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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-23T12:26:29Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_13&amp;diff=39950</id>
		<title>Diskussion:Markus 13</title>
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		<updated>2025-01-14T11:10:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DrMartinus: Neuer Abschnitt /* Vers 23 vermutlich Rechtschreibfehler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Lesefassung&lt;br /&gt;
|Welche Sinnabschnitte = &lt;br /&gt;
|Welche Anliegen = &lt;br /&gt;
|Offene Übertragungsfragen = &lt;br /&gt;
|Prüfung Verständlichkeit und Vorlesbarkeit = &lt;br /&gt;
|Vermeidung von Fachsprache = &lt;br /&gt;
|Fehlende LF-Fußnoten = &lt;br /&gt;
|Nähe zur SF = &lt;br /&gt;
|Überprüfte Kriterien = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = Vv. 1-27: --[[Benutzer:Thommy_B|Thommy B]]; VV28-37: --[[Benutzer:Pedentim|Pedentim]] 16:11, 23. Nov. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = Vv. 1-37: --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] &lt;br /&gt;
|Alternativen = Vv. 1-27: --[[Benutzer:Thommy_B|Thommy B]]; VV28-37: ([[Benutzer:Pedentim|Pedentim]])&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]])&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = Vv. 1-27: --[[Benutzer:Thommy_B|Thommy B]];&amp;lt;br /&amp;gt;Vv. 1-37: Ja, ich denke schon --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]]  &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 5c-37: eschatologische Mahnrede (Gnilka 1978; ähnlich Beasley-Murray 2005, S. 355, Lohmeyer 1967, S. 267; Schenke 2005, S. 282)&amp;lt;br /&amp;gt;Stilistisch bemerkenswert ist in Mk 13 die Häufung von emphatischen Konstruktionen (&amp;quot;Nicht&amp;quot; V. 2; Verb in Satzspitzenstellung in Vv. 8.12.19.22; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_w Fußnote w]; die Unübertroffenheitsformel in V. 19; &amp;quot;Amen, ich sage euch&amp;quot; + &amp;quot;nicht&amp;quot; + Versicherungsformel in Vv. 30f) - bis dahin, dass Mk an der Grenze der Ungrammatikalität schreibt (&amp;quot;Stein auf Stein, der nicht zerstört werden wird&amp;quot; in V. 2; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_j Fußnote j]; &amp;quot;absolut niemand&amp;quot; in V. 20; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_ay Fußnote ay]; &amp;quot;vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels&amp;quot; in V. 27; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_bl Fußnote bl]); v.a. auch in Form von Merismen (-&amp;gt;Merismus) (&amp;quot;Steine und Gebäude&amp;quot;, V. 1; &amp;quot;Kriege und Kriegsgerüchte&amp;quot;, V. 7; &amp;quot;Volk gegen Volk und Reich gegen Reich&amp;quot;, V. 8; &amp;quot;Synhedrien und Synagogen&amp;quot; + &amp;quot;Statthalter und Könige&amp;quot;, V. 9; &amp;quot;ein Bruder seinen Bruder und ein Vater sein Kind&amp;quot;, V. 12; &amp;quot;der auf dem Dach + der auf dem Feld&amp;quot;, Vv. 15f.; &amp;quot;schwanger sind oder stillen, V. 17; &amp;quot;falsche Christusse und falsche Propheten&amp;quot;, V. 22; &amp;quot;Sonne + Mond + Sterne + Kräfte&amp;quot;, Vv. 24f.; &amp;quot;Macht und Herrlichkeit&amp;quot;, V. 26; &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot;, V. 31; &amp;quot;weder die Engel noch der Sohn&amp;quot;, V. 32; &amp;quot;Seit achtsam! Seid wachsam&amp;quot;, V. 33; &amp;quot;Abend, Mitternacht, Hahnenschrei, Morgengrauen&amp;quot;, V. 35).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem bemerkenswert ist natürlich die Verwendung der Pronomina, vgl. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Vv. 1-37: Branscomb 1937; B/S; Cranfield 1959; Doudna 1961; Dschulnigg 2007; Ernst 1963; Gnilka 1979; Grosvenor/Zerwick; Kleist 1937; Kmiecik 1997; Lohmeyer 1967; Martin 2009; Pesch 1977; Pryke 1978; Reiser 1983; Schenke 2005; Thüsing 2011 (--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]])&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vv. 1-27: Mateos 1987 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vv. 28-37: Lührmann (HNT) ([[Benutzer:Pedentim|Pedentim]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &amp;lt;br /&amp;gt; V. 1-37: ALB, BB, EÜ, GN, HfA, H-R, HRD, KAM, KAR, KNO, LUT, MEN, MNT, NeÜ, NGÜ, NL, PAT, R-S, SLT, Stier TAF, TEXT, Zink, ZÜR, van Ess ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]])&lt;br /&gt;
VV28-37: Luther 84, Einheitsübersetzung, Menge ([[Benutzer:Pedentim|Pedentim]])&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = Ja.--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] &lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LF ist übrigens von Mongoose --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 23:22, 14. Jun. 2018 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
Sebastian, bist du mit der Überarbeitung fertig? Wenn ja, lass uns in einer Woche den Status erhöhen und in der Reviewphase dann auf &amp;quot;fertig&amp;quot; setzen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:30, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch nicht; ich setze gerade noch Olafs Lösungsvorschlag um (wird morgen fertig) und muss außerdem noch die beiden unten vermerkten Shortcuts erstellen (wird auch morgen fertig). Je nachdem, wie die Reaktion auf meinen Vorschlag zum Fußnotenformat [http://www.offene-bibel.de/forum/k%C3%BCrzung_fu%C3%9Fnoten#comment-1601 an dieser Stelle] ausfällt, müsste ich außerdem noch mal die Fußnoten umformulieren, aber das geht recht schnell und würde wohl auch morgen - spätestens übermorgen - fertig. Sobald das erledigt ist, bin ich mit einer Statuserhöhung einverstanden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:37, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertig. Auch mit dem Kommentar. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:44, 3. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Woche rum. Dann setze ich mal hoch! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:42, 10. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Sinnvollerweise im Laufe der Zeit noch zu lesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beasley-Murray 2005: Jesus and the Last Days. The Interpretation of the Olivet Discourse.&lt;br /&gt;
* Becker 2006: Markus 13 revisited. Apokalyptik als Herausforderung.&lt;br /&gt;
* Black 1991: An Oration at Olivet. Some Rhetorical Dimensions of Mark 13.&lt;br /&gt;
* [http://www.digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00047517_00001.html?sort=sortTitle+asc&amp;amp;start=20&amp;amp;classRVK=BC+1400+-+BC+5100&amp;amp;pos=002%3A003%3A002&amp;amp;rows=10&amp;amp;mode=classRVK&amp;amp;context= Brandenburger, Egon (1984): Markus 13 und die Apokalyptik. Göttingen.]&lt;br /&gt;
* Collins 1996: The apocalyptic rhetoric in Mark 13 in historical Context, in: Biblical Research 31.&lt;br /&gt;
* Dyer 1998: The Prophecy on the Mount&lt;br /&gt;
* Hahn 2006: Die Rede von der Parusie des Menschensohnes Markus 13. Studien zum NT I.&lt;br /&gt;
* Hallbäck, Geert (1981): Der anonyme Plan. Analyse von Mk 13,5-27 im Hinblick auf die Relevanz der apokalyptischen Rede für die Problematik der Aussage, in: Linguistica biblica 49. &lt;br /&gt;
* Herero 2006: Palabras sin ocasu. Función interpretativa de Mc 13.28-37 en el discurse escatólogico de Marcos.&lt;br /&gt;
* Von Mateos 1987 habe ich nur die in googlebooks verfügbaren Teile gelesen. Die Abschnitte zur Grammatik sind für Vv. 1-27 zum Glück fast sämtlich verfügbar, aber auch der Rest sollte unbedingt noch mal gesichtet werden: Mateos ist grandios.&lt;br /&gt;
* Rosseau 1975: La structure de Mark 13, in: Biblica 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
To-do-List Sebastian:&lt;br /&gt;
* Shortcut Gleichnis.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;s&amp;gt;Shortcut Amen.&amp;lt;/s&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Überarbeitung===&lt;br /&gt;
Hi Sebastian, es wäre klasse, wenn du uns zumindest über Kommentare zu deinen Bearbeitungen auf dem neuesten Stand hältst! :-) Du könntest auch schrittweise schon die Tabelle hier ausfüllen. So können andere deine Arbeit mitverfolgen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:57, 24. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mach das heut fertig; dann kriegt ihr alles nachgeliefert :)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:04, 24. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fußnoten V. 28====&lt;br /&gt;
Hi Pedentim; in V. 28 entwickelst du in den Fußnoten die Interpretation, dass die Jünger ein &amp;quot;Gegenbild&amp;quot; vom Feigenbaum &amp;quot;her&amp;quot; &amp;quot;erfahren&amp;quot; sollen. Aber ist das denn sinnvoll? Sie erfahren das Gegenbild ja nicht vom Feigenbaum, sondern von Jesus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde im Normalfall warten, bis du dich meldest, aber ich würde Kap. 13 gerne fertig bringen, daher mache ich das jetzt so: Ich stelle die ursprüngliche Version von V. 28 hier rein und wenn du mir erklärt hast, warum du diese Deutung vorgezogen hast, arbeiten wir die Fußnoten einfach wieder ein, ok? (Verzeih, falls du das frech findest)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Vom&amp;lt;ref&amp;gt;Ἀπὸ: „von“ mit Richtungssinn von her, von weg (Außenseite-Innenseite (Siebenthal, „Kurzgrammatik“)&amp;lt;/ref&amp;gt; Feigenbaum (her) aber erfahrt (lernt, eignet euch an)&amp;lt;ref&amp;gt;μάθετε: Aorist, Imp.: „lernen, erfahren, sich aneignen“. Hier ist „erfahren“ gewählt, weil der Feigenbaum nicht gut als Lehrer gedacht werden kann. Es handelt sich also um ein Lernen, dass durch Jesus vermittelt wird, aber von den Hörern durch genaue Beobachtung selbst getan werden kann. &amp;lt;/ref&amp;gt; ein Gegenbild (Gleichnis):&amp;lt;ref&amp;gt;παραβολήν: „Gegenbild, Typus, Sinnbild, Gleichnis“. Da das Wort „Gleichnis“ zum terminus technicus für eine Redegattung Jesu geworden ist, ist für den Leser/Hörer der Sinngehalt nur schwer zu erschließen. „Gegenbild“, die wörtlichere Übertragung, öffnet den Gehalt des Begriffes wieder und stimmt auch gut mit der Richtungsangabe Ἀπὸ überein.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn jetzt die Zweige&amp;lt;ref&amp;gt;κλάδος: Zweig. Der Singular scheint stellvertretend für alle Zweige des Baumes zu stehen, im Sinne von „Geäst, Gezweig“. Im Deutschen klingt unschön, deshalb Auflösung des zusammenfassenden Ausdruckes in „Zweige“.&amp;lt;/ref&amp;gt; knospen&amp;lt;ref&amp;gt;ἁπαλὸς: wörtlich:„zart werden“ &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blätter treiben (herauswachsen), wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:08, 24. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 29, Fußnote by====&lt;br /&gt;
Hi, Pedentim; ich bins noch mal :)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ἐπὶ θύραις &#039;&#039;vor den Türen&#039;&#039; kommentierst du mit &amp;lt;code&amp;gt;θύραις Dativ Plural kann auch für die einzelne Tür verwendet werden. Wer sich für „die Tür“ entscheidet lässt den Hörer/Leser eher an die Tür eines Hauses denken. Wird der Plural verwendet, wird das Bild von „Stadttoren“ wachgerufen. Deshalb dann besser „vor den Toren“&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht mal sicher, ob &#039;&#039;Türen&#039;&#039; PL wirklich auch &#039;&#039;Tür&#039;&#039; SG bedeuten kann - wo hast du denn das her? Ins Deutsche kann man das zweifellos auch freier als SG übertragen, aber ist das ein grammatisches Phänomen des Griechischen o.Ä.? Aber richtig verwirren tut mich die Aussage, dass &#039;&#039;Türen&#039;&#039; PL das Bild von Stadttoren, &#039;&#039;Tür&#039;&#039; SG dagegen das Bild von einer Haustür heraufbeschwört. Schreibt das Lührmann? Oder wie kommst du sonst drauf? Wär lieb, wenn du das erklären könntest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lass das jetzt mal drin; aber für den Fall, dass du dich nicht meldest, würde ich Ben einfach mal damit beauftragen, bei seinem nochmaligen Drüberlesen über Kap. 13 zu schauen, wie damit zu verfahren ist, ok?&amp;lt;br /&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:05, 25. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 30, Fußnote cc====&lt;br /&gt;
Und noch mal ich:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;diese Generation wird keinesfalls vergehen&#039;&#039; kommentierst du mit &amp;lt;code&amp;gt;abtreten (vergehen, vorübergehen)&amp;lt;ref&amp;gt;„abtreten“ hier für „vergehen“, wie Vers 31. „Vergehen“ wäre zwar näher an παρέλθῃ, dafür entspricht „abtreten“ eher dem Vorgang, der sich im Deutschen auf „Generation“ bezieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt mal gegooglet nach (1) &amp;quot;Generation wird abtreten&amp;quot;, (2) &amp;quot;Generation soll abtreten&amp;quot; und (3) &amp;quot;Generation wird vergehen&amp;quot; - (1) hat drei Ergebnisse, (2) hat vier; (3) dagegen 79. Ich würde daher meinen, dass das falsch ist; außerdem bin ich ein bisschen unglücklich, dass so die Tatsache, dass Vv. 30f. 3x das selbe Wort verwenden, undeutlich gemacht wird. Ich verfahre daher jetzt mal wie bei V. 28, aber ich denke, dass du dir da etwas dabei gedacht hast, was ich noch nicht verstehe, deswegen lasse ich die Fußnote auch hier mal dokumentiert, ok? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:02, 25. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fußnte V. 34====&lt;br /&gt;
Hi, Pedentim (ich weiß, ich muss so langsam nerven :) ):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 34 hast du kommentiert mit &amp;lt;code&amp;gt;hier und im folgenden ist der Aorist präsentisch übersetzt. Erzählt wird ja nicht eine konkrete Geschichte, sondern ein Beispiel dafür, wie sich jemand verhält, der seinen Hausstand den Sklaven überlässt, weil er abreisen muss. Das stimmt dann auch besser, damit überein, dass das Gleichnis unversehens in die Gegenwart Jesu hinübergleitet: VV35-37.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber Jesus erzählt häufiger Gleichnisse als konkrete Geschichten und ich würde solche stilistischen Angleichungen an das aktuelle Deutsch auch eher als Aufgabe der LF sehen. Aber vielleicht hast du auch hierzu mehr gedacht, als ich jetzt erkennen kann, daher mach ichs hier wieder wie in V. 28, ok?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lg, --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:08, 25. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde mich anschließen. Eine Gleichnis-Erzählung muss nicht gleich im gnomischen Aorist stehen, der gewöhnliche Sinn liegt für mich näher. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:14, 25. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Notizen zu VV34-35 ===&lt;br /&gt;
Die Beispielgeschichte vom abwesenden Hausherrn enthält Wörter die auch in das Umfeld der Passions- und Ostergeschichte gehören:&lt;br /&gt;
„verlassen, schlafen-wachen, Abend- Mitternacht-Hahnenschrei- Morgengrauen“.&lt;br /&gt;
Das kann man als zufällig deuten oder es handelt sich um eine bewußte Anspielung. Wenn letzteres der Fall ist, stellt sich die Frage in welchem zeitlichen Bezug Kreuz und Auferstehung zum Wiederkommen stehen. Wenn man davon ausgeht dass durch den Imperativ „Wachet“ die Hörer/Leser des Evangeliums, jeweils neu angesprochen wird, dann ist jeweils ihre Zeit, der Fixpunkt in der Mitte, dem sich Kreuz, Auferstehung und Wiederkunft zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Von wem stammt diese Notiz? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:57, 24. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: Von Pedentim. Kannst du in der Versionsgeschichte rausfinden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:09, 25. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tippfehler? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlt in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#s2&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
ein Anführungszeichen am Ende?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#s6&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#s21&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Nach dem Ausrufezeichen groß weiter schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#s6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:55, 24. Sep. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Ja. (2) Ja. (3) Ja. (Korrigier ich). (4) Weiß nicht - von der Zeichensetzung geht das schon, ist aber vielleicht heutzutage wirklich etwas unüblich geworden. Ach ja... - früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, waren die Menschen halt auch einfach geschicktere Satzzeichen-setzer...&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Irritiert das arg? Ich hab das extra mit Ausrufezeichen, Komma und klein gemacht, um die Prosodie über die Zeichensetzung einzufangen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:36, 24. Sep. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vers 23 vermutlich Rechtschreibfehler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich trau mich nicht so recht, nachdem ich gerade einen Rechtschreibfehler korrigiert hatte, gleich noch einen zu korrigieren (und damit zwei winzige Änderungen hintereinander zu machen). Der zweite Fehler fiel mir erst später auf. Also:&lt;br /&gt;
In der Lesefassung steht im Vers 23 &amp;quot;auch&amp;quot;, aber es müsste, so wie in der Studienfassung, &amp;quot;euch&amp;quot; heißen (so steht es jedenfalls in meinem NT Graece 28). Aber vielleicht gibt es ja einen Grund für das &amp;quot;auch&amp;quot; (obwohl mir keiner einfällt und es auch irgendwie sinnlos erscheint)?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DrMartinus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_13&amp;diff=39949</id>
		<title>Markus 13</title>
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		<updated>2025-01-14T11:01:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DrMartinus: Vers 11 kleine Korrektur (Rechtschreibfehler): &amp;quot;auszuliefern&amp;quot; anstatt &amp;quot;auzuliefern&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als er aus dem Tempel ging, sagte einer seiner Jünger zu ihm: „Lehrer! Diese Steine und Gebäude sind großartig!“&lt;br /&gt;
{{L|2}} Da sagte Jesus zu ihm: „Du findest diese Gebäude beeindruckend? Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, alles wird zerstört werden.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} Als er gegenüber vom Tempel auf dem Ölberg saß und sie alleine waren, fragten ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas:&lt;br /&gt;
{{L|4}} „Wann wird das passieren? Und woran wird man erkennen, dass eintritt, was du gesagt hast?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|5}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Achtet darauf, dass euch niemand irreführt.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Denn es werden viele behaupten: ‚Ich bin Jesus!‘, und sie werden viele Menschen irreführen.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Bleibt ruhig, wenn ihr von Kriegen hört, denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Völker und Staaten werden sich bekämpfen und es wird Erdbeben und Hungersnöte geben. Das ist der Anfang der schlimmen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} Seid vorsichtig! Man wird euch an jüdische Gerichte und Synagogen ausliefern, ihr werdet verprügelt und meinetwegen vor Statthalter und Könige gestellt werden, um ihnen von mir zu erzählen —&lt;br /&gt;
{{L|10}} denn zuerst müssen alle Völker vom Evangelium erfahren.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Und wenn man euch abführt, um euch auszuliefern, macht euch keine Gedanken darüber, was ihr sagen sollt, sondern das, was Gott euch in jener Stunde eingeben wird, das sagt! Denn nicht ihr redet, sondern der heilige Geist.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Ein Bruder wird seinen Bruder in den Tod und ein Vater sein Kind ausliefern, und Kinder werden sich gegen ihre Eltern erheben und sie töten.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Und wegen mir werdet ihr von allen gehasst werden. Wer mir aber bis zum Ende aller Zeiten treu bleibt, der wird gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht stehen soll — der Leser sei aufmerksam! —, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen;&lt;br /&gt;
{{L|15}} wer auf seiner Dachterrasse ist, sollte nicht noch etwas aus seinem Haus holen;&lt;br /&gt;
{{L|16}} und wer auf dem Feld ist, sollte nicht zurück gehen, um sein Obergewand zu holen.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Für Schwangere und Stillende wird es besonders schlimm werden.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Betet, dass es nicht im Winter geschieht!&lt;br /&gt;
{{L|19}} Denn diese Zeit wird die Schlimmste sein, schlimmer als alles vorher und alles nachher.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Wenn der Herr diese Zeit nicht verkürzt hätte, würde niemand gerettet, doch wegen den Erwählten, die er gewählt hat, hat er diese Zeit reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|21}} Wenn jemand zu euch sagt: ‚Dieser hier ist Christus!‘ oder ‚Jener dort ist Christus!‘ — glaubt es nicht,&lt;br /&gt;
{{L|22}} denn es werden falsche Christusse und Propheten auftreten und Zeichen und Wunder vollbringen und versuchen, die Erwählten irrezuführen.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Also passt auf, denn ich habe auch alles vorhergesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}} Nach dieser schlimmen Zeit wird die Sonne dunkel und der Mond wird nicht mehr scheinen,&lt;br /&gt;
{{L|25}} die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und der Menschensohn wird mit großer Macht und Herrlichkeit in den Wolken kommen.&lt;br /&gt;
{{L|27}} Aus allen Teilen der Erde wird er die Erwählten durch seine Engel sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|28}} Ein Vergleich ist der Feigenbaum: Wenn er Blätter bekommt wisst ihr, dass es Sommer wird.&lt;br /&gt;
{{L|29}} So wisst ihr auch, wenn das alles passiert, dass es nicht mehr lange dauert.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Wirklich, ich sage euch: Es wird alles vor dem Ende dieser Generation geschehen.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Himmel und Erde sind vergänglich, aber meine Worte gelten ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|32}} Wann das geschehen wird, wissen weder die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater.&lt;br /&gt;
{{L|33}} Seid immer bereit! — denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt da ist.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Es ist wie bei einem Menschen, der, bevor er das Haus verlässt um auf Reisen zu gehen, jedem seiner Knechte eine eigene Aufgaben erteilte und dem Torhüter gebot, wachsam zu sein.&lt;br /&gt;
{{L|35}} Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt — ob am Abend, um Mitternacht oder morgens —&lt;br /&gt;
{{L|36}} damit er, wenn er plötzlich kommt, euch nicht schlafend findet.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Was ich euch sage, sage ich allen: Seid wachsam!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} {Und} (Und)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;s&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;/s&amp;gt; - καὶ &#039;&#039;und&#039;&#039; hat hier die Funktion, Kap. 13 mit der vorangehenden Szene zu verbinden; vgl. Mateos 1987, S. 80. Im Deutschen setzte man in solchen Fällen keine Konjunktion, daher ist sie in der LF besser auszusparen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als er aus dem Tempel hinausging (hinausgeht)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; - Da das Präsens λέγει &#039;&#039;er sagt(e)&#039;&#039;, zu dem der temporale Genitivus absolutus ἐκπορευομένου &#039;&#039;als er hinausgeht/hinausging&#039;&#039; in gleichzeitiger Relation steht, &#039;&#039;historisches&#039;&#039; Präsens ist (s. nächste Fußnote), ist die präsentische Wiedergabe überwörtlich und sollte vermieden werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagte (sagt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; - [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Historisches_Pr%C3%A4sens Historisches Präsens], vgl. Kmiecik 1997, S. 36; Mateos 1987, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; einer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einer&#039;&#039; Das Zahlwort εἷς &#039;&#039;eins, einer&#039;&#039; steht hier für das Indefinitpronomen τις &#039;&#039;jemand, irgendeiner&#039;&#039;; vgl. Grosvenor/Zerwick 1993, S. 150. Das ist kein Semitismus; diese Verwendung findet sich z.B. auch bei Aristoteles; vgl. [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%CE%B5%E1%BC%B7%CF%82 Pape, S. 738].&amp;lt;/ref&amp;gt; seiner Jünger zu ihm: „Lehrer! {Sieh nur!} (Sieh nur!)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;s&amp;gt;&#039;&#039;Sieh nur&#039;&#039;&amp;lt;/s&amp;gt; - Der Ausruf insgesamt und das ἴδε &#039;&#039;sieh nur&#039;&#039; speziell sind an dieser Stelle merkwürdig, denn sie kommen aus dem Mund eines Jüngers, der schon mindestens drei Tagen in Jerusalem weilt und nicht etwa gerade zum ersten Mal den Tempel sieht, sondern einen Tempelbesuch &#039;&#039;beendet&#039;&#039; (Lohmeyer 1967, S. 268). Da ἴδε als Redeeinleitung ein stehender Begriff zum Ausdruck von Verwunderung ist (&#039;&#039;ad loc&#039;&#039; z.B. [http://dare.ubvu.vu.nl/bitstream/handle/1871/15504/4727.pdf?sequence=4 Bailey 2009], S. 346; ähnlich Pesch 1977, S. 270), sollte man ihn hier besser als bloße Fokuspartikel interpretieren und unübersetzt lassen oder zu einem deutschen Äquivalent greifen (Bailey z.B. schlägt vor: „such (wonderful) stones!“ (S. 357)). So ja auch in vielen Üss. in V. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Was für Steine und was für Gebäude!&amp;lt;ref&amp;gt;Der Tempel war Teil einer größeren Tempelanlage (für ein Modell vgl. z.B. [http://erwin-reidinger.heimat.eu/HP_Bilder/TempelanlageInJerusalem.pdf Reidinger 2004, S. 13]; daher Plural.&amp;lt;/ref&amp;gt;“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Da (Und) sagte Jesus zu ihm: „Du achtest auf diese großen Gebäude? (Diese Gebäude da?, Siehst/bewunderst du diese großen Gebäude?, Du siehst/bewunderst diese großen Gebäude.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot;&amp;gt;βλέπω &#039;&#039;sehen&#039;&#039; ist in Mk 13 ein Leitwort und wird verwendet in Vv. 2.5.9.23.33. V. 2 wird in der Exegese merkwürdigerweise oft separat von den anderen vier Verwendungen abgehandelt (für eine Übersicht und zu den obigen Alternativübersetzungen vgl. gut Cranfield 1959, S. 391f), aber besser ist dies: Gleich, wie genau Jesu &#039;&#039;du siehst diese großen Gebäude&#039;&#039; exakt zu verstehen ist; zusammen mit dem folgenden &#039;&#039;Kein Stein [des Tempels] wird hier auf dem anderen bleiben&#039;&#039; steht es auf jeden Fall dem begeisterten Ausruf des Jüngers entgegen. In Vv. 5.9 lenkt Jesus dann die Aufmerksamkeit der Jünger auf andere Dinge als den Tempel: „Seht &#039;&#039;darauf, dass euch niemand irreführt&#039;&#039;“ resp. „Seht &#039;&#039;auf euch selbst&#039;&#039; [, denn man wird euch anfeinden]“; in V. 33 wird es außerdem in direktem Zusammenhang mit ἀγρυπνέω &#039;&#039;wachsam sein&#039;&#039; verwendet. Folgt man der Logik des Textes, sollte man daher besser deuten: V. 2: &#039;&#039;Achte nicht auf den Tempel, denn kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben&#039;&#039; (oder, näher am Text: &#039;&#039;Was achtest du auf diese großen Gebäude?&#039;&#039;); V. 5: &#039;&#039;Habt Acht, dass euch niemand irreführt!&#039;&#039;, V. 9: &#039;&#039;Nehmt euch in Acht!&#039;&#039;; V. 23: &#039;&#039;Seid achtsam!&#039;&#039;; V. 33: &#039;&#039;Seid achtsam! Seid wachsam!&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht (Keinesfalls)&amp;lt;ref name=&amp;quot;u mä&amp;quot;&amp;gt;οὐ μὴ &#039;&#039;(sicher) nicht&#039;&#039; ist eine besonders starke Verneinung, sie dient hier aber nur der Intensivierung, um Jesu Äußerung sprachlich zu markieren als (&#039;&#039;sichere&#039;&#039;) Prophezeiung. Das Deutsche verwendet hierfür andere Konstruktionen.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird [hier] gelassen werden Stein auf Stein, der nicht {sicher} (sicher)&amp;lt;ref name=&amp;quot;u mä&amp;quot; /&amp;gt; zerstört (herausgebrochen) werden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der nicht zerstört (herausgebrochen) werden wird&#039;&#039; - Dieser Relativsatz wirkt sprachlich etwas merkwürdig (Pesch 1977, S. 271: „überschießend“, „holprig“); seine Deutung hängt ab von der Übersetzung von καταλύω &#039;&#039;lösen, herauslösen, zerstören&#039;&#039;: (i) Von einer großen Mehrheit wird καταλύω gedeutet und übersetzt als „zerstören“. In diesem Fall wäre die Konstruktion in etwa vergleichbar mit einer deutschen Konstruktion à la „Er setzt Stein auf Stein, der groß ist“ - normalerweise würde man nicht erwarten, dass „Stein“ auch noch durch einen Relativsatz erweitert wird. Der Sinn wäre trotzdem klar: Die Aussage, dass kein Stein auf dem anderen gelassen werden würde, wird zusätzlich noch durch die Aussage gesteigert, dass jeder Stein zerstört werden würde. In der LF sollte man dann wohl besser mit zwei Sätzen arbeiten, etwa: „Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben: jeder noch so kleine Stein wird zerstört werden.“  (ii) EWNT II, S. 651 schlägt aber &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; vor: „herausbrechen“. In diesem Fall machte der Satz grammatisch mehr Sinn (- ist aber auch dann grammatisch immer noch etwas ungewöhnlich -), denn dann würden sich Hauptsatz und Relativsatz auf den selben Sachverhalt beziehen: „Hier wird keinesfalls gelassen werden Stein auf Stein, der nicht herausgebrochen werden wird“. Es läge dann ein Fall von &#039;&#039;redundantem Relativsatz&#039;&#039; vor - eine Konstruktion, die man sonst eher aus dem klassischen Griechisch als der Koine kennt (Kleist 1937, S. 143) und die typisch ist für den markinischen Stil (s. allein in diesem Kapitel noch [[Markus 13#s19 |Vv. 19]].[[Markus 13#s20 |20]]) - der ebenso wie wie οὐ μὴ (s.o.) nur der Intensivierung der Aussage dient, also einfach „Kein einziger Stein wird hier auf dem anderen bleiben!“. Ich persönlich (S.W.) würde Möglichkeit (ii) den Vorzug geben, aber da sie meines Wissens noch nicht vorgeschlagen wurde, wird man sich in der LF doch besser für Möglichkeit (i) entscheiden müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt;“{{par|1Könige|9|8}}{{par|Jeremia|26|18}}{{par|Micha|3|12}}{{par|Markus|14|58}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Als er dann saß (sich setzte) auf dem (den)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er auf dem Ölberg saß&#039;&#039; vs. &#039;&#039;Als er sich auf den Ölberg setzte&#039;&#039; - εἰς wird hier verwendet wie ἔν; daher ist es nicht direktional, sondern lokativisch zu übersetzen. Auch dies ist typisch für den markinischen Stil (vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Turner 1924b, S. 19), aber kein „markinischer Semitismus“, da es sich auch sonst häufiger in der Koine findet (Kleist 1937, S. 225).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ölberg gegenüber dem Tempel, fragte[n] ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas alleine&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;allein&#039;&#039; übersetzt κατ’ ἰδίαν. Dieser Ausdruck versprachlicht hier das Motiv der Privatoffenbarung / Sonderoffenbarung Jesu an seine Jünger (Witherington 2001, S. 439); in der LF sollte man zu etwas greifen wie „als sie allein/für sich waren“.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} „{Sag uns:}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Redeeinleitung Εἰπὸν ἡμῖν &#039;&#039;sage uns&#039;&#039; dient im NT häufiger nur als Bitte um eine Antwort (z.B. [[Matthäus 22#s17 |Mt 22,17]]; [[Lukas 20#s20 |Lk 20,2]]; [[Lukas 22#s67|22,67]] u.ö.); im Deutschen entspricht dem funktional eher eine uneingeleitete Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wann wird dies&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demonstrativ&amp;quot;&amp;gt;Die Referenz der Demonstrativpronomen ταῦτα &#039;&#039;dies&#039;&#039; und ταῦτα πάντα &#039;&#039;all dies&#039;&#039; sind in der Exegese umstritten; vgl. dazu den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&amp;lt;/ref&amp;gt; sein? Und was [wird sein] das Zeichen [dafür], wann dies alles&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demonstrativ&amp;quot; /&amp;gt; bestimmt ist (im Begriff ist)&amp;lt;ref&amp;gt;μέλλῃ bedeutet sowohl „im Begriff sein“ (als Ausdruck für die nahe Zukunft) als auch „vorherbestimmt sein“ (EWNT II, S. 994: „Schließlich kann μ. die im göttlichen Ratschluß begründete Notwendigkeit eines Geschehens und damit dessen sicheres Eintreten ausdrücken.“). Die Übersetzungen variieren daher; z.B. Jantzen: „wann das alles &#039;&#039;im Begriff ist&#039;&#039;, vollendet zu werden“ vs. SLT: „wann dies alles vollendet werden &#039;&#039;soll&#039;&#039;.“ Weil „dies alles“ vermutlich auf eschatologische Geschehnisse verweist (s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]), ist hier die zweite Bedeutung wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu geschehen (vollendet zu werden, zu enden)&amp;lt;ref&amp;gt;συντελέω &#039;&#039;vollenden&#039;&#039; wird meist apokalyptisch gedeutet; s. z.B. EWNT III, S. 742. Matthäus macht dies explizit: [[Matthäus 24#s3 |Mt 24,3]] τί τὸ σημεῖον τῆς σῆς παρουσίας καὶ συντελείας τοῦ αἰῶνος &#039;&#039;Was [wird sein] das Zeichen für deine Wiederkunft&#039;&#039; (παρουσία, =&#039;&#039;Parusie&#039;&#039;) &#039;&#039;und für das Ende&#039;&#039; (συντελεία) &#039;&#039;der Welt{zeit}?&#039;&#039;. Aus stilistischen Gründen sollte es dennoch nicht mit „enden“ oder „vollenden“ übersetzt werden. Gleich, worauf man „dies alles“ beziehen muss: Weder von der „Zerstörung des Tempels“ noch vom „Ende der Welt“ (so die beiden geläufigsten Interpretationen des „dies alles“) noch vom „Auftreten des Antichristen“ (s. im [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]) würde man im Deutschen sagen, sie würden „enden“ oder „sich vollenden“, sondern: sie werden „geschehen“ - und auch dies gehört zur Grundbedeutung von συντελέω; vgl. z.B. [http://www.biblestudytools.com/lexicons/greek/nas/sunteleo.html Thayer]&amp;lt;/ref&amp;gt;?“{{par|Daniel|8|13}}{{par|Daniel|12|6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und Jesus sagte zu ihnen ({begann}, zu ihnen zu sagen)&amp;lt;ref&amp;gt;Höchstwahrscheinlich pleonastisches ἄρχομαι - eine Stileigentümlichkeit des Mk (vgl. Doudna 1961, S. 51ff.; Kleist 1937, S. 205; Pryke 1978, S. 79ff.; Reiser 1983, S. 45): &#039;&#039;Beginnen&#039;&#039; wird redundant gesetzt und kann in der Übersetzung ausgespart werden, indem der Infinitiv stilistisch besser als Vollverb übersetzt wird. Vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Gaston 1970, S. 13; dagegen Dschulnigg 2007, S. 338; allerdings ohne Begründung.&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Habt acht (seht zu)&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt;, dass euch niemand irreführt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}}  [Denn] es werden viele unter meinem Namen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name&amp;quot;&amp;gt;Auch diese beiden strittigen Sätzchen werden von Cranfield 1959, S. 395 gut in ihre möglichen Bedeutungen aufgedröselt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„ἐπὶ τῷ ὀνόματί μου [&#039;&#039;unter meinem Namen&#039;&#039;] ist am natürlichsten zu deuten als (i) &#039;sie berufen sich auf mich als Autorität&#039;, aber es kann auch bedeuten (ii) &#039;Sie schreiben sich selbst den Messias-titel zu, der rechtmäßig &#039;&#039;mir&#039;&#039; gebührt.&#039; [...] Die Worte λέγοντες ὅτι Ἐγώ εἰμι [&#039;&#039;die sagen: Ich bin [es]&#039;&#039;] sind ähnlich mehrdeutig. Sie könnten bedeuten (a) &#039;die sagen „Ich bin“&#039; - d.h. sie behaupten, der Messias zu sein (vgl. [[Johannes 4#s26 | Joh 4,26]] und Matthäus&#039; hierige Ergänzung von ὁ χριστός [=der Christus], [[Matthäus 24#s5 | Mt 24,5]]) [...], (b) &#039;die sagen „Ich bin es“&#039;, also ganz ähnlich wie (a), aber mit Fokus auf der Idee der Gegenwart des Messias; (c) &#039;die sagen, dass ich es sei&#039; - d.h., die sagen, dass ich (Jesus) gekommen wäre [...], (d) &#039;die sagen, dass ich (Jesus) (der Christus) bin&#039; - das aber kann man ausschließen, denn das wäre ja keine Irreführung; (e) &#039;die sagen, dass sie ich seien&#039; - in dem Sinne, dass Betrüger behaupten, Jesus zu sein.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Abstand am wahrscheinlichsten (und auch die Mehrheitsmeinung) ist die Kombination von (ii) und (a), denn die beiden Sätze interpretieren sich gegenseitig: die zweite Aussage ist eine Identitätsproklamation („Ich bin X“), und dieses „X“ ist zu füllen durch ἐπὶ τῷ ὀνόματί μου &#039;&#039;unter meinem Namen&#039;&#039;, also „unter Inanspruchnahme des Messiastitels, der rechtmäßig mir gebührt“ (vgl. gut Kmiecik 1997, S. 42; Pesch 1977, S. 279). Sinngemäß bedeutet der Vers also: „Denn es werden viele kommen und behaupten, der Messias zu sein - dabei bin das doch in Wirklichkeit ich!“, oder einfach „Viele Messiasprätendenten werden auftreten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen und sagen: ‚Ich bin [es]!‘&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name&amp;quot; /&amp;gt;, und sie werden viele irreführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr {aber} (Ihr dagegen: Wenn ihr)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot;&amp;gt;Eigentümlich für den markinischen Stil - dennoch aber gut Griechisch (die Konstruktion findet sich z.B. auch bei Plutarch und Thukydides) - ist, dass gelegentlich Konjunktionen nicht in ihrer Konjunktions-bedeutung verwendet werden, sondern bloß als Trennungszeichen von Sätzen und Textabschnitten fungieren (vgl. z.B. Reiser 1983, S. 99f.160f). Diese Konjunktionen und Partikeln sind im Deutschen oft besser auszusparen. Dazu gehören in Kap. 13:&lt;br /&gt;
* V. 7: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - denn V. 7 ist integraler Bestandteil des Abschnitts Vv.5-8, vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._5-8:_Abschnitt_1 Kommentar] (gegen Mateos 1987, S. 201f., der denkt, δέ würde hier die &#039;&#039;vielen&#039;&#039;, die sich täuschen lassen (V. 6) mit den Jüngern, die sich eben nicht täuschen lassen sollen (V. 7), konstrastieren (daher obige Alternative „ihr dagegen: wenn ihr“). Die kontrastierende Funktion wäre dann wahrscheinlich (und in der Tat eine schöne Deutung), wenn auch &#039;&#039;ihr&#039;&#039; in V. 7 durch ein Pronomen ausgedrückt wäre; bei bloßer 2.Person Plural aber nicht).&lt;br /&gt;
* V. 9: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - Zum Textabschnitte einleitenden δέ vgl. [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]&lt;br /&gt;
* V. 17: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - V. 17 ist ein apokalyptischer Klageruf, der gattungstypisch semantisch nicht mit dem umliegenden Text zusammenhängt.&lt;br /&gt;
* V. 23: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_bd Fußnote bd].&lt;br /&gt;
* V. 24: ἀλλά - V. 24 wird gern kommentiert mit: „Mit „aber“ [...] wird die große Wende eingeleitet“ (Gnilka 1978, S. 200) o.Ä. Es sollte hier aber nicht zu viel von ἀλλά abgeleitet werden - zwar beginnt hier in der Tat ein neuer Textabschnitt (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13 Kommentar]), aber die Kontinuität mit dem vorangehenden Abschnitt ist doch gewährleistet durch ἐν ἐκείναις ταῖς ἡμέραις &#039;&#039;in jenen Tagen&#039;&#039; (schon V. 17) und μετὰ τὴν θλῖψιν &#039;&#039;nach jener Drangsal&#039;&#039; (vgl. V. 19). vgl. auch Mateos 1987, S. 331. Ebenso wie δέ in Vv. 14.28 fungiert hier ἀλλά als Abschnittstrenner.&lt;br /&gt;
* V. 28: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039;; denn es gibt nichts vorangehendes, womit durch δέ kontrastiert werden könnte. vgl. auch Mateos 1987, S. 374; [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]&lt;br /&gt;
* V. 37: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; hebt den letzten Vers als abschließendes Fazit vom vorangehenden Textteil ab.&lt;br /&gt;
Zu ἀλλά vgl. noch [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%E1%BC%80%CE%BB%CE%BB%CE%AC Pape 100]; zu δέ Muraoka, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, erschreckt nicht, [denn] es muss geschehen, doch [es ist] noch nicht das Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Erheben wird sich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot;&amp;gt;Verb in Satzspitzenstellung als eine für Prophezeiungen typische emphatische Ausdrucksstellung; vgl. Reiser 1983, S. 94. Dieses Stilmittel parallelisiert Vv. 8.12.19.22, die ohnehin strukturell parallel fungieren (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13&amp;amp;section=2 Kommentar, FN b]). Im Deutschen sollte dies nicht nachgeahmt, sondern zu einem stilistischen Äquivalent gegriffen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; nämlich (denn)&amp;lt;ref&amp;gt;Meist: &#039;&#039;denn erheben wird sich...&#039;&#039;; besser aber: &#039;&#039;es wird sich nämlich erheben...&#039;&#039; - das γὰρ &#039;&#039;denn&#039;&#039; ist besser als explikatives γὰρ &#039;&#039;nämlich&#039;&#039; zu interpretieren; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._5-8:_Abschnitt_1 Kommentar].&amp;lt;/ref&amp;gt; Volk gegen Volk und Reich gegen Reich, Erdbeben werden sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; stellenweise (mancherorts), geben wird es&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; Hungersnöte. [Der] Anfang der Wehen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Anfang der Wehen&#039;&#039; - apokalyptische Formel, die v.a. in der rabbinischen Literatur gebräuchlich ist. Die &#039;&#039;(Geburts-)wehen&#039;&#039; stehen für die Zeit der Not, die vor dem Einbruch der schönen Endzeit ertragen werden müssen (so fast alle Kommentare)&amp;lt;/ref&amp;gt; [ist] dies. {{par|2Chronik|15|6}}{{par|Jesaja|13|13}}{{par|Jesaja|19|2}}{{par|Jesaja|26|17}}{{par|Joel|2|10}}{{par|Johannes|16|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Nehmt euch in Acht (Blickt auf euch selbst)!&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt; Man wird euch (sie werden)&amp;lt;ref name=&amp;quot;impersonaler Plural&amp;quot;&amp;gt;impersonaler Plural; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Turner 1924a, S. 382. Pryke 1978, S. 107 hält es hier für ein Passivsubstitut, aber das ist angesichts der direkt folgenden Passivformen nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;παραδίδωμι &#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; wird im Mk neben den Vorkommen in Mk 13 nur zweimal nicht von der Passion Jesu gesagt; es ist also eine Vokabel aus der Passionstheologie - die Überlieferung der Jünger Jesu wird parallelisiert mit der „eschatologisch[en] Preisgabe des Menschensohns an die Menschen“ (EWNT III, S. 46; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Thüsing 2011, S. 111).&amp;lt;/ref&amp;gt; an Synhedrien&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort συνέδριον kennt man sonst v.a. aus der Passionserzählung; er bezieht sich dort in der Einzahl auf den Sanhedrin, den jüdischen Hohen Rat. Die hierige Mehrzahl συνέδρια dagegen legt nahe, dass von kleineren jüdischen Lokalgerichten die Rede ist; vgl. ThW VII, S. 864f. - es folgen also auf die zwei jüdischen Instanzen „Synhedrien“ und „Synagogen“ die zwei nicht-jüdische Instanzen „Statthalter“ und „Könige“.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Synagogen&amp;lt;ref&amp;gt;εἰς kann in der Koine verwendet werden wie ἔν und umgekehrt; abhängig davon ließe sich der Satz auflösen als (i) „Man wird euch ausliefern, in Synhedrien und Synagogen werdet ihr geprügelt werden“ (so z.B. Cranfield 1959, S. 397; Pesch 1977, S. 183; Turner 1924b, S. 19), (ii) „Man wird euch an Synhedrien und Synagogen ausliefern, ihr werdet geprügelt werden“ (so Mateos 1987, S. 236) oder (iii) „Man wird euch ausliefern an Synhedrien, in Synagogen werdet ihr geprügelt werden“ (so die Mehrheit). Angesichts der parallelen Konstruktion von εἰς συνέδρια und εἰς συναγωγὰς mit εἰς wird man wohl Mateos (=ii) zustimmen müssen. Dies erleichtert auch das Verständnis vom „Prügeln“, denn obwohl die Prügelstrafe u.a. auch von Lokalgerichten und Synagogen verhängt werden durfte, wäre ein Prügeln &#039;&#039;in&#039;&#039; Synagogen doch eher ungewöhnlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ihr werdet geprügelt werden und ihr werdet meinetwegen vor Statthalter und Könige gestellt werden, ihnen zum Zeugnis&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung dieses Nachsatzes ist etwas unklar. (1) ist nicht klar, ob αὐτοῖς &#039;&#039;ihnen&#039;&#039; sich auf die Statthalter und Könige bezieht oder auf die Auslieferer, Prügler, Statthalter und Könige, (2) lässt sich aus V. 9 allein nicht erkennen, worauf das &#039;&#039;ihnen zum Zeugnis&#039;&#039; sich eigentlich beziehen soll. Die Mehrheitsmeinung bei der Interpretation von &#039;&#039;V. 10&#039;&#039; ist aber, dass er parenthetisch das &#039;&#039;ihnen zum Zeugnis&#039;&#039; auslegt und &#039;&#039;Zeugnis&#039;&#039; also auf die „Verkündigung“ zu beziehen ist; und da man durch Ausgeliefert-werden und Geprügelt-werden keinen direkten Beitrag zur Verkündigung leistet, bedeuten Vv. 9c.10 wohl sinngemäß: „Ihr werdet meinetwegen vor Statthalter und Könige gestellt werden, um ihnen zu verkündigen; denn erst muss auf der ganzen Welt das Evangelium verkündigt werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; -{{par|Markus|1|44}}{{par|Markus|6|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} denn (und, aber)&amp;lt;ref&amp;gt;Kausales καὶ; vgl. Reiser 1983, S. 127; Wilckens.&amp;lt;/ref&amp;gt; zuerst&amp;lt;ref&amp;gt;recht sicher i.S.v. „vor dem Ende“&amp;lt;/ref&amp;gt; muss das Evangelium bei ({bei})&amp;lt;ref&amp;gt;εἰς wird hier verwendet wie ἔν; vgl Cranfield 1959, S. 199; Turner 1924b, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; allen Völkern verkündigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und wenn man euch abführt (sie euch abführen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;impersonaler Plural&amp;quot; /&amp;gt;, um euch auszuliefern&amp;lt;ref&amp;gt;final aufgelöstes [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen adverbiales Partizip], so auch Schenke 2005, S. 290 („zur Auslieferung vorführen“); vgl. auch Mateos 1987, S. 237. Auch Jantzen u.a. Üss. Die Jünger sollen sich &#039;&#039;im Vorfeld&#039;&#039; ihres Ausgeliefert-werdens keine Sorgen machen. So stimmt es ja auch zusammen mit &#039;&#039;προ&#039;&#039;μεριμνᾶτε &#039;&#039;sorgt euch nicht im Voraus&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sorgt euch nicht im Voraus, was ihr sagen sollt, sondern das, was (was auch immer) euch in jener Stunde eingegeben (gegeben)&amp;lt;ref&amp;gt;theologischer Passiv, eigentlich also besser „das, was Gott euch in jener Stunde eingeben wird“. Vgl. Grosvenor/Zerwick 1993, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt; werden wird, das sagt! Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der heilige Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} {Und} Ausliefern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; wird ein Bruder [seinen] Bruder in den Tod und ein Vater [sein] Kind, und erheben werden sich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; Kinder gegen [ihre] Eltern und töten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; werden sie sie.{{par|Micha|7|2}}{{par|Micha|7|6}}{{par|Sacharja|13|3}}{{par|Matthäus|10|35}}{{par|Lukas|12|52}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und ihr werdet von allen gehasst werden wegen meines Namens (um meinetwillen, wegen mir)&amp;lt;ref&amp;gt;wie im Hebräischen dient auch in der Koine &#039;&#039;Name&#039;&#039; als Wechselbegriff für den Namensträger, also &#039;&#039;wegen meinem Namen&#039;&#039; = &#039;&#039;wegen mir&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der aber, der bis zum Ende&amp;lt;ref&amp;gt;(i) Die Mehrheitsmeinung - der auch hier zuzustimmen ist - ist, dass das &#039;&#039;Ende&#039;&#039; sich auf das Eschaton, das Ende der Zeit, bezieht. Daneben hat (ii) Cranfield 1959, S. 401 die Bedeutung &#039;&#039;völlig, komplett&#039;&#039; vorgeschlagen; (iii) Ernst 1963, S. 377f. hält es für doppelsinnig und bezieht es neben dem Eschaton auch auf das Lebensende jedes einzelnen Jüngers. (ii) ist sehr unwahrscheinlich - die Wiederholung der in V.7 deutlich eschatologisch verwendeten Vokabel ist zu auffällig für diese Interpretation. (iii) ist möglich, aber aus dem selben Grund nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; standhaft bleibt (dies erduldet)&amp;lt;ref&amp;gt;ὑπομένω steht nicht nur für &#039;&#039;ausharren&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;warten&#039;&#039;, sondern - bes. hier - für das Ertragen und Erdulden von Leiden; vgl. EWNT III, S. 968&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird gerettet werden.{{par|Daniel|12|12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Wenn ihr dann aber den Gräuel der Verwüstung&amp;lt;ref name=&amp;quot;V. 14&amp;quot;&amp;gt;Vers 14 ist völlig rätselhaft. Rätselhaft ist (1) der Ausdruck βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως, der standardmäßig übertragen wird mit &#039;&#039;Gräuel der Verwüstung&#039;&#039;; etwas rätselhaft ist (2) der Wechsel vom Neutrum βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως zum Maskulinum ἑστηκότα &#039;&#039;, der steht&#039;&#039; und rätselhaft ist außerdem (3) die Ortsangabe ὅπου οὐ δεῖ, die standardmäßig übertragen wird mit &#039;&#039;wo er nicht darf&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(i) Die Standard-Interpretation ist diese: (1) βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως ist ein Verweis auf [[Daniel 9#s27 |Dan 9,27]]; [[Daniel 11#s31 |11,31]]; [[Daniel 12#s11 |Dan 12,11 LXX]]; [[1Makkabäer 1#s54 |1Makk 1,54]]. In den alttestamentlichen Texten ist die Entsprechung {{hebr}}שִׁקּוּץ שֹׁמֵם{{hebr ende}}. Das hebräische {{hebr}}שִׁקּוּץ{{hebr ende}} ist eine verächtliche Bezeichnung für Götzen und Götzenkulte (Ges18, S. 1381f) und {{hebr}}שֹׁמֵם{{hebr ende}} ist ein Verbaladjektiv mit der Bedeutung &#039;&#039;verwüstend&#039;&#039; (Ges18, S. 1380) - also rein lexikalisch &#039;&#039;der verwüstende Götze&#039;&#039; oder &#039;&#039;der verwüstende Götzenkult&#039;&#039;. Historisch macht diese Übersetzung Sinn, denn in den besagten Texten ist wohl die Rede von der Statue des Zeus, die Antiochus Epiphanes 168 v.Chr. im Tempel aufstellen ließ. Das griechische βδέλυγμα dagegen bezeichnet meist allgemein &#039;&#039;das, was Gott ein Gräuel ist&#039;&#039; (EWNT I, S. 502) und das griechische τῆς ἐρημώσεως wäre entsprechend dem Hebräischen zu deuten als Genitiv des Produkts, also &#039;&#039;das Gräuel, das Verwüstung hervorbringt&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Weil diese von Daniel übernommene &#039;&#039;Neutrum&#039;&#039;-Phrase modifiziert wird vom &#039;&#039;maskulinischen&#039;&#039; Partizip ἑστηκότα &#039;&#039;der steht&#039;&#039;, heißt es meist, dass V. 14a &#039;&#039;ad sensum&#039;&#039; konstruiert sei und man deshalb bei βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως an eine Person denken müsse, nämlich den Antichristen - was gut mit der Konnotation „Götze“ des Hebräischen zusammenstimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) ὅπου οὐ δεῖ &#039;&#039;wo er nicht darf&#039;&#039; weiterhin wird meist mit [[Matthäus 24,15 |Mt 24,15]] bezogen auf den Tempel, also sinngemäß: „Wenn der Antichrist im Tempel auftaucht“, was außerdem zusammenstimmt mit [[2Thessalonicher 2,3|2Thess 2,3ff]]: „Zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt.“ (EÜ)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(ii) Exegeten wie Pesch 1977, Schenke 2005 und Thüsing 2011 denken bei βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως nicht an den Antichristen, sondern an zeitgeschichtliche Geschehnisse zur Zeit des jüdischen Krieges. Pesch lässt die genaue Referenz offen, da sie nicht genau bestimmt werden könne; Schenke denkt an die Schreckensherrschaft der Zeloten im Tempel ab 65/66 n.Chr. und Thüsing an die römischen Feldzeichen, die die Römer nach der Eroberung Jerusalems im Tempel aufstellten und auf denen Götzenbilder abgebildet seien. Diese Interpretation hat aber die grammatische Schwierigkeit die ad-sensum-Konstruktion (s.o. unter (2)); v.a. aber fügt sie sich schlecht in den Kontext des Abschnitts, denn spätestens V. 19 macht ja deutlich, dass hier eben nicht an „zeitgeschichtliche Ereignisse gedacht wird“ (Pesch), sondern an apokalyptische Geschehnisse (vgl. auch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._14-20:_Abschnitt_3 Kommentar]). Weil Interpretation (ii) außerdem noch eine Minderheitenmeinung ist, wird man durchaus Interpretation (i) den Vorzug geben müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; stehen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V. 14&amp;quot; /&amp;gt; seht, wo er nicht [stehen] soll&amp;lt;ref name=&amp;quot;V. 14&amp;quot; /&amp;gt; – der Leser sei aufmerksam!&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung dieser Parenthese ist in der Exegese umstritten. Die unterschiedlichen Interpretationen hängen v.a. daran, auf wen &#039;&#039;Leser&#039;&#039; bezogen wird. Vorgeschlagen wurden, dass es sich beziehe&lt;br /&gt;
# auf den Leser eines hypothetischen apokalyptischen Flugblattes, das als (eine der) Vorlage(n) von Mk 13 angenommen wird - diese Position ist sehr verbreitet, dennoch sehr unwahrscheinlich. Denn es ist schwer vorstellbar, dass es dem Redaktor des Mk nicht aufgefallen sein sollte, dass sich die Parenthese - die sich an einen Leser und nicht an mehrere Hörer richtet - so überhaupt nicht in die Kommunikationssituation der eschatologischen Mahnrede Jesu fügt und sie daher mitübernommen habe.&lt;br /&gt;
# auf den Hörer bei der öffentlichen Verlesung des Markusevangeliums, dem die Wichtigkeit des Gräuels der Verwüstung noch einmal unterstrichen werden soll - aber dieser &#039;&#039;Hörer&#039;&#039; ist ja dann kein „Leser“.&lt;br /&gt;
# auf den Vorleser des Markusevangeliums bei der öffentlichen Verlesung; die Parenthese sei dann nicht dazu gedacht, laut vorgelesen zu werden, sondern sei eine Notiz für den Vorleser, die eben beschriebene ad-sensum-Konstruktion richtig vorzulesen (vgl. Best 1989, S. 128-30, der die Parenthese dann auch konsequent in seiner Übersetzung ausspart. Dagegen aber gut Collins 2009, S. 545f.)&lt;br /&gt;
# auf die vier Jünger, die die von [[Daniel 9#s27 |Dan 9,27]]; [[Daniel 11#s31 |11,31]]; [[Daniel 12#s11 |12,11]] übernommene Prophezeiung richtig - d.h. im Lichte der Prophezeiung Jesu (Perkins 2006, S. 104) - verstehen sollen, wenn sie sie lesen.&lt;br /&gt;
(4) ist am Wahrscheinlichsten, daher noch einige Worte dazu. Zunächst: „Leser des Danielbuches“ als Bedeutung von „Leser“ liegt schon deshalb nahe, da ἀναγινώσκω im Mk ausschließlich für das Lesen im AT verwendet wird (vgl. z.B. Pryke 1978, S. 57f). Vgl. außerdem die Parallelstelle [[Matthäus 24#s15 |Mt 24,15]], wo der Verweis auf das Danielbuch expliziert wird. Dann: Vergleichbare Aufforderungen finden sich auch in anderen Prophezeiungen; vgl. bes. [[Daniel 9#s23 |Dan 9,23]].[[Daniel 9#s25 |25]] (also dem direkten Kontext von [[Daniel 9#s27 |Dan 9,27]], von wo Jesus mutmaßlich die Prophezeiung des „Gräuels der Verwüstung“ übernommen hat); auch [[Offenbarung 13#s9 |Offb 13,9]].[[Offenbarung 13#s18 |18]]; [[Offenbarung 17#s9 |17,9]] (Stellen nach Pesch 1977, S. 292). Auch ist es nicht (sehr) problematisch, dass die Jünger hier in der 3. Person (&#039;&#039;der Leser&#039;&#039; statt &#039;&#039;ihr Leser&#039;&#039;) angesprochen werden; es finden sich im Mk häufiger Anreden an Zuhörer, die Jesus in 3. Person angespricht (s. [[Markus 4#s9 |Mk 4,9]].[[Markus 4#s23 |23]]; [[Markus 8#s34 |8,34]]; vgl. Perkins 2006, S. 101f). Sinngemäß wäre dann also zu übersetzen: „Ihr Leser, gebt gut acht“ oder „Beim Lesen seid verständig“.&amp;lt;/ref&amp;gt; –, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen&amp;lt;ref&amp;gt;Das Motiv der Flucht ins Gebirge ist ein häufigeres Motiv; vgl. z.B. [[1Makkabäer 2#s28 |1Makk 2,28]] (s. z.B. Gnilka 1978, S. 195f); umgekehrt kennt man auch das Motiv der Flucht aus dem Umland in die Hauptstadt, vgl. z.B. [[Jeremia 4#s1 |Jer 4,1]]ff. (s. z.B. Pesch 1977, S. 292).&amp;lt;/ref&amp;gt;;{{par|Genesis|19|17}}{{par|Jeremia|4|29}}{{par|Daniel|9|27}}{{par|Daniel|11|31}}{{par|Daniel|12|11}}{{par|1Makkabäer|1|54}}{{par|1Makkabäer|2|28}}{{par|2Thessalonicher|2|4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} wer auf dem Dach [ist],&amp;lt;ref&amp;gt;Das altjüdische Haus hatte ein von außen begehbares Dach (eine schöne Darstellung findet sich im [http://books.google.de/books?id=frwjqZSN4oUC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA9#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Kregel Pictorial Guide to Everyday Life in Bible Times]), das man vor allem in der Freizeit benutzte (z.B. um zu schlafen). Für die LF würde ich „Dachterrasse“ vorschlagen (so auch NeÜ; ähnlich KAM: „Terrasse“. Gut auch KNO: „Flachdach“)&amp;lt;/ref&amp;gt; soll nicht ({weder})&amp;lt;ref name=&amp;quot;mäde&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;nicht hinabsteigen, um hineinzugehen&#039;&#039; vs. &#039;&#039;weder herabsteigen noch hineingehen&#039;&#039; - Natürlich muss der auf dem Dach hinabsteigen, um in die Berge fliehen können; μηδὲ hat daher hier negative finale Bedeutung (vgl. Smyth 2193b). Die Satzstruktur lässt sich nicht in die LF übernehmen, man muss zu etwas greifen wie „Wer auf dem Dach ist, soll sich nicht erst noch &amp;lt;s&amp;gt;hinuntersteigen, um&amp;lt;/s&amp;gt; ins Haus gehen, um sich etwas zu holen“&amp;lt;/ref&amp;gt; hinabsteigen, um ({noch})&amp;lt;ref name=&amp;quot;mäde&amp;quot; /&amp;gt; hineinzugehen (hineingehen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;mäde&amp;quot; /&amp;gt;, um etwas aus seinem Haus zu holen;{{par|Ezechiel|7|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren&amp;lt;ref&amp;gt;W. &#039;&#039;soll sich nicht zurückwenden nach zurück&#039;&#039;; gemeint ist sicher „nach Hause zurückkehren“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, um sein Obergewand zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} {Aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; Wehe denen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wehe denen&#039;&#039;: Gattungstypische Einleitung eines apokalyptischen Klagerufs (vgl. z.B. [[Offenbarung 18#s16 |Offb 18,16]].[[Offenbarung 18#s19 |19]]); das Schicksal der „schwächsten Glieder der Fluchtgeneration“ (Ernst 1963, S. 381) - der Schwangeren und Stillenden - wird in Form einer Weheruf-parenthese beklagt. Das beste Äquivalent wäre eine Übertragung ähnlich der von BB („Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein, die gerade ein Kind erwarten oder stillen!“) und NGÜ („Wie schwer werden es die Frauen haben, ...!“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, die in jenen Tagen&amp;lt;ref name=&amp;quot;in jenen Tagen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;in jenen Tagen&#039;&#039;: Stereotype alttestamentliche Phrase, die häufig in eschatologischen Kontexten verwendet wird; s. z.B. [[Jeremia 3#s16 |Jer 3,16]].[[Jeremia 3#s18 |18]]; [[Jeremia 31#s29 |31,29]]; [[Jeremia 33#s15 |33,15]]f.; [[Joel 3#s1 |Joel 3,1]]; [[Sacharja 8#s23 |Sach 8,23]] u.ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; schwanger sind oder stillen!{{par|Lukas|23|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} {Aber} (Darum)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winter&amp;quot;&amp;gt;Der Verweis auf den Winter wird meist darauf bezogen, dass der Winter in Palästina die Regenzeit ist und starke Regenfälle die Flucht erschweren. Vielleicht liegt aber wirklich (auch) die Kälte im Fokus: Israel liegt zwar hauptsächlich in einer subtropischen Klimazone, aber in höher gelegenen Regionen - zu denen auch Jerusalem und natürlich erst recht die Berge gehören - kann es winters durchaus so kalt werden, dass es zu Schneefällen kommen kann. Das würde auch erklären, warum V. 16 die Rede vom Mantel ist; vielleicht sollte man daher das δὲ besser als kausales δὲ deuten: &#039;&#039;Darum betet, dass es nicht winters geschieht!&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Betet, dass es nicht während des Winters&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winter&amp;quot; /&amp;gt; geschieht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Denn es werden sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; jene Tage eine derartige Bedrängnis, wie sie seit Beginn der Schöpfung, die Gott geschaffen hat,&amp;lt;ref name=&amp;quot;redundant&amp;quot;&amp;gt;redundanter Relativsatz. Kein Semitismus oder Septuagintismus (gegen Cranfield 1959, S. 404); die Konstruktion kennt man auch sonst im Griechischen (vgl. z.B. Chariton, Chaireas und Kallirhoe 7,2,4 τῆς Ἀθηναίων δυστυχίας, ἣν ἐδυστύχησαν ἐν τῷ πολέμῳ τῷ Σικελικῷ &#039;&#039;das Leid der Athener, an dem sie litten im sizilischen Krieg&#039;&#039;); vgl. auch Kleist 1937, S. 143f. „Redundant“ ist eigentlich ungenau; die Konstruktion dient dazu, das durch den Relativsatz modifizierte Satzglied zu spezifizieren; bei Chariton also etwa &#039;&#039;Der Athener Leid &amp;lt;u&amp;gt;während dem sizilischen Krieg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;; Mk 13,19 &#039;&#039;seit Beginn von &amp;lt;u&amp;gt;Gottes&amp;lt;/u&amp;gt; Schöpfung&#039;&#039;; Mk 13,20 &#039;&#039;um &amp;lt;u&amp;gt;seiner/der von ihm&amp;lt;/u&amp;gt; Auserwählten willen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis jetzt nicht geschehen ist und niemals geschehen wird&amp;lt;ref&amp;gt;οὐ μὴ + Aorist Konjunktiv: stärkstmögliche griechische Konstruktion zur Negierung eines zukünftigen Geschehnisses; vgl. Wallace, S. 468. Der Vers verdichtet den Topos des Nochniedagewesenen (Pesch 1977, S. 293); vielleicht sollte man in der LF statt zu einer wörtlichen Üs. besser zu einem Äquivalent greifen wie „eine solche Drangsal, wie sie noch nie geschehen ist - früher nicht, heute nicht und nimmermehr!“ oder einfach „eine Drangsal, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Exodus|11|6}}{{par|Joel|2|2}}{{par|Daniel|12|1}}{{par|Offenbarung|16|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} {Und} Wenn der Herr nicht die Tage verkürzt hätte,&amp;lt;ref&amp;gt;zum Motiv der verkürzten Zeit vgl. Ernst 1963, S. 381f.: „Die Verkürzung der Zeit ist ein bekanntes Motiv (vgl. 4Esra 4,26; 2Bar 20,1; 1Hen 80,2; Barn 4,3), dessen Wurzeln im Geschichtsverständnis der Apokalyptik liegen. Der Herr hat den Ablauf in einem Plan festgelegt. Auch die Drangsale der Endzeit unterliegen dem unausweichlichen „es muß geschehen“; der Geschichtsdeterminismus ist freilich durch die Rückführung auf den Willen Gottes, der aus Barmherzigkeit die Drangsale verkürzen kann, relativiert.“&amp;lt;/ref&amp;gt; würde absolut niemand&amp;lt;ref&amp;gt;W.: &#039;&#039;nicht ... jedes Fleisch&#039;&#039;; Kombination zweier Septuagintismen; vgl. Cranfield 1959, S. 404; Doudna 1961, S. 105f: &#039;&#039;nicht jeder&#039;&#039; = &#039;&#039;keiner&#039;&#039;; &#039;&#039;jedes Fleisch&#039;&#039; = &#039;&#039;jeder&#039;&#039;, also „absolut keiner“. In Mk 13 ist dies die einzige Stelle, die ich für einen eventuellen Semitismus halten würde. Dahin weist auch, dass κύριος im NT nur in AT-Zitaten oder Nachahmungen des Septuaginta-Stils ohne Artikel verwendet wird; vgl. Mateos 1987, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; gerettet werden, doch um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat,&amp;lt;ref name=&amp;quot;redundant&amp;quot; /&amp;gt; hat er die Tage verkürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} {Und} Sagt dann einer zu euch: ‚{Siehe} Hier [ist] der Christus!‘&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siehe&amp;quot;&amp;gt;Bailey 2009, S. 360 hat die beiden Ausrufe sehr gut analysiert: Fokalisiert ist in beiden jeweils der Lokativ (&#039;&#039;Hier&#039;&#039; + &#039;&#039;dort&#039;&#039;); sie sind also konstruiert wie eine Antwort auf die unausgedrückte Frage „Wo ist der Christus?“. ἴδε  fungiert dabei als bloßer Fokuspartikel und sollte im Deutschen ausgespart werden. So jedenfalls wäre der Satz grammatisch zu analysieren. V. 22 macht aber deutlich, dass dieses &#039;&#039;Hier!&#039;&#039; und &#039;&#039;dort!&#039;&#039; auf die verschiedenen Pseudo-christusse verweisen soll; also sinngemäß eher „Dieser hier ist  der Christus!“ und „jener dort ist der Christus!“. Ich denke aber, dass das auch bei wörtlicher Übersetzung klar herauskommt.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder {Siehe} dort [ist er]!&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siehe&amp;quot; /&amp;gt; - glaubt [es] nicht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} denn aufstehen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; werden falsche Christusse und falsche Propheten, und darbieten&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Bedeutung „darbieten“ für δίδωμι vgl. Mateos 1987, S. 288. Einige Hss haben ποιήσουσιν statt δώσουσιν, aber die Kombination von σημεῖον mit ποιέω findet sich sonst nirgends in den synoptischen Evangelien (dafür häufiger in Joh); daher und wegen der weit besseren Bezeugung ist δώσουσιν der Vorzug zu geben.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden sie&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; Zeichen und Wunder,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zeichen und Wunder&#039;&#039;: pleonastischer formelhafter Ausdruck. Das Wort τέρας &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; wird von den Synoptikern einzig hier und in der Parallelstelle [[Matthäus 24#s24 |Mt 24,24]] verwendet. Auffällig ist, dass es auch im Joh nur einmal ([[Johannes 4#s48 |Joh 4,48]]), ebenfalls in Verbindung mit σημεῖον und scheinbar ebenfalls in abwertender Weise, verwendet wird - „„Wunder“ sind genau das, was man von Gott nicht erwarten darf. Die heidnischen Griechen verstanden unter τέρας meist ein Staunen und Schrecken erregendes, exorbitantes Wunderzeichen, vor allem kosmischer Art [...].“ (Fuller 1969, S. 23). Vielleicht kann man diese Konnotation des Exorbitanten und des Abwertenden besser übertragen durch etwas wie „Mirakel und Wunderwerke“; vielleicht sogar „Mirakel und Spektakel“, aber das geht vielleicht einen Schritt zu weit.&amp;lt;/ref&amp;gt; um – wenn möglich – die Auserwählten zu verführen (irrezuführen)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Verb ἀποπλανάω hat hier „die Bedeutung eschatologischer Verführung“ (EWNT III, S. 236)&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Deuteronomium|13|2}}{{par|Jeremia|6|13}}{{par|Daniel|11|35}}{{par|Offenbarung|13|13|14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} {Ihr aber} (Ihr dagegen)&amp;lt;ref&amp;gt;Auch in V. 23 scheint δὲ nur den Beginn eines neuen Satzes zu markieren. Möglich wäre aber auch dies: Der Einschub εἰ δυνατὸν &#039;&#039;wenn möglich&#039;&#039; in V. 22 könnte theoretisch auch bedeuten &#039;&#039;wo/bei wem immer das möglich ist (=ihnen das gelingt)&#039;&#039;; in diesem Fall würde das δὲ in V. 23 die Jünger mit den Erwählten, bei denen das Irreführen gelingt, kontrastieren. Dann wäre außerdem das πρὸς in V. 22 resultativ zu deuten, also etwa „falsche Christen und Propheten werden Mirakel und Spektakel veranstalten &#039;&#039;und so all jene&#039;&#039; Erwählten verführen, &#039;&#039;bei denen&#039;&#039; es ihnen gelingt. &#039;&#039;Ihr dagegen&#039;&#039;: Achtet auf euch selbst...“ - So aber m.W. niemand und es ist diese Verwendung von εἰ auch eher selten, daher können wir getrost bei der angegebenen Standard-übersetzung bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid achtsam!&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt; Ich habe euch alles vorausgesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung von πάντα ist in der Exegese umstritten; vgl. dazu den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} {Aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; in jenen Tagen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;in jenen Tagen&amp;quot; /&amp;gt; nach jener Bedrängnis, wird die Sonne verdunkelt werden (sich verfinstern), {und} der Mond wird seinen Schein nicht geben,{{par|Jesaja|13|10}}{{par|Jesaja|24|23}}{{par|Jesaja|34|4}}{{par|Ezechiel|32|7}}{{par|Joel|2|2}}{{par|Joel|2|10}}{{par|Joel|3|4}}{{par|Joel|4|15}}{{par|Amos|8|9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} {und} die Stern werden vom Himmel fallen und die Kräfte&amp;lt;ref&amp;gt;Die δυνάμεις sind in der Bibel mythische kosmische Mächte. Wahrscheinlich ist diese Vorstellung noch ein Reflex aus der Zeit, als die Himmelskörper auch in Israel als göttlich angesehen wurden. In der nachbiblischen Zeit wurden sie als „Engel“ interpretiert (bes. wichtig: Dionysius Areopagita: [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel3689.htm CH 8,1]); heute stellen sie in der Engellehre sozusagen „ganz offiziell“ einen der Neun Englischen Chöre: die &#039;&#039;virtutes&#039;&#039;, die dafür verantwortlich sind, in Gottes Auftrag Wunder zu wirken. Vermutlich stammt das Bild noch aus der Apokalypse-Schilderung in [[Jesaja 34#s4 |Jes 34,4]].&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Himmeln (am Himmel) werden erschüttert werden.{{par|Jesaja|34|4}}{{par|Joel|2|2}}{{par|Offenbarung|6|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und dann wird erscheinen (wird man sehen, werden sie sehen)&amp;lt;ref&amp;gt;W. &#039;&#039;werden sie sehen&#039;&#039;, aber impersonaler Plural (vgl. z.B. Martin 2009, S. 477), daher besser &#039;&#039;wird &amp;lt;u&amp;gt;man&amp;lt;/u&amp;gt; sehen&#039;&#039;. Noch besser aber: ὁράω im Medium ist ein formelhafter Offenbarungsterminus, der v.a. im Zhg. mit Christi Auferstehung verwendet wird; daher &#039;&#039;wird erscheinen&#039;&#039;. Ähnlich ist ἐρχόμενον in der hierigen Verwendung ein eschatologischer Terminus (s. [[Markus 11#s9 |Mk 11,9]]f; [[Markus  12#s9 |12,9]]; [[Markus 13#s35 |13,35]]; [[Markus 14#s62 |14,62]]; vgl. Kleist 1937, S. 183). Beide beziehen sich also auf die heilbringende Ankunft des Menschensohnes am Ende der Zeit; sehr gut wäre es daher, wenn das Zusammenspiel dieser beiden Vokabeln sich auch lexikalisch in der LF erkennen ließe.&amp;lt;/ref&amp;gt; den in den Wolken kommenden Menschensohn&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;&amp;gt;Auch &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ist ein eschatologischer Terminus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25. &#039;&#039;Sohn&#039;&#039; in V. 32 ist sehr wahrscheinlich nur eine Kurzform von &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039;; vgl. z.B. Schenk 1997, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit großer Macht&amp;lt;ref&amp;gt;Im Singular (anders als im Plural, V. 25) ist die δύναμις ein Attribut Gottes/Christi und bezeichnet deren (All)Macht.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Herrlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;δόξα ist ein Begriff aus den Theophanietraditionen; es handelt sich um ein sichtbares Attribut des sich offenbarenden Gottes. Wo die Texte Rückschlüsse auf das Wesen der δόξα zulassen, scheint man sich diese Herrlichkeit als eine Art „Lichtglanz“, „Glorie“ vorstellen zu müssen (vgl. ähnlich EWNT I, S. 836). [[Matthäus 24#s27 |Mt 24,27]] und [[Lukas 17#s24 |Lk 17,24]] explizieren das, indem sie die Parusie des Menschensohnes mit einem Wetterleuchten vergleichen: „Wie der Blitz [...] leuchtet, so wird es mit dem Menschensohn/der Ankunft des Menschensohns sein [...].“ In V. 26 bildet es so einen Gegensatz mit der Schilderung der Finsternis in V. 25 und sollte in der LF daher besser mit etwas wie „herrlicher Lichtglanz“ o.Ä. übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Daniel|7|13}}{{par|Matthäus|16|27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und dann wird er die Engel aussenden und die Auserwählten aus den vier Himmelsrichtungen (Winden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Himmelsrichtungen&#039;&#039; - W. „Winde“; zur Bedeutung „Himmelsrichtungen“ vgl. EWNT I, S. 231. Im Hintergrund steht die im Alten Orient häufigere Verortung der (Personifikationen der) vier Winde an die vier Enden der Erde (s. in der Bibel noch [[Offenbarung 7#s1 |Offb 7,1]]; auch [[Ezechiel 37#s9 |Ez 37,9]]; [[Sacharja 6#s1 |Sach 6,1-5]]; für ein Bsp. in der ägyptischen Ikonographie s. z.B. [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/pageview/11625 hier] oder [http://www.ifao.egnet.net/bifao/106/14/ hier], S. 328; jeweils dargestellt durch vier geflügelte Tiere). Damit und dadurch stehen die Winde gleichzeitig für die Himmelsrichtungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels&amp;lt;ref&amp;gt;Eine schwierige Stelle. (i) Die Übersetzung im Fließtext ist die Standard-Deutung. Daneben hat (ii) Kleist 1937, S. 226 vorgeschlagen, dass es sich hier um die Konstruktion der „parallelen Orientierung“ handeln könnte: Zwei zusammenhängende Ortsangaben werden mit der selben Präposition versehen, obwohl sie rein semantisch unterschiedlicher Präpositionen bedürften, also z.B. im Deutschen &#039;&#039;Ich gehe &amp;lt;u&amp;gt;auf&amp;lt;/u&amp;gt; die Stadt auf dem Berg&#039;&#039; statt &#039;&#039;Ich gehe &amp;lt;u&amp;gt;zur&amp;lt;/u&amp;gt; Stadt auf dem Berg&#039;&#039; und im Falle von Mk 13,27 &#039;&#039;Er wird die Auserwählten aus den vier Himmelsrichtungen &amp;lt;u&amp;gt;am&amp;lt;/u&amp;gt; Ende der Erde sammeln zum Saum des Himmels&#039;&#039;. Diese Konstruktion gibt es wohl wirklich, obwohl ws. nicht alle von Kleist gelisteten Stellen derart zu analysieren sind (neben Mk 13,27 nennt er: [[Markus 1#s28 |Mk 1,28]].[[Markus 1#s38|38]].[[Markus 1#s39 |39]]; [[Markus 5#s1 |5,1]].[[Markus 5#s19 |19]]; [[Markus 6#s45 |6,45]].[[Markus 6#s51 |51]].[[Markus 6#s56 |56]]; [[Markus 9#s43 |9,43]]; [[Markus 11#s1 |11,1]].[[Markus 11#s11 |11]]; [[Markus 12#s2 |12,2]]; [[Markus 14#s3 |14,3]].[[Markus 14#s9 |9]]), aber in diesem Fall sollte man besser Schweizer folgen: (iii) Schweizer 1998, S. 150f erklärt die Formulierung &#039;&#039;vom Rand der Erde bis zum Rand des Himmels&#039;&#039; als „eine etwas unlogische Vermischung der beiden Bilder „von einem Rand des Himmels bis zum andern“ ([[Deuteronomium 30#s4 |Dtn 30,4 LXX]], wo vom Sammeln der versprengten Israeliten die Rede ist) und „von einem Rand der Erde bis zum anderen“ ([[Deuteronomium 13#s8 |Dtn 13,8]]).“; sie ist dann als ein etwas schräger Ausdruck für „auf der ganzen Erde“ aufzufassen. [[Matthäus 24#s31 |Mt 24,31]] hat das geglättet; bei ihm heißt es nur noch wie in Dtn 30,4 „von einem Ende des Himmels bis zum andern“. V. 27 ist dann pleonastisch; &#039;&#039;aus den vier Himmelsrichtungen&#039;&#039; und &#039;&#039;auf der ganzen Erde&#039;&#039; beziehen sich beide darauf, dass der Menschensohn seine Auserwählten &#039;&#039;von überall her&#039;&#039; zusammensammeln wird.&amp;lt;br /&amp;gt; Zur Vorstellung vgl. noch Tg Ps-Jon Dt 30,4: „Wenn eure Zerstreuten wären an den Enden des Himmels, so wird euch von dort der Memra Jahves eures Gottes zusammenbringen durch Elias, den Hohenpriester, und euch von dort heranholen durch den König, den Messias.“ (vgl. B/S IV/2. S. 797)&amp;lt;/ref&amp;gt; sammeln.{{par|Deuteronomium|30|3}}{{par|Jeremia|32|37}}{{par|Ezechiel|34|13}}{{par|Ezechiel|36|24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Über&amp;lt;ref&amp;gt;zu Ἀπὸ i.S.v. &#039;&#039;über&#039;&#039; vgl. LSJ (Bed. A7)&amp;lt;/ref&amp;gt; den Feigenbaum {aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; lernt (erfahrt) ein Gleichnis: Sobald&amp;lt;ref&amp;gt;zu ὅταν ἤδη i.S.v. &#039;&#039;sobald&#039;&#039; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Grosvenor/Zerwick.&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Zweige&amp;lt;ref&amp;gt;W. &#039;&#039;sein Zweig&#039;&#039;; kollektiver Singular&amp;lt;/ref&amp;gt; weich werden &amp;lt;ref&amp;gt;sicher i.S.v. &#039;&#039;Wenn der Saft in die Zweige steigt&#039;&#039; (so z.B. GN, NGÜ). Sehr schön BB: &#039;&#039;Wenn seine Zweige frisch austreiben und Blätter bekommen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe [ist].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} So auch ihr:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gleichnis&amp;quot;&amp;gt;Zum Gleichnis vgl. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&amp;lt;/ref&amp;gt; wenn ihr dies&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gleichnis&amp;quot; /&amp;gt; geschehen seht, erkennt, dass er (es)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gleichnis&amp;quot; /&amp;gt; nahe vor den Toren (vor der Tür)&amp;lt;ref&amp;gt;θύραις Dativ Plural kann auch für die einzelne Tür verwendet werden. Wer sich für „die Tür“ entscheidet lässt den Hörer/Leser eher an die Tür eines Hauses denken. Wird der Plural verwendet, wird das Bild von „Stadttoren“ wachgerufen. Deshalb dann besser „vor den Toren“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist!{{par|Philemon|4|5}}{{par|Offenbarung|3|20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Amen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschlecht&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dieses Geschlecht wird nicht vergehen&#039;&#039; heißt höchstwahrscheinlich, dass noch zu Lebzeiten der Zeitgenossen Jesu das Eschaton eintreten wird (s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]). Diese mit diesem Begriff bezeichneten Zeitgenossen werden im Mk stets negativ beurteilt (so auch Dschulnigg 2007, S. 348; Gnilka 1978, S. 206; Schenke 2005, S. 299); wahrscheinlich wird man daher V. 30 als Drohwort auffassen müssen (vgl. bes. [[Markus 8#s38 |Mk 8,38]]). Das &#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; (-&amp;gt;°Amen°) hätte dann hier eine ähnliche Funktion wie im Deutschen ein Drohungen einleitendes „Ich verspreche dir,...“, „ich sag&#039;s dir,...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ich sage euch: Nicht (Keinesfalls)&amp;lt;ref name=&amp;quot;u mä&amp;quot; /&amp;gt; wird diese Generation (Geschlecht)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschlecht&amp;quot; /&amp;gt; vergehen, bis dies alles&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung von ταῦτα πάντα &#039;&#039;dies alles&#039;&#039; ist in der Exegese umstritten; vgl. dazu den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&amp;lt;/ref&amp;gt; geschehen sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kleist 1937, S. 226 kommentiert wunderbar diesen Vers, indem er seiner Unsicherheit sehr ehrlich Ausdruck verleiht: „&#039;&#039;Werden&#039;&#039; oder &#039;&#039;würden&#039;&#039; vergehen? Werden Himmel und Erde tatsächlich vergehen? Oder vielleicht in diesem Sinn: „Selbst wenn Himmel und Erde (von denen man ja eigentlich meinen würde, dass sie unzerstörbar sind) vergehen würde, würden meine Worte nicht vergehen; d.h. sich nicht als falsch erweisen“?“&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist eine schöne Deutung, aber nicht nötig: Die Vorstellung, dass am Ende der Zeit Himmel und Erde vergehen würden, ist ein häufigerer Topos in der Bibel; vg. TRE 30, S. 290: „Die alttestamentlich-apokalyptische Tradition des Untergangs von Sonne, Mond, Sternen, Himmel und Erde fand in den Gerichtsszenen im Neuen Testament (vgl. [[Markus 13#s24 |Mk 13,24-26]]; [[Apostelgeschichte 6#s12 |Apg 6,12-17]]; [[Hebräer 12#s26 |Heb 12,26f.]] [...]) Wiederhall. [...] Am Tag des Herrn vergehen Himmel, Erde und Grundelemente in einem kosmischen Weltenbrand (vgl. [[2Petrus 3#s10 |2Pet 3,10-13]]). Obwohl die Schöpfung, Himmel und Erde (vgl. [[Lukas 16#s17 |Lk 16,17]] [Q]; [[Markus 13#s31 |Mk 13,31]]), diese Welt (vgl. [[1Korinther 7#31 |1Kor 7,31b]]; [[1Johannes 2#17 |1Joh 2,17]]) vergehen werden, wäre das aber nicht das Ende.“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|89|37|38}}{{par|Jesaja|40|8}}{{par|Jesaja|51|6}}{{par|Jesaja|54|10}}{{par|Matthäus|5|18}}{{par|1_Petrus|1|24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Von dem Tag und der Stunde weiß niemand,&amp;lt;ref&amp;gt;Die Formulierung Περὶ τῆς ἡμέρας ἐκείνης &#039;&#039;über jenen Tag&#039;&#039; (περί + Genitiv = &#039;&#039;über&#039;&#039;) klingt so, als wollte Jesus sagen, dass niemand etwas &#039;&#039;über&#039;&#039; die Geschehnisse am Ende der Zeit weiß - was aber keinen Sinn macht, da er ja selbst gerade lang und breit die Geschehnisse am Ende der Zeit referiert hat. Es muss daher gedeutet werden als &#039;&#039;Den Tag oder die Stunde kennt niemand&#039;&#039;, also &#039;&#039;den genauen Zeitpunkt allerdings kennt niemand&#039;&#039;. Vgl. ähnlich Schenke 2005, S. 299: „Antithetisch schließt 13,32 die Terminfrage ab: Über das hinaus, was Jesus angekündigt hat, kann niemand etwas zum Termin der Vollendung sagen. Sie wird sicher und noch vor dem Vergehen dieser Generation kommen, doch den genauen Tag oder gar die Stunde kennt außer Gott niemand, und Gott bewahrt ihn bei sich.“ Das Motiv der Unbekanntheit des genauen Zeitpunktes findet sich auch in 2Bar 21,8 („[Gott], der du [...] ganz allein der Zeiten Schluß vor seiner Ankunft kennst [...]“ (Rießler)) (vgl. Gnilka 1978, S. 207). Vgl. noch V. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; weder die Engel (Boten)&amp;lt;ref&amp;gt;Sowohl das hebräische {{hebr}}מַלְאָך{{hebr ende}} als auch das griechische ἄγγελος heißt ursprünglich nur „Bote“, wird aber in der Bibel eher selten von menschlichen Boten verwendet, sondern meist von himmlischen Geistwesen, für die sich im Deutschen die Bezeichnung „Engel“ eingebürgert hat. Da sie hier durch „im Himmel“ spezifiziert werden, ist klar, dass dass es sich um letztere handelt. Auch das Motiv des Nichtwissens der Engel findet sich häufiger; vgl. [[1Petrus 1#s12 |1Pet 1,12]]; [[Epheser 3#10 |Eph 3,10]]; 4Esra 4,52 („Er (=der Engel) sprach zu mir: / Zum Teil kann ich die Zeichen dir vermelden, / wonach du fragst. / Doch ward ich nicht gesandt, / von deiner Lebensdauer etwas dir zu sagen. / Ich weiß es selber nicht.“ (Rießler)); vgl. Gnilka 1978, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Himmel, noch der Sohn&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot; /&amp;gt;, allein der Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Seid achtsam!&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt; Seid wachsam! - denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt (da) ist.{{par|Matthäus|24|42}}{{par|Lukas|12|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} [Es ist]&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Kleist 1937, S. 226: „ὡς ἄνθρωπος: brachylogical; „it is as when...““. Vielleicht aber besser: Vv. 34f. sind ein °Gleichnis°; V. 34 ist dabei die Bild-, V. 35 die Sachhälfte. Vielleicht könnte man daher das ὡς ... οὖν auch deuten als Versprachlichung der Relation von Bild- und Sachhälfte: &#039;&#039;So wie..., so&#039;&#039; (vgl. Louw/Nida 89.50 zu οὖν: „Resultats-marker; impliziert häufig die Konklusion einer Argumentation“ (meine Übersetzung)). Dann also: &#039;&#039;Ebenso, wie wenn ein Mann auf Reisen geht ... und dem Torhüter aufträgt, wachsam zu sein, so sollt auch ihr wachsam sein ...&#039;&#039;. Bisher habe ich aber kein gute Beispiel für ein derart verwendetes οὖν gefunden, daher wird man wohl der Lösung von Kleist den Vorzug geben müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie bei einem Mensch auf Reisen, der, als er das Haus verließ und seinen Knechten die Vollmacht gab (ihre Verantwortungen übertrug)&amp;lt;ref&amp;gt;meist: „Vollmacht“; es ist aber zweifellos gemeint, dass jedem Knecht eine bestimmte &#039;&#039;Tätigkeit&#039;&#039; zugewiesen wird (so wird es ja im nächsten Teilvers auch näher spezifiziert). &#039;&#039;Verantwortung&#039;&#039; nach Muraoka, S.255 („authoritative responsibility“); so gut auch BB, EÜ, GN, NeÜ, NGÜ, Zink: „Verantwortung übertragen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen adverbiale Partizipien] aufgelöst als temporale Nebensätze. So löst auch Kleist 1937 auf und so ist es viel sinnvoller; denn der Fokus liegt bei dem Gleichnis ja nicht darauf, dass der Hausherr seinen Dienern Tätigkeiten zuweist und unter anderem auch dem Torhüter die Tätigkeit des Wachehaltens; sondern allein die Tätigkeit des Wachehaltens steht im Fokus. Diese Auflösung entbindet auch von der Notwendigkeit, das Gleichnis für eine nicht gelungene Verschmelzung zweier verschiedener Quellen zu erklären, wie z.B. [http://www.digi20.digitale-sammlungen.de/en/fontsize.3/object/goToPage/bsb00051853.html?pageNo=161&amp;amp;prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;start=50&amp;amp;ngram=true&amp;amp;context=Luke&amp;amp;hl=scan&amp;amp;mode=simple&amp;amp;rows=10&amp;amp;fulltext=Luke Weder 1978, S. 163] das tut.&amp;lt;/ref&amp;gt; - jedem seine [eigene] Aufgabe - {dabei}&amp;lt;ref&amp;gt;partikularisierendes καὶ: Der Torhüter ist bereits in &#039;&#039;seinen Knechten&#039;&#039; inkludiert; nun wird noch einmal gesondert auf den Torhüter Bezug genommen&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Torhüter gebot, dass er wachsam sei (Wache halte).&amp;lt;ref&amp;gt;Das altjüdische Haus gehörte i.d.R. zu einem ummauerten Häuserverbund mit gemeinschaftlichen Innenhof, dessen vorderer Teil an die Straße reichte. Viele solcher Häuserverbünde hatten hier einen Torhüter postiert; größere und vornehmere Häuserverbünde sogar ein extra Torhäuschen. vgl. z.B. B/S &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Der Satz ist spannend, denn er steht sowohl auf der Bildseite als auch auf der Sachseite des Gleichnisses (-&amp;gt;°Gleichnis°) und bezieht sich sowohl auf die &#039;&#039;Rückkehr&#039;&#039; des Hausherrn als auch als die eschatologisch zu verstehende (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_bg Fußnote bg]) &#039;&#039;Wiederkunft&#039;&#039; des &#039;&#039;Herrn&#039;&#039;, also des Menschensohnes.&amp;lt;/ref&amp;gt; - ob am Abend, zur Mitternacht, zum Hahnenschrei oder im Morgengrauen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abend&#039;&#039;, &#039;&#039;Mitternacht&#039;&#039;, &#039;&#039;Hahnenschrei&#039;&#039; und &#039;&#039;Morgengrauen&#039;&#039; sind die vier Nachtwachenzeiten der Römer (vgl. Thüsing 2011, S. 115); die Zeitangaben passen also ausgesprochen gut zur Aufgabe des Wache-haltens eines Torwächters.&amp;lt;/ref&amp;gt; -{{par|Lukas|12|38}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} damit er, wenn er plötzlich kommt, euch nicht schlafend vorfindet.{{par|Matthäus|25|5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Was ich {aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; euch sage, sage ich&amp;lt;ref&amp;gt;sehr gut GN: „Was ich euch gesagt habe, gilt für alle“.&amp;lt;/ref&amp;gt; allen: Seid wachsam!{{par|Apostelgeschichte|20|31}}{{par|1Korinther|16|13}}{{par|1_Petrus|5|8}}“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DrMartinus</name></author>
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