Statusvorlagen für Lexikon und Grammatik

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.. und ganz ähnlich oder genauso vielleicht auch für den Kommentar? 
Schön wäre es, wenn wir auch Lexikon- und Grammatikseiten mit einem Status kennzeichnen könnten. Der gegebene Vorteil ist offensichtlich: Die Verlässlichkeit und Vollständigkeit der Informationen ließe sich auf einen Blick einschätzen.
Erster Vorschlag für verschiedene Status-Stufen: 
1. Entwurf. Die Seite befindet sich im Konzeptionsstadium. (Entspricht von der Bedeutung her weitgehend dem "in Arbeit"-Status der Übersetzung)
2. Die Seite enthält im Wesentlichen das Ergebnis eines wissenschaftlichen Recherche- oder Forschungsprozesses. Das Thema wurde (in Kürze oder Länge, seiner Konzeption entsprechend) vollständig erarbeitet. Der Artikel beinhaltet eine Bibliographie, konkrete, lückenlose Quellenangaben, und geht in mündiger Weise auf das Thema und verschiedene Meinungen dazu ein.
3. Gesichtet. Die Informationen wurden von einem Qualitätsmoderator geprüft. Dabei wurde auf eine methodisch saubere Argumentation, wissenschaftliche Quellen und einen kohärenten, zielführenden Aufbau/Gliederung geachtet. Die Seite wurde korrekturgelesen (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Wiki-Markup, OfBi-Konventionen, richtige Links) und gilt bis auf Weiteres als verlässlich.
4. Die Seite wurde deutlich erweitert oder in anderer Weise stark verändert. Damit entspricht sie wieder Stufe 1, soweit nicht noch verlässliches Material von 3. vorhanden ist. Die weiter gesichteten Abschnitte könnten dann separat den Status "Gesichtet" behalten. Umgekehrt könnte Status 4 auch nur auf den ungesichteten Teil angewandt werden - je nach Situation.
Eine entsprechende Checkliste könnte man dann auch gestalten - die ebenfalls mehrstufig aussehen oder auch unserer "Checkliste Studienfassung" ähneln könnte.
Was meint ihr? 

Gute Idee. Die Frage ist nur, wie viel Anspruch auf Vollständigkeit wir für Stufe 2 haben.

Ich hatte da an den Eintrag "Sela" gedacht, der vor der deutlichen Erweiterung durch Sebastian ja nur zwei Absätze lang war, aber mit einigen Quellen auf viel oder das Meiste einging. Aber so genau habe ich mir das auch noch nicht überlegt.
Was würdest du denn vorschlagen? 

Ich denke auch, dass der Sela-Artikel ein gutes Beispiel ist.
Die Sichtung durch den Qualitätsmoderator ist sicherlich eine Möglichkeit, den höheren Status nicht beliebig zu machen und dennoch die Kriterien nicht schon im Voraus klein-klein definieren zu müssen. Dazu wäre es notrwendig, dass die Überlegungen zu den Qualitätsmoderatoren etwas weiter ausreifen, und damit stellt sich die Frage nach Entscheidungsstrukturen überhaupt.
Hm, können dieses Paket auf die Zeit nach dem Offene-Bibel-Tag verschieben?
Olaf

Ich möchte mir erlauben, die Diskussion hier nochmal neu anzusetzen - und zwar aus der Perspektive der Qualitätssicherung. Folgende Überlegungen: 
Problem: Bei diesen Projekten werden wir wohl kaum ein Peer Review hinbekommen. Dennoch wollen wir irgendwie gewährleisten, dass die Infos zuverlässig sind.
Idee: Der Hauptverfasser (oder ggfs. eine Art Pate) verantwortet die Zuverlässigkeit des Inhalts mit seiner akademischen Qualifikation. Der Verfasser oder Bearbeiter macht dann Angaben zur Erfüllung der QS.
Die folgenden Anforderungen könnte man an die Qualitätssicherung stellen:
- Saubere Arbeit mit Sekundärliteratur (Quellenangaben, wissenschaftlicher Zitierstil, Bibliographie)
- Berücksichtigt den gegenwärtigen Forschungsstand
- Ist kohärent und (im gewählten Detailrahmen) inhaltlich vollständig
- (Folgt den etablierten Erwartungen an Form und Stil sowie Format)
- (Peer Review: Von einem QM oder Theologen fachlich und optimalerweise mithilfe wissenschaftlicher Quellen gegengelesen, wobei das Feedback in den Text eingeflossen ist)
 
(Irgendwo ergänzen könnte man: Wikipedia oder ähnliche nichtwissenschaftliche Internetprojekte dürfen zwar als "Siehe auch" verlinkt werden, aber dienen uns nicht als Quelle.)
 
Meinen Vorschlag für ein Statussystem ließe sich dann wie folgt anpassen, die Beschreibungen der Status müsste man natürlich noch destillieren (inhaltliche Änderungen kursiv):
1. Entwurf. Die Seite befindet sich im Konzeptionsstadium. (Entspricht von der Bedeutung her weitgehend dem "in Arbeit"-Status der Übersetzung, könnte die Vorlage "Baustelle" ersetzen oder von ihr wahrgenommen werden.)
2. Der akademisch geschulte Verfasser oder ein akademisch geschulter Korrekturleser steht dafür ein, dass die Seite im Wesentlichen das Ergebnis eines wissenschaftlichen Recherche- oder Forschungsprozesses enthält. Das Thema wurde (in Kürze oder Länge, je nach Konzeption des Eintrags) vollständig erarbeitet. Der Artikel beinhaltet eine Bibliographie, konkrete, lückenlose Quellenangaben, und geht in mündiger Weise auf das Thema und verschiedene Meinungen dazu ein. Er darf gerne erkennbar die Meinung des Verfassers enthalten
3. Gesichtet (oder Peer-reviewed). Die Informationen wurden von einem Qualitätsmoderator oder akademisch geschulten Zweitleser geprüft. Dabei wurde auf eine methodisch saubere Argumentation, wissenschaftliche Quellen und einen kohärenten, zielführenden Aufbau/Gliederung geachtet. Die Seite wurde korrekturgelesen (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Wiki-Markup, OfBi-Konventionen, richtige Links) und gilt bis auf Weiteres als verlässlich.
4. Die Seite wurde deutlich erweitert oder in anderer Weise stark verändert. Damit entspricht sie wieder Stufe 1 oder 2 (je nach Angaben des Bearbeiters), soweit nicht noch verlässliches Material von 3. (oder 2.) vorhanden ist. Die noch vom alten Status weiter bestehenden Abschnitte könnten dann separat den entsprechenden Status behalten. Umgekehrt könnte Status 4 auch nur auf den ungesichteten Teil angewandt werden – je nach Situation.

Man könnte den Status (im Anschluss an diese Überlegungen) auch als eine Checkliste darstellen, wobei die einzelnen Punkte von einander unabhängig (nicht progressiv wie bei den Kapiteln) erfüllt sein können. Beispielsweise:

  1. Diese Seite behandelt alle relevanten Aspekte des Themas
  2. Die Informationen sind sauber recherchiert und zuverlässig
  3. Die Informationen berücksichtigen die aktuelle Forschung zum Thema
  4. Ein (akademisch geschulter?) Zweitleser hat die Informationen auf ihre Stringenz kontrolliert
  5. ...

In jedem Fall freue ich mich über Rückmeldungen. Ich glaube, dieses Thema ist wichtig und eine gute Lösung halte ich mittelfristig für unverzichtbar.