden Pastoren dort mehr oder weniger genossen, eine einjährige systematische Einführung der Arbeit mit dem Konkordanten NT absolvieren konnte.

Ben hatte mir unter diesen Voraussetzungen angeboten, bei Fragen zu helfen -das Konkordante NT ist ja nicht unumstritten- und über die übersetzten Kapitel drüberzuschauen, wie er es in einer PN formulierte .

Als ich dies dann in Anspruch nehmen wollte, musste er mir mitteilen, dass er nicht die Zeit dafür findet.

Hätte er damals schon -wie bei dem Markusprojekt- als permanenter bezahlter Ansprechpartner zur Verfügung gestanden, hätte er die Kapitel nach den Maßstäben der Studienbibel überarbeiten können. Auf diese Weise wären die vielen ganzen Kapitel (unter anderem etliche Kapitel des Markusevangeliums) unter veränderte Lizenz Teil der Offenen Bibel geworden.

Hallo, auf der Vereinsversammlung haben wir über den Vorschlag gesprochen. Wenn wir jemanden vom Verein aus einstellen, dann wäre sicherlich eine Kombination mit Fundraising und organisatorischer Vorstandsentlastung sehr gut. Das Problem ist im Moment die Finanzierung. Zum einen haben wir zur Zeit auch für eine 450-Euro-Job noch nicht genug Polster, und zum anderen ist die Frage, welcher gut Ausgebildete mit theologischem Fachwissen für den Mindestlohn arbeitet. Wir haben uns aber vorgenommen, bis zur nächsten Mitgliederversammlung zu prüfen, welche Möglichkeiten wir für den Verein entwickeln können.

In Rö 7 steht: 15 Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern was ich hasse.
16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist.?
17 Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Das heißt doch: Wenn ich das Böse zwar hasse, aber trotzdem tue, bestätige ich dass das Gesetz gut ist und ich selbst bin dann nicht mehr derjenige der Böses tut sondern die Sünde höchstpersönlich ist der Übeltäter? - Das passt absolut nicht in mein christliches Verständnis. Lässt man aber hier die zur Reformationzeit vorgenommene Verseinteilung weg, dann lese ich im griechischen Ur-Text, - nicht in Latein - : 15-17 Wenn ich dieses (gesetzliche) Handeln nicht begreife, will ich es nicht ausüben, sondern hasse dieses Tun. Wenn ich aber das tue was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist. Wenn ich aber nicht mehr danach handle dann wohnt in mir die Sünde.
Ich bitte um Eure Kritik!
Bert