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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Uns nämlich erwartet [durch] den Geist im (aus dem) Glauben die Hoffnung auf Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Denn in Christus Jesus bedeutet weder Beschneidung etwas noch Vorhaut&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gal 2,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern Glaube, der durch Liebe tätig ist (wirksam ist, sich in … betätigt).&lt;br /&gt;
{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn: &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch (wegen) eure Liebe.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn das ganze Gesetz &amp;lt;ref&amp;gt;Das Gesetz als Ganzes, als Einheit&amp;lt;/ref&amp;gt; ist  in dem &#039;&#039;einen&#039;&#039; Wort erfüllt, nämlich: „Du wirst (sollst) deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ {{par|Levitikus|19|18}}&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn ihr aber einander beißt (verletzt, kränkt) und auffresst (zerfleischt, ausbeutet), dann achtet darauf (schaut darauf, passt auf), dass ihr euch nicht gegenseitig vernichtet! &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Passiv, aber ich weiß nicht wie man das deutsch ausdrücken kann. &amp;quot;dass ihr nicht von den anderen vernichtet werdet&amp;quot;, nur das &amp;quot;die anderen&amp;quot; die gleiche Gruppe bezeichnet wie vorher &amp;quot;ihr&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt &#039;&#039;im Geist&#039;&#039;, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; ja, diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass ihr nicht immer die [Dinge] tut, die ihr [eigentlich] wollt &amp;lt;ref&amp;gt;Hier ist zu klären, wer hier etwas &amp;quot;will&amp;quot;: Geist, Fleisch, oder beide Anteile in uns? Alternative Übersetzungen: o. damit ihr nicht [einfach] das tut, was ihr wollt, o. so dass ihr nicht das tun könnt, was ihr wollt. (Vgl. Moo2013, 355f) &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Die Werke des Fleisches aber sind offenkundig (leicht sichtbar), nämlich: Unzucht (sexuelle Unmoral), Unreinheit &amp;lt;ref&amp;gt;Sexuell gemeint? Gegenteil von Heiligkeit (Rö 6,19; 1Thess 4,7)&amp;lt;/ref&amp;gt;, Zügellosigkeit &amp;lt;ref&amp;gt;ohne Maßen, ohne Limit, oft auch sexuell&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{{S|20}} Götzendienst, Magie, Feindseligkeiten, Streitsucht, Eifersucht (Eifer), Wutausbrüche, Rivalitäten, Uneinigkeiten, Spaltungen &amp;lt;ref&amp;gt;(Fehlende Einheit, verschiedene Meinungen -&amp;gt; Sekten, Häresien)&amp;lt;/ref&amp;gt;,  &lt;br /&gt;
{{S|21}} Neidereien, Saufen, Sauf-Parties (Orgien) und ähnliche Dinge wie diese, von denen ich euch vorhersage (so wie ich es schon [früher] vorhergesagt habe), dass die, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Aber die Frucht des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Güte, Treue (Glaube), &lt;br /&gt;
{{S|23}} Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen solche [Dinge] ist das Gesetz nicht [gerichtet] (gibt es kein Gesetz).&lt;br /&gt;
{{S|24}} Die, die zu Christus Jesus gehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit seinen Leiden (Leidenschaften) und Lüsten.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns dem Geist auch folgen (nach dem Geist ausrichten). &lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
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		<title>Galater 5</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: emphase&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
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{{L|11}}&lt;br /&gt;
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{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
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{{L|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Uns nämlich erwartet [durch] den Geist im (aus dem) Glauben die Hoffnung auf Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Denn in Christus Jesus bedeutet weder Beschneidung etwas noch Vorhaut&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gal 2,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern Glaube, der durch Liebe tätig ist (wirksam ist, sich in … betätigt).&lt;br /&gt;
{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn: &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch (wegen) eure Liebe.&lt;br /&gt;
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{{S|15}}Wenn ihr aber einander beißt (verletzt, kränkt) und auffresst (zerfleischt, ausbeutet), dann achtet darauf (schaut darauf, passt auf), dass ihr euch nicht gegenseitig vernichtet! &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Passiv, aber ich weiß nicht wie man das deutsch ausdrücken kann. &amp;quot;dass ihr nicht von den anderen vernichtet werdet&amp;quot;, nur das &amp;quot;die anderen&amp;quot; die gleiche Gruppe bezeichnet wie vorher &amp;quot;ihr&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt &#039;&#039;im Geist&#039;&#039;, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; ja, diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass ihr nicht immer die Dinge tut, die ihr [eigentlich] wollt &amp;lt;ref&amp;gt;Hier ist zu klären, was das gemeinte Subjekt zu &amp;quot;wollen&amp;quot; ist: Geist, Fleisch, oder beides? Alternative Übersetzungen: o. damit ihr nicht [einfach] das tut, was ihr wollt, o. so dass ihr nicht das tun könnt, was ihr wollt. (Vgl. Moo2013, 355f) &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Die Werke des Fleisches aber sind offenkundig (leicht sichtbar), nämlich: Unzucht (sexuelle Unmoral), Unreinheit &amp;lt;ref&amp;gt;Sexuell gemeint? Gegenteil von Heiligkeit (Rö 6,19; 1Thess 4,7)&amp;lt;/ref&amp;gt;, Zügellosigkeit &amp;lt;ref&amp;gt;ohne Maßen, ohne Limit, oft auch sexuell&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{{S|20}} Götzendienst, Magie, Feindseligkeiten, Streitsucht, Eifersucht (Eifer), Wutausbrüche, Rivalitäten, Uneinigkeiten, Spaltungen &amp;lt;ref&amp;gt;(Fehlende Einheit, verschiedene Meinungen -&amp;gt; Sekten, Häresien)&amp;lt;/ref&amp;gt;,  &lt;br /&gt;
{{S|21}} Neidereien, Saufen, Sauf-Parties (Orgien) und ähnliche Dinge wie diese, von denen ich euch vorhersage (so wie ich es schon [früher] vorhergesagt habe), dass die, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Aber die Frucht des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Güte, Treue (Glaube), &lt;br /&gt;
{{S|23}} Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen solche [Dinge] ist das Gesetz nicht [gerichtet] (gibt es kein Gesetz).&lt;br /&gt;
{{S|24}} Die, die zu Christus Jesus gehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit seinen Leiden (Leidenschaften) und Lüsten.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns dem Geist auch folgen (nach dem Geist ausrichten). &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
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		<title>Galater 5</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: gramm. Referenz korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Uns nämlich erwartet [durch] den Geist im (aus dem) Glauben die Hoffnung auf Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
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{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn: &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch (wegen) eure Liebe.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn das ganze Gesetz &amp;lt;ref&amp;gt;Das Gesetz als Ganzes, als Einheit&amp;lt;/ref&amp;gt; ist  in dem EINEN Wort erfüllt, nämlich: „Du wirst (sollst) deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ {{par|Levitikus|19|18}}&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn ihr aber einander beißt (verletzt, kränkt) und auffresst (zerfleischt, ausbeutet), dann achtet darauf (schaut darauf, passt auf), dass ihr euch nicht gegenseitig vernichtet! &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Passiv, aber ich weiß nicht wie man das deutsch ausdrücken kann. &amp;quot;dass ihr nicht von den anderen vernichtet werdet&amp;quot;, nur das &amp;quot;die anderen&amp;quot; die gleiche Gruppe bezeichnet wie vorher &amp;quot;ihr&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt &#039;&#039;im Geist&#039;&#039;, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
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{{S|21}} Neidereien, Saufen, Sauf-Parties (Orgien) und ähnliche Dinge wie diese, von denen ich euch vorhersage (so wie ich es schon [früher] vorhergesagt habe), dass die, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Aber die Frucht des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Güte, Treue (Glaube), &lt;br /&gt;
{{S|23}} Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen solche [Dinge] ist das Gesetz nicht [gerichtet] (gibt es kein Gesetz).&lt;br /&gt;
{{S|24}} Die, die zu Christus Jesus gehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit seinen Leiden (Leidenschaften) und Lüsten.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns dem Geist auch folgen (nach dem Geist ausrichten). &lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Uns nämlich erwartet [durch] den Geist im (aus dem) Glauben die Hoffnung auf Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Denn in Christus Jesus bedeutet weder Beschneidung etwas noch Vorhaut&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gal 2,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern Glaube, der durch Liebe tätig ist (wirksam ist, sich in … betätigt).&lt;br /&gt;
{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn: &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch (wegen) eure Liebe.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn das ganze Gesetz &amp;lt;ref&amp;gt;Das Gesetz als Ganzes, als Einheit&amp;lt;/ref&amp;gt; ist  in dem EINEN Wort erfüllt, nämlich: „Du wirst (sollst) deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ {{par|Levitikus|19|18}}&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn ihr aber einander beißt (verletzt, kränkt) und auffresst (zerfleischt, ausbeutet), dann achtet darauf (schaut darauf, passt auf), dass ihr euch nicht gegenseitig vernichtet! &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Passiv, aber ich weiß nicht wie man das deutsch ausdrücken kann. &amp;quot;dass ihr nicht von den anderen vernichtet werdet&amp;quot;, nur das &amp;quot;die anderen&amp;quot; die gleiche Gruppe bezeichnet wie vorher &amp;quot;ihr&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt &#039;&#039;im Geist&#039;&#039;, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; ja, diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass ihr nicht immer die Dinge tut, die ihr [eigentlich] wollt &amp;lt;ref&amp;gt;Hier ist zu klären, was das gemeinte Subjekt zu &amp;quot;wollen&amp;quot; ist: Geist, Fleisch, oder beides? Alternative Übersetzungen: o. damit ihr nicht [einfach] das tut, was ihr wollt, o. so dass ihr nicht das tun könnt, was ihr wollt. (Vgl. Moo2013, 355f) &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Die Werke des Fleisches aber sind offenkundig (leicht sichtbar), nämlich: Unzucht (sexuelle Unmoral), Unreinheit &amp;lt;ref&amp;gt;Sexuell gemeint? Gegenteil von Heiligkeit (Rö 6,19; 1Thess 4,7)&amp;lt;/ref&amp;gt;, Zügellosigkeit &amp;lt;ref&amp;gt;ohne Maßen, ohne Limit, oft auch sexuell&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{{S|20}} Götzendienst, Magie, Feindseligkeiten, Streitsucht, Eifersucht (Eifer), Wutausbrüche, Rivalitäten, Uneinigkeiten, Spaltungen &amp;lt;ref&amp;gt;(Fehlende Einheit, verschiedene Meinungen -&amp;gt; Sekten, Häresien)&amp;lt;/ref&amp;gt;,  &lt;br /&gt;
{{S|21}} Neidereien, Saufen, Sauf-Parties (Orgien) und ähnliche Dinge wie diese, von denen ich euch vorhersage (so wie ich es schon [früher] vorhergesagt habe), dass die, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Aber die Frucht des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Güte, Treue (Glaube), &lt;br /&gt;
{{S|23}} Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen solche [Dinge] ist das Gesetz nicht [gerichtet] (gibt es kein Gesetz).&lt;br /&gt;
{{S|24}} Die, die zu Christus Jesus gehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit ihren Leiden (Leidenschaften) und Lüsten.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns dem Geist auch folgen (nach dem Geist ausrichten). &lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
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		<title>Galater 5</title>
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{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn: &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch (wegen) eure Liebe.&lt;br /&gt;
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{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt &#039;&#039;im Geist&#039;&#039;, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
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{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
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{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn &#039;&#039;ihr&#039;&#039; wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch (wegen) eure Liebe.&lt;br /&gt;
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{{L|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Uns nämlich erwartet [durch] den Geist im (aus dem) Glauben die Hoffnung auf Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Denn in Christus Jesus bedeutet weder Beschneidung etwas noch Vorhaut&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gal 2,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern Glaube, der durch Liebe tätig ist (wirksam ist, sich in … betätigt).&lt;br /&gt;
{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn IHR wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch eure Liebe. &lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn das ganze Gesetz &amp;lt;ref&amp;gt;Das Gesetz als Ganzes, als Einheit&amp;lt;/ref&amp;gt; ist  in dem EINEN Wort erfüllt, nämlich: „Du wirst (sollst) deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ {{par|Levitikus|19|18}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} Wenn ihr aber einander beißt (verletzt, kränkt) und auffresst (zerfleischt, ausbeutet), dann achtet darauf (schaut darauf, passt auf), dass ihr euch nicht gegenseitig vernichtet &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Passiv, aber ich weiß nicht wie man das deutsch ausdrücken kann. &amp;quot;dass ihr nicht von den anderen vernichtet werdet&amp;quot;, nur das &amp;quot;die anderen&amp;quot; die gleiche Gruppe bezeichnet wie vorher &amp;quot;ihr&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; denn diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass  ihr nicht immer die Dinge tut, die ihr [eigentlich] wollt.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Die Werke des Fleisches aber sind offenkundig (leicht sichtbar), nämlich: Unzucht (sexuelle Unmoral), Unreinheit &amp;lt;ref&amp;gt;Sexuell gemeint? Gegenteil von Heiligkeit (Rö 6,19; 1Thess 4,7)&amp;lt;/ref&amp;gt;, Zügellosigkeit &amp;lt;ref&amp;gt;ohne Maßen, ohne Limit, oft auch sexuell&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{{S|20}} Götzendienst, Magie, Feindseligkeiten, Streitsucht, Eifersucht (Eifer), Wutausbrüche, Rivalitäten, Uneinigkeiten, Spaltungen &amp;lt;ref&amp;gt;(Fehlende Einheit, verschiedene Meinungen -&amp;gt; Sekten, Häresien)&amp;lt;/ref&amp;gt;,  &lt;br /&gt;
{{S|21}} Neidereien, Saufen, Sauf-Parties und ähnliche Dinge wie diese, von denen ich euch vorhersage (so wie ich es schon [früher] vorhergesagt habe), dass die, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Aber die Frucht des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Güte, Glaube, &lt;br /&gt;
{{S|23}} Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen diese [Früchte] ist das Gesetz nicht [gerichtet] (gibt es kein Gesetz). &lt;br /&gt;
{{S|24}} Die, die zu Christus Jesus gehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit ihren Leiden (Leidenschaften) und Lüsten.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns dem Geist auch folgen (nach dem Geist ausrichten). &lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
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		<title>Galater 5</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Zur] Freiheit (In/Für die Freiheit) hat uns Christus befreit (frei gemacht): Steht nun fest und lasst euch nicht wieder vom Joch der Sklaverei unterwerfen!&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „… lasst euch nicht mit dem Joch der Sklaverei belasten.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, euch Christus nichts nützen wird.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ich versichere (lege Zeugnis ab, bezeuge) aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass [er] verpflichtet ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „dass [er] ein Verpflichteter (Schuldner) ist, das …“.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ganze Gesetz zu tun.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ihr seid von Christus abgekommen, alle, die ihr im Gesetz gerecht werdet; ihr habt die Gnade verloren (ihr seid der Gnade verlustig gegangen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Uns nämlich erwartet [durch] den Geist im (aus dem) Glauben die Hoffnung auf Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Denn in Christus Jesus bedeutet weder Beschneidung etwas noch Vorhaut&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gal 2,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern Glaube, der durch Liebe tätig ist (wirksam ist, sich in … betätigt).&lt;br /&gt;
{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; denn diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass  ihr nicht immer die Dinge tut, die ihr [eigentlich] wollt.&lt;br /&gt;
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{{S|22}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
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		<title>Galater 5</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: neue Verse&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
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{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn IHR wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch eure Liebe. &lt;br /&gt;
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{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; denn diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass  ihr nicht immer die Dinge tut, die ihr [eigentlich] wollt.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{S|7}} Ihr seid gut (schön, vortrefflich) gelaufen: Wer hinderte euch, der Wahrheit zu gehorchen (zu folgen)?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Überredung (Das Zureden) [kommt] nicht von dem, der euch berufen hat.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich habe euch vertraut im Herrn, dass ihr nichts anderes denken (keiner anderen Meinung sein) werdet: der, der unter euch Unruhe stiftet, wird das Urteil ertragen, wer er [auch] sei.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung verkündige, was werde ich noch verfolgt? So ist der Anstoß (Ärgernis, Widerspruch) des Kreuzes beseitigt.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Sollen sie sich [es] doch auch abschlagen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Das meint „Vorhaut abtrennen“ oder auch im Sinne von „kastrieren“, „verschneiden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die euch aufgewiegelt (verstört, beunruhigt) haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn IHR wurdet zur Freiheit berufen, meine Brüder. Nur [nehmt] diese Freiheit nicht als Ausgangsbasis (Anregung, Gelegenheit, Chance)&amp;lt;ref&amp;gt;GN: Freibrief&amp;lt;/ref&amp;gt; für euer Fleisch, sondern dient einander durch eure Liebe. &lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn das ganze Gesetz &amp;lt;ref&amp;gt;Das Gesetz als Ganzes, als Einheit&amp;lt;/ref&amp;gt; ist  in dem EINEN Wort erfüllt, nämlich: &amp;quot;Du wirst (sollst) deinen Nächsten lieben wie dich selbst.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Lev 19,18&amp;lt;/ref&amp;gt; {{S|15}} Wenn ihr aber einander beißt (verletzt, kränkt) und auffresst (zerfleischt, ausbeutet), dann achtet darauf (schaut darauf, passt auf), dass ihr euch nicht gegenseitig vernichtet &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Passiv, aber ich weiß nicht wie man das deutsch ausdrücken kann. &amp;quot;dass ihr nicht von den anderen vernichtet werdet&amp;quot;, nur das &amp;quot;die anderen&amp;quot; die gleiche Gruppe bezeichnet wie vorher &amp;quot;ihr&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|16}} Aber ich sage [euch] (Ich meine damit): Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust (Verlangen, Sehnsucht) des Fleisches auf keinen Fall ausführen. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, und der Geist gegen das Fleisch; denn diese liegen im Streit (kämpfen) miteinander,  so dass  ihr nicht immer die Dinge tut, die ihr [eigentlich] wollt.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}}&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
{{S|22}}&lt;br /&gt;
{{S|23}}&lt;br /&gt;
{{S|24}}&lt;br /&gt;
{{S|25}}&lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_5&amp;diff=25879</id>
		<title>Matthäus 5</title>
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		<updated>2018-01-17T15:27:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg. Und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Und er öffnete seinen Mund und lehrte sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Wer zu beneiden ist - Die Seligpreisungen))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{L|3}} Zu beneiden sind die, die arm im Geist sind, denn ihnen gehört das Himmelreich.&lt;br /&gt;
:{{L|4}} Zu beneiden sind die, die traurig sind, denn sie werden getröstet werden. &lt;br /&gt;
:{{L|5}} Zu beneiden sind die, die freundlich sind, denn sie werden die Erde erlangen. &lt;br /&gt;
:{{L|6}} Zu beneiden sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und sie sehnsüchtig erwarten, denn sie werden gesättigt werden. &lt;br /&gt;
:{{L|7}} Zu beneiden sind die, die Mitleid haben, denn sie werden Mitleid finden. &lt;br /&gt;
:{{L|8}} Zu beneiden sind die, die im Herzen rein sind, denn sie werden Gott erkennen. &lt;br /&gt;
:{{L|9}} Zu beneiden sind die, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder genannt werden.&lt;br /&gt;
:{{L|10}} Zu beneiden sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich. &lt;br /&gt;
:{{L|11}} Zu beneiden seid ihr, wenn sie euch meinetwegen beschimpfen und verfolgen und viel Schlechtes und Lügen reden gegen euch. &lt;br /&gt;
{{L|12}} Freut euch und jubelt, weil euer Lohn  im Himmel groß ist; ebenso haben sie nämlich auch die Propheten verfolgt, die vor euch waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ihr seid Licht und Salz der Erde))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}} Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz aber geschmacklos wird,  womit soll gesalzen werden? Es ist zu zu nichts nutze, außer man schüttet es aus und die Menschen zertreten es.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Auch zündet man nicht eine Lampe an und stellt sie dann unter eine Schüssel. Man stellt die Lampe auf einen Lampenständer damit sie allen im Haus leuchtet.&lt;br /&gt;
{{L|16}}  So sollt ihr euer Licht leuchten lassen vor den Menschen, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Von der Erfüllung des Gesetzes)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|17}} Glaubt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten außer Kraft setzen. Ich bin nicht gekommen um etwas außer Kraft zu setzen, sondern um zu vollenden.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Wahrlich, denn ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen soll kein kleiner Buchstabe und kein Pünktchen vom Gesetz außer Kraft gesetzt werden - bis dies alles geschehen ist. &lt;br /&gt;
{{L|19}} Wer also nur das kleinste dieser Gebote außer Kraft setzt und das den Menschen lehrt, der wird als der Geringste im Himmelreich bezeichnet. Wer aber tut, was die Gebote verlangen, und das auch lehrt, wird als groß bezeichnet im Himmelreich. &lt;br /&gt;
{{L|20}} Denn ich sage euch, dass wenn euch nicht überfließend mehr Gerechtigkeit als den Schriftgelehrten und Pharisäer zuteil wird, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Töten))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|21}} Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten! Wer aber tötet, der schuldig und dem Gericht verfallen.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Ich nun aber sage euch, dass jeder, der auf seinen Bruder zornig ist, schuldig und dem Gericht verfallen ist. Wer zu seinem Bruder sagt „Du Trottel“, ist schuldig und dem Hohen Rat verfallen. Wer sagt „Du Idiot“, der ist schuldig und den Feuern der Hölle verfallen.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Wenn du also zum Opferaltar gehst um deine Opfergaben darzubringen und dir fällt dort ein, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,&lt;br /&gt;
{{L|24}} dann lass deine Opfergaben dort vor dem Altar liegen und lauf zurück und versöhnlich dich zuerst mit deinem Bruder. Dann komm wieder und bring deine Opfergaben dar. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Sei jemand, der sich schnell mit seinem Gegner einigt, so lange du mit ihm auf dem Weg bist, damit dein Feind dich nicht dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und man dich ins Gefängnis wirft.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht herauskommen von dort, bis du den letzten Cent bezahlt hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Ehebrechen))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|27}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen!&lt;br /&gt;
{{L|28}} Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht um sie zu begehren, hat schon in seinem Herzen Ehebruch mit ihr begangen.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Wenn aber dein rechtes Auge dich verführt, reiß es aus und wirf es weg. Es ist besser, eines deiner Körperteile geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Und wenn deine rechte Hand dich verführt, hau sie ab und wirf sie weg. Es ist besser, eines deiner Körperteile geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle eingeht.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Es wurde aber auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, soll ihr einen Scheidebrief geben.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Ich aber sage euch, dass jeder, der seine Frau entlässt, außer sie ist der Unzucht schuldig, treibt sie in den Ehebruch, und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht Ehebruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Schwören))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|33}} Auch habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst keinen Meineid schwören, du sollst aber erfüllen dem Herrn deine Eide einlösen.&lt;br /&gt;
{{L|34}}  Ich aber fordere euch auf, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt. Nicht beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,&lt;br /&gt;
{{L|35}} nicht bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, auch nicht bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl Gott (Haubeck/Siebthal 2008, S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|36}} und auch sollst du nicht schwören bei deinem Haupt, denn es steht nicht in deiner Macht, auch nur ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Eure Rede sei „Ja Ja“, „Nein Nein“. Jedes Wort, dass darüber hinausgeht, ist aus dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über die Vergeltung))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|38}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: „Auge gegen Auge und Zahn gegen Zahn“.&amp;lt;ref&amp;gt;2.Mose 21,24, 3.Mose 24,20, 5.Mose 19,21&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|39}} Ich aber sage euch: Leistet dem bösen Menschen keinen Widerstand! Ganz im Gegenteil, wenn dich einer auf deine rechte Backe schlägt, sollst du ihm auch deine andere anbieten.&lt;br /&gt;
{{L|40}} Und wenn dich einer vor Gericht ziehen will um deine Unterwäsche&amp;lt;ref&amp;gt;Mit χιτών ist ein Untergewand gemeint, unter dem nichts anderes getragen wird. Somit kann der Begriff mit Unterwäsche übertragen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bekommen, lass ihm auch deine Kleidung.&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und wenn dich einer dich zum Dienst&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort ἀγγαρεύω bezeichnet häufig erzwungene Dienste zugunsten des römischen Militärs. In seinem Kommentar hält Ulrich Luz (&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;2002, 386) eine Anspielung hierauf für denkbar, aber nicht für gesichert. Siebenthal geht von einer Zwangsarbeit für den Beförderungsdienst aus (Haubeck/Siebthal 2008, S. 27)&amp;lt;/ref&amp;gt; für eine Meile zwingt, dann gehe zwei Meilen mit ihm.&lt;br /&gt;
{{L|42}} Gib dem, der dich um etwas bittet und weise niemanden ab, der etwas von dir borgen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über die Nächstenliebe))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|43}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Mitmenschen lieben und deinen Feind hassen.&amp;lt;ref&amp;gt;3.Mose 19,18, die Einschränkung war verbreitet und gründet sich vermeintlich auf 5.Mose 23,4.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|44}} Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,&lt;br /&gt;
{{L|45}} damit ihr Kinder eures Vater im Himmel werden. Denn er lässt die Sonne aufgehen über denen, die böse sind und über denen die gut sind und er lässt es regnen über den Gerechten und den Ungerechten. &lt;br /&gt;
{{L|46}} Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner das selbe? &lt;br /&gt;
{{L|47}} Und wenn ihr freundlich seid gegenüber euren Brüdern, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Heiden das selbe?&lt;br /&gt;
{{L|48}} Ihr sollt also vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Aber als er die (Volks-)Menge sah&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Wörtlich: „die Volksmenge erblickend...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, stieg er auf den Berg (ging hinauf) und setzte sich&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Alternativ: „als er sich setzte“&amp;lt;/ref&amp;gt; (nieder), seine Schüler (Jünger) traten (kamen) zu ihm. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Er öffnete seinen Mund und&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibendes adv. [[Partizip]] Aorist Aktiv, gleichgeordnet aufgelöst. Redewendung, die eine feierliche Rede einleitet (Haubeck/Siebthal 2007, S. 18)&amp;lt;/ref&amp;gt; lehrte sie {sagend}:&lt;br /&gt;
{{S|3}} Glücklich (selig, reich, gesegnet, zu beneiden, zu beglückwünschen) sind die Armen (in) dem Geist&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl die Haltung gegenüber Gott bzw. die Beziehung mit ihm. „sie sind sich bewusst, dass sie m[it] leeren Händen vor ihm [Gott] stehen u[nd] daher ganz auf seine Hilfe angewiesen sind“ (Haubeck/Siebthal 2007, S. 18)&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn ihnen gehört (ihrer) (ist) die Herrschaft (Königreich) der Himmeln (das Himmelreich). &lt;br /&gt;
{{S|4}} Glücklich sind die Trauernden (die traurig sind, die Kummer haben), denn sie werden getröstet werden. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Glücklich sind die Sanftmütigen (Freundlichen, Gnädigen), denn sie werden die Erde erben (erlangen). &lt;br /&gt;
{{S|6}} Glücklich sind, die hungern und dürsten (sehnsüchtig warten auf) nach Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Aber auch: Frömmigkeit, Aufrichtigkeit, dem Willen Gott entsprechend!&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn sie werden gesättigt (sattgemacht, ernährt) werden. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Glücklich sind die Barmherzigen (die Erbarmen erweisen, Mitleid haben), denn sie werden Barmherzigkeit erlangen (finden). &lt;br /&gt;
{{S|8}} Glücklich sind die Reinen im Herzen, denn sie werden Gott sehen (schauen, bemerken, erkennen). &lt;br /&gt;
{{S|9}} Glücklich die Frieden schaffen (schließen) (die Friedensstifter, die Friedlichen, die zum Frieden bereiten), denn sie werden Gottes Kinder&amp;lt;ref&amp;gt;[[generisches Maskulinum]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Söhne) heißen (genannt werden).&lt;br /&gt;
{{S|10}} Glücklich sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen ist (gehört) die (Königs)Herrschaft (Reich) in den (der) Himmeln. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Glücklich seid ihr, wenn sie euch meinetwegen schmähen (beschimpfen, Vorwürfe machen) und verfolgen und [lügend] viel Schlechtes reden gegen euch. &lt;br /&gt;
{{S|12}} Freut euch und jubelt, denn (weil) (dass) euer Lohn&amp;lt;ref&amp;gt;Eig. „Arbeitslohn“ (Haubeck/Siebenthal 2008, S. 20)&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vielfältig (groß) in den Himmeln; So (derart, ebenso) haben sie nämlich [auch] die Propheten verfolgt, die vor euch waren. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid das Salz der Erde; wenn das Salz töricht (fade, geschmacklos) wird (sich als Torheit erweist), womit wird man salzen? (womit wird man es wieder salzig machen?, womit wird Gott salzen?)&amp;lt;ref&amp;gt;Alle drei Varianten sind möglich, auch wenn sie sich sehr unterscheiden. Die letzte Variante geht von einem passivum divinum aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu nichts ist es noch nutze, außer (als dass) man es hinausschütte (hinauswirft) und es von den Menschen zertreten (verächtlich behandelt) werde.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Auch nicht zündet man eine Lampe (ein Licht) an und stellt sie (es) unter den Scheffel (Gefäß, Schüssel)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Griech. Wort kommt vom Lat. modium und bezeichnet eine Maßeinheit von ca. 8 ¾ Litern - groß genug, um eine Öllampe darunter zu stellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern auf den Leuchter (Lampenständer); und sie leuchtet (denen) allen in dem Haus.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So sollt ihr euer Licht leuchten lassen (soll euer Licht leuchten) vor den Menschen, damit sie sehen eure guten Taten (Werke) und preisen (ehren, rühmen) euren Vater im Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Ihr sollt nicht denken (Meint nicht), (dass) ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen (zerstören, abbrechen, annullieren, außer Kraft setzen); Ich bin nicht gekommen um aufzulösen (zerstören, abbrechen, annullieren, außer Kraft setzen), sondern um zu erfüllen (vollenden, abschließen).&lt;br /&gt;
{{S|18}} Amen (wahrlich), denn ich sage euch: Bis vergehen (der) Himmel und (die) Erde soll vom Gesetz nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen (Strichlein) vergehen, bis (dies) alles geschieht (geschehen ist).&lt;br /&gt;
{{S|19}} Wer also (den, wie gesagt) auflöst (außer Kraft setzt) auch nur eines (das kleinste) dieser Gebote, und sei es das kleinste, und so (derart, solches) lehrt die Menschen, der wird der Geringste (Kleinste) sein (genannt, berufen, gerufen) im Reich der Himmel (Himmelreich). Wer aber so (derart) tut(, was das Gebot verlangt) und so lehrt, der wird groß sein (berufen, genannt) im Reich der Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Denn ich sage euch, dass (:) wenn euch nicht überfließend zuteil wird Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer (diese nicht weit übertrifft), werdet ihr nicht ins Reich der Himmel (Himmelreich) hineinkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten; wer aber tötet (mordet), der ist schuldig (festgehalten, verfallen) dem Gericht (sei dem Gericht übergeben).&lt;br /&gt;
{{S|22}} Ich&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber sage euch, dass (:) jeder (alle, die), der zürnt (zornig ist) seinem Bruder,  ist schuldig (festgehalten, verfallen) dem Gericht (sei dem Gericht übergeben). (Und) Wer (Der) sagt zu seinem Bruder: Narr (Hohlkopf) („Du Trottel“), der ist verfallen dem Hohen Rat (lokalen Gericht) (sei dem Hohen Rat übergeben); (Und) wer (Der) sagt: Tor (Idiot) („Du Narr“), der sei (schuldig) der Feuerhölle (Hölle des Feuers) übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hier wird immer die Konstruktion ἔνοχος ἔσται verwendet: Ist festgehalten/schuldig(Verfallen dem ... &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wenn du nun (also) bringst (darbringst, überreichst) deine Opfergabe zum (auf) Altar und dir dort einfällt (du dich dort erinnerst), dass dein Bruder etwas gegen dich hat,&lt;br /&gt;
{{S|24}} dann lass deine Gabe&amp;lt;ref&amp;gt;Opfergabe, Geschenk&amp;lt;/ref&amp;gt; dort vor dem Altar liegen (zurück) und geh (hin)&amp;lt;ref&amp;gt;Hingehen oder gehen, weggehen&amp;lt;/ref&amp;gt;, versöhne dich zuerst mit deinem Bruder; und dann (darauf) [komm] bring deine Gabe dar.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Verständige (Einige, Komme entgegen)&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Partizip. Andere Übersetzungsmöglichkeiten „Sei jemand, der...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dich mit deinem Gegner(Widersacher, Feind) [in einem Rechtsstreit] unverzüglich (schnell, bald, rasch), solange (während) du mit ihm unterwegs bist, damit er dich nicht dem Richter übergeibt und der Richter dem Gerichtsdiener und man dich ins Gefängnis wirft.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Amen (Wahrlich), ich sage dir: Du wirst nicht herauskommen von dort, bis du den letzten Heller (Kupfermünze) bezahlt hast.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen!&lt;br /&gt;
{{S|28}} Ich aber sage euch, dass (:) jeder, der eine Frau ansieht und sie begehrt (um sie zu begehren)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Konstruktion πρὸς τὸ  bedeutet wohl „Wobei“ oder „und dabei“&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat schon Ehebruch mit ihr begangen in seinem Herzen.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Wenn aber dein rechtes Auge dich zu Fall bringt (verführt), reiß es aus und wirf es von dir (weg); Es ist besser [für dich] (es ist von Vorteil), eines deiner (Körper-) Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und wenn deine rechte Hand dich zu Fall bringt (verführt), hau sie ab und wirf sie von dir (weg). Es ist besser [für dich] (es ist von Vorteil), eines deiner (Körper-) Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib zur Hölle fährt (in die Hölle eingeht, hingeht).&lt;br /&gt;
{{S|31}} Es wurde aber auch gesagt: Wer seine Frau entlässt (fortschickt, sich von ihr scheidet), soll ihr einen Scheidebrief geben.&lt;br /&gt;
{{S|32}} Ich aber sage euch, dass (:) jeder, der seine Frau entlässt, außer sie ist der Unzucht schuldig, treibt sie in den Ehebruch (tut, das die Ehe mit ihr gebrochen wird), und wer eine entlassene (geschiedene) Frau heiratet, bricht ihre Ehe (begeht Ehebruch).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Weiter (wiederum) habt ihr gehört, dass gesagt wurde zu den Alten: Du sollst keinen Meineid schwören, du sollst aber erfüllen dem Herrn deine Eide (sondern dem Herrn deine Eide einlösen).&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ich aber sage (befehle, fordere euch auf)&amp;lt;ref&amp;gt;Siebenthal weist auf den Befehlscharakter hin: abhängiger begehrssatz mit Infinitiv (Haubeck/Siebthal 2008, S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt; euch, ihr sollt überhaupt nicht schwören. Nicht bei [dem] Himmel, denn er ist Gottes Thron (ein Thron Gottes)&lt;br /&gt;
{{S|35}} nicht bei der Erde, denn sie ist ein Schemel (Fußbank) seiner Füße, nicht bei Jerusalem, denn sie ist eine Stadt des großen Königs&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl Gott (Haubeck/Siebthal 2008, S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} und auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn es steht nicht in deiner Macht (du vermagst nicht), auch nur ein einziges Haar weiß zu machen (werden zu lassen) oder schwarz.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Es sei eure Rede (Wort) Ja Ja, Nein Nein; was über dies (das übliche) hinausgeht (jedes weitere Wort) ist aus dem Bösen (von Übel).&lt;br /&gt;
{{S|38}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Auge um (gegen) Auge und Zahn um (gegen) Zahn.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Ich aber sage euch: Leistet (widersetzt euch nicht) dem, der Böses tut, (dem bösen Menschen) keinen Widerstand! Nein (im Gegenteil, sondern), wenn dich einer schlägt auf die [deine] rechte Backe, [dann] halte (anbieten, darbieten) ihm auch die andere hin.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und wenn dich einer vor Gericht ziehen (verurteilen) will und dein Untergewand bekommen (Nehmen, ergreifen) will&amp;lt;ref&amp;gt; die zwei Infinitive stehen θέλοντί beigestellt, sinngemäß natürlich „um dein Gewand zu nehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;, [dann] lass (gib) ihm auch den Mantel (das Gewand).&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und wenn dich einer zwingt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort ἀγγαρεύω bezeichnet häufig erzwungene Dienste zugunsten des römischen Militärs. In seinem Kommentar hält Ulrich Luz (&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;2002, 386) eine Anspielung hierauf für denkbar, aber nicht für gesichert. Siebenthal geht von einer Zwangsarbeit für den Beförderungsdienst aus (Haubeck/Siebthal 2008, S. 27)&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine Meile [mitzugehen],  [dann] geh mit ihm zwei.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Dem, der dich bittet, sollst du geben (gib) und von dem, der von dir borgen (leihen) will wende dich nicht ab.&lt;br /&gt;
{{S|43}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten (Mitmenschen) lieben und deinen Feind hassen.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, dass man hier sinnvoll nur final auflösen kann&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|45}} auf dass (damit) ihr werdet Söhne eures Vaters [der ist] in den Himmeln, weil (da, denn) er lässt aufgehen die Sonne  über bösen und guten und lässt [es] regnen über gerechten und ungerechten.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr (könnt ihr da erwarten)? Tun nicht auch die Zöllner das selbe? &lt;br /&gt;
{{S|47}} Und wenn ihr freundlich seid zu (grüßt) euren Brüdern, was tut ihr mehr (Besonderes, Aussergewöhnliches)? Tun nicht auch die Heiden das selbe?&lt;br /&gt;
{{S|48}} Ihr sollt&amp;lt;ref&amp;gt;Hier steht Futur, das aber ein Gebot ausdrückt&amp;lt;/ref&amp;gt; wie gesagt (also, demnach) vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_5&amp;diff=25878</id>
		<title>Matthäus 5</title>
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		<updated>2018-01-17T15:27:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: grammatik&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg. Und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Und er öffnete seinen Mund und lehrte sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(( Wer zu beneiden ist - Die Seligpreisungen))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{L|3}} Zu beneiden sind die, die arm im Geist sind, denn ihnen gehört das Himmelreich.&lt;br /&gt;
:{{L|4}} Zu beneiden sind die, die traurig sind, denn sie werden getröstet werden. &lt;br /&gt;
:{{L|5}} Zu beneiden sind die, die freundlich sind, denn sie werden die Erde erlangen. &lt;br /&gt;
:{{L|6}} Zu beneiden sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und sie sehnsüchtig erwarten, denn sie werden gesättigt werden. &lt;br /&gt;
:{{L|7}} Zu beneiden sind die, die Mitleid haben, denn sie werden Mitleid finden. &lt;br /&gt;
:{{L|8}} Zu beneiden sind die, die im Herzen rein sind, denn sie werden Gott erkennen. &lt;br /&gt;
:{{L|9}} Zu beneiden sind die, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder genannt werden.&lt;br /&gt;
:{{L|10}} Zu beneiden sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich. &lt;br /&gt;
:{{L|11}} Zu beneiden seid ihr, wenn sie euch meinetwegen beschimpfen und verfolgen und viel Schlechtes und Lügen reden gegen euch. &lt;br /&gt;
{{L|12}} Freut euch und jubelt, weil euer Lohn  im Himmel groß ist; ebenso haben sie nämlich auch die Propheten verfolgt, die vor euch waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ihr seid Licht und Salz der Erde))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}} Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz aber geschmacklos wird,  womit soll gesalzen werden? Es ist zu zu nichts nutze, außer man schüttet es aus und die Menschen zertreten es.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Auch zündet man nicht eine Lampe an und stellt sie dann unter eine Schüssel. Man stellt die Lampe auf einen Lampenständer damit sie allen im Haus leuchtet.&lt;br /&gt;
{{L|16}}  So sollt ihr euer Licht leuchten lassen vor den Menschen, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Von der Erfüllung des Gesetzes)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|17}} Glaubt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten außer Kraft setzen. Ich bin nicht gekommen um etwas außer Kraft zu setzen, sondern um zu vollenden.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Wahrlich, denn ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen soll kein kleiner Buchstabe und kein Pünktchen vom Gesetz außer Kraft gesetzt werden - bis dies alles geschehen ist. &lt;br /&gt;
{{L|19}} Wer also nur das kleinste dieser Gebote außer Kraft setzt und das den Menschen lehrt, der wird als der Geringste im Himmelreich bezeichnet. Wer aber tut, was die Gebote verlangen, und das auch lehrt, wird als groß bezeichnet im Himmelreich. &lt;br /&gt;
{{L|20}} Denn ich sage euch, dass wenn euch nicht überfließend mehr Gerechtigkeit als den Schriftgelehrten und Pharisäer zuteil wird, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Töten))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|21}} Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten! Wer aber tötet, der schuldig und dem Gericht verfallen.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Ich nun aber sage euch, dass jeder, der auf seinen Bruder zornig ist, schuldig und dem Gericht verfallen ist. Wer zu seinem Bruder sagt „Du Trottel“, ist schuldig und dem Hohen Rat verfallen. Wer sagt „Du Idiot“, der ist schuldig und den Feuern der Hölle verfallen.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Wenn du also zum Opferaltar gehst um deine Opfergaben darzubringen und dir fällt dort ein, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,&lt;br /&gt;
{{L|24}} dann lass deine Opfergaben dort vor dem Altar liegen und lauf zurück und versöhnlich dich zuerst mit deinem Bruder. Dann komm wieder und bring deine Opfergaben dar. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Sei jemand, der sich schnell mit seinem Gegner einigt, so lange du mit ihm auf dem Weg bist, damit dein Feind dich nicht dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und man dich ins Gefängnis wirft.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht herauskommen von dort, bis du den letzten Cent bezahlt hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Ehebrechen))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|27}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen!&lt;br /&gt;
{{L|28}} Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht um sie zu begehren, hat schon in seinem Herzen Ehebruch mit ihr begangen.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Wenn aber dein rechtes Auge dich verführt, reiß es aus und wirf es weg. Es ist besser, eines deiner Körperteile geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Und wenn deine rechte Hand dich verführt, hau sie ab und wirf sie weg. Es ist besser, eines deiner Körperteile geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle eingeht.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Es wurde aber auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, soll ihr einen Scheidebrief geben.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Ich aber sage euch, dass jeder, der seine Frau entlässt, außer sie ist der Unzucht schuldig, treibt sie in den Ehebruch, und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht Ehebruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Schwören))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|33}} Auch habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst keinen Meineid schwören, du sollst aber erfüllen dem Herrn deine Eide einlösen.&lt;br /&gt;
{{L|34}}  Ich aber fordere euch auf, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt. Nicht beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,&lt;br /&gt;
{{L|35}} nicht bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, auch nicht bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl Gott (Haubeck/Siebthal 2008, S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|36}} und auch sollst du nicht schwören bei deinem Haupt, denn es steht nicht in deiner Macht, auch nur ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Eure Rede sei „Ja Ja“, „Nein Nein“. Jedes Wort, dass darüber hinausgeht, ist aus dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über die Vergeltung))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|38}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: „Auge gegen Auge und Zahn gegen Zahn“.&amp;lt;ref&amp;gt;2.Mose 21,24, 3.Mose 24,20, 5.Mose 19,21&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|39}} Ich aber sage euch: Leistet dem bösen Menschen keinen Widerstand! Ganz im Gegenteil, wenn dich einer auf deine rechte Backe schlägt, sollst du ihm auch deine andere anbieten.&lt;br /&gt;
{{L|40}} Und wenn dich einer vor Gericht ziehen will um deine Unterwäsche&amp;lt;ref&amp;gt;Mit χιτών ist ein Untergewand gemeint, unter dem nichts anderes getragen wird. Somit kann der Begriff mit Unterwäsche übertragen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bekommen, lass ihm auch deine Kleidung.&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und wenn dich einer dich zum Dienst&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort ἀγγαρεύω bezeichnet häufig erzwungene Dienste zugunsten des römischen Militärs. In seinem Kommentar hält Ulrich Luz (&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;2002, 386) eine Anspielung hierauf für denkbar, aber nicht für gesichert. Siebenthal geht von einer Zwangsarbeit für den Beförderungsdienst aus (Haubeck/Siebthal 2008, S. 27)&amp;lt;/ref&amp;gt; für eine Meile zwingt, dann gehe zwei Meilen mit ihm.&lt;br /&gt;
{{L|42}} Gib dem, der dich um etwas bittet und weise niemanden ab, der etwas von dir borgen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über die Nächstenliebe))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|43}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Mitmenschen lieben und deinen Feind hassen.&amp;lt;ref&amp;gt;3.Mose 19,18, die Einschränkung war verbreitet und gründet sich vermeintlich auf 5.Mose 23,4.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|44}} Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,&lt;br /&gt;
{{L|45}} damit ihr Kinder eures Vater im Himmel werden. Denn er lässt die Sonne aufgehen über denen, die böse sind und über denen die gut sind und er lässt es regnen über den Gerechten und den Ungerechten. &lt;br /&gt;
{{L|46}} Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner das selbe? &lt;br /&gt;
{{L|47}} Und wenn ihr freundlich seid gegenüber euren Brüdern, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Heiden das selbe?&lt;br /&gt;
{{L|48}} Ihr sollt also vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Aber als er die (Volks-)Menge sah&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Wörtlich: „die Volksmenge erblickend...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, stieg er auf den Berg (ging hinauf) und setzte sich&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Alternativ: „als er sich setzte“&amp;lt;/ref&amp;gt; (nieder), seine Schüler (Jünger) traten (kamen) zu ihm. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Er öffnete seinen Mund und&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibendes adv. [[Partizip]] Aorist Aktiv, gleichgeordnet aufgelöst. Redewendung, die eine feierliche Rede einleitet (Haubeck/Siebthal 2007, S. 18)&amp;lt;/ref&amp;gt; lehrte sie {sagend}:&lt;br /&gt;
{{S|3}} Glücklich (selig, reich, gesegnet, zu beneiden, zu beglückwünschen) sind die Armen (in) dem Geist&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl die Haltung gegenüber Gott bzw. die Beziehung mit ihm. „sie sind sich bewusst, dass sie m[it] leeren Händen vor ihm [Gott] stehen u[nd] daher ganz auf seine Hilfe angewiesen sind“ (Haubeck/Siebthal 2007, S. 18)&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn ihnen gehört (ihrer) (ist) die Herrschaft (Königreich) der Himmeln (das Himmelreich). &lt;br /&gt;
{{S|4}} Glücklich sind die Trauernden (die traurig sind, die Kummer haben), denn sie werden getröstet werden. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Glücklich sind die Sanftmütigen (Freundlichen, Gnädigen), denn sie werden die Erde erben (erlangen). &lt;br /&gt;
{{S|6}} Glücklich sind, die hungern und dürsten (sehnsüchtig warten auf) nach Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Aber auch: Frömmigkeit, Aufrichtigkeit, dem Willen Gott entsprechend!&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn sie werden gesättigt (sattgemacht, ernährt) werden. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Glücklich sind die Barmherzigen (die Erbarmen erweisen, Mitleid haben), denn sie werden Barmherzigkeit erlangen (finden). &lt;br /&gt;
{{S|8}} Glücklich sind die Reinen im Herzen, denn sie werden Gott sehen (schauen, bemerken, erkennen). &lt;br /&gt;
{{S|9}} Glücklich die Frieden schaffen (schließen) (die Friedensstifter, die Friedlichen, die zum Frieden bereiten), denn sie werden Gottes Kinder&amp;lt;ref&amp;gt;[[generisches Maskulinum]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Söhne) heißen (genannt werden).&lt;br /&gt;
{{S|10}} Glücklich sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen ist (gehört) die (Königs)Herrschaft (Reich) in den (der) Himmeln. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Glücklich seid ihr, wenn sie euch meinetwegen schmähen (beschimpfen, Vorwürfe machen) und verfolgen und [lügend] viel Schlechtes reden gegen euch. &lt;br /&gt;
{{S|12}} Freut euch und jubelt, denn (weil) (dass) euer Lohn&amp;lt;ref&amp;gt;Eig. „Arbeitslohn“ (Haubeck/Siebenthal 2008, S. 20)&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vielfältig (groß) in den Himmeln; So (derart, ebenso) haben sie nämlich [auch] die Propheten verfolgt, die vor euch waren. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid das Salz der Erde; wenn das Salz töricht (fade, geschmacklos) wird (sich als Torheit erweist), womit wird man salzen? (womit wird man es wieder salzig machen?, womit wird Gott salzen?)&amp;lt;ref&amp;gt;Alle drei Varianten sind möglich, auch wenn sie sich sehr unterscheiden. Die letzte Variante geht von einem passivum divinum aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu nichts ist es noch nutze, außer (als dass) man es hinausschütte (hinauswirft) und es von den Menschen zertreten (verächtlich behandelt) werde.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Auch nicht zündet man eine Lampe (ein Licht) an und stellt sie (es) unter den Scheffel (Gefäß, Schüssel)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Griech. Wort kommt vom Lat. modium und bezeichnet eine Maßeinheit von ca. 8 ¾ Litern - groß genug, um eine Öllampe darunter zu stellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern auf den Leuchter (Lampenständer); und sie leuchtet (denen) allen in dem Haus.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So sollt ihr euer Licht leuchten lassen (soll euer Licht leuchten) vor den Menschen, damit sie sehen eure guten Taten (Werke) und preisen (ehren, rühmen) euren Vater im Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Ihr sollt nicht denken (Meint nicht), (dass) ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen (zerstören, abbrechen, annullieren, außer Kraft setzen); Ich bin nicht gekommen um aufzulösen (zerstören, abbrechen, annullieren, außer Kraft setzen), sondern um zu erfüllen (vollenden, abschließen).&lt;br /&gt;
{{S|18}} Amen (wahrlich), denn ich sage euch: Bis vergehen (der) Himmel und (die) Erde soll vom Gesetz nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen (Strichlein) vergehen, bis (dies) alles geschieht (geschehen ist).&lt;br /&gt;
{{S|19}} Wer also (den, wie gesagt) auflöst (außer Kraft setzt) auch nur eines (das kleinste) dieser Gebote, und sei es das kleinste, und so (derart, solches) lehrt die Menschen, der wird der Geringste (Kleinste) sein (genannt, berufen, gerufen) im Reich der Himmel (Himmelreich). Wer aber so (derart) tut(, was das Gebot verlangt) und so lehrt, der wird groß sein (berufen, genannt) im Reich der Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Denn ich sage euch, dass (:) wenn euch nicht überfließend zuteil wird Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer (diese nicht weit übertrifft), werdet ihr nicht ins Reich der Himmel (Himmelreich) hineinkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten; wer aber tötet (mordet), der ist schuldig (festgehalten, verfallen) dem Gericht (sei dem Gericht übergeben).&lt;br /&gt;
{{S|22}} Ich&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber sage euch, dass (:) jeder (alle, die), der zürnt (zornig ist) seinem Bruder,  ist schuldig (festgehalten, verfallen) dem Gericht (sei dem Gericht übergeben). (Und) Wer (Der) sagt zu seinem Bruder: Narr (Hohlkopf) („Du Trottel“), der ist verfallen dem Hohen Rat (lokalen Gericht) (sei dem Hohen Rat übergeben); (Und) wer (Der) sagt: Tor (Idiot) („Du Narr“), der sei (schuldig) der Feuerhölle (Hölle des Feuers) übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hier wird immer die Konstruktion ἔνοχος ἔσται verwendet: Ist festgehalten/schuldig(Verfallen dem ... &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wenn du nun (also) bringst (darbringst, überreichst) deine Opfergabe zum (auf) Altar und dir dort einfällt (du dich dort erinnerst), dass dein Bruder etwas gegen dich hat,&lt;br /&gt;
{{S|24}} dann lass deine Gabe&amp;lt;ref&amp;gt;Opfergabe, Geschenk&amp;lt;/ref&amp;gt; dort vor dem Altar liegen (zurück) und geh (hin)&amp;lt;ref&amp;gt;Hingehen oder gehen, weggehen&amp;lt;/ref&amp;gt;, versöhne dich zuerst mit deinem Bruder; und dann (darauf) [komm] bring deine Gabe dar.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Verständige (Einige, Komme entgegen)&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Partizip. Andere Übersetzungsmöglichkeiten „Sei jemand, der...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dich mit deinem Gegner(Widersacher, Feind) [in einem Rechtsstreit] unverzüglich (schnell, bald, rasch), solange (während) du mit ihm unterwegs bist, damit er dich nicht dem Richter übergeibt und der Richter dem Gerichtsdiener und man dich ins Gefängnis wirft.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Amen (Wahrlich), ich sage dir: Du wirst nicht herauskommen von dort, bis du den letzten Heller (Kupfermünze) bezahlt hast.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen!&lt;br /&gt;
{{S|28}} Ich aber sage euch, dass (:) jeder, der eine Frau ansieht und sie begehrt (um sie zu begehren)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Konstruktion πρὸς τὸ  bedeutet wohl „Wobei“ oder „und dabei“&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat schon Ehebruch mit ihr begangen in seinem Herzen.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Wenn aber dein rechtes Auge dich zu Fall bringt (verführt), reiß es aus und wirf es von dir (weg); Es ist besser [für dich] (es ist von Vorteil), eines deiner (Körper-) Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und wenn deine rechte Hand dich zu Fall bringt (verführt), hau sie ab und wirf sie von dir (weg). Es ist besser [für dich] (es ist von Vorteil), eines deiner (Körper-) Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib zur Hölle fährt (in die Hölle eingeht, hingeht).&lt;br /&gt;
{{S|31}} Es wurde aber auch gesagt: Wer seine Frau entlässt (fortschickt, sich von ihr scheidet), soll ihr einen Scheidebrief geben.&lt;br /&gt;
{{S|32}} Ich aber sage euch, dass (:) jeder, der seine Frau entlässt, außer sie ist der Unzucht schuldig, treibt sie in den Ehebruch (tut, das die Ehe mit ihr gebrochen wird), und wer eine entlassene (geschiedene) Frau heiratet, bricht ihre Ehe (begeht Ehebruch).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Weiter (wiederum) habt ihr gehört, dass gesagt wurde zu den Alten: Du sollst keinen Meineid schwören, du sollst aber erfüllen dem Herrn deine Eide (sondern dem Herrn deine Eide einlösen).&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ich aber sage (befehle, fordere euch auf)&amp;lt;ref&amp;gt;Siebenthal weist auf den Befehlscharakter hin: abhängiger begehrssatz mit Infinitiv (Haubeck/Siebthal 2008, S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt; euch, ihr sollt überhaupt nicht schwören. Nicht bei [dem] Himmel, denn er ist Gottes Thron (ein Thron Gottes)&lt;br /&gt;
{{S|35}} nicht bei der Erde, denn sie ist ein Schemel (Fußbank) seiner Füße, nicht bei Jerusalem, denn sie ist eine Stadt des großen Königs&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl Gott (Haubeck/Siebthal 2008, S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} und auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn es steht nicht in deiner Macht (du vermagst nicht), auch nur ein einziges Haar weiß zu machen (werden zu lassen) oder schwarz.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Es sei eure Rede (Wort) Ja Ja, Nein Nein; was über dies (das übliche) hinausgeht (jedes weitere Wort) ist aus dem Bösen (von Übel).&lt;br /&gt;
{{S|38}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Auge um (gegen) Auge und Zahn um (gegen) Zahn.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Ich aber sage euch: Leistet (widersetzt euch nicht) dem, der Böses tut, (dem bösen Menschen) keinen Widerstand! Nein (im Gegenteil, sondern), wenn dich einer schlägt auf die [deine] rechte Backe, [dann] halte (anbieten, darbieten) ihm auch die andere hin.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und wenn dich einer vor Gericht ziehen (verurteilen) will und dein Untergewand bekommen (Nehmen, ergreifen) will&amp;lt;ref&amp;gt; die zwei Infinitive stehen θέλοντί beigestellt, sinngemäß natürlich „um dein Gewand zu nehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;, [dann] lass (gib) ihm auch den Mantel (das Gewand).&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und wenn dich einer zwingt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort ἀγγαρεύω bezeichnet häufig erzwungene Dienste zugunsten des römischen Militärs. In seinem Kommentar hält Ulrich Luz (&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;2002, 386) eine Anspielung hierauf für denkbar, aber nicht für gesichert. Siebenthal geht von einer Zwangsarbeit für den Beförderungsdienst aus (Haubeck/Siebthal 2008, S. 27)&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine Meile [mitzugehen],  [dann] geh mit ihm zwei.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Dem, der dich bittet, sollst du geben (gib) und von dem, der von dir borgen (leihen) will wende dich nicht ab.&lt;br /&gt;
{{S|43}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten (Mitmenschen) lieben und deinen Feind hassen.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, dass man hier sinnvoll nur final auflösen kann&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|45}} auf dass (damit) ihr werdet Söhne eures Vaters [der ist] in den Himmeln, weil (da, denn) er lässt aufgehen die Sonne  über bösen und guten und lässt [es] regnen über gerechten und ungerechten.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr (könnt ihr da erwarten)? Tun nicht auch die Zöllner das selbe? &lt;br /&gt;
{{S|47}} Und wenn ihr freundlich seid zu (grüßt) euren Brüdern, was tut ihr mehr (Besonderes, Aussergewöhnliches)? Tun nicht auch die Heiden das selbe?&lt;br /&gt;
{{S|48}} Ihr sollt&amp;lt;ref&amp;gt;Hier steht Futur, das aber ein Gebot ausdrückt&amp;lt;/ref&amp;gt; wie gesagt (also, demnach) vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Offenbarung_1&amp;diff=25877</id>
		<title>Offenbarung 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Offenbarung_1&amp;diff=25877"/>
		<updated>2018-01-17T09:27:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: a und o&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Eine (die) Offenbarung Jesu Christi&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Offenbarung Jesu Christi&#039;&#039; Dem Kontext nach ein subjektiver Genitiv auctoris („Offenbarung durch Jesus Christus“), nicht ein objektiver („Offenbarung über Jesus Christus“)(Osborne 2002, 52). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Offenbarung&#039;&#039; bezeichnet hier die Enthüllung von Unbekanntem, nämlich der unmittelbar bevorstehenden Zukunft (&#039;&#039;was in Kürze geschehen muss&#039;&#039;; ebd. 52f.). Dabei nimmt Johannes sprachliche und strukturelle Anleihen an [[Daniel_2#28|Dan 2,28-30]] sowie [[Daniel_2#45|2,45-47]], wobei er den von Daniel erwarteten Zeitpunkt der Erfüllung der Prophetie ἐπʼ ἐσχάτων τῶν ἡμερῶν „in den letzten Tagen“ durch ἐν τάχει &#039;&#039;in Kürze&#039;&#039; ersetzt (Beale 1999, 181f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;, die ihm Gott gegeben hat, [um] seinen Sklaven (Knechten, Dienern) das (die [Dinge], die) zu zeigen, was in Kürze (sehr bald) geschehen muss, und [die (was)] er erklärt (gezeigt) hat, indem er sie durch seinen Engel seinem Sklaven (Knecht, Diener) Johannes gesandt hat,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ... gesandt hat&#039;&#039; Adverbiales Ptz. Aor., als modaler Nebensatz aufgelöst. Möglich wäre auch modal „erklärt und ... gesandt hat“ oder finaler „erklärt und dazu ... gesandt hat“.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|2|28|30}}{{par|Daniel|2|45}}&lt;br /&gt;
{{S|2}} der Gottes Aussage (Wort) und das Zeugnis (Martyrium) Jesu Christi bezeugt hat – [alles], was er gesehen hat.{{par|Daniel|2|28|30}}{{par|1_Johannes|1|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|3}} Wie glücklich [sind] derjenige, der die Worte dieser Prophetie verliest (vorliest), sowie (und) diejenigen, die sie hören und das darin (in ihr) Geschriebene beachten (befolgen, einhalten), denn der Zeitpunkt (die Zeit) [ist] nahe. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Johannes an die sieben Gemeinden in Asien: [Ich wünsche euch] Gnade und Frieden von Der Ist und Der War und Der Kommen Wird, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron [sind], &lt;br /&gt;
{{S|5}} und von Jesus Christus, der treue Zeuge,&amp;lt;ref&amp;gt;[Fußnote: Schiefe Grammatik erklären.] &amp;lt;/ref&amp;gt; der Erstgeborene (Erste) der Toten und der Herrscher [über] die Könige&amp;lt;ref&amp;gt;Objektiver Genitiv.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Erde. &lt;br /&gt;
Dem, der uns liebt, und uns von unseren Sünden erlöst hat mit (durch; in) seinem Blut – &lt;br /&gt;
{{S|6}} und er hat uns [zu] einem Königreich gemacht, [zu] Priestern [vor] Gott,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gott, seinem Vater&#039;&#039; Epexegetisches καὶ, sinngemäß also nicht „Gott und seinem Vater“, sondern „Gott, d.h. seinem Vater“. Die Auflösung als epexegetischer Einschub kommt dem sehr nahe. &amp;lt;/ref&amp;gt; seinem Vater – ihm [gebührt] die Herrlichkeit und die Herrschaft bis in die Ewigkeiten (Zeitalter) der Ewigkeiten (Zeitalter)&amp;lt;ref&amp;gt;Verschiedene deutsche Übersetzungen: „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ oder „in alle Ewigkeit“&amp;lt;/ref&amp;gt;, amen. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Schau, er kommt mit den Wolken,{{par|Daniel|7|13}}{{par|Matthäus|24|30}}{{par|Matthäus|26|64}}{{par|Markus|14|62}}{{par|Lukas|21|27}}{{par|Offenbarung|14|14}} und es wird ihn jedes Auge sehen, auch (und) diejenigen, die ihn durchbohrt haben,{{par|Sacharja|12|10}}{{par|Johannes|19|37}} und es werden alle Völker (Stämme) der Erde ihn beklagen.{{par|Sacharja|12|10|14}}{{par|Genesis|28|14}} Ja, amen.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Ich bin das Alpha und das Omega&amp;lt;ref&amp;gt;das Alpha und das Omega: der erste und der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Also &amp;quot;der Anfang und das Ende&amp;quot; (so auch in einigen Handschriften, s. a. Offb 22,13)&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt JHWH (Herr)&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. κύριος &#039;&#039;Herr&#039;&#039; wird hier völlig untypisch ohne Artikel gebraucht und verweist damit vermutlich auf den atl. Gottesnamen JHWH, der im Griechischen gewöhnlich mit „Herr“ übersetzt wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;, der Gott, Der Ist (Seiende) und Der War (Gewesene) und Der Kommen Wird (Kommende),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der Ist (Seiende) und Der War (Gewesene) und Der Kommen Wird (Kommende)&#039;&#039; Substantivierte [[Partizip|Partizipien]], je als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; der Allmächtige (Zebaot).{{par|Offenbarung|4|8}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Ich, Johannes, euer Bruder und Teilhaber am Leiden (Not, Schwierigkeiten, Trübsal) und der Königsherrschaft (Reich, Königreich) und Ausdauer (Geduld, Ausharren) in Jesus, befand mich auf der Insel, die Patmos genannt wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Attributives [[Partizip|Ptz.]] Präs. Pass., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; wegen (aufgrund) des Wortes Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wort Gottes&#039;&#039; Könnte ein [[Die griechischen Kasus#Genitiv|Genitivus]] auctoris („Wort von Gott“) oder ein Genitivus epexegeticus („Wort über Gott“) sein. An dieser Stelle lässt die Übersetzung das offen. &amp;lt;/ref&amp;gt; und des Zeugnisses (der Bezeugung) Jesu.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes macht an dieser Stelle nicht klar, ob er sich in Gottes Auftrag nach Patmos begeben hat, oder ob er wegen seiner Predigttätigkeit dorthin verbannt wurde, wie es die frühkirchliche Tradition überliefert. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|10}} Ich befand mich im Geist am Tag des Herrn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tag des Herrn&#039;&#039; Das ist der Sonntag. Gr. κυριακῇ ἡμέρᾳ, etwa „der zum Herrn gehörige Tag“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und ich hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Trompete (laute Stimme wie eine Trompete)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laut wie eine Trompete/laute Stimme wie eine Trompete&#039;&#039; Im zweiten Fall wäre gemeint, dass die Stimme wie eine Trompete klingt. Dass die Stimme so laut ist wie eine Trompete, scheint da näher zu liegen. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|11}} die sprach (rief, sagte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die sprach&#039;&#039; [[Partizip|Adverbiales Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende den sieben Gemeinden, nach Ephesus, {und} nach Smyrna, {und} nach Pergamon, {und} nach Thyatira, {und} nach Sardis, {und} nach Philadelphia und nach Laodizäa!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und ich wandte (drehte) mich um, [um] die Stimme zu sehen, die mit mir sprach, und als (indem) ich mich umwandte (umdrehte),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als (indem) ich mich umwandte&#039;&#039; Temporal oder modal aufzulösendes [[Partizip|Ptz. coni.]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; sah ich sieben goldene Lampenständer (Leuchter), &lt;br /&gt;
{{S|13}} und in der Mitte der Lampenständer (Leuchter) einen ähnlich [den] Sohn eines Menschen (Menschensohn)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sohn eines Menschen (Menschensohn)&#039;&#039; Es handelt sich entweder um einen Bezug [Rest der Fußnote zu ergänzen!]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[den]&#039;&#039; Im Griechischen würde man hier wie im Deutschen den Dativ erwarten – doch Johannes benutzt den Akkusativ. Will er durch den grammatischen Fehler bewusst auf das Buch Daniel zurückverweisen wie schon in Vv. 4-5 (so Beale 1999, 210)? Die Übersetzung versucht, diese Merkwürdigkeit zu erhalten. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Er trug (der trug; war gekleidet in) einen langen Mantel und hatte einen goldenen Gürtel um seine Brust geschnallt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er trug/der trug&#039;&#039; und &#039;&#039;hatte geschnallt&#039;&#039; Adverbiale [[Partizip|Ptzn.]] Pf. Pass., je modal als unabhängiger Hauptsatz (Klammer: Relativsatz) aufgelöst. Etwas mechanischer formuliert: „war gekleidet [in] … war gegürtet [mit]“.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;um seine Brust geschnallt&#039;&#039; Der Gürtel war ein breiter Tuchgürtel, in dessen Falten kleine Gegenstände und Geld aufbewahrt werden konnten, und der den gesamten Bauch bis hoch zur Brust bedecken konnte (LN 6.178). Während Arbeiter den Gürtel um die Hüfte tragen mussten, um ihre Tunica einzustecken, trugen Würdenträger ihn über die Brust (Osborne 2002, 89). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|10|5}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} Sein Kopf und seine Haare {aber} [waren] weiß wie weiße Wolle, wie Schnee,{{par|Daniel|7|9}} und seine Augen [sahen aus (waren)] wie eine Feuerflamme&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Feuerflamme&#039;&#039; Gr. „Flamme [aus] Feuer“ (der [[Die griechischen Kasus#Genitiv|Genitiv]] beschreibt eine Eigenschaft). Im Deutschen empfindet man die Information, dass es sich um eine Flamme „aus Feuer“ handelt, als überflüssig, hier scheint es jedoch zum Sprachgebrauch zu gehören. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|15}} und seine Füße [waren] polierter Bronze ähnlich, wie im Ofen gebrannt,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Ofen gebrannt&#039;&#039; Worauf sich diese Näherbeschreibung bezieht, ist unklar. Das Partizip steht nämlich im Genitiv und hat damit kein direktes Bezugswort. Dass der Text scheinbar Flexionsfehler enthält, ist ein typisches Merkmal der Offenbarung. Einige davon, wie in V. 4, lassen sich gut als Anspielungen auf das AT erklären. Hier fällt das schwerer. Denkbar ist höchstens, dass es sich um einen [[Partizip|Gen. abs.]] handelt. Beschrieben würde dann die Bronze (so Thomas nach Beale 1999, 210). &amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Stimme [klang] wie das Geräusch (die Stimme) vieler Gewässer, &lt;br /&gt;
{{S|16}} und er hielt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hielt&#039;&#039; und &#039;&#039;kam heraus&#039;&#039; Prädikative Partizipien (oder evtl. modale adverbiale Ptz.), als Indikative übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund kam ein zweischneidiges, scharfes Schwert heraus, und sein Gesicht scheint wie die Sonne in ihrer Kraft. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als ich ihn sah, fiel ich vor (auf) seine Füße wie tot – und er legte seine Rechte auf mich und sagte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und sagte&#039;&#039; Mit „und“-Kombination aufgelöstes, modales [[Partizip|Ptc. coni.]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte, &lt;br /&gt;
{{S|18}} und der Lebende – und ich wurde tot und schau, ich bin lebendig bis in die Ewigkeiten (Zeitalter) der Ewigkeiten (Zeitalter)&amp;lt;ref&amp;gt;Verschiedene deutsche Übersetzungen: „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ oder „in alle Ewigkeit“.&amp;lt;/ref&amp;gt; - und ich habe die Schlüssel [zu] Tod und Hades&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlüssel [zu] Tod und Hades&#039;&#039; [[Die griechischen Kasus#Genitiv|Genitivus obiectivus]], w. „Schlüssel des Todes und des Hades“&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|19}} Schreibe daher (nun) [die Dinge] auf, die du gesehen hast: (gesehen hast und)&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. &amp;quot;und&amp;quot; ist hier vermutlich explikativ zu verstehen. Es hat also etwa die Übersetzung &amp;quot;d.h.&amp;quot;. Hier ist es als Doppelpunkt wiedergegeben. &amp;lt;/ref&amp;gt; die sind und die noch (später, danach) stattfinden (geschehen) werden. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Das Geheimnis der sieben Sterne, die du in (über) meiner Rechten gesehen hast, und die sieben goldenen Lampenständer (Leuchter): Die sieben Sterne sind Engel (Boten) der sieben Gemeinden, und die sieben Lampenständer (Leuchter) sind die sieben Gemeinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_18&amp;diff=25848</id>
		<title>Johannes 18</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_18&amp;diff=25848"/>
		<updated>2017-12-09T12:40:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: palin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Nachdem (als) Jesus das gesagt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines temporalen Ptz. EÜ: „nach diesen Worten“&amp;lt;/ref&amp;gt; ging er mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite (über, durch) des Kidrontals&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Das Wadi des Kidron“. Das tief eingegrabene Bett des Baches Kidron bildete Jerusalems natürliche Ostgrenze. Der Bach führt während der Trockenzeit kein Wasser (Wadi; vgl. LN 1.52). Der Garten Getsemane liegt gegenüber auf der anderen Seite am Ölberg. &amp;lt;/ref&amp;gt;, wo ein Olivenhain (Garten)&amp;lt;ref&amp;gt;Das griechische Wort bezeichnet einen Garten, in dem angebaut wird (LN 1.97). Von seiner Lage am Ölberg und der Bedeutung des Namens („Ölpresse“) wissen wir, dass der Garten Getsemane ein Olivenhain war. Der Name wird in [[Matthäus_26#s36|Mt 26,36]] und [[Markus_14#s32|Mk 14,32]] genannt (Carson 1991, 576). &amp;lt;/ref&amp;gt; war, in den er und seine Jünger hineingingen&amp;lt;ref&amp;gt;Gr.: Singular. Im Deutschen ist der Plural oder „mit“ statt „und“ erforderlich. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Aber auch Judas, derjenige, der ihn verriet (auslieferte)(der Verräter),&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt; kannte den Ort, weil Jesus sich dort häufig mit seinen Jüngern traf.{{par|Lukas|21|37}}{{par|Lukas|22|29}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} Judas hatte {darum}&amp;lt;ref name=&amp;quot;oun&amp;quot; &amp;gt;Die Konjunktion [[οὖν]] wird hier benutzt, um die Erzählung nach einer Unterbrechung erneut aufzugreifen und ist schlecht übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; die Kohorte ([eine] Einheit, Abteilung [Soldaten der römischen Garnison])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kohorte&amp;quot;&amp;gt;Eine Kohorte ist eine römische Heereseinheit von 1000 Mann. Während der Festtage wurde eine Kohorte Hilfstruppen aus Cäsarea in die Festung Antonia beim Jerusalemer Tempel verlegt, um die Besatzung zu verstärken und so die versammelte Menge von Aufständen abzuhalten. Es ist schwer abzuleiten, wie viele Soldaten tatsächlich anwesend waren (Carson 1991, 577). Es ist möglich, dass das Wort in diesem Kontext nur eine kleine Gruppe bezeichnet (so wohl LN 55.9). Die Übersetzung folgt dem Vorschlag in NET Joh 18,3, Fußnote 6, wonach der Begriff hier einfach die Zugehörigkeit der Truppen bezeichnet, so wie man sonst „die Polizei“ holt, ohne dass alle verfügbaren Polizisten anwesend sein müssen. NGÜ: „Soldaten der römischen Besatzungstruppe“ &amp;lt;/ref&amp;gt; sowie (und) Tempelwachen (Dienern)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wache&amp;quot;&amp;gt;V.a. im Johannesevangelium sind mit diesem Wort für „Diener“ i.d.R. Tempelwachen gemeint (LN 35.20). &amp;lt;/ref&amp;gt; von den obersten (führenden) Priestern und {von} den Pharisäern geholt (genommen; holte, führte) und&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines temporalen Ptz. Aor. als mit „und“ verknüpfter, separater Hauptsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt; kam&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [mit ihnen] dorthin, mit Fackeln, {und} Laternen und Waffen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Aber (da) Jesus wusste alles, was auf ihn zukam.&amp;lt;ref&amp;gt;Kausales adverbiales Partizip, aufgelöst als separater Hauptsatz mit „deshalb“ als Einleitung des nächsten. &amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb verließ er [den Garten] (ging er hinaus) und sagte zu ihnen: Wen sucht ihr?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Sie antworteten {ihm}: Jesus den Nazoräer (von Nazaret)! Er sagte {zu ihnen}: [Der] bin ich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ichbin&amp;quot;&amp;gt;Wörtlich: „Ich bin“ Im Griechischen ist hier keine Subjektsidentifikationsergänzung („er“, „es“ oder wie hier „[Der]“) nötig. Auf diese Weise identifiziert sich Jesus hier als Gott, indem er auf den Gottesnamen [[JHWH]] anspielt, mit dem er sich Mose in [[Exodus_3#s14|Ex 3,14]] vorstellt. &amp;lt;/ref&amp;gt; {aber} Judas, derjenige, der ihn verriet (auslieferte)(der Verräter),&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt; stand auch bei ihnen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Als er nun zu ihnen sagte: [Der] bin ich!&amp;lt;ref name=&amp;quot;ichbin&amp;quot; /&amp;gt;, [da] wichen sie zurück&amp;lt;ref&amp;gt;Idiom, wörtlich: „gingen weg zu dem [Objekt] dahinter“ &amp;lt;/ref&amp;gt; und stürzten (fielen) zu Boden.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Da fragte er sie noch einmal (wieder): Wen sucht ihr? Sie {aber} sagten: Jesus den Nazoräer (von Nazaret)!&lt;br /&gt;
{{S|8}} Jesus erwiderte (antwortete): Ich habe euch gesagt, dass ich [es] bin. Wenn ihr {also}&amp;lt;ref&amp;gt;[[οὖν]] zeigt einen Zusammenhang an, nämlich dass Jesu Forderung logisch unmittelbar auf dem vorher Gesagten beruht; ist aber so schwach, dass es kaum angemessen zu übersetzen ist. &amp;lt;/ref&amp;gt; [nur] mich sucht, [dann] lasst (erlaubt) diese [Männer] gehen!&lt;br /&gt;
{{S|9}} [Das sagte er,] damit sein Ausspruch (Wort, Vorhersage) erfüllt wurde:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ὅτι recitativum]].&amp;lt;/ref&amp;gt; „Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen einzigen verloren.“{{par|Johannes|6|39}}{{par|Johannes|17|12}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Doch Simon Petrus, der ein Schwert dabeihatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines temporalen Ptz. als Relativsatz. Auch möglich als gleichwertiger Hauptsatz mit &amp;quot;und&amp;quot; (&amp;quot;hatte ... dabei und&amp;quot;) oder kausale Deutung (dann z.B. als Nebensatz: &amp;quot;da ... dabei hatte&amp;quot;). &amp;lt;/ref&amp;gt; zückte es und schlug [nach] dem Sklaven (Diener) des Hohenpriesters und schnitt ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Sklaven (Dieners) war {übrigens} Malchus.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Da sagte Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert [zurück] in die Scheide! Soll (muss) ich den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, {ihn} etwa nicht trinken?&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da ergriffen die Kohorte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kohorte&amp;quot; /&amp;gt; und [ihr] Offizier (Kommandant, Trbun, Oberst, Chiliarch)&amp;lt;ref&amp;gt;Griech. ein &amp;quot;Anführer von Tausend&amp;quot;, also ein hoher Offizier (LN 55.15). Es könnte sich theoretisch um den Oberkommandieren von Jerusalem handeln (vgl. [[Apostelgeschichte_21#31|Apg 21,31]], wo der Kommandant der Antonia denselben Titel trägt), aber vielleicht gebraucht Johannes den Titel anders. In diesem Kontext wäre es jedenfalls sehr ungewöhnlich, wenn der Oberkommandierende selbst anwesend wäre. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Tempelwachen (Diener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wache&amp;quot; /&amp;gt; der Juden Jesus, {und} fesselten ihn&lt;br /&gt;
{{S|13}} und führten ihn zuerst vor (zu) Hannas. Denn er war [der] Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Kajaphas war {übrigens} derjenige, der den Juden geraten hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es die bessere Lösung (besser, nützlich, vorzuziehen) sei, [wenn] ([dass]) &#039;&#039;ein&#039;&#039; Mann (Mensch) anstelle (für) des Volkes stirbt.&amp;lt;ref&amp;gt;AcI aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} [Es] folgte aber dem Jesus Simon Petrus und ein anderer Jünger. Jener Jünger aber war dem Hohenpriester bekannt und ging zusammen mit {dem} Jesus in den Hof des Hohenpriesters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} {Der} Petrus aber stand draußen bei der Tür. [Es] kam also der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus und sprach [mit] der Türhüterin und führte {den} Petrus hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Die Magd, die Türhüterin sagt also zu {dem} Petrus: Bist nicht (etwa) auch Du einer der Jünger (aus den Jüngern) dieses Menschen? Sagt jener: [Das] bin ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} [Es] standen [da] aber die Knechte und Diener, die ein Kohlfeuer gemacht hatten, weil es kalt war, und wärmten sich. [Es] stand aber auch {der} Petrus bei (mit) ihnen und wärmte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Der Hohepriester also fragte {den} Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich (offen, mit Offenheit) zur Welt gesprochen (geredet). Ich habe immer in einer Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle {die} Juden zusammenkommen, und im Geheimen (Verborgenen) habe ich nichts gesprochen (geredet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Was (weshalb) fragst Du mich? Frage diejenigen, die gehört haben, was ich [zu] ihnen gesagt (gesprochen, geredet) habe. Sieh, diese wissen, was ich gesagt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als er aber dies (diese Dinge) gesagt hatte, gab einer der Diener, die dabeistanden, {dem} Jesus eine Ohrfeige (einen Backenstreich), wobei er sagte: So antwortest Du dem Hohenpriester?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Jesus antwortete ihm: Wenn ich schlecht (böse) gesprochen habe, gib Zeugnis über (bezeuge) das Schlechte (Böse). Wenn aber gut (schön, recht) – weshalb (was) schlägst (prügelst) Du mich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} {Der} Hannas schickte ihn also gebunden (weg) zu Kajafas, dem Hohenpriester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Simon Petrus aber stand [da] und wärmte sich. Sie sagten im also: Bist nicht (etwa) auch Du [einer] von (aus) seinen Jüngern? Jener leugnete und sagte: [Das] bin ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} [Da] sagt einer der Knechte (aus, von den Knechten) des Hohenpriesters, der ein Verwandter dessen war, dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte: Habe ich Dich nicht in dem Garten mit ihm gesehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Wieder (wiederum) also leugnete Petrus. Und sogleich krähte (tönte) ein Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Sie führen also {den} Jesus von {dem} Kajafas in das Prätorium. Es war aber frühmorgens (früh). Und sie gingen nicht in das Prätorium hinein, damit sie sich nicht verunreinigten, sondern das Pascha essen konnten (könnten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} [Es] kam also {der} Pilatus heraus zu ihnen und sagt: Welche Anklage bringt Ihr gegen diesen Menschen vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Sie antworteten und sagten ihm: Wenn dieser nicht ein Übeltäter wäre (einer wäre, der Böses tut), hätten wir ihn Dir nicht übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} [Es] sagte ihnen also {der} Pilatus: Nehmt Ihr ihn und richtet (verurteilt) ihn nach Eurem Gesetz. [Es] sagten ihm die Juden: Uns ist es nicht erlaubt, jemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Damit das Wort Jesu (des Jesus) erfüllt würde, das er sagte um anzudeuten (anzuzeigen; andeutend, anzeigend), (durch) welchen Tod er im Begriff war, zu sterben (sterben sollte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} [Es] ging also {der} Pilatus wieder (wiederum) in das Prätorium und rief {den} Jesus und sagte ihm: Du bist der König der Juden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Jesus antwortete: Sagst Du das von Dir aus, oder haben andere zu Dir über mich gesprochen (Dir [das] über mich gesagt)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Der} Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben Dich mir übergeben. Was hast Du getan?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Jesus antwortete: &#039;&#039;Mein&#039;&#039; Königreich (Königtum, Reich) ist nicht aus dieser Welt. Wenn &#039;&#039;mein&#039;&#039; Königreich (Königtum, Reich) aus dieser Welt wäre, hätten (würden) &#039;&#039;meine&#039;&#039; Diener gekämpft (kämpfen), damit ich nicht den Juden übergeben würde. Nun aber ist &#039;&#039;mein&#039;&#039; Königreich (Königtum, Reich) nicht von hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} [Es] sagte ihm also {der} Pilatus: Folglich bist Du also ein König? {Der} Jesus antwortete: Du sagst, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} {Der} Pilatus sagt ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er das gesagt hatte, ging er zurück (wieder) zu den Juden und sagt ihnen: Ich finde keine Schuld in ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} Es ist (gibt) aber (einen) Brauch bei Euch, dass ich Euch einen am Paschafest (Pascha) freilasse. Wollt Ihr also, dass ich den König der Juden freilasse?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Sie schrien also wieder (wiederum), indem sie sagten: Nicht diesen sondern {den} Barabbas. [Es] war aber {der} Barabbas ein Räuber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_18&amp;diff=25847</id>
		<title>Johannes 18</title>
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		<updated>2017-12-09T12:17:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: emphase&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Nachdem (als) Jesus das gesagt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines temporalen Ptz. EÜ: „nach diesen Worten“&amp;lt;/ref&amp;gt; ging er mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite (über, durch) des Kidrontals&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Das Wadi des Kidron“. Das tief eingegrabene Bett des Baches Kidron bildete Jerusalems natürliche Ostgrenze. Der Bach führt während der Trockenzeit kein Wasser (Wadi; vgl. LN 1.52). Der Garten Getsemane liegt gegenüber auf der anderen Seite am Ölberg. &amp;lt;/ref&amp;gt;, wo ein Olivenhain (Garten)&amp;lt;ref&amp;gt;Das griechische Wort bezeichnet einen Garten, in dem angebaut wird (LN 1.97). Von seiner Lage am Ölberg und der Bedeutung des Namens („Ölpresse“) wissen wir, dass der Garten Getsemane ein Olivenhain war. Der Name wird in [[Matthäus_26#s36|Mt 26,36]] und [[Markus_14#s32|Mk 14,32]] genannt (Carson 1991, 576). &amp;lt;/ref&amp;gt; war, in den er und seine Jünger hineingingen&amp;lt;ref&amp;gt;Gr.: Singular. Im Deutschen ist der Plural oder „mit“ statt „und“ erforderlich. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Aber auch Judas, derjenige, der ihn verriet (auslieferte)(der Verräter),&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt; kannte den Ort, weil Jesus sich dort häufig mit seinen Jüngern traf.{{par|Lukas|21|37}}{{par|Lukas|22|29}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} Judas hatte {darum}&amp;lt;ref name=&amp;quot;oun&amp;quot; &amp;gt;Die Konjunktion [[οὖν]] wird hier benutzt, um die Erzählung nach einer Unterbrechung erneut aufzugreifen und ist schlecht übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; die Kohorte ([eine] Einheit, Abteilung [Soldaten der römischen Garnison])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kohorte&amp;quot;&amp;gt;Eine Kohorte ist eine römische Heereseinheit von 1000 Mann. Während der Festtage wurde eine Kohorte Hilfstruppen aus Cäsarea in die Festung Antonia beim Jerusalemer Tempel verlegt, um die Besatzung zu verstärken und so die versammelte Menge von Aufständen abzuhalten. Es ist schwer abzuleiten, wie viele Soldaten tatsächlich anwesend waren (Carson 1991, 577). Es ist möglich, dass das Wort in diesem Kontext nur eine kleine Gruppe bezeichnet (so wohl LN 55.9). Die Übersetzung folgt dem Vorschlag in NET Joh 18,3, Fußnote 6, wonach der Begriff hier einfach die Zugehörigkeit der Truppen bezeichnet, so wie man sonst „die Polizei“ holt, ohne dass alle verfügbaren Polizisten anwesend sein müssen. NGÜ: „Soldaten der römischen Besatzungstruppe“ &amp;lt;/ref&amp;gt; sowie (und) Tempelwachen (Dienern)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wache&amp;quot;&amp;gt;V.a. im Johannesevangelium sind mit diesem Wort für „Diener“ i.d.R. Tempelwachen gemeint (LN 35.20). &amp;lt;/ref&amp;gt; von den obersten (führenden) Priestern und {von} den Pharisäern geholt (genommen; holte, führte) und&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines temporalen Ptz. Aor. als mit „und“ verknüpfter, separater Hauptsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt; kam&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [mit ihnen] dorthin, mit Fackeln, {und} Laternen und Waffen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Aber (da) Jesus wusste alles, was auf ihn zukam.&amp;lt;ref&amp;gt;Kausales adverbiales Partizip, aufgelöst als separater Hauptsatz mit „deshalb“ als Einleitung des nächsten. &amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb verließ er [den Garten] (ging er hinaus) und sagte zu ihnen: Wen sucht ihr?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Sie antworteten {ihm}: Jesus den Nazoräer (von Nazaret)! Er sagte {zu ihnen}: [Der] bin ich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ichbin&amp;quot;&amp;gt;Wörtlich: „Ich bin“ Im Griechischen ist hier keine Subjektsidentifikationsergänzung („er“, „es“ oder wie hier „[Der]“) nötig. Auf diese Weise identifiziert sich Jesus hier als Gott, indem er auf den Gottesnamen [[JHWH]] anspielt, mit dem er sich Mose in [[Exodus_3#s14|Ex 3,14]] vorstellt. &amp;lt;/ref&amp;gt; {aber} Judas, derjenige, der ihn verriet (auslieferte)(der Verräter),&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt; stand auch bei ihnen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Als er nun zu ihnen sagte: [Der] bin ich!&amp;lt;ref name=&amp;quot;ichbin&amp;quot; /&amp;gt;, [da] wichen sie zurück&amp;lt;ref&amp;gt;Idiom, wörtlich: „gingen weg zu dem [Objekt] dahinter“ &amp;lt;/ref&amp;gt; und stürzten (fielen) zu Boden.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Da fragte er sie noch einmal (wieder): Wen sucht ihr? Sie {aber} sagten: Jesus den Nazoräer (von Nazaret)!&lt;br /&gt;
{{S|8}} Jesus erwiderte (antwortete): Ich habe euch gesagt, dass ich [es] bin. Wenn ihr {also}&amp;lt;ref&amp;gt;[[οὖν]] zeigt einen Zusammenhang an, nämlich dass Jesu Forderung logisch unmittelbar auf dem vorher Gesagten beruht; ist aber so schwach, dass es kaum angemessen zu übersetzen ist. &amp;lt;/ref&amp;gt; [nur] mich sucht, [dann] lasst (erlaubt) diese [Männer] gehen!&lt;br /&gt;
{{S|9}} [Das sagte er,] damit sein Ausspruch (Wort, Vorhersage) erfüllt wurde:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ὅτι recitativum]].&amp;lt;/ref&amp;gt; „Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen einzigen verloren.“{{par|Johannes|6|39}}{{par|Johannes|17|12}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Doch Simon Petrus, der ein Schwert dabeihatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines temporalen Ptz. als Relativsatz. Auch möglich als gleichwertiger Hauptsatz mit &amp;quot;und&amp;quot; (&amp;quot;hatte ... dabei und&amp;quot;) oder kausale Deutung (dann z.B. als Nebensatz: &amp;quot;da ... dabei hatte&amp;quot;). &amp;lt;/ref&amp;gt; zückte es und schlug [nach] dem Sklaven (Diener) des Hohenpriesters und schnitt ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Sklaven (Dieners) war {übrigens} Malchus.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Da sagte Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert [zurück] in die Scheide! Soll (muss) ich den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, {ihn} etwa nicht trinken?&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da ergriffen die Kohorte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kohorte&amp;quot; /&amp;gt; und [ihr] Offizier (Kommandant, Trbun, Oberst, Chiliarch)&amp;lt;ref&amp;gt;Griech. ein &amp;quot;Anführer von Tausend&amp;quot;, also ein hoher Offizier (LN 55.15). Es könnte sich theoretisch um den Oberkommandieren von Jerusalem handeln (vgl. [[Apostelgeschichte_21#31|Apg 21,31]], wo der Kommandant der Antonia denselben Titel trägt), aber vielleicht gebraucht Johannes den Titel anders. In diesem Kontext wäre es jedenfalls sehr ungewöhnlich, wenn der Oberkommandierende selbst anwesend wäre. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Tempelwachen (Diener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wache&amp;quot; /&amp;gt; der Juden Jesus, {und} fesselten ihn&lt;br /&gt;
{{S|13}} und führten ihn zuerst vor (zu) Hannas. Denn er war [der] Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Kajaphas war {übrigens} derjenige, der den Juden geraten hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es die bessere Lösung (besser, nützlich, vorzuziehen) sei, [wenn] ([dass]) &#039;&#039;ein&#039;&#039; Mann (Mensch) anstelle (für) des Volkes stirbt.&amp;lt;ref&amp;gt;AcI aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} [Es] folgte aber dem Jesus Simon Petrus und ein anderer Jünger. Jener Jünger aber war dem Hohenpriester bekannt und ging zusammen mit {dem} Jesus in den Hof des Hohenpriesters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} {Der} Petrus aber stand draußen bei der Tür. [Es] kam also der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus und sprach [mit] der Türhüterin und führte {den} Petrus hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Die Magd, die Türhüterin sagt also zu {dem} Petrus: Bist nicht (etwa) auch Du einer der Jünger (aus den Jüngern) dieses Menschen? Sagt jener: [Das] bin ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} [Es] standen [da] aber die Knechte und Diener, die ein Kohlfeuer gemacht hatten, weil es kalt war, und wärmten sich. [Es] stand aber auch {der} Petrus bei (mit) ihnen und wärmte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Der Hohepriester also fragte {den} Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich (offen, mit Offenheit) zur Welt gesprochen (geredet). Ich habe immer in einer Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle {die} Juden zusammenkommen, und im Geheimen (Verborgenen) habe ich nichts gesprochen (geredet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Was (weshalb) fragst Du mich? Frage diejenigen, die gehört haben, was ich [zu] ihnen gesagt (gesprochen, geredet) habe. Sieh, diese wissen, was ich gesagt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als er aber dies (diese Dinge) gesagt hatte, gab einer der Diener, die dabeistanden, {dem} Jesus eine Ohrfeige (einen Backenstreich), wobei er sagte: So antwortest Du dem Hohenpriester?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Jesus antwortete ihm: Wenn ich schlecht (böse) gesprochen habe, gib Zeugnis über (bezeuge) das Schlechte (Böse). Wenn aber gut (schön, recht) – weshalb (was) schlägst (prügelst) Du mich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} {Der} Hannas schickte ihn also gebunden (weg) zu Kajafas, dem Hohenpriester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Simon Petrus aber stand [da] und wärmte sich. Sie sagten im also: Bist nicht (etwa) auch Du [einer] von (aus) seinen Jüngern? Jener leugnete und sagte: [Das] bin ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} [Da] sagt einer der Knechte (aus, von den Knechten) des Hohenpriesters, der ein Verwandter dessen war, dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte: Habe ich Dich nicht in dem Garten mit ihm gesehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Wieder (wiederum) also leugnete Petrus. Und sogleich krähte (tönte) ein Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Sie führen also {den} Jesus von {dem} Kajafas in das Prätorium. Es war aber frühmorgens (früh). Und sie gingen nicht in das Prätorium hinein, damit sie sich nicht verunreinigten, sondern das Pascha essen konnten (könnten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} [Es] kam also {der} Pilatus heraus zu ihnen und sagt: Welche Anklage bringt Ihr gegen diesen Menschen vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Sie antworteten und sagten ihm: Wenn dieser nicht ein Übeltäter wäre (einer wäre, der Böses tut), hätten wir ihn Dir nicht übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} [Es] sagte ihnen also {der} Pilatus: Nehmt Ihr ihn und richtet (verurteilt) ihn nach Eurem Gesetz. [Es] sagten ihm die Juden: Uns ist es nicht erlaubt, jemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Damit das Wort Jesu (des Jesus) erfüllt würde, das er sagte um anzudeuten (anzuzeigen; andeutend, anzeigend), (durch) welchen Tod er im Begriff war, zu sterben (sterben sollte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} [Es] ging also {der} Pilatus wieder (wiederum) in das Prätorium und rief {den} Jesus und sagte ihm: Du bist der König der Juden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Jesus antwortete: Sagst Du das von Dir aus, oder haben andere zu Dir über mich gesprochen (Dir [das] über mich gesagt)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Der} Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben Dich mir übergeben. Was hast Du getan?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Jesus antwortete: &#039;&#039;Mein&#039;&#039; Königreich (Königtum, Reich) ist nicht aus dieser Welt. Wenn &#039;&#039;mein&#039;&#039; Königreich (Königtum, Reich) aus dieser Welt wäre, hätten (würden) &#039;&#039;meine&#039;&#039; Diener gekämpft (kämpfen), damit ich nicht den Juden übergeben würde. Nun aber ist &#039;&#039;mein&#039;&#039; Königreich (Königtum, Reich) nicht von hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} [Es] sagte ihm also {der} Pilatus: Folglich bist Du also ein König? {Der} Jesus antwortete: Du sagst, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} {Der} Pilatus sagt ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder (wiederum) zu den Juden und sagt ihnen: Ich finde keine Schuld in ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} Es ist (gibt) aber (einen) Brauch bei Euch, dass ich Euch einen am Paschafest (Pascha) freilasse. Wollt Ihr also, dass ich den König der Juden freilasse?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Sie schrien also wieder (wiederum), indem sie sagten: Nicht diesen sondern {den} Barabbas. [Es] war aber {der} Barabbas ein Räuber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_5&amp;diff=25846</id>
		<title>Lukas 5</title>
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		<updated>2017-12-07T15:00:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Aber als Simon Petrus [das] sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte: &amp;quot;Herr! Geh weg von mir, denn ich bin eine sündiger Mensch&amp;lt;ref&amp;gt;w. ein Mann, ein Sünder (Pleonasmus)&amp;lt;/ref&amp;gt;!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Denn er erschrak (staunte), und mit ihm alle, die mit ihm waren, über ihren Fischfang&amp;lt;ref&amp;gt;w. wegen dem Fang der Fische, die sie gemeinsam gefangen haben&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} dazu gehörten (ebenso) auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Arbeitskollegen von Simon {waren}. Da sagte Jesus zu Simon: &amp;quot;Fürchte dich nicht! Von nun an sollst du Menschen fangen (lebendig fischen).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie brachten die Boote ans Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und es ereignete sich an einem der Tage, dass er auch lehrte. Und es saßen Pharisäer und Gesetzeslehrer da, die gekommen waren, aus vielen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn zum Heilen war bei ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und siehe, es waren Männer, die brachten einen Menschen auf einem Bett, der war gelähmt. Und sie begehrten ihn hineinzubringen und ihn vor ihn zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und als sie nicht fanden, wie sie ihn hineinbringen konnten wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach, um ihn durch die Dachziegel hinabzulassen zusammen mit dem Bett in die Mitte vor Jesus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, vergeben sind dir deine Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer begannen zu diskutieren und sprachen: Wer vermag Sünden zu vergeben wenn nicht Gott allein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als aber Jesus merkte, was sie untereinander redeten, sagte er antwortend zu ihnen: Was beredet ihr in euren Herzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Was ist leichter zu sagen? Dir sind deine Sünden vergeben? Oder zu sagen: Steh auf und geh umher?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Damit ihr wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Dir sage ich: Steh auf und hebe dein Bett auf und geh in dein Haus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und als er sogleich vor ihnen aufgestanden war und genommen hatte, worauf er gelegen hatte und ging Gott lobend in sein Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und alle gerieten in Extase und sie priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und sagten: Wir haben Unglaubliches gesehen heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und danach ging er weg und sah den Zöllner Levi beim Zollhaus sitzend und sprach zu ihm: Folge mir nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_5&amp;diff=25845</id>
		<title>Lukas 5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_5&amp;diff=25845"/>
		<updated>2017-12-07T14:09:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: V. 9-11&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Aber als Simon Petrus [das] sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte: &amp;quot;Herr! Geh weg von mir, denn ich bin eine sündiger Mensch&amp;lt;ref&amp;gt;w. ein Mann, ein Sünder (Pleonasmus)&amp;lt;/ref&amp;gt;!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Denn er erschrak (staunte), und mit ihm alle, die mit ihm waren, über ihren Fischfang&amp;lt;ref&amp;gt;w. wegen dem Fang der Fische, die sie gemeinsam gefangen haben&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} dazu gehörten (ebenso) auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Arbeitskollegen von Simon {waren}. Da sagte Jesus zu Simon: &amp;quot;Fürchte dich nicht! Von nun an sollst du Menschen fangen (lebendig fischen).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie brachten die Boote ans Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und es ereignete sich an einem der Tage, dass er auch lehrte. Und es saßen Pharisäer und Gesetzeslehrer da, die gekommen waren, aus vielen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn zum Heilen war bei ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und siehe, es waren Männer, die brachten einen Menschen auf einem Bett, der war gelähmt. Und sie begehrten ihn hineinzubringen und ihn vor ihn zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und als sie nicht fanden, wie sie ihn hineinbringen konnten wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach, um ihn durch die Dachziegel hinabzulassen zusammen mit dem Bett in die Mitte vor Jesus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, vergeben sind dir deine Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und die Schrifgelehrten und die Pharisäer begannen zu diskutieren und sprachen: Wer vermag Sünden zu vergeben wenn nicht Gott allein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als aber Jesus merkte, was sie untereinander redeten, sagte er antwortend zu ihnen: Was beredet ihr in euren Herzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Was ist leichter zu sagen? Dir sind deine Sünden vergeben? Oder zu sagen: Steh auf und geh umher?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Damit ihr wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Dir sage ich: Steh auf und hebe dein Bett auf und geh in dein Haus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und als er sogleich vor ihnen aufgestanden war und genommen hatte, worauf er gelegen hatte und ging Gott lobend in sein Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und alle gerieten in Extase und sie priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und sagten: Wir haben Unglaubliches gesehen heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und danach ging er weg und sah den Zöllner Levi beim Zollhaus sitzend und sprach zu ihm: Folge mir nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} &lt;br /&gt;
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{{S|38}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_5&amp;diff=25844</id>
		<title>Lukas 5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_5&amp;diff=25844"/>
		<updated>2017-12-07T13:35:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: V. 8+9&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Aber als Simon Petrus [das] sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte: &amp;quot;Herr! Geh weg von mir, denn ich bin eine sündiger Mensch&amp;lt;ref&amp;gt;w. ein Mann, ein Sünder (Pleonasmus)&amp;lt;/ref&amp;gt;!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Denn er erschrak (staunte), und mit ihm alle, die mit ihm waren, über ihren Fischfang&amp;lt;ref&amp;gt;w. wegen dem Fang der Fische, die sie gemeinsam gefangen haben&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und es ereignete sich an einem der Tage, dass er auch lehrte. Und es saßen Pharisäer und Gesetzeslehrer da, die gekommen waren, aus vielen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn zum Heilen war bei ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und siehe, es waren Männer, die brachten einen Menschen auf einem Bett, der war gelähmt. Und sie begehrten ihn hineinzubringen und ihn vor ihn zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und als sie nicht fanden, wie sie ihn hineinbringen konnten wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach, um ihn durch die Dachziegel hinabzulassen zusammen mit dem Bett in die Mitte vor Jesus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, vergeben sind dir deine Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und die Schrifgelehrten und die Pharisäer begannen zu diskutieren und sprachen: Wer vermag Sünden zu vergeben wenn nicht Gott allein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als aber Jesus merkte, was sie untereinander redeten, sagte er antwortend zu ihnen: Was beredet ihr in euren Herzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Was ist leichter zu sagen? Dir sind deine Sünden vergeben? Oder zu sagen: Steh auf und geh umher?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Damit ihr wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Dir sage ich: Steh auf und hebe dein Bett auf und geh in dein Haus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und als er sogleich vor ihnen aufgestanden war und genommen hatte, worauf er gelegen hatte und ging Gott lobend in sein Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und alle gerieten in Extase und sie priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und sagten: Wir haben Unglaubliches gesehen heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und danach ging er weg und sah den Zöllner Levi beim Zollhaus sitzend und sprach zu ihm: Folge mir nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:1_Korinther_9&amp;diff=25838</id>
		<title>Diskussion:1 Korinther 9</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:1_Korinther_9&amp;diff=25838"/>
		<updated>2017-11-17T13:47:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = V. 19-27 Benjamin&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = &lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_13&amp;diff=25832</id>
		<title>Matthäus 13</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_13&amp;diff=25832"/>
		<updated>2017-11-08T14:22:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: zum lehren ist implizite information&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} An diesem Tag ging Jesus aus dem Haus und setzte sich zum Lehren an das Ufer des Sees.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es versammelte sich vor ihm eine große Volksmenge, so daß er in ein Boot einstieg musste und sich setzte. Die ganze Volksmenge aber stand am Ufer.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Und er erzählte ihnen viele Dinge in Gleichnissen: „Hört zu! Es ging der Sämann hinaus aufs Feld um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}} Und während er säte fielen einige der Samenkörner auf die Straße und es kamen die Vögel und fraßen sie auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Andere aber fielen auf den felsigen Boden, dort wo  sie nicht viel Erde hatten. Und sofort keimten sie, weil sie keine tiefe Erde hatten.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Als die Sonne aber aufging wurden sie verbrannt und weil sie keine Wurzeln hatten, gingen sie ein.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Andere Samen aber fielen unter die Dornen und als die Dornen emporwuchsen erstickten sie den Samen. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Wieder andere aber fielen auf die gute Erde, und brachten Frucht, dass eine einhundertfach, dass andere sechzigfach, dass andere dreißigfach.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Wer hören kann, der höre.“&lt;br /&gt;
{{L|10}} Und die Jünger kamen hinzu und fragten ihn: „Warum sprichst du zu ihnen in Gleichnissen?“&lt;br /&gt;
{{L|11}} Er aber antwortete ihnen: Weil euch das Geheimnis des Reich Gottes gegeben ist, ihnen aber nicht.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Denn wer es hat, dem wird gegeben im Überfluss. Aber wer es nicht hat, dem wird, was er hat, auch noch genommen werden. &lt;br /&gt;
{{L|13}} Darum spreche ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie, obwohl sie sehen, nicht sehen und obwohl sie hören, nicht hören und auch nicht verstehen.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Und an ihnen wird das Prophetenwort Jesajas erfüllt werden. Er sagt: &lt;br /&gt;
: Ihr werdet immerfort hören und nicht verstehen&lt;br /&gt;
: und immerfort sehen und nichts erkennen&lt;br /&gt;
:{{L|15}} Denn das Herz dieses Volkes ist stumpf geworden &lt;br /&gt;
:und sie sind schwerhörig und haben ihre Augen geschlossen, damit sie weder mit ihren Augen etwas erkennen noch mit ihren Ohren hören noch mit dem Herzen begreifen und sich nicht abwenden damit ich sie heilen könnte. &lt;br /&gt;
{{L|16}} Eure Augen, die sehen und eure Ohren, die hören, sind aber glücklich zu nennen. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Denn ich kann euch sagen, dass viele Propheten und Gerechte sehen wollten, was ihr gesehen habt, es aber nicht gesehen haben und hören wollten, was ihr gehört habt, und es nicht gehört haben.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Ihr aber hört nun das Gleichnis vom Sämann!&lt;br /&gt;
{{L|19}} Jedes mal, wenn jemand die Botschaft vom Reich Gottes hört und sie nicht versteht, kommt das Böse und nimmt das, was gesät wurde, aus seinem Herzen. Das ist der Mensch, bei dem der Samen auf den Weg fiel. &lt;br /&gt;
{{L|20}} Der Menschen aber, bei dem der Samen auf felsigen Grund fiel, ist der, der das Wort hört und es mit Freude annimmt. &lt;br /&gt;
{{L|21}} Aber die Wurzeln gehen nicht tief und er ist unbeständig. Und wenn Kummer und Verfolgt kommt wegen des Wortes, wird er sich wieder abwenden. &lt;br /&gt;
{{L|22}} Der Menschen aber, bei dem die Samen unter die Dornen fielen, ist der, der das Wort hört. Bei ihm ersticken aber die Sorgen der Zeit und die Verführung des Reichtums das Wort, so dass er keine Frucht bringt.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Der Mensch aber, bei dem die Samen auf gute Erde fielen, ist der, der das Wort hört und versteht. Er ist, der in einem Fall hunderfachen, in einem anderen sechzigfachen und in einem anderen Fall dreißigfachen Ertrag bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Gleichnis vom Unkraut im Acker))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}} Er trug ihnen auch ein anderes Gleichnis vor. Er sagte: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker gesät hatte. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten zwischen das Getreide und ging weg.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Als die Halme wuchsen und blüten, da kam auch das Unkraut zum Vorschein.&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und die Knechte des Hausherrn kamen und sagten zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinem Feld gesät? Woher kommt das Unkraut?&lt;br /&gt;
{{L|28}} Er antwortete ihnen: Irgendein Feind muss es gesät haben. Seine Knechte fragten ihn: Sollen wir gehen und es ausreißen?&lt;br /&gt;
{{L|29}} Er aber verbot es ihnen: Nein, damit beim Sammeln des Unkrauts nicht das Getreide mit ausgerissen wird.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Lasst es zu, das beides zusammen bis zur Ernte wächst. Wenn die Ernte kommt, werde ich den Erntearbeitern sagen, dass sie zuerst das Unkraut sammeln und bündeln sollen. Es soll verbrannt werden. Das Getreide aber sollen sie in meiner Scheune sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(( Gleichnis vom Senfkorn und Sauerteig))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er trug ihnen auch ein anderes Gleichnis vor. Er sagte: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, dass von einem Menschen genommen wurde. Und er setzte es in seinen Acker. &lt;br /&gt;
{{L|32}} Es ist das kleinste unter den Samenkörnern, aber wenn es ausgewachsen ist, ist es größer als alle anderen Kräuter. Es wird ein Baum, in den die Vögel kommen und in seinen Zweigen nisten. &lt;br /&gt;
{{L|33}}  Er trug ihnen auch ein anderes Gleichnis vor. Er sagte: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, der von einer Frau genommen wurde. Und sie tat einen halben Zentner Mehl hinein, bis er ganz durchsäuert war. &lt;br /&gt;
{{L|34}} Dies alles erzählte Jesus dem Volk in Gleichnissen. Und er redete nur in Gleichnissen zu ihnen.&lt;br /&gt;
{{L|35}} damit erfüllt würde, was gesagt wurde durch den Propheten: &lt;br /&gt;
:Ich will in Gleichnissen meinen Mund auftun, &lt;br /&gt;
: und ich will, was seit der Erschaffung der Erde unbekannt ist, verkünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Deutung des Gleichnisses vom Unkraut im Acker))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|36}} Dann schickte er die Menge weg und ging ins Haus. Seine Jünger kamen hinzu und baten ihn: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut im Acker. &lt;br /&gt;
{{L|37}} Er antwortete ihnen: Der Man, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn.&lt;br /&gt;
{{L|38}} Der Acker ist die Welt und der gute Samen die Söhne der Königsherrschaft. Aber das Unkraut, das sind die Söhne des Bösen. &lt;br /&gt;
{{L|39}} Der Feind nun, der gesät hat, ist der Teufel. Die Ernte entspricht dem Ende der Zeit. Die Erntearbeiter wiederum sind Engel.&lt;br /&gt;
{{L|40}} Genauso, wie das Unkraut eingesammelt und mit Feuer verbrannt wird, wird es am Ende der Zeit sein:&lt;br /&gt;
{{L|41}} Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden alle, die die Menschen verführen und die ein Leben gegen sein Gesetz führen, einsammeln.&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sie werden sie in einen glühenden Ofen werfen. Dort wird großes Weinen und Zähneknirschen sein. &lt;br /&gt;
{{L|43}} Dann werden die, die gerecht sind, aufleuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer hören kann, der höre!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|52}} Er sagte ihnen aber dieses: Deshalb gleicht jeder Schriftgelehrte, der Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der Neues und Altes aus seiner Schatzkammer holt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(( Jesus wird in seiner Heimat verworfen ))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|53}} Und nachdem Jesus diese Gleichnisse erzählt hatte, ging er von dort weg.&lt;br /&gt;
{{L|54}} Er ging in seine Heimat und lehrte dort in ihren Synagogen, derart, dass sie vor Zorn außer sich gerieten und sprachen: Woher hat er solch eine Weisheit und solche Kräfte, Wunder zu tun? &lt;br /&gt;
{{L|55}} Ist er nicht der Sohn eines Zimmermanns? Ist seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas?&lt;br /&gt;
{{L|56}} Wohnen seine Schwestern nicht auch bei uns? Woher hat er nun so etwas?&lt;br /&gt;
{{L|57}} Und sie kamen durch in zu Fall. Jesus aber sagte zu ihnen: Der Prophet wird überall geachtet, nur in seiner Heimat uns seinem Haus nicht. &lt;br /&gt;
{{L|58}} Und dort tat er wegen ihres Unglaubens nicht viele Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} An diesem Tag ging&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Partizip, hier final aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus aus dem Haus und setzte sich [zum Lehren] an das Ufer des Sees;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} und es versammelte sich vor ihm eine große Volksmenge, so daß (derart das) er in ein Boot einstieg&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, hier final aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; und sich setzte, und die ganze Volksmenge stand am Ufer (Strand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} und er erzählte (sagte) ihnen Vieles (viele Dinge) in Gleichnissen {sagend}: Siehe (hört zu), es ging der Bauer (Sämann) hinaus [aufs Feld] (um) zu säen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und als (während) er säte fielen einige der Samenkörner&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: &amp;quot;die einen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; auf den Weg (die Straße) und es kamen die Vögel und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Andere aber fielen auf den felsigen Boden, (dort) wo  sie nicht viel Erde hatten, und sofort gingen sie auf, weil sie keine tiefe Erde hatten;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} als die Sonne aber aufging&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, hier temporal aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden sie verbrannt (versengt) und weil sie keine Wurzeln hatten, gingen sie ein (verdorrten, vertrockneten sie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Andere aber fielen auf das Dorngewächs (unter die Dornen) und die Dornen gingen auf (wuchsen empor) und erwürgten (erstickten) sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Andere aber fielen auf die gute Erde, und brachten Frucht, dass eine einhundert(-fach, Körner), dass andere sechzig(-fach, Körner), dass andere dreißig(-fach, Körner).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wer Ohren hat (wer hören kann), der höre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und die Jünger kamen hinzu&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, hier final aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten ihm: Warum sprichst du zu ihnen in Gleichnissen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Dieser aber antwortete ihnen: Weil euch gegeben ist das Geheimnis der Königsherrschaft der Himmeln, jenen (ihnen) ist es aber nicht gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn wer hat, dem wird gegeben und überfließend zuteil gegeben werden (im Überfluss, der wird überreich gemacht werden); aber wer da nicht hat, dem wird, was er hat, auch noch genommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Deshalb (darum) spreche ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehend&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht sehen und hörend&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht hören und nicht verstehen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} und es wird an ihnen offenbar (erfüllt, vollständig werden) das Prophetenwort (die Prophetie, Weissagung) Jesajas, der da sagt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jesaja 6,9-10&amp;lt;/ref&amp;gt;:  Durch das Hören werdet ihr hören und nicht verstehen (ihr werdet immerfort hören, ihr sollt hören), und sehend&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; werdet ihr sehen und nicht erkennen (erblicken, verstehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} Denn das Herz dieses Volkes ist dick (unempfindlich, unempfänglich, stumpf) geworden und mit den Ohren haben sie schwer gehört und ihre Augen haben sie geschlossen, damit nicht (etwa) sie erkennen mit ihren Augen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen (einsehen, begreifen) und sich umkehren (bekehren, umwenden, zurückkehren)  und ich sie nicht heile (da dass ich sie heilen könnte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Eure Augen aber sind glücklich (seelig) [zu preisen], dass sie sehen und eure Ohren, dass sie hören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Wahrlich (Amen) denn ich sage euch, dass viele Propheten und Gerechten verlangen (wünschen, begehren) zu sehen, was ihr gesehen, und nicht gesehen, und zu hören, was ihr gehört, und nicht gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;steht betont&amp;lt;/ref&amp;gt; hört&amp;lt;ref&amp;gt;Imperativ&amp;lt;/ref&amp;gt; nun das Gleichnis (seine Bedeutung) des Sämanns!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Wann immer (jedes mal wenn) jemand hört&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; das Wort der Königsherrschaft (die Botschaft vom Reich Gottes) und nicht versteht&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; es kommt das Böse und raubt (reißt, nimmt weg) das Gesäte in ihrem Herzen, dies ist der, der auf den Weg besät worden ist&amp;lt;ref&amp;gt; mit Ergänzung: das ist der Mensch, bei dem der Samen auf den Weg fiel&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Der aber, der auf den felsigen Grund besät wurde&amp;lt;ref&amp;gt;zur Konstruktion s.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies ist der das Wort hörende&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; und aufrichtig mit Freude nimmt er es,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} aber er hat keine Wurzeln in sich sondern ist vorübegehend (unbeständig, dem Augenblick hingegeben) und wenn aber Trübsale oder Verfolgung entstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; durch das Wort, wird er zur Sünde verführt (sich wieder abwenden). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Der aber, der in die Dornen(-gewächse) besät wurde, dies ist der das Wort hörende&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; und (doch) die Sorge des (gegenwärtigen) Zeitalters (der Gegenwart) und die Verführung (Täuschung, Betrug) des Reichtums ersticken das Wort so dass (und) er keine Frucht bricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Der aber, der auf die gute Erde besät wurde, dies ist der das Wort hörende&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; und versteht, der (welcher) dann auch Frucht bringt und trägt das eine einhundert(-fach), das andere sechzig(-fach), das andere dreißig(-fach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Er trug (legte) ihnen ein anderes Gleichnis vor {sagend}: Es gleicht die Königsherrschaft der Himmeln einem Menschen, der gesät hatte guten Samen in (auf) seinen Acker (Feld).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Zu der Zeit (als, während) es schliefen die Menschen kam sein Feind und säte dazwischen (dazu) Unkraut (Lolch) mitten hinein in (zwischen) das Getreide (den Weizen) und ging weg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Als aber sprossen die Getreidehalme (das Gras/Heu) und sie Frucht ansetzten, da kam zum Vorschein (wurde sichtbar) auch das Unkraut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Als aber die Diener (Knechte) des Hausherrn kamen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagten sie zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf (in) deinem Feld gesät? Woher denn nun hat es Unkraut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und (aber) dieser sagte: Ein feindseliger Mensch (irgendein Feind) muss dies getan haben. Aber die Knechte sagten zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Er aber sprach: Nein, damit nicht (etwa) beim Zusammenlesen das Unkraut entwurzelt (ausreißt) das Getreide. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Lasst zu, dass beides gemeinsam (zusammen) wächst bis zur Ernte, und in der Zeit der Ernte werde ich den Erntearbeitern (Schnittern) sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündeln um es zu verbrennen, das Getreide (Weizen) aber sammelt in meiner Scheune. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Er legte (trug) ihnen ein anderes Gleichnis vor {sagend}: Es ist die Königsherrschaft der Himmeln gleich einem Senfkorn, das von einem Menschen genommen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde, der es säte in (auf) seinen Acker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Es ist das kleinste unter den Samenkörnern, wenn es aber hoch gewachsen ist, ist es größer als die anderen Kräuter (Gemüse, Gartenpflanzen) und es wird ein Baum derart, dass (so dass) es kommen die Vögel des Himmels und lassen sich nieder (nisten, wohnen) in seinen Zweigen (Ästen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Ein anderes Gleichnis erzählte er ihnen: Es gleicht die Königsherrschaft der Himmeln einem Sauerteig, der war genommen worden&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Frau tat einen halben Zentner Mehl hinein, bis der ganze Teig durchsäuert war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dies alles erzählte Jesus in Gleichnissen der Volksmenge, und ohne Gleichnisse redete er er nicht zu ihnen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} damit erfüllt würde, was gesagt wurde durch den Propheten, der da spricht: Ich werde&amp;lt;ref&amp;gt;Futur, eventl. &amp;quot;will&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;  in Gleichnissen meinen Mund auftun, ich werde&amp;lt;ref&amp;gt;Futur, eventl. &amp;quot;will&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; aussprechen (verkünden) Verborgenes (Unbekanntes) seit dem Anfang (Beginn, Grundlegung, Erschaffung) [der Erde]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Dann verlies er (schickte er weg) Volksmenge und ging ins Haus (nach Hause). Und es kamen zu ihm (traten herzu, näherten sich) seine Jünger und sagten&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;: Erkläre (deute) uns das Gleichnis vom Unkraut des (auf dem) Ackers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Dieser aber antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} der Acker aber ist die Welt, der gute Samen aber, das sind die Söhne des Reiches (der Königsherrschaft); aber das Unkraut, (das) sind die Söhne des Schlechten (Bösen), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} aber der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel (Verleumder), aber die Ernte ist das Ende (die Vollendung) des Zeitalters (das Ende der Zeit), die Erntearbeiter (Schnitter) aber sind die Engel (Boten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Geradeso wie (gleichwie) das Unkraut nun zusammengelesen (eingesammelt) wird und mit Feuer verbrannt wird, so wird es sein am Ende der Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;Die selbe Konstruktion wie in Vers 39&amp;lt;/ref&amp;gt;; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|41}} Es wird aussenden der Sohn des Menschen seine Engel (Boten) und sie werden einsammeln aus seinem Reich (seiner Königsherrschaft) alle, die Verführen (die Ärgernisse, eine Falle machen, die anstößig sind) und die tun das Gesetzwidrige (das Gesetzlose) (die ein gesetzloses Leben führen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|42}} und sie werden sie werfen in den Ofen des Feuers (den glühenden Ofen); Dort wird sein das (große) Weinen und das (große) Zähneknirschen (-klappern). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|43}} Dann werden die Gerechten (er-)strahlen ((auf-)leuchten) wie die Sonne in dem Reiche ihres Vaters (Himmelreich). Wer ihren hat (wer hören kann), der höre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|44}} Das Himmelreich (die Königsherrschaft der Himmeln) gleicht einem Schatz, der verborgen (vergraben) war in einem Acker, welcher ein Mensch verbarg, als er ihn fand (entdeckte), und in seiner Freude ging er (hin) und verkaufte alles, was er hatte und kaufte jenen Acker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|45}} Wiederum gleicht das Himmelreich (die Königsherrschaft der Himmeln) einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte (erstrebte); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|46}} als er aber eine kostbare (sehr wertvolle) Perle fand, ging er (hin) und verkaufte alles, was er hatte und kaufte sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|47}} Wiederum gleicht das Himmelreich (die Königsherrschaft der Himmeln) einem (Schlepp-)Netz, das in das Meer (aus-)geworfen wurde und aus jeder Gattung (Art) fängt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|48}} dieses, als (nachdem) es gefüllt (voll) war an das Ufer gebracht wurde, uns sie setzten sich (nahmen Platz) und sammelten die Guten in Gefäße, aber die Faulen (Schlechten) warfen sie weg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|49}} So wird es sein am Ende der Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Konstruktion vgl. Vers 39&amp;lt;/ref&amp;gt;: Die Engel werden ausgehen und die Schlechten aus der Mitte der Gerechten nehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|50}} und sie werden sie werfen in den Ofen des Feuers (den glühenden Ofen); Dort wird sein das (große) Weinen und das (große) Zähneknirschen (-klappern). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|51}} [Jesus fragte sie:] Habt ihr verstanden dies alles? Sie sagten ihm: Ja!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|52}} Dieser aber sagte ihnen: Deshalb (also) ist jeder Schriftgelehrte, der dem Königreich der Himmeln nachfolgt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; (sein Jünger geworden ist) gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz(-kammer) hervorbringt Neues und Altes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|53}} Und es geschah als (nachdem) Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, das er von dort wegging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und als er in seine Heimat (sein Vaterland) ging&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist, gleichzeitig&amp;lt;/ref&amp;gt; lehrte er sie in ihren Synagogen, derart, dass sie außer sich gerieten und sagten: Woher hat dieser diese Weisheit und die Wunderkräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|55}} Ist dieser nicht eines Zimmermanns Sohn? Wird nicht seine Mutter Maria genannt (heißt nicht...) und seine Brüder Jakobus, {und} Josef und Simon und Judas?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|56}} Und wohnen nicht seine Schwestern alle unter uns? Woher nun hat dieser dies alles?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und sie kamen durch in zu Fall. Aber Jesus sagte ihnen: Der Prophet ist nicht verachtet, außer in der Heimat und in seinem Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|58}} Und er machte dort keine zahlreichen (vielen) Wunder(taten) aufgrund ihres Unglaubens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Lukas 7</title>
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		<updated>2017-11-01T11:20:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: -v 43&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Es fragte (bat) ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse, und nachdem er ins Haus des Pharisäers hineingegangen war, legte er sich [zum Essen] nieder. 	&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und siehe: [da war] eine Frau, die in der Stadt war (lebte), eine Sünderin, und als sie erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers [zu Tisch] lag, brachte sie ein Gefäß mit Salböl herbei &lt;br /&gt;
{{S|38}} und als sie sich hinter seine Füße gestellt hatte, begann sie weinend, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Kopfes wischte sie [sie] ab (trocknete sie sie) und küsste seine Füße [immer wieder&amp;lt;ref&amp;gt;iterativer Aspekt vom Ipf. - vgl. V. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;] und salbte [sie] mit Myrrhe.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Als aber der Pharisäer das sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er zu sich selbst (dachte er sich): „Wenn &#039;&#039;dieser&#039;&#039; ein Prophet wäre, wüsste er, wer und was für eine Frau [es ist], die ihn berührt: sie ist eine Sünderin.“	&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und Jesus antwortete ihm: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Der aber sagte: „Lehrer, sprich!“&lt;br /&gt;
{{S|41}} „Zwei Schuldner [hatten Schulden bei] einem (irgendeinem) Geldverleiher. Der eine schuldete 500 Denare, der andere 50. &lt;br /&gt;
{{S|42}} Weil sie [ihre Schulden] nicht zurück zahlen konnten, erließ er beiden [die Schulden]. Wer nun von ihnen wird ihn mehr lieben?“&lt;br /&gt;
{{S|43}} Simon antwortete: „Ich vermute: derjenige, dem mehr erlassen wurde.“ Der (Jesus) aber antwortete ihm: „Recht (richtig) hast du geurteilt.“&lt;br /&gt;
{{S|44}} Und als er sich der Frau zugewandt hatte, sagte er Simon: „Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus gekommen bin, hast du mir kein Wasser (über die Füße) gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und sie mit ihren Haaren abgewischt. &lt;br /&gt;
{{S|45}} Einen Kuss hast du mir nicht gegeben, sie aber, seit ich hereingekommen bin, hat nicht aufgehört, meine Füße zu küssen.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Mit Salböl hast du meinen Kopf nicht gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Myrrhe gesalbt. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Deshalb, sage ich dir, sind ihre vielen Sünden erlassen , weil sie viel geliebt hat. Dem aber wird wenig erlassen, der wenig liebt.“&lt;br /&gt;
{{S|48}} Er sprach aber zu ihr: „Deine Sünden sind dir erlassen.“&lt;br /&gt;
{{S|49}} Und die zu Tisch Liegenden begannen, zu einander zu sagen: „Wer ist dieser, der Sünden erlässt?“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Er sprach aber zu der Frau: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe in Frieden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Zur Übersetzung von e;cw mit Infinitiv (V.42) vgl. Bauer/Aland, Sp. 673.&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_7&amp;diff=25830</id>
		<title>Lukas 7</title>
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		<updated>2017-11-01T10:58:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
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{{S|1}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Es fragte (bat) ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse, und nachdem er ins Haus des Pharisäers hineingegangen war, legte er sich [zum Essen] nieder. 	&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und siehe: [da war] eine Frau, die in der Stadt war (lebte), eine Sünderin, und als sie erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers [zu Tisch] lag, brachte sie ein Gefäß mit Salböl herbei &lt;br /&gt;
{{S|38}} und als sie sich hinter seine Füße gestellt hatte, begann sie weinend, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Kopfes wischte sie [sie] ab (trocknete sie sie) und küsste seine Füße [immer wieder&amp;lt;ref&amp;gt;iterativer Aspekt vom Ipf. - vgl. V. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;] und salbte [sie] mit Myrrhe.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Als aber der Pharisäer das sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er zu sich selbst, indem er sagte: „Wenn dieser ein Prophet wäre, wüsste er, wer und was für eine Frau [es ist], die ihn berührt, dass sie sündig ist.“	&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und Jesus antwortete, indem er ihm sagte: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Der aber [sagte]: „Lehrer,“ sagte er, „sprich!“&lt;br /&gt;
{{S|41}} „Zwei Schuldnern war irgendein Geldverleiher. Der eine schuldete 500 Dinare, der andere 50. &lt;br /&gt;
{{S|42}} Weil sie nicht zurückzuzahlen imstande waren , erließ er beiden (die Schuld). Wer nun von ihnen wird ihn mehr lieben?“&lt;br /&gt;
{{S|43}} Simon antwortete, indem er sprach: „Ich vermute: derjenige, dem mehr erlassen wurde.“ Der aber antwortete ihm: „Recht hast du geurteilt.“&lt;br /&gt;
{{S|44}} Und als er sich der Frau zugewandt hatte, sagte er Simon: „Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus gekommen bin, hast du mir kein Wasser (über die Füße) gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und sie mit ihren Haaren abgewischt. &lt;br /&gt;
{{S|45}} Einen Kuss hast du mir nicht gegeben, sie aber, seit ich hereingekommen bin, hat nicht aufgehört, meine Füße zu küssen.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Mit Salböl hast du meinen Kopf nicht gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Myrre gesalbt. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Deshalb, sage ich dir, sind ihre vielen Sünden erlassen , weil sie viel geliebt hat. Dem aber wird wenig erlassen, der wenig liebt.“&lt;br /&gt;
{{S|48}} Er sprach aber zu ihr: „Deine Sünden sind dir erlassen.“&lt;br /&gt;
{{S|49}} Und die zu Tisch Liegenden begannen, zu einander zu sagen: „Wer ist dieser, der Sünden erlässt?“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Er sprach aber zu der Frau: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe in Frieden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Zur Übersetzung von e;cw mit Infinitiv (V.42) vgl. Bauer/Aland, Sp. 673.&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Lukas_7&amp;diff=25829</id>
		<title>Diskussion:Lukas 7</title>
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		<updated>2017-11-01T10:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = V.36-50 Nina Cie&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = V. 36-38 Benjamin&lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = &lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_7&amp;diff=25828</id>
		<title>Lukas 7</title>
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		<updated>2017-11-01T10:55:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: v. 36-38 verbessert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
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{{L|39}}&lt;br /&gt;
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{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
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{{L|46}}&lt;br /&gt;
{{L|47}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
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{{S|19}} &lt;br /&gt;
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{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|25}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Es fragte (bat) ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse, und nachdem er ins Haus des Pharisäers hineingegangen war, legte er sich [zum Essen] nieder. 	&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und siehe: [da war] eine Frau, die in der Stadt war (lebte), eine Sünderin, und als sie erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers [zu Tisch] lag, brachte sie ein Gefäß mit Salböl herbei &lt;br /&gt;
{{S|38}} und als sie sich hinter seine Füße gestellt hatte, begann sie weinend, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Kopfes wischte sie [sie] ab (trocknete sie sie) und küsste seine Füße [immer wieder] und salbte [sie] mit Myrrhe.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Als aber der Pharisäer das sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er zu sich selbst, indem er sagte: „Wenn dieser ein Prophet wäre, wüsste er, wer und was für eine Frau [es ist], die ihn berührt, dass sie sündig ist.“	&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und Jesus antwortete, indem er ihm sagte: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Der aber [sagte]: „Lehrer,“ sagte er, „sprich!“&lt;br /&gt;
{{S|41}} „Zwei Schuldnern war irgendein Geldverleiher. Der eine schuldete 500 Dinare, der andere 50. &lt;br /&gt;
{{S|42}} Weil sie nicht zurückzuzahlen imstande waren , erließ er beiden (die Schuld). Wer nun von ihnen wird ihn mehr lieben?“&lt;br /&gt;
{{S|43}} Simon antwortete, indem er sprach: „Ich vermute: derjenige, dem mehr erlassen wurde.“ Der aber antwortete ihm: „Recht hast du geurteilt.“&lt;br /&gt;
{{S|44}} Und als er sich der Frau zugewandt hatte, sagte er Simon: „Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus gekommen bin, hast du mir kein Wasser (über die Füße) gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und sie mit ihren Haaren abgewischt. &lt;br /&gt;
{{S|45}} Einen Kuss hast du mir nicht gegeben, sie aber, seit ich hereingekommen bin, hat nicht aufgehört, meine Füße zu küssen.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Mit Salböl hast du meinen Kopf nicht gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Myrre gesalbt. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Deshalb, sage ich dir, sind ihre vielen Sünden erlassen , weil sie viel geliebt hat. Dem aber wird wenig erlassen, der wenig liebt.“&lt;br /&gt;
{{S|48}} Er sprach aber zu ihr: „Deine Sünden sind dir erlassen.“&lt;br /&gt;
{{S|49}} Und die zu Tisch Liegenden begannen, zu einander zu sagen: „Wer ist dieser, der Sünden erlässt?“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Er sprach aber zu der Frau: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe in Frieden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Zur Übersetzung von e;cw mit Infinitiv (V.42) vgl. Bauer/Aland, Sp. 673.&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_5&amp;diff=25770</id>
		<title>Apostelgeschichte 5</title>
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		<updated>2017-09-13T13:52:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: v. 1-5&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Da war ein Mann namens Hananias und seine Frau Saphira. Er verkaufte ein Grundstück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} und behielt etwas von dem Erlös  für sich und seine Frau wusste davon. Dann nahm er den [übrigen] Teil und gab ihn den Aposteln &amp;lt;ref&amp;gt;w. legte ihn den Aposteln zu Füßen&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Da sagte Petrus: &amp;quot;Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, den Heiligen Geist zu belügen und einen Teil von dem Erlös des Feldes für dich zu behalten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Ist es nicht so, dass es dir gehören würde, wenn du es nicht verkauft hättest? Und [selbst] als du es verkauft hattest, stand [das Geld] nicht dir zur Verfügung? Wieso hast du dir diese Sache {in deinem Herzen} vorgenommen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Als Hananias das hörte, fiel er um und starb. Alle, die davon hörten, hatten große Angst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Durch aber die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter (in) dem Volk. Und einmütig waren alle [zusammen (versammelt)] in der Säulenhalle (Stoa) Salomos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Von den übrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschließen, aber das Volk pries sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Darüber hinaus (Mehr noch) aber(: es) wurden Gläubige dem Herrn hinzugefügt&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativ: „Es wurden immer (noch) mehr Gläubige dem Herrn hinzugefügt“. Cf. C. K. Barrett, Acts 1-14, 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine Menge von Männern und Frauen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} so dass sie auch auf (in) die Plätze (Straßen) die Kranken hinaustrugen und sie auf Betten und Bahren (Pritschen) legten, damit, wenn Petrus kommt, wenigstens (und wenn auch [nur]) der Schatten einen von ihnen beschatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Es kam aber auch die Menge der umliegenden Städte Jerusalems (der um Jerusalem liegenden Städte) und brachte Kranke und von unreinen Geistern Bedrängte, welche alle geheilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|40}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_6&amp;diff=25615</id>
		<title>Johannes 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_6&amp;diff=25615"/>
		<updated>2017-07-01T17:14:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
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{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
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{{L|53}}&lt;br /&gt;
{{L|54}}&lt;br /&gt;
{{L|55}}&lt;br /&gt;
{{L|56}}&lt;br /&gt;
{{L|57}}&lt;br /&gt;
{{L|58}}&lt;br /&gt;
{{L|59}}&lt;br /&gt;
{{L|60}}&lt;br /&gt;
{{L|61}}&lt;br /&gt;
{{L|62}}&lt;br /&gt;
{{L|63}}&lt;br /&gt;
{{L|64}}&lt;br /&gt;
{{L|65}}&lt;br /&gt;
{{L|66}}&lt;br /&gt;
{{L|67}}&lt;br /&gt;
{{L|68}}&lt;br /&gt;
{{L|69}}&lt;br /&gt;
{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Danach ging (fuhr?) Jesus weg über das Galiläische Meer, [den See] Tiberias.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Es folgte ihm nun aber eine große Volksmenge (Menschenmasse, Menge), weil sie die Zeichen gesehen hatten, die er an den Kranken&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; getan hatte.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Es ging aber auf den Berg (stieg hinauf) Jesus, und dort setzte er sich (verweilte, hielt sich auf) mit seinen Jüngern (Schülern).&lt;br /&gt;
{{S|4}} Es war aber nahe das Pascha, das Fest der Juden.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Wie nun Jesus die Augen aufhebt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist&amp;lt;/ref&amp;gt; und sieht&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass eine große Menge (Volksmenge, Menschenmasse) zu ihm gekommen war, sagt er zu Philippus: Woher werden wir Brote einkaufen, damit diese essen?&lt;br /&gt;
{{S|6}} Dies aber sagte er, um ihn auf die Probe zu stellen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;; er nämlich wusste, was er tun wollte (vorhatte, im Begriff war zu tun).&lt;br /&gt;
{{S|7}} Ihm antwortete Philippus: Brote im Wert von&amp;lt;ref&amp;gt;Genitivus pretii&amp;lt;/ref&amp;gt; 200 Denaren genügen nicht für sie, damit jeder ein wenig bekommt.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Sagt zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder von Simon Petrus:&lt;br /&gt;
{{S|9}} Es ist hier ein Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische, aber das&amp;lt;ref&amp;gt;Neutr. Pl.&amp;lt;/ref&amp;gt; - was ist das für so viele?&lt;br /&gt;
{{S|10}} Sprach Jesus: veranlasst (schafft), dass diese Menschen sich lagern (zu Tisch legen). Es war aber viel Gras an dem Ort. Es lagerten (legten sich zu Tisch) nun die Männer, deren Anzahl [war] etwa 5.000.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Es nahm nun die Brote Jesus und, nachdem er Dank gesagt (gebetet) hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aor., temporal aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt;, teilte er an die Tischgäste aus, ebenso (in gleicher Weise) auch von den Fischen, so viele wollten.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Als sie nun aber satt waren, sagt er seinen Jüngern: sammelt die restlichen &amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: übrig seiend, Partizip Aorist&amp;lt;/ref&amp;gt; Brocken, damit nichts&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: nicht etwas&amp;lt;/ref&amp;gt; umkommt.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Sie sammelten also und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die die Essenden&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Perf.&amp;lt;/ref&amp;gt; übrig gelassen hatten.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Da die Menschen das Zeichen sahen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aor.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das er getan hatte, sagten sie:&amp;lt;ref&amp;gt;oti zitativum&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser ist wirklich (wahrhaftig) der Prophet, der in die Welt kommen soll.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Da Jesus erkannte&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aor.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass sie vorhatten (wollten, im Begriff waren) zu kommen und ihn zu entführen (rauben), um ihn zum König zu machen, zog er sich wiederum auf den Berg zurück (kehrte ... zurück), er allein.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Als es nun Abend wurde, stiegen seine Jünger zum Meer hinab&lt;br /&gt;
{{S|17}} und bestiegen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aor.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Boot (Kahn)&amp;lt;ref&amp;gt;ein kleineres Fahrzeug, im klass. Griechentum mit Segel, hier offenbar ein Ruderboot, vgl. V. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; und fuhren über das Meer nach Kapernaum. Und die Dunkelheit war schon hereingebrochen&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: geworden&amp;lt;/ref&amp;gt; und noch nicht war zu ihnen gekommen Jesus,&lt;br /&gt;
{{S|18}} und das Meer wurde von einem stark (heftig) wehenden&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Präs.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wind erregt.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Nachdem sie&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Perf., temporal aufgel.&amp;lt;/ref&amp;gt; also 25 oder 30 Stadien&amp;lt;ref&amp;gt;Längenmaß = 192m, also 4,8 - 5,8 km&amp;lt;/ref&amp;gt; gerudert waren, sehen sie Jesus, wie er auf dem Meer geht&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; und nahe ans Schiff kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;, und sie fürchteten sich. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Er aber spricht zu ihnen: Ich bin[&#039;s]. Fürchtet euch nicht!&lt;br /&gt;
{{S|21}} Da wollten sie ihn ins Boot nehmen, und sofort (sogleich) war das Boot an Land, wohin sie aufgebrochen waren.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Am nächsten Tag merkte (realisierte, erkannte, sah)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Griechischen Plural.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Menge, die [(noch)] auf der anderen Seite des Sees geblieben war (stand)&amp;lt;ref&amp;gt;Wie Vers 17 spricht Vers 22 von der anderen Seite des Sees (πέραν τῆς θαλάσσης). Die folgenden Verse verdeutlichen, daß zwischen den Versen der Bezugspunkt gewechselt wurde und in Vers 22 von der Stelle die Rede ist, wo das Brotwunder stattfand. &amp;lt;/ref&amp;gt;, daß dort kein anderes Boot [gewesen] war&amp;lt;ref&amp;gt;Im griechischen Text steht das Imperfekt ἦν, das nach Verben der Wahrnehmung und Glaubens auch für ein Plusquamperfekt stehen kann. Cf. James Hope Moulton, Wilbert Francis Howard, Nigel Turner, A Grammar of New Testament Greek: Volume 3: Syntax, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt;, außer einem, und daß Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Boot eingestiegen war, sondern daß die Jünger alleine weggefahren waren.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie das Brot aßen (gegessen hatten), nachdem der Herr das Dankgebet gesprochen (dankgesagt, gedankt) hatte.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Als die Menge also sah, daß Jesus nicht dort ist und auch seine Jünger nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kafarnaum und suchten Jesus (um Jesus zu suchen).&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und wie sie ihn auf der anderen Seite des Sees fanden, sagten sie ihm: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?&lt;br /&gt;
{{S|26}} {Der} Jesus antwortet ihnen und sagte: Amen, Amen (Wahrlich, wahrlich), ich sage Euch, Ihr sucht mich nicht, weil Ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil Ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Arbeitet (Bemüht Euch) nicht für (um) die Nahrung, die vergeht, aber für (um) die Nahrung, die bis in das ewige Leben vorhält (ausreicht, bleibt) und die der Sohn des Menschen (der Menschensohn) Euch geben wird. Diesen nämlich hat der Vater, Gott bestätigt (besiegelt).&lt;br /&gt;
{{S|28}} Sie sagten also zu ihm: Was sollen wir tun, damit wir für (uns um) die Werke Gottes arbeiten (bemühen, die Werke Gottes tun)?&lt;br /&gt;
{{S|29}} {Der} Jesus antwortete und sagte ihnen: Dieses ist das Werk Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;Werk Gottes: Es fällt auf, dass hier die &amp;quot;Werke Gottes&amp;quot; (V. 27) im Singular aufgegriffen werden: das ist die eine Sache, die ihr tun sollt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, daß Ihr an den glaubt, den er (jener) gesandt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Sie sprachen daher (da) zu ihm: Welches Zeichen also wirkst (verrichtest, tust) du, damit wir [es] sehen und dir glauben? Was bewirkst (tust, machst, arbeitest, &#039;treibst&#039;) du?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben steht:&lt;br /&gt;
Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.{{par|Psalm|78|24}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Da sprach Jesus zu ihnen: Amen, amen (wahrhaftig!), ich sage euch, nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das echte (wirkliche, wahrhaftige) Brot vom Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|33}} Denn das Brot Gottes ist das, das vom Himmel kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, relativisch aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; und das der Welt das Leben gibt &amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, relativisch aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Da sprachen sie zu ihm: Herr, immer (stets, jederzeit) gib uns dieses Brot!&lt;br /&gt;
{{S|35}} Jesus antwortete (sprach zu) ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird gewiss nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird gewiss niemals dürsten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Aber ich habe Euch gesagt: (daß) Und Ihr habt mich gesehen und doch glaubt Ihr nicht.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, [den] werde ich sicher nicht wegschicken (herauswerfen).&lt;br /&gt;
{{S|38}} Denn ich bin vom Himmel heruntergestiegen (heruntergekommen), nicht damit ich meinen Willen verwirkliche (tue), sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Dieses aber ist der Wille, dessen, der mich gesandt hat, daß ich nichts von allem, was er mir gegeben hat, verliere (vernichte), sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag.&lt;br /&gt;
{{S|40}}  Dieses nämlich ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe – und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.&lt;br /&gt;
{{S|41}} [Es] murrten also die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom (aus dem) Himmel heruntergestiegen (heruntergekommen) ist,&lt;br /&gt;
{{S|42}} und sie sagten: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt er nun: {daß} Vom (aus dem) Himmel bin ich heruntergestiegen (herabgestiegen)?&lt;br /&gt;
{{S|43}} Jesus antwortete und sagte ihnen: Murrt nicht untereinander (miteinander).&lt;br /&gt;
{{S|44}} Keiner kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn heranzieht (zieht) – und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.&lt;br /&gt;
{{S|45}} Es steht (ist) geschrieben in den Propheten: Und alle werden von Gott belehrt (Gottes Gelehrte) sein: Jeder der vom Vater gehört und gelernt hat (hört und lernt), kommt zu mir.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Nicht, daß einer den Vater gesehen hat, außer dem, der von Gott ist – dieser hat den Vater gesehen.&lt;br /&gt;
{{S|47}} Amen, Amen (Wahrlich, wahrlich), ich sage Euch, wer glaubt, hat ewiges Leben.&lt;br /&gt;
{{S|48}} Ich bin das Brot des Lebens.&lt;br /&gt;
{{S|49}} Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.&lt;br /&gt;
{{S|50}} Dieses ist das Brot, das vom (aus dem) Himmel herabkommt, damit man (einer) von ihm ißt und nicht stirbt.&lt;br /&gt;
{{S|51}} Ich bin das Brot, das lebendige, das vom (aus dem) Himmel herabgekommen ist: Wenn einer von diesem Brot ißt, wird er in {die} Ewigkeit leben – und das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.&lt;br /&gt;
{{S|52}} [Es] stritten also die Juden untereinander und sagten: Wie kann dieser uns das Fleisch zu essen geben?&lt;br /&gt;
{{S|53}} {Der} Jesus sagte also zu ihnen: Amen, Amen (Wahrlich, wahrlich), ich sage Euch, wenn Ihr nicht das Fleisch des Menschensohns (des Sohns des Menschen) eßt und sein Blut drinkt, habt Ihr kein Leben in Euch.&lt;br /&gt;
{{S|54}} Wer mein Fleisch verzehrt (ißt) und mein Blut drinkt, hat ewige Leben und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken (aufwecken).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|55}} Denn mein Fleisch ist wahre Speise (wahrhaftiges Speisen) und mein Blut ist wahrer Trank (wahrhaftiges Trinken).&lt;br /&gt;
{{S|56}} Wer mein Fleisch isst (kaut)&amp;lt;ref&amp;gt;Part. präs.&amp;lt;/ref&amp;gt; und mein Blut trinkt&amp;lt;ref&amp;gt;Part. präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt in mir und ich in ihm.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Wie mich der lebendige Vater geschickt hat und ich durch den Vater lebe, wird auch jener, der mich isst (kaut) und trinkt, leben durch mich.&lt;br /&gt;
{{S|58}} Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkam. Und nicht wie die Väter (Vorfahren, Vorväter) - sie aßen und starben (mussten sterben). Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|59}} Dies sagte er in einer Synagoge, lehrend, in Kafarnaum.&lt;br /&gt;
{{S|60}} Viele von seinen Jüngern (Schülern), sagten, als sie es gehört hatten: Hart ist dieses Wort, wer kann es (ihn) anhören?&lt;br /&gt;
{{S|61}} Jesus, der wusste&amp;lt;ref&amp;gt;Part. präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass seine Jünger (Schüler) darüber murrten (tuschelten), sagte zu ihnen: Das regt euch auf?&lt;br /&gt;
{{S|62}} [Was wäre], wenn ihr nun den Menschensohn sehen würdet, der hinaufsteigt, wo er vorher war?&lt;br /&gt;
{{S|63}} Der Geist (Wind, Atem) ist es, der lebendig macht. Das Fleisch [allein] nützt gar nichts. Die Worte (Rede, Lehre), die ich zu euch gesprochen habe, sind&amp;lt;ref&amp;gt;Griech. Singular mit Rückbezug auf „Worte“ neutr. plur.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geist und sind Leben.&lt;br /&gt;
{{S|64}} Doch es gibt einige von euch, die nicht glauben (vertrauen). Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche die sind, die nicht glaubten&amp;lt;ref&amp;gt;Part. präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;, und welcher der ist, der ihn verriet&amp;lt;ref&amp;gt;Part. präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|65}} Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, dass keiner zu mir kommen kann, wenn es ihm nicht gegeben wäre vom Vater.&lt;br /&gt;
{{S|66}} Aus diesem Grund (Von da an) zogen sich viele seiner Jünger zurück und folgten ihm (begleiteten ihn) nicht mehr (zogen nicht mehr mit ihm umher).&lt;br /&gt;
{{S|67}} Jesus sagte also zu den Zwölf: „Wollt (vielleicht, etwa) auch ihr weggehen?“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens,&lt;br /&gt;
{{S|69}} und wir glauben (haben geglaubt) und wissen (haben erkannt), daß Du der Heilige Gottes bist.“&lt;br /&gt;
{{S|70}} Jesus antwortete ihnen: „Habe nicht ich Euch, die Zwölf, erwählt (ausgewählt)? Und [doch] ist einer von Euch ist ein Teufel (Satan, Verleumdner).“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Er meinte aber den Judas [, den Sohn] des Simon Iskariot. Dieser war nämlich im Begriff, ihn auszuliefern (zu veraten), einer von den Zwölf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_12&amp;diff=25588</id>
		<title>Matthäus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_12&amp;diff=25588"/>
		<updated>2017-05-31T07:23:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
{{L|46}}&lt;br /&gt;
{{L|47}}&lt;br /&gt;
{{L|48}}&lt;br /&gt;
{{L|49}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} In jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Saaten (Kornfelder); {aber} seine Jünger hatten Hunger und fingen an (begannen) Ähren auszuraufen (abzureißen) und zu essen.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Als aber die Pharisäer [dies, es] sahen, sagten sie [zu] ihm: Siehe, deine Jünger tun etwas, das an einem Sabbat verboten (nicht erlaubt) ist. &lt;br /&gt;
{{S|3}} Aber er sagte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat (machte), als er Hunger hatte und sie mit ihm (seine Begleiter),&lt;br /&gt;
{{S|4}} wie (auf welche Weise) er in das Haus Gottes ging und aß die Brote der Aufstellung (die Schaubrote), was er und sie mit ihm nicht durften, vielmehr (sondern) nur die Priester? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Weder (oder) habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich Plural&amp;lt;/ref&amp;gt; die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, noch (und doch, trotzdem) sind sie unschuldig?&lt;br /&gt;
{{S|6}} Ich aber sage euch, dass (:) hier ist etwas (einer) Größeres als der Tempel. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr verstanden&amp;lt;ref&amp;gt;Plusquamperfekt, also mit Resultat in der Vergangenheit&amp;lt;/ref&amp;gt; (erkannt) hättet, was das bedeutet&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: was das ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Barmherzigkeit (Erbarmen, Mitleid) will ich (begehre ich, will ich haben) und keine Opfer (Schlachtopfer), hättet ihr keine (nicht diese) Unschuldigen (Schuldlosen) verurteilt. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Denn der Herr über den Sabbat ist der Sohn des Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und als er wegging&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist, also Gleichzeitigkeit zum Verb&amp;lt;/ref&amp;gt; von dort, ging er in ihre (die dortigen) Synagogen;&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und siehe [dort war] ein Mensch (eine Person), der eine gelähmte (vertrocknete, dürre) Hand hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip, final aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; (der eine gelähmte Hand hatte). Und man fragte ihn (er wurde gefragt) {sagend}: Ist es erlaubt am Sabbat zu heilen? Um ihn anklagen zu können.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Aber (und doch) er sagte ihnen: Wer von euch wird {ein Mensch} sein, der ein Schaf haben wird, das wenn (falls) es auch an diesem Sabbat in eine Grube hineinfällt, nicht es ergreifen (erfassen) wird und es herausziehen wird? &lt;br /&gt;
{{S|12}} Wie viel demnach (also) unterscheidet sich der Mensch vom Schaf (Wie viel mehr wert ist der Mensch als ein Schaf). Es ist also erlaubt, das man am Sabbat Gutes tut (bewirkt, macht). &lt;br /&gt;
{{S|13}} Dann (danach, darauf) sagte er dem Menschen: Strecke deine Hand aus. und er streckte sie aus. Und sie wurde geheilt (wiederhergestellt, in den richtigen Zustand versetzt), gesund (unversehrt) wie die andere. &lt;br /&gt;
{{S|14}} Die Pharisäer aber gingen heraus&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist, Gleichzeitig. Vlt. auch: &amp;quot;Als die Pharisäer aber herausgingen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; ergriffen (fassten) sie den Entschluss gegen ihn (hielten sie eine Beratung (Versammlung) gegen ihn), wie sie ihn umbringen (töten) konnten&amp;lt;ref&amp;gt; Oder als Nebensatz mit Infinitiv &amp;quot;ihn zu töten&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Als aber Jesus [es, das] erkannte (erfuhr), ging er weg (entfernte er sich) von dort. Und es folgten (begleiteten, nachfolgen) ihm Viele&amp;lt;ref&amp;gt;Andere Handschriften ergänzen  οχλοι, eine große Volksmenge&amp;lt;/ref&amp;gt; und er heilte sie alle.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und er befahl ihnen streng (gebot, tadelte), ihn nicht  bekannt (offenbar) zu machen&amp;lt;ref&amp;gt;eventl. auch als Nebensatz mit &amp;quot;dass&amp;quot; übersetzen&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Damit erfüllt (vollendet, abgeschlossen) würde, was gesagt wurde durch Jesaja, den propheten, der da spricht&amp;lt;ref&amp;gt;Jes 42,1-4&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|18}} Siehe (da ist, hier ist) mein Kind (Knecht, Diener), den ich erwählt habe, mein Geliebter&amp;lt;ref&amp;gt;Nach LXX eventl. auch mein Erwählter&amp;lt;/ref&amp;gt;, an ihm hat meine Seele (Herz) Wohlgefallen (Freude, sie ist zufrieden mit ihm); ich werde meinen Geist ihm zuweisen und er wird den Völkern Recht (Gerechtigkeit) verkünden.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Er wird weder zanken (Streiten) noch brüllen (lärmen, schreien) noch wird jemand hören seine Stimme auf den breiten Wegen (Straßen).&lt;br /&gt;
{{S|20}}  Das Schilfrohr, das geknickt (zerstoßen, zerschlagen) wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Perfekt Passiv, also Vorzeitigkeit&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nicht (zer-, ge-)brochen werden und der glimmende Lampendocht wird nicht ausgelöscht werden, bis er führt zum Zieg das Recht (die Gerechtigkeit).&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und auf seinen Namen hoffen die Völker.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Darauf (dann) brachte man ihm (wurde ihm gebracht, hinzugebracht) ein Besessener gebracht, der blind und stumm war und er heilte ihn, damit (so dass) der Stumme reden und sehen konnte. &lt;br /&gt;
{{S|23}} Und alle der Volksmenge gerieten außer sich (vor Erstaunen) und sagten: Ist dies etwa (am Ende doch) der Sohn Davids?&lt;br /&gt;
{{S|24}} Als aber die Pharisäer [das] hörten&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist, hier temporal aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagten sie: Dieser treibt die Dämone nicht aus, außer durch Beelzebul den Herrscher (Herrn, Machthaber) der Dämonen. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Als er aber ihre Überlegungen durchschaute (erkannte, bemerkte)&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aortist, hier temporal aufgelöst. Mit Vers 24 vlt. auch kausal?&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte er ihnen: Jedes Königreich, dass gegen sich selbst uneins ist (mit sich selbst entzweit ist)&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist, hier final aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zerstört worden, und jede Stadt oder Familie, die gegen sich selbst uneins ist (mit sich selbst entzweit ist)&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist, hier final aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; wird keinen Bestand haben (wird nicht bestehen bleiben). &lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (selbst) wenn der Satan den Satan austreibt, entzweit er sich selbst (er teilt gegen sich selbst), wie wird es nun möglich sein, dass seine Herrschaft Bestand haben wird (bestehen bleiben wird)?&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und wenn ich durch Beelzebul den Dämon austreibe, durch wen (mit wessen Hilfe) triben eure Söhne (Schüler) aus? Darum (deshalb) werden sie selbst eure Richter sein. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Wenn ich aber durch den Geist Gottes den Dämon austreibe, ist folglich (also) zu euch gekommen (hat euch erreicht) die Königsherrschaft Gottes. &lt;br /&gt;
{{S|29}} Oder wie geht jemand in das Haus des Mächtigen (Starken) und raubt sein Habe (Gerät, Gefäß), wenn er nicht erst den Starken gefangen setzt (bindet)? Und dann wird sein Haus ausgeraubt (geplündert).&lt;br /&gt;
{{S|30}} Der, der nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt (vereint, zusammenkommt), der zerstreut. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Darum sage ich euch, alle Sünde und Verleumdung (Schmähung, Lästerung) wird er den Menschen vergeben (verzeihen) [können], außer aber des Geistes Lästerung wird er nicht vergeben. &lt;br /&gt;
{{S|32}} Und wer (auch immer) sagen (sprechen) wird ein Wort gegen den Menschensohn, ihm wird er vergeben [können]; Wer aber gegen den heiligen Geist sagen (sprechen) wird, ihm wird er nicht vergeben [können], weder in diesem Zeitalter, noch im Kommenden (Zukünftigen).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Entweder ist der Baum gut und seine Früchte auch&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtl: Entweder nimm an der gute Baum und seine guten Früchte&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der Baum ist faul (schlecht) und seine Früchte auch&amp;lt;ref&amp;gt;s.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;; denn aus der (an seiner) Frucht erkennt man den Baum.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Schlangenbrut (Sprösslinge der Schlange), wie könnt ihr gut (gerecht, gütig) sprechen wo ihr doch böse seid&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;? Denn aus dem Überfluss (Fülle) des Herzen spricht die Zunge (der Mund). &lt;br /&gt;
{{S|35}} Der gute Mensch holt aus dem guten Schatz Gutes hervor und der schlechte Mensch holt aus dem schlechten Schatz Schlechtes hervor. &lt;br /&gt;
{{S|36}} Ich aber sage euch, dass (:) über jedes unnütze (nutzlose) Wort das sprechen werden die Menschen werden sie Rechenschaft ablegen müssen am (im) Tag des Gerichts;&lt;br /&gt;
{{S|37}} Denn aufgrund (gemäß) deiner Worte wirst du gerechtfertigt werden (für gerecht erklärt werden) und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Dann antworteten (ergriffen das Wort) ihm einige der Schriftgelehrten und Pharisäer, indem sie sprachen&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Wohl am besten einfach &amp;quot;antworteten&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;: Lehrer (Rabbi), wir wollen (wünschen, begehren) von dir ein Zeichen sehen!&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da {aber} antwortete er&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes Ptz. Aor.&amp;lt;/ref&amp;gt; {und sagte} ihnen: Eine schlechte und treulose (ehebrecherische) Generation verlangt (fordert, sucht) ein Zeichen, doch (und) kein Zeichen wird ihr gegeben werden außer dem Zeichen Jonas des Propheten.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Denn wie Jona im Bauch (Inneren, Leib) des Seeungeheuers (großen Fisches) war drei Tage und drei Nächte,{{par|Jona|2|1}} so wird der Sohn des Menschen (Menschensohn) sein im Inneren&amp;lt;ref&amp;gt;wörtlich: im Herzen&amp;lt;/ref&amp;gt; der Erde drei Tage und drei Nächte.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Männer (Leute), Bewohner von Ninive („Niniveer“), werden auferstehen im Gericht gemeinsam mit dieser Generation und über sie urteilen (sie verurteilen), denn sie kehrten um zur Verkündigung (Ankündigung, Zeugnis) Jonas.{{par|Jona|3|5}} Und siehe: Mehr als Jona [ist] hier.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Die Königin des Südlandes (eine Königin aus dem Süden) wird auferweckt (auftreten) werden im Gericht gemeinsam mit dieser Generation und wird über sie urteilen (sie verurteilen), denn sie kam aus den Randregionen (den Enden) der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören.{{par|1_Könige|10|1|13}}{{par|2_Chronik|9|1|12}} Und siehe: Mehr als Salomo [ist] hier.&lt;br /&gt;
{{S|43}} Wenn (wann, dann) aber der unreine Geist den Menschen verlassen hat (von dem Menschen ausgefahren ist) durchzieht (irrt) er durch dürre (wasserlase) Orte (Plätze, Stellen) und sucht nach Ruhe (Erquickung, einem Ruheplatz) und (aber) findet keinen.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Dann sagt er: In mein Haus werde ich zurückkehren (umkehren), von wo (woher) ich fortgegangen bin; und wenn er kommt wird er es finden leer&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt;, gepflegt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; (gefegt) und geschmückt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; (in Ordnung). &lt;br /&gt;
{{S|45}} Dann geht er und nimmt mit sich selbst sieben andere Geister, schlimmer als er selbst, und sie treten ein und wohnen dort; und der spätere Zustand (das Ende) jenes (dieses) Menschen wird schlechter (schlimmer) sein als der frühere Zustand (Anfang). So wird es auch dieser bösen Generation (Geschlecht) zuteil werden (ergehen).&lt;br /&gt;
{{S|46}} Als er noch sprach zur Volksmenge siehe, seine Mutter und seine Brüder standen (befanden) sich draußen und wollten ihn sprechen.&lt;br /&gt;
{{S|47}} [Einer sagte aber: Siehe deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sprechen.]&lt;br /&gt;
{{S|48}} Er aber antwortet&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip&amp;lt;/ref&amp;gt; und sprach zu dem, der [dies] sagte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Und er streckte seine Hand auf seine Jünger (aus) [und] sagte: Siehe (hier sind) meine Mutter und meine Brüder.&lt;br /&gt;
{{S|50}} Denn wer auch immer tut den Willen meines Vater (der ist) in den Himmeln, er (dieser)&amp;lt;ref&amp;gt;steht betont&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Bruder und Schwester und Mutter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_7,53-8,11&amp;diff=25587</id>
		<title>Johannes 7,53-8,11</title>
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		<updated>2017-05-31T06:26:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: update status&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vorbemerkung===&lt;br /&gt;
Die Perikope von der Ehebrecherin (Joh 7,53-8,11) ist als Teil von Johannes textkritisch sehr schlecht bezeugt. Manche Handschriften schieben sie an eine andere Stelle im Buch, andere ans Ende des Lukasevangeliums. Zudem enthält sie Formulierungen, die eher in eines der synoptischen Evangelien passen würden, und unterbricht im Johannesevangelium die Rahmenhandlung vom Laubhüttenfest. Heutige griechische Editionen des Neuen Testaments enthalten sie nur, weil die Geschichte sehr früh entstanden sowie theologisch orthodox ist und durchaus historisch klingt, und eine lange Tradition in der Kirche hat. (Ähnliches gilt für den Schluss des Markusevangeliums, Mk 16,9-16). Hier wird sie (unter Vorbehalt weiterer Diskussionen) separat wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie gingen jeder in sein Dorf, &lt;br /&gt;
{{S|1}} Jesus aber ging auf den Ölberg&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Berg der Ölbäume“. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Bei Tagesanbruch (Früh morgens) {und (aber)} begab er sich wieder in den Tempel und das ganze Volk kam zu ihm, und er setzte sich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er setzte sich und&#039;&#039; Ptc. coni., temporal/modal mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch möglich: „nachdem er sich gesetzt hatte“, „indem er sich setzte“ etc. &amp;lt;/ref&amp;gt; und begann sie zu lehren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann sie zu lehren&#039;&#039; Inchoatives Imperfekt, aber das ist eine unsichere Deutung (KG §372). Es könnte auch durativ zu verstehen sein („lehrte über einen längeren Zeitraum“). &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|3}} {und (aber)} Die Schriftgelehrten (Gesetzeskundigen) und die Pharisäer brachten&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; eine Frau, [die] beim Ehebruch ertappt (erwischt) worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ertappt (erwischt) worden war&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes adverbiales Ptz. Pf. Pass. &amp;lt;/ref&amp;gt; und sie stellten sie in die Mitte [der Stelle]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Mitte [der Stelle]&#039;&#039; Es könnte sich auch um die Mitte der Menschenmenge handeln, aber aus V. 9, wo die Frau am Ende alleine „in der Mitte“ steht, geht hervor, dass es sich um eine Lokalangabe handelt. Da Jesus sich im Tempel aufhält (V. 2), wird es sich z.B. um die Stelle im Vorhof der Heiden (vielleicht in einer der Säulenhallen) handeln, wo Jesus sich niedergelassen hat, um das Volk zu lehren. &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie stellten … und&#039;&#039; Ptc. coni., temporal/modal mit „und“-Kombination aufgelöst (vgl. V. 2). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|4}} sagten zum ihm: „Lehrer, diese Frau wurde auf frischer Tat ertappt, als sie gerade Ehebruch beging (beim Ehebruch).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie gerade Ehebruch beging&#039;&#039; Ptc. coni., als temporaler Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|5}} Im Gesetz hat Mose uns jedoch aufgetragen (geboten), solche [Frauen] zu steinigen. Was sagst du dazu?“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Das sagten sie {übrigens (aber, allerdings)} um ihn in Widersprüche zu verstricken (ihm eine Falle zu stellen; ihn zu versuchen),&amp;lt;ref&amp;gt;Mit finalem Nebensatz aufgelöstes Ptc. coni.&amp;lt;/ref&amp;gt; damit sie [etwas] hätten, [um] Anklage gegen ihn erheben zu können (ihn anklagen zu können). Aber Jesus bückte sich hin (beugte sich zu Boden) und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bückte sich hin und&#039;&#039; Ptc. coni., temporal/modal mit „und“-Kombination aufgelöst (vgl. V. 2). &amp;lt;/ref&amp;gt; begann,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu schreiben&#039;&#039; Wohl inchoatives Impf. (KG §372), dazu s. [[Johannes_7,53-8,11#note_c|Fn in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; [mit] dem Finger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] dem Finger&#039;&#039; Instr. Dativ.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf den Boden zu schreiben. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Weil (als) sie nicht aufhörten (fortfuhren) zu fragen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nicht aufhörten zu fragen&#039;&#039; (vgl. GNB) W. „fortfuhren“ (vgl. REB, Lut) mit modalem oder prädikativem Partizip (als Infinitiv übersetzt). EÜ: „hartnäckig weiterfragten“, NGÜ: „darauf bestanden, auf ihre Frage eine Antwort zu bekommen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: „Derjenige [von] euch&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] euch&#039;&#039; Gen. partitivus.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der sündlos ist,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Derjenige, der sündlos ist&#039;&#039; Subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; soll [als] erster einen Stein auf sie werfen!“&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und er bückte sich (beugte sich vor) wieder (noch einmal) und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bückte sich und&#039;&#039; Ptc. coni., temporal/modal mit „und“-Kombination aufgelöst (vgl. V. 2 &amp;amp; 6). &amp;lt;/ref&amp;gt; schrieb auf den Boden. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Doch die Zuhörer gingen (entfernten sich) einer nach dem anderen weg, beginnend mit den Älteren (Ältesten), und [am Ende] war Jesus allein mit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit&#039;&#039; W. „und“&amp;lt;/ref&amp;gt; der Frau, die in der Mitte war&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die in der Mitte war&#039;&#039; Subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &#039;&#039;in der Mitte&#039;&#039; Vgl. die [[Johannes_7,53-8,11#note_f|Fußnote zu V. 3]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|10}} Da richtete Jesus sich auf und sagte zu ihr: „Frau, wo sind sie? Hat dich keiner verurteilt?“ &lt;br /&gt;
{{S|11}} Da sagte sie: „Keiner, Herr.“ Da sagte Jesus: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh, und sündige von jetzt an nicht mehr!“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sündige von jetzt an nicht mehr&#039;&#039; Gemeint ist wohl im Kontext die von ihr begangene Sünde, also: „Mach nicht noch einmal den gleichen Fehler!“ oder „Vermeide diese Sünde!“ (Brown ²1987, 334). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_2&amp;diff=25519</id>
		<title>Apostelgeschichte 2</title>
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		<updated>2017-05-17T12:40:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: lesefassung v1-4&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch: [[Apostelgeschichte 2 in Leichter Sprache]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Schließlich kam das Fest der Ernte. Alle Jünger Jesu haben sich getroffen.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Da hörte man plötzlich einen heftigen Wind von oben kommen. Das ganze Haus, indem sie waren, war voll davon.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Sie sahen, wie sich Feuerflammen auf sie verteilten.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Alle bekamen den Heiligen Geist und fingen an, in Sprachen zu sprechen, so wie der Geist sie inspirierte.&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
{{L|46}}&lt;br /&gt;
{{L|47}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als sich der Tag des Wochenfests&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tag des Wochenfests&#039;&#039; - Nicht: „Tag des Pfingstfests“ (so die meisten Üss.); das Gr. &#039;&#039;pentekoste&#039;&#039; ist der griechische Begriff für das jüdische „Wochenfest“ (s. z.B. [[Tobit 2#s1 |Tob 2,1]]), einer Art Erntedank zum Abschluss der Weizenernte, das 50 Tage nach Pesach stattfand (s. z.B. [[Exodus 34#s22 |Ex 34,22]]; [[Numeri 28#s26 |Num 28,26]]). Richtig daher OEB: „the Festival at the close of the Harvest“.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfüllte (zu Ende ging),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich erfüllte (zu Ende ging)&#039;&#039; - Wörtlich: „beim Erfüllt-Werden des Tags“. Das scheint zunächst zu meinen, dass der Tag bereits „zu Ende ging“; da es aber noch früh am Tage ist (s. [[Apostelgeschichte 2#s15 |V. 15]]), ist wahrscheinlich eher „erfüllen“ in dem Sinn gemeint, dass mit dem Beginn des besagten Tages ein weiterer Abschnitt aus Gottes Heilsplan vorsehungsgemäß anbricht: Mit besagten Tag „erfüllt“ sich auch Gottes Plan, der bereits in [[Joel 3#s1 |Joel 3,1-5]] angedeutet und in [[Lukas 3#s16 |Lk 3,16]] und [[Apostelgeschichte 1#s5 |Apg 1,5.8]] explizit angekündigt wurde (vgl. Fitzmyer 1998, S. 237; Schreiber 2002, S. 75f.; ThWNT, s.v. συμπληρόω).&amp;lt;/ref&amp;gt; waren alle zusammen [als] Gemeinschaft (?, beisammen).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;alle zusammen [als] Gemeinschaft (?, beisammen)&#039;&#039; - W. „waren sie alle zusammen beisammen“, ein offensichtlich redundanter Ausdruck. Daher und wegen der Verwendung der Wortgruppe &#039;&#039;epi to auto&#039;&#039; („beisammen“, ein aus mehreren Worten bestehendes Adverb) in Vv. 44.47 (s. [http://offene-bibel.de/wiki/Apostelgeschichte_2#note_bm FN bm]) besser wie dort zu deuten als Hebraismus mit der Bedeutung „als Gemeinschaft; gemeinschaftlich“ (s. dort).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem „alle“, von dem auf den ersten Blick nicht klar ist, auf wen es zu beziehen ist, muss man daher am ehesten so auflösen: „Alle“ bezieht sich auf die 120 Jünger aus [[Apostelgeschichte 1#s15 |Apg 1,15]], die sich in der Zwischenzeit getrennt hatten, nun aber &#039;&#039;alle&#039;&#039; wieder „als Gemeinschaft“ &#039;&#039;zusammen&#039;&#039;gekommen sind.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und plötzlich kam (entstand; ereignete sich) vom Himmel her ein Geräusch (Lärm) wie das Wehen eines heftigen Windes und füllte das ganze Haus, in dem sie [gerade] saßen&amp;lt;ref name=&amp;quot;periphrastisch&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;in dem sie [gerade] saßen&#039;&#039; (V. 2) + &#039;&#039;Es hielten sich [gerade] auf&#039;&#039; (V. 5) - W. „wo sie sitzend waren“ bzw. „Es waren wohnend“; periphrastisches Imperfekt, das man besser mit „gerade“ wiedergeben sollte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|3}} und ihnen erschienen sich verteilende (teilende) Zungen wie [von] Feuer und sie setzten sich auf einen jeden von ihnen&lt;br /&gt;
{{S|4}} und alle wurden mit heiligen Geist&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;mit heiligem Geist&#039;&#039; - „heiliger Geist“ hier unerklärlicherweise ohne Artikel.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfüllt und begannen, [so] [in] anderen Zungen zu sprechen, wie der Geist ihnen zu prophezeien (äußern) eingab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prophezeien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;prophezeien (äußern)&#039;&#039; (V. 4) + &#039;&#039;prophezeite (äußerte)&#039;&#039; (V. 14) - &#039;&#039;apofthengomai&#039;&#039; kann zwar auch allgemein „äußern“ bedeuten, steht in der LXX aber meist speziell für das Weissagen (s. [[1Chroniken 25#s1 |1 Chr 25,1]] LXX; [[Ezechiel 13#s9 |Ez 13,9.19]] LXX; [[Micha 5#s11 |Mi 5,11]] LXX; [[Sacharja 10#s2 |Sach 10,2]] LXX), wie das ja auch hier klar der Fall ist (da der Geist ihnen das Gesagte „eingibt“ und da „von Heiligem Geist erfüllt“ zu werden bei Lk (und noch häufiger; vgl Bruce 1988, S. 51f.) i.d.R. für die Befähigung zur Prophetie steht, s. [[Lukas 1#s41 |Lk 1,41]].[[Lukas 1#s67 |67]]; [[Apostelgeschichte 4#s8 |Apg 4,8]].[[Apostelgeschichte 4#s31 |31]]; [[Apostelgeschichte 13#s9 |13,9f.]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Es hielten sich [gerade]&amp;lt;ref name=&amp;quot;periphrastisch&amp;quot; /&amp;gt; auf (wohnten)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hielten sich [gerade] auf (wohnten)&#039;&#039; - Das Wochenfest war eines der drei großen Wallfahrtsfeste im Jahr, zu dem Juden aus der ganzen Welt in Jerusalem erscheinen sollten (s. [[Exodus 23#s16 |Ex 23,16f.]]). Entweder ist hier also die Rede von diesen ausländischen Juden, die anlässlich des Wallfahrtsfestes nach Jerusalem gereist waren (so z.B. Bruce 1988, S. 53f., z.B. auch HfA: „Zum Fest waren viele fromme Juden aus aller Welt nach Jerusalem gekommen“) oder von Diasporajuden, die schon früher wieder nach Jerusalem gezogen waren und nun dauerhaft dort lebten (so z.B. Witherington 1998, S. 135; z.B. auch GN: „Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten“). Die Tatsache, dass gerade am Wallfahrtsfest von diesen Multikulti-Verhältnissen in Jerusalem die Rede ist, legt eher ersteres nahe, obwohl das Verb (&#039;&#039;katoikeo&#039;&#039;, „wohnen“) für sich genommen eher letzteres anzudeuten scheint.&amp;lt;/ref&amp;gt; {aber} Juden in Jerusalem, fromme&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fromme&#039;&#039; - W. „haltende“, nämlich „[Fasten] haltende“ Männer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Männer aus allen Völkern unter dem Himmel,&lt;br /&gt;
{{S|6}} [und] als {aber} dieses Getön&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Getön&#039;&#039; - Könnte sich sowohl auf das Geräusch des Geistes als auch auf den Lärm der durcheinanderprophezeienden Jünger beziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstand, kam die Menge zusammengelaufen und war bestürzt (verstört, verwirrt), denn ein jeder hörte sie in der eigenen Sprache sprechen.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Sie (Alle)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Viele Handschriften haben zusätzlich ein &#039;&#039;pantes&#039;&#039;, „alle“ („Alle waren fassungslos“), einige aber nicht. TCGNT, S. 252 hält das für sekundär; genauer für eine durch V. 12 beeinflusste Steigerung der Intensität der Erzählung, die auch viele Schreiber unabhängig voneinander eingefügt hätten haben können (ähnlich schon Ropes 1926, S. 13). Wir folgen dem; theoretisch könnte man dies aber auch für eine Streichung aus stilistischen Gründen halten, um nicht in Vv. 5.7 dreimal „alle“ schreiben zu müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren {aber} außer sich (fassungslos, erstaunt) und wunderten (erstaunten) sich, [indem sie] sagten: „Siehe! Sind nicht alle diese Sprechenden Galiläer?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und wie hören wir [sie dann] jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?&lt;br /&gt;
{{S|9}} [Wir sind ja] Parther&amp;lt;ref&amp;gt;Mit &#039;&#039;Parther&#039;&#039; beginnt eine Auflistung einer Vielzahl von Regionen, die anfangs scheinbar ungefähr von Ost nach West sortiert sind, dann aber immer mehr zum Durcheinander zerfasert. Von fast allen Orten weiß man heute, dass dort in der Tat Juden lebten. Mehr soll diese Liste wahrscheinlich nicht betonen: Es sind viele Juden da, es sind diese Juden aus den unterschiedlichsten Ländern und auf diese Weise wird mit der Missionierung dieser Menschenmassen der Grundstock zur Ausbreitung des Christentums unter den Juden aller Welt gelegt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien, vom Judäischen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vom Judäischen&#039;&#039; - d.h. „von Judäa“, das hier aber unerklärlicherweise keinen Artikel hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Auch darüber hinaus ist das Wort schwierig, weil Judäer schwerlich ihre Anwesenheit in Jerusalem betonen müssten und auch nicht erstaunt sein sollten, Galiläer in ihrer Sprache reden zu hören. Außerdem ist die Platzierung von „Judäa“ zwischen Mesopotamien und Kappadozien merkwürdig. All dies hat zu mehreren Vorschlägen zur Korrektur des Textes geführt, aber da sich das Wort in sämtlichen griechischen Handschriften findet, muss man es doch mit Ropes 1926, S. 14; TCGNT, S. 253f. u.a. für ursprünglich halten.&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch Kappadozien, von Pontus und Asien, {{S|10}} von Phrygien und auch Pamphylien, von Ägypten und den Gebieten Lybiens um Zyrene, und die sich [hier] aufhaltenden Römer, {{S|11}} Juden und auch Proselyten,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Juden und auch Proselyten&#039;&#039; - könnte sich sowohl nur auf „Römer“ beziehen (also „die sich hier aufhaltenden Juden und Proselyten aus Rom“) oder auf die gesamte vorangehende Liste von Regionen (also „jüdische und proselytische Parther, Meder, ...“). Naheliegender wäre Letzteres (so z.B. auch Fitzmyer 1998, S. 243).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Proselyten“ sind zur Zeit des Lk Konvertiten zum Judentum (vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/66305/ Proselyten (AT) (Wibilex)]), gemeint sind also „sowohl gebürtige als auch konvertierte Juden“, was im frühen Judentum noch eine wesentlich wichtigere und umstrittenere Unterscheidung war als z.B. für heutige Christen (selbst die Modalitäten der Konversion waren noch über Jahrhunderte nach der Abfassung des NT in der Diskussion).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Zungen die Großtaten Gottes rühmen!“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;rühmen&#039;&#039; - W. „reden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Alle waren {aber} außer sich (fassungslos, erstaunt) und ratlos, [indem] sie zueinander sagten: „Was mag dies sein!?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was mag dies sein?&#039;&#039; - Häufigerer Ausdruck der Ratlosigkeit, s. z.B. [[Apostelgeschichte 17#s20 |Apg 17,20]]; ähnlich [[Lukas 15#s26 |Lk 15,26]]; [[Lukas 18#s36 |18,36]]; [[Apostelgeschichte 10#s17 |Apg 10,17]]. Viele Üss. daher richtig: „Was soll das bedeuten!?“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Andere aber sagten spottend: „Mit Traubensaft (Wein?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Traubensaft (Wein?)&#039;&#039; - Das gr. Wort &#039;&#039;gleukos&#039;&#039; steht eigentlich nicht für Wein, sondern für ungegorenen Traubensaft (vgl. z.B. Bacchiocchi 2001, S. 153; Bumstead 1881, S. 81; Patton 1874, S. 93-95). In der Antike pflegte man, solchen Traubensaft des Morgens zu trinken (s. z.B. Horaz, Sat iv 2) und konnte ihn auch bereits so konservieren, dass er selbst am Wochenfest noch nicht fermentiert war (s. z.B. Cato, De Agricultura 120). An der einzigen anderen Stelle, an der sich das Wort in LXX+NT findet ([[Ijob 32#s19 |Ijob 32,19]]) wird es allerdings erweitert durch &#039;&#039;zeon&#039;&#039; („gärend“), steht also dort als „&#039;&#039;gärender&#039;&#039; Traubensaft“ doch für „Wein“. Geleitet von dieser Stelle könnte man also auch hier von der unüblichen Bedeutung „Wein“ ausgehen; da es hier aber gerade nicht durch &#039;&#039;zeon&#039;&#039; o.Ä. erweitert ist und man auch das „Traubensaft“ sinnvoll verstehen kann (s. die Anmerkungen), übersetzen wir nach der üblichen Bed. des gr. Wortes.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind sie voll (angefüllt)!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Petrus jedoch stellte sich mit den [anderen] Elf hin, erhob seine Stimme&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stellte sich hin, erhob seine Stimme&#039;&#039; - d.h., bereitete sich darauf vor, eine Rede im Stil und in der Pose eines klassischen Redners zu halten. Auch für andere Reden in Apg stellt man sich derart öffentlich „hin“ (s. [[Apostelgeschichte 5#s20 |Apg 5,20]]; [[Apostelgeschichte 17#s22 |17,22]]; [[Apostelgeschichte 21#s40 |21,40]]; [[Apostelgeschichte 27#s21 |27,21]]); auch das „Erheben der Stimme“ soll das Folgende als deutlich und laut geäußerte Rede kennzeichnen (s. ähnlich [[Lukas 11#s27 |Lk 11,27]]; [[Apostelgeschichte 14#s11 |Apg 14,11]]; [[Apostelgeschichte 22#s22 |22,22]]), ebenso die Einleitung der Rede mit direkter Ansprache der Hörer und dem förmlichen „Es sei bekannt“ (s. ähnlich [[Apostelgeschichte 4#s10 |Apg 4,10]]; [[Apostelgeschichte 13#s38 |13,38]]; [[Apostelgeschichte 28#s28 |28,28]]).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sinnvoll daher: „[Da] trat Petrus zusammen mit den elf anderen Aposteln vor die Menge (NGÜ) und redete laut und feierlich (Zink): Juden! Bürger von Jerusalem! (Zink) Hört mich an! (GN)“&amp;lt;/ref&amp;gt; und prophezeite (äußerte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;prophezeien&amp;quot; /&amp;gt; ihnen: „[Liebe] Judäer (Juden)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Männer&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: W. „[liebe] judäische/jüdische Männer“ (V. 14) bzw. „[liebe] israelitische Männer“ (V. 22); bzw. „[liebe] brüderliche Männer“ (V. 29.37); „Männer“ wird hier wie im klass. Gr. nur als Einleitung eines Vokativs verwendet und ist im Dt. auszusparen (vgl. BDR §242).&amp;lt;/ref&amp;gt; und all [ihr] euch in Jerusalem Aufhaltenden (all [ihr] Wohnenden)!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihr euch Aufhaltenden (all ihr Wohenden)&#039;&#039; - Gemeint sind wahrscheinlich wieder wie in V. 5 die ausländischen Juden, die zum Wochenfest nach Jerusalem gekommen waren; s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_2#note_g FN g].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies sei euch bekannt, {und} vernehmt meine Worte! &lt;br /&gt;
{{S|15}} Diese sind nämlich nicht, wie ihr annehmt, betrunken – es ist ja (nämlich) [erst] die dritte Stunde des Tages&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die dritte Stunde des Tages&#039;&#039;, also 9:00 Uhr.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gelegentlich wurde vorgeschlagen, dass diese Verteidigung Petri scherzhaft gemeint sei (z.B. von Bruce 1988, S. 60; Dormeyer/Galindo 2003, S. 50). In diesem Fall müsste man stilistisch treffender paraphrasieren à la „Leider hatten wir noch gar keine Gelegenheit, uns zu betrinken; es ist ja erst früher Morgen!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und in der Tat: Ist die „Verteidigung“ ernst gemeint, ist sie nicht sehr schlagkräftig; denn davon, dass Trunkenbolde selbstverständlich auch um 9:00 Uhr betrunken sein können, spricht z.B. schon Cicero (s. Phil. 2,41,104). Gegen die Deutung als Scherz spricht auch nicht, dass Petri Ansprache im Stil einer antiken Rede dargeboten wird; selbst in antiken Gerichtssäälen war Humor in öffentlichen Reden ein beliebtes Stilmittel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn das richtig ist, ist das durchaus etwas, worüber es sich zu meditieren lohnt: Dann ist die erste Äußerung, die vom „Apostelfürsten“ Petrus unter dem Einfluss des Heiligen Geistes getan und sogar als Prophetie ausgezeichnet wird – ein Scherz.&amp;lt;/ref&amp;gt; –,&lt;br /&gt;
{{S|16}} sondern: Dies ist&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dies ist&#039;&#039; - es folgt eine sog. „&#039;&#039;Pesher&#039;&#039;-Auslegung“: Eine alte Prophezeiung wird ausgelegt, indem sie auf aktuelle Geschehnisse bezogen wird. „Dies“, also das, was die Menge in V. 12 aus der Fassung gebracht hatte und über dessen Bedeutung sie nachdenken, ist „jenes, was vom Propheten Joel vorhergesagt wurde“: „Was hier geschieht, ist nichts anderes als die Erfüllung dessen, was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat“ (NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt; das durch den Propheten Joel Vorhergesagte:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch den Propheten Joel Vorhergesagtes&#039;&#039; - nämlich von Gott, ein sog. „Passivum divinum“. Gut daher NGÜ: „was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|17}} ‚‚Und es wird sein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und es wird sein in den Letzten Tagen: Ich werde...&#039;&#039; - Übersetze: „In den letzten Tagen werde ich...“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: Denn: Semitismus: „Und es wird sein“ entspricht dem Heb. &#039;&#039;w&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;hajah&#039;&#039; („Und es wird sein“), mit dem häufig Prophezeiungen u.Ä. eingeleitet werden, das nur das Folgende als Aussage über Zukünftiges markieren soll und das daher im Dt. fast immer besser auszusparen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Letzten Tagen:‘&amp;lt;ref name=&amp;quot;Letzte Tage&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;in den Letzten Tagen&#039;&#039; (V. 17) + &#039;&#039;Tag des Herrn&#039;&#039; (V. 20) - Zwei häufige Motive aus den Prophetenbüchern. Hinter ihnen steht die Erwartung, dass Gott dereinst am sog. „Tag JHWHs“ Gericht über die Menschheit halten und die Herrschaft auf Erden völlig an sich reißen wird (vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/de/stichwort/32258/#h8 Tag Jahwes (AT) (WibiLex)]). Diesem besagten Tag gehen die „Letzten Tage“ voraus: eine Zeit des Leids, in der sich  u.a. auch kosmische Katastrophen abspielen werden (s. z.B. [[Markus 13#s24 |Mk 13,24f.]]: Sonne und Mond werden sich verfinstern, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte im Himmel erschüttert werden).&amp;lt;/ref&amp;gt; – sagt Gott&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagt Gott&#039;&#039; - Ins Dt. besser zu übersetzen, indem man es an den Anfang des Zitats verschiebt; gut z.B. BB: „Gott spricht: Das wird in den letzten Tagen geschehen:...“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn: Semitismus: Ein solches eingeschobenes „sagt Gott“ (aus dem Heb. wörtlicher: „Spruch JHWHs“) findet sich oft in den Prophetenbüchern und soll einer Prophezeiung zusätzliche Autorität verleihen, indem es sie noch einmal zurückbindet an Gott, ihren Auftraggeber (vgl. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Spezial:Bibelstelle&amp;amp;abk=ob#note_am FN am] zu [[Obadja#s8 |Ob 8]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
‚Ich werde ausgießen [etwas] von meinem Geist auf alles Fleisch,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;alles Fleisch&#039;&#039; - d.h. „auf jedermann“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
_Und prophezeien werden eure Söhne und eure Töchter&lt;br /&gt;
Und eure jungen [Menschen] werden Visionen sehen&lt;br /&gt;
_Und eure alten [Menschen] werden durch Träume träumen.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und auch (selbst) auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;meine Sklaven und Sklavinnen&#039;&#039; - Etwas merkwürdige Stelle. Das gr. &#039;&#039;kai ge&#039;&#039; („und auch/sogar“) zeigt deutlich an, dass diese Zeile als Steigerung der vorigen Zeilen zu verstehen ist und also offenbar von einer anderen Personengruppe als „euren Söhnen, Töchtern, Jungen und Alten“ die Rede ist (so richtig NSS). Im ursprünglichen Joeltext ist nicht von „&#039;&#039;meinen&#039;&#039; Sklaven und Sklavinnen“ die Rede, sondern nur von „Sklaven und Sklavinnen“, hier wird also nur der Merismus weitergeführt: ([{Söhne und Töchter} + {Junge und Alte} = Freie Menschen] + [Versklavte Menschen] = Alle Menschen). Warum der Autor der Apg dagegen von „&#039;&#039;Gottes&#039;&#039; Sklaven und Sklavinnen“ spricht und wer diese sein sollen, ist ganz unsicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; werde ich in jenen Tagen [etwas] von meinem Geist ausgießen&lt;br /&gt;
_Und sie werden prophezeien.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und ich werde darbieten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;darbieten&#039;&#039; - W. „geben“; Semitismus: Soll betont werden, dass Wunder &#039;&#039;als Zeichen&#039;&#039; und dass Zeichen „dargeboten“ werden sollen, spricht man im Heb. davon, dass sie „gegeben“ werden (s. z.B. [[Exodus 7#s9 |Ex 7,9]]; [[Deuteronomium 6#s22 |Dtn 6,22]]; [[Deuteronomium 13#s1 |13,1]]; [[1Könige 13#s3 |1 Kön 13,3]]; [[Ezechiel 12#s6 |Ez 12,6]]; [[Joel 2#s30 |Joel 2,30]]; auch [[Matthäus 24#s24 |Mt 24,24]] = [[Markus 13#s22 |Mk 13,22]]; [[Apostelgeschichte 14#s3 |Apg 14,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Wunder im Himmel droben&lt;br /&gt;
_Und Zeichen auf der Erde drunten:&lt;br /&gt;
_Blut und Feuer und Rauchqualm.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Die Sonne wird verwandelt werden zu Finsternis&lt;br /&gt;
_Und der Mond zu Blut&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Sonne wird verwandelt werden zu Finsternis und der Mond zu Blut&#039;&#039; - d.h. „die Sonne wird sich verfinstern und der Mond wird blutrot werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
_Vor dem Kommen des Tags des Herrn, des großen und sichtbaren (prachtvollen).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sichtbaren (prachtvollen)&#039;&#039; - Schwierige Übersetzungsfrage: Aus LXX übernommene Fehlübersetzung des heb. Textes; dort steht &#039;&#039;nora´&#039;&#039; („furchtbar“), LXX las offenbar &#039;&#039;nir´eh&#039;&#039; („sichtbar“) und Lukas widerum übernimmt dies aus LXX (vgl. Fitzmyer 1998, S. 253). OEB orientiert sich am MT („that great and awful day“); wörtlich JJ („der große und offenbar werdende Tag“) und KAR („der große, der Erscheinung Tag“); die meisten anderen Üss. orientieren sich an der zweiten Bed. des gr. Wortes, „prächtig, glanzvoll“, und übersetzen daher mit „leuchtender/prachtvoller Tag“ o.Ä. Auf den ersten Blick macht diese dritte Alternative Sinn, ist aber klar nicht gemeint - vgl. z.B. [[Amos 5#s18 |Am 5,18-20]]: Der Tag JHWHs ist gerade „Finsternis und nicht Licht“ und der Verweis auf den Tag JHWHs an unserer Stelle eine Drohung, keine Heilsankündigung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|21}} {Und es wird sein:}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;Und es wird sein:&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039; - Im Dt. besser auszusparender Semitismus ähnlich dem in V. 17: „Und es wird sein“ soll im Heb. nur markieren, dass nun in einem anderen Modus gesprochen wird, nämlich im Kommissiv (d.h., es wird nicht mehr nur vorhergesagt, sd. &#039;&#039;versprochen&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder, der den Namen des Herrn anruft,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;den Namen des Herrn anrufen&#039;&#039; - Doppelte Antanaklasis: Im Kontext des Joelbuches ist klar, dass mit dem „Herrn“ JHWH gemeint ist und „anrufen“ soviel bedeutet wie „ihn verehren und ihn um Beistand anrufen“. In Apg 2 dagegen muss der Vers mit V. 38 zusammengelesen werden, und liest man ihn von diesem Vers aus, ist der „Herr“ Jesus und „seinen Namen anrufen“ meint „sich taufen lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird gerettet werden.‘‘{{KeinExport}} ([[Joel 3#s1 |Joel 3,1-5]]){{KeinExport_Ende}}{{NurExport|| {{par|Joel|3|1}} ||NurExport_Ende}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} [Liebe] Israeliten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Männer&amp;quot; /&amp;gt; hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nazoräer&#039;&#039; - Unsicheres Wort, das häufig von Jesus und auch von seinen Jüngern gesagt wird. Die meisten Exegeten halten es für eine Nebenform von „Nazarener“ (vgl. Fitzmyer 1998, S. 254), also: „Jesus aus Nazaret“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einen alternativen Vorschlag haben z.B. Berger 1996; Black 1967, S. 197-200 und Wagner 2001 gemacht, sind damit aber offenbar nicht auf viel Zustimmung gestoßen: &#039;&#039;nazoraios&#039;&#039; („Nazoräer“) sei entweder abzuleiten vom Heb. &#039;&#039;natsar&#039;&#039; („bewahren, befolgen“) und Jesus sollte mit dieser Bezeichnung als besonders gesetzestreuer Mensch ausgezeichnet werden („Jesus, der Befolger [der Gebote]“, so Wagner) oder es sei vom Heb. &#039;&#039;nazar&#039;&#039; („aussondern“) abzuleiten und es sollte damit gesagt sein, dass Jesus wie z.B. auch Samson (s. [[Richter 13#s3 |Ri 13,3-5]]; [[Richter 16#s17 |16,17]]) ein „Nasiräer“ war (Berger, Black), also eine Art asketischen Lebensstand auf Zeit hatte, zu dem es gehörte, auf Fleisch, Alkohol und Geschlechtsverkehr zu verzichten und sich nicht die Haare zu schneiden (vgl. z.B. [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/28839/ Nasiräer (AT) (WiBiLex)]).&amp;lt;/ref&amp;gt; einen von Gott für euch beglaubigten (bestellten) Mann durch [die] Machttaten und Wunder und Zeichen, welche Gott durch ihn in eurer Mitte vollbracht hat – wie ihr [ja selbst] wisst –&lt;br /&gt;
{{S|23}} diesen [euch] – wegen dem beschlossenen (festgesetzten) Plan und dem Vorauswissen Gottes!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wegen dem beschlossenen (festgesetzten) Plan und dem Vorauswissen Gottes!&#039;&#039; - Eine für den Autoren der Apg sehr wichtige Präzisierung: Dass der Sohn Gottes getötet worden war, war ein Skandal; und dies umso mehr, als er mit seiner Kreuzigung den Tod eines &#039;&#039;Verbrechers&#039;&#039; starb. Aus diesem Grund betont Lukas noch häufiger, dass dieser Skandal eigentlich gerade kein Skandal ist – sondern dass all dies zurückzuführen ist auf Gottes verborgenen Heilsplan. S. ähnlich [[Lukas 24#s6 |Lk 24,6f.]].[[Lukas 24#s25 |25f.]].[[Lukas 24#s44 |44-46]]; [[Apostelgeschichte 3#s18 |Apg 3,18]]; [[Apostelgeschichte 4#s28 |4,28]].&amp;lt;/ref&amp;gt; – Ausgelieferten habt ihr getötet, indem [ihr ihn] durch Hände Gesetzloser&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gesetzloser&#039;&#039;, nämlich die der Römer, die nicht unter dem Gesetz der Juden standen (vgl. z.B. Bruce 1988, S. 63f.; ähnlich wird das Wort z.B. verwendet in [[1Korinther 9#s21 |1 Kor 9,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; [ans Kreuz] geschlagen [habt];&lt;br /&gt;
{{S|24}} [ihn,] den Gott auferstehen ließ, indem er die Geburtswehen (Fesseln?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Geburtswehen (Fesseln?)&#039;&#039; - ein ganz ähnliches Übersetzungsproblem wie in V. 20; s. [http://offene-bibel.de/wiki/Apostelgeschichte_2#note_ad FN ad]: Petrus zitiert hier [[Psalm 18#s4 |Ps 18,4f.]] oder [[Psalm 116#s3 |116,3]], wo im Heb. von den „&#039;&#039;Stricken&#039;&#039; des Todes“ die Rede ist. Dahinter steht die Vorstellung, dass man nach dem Tod eingeht in das Reich des Todes, das man sich vorstellte wie eine Stadt mit verriegelbaren Toren, hinter denen man dann gefangen war. Für dieses gefangen-Sein steht die metaphorische Rede von den „Stricken des Todes“. Die LXX übersetzt an beiden Stellen aber nicht mit „Stricke“, sondern falsch mit „&#039;&#039;Geburtswehen&#039;&#039; des Todes“ und von dort übernimmt das auch der Autor von Apg. Sprachlich unmöglich ist die Deutung, dass Jesus „fürchterlich litt, als er tot war“ (T4T); der Sinn des Bildes kann dann nur sein, dass der &#039;&#039;Tod&#039;&#039; in Geburtswehen lag und Gott ihm diese nahm, indem er dem Tod half, Jesus wieder „auf die Welt“ zu bringen – ein „bizarres Bild“ (Bratcher 1959, S. 19), bei dem wir uns sicher sein können, dass es nicht das von Lukas intendierte war und nur darauf zurückzuführen ist, dass er LXX &#039;&#039;wörtlich&#039;&#039; zitiert.&amp;lt;br /&amp;gt;Viele kommunikative Üss. lösen das Problem, indem sie sich am &#039;&#039;hebräischen&#039;&#039; Text orientieren: wörtlich (!) B/N und Stier („er hat die &#039;&#039;Fesseln&#039;&#039; des Todes durchschnitten“); freier HfA („indem er die &#039;&#039;Macht/Gewalt&#039;&#039; des Todes brach“; ähnlich BB, GN, KAM, NGÜ, NeÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt; des Todes löste, weil es nicht möglich war, dass er unter ihm gehalten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dass er unter ihm gehalten wurde&#039;&#039; - sinngemäß gut EÜ: „denn es war unmöglich, daß er vom Tod festgehalten wurde“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Denn&#039;&#039; - Auf den ersten Blick ist nicht gut zu erkennen, worauf das „denn“ sich bezieht; viele Üss. lassen es daher aus und zerstören damit die Argumentationsstruktur der ganzen Rede. Zu Jesu Zeit sah man die Bibel nicht nur als Heilige Schrift an, sondern jeder Text war immer auch &#039;&#039;prophetischer&#039;&#039; Text; auch ein Psalm wie der, der gleich zitiert werden wird (vgl. gut z.B. Moffitt 2011, S. 82; in 11QPs&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; XXVII werden Davids Psalmen sogar explizit als „Prophetien“ bezeichnet). Aus diesem Grund lässt sich auch aus solchen Texten der Heilsplan Gottes ablesen, und dies tut Petrus hier: „Es war nicht möglich, dass Jesus vom Tod festgehalten wurde, denn [Gottes Plan war ein anderer und lässt sich aus Ps 16 ablesen; dort nämlich] sagt David über Jesus:...“&amp;lt;/ref&amp;gt; David sagt über ihn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚Ich hatte den Herrn vor mir vor Augen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ich hatte den Herrn vor mir vor Augen&#039;&#039; - Das Gr. &#039;&#039;prosoromen&#039;&#039; heißt selbst schon „vor Augen haben“; die Doppelung mit „vor mir“ wirkt im Gr. also redundant. „JHWH vor Augen haben“ meint hier natürlich „sich JHWH vor Augen halten“ (gut Herkenne 1936, S. 83), also „an JHWH ausgerichtet leben“, nämlich v.a. „by honouring Him and obeying His law“ (Kissane 1953, S. 65). Diese JHWH-Treue soll durch die redundante Formulierung und durch das „durch alle [Zeit]“ noch zusätzlich unterstrichen werden: „Weil JHWH mir beisteht, bin ich sehr fromm, und zwar immer“. Gut KAR: „Ich halte mir immer den Herrn vor Augen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch alle [Zeit],&lt;br /&gt;
_Weil er zu meiner Rechten ist, damit ich nicht wanken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wanken&#039;&#039; - Häufige bibl. Metapher die Gefährdung, aus der direkt Vernichtung und Tod folgt (s. [[Psalm 30#note_r |FN r]] zu [[Psalm 30#s7 |Ps 30,7]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; werde.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darum freute sich mein Herz&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körper&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;mein Herz&#039;&#039; + &#039;&#039;meine Zunge&#039;&#039; + &#039;&#039;mein Fleisch&#039;&#039; (V. 26) + &#039;&#039;meine Seele&#039;&#039; (V. 27) - d.h. jeweils: „Ich“. In der bibl. Poesie wird oft eine Handlung oder eine Empfindung eines Menschen nicht von ihm ausgesagt, sondern von dem Körperteil, der hauptsächlich an dieser Handlung/Empfindung beteiligt ist; im Dt. muss man das fast stets durch „ich“ o.Ä. übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
_Und jubelte meine Zunge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körper&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
_Und noch dazu wird mein Fleisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körper&amp;quot; /&amp;gt; sich niederlassen (zelten) aufgrund [meiner] Zuversicht (Hoffnung),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mein Fleisch wird sich niederlassen aufgrund [meiner] Zuversicht&#039;&#039;, d.h. sehr wahrscheinlich nicht „Ich kann mich sorglos Sterben legen“ oder gar „auch im Tot verliere ich nicht die Zuversicht“ (so z.B. BB, GN, HfA, KAM, NGÜ, NeÜ, NSS, Zink), denn der Beter wird ja gerade nicht „wanken“ (V. 25) und darum gerade nicht sterben (V. 27). Zu vergleichen ist stattdessen z.B. [[Psalm 4#s9 |Ps 4,9]] und die Bed. ist dann: „Weil ich mir keine Sorgen zu machen brauche, kann ich mich ruhig niederlassen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf Jesus passt dieser und der nächste Vers dennoch sehr genau: „Ein alter jüdischer Glaube war der, dass der Geist einer [verstorbenen] Person drei Tage lang im Körper [dieser Person] blieb und ihn erst am vierten Tag verließ, und dass erst zu diesem Zeitpunkt die Verwesung des Fleisches wirklich einsetzte (vgl. [[Johannes 11#s17 |Joh 11,17]].[[Johannes 11#s39 |39]]).“ (Witherington 1998, S. 145; vgl. z.B. auch Leuenberger 2012, S. 326f.). Nach alter jüdischer Vorstellung ist Jesus also nach den drei Tagen noch gar nicht „richtig“ gestorben, sondern gerade noch rechtzeitig vor dem endgültigen Hinabstieg in das Reich des Todes und vor dem Einsetzen der Verwesung von Gott auferweckt worden: Gott hat ihn nicht dem Hades überlassen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|27}} Weil du meine Seele nicht dem Hades&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hades&#039;&#039; - gr. Begriff für das Reich des Todes.&amp;lt;/ref&amp;gt; überlassen (im Hades zurücklassen) wirst&lt;br /&gt;
_Und nicht zulassen wirst, dass dein Heiliger Verwesung erfährt.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Du hast mir die Wege des Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Wege des Lebens&#039;&#039; sind ein häufiges Konzept aus ägyptischen und israelitischen Weisheitsliteratur. Gemeint sind nicht die „Wege, die zurück ins Leben führen“ (so viele Üss.), sondern ein gottgefälliger und weisheitsgemäßer &#039;&#039;Lebenswandel&#039;&#039;, der im Unterschied zu den „Wegen der Frevler“ nicht zum Tod führt, sondern ein heilvolles Leben ermöglicht. Vgl. dazu ausführlich Liess 2004, S. 223-247 und s. noch [[Sprichwörter 2#s19 |Spr 2,19]]; [[Sprichwörter 4#s11 |4,11-5,14]] (s. bes. 5,6); [[Sprichwörter 10#s16 |10,16f.]]; [[Sprichwörter 15#s24 |15,24]]; sehr verwandt in der Vorstellung auch [[Psalm 1 |Ps 1]].&amp;lt;/ref&amp;gt; kundgetan,&lt;br /&gt;
_Du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Gesicht.‘&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Gesicht&#039;&#039; - Auch dies spricht sehr wahrscheinlich nicht von „Auferstehung“, sd. meint ungefähr „du wirst mich dadurch mit Freude erfüllen, dass ich bei deinem Gesicht sein kann“, und Letzteres ist wohl eine Abkürzung dafür, dass der Beter „Gottes Gesicht sehen“ darf; eine häufigere Metapher für die prinzipielle Erfahrung von Heil, die besonders denen verheißen ist, die Gottes Willen tun. Vgl. ganz ähnlich [[Psalm 17#s15 |Ps 17,15]]; auch [[Psalm 11#s7 |Ps 11,7]]. Vgl. außerdem die häufige Rede davon, dass Gott „das Licht seines Gesichts über jmdn leuchten lässt“, eine weitere Metapher für Heilserweise vonseiten JHWHs. Vgl. zu beiden Metaphern auch Smith 1988b.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 28 meint also in etwa: „Du hast mir gezeigt, wie man leben soll, [und weil so zu leben zu einem freudvollen Leben führt,] werde ich durch deine Gnade freudvoll leben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{KeinExport}} ([[Psalm 16#s8 |Ps 16,8-11]]){{KeinExport_Ende}}{{NurExport|| {{par|Psalm|16|8|11}} ||NurExport_Ende}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} [Liebe] Brüder,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Männer&amp;quot; /&amp;gt; man kann mit Freimut (Offenheit) zu euch über den Patriarchen David sprechen – [nämlich darüber,] dass er sowohl starb als auch begraben wurde, und [dass] seine Grabstätte bis zu diesem Tage bei uns ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu &#039;&#039;Davids Grabstätte&#039;&#039; s. [[1Könige 2#s10 |1 Kön 2,10]]; [[Nehemia 3#s16 |Neh 3,16]]. Sie befand sich in Jerusalem und erst einige Jahre zuvor hatte Herodes der Große diese Grabstätte nach einem Plünderungsversuch zusätzlich ausgebaut (vgl. [http://sacred-texts.com/jud/josephus/ant-16.htm JosAnt XVI.7]). Heute ist ihr Ort vergessen; eine neuere und verbreitete Tradition verortet sie allerdings interessanterweise ins selbe Gebäude, in das traditionellerweise auch der Abendmahlssaal verortet wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|30}} Weil er nun ein Prophet&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Prophet&#039;&#039; - Zur Bezeichnung Davids als „Prophet“ vgl. 11QPs&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; XXVII 11: „All diese [seine Psalmen und Lieder] sprach er durch Prophetie, die ihm gegeben worden war vom Höchsten.“&amp;lt;/ref&amp;gt; war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, [jemanden] aus der Frucht seiner Lende auf seinen Thron zu setzen{{KeinExport}} ([[Psalm 132#s11 |Ps 132,11]]){{KeinExport_Ende}}, {{NurExport|| {{par|Psalm|132|11}} ||NurExport_Ende}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} sprach er im Vorhinein über die Auferstehung des Christus – [nämlich,] dass er weder dem Hades überlassen werden würde (im Hades zurückgelassen werden würde) noch sein Fleisch Verwesung erfahren würde{{KeinExport}} ([[Psalm 16#s10 |Ps 16,10]]){{KeinExport_Ende}}. {{NurExport|| {{par|Psalm|16|10}} ||NurExport_Ende}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Diesen Jesus hat Gott auferstehen lassen, wofür wir alle Zeugen sind.&lt;br /&gt;
{{S|33}} Nachdem er nun zur Rechten (durch die rechte Hand) Gottes erhöht worden war und auch den verheißenen Heiligen Geist (die Verheißung des Heiligen Geistes) vom Vater empfangen hatte, goß er diesen aus, was (den) ihr sowohl seht als auch hört.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgestiegen; stattdessen sagt er selbst: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚Es sagte der Herr zu meinem Herrn: ‚Sitze (Setze dich) zu meiner Rechten,&lt;br /&gt;
_{{S|35}} bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße mache!‘‘{{KeinExport}} ([[Psalm 110#s1 |Ps 110,1]]){{KeinExport_Ende}}{{NurExport|| {{par|Psalm|110|1}} ||NurExport_Ende}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Mit Sicherheit sei nun dem ganzen Haus Israel bekannt, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat – diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Als sie {aber} [dies] hörten, wurden sie im Herz durchbohrt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurden sie im Herz durchbohrt&#039;&#039; - d.h., „traf es sie mitten ins Herz“ (gut KAR; ähnlich BB, GN, NL); „ging ihnen ein Stich durchs Herz“ (ZINK); „Als die Leute das hörten, waren sie von dieser Botschaft tief betroffen“ (HfA; ähnlich NeÜ, NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sagten auch zu Petrus und den übrigen Aposteln: „Was sollen wir tun, [liebe] Brüder?“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Männer&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|38}} Petrus {aber} [antwortete] ihnen: „Denkt um!“,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Denkt um&#039;&#039; - Gr. &#039;&#039;metanoeo&#039;&#039;, ein Leitwort in Lk und Apg, das wenn möglich stets gleich übersetzt werden sollte. S. [[Lukas 10#s13 |Lk 10,13]]; [[Lukas 11#s32 |11,32]]; [[Lukas 13#s3 |13,3.5]]; [[Lukas 15#s7 |15,7.10]]; [[Lukas 16#s30 |16,30]]; [[Lukas 17#s3 |17,3f.]]; [[Apostelgeschichte 3#s19 |Apg 3,19]]; [[Apostelgeschichte 8#s22 |8,22]]; [[Apostelgeschichte 17#s30 |17,30]]; [[Apostelgeschichte 26#s30 |Apg 26,30]]: Das „Umdenken“ ist der Sinneswandel eines Menschen, der zuvor falsch gehandelt hat und von seinem „Umdenken“ an – oft: nach zwischengeschalteter „Buße“ – anders, nämlich gut, handeln will. Stark ZINK: „Stellt euch um, stellt euch ganz und gar um!“; gut auch ALB, GREB, KNO („ändert euren Sinn/eure Gesinnung!“), BB („ändert euer Leben“). Zu kurz greifen die häufigen Üss. „bekehrt euch“, „bereut“ oder „tut Buße“.&amp;lt;/ref&amp;gt; {sagt[e] er,}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: In sehr vielen Handschriften findet sich ein zusätzliches &#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;sagt[e] er&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039;, das aber sicher erst von späterer Hand eingefügt wurde (vgl. TCNT, S. 261).&amp;lt;/ref&amp;gt; „und es lasse sich taufen ein jeder von euch auf&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;auf&#039;&#039; - Gr. &#039;&#039;epi&#039;&#039;; untypische Präposition statt gewöhnlichem &#039;&#039;en&#039;&#039;. Einige Handschriften ändern daher nachträglich zu &#039;&#039;en&#039;&#039;, was aber wieder sicher sekundär ist. S. nächste FN.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Namen Jesu Christi&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf den Namen Jesu Christi&#039;&#039; - Die untypische Präposition (s. vorige FN) ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Lukas einen wörtl. Rückbezug zu [[Apostelgeschichte 2#s21 |V. 21]] schaffen will, wo sich im Joel-Zitat in &#039;&#039;pas ho &amp;lt;u&amp;gt;epi&amp;lt;/u&amp;gt;kalesätai to onoma kuriou&#039;&#039; („jeder, der den Namen des Herrn &amp;lt;u&amp;gt;an&amp;lt;/u&amp;gt;ruft“) ebenfalls ein &#039;&#039;epi&#039;&#039; findet (vgl. Hartman 2011, S. 406; Labahn 2011, S. 349 FN 51): Die Taufe, bei der sicher auch der Name dessen, „auf den“ man getauft wurde, angerufen wurde (s. [[Apostelgeschichte 22#s16 |Apg 22,16]]: „Lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst (&#039;&#039;epikalesamenos&#039;&#039;)!“; vgl. z.B. Avemarie 2002, 41f.), wird zur Erfüllung der Prophezeiung Joels. Dies ist es dann wahrscheinlich auch, was mit der umstrittenen Formel „sich taufen lassen &#039;&#039;auf den Namen&#039;&#039; Jesu Christi“ gemeint ist: „sich taufen lassen &#039;&#039;unter Nennung des Namens&#039;&#039; Jesu Christi“ (so z.St. z.B. Avemarie 2002, S. 32.41f.; Bruce 1988, S. 70; Heitmüller 1903, S. 88; NSS; Witherington 1998, S. 154).&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Vergebung der Sünden von euch! Und ihr werdet empfangen das Geschenk, [das] der Heilige Geist [ist].&lt;br /&gt;
{{S|39}} &#039;&#039;Euch&#039;&#039; nämlich gilt die Verheißung&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Verheißung&#039;&#039; - Gemeint ist sicher die Verheißung aus [[Apostelgeschichte 2#s21 |V. 21]]: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ Das ist natürlich besonders relevant für die Angesprochenen: Auch und gerade ihnen gilt die Verheißung; ihnen, die doch den Messias getötet haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; und euren Kindern, und allen, die fern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fern&#039;&#039; - mgl. Bedeutungen: (1) „geistliche“ Entfernung, also Heiden (s. [[Epheser 2#s11 |Eph 2,11.13.17f.]]); (2) räumliche Entfernung, also entweder Juden anderer Länder (kein guter Beleg im NT) oder Heiden anderer Länder (s. [[Apostelgeschichte 22#s21 |Apg 22,21]]); (3) zeitliche Entfernung, also künftige Geschlechter (vgl. LSJ s.v. &#039;&#039;makros&#039;&#039; II.1). Am wahrscheinlichsten sind an dieser Stelle die Juden anderer Länder gemeint, da Apg 2 noch ganz von der Missionierung der Juden handelt (so z.B. auch Witherington 1998, S. 155).&amp;lt;/ref&amp;gt; [sind], wie viele auch hinzurufen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hinzu&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;hinzurufen&#039;&#039; + &#039;&#039;hinzufügen&#039;&#039; - nämlich zur Gemeinschaft der Christen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;hinzugefügt werden&#039;&#039; ist recht sicher ein sog. „theologisches Passiv“, also eine Ausdrucksvariante zu „&#039;&#039;Gott&#039;&#039; fügte hinzu“, s. [[Apostelgeschichte 2#s47 |V 47]].&amp;lt;/ref&amp;gt; mag der Herr, unser Gott.“&lt;br /&gt;
{{S|40}} Auch mit anderen weiteren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auch&#039;&#039; + &#039;&#039;andere&#039;&#039; + &#039;&#039;weitere&#039;&#039; - etwas überflüssig wirkende Häufung von Worten ähnlicher Bedeutung: Petrus hat noch weiter und noch mehr und noch mit anderen Worten zu ihnen geredet. Dies wird noch durch das Hendyadoin „Zeugnis ablegen und sie ermahnen“ verstärkt. Gut daher OEB: „Peter spoke to them for a long time using many other arguments and pleaded with them.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Worten legte er Zeugnis ab und mahnte sie {indem er sagte}: „Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Geschlecht&#039;&#039; meint w. eigentlich nur die „Generation“, wird im NT aber noch häufiger fast wie ein Schimpfwort verwendet; s. [[Markus 8#s12 |Mk 8,12]] (dazu auch [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_8#note_o FN o]; [[Markus 8#s38 |8,38]]; [[Markus 9#s19 |9,19]]; [[Lukas 9#s41 |Lk 9,41]]; [[Lukas 11#s29 |11,29]]: Die ganze Generation ist verderbt und so verdammt, und aus dieser Masse der Verdammten sollen die Angesprochenen sich retten lassen, nämlich vor dem drohenden Endgericht. Sehr gut daher NGÜ: „Diese Generation ist auf dem Weg ins Verderben! Lasst euch retten vor dem Gericht, das über sie hereinbrechen wird!“; gut auch GN: „Lasst euch retten vor dem Strafgericht, das über diese verdorbene Generation hereinbrechen wird!“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|41}} Diejenigen nun, die seine Rede annahmen, ließen sich taufen und so wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seelen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Seelen&#039;&#039; meint im Gr. wie im veralteten Deutsch „Personen“; s. ebenso z.B. [[Apostelgeschichte 7#s14 |Apg 7,14]]; [[Apostelgeschichte 27#s37 |27,37]] und vgl. z.B. Fitzmyer 1998, S. 267.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzugefügt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hinzu&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|42}} Sie hielten {aber} [beständig sehr] fest&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie hielten [beständig sehr] fest&#039;&#039; - Gr. &#039;&#039;äsan proskarterountes&#039;&#039;, W. etwa „sie waren fest-festhaltend“. Das Gr. &#039;&#039;kartereo&#039;&#039; („festhalten“) wird durch die Vorsilbe &#039;&#039;pros-&#039;&#039; (&#039;&#039;proskartereo&#039;&#039;) verstärkt zu „&#039;&#039;entschieden/unentwegt&#039;&#039; festhalten“ (EWNT III, Sp. 416). Zusätzlich steht der Ausdruck im sog. „periphrastischen Imperfekt“, einer Wortform, die ebenfalls entweder noch zusätzlich Emphase auf den Ausdruck legt oder noch mehr als das bloße Imperfekt betont, dass die Handlung des Ausdrucks &#039;&#039;dauerhaft&#039;&#039; geschieht (s. [http://offene-bibel.de/wiki/Partizip#Das_periphrastische_Partizip Das periphrastische Partizip]): Die Jünger sind fortwährend völlig unverrückbar im Festhalten an der Lehre.&amp;lt;/ref&amp;gt; an der Lehre&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lehre&#039;&#039; - Gr. &#039;&#039;didachä&#039;&#039;, gemeint ist hier also nicht die frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu, sondern dass auf Jesus zurückgehende „Lehr&#039;&#039;system&#039;&#039;“, in dem die Jünger von den Aposteln unterwiesen werden (vgl. Fitzmyer 1998, S. 270).&amp;lt;/ref&amp;gt; der Apostel und an der Gemeinschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gemeinschaft&#039;&#039; - Gr. &#039;&#039;koinonia&#039;&#039;, ein Schlüsselwort in den Briefen des Paulus, das sich in den Schriften des Lukas aber einzig hier findet. Entsprechend unsicher ist seine Bedeutung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Paulus ist der Kern des Begriffs (1) die „Gemeinschaft“ (z.B. [[2Korinther 6#s14 |2 Kor 6,14]]; [[Galater 2#s9 |Gal 2,9]]; [[Philipper 2#s1 |Phil 2,1]]), die die Christen untereinander haben. Entscheidend an dieser &#039;&#039;christlichen&#039;&#039; Gemeinschaft ist aber noch mehr, nämlich: (2) Sie ist Gemeinschaft aufgrund ihrer &#039;&#039;Teilhabe&#039;&#039; an etwas Gemeinsamen, nämlich z.B. am Evangelium ([[Philipper 1#s5 |Phil 1,5]]), am Opfer Christi ([[1Korinther 10#s16 |1 Kor 10,16]];  [[Philipper 3#s10 |Phil 3,10]]; [[Hebräer 2#s14 |Heb 2,14]]) oder letztlich Christus selbst ([[1Korinther 1#s9 |1 Kor 1,9]]). Und: (3) Als Gemeinschaft führt sie ineins damit zur &#039;&#039;Teilgabe&#039;&#039; an den eigenen Gütern bis dahin, dass das Wort &#039;&#039;koinonia&#039;&#039; selbst die Bedeutung „Spende, Kollekte“ annehmen kann (vgl. [[2Korinther 8#s4 |2 Kor 8,4]];  [[2Korinther 9#s13 |9,13]]; [[Galater 6#s6 |Gal 6,6]]; [[Philipper 4#s14 |Phil 4,14f.]]; [[Hebräer 13#s16 |Heb 13,16]]). Die Aspekte (2) und (3) sieht man sehr schön in [[Römer 15#s26 |Röm 15,26f.]]: Weil die Bürger von Makedonien und Achaja &#039;&#039;ekoinonäsan&#039;&#039; („teilhaftig geworden sind“) an geistlichen Dingen, haben sie &#039;&#039;koinonia&#039;&#039; getan („Teilgabe an eigenen Gütern gegeben“, also „Geld gespendet“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da nach einer alten Tradition aber Lukas mit Paulus bekannt war (vgl. z.B. Strelan 2008, S. 161), kann man mit etwas Vorsicht das paulinische &#039;&#039;koinonia&#039;&#039;-Konzept auch hier am Werk sehen, was auch gut mit dem Text zusammenstimmt: Dank der Apostel &#039;&#039;haben&#039;&#039; die 3000 &#039;&#039;teil&#039;&#039; an Christi Lehre (V. 42a); diese gemeinsame Teilhabe äußert sich in &#039;&#039;Gemeinschaft&#039;&#039; v.a. in Kult und Gebet (V. 42b) und diese Gemeinschaft widerum äußert sich in der &#039;&#039;Anteilgabe&#039;&#039; der anderen an den eigenen Gütern (Vv. 44f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; (dem gemeinschaftlichen Brotbrechen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;, (dem gemeinschaftlichen Brotbrechen)&#039;&#039; - Der ursprüngliche Text ließ beide Deutungen zu, da er noch keine Satzzeichen hatte: „Gemeinschaft“ und „Brotbrechen“ könnten entweder als zwei Glieder in der Reihung „Lehre der Apostel, Gemeinschaft, Brotbrechen und Gebete“ gelesen werden oder als eines („Lehre der Apostel, Gemeinschaft im Brotbrechen und Gebete“). Letzteres ist z.B. die Deutung von VUL (&#039;&#039;communicatione fractionis panis&#039;&#039;); ersteres die Deutung einiger Schreiber, die im Text ein zusätzliches „und“ zwischen „Gemeinschaft“ und „Brotbrechen“ einfügten, um die zweite Deutung auszuschließen. Dieses „und“ ist sicher erst von diesen späteren Schreibern eingefügt worden und gehört nicht zum ursprünglichen Text (so z.B. auch Fitzmyer 1998, S. 270).&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Brotbrechen&amp;lt;ref name=&amp;quot;brotbrechen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Brotbrechen&#039;&#039; (V. 42) + &#039;&#039;Brot brachen&#039;&#039; (V. 46) - Gemeint ist sicher der Vorläufer der Eucharistiefeier, der zu Zeit von Lk und Apg noch die Form eines Sättigungsmahl hatte, bei dem in Erinnerung an die Handlung Jesu beim letzten Abendmahl auch Brot gebrochen wurde. S. ebenso [[Lukas 24#s30 |Lk 24,30]].[[Lukas 24#s35 |35]]; [[Apostelgeschichte 20#s7 |Apg 20,7]].[[Apostelgeschichte 20#s11 |11]]; [[Apostelgeschichte 27#s35 |27,35]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und den Gebeten.&lt;br /&gt;
{{S|43}} [Und] es war (da entstand) {aber} Ehrfurcht (Furcht)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Es war Ehrfurcht&#039;&#039; - ein sog. „Admirationsmotiv“: Besonders Wundertaten rufen in den Evangelien und in Apg immer wieder „Ehrfurcht“ hervor, was die Wunderbarkeit der Wundertaten noch unterstreichen soll. Der nächstliegende Anlass für diese Ehrfurcht wären also die im Rest des Verses geschilderten „Wunder und Zeichen“ der Apostel (so z.B. auch Lindemann 2009, S. 218f.; Witherington 1998, S. 161) und einige Schreiber haben daher den ersten Teil des Satzes auch an das Ende des Verses verschoben; ursprünglich ist aber klar die hierige Reihenfolge: Die Ehrfurcht ist offenbar die Reaktion &#039;&#039;auf die Vorbildlichkeit der Gemeinde der Urchristen&#039;&#039; – &#039;&#039;diese&#039;&#039; ist etwas geradezu „Wunderbares“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch möglich wäre, dass der Vers nicht von der Reaktion der Umwelt auf die urchristliche Gemeinde berichtet, sondern von der Geisteshaltung der Christen: Sie halten sich an die Lehren der Apostel, an den christlichen Kult, das christliche Gebet und sind insgesamt ganz von Ehrfurcht durchdrungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; in allen Seelen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seelen&amp;quot; /&amp;gt; es geschahen sowohl viele Wunder als auch Zeichen durch die Apostel.&lt;br /&gt;
{{S|44}} {Aber} alle Glaubenden {waren} [als] Gemeinschaft (?, zusammen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinschaft&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Gemeinschaft (?, zusammen)&#039;&#039; (Vv. 44.47) - schwierige Stellen. W. V. 44: „Sie waren zusammen (&#039;&#039;epi to auto&#039;&#039;, ein aus mehreren Worten bestehendes Adverb)“. Nach dem vorangehenden Vers (und auch so) bietet der Satz in seiner wörtl. Bedeutung sehr wenig informativen Mehrwert, wenn man ihn nicht so versteht, dass die 3000 Christen über die Mahl- und Gebetsgemeinschaft hinaus auch noch eine &#039;&#039;Wohn&#039;&#039;gemeinschaft hatten (daher Fitzmyer 1998: „they &#039;&#039;lived&#039;&#039; together“). Noch merkwürdiger V. 47 „Der Herr fügte die Geretteten täglich hinzu zusammen“. In Ermangelung einer besseren Lösung folgen wir einem Vorschlag von Wilcox 1965, S. 93-100: &#039;&#039;epi to auto&#039;&#039; („zusammen“) ist tatsächlich die wörtliche Übersetzung des qumranhebräischen Adverbs &#039;&#039;jachad&#039;&#039;, das wörtl. ebenfalls „zusammen“ bedeutet, aber als stehender Begriff für die „Gemeinschaft“ der Sekte der Essener verwendet wird: „gemeinschaftlich, als Gemeinschaft“ (S. 96). Für V. 44 vgl. ebenso z.B. Capper 1995, S. 14f.; LaVerdiere 1998, S. 85; für V. 47 zusätzlich Black 1967, S. 10 FN 4; Dupont 1969, S. 907f.; Payne 1970, S. 143; auch B/N, EÜ, NeÜ, TEXT („ihrer Gemeinschaft/Vereinigung“); FREE, JJ, SCHÄF, SLT, WIL: („&#039;&#039;zur Gemeinde/Versammlung&#039;&#039;“); TAF („in der Gemeinde“). Dagegen vgl. allerdings Bauckham 2003, S. 87f.&amp;lt;/ref&amp;gt; {und}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;waren&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039; + &#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;und&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039; - Die beiden Worte fehlen in einigen Handschriften, was recht sicher die ursprüngliche Lesart ist (so richtig Barrett 2004, S. 167). Zurückzuführen sind die unterschiedlichen Lesarten wahrscheinlich auf die ungewöhnliche Verwendung von &#039;&#039;epi to auto&#039;&#039; (s. vorige FN und vgl. Ropes 1926, S. 24; Wilcox 1965, S. 97f.). Die Übersetzung „&#039;&#039;als&#039;&#039; Gemeinschaft“ folgt LaVerdiere 1998, S. 85. &amp;lt;/ref&amp;gt; sie hatten alles gemeinsam:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatten alles gemeinsam&#039;&#039; - hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|45}} {Und} [immer wieder]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[immer wieder]&#039;&#039; - „Das Verbtempus Imperfekt legt nahe, dass dies nicht ein einmaliges Geschehen war, sondern vielmehr eine wiederkerende Praxis, die vermutlich unternommen wurde, sobald Not auftrat“ (Witherington 1998, S. 162; ebenso z.B. Lindemann 2009, S. 220).&amp;lt;/ref&amp;gt; verkauften sie die Habe und die Besitztümer und verteilten sie an alle, wie jemand Bedarf hatte.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Indem sie sich täglich einmütig (einträchtig) im Tempel aufhielten und im Haus&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Haus&#039;&#039;, d.h. „in den Privathäusern“ im Unterschied zum Tempel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Brot brachen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;brotbrechen&amp;quot; /&amp;gt; nahmen sie Speise in Jubel und Schlichtheit des Herzens (jubelnd und mit lauterem Herzen) zu sich;&lt;br /&gt;
{{S|47}} sie lobten Gott und hatten Ansehen beim (waren gefällig dem) ganzen Volk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Und] der Herr {aber} fügte täglich Gerettete&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gerettete&#039;&#039; - Sicher in Anspielung an V. 21 (=[[Joel 3#s5 |Joel 3,5]]: „Gerettet“ ist der, der „den Namen des Herrn anruft“. Dies wurde von Petrus interpretiert als Ausdruck für die Taufe (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_2#note_az FN az] zu [[Apostelgeschichte 2#s38 |V. 38]]); also sind die, die sich der Gemeinde der Christen anschließen, die „Geretteten“ oder auch „die, die gerettet werden sollten“ (was sprachlich möglich und zumindest in der LF sinnvoller ist, da die Rettung vor der Zeit des Unheils ja noch aussteht).&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzu zur Gemeinschaft (?, zusammen?).&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinschaft&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die 120 Jünger Matthias als Nachfolger des Judas gewählt haben (s. [[Apostelgeschichte 1#l15 |Apg 1,15-26]]), haben sich ihre Wege wieder getrennt. In &#039;&#039;&#039;Apg 2,1-13&#039;&#039;&#039; kommen sie alle zum jüdischen Wochenfest wieder zusammen. Das kommt nicht von ungefähr: Nach [[Exodus 23#l16 |Ex 23,16f.]] sollen zu diesem Erntedankfest alle Juden auch aus fernen Ländern nach Jerusalem „zu JHWH“ kommen, also in den Tempel. Der Hinweis auf das Datum macht damit erstens plausibel, warum sich in Apg 2 alle Jünger und so viele ausländische Juden in Jerusalem aufhalten. Zweitens fällt so, nachdem bereits das Letzte Abendmahl mit dem jüdischen Pesachfest zusammengefallen ist (s. [[Lukas 22#l7|Lk 22,7-38]]), nun ein weiteres „frühchristliches Großereignis“ mit gleich mit dem nächsten großen jüdischen Festtag zusammen. Jüdische und christliche Heilsgeschichte entsprechen sich, wie das schon Leo der Große gesehen hat: „Daraus kann der aufmerksame Christ unschwer ersehen, daß der Anfang des Alten Bundes ein Vorbild des Beginns des Evangeliums war, daß der zweite Bund von demselben Geiste gegründet wurde, von dem auch der erste aufgerichtet worden ist.“ (Sermo LXXV: Predigt über das Pfingstfest).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesem Rahmen also ereignet sich das „Pfingstwunder“: Der Heilige Geist erfüllt die Jünger, diese werden daraufhin mit der Gabe der „Xenoglossie“ erfüllt (also der Gabe, in fremden Sprachen sprechen zu können, obwohl man sie gar nicht beherrscht) und auf diese Weise befähigt, den verwundert zusammenströmenden Juden aus aller Welt die Frohe Botschaft zu verkündigen und so den Grundstock für eine Mission der Juden in aller Welt zu legen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Reaktion der „Anderen“ in V. 13 ist absurd: Die Verse 2-4.6.8.11-12 machen ganz klar, dass sich hier in der Tat etwas Wunderbares ereignet. Dass sie es dennoch mit einer angeblichen Betrunkenheit der Jünger erklären wollen, stimmt damit überhaupt nicht zusammen. Noch gesteigert wird diese Absurdität durch die Verwendung von &#039;&#039;gleukos&#039;&#039; in V. 13 (s. [http://offene-bibel.de/wiki/Apostelgeschichte_2#note_p FN 13]): Nicht von Wein sollen die Jünger betrunken sein, sondern von Traubensaft. Das ist ganz so, als würde heute jemand eine eindeutige Wundertat am Morgen abtun mit: „Der hat ja nur einen Kaffeerausch!“ Das ist nicht die angemessene Reaktion; dass Jesus der Messias ist, als solcher von Gott auferweckt wurde und so auch nach seinem Tod ein Wunder wirkt, kann man „mit Sicherheit“ erkennen (V. 36).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus nimmt diese Reaktion dennoch zur Vorlage für seine erste große Missionsrede in &#039;&#039;&#039;Vv. 14-36&#039;&#039;&#039;; die Reaktion auf sie wird in &#039;&#039;&#039;Vv. 37-41&#039;&#039;&#039; geschildert. Ausgehend vor allem von [[Joel 3#s1-5 |Joel 3,1-5]] und [[Psalm 16#s8 |Ps 16,8-11]], die beide als &#039;&#039;prophetische&#039;&#039; Texte verstanden werden, aus denen sich Gottes Heilsplan ablesen lässt (s. [http://offene-bibel.de/wiki/Apostelgeschichte_2#note_al FN al]), legt er den versammelten Juden diesen Heilsplan Gottes dar. Diese Darlegungen müssen vor dem Hintergrund der &#039;&#039;&#039;Theologie des Lukas&#039;&#039;&#039; verstanden werden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Jesus ist für Lukas zunächst nicht „präexistenter Gott“, sondern ein „Mann“ (V. 22), der Gott klar untergeordnet ist (vgl. Conzelmann 1977, S. 161f.) – wenn auch freilich einer, dessen Rolle in Gottes Heilsplan von Anfang an feststeht: Er ist der erste Träger des Heiligen Geistes (s. [[Lukas 1#l35 |Lk 1,35]]), stammt aus dem Geschlecht Davids und ist daher der verheißene Messias (V. 30; s. auch [[Lukas 1#l31 |Lk 1,31-33]]), also der, der der Welt das „Heil“ bringen wird. Als solcher leitet er mit seiner Geburt einen neuen Abschnitt in Gottes Heilsplan ein (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Spezial:Bibelstelle&amp;amp;abk=lk_1#note_r FN r] zu [[Lukas 1#l51 |Lk 1,51-54]]) und als diesen hat Gott ihn auch wiederholt „beglaubigt durch die Machttaten und Wunder, die er durch ihn vollbracht hat“ (V. 22).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Zu diesem Heilsplan Gottes gehört außerdem zweierlei: Der verheißene Messias &#039;&#039;muss&#039;&#039; getötet werden (V. 23); gleichzeitig ist von ihm aber in Ps 16 verheißen, dass er nicht sterben wird (Vv. 25-28), weshalb ihn Gott nach seiner Tötung gerade noch rechtzeitig (s. [http://offene-bibel.de/wiki/Apostelgeschichte_2#note_ap FN ap]) wieder auferweckt hat (V. 24.31f.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) Und ein Drittes gilt für Jesu Rolle in Gottes Heilsplan: Es wurde „verheißen“ (V. 33), dass Jesus den Heiligen Geist, dessen Träger schon er selbst war, an seine Jünger weitergeben würde. Aus diesem Grund erweckt ihn Gott nicht nur vom Tod, sondern nimmt ihn auch noch in den Himmel auf und „macht“ (!) ihn damit endgültig zum „Herrn und Christus“ (Vv. 34-36; vgl. besonders gut Zwiep 2010, S. 143f.156).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Ausgießung des Heiligen Geistes bricht ein weiterer Abschnitt in Gottes Heilsplan an: Die „Letzten Tage“ (Vv. 17f.) haben nun begonnen (s. [http://offene-bibel.de/wiki/Apostelgeschichte_2#note_x FN x]; vgl. Fitzmyer 1998, S. 250); jene Zeitspanne, die dem „Ende der Zeit“ unmittelbar vorangehen. Sie sind allerdings noch nicht im vollen Schwange; was in Vv. 19f. geschildert wird, steht noch aus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel dieser Darlegungen&#039;&#039;&#039; ist klar; Petrus spricht es in V. 21 und &#039;&#039;&#039;Vv. 38-40&#039;&#039;&#039; gleich doppelt aus: Das Ende droht; für die Menschen gilt daher: Sie sollen umkehren und sich zu Jesus Christus bekennen, denn dann „werden sie gerettet werden“ (vgl. Kilgallen 2002, S. 86f.). Dieses umkehren-&#039;&#039;Müssen&#039;&#039; wird noch zusätzlich durch obigen Aspekt (2) forciert: Durch die Tötung des „von Gott beglaubigten Heiligen“ (Vv. 23.36) hat man größte Schuld auf sich geladen; umso drängender wird darum die Notwendigkeit zur Umkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfolg von Petri Predigt ist gewaltig. Wie gewaltig, berichten &#039;&#039;&#039;Vv. 41-47&#039;&#039;&#039;: 3000 weitere Christen schließen sich der Urgemeinde an; auf einen Schlag versechsundzwanzigfacht sich also ihre Zahl (V. 41). Dass sie nicht nur kurz überwältigt waren von der Wucht der Predigt, sagt V. 42: &#039;&#039;Beständig&#039;&#039; halten sie „sehr fest“ an der urchristlichen Theologie, am urchristlichen Kult und am urchristlichen Gebet: Sie werden auf einen Schlag zu vorbildlichen Christen – so vorbildlich, dass dies „in allen Seelen“ Ehrfurcht auslöst, was noch zusätzlich verstärkt wird durch die Wundermächtigkeit der Apostel (V. 43). Und nicht nur in religiösen Belangen sind diese frühesten Christen vorbildlich; auch im „alltäglichen“ Leben: &#039;&#039;&#039;Vv. 44f.&#039;&#039;&#039; spielen auf das alte und häufige&amp;lt;ref&amp;gt;Für Belegstellen s. Capper 1995, S. 3 FN 6&amp;lt;/ref&amp;gt; griechische Ideal der Gütergemeinschaft an (das ist deutlicher bei [[Apostelgeschichte 4#s32 |Apg 4,32-37]]; s. daher dazu die Anmerkungen zu diesem Abschnitt). Bei den Christen, sagt Lukas, war das realisiert: Man hatte „alles gemeinsam“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Es ist gut möglich, dass hier nicht nur ein Idealzustand geschildert wird, sondern dass Lukas Darstellung tatsächlich der Realität entsprach: Bei den Essenern, einer alten jüdischen Sekte, war eine solche Gütergemeinschaft ebenfalls realisiert, was Lukas Darstellung plausibel macht.&amp;lt;ref&amp;gt;So richtig z.B. Capper 1995, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man vergleiche z.B.:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt;1QS VI 18-20: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;18&#039;&#039;&#039; Hat [einer ein Jahr bei den Essenern verbracht] [...] &#039;&#039;&#039;19&#039;&#039;&#039; bringe er auch seinen Besitz darin ein und seine Arbeits(erträge), (und zwar) zu Händen des &#039;&#039;&#039;20&#039;&#039;&#039; Aufsehers über die Arbeit der Vollmitglieder.&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1QS VII 6-8: &#039;&#039;[... Wenn einer sich] &#039;&#039;&#039;6&#039;&#039;&#039; gegenüber einem Besitztum der [Essener] fahrlässig verhält, so daß es verloren geht, dann erstattet er es &#039;&#039;&#039;7&#039;&#039;&#039; persönlich. ... &#039;&#039;&#039;8&#039;&#039;&#039; Und falls er es nicht zu erstatten vermag, wird er sechzig Tage bestraft.&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt;CD XIV 12-16: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039; Einen Lohn &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039; von zwei Tagen mindestens für jeden Monat gebe man zu Händen des Aufsehers und der Richter. &#039;&#039;&#039;14&#039;&#039;&#039; Davon soll man erstatten ihren Verlust und davon soll man unterstützen den Elenden und den Armen, den Alten, &#039;&#039;&#039;15&#039;&#039;&#039; der gebrechlich ist, den Mann, der geschlagen ist, den, der zu einem fremden Volk verschleppt worden ist, die Jungfrau, die &#039;&#039;&#039;16&#039;&#039;&#039; keinen Löser hat, und den Knaben, um den keiner sich kümmert, und jede Arbeit der Gemeinschaft.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Üss. nach Maier 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die Verhältnisse, die sich aus diesen Stellen rekonstruieren lassen, dürften in etwa denen entsprechen, die auch Lukas in Apg darstellt: Mit dem Eintritt in die christliche Gemeinschaft verkaufte man &#039;&#039;etwas&#039;&#039; (s. [[Apostelgeschichte 5#s1 |Apg 5,1-11]];&amp;lt;ref&amp;gt;Zu diesem Abschnitt vgl. übrigens 1QS VI 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; bes. V. 4 und vgl. CD XIV 12f.; eigener Besitz neben dem Gemeinschaftsbesitz ist auch für 1QS vorauszusetzen, s. 1QS VII 6-8) von seinen Eigentümern und übergab es zur Verwaltung den Aposteln (s. [[Apostelgeschichte 4#s34 |Apg 4,34f.]] und vgl. 1QS VI 20; CD XIV 13). Hatte jemand über das hinaus, was er ohnehin noch besaß, Not, wurde er aus diesem Gemeinschaftsbesitz unterstützt (s. [[Apostelgeschichte 2#s45 |Apg 2,45]]; [[Apostelgeschichte 4#s34 |4,34f.]] und vgl. CD XIV 14-16). Typische Empfänger solcher Unterstützungen waren die sozial benachteiligten Gruppen: In Apg werden die Witwen erwähnt ([[Apostelgeschichte 6#s1 |Apg 6,1]]); in CD XIV 14-16 findet sich eine sehr viel längere Liste.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 46f.&#039;&#039;&#039; schließlich stellen abschließend noch eine Art psychologisches Gutachten für die Gemeinde der Urchristen aus: Nicht nur leben sie vorbildlich, sondern es geht ihnen auch noch gut damit (sie sind „freudigen Herzens“, V. 46); auch vonseiten ihrer Mitbürger genießen sie allgemeine Anerkennung für ihren Lebensstil (V. 47). Wenig überraschend, dass sich ob dieses Gemeindeprofils immer mehr Menschen der Gemeinde der „Geretteten“ anschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Apostelgeschichte_20&amp;diff=25268</id>
		<title>Diskussion:Apostelgeschichte 20</title>
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		<updated>2017-03-21T20:22:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: /* Zitierte Werke */ mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = &lt;br /&gt;
vv 16-31 Benjamin&lt;br /&gt;
vv 32-35 Xobin&lt;br /&gt;
vv 36-38 Benjamin&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = &lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitierte Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker, U. 2000. μακάριος. Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament. Wuppertal, Neukirchen: SCM R. Brockhaus, 1642–1644.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böttrich, C. 2013. Jerusalemkollekte. Online im Internet: URL: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51864/ [Stand: 15.02.2017]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruce, F.F. 1990. The acts of the Apostles: the Greek text with introduction and commentary. 3., überarb. und erw. Aufl. Eerdman: Grand Rapids, Mich. [u.a.].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bullinger, E.W. 1898. Figures of speech used in the Bible. London: Eyre &amp;amp; Spottiswoode;  New York: E. &amp;amp; J. B. Young &amp;amp; Co. Online im Internet: URL: http://archive.org/details/figuresofspeechu00bull [Stand: 20.02.2017]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dupont, J. 1966. Paulus an die Seelsorger. Das Vermächtnis von Milet. Düsseldorf: Patmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnabel, E.J. 2002. Urchristliche Mission. Wuppertal: Brockhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stott, J.R.W. 2000. Die Botschaft der Apostelgeschichte: ein exegetisch-homiletischer Kommentar. Holzgerlingen: Hänssler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zmijewski, J. 1994. Die Apostelgeschichte. Regensburg: Pustet. (RNT).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== v. 34 ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese meine Hände gedient haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: 1) &amp;quot;diese meine Hände&amp;quot; klingt auf deutsch umständlich. Was haltet ihr von &amp;quot;meine eigenen Händen&amp;quot; ? Man könnte es auch nach vorne ziehen, um die Betonung zu verstärken.&lt;br /&gt;
: 2) Im Kontext geht es darum, dass Paulus explizit erklärt, dass er für seinen eigenen Lebensunterhalt gesorgt hat und den Ephesern also nicht zur Last gefallen ist. Darum würde ich &amp;quot;dienen&amp;quot; hier mit &amp;quot;sorgen für&amp;quot; übersetzen:&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Ihr selbst wisst: meine eigenen Hände haben für meine Bedürfnisse gesorgt und für die, die bei mir waren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 11:35, 10. Feb. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== v. 35 ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet, es notwendig ist, den Schwachen (Kranken) zu helfen und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: &amp;quot;Geben ist seliger (macht glücklicher) als Nehmen.&amp;quot;&amp;quot;&lt;br /&gt;
: 1) &amp;quot;Alles&amp;quot; : &amp;quot;Durch alles&amp;quot; macht inhaltlich mehr Sinn (vgl. Haubeck/Siebenthal: &amp;quot;Akk. der Beziehung: in jeder Hinsicht, immer und überall, überhaupt&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: 2) &amp;quot;während man arbeitet&amp;quot;: Ptz. wurde hier temp. aufgelöst. Ich würde eher modal (indem man arbeitet) oder konzessiv (auch wenn man sich abmüht) vorschlagen.&lt;br /&gt;
: 3) &amp;quot;Es ist notwendig&amp;quot;: Die pragmatische Funktion dieses Satzes ist nicht deskriptiv, sondern präskriptiv (Paulus will hier nicht allgemein beschreiben, was man machen müsste, sondern fordert die Epheser damit auf, seinem Vorbild zu folgen.). Das wird deutlicher, wenn man die &amp;quot;wir müssen&amp;quot;-Variante wählen:&lt;br /&gt;
:: In allem habe ich euch [durch mein Vorbild] gezeigt: Wir müssen den Kranken (Schwachen) helfen, indem wir uns abmühen. Wir müssen uns an die Worte unseren Herrn Jesus erinnern, der selbst gesagt hat: &amp;quot;Es macht glücklicher (seliger) zu geben, als zu nehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 12:14, 10. Feb. 2017 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
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		<title>Diskussion:Apostelgeschichte 20</title>
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		<updated>2017-03-21T20:22:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: Zitate&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = &lt;br /&gt;
vv 16-31 Benjamin&lt;br /&gt;
vv 32-35 Xobin&lt;br /&gt;
vv 36-38 Benjamin&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = &lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitierte Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker, U. 2000. μακάριος. Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament. Wuppertal, Neukirchen: SCM R. Brockhaus, 1642–1644.&lt;br /&gt;
Böttrich, C. 2013. Jerusalemkollekte. Online im Internet: URL: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51864/ [Stand: 15.02.2017]&lt;br /&gt;
Bruce, F.F. 1990. The acts of the Apostles: the Greek text with introduction and commentary. 3., überarb. und erw. Aufl. Eerdman: Grand Rapids, Mich. [u.a.].&lt;br /&gt;
Bullinger, E.W. 1898. Figures of speech used in the Bible. London: Eyre &amp;amp; Spottiswoode;  New York: E. &amp;amp; J. B. Young &amp;amp; Co. Online im Internet: URL: http://archive.org/details/figuresofspeechu00bull [Stand: 20.02.2017]&lt;br /&gt;
Dupont, J. 1966. Paulus an die Seelsorger. Das Vermächtnis von Milet. Düsseldorf: Patmos.&lt;br /&gt;
Schnabel, E.J. 2002. Urchristliche Mission. Wuppertal: Brockhaus.&lt;br /&gt;
Stott, J.R.W. 2000. Die Botschaft der Apostelgeschichte: ein exegetisch-homiletischer Kommentar. Holzgerlingen: Hänssler.&lt;br /&gt;
Zmijewski, J. 1994. Die Apostelgeschichte. Regensburg: Pustet. (RNT).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== v. 34 ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese meine Hände gedient haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: 1) &amp;quot;diese meine Hände&amp;quot; klingt auf deutsch umständlich. Was haltet ihr von &amp;quot;meine eigenen Händen&amp;quot; ? Man könnte es auch nach vorne ziehen, um die Betonung zu verstärken.&lt;br /&gt;
: 2) Im Kontext geht es darum, dass Paulus explizit erklärt, dass er für seinen eigenen Lebensunterhalt gesorgt hat und den Ephesern also nicht zur Last gefallen ist. Darum würde ich &amp;quot;dienen&amp;quot; hier mit &amp;quot;sorgen für&amp;quot; übersetzen:&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Ihr selbst wisst: meine eigenen Hände haben für meine Bedürfnisse gesorgt und für die, die bei mir waren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 11:35, 10. Feb. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== v. 35 ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet, es notwendig ist, den Schwachen (Kranken) zu helfen und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: &amp;quot;Geben ist seliger (macht glücklicher) als Nehmen.&amp;quot;&amp;quot;&lt;br /&gt;
: 1) &amp;quot;Alles&amp;quot; : &amp;quot;Durch alles&amp;quot; macht inhaltlich mehr Sinn (vgl. Haubeck/Siebenthal: &amp;quot;Akk. der Beziehung: in jeder Hinsicht, immer und überall, überhaupt&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: 2) &amp;quot;während man arbeitet&amp;quot;: Ptz. wurde hier temp. aufgelöst. Ich würde eher modal (indem man arbeitet) oder konzessiv (auch wenn man sich abmüht) vorschlagen.&lt;br /&gt;
: 3) &amp;quot;Es ist notwendig&amp;quot;: Die pragmatische Funktion dieses Satzes ist nicht deskriptiv, sondern präskriptiv (Paulus will hier nicht allgemein beschreiben, was man machen müsste, sondern fordert die Epheser damit auf, seinem Vorbild zu folgen.). Das wird deutlicher, wenn man die &amp;quot;wir müssen&amp;quot;-Variante wählen:&lt;br /&gt;
:: In allem habe ich euch [durch mein Vorbild] gezeigt: Wir müssen den Kranken (Schwachen) helfen, indem wir uns abmühen. Wir müssen uns an die Worte unseren Herrn Jesus erinnern, der selbst gesagt hat: &amp;quot;Es macht glücklicher (seliger) zu geben, als zu nehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 12:14, 10. Feb. 2017 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_20&amp;diff=25266</id>
		<title>Apostelgeschichte 20</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_20&amp;diff=25266"/>
		<updated>2017-03-21T20:20:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: Noch mehr Kommentare. Diese Kommentare stammen aus meiner Exegese zu diesem Abschnitt. Sie dürfen gerne gekürzt oder weiterverarbeitet werden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
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{{S|11}} &lt;br /&gt;
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{{S|12}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn Paulus hatte es sich vorgenommen (entschieden), an Ephesus vorbei zu fahren, um keine Zeit in [der Provinz] Asien zu verlieren; denn er beeilte sich, um am Tag des Pfingstfestes in Jerusalem zu sein, wenn es [ihm] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Von Milet [aus] sandte er [eine Nachricht] nach Ephesus&amp;lt;ref&amp;gt;Sowohl Ephesus als auch Milet sind Hafenstädte. Sie sind ca. 70 km voneinander entfernt, also etwa 2–3 Tagesreisen (Schnabel 2002, 1177). Milet wird als unbedeutende Stadt dargestellt: es scheint keine Gemeinde dort zu geben, und selbst die Wolle, für die diese Handelsstadt berühmt war, wird nicht erwähnt. &amp;lt;/ref&amp;gt;, um die Ältesten der Kirche zu sich kommen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Als sie bei ihm angekommen waren&amp;lt;ref&amp;gt;tFN: Zeitform hier Aor. Inhaltlich macht Vorvergangenheit mehr Sinn.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagte er ihnen: &amp;quot;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wisst, wie von dem ersten Tag an, als ich Asien betrat&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus erinnert an seine Ankunft in Ephesus, die Hauptstadt der römischen Provinz Asia/Asien. Wir wissen von zwei Aufenthalten: sein erster Aufenthalt war am Ende der zweiten Missionsreise (Apg 18,19). Sein längerer Aufenthalt folgt erst in der dritten Missionsreise: in Apg 19,10 werden 2 Jahre erwähnt, nachdem er bereits 3 Monate in den Synagogen gepredigt hatte (Apg 19,8). Die Angabe drei Jahre (V. 31) könnte der inklusiven Zählung zugrunde liegen, bei der angebrochene Jahre mitgezählt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ganze Zeit (immer) mit (bei) euch gewesen bin,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} indem ich dem Herrn diente mit aller Demut (Bescheidenheit) und [unter] Tränen und Versuchungen (Prüfungen, Anfechtungen)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung kann nicht wiedergeben, dass die drei Verhaltensweisen (Demut, Tränen und Versuchungen) hier grammatikalisch gleichgeordnet sind, sie sind Charakteristika für den Dienst des Paulus.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die mir entgegentraten (begegneten) in den Anschlägen der Juden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} [Ihr wisst auch,] wie ich nichts von dem zurückhielt (vorenthielt, verschwieg), was für euch hilfreich ist&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. V. 27, der fast parallel aufgebaut ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;, indem ich es nicht verkündige&amp;lt;ref&amp;gt;Die doppelte Verneinung „[es gibt] nichts, was ich euch nicht verkündigt hätte“, betont die Vollständigkeit seiner Lehre: er hat nichts verschwiegen, den ganzen Willen Gottes gepredigt, und zwar sowohl den Juden als auch den Griechen; sowohl öffentlich als auch privat, also: mit vollem Einsatz. (Zmijewski 1994, 741) &amp;lt;/ref&amp;gt;. [Nein, ] ich habe euch gelehrt öffentlich und in [euren] Häusern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} indem ich sowohl den Juden als auch den Griechen eindrücklich&amp;lt;ref&amp;gt;διαμαρτυρόμαι ist stärker als „bezeugen“ (so ELB, LUT, SCHL): durch die Vorsilbe δια- hat es eine feierlichen, beschwörenden Klang (Haubeck &amp;amp; Siebenthal 2007, 814)&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeugte, dass sie zu Gott umkehren und an unseren Herrn Jesus Christus glauben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und nun, siehe, [weil] ich an den Geist gebunden (gefesselt) bin&amp;lt;ref&amp;gt;tFN: Welcher Geist ist hier gemeint? Ist hier der Heilige Geist gemeint, also „gebunden durch den (Heiligen) Geist“ (dat. instrumentalis, so LUT, NGÜ, NIV)? Dann ist seltsam, dass die Qualifizierung „heilig“ hier fehlt, in V. 23 aber erwähnt wird. Allerdings wird „Geist“ und „Heiliger Geist“ in der Apostelgeschichte oft austauschbar verwendet (am deutlichsten Apg 2,4; 8,17–19). Oder handelt es sich um einen idiomatischen Superlativ der geistigen Tätigkeit des Paulus („mit fester Entschlossenheit“, so Bullinger 1898, 832)? Dafür würde sprechen, dass bereits in Apg 19,21 von dieser Entscheidung mit dem Idiom „im Geist“ gesprochen wird. In diesem Fall würde es sich hier um eine Wiederholung und Steigerung („gebunden“) handeln. Wir schließen uns der Entscheidung von Bruce (1990, 413) an, der beide Alternativen nennt und sich für die erste Variante entscheidet für beide Stellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, gehe ich nach Jerusalem und weiß nicht, welche [Dinge] mir dort geschehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} [Ich weiß] nur, dass der Heilige Geist mir in jeder Stadt sagt, dass mich Fesseln und Bedrängnis erwarten&amp;lt;ref&amp;gt;Erst in Apg 21,11 wird die Warnung konkreter: „fremde Nationen“ werden ihn fesseln (was in Apg 21,33 geschah)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Aber mein Leben ist nicht der Rede wert.&amp;lt;ref&amp;gt;Die grammatikalische Konstruktion ist hier schwierig zu deuten, weil zwei emphatische Ausdrücke kombiniert werden, inhaltlich aber ist klar: Paulus hält sein Leben „für absolut wertlos“ (Dupont 1966, 67f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn ich nur meinen Lauf (Wettlauf) vollenden (beenden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;: SCHL fügt hier hinzu, &amp;quot;mit Freuden&amp;quot;. (textus receptus)&amp;lt;/ref&amp;gt; könnte, den Dienst, den ich durch den Herrn Jesus bekommen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und nun, siehe, &#039;&#039;ich&#039;&#039; weiß (bin mir sicher), dass keiner mehr mein Angesicht sehen wird, ihr alle, unter denen ich das Königreich [Gottes] verkündet (gepredigt) habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darum bezeuge ich an diesem Tag, dass ich rein (unschuldig) bin von dem Blut aller.&amp;lt;ref&amp;gt;Apg 18,6 zeigt, dass er mit dem Blut die fehlende Errettung meint, also „Ich bin unschuldig, wenn einer von euch verloren geht.“ (vgl. Zmijewski 1994, 743). Aber ist nicht jeder für seine eigene Errettung zuständig? Hier hilft ein Verweis auf Wächteramt von Hesekiel: wenn der Prophet Gottes Gerichtswarnung verschweigt, so wird das Gericht den Gottlosen treffen, die Blutschuld aber Hesekiel (Hes 3,18;33,6).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Denn ich habe nicht verschwiegen, sondern euch den ganzen Willen (Absicht, Plan) Gottes verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Richtet euren Sinn (Gebt acht) auf euch selbst und die ganze Herde, in der euch der Heiligen Geist zu Aufseher (Bischöfe, Hirten, Pastoren)&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesen Aufsehern (ἐπισκόποι) handelt es sich um die gleiche Personengruppe wie in V. 17: Älteste (πρεσβυτέροι). Wir denken bei Ältesten und Bischöfe zuerst an Autorität und Hierarchie; dies wäre hier anachronistisch. Zu der damaligen Zeit waren beide Begriffe wohl Umschreibungen für die gleiche Aufgabe: sich um die Gemeinde fürsorglich zu kümmern. Paulus erinnert hier an die Verantwortung ihrer Leiterrolle. (vgl. Stott 2000, 473)&amp;lt;/ref&amp;gt; bestellt hat, damit ihr die Gemeinde Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: viele Handschriften haben hier &amp;quot;Gemeinde des Herrn&amp;quot;. Vgl. Metzger 1971, 425-427&amp;lt;/ref&amp;gt; weidet (für sie sorgt), die er erwählt hat durch sein eigenes Blut&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. durch den Blut seines eigenes [Sohnes]. Vgl. NSS; Dupont: &amp;quot;Paulus an die Seelsorger (1966), S. 107-109&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; weiß, dass mit meiner Abreise [immer wieder]&amp;lt;ref&amp;gt;Präsens-Stamm, durativ-iterativ.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefährliche Wölfe hereinbrechen werden in eurer [Mitte]. Sie werden die Herde nicht verschonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und aus euch selbst (aus eurer Mitte) werden Menschen auftreten, die Verdrehtes reden, um die Jünger wegzuziehen hinter ihnen her&amp;lt;ref&amp;gt;Also: die Jünger aus der Herde zu entfernen. Stattdessen schließen sie sich diesen Irrlehrern an.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Darum wachet; erinnert euch daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufhörte, jeden von euch unter Tränen zu ermahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort (Botschaft) seiner Gnade an, das&amp;lt;ref&amp;gt;LUT: &amp;quot;der&amp;quot; fähig ist, also Gott. Das Relativpronomen kann sich tatsächlich auf beides beziehen, denn θεός und λόγος haben den gleichen Genus. Im Kontext der Verse 20.24.27 ist es allerdings wahrscheinlicher, dass Paulus hier die Predigt meint, dessen Inhalt die Gnade ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; kräftig (fähig) ist, [euch] aufzubauen und [euch] das Erbteil (Erbe) unter allen Geheiligten zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Silber oder Gold&amp;lt;ref&amp;gt;Silber oder Gold: Paraphrastisch für &amp;quot;Geld&amp;quot;. Könnte in der Lesefassung als &amp;quot;Münzen oder Scheine&amp;quot; wiedergegeben werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Kleidung habe ich von niemandem verlangt (begehrt). &amp;lt;ref&amp;gt;Als Hintergrund für die nun folgende Ermahnung muss uns bewusst sein: Paulus hat die Jersualem-Kollekte dabei. Lukas erwähnt diese nicht explizit, aber Apg 20,4 deutet stark auf die anvisierte Delegation der Gemeinden (1Kor 16,3) hin (Böttrich 2013). Diese Kollekte ist eine freiwillige Gabe (2Kor 8,3.8; 9,7), die die Verbundenheit der überwiegende heidenchristlichen Gemeinden mit den Judenchristen in Jerusalem ausdrückt (Gal 2,10), und für die Armen in Jerusalem bestimmt ist (2Kor 9,7).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese meine&amp;lt;ref&amp;gt;Betonung. Vielleicht auf deutsch: &amp;quot;meine &#039;&#039;eigenen&#039;&#039; Hände&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Hände gedient haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Er hat selbst den Unterhalt für sich und seine Begleiter erarbeitet. Dass dies nicht selbstverständlich war, wird in 1Kor 9 deutlich: natürlich haben die Leviten, und damit auch die Wanderprediger (1Kor 9,14), Recht auf Unterhalt. Er verzichtet darauf, nicht weil es von Gott so befohlen ist, sondern freiwillig, um der Verbreitung des Evangeliums in keinster Weise ein Hindernis zu sein (1Kor 9,12). Als er im Gefängnis ist, nimmt er eine Gabe von den Philippern dankend an (Phil 4,10–18).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet (sich abmüht), es&amp;lt;ref&amp;gt;Im Griechischen fehlt das Subjekt. Darum haben die Übersetzung hier verschiedene Formulierungen gewählt: man (soll/kann ...) (ELB, LUT, SCHL, EU, HFA), wir (NGÜ, GNB, NeÜ, NIV), ihr (NLB, KJV).&amp;lt;/ref&amp;gt; notwendig ist, den Schwachen (Kranken) zu helfen&amp;lt;ref&amp;gt;Er begründet sein Verhalten mit dem jüdischen Wohlfahrtsgedanken: wer etwas hat, soll mit dem Teilen, der nicht genug hat (5Mo 24,19; Sach 7,9f; Lk 3,11). &amp;lt;/ref&amp;gt; und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: &#039;Geben ist seliger (macht glücklicher)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort μακάριος hat dabei sowohl einen horizontalen, als auch einen vertikalen Aspekt: es macht glücklicher, aber auch: es ist gesegneter (Becker 2000, 1642f). &amp;lt;/ref&amp;gt; als Nehmen.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Jesus-Wort ist nicht in den Evangelien überliefert. Aber vgl. Lk 6,38&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und als er das gesagt hatte, kniete er sich hin und betete mit ihnen allen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Danach fingen alle laut (stark, viel) an zu weinen, sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn immer wieder&amp;lt;ref&amp;gt;Impf - durativ iterativ (oder linear: sie hörten nicht auf, ihn zu küssen). Beides spricht von einem längerem Abschied.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} Am meisten bekümmerte sie {das Wort}, dass er {ihnen} gesagt hatte, dass sie ihn nicht mehr persönlich sehen werden. Dann begleiteten&amp;lt;ref&amp;gt;w. sie statteten ihn zur Weiterreise aus. D.h. sie taten alles, was sie konnten, um Paulus ein letztes Mal Ehre zu erweisen. Antike Gastfreundschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; sie ihn zum Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;16-38&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Paulus verabschiedet sich hier von den der Leitung der Gemeinde, die er selbst gegründet hat. Es ist die einzige Rede in der Apostelgeschichte, die an Christen gerichtet ist; aus diesem Grund hat sie starke Ähnlichkeiten mit den Briefen des Paulus. Anhand seines Vorbildes ermahnt er die Gemeinde zur Nachfolge. Lukas berichtet nur diese Abschiedsrede, obwohl sich Paulus auf der Reise nach Jerusalem sich auch mit anderen Gemeinden getroffen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_20&amp;diff=25265</id>
		<title>Apostelgeschichte 20</title>
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		<updated>2017-03-21T20:03:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: kommentare&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn Paulus hatte es sich vorgenommen (entschieden), an Ephesus vorbei zu fahren, um keine Zeit in [der Provinz] Asien zu verlieren; denn er beeilte sich, um am Tag des Pfingstfestes in Jerusalem zu sein, wenn es [ihm] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Von Milet [aus] sandte er [eine Nachricht] nach Ephesus&amp;lt;ref&amp;gt;Sowohl Ephesus als auch Milet sind Hafenstädte. Sie sind ca. 70 km voneinander entfernt, also etwa 2–3 Tagesreisen (Schnabel 2002, 1177). Milet wird als unbedeutende Stadt dargestellt: es scheint keine Gemeinde dort zu geben, und selbst die Wolle, für die diese Handelsstadt berühmt war, wird nicht erwähnt. &amp;lt;/ref&amp;gt;, um die Ältesten der Kirche zu sich kommen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Als sie bei ihm angekommen waren&amp;lt;ref&amp;gt;tFN: Zeitform hier Aor. Inhaltlich macht Vorvergangenheit mehr Sinn.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagte er ihnen: &amp;quot;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wisst, wie von dem ersten Tag an, als ich Asien betrat&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus erinnert an seine Ankunft in Ephesus, die Hauptstadt der römischen Provinz Asia/Asien. Wir wissen von zwei Aufenthalten: sein erster Aufenthalt war am Ende der zweiten Missionsreise (Apg 18,19). Sein längerer Aufenthalt folgt erst in der dritten Missionsreise: in Apg 19,10 werden 2 Jahre erwähnt, nachdem er bereits 3 Monate in den Synagogen gepredigt hatte (Apg 19,8). Die Angabe drei Jahre (V. 31) könnte der inklusiven Zählung zugrunde liegen, bei der angebrochene Jahre mitgezählt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ganze Zeit (immer) mit (bei) euch gewesen bin,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} indem ich dem Herrn diente mit aller Demut (Bescheidenheit) und [unter] Tränen und Versuchungen (Prüfungen, Anfechtungen)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung kann nicht wiedergeben, dass die drei Verhaltensweisen (Demut, Tränen und Versuchungen) hier grammatikalisch gleichgeordnet sind, sie sind Charakteristika für den Dienst des Paulus.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die mir entgegentraten (begegneten) in den Anschlägen der Juden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} [Ihr wisst auch,] wie ich nichts von dem zurückhielt (vorenthielt, verschwieg), was für euch hilfreich ist&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. V. 27, der fast parallel aufgebaut ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;, indem ich es nicht verkündige&amp;lt;ref&amp;gt;Die doppelte Verneinung „[es gibt] nichts, was ich euch nicht verkündigt hätte“, betont die Vollständigkeit seiner Lehre: er hat nichts verschwiegen, den ganzen Willen Gottes gepredigt, und zwar sowohl den Juden als auch den Griechen; sowohl öffentlich als auch privat, also: mit vollem Einsatz. (Zmijewski 1994, 741) &amp;lt;/ref&amp;gt;. [Nein, ] ich habe euch gelehrt öffentlich und in [euren] Häusern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} indem ich sowohl den Juden als auch den Griechen eindrücklich&amp;lt;ref&amp;gt;διαμαρτυρόμαι ist stärker als „bezeugen“ (so ELB, LUT, SCHL): durch die Vorsilbe δια- hat es eine feierlichen, beschwörenden Klang (Haubeck &amp;amp; Siebenthal 2007, 814)&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeugte, dass sie zu Gott umkehren und an unseren Herrn Jesus Christus glauben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und nun, siehe, [weil] ich an den Geist gebunden bin&amp;lt;ref&amp;gt;tFN: Welcher Geist ist hier gemeint? Ist hier der Heilige Geist gemeint, also „gebunden durch den (Heiligen) Geist“ (dat. instrumentalis, so LUT, NGÜ, NIV)? Dann ist seltsam, dass die Qualifizierung „heilig“ hier fehlt, in V. 23 aber erwähnt wird. Allerdings wird „Geist“ und „Heiliger Geist“ in der Apostelgeschichte oft austauschbar verwendet (am deutlichsten Apg 2,4; 8,17–19). Oder handelt es sich um einen idiomatischen Superlativ der geistigen Tätigkeit des Paulus („mit fester Entschlossenheit“, so Bullinger 1898, 832)? Dafür würde sprechen, dass bereits in Apg 19,21 von dieser Entscheidung mit dem Idiom „im Geist“ gesprochen wird. In diesem Fall würde es sich hier um eine Wiederholung und Steigerung („gebunden“) handeln. Wir schließen uns der Entscheidung von Bruce (1990, 413) an, der beide Alternativen nennt und sich für die erste Variante entscheidet für beide Stellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, gehe ich nach Jerusalem und weiß nicht, welche Dinge mir dort geschehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} [Ich weiß] nur, dass der Heilige Geist mir in jeder Stadt sagt, dass mich Fesseln und Bedrängnis erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Aber mein Leben ist nicht der Rede wert. Wenn ich nur meinen Lauf (Wettlauf) vollenden (beenden) könnte, den Dienst, den ich durch den Herrn Jesus bekommen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und nun, siehe, &#039;&#039;ich&#039;&#039; weiß (bin mir sicher), dass keiner mehr mein Angesicht sehen wird, ihr alle, unter denen ich das Königreich [Gottes] verkündet (gepredigt) habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darum bezeuge ich an diesem Tag, dass ich rein (unschuldig) bin von dem Blut aller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Denn ich habe nicht verschwiegen, sondern euch den ganzen Willen (Absicht, Plan) Gottes verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Richtet euren Sinn (Gebt acht) auf euch selbst und die ganze Herde, in der euch der Heiligen Geist zu Aufseher (Bischöfe, Hirten, Pastoren) bestellt hat, damit ihr die Gemeinde Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: viele Handschriften haben hier &amp;quot;Gemeinde des Herrn&amp;quot;. Vgl. Metzger 1971, 425-427&amp;lt;/ref&amp;gt; weidet (für sie sorgt), die er erwählt hat durch sein eigenes Blut&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. durch den Blut seines eigenes [Sohnes]. Vgl. NSS; Dupont: &amp;quot;Paulus an die Seelsorger (1966), S. 107-109&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; weiß, dass mit meiner Abreise [immer wieder]&amp;lt;ref&amp;gt;Präsens-Stamm, durativ-iterativ.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefährliche Wölfe hereinbrechen werden in eurer [Mitte]. Sie werden die Herde nicht verschonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und aus euch selbst (aus eurer Mitte) werden Menschen auftreten, die Verdrehtes reden, um die Jünger wegzuziehen hinter ihnen her&amp;lt;ref&amp;gt;Also: die Jünger aus der Herde zu entfernen. Stattdessen schließen sie sich diesen Irrlehrern an.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Darum wachet; erinnert euch daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufhörte, jeden von euch unter Tränen zu ermahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort (Botschaft) seiner Gnade an, das kräftig (fähig) ist, [euch] aufzubauen und [euch] das Erbteil (Erbe) unter allen Geheiligten zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Silber oder Gold&amp;lt;ref&amp;gt;Silber oder Gold: Paraphrastisch für &amp;quot;Geld&amp;quot;. Könnte in der Lesefassung als &amp;quot;Münzen oder Scheine&amp;quot; wiedergegeben werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Kleidung habe ich von niemandem verlangt (begehrt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese meine&amp;lt;ref&amp;gt;Betonung. Vielleicht auf deutsch: &amp;quot;meine &#039;&#039;eigenen&#039;&#039; Hände&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Hände gedient haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet (sich abmüht), es&amp;lt;ref&amp;gt;Im Griechischen fehlt das Subjekt. Darum haben die Übersetzung hier verschiedene Formulierungen gewählt: man (soll/kann ...) (ELB, LUT, SCHL, EU, HFA), wir (NGÜ, GNB, NeÜ, NIV), ihr (NLB, KJV).&amp;lt;/ref&amp;gt; notwendig ist, den Schwachen (Kranken) zu helfen und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: &#039;Geben ist seliger (macht glücklicher) als Nehmen.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Jesus-Wort ist nicht in den Evangelien überliefert. Aber vgl. Lk 6,38&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und als er das gesagt hatte, kniete er sich hin und betete mit ihnen allen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Danach fingen alle laut (stark, viel) an zu weinen, sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn immer wieder&amp;lt;ref&amp;gt;Impf - durativ iterativ (oder linear: sie hörten nicht auf, ihn zu küssen). Beides spricht von einem längerem Abschied.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} Am meisten bekümmerte sie {das Wort}, dass er {ihnen} gesagt hatte, dass sie ihn nicht mehr persönlich sehen werden. Dann begleiteten&amp;lt;ref&amp;gt;w. sie statteten ihn zur Weiterreise aus. D.h. sie taten alles, was sie konnten, um Paulus ein letztes Mal Ehre zu erweisen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie ihn zum Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;16-38&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Paulus verabschiedet sich hier von den der Leitung der Gemeinde, die er selbst gegründet hat. Es ist die einzige Rede in der Apostelgeschichte, die an Christen gerichtet ist; aus diesem Grund hat sie starke Ähnlichkeiten mit den Briefen des Paulus. Anhand seines Vorbildes ermahnt er die Gemeinde zur Nachfolge. Lukas berichtet nur diese Abschiedsrede, obwohl sich Paulus auf der Reise nach Jerusalem sich auch mit anderen Gemeinden getroffen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_20&amp;diff=25264</id>
		<title>Apostelgeschichte 20</title>
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		<updated>2017-03-21T19:43:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{S|9}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn Paulus hatte es sich vorgenommen (entschieden), an Ephesus vorbei zu fahren, um keine Zeit in [der Provinz] Asien zu verlieren; denn er beeilte sich, um am Tag des Pfingstfestes in Jerusalem zu sein, wenn es [ihm] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Von Milet [aus] sandte er [eine Nachricht] nach Ephesus, um die Ältesten der Kirche zu sich kommen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Als sie bei ihm angekommen waren&amp;lt;ref&amp;gt;tFN: Zeitform hier Aor. Inhaltlich macht Vorvergangenheit mehr Sinn.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagte er ihnen: &amp;quot;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; wisst, wie von dem ersten Tag an, als ich Asien&amp;lt;ref&amp;gt;Damals: Provinz des römischen Reiches&amp;lt;/ref&amp;gt; betrat, die ganze Zeit (immer) mit (bei) euch gewesen bin,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} indem ich dem Herrn diente mit aller Demut (Bescheidenheit) und [unter] Tränen und Versuchungen (Prüfungen, Anfechtungen), die mir entgegentraten (begegneten) in den Anschlägen der Juden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} [Ihr wisst auch,] wie ich nichts von dem zurückhielt (vorenthielt, verschwieg), was für euch hilfreich ist, indem ich es nicht verkündige. [Nein, ] ich habe euch gelehrt öffentlich und in [euren] Häusern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} indem ich sowohl den Juden als auch den Griechen eindrücklich bezeugte, dass sie zu Gott umkehren und an unseren Herrn Jesus Christus glauben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und nun, siehe, [weil] ich an den Geist gebunden bin, gehe ich nach Jerusalem und weiß nicht, welche Dinge mir dort geschehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} [Ich weiß] nur, dass der Heilige Geist mir in jeder Stadt sagt, dass mich Fesseln und Bedrängnis erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Aber mein Leben ist nicht der Rede wert. Wenn ich nur meinen Lauf (Wettlauf) vollenden (beenden) könnte, den Dienst, den ich durch den Herrn Jesus bekommen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und nun, siehe, &#039;&#039;ich&#039;&#039; weiß (bin mir sicher), dass keiner mehr mein Angesicht sehen wird, ihr alle, unter denen ich das Königreich [Gottes] verkündet (gepredigt) habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darum bezeuge ich an diesem Tag, dass ich rein (unschuldig) bin von dem Blut aller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Denn ich habe nicht verschwiegen, sondern euch den ganzen Willen (Absicht, Plan) Gottes verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Richtet euren Sinn (Gebt acht) auf euch selbst und die ganze Herde, in der euch der Heiligen Geist zu Aufseher (Bischöfe, Hirten, Pastoren) bestellt hat, damit ihr die Gemeinde Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: viele Handschriften haben hier &amp;quot;Gemeinde des Herrn&amp;quot;. Vgl. Metzger 1971, 425-427&amp;lt;/ref&amp;gt; weidet (für sie sorgt), die er erwählt hat durch sein eigenes Blut&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. durch den Blut seines eigenes [Sohnes]. Vgl. NSS; Dupont: &amp;quot;Paulus an die Seelsorger (1966), S. 107-109&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; weiß, dass mit meiner Abreise [immer wieder]&amp;lt;ref&amp;gt;Präsens-Stamm, durativ-iterativ.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefährliche Wölfe hereinbrechen werden in eurer [Mitte]. Sie werden die Herde nicht verschonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und aus euch selbst (aus eurer Mitte) werden Menschen auftreten, die Verdrehtes reden, um die Jünger wegzuziehen hinter ihnen her&amp;lt;ref&amp;gt;Also: die Jünger aus der Herde zu entfernen. Stattdessen schließen sie sich diesen Irrlehrern an.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Darum wachet; erinnert euch daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufhörte, jeden von euch unter Tränen zu ermahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort (Botschaft) seiner Gnade an, das kräftig (fähig) ist, [euch] aufzubauen und [euch] das Erbteil (Erbe) unter allen Geheiligten zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Silber oder Gold&amp;lt;ref&amp;gt;Silber oder Gold: Paraphrastisch für &amp;quot;Geld&amp;quot;. Könnte in der Lesefassung als &amp;quot;Münzen oder Scheine&amp;quot; wiedergegeben werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Kleidung habe ich von niemandem verlangt (begehrt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese meine&amp;lt;ref&amp;gt;Betonung. Vielleicht auf deutsch: &amp;quot;meine &#039;&#039;eigenen&#039;&#039; Hände&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Hände gedient haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet (sich abmüht), es&amp;lt;ref&amp;gt;Im Griechischen fehlt das Subjekt. Darum haben die Übersetzung hier verschiedene Formulierungen gewählt: man (soll/kann ...) (ELB, LUT, SCHL, EU, HFA), wir (NGÜ, GNB, NeÜ, NIV), ihr (NLB, KJV).&amp;lt;/ref&amp;gt; notwendig ist, den Schwachen (Kranken) zu helfen und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: &#039;Geben ist seliger (macht glücklicher) als Nehmen.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Jesus-Wort ist nicht in den Evangelien überliefert. Aber vgl. Lk 6,38&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und als er das gesagt hatte, kniete er sich hin und betete mit ihnen allen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Danach fingen alle laut (stark, viel) an zu weinen, sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn immer wieder&amp;lt;ref&amp;gt;Impf - durativ iterativ (oder linear: sie hörten nicht auf, ihn zu küssen). Beides spricht von einem längerem Abschied.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
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{{S|38}} Am meisten bekümmerte sie {das Wort}, dass er {ihnen} gesagt hatte, dass sie ihn nicht mehr persönlich sehen werden. Dann begleiteten&amp;lt;ref&amp;gt;w. sie statteten ihn zur Weiterreise aus. D.h. sie taten alles, was sie konnten, um Paulus ein letztes Mal Ehre zu erweisen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie ihn zum Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_12&amp;diff=25263</id>
		<title>Lukas 12</title>
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		<updated>2017-03-20T19:43:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: kommentar&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Eure Hüfte&amp;lt;ref&amp;gt;im Griech. Plural&amp;lt;/ref&amp;gt; sei umgürtet&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Perfekt passiv. Wer sich bereit macht für eine Wanderung, bindet sein Gewand mit einem Gürtel hoch. Vgl. [[Exodus 12#s11|Exodus 12,11]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und eure Lampen seien brennend&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Perfekt passiv&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und {ihr} [seid] wie &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie&#039;&#039;: w. &amp;quot;Gleicht ...&amp;quot; – Hier wird deutlich, dass Jesus ein Gleichnis erzählt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leute (Menschen), die ihren Herrn erwarten (auf ihn warten), wann er von der (einem) Hochzeit (Fest) zurückkehrt (zurück kommt) , damit, wenn&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. abs., konditional übersetzt&amp;lt;/ref&amp;gt; er kommt und klopft, sie ihm sofort [die Tür] öffnen [können].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Glücklich [sind] jene Sklaven (Knechte, Diener), die der Herr wachend (wach, wachsam)&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Präs. – durativ, es ist also ein Zustand&amp;lt;/ref&amp;gt;  findet&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. Futur: finden wird&amp;lt;/ref&amp;gt;, wenn er kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist (Ereignis), konditional aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt;. Amen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen&#039;&#039;: ...&amp;lt;/ref&amp;gt;, ich sage euch:&amp;lt;ref&amp;gt;ὃτι citativum&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird sich umgürten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;umgürten&#039;&#039;: Also, sich bereit machen zur Arbeit. Vgl. [[#s35|V. 35]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und sie [zu Tisch] hinlegen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Lesefassung: zu Tisch setzen lassen? sie zum Tisch führen?&amp;lt;/ref&amp;gt; und herbeikommen&amp;lt;ref&amp;gt;3 Verben, die sehr ausführlich beschreiben, dass der Herr die Sklaven zum Essen einlädt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ihnen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und wenn&amp;lt;ref&amp;gt;Futuralis&amp;lt;/ref&amp;gt; er in der zweiten oder&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: und, aber κάι - κάι = entweder - oder&amp;lt;/ref&amp;gt; in der dritten Nachtwache&amp;lt;ref&amp;gt;eine Nacht (von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens) wurde in 4 Nachtwachen zu je 3 Stunden unterteilt, wobei man an dieser Stelle auch an drei Nachtwachen à 4 Stunden denken könnte, wie sie bei Hebräern und Griechen üblich waren, vgl. BW Sp. 1716&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen und [sie] so&amp;lt;ref&amp;gt;nämlich: wachend&amp;lt;/ref&amp;gt; finden wird, sind jene zu beglückwünschen (glücklich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} Dies aber erkennt:&amp;lt;ref&amp;gt;ὃτι citativum&amp;lt;/ref&amp;gt; Hätte&amp;lt;ref&amp;gt;Irrealis der Vergangenheit&amp;lt;/ref&amp;gt; der Hausherr gewusst, zu welcher Stunde der Dieb kommt, hätte er den Einbruch&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: Infintiv - einzubrechen&amp;lt;/ref&amp;gt; in sein Haus verhindert&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: nicht zugelassen, aber die Negation und das zu negierende Verb verschmelzen zu einem Begriff, BDR § 423, Anm. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Auch ihr macht euch&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: werdet&amp;lt;/ref&amp;gt; bereit&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn zu einer Stunde, zu der ihr es nicht denkt&amp;lt;ref&amp;gt;δοκέω, meinen, glauben, hier elliptisch verwendet, BW Sp. 400&amp;lt;/ref&amp;gt; (meint), kommt der Menschensohn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|41}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|42}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|43}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|44}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_12&amp;diff=25262</id>
		<title>Lukas 12</title>
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		<updated>2017-03-20T19:41:01Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
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{{S|36}} Und {ihr} [seid] wie &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie&#039;&#039;: w. &amp;quot;Gleicht ...&amp;quot; – Hier wird deutlich, dass Jesus ein Gleichnis erzählt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leute (Menschen), die ihren Herrn erwarten (auf ihn warten), wann er von der (einem) Hochzeit (Fest) zurückkehrt (zurück kommt) , damit, wenn&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. abs., konditional übersetzt&amp;lt;/ref&amp;gt; er kommt und klopft, sie ihm sofort [die Tür] öffnen [können].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Glücklich [sind] jene Sklaven (Knechte, Diener), die der Herr wachend (wach, wachsam)&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Präs. – durativ, es ist also ein Zustand&amp;lt;/ref&amp;gt;  findet&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. Futur: finden wird&amp;lt;/ref&amp;gt;, wenn er kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Aorist (Ereignis), konditional aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt;. Amen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen&#039;&#039;: ...&amp;lt;/ref&amp;gt;, ich sage euch:&amp;lt;ref&amp;gt;ὃτι citativum&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird sich umgürten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;umgürten&#039;&#039;: Also, sich bereit machen zur Arbeit. Vgl. [[#s35|V. 35]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und sie [zu Tisch] hinlegen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Lesefassung: zu Tisch setzen lassen? sie zum Tisch führen?&amp;lt;/ref&amp;gt; und herbeikommen und ihnen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und wenn&amp;lt;ref&amp;gt;Futuralis&amp;lt;/ref&amp;gt; er in der zweiten oder&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: und, aber κάι - κάι = entweder - oder&amp;lt;/ref&amp;gt; in der dritten Nachtwache&amp;lt;ref&amp;gt;eine Nacht (von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens) wurde in 4 Nachtwachen zu je 3 Stunden unterteilt, wobei man an dieser Stelle auch an drei Nachtwachen à 4 Stunden denken könnte, wie sie bei Hebräern und Griechen üblich waren, vgl. BW Sp. 1716&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen und [sie] so&amp;lt;ref&amp;gt;nämlich: wachend&amp;lt;/ref&amp;gt; finden wird, sind jene zu beglückwünschen (glücklich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} Dies aber erkennt:&amp;lt;ref&amp;gt;ὃτι citativum&amp;lt;/ref&amp;gt; Hätte&amp;lt;ref&amp;gt;Irrealis der Vergangenheit&amp;lt;/ref&amp;gt; der Hausherr gewusst, zu welcher Stunde der Dieb kommt, hätte er den Einbruch&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: Infintiv - einzubrechen&amp;lt;/ref&amp;gt; in sein Haus verhindert&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: nicht zugelassen, aber die Negation und das zu negierende Verb verschmelzen zu einem Begriff, BDR § 423, Anm. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Auch ihr macht euch&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: werdet&amp;lt;/ref&amp;gt; bereit&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip Präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn zu einer Stunde, zu der ihr es nicht denkt&amp;lt;ref&amp;gt;δοκέω, meinen, glauben, hier elliptisch verwendet, BW Sp. 400&amp;lt;/ref&amp;gt; (meint), kommt der Menschensohn. &lt;br /&gt;
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{{S|41}} &lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
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		<title>Lukas 12</title>
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		<updated>2017-03-20T19:17:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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{{S|36}} Und {ihr} [seid] wie &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie&#039;&#039;: w. &amp;quot;Gleicht ...&amp;quot; – Hier wird deutlich, dass Jesus ein Gleichnis erzählt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leute (Menschen), die ihren Herrn erwarten (auf ihn warten), wann er von der (einem) Hochzeit (Fest) zurückkehrt (zurück kommt) , damit, wenn&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. abs., konditional übersetzt&amp;lt;/ref&amp;gt; er kommt und klopft, sie ihm sofort [die Tür] öffnen.&lt;br /&gt;
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		<updated>2017-03-20T19:05:06Z</updated>

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{{S|50}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|51}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|52}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|53}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|54}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|55}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|56}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|57}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|58}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|59}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Lukas_12&amp;diff=25259</id>
		<title>Diskussion:Lukas 12</title>
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		<updated>2017-03-20T18:52:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: übersetzung von&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = v. 35-40 Güntzel Schmidt&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = &lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25213</id>
		<title>Diskussion:Markus 14</title>
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		<updated>2017-03-18T15:27:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 3-9 (HaCeMei), 53-60 (Ben), 61-62 (Jan), restliche Verse Thommy B&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-25 (Sebastian), 26-36 (Benjamin), 61-62 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-25 (Sebastian), 26-36 (Benjamin), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-25 (Sebastian); 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1-11: Streitgespräch&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Ernst 1963, Evans 2001, France 2002, Gnilka 1978, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Evans 2001, France 2002, Gundry 2000, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959; Dschulnigg 2007; Evans 2001; France 2002; Gnilka 1978; Gundry 2000; Marcus 2009; van Iersel 1998. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: NET Fußnoten (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NeÜ, NGÜ, NL, OEB, Pfäfflin, Schumacher, Stier, T4T, Thüsing/Hecht 2011, WIL, Zink (Sebastian);&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NGÜ, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAM, NGÜ, NL, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;26-36&amp;lt;/u&amp;gt;: GN, HFA, LUT, NL, NGÜ, T4T, BB, NeÜ (Benjamin)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: LUT, GNB, REB, SLT, EÜ, ZÜR, Menge, ESV, NET, NRSV, NASB95, LEB, NIV (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zitierte Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baldovin, John F.: Eucharistic Prayer, in: Paul F. Bradshaw: The New SCM Dictionary of Liturgy and Worship. London, 2013. S. 192-199.&lt;br /&gt;
* Barton, Stephen C.: Mark as Narrative. The Story of the Anointing Woman, in: ET 102/8, 1991. S. 230-234.&lt;br /&gt;
* Beavis, Mary Ann: Women as models of faith in Mark, in: BTB 18/1, 1988. S. 3-9.&lt;br /&gt;
* Black, Matthew: Die Muttersprache Jesu. Das Aramäische der Evangelien und der Apostelgeschichte. Stuttgart, 1967.&lt;br /&gt;
* Breytenbach, Cilliers: &#039;Christus starb für uns&#039;. Zur Tradition und paulinischen Rezeption der sogenannten &#039;Sterbeformeln&#039;, in: NTS 49/4, 2003. S. 447-475.&lt;br /&gt;
* Casey, Maurice: Aramaic Sources of Mark&#039;s Gospel. Cambridge, 2004.&lt;br /&gt;
* Chilton, Bruce: A Feast of Meanings. Eucharistic Theologies from Jesus through Johannine Circles. Leiden u.a., 1994.&lt;br /&gt;
* Cranfield, C.E.B.: The Gospel according to Saint Mark. Cambridge, 1959.&lt;br /&gt;
* Danove, Paul: The Rhetoric of the Characterization of Jesus as the Son of Man and Christ in Mark, in: Bib 84, 2003. S. 16-34. online unter: http://goo.gl/sY0phk&lt;br /&gt;
* Donner, Herbert: „Wie geschrieben steht“: Herkunft und Sinn einer Formel, in: Ders.: Aufsätze zum Alten Testament aus vier Jahrzehnten. Berlin, 1994. &lt;br /&gt;
* Dschulnigg, Peter: Das Markusevangelium. Stuttgart, 2007.&lt;br /&gt;
* Dunn, James D. G.: Jesus Remembered. Grand Rapids, 2003.&lt;br /&gt;
* Evans, Craig: Mark 8:27–16:20. Dallas, 2001.&lt;br /&gt;
* France, Richard T.: The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text. =NIGTC, Grand Rapids, 2002.&lt;br /&gt;
* Gnilka, Joachim: Das Evangelium nach Markus. 2. Teilband: Mk 8,27-16,20. Zürich u.a., 1979.&lt;br /&gt;
* Guijarro, Santiago / Ana Rodríguez: The “Messianic” Anointing of Jesus, in: BTB 41/3, 2011. S. 132-143. online unter: https://goo.gl/3BQLPD&lt;br /&gt;
* Gundry, Robert: Mark. A Commentary on His Apology for the Cross, Chapters 9-16. Vol. 2. Grand Rapids, 2000.&lt;br /&gt;
* Hahn, Ferdinand: Theologie des Neuen Testaments. Band 2: Die Einheit des Neuen Testaments. Thematische Darstellung. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Harrington, Daniel J.: Historical Dictionary of Jesus. Lanham/Toronto/Plymouth, 2010.&lt;br /&gt;
* Heilmann, Jan/Peter Wick: Mahl / Mahlzeit, in: WiBiLex. online unter: https://goo.gl/4wPFGr&lt;br /&gt;
* Heininger, Bernhard: Das letzte Mahl Jesu. Rekonstruktion und Deutung, in: Winfried Haunerland: Mehr als Brot und Wein. Theologische Kontexte der Eucharistie. Würzburg, 2005.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: Herrenmahl und Herrenmahlsparadosis. Erwägungen zu 1Kor 11,23b-25, in: ZTK 85/4, 1988. S. 371-408.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: „Für euch gegeben zur Vergebung der Sünden“. Vom Sinn des Heiligen Abendmahls, in: Ders.: Neutestamentliche Studien. Tübingen, 2000.&lt;br /&gt;
* Hoppe, Rudolf: Jesus von Nazaret. Zwischen Macht und Ohnmacht. Stuttgart, 2012.&lt;br /&gt;
* Humphreys, Colin J.: The Mystery of the Last Supper. Reconstructing the Final Days of Jesus. New York, 2011.&lt;br /&gt;
* Jaubert, Annie: The Date of the Last Supper. Staten Island, 1965.&lt;br /&gt;
* Kleist, James A. S.J.: The Gospel of Saint Mark. presented in Greek Thought-Units and Sense-Lines. With a Commentary. New York/Milwaukee/Chicago 1937.&lt;br /&gt;
* Klinghardt, Matthias: Der vergossene Becher. Ritual und Gemeinschaft im lukanischen Mahlbericht, in: EC 3/1, 2012. S. 33-58. &lt;br /&gt;
* Klinghardt, Matthias: A Typology of the Communal Meal, in: Dennis E. Smith / Hal Taussig: Meals in the Early Christian World. Social Formation, Experimentation, and Conflict at the Table. New York, 2012.&lt;br /&gt;
* Klostermann, Erich: Das Markusevangelium. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1950.&lt;br /&gt;
* Kulp, Joshua: The Origins of Seder and Haggadah, in: CBR 4/1, 2005. S. 109-134. online unter: https://goo.gl/r8ifOD&lt;br /&gt;
* Lagrange, M.-J.: Évangile selon Saint Marc. Paris, 1929. online unter: http://goo.gl/s1tNwW&lt;br /&gt;
* Lightfoot, John: Horae hebraicae et talmudicae: Hebrew and Talmudical Exercitations upon the Gospels, the Acts, some Chapters of St. Paul&#039;s Epistle to the Romans, and the first Epistle to the Corinthians, Vol. II. Oxford, 1859. online unter: https://goo.gl/p0DlMr&lt;br /&gt;
* Lohfink, Gerhard: Jesus von Nazaret - Was er wollte, wer er war. Freiburg i. Br., 2011.&lt;br /&gt;
* Lohmeyer, Ernst: Das Evangelium des Markus. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;17&amp;lt;/sup&amp;gt; 1967.&lt;br /&gt;
* Lücking, Stefan: &amp;quot;Mimesis der Verachteten.&amp;quot; Eine Studie zur Erzählweise von Mk 14. Stuttgart, 1993.&lt;br /&gt;
* Luz, Ulrich: Das Herrenmahl im Neuen Testament, in: BiKi 57/1, 2002. S. 2-8.&lt;br /&gt;
* Marcus, Joel: Mark 8-16. A New Translation with Introduction and Commentary. New Haven/London, 2009.&lt;br /&gt;
* McGowan, Andrew: Rethinking Eucharistic Origins, in: Pacifica 23, 2010. S. 173-191. online unter: https://goo.gl/x3bCDd&lt;br /&gt;
* Miller, Susan E.: Women in Mark&#039;s Gospel. Glasgow, 2002. online unter: http://goo.gl/gc0tpO&lt;br /&gt;
* Niemand, Christoph: Jesu Abendmahl. Versuche zur historischen Rekonstruktion und theologischen Deutung, in: Ders.: Forschungen zum Neuen Testament und seiner Umwelt. FS A.Fuchs. Frankfurt a.M., 2002. online unter: http://goo.gl/MpcUld&lt;br /&gt;
* Nodet, Étienne: On Jesus&#039; Last Supper, in: Bib 91/3, 2010. S. 348-369. online unter: http://goo.gl/o1Jr0U&lt;br /&gt;
* Nodet, Étienne: On Jesus&#039; last weeks, in: Bib 92/2, 2011 S. 204-230. online unter: http://goo.gl/xQXegv&lt;br /&gt;
* Park, Rohun: The Coronation of the Christ: Mark’s Characterization of the Christ in light of 14: 1-11, in: ET 124/3, 2012. S. 112-118. &lt;br /&gt;
* Schenk, Wolfgang: Das biographische Ich-Idiom &amp;gt;Menschensohn&amp;lt; in den frühen Jesus-Biographien. Der Ausdruck, seine Codes und seine Rezeption in ihren Kotexte. Göttingen, 1997.&lt;br /&gt;
* Schillebeeckx, Edward: Jesus. Die Geschichte von einem Lebenden. Freiburg/Basel/Wien, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1975.&lt;br /&gt;
* Schlund, Christine: Deutungen des Todes Jesu im Rahmen der Pesach-Tradition, in: Jörg Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Schröter, Jens: Das Abendmahl. Früchristliche Deutungen und Impulse für die Gegenwart. Stuttgart, 2006.&lt;br /&gt;
* Schüssler Fiorenza, Elisabeth: Zu ihrem Gedächtnis ... Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge. München/Mainz, 1988.&lt;br /&gt;
* Smith, Barry D.: The Chronology of the Last Supper, in: WTJ 53/1, 1991. S. 29-45. online unter: http://goo.gl/6AcwxJ&lt;br /&gt;
* Smith, Dennis E.: From Symposium to Eucharist. The Banquet in the Early Christian World. Minneapolis, 2002.&lt;br /&gt;
* Söding, Thomas: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Das Abendmahl Jesu und das Herrenmahl der Kirche, in: Ders.: Eucharistie - Positionen katholischer Theologie. Regensburg, 2002.&lt;br /&gt;
* Spicq, Ceslas: Notes de lexicographie neo-testamentaire II. Fribourg/Göttingen, 1978.&lt;br /&gt;
* Story, J. Lyle: Female and Male in Four Anointing Stories, in:  Priscilla Papers 23/4, 2009. S. 16-23. online unter: http://goo.gl/hySqDK&lt;br /&gt;
* Theißen, Gerd / Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Thrall, Margaret Eleanor: Greek particles in the New Testament: linguistic and exegetical studies. Leiden, 1962.&lt;br /&gt;
* Tolles, Delight: The Banquet-Libations of the Greeks. Michigan, 1943.&lt;br /&gt;
* Torrey, Charles Cutler: In the Fourth Gospel the Last Supper Was the Paschal Meal, in: JQR 42/3, 1952. S. 237-250.&lt;br /&gt;
* Trummer, Peter: „...dass alle eins sind!“ Neue Zugänge zu Eucharistie und Abendmahl. Düsseldorf, 2001.&lt;br /&gt;
* van Iersel, Bas M.F.: Mark. A Reader-Response Commentary. Sheffield, 1998.&lt;br /&gt;
* Versnel, Henk S.: Making Sense of Jesus´ Death. The Pagan Contribution, in: Jört Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Weidemann, Hans-Ulrich: „Dies ist mein Bundesblut“ (Mk 14,24). Die markinische Abendmahlserzählung als Beispiel für liturgisch beeinflusste Transformationsprozesse, in: Ders. u.a.: Aneignung durch Transformation. Beiträge zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum. FS. Michael Theobald. Freiburg u.a., 2013. online unter: https://goo.gl/Cz0EdY&lt;br /&gt;
* Willi-Plein, Ina: Opfer und Kult im alttestamentlichen Israel. Textbefragungen und Zwischenergebnisse. Stuttgart, 2003.&lt;br /&gt;
* Zager, Werner: Wie kam es im Urchristentum zur Deutung des Todes Jesu als Sühnegeschehen? Eine Auseinandersetzung mit Peter Stuhlmachers Entwurf einer „Bibischen Theologie des Neuen Testaments“, in: ZAW 87/3-4, 1996. S. 165-186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abgrenzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung des Kapitels in sinnvolle Abschnitt steht noch aus. Da sich der Abschnitt 53–62 mit der mir vorliegenden Literatur nicht deckt, habe ich den Status „fast gut“ entfernt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 12:12, 13. Apr. 2012 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit kleineren Einheiten? Interessant ist auch, dass der übersetzte Abschnitt bis V. 65 geht, aber in der Checkliste habe ich 63-65 nicht eingetragen. Mir fehlt jedoch die Zeit, das zu prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ja andere Argumente gegen den Status. Ich weiß nicht, ob ich heute nochmal eine Übersetzung als &amp;quot;fast gut&amp;quot; markieren würde, die ich (oder jemand anderes) nicht anhand eines richtigen Kommentars (NET ist eher als Ergänzung gut) überprüft hätte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:27, 13. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Kommentaren ist zu lesen, dass ein Mann mit Wasser&#039;&#039;krug&#039;&#039; so ungewöhnlich wäre, dass es sich wohl auch hier um ein vorher vereinbartes Zeichen handelt (z.B. Camacho/Mateos 1994, S. 243; Casey 2004, S. 227; Cranfield 1959, S. 422; France 2002, S. 564f; Evans 2001, S. 373f; Klausner 1926, S. 327 u.ö.). Dazu Marcus 2009, S. 945: Die Aussage kommt ursprünglich von Lagrange, der das aus seinen Beobachtungen in die Zeit Jesu eingetragen hat und die dann unkritisch übernommen worden ist; eigentlich gibt es nichts, was dafür spricht.&lt;br /&gt;
Ich habe das daher bewusst nicht aufgenommen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:10, 19. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
Bisher sind die Partizipien vorzeitig übersetzt („Und nachdem sie gegessen hatten“). Dies habe ich in keiner anderen Übersetzung und auch in keinem der mir vorliegenden Kommentare (Gnilka 1979 &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1989; Collins 2007) so gefunden. Dazu steht die folgende Fußnote mit der Aussage, wir würden der „Standard-Übersetzung“ folgen. Ich setze die Zielrichtung der Fußnote um, indem ich auf „Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte“ ändere und die Fußnote kürze.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und nachdem sie gegessen hatten und er (Und als sie aßen [und] als er)&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“). Bei Mk und Mt aber wirkt es wegen der Zeitangaben in Vv. 18.22.23 so, als würde sowohl die Brot- als auch die Becherhandlung &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen stattfinden; man leitet daraus dann ab, dass die Gemeinde des Markus ihre Feier des Abendmahls in einer anderen als der üblichen Abfolge gefeiert und die Brothandlung zur Kelchhandlung ans Ende der Feier verschoben habe, was dann Markus auch in den Bericht vom Abendmahl „hineingeschrieben“ hätte: Während dem Hauptgang macht Jesus seine Judas-Prophezeiung und erst &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Hauptgang folgen Brot- und Becherhandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Vielleicht ist diese Deutung gar nicht notwendig: Die beiden Präsenspartizipien in V. 18 könnte man unter Umständen auch als „volitive Partizipien“ auffassen (vgl. z.B. [[Matthäus 27#s40 |Mt 27,40]]: „Der du den Tempe einreißen und aufrichten &#039;&#039;willst&#039;&#039;...“; [[Hebräer 11#s6 |Heb 11,6]]: „Dem, der Gott nahen &#039;&#039;will&#039;&#039;...“ ): „Als sie sich zu Tisch legen und essen &#039;&#039;wollten&#039;&#039;“, d.h., direkt vor dem Hauptgang und dem Umzug ins Speißezimmer. In diesem Falle würden die Aoristpartizipien in Vv. 22f nur die gewöhnlichen Zeitpunkte von Brot- und Kelchgebet markierten: V. 22: „Als sie aßen und als er Brot genommen und [Gott] gepriesen hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Anfang des Hauptgangs -; V. 23 „Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Ende des Hauptgangs. So aber niemand, daher bleiben auch wir bei der Standard-Übersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] ([[Benutzer Diskussion:Olaf|Diskussion]]) 12:04, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 30 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Zu klären, ist das eine Uhrzeit? NSS schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;zu verstehen im Sinn v. vor dem Haupthahnenschrei, d. h. ca.&lt;br /&gt;
1.30 Uhr (offenbar ging man in Palästina von drei Hahnenschreien aus, die für&lt;br /&gt;
verschiedene ungefähre Nachtstunden standen: 12.30 Uhr [erster], 1.30 Uhr&lt;br /&gt;
[zweiter] u. 2.30 Uhr [dritter]; die Römer nannten die dritte Nachtwache [24-&lt;br /&gt;
3 Uhr] „ Hahnenschrei “ [vgl. Mk 13,35]; vgl. Carson, Mt, S. 542), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
od. (viell. besser) als volkstüml. Bezeichnung im Sinn v. noch vor der Morgendämmerung&lt;br /&gt;
(s. Brown, Death 1, S. 137 u. 605).&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 14:51, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Links auf hilfreiches Material===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich auf dem Blog eines Neutestamentlers einige Blog-Einträge zu exegetischen Details von Mk 14 gefunden, die sicher für die Übersetzung lohnenswert zu berücksichtigen sind. In [http://ntresources.com/blog/?p=1543 Mark 14:25, καινός, revisited] untersucht Rod Decker die Rolle von „neu“ in Mk 14,25. Die anderen Titel sind ebenso selbsterklärend wie der erste: [http://ntresources.com/blog/?p=1550 Mark 14:47, εἷς τις] und [http://ntresources.com/blog/?p=1553 Long genitive strings, Mark 14:3]. Der erste Eintrag scheint der nützlichere zu sein. Leider ist keine der drei Stellen bislang in unserer Übersetzung enthalten. [[Benutzer:Ben|Ben]] 11:44, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ok falsch, Vers 3 wurde natürlich schon übersetzt. Allerdings nicht von mir, sodass ich mir das erst genauer anschauen müsste. Irgendwann macht das irgendjemand sicher noch. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 11:45, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25211</id>
		<title>Markus 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25211"/>
		<updated>2017-03-18T15:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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{{L|22}} Nach dem Essen und nachdem Jesus ein Brot genommen und Gott dafür gepriesen hatte, zerbrach er es, gab die Stücke seinen Jüngern und sagte: „Nehmt! Dieses Brot bin ich.“ {{L|23}} Und nachdem er seinen Becher genommen und Gott auch für den Wein gedankt hatte, gab er ihn seinen Jüngern und alle tranken daraus. {{L|24}} Und Jesus sagte: „Dieser Wein ist mein für viele vergossenes Bundesblut.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bundesblut&#039;&#039; - Ein Begriff aus dem jüdischen Kultwesen (s. [[Exodus 24#l8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]). Das Blut eines Lammes diente im Tempelkult dazu, einen „Bund“ zwischen Gott und Menschen zu besiegeln und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Diese Funktion spricht Jesus hier seinem Tod zu. S. ähnlich auch [[Johannes 1#l29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#l25 |Röm 3,25f]]; [[Hebräer 9#l13 |Heb 9,13-15]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Pascha-Fest und [das Fest der] ungesäuerten Brote waren {aber} in zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Pascha“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30031/ Passa (AT) (WiBiLex)], zur heutigen Gestalt des Paschafestes gut [https://goo.gl/cxyLrL Böckler 2006: Das Geburtstagsfest des Volkes]), das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Paschafest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25696/ Mazzen / Mazzotfest (WiBiLex)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da suchten die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz). Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin selbst; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes&amp;lt;ref&amp;gt;oder: &#039;&#039;vor den Festgängern&#039;&#039; – so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 2009, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Pascha-Lamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Pascha-Fest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simons des Leprakranken&#039;&#039; - Die Identität dieses Simon ist ungeklärt. Das biblische „Lepra“ meint nicht die selbe Krankheit wie unser heutiges Wort „Lepra“. Ob eine bestimmte andere Krankheit damit gemeint war oder ob der Begriff eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten war, ist ebenfalls noch unklar. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, welche Krankheit genau gemeint ist, sondern die Tatsache, dass derartige Hautkrankheiten den Kranken „unrein“ machten und der Aufenthalt Jesu in seinem Haus klar den Normen seiner Zeit widerspricht (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 416; Marcus 2009, S. 933). Jesu Feiern im Haus von Leprösen liegt also auf einer Linie mit seinem Feiern mit Zöllnern und Sündern.&amp;lt;/ref&amp;gt; war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren, reinem Nardenparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbarem, reinem Nardenparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon Lightfoot 1859, S. 446; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2001, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (2), da sie häufiger in Üss. gewählt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2009, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Einige aber waren {untereinander} verärgert (voller Empörung) [und sagten] zueinander: „Für was ist diese Verschwendung des Parfums geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte nämlich dieses Parfum für mehr als 300 Denare&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;300 Denare&#039;&#039; - Mehr als das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Arbeiters. M. Pea 8,8 nennt 200 Denare als jährliches Existenzminimum (vgl. Dschulnigg 2007, S. 357; s. die [http://www.sefaria.org/Mishnah_Peah.8?lang=en&amp;amp;layout=lines&amp;amp;sidebarLang=all Üs. bei Open Mishnah]); umgerechnet auf heutige Verhältnisse hätte das Parfum also (laut dt. Steuersystem) einen Wert von fast 13.000 €.&amp;lt;/ref&amp;gt; (teurer als für 300 Denare) verkaufen und [den Erlös] den Armen geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Man hätte dieses Parfum verkaufen können&#039;&#039; - W. „Dieses Salböl konnte verkauft werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und sie machten ihr Vorwürfe.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: „Lasst sie! Was macht ihr ihr Beschwerden?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was macht ihr ihr Beschwerden?&#039;&#039; – Gr. Idiom, die Bed. ist etwa „Was lasst ihr sie nicht in Frieden?“ (s. noch [[Lukas 11#s7 |Lk 11,7]]; [[Lukas 18#s5 |18,5]]; [[Galater 6#s17 |Gal 6,17]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat ein gutes Werk&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gutes Werk&#039;&#039; - &#039;&#039;kalon ergon&#039;&#039;, wie im Dt. ein Terminus technicus für Wohltätigkeit. Im Judentum wurden auch gute Taten an Toten zu solchen „guten Werken“ gerechnet; schon hier wird also auf V. 8 vorausverwiesen (vgl. z.B. Dschulnigg 2007, S. 357).&amp;lt;/ref&amp;gt; an mir getan – &lt;br /&gt;
{{S|7}} und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039; - W. „denn“; der Satz ist die Rechtfertigung dafür, warum es in Ordnung ist, etwas Gutes an Jesus zu tun, wenn dies gleichzeitig verhindert, etwas Gutes für die Armen zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Armen habt ihr immer bei euch und sooft (falls) ihr wollt, könnt ihr ihnen (immer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;(immer)&#039;&#039; - so viele Handschriften. Ob dies dritte &#039;&#039;immer&#039;&#039; aus stilistischen Gründen zum Urtext hinzugefügt wurde (=&amp;gt; Symmetrie) oder aus dem Urtext gestrichen wurde (=&amp;gt; redundante Wortwdh.), lässt sich nicht entscheiden. Die überwältigende Mehrheit übersetzt es nicht. Sinnvoll wäre es im Kontext allemal: Das Entscheidende an dieser Aussage Jesu ist, dass der aktuelle Zeitpunkt eine absolute Ausnahmesituation ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; wohltun (Gutes tun); mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie [tun] konnte (was sie hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte (hatte)&#039;&#039; - W. „Was sie hatte“, hier (wie auch sonst manchmal) i.S.v. „vermögen, können“. Mit dieser Wortwahl soll vermutlich angespielt werden auf Jesu Aussage über das letzte Scherflein der Witwe in [[Markus 12#s44 |Mk 12,44]]: Mk 13 - die Markus-apokalypse - wird gerahmt von zwei Erzählungen von Frauen, die paradigmatisch für den richtigen Gebrauch von Geld (am Ende der Zeit) sind (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 417; Marcus 2009, S. 941).&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat sie getan: Sie hat es vorweggenommen, meinen Leib für das Begräbnis einzubalsamieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einzubalsamieren&#039;&#039; - Hier wird das Verb &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; statt &#039;&#039;chrio&#039;&#039; („salben“) verwendet. Viele denken, die Parfumierung der Frau habe auf einer zweiten Bedeutungsebene den Sinn, dass Jesus hier zum Messias gesalbt werden sollte (wie z.B. David in [[1 Samuel 16#s13 |1 Sam 16,13]]; so z.B. Guijarro/Rodriguez 2011; Park 2012). Doch dafür wäre sehr wahrscheinlich eben &#039;&#039;chrio&#039;&#039; statt &#039;&#039;katacheo&#039;&#039; („herabgießen“) und &#039;&#039;murizo&#039;&#039; („einbalsamieren“) verwendet worden (Marcus 2009, S. 396; vgl. ähnlich Lücking 1993, S. 110) und außerdem wohl &#039;&#039;elaion&#039;&#039; („Öl“) statt &#039;&#039;muron&#039;&#039; („Parfum“). Aus diesem Grund muss man die Salbung zunächst wohl doch „nur“ als „schlichte Wohltat beim Mahl“ verstehen (vgl. [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]]; Jos.Ant 19,239: „[...Er] erschien [...] dort mit gesalbtem Haar, als käme er von einem Trinkgelage [...].“) - und was sie auf der tieferen Ebene bedeutet, sagt Jesus in diesem Vers ja selbst.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Amen, ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; - ein sog. „nicht-responsorisches Amen“: Durch „Amen, ich sage euch“ eingeleitete Sätze finden sich in der Bibel ausschließlich bei Jesus und dienen v.a. dazu, den folgenden Satz zu markieren als ein(e) mit Vollmacht geäußerte(s) Voraussage / Urteil (BB: „Damit verbürgt er sich dafür, dass seine Worte wahr sind und Gültigkeit haben.“). In V. 25 außerdem verstärkt durch die Konstruktion &#039;&#039;ou me&#039;&#039; + Aorist; die stärkstmögliche Verneinung zukünftiger Geschehnisse im Griechischen. Am sinnvollsten übersetzt daher Zink: „Was ich sage, ist wahr: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo auch immer diese Freuden-Botschaft (dieses Evangelium)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Evangelium&#039;&#039; – „Evangelium“ ist hier noch keine Gattungsbezeichnung für eine Textsorte, sondern ein stehender Begriff für die frohe (!) Botschaft über Leiden und Tod Jesu, die die Kirche in der ganzen Welt verkündigen muss (zur Stelle vgl. gut Schillebeeckx 1975, S. 97). „Dieses Evangelium“ bezieht sich also zurück auf das, was durch das „Sie hat es vorweggenommen, mich für mein Begräbnis einzubalsamieren“ angesprochen ist, nämlich den Tod Jesu - und dieser ist eine „frohe Botschaft“.&amp;lt;br /&amp;gt;Richtig daher die Paraphrase von Zink: „Wo immer Menschen einander sagen werden, daß ich starb, um der Welt das Leben zu schenken, da wird man erwähnen, was sie eben getan hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der ganzen Welt verkündet wird, wird auch von dem, was diese getan hat, gesprochen werden - zur Erinnerung an sie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohepriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn zur rechten Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur rechten Zeit&#039;&#039; - sehr oft: „bei günstiger Gelegenheit“. Im Gr. steht hier aber &#039;&#039;eukairos&#039;&#039;, die „gute rechte-Zeit“, und da sowohl in Vv. 1f. als auch Vv. 3-9 die &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; das Thema ist, liegt eine andere Übersetzung als „zur rechten Zeit“ sehr fern. Richtig daher MSG: „He started looking for just the right moment to hand im over“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag [des Festes] der ungesäuerten [Brote],&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Zeitangabe s. den  [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung].&amp;lt;/ref&amp;gt; als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 12f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&#039;&#039; (V. 12) + &#039;&#039;Geht in die Stadt&#039;&#039; - Weil das Verb &#039;&#039;ethuon&#039;&#039; sich sowohl personal („als sie (sc. die Jünger) opferten“) als auch impersonal („an welchem man zu opfern pflegte“) deuten lässt, lassen sich zwei mögliche Situationen der Perikope rekonstruieren: (1) Jesus und seine Jünger sind gerade im Tempelbezirk, wo nach Vorschrift Jesus als der Vorsteher des Paschamahls das Lamm schlachtet, das dann am Abend verspeist werden wird. In dieser Situation fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollen, und er gibt ihnen daher die Anweisung, [aus dem Tempelbezirk hinaus] in die Stadt zu gehen. (2) Jesus und seine Jünger befinden sich zum Zeitpunkt, zu dem „man“ üblicherweise das Paschalamm schlachtet, noch in Bethanien oder auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem, als die Jünger Jesus ihre Frage stellen, und also weist er sie an, [von Bethanien/vom Weg aus] in die Stadt zu gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach V. 15 ist der Speisesaal bereits vorbereitet, weshalb der größte Teil der noch zu leistenden Vorbereitungen im Braten des Lammes besteht. Weil nach Sitte Jesus es war, der dieses Lamm zu schlachten hatte, würde Rekonstruktion (2) bedeuten, dass Jesus die Jünger ohne ein Lamm zum Kochen schickt. Das macht nicht viel Sinn; wahrscheinlicher ist daher Rekonstruktion (1). So z.B. auch Casey 2004, S. 203f.; Evans 2001, S. 373. Für Rekonstuktion (2) dagegen z.B. France 2002, S. 564; Gundry 2000, S. 820; Marcus 2009, S. 944.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fragten&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihn seine Jünger: „Wo willst du, [dass] wir {fortgehend} vorbereiten, damit du das Pascha essen kann?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zwei seiner Jünger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zwei seiner Jünger&#039;&#039; - Offenbar keine Mitglieder des Zwölferkreises, s. V. 17. Für das Abendmahl muss dann die Anwesenheit von noch mehr Gästen als nur Jesus und dem Zwölferkreis vorausgesetzt werden (so auch Casey 2004, S. 227f.; Evans 2001, S. 374), und aus diesem Grund muss in V. 15 die Größe des Oberzimmers betont werden. Casey und Evans setzen außerdem die Anwesenheit von Frauen als Selbstverständlichkeit voraus - der Text selbst jedenfalls schweigt sich darüber aus. Vgl. auch Heininger 2005, S. 12 zu [[Markus 15#s40 |Mk 15,40f]]: Wo sonst blieben die „vielen Frauen“, die Jesus nach Jerusalem gefolgt waren?&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagte zu ihnen: „Geht in die Stadt, und es wird ein Mann auf euch zutreten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf euch zutreten&#039;&#039; - nicht: „&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; werdet treffen“ (so viele Üss.), LSJ S. 178: „move from a place to meet a person“ - die Initiative liegt beim Wasserträger. S. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm,&lt;br /&gt;
{{S|14}} und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn {dass}: ‚Der Lehrer sagt: ‚Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Pascha[mahl] mit meinen Jüngern essen kann?‘‘!&amp;lt;ref&amp;gt;Da man zu Jesu Zeit das Paschamahl in Jerusalem zu sich nehmen sollte (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_d FN d]), war es üblich, die Gastfreundlichkeit von Einheimischen in Anspruch zu nehmen und das Paschamahl in deren Haus zu sich zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und dieser wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, möbliert und vorbereitet. Dort bereitet  für uns vor!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vorbereitet&#039;&#039; ... &#039;&#039;dort bereitet vor&#039;&#039; - nämlich Möblierung etc. ist vorbereitet, das Essen aber noch nicht (vgl. z.B. Evans 2001, S. 375).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt, und sie fanden [alles so] vor, wie er [es] ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Pascha[mahl] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend geworden war (wurde), kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er mit den Zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie [bei Tisch] lagen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lagen&#039;&#039; - S. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_f FN f]: Jesus feiert sein Letztes Abendmahl nach dem Muster eines Abendmahls wohlhabender Menschen. Das Liegen ist nicht auf das Datum zurückzuführen, s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aßen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte Jesus: „Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Einer von euch, der mit mir isst,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der mit mir isst&#039;&#039; - Vermutlich ein Zitat von [[Psalm 41#9 |Ps 41,9]], wo ein unschuldig Leidender sich darüber beklagt, dass seine Feinde ihn töten wollten und auch sein Freund, dem er vertraute &#039;&#039;und der mit ihm Brot aß&#039;&#039;, ihn verderben wolle. Das Präsens ist daher besser gnomisch zu verstehen: Nicht „einer, der aktuell mit uns am Tisch sitzt“, sondern „einer meiner üblichen Tischgenossen“.&amp;lt;br /&amp;gt;Miteinander zu essen, Tisch und Schüssel zu teilen (s. V. 20), ist ein Symbol für Freundschaft und Verbundenheit; dass es „einer von euch“ ist, „einer der Zwölf“, „einer, der mit mir isst“ und „einer, der mit mir in die selbe Schüssel tunkt“, macht den Verrat noch verwerflicher, als er ohnehin schon ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Verwendung des Artikels vgl. Zerwick §192.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mich ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; - Leitwort im Mk-Evangelium; stets im Sinne von „feindlichen Institutionen ausliefern“ verwendet (s. [[Markus 9#s31 |Mk 9,31]]; [[Markus 10#s33 |10,33]]; [[Markus 13#s9 |13,9]].[[Markus 13#s11 |11f]]; [[Markus 14#s11 |14,11]].[[Markus 14#s21 |21]].[[Markus 14#s42 |42]].[[Markus 14#s44 |44]]; [[Markus 15#s1 |15,1]].[[Markus 15#s10 |10]].[[Markus 15#s15 |15]]). Vermutlich auf die Verfolgungssituation der ursprünglichen Leser des Markus zurückzuführen, in der Jesusanhänger dazu gezwungen wurden, andere Christen an die Behörden auszuliefern - die Botschaft ist dann die: Auch Jesus und seine Jünger haben schon dieses Schicksal mit euch geteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das machte sie bestürzt (traurig) und einer nach dem anderen sagte zu ihm: „Doch nicht etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Da sagte er zu ihnen: „Einer der Zwölf, der [das Brot] mit mir in die (eine)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;die (eine)&#039;&#039; - Einige Handschriften haben hier ein zusätzliches „eine“. Ob die Handschriften damit den Ausdruck verschärfen („in &#039;&#039;die selbe&#039;&#039; Schüssel“) und an die vorigen „eins, eine“ („einer von euch...“, „einer nach dem anderen...“, „einer der Zwölf...“) anpassen oder aus stilistischen Gründen wegen derselben „eins, eine“ dieses vierte „eine“ streichen wollten, lässt sich nicht entscheiden (so auch Wilckens 2014). Tendenziell für den längeren Text sprechen sich z.B. Cranfield 1959, S. 424; Gundry 2000, S. 837 und Marcus 2009, S. 950 aus; so auch H-R; EÜ. Die meisten Üs. aber übersetzen den kürzeren Text, so daher auch wir.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüssel tunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Schüssel tunkt&#039;&#039; - der Satz meint das selbe wie das vorige „der mit mir isst“: „Einer meiner (üblichen) Tischgenossen“. Zum Eintunken von Speißen in eine Schüssel s. z.B. [[Rut 2#s14 |Rut 2,14]]; nicht gemeint ist hier Charoset (das Fruchtmus, das zu den vorgeschriebenen Speißen eines Passaseders gehört); auch dieses wurde vermutlich erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod eingeführt (s. Anmerkungen und vgl. Kulp 2005, S. 113).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Menschensohn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; - Ein weiteres Leitwort bei Markus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geht&#039;&#039; - In jüd. Schriften verbreiteter Euphemismus für „Sterben“ (vgl. gut z.B. Marcus 2009, S. 951). Bes. häufig bei Joh zu finden, s. z.B. [[Johannes 7#s33 |Joh 7,33]]; [[Johannes 8#s21 |8,21f]]; [[Johannes 13#s3 |13,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zwar, wie über ihn geschrieben steht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie geschrieben steht&#039;&#039; - Übliche Formel, um auszudrücken, dass etwas den Prophezeiungen des AT und damit dem Willen Gottes, der sich aus diesen Prophezeiungen herauslesen lässt, entspricht (vgl. z.B. Donner 1994); bei Mk s.. z.B. noch [[Markus 1#s2 |Mk 1,2]]; [[Markus 9#s12 |9,12f]]; [[Markus 11#s17 |11,17]]; [[Markus 14#s27 |14,27]]. Auf welche Stelle unser Vers sich bezieht, ist aber (wie öfters) ungewiss.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und als er bei&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot; /&amp;gt; ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - Nicht: „[das Brot] gesegnet“. Nach späteren rabbinischen Texten betete man vor dem Hauptgang über dem Brot und nach dem Hauptgang über dem Wein eine sogenannte &#039;&#039;Berakah&#039;&#039;; über dem Brot z.B.: „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du das Brot der Erde hervorbringst“ (m.Ber. 6,1). Ein ähnliches Gebet müssen wir uns auch bei Jesus denken; die Didache z.B. empfiehlt daher als Eucharistiegebet eine „christianisierte“ Form einer solchen Berakah: „Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,3). Dass [[Lukas 22#s19 |Lk 22,19]] und [[1 Korinther 11#s24 |1 Kor 11,24]] statt hier „danken“ statt „segnen“ stehen haben, ist nicht bedeutsam; eine Berakah &#039;&#039;ist&#039;&#039; ein Dankgebet und „Gepriesen bist du, der du / denn du...“ &#039;&#039;meint nur&#039;&#039; „Danke dafür, dass...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, brach er [es]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er [Gott] gepriesen hatte, brach er [es]&#039;&#039; - Die üblichen jüdischen Gesten zur Eröffnung einer Hauptmahlzeit (vgl. z.B. gut Hofius 1988, S. 379). Markus scheint diese Handlung ans Ende der Hauptmahlzeit verschoben zu haben (s. dazu [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gab [es] ihnen und sagte: „Nehmt, dies&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dies&#039;&#039; - Immer wieder wiederholt worden ist in letzter Zeit die Analyse von Luz, das Neutrum „dies“ könne sich nicht auf das Maskulinum „Brot“ beziehen und müsse daher die &#039;&#039;Handlung&#039;&#039; des Brotbrechens und -verteilens meinen (so z.B. Heininger 2005, S. 44; Niemand 2002, S. 97; Luz 2002, S. 4f; Schröter 2006, S. 128; Trummer 2001, S. 136f). Das ist falsch. Im Griechischen richten sich Demonstrativpronomen sogar häufiger im Genus nach der &#039;&#039;Subjektsergänzung&#039;&#039; (hier also das Neutrum „Leib“) als nicht (vgl. HvS §263e; z.St. auch Söding 2002, S. 55; Weidemann 2013, S. 84f). Dass mit „dies“ also nicht das Brot, sondern die Handlung bezeichnet wird, ist grammatisch möglich, aber keinesfalls notwendig und auch nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Leib!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und nachdem er einen Becher (Kelch)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Becher (Kelch)&#039;&#039; - Eher „Becher“ als „Kelch“. Das Wort ist bis vor Kurzem intensiver im anglophonen Sprachraum diskutiert worden, da dort in der kath. Kirche bis zur Revision des Römischen Messbuchs die Übersetzung „cup“ („Becher“) in Gebrauch war, nach der Revision aber durch „chalice“ („Kelch“) abgelöst wurde. Im Griechischen steht hier &#039;&#039;poterion&#039;&#039;, womit allgemein Trinkgefäße bezeichnet wurden; die Entsprechung von „Kelch“ wäre tendenziell eher &#039;&#039;kylix&#039;&#039;. Das Missale übersetzt dennoch „Kelch“, um so der Übersetzungsentscheidung von Hieronymus in der Vulgata zu folgen (&#039;&#039;calix&#039;&#039;). &#039;&#039;Calix&#039;&#039; aber wurde zu Hieronymus Zeit allgemein für Trinkgefäße verwendet (daher übersetzt er z.B. auch in [[Matthäus 10#s42 |Mt 10,42]] &#039;&#039;poterion&#039;&#039; mit &#039;&#039;calix&#039;&#039;, wo klar ein Becher gemeint ist), weshalb auch in der VUL beide Deutungen möglich sind. In den dt. Üss. sind beide Varianten gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; genommen und [Gott] gedankt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - hierzu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]. m.Ber 6,1 empfiehlt als Berakah über dem Weinbecher „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast“; die christianisierte Berakah der Didache lautet „Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstocks Davids, deines Knechtes, den du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, gab er [ihn] ihnen und sie alle tranken aus diesem.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu und zum nächsten Vers s. die Anmerkungen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des (neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;neuen&#039;&#039; - Nicht wenige Handschriften haben hier ein zusätzliches „neue“ - zweifellos eine Angleichung an [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]] und damit sekundär (so z.B. auch TCNT).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundes, für viele&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele&#039;&#039; - dient vermutlich zum Ausdruck des Zahlenverhältnisses: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;. S. genauer unten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch dieses Wort wird aktuell sehr heftig diskutiert, daher auch hierzu eine etwas längere Erklärung der Diskussion und zur Rechtfertigung der Übersetzung. Hintergrund der Diskussion ist der, dass in der kath. Liturgie in Deutschland lange Zeit die Formulierung „das für euch und für alle vergossen wird“ gebräuchlich war. In einem [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20070216 Brief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung] von 2006 wurde stattdessen die Übersetzung „für viele“ vorgeschrieben, und vor allem infolge eines [http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2091 Folgebriefes von Benedikt XVI.] an die deutschen Bischöfe entbrannte ein heftiger und leider seltenst sachlich geführter Streit, der mittlerweile nur noch oberflächlich etwas mit der Übersetzung selbst zu tun hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Parteien berufen sich auf [[Jes 53#s12 |Jes 53,12]]. Weil auch dort von jemandem die Rede sei, der für die Sünden anderer stirbt und wegen den gemeinsamen Vokabeln „vergossen“ und eben „viele“ sei klar, dass Mk hier die Jes-Stelle zitiert. Die einen leiten daraus ab, dass das „viele“ in Jesaja wie oft im Hebräischen als „alle“ verstanden werden müsse und dass dies demnach auch die Bedeutung des „viele“ bei Mk sei; die anderen erkennen zwar die Bedeutung „alle“ in Jesaja (und meistens auch Markus!) an, fordern aber dennoch eine „wörtliche“ Übersetzung in Mk, damit der Bezug zu Jes erkennbar sei und keine Deutung in die Mk-Übersetzung eingetragen werde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Argumentationen sind sehr problematisch. Zunächst wurde zu ntl Zeiten nicht der heb. Jes-Text verwendet, sondern entweder die LXX-Übersetzung oder ein Targum. Die LXX-Übersetzung lautet aber nicht „Weil er sein Leben in den Tod &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; hat“, sondern „weil er seine Seele in den Tod &#039;&#039;auslieferte&#039;&#039;“, die von TgJ „Weil er sein Leben dem Tod &#039;&#039;übergab&#039;&#039;“. Der einzige Bezug im Vokabular ist damit das „viele“, und auf dieser Basis von einem „Zitat“ zu sprechen, geht durchaus nicht an (so z.B. richtig Chilton 1994, S. 87; Dunn 2003, S. 815f.; Schröter 2006, S. 129; übrigens sogar Benedikt, obwohl er im Folgenden dann doch mit dem Jes-Text argumentiert). Sodann motivisch: Der Gottesknecht im Jes-Text wurde im frühen 1. Jahrhundert überhaupt nicht als Paradigma eines Menschen aufgefasst, der die Sünden anderer Menschen auf sich nimmt - weder in jüdischen noch in christlichen Texten. Im NT z.B. wird Jes 52,13-53,12 insgesamt sieben Mal zitiert - und nur im spätesten Text, [[1 Petrus 2#s22 |1 Pet 2,22-25]], ist er Paradigma dieses Motivs (vgl. z.B. Zager 1996, S. 180f). Aus diesem Grund kommen heute immer mehr Wissenschaftler von der Vorstellung ab, dass das Gottesknechtslied ein Vorbild für die ntl Texte gewesen sei (vgl. z.B. Versnel 2005, S. 215 und die dort zusammengetragene Literatur). Und weiter: Gerade, wenn wir dennoch davon ausgingen, dass hier ein Jes-Zitat vorläge, gingen beide Argumentationen am Text vorbei, denn der Zweck des „Viele“ wäre dann wie in Jes nicht die Identifikation einer Zielgruppe der „Leistung“ von Gottesknecht und Jesus, sondern der Ausdruck eines &#039;&#039;Zahlenverhältnisses&#039;&#039;: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; nimmt die Verfehlungen von &#039;&#039;Vielen&#039;&#039; auf sich / legt für &#039;&#039;viele&#039;&#039; Fürsprache ein / vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;; s. ähnlich z.B. [[1 Korinther 10#s17 |1 Kor 10,17]]: „Weil es &#039;&#039;ein&#039;&#039; Brot ist, sind wir - wir &#039;&#039;viele&#039;&#039; - &#039;&#039;ein&#039;&#039; Leib.“ So ist das „viele“ hier wahrscheinlich auch unabhängig von der Jes-Stelle zu verstehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schließlich: Selbst dann, wenn die Übersetzung „alle“ sich hier ebenso gut rechtfertigen ließe wie „viele“: Nur von den wenigsten Üss. wird sie gewählt (z.B. GN, KAM); daher nach [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien Kriterium 1b] auch von uns nicht. Welche Übersetzung die sinnvollste für eine &#039;&#039;Messliturgie&#039;&#039; ist, ist natürlich eine andere Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gesamtsinn des Verses s. die Anmerkungen. Die Formulierung lässt sich am leichtesten genetisch erklären. Die Vorstellung, dass ein Mensch „für andere“ sterben könne, stammt ursprünglich aus dem hellenistischen Kulturraum und ist dort gerade in der ntl. Zeit außerordentlich populär (s. bes. das von Versnel 2005 auf S. 230-244 zusammengetragene Material): Zürnte eine Gottheit einer Person/einem Volk/ ..., konnte ein Mensch ersatzweise &#039;&#039;für&#039;&#039; diese Person/dieses Volk/... sterben und so die Gottheit beschwichtigen (vgl. gut z.B. Breytenbach 2003). Relativ rein lässt sich dieser Gedanke z.B. auch in den johanneischen Schriften betrachten (s. z.B. [[Johannes 10#s11 |Joh 10,11]].[[Johannes 10#s15 |15]]; [[Johannes 15#s13 |15,13]]; [[1 Johannes 3#s16 |1 Joh 3,16]]. Bei unserer Stelle ist diese Vorstellung aber verschmolzen mit einer weiteren Vorstellung; diesmal aus dem jüdischen Kulturraum: Wenn Gott einer Person zürnt, liegt das nach jüd. Vorstellung an den &#039;&#039;Sünden&#039;&#039; dieser Person, die wie eine Trennwand zwischen die Person und Gott treten. Eingerissen werden muss diese Trennwand durch en Opfer - durch die Darbringung von Opferblut -, dessen Effekt die Errichtung eines „Bundes“ zwischen Gott und dem Opfernden ist (s. [[Exodus 24#s8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]; vgl. z.B. Willi-Plein 1993, S. 97f. S. bes. die Variante von Ex 24,8 im etwa zeitgleich zum Mk entstandenen TgO: „Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf den &#039;&#039;Altar&#039;&#039;, &#039;&#039;um für&#039;&#039; das Volk &#039;&#039;Sühnung zu schaffen&#039;&#039;...“). Kombiniert lauten die beiden Vorstellungen dann: Jemand, der &#039;&#039;für&#039;&#039; jemanden stirbt, wird so zum „Opfer“ für diesen zum Zwecke der Sühnung seiner Sünden (vgl. gut Merklein 1986, S. 71). Diese „Vorstellungskombination“ wird z.B. auch in [[Johannes 1#s29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#s25 |Röm 3,25f]] und [[Hebräer 9#s13 |Heb 9,13-15]] auf Jesus übertragen; außerhalb des NT findet sich die Vorstellung z.B. auch in 4 Makk 17,21f. und j.Sanh. 11,5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde nicht wieder vom Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich [von] ihm erneut (ihn als neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] ihm erneut (ihn als neuen)&#039;&#039; - Beide Positionen werden in der Forschung vertreten; für die erste z.B. Gundry 2000, S. 834; Marcus 2009, S. 959; für die zweite z.B. France 2002, S. 572; NSS. „Ihn als neuen“ soll dann vom „neuen [Wein]“ sprechen und dieser widerum ein Symbol für das „messianische Bankett“ sein, das nach dem endgültigen Anbruch des Reiches Gottes stattfinden wird. &#039;&#039;tirosh&#039;&#039;, „neuer Wein“, ist im AT aber meist als durchaus innerweltliches, aktuell vorhandenes Getränk gedacht und daher schlicht als „Most“ zu übersetzen, und auch syntaktisch ist diese Auflösung ganz unwahrscheinlich. Der Satz ist vielmehr als Todesprophetie aufzufassen: Hiermit trinkt Jesus seinen letzten Becher Wein, doch schon bald - nämlich im Reich Gottes, das Jesus für die näheste Zukunft erwartete - wird er &#039;&#039;von Neuem&#039;&#039; mit dem Trinken beginnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Reich Gottes trinken werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [ein Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise [[Psalm 115|Ps 115-118]] (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ärgern&#039;&#039; – Entweder im Sinne von a) &amp;quot;Jesus ablehnen&amp;quot; (so NGÜ, NL, HFA), oder im Sinne von b) &amp;quot;sündigen&amp;quot; (so EU). Im Kontext (v. 30) ist a) wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen (erschlagen), und die Schafe werden zerstreut werden.‘ {{Par|Sacharja|13|7}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Daraufhin sagte Petrus zu ihm: „Wenn sich [auch] alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihm: „Amen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt;, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Das könnte eine Zeitangabe sein. (Carson: ca. 1:30 Uhr, Brown: vor dem Morgengrauen – Kommentare prüfen!)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dreimal verleugnen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dreimal verleugnen&#039;&#039;: Dies geschieht in [[#s72|V. 72]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement (mit Nachdruck): „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich [bestimmt] nicht (niemals)&amp;lt;ref&amp;gt;stärkstmögliche Verneinung&amp;lt;/ref&amp;gt; verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nahm&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt (entsetzt) und verängstigt (beunruhigt) zu sein,&lt;br /&gt;
{{S|34}} und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meine Seele ist zu Tode betrübt&#039;&#039; – d.h. er ist so traurig, dass es sich wie sterben anfühlt&amp;lt;/ref&amp;gt;; bleibt hier und wacht (bleibt wach)!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel (warf sich) auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht,&lt;br /&gt;
{{S|36}} und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kelch&#039;&#039;: Hier ist nicht nur der bevorstehende Tod und das Leiden gemeint ([[#s24|V. 24]]). Im AT wird dieses Bild für das kommende Gericht Gottes verwendet ([[Jeremia 25#s15|Jer 25,15]]; [[Hesekiel 23#s31|Hes  23,31-34]] uvm.).&amp;lt;/ref&amp;gt; von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; und stellte fest (fand)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;, dass sie schlafen, und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redete, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof war, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 1-11&#039;&#039;&#039;: Vergleicht man Mk 14,3 mit [[Matthäus 26#l6 |Mt 26,6f]], fällt auf, (1) dass in Mt die Aussage fehlt, dass Jesus &#039;&#039;liegend&#039;&#039; isst, (2) dass Mt die auffällige Genitivreihung zur Beschreibung des Öls stark ausgedünnt hat und (3) dass bei Mt das Gefäß nicht zerbrochen wird - drei Details, die den &#039;&#039;verschwenderischen Charakter&#039;&#039; des letzten Abendmahls unterstreichen: (1) zeigt, dass das Abendmahl in einem wohlhabenden Haushalt stattfand, (2) unterstreicht den hohen Wert des Öls und damit ebenso wie (3) die große Verschwendung der namenlosen Frau - Jesus lässt es sich beim letzten Abendmahl noch einmal „richtig gut gehen“. Dies wirkt befremdlich - auch auf „einige“ Anwesende, weshalb diese postwendend die Frau anfahren (Vv. 4f) - doch Jesus verteidigt sie. Und nicht nur das, sondern er wertet ihre Tat sogar so positiv, dass er prophezeit, dass einst auf der ganzen Welt davon berichtet wird - zur Erinnerung an &#039;&#039;sie&#039;&#039; (nicht an ihn) (Vv. 6-9)!&amp;lt;br /&amp;gt;Gerahmt wird diese Erzählung davon, dass die Hohepriester und die Schriftgelehrten nach einem Weg suchen, wie sie Jesus zu einem geeigneten Zeitpunkt töten können, und vom Verrat des Judas. Sowohl im Rahmen als auch im Zentrum ist also erstens von &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; die Rede und zweitens von &#039;&#039;Jesu Tod&#039;&#039; - und dies ist der Schlüssel zum Verständnis dieses schwierigen Abschnitts: Jesus lässt es sich noch einmal „richtig gut gehen“, ja - aber das ist auch in Ordnung so, denn &#039;&#039;noch&#039;&#039; ist die Zeit, in der „die Hochzeitsgäste nicht fasten können, da der Bräutigam noch in ihrer Mitte ist“ ([[Markus 2#l19 |Mk 2,19]], vgl. Lohfink 2011, S. 341f.). Und die Frau verhält sich äußerst verschwenderisch, ja - aber in diesem Kontext ist auch das in Ordnung so und sogar noch wichtiger als die Armenfürsorge, denn noch ist die Zeit, in der der Bräutigam in ihrer Mitte ist - &#039;&#039;gerade noch&#039;&#039;. Und angesichts dieses „gerade noch“ verhält sie sich ganz korrekt: Angesichts Jesu bevorstehendem Tod wird ihre „Verschwendung“ richtig und wichtig und die Frau erweist sich als fähig zur Erkenntnis des &#039;&#039;kairos&#039;&#039;, des „richtigen Zeitpunkts“ (Barton 1991, S. 233; ähnlich Story 2009, S. 20).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Rahmung durch die Vv. 1f.10f. betont dann noch einen weiteren Aspekt: Nicht nur verhält sich die Frau hier ganz korrekt - sie tut dies auch noch im völligen Kontrast zu den religiösen Eliten (Vv. 1f) und zu Judas, „einem der Zwölf“&amp;lt;ref&amp;gt;... Der Verrat des Judas ist letztlich die höchste Steigerungsform des fortwährenden Jüngerunverständnisses, das das ganze Mk-Evanelium durchzieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vv. 10f.) und wird auf diese Weise dargestellt als „Paradigma wahrer Nachfolge“ (Schüssler Fiorenza 1988, S. 393; vgl. auch Beavis 1988, S. 8; Miller 2002, S. 186). Sie ist eine, die im rechten Moment die Zeichen der Zeit richtig deutet und daher alles auf eine Karte setzt, indem sie eine riesige Summe ihres Geldes auf die Parfumierung Jesu „verschwendet“ (im Gegensatz zu Judas, der für seine falsche Tat sogar Geld kassiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des &#039;&#039;Timings&#039;&#039; in der vorangehenden Perikope erlaubt Markus gleich noch einen Seitenhieb auf Hohepriester, Schriftgelehrte und Judas: Ganz entgegen ihren Absichten werden sie Jesus eben doch an einem Fest gefangennehmen: Am Paschafest, einem der höchsten Feiertage im Judentum. Die Funktion von &#039;&#039;&#039;Vv. 12-16&#039;&#039;&#039; ist es dabei vermutlich, den Grund für dieses Scheitern aufzuzeigen: Jesus plant zu geschickt und hat sich einen Plan erdacht, wie er sich den Autoritäten entziehen kann, bis er mit seinen Jüngern noch das Letzte Abendmahl gefeiert hat, und Absprachen mit einem Jerusalemer Hausbesitzer getroffen. Erst während dem Schlachten des Lamms im Tempelbezirk gibt er daher zweien seiner Jünger den Ort des Abendmahl bekannt - mehr oder weniger jedenfalls: Sie sollen in die Stadt gehen, wo sie bereits von einem Wasserträger erwartet werden werden (V. 13), dem sie fraglos zu jenem Haus folgen sollen, in „welches auch immer“ er hineingehen wird (V. 14). Dem Herrn dieses Hauses müssen sie dann auch noch zunächst ein Passwort geben („Der Lehrer fragt etc.“, V. 14) - und erst dann können sie das Mahl vorbereiten (so gut ausgelegt von Evans 2001, S. 374). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 17-21&#039;&#039;&#039; handeln vom Verrat des Judas; hier soll noch einmal die Schwere seines Verrats unterstrichen werden: Erstens durch die sogar doppelte redundante Formulierung in Vv. 18.20 („Einer von euch“ + „der mit mir isst“; „einer der Zwölf“ + „der mit mir in die Schüssel tunkt“) - der Verrat wird von einem aus dem engsten Freundeskreis Jesu begangen -; zweitens durch die auffällige Formulierung von V. 21 („Der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; geht... Wehe dem &#039;&#039;Menschen&#039;&#039;, durch den der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ausgeliefert wird! Es wäre besser für ihn, wenn &#039;&#039;jener Mensch&#039;&#039; niemals geboren wäre!“) - ein gewöhnlicher Mensch vergeht sich hier am „Menschen&#039;&#039;sohn&#039;&#039;“. Völlig einleuchtend ist daher das Drohwort in V. 21, dessen Logik zu sein scheint: Es ist zwar der Wille &#039;&#039;Gottes&#039;&#039;, dass der Menschensohn stirbt („wie geschrieben steht“, s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ai FN ai])&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch die Formulierung „&#039;&#039;durch&#039;&#039; den der Menschensohn ausgeliefert wird“ - das gr. Äquivalent von „durch“ drückt nicht den Handelnden selbst aus, sondern das &#039;&#039;Medium&#039;&#039;, &#039;&#039;durch das&#039;&#039; eine Handlung vollbracht wird (vgl. gut Marcus 2009, S. 952)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Judas ist so nicht mehr als sein Werkzeug - aber dennoch: Ob der Schwere seines Vergehens trifft ihn so große Schuld, dass er besser niemals geboren worden wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;En passant erreicht auch die bei Markus übliche negative Darstellung der Jünger ihren Höhepunkt: Das „doch nicht etwa ich?“ muss sicher so verstanden werden, dass keiner der Jünger sich wirklich sicher ist, ob nicht er es ist, der den Menschensohn ausliefern wird -  „jeder der Mahlteilnehmer ist sozusagen potentiell ein Judas“ (Weidemann 2013, S. 79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 22-25&#039;&#039;&#039;: Wegen der Zentralität dieser Verse im Christentum und auch, weil sich in der Erforschung dieser Stelle in den letzten Jahren einiges getan hat, sind hier etwas längere Anmerkungen angebracht. Neu ist in der Forschung (1) die Erkenntnis, dass es zur Zeit Jesu sehr wahrscheinlich noch überhaupt keine Pascha-„liturgie“ gab, die während des Paschamahl abgehalten wurde (vgl. z.B. Kulp 2005 und die dort gesammelte Literatur; auch Schlund 2005, S. 398f). Neu ist (2) die Erkenntnis, dass man für die Zeit Jesu nicht zwischen jüdischer und griechischer Mahlkultur trennen darf, da die jüdische Kultur insgesamt eine hellenistische Kultur &#039;&#039;war&#039;&#039;. Daher: „Die Eucharistie war nicht &#039;&#039;wie&#039;&#039; ein Gastmahl - sie &#039;&#039;war&#039;&#039; ein Gastmahl.“ (McGowan 2010, S. 186). Schließlich ist (3) die Erkenntnis neu, dass die sogenannten „Einsetzungsworte“ sehr wahrscheinlich nicht als „Einsetzungsworte“ aufgefasst wurden: In den ersten zwei Jahrhunderten wurden sie im Gottesdienst überhaupt nicht zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlerweile sind eine ganze Reihe Eucharistiegebete ohne Einsetzungsworte bekannt: Did 9,5; 10,1-6; AcJoh 85; 109; AcThom 49f; 133; 158; das sog. „Papyrus Strasbourg“ Gk 254; Didask 7,25; die noch heute gebräuchliche Anaphora von Addai und Mari. Das erste überlieferte Eucharistiegebet &#039;&#039;mit&#039;&#039; Zitierung der Einsetzungsworte findet sich in der ca. 200-250 n.Chr. entstandenen Traditio Apostolica (4,9f), aber auch dort werden sie noch „nur“ als letzter Abschnitt eines heilsgeschichtlichen Abrisses des Lebens Jesu zitiert und auch aus der Zeit danach finden sich Eucharistiegebete ohne die Einsetzungsworte; z.B. in Cyrill von Jerusalems „Mystischen Katechesen“ aus dem 4. Jh. (vgl. z.B. Baldovin 2013, S. 193f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurde daher der Alternativbegriff „Gabeworte“ vorgeschlagen, den wir daher auch hier verwenden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Den Ablauf des Letzten Abendmahls, das Mk hier als Paschamahl schildert (s. dazu den [http://offene-bibel.de/wiki/Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]), haben wir uns also als ein etwas ausgebautes hellenistisches Gastmahl vorzustellen: Es begann mit einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße, nach der sich die Tischgesellschaft geschlossen in den Speißesaal begab, wo der „Vorsitzende“ der Gesellschaft wie üblich im Judentum die Mahlzeit eröffnete, indem er ein Gebet (dazu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]) über dem Brot sprach, dieses brach und an die ganze Gesellschaft weiterreichte. Darauf folgte die im Liegen eingenommene Hauptmahlzeit, die sich von einem Gastmahl wohl hauptsächlich darin unterschied, dass auch das zuvor geschlachtete Lamm, Bitterkräuter und &#039;&#039;ungesäuerte&#039;&#039; Brote aufgetischt wurden (vgl. Kulp 2005, S. 112).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Singen in V. 26 dagegen ist nichts Besonderes. Bei jedem griechischen Symposium wurden religiöse Lieder gesungen; u.a. z.B. ein die abschließende Becherhandlung (s. u.) begleitender „Paian“. Ein solcher könnte gut auch hier gemeint sein, denn ob zu Jesu Zeit bereits die Psalmen 114/115-118 zum Abschluss des Pascha-Hauptgangs gesungen wurde, wissen wir nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte ein Gebet über dem Wein, woraufhin normalerweise jeder für sich aus seinem eigenen Becher getrunken hätte, doch s. gleich. Darauf hätte normalerweise noch ein längerer Umtrunk gefolgt, der bei Jesus jedoch weggefallen zu sein scheint. Markus oder seine Quelle haben diese Reihenfolge außerdem abgewandelt, indem sie offenbar die Brothandlung an den Schluss der Hauptmahlzeit vor die Becherhandlung verschoben hat - vermutlich, weil dies die Struktur des Abendmahls in seiner Gemeinde war (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte noch zur Becherhandlung. Wir folgen hier einem Deutungsvorschlag von Klinghardt 2012; Klinghardt 2012b und [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51975/#h6 Heilmann/Wick 2013], der so neu ist, dass er in noch keinem Kommentar berücksichtigt wurde, aber viel zum Verständnis des Abendmahls beitragen kann. Wie die Becherhandlung gewöhnlicherweise abgelaufen wäre, haben wir eben gesehen. Jesus weicht von diesem Usus ab, indem er &#039;&#039;seinen&#039;&#039; Becher an die Jünger weitergibt. Weiterhin ist aber auszugehen von [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]: Das Partizip &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; steht dort im Nominativ und kann sich daher nicht auf das &#039;&#039;Blut&#039;&#039; beziehen (das im Dativ steht), sondern muss sich auf den &#039;&#039;Becher&#039;&#039; beziehen. Nach Lukas Darstellung reicht Jesus also nicht nur seinen Becher an seine Jünger weiter, sondern leert zuvor auch noch einen Teil des Weines aus. Wenn wir nicht von vornherein davon ausgehen wollen, dass Lukas hier grammatisch falsch formuliert hätte oder dass Lukas von einer anderen Becherhandlung ausgeht als Markus und Matthäus, müssen wir zunächst einmal davon ausgehen, dass hinter dem &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; in Mk und Mt die selbe Vorstellung steht.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Handlungen sind (abgesehen von einem möglichen Beleg für das Ausleeren in 4 Makk 3,16) für den jüdischen Kulturraum nicht belegt, sind aber gewöhnliche Bräuche beim hellenistischen Gastmahl: Die „Libation“ und der „geweihte Becher“. Bei der Libation weiht der Vorsitzende des Gastmahls seinen Becher einem Gott, opfert ihm dann einen Teil des Inhalts, indem er ihn auf den Boden oder in den Herd gießt, und trinkt den Rest; die übrigen Gäste folgen seinem Beispiel. Der geweihte Becher dagegen wird nicht geleert, sondern von einem Gast zum nächsten weitergereicht, damit jeder einen Schluck davon nehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim griechischen Gastmahl gingen mehrere solcher geweihter Becher um, die verschiedenen Göttern geweiht waren, und eines der Probleme Pauli mit der Eucharistie der Korinther scheint gewesen zu sein, dass sie den „Jesus-becher“ einfach zusätzlich zu den anderen Gottheiten geweihten Bechern getrunken haben (s. [[1 Korinther 10#s21 |1 Kor 10,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurden diese beiden Bräuche wohl auch miteinander kombiniert (vgl. z.B. Smith 2002, S. 30; Tolles 1943, S. 86f), und eine solche Kombination haben wir uns auch für das Letzte Abendmahl zu denken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist dann die Bedeutung der Handlung am Brot einerseits und der Doppelhandlung am Becher andererseits. Sinn des Teilens und Essens des „be-beteten“ Brotes ist unter anderem die Vermittlung von „Anteil an der fürsorgenden Güte Gottes [... und] die Gemeinschaft miteinander [...] vor Gott und unter seinem Segen“ (Hofius 2000, S. 284). Das selbe gilt für den Doppelbrauch von Libation und geweihtem Becher: Von beiden Bräuchen erhoffte man sich - sozusagen im Gegenzug für das Weinopfer - eine Segnung. Durch die Libation, bei der aus dem selben Kelch das Opfer vorgenommen und getrunken wurde, wurde außerdem im Trinken eine Gemeinschaft zwischen dem einzelnen Trinker und der Gottheit hergestellt; durch das Kreisen des geweihten Bechers die Gemeinschaft untereinander vor der Gottheit, der der Becher geweiht war (vgl. Tolles 1943, S. 108-111). Beide Handlungen haben den selben Sinn: Hinwendung zu Gott und Vermittlung von Gottes Segen einerseits; Herstellung von Gemeinschaft mit Gott und untereinander andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte, wie sehr schon in der bloßen Handlng die spätere theologische Ausdeutung der Eucharistie vorgezeichnet ist. Vgl. z.B. folgenden Ausschnitt aus dem Eucharistiegebet der Traditio Apostolica: „Seines Todes und seiner Auferstehung eingedenk bringen wir dir das Brot und den Kelch dar. ... Auch bitten wir dich, deinen Heiligen Geist auf die Gaben deiner Kirche herabzusenden. ... Gib allen Heiligen, die sie empfangen, Erfüllung mit Heiligem Geist...“ - Die eucharistischen Gaben werden Gott als Opfer dargebracht; gleichwohl aber konsumiert. Und im Gegenzug sendet Gott seinen Geist auf die Gaben - und über den Umweg des Gabenkonsums auch auf die Gemeinde - herab und schenkt ihnen so durch die „Geist-Erfüllung“ Gemeinschaft mit sich und untereinander.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Handlungen spricht Jesus also seine Gabeworte. „Dies ist mein Leib“, sagt er, und: „Dies ist mein Blut“. Das „dies“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Gaben selbst; nicht auf die Handlungen (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_al FN al]) - aber die Handlungen spielen auf jeden Fall mit hinein:  „Dies ist mein Leib“ spricht Jesus über dem &#039;&#039;gebrochenen, zu verspeißenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Brot; „dies ist mein Blut“ über dem &#039;&#039;vergossenen, zu trinkenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Wein.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;soma&#039;&#039;, „Leib“, ist ein sogenannter „anthropologischer Ganzheitsbegriff“, der nicht wie im Deutschen nur auf den „Körper“ bezogen werden darf. „Dies ist mein Leib“ meint: „Dieses Brot bin ich selbst. Das bin ich mit meiner Geschichte und meinem Leben“ (Lohfink 2011, S. 360). Dieses sein „Selbst, seine Geschichte und sein Leben“ deutet Jesus mithilfe des segensvermittelnden Brotes, das er dann an seine Jünger verteilt, und macht dieses so zum Symbol für seine „Proexistenz“. Ähnlich beim „vergossenen Blut“, das sich klar auf Jesu bevorstehenden Tod bezieht: Jesus deutet seinen Tod mithilfe des segensvermittelnden Weines, den er dann ebenfalls an seine Jünger verteilt, und macht diesen so zum Symbol für Jesu „Pro-exitus“, wie man entsprechend formulieren könnte. Diese „Pro“-Bedeutung wird bei Markus noch zusätzlich unterstrichen durch das „für viele“. „Dies ist mein Leib“ und „dies ist mein Blut“ meint: Ich habe &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; gelebt und werde &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25198</id>
		<title>Markus 14</title>
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		<updated>2017-03-18T14:45:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: getsemane&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Nach dem Essen und nachdem Jesus ein Brot genommen und Gott dafür gepriesen hatte, zerbrach er es, gab die Stücke seinen Jüngern und sagte: „Nehmt! Dieses Brot bin ich.“ {{L|23}} Und nachdem er seinen Becher genommen und Gott auch für den Wein gedankt hatte, gab er ihn seinen Jüngern und alle tranken daraus. {{L|24}} Und Jesus sagte: „Dieser Wein ist mein für viele vergossenes Bundesblut.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bundesblut&#039;&#039; - Ein Begriff aus dem jüdischen Kultwesen (s. [[Exodus 24#l8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]). Das Blut eines Lammes diente im Tempelkult dazu, einen „Bund“ zwischen Gott und Menschen zu besiegeln und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Diese Funktion spricht Jesus hier seinem Tod zu. S. ähnlich auch [[Johannes 1#l29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#l25 |Röm 3,25f]]; [[Hebräer 9#l13 |Heb 9,13-15]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
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{{L|67}}&lt;br /&gt;
{{L|68}}&lt;br /&gt;
{{L|69}}&lt;br /&gt;
{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
{{L|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Pascha-Fest und [das Fest der] ungesäuerten Brote waren {aber} in zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Pascha“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30031/ Passa (AT) (WiBiLex)], zur heutigen Gestalt des Paschafestes gut [https://goo.gl/cxyLrL Böckler 2006: Das Geburtstagsfest des Volkes]), das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Paschafest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25696/ Mazzen / Mazzotfest (WiBiLex)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da suchten die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz). Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin selbst; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes&amp;lt;ref&amp;gt;oder: &#039;&#039;vor den Festgängern&#039;&#039; – so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 2009, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Pascha-Lamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Pascha-Fest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simons des Leprakranken&#039;&#039; - Die Identität dieses Simon ist ungeklärt. Das biblische „Lepra“ meint nicht die selbe Krankheit wie unser heutiges Wort „Lepra“. Ob eine bestimmte andere Krankheit damit gemeint war oder ob der Begriff eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten war, ist ebenfalls noch unklar. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, welche Krankheit genau gemeint ist, sondern die Tatsache, dass derartige Hautkrankheiten den Kranken „unrein“ machten und der Aufenthalt Jesu in seinem Haus klar den Normen seiner Zeit widerspricht (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 416; Marcus 2009, S. 933). Jesu Feiern im Haus von Leprösen liegt also auf einer Linie mit seinem Feiern mit Zöllnern und Sündern.&amp;lt;/ref&amp;gt; war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren, reinem Nardenparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbarem, reinem Nardenparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon Lightfoot 1859, S. 446; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2001, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (2), da sie häufiger in Üss. gewählt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2009, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Einige aber waren {untereinander} verärgert (voller Empörung) [und sagten] zueinander: „Für was ist diese Verschwendung des Parfums geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte nämlich dieses Parfum für mehr als 300 Denare&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;300 Denare&#039;&#039; - Mehr als das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Arbeiters. M. Pea 8,8 nennt 200 Denare als jährliches Existenzminimum (vgl. Dschulnigg 2007, S. 357; s. die [http://www.sefaria.org/Mishnah_Peah.8?lang=en&amp;amp;layout=lines&amp;amp;sidebarLang=all Üs. bei Open Mishnah]); umgerechnet auf heutige Verhältnisse hätte das Parfum also (laut dt. Steuersystem) einen Wert von fast 13.000 €.&amp;lt;/ref&amp;gt; (teurer als für 300 Denare) verkaufen und [den Erlös] den Armen geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Man hätte dieses Parfum verkaufen können&#039;&#039; - W. „Dieses Salböl konnte verkauft werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und sie machten ihr Vorwürfe.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: „Lasst sie! Was macht ihr ihr Beschwerden?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was macht ihr ihr Beschwerden?&#039;&#039; – Gr. Idiom, die Bed. ist etwa „Was lasst ihr sie nicht in Frieden?“ (s. noch [[Lukas 11#s7 |Lk 11,7]]; [[Lukas 18#s5 |18,5]]; [[Galater 6#s17 |Gal 6,17]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat ein gutes Werk&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gutes Werk&#039;&#039; - &#039;&#039;kalon ergon&#039;&#039;, wie im Dt. ein Terminus technicus für Wohltätigkeit. Im Judentum wurden auch gute Taten an Toten zu solchen „guten Werken“ gerechnet; schon hier wird also auf V. 8 vorausverwiesen (vgl. z.B. Dschulnigg 2007, S. 357).&amp;lt;/ref&amp;gt; an mir getan – &lt;br /&gt;
{{S|7}} und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039; - W. „denn“; der Satz ist die Rechtfertigung dafür, warum es in Ordnung ist, etwas Gutes an Jesus zu tun, wenn dies gleichzeitig verhindert, etwas Gutes für die Armen zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Armen habt ihr immer bei euch und sooft (falls) ihr wollt, könnt ihr ihnen (immer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;(immer)&#039;&#039; - so viele Handschriften. Ob dies dritte &#039;&#039;immer&#039;&#039; aus stilistischen Gründen zum Urtext hinzugefügt wurde (=&amp;gt; Symmetrie) oder aus dem Urtext gestrichen wurde (=&amp;gt; redundante Wortwdh.), lässt sich nicht entscheiden. Die überwältigende Mehrheit übersetzt es nicht. Sinnvoll wäre es im Kontext allemal: Das Entscheidende an dieser Aussage Jesu ist, dass der aktuelle Zeitpunkt eine absolute Ausnahmesituation ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; wohltun (Gutes tun); mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie [tun] konnte (was sie hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte (hatte)&#039;&#039; - W. „Was sie hatte“, hier (wie auch sonst manchmal) i.S.v. „vermögen, können“. Mit dieser Wortwahl soll vermutlich angespielt werden auf Jesu Aussage über das letzte Scherflein der Witwe in [[Markus 12#s44 |Mk 12,44]]: Mk 13 - die Markus-apokalypse - wird gerahmt von zwei Erzählungen von Frauen, die paradigmatisch für den richtigen Gebrauch von Geld (am Ende der Zeit) sind (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 417; Marcus 2009, S. 941).&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat sie getan: Sie hat es vorweggenommen, meinen Leib für das Begräbnis einzubalsamieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einzubalsamieren&#039;&#039; - Hier wird das Verb &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; statt &#039;&#039;chrio&#039;&#039; („salben“) verwendet. Viele denken, die Parfumierung der Frau habe auf einer zweiten Bedeutungsebene den Sinn, dass Jesus hier zum Messias gesalbt werden sollte (wie z.B. David in [[1 Samuel 16#s13 |1 Sam 16,13]]; so z.B. Guijarro/Rodriguez 2011; Park 2012). Doch dafür wäre sehr wahrscheinlich eben &#039;&#039;chrio&#039;&#039; statt &#039;&#039;katacheo&#039;&#039; („herabgießen“) und &#039;&#039;murizo&#039;&#039; („einbalsamieren“) verwendet worden (Marcus 2009, S. 396; vgl. ähnlich Lücking 1993, S. 110) und außerdem wohl &#039;&#039;elaion&#039;&#039; („Öl“) statt &#039;&#039;muron&#039;&#039; („Parfum“). Aus diesem Grund muss man die Salbung zunächst wohl doch „nur“ als „schlichte Wohltat beim Mahl“ verstehen (vgl. [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]]; Jos.Ant 19,239: „[...Er] erschien [...] dort mit gesalbtem Haar, als käme er von einem Trinkgelage [...].“) - und was sie auf der tieferen Ebene bedeutet, sagt Jesus in diesem Vers ja selbst.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Amen, ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; - ein sog. „nicht-responsorisches Amen“: Durch „Amen, ich sage euch“ eingeleitete Sätze finden sich in der Bibel ausschließlich bei Jesus und dienen v.a. dazu, den folgenden Satz zu markieren als ein(e) mit Vollmacht geäußerte(s) Voraussage / Urteil (BB: „Damit verbürgt er sich dafür, dass seine Worte wahr sind und Gültigkeit haben.“). In V. 25 außerdem verstärkt durch die Konstruktion &#039;&#039;ou me&#039;&#039; + Aorist; die stärkstmögliche Verneinung zukünftiger Geschehnisse im Griechischen. Am sinnvollsten übersetzt daher Zink: „Was ich sage, ist wahr: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo auch immer diese Freuden-Botschaft (dieses Evangelium)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Evangelium&#039;&#039; – „Evangelium“ ist hier noch keine Gattungsbezeichnung für eine Textsorte, sondern ein stehender Begriff für die frohe (!) Botschaft über Leiden und Tod Jesu, die die Kirche in der ganzen Welt verkündigen muss (zur Stelle vgl. gut Schillebeeckx 1975, S. 97). „Dieses Evangelium“ bezieht sich also zurück auf das, was durch das „Sie hat es vorweggenommen, mich für mein Begräbnis einzubalsamieren“ angesprochen ist, nämlich den Tod Jesu - und dieser ist eine „frohe Botschaft“.&amp;lt;br /&amp;gt;Richtig daher die Paraphrase von Zink: „Wo immer Menschen einander sagen werden, daß ich starb, um der Welt das Leben zu schenken, da wird man erwähnen, was sie eben getan hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der ganzen Welt verkündet wird, wird auch von dem, was diese getan hat, gesprochen werden - zur Erinnerung an sie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohepriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn zur rechten Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur rechten Zeit&#039;&#039; - sehr oft: „bei günstiger Gelegenheit“. Im Gr. steht hier aber &#039;&#039;eukairos&#039;&#039;, die „gute rechte-Zeit“, und da sowohl in Vv. 1f. als auch Vv. 3-9 die &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; das Thema ist, liegt eine andere Übersetzung als „zur rechten Zeit“ sehr fern. Richtig daher MSG: „He started looking for just the right moment to hand im over“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag [des Festes] der ungesäuerten [Brote],&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Zeitangabe s. den  [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung].&amp;lt;/ref&amp;gt; als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 12f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&#039;&#039; (V. 12) + &#039;&#039;Geht in die Stadt&#039;&#039; - Weil das Verb &#039;&#039;ethuon&#039;&#039; sich sowohl personal („als sie (sc. die Jünger) opferten“) als auch impersonal („an welchem man zu opfern pflegte“) deuten lässt, lassen sich zwei mögliche Situationen der Perikope rekonstruieren: (1) Jesus und seine Jünger sind gerade im Tempelbezirk, wo nach Vorschrift Jesus als der Vorsteher des Paschamahls das Lamm schlachtet, das dann am Abend verspeist werden wird. In dieser Situation fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollen, und er gibt ihnen daher die Anweisung, [aus dem Tempelbezirk hinaus] in die Stadt zu gehen. (2) Jesus und seine Jünger befinden sich zum Zeitpunkt, zu dem „man“ üblicherweise das Paschalamm schlachtet, noch in Bethanien oder auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem, als die Jünger Jesus ihre Frage stellen, und also weist er sie an, [von Bethanien/vom Weg aus] in die Stadt zu gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach V. 15 ist der Speisesaal bereits vorbereitet, weshalb der größte Teil der noch zu leistenden Vorbereitungen im Braten des Lammes besteht. Weil nach Sitte Jesus es war, der dieses Lamm zu schlachten hatte, würde Rekonstruktion (2) bedeuten, dass Jesus die Jünger ohne ein Lamm zum Kochen schickt. Das macht nicht viel Sinn; wahrscheinlicher ist daher Rekonstruktion (1). So z.B. auch Casey 2004, S. 203f.; Evans 2001, S. 373. Für Rekonstuktion (2) dagegen z.B. France 2002, S. 564; Gundry 2000, S. 820; Marcus 2009, S. 944.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fragten&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihn seine Jünger: „Wo willst du, [dass] wir {fortgehend} vorbereiten, damit du das Pascha essen kann?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zwei seiner Jünger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zwei seiner Jünger&#039;&#039; - Offenbar keine Mitglieder des Zwölferkreises, s. V. 17. Für das Abendmahl muss dann die Anwesenheit von noch mehr Gästen als nur Jesus und dem Zwölferkreis vorausgesetzt werden (so auch Casey 2004, S. 227f.; Evans 2001, S. 374), und aus diesem Grund muss in V. 15 die Größe des Oberzimmers betont werden. Casey und Evans setzen außerdem die Anwesenheit von Frauen als Selbstverständlichkeit voraus - der Text selbst jedenfalls schweigt sich darüber aus. Vgl. auch Heininger 2005, S. 12 zu [[Markus 15#s40 |Mk 15,40f]]: Wo sonst blieben die „vielen Frauen“, die Jesus nach Jerusalem gefolgt waren?&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagte zu ihnen: „Geht in die Stadt, und es wird ein Mann auf euch zutreten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf euch zutreten&#039;&#039; - nicht: „&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; werdet treffen“ (so viele Üss.), LSJ S. 178: „move from a place to meet a person“ - die Initiative liegt beim Wasserträger. S. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm,&lt;br /&gt;
{{S|14}} und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn {dass}: ‚Der Lehrer sagt: ‚Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Pascha[mahl] mit meinen Jüngern essen kann?‘‘!&amp;lt;ref&amp;gt;Da man zu Jesu Zeit das Paschamahl in Jerusalem zu sich nehmen sollte (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_d FN d]), war es üblich, die Gastfreundlichkeit von Einheimischen in Anspruch zu nehmen und das Paschamahl in deren Haus zu sich zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und dieser wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, möbliert und vorbereitet. Dort bereitet  für uns vor!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vorbereitet&#039;&#039; ... &#039;&#039;dort bereitet vor&#039;&#039; - nämlich Möblierung etc. ist vorbereitet, das Essen aber noch nicht (vgl. z.B. Evans 2001, S. 375).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt, und sie fanden [alles so] vor, wie er [es] ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Pascha[mahl] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend geworden war (wurde), kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er mit den Zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie [bei Tisch] lagen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lagen&#039;&#039; - S. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_f FN f]: Jesus feiert sein Letztes Abendmahl nach dem Muster eines Abendmahls wohlhabender Menschen. Das Liegen ist nicht auf das Datum zurückzuführen, s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aßen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte Jesus: „Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Einer von euch, der mit mir isst,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der mit mir isst&#039;&#039; - Vermutlich ein Zitat von [[Psalm 41#9 |Ps 41,9]], wo ein unschuldig Leidender sich darüber beklagt, dass seine Feinde ihn töten wollten und auch sein Freund, dem er vertraute &#039;&#039;und der mit ihm Brot aß&#039;&#039;, ihn verderben wolle. Das Präsens ist daher besser gnomisch zu verstehen: Nicht „einer, der aktuell mit uns am Tisch sitzt“, sondern „einer meiner üblichen Tischgenossen“.&amp;lt;br /&amp;gt;Miteinander zu essen, Tisch und Schüssel zu teilen (s. V. 20), ist ein Symbol für Freundschaft und Verbundenheit; dass es „einer von euch“ ist, „einer der Zwölf“, „einer, der mit mir isst“ und „einer, der mit mir in die selbe Schüssel tunkt“, macht den Verrat noch verwerflicher, als er ohnehin schon ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Verwendung des Artikels vgl. Zerwick §192.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mich ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; - Leitwort im Mk-Evangelium; stets im Sinne von „feindlichen Institutionen ausliefern“ verwendet (s. [[Markus 9#s31 |Mk 9,31]]; [[Markus 10#s33 |10,33]]; [[Markus 13#s9 |13,9]].[[Markus 13#s11 |11f]]; [[Markus 14#s11 |14,11]].[[Markus 14#s21 |21]].[[Markus 14#s42 |42]].[[Markus 14#s44 |44]]; [[Markus 15#s1 |15,1]].[[Markus 15#s10 |10]].[[Markus 15#s15 |15]]). Vermutlich auf die Verfolgungssituation der ursprünglichen Leser des Markus zurückzuführen, in der Jesusanhänger dazu gezwungen wurden, andere Christen an die Behörden auszuliefern - die Botschaft ist dann die: Auch Jesus und seine Jünger haben schon dieses Schicksal mit euch geteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das machte sie bestürzt (traurig) und einer nach dem anderen sagte zu ihm: „Doch nicht etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Da sagte er zu ihnen: „Einer der Zwölf, der [das Brot] mit mir in die (eine)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;die (eine)&#039;&#039; - Einige Handschriften haben hier ein zusätzliches „eine“. Ob die Handschriften damit den Ausdruck verschärfen („in &#039;&#039;die selbe&#039;&#039; Schüssel“) und an die vorigen „eins, eine“ („einer von euch...“, „einer nach dem anderen...“, „einer der Zwölf...“) anpassen oder aus stilistischen Gründen wegen derselben „eins, eine“ dieses vierte „eine“ streichen wollten, lässt sich nicht entscheiden (so auch Wilckens 2014). Tendenziell für den längeren Text sprechen sich z.B. Cranfield 1959, S. 424; Gundry 2000, S. 837 und Marcus 2009, S. 950 aus; so auch H-R; EÜ. Die meisten Üs. aber übersetzen den kürzeren Text, so daher auch wir.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüssel tunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Schüssel tunkt&#039;&#039; - der Satz meint das selbe wie das vorige „der mit mir isst“: „Einer meiner (üblichen) Tischgenossen“. Zum Eintunken von Speißen in eine Schüssel s. z.B. [[Rut 2#s14 |Rut 2,14]]; nicht gemeint ist hier Charoset (das Fruchtmus, das zu den vorgeschriebenen Speißen eines Passaseders gehört); auch dieses wurde vermutlich erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod eingeführt (s. Anmerkungen und vgl. Kulp 2005, S. 113).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Menschensohn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; - Ein weiteres Leitwort bei Markus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geht&#039;&#039; - In jüd. Schriften verbreiteter Euphemismus für „Sterben“ (vgl. gut z.B. Marcus 2009, S. 951). Bes. häufig bei Joh zu finden, s. z.B. [[Johannes 7#s33 |Joh 7,33]]; [[Johannes 8#s21 |8,21f]]; [[Johannes 13#s3 |13,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zwar, wie über ihn geschrieben steht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie geschrieben steht&#039;&#039; - Übliche Formel, um auszudrücken, dass etwas den Prophezeiungen des AT und damit dem Willen Gottes, der sich aus diesen Prophezeiungen herauslesen lässt, entspricht (vgl. z.B. Donner 1994); bei Mk s.. z.B. noch [[Markus 1#s2 |Mk 1,2]]; [[Markus 9#s12 |9,12f]]; [[Markus 11#s17 |11,17]]; [[Markus 14#s27 |14,27]]. Auf welche Stelle unser Vers sich bezieht, ist aber (wie öfters) ungewiss.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und als er bei&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot; /&amp;gt; ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - Nicht: „[das Brot] gesegnet“. Nach späteren rabbinischen Texten betete man vor dem Hauptgang über dem Brot und nach dem Hauptgang über dem Wein eine sogenannte &#039;&#039;Berakah&#039;&#039;; über dem Brot z.B.: „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du das Brot der Erde hervorbringst“ (m.Ber. 6,1). Ein ähnliches Gebet müssen wir uns auch bei Jesus denken; die Didache z.B. empfiehlt daher als Eucharistiegebet eine „christianisierte“ Form einer solchen Berakah: „Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,3). Dass [[Lukas 22#s19 |Lk 22,19]] und [[1 Korinther 11#s24 |1 Kor 11,24]] statt hier „danken“ statt „segnen“ stehen haben, ist nicht bedeutsam; eine Berakah &#039;&#039;ist&#039;&#039; ein Dankgebet und „Gepriesen bist du, der du / denn du...“ &#039;&#039;meint nur&#039;&#039; „Danke dafür, dass...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, brach er [es]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er [Gott] gepriesen hatte, brach er [es]&#039;&#039; - Die üblichen jüdischen Gesten zur Eröffnung einer Hauptmahlzeit (vgl. z.B. gut Hofius 1988, S. 379). Markus scheint diese Handlung ans Ende der Hauptmahlzeit verschoben zu haben (s. dazu [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gab [es] ihnen und sagte: „Nehmt, dies&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dies&#039;&#039; - Immer wieder wiederholt worden ist in letzter Zeit die Analyse von Luz, das Neutrum „dies“ könne sich nicht auf das Maskulinum „Brot“ beziehen und müsse daher die &#039;&#039;Handlung&#039;&#039; des Brotbrechens und -verteilens meinen (so z.B. Heininger 2005, S. 44; Niemand 2002, S. 97; Luz 2002, S. 4f; Schröter 2006, S. 128; Trummer 2001, S. 136f). Das ist falsch. Im Griechischen richten sich Demonstrativpronomen sogar häufiger im Genus nach der &#039;&#039;Subjektsergänzung&#039;&#039; (hier also das Neutrum „Leib“) als nicht (vgl. HvS §263e; z.St. auch Söding 2002, S. 55; Weidemann 2013, S. 84f). Dass mit „dies“ also nicht das Brot, sondern die Handlung bezeichnet wird, ist grammatisch möglich, aber keinesfalls notwendig und auch nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Leib!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und nachdem er einen Becher (Kelch)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Becher (Kelch)&#039;&#039; - Eher „Becher“ als „Kelch“. Das Wort ist bis vor Kurzem intensiver im anglophonen Sprachraum diskutiert worden, da dort in der kath. Kirche bis zur Revision des Römischen Messbuchs die Übersetzung „cup“ („Becher“) in Gebrauch war, nach der Revision aber durch „chalice“ („Kelch“) abgelöst wurde. Im Griechischen steht hier &#039;&#039;poterion&#039;&#039;, womit allgemein Trinkgefäße bezeichnet wurden; die Entsprechung von „Kelch“ wäre tendenziell eher &#039;&#039;kylix&#039;&#039;. Das Missale übersetzt dennoch „Kelch“, um so der Übersetzungsentscheidung von Hieronymus in der Vulgata zu folgen (&#039;&#039;calix&#039;&#039;). &#039;&#039;Calix&#039;&#039; aber wurde zu Hieronymus Zeit allgemein für Trinkgefäße verwendet (daher übersetzt er z.B. auch in [[Matthäus 10#s42 |Mt 10,42]] &#039;&#039;poterion&#039;&#039; mit &#039;&#039;calix&#039;&#039;, wo klar ein Becher gemeint ist), weshalb auch in der VUL beide Deutungen möglich sind. In den dt. Üss. sind beide Varianten gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; genommen und [Gott] gedankt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - hierzu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]. m.Ber 6,1 empfiehlt als Berakah über dem Weinbecher „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast“; die christianisierte Berakah der Didache lautet „Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstocks Davids, deines Knechtes, den du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, gab er [ihn] ihnen und sie alle tranken aus diesem.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu und zum nächsten Vers s. die Anmerkungen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des (neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;neuen&#039;&#039; - Nicht wenige Handschriften haben hier ein zusätzliches „neue“ - zweifellos eine Angleichung an [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]] und damit sekundär (so z.B. auch TCNT).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundes, für viele&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele&#039;&#039; - dient vermutlich zum Ausdruck des Zahlenverhältnisses: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;. S. genauer unten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch dieses Wort wird aktuell sehr heftig diskutiert, daher auch hierzu eine etwas längere Erklärung der Diskussion und zur Rechtfertigung der Übersetzung. Hintergrund der Diskussion ist der, dass in der kath. Liturgie in Deutschland lange Zeit die Formulierung „das für euch und für alle vergossen wird“ gebräuchlich war. In einem [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20070216 Brief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung] von 2006 wurde stattdessen die Übersetzung „für viele“ vorgeschrieben, und vor allem infolge eines [http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2091 Folgebriefes von Benedikt XVI.] an die deutschen Bischöfe entbrannte ein heftiger und leider seltenst sachlich geführter Streit, der mittlerweile nur noch oberflächlich etwas mit der Übersetzung selbst zu tun hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Parteien berufen sich auf [[Jes 53#s12 |Jes 53,12]]. Weil auch dort von jemandem die Rede sei, der für die Sünden anderer stirbt und wegen den gemeinsamen Vokabeln „vergossen“ und eben „viele“ sei klar, dass Mk hier die Jes-Stelle zitiert. Die einen leiten daraus ab, dass das „viele“ in Jesaja wie oft im Hebräischen als „alle“ verstanden werden müsse und dass dies demnach auch die Bedeutung des „viele“ bei Mk sei; die anderen erkennen zwar die Bedeutung „alle“ in Jesaja (und meistens auch Markus!) an, fordern aber dennoch eine „wörtliche“ Übersetzung in Mk, damit der Bezug zu Jes erkennbar sei und keine Deutung in die Mk-Übersetzung eingetragen werde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Argumentationen sind sehr problematisch. Zunächst wurde zu ntl Zeiten nicht der heb. Jes-Text verwendet, sondern entweder die LXX-Übersetzung oder ein Targum. Die LXX-Übersetzung lautet aber nicht „Weil er sein Leben in den Tod &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; hat“, sondern „weil er seine Seele in den Tod &#039;&#039;auslieferte&#039;&#039;“, die von TgJ „Weil er sein Leben dem Tod &#039;&#039;übergab&#039;&#039;“. Der einzige Bezug im Vokabular ist damit das „viele“, und auf dieser Basis von einem „Zitat“ zu sprechen, geht durchaus nicht an (so z.B. richtig Chilton 1994, S. 87; Dunn 2003, S. 815f.; Schröter 2006, S. 129; übrigens sogar Benedikt, obwohl er im Folgenden dann doch mit dem Jes-Text argumentiert). Sodann motivisch: Der Gottesknecht im Jes-Text wurde im frühen 1. Jahrhundert überhaupt nicht als Paradigma eines Menschen aufgefasst, der die Sünden anderer Menschen auf sich nimmt - weder in jüdischen noch in christlichen Texten. Im NT z.B. wird Jes 52,13-53,12 insgesamt sieben Mal zitiert - und nur im spätesten Text, [[1 Petrus 2#s22 |1 Pet 2,22-25]], ist er Paradigma dieses Motivs (vgl. z.B. Zager 1996, S. 180f). Aus diesem Grund kommen heute immer mehr Wissenschaftler von der Vorstellung ab, dass das Gottesknechtslied ein Vorbild für die ntl Texte gewesen sei (vgl. z.B. Versnel 2005, S. 215 und die dort zusammengetragene Literatur). Und weiter: Gerade, wenn wir dennoch davon ausgingen, dass hier ein Jes-Zitat vorläge, gingen beide Argumentationen am Text vorbei, denn der Zweck des „Viele“ wäre dann wie in Jes nicht die Identifikation einer Zielgruppe der „Leistung“ von Gottesknecht und Jesus, sondern der Ausdruck eines &#039;&#039;Zahlenverhältnisses&#039;&#039;: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; nimmt die Verfehlungen von &#039;&#039;Vielen&#039;&#039; auf sich / legt für &#039;&#039;viele&#039;&#039; Fürsprache ein / vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;; s. ähnlich z.B. [[1 Korinther 10#s17 |1 Kor 10,17]]: „Weil es &#039;&#039;ein&#039;&#039; Brot ist, sind wir - wir &#039;&#039;viele&#039;&#039; - &#039;&#039;ein&#039;&#039; Leib.“ So ist das „viele“ hier wahrscheinlich auch unabhängig von der Jes-Stelle zu verstehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schließlich: Selbst dann, wenn die Übersetzung „alle“ sich hier ebenso gut rechtfertigen ließe wie „viele“: Nur von den wenigsten Üss. wird sie gewählt (z.B. GN, KAM); daher nach [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien Kriterium 1b] auch von uns nicht. Welche Übersetzung die sinnvollste für eine &#039;&#039;Messliturgie&#039;&#039; ist, ist natürlich eine andere Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gesamtsinn des Verses s. die Anmerkungen. Die Formulierung lässt sich am leichtesten genetisch erklären. Die Vorstellung, dass ein Mensch „für andere“ sterben könne, stammt ursprünglich aus dem hellenistischen Kulturraum und ist dort gerade in der ntl. Zeit außerordentlich populär (s. bes. das von Versnel 2005 auf S. 230-244 zusammengetragene Material): Zürnte eine Gottheit einer Person/einem Volk/ ..., konnte ein Mensch ersatzweise &#039;&#039;für&#039;&#039; diese Person/dieses Volk/... sterben und so die Gottheit beschwichtigen (vgl. gut z.B. Breytenbach 2003). Relativ rein lässt sich dieser Gedanke z.B. auch in den johanneischen Schriften betrachten (s. z.B. [[Johannes 10#s11 |Joh 10,11]].[[Johannes 10#s15 |15]]; [[Johannes 15#s13 |15,13]]; [[1 Johannes 3#s16 |1 Joh 3,16]]. Bei unserer Stelle ist diese Vorstellung aber verschmolzen mit einer weiteren Vorstellung; diesmal aus dem jüdischen Kulturraum: Wenn Gott einer Person zürnt, liegt das nach jüd. Vorstellung an den &#039;&#039;Sünden&#039;&#039; dieser Person, die wie eine Trennwand zwischen die Person und Gott treten. Eingerissen werden muss diese Trennwand durch en Opfer - durch die Darbringung von Opferblut -, dessen Effekt die Errichtung eines „Bundes“ zwischen Gott und dem Opfernden ist (s. [[Exodus 24#s8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]; vgl. z.B. Willi-Plein 1993, S. 97f. S. bes. die Variante von Ex 24,8 im etwa zeitgleich zum Mk entstandenen TgO: „Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf den &#039;&#039;Altar&#039;&#039;, &#039;&#039;um für&#039;&#039; das Volk &#039;&#039;Sühnung zu schaffen&#039;&#039;...“). Kombiniert lauten die beiden Vorstellungen dann: Jemand, der &#039;&#039;für&#039;&#039; jemanden stirbt, wird so zum „Opfer“ für diesen zum Zwecke der Sühnung seiner Sünden (vgl. gut Merklein 1986, S. 71). Diese „Vorstellungskombination“ wird z.B. auch in [[Johannes 1#s29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#s25 |Röm 3,25f]] und [[Hebräer 9#s13 |Heb 9,13-15]] auf Jesus übertragen; außerhalb des NT findet sich die Vorstellung z.B. auch in 4 Makk 17,21f. und j.Sanh. 11,5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde nicht wieder vom Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich [von] ihm erneut (ihn als neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] ihm erneut (ihn als neuen)&#039;&#039; - Beide Positionen werden in der Forschung vertreten; für die erste z.B. Gundry 2000, S. 834; Marcus 2009, S. 959; für die zweite z.B. France 2002, S. 572; NSS. „Ihn als neuen“ soll dann vom „neuen [Wein]“ sprechen und dieser widerum ein Symbol für das „messianische Bankett“ sein, das nach dem endgültigen Anbruch des Reiches Gottes stattfinden wird. &#039;&#039;tirosh&#039;&#039;, „neuer Wein“, ist im AT aber meist als durchaus innerweltliches, aktuell vorhandenes Getränk gedacht und daher schlicht als „Most“ zu übersetzen, und auch syntaktisch ist diese Auflösung ganz unwahrscheinlich. Der Satz ist vielmehr als Todesprophetie aufzufassen: Hiermit trinkt Jesus seinen letzten Becher Wein, doch schon bald - nämlich im Reich Gottes, das Jesus für die näheste Zukunft erwartete - wird er &#039;&#039;von Neuem&#039;&#039; mit dem Trinken beginnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Reich Gottes trinken werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [ein Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise [[Psalm 115|Ps 115-118]] (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ärgern&#039;&#039; – Entweder im Sinne von a) &amp;quot;Jesus ablehnen&amp;quot; (so NGÜ, NL, HFA), oder im Sinne von b) &amp;quot;sündigen&amp;quot; (so EU). Im Kontext (v. 30) ist a) wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen (erschlagen), und die Schafe werden zerstreut werden.‘ {{Par|Sacharja|13|7}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Daraufhin sagte Petrus zu ihm: „Wenn sich [auch] alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihm: „Amen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt;, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Das könnte eine Zeitangabe sein. (Carson: ca. 1:30 Uhr, Brown: vor dem Morgengrauen – Kommentare prüfen!)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dreimal verleugnen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dreimal verleugnen&#039;&#039;: Dies geschieht in [[#s72|V. 72]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement (mit Nachdruck): „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich [bestimmt] nicht (niemals)&amp;lt;ref&amp;gt;stärkstmögliche Verneinung&amp;lt;/ref&amp;gt; verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nahm&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt (entsetzt) und verängstigt (beunruhigt) zu sein,&lt;br /&gt;
{{S|34}} und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt; bleibt hier und wacht!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht,&lt;br /&gt;
{{S|36}} und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; und stellte fest (fand)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;, dass sie schlafen, und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redete, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof war, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 1-11&#039;&#039;&#039;: Vergleicht man Mk 14,3 mit [[Matthäus 26#l6 |Mt 26,6f]], fällt auf, (1) dass in Mt die Aussage fehlt, dass Jesus &#039;&#039;liegend&#039;&#039; isst, (2) dass Mt die auffällige Genitivreihung zur Beschreibung des Öls stark ausgedünnt hat und (3) dass bei Mt das Gefäß nicht zerbrochen wird - drei Details, die den &#039;&#039;verschwenderischen Charakter&#039;&#039; des letzten Abendmahls unterstreichen: (1) zeigt, dass das Abendmahl in einem wohlhabenden Haushalt stattfand, (2) unterstreicht den hohen Wert des Öls und damit ebenso wie (3) die große Verschwendung der namenlosen Frau - Jesus lässt es sich beim letzten Abendmahl noch einmal „richtig gut gehen“. Dies wirkt befremdlich - auch auf „einige“ Anwesende, weshalb diese postwendend die Frau anfahren (Vv. 4f) - doch Jesus verteidigt sie. Und nicht nur das, sondern er wertet ihre Tat sogar so positiv, dass er prophezeit, dass einst auf der ganzen Welt davon berichtet wird - zur Erinnerung an &#039;&#039;sie&#039;&#039; (nicht an ihn) (Vv. 6-9)!&amp;lt;br /&amp;gt;Gerahmt wird diese Erzählung davon, dass die Hohepriester und die Schriftgelehrten nach einem Weg suchen, wie sie Jesus zu einem geeigneten Zeitpunkt töten können, und vom Verrat des Judas. Sowohl im Rahmen als auch im Zentrum ist also erstens von &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; die Rede und zweitens von &#039;&#039;Jesu Tod&#039;&#039; - und dies ist der Schlüssel zum Verständnis dieses schwierigen Abschnitts: Jesus lässt es sich noch einmal „richtig gut gehen“, ja - aber das ist auch in Ordnung so, denn &#039;&#039;noch&#039;&#039; ist die Zeit, in der „die Hochzeitsgäste nicht fasten können, da der Bräutigam noch in ihrer Mitte ist“ ([[Markus 2#l19 |Mk 2,19]], vgl. Lohfink 2011, S. 341f.). Und die Frau verhält sich äußerst verschwenderisch, ja - aber in diesem Kontext ist auch das in Ordnung so und sogar noch wichtiger als die Armenfürsorge, denn noch ist die Zeit, in der der Bräutigam in ihrer Mitte ist - &#039;&#039;gerade noch&#039;&#039;. Und angesichts dieses „gerade noch“ verhält sie sich ganz korrekt: Angesichts Jesu bevorstehendem Tod wird ihre „Verschwendung“ richtig und wichtig und die Frau erweist sich als fähig zur Erkenntnis des &#039;&#039;kairos&#039;&#039;, des „richtigen Zeitpunkts“ (Barton 1991, S. 233; ähnlich Story 2009, S. 20).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Rahmung durch die Vv. 1f.10f. betont dann noch einen weiteren Aspekt: Nicht nur verhält sich die Frau hier ganz korrekt - sie tut dies auch noch im völligen Kontrast zu den religiösen Eliten (Vv. 1f) und zu Judas, „einem der Zwölf“&amp;lt;ref&amp;gt;... Der Verrat des Judas ist letztlich die höchste Steigerungsform des fortwährenden Jüngerunverständnisses, das das ganze Mk-Evanelium durchzieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vv. 10f.) und wird auf diese Weise dargestellt als „Paradigma wahrer Nachfolge“ (Schüssler Fiorenza 1988, S. 393; vgl. auch Beavis 1988, S. 8; Miller 2002, S. 186). Sie ist eine, die im rechten Moment die Zeichen der Zeit richtig deutet und daher alles auf eine Karte setzt, indem sie eine riesige Summe ihres Geldes auf die Parfumierung Jesu „verschwendet“ (im Gegensatz zu Judas, der für seine falsche Tat sogar Geld kassiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des &#039;&#039;Timings&#039;&#039; in der vorangehenden Perikope erlaubt Markus gleich noch einen Seitenhieb auf Hohepriester, Schriftgelehrte und Judas: Ganz entgegen ihren Absichten werden sie Jesus eben doch an einem Fest gefangennehmen: Am Paschafest, einem der höchsten Feiertage im Judentum. Die Funktion von &#039;&#039;&#039;Vv. 12-16&#039;&#039;&#039; ist es dabei vermutlich, den Grund für dieses Scheitern aufzuzeigen: Jesus plant zu geschickt und hat sich einen Plan erdacht, wie er sich den Autoritäten entziehen kann, bis er mit seinen Jüngern noch das Letzte Abendmahl gefeiert hat, und Absprachen mit einem Jerusalemer Hausbesitzer getroffen. Erst während dem Schlachten des Lamms im Tempelbezirk gibt er daher zweien seiner Jünger den Ort des Abendmahl bekannt - mehr oder weniger jedenfalls: Sie sollen in die Stadt gehen, wo sie bereits von einem Wasserträger erwartet werden werden (V. 13), dem sie fraglos zu jenem Haus folgen sollen, in „welches auch immer“ er hineingehen wird (V. 14). Dem Herrn dieses Hauses müssen sie dann auch noch zunächst ein Passwort geben („Der Lehrer fragt etc.“, V. 14) - und erst dann können sie das Mahl vorbereiten (so gut ausgelegt von Evans 2001, S. 374). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 17-21&#039;&#039;&#039; handeln vom Verrat des Judas; hier soll noch einmal die Schwere seines Verrats unterstrichen werden: Erstens durch die sogar doppelte redundante Formulierung in Vv. 18.20 („Einer von euch“ + „der mit mir isst“; „einer der Zwölf“ + „der mit mir in die Schüssel tunkt“) - der Verrat wird von einem aus dem engsten Freundeskreis Jesu begangen -; zweitens durch die auffällige Formulierung von V. 21 („Der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; geht... Wehe dem &#039;&#039;Menschen&#039;&#039;, durch den der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ausgeliefert wird! Es wäre besser für ihn, wenn &#039;&#039;jener Mensch&#039;&#039; niemals geboren wäre!“) - ein gewöhnlicher Mensch vergeht sich hier am „Menschen&#039;&#039;sohn&#039;&#039;“. Völlig einleuchtend ist daher das Drohwort in V. 21, dessen Logik zu sein scheint: Es ist zwar der Wille &#039;&#039;Gottes&#039;&#039;, dass der Menschensohn stirbt („wie geschrieben steht“, s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ai FN ai])&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch die Formulierung „&#039;&#039;durch&#039;&#039; den der Menschensohn ausgeliefert wird“ - das gr. Äquivalent von „durch“ drückt nicht den Handelnden selbst aus, sondern das &#039;&#039;Medium&#039;&#039;, &#039;&#039;durch das&#039;&#039; eine Handlung vollbracht wird (vgl. gut Marcus 2009, S. 952)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Judas ist so nicht mehr als sein Werkzeug - aber dennoch: Ob der Schwere seines Vergehens trifft ihn so große Schuld, dass er besser niemals geboren worden wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;En passant erreicht auch die bei Markus übliche negative Darstellung der Jünger ihren Höhepunkt: Das „doch nicht etwa ich?“ muss sicher so verstanden werden, dass keiner der Jünger sich wirklich sicher ist, ob nicht er es ist, der den Menschensohn ausliefern wird -  „jeder der Mahlteilnehmer ist sozusagen potentiell ein Judas“ (Weidemann 2013, S. 79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 22-25&#039;&#039;&#039;: Wegen der Zentralität dieser Verse im Christentum und auch, weil sich in der Erforschung dieser Stelle in den letzten Jahren einiges getan hat, sind hier etwas längere Anmerkungen angebracht. Neu ist in der Forschung (1) die Erkenntnis, dass es zur Zeit Jesu sehr wahrscheinlich noch überhaupt keine Pascha-„liturgie“ gab, die während des Paschamahl abgehalten wurde (vgl. z.B. Kulp 2005 und die dort gesammelte Literatur; auch Schlund 2005, S. 398f). Neu ist (2) die Erkenntnis, dass man für die Zeit Jesu nicht zwischen jüdischer und griechischer Mahlkultur trennen darf, da die jüdische Kultur insgesamt eine hellenistische Kultur &#039;&#039;war&#039;&#039;. Daher: „Die Eucharistie war nicht &#039;&#039;wie&#039;&#039; ein Gastmahl - sie &#039;&#039;war&#039;&#039; ein Gastmahl.“ (McGowan 2010, S. 186). Schließlich ist (3) die Erkenntnis neu, dass die sogenannten „Einsetzungsworte“ sehr wahrscheinlich nicht als „Einsetzungsworte“ aufgefasst wurden: In den ersten zwei Jahrhunderten wurden sie im Gottesdienst überhaupt nicht zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlerweile sind eine ganze Reihe Eucharistiegebete ohne Einsetzungsworte bekannt: Did 9,5; 10,1-6; AcJoh 85; 109; AcThom 49f; 133; 158; das sog. „Papyrus Strasbourg“ Gk 254; Didask 7,25; die noch heute gebräuchliche Anaphora von Addai und Mari. Das erste überlieferte Eucharistiegebet &#039;&#039;mit&#039;&#039; Zitierung der Einsetzungsworte findet sich in der ca. 200-250 n.Chr. entstandenen Traditio Apostolica (4,9f), aber auch dort werden sie noch „nur“ als letzter Abschnitt eines heilsgeschichtlichen Abrisses des Lebens Jesu zitiert und auch aus der Zeit danach finden sich Eucharistiegebete ohne die Einsetzungsworte; z.B. in Cyrill von Jerusalems „Mystischen Katechesen“ aus dem 4. Jh. (vgl. z.B. Baldovin 2013, S. 193f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurde daher der Alternativbegriff „Gabeworte“ vorgeschlagen, den wir daher auch hier verwenden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Den Ablauf des Letzten Abendmahls, das Mk hier als Paschamahl schildert (s. dazu den [http://offene-bibel.de/wiki/Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]), haben wir uns also als ein etwas ausgebautes hellenistisches Gastmahl vorzustellen: Es begann mit einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße, nach der sich die Tischgesellschaft geschlossen in den Speißesaal begab, wo der „Vorsitzende“ der Gesellschaft wie üblich im Judentum die Mahlzeit eröffnete, indem er ein Gebet (dazu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]) über dem Brot sprach, dieses brach und an die ganze Gesellschaft weiterreichte. Darauf folgte die im Liegen eingenommene Hauptmahlzeit, die sich von einem Gastmahl wohl hauptsächlich darin unterschied, dass auch das zuvor geschlachtete Lamm, Bitterkräuter und &#039;&#039;ungesäuerte&#039;&#039; Brote aufgetischt wurden (vgl. Kulp 2005, S. 112).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Singen in V. 26 dagegen ist nichts Besonderes. Bei jedem griechischen Symposium wurden religiöse Lieder gesungen; u.a. z.B. ein die abschließende Becherhandlung (s. u.) begleitender „Paian“. Ein solcher könnte gut auch hier gemeint sein, denn ob zu Jesu Zeit bereits die Psalmen 114/115-118 zum Abschluss des Pascha-Hauptgangs gesungen wurde, wissen wir nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte ein Gebet über dem Wein, woraufhin normalerweise jeder für sich aus seinem eigenen Becher getrunken hätte, doch s. gleich. Darauf hätte normalerweise noch ein längerer Umtrunk gefolgt, der bei Jesus jedoch weggefallen zu sein scheint. Markus oder seine Quelle haben diese Reihenfolge außerdem abgewandelt, indem sie offenbar die Brothandlung an den Schluss der Hauptmahlzeit vor die Becherhandlung verschoben hat - vermutlich, weil dies die Struktur des Abendmahls in seiner Gemeinde war (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte noch zur Becherhandlung. Wir folgen hier einem Deutungsvorschlag von Klinghardt 2012; Klinghardt 2012b und [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51975/#h6 Heilmann/Wick 2013], der so neu ist, dass er in noch keinem Kommentar berücksichtigt wurde, aber viel zum Verständnis des Abendmahls beitragen kann. Wie die Becherhandlung gewöhnlicherweise abgelaufen wäre, haben wir eben gesehen. Jesus weicht von diesem Usus ab, indem er &#039;&#039;seinen&#039;&#039; Becher an die Jünger weitergibt. Weiterhin ist aber auszugehen von [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]: Das Partizip &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; steht dort im Nominativ und kann sich daher nicht auf das &#039;&#039;Blut&#039;&#039; beziehen (das im Dativ steht), sondern muss sich auf den &#039;&#039;Becher&#039;&#039; beziehen. Nach Lukas Darstellung reicht Jesus also nicht nur seinen Becher an seine Jünger weiter, sondern leert zuvor auch noch einen Teil des Weines aus. Wenn wir nicht von vornherein davon ausgehen wollen, dass Lukas hier grammatisch falsch formuliert hätte oder dass Lukas von einer anderen Becherhandlung ausgeht als Markus und Matthäus, müssen wir zunächst einmal davon ausgehen, dass hinter dem &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; in Mk und Mt die selbe Vorstellung steht.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Handlungen sind (abgesehen von einem möglichen Beleg für das Ausleeren in 4 Makk 3,16) für den jüdischen Kulturraum nicht belegt, sind aber gewöhnliche Bräuche beim hellenistischen Gastmahl: Die „Libation“ und der „geweihte Becher“. Bei der Libation weiht der Vorsitzende des Gastmahls seinen Becher einem Gott, opfert ihm dann einen Teil des Inhalts, indem er ihn auf den Boden oder in den Herd gießt, und trinkt den Rest; die übrigen Gäste folgen seinem Beispiel. Der geweihte Becher dagegen wird nicht geleert, sondern von einem Gast zum nächsten weitergereicht, damit jeder einen Schluck davon nehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim griechischen Gastmahl gingen mehrere solcher geweihter Becher um, die verschiedenen Göttern geweiht waren, und eines der Probleme Pauli mit der Eucharistie der Korinther scheint gewesen zu sein, dass sie den „Jesus-becher“ einfach zusätzlich zu den anderen Gottheiten geweihten Bechern getrunken haben (s. [[1 Korinther 10#s21 |1 Kor 10,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurden diese beiden Bräuche wohl auch miteinander kombiniert (vgl. z.B. Smith 2002, S. 30; Tolles 1943, S. 86f), und eine solche Kombination haben wir uns auch für das Letzte Abendmahl zu denken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist dann die Bedeutung der Handlung am Brot einerseits und der Doppelhandlung am Becher andererseits. Sinn des Teilens und Essens des „be-beteten“ Brotes ist unter anderem die Vermittlung von „Anteil an der fürsorgenden Güte Gottes [... und] die Gemeinschaft miteinander [...] vor Gott und unter seinem Segen“ (Hofius 2000, S. 284). Das selbe gilt für den Doppelbrauch von Libation und geweihtem Becher: Von beiden Bräuchen erhoffte man sich - sozusagen im Gegenzug für das Weinopfer - eine Segnung. Durch die Libation, bei der aus dem selben Kelch das Opfer vorgenommen und getrunken wurde, wurde außerdem im Trinken eine Gemeinschaft zwischen dem einzelnen Trinker und der Gottheit hergestellt; durch das Kreisen des geweihten Bechers die Gemeinschaft untereinander vor der Gottheit, der der Becher geweiht war (vgl. Tolles 1943, S. 108-111). Beide Handlungen haben den selben Sinn: Hinwendung zu Gott und Vermittlung von Gottes Segen einerseits; Herstellung von Gemeinschaft mit Gott und untereinander andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte, wie sehr schon in der bloßen Handlng die spätere theologische Ausdeutung der Eucharistie vorgezeichnet ist. Vgl. z.B. folgenden Ausschnitt aus dem Eucharistiegebet der Traditio Apostolica: „Seines Todes und seiner Auferstehung eingedenk bringen wir dir das Brot und den Kelch dar. ... Auch bitten wir dich, deinen Heiligen Geist auf die Gaben deiner Kirche herabzusenden. ... Gib allen Heiligen, die sie empfangen, Erfüllung mit Heiligem Geist...“ - Die eucharistischen Gaben werden Gott als Opfer dargebracht; gleichwohl aber konsumiert. Und im Gegenzug sendet Gott seinen Geist auf die Gaben - und über den Umweg des Gabenkonsums auch auf die Gemeinde - herab und schenkt ihnen so durch die „Geist-Erfüllung“ Gemeinschaft mit sich und untereinander.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Handlungen spricht Jesus also seine Gabeworte. „Dies ist mein Leib“, sagt er, und: „Dies ist mein Blut“. Das „dies“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Gaben selbst; nicht auf die Handlungen (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_al FN al]) - aber die Handlungen spielen auf jeden Fall mit hinein:  „Dies ist mein Leib“ spricht Jesus über dem &#039;&#039;gebrochenen, zu verspeißenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Brot; „dies ist mein Blut“ über dem &#039;&#039;vergossenen, zu trinkenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Wein.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;soma&#039;&#039;, „Leib“, ist ein sogenannter „anthropologischer Ganzheitsbegriff“, der nicht wie im Deutschen nur auf den „Körper“ bezogen werden darf. „Dies ist mein Leib“ meint: „Dieses Brot bin ich selbst. Das bin ich mit meiner Geschichte und meinem Leben“ (Lohfink 2011, S. 360). Dieses sein „Selbst, seine Geschichte und sein Leben“ deutet Jesus mithilfe des segensvermittelnden Brotes, das er dann an seine Jünger verteilt, und macht dieses so zum Symbol für seine „Proexistenz“. Ähnlich beim „vergossenen Blut“, das sich klar auf Jesu bevorstehenden Tod bezieht: Jesus deutet seinen Tod mithilfe des segensvermittelnden Weines, den er dann ebenfalls an seine Jünger verteilt, und macht diesen so zum Symbol für Jesu „Pro-exitus“, wie man entsprechend formulieren könnte. Diese „Pro“-Bedeutung wird bei Markus noch zusätzlich unterstrichen durch das „für viele“. „Dies ist mein Leib“ und „dies ist mein Blut“ meint: Ich habe &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; gelebt und werde &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Markus 14</title>
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		<updated>2017-03-18T14:27:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
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{{L|12}}&lt;br /&gt;
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{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
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{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Nach dem Essen und nachdem Jesus ein Brot genommen und Gott dafür gepriesen hatte, zerbrach er es, gab die Stücke seinen Jüngern und sagte: „Nehmt! Dieses Brot bin ich.“ {{L|23}} Und nachdem er seinen Becher genommen und Gott auch für den Wein gedankt hatte, gab er ihn seinen Jüngern und alle tranken daraus. {{L|24}} Und Jesus sagte: „Dieser Wein ist mein für viele vergossenes Bundesblut.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bundesblut&#039;&#039; - Ein Begriff aus dem jüdischen Kultwesen (s. [[Exodus 24#l8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]). Das Blut eines Lammes diente im Tempelkult dazu, einen „Bund“ zwischen Gott und Menschen zu besiegeln und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Diese Funktion spricht Jesus hier seinem Tod zu. S. ähnlich auch [[Johannes 1#l29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#l25 |Röm 3,25f]]; [[Hebräer 9#l13 |Heb 9,13-15]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
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{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
{{L|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Pascha-Fest und [das Fest der] ungesäuerten Brote waren {aber} in zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Pascha“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30031/ Passa (AT) (WiBiLex)], zur heutigen Gestalt des Paschafestes gut [https://goo.gl/cxyLrL Böckler 2006: Das Geburtstagsfest des Volkes]), das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Paschafest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25696/ Mazzen / Mazzotfest (WiBiLex)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da suchten die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz). Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin selbst; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes&amp;lt;ref&amp;gt;oder: &#039;&#039;vor den Festgängern&#039;&#039; – so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 2009, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Pascha-Lamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Pascha-Fest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simons des Leprakranken&#039;&#039; - Die Identität dieses Simon ist ungeklärt. Das biblische „Lepra“ meint nicht die selbe Krankheit wie unser heutiges Wort „Lepra“. Ob eine bestimmte andere Krankheit damit gemeint war oder ob der Begriff eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten war, ist ebenfalls noch unklar. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, welche Krankheit genau gemeint ist, sondern die Tatsache, dass derartige Hautkrankheiten den Kranken „unrein“ machten und der Aufenthalt Jesu in seinem Haus klar den Normen seiner Zeit widerspricht (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 416; Marcus 2009, S. 933). Jesu Feiern im Haus von Leprösen liegt also auf einer Linie mit seinem Feiern mit Zöllnern und Sündern.&amp;lt;/ref&amp;gt; war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren, reinem Nardenparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbarem, reinem Nardenparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon Lightfoot 1859, S. 446; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2001, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (2), da sie häufiger in Üss. gewählt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2009, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Einige aber waren {untereinander} verärgert (voller Empörung) [und sagten] zueinander: „Für was ist diese Verschwendung des Parfums geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte nämlich dieses Parfum für mehr als 300 Denare&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;300 Denare&#039;&#039; - Mehr als das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Arbeiters. M. Pea 8,8 nennt 200 Denare als jährliches Existenzminimum (vgl. Dschulnigg 2007, S. 357; s. die [http://www.sefaria.org/Mishnah_Peah.8?lang=en&amp;amp;layout=lines&amp;amp;sidebarLang=all Üs. bei Open Mishnah]); umgerechnet auf heutige Verhältnisse hätte das Parfum also (laut dt. Steuersystem) einen Wert von fast 13.000 €.&amp;lt;/ref&amp;gt; (teurer als für 300 Denare) verkaufen und [den Erlös] den Armen geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Man hätte dieses Parfum verkaufen können&#039;&#039; - W. „Dieses Salböl konnte verkauft werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und sie machten ihr Vorwürfe.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: „Lasst sie! Was macht ihr ihr Beschwerden?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was macht ihr ihr Beschwerden?&#039;&#039; – Gr. Idiom, die Bed. ist etwa „Was lasst ihr sie nicht in Frieden?“ (s. noch [[Lukas 11#s7 |Lk 11,7]]; [[Lukas 18#s5 |18,5]]; [[Galater 6#s17 |Gal 6,17]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat ein gutes Werk&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gutes Werk&#039;&#039; - &#039;&#039;kalon ergon&#039;&#039;, wie im Dt. ein Terminus technicus für Wohltätigkeit. Im Judentum wurden auch gute Taten an Toten zu solchen „guten Werken“ gerechnet; schon hier wird also auf V. 8 vorausverwiesen (vgl. z.B. Dschulnigg 2007, S. 357).&amp;lt;/ref&amp;gt; an mir getan – &lt;br /&gt;
{{S|7}} und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039; - W. „denn“; der Satz ist die Rechtfertigung dafür, warum es in Ordnung ist, etwas Gutes an Jesus zu tun, wenn dies gleichzeitig verhindert, etwas Gutes für die Armen zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Armen habt ihr immer bei euch und sooft (falls) ihr wollt, könnt ihr ihnen (immer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;(immer)&#039;&#039; - so viele Handschriften. Ob dies dritte &#039;&#039;immer&#039;&#039; aus stilistischen Gründen zum Urtext hinzugefügt wurde (=&amp;gt; Symmetrie) oder aus dem Urtext gestrichen wurde (=&amp;gt; redundante Wortwdh.), lässt sich nicht entscheiden. Die überwältigende Mehrheit übersetzt es nicht. Sinnvoll wäre es im Kontext allemal: Das Entscheidende an dieser Aussage Jesu ist, dass der aktuelle Zeitpunkt eine absolute Ausnahmesituation ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; wohltun (Gutes tun); mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie [tun] konnte (was sie hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte (hatte)&#039;&#039; - W. „Was sie hatte“, hier (wie auch sonst manchmal) i.S.v. „vermögen, können“. Mit dieser Wortwahl soll vermutlich angespielt werden auf Jesu Aussage über das letzte Scherflein der Witwe in [[Markus 12#s44 |Mk 12,44]]: Mk 13 - die Markus-apokalypse - wird gerahmt von zwei Erzählungen von Frauen, die paradigmatisch für den richtigen Gebrauch von Geld (am Ende der Zeit) sind (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 417; Marcus 2009, S. 941).&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat sie getan: Sie hat es vorweggenommen, meinen Leib für das Begräbnis einzubalsamieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einzubalsamieren&#039;&#039; - Hier wird das Verb &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; statt &#039;&#039;chrio&#039;&#039; („salben“) verwendet. Viele denken, die Parfumierung der Frau habe auf einer zweiten Bedeutungsebene den Sinn, dass Jesus hier zum Messias gesalbt werden sollte (wie z.B. David in [[1 Samuel 16#s13 |1 Sam 16,13]]; so z.B. Guijarro/Rodriguez 2011; Park 2012). Doch dafür wäre sehr wahrscheinlich eben &#039;&#039;chrio&#039;&#039; statt &#039;&#039;katacheo&#039;&#039; („herabgießen“) und &#039;&#039;murizo&#039;&#039; („einbalsamieren“) verwendet worden (Marcus 2009, S. 396; vgl. ähnlich Lücking 1993, S. 110) und außerdem wohl &#039;&#039;elaion&#039;&#039; („Öl“) statt &#039;&#039;muron&#039;&#039; („Parfum“). Aus diesem Grund muss man die Salbung zunächst wohl doch „nur“ als „schlichte Wohltat beim Mahl“ verstehen (vgl. [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]]; Jos.Ant 19,239: „[...Er] erschien [...] dort mit gesalbtem Haar, als käme er von einem Trinkgelage [...].“) - und was sie auf der tieferen Ebene bedeutet, sagt Jesus in diesem Vers ja selbst.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Amen, ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; - ein sog. „nicht-responsorisches Amen“: Durch „Amen, ich sage euch“ eingeleitete Sätze finden sich in der Bibel ausschließlich bei Jesus und dienen v.a. dazu, den folgenden Satz zu markieren als ein(e) mit Vollmacht geäußerte(s) Voraussage / Urteil (BB: „Damit verbürgt er sich dafür, dass seine Worte wahr sind und Gültigkeit haben.“). In V. 25 außerdem verstärkt durch die Konstruktion &#039;&#039;ou me&#039;&#039; + Aorist; die stärkstmögliche Verneinung zukünftiger Geschehnisse im Griechischen. Am sinnvollsten übersetzt daher Zink: „Was ich sage, ist wahr: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo auch immer diese Freuden-Botschaft (dieses Evangelium)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Evangelium&#039;&#039; – „Evangelium“ ist hier noch keine Gattungsbezeichnung für eine Textsorte, sondern ein stehender Begriff für die frohe (!) Botschaft über Leiden und Tod Jesu, die die Kirche in der ganzen Welt verkündigen muss (zur Stelle vgl. gut Schillebeeckx 1975, S. 97). „Dieses Evangelium“ bezieht sich also zurück auf das, was durch das „Sie hat es vorweggenommen, mich für mein Begräbnis einzubalsamieren“ angesprochen ist, nämlich den Tod Jesu - und dieser ist eine „frohe Botschaft“.&amp;lt;br /&amp;gt;Richtig daher die Paraphrase von Zink: „Wo immer Menschen einander sagen werden, daß ich starb, um der Welt das Leben zu schenken, da wird man erwähnen, was sie eben getan hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der ganzen Welt verkündet wird, wird auch von dem, was diese getan hat, gesprochen werden - zur Erinnerung an sie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohepriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn zur rechten Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur rechten Zeit&#039;&#039; - sehr oft: „bei günstiger Gelegenheit“. Im Gr. steht hier aber &#039;&#039;eukairos&#039;&#039;, die „gute rechte-Zeit“, und da sowohl in Vv. 1f. als auch Vv. 3-9 die &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; das Thema ist, liegt eine andere Übersetzung als „zur rechten Zeit“ sehr fern. Richtig daher MSG: „He started looking for just the right moment to hand im over“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag [des Festes] der ungesäuerten [Brote],&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Zeitangabe s. den  [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung].&amp;lt;/ref&amp;gt; als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 12f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&#039;&#039; (V. 12) + &#039;&#039;Geht in die Stadt&#039;&#039; - Weil das Verb &#039;&#039;ethuon&#039;&#039; sich sowohl personal („als sie (sc. die Jünger) opferten“) als auch impersonal („an welchem man zu opfern pflegte“) deuten lässt, lassen sich zwei mögliche Situationen der Perikope rekonstruieren: (1) Jesus und seine Jünger sind gerade im Tempelbezirk, wo nach Vorschrift Jesus als der Vorsteher des Paschamahls das Lamm schlachtet, das dann am Abend verspeist werden wird. In dieser Situation fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollen, und er gibt ihnen daher die Anweisung, [aus dem Tempelbezirk hinaus] in die Stadt zu gehen. (2) Jesus und seine Jünger befinden sich zum Zeitpunkt, zu dem „man“ üblicherweise das Paschalamm schlachtet, noch in Bethanien oder auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem, als die Jünger Jesus ihre Frage stellen, und also weist er sie an, [von Bethanien/vom Weg aus] in die Stadt zu gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach V. 15 ist der Speisesaal bereits vorbereitet, weshalb der größte Teil der noch zu leistenden Vorbereitungen im Braten des Lammes besteht. Weil nach Sitte Jesus es war, der dieses Lamm zu schlachten hatte, würde Rekonstruktion (2) bedeuten, dass Jesus die Jünger ohne ein Lamm zum Kochen schickt. Das macht nicht viel Sinn; wahrscheinlicher ist daher Rekonstruktion (1). So z.B. auch Casey 2004, S. 203f.; Evans 2001, S. 373. Für Rekonstuktion (2) dagegen z.B. France 2002, S. 564; Gundry 2000, S. 820; Marcus 2009, S. 944.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fragten&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihn seine Jünger: „Wo willst du, [dass] wir {fortgehend} vorbereiten, damit du das Pascha essen kann?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zwei seiner Jünger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zwei seiner Jünger&#039;&#039; - Offenbar keine Mitglieder des Zwölferkreises, s. V. 17. Für das Abendmahl muss dann die Anwesenheit von noch mehr Gästen als nur Jesus und dem Zwölferkreis vorausgesetzt werden (so auch Casey 2004, S. 227f.; Evans 2001, S. 374), und aus diesem Grund muss in V. 15 die Größe des Oberzimmers betont werden. Casey und Evans setzen außerdem die Anwesenheit von Frauen als Selbstverständlichkeit voraus - der Text selbst jedenfalls schweigt sich darüber aus. Vgl. auch Heininger 2005, S. 12 zu [[Markus 15#s40 |Mk 15,40f]]: Wo sonst blieben die „vielen Frauen“, die Jesus nach Jerusalem gefolgt waren?&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagte zu ihnen: „Geht in die Stadt, und es wird ein Mann auf euch zutreten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf euch zutreten&#039;&#039; - nicht: „&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; werdet treffen“ (so viele Üss.), LSJ S. 178: „move from a place to meet a person“ - die Initiative liegt beim Wasserträger. S. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm,&lt;br /&gt;
{{S|14}} und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn {dass}: ‚Der Lehrer sagt: ‚Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Pascha[mahl] mit meinen Jüngern essen kann?‘‘!&amp;lt;ref&amp;gt;Da man zu Jesu Zeit das Paschamahl in Jerusalem zu sich nehmen sollte (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_d FN d]), war es üblich, die Gastfreundlichkeit von Einheimischen in Anspruch zu nehmen und das Paschamahl in deren Haus zu sich zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und dieser wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, möbliert und vorbereitet. Dort bereitet  für uns vor!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vorbereitet&#039;&#039; ... &#039;&#039;dort bereitet vor&#039;&#039; - nämlich Möblierung etc. ist vorbereitet, das Essen aber noch nicht (vgl. z.B. Evans 2001, S. 375).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt, und sie fanden [alles so] vor, wie er [es] ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Pascha[mahl] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend geworden war (wurde), kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er mit den Zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie [bei Tisch] lagen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lagen&#039;&#039; - S. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_f FN f]: Jesus feiert sein Letztes Abendmahl nach dem Muster eines Abendmahls wohlhabender Menschen. Das Liegen ist nicht auf das Datum zurückzuführen, s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aßen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte Jesus: „Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Einer von euch, der mit mir isst,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der mit mir isst&#039;&#039; - Vermutlich ein Zitat von [[Psalm 41#9 |Ps 41,9]], wo ein unschuldig Leidender sich darüber beklagt, dass seine Feinde ihn töten wollten und auch sein Freund, dem er vertraute &#039;&#039;und der mit ihm Brot aß&#039;&#039;, ihn verderben wolle. Das Präsens ist daher besser gnomisch zu verstehen: Nicht „einer, der aktuell mit uns am Tisch sitzt“, sondern „einer meiner üblichen Tischgenossen“.&amp;lt;br /&amp;gt;Miteinander zu essen, Tisch und Schüssel zu teilen (s. V. 20), ist ein Symbol für Freundschaft und Verbundenheit; dass es „einer von euch“ ist, „einer der Zwölf“, „einer, der mit mir isst“ und „einer, der mit mir in die selbe Schüssel tunkt“, macht den Verrat noch verwerflicher, als er ohnehin schon ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Verwendung des Artikels vgl. Zerwick §192.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mich ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; - Leitwort im Mk-Evangelium; stets im Sinne von „feindlichen Institutionen ausliefern“ verwendet (s. [[Markus 9#s31 |Mk 9,31]]; [[Markus 10#s33 |10,33]]; [[Markus 13#s9 |13,9]].[[Markus 13#s11 |11f]]; [[Markus 14#s11 |14,11]].[[Markus 14#s21 |21]].[[Markus 14#s42 |42]].[[Markus 14#s44 |44]]; [[Markus 15#s1 |15,1]].[[Markus 15#s10 |10]].[[Markus 15#s15 |15]]). Vermutlich auf die Verfolgungssituation der ursprünglichen Leser des Markus zurückzuführen, in der Jesusanhänger dazu gezwungen wurden, andere Christen an die Behörden auszuliefern - die Botschaft ist dann die: Auch Jesus und seine Jünger haben schon dieses Schicksal mit euch geteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das machte sie bestürzt (traurig) und einer nach dem anderen sagte zu ihm: „Doch nicht etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Da sagte er zu ihnen: „Einer der Zwölf, der [das Brot] mit mir in die (eine)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;die (eine)&#039;&#039; - Einige Handschriften haben hier ein zusätzliches „eine“. Ob die Handschriften damit den Ausdruck verschärfen („in &#039;&#039;die selbe&#039;&#039; Schüssel“) und an die vorigen „eins, eine“ („einer von euch...“, „einer nach dem anderen...“, „einer der Zwölf...“) anpassen oder aus stilistischen Gründen wegen derselben „eins, eine“ dieses vierte „eine“ streichen wollten, lässt sich nicht entscheiden (so auch Wilckens 2014). Tendenziell für den längeren Text sprechen sich z.B. Cranfield 1959, S. 424; Gundry 2000, S. 837 und Marcus 2009, S. 950 aus; so auch H-R; EÜ. Die meisten Üs. aber übersetzen den kürzeren Text, so daher auch wir.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüssel tunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Schüssel tunkt&#039;&#039; - der Satz meint das selbe wie das vorige „der mit mir isst“: „Einer meiner (üblichen) Tischgenossen“. Zum Eintunken von Speißen in eine Schüssel s. z.B. [[Rut 2#s14 |Rut 2,14]]; nicht gemeint ist hier Charoset (das Fruchtmus, das zu den vorgeschriebenen Speißen eines Passaseders gehört); auch dieses wurde vermutlich erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod eingeführt (s. Anmerkungen und vgl. Kulp 2005, S. 113).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Menschensohn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; - Ein weiteres Leitwort bei Markus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geht&#039;&#039; - In jüd. Schriften verbreiteter Euphemismus für „Sterben“ (vgl. gut z.B. Marcus 2009, S. 951). Bes. häufig bei Joh zu finden, s. z.B. [[Johannes 7#s33 |Joh 7,33]]; [[Johannes 8#s21 |8,21f]]; [[Johannes 13#s3 |13,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zwar, wie über ihn geschrieben steht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie geschrieben steht&#039;&#039; - Übliche Formel, um auszudrücken, dass etwas den Prophezeiungen des AT und damit dem Willen Gottes, der sich aus diesen Prophezeiungen herauslesen lässt, entspricht (vgl. z.B. Donner 1994); bei Mk s.. z.B. noch [[Markus 1#s2 |Mk 1,2]]; [[Markus 9#s12 |9,12f]]; [[Markus 11#s17 |11,17]]; [[Markus 14#s27 |14,27]]. Auf welche Stelle unser Vers sich bezieht, ist aber (wie öfters) ungewiss.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und als er bei&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot; /&amp;gt; ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - Nicht: „[das Brot] gesegnet“. Nach späteren rabbinischen Texten betete man vor dem Hauptgang über dem Brot und nach dem Hauptgang über dem Wein eine sogenannte &#039;&#039;Berakah&#039;&#039;; über dem Brot z.B.: „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du das Brot der Erde hervorbringst“ (m.Ber. 6,1). Ein ähnliches Gebet müssen wir uns auch bei Jesus denken; die Didache z.B. empfiehlt daher als Eucharistiegebet eine „christianisierte“ Form einer solchen Berakah: „Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,3). Dass [[Lukas 22#s19 |Lk 22,19]] und [[1 Korinther 11#s24 |1 Kor 11,24]] statt hier „danken“ statt „segnen“ stehen haben, ist nicht bedeutsam; eine Berakah &#039;&#039;ist&#039;&#039; ein Dankgebet und „Gepriesen bist du, der du / denn du...“ &#039;&#039;meint nur&#039;&#039; „Danke dafür, dass...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, brach er [es]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er [Gott] gepriesen hatte, brach er [es]&#039;&#039; - Die üblichen jüdischen Gesten zur Eröffnung einer Hauptmahlzeit (vgl. z.B. gut Hofius 1988, S. 379). Markus scheint diese Handlung ans Ende der Hauptmahlzeit verschoben zu haben (s. dazu [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gab [es] ihnen und sagte: „Nehmt, dies&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dies&#039;&#039; - Immer wieder wiederholt worden ist in letzter Zeit die Analyse von Luz, das Neutrum „dies“ könne sich nicht auf das Maskulinum „Brot“ beziehen und müsse daher die &#039;&#039;Handlung&#039;&#039; des Brotbrechens und -verteilens meinen (so z.B. Heininger 2005, S. 44; Niemand 2002, S. 97; Luz 2002, S. 4f; Schröter 2006, S. 128; Trummer 2001, S. 136f). Das ist falsch. Im Griechischen richten sich Demonstrativpronomen sogar häufiger im Genus nach der &#039;&#039;Subjektsergänzung&#039;&#039; (hier also das Neutrum „Leib“) als nicht (vgl. HvS §263e; z.St. auch Söding 2002, S. 55; Weidemann 2013, S. 84f). Dass mit „dies“ also nicht das Brot, sondern die Handlung bezeichnet wird, ist grammatisch möglich, aber keinesfalls notwendig und auch nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Leib!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und nachdem er einen Becher (Kelch)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Becher (Kelch)&#039;&#039; - Eher „Becher“ als „Kelch“. Das Wort ist bis vor Kurzem intensiver im anglophonen Sprachraum diskutiert worden, da dort in der kath. Kirche bis zur Revision des Römischen Messbuchs die Übersetzung „cup“ („Becher“) in Gebrauch war, nach der Revision aber durch „chalice“ („Kelch“) abgelöst wurde. Im Griechischen steht hier &#039;&#039;poterion&#039;&#039;, womit allgemein Trinkgefäße bezeichnet wurden; die Entsprechung von „Kelch“ wäre tendenziell eher &#039;&#039;kylix&#039;&#039;. Das Missale übersetzt dennoch „Kelch“, um so der Übersetzungsentscheidung von Hieronymus in der Vulgata zu folgen (&#039;&#039;calix&#039;&#039;). &#039;&#039;Calix&#039;&#039; aber wurde zu Hieronymus Zeit allgemein für Trinkgefäße verwendet (daher übersetzt er z.B. auch in [[Matthäus 10#s42 |Mt 10,42]] &#039;&#039;poterion&#039;&#039; mit &#039;&#039;calix&#039;&#039;, wo klar ein Becher gemeint ist), weshalb auch in der VUL beide Deutungen möglich sind. In den dt. Üss. sind beide Varianten gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; genommen und [Gott] gedankt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - hierzu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]. m.Ber 6,1 empfiehlt als Berakah über dem Weinbecher „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast“; die christianisierte Berakah der Didache lautet „Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstocks Davids, deines Knechtes, den du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, gab er [ihn] ihnen und sie alle tranken aus diesem.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu und zum nächsten Vers s. die Anmerkungen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des (neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;neuen&#039;&#039; - Nicht wenige Handschriften haben hier ein zusätzliches „neue“ - zweifellos eine Angleichung an [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]] und damit sekundär (so z.B. auch TCNT).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundes, für viele&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele&#039;&#039; - dient vermutlich zum Ausdruck des Zahlenverhältnisses: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;. S. genauer unten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch dieses Wort wird aktuell sehr heftig diskutiert, daher auch hierzu eine etwas längere Erklärung der Diskussion und zur Rechtfertigung der Übersetzung. Hintergrund der Diskussion ist der, dass in der kath. Liturgie in Deutschland lange Zeit die Formulierung „das für euch und für alle vergossen wird“ gebräuchlich war. In einem [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20070216 Brief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung] von 2006 wurde stattdessen die Übersetzung „für viele“ vorgeschrieben, und vor allem infolge eines [http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2091 Folgebriefes von Benedikt XVI.] an die deutschen Bischöfe entbrannte ein heftiger und leider seltenst sachlich geführter Streit, der mittlerweile nur noch oberflächlich etwas mit der Übersetzung selbst zu tun hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Parteien berufen sich auf [[Jes 53#s12 |Jes 53,12]]. Weil auch dort von jemandem die Rede sei, der für die Sünden anderer stirbt und wegen den gemeinsamen Vokabeln „vergossen“ und eben „viele“ sei klar, dass Mk hier die Jes-Stelle zitiert. Die einen leiten daraus ab, dass das „viele“ in Jesaja wie oft im Hebräischen als „alle“ verstanden werden müsse und dass dies demnach auch die Bedeutung des „viele“ bei Mk sei; die anderen erkennen zwar die Bedeutung „alle“ in Jesaja (und meistens auch Markus!) an, fordern aber dennoch eine „wörtliche“ Übersetzung in Mk, damit der Bezug zu Jes erkennbar sei und keine Deutung in die Mk-Übersetzung eingetragen werde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Argumentationen sind sehr problematisch. Zunächst wurde zu ntl Zeiten nicht der heb. Jes-Text verwendet, sondern entweder die LXX-Übersetzung oder ein Targum. Die LXX-Übersetzung lautet aber nicht „Weil er sein Leben in den Tod &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; hat“, sondern „weil er seine Seele in den Tod &#039;&#039;auslieferte&#039;&#039;“, die von TgJ „Weil er sein Leben dem Tod &#039;&#039;übergab&#039;&#039;“. Der einzige Bezug im Vokabular ist damit das „viele“, und auf dieser Basis von einem „Zitat“ zu sprechen, geht durchaus nicht an (so z.B. richtig Chilton 1994, S. 87; Dunn 2003, S. 815f.; Schröter 2006, S. 129; übrigens sogar Benedikt, obwohl er im Folgenden dann doch mit dem Jes-Text argumentiert). Sodann motivisch: Der Gottesknecht im Jes-Text wurde im frühen 1. Jahrhundert überhaupt nicht als Paradigma eines Menschen aufgefasst, der die Sünden anderer Menschen auf sich nimmt - weder in jüdischen noch in christlichen Texten. Im NT z.B. wird Jes 52,13-53,12 insgesamt sieben Mal zitiert - und nur im spätesten Text, [[1 Petrus 2#s22 |1 Pet 2,22-25]], ist er Paradigma dieses Motivs (vgl. z.B. Zager 1996, S. 180f). Aus diesem Grund kommen heute immer mehr Wissenschaftler von der Vorstellung ab, dass das Gottesknechtslied ein Vorbild für die ntl Texte gewesen sei (vgl. z.B. Versnel 2005, S. 215 und die dort zusammengetragene Literatur). Und weiter: Gerade, wenn wir dennoch davon ausgingen, dass hier ein Jes-Zitat vorläge, gingen beide Argumentationen am Text vorbei, denn der Zweck des „Viele“ wäre dann wie in Jes nicht die Identifikation einer Zielgruppe der „Leistung“ von Gottesknecht und Jesus, sondern der Ausdruck eines &#039;&#039;Zahlenverhältnisses&#039;&#039;: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; nimmt die Verfehlungen von &#039;&#039;Vielen&#039;&#039; auf sich / legt für &#039;&#039;viele&#039;&#039; Fürsprache ein / vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;; s. ähnlich z.B. [[1 Korinther 10#s17 |1 Kor 10,17]]: „Weil es &#039;&#039;ein&#039;&#039; Brot ist, sind wir - wir &#039;&#039;viele&#039;&#039; - &#039;&#039;ein&#039;&#039; Leib.“ So ist das „viele“ hier wahrscheinlich auch unabhängig von der Jes-Stelle zu verstehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schließlich: Selbst dann, wenn die Übersetzung „alle“ sich hier ebenso gut rechtfertigen ließe wie „viele“: Nur von den wenigsten Üss. wird sie gewählt (z.B. GN, KAM); daher nach [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien Kriterium 1b] auch von uns nicht. Welche Übersetzung die sinnvollste für eine &#039;&#039;Messliturgie&#039;&#039; ist, ist natürlich eine andere Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gesamtsinn des Verses s. die Anmerkungen. Die Formulierung lässt sich am leichtesten genetisch erklären. Die Vorstellung, dass ein Mensch „für andere“ sterben könne, stammt ursprünglich aus dem hellenistischen Kulturraum und ist dort gerade in der ntl. Zeit außerordentlich populär (s. bes. das von Versnel 2005 auf S. 230-244 zusammengetragene Material): Zürnte eine Gottheit einer Person/einem Volk/ ..., konnte ein Mensch ersatzweise &#039;&#039;für&#039;&#039; diese Person/dieses Volk/... sterben und so die Gottheit beschwichtigen (vgl. gut z.B. Breytenbach 2003). Relativ rein lässt sich dieser Gedanke z.B. auch in den johanneischen Schriften betrachten (s. z.B. [[Johannes 10#s11 |Joh 10,11]].[[Johannes 10#s15 |15]]; [[Johannes 15#s13 |15,13]]; [[1 Johannes 3#s16 |1 Joh 3,16]]. Bei unserer Stelle ist diese Vorstellung aber verschmolzen mit einer weiteren Vorstellung; diesmal aus dem jüdischen Kulturraum: Wenn Gott einer Person zürnt, liegt das nach jüd. Vorstellung an den &#039;&#039;Sünden&#039;&#039; dieser Person, die wie eine Trennwand zwischen die Person und Gott treten. Eingerissen werden muss diese Trennwand durch en Opfer - durch die Darbringung von Opferblut -, dessen Effekt die Errichtung eines „Bundes“ zwischen Gott und dem Opfernden ist (s. [[Exodus 24#s8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]; vgl. z.B. Willi-Plein 1993, S. 97f. S. bes. die Variante von Ex 24,8 im etwa zeitgleich zum Mk entstandenen TgO: „Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf den &#039;&#039;Altar&#039;&#039;, &#039;&#039;um für&#039;&#039; das Volk &#039;&#039;Sühnung zu schaffen&#039;&#039;...“). Kombiniert lauten die beiden Vorstellungen dann: Jemand, der &#039;&#039;für&#039;&#039; jemanden stirbt, wird so zum „Opfer“ für diesen zum Zwecke der Sühnung seiner Sünden (vgl. gut Merklein 1986, S. 71). Diese „Vorstellungskombination“ wird z.B. auch in [[Johannes 1#s29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#s25 |Röm 3,25f]] und [[Hebräer 9#s13 |Heb 9,13-15]] auf Jesus übertragen; außerhalb des NT findet sich die Vorstellung z.B. auch in 4 Makk 17,21f. und j.Sanh. 11,5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde nicht wieder vom Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich [von] ihm erneut (ihn als neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] ihm erneut (ihn als neuen)&#039;&#039; - Beide Positionen werden in der Forschung vertreten; für die erste z.B. Gundry 2000, S. 834; Marcus 2009, S. 959; für die zweite z.B. France 2002, S. 572; NSS. „Ihn als neuen“ soll dann vom „neuen [Wein]“ sprechen und dieser widerum ein Symbol für das „messianische Bankett“ sein, das nach dem endgültigen Anbruch des Reiches Gottes stattfinden wird. &#039;&#039;tirosh&#039;&#039;, „neuer Wein“, ist im AT aber meist als durchaus innerweltliches, aktuell vorhandenes Getränk gedacht und daher schlicht als „Most“ zu übersetzen, und auch syntaktisch ist diese Auflösung ganz unwahrscheinlich. Der Satz ist vielmehr als Todesprophetie aufzufassen: Hiermit trinkt Jesus seinen letzten Becher Wein, doch schon bald - nämlich im Reich Gottes, das Jesus für die näheste Zukunft erwartete - wird er &#039;&#039;von Neuem&#039;&#039; mit dem Trinken beginnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Reich Gottes trinken werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [ein Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise [[Psalm 115|Ps 115-118]] (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ärgern&#039;&#039; – Entweder im Sinne von a) &amp;quot;Jesus ablehnen&amp;quot; (so NGÜ, NL, HFA), oder im Sinne von b) &amp;quot;sündigen&amp;quot; (so EU). Im Kontext (v. 30) ist a) wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen (erschlagen), und die Schafe werden zerstreut werden.‘ &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Sacharja 13#s7|Sach 13,7]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Daraufhin sagte Petrus zu ihm: „Wenn sich [auch] alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihm: „Amen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt;, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Das könnte eine Zeitangabe sein. (Carson: ca. 1:30 Uhr, Brown: vor dem Morgengrauen – Kommentare prüfen!)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dreimal verleugnen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dreimal verleugnen&#039;&#039;: Dies geschieht in [[#s72|V. 72]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement (mit Nachdruck): „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich [bestimmt] nicht (niemals)&amp;lt;ref&amp;gt;stärkstmögliche Verneinung&amp;lt;/ref&amp;gt; verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagt zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nimmt er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt und verängstigt zu sein.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt; bleibt hier und wacht!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht. &lt;br /&gt;
{{S|36}} Und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; und stellte fest (fand)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;, dass sie schlafen, und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redete, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof war, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 1-11&#039;&#039;&#039;: Vergleicht man Mk 14,3 mit [[Matthäus 26#l6 |Mt 26,6f]], fällt auf, (1) dass in Mt die Aussage fehlt, dass Jesus &#039;&#039;liegend&#039;&#039; isst, (2) dass Mt die auffällige Genitivreihung zur Beschreibung des Öls stark ausgedünnt hat und (3) dass bei Mt das Gefäß nicht zerbrochen wird - drei Details, die den &#039;&#039;verschwenderischen Charakter&#039;&#039; des letzten Abendmahls unterstreichen: (1) zeigt, dass das Abendmahl in einem wohlhabenden Haushalt stattfand, (2) unterstreicht den hohen Wert des Öls und damit ebenso wie (3) die große Verschwendung der namenlosen Frau - Jesus lässt es sich beim letzten Abendmahl noch einmal „richtig gut gehen“. Dies wirkt befremdlich - auch auf „einige“ Anwesende, weshalb diese postwendend die Frau anfahren (Vv. 4f) - doch Jesus verteidigt sie. Und nicht nur das, sondern er wertet ihre Tat sogar so positiv, dass er prophezeit, dass einst auf der ganzen Welt davon berichtet wird - zur Erinnerung an &#039;&#039;sie&#039;&#039; (nicht an ihn) (Vv. 6-9)!&amp;lt;br /&amp;gt;Gerahmt wird diese Erzählung davon, dass die Hohepriester und die Schriftgelehrten nach einem Weg suchen, wie sie Jesus zu einem geeigneten Zeitpunkt töten können, und vom Verrat des Judas. Sowohl im Rahmen als auch im Zentrum ist also erstens von &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; die Rede und zweitens von &#039;&#039;Jesu Tod&#039;&#039; - und dies ist der Schlüssel zum Verständnis dieses schwierigen Abschnitts: Jesus lässt es sich noch einmal „richtig gut gehen“, ja - aber das ist auch in Ordnung so, denn &#039;&#039;noch&#039;&#039; ist die Zeit, in der „die Hochzeitsgäste nicht fasten können, da der Bräutigam noch in ihrer Mitte ist“ ([[Markus 2#l19 |Mk 2,19]], vgl. Lohfink 2011, S. 341f.). Und die Frau verhält sich äußerst verschwenderisch, ja - aber in diesem Kontext ist auch das in Ordnung so und sogar noch wichtiger als die Armenfürsorge, denn noch ist die Zeit, in der der Bräutigam in ihrer Mitte ist - &#039;&#039;gerade noch&#039;&#039;. Und angesichts dieses „gerade noch“ verhält sie sich ganz korrekt: Angesichts Jesu bevorstehendem Tod wird ihre „Verschwendung“ richtig und wichtig und die Frau erweist sich als fähig zur Erkenntnis des &#039;&#039;kairos&#039;&#039;, des „richtigen Zeitpunkts“ (Barton 1991, S. 233; ähnlich Story 2009, S. 20).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Rahmung durch die Vv. 1f.10f. betont dann noch einen weiteren Aspekt: Nicht nur verhält sich die Frau hier ganz korrekt - sie tut dies auch noch im völligen Kontrast zu den religiösen Eliten (Vv. 1f) und zu Judas, „einem der Zwölf“&amp;lt;ref&amp;gt;... Der Verrat des Judas ist letztlich die höchste Steigerungsform des fortwährenden Jüngerunverständnisses, das das ganze Mk-Evanelium durchzieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vv. 10f.) und wird auf diese Weise dargestellt als „Paradigma wahrer Nachfolge“ (Schüssler Fiorenza 1988, S. 393; vgl. auch Beavis 1988, S. 8; Miller 2002, S. 186). Sie ist eine, die im rechten Moment die Zeichen der Zeit richtig deutet und daher alles auf eine Karte setzt, indem sie eine riesige Summe ihres Geldes auf die Parfumierung Jesu „verschwendet“ (im Gegensatz zu Judas, der für seine falsche Tat sogar Geld kassiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des &#039;&#039;Timings&#039;&#039; in der vorangehenden Perikope erlaubt Markus gleich noch einen Seitenhieb auf Hohepriester, Schriftgelehrte und Judas: Ganz entgegen ihren Absichten werden sie Jesus eben doch an einem Fest gefangennehmen: Am Paschafest, einem der höchsten Feiertage im Judentum. Die Funktion von &#039;&#039;&#039;Vv. 12-16&#039;&#039;&#039; ist es dabei vermutlich, den Grund für dieses Scheitern aufzuzeigen: Jesus plant zu geschickt und hat sich einen Plan erdacht, wie er sich den Autoritäten entziehen kann, bis er mit seinen Jüngern noch das Letzte Abendmahl gefeiert hat, und Absprachen mit einem Jerusalemer Hausbesitzer getroffen. Erst während dem Schlachten des Lamms im Tempelbezirk gibt er daher zweien seiner Jünger den Ort des Abendmahl bekannt - mehr oder weniger jedenfalls: Sie sollen in die Stadt gehen, wo sie bereits von einem Wasserträger erwartet werden werden (V. 13), dem sie fraglos zu jenem Haus folgen sollen, in „welches auch immer“ er hineingehen wird (V. 14). Dem Herrn dieses Hauses müssen sie dann auch noch zunächst ein Passwort geben („Der Lehrer fragt etc.“, V. 14) - und erst dann können sie das Mahl vorbereiten (so gut ausgelegt von Evans 2001, S. 374). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 17-21&#039;&#039;&#039; handeln vom Verrat des Judas; hier soll noch einmal die Schwere seines Verrats unterstrichen werden: Erstens durch die sogar doppelte redundante Formulierung in Vv. 18.20 („Einer von euch“ + „der mit mir isst“; „einer der Zwölf“ + „der mit mir in die Schüssel tunkt“) - der Verrat wird von einem aus dem engsten Freundeskreis Jesu begangen -; zweitens durch die auffällige Formulierung von V. 21 („Der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; geht... Wehe dem &#039;&#039;Menschen&#039;&#039;, durch den der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ausgeliefert wird! Es wäre besser für ihn, wenn &#039;&#039;jener Mensch&#039;&#039; niemals geboren wäre!“) - ein gewöhnlicher Mensch vergeht sich hier am „Menschen&#039;&#039;sohn&#039;&#039;“. Völlig einleuchtend ist daher das Drohwort in V. 21, dessen Logik zu sein scheint: Es ist zwar der Wille &#039;&#039;Gottes&#039;&#039;, dass der Menschensohn stirbt („wie geschrieben steht“, s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ai FN ai])&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch die Formulierung „&#039;&#039;durch&#039;&#039; den der Menschensohn ausgeliefert wird“ - das gr. Äquivalent von „durch“ drückt nicht den Handelnden selbst aus, sondern das &#039;&#039;Medium&#039;&#039;, &#039;&#039;durch das&#039;&#039; eine Handlung vollbracht wird (vgl. gut Marcus 2009, S. 952)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Judas ist so nicht mehr als sein Werkzeug - aber dennoch: Ob der Schwere seines Vergehens trifft ihn so große Schuld, dass er besser niemals geboren worden wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;En passant erreicht auch die bei Markus übliche negative Darstellung der Jünger ihren Höhepunkt: Das „doch nicht etwa ich?“ muss sicher so verstanden werden, dass keiner der Jünger sich wirklich sicher ist, ob nicht er es ist, der den Menschensohn ausliefern wird -  „jeder der Mahlteilnehmer ist sozusagen potentiell ein Judas“ (Weidemann 2013, S. 79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 22-25&#039;&#039;&#039;: Wegen der Zentralität dieser Verse im Christentum und auch, weil sich in der Erforschung dieser Stelle in den letzten Jahren einiges getan hat, sind hier etwas längere Anmerkungen angebracht. Neu ist in der Forschung (1) die Erkenntnis, dass es zur Zeit Jesu sehr wahrscheinlich noch überhaupt keine Pascha-„liturgie“ gab, die während des Paschamahl abgehalten wurde (vgl. z.B. Kulp 2005 und die dort gesammelte Literatur; auch Schlund 2005, S. 398f). Neu ist (2) die Erkenntnis, dass man für die Zeit Jesu nicht zwischen jüdischer und griechischer Mahlkultur trennen darf, da die jüdische Kultur insgesamt eine hellenistische Kultur &#039;&#039;war&#039;&#039;. Daher: „Die Eucharistie war nicht &#039;&#039;wie&#039;&#039; ein Gastmahl - sie &#039;&#039;war&#039;&#039; ein Gastmahl.“ (McGowan 2010, S. 186). Schließlich ist (3) die Erkenntnis neu, dass die sogenannten „Einsetzungsworte“ sehr wahrscheinlich nicht als „Einsetzungsworte“ aufgefasst wurden: In den ersten zwei Jahrhunderten wurden sie im Gottesdienst überhaupt nicht zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlerweile sind eine ganze Reihe Eucharistiegebete ohne Einsetzungsworte bekannt: Did 9,5; 10,1-6; AcJoh 85; 109; AcThom 49f; 133; 158; das sog. „Papyrus Strasbourg“ Gk 254; Didask 7,25; die noch heute gebräuchliche Anaphora von Addai und Mari. Das erste überlieferte Eucharistiegebet &#039;&#039;mit&#039;&#039; Zitierung der Einsetzungsworte findet sich in der ca. 200-250 n.Chr. entstandenen Traditio Apostolica (4,9f), aber auch dort werden sie noch „nur“ als letzter Abschnitt eines heilsgeschichtlichen Abrisses des Lebens Jesu zitiert und auch aus der Zeit danach finden sich Eucharistiegebete ohne die Einsetzungsworte; z.B. in Cyrill von Jerusalems „Mystischen Katechesen“ aus dem 4. Jh. (vgl. z.B. Baldovin 2013, S. 193f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurde daher der Alternativbegriff „Gabeworte“ vorgeschlagen, den wir daher auch hier verwenden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Den Ablauf des Letzten Abendmahls, das Mk hier als Paschamahl schildert (s. dazu den [http://offene-bibel.de/wiki/Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]), haben wir uns also als ein etwas ausgebautes hellenistisches Gastmahl vorzustellen: Es begann mit einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße, nach der sich die Tischgesellschaft geschlossen in den Speißesaal begab, wo der „Vorsitzende“ der Gesellschaft wie üblich im Judentum die Mahlzeit eröffnete, indem er ein Gebet (dazu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]) über dem Brot sprach, dieses brach und an die ganze Gesellschaft weiterreichte. Darauf folgte die im Liegen eingenommene Hauptmahlzeit, die sich von einem Gastmahl wohl hauptsächlich darin unterschied, dass auch das zuvor geschlachtete Lamm, Bitterkräuter und &#039;&#039;ungesäuerte&#039;&#039; Brote aufgetischt wurden (vgl. Kulp 2005, S. 112).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Singen in V. 26 dagegen ist nichts Besonderes. Bei jedem griechischen Symposium wurden religiöse Lieder gesungen; u.a. z.B. ein die abschließende Becherhandlung (s. u.) begleitender „Paian“. Ein solcher könnte gut auch hier gemeint sein, denn ob zu Jesu Zeit bereits die Psalmen 114/115-118 zum Abschluss des Pascha-Hauptgangs gesungen wurde, wissen wir nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte ein Gebet über dem Wein, woraufhin normalerweise jeder für sich aus seinem eigenen Becher getrunken hätte, doch s. gleich. Darauf hätte normalerweise noch ein längerer Umtrunk gefolgt, der bei Jesus jedoch weggefallen zu sein scheint. Markus oder seine Quelle haben diese Reihenfolge außerdem abgewandelt, indem sie offenbar die Brothandlung an den Schluss der Hauptmahlzeit vor die Becherhandlung verschoben hat - vermutlich, weil dies die Struktur des Abendmahls in seiner Gemeinde war (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte noch zur Becherhandlung. Wir folgen hier einem Deutungsvorschlag von Klinghardt 2012; Klinghardt 2012b und [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51975/#h6 Heilmann/Wick 2013], der so neu ist, dass er in noch keinem Kommentar berücksichtigt wurde, aber viel zum Verständnis des Abendmahls beitragen kann. Wie die Becherhandlung gewöhnlicherweise abgelaufen wäre, haben wir eben gesehen. Jesus weicht von diesem Usus ab, indem er &#039;&#039;seinen&#039;&#039; Becher an die Jünger weitergibt. Weiterhin ist aber auszugehen von [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]: Das Partizip &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; steht dort im Nominativ und kann sich daher nicht auf das &#039;&#039;Blut&#039;&#039; beziehen (das im Dativ steht), sondern muss sich auf den &#039;&#039;Becher&#039;&#039; beziehen. Nach Lukas Darstellung reicht Jesus also nicht nur seinen Becher an seine Jünger weiter, sondern leert zuvor auch noch einen Teil des Weines aus. Wenn wir nicht von vornherein davon ausgehen wollen, dass Lukas hier grammatisch falsch formuliert hätte oder dass Lukas von einer anderen Becherhandlung ausgeht als Markus und Matthäus, müssen wir zunächst einmal davon ausgehen, dass hinter dem &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; in Mk und Mt die selbe Vorstellung steht.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Handlungen sind (abgesehen von einem möglichen Beleg für das Ausleeren in 4 Makk 3,16) für den jüdischen Kulturraum nicht belegt, sind aber gewöhnliche Bräuche beim hellenistischen Gastmahl: Die „Libation“ und der „geweihte Becher“. Bei der Libation weiht der Vorsitzende des Gastmahls seinen Becher einem Gott, opfert ihm dann einen Teil des Inhalts, indem er ihn auf den Boden oder in den Herd gießt, und trinkt den Rest; die übrigen Gäste folgen seinem Beispiel. Der geweihte Becher dagegen wird nicht geleert, sondern von einem Gast zum nächsten weitergereicht, damit jeder einen Schluck davon nehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim griechischen Gastmahl gingen mehrere solcher geweihter Becher um, die verschiedenen Göttern geweiht waren, und eines der Probleme Pauli mit der Eucharistie der Korinther scheint gewesen zu sein, dass sie den „Jesus-becher“ einfach zusätzlich zu den anderen Gottheiten geweihten Bechern getrunken haben (s. [[1 Korinther 10#s21 |1 Kor 10,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurden diese beiden Bräuche wohl auch miteinander kombiniert (vgl. z.B. Smith 2002, S. 30; Tolles 1943, S. 86f), und eine solche Kombination haben wir uns auch für das Letzte Abendmahl zu denken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist dann die Bedeutung der Handlung am Brot einerseits und der Doppelhandlung am Becher andererseits. Sinn des Teilens und Essens des „be-beteten“ Brotes ist unter anderem die Vermittlung von „Anteil an der fürsorgenden Güte Gottes [... und] die Gemeinschaft miteinander [...] vor Gott und unter seinem Segen“ (Hofius 2000, S. 284). Das selbe gilt für den Doppelbrauch von Libation und geweihtem Becher: Von beiden Bräuchen erhoffte man sich - sozusagen im Gegenzug für das Weinopfer - eine Segnung. Durch die Libation, bei der aus dem selben Kelch das Opfer vorgenommen und getrunken wurde, wurde außerdem im Trinken eine Gemeinschaft zwischen dem einzelnen Trinker und der Gottheit hergestellt; durch das Kreisen des geweihten Bechers die Gemeinschaft untereinander vor der Gottheit, der der Becher geweiht war (vgl. Tolles 1943, S. 108-111). Beide Handlungen haben den selben Sinn: Hinwendung zu Gott und Vermittlung von Gottes Segen einerseits; Herstellung von Gemeinschaft mit Gott und untereinander andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte, wie sehr schon in der bloßen Handlng die spätere theologische Ausdeutung der Eucharistie vorgezeichnet ist. Vgl. z.B. folgenden Ausschnitt aus dem Eucharistiegebet der Traditio Apostolica: „Seines Todes und seiner Auferstehung eingedenk bringen wir dir das Brot und den Kelch dar. ... Auch bitten wir dich, deinen Heiligen Geist auf die Gaben deiner Kirche herabzusenden. ... Gib allen Heiligen, die sie empfangen, Erfüllung mit Heiligem Geist...“ - Die eucharistischen Gaben werden Gott als Opfer dargebracht; gleichwohl aber konsumiert. Und im Gegenzug sendet Gott seinen Geist auf die Gaben - und über den Umweg des Gabenkonsums auch auf die Gemeinde - herab und schenkt ihnen so durch die „Geist-Erfüllung“ Gemeinschaft mit sich und untereinander.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Handlungen spricht Jesus also seine Gabeworte. „Dies ist mein Leib“, sagt er, und: „Dies ist mein Blut“. Das „dies“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Gaben selbst; nicht auf die Handlungen (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_al FN al]) - aber die Handlungen spielen auf jeden Fall mit hinein:  „Dies ist mein Leib“ spricht Jesus über dem &#039;&#039;gebrochenen, zu verspeißenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Brot; „dies ist mein Blut“ über dem &#039;&#039;vergossenen, zu trinkenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Wein.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;soma&#039;&#039;, „Leib“, ist ein sogenannter „anthropologischer Ganzheitsbegriff“, der nicht wie im Deutschen nur auf den „Körper“ bezogen werden darf. „Dies ist mein Leib“ meint: „Dieses Brot bin ich selbst. Das bin ich mit meiner Geschichte und meinem Leben“ (Lohfink 2011, S. 360). Dieses sein „Selbst, seine Geschichte und sein Leben“ deutet Jesus mithilfe des segensvermittelnden Brotes, das er dann an seine Jünger verteilt, und macht dieses so zum Symbol für seine „Proexistenz“. Ähnlich beim „vergossenen Blut“, das sich klar auf Jesu bevorstehenden Tod bezieht: Jesus deutet seinen Tod mithilfe des segensvermittelnden Weines, den er dann ebenfalls an seine Jünger verteilt, und macht diesen so zum Symbol für Jesu „Pro-exitus“, wie man entsprechend formulieren könnte. Diese „Pro“-Bedeutung wird bei Markus noch zusätzlich unterstrichen durch das „für viele“. „Dies ist mein Leib“ und „dies ist mein Blut“ meint: Ich habe &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; gelebt und werde &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25193</id>
		<title>Diskussion:Markus 14</title>
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		<updated>2017-03-18T13:56:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 3-9 (HaCeMei), 53-60 (Ben), 61-62 (Jan), restliche Verse Thommy B&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 61-62 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-25 (Sebastian); 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1-11: Streitgespräch&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Ernst 1963, Evans 2001, France 2002, Gnilka 1978, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Evans 2001, France 2002, Gundry 2000, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959; Dschulnigg 2007; Evans 2001; France 2002; Gnilka 1978; Gundry 2000; Marcus 2009; van Iersel 1998. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: NET Fußnoten (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NeÜ, NGÜ, NL, OEB, Pfäfflin, Schumacher, Stier, T4T, Thüsing/Hecht 2011, WIL, Zink (Sebastian);&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NGÜ, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAM, NGÜ, NL, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;26-31&amp;lt;/u&amp;gt;: GN, HFA, LUT, NL, NGÜ, T4T, BB, NeÜ (Benjamin)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: LUT, GNB, REB, SLT, EÜ, ZÜR, Menge, ESV, NET, NRSV, NASB95, LEB, NIV (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zitierte Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baldovin, John F.: Eucharistic Prayer, in: Paul F. Bradshaw: The New SCM Dictionary of Liturgy and Worship. London, 2013. S. 192-199.&lt;br /&gt;
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* Beavis, Mary Ann: Women as models of faith in Mark, in: BTB 18/1, 1988. S. 3-9.&lt;br /&gt;
* Black, Matthew: Die Muttersprache Jesu. Das Aramäische der Evangelien und der Apostelgeschichte. Stuttgart, 1967.&lt;br /&gt;
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* Casey, Maurice: Aramaic Sources of Mark&#039;s Gospel. Cambridge, 2004.&lt;br /&gt;
* Chilton, Bruce: A Feast of Meanings. Eucharistic Theologies from Jesus through Johannine Circles. Leiden u.a., 1994.&lt;br /&gt;
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* Gnilka, Joachim: Das Evangelium nach Markus. 2. Teilband: Mk 8,27-16,20. Zürich u.a., 1979.&lt;br /&gt;
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* Gundry, Robert: Mark. A Commentary on His Apology for the Cross, Chapters 9-16. Vol. 2. Grand Rapids, 2000.&lt;br /&gt;
* Hahn, Ferdinand: Theologie des Neuen Testaments. Band 2: Die Einheit des Neuen Testaments. Thematische Darstellung. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
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* Heilmann, Jan/Peter Wick: Mahl / Mahlzeit, in: WiBiLex. online unter: https://goo.gl/4wPFGr&lt;br /&gt;
* Heininger, Bernhard: Das letzte Mahl Jesu. Rekonstruktion und Deutung, in: Winfried Haunerland: Mehr als Brot und Wein. Theologische Kontexte der Eucharistie. Würzburg, 2005.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: Herrenmahl und Herrenmahlsparadosis. Erwägungen zu 1Kor 11,23b-25, in: ZTK 85/4, 1988. S. 371-408.&lt;br /&gt;
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* Klostermann, Erich: Das Markusevangelium. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1950.&lt;br /&gt;
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* Lightfoot, John: Horae hebraicae et talmudicae: Hebrew and Talmudical Exercitations upon the Gospels, the Acts, some Chapters of St. Paul&#039;s Epistle to the Romans, and the first Epistle to the Corinthians, Vol. II. Oxford, 1859. online unter: https://goo.gl/p0DlMr&lt;br /&gt;
* Lohfink, Gerhard: Jesus von Nazaret - Was er wollte, wer er war. Freiburg i. Br., 2011.&lt;br /&gt;
* Lohmeyer, Ernst: Das Evangelium des Markus. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;17&amp;lt;/sup&amp;gt; 1967.&lt;br /&gt;
* Lücking, Stefan: &amp;quot;Mimesis der Verachteten.&amp;quot; Eine Studie zur Erzählweise von Mk 14. Stuttgart, 1993.&lt;br /&gt;
* Luz, Ulrich: Das Herrenmahl im Neuen Testament, in: BiKi 57/1, 2002. S. 2-8.&lt;br /&gt;
* Marcus, Joel: Mark 8-16. A New Translation with Introduction and Commentary. New Haven/London, 2009.&lt;br /&gt;
* McGowan, Andrew: Rethinking Eucharistic Origins, in: Pacifica 23, 2010. S. 173-191. online unter: https://goo.gl/x3bCDd&lt;br /&gt;
* Miller, Susan E.: Women in Mark&#039;s Gospel. Glasgow, 2002. online unter: http://goo.gl/gc0tpO&lt;br /&gt;
* Niemand, Christoph: Jesu Abendmahl. Versuche zur historischen Rekonstruktion und theologischen Deutung, in: Ders.: Forschungen zum Neuen Testament und seiner Umwelt. FS A.Fuchs. Frankfurt a.M., 2002. online unter: http://goo.gl/MpcUld&lt;br /&gt;
* Nodet, Étienne: On Jesus&#039; Last Supper, in: Bib 91/3, 2010. S. 348-369. online unter: http://goo.gl/o1Jr0U&lt;br /&gt;
* Nodet, Étienne: On Jesus&#039; last weeks, in: Bib 92/2, 2011 S. 204-230. online unter: http://goo.gl/xQXegv&lt;br /&gt;
* Park, Rohun: The Coronation of the Christ: Mark’s Characterization of the Christ in light of 14: 1-11, in: ET 124/3, 2012. S. 112-118. &lt;br /&gt;
* Schenk, Wolfgang: Das biographische Ich-Idiom &amp;gt;Menschensohn&amp;lt; in den frühen Jesus-Biographien. Der Ausdruck, seine Codes und seine Rezeption in ihren Kotexte. Göttingen, 1997.&lt;br /&gt;
* Schillebeeckx, Edward: Jesus. Die Geschichte von einem Lebenden. Freiburg/Basel/Wien, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1975.&lt;br /&gt;
* Schlund, Christine: Deutungen des Todes Jesu im Rahmen der Pesach-Tradition, in: Jörg Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Schröter, Jens: Das Abendmahl. Früchristliche Deutungen und Impulse für die Gegenwart. Stuttgart, 2006.&lt;br /&gt;
* Schüssler Fiorenza, Elisabeth: Zu ihrem Gedächtnis ... Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge. München/Mainz, 1988.&lt;br /&gt;
* Smith, Barry D.: The Chronology of the Last Supper, in: WTJ 53/1, 1991. S. 29-45. online unter: http://goo.gl/6AcwxJ&lt;br /&gt;
* Smith, Dennis E.: From Symposium to Eucharist. The Banquet in the Early Christian World. Minneapolis, 2002.&lt;br /&gt;
* Söding, Thomas: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Das Abendmahl Jesu und das Herrenmahl der Kirche, in: Ders.: Eucharistie - Positionen katholischer Theologie. Regensburg, 2002.&lt;br /&gt;
* Spicq, Ceslas: Notes de lexicographie neo-testamentaire II. Fribourg/Göttingen, 1978.&lt;br /&gt;
* Story, J. Lyle: Female and Male in Four Anointing Stories, in:  Priscilla Papers 23/4, 2009. S. 16-23. online unter: http://goo.gl/hySqDK&lt;br /&gt;
* Theißen, Gerd / Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Thrall, Margaret Eleanor: Greek particles in the New Testament: linguistic and exegetical studies. Leiden, 1962.&lt;br /&gt;
* Tolles, Delight: The Banquet-Libations of the Greeks. Michigan, 1943.&lt;br /&gt;
* Torrey, Charles Cutler: In the Fourth Gospel the Last Supper Was the Paschal Meal, in: JQR 42/3, 1952. S. 237-250.&lt;br /&gt;
* Trummer, Peter: „...dass alle eins sind!“ Neue Zugänge zu Eucharistie und Abendmahl. Düsseldorf, 2001.&lt;br /&gt;
* van Iersel, Bas M.F.: Mark. A Reader-Response Commentary. Sheffield, 1998.&lt;br /&gt;
* Versnel, Henk S.: Making Sense of Jesus´ Death. The Pagan Contribution, in: Jört Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Weidemann, Hans-Ulrich: „Dies ist mein Bundesblut“ (Mk 14,24). Die markinische Abendmahlserzählung als Beispiel für liturgisch beeinflusste Transformationsprozesse, in: Ders. u.a.: Aneignung durch Transformation. Beiträge zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum. FS. Michael Theobald. Freiburg u.a., 2013. online unter: https://goo.gl/Cz0EdY&lt;br /&gt;
* Willi-Plein, Ina: Opfer und Kult im alttestamentlichen Israel. Textbefragungen und Zwischenergebnisse. Stuttgart, 2003.&lt;br /&gt;
* Zager, Werner: Wie kam es im Urchristentum zur Deutung des Todes Jesu als Sühnegeschehen? Eine Auseinandersetzung mit Peter Stuhlmachers Entwurf einer „Bibischen Theologie des Neuen Testaments“, in: ZAW 87/3-4, 1996. S. 165-186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abgrenzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung des Kapitels in sinnvolle Abschnitt steht noch aus. Da sich der Abschnitt 53–62 mit der mir vorliegenden Literatur nicht deckt, habe ich den Status „fast gut“ entfernt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 12:12, 13. Apr. 2012 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit kleineren Einheiten? Interessant ist auch, dass der übersetzte Abschnitt bis V. 65 geht, aber in der Checkliste habe ich 63-65 nicht eingetragen. Mir fehlt jedoch die Zeit, das zu prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ja andere Argumente gegen den Status. Ich weiß nicht, ob ich heute nochmal eine Übersetzung als &amp;quot;fast gut&amp;quot; markieren würde, die ich (oder jemand anderes) nicht anhand eines richtigen Kommentars (NET ist eher als Ergänzung gut) überprüft hätte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:27, 13. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Kommentaren ist zu lesen, dass ein Mann mit Wasser&#039;&#039;krug&#039;&#039; so ungewöhnlich wäre, dass es sich wohl auch hier um ein vorher vereinbartes Zeichen handelt (z.B. Camacho/Mateos 1994, S. 243; Casey 2004, S. 227; Cranfield 1959, S. 422; France 2002, S. 564f; Evans 2001, S. 373f; Klausner 1926, S. 327 u.ö.). Dazu Marcus 2009, S. 945: Die Aussage kommt ursprünglich von Lagrange, der das aus seinen Beobachtungen in die Zeit Jesu eingetragen hat und die dann unkritisch übernommen worden ist; eigentlich gibt es nichts, was dafür spricht.&lt;br /&gt;
Ich habe das daher bewusst nicht aufgenommen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:10, 19. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
Bisher sind die Partizipien vorzeitig übersetzt („Und nachdem sie gegessen hatten“). Dies habe ich in keiner anderen Übersetzung und auch in keinem der mir vorliegenden Kommentare (Gnilka 1979 &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1989; Collins 2007) so gefunden. Dazu steht die folgende Fußnote mit der Aussage, wir würden der „Standard-Übersetzung“ folgen. Ich setze die Zielrichtung der Fußnote um, indem ich auf „Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte“ ändere und die Fußnote kürze.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und nachdem sie gegessen hatten und er (Und als sie aßen [und] als er)&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“). Bei Mk und Mt aber wirkt es wegen der Zeitangaben in Vv. 18.22.23 so, als würde sowohl die Brot- als auch die Becherhandlung &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen stattfinden; man leitet daraus dann ab, dass die Gemeinde des Markus ihre Feier des Abendmahls in einer anderen als der üblichen Abfolge gefeiert und die Brothandlung zur Kelchhandlung ans Ende der Feier verschoben habe, was dann Markus auch in den Bericht vom Abendmahl „hineingeschrieben“ hätte: Während dem Hauptgang macht Jesus seine Judas-Prophezeiung und erst &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Hauptgang folgen Brot- und Becherhandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Vielleicht ist diese Deutung gar nicht notwendig: Die beiden Präsenspartizipien in V. 18 könnte man unter Umständen auch als „volitive Partizipien“ auffassen (vgl. z.B. [[Matthäus 27#s40 |Mt 27,40]]: „Der du den Tempe einreißen und aufrichten &#039;&#039;willst&#039;&#039;...“; [[Hebräer 11#s6 |Heb 11,6]]: „Dem, der Gott nahen &#039;&#039;will&#039;&#039;...“ ): „Als sie sich zu Tisch legen und essen &#039;&#039;wollten&#039;&#039;“, d.h., direkt vor dem Hauptgang und dem Umzug ins Speißezimmer. In diesem Falle würden die Aoristpartizipien in Vv. 22f nur die gewöhnlichen Zeitpunkte von Brot- und Kelchgebet markierten: V. 22: „Als sie aßen und als er Brot genommen und [Gott] gepriesen hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Anfang des Hauptgangs -; V. 23 „Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Ende des Hauptgangs. So aber niemand, daher bleiben auch wir bei der Standard-Übersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] ([[Benutzer Diskussion:Olaf|Diskussion]]) 12:04, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 30 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Zu klären, ist das eine Uhrzeit? NSS schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;zu verstehen im Sinn v. vor dem Haupthahnenschrei, d. h. ca.&lt;br /&gt;
1.30 Uhr (offenbar ging man in Palästina von drei Hahnenschreien aus, die für&lt;br /&gt;
verschiedene ungefähre Nachtstunden standen: 12.30 Uhr [erster], 1.30 Uhr&lt;br /&gt;
[zweiter] u. 2.30 Uhr [dritter]; die Römer nannten die dritte Nachtwache [24-&lt;br /&gt;
3 Uhr] „ Hahnenschrei “ [vgl. Mk 13,35]; vgl. Carson, Mt, S. 542), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
od. (viell. besser) als volkstüml. Bezeichnung im Sinn v. noch vor der Morgendämmerung&lt;br /&gt;
(s. Brown, Death 1, S. 137 u. 605).&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 14:51, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Links auf hilfreiches Material===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich auf dem Blog eines Neutestamentlers einige Blog-Einträge zu exegetischen Details von Mk 14 gefunden, die sicher für die Übersetzung lohnenswert zu berücksichtigen sind. In [http://ntresources.com/blog/?p=1543 Mark 14:25, καινός, revisited] untersucht Rod Decker die Rolle von „neu“ in Mk 14,25. Die anderen Titel sind ebenso selbsterklärend wie der erste: [http://ntresources.com/blog/?p=1550 Mark 14:47, εἷς τις] und [http://ntresources.com/blog/?p=1553 Long genitive strings, Mark 14:3]. Der erste Eintrag scheint der nützlichere zu sein. Leider ist keine der drei Stellen bislang in unserer Übersetzung enthalten. [[Benutzer:Ben|Ben]] 11:44, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ok falsch, Vers 3 wurde natürlich schon übersetzt. Allerdings nicht von mir, sodass ich mir das erst genauer anschauen müsste. Irgendwann macht das irgendjemand sicher noch. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 11:45, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25192</id>
		<title>Diskussion:Markus 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25192"/>
		<updated>2017-03-18T13:56:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 3-9 (HaCeMei), 53-60 (Ben), 61-62 (Jan), restliche Verse Thommy B&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 61-62 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-25 (Sebastian); 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1-11: Streitgespräch&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Ernst 1963, Evans 2001, France 2002, Gnilka 1978, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Evans 2001, France 2002, Gundry 2000, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959; Dschulnigg 2007; Evans 2001; France 2002; Gnilka 1978; Gundry 2000; Marcus 2009; van Iersel 1998. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: NET Fußnoten (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NeÜ, NGÜ, NL, OEB, Pfäfflin, Schumacher, Stier, T4T, Thüsing/Hecht 2011, WIL, Zink (Sebastian);&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NGÜ, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAM, NGÜ, NL, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;26-31&amp;lt;/u&amp;gt;: GN, HFA, LUT, NL, NGÜ, T4T, BB, NeÜ&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: LUT, GNB, REB, SLT, EÜ, ZÜR, Menge, ESV, NET, NRSV, NASB95, LEB, NIV (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zitierte Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baldovin, John F.: Eucharistic Prayer, in: Paul F. Bradshaw: The New SCM Dictionary of Liturgy and Worship. London, 2013. S. 192-199.&lt;br /&gt;
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* Black, Matthew: Die Muttersprache Jesu. Das Aramäische der Evangelien und der Apostelgeschichte. Stuttgart, 1967.&lt;br /&gt;
* Breytenbach, Cilliers: &#039;Christus starb für uns&#039;. Zur Tradition und paulinischen Rezeption der sogenannten &#039;Sterbeformeln&#039;, in: NTS 49/4, 2003. S. 447-475.&lt;br /&gt;
* Casey, Maurice: Aramaic Sources of Mark&#039;s Gospel. Cambridge, 2004.&lt;br /&gt;
* Chilton, Bruce: A Feast of Meanings. Eucharistic Theologies from Jesus through Johannine Circles. Leiden u.a., 1994.&lt;br /&gt;
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* Danove, Paul: The Rhetoric of the Characterization of Jesus as the Son of Man and Christ in Mark, in: Bib 84, 2003. S. 16-34. online unter: http://goo.gl/sY0phk&lt;br /&gt;
* Donner, Herbert: „Wie geschrieben steht“: Herkunft und Sinn einer Formel, in: Ders.: Aufsätze zum Alten Testament aus vier Jahrzehnten. Berlin, 1994. &lt;br /&gt;
* Dschulnigg, Peter: Das Markusevangelium. Stuttgart, 2007.&lt;br /&gt;
* Dunn, James D. G.: Jesus Remembered. Grand Rapids, 2003.&lt;br /&gt;
* Evans, Craig: Mark 8:27–16:20. Dallas, 2001.&lt;br /&gt;
* France, Richard T.: The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text. =NIGTC, Grand Rapids, 2002.&lt;br /&gt;
* Gnilka, Joachim: Das Evangelium nach Markus. 2. Teilband: Mk 8,27-16,20. Zürich u.a., 1979.&lt;br /&gt;
* Guijarro, Santiago / Ana Rodríguez: The “Messianic” Anointing of Jesus, in: BTB 41/3, 2011. S. 132-143. online unter: https://goo.gl/3BQLPD&lt;br /&gt;
* Gundry, Robert: Mark. A Commentary on His Apology for the Cross, Chapters 9-16. Vol. 2. Grand Rapids, 2000.&lt;br /&gt;
* Hahn, Ferdinand: Theologie des Neuen Testaments. Band 2: Die Einheit des Neuen Testaments. Thematische Darstellung. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Harrington, Daniel J.: Historical Dictionary of Jesus. Lanham/Toronto/Plymouth, 2010.&lt;br /&gt;
* Heilmann, Jan/Peter Wick: Mahl / Mahlzeit, in: WiBiLex. online unter: https://goo.gl/4wPFGr&lt;br /&gt;
* Heininger, Bernhard: Das letzte Mahl Jesu. Rekonstruktion und Deutung, in: Winfried Haunerland: Mehr als Brot und Wein. Theologische Kontexte der Eucharistie. Würzburg, 2005.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: Herrenmahl und Herrenmahlsparadosis. Erwägungen zu 1Kor 11,23b-25, in: ZTK 85/4, 1988. S. 371-408.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: „Für euch gegeben zur Vergebung der Sünden“. Vom Sinn des Heiligen Abendmahls, in: Ders.: Neutestamentliche Studien. Tübingen, 2000.&lt;br /&gt;
* Hoppe, Rudolf: Jesus von Nazaret. Zwischen Macht und Ohnmacht. Stuttgart, 2012.&lt;br /&gt;
* Humphreys, Colin J.: The Mystery of the Last Supper. Reconstructing the Final Days of Jesus. New York, 2011.&lt;br /&gt;
* Jaubert, Annie: The Date of the Last Supper. Staten Island, 1965.&lt;br /&gt;
* Kleist, James A. S.J.: The Gospel of Saint Mark. presented in Greek Thought-Units and Sense-Lines. With a Commentary. New York/Milwaukee/Chicago 1937.&lt;br /&gt;
* Klinghardt, Matthias: Der vergossene Becher. Ritual und Gemeinschaft im lukanischen Mahlbericht, in: EC 3/1, 2012. S. 33-58. &lt;br /&gt;
* Klinghardt, Matthias: A Typology of the Communal Meal, in: Dennis E. Smith / Hal Taussig: Meals in the Early Christian World. Social Formation, Experimentation, and Conflict at the Table. New York, 2012.&lt;br /&gt;
* Klostermann, Erich: Das Markusevangelium. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1950.&lt;br /&gt;
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* Lightfoot, John: Horae hebraicae et talmudicae: Hebrew and Talmudical Exercitations upon the Gospels, the Acts, some Chapters of St. Paul&#039;s Epistle to the Romans, and the first Epistle to the Corinthians, Vol. II. Oxford, 1859. online unter: https://goo.gl/p0DlMr&lt;br /&gt;
* Lohfink, Gerhard: Jesus von Nazaret - Was er wollte, wer er war. Freiburg i. Br., 2011.&lt;br /&gt;
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* Spicq, Ceslas: Notes de lexicographie neo-testamentaire II. Fribourg/Göttingen, 1978.&lt;br /&gt;
* Story, J. Lyle: Female and Male in Four Anointing Stories, in:  Priscilla Papers 23/4, 2009. S. 16-23. online unter: http://goo.gl/hySqDK&lt;br /&gt;
* Theißen, Gerd / Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Thrall, Margaret Eleanor: Greek particles in the New Testament: linguistic and exegetical studies. Leiden, 1962.&lt;br /&gt;
* Tolles, Delight: The Banquet-Libations of the Greeks. Michigan, 1943.&lt;br /&gt;
* Torrey, Charles Cutler: In the Fourth Gospel the Last Supper Was the Paschal Meal, in: JQR 42/3, 1952. S. 237-250.&lt;br /&gt;
* Trummer, Peter: „...dass alle eins sind!“ Neue Zugänge zu Eucharistie und Abendmahl. Düsseldorf, 2001.&lt;br /&gt;
* van Iersel, Bas M.F.: Mark. A Reader-Response Commentary. Sheffield, 1998.&lt;br /&gt;
* Versnel, Henk S.: Making Sense of Jesus´ Death. The Pagan Contribution, in: Jört Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Weidemann, Hans-Ulrich: „Dies ist mein Bundesblut“ (Mk 14,24). Die markinische Abendmahlserzählung als Beispiel für liturgisch beeinflusste Transformationsprozesse, in: Ders. u.a.: Aneignung durch Transformation. Beiträge zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum. FS. Michael Theobald. Freiburg u.a., 2013. online unter: https://goo.gl/Cz0EdY&lt;br /&gt;
* Willi-Plein, Ina: Opfer und Kult im alttestamentlichen Israel. Textbefragungen und Zwischenergebnisse. Stuttgart, 2003.&lt;br /&gt;
* Zager, Werner: Wie kam es im Urchristentum zur Deutung des Todes Jesu als Sühnegeschehen? Eine Auseinandersetzung mit Peter Stuhlmachers Entwurf einer „Bibischen Theologie des Neuen Testaments“, in: ZAW 87/3-4, 1996. S. 165-186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abgrenzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung des Kapitels in sinnvolle Abschnitt steht noch aus. Da sich der Abschnitt 53–62 mit der mir vorliegenden Literatur nicht deckt, habe ich den Status „fast gut“ entfernt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 12:12, 13. Apr. 2012 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit kleineren Einheiten? Interessant ist auch, dass der übersetzte Abschnitt bis V. 65 geht, aber in der Checkliste habe ich 63-65 nicht eingetragen. Mir fehlt jedoch die Zeit, das zu prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ja andere Argumente gegen den Status. Ich weiß nicht, ob ich heute nochmal eine Übersetzung als &amp;quot;fast gut&amp;quot; markieren würde, die ich (oder jemand anderes) nicht anhand eines richtigen Kommentars (NET ist eher als Ergänzung gut) überprüft hätte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:27, 13. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Kommentaren ist zu lesen, dass ein Mann mit Wasser&#039;&#039;krug&#039;&#039; so ungewöhnlich wäre, dass es sich wohl auch hier um ein vorher vereinbartes Zeichen handelt (z.B. Camacho/Mateos 1994, S. 243; Casey 2004, S. 227; Cranfield 1959, S. 422; France 2002, S. 564f; Evans 2001, S. 373f; Klausner 1926, S. 327 u.ö.). Dazu Marcus 2009, S. 945: Die Aussage kommt ursprünglich von Lagrange, der das aus seinen Beobachtungen in die Zeit Jesu eingetragen hat und die dann unkritisch übernommen worden ist; eigentlich gibt es nichts, was dafür spricht.&lt;br /&gt;
Ich habe das daher bewusst nicht aufgenommen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:10, 19. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
Bisher sind die Partizipien vorzeitig übersetzt („Und nachdem sie gegessen hatten“). Dies habe ich in keiner anderen Übersetzung und auch in keinem der mir vorliegenden Kommentare (Gnilka 1979 &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1989; Collins 2007) so gefunden. Dazu steht die folgende Fußnote mit der Aussage, wir würden der „Standard-Übersetzung“ folgen. Ich setze die Zielrichtung der Fußnote um, indem ich auf „Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte“ ändere und die Fußnote kürze.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und nachdem sie gegessen hatten und er (Und als sie aßen [und] als er)&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“). Bei Mk und Mt aber wirkt es wegen der Zeitangaben in Vv. 18.22.23 so, als würde sowohl die Brot- als auch die Becherhandlung &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen stattfinden; man leitet daraus dann ab, dass die Gemeinde des Markus ihre Feier des Abendmahls in einer anderen als der üblichen Abfolge gefeiert und die Brothandlung zur Kelchhandlung ans Ende der Feier verschoben habe, was dann Markus auch in den Bericht vom Abendmahl „hineingeschrieben“ hätte: Während dem Hauptgang macht Jesus seine Judas-Prophezeiung und erst &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Hauptgang folgen Brot- und Becherhandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Vielleicht ist diese Deutung gar nicht notwendig: Die beiden Präsenspartizipien in V. 18 könnte man unter Umständen auch als „volitive Partizipien“ auffassen (vgl. z.B. [[Matthäus 27#s40 |Mt 27,40]]: „Der du den Tempe einreißen und aufrichten &#039;&#039;willst&#039;&#039;...“; [[Hebräer 11#s6 |Heb 11,6]]: „Dem, der Gott nahen &#039;&#039;will&#039;&#039;...“ ): „Als sie sich zu Tisch legen und essen &#039;&#039;wollten&#039;&#039;“, d.h., direkt vor dem Hauptgang und dem Umzug ins Speißezimmer. In diesem Falle würden die Aoristpartizipien in Vv. 22f nur die gewöhnlichen Zeitpunkte von Brot- und Kelchgebet markierten: V. 22: „Als sie aßen und als er Brot genommen und [Gott] gepriesen hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Anfang des Hauptgangs -; V. 23 „Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Ende des Hauptgangs. So aber niemand, daher bleiben auch wir bei der Standard-Übersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] ([[Benutzer Diskussion:Olaf|Diskussion]]) 12:04, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 30 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Zu klären, ist das eine Uhrzeit? NSS schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;zu verstehen im Sinn v. vor dem Haupthahnenschrei, d. h. ca.&lt;br /&gt;
1.30 Uhr (offenbar ging man in Palästina von drei Hahnenschreien aus, die für&lt;br /&gt;
verschiedene ungefähre Nachtstunden standen: 12.30 Uhr [erster], 1.30 Uhr&lt;br /&gt;
[zweiter] u. 2.30 Uhr [dritter]; die Römer nannten die dritte Nachtwache [24-&lt;br /&gt;
3 Uhr] „ Hahnenschrei “ [vgl. Mk 13,35]; vgl. Carson, Mt, S. 542), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
od. (viell. besser) als volkstüml. Bezeichnung im Sinn v. noch vor der Morgendämmerung&lt;br /&gt;
(s. Brown, Death 1, S. 137 u. 605).&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 14:51, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Links auf hilfreiches Material===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich auf dem Blog eines Neutestamentlers einige Blog-Einträge zu exegetischen Details von Mk 14 gefunden, die sicher für die Übersetzung lohnenswert zu berücksichtigen sind. In [http://ntresources.com/blog/?p=1543 Mark 14:25, καινός, revisited] untersucht Rod Decker die Rolle von „neu“ in Mk 14,25. Die anderen Titel sind ebenso selbsterklärend wie der erste: [http://ntresources.com/blog/?p=1550 Mark 14:47, εἷς τις] und [http://ntresources.com/blog/?p=1553 Long genitive strings, Mark 14:3]. Der erste Eintrag scheint der nützlichere zu sein. Leider ist keine der drei Stellen bislang in unserer Übersetzung enthalten. [[Benutzer:Ben|Ben]] 11:44, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ok falsch, Vers 3 wurde natürlich schon übersetzt. Allerdings nicht von mir, sodass ich mir das erst genauer anschauen müsste. Irgendwann macht das irgendjemand sicher noch. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 11:45, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25191</id>
		<title>Diskussion:Markus 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25191"/>
		<updated>2017-03-18T13:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: uhrzeit?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 3-9 (HaCeMei), 53-60 (Ben), 61-62 (Jan), restliche Verse Thommy B&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 61-62 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-25 (Sebastian); 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1-11: Streitgespräch&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Ernst 1963, Evans 2001, France 2002, Gnilka 1978, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Evans 2001, France 2002, Gundry 2000, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959; Dschulnigg 2007; Evans 2001; France 2002; Gnilka 1978; Gundry 2000; Marcus 2009; van Iersel 1998. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: NET Fußnoten (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NeÜ, NGÜ, NL, OEB, Pfäfflin, Schumacher, Stier, T4T, Thüsing/Hecht 2011, WIL, Zink (Sebastian);&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NGÜ, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAM, NGÜ, NL, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;26-31&amp;lt;/u&amp;gt;: GN, HFA, LUT, NL, NGÜ, T4T&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: LUT, GNB, REB, SLT, EÜ, ZÜR, Menge, ESV, NET, NRSV, NASB95, LEB, NIV (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zitierte Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baldovin, John F.: Eucharistic Prayer, in: Paul F. Bradshaw: The New SCM Dictionary of Liturgy and Worship. London, 2013. S. 192-199.&lt;br /&gt;
* Barton, Stephen C.: Mark as Narrative. The Story of the Anointing Woman, in: ET 102/8, 1991. S. 230-234.&lt;br /&gt;
* Beavis, Mary Ann: Women as models of faith in Mark, in: BTB 18/1, 1988. S. 3-9.&lt;br /&gt;
* Black, Matthew: Die Muttersprache Jesu. Das Aramäische der Evangelien und der Apostelgeschichte. Stuttgart, 1967.&lt;br /&gt;
* Breytenbach, Cilliers: &#039;Christus starb für uns&#039;. Zur Tradition und paulinischen Rezeption der sogenannten &#039;Sterbeformeln&#039;, in: NTS 49/4, 2003. S. 447-475.&lt;br /&gt;
* Casey, Maurice: Aramaic Sources of Mark&#039;s Gospel. Cambridge, 2004.&lt;br /&gt;
* Chilton, Bruce: A Feast of Meanings. Eucharistic Theologies from Jesus through Johannine Circles. Leiden u.a., 1994.&lt;br /&gt;
* Cranfield, C.E.B.: The Gospel according to Saint Mark. Cambridge, 1959.&lt;br /&gt;
* Danove, Paul: The Rhetoric of the Characterization of Jesus as the Son of Man and Christ in Mark, in: Bib 84, 2003. S. 16-34. online unter: http://goo.gl/sY0phk&lt;br /&gt;
* Donner, Herbert: „Wie geschrieben steht“: Herkunft und Sinn einer Formel, in: Ders.: Aufsätze zum Alten Testament aus vier Jahrzehnten. Berlin, 1994. &lt;br /&gt;
* Dschulnigg, Peter: Das Markusevangelium. Stuttgart, 2007.&lt;br /&gt;
* Dunn, James D. G.: Jesus Remembered. Grand Rapids, 2003.&lt;br /&gt;
* Evans, Craig: Mark 8:27–16:20. Dallas, 2001.&lt;br /&gt;
* France, Richard T.: The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text. =NIGTC, Grand Rapids, 2002.&lt;br /&gt;
* Gnilka, Joachim: Das Evangelium nach Markus. 2. Teilband: Mk 8,27-16,20. Zürich u.a., 1979.&lt;br /&gt;
* Guijarro, Santiago / Ana Rodríguez: The “Messianic” Anointing of Jesus, in: BTB 41/3, 2011. S. 132-143. online unter: https://goo.gl/3BQLPD&lt;br /&gt;
* Gundry, Robert: Mark. A Commentary on His Apology for the Cross, Chapters 9-16. Vol. 2. Grand Rapids, 2000.&lt;br /&gt;
* Hahn, Ferdinand: Theologie des Neuen Testaments. Band 2: Die Einheit des Neuen Testaments. Thematische Darstellung. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Harrington, Daniel J.: Historical Dictionary of Jesus. Lanham/Toronto/Plymouth, 2010.&lt;br /&gt;
* Heilmann, Jan/Peter Wick: Mahl / Mahlzeit, in: WiBiLex. online unter: https://goo.gl/4wPFGr&lt;br /&gt;
* Heininger, Bernhard: Das letzte Mahl Jesu. Rekonstruktion und Deutung, in: Winfried Haunerland: Mehr als Brot und Wein. Theologische Kontexte der Eucharistie. Würzburg, 2005.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: Herrenmahl und Herrenmahlsparadosis. Erwägungen zu 1Kor 11,23b-25, in: ZTK 85/4, 1988. S. 371-408.&lt;br /&gt;
* Hofius, Otfried: „Für euch gegeben zur Vergebung der Sünden“. Vom Sinn des Heiligen Abendmahls, in: Ders.: Neutestamentliche Studien. Tübingen, 2000.&lt;br /&gt;
* Hoppe, Rudolf: Jesus von Nazaret. Zwischen Macht und Ohnmacht. Stuttgart, 2012.&lt;br /&gt;
* Humphreys, Colin J.: The Mystery of the Last Supper. Reconstructing the Final Days of Jesus. New York, 2011.&lt;br /&gt;
* Jaubert, Annie: The Date of the Last Supper. Staten Island, 1965.&lt;br /&gt;
* Kleist, James A. S.J.: The Gospel of Saint Mark. presented in Greek Thought-Units and Sense-Lines. With a Commentary. New York/Milwaukee/Chicago 1937.&lt;br /&gt;
* Klinghardt, Matthias: Der vergossene Becher. Ritual und Gemeinschaft im lukanischen Mahlbericht, in: EC 3/1, 2012. S. 33-58. &lt;br /&gt;
* Klinghardt, Matthias: A Typology of the Communal Meal, in: Dennis E. Smith / Hal Taussig: Meals in the Early Christian World. Social Formation, Experimentation, and Conflict at the Table. New York, 2012.&lt;br /&gt;
* Klostermann, Erich: Das Markusevangelium. Tübingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1950.&lt;br /&gt;
* Kulp, Joshua: The Origins of Seder and Haggadah, in: CBR 4/1, 2005. S. 109-134. online unter: https://goo.gl/r8ifOD&lt;br /&gt;
* Lagrange, M.-J.: Évangile selon Saint Marc. Paris, 1929. online unter: http://goo.gl/s1tNwW&lt;br /&gt;
* Lightfoot, John: Horae hebraicae et talmudicae: Hebrew and Talmudical Exercitations upon the Gospels, the Acts, some Chapters of St. Paul&#039;s Epistle to the Romans, and the first Epistle to the Corinthians, Vol. II. Oxford, 1859. online unter: https://goo.gl/p0DlMr&lt;br /&gt;
* Lohfink, Gerhard: Jesus von Nazaret - Was er wollte, wer er war. Freiburg i. Br., 2011.&lt;br /&gt;
* Lohmeyer, Ernst: Das Evangelium des Markus. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;17&amp;lt;/sup&amp;gt; 1967.&lt;br /&gt;
* Lücking, Stefan: &amp;quot;Mimesis der Verachteten.&amp;quot; Eine Studie zur Erzählweise von Mk 14. Stuttgart, 1993.&lt;br /&gt;
* Luz, Ulrich: Das Herrenmahl im Neuen Testament, in: BiKi 57/1, 2002. S. 2-8.&lt;br /&gt;
* Marcus, Joel: Mark 8-16. A New Translation with Introduction and Commentary. New Haven/London, 2009.&lt;br /&gt;
* McGowan, Andrew: Rethinking Eucharistic Origins, in: Pacifica 23, 2010. S. 173-191. online unter: https://goo.gl/x3bCDd&lt;br /&gt;
* Miller, Susan E.: Women in Mark&#039;s Gospel. Glasgow, 2002. online unter: http://goo.gl/gc0tpO&lt;br /&gt;
* Niemand, Christoph: Jesu Abendmahl. Versuche zur historischen Rekonstruktion und theologischen Deutung, in: Ders.: Forschungen zum Neuen Testament und seiner Umwelt. FS A.Fuchs. Frankfurt a.M., 2002. online unter: http://goo.gl/MpcUld&lt;br /&gt;
* Nodet, Étienne: On Jesus&#039; Last Supper, in: Bib 91/3, 2010. S. 348-369. online unter: http://goo.gl/o1Jr0U&lt;br /&gt;
* Nodet, Étienne: On Jesus&#039; last weeks, in: Bib 92/2, 2011 S. 204-230. online unter: http://goo.gl/xQXegv&lt;br /&gt;
* Park, Rohun: The Coronation of the Christ: Mark’s Characterization of the Christ in light of 14: 1-11, in: ET 124/3, 2012. S. 112-118. &lt;br /&gt;
* Schenk, Wolfgang: Das biographische Ich-Idiom &amp;gt;Menschensohn&amp;lt; in den frühen Jesus-Biographien. Der Ausdruck, seine Codes und seine Rezeption in ihren Kotexte. Göttingen, 1997.&lt;br /&gt;
* Schillebeeckx, Edward: Jesus. Die Geschichte von einem Lebenden. Freiburg/Basel/Wien, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1975.&lt;br /&gt;
* Schlund, Christine: Deutungen des Todes Jesu im Rahmen der Pesach-Tradition, in: Jörg Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Schröter, Jens: Das Abendmahl. Früchristliche Deutungen und Impulse für die Gegenwart. Stuttgart, 2006.&lt;br /&gt;
* Schüssler Fiorenza, Elisabeth: Zu ihrem Gedächtnis ... Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge. München/Mainz, 1988.&lt;br /&gt;
* Smith, Barry D.: The Chronology of the Last Supper, in: WTJ 53/1, 1991. S. 29-45. online unter: http://goo.gl/6AcwxJ&lt;br /&gt;
* Smith, Dennis E.: From Symposium to Eucharist. The Banquet in the Early Christian World. Minneapolis, 2002.&lt;br /&gt;
* Söding, Thomas: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Das Abendmahl Jesu und das Herrenmahl der Kirche, in: Ders.: Eucharistie - Positionen katholischer Theologie. Regensburg, 2002.&lt;br /&gt;
* Spicq, Ceslas: Notes de lexicographie neo-testamentaire II. Fribourg/Göttingen, 1978.&lt;br /&gt;
* Story, J. Lyle: Female and Male in Four Anointing Stories, in:  Priscilla Papers 23/4, 2009. S. 16-23. online unter: http://goo.gl/hySqDK&lt;br /&gt;
* Theißen, Gerd / Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch. Göttingen, &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;2011.&lt;br /&gt;
* Thrall, Margaret Eleanor: Greek particles in the New Testament: linguistic and exegetical studies. Leiden, 1962.&lt;br /&gt;
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* Trummer, Peter: „...dass alle eins sind!“ Neue Zugänge zu Eucharistie und Abendmahl. Düsseldorf, 2001.&lt;br /&gt;
* van Iersel, Bas M.F.: Mark. A Reader-Response Commentary. Sheffield, 1998.&lt;br /&gt;
* Versnel, Henk S.: Making Sense of Jesus´ Death. The Pagan Contribution, in: Jört Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Weidemann, Hans-Ulrich: „Dies ist mein Bundesblut“ (Mk 14,24). Die markinische Abendmahlserzählung als Beispiel für liturgisch beeinflusste Transformationsprozesse, in: Ders. u.a.: Aneignung durch Transformation. Beiträge zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum. FS. Michael Theobald. Freiburg u.a., 2013. online unter: https://goo.gl/Cz0EdY&lt;br /&gt;
* Willi-Plein, Ina: Opfer und Kult im alttestamentlichen Israel. Textbefragungen und Zwischenergebnisse. Stuttgart, 2003.&lt;br /&gt;
* Zager, Werner: Wie kam es im Urchristentum zur Deutung des Todes Jesu als Sühnegeschehen? Eine Auseinandersetzung mit Peter Stuhlmachers Entwurf einer „Bibischen Theologie des Neuen Testaments“, in: ZAW 87/3-4, 1996. S. 165-186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abgrenzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung des Kapitels in sinnvolle Abschnitt steht noch aus. Da sich der Abschnitt 53–62 mit der mir vorliegenden Literatur nicht deckt, habe ich den Status „fast gut“ entfernt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 12:12, 13. Apr. 2012 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit kleineren Einheiten? Interessant ist auch, dass der übersetzte Abschnitt bis V. 65 geht, aber in der Checkliste habe ich 63-65 nicht eingetragen. Mir fehlt jedoch die Zeit, das zu prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ja andere Argumente gegen den Status. Ich weiß nicht, ob ich heute nochmal eine Übersetzung als &amp;quot;fast gut&amp;quot; markieren würde, die ich (oder jemand anderes) nicht anhand eines richtigen Kommentars (NET ist eher als Ergänzung gut) überprüft hätte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:27, 13. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Kommentaren ist zu lesen, dass ein Mann mit Wasser&#039;&#039;krug&#039;&#039; so ungewöhnlich wäre, dass es sich wohl auch hier um ein vorher vereinbartes Zeichen handelt (z.B. Camacho/Mateos 1994, S. 243; Casey 2004, S. 227; Cranfield 1959, S. 422; France 2002, S. 564f; Evans 2001, S. 373f; Klausner 1926, S. 327 u.ö.). Dazu Marcus 2009, S. 945: Die Aussage kommt ursprünglich von Lagrange, der das aus seinen Beobachtungen in die Zeit Jesu eingetragen hat und die dann unkritisch übernommen worden ist; eigentlich gibt es nichts, was dafür spricht.&lt;br /&gt;
Ich habe das daher bewusst nicht aufgenommen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:10, 19. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
Bisher sind die Partizipien vorzeitig übersetzt („Und nachdem sie gegessen hatten“). Dies habe ich in keiner anderen Übersetzung und auch in keinem der mir vorliegenden Kommentare (Gnilka 1979 &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1989; Collins 2007) so gefunden. Dazu steht die folgende Fußnote mit der Aussage, wir würden der „Standard-Übersetzung“ folgen. Ich setze die Zielrichtung der Fußnote um, indem ich auf „Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte“ ändere und die Fußnote kürze.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und nachdem sie gegessen hatten und er (Und als sie aßen [und] als er)&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“). Bei Mk und Mt aber wirkt es wegen der Zeitangaben in Vv. 18.22.23 so, als würde sowohl die Brot- als auch die Becherhandlung &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen stattfinden; man leitet daraus dann ab, dass die Gemeinde des Markus ihre Feier des Abendmahls in einer anderen als der üblichen Abfolge gefeiert und die Brothandlung zur Kelchhandlung ans Ende der Feier verschoben habe, was dann Markus auch in den Bericht vom Abendmahl „hineingeschrieben“ hätte: Während dem Hauptgang macht Jesus seine Judas-Prophezeiung und erst &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Hauptgang folgen Brot- und Becherhandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Vielleicht ist diese Deutung gar nicht notwendig: Die beiden Präsenspartizipien in V. 18 könnte man unter Umständen auch als „volitive Partizipien“ auffassen (vgl. z.B. [[Matthäus 27#s40 |Mt 27,40]]: „Der du den Tempe einreißen und aufrichten &#039;&#039;willst&#039;&#039;...“; [[Hebräer 11#s6 |Heb 11,6]]: „Dem, der Gott nahen &#039;&#039;will&#039;&#039;...“ ): „Als sie sich zu Tisch legen und essen &#039;&#039;wollten&#039;&#039;“, d.h., direkt vor dem Hauptgang und dem Umzug ins Speißezimmer. In diesem Falle würden die Aoristpartizipien in Vv. 22f nur die gewöhnlichen Zeitpunkte von Brot- und Kelchgebet markierten: V. 22: „Als sie aßen und als er Brot genommen und [Gott] gepriesen hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Anfang des Hauptgangs -; V. 23 „Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Ende des Hauptgangs. So aber niemand, daher bleiben auch wir bei der Standard-Übersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] ([[Benutzer Diskussion:Olaf|Diskussion]]) 12:04, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 30 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Zu klären, ist das eine Uhrzeit? NSS schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;zu verstehen im Sinn v. vor dem Haupthahnenschrei, d. h. ca.&lt;br /&gt;
1.30 Uhr (offenbar ging man in Palästina von drei Hahnenschreien aus, die für&lt;br /&gt;
verschiedene ungefähre Nachtstunden standen: 12.30 Uhr [erster], 1.30 Uhr&lt;br /&gt;
[zweiter] u. 2.30 Uhr [dritter]; die Römer nannten die dritte Nachtwache [24-&lt;br /&gt;
3 Uhr] „ Hahnenschrei “ [vgl. Mk 13,35]; vgl. Carson, Mt, S. 542), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
od. (viell. besser) als volkstüml. Bezeichnung im Sinn v. noch vor der Morgendämmerung&lt;br /&gt;
(s. Brown, Death 1, S. 137 u. 605).&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Benjamin|Benjamin]] ([[Benutzer Diskussion:Benjamin|Diskussion]]) 14:51, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Links auf hilfreiches Material===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich auf dem Blog eines Neutestamentlers einige Blog-Einträge zu exegetischen Details von Mk 14 gefunden, die sicher für die Übersetzung lohnenswert zu berücksichtigen sind. In [http://ntresources.com/blog/?p=1543 Mark 14:25, καινός, revisited] untersucht Rod Decker die Rolle von „neu“ in Mk 14,25. Die anderen Titel sind ebenso selbsterklärend wie der erste: [http://ntresources.com/blog/?p=1550 Mark 14:47, εἷς τις] und [http://ntresources.com/blog/?p=1553 Long genitive strings, Mark 14:3]. Der erste Eintrag scheint der nützlichere zu sein. Leider ist keine der drei Stellen bislang in unserer Übersetzung enthalten. [[Benutzer:Ben|Ben]] 11:44, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ok falsch, Vers 3 wurde natürlich schon übersetzt. Allerdings nicht von mir, sodass ich mir das erst genauer anschauen müsste. Irgendwann macht das irgendjemand sicher noch. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 11:45, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25190</id>
		<title>Markus 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25190"/>
		<updated>2017-03-18T13:46:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
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{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
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{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
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{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Nach dem Essen und nachdem Jesus ein Brot genommen und Gott dafür gepriesen hatte, zerbrach er es, gab die Stücke seinen Jüngern und sagte: „Nehmt! Dieses Brot bin ich.“ {{L|23}} Und nachdem er seinen Becher genommen und Gott auch für den Wein gedankt hatte, gab er ihn seinen Jüngern und alle tranken daraus. {{L|24}} Und Jesus sagte: „Dieser Wein ist mein für viele vergossenes Bundesblut.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bundesblut&#039;&#039; - Ein Begriff aus dem jüdischen Kultwesen (s. [[Exodus 24#l8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]). Das Blut eines Lammes diente im Tempelkult dazu, einen „Bund“ zwischen Gott und Menschen zu besiegeln und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Diese Funktion spricht Jesus hier seinem Tod zu. S. ähnlich auch [[Johannes 1#l29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#l25 |Röm 3,25f]]; [[Hebräer 9#l13 |Heb 9,13-15]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
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{{L|68}}&lt;br /&gt;
{{L|69}}&lt;br /&gt;
{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
{{L|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Pascha-Fest und [das Fest der] ungesäuerten Brote waren {aber} in zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Pascha“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30031/ Passa (AT) (WiBiLex)], zur heutigen Gestalt des Paschafestes gut [https://goo.gl/cxyLrL Böckler 2006: Das Geburtstagsfest des Volkes]), das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Paschafest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25696/ Mazzen / Mazzotfest (WiBiLex)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da suchten die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz). Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin selbst; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes&amp;lt;ref&amp;gt;oder: &#039;&#039;vor den Festgängern&#039;&#039; – so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 2009, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Pascha-Lamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Pascha-Fest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simons des Leprakranken&#039;&#039; - Die Identität dieses Simon ist ungeklärt. Das biblische „Lepra“ meint nicht die selbe Krankheit wie unser heutiges Wort „Lepra“. Ob eine bestimmte andere Krankheit damit gemeint war oder ob der Begriff eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten war, ist ebenfalls noch unklar. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, welche Krankheit genau gemeint ist, sondern die Tatsache, dass derartige Hautkrankheiten den Kranken „unrein“ machten und der Aufenthalt Jesu in seinem Haus klar den Normen seiner Zeit widerspricht (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 416; Marcus 2009, S. 933). Jesu Feiern im Haus von Leprösen liegt also auf einer Linie mit seinem Feiern mit Zöllnern und Sündern.&amp;lt;/ref&amp;gt; war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren, reinem Nardenparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbarem, reinem Nardenparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon Lightfoot 1859, S. 446; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2001, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (2), da sie häufiger in Üss. gewählt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2009, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Einige aber waren {untereinander} verärgert (voller Empörung) [und sagten] zueinander: „Für was ist diese Verschwendung des Parfums geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte nämlich dieses Parfum für mehr als 300 Denare&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;300 Denare&#039;&#039; - Mehr als das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Arbeiters. M. Pea 8,8 nennt 200 Denare als jährliches Existenzminimum (vgl. Dschulnigg 2007, S. 357; s. die [http://www.sefaria.org/Mishnah_Peah.8?lang=en&amp;amp;layout=lines&amp;amp;sidebarLang=all Üs. bei Open Mishnah]); umgerechnet auf heutige Verhältnisse hätte das Parfum also (laut dt. Steuersystem) einen Wert von fast 13.000 €.&amp;lt;/ref&amp;gt; (teurer als für 300 Denare) verkaufen und [den Erlös] den Armen geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Man hätte dieses Parfum verkaufen können&#039;&#039; - W. „Dieses Salböl konnte verkauft werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und sie machten ihr Vorwürfe.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: „Lasst sie! Was macht ihr ihr Beschwerden?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was macht ihr ihr Beschwerden?&#039;&#039; – Gr. Idiom, die Bed. ist etwa „Was lasst ihr sie nicht in Frieden?“ (s. noch [[Lukas 11#s7 |Lk 11,7]]; [[Lukas 18#s5 |18,5]]; [[Galater 6#s17 |Gal 6,17]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat ein gutes Werk&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gutes Werk&#039;&#039; - &#039;&#039;kalon ergon&#039;&#039;, wie im Dt. ein Terminus technicus für Wohltätigkeit. Im Judentum wurden auch gute Taten an Toten zu solchen „guten Werken“ gerechnet; schon hier wird also auf V. 8 vorausverwiesen (vgl. z.B. Dschulnigg 2007, S. 357).&amp;lt;/ref&amp;gt; an mir getan – &lt;br /&gt;
{{S|7}} und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039; - W. „denn“; der Satz ist die Rechtfertigung dafür, warum es in Ordnung ist, etwas Gutes an Jesus zu tun, wenn dies gleichzeitig verhindert, etwas Gutes für die Armen zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Armen habt ihr immer bei euch und sooft (falls) ihr wollt, könnt ihr ihnen (immer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;(immer)&#039;&#039; - so viele Handschriften. Ob dies dritte &#039;&#039;immer&#039;&#039; aus stilistischen Gründen zum Urtext hinzugefügt wurde (=&amp;gt; Symmetrie) oder aus dem Urtext gestrichen wurde (=&amp;gt; redundante Wortwdh.), lässt sich nicht entscheiden. Die überwältigende Mehrheit übersetzt es nicht. Sinnvoll wäre es im Kontext allemal: Das Entscheidende an dieser Aussage Jesu ist, dass der aktuelle Zeitpunkt eine absolute Ausnahmesituation ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; wohltun (Gutes tun); mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie [tun] konnte (was sie hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte (hatte)&#039;&#039; - W. „Was sie hatte“, hier (wie auch sonst manchmal) i.S.v. „vermögen, können“. Mit dieser Wortwahl soll vermutlich angespielt werden auf Jesu Aussage über das letzte Scherflein der Witwe in [[Markus 12#s44 |Mk 12,44]]: Mk 13 - die Markus-apokalypse - wird gerahmt von zwei Erzählungen von Frauen, die paradigmatisch für den richtigen Gebrauch von Geld (am Ende der Zeit) sind (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 417; Marcus 2009, S. 941).&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat sie getan: Sie hat es vorweggenommen, meinen Leib für das Begräbnis einzubalsamieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einzubalsamieren&#039;&#039; - Hier wird das Verb &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; statt &#039;&#039;chrio&#039;&#039; („salben“) verwendet. Viele denken, die Parfumierung der Frau habe auf einer zweiten Bedeutungsebene den Sinn, dass Jesus hier zum Messias gesalbt werden sollte (wie z.B. David in [[1 Samuel 16#s13 |1 Sam 16,13]]; so z.B. Guijarro/Rodriguez 2011; Park 2012). Doch dafür wäre sehr wahrscheinlich eben &#039;&#039;chrio&#039;&#039; statt &#039;&#039;katacheo&#039;&#039; („herabgießen“) und &#039;&#039;murizo&#039;&#039; („einbalsamieren“) verwendet worden (Marcus 2009, S. 396; vgl. ähnlich Lücking 1993, S. 110) und außerdem wohl &#039;&#039;elaion&#039;&#039; („Öl“) statt &#039;&#039;muron&#039;&#039; („Parfum“). Aus diesem Grund muss man die Salbung zunächst wohl doch „nur“ als „schlichte Wohltat beim Mahl“ verstehen (vgl. [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]]; Jos.Ant 19,239: „[...Er] erschien [...] dort mit gesalbtem Haar, als käme er von einem Trinkgelage [...].“) - und was sie auf der tieferen Ebene bedeutet, sagt Jesus in diesem Vers ja selbst.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Amen, ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; - ein sog. „nicht-responsorisches Amen“: Durch „Amen, ich sage euch“ eingeleitete Sätze finden sich in der Bibel ausschließlich bei Jesus und dienen v.a. dazu, den folgenden Satz zu markieren als ein(e) mit Vollmacht geäußerte(s) Voraussage / Urteil (BB: „Damit verbürgt er sich dafür, dass seine Worte wahr sind und Gültigkeit haben.“). In V. 25 außerdem verstärkt durch die Konstruktion &#039;&#039;ou me&#039;&#039; + Aorist; die stärkstmögliche Verneinung zukünftiger Geschehnisse im Griechischen. Am sinnvollsten übersetzt daher Zink: „Was ich sage, ist wahr: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo auch immer diese Freuden-Botschaft (dieses Evangelium)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Evangelium&#039;&#039; – „Evangelium“ ist hier noch keine Gattungsbezeichnung für eine Textsorte, sondern ein stehender Begriff für die frohe (!) Botschaft über Leiden und Tod Jesu, die die Kirche in der ganzen Welt verkündigen muss (zur Stelle vgl. gut Schillebeeckx 1975, S. 97). „Dieses Evangelium“ bezieht sich also zurück auf das, was durch das „Sie hat es vorweggenommen, mich für mein Begräbnis einzubalsamieren“ angesprochen ist, nämlich den Tod Jesu - und dieser ist eine „frohe Botschaft“.&amp;lt;br /&amp;gt;Richtig daher die Paraphrase von Zink: „Wo immer Menschen einander sagen werden, daß ich starb, um der Welt das Leben zu schenken, da wird man erwähnen, was sie eben getan hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der ganzen Welt verkündet wird, wird auch von dem, was diese getan hat, gesprochen werden - zur Erinnerung an sie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohepriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn zur rechten Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur rechten Zeit&#039;&#039; - sehr oft: „bei günstiger Gelegenheit“. Im Gr. steht hier aber &#039;&#039;eukairos&#039;&#039;, die „gute rechte-Zeit“, und da sowohl in Vv. 1f. als auch Vv. 3-9 die &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; das Thema ist, liegt eine andere Übersetzung als „zur rechten Zeit“ sehr fern. Richtig daher MSG: „He started looking for just the right moment to hand im over“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag [des Festes] der ungesäuerten [Brote],&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Zeitangabe s. den  [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung].&amp;lt;/ref&amp;gt; als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 12f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&#039;&#039; (V. 12) + &#039;&#039;Geht in die Stadt&#039;&#039; - Weil das Verb &#039;&#039;ethuon&#039;&#039; sich sowohl personal („als sie (sc. die Jünger) opferten“) als auch impersonal („an welchem man zu opfern pflegte“) deuten lässt, lassen sich zwei mögliche Situationen der Perikope rekonstruieren: (1) Jesus und seine Jünger sind gerade im Tempelbezirk, wo nach Vorschrift Jesus als der Vorsteher des Paschamahls das Lamm schlachtet, das dann am Abend verspeist werden wird. In dieser Situation fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollen, und er gibt ihnen daher die Anweisung, [aus dem Tempelbezirk hinaus] in die Stadt zu gehen. (2) Jesus und seine Jünger befinden sich zum Zeitpunkt, zu dem „man“ üblicherweise das Paschalamm schlachtet, noch in Bethanien oder auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem, als die Jünger Jesus ihre Frage stellen, und also weist er sie an, [von Bethanien/vom Weg aus] in die Stadt zu gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach V. 15 ist der Speisesaal bereits vorbereitet, weshalb der größte Teil der noch zu leistenden Vorbereitungen im Braten des Lammes besteht. Weil nach Sitte Jesus es war, der dieses Lamm zu schlachten hatte, würde Rekonstruktion (2) bedeuten, dass Jesus die Jünger ohne ein Lamm zum Kochen schickt. Das macht nicht viel Sinn; wahrscheinlicher ist daher Rekonstruktion (1). So z.B. auch Casey 2004, S. 203f.; Evans 2001, S. 373. Für Rekonstuktion (2) dagegen z.B. France 2002, S. 564; Gundry 2000, S. 820; Marcus 2009, S. 944.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fragten&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihn seine Jünger: „Wo willst du, [dass] wir {fortgehend} vorbereiten, damit du das Pascha essen kann?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zwei seiner Jünger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zwei seiner Jünger&#039;&#039; - Offenbar keine Mitglieder des Zwölferkreises, s. V. 17. Für das Abendmahl muss dann die Anwesenheit von noch mehr Gästen als nur Jesus und dem Zwölferkreis vorausgesetzt werden (so auch Casey 2004, S. 227f.; Evans 2001, S. 374), und aus diesem Grund muss in V. 15 die Größe des Oberzimmers betont werden. Casey und Evans setzen außerdem die Anwesenheit von Frauen als Selbstverständlichkeit voraus - der Text selbst jedenfalls schweigt sich darüber aus. Vgl. auch Heininger 2005, S. 12 zu [[Markus 15#s40 |Mk 15,40f]]: Wo sonst blieben die „vielen Frauen“, die Jesus nach Jerusalem gefolgt waren?&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagte zu ihnen: „Geht in die Stadt, und es wird ein Mann auf euch zutreten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf euch zutreten&#039;&#039; - nicht: „&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; werdet treffen“ (so viele Üss.), LSJ S. 178: „move from a place to meet a person“ - die Initiative liegt beim Wasserträger. S. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm,&lt;br /&gt;
{{S|14}} und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn {dass}: ‚Der Lehrer sagt: ‚Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Pascha[mahl] mit meinen Jüngern essen kann?‘‘!&amp;lt;ref&amp;gt;Da man zu Jesu Zeit das Paschamahl in Jerusalem zu sich nehmen sollte (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_d FN d]), war es üblich, die Gastfreundlichkeit von Einheimischen in Anspruch zu nehmen und das Paschamahl in deren Haus zu sich zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und dieser wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, möbliert und vorbereitet. Dort bereitet  für uns vor!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vorbereitet&#039;&#039; ... &#039;&#039;dort bereitet vor&#039;&#039; - nämlich Möblierung etc. ist vorbereitet, das Essen aber noch nicht (vgl. z.B. Evans 2001, S. 375).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt, und sie fanden [alles so] vor, wie er [es] ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Pascha[mahl] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend geworden war (wurde), kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er mit den Zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie [bei Tisch] lagen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lagen&#039;&#039; - S. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_f FN f]: Jesus feiert sein Letztes Abendmahl nach dem Muster eines Abendmahls wohlhabender Menschen. Das Liegen ist nicht auf das Datum zurückzuführen, s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aßen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte Jesus: „Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Einer von euch, der mit mir isst,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der mit mir isst&#039;&#039; - Vermutlich ein Zitat von [[Psalm 41#9 |Ps 41,9]], wo ein unschuldig Leidender sich darüber beklagt, dass seine Feinde ihn töten wollten und auch sein Freund, dem er vertraute &#039;&#039;und der mit ihm Brot aß&#039;&#039;, ihn verderben wolle. Das Präsens ist daher besser gnomisch zu verstehen: Nicht „einer, der aktuell mit uns am Tisch sitzt“, sondern „einer meiner üblichen Tischgenossen“.&amp;lt;br /&amp;gt;Miteinander zu essen, Tisch und Schüssel zu teilen (s. V. 20), ist ein Symbol für Freundschaft und Verbundenheit; dass es „einer von euch“ ist, „einer der Zwölf“, „einer, der mit mir isst“ und „einer, der mit mir in die selbe Schüssel tunkt“, macht den Verrat noch verwerflicher, als er ohnehin schon ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Verwendung des Artikels vgl. Zerwick §192.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mich ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; - Leitwort im Mk-Evangelium; stets im Sinne von „feindlichen Institutionen ausliefern“ verwendet (s. [[Markus 9#s31 |Mk 9,31]]; [[Markus 10#s33 |10,33]]; [[Markus 13#s9 |13,9]].[[Markus 13#s11 |11f]]; [[Markus 14#s11 |14,11]].[[Markus 14#s21 |21]].[[Markus 14#s42 |42]].[[Markus 14#s44 |44]]; [[Markus 15#s1 |15,1]].[[Markus 15#s10 |10]].[[Markus 15#s15 |15]]). Vermutlich auf die Verfolgungssituation der ursprünglichen Leser des Markus zurückzuführen, in der Jesusanhänger dazu gezwungen wurden, andere Christen an die Behörden auszuliefern - die Botschaft ist dann die: Auch Jesus und seine Jünger haben schon dieses Schicksal mit euch geteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das machte sie bestürzt (traurig) und einer nach dem anderen sagte zu ihm: „Doch nicht etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Da sagte er zu ihnen: „Einer der Zwölf, der [das Brot] mit mir in die (eine)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;die (eine)&#039;&#039; - Einige Handschriften haben hier ein zusätzliches „eine“. Ob die Handschriften damit den Ausdruck verschärfen („in &#039;&#039;die selbe&#039;&#039; Schüssel“) und an die vorigen „eins, eine“ („einer von euch...“, „einer nach dem anderen...“, „einer der Zwölf...“) anpassen oder aus stilistischen Gründen wegen derselben „eins, eine“ dieses vierte „eine“ streichen wollten, lässt sich nicht entscheiden (so auch Wilckens 2014). Tendenziell für den längeren Text sprechen sich z.B. Cranfield 1959, S. 424; Gundry 2000, S. 837 und Marcus 2009, S. 950 aus; so auch H-R; EÜ. Die meisten Üs. aber übersetzen den kürzeren Text, so daher auch wir.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüssel tunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Schüssel tunkt&#039;&#039; - der Satz meint das selbe wie das vorige „der mit mir isst“: „Einer meiner (üblichen) Tischgenossen“. Zum Eintunken von Speißen in eine Schüssel s. z.B. [[Rut 2#s14 |Rut 2,14]]; nicht gemeint ist hier Charoset (das Fruchtmus, das zu den vorgeschriebenen Speißen eines Passaseders gehört); auch dieses wurde vermutlich erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod eingeführt (s. Anmerkungen und vgl. Kulp 2005, S. 113).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Menschensohn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; - Ein weiteres Leitwort bei Markus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geht&#039;&#039; - In jüd. Schriften verbreiteter Euphemismus für „Sterben“ (vgl. gut z.B. Marcus 2009, S. 951). Bes. häufig bei Joh zu finden, s. z.B. [[Johannes 7#s33 |Joh 7,33]]; [[Johannes 8#s21 |8,21f]]; [[Johannes 13#s3 |13,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zwar, wie über ihn geschrieben steht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie geschrieben steht&#039;&#039; - Übliche Formel, um auszudrücken, dass etwas den Prophezeiungen des AT und damit dem Willen Gottes, der sich aus diesen Prophezeiungen herauslesen lässt, entspricht (vgl. z.B. Donner 1994); bei Mk s.. z.B. noch [[Markus 1#s2 |Mk 1,2]]; [[Markus 9#s12 |9,12f]]; [[Markus 11#s17 |11,17]]; [[Markus 14#s27 |14,27]]. Auf welche Stelle unser Vers sich bezieht, ist aber (wie öfters) ungewiss.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und als er bei&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot; /&amp;gt; ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - Nicht: „[das Brot] gesegnet“. Nach späteren rabbinischen Texten betete man vor dem Hauptgang über dem Brot und nach dem Hauptgang über dem Wein eine sogenannte &#039;&#039;Berakah&#039;&#039;; über dem Brot z.B.: „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du das Brot der Erde hervorbringst“ (m.Ber. 6,1). Ein ähnliches Gebet müssen wir uns auch bei Jesus denken; die Didache z.B. empfiehlt daher als Eucharistiegebet eine „christianisierte“ Form einer solchen Berakah: „Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,3). Dass [[Lukas 22#s19 |Lk 22,19]] und [[1 Korinther 11#s24 |1 Kor 11,24]] statt hier „danken“ statt „segnen“ stehen haben, ist nicht bedeutsam; eine Berakah &#039;&#039;ist&#039;&#039; ein Dankgebet und „Gepriesen bist du, der du / denn du...“ &#039;&#039;meint nur&#039;&#039; „Danke dafür, dass...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, brach er [es]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er [Gott] gepriesen hatte, brach er [es]&#039;&#039; - Die üblichen jüdischen Gesten zur Eröffnung einer Hauptmahlzeit (vgl. z.B. gut Hofius 1988, S. 379). Markus scheint diese Handlung ans Ende der Hauptmahlzeit verschoben zu haben (s. dazu [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gab [es] ihnen und sagte: „Nehmt, dies&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dies&#039;&#039; - Immer wieder wiederholt worden ist in letzter Zeit die Analyse von Luz, das Neutrum „dies“ könne sich nicht auf das Maskulinum „Brot“ beziehen und müsse daher die &#039;&#039;Handlung&#039;&#039; des Brotbrechens und -verteilens meinen (so z.B. Heininger 2005, S. 44; Niemand 2002, S. 97; Luz 2002, S. 4f; Schröter 2006, S. 128; Trummer 2001, S. 136f). Das ist falsch. Im Griechischen richten sich Demonstrativpronomen sogar häufiger im Genus nach der &#039;&#039;Subjektsergänzung&#039;&#039; (hier also das Neutrum „Leib“) als nicht (vgl. HvS §263e; z.St. auch Söding 2002, S. 55; Weidemann 2013, S. 84f). Dass mit „dies“ also nicht das Brot, sondern die Handlung bezeichnet wird, ist grammatisch möglich, aber keinesfalls notwendig und auch nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Leib!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und nachdem er einen Becher (Kelch)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Becher (Kelch)&#039;&#039; - Eher „Becher“ als „Kelch“. Das Wort ist bis vor Kurzem intensiver im anglophonen Sprachraum diskutiert worden, da dort in der kath. Kirche bis zur Revision des Römischen Messbuchs die Übersetzung „cup“ („Becher“) in Gebrauch war, nach der Revision aber durch „chalice“ („Kelch“) abgelöst wurde. Im Griechischen steht hier &#039;&#039;poterion&#039;&#039;, womit allgemein Trinkgefäße bezeichnet wurden; die Entsprechung von „Kelch“ wäre tendenziell eher &#039;&#039;kylix&#039;&#039;. Das Missale übersetzt dennoch „Kelch“, um so der Übersetzungsentscheidung von Hieronymus in der Vulgata zu folgen (&#039;&#039;calix&#039;&#039;). &#039;&#039;Calix&#039;&#039; aber wurde zu Hieronymus Zeit allgemein für Trinkgefäße verwendet (daher übersetzt er z.B. auch in [[Matthäus 10#s42 |Mt 10,42]] &#039;&#039;poterion&#039;&#039; mit &#039;&#039;calix&#039;&#039;, wo klar ein Becher gemeint ist), weshalb auch in der VUL beide Deutungen möglich sind. In den dt. Üss. sind beide Varianten gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; genommen und [Gott] gedankt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - hierzu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]. m.Ber 6,1 empfiehlt als Berakah über dem Weinbecher „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast“; die christianisierte Berakah der Didache lautet „Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstocks Davids, deines Knechtes, den du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, gab er [ihn] ihnen und sie alle tranken aus diesem.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu und zum nächsten Vers s. die Anmerkungen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des (neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;neuen&#039;&#039; - Nicht wenige Handschriften haben hier ein zusätzliches „neue“ - zweifellos eine Angleichung an [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]] und damit sekundär (so z.B. auch TCNT).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundes, für viele&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele&#039;&#039; - dient vermutlich zum Ausdruck des Zahlenverhältnisses: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;. S. genauer unten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch dieses Wort wird aktuell sehr heftig diskutiert, daher auch hierzu eine etwas längere Erklärung der Diskussion und zur Rechtfertigung der Übersetzung. Hintergrund der Diskussion ist der, dass in der kath. Liturgie in Deutschland lange Zeit die Formulierung „das für euch und für alle vergossen wird“ gebräuchlich war. In einem [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20070216 Brief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung] von 2006 wurde stattdessen die Übersetzung „für viele“ vorgeschrieben, und vor allem infolge eines [http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2091 Folgebriefes von Benedikt XVI.] an die deutschen Bischöfe entbrannte ein heftiger und leider seltenst sachlich geführter Streit, der mittlerweile nur noch oberflächlich etwas mit der Übersetzung selbst zu tun hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Parteien berufen sich auf [[Jes 53#s12 |Jes 53,12]]. Weil auch dort von jemandem die Rede sei, der für die Sünden anderer stirbt und wegen den gemeinsamen Vokabeln „vergossen“ und eben „viele“ sei klar, dass Mk hier die Jes-Stelle zitiert. Die einen leiten daraus ab, dass das „viele“ in Jesaja wie oft im Hebräischen als „alle“ verstanden werden müsse und dass dies demnach auch die Bedeutung des „viele“ bei Mk sei; die anderen erkennen zwar die Bedeutung „alle“ in Jesaja (und meistens auch Markus!) an, fordern aber dennoch eine „wörtliche“ Übersetzung in Mk, damit der Bezug zu Jes erkennbar sei und keine Deutung in die Mk-Übersetzung eingetragen werde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Argumentationen sind sehr problematisch. Zunächst wurde zu ntl Zeiten nicht der heb. Jes-Text verwendet, sondern entweder die LXX-Übersetzung oder ein Targum. Die LXX-Übersetzung lautet aber nicht „Weil er sein Leben in den Tod &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; hat“, sondern „weil er seine Seele in den Tod &#039;&#039;auslieferte&#039;&#039;“, die von TgJ „Weil er sein Leben dem Tod &#039;&#039;übergab&#039;&#039;“. Der einzige Bezug im Vokabular ist damit das „viele“, und auf dieser Basis von einem „Zitat“ zu sprechen, geht durchaus nicht an (so z.B. richtig Chilton 1994, S. 87; Dunn 2003, S. 815f.; Schröter 2006, S. 129; übrigens sogar Benedikt, obwohl er im Folgenden dann doch mit dem Jes-Text argumentiert). Sodann motivisch: Der Gottesknecht im Jes-Text wurde im frühen 1. Jahrhundert überhaupt nicht als Paradigma eines Menschen aufgefasst, der die Sünden anderer Menschen auf sich nimmt - weder in jüdischen noch in christlichen Texten. Im NT z.B. wird Jes 52,13-53,12 insgesamt sieben Mal zitiert - und nur im spätesten Text, [[1 Petrus 2#s22 |1 Pet 2,22-25]], ist er Paradigma dieses Motivs (vgl. z.B. Zager 1996, S. 180f). Aus diesem Grund kommen heute immer mehr Wissenschaftler von der Vorstellung ab, dass das Gottesknechtslied ein Vorbild für die ntl Texte gewesen sei (vgl. z.B. Versnel 2005, S. 215 und die dort zusammengetragene Literatur). Und weiter: Gerade, wenn wir dennoch davon ausgingen, dass hier ein Jes-Zitat vorläge, gingen beide Argumentationen am Text vorbei, denn der Zweck des „Viele“ wäre dann wie in Jes nicht die Identifikation einer Zielgruppe der „Leistung“ von Gottesknecht und Jesus, sondern der Ausdruck eines &#039;&#039;Zahlenverhältnisses&#039;&#039;: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; nimmt die Verfehlungen von &#039;&#039;Vielen&#039;&#039; auf sich / legt für &#039;&#039;viele&#039;&#039; Fürsprache ein / vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;; s. ähnlich z.B. [[1 Korinther 10#s17 |1 Kor 10,17]]: „Weil es &#039;&#039;ein&#039;&#039; Brot ist, sind wir - wir &#039;&#039;viele&#039;&#039; - &#039;&#039;ein&#039;&#039; Leib.“ So ist das „viele“ hier wahrscheinlich auch unabhängig von der Jes-Stelle zu verstehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schließlich: Selbst dann, wenn die Übersetzung „alle“ sich hier ebenso gut rechtfertigen ließe wie „viele“: Nur von den wenigsten Üss. wird sie gewählt (z.B. GN, KAM); daher nach [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien Kriterium 1b] auch von uns nicht. Welche Übersetzung die sinnvollste für eine &#039;&#039;Messliturgie&#039;&#039; ist, ist natürlich eine andere Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gesamtsinn des Verses s. die Anmerkungen. Die Formulierung lässt sich am leichtesten genetisch erklären. Die Vorstellung, dass ein Mensch „für andere“ sterben könne, stammt ursprünglich aus dem hellenistischen Kulturraum und ist dort gerade in der ntl. Zeit außerordentlich populär (s. bes. das von Versnel 2005 auf S. 230-244 zusammengetragene Material): Zürnte eine Gottheit einer Person/einem Volk/ ..., konnte ein Mensch ersatzweise &#039;&#039;für&#039;&#039; diese Person/dieses Volk/... sterben und so die Gottheit beschwichtigen (vgl. gut z.B. Breytenbach 2003). Relativ rein lässt sich dieser Gedanke z.B. auch in den johanneischen Schriften betrachten (s. z.B. [[Johannes 10#s11 |Joh 10,11]].[[Johannes 10#s15 |15]]; [[Johannes 15#s13 |15,13]]; [[1 Johannes 3#s16 |1 Joh 3,16]]. Bei unserer Stelle ist diese Vorstellung aber verschmolzen mit einer weiteren Vorstellung; diesmal aus dem jüdischen Kulturraum: Wenn Gott einer Person zürnt, liegt das nach jüd. Vorstellung an den &#039;&#039;Sünden&#039;&#039; dieser Person, die wie eine Trennwand zwischen die Person und Gott treten. Eingerissen werden muss diese Trennwand durch en Opfer - durch die Darbringung von Opferblut -, dessen Effekt die Errichtung eines „Bundes“ zwischen Gott und dem Opfernden ist (s. [[Exodus 24#s8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]; vgl. z.B. Willi-Plein 1993, S. 97f. S. bes. die Variante von Ex 24,8 im etwa zeitgleich zum Mk entstandenen TgO: „Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf den &#039;&#039;Altar&#039;&#039;, &#039;&#039;um für&#039;&#039; das Volk &#039;&#039;Sühnung zu schaffen&#039;&#039;...“). Kombiniert lauten die beiden Vorstellungen dann: Jemand, der &#039;&#039;für&#039;&#039; jemanden stirbt, wird so zum „Opfer“ für diesen zum Zwecke der Sühnung seiner Sünden (vgl. gut Merklein 1986, S. 71). Diese „Vorstellungskombination“ wird z.B. auch in [[Johannes 1#s29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#s25 |Röm 3,25f]] und [[Hebräer 9#s13 |Heb 9,13-15]] auf Jesus übertragen; außerhalb des NT findet sich die Vorstellung z.B. auch in 4 Makk 17,21f. und j.Sanh. 11,5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde nicht wieder vom Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich [von] ihm erneut (ihn als neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] ihm erneut (ihn als neuen)&#039;&#039; - Beide Positionen werden in der Forschung vertreten; für die erste z.B. Gundry 2000, S. 834; Marcus 2009, S. 959; für die zweite z.B. France 2002, S. 572; NSS. „Ihn als neuen“ soll dann vom „neuen [Wein]“ sprechen und dieser widerum ein Symbol für das „messianische Bankett“ sein, das nach dem endgültigen Anbruch des Reiches Gottes stattfinden wird. &#039;&#039;tirosh&#039;&#039;, „neuer Wein“, ist im AT aber meist als durchaus innerweltliches, aktuell vorhandenes Getränk gedacht und daher schlicht als „Most“ zu übersetzen, und auch syntaktisch ist diese Auflösung ganz unwahrscheinlich. Der Satz ist vielmehr als Todesprophetie aufzufassen: Hiermit trinkt Jesus seinen letzten Becher Wein, doch schon bald - nämlich im Reich Gottes, das Jesus für die näheste Zukunft erwartete - wird er &#039;&#039;von Neuem&#039;&#039; mit dem Trinken beginnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Reich Gottes trinken werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [ein Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise [[Psalm 115|Ps 115-118]] (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ärgern&#039;&#039; – Entweder im Sinne von a) &amp;quot;Jesus ablehnen&amp;quot; (so NGÜ, NL, HFA), oder im Sinne von b) &amp;quot;sündigen&amp;quot; (so EU). Im Kontext (v. 30) ist a) wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen (erschlagen), und die Schafe werden zerstreut werden.‘ &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Sacharja 13#s7|Sach 13,7]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Daraufhin sagte Petrus zu ihm: „Wenn sich auch alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihm: „Amen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt;, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Das könnte eine Zeitangabe sein. (Carson: ca. 1:30 Uhr, Brown: vor dem Morgengrauen – Kommentare prüfen!)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dreimal verleugnen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dreimal verleugnen&#039;&#039;: Dies geschieht in [[#s72|V. 72]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement (mit Nachdruck): „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich [bestimmt] nicht (niemals)&amp;lt;ref&amp;gt;stärkstmögliche Verneinung&amp;lt;/ref&amp;gt; verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagt zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nimmt er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt und verängstigt zu sein.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt; bleibt hier und wacht!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht. &lt;br /&gt;
{{S|36}} Und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; und stellte fest (fand)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;, dass sie schlafen, und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redete, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof war, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 1-11&#039;&#039;&#039;: Vergleicht man Mk 14,3 mit [[Matthäus 26#l6 |Mt 26,6f]], fällt auf, (1) dass in Mt die Aussage fehlt, dass Jesus &#039;&#039;liegend&#039;&#039; isst, (2) dass Mt die auffällige Genitivreihung zur Beschreibung des Öls stark ausgedünnt hat und (3) dass bei Mt das Gefäß nicht zerbrochen wird - drei Details, die den &#039;&#039;verschwenderischen Charakter&#039;&#039; des letzten Abendmahls unterstreichen: (1) zeigt, dass das Abendmahl in einem wohlhabenden Haushalt stattfand, (2) unterstreicht den hohen Wert des Öls und damit ebenso wie (3) die große Verschwendung der namenlosen Frau - Jesus lässt es sich beim letzten Abendmahl noch einmal „richtig gut gehen“. Dies wirkt befremdlich - auch auf „einige“ Anwesende, weshalb diese postwendend die Frau anfahren (Vv. 4f) - doch Jesus verteidigt sie. Und nicht nur das, sondern er wertet ihre Tat sogar so positiv, dass er prophezeit, dass einst auf der ganzen Welt davon berichtet wird - zur Erinnerung an &#039;&#039;sie&#039;&#039; (nicht an ihn) (Vv. 6-9)!&amp;lt;br /&amp;gt;Gerahmt wird diese Erzählung davon, dass die Hohepriester und die Schriftgelehrten nach einem Weg suchen, wie sie Jesus zu einem geeigneten Zeitpunkt töten können, und vom Verrat des Judas. Sowohl im Rahmen als auch im Zentrum ist also erstens von &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; die Rede und zweitens von &#039;&#039;Jesu Tod&#039;&#039; - und dies ist der Schlüssel zum Verständnis dieses schwierigen Abschnitts: Jesus lässt es sich noch einmal „richtig gut gehen“, ja - aber das ist auch in Ordnung so, denn &#039;&#039;noch&#039;&#039; ist die Zeit, in der „die Hochzeitsgäste nicht fasten können, da der Bräutigam noch in ihrer Mitte ist“ ([[Markus 2#l19 |Mk 2,19]], vgl. Lohfink 2011, S. 341f.). Und die Frau verhält sich äußerst verschwenderisch, ja - aber in diesem Kontext ist auch das in Ordnung so und sogar noch wichtiger als die Armenfürsorge, denn noch ist die Zeit, in der der Bräutigam in ihrer Mitte ist - &#039;&#039;gerade noch&#039;&#039;. Und angesichts dieses „gerade noch“ verhält sie sich ganz korrekt: Angesichts Jesu bevorstehendem Tod wird ihre „Verschwendung“ richtig und wichtig und die Frau erweist sich als fähig zur Erkenntnis des &#039;&#039;kairos&#039;&#039;, des „richtigen Zeitpunkts“ (Barton 1991, S. 233; ähnlich Story 2009, S. 20).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Rahmung durch die Vv. 1f.10f. betont dann noch einen weiteren Aspekt: Nicht nur verhält sich die Frau hier ganz korrekt - sie tut dies auch noch im völligen Kontrast zu den religiösen Eliten (Vv. 1f) und zu Judas, „einem der Zwölf“&amp;lt;ref&amp;gt;... Der Verrat des Judas ist letztlich die höchste Steigerungsform des fortwährenden Jüngerunverständnisses, das das ganze Mk-Evanelium durchzieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vv. 10f.) und wird auf diese Weise dargestellt als „Paradigma wahrer Nachfolge“ (Schüssler Fiorenza 1988, S. 393; vgl. auch Beavis 1988, S. 8; Miller 2002, S. 186). Sie ist eine, die im rechten Moment die Zeichen der Zeit richtig deutet und daher alles auf eine Karte setzt, indem sie eine riesige Summe ihres Geldes auf die Parfumierung Jesu „verschwendet“ (im Gegensatz zu Judas, der für seine falsche Tat sogar Geld kassiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des &#039;&#039;Timings&#039;&#039; in der vorangehenden Perikope erlaubt Markus gleich noch einen Seitenhieb auf Hohepriester, Schriftgelehrte und Judas: Ganz entgegen ihren Absichten werden sie Jesus eben doch an einem Fest gefangennehmen: Am Paschafest, einem der höchsten Feiertage im Judentum. Die Funktion von &#039;&#039;&#039;Vv. 12-16&#039;&#039;&#039; ist es dabei vermutlich, den Grund für dieses Scheitern aufzuzeigen: Jesus plant zu geschickt und hat sich einen Plan erdacht, wie er sich den Autoritäten entziehen kann, bis er mit seinen Jüngern noch das Letzte Abendmahl gefeiert hat, und Absprachen mit einem Jerusalemer Hausbesitzer getroffen. Erst während dem Schlachten des Lamms im Tempelbezirk gibt er daher zweien seiner Jünger den Ort des Abendmahl bekannt - mehr oder weniger jedenfalls: Sie sollen in die Stadt gehen, wo sie bereits von einem Wasserträger erwartet werden werden (V. 13), dem sie fraglos zu jenem Haus folgen sollen, in „welches auch immer“ er hineingehen wird (V. 14). Dem Herrn dieses Hauses müssen sie dann auch noch zunächst ein Passwort geben („Der Lehrer fragt etc.“, V. 14) - und erst dann können sie das Mahl vorbereiten (so gut ausgelegt von Evans 2001, S. 374). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 17-21&#039;&#039;&#039; handeln vom Verrat des Judas; hier soll noch einmal die Schwere seines Verrats unterstrichen werden: Erstens durch die sogar doppelte redundante Formulierung in Vv. 18.20 („Einer von euch“ + „der mit mir isst“; „einer der Zwölf“ + „der mit mir in die Schüssel tunkt“) - der Verrat wird von einem aus dem engsten Freundeskreis Jesu begangen -; zweitens durch die auffällige Formulierung von V. 21 („Der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; geht... Wehe dem &#039;&#039;Menschen&#039;&#039;, durch den der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ausgeliefert wird! Es wäre besser für ihn, wenn &#039;&#039;jener Mensch&#039;&#039; niemals geboren wäre!“) - ein gewöhnlicher Mensch vergeht sich hier am „Menschen&#039;&#039;sohn&#039;&#039;“. Völlig einleuchtend ist daher das Drohwort in V. 21, dessen Logik zu sein scheint: Es ist zwar der Wille &#039;&#039;Gottes&#039;&#039;, dass der Menschensohn stirbt („wie geschrieben steht“, s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ai FN ai])&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch die Formulierung „&#039;&#039;durch&#039;&#039; den der Menschensohn ausgeliefert wird“ - das gr. Äquivalent von „durch“ drückt nicht den Handelnden selbst aus, sondern das &#039;&#039;Medium&#039;&#039;, &#039;&#039;durch das&#039;&#039; eine Handlung vollbracht wird (vgl. gut Marcus 2009, S. 952)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Judas ist so nicht mehr als sein Werkzeug - aber dennoch: Ob der Schwere seines Vergehens trifft ihn so große Schuld, dass er besser niemals geboren worden wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;En passant erreicht auch die bei Markus übliche negative Darstellung der Jünger ihren Höhepunkt: Das „doch nicht etwa ich?“ muss sicher so verstanden werden, dass keiner der Jünger sich wirklich sicher ist, ob nicht er es ist, der den Menschensohn ausliefern wird -  „jeder der Mahlteilnehmer ist sozusagen potentiell ein Judas“ (Weidemann 2013, S. 79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 22-25&#039;&#039;&#039;: Wegen der Zentralität dieser Verse im Christentum und auch, weil sich in der Erforschung dieser Stelle in den letzten Jahren einiges getan hat, sind hier etwas längere Anmerkungen angebracht. Neu ist in der Forschung (1) die Erkenntnis, dass es zur Zeit Jesu sehr wahrscheinlich noch überhaupt keine Pascha-„liturgie“ gab, die während des Paschamahl abgehalten wurde (vgl. z.B. Kulp 2005 und die dort gesammelte Literatur; auch Schlund 2005, S. 398f). Neu ist (2) die Erkenntnis, dass man für die Zeit Jesu nicht zwischen jüdischer und griechischer Mahlkultur trennen darf, da die jüdische Kultur insgesamt eine hellenistische Kultur &#039;&#039;war&#039;&#039;. Daher: „Die Eucharistie war nicht &#039;&#039;wie&#039;&#039; ein Gastmahl - sie &#039;&#039;war&#039;&#039; ein Gastmahl.“ (McGowan 2010, S. 186). Schließlich ist (3) die Erkenntnis neu, dass die sogenannten „Einsetzungsworte“ sehr wahrscheinlich nicht als „Einsetzungsworte“ aufgefasst wurden: In den ersten zwei Jahrhunderten wurden sie im Gottesdienst überhaupt nicht zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlerweile sind eine ganze Reihe Eucharistiegebete ohne Einsetzungsworte bekannt: Did 9,5; 10,1-6; AcJoh 85; 109; AcThom 49f; 133; 158; das sog. „Papyrus Strasbourg“ Gk 254; Didask 7,25; die noch heute gebräuchliche Anaphora von Addai und Mari. Das erste überlieferte Eucharistiegebet &#039;&#039;mit&#039;&#039; Zitierung der Einsetzungsworte findet sich in der ca. 200-250 n.Chr. entstandenen Traditio Apostolica (4,9f), aber auch dort werden sie noch „nur“ als letzter Abschnitt eines heilsgeschichtlichen Abrisses des Lebens Jesu zitiert und auch aus der Zeit danach finden sich Eucharistiegebete ohne die Einsetzungsworte; z.B. in Cyrill von Jerusalems „Mystischen Katechesen“ aus dem 4. Jh. (vgl. z.B. Baldovin 2013, S. 193f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurde daher der Alternativbegriff „Gabeworte“ vorgeschlagen, den wir daher auch hier verwenden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Den Ablauf des Letzten Abendmahls, das Mk hier als Paschamahl schildert (s. dazu den [http://offene-bibel.de/wiki/Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]), haben wir uns also als ein etwas ausgebautes hellenistisches Gastmahl vorzustellen: Es begann mit einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße, nach der sich die Tischgesellschaft geschlossen in den Speißesaal begab, wo der „Vorsitzende“ der Gesellschaft wie üblich im Judentum die Mahlzeit eröffnete, indem er ein Gebet (dazu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]) über dem Brot sprach, dieses brach und an die ganze Gesellschaft weiterreichte. Darauf folgte die im Liegen eingenommene Hauptmahlzeit, die sich von einem Gastmahl wohl hauptsächlich darin unterschied, dass auch das zuvor geschlachtete Lamm, Bitterkräuter und &#039;&#039;ungesäuerte&#039;&#039; Brote aufgetischt wurden (vgl. Kulp 2005, S. 112).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Singen in V. 26 dagegen ist nichts Besonderes. Bei jedem griechischen Symposium wurden religiöse Lieder gesungen; u.a. z.B. ein die abschließende Becherhandlung (s. u.) begleitender „Paian“. Ein solcher könnte gut auch hier gemeint sein, denn ob zu Jesu Zeit bereits die Psalmen 114/115-118 zum Abschluss des Pascha-Hauptgangs gesungen wurde, wissen wir nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte ein Gebet über dem Wein, woraufhin normalerweise jeder für sich aus seinem eigenen Becher getrunken hätte, doch s. gleich. Darauf hätte normalerweise noch ein längerer Umtrunk gefolgt, der bei Jesus jedoch weggefallen zu sein scheint. Markus oder seine Quelle haben diese Reihenfolge außerdem abgewandelt, indem sie offenbar die Brothandlung an den Schluss der Hauptmahlzeit vor die Becherhandlung verschoben hat - vermutlich, weil dies die Struktur des Abendmahls in seiner Gemeinde war (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte noch zur Becherhandlung. Wir folgen hier einem Deutungsvorschlag von Klinghardt 2012; Klinghardt 2012b und [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51975/#h6 Heilmann/Wick 2013], der so neu ist, dass er in noch keinem Kommentar berücksichtigt wurde, aber viel zum Verständnis des Abendmahls beitragen kann. Wie die Becherhandlung gewöhnlicherweise abgelaufen wäre, haben wir eben gesehen. Jesus weicht von diesem Usus ab, indem er &#039;&#039;seinen&#039;&#039; Becher an die Jünger weitergibt. Weiterhin ist aber auszugehen von [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]: Das Partizip &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; steht dort im Nominativ und kann sich daher nicht auf das &#039;&#039;Blut&#039;&#039; beziehen (das im Dativ steht), sondern muss sich auf den &#039;&#039;Becher&#039;&#039; beziehen. Nach Lukas Darstellung reicht Jesus also nicht nur seinen Becher an seine Jünger weiter, sondern leert zuvor auch noch einen Teil des Weines aus. Wenn wir nicht von vornherein davon ausgehen wollen, dass Lukas hier grammatisch falsch formuliert hätte oder dass Lukas von einer anderen Becherhandlung ausgeht als Markus und Matthäus, müssen wir zunächst einmal davon ausgehen, dass hinter dem &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; in Mk und Mt die selbe Vorstellung steht.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Handlungen sind (abgesehen von einem möglichen Beleg für das Ausleeren in 4 Makk 3,16) für den jüdischen Kulturraum nicht belegt, sind aber gewöhnliche Bräuche beim hellenistischen Gastmahl: Die „Libation“ und der „geweihte Becher“. Bei der Libation weiht der Vorsitzende des Gastmahls seinen Becher einem Gott, opfert ihm dann einen Teil des Inhalts, indem er ihn auf den Boden oder in den Herd gießt, und trinkt den Rest; die übrigen Gäste folgen seinem Beispiel. Der geweihte Becher dagegen wird nicht geleert, sondern von einem Gast zum nächsten weitergereicht, damit jeder einen Schluck davon nehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim griechischen Gastmahl gingen mehrere solcher geweihter Becher um, die verschiedenen Göttern geweiht waren, und eines der Probleme Pauli mit der Eucharistie der Korinther scheint gewesen zu sein, dass sie den „Jesus-becher“ einfach zusätzlich zu den anderen Gottheiten geweihten Bechern getrunken haben (s. [[1 Korinther 10#s21 |1 Kor 10,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurden diese beiden Bräuche wohl auch miteinander kombiniert (vgl. z.B. Smith 2002, S. 30; Tolles 1943, S. 86f), und eine solche Kombination haben wir uns auch für das Letzte Abendmahl zu denken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist dann die Bedeutung der Handlung am Brot einerseits und der Doppelhandlung am Becher andererseits. Sinn des Teilens und Essens des „be-beteten“ Brotes ist unter anderem die Vermittlung von „Anteil an der fürsorgenden Güte Gottes [... und] die Gemeinschaft miteinander [...] vor Gott und unter seinem Segen“ (Hofius 2000, S. 284). Das selbe gilt für den Doppelbrauch von Libation und geweihtem Becher: Von beiden Bräuchen erhoffte man sich - sozusagen im Gegenzug für das Weinopfer - eine Segnung. Durch die Libation, bei der aus dem selben Kelch das Opfer vorgenommen und getrunken wurde, wurde außerdem im Trinken eine Gemeinschaft zwischen dem einzelnen Trinker und der Gottheit hergestellt; durch das Kreisen des geweihten Bechers die Gemeinschaft untereinander vor der Gottheit, der der Becher geweiht war (vgl. Tolles 1943, S. 108-111). Beide Handlungen haben den selben Sinn: Hinwendung zu Gott und Vermittlung von Gottes Segen einerseits; Herstellung von Gemeinschaft mit Gott und untereinander andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte, wie sehr schon in der bloßen Handlng die spätere theologische Ausdeutung der Eucharistie vorgezeichnet ist. Vgl. z.B. folgenden Ausschnitt aus dem Eucharistiegebet der Traditio Apostolica: „Seines Todes und seiner Auferstehung eingedenk bringen wir dir das Brot und den Kelch dar. ... Auch bitten wir dich, deinen Heiligen Geist auf die Gaben deiner Kirche herabzusenden. ... Gib allen Heiligen, die sie empfangen, Erfüllung mit Heiligem Geist...“ - Die eucharistischen Gaben werden Gott als Opfer dargebracht; gleichwohl aber konsumiert. Und im Gegenzug sendet Gott seinen Geist auf die Gaben - und über den Umweg des Gabenkonsums auch auf die Gemeinde - herab und schenkt ihnen so durch die „Geist-Erfüllung“ Gemeinschaft mit sich und untereinander.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Handlungen spricht Jesus also seine Gabeworte. „Dies ist mein Leib“, sagt er, und: „Dies ist mein Blut“. Das „dies“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Gaben selbst; nicht auf die Handlungen (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_al FN al]) - aber die Handlungen spielen auf jeden Fall mit hinein:  „Dies ist mein Leib“ spricht Jesus über dem &#039;&#039;gebrochenen, zu verspeißenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Brot; „dies ist mein Blut“ über dem &#039;&#039;vergossenen, zu trinkenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Wein.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;soma&#039;&#039;, „Leib“, ist ein sogenannter „anthropologischer Ganzheitsbegriff“, der nicht wie im Deutschen nur auf den „Körper“ bezogen werden darf. „Dies ist mein Leib“ meint: „Dieses Brot bin ich selbst. Das bin ich mit meiner Geschichte und meinem Leben“ (Lohfink 2011, S. 360). Dieses sein „Selbst, seine Geschichte und sein Leben“ deutet Jesus mithilfe des segensvermittelnden Brotes, das er dann an seine Jünger verteilt, und macht dieses so zum Symbol für seine „Proexistenz“. Ähnlich beim „vergossenen Blut“, das sich klar auf Jesu bevorstehenden Tod bezieht: Jesus deutet seinen Tod mithilfe des segensvermittelnden Weines, den er dann ebenfalls an seine Jünger verteilt, und macht diesen so zum Symbol für Jesu „Pro-exitus“, wie man entsprechend formulieren könnte. Diese „Pro“-Bedeutung wird bei Markus noch zusätzlich unterstrichen durch das „für viele“. „Dies ist mein Leib“ und „dies ist mein Blut“ meint: Ich habe &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; gelebt und werde &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
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		<title>Markus 14</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: mc&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Nach dem Essen und nachdem Jesus ein Brot genommen und Gott dafür gepriesen hatte, zerbrach er es, gab die Stücke seinen Jüngern und sagte: „Nehmt! Dieses Brot bin ich.“ {{L|23}} Und nachdem er seinen Becher genommen und Gott auch für den Wein gedankt hatte, gab er ihn seinen Jüngern und alle tranken daraus. {{L|24}} Und Jesus sagte: „Dieser Wein ist mein für viele vergossenes Bundesblut.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bundesblut&#039;&#039; - Ein Begriff aus dem jüdischen Kultwesen (s. [[Exodus 24#l8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]). Das Blut eines Lammes diente im Tempelkult dazu, einen „Bund“ zwischen Gott und Menschen zu besiegeln und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Diese Funktion spricht Jesus hier seinem Tod zu. S. ähnlich auch [[Johannes 1#l29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#l25 |Röm 3,25f]]; [[Hebräer 9#l13 |Heb 9,13-15]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{L|26}}&lt;br /&gt;
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{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
{{L|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Pascha-Fest und [das Fest der] ungesäuerten Brote waren {aber} in zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Pascha“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30031/ Passa (AT) (WiBiLex)], zur heutigen Gestalt des Paschafestes gut [https://goo.gl/cxyLrL Böckler 2006: Das Geburtstagsfest des Volkes]), das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Paschafest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25696/ Mazzen / Mazzotfest (WiBiLex)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da suchten die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz). Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin selbst; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes&amp;lt;ref&amp;gt;oder: &#039;&#039;vor den Festgängern&#039;&#039; – so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 2009, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Pascha-Lamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Pascha-Fest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simons des Leprakranken&#039;&#039; - Die Identität dieses Simon ist ungeklärt. Das biblische „Lepra“ meint nicht die selbe Krankheit wie unser heutiges Wort „Lepra“. Ob eine bestimmte andere Krankheit damit gemeint war oder ob der Begriff eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten war, ist ebenfalls noch unklar. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, welche Krankheit genau gemeint ist, sondern die Tatsache, dass derartige Hautkrankheiten den Kranken „unrein“ machten und der Aufenthalt Jesu in seinem Haus klar den Normen seiner Zeit widerspricht (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 416; Marcus 2009, S. 933). Jesu Feiern im Haus von Leprösen liegt also auf einer Linie mit seinem Feiern mit Zöllnern und Sündern.&amp;lt;/ref&amp;gt; war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren, reinem Nardenparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbarem, reinem Nardenparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon Lightfoot 1859, S. 446; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2001, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (2), da sie häufiger in Üss. gewählt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2009, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Einige aber waren {untereinander} verärgert (voller Empörung) [und sagten] zueinander: „Für was ist diese Verschwendung des Parfums geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte nämlich dieses Parfum für mehr als 300 Denare&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;300 Denare&#039;&#039; - Mehr als das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Arbeiters. M. Pea 8,8 nennt 200 Denare als jährliches Existenzminimum (vgl. Dschulnigg 2007, S. 357; s. die [http://www.sefaria.org/Mishnah_Peah.8?lang=en&amp;amp;layout=lines&amp;amp;sidebarLang=all Üs. bei Open Mishnah]); umgerechnet auf heutige Verhältnisse hätte das Parfum also (laut dt. Steuersystem) einen Wert von fast 13.000 €.&amp;lt;/ref&amp;gt; (teurer als für 300 Denare) verkaufen und [den Erlös] den Armen geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Man hätte dieses Parfum verkaufen können&#039;&#039; - W. „Dieses Salböl konnte verkauft werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und sie machten ihr Vorwürfe.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: „Lasst sie! Was macht ihr ihr Beschwerden?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was macht ihr ihr Beschwerden?&#039;&#039; – Gr. Idiom, die Bed. ist etwa „Was lasst ihr sie nicht in Frieden?“ (s. noch [[Lukas 11#s7 |Lk 11,7]]; [[Lukas 18#s5 |18,5]]; [[Galater 6#s17 |Gal 6,17]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat ein gutes Werk&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gutes Werk&#039;&#039; - &#039;&#039;kalon ergon&#039;&#039;, wie im Dt. ein Terminus technicus für Wohltätigkeit. Im Judentum wurden auch gute Taten an Toten zu solchen „guten Werken“ gerechnet; schon hier wird also auf V. 8 vorausverwiesen (vgl. z.B. Dschulnigg 2007, S. 357).&amp;lt;/ref&amp;gt; an mir getan – &lt;br /&gt;
{{S|7}} und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039; - W. „denn“; der Satz ist die Rechtfertigung dafür, warum es in Ordnung ist, etwas Gutes an Jesus zu tun, wenn dies gleichzeitig verhindert, etwas Gutes für die Armen zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Armen habt ihr immer bei euch und sooft (falls) ihr wollt, könnt ihr ihnen (immer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;(immer)&#039;&#039; - so viele Handschriften. Ob dies dritte &#039;&#039;immer&#039;&#039; aus stilistischen Gründen zum Urtext hinzugefügt wurde (=&amp;gt; Symmetrie) oder aus dem Urtext gestrichen wurde (=&amp;gt; redundante Wortwdh.), lässt sich nicht entscheiden. Die überwältigende Mehrheit übersetzt es nicht. Sinnvoll wäre es im Kontext allemal: Das Entscheidende an dieser Aussage Jesu ist, dass der aktuelle Zeitpunkt eine absolute Ausnahmesituation ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; wohltun (Gutes tun); mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie [tun] konnte (was sie hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte (hatte)&#039;&#039; - W. „Was sie hatte“, hier (wie auch sonst manchmal) i.S.v. „vermögen, können“. Mit dieser Wortwahl soll vermutlich angespielt werden auf Jesu Aussage über das letzte Scherflein der Witwe in [[Markus 12#s44 |Mk 12,44]]: Mk 13 - die Markus-apokalypse - wird gerahmt von zwei Erzählungen von Frauen, die paradigmatisch für den richtigen Gebrauch von Geld (am Ende der Zeit) sind (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 417; Marcus 2009, S. 941).&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat sie getan: Sie hat es vorweggenommen, meinen Leib für das Begräbnis einzubalsamieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einzubalsamieren&#039;&#039; - Hier wird das Verb &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; statt &#039;&#039;chrio&#039;&#039; („salben“) verwendet. Viele denken, die Parfumierung der Frau habe auf einer zweiten Bedeutungsebene den Sinn, dass Jesus hier zum Messias gesalbt werden sollte (wie z.B. David in [[1 Samuel 16#s13 |1 Sam 16,13]]; so z.B. Guijarro/Rodriguez 2011; Park 2012). Doch dafür wäre sehr wahrscheinlich eben &#039;&#039;chrio&#039;&#039; statt &#039;&#039;katacheo&#039;&#039; („herabgießen“) und &#039;&#039;murizo&#039;&#039; („einbalsamieren“) verwendet worden (Marcus 2009, S. 396; vgl. ähnlich Lücking 1993, S. 110) und außerdem wohl &#039;&#039;elaion&#039;&#039; („Öl“) statt &#039;&#039;muron&#039;&#039; („Parfum“). Aus diesem Grund muss man die Salbung zunächst wohl doch „nur“ als „schlichte Wohltat beim Mahl“ verstehen (vgl. [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]]; Jos.Ant 19,239: „[...Er] erschien [...] dort mit gesalbtem Haar, als käme er von einem Trinkgelage [...].“) - und was sie auf der tieferen Ebene bedeutet, sagt Jesus in diesem Vers ja selbst.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Amen, ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; - ein sog. „nicht-responsorisches Amen“: Durch „Amen, ich sage euch“ eingeleitete Sätze finden sich in der Bibel ausschließlich bei Jesus und dienen v.a. dazu, den folgenden Satz zu markieren als ein(e) mit Vollmacht geäußerte(s) Voraussage / Urteil (BB: „Damit verbürgt er sich dafür, dass seine Worte wahr sind und Gültigkeit haben.“). In V. 25 außerdem verstärkt durch die Konstruktion &#039;&#039;ou me&#039;&#039; + Aorist; die stärkstmögliche Verneinung zukünftiger Geschehnisse im Griechischen. Am sinnvollsten übersetzt daher Zink: „Was ich sage, ist wahr: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo auch immer diese Freuden-Botschaft (dieses Evangelium)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Evangelium&#039;&#039; – „Evangelium“ ist hier noch keine Gattungsbezeichnung für eine Textsorte, sondern ein stehender Begriff für die frohe (!) Botschaft über Leiden und Tod Jesu, die die Kirche in der ganzen Welt verkündigen muss (zur Stelle vgl. gut Schillebeeckx 1975, S. 97). „Dieses Evangelium“ bezieht sich also zurück auf das, was durch das „Sie hat es vorweggenommen, mich für mein Begräbnis einzubalsamieren“ angesprochen ist, nämlich den Tod Jesu - und dieser ist eine „frohe Botschaft“.&amp;lt;br /&amp;gt;Richtig daher die Paraphrase von Zink: „Wo immer Menschen einander sagen werden, daß ich starb, um der Welt das Leben zu schenken, da wird man erwähnen, was sie eben getan hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der ganzen Welt verkündet wird, wird auch von dem, was diese getan hat, gesprochen werden - zur Erinnerung an sie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohepriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn zur rechten Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur rechten Zeit&#039;&#039; - sehr oft: „bei günstiger Gelegenheit“. Im Gr. steht hier aber &#039;&#039;eukairos&#039;&#039;, die „gute rechte-Zeit“, und da sowohl in Vv. 1f. als auch Vv. 3-9 die &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; das Thema ist, liegt eine andere Übersetzung als „zur rechten Zeit“ sehr fern. Richtig daher MSG: „He started looking for just the right moment to hand im over“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag [des Festes] der ungesäuerten [Brote],&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Zeitangabe s. den  [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung].&amp;lt;/ref&amp;gt; als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 12f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&#039;&#039; (V. 12) + &#039;&#039;Geht in die Stadt&#039;&#039; - Weil das Verb &#039;&#039;ethuon&#039;&#039; sich sowohl personal („als sie (sc. die Jünger) opferten“) als auch impersonal („an welchem man zu opfern pflegte“) deuten lässt, lassen sich zwei mögliche Situationen der Perikope rekonstruieren: (1) Jesus und seine Jünger sind gerade im Tempelbezirk, wo nach Vorschrift Jesus als der Vorsteher des Paschamahls das Lamm schlachtet, das dann am Abend verspeist werden wird. In dieser Situation fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollen, und er gibt ihnen daher die Anweisung, [aus dem Tempelbezirk hinaus] in die Stadt zu gehen. (2) Jesus und seine Jünger befinden sich zum Zeitpunkt, zu dem „man“ üblicherweise das Paschalamm schlachtet, noch in Bethanien oder auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem, als die Jünger Jesus ihre Frage stellen, und also weist er sie an, [von Bethanien/vom Weg aus] in die Stadt zu gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach V. 15 ist der Speisesaal bereits vorbereitet, weshalb der größte Teil der noch zu leistenden Vorbereitungen im Braten des Lammes besteht. Weil nach Sitte Jesus es war, der dieses Lamm zu schlachten hatte, würde Rekonstruktion (2) bedeuten, dass Jesus die Jünger ohne ein Lamm zum Kochen schickt. Das macht nicht viel Sinn; wahrscheinlicher ist daher Rekonstruktion (1). So z.B. auch Casey 2004, S. 203f.; Evans 2001, S. 373. Für Rekonstuktion (2) dagegen z.B. France 2002, S. 564; Gundry 2000, S. 820; Marcus 2009, S. 944.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fragten&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihn seine Jünger: „Wo willst du, [dass] wir {fortgehend} vorbereiten, damit du das Pascha essen kann?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zwei seiner Jünger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zwei seiner Jünger&#039;&#039; - Offenbar keine Mitglieder des Zwölferkreises, s. V. 17. Für das Abendmahl muss dann die Anwesenheit von noch mehr Gästen als nur Jesus und dem Zwölferkreis vorausgesetzt werden (so auch Casey 2004, S. 227f.; Evans 2001, S. 374), und aus diesem Grund muss in V. 15 die Größe des Oberzimmers betont werden. Casey und Evans setzen außerdem die Anwesenheit von Frauen als Selbstverständlichkeit voraus - der Text selbst jedenfalls schweigt sich darüber aus. Vgl. auch Heininger 2005, S. 12 zu [[Markus 15#s40 |Mk 15,40f]]: Wo sonst blieben die „vielen Frauen“, die Jesus nach Jerusalem gefolgt waren?&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagte zu ihnen: „Geht in die Stadt, und es wird ein Mann auf euch zutreten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf euch zutreten&#039;&#039; - nicht: „&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; werdet treffen“ (so viele Üss.), LSJ S. 178: „move from a place to meet a person“ - die Initiative liegt beim Wasserträger. S. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm,&lt;br /&gt;
{{S|14}} und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn {dass}: ‚Der Lehrer sagt: ‚Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Pascha[mahl] mit meinen Jüngern essen kann?‘‘!&amp;lt;ref&amp;gt;Da man zu Jesu Zeit das Paschamahl in Jerusalem zu sich nehmen sollte (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_d FN d]), war es üblich, die Gastfreundlichkeit von Einheimischen in Anspruch zu nehmen und das Paschamahl in deren Haus zu sich zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und dieser wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, möbliert und vorbereitet. Dort bereitet  für uns vor!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vorbereitet&#039;&#039; ... &#039;&#039;dort bereitet vor&#039;&#039; - nämlich Möblierung etc. ist vorbereitet, das Essen aber noch nicht (vgl. z.B. Evans 2001, S. 375).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt, und sie fanden [alles so] vor, wie er [es] ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Pascha[mahl] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend geworden war (wurde), kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er mit den Zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie [bei Tisch] lagen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lagen&#039;&#039; - S. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_f FN f]: Jesus feiert sein Letztes Abendmahl nach dem Muster eines Abendmahls wohlhabender Menschen. Das Liegen ist nicht auf das Datum zurückzuführen, s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aßen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte Jesus: „Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Einer von euch, der mit mir isst,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der mit mir isst&#039;&#039; - Vermutlich ein Zitat von [[Psalm 41#9 |Ps 41,9]], wo ein unschuldig Leidender sich darüber beklagt, dass seine Feinde ihn töten wollten und auch sein Freund, dem er vertraute &#039;&#039;und der mit ihm Brot aß&#039;&#039;, ihn verderben wolle. Das Präsens ist daher besser gnomisch zu verstehen: Nicht „einer, der aktuell mit uns am Tisch sitzt“, sondern „einer meiner üblichen Tischgenossen“.&amp;lt;br /&amp;gt;Miteinander zu essen, Tisch und Schüssel zu teilen (s. V. 20), ist ein Symbol für Freundschaft und Verbundenheit; dass es „einer von euch“ ist, „einer der Zwölf“, „einer, der mit mir isst“ und „einer, der mit mir in die selbe Schüssel tunkt“, macht den Verrat noch verwerflicher, als er ohnehin schon ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Verwendung des Artikels vgl. Zerwick §192.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mich ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; - Leitwort im Mk-Evangelium; stets im Sinne von „feindlichen Institutionen ausliefern“ verwendet (s. [[Markus 9#s31 |Mk 9,31]]; [[Markus 10#s33 |10,33]]; [[Markus 13#s9 |13,9]].[[Markus 13#s11 |11f]]; [[Markus 14#s11 |14,11]].[[Markus 14#s21 |21]].[[Markus 14#s42 |42]].[[Markus 14#s44 |44]]; [[Markus 15#s1 |15,1]].[[Markus 15#s10 |10]].[[Markus 15#s15 |15]]). Vermutlich auf die Verfolgungssituation der ursprünglichen Leser des Markus zurückzuführen, in der Jesusanhänger dazu gezwungen wurden, andere Christen an die Behörden auszuliefern - die Botschaft ist dann die: Auch Jesus und seine Jünger haben schon dieses Schicksal mit euch geteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das machte sie bestürzt (traurig) und einer nach dem anderen sagte zu ihm: „Doch nicht etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Da sagte er zu ihnen: „Einer der Zwölf, der [das Brot] mit mir in die (eine)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;die (eine)&#039;&#039; - Einige Handschriften haben hier ein zusätzliches „eine“. Ob die Handschriften damit den Ausdruck verschärfen („in &#039;&#039;die selbe&#039;&#039; Schüssel“) und an die vorigen „eins, eine“ („einer von euch...“, „einer nach dem anderen...“, „einer der Zwölf...“) anpassen oder aus stilistischen Gründen wegen derselben „eins, eine“ dieses vierte „eine“ streichen wollten, lässt sich nicht entscheiden (so auch Wilckens 2014). Tendenziell für den längeren Text sprechen sich z.B. Cranfield 1959, S. 424; Gundry 2000, S. 837 und Marcus 2009, S. 950 aus; so auch H-R; EÜ. Die meisten Üs. aber übersetzen den kürzeren Text, so daher auch wir.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüssel tunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Schüssel tunkt&#039;&#039; - der Satz meint das selbe wie das vorige „der mit mir isst“: „Einer meiner (üblichen) Tischgenossen“. Zum Eintunken von Speißen in eine Schüssel s. z.B. [[Rut 2#s14 |Rut 2,14]]; nicht gemeint ist hier Charoset (das Fruchtmus, das zu den vorgeschriebenen Speißen eines Passaseders gehört); auch dieses wurde vermutlich erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod eingeführt (s. Anmerkungen und vgl. Kulp 2005, S. 113).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Menschensohn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; - Ein weiteres Leitwort bei Markus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geht&#039;&#039; - In jüd. Schriften verbreiteter Euphemismus für „Sterben“ (vgl. gut z.B. Marcus 2009, S. 951). Bes. häufig bei Joh zu finden, s. z.B. [[Johannes 7#s33 |Joh 7,33]]; [[Johannes 8#s21 |8,21f]]; [[Johannes 13#s3 |13,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zwar, wie über ihn geschrieben steht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie geschrieben steht&#039;&#039; - Übliche Formel, um auszudrücken, dass etwas den Prophezeiungen des AT und damit dem Willen Gottes, der sich aus diesen Prophezeiungen herauslesen lässt, entspricht (vgl. z.B. Donner 1994); bei Mk s.. z.B. noch [[Markus 1#s2 |Mk 1,2]]; [[Markus 9#s12 |9,12f]]; [[Markus 11#s17 |11,17]]; [[Markus 14#s27 |14,27]]. Auf welche Stelle unser Vers sich bezieht, ist aber (wie öfters) ungewiss.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und als er bei&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot; /&amp;gt; ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - Nicht: „[das Brot] gesegnet“. Nach späteren rabbinischen Texten betete man vor dem Hauptgang über dem Brot und nach dem Hauptgang über dem Wein eine sogenannte &#039;&#039;Berakah&#039;&#039;; über dem Brot z.B.: „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du das Brot der Erde hervorbringst“ (m.Ber. 6,1). Ein ähnliches Gebet müssen wir uns auch bei Jesus denken; die Didache z.B. empfiehlt daher als Eucharistiegebet eine „christianisierte“ Form einer solchen Berakah: „Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,3). Dass [[Lukas 22#s19 |Lk 22,19]] und [[1 Korinther 11#s24 |1 Kor 11,24]] statt hier „danken“ statt „segnen“ stehen haben, ist nicht bedeutsam; eine Berakah &#039;&#039;ist&#039;&#039; ein Dankgebet und „Gepriesen bist du, der du / denn du...“ &#039;&#039;meint nur&#039;&#039; „Danke dafür, dass...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, brach er [es]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er [Gott] gepriesen hatte, brach er [es]&#039;&#039; - Die üblichen jüdischen Gesten zur Eröffnung einer Hauptmahlzeit (vgl. z.B. gut Hofius 1988, S. 379). Markus scheint diese Handlung ans Ende der Hauptmahlzeit verschoben zu haben (s. dazu [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gab [es] ihnen und sagte: „Nehmt, dies&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dies&#039;&#039; - Immer wieder wiederholt worden ist in letzter Zeit die Analyse von Luz, das Neutrum „dies“ könne sich nicht auf das Maskulinum „Brot“ beziehen und müsse daher die &#039;&#039;Handlung&#039;&#039; des Brotbrechens und -verteilens meinen (so z.B. Heininger 2005, S. 44; Niemand 2002, S. 97; Luz 2002, S. 4f; Schröter 2006, S. 128; Trummer 2001, S. 136f). Das ist falsch. Im Griechischen richten sich Demonstrativpronomen sogar häufiger im Genus nach der &#039;&#039;Subjektsergänzung&#039;&#039; (hier also das Neutrum „Leib“) als nicht (vgl. HvS §263e; z.St. auch Söding 2002, S. 55; Weidemann 2013, S. 84f). Dass mit „dies“ also nicht das Brot, sondern die Handlung bezeichnet wird, ist grammatisch möglich, aber keinesfalls notwendig und auch nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Leib!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und nachdem er einen Becher (Kelch)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Becher (Kelch)&#039;&#039; - Eher „Becher“ als „Kelch“. Das Wort ist bis vor Kurzem intensiver im anglophonen Sprachraum diskutiert worden, da dort in der kath. Kirche bis zur Revision des Römischen Messbuchs die Übersetzung „cup“ („Becher“) in Gebrauch war, nach der Revision aber durch „chalice“ („Kelch“) abgelöst wurde. Im Griechischen steht hier &#039;&#039;poterion&#039;&#039;, womit allgemein Trinkgefäße bezeichnet wurden; die Entsprechung von „Kelch“ wäre tendenziell eher &#039;&#039;kylix&#039;&#039;. Das Missale übersetzt dennoch „Kelch“, um so der Übersetzungsentscheidung von Hieronymus in der Vulgata zu folgen (&#039;&#039;calix&#039;&#039;). &#039;&#039;Calix&#039;&#039; aber wurde zu Hieronymus Zeit allgemein für Trinkgefäße verwendet (daher übersetzt er z.B. auch in [[Matthäus 10#s42 |Mt 10,42]] &#039;&#039;poterion&#039;&#039; mit &#039;&#039;calix&#039;&#039;, wo klar ein Becher gemeint ist), weshalb auch in der VUL beide Deutungen möglich sind. In den dt. Üss. sind beide Varianten gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; genommen und [Gott] gedankt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - hierzu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]. m.Ber 6,1 empfiehlt als Berakah über dem Weinbecher „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast“; die christianisierte Berakah der Didache lautet „Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstocks Davids, deines Knechtes, den du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, gab er [ihn] ihnen und sie alle tranken aus diesem.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu und zum nächsten Vers s. die Anmerkungen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des (neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;neuen&#039;&#039; - Nicht wenige Handschriften haben hier ein zusätzliches „neue“ - zweifellos eine Angleichung an [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]] und damit sekundär (so z.B. auch TCNT).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundes, für viele&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele&#039;&#039; - dient vermutlich zum Ausdruck des Zahlenverhältnisses: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;. S. genauer unten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch dieses Wort wird aktuell sehr heftig diskutiert, daher auch hierzu eine etwas längere Erklärung der Diskussion und zur Rechtfertigung der Übersetzung. Hintergrund der Diskussion ist der, dass in der kath. Liturgie in Deutschland lange Zeit die Formulierung „das für euch und für alle vergossen wird“ gebräuchlich war. In einem [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20070216 Brief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung] von 2006 wurde stattdessen die Übersetzung „für viele“ vorgeschrieben, und vor allem infolge eines [http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2091 Folgebriefes von Benedikt XVI.] an die deutschen Bischöfe entbrannte ein heftiger und leider seltenst sachlich geführter Streit, der mittlerweile nur noch oberflächlich etwas mit der Übersetzung selbst zu tun hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Parteien berufen sich auf [[Jes 53#s12 |Jes 53,12]]. Weil auch dort von jemandem die Rede sei, der für die Sünden anderer stirbt und wegen den gemeinsamen Vokabeln „vergossen“ und eben „viele“ sei klar, dass Mk hier die Jes-Stelle zitiert. Die einen leiten daraus ab, dass das „viele“ in Jesaja wie oft im Hebräischen als „alle“ verstanden werden müsse und dass dies demnach auch die Bedeutung des „viele“ bei Mk sei; die anderen erkennen zwar die Bedeutung „alle“ in Jesaja (und meistens auch Markus!) an, fordern aber dennoch eine „wörtliche“ Übersetzung in Mk, damit der Bezug zu Jes erkennbar sei und keine Deutung in die Mk-Übersetzung eingetragen werde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Argumentationen sind sehr problematisch. Zunächst wurde zu ntl Zeiten nicht der heb. Jes-Text verwendet, sondern entweder die LXX-Übersetzung oder ein Targum. Die LXX-Übersetzung lautet aber nicht „Weil er sein Leben in den Tod &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; hat“, sondern „weil er seine Seele in den Tod &#039;&#039;auslieferte&#039;&#039;“, die von TgJ „Weil er sein Leben dem Tod &#039;&#039;übergab&#039;&#039;“. Der einzige Bezug im Vokabular ist damit das „viele“, und auf dieser Basis von einem „Zitat“ zu sprechen, geht durchaus nicht an (so z.B. richtig Chilton 1994, S. 87; Dunn 2003, S. 815f.; Schröter 2006, S. 129; übrigens sogar Benedikt, obwohl er im Folgenden dann doch mit dem Jes-Text argumentiert). Sodann motivisch: Der Gottesknecht im Jes-Text wurde im frühen 1. Jahrhundert überhaupt nicht als Paradigma eines Menschen aufgefasst, der die Sünden anderer Menschen auf sich nimmt - weder in jüdischen noch in christlichen Texten. Im NT z.B. wird Jes 52,13-53,12 insgesamt sieben Mal zitiert - und nur im spätesten Text, [[1 Petrus 2#s22 |1 Pet 2,22-25]], ist er Paradigma dieses Motivs (vgl. z.B. Zager 1996, S. 180f). Aus diesem Grund kommen heute immer mehr Wissenschaftler von der Vorstellung ab, dass das Gottesknechtslied ein Vorbild für die ntl Texte gewesen sei (vgl. z.B. Versnel 2005, S. 215 und die dort zusammengetragene Literatur). Und weiter: Gerade, wenn wir dennoch davon ausgingen, dass hier ein Jes-Zitat vorläge, gingen beide Argumentationen am Text vorbei, denn der Zweck des „Viele“ wäre dann wie in Jes nicht die Identifikation einer Zielgruppe der „Leistung“ von Gottesknecht und Jesus, sondern der Ausdruck eines &#039;&#039;Zahlenverhältnisses&#039;&#039;: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; nimmt die Verfehlungen von &#039;&#039;Vielen&#039;&#039; auf sich / legt für &#039;&#039;viele&#039;&#039; Fürsprache ein / vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;; s. ähnlich z.B. [[1 Korinther 10#s17 |1 Kor 10,17]]: „Weil es &#039;&#039;ein&#039;&#039; Brot ist, sind wir - wir &#039;&#039;viele&#039;&#039; - &#039;&#039;ein&#039;&#039; Leib.“ So ist das „viele“ hier wahrscheinlich auch unabhängig von der Jes-Stelle zu verstehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schließlich: Selbst dann, wenn die Übersetzung „alle“ sich hier ebenso gut rechtfertigen ließe wie „viele“: Nur von den wenigsten Üss. wird sie gewählt (z.B. GN, KAM); daher nach [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien Kriterium 1b] auch von uns nicht. Welche Übersetzung die sinnvollste für eine &#039;&#039;Messliturgie&#039;&#039; ist, ist natürlich eine andere Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gesamtsinn des Verses s. die Anmerkungen. Die Formulierung lässt sich am leichtesten genetisch erklären. Die Vorstellung, dass ein Mensch „für andere“ sterben könne, stammt ursprünglich aus dem hellenistischen Kulturraum und ist dort gerade in der ntl. Zeit außerordentlich populär (s. bes. das von Versnel 2005 auf S. 230-244 zusammengetragene Material): Zürnte eine Gottheit einer Person/einem Volk/ ..., konnte ein Mensch ersatzweise &#039;&#039;für&#039;&#039; diese Person/dieses Volk/... sterben und so die Gottheit beschwichtigen (vgl. gut z.B. Breytenbach 2003). Relativ rein lässt sich dieser Gedanke z.B. auch in den johanneischen Schriften betrachten (s. z.B. [[Johannes 10#s11 |Joh 10,11]].[[Johannes 10#s15 |15]]; [[Johannes 15#s13 |15,13]]; [[1 Johannes 3#s16 |1 Joh 3,16]]. Bei unserer Stelle ist diese Vorstellung aber verschmolzen mit einer weiteren Vorstellung; diesmal aus dem jüdischen Kulturraum: Wenn Gott einer Person zürnt, liegt das nach jüd. Vorstellung an den &#039;&#039;Sünden&#039;&#039; dieser Person, die wie eine Trennwand zwischen die Person und Gott treten. Eingerissen werden muss diese Trennwand durch en Opfer - durch die Darbringung von Opferblut -, dessen Effekt die Errichtung eines „Bundes“ zwischen Gott und dem Opfernden ist (s. [[Exodus 24#s8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]; vgl. z.B. Willi-Plein 1993, S. 97f. S. bes. die Variante von Ex 24,8 im etwa zeitgleich zum Mk entstandenen TgO: „Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf den &#039;&#039;Altar&#039;&#039;, &#039;&#039;um für&#039;&#039; das Volk &#039;&#039;Sühnung zu schaffen&#039;&#039;...“). Kombiniert lauten die beiden Vorstellungen dann: Jemand, der &#039;&#039;für&#039;&#039; jemanden stirbt, wird so zum „Opfer“ für diesen zum Zwecke der Sühnung seiner Sünden (vgl. gut Merklein 1986, S. 71). Diese „Vorstellungskombination“ wird z.B. auch in [[Johannes 1#s29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#s25 |Röm 3,25f]] und [[Hebräer 9#s13 |Heb 9,13-15]] auf Jesus übertragen; außerhalb des NT findet sich die Vorstellung z.B. auch in 4 Makk 17,21f. und j.Sanh. 11,5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde nicht wieder vom Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich [von] ihm erneut (ihn als neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] ihm erneut (ihn als neuen)&#039;&#039; - Beide Positionen werden in der Forschung vertreten; für die erste z.B. Gundry 2000, S. 834; Marcus 2009, S. 959; für die zweite z.B. France 2002, S. 572; NSS. „Ihn als neuen“ soll dann vom „neuen [Wein]“ sprechen und dieser widerum ein Symbol für das „messianische Bankett“ sein, das nach dem endgültigen Anbruch des Reiches Gottes stattfinden wird. &#039;&#039;tirosh&#039;&#039;, „neuer Wein“, ist im AT aber meist als durchaus innerweltliches, aktuell vorhandenes Getränk gedacht und daher schlicht als „Most“ zu übersetzen, und auch syntaktisch ist diese Auflösung ganz unwahrscheinlich. Der Satz ist vielmehr als Todesprophetie aufzufassen: Hiermit trinkt Jesus seinen letzten Becher Wein, doch schon bald - nämlich im Reich Gottes, das Jesus für die näheste Zukunft erwartete - wird er &#039;&#039;von Neuem&#039;&#039; mit dem Trinken beginnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Reich Gottes trinken werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [ein Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise [[Psalm 115|Ps 115-118]] (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ärgern&#039;&#039; – Entweder im Sinne von a) &amp;quot;Jesus ablehnen&amp;quot; (so NGÜ, NL, HFA), oder im Sinne von b) &amp;quot;sündigen&amp;quot; (so EU). Im Kontext (v. 30) ist a) wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen (erschlagen), und die Schafe werden zerstreut werden.‘ &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Sacharja 13#s7|Sach 13,7]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Daraufhin sagte Petrus zu ihm: „Wenn sich auch alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihm: „Amen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt;, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Das ist offensichtlich als Zeitangabe zu verstehen. (Carson: ca. 1:30 Uhr, Brown: vor dem Morgengrauen – Kommentare prüfen!)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dreimal verleugnen.“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement (mit Nachdruck): „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich [bestimmt] nicht (niemals)&amp;lt;ref&amp;gt;stärkstmögliche Verneinung&amp;lt;/ref&amp;gt; verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagt zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nimmt er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt und verängstigt zu sein.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt; bleibt hier und wacht!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht. &lt;br /&gt;
{{S|36}} Und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; und stellte fest (fand)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;, dass sie schlafen, und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redete, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof war, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 1-11&#039;&#039;&#039;: Vergleicht man Mk 14,3 mit [[Matthäus 26#l6 |Mt 26,6f]], fällt auf, (1) dass in Mt die Aussage fehlt, dass Jesus &#039;&#039;liegend&#039;&#039; isst, (2) dass Mt die auffällige Genitivreihung zur Beschreibung des Öls stark ausgedünnt hat und (3) dass bei Mt das Gefäß nicht zerbrochen wird - drei Details, die den &#039;&#039;verschwenderischen Charakter&#039;&#039; des letzten Abendmahls unterstreichen: (1) zeigt, dass das Abendmahl in einem wohlhabenden Haushalt stattfand, (2) unterstreicht den hohen Wert des Öls und damit ebenso wie (3) die große Verschwendung der namenlosen Frau - Jesus lässt es sich beim letzten Abendmahl noch einmal „richtig gut gehen“. Dies wirkt befremdlich - auch auf „einige“ Anwesende, weshalb diese postwendend die Frau anfahren (Vv. 4f) - doch Jesus verteidigt sie. Und nicht nur das, sondern er wertet ihre Tat sogar so positiv, dass er prophezeit, dass einst auf der ganzen Welt davon berichtet wird - zur Erinnerung an &#039;&#039;sie&#039;&#039; (nicht an ihn) (Vv. 6-9)!&amp;lt;br /&amp;gt;Gerahmt wird diese Erzählung davon, dass die Hohepriester und die Schriftgelehrten nach einem Weg suchen, wie sie Jesus zu einem geeigneten Zeitpunkt töten können, und vom Verrat des Judas. Sowohl im Rahmen als auch im Zentrum ist also erstens von &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; die Rede und zweitens von &#039;&#039;Jesu Tod&#039;&#039; - und dies ist der Schlüssel zum Verständnis dieses schwierigen Abschnitts: Jesus lässt es sich noch einmal „richtig gut gehen“, ja - aber das ist auch in Ordnung so, denn &#039;&#039;noch&#039;&#039; ist die Zeit, in der „die Hochzeitsgäste nicht fasten können, da der Bräutigam noch in ihrer Mitte ist“ ([[Markus 2#l19 |Mk 2,19]], vgl. Lohfink 2011, S. 341f.). Und die Frau verhält sich äußerst verschwenderisch, ja - aber in diesem Kontext ist auch das in Ordnung so und sogar noch wichtiger als die Armenfürsorge, denn noch ist die Zeit, in der der Bräutigam in ihrer Mitte ist - &#039;&#039;gerade noch&#039;&#039;. Und angesichts dieses „gerade noch“ verhält sie sich ganz korrekt: Angesichts Jesu bevorstehendem Tod wird ihre „Verschwendung“ richtig und wichtig und die Frau erweist sich als fähig zur Erkenntnis des &#039;&#039;kairos&#039;&#039;, des „richtigen Zeitpunkts“ (Barton 1991, S. 233; ähnlich Story 2009, S. 20).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Rahmung durch die Vv. 1f.10f. betont dann noch einen weiteren Aspekt: Nicht nur verhält sich die Frau hier ganz korrekt - sie tut dies auch noch im völligen Kontrast zu den religiösen Eliten (Vv. 1f) und zu Judas, „einem der Zwölf“&amp;lt;ref&amp;gt;... Der Verrat des Judas ist letztlich die höchste Steigerungsform des fortwährenden Jüngerunverständnisses, das das ganze Mk-Evanelium durchzieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vv. 10f.) und wird auf diese Weise dargestellt als „Paradigma wahrer Nachfolge“ (Schüssler Fiorenza 1988, S. 393; vgl. auch Beavis 1988, S. 8; Miller 2002, S. 186). Sie ist eine, die im rechten Moment die Zeichen der Zeit richtig deutet und daher alles auf eine Karte setzt, indem sie eine riesige Summe ihres Geldes auf die Parfumierung Jesu „verschwendet“ (im Gegensatz zu Judas, der für seine falsche Tat sogar Geld kassiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des &#039;&#039;Timings&#039;&#039; in der vorangehenden Perikope erlaubt Markus gleich noch einen Seitenhieb auf Hohepriester, Schriftgelehrte und Judas: Ganz entgegen ihren Absichten werden sie Jesus eben doch an einem Fest gefangennehmen: Am Paschafest, einem der höchsten Feiertage im Judentum. Die Funktion von &#039;&#039;&#039;Vv. 12-16&#039;&#039;&#039; ist es dabei vermutlich, den Grund für dieses Scheitern aufzuzeigen: Jesus plant zu geschickt und hat sich einen Plan erdacht, wie er sich den Autoritäten entziehen kann, bis er mit seinen Jüngern noch das Letzte Abendmahl gefeiert hat, und Absprachen mit einem Jerusalemer Hausbesitzer getroffen. Erst während dem Schlachten des Lamms im Tempelbezirk gibt er daher zweien seiner Jünger den Ort des Abendmahl bekannt - mehr oder weniger jedenfalls: Sie sollen in die Stadt gehen, wo sie bereits von einem Wasserträger erwartet werden werden (V. 13), dem sie fraglos zu jenem Haus folgen sollen, in „welches auch immer“ er hineingehen wird (V. 14). Dem Herrn dieses Hauses müssen sie dann auch noch zunächst ein Passwort geben („Der Lehrer fragt etc.“, V. 14) - und erst dann können sie das Mahl vorbereiten (so gut ausgelegt von Evans 2001, S. 374). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 17-21&#039;&#039;&#039; handeln vom Verrat des Judas; hier soll noch einmal die Schwere seines Verrats unterstrichen werden: Erstens durch die sogar doppelte redundante Formulierung in Vv. 18.20 („Einer von euch“ + „der mit mir isst“; „einer der Zwölf“ + „der mit mir in die Schüssel tunkt“) - der Verrat wird von einem aus dem engsten Freundeskreis Jesu begangen -; zweitens durch die auffällige Formulierung von V. 21 („Der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; geht... Wehe dem &#039;&#039;Menschen&#039;&#039;, durch den der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ausgeliefert wird! Es wäre besser für ihn, wenn &#039;&#039;jener Mensch&#039;&#039; niemals geboren wäre!“) - ein gewöhnlicher Mensch vergeht sich hier am „Menschen&#039;&#039;sohn&#039;&#039;“. Völlig einleuchtend ist daher das Drohwort in V. 21, dessen Logik zu sein scheint: Es ist zwar der Wille &#039;&#039;Gottes&#039;&#039;, dass der Menschensohn stirbt („wie geschrieben steht“, s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ai FN ai])&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch die Formulierung „&#039;&#039;durch&#039;&#039; den der Menschensohn ausgeliefert wird“ - das gr. Äquivalent von „durch“ drückt nicht den Handelnden selbst aus, sondern das &#039;&#039;Medium&#039;&#039;, &#039;&#039;durch das&#039;&#039; eine Handlung vollbracht wird (vgl. gut Marcus 2009, S. 952)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Judas ist so nicht mehr als sein Werkzeug - aber dennoch: Ob der Schwere seines Vergehens trifft ihn so große Schuld, dass er besser niemals geboren worden wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;En passant erreicht auch die bei Markus übliche negative Darstellung der Jünger ihren Höhepunkt: Das „doch nicht etwa ich?“ muss sicher so verstanden werden, dass keiner der Jünger sich wirklich sicher ist, ob nicht er es ist, der den Menschensohn ausliefern wird -  „jeder der Mahlteilnehmer ist sozusagen potentiell ein Judas“ (Weidemann 2013, S. 79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 22-25&#039;&#039;&#039;: Wegen der Zentralität dieser Verse im Christentum und auch, weil sich in der Erforschung dieser Stelle in den letzten Jahren einiges getan hat, sind hier etwas längere Anmerkungen angebracht. Neu ist in der Forschung (1) die Erkenntnis, dass es zur Zeit Jesu sehr wahrscheinlich noch überhaupt keine Pascha-„liturgie“ gab, die während des Paschamahl abgehalten wurde (vgl. z.B. Kulp 2005 und die dort gesammelte Literatur; auch Schlund 2005, S. 398f). Neu ist (2) die Erkenntnis, dass man für die Zeit Jesu nicht zwischen jüdischer und griechischer Mahlkultur trennen darf, da die jüdische Kultur insgesamt eine hellenistische Kultur &#039;&#039;war&#039;&#039;. Daher: „Die Eucharistie war nicht &#039;&#039;wie&#039;&#039; ein Gastmahl - sie &#039;&#039;war&#039;&#039; ein Gastmahl.“ (McGowan 2010, S. 186). Schließlich ist (3) die Erkenntnis neu, dass die sogenannten „Einsetzungsworte“ sehr wahrscheinlich nicht als „Einsetzungsworte“ aufgefasst wurden: In den ersten zwei Jahrhunderten wurden sie im Gottesdienst überhaupt nicht zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlerweile sind eine ganze Reihe Eucharistiegebete ohne Einsetzungsworte bekannt: Did 9,5; 10,1-6; AcJoh 85; 109; AcThom 49f; 133; 158; das sog. „Papyrus Strasbourg“ Gk 254; Didask 7,25; die noch heute gebräuchliche Anaphora von Addai und Mari. Das erste überlieferte Eucharistiegebet &#039;&#039;mit&#039;&#039; Zitierung der Einsetzungsworte findet sich in der ca. 200-250 n.Chr. entstandenen Traditio Apostolica (4,9f), aber auch dort werden sie noch „nur“ als letzter Abschnitt eines heilsgeschichtlichen Abrisses des Lebens Jesu zitiert und auch aus der Zeit danach finden sich Eucharistiegebete ohne die Einsetzungsworte; z.B. in Cyrill von Jerusalems „Mystischen Katechesen“ aus dem 4. Jh. (vgl. z.B. Baldovin 2013, S. 193f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurde daher der Alternativbegriff „Gabeworte“ vorgeschlagen, den wir daher auch hier verwenden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Den Ablauf des Letzten Abendmahls, das Mk hier als Paschamahl schildert (s. dazu den [http://offene-bibel.de/wiki/Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]), haben wir uns also als ein etwas ausgebautes hellenistisches Gastmahl vorzustellen: Es begann mit einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße, nach der sich die Tischgesellschaft geschlossen in den Speißesaal begab, wo der „Vorsitzende“ der Gesellschaft wie üblich im Judentum die Mahlzeit eröffnete, indem er ein Gebet (dazu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]) über dem Brot sprach, dieses brach und an die ganze Gesellschaft weiterreichte. Darauf folgte die im Liegen eingenommene Hauptmahlzeit, die sich von einem Gastmahl wohl hauptsächlich darin unterschied, dass auch das zuvor geschlachtete Lamm, Bitterkräuter und &#039;&#039;ungesäuerte&#039;&#039; Brote aufgetischt wurden (vgl. Kulp 2005, S. 112).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Singen in V. 26 dagegen ist nichts Besonderes. Bei jedem griechischen Symposium wurden religiöse Lieder gesungen; u.a. z.B. ein die abschließende Becherhandlung (s. u.) begleitender „Paian“. Ein solcher könnte gut auch hier gemeint sein, denn ob zu Jesu Zeit bereits die Psalmen 114/115-118 zum Abschluss des Pascha-Hauptgangs gesungen wurde, wissen wir nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte ein Gebet über dem Wein, woraufhin normalerweise jeder für sich aus seinem eigenen Becher getrunken hätte, doch s. gleich. Darauf hätte normalerweise noch ein längerer Umtrunk gefolgt, der bei Jesus jedoch weggefallen zu sein scheint. Markus oder seine Quelle haben diese Reihenfolge außerdem abgewandelt, indem sie offenbar die Brothandlung an den Schluss der Hauptmahlzeit vor die Becherhandlung verschoben hat - vermutlich, weil dies die Struktur des Abendmahls in seiner Gemeinde war (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte noch zur Becherhandlung. Wir folgen hier einem Deutungsvorschlag von Klinghardt 2012; Klinghardt 2012b und [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51975/#h6 Heilmann/Wick 2013], der so neu ist, dass er in noch keinem Kommentar berücksichtigt wurde, aber viel zum Verständnis des Abendmahls beitragen kann. Wie die Becherhandlung gewöhnlicherweise abgelaufen wäre, haben wir eben gesehen. Jesus weicht von diesem Usus ab, indem er &#039;&#039;seinen&#039;&#039; Becher an die Jünger weitergibt. Weiterhin ist aber auszugehen von [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]: Das Partizip &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; steht dort im Nominativ und kann sich daher nicht auf das &#039;&#039;Blut&#039;&#039; beziehen (das im Dativ steht), sondern muss sich auf den &#039;&#039;Becher&#039;&#039; beziehen. Nach Lukas Darstellung reicht Jesus also nicht nur seinen Becher an seine Jünger weiter, sondern leert zuvor auch noch einen Teil des Weines aus. Wenn wir nicht von vornherein davon ausgehen wollen, dass Lukas hier grammatisch falsch formuliert hätte oder dass Lukas von einer anderen Becherhandlung ausgeht als Markus und Matthäus, müssen wir zunächst einmal davon ausgehen, dass hinter dem &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; in Mk und Mt die selbe Vorstellung steht.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Handlungen sind (abgesehen von einem möglichen Beleg für das Ausleeren in 4 Makk 3,16) für den jüdischen Kulturraum nicht belegt, sind aber gewöhnliche Bräuche beim hellenistischen Gastmahl: Die „Libation“ und der „geweihte Becher“. Bei der Libation weiht der Vorsitzende des Gastmahls seinen Becher einem Gott, opfert ihm dann einen Teil des Inhalts, indem er ihn auf den Boden oder in den Herd gießt, und trinkt den Rest; die übrigen Gäste folgen seinem Beispiel. Der geweihte Becher dagegen wird nicht geleert, sondern von einem Gast zum nächsten weitergereicht, damit jeder einen Schluck davon nehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim griechischen Gastmahl gingen mehrere solcher geweihter Becher um, die verschiedenen Göttern geweiht waren, und eines der Probleme Pauli mit der Eucharistie der Korinther scheint gewesen zu sein, dass sie den „Jesus-becher“ einfach zusätzlich zu den anderen Gottheiten geweihten Bechern getrunken haben (s. [[1 Korinther 10#s21 |1 Kor 10,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurden diese beiden Bräuche wohl auch miteinander kombiniert (vgl. z.B. Smith 2002, S. 30; Tolles 1943, S. 86f), und eine solche Kombination haben wir uns auch für das Letzte Abendmahl zu denken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist dann die Bedeutung der Handlung am Brot einerseits und der Doppelhandlung am Becher andererseits. Sinn des Teilens und Essens des „be-beteten“ Brotes ist unter anderem die Vermittlung von „Anteil an der fürsorgenden Güte Gottes [... und] die Gemeinschaft miteinander [...] vor Gott und unter seinem Segen“ (Hofius 2000, S. 284). Das selbe gilt für den Doppelbrauch von Libation und geweihtem Becher: Von beiden Bräuchen erhoffte man sich - sozusagen im Gegenzug für das Weinopfer - eine Segnung. Durch die Libation, bei der aus dem selben Kelch das Opfer vorgenommen und getrunken wurde, wurde außerdem im Trinken eine Gemeinschaft zwischen dem einzelnen Trinker und der Gottheit hergestellt; durch das Kreisen des geweihten Bechers die Gemeinschaft untereinander vor der Gottheit, der der Becher geweiht war (vgl. Tolles 1943, S. 108-111). Beide Handlungen haben den selben Sinn: Hinwendung zu Gott und Vermittlung von Gottes Segen einerseits; Herstellung von Gemeinschaft mit Gott und untereinander andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte, wie sehr schon in der bloßen Handlng die spätere theologische Ausdeutung der Eucharistie vorgezeichnet ist. Vgl. z.B. folgenden Ausschnitt aus dem Eucharistiegebet der Traditio Apostolica: „Seines Todes und seiner Auferstehung eingedenk bringen wir dir das Brot und den Kelch dar. ... Auch bitten wir dich, deinen Heiligen Geist auf die Gaben deiner Kirche herabzusenden. ... Gib allen Heiligen, die sie empfangen, Erfüllung mit Heiligem Geist...“ - Die eucharistischen Gaben werden Gott als Opfer dargebracht; gleichwohl aber konsumiert. Und im Gegenzug sendet Gott seinen Geist auf die Gaben - und über den Umweg des Gabenkonsums auch auf die Gemeinde - herab und schenkt ihnen so durch die „Geist-Erfüllung“ Gemeinschaft mit sich und untereinander.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Handlungen spricht Jesus also seine Gabeworte. „Dies ist mein Leib“, sagt er, und: „Dies ist mein Blut“. Das „dies“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Gaben selbst; nicht auf die Handlungen (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_al FN al]) - aber die Handlungen spielen auf jeden Fall mit hinein:  „Dies ist mein Leib“ spricht Jesus über dem &#039;&#039;gebrochenen, zu verspeißenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Brot; „dies ist mein Blut“ über dem &#039;&#039;vergossenen, zu trinkenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Wein.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;soma&#039;&#039;, „Leib“, ist ein sogenannter „anthropologischer Ganzheitsbegriff“, der nicht wie im Deutschen nur auf den „Körper“ bezogen werden darf. „Dies ist mein Leib“ meint: „Dieses Brot bin ich selbst. Das bin ich mit meiner Geschichte und meinem Leben“ (Lohfink 2011, S. 360). Dieses sein „Selbst, seine Geschichte und sein Leben“ deutet Jesus mithilfe des segensvermittelnden Brotes, das er dann an seine Jünger verteilt, und macht dieses so zum Symbol für seine „Proexistenz“. Ähnlich beim „vergossenen Blut“, das sich klar auf Jesu bevorstehenden Tod bezieht: Jesus deutet seinen Tod mithilfe des segensvermittelnden Weines, den er dann ebenfalls an seine Jünger verteilt, und macht diesen so zum Symbol für Jesu „Pro-exitus“, wie man entsprechend formulieren könnte. Diese „Pro“-Bedeutung wird bei Markus noch zusätzlich unterstrichen durch das „für viele“. „Dies ist mein Leib“ und „dies ist mein Blut“ meint: Ich habe &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; gelebt und werde &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_14&amp;diff=25188</id>
		<title>Diskussion:Markus 14</title>
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		<updated>2017-03-18T13:29:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: rem hist präsens (da jetzt in der Studienfassung enthalten)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 3-9 (HaCeMei), 53-60 (Ben), 61-62 (Jan), restliche Verse Thommy B&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 61-62 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-25 (Sebastian), 26-31 (Benjamin), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-25 (Sebastian); 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1-11: Streitgespräch&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Ernst 1963, Evans 2001, France 2002, Gnilka 1978, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959, Dschulnigg 2007, Evans 2001, France 2002, Gundry 2000, Kleist 1937, Marcus 2009, van Iersel 1998 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: Cranfield 1959; Dschulnigg 2007; Evans 2001; France 2002; Gnilka 1978; Gundry 2000; Marcus 2009; van Iersel 1998. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: NET Fußnoten (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &amp;lt;u&amp;gt;1-11&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NeÜ, NGÜ, NL, OEB, Pfäfflin, Schumacher, Stier, T4T, Thüsing/Hecht 2011, WIL, Zink (Sebastian);&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;12-16&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAR, KAM, NGÜ, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;17-25&amp;lt;/u&amp;gt;: B/N, BB, HfA, GN, KAM, NGÜ, NL, OEB, T4T, Thüsing/Hecht 2011, Zink. (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;26-31&amp;lt;/u&amp;gt;: GN, HFA, LUT, NL, NGÜ, T4T&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;53-62&amp;lt;/u&amp;gt;: LUT, GNB, REB, SLT, EÜ, ZÜR, Menge, ESV, NET, NRSV, NASB95, LEB, NIV (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-25 (Sebastian), 53-62: (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zitierte Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baldovin, John F.: Eucharistic Prayer, in: Paul F. Bradshaw: The New SCM Dictionary of Liturgy and Worship. London, 2013. S. 192-199.&lt;br /&gt;
* Barton, Stephen C.: Mark as Narrative. The Story of the Anointing Woman, in: ET 102/8, 1991. S. 230-234.&lt;br /&gt;
* Beavis, Mary Ann: Women as models of faith in Mark, in: BTB 18/1, 1988. S. 3-9.&lt;br /&gt;
* Black, Matthew: Die Muttersprache Jesu. Das Aramäische der Evangelien und der Apostelgeschichte. Stuttgart, 1967.&lt;br /&gt;
* Breytenbach, Cilliers: &#039;Christus starb für uns&#039;. Zur Tradition und paulinischen Rezeption der sogenannten &#039;Sterbeformeln&#039;, in: NTS 49/4, 2003. S. 447-475.&lt;br /&gt;
* Casey, Maurice: Aramaic Sources of Mark&#039;s Gospel. Cambridge, 2004.&lt;br /&gt;
* Chilton, Bruce: A Feast of Meanings. Eucharistic Theologies from Jesus through Johannine Circles. Leiden u.a., 1994.&lt;br /&gt;
* Cranfield, C.E.B.: The Gospel according to Saint Mark. Cambridge, 1959.&lt;br /&gt;
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* Tolles, Delight: The Banquet-Libations of the Greeks. Michigan, 1943.&lt;br /&gt;
* Torrey, Charles Cutler: In the Fourth Gospel the Last Supper Was the Paschal Meal, in: JQR 42/3, 1952. S. 237-250.&lt;br /&gt;
* Trummer, Peter: „...dass alle eins sind!“ Neue Zugänge zu Eucharistie und Abendmahl. Düsseldorf, 2001.&lt;br /&gt;
* van Iersel, Bas M.F.: Mark. A Reader-Response Commentary. Sheffield, 1998.&lt;br /&gt;
* Versnel, Henk S.: Making Sense of Jesus´ Death. The Pagan Contribution, in: Jört Frey / Jens Schröter: Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament. Tübingen, 2005.&lt;br /&gt;
* Weidemann, Hans-Ulrich: „Dies ist mein Bundesblut“ (Mk 14,24). Die markinische Abendmahlserzählung als Beispiel für liturgisch beeinflusste Transformationsprozesse, in: Ders. u.a.: Aneignung durch Transformation. Beiträge zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum. FS. Michael Theobald. Freiburg u.a., 2013. online unter: https://goo.gl/Cz0EdY&lt;br /&gt;
* Willi-Plein, Ina: Opfer und Kult im alttestamentlichen Israel. Textbefragungen und Zwischenergebnisse. Stuttgart, 2003.&lt;br /&gt;
* Zager, Werner: Wie kam es im Urchristentum zur Deutung des Todes Jesu als Sühnegeschehen? Eine Auseinandersetzung mit Peter Stuhlmachers Entwurf einer „Bibischen Theologie des Neuen Testaments“, in: ZAW 87/3-4, 1996. S. 165-186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abgrenzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung des Kapitels in sinnvolle Abschnitt steht noch aus. Da sich der Abschnitt 53–62 mit der mir vorliegenden Literatur nicht deckt, habe ich den Status „fast gut“ entfernt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 12:12, 13. Apr. 2012 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit kleineren Einheiten? Interessant ist auch, dass der übersetzte Abschnitt bis V. 65 geht, aber in der Checkliste habe ich 63-65 nicht eingetragen. Mir fehlt jedoch die Zeit, das zu prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ja andere Argumente gegen den Status. Ich weiß nicht, ob ich heute nochmal eine Übersetzung als &amp;quot;fast gut&amp;quot; markieren würde, die ich (oder jemand anderes) nicht anhand eines richtigen Kommentars (NET ist eher als Ergänzung gut) überprüft hätte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:27, 13. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Kommentaren ist zu lesen, dass ein Mann mit Wasser&#039;&#039;krug&#039;&#039; so ungewöhnlich wäre, dass es sich wohl auch hier um ein vorher vereinbartes Zeichen handelt (z.B. Camacho/Mateos 1994, S. 243; Casey 2004, S. 227; Cranfield 1959, S. 422; France 2002, S. 564f; Evans 2001, S. 373f; Klausner 1926, S. 327 u.ö.). Dazu Marcus 2009, S. 945: Die Aussage kommt ursprünglich von Lagrange, der das aus seinen Beobachtungen in die Zeit Jesu eingetragen hat und die dann unkritisch übernommen worden ist; eigentlich gibt es nichts, was dafür spricht.&lt;br /&gt;
Ich habe das daher bewusst nicht aufgenommen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:10, 19. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
Bisher sind die Partizipien vorzeitig übersetzt („Und nachdem sie gegessen hatten“). Dies habe ich in keiner anderen Übersetzung und auch in keinem der mir vorliegenden Kommentare (Gnilka 1979 &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1989; Collins 2007) so gefunden. Dazu steht die folgende Fußnote mit der Aussage, wir würden der „Standard-Übersetzung“ folgen. Ich setze die Zielrichtung der Fußnote um, indem ich auf „Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte“ ändere und die Fußnote kürze.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und nachdem sie gegessen hatten und er (Und als sie aßen [und] als er)&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“). Bei Mk und Mt aber wirkt es wegen der Zeitangaben in Vv. 18.22.23 so, als würde sowohl die Brot- als auch die Becherhandlung &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen stattfinden; man leitet daraus dann ab, dass die Gemeinde des Markus ihre Feier des Abendmahls in einer anderen als der üblichen Abfolge gefeiert und die Brothandlung zur Kelchhandlung ans Ende der Feier verschoben habe, was dann Markus auch in den Bericht vom Abendmahl „hineingeschrieben“ hätte: Während dem Hauptgang macht Jesus seine Judas-Prophezeiung und erst &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Hauptgang folgen Brot- und Becherhandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Vielleicht ist diese Deutung gar nicht notwendig: Die beiden Präsenspartizipien in V. 18 könnte man unter Umständen auch als „volitive Partizipien“ auffassen (vgl. z.B. [[Matthäus 27#s40 |Mt 27,40]]: „Der du den Tempe einreißen und aufrichten &#039;&#039;willst&#039;&#039;...“; [[Hebräer 11#s6 |Heb 11,6]]: „Dem, der Gott nahen &#039;&#039;will&#039;&#039;...“ ): „Als sie sich zu Tisch legen und essen &#039;&#039;wollten&#039;&#039;“, d.h., direkt vor dem Hauptgang und dem Umzug ins Speißezimmer. In diesem Falle würden die Aoristpartizipien in Vv. 22f nur die gewöhnlichen Zeitpunkte von Brot- und Kelchgebet markierten: V. 22: „Als sie aßen und als er Brot genommen und [Gott] gepriesen hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Anfang des Hauptgangs -; V. 23 „Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt hatte“ - nämlich wie gewöhnlich am Ende des Hauptgangs. So aber niemand, daher bleiben auch wir bei der Standard-Übersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] ([[Benutzer Diskussion:Olaf|Diskussion]]) 12:04, 18. Mär. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Links auf hilfreiches Material===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich auf dem Blog eines Neutestamentlers einige Blog-Einträge zu exegetischen Details von Mk 14 gefunden, die sicher für die Übersetzung lohnenswert zu berücksichtigen sind. In [http://ntresources.com/blog/?p=1543 Mark 14:25, καινός, revisited] untersucht Rod Decker die Rolle von „neu“ in Mk 14,25. Die anderen Titel sind ebenso selbsterklärend wie der erste: [http://ntresources.com/blog/?p=1550 Mark 14:47, εἷς τις] und [http://ntresources.com/blog/?p=1553 Long genitive strings, Mark 14:3]. Der erste Eintrag scheint der nützlichere zu sein. Leider ist keine der drei Stellen bislang in unserer Übersetzung enthalten. [[Benutzer:Ben|Ben]] 11:44, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ok falsch, Vers 3 wurde natürlich schon übersetzt. Allerdings nicht von mir, sodass ich mir das erst genauer anschauen müsste. Irgendwann macht das irgendjemand sicher noch. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 11:45, 2. Mär. 2012 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Benjamin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25187</id>
		<title>Markus 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=25187"/>
		<updated>2017-03-18T13:28:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Benjamin: hist pr&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{L|1}}&lt;br /&gt;
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{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Nach dem Essen und nachdem Jesus ein Brot genommen und Gott dafür gepriesen hatte, zerbrach er es, gab die Stücke seinen Jüngern und sagte: „Nehmt! Dieses Brot bin ich.“ {{L|23}} Und nachdem er seinen Becher genommen und Gott auch für den Wein gedankt hatte, gab er ihn seinen Jüngern und alle tranken daraus. {{L|24}} Und Jesus sagte: „Dieser Wein ist mein für viele vergossenes Bundesblut.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bundesblut&#039;&#039; - Ein Begriff aus dem jüdischen Kultwesen (s. [[Exodus 24#l8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]). Das Blut eines Lammes diente im Tempelkult dazu, einen „Bund“ zwischen Gott und Menschen zu besiegeln und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Diese Funktion spricht Jesus hier seinem Tod zu. S. ähnlich auch [[Johannes 1#l29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#l25 |Röm 3,25f]]; [[Hebräer 9#l13 |Heb 9,13-15]].&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
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{{L|26}}&lt;br /&gt;
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{{L|64}}&lt;br /&gt;
{{L|65}}&lt;br /&gt;
{{L|66}}&lt;br /&gt;
{{L|67}}&lt;br /&gt;
{{L|68}}&lt;br /&gt;
{{L|69}}&lt;br /&gt;
{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
{{L|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Pascha-Fest und [das Fest der] ungesäuerten Brote waren {aber} in zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Pascha“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30031/ Passa (AT) (WiBiLex)], zur heutigen Gestalt des Paschafestes gut [https://goo.gl/cxyLrL Böckler 2006: Das Geburtstagsfest des Volkes]), das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Paschafest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte (vgl. näher [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25696/ Mazzen / Mazzotfest (WiBiLex)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da suchten die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz). Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin selbst; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes&amp;lt;ref&amp;gt;oder: &#039;&#039;vor den Festgängern&#039;&#039; – so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 2009, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Pascha-Lamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Pascha-Fest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simons des Leprakranken&#039;&#039; - Die Identität dieses Simon ist ungeklärt. Das biblische „Lepra“ meint nicht die selbe Krankheit wie unser heutiges Wort „Lepra“. Ob eine bestimmte andere Krankheit damit gemeint war oder ob der Begriff eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten war, ist ebenfalls noch unklar. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, welche Krankheit genau gemeint ist, sondern die Tatsache, dass derartige Hautkrankheiten den Kranken „unrein“ machten und der Aufenthalt Jesu in seinem Haus klar den Normen seiner Zeit widerspricht (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 416; Marcus 2009, S. 933). Jesu Feiern im Haus von Leprösen liegt also auf einer Linie mit seinem Feiern mit Zöllnern und Sündern.&amp;lt;/ref&amp;gt; war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren, reinem Nardenparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbarem, reinem Nardenparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon Lightfoot 1859, S. 446; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2001, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (2), da sie häufiger in Üss. gewählt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2009, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Einige aber waren {untereinander} verärgert (voller Empörung) [und sagten] zueinander: „Für was ist diese Verschwendung des Parfums geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte nämlich dieses Parfum für mehr als 300 Denare&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;300 Denare&#039;&#039; - Mehr als das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Arbeiters. M. Pea 8,8 nennt 200 Denare als jährliches Existenzminimum (vgl. Dschulnigg 2007, S. 357; s. die [http://www.sefaria.org/Mishnah_Peah.8?lang=en&amp;amp;layout=lines&amp;amp;sidebarLang=all Üs. bei Open Mishnah]); umgerechnet auf heutige Verhältnisse hätte das Parfum also (laut dt. Steuersystem) einen Wert von fast 13.000 €.&amp;lt;/ref&amp;gt; (teurer als für 300 Denare) verkaufen und [den Erlös] den Armen geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Man hätte dieses Parfum verkaufen können&#039;&#039; - W. „Dieses Salböl konnte verkauft werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und sie machten ihr Vorwürfe.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: „Lasst sie! Was macht ihr ihr Beschwerden?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was macht ihr ihr Beschwerden?&#039;&#039; – Gr. Idiom, die Bed. ist etwa „Was lasst ihr sie nicht in Frieden?“ (s. noch [[Lukas 11#s7 |Lk 11,7]]; [[Lukas 18#s5 |18,5]]; [[Galater 6#s17 |Gal 6,17]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat ein gutes Werk&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gutes Werk&#039;&#039; - &#039;&#039;kalon ergon&#039;&#039;, wie im Dt. ein Terminus technicus für Wohltätigkeit. Im Judentum wurden auch gute Taten an Toten zu solchen „guten Werken“ gerechnet; schon hier wird also auf V. 8 vorausverwiesen (vgl. z.B. Dschulnigg 2007, S. 357).&amp;lt;/ref&amp;gt; an mir getan – &lt;br /&gt;
{{S|7}} und&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039; - W. „denn“; der Satz ist die Rechtfertigung dafür, warum es in Ordnung ist, etwas Gutes an Jesus zu tun, wenn dies gleichzeitig verhindert, etwas Gutes für die Armen zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Armen habt ihr immer bei euch und sooft (falls) ihr wollt, könnt ihr ihnen (immer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;(immer)&#039;&#039; - so viele Handschriften. Ob dies dritte &#039;&#039;immer&#039;&#039; aus stilistischen Gründen zum Urtext hinzugefügt wurde (=&amp;gt; Symmetrie) oder aus dem Urtext gestrichen wurde (=&amp;gt; redundante Wortwdh.), lässt sich nicht entscheiden. Die überwältigende Mehrheit übersetzt es nicht. Sinnvoll wäre es im Kontext allemal: Das Entscheidende an dieser Aussage Jesu ist, dass der aktuelle Zeitpunkt eine absolute Ausnahmesituation ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; wohltun (Gutes tun); mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie [tun] konnte (was sie hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte (hatte)&#039;&#039; - W. „Was sie hatte“, hier (wie auch sonst manchmal) i.S.v. „vermögen, können“. Mit dieser Wortwahl soll vermutlich angespielt werden auf Jesu Aussage über das letzte Scherflein der Witwe in [[Markus 12#s44 |Mk 12,44]]: Mk 13 - die Markus-apokalypse - wird gerahmt von zwei Erzählungen von Frauen, die paradigmatisch für den richtigen Gebrauch von Geld (am Ende der Zeit) sind (vgl. z.B. van Iersel 1998, S. 417; Marcus 2009, S. 941).&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat sie getan: Sie hat es vorweggenommen, meinen Leib für das Begräbnis einzubalsamieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einzubalsamieren&#039;&#039; - Hier wird das Verb &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; statt &#039;&#039;chrio&#039;&#039; („salben“) verwendet. Viele denken, die Parfumierung der Frau habe auf einer zweiten Bedeutungsebene den Sinn, dass Jesus hier zum Messias gesalbt werden sollte (wie z.B. David in [[1 Samuel 16#s13 |1 Sam 16,13]]; so z.B. Guijarro/Rodriguez 2011; Park 2012). Doch dafür wäre sehr wahrscheinlich eben &#039;&#039;chrio&#039;&#039; statt &#039;&#039;katacheo&#039;&#039; („herabgießen“) und &#039;&#039;murizo&#039;&#039; („einbalsamieren“) verwendet worden (Marcus 2009, S. 396; vgl. ähnlich Lücking 1993, S. 110) und außerdem wohl &#039;&#039;elaion&#039;&#039; („Öl“) statt &#039;&#039;muron&#039;&#039; („Parfum“). Aus diesem Grund muss man die Salbung zunächst wohl doch „nur“ als „schlichte Wohltat beim Mahl“ verstehen (vgl. [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]]; Jos.Ant 19,239: „[...Er] erschien [...] dort mit gesalbtem Haar, als käme er von einem Trinkgelage [...].“) - und was sie auf der tieferen Ebene bedeutet, sagt Jesus in diesem Vers ja selbst.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Amen, ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; - ein sog. „nicht-responsorisches Amen“: Durch „Amen, ich sage euch“ eingeleitete Sätze finden sich in der Bibel ausschließlich bei Jesus und dienen v.a. dazu, den folgenden Satz zu markieren als ein(e) mit Vollmacht geäußerte(s) Voraussage / Urteil (BB: „Damit verbürgt er sich dafür, dass seine Worte wahr sind und Gültigkeit haben.“). In V. 25 außerdem verstärkt durch die Konstruktion &#039;&#039;ou me&#039;&#039; + Aorist; die stärkstmögliche Verneinung zukünftiger Geschehnisse im Griechischen. Am sinnvollsten übersetzt daher Zink: „Was ich sage, ist wahr: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo auch immer diese Freuden-Botschaft (dieses Evangelium)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Evangelium&#039;&#039; – „Evangelium“ ist hier noch keine Gattungsbezeichnung für eine Textsorte, sondern ein stehender Begriff für die frohe (!) Botschaft über Leiden und Tod Jesu, die die Kirche in der ganzen Welt verkündigen muss (zur Stelle vgl. gut Schillebeeckx 1975, S. 97). „Dieses Evangelium“ bezieht sich also zurück auf das, was durch das „Sie hat es vorweggenommen, mich für mein Begräbnis einzubalsamieren“ angesprochen ist, nämlich den Tod Jesu - und dieser ist eine „frohe Botschaft“.&amp;lt;br /&amp;gt;Richtig daher die Paraphrase von Zink: „Wo immer Menschen einander sagen werden, daß ich starb, um der Welt das Leben zu schenken, da wird man erwähnen, was sie eben getan hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der ganzen Welt verkündet wird, wird auch von dem, was diese getan hat, gesprochen werden - zur Erinnerung an sie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohepriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn zur rechten Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur rechten Zeit&#039;&#039; - sehr oft: „bei günstiger Gelegenheit“. Im Gr. steht hier aber &#039;&#039;eukairos&#039;&#039;, die „gute rechte-Zeit“, und da sowohl in Vv. 1f. als auch Vv. 3-9 die &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; das Thema ist, liegt eine andere Übersetzung als „zur rechten Zeit“ sehr fern. Richtig daher MSG: „He started looking for just the right moment to hand im over“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag [des Festes] der ungesäuerten [Brote],&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Zeitangabe s. den  [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung].&amp;lt;/ref&amp;gt; als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 12f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;als sie das Pascha[lamm] opferten (an dem man das Pascha[lamm] zu opfern pflegte)&#039;&#039; (V. 12) + &#039;&#039;Geht in die Stadt&#039;&#039; - Weil das Verb &#039;&#039;ethuon&#039;&#039; sich sowohl personal („als sie (sc. die Jünger) opferten“) als auch impersonal („an welchem man zu opfern pflegte“) deuten lässt, lassen sich zwei mögliche Situationen der Perikope rekonstruieren: (1) Jesus und seine Jünger sind gerade im Tempelbezirk, wo nach Vorschrift Jesus als der Vorsteher des Paschamahls das Lamm schlachtet, das dann am Abend verspeist werden wird. In dieser Situation fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollen, und er gibt ihnen daher die Anweisung, [aus dem Tempelbezirk hinaus] in die Stadt zu gehen. (2) Jesus und seine Jünger befinden sich zum Zeitpunkt, zu dem „man“ üblicherweise das Paschalamm schlachtet, noch in Bethanien oder auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem, als die Jünger Jesus ihre Frage stellen, und also weist er sie an, [von Bethanien/vom Weg aus] in die Stadt zu gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach V. 15 ist der Speisesaal bereits vorbereitet, weshalb der größte Teil der noch zu leistenden Vorbereitungen im Braten des Lammes besteht. Weil nach Sitte Jesus es war, der dieses Lamm zu schlachten hatte, würde Rekonstruktion (2) bedeuten, dass Jesus die Jünger ohne ein Lamm zum Kochen schickt. Das macht nicht viel Sinn; wahrscheinlicher ist daher Rekonstruktion (1). So z.B. auch Casey 2004, S. 203f.; Evans 2001, S. 373. Für Rekonstuktion (2) dagegen z.B. France 2002, S. 564; Gundry 2000, S. 820; Marcus 2009, S. 944.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fragten&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihn seine Jünger: „Wo willst du, [dass] wir {fortgehend} vorbereiten, damit du das Pascha essen kann?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zwei seiner Jünger&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zwei seiner Jünger&#039;&#039; - Offenbar keine Mitglieder des Zwölferkreises, s. V. 17. Für das Abendmahl muss dann die Anwesenheit von noch mehr Gästen als nur Jesus und dem Zwölferkreis vorausgesetzt werden (so auch Casey 2004, S. 227f.; Evans 2001, S. 374), und aus diesem Grund muss in V. 15 die Größe des Oberzimmers betont werden. Casey und Evans setzen außerdem die Anwesenheit von Frauen als Selbstverständlichkeit voraus - der Text selbst jedenfalls schweigt sich darüber aus. Vgl. auch Heininger 2005, S. 12 zu [[Markus 15#s40 |Mk 15,40f]]: Wo sonst blieben die „vielen Frauen“, die Jesus nach Jerusalem gefolgt waren?&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagte zu ihnen: „Geht in die Stadt, und es wird ein Mann auf euch zutreten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf euch zutreten&#039;&#039; - nicht: „&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; werdet treffen“ (so viele Üss.), LSJ S. 178: „move from a place to meet a person“ - die Initiative liegt beim Wasserträger. S. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm,&lt;br /&gt;
{{S|14}} und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn {dass}: ‚Der Lehrer sagt: ‚Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Pascha[mahl] mit meinen Jüngern essen kann?‘‘!&amp;lt;ref&amp;gt;Da man zu Jesu Zeit das Paschamahl in Jerusalem zu sich nehmen sollte (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_d FN d]), war es üblich, die Gastfreundlichkeit von Einheimischen in Anspruch zu nehmen und das Paschamahl in deren Haus zu sich zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und dieser wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, möbliert und vorbereitet. Dort bereitet  für uns vor!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vorbereitet&#039;&#039; ... &#039;&#039;dort bereitet vor&#039;&#039; - nämlich Möblierung etc. ist vorbereitet, das Essen aber noch nicht (vgl. z.B. Evans 2001, S. 375).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt, und sie fanden [alles so] vor, wie er [es] ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Pascha[mahl] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend geworden war (wurde), kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er mit den Zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie [bei Tisch] lagen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lagen&#039;&#039; - S. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_f FN f]: Jesus feiert sein Letztes Abendmahl nach dem Muster eines Abendmahls wohlhabender Menschen. Das Liegen ist nicht auf das Datum zurückzuführen, s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und aßen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Partizipien&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Während sie [bei Tisch] lagen und aßen (Als sie sich zu Tisch legen und essen wollten)&#039;&#039; (V. 18) + &#039;&#039;Und als er bei ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte&#039;&#039; (V. 22) - Zu Jesu Zeit liefen ein griechisches Gastmahl, ein jüdisches Festmahl und später auch ein Passamahl alle nach dem selben Muster ab: Nach einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße ging man in den Speißesaal, um dort im Liegen den Hauptgang einzunehmen, an den sich danach noch ein längerer Umtrunk anschloss. Das Gebet über dem Brot und das Brotbrechen leitete den Hauptgang ein, das Gebet über dem Kelch war die Brücke zwischen Hauptgang und Umtrunk. Diese Abfolge müssen wir uns auch für das Letzte Abendmahl denken ([[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]]: „Der Becher &#039;&#039;nach&#039;&#039; dem Essen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte Jesus: „Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Einer von euch, der mit mir isst,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der mit mir isst&#039;&#039; - Vermutlich ein Zitat von [[Psalm 41#9 |Ps 41,9]], wo ein unschuldig Leidender sich darüber beklagt, dass seine Feinde ihn töten wollten und auch sein Freund, dem er vertraute &#039;&#039;und der mit ihm Brot aß&#039;&#039;, ihn verderben wolle. Das Präsens ist daher besser gnomisch zu verstehen: Nicht „einer, der aktuell mit uns am Tisch sitzt“, sondern „einer meiner üblichen Tischgenossen“.&amp;lt;br /&amp;gt;Miteinander zu essen, Tisch und Schüssel zu teilen (s. V. 20), ist ein Symbol für Freundschaft und Verbundenheit; dass es „einer von euch“ ist, „einer der Zwölf“, „einer, der mit mir isst“ und „einer, der mit mir in die selbe Schüssel tunkt“, macht den Verrat noch verwerflicher, als er ohnehin schon ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Verwendung des Artikels vgl. Zerwick §192.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mich ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; - Leitwort im Mk-Evangelium; stets im Sinne von „feindlichen Institutionen ausliefern“ verwendet (s. [[Markus 9#s31 |Mk 9,31]]; [[Markus 10#s33 |10,33]]; [[Markus 13#s9 |13,9]].[[Markus 13#s11 |11f]]; [[Markus 14#s11 |14,11]].[[Markus 14#s21 |21]].[[Markus 14#s42 |42]].[[Markus 14#s44 |44]]; [[Markus 15#s1 |15,1]].[[Markus 15#s10 |10]].[[Markus 15#s15 |15]]). Vermutlich auf die Verfolgungssituation der ursprünglichen Leser des Markus zurückzuführen, in der Jesusanhänger dazu gezwungen wurden, andere Christen an die Behörden auszuliefern - die Botschaft ist dann die: Auch Jesus und seine Jünger haben schon dieses Schicksal mit euch geteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das machte sie bestürzt (traurig) und einer nach dem anderen sagte zu ihm: „Doch nicht etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Da sagte er zu ihnen: „Einer der Zwölf, der [das Brot] mit mir in die (eine)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;die (eine)&#039;&#039; - Einige Handschriften haben hier ein zusätzliches „eine“. Ob die Handschriften damit den Ausdruck verschärfen („in &#039;&#039;die selbe&#039;&#039; Schüssel“) und an die vorigen „eins, eine“ („einer von euch...“, „einer nach dem anderen...“, „einer der Zwölf...“) anpassen oder aus stilistischen Gründen wegen derselben „eins, eine“ dieses vierte „eine“ streichen wollten, lässt sich nicht entscheiden (so auch Wilckens 2014). Tendenziell für den längeren Text sprechen sich z.B. Cranfield 1959, S. 424; Gundry 2000, S. 837 und Marcus 2009, S. 950 aus; so auch H-R; EÜ. Die meisten Üs. aber übersetzen den kürzeren Text, so daher auch wir.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüssel tunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in die Schüssel tunkt&#039;&#039; - der Satz meint das selbe wie das vorige „der mit mir isst“: „Einer meiner (üblichen) Tischgenossen“. Zum Eintunken von Speißen in eine Schüssel s. z.B. [[Rut 2#s14 |Rut 2,14]]; nicht gemeint ist hier Charoset (das Fruchtmus, das zu den vorgeschriebenen Speißen eines Passaseders gehört); auch dieses wurde vermutlich erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod eingeführt (s. Anmerkungen und vgl. Kulp 2005, S. 113).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Menschensohn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; - Ein weiteres Leitwort bei Markus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geht&#039;&#039; - In jüd. Schriften verbreiteter Euphemismus für „Sterben“ (vgl. gut z.B. Marcus 2009, S. 951). Bes. häufig bei Joh zu finden, s. z.B. [[Johannes 7#s33 |Joh 7,33]]; [[Johannes 8#s21 |8,21f]]; [[Johannes 13#s3 |13,3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zwar, wie über ihn geschrieben steht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie geschrieben steht&#039;&#039; - Übliche Formel, um auszudrücken, dass etwas den Prophezeiungen des AT und damit dem Willen Gottes, der sich aus diesen Prophezeiungen herauslesen lässt, entspricht (vgl. z.B. Donner 1994); bei Mk s.. z.B. noch [[Markus 1#s2 |Mk 1,2]]; [[Markus 9#s12 |9,12f]]; [[Markus 11#s17 |11,17]]; [[Markus 14#s27 |14,27]]. Auf welche Stelle unser Vers sich bezieht, ist aber (wie öfters) ungewiss.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und als er bei&amp;lt;ref=&amp;quot;Partizipien&amp;quot; /&amp;gt; ihrem Essen ein Brot genommen und [Gott] gedankt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - Nicht: „[das Brot] gesegnet“. Nach späteren rabbinischen Texten betete man vor dem Hauptgang über dem Brot und nach dem Hauptgang über dem Wein eine sogenannte &#039;&#039;Berakah&#039;&#039;; über dem Brot z.B.: „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du das Brot der Erde hervorbringst“ (m.Ber. 6,1). Ein ähnliches Gebet müssen wir uns auch bei Jesus denken; die Didache z.B. empfiehlt daher als Eucharistiegebet eine „christianisierte“ Form einer solchen Berakah: „Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,3). Dass [[Lukas 22#s19 |Lk 22,19]] und [[1 Korinther 11#s24 |1 Kor 11,24]] statt hier „danken“ statt „segnen“ stehen haben, ist nicht bedeutsam; eine Berakah &#039;&#039;ist&#039;&#039; ein Dankgebet und „Gepriesen bist du, der du / denn du...“ &#039;&#039;meint nur&#039;&#039; „Danke dafür, dass...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, brach er [es]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er [Gott] gepriesen hatte, brach er [es]&#039;&#039; - Die üblichen jüdischen Gesten zur Eröffnung einer Hauptmahlzeit (vgl. z.B. gut Hofius 1988, S. 379). Markus scheint diese Handlung ans Ende der Hauptmahlzeit verschoben zu haben (s. dazu [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gab [es] ihnen und sagte: „Nehmt, dies&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dies&#039;&#039; - Immer wieder wiederholt worden ist in letzter Zeit die Analyse von Luz, das Neutrum „dies“ könne sich nicht auf das Maskulinum „Brot“ beziehen und müsse daher die &#039;&#039;Handlung&#039;&#039; des Brotbrechens und -verteilens meinen (so z.B. Heininger 2005, S. 44; Niemand 2002, S. 97; Luz 2002, S. 4f; Schröter 2006, S. 128; Trummer 2001, S. 136f). Das ist falsch. Im Griechischen richten sich Demonstrativpronomen sogar häufiger im Genus nach der &#039;&#039;Subjektsergänzung&#039;&#039; (hier also das Neutrum „Leib“) als nicht (vgl. HvS §263e; z.St. auch Söding 2002, S. 55; Weidemann 2013, S. 84f). Dass mit „dies“ also nicht das Brot, sondern die Handlung bezeichnet wird, ist grammatisch möglich, aber keinesfalls notwendig und auch nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mein Leib!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Hierzu s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und nachdem er einen Becher (Kelch)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Becher (Kelch)&#039;&#039; - Eher „Becher“ als „Kelch“. Das Wort ist bis vor Kurzem intensiver im anglophonen Sprachraum diskutiert worden, da dort in der kath. Kirche bis zur Revision des Römischen Messbuchs die Übersetzung „cup“ („Becher“) in Gebrauch war, nach der Revision aber durch „chalice“ („Kelch“) abgelöst wurde. Im Griechischen steht hier &#039;&#039;poterion&#039;&#039;, womit allgemein Trinkgefäße bezeichnet wurden; die Entsprechung von „Kelch“ wäre tendenziell eher &#039;&#039;kylix&#039;&#039;. Das Missale übersetzt dennoch „Kelch“, um so der Übersetzungsentscheidung von Hieronymus in der Vulgata zu folgen (&#039;&#039;calix&#039;&#039;). &#039;&#039;Calix&#039;&#039; aber wurde zu Hieronymus Zeit allgemein für Trinkgefäße verwendet (daher übersetzt er z.B. auch in [[Matthäus 10#s42 |Mt 10,42]] &#039;&#039;poterion&#039;&#039; mit &#039;&#039;calix&#039;&#039;, wo klar ein Becher gemeint ist), weshalb auch in der VUL beide Deutungen möglich sind. In den dt. Üss. sind beide Varianten gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; genommen und [Gott] gedankt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Gott] gedankt&#039;&#039; - hierzu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]. m.Ber 6,1 empfiehlt als Berakah über dem Weinbecher „[Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Alls], der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast“; die christianisierte Berakah der Didache lautet „Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstocks Davids, deines Knechtes, den du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“ (Did 9,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, gab er [ihn] ihnen und sie alle tranken aus diesem.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu und zum nächsten Vers s. die Anmerkungen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des (neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;neuen&#039;&#039; - Nicht wenige Handschriften haben hier ein zusätzliches „neue“ - zweifellos eine Angleichung an [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]; [[1 Korinther 11#s25 |1 Kor 11,25]] und damit sekundär (so z.B. auch TCNT).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundes, für viele&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele&#039;&#039; - dient vermutlich zum Ausdruck des Zahlenverhältnisses: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;. S. genauer unten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch dieses Wort wird aktuell sehr heftig diskutiert, daher auch hierzu eine etwas längere Erklärung der Diskussion und zur Rechtfertigung der Übersetzung. Hintergrund der Diskussion ist der, dass in der kath. Liturgie in Deutschland lange Zeit die Formulierung „das für euch und für alle vergossen wird“ gebräuchlich war. In einem [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20070216 Brief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung] von 2006 wurde stattdessen die Übersetzung „für viele“ vorgeschrieben, und vor allem infolge eines [http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2091 Folgebriefes von Benedikt XVI.] an die deutschen Bischöfe entbrannte ein heftiger und leider seltenst sachlich geführter Streit, der mittlerweile nur noch oberflächlich etwas mit der Übersetzung selbst zu tun hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Parteien berufen sich auf [[Jes 53#s12 |Jes 53,12]]. Weil auch dort von jemandem die Rede sei, der für die Sünden anderer stirbt und wegen den gemeinsamen Vokabeln „vergossen“ und eben „viele“ sei klar, dass Mk hier die Jes-Stelle zitiert. Die einen leiten daraus ab, dass das „viele“ in Jesaja wie oft im Hebräischen als „alle“ verstanden werden müsse und dass dies demnach auch die Bedeutung des „viele“ bei Mk sei; die anderen erkennen zwar die Bedeutung „alle“ in Jesaja (und meistens auch Markus!) an, fordern aber dennoch eine „wörtliche“ Übersetzung in Mk, damit der Bezug zu Jes erkennbar sei und keine Deutung in die Mk-Übersetzung eingetragen werde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Argumentationen sind sehr problematisch. Zunächst wurde zu ntl Zeiten nicht der heb. Jes-Text verwendet, sondern entweder die LXX-Übersetzung oder ein Targum. Die LXX-Übersetzung lautet aber nicht „Weil er sein Leben in den Tod &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; hat“, sondern „weil er seine Seele in den Tod &#039;&#039;auslieferte&#039;&#039;“, die von TgJ „Weil er sein Leben dem Tod &#039;&#039;übergab&#039;&#039;“. Der einzige Bezug im Vokabular ist damit das „viele“, und auf dieser Basis von einem „Zitat“ zu sprechen, geht durchaus nicht an (so z.B. richtig Chilton 1994, S. 87; Dunn 2003, S. 815f.; Schröter 2006, S. 129; übrigens sogar Benedikt, obwohl er im Folgenden dann doch mit dem Jes-Text argumentiert). Sodann motivisch: Der Gottesknecht im Jes-Text wurde im frühen 1. Jahrhundert überhaupt nicht als Paradigma eines Menschen aufgefasst, der die Sünden anderer Menschen auf sich nimmt - weder in jüdischen noch in christlichen Texten. Im NT z.B. wird Jes 52,13-53,12 insgesamt sieben Mal zitiert - und nur im spätesten Text, [[1 Petrus 2#s22 |1 Pet 2,22-25]], ist er Paradigma dieses Motivs (vgl. z.B. Zager 1996, S. 180f). Aus diesem Grund kommen heute immer mehr Wissenschaftler von der Vorstellung ab, dass das Gottesknechtslied ein Vorbild für die ntl Texte gewesen sei (vgl. z.B. Versnel 2005, S. 215 und die dort zusammengetragene Literatur). Und weiter: Gerade, wenn wir dennoch davon ausgingen, dass hier ein Jes-Zitat vorläge, gingen beide Argumentationen am Text vorbei, denn der Zweck des „Viele“ wäre dann wie in Jes nicht die Identifikation einer Zielgruppe der „Leistung“ von Gottesknecht und Jesus, sondern der Ausdruck eines &#039;&#039;Zahlenverhältnisses&#039;&#039;: &#039;&#039;Einer&#039;&#039; nimmt die Verfehlungen von &#039;&#039;Vielen&#039;&#039; auf sich / legt für &#039;&#039;viele&#039;&#039; Fürsprache ein / vergießt sein Blut für &#039;&#039;viele&#039;&#039;; s. ähnlich z.B. [[1 Korinther 10#s17 |1 Kor 10,17]]: „Weil es &#039;&#039;ein&#039;&#039; Brot ist, sind wir - wir &#039;&#039;viele&#039;&#039; - &#039;&#039;ein&#039;&#039; Leib.“ So ist das „viele“ hier wahrscheinlich auch unabhängig von der Jes-Stelle zu verstehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schließlich: Selbst dann, wenn die Übersetzung „alle“ sich hier ebenso gut rechtfertigen ließe wie „viele“: Nur von den wenigsten Üss. wird sie gewählt (z.B. GN, KAM); daher nach [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien Kriterium 1b] auch von uns nicht. Welche Übersetzung die sinnvollste für eine &#039;&#039;Messliturgie&#039;&#039; ist, ist natürlich eine andere Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gesamtsinn des Verses s. die Anmerkungen. Die Formulierung lässt sich am leichtesten genetisch erklären. Die Vorstellung, dass ein Mensch „für andere“ sterben könne, stammt ursprünglich aus dem hellenistischen Kulturraum und ist dort gerade in der ntl. Zeit außerordentlich populär (s. bes. das von Versnel 2005 auf S. 230-244 zusammengetragene Material): Zürnte eine Gottheit einer Person/einem Volk/ ..., konnte ein Mensch ersatzweise &#039;&#039;für&#039;&#039; diese Person/dieses Volk/... sterben und so die Gottheit beschwichtigen (vgl. gut z.B. Breytenbach 2003). Relativ rein lässt sich dieser Gedanke z.B. auch in den johanneischen Schriften betrachten (s. z.B. [[Johannes 10#s11 |Joh 10,11]].[[Johannes 10#s15 |15]]; [[Johannes 15#s13 |15,13]]; [[1 Johannes 3#s16 |1 Joh 3,16]]. Bei unserer Stelle ist diese Vorstellung aber verschmolzen mit einer weiteren Vorstellung; diesmal aus dem jüdischen Kulturraum: Wenn Gott einer Person zürnt, liegt das nach jüd. Vorstellung an den &#039;&#039;Sünden&#039;&#039; dieser Person, die wie eine Trennwand zwischen die Person und Gott treten. Eingerissen werden muss diese Trennwand durch en Opfer - durch die Darbringung von Opferblut -, dessen Effekt die Errichtung eines „Bundes“ zwischen Gott und dem Opfernden ist (s. [[Exodus 24#s8 |Ex 24,8]]; [[Sacharja 9#s11 |Sach 9,11]]; vgl. z.B. Willi-Plein 1993, S. 97f. S. bes. die Variante von Ex 24,8 im etwa zeitgleich zum Mk entstandenen TgO: „Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf den &#039;&#039;Altar&#039;&#039;, &#039;&#039;um für&#039;&#039; das Volk &#039;&#039;Sühnung zu schaffen&#039;&#039;...“). Kombiniert lauten die beiden Vorstellungen dann: Jemand, der &#039;&#039;für&#039;&#039; jemanden stirbt, wird so zum „Opfer“ für diesen zum Zwecke der Sühnung seiner Sünden (vgl. gut Merklein 1986, S. 71). Diese „Vorstellungskombination“ wird z.B. auch in [[Johannes 1#s29 |Joh 1,29]]; [[Römer 3#s25 |Röm 3,25f]] und [[Hebräer 9#s13 |Heb 9,13-15]] auf Jesus übertragen; außerhalb des NT findet sich die Vorstellung z.B. auch in 4 Makk 17,21f. und j.Sanh. 11,5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde nicht wieder vom Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich [von] ihm erneut (ihn als neuen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[von] ihm erneut (ihn als neuen)&#039;&#039; - Beide Positionen werden in der Forschung vertreten; für die erste z.B. Gundry 2000, S. 834; Marcus 2009, S. 959; für die zweite z.B. France 2002, S. 572; NSS. „Ihn als neuen“ soll dann vom „neuen [Wein]“ sprechen und dieser widerum ein Symbol für das „messianische Bankett“ sein, das nach dem endgültigen Anbruch des Reiches Gottes stattfinden wird. &#039;&#039;tirosh&#039;&#039;, „neuer Wein“, ist im AT aber meist als durchaus innerweltliches, aktuell vorhandenes Getränk gedacht und daher schlicht als „Most“ zu übersetzen, und auch syntaktisch ist diese Auflösung ganz unwahrscheinlich. Der Satz ist vielmehr als Todesprophetie aufzufassen: Hiermit trinkt Jesus seinen letzten Becher Wein, doch schon bald - nämlich im Reich Gottes, das Jesus für die näheste Zukunft erwartete - wird er &#039;&#039;von Neuem&#039;&#039; mit dem Trinken beginnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Reich Gottes trinken werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [ein Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise [[Psalm 115|Ps 115-118]] (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ärgern&#039;&#039; – Entweder im Sinne von a) &amp;quot;Jesus ablehnen&amp;quot; (so NGÜ, NL, HFA), oder im Sinne von b) &amp;quot;sündigen&amp;quot; (so EU). Im Kontext (v. 30) ist a) wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen (erschlagen), und die Schafe werden zerstreut werden.‘ &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Sacharja 13#s7|Sach 13,7]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Daraufhin sagte Petrus zu ihm: „Wenn sich auch alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihm: „Amen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Amen&amp;quot; /&amp;gt;, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bevor der Hahn zweimal kräht&#039;&#039;: Das ist offensichtlich als Zeitangabe zu verstehen. (Carson: ca. 1:30 Uhr, Brown: vor dem Morgengrauen – Kommentare prüfen!)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dreimal verleugnen.“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement (mit Nachdruck): „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich [bestimmt] nicht (niemals)&amp;lt;ref&amp;gt;stärkstmögliche Verneinung&amp;lt;/ref&amp;gt; verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagt zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nimmt er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt und verängstigt zu sein.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt; bleibt hier und wacht!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht. &lt;br /&gt;
{{S|36}} Und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; und stellte fest (fand)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;, dass sie schlafen, und er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; er und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redete, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof war, kam&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt; eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;hist_pr&amp;quot; /&amp;gt;: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 1-11&#039;&#039;&#039;: Vergleicht man Mk 14,3 mit [[Matthäus 26#l6 |Mt 26,6f]], fällt auf, (1) dass in Mt die Aussage fehlt, dass Jesus &#039;&#039;liegend&#039;&#039; isst, (2) dass Mt die auffällige Genitivreihung zur Beschreibung des Öls stark ausgedünnt hat und (3) dass bei Mt das Gefäß nicht zerbrochen wird - drei Details, die den &#039;&#039;verschwenderischen Charakter&#039;&#039; des letzten Abendmahls unterstreichen: (1) zeigt, dass das Abendmahl in einem wohlhabenden Haushalt stattfand, (2) unterstreicht den hohen Wert des Öls und damit ebenso wie (3) die große Verschwendung der namenlosen Frau - Jesus lässt es sich beim letzten Abendmahl noch einmal „richtig gut gehen“. Dies wirkt befremdlich - auch auf „einige“ Anwesende, weshalb diese postwendend die Frau anfahren (Vv. 4f) - doch Jesus verteidigt sie. Und nicht nur das, sondern er wertet ihre Tat sogar so positiv, dass er prophezeit, dass einst auf der ganzen Welt davon berichtet wird - zur Erinnerung an &#039;&#039;sie&#039;&#039; (nicht an ihn) (Vv. 6-9)!&amp;lt;br /&amp;gt;Gerahmt wird diese Erzählung davon, dass die Hohepriester und die Schriftgelehrten nach einem Weg suchen, wie sie Jesus zu einem geeigneten Zeitpunkt töten können, und vom Verrat des Judas. Sowohl im Rahmen als auch im Zentrum ist also erstens von &#039;&#039;Zeit&#039;&#039; die Rede und zweitens von &#039;&#039;Jesu Tod&#039;&#039; - und dies ist der Schlüssel zum Verständnis dieses schwierigen Abschnitts: Jesus lässt es sich noch einmal „richtig gut gehen“, ja - aber das ist auch in Ordnung so, denn &#039;&#039;noch&#039;&#039; ist die Zeit, in der „die Hochzeitsgäste nicht fasten können, da der Bräutigam noch in ihrer Mitte ist“ ([[Markus 2#l19 |Mk 2,19]], vgl. Lohfink 2011, S. 341f.). Und die Frau verhält sich äußerst verschwenderisch, ja - aber in diesem Kontext ist auch das in Ordnung so und sogar noch wichtiger als die Armenfürsorge, denn noch ist die Zeit, in der der Bräutigam in ihrer Mitte ist - &#039;&#039;gerade noch&#039;&#039;. Und angesichts dieses „gerade noch“ verhält sie sich ganz korrekt: Angesichts Jesu bevorstehendem Tod wird ihre „Verschwendung“ richtig und wichtig und die Frau erweist sich als fähig zur Erkenntnis des &#039;&#039;kairos&#039;&#039;, des „richtigen Zeitpunkts“ (Barton 1991, S. 233; ähnlich Story 2009, S. 20).&amp;lt;br /&amp;gt;Die Rahmung durch die Vv. 1f.10f. betont dann noch einen weiteren Aspekt: Nicht nur verhält sich die Frau hier ganz korrekt - sie tut dies auch noch im völligen Kontrast zu den religiösen Eliten (Vv. 1f) und zu Judas, „einem der Zwölf“&amp;lt;ref&amp;gt;... Der Verrat des Judas ist letztlich die höchste Steigerungsform des fortwährenden Jüngerunverständnisses, das das ganze Mk-Evanelium durchzieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vv. 10f.) und wird auf diese Weise dargestellt als „Paradigma wahrer Nachfolge“ (Schüssler Fiorenza 1988, S. 393; vgl. auch Beavis 1988, S. 8; Miller 2002, S. 186). Sie ist eine, die im rechten Moment die Zeichen der Zeit richtig deutet und daher alles auf eine Karte setzt, indem sie eine riesige Summe ihres Geldes auf die Parfumierung Jesu „verschwendet“ (im Gegensatz zu Judas, der für seine falsche Tat sogar Geld kassiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des &#039;&#039;Timings&#039;&#039; in der vorangehenden Perikope erlaubt Markus gleich noch einen Seitenhieb auf Hohepriester, Schriftgelehrte und Judas: Ganz entgegen ihren Absichten werden sie Jesus eben doch an einem Fest gefangennehmen: Am Paschafest, einem der höchsten Feiertage im Judentum. Die Funktion von &#039;&#039;&#039;Vv. 12-16&#039;&#039;&#039; ist es dabei vermutlich, den Grund für dieses Scheitern aufzuzeigen: Jesus plant zu geschickt und hat sich einen Plan erdacht, wie er sich den Autoritäten entziehen kann, bis er mit seinen Jüngern noch das Letzte Abendmahl gefeiert hat, und Absprachen mit einem Jerusalemer Hausbesitzer getroffen. Erst während dem Schlachten des Lamms im Tempelbezirk gibt er daher zweien seiner Jünger den Ort des Abendmahl bekannt - mehr oder weniger jedenfalls: Sie sollen in die Stadt gehen, wo sie bereits von einem Wasserträger erwartet werden werden (V. 13), dem sie fraglos zu jenem Haus folgen sollen, in „welches auch immer“ er hineingehen wird (V. 14). Dem Herrn dieses Hauses müssen sie dann auch noch zunächst ein Passwort geben („Der Lehrer fragt etc.“, V. 14) - und erst dann können sie das Mahl vorbereiten (so gut ausgelegt von Evans 2001, S. 374). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 17-21&#039;&#039;&#039; handeln vom Verrat des Judas; hier soll noch einmal die Schwere seines Verrats unterstrichen werden: Erstens durch die sogar doppelte redundante Formulierung in Vv. 18.20 („Einer von euch“ + „der mit mir isst“; „einer der Zwölf“ + „der mit mir in die Schüssel tunkt“) - der Verrat wird von einem aus dem engsten Freundeskreis Jesu begangen -; zweitens durch die auffällige Formulierung von V. 21 („Der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; geht... Wehe dem &#039;&#039;Menschen&#039;&#039;, durch den der &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ausgeliefert wird! Es wäre besser für ihn, wenn &#039;&#039;jener Mensch&#039;&#039; niemals geboren wäre!“) - ein gewöhnlicher Mensch vergeht sich hier am „Menschen&#039;&#039;sohn&#039;&#039;“. Völlig einleuchtend ist daher das Drohwort in V. 21, dessen Logik zu sein scheint: Es ist zwar der Wille &#039;&#039;Gottes&#039;&#039;, dass der Menschensohn stirbt („wie geschrieben steht“, s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ai FN ai])&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch die Formulierung „&#039;&#039;durch&#039;&#039; den der Menschensohn ausgeliefert wird“ - das gr. Äquivalent von „durch“ drückt nicht den Handelnden selbst aus, sondern das &#039;&#039;Medium&#039;&#039;, &#039;&#039;durch das&#039;&#039; eine Handlung vollbracht wird (vgl. gut Marcus 2009, S. 952)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Judas ist so nicht mehr als sein Werkzeug - aber dennoch: Ob der Schwere seines Vergehens trifft ihn so große Schuld, dass er besser niemals geboren worden wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;En passant erreicht auch die bei Markus übliche negative Darstellung der Jünger ihren Höhepunkt: Das „doch nicht etwa ich?“ muss sicher so verstanden werden, dass keiner der Jünger sich wirklich sicher ist, ob nicht er es ist, der den Menschensohn ausliefern wird -  „jeder der Mahlteilnehmer ist sozusagen potentiell ein Judas“ (Weidemann 2013, S. 79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vv. 22-25&#039;&#039;&#039;: Wegen der Zentralität dieser Verse im Christentum und auch, weil sich in der Erforschung dieser Stelle in den letzten Jahren einiges getan hat, sind hier etwas längere Anmerkungen angebracht. Neu ist in der Forschung (1) die Erkenntnis, dass es zur Zeit Jesu sehr wahrscheinlich noch überhaupt keine Pascha-„liturgie“ gab, die während des Paschamahl abgehalten wurde (vgl. z.B. Kulp 2005 und die dort gesammelte Literatur; auch Schlund 2005, S. 398f). Neu ist (2) die Erkenntnis, dass man für die Zeit Jesu nicht zwischen jüdischer und griechischer Mahlkultur trennen darf, da die jüdische Kultur insgesamt eine hellenistische Kultur &#039;&#039;war&#039;&#039;. Daher: „Die Eucharistie war nicht &#039;&#039;wie&#039;&#039; ein Gastmahl - sie &#039;&#039;war&#039;&#039; ein Gastmahl.“ (McGowan 2010, S. 186). Schließlich ist (3) die Erkenntnis neu, dass die sogenannten „Einsetzungsworte“ sehr wahrscheinlich nicht als „Einsetzungsworte“ aufgefasst wurden: In den ersten zwei Jahrhunderten wurden sie im Gottesdienst überhaupt nicht zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlerweile sind eine ganze Reihe Eucharistiegebete ohne Einsetzungsworte bekannt: Did 9,5; 10,1-6; AcJoh 85; 109; AcThom 49f; 133; 158; das sog. „Papyrus Strasbourg“ Gk 254; Didask 7,25; die noch heute gebräuchliche Anaphora von Addai und Mari. Das erste überlieferte Eucharistiegebet &#039;&#039;mit&#039;&#039; Zitierung der Einsetzungsworte findet sich in der ca. 200-250 n.Chr. entstandenen Traditio Apostolica (4,9f), aber auch dort werden sie noch „nur“ als letzter Abschnitt eines heilsgeschichtlichen Abrisses des Lebens Jesu zitiert und auch aus der Zeit danach finden sich Eucharistiegebete ohne die Einsetzungsworte; z.B. in Cyrill von Jerusalems „Mystischen Katechesen“ aus dem 4. Jh. (vgl. z.B. Baldovin 2013, S. 193f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurde daher der Alternativbegriff „Gabeworte“ vorgeschlagen, den wir daher auch hier verwenden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Den Ablauf des Letzten Abendmahls, das Mk hier als Paschamahl schildert (s. dazu den [http://offene-bibel.de/wiki/Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]), haben wir uns also als ein etwas ausgebautes hellenistisches Gastmahl vorzustellen: Es begann mit einer im Sitzen eingenommenen Vorspeiße, nach der sich die Tischgesellschaft geschlossen in den Speißesaal begab, wo der „Vorsitzende“ der Gesellschaft wie üblich im Judentum die Mahlzeit eröffnete, indem er ein Gebet (dazu s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_aj FN aj]) über dem Brot sprach, dieses brach und an die ganze Gesellschaft weiterreichte. Darauf folgte die im Liegen eingenommene Hauptmahlzeit, die sich von einem Gastmahl wohl hauptsächlich darin unterschied, dass auch das zuvor geschlachtete Lamm, Bitterkräuter und &#039;&#039;ungesäuerte&#039;&#039; Brote aufgetischt wurden (vgl. Kulp 2005, S. 112).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Singen in V. 26 dagegen ist nichts Besonderes. Bei jedem griechischen Symposium wurden religiöse Lieder gesungen; u.a. z.B. ein die abschließende Becherhandlung (s. u.) begleitender „Paian“. Ein solcher könnte gut auch hier gemeint sein, denn ob zu Jesu Zeit bereits die Psalmen 114/115-118 zum Abschluss des Pascha-Hauptgangs gesungen wurde, wissen wir nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte ein Gebet über dem Wein, woraufhin normalerweise jeder für sich aus seinem eigenen Becher getrunken hätte, doch s. gleich. Darauf hätte normalerweise noch ein längerer Umtrunk gefolgt, der bei Jesus jedoch weggefallen zu sein scheint. Markus oder seine Quelle haben diese Reihenfolge außerdem abgewandelt, indem sie offenbar die Brothandlung an den Schluss der Hauptmahlzeit vor die Becherhandlung verschoben hat - vermutlich, weil dies die Struktur des Abendmahls in seiner Gemeinde war (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_ab FN ab]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte noch zur Becherhandlung. Wir folgen hier einem Deutungsvorschlag von Klinghardt 2012; Klinghardt 2012b und [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51975/#h6 Heilmann/Wick 2013], der so neu ist, dass er in noch keinem Kommentar berücksichtigt wurde, aber viel zum Verständnis des Abendmahls beitragen kann. Wie die Becherhandlung gewöhnlicherweise abgelaufen wäre, haben wir eben gesehen. Jesus weicht von diesem Usus ab, indem er &#039;&#039;seinen&#039;&#039; Becher an die Jünger weitergibt. Weiterhin ist aber auszugehen von [[Lukas 22#s20 |Lk 22,20]]: Das Partizip &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; steht dort im Nominativ und kann sich daher nicht auf das &#039;&#039;Blut&#039;&#039; beziehen (das im Dativ steht), sondern muss sich auf den &#039;&#039;Becher&#039;&#039; beziehen. Nach Lukas Darstellung reicht Jesus also nicht nur seinen Becher an seine Jünger weiter, sondern leert zuvor auch noch einen Teil des Weines aus. Wenn wir nicht von vornherein davon ausgehen wollen, dass Lukas hier grammatisch falsch formuliert hätte oder dass Lukas von einer anderen Becherhandlung ausgeht als Markus und Matthäus, müssen wir zunächst einmal davon ausgehen, dass hinter dem &#039;&#039;ausgegossen&#039;&#039; in Mk und Mt die selbe Vorstellung steht.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Handlungen sind (abgesehen von einem möglichen Beleg für das Ausleeren in 4 Makk 3,16) für den jüdischen Kulturraum nicht belegt, sind aber gewöhnliche Bräuche beim hellenistischen Gastmahl: Die „Libation“ und der „geweihte Becher“. Bei der Libation weiht der Vorsitzende des Gastmahls seinen Becher einem Gott, opfert ihm dann einen Teil des Inhalts, indem er ihn auf den Boden oder in den Herd gießt, und trinkt den Rest; die übrigen Gäste folgen seinem Beispiel. Der geweihte Becher dagegen wird nicht geleert, sondern von einem Gast zum nächsten weitergereicht, damit jeder einen Schluck davon nehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim griechischen Gastmahl gingen mehrere solcher geweihter Becher um, die verschiedenen Göttern geweiht waren, und eines der Probleme Pauli mit der Eucharistie der Korinther scheint gewesen zu sein, dass sie den „Jesus-becher“ einfach zusätzlich zu den anderen Gottheiten geweihten Bechern getrunken haben (s. [[1 Korinther 10#s21 |1 Kor 10,21]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurden diese beiden Bräuche wohl auch miteinander kombiniert (vgl. z.B. Smith 2002, S. 30; Tolles 1943, S. 86f), und eine solche Kombination haben wir uns auch für das Letzte Abendmahl zu denken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist dann die Bedeutung der Handlung am Brot einerseits und der Doppelhandlung am Becher andererseits. Sinn des Teilens und Essens des „be-beteten“ Brotes ist unter anderem die Vermittlung von „Anteil an der fürsorgenden Güte Gottes [... und] die Gemeinschaft miteinander [...] vor Gott und unter seinem Segen“ (Hofius 2000, S. 284). Das selbe gilt für den Doppelbrauch von Libation und geweihtem Becher: Von beiden Bräuchen erhoffte man sich - sozusagen im Gegenzug für das Weinopfer - eine Segnung. Durch die Libation, bei der aus dem selben Kelch das Opfer vorgenommen und getrunken wurde, wurde außerdem im Trinken eine Gemeinschaft zwischen dem einzelnen Trinker und der Gottheit hergestellt; durch das Kreisen des geweihten Bechers die Gemeinschaft untereinander vor der Gottheit, der der Becher geweiht war (vgl. Tolles 1943, S. 108-111). Beide Handlungen haben den selben Sinn: Hinwendung zu Gott und Vermittlung von Gottes Segen einerseits; Herstellung von Gemeinschaft mit Gott und untereinander andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte, wie sehr schon in der bloßen Handlng die spätere theologische Ausdeutung der Eucharistie vorgezeichnet ist. Vgl. z.B. folgenden Ausschnitt aus dem Eucharistiegebet der Traditio Apostolica: „Seines Todes und seiner Auferstehung eingedenk bringen wir dir das Brot und den Kelch dar. ... Auch bitten wir dich, deinen Heiligen Geist auf die Gaben deiner Kirche herabzusenden. ... Gib allen Heiligen, die sie empfangen, Erfüllung mit Heiligem Geist...“ - Die eucharistischen Gaben werden Gott als Opfer dargebracht; gleichwohl aber konsumiert. Und im Gegenzug sendet Gott seinen Geist auf die Gaben - und über den Umweg des Gabenkonsums auch auf die Gemeinde - herab und schenkt ihnen so durch die „Geist-Erfüllung“ Gemeinschaft mit sich und untereinander.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Handlungen spricht Jesus also seine Gabeworte. „Dies ist mein Leib“, sagt er, und: „Dies ist mein Blut“. Das „dies“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Gaben selbst; nicht auf die Handlungen (s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14#note_al FN al]) - aber die Handlungen spielen auf jeden Fall mit hinein:  „Dies ist mein Leib“ spricht Jesus über dem &#039;&#039;gebrochenen, zu verspeißenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Brot; „dies ist mein Blut“ über dem &#039;&#039;vergossenen, zu trinkenden und segensvermittelnden&#039;&#039; Wein.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;soma&#039;&#039;, „Leib“, ist ein sogenannter „anthropologischer Ganzheitsbegriff“, der nicht wie im Deutschen nur auf den „Körper“ bezogen werden darf. „Dies ist mein Leib“ meint: „Dieses Brot bin ich selbst. Das bin ich mit meiner Geschichte und meinem Leben“ (Lohfink 2011, S. 360). Dieses sein „Selbst, seine Geschichte und sein Leben“ deutet Jesus mithilfe des segensvermittelnden Brotes, das er dann an seine Jünger verteilt, und macht dieses so zum Symbol für seine „Proexistenz“. Ähnlich beim „vergossenen Blut“, das sich klar auf Jesu bevorstehenden Tod bezieht: Jesus deutet seinen Tod mithilfe des segensvermittelnden Weines, den er dann ebenfalls an seine Jünger verteilt, und macht diesen so zum Symbol für Jesu „Pro-exitus“, wie man entsprechend formulieren könnte. Diese „Pro“-Bedeutung wird bei Markus noch zusätzlich unterstrichen durch das „für viele“. „Dies ist mein Leib“ und „dies ist mein Blut“ meint: Ich habe &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; gelebt und werde &#039;&#039;für euch und für viele&#039;&#039; sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin</name></author>
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