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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-23T13:53:33Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=15825</id>
		<title>Markus 4</title>
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		<updated>2014-04-14T19:18:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“ &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|33}}So verkündete er den Menschen mit vielen Gleichnissen seine Botschaft in dem Maße, wie sie es verstehen konnten.&lt;br /&gt;
{{L|34}}Er sprach zu ihnen nie ohne Gleichnis - seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen alleine war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|35}}Und als es Abend geworden war, an jenem Tag, sagte er zu ihnen: „Lasst uns an das andere Ufer fahren!“&lt;br /&gt;
{{L|36}}Sie schickten die Menschenmenge weg und nahmen ihn, wie er war, im Boot mit; auch andere Boote waren dabei.&lt;br /&gt;
{{L|37}}Da kam ein starker Sturmwind auf, und die Wogen schlugen so heftig in das Boot, dass es sich immer mehr mit Wasser füllte.&lt;br /&gt;
{{L|38}}Jesus aber schlief auf einem Kissen am Heck. Sie weckten ihn und riefen: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir hier umkommen?“&lt;br /&gt;
{{L|39}}Er wachte auf, fuhr den Wind an und rief dem Meer zu: „Sei still!“ Da ließ der Wind nach, und es trat eine völlige Stille ein.&lt;br /&gt;
{{L|40}}Jesus fragte die Jünger: „Warum seid ihr so ängstlich? Habt ihr noch keinen Glauben?“&lt;br /&gt;
{{L|41}}Da ergriff sie noch größere Furcht und sie sagten zueinander: „Wer ist dieser Mann, dass sogar der Wind und das Meer ihm gehorchen?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete sie aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}{{par|Markus|8|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14534</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14534"/>
		<updated>2014-02-21T18:31:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“ &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“ {{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14533</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14533"/>
		<updated>2014-02-21T18:30:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“ &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“ {{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14515</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14515"/>
		<updated>2014-02-20T07:43:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14514</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14514"/>
		<updated>2014-02-20T07:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu stellen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14513</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14513"/>
		<updated>2014-02-20T07:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: Verse 21-23 in Lesefassung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu stellen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Verborgenes, außer, damit es sichtbar gemacht wird, und es ist auch nichts geheim geworden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14489</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14489"/>
		<updated>2014-02-18T10:00:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_4&amp;diff=14488</id>
		<title>Diskussion:Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_4&amp;diff=14488"/>
		<updated>2014-02-18T09:55:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: Die Sprachlogik / innere Logik in den Versen 16, 18, 20 stimmt so nicht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Ja. 1-2 (kmayse); 3–9 (Jan); 10–20 (Dymat); 21-25 (kmayse); 26–29 (Matthias H.); 30–32 (Jan); 33-41 (kmayse)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert =1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = Zum Stil s. die Anmerkungen zu Kap. 3. Das Griechisch ist gleichzeitig einfach und teils komplizierter formuliert, als man es für nötig halten würde. Teils rumpelige oder semitisch angehauchte Formulierungen bemerkt man immer wieder mal. Die Rahmenhandlung in Kap. 4,1-34 ist etwas kompliziert. 1-2 beschreiben Jesus, der öffentlich am See predigt. Ab 4,11 unterhält er sich jedoch privat mit seinen Jüngern - ob ein späterer Zeitpunkt gemeint ist oder ob man das schlampiger Redaktion zuschreiben möchte. In 33-34 und bes. ab V. 35 scheint wieder der öffentliche Schauplatz im Blick zu sein, ohne dass erkennbar ist, wo der Evangelist den Übergang einplant. Dennoch hängt das Kapitel inhaltlich und theologisch (Beschreibung von Gottes Reich, die Rede vom &amp;quot;Wort&amp;quot;, die Trennung von privater und öffentlicher Lehre in Gleichnissen) eng zusammen und ist kohärent. (Ben)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;1-41&amp;lt;/u&amp;gt;: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wo zitiert&amp;lt;/u&amp;gt;: Robert Stein, Mark (BECNT), Grand Rapids 2008 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-41: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = 1-41: mehrmals drübergelesen (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Erstübersetzer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für eure mühevolle Arbeit und euren Einsatz. Bitte gebt doch hier auf der Diskussionsseite Bescheid, falls es bei eurer Übersetzung noch etwas zu beachten gibt oder wenn ihr an der Revision gerne beteiligt werden würdet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:32, 24. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zur Erläuterung für Weiterübersetzer: Das Gleichnis von der Saat und die weitere Bedeutung von Jesu Predigt==&lt;br /&gt;
In der Predigt und den folgenden Erklärungen in Kap. 4 erklärt Markus durch Jesus, warum dessen Wirken in den vorigen Kapiteln so verschiedene Reaktion ausgelöst hat. Das Gleichnis von der Saat deutet Jesus ja selbst. Es geht dabei nur um diejenigen, die Jesu Botschaft (vom Reich Gottes) auch annehmen. (Noch fortzusetzen) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:11, 12. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fragen auf lange Sicht==&lt;br /&gt;
Ohne dass dies den Status oder die Frage der Zuverlässigkeit betreffen muss, hält dieses Kapitel einige Fragen für die Zukunft bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens ist das letzte Wort bezüglich der eigentümlichen &#039;&#039;&#039;Imperfekt-Einleitungen (&amp;quot;ἔλεγεν&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; noch nicht gesprochen. Die Fußnote in V. 9 gibt eher Schätzungen wider. Nur ein Kommentar hat sich mit der Frage befasst. Hier wären weitere Forschungen nötig, und sei es nur für diese Fußnote.&lt;br /&gt;
: EDIT: Notiz: BDR §329 zum Imperfekt elegen als Einleitung und Fortsetzung von gehaltenen Reden. Siebenthal §195g; §198l (letzter Abs.): Imperfekt und erfolglose Forderungen oder Nachfragen (ähnlich BDR §328). Imperfekte noch einmal durchgehen und evtl. anpassen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:40, 6. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens, und das betrifft eher die Planung einer Terminologie, brauchen wir fundierte Untersuchungen und langfristige Lösungen für die Wiedergabe von&lt;br /&gt;
# ἡ βασιλεία τοῦ θεοῦ&lt;br /&gt;
# Gleichnis. In Kap. 2 und 3 hatte ich an zwei oder drei Stellen &amp;quot;bildhafter Vergleich&amp;quot; formuliert, ganz ähnlich wie ienige kommunikative Übersetzungen. In Kap. 4 spricht Jesus aber wirklich in Gleichnissen, und alle Übersetzungen formulieren das so. Irgendwann habe ich mich dem Druck gebeugt. &amp;quot;Gleichnis&amp;quot; ist an sich kein ganz unverständlicher Begriff. Die Frage ist, ob wir diesen (unklaren, etwas veralteten) Begriff verwenden wollen, weil es keinen besseren gibt und weil er seinen Dienst tut, oder ob wir uns je nach Kontext eine Lösung einfallen lassen wollen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:14, 30. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
Die Studienfassung ist soweit fertig korrigiert. Abgesehen von den obigen Fragen, die auf die tatsächliche Zuverlässigkeit keinen Einfluss haben (sondern eher auf die Interpretation), müsste soweit alles i.O. sein. Ich versuche, am Mo noch was zum Stil, besonders zum Aufbau des Kapitels in die Tabelle zu schreiben. Wie bei den vorigen Kapiteln gebe ich eine Woche Zeit für Rückfragen, bevor ich den Status der Studienfassung hochsetze. Nach einem erneuten Review in zwei Monaten würde ich den Status dann auf &amp;quot;fertig&amp;quot; setzen, sofern keine neuen Fragen aufkommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:27, 31. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Status jetzt &amp;quot;fast fertig&amp;quot;. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 14:57, 7. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Das Gleichnis (3-9)===&lt;br /&gt;
Notiz für die Durchsicht: Prüfen, ob man euthys nicht schöner mit &amp;quot;gerade&amp;quot; (wie in 5,2) übersetzen könnte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:48, 3. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnote ag===&lt;br /&gt;
Ben und ich haben über diese Fußnote gechattet. Seine aktuelle Fußnote ist: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich poste hier mal einen kürzeren Alternativvorschlag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt)&#039;&#039; &amp;amp; &#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht (ohne, dass er selbst etwas davon weiß)&#039;&#039; Theoretisch möglich wäre auch die Deutung, dass hier nicht die Rede von einem Aussäen von Saatgut ist, sondern davon, dass ein Bauer (mutmaßlich schlecht gewordenes) Saatgut wegwirft und dieses dann wider Erwarten doch sprosst. In diese Richtung weist v.a. das eher ungewöhnliche βάλλω &#039;&#039;(weg)werfen&#039;&#039; (statt σπείρω &#039;&#039;säen&#039;&#039;). Zudem ist es möglich, ὡς οὐκ οἶδεν αὐτός zu übersetzen mit „ohne, dass er selbst etwas davon weiß“ (so z.B. MEN) statt „wie, das weiß er selbst nicht“ - und, so übersetzt, hätte der Bauer von der Aussaat bis zur Ernte nichts mit seinem Getreide zu tun.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vgl. ähnlich z.B. auch Lohmeyer 1957, S. 86f.:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;code&amp;gt;„Er senkt den Samen nicht in die Furchen des Ackers, sondern er „wirft ihn“ wie achtlos „auf das Land“; man würde es nicht bemerken, wenn nicht völlig unerwähnt bliebe, daß er vorher oder nachher den Acker hat pflügen, vielleicht auch düngen und jäten müssen. Hier „schläft“ der Landmann und „steht auf“, und das „durch Nacht und Tag“. Auch das dunkle Sätzchen ὡς οὐκ οἶδεν αὐτός sagt wohl nur seine Achtlosigkeit aus und verstärkt damit den Eindruck, daß alles Gedeihen von der Erde abhängt.“&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Aber soweit ich sehe, ist diese Deutung (a) allenfalls eine Minderheitenmeinung, (b) steht die Konnotation der Achtlosigkeit und noch mehr die Denotation des „auf-den-Müll-werfens“ an dieser Stelle recht fern - ist doch der Ort des βάλλω ganz regulär das Feld, von dem dann das Getreide auch ganz regulär abgeerntet wird (V. 29); (c) ist βάλλω ein Wort mit recht breitem Bedeutungsfeld, zu dem auch schlicht &#039;&#039;legen&#039;&#039; gehört (EWNT I, S. 458; s. auch [[Johannes 20#s25 | Joh 20,25]].[[Johannes 20#s27 |27]]; [[Jakobus 3#s3 |Jak 3,3]]; [[Offenbarung 2#s24 |Offb 2,24]]; [[Offenbarung 4#s10 |4,10]]); für die Bedeutung &#039;&#039;säen&#039;&#039; vgl. noch [[Lukas 23#s19 |Lk 23,19]] und - wenn auch metaphorisch - Nonnos, Dionysica 32,72.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:23, 13. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== zur Sprachlogik in den Versen 16, 18, 20: ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Gesäten&amp;quot; - können das wirklich Menschen sein, oder muss das nicht &amp;quot;das Gesäte&amp;quot;, also das Wort / die Botschaft sein? Menschen können in dieser Analogie doch nur durch den Boden vertreten sein oder durch Orte mit diesem Boden. Demnach müsste es besser heißen: &amp;quot;Die Menschen mit dem felsigen Boden sind diejenigen,...&amp;quot; - &amp;quot;Die mit den Dornengewächsen sind diejenigen,...&amp;quot; - &amp;quot;Und die, bei denen die Saat auf gute Erde fällt,...&amp;quot;[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 10:55, 18. Feb. 2014 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14487</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14487"/>
		<updated>2014-02-18T09:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14486</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14486"/>
		<updated>2014-02-18T09:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14485</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14485"/>
		<updated>2014-02-18T09:03:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich schon der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“ {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14417</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14417"/>
		<updated>2014-02-16T17:05:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie &amp;lt;poem&amp;gt;sehen, aber nicht erkennen, &amp;lt;br&amp;gt;und hören, aber nicht verstehen &amp;lt;br&amp;gt;- so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit &amp;quot;Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...&amp;quot;. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: &amp;quot;Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.&amp;quot;(Einheitsübersetzung){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der &amp;quot;verborgenen Weisheit Gottes&amp;quot; und von dem, &amp;quot;was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben&amp;quot; (Einheitsübersetzung){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): &amp;quot;Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.&amp;quot; Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: &amp;quot;Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr dieses einfache Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich schon der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen - manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie] &amp;lt;poem&amp;gt;sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14416</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14416"/>
		<updated>2014-02-16T17:01:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie &amp;lt;poem&amp;gt;sehen, aber nicht erkennen, &amp;lt;br&amp;gt;und hören, aber nicht verstehen &amp;lt;br&amp;gt;- so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit &amp;quot;Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...&amp;quot;. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: &amp;quot;Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.&amp;quot;(Einheitsübersetzung){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der &amp;quot;verborgenen Weisheit Gottes&amp;quot; und von dem, &amp;quot;was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben&amp;quot; (Einheitsübersetzung){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): &amp;quot;Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.&amp;quot; Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: &amp;quot;Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr dieses einfache Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich schon der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben &amp;lt;ref&amp;gt;sydfsyd&amp;lt;/ref&amp;gt;sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen - manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie] &amp;lt;poem&amp;gt;sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14415</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14415"/>
		<updated>2014-02-16T16:48:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie &amp;lt;poem&amp;gt;sehen, aber nicht erkennen, &amp;lt;br&amp;gt;und hören, aber nicht verstehen &amp;lt;br&amp;gt;- so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit &amp;quot;Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...&amp;quot;. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: &amp;quot;Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.&amp;quot;(EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der &amp;quot;verborgenen Weisheit Gottes&amp;quot; und von dem, &amp;quot;was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben&amp;quot; (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): &amp;quot;Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.&amp;quot; Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: &amp;quot;Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr dieses einfache Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich schon der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen - manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: &amp;quot;Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!&amp;quot; Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: &amp;quot;Und ein neuer Morgen...&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie] &amp;lt;poem&amp;gt;sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14414</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14414"/>
		<updated>2014-02-16T16:24:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie &amp;lt;poem&amp;gt;sehen, aber nicht erkennen, &amp;lt;br&amp;gt;und hören, aber nicht verstehen &amp;lt;br&amp;gt;- so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;ref&amp;gt; Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit &amp;quot;Sie &amp;lt;i&amp;gt;sollen&amp;lt;/i&amp;gt; sehen, aber nicht erkennen...&amp;quot;. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: &amp;quot;Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.&amp;quot;(EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der &amp;quot;verborgenen Weisheit Gottes&amp;quot; und von dem, &amp;quot;was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben&amp;quot; (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): &amp;quot;Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.&amp;quot; Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: &amp;quot;Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr dieses einfache Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich schon der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen - manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: &amp;quot;Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!&amp;quot; Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: &amp;quot;Und ein neuer Morgen...&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie] &amp;lt;poem&amp;gt;sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14413</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14413"/>
		<updated>2014-02-16T16:07:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie &amp;lt;poem&amp;gt;sehen, aber nicht erkennen, &amp;lt;br&amp;gt;und hören, aber nicht verstehen &amp;lt;br&amp;gt;- so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit &amp;quot;Sie &amp;lt;i&amp;gt;sollen&amp;lt;/i&amp;gt; sehen, aber nicht erkennen...&amp;quot;. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: &amp;quot;Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.&amp;quot;(EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der &amp;quot;verborgenen Weisheit Gottes&amp;quot; und von dem, &amp;quot;was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben&amp;quot; (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): &amp;quot;Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.&amp;quot; Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: &amp;quot;Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr dieses einfache Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich schon der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen des Wortes in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allem anderen sich breit machen, ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, die auf die gute Erde gesät werden, das sind jene, die das Wort / die Botschaft hören und annehmen und dann auch Frucht tragen - manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche hundertfach.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: &amp;quot;Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!&amp;quot; Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: &amp;quot;Und ein neuer Morgen...&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie] &amp;lt;poem&amp;gt;sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14342</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=14342"/>
		<updated>2014-02-11T18:36:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei viele Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}} „Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}} Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Weg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}} doch als die Sonne emporstieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche. Die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}} Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;versammelte sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging (keimte) schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete er aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen (in) die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte (schenkte) keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie] &amp;lt;poem&amp;gt;sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen]) Gleichnisse&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar (fruchtlos). &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht tragen (bringen), eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine bekannte griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm (Gras, Heu, Saat), dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt (erlaubt), setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man auch seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist (wird), geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] zu verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete, erläuterte) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er befand sich [währenddessen] am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weckten auf&#039;&#039; und &#039;&#039;riefen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat (kam zu, entstand, wurde) eine außerordentliche (völlige)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;außerordentlich&#039;&#039; W. „groß“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) sie fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar (auch, selbst) der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11578</id>
		<title>Markusprojekt/Infotexte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11578"/>
		<updated>2013-11-07T16:42:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Pressemitteilung (hauptsächlich Infos) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[Orientierung für Helfer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pressemitteilung (hauptsächlich Infos)===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mitmachprojekt Offene Bibel will bis März Übersetzung des Markusevangeliums abschließen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Offene Bibel will die Art verändern, wie Menschen die Bibel lesen.&#039;&#039; Statt einer einzelnen Übersetzung bietet sie zwei, die sich nebeneinander lesen lassen. Die eine ist in zeitgemäßer Sprache gehalten. Die zweite Übersetzung zeigt die sprachlichen und kulturellen Feinheiten des Bibeltexts. Projektleiter Wolfgang Loest verspricht: „Die Offene Bibel ist gleichzeitig die genaueste und auch eine der verständlichsten deutschen Übersetzungen.“ Daneben ist zusätzlich eine Fassung in „leichter Sprache“ in Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Markusevangelium soll ab November zuerst die sprachlich genaue „Studienfassung“, dann die „Lesefassung“ in heutigem Deutsch und eine Übersetzung in leichter Sprache entstehen. Dabei ist Projektkoordinator Benjamin Misja &#039;&#039;auf Hilfe&#039;&#039; angewiesen. &#039;&#039;Denn die Übersetzung ist ein gemeinnütziges Projekt, das vom Engagement vieler Freiwilliger lebt&#039;&#039;. Für das Markusprojekt will &#039;&#039;das Übersetzer-Team&#039;&#039; allen Interessierten den Einstieg besonders leicht machen. &#039;&#039;Benjamin Misja, der das Vorhaben vollzeitlich betreut, erarbeitet dazu leicht verständliches Einführungsmaterial und wird die Helfer per Chat direkt betreuen. Er hofft,&#039;&#039; dass die Aktion gerade Theologiestudenten anzieht: „Viele Theologiestudenten haben nach den ersten Semestern ihr Griechisch zu großen Teilen schon wieder vergessen. Wir bieten ihnen eine ideale Gelegenheit, sich ihre Sprachkenntnisse zu erhalten und dabei noch zu etwas Sinnvollem beizutragen.“ Auch wer kein Griechisch kann, darf mitmachen, &#039;&#039;etwa an der Formulierung der Lesefassung, die auf Grundlage der Studienfassung entsteht. Weiter besteht die Möglichkeit, sich durch Probelesen und andere Tätigkeiten an der Qualitätssicherung zu beteiligen. Auch im Technikteam können Interessierte sich einbringen.&#039;&#039; Die gemeinsame Aktion beginnt am Freitag, dem 8. November 2013, um 20 Uhr auf der Webseite der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: www.offene-bibel.de&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kontakt: Benjamin Misja (Koordinator der Übersetzung) [Kontaktdaten: eMail, Telefon? Skype?]; Wolgang Loest (Projektleiter Offene Bibel) [Kontaktdaten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit kursiv markierten Teilen bin ich noch nicht 100% zufrieden. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weniger förmlicher Text für Blogs (mehr Werbung zum Mitmachen)===&lt;br /&gt;
Ansatz: &amp;quot;Wir&amp;quot; &amp;lt;-&amp;gt; &amp;quot;du&amp;quot;/&amp;quot;ihr&amp;quot;, überzeugende, relevante Argumente. Förmliche Pressemitteilung im Anhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erarbeite den Text gerade neu. Bisher steht nur das Konzept. Wenn ich was Greifbares habe, stelle ich es ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Status-Vorschläge für Facebook, Twitter, Google+, etc.===&lt;br /&gt;
* Sollten zum Teilen animieren, sollte @Offene Bibel als Verweis auf unsere Seite, #Markusevangelium und den Link auf die Landing Page enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel braucht eure Hilfe, um das Markusevangelium zu übersetzen. Jeder kann mitmachen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mehr über das #Markusprojekt zu erfahren, klickt hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel startet mit dem #Markusprojekt, einer Neuübersetzung des Markusevangeliums. Schau vorbei! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du Hebräisch oder Griechisch kannst oder so jemanden kennst, dann sag Bescheid, wir suchen dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier darf jeder an einer deutschen Übersetzung der Bibel mitarbeiten. Gerade entsteht das Markusevangelium. Schaut mal rein! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Die erste deutsche Bibelübersetzung unter freier Lizenz arbeitet gerade am Markusevangelium. Jeder darf mitmachen! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier wird die Bibelübersetzung neu erfunden! Das #Markusprojekt will bis März das komplette Markusevangelium übersetzen. Das Ganze funktioniert nach Wikipedia-Prinzip, jeder darf mitmachen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an Theologiestudenten, Bibelschüler, exegetische Mailinglisten, etc.===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
* etwas ausführlichere Erklärungen der Fassungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet. Sie ist gleichzeitig gut verständlich und genau, bietet aber auch viele Informationen über den Originaltext und seine Hintergründe und steht für jeden Zweck frei zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an persönliche Bekannte===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Englische Version der Pressemitteilung?===&lt;br /&gt;
Könnte für viel gelesene englischsprachige Blogs, Foren oder Mailinglisten sinnvoll sein. Daran beteiligen sich nämlich auch immer wieder Deutsche. Zudem weiß man nie, welche Dynamik sich daraus entwickeln könnte. Muss nur relevant genug sein, dass auch jemand, der kein Deutsch kann, die Meldung interessant finden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte bei [[About Offene Bibel]] anfangen und dann die Pressemitteilung übersetzen, das wäre für mich kein Problem. Mache ich, wenn ich mal Zeit habe, vielleicht auch erst in einigen Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kurze Anfragen an Theologie (o.ä.) studierende Bekannte (z.B. per eMail oder Facebook)===&lt;br /&gt;
Zwei Nachrichten, die ich gerade so benutze. Vielleicht ersparen sie ja dem einen oder anderen etwas Zeit: --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:01, 4. Nov. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wenn die Person die Offene Bibel schon kennt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen? Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums für www.offene-bibel.de machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen. Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Wenn die Person noch nichts von der Offenen Bibel gehört hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hoffe, dir geht es gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039; Falls ja, hast du in dort eine Möglichkeit, bei deinen Kommilitonen oder anderen, die an Bibelübersetzung&lt;br /&gt;
interessiert sind, etwas Werbung für mich zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook oder Aushang (oder was am Sinnvollsten ist) zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Markusprojekt geht von www.offene-bibel.de aus. Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums fertig machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
Für Theologiestudenten kann das eine gute Übung sein, um sich in Griechisch fitzuhalten, oder auch eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
Übersetzungen, die man sowieso schon gemacht hat, noch einem guten Nutzen zuzuführen. Fertige Abschnitte analysieren den Urtext so genau, dass sie auch bei der Examensvorbereitung helfen können. &#039;&#039;Gerade mir hilft die Seite auch bei / Ich persönlich finde die Offene Bibel toll, weil...&#039;&#039; . Für Laien soll die Übersetzung zum tieferen Bibelstudium, z.B. auch als Vorbereitungshilfe für Andachten und Hauskreise nützlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept ist revolutionär: Mit zwei vergleichbaren Übersetzungen geht es nicht mehr um die Frage &amp;quot;Verständlich oder genau?&amp;quot; Die Offene Bibel ist beides. Keine andere Übersetzung ist so genau und macht den Urtext so verständlich wie unsere Studienfassung! Und das Ganze steht für alle im Internet und kann zu jedem Zweck benutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen.&lt;br /&gt;
Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Grüße,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11577</id>
		<title>Markusprojekt/Infotexte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11577"/>
		<updated>2013-11-07T16:39:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Pressemitteilung (hauptsächlich Infos) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[Orientierung für Helfer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pressemitteilung (hauptsächlich Infos)===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mitmachprojekt Offene Bibel will bis März Übersetzung des Markusevangeliums abschließen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Offene Bibel will die Art verändern, wie Menschen die Bibel lesen.&#039;&#039; Statt einer einzelnen Übersetzung bietet sie zwei, die sich nebeneinander lesen lassen. Die eine ist in zeitgemäßer Sprache gehalten. Die zweite Übersetzung zeigt die sprachlichen und kulturellen Feinheiten des Bibeltexts. Projektleiter Wolfgang Loest verspricht: „Die Offene Bibel ist gleichzeitig die genaueste und auch eine der verständlichsten deutschen Übersetzungen.“ Daneben ist zusätzlich eine Fassung in „leichter Sprache“ in Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Markusevangelium soll ab November zuerst die sprachlich genaue „Studienfassung“, dann die „Lesefassung“ in heutigem Deutsch und eine Übersetzung in leichte Sprache entstehen. Dabei ist Projektkoordinator Benjamin Misja &#039;&#039;auf Hilfe&#039;&#039; angewiesen. &#039;&#039;Denn die Übersetzung ist ein gemeinnütziges Projekt, das vom Engagement vieler Freiwilliger lebt&#039;&#039;. Für das Markusprojekt will &#039;&#039;das Übersetzer-Team&#039;&#039; allen Interessierten den Einstieg besonders leicht machen. &#039;&#039;Benjamin Misja, der das Vorhaben vollzeitlich betreut, erarbeitet dazu leicht verständliches Einführungsmaterial und wird die Helfer per Chat direkt betreuen. Er hofft,&#039;&#039; dass die Aktion gerade Theologiestudenten anzieht: „Viele Theologiestudenten haben nach den ersten Semestern ihr Griechisch zu großen Teilen schon wieder vergessen. Wir bieten ihnen eine ideale Gelegenheit, sich ihre Sprachkenntnisse zu erhalten und dabei noch zu etwas Sinnvollem beizutragen.“ Auch wer kein Griechisch kann, darf mitmachen, &#039;&#039;z.B. an der Formulierung der Lesefassung, die auf Grundlage der Studienfassung entsteht. Weiter besteht die Möglichkeit, sich durch Probelesen und andere Tätigkeiten an der Qualitätssicherung zu beteiligen. Auch im Technikteam können Interessierte sich einbringen.&#039;&#039; Die gemeinsame Aktion beginnt am Freitag, den 8. November 2013, um 20 Uhr auf der Webseite der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: www.offene-bibel.de&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kontakt: Benjamin Misja (Koordinator der Übersetzung) [Kontaktdaten: eMail, Telefon? Skype?]; Wolgang Loest (Projektleiter Offene Bibel) [Kontaktdaten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit kursiv markierten Teilen bin ich noch nicht 100% zufrieden. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weniger förmlicher Text für Blogs (mehr Werbung zum Mitmachen)===&lt;br /&gt;
Ansatz: &amp;quot;Wir&amp;quot; &amp;lt;-&amp;gt; &amp;quot;du&amp;quot;/&amp;quot;ihr&amp;quot;, überzeugende, relevante Argumente. Förmliche Pressemitteilung im Anhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erarbeite den Text gerade neu. Bisher steht nur das Konzept. Wenn ich was Greifbares habe, stelle ich es ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Status-Vorschläge für Facebook, Twitter, Google+, etc.===&lt;br /&gt;
* Sollten zum Teilen animieren, sollte @Offene Bibel als Verweis auf unsere Seite, #Markusevangelium und den Link auf die Landing Page enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel braucht eure Hilfe, um das Markusevangelium zu übersetzen. Jeder kann mitmachen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mehr über das #Markusprojekt zu erfahren, klickt hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel startet mit dem #Markusprojekt, einer Neuübersetzung des Markusevangeliums. Schau vorbei! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du Hebräisch oder Griechisch kannst oder so jemanden kennst, dann sag Bescheid, wir suchen dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier darf jeder an einer deutschen Übersetzung der Bibel mitarbeiten. Gerade entsteht das Markusevangelium. Schaut mal rein! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Die erste deutsche Bibelübersetzung unter freier Lizenz arbeitet gerade am Markusevangelium. Jeder darf mitmachen! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier wird die Bibelübersetzung neu erfunden! Das #Markusprojekt will bis März das komplette Markusevangelium übersetzen. Das Ganze funktioniert nach Wikipedia-Prinzip, jeder darf mitmachen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an Theologiestudenten, Bibelschüler, exegetische Mailinglisten, etc.===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
* etwas ausführlichere Erklärungen der Fassungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet. Sie ist gleichzeitig gut verständlich und genau, bietet aber auch viele Informationen über den Originaltext und seine Hintergründe und steht für jeden Zweck frei zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an persönliche Bekannte===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Englische Version der Pressemitteilung?===&lt;br /&gt;
Könnte für viel gelesene englischsprachige Blogs, Foren oder Mailinglisten sinnvoll sein. Daran beteiligen sich nämlich auch immer wieder Deutsche. Zudem weiß man nie, welche Dynamik sich daraus entwickeln könnte. Muss nur relevant genug sein, dass auch jemand, der kein Deutsch kann, die Meldung interessant finden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte bei [[About Offene Bibel]] anfangen und dann die Pressemitteilung übersetzen, das wäre für mich kein Problem. Mache ich, wenn ich mal Zeit habe, vielleicht auch erst in einigen Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kurze Anfragen an Theologie (o.ä.) studierende Bekannte (z.B. per eMail oder Facebook)===&lt;br /&gt;
Zwei Nachrichten, die ich gerade so benutze. Vielleicht ersparen sie ja dem einen oder anderen etwas Zeit: --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:01, 4. Nov. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wenn die Person die Offene Bibel schon kennt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen? Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums für www.offene-bibel.de machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen. Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Wenn die Person noch nichts von der Offenen Bibel gehört hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hoffe, dir geht es gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039; Falls ja, hast du in dort eine Möglichkeit, bei deinen Kommilitonen oder anderen, die an Bibelübersetzung&lt;br /&gt;
interessiert sind, etwas Werbung für mich zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook oder Aushang (oder was am Sinnvollsten ist) zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Markusprojekt geht von www.offene-bibel.de aus. Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums fertig machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
Für Theologiestudenten kann das eine gute Übung sein, um sich in Griechisch fitzuhalten, oder auch eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
Übersetzungen, die man sowieso schon gemacht hat, noch einem guten Nutzen zuzuführen. Fertige Abschnitte analysieren den Urtext so genau, dass sie auch bei der Examensvorbereitung helfen können. &#039;&#039;Gerade mir hilft die Seite auch bei / Ich persönlich finde die Offene Bibel toll, weil...&#039;&#039; . Für Laien soll die Übersetzung zum tieferen Bibelstudium, z.B. auch als Vorbereitungshilfe für Andachten und Hauskreise nützlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept ist revolutionär: Mit zwei vergleichbaren Übersetzungen geht es nicht mehr um die Frage &amp;quot;Verständlich oder genau?&amp;quot; Die Offene Bibel ist beides. Keine andere Übersetzung ist so genau und macht den Urtext so verständlich wie unsere Studienfassung! Und das Ganze steht für alle im Internet und kann zu jedem Zweck benutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen.&lt;br /&gt;
Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Grüße,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11576</id>
		<title>Markusprojekt/Infotexte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11576"/>
		<updated>2013-11-07T16:37:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[Orientierung für Helfer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pressemitteilung (hauptsächlich Infos)===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mitmachprojekt Offene Bibel will bis März Übersetzung des Markusevangeliums abschließen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Offene Bibel will die Art verändern, wie Menschen die Bibel lesen.&#039;&#039; Statt einer einzelnen Übersetzung bietet sie zwei, die sich nebeneinander lesen lassen. Die eine ist in zeitgemäßer Sprache gehalten. Die zweite Übersetzung zeigt die sprachlichen und kulturellen Feinheiten des Bibeltexts. Projektleiter Wolfgang Loest verspricht: „Die Offene Bibel ist gleichzeitig die genaueste und auch eine der verständlichsten deutschen Übersetzungen.“ Daneben ist zusätzlich eine Fassung in „leichter Sprache“ in Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Markusevangelium soll ab November zuerst die sprachlich genaue „Studienfassung“, dann die „Lesefassung“ in heutigem Deutsch und Übersetzungen in leichte Sprache entstehen. Dabei ist Projektkoordinator Benjamin Misja &#039;&#039;auf Hilfe&#039;&#039; angewiesen. &#039;&#039;Denn die Übersetzung ist ein gemeinnütziges Projekt, das vom Engagement vieler Freiwilliger lebt&#039;&#039;. Für das Markusprojekt will &#039;&#039;das Übersetzer-Team&#039;&#039; Interessierten den Einstieg besonders leicht machen. &#039;&#039;Benjamin Misja, der das Vorhaben vollzeitlich betreut, erarbeitet dazu leicht verständliches Einführungsmaterial und wird die Helfer per Chat direkt betreuen. Er hofft,&#039;&#039; dass die Aktion gerade Theologiestudenten anzieht: „Viele Theologiestudenten haben nach den ersten Semestern ihr Griechisch zu großen Teilen schon wieder vergessen. Wir bieten ihnen eine ideale Gelegenheit, sich ihre Sprachkenntnisse zu erhalten und dabei noch zu etwas Sinnvollem beizutragen.“ Auch wer kein Griechisch kann, darf mitmachen, &#039;&#039;z.B. an der Formulierung der Lesefassung, die auf Grundlage der Studienfassung entsteht. Weiter besteht die Möglichkeit, sich durch Probelesen und andere Tätigkeiten an der Qualitätssicherung zu beteiligen. Auch im Technikteam können Interessierte sich einbringen.&#039;&#039; Die gemeinsame Aktion beginnt am Freitag, den 8. November 2013, um 20 Uhr auf der Webseite der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: www.offene-bibel.de&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kontakt: Benjamin Misja (Koordinator der Übersetzung) [Kontaktdaten: eMail, Telefon? Skype?]; Wolgang Loest (Projektleiter Offene Bibel) [Kontaktdaten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit kursiv markierten Teilen bin ich noch nicht 100% zufrieden. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weniger förmlicher Text für Blogs (mehr Werbung zum Mitmachen)===&lt;br /&gt;
Ansatz: &amp;quot;Wir&amp;quot; &amp;lt;-&amp;gt; &amp;quot;du&amp;quot;/&amp;quot;ihr&amp;quot;, überzeugende, relevante Argumente. Förmliche Pressemitteilung im Anhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erarbeite den Text gerade neu. Bisher steht nur das Konzept. Wenn ich was Greifbares habe, stelle ich es ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Status-Vorschläge für Facebook, Twitter, Google+, etc.===&lt;br /&gt;
* Sollten zum Teilen animieren, sollte @Offene Bibel als Verweis auf unsere Seite, #Markusevangelium und den Link auf die Landing Page enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel braucht eure Hilfe, um das Markusevangelium zu übersetzen. Jeder kann mitmachen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mehr über das #Markusprojekt zu erfahren, klickt hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel startet mit dem #Markusprojekt, einer Neuübersetzung des Markusevangeliums. Schau vorbei! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du Hebräisch oder Griechisch kannst oder so jemanden kennst, dann sag Bescheid, wir suchen dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier darf jeder an einer deutschen Übersetzung der Bibel mitarbeiten. Gerade entsteht das Markusevangelium. Schaut mal rein! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Die erste deutsche Bibelübersetzung unter freier Lizenz arbeitet gerade am Markusevangelium. Jeder darf mitmachen! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier wird die Bibelübersetzung neu erfunden! Das #Markusprojekt will bis März das komplette Markusevangelium übersetzen. Das Ganze funktioniert nach Wikipedia-Prinzip, jeder darf mitmachen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an Theologiestudenten, Bibelschüler, exegetische Mailinglisten, etc.===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
* etwas ausführlichere Erklärungen der Fassungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet. Sie ist gleichzeitig gut verständlich und genau, bietet aber auch viele Informationen über den Originaltext und seine Hintergründe und steht für jeden Zweck frei zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an persönliche Bekannte===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Englische Version der Pressemitteilung?===&lt;br /&gt;
Könnte für viel gelesene englischsprachige Blogs, Foren oder Mailinglisten sinnvoll sein. Daran beteiligen sich nämlich auch immer wieder Deutsche. Zudem weiß man nie, welche Dynamik sich daraus entwickeln könnte. Muss nur relevant genug sein, dass auch jemand, der kein Deutsch kann, die Meldung interessant finden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte bei [[About Offene Bibel]] anfangen und dann die Pressemitteilung übersetzen, das wäre für mich kein Problem. Mache ich, wenn ich mal Zeit habe, vielleicht auch erst in einigen Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kurze Anfragen an Theologie (o.ä.) studierende Bekannte (z.B. per eMail oder Facebook)===&lt;br /&gt;
Zwei Nachrichten, die ich gerade so benutze. Vielleicht ersparen sie ja dem einen oder anderen etwas Zeit: --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:01, 4. Nov. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wenn die Person die Offene Bibel schon kennt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen? Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums für www.offene-bibel.de machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen. Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Wenn die Person noch nichts von der Offenen Bibel gehört hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hoffe, dir geht es gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039; Falls ja, hast du in dort eine Möglichkeit, bei deinen Kommilitonen oder anderen, die an Bibelübersetzung&lt;br /&gt;
interessiert sind, etwas Werbung für mich zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook oder Aushang (oder was am Sinnvollsten ist) zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Markusprojekt geht von www.offene-bibel.de aus. Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums fertig machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
Für Theologiestudenten kann das eine gute Übung sein, um sich in Griechisch fitzuhalten, oder auch eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
Übersetzungen, die man sowieso schon gemacht hat, noch einem guten Nutzen zuzuführen. Fertige Abschnitte analysieren den Urtext so genau, dass sie auch bei der Examensvorbereitung helfen können. &#039;&#039;Gerade mir hilft die Seite auch bei / Ich persönlich finde die Offene Bibel toll, weil...&#039;&#039; . Für Laien soll die Übersetzung zum tieferen Bibelstudium, z.B. auch als Vorbereitungshilfe für Andachten und Hauskreise nützlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept ist revolutionär: Mit zwei vergleichbaren Übersetzungen geht es nicht mehr um die Frage &amp;quot;Verständlich oder genau?&amp;quot; Die Offene Bibel ist beides. Keine andere Übersetzung ist so genau und macht den Urtext so verständlich wie unsere Studienfassung! Und das Ganze steht für alle im Internet und kann zu jedem Zweck benutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen.&lt;br /&gt;
Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Grüße,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11574</id>
		<title>Markusprojekt/Infotexte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Infotexte&amp;diff=11574"/>
		<updated>2013-11-07T16:35:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[Orientierung für Helfer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pressemitteilung (hauptsächlich Infos)===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mitmachprojekt Offene Bibel will bis März Übersetzung des Markusevangeliums abschließen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Offene Bibel will verändern, wie Menschen die Bibel lesen.&#039;&#039; Statt einer einzelnen Übersetzung bietet sie zwei, die sich nebeneinander lesen lassen. Die eine ist in zeitgemäßer Sprache gehalten. Die zweite Übersetzung zeigt die sprachlichen und kulturellen Feinheiten des Bibeltexts. Projektleiter Wolfgang Loest verspricht: „Die Offene Bibel ist gleichzeitig die genaueste und auch eine der verständlichsten deutschen Übersetzungen.“ Daneben ist zusätzlich eine Fassung in „leichter Sprache“ in Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Markusevangelium soll ab November zuerst die sprachlich genaue „Studienfassung“, dann die „Lesefassung“ in heutigem Deutsch und Übersetzungen in leichte Sprache entstehen. Dabei ist Projektkoordinator Benjamin Misja &#039;&#039;auf Hilfe&#039;&#039; angewiesen. &#039;&#039;Denn die Übersetzung ist ein gemeinnütziges Projekt, das vom Engagement vieler Freiwilliger lebt&#039;&#039;. Für das Markusprojekt will &#039;&#039;das Übersetzer-Team&#039;&#039; Interessierten den Einstieg besonders leicht machen. &#039;&#039;Benjamin Misja, der das Vorhaben vollzeitlich betreut, erarbeitet dazu leicht verständliches Einführungsmaterial und wird die Helfer per Chat direkt betreuen. Er hofft,&#039;&#039; dass die Aktion gerade Theologiestudenten anzieht: „Viele Theologiestudenten haben nach den ersten Semestern ihr Griechisch zu großen Teilen schon wieder vergessen. Wir bieten ihnen eine ideale Gelegenheit, sich ihre Sprachkenntnisse zu erhalten und dabei noch zu etwas Sinnvollem beizutragen.“ Auch wer kein Griechisch kann, darf mitmachen, &#039;&#039;z.B. an der Formulierung der Lesefassung, die auf Grundlage der Studienfassung entsteht. Weiter besteht die Möglichkeit, sich durch Probelesen und andere Tätigkeiten an der Qualitätssicherung zu beteiligen. Auch im Technikteam können Interessierte sich einbringen.&#039;&#039; Die gemeinsame Aktion beginnt am Freitag, den 8. November 2013, um 20 Uhr auf der Webseite der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: www.offene-bibel.de&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kontakt: Benjamin Misja (Koordinator der Übersetzung) [Kontaktdaten: eMail, Telefon? Skype?]; Wolgang Loest (Projektleiter Offene Bibel) [Kontaktdaten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit kursiv markierten Teilen bin ich noch nicht 100% zufrieden. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weniger förmlicher Text für Blogs (mehr Werbung zum Mitmachen)===&lt;br /&gt;
Ansatz: &amp;quot;Wir&amp;quot; &amp;lt;-&amp;gt; &amp;quot;du&amp;quot;/&amp;quot;ihr&amp;quot;, überzeugende, relevante Argumente. Förmliche Pressemitteilung im Anhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erarbeite den Text gerade neu. Bisher steht nur das Konzept. Wenn ich was Greifbares habe, stelle ich es ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Status-Vorschläge für Facebook, Twitter, Google+, etc.===&lt;br /&gt;
* Sollten zum Teilen animieren, sollte @Offene Bibel als Verweis auf unsere Seite, #Markusevangelium und den Link auf die Landing Page enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel braucht eure Hilfe, um das Markusevangelium zu übersetzen. Jeder kann mitmachen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mehr über das #Markusprojekt zu erfahren, klickt hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die @Offene Bibel startet mit dem #Markusprojekt, einer Neuübersetzung des Markusevangeliums. Schau vorbei! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du Hebräisch oder Griechisch kannst oder so jemanden kennst, dann sag Bescheid, wir suchen dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier darf jeder an einer deutschen Übersetzung der Bibel mitarbeiten. Gerade entsteht das Markusevangelium. Schaut mal rein! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Die erste deutsche Bibelübersetzung unter freier Lizenz arbeitet gerade am Markusevangelium. Jeder darf mitmachen! #Markusprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Offene Bibel: Hier wird die Bibelübersetzung neu erfunden! Das #Markusprojekt will bis März das komplette Markusevangelium übersetzen. Das Ganze funktioniert nach Wikipedia-Prinzip, jeder darf mitmachen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an Theologiestudenten, Bibelschüler, exegetische Mailinglisten, etc.===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
* etwas ausführlichere Erklärungen der Fassungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Offene Bibel ist ein ökumenisches Internetprojekt, das seit 2009 an einer neuen deutschen Bibelübersetzung arbeitet. Im Stil von Wikipedia entsteht die Übersetzung, indem Freiwillige eigene Übersetzungen beitragen und gegenseitig verbessern. Auf der Grundlage einer sehr nah am Urtext gehaltenen Erstübersetzung („Studienfassung“) entstehen eine kommunikativ gehaltene „Lesefassung“ für den normalen Gebrauch sowie Versuche einer Bibel in leichter Sprache. Eine strenge Qualitätskontrolle soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Am Ende steht eine mehrteilige moderne Übersetzung, die sich zur persönlichen Bibellese ebenso wie zum tieferen Bibelstudium eignet. Sie ist gleichzeitig gut verständlich und genau, bietet aber auch viele Informationen über den Originaltext und seine Hintergründe und steht für jeden Zweck frei zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorschlag-eMail an persönliche Bekannte===&lt;br /&gt;
* Link zum Startpunkt für Mitübersetzer&lt;br /&gt;
* Aufruf zum Weiterleiten/Teilen mit Kurzlink auf Landing Page am Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Englische Version der Pressemitteilung?===&lt;br /&gt;
Könnte für viel gelesene englischsprachige Blogs, Foren oder Mailinglisten sinnvoll sein. Daran beteiligen sich nämlich auch immer wieder Deutsche. Zudem weiß man nie, welche Dynamik sich daraus entwickeln könnte. Muss nur relevant genug sein, dass auch jemand, der kein Deutsch kann, die Meldung interessant finden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte bei [[About Offene Bibel]] anfangen und dann die Pressemitteilung übersetzen, das wäre für mich kein Problem. Mache ich, wenn ich mal Zeit habe, vielleicht auch erst in einigen Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kurze Anfragen an Theologie (o.ä.) studierende Bekannte (z.B. per eMail oder Facebook)===&lt;br /&gt;
Zwei Nachrichten, die ich gerade so benutze. Vielleicht ersparen sie ja dem einen oder anderen etwas Zeit: --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:01, 4. Nov. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wenn die Person die Offene Bibel schon kennt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen? Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums für www.offene-bibel.de machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen. Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Wenn die Person noch nichts von der Offenen Bibel gehört hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hi &#039;&#039;[Name]&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hoffe, dir geht es gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Studierst du noch in [Ort]? / Hast du in [Ort] Kontakt zu Theologiestudenten oder anderen, die sich für Bibelübersetzung interessieren?&#039;&#039; Falls ja, hast du in dort eine Möglichkeit, bei deinen Kommilitonen oder anderen, die an Bibelübersetzung&lt;br /&gt;
interessiert sind, etwas Werbung für mich zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ja, könntest du mir einen Gefallen tun und die Tage z.B. per eMail oder Facebook oder Aushang (oder was am Sinnvollsten ist) zum Mitmachen beim Markusprojekt einladen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Markusprojekt geht von www.offene-bibel.de aus. Wir wollen bis März eine Übersetzung des Markusevangeliums fertig machen und suchen noch Helfer!&lt;br /&gt;
Für Theologiestudenten kann das eine gute Übung sein, um sich in Griechisch fitzuhalten, oder auch eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
Übersetzungen, die man sowieso schon gemacht hat, noch einem guten Nutzen zuzuführen. Fertige Abschnitte analysieren den Urtext so genau, dass sie auch bei der Examensvorbereitung helfen können. &#039;&#039;Gerade mir hilft die Seite auch bei / Ich persönlich finde die Offene Bibel toll, weil...&#039;&#039; . Für Laien soll die Übersetzung zum tieferen Bibelstudium, z.B. auch als Vorbereitungshilfe für Andachten und Hauskreise nützlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept ist revolutionär: Mit zwei vergleichbaren Übersetzungen geht es nicht mehr um die Frage &amp;quot;Verständlich oder genau?&amp;quot; Die Offene Bibel ist beides. Keine andere Übersetzung ist so genau und macht den Urtext so verständlich wie unsere Studienfassung! Und das Ganze steht für alle im Internet und kann zu jedem Zweck benutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verfassen noch entsprechende Einladungen und geben dann Bescheid, du kriegst alle Infos und gerne einen vorbereiteten Text. Wenn nein, kennst du jemanden, der das für uns tun könnte? Du darfst natürlich auch ablehnen.&lt;br /&gt;
Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Grüße,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[Name]&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Johannes_3&amp;diff=10059</id>
		<title>Diskussion:Johannes 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Johannes_3&amp;diff=10059"/>
		<updated>2013-06-15T12:18:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = 1 (Wolfgang Loest) 2-16 (Mmalzner) 17 (Florian K.)&lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vers 2==&lt;br /&gt;
Hallo Mmalzner, schön, dich als neuen Aktiven dabei zu haben, herzlich willkommen! In Vers 2 habe ich eine Dopplung von &amp;quot;wir wissen&amp;quot; entfernt und hoffe, dass das nicht mit Absicht eine Dopplung war. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 21:18, 17. Jul. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Wolfgang, danke fürs herzliche Willkommen ;)&lt;br /&gt;
Die Doppelung hab ich wohl beim Kopieren übersehen. Danke für die Korrektur. --[[Benutzer:mmalzner|Markus]] 23:29 17. Jul. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Twitter nur auf 140 Zeichen beschränkt ist, mache ich mal hier weiter. Für eine erste Übersetzung (also unseren Status &amp;quot;Rohübersetzung&amp;quot;) ist deine Übersetzung völlig in Ordnung. Für einen höheren Status würde ich im Text noch mehr Übersetzungsalternativen und ein paar Fußnoten erwarten (das sind Erfahrungswerte und das heißt nicht, dass es in diesem Text so sein muss). Ich werde mich in den nächsten Tagen mal genauer damit beschäftigen. Ein Anhaltspunkt für eine gute Übersetzung sind natürlich die Übersetzungskriterien (die du ja vermutlich längst gefunden hast) und die [[Qualitätskriterien]] (die auf der Diskussionsseite &amp;quot;abgehakt&amp;quot; werden. Für eine erste Übersetzung ist ein Abgleich mit anderen Bibelübersetzungen und Kommentaren aber noch nicht nötig. Natürlich kannst du nach dem ersten Einstellen eines Textes an ihm weiterarbeiten (was bestimmt alle freut ;)). --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 21:10, 18. Jul. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke fürs ausführliche Feedback. An dieser Arbeitsweise ist für mich noch vieles neu, ich glaub ich muss mich einfach mal hintasten, probieren und daran weiterarbeiten :) Für weiteres Feedback bin ich auf jeden fall dankbar. --[[Benutzer:Mmalzner|Markus Malzner]] 21:27, 18. Jul. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willkommen auch von mir! Wir freuen uns über neue Übersetzer. Es muss nicht alles gleich perfekt sein. Auch nicht später. Dazu arbeiten wir ja im Wiki. Falls du wissen möchtest, wie der Idealfall aussehen könnte, findest du in der [[:Kategorie:Lesefassung_in_Arbeit]] ein paar Beispiele. Ansonsten kann im Wiki auch immer jemand alle Fragen beantworten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:29, 18. Jul. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung, Anmerkungen==&lt;br /&gt;
Meine Anmerkung zu &amp;quot;die Juden&amp;quot; wollte ich eigentlich als Fußnote in Vers 1 der Lesefassung direkt an das Wort &amp;quot;Juden&amp;quot; hängen - habe nur nirgends entdeckt, wie ich eine Fußnote einfügen kann.&lt;br /&gt;
Und weiß leider auch nicht (mehr), wie ich meine Beiträge mit (meiner) Signatur kennzeichnen kann. --Konstantin&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_3&amp;diff=10058</id>
		<title>Johannes 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_3&amp;diff=10058"/>
		<updated>2013-06-15T12:11:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: Anmerkungen zu &amp;quot;die Juden&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}      Einer von den Pharisäern und führenden Juden hieß Nikodemus. {{L|2}} Er kam nachts zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“ {{L|3}} Jesus antwortete ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.“ {{L|4}} Nikodemus fragte: „Wie kann ein Mensch neu geboren werden, wenn er schon alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Mutterleib hineingehen und dann wieder geboren werden?“ {{L|5}} Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. {{L|6}} Was aus dem Fleisch gezeugt wurde, ist Fleisch; und was aus dem Geist gezeugt wurde, ist Geist. {{L|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sage: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet. {{L|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit jedem Menschen, der aus dem Geist geboren ist.“ {{L|9}} Nikodemus fragte: „Wie kann dies geschehen?“ {{L|10}} Jesus entgegnete ihm: „Du bist der Lehrer Israels und weißt das nicht? {{L|11}} Wahrlich, ich sage dir: Das, was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, doch unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. {{L|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? {{L|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen. {{L|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird, {{L|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. {{L|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. {{L|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.                                                                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Es war {aber} ein Mensch von (aus) den Pharisäern, Nikodemus war sein Name, [einer] der Mächtigen (Alten, Oberen) der Juden.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dieser kam nachts zu ihm und sagte zu ihm: Lehrer (Rabbi), wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm sei.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann ein Mensch gezeugt (geboren) werden, wenn er ein Greis ist? Kann er etwa zum zweiten mal (erneut) in den Mutterleib hineingehen und geboren werden?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Das Gezeugte aus dem Fleisch ist Fleisch; und das Gezeugte aus dem Geist ist Geist. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sagte: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder aus dem Geist Geborene (Gezeugte).&lt;br /&gt;
{{S|9}} Nikodemus antwortete und sagte zu ihm: Wie kann dies geschehen?&lt;br /&gt;
{{S|10}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und weißt dies nicht?&lt;br /&gt;
{{S|11}} Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Das, was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?&lt;br /&gt;
{{S|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird,&lt;br /&gt;
{{S|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt geschickt (gesandt), damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
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{{S|35}}&lt;br /&gt;
{{S|36}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn hier (Joh 3,1) oder an anderen Stellen im Neuen Testament „die Juden“ als Gegner Jesu dargestellt werden, darf man nicht vermuten, es habe schon zu Jesu Zeiten einen Gegensatz zwischen Juden und Christen gegeben oder Jesus habe pauschal „die Juden“ kritisiert oder verurteilt. Jesus selbst war Jude und alle seine Anhänger waren Juden, bis das Apostelkonzil im Jahr 48/49 (vgl. Apg 15) erkannte und verkündete, dass der Heilige Geist auch auf Nichtjuden herabkommen könne und dass Beschneidung, Sabbat-Ruhe und Reinheitsvorschriften nicht zwingend für die Erlösung erforderlich seien. „Christen“ wurden die Anhänger Jesu zum ersten Mal in Antiochien genannt, etwa in den Jahren 40-48 (vgl. Apg 11,26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Jesus sich hier gegen „die Juden“ wendet, gegen die Pharisäer oder gegen die Schriftgelehrten, dann kritisiert er damit den reinen religiösen Gesetzesgehorsam, der sich allein auf die (möglichst perfekte) Befolgung aller religiösen Vorschriften konzentriert und völlig außer Acht lässt, wie wichtig Liebe, Barmherzigkeit und die Bereitschaft zur Vergebung sind.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
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		<title>Johannes 3</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}      Einer von den Pharisäern und führenden Juden hieß Nikodemus. {{L|2}} Er kam nachts zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“ {{L|3}} Jesus antwortete ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.“ {{L|4}} Nikodemus fragte: „Wie kann ein Mensch neu geboren werden, wenn er schon alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Mutterleib hineingehen und dann wieder geboren werden?“ {{L|5}} Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. {{L|6}} Was aus dem Fleisch gezeugt wurde, ist Fleisch; und was aus dem Geist gezeugt wurde, ist Geist. {{L|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sage: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet. {{L|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit jedem Menschen, der aus dem Geist geboren ist.“ {{L|9}} Nikodemus fragte: „Wie kann dies geschehen?“ {{L|10}} Jesus entgegnete ihm: „Du bist der Lehrer Israels und weißt das nicht? {{L|11}} Wahrlich, ich sage dir: Das, was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, doch unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. {{L|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? {{L|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen. {{L|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird, {{L|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. {{L|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. {{L|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.                                                                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Es war {aber} ein Mensch von (aus) den Pharisäern, Nikodemus war sein Name, [einer] der Mächtigen (Alten, Oberen) der Juden.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dieser kam nachts zu ihm und sagte zu ihm: Lehrer (Rabbi), wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm sei.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann ein Mensch gezeugt (geboren) werden, wenn er ein Greis ist? Kann er etwa zum zweiten mal (erneut) in den Mutterleib hineingehen und geboren werden?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen.&lt;br /&gt;
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{{S|9}} Nikodemus antwortete und sagte zu ihm: Wie kann dies geschehen?&lt;br /&gt;
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{{S|11}} Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Das, was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?&lt;br /&gt;
{{S|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird,&lt;br /&gt;
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		<author><name>Konstantin</name></author>
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		<title>Johannes 3</title>
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		<updated>2013-06-14T17:41:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: Lesefassung für 1-17 probiert; + minimale Korrekturen (Rechtschreibung, Kommas) in Studienfassung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}      Einer von den Pharisäern und führenden Juden hieß Nikodemus. {{L|2}} Er kam nachts zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“ {{L|3}} Jesus antwortete ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.“ {{L|4}} Nikodemus fragte: „Wie kann ein Mensch neu geboren werden, wenn er schon alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Mutterleib hineingehen und dann wieder geboren werden?“ {{L|5}} Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. {{L|6}} Was aus dem Fleisch gezeugt wurde, ist Fleisch; und was aus dem Geist gezeugt wurde, ist Geist. {{L|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sage: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet. {{L|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit jedem Menschen, der aus dem Geist gezeugt ist.“ {{L|9}} Nikodemus fragte: „Wie kann dies geschehen?“ {{L|10}} Jesus entgegnete ihm: „Du bist der Lehrer Israels und weißt dies nicht? {{L|11}} Wahrlich, ich sage dir: Das, was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, doch unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. {{L|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? {{L|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen. {{L|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird, {{L|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. {{L|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. {{L|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.     Normal  0      21      false  false  false    DE  X-NONE  X-NONE                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
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{{S|1}} Es war {aber} ein Mensch von (aus) den Pharisäern, Nikodemus war sein Name, [einer] der Mächtigen (Alten, Oberen) der Juden.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dieser kam nachts zu ihm und sagte zu ihm: Lehrer (Rabbi), wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm sei.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann ein Mensch gezeugt (geboren) werden, wenn er ein Greis ist? Kann er etwa zum zweiten mal (erneut) in den Mutterleib hineingehen und geboren werden?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Das Gezeugte aus dem Fleisch ist Fleisch; und das Gezeugte aus dem Geist ist Geist. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sagte: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder aus dem Geist Geborene (Gezeugte).&lt;br /&gt;
{{S|9}} Nikodemus antwortete und sagte zu ihm: Wie kann dies geschehen?&lt;br /&gt;
{{S|10}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und weißt dies nicht?&lt;br /&gt;
{{S|11}} Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Das, was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?&lt;br /&gt;
{{S|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird,&lt;br /&gt;
{{S|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt geschickt (gesandt), damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Konstantin</name></author>
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Es war {aber} ein Mensch von (aus) den Pharisäern, Nikodemus war sein Name, [einer] der Mächtigen (Alten, Oberen) der Juden.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dieser kam nachts zu ihm und sagte zu ihm: Lehrer (Rabbi), wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm sei.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann ein Mensch gezeugt (geboren) werden, wenn er ein Greis ist? Kann er etwa zum zweiten mal (erneut) in den Mutterleib hineingehen und geboren werden?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Das Gezeugte aus dem Fleisch ist Fleisch; und das Gezeugte aus dem Geist ist Geist. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sagte: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder aus dem Geist Geborene (Gezeugte).&lt;br /&gt;
{{S|9}} Nikodemus antwortete und sagte zu ihm: Wie kann dies geschehen?&lt;br /&gt;
{{S|10}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und weißt dies nicht?&lt;br /&gt;
{{S|11}} Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Das was wir wissen, davon reden wir und was wir gesehen haben, bezeugen wir und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?&lt;br /&gt;
{{S|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird,&lt;br /&gt;
{{S|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt geschickt (gesandt), damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}}&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
{{S|22}}&lt;br /&gt;
{{S|23}}&lt;br /&gt;
{{S|24}}&lt;br /&gt;
{{S|25}}&lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
{{S|27}}&lt;br /&gt;
{{S|28}}&lt;br /&gt;
{{S|29}}&lt;br /&gt;
{{S|30}}&lt;br /&gt;
{{S|31}}&lt;br /&gt;
{{S|32}}&lt;br /&gt;
{{S|33}}&lt;br /&gt;
{{S|34}}&lt;br /&gt;
{{S|35}}&lt;br /&gt;
{{S|36}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_3&amp;diff=10049</id>
		<title>Johannes 3</title>
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		<updated>2013-06-14T17:27:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
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{{L|31}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Es war {aber} ein Mensch von (aus) den Pharisäern, Nikodemus war sein Name, [einer] der Mächtigen (Alten, Oberen) der Juden.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dieser kam nachts zu ihm und sagte zu ihm: Lehrer (Rabbi), wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, ein Lehrer. Denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm sei.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wer nicht von neuem geboren wird, kann das Königreich Gottes nicht sehen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann ein Mensch gezeugt (geboren) werden, wenn er ein Greis ist? Kann er etwa zum zweiten mal (erneut) in den Mutterleib hineingehen und geboren werden?&lt;br /&gt;
{{S|5}} Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingeben.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Das Gezeugte aus dem Fleisch ist Fleisch; und das Gezeugte aus dem Geist ist Geist. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Wundere dich nicht, wenn ich dir sagte: Es ist nötig, dass ihr von neuem geboren werdet.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Der Geist weht, wo er will, und seine Stimme hörst du zwar, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder aus dem Geist Geborene (Gezeugte).&lt;br /&gt;
{{S|9}} Nikodemus antwortete und sagte zu ihm: Wie kann dies geschehen?&lt;br /&gt;
{{S|10}} Jesus antwortete und sagte zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und weißt dies nicht?&lt;br /&gt;
{{S|11}} Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Das was wir wissen, davon reden wir und was wir gesehen haben, bezeugen wir und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wenn ich euch das Irdische sage und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?&lt;br /&gt;
{{S|13}} Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur derjenige, der aus dem Himmel herabgekommen ist, nämlich der Sohn des Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte, so ist es nötig, dass der Menschensohn erhöht wird,&lt;br /&gt;
{{S|15}} damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So nämlich hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt geschickt (gesandt), damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}}&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
{{S|22}}&lt;br /&gt;
{{S|23}}&lt;br /&gt;
{{S|24}}&lt;br /&gt;
{{S|25}}&lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
{{S|27}}&lt;br /&gt;
{{S|28}}&lt;br /&gt;
{{S|29}}&lt;br /&gt;
{{S|30}}&lt;br /&gt;
{{S|31}}&lt;br /&gt;
{{S|32}}&lt;br /&gt;
{{S|33}}&lt;br /&gt;
{{S|34}}&lt;br /&gt;
{{S|35}}&lt;br /&gt;
{{S|36}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Johannes_9&amp;diff=9942</id>
		<title>Diskussion:Johannes 9</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Johannes_9&amp;diff=9942"/>
		<updated>2013-06-03T07:25:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = 1-41: Ben&lt;br /&gt;
|Alternativen = ja, sollte (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = wahrscheinlich (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = Narrativtext. Die Erzählung des Kapitels ist als kunstvoller Handlungsbogen verfasst.&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = ja, sollte (Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Leider nicht die exegetischen &amp;quot;Notes&amp;quot;, nur den &amp;quot;Commentary&amp;quot; in &lt;br /&gt;
Raymond Brown, The Gospel according to John I-XII (Anchor Bible), Garden City ²1987 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Brown (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu &amp;quot;das Gesicht abwaschen&amp;quot; in der Studienfassung:&lt;br /&gt;
Von der Sprachlogik her kann man nur Schmutz oder Dreck oder Farbe ab-waschen. Gesicht, Hände und Füße kann man waschen, aber eigentlich nicht abwaschen (denn dann wären sie ja hinterher weg).  -- Konstantin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
Das Kapitel wurde sehr sorgfältig übersetzt und bräuchte eigentlich nur noch einen Kommentar- und Übersetzungsabgleich, wohl ohne größere Überarbeitungen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:19, 31. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was auch noch fehlt:&lt;br /&gt;
* Dokumentation der übersetzungsrelevanten Textvarianten (Beispiel V. 4: „Ich“ oder „Wir“).&lt;br /&gt;
* Die Hinweise zu Gattung, Stil etc. für die Lesefassung könnten evt. noch ausführlicher werden (z.B.  mit Hilfe der noch ausstehenden Kommentare). Der Anfang ist jedenfalls schon einmal sehr hilfreich.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:27, 1. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lesefassung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe mal eine Lesefassung zu Joh 9 probiert. -- Konstantin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht einen guten Eindruck! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:31, 31. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag die gehobene, aber aktuelle Wortwahl, die gut zum Stil des Johannesevangeliums passt. Vielleicht ergeben sich aus dem Übersetzungs- und Kommentarabgleich noch kleinere Änderungen vornehmen, aber die basis ist jedenfalls schon einmla sehr gut. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:27, 1. Jun. 2013 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_9&amp;diff=9941</id>
		<title>Johannes 9</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_9&amp;diff=9941"/>
		<updated>2013-06-03T06:57:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
{{L|1}} Und im Vorbeigehen sah Jesus einen Mann,  der von Geburt an blind war. {{L|2}} Seine Jünger fragten ihn: „Rabbi, wer hat bei diesem Mann gesündigt, sodass er blind geboren wurde: der Mann selbst oder seine Eltern?“  {{L|3}} Jesus antwortete: „Weder er noch seine Eltern! Er ist blind, damit Gottes Wirken an ihm sichtbar wird. {{L|4}} Wir müssen die Werke dessen tun, der mich gesandt hat, solange es Tag ist. Die Nacht wird kommen, in der niemand mehr etwas tun kann. {{L|5}} Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|6}} Als Jesus das gesagt hatte, spuckte er auf den Boden, machte mit dem Speichel einen Brei und strich dem blinden Mann den Brei auf die Augen. {{L|7}} Und er sagte zu ihm: „Geh und wasche dich im Teich von Schiloach!“  Das Wort Schiloach bedeutet „Gesandter“. Daraufhin ging der Mann weg, wusch sich das Gesicht und konnte plötzlich sehen. {{L|8}} Da riefen die Nachbarn und andere Leute, die ihn vorher als Bettler gesehen hatten: „Ist das nicht der Mann, der hier saß und bettelte?“ {{L|9}}Einige meinten: „Ja, das ist er!“ Andere sagten: „Nein, er sieht ihm nur ähnlich!“ Er selbst sagte: „Ich bin es.“ {{L|10}} Da fragten sie ihn: „Wie kannst du dann jetzt auf einmal sehen?“ {{L|11}} Der Mann antwortete: „Der Mensch, der Jesus heißt, hat etwas Brei gemacht und mir auf die Augen gestrichen und mir dann gesagt: ‚Geh zum Teich von Schiloach und wasche dich!’ Also ging ich hin, wusch mich – und dann konnte ich sehen.“ {{L|12}} Da fragten sie ihn: „Wo ist der dieser Mensch, von dem du sprichst?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}} Sie brachten den geheilten Mann zu den Pharisäern. {{L|14}} Der Tag, an dem Jesus den Brei aus Sand und Speichel machte und den Mann damit heilte, war ein Sabbat. {{L|15}} Auch die Pharisäer fragten den Mann noch einmal, wie es kam, dass er plötzlich sehen konnte. Er antwortete ihnen: „Der Mensch hat mir einen Brei auf die Augen gestrichen, dann habe ich gebadet, und jetzt kann ich sehen.“ {{L|16}} Manche von den Pharisäern meinten daraufhin: „Der Mensch, der diesen Blinden geheilt hat, kann nicht von Gott sein, denn er hält die Sabbat-Ruhe nicht ein“. Andere sagten: „Wie könnte ein sündiger Mensch solche Wunder tun?“ Und es kam unter ihnen zu einer Spaltung. &amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|17}} Also fragten sie den vormals Blinden noch einmal: „Was sagst du über diesen Menschen, der dir die Augen geöffnet hat?“ Der Mann sagte: „Er ist ein Prophet!“ {{L|18}} Da glaubten die Juden nicht mehr, dass er wirklich vorher blind gewesen war und nun sehen konnte. Deshalb riefen sie seine Eltern herbei {{L|19}}und fragten sie: „Ist dieser Mann euer Sohn, und ist er wirklich blind geboren worden? Wie kommt es dann, dass er jetzt sehen kann?“ {{L|20}} Da antworteten seine Eltern: „Er ist tatsächlich unser Sohn und er wurde blind geboren. {{L|21}} Wie es kommt, dass er jetzt sehen kann, wissen wir nicht. Auch wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn doch selbst, er ist erwachsen, er kann selbst für sich sprechen!“ {{L|22}} Das sagten sie, weil sie die Juden fürchteten. Die Juden hatten sich nämlich schon darüber verständigt, dass jeder, der Jesus öffentlich als Messias bezeichnete, aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. {{L|23}} Aus diesem Grund sagten seine Eltern: „Er ist erwachsen, fragt ihn doch selbst!“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}} Daraufhin riefen sie den Mann, der ein Blinder gewesen war, zum zweiten Mal und forderten ihn auf: „Gib Gott Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist!“ {{L|25}} Da antwortete der Mann: „Ob dieser Mensch ein Sünder ist, weiß ich nicht! Nur eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehen kann.“ {{L|26}} Darauf sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“ {{L|27}} Er antwortete ihnen: „Ich habe es euch doch schon gesagt und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr vielleicht seine Jünger werden?“ {{L|28}} Da beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Jünger von ihm, wir aber sind Jünger von Mose! {{L|29}} Wir wissen, dass Gott zu Mose gesprochen hat, aber von diesem Menschen wissen wir nicht, woher er ist.“ {{L|30}} Der Mann antwortete ihnen: „Seltsam, dass ihr nicht wisst, woher er ist, wo er mir doch die Augen geöffnet hat! {{L|31}} Es ist klar: Auf die Bitten von Sündern hört Gott nicht, nur auf die Bitten von Frommen und Gottesfürchtigen, {{L|32}} und noch nie hat es jemand geschafft, einem blind Geborenen die Augen zu öffnen. {{L|33}}Also: Wenn dieser Mann nicht von Gott wäre, könnte er nichts dergleichen tun!“ {{L|34}}Sie antworteten ihm: „Du wurdest ganz in Sünden geboren und willst uns belehren?“  Und sie warfen ihn hinaus. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|35}}Als Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und ihn wieder traf, fragte er ihn: „Glaubst du an den ‚Menschensohn’?“ {{L|36}}Der Mann erwiderte: „Wer ist das, Herr – damit ich an ihn glauben kann?“ {{L|37}}Jesus sagte: „Du hast ihn schon gefunden: Ich bin es, der mit dir spricht!“ {{L|38}}Da sprach der Mann: „Ich glaube, Herr!“, und er betete ihn an. {{L|39}} Und Jesus sagte: „Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Blinden sehen können und die Sehenden blind werden.“ {{L|40}}Das hörten die Pharisäer, die in der Nähe waren. Sie sagten zu ihm: „Aber wir gehören doch nicht zu den Blinden, oder?“ {{L|41}}Jesus entgegnete ihnen: „Wenn ihr blind wäret, hättet ihr keine Sünde. Aber ihr sagt selbst, dass ihr sehen könnt – deshalb bleibt eure Sünde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und im Vorbeigehen (beim Weitergehen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; Als modale Präpositionalangabe aufgelöstes adv. Ptz. &amp;lt;/ref&amp;gt; sah er einen von Geburt an blinden Mann (Menschen). &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und seine Jünger fragten ihn {sagend}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; Das zusätzliche adverbiale Partizip dient im Griechischen dazu, den Beginn wörtlicher Rede zu markieren. Im Deutschen tun das Doppelpunkt und Anführungszeichen. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Rabbi (Lehrer), wer hat [hier] gesündigt, der [Mann] (dieser) oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde?“&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus erwiderte: „Weder hat der [Mann] (dieser) gesündigt noch seine Eltern. [Er ist] vielmehr (sondern) [blind], damit Gottes Handeln (Wirken, Taten, Werke)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handeln&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Handeln&#039;&#039; Das gr. Wort steht im Pl. wie „Taten“. &amp;lt;/ref&amp;gt; an ihm sichtbar wird. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Wir müssen das Handeln (Wirken, Taten, Werke)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handeln&amp;quot; /&amp;gt; dessen ausführen (bewirken, tun), der mich gesandt hat, solange es Tag ist – [die] Nacht kommt, und dann (wenn) kann niemand mehr [etwas] tun (bewirken) kann. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Wann immer (Solange) ich in der Welt bin, bin ich [das] Licht der Welt.“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Sobald (als, nachdem) er das gesagt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sobald er das gesagt hatte&#039;&#039; Temporales Ptc. coni. (Ptz. Aor.), als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; spuckte er auf den Boden, {und} machte mit (aus) dem Speichel Matsch (Schlamm) und strich ihm den Matsch (Schlamm) auf die Augen. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er sagte zu ihm: „Geh [und] wasche dich im Teich von Schiloach ab!“ – das bedeutet „Gesandter“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gesandter&#039;&#039; Hier als Übersetzung des Ptz. Pf. Pass. ἀπεσταλμένος. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraufhin (also) ging er weg, {und} wusch sich [das Gesicht] ab&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wusch sich [das Gesicht] ab&#039;&#039; Das Verb νίπτω wird meist im Zusammenhang mit einem Körperteil benutzt, am häufigsten den Füßen (LN 47.9). Daraus lässt sich schließen, dass der Blinde in dieser Szene nicht baden, sondern sich lediglich die Augen oder das Gesicht waschen soll. Das Verb wurde ohne explizites Objekt deshalb hier als „sich abwaschen“ übersetzt sowie das implizite Objekt (das Gesicht) ergänzt, wo erforderlich (vgl. NGÜ, GNB). &amp;lt;/ref&amp;gt; und kam sehend zurück. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Da riefen (meinten, sagten) die Nachbarn und [solche], die ihn vorher als Bettler gesehen hatten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ihn vorher als Bettler gesehen hatten&#039;&#039; W. „ die ihn vorher gesehen hatten, dass er ein Bettler war“, dabei wurde das Ptz. Präs. θεωροῦντες als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist dieser [Mann] nicht derjenige, der [hier] saß und bettelte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;derjenige, der [hier] saß und bettelte&#039;&#039; Zwei subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;!“ &lt;br /&gt;
{{S|9}} Einige meinten (sagten): {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Er ist es!“, andere riefen (sagten): „Nein, er ist ihm nur (aber, sondern) ähnlich!“ Er selbst&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er selbst&#039;&#039; W. „jener“ (vgl. [[Johannes_9#note_l|Fn in V. 12]]) sagte: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Ich bin es.“&lt;br /&gt;
{{S|10}} Da fragten (sagten) sie ihn: „Wie wurden dir denn dann die Augen geöffnet?“&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Wie kommt es denn, dass du wieder sehen kannst?“ (vgl. NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Der Mann antwortete: „Der Mann (Mensch), der Jesus heißt, hat Matsch (Schlamm) gemacht und mir die Augen [damit] eingestrichen, und er sagte mir: ‚Geh zum [Teich] Schiloach und wasche dich ab!’ Nachdem ich dann (also) hingegangen war und mich abgewaschen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nachdem ich hingegangen war und mich abgewaschen hatte&#039;&#039; Zwei adverbiale Ptz. Aor., die temporal als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt; konnte ich sehen.“ &lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) fragten (sagten) sie ihn: „Wo ist der Mann, [von dem du sprichst]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Mann, [von dem du sprichst]&#039;&#039; Deutsche Wiedergabe des Adjektivs ἐκεῖνος, das häufig veraltet mit „jener“ übersetzt wird. Hier steht es als Bezeichnung desjenigen, von dem der Mann gesprochen hatte. Mit demselben Wort bezieht sich Johannes schon in V. 9 auf „den Genannten“, dort den Blinden selbst (dabei übersetzt als „Er selbst“). &amp;lt;/ref&amp;gt;?“ Er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;HP&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ich weiß nicht.“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Sie brachten den vormals Blinden vor (zu) die Pharisäer. &lt;br /&gt;
{{S|14}} {Allerdings (übrigens, nämlich)}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Konjunktion δὲ leitet hier eine Umstandsangabe ein und ist nicht direkt übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es war Sabbat an dem Tag, [an dem] Jesus den Matsch (Schlamm) machte und ihm die Augen öffnete. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Auch die Pharisäer befragten ihn {nun} weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;befragten ihn weiter&#039;&#039; Das Verb steht im Imperfekt und drückt einen anhaltenden Vorgang aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; (noch einmal, immer wieder), wie [es kam, dass] er [plötzlich] sehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie [es kam, dass] er [plötzlich] sehen konnte&#039;&#039; Die sinngemäßen Einfügungen (vgl. NGÜ) sind erforderlich, wenn man nicht wie die meisten Übersetzungen als „sehend geworden war“ oder etwas kompliziert mit „wie sein Augenlicht wiederhergestellt worden war“ (vgl. engl. Übers.: „gain/receive (his) sight“) übersetzen möchte. &amp;lt;/ref&amp;gt; Er {aber} antwortete (sagte) ihnen: „Er hat mir Matsch (Schlamm) auf die Augen getan, {und} ich habe gebadet, und [jetzt] sehe ich.“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Manche von (unter) den Pharisäern meinten (sagten) daraufhin: „Dieser Mensch (Mann) ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht einhält (befolgt, bewahrt). Andere sagten (meinten): „Wie könnte ein sündiger Mensch solche (derartige) Zeichen (Wunder) tun?“ Und es kam (war) unter ihnen zu einer Spaltung. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Also fragten (sagten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;HP&amp;quot; /&amp;gt; sie den Blinden noch einmal: „Was sagst du über ihn – da er dir ja die Augen geöffnet hat?“ Er {aber} sagte: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Er ist ein Prophet!“ &lt;br /&gt;
{{S|18}} Da glaubten die Juden nicht [mehr] {über ihn}, dass er blind (ein Blinder) [gewesen] war und [nun] sehen konnte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[nun] sehen konnte&#039;&#039; Zur Übersetzung vgl. die [[Johannes_9#note_p|Fn in V. 15]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;, bis sie {seine} die Eltern des Geheilten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Geheilten&#039;&#039; Aus praktischen Gründen sinngemäß übersetzt. Löst man das so wiedergegebene substantivierte Partizip stattdessen als Relativsatz auf, wäre die wörtliche Übersetzung: „dessen, der [nun] Sehen konnte“. &amp;lt;/ref&amp;gt; herbeiriefen&lt;br /&gt;
{{S|19}} und sie fragten {wobei sie sagten}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; Modal aufgelöstes Ptc. coni. Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ist dieser [Mann] euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie [kommt es] denn, [dass] er jetzt sehen kann (sieht)? &lt;br /&gt;
{{S|20}} Da antworteten seine Eltern {und sagten}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Wir wissen, dass er (dieser [Mann]) unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. &lt;br /&gt;
{{S|21}} Wie [es] aber [kommt, dass] er jetzt sehen kann (sieht), wissen wir nicht, auch (oder) wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn [doch] selbst, er ist erwachsen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;erwachsen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;er ist erwachsen&#039;&#039; (V. 21 und 23) Sinngemäße Übersetzung eines Idioms, w. etwa „er hat Reife“, d.h. „er ist volljährig“ (vgl. LN 67.156). &amp;lt;/ref&amp;gt; er wird selbst für sich sprechen!“ &lt;br /&gt;
{{S|22}} Das sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten. Die Juden hatten sich nämlich (denn) schon [darüber] verständigt (geeinigt, abgestimmt, beschlossen), dass jeder, der ihn [öffentlich] als Messias (Christus) bezeichnete (bekannte), aus der Synagoge ausgeschlossen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus der Synagoge ausgeschlossen&#039;&#039; übersetzt das Prädikatsadjektiv ἀποσυνάγωγος, das eine solche Exkommunikation beschreibt. &amp;lt;/ref&amp;gt; werden [sollte]. &lt;br /&gt;
{{S|23}} Aus diesem Grund sagten seine Eltern: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Er ist erwachsen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;erwachsen&amp;quot; /&amp;gt; fragt ihn [doch] selbst!“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Daraufhin (also) riefen sie den Mann (Menschen) zum zweiten Mal, der blind (ein Blinder) [gewesen] war, und forderten ihn auf (sagten zu ihm): „Gib Gott Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch (Mann) ein Sünder (sündig) ist!“  &lt;br /&gt;
{{S|25}} Da antwortete der Mann (jener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jener&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;der Mann (jener)&#039;&#039; Zur Übersetzung von ἐκεῖνος vgl. die [[Johannes_9#note_l|Fn in V. 12]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ob er sündig ist, weiß ich nicht! Eines weiß ich: dass ich, der blind war (als Blinder),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der blind war (als Blinder)&#039;&#039; Übertragung der temporalen/modalen Angabe (Ptc. coni.) τυφλὸς ὢν „blind seiend“. &amp;lt;/ref&amp;gt; jetzt sehen kann (sehe).“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darauf sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“&lt;br /&gt;
{{S|27}} Er antwortete ihnen: „Ich habe [es] euch schon gesagt und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt wohl (vielleicht) auch ihr seine Jünger werden?“ &lt;br /&gt;
{{S|28}} Da (und) beschimpften sie ihn {und sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagten&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist sein Jünger, wir aber sind Moses Jünger! &lt;br /&gt;
{{S|29}} Wir wissen, dass Gott zu Mose gesprochen hat, aber von diesem [Mann] wissen wir nicht, woher er ist.“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Der Mann (Mensch) antwortete {und sagte zu ihnen}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte zu ihnen}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Das ist ja merkwürdig (seltsam, erstaunlich),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das ist ja merkwürdig&#039;&#039; W. „Darin ist ja das Merkwürdige/Erstaunliche“ EÜ, Zür: „Darin liegt ja das Erstaunliche“, NGÜ: „Das ist doch wirklich sonderbar!“, Lut: „Das ist verwunderlich“, GNB: „Das ist wirklich seltsam!“&amp;lt;/ref&amp;gt; dass ihr nicht wisst, woher er ist, obwohl (und)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;obwohl&#039;&#039; καὶ „und“ hat ihr eine sehr konzessive Konnotation. &amp;lt;/ref&amp;gt; er mir die Augen geöffnet hat.&lt;br /&gt;
{{S|31}} Wir wissen, dass Gott Sündern nicht zuhört. Vielmehr hört er gerade demjenigen zu,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hört er gerade demjenigen zu&#039;&#039; Diese Phrase steht im Urtext besonders hervorgehoben am Satzende. Die Umstellung erfolgt, weil im Deutschen eine solche Betonung anders ausgedrückt werden muss, und der Satz wäre unter Beibehaltung der griechischen Satzstellung kaum übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; [der] gottesfürchtig (fromm) ist und seinen Willen tut. &lt;br /&gt;
{{S|32}} Von jeher&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Von jeher&#039;&#039; Gr. ἐκ τοῦ αἰῶνος, W. etwa „seit Ewigkeit“. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist es nicht gehört worden, dass jemandem die Augen geöffnet wurden, der blind (als Blinder) geboren war. &lt;br /&gt;
{{S|33}} Wenn dieser [Mann] nicht von Gott wäre, könnte er nichts [dergleichen] tun!“ &lt;br /&gt;
{{S|34}} Sie antworteten {und sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagten&amp;quot; /&amp;gt; ihm „Du wurdest ganz in Sünden geboren und du belehrst uns?“ und warfen ihn hinaus. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und sagte, nachdem er ihn gefunden hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er ihn gefunden hatte&#039;&#039; Adverbiales Ptz. Aor., temporal-vorzeitig als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Glaubst du an den ‚Sohn des Menschen’ (‚Menschensohn’, ‚Menschen’)?“ &lt;br /&gt;
{{S|36}} Der Mann (jener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jener&amp;quot; /&amp;gt; erwiderte {und sagte}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glauben kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;glauben kann&#039;&#039; W. „glauben werde“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
{{S|37}} Jesus sagte zu ihm: „{und} Du hast ihn gefunden: {und} Der mit dir spricht,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der mit dir spricht&#039;&#039; Subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist es!“ &lt;br /&gt;
{{S|38}} Da (und) rief (sprach) der [Mann] „Ich glaube, Herr!“ und betete ihn an. &lt;br /&gt;
{{S|39}} Und Jesus sagte: „Zur Scheidung (Gericht) bin ich in diese Welt gekommen, damit die nicht Sehenden sehen können (sehen) und die Sehenden blind werden.“&lt;br /&gt;
{{S|40}} Das hörten diejenigen von den Pharisäern, die bei (mit) ihm waren, und sagten zu ihm: „Aber wir gehören nicht zu den Blinden, oder?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Aber wir gehören nicht zu den Blinden, oder?“&#039;&#039; W. „Es sind doch nicht etwa auch wir blind?“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|41}} Jesus entgegnete (sagte zu) ihnen: „Wenn ihr blind wäret, [dann] hättet ihr keine Sünde. Aber jetzt sagt ihr: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; ‚Wir sehen!’, [und] eure Sünde bleibt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_9&amp;diff=9938</id>
		<title>Johannes 9</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_9&amp;diff=9938"/>
		<updated>2013-05-31T21:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
{{L|1}} Und im Vorbeigehen sah Jesus einen Mann,  der von Geburt an blind war. {{L|2}} Seine Jünger fragten ihn: „Rabbi, wer hat bei diesem Mann gesündigt, sodass er blind geboren wurde: der Mann selbst oder seine Eltern?“  {{L|3}} Jesus antwortete: „Weder er noch seine Eltern! Er ist blind, damit Gottes Wirken an ihm sichtbar wird. {{L|4}} Wir müssen die Werke dessen tun, der mich gesandt hat, solange es Tag ist. Die Nacht wird kommen, in der niemand mehr etwas tun kann. {{L|5}} Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|6}} Als Jesus das gesagt hatte, spuckte er auf den Boden, machte mit dem Speichel einen Brei und strich dem blinden Mann den Brei auf die Augen. {{L|7}} Und er sagte zu ihm: „Geh und wasche dich im Teich von Schiloach!“  Das Wort Schiloach bedeutet „Gesandter“. Daraufhin ging der Mann weg, wusch sich das Gesicht und konnte plötzlich wieder sehen. {{L|8}} Da riefen die Nachbarn und andere Leute, die ihn vorher als Bettler gesehen hatten: „Ist das nicht der Mann, der hier saß und bettelte?“ {{L|9}}Einige meinten: „Ja, das ist er!“ Andere sagten: „Nein, er sieht ihm nur ähnlich!“ Er selbst sagte: „Ich bin es.“ {{L|10}} Da fragten sie ihn: „Wie kannst du dann jetzt auf einmal sehen?“ {{L|11}} Der Mann antwortete: „Der Mensch, der Jesus heißt, hat etwas Brei gemacht und mir auf die Augen gestrichen und mir dann gesagt: ‚Geh zum Teich von Schiloach und wasche dich!’ Also ging ich hin, wusch mich – und dann konnte ich sehen.“ {{L|12}} Da fragten sie ihn: „Wo ist der dieser Mensch, von dem du sprichst?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}} Sie brachten den geheilten Mann zu den Pharisäern. {{L|14}} Der Tag, an dem Jesus den Brei aus Sand und Speichel machte und den Mann damit heilte, war ein Sabbat. {{L|15}} Auch die Pharisäer fragten den Mann noch einmal, wie es kam, dass er plötzlich sehen konnte. Er antwortete ihnen: „Der Mensch hat mir einen Brei auf die Augen gestrichen, dann habe ich gebadet, und jetzt kann ich sehen.“ {{L|16}} Manche von den Pharisäern meinten daraufhin: „Der Mensch, der diesen Blinden geheilt hat, kann nicht von Gott sein, denn er hält die Sabbat-Ruhe nicht ein“. Andere sagten: „Wie könnte ein sündiger Mensch solche Wunder tun?“ Und es kam unter ihnen zu einer Spaltung. &amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|17}} Also fragten sie den vormals Blinden noch einmal: „Was sagst du über diesen Menschen, der dir die Augen geöffnet hat?“ Der Mann sagte: „Er ist ein Prophet!“ {{L|18}} Da glaubten die Juden nicht mehr, dass er wirklich vorher blind gewesen war und nun sehen konnte. Deshalb riefen sie seine Eltern herbei {{L|19}}und fragten sie: „Ist dieser Mann euer Sohn, und ist er wirklich blind geboren worden? Wie kommt es dann, dass er jetzt sehen kann?“ {{L|20}} Da antworteten seine Eltern: „Er ist tatsächlich unser Sohn und er wurde blind geboren. {{L|21}} Wie es kommt, dass er jetzt sehen kann, wissen wir nicht. Auch wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn doch selbst, er ist erwachsen, er kann selbst für sich sprechen!“ {{L|22}} Das sagten sie, weil sie die Juden fürchteten. Die Juden hatten sich nämlich schon darüber verständigt, dass jeder, der Jesus öffentlich als Messias bezeichnete, aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. {{L|23}} Aus diesem Grund sagten seine Eltern: „Er ist erwachsen, fragt ihn doch selbst!“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}} Daraufhin riefen sie den Mann, der ein Blinder gewesen war, zum zweiten Mal und forderten ihn auf: „Gib Gott Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist!“ {{L|25}} Da antwortete der Mann: „Ob dieser Mensch ein Sünder ist, weiß ich nicht! Nur eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehen kann.“ {{L|26}} Darauf sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“ {{L|27}} Er antwortete ihnen: „Ich habe es euch doch schon gesagt und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr vielleicht seine Jünger werden?“ {{L|28}} Da beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Jünger von ihm, wir aber sind Jünger von Mose! {{L|29}} Wir wissen, dass Gott zu Mose gesprochen hat, aber von diesem Menschen wissen wir nicht, woher er ist.“ {{L|30}} Der Mann antwortete ihnen: „Seltsam, dass ihr nicht wisst, woher er ist, wo er mir doch die Augen geöffnet hat! {{L|31}} Es ist klar: Auf die Bitten von Sündern hört Gott nicht, nur auf die Bitten von Frommen und Gottesfürchtigen, {{L|32}} und noch nie hat es jemand geschafft, einem blind Geborenen die Augen zu öffnen. {{L|33}}Also: Wenn dieser Mann nicht von Gott wäre, könnte er nichts dergleichen tun!“ {{L|34}}Sie antworteten ihm: „Du wurdest ganz in Sünden geboren und willst uns belehren?“  Und sie warfen ihn hinaus. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|35}}Als Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und ihn wieder traf, fragte er ihn: „Glaubst du an den ‚Menschensohn’?“ {{L|36}}Der Mann erwiderte: „Wer ist das, Herr – damit ich an ihn glauben kann?“ {{L|37}}Jesus sagte: „Du hast ihn schon gefunden: Ich bin es, der mit dir spricht!“ {{L|38}}Da sprach der Mann: „Ich glaube, Herr!“, und er betete ihn an. {{L|39}} Und Jesus sagte: „Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Blinden sehen können und die Sehenden blind werden.“ {{L|40}}Das hörten die Pharisäer, die in der Nähe waren. Sie sagten zu ihm: „Aber wir gehören doch nicht zu den Blinden, oder?“ {{L|41}}Jesus entgegnete ihnen: „Wenn ihr blind wäret, hättet ihr keine Sünde. Aber ihr sagt selbst, dass ihr sehen könnt – deshalb bleibt eure Sünde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und im Vorbeigehen (beim Weitergehen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; Als modale Präpositionalangabe aufgelöstes adv. Ptz. &amp;lt;/ref&amp;gt; sah er einen von Geburt an blinden Mann (Menschen). &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und seine Jünger fragten ihn {sagend}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; Das zusätzliche adverbiale Partizip dient im Griechischen dazu, den Beginn wörtlicher Rede zu markieren. Im Deutschen tun das Doppelpunkt und Anführungszeichen. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Rabbi (Lehrer), wer hat [hier] gesündigt, der [Mann] (dieser) oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde?“&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus erwiderte: „Weder hat der [Mann] (dieser) gesündigt noch seine Eltern. [Er ist] vielmehr (sondern) [blind], damit Gottes Handeln (Wirken, Taten, Werke)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handeln&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Handeln&#039;&#039; Das gr. Wort steht im Pl. wie „Taten“. &amp;lt;/ref&amp;gt; an ihm sichtbar wird. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Wir müssen das Handeln (Wirken, Taten, Werke)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handeln&amp;quot; /&amp;gt; dessen ausführen (bewirken, tun), der mich gesandt hat, solange es Tag ist – [die] Nacht kommt, und dann (wenn) kann niemand mehr [etwas] tun (bewirken) kann. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Wann immer (Solange) ich in der Welt bin, bin ich [das] Licht der Welt.“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Sobald (als, nachdem) er das gesagt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sobald er das gesagt hatte&#039;&#039; Temporales Ptc. coni. (Ptz. Aor.), als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; spuckte er auf den Boden, {und} machte mit (aus) dem Speichel Matsch (Schlamm) und strich ihm den Matsch (Schlamm) auf die Augen. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er sagte zu ihm: „Geh [und] wasche dich im Teich von Schiloach ab!“ – das bedeutet „Gesandter“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gesandter&#039;&#039; Hier als Übersetzung des Ptz. Pf. Pass. ἀπεσταλμένος. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraufhin (also) ging er weg, {und} wusch sich [das Gesicht] ab&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wusch sich [das Gesicht] ab&#039;&#039; Das Verb νίπτω wird meist im Zusammenhang mit einem Körperteil benutzt, am häufigsten den Füßen (LN 47.9). Daraus lässt sich schließen, dass der Blinde in dieser Szene nicht baden, sondern sich lediglich die Augen oder das Gesicht waschen soll. Das Verb wurde ohne explizites Objekt deshalb hier als „sich abwaschen“ übersetzt sowie das implizite Objekt (das Gesicht) ergänzt, wo erforderlich (vgl. NGÜ, GNB). &amp;lt;/ref&amp;gt; und kam sehend zurück. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Da riefen (meinten, sagten) die Nachbarn und [solche], die ihn vorher als Bettler gesehen hatten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ihn vorher als Bettler gesehen hatten&#039;&#039; W. „ die ihn vorher gesehen hatten, dass er ein Bettler war“, dabei wurde das Ptz. Präs. θεωροῦντες als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist dieser [Mann] nicht derjenige, der [hier] saß und bettelte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;derjenige, der [hier] saß und bettelte&#039;&#039; Zwei subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;!“ &lt;br /&gt;
{{S|9}} Einige meinten (sagten): {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Er ist es!“, andere riefen (sagten): „Nein, er ist ihm nur (aber, sondern) ähnlich!“ Er selbst&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er selbst&#039;&#039; W. „jener“ (vgl. [[Johannes_9#note_l|Fn in V. 12]]) sagte: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Ich bin es.“&lt;br /&gt;
{{S|10}} Da fragten (sagten) sie ihn: „Wie wurden dir denn dann die Augen geöffnet?“&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Wie kommt es denn, dass du wieder sehen kannst?“ (vgl. NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Der Mann antwortete: „Der Mann (Mensch), der Jesus heißt, hat Matsch (Schlamm) gemacht und mir die Augen [damit] eingestrichen, und er sagte mir: ‚Geh zum [Teich] Schiloach und wasche dich ab!’ Nachdem ich dann (also) hingegangen war und mich abgewaschen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nachdem ich hingegangen war und mich abgewaschen hatte&#039;&#039; Zwei adverbiale Ptz. Aor., die temporal als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt; konnte ich sehen.“ &lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) fragten (sagten) sie ihn: „Wo ist der Mann, [von dem du sprichst]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Mann, [von dem du sprichst]&#039;&#039; Deutsche Wiedergabe des Adjektivs ἐκεῖνος, das häufig veraltet mit „jener“ übersetzt wird. Hier steht es als Bezeichnung desjenigen, von dem der Mann gesprochen hatte. Mit demselben Wort bezieht sich Johannes schon in V. 9 auf „den Genannten“, dort den Blinden selbst (dabei übersetzt als „Er selbst“). &amp;lt;/ref&amp;gt;?“ Er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;HP&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ich weiß nicht.“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Sie brachten den vormals Blinden vor (zu) die Pharisäer. &lt;br /&gt;
{{S|14}} {Allerdings (übrigens, nämlich)}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Konjunktion δὲ leitet hier eine Umstandsangabe ein und ist nicht direkt übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es war Sabbat an dem Tag, [an dem] Jesus den Matsch (Schlamm) machte und ihm die Augen öffnete. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Auch die Pharisäer befragten ihn {nun} weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;befragten ihn weiter&#039;&#039; Das Verb steht im Imperfekt und drückt einen anhaltenden Vorgang aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; (noch einmal, immer wieder), wie [es kam, dass] er [plötzlich] sehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie [es kam, dass] er [plötzlich] sehen konnte&#039;&#039; Die sinngemäßen Einfügungen (vgl. NGÜ) sind erforderlich, wenn man nicht wie die meisten Übersetzungen als „sehend geworden war“ oder etwas kompliziert mit „wie sein Augenlicht wiederhergestellt worden war“ (vgl. engl. Übers.: „gain/receive (his) sight“) übersetzen möchte. &amp;lt;/ref&amp;gt; Er {aber} antwortete (sagte) ihnen: „Er hat mir Matsch (Schlamm) auf die Augen getan, {und} ich habe gebadet, und [jetzt] sehe ich.“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Manche von (unter) den Pharisäern meinten (sagten) daraufhin: „Dieser Mensch (Mann) ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht einhält (befolgt, bewahrt). Andere sagten (meinten): „Wie könnte ein sündiger Mensch solche (derartige) Zeichen (Wunder) tun?“ Und es kam (war) unter ihnen zu einer Spaltung. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Also fragten (sagten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;HP&amp;quot; /&amp;gt; sie den Blinden noch einmal: „Was sagst du über ihn – da er dir ja die Augen geöffnet hat?“ Er {aber} sagte: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Er ist ein Prophet!“ &lt;br /&gt;
{{S|18}} Da glaubten die Juden nicht [mehr] {über ihn}, dass er blind (ein Blinder) [gewesen] war und [nun] sehen konnte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[nun] sehen konnte&#039;&#039; Zur Übersetzung vgl. die [[Johannes_9#note_p|Fn in V. 15]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;, bis sie {seine} die Eltern des Geheilten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Geheilten&#039;&#039; Aus praktischen Gründen sinngemäß übersetzt. Löst man das so wiedergegebene substantivierte Partizip stattdessen als Relativsatz auf, wäre die wörtliche Übersetzung: „dessen, der [nun] Sehen konnte“. &amp;lt;/ref&amp;gt; herbeiriefen&lt;br /&gt;
{{S|19}} und sie fragten {wobei sie sagten}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; Modal aufgelöstes Ptc. coni. Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ist dieser [Mann] euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie [kommt es] denn, [dass] er jetzt sehen kann (sieht)? &lt;br /&gt;
{{S|20}} Da antworteten seine Eltern {und sagten}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Wir wissen, dass er (dieser [Mann]) unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. &lt;br /&gt;
{{S|21}} Wie [es] aber [kommt, dass] er jetzt sehen kann (sieht), wissen wir nicht, auch (oder) wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn [doch] selbst, er ist erwachsen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;erwachsen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;er ist erwachsen&#039;&#039; (V. 21 und 23) Sinngemäße Übersetzung eines Idioms, w. etwa „er hat Reife“, d.h. „er ist volljährig“ (vgl. LN 67.156). &amp;lt;/ref&amp;gt; er wird selbst für sich sprechen!“ &lt;br /&gt;
{{S|22}} Das sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten. Die Juden hatten sich nämlich (denn) schon [darüber] verständigt (geeinigt, abgestimmt, beschlossen), dass jeder, der ihn [öffentlich] als Messias (Christus) bezeichnete (bekannte), aus der Synagoge ausgeschlossen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus der Synagoge ausgeschlossen&#039;&#039; übersetzt das Prädikatsadjektiv ἀποσυνάγωγος, das eine solche Exkommunikation beschreibt. &amp;lt;/ref&amp;gt; werden [sollte]. &lt;br /&gt;
{{S|23}} Aus diesem Grund sagten seine Eltern: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Er ist erwachsen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;erwachsen&amp;quot; /&amp;gt; fragt ihn [doch] selbst!“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Daraufhin (also) riefen sie den Mann (Menschen) zum zweiten Mal, der blind (ein Blinder) [gewesen] war, und forderten ihn auf (sagten zu ihm): „Gib Gott Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch (Mann) ein Sünder (sündig) ist!“  &lt;br /&gt;
{{S|25}} Da antwortete der Mann (jener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jener&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;der Mann (jener)&#039;&#039; Zur Übersetzung von ἐκεῖνος vgl. die [[Johannes_9#note_l|Fn in V. 12]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ob er sündig ist, weiß ich nicht! Eines weiß ich: dass ich, der blind war (als Blinder),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der blind war (als Blinder)&#039;&#039; Übertragung der temporalen/modalen Angabe (Ptc. coni.) τυφλὸς ὢν „blind seiend“. &amp;lt;/ref&amp;gt; jetzt sehen kann (sehe).“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darauf sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“&lt;br /&gt;
{{S|27}} Er antwortete ihnen: „Ich habe [es] euch schon gesagt und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt wohl (vielleicht) auch ihr seine Jünger werden?“ &lt;br /&gt;
{{S|28}} Da (und) beschimpften sie ihn {und sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagten&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist sein Jünger, wir aber sind Moses Jünger! &lt;br /&gt;
{{S|29}} Wir wissen, dass Gott zu Mose gesprochen hat, aber von diesem [Mann] wissen wir nicht, woher er ist.“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Der Mann (Mensch) antwortete {und sagte zu ihnen}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte zu ihnen}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Das ist ja merkwürdig (seltsam, erstaunlich),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das ist ja merkwürdig&#039;&#039; W. „Darin ist ja das Merkwürdige/Erstaunliche“ EÜ, Zür: „Darin liegt ja das Erstaunliche“, NGÜ: „Das ist doch wirklich sonderbar!“, Lut: „Das ist verwunderlich“, GNB: „Das ist wirklich seltsam!“&amp;lt;/ref&amp;gt; dass ihr nicht wisst, woher er ist, obwohl (und)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;obwohl&#039;&#039; καὶ „und“ hat ihr eine sehr konzessive Konnotation. &amp;lt;/ref&amp;gt; er mir die Augen geöffnet hat.&lt;br /&gt;
{{S|31}} Wir wissen, dass Gott Sündern nicht zuhört. Vielmehr hört er gerade demjenigen zu,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hört er gerade demjenigen zu&#039;&#039; Diese Phrase steht im Urtext besonders hervorgehoben am Satzende. Die Umstellung erfolgt, weil im Deutschen eine solche Betonung anders ausgedrückt werden muss, und der Satz wäre unter Beibehaltung der griechischen Satzstellung kaum übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; [der] gottesfürchtig (fromm) ist und seinen Willen tut. &lt;br /&gt;
{{S|32}} Von jeher&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Von jeher&#039;&#039; Gr. ἐκ τοῦ αἰῶνος, W. etwa „seit Ewigkeit“. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist es nicht gehört worden, dass jemandem die Augen geöffnet wurden, der blind (als Blinder) geboren war. &lt;br /&gt;
{{S|33}} Wenn dieser [Mann] nicht von Gott wäre, könnte er nichts [dergleichen] tun!“ &lt;br /&gt;
{{S|34}} Sie antworteten {und sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagten&amp;quot; /&amp;gt; ihm „Du wurdest ganz in Sünden geboren und du belehrst uns?“ und warfen ihn hinaus. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und sagte, nachdem er ihn gefunden hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er ihn gefunden hatte&#039;&#039; Adverbiales Ptz. Aor., temporal-vorzeitig als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Glaubst du an den ‚Sohn des Menschen’ (‚Menschensohn’, ‚Menschen’)?“ &lt;br /&gt;
{{S|36}} Der Mann (jener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jener&amp;quot; /&amp;gt; erwiderte {und sagte}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glauben kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;glauben kann&#039;&#039; W. „glauben werde“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
{{S|37}} Jesus sagte zu ihm: „{und} Du hast ihn gefunden: {und} Der mit dir spricht,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der mit dir spricht&#039;&#039; Subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist es!“ &lt;br /&gt;
{{S|38}} Da (und) rief (sprach) der [Mann] „Ich glaube, Herr!“ und betete ihn an. &lt;br /&gt;
{{S|39}} Und Jesus sagte: „Zur Scheidung (Gericht) bin ich in diese Welt gekommen, damit die nicht Sehenden sehen können (sehen) und die Sehenden blind werden.“&lt;br /&gt;
{{S|40}} Das hörten diejenigen von den Pharisäern, die bei (mit) ihm waren, und sagten zu ihm: „Aber wir gehören nicht zu den Blinden, oder?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Aber wir gehören nicht zu den Blinden, oder?“&#039;&#039; W. „Es sind doch nicht etwa auch wir blind?“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|41}} Jesus entgegnete (sagte zu) ihnen: „Wenn ihr blind wäret, [dann] hättet ihr keine Sünde. Aber jetzt sagt ihr: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; ‚Wir sehen!’, [und] eure Sünde bleibt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Johannes_9&amp;diff=9937</id>
		<title>Diskussion:Johannes 9</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Johannes_9&amp;diff=9937"/>
		<updated>2013-05-31T20:55:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Status */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = 1-41: Ben&lt;br /&gt;
|Alternativen = ja, sollte (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = wahrscheinlich (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = Narrativtext. Die Erzählung des Kapitels ist als kunstvoller Handlungsbogen verfasst.&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = ja, sollte (Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Leider nicht die exegetischen &amp;quot;Notes&amp;quot;, nur den &amp;quot;Commentary&amp;quot; in &lt;br /&gt;
Raymond Brown, The Gospel according to John I-XII (Anchor Bible), Garden City ²1987 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Brown (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
Das Kapitel wurde sehr sorgfältig übersetzt und bräuchte eigentlich nur noch einen Kommentar- und Übersetzungsabgleich, wohl ohne größere Überarbeitungen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:19, 31. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe mal eine Lesefassung zu Joh 9 probiert. -- Konstantin&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_9&amp;diff=9936</id>
		<title>Johannes 9</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Johannes_9&amp;diff=9936"/>
		<updated>2013-05-31T20:46:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
{{L|1}} Und im Vorbeigehen sah Jesus einen Mann,  der von Geburt an blind war. {{L|2}} Seine Jünger fragten ihn: „Rabbi, wer hat bei diesem Mann gesündigt, sodass er blind geboren wurde: der Mann selbst oder seine Eltern?“  {{L|3}} Jesus antwortete: „Weder er noch seine Eltern! Er ist blind, damit Gottes Wirken an ihm sichtbar wird. {{L|4}} Wir müssen die Werke dessen tun, der mich gesandt hat, solange es Tag ist. Die Nacht wird kommen, in der niemand mehr etwas tun kann. {{L|5}} Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|6}} Als Jesus das gesagt hatte, spuckte er auf den Boden, machte mit dem Speichel einen Brei und strich dem blinden Mann den Brei auf die Augen. {{L|7}} Und er sagte zu ihm: „Geh und wasche dich im Teich von Schiloach!“  Das Wort Schiloach bedeutet „Gesandter“. Daraufhin ging der Mann weg, wusch sich das Gesicht und konnte plötzlich wieder sehen. {{L|8}} Da riefen die Nachbarn und andere Leute, die ihn vorher als Bettler gesehen hatten: „Ist das nicht der Mann, der hier saß und bettelte?“ {{L|9}}Einige meinten: „Ja, das ist er!“ Andere sagten: „Nein, er sieht ihm nur ähnlich!“ Er selbst sagte: „Ich bin es.“ {{L|10}} Da fragten sie ihn: „Wie kannst du dann jetzt auf einmal sehen?“ {{L|11}} Der Mann antwortete: „Der Mensch, der Jesus heißt, hat etwas Brei gemacht und mir auf die Augen gestrichen und mir dann gesagt: ‚Geh zum Teich von Schiloach und wasche dich!’ Also ging ich hin, wusch mich – und dann konnte ich sehen.“ {{L|12}} Da fragten sie ihn: „Wo ist der dieser Mensch, von dem du sprichst?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}} Sie brachten den geheilten Mann zu den Pharisäern. {{L|14}} Der Tag, an dem Jesus den Brei aus Sand und Speichel machte und den Mann damit heilte, war ein Sabbat. {{L|15}} Auch die Pharisäer fragten den Mann noch einmal, wie es kam, dass er plötzlich sehen konnte. Er antwortete ihnen: „Der Mensch hat mir einen Brei auf die Augen gestrichen, dann habe ich gebadet, und jetzt kann ich sehen.“ {{L|16}} Manche von den Pharisäern meinten daraufhin: „Der Mensch, der diesen Blinden geheilt hat, kann nicht von Gott sein, denn er hält die Sabbat-Ruhe nicht ein“. Andere sagten: „Wie könnte ein sündiger Mensch solche Wunder tun?“ Und es kam unter ihnen zu einer Spaltung. &amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|17}} Also fragten sie den vormals Blinden noch einmal: „Was sagst du über diesen Menschen, der dir die Augen geöffnet hat?“ Der Mann sagte: „Er ist ein Prophet!“ {{L|18}} Da glaubten die Juden nicht mehr, dass er wirklich vorher blind gewesen war und nun sehen konnte. Deshalb riefen sie seine Eltern herbei {{L|19}}und fragten sie: „Ist dieser Mann euer Sohn, und ist er wirklich blind geboren worden? Wie kommt es dann, dass er jetzt sehen kann?“ {{L|20}} Da antworteten seine Eltern: „Er ist tatsächlich unser Sohn und er wurde blind geboren. {{L|21}} Wie es kommt, dass er jetzt sehen kann, wissen wir nicht. Auch wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn doch selbst, er ist erwachsen, er kann selbst für sich sprechen!“ {{L|22}} Das sagten sie, weil sie die Juden fürchteten. Die Juden hatten sich nämlich schon darüber verständigt, dass jeder, der Jesus öffentlich als Messias bezeichnete, aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. {{L|23}} Aus diesem Grund sagten seine Eltern: „Er ist erwachsen, fragt ihn doch selbst!“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|24}} Daraufhin riefen sie den Mann, der ein Blinder gewesen war, zum zweiten Mal und forderten ihn auf: „Gib Gott Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist!“ {{L|25}} Da antwortete der Mann: „Ob dieser Mensch ein Sünder ist, weiß ich nicht! Nur eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehen kann.“ {{L|26}} Darauf sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“ {{L|27}} Er antwortete ihnen: „Ich habe es euch doch schon gesagt und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr vielleicht seine Jünger werden?“ {{L|28}} Da beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Jünger von ihm, wir aber sind Jünger von Mose! {{L|29}} Wir wissen, dass Gott zu Mose gesprochen hat, aber von diesem Menschen wissen wir nicht, woher er ist.“ {{L|30}} Der Mann antwortete ihnen: „Seltsam, dass ihr nicht wisst, woher er ist, wo er mir doch die Augen geöffnet hat! {{L|31}} Es ist doch klar: Auf die Bitten von Sündern hört Gott nicht, nur auf die Bitten von Frommen und Gottesfürchtigen, {{L|32}} und noch nie hat es jemand geschafft, einem blind Geborenen die Augen zu öffnen. {{L|33}}Also: Wenn dieser Mann nicht von Gott wäre, könnte er nichts dergleichen tun!“ {{L|34}}Sie antworteten ihm: „Du wurdest ganz in Sünden geboren und willst uns belehren?“  Und sie warfen ihn hinaus. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|35}}Als Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und ihn wieder traf, fragte er ihn: „Glaubst du an den ‚Menschensohn’?“ {{L|36}}Der Mann erwiderte: „Wer ist das, Herr – damit ich an ihn glauben kann?“ {{L|37}}Jesus sagte: „Du hast ihn schon gefunden: Ich bin es, der mit dir spricht!“ {{L|38}}Da sprach der Mann: „Ich glaube, Herr!“, und er betete ihn an. {{L|39}} Und Jesus sagte: „Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Blinden sehen können und die Sehenden blind werden.“ {{L|40}}Das hörten die Pharisäer, die in der Nähe waren. Sie sagten zu ihm: „Aber wir gehören doch nicht zu den Blinden, oder?“ {{L|41}}Jesus entgegnete ihnen: „Wenn ihr blind wäret, hättet ihr keine Sünde. Aber ihr sagt selbst, dass ihr sehen könnt – deshalb bleibt eure Sünde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und im Vorbeigehen (beim Weitergehen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; Als modale Präpositionalangabe aufgelöstes adv. Ptz. &amp;lt;/ref&amp;gt; sah er einen von Geburt an blinden Mann (Menschen). &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und seine Jünger fragten ihn {sagend}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; Das zusätzliche adverbiale Partizip dient im Griechischen dazu, den Beginn wörtlicher Rede zu markieren. Im Deutschen tun das Doppelpunkt und Anführungszeichen. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Rabbi (Lehrer), wer hat [hier] gesündigt, der [Mann] (dieser) oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde?“&lt;br /&gt;
{{S|3}} Jesus erwiderte: „Weder hat der [Mann] (dieser) gesündigt noch seine Eltern. [Er ist] vielmehr (sondern) [blind], damit Gottes Handeln (Wirken, Taten, Werke)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handeln&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Handeln&#039;&#039; Das gr. Wort steht im Pl. wie „Taten“. &amp;lt;/ref&amp;gt; an ihm sichtbar wird. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Wir müssen das Handeln (Wirken, Taten, Werke)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handeln&amp;quot; /&amp;gt; dessen ausführen (bewirken, tun), der mich gesandt hat, solange es Tag ist – [die] Nacht kommt, und dann (wenn) kann niemand mehr [etwas] tun (bewirken) kann. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Wann immer (Solange) ich in der Welt bin, bin ich [das] Licht der Welt.“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Sobald (als, nachdem) er das gesagt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sobald er das gesagt hatte&#039;&#039; Temporales Ptc. coni. (Ptz. Aor.), als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; spuckte er auf den Boden, {und} machte mit (aus) dem Speichel Matsch (Schlamm) und strich ihm den Matsch (Schlamm) auf die Augen. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er sagte zu ihm: „Geh [und] wasche dich im Teich von Schiloach ab!“ – das bedeutet „Gesandter“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gesandter&#039;&#039; Hier als Übersetzung des Ptz. Pf. Pass. ἀπεσταλμένος. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraufhin (also) ging er weg, {und} wusch sich [das Gesicht] ab&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wusch sich [das Gesicht] ab&#039;&#039; Das Verb νίπτω wird meist im Zusammenhang mit einem Körperteil benutzt, am häufigsten den Füßen (LN 47.9). Daraus lässt sich schließen, dass der Blinde in dieser Szene nicht baden, sondern sich lediglich die Augen oder das Gesicht waschen soll. Das Verb wurde ohne explizites Objekt deshalb hier als „sich abwaschen“ übersetzt sowie das implizite Objekt (das Gesicht) ergänzt, wo erforderlich (vgl. NGÜ, GNB). &amp;lt;/ref&amp;gt; und kam sehend zurück. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Da riefen (meinten, sagten) die Nachbarn und [solche], die ihn vorher als Bettler gesehen hatten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ihn vorher als Bettler gesehen hatten&#039;&#039; W. „ die ihn vorher gesehen hatten, dass er ein Bettler war“, dabei wurde das Ptz. Präs. θεωροῦντες als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist dieser [Mann] nicht derjenige, der [hier] saß und bettelte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;derjenige, der [hier] saß und bettelte&#039;&#039; Zwei subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;!“ &lt;br /&gt;
{{S|9}} Einige meinten (sagten): {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Er ist es!“, andere riefen (sagten): „Nein, er ist ihm nur (aber, sondern) ähnlich!“ Er selbst&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er selbst&#039;&#039; W. „jener“ (vgl. [[Johannes_9#note_l|Fn in V. 12]]) sagte: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Ich bin es.“&lt;br /&gt;
{{S|10}} Da fragten (sagten) sie ihn: „Wie wurden dir denn dann die Augen geöffnet?“&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Wie kommt es denn, dass du wieder sehen kannst?“ (vgl. NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Der Mann antwortete: „Der Mann (Mensch), der Jesus heißt, hat Matsch (Schlamm) gemacht und mir die Augen [damit] eingestrichen, und er sagte mir: ‚Geh zum [Teich] Schiloach und wasche dich ab!’ Nachdem ich dann (also) hingegangen war und mich abgewaschen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nachdem ich hingegangen war und mich abgewaschen hatte&#039;&#039; Zwei adverbiale Ptz. Aor., die temporal als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt; konnte ich sehen.“ &lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) fragten (sagten) sie ihn: „Wo ist der Mann, [von dem du sprichst]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Mann, [von dem du sprichst]&#039;&#039; Deutsche Wiedergabe des Adjektivs ἐκεῖνος, das häufig veraltet mit „jener“ übersetzt wird. Hier steht es als Bezeichnung desjenigen, von dem der Mann gesprochen hatte. Mit demselben Wort bezieht sich Johannes schon in V. 9 auf „den Genannten“, dort den Blinden selbst (dabei übersetzt als „Er selbst“). &amp;lt;/ref&amp;gt;?“ Er sagte&amp;lt;ref name=&amp;quot;HP&amp;quot;&amp;gt;[[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ich weiß nicht.“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Sie brachten den vormals Blinden vor (zu) die Pharisäer. &lt;br /&gt;
{{S|14}} {Allerdings (übrigens, nämlich)}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Konjunktion δὲ leitet hier eine Umstandsangabe ein und ist nicht direkt übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es war Sabbat an dem Tag, [an dem] Jesus den Matsch (Schlamm) machte und ihm die Augen öffnete. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Auch die Pharisäer befragten ihn {nun} weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;befragten ihn weiter&#039;&#039; Das Verb steht im Imperfekt und drückt einen anhaltenden Vorgang aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; (noch einmal, immer wieder), wie [es kam, dass] er [plötzlich] sehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie [es kam, dass] er [plötzlich] sehen konnte&#039;&#039; Die sinngemäßen Einfügungen (vgl. NGÜ) sind erforderlich, wenn man nicht wie die meisten Übersetzungen als „sehend geworden war“ oder etwas kompliziert mit „wie sein Augenlicht wiederhergestellt worden war“ (vgl. engl. Übers.: „gain/receive (his) sight“) übersetzen möchte. &amp;lt;/ref&amp;gt; Er {aber} antwortete (sagte) ihnen: „Er hat mir Matsch (Schlamm) auf die Augen getan, {und} ich habe gebadet, und [jetzt] sehe ich.“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Manche von (unter) den Pharisäern meinten (sagten) daraufhin: „Dieser Mensch (Mann) ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht einhält (befolgt, bewahrt). Andere sagten (meinten): „Wie könnte ein sündiger Mensch solche (derartige) Zeichen (Wunder) tun?“ Und es kam (war) unter ihnen zu einer Spaltung. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Also fragten (sagten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;HP&amp;quot; /&amp;gt; sie den Blinden noch einmal: „Was sagst du über ihn – da er dir ja die Augen geöffnet hat?“ Er {aber} sagte: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Er ist ein Prophet!“ &lt;br /&gt;
{{S|18}} Da glaubten die Juden nicht [mehr] {über ihn}, dass er blind (ein Blinder) [gewesen] war und [nun] sehen konnte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[nun] sehen konnte&#039;&#039; Zur Übersetzung vgl. die [[Johannes_9#note_p|Fn in V. 15]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;, bis sie {seine} die Eltern des Geheilten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Geheilten&#039;&#039; Aus praktischen Gründen sinngemäß übersetzt. Löst man das so wiedergegebene substantivierte Partizip stattdessen als Relativsatz auf, wäre die wörtliche Übersetzung: „dessen, der [nun] Sehen konnte“. &amp;lt;/ref&amp;gt; herbeiriefen&lt;br /&gt;
{{S|19}} und sie fragten {wobei sie sagten}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; Modal aufgelöstes Ptc. coni. Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ist dieser [Mann] euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie [kommt es] denn, [dass] er jetzt sehen kann (sieht)? &lt;br /&gt;
{{S|20}} Da antworteten seine Eltern {und sagten}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Wir wissen, dass er (dieser [Mann]) unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. &lt;br /&gt;
{{S|21}} Wie [es] aber [kommt, dass] er jetzt sehen kann (sieht), wissen wir nicht, auch (oder) wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn [doch] selbst, er ist erwachsen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;erwachsen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;er ist erwachsen&#039;&#039; (V. 21 und 23) Sinngemäße Übersetzung eines Idioms, w. etwa „er hat Reife“, d.h. „er ist volljährig“ (vgl. LN 67.156). &amp;lt;/ref&amp;gt; er wird selbst für sich sprechen!“ &lt;br /&gt;
{{S|22}} Das sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten. Die Juden hatten sich nämlich (denn) schon [darüber] verständigt (geeinigt, abgestimmt, beschlossen), dass jeder, der ihn [öffentlich] als Messias (Christus) bezeichnete (bekannte), aus der Synagoge ausgeschlossen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus der Synagoge ausgeschlossen&#039;&#039; übersetzt das Prädikatsadjektiv ἀποσυνάγωγος, das eine solche Exkommunikation beschreibt. &amp;lt;/ref&amp;gt; werden [sollte]. &lt;br /&gt;
{{S|23}} Aus diesem Grund sagten seine Eltern: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; „Er ist erwachsen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;erwachsen&amp;quot; /&amp;gt; fragt ihn [doch] selbst!“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Daraufhin (also) riefen sie den Mann (Menschen) zum zweiten Mal, der blind (ein Blinder) [gewesen] war, und forderten ihn auf (sagten zu ihm): „Gib Gott Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch (Mann) ein Sünder (sündig) ist!“  &lt;br /&gt;
{{S|25}} Da antwortete der Mann (jener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jener&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;der Mann (jener)&#039;&#039; Zur Übersetzung von ἐκεῖνος vgl. die [[Johannes_9#note_l|Fn in V. 12]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ob er sündig ist, weiß ich nicht! Eines weiß ich: dass ich, der blind war (als Blinder),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der blind war (als Blinder)&#039;&#039; Übertragung der temporalen/modalen Angabe (Ptc. coni.) τυφλὸς ὢν „blind seiend“. &amp;lt;/ref&amp;gt; jetzt sehen kann (sehe).“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Darauf sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“&lt;br /&gt;
{{S|27}} Er antwortete ihnen: „Ich habe [es] euch schon gesagt und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt wohl (vielleicht) auch ihr seine Jünger werden?“ &lt;br /&gt;
{{S|28}} Da (und) beschimpften sie ihn {und sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagten&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist sein Jünger, wir aber sind Moses Jünger! &lt;br /&gt;
{{S|29}} Wir wissen, dass Gott zu Mose gesprochen hat, aber von diesem [Mann] wissen wir nicht, woher er ist.“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Der Mann (Mensch) antwortete {und sagte zu ihnen}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte zu ihnen}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Das ist ja merkwürdig (seltsam, erstaunlich),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das ist ja merkwürdig&#039;&#039; W. „Darin ist ja das Merkwürdige/Erstaunliche“ EÜ, Zür: „Darin liegt ja das Erstaunliche“, NGÜ: „Das ist doch wirklich sonderbar!“, Lut: „Das ist verwunderlich“, GNB: „Das ist wirklich seltsam!“&amp;lt;/ref&amp;gt; dass ihr nicht wisst, woher er ist, obwohl (und)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;obwohl&#039;&#039; καὶ „und“ hat ihr eine sehr konzessive Konnotation. &amp;lt;/ref&amp;gt; er mir die Augen geöffnet hat.&lt;br /&gt;
{{S|31}} Wir wissen, dass Gott Sündern nicht zuhört. Vielmehr hört er gerade demjenigen zu,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hört er gerade demjenigen zu&#039;&#039; Diese Phrase steht im Urtext besonders hervorgehoben am Satzende. Die Umstellung erfolgt, weil im Deutschen eine solche Betonung anders ausgedrückt werden muss, und der Satz wäre unter Beibehaltung der griechischen Satzstellung kaum übersetzbar. &amp;lt;/ref&amp;gt; [der] gottesfürchtig (fromm) ist und seinen Willen tut. &lt;br /&gt;
{{S|32}} Von jeher&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Von jeher&#039;&#039; Gr. ἐκ τοῦ αἰῶνος, W. etwa „seit Ewigkeit“. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist es nicht gehört worden, dass jemandem die Augen geöffnet wurden, der blind (als Blinder) geboren war. &lt;br /&gt;
{{S|33}} Wenn dieser [Mann] nicht von Gott wäre, könnte er nichts [dergleichen] tun!“ &lt;br /&gt;
{{S|34}} Sie antworteten {und sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagten&amp;quot; /&amp;gt; ihm „Du wurdest ganz in Sünden geboren und du belehrst uns?“ und warfen ihn hinaus. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und sagte, nachdem er ihn gefunden hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er ihn gefunden hatte&#039;&#039; Adverbiales Ptz. Aor., temporal-vorzeitig als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Glaubst du an den ‚Sohn des Menschen’ (‚Menschensohn’, ‚Menschen’)?“ &lt;br /&gt;
{{S|36}} Der Mann (jener)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jener&amp;quot; /&amp;gt; erwiderte {und sagte}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte}&#039;&#039; Zur Auslassung s. die [[Johannes_9#note_b|Fußnote in V. 2]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glauben kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;glauben kann&#039;&#039; W. „glauben werde“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
{{S|37}} Jesus sagte zu ihm: „{und} Du hast ihn gefunden: {und} Der mit dir spricht,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der mit dir spricht&#039;&#039; Subst. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist es!“ &lt;br /&gt;
{{S|38}} Da (und) rief (sprach) der [Mann] „Ich glaube, Herr!“ und betete ihn an. &lt;br /&gt;
{{S|39}} Und Jesus sagte: „Zur Scheidung (Gericht) bin ich in diese Welt gekommen, damit die nicht Sehenden sehen können (sehen) und die Sehenden blind werden.“&lt;br /&gt;
{{S|40}} Das hörten diejenigen von den Pharisäern, die bei (mit) ihm waren, und sagten zu ihm: „Aber wir gehören nicht zu den Blinden, oder?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Aber wir gehören nicht zu den Blinden, oder?“&#039;&#039; W. „Es sind doch nicht etwa auch wir blind?“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|41}} Jesus entgegnete (sagte zu) ihnen: „Wenn ihr blind wäret, [dann] hättet ihr keine Sünde. Aber jetzt sagt ihr: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; ‚Wir sehen!’, [und] eure Sünde bleibt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_149/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)&amp;diff=9889</id>
		<title>Psalm 149/Persönliche Fassung (Sebastian Walter)</title>
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		<updated>2013-05-17T16:18:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Persönliche Fassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorbemerkung&#039;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die offizielle Lesefassung ist direkt aus den Primärentscheidungen der Studienfassung entstanden. Als Primärentscheidungen habe ich in der Studienfassung aber nicht immer die Übersetzungsalternativen gelistet, die mir am wahrscheinlichsten schienen, sondern die, die am häufigsten in der wissenschaftlichen Literatur vertreten wurden. Blickt man bei der Übersetzung von Ps 149 etwas tiefer, offenbart sich hier aber neben dieser Standard-interpretation eine weitere Sinndimension, die mir eigentlich wahrscheinlicher den tatsächlichen Sinn des Textes zu treffen scheint als die in der Standardübersetzung verdichtete.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wegen der Intention der Offenen Bibel - die eben nicht die ist, originelle, sondern verlässliche und akzeptable Übersetzungen zu bieten - habe ich mich deshalb in der dortigen Lesefassung für die Beibehaltung der Standardinterpretation entschieden und zusätzlich hier eine an dieser zweiten Sinndimension orientierte Alternativübersetzung erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}Preist Jahwe!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singt Jahwe ein neues Lied,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: singt sein Lob in der Gemeinde der Getreuen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|2}}Es möge Israel sich seines Schöpfers freuen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: ob ihres Königs mögen Zions Kinder jubilieren!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|3}}Mit Tänzen mögen sie Ihn preisen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: aufspielen Ihm mit Tamburin und Zither.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|4}}Ja!, Wohlgefallen hat Jahwe an seinem Volk&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: mit seinem Sieg schmückt Er die Unterdrückten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|5}}Die Treuen mögen jauchzen in ihrer Seele,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: jubeln mögen sie auf ihren Lagern, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|6}}Loblieder auf Gott seien in ihrem Mund&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: und ein scharfes Schwert sei in ihrer Hand,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|7}}auf dass er Rache übe an den Völkern&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: und Züchtigung an den Nationen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|8}}auf dass er binde ihre Könige&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: und kette ihre Adligen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|9}}auf dass Gericht er halte, wie geschrieben steht - &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ist die Ehre seiner Treuen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preist Jahwe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Persönliche Fassung Original Fuß|Sebastian Walter}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;zurück zur [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_149#note_aa offiziellen Fassung]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_149/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)&amp;diff=9888</id>
		<title>Psalm 149/Persönliche Fassung (Sebastian Walter)</title>
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		<updated>2013-05-17T16:17:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Persönliche Fassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorbemerkung&#039;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die offizielle Lesefassung ist direkt aus den Primärentscheidungen der Studienfassung entstanden. Als Primärentscheidungen habe ich in der Studienfassung aber nicht immer die Übersetzungsalternativen gelistet, die mir am wahrscheinlichsten schienen, sondern die, die am häufigsten in der wissenschaftlichen Literatur vertreten wurden. Blickt man bei der Übersetzung von Ps 149 etwas tiefer, offenbart sich hier aber neben dieser Standard-interpretation eine weitere Sinndimension, die mir eigentlich wahrscheinlicher den tatsächlichen Sinn des Textes zu treffen scheint als die in der Standardübersetzung verdichtete.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wegen der Intention der Offenen Bibel - die eben nicht die ist, originelle, sondern verlässliche und akzeptable Übersetzungen zu bieten - habe ich mich deshalb in der dortigen Lesefassung für die Beibehaltung der Standardinterpretation entschieden und zusätzlich hier eine an dieser zweiten Sinndimension orientierte Alternativübersetzung übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}Preist Jahwe!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singt Jahwe ein neues Lied,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: singt sein Lob in der Gemeinde der Getreuen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|2}}Es möge Israel sich seines Schöpfers freuen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: ob ihres Königs mögen Zions Kinder jubilieren!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|3}}Mit Tänzen mögen sie Ihn preisen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: aufspielen Ihm mit Tamburin und Zither.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|4}}Ja!, Wohlgefallen hat Jahwe an seinem Volk&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: mit seinem Sieg schmückt Er die Unterdrückten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|5}}Die Treuen mögen jauchzen in ihrer Seele,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: jubeln mögen sie auf ihren Lagern, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|6}}Loblieder auf Gott seien in ihrem Mund&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: und ein scharfes Schwert sei in ihrer Hand,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|7}}auf dass er Rache übe an den Völkern&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: und Züchtigung an den Nationen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|8}}auf dass er binde ihre Könige&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: und kette ihre Adligen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{L|9}}auf dass Gericht er halte, wie geschrieben steht - &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ist die Ehre seiner Treuen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preist Jahwe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Persönliche Fassung Original Fuß|Sebastian Walter}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;zurück zur [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_149#note_aa offiziellen Fassung]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_1&amp;diff=9535</id>
		<title>Psalm 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_1&amp;diff=9535"/>
		<updated>2013-02-05T21:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch: [[Psalm 1/Persönliche Fassung (Sebastian Walter)]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|1}} Wie glücklich, der nicht folgt der Frevler Rat, &lt;br /&gt;
der nicht betritt der Sünder Pfad, &lt;br /&gt;
nicht sitzt im Kreis der Spötter,&lt;br /&gt;
{{L|2}} der sich vielmehr der Weisung Gottes freut&lt;br /&gt;
und sie bedenket Tag und Nacht.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Er gleicht dem Baum, &lt;br /&gt;
der, wasser-nah gepflanzt,&lt;br /&gt;
die Früchte bringt zur rechten Zeit&lt;br /&gt;
und dessen Blätter welken nicht.&lt;br /&gt;
Und was er tut, gerät ihm gut. &lt;br /&gt;
{{L|4}} Nicht so die Frevler!&lt;br /&gt;
Wie Spreu sind sie, die jeder Wind verweht&lt;br /&gt;
{{L|5}} Daher der Frevler im Gerichte nicht besteht,&lt;br /&gt;
der Sünder nicht im Rate der Gerechten.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Gerechter Weg: Von Gott umhegt,&lt;br /&gt;
der Frevler Weg jedoch vergeht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Wie] glücklich (gesegnet)&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete Wort {{Hebr}}אַשְׁרֵי־{{Hebr ende}} drückt nicht einen konkreten Segen, sondern erstrebenswertes, gesegnetes Glück in einer Beziehung mit Gott durch Bundesgehorsam aus ([http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA133#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 133]). Ähnlich auch die Seligpreisungen ([[Matthäus_5#s1|Mt 5,1-12]]). Psalm 1 kann als Definition dafür gelten, welche Art von Mensch sich auf diese Weise glücklich nennen darf (vgl. Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1972, 3): der „Gerechte“ ({{Hebr}}צַדִּיק{{Hebr ende}}), der falsche Wege meidet (1) und sich stattdessen der Torah, der Weisung Gottes zuwendet ([[Psalm_1#s2|2]])(Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1972, 9). &amp;lt;/ref&amp;gt; [ist] der Mensch (Mann)&amp;lt;ref&amp;gt;Die männliche Form steht hier stellvertretend für jeden Menschen, auf den das Beschriebene zutrifft ([[Generisches Maskulinum]]; vgl. [http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA128#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 128]). &amp;lt;/ref&amp;gt;, der nicht dem Rat (den Plänen)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort kann sich auch auf die Pläne und Ziele einer Person beziehen, umfasst also mehr als einen einmaligen Ratschlag. &amp;lt;/ref&amp;gt; der Gottlosen (Übeltäter)&amp;lt;ref&amp;gt;„Gottlose“ ({{Hebr}}רְשָׁעִים{{Hebr ende}}) sind solche, die vor dem Gesetz Gottes schuldig sind und sich Gott bewusst widersetzen (Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1972, 4). Der Gottlose ist das genaue Gegenstück zum Gerechten ([http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA133#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 133]). &amp;lt;/ref&amp;gt; folgt (gefolgt ist)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „im Rat der Gottlosen geht/gegangen ist“; Übs. vgl. NGÜ, REB, NET. &amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{und} nicht auf (mit) dem Weg der Sünder steht (betritt; gestanden hat)&lt;br /&gt;
und nicht an dem Ort (auf dem Sitz, im Kreis&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Kreis&#039;&#039; So EÜ. Gemeint ist mit dem „Sitz der Spötter“ ihr Versammlungsort (TWOT 922d), wo die Spötter ({{Hebr}}לֵצִים{{Hebr ende}}) sich gegenseitig zum Spott über Gott herausfordern (Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1972, 4). &amp;lt;/ref&amp;gt;) der Spötter sitzt (saß)&amp;lt;ref&amp;gt;V. 1 ließe sich auf zwei Weisen lesen: Entweder handelt es sich bei „dem Rat der Gottlosen folgen“, „auf dem Weg Weg der Sünder stehen“ und „am Ort der Spötter sitzen“ um eine Synonymreihung, die sämtlich für das „sich-Vergehen“ stehen, oder es wird hier durch die Entwicklung von „folgen“-„stehen“-„sitzen“ eine Entwicklung von dynamisch zu statisch ausgedrückt: Der betreffende Mensch verdirbt immer mehr, indem er sich immer mehr an den Kreis der Sünder annähert, bis er sich schließlich ganz bei ihnen niederlässt. Vgl. hierzu die Diskussionsseite.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{{S|2}} sondern am Gesetz (Weisung, Tora) JHWHs {seine} Freude (Verlangen, Lust) [hat] &lt;br /&gt;
und über sein Gesetz Tag und Nacht nachdenkt (grübelt; leise liest oder rezitiert; nachdenken wird)&amp;lt;ref&amp;gt;Freude und Andacht gegenüber dem Gesetz sind Metonymien der Ursache für ein Leben, das sich an der Schrift orientiert. Da Psalm 1 den gesamten [[Psalter]] einleitet, nennt er mit dieser Aussage eine Schlüsselqualifikation für das richtige Verständnis der Psalmen ([http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA139#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 139]). &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|3}} {Und (Dann)} Er ist (wird sein) wie ein Baum{{par|Psalm|92|13|15}}{{par|Jeremia|11|19}}{{par|Ezechiel|17|5}}, gepflanzt an Wasserkanälen (Wasserbächen)&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind künstliche Bewässerungskanäle. &amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
der seine Frucht bringt (gibt; bringen wird) zu seiner Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;Also: regelmäßig, wegen der steten Wasserversorgung, die ohne solche Bewässerungskanäle nicht möglich wäre (Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1972, 6). Dieser Vergleich beschreibt zusammen mit dem Aspekt der nicht verwelkenden Blätter das ewige Leben, das der Gottesfürchtige als „Frucht“ bekommen wird ([http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA140#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 140]). &amp;lt;/ref&amp;gt; und dessen Blätter nicht welken. &lt;br /&gt;
Und alles, was er tut, gedeiht (gelingt; wird gedeihen)&amp;lt;ref&amp;gt;Auch möglich: „Und er bringt alles, was er tut, zum Gedeihen“ („two-place“ Hiphil nach [http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA128#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 128]).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 1 enthält als Torah- bzw. Weisheitspsalm ein typisches Motiv der Weisheitsliteratur, den „Tun-Ergehen-Zusammenhang“: Wie man handelt, so ergeht es einem. Gutes Handeln - das Beschreiten des „gerechten Weges“ - zieht in der Regel positive Folgen für den Handelnden nach sich, der Weg des Gottlosen dagegen führt ins Verderben (vgl. z.B. Oeming 2000, S. 50 f.). Der Gerechte speist sich hier aus den von Gott verfügbar gemachten Bewässerungskanälen der Tora. Soweit er der Tora folgt, wird ihm alles gelingen, er wird &#039;&#039;zu seiner Zeit&#039;&#039; Frucht bringen. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Josua|1|8}} &lt;br /&gt;
{{S|4}} Nicht so die Gottlosen (Übeltäter)! &lt;br /&gt;
{sondern (vielmehr)} [Sie sind] wie Spreu&amp;lt;ref&amp;gt;Spreu sind die Schalen von Getreidekörnern, die früher durch Dreschen von diesen gelöst und dann durch Worfeln von ihnen getrennt wurden. Dabei warf man beide Teile in den Wind, der die leichten Spelzen wegblies, während die Körner wieder auf den Boden fielen (Douglas, Chaff, in: NBD 1996). Die nutzlose Spreu steht im Gegensatz zu dem lebendigen, fruchtbaren Baum ([[Psalm_1#s3|3]]) ([http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA141#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 141]). Gottlose und Spreu teilen für den Psalmisten dasselbe Schicksal: Sie sind wertlos und bestehen nicht, sie werden im entscheidenden Moment vergehen (vgl. den Beginn von V. 5: „deshalb“ &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [der] Wind wegbläst (wegblasen wird).{{par|Lukas|3|17}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Deshalb bestehen (stehen auf; werden bestehen) Gottlose nicht vor dem (nicht im) Gericht&amp;lt;ref&amp;gt;Unklar ist, ob das Endgericht oder ein irdisches Gericht gemeint ist. Möglichkeiten: Gericht, Gerichtsverhandlung (Gesenius&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;, ~ 5), Gerichtshof (DCH, ~ §1d), gesamtes Gerichtsverfahren (TWAT, ~ II.2.a; NIDOTTE, ~ 2), Zeitpunkt des (End-?)Gerichts (TWOT, ~ 6), Urteilsvollzug (im Endgericht?) (DCH, ~ §1e, in 1d in Betracht gezogen)? Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1972, 8 glaubt in Anlehnung an [[Psalm_24#s3|Ps 24,3]], es wäre hier stattdessen vom Betreten der heiligen Stätte die Rede. Gut möglich, dass ganz einfach eine allgemeine Wahrheit ausgedrückt werden soll: die Gottlosen bestehen ganz grundsätzlich vor keinem Gericht bzw. in keinem Verfahren. Die parallele Entsprechung „Versammlung der Gerechten“ in 5b ist dann vielleicht die Instanz, die das Urteil fällt ([http://books.google.de/books?id=nJbZ3d5BF0UC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;pg=PA142#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Waltke 2010, 142]). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
und Sünder [nicht] in der Versammlung der Gerechten&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Gebrauch des Begriffs „Gerechter“ s. die Fußnote in [[Psalm_1#note_a|V. 1]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Denn (ja) JHWH kennt (wacht über) den Weg der Gerechten, &lt;br /&gt;
aber (und) der Weg der Gottlosen (Übeltäter) führt ins Verderben (vergeht)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;führt ins Verderben&#039;&#039; (vgl. SLT, NGÜ, NLB) übersetzt das Verb {{Hebr}}אָבַד{{Hebr ende}}, das häufig etwas altertümlich als „zugrunde gehen, umkommen“ übersetzt wird. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9534</id>
		<title>Diskussion:Übersetzungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9534"/>
		<updated>2013-02-05T21:19:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Studienfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Archiv==&lt;br /&gt;
aus Platzgründen ausgelagerte alte Diskussionen:&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Gottesname|zu den Allgemeinen Richtlinien: Gottesname]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zahlen ausschreiben|zu den Allgemeinen Richtlinien: Zahlen ausschreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zitation|zur Textgestaltung: Zitation]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Parallelstellen|zur Textgestaltung: Parallelstellen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Einfügungen und Auslassungen|zur Studienfassung: Einfügungen/Auslassungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Studienfassung: Sprachbilder, Redewendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Hilfsmittel|zur Studienfassung: Hilfsmittel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Lesefassung: Komlett übersetzte Kapitel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Satzbau|zur Studienfassung: Satzbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seitenstruktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit ist es so, dass der Blick beim Öffnen der Seite zunächst nur auf technischen Detail-Kram fällt (Namen, Zahlen). Ich möchte das mal wieder versuchen zu ändern, weil mir das inhaltliche Profil der Übersetzungen wichtiger erscheint. Damit es nicht dauernd zwischen der Position ganz unten und ganz oben hin- und herwandert, habe ich jetzt einen anderen Vorschlag. Ganz oben auf der Seite steht dann:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In einem zweiten Schritt kann wissenschaftliche Literatur zum Auffinden alternativer Deutungsmöglichkeiten benutzt werden. Verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt werden.&lt;br /&gt;
* Die eingestellte Übersetzung wird dann erneut am Urtext und an der wissenschaftlichen Literatur überprüft und verbessert (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
* Nur Perikopen und Kapitel mit dem Status &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Lesefassung_in_Arbeit|Lesefassung in Arbeit]]&#039;&#039;&#039; dürfen in die Lesefassung übertragen werden.&lt;br /&gt;
* Zusätzlich zu den folgenden Regeln gibt es noch einige Antworten auf Detail-Fragen auf der Seite [[Übersetzungs-F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Punkte zu den Namen würde ich dann in die FAQ verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:22, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Punkt. Ich hatte die Allgemeinen Regeln vor einigen Monaten nach oben verschoben, weil sie eben für beide Fassungen gelten. An die Relevanz der einzelnen Regeln hatte ich dabei nicht gedacht. Dein Vorschlag ist berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zwei Anmerkungen zu deiner Formulierung:&lt;br /&gt;
# Das klingt jetzt so, als müsste die Übersetzung zweimal mit Kommentaren abgeglichen werden. Ist das beabsichtigt? Wenn nein, würde ich unter Punkt 2 noch etwas herauskehren, dass nur der Urtext nötig ist (nicht dass es verkehrt ist, wenn zwei Leute einen Text an Kommentaren überprüfen. Aber bei der gegenwärtigen Helferzahl würde das die Übersetzung noch komplizierter und langwieriger machen!)&lt;br /&gt;
# Dass &#039;&#039;&#039;alle&#039;&#039;&#039; Sekundärliteratur auf der Checkliste eingetragen werden muss, würde ich so nicht schreiben. Lexika und Grammatiken sprengen den Rahmen. Monographien und Journalartikel würde ich auch gerne anbringen, aber auch dafür ist die Liste nicht der geeignete Rahmen. Das war auch Teilmotiv meiner Überlegungen, eine gesonderte Bibliographie je Kapitel zu haben (inzwischen hinfällig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:45, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für das Feedback!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zu Punkt 2: Ist die Formulierung „Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ besser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Regel mit der Sekundärliteratur habe ich nicht verändert. Das „Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte“ habe ich bisher nie als „alle Sekundärliteratur muss ausnahmslos“ verstanden. Ich habe nichts dagegen, das anders zu formulieren, sobald wir bei der Literaturliste weiter sind, aber können wir das in einem zweiten Schritt machen und erst einmal die größeren Probleme beheben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:59, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne! Ja, das ist eine gute Formulierung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:21, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass Olafs Vorschlag je umgesetzt wurde. Wenn Olaf zu beschäftigt ist, könnte das jemand Anderes übernehmen. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:43, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, habe das mal eingebaut, neben einigen Detailänderungen. Nur die bisherigen Allgemeinen Richtlinien sind noch nicht in die FAQ verschoben. Das mache ich gleich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:52, 3. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der &amp;quot;Urtext&amp;quot;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man als Neuling oder als allgemein neugieriger Mensch den ersten Satz liest: &amp;quot;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext&amp;quot;, dann fragt man sich ganz leicht: &amp;quot;Was ist denn dieser Urtext?&amp;quot; Vielleicht sollte man das mit einem halben Satz erläutern oder verlinken, etwa auf die Seite &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; - wobei man diese Seite sogar auch noch umbenennen könnte in &amp;quot;Der Urtext&amp;quot;...  --[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 10:36, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Beobachtung. Andererseits kann man bei den meisten Lesern m.M.n. schon ein Minimum an Vorkenntnissen voraussetzen. Dennoch könnte man das noch etwas klarer formulieren. Hast du eine Idee? Mir ist gerade noch nichts gekommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:37, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt wohl, die meisten Leute werden schon einige Vorkenntnisse haben. Man könnte vielleicht formulieren: &amp;quot;...aus dem hebräischen bzw. griechischen Urtext&amp;quot;, aber so wie bisher ist es als Prinzip wohl doch prägnanter. Ich glaube, am schönsten wäre es, die Seite und den Navigationspunkt &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; umzubenennen in &amp;quot;Der Urtext&amp;quot;.  --[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 22:08, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Konkordanz&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Hallo und Moin-Moin zusammen! Hier ein erster kurzer Diskussionsbeitrag von mir: &lt;br /&gt;
Den Begriff &amp;quot;Konkordanz&amp;quot; an dieser Stelle sollte man erläutern, denn er ist für Nichttheologen unbekannt und unverständlich. Man sollte entweder einen Link zum Lexikon setzen (wo er aber nicht als &amp;quot;Nachschlagewerk&amp;quot; erklärt werden darf), oder ihn gleich hier an Ort und Stelle erläutern, etwa mit einer Formulierung wie:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird keine Konkordanz angestrebt, also keine stets gleichbleibende Übersetzung einzelner Worte (die ja an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeuten können), sondern...&amp;quot;--[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 09:47, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Konstantin, willkommen beim Projekt und danke für die Fehlerkorrekturen. Deine Beobachtung halte ich für wichtig. Ich persönlich würde den Begriff in eine Klammer hinter seine Umschreibung verbannen, etwa sowas wie: &amp;quot;Es wird nicht versucht, jeden Begriff der Ursprachen an jeder Stelle mit demselben deutschen wiederzugeben (Konkordanz). Stattdessen versuchen wir den Erkenntnissen der modernen Linguistik entsprechend, jedes Wort in seinem besonderen Kontext zutreffend zu übersetzen&amp;quot;. Wenn wir das noch etwas genauer ausdrücken und nebenbei die passive Formulierung loswerden können, fände ich das toll. Was meinst du/meinen andere? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:02, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben, Deinen Vorschlag kann man auch wohl nehmen, denke ich, aber er ist schon wieder etwas schwerer lesbar. Vielleicht geht es besser ohne das Passiv: &amp;quot;Wir versuchen nicht, jeden Begriff der Ursprachen an jeder Stelle mit demselben deutschen Begriff wiederzugeben (wie in einer Konkordanz)...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder man schreibt: &amp;quot;Es wird keine Konkordanz angestrebt, also keine stets gleichbleibende Übersetzung einzelner Begriffe (die an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeuten können), sondern...&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 22:19, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kriterienänderung Partizipien===&lt;br /&gt;
Da es sich nicht durchgesetzt hat und mittlerweile als nicht mehr sinnvoll erachtet wird, stelle ich den Antrag auf Streichung von: &amp;lt;s&amp;gt;Ein Auflösen von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; in Nebensätze wird vermieden, wo der inhaltliche Bezug zum Hauptsatz verschieden gedeutet werden kann und dies nicht zu Missverständnissen führt.&amp;lt;/s&amp;gt; stattdessen: &amp;quot;Bei Auflösung von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; sollten wenn möglich mehrere sinnvolle Auflösungen angegeben werden.&amp;quot; Der Ersatz ist mal wieder nur ein fließendes Konzept, also schreibt nicht nur Ja oder Nein, sondern gern auch Änderungsvorschläge oder plädiert für die ersatzlose Streichung. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:21, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich über den Vorschlag und stimme für die Reform, überlege aber noch, ob ich nicht noch etwas weiter differenzieren würde. Zumindest in der FAQ könnte Genaueres angegeben werden. Bei bestimmten Fällen wie dem Participium coniunctum oder dem AcP ist es für das Griechische schon sinnvoll, auf verschiedene Varianten hinzuweisen (Ptc. coni.: Sinnrichtungen, Und-Kombination, Relativsatz, wörtlich) bzw. eine Übersetzung vorzugeben (AcP: mit Inf. oder dass/wie). Das geht aber auch in der Grammatik. Das hebräische Ptz. ist meines Wissens ja nicht so komplex. Da könnte man höchstens anmerken, es möglichst nicht als Ptz. zu übersetzen; es scheint doch meistens am besten mit Indikativ wiedergegeben zu werden (wenn es nicht sowieso schon attributiv ist). Das klingt aber auch eher nach einem Fall für die FAQ. Vielleicht fällt ein solcher Vorschlag über Detailangaben aber auch auf der anderen Seite vom Pferd. Freue mich über Rückmeldungen dazu. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:29, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde den Vorschlag auch gut und möchte anregen, den Punkt komplett in die FAQ zu verschieben. Dort kann man ihn dann etwas ausführlicher formulieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 00:01, 17. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab die von Wolfgang vorgeschlagene neue Partizipien-Regel jetzt mit einer verwandten Regel zusammengefasst. Eine ausführlichere Diskussion in den FAQ ist aber immer noch sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Richtlinien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verszählung===&lt;br /&gt;
Einfach um den Punkt mal definitiv schwarz auf Weiß zu haben, würde ich einen FAQ-Eintrag für die Verszählung vorschlagen. Beim Formulieren fällt mir gerade auf, dass man doch mehr sagen müsste, als dass wir uns einfach genau an der Urtext-Vers- und Kapitelzählung orientieren.&lt;br /&gt;
# müsste man zumindest für&#039;s NT überlegen, ob man z.B. bei Punkten wie Markus 16 oder an anderen Stellen einer bestimmten kritischen Edition folgt - das SBLGNT ist in seiner Gesamtheit mehrere Verse kürzer als das NTG 27. Alternativ müsste man eigene textkritische Entscheidungen treffen. Aber ich würde nach meinem jetzigen Bauchgefühl lieber erstmal einer kritischen Edition folgen und nur in begründeten Fällen, z.B. bei wirklich neuen Erkenntnissen oder sehr ausgiebiger Recherche, davon abweichen.&lt;br /&gt;
# müsste man eine Buchreihenfolge definieren. Ich bin da nicht sehr versiert - verstehe ich das richtig, dass wir im AT momentan der deutschen Buch-Reihenfolge (oder Vulgata oder so?) folgen, aber im NT der der kritischen Editionen folgen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:21, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchreihenfolge ist letztlich egal, die steht auf der Übersetzungsseite und wer sich dran stört, kann seine eigene Privatseite bauen. Die Reihenfolge müsste in beiden Fällen nach den kritischen Editionen sein (die BHS orientiert sich doch am Tanach, oder? In der deutschen Fassung wäre z.B. nach Richter Rut dran.) Über die Einordnung der Deuterokanonen kann man sich vermutlich streiten, aber sie sind mMn an den bestmöglichen Stellen (auch optisch) untergebracht. Die Verszählung ist in der Tat ein wenig kritisch. Wo bei ich dir recht gebe und einen Standardtext angeben würde. Indirekt haben wir das auch in den Diskussionen und mündlich (ich zumindest) recht deutlich gesagt: Standard ist NA27, alle Abweichungen müssen begründet werden und die NA27-Alternative muss dabei (in Klammern oder in der Erklärungsfußnote) stehen. Alles andere wäre mMn nicht wissenschaftlich sauber und nachvollziehbar und scheidet deshalb aus. Über NA27 und SBLGNT könnte man sich noch streiten, aber in Deutschland ist NA27 nun mal Standard und insgesamt besser belegt (da das SBLGNT den NA27 als Vergleich heranzieht, dort aber nicht genauer wird, vielleicht aus Urheberrechtsgründen(?)). Mag sein, dass wir in 10 Jahren lieber das SBLGNT nehmen, aber im Moment... --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 12:54, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast recht, das ist im AT die Reihenfolge vom Leningradensis (glaub ich), ist mir nie aufgefallen! Ich würde beim NT auch Nestle-Aland folgen. Von einem SWORD-Standpunkt her gedacht ist das sinnvoll, damit nicht für uns ein extra Verszählungsschema gebastelt werden muss, außerdem ist es die einfachste Lösung: Wir können einfach sagen, dass wir nicht der deutschen Verszählung, sondern derjenigen der wissenschaftlichen Standardtexte BHS und NA27 folgen. (Es gibt für SWORD schon ein MT- und ein NA-Schema.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das SBLGNT hat keinen sehr genauen Apparat, aber verwendet den textkritisch erarbeiteten Text der NIV als Zeugen, das von NTG 27 an 30-50 Stellen abweicht. Zusätzlich werden alle NA-Abweichungen dokumentiert. Du hast Recht, das wurde m. W. aus urheberrechtlichen Gründen so gemacht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Kapitel wäre es vielleicht sinnvoll, zumindest eine nominale Reihenfolge zu haben. Wieder in SWORD gedacht: Dort wird mit der Verszählung auch die Buchabfolge definiert. Es würde sich also anbieten, wie schon bei den Versen nicht dem deutschen Standard zu folgen, sondern konsequent bei den wissenschaftlichen Ausgaben zu bleiben. Das muss keine Regel werden, aber wir können ja formlos so abmachen, dass die Abfolge, von der wir ausgehen, diejenige der Übersetzungsseite ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:10, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme zu: Es ist gut, dass wir bei der Buchreihenfolge und der Kapitel/Verszählung konsequent den wissenschaftlichen Ausgaben folgen, d.h. Nestle/Aland und SBLGNT sowie BHS und mit Einschränkungen WLC/OSMHB (Spätschriften neben den AT-Schriften, denen sie in der Septuaginta-Reihenfolge zugeordnet sind). Es wäre gut, dass in einem FAQ-EIntrag zu dokumentieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitätssicherung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der – ansonsten sehr gelungenen – sprachlichen Verbesserung der Seite „Übersetzungskriterien“ hat Ben eine Änderung vorgenommen, die einen wesentlichen inhaltlichen Unterschied macht und daher zunächst diskutiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alt:&lt;br /&gt;
: Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
neu:&lt;br /&gt;
: Wir empfehlen jedem Übersetzer, eine möglichst gründliche Exegese vorzunehmen und beim Einstellen dann auch durch erklärende Fußnoten und Quellennachweise zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe zwei Probleme mit dieser Änderung:&lt;br /&gt;
1. Die entfernten Links halte ich für wichtig.&lt;br /&gt;
2. Bisher hatten wir ein mehrschrittiges Verfahren, das auch das Einstellen von Rohübersetzung erlaubt. Durch das „wie empfehlen jedem Übersetzer“ wird das explizit ausgeschlossen, und potentielle neue Übersetzer werden gleich zu Beginn durch massive Forderungen abgeschreckt.&lt;br /&gt;
3. „Eine möglichst gründliche Exegese“ ist inhaltlich viel schwammiger als „weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ in Kombination mit dem Hinweis auf das Status-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Alternativ-Vorschlag besteht darin, ganz oben auf der Kriterien-Seite ganz deutlich zu betonen, dass die Kriterien das Ziel unserer Arbeit beschreiben, dass uns als erster Schritt auch echte Rohhübersetzungen willkommen sind, und dass wir uns ganz allgemein um kleinschrittige Beiträge freuen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:54, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Olaf, danke, dass du gleich eine Diskussion begonnen hast. Wenn mir bewusst gewesen wäre, dass die Änderung für manche problematisch ist, dann hätte ich selbstredend vorher auch nochmal nach anderen Meinungen gefragt. Hier sind meine Antworten:&lt;br /&gt;
1.  [[Hilfe:Status]] halte ich für an dieser Stelle unwichtig, weil es keine für eilige Leser der Seite wichtigen Informationen enthält. Wer Genaueres wissen will, kann ja den Link zur Qualitätssicherung aufrufen - den ich in den vorigen Satz übernommen hatte. Weggefallen wäre also nur ein Link, der nicht zentral wichtig ist.&lt;br /&gt;
2. Ich hatte diesen Abschnitt bisher nicht als &amp;quot;Anleitung zum Übersetzen&amp;quot; verstanden. Hier geht es für mich viel mehr darum, einen Eindruck davon zu geben, wie Übersetzungsarbeit funktioniert. Die Aufgabe einer Anleitung können die paar Sätze aber in keinem Fall leisten. Das Problem mit der vorherigen Formulierung: Sie könnte zum Einstellen schludriger Übersetzungen verleiten. Sie erweckt den Eindruck, als würden sich andere dann schon um den Rest kümmern. Dabei ist es vom Aufwand her viel einfacher, wenn der Übersetzer gleich möglichst sorgfältig arbeitet (und sich andere nicht noch extra einarbeiten müssen, um das Kapitel zu verbessern). Zudem wird die Übersetzung davon profitieren. Ich habe ehrlich gesagt lieber ein sorgfältig übersetztes Kapitel mit Anmerkungen, als drei (oder fünf) schludrige Rohübersetzungen, die unsere Kriterien nur halb erfüllen. Meine Umformulierung sollte saubere Arbeit betonen, aber keine Anleitung darstellen. &lt;br /&gt;
3. Du hast recht, dass die ursprüngliche Formulierung genauer war. Meine Motive für die Änderung: a. Wieder die Annahme, dass es sich um einen Überblick, keine Anleitung handelt. b. &amp;quot;wissenschaftliche Literatur&amp;quot; wird für meinen Geschmack auf der Seite sehr viel erwähnt. Das ist vielleicht subjektiv, aber regte auch zur Änderung an. c. Die Arbeitsschritte wirken (unter Annahme von a. &amp;quot;keine Anleitung&amp;quot;) ein bisschen so, als würde sowieso Selbstverständliches hier extra umständlich ausgebreitet. Zudem habe ich bewusst umformuliert, um die unter Punkt 2 beschriebene mögliche Einstellung mancher Übersetzer nicht zu fördern. &amp;quot;Exegese&amp;quot; ist - unter der Annahme, dass eine Anleitung an anderer Stelle vorhanden ist - für mich deutlich bündiger ausgedrückt als die umständliche Aufzählung von vorher. Für mich ginge es hier ja nicht um eine genaue Definition der notwendigen Arbeit - sondern nur um einen Überblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 1: Ich war beim Editieren ungeprüft davon ausgegangen, dass [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] auch Informationen zum Statussystem enthält. Die sollte man vielleicht noch grob ergänzen, sonst würde mein Konzept wirklich nicht aufgehen. Die Hilfeseite direkt zu verlinken, hat aber meiner Meinung nach keinen Wert. Die meisten neuen Leser sollten doch sicher erst mehr über unsere Qualitätssicherung erfahren und sich dann von dort aus in Details einlesen, oder? Ich freue mich über bessere Vorschläge und lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 2: Wie können wir der Zweideutigkeit begegnen? Wir hatten offenbar dem Text bisher jeweils unterschiedliche Funktionen zugeschrieben. Wir sollten ihn klarer formulieren. Folgen wir meiner Interpretation, dann müsste man zumindest einen Link auf auf [[Hilfe:Neue Autorinnen und Autoren]] setzen sowie erklären, wo eine genaue Anleitung zu finden ist. Folgen wir deiner Interpretation, dann müsste dieser Überblick (der nach meiner Ansicht schon von der Überschrift her so formuliert ist) noch etwas umgearbeitet und erweitert werden. Der Link wäre sicher ebenfalls nützlich. (Weiter gedacht habe ich bisher nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 3: Je nach dem, wie wir uns bei Punkt 2 entscheiden, müssen wir uns überlegen, was wir mit dem von mir gelöschten Satz machen. Wenn wir einen Teil meines neuen Satzes übernehmen wollen, sollten wir uns überlegen, wie die einzelnen Arbeitsschritte darin besser zum Ausdruck kommen. Wir wollen keinen noch längeren Kettensatz, der beide Teile kombiniert, sondern etwas Durchdachtes, das den beschriebenen Vorgang auf den Punkt bringt - ohne aber, wie der alte Text, den Eindruck zu erwecken, dass die Erstübersetzer nur eine Rohübersetzung einstellen müssen und andere sich dann um den Rest kümmern. Die Offene Bibel ist keine Ablage für eilige Übersetzungen aus dem Griechischkurs, sondern freut sich über engagierte, sorgfältige Mitarbeiter - das ist zumindest mein Gedanke dahinter. Teilstücke sind natürlich auch willkommen, aber das können wir anderswo betonen. Auf dieser wichtigen Überblicksseite wollen wir einen guten Eindruck erwecken, nicht kleine Brötchen backen. Also eine leicht andere Stoßrichtung als bei dir... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich wird jetzt klarer, warum ich das entsprechend geändert hatte. Zusammen finden wir sicher eine Lösung, die noch gelungener ist. Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:04, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für die weiteren Überlegungen! Ich beschreibe jetzt auch noch einmal, was mir wichtig ist: Im Gespräch mit potentiellen Mit-Übersetzern erhalte ich immer wieder die Antworten: „Ich blicke bei dem Klammer-System nicht durch und will nichts falsch machen“ und „Den Anspruch der Kriterien kann ich nicht erfüllen.“ Ich habe dann bisher immer geantwortet: „Wir freuen uns auch sehr über sorgfältige Rohübersetzungern. Wir haben ein mehrschrittiges Verfahren und erwarten nicht, dass einer alles allein macht. Im Gegenteil: Für eine Erfüllung aller Kriterien schreiben wir Teamarbeit sogar vor.“ Ich ermuntere die Leute außerdem dazu, hier oder dort eine Übersetzungsalternative zu ergänzen, oder anzugeben, falls sie einen Text nachgeschaut und am Urtext geprüft haben. Durch Deine Änderung wäre eine solche Ermunterung nicht mehr möglich. Ich müsste die Leute sogar von einer Einstellung ihrer Übersetzung abhalten, wenn ich nicht will, dass ihre Arbeit wegen eines ihnen unterlaufenen Fehlers als „schludrig“ und damit nutzlos gewertet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zeit zum Übersetzen ist begrenzt. Ebenfalls begrenzt ist unsere Zeit dafür, neue Mitarbeiter gewinnen, zu unterstützen und eventuelle Fehler zu korrigieren. Der Unterschied ist: Letzteres kann für die langfristige Zukunft der Offenen Bibel sichern. Ersteres nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:53, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was kann dieser einzelne Satz dazu ausrichten? Ich stimme dir doch in jeder Hinsicht zu - und sage potenziellen Übersetzern das Gleiche. Aber gilt dieser Grundsatz weniger, wenn dieser Satz nicht mehr da ist? Was wollen wir wirklich, dass auf dieser Seite zum Ausdruck kommt? Und wie können wir alle anderen wichtigen Botschaften auch noch (hier oder anderswo) prominent unterbringen? Ich glaube, das ist hier die wirkliche Frage. Dazu s. meinen letzten Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens hat das für mich ein offenes Ende. Ich würde wirklich gerne erstmal bei der Funktion des Einführungstexts beginnen und dann entscheiden, welche Infos er enthalten sollte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:12, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben, mein Beitrag war durchaus als Antwort auf Deinen gemeint. Aber um noch einmal expliziter zu antworten: Wir sind uns darin einig, dass die Seite mit den Qualitätskriterien keine Anleitung zum Übersetzen ist. Sie dienst noch weniger dazu, den einzelnen Mitwirkenden eine konkrete Arbeitsweise für ihre Übersetzerarbeit vorzuschreiben. Damit sie nicht als „Überforderungskatalog“ für die einzelnen Mitarbeiter missverstanden wird, muss die Teamarbeit und die in der Checkliste vorgesehene mehrschrittige Arbeitsweite deutlich erwähnt werden. Dazu dienen für mich die ersten Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das „wir empfehlen jedem Übersetzer“ hätte sich die Aussage des Geamt-Textes massiv verändert – weg von der Zielsetzung für unser Gesamtteam, und mehr in Richtung von Forderungen an die einzelnen Mitwirkenden. Du hast aber Recht, dass es unnötig ist, die Arbeitsschritte noch einmal einzeln aufzuzählen. Wichtig ist nur, dass wir die Mehrschrittigkeit deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorgeschaltete lange Grundatz-Diskussion halte ich jetzt für wenig hilfreich, weil wir schon zu viele vorgeschaltete Grundsatz-Diskussionen offen haben. In allen Bereichen der Offenen Bibel merke ich immer stärker, dass ein mehrschrittiges Vorgehen produktiver ist. Deshalb hab ich auch gleich einen neuen Formulierungsvorschlag, der – hoffe ich – Deine Anliegen mit aufnimmt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In diesem ersten Schritt dürfen auch sorgfältige Rohübersetzungen eingestellt werden. Die Angabe von Bedeutungsalternativen und erläuternden Fußnoten ist bei der ersten Textversion erlaubt und hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
* Durch unsere [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] werden alle eingestellten Verse &#039;&#039;&#039;mehrfach geprüft und verbessert&#039;&#039;&#039;. So wird z.B. wissenschaftliche Literatur zu Hilfe genommen werden, um Fehler oder mögliche Übersetzungsvarianten zu finden. Bei diesen weiteren Arbeitsschritten (siehe [[Qualitätskriterien]]) ist die Mitarbeit weiterer Übersetzer an bereits vorhandenen Texten ausdrücklich erwünscht. Jedes Kapitel hat eine Diskussionsseite, auf der die beteiligten Übersetzer ihr Verständnis der Urtexte reflektieren und diskutieren.&lt;br /&gt;
* Die Offene Bibel ist an &#039;&#039;&#039;wissenschaftlichen Deutungen&#039;&#039;&#039; orientiert und &#039;&#039;&#039;überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Eine Übersetzung ohne gleichzeitige Interpretation des Ausgangstexts ist aus methodischen Gründen nicht möglich. In Zweifelsfällen ist daher der wissenschaftliche Diskurs unsere Richtschnur. Die verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) wird in den Fußnoten zur Studienfassung sowie in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme Dir zu, dass unsere Arbeitsweise auf den anderen Seiten wie z.B. [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung]] noch viel besser dokumentiert werden sollte. Aber lass uns, wie gesagt, einen Schritt nach dem anderen machen und zunächst einmal die größten Probleme beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:13, 2. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen weiteren Diskussionsbedarf gibt, dann werde ich die vorgeschlagenen Änderung am Freitag auf die übernehmen. Vier Monate Wartezeit sollten reichen. Verbesserungen sind natürlich auch danach noch möglich. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:40, 6. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*durchwink* :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:01, 8. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
Langfristig wäre es meiner Meinung nach sehr schön, wenn wir zu jedem Kriterium (wo das sinnvoll ist) ein Beispiel anbringen könnten. Dabei müssten wir darauf achten, dass die Übersicht nicht verloren geht. Ohne unmittelbar eine Diskussion anstoßen zu wollen (aber wenn doch, schadet es auch nicht): Wie könnte man das sinnvoll umsetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideen, die mir spontan gekommen sind:&lt;br /&gt;
* Irgendwie ausklappbar unter jedem Kriterium&lt;br /&gt;
* Als separate &amp;quot;Verlängerung&amp;quot; der Seite (damit meine ich einfach eine zusätzliche Zwischenüberschrift), zu der man dann noch sinnvoll verlinken müsste, damit das Vorhandensein von Beispielen auch ins Auge fällt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute IDee. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorschlag: Kennzeichnung sinngemäßer Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Immer wieder kommt es gerade bei bestimmten Verben oder nominalen Formulierungen vor, dass man sie nicht ohne Verbiegen der Sprache ins Deutsche übersetzen kann. Das kann man auch mit Fußnoten, in manchen Fällen und je nach Übersetzer auch mit eckigen Klammern lösen. Ich meine aber besonders Fälle, wo nichts sinngemäß ergänzt wird und deshalb keine eckigen Klammern angebracht wäre, sondern wo die Bedeutung genau so schon in der verwendeten Formulierung liegt, aber anders ausgedrückt werden muss. Hier hat man häufig die Wahl zwischen einer altmodischen, unverständlichen (in manchen Fällen auch ungenauen) Übersetzung oder einer sinngemäßen Umformulierung. Ich möchte einige Beispiele geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Psalm_2#s1|Psalm 2,1]] (vgl. [[Psalm_2#note_b|Fußnote b]]), die Übersetzung des Prädikats mit &#039;&#039;&amp;quot;Pläne schmieden&amp;quot;&#039;&#039; (sonst oft einmal mit &amp;quot;sinnen&amp;quot;). Ich mochte da als Übersetzer keine Klammer setzen, weil die gewählte Formulierung die Konnotation gut ausdrückt. Eine grafische Kennzeichnung würde das auch ohne die Fußnote verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Galater_1#s8|Galater 1,8-9]], wo die Fluchformel momentan eher unverständlich mit &amp;quot;dem sei das Anathema&amp;quot; (vgl. [[Galater_1#note_f|die erklärende Fußnote]]) übersetzt wird. Florian hatte auf der Diskussionsseite erwähnt, dass er keine verständlichere und gleichzeitig korrekte Übersetzung finden konnte (IIRC). Ich glaube auch: Da muss man umformulieren. Mir schwebt deswegen momentan eher so etwas wie &amp;quot;soll er unter Gottes Fluch (Bann) sein!&amp;quot; vor. Schön wäre es wieder, wenn man &#039;&#039;&amp;quot;unter Gottes Fluch (Bann)&amp;quot;&#039;&#039; optisch hervorheben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihre anderen? Sollte man?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als möglicher Vorschlag schwebt mir gerade irgendwie eine &#039;&#039;*Auszeichnungen durch Sternchen und kursiven Satz*&#039;&#039; (den unsere Wiki-Erweiterung entsprechend einfügen könnte, wenn die Sternchen gesetzt werden) vor, warum, weiß ich auch nicht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:16, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand wäre: Wenn wir den Text einmal mit Lemma- und Morphologie-Tags versehen, würde man das (vielleicht) auch ohne extra Auszeichnung sehen können. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:24, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9533</id>
		<title>Diskussion:Übersetzungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9533"/>
		<updated>2013-02-05T21:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Seitenstruktur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Archiv==&lt;br /&gt;
aus Platzgründen ausgelagerte alte Diskussionen:&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Gottesname|zu den Allgemeinen Richtlinien: Gottesname]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zahlen ausschreiben|zu den Allgemeinen Richtlinien: Zahlen ausschreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zitation|zur Textgestaltung: Zitation]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Parallelstellen|zur Textgestaltung: Parallelstellen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Einfügungen und Auslassungen|zur Studienfassung: Einfügungen/Auslassungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Studienfassung: Sprachbilder, Redewendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Hilfsmittel|zur Studienfassung: Hilfsmittel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Lesefassung: Komlett übersetzte Kapitel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Satzbau|zur Studienfassung: Satzbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seitenstruktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit ist es so, dass der Blick beim Öffnen der Seite zunächst nur auf technischen Detail-Kram fällt (Namen, Zahlen). Ich möchte das mal wieder versuchen zu ändern, weil mir das inhaltliche Profil der Übersetzungen wichtiger erscheint. Damit es nicht dauernd zwischen der Position ganz unten und ganz oben hin- und herwandert, habe ich jetzt einen anderen Vorschlag. Ganz oben auf der Seite steht dann:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In einem zweiten Schritt kann wissenschaftliche Literatur zum Auffinden alternativer Deutungsmöglichkeiten benutzt werden. Verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt werden.&lt;br /&gt;
* Die eingestellte Übersetzung wird dann erneut am Urtext und an der wissenschaftlichen Literatur überprüft und verbessert (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
* Nur Perikopen und Kapitel mit dem Status &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Lesefassung_in_Arbeit|Lesefassung in Arbeit]]&#039;&#039;&#039; dürfen in die Lesefassung übertragen werden.&lt;br /&gt;
* Zusätzlich zu den folgenden Regeln gibt es noch einige Antworten auf Detail-Fragen auf der Seite [[Übersetzungs-F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Punkte zu den Namen würde ich dann in die FAQ verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:22, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Punkt. Ich hatte die Allgemeinen Regeln vor einigen Monaten nach oben verschoben, weil sie eben für beide Fassungen gelten. An die Relevanz der einzelnen Regeln hatte ich dabei nicht gedacht. Dein Vorschlag ist berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zwei Anmerkungen zu deiner Formulierung:&lt;br /&gt;
# Das klingt jetzt so, als müsste die Übersetzung zweimal mit Kommentaren abgeglichen werden. Ist das beabsichtigt? Wenn nein, würde ich unter Punkt 2 noch etwas herauskehren, dass nur der Urtext nötig ist (nicht dass es verkehrt ist, wenn zwei Leute einen Text an Kommentaren überprüfen. Aber bei der gegenwärtigen Helferzahl würde das die Übersetzung noch komplizierter und langwieriger machen!)&lt;br /&gt;
# Dass &#039;&#039;&#039;alle&#039;&#039;&#039; Sekundärliteratur auf der Checkliste eingetragen werden muss, würde ich so nicht schreiben. Lexika und Grammatiken sprengen den Rahmen. Monographien und Journalartikel würde ich auch gerne anbringen, aber auch dafür ist die Liste nicht der geeignete Rahmen. Das war auch Teilmotiv meiner Überlegungen, eine gesonderte Bibliographie je Kapitel zu haben (inzwischen hinfällig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:45, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für das Feedback!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zu Punkt 2: Ist die Formulierung „Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ besser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Regel mit der Sekundärliteratur habe ich nicht verändert. Das „Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte“ habe ich bisher nie als „alle Sekundärliteratur muss ausnahmslos“ verstanden. Ich habe nichts dagegen, das anders zu formulieren, sobald wir bei der Literaturliste weiter sind, aber können wir das in einem zweiten Schritt machen und erst einmal die größeren Probleme beheben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:59, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne! Ja, das ist eine gute Formulierung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:21, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass Olafs Vorschlag je umgesetzt wurde. Wenn Olaf zu beschäftigt ist, könnte das jemand Anderes übernehmen. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:43, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, habe das mal eingebaut, neben einigen Detailänderungen. Nur die bisherigen Allgemeinen Richtlinien sind noch nicht in die FAQ verschoben. Das mache ich gleich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:52, 3. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der &amp;quot;Urtext&amp;quot;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man als Neuling oder als allgemein neugieriger Mensch den ersten Satz liest: &amp;quot;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext&amp;quot;, dann fragt man sich ganz leicht: &amp;quot;Was ist denn dieser Urtext?&amp;quot; Vielleicht sollte man das mit einem halben Satz erläutern oder verlinken, etwa auf die Seite &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; - wobei man diese Seite sogar auch noch umbenennen könnte in &amp;quot;Der Urtext&amp;quot;...  --[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 10:36, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Beobachtung. Andererseits kann man bei den meisten Lesern m.M.n. schon ein Minimum an Vorkenntnissen voraussetzen. Dennoch könnte man das noch etwas klarer formulieren. Hast du eine Idee? Mir ist gerade noch nichts gekommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:37, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt wohl, die meisten Leute werden schon einige Vorkenntnisse haben. Man könnte vielleicht formulieren: &amp;quot;...aus dem hebräischen bzw. griechischen Urtext&amp;quot;, aber so wie bisher ist es als Prinzip wohl doch prägnanter. Ich glaube, am schönsten wäre es, die Seite und den Navigationspunkt &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; umzubenennen in &amp;quot;Der Urtext&amp;quot;.  --[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 22:08, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Konkordanz&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Hallo und Moin-Moin zusammen! Hier ein erster kurzer Diskussionsbeitrag von mir: &lt;br /&gt;
Den Begriff &amp;quot;Konkordanz&amp;quot; an dieser Stelle sollte man erläutern, denn er ist für Nichttheologen unbekannt und unverständlich. Man sollte entweder einen Link zum Lexikon setzen (wo er aber nicht als &amp;quot;Nachschlagewerk&amp;quot; erklärt werden darf), oder ihn gleich hier an Ort und Stelle erläutern, etwa mit einer Formulierung wie:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird keine Konkordanz angestrebt, also keine stets gleichbleibende Übersetzung einzelner Worte (die ja an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeuten können), sondern...&amp;quot;--[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 09:47, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Konstantin, willkommen beim Projekt und danke für die Fehlerkorrekturen. Deine Beobachtung halte ich für wichtig. Ich persönlich würde den Begriff in eine Klammer hinter seine Umschreibung verbannen, etwa sowas wie: &amp;quot;Es wird nicht versucht, jeden Begriff der Ursprachen an jeder Stelle mit demselben deutschen wiederzugeben (Konkordanz). Stattdessen versuchen wir den Erkenntnissen der modernen Linguistik entsprechend, jedes Wort in seinem besonderen Kontext zutreffend zu übersetzen&amp;quot;. Wenn wir das noch etwas genauer ausdrücken und nebenbei die passive Formulierung loswerden können, fände ich das toll. Was meinst du/meinen andere? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:02, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kriterienänderung Partizipien===&lt;br /&gt;
Da es sich nicht durchgesetzt hat und mittlerweile als nicht mehr sinnvoll erachtet wird, stelle ich den Antrag auf Streichung von: &amp;lt;s&amp;gt;Ein Auflösen von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; in Nebensätze wird vermieden, wo der inhaltliche Bezug zum Hauptsatz verschieden gedeutet werden kann und dies nicht zu Missverständnissen führt.&amp;lt;/s&amp;gt; stattdessen: &amp;quot;Bei Auflösung von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; sollten wenn möglich mehrere sinnvolle Auflösungen angegeben werden.&amp;quot; Der Ersatz ist mal wieder nur ein fließendes Konzept, also schreibt nicht nur Ja oder Nein, sondern gern auch Änderungsvorschläge oder plädiert für die ersatzlose Streichung. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:21, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich über den Vorschlag und stimme für die Reform, überlege aber noch, ob ich nicht noch etwas weiter differenzieren würde. Zumindest in der FAQ könnte Genaueres angegeben werden. Bei bestimmten Fällen wie dem Participium coniunctum oder dem AcP ist es für das Griechische schon sinnvoll, auf verschiedene Varianten hinzuweisen (Ptc. coni.: Sinnrichtungen, Und-Kombination, Relativsatz, wörtlich) bzw. eine Übersetzung vorzugeben (AcP: mit Inf. oder dass/wie). Das geht aber auch in der Grammatik. Das hebräische Ptz. ist meines Wissens ja nicht so komplex. Da könnte man höchstens anmerken, es möglichst nicht als Ptz. zu übersetzen; es scheint doch meistens am besten mit Indikativ wiedergegeben zu werden (wenn es nicht sowieso schon attributiv ist). Das klingt aber auch eher nach einem Fall für die FAQ. Vielleicht fällt ein solcher Vorschlag über Detailangaben aber auch auf der anderen Seite vom Pferd. Freue mich über Rückmeldungen dazu. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:29, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde den Vorschlag auch gut und möchte anregen, den Punkt komplett in die FAQ zu verschieben. Dort kann man ihn dann etwas ausführlicher formulieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 00:01, 17. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab die von Wolfgang vorgeschlagene neue Partizipien-Regel jetzt mit einer verwandten Regel zusammengefasst. Eine ausführlichere Diskussion in den FAQ ist aber immer noch sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Richtlinien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verszählung===&lt;br /&gt;
Einfach um den Punkt mal definitiv schwarz auf Weiß zu haben, würde ich einen FAQ-Eintrag für die Verszählung vorschlagen. Beim Formulieren fällt mir gerade auf, dass man doch mehr sagen müsste, als dass wir uns einfach genau an der Urtext-Vers- und Kapitelzählung orientieren.&lt;br /&gt;
# müsste man zumindest für&#039;s NT überlegen, ob man z.B. bei Punkten wie Markus 16 oder an anderen Stellen einer bestimmten kritischen Edition folgt - das SBLGNT ist in seiner Gesamtheit mehrere Verse kürzer als das NTG 27. Alternativ müsste man eigene textkritische Entscheidungen treffen. Aber ich würde nach meinem jetzigen Bauchgefühl lieber erstmal einer kritischen Edition folgen und nur in begründeten Fällen, z.B. bei wirklich neuen Erkenntnissen oder sehr ausgiebiger Recherche, davon abweichen.&lt;br /&gt;
# müsste man eine Buchreihenfolge definieren. Ich bin da nicht sehr versiert - verstehe ich das richtig, dass wir im AT momentan der deutschen Buch-Reihenfolge (oder Vulgata oder so?) folgen, aber im NT der der kritischen Editionen folgen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:21, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchreihenfolge ist letztlich egal, die steht auf der Übersetzungsseite und wer sich dran stört, kann seine eigene Privatseite bauen. Die Reihenfolge müsste in beiden Fällen nach den kritischen Editionen sein (die BHS orientiert sich doch am Tanach, oder? In der deutschen Fassung wäre z.B. nach Richter Rut dran.) Über die Einordnung der Deuterokanonen kann man sich vermutlich streiten, aber sie sind mMn an den bestmöglichen Stellen (auch optisch) untergebracht. Die Verszählung ist in der Tat ein wenig kritisch. Wo bei ich dir recht gebe und einen Standardtext angeben würde. Indirekt haben wir das auch in den Diskussionen und mündlich (ich zumindest) recht deutlich gesagt: Standard ist NA27, alle Abweichungen müssen begründet werden und die NA27-Alternative muss dabei (in Klammern oder in der Erklärungsfußnote) stehen. Alles andere wäre mMn nicht wissenschaftlich sauber und nachvollziehbar und scheidet deshalb aus. Über NA27 und SBLGNT könnte man sich noch streiten, aber in Deutschland ist NA27 nun mal Standard und insgesamt besser belegt (da das SBLGNT den NA27 als Vergleich heranzieht, dort aber nicht genauer wird, vielleicht aus Urheberrechtsgründen(?)). Mag sein, dass wir in 10 Jahren lieber das SBLGNT nehmen, aber im Moment... --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 12:54, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast recht, das ist im AT die Reihenfolge vom Leningradensis (glaub ich), ist mir nie aufgefallen! Ich würde beim NT auch Nestle-Aland folgen. Von einem SWORD-Standpunkt her gedacht ist das sinnvoll, damit nicht für uns ein extra Verszählungsschema gebastelt werden muss, außerdem ist es die einfachste Lösung: Wir können einfach sagen, dass wir nicht der deutschen Verszählung, sondern derjenigen der wissenschaftlichen Standardtexte BHS und NA27 folgen. (Es gibt für SWORD schon ein MT- und ein NA-Schema.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das SBLGNT hat keinen sehr genauen Apparat, aber verwendet den textkritisch erarbeiteten Text der NIV als Zeugen, das von NTG 27 an 30-50 Stellen abweicht. Zusätzlich werden alle NA-Abweichungen dokumentiert. Du hast Recht, das wurde m. W. aus urheberrechtlichen Gründen so gemacht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Kapitel wäre es vielleicht sinnvoll, zumindest eine nominale Reihenfolge zu haben. Wieder in SWORD gedacht: Dort wird mit der Verszählung auch die Buchabfolge definiert. Es würde sich also anbieten, wie schon bei den Versen nicht dem deutschen Standard zu folgen, sondern konsequent bei den wissenschaftlichen Ausgaben zu bleiben. Das muss keine Regel werden, aber wir können ja formlos so abmachen, dass die Abfolge, von der wir ausgehen, diejenige der Übersetzungsseite ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:10, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme zu: Es ist gut, dass wir bei der Buchreihenfolge und der Kapitel/Verszählung konsequent den wissenschaftlichen Ausgaben folgen, d.h. Nestle/Aland und SBLGNT sowie BHS und mit Einschränkungen WLC/OSMHB (Spätschriften neben den AT-Schriften, denen sie in der Septuaginta-Reihenfolge zugeordnet sind). Es wäre gut, dass in einem FAQ-EIntrag zu dokumentieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitätssicherung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der – ansonsten sehr gelungenen – sprachlichen Verbesserung der Seite „Übersetzungskriterien“ hat Ben eine Änderung vorgenommen, die einen wesentlichen inhaltlichen Unterschied macht und daher zunächst diskutiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alt:&lt;br /&gt;
: Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
neu:&lt;br /&gt;
: Wir empfehlen jedem Übersetzer, eine möglichst gründliche Exegese vorzunehmen und beim Einstellen dann auch durch erklärende Fußnoten und Quellennachweise zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe zwei Probleme mit dieser Änderung:&lt;br /&gt;
1. Die entfernten Links halte ich für wichtig.&lt;br /&gt;
2. Bisher hatten wir ein mehrschrittiges Verfahren, das auch das Einstellen von Rohübersetzung erlaubt. Durch das „wie empfehlen jedem Übersetzer“ wird das explizit ausgeschlossen, und potentielle neue Übersetzer werden gleich zu Beginn durch massive Forderungen abgeschreckt.&lt;br /&gt;
3. „Eine möglichst gründliche Exegese“ ist inhaltlich viel schwammiger als „weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ in Kombination mit dem Hinweis auf das Status-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Alternativ-Vorschlag besteht darin, ganz oben auf der Kriterien-Seite ganz deutlich zu betonen, dass die Kriterien das Ziel unserer Arbeit beschreiben, dass uns als erster Schritt auch echte Rohhübersetzungen willkommen sind, und dass wir uns ganz allgemein um kleinschrittige Beiträge freuen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:54, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Olaf, danke, dass du gleich eine Diskussion begonnen hast. Wenn mir bewusst gewesen wäre, dass die Änderung für manche problematisch ist, dann hätte ich selbstredend vorher auch nochmal nach anderen Meinungen gefragt. Hier sind meine Antworten:&lt;br /&gt;
1.  [[Hilfe:Status]] halte ich für an dieser Stelle unwichtig, weil es keine für eilige Leser der Seite wichtigen Informationen enthält. Wer Genaueres wissen will, kann ja den Link zur Qualitätssicherung aufrufen - den ich in den vorigen Satz übernommen hatte. Weggefallen wäre also nur ein Link, der nicht zentral wichtig ist.&lt;br /&gt;
2. Ich hatte diesen Abschnitt bisher nicht als &amp;quot;Anleitung zum Übersetzen&amp;quot; verstanden. Hier geht es für mich viel mehr darum, einen Eindruck davon zu geben, wie Übersetzungsarbeit funktioniert. Die Aufgabe einer Anleitung können die paar Sätze aber in keinem Fall leisten. Das Problem mit der vorherigen Formulierung: Sie könnte zum Einstellen schludriger Übersetzungen verleiten. Sie erweckt den Eindruck, als würden sich andere dann schon um den Rest kümmern. Dabei ist es vom Aufwand her viel einfacher, wenn der Übersetzer gleich möglichst sorgfältig arbeitet (und sich andere nicht noch extra einarbeiten müssen, um das Kapitel zu verbessern). Zudem wird die Übersetzung davon profitieren. Ich habe ehrlich gesagt lieber ein sorgfältig übersetztes Kapitel mit Anmerkungen, als drei (oder fünf) schludrige Rohübersetzungen, die unsere Kriterien nur halb erfüllen. Meine Umformulierung sollte saubere Arbeit betonen, aber keine Anleitung darstellen. &lt;br /&gt;
3. Du hast recht, dass die ursprüngliche Formulierung genauer war. Meine Motive für die Änderung: a. Wieder die Annahme, dass es sich um einen Überblick, keine Anleitung handelt. b. &amp;quot;wissenschaftliche Literatur&amp;quot; wird für meinen Geschmack auf der Seite sehr viel erwähnt. Das ist vielleicht subjektiv, aber regte auch zur Änderung an. c. Die Arbeitsschritte wirken (unter Annahme von a. &amp;quot;keine Anleitung&amp;quot;) ein bisschen so, als würde sowieso Selbstverständliches hier extra umständlich ausgebreitet. Zudem habe ich bewusst umformuliert, um die unter Punkt 2 beschriebene mögliche Einstellung mancher Übersetzer nicht zu fördern. &amp;quot;Exegese&amp;quot; ist - unter der Annahme, dass eine Anleitung an anderer Stelle vorhanden ist - für mich deutlich bündiger ausgedrückt als die umständliche Aufzählung von vorher. Für mich ginge es hier ja nicht um eine genaue Definition der notwendigen Arbeit - sondern nur um einen Überblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 1: Ich war beim Editieren ungeprüft davon ausgegangen, dass [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] auch Informationen zum Statussystem enthält. Die sollte man vielleicht noch grob ergänzen, sonst würde mein Konzept wirklich nicht aufgehen. Die Hilfeseite direkt zu verlinken, hat aber meiner Meinung nach keinen Wert. Die meisten neuen Leser sollten doch sicher erst mehr über unsere Qualitätssicherung erfahren und sich dann von dort aus in Details einlesen, oder? Ich freue mich über bessere Vorschläge und lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 2: Wie können wir der Zweideutigkeit begegnen? Wir hatten offenbar dem Text bisher jeweils unterschiedliche Funktionen zugeschrieben. Wir sollten ihn klarer formulieren. Folgen wir meiner Interpretation, dann müsste man zumindest einen Link auf auf [[Hilfe:Neue Autorinnen und Autoren]] setzen sowie erklären, wo eine genaue Anleitung zu finden ist. Folgen wir deiner Interpretation, dann müsste dieser Überblick (der nach meiner Ansicht schon von der Überschrift her so formuliert ist) noch etwas umgearbeitet und erweitert werden. Der Link wäre sicher ebenfalls nützlich. (Weiter gedacht habe ich bisher nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 3: Je nach dem, wie wir uns bei Punkt 2 entscheiden, müssen wir uns überlegen, was wir mit dem von mir gelöschten Satz machen. Wenn wir einen Teil meines neuen Satzes übernehmen wollen, sollten wir uns überlegen, wie die einzelnen Arbeitsschritte darin besser zum Ausdruck kommen. Wir wollen keinen noch längeren Kettensatz, der beide Teile kombiniert, sondern etwas Durchdachtes, das den beschriebenen Vorgang auf den Punkt bringt - ohne aber, wie der alte Text, den Eindruck zu erwecken, dass die Erstübersetzer nur eine Rohübersetzung einstellen müssen und andere sich dann um den Rest kümmern. Die Offene Bibel ist keine Ablage für eilige Übersetzungen aus dem Griechischkurs, sondern freut sich über engagierte, sorgfältige Mitarbeiter - das ist zumindest mein Gedanke dahinter. Teilstücke sind natürlich auch willkommen, aber das können wir anderswo betonen. Auf dieser wichtigen Überblicksseite wollen wir einen guten Eindruck erwecken, nicht kleine Brötchen backen. Also eine leicht andere Stoßrichtung als bei dir... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich wird jetzt klarer, warum ich das entsprechend geändert hatte. Zusammen finden wir sicher eine Lösung, die noch gelungener ist. Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:04, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für die weiteren Überlegungen! Ich beschreibe jetzt auch noch einmal, was mir wichtig ist: Im Gespräch mit potentiellen Mit-Übersetzern erhalte ich immer wieder die Antworten: „Ich blicke bei dem Klammer-System nicht durch und will nichts falsch machen“ und „Den Anspruch der Kriterien kann ich nicht erfüllen.“ Ich habe dann bisher immer geantwortet: „Wir freuen uns auch sehr über sorgfältige Rohübersetzungern. Wir haben ein mehrschrittiges Verfahren und erwarten nicht, dass einer alles allein macht. Im Gegenteil: Für eine Erfüllung aller Kriterien schreiben wir Teamarbeit sogar vor.“ Ich ermuntere die Leute außerdem dazu, hier oder dort eine Übersetzungsalternative zu ergänzen, oder anzugeben, falls sie einen Text nachgeschaut und am Urtext geprüft haben. Durch Deine Änderung wäre eine solche Ermunterung nicht mehr möglich. Ich müsste die Leute sogar von einer Einstellung ihrer Übersetzung abhalten, wenn ich nicht will, dass ihre Arbeit wegen eines ihnen unterlaufenen Fehlers als „schludrig“ und damit nutzlos gewertet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zeit zum Übersetzen ist begrenzt. Ebenfalls begrenzt ist unsere Zeit dafür, neue Mitarbeiter gewinnen, zu unterstützen und eventuelle Fehler zu korrigieren. Der Unterschied ist: Letzteres kann für die langfristige Zukunft der Offenen Bibel sichern. Ersteres nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:53, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was kann dieser einzelne Satz dazu ausrichten? Ich stimme dir doch in jeder Hinsicht zu - und sage potenziellen Übersetzern das Gleiche. Aber gilt dieser Grundsatz weniger, wenn dieser Satz nicht mehr da ist? Was wollen wir wirklich, dass auf dieser Seite zum Ausdruck kommt? Und wie können wir alle anderen wichtigen Botschaften auch noch (hier oder anderswo) prominent unterbringen? Ich glaube, das ist hier die wirkliche Frage. Dazu s. meinen letzten Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens hat das für mich ein offenes Ende. Ich würde wirklich gerne erstmal bei der Funktion des Einführungstexts beginnen und dann entscheiden, welche Infos er enthalten sollte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:12, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben, mein Beitrag war durchaus als Antwort auf Deinen gemeint. Aber um noch einmal expliziter zu antworten: Wir sind uns darin einig, dass die Seite mit den Qualitätskriterien keine Anleitung zum Übersetzen ist. Sie dienst noch weniger dazu, den einzelnen Mitwirkenden eine konkrete Arbeitsweise für ihre Übersetzerarbeit vorzuschreiben. Damit sie nicht als „Überforderungskatalog“ für die einzelnen Mitarbeiter missverstanden wird, muss die Teamarbeit und die in der Checkliste vorgesehene mehrschrittige Arbeitsweite deutlich erwähnt werden. Dazu dienen für mich die ersten Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das „wir empfehlen jedem Übersetzer“ hätte sich die Aussage des Geamt-Textes massiv verändert – weg von der Zielsetzung für unser Gesamtteam, und mehr in Richtung von Forderungen an die einzelnen Mitwirkenden. Du hast aber Recht, dass es unnötig ist, die Arbeitsschritte noch einmal einzeln aufzuzählen. Wichtig ist nur, dass wir die Mehrschrittigkeit deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorgeschaltete lange Grundatz-Diskussion halte ich jetzt für wenig hilfreich, weil wir schon zu viele vorgeschaltete Grundsatz-Diskussionen offen haben. In allen Bereichen der Offenen Bibel merke ich immer stärker, dass ein mehrschrittiges Vorgehen produktiver ist. Deshalb hab ich auch gleich einen neuen Formulierungsvorschlag, der – hoffe ich – Deine Anliegen mit aufnimmt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In diesem ersten Schritt dürfen auch sorgfältige Rohübersetzungen eingestellt werden. Die Angabe von Bedeutungsalternativen und erläuternden Fußnoten ist bei der ersten Textversion erlaubt und hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
* Durch unsere [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] werden alle eingestellten Verse &#039;&#039;&#039;mehrfach geprüft und verbessert&#039;&#039;&#039;. So wird z.B. wissenschaftliche Literatur zu Hilfe genommen werden, um Fehler oder mögliche Übersetzungsvarianten zu finden. Bei diesen weiteren Arbeitsschritten (siehe [[Qualitätskriterien]]) ist die Mitarbeit weiterer Übersetzer an bereits vorhandenen Texten ausdrücklich erwünscht. Jedes Kapitel hat eine Diskussionsseite, auf der die beteiligten Übersetzer ihr Verständnis der Urtexte reflektieren und diskutieren.&lt;br /&gt;
* Die Offene Bibel ist an &#039;&#039;&#039;wissenschaftlichen Deutungen&#039;&#039;&#039; orientiert und &#039;&#039;&#039;überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Eine Übersetzung ohne gleichzeitige Interpretation des Ausgangstexts ist aus methodischen Gründen nicht möglich. In Zweifelsfällen ist daher der wissenschaftliche Diskurs unsere Richtschnur. Die verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) wird in den Fußnoten zur Studienfassung sowie in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme Dir zu, dass unsere Arbeitsweise auf den anderen Seiten wie z.B. [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung]] noch viel besser dokumentiert werden sollte. Aber lass uns, wie gesagt, einen Schritt nach dem anderen machen und zunächst einmal die größten Probleme beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:13, 2. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen weiteren Diskussionsbedarf gibt, dann werde ich die vorgeschlagenen Änderung am Freitag auf die übernehmen. Vier Monate Wartezeit sollten reichen. Verbesserungen sind natürlich auch danach noch möglich. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:40, 6. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*durchwink* :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:01, 8. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
Langfristig wäre es meiner Meinung nach sehr schön, wenn wir zu jedem Kriterium (wo das sinnvoll ist) ein Beispiel anbringen könnten. Dabei müssten wir darauf achten, dass die Übersicht nicht verloren geht. Ohne unmittelbar eine Diskussion anstoßen zu wollen (aber wenn doch, schadet es auch nicht): Wie könnte man das sinnvoll umsetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideen, die mir spontan gekommen sind:&lt;br /&gt;
* Irgendwie ausklappbar unter jedem Kriterium&lt;br /&gt;
* Als separate &amp;quot;Verlängerung&amp;quot; der Seite (damit meine ich einfach eine zusätzliche Zwischenüberschrift), zu der man dann noch sinnvoll verlinken müsste, damit das Vorhandensein von Beispielen auch ins Auge fällt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute IDee. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorschlag: Kennzeichnung sinngemäßer Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Immer wieder kommt es gerade bei bestimmten Verben oder nominalen Formulierungen vor, dass man sie nicht ohne Verbiegen der Sprache ins Deutsche übersetzen kann. Das kann man auch mit Fußnoten, in manchen Fällen und je nach Übersetzer auch mit eckigen Klammern lösen. Ich meine aber besonders Fälle, wo nichts sinngemäß ergänzt wird und deshalb keine eckigen Klammern angebracht wäre, sondern wo die Bedeutung genau so schon in der verwendeten Formulierung liegt, aber anders ausgedrückt werden muss. Hier hat man häufig die Wahl zwischen einer altmodischen, unverständlichen (in manchen Fällen auch ungenauen) Übersetzung oder einer sinngemäßen Umformulierung. Ich möchte einige Beispiele geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Psalm_2#s1|Psalm 2,1]] (vgl. [[Psalm_2#note_b|Fußnote b]]), die Übersetzung des Prädikats mit &#039;&#039;&amp;quot;Pläne schmieden&amp;quot;&#039;&#039; (sonst oft einmal mit &amp;quot;sinnen&amp;quot;). Ich mochte da als Übersetzer keine Klammer setzen, weil die gewählte Formulierung die Konnotation gut ausdrückt. Eine grafische Kennzeichnung würde das auch ohne die Fußnote verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Galater_1#s8|Galater 1,8-9]], wo die Fluchformel momentan eher unverständlich mit &amp;quot;dem sei das Anathema&amp;quot; (vgl. [[Galater_1#note_f|die erklärende Fußnote]]) übersetzt wird. Florian hatte auf der Diskussionsseite erwähnt, dass er keine verständlichere und gleichzeitig korrekte Übersetzung finden konnte (IIRC). Ich glaube auch: Da muss man umformulieren. Mir schwebt deswegen momentan eher so etwas wie &amp;quot;soll er unter Gottes Fluch (Bann) sein!&amp;quot; vor. Schön wäre es wieder, wenn man &#039;&#039;&amp;quot;unter Gottes Fluch (Bann)&amp;quot;&#039;&#039; optisch hervorheben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihre anderen? Sollte man?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als möglicher Vorschlag schwebt mir gerade irgendwie eine &#039;&#039;*Auszeichnungen durch Sternchen und kursiven Satz*&#039;&#039; (den unsere Wiki-Erweiterung entsprechend einfügen könnte, wenn die Sternchen gesetzt werden) vor, warum, weiß ich auch nicht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:16, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand wäre: Wenn wir den Text einmal mit Lemma- und Morphologie-Tags versehen, würde man das (vielleicht) auch ohne extra Auszeichnung sehen können. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:24, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9499</id>
		<title>Diskussion:Übersetzungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9499"/>
		<updated>2013-02-05T09:36:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Seitenstruktur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Archiv==&lt;br /&gt;
aus Platzgründen ausgelagerte alte Diskussionen:&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Gottesname|zu den Allgemeinen Richtlinien: Gottesname]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zahlen ausschreiben|zu den Allgemeinen Richtlinien: Zahlen ausschreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zitation|zur Textgestaltung: Zitation]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Parallelstellen|zur Textgestaltung: Parallelstellen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Einfügungen und Auslassungen|zur Studienfassung: Einfügungen/Auslassungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Studienfassung: Sprachbilder, Redewendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Hilfsmittel|zur Studienfassung: Hilfsmittel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Lesefassung: Komlett übersetzte Kapitel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Satzbau|zur Studienfassung: Satzbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seitenstruktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;Urtext&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man als Neuling oder als allgemein neugieriger Mensch den ersten Satz liest: &amp;quot;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext&amp;quot;, dann fragt man sich ganz leicht: &amp;quot;Was ist denn dieser Urtext?&amp;quot; Vielleicht sollte man das mit einem halben Satz erläutern oder verlinken, etwa auf die Seite &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; - wobei man diese Seite sogar auch noch umbenennen könnte in &amp;quot;Der Urtext&amp;quot;...  --[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 10:36, 5. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit ist es so, dass der Blick beim Öffnen der Seite zunächst nur auf technischen Detail-Kram fällt (Namen, Zahlen). Ich möchte das mal wieder versuchen zu ändern, weil mir das inhaltliche Profil der Übersetzungen wichtiger erscheint. Damit es nicht dauernd zwischen der Position ganz unten und ganz oben hin- und herwandert, habe ich jetzt einen anderen Vorschlag. Ganz oben auf der Seite steht dann:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In einem zweiten Schritt kann wissenschaftliche Literatur zum Auffinden alternativer Deutungsmöglichkeiten benutzt werden. Verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt werden.&lt;br /&gt;
* Die eingestellte Übersetzung wird dann erneut am Urtext und an der wissenschaftlichen Literatur überprüft und verbessert (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
* Nur Perikopen und Kapitel mit dem Status &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Lesefassung_in_Arbeit|Lesefassung in Arbeit]]&#039;&#039;&#039; dürfen in die Lesefassung übertragen werden.&lt;br /&gt;
* Zusätzlich zu den folgenden Regeln gibt es noch einige Antworten auf Detail-Fragen auf der Seite [[Übersetzungs-F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Punkte zu den Namen würde ich dann in die FAQ verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:22, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Punkt. Ich hatte die Allgemeinen Regeln vor einigen Monaten nach oben verschoben, weil sie eben für beide Fassungen gelten. An die Relevanz der einzelnen Regeln hatte ich dabei nicht gedacht. Dein Vorschlag ist berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zwei Anmerkungen zu deiner Formulierung:&lt;br /&gt;
# Das klingt jetzt so, als müsste die Übersetzung zweimal mit Kommentaren abgeglichen werden. Ist das beabsichtigt? Wenn nein, würde ich unter Punkt 2 noch etwas herauskehren, dass nur der Urtext nötig ist (nicht dass es verkehrt ist, wenn zwei Leute einen Text an Kommentaren überprüfen. Aber bei der gegenwärtigen Helferzahl würde das die Übersetzung noch komplizierter und langwieriger machen!)&lt;br /&gt;
# Dass &#039;&#039;&#039;alle&#039;&#039;&#039; Sekundärliteratur auf der Checkliste eingetragen werden muss, würde ich so nicht schreiben. Lexika und Grammatiken sprengen den Rahmen. Monographien und Journalartikel würde ich auch gerne anbringen, aber auch dafür ist die Liste nicht der geeignete Rahmen. Das war auch Teilmotiv meiner Überlegungen, eine gesonderte Bibliographie je Kapitel zu haben (inzwischen hinfällig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:45, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für das Feedback!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zu Punkt 2: Ist die Formulierung „Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ besser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Regel mit der Sekundärliteratur habe ich nicht verändert. Das „Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte“ habe ich bisher nie als „alle Sekundärliteratur muss ausnahmslos“ verstanden. Ich habe nichts dagegen, das anders zu formulieren, sobald wir bei der Literaturliste weiter sind, aber können wir das in einem zweiten Schritt machen und erst einmal die größeren Probleme beheben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:59, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne! Ja, das ist eine gute Formulierung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:21, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass Olafs Vorschlag je umgesetzt wurde. Wenn Olaf zu beschäftigt ist, könnte das jemand Anderes übernehmen. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:43, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, habe das mal eingebaut, neben einigen Detailänderungen. Nur die bisherigen Allgemeinen Richtlinien sind noch nicht in die FAQ verschoben. Das mache ich gleich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:52, 3. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Konkordanz&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Hallo und Moin-Moin zusammen! Hier ein erster kurzer Diskussionsbeitrag von mir: &lt;br /&gt;
Den Begriff &amp;quot;Konkordanz&amp;quot; an dieser Stelle sollte man erläutern, denn er ist für Nichttheologen unbekannt und unverständlich. Man sollte entweder einen Link zum Lexikon setzen (wo er aber nicht als &amp;quot;Nachschlagewerk&amp;quot; erklärt werden darf), oder ihn gleich hier an Ort und Stelle erläutern, etwa mit einer Formulierung wie:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird keine Konkordanz angestrebt, also keine stets gleichbleibende Übersetzung einzelner Worte (die ja an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeuten können), sondern...&amp;quot;--[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 09:47, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Konstantin, willkommen beim Projekt und danke für die Fehlerkorrekturen. Deine Beobachtung halte ich für wichtig. Ich persönlich würde den Begriff in eine Klammer hinter seine Umschreibung verbannen, etwa sowas wie: &amp;quot;Es wird nicht versucht, jeden Begriff der Ursprachen an jeder Stelle mit demselben deutschen wiederzugeben (Konkordanz). Stattdessen versuchen wir den Erkenntnissen der modernen Linguistik entsprechend, jedes Wort in seinem besonderen Kontext zutreffend zu übersetzen&amp;quot;. Wenn wir das noch etwas genauer ausdrücken und nebenbei die passive Formulierung loswerden können, fände ich das toll. Was meinst du/meinen andere? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:02, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kriterienänderung Partizipien===&lt;br /&gt;
Da es sich nicht durchgesetzt hat und mittlerweile als nicht mehr sinnvoll erachtet wird, stelle ich den Antrag auf Streichung von: &amp;lt;s&amp;gt;Ein Auflösen von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; in Nebensätze wird vermieden, wo der inhaltliche Bezug zum Hauptsatz verschieden gedeutet werden kann und dies nicht zu Missverständnissen führt.&amp;lt;/s&amp;gt; stattdessen: &amp;quot;Bei Auflösung von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; sollten wenn möglich mehrere sinnvolle Auflösungen angegeben werden.&amp;quot; Der Ersatz ist mal wieder nur ein fließendes Konzept, also schreibt nicht nur Ja oder Nein, sondern gern auch Änderungsvorschläge oder plädiert für die ersatzlose Streichung. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:21, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich über den Vorschlag und stimme für die Reform, überlege aber noch, ob ich nicht noch etwas weiter differenzieren würde. Zumindest in der FAQ könnte Genaueres angegeben werden. Bei bestimmten Fällen wie dem Participium coniunctum oder dem AcP ist es für das Griechische schon sinnvoll, auf verschiedene Varianten hinzuweisen (Ptc. coni.: Sinnrichtungen, Und-Kombination, Relativsatz, wörtlich) bzw. eine Übersetzung vorzugeben (AcP: mit Inf. oder dass/wie). Das geht aber auch in der Grammatik. Das hebräische Ptz. ist meines Wissens ja nicht so komplex. Da könnte man höchstens anmerken, es möglichst nicht als Ptz. zu übersetzen; es scheint doch meistens am besten mit Indikativ wiedergegeben zu werden (wenn es nicht sowieso schon attributiv ist). Das klingt aber auch eher nach einem Fall für die FAQ. Vielleicht fällt ein solcher Vorschlag über Detailangaben aber auch auf der anderen Seite vom Pferd. Freue mich über Rückmeldungen dazu. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:29, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde den Vorschlag auch gut und möchte anregen, den Punkt komplett in die FAQ zu verschieben. Dort kann man ihn dann etwas ausführlicher formulieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 00:01, 17. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab die von Wolfgang vorgeschlagene neue Partizipien-Regel jetzt mit einer verwandten Regel zusammengefasst. Eine ausführlichere Diskussion in den FAQ ist aber immer noch sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Richtlinien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verszählung===&lt;br /&gt;
Einfach um den Punkt mal definitiv schwarz auf Weiß zu haben, würde ich einen FAQ-Eintrag für die Verszählung vorschlagen. Beim Formulieren fällt mir gerade auf, dass man doch mehr sagen müsste, als dass wir uns einfach genau an der Urtext-Vers- und Kapitelzählung orientieren.&lt;br /&gt;
# müsste man zumindest für&#039;s NT überlegen, ob man z.B. bei Punkten wie Markus 16 oder an anderen Stellen einer bestimmten kritischen Edition folgt - das SBLGNT ist in seiner Gesamtheit mehrere Verse kürzer als das NTG 27. Alternativ müsste man eigene textkritische Entscheidungen treffen. Aber ich würde nach meinem jetzigen Bauchgefühl lieber erstmal einer kritischen Edition folgen und nur in begründeten Fällen, z.B. bei wirklich neuen Erkenntnissen oder sehr ausgiebiger Recherche, davon abweichen.&lt;br /&gt;
# müsste man eine Buchreihenfolge definieren. Ich bin da nicht sehr versiert - verstehe ich das richtig, dass wir im AT momentan der deutschen Buch-Reihenfolge (oder Vulgata oder so?) folgen, aber im NT der der kritischen Editionen folgen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:21, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchreihenfolge ist letztlich egal, die steht auf der Übersetzungsseite und wer sich dran stört, kann seine eigene Privatseite bauen. Die Reihenfolge müsste in beiden Fällen nach den kritischen Editionen sein (die BHS orientiert sich doch am Tanach, oder? In der deutschen Fassung wäre z.B. nach Richter Rut dran.) Über die Einordnung der Deuterokanonen kann man sich vermutlich streiten, aber sie sind mMn an den bestmöglichen Stellen (auch optisch) untergebracht. Die Verszählung ist in der Tat ein wenig kritisch. Wo bei ich dir recht gebe und einen Standardtext angeben würde. Indirekt haben wir das auch in den Diskussionen und mündlich (ich zumindest) recht deutlich gesagt: Standard ist NA27, alle Abweichungen müssen begründet werden und die NA27-Alternative muss dabei (in Klammern oder in der Erklärungsfußnote) stehen. Alles andere wäre mMn nicht wissenschaftlich sauber und nachvollziehbar und scheidet deshalb aus. Über NA27 und SBLGNT könnte man sich noch streiten, aber in Deutschland ist NA27 nun mal Standard und insgesamt besser belegt (da das SBLGNT den NA27 als Vergleich heranzieht, dort aber nicht genauer wird, vielleicht aus Urheberrechtsgründen(?)). Mag sein, dass wir in 10 Jahren lieber das SBLGNT nehmen, aber im Moment... --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 12:54, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast recht, das ist im AT die Reihenfolge vom Leningradensis (glaub ich), ist mir nie aufgefallen! Ich würde beim NT auch Nestle-Aland folgen. Von einem SWORD-Standpunkt her gedacht ist das sinnvoll, damit nicht für uns ein extra Verszählungsschema gebastelt werden muss, außerdem ist es die einfachste Lösung: Wir können einfach sagen, dass wir nicht der deutschen Verszählung, sondern derjenigen der wissenschaftlichen Standardtexte BHS und NA27 folgen. (Es gibt für SWORD schon ein MT- und ein NA-Schema.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das SBLGNT hat keinen sehr genauen Apparat, aber verwendet den textkritisch erarbeiteten Text der NIV als Zeugen, das von NTG 27 an 30-50 Stellen abweicht. Zusätzlich werden alle NA-Abweichungen dokumentiert. Du hast Recht, das wurde m. W. aus urheberrechtlichen Gründen so gemacht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Kapitel wäre es vielleicht sinnvoll, zumindest eine nominale Reihenfolge zu haben. Wieder in SWORD gedacht: Dort wird mit der Verszählung auch die Buchabfolge definiert. Es würde sich also anbieten, wie schon bei den Versen nicht dem deutschen Standard zu folgen, sondern konsequent bei den wissenschaftlichen Ausgaben zu bleiben. Das muss keine Regel werden, aber wir können ja formlos so abmachen, dass die Abfolge, von der wir ausgehen, diejenige der Übersetzungsseite ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:10, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme zu: Es ist gut, dass wir bei der Buchreihenfolge und der Kapitel/Verszählung konsequent den wissenschaftlichen Ausgaben folgen, d.h. Nestle/Aland und SBLGNT sowie BHS und mit Einschränkungen WLC/OSMHB (Spätschriften neben den AT-Schriften, denen sie in der Septuaginta-Reihenfolge zugeordnet sind). Es wäre gut, dass in einem FAQ-EIntrag zu dokumentieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitätssicherung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der – ansonsten sehr gelungenen – sprachlichen Verbesserung der Seite „Übersetzungskriterien“ hat Ben eine Änderung vorgenommen, die einen wesentlichen inhaltlichen Unterschied macht und daher zunächst diskutiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alt:&lt;br /&gt;
: Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
neu:&lt;br /&gt;
: Wir empfehlen jedem Übersetzer, eine möglichst gründliche Exegese vorzunehmen und beim Einstellen dann auch durch erklärende Fußnoten und Quellennachweise zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe zwei Probleme mit dieser Änderung:&lt;br /&gt;
1. Die entfernten Links halte ich für wichtig.&lt;br /&gt;
2. Bisher hatten wir ein mehrschrittiges Verfahren, das auch das Einstellen von Rohübersetzung erlaubt. Durch das „wie empfehlen jedem Übersetzer“ wird das explizit ausgeschlossen, und potentielle neue Übersetzer werden gleich zu Beginn durch massive Forderungen abgeschreckt.&lt;br /&gt;
3. „Eine möglichst gründliche Exegese“ ist inhaltlich viel schwammiger als „weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ in Kombination mit dem Hinweis auf das Status-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Alternativ-Vorschlag besteht darin, ganz oben auf der Kriterien-Seite ganz deutlich zu betonen, dass die Kriterien das Ziel unserer Arbeit beschreiben, dass uns als erster Schritt auch echte Rohhübersetzungen willkommen sind, und dass wir uns ganz allgemein um kleinschrittige Beiträge freuen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:54, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Olaf, danke, dass du gleich eine Diskussion begonnen hast. Wenn mir bewusst gewesen wäre, dass die Änderung für manche problematisch ist, dann hätte ich selbstredend vorher auch nochmal nach anderen Meinungen gefragt. Hier sind meine Antworten:&lt;br /&gt;
1.  [[Hilfe:Status]] halte ich für an dieser Stelle unwichtig, weil es keine für eilige Leser der Seite wichtigen Informationen enthält. Wer Genaueres wissen will, kann ja den Link zur Qualitätssicherung aufrufen - den ich in den vorigen Satz übernommen hatte. Weggefallen wäre also nur ein Link, der nicht zentral wichtig ist.&lt;br /&gt;
2. Ich hatte diesen Abschnitt bisher nicht als &amp;quot;Anleitung zum Übersetzen&amp;quot; verstanden. Hier geht es für mich viel mehr darum, einen Eindruck davon zu geben, wie Übersetzungsarbeit funktioniert. Die Aufgabe einer Anleitung können die paar Sätze aber in keinem Fall leisten. Das Problem mit der vorherigen Formulierung: Sie könnte zum Einstellen schludriger Übersetzungen verleiten. Sie erweckt den Eindruck, als würden sich andere dann schon um den Rest kümmern. Dabei ist es vom Aufwand her viel einfacher, wenn der Übersetzer gleich möglichst sorgfältig arbeitet (und sich andere nicht noch extra einarbeiten müssen, um das Kapitel zu verbessern). Zudem wird die Übersetzung davon profitieren. Ich habe ehrlich gesagt lieber ein sorgfältig übersetztes Kapitel mit Anmerkungen, als drei (oder fünf) schludrige Rohübersetzungen, die unsere Kriterien nur halb erfüllen. Meine Umformulierung sollte saubere Arbeit betonen, aber keine Anleitung darstellen. &lt;br /&gt;
3. Du hast recht, dass die ursprüngliche Formulierung genauer war. Meine Motive für die Änderung: a. Wieder die Annahme, dass es sich um einen Überblick, keine Anleitung handelt. b. &amp;quot;wissenschaftliche Literatur&amp;quot; wird für meinen Geschmack auf der Seite sehr viel erwähnt. Das ist vielleicht subjektiv, aber regte auch zur Änderung an. c. Die Arbeitsschritte wirken (unter Annahme von a. &amp;quot;keine Anleitung&amp;quot;) ein bisschen so, als würde sowieso Selbstverständliches hier extra umständlich ausgebreitet. Zudem habe ich bewusst umformuliert, um die unter Punkt 2 beschriebene mögliche Einstellung mancher Übersetzer nicht zu fördern. &amp;quot;Exegese&amp;quot; ist - unter der Annahme, dass eine Anleitung an anderer Stelle vorhanden ist - für mich deutlich bündiger ausgedrückt als die umständliche Aufzählung von vorher. Für mich ginge es hier ja nicht um eine genaue Definition der notwendigen Arbeit - sondern nur um einen Überblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 1: Ich war beim Editieren ungeprüft davon ausgegangen, dass [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] auch Informationen zum Statussystem enthält. Die sollte man vielleicht noch grob ergänzen, sonst würde mein Konzept wirklich nicht aufgehen. Die Hilfeseite direkt zu verlinken, hat aber meiner Meinung nach keinen Wert. Die meisten neuen Leser sollten doch sicher erst mehr über unsere Qualitätssicherung erfahren und sich dann von dort aus in Details einlesen, oder? Ich freue mich über bessere Vorschläge und lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 2: Wie können wir der Zweideutigkeit begegnen? Wir hatten offenbar dem Text bisher jeweils unterschiedliche Funktionen zugeschrieben. Wir sollten ihn klarer formulieren. Folgen wir meiner Interpretation, dann müsste man zumindest einen Link auf auf [[Hilfe:Neue Autorinnen und Autoren]] setzen sowie erklären, wo eine genaue Anleitung zu finden ist. Folgen wir deiner Interpretation, dann müsste dieser Überblick (der nach meiner Ansicht schon von der Überschrift her so formuliert ist) noch etwas umgearbeitet und erweitert werden. Der Link wäre sicher ebenfalls nützlich. (Weiter gedacht habe ich bisher nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 3: Je nach dem, wie wir uns bei Punkt 2 entscheiden, müssen wir uns überlegen, was wir mit dem von mir gelöschten Satz machen. Wenn wir einen Teil meines neuen Satzes übernehmen wollen, sollten wir uns überlegen, wie die einzelnen Arbeitsschritte darin besser zum Ausdruck kommen. Wir wollen keinen noch längeren Kettensatz, der beide Teile kombiniert, sondern etwas Durchdachtes, das den beschriebenen Vorgang auf den Punkt bringt - ohne aber, wie der alte Text, den Eindruck zu erwecken, dass die Erstübersetzer nur eine Rohübersetzung einstellen müssen und andere sich dann um den Rest kümmern. Die Offene Bibel ist keine Ablage für eilige Übersetzungen aus dem Griechischkurs, sondern freut sich über engagierte, sorgfältige Mitarbeiter - das ist zumindest mein Gedanke dahinter. Teilstücke sind natürlich auch willkommen, aber das können wir anderswo betonen. Auf dieser wichtigen Überblicksseite wollen wir einen guten Eindruck erwecken, nicht kleine Brötchen backen. Also eine leicht andere Stoßrichtung als bei dir... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich wird jetzt klarer, warum ich das entsprechend geändert hatte. Zusammen finden wir sicher eine Lösung, die noch gelungener ist. Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:04, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für die weiteren Überlegungen! Ich beschreibe jetzt auch noch einmal, was mir wichtig ist: Im Gespräch mit potentiellen Mit-Übersetzern erhalte ich immer wieder die Antworten: „Ich blicke bei dem Klammer-System nicht durch und will nichts falsch machen“ und „Den Anspruch der Kriterien kann ich nicht erfüllen.“ Ich habe dann bisher immer geantwortet: „Wir freuen uns auch sehr über sorgfältige Rohübersetzungern. Wir haben ein mehrschrittiges Verfahren und erwarten nicht, dass einer alles allein macht. Im Gegenteil: Für eine Erfüllung aller Kriterien schreiben wir Teamarbeit sogar vor.“ Ich ermuntere die Leute außerdem dazu, hier oder dort eine Übersetzungsalternative zu ergänzen, oder anzugeben, falls sie einen Text nachgeschaut und am Urtext geprüft haben. Durch Deine Änderung wäre eine solche Ermunterung nicht mehr möglich. Ich müsste die Leute sogar von einer Einstellung ihrer Übersetzung abhalten, wenn ich nicht will, dass ihre Arbeit wegen eines ihnen unterlaufenen Fehlers als „schludrig“ und damit nutzlos gewertet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zeit zum Übersetzen ist begrenzt. Ebenfalls begrenzt ist unsere Zeit dafür, neue Mitarbeiter gewinnen, zu unterstützen und eventuelle Fehler zu korrigieren. Der Unterschied ist: Letzteres kann für die langfristige Zukunft der Offenen Bibel sichern. Ersteres nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:53, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was kann dieser einzelne Satz dazu ausrichten? Ich stimme dir doch in jeder Hinsicht zu - und sage potenziellen Übersetzern das Gleiche. Aber gilt dieser Grundsatz weniger, wenn dieser Satz nicht mehr da ist? Was wollen wir wirklich, dass auf dieser Seite zum Ausdruck kommt? Und wie können wir alle anderen wichtigen Botschaften auch noch (hier oder anderswo) prominent unterbringen? Ich glaube, das ist hier die wirkliche Frage. Dazu s. meinen letzten Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens hat das für mich ein offenes Ende. Ich würde wirklich gerne erstmal bei der Funktion des Einführungstexts beginnen und dann entscheiden, welche Infos er enthalten sollte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:12, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben, mein Beitrag war durchaus als Antwort auf Deinen gemeint. Aber um noch einmal expliziter zu antworten: Wir sind uns darin einig, dass die Seite mit den Qualitätskriterien keine Anleitung zum Übersetzen ist. Sie dienst noch weniger dazu, den einzelnen Mitwirkenden eine konkrete Arbeitsweise für ihre Übersetzerarbeit vorzuschreiben. Damit sie nicht als „Überforderungskatalog“ für die einzelnen Mitarbeiter missverstanden wird, muss die Teamarbeit und die in der Checkliste vorgesehene mehrschrittige Arbeitsweite deutlich erwähnt werden. Dazu dienen für mich die ersten Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das „wir empfehlen jedem Übersetzer“ hätte sich die Aussage des Geamt-Textes massiv verändert – weg von der Zielsetzung für unser Gesamtteam, und mehr in Richtung von Forderungen an die einzelnen Mitwirkenden. Du hast aber Recht, dass es unnötig ist, die Arbeitsschritte noch einmal einzeln aufzuzählen. Wichtig ist nur, dass wir die Mehrschrittigkeit deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorgeschaltete lange Grundatz-Diskussion halte ich jetzt für wenig hilfreich, weil wir schon zu viele vorgeschaltete Grundsatz-Diskussionen offen haben. In allen Bereichen der Offenen Bibel merke ich immer stärker, dass ein mehrschrittiges Vorgehen produktiver ist. Deshalb hab ich auch gleich einen neuen Formulierungsvorschlag, der – hoffe ich – Deine Anliegen mit aufnimmt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In diesem ersten Schritt dürfen auch sorgfältige Rohübersetzungen eingestellt werden. Die Angabe von Bedeutungsalternativen und erläuternden Fußnoten ist bei der ersten Textversion erlaubt und hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
* Durch unsere [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] werden alle eingestellten Verse &#039;&#039;&#039;mehrfach geprüft und verbessert&#039;&#039;&#039;. So wird z.B. wissenschaftliche Literatur zu Hilfe genommen werden, um Fehler oder mögliche Übersetzungsvarianten zu finden. Bei diesen weiteren Arbeitsschritten (siehe [[Qualitätskriterien]]) ist die Mitarbeit weiterer Übersetzer an bereits vorhandenen Texten ausdrücklich erwünscht. Jedes Kapitel hat eine Diskussionsseite, auf der die beteiligten Übersetzer ihr Verständnis der Urtexte reflektieren und diskutieren.&lt;br /&gt;
* Die Offene Bibel ist an &#039;&#039;&#039;wissenschaftlichen Deutungen&#039;&#039;&#039; orientiert und &#039;&#039;&#039;überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Eine Übersetzung ohne gleichzeitige Interpretation des Ausgangstexts ist aus methodischen Gründen nicht möglich. In Zweifelsfällen ist daher der wissenschaftliche Diskurs unsere Richtschnur. Die verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) wird in den Fußnoten zur Studienfassung sowie in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme Dir zu, dass unsere Arbeitsweise auf den anderen Seiten wie z.B. [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung]] noch viel besser dokumentiert werden sollte. Aber lass uns, wie gesagt, einen Schritt nach dem anderen machen und zunächst einmal die größten Probleme beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:13, 2. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen weiteren Diskussionsbedarf gibt, dann werde ich die vorgeschlagenen Änderung am Freitag auf die übernehmen. Vier Monate Wartezeit sollten reichen. Verbesserungen sind natürlich auch danach noch möglich. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:40, 6. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*durchwink* :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:01, 8. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
Langfristig wäre es meiner Meinung nach sehr schön, wenn wir zu jedem Kriterium (wo das sinnvoll ist) ein Beispiel anbringen könnten. Dabei müssten wir darauf achten, dass die Übersicht nicht verloren geht. Ohne unmittelbar eine Diskussion anstoßen zu wollen (aber wenn doch, schadet es auch nicht): Wie könnte man das sinnvoll umsetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideen, die mir spontan gekommen sind:&lt;br /&gt;
* Irgendwie ausklappbar unter jedem Kriterium&lt;br /&gt;
* Als separate &amp;quot;Verlängerung&amp;quot; der Seite (damit meine ich einfach eine zusätzliche Zwischenüberschrift), zu der man dann noch sinnvoll verlinken müsste, damit das Vorhandensein von Beispielen auch ins Auge fällt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute IDee. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorschlag: Kennzeichnung sinngemäßer Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Immer wieder kommt es gerade bei bestimmten Verben oder nominalen Formulierungen vor, dass man sie nicht ohne Verbiegen der Sprache ins Deutsche übersetzen kann. Das kann man auch mit Fußnoten, in manchen Fällen und je nach Übersetzer auch mit eckigen Klammern lösen. Ich meine aber besonders Fälle, wo nichts sinngemäß ergänzt wird und deshalb keine eckigen Klammern angebracht wäre, sondern wo die Bedeutung genau so schon in der verwendeten Formulierung liegt, aber anders ausgedrückt werden muss. Hier hat man häufig die Wahl zwischen einer altmodischen, unverständlichen (in manchen Fällen auch ungenauen) Übersetzung oder einer sinngemäßen Umformulierung. Ich möchte einige Beispiele geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Psalm_2#s1|Psalm 2,1]] (vgl. [[Psalm_2#note_b|Fußnote b]]), die Übersetzung des Prädikats mit &#039;&#039;&amp;quot;Pläne schmieden&amp;quot;&#039;&#039; (sonst oft einmal mit &amp;quot;sinnen&amp;quot;). Ich mochte da als Übersetzer keine Klammer setzen, weil die gewählte Formulierung die Konnotation gut ausdrückt. Eine grafische Kennzeichnung würde das auch ohne die Fußnote verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Galater_1#s8|Galater 1,8-9]], wo die Fluchformel momentan eher unverständlich mit &amp;quot;dem sei das Anathema&amp;quot; (vgl. [[Galater_1#note_f|die erklärende Fußnote]]) übersetzt wird. Florian hatte auf der Diskussionsseite erwähnt, dass er keine verständlichere und gleichzeitig korrekte Übersetzung finden konnte (IIRC). Ich glaube auch: Da muss man umformulieren. Mir schwebt deswegen momentan eher so etwas wie &amp;quot;soll er unter Gottes Fluch (Bann) sein!&amp;quot; vor. Schön wäre es wieder, wenn man &#039;&#039;&amp;quot;unter Gottes Fluch (Bann)&amp;quot;&#039;&#039; optisch hervorheben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihre anderen? Sollte man?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als möglicher Vorschlag schwebt mir gerade irgendwie eine &#039;&#039;*Auszeichnungen durch Sternchen und kursiven Satz*&#039;&#039; (den unsere Wiki-Erweiterung entsprechend einfügen könnte, wenn die Sternchen gesetzt werden) vor, warum, weiß ich auch nicht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:16, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand wäre: Wenn wir den Text einmal mit Lemma- und Morphologie-Tags versehen, würde man das (vielleicht) auch ohne extra Auszeichnung sehen können. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:24, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9478</id>
		<title>Diskussion:Übersetzungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9478"/>
		<updated>2013-02-04T08:47:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Studienfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Archiv==&lt;br /&gt;
aus Platzgründen ausgelagerte alte Diskussionen:&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Gottesname|zu den Allgemeinen Richtlinien: Gottesname]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zahlen ausschreiben|zu den Allgemeinen Richtlinien: Zahlen ausschreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zitation|zur Textgestaltung: Zitation]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Parallelstellen|zur Textgestaltung: Parallelstellen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Einfügungen und Auslassungen|zur Studienfassung: Einfügungen/Auslassungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Studienfassung: Sprachbilder, Redewendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Hilfsmittel|zur Studienfassung: Hilfsmittel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Lesefassung: Komlett übersetzte Kapitel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Satzbau|zur Studienfassung: Satzbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seitenstruktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit ist es so, dass der Blick beim Öffnen der Seite zunächst nur auf technischen Detail-Kram fällt (Namen, Zahlen). Ich möchte das mal wieder versuchen zu ändern, weil mir das inhaltliche Profil der Übersetzungen wichtiger erscheint. Damit es nicht dauernd zwischen der Position ganz unten und ganz oben hin- und herwandert, habe ich jetzt einen anderen Vorschlag. Ganz oben auf der Seite steht dann:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In einem zweiten Schritt kann wissenschaftliche Literatur zum Auffinden alternativer Deutungsmöglichkeiten benutzt werden. Verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt werden.&lt;br /&gt;
* Die eingestellte Übersetzung wird dann erneut am Urtext und an der wissenschaftlichen Literatur überprüft und verbessert (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
* Nur Perikopen und Kapitel mit dem Status &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Lesefassung_in_Arbeit|Lesefassung in Arbeit]]&#039;&#039;&#039; dürfen in die Lesefassung übertragen werden.&lt;br /&gt;
* Zusätzlich zu den folgenden Regeln gibt es noch einige Antworten auf Detail-Fragen auf der Seite [[Übersetzungs-F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Punkte zu den Namen würde ich dann in die FAQ verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:22, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Punkt. Ich hatte die Allgemeinen Regeln vor einigen Monaten nach oben verschoben, weil sie eben für beide Fassungen gelten. An die Relevanz der einzelnen Regeln hatte ich dabei nicht gedacht. Dein Vorschlag ist berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zwei Anmerkungen zu deiner Formulierung:&lt;br /&gt;
# Das klingt jetzt so, als müsste die Übersetzung zweimal mit Kommentaren abgeglichen werden. Ist das beabsichtigt? Wenn nein, würde ich unter Punkt 2 noch etwas herauskehren, dass nur der Urtext nötig ist (nicht dass es verkehrt ist, wenn zwei Leute einen Text an Kommentaren überprüfen. Aber bei der gegenwärtigen Helferzahl würde das die Übersetzung noch komplizierter und langwieriger machen!)&lt;br /&gt;
# Dass &#039;&#039;&#039;alle&#039;&#039;&#039; Sekundärliteratur auf der Checkliste eingetragen werden muss, würde ich so nicht schreiben. Lexika und Grammatiken sprengen den Rahmen. Monographien und Journalartikel würde ich auch gerne anbringen, aber auch dafür ist die Liste nicht der geeignete Rahmen. Das war auch Teilmotiv meiner Überlegungen, eine gesonderte Bibliographie je Kapitel zu haben (inzwischen hinfällig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:45, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für das Feedback!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zu Punkt 2: Ist die Formulierung „Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ besser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Regel mit der Sekundärliteratur habe ich nicht verändert. Das „Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte“ habe ich bisher nie als „alle Sekundärliteratur muss ausnahmslos“ verstanden. Ich habe nichts dagegen, das anders zu formulieren, sobald wir bei der Literaturliste weiter sind, aber können wir das in einem zweiten Schritt machen und erst einmal die größeren Probleme beheben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:59, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne! Ja, das ist eine gute Formulierung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:21, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass Olafs Vorschlag je umgesetzt wurde. Wenn Olaf zu beschäftigt ist, könnte das jemand Anderes übernehmen. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:43, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, habe das mal eingebaut, neben einigen Detailänderungen. Nur die bisherigen Allgemeinen Richtlinien sind noch nicht in die FAQ verschoben. Das mache ich gleich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:52, 3. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Konkordanz&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Hallo und Moin-Moin zusammen! Hier ein erster kurzer Diskussionsbeitrag von mir: &lt;br /&gt;
Den Begriff &amp;quot;Konkordanz&amp;quot; an dieser Stelle sollte man erläutern, denn er ist für Nichttheologen unbekannt und unverständlich. Man sollte entweder einen Link zum Lexikon setzen (wo er aber nicht als &amp;quot;Nachschlagewerk&amp;quot; erklärt werden darf), oder ihn gleich hier an Ort und Stelle erläutern, etwa mit einer Formulierung wie:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird keine Konkordanz angestrebt, also keine stets gleichbleibende Übersetzung einzelner Worte (die ja an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeuten können), sondern...&amp;quot;--[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 09:47, 4. Feb. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kriterienänderung Partizipien===&lt;br /&gt;
Da es sich nicht durchgesetzt hat und mittlerweile als nicht mehr sinnvoll erachtet wird, stelle ich den Antrag auf Streichung von: &amp;lt;s&amp;gt;Ein Auflösen von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; in Nebensätze wird vermieden, wo der inhaltliche Bezug zum Hauptsatz verschieden gedeutet werden kann und dies nicht zu Missverständnissen führt.&amp;lt;/s&amp;gt; stattdessen: &amp;quot;Bei Auflösung von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; sollten wenn möglich mehrere sinnvolle Auflösungen angegeben werden.&amp;quot; Der Ersatz ist mal wieder nur ein fließendes Konzept, also schreibt nicht nur Ja oder Nein, sondern gern auch Änderungsvorschläge oder plädiert für die ersatzlose Streichung. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:21, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich über den Vorschlag und stimme für die Reform, überlege aber noch, ob ich nicht noch etwas weiter differenzieren würde. Zumindest in der FAQ könnte Genaueres angegeben werden. Bei bestimmten Fällen wie dem Participium coniunctum oder dem AcP ist es für das Griechische schon sinnvoll, auf verschiedene Varianten hinzuweisen (Ptc. coni.: Sinnrichtungen, Und-Kombination, Relativsatz, wörtlich) bzw. eine Übersetzung vorzugeben (AcP: mit Inf. oder dass/wie). Das geht aber auch in der Grammatik. Das hebräische Ptz. ist meines Wissens ja nicht so komplex. Da könnte man höchstens anmerken, es möglichst nicht als Ptz. zu übersetzen; es scheint doch meistens am besten mit Indikativ wiedergegeben zu werden (wenn es nicht sowieso schon attributiv ist). Das klingt aber auch eher nach einem Fall für die FAQ. Vielleicht fällt ein solcher Vorschlag über Detailangaben aber auch auf der anderen Seite vom Pferd. Freue mich über Rückmeldungen dazu. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:29, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde den Vorschlag auch gut und möchte anregen, den Punkt komplett in die FAQ zu verschieben. Dort kann man ihn dann etwas ausführlicher formulieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 00:01, 17. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab die von Wolfgang vorgeschlagene neue Partizipien-Regel jetzt mit einer verwandten Regel zusammengefasst. Eine ausführlichere Diskussion in den FAQ ist aber immer noch sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Richtlinien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verszählung===&lt;br /&gt;
Einfach um den Punkt mal definitiv schwarz auf Weiß zu haben, würde ich einen FAQ-Eintrag für die Verszählung vorschlagen. Beim Formulieren fällt mir gerade auf, dass man doch mehr sagen müsste, als dass wir uns einfach genau an der Urtext-Vers- und Kapitelzählung orientieren.&lt;br /&gt;
# müsste man zumindest für&#039;s NT überlegen, ob man z.B. bei Punkten wie Markus 16 oder an anderen Stellen einer bestimmten kritischen Edition folgt - das SBLGNT ist in seiner Gesamtheit mehrere Verse kürzer als das NTG 27. Alternativ müsste man eigene textkritische Entscheidungen treffen. Aber ich würde nach meinem jetzigen Bauchgefühl lieber erstmal einer kritischen Edition folgen und nur in begründeten Fällen, z.B. bei wirklich neuen Erkenntnissen oder sehr ausgiebiger Recherche, davon abweichen.&lt;br /&gt;
# müsste man eine Buchreihenfolge definieren. Ich bin da nicht sehr versiert - verstehe ich das richtig, dass wir im AT momentan der deutschen Buch-Reihenfolge (oder Vulgata oder so?) folgen, aber im NT der der kritischen Editionen folgen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:21, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchreihenfolge ist letztlich egal, die steht auf der Übersetzungsseite und wer sich dran stört, kann seine eigene Privatseite bauen. Die Reihenfolge müsste in beiden Fällen nach den kritischen Editionen sein (die BHS orientiert sich doch am Tanach, oder? In der deutschen Fassung wäre z.B. nach Richter Rut dran.) Über die Einordnung der Deuterokanonen kann man sich vermutlich streiten, aber sie sind mMn an den bestmöglichen Stellen (auch optisch) untergebracht. Die Verszählung ist in der Tat ein wenig kritisch. Wo bei ich dir recht gebe und einen Standardtext angeben würde. Indirekt haben wir das auch in den Diskussionen und mündlich (ich zumindest) recht deutlich gesagt: Standard ist NA27, alle Abweichungen müssen begründet werden und die NA27-Alternative muss dabei (in Klammern oder in der Erklärungsfußnote) stehen. Alles andere wäre mMn nicht wissenschaftlich sauber und nachvollziehbar und scheidet deshalb aus. Über NA27 und SBLGNT könnte man sich noch streiten, aber in Deutschland ist NA27 nun mal Standard und insgesamt besser belegt (da das SBLGNT den NA27 als Vergleich heranzieht, dort aber nicht genauer wird, vielleicht aus Urheberrechtsgründen(?)). Mag sein, dass wir in 10 Jahren lieber das SBLGNT nehmen, aber im Moment... --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 12:54, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast recht, das ist im AT die Reihenfolge vom Leningradensis (glaub ich), ist mir nie aufgefallen! Ich würde beim NT auch Nestle-Aland folgen. Von einem SWORD-Standpunkt her gedacht ist das sinnvoll, damit nicht für uns ein extra Verszählungsschema gebastelt werden muss, außerdem ist es die einfachste Lösung: Wir können einfach sagen, dass wir nicht der deutschen Verszählung, sondern derjenigen der wissenschaftlichen Standardtexte BHS und NA27 folgen. (Es gibt für SWORD schon ein MT- und ein NA-Schema.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das SBLGNT hat keinen sehr genauen Apparat, aber verwendet den textkritisch erarbeiteten Text der NIV als Zeugen, das von NTG 27 an 30-50 Stellen abweicht. Zusätzlich werden alle NA-Abweichungen dokumentiert. Du hast Recht, das wurde m. W. aus urheberrechtlichen Gründen so gemacht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Kapitel wäre es vielleicht sinnvoll, zumindest eine nominale Reihenfolge zu haben. Wieder in SWORD gedacht: Dort wird mit der Verszählung auch die Buchabfolge definiert. Es würde sich also anbieten, wie schon bei den Versen nicht dem deutschen Standard zu folgen, sondern konsequent bei den wissenschaftlichen Ausgaben zu bleiben. Das muss keine Regel werden, aber wir können ja formlos so abmachen, dass die Abfolge, von der wir ausgehen, diejenige der Übersetzungsseite ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:10, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme zu: Es ist gut, dass wir bei der Buchreihenfolge und der Kapitel/Verszählung konsequent den wissenschaftlichen Ausgaben folgen, d.h. Nestle/Aland und SBLGNT sowie BHS und mit Einschränkungen WLC/OSMHB (Spätschriften neben den AT-Schriften, denen sie in der Septuaginta-Reihenfolge zugeordnet sind). Es wäre gut, dass in einem FAQ-EIntrag zu dokumentieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitätssicherung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der – ansonsten sehr gelungenen – sprachlichen Verbesserung der Seite „Übersetzungskriterien“ hat Ben eine Änderung vorgenommen, die einen wesentlichen inhaltlichen Unterschied macht und daher zunächst diskutiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alt:&lt;br /&gt;
: Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
neu:&lt;br /&gt;
: Wir empfehlen jedem Übersetzer, eine möglichst gründliche Exegese vorzunehmen und beim Einstellen dann auch durch erklärende Fußnoten und Quellennachweise zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe zwei Probleme mit dieser Änderung:&lt;br /&gt;
1. Die entfernten Links halte ich für wichtig.&lt;br /&gt;
2. Bisher hatten wir ein mehrschrittiges Verfahren, das auch das Einstellen von Rohübersetzung erlaubt. Durch das „wie empfehlen jedem Übersetzer“ wird das explizit ausgeschlossen, und potentielle neue Übersetzer werden gleich zu Beginn durch massive Forderungen abgeschreckt.&lt;br /&gt;
3. „Eine möglichst gründliche Exegese“ ist inhaltlich viel schwammiger als „weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ in Kombination mit dem Hinweis auf das Status-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Alternativ-Vorschlag besteht darin, ganz oben auf der Kriterien-Seite ganz deutlich zu betonen, dass die Kriterien das Ziel unserer Arbeit beschreiben, dass uns als erster Schritt auch echte Rohhübersetzungen willkommen sind, und dass wir uns ganz allgemein um kleinschrittige Beiträge freuen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:54, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Olaf, danke, dass du gleich eine Diskussion begonnen hast. Wenn mir bewusst gewesen wäre, dass die Änderung für manche problematisch ist, dann hätte ich selbstredend vorher auch nochmal nach anderen Meinungen gefragt. Hier sind meine Antworten:&lt;br /&gt;
1.  [[Hilfe:Status]] halte ich für an dieser Stelle unwichtig, weil es keine für eilige Leser der Seite wichtigen Informationen enthält. Wer Genaueres wissen will, kann ja den Link zur Qualitätssicherung aufrufen - den ich in den vorigen Satz übernommen hatte. Weggefallen wäre also nur ein Link, der nicht zentral wichtig ist.&lt;br /&gt;
2. Ich hatte diesen Abschnitt bisher nicht als &amp;quot;Anleitung zum Übersetzen&amp;quot; verstanden. Hier geht es für mich viel mehr darum, einen Eindruck davon zu geben, wie Übersetzungsarbeit funktioniert. Die Aufgabe einer Anleitung können die paar Sätze aber in keinem Fall leisten. Das Problem mit der vorherigen Formulierung: Sie könnte zum Einstellen schludriger Übersetzungen verleiten. Sie erweckt den Eindruck, als würden sich andere dann schon um den Rest kümmern. Dabei ist es vom Aufwand her viel einfacher, wenn der Übersetzer gleich möglichst sorgfältig arbeitet (und sich andere nicht noch extra einarbeiten müssen, um das Kapitel zu verbessern). Zudem wird die Übersetzung davon profitieren. Ich habe ehrlich gesagt lieber ein sorgfältig übersetztes Kapitel mit Anmerkungen, als drei (oder fünf) schludrige Rohübersetzungen, die unsere Kriterien nur halb erfüllen. Meine Umformulierung sollte saubere Arbeit betonen, aber keine Anleitung darstellen. &lt;br /&gt;
3. Du hast recht, dass die ursprüngliche Formulierung genauer war. Meine Motive für die Änderung: a. Wieder die Annahme, dass es sich um einen Überblick, keine Anleitung handelt. b. &amp;quot;wissenschaftliche Literatur&amp;quot; wird für meinen Geschmack auf der Seite sehr viel erwähnt. Das ist vielleicht subjektiv, aber regte auch zur Änderung an. c. Die Arbeitsschritte wirken (unter Annahme von a. &amp;quot;keine Anleitung&amp;quot;) ein bisschen so, als würde sowieso Selbstverständliches hier extra umständlich ausgebreitet. Zudem habe ich bewusst umformuliert, um die unter Punkt 2 beschriebene mögliche Einstellung mancher Übersetzer nicht zu fördern. &amp;quot;Exegese&amp;quot; ist - unter der Annahme, dass eine Anleitung an anderer Stelle vorhanden ist - für mich deutlich bündiger ausgedrückt als die umständliche Aufzählung von vorher. Für mich ginge es hier ja nicht um eine genaue Definition der notwendigen Arbeit - sondern nur um einen Überblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 1: Ich war beim Editieren ungeprüft davon ausgegangen, dass [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] auch Informationen zum Statussystem enthält. Die sollte man vielleicht noch grob ergänzen, sonst würde mein Konzept wirklich nicht aufgehen. Die Hilfeseite direkt zu verlinken, hat aber meiner Meinung nach keinen Wert. Die meisten neuen Leser sollten doch sicher erst mehr über unsere Qualitätssicherung erfahren und sich dann von dort aus in Details einlesen, oder? Ich freue mich über bessere Vorschläge und lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 2: Wie können wir der Zweideutigkeit begegnen? Wir hatten offenbar dem Text bisher jeweils unterschiedliche Funktionen zugeschrieben. Wir sollten ihn klarer formulieren. Folgen wir meiner Interpretation, dann müsste man zumindest einen Link auf auf [[Hilfe:Neue Autorinnen und Autoren]] setzen sowie erklären, wo eine genaue Anleitung zu finden ist. Folgen wir deiner Interpretation, dann müsste dieser Überblick (der nach meiner Ansicht schon von der Überschrift her so formuliert ist) noch etwas umgearbeitet und erweitert werden. Der Link wäre sicher ebenfalls nützlich. (Weiter gedacht habe ich bisher nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 3: Je nach dem, wie wir uns bei Punkt 2 entscheiden, müssen wir uns überlegen, was wir mit dem von mir gelöschten Satz machen. Wenn wir einen Teil meines neuen Satzes übernehmen wollen, sollten wir uns überlegen, wie die einzelnen Arbeitsschritte darin besser zum Ausdruck kommen. Wir wollen keinen noch längeren Kettensatz, der beide Teile kombiniert, sondern etwas Durchdachtes, das den beschriebenen Vorgang auf den Punkt bringt - ohne aber, wie der alte Text, den Eindruck zu erwecken, dass die Erstübersetzer nur eine Rohübersetzung einstellen müssen und andere sich dann um den Rest kümmern. Die Offene Bibel ist keine Ablage für eilige Übersetzungen aus dem Griechischkurs, sondern freut sich über engagierte, sorgfältige Mitarbeiter - das ist zumindest mein Gedanke dahinter. Teilstücke sind natürlich auch willkommen, aber das können wir anderswo betonen. Auf dieser wichtigen Überblicksseite wollen wir einen guten Eindruck erwecken, nicht kleine Brötchen backen. Also eine leicht andere Stoßrichtung als bei dir... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich wird jetzt klarer, warum ich das entsprechend geändert hatte. Zusammen finden wir sicher eine Lösung, die noch gelungener ist. Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:04, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für die weiteren Überlegungen! Ich beschreibe jetzt auch noch einmal, was mir wichtig ist: Im Gespräch mit potentiellen Mit-Übersetzern erhalte ich immer wieder die Antworten: „Ich blicke bei dem Klammer-System nicht durch und will nichts falsch machen“ und „Den Anspruch der Kriterien kann ich nicht erfüllen.“ Ich habe dann bisher immer geantwortet: „Wir freuen uns auch sehr über sorgfältige Rohübersetzungern. Wir haben ein mehrschrittiges Verfahren und erwarten nicht, dass einer alles allein macht. Im Gegenteil: Für eine Erfüllung aller Kriterien schreiben wir Teamarbeit sogar vor.“ Ich ermuntere die Leute außerdem dazu, hier oder dort eine Übersetzungsalternative zu ergänzen, oder anzugeben, falls sie einen Text nachgeschaut und am Urtext geprüft haben. Durch Deine Änderung wäre eine solche Ermunterung nicht mehr möglich. Ich müsste die Leute sogar von einer Einstellung ihrer Übersetzung abhalten, wenn ich nicht will, dass ihre Arbeit wegen eines ihnen unterlaufenen Fehlers als „schludrig“ und damit nutzlos gewertet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zeit zum Übersetzen ist begrenzt. Ebenfalls begrenzt ist unsere Zeit dafür, neue Mitarbeiter gewinnen, zu unterstützen und eventuelle Fehler zu korrigieren. Der Unterschied ist: Letzteres kann für die langfristige Zukunft der Offenen Bibel sichern. Ersteres nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:53, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was kann dieser einzelne Satz dazu ausrichten? Ich stimme dir doch in jeder Hinsicht zu - und sage potenziellen Übersetzern das Gleiche. Aber gilt dieser Grundsatz weniger, wenn dieser Satz nicht mehr da ist? Was wollen wir wirklich, dass auf dieser Seite zum Ausdruck kommt? Und wie können wir alle anderen wichtigen Botschaften auch noch (hier oder anderswo) prominent unterbringen? Ich glaube, das ist hier die wirkliche Frage. Dazu s. meinen letzten Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens hat das für mich ein offenes Ende. Ich würde wirklich gerne erstmal bei der Funktion des Einführungstexts beginnen und dann entscheiden, welche Infos er enthalten sollte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:12, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben, mein Beitrag war durchaus als Antwort auf Deinen gemeint. Aber um noch einmal expliziter zu antworten: Wir sind uns darin einig, dass die Seite mit den Qualitätskriterien keine Anleitung zum Übersetzen ist. Sie dienst noch weniger dazu, den einzelnen Mitwirkenden eine konkrete Arbeitsweise für ihre Übersetzerarbeit vorzuschreiben. Damit sie nicht als „Überforderungskatalog“ für die einzelnen Mitarbeiter missverstanden wird, muss die Teamarbeit und die in der Checkliste vorgesehene mehrschrittige Arbeitsweite deutlich erwähnt werden. Dazu dienen für mich die ersten Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das „wir empfehlen jedem Übersetzer“ hätte sich die Aussage des Geamt-Textes massiv verändert – weg von der Zielsetzung für unser Gesamtteam, und mehr in Richtung von Forderungen an die einzelnen Mitwirkenden. Du hast aber Recht, dass es unnötig ist, die Arbeitsschritte noch einmal einzeln aufzuzählen. Wichtig ist nur, dass wir die Mehrschrittigkeit deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorgeschaltete lange Grundatz-Diskussion halte ich jetzt für wenig hilfreich, weil wir schon zu viele vorgeschaltete Grundsatz-Diskussionen offen haben. In allen Bereichen der Offenen Bibel merke ich immer stärker, dass ein mehrschrittiges Vorgehen produktiver ist. Deshalb hab ich auch gleich einen neuen Formulierungsvorschlag, der – hoffe ich – Deine Anliegen mit aufnimmt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In diesem ersten Schritt dürfen auch sorgfältige Rohübersetzungen eingestellt werden. Die Angabe von Bedeutungsalternativen und erläuternden Fußnoten ist bei der ersten Textversion erlaubt und hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
* Durch unsere [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] werden alle eingestellten Verse &#039;&#039;&#039;mehrfach geprüft und verbessert&#039;&#039;&#039;. So wird z.B. wissenschaftliche Literatur zu Hilfe genommen werden, um Fehler oder mögliche Übersetzungsvarianten zu finden. Bei diesen weiteren Arbeitsschritten (siehe [[Qualitätskriterien]]) ist die Mitarbeit weiterer Übersetzer an bereits vorhandenen Texten ausdrücklich erwünscht. Jedes Kapitel hat eine Diskussionsseite, auf der die beteiligten Übersetzer ihr Verständnis der Urtexte reflektieren und diskutieren.&lt;br /&gt;
* Die Offene Bibel ist an &#039;&#039;&#039;wissenschaftlichen Deutungen&#039;&#039;&#039; orientiert und &#039;&#039;&#039;überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Eine Übersetzung ohne gleichzeitige Interpretation des Ausgangstexts ist aus methodischen Gründen nicht möglich. In Zweifelsfällen ist daher der wissenschaftliche Diskurs unsere Richtschnur. Die verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) wird in den Fußnoten zur Studienfassung sowie in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme Dir zu, dass unsere Arbeitsweise auf den anderen Seiten wie z.B. [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung]] noch viel besser dokumentiert werden sollte. Aber lass uns, wie gesagt, einen Schritt nach dem anderen machen und zunächst einmal die größten Probleme beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:13, 2. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen weiteren Diskussionsbedarf gibt, dann werde ich die vorgeschlagenen Änderung am Freitag auf die übernehmen. Vier Monate Wartezeit sollten reichen. Verbesserungen sind natürlich auch danach noch möglich. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:40, 6. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*durchwink* :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:01, 8. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
Langfristig wäre es meiner Meinung nach sehr schön, wenn wir zu jedem Kriterium (wo das sinnvoll ist) ein Beispiel anbringen könnten. Dabei müssten wir darauf achten, dass die Übersicht nicht verloren geht. Ohne unmittelbar eine Diskussion anstoßen zu wollen (aber wenn doch, schadet es auch nicht): Wie könnte man das sinnvoll umsetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideen, die mir spontan gekommen sind:&lt;br /&gt;
* Irgendwie ausklappbar unter jedem Kriterium&lt;br /&gt;
* Als separate &amp;quot;Verlängerung&amp;quot; der Seite (damit meine ich einfach eine zusätzliche Zwischenüberschrift), zu der man dann noch sinnvoll verlinken müsste, damit das Vorhandensein von Beispielen auch ins Auge fällt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute IDee. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorschlag: Kennzeichnung sinngemäßer Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Immer wieder kommt es gerade bei bestimmten Verben oder nominalen Formulierungen vor, dass man sie nicht ohne Verbiegen der Sprache ins Deutsche übersetzen kann. Das kann man auch mit Fußnoten, in manchen Fällen und je nach Übersetzer auch mit eckigen Klammern lösen. Ich meine aber besonders Fälle, wo nichts sinngemäß ergänzt wird und deshalb keine eckigen Klammern angebracht wäre, sondern wo die Bedeutung genau so schon in der verwendeten Formulierung liegt, aber anders ausgedrückt werden muss. Hier hat man häufig die Wahl zwischen einer altmodischen, unverständlichen (in manchen Fällen auch ungenauen) Übersetzung oder einer sinngemäßen Umformulierung. Ich möchte einige Beispiele geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Psalm_2#s1|Psalm 2,1]] (vgl. [[Psalm_2#note_b|Fußnote b]]), die Übersetzung des Prädikats mit &#039;&#039;&amp;quot;Pläne schmieden&amp;quot;&#039;&#039; (sonst oft einmal mit &amp;quot;sinnen&amp;quot;). Ich mochte da als Übersetzer keine Klammer setzen, weil die gewählte Formulierung die Konnotation gut ausdrückt. Eine grafische Kennzeichnung würde das auch ohne die Fußnote verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Galater_1#s8|Galater 1,8-9]], wo die Fluchformel momentan eher unverständlich mit &amp;quot;dem sei das Anathema&amp;quot; (vgl. [[Galater_1#note_f|die erklärende Fußnote]]) übersetzt wird. Florian hatte auf der Diskussionsseite erwähnt, dass er keine verständlichere und gleichzeitig korrekte Übersetzung finden konnte (IIRC). Ich glaube auch: Da muss man umformulieren. Mir schwebt deswegen momentan eher so etwas wie &amp;quot;soll er unter Gottes Fluch (Bann) sein!&amp;quot; vor. Schön wäre es wieder, wenn man &#039;&#039;&amp;quot;unter Gottes Fluch (Bann)&amp;quot;&#039;&#039; optisch hervorheben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihre anderen? Sollte man?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als möglicher Vorschlag schwebt mir gerade irgendwie eine &#039;&#039;*Auszeichnungen durch Sternchen und kursiven Satz*&#039;&#039; (den unsere Wiki-Erweiterung entsprechend einfügen könnte, wenn die Sternchen gesetzt werden) vor, warum, weiß ich auch nicht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:16, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand wäre: Wenn wir den Text einmal mit Lemma- und Morphologie-Tags versehen, würde man das (vielleicht) auch ohne extra Auszeichnung sehen können. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:24, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9477</id>
		<title>Diskussion:Übersetzungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9477"/>
		<updated>2013-02-04T08:45:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Studienfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Archiv==&lt;br /&gt;
aus Platzgründen ausgelagerte alte Diskussionen:&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Gottesname|zu den Allgemeinen Richtlinien: Gottesname]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zahlen ausschreiben|zu den Allgemeinen Richtlinien: Zahlen ausschreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Zitation|zur Textgestaltung: Zitation]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Parallelstellen|zur Textgestaltung: Parallelstellen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Einfügungen und Auslassungen|zur Studienfassung: Einfügungen/Auslassungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Studienfassung: Sprachbilder, Redewendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Hilfsmittel|zur Studienfassung: Hilfsmittel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Komplett übersetzte Kapitel|zur Lesefassung: Komlett übersetzte Kapitel]]&lt;br /&gt;
*[[Diskussion:Übersetzungskriterien/Satzbau|zur Studienfassung: Satzbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seitenstruktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit ist es so, dass der Blick beim Öffnen der Seite zunächst nur auf technischen Detail-Kram fällt (Namen, Zahlen). Ich möchte das mal wieder versuchen zu ändern, weil mir das inhaltliche Profil der Übersetzungen wichtiger erscheint. Damit es nicht dauernd zwischen der Position ganz unten und ganz oben hin- und herwandert, habe ich jetzt einen anderen Vorschlag. Ganz oben auf der Seite steht dann:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In einem zweiten Schritt kann wissenschaftliche Literatur zum Auffinden alternativer Deutungsmöglichkeiten benutzt werden. Verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt werden.&lt;br /&gt;
* Die eingestellte Übersetzung wird dann erneut am Urtext und an der wissenschaftlichen Literatur überprüft und verbessert (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
* Nur Perikopen und Kapitel mit dem Status &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Lesefassung_in_Arbeit|Lesefassung in Arbeit]]&#039;&#039;&#039; dürfen in die Lesefassung übertragen werden.&lt;br /&gt;
* Zusätzlich zu den folgenden Regeln gibt es noch einige Antworten auf Detail-Fragen auf der Seite [[Übersetzungs-F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Punkte zu den Namen würde ich dann in die FAQ verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:22, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Punkt. Ich hatte die Allgemeinen Regeln vor einigen Monaten nach oben verschoben, weil sie eben für beide Fassungen gelten. An die Relevanz der einzelnen Regeln hatte ich dabei nicht gedacht. Dein Vorschlag ist berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zwei Anmerkungen zu deiner Formulierung:&lt;br /&gt;
# Das klingt jetzt so, als müsste die Übersetzung zweimal mit Kommentaren abgeglichen werden. Ist das beabsichtigt? Wenn nein, würde ich unter Punkt 2 noch etwas herauskehren, dass nur der Urtext nötig ist (nicht dass es verkehrt ist, wenn zwei Leute einen Text an Kommentaren überprüfen. Aber bei der gegenwärtigen Helferzahl würde das die Übersetzung noch komplizierter und langwieriger machen!)&lt;br /&gt;
# Dass &#039;&#039;&#039;alle&#039;&#039;&#039; Sekundärliteratur auf der Checkliste eingetragen werden muss, würde ich so nicht schreiben. Lexika und Grammatiken sprengen den Rahmen. Monographien und Journalartikel würde ich auch gerne anbringen, aber auch dafür ist die Liste nicht der geeignete Rahmen. Das war auch Teilmotiv meiner Überlegungen, eine gesonderte Bibliographie je Kapitel zu haben (inzwischen hinfällig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:45, 24. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für das Feedback!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zu Punkt 2: Ist die Formulierung „Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ besser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Regel mit der Sekundärliteratur habe ich nicht verändert. Das „Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) sollte“ habe ich bisher nie als „alle Sekundärliteratur muss ausnahmslos“ verstanden. Ich habe nichts dagegen, das anders zu formulieren, sobald wir bei der Literaturliste weiter sind, aber können wir das in einem zweiten Schritt machen und erst einmal die größeren Probleme beheben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:59, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne! Ja, das ist eine gute Formulierung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:21, 25. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass Olafs Vorschlag je umgesetzt wurde. Wenn Olaf zu beschäftigt ist, könnte das jemand Anderes übernehmen. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:43, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, habe das mal eingebaut, neben einigen Detailänderungen. Nur die bisherigen Allgemeinen Richtlinien sind noch nicht in die FAQ verschoben. Das mache ich gleich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:52, 3. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Konkordanz&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Hallo und Moin-Moin zusammen! Hier ein erster kurzer Diskussionsbeitrag von mir: &lt;br /&gt;
Den Begriff &amp;quot;Konkordanz&amp;quot; an dieser Stelle sollte man erläutern, denn er ist für Nichttheologen unbekannt und unverständlich. Man sollte entweder einen Link zum Lexikon setzen (wo er aber nicht als &amp;quot;Nachschlagewerk&amp;quot; erklärt werden darf), oder ihn gleich hier an Ort und Stelle erläutern, etwa mit einer Formulierung wie:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird keine Konkordanz angestrebt, also keine stets gleichbleibende Übersetzung einzelner Worte (die ja an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeuten können), sondern...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kriterienänderung Partizipien===&lt;br /&gt;
Da es sich nicht durchgesetzt hat und mittlerweile als nicht mehr sinnvoll erachtet wird, stelle ich den Antrag auf Streichung von: &amp;lt;s&amp;gt;Ein Auflösen von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; in Nebensätze wird vermieden, wo der inhaltliche Bezug zum Hauptsatz verschieden gedeutet werden kann und dies nicht zu Missverständnissen führt.&amp;lt;/s&amp;gt; stattdessen: &amp;quot;Bei Auflösung von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; sollten wenn möglich mehrere sinnvolle Auflösungen angegeben werden.&amp;quot; Der Ersatz ist mal wieder nur ein fließendes Konzept, also schreibt nicht nur Ja oder Nein, sondern gern auch Änderungsvorschläge oder plädiert für die ersatzlose Streichung. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:21, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich über den Vorschlag und stimme für die Reform, überlege aber noch, ob ich nicht noch etwas weiter differenzieren würde. Zumindest in der FAQ könnte Genaueres angegeben werden. Bei bestimmten Fällen wie dem Participium coniunctum oder dem AcP ist es für das Griechische schon sinnvoll, auf verschiedene Varianten hinzuweisen (Ptc. coni.: Sinnrichtungen, Und-Kombination, Relativsatz, wörtlich) bzw. eine Übersetzung vorzugeben (AcP: mit Inf. oder dass/wie). Das geht aber auch in der Grammatik. Das hebräische Ptz. ist meines Wissens ja nicht so komplex. Da könnte man höchstens anmerken, es möglichst nicht als Ptz. zu übersetzen; es scheint doch meistens am besten mit Indikativ wiedergegeben zu werden (wenn es nicht sowieso schon attributiv ist). Das klingt aber auch eher nach einem Fall für die FAQ. Vielleicht fällt ein solcher Vorschlag über Detailangaben aber auch auf der anderen Seite vom Pferd. Freue mich über Rückmeldungen dazu. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:29, 16. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde den Vorschlag auch gut und möchte anregen, den Punkt komplett in die FAQ zu verschieben. Dort kann man ihn dann etwas ausführlicher formulieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 00:01, 17. Apr. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab die von Wolfgang vorgeschlagene neue Partizipien-Regel jetzt mit einer verwandten Regel zusammengefasst. Eine ausführlichere Diskussion in den FAQ ist aber immer noch sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Richtlinien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verszählung===&lt;br /&gt;
Einfach um den Punkt mal definitiv schwarz auf Weiß zu haben, würde ich einen FAQ-Eintrag für die Verszählung vorschlagen. Beim Formulieren fällt mir gerade auf, dass man doch mehr sagen müsste, als dass wir uns einfach genau an der Urtext-Vers- und Kapitelzählung orientieren.&lt;br /&gt;
# müsste man zumindest für&#039;s NT überlegen, ob man z.B. bei Punkten wie Markus 16 oder an anderen Stellen einer bestimmten kritischen Edition folgt - das SBLGNT ist in seiner Gesamtheit mehrere Verse kürzer als das NTG 27. Alternativ müsste man eigene textkritische Entscheidungen treffen. Aber ich würde nach meinem jetzigen Bauchgefühl lieber erstmal einer kritischen Edition folgen und nur in begründeten Fällen, z.B. bei wirklich neuen Erkenntnissen oder sehr ausgiebiger Recherche, davon abweichen.&lt;br /&gt;
# müsste man eine Buchreihenfolge definieren. Ich bin da nicht sehr versiert - verstehe ich das richtig, dass wir im AT momentan der deutschen Buch-Reihenfolge (oder Vulgata oder so?) folgen, aber im NT der der kritischen Editionen folgen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 12:21, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchreihenfolge ist letztlich egal, die steht auf der Übersetzungsseite und wer sich dran stört, kann seine eigene Privatseite bauen. Die Reihenfolge müsste in beiden Fällen nach den kritischen Editionen sein (die BHS orientiert sich doch am Tanach, oder? In der deutschen Fassung wäre z.B. nach Richter Rut dran.) Über die Einordnung der Deuterokanonen kann man sich vermutlich streiten, aber sie sind mMn an den bestmöglichen Stellen (auch optisch) untergebracht. Die Verszählung ist in der Tat ein wenig kritisch. Wo bei ich dir recht gebe und einen Standardtext angeben würde. Indirekt haben wir das auch in den Diskussionen und mündlich (ich zumindest) recht deutlich gesagt: Standard ist NA27, alle Abweichungen müssen begründet werden und die NA27-Alternative muss dabei (in Klammern oder in der Erklärungsfußnote) stehen. Alles andere wäre mMn nicht wissenschaftlich sauber und nachvollziehbar und scheidet deshalb aus. Über NA27 und SBLGNT könnte man sich noch streiten, aber in Deutschland ist NA27 nun mal Standard und insgesamt besser belegt (da das SBLGNT den NA27 als Vergleich heranzieht, dort aber nicht genauer wird, vielleicht aus Urheberrechtsgründen(?)). Mag sein, dass wir in 10 Jahren lieber das SBLGNT nehmen, aber im Moment... --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 12:54, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast recht, das ist im AT die Reihenfolge vom Leningradensis (glaub ich), ist mir nie aufgefallen! Ich würde beim NT auch Nestle-Aland folgen. Von einem SWORD-Standpunkt her gedacht ist das sinnvoll, damit nicht für uns ein extra Verszählungsschema gebastelt werden muss, außerdem ist es die einfachste Lösung: Wir können einfach sagen, dass wir nicht der deutschen Verszählung, sondern derjenigen der wissenschaftlichen Standardtexte BHS und NA27 folgen. (Es gibt für SWORD schon ein MT- und ein NA-Schema.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das SBLGNT hat keinen sehr genauen Apparat, aber verwendet den textkritisch erarbeiteten Text der NIV als Zeugen, das von NTG 27 an 30-50 Stellen abweicht. Zusätzlich werden alle NA-Abweichungen dokumentiert. Du hast Recht, das wurde m. W. aus urheberrechtlichen Gründen so gemacht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Kapitel wäre es vielleicht sinnvoll, zumindest eine nominale Reihenfolge zu haben. Wieder in SWORD gedacht: Dort wird mit der Verszählung auch die Buchabfolge definiert. Es würde sich also anbieten, wie schon bei den Versen nicht dem deutschen Standard zu folgen, sondern konsequent bei den wissenschaftlichen Ausgaben zu bleiben. Das muss keine Regel werden, aber wir können ja formlos so abmachen, dass die Abfolge, von der wir ausgehen, diejenige der Übersetzungsseite ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:10, 15. Jul. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme zu: Es ist gut, dass wir bei der Buchreihenfolge und der Kapitel/Verszählung konsequent den wissenschaftlichen Ausgaben folgen, d.h. Nestle/Aland und SBLGNT sowie BHS und mit Einschränkungen WLC/OSMHB (Spätschriften neben den AT-Schriften, denen sie in der Septuaginta-Reihenfolge zugeordnet sind). Es wäre gut, dass in einem FAQ-EIntrag zu dokumentieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitätssicherung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der – ansonsten sehr gelungenen – sprachlichen Verbesserung der Seite „Übersetzungskriterien“ hat Ben eine Änderung vorgenommen, die einen wesentlichen inhaltlichen Unterschied macht und daher zunächst diskutiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alt:&lt;br /&gt;
: Die eingestellte Übersetzung wird dann weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen (siehe auch [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]]).&lt;br /&gt;
neu:&lt;br /&gt;
: Wir empfehlen jedem Übersetzer, eine möglichst gründliche Exegese vorzunehmen und beim Einstellen dann auch durch erklärende Fußnoten und Quellennachweise zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe zwei Probleme mit dieser Änderung:&lt;br /&gt;
1. Die entfernten Links halte ich für wichtig.&lt;br /&gt;
2. Bisher hatten wir ein mehrschrittiges Verfahren, das auch das Einstellen von Rohübersetzung erlaubt. Durch das „wie empfehlen jedem Übersetzer“ wird das explizit ausgeschlossen, und potentielle neue Übersetzer werden gleich zu Beginn durch massive Forderungen abgeschreckt.&lt;br /&gt;
3. „Eine möglichst gründliche Exegese“ ist inhaltlich viel schwammiger als „weiter verbessert und ergänzt, an wissenschaftlicher Literatur geprüft und erneut mit dem Urtext verglichen“ in Kombination mit dem Hinweis auf das Status-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Alternativ-Vorschlag besteht darin, ganz oben auf der Kriterien-Seite ganz deutlich zu betonen, dass die Kriterien das Ziel unserer Arbeit beschreiben, dass uns als erster Schritt auch echte Rohhübersetzungen willkommen sind, und dass wir uns ganz allgemein um kleinschrittige Beiträge freuen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:54, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Olaf, danke, dass du gleich eine Diskussion begonnen hast. Wenn mir bewusst gewesen wäre, dass die Änderung für manche problematisch ist, dann hätte ich selbstredend vorher auch nochmal nach anderen Meinungen gefragt. Hier sind meine Antworten:&lt;br /&gt;
1.  [[Hilfe:Status]] halte ich für an dieser Stelle unwichtig, weil es keine für eilige Leser der Seite wichtigen Informationen enthält. Wer Genaueres wissen will, kann ja den Link zur Qualitätssicherung aufrufen - den ich in den vorigen Satz übernommen hatte. Weggefallen wäre also nur ein Link, der nicht zentral wichtig ist.&lt;br /&gt;
2. Ich hatte diesen Abschnitt bisher nicht als &amp;quot;Anleitung zum Übersetzen&amp;quot; verstanden. Hier geht es für mich viel mehr darum, einen Eindruck davon zu geben, wie Übersetzungsarbeit funktioniert. Die Aufgabe einer Anleitung können die paar Sätze aber in keinem Fall leisten. Das Problem mit der vorherigen Formulierung: Sie könnte zum Einstellen schludriger Übersetzungen verleiten. Sie erweckt den Eindruck, als würden sich andere dann schon um den Rest kümmern. Dabei ist es vom Aufwand her viel einfacher, wenn der Übersetzer gleich möglichst sorgfältig arbeitet (und sich andere nicht noch extra einarbeiten müssen, um das Kapitel zu verbessern). Zudem wird die Übersetzung davon profitieren. Ich habe ehrlich gesagt lieber ein sorgfältig übersetztes Kapitel mit Anmerkungen, als drei (oder fünf) schludrige Rohübersetzungen, die unsere Kriterien nur halb erfüllen. Meine Umformulierung sollte saubere Arbeit betonen, aber keine Anleitung darstellen. &lt;br /&gt;
3. Du hast recht, dass die ursprüngliche Formulierung genauer war. Meine Motive für die Änderung: a. Wieder die Annahme, dass es sich um einen Überblick, keine Anleitung handelt. b. &amp;quot;wissenschaftliche Literatur&amp;quot; wird für meinen Geschmack auf der Seite sehr viel erwähnt. Das ist vielleicht subjektiv, aber regte auch zur Änderung an. c. Die Arbeitsschritte wirken (unter Annahme von a. &amp;quot;keine Anleitung&amp;quot;) ein bisschen so, als würde sowieso Selbstverständliches hier extra umständlich ausgebreitet. Zudem habe ich bewusst umformuliert, um die unter Punkt 2 beschriebene mögliche Einstellung mancher Übersetzer nicht zu fördern. &amp;quot;Exegese&amp;quot; ist - unter der Annahme, dass eine Anleitung an anderer Stelle vorhanden ist - für mich deutlich bündiger ausgedrückt als die umständliche Aufzählung von vorher. Für mich ginge es hier ja nicht um eine genaue Definition der notwendigen Arbeit - sondern nur um einen Überblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 1: Ich war beim Editieren ungeprüft davon ausgegangen, dass [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] auch Informationen zum Statussystem enthält. Die sollte man vielleicht noch grob ergänzen, sonst würde mein Konzept wirklich nicht aufgehen. Die Hilfeseite direkt zu verlinken, hat aber meiner Meinung nach keinen Wert. Die meisten neuen Leser sollten doch sicher erst mehr über unsere Qualitätssicherung erfahren und sich dann von dort aus in Details einlesen, oder? Ich freue mich über bessere Vorschläge und lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 2: Wie können wir der Zweideutigkeit begegnen? Wir hatten offenbar dem Text bisher jeweils unterschiedliche Funktionen zugeschrieben. Wir sollten ihn klarer formulieren. Folgen wir meiner Interpretation, dann müsste man zumindest einen Link auf auf [[Hilfe:Neue Autorinnen und Autoren]] setzen sowie erklären, wo eine genaue Anleitung zu finden ist. Folgen wir deiner Interpretation, dann müsste dieser Überblick (der nach meiner Ansicht schon von der Überschrift her so formuliert ist) noch etwas umgearbeitet und erweitert werden. Der Link wäre sicher ebenfalls nützlich. (Weiter gedacht habe ich bisher nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Punkt 3: Je nach dem, wie wir uns bei Punkt 2 entscheiden, müssen wir uns überlegen, was wir mit dem von mir gelöschten Satz machen. Wenn wir einen Teil meines neuen Satzes übernehmen wollen, sollten wir uns überlegen, wie die einzelnen Arbeitsschritte darin besser zum Ausdruck kommen. Wir wollen keinen noch längeren Kettensatz, der beide Teile kombiniert, sondern etwas Durchdachtes, das den beschriebenen Vorgang auf den Punkt bringt - ohne aber, wie der alte Text, den Eindruck zu erwecken, dass die Erstübersetzer nur eine Rohübersetzung einstellen müssen und andere sich dann um den Rest kümmern. Die Offene Bibel ist keine Ablage für eilige Übersetzungen aus dem Griechischkurs, sondern freut sich über engagierte, sorgfältige Mitarbeiter - das ist zumindest mein Gedanke dahinter. Teilstücke sind natürlich auch willkommen, aber das können wir anderswo betonen. Auf dieser wichtigen Überblicksseite wollen wir einen guten Eindruck erwecken, nicht kleine Brötchen backen. Also eine leicht andere Stoßrichtung als bei dir... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich wird jetzt klarer, warum ich das entsprechend geändert hatte. Zusammen finden wir sicher eine Lösung, die noch gelungener ist. Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:04, 25. Mär. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für die weiteren Überlegungen! Ich beschreibe jetzt auch noch einmal, was mir wichtig ist: Im Gespräch mit potentiellen Mit-Übersetzern erhalte ich immer wieder die Antworten: „Ich blicke bei dem Klammer-System nicht durch und will nichts falsch machen“ und „Den Anspruch der Kriterien kann ich nicht erfüllen.“ Ich habe dann bisher immer geantwortet: „Wir freuen uns auch sehr über sorgfältige Rohübersetzungern. Wir haben ein mehrschrittiges Verfahren und erwarten nicht, dass einer alles allein macht. Im Gegenteil: Für eine Erfüllung aller Kriterien schreiben wir Teamarbeit sogar vor.“ Ich ermuntere die Leute außerdem dazu, hier oder dort eine Übersetzungsalternative zu ergänzen, oder anzugeben, falls sie einen Text nachgeschaut und am Urtext geprüft haben. Durch Deine Änderung wäre eine solche Ermunterung nicht mehr möglich. Ich müsste die Leute sogar von einer Einstellung ihrer Übersetzung abhalten, wenn ich nicht will, dass ihre Arbeit wegen eines ihnen unterlaufenen Fehlers als „schludrig“ und damit nutzlos gewertet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zeit zum Übersetzen ist begrenzt. Ebenfalls begrenzt ist unsere Zeit dafür, neue Mitarbeiter gewinnen, zu unterstützen und eventuelle Fehler zu korrigieren. Der Unterschied ist: Letzteres kann für die langfristige Zukunft der Offenen Bibel sichern. Ersteres nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:53, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was kann dieser einzelne Satz dazu ausrichten? Ich stimme dir doch in jeder Hinsicht zu - und sage potenziellen Übersetzern das Gleiche. Aber gilt dieser Grundsatz weniger, wenn dieser Satz nicht mehr da ist? Was wollen wir wirklich, dass auf dieser Seite zum Ausdruck kommt? Und wie können wir alle anderen wichtigen Botschaften auch noch (hier oder anderswo) prominent unterbringen? Ich glaube, das ist hier die wirkliche Frage. Dazu s. meinen letzten Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens hat das für mich ein offenes Ende. Ich würde wirklich gerne erstmal bei der Funktion des Einführungstexts beginnen und dann entscheiden, welche Infos er enthalten sollte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:12, 1. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Ben, mein Beitrag war durchaus als Antwort auf Deinen gemeint. Aber um noch einmal expliziter zu antworten: Wir sind uns darin einig, dass die Seite mit den Qualitätskriterien keine Anleitung zum Übersetzen ist. Sie dienst noch weniger dazu, den einzelnen Mitwirkenden eine konkrete Arbeitsweise für ihre Übersetzerarbeit vorzuschreiben. Damit sie nicht als „Überforderungskatalog“ für die einzelnen Mitarbeiter missverstanden wird, muss die Teamarbeit und die in der Checkliste vorgesehene mehrschrittige Arbeitsweite deutlich erwähnt werden. Dazu dienen für mich die ersten Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das „wir empfehlen jedem Übersetzer“ hätte sich die Aussage des Geamt-Textes massiv verändert – weg von der Zielsetzung für unser Gesamtteam, und mehr in Richtung von Forderungen an die einzelnen Mitwirkenden. Du hast aber Recht, dass es unnötig ist, die Arbeitsschritte noch einmal einzeln aufzuzählen. Wichtig ist nur, dass wir die Mehrschrittigkeit deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorgeschaltete lange Grundatz-Diskussion halte ich jetzt für wenig hilfreich, weil wir schon zu viele vorgeschaltete Grundsatz-Diskussionen offen haben. In allen Bereichen der Offenen Bibel merke ich immer stärker, dass ein mehrschrittiges Vorgehen produktiver ist. Deshalb hab ich auch gleich einen neuen Formulierungsvorschlag, der – hoffe ich – Deine Anliegen mit aufnimmt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In diesem ersten Schritt dürfen auch sorgfältige Rohübersetzungen eingestellt werden. Die Angabe von Bedeutungsalternativen und erläuternden Fußnoten ist bei der ersten Textversion erlaubt und hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
* Durch unsere [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] werden alle eingestellten Verse &#039;&#039;&#039;mehrfach geprüft und verbessert&#039;&#039;&#039;. So wird z.B. wissenschaftliche Literatur zu Hilfe genommen werden, um Fehler oder mögliche Übersetzungsvarianten zu finden. Bei diesen weiteren Arbeitsschritten (siehe [[Qualitätskriterien]]) ist die Mitarbeit weiterer Übersetzer an bereits vorhandenen Texten ausdrücklich erwünscht. Jedes Kapitel hat eine Diskussionsseite, auf der die beteiligten Übersetzer ihr Verständnis der Urtexte reflektieren und diskutieren.&lt;br /&gt;
* Die Offene Bibel ist an &#039;&#039;&#039;wissenschaftlichen Deutungen&#039;&#039;&#039; orientiert und &#039;&#039;&#039;überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Eine Übersetzung ohne gleichzeitige Interpretation des Ausgangstexts ist aus methodischen Gründen nicht möglich. In Zweifelsfällen ist daher der wissenschaftliche Diskurs unsere Richtschnur. Die verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) wird in den Fußnoten zur Studienfassung sowie in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stimme Dir zu, dass unsere Arbeitsweise auf den anderen Seiten wie z.B. [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung]] noch viel besser dokumentiert werden sollte. Aber lass uns, wie gesagt, einen Schritt nach dem anderen machen und zunächst einmal die größten Probleme beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:13, 2. Apr. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen weiteren Diskussionsbedarf gibt, dann werde ich die vorgeschlagenen Änderung am Freitag auf die übernehmen. Vier Monate Wartezeit sollten reichen. Verbesserungen sind natürlich auch danach noch möglich. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:40, 6. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*durchwink* :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:01, 8. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
Langfristig wäre es meiner Meinung nach sehr schön, wenn wir zu jedem Kriterium (wo das sinnvoll ist) ein Beispiel anbringen könnten. Dabei müssten wir darauf achten, dass die Übersicht nicht verloren geht. Ohne unmittelbar eine Diskussion anstoßen zu wollen (aber wenn doch, schadet es auch nicht): Wie könnte man das sinnvoll umsetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideen, die mir spontan gekommen sind:&lt;br /&gt;
* Irgendwie ausklappbar unter jedem Kriterium&lt;br /&gt;
* Als separate &amp;quot;Verlängerung&amp;quot; der Seite (damit meine ich einfach eine zusätzliche Zwischenüberschrift), zu der man dann noch sinnvoll verlinken müsste, damit das Vorhandensein von Beispielen auch ins Auge fällt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 19. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute IDee. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:47, 21. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorschlag: Kennzeichnung sinngemäßer Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Immer wieder kommt es gerade bei bestimmten Verben oder nominalen Formulierungen vor, dass man sie nicht ohne Verbiegen der Sprache ins Deutsche übersetzen kann. Das kann man auch mit Fußnoten, in manchen Fällen und je nach Übersetzer auch mit eckigen Klammern lösen. Ich meine aber besonders Fälle, wo nichts sinngemäß ergänzt wird und deshalb keine eckigen Klammern angebracht wäre, sondern wo die Bedeutung genau so schon in der verwendeten Formulierung liegt, aber anders ausgedrückt werden muss. Hier hat man häufig die Wahl zwischen einer altmodischen, unverständlichen (in manchen Fällen auch ungenauen) Übersetzung oder einer sinngemäßen Umformulierung. Ich möchte einige Beispiele geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Psalm_2#s1|Psalm 2,1]] (vgl. [[Psalm_2#note_b|Fußnote b]]), die Übersetzung des Prädikats mit &#039;&#039;&amp;quot;Pläne schmieden&amp;quot;&#039;&#039; (sonst oft einmal mit &amp;quot;sinnen&amp;quot;). Ich mochte da als Übersetzer keine Klammer setzen, weil die gewählte Formulierung die Konnotation gut ausdrückt. Eine grafische Kennzeichnung würde das auch ohne die Fußnote verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Galater_1#s8|Galater 1,8-9]], wo die Fluchformel momentan eher unverständlich mit &amp;quot;dem sei das Anathema&amp;quot; (vgl. [[Galater_1#note_f|die erklärende Fußnote]]) übersetzt wird. Florian hatte auf der Diskussionsseite erwähnt, dass er keine verständlichere und gleichzeitig korrekte Übersetzung finden konnte (IIRC). Ich glaube auch: Da muss man umformulieren. Mir schwebt deswegen momentan eher so etwas wie &amp;quot;soll er unter Gottes Fluch (Bann) sein!&amp;quot; vor. Schön wäre es wieder, wenn man &#039;&#039;&amp;quot;unter Gottes Fluch (Bann)&amp;quot;&#039;&#039; optisch hervorheben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihre anderen? Sollte man?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als möglicher Vorschlag schwebt mir gerade irgendwie eine &#039;&#039;*Auszeichnungen durch Sternchen und kursiven Satz*&#039;&#039; (den unsere Wiki-Erweiterung entsprechend einfügen könnte, wenn die Sternchen gesetzt werden) vor, warum, weiß ich auch nicht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:16, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand wäre: Wenn wir den Text einmal mit Lemma- und Morphologie-Tags versehen, würde man das (vielleicht) auch ohne extra Auszeichnung sehen können. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:24, 20. Okt. 2012 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9476</id>
		<title>Übersetzungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=%C3%9Cbersetzungskriterien&amp;diff=9476"/>
		<updated>2013-02-04T08:31:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Konstantin: /* Studienfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Autorenhilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qualität]]&lt;br /&gt;
==Auf einen Blick==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.&#039;&#039;&#039; In diesem ersten Schritt dürfen auch sorgfältige Rohübersetzungen eingestellt werden. Die Angabe von Bedeutungsalternativen und erläuternden Fußnoten ist bei der ersten Textversion erlaubt und hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
* Durch unsere [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] werden alle eingestellten Verse &#039;&#039;&#039;mehrfach geprüft und verbessert&#039;&#039;&#039;. So wird z.B. wissenschaftliche Literatur zu Hilfe genommen werden, um Fehler oder mögliche Übersetzungsvarianten zu finden. Bei diesen weiteren Arbeitsschritten (siehe [[Qualitätskriterien]]) ist die Mitarbeit weiterer Übersetzer an bereits vorhandenen Texten ausdrücklich erwünscht. Jedes Kapitel hat eine Diskussionsseite, auf der die beteiligten Übersetzer ihr Verständnis der Urtexte reflektieren und diskutieren.&lt;br /&gt;
* Die Offene Bibel ist an &#039;&#039;&#039;wissenschaftlichen Deutungen&#039;&#039;&#039; orientiert und &#039;&#039;&#039;überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Eine Übersetzung ohne gleichzeitige Interpretation des Ausgangstexts ist aus methodischen Gründen nicht möglich. In Zweifelsfällen ist daher der wissenschaftliche Diskurs unsere Richtschnur. Die verwendete Sekundärliteratur (Kommentare, Übersetzungen, ...) wird in den Fußnoten zur Studienfassung sowie in der Checkliste auf der Diskussionsseite vermerkt.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Lesefassung entsteht aus der Studienfassung&#039;&#039;&#039;, sobald diese eine &#039;&#039;&#039;ausreichende Qualität&#039;&#039;&#039; erreicht hat (nur Perikopen oder Kapitel mit dem Status [[Vorlage:Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien]] oder besser).&lt;br /&gt;
* Die folgenden Übersetzungskriterien sind nur die wichtigsten Grundlagen der Offenen Bibel. Alle Detailfragen klärt die Seite [[Übersetzungs-FAQ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
Eine Übersetzung, die (möglichst viele) sprachliche Details des Ausgangstextes abbildet. Leser mit und ohne Kenntnis der biblischen Sprachen können die Sprachgestalt der biblischen Texte nachvollziehen. Bedeutungsvarianten und Redewendungen bleiben erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um zu verstehen, wie diese Kriterien genau zur Anwendung kommen, empfehlen wir den Vergleich mit einem der bisher fertig übersetzten Kapitel. [[Fertige Studienfassung|Eine Übersicht findet sich hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der &#039;&#039;&#039;Satzbau&#039;&#039;&#039; soll nach Möglichkeit in grammatikalisch gleichartige/-wertige Konstuktionen übersetzt werden. Die Satzstellung des Urtextes sollte beibehalten werden, wo dies sinnvoll ist [http://www.offene-bibel.de/blog/olaf/übersetzungstheorie_von_bibelübersetzungen] [http://www.offene-bibel.de/blog/ben/übersetzen_mit_system].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl&#039;&#039;&#039;: Es wird keine Konkordanz angestrebt, sondern jeweils eine angemessene Übersetzung der Worte für den Zusammenhang der Stelle gesucht. Wenn die biblischen Wörter mehrere passende Bedeutungen haben oder der Satzbau mehrdeutig ist, dann folgen diese Alternativen in runden Klammern ( ) oder in Fußnoten. Gleiches gilt für Fälle, wo die Textüberlieferung unklar ist.&lt;br /&gt;
* Dokumentation &#039;&#039;&#039;unterschiedlicher Deutungen&#039;&#039;&#039;: Falls es in der wissenschaftlichen Diskussion keinen Konsens gibt, dann verwenden wir die Deutung mit der größten Plausibilität. In Fußnoten dokumentieren wir die wichtigsten wissenschaftlich diskutierten Übersetzungsmöglichkeiten und (falls abweichend) wesentliche konfessionelle Traditionen. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Konstruktionen&#039;&#039;&#039;, die sich im Deutschen nicht ohne Weiteres übersetzen lassen (Gen. abs., Part. conj., Inf. abs., ...), sollen als solche per Fußnote gekennzeichnet werden. Die beste Übersetzung wird in den Fließtext integriert. Andere Übersetzungsmöglichkeiten werden in runden Klammern bzw. Fußnoten ergänzt. Auch bei der Auflösung von &#039;&#039;&#039;Partizipien&#039;&#039;&#039; sollten nach Möglichkeit mehrere sinnvolle Übertragungen angegeben werden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sprachbilder und Redewendungen bleiben erhalten&#039;&#039;&#039; und werden genau übersetzt, die Bedeutung bei Unklarheiten in einer Fußnoten erklärt. Nur wenn Grammatik oder Wortwahl dies unmöglich machen, kann eine andere Lösung gefunden werden.&lt;br /&gt;
* Besondere Sorgfalt gilt beim Übersetzen der &#039;&#039;&#039;Zeitaspekte&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Es werden strikt nach Original &#039;&#039;&#039;keine Überschriften&#039;&#039;&#039; verteilt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Anmerkungen und Beobachtungen&#039;&#039;&#039; zum Verständnis und zur Übersetzung der Bibelstellen können der Studienfassung in den [[Hilfe:Fußnoten|Fußnoten]] folgen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einfügungen&#039;&#039;&#039; werden in eckige Klammern [ ] gesetzt, &#039;&#039;&#039;Auslassungen&#039;&#039;&#039; werden mit geschwungenen Klammern { } markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
Eine allgemein verständliche Übersetzung. Die grundlegende Bedeutung der Texte ist für Leute ohne theologisches Vorwissen verständlich. Diese Übersetzung ist flüssig lesbar und zum Vorlesen geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bisher liegt noch kein offiziell fertig übersetztes Kapitel in einer Lesefassung vor. Die [http://www.offene-bibel.de/forum/kriterien_f%C3%BCr_lesefassung Diskussion über ihre genaue Beschaffenheit] ist noch nicht abgeschlossen. Die folgenden Kriterien sind das Ergebnis der bisherigen Diskussion.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Zielgruppen:&lt;br /&gt;
# Menschen ohne theologische Vorbildung (aber eventuell mit theologischen Fragen)&lt;br /&gt;
# Menschen, die eine schöne, gut verständliche Übersetzung zum Vorlesen suchen (für Gottesdienste, Andachten, andere Veranstaltungen und für private Zwecke)&lt;br /&gt;
# Menschen, die eine frei lizenzierte ([http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC-BY-SA]), moderne und solide Übersetzung für ihre Website suchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkrete Kriterien:&lt;br /&gt;
* Eher &#039;&#039;&#039;funktional äquivalent („kommunikativ“)&#039;&#039;&#039; als formal äquivalent („strukturtreu“): Die Lesefassung ist inhaltlich so nah wie möglich an den Aussagen des Urtextes. Hierfür verwenden wir auf der sprachlichen Ebene geeignete Äquivalente: Zu Wortwahl, Metaphern, Rhetorik und Gattung der Ausgangstexte suchen wir jeweils allgemein verständliche Entsprechungen. (Es erhöht die Verständlichkeit, wenn z.B. poetische Texte als solche erkennbar bleiben.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gut vorlesbar&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;dichterisch „schön“&#039;&#039;&#039;: Wir streben für die Lesefassung eine hohe literarische Qualität an und verwenden daher eine gut vorlesbare Sprache, aber keine Umgangssprache. &lt;br /&gt;
* Keine vereinfachende Sprache, sondern &#039;&#039;&#039;gutes, hochsprachliches Deutsch&#039;&#039;&#039;: Eine vereinfachende oder zu einseitige Interpretation der Texte versuchen wir zu vermeiden. Bei unklaren oder mehrdeutigen Ausgangstexten bemühen wir uns (im Rahmen in der Wissenschaft vertretenen Deutungen) um eine Übersetzung, die diese Mehrdeutigkeiten nicht verschleiert und trotzdem gut lesbar ist. Besonders leicht verständlich soll die geplante &#039;&#039;Fassung in leichter Sprache&#039;&#039; werden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;An wissenschaftlichen Deutungen orientiert und überkonfessionell&#039;&#039;&#039;: Die bereits für die Studienfassung relevante Orientierung an der plausibelsten wissenschaftlichen Deutung gilt auch für die Lesefassung.&lt;br /&gt;
* Eher der &#039;&#039;&#039;allgemeine Wortschatz&#039;&#039;&#039; als theologische Fachsprache: Um die sprachliche und kulturelle Distanz zu überbrücken, übertragen wir die Aussagen der biblischen Vorlage in den aktuellen Sprachgebrauch. Wenn sich der allgemeine Sprachgebrauch von der biblisch-kirchlichen Binnensprache unterscheidet (z.B. „Fleisch“ oder „Sünden“), dann prüfen wir, ob sprachliche Alternativen hilfreich sind.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kapitel- und Zwischenüberschriften&#039;&#039;&#039;: Auch wenn Überschriften immer wieder Anlass zur Diskussion bieten, suchen wir nach einer angemessenen Formulierung. Für Anregung und Kritik gibt es dann die jeweilige Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Anmerkungen und Erklärungen&#039;&#039;&#039; von Wörtern und Versen können der Lesefassung in den [[Hilfe:Fußnoten|Fußnoten]] folgen.&lt;br /&gt;
* Nur Perikopen und Kapitel mit dem Status &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Lesefassung_in_Arbeit|Lesefassung in Arbeit]]&#039;&#039;&#039; dürfen in die Lesefassung übertragen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Details auf [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] und [[Hilfe:Status]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Richtlinien==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Orts- und Personennamen&#039;&#039;&#039; werden nach den [[Loccumer Richtlinien]] (Lange, Joachim (Hrsg.), Ökumenisches Verzeichnis der biblischen Eigennamen nach den Loccumer Richtlinien. 2. Auflage. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1981 (vergriffen)) geschrieben. Die gedruckte Fassung ist leider vergriffen. Glücklicherweise verwenden zwei Übersetzungen durchgehend die Loccumer Schreibweise: Die Gute Nachricht und die Einheitsübersetzung.&lt;br /&gt;
* Der &#039;&#039;&#039;[[Gottesnamen|Gottesname]]&#039;&#039;&#039; wird in der Studienfassung durchgängig als JHWH übersetzt. In der Lesefassung wird er variabel wiedergegeben. Die [[Übersetzungs-F.A.Q.#Wie_.C3.BCbersetze_ich_den_Gottesnamen.3F|genauen Richtlinien]] stehen in der [[Übersetzungs-F.A.Q.#Wie_.C3.BCbersetze_ich_den_Gottesnamen.3F|F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
* Wo immer es sich anbietet, sollen &#039;&#039;&#039;[[Hilfe:Fußnoten#Parallelstellen|Verweise]]&#039;&#039;&#039; auf andere Bibelstellen gesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Detailfragen beantwortet die [[Übersetzungs-F.A.Q.]].&lt;br /&gt;
* Informationen zur [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] im Übersetzungsprozess. &lt;br /&gt;
* Zur qualitativen Bewertung der Studienfassung haben wir [[Qualitätskriterien]] formuliert. Auf der Diskussionsseite jedes Kapitels sollte vom Übersetzer eine entsprechende [[Vorlage:Checkliste_Studienfassung|Checkliste]] ausgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Konstantin</name></author>
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