1 Petrus 3

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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
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Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (1 Petrus 3)

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Denn auch Christus hat ein für allemal für die Sünden gelitten,
ein Gerechter für Ungerechte,
um euch Zugang zu Gott zu verschaffen.
Körperlich getötet,
wurde er geistlich lebendig gemacht.
19 Dabei ging er auch zu den Geistern im Gefängnis und verkündigte ihnen,

20 die einst ungehorsam waren, während Gott geduldig abwartete in den Tagen Noahs, als die Arche gebaut wurde, in der wenige, d.h. acht Menschenleben, durch das Wasser hindurch gerettet wurden.

21 Das Wasser der Sintflut ist das Gegenbild zur Taufe, die auch euch heute rettet, nicht, indem sie den körperlichen Schmutz entfernt, sondern indem sie Zusage einer festen Bindung an Gott ist durch die Auferstehung Jesu Christi,

22 der zur Rechten Gottes ist, nachdem er in den Himmel gelangte und ihm Engel und Mächte und Gewalten unterworfen wurden.

Anmerkungen

Studienfassung (1 Petrus 3)

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9 und vergeltet nicht Böses (Schlechtes) mit (für, anstelle von) Bösem oder Schmähung (Beschimpfung) mit Schmähung, im Gegenteil aber segnet, weil ihr dazu berufen wurdet, damit ihr Segen erbt!a

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Denn auch Christus hat ein für allemal (einmal) für die Sünden gelitten,
ein Gerechter für Ungerechte,
um euch Zugang bei Gott zu verschaffen.
Er wurde zwar leiblich (im Leib) getötet,
aber geistlich (im Geist) lebendig gemacht.

19 Wobeib er auch zu den Geistern im Gefängnis ging und ihnen verkündigte,c

20 die einst ungehorsam waren, als Gottes Langmut (Geduld) abwartete (wartete) in den Tagen Noahs, als die Arche gebaut wurde, in der wenige, das heißt acht Personen (Menschenleben), durch das Wasser hindurch gerettet wurden.

21 Esd ist das Gegenbild der Taufe, die auch euch heute (jetzt) rettet, nicht durch die Entfernung des körperlichen Drecks (Schmutzes), sondern als Zusagee einer (guten =) festen Bindung an Gott durch die Auferstehung Jesu Christi,

22 der zur Rechten Gottes ist, nachdemf er in den Himmel gelangt ist undg ihm Engel und Mächte und Gewalten unterworfen wurden.


Anmerkungen

aDas „im Gegenteil“ ist nicht im Sinne eines Ausgleichs zu verstehen, sondern als Gegensatz. (Zurück zu v.9)
b ἐν ὧ bezieht sich nicht auf πνεύματι, sondern ist eine relative temporale Konjunktion (wie 1,6 und 4,4), Brox, EKK XXI, S. 170. (Zurück zu v.19)
cWer die "Geister" sind, was das "Gefängnis" ist und was Jesus ihnen verkündigte, ist unklar. "Der 1Petr verkürzt für den heutigen Leser immer wieder bis zur Unverständlichkeit", Brox, a.a.O., S. 180. Möglicherweise bietet das Henochbuch einen Schlüssel zum Verständnis: den "Gottessöhnen" aus Gen 6,1-6 wird die Schuld an der Sintflut gegeben; sie sind sozusagen gefallene Engel. Sie werden zur Strafe an einem Ort der Gefangenschaft gefangen gehalten. Der Patriarch Henoch erhält den Auftrag, zu ihnen zu gehen und ihnen zu verkündigen, dass sie keine Vergebung erwarten können. "Damit ist in einer frühjüdischen Tradition, die nachweislich auf die christliche Literatur eingewirkt hat, ein Konnex von Vorstellungen gegeben, der im Hinblick auf 1Petr 3,19f überraschend und aufschlussreich ist: Es 'geht' jemand zu 'Geistern', die mit 'Gefängnis' bestraft werden, und 'verkündet' ihnen … Immerhin nämlich ist jetzt die Motiv-Folge des gesamten Prosastücks der VV 19-21 erklärbar …: die frühjüdische Vorstellung von den Geistern im Gefängnis brachte, wie gesagt, von Haus aus die Flutgeschichte mit; die Flutgeschichte ist aber christlich sehr früh schon regelmäßig zur Tauftypologie verlängert gewesen" (a.a.O., S. 172f). (Zurück zu v.19)
dDas Wasser der Sintflut (Zurück zu v.21)
e"Verbreitet ist das Verständnis von ἐπερώτημα als 'Bitte bzw. Gebet an Gott um ein gutes Gewissen' oder ähnlich, aber als 'Definition' der Taufe kann damit niemand recht glücklich sein … In der oben vorgeschlagenen Übersetzung ist von der Entsprechung zwischen ἐπερώτημα und stipulatio ausgegangen …, so dass nicht die Bitte oder Anfrage gemeint sein muss, sondern ebenso gut die Zusage bzw. eine vertragliche Verpflichtung in Frage kommt" (Brox, EKK, S. 178). (Zurück zu v.21)
fPtz. coni., temporal aufgelöst (Zurück zu v.22)
gPtz. coni., beiordnend aufgelöst (Zurück zu v.22)

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