Idee: Frühe "PR-Veröffentlichung"

Folgendes habe ich mir gerade überlegt: 
Forcieren wir doch die Arbeit an zwei kürzeren Büchern, eines AT (kl. Prophet?), eines NT (Gal oder Jak?), machen eine richtig schöne Studienfassung und geben wir sie halboffiziell zur Benutzung frei. Es muss ja keinen Druck (oder eine Lesefassung) geben, aber wie wäre es mit Bibelsoftware-Modulen und PDFs/ODTs zum Download?
Zumindest können wir eine erste Version zementieren, die auch zuverlässig zu gebrauchen ist (also möglichst wenig Fehler enthält). In Softwaresprache wäre das dann etwa so, als wenn man nicht nur den Source-Code, sondern zum ersten Mal auch eine kompilierte Alpha-Version o.ä. herausgibt. So können wir ganz sicher etwas Aufmerksamkeit erregen und neue Nutzer anlocken.
 
Was meint ihr? 

Ich finde die Idee großartig! Welche Bücher sollen es sein? Ich bin mir erstens unsicher, ob wir schon (teil-)übersetzte Bücher nehmen sollen oder neue (als Anreiz voran zu kommen) und zweitens ob es bekannte oder weniger bekannte Texte sein sollen. Es hat beides Vor- und Nachteile.

Finde ich eine sehr gute Idee!
Uli

Freut mich, dass es euch gefällt! :-) 
 
Bezüglich der Textauswahl sollten wir pragmatisch sein. Wir haben gerade nicht die Manpower, um komplette Bücher durchzuübersetzen und richtig fertig zu stellen, oder? Haben wir nicht alle auch andere Verpflichtungen? Und welches Potenzial könnten wir mit einer solchen Übersetzungs-Aktion wecken, ohne eine größere Öffentlichkeit? Wäre es nicht einfacher, zu verwenden, was wir haben, und dann auf die Dynamik der Veröffentlichung zu hoffen? 
Es braucht ja auch nur ein Buch zu sein. Oder es könnte ein Buch sein und etliche einzelne Kapitel, die gerade sowieso schon fertig wären. Im Moment haben wir ja noch nichts, aber prinzipiell spricht ja nichts dagegen, dass wir bereitstellen, was wir haben...

Da hast du natürlich recht. Ich schlage mal Jona vor (einigermaßen bekannt, im Gegensatz zu Haggai), relativ kurz (im Gegensatz zu dem so gut wie fertigen Kohelet) und die gröbsten Schnitzer sind schon raus, da Johannes und ich es in einem Kurs mit vielen Nachfragemöglichkeiten übersetzt haben. Im neuen Testament haben wir nur ein Buch fertig, das vermutlich nicht mehr soviel Arbeit braucht: Jakobus. Jetzt müssten wir nur noch jemand finden der uns überprüft. Sonst mmüssen wir das gegenseitig machen. (Kommentare wälzen ist sowieso im Moment meine Hauptaufgabe...) Vielleicht hilft da ein Newsbeitrag, was meinst du Ben?
 

Klar Newseintrag! :-) Mir gefällt auch deine Wahl. Aber vielleicht sollten wir vorher nochmal auf der Mailing-Liste nachfragen, ob alle mit der Vorgehensweise einverstanden sind. Ich schreibe mal.

Ähm, sorry, ist die Öffentliche Liste (mailingliste@duweißtschonwas) noch aktiv? Bisher gab es noch keine Reaktionen...
Ich würde denken, dass das schon ein Thema ist, das man mit mehr Meinungen verhandeln sollte. Wir freuen uns also über weitere Meinungen! 
Unter anderem wären auch Freiwillige vonnöten, die die Bücher in Bibel-Module umwandeln können...

Nach vieln Kurzbesuchen hier und zu wenig Zeit zum antworten habe ich jetzt ein bisschen Zeit:
Die Mailingliste ist aktiv, aber die Leser der Liste sind eher inaktiv. Wir sollten uns auf Dauer Gedanken machen, wie wir weniger fragmentiert diskutieren können (ich weiß, das Thema stand schon öfter auf der Tagesordnung, wurde aber nie zu Ende gebracht). Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Mailinglistenmitglieder oft ein paar Tage brauchen, um reagieren zu können. Das Schweigen im Moment würde ich als Zustimmung deuten.
Die Freiwilligen müssten wir tatsächlich noch rekrutieren, allerdings bietet es sich da an, direkt bei den Projekten nachfragen (zefaniaXML und Sword), zumal mindestens auf der ToDo-Liste eines Sword-Mitarbeiters die Offene Bibel schon drauf steht.

Leider werde ich wohl nur wenig Zeit dafür haben werde, an dieser sehr guten Idee mitzuarbeiten, aber ich wollte Euch trotzdem positives Feedback geben.

Die besten Kandidaten sind, wie Wolfgang schon zu Recht genannt hat, Jona und Jakobus. Wenn es uns tatsächlich gelingt, auf diesem Weg mehr Leute zum Mitmachen zu Motivieren, dann wären in einem zweiten Schritt auch Haggai, Galater und Amos denkbar.

Den Kontakt zu den Sword-Leuten kann ich gerne herstellen.

Super, von euch zu hören! Gut, dann schreibe ich bald einen News-Artikel. Olaf, wenn du den Kontakt herstellen könntest? 
Ich habe im Frühjahr auch schon mal zwei SWORD-Module gebastelt (Menge und Zürcher 1931), aber aus fertigen OSIS-Dateien. Leider kamen die von Zefania XML, was von den SWORD-Leuten nicht akzeptiert wird, da die Entwickler von Zefania-Modulen häufig keine Urheberrechte achten. Langer Rede kurzer Sinn: Wenn wir unser Wiki-Format irgendwie in OSIS XML umwandeln können (ist bestimmt keine Hexerei), könnte ich sogar zur Not mit einem Modul helfen. Andere können das aber sicher besser.
Sollten wir noch über andere Formate nachdenken bzw. Kontakte aufnehmen? Lohnenswert könnten wenigstens e-Sword und The Word sein.
Ach ja: Und wie sollen wir das Kind denn Taufen? "Nightly Build?" Version SF 0.1a? Offene Bibel Promo? 

Wir kriegen aus dem Wiki unter Einsatz von awk/sed ein ZefaniaXML bzw auch andere XML-Dialekte hin. Da muss sich halt nur einmal einer dransetzen ein Script zu schreiben. Eine Vorlage habe ich schon dafür (wurde mal für die Volxbibel geschrieben).
Ich würde es nicht NightlyBuild nennen, denn das würde implizieren, dass es jede Nacht auf den neuesten Stand gebracht wird. Ich würde eher Pre-Alpha, oder Pre-Beta dazu sagen (zumindest für das technische Publikum). Dein Promo finde ich für das andere Publikum nicht schlecht: Offene Bibel Promo Pack/Release/PDF/Module/...
Wenn du Kontakte/Wissen zu anderen Formaten hast, immer gerne, ich denke wir nehmen alles, was wir stemmen können. Hat eSword echt keine Standard-Swordmodule? Und ganz ehrlich, warum nicht direkt auch bei BibleWorks und der SESB (die Stuttgarter...) anklopfen, bzw. wenigstens hinschreiben, wenn wir fertig sind?
PS@Ben: Sorry, bin im Moment irgendwas zwischen überbelastet und krank, ich melde mich wegen deiner anderen Texte irgendwann später...

Ich finde die Idee auch super. Mitarbeit? Wie immer nach spotaner Möglichkeit.
Die Bibleworks-Menschen sind ebenfalls sehr nett, ich hatte mit denen Kontakt wegen einer Recherche rund um BibleWorks 8 und der dort fehlenden Luther Übersetzung.

Offtopic: Oh, spannend, gibts da mehr Einzelheiten, als auf deren Seite ("man ist sich nicht einig geworden")?

Ich finde den Blogeintrag von Ben sehr spannend (ich antworte mal hier, weil beim Blogeintarg keine Kommentare möglich sind - vermutlich um alles hier zu bündeln). Es ist auf jeden Fall schön, dass du einen Weg gefunden hast, der relativ einfach gangbar ist. Für die ersten zwei Bücher ist das meiner Meinung nach ein guter Weg, auch wenn es für ein Geesamtmodul zu aufwendig scheint. Hierzu habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht: Wir können das Wiki (mit oder ohne Markup) als XML exportieren und dann per automatischer Textmanipulation in OsisXML bzw. ZefaniaXML umwandeln, was für alles gleichzeitig geschehen kann und deshalb kaum Extraarbeit nach sich zieht. Das einzige Problem ist, das diese Methode am Anfang den Aufwand des Script-schreibens mit sich bringt (was für die PR-Veröffentlichung auf jeden Fall für Bens Methode spricht).
Jetzt, wo die technische Seite geklärt ist, können wir uns alle daran machen Jona und den Jakobusbrief auf den Status "Lesefassung in Arbeit" zu hieven.
@Ben: Da ich beim Leses deines Blogs nicht zusammen gezuckt bin, betrachte ich mich mal nicht als Zielgruppe ;-)

Es ist mit Bibledit wahrscheinlich sogar möglich, ein eigenes Style zu definieren und den Text so direkt für unser Wiki formatiert einzugeben. Das hilft aber nur was, wenn man das Programm direkt zum Übersetzen nimmt. Die ca. 450 Fußnoten zu Jakobus möchte ich trotzdem nicht alle von Hand eingeben müssen. ;-) 
(Dazu noch ein Gedanke: Die MediaWiki-Funktion zur "Vereinigung" von identischen Fußnoten könnte uns den Export erschweren.)
Langfristig wird es wohl nicht ohne Skripte gehen. Es ist schon schwer genug, überhaupt ohne xml- oder Programmiersprachenkenntnisse Module für SWORD zu erstellen. Es sollte endlich eine grafische Oberfläche dafür geben! SWORD bietet schon einige Umwandlungswerkzeuge an. Vielleicht kann man damit was anfangen. Die freuen sich auch immer über Verbesserungen...
Olaf hatte da doch Kontakte! Olaf, ist in der Hinsicht schon etwas passiert? Hast du die Zeit, da mal nachzufragen? 
 
Als größtes Hindernis für die Umsetzung sehe ich aber noch, dass wir uns zunächst hinsichtlich der Übersetzungstechnik einigen müssen - es sei denn, wir wollen bewusst das Feedback der Benutzer abwarten. Dazu hoffte ich, dass mein Blogeintrag hilfreich sein könnte. Die Wittstock-Methode halte ich für die ideale Übersetzungsmethode für unsere Zwecke. Aber das sollten wir vielleicht im Wiki weiterdiskutieren, wo Johannes noch auf eine Antwort wartet. Vielleicht können wir hier unterdessen klären, wie wichtig diese Einigung in Bezug auf die Vorabveröffentlichung für uns sein wird.
Ich freue mich, wenn die Diskussion (in beiderlei Hinsicht) wieder auflebt! 

Die wichtigen Arbeten der vorlesungsfreien Zeit sind vorbei und viele von uns sind hier wieder etwas aktiver. Ich glaube, es ist Zeit, dass wir diese Diskussion wieder aufleben lassen.
Einiges hat sich inzwischen getan: Nicht nur haben wir inzwischen die ersten fertigen Studienfassungen, wir haben uns auch im Prinzip auf eine Methode geeinigt. Wir haben sogar inzwischen ein Skript in Arbeit. Für mich heißt das: Bahn frei für unsere erste Demo!
Die Frage ist, wie wir fortfahren. Halten wir an dem Jona-Jakobus-Plan fest? Nehmen wir die ansonsten fertigen Kapitel (3 Psalmen momentan) mit auf? Oder wir könnten noch pragmatischer werden. Wir machen einfach ein Modul (PDF, etc.) aus allen Kapiteln, die bisher fertig oder fast fertig sind.
Zu beachten ist in puncto "fertig", dass Jona 1 wahrscheinlich nochmal ein kleines "Make-over" brauchen wird, um alle bibliographischen Angaben einzufügen, die wir inzwischen aufgestellt haben. Das wäre wohl auch das Hauptproblem bei Jakobus. Ich habe in den letzten 2 Monaten über ein oder zwei Kapitel nochmal drüber geschaut und bin sehr zufrieden - was größtenteils als einziges größeres Problem fehlt, sind eben die genauen Zitatangaben. Mit ein paar Stunden in der Bibliothek sollte das aber kein Thema sein. Wichtig ist vor allem, dass sich noch jemand aufrafft und das Ganze mal am Urtext abcheckt. Ich werde bis dahin auch noch über die restlichen Kapitel mal drüberlesen. Und neben Epheser dann vielleicht noch mal Jona in Angriff nehmen (hatte ja schon mal an Kap. 2 gearbeitet).
Noch als Randnotiz: In Logos gibt es seit Version 4.3 die Möglichkeit, aus einem .docx-Dokument mit einigen einfachen Milestones ein fertiges, natives Logos-Modul zu erstellen. Ich bin sehr geneigt, das mal mit der Offenen Bibel auszuprobieren. Es soll ziemlich einfach gehen.
Off-topic: Die Logos-Engine gibt es für Windows und Mac ja kostenlos zum Download (ein Tipp an alle mit SESB!), und diese Funktion ist da schon enthalten. Ausprobieren lohnt also auch ohne eigenes "Base Package". Ach ja, und es gibt besonders in letzter Zeit sehr viele kostenlose Module: Die gesamte Perseus-Sammlung wird gerade zur kostenlosen Freigabe vorbereitet. Sie enthält griechische Klassiker und sehr viele interessante Papyrus-Sammlungen, sodass Wortstudien damit doppelt interessant werden sollten. Daneben gibt es ca. 1000 Bücher im alten "Personal-Book-Builder"-Format, die vermutlich in den nächsten Monaten ins neue Format umgewandelt werden und dann auch benutzbar sein dürften. Für alle Theologiestudenten sollte das eine Goldgrube sein! Jetzt fehlt nur noch ein Linux-Port. Ich schreib vielleicht mal ein Blog drüber, einfach weil ich mich so freue.

Ich würde rein konzeptionell ein AT- und ein NT-Buch nehmen, damit man die verschiedenen sprachlichen Eigenheiten mit unserer Übersetzung abgleichen kann. Dazu unsere fertigen Psalmen finde ich auch gut, weil es Poesie ist (und nicht gerade der Jona-Psalm, der irgendwie speziell ist). Mehr würde ich nicht nehmen, weil uns dann der Beispielcharakter flöten geht, bzw. wir den Ist-Stand widerspiegeln. Mit 2 Büchern + ein paar Psalmen haben wir einfach gute Beispiele, die wir noch länger benutzen können, ohne bei Nachfrage sagen zu müssen, dass das gefragte Kapitel zwar fertig, aber noch nicht gesetzt/exportiert/... ist.

Ok, ich sehe hier schon unsere unterschiedlichen Vorstellungen. Bei mir würde unsere Promo-Veröffentlichung einfach dem Ist-Zustand entsprechen. Wir kommen langsam an einen Punkt, wo die Nachfrage nach aktuellen Versionen zumindest der fertigen Kapitel ohnehin groß sein wird. Was hält uns davon ab, unsere erste Veröffentlichung danach auszurichten? Oder vielleicht ist eine bessere Frage: Zu welchen unterschiedlichen Zwecken bräuchten wir jeweils die unterschiedlichen Texte?