Die Wahnsinnsmöglichkeiten der Studienfassung: Wie ich die Offene Bibel benutzt habe, um eine andere Übersetzung zu analysieren

Auf dem deutschen Blog von Logos Bibelsoftware läuft zurzeit eine Mini-Serie, die die Menge-Bibel unter die Lupe nimmt. Der aktuelle Eintrag befasst sich mit bemerkenswerten Übersetzungsentscheidungen. Mein Beitrag bestand u.a. darin, Bibelstellen beizusteuern, wo der Altphilologe Menge besonders elegant übersetzte oder wo er den Bibeltext auch mal zweifelhaft wiedergegeben hat.
Und wie habe ich das gemacht? Mit der Übersetzungssuche der Offenen Bibel (links in der Navigationsleiste)! Der Clou: Ich wusste, dass die Menge-Bibel über die zu den Übersetzungen gehört, die mehrere Übersetzer regelmäßig in der Studienfassung zitieren. Manchmal ist es nämlich sehr interessant zu sehen, wie Luther, Einheitsübersetzung, Gute Nachricht und Co eine Stelle wiedergeben. So interessant, dass wir auch gerne mal dokumentieren, mit welchen Übersetzungen unsere übereinstimmt, oder für welches Verständnis sich andere Übersetzer entschieden haben.
So hat es dann gereicht, in der Suche "Menge" und "MEN" einzugeben. Auf den Wikiseiten mit Treffern habe ich dann im Browserfenster alle Treffer markiert (in Firefox mit Strg + F, Begriff eingeben und dann den Knopf "Hervorheben"). Das Beste: So habe ich nicht nur Stellen gefunden, wo Hermann Menges Übersetzungsentscheidungen dokumentiert sind, sondern meist auch noch genug Informationen, um bewerten zu können, ob er recht hatte oder nicht!
Schaut selbst mal vorbei, denn was wir über die Menge-Bibel herausgefunden haben, ist ziemlich interessant.
Die Studienfassung als Studienbibel für andere Übersetzungen. Ich bin immer noch ganz baff, wie gut das funktioniert hat.
Probiert es doch selber mal aus! Andere Bibeln, die wir häufig anführen, sind übrigens Luther (LUT), Einheitsübersetzung (EÜ), Elberfelder (ELB oder REB), Schlachter (SLT), Gute Nachricht (GN(B)), Zürcher Bibel und Neue Genfer Übersetzung (NGÜ). Aber zu vielen anderen weniger bekannten Bibelübersetzungen solltet ihr in unserem Wiki ebenfalls interessante Infos finden.
Und noch ein Lesetipp: Mein Fazit zur Menge-Bibel auf biblio-blog.de.

Kommentare

Das ist wirklich cool.
Aber, wo du es gerade ansprichst: "GNB" für die Gute Nachricht verwendest eigentlich nur du. Ich verwende GN, weil GNB eigentlich das (semi?)offizielle Kürzel der Good News Bible ist.
 

Gut zu wissen. Ich hatte mir "GNB" von Bibleserver.com abgeschaut. Ergänze ich mal.
Ich glaube, das geht im deutschen Raum und in unserem Rahmen in Ordnung, weil die Good News Bible erstens nicht so bekannt ist und zweitens in jedem Fall Verwechslungsgefahr mit der prominenteren Guten Nachricht bestehen würde. Daher würde ich erwarten, dass die Good News Bible in einem deutschen Kontext anders (oder gar nicht) abgekürzt würde.

Wobei man eigentlich auch gleich Volltext-Vergleiche über alle möglichen verfügbaren Bibelübersetzungen oder einer Zusammenstellung nach Wahl anstellen könnte wie z.B. hier, wo unter der Tabelle beliebige Annotationen untergebracht werden können oder dann in einer etwas ausgebauten Form allerlei Zusatzfunktionen mitangeboten werden könnten.