Matthäus 15

Aus Die Offene Bibel

Wechseln zu: Navigation, Suche
Syntax OK
SF ungeprüft.png
Status: Ungeprüfte Studienfassung – Eine erste Übersetzung aus dem Urtext ist komplett, aber noch nicht mit den Übersetzungskriterien abgeglichen und nach den Standards der Qualitätssicherung abgesichert worden und sollte weiter verbessert und geprüft werden. Auf der Diskussionsseite ist Platz für Verbesserungsvorschläge, konstruktive Anmerkungen und zum Dokumentieren der Arbeit am Urtext.
Folgt-später.png
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Matthäus 15)

1 Dann kamen Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem zu Jesus und sprachen: 2 Warum missachten deine Jünger die Überlieferung der Altena? Denn sie waschen sich nicht mal ihre Hände, wenn sie eine Mahlzeit einnehmen. 3 Er aber antwortete ihnen: Warum missachtet ihr das Gebot Gottes eurer Überlieferung zuliebe? 4 Denn Gott sagt:

„Ehre Vater und Mutter!“ und:
„Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht muss sterben!“

5 Ihr aber sagt: „Wer auch immer seinem Vater oder seiner Mutter sagt, dass alles, was du von mir zur Unterstützung bekommst sei eine Opfergabeb 6 der muss seinen Vater nicht ehren“. Und ihr setzt das Wort Gottes mit eurer Überlieferung außer Kraft. 7 Ihr Scheinheiligen! Jesaja hat über euch zutreffend prophetisch gesprochen. Er sagte:

„Dieses Volk ehrt mich mit ihren Lippen,
aber ihr Herz ist weit von mir entfernt.“c

8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

( Die Tochter einer kanaanäische Frau wird geheilt )

21 Und Jesus ging von dort weg und in das Gebiet von Tyros und Sidon. 22 Und plötzlich kam eine kanaanäische Frau aus diesem Gebiet und schrie: „Habe Erbarmen mit mir, Herr, Du Sohn Davids. Meine Tochter ist übel von Dämonen besessen.“ 23 Aber er antwortete ihr nicht. Und seine Jünger kamen zu ihm und baten: „Schick sie weg, denn sie schreit hinter uns her.“ 24 Er antwortete ihnen: „Ich bin zu niemandem außer den verlorenen Schafen des Hauses Israels geschickt worden.“ 25 Doch sie kam und warf sich vor ihm nieder und sagte: „Herr, hilf mir!“ 26 Er aber antwortete ihr: „Es ist nicht recht, den Kindern das Brot zu nehmen und es vor die Hunde zu werfen.“ 27 Sie aber sagte: „Ja, Herr. Und doch fressen die Hunde von den Krumen, die vom Tisch ihres Herrn fallen.“ 28 Da antwortete ihr Jesus: „Frau, groß ist dein Glaube. Was du willst, geschehe.“ Und ihre Tochter war von da an gesund.

( Speisung von Viertausend )

29 Und ging von dort weg und kam an den See Gennesaret. Er stieg auf einen Berg und setzte sich dort zum lehren. 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39

Anmerkungen

aDie Überlieferung der Alten ist nach Lutz nicht eine allgemeine jüdische Überlieferung oder ein Ritualgesetz, sondern wie Jesus in Vers 3 sagt die Überlieferung der Pharisäer und Schriftgelehrten (Lutz 2013, 420) (Zurück zu Lesefassung v.2)
bKinder mussten wohl ihren Eltern einen bestimmten Nutzen zubilligen, dieser Unterhaltspflicht konnten sie entgehen, wenn sie ihren Besitz per Gelübde dem Tempel weihten(Lutz 2013, 422). (Zurück zu Lesefassung v.5)
cJesaja 29,13 (Zurück zu Lesefassung v.7)

Studienfassung (Matthäus 15)

1 Dann (da, darauf) kamen zu Jesus aus Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte und sagtend: 2 Warum missachten (übertreten) deine Jünger die Überlieferung der Alten (Vorfahren)? Denn sie waschen sich nicht [ihre] Hände, wenn sie Brot essen (eine Mahlzeit einnehmen, vor dem Essen). 3 Dieser aber antwortete ihnen: Warum missachtet (übertretet) ihr das Gebot Gottes eurer Überlieferung zuliebe (wegen)? 4 Denn Gott sagte: Ehre (schätze) den Vater und die Mutter, und: Wer schmäht (verflucht)e Vater oder Mutter muss (auf jeden Fall) sterben. 5 Ihr aber sagt: Wer auch immer sagt dem Vater oder der Mutter: Eine Opfergabe (eine Gott geweihte Gabe) sei alles, was du von mir als Nutzen (Unterstützung) hast, 6 der wird (muss) nicht ehren seinen Vater; und ihr setzt außer Kraft (erklärt für Ungültig) das Wort Gottes durch eure Überlieferung. 7 Heuchler (Scheinheilige), richtig (zutreffend) hat prophezeit (prophetisch geredet) Jesaja über euch, der da sprichtf: 8 Dieses Volk durch Lippen mich ehrt, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.g 9 Vergeblich (umsonst) verehren sie mich weil sie vortragenh als Lehren Gebote der Menschen. 10 Und er rufte zu sich (herbei)i die Volksmenge und sagte ihnen: Hört zu und versteht (begreift, seht ein): 11 Nicht was hineingehtj in den Mund macht den Menschen unrein (verunreinigt ihn), sondern was hinausgeht (hinauskommt) kaus dem Mund das macht den Menschen unrein. 12 Dann (da, darauf) kamenl die Jünger und sagten ihm: Weißt du, dass die Pharisäer, als sie dein Wort hörtenm, sich ärgerten (Anstoß nahmen, sich entrüsteten/empörten)? 13 Der aber antwortete ihnen {sagend}: Alle Pflanzen die nicht mein himmlische (im Himmel befindlicher) Vater angepflanzt hat wird er entwurzeln (ausreißen). 14 Lasst sie gewähren; Blinde sind Führer [der Blinden], wenn aber Blinde Blinde führen (leiten), werden beide in die Grube fallen. 15 Es antwortete aber Petrus ihn {sagend} Erkläre (deute) und dieses Gleichnis. 16 Der aber sagte: Auch ihr seid noch unverständign? 17 begreift (versteht, bemerkt) ihr nicht, dass alles, was in den Mund hineingeht (-kommt) in den Bauch hineingeht (hineingelangt, fortgeht) und in die Toilette (Klo) fallengelassen wird? 18 Was aber hinausgeht (hinauskommt) aus dem Bauch kommt aus dem Herzen, und jene (diese Dinge) machen den Menschen unrein. 19 Denn aus dem Herzen kommen schlechte Gedanken (Überlegungen), Mord (Bluttaten, Mordtaten), Ehebrüche, Diebstähle, falsche Zeugnisse (Zeugenaussagen), Verleumdungen (Schmähungen, Lästerungen). 20 Das ist, was den Menschen unrein macht, aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein. 21 Und als Jesus von dort gingo, entfernte er sich (ging er weg) nach dem Gebiet von Tyros und Sidon. 22 Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jenem Gebiet kamp und rief laut (schrie, brüllte): Erbarme dich über mich (hab Erbarmen mit mir), Herr, Sohn Davids; Meine Tochter ist schlimm (übel) von Dämonen besessen (geplagt). 23 Aber er antwortete nicht ihrem Wort. Und es kamen seine Jünger und baten ihn {sagend}: Verabschiede sie (lass sie gehen, schick sie weg), denn sie schreit hinter uns her. 24 Der aber antwortete {sagend}: Ich bin nicht geschickt worden außer zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels. 25 Und (doch) diese kamq und warf sich vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! 26 Der aber antwortete {sagend}: Es ist nicht recht, das Brot der Kinder zu nehmen und es vor die Hunde zu werfen. 27 Sie aber sagte: Ja (gewiss, freilich), Herr, und doch fressen die Hunde aus (von) den Brocken (Brotkrumen) die fallenr von dem Tisch ihres Herrn. 28 Da (dann) antwortetes Jesus und sprach (sagte) zu ihr: {Oh} Frau, groß ist dein Glaube: dir geschehe nach deinem Willen (wie du willst)t. Und ihre Tochter war geheilt (gesund) von jener Stunde an. 29 Und als Jesus von dort wegging, kam er an den See Gennesaret und stiegu (bestieg) auf den (einen) Berg und setzte sich dort (da) zum lehren. 30 Und es kam eine große Volksmenge zu ihm, die bei sich hatten Lahme (Gelähmte), verkrüppelte (Verstümmelte), Stumme und viele andere [Kranke] und sie warfen sich vor seine Füße und er heilte sie. 31 Damit (so daß) die Menge sich wunderte als sie sahenv die Stummen sprechen, die Verkrüppelten gesund (geheilt) und Lahme umhergehen und Blinde sehend; und sie preisen (rühmten, ehrten) den Gott Israels. 32 Aber Jesus rief seine Jünger zu sichw und sagte: Ich habe Mitleid mit dieser Menge, denn sie sind schon drei Tage bei mir und sie haben nicht zu essen und ich will (möchte) nicht sie wegschicken, damit sie nicht auf dem Weg (unterwegs) schwach würden (ermatteten, zusammenrechen). 33 Und es sagten ihm die Jünger: Woher werden wir in der Wüste (Einöde) so viele Brote bekommen, so daß wir die Menge satt machen? 34 Und Jesus sagte ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Die aber sagten: Sieben und wenige kleine Fische. 35 Und er befahl (aufforderte, anweisen) der Volksmenge, sich niederzulegen (lagern, Platz zu nehmen) auf der Erde. 36 Und er nahm die sieben Brote und die Fische und sagte Dank (ein Dankgebet, dankte Gott)x und brach [in Stücke] und gab sie den Jüngern, die Jünger aber der Menge. 37 und es aßen alle und wurden satt. Und was übrig wary an Stücken sammelten sie sieben volle Körbe. 38 Die aber aßen waren viertausend Männer ohne (nicht eingerechnet) Frauen und Kinder. 39 Und als er die Menge entlassen hattez stieg er in das Boot und kam in das Gebiet von Magadan.

Anmerkungen

dPartizip. Wörtlich: sagend (Zurück zu v.1)
ePartizip (Zurück zu v.4)
fPartizip. Wörtlich: sagend (Zurück zu v.7)
gJesaja 29,13 (Zurück zu v.8)
hPartizip (Zurück zu v.9)
iPartizip (Zurück zu v.10)
jPartizip (Zurück zu v.11)
kPartizip (Zurück zu v.11)
lPartizip (Zurück zu v.12)
mPartizip (Zurück zu v.12)
nVlt: "Habt ihr auch nichts verstanden?" (Zurück zu v.16)
oPartizip (Zurück zu v.21)
pPartizip (Zurück zu v.22)
qPartizip (Zurück zu v.25)
rPartizip (Zurück zu v.27)
sPartizip, hier final augelöst (Zurück zu v.28)
toder vlt.:"Was du willst, geschehe" (Zurück zu v.28)
uPartizip (Zurück zu v.29)
vPartizip (Zurück zu v.31)
wPartizip (Zurück zu v.32)
xPartizip (Zurück zu v.36)
yPartizip (Zurück zu v.37)
zPartizip (Zurück zu v.39)

Ansichten