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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-23T18:08:01Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=27072</id>
		<title>Matthäus 6</title>
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		<updated>2018-09-02T05:51:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung folgt später}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 9-13}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung|Vers 9-13}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung|Vers 1-8 und 14-34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über Gerechtigkeit und Gutes tun))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Hütet euch aber eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun  um von ihnen gesehen zu werden, denn sonst  werdet ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel haben.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Wann immer du also Gaben gibst&amp;lt;ref&amp;gt;Das gr. Wort steht für Spenden, Almosen oder „Wohltaten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, posaune das nicht herum, wie es die Heuchler. Sie tun das in den Synagogen und auf den großen Plätzen, weil sie geehrt werden wollen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Wenn du aber Gaben gibst, lass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,&lt;br /&gt;
{{L|4}} damit deine Wohltaten im Verborgenen bleiben. Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird dich entlohnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Beten))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|5}} Und wenn ihr betet, tut das nicht wie die Heuchler. Sie tun das, weil sie gerne in den Synagogen und auf der Straße gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Wenn du aber betest, gehe in dein Zimmer hinein und schließe deine Türe um zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, zu beten. Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird dich entlohnen.  &lt;br /&gt;
{{L|7}} Wenn ihr  nun aber betet, redet nicht gedankenlos wie die, die Gott nicht kennen&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich: Heiden&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn sie denken, dass sie durch ihre vielen Worte erhört werden.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Macht es also nicht wie sie, denn euer Vater, kennt eure Not&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich: „was ihr nötig habt“&amp;lt;/ref&amp;gt;, bevor ihr ihn bittet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; sollt deshalb so beten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmlischer Vater,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{{L|10}} Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Was du möchtest, soll geschehen — im Himmel und auf der Erde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|11}} Gib uns heute genug zu essen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|12}} und vergib unsere Sünden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}} Bewahre uns vor der Versuchung,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:und rette uns vor dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Denn wenn ihr den Menschen ihre Schuld vergebt, wird der himmlische Vater auch euch vergeben. &lt;br /&gt;
{{L|15}} Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird  der Vater auch euch eure Schuld nicht vergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Fasten))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|16}} Wenn ihr aber fastet, seid schaut nicht verdrießlich drein wie die Heuchler, die ihr Gesicht verschwinden lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist, durch wenig Körperpflege, also Dreck, oder durch Verhüllen (Haubeck/Siebthal 2007, 29)&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit die Leute sehen, dass sie fasten.  Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Wenn du fastest, sollst du deinen Kopf parfümieren dein Gesicht waschen, &lt;br /&gt;
{{L|18}} damit nicht die Leute sehen, dass du fastest, sondern dein Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird dich entlohnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus über das Sammeln von Schätzen))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|19}} Sammelt eure Schätze nicht auf der Erde, wo Motten und Wurmfraß sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. &lt;br /&gt;
{{L|20}} Sammelt eure Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Wurmfraß sie zerstören noch Diebe einbrechen und sie stehlen.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Denn dort, wo dein Schatz ist, dort wird auch dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Lampe des Körpers ist das Auge. Wenn nun dein Auge gesund ist&amp;lt;ref&amp;gt;Mögliche atl. Hintergründe: ungeteilte Loyalität Gott gegenüber oder Haltung anderen gegenüber gütig (Haubeck/Siebthal 2007, 32)&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo dir dein ganzer Körper erleuchtet sein. &lt;br /&gt;
{{L|23}} Wenn aber dein Auge schlecht ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn also das Licht, das in dir ist, dunkel ist, wie groß ist die Finsternis!&lt;br /&gt;
{{L|24}} Niemandem ist es möglich, zwei Herren zu dienen. Entweder hasst er den einen und liebt den anderen, oder er wird sich um den einen kümmern und den anderen vernachlässigen. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Reichtum. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um eurer Leben, was ihr essen sollt&amp;lt;ref&amp;gt;Manche Handschriften ergänzen: „oder was ihr trinken sollt“&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch nicht um euren Körper, was ihr anziehen sollt. Bedeutet Leben nicht mehr als Essen und der Körper nicht mehr als Kleidung?&lt;br /&gt;
{{L|26}} Betrachtet die Vögel im Himmel, sie säen nicht noch ernten sie, noch sammeln sie Vorräte. Und doch ernährt euer himmlischer Vater sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?&lt;br /&gt;
{{L|27}} Wer von euch könnte durch seine Sorgen auch nur einen Tag zu seiner Lebenszeit hinzufügen?&lt;br /&gt;
{{L|28}} Warum macht ihr euch auch um eure Kleidung sorgen? Seht wie die Blumen auf dem Acker wachsen! Sie mühen sich nicht ab und machen sich keine Kleidung.  &lt;br /&gt;
{{L|29}} Ich aber sage euch, dass nicht einmal Salomo in all seiner Pracht wie eine von diesen angezogen war.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Wenn Gott nun aber das Gras des Feldes kleidet, obwohl es heute noch steht aber schon morgen in den Ofen geworfen wird&amp;lt;ref&amp;gt;Gras wurde auch als Brennstoff genutzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; - wird er euch nicht viel eher kleiden, ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{L|31}} Sorgt euch also nicht und fragt nicht: „Was sollen wir essen?“, oder „Was sollen wir trinken?“ oder „Was sollen wir anziehen?“.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Denn nach all diesen Dingen trachten die, die Gott nicht kennen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: Die Völker oder Heiden&amp;lt;/ref&amp;gt;. Euer himmlischer Vater aber weiß, dass ihr all diese Dinge braucht.&lt;br /&gt;
{{L|33}} Sucht erst die Herrschaft Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;Einige Handschriften schreiben nur „Herrschaft“&amp;lt;/ref&amp;gt;, und all diese Dinge werden eich geschenkt werden. &lt;br /&gt;
{{L|34}} Sorgt euch also nicht um Morgen, denn das Morgen hat seine eigenen Sorgen. Das Schlechte eines jeden Tages ist genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Hütet euch [aber] eure Gerechtigkeit zu tun vor den Menschen [und] sie vor ihnen zur Schau zu stellen; sonst (andernfalls) werdet ihr keinen haben Lohn bei (vor) eurem Vater in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Sooft (wenn, wann immer) du also tust Wohltaten (Almosen) (aus Barmherzigkeit spenden möchtest), [dann] blase nicht die Posaune (Trompete) vor dir&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Formulierung entspricht natürlich dem „herausposaunen“ -  „rede nicht darüber, was (wie viel) du gespendet hast“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen (in den Gassen), damit (auf das) sie geehrt werden von den Menschen (um {sie} von den Menschen verherrlicht zu werden). Wahrlich, ich sage euch: Sie haben den Lohn empfangen&amp;lt;ref&amp;gt;perfektisches Präs. also auch möglich: „sie haben den Lohn (damit schon) erhalten“(Haubeck/Siebthal 2007, 28f)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Wenn du aber tust Wohltaten (Almosen gibst), lass nicht deine Linke&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl: linke Hand&amp;lt;/ref&amp;gt; wissen, was deine rechte tut,&lt;br /&gt;
{{S|4}}damit deine Wohltaten im Verborgenen sind; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dich entlohnen (belohnen).&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und wenn ihr betet, tut dies nicht wie die Heuchler, denn sie lieben es (tun es gern) in den Synagogen und in den Ecken (auf dem Eckstein) der breiten Straßen (Plätze) ihr Gebet zu machen damit es sichtbar ist den Menschen; Wahrlich, ich sage euch: Sie haben den Lohn empfangen&amp;lt;ref&amp;gt;perfektisches Präs. also auch möglich: „sie haben den Lohn (damit schon) erhalten“(Haubeck/Siebthal 2007, 28f)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Wenn du aber betest&amp;lt;ref&amp;gt;eventl. konativ „wenn du ... möchtes“(Haubeck/Siebthal 2007, 29)&amp;lt;/ref&amp;gt;, gehe in dein Zimmer (Kammer) [hinein] und schließe deine Türe um zu beten zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dich entlohnen (belohnen). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr (aber) betet, redet nicht gedankenlos (plappert nicht) wie die Heiden, denn sie denken (meinen) durch ihre vielen Worte werden sie erhört werden (wird auf sie gehört).&lt;br /&gt;
{{S|8}} macht es also ihnen nicht gleich (wie sie); denn euer Vater kennt, was ihr für braucht (nötig habt, eure Not, Sorgen, Bedarf) bevor ihr ihn bittet. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; steht im Griechischen betont am Ende des Satzes und grenzt so die Jünger von den „plappernden Heuchlern“ ab (Hagner 1993, S. 147): Im Gegensatz zu diesen sollen die Jünger „folgendermaßen beten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollt daher (also) folgendermaßen beten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;Unser Vater {der} im Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; - W. „in den Himmeln“; idiomatischer Plural, der sich häufiger im NT findet (wohl ein Semitismus). In der LF sollte mit Einzahl übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039; - Man geht gemeinhin davon aus, dass die auf Griechisch überlieferten Formen des Vaterunsers auf eine ursprünglich aramäische Überlieferung zurückgehen. Vermutlich liegt [[Matthäus 6#s9 |Mt 6,9]] (&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, gr. Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς) und [[Lukas 11#s2|Lk 11,2]] (schlicht „Vater“, gr. Πάτερ) das aramäische und für Jesus typische {{hebr}}אַבָּא{{hebr ende}} &#039;&#039;´Abba&#039;&#039; „Vater“ zu Grunde (nicht: „Papa“ oder gar „Papi“, wie öfter zu lesen ist; vgl. Barr 1988). Das bedeutet: Die matthäische Version ist sowohl (1) um ἡμῶν &#039;&#039;unser&#039;&#039; als auch (2) um ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; angereichert. Die Intention dahinter war wohl, das schlichte „Vater“ beizubehalten und gleichzeitig „liturgietauglich“ zu machen: „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater“ findet sich häufiger in jüdischen Gebeten (s. z. B. das „[http://www.talmud.de/tlmd/avinu-malkenu/ Unser Vater, unser König]“) und war wohl charakteristisch für Gemeindegebete (Grimm 1992, S. 26; Gundry 1994, S. 105; Lambrecht 1984, S. 128f). Ähnliches gilt für „Vater &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039;“, das sich ebenfalls häufiger in jüdischen Gebeten fand: „Wo immer die Rabbinen von Gott als dem Vater sprachen, führten sie den Zusatz „himmlisch“ ein, weil ihnen die vertraulich-intime Anrede „Vater“ gegenüber Gott zu respektlos erschien.“ (Schnackenburg 1984, S. 111; so fast alle Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der sinnvollsten Übersetzung ist schwierig: Eigentlich ist weder das evangelische „unser Vater“ noch das katholische „Vater unser“ korrektes Deutsch, da das Deutsche Vokative nicht mit Pronomina konstruiert - außer in geprägten Wendungen wie „Eure Majestät“ und eben „Vater unser“. Die Wortstellung in „Vater unser“ ist zudem zwar nicht „grammatikalisch falsch“ (Luz 1985, S. 333), aber veraltet, ohne dabei einen bedeutungsmäßigen Unterschied zu machen. Wie also übersetzen? Für jede mögliche Übersetzung - (1) &#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;Unser&amp;lt;/s&amp;gt; Vater im Himmel&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, (3) &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - lässt sich sinnvoll argumentieren. Zum Beispiel: (1) ist das beste Deutsch und erfüllt die gleiche Funktion wie das griechische „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater im Himmel“, da es im Deutschen ja auch ohne dieses Pronomen ein „liturgietaugliches Gemeindegebet“ wäre. Andererseits wäre (3) gerade als geprägte und veraltete Wendung stilistisch am nähsten am Griechischen. Und (2) ist ein sinnvoller Mittelweg zw. natürlichem Deutsch und Treue zum Griechischen. Letztlich ist wohl jede dieser Übersetzungen gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Weisheit|14|3}}{{par|Jesaja|63|16}}{{par|Jesaja|64|7}}{{par|Jeremia|3|19}}{{par|Markus|11|25}}{{par|Markus|14|36}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge (Mögest)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Möge&#039;&#039; - Imperativ Aorist; die griechische Standard-Verbform für Gebete (die sonst keine weitere temporalsemantische Bedeutung hat; vgl. Grosvenor/Zerwick u. a.): Wieder - wie schon in &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - greift Mt zurück auf ein „Gebetsidiom“. Vielleicht entspricht dem heute eher das deutsche Gebetsidiom „Wir bitten (dafür), dass...“? B/N zumindest übersetzen sehr gut mit „Lass uns...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Name (du) geheiligt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Möge dein Name geheiligt werden&#039;&#039; - jüdisches Idiom. Inhaltlich bedeutet es etwa „Gottes Willen tun“, „Gottes Geboten folgen“ (vgl. z. B. B/S I, S. 411-4; ThWNT I, S. 99; Lohfink 2015, S. 10f; Oakman 1999, S. 161-164)* - eine Tätigkeit, der man missionarische Wirksamkeit zusprach (für ein schönes Bsp. s. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/4088447 Lazarus 1922, S. 43f]):  „[Es] entstand nun die zwar schon im AT mehrfach belegte [s. v.a. [[Levitikus 22#s31 |Lev 22,31f]]], aber in ihrer Reinheit erst in der späteren jüdischen Litteratur vorkommende Anschauung, dass man durch ein sittliches Leben, ja durch jede sittliche Handlungsweise den Namen Gottes heilige, d.h. ihm Ehre mache und damit zu seiner Anerkennung unter den Menschen beitrage“ (Perles 1903, S. 68). Noch heute ist dieses &#039;&#039;Kiddusch Haschem&#039;&#039;, die „Heiligung des Namens“, eines der zentralsten jüdischen Gebote überhaupt (s. z.B. Eisenberg 2005, S. 12f).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es zur Stelle heute recht häufig (1) die Interpretation, dass &#039;&#039;Gott&#039;&#039; das Subjekt der Heiligung seines Namens sei und dass die „Namensheiligung“ meine, dass er gegen die Entweihung seines Namens durch die Menschen vorgehe, indem er sich am Ende der Zeit als der Heilige offenbare, und v.a. in freieren Üss. (2) die Interpretation, dass „Gottes Namen heiligen“ schlicht meine „Gott preisen“. Aber beide Interpretationen berücksichtigen die Vorhandenheit des besagten Idioms nicht genug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 9c meint so das selbe wie 10a und 10b; in allen drei Teilversen wird gebetet um die Herrschaft Gottes auf Erden, die aus drei verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen wird: (9c) Aus der der Menschen, die Gottes Namen heiligen = seinen Geboten folgen und so auch andere mit dieser Gesetzestreue anstecken sollen, (10a) aus der der Herrschaft selbst, die sich auf der Erde durchsetzen soll (s. nächste FN) und (10b) aus der Gottes, dessen Wille sich auf der Erde durchsetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Ein sehr schönes Beispiel ist die jüdische Tradition, der zufolge das Königtum deshalb dem Stamm Juda zugefallen sei, weil Nachschom zur Zeit des Exodus Gottes Befehl, das Meer zu durchziehen, schon befolgte, bevor sich das Meer geteilt hatte und einfach in die Fluten sprang. Darauf spricht Gott: „Jener, der am Meer meinen Namen geheiligt hat, wird kommen und über Israel herrschen“ (Menn 1997, S. 264).&amp;lt;/ref&amp;gt; werden.{{par|Jesaja|29|23}}{{par|1_Petrus|3|15}}{{par|Philipper|2|10}}&lt;br /&gt;
_{{S|10}} Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&#039;&#039; - traditionell „Reich“, aber die Wendung „Reich Gottes“ hat seltenst räumliche Bedeutung, sondern meint das &#039;&#039;Faktum&#039;&#039; der Herrschaft Gottes; das dynamische Königtum Gottes im Vollzug (Jeremias 1971, S. 101; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Lambrecht 1984, S. 130 u.v.a.). Arichea 1980, S. 227 schlägt als kommunikative Üss. daher vor: (1) „Mögest du über uns herrschen“, (2) „Mögest du unser König sein“, (3) „Mögest du über alle Menschen herrschen“. V. 10a meint damit genau das selbe wie 9c.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommen&#039;&#039; - In der Exegese geht man heute zumeist davon aus, dass Jesus das Königtum Gottes als mit seinem Auftreten bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert verstand (in der Theologie spricht man hier von der „Spannung von schon-jetzt und noch-nicht“). So muss wohl das „kommen“ erklärt werden: Der Beter soll um die völlige Realisierung der bereits angebrochenen Herrschaft Gottes bitten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
_Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Wille geschehen - wie im Himmel so auch auf der Erde&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Himmel so auch auf der Erde&#039;&#039; - Cullmann 1997 und schon einige vor ihm haben erwogen, ob sich „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ auch deuten ließe als „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|11}}Unser Brot (Essen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot (Essen)&#039;&#039; - „Brot“ steht in der Bibel häufig pars pro toto für Nahrung i.A., da das Gros der Mahlzeiten im Alten Israel nur aus Brot und Wasser bestand. So auch hier, vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Arichea 1980, S. 221; Luz 1985, S. 347; Schürmann 1958, S. 63; Schweizer 1981, s. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; für den kommenden Tag (unser notwendiges Brot, unser heutiges Brot, unser Brot, das auf uns kommt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommend (notwendig, heutig, das auf uns kommt)&#039;&#039; - Das griechische Wort ἐπιούσιος &#039;&#039;epiusios&#039;&#039; ist umstritten. Es findet sich nur hier, in der lk Parallelstelle [[Lukas 11#s3 |Lk 11,3]] und wahrscheinlich auf einem alten Papyrus, der überdies mittlerweile wieder verloren gegangen ist. Die Bedeutung des Wortes muss daher erschlossen werden, indem man rekonstruiert, von welchen griechischen Worten es sich herleitet:&lt;br /&gt;
# von ἔπι + ιέναι: &#039;&#039;&#039;kommend&#039;&#039;&#039; (i.S.v. nächster), &#039;&#039;&#039;morgig&#039;&#039;&#039;. Dieser Ableitung folgen heute die meisten und sie ist die unproblematischste.&amp;lt;br /&amp;gt;(1a) Das ἄρτος ἐπιούσιος wäre dann das „kommende Brot“ und würde sich nachmittags oder abends geäußert auf den morgigen Tag und morgens geäußert auf den kommenden Tag beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b) Alternativ haben einige vorgeschlagen, „kommend“ als &#039;&#039;&#039;künftig&#039;&#039;&#039; zu verstehen; das „künftige Brot“ wäre dann das Himmelsbrot, das am Ende der Zeit verspeist wird (s. [[Lukas 14#s15 |Lk 14,15]]): Auch „Unser künftiges Brot gib uns heute“ wäre dann eine Bitte um den Anbruch der Gottesherrschaft am Ende der Zeit. Allerdings störte hier dann das „unser“ (Luz 1985, S. 342; Vögtle 1975, S. 350).&amp;lt;br /&amp;gt;(1c) Orchard 1973 und Hultgren 1990 haben außerdem vorgeschlagen, mit dem „kommenden Brot“ sei das „Brot, &#039;&#039;&#039;das uns begegnet&#039;&#039;&#039;“ gemeint, sind damit aber zu Recht auf keinen großen Anklang gestoßen.&lt;br /&gt;
# von ἔπι + οὐσία: &#039;&#039;&#039;für die Existenz, notwendig&#039;&#039;&#039;. Allerdings würde bei dieser Wortbildung das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342f) und das extra betonte „heute“ wäre redundant (Hagner 1993, S. 149)&lt;br /&gt;
# vom Ausdruck ἔπι την οὖσαν ἡμέραν: &#039;&#039;&#039;für den heutigen Tag&#039;&#039;&#039;, aber auch hier müsste das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342) und das „heute“ wäre überflüssig (Hagner 1993, S. 149); außerdem ist οὖσαν ohne ἡμέραν nie für „heutig“ belegt (Luz 1985, S. 342).&lt;br /&gt;
Es läuft also deutlich auf „morgig“ hinaus. Dafür spricht auch stark, dass laut Hieronymus im alten Hebräerevangelium {{hebr}}מחר{{hebr ende}} &#039;&#039;machar&#039;&#039; („morgen“) gestanden hatte. Es passt außerdem zur Verkündigung Jesu, der sich ja ausgesprochen (auch) an die Armen - die sich eben nicht sicher sein konnten, ob sie am nächsten Tag Arbeit finden und so ihr Brot verdienen würden - wandte (so z. B. Heininger 2002, S. 197f; Klauck in seinen Vorlesungen zum Mt-Ev.), und ebenso passt es zur Situation der Wanderprediger, durch die (in der Spruchquelle Q) das Vaterunser tradiert wurde und die gleichfalls nicht sicher sein konnten, ob sie am kommenden Tag ausreichend Nahrung erhalten würden (vgl. z.B. Heininger 2002, S. 197; Lohfink 2015, S. 8f).&amp;lt;/ref&amp;gt; gib uns heute {{par|Sprichwörter|30|8}}&lt;br /&gt;
{{S|12}}und vergib uns unsere Schulden (Schuld, Sünden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schulden (Schuld, Sünden)&#039;&#039; - Das Griechische &#039;&#039;ofeilemata&#039;&#039; bezeichnet eigentlich nur Geldschulden. Es ist dies ein Aramäismus: das aramäische &#039;&#039;choba´&#039;&#039; meint sowohl Geldschulden als auch Sünden (so fast alle Exegeten). Arichea 1980, S. 222 empfiehlt die Übersetzung der Good News: „Die Fehler, die wir getan haben... denen, die an uns gefehlt haben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
_wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben (vergeben)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vergeben haben (vergeben)&#039;&#039; - Einigen Exegeten scheint es merkwürdig, dass hier die Vergebung durch die Menschen offenbar zur Bedingung der Vergebung Gottes gemacht wird („wie auch wir vergeben &#039;&#039;haben&#039;&#039;“); sie gehen daher davon aus, dass hinter diesem Aorist ein semitisches Perfekt gestanden habe, das sowohl Vergangenheits- als auch Gegenwartsbedeutung haben kann und man also übersetzen müsste: „wie auch wir &#039;&#039;vergeben&#039;&#039;“ (so z. B. Grimm 1992, S. 93; Jeremias 1971, S. 195; Kistemaker 1978, S. 324; Luz 1985, S. 348; Stöger 1980b, S. 102). Das ist abzulehnen; Vv. 14f machen klar, dass in diesem Kontext die Vergebung der Menschen tatsächlich als Bedingung für die Vergebung Gottes gedacht wird (Hagner 1993, S. 150f; Lambrecht 1984, S. 137).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;führe (lass nicht zu, dass wir geraten), Versuchung (Tests), Bösen&#039;&#039; - Bei V. 13 arbeitet die Exegese sich v.a. an der Ambivalenz der beiden Ausdrücke (1) εἰσενέγκῃς εἰς πειρασμόν und (2) ἀπὸ τοῦ πονηροῦ ab.&amp;lt;br /&amp;gt; (1a) πειρασμός heißt meist „Versuchung“ und bezieht sich dann auf das Streben Satans, den Gläubigen von seinem Glauben und seine Rechtschaffenheit abzubringen. Oder, (1b): Nach altjüdischer Vorstellung bringt Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen, damit dieser sich in diesen „Tests“ als rechter Gottesdiener bewähren kann (vgl. z. B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]); alternativ könnte sich πειρασμός auf diese „Tests“ beziehen (vgl. EWNT III, S. 153: „Je nach Intention differenziert sich der Test positiv als Bewährungsprobe, negativ als Verleiten zum Fall. [...] Überwiegend ist eine Belastung und Bedrohung durch Menschen oder Mächte (vgl. „Drangsal, Verfolgung, Fallstricke“ usw.) gemeint [...].“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit hängt zusammen die richtige Deutung von πονηρός: Hier könnte πονηρός sowohl (2a) als Maskulinum gedeutet werden und dann „den Bösen“ meinen - also den Teufel, oder aber (2b) als Neutrum und dann „das Böse“=Unheil meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kombiniert man die beiden (a)- und die beiden (b)-Deutungen, ergäbe das also: &lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;Versuche uns nicht (=strebe nicht danach, uns vom Glauben abzubringen); / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;Unterziehe uns keinen Tests; / bewahre uns vor Unheil&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Problem von Deutung (a) wäre, dass dann ja Gott der Aktant der (satanischen) Versuchung wäre. In der Regel behilft man sich dann damit, εἰσφέρω zu erklären als eine Fehlübersetzung eines aramäischen Verbs im Aphel-Stamm, das eigentlich permissive Bedeutung gehabt habe: „Lass nicht zu, dass wir [von Satan] versucht werden“ (z. B. de Moor 1988; Jeremias 1971; Jenni 1997b; Kistemaker 1978; Tournay 1998; Schnackenburg 1984; ähnlich Torrey 1933), also:&lt;br /&gt;
* (a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen (a&#039;) spricht: Eine Exegese auf Basis eines hypothetischen aramäischen Grundtexts ist sehr spekulativ und sollte daher stets letzte Wahl sein (vgl. Gielen 1998, S. 203; Heininger 2002, S. 201; Lambrecht 1984, S. 135); hier ist es überdies schlicht ein bewusstes Fehllesen des Texts (Fitzmyer 2003, S. 271). Zudem sollte man bei einer Übersetzung eines Aphel-Verbs eher ein griechisches Passiv-Verb erwarten und bei einer auf ein „Missverständnis“ zurückgehenden Fehlübersetzung außerdem (hier nicht vorhandene) Textvarianten (so gut Porter 1990, S. 360). Dass (a) problematisch ist, sieht man ja schon daran, dass so viele Exegeten sich veranlasst sahen, ob dieser Problematik stattdessen für (a&#039;) zu argumentieren. Berücksichtigt man dann noch die älteste Deutung dieser Bitte in [[2Timotheus 4#s18 |2Tim 4,18]] („Der Herr wird mich retten vor jedem bösen &#039;&#039;Werk&#039;&#039;“), die für (b) spricht, sollte man sich hier dann doch deutlich für diese Deutung entscheiden.&amp;lt;/ref&amp;gt; uns nicht in Versuchung (Tests)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;,{{par|Matthäus|26|41}}{{par|Markus|14|38}}{{par|Lukas|22|40}}{{par|Lukas|22|46}}{{par|1Korinther|10|13}}{{par|Jakobus|1|13}}&lt;br /&gt;
_sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: An das Vaterunser schließt sich in jüngeren Texten oft noch eine Doxologie an, die klar sekundär ist (u. a. daran zu erkennen, dass sie in unterschiedlichen Ausgestaltungen angehängt wird). Am verbreitetsten ist die Doxologie, die auch in unserem Vaterunser gebetet wird: „denn dein ist das Reich (also: Herrschaft, Königtum) und die Kraft (besser: Macht) und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“; sie ist vermutlich abgeleitet von [[1Chronik 29#s11 |1Chr 29,11]] (Gnilka 1986, S. 228). Es ist dennoch keine Verfälschung, wenn wir das Vaterunser inklusive dieser sekundären Doxologie beten: Gebete wurden früher stets durch eine meist frei zu formulierende Doxologie abgeschlossen (vgl. [[2Timotheous 4#s18 |2Tim 4,18]]; Did 8,2 („denn dein ist die Macht und die Herrlichkeit, Amen“) und &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z. B. Luz 1985, S. 349f; Schweizer 1981, S. 93); besagtes „denn dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen“ ist sehr wahrscheinlich eine dieser frei formulierten Doxologien, die später standardisiert und angehängt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn wenn ihr verzeiht (vergebt) den Menschen ihre Schuld (Fehltritt, Verfehlung, Sünde), wird auch euch der Vater in dem Himmel vergeben.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Wenn ihr aber nicht vergebt den Menschen, wird auch der Vater euch eure Schuld nicht vergeben. &lt;br /&gt;
{{S|16}}&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Übersetzung ist sehr frei und gehört eigentlich in die Lesefassung: Macht keine trüben Gesichter wie die Heuchler, wenn ihr fastet, denn deren Gesichter sind verstellt um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;Wenn ihr aber fastet, werdet (seid) nicht verdrießlich&amp;lt;ref&amp;gt;wörtlich: mit finsterem Blick/ traurig/mürrisch dreinschauend&amp;lt;/ref&amp;gt; wie die Scheinheiligen (Heuchler), die ihr Gesicht verschwinden lassen&amp;lt;ref&amp;gt;ἀφανίζω bildet ein Wortspiel mit φαίνομαι, vgl. Jakobus 4,14, und heißt wörtlich unsichtbar machen. Da das Verb in Vers 19 wieder aufgenommen wird, habe ich nach einer Übersetzung gesucht, die für beide passt. Gemeint ist, dass diese Fastenden sich nicht waschen und ihr Gesicht daher unter einer dicken Schicht Dreck &amp;quot;verschwinden lassen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit die Leute wahrnehmen (sehen, bemerken)&amp;lt;ref&amp;gt;wörtlich: damit sie den Leuten als Fastende erscheinen&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass sie fasten. Wirklich (wahrlich), ich sage euch, sie haben ihren Lohn [bereits] erhalten&amp;lt;ref&amp;gt;nämlich dadurch, dass die Leute ihr Fasten bemerkt haben - d.h. sie haben um der Anerkennung durch die Leute willen gefastet, nicht um Gottes willen&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;perfektisches Präs. also auch möglich: „sie haben den Lohn (damit schon) erhalten“(Haubeck/Siebthal 2007, 28f)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|17}}Du aber, wenn du fastest, parfümiere (salbe) deinen Kopf (dein Haupt) und wasche dein Äußeres (Gesicht), &lt;br /&gt;
{{S|18}}damit &amp;lt;ref&amp;gt;das ist zu frei übersetzt: du bei den Menschen nicht den falschen Eindruck erweckst, dass du ein Fastender bist, sondern zu deinem verborgenen Vater, der dir im Verborgenen zusieht und dir vergibt (vergilt)&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht die Leute wahrnehmen (sehen, bemerken), dass du fastest &amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: damit du nicht den Leuten als Fastender erscheinst&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern (aber) dein Vater, der im Verborgenen (verborgen) ist. Und dein Vater, der ins das Verborgene sieht, wird dir [dein Fasten] vergelten (dich belohnen).&lt;br /&gt;
{{S|19}} Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde (auf Erden), wo Motten&amp;lt;ref&amp;gt;Kollektiver Singular&amp;lt;/ref&amp;gt; und Fraß (Holzwurm, Wurmfraß)&amp;lt;ref&amp;gt;das Griechische Wort βρώσις bedeutet eigentlich Speise (seit Homer); hier meint es das Zerfressen, Zernagen. Gemeint ist ein fressendes Insekt, wohl der Holzwurm, der die Holzkisten zerstört, in denen die Schätze aufbewahrt sind. Keinesfalls ist damit Rost gemeint, denn Gold, Silber oder Edelsteine können nicht von Kupferrost oder Grünspan befallen werden. Vgl. Dazu Ulrich Luz, EKK I/1, S. 464, Anm. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; [sie] verschwinden lassen (zerstören, vernichten) und [wo] Diebe einbrechen&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl.: durchgraben (von Lehmwänden), aber der Begriff ist zum t.t. für &amp;quot;einbrechen&amp;quot; geworden.&amp;lt;/ref&amp;gt; und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Sammelt aber euch Schätze im Himmel, wo weder Motten&amp;lt;ref&amp;gt;Kollektiver Singular&amp;lt;/ref&amp;gt; noch Fraß (Holzwurm, Wurmfraß) [sie] verschwinden lassen (zerstören, vernichten) und [wo] Diebe nicht einbrechen und auch nicht stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn (dort) wo dein Schatz ist&amp;lt;ref&amp;gt;ἐστιν: 3.Sg. Präsenz akt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da (dort) wird&amp;lt;ref&amp;gt;ἔσται: 3.Sg. Futur med.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Die Lampe des Leibes (Körpers) ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter (gesund) ist, so wird dein ganzer Leib (Körper) licht (erleuchtet) sein.&lt;br /&gt;
{{S|23}}Wenn aber dein Auge böse (schlecht) ist, so wird dein ganzer Leib finster (dunkel) sein. Wenn also das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist die Finsternis!&lt;br /&gt;
{{S|24}} Niemand (keiner) ist fähig (stark, mächtig)&amp;lt;ref&amp;gt;heißt: „niemand kann“ bzw. „niemandem ist es möglich“&amp;lt;/ref&amp;gt; zwei Herren zu dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten (sich um ihn kümmern) und den anderen verachten (mißachten). Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Geld, Reichtums, Vermögen) dienen.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Deswegen (Darum, Deshalb) sage ich euch: Seid nicht besorgt (beunruhigt, macht euch keine Sorgen) um euer Leben (eure Seele), was ihr essen [oder was ihr trinken] sollt&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Handschriften fehlt das Trinken (ἢ τί πίητε), das SBLGNT lässt es weg, NA27 setzt es in Klammern.&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch nicht (und nicht, oder) um euren Leib (Körper), über das, was ihr anziehen sollt. Ist (bedeutet) nicht das Leben (die Seele) mehr als Essen (die Speise) und der Leib mehr als Gewänder&amp;lt;ref&amp;gt;Koll. Singular&amp;lt;/ref&amp;gt; (Kleidung)? &lt;br /&gt;
{{S|26}} Seht (Schaut, Beobachtet) [euch] die Vögel des Himmels an, denn sie säen nicht und (, noch) ernten nicht, noch sammeln sie [etwas] ([Vorräte]) in Vorratshäuser (Scheunen); und [doch] (aber) euer himmlischer Vater ernährt (füttert) sie; seid ihr (unterscheidet ihr euch) nicht viel mehr wert (wertvoller) als sie&amp;lt;ref&amp;gt;„Mehr wert sein“ ist keine wörtliche Übersetzung, aber natürlich die Bedeutung von „διαφέρετε αὐτῶν“, „sich von ihnen unterscheiden“&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|27}} Wer aber von euch könnte dadurch, dass er sich sorgt (mit seinem Sorgen, Sorgen macht), hinzufügen (anfügen) an sein (zu seinem) Lebensalter [auch nur] eine Elle &amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sein Leben auch nur ein bisschen verlängern“ bzw. „einen Tag hinzufügen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und um ein Gewand&amp;lt;ref&amp;gt;Koll. Singular „um Kleideung“&amp;lt;/ref&amp;gt; (Auch was Die Kleidung betrifft), was sorgt (beunruhigt) ihr euch (warum macht ihr euch Sorgen)? Seht (Beobachtet, Lernt von den) die Blumen&amp;lt;ref&amp;gt;Feldblumen. „Lilien“ ist nicht gesichert.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Ackers (Feldes), wie sie wachsen; sie mühen sich (quälen) nicht und (noch) noch spinnen sie&amp;lt;ref&amp;gt;Pars pro toto für „machen sich Kleider“&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
{{S|29}} Ich aber sage euch, dass (:) nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit (Pracht, Glanz) bekleidet (angezogen) war  wie eine von diesen (ihnen).&lt;br /&gt;
{{S|30}} Wenn {nun (aber)} obwohl das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, Gott es trotzdem kleidet, [wird er] euch nicht viel mehr [kleiden], ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Also (Deswegen) sorgt euch nicht, indem (und) ihr sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?&lt;br /&gt;
{{S|32}} Denn nach allen diesem (diesen Dingen) streben (suchen, trachten) die Völker (Nationen, Heiden). Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge braucht (nötig habt).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Sucht {aber} erst (zuerst) das Reich (Herrschaft) [Gottes] (die Gottesherrschaft)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind sich die Quellen uneinig: Einige Quellen lesen hier βασιλείαν τοῦ θεοῦ (die gewählte Übersetzung), andere lassen τοῦ θεοῦ weg, wieder andere lesen βασιλείαν των ουρανων (also „Himmelreich“).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Gerechtigkeit, und dies alles (all dies) (andere) wird euch hinzugefügt (geschenkt) werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei übersetzt: „dafür werden euch alle anderen Dinge gegeben werden“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Sorgt euch also nicht (Macht euch also keine Sorgen) um den morgigen Tag (morgen, den nächsten Tag), denn der morgige Tag (morgen, der nächste Tag) hat eigene Sorgen (wird für sich selbst sorgen, bringt seine eigenen Sorgen mit): [Jeder] Tag hat genug eigenes Schlechtes (Übel).&amp;lt;ref&amp;gt;Der Versuch, einer wörtlicheren Wiedergabe: „Das dem [einzelnen] Tag zugehörige Schlechte ist genug.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_1&amp;diff=19480</id>
		<title>Diskussion:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_1&amp;diff=19480"/>
		<updated>2014-12-30T22:44:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Status */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Dymat&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = 1-45: ja, s. jedoch den Abschnitt unten zu V. 3. Mom. fehlt eine Fn zu Gottes Königsherrschaft/Reich in V. 15. Textkritik wird ab V. 27 nicht mehr besprochen! (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = 1: Elliptischer Einleitungssatz, in dem etliche Artikel ausgelassen sind (was häufiger zu beobachten ist). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2-3: Eingeleitetes, kombiniertes Schriftzitat (vgl. Fußnoten), das Johannes und Jesus zueinander sowie zu atl. Prophezeiungen in Beziehung bringt und denen Markus im weiteren Verlauf des Evangeliums folgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4-13 formulieren „biblisch klingend“ (France): sehr semitisierend, wobei Sätze mit &amp;quot;und&amp;quot; beginnen und direkt durch das Prädikat eingeleitet werden. Verschränkter Satzbau, Hebraismen, &amp;quot;sein&amp;quot; und &amp;quot;werden/sich ereignen&amp;quot; als generische Prädikate. Die Satzeinleitungen mit kai und die kurzen Sätze könnten auch auf Markus&#039; volkstümlichen griechischen Erzählstil zurückzuführen sein (NSS zu Mk 1,12, beruft sich auf M. Reiser, Syntax und Stil des Markusevangeliums im Licht der hellenistischen Volksliteratur, 1984). Jede ungewöhnliche Formulierung, die in der SF noch vorhanden ist, ist diesem Stil geschuldet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1-45: Weiter formuliert Markus sehr gerafft (εὐθὺς in 10 und 12 usw.; kurze, schnell abgeschlossene Handlungsstränge), aber lebendig. kai &amp;quot;und&amp;quot; ist eine äußerst häufige koordinierende Konjunktion (sonst ist im Griechischen eher de &amp;quot;und/aber&amp;quot; üblich). Der Prolog (1-15) steckt voller wiederholter Schlüsselbegriffe und stellt Johannes und Jesus mit ihrem Wirken in Erfüllung des Schriftzitats in 2-3 nebeneinander. (Ben)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = 1-45 (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1 und wo zitiert: Rudolf Pesch, Das Markusevangelium. Erster Teil (HthKNT), Freiburg 1976.&lt;br /&gt;
Wo zitiert: &lt;br /&gt;
Richard C. Blight, An Exegetical Summary of Mark 1–8 (ES), Dallas 2012;&lt;br /&gt;
Ernst Lohmeyer, [http://digi20.digitale-sammlungen.de/en/fontsize.3/object/display/bsb00051832_00001.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;start=50&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;rows=10&amp;amp;mode=simple Das Evangelium des Markus] (KEKNT), Göttingen 1951;&lt;br /&gt;
C.S. Mann, Mark. A New Translation with Introduction and Commentary (AB), Garden City 1986.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1-45: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Weitere zitierte Werke&amp;lt;/u&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Heinrich Greeven/Eberhard W. Güting, [http://http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC Textkritik des Markusevangeliums], Münster 2005;&lt;br /&gt;
Peter Head, [https://app.box.com/shared/yvo5xg56nn A Text-Critical Study of Mark 1.1: &#039;The Beginning of the Gospel of Jesus Christ&#039;], in: NTS 37.4 (1991), S. 621-629;&lt;br /&gt;
Bruce Manning Metzger, A Textual Commentary on the Greek New Testament. A Companion Volume to the United Bible Societies’ Greek New Testament (4th rev. ed.), London &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994;&lt;br /&gt;
Tommy Wasserman [http://evangelicaltextualcriticism.blogspot.com/2011/10/mark-11-handout.html Mark 1:1 Handout]. Zu dem Vortrag „The &amp;quot;Son of God&amp;quot; Was in the Beginning (Mark 1:1)“, den Wasserman auf der internationalen SBL-Konferenz 2010 hielt;&lt;br /&gt;
Wieland Willker, [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/TCG/ An Online Textual Commentary on the Greek Gospels: Mark], Bremen &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt;2013&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AT-Zitate: Rikk E. Watts, Mark, in: Commentary on the New Testament Use of the Old Testament (Hg. Carson/Beale), Grand Rapids 2007, S. 111-250 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter: Gerhard Delling, πλήρης, πληρόω, πλήρωμα, ἀναπληρόω, ἀνταναπληρόω, ἐκπληρόω, ἐκπλήρωσις, συμπληρόω, πληροφορέω, πληροφορία, in: TDNT, 283-311; &lt;br /&gt;
Edward P. Dixon, Descending Spirit and Descending Gods: A “Greek” Interpretation of the Spirit’s “Descent as a Dove” in Mark 1:10, in: JBL 128/4 (2009), 759–780;&lt;br /&gt;
M. J. Selman, House, in: New Bible Dictionary (Hg. Wood/Marshall u.a.), Leicester 1996, S. 487-90 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-45: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = 1-45: mehrmals drübergelesen (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
Die Verse 1-3 brauchen nur noch den Übersetzungsvergleich und können somit von mir aus als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markiert werden - wenn es keine Einsprüche gibt. Über Feedback zur Verständlichkeit und Relevanz der Fußnoten würde ich mich freuen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:11, 31. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1-8 erfüllen jetzt alle Kriterien (bis auf die fehlende Analyse der Constructus-Verbindung &amp;quot;Stimme eines Rufenden&amp;quot; in V. 3). Sie bilden auch eine abgrenzbare Untereinheit (z.B. France). Wer möchte, darf probe- und korrekturlesen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:52, 2. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: 1-15 (die &amp;quot;längere&amp;quot; Einleitung) sind jetzt fertig. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:11, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: 1-22. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:32, 7. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: Das ganze Kapitel! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:32, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Bei zwei Fragen würde ich mich besonders über Rückmeldungen freuen: a) die textkritische Argumentation und folgende Auslassung von &amp;quot;Sohn Gottes&amp;quot; in V. 1. b) die Übersetzung von eis auton in V. 11 samt Fußnote. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur möglichen späteren Revision: die Fn zu &amp;quot;aus Nazaret in Galiläa&amp;quot; (Titel oder Lokalangabe?) in V. 9. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Kapitel ist jetzt fertig korrigiert. Ich gebe 2 Wochen, dann werde ich es als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markieren, wenn es keinen Widerspruch gibt. Ende März plane ich, noch einmal meine ganze Arbeit gegenzulesen. Wenn das geschehen ist (oder wenn sich jemand anderes die Mühe macht), kann man sich über &amp;quot;fertige Studienfassung&amp;quot; unterhalten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:32, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, das Verfahren erscheint mir sinnvoll. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 13:12, 17. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Momentan haben wir bzgl. der Status die ungünstige Situation, dass die Studienfassung sowohl als fast fertig als auch (wg. des Status &amp;quot;Lesefassung in Arbeit&amp;quot;) als &amp;quot;final&amp;quot; eingeordnet ist (hier und bei [[Markus 2]]). Mein erster Gedanke wäre: Da das Statussystem noch nicht aktualisiert und die Lesefassung schon &amp;quot;anübersetzt&amp;quot; ist, lasst uns den LF-Status doch zunächst herausnehmen. Was meint ihr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht nutze ich das auch als Motivation, die Gegenlese doch noch schnell demnächst zu machen... --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:13, 30. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Treffen war vom zehnten bis zwölften Oktober und bis jetzt wurde das Statussystem nicht geändert. Ich würde es dringend ändern. Wäre dafür, den Status für die Lesefassung raus zu nehmen. Aber das Statussystem sollte so schnell wie möglich verbessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 23:44, 30. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
Nestle-Aland setzt hier die unsichere Lesart [des Sohnes Gottes] in Klammern, was bedeutet, dass man keine finale Entscheidung treffen wollte. Das müssen wir aber! Ich habe die Lesart mal in eine Fußnote verschoben. Sinnvoll ist evtl. zudem, beide Lesarten im Text zu listen (eine in der Klammer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ἀρχὴ können wir evtl. noch nachweisen, dass die Übersetzung mit bestimmtem Artikel richtig ist. Der NSS hat m.W. einen Beleg bei DBR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studienfassung sollte auch den Genitiv &amp;quot;Jesu Christi&amp;quot; bestimmen. M.M.n. ist er objektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Evangelium&amp;quot; brauchen wir eine Fußnote. Zudem sollten wir erklären, warum der Satz prädikatlos ist und welche Funktion er hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich überlasse das gerne einem Freiwilligen, werde das ansonsten aber selbst bald in Angriff nehmen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:15, 18. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Fußnoten sollten alle aufgeworfenen Fragen beantworten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:11, 31. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
Die Funktion der wörtlich ins Griechische übersetzten Konstruktus-Verbindung will ich noch genauer erforschen. Ich wüsste nicht, dass meine Kommentare dazu geschrieben hätten. Fast alle Übersetzungen umschreiben: &amp;quot;eine Stimme ruft&amp;quot; (Menge, EÜ, NGÜ). GNB: &amp;quot;In der Wüste ruft einer&amp;quot;, Luther: &amp;quot;Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste&amp;quot;. Zür übersetzt das Ptz. substantiviert: &amp;quot;Stimme eines Rufers&amp;quot;. Zumindest für die Lesefassung brauchen wir eine Vorstellung, wie wir das adequat wiedergeben wollen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:06, 1. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 8===&lt;br /&gt;
Dymat setzt in seiner Erstübersetzung eine Fußnote: &amp;lt;code&amp;gt;Da das Wort βαπτίζω eintauchen bedeutet, ist die Übersetzung in heiligem Geist m.E. die bessere Variante.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich wird das Wort in der LXX (bei Naaman) so gebraucht, im Neuen Testament würde ich aber von einer Bedeutungsverschiebung ausgehen. Hier wird das Wort zum Terminus technicus für eine zeremonielle Handlung. Man müsste untersuchen, ob das Untertauchen tatsächlich dazugehörte, und ob αὐτὸς δὲ βαπτίσει ὑμᾶς ἐν πνεύματι ἁγίῳ das wirklich signalisieren soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Collins 2007, 140 bestätigt Johannes die Praxis des Eintauchens, die auch in Qumrans Ritualbädern praktiziert wurde, allerdings ohne Quellen- oder weitere Angaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ἐν instrumental gemeint ist, aber auch mit der lokalen Deutung kann ich mich anfreunden. Aber auch wenn von einer Taufe &amp;quot;im Heiligen Geist&amp;quot; die Rede ist, würde das ein Unter- oder Eintauchen in den Geist beinhalten, oder wäre das Konzept nicht doch eher übertragen zu verstehen? Wenn Dymats Beobachtung stimmt, würde ich mich sehr über Vorschläge freuen, wie man das auf Deutsch ausdrücken könnte! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:02, 1. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommentar von France 2002, 72 befasst sich mit der Frage. Er warnt davor, zu viele Bilder in das Konzept der Geistestaufe hineinzulesen. Seine Schlussfolgerung: &amp;lt;code&amp;gt;The antithesis focuses neither on the verb βαπτίζω nor on its syntactical links, but on the contrast between water and the Holy Spirit, and on the two different levels of efficacy in the ministries of John and his successor which they represent.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Guelich 1989, 25 schreibt: &amp;lt;code&amp;gt;John, focusing on his baptism as the trademark to his ministry, used baptism metaphorically to contrast his ministry with that of “the Greater One.” The bestowal of the Spirit expressed metaphorically as a baptism signified God’s eschatological act of salvation promised long ago by the prophets ... Therefore, the Baptist was declaring the dawn of a new day of salvation, not simply a new baptism. &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches schreibt auch Pesch 1976, 85f. zur Geistestaufe, auch wenn er pneuma gerne als &amp;quot;Sturm&amp;quot; (des göttlichen Gerichts) verstehen möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher werde ich die Fußnote entfernen und die instrumentale Übersetzung von en vorziehen. Über Rückfragen freue ich mich natürlich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:22, 2. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich glaube auch, mich erinnern zu können, mal gelesen zu haben, dass viele Ritualbäder in Qumran eigentlich zu klein waren, als dass da jemand wirklich hätte untertauchen können (gleiches gilt für die urchristlichen Taufstätten). Auch dann wäre es wohl wirklich sinnvoller, βαπτίζω als schon zu Qumran-Zeiten ritualisierte Handlung aufzufassen, die nur noch begriffsmäßig mit dem &amp;quot;Untertauchen&amp;quot; zusammenhängt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ἐν: Schwyzer II.B.V.2.b.7.1 (das sind geile Stellenangaben :) - ist S. 457f.) erwähnt noch, dass ἐν + Lebewesen auch &#039;&#039;sozial&#039;&#039; verorten kann: &amp;quot;in Gegenwart von X, vor X&amp;quot; (aber das ist hier wohl theoretisch möglich und eher unwahrscheinlich). Wallace S. 374 diskutiert Mk 1,8, übersetzt &amp;quot;but he shall baptize you &#039;&#039;&#039;with&#039;&#039;&#039; the Holy Spirit&amp;quot; und kommentiert: &amp;quot;Here it is obvious that Christ is the agent (since autós is the subject) and the Holy Spirit is the means (and perhaps sphere) that the Lord uses to baptize.&amp;quot;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Schützenhilfe und Belege! :-) Zu Qumran meine ich den etwas kurzen Besprechungen zu entnehmen, dass man dort von einer Untertauch-Taufe ausgeht. Eigentlich waren alle bekannten Ritualbäder aus dieser Zeit zum Tauchen. Gerade im Kontext von Markus 1 spricht sprachlich auch vieles für ein Untertauchen. Wenn man Johannes&#039; Taufe als eine Art Vollzug der levitischen Reinigungsbäder versteht, dann ist auch da Untertauchen nicht unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu en: Genau so habe ich es am Ende auch verstanden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für das griechische Wort Evangelium eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:28, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schlage sowohl für Lesefassung als auch für Studienfassung „Freudenbotschaft“ vor, dass ich in Mk16 verwendet habe. Es ist recht wörtlich übersetzt und passt zu Bens Fußnote. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar eine klangvolle Lösung, aber sie ist mir etwas zu spezifisch. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie nicht in allen Kontexten passen könnte. Zu spezifisch ist die Konnotation &amp;quot;Freude&amp;quot;, die in &amp;quot;Evangelium&amp;quot; so nicht direkt enthalten ist. Auch wenn von Nachrichten vom Kaiser scheinbar Freude als Reaktion erwartet wurde, wissen wir nicht, ob der Begriff als so technisch bekannt war, dass man diese Erwartung automatisch hineingelesen hätte. Es ist eben völlig unklar, ob die Parallelen bewusst oder zufällig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klopfen wir doch mal ab. &amp;quot;Evangelium&amp;quot; scheint mehrere Konnotationen zu enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I. Ethymologisch&#039;&#039;&#039; (und wohl auch kontextuell vorhanden, aber wie stark, ist die Frage) sind zwei Informationen:&lt;br /&gt;
# Eine (religiöse oder in den religiösen Bereich gerückte) Botschaft&lt;br /&gt;
# Als Botschaft, Nachricht oder Neuigkeit handelt es sich um eine Information, 1. die nicht jeder kennt, 2. die zur Weitergabe bestimmt ist (oder üblicherweise weitergegeben wird).&lt;br /&gt;
# Diese Botschaft ist positiv (man könnte sagen: ein Grund zur Freude, aber man muss nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;II. Aus dem NT&#039;&#039;&#039; haben wir weitere Informationen: &lt;br /&gt;
# Theologisch: Diese Botschaft kommt von Gott. Sie ist zumindest teilweise schon im AT angekündigt/enthalten. Diese Botschaft muss man im Glauben annehmen. Sie bringt allen Menschen, die das tun, Heil. Die Informationen &amp;quot;gut&amp;quot;, &amp;quot;Nachricht&amp;quot; und &amp;quot;Weitergabe&amp;quot; sind korrekt, weswegen das Wort wohl auch von den Christen angenommen wurde.&lt;br /&gt;
# Es gibt jedoch verschiedene Ausprägungen, nämlich&lt;br /&gt;
## vorchristliche (z.B. die Verkündigung Jesu)&lt;br /&gt;
## christliche (das christliche, heilsbringende Evangelium)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;III. Aus der frühen Kirche&#039;&#039;&#039; kommt der Wandel zur Gattungsbezeichnung, der sich möglicherweise zum ersten Mal in der Einleitung des Markusevangeliums findet, entweder (und da bin ich mir unsicher)&lt;br /&gt;
# für ein Werk, das diese Botschaft (mit ihrem Zentrum: Jesus) festhält und erklärt oder&lt;br /&gt;
# speziell als Bericht des Lebens, der Botschaft, Passion und Auferstehung Jesu (so der moderne technische Sinn)&lt;br /&gt;
oder beides.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der ideale deutsche Begriff/Formel&#039;&#039;&#039; wäre &#039;&#039;&#039;a) theologisch korrekt&#039;&#039;&#039; (d.h. nicht irreführend), &#039;&#039;&#039;b) weit&#039;&#039;&#039; genug, um nicht nur die christliche Verkündigung, sowie zudem den Gattungsbegriff zuzulassen und in jeden Kontext zu passen, und &#039;&#039;&#039;c)&#039;&#039;&#039; in seiner Zusammensetzung (das Deutsche ist wie das Griechische eine synthetische Sprache, in der in vielen Wörtern die Bestandteile direkt erkenntlich sind) &#039;&#039;&#039;genauso deutlich wie das griechische Wort&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich mehrere Erwägungen:&lt;br /&gt;
# Ist es möglich, einen Begriff/Formel zu finden, um das Wort einheitlich zu übersetzen? Wenn nicht, müssen wir entweder a) je nach Kontext unterschiedliche Lösungen finden oder b) bei &amp;quot;Evangelium&amp;quot; als theologischem Fachbegriff bleiben.&lt;br /&gt;
# Ist es angesichts der vielfältigen Verwendungen und dieser Anforderungen sinnvoller, den Begriff einheitlich ins Deutsche zu übertragen, oder ist &amp;quot;Evangelium&amp;quot; als terminus technicus (t.t.) ausreichend? Der größte Nachteil von dt. &amp;quot;Evangelium&amp;quot; ist die fehlende sprachliche Klarheit. Damit geht ihm nicht nur Aussagekraft, sondern auch eine gewisse emotionale Wirkung ab.&lt;br /&gt;
# Es könnte einen gewissen Wert haben, in beiden Fassungen gleich vorzugehen.&lt;br /&gt;
# Wie wichtig ist uns beispielsweise der Gattungsbegriff? Können wir ihn vernachlässigen?&lt;br /&gt;
# Welche Rolle spielt für uns das Übersetzungsziel der Akzeptabilität? Mit anderen Worten: Vielleicht sollten wir zu exotische oder komplexe Lösungen vermeiden. Gerade die Lesefassung soll (wohl gerade auch in Hinsicht auf solche Schlüsselwörter) aus sich selbst heraus verständlich sein. Es kommt also vermutlich keine Übersetzung in Frage, der man nicht auf den ersten Blick anmerkt, dass sie sich aus Sicht des Christen hauptsächlich auf die christliche Botschaft bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist nicht zu Ende gedacht, es könnte weiter Folgerungen geben. Ich glaube, eine einheitliche Übersetzung (zumindest für die christliche Botschaft etwas bei Paulus) wäre wünschenswert. Ob man durchweg einheitlich oder nur innerhalb eines Bezugsrahmens einheitlich bleiben möchte, hängt vermutlich davon ab, welche Optionen wir finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rest muss ein Brainstorming klären. Ich glaube nicht, dass wir auf eine Lösung kommen werden, die noch niemand vor uns angewandt hat. Helfen könnten uns auch Beobachtungen, welche anderen Wendungen die biblischen Autoren auf dasselbe Konzept beziehen. (In Mk ist das z.B. &amp;quot;Wort&amp;quot; oder besser &amp;quot;Botschaft&amp;quot;.) Ich setze mal das Brainstorming fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olafs erster Vorschlag war &amp;quot;Freudenbotschaft&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute allgemeine Begriffe wären &amp;quot;gute Nachricht&amp;quot; oder &amp;quot;Frohe /Frohbotschaft&amp;quot;. Theologisch und wirkungsgeschichtlich angemessen wäre &amp;quot;Heilsbotschaft&amp;quot;, aber auch das ist relativ spezifisch (mehr als nötig?). Diese Vorschläge haben wie &amp;quot;Freudenbotschaft&amp;quot; den Nachteil, dass wir sie nicht als Gattungsbezeichnung gewöhnt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige spezifische Übersetzungen könnten z.B. in Richtung &amp;quot;die christliche Botschaft&amp;quot;, &amp;quot;Gottes Botschaft&amp;quot; oder &amp;quot;Heilsbotschaft&amp;quot; gehen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:32, 12. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Umkehr zur Vergebung der Sünden eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:33, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt „Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ habe ich in Lk3 „Bußtaufe zur Sündenvergebung“ gewählt – in der dortigen Studienfassung habe ich außerdem Ersatzformulierungen zu den einzelnen Teilbegriffen. Ich halte aber sowohl „Bußtaufe“ als auch „Sündenvergebung“ für gut verständlich für unsere Zielgruppe. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 14===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für das Evangelium Gottes eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:36, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe V. 1. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 17===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Kommt, folgt mir nach eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:39, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl „kommen“ als auch „nachfolgen“ ist aktuelle und allgemein übliches Hochdeutsch. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 23-34===&lt;br /&gt;
Auf vielfachen Wunsch habe ich im Beispiel für die didaktische Variante zu Dämonen den Text editiert und nun unheilige Gedanken ersetzt durch unheilige Geister bzw. unheiligen Geist mit Ausnahme von zwei Stellen, wo der Begriff im Zusammenhang mit Besessenheit auftaucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier das Zitat aus der Verstehbibel. Man könnte überlegen, an welchen Stellen im Text von xobin Dämon ersetzt werden kann durch unheiliger Geist. Der Begriff unheilig ist mir deshalb wichtig, weil er einen sprachlichen Antagonismus darstellt zu heiligem Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich trat in ihrer Kirche ein Mann in Erscheinung. Der war besessen von einem unheiligen Gedanken. Er brüllte wild herum. Seine Sprüche waren dabei diese: Ha! Was willst du überhaupt bei uns, Jesus? Du bist doch aus Nazareth. Weshalb bist du gekommen? Willst du uns kaputt machen? Ich kenn dich nur zu gut. Du bist der Heilige von Gott! Jetzt fuhr Jesus ihm ins Wort: Lass die Sprüche! Mach dich weg von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Stelle bekam der Mann Schüttelkrämpfe. Der unheilige Geist schrie dabei lauthals. Dann verließ er den Mann. Tief erschüttert fragten sich alle untereinander: Was war das? Ist das die neue Art zu predigen? Der erteilt mit Vollmacht den unheiligen Geistern Befehle. Und die gehorchen ihm. Das sprach sich sofort überall herum. Das ganze Gebiet von Galiläa erfuhr davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie aber hatten die Kirche schon wieder verlassen. Jakobus und Johannes kamen mit. Gemeinsam gingen sie mit Simon und Andreas zu deren Elternhaus. Die Schwiegermutter von Simon lag nämlich mit Fieber krank im Bett. Umgehend gab man ihm Bericht über ihren Zustand. Schon trat er auf sie zu. Er nahm sie bei der Hand und zog sie hoch. Das Fieber verschwand auf der Stelle. Sie konnte nun ihre Gäste sogar bewirten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen war es Abend geworden. Die Sonne war schon am untergehen. Und doch brachte man noch zu ihm alle Elenden und alle von unheiligen Gedanken Besessenen. Ja, die ganze Stadt versammelte sich vor der Haustür. Dort heilte er viele Kranke und Elende. Auch verscheuchte er jede Menge unheiliger Geister. Er ließ diese Dämonen aber nicht zu Wort kommen. Sie kannten ihn nämlich nur zu gut. Schließlich war er ja der Christus.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 13:26, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wort zum sprachlichen Hintergrund. Wenn Markus von &amp;quot;unreinen Geistern&amp;quot; schreibt, steht das synonym für &amp;quot;Dämonen&amp;quot;. Er benutzt diese Wendung absichtlich, um hervorzuheben, was für die Juden unrein ist. Nämlich offenbar auch die erwähnten Dämonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin abgesehen davon noch immer nicht überzeugt, dass wir Dämon überhaupt durch einen modernen Begriff ersetzen müssen. Die einzige bedeutungsäquivalente Übersetzung wäre &amp;quot;böser Geist&amp;quot;, aber ich sehe nicht, dass sie besser geeignet wäre. &amp;quot;unheilig&amp;quot; hebt eine zu spezielle Nebenbedeutung hervor. Die beste Ersatzformulierung ist in dieser Hinsicht möglichst neutral. Beispielsweise schwingen bei &amp;quot;böser Geist&amp;quot; m.E. keine anderen Konnotationen mit als bei &amp;quot;Dämon&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;quot;unheiliger Geist&amp;quot; gäbe es zudem die Gefahr, das theologisch falsch zu verstehen. Es gibt &#039;&#039;einen&#039;&#039; Heiligen Geist. Wenn wir dann von einem &#039;&#039;unheiligen Geist&#039;&#039; sprechen, denken sich manche Leser vielleicht, dass der &amp;quot;unheilige Geist&amp;quot; der &#039;&#039;eine&#039;&#039; Widersacher des Heiligen Geistes ist wie der Teufel der Widersacher Gottes. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:18, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich bin außerdem nicht ganz davon überzeugt, dass der Begriff &amp;quot;Dämon&amp;quot; umschrieben werden muss, &amp;quot;unheilig&amp;quot; aber selbsterklärend sein soll. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:04, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dämon ist ein griechisches Wort, dessen Bedeutung man auch als normal gebildeter Mensch nicht unmittelbar verstehen kann; es sei denn, du gehst davon aus, dass ein gebildeter Mensch griechisch kann. OK, ich bin ungebildet! Unheilig ist das Gegenteil von heilig und für jemanden mit Allgemeinbildung imho leichter zu verstehen als Dämon. Im andern Fall bräuchte man gar nicht mehr zu übersetzen, sondern könnte einfach die eingedeutschten griechischen Begriffe benutzen.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 21:13, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dämonen sind eigentlich ein in unserer Kultur recht geläufiges Konzept. Doch mir fällt gerade auf: Es ist hier dreimal von unreinen Geistern die Rede, aber niemals von Dämonen. Die Frage stellt sich also eigentlich nicht. Was ein &amp;quot;unreiner Geist&amp;quot; ist, wird ja wohl auch aus dem Kontext klar: Nämlich ein böses übernatürliches Wesen, das 1. Besitz und Kontrolle von Menschen ergreift, 2. Jesus erkennt und 3. seiner Macht weichen muss. Wie viel mehr muss denn dem Leser noch klar gemacht werden? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:23, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19447</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
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		<updated>2014-12-23T06:48:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Sowohl im Himmel als auch auf der Erde&amp;quot; ist eine Alternativposition, die nicht mal als Übersetzungsalternative in den Übersetzungstext mit aufgenommen wurde, weil in der FN ja &#039;&#039;dagegen&#039;&#039; argumentiert wird (&amp;lt;code&amp;gt; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt;) - wird das nicht klar? Dann muss ich die FN umschreiben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:37, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ja, wird nicht klar, du musst die Fußnote wohl deutlicher schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die FN argumentiert für Deutung (b), nach der &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; nicht die &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, sd. der &amp;quot;Test&amp;quot; &#039;&#039;meint&#039;&#039;, auch wenn es &#039;&#039;wörtlich&#039;&#039; meist &amp;quot;Versuchung&amp;quot; &#039;&#039;bedeutet&#039;&#039;. Strenggenommen müsste in den Fließtext wirklich primär &amp;quot;Tests&amp;quot; und erst Sekundär &amp;quot;Versuchungen&amp;quot;, aber das ist mit keiner wörtlichen Übersetzung von &#039;&#039;eisfero&#039;&#039; (&amp;quot;hineinbringen/-führen&amp;quot;) vereinbar (-&amp;gt; *&amp;quot;Führe uns nicht in Tests&amp;quot;). &lt;br /&gt;
:: Vgl. zum Sinn übrigens noch [http://biblehub.com/library/basil/basil_letters_and_select_works/letter_ccxix_to_the_clergy.htm Basilius, Ep. 219] - wäre das sinnvoll, das noch zu zitieren, oder ist das schon verständlich, was in der FN steht? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:26, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Es geht nicht um die Studienfassung, sondern um die Lesefassung. Normale Menschen sollen es auch richtig verstehen. Wenn du schreibst „führe uns nicht in Tests”, dann denken die Leute an Tests in der Schule. Der Inhalt soll doch rüber kommen. Für genaue Übersetzung ist dann die Studienfassung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:08, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Ja, ist klar, dass es um die LF geht (von der SF habe ich auch nur geschrieben, weil du meintest, die LF stimmte mit der SF überein). Gerad hier finde ich &amp;quot;Versuchung&amp;quot; problematisch. Das ist ja [http://de.wikipedia.org/wiki/Versuchung was anderes] als Tests und deshalb ist nichts gewonnen, wenn man das missverständliche (?) &amp;quot;Tests&amp;quot; durch &amp;quot;Versuchung&amp;quot; ersetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Warum sollte „Versuchung” falsch sein? Es sagt doch genau das aus, worum es geht. Ich kann dich nicht verstehen, du musst das mal genauer erklären. Es soll doch nicht darum gebeten werden, dass wir in der Schule keine Tests machen müssen, oder „Idioten-Tests” oder Einstellungstests oder was es noch für „normale Tests” gibt. Versuchung ist doch genau das, was das Problematische im Glauben ist. Mal lügen, weil es gerade praktisch ist, mal etwas stehlen, weil es gerade eine gute Gelegenheit ist usw. Du machst nicht deutlich, warum „Versuchung” falsch sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:52, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::: Hinter &amp;quot;Tests&amp;quot; und &amp;quot;Versuchungen&amp;quot; stehen zwei unterschiedliche Vorstellungen:&lt;br /&gt;
::::::* &#039;&#039;&#039;Versuchen&#039;&#039;&#039;: Jemanden zum zu etwas verführen, was dem Willen Gottes widerspricht; speziell zum Glaubensabfall.&lt;br /&gt;
::::::* &#039;&#039;&#039;Testen&#039;&#039;&#039;: Jemandes Glaubensfestigkeit testen; (auch:) in der Hoffnung, dass der Getestete sich bewähre.&lt;br /&gt;
:::::: Versuchung geschieht sozusagen aus &amp;quot;bösem&amp;quot; Interesse, &amp;quot;testen&amp;quot; nicht. Deswegen ist &amp;quot;Versuchen&amp;quot; mit Gott als Subjekt problematisch, und deshalb ist z.B. an die Liturgiekommision der DBK schon recht häufig die Eingabe gemacht worden, doch den Wortlaut des Vaterunsers - &amp;quot;Führe uns nicht in Versuchung&amp;quot; - zu überarbeiten, weil hier &amp;lt;code&amp;gt;mit der Möglichkeit [gerechnet wird], Gott verführe den Menschen zum Bösen.&amp;lt;/code&amp;gt; (Gielen 1998, S. 201) und das theologisch fragwürdig sei. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:32, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::Deshalb habe ich ja „Bewahre uns vor der Versuchung” formuliert. Mit dieser Bitte soll eben vor Versuchung bewahrt werden. Die Idee, dass Gott den Menschen verführen könnte, kann damit nicht aufkommen. Würde man „Tests” schreiben, würde man nur darum bitten, dass Gott einen nicht testet, aber die Verführungen vom Satan fallen dann raus, also bittet man nicht mehr, vor den Verführungen von Satan beschützt zu werden. Du musst die ganze Formulierung beachten, nicht nur ein Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:58, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::: (8 Einrückungen - könnte mein Rekord sein :) ) „Bewahre uns vor Versuchung“ entspricht der Deutung (a&#039;), und damit diese Deutung möglich ist, muss man von einem hypothetischen aramäischen Urtext ausgehen. Der &#039;&#039;griechische&#039;&#039; Text lässt das nicht zu; nach dem griechischen Text ist es ganz eindeutig Gott, der der Verursacher des &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; („Versuchung“/„Test“) ist. - Das ist deshalb eine mögliche Deutung, aber keine, der man sich anschließen sollte, wenn es andere Optionen gibt, die nicht von so einem hypothetischen Text ausgehen müssen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::: Also, verstehst du?: &amp;quot;bewahre uns vor der Versuchung&amp;quot; ist gleich doppelt anders gedeutet als die SF. Nach &amp;quot;Bewahre uns vor Versuchung&amp;quot; ist die Vorstellung die, dass (1) &#039;&#039;ein anderer&#039;&#039; - nämlich der Satan - (2) &#039;&#039;versucht&#039;&#039; und Gott vor dieser Versuchung bewahren soll. Nach &amp;quot;Unterziehe uns keinen Tests&amp;quot; dagegen ist es (1) &#039;&#039;Gott&#039;&#039;, der (2) &#039;&#039;testet&#039;&#039;. Zu &amp;quot;versuchen&amp;quot; vs. &amp;quot;testen&amp;quot; s. eben oben, zu Gott vs. Satan s. die FN, nach &amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &amp;lt;code&amp;gt;(a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&amp;lt;/code&amp;gt;. Wenn du trotzdem &amp;quot;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;quot; vertreten willst, ist das nicht eine Frage nach der LF-Übersetzung, sondern nach der SF-Deutung, und dann müssten wir oben darüber diskutieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:13, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::Ich kenne den Urtext nicht, daher kann ich zu der Studienfassung nichts sagen. Ich kann nur sagen, wie ich die Studienfassung und die Fußnoten verstehe. Wenn ich es nicht richtig verstehe, dann vermutlich viele andere Leser auch nicht. Wenn also Gott der Verursacher ist, und den Glauben testet, könnte man dann schreiben: „Teste/Prüfe nicht unseren Glauben“? Allerdings finde ich es sehr komisch, dass Jesus sagt, wir sollen Gott darum bitten, dass er uns nicht prüft. Warum sollte Gott uns prüfen?  Er weiß doch, wie stark der Glaube von jemandem ist. Und wenn Gott es tun sollte, wird er es ja für notwendig halten, also warum sollte man dann beten, dass Gott es nicht tut? Sinnvoller erscheint es mir, dass wir dafür bitten sollen, nicht in Versuchung zu geraten. Mir ist dann auch nicht klar, warum in den Studienfassung „Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten) uns nicht in Versuchung (Tests) sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen” steht. Warum steht dort „Versuchung“, wenn es in der Lesefassung dann nicht stehen soll? „lass nicht zu, dass wir geraten“ hat die Bedeutung von „bewahre uns vor“. Also wenn es so in der Lesefassung nicht stehen soll, dann kann es doch auch nicht in der Studienfassung so stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 11:41, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::: Ja, diese Vorstellung vom prüfenden Gott ist uns heutigen Christen fremd; im Alten Israel war sie aber recht verbreitet. Deswegen glaube ich ja auch, dass es da wahrscheinlich einer LF-Fußnote bedarf (ich habe ja bereits eine entworfen, s. hier das direkt folgende). Zu &amp;quot;Versuchung&amp;quot; habe ich ja schon oben geschrieben: &amp;lt;code&amp;gt;Strenggenommen müsste in den Fließtext wirklich primär &amp;quot;Tests&amp;quot; und erst sekundär &amp;quot;Versuchungen&amp;quot;, aber das ist mit keiner wörtlichen Übersetzung von &#039;&#039;eisfero&#039;&#039; (&amp;quot;hineinbringen/-führen&amp;quot;) vereinbar (-&amp;gt; *&amp;quot;Führe uns nicht in Tests&amp;quot;).&amp;lt;/code&amp;gt;. - aber ich hätte eigentlich gedacht, dass die FN zu genüge klar macht, welches von beiden die vorzuziehende Deutung ist. Und &amp;quot;lass nicht zu, dass wir geraten&amp;quot; steht in Klammern, ist also eine &#039;&#039;alternative&#039;&#039; Deutung (dafür sind die Klammern ja da). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:24, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::::Wir schreiben aber keine Lesefassung für das „Alte Israel”, sondern für heute, also ist es besser, sie für heute sinnvoll und verständlich zu formulieren, also schreiben wir „Bewahre uns vor der Versuchung“, weil das Andere für heute keinen Sinn ergibt. Denn Jesus hat gewusst, dass es 2000 Jahre später anders sein wird und sicher daher die Formulierung so gewählt, dass es so und so passt. Und wenn es so ist, dass man es noch nicht mal mit mit der Übersetzung vereinbaren kann, „Tests“ zu schreiben, dann überzeugst du mich im Moment nur noch mehr, dass meine Formulierung korrekt ist und das nicht, weil ich an meiner Übersetzung fest halten will; ich will eine korrekte Formulierung, ich will ein korrektes „Vater Unser”, deshalb wollte ich ja die lesefassungsreife Studienfassung um ein korrektes „Vater Unser” in der Lesefassung zu schreiben. Ich hätte jetzt gerne noch Begründungen anderer Personen zu dieser Diskussion, denn ich befürchte, dass wir beide hier so nicht weiter kommen. ;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 07:48, 23. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19444</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19444"/>
		<updated>2014-12-22T10:41:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Sowohl im Himmel als auch auf der Erde&amp;quot; ist eine Alternativposition, die nicht mal als Übersetzungsalternative in den Übersetzungstext mit aufgenommen wurde, weil in der FN ja &#039;&#039;dagegen&#039;&#039; argumentiert wird (&amp;lt;code&amp;gt; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt;) - wird das nicht klar? Dann muss ich die FN umschreiben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:37, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ja, wird nicht klar, du musst die Fußnote wohl deutlicher schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die FN argumentiert für Deutung (b), nach der &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; nicht die &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, sd. der &amp;quot;Test&amp;quot; &#039;&#039;meint&#039;&#039;, auch wenn es &#039;&#039;wörtlich&#039;&#039; meist &amp;quot;Versuchung&amp;quot; &#039;&#039;bedeutet&#039;&#039;. Strenggenommen müsste in den Fließtext wirklich primär &amp;quot;Tests&amp;quot; und erst Sekundär &amp;quot;Versuchungen&amp;quot;, aber das ist mit keiner wörtlichen Übersetzung von &#039;&#039;eisfero&#039;&#039; (&amp;quot;hineinbringen/-führen&amp;quot;) vereinbar (-&amp;gt; *&amp;quot;Führe uns nicht in Tests&amp;quot;). &lt;br /&gt;
:: Vgl. zum Sinn übrigens noch [http://biblehub.com/library/basil/basil_letters_and_select_works/letter_ccxix_to_the_clergy.htm Basilius, Ep. 219] - wäre das sinnvoll, das noch zu zitieren, oder ist das schon verständlich, was in der FN steht? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:26, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Es geht nicht um die Studienfassung, sondern um die Lesefassung. Normale Menschen sollen es auch richtig verstehen. Wenn du schreibst „führe uns nicht in Tests”, dann denken die Leute an Tests in der Schule. Der Inhalt soll doch rüber kommen. Für genaue Übersetzung ist dann die Studienfassung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:08, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Ja, ist klar, dass es um die LF geht (von der SF habe ich auch nur geschrieben, weil du meintest, die LF stimmte mit der SF überein). Gerad hier finde ich &amp;quot;Versuchung&amp;quot; problematisch. Das ist ja [http://de.wikipedia.org/wiki/Versuchung was anderes] als Tests und deshalb ist nichts gewonnen, wenn man das missverständliche (?) &amp;quot;Tests&amp;quot; durch &amp;quot;Versuchung&amp;quot; ersetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Warum sollte „Versuchung” falsch sein? Es sagt doch genau das aus, worum es geht. Ich kann dich nicht verstehen, du musst das mal genauer erklären. Es soll doch nicht darum gebeten werden, dass wir in der Schule keine Tests machen müssen, oder „Idioten-Tests” oder Einstellungstests oder was es noch für „normale Tests” gibt. Versuchung ist doch genau das, was das Problematische im Glauben ist. Mal lügen, weil es gerade praktisch ist, mal etwas stehlen, weil es gerade eine gute Gelegenheit ist usw. Du machst nicht deutlich, warum „Versuchung” falsch sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:52, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::: Hinter &amp;quot;Tests&amp;quot; und &amp;quot;Versuchungen&amp;quot; stehen zwei unterschiedliche Vorstellungen:&lt;br /&gt;
::::::* &#039;&#039;&#039;Versuchen&#039;&#039;&#039;: Jemanden zum zu etwas verführen, was dem Willen Gottes widerspricht; speziell zum Glaubensabfall.&lt;br /&gt;
::::::* &#039;&#039;&#039;Testen&#039;&#039;&#039;: Jemandes Glaubensfestigkeit testen; (auch:) in der Hoffnung, dass der Getestete sich bewähre.&lt;br /&gt;
:::::: Versuchung geschieht sozusagen aus &amp;quot;bösem&amp;quot; Interesse, &amp;quot;testen&amp;quot; nicht. Deswegen ist &amp;quot;Versuchen&amp;quot; mit Gott als Subjekt problematisch, und deshalb ist z.B. an die Liturgiekommision der DBK schon recht häufig die Eingabe gemacht worden, doch den Wortlaut des Vaterunsers - &amp;quot;Führe uns nicht in Versuchung&amp;quot; - zu überarbeiten, weil hier &amp;lt;code&amp;gt;mit der Möglichkeit [gerechnet wird], Gott verführe den Menschen zum Bösen.&amp;lt;/code&amp;gt; (Gielen 1998, S. 201) und das theologisch fragwürdig sei. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:32, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::Deshalb habe ich ja „Bewahre uns vor der Versuchung” formuliert. Mit dieser Bitte soll eben vor Versuchung bewahrt werden. Die Idee, dass Gott den Menschen verführen könnte, kann damit nicht aufkommen. Würde man „Tests” schreiben, würde man nur darum bitten, dass Gott einen nicht testet, aber die Verführungen vom Satan fallen dann raus, also bittet man nicht mehr, vor den Verführungen von Satan beschützt zu werden. Du musst die ganze Formulierung beachten, nicht nur ein Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:58, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::: (8 Einrückungen - könnte mein Rekord sein :) ) „Bewahre uns vor Versuchung“ entspricht der Deutung (a&#039;), und damit diese Deutung möglich ist, muss man von einem hypothetischen aramäischen Urtext ausgehen. Der &#039;&#039;griechische&#039;&#039; Text lässt das nicht zu; nach dem griechischen Text ist es ganz eindeutig Gott, der der Verursacher des &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; („Versuchung“/„Test“) ist. - Das ist deshalb eine mögliche Deutung, aber keine, der man sich anschließen sollte, wenn es andere Optionen gibt, die nicht von so einem hypothetischen Text ausgehen müssen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::: Also, verstehst du?: &amp;quot;bewahre uns vor der Versuchung&amp;quot; ist gleich doppelt anders gedeutet als die SF. Nach &amp;quot;Bewahre uns vor Versuchung&amp;quot; ist die Vorstellung die, dass (1) &#039;&#039;ein anderer&#039;&#039; - nämlich der Satan - (2) &#039;&#039;versucht&#039;&#039; und Gott vor dieser Versuchung bewahren soll. Nach &amp;quot;Unterziehe uns keinen Tests&amp;quot; dagegen ist es (1) &#039;&#039;Gott&#039;&#039;, der (2) &#039;&#039;testet&#039;&#039;. Zu &amp;quot;versuchen&amp;quot; vs. &amp;quot;testen&amp;quot; s. eben oben, zu Gott vs. Satan s. die FN, nach &amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &amp;lt;code&amp;gt;(a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&amp;lt;/code&amp;gt;. Wenn du trotzdem &amp;quot;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;quot; vertreten willst, ist das nicht eine Frage nach der LF-Übersetzung, sondern nach der SF-Deutung, und dann müssten wir oben darüber diskutieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:13, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::Ich kenne den Urtext nicht, daher kann ich zu der Studienfassung nichts sagen. Ich kann nur sagen, wie ich die Studienfassung und die Fußnoten verstehe. Wenn ich es nicht richtig verstehe, dann vermutlich viele andere Leser auch nicht. Wenn also Gott der Verursacher ist, und den Glauben testet, könnte man dann schreiben: „Teste/Prüfe nicht unseren Glauben“? Allerdings finde ich es sehr komisch, dass Jesus sagt, wir sollen Gott darum bitten, dass er uns nicht prüft. Warum sollte Gott uns prüfen?  Er weiß doch, wie stark der Glaube von jemandem ist. Und wenn Gott es tun sollte, wird er es ja für notwendig halten, also warum sollte man dann beten, dass Gott es nicht tut? Sinnvoller erscheint es mir, dass wir dafür bitten sollen, nicht in Versuchung zu geraten. Mir ist dann auch nicht klar, warum in den Studienfassung „Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten) uns nicht in Versuchung (Tests) sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen” steht. Warum steht dort „Versuchung“, wenn es in der Lesefassung dann nicht stehen soll? „lass nicht zu, dass wir geraten“ hat die Bedeutung von „bewahre uns vor“. Also wenn es so in der Lesefassung nicht stehen soll, dann kann es doch auch nicht in der Studienfassung so stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 11:41, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19442</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19442"/>
		<updated>2014-12-22T08:58:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Sowohl im Himmel als auch auf der Erde&amp;quot; ist eine Alternativposition, die nicht mal als Übersetzungsalternative in den Übersetzungstext mit aufgenommen wurde, weil in der FN ja &#039;&#039;dagegen&#039;&#039; argumentiert wird (&amp;lt;code&amp;gt; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt;) - wird das nicht klar? Dann muss ich die FN umschreiben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:37, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ja, wird nicht klar, du musst die Fußnote wohl deutlicher schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die FN argumentiert für Deutung (b), nach der &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; nicht die &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, sd. der &amp;quot;Test&amp;quot; &#039;&#039;meint&#039;&#039;, auch wenn es &#039;&#039;wörtlich&#039;&#039; meist &amp;quot;Versuchung&amp;quot; &#039;&#039;bedeutet&#039;&#039;. Strenggenommen müsste in den Fließtext wirklich primär &amp;quot;Tests&amp;quot; und erst Sekundär &amp;quot;Versuchungen&amp;quot;, aber das ist mit keiner wörtlichen Übersetzung von &#039;&#039;eisfero&#039;&#039; (&amp;quot;hineinbringen/-führen&amp;quot;) vereinbar (-&amp;gt; *&amp;quot;Führe uns nicht in Tests&amp;quot;). &lt;br /&gt;
:: Vgl. zum Sinn übrigens noch [http://biblehub.com/library/basil/basil_letters_and_select_works/letter_ccxix_to_the_clergy.htm Basilius, Ep. 219] - wäre das sinnvoll, das noch zu zitieren, oder ist das schon verständlich, was in der FN steht? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:26, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Es geht nicht um die Studienfassung, sondern um die Lesefassung. Normale Menschen sollen es auch richtig verstehen. Wenn du schreibst „führe uns nicht in Tests”, dann denken die Leute an Tests in der Schule. Der Inhalt soll doch rüber kommen. Für genaue Übersetzung ist dann die Studienfassung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:08, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Ja, ist klar, dass es um die LF geht (von der SF habe ich auch nur geschrieben, weil du meintest, die LF stimmte mit der SF überein). Gerad hier finde ich &amp;quot;Versuchung&amp;quot; problematisch. Das ist ja [http://de.wikipedia.org/wiki/Versuchung was anderes] als Tests und deshalb ist nichts gewonnen, wenn man das missverständliche (?) &amp;quot;Tests&amp;quot; durch &amp;quot;Versuchung&amp;quot; ersetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Warum sollte „Versuchung” falsch sein? Es sagt doch genau das aus, worum es geht. Ich kann dich nicht verstehen, du musst das mal genauer erklären. Es soll doch nicht darum gebeten werden, dass wir in der Schule keine Tests machen müssen, oder „Idioten-Tests” oder Einstellungstests oder was es noch für „normale Tests” gibt. Versuchung ist doch genau das, was das Problematische im Glauben ist. Mal lügen, weil es gerade praktisch ist, mal etwas stehlen, weil es gerade eine gute Gelegenheit ist usw. Du machst nicht deutlich, warum „Versuchung” falsch sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:52, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::: Hinter &amp;quot;Tests&amp;quot; und &amp;quot;Versuchungen&amp;quot; stehen zwei unterschiedliche Vorstellungen:&lt;br /&gt;
::::::* &#039;&#039;&#039;Versuchen&#039;&#039;&#039;: Jemanden zum zu etwas verführen, was dem Willen Gottes widerspricht; speziell zum Glaubensabfall.&lt;br /&gt;
::::::* &#039;&#039;&#039;Testen&#039;&#039;&#039;: Jemandes Glaubensfestigkeit testen; (auch:) in der Hoffnung, dass der Getestete sich bewähre.&lt;br /&gt;
:::::: Versuchung geschieht sozusagen aus &amp;quot;bösem&amp;quot; Interesse, &amp;quot;testen&amp;quot; nicht. Deswegen ist &amp;quot;Versuchen&amp;quot; mit Gott als Subjekt problematisch, und deshalb ist z.B. an die Liturgiekommision der DBK schon recht häufig die Eingabe gemacht worden, doch den Wortlaut des Vaterunsers - &amp;quot;Führe uns nicht in Versuchung&amp;quot; - zu überarbeiten, weil hier &amp;lt;code&amp;gt;mit der Möglichkeit [gerechnet wird], Gott verführe den Menschen zum Bösen.&amp;lt;/code&amp;gt; (Gielen 1998, S. 201) und das theologisch fragwürdig sei. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:32, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::Deshalb habe ich ja „Bewahre uns vor der Versuchung” formuliert. Mit dieser Bitte soll eben vor Versuchung bewahrt werden. Die Idee, dass Gott den Menschen verführen könnte, kann damit nicht aufkommen. Würde man „Tests” schreiben, würde man nur darum bitten, dass Gott einen nicht testet, aber die Verführungen vom Satan fallen dann raus, also bittet man nicht mehr, vor den Verführungen von Satan beschützt zu werden. Du musst die ganze Formulierung beachten, nicht nur ein Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:58, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19440</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19440"/>
		<updated>2014-12-22T05:52:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Sowohl im Himmel als auch auf der Erde&amp;quot; ist eine Alternativposition, die nicht mal als Übersetzungsalternative in den Übersetzungstext mit aufgenommen wurde, weil in der FN ja &#039;&#039;dagegen&#039;&#039; argumentiert wird (&amp;lt;code&amp;gt; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt;) - wird das nicht klar? Dann muss ich die FN umschreiben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:37, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ja, wird nicht klar, du musst die Fußnote wohl deutlicher schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die FN argumentiert für Deutung (b), nach der &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; nicht die &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, sd. der &amp;quot;Test&amp;quot; &#039;&#039;meint&#039;&#039;, auch wenn es &#039;&#039;wörtlich&#039;&#039; meist &amp;quot;Versuchung&amp;quot; &#039;&#039;bedeutet&#039;&#039;. Strenggenommen müsste in den Fließtext wirklich primär &amp;quot;Tests&amp;quot; und erst Sekundär &amp;quot;Versuchungen&amp;quot;, aber das ist mit keiner wörtlichen Übersetzung von &#039;&#039;eisfero&#039;&#039; (&amp;quot;hineinbringen/-führen&amp;quot;) vereinbar (-&amp;gt; *&amp;quot;Führe uns nicht in Tests&amp;quot;). &lt;br /&gt;
:: Vgl. zum Sinn übrigens noch [http://biblehub.com/library/basil/basil_letters_and_select_works/letter_ccxix_to_the_clergy.htm Basilius, Ep. 219] - wäre das sinnvoll, das noch zu zitieren, oder ist das schon verständlich, was in der FN steht? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:26, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Es geht nicht um die Studienfassung, sondern um die Lesefassung. Normale Menschen sollen es auch richtig verstehen. Wenn du schreibst „führe uns nicht in Tests”, dann denken die Leute an Tests in der Schule. Der Inhalt soll doch rüber kommen. Für genaue Übersetzung ist dann die Studienfassung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:08, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Ja, ist klar, dass es um die LF geht (von der SF habe ich auch nur geschrieben, weil du meintest, die LF stimmte mit der SF überein). Gerad hier finde ich &amp;quot;Versuchung&amp;quot; problematisch. Das ist ja [http://de.wikipedia.org/wiki/Versuchung was anderes] als Tests und deshalb ist nichts gewonnen, wenn man das missverständliche (?) &amp;quot;Tests&amp;quot; durch &amp;quot;Versuchung&amp;quot; ersetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Warum sollte „Versuchung” falsch sein? Es sagt doch genau das aus, worum es geht. Ich kann dich nicht verstehen, du musst das mal genauer erklären. Es soll doch nicht darum gebeten werden, dass wir in der Schule keine Tests machen müssen, oder „Idioten-Tests” oder Einstellungstests oder was es noch für „normale Tests” gibt. Versuchung ist doch genau das, was das Problematische im Glauben ist. Mal lügen, weil es gerade praktisch ist, mal etwas stehlen, weil es gerade eine gute Gelegenheit ist usw. Du machst nicht deutlich, warum „Versuchung” falsch sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:52, 22. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19435</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19435"/>
		<updated>2014-12-21T15:08:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Sowohl im Himmel als auch auf der Erde&amp;quot; ist eine Alternativposition, die nicht mal als Übersetzungsalternative in den Übersetzungstext mit aufgenommen wurde, weil in der FN ja &#039;&#039;dagegen&#039;&#039; argumentiert wird (&amp;lt;code&amp;gt; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt;) - wird das nicht klar? Dann muss ich die FN umschreiben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:37, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ja, wird nicht klar, du musst die Fußnote wohl deutlicher schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die FN argumentiert für Deutung (b), nach der &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; nicht die &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, sd. der &amp;quot;Test&amp;quot; &#039;&#039;meint&#039;&#039;, auch wenn es &#039;&#039;wörtlich&#039;&#039; meist &amp;quot;Versuchung&amp;quot; &#039;&#039;bedeutet&#039;&#039;. Strenggenommen müsste in den Fließtext wirklich primär &amp;quot;Tests&amp;quot; und erst Sekundär &amp;quot;Versuchungen&amp;quot;, aber das ist mit keiner wörtlichen Übersetzung von &#039;&#039;eisfero&#039;&#039; (&amp;quot;hineinbringen/-führen&amp;quot;) vereinbar (-&amp;gt; *&amp;quot;Führe uns nicht in Tests&amp;quot;). &lt;br /&gt;
:: Vgl. zum Sinn übrigens noch [http://biblehub.com/library/basil/basil_letters_and_select_works/letter_ccxix_to_the_clergy.htm Basilius, Ep. 219] - wäre das sinnvoll, das noch zu zitieren, oder ist das schon verständlich, was in der FN steht? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:26, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Es geht nicht um die Studienfassung, sondern um die Lesefassung. Normale Menschen sollen es auch richtig verstehen. Wenn du schreibst „führe uns nicht in Tests”, dann denken die Leute an Tests in der Schule. Der Inhalt soll doch rüber kommen. Für genaue Übersetzung ist dann die Studienfassung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:08, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19432</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19432"/>
		<updated>2014-12-21T13:55:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* wie im Himmel, so auf Erden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Sowohl im Himmel als auch auf der Erde&amp;quot; ist eine Alternativposition, die nicht mal als Übersetzungsalternative in den Übersetzungstext mit aufgenommen wurde, weil in der FN ja &#039;&#039;dagegen&#039;&#039; argumentiert wird (&amp;lt;code&amp;gt; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt;) - wird das nicht klar? Dann muss ich die FN umschreiben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:37, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ja, wird nicht klar, du musst die Fußnote wohl deutlicher schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:55, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19430</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19430"/>
		<updated>2014-12-21T11:35:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kann auch hier das Problem nicht erkennen. Wie oben stimmt es ja auch hier mit der Studienfassung überein. Auch [https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_m Fußnote m] stimmt mit dem überein, was ich formuliert habe, so wie es auch in der Studienfassung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:35, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19427</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19427"/>
		<updated>2014-12-21T11:22:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* wie im Himmel, so auf Erden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
:Ich kann da keinen Widerspruch erkennen; in der [[https://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_h Fußnote h]] steht:  „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“. Was ist da an „im Himmel und auf der Erde“ so widersprüchlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 12:22, 21. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_9&amp;diff=19396</id>
		<title>Genesis 9</title>
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		<updated>2014-12-18T18:52:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Rechtschreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihm: Seid fruchbar und seid viele und füllt die Erde.{{par|Genesis|1|28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und ein „Euch Fürchten“ und ein „Erschrecken vor Euch“ wird über allen Tieren der Erde sein und über allen Vögeln des Himmels, bei allem, das kriecht auf dem Erdboden und allen Fischen des Meeres - in Eure Hand sind sie gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}}  Alles Kriechende, das  lebt wird euch gegeben zur Speise wie das Grüne Kraut gebe ich euch dies alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Doch das Fleisch in seiner Lebenskraft in seinem Blut sollt ihr nicht essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}}  Und es erwachte Noach von seinem Weinrausch und er erkannte durch das, was angetan hatte ihm sein Sohn, der Jüngste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}}  Und er sprach: Verflucht [ist] Kanaan, [ein] Knecht [von] Knechten soll er werden für seine Brüder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}}  Und er sprach: Gesegnet [ist] JHWH, [der] Gott Sems, und es sei Kanaan [ein] Knecht von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}}  Weit mache es Gott für Jafet und er soll wohnen{{par|Genesis|10|5}} in den Zelten Sems, und es sei Kanaan [ein] Knecht von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}}  Und es lebte Noach nach der Wasserflut [noch] 350 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}}  Und alle Erdentage Noachs [sind] 950 Jahre, und er starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_9&amp;diff=19395</id>
		<title>Genesis 9</title>
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		<updated>2014-12-18T18:52:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Rechtschreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihm: Seid fruchbar und seit viele und füllt die Erde.{{par|Genesis|1|28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und ein „Euch Fürchten“ und ein „Erschrecken vor Euch“ wird über allen Tieren der Erde sein und über allen Vögeln des Himmels, bei allem, das kriecht auf dem Erdboden und allen Fischen des Meeres - in Eure Hand sind sie gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}}  Alles Kriechende, das  lebt wird euch gegeben zur Speise wie das Grüne Kraut gebe ich euch dies alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Doch das Fleisch in seiner Lebenskraft in seinem Blut sollt ihr nicht essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|24}}  Und es erwachte Noach von seinem Weinrausch und er erkannte durch das, was angetan hatte ihm sein Sohn, der Jüngste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}}  Und er sprach: Verflucht [ist] Kanaan, [ein] Knecht [von] Knechten soll er werden für seine Brüder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}}  Und er sprach: Gesegnet [ist] JHWH, [der] Gott Sems, und es sei Kanaan [ein] Knecht von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}}  Weit mache es Gott für Jafet und er soll wohnen{{par|Genesis|10|5}} in den Zelten Sems, und es sei Kanaan [ein] Knecht von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}}  Und es lebte Noach nach der Wasserflut [noch] 350 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}}  Und alle Erdentage Noachs [sind] 950 Jahre, und er starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Leserfreundlich1.jpg&amp;diff=19335</id>
		<title>Datei:Leserfreundlich1.jpg</title>
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		<updated>2014-12-14T21:17:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Leserfreundlich.jpg&amp;diff=19329</id>
		<title>Datei:Leserfreundlich.jpg</title>
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		<updated>2014-12-14T19:42:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19176</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19176"/>
		<updated>2014-12-03T05:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;es geht um Nahrung.&amp;quot; oder sogar um alles(!) was wir zum Leben(?)/ zum Überleben(?) brauchen.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:27, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterungen zu &amp;quot;kommend&amp;quot; in FN j sind rein linguistischer Natur; sprachlich gesehen meint dieses &amp;quot;kommend&amp;quot; den &amp;quot;vor einem liegenden&amp;quot; Tag. Und da man ja das Vater Unser auch am Abend äußern kann, wäre das in solchen Fällen der nächste Tag. Rein sprachlich gesehen, jedenfalls. Das beißt sich nicht damit, dass Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern. Das kann er gerade deshalb sagen - wie auch &amp;quot;Sorgt euch nicht um euer Leben - darum, was ihr essen werdet&amp;quot; (Mt 6,25) -, weil &#039;&#039;Gott&#039;&#039; für die Nahrung des Menschen sorgt (V. 26). Hier soll also gerade darum gebetet werden, wovon Jesus andernorts sagt, dass Gott in der Tat dafür Sorge trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfgang schreibt, ist wohl richtig; &amp;quot;Brot&amp;quot; ist sozusagen der absolut Minimalbedarf eines Menschen. Aber mehr als &amp;quot;Nahrung&amp;quot; oder &amp;quot;Essen&amp;quot; zu übersetzen, geht zu weit, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:21, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hängt mit dem vorigen Punkt zusammen, in dem ich überlegt habe, ob man in der LF das &amp;quot;unser&amp;quot; in &amp;quot;Vater unser&amp;quot; nicht lieber rauslassen sollte. Dieses &amp;quot;unser&amp;quot; hatte wohl v.a. die Funktion, aus dem Vaterunser ein gemeindetaugliches Gebet zu machen; wenn man das wegstriche, dafür aber das Gebet selbst beginnen ließe mit &amp;quot;&#039;&#039;Wir&#039;&#039; beten dafür...&amp;quot;, wäre auf Umwegen dieses &amp;quot;unser&amp;quot; doch mehr oder weniger wieder drin. So war das gemeint. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:59, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt.&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; finde ich nicht so gut, aber das ist meine Schuld. Ich habe die FN jetzt noch etwas präzisiert, und ich muss zugeben, dass ich außerdem sowohl dort als auch hier das &amp;quot;Gott als Herrn anerkennen&amp;quot; zu stark betont habe, um die Nähe der beiden Bitten deutlich zu machen. Das als &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr und&amp;lt;/code&amp;gt; eigens als Bitte zu explizieren geht definitiv zu weit (aber, wie gesagt, das war meine Schuld).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns deinen Willen tun&amp;lt;/code&amp;gt; und bei &amp;lt;code&amp;gt;Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; ist, dass nach dieser Formulierung Gott wieder der Aktive ist, was aber im Griechischen ganz gezielt nicht so formuliert ist. Die ersten drei Bitten richten sich zwar &#039;&#039;an Gott&#039;&#039;, erbitten aber nicht &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;für Gott&#039;&#039;. Mongoose&#039; Formulierung machen aus den ersten beiden Bitten wieder Bitten &#039;&#039;von Gott&#039;&#039;. &amp;lt;code&amp;gt;Sei du unser Herr&amp;lt;/code&amp;gt; würde ich daher durchaus streichen und &amp;lt;code&amp;gt;lasse uns deinen Willen tun. / Sei du der Herrscher der Welt&amp;lt;/code&amp;gt; umformulieren. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:16, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====wie im Himmel, so auf Erden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose&#039; Übersetzung (&amp;lt;code&amp;gt;im Himmel und auf der Erde&amp;lt;/code&amp;gt;) übersetzt genau das Gegenteil von dem, was in FN h als Bedeutung dieser Wendung erläutert wurde. Warum denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Reich====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 12f===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Vergib unser Sünden, wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben / Bewahre uns vor der Versuchung...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind jetzt je 2x die theologischen Begriffe &amp;quot;Sünde&amp;quot; + &amp;quot;vergeben&amp;quot; und 1x &amp;quot;Versuchung&amp;quot; drin. Geht das wirklich nicht ohne? Mongoose, wieso hast du dich denn jetzt für diese Formulierung entschieden statt z.B. für die, die ich oben vorgeschlagen habe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;Bewahre uns vor der Versuchung&amp;lt;/code&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mongoose, hast du FN m gelesen? Fandest du sie unverständlich, oder hast du dich bewusst dafür entschieden, auch hier wieder das Gegenteil von dem, was die FN erläutert, zu übersetzen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:31, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe alle Fußnoten und die Diskussionseite gelesen. Wenn ich was falsch formuliert habe, habe ich wohl etwas nicht verstanden. Ich werde es mir in paar Tagen genauer anschauen, da ich viel für die Universität mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 06:39, 3. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19152</id>
		<title>Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19152"/>
		<updated>2014-11-30T09:01:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} &amp;lt;i&amp;gt;Ihr&amp;lt;/i&amp;gt; sollt deshalb so beten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmlischer Vater,&lt;br /&gt;
sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{L|10}} Sei du der Herrscher der Welt.&lt;br /&gt;
:Was du möchtest, soll geschehen — im Himmel und auf der Erde.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Gib uns heute genug zu essen&lt;br /&gt;
{{L|12}} und vergib unsere Sünden,&lt;br /&gt;
:wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Bewahre uns vor der Versuchung,&lt;br /&gt;
:und rette uns vor dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}Achtet gut darauf, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden, sonst werdet ihr keinen Lohn beim Vater eurer haben, dem in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|2}}Wenn du aus Barmherzigkeit spenden möchtest, dann rede nicht darüber, was (wie viel) du gespendet hast, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, um {sie} von den Menschen verherrlicht zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.&lt;br /&gt;
{{S|3}}Du aber, wenn du schon Gaben aus Barmherzigkeit spendest, so lass deine Linke [Hand] nicht wissen, was deine Rechte [Hand] tut,&lt;br /&gt;
{{S|4}}damit deine Spenden anonym bleiben, dann wird dein Vater, der verborgen zusieht, dir vergeben (vergelten).&lt;br /&gt;
{{S|5}}Und auch beim Beten seid nicht wie die Heuchler, denn sie beten gerne so, dass es jeder sieht, ob stehend in den Synagogen und an Ecken der Hauptstraßen (der breiten Straßen), um von allen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|6}}Du hingegen, wenn du betest, geh nach Hause und schließe hinter dir die Tür zu, bete zu deinem Vater, der Verborgen ist, dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergeben (vergelten, deine Gebete erhören)&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr betet, dann betet nicht immer mit den gleichen Worten (monoton), so wie es die Leute tun aus den Nationen, die denken, dass ihre Gebete erhört werden aufgrund der vielen Worte.&lt;br /&gt;
{{S|8}}Tut nicht das Gleiche, bevor ihr anfangt zu beten, denn euer Vater weiß, welche Dinge benötigt werden von jedem Einzelnen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; - Gr. ὑμεῖς &#039;&#039;ihr&#039;&#039; steht hier betont am Ende des Satzes und grenzt so die Jünger von den „plappernden Heuchlern“ ab (Hagner 1993, S. 147): Im Gegensatz zu diesen sollen die Jünger „folgendermaßen beten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollt daher (also) folgendermaßen beten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Du) Unser Vater {der} im Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; - W. „in den Himmeln“; idiomatischer Plural, der sich häufiger im NT findet (wohl ein Semitismus). In der LF sollte mit Einzahl übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039; - Man geht gemeinhin davon aus, dass die auf Griechisch überlieferten Formen des Vater Unsers auf eine ursprünglich aramäische Überlieferung zurückgehen. Vermutlich liegt [[Matthäus 6#s9 |Mt 6,9]] (&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, gr. Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς) und [[Lukas 11#s2|Lk 11,2]] (schlicht „Vater“, gr. Πάτερ) das aramäische und für Jesus typische {{hebr}}אַבָּא{{hebr ende}} &#039;&#039;´Abba&#039;&#039; „Vater“ zu Grunde (nicht: „Papa“ oder gar „Papi“, wie öfter zu lesen ist; vgl. Barr 1988). Das bedeutet: Die matthäische Version ist sowohl (1) um ἡμῶν &#039;&#039;unser&#039;&#039; als auch (2) um ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; angereichert. Die Intention dahinter war wohl, das schlichte „Vater“ beizubehalten und gleichzeitig „liturgietauglich“ zu machen: „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater“ findet sich häufiger in jüdischen Gebeten (s. z. B. das „[http://www.talmud.de/tlmd/avinu-malkenu/ Unser Vater, unser König]“) und war wohl charakteristisch für Gemeindegebete (Grimm 1992, S. 26; Gundry 1994, S. 105; Lambrecht 1984, S. 128f). Ähnliches gilt für „Vater &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039;“, das sich ebenfalls häufiger in jüdischen Gebeten fand: „Wo immer die Rabbinen von Gott als dem Vater sprachen, führten sie den Zusatz „himmlisch“ ein, weil ihnen die vertraulich-intime Anrede „Vater“ gegenüber Gott zu respektlos erschien.“ (Schnackenburg 1984, S. 111; so fast alle Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der sinnvollsten Übersetzung ist schwierig: Eigentlich ist weder das evangelische „unser Vater“ noch das katholische „Vater unser“ korrektes Deutsch, da das Deutsche Vokative nicht mit Pronomina konstruiert - außer in geprägten Wendungen wie „Eure Majestät“ und eben „Vater unser“. Die Wortstellung in „Vater unser“ ist zudem zwar nicht „grammatikalisch falsch“ (Luz 1985, S. 333), aber veraltet, ohne dabei einen bedeutungsmäßigen Unterschied zu machen. Wie also übersetzen? Für jede mögliche Übersetzung - (1) &#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;Unser&amp;lt;/s&amp;gt; Vater im Himmel&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, (3) &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - lässt sich sinnvoll argumentieren. Zum Beispiel: (1) ist das beste Deutsch und erfüllt die gleiche Funktion wie das griechische „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater im Himmel“, da es im Deutschen ja auch ohne dieses Pronomen ein „liturgietaugliches Gemeindegebet“ wäre. Andererseits wäre (3) gerade als geprägte und veraltete Wendung stilistisch am nähsten am Griechischen. Und (2) ist ein sinnvoller Mittelweg zw. natürlichem Deutsch und Treue zum Griechischen. Letztlich ist wohl jede dieser Übersetzungen gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Weisheit|14|3}}{{par|Jesaja|63|16}}{{par|Jesaja|64|7}}{{par|Jeremia|3|19}}{{par|Markus|11|25}}{{par|Markus|14|36}}{{par|3Makkabäer|6|3}}{{par|3Makkabäer|6|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge (Mögest)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Möge&#039;&#039; - Imperativ Aorist; die griechische Standard-Verbform für Gebete (die sonst keine weitere temporalsemantische Bedeutung hat; vgl. Grosvenor/Zerwick u. a.): Wieder - wie schon in &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - greift Mt zurück auf ein „Gebetsidiom“. Vielleicht entspricht dem heute eher das deutsche Gebetsidiom „Wir bitten (dafür), dass...“? B/N zumindest übersetzen sehr gut mit „Lass uns...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Name (du) geheiligt &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Möge dein Name geheiligt werden&#039;&#039; - „Den Namen Gottes heiligen“ ist ein jüdisches Idiom und bedeutet in etwa „Gott als Herrn anerkennen und deshalb seinen Willen tun“; vgl. z. B. [https://archive.org/stream/kommentarzumneue01stra#page/414/mode/2up B/S I, bes. S. 414], auch S. 412; ThWNT I, S. 99; [http://www.jewishencyclopedia.com/articles/9309-kiddush-ha-shem JE: ḲIDDUSH HA-SHEM and ḤILLUL HASHEM]; Oakman 1999, S. 161-164. Vergleiche schon im AT [[Levitikus 22#s31 |Lev 22,31f]]. In späteren jüdischen Schriften taucht es noch häufiger auf. Ein sehr schönes Beispiel ist die jüdische Tradition, der zu Folge das Königtum deshalb dem Stamm Juda zugefallen sei, weil Nachschom zur Zeit des Exodus Gottes Befehl, das Meer zu durchziehen, schon befolgte, bevor sich das Meer geteilt hatte und einfach in die Fluten sprang. Darauf spricht Gott: „Jener, der am Meer meinen Namen geheiligt hat, wird kommen und über Israel herrschen“ (Menn 1997, S. 264).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es zur Stelle heute recht häufig (1) die Interpretation, dass &#039;&#039;Gott&#039;&#039; das Subjekt der Heiligung seines Namens sei und dass die „Namensheiligung“ meine, dass er gegen die Entweihung seines Namens durch die Menschen vorgehe, indem er sich am Ende der Zeit als der Heilige offenbare, und v.a. in freieren Üss. (2) die Interpretation, dass „Gottes Namen heiligen“ schlicht meine „Gott preisen“. Aber beide Interpretationen berücksichtigen die Vorhandenheit des besagten Idioms nicht genug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 9c meint so das selbe wie 10a und 10b; in allen drei Teilversen wird gebetet um die Herrschaft Gottes auf Erden, die aus drei verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen wird: (9c) Aus der der Menschen, die Gottes Namen heiligen = ihn als Herrscher anerkennen und seinen Geboten folgen sollen, (10a) aus der der Herrschaft selbst, die sich auf der Erde durchsetzen soll (s. nächste FN) und (10b) aus der Gottes, dessen Wille sich auf der Erde durchsetzen soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden.{{par|Jesaja|29|23}}{{par|1Petrus|3|15}}{{par|Philipper|2|10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{S|10}} Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&#039;&#039; - traditionell „Reich“, aber die Wendung „Reich Gottes“ hat seltenst räumliche Bedeutung, sondern meint das &#039;&#039;Faktum&#039;&#039; der Herrschaft Gottes; das dynamische Königtum Gottes im Vollzug (Jeremias 1971, S. 101; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Lambrecht 1984, S. 130 u.v.a.). Arichea 1980, S. 227 schlägt als kommunikative Üss. daher vor: (1) „Mögest du über uns herrschen“, (2) „Mögest du unser König sein“, (3) „Mögest du über alle Menschen herrschen“. V. 10a meint damit genau das selbe wie 9c.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommen&#039;&#039; - In der Exegese geht man heute zumeist davon aus, dass Jesus das Königtum Gottes als mit seinem Auftreten bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert verstand (in der Theologie spricht man hier von der „Spannung von schon-jetzt und noch-nicht“). So muss wohl das „kommen“ erklärt werden: Der Beter soll um die völlige Realisierung der bereits angebrochenen Herrschaft Gottes bitten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Wille geschehen - wie im Himmel so auch auf der Erde&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Himmel so auch auf der Erde&#039;&#039; - Cullmann 1997 und schon einige vor ihm haben erwogen, ob sich „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ auch deuten ließe als „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|1Makkabäer|3|60}}{{par|Matthäus|12|50}}{{par|Matthäus|26|42}}{{par|Markus|14|36}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}}Unser Brot (Essen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot (Essen)&#039;&#039; - „Brot“ steht in der Bibel häufig pars pro toto für Nahrung i.A., da das Gros der Mahlzeiten im Alten Israel nur aus Brot und Wasser bestand. So auch hier, vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Arichea 1980, S. 221; Luz 1985, S. 347; Schürmann 1958, S. 63; Schweizer 1981, s. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; für den kommenden Tag (unser notwendiges Brot, unser heutiges Brot, unser Brot, das auf uns kommt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommend (notwendig, heutig, das auf uns kommt)&#039;&#039; - Das griechische Wort ἐπιούσιος ist umstritten. Es findet sich nur hier, in der lk Parallelstelle [[Lukas 11#s3 |Lk 11,3]] und wahrscheinlich auf einem alten Papyrus, der überdies mittlerweile wieder verloren gegangen ist. Als Ableitungen wurden vorgeschlagen:&lt;br /&gt;
# von ἔπι + ιέναι: &#039;&#039;&#039;kommend&#039;&#039;&#039; (i.S.v. nächster), &#039;&#039;&#039;morgig&#039;&#039;&#039;. Dieser Ableitung folgen heute die meisten und sie ist die unproblematischste.&amp;lt;br /&amp;gt;(1a) Das ἄρτος ἐπιούσιος wäre dann das „kommende Brot“ und würde sich nachmittags oder abends geäußert auf den morgigen Tag und morgens geäußert auf den kommenden Tag beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b) Alternativ haben einige vorgeschlagen, „kommend“ als &#039;&#039;&#039;künftig&#039;&#039;&#039; zu verstehen; das „künftige Brot“ wäre dann das Himmelsbrot, das am Ende der Zeit verspeist wird: Auch „Unser künftiges Brot gib uns heute“ wäre dann eine Bitte um den Anbruch der Gottesherrschaft am Ende der Zeit. Allerdings ist „Brot“ durchaus kein Wechselbegriff für das endzeitliche Mahl (Luz 1985, S. 342; Vögtle 1975, S. 350) und das „unser“ stört (ebd.; ebd.).&amp;lt;br /&amp;gt;(1c) Orchard 1973 und Hultgren 1990 haben außerdem vorgeschlagen, mit dem „kommenden Brot“ sei das „Brot, &#039;&#039;&#039;das uns begegnet&#039;&#039;&#039;“ gemeint, sind damit aber zu Recht auf keinen großen Anklang gestoßen.&lt;br /&gt;
# von ἔπι + οὐσία: &#039;&#039;&#039;für die Existenz, notwendig&#039;&#039;&#039;. Allerdings würde bei dieser Wortbildung das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342f) und das extra betonte „heute“ wäre redundant (Hagner 1993, S. 149)&lt;br /&gt;
# vom Ausdruck ἔπι την οὖσαν ἡμέραν: &#039;&#039;&#039;für den heutigen Tag&#039;&#039;&#039;, aber auch hier müsste das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342) und das „heute“ wäre überflüssig (Hagner 1993, S. 149); außerdem ist οὖσαν ohne ἡμέραν nie für „heutig“ belegt (Luz 1985, S. 342).&lt;br /&gt;
Es läuft also deutlich auf „morgig“ hinaus. Dafür spricht auch stark, dass laut Hieronymus im alten Hebräerevangelium {{hebr}}מחר{{hebr ende}} &#039;&#039;morgen&#039;&#039; gestanden hatte. Es passt außerdem zur Verkündigung Jesu, der sich ja ausgesprochen (auch) an die Armen - die sich eben nicht sicher sein konnten, ob sie am nächsten Tag Arbeit finden und so ihr Brot verdienen würden - wandte (so z. B. Klauck in seinen Vorlesungen zum Mt-Ev.).&amp;lt;/ref&amp;gt; gib uns heute {{par|Sprichwörter|30|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}}und vergib uns unsere Schulden (Schuld, Sünden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schulden (Schuld, Sünden)&#039;&#039; - ὀφειλήματα sind im Griechischen eigentlich nur die Geldschulden. Es ist dies ein Aramäismus: das aramäische {{hebr}}חוׂבָא{{hebr ende}} meint sowohl Geldschulden als auch Sünden (so fast alle Exegeten). Arichea 1980, S. 222 empfiehlt die Übersetzung der Good News: „Die Fehler, die wir getan haben... denen, die an uns gefehlt haben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben (vergeben)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vergeben haben (vergeben)&#039;&#039; - Einigen Exegeten scheint es merkwürdig, dass hier die Vergebung durch die Menschen offenbar zur Bedingung der Vergebung Gottes gemacht wird („wie auch wir vergeben &#039;&#039;haben&#039;&#039;“); sie gehen daher davon aus, dass hinter diesem Aorist ein semitisches Perfekt gestanden habe, das sowohl Vergangenheits- als auch Gegenwartsbedeutung haben kann und man also übersetzen müsste: „wie auch wir &#039;&#039;vergeben&#039;&#039;“ (so z. B. Grimm 1992, S. 93; Jeremias 1971, S. 195; Kistemaker 1978, S. 324; Luz 1985, S. 348; Stöger 1980b, S. 102). Das ist abzulehnen; Vv. 14f machen klar, dass in diesem Kontext die Vergebung der Menschen tatsächlich als Bedingung für die Vergebung Gottes gedacht wird (Hagner 1993, S. 150f; Lambrecht 1984, S. 137).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesus Sirach|28|2}}{{par|Matthäus|5|23|25}}{{par|Matthäus|6|14}}{{par|Markus|11|25}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;führe (lass nicht zu, dass wir geraten), Versuchung (Tests), Bösen&#039;&#039; - Bei V. 13 arbeitet die Exegese sich v.a. an der Ambivalenz der beiden Ausdrücke (1) εἰσενέγκῃς εἰς πειρασμόν und (2) ἀπὸ τοῦ πονηροῦ ab.&amp;lt;br /&amp;gt; (1a) πειρασμός heißt meist „Versuchung“ und bezieht sich dann auf das Streben Satans, den Gläubigen von seinem Glauben und seine Rechtschaffenheit abzubringen. Oder, (1b): Nach altjüdischer Vorstellung bringt Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen, damit dieser sich in diesen „Tests“ als rechter Gottesdiener bewähren kann (vgl. z. B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]); alternativ könnte sich πειρασμός auf diese „Tests“ beziehen (vgl. EWNT III, S. 153: „Je nach Intention differenziert sich der Test positiv als Bewährungsprobe, negativ als Verleiten zum Fall. [...] Überwiegend ist eine Belastung und Bedrohung durch Menschen oder Mächte (vgl. „Drangsal, Verfolgung, Fallstricke“ usw.) gemeint [...].“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit hängt zusammen die richtige Deutung von πονηρός: Hier könnte πονηρός sowohl (2a) als Maskulinum gedeutet werden und dann „den Bösen“ meinen - also den Teufel, oder aber (2b) als Neutrum und dann „das Böse“=Unheil meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kombiniert man die beiden (a)- und die beiden (b)-Deutungen, ergäbe das also: &lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;Versuche uns nicht (=strebe nicht danach, uns vom Glauben abzubringen); / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;Unterziehe uns keinen Tests; / bewahre uns vor Unheil&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Problem von Deutung (a) wäre, dass dann ja Gott der Aktant der (satanischen) Versuchung wäre. In der Regel behilft man sich dann damit, εἰσφέρω zu erklären als eine Fehlübersetzung eines aramäischen Verbs im Aphel-Stamm, das eigentlich permissive Bedeutung gehabt habe: „Lass nicht zu, dass wir [von Satan] versucht werden“ (z. B. de Moor 1988; Jeremias 1971; Jenni 1997b; Kistemaker 1978; Tournay 1998; Schnackenburg 1984; ähnlich Torrey 1933), also:&lt;br /&gt;
* (a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen (a&#039;) spricht: Eine Exegese auf Basis eines hypothetischen aramäischen Grundtexts ist sehr spekulativ und sollte daher stets letzte Wahl sein (vgl. Gielen 1998, S. 203; Lambrecht 1984, S. 135); hier ist es überdies schlicht ein bewusstes Fehllesen des Texts (Fitzmyer 2003, S. 271). Zudem sollte man bei einer Übersetzung eines Aphel-Verbs eher ein griechisches Passiv-Verb erwarten und bei einer auf ein „Missverständnis“ zurückgehenden Fehlübersetzung außerdem (hier nicht vorhandene) Textvarianten (so gut Porter 1990, S. 360). Dass (a) problematisch ist, sieht man ja schon daran, dass so viele Exegeten sich veranlasst sahen, ob dieser Problematik stattdessen für (a&#039;) zu argumentieren. Berücksichtigt man dann noch die älteste Deutung dieser Bitte in [[2Timotheus 4#s18 |2Tim 4,18]] („Der Herr wird mich retten vor jedem bösen &#039;&#039;Werk&#039;&#039;“), die für (b) spricht, sollte man sich hier dann doch deutlich für diese Deutung entscheiden.&amp;lt;/ref&amp;gt; uns nicht in Versuchung (Tests)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;,{{par|Matthäus|26|41}}{{par|Markus|14|38}}{{par|Lukas|22|40}}{{par|Lukas|22|46}}{{par|1Korinther|10|13}}{{par|Jakobus|1|13}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: An das Vater Unser schließt sich in jüngeren Texten oft noch eine Doxologie an, die klar sekundär ist (u. a. daran zu erkennen, dass sie in unterschiedlichen Ausgestaltungen angehängt wird). Am verbreitetsten ist die Doxologie, die auch in unserem Vater Unser gebetet wird: „denn dein ist das Reich (also: Herrschaft, Königtum) und die Kraft (besser: Macht) und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“; sie ist vermutlich abgeleitet von [[1Chronik 29#s11 |1Chr 29,11]] (Gnilka 1986, S. 228). Es ist dennoch keine Verfälschung, wenn wir das Vater Unser inklusive dieser sekundären Doxologie beten: Gebete wurden früher stets durch eine meist frei zu formulierende Doxologie abgeschlossen (vgl. [[2Timotheous 4#s18 |2Tim 4,18]]; Did 8,2 („denn dein ist die Macht und die Herrlichkeit, Amen“) und &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z. B. Luz 1985, S. 349f; Schweizer 1981, S. 93); besagtes „denn dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen“ ist sehr wahrscheinlich eine dieser frei formulierten Doxologien, die später standardisiert und angehängt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}Denn wenn ihr den anderen Menschen vergebt, wird auch der himmlische Vater euch vergeben.&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn nicht, dann vergibt euer Vater euch auch nicht.&lt;br /&gt;
{{S|16}}Macht keine trüben Gesichter wie die Heuchler, wenn ihr fastet, denn deren Gesichter sind verstellt um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|17}}Du aber, öle deinen Kopf ein und wasche dein Gesicht, wenn du fastest, &lt;br /&gt;
{{S|18}}damit du bei den Menschen nicht den falschen Eindruck erweckst, dass du ein Fastender bist, sondern zu deinem verborgenen Vater, der dir im Verborgenen zusieht und dir vergibt (vergeltet).&lt;br /&gt;
{{S|19}}Hört auf, euch Schätze auf der Erde zu anzusammeln (aufzuhäufen), die von Motte und Rost vernichtet (verzehrt) und wo Diebe einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|20}}Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|21}}Wo dein Schatz (Lagerhaus, Speicher) ist&amp;lt;ref&amp;gt;ἐστιν: 3.Sg. Präsenz akt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da (dort) wird&amp;lt;ref&amp;gt;ἔσται: 3.Sg. Futur med.&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.&lt;br /&gt;
{{S|23}}Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!&lt;br /&gt;
{{S|24}}Niemand kann ein Sklave von zwei Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Materialismus (Reichtums, Kapitalismus, Mammon) sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}}Deswegen (Darum) sage ich euch: Seid nicht besorgt (beunruhigt) um euer Leben (eure Seele), was ihr essen oder was ihr trinken sollt&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Handschriften fehlt das Trinken (ἢ τί πίητε), das SBLGNT lässt es weg, NA27 setzt es in Klammern.&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder um euren Körper, über das, was ihr anziehen sollt. Bedeutet das Leben (die Seele) nicht mehr als das Essen (die Speise) und der Körper mehr als die Kleidung?&lt;br /&gt;
{{S|26}}Seht (Schaut, Beobachtet) [euch] die Vögel des Himmels an, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] ([Vorräte]) in Vorratshäuser (Scheunen); aber euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert (wertvoller) als sie?&lt;br /&gt;
{{S|27}}Wer von euch kann dadurch, dass er sich sorgt (mit seinem Sorgen), an sein Lebensalter eine Elle anfügen&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sein Leben auch nur ein bisschen verlängern“.&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|28}}Und über die Kleidung (Auch was Die Kleidung betrifft), was sorgt (beunruhigt) ihr euch (warum macht ihr euch Sorgen)? Beobachtet (Lernt von den) die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: weder mühen (quälen) sie sich noch spinnen sie;&lt;br /&gt;
{{S|29}}{doch} ich sage euch, dass nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit (Pracht) wie eine von diesen bekleidet war.&lt;br /&gt;
{{S|30}}Wenn {nun (aber)} Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er] euch nicht viel mehr [kleiden], ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{S|31}}Also (Deswegen) sorgt euch nicht, indem (und) ihr sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?&lt;br /&gt;
{{S|32}}Denn nach allen diesen Dingen streben (suchen, trachten) die Völker (Nationen, Heiden). Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge braucht (nötig habt).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Sucht {aber} zuerst das Reich Gottes (die Gottesherrschaft)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind sich die Quellen uneinig: Einige Quellen lesen hier βασιλείαν τοῦ θεοῦ (die gewählte Übersetzung), andere lassen τοῦ θεοῦ weg, wieder andere lesen βασιλείαν των ουρανων (also „Himmelreich“).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Gerechtigkeit, und all dies (andere) wird euch hinzugefügt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei übersetzt: „dafür werden euch alle anderen Dinge gegeben werden“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag (morgen, den nächsten Tag), denn der morgige Tag (morgen, der nächste Tag) wird für sich selbst sorgen (bringt seine eigenen Sorgen mit): [Jeder] Tag hat genug eigenes Schlechtes (Übel).&amp;lt;ref&amp;gt;Der Versuch, einer wörtlicheren Wiedergabe: „Das dem [einzelnen] Tag zugehörige Schlechte ist genug.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19151</id>
		<title>Matthäus 6</title>
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		<updated>2014-11-30T08:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Leerzeichen eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} &amp;lt;i&amp;gt;Ihr&amp;lt;/i&amp;gt; sollt deshalb so beten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmlischer Vater,&lt;br /&gt;
sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{L|10}} Sei du der Herrscher der Welt.&lt;br /&gt;
:Was du möchtest, soll geschehen — im Himmel und auf der Erde.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Gib uns heute genug zu essen&lt;br /&gt;
{{L|12}} und vergib unsere Sünden,&lt;br /&gt;
:wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Bewahre uns vor der Versuchung,&lt;br /&gt;
:und rette uns vor dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}Achtet gut darauf, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden, sonst werdet ihr keinen Lohn beim Vater eurer haben, dem in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|2}}Wenn du aus Barmherzigkeit spenden möchtest, dann rede nicht darüber, was (wie viel) du gespendet hast, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, um {sie} von den Menschen verherrlicht zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.&lt;br /&gt;
{{S|3}}Du aber, wenn du schon Gaben aus Barmherzigkeit spendest, so lass deine Linke [Hand] nicht wissen, was deine Rechte [Hand] tut,&lt;br /&gt;
{{S|4}}damit deine Spenden anonym bleiben, dann wird dein Vater, der verborgen zusieht, dir vergeben (vergelten).&lt;br /&gt;
{{S|5}}Und auch beim Beten seid nicht wie die Heuchler, denn sie beten gerne so, dass es jeder sieht, ob stehend in den Synagogen und an Ecken der Hauptstraßen (der breiten Straßen), um von allen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|6}}Du hingegen, wenn du betest, geh nach Hause und schließe hinter dir die Tür zu, bete zu deinem Vater, der Verborgen ist, dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergeben (vergelten, deine Gebete erhören)&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr betet, dann betet nicht immer mit den gleichen Worten (monoton), so wie es die Leute tun aus den Nationen, die denken, dass ihre Gebete erhört werden aufgrund der vielen Worte.&lt;br /&gt;
{{S|8}}Tut nicht das Gleiche, bevor ihr anfangt zu beten, denn euer Vater weiß, welche Dinge benötigt werden von jedem Einzelnen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; - Gr. ὑμεῖς &#039;&#039;ihr&#039;&#039; steht hier betont am Ende des Satzes und grenzt so die Jünger von den „plappernden Heuchlern“ ab (Hagner 1993, S. 147): Im Gegensatz zu diesen sollen die Jünger „folgendermaßen beten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollt daher (also) folgendermaßen beten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Du) Unser Vater {der} im Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; - W. „in den Himmeln“; idiomatischer Plural, der sich häufiger im NT findet (wohl ein Semitismus). In der LF sollte mit Einzahl übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039; - Man geht gemeinhin davon aus, dass die auf Griechisch überlieferten Formen des Vaterunsers auf eine ursprünglich aramäische Überlieferung zurückgehen. Vermutlich liegt [[Matthäus 6#s9 |Mt 6,9]] (&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, gr. Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς) und [[Lukas 11#s2|Lk 11,2]] (schlicht „Vater“, gr. Πάτερ) das aramäische und für Jesus typische {{hebr}}אַבָּא{{hebr ende}} &#039;&#039;´Abba&#039;&#039; „Vater“ zu Grunde (nicht: „Papa“ oder gar „Papi“, wie öfter zu lesen ist; vgl. Barr 1988). Das bedeutet: Die matthäische Version ist sowohl (1) um ἡμῶν &#039;&#039;unser&#039;&#039; als auch (2) um ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; angereichert. Die Intention dahinter war wohl, das schlichte „Vater“ beizubehalten und gleichzeitig „liturgietauglich“ zu machen: „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater“ findet sich häufiger in jüdischen Gebeten (s. z. B. das „[http://www.talmud.de/tlmd/avinu-malkenu/ Unser Vater, unser König]“) und war wohl charakteristisch für Gemeindegebete (Grimm 1992, S. 26; Gundry 1994, S. 105; Lambrecht 1984, S. 128f). Ähnliches gilt für „Vater &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039;“, das sich ebenfalls häufiger in jüdischen Gebeten fand: „Wo immer die Rabbinen von Gott als dem Vater sprachen, führten sie den Zusatz „himmlisch“ ein, weil ihnen die vertraulich-intime Anrede „Vater“ gegenüber Gott zu respektlos erschien.“ (Schnackenburg 1984, S. 111; so fast alle Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der sinnvollsten Übersetzung ist schwierig: Eigentlich ist weder das evangelische „unser Vater“ noch das katholische „Vater unser“ korrektes Deutsch, da das Deutsche Vokative nicht mit Pronomina konstruiert - außer in geprägten Wendungen wie „Eure Majestät“ und eben „Vater unser“. Die Wortstellung in „Vater unser“ ist zudem zwar nicht „grammatikalisch falsch“ (Luz 1985, S. 333), aber veraltet, ohne dabei einen bedeutungsmäßigen Unterschied zu machen. Wie also übersetzen? Für jede mögliche Übersetzung - (1) &#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;Unser&amp;lt;/s&amp;gt; Vater im Himmel&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, (3) &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - lässt sich sinnvoll argumentieren. Zum Beispiel: (1) ist das beste Deutsch und erfüllt die gleiche Funktion wie das griechische „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater im Himmel“, da es im Deutschen ja auch ohne dieses Pronomen ein „liturgietaugliches Gemeindegebet“ wäre. Andererseits wäre (3) gerade als geprägte und veraltete Wendung stilistisch am nähsten am Griechischen. Und (2) ist ein sinnvoller Mittelweg zw. natürlichem Deutsch und Treue zum Griechischen. Letztlich ist wohl jede dieser Übersetzungen gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Weisheit|14|3}}{{par|Jesaja|63|16}}{{par|Jesaja|64|7}}{{par|Jeremia|3|19}}{{par|Markus|11|25}}{{par|Markus|14|36}}{{par|3Makkabäer|6|3}}{{par|3Makkabäer|6|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge (Mögest)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Möge&#039;&#039; - Imperativ Aorist; die griechische Standard-Verbform für Gebete (die sonst keine weitere temporalsemantische Bedeutung hat; vgl. Grosvenor/Zerwick u.a.): Wieder - wie schon in &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - greift Mt zurück auf ein „Gebetsidiom“. Vielleicht entspricht dem heute eher das deutsche Gebetsidiom „Wir bitten (dafür), dass...“? B/N zumindest übersetzen sehr gut mit „Lass uns...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Name (du) geheiligt &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Möge dein Name geheiligt werden&#039;&#039; - „Den Namen Gottes heiligen“ ist ein jüdisches Idiom und bedeutet in etwa „Gott als Herrn anerkennen und deshalb seinen Willen tun“; vgl. z. B. [https://archive.org/stream/kommentarzumneue01stra#page/414/mode/2up B/S I, bes. S. 414], auch S. 412; ThWNT I, S. 99; [http://www.jewishencyclopedia.com/articles/9309-kiddush-ha-shem JE: ḲIDDUSH HA-SHEM and ḤILLUL HASHEM]; Oakman 1999, S. 161-164. Vergleiche schon im AT [[Levitikus 22#s31 |Lev 22,31f]]. In späteren jüdischen Schriften taucht es noch häufiger auf. Ein sehr schönes Beispiel ist die jüdische Tradition, der zu Folge das Königtum deshalb dem Stamm Juda zugefallen sei, weil Nachschom zur Zeit des Exodus Gottes Befehl, das Meer zu durchziehen, schon befolgte, bevor sich das Meer geteilt hatte und einfach in die Fluten sprang. Darauf spricht Gott: „Jener, der am Meer meinen Namen geheiligt hat, wird kommen und über Israel herrschen“ (Menn 1997, S. 264).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es zur Stelle heute recht häufig (1) die Interpretation, dass &#039;&#039;Gott&#039;&#039; das Subjekt der Heiligung seines Namens sei und dass die „Namensheiligung“ meine, dass er gegen die Entweihung seines Namens durch die Menschen vorgehe, indem er sich am Ende der Zeit als der Heilige offenbare, und v.a. in freieren Üss. (2) die Interpretation, dass „Gottes Namen heiligen“ schlicht meine „Gott preisen“. Aber beide Interpretationen berücksichtigen die Vorhandenheit des besagten Idioms nicht genug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 9c meint so das selbe wie 10a und 10b; in allen drei Teilversen wird gebetet um die Herrschaft Gottes auf Erden, die aus drei verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen wird: (9c) Aus der der Menschen, die Gottes Namen heiligen = ihn als Herrscher anerkennen und seinen Geboten folgen sollen, (10a) aus der der Herrschaft selbst, die sich auf der Erde durchsetzen soll (s. nächste FN) und (10b) aus der Gottes, dessen Wille sich auf der Erde durchsetzen soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden.{{par|Jesaja|29|23}}{{par|1Petrus|3|15}}{{par|Philipper|2|10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{S|10}} Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&#039;&#039; - traditionell „Reich“, aber die Wendung „Reich Gottes“ hat seltenst räumliche Bedeutung, sondern meint das &#039;&#039;Faktum&#039;&#039; der Herrschaft Gottes; das dynamische Königtum Gottes im Vollzug (Jeremias 1971, S. 101; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Lambrecht 1984, S. 130 u.v.a.). Arichea 1980, S. 227 schlägt als kommunikative Üss. daher vor: (1) „Mögest du über uns herrschen“, (2) „Mögest du unser König sein“, (3) „Mögest du über alle Menschen herrschen“. V. 10a meint damit genau das selbe wie 9c.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommen&#039;&#039; - In der Exegese geht man heute zumeist davon aus, dass Jesus das Königtum Gottes als mit seinem Auftreten bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert verstand (in der Theologie spricht man hier von der „Spannung von schon-jetzt und noch-nicht“). So muss wohl das „kommen“ erklärt werden: Der Beter soll um die völlige Realisierung der bereits angebrochenen Herrschaft Gottes bitten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Wille geschehen - wie im Himmel so auch auf der Erde&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Himmel so auch auf der Erde&#039;&#039; - Cullmann 1997 und schon einige vor ihm haben erwogen, ob sich „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ auch deuten ließe als „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|1Makkabäer|3|60}}{{par|Matthäus|12|50}}{{par|Matthäus|26|42}}{{par|Markus|14|36}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}}Unser Brot (Essen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot (Essen)&#039;&#039; - „Brot“ steht in der Bibel häufig pars pro toto für Nahrung i.A., da das Gros der Mahlzeiten im Alten Israel nur aus Brot und Wasser bestand. So auch hier, vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Arichea 1980, S. 221; Luz 1985, S. 347; Schürmann 1958, S. 63; Schweizer 1981, s. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; für den kommenden Tag (unser notwendiges Brot, unser heutiges Brot, unser Brot, das auf uns kommt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommend (notwendig, heutig, das auf uns kommt)&#039;&#039; - Das griechische Wort ἐπιούσιος ist umstritten. Es findet sich nur hier, in der lk Parallelstelle [[Lukas 11#s3 |Lk 11,3]] und wahrscheinlich auf einem alten Papyrus, der überdies mittlerweile wieder verloren gegangen ist. Als Ableitungen wurden vorgeschlagen:&lt;br /&gt;
# von ἔπι + ιέναι: &#039;&#039;&#039;kommend&#039;&#039;&#039; (i.S.v. nächster), &#039;&#039;&#039;morgig&#039;&#039;&#039;. Dieser Ableitung folgen heute die meisten und sie ist die unproblematischste.&amp;lt;br /&amp;gt;(1a) Das ἄρτος ἐπιούσιος wäre dann das „kommende Brot“ und würde sich nachmittags oder abends geäußert auf den morgigen Tag und morgens geäußert auf den kommenden Tag beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b) Alternativ haben einige vorgeschlagen, „kommend“ als &#039;&#039;&#039;künftig&#039;&#039;&#039; zu verstehen; das „künftige Brot“ wäre dann das Himmelsbrot, das am Ende der Zeit verspeist wird: Auch „Unser künftiges Brot gib uns heute“ wäre dann eine Bitte um den Anbruch der Gottesherrschaft am Ende der Zeit. Allerdings ist „Brot“ durchaus kein Wechselbegriff für das endzeitliche Mahl (Luz 1985, S. 342; Vögtle 1975, S. 350) und das „unser“ stört (ebd.; ebd.).&amp;lt;br /&amp;gt;(1c) Orchard 1973 und Hultgren 1990 haben außerdem vorgeschlagen, mit dem „kommenden Brot“ sei das „Brot, &#039;&#039;&#039;das uns begegnet&#039;&#039;&#039;“ gemeint, sind damit aber zu Recht auf keinen großen Anklang gestoßen.&lt;br /&gt;
# von ἔπι + οὐσία: &#039;&#039;&#039;für die Existenz, notwendig&#039;&#039;&#039;. Allerdings würde bei dieser Wortbildung das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342f) und das extra betonte „heute“ wäre redundant (Hagner 1993, S. 149)&lt;br /&gt;
# vom Ausdruck ἔπι την οὖσαν ἡμέραν: &#039;&#039;&#039;für den heutigen Tag&#039;&#039;&#039;, aber auch hier müsste das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342) und das „heute“ wäre überflüssig (Hagner 1993, S. 149); außerdem ist οὖσαν ohne ἡμέραν nie für „heutig“ belegt (Luz 1985, S. 342).&lt;br /&gt;
Es läuft also deutlich auf „morgig“ hinaus. Dafür spricht auch stark, dass laut Hieronymus im alten Hebräerevangelium {{hebr}}מחר{{hebr ende}} &#039;&#039;morgen&#039;&#039; gestanden hatte. Es passt außerdem zur Verkündigung Jesu, der sich ja ausgesprochen (auch) an die Armen - die sich eben nicht sicher sein konnten, ob sie am nächsten Tag Arbeit finden und so ihr Brot verdienen würden - wandte (so z. B. Klauck in seinen Vorlesungen zum Mt-Ev.).&amp;lt;/ref&amp;gt; gib uns heute {{par|Sprichwörter|30|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}}und vergib uns unsere Schulden (Schuld, Sünden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schulden (Schuld, Sünden)&#039;&#039; - ὀφειλήματα sind im Griechischen eigentlich nur die Geldschulden. Es ist dies ein Aramäismus: das aramäische {{hebr}}חוׂבָא{{hebr ende}} meint sowohl Geldschulden als auch Sünden (so fast alle Exegeten). Arichea 1980, S. 222 empfiehlt die Übersetzung der Good News: „Die Fehler, die wir getan haben... denen, die an uns gefehlt haben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben (vergeben)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vergeben haben (vergeben)&#039;&#039; - Einigen Exegeten scheint es merkwürdig, dass hier die Vergebung durch die Menschen offenbar zur Bedingung der Vergebung Gottes gemacht wird („wie auch wir vergeben &#039;&#039;haben&#039;&#039;“); sie gehen daher davon aus, dass hinter diesem Aorist ein semitisches Perfekt gestanden habe, das sowohl Vergangenheits- als auch Gegenwartsbedeutung haben kann und man also übersetzen müsste: „wie auch wir &#039;&#039;vergeben&#039;&#039;“ (so z. B. Grimm 1992, S. 93; Jeremias 1971, S. 195; Kistemaker 1978, S. 324; Luz 1985, S. 348; Stöger 1980b, S. 102). Das ist abzulehnen; Vv. 14f machen klar, dass in diesem Kontext die Vergebung der Menschen tatsächlich als Bedingung für die Vergebung Gottes gedacht wird (Hagner 1993, S. 150f; Lambrecht 1984, S. 137).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesus Sirach|28|2}}{{par|Matthäus|5|23|25}}{{par|Matthäus|6|14}}{{par|Markus|11|25}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;führe (lass nicht zu, dass wir geraten), Versuchung (Tests), Bösen&#039;&#039; - Bei V. 13 arbeitet die Exegese sich v.a. an der Ambivalenz der beiden Ausdrücke (1) εἰσενέγκῃς εἰς πειρασμόν und (2) ἀπὸ τοῦ πονηροῦ ab.&amp;lt;br /&amp;gt; (1a) πειρασμός heißt meist „Versuchung“ und bezieht sich dann auf das Streben Satans, den Gläubigen von seinem Glauben und seine Rechtschaffenheit abzubringen. Oder, (1b): Nach altjüdischer Vorstellung bringt Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen, damit dieser sich in diesen „Tests“ als rechter Gottesdiener bewähren kann (vgl. z. B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]); alternativ könnte sich πειρασμός auf diese „Tests“ beziehen (vgl. EWNT III, S. 153: „Je nach Intention differenziert sich der Test positiv als Bewährungsprobe, negativ als Verleiten zum Fall. [...] Überwiegend ist eine Belastung und Bedrohung durch Menschen oder Mächte (vgl. „Drangsal, Verfolgung, Fallstricke“ usw.) gemeint [...].“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit hängt zusammen die richtige Deutung von πονηρός: Hier könnte πονηρός sowohl (2a) als Maskulinum gedeutet werden und dann „den Bösen“ meinen - also den Teufel, oder aber (2b) als Neutrum und dann „das Böse“=Unheil meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kombiniert man die beiden (a)- und die beiden (b)-Deutungen, ergäbe das also: &lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;Versuche uns nicht (=strebe nicht danach, uns vom Glauben abzubringen); / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;Unterziehe uns keinen Tests; / bewahre uns vor Unheil&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Problem von Deutung (a) wäre, dass dann ja Gott der Aktant der (satanischen) Versuchung wäre. In der Regel behilft man sich dann damit, εἰσφέρω zu erklären als eine Fehlübersetzung eines aramäischen Verbs im Aphel-Stamm, das eigentlich permissive Bedeutung gehabt habe: „Lass nicht zu, dass wir [von Satan] versucht werden“ (z. B. de Moor 1988; Jeremias 1971; Jenni 1997b; Kistemaker 1978; Tournay 1998; Schnackenburg 1984; ähnlich Torrey 1933), also:&lt;br /&gt;
* (a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen (a&#039;) spricht: Eine Exegese auf Basis eines hypothetischen aramäischen Grundtexts ist sehr spekulativ und sollte daher stets letzte Wahl sein (vgl. Gielen 1998, S. 203; Lambrecht 1984, S. 135); hier ist es überdies schlicht ein bewusstes Fehllesen des Texts (Fitzmyer 2003, S. 271). Zudem sollte man bei einer Übersetzung eines Aphel-Verbs eher ein griechisches Passiv-Verb erwarten und bei einer auf ein „Missverständnis“ zurückgehenden Fehlübersetzung außerdem (hier nicht vorhandene) Textvarianten (so gut Porter 1990, S. 360). Dass (a) problematisch ist, sieht man ja schon daran, dass so viele Exegeten sich veranlasst sahen, ob dieser Problematik stattdessen für (a&#039;) zu argumentieren. Berücksichtigt man dann noch die älteste Deutung dieser Bitte in [[2Timotheus 4#s18 |2Tim 4,18]] („Der Herr wird mich retten vor jedem bösen &#039;&#039;Werk&#039;&#039;“), die für (b) spricht, sollte man sich hier dann doch deutlich für diese Deutung entscheiden.&amp;lt;/ref&amp;gt; uns nicht in Versuchung (Tests)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;,{{par|Matthäus|26|41}}{{par|Markus|14|38}}{{par|Lukas|22|40}}{{par|Lukas|22|46}}{{par|1Korinther|10|13}}{{par|Jakobus|1|13}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: An das Vaterunser schließt sich in jüngeren Texten oft noch eine Doxologie an, die klar sekundär ist (u.a. daran zu erkennen, dass sie in unterschiedlichen Ausgestaltungen angehängt wird). Am verbreitetsten ist die Doxologie, die auch in unserem Vaterunser gebetet wird: „denn dein ist das Reich (also: Herrschaft, Königtum) und die Kraft (besser: Macht) und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“; sie ist vermutlich abgeleitet von [[1Chronik 29#s11 |1Chr 29,11]] (Gnilka 1986, S. 228). Es ist dennoch keine Verfälschung, wenn wir das Vaterunser inklusive dieser sekundären Doxologie beten: Gebete wurden früher stets durch eine meist frei zu formulierende Doxologie abgeschlossen (vgl. [[2Timotheous 4#s18 |2Tim 4,18]]; Did 8,2 („denn dein ist die Macht und die Herrlichkeit, Amen“) und &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z. B. Luz 1985, S. 349f; Schweizer 1981, S. 93); besagtes „denn dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen“ ist sehr wahrscheinlich eine dieser frei formulierten Doxologien, die später standardisiert und angehängt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}Denn wenn ihr den anderen Menschen vergebt, wird auch der himmlische Vater euch vergeben.&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn nicht, dann vergibt euer Vater euch auch nicht.&lt;br /&gt;
{{S|16}}Macht keine trüben Gesichter wie die Heuchler, wenn ihr fastet, denn deren Gesichter sind verstellt um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|17}}Du aber, öle deinen Kopf ein und wasche dein Gesicht, wenn du fastest, &lt;br /&gt;
{{S|18}}damit du bei den Menschen nicht den falschen Eindruck erweckst, dass du ein Fastender bist, sondern zu deinem verborgenen Vater, der dir im Verborgenen zusieht und dir vergibt (vergeltet).&lt;br /&gt;
{{S|19}}Hört auf, euch Schätze auf der Erde zu anzusammeln (aufzuhäufen), die von Motte und Rost vernichtet (verzehrt) und wo Diebe einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|20}}Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|21}}Wo dein Schatz (Lagerhaus, Speicher) ist&amp;lt;ref&amp;gt;ἐστιν: 3.Sg. Präsenz akt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da (dort) wird&amp;lt;ref&amp;gt;ἔσται: 3.Sg. Futur med.&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.&lt;br /&gt;
{{S|23}}Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!&lt;br /&gt;
{{S|24}}Niemand kann ein Sklave von zwei Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Materialismus (Reichtums, Kapitalismus, Mammon) sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}}Deswegen (Darum) sage ich euch: Seid nicht besorgt (beunruhigt) um euer Leben (eure Seele), was ihr essen oder was ihr trinken sollt&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Handschriften fehlt das Trinken (ἢ τί πίητε), das SBLGNT lässt es weg, NA27 setzt es in Klammern.&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder um euren Körper, über das, was ihr anziehen sollt. Bedeutet das Leben (die Seele) nicht mehr als das Essen (die Speise) und der Körper mehr als die Kleidung?&lt;br /&gt;
{{S|26}}Seht (Schaut, Beobachtet) [euch] die Vögel des Himmels an, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] ([Vorräte]) in Vorratshäuser (Scheunen); aber euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert (wertvoller) als sie?&lt;br /&gt;
{{S|27}}Wer von euch kann dadurch, dass er sich sorgt (mit seinem Sorgen), an sein Lebensalter eine Elle anfügen&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sein Leben auch nur ein bisschen verlängern“.&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|28}}Und über die Kleidung (Auch was Die Kleidung betrifft), was sorgt (beunruhigt) ihr euch (warum macht ihr euch Sorgen)? Beobachtet (Lernt von den) die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: weder mühen (quälen) sie sich noch spinnen sie;&lt;br /&gt;
{{S|29}}{doch} ich sage euch, dass nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit (Pracht) wie eine von diesen bekleidet war.&lt;br /&gt;
{{S|30}}Wenn {nun (aber)} Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er] euch nicht viel mehr [kleiden], ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{S|31}}Also (Deswegen) sorgt euch nicht, indem (und) ihr sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?&lt;br /&gt;
{{S|32}}Denn nach allen diesen Dingen streben (suchen, trachten) die Völker (Nationen, Heiden). Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge braucht (nötig habt).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Sucht {aber} zuerst das Reich Gottes (die Gottesherrschaft)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind sich die Quellen uneinig: Einige Quellen lesen hier βασιλείαν τοῦ θεοῦ (die gewählte Übersetzung), andere lassen τοῦ θεοῦ weg, wieder andere lesen βασιλείαν των ουρανων (also „Himmelreich“).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Gerechtigkeit, und all dies (andere) wird euch hinzugefügt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei übersetzt: „dafür werden euch alle anderen Dinge gegeben werden“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag (morgen, den nächsten Tag), denn der morgige Tag (morgen, der nächste Tag) wird für sich selbst sorgen (bringt seine eigenen Sorgen mit): [Jeder] Tag hat genug eigenes Schlechtes (Übel).&amp;lt;ref&amp;gt;Der Versuch, einer wörtlicheren Wiedergabe: „Das dem [einzelnen] Tag zugehörige Schlechte ist genug.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19150</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19150"/>
		<updated>2014-11-30T08:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* SF */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot für den kommenden Tag wäre das Brot für morgen. Demnach würde nicht dafür gebetet, dass man heute genug zu essen hat sondern dafür, dass man heute das Brot bekommt, was man am nächsten Tag braucht. Es ist aber anzunehmen, dass man für &amp;lt;i&amp;gt;heute&amp;lt;/i&amp;gt; beten soll. Jesus sagt, man solle sich nicht um den morgigen Tag kümmern, sondern nur um heute. Ebenso sollte nicht für morgen Manna gesammelt werden; das war dann verdorben. Ich habe nicht „Brot“ verwendet, weil wir heute nicht nur Brot essen; es geht um Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:54, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FN-Vorschlag für Reich===&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19149</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19149"/>
		<updated>2014-11-30T08:51:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das mit dem „Wir“ erkläre bitte mal.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 30. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FN-Vorschlag für Reich===&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19148</id>
		<title>Diskussion:Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19148"/>
		<updated>2014-11-30T08:49:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = Caesar&lt;br /&gt;
|Alternativen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: so weit gefunden (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Textart = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Bittgebet (Gnilka 1986)&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: ja ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;25-34 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: Arichea 1980; B/S; Bultmann 1951; Cameron 1989; Cullmann 1997; de Moor 1988; Fitzmyer 2003; Gielen 1998; Goulder 1963; Gnilka 1986; Grimm 1992; Gundry 1994; Hagner 1993; Jenni 1997b; Jeremias 1971; Kistemaker 1978; Knowles 2004; Lambrecht 1984; Lohfink 1989; Luz 1985; Mann 2008; Porter 1990; Sand 1986; Schnackenburg 1984; Schürmann 1958; Schwarz 1969; Schweizer 1981; Stöger 1980b; Tilborg 1972; Tournay 1998 ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &#039;&#039;&#039;9-13&#039;&#039;&#039;: BB, B/N, KAM, KAR, Torrey 1933, WIL, Zink ([[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]])&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;25-34&#039;&#039;&#039;: Luther1912, ELB (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Cesar,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
willkommen bei der Offenen Bibel! Eine Anleitung, wie man ein Kapitel anlegt, gibt es links in der Seitenleiste unter dem Punkt &amp;quot;Kapitel anlegen&amp;quot;. Vielleicht kannst du die Vorlagen und die Versnummer noch nachreichen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:25, 12. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13===&lt;br /&gt;
Zweitlesung fertig; kann hochgesetzt werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:21, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
Hi Wolfgang, bei den textkritischen Fußnoten in 25 und 33 fehlt mir noch ein wenig die Schlussfolgerung, warum welche Wahl getroffen wurde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 32 würde ich ethnesin eher als &amp;quot;Heiden&amp;quot; übersetzen, da es um die religiöse Praxis der Personen geht (und nicht der Volkskollektive). Eine Diskussion dazu hatten wir mal auf [[Diskussion:Galater_2]]. Dort hatten wir zwar gute Beobachtungen gemacht, aber keine abschließende Entscheidung getroffen. Ich schreibe dort mal was. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:01, 16. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 Vokativ===&lt;br /&gt;
Momentan steht da &amp;quot;(Du) Unser Vater&amp;quot;, aber das halte ich für verwirrend. Die Funktion der Klammer ist nicht klar - soll das &amp;quot;du&amp;quot; nun da stehen oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Meinung ist: &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; reicht. Will das Griechische den Vokativ markieren, setzt es den Artikel. Das ist hier nicht der Fall, und genauso wenig ist es im Deutschen nötig, den Vokativ irgendwie hervorzuheben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte nur den Vokativ deutlich machen (der im Deutschen ja nicht mehr so verbreitet ist). Wenns irritiert, löschs nur. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:09, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 9 der in den Himmeln===&lt;br /&gt;
Gerade habe ich die Fußnote in V. 9 etwas umgearbeitet und die Verständlichkeit, wie ich meine, stark erhöht. Das heißt aber noch nicht, dass sie perfekt ist - ganz im Gegenteil. Sebastian, ich hoffe, das geht in Ordnung? Gerade den ergänzten Absatz zum &amp;quot;Himmel&amp;quot; (vorher machte der eine Klammer mitten im Text aus) lässt sich vielleicht noch eleganter platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Hauptanliegen mit der Bearbeitung war es, &amp;quot;Unser Vater, der in den Himmeln&amp;quot; zu verbessern. (Soweit ich weiß, wurde das erst kürzlich abgewandelt.) Diese Formulierung bildet keinen ganzen deutschen Satz und passt deshalb nicht in die Studienfassung; entweder müsste man &amp;quot;{der}&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;[ist]&amp;quot; ergänzen. Die erste Variante ist schlichter und wurde von mir umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben wir meines Wissens den Plural &amp;quot;die Himmel&amp;quot; bisher als unwesentliche Variation grundsätzlich als Singular übersetzt. Ich würde Gen 1,1 anführen, aber dort steht inzwischen merkwürdigerweise auch ein Plural. Erst ganz am Ende habe ich gemerkt, dass Sebastians Fußnote das als möglicherweise absichtsvoll erklärt. Zu dem Zeitpunkt war die ganze Arbeit leider schon getan! Ich schreibe hier nun, weil ich nicht Tatsachen schaffen, sondern meine (vielleicht voreilige) Änderung zur Diskussion stellen möchte, falls Bedarf besteht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 03:45, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unser Vater, der im Himmel&amp;quot; ist in deutschen Übersetzungen recht verbreitet. Das ist natürlich kein vollständiger Satz, sondern eine Gebetseinleitung, und das etwas merkwürdige &amp;quot;der&amp;quot; wird dann deshalb gesetzt, um das &amp;quot;im Himmel&amp;quot; auch im Deutschen so hervorzuheben, wie es im Griechischen hervorgehoben ist. Ich finde das eigentlich auch unnötig, aber um der Genauigkeit der SF willen hatte ich das übernommen. Lassen wir das mal zur Diskussion gestellt sein; aber wenn du das auch unnötig findest, können wir das so schon beibehalten, wie&#039;s jetzt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Himmel&amp;quot; haben wir im Hebräischen natürlich nicht kommentiert, weil das dort ein gewöhnliches Pluralwort ist. Im Griechischen nicht; das ist dort wohl ein Semitismus (vgl. EWNT II, S. 1328f: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Unter den 274 Vorkommen [von &#039;&#039;ouranos&#039;&#039;] fallen 91 Plur.-Formen auf. Möglicherweise wurde dieser der Profangräzität fremde Plur. durch LXX in den Sprachgebrauch des NT eingeführt. Gründe können die Übers. des hebr. schamajim, die Plerophorie des hymnischen und doxologischen Stils, sowie orientalische Einflüsse gewesen sein.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) Da hätte ich schon wörtlich übersetzt und die Übersetzung befußnotet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:20, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 33===&lt;br /&gt;
In [http://betterbibles.com/2011/11/21/an-inquiry-into-better-seeking-matthew-633/ diesem interessanten Blogeintrag] untersucht der Autor die Bedeutung des Verbs &amp;quot;suchen&amp;quot; in &amp;quot;sucht (oder strebt) zuerst nach dem Reich Gottes&amp;quot;. Er kommt (mit lexikalischer Unterstützung) zu dem Schluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: He is not talking about a strenuous effort to find special knowledge.  It’s more like, ask the right questions.  Go talk to the right people.  And you’ll get clued in.  It’s closer to &#039;&#039;“figure out God’s kingdom.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung macht in dem Kontext Sinn, aber er hat offenbar nur ein (mir unbekanntes) Wörterbuch verwendet. Wenn dieses Kapitel mal Korrektur gelesen wird, sollte dazu vielleicht noch eine Wortstudie und ein Blick in andere Lexika folgen. Ein Übersetzungsvorschlag (für die Studienfassung) für &amp;quot;figure out&amp;quot; wäre dann: „versucht (strebt, sucht) zunächst, das Reich Gottes [zu verstehen]“. Zur Erinnerung: „versuchen“ ist ja ebenfalls eine geläufige Bedeutung von zhtew. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:18, 22. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 9-13: Anmerkung für das Erstellen der LF===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte gerne noch zwei Beobachtungen zum Charakter des Vaterunser festhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Zu Jesu Zeit standen zwei Sprachen zur Formulierung von Gebeten zur Auswahl: Hebräisch, das damals fast nicht mehr verstanden wurde, aber dennoch in den Synagogen die Regel war, und literarisches Aramäisch. Jesus wählt sehr wahrscheinlich Letzteres (so die meisten Exegeten; dahin weist v.a. der Aramäismus in V. 12 (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Matth%C3%A4us_6#note_k FN k]) und entscheidet sich damit explizit gegen einen „liturgischen Gebetsstil“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nicht einzigartig, aber doch charakteristisch ist die Schlichtheit und Kürze des Vaterunsers; v.a., wenn man es mit den damals in der Synagoge gepflegten Gebeten vergleicht (so z.B. Bultmann 1951; Lambrecht 1984; Luz 1985).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: Noch wichtiger als sonst ist bei der Übersetzung des Vaterunser eine schlichte, ungekünstelte Sprache. Ich würde z.B. ernsthaft folgendes in Erwägung ziehen: Schnackenburg hat berichtet, dass bei einer ökumenischen Übersetzungskommission der Vorschlag, das „Vaterunser“ statt mit „Vater unser im Himmel“ nur mit „Vater“ beginnen zu lassen, leider knapp gescheitert ist. Ich glaube aber auch (wie Schnackenburg), dass stiltreuer hier mindestens eine Aussparung von „Unser“ wäre (ein Vokativ mit - egal ob vor- oder nachgestelltem - Possessivartikel entspricht ja ohnehin nicht mehr unserem Sprachstil). Soll heißen, ich würde z.B. ernsthaft in Erwägung ziehen, z.B. in V. 9 nicht mit „Vater unser im Himmel“ zu beginnen, sondern schlicht mit „Himmlischer Vater“. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:49, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorüberlegungen====&lt;br /&gt;
Ich fange hier schon mal mit Vorüberlegungen zur LF an. Mitarbeit ausdrücklich erwünscht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Unser Vater, der in den Himmeln=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben schon gesagt: Ich glaube, eine Anrede inkl. Possessivpronomen gibt es fast nur noch im erstarrten &amp;quot;Euer&amp;quot; von &amp;quot;Eure Majästet&amp;quot;, &amp;quot;Eure Heiligkeit&amp;quot; etc., und eben im Vaterunser. vgl. KAR (schon 1959!): &amp;lt;code&amp;gt;Die Wortstellung &amp;quot;Vater unser&amp;quot; entspricht zwar nicht mehr dem heutigen deutschen Sprachgebrauch; aber auch die Umkehrung &amp;quot;Unser Vater&amp;quot; entspricht diesem Gebrauche nicht: Das Fürwort ist in korrekter Anrede (Vokativ) ungebräuchlich.&amp;lt;/code&amp;gt; Lässt sich das stilistisch zeitgemäßer übertragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich tendiere dahin, &amp;quot;unser&amp;quot; einfach zu streichen, weil es in Vv. 11-13 ohnehin noch 7x kommt und so ganz zweifellos macht, dass es sich hier um ein Gemeindegebet handelt (Mt&#039;s mutmaßliche Intention hinter dem &amp;quot;unser&amp;quot;, s. FN b), und weil es heute ja auch ohne dies liturgiefähig wäre - also einfach &amp;lt;code&amp;gt;Himmlischer Vater&amp;lt;/code&amp;gt;. Hat jemand einen besseren Vorschlag? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:40, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe=====&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen dieser Bitten habe ich in den FNn erläutert; sie bedeuten eher etwas wie &amp;quot;Mögen die Menschen dich als Herrn und Gott anerkennen und deine Gebote halten; möge dein Herrschaft auf Erden sich vollständig realisieren; möge dein Wille geschehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig wäre hier, dass diese Bedeutungen &amp;quot;rüberkommen&amp;quot;, dass die Formulierung so unpersönlich bleiben wie im Griechischen (anders als z.B. bei Ariecha, B/N odr KAM) und dass das Gebet trotzdem schlicht und ungekünstelt klingt (s.o.); ich wünschte mir außerdem, dass das möglichst ohne Konjunktive gehe (wie &amp;quot;Dein Wille geschehe&amp;quot; oder &amp;quot;Möge dein Wille geschehen&amp;quot;). Mir fällt aber keine Übersetzung ein, die nahe am Wortlaut bleibt und die das dennoch umsetzt; das beste, das mir momentan einfällt, ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wir beten dafür, dass man dich als Herrn achtet,&amp;lt;br /&amp;gt;dass die Zeit deiner Herrschaft [FN:] anbricht&amp;lt;br /&amp;gt;und dass dein Wille auf der Erde so geschieht wie im Himmel.&amp;lt;/code&amp;gt; (Da wäre dann auch ein &amp;quot;Wir&amp;quot; drin, dass über einen potentiellen Ausfall des &amp;quot;unser&amp;quot; in V. 9b hinwegtrösten könnte). Fällt jemandem etwas besseres ein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arichea&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;May all people worship you as the only God&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May you rule over us/all peoples&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May you be our King&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;May your will be obeyed by people on earth as it is obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;May your commands be obeyed on earth, as they are obeyed in heaven&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B/N&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Lass uns und andere deinen Namen ehren und heilig halten. Laß uns und andere deine Herrschaft anerkennen und deinen Willen tun, damit das, was im Himmel bereits geschieht, auch auf Erden wirklich werden kann.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KAM&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;code&amp;gt;Gib, daß alle Menschen dich als Vater erkennen und ehren. / [... Sticho 2 ist furchtbar übersetzt ...] / Laß deinen Willen hier auf der Erde geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:25, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern=====&lt;br /&gt;
Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass das &amp;quot;versündigt-sein&amp;quot; hier mit dem Bild des &amp;quot;verschuldet-seins&amp;quot; ausgedrückt wird; das ist auch heute verständlich. Lässt sich das im Deutschen moderner ausdrücken als mit dem theologischen &amp;quot;vergeben&amp;quot; und dem veralteten &amp;quot;Schuldigern&amp;quot;?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Lass uns unsere Schuld nach, so wie wir sie unseren Schuldnern nachgelassen haben&amp;lt;/code&amp;gt;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:01, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FN-Vorschlag für Reich===&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, am Ende der Zeiten stünde eine Heilszeit, ein „Himmel auf Erden“: Gott würde König werden und seine Herrschaft über die Erde antreten. Diese künftige Herrschaft Gottes ist einer der zentralsten Inhalte der Verkündigung Jesu. Er sieht mit seinem Auftreten die Zeit der Herrschaft Gottes bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert, sondern noch im Wachsen (vgl. [[Markus 4#l26 |Mk 4,26-29]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Diese vollständige Realisierung ist hier im Blick: „Das Nebeneinander der eschatologischen Bitten „geheiligt werde dein Name, es komme deine Herrschaft, es geschehe dein Wille“ zeigt sehr deutlich, daß ... Gottes Herrschaft ... darin zur Geltung [kommen wird], daß Gottes Name geheiligt, d.h. Gott als Gott anerkannt wird, und daß sein Wille geschieht; die drei Bitten sagen das Gleiche.“ (Bultmann 1937, S. 9): Die ersten drei Bitten richten sich auf das sich-Durchsetzen der Herrschaft Gottes über die Erde.&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 13===&lt;br /&gt;
====FN-Vorschlag für Test====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass Gott bisweilen Unheil über seine Anhänger brächte, damit diese sich als wahre Gottesdiener bewähren könnten (vgl. [[Jesus Sirach 2#l1 |Sir 2,1]]). „Superstars der Frömmigkeit“ (Schweizer 1981) konnten Gott sogar explizit darum bitten, derart auf die Probe gestellt zu werden (vgl. [[Psalm 26#l2 |Ps 26,2]]).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Einen solchen überfrommen „Superstar der Frömmigkeit“ hat Jesus nicht im Blick. Jesus weiß um die Realität, dass man an solchem Unheil auch scheitern kann (vgl. [[Markus 14#l38 |Mk 14,38]] / [[Matthäus 26#l41 |Mt 26,41]]) und empfiehlt daher die Bitte, vor derartigen Tests bewahrt zu bleiben. In der Alten Kirche wurde diese Bitte oft in erweiterter Form gesprochen: „Unterziehe uns keinen Tests [oder was dann eben die LF-Üs ist], &#039;&#039;die wir nicht bestehen können&#039;&#039;“ ([https://archive.org/stream/agraphaaussercan00rescuoft#page/84/mode/2up Agraphon 62]) - das muss man sich auch hier dazudenken.&amp;lt;/code&amp;gt;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
noch gut zu lesen: &lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasvaterunserum00dibegoog#page/n4/mode/2up Dibelius, Otto (1903): Das Vaterunser. Umrisse zu einer Geschichte des Gebets in der alten und mittleren Kirche. Giessen.]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN41687ucmf_3#page/n5/mode/2up Fiebig, Paul (1927): Das Vaterunser. Ursprung, Sinn und Bedeutung des christlichen Hauptgebetes. Gütersloh.]&lt;br /&gt;
* [https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/21629/thelords.pdf?sequence=2 Hallikainen, Otto (2005): The Lord&#039;s Prayer in the Sayings Gospel Q. Helsinki.]&lt;br /&gt;
* Das [http://wordandworld.luthersem.edu/issues.aspx?issue_id=85 Themenheft Word &amp;amp; World 22/1] zum Thema „Vaterunser“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19147</id>
		<title>Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19147"/>
		<updated>2014-11-30T08:29:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung „Vater unser“ erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} &amp;lt;i&amp;gt;Ihr&amp;lt;/i&amp;gt; sollt deshalb so beten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmlischer Vater,&lt;br /&gt;
sei du unser Herr und lasse uns deinen Willen tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{L|10}}Sei du der Herrscher der Welt.&lt;br /&gt;
:Was du möchtest, soll geschehen — im Himmel und auf der Erde.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Gib uns heute genug zu essen&lt;br /&gt;
{{L|12}} und vergib unsere Sünden,&lt;br /&gt;
:wie auch wir denen vergeben haben, die sich an uns versündigt haben.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Bewahre uns vor der Versuchung,&lt;br /&gt;
:und rette uns vor dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}Achtet gut darauf, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden, sonst werdet ihr keinen Lohn beim Vater eurer haben, dem in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|2}}Wenn du aus Barmherzigkeit spenden möchtest, dann rede nicht darüber, was (wie viel) du gespendet hast, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, um {sie} von den Menschen verherrlicht zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.&lt;br /&gt;
{{S|3}}Du aber, wenn du schon Gaben aus Barmherzigkeit spendest, so lass deine Linke [Hand] nicht wissen, was deine Rechte [Hand] tut,&lt;br /&gt;
{{S|4}}damit deine Spenden anonym bleiben, dann wird dein Vater, der verborgen zusieht, dir vergeben (vergelten).&lt;br /&gt;
{{S|5}}Und auch beim Beten seid nicht wie die Heuchler, denn sie beten gerne so, dass es jeder sieht, ob stehend in den Synagogen und an Ecken der Hauptstraßen (der breiten Straßen), um von allen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|6}}Du hingegen, wenn du betest, geh nach Hause und schließe hinter dir die Tür zu, bete zu deinem Vater, der Verborgen ist, dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergeben (vergelten, deine Gebete erhören)&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr betet, dann betet nicht immer mit den gleichen Worten (monoton), so wie es die Leute tun aus den Nationen, die denken, dass ihre Gebete erhört werden aufgrund der vielen Worte.&lt;br /&gt;
{{S|8}}Tut nicht das Gleiche, bevor ihr anfangt zu beten, denn euer Vater weiß, welche Dinge benötigt werden von jedem Einzelnen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; - Gr. ὑμεῖς &#039;&#039;ihr&#039;&#039; steht hier betont am Ende des Satzes und grenzt so die Jünger von den „plappernden Heuchlern“ ab (Hagner 1993, S. 147): Im Gegensatz zu diesen sollen die Jünger „folgendermaßen beten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollt daher (also) folgendermaßen beten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Du) Unser Vater {der} im Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; - W. „in den Himmeln“; idiomatischer Plural, der sich häufiger im NT findet (wohl ein Semitismus). In der LF sollte mit Einzahl übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039; - Man geht gemeinhin davon aus, dass die auf Griechisch überlieferten Formen des Vaterunsers auf eine ursprünglich aramäische Überlieferung zurückgehen. Vermutlich liegt [[Matthäus 6#s9 |Mt 6,9]] (&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, gr. Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς) und [[Lukas 11#s2|Lk 11,2]] (schlicht „Vater“, gr. Πάτερ) das aramäische und für Jesus typische {{hebr}}אַבָּא{{hebr ende}} &#039;&#039;´Abba&#039;&#039; „Vater“ zu Grunde (nicht: „Papa“ oder gar „Papi“, wie öfter zu lesen ist; vgl. Barr 1988). Das bedeutet: Die matthäische Version ist sowohl (1) um ἡμῶν &#039;&#039;unser&#039;&#039; als auch (2) um ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; angereichert. Die Intention dahinter war wohl, das schlichte „Vater“ beizubehalten und gleichzeitig „liturgietauglich“ zu machen: „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater“ findet sich häufiger in jüdischen Gebeten (s. z. B. das „[http://www.talmud.de/tlmd/avinu-malkenu/ Unser Vater, unser König]“) und war wohl charakteristisch für Gemeindegebete (Grimm 1992, S. 26; Gundry 1994, S. 105; Lambrecht 1984, S. 128f). Ähnliches gilt für „Vater &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039;“, das sich ebenfalls häufiger in jüdischen Gebeten fand: „Wo immer die Rabbinen von Gott als dem Vater sprachen, führten sie den Zusatz „himmlisch“ ein, weil ihnen die vertraulich-intime Anrede „Vater“ gegenüber Gott zu respektlos erschien.“ (Schnackenburg 1984, S. 111; so fast alle Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der sinnvollsten Übersetzung ist schwierig: Eigentlich ist weder das evangelische „unser Vater“ noch das katholische „Vater unser“ korrektes Deutsch, da das Deutsche Vokative nicht mit Pronomina konstruiert - außer in geprägten Wendungen wie „Eure Majestät“ und eben „Vater unser“. Die Wortstellung in „Vater unser“ ist zudem zwar nicht „grammatikalisch falsch“ (Luz 1985, S. 333), aber veraltet, ohne dabei einen bedeutungsmäßigen Unterschied zu machen. Wie also übersetzen? Für jede mögliche Übersetzung - (1) &#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;Unser&amp;lt;/s&amp;gt; Vater im Himmel&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, (3) &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - lässt sich sinnvoll argumentieren. Zum Beispiel: (1) ist das beste Deutsch und erfüllt die gleiche Funktion wie das griechische „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater im Himmel“, da es im Deutschen ja auch ohne dieses Pronomen ein „liturgietaugliches Gemeindegebet“ wäre. Andererseits wäre (3) gerade als geprägte und veraltete Wendung stilistisch am nähsten am Griechischen. Und (2) ist ein sinnvoller Mittelweg zw. natürlichem Deutsch und Treue zum Griechischen. Letztlich ist wohl jede dieser Übersetzungen gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Weisheit|14|3}}{{par|Jesaja|63|16}}{{par|Jesaja|64|7}}{{par|Jeremia|3|19}}{{par|Markus|11|25}}{{par|Markus|14|36}}{{par|3Makkabäer|6|3}}{{par|3Makkabäer|6|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge (Mögest)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Möge&#039;&#039; - Imperativ Aorist; die griechische Standard-Verbform für Gebete (die sonst keine weitere temporalsemantische Bedeutung hat; vgl. Grosvenor/Zerwick u.a.): Wieder - wie schon in &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - greift Mt zurück auf ein „Gebetsidiom“. Vielleicht entspricht dem heute eher das deutsche Gebetsidiom „Wir bitten (dafür), dass...“? B/N zumindest übersetzen sehr gut mit „Lass uns...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Name (du) geheiligt &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Möge dein Name geheiligt werden&#039;&#039; - „Den Namen Gottes heiligen“ ist ein jüdisches Idiom und bedeutet in etwa „Gott als Herrn anerkennen und deshalb seinen Willen tun“; vgl. z. B. [https://archive.org/stream/kommentarzumneue01stra#page/414/mode/2up B/S I, bes. S. 414], auch S. 412; ThWNT I, S. 99; [http://www.jewishencyclopedia.com/articles/9309-kiddush-ha-shem JE: ḲIDDUSH HA-SHEM and ḤILLUL HASHEM]; Oakman 1999, S. 161-164. Vergleiche schon im AT [[Levitikus 22#s31 |Lev 22,31f]]. In späteren jüdischen Schriften taucht es noch häufiger auf. Ein sehr schönes Beispiel ist die jüdische Tradition, der zu Folge das Königtum deshalb dem Stamm Juda zugefallen sei, weil Nachschom zur Zeit des Exodus Gottes Befehl, das Meer zu durchziehen, schon befolgte, bevor sich das Meer geteilt hatte und einfach in die Fluten sprang. Darauf spricht Gott: „Jener, der am Meer meinen Namen geheiligt hat, wird kommen und über Israel herrschen“ (Menn 1997, S. 264).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es zur Stelle heute recht häufig (1) die Interpretation, dass &#039;&#039;Gott&#039;&#039; das Subjekt der Heiligung seines Namens sei und dass die „Namensheiligung“ meine, dass er gegen die Entweihung seines Namens durch die Menschen vorgehe, indem er sich am Ende der Zeit als der Heilige offenbare, und v.a. in freieren Üss. (2) die Interpretation, dass „Gottes Namen heiligen“ schlicht meine „Gott preisen“. Aber beide Interpretationen berücksichtigen die Vorhandenheit des besagten Idioms nicht genug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 9c meint so das selbe wie 10a und 10b; in allen drei Teilversen wird gebetet um die Herrschaft Gottes auf Erden, die aus drei verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen wird: (9c) Aus der der Menschen, die Gottes Namen heiligen = ihn als Herrscher anerkennen und seinen Geboten folgen sollen, (10a) aus der der Herrschaft selbst, die sich auf der Erde durchsetzen soll (s. nächste FN) und (10b) aus der Gottes, dessen Wille sich auf der Erde durchsetzen soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden.{{par|Jesaja|29|23}}{{par|1Petrus|3|15}}{{par|Philipper|2|10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{S|10}} Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&#039;&#039; - traditionell „Reich“, aber die Wendung „Reich Gottes“ hat seltenst räumliche Bedeutung, sondern meint das &#039;&#039;Faktum&#039;&#039; der Herrschaft Gottes; das dynamische Königtum Gottes im Vollzug (Jeremias 1971, S. 101; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Lambrecht 1984, S. 130 u.v.a.). Arichea 1980, S. 227 schlägt als kommunikative Üss. daher vor: (1) „Mögest du über uns herrschen“, (2) „Mögest du unser König sein“, (3) „Mögest du über alle Menschen herrschen“. V. 10a meint damit genau das selbe wie 9c.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommen&#039;&#039; - In der Exegese geht man heute zumeist davon aus, dass Jesus das Königtum Gottes als mit seinem Auftreten bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert verstand (in der Theologie spricht man hier von der „Spannung von schon-jetzt und noch-nicht“). So muss wohl das „kommen“ erklärt werden: Der Beter soll um die völlige Realisierung der bereits angebrochenen Herrschaft Gottes bitten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Wille geschehen - wie im Himmel so auch auf der Erde&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Himmel so auch auf der Erde&#039;&#039; - Cullmann 1997 und schon einige vor ihm haben erwogen, ob sich „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ auch deuten ließe als „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|1Makkabäer|3|60}}{{par|Matthäus|12|50}}{{par|Matthäus|26|42}}{{par|Markus|14|36}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}}Unser Brot (Essen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot (Essen)&#039;&#039; - „Brot“ steht in der Bibel häufig pars pro toto für Nahrung i.A., da das Gros der Mahlzeiten im Alten Israel nur aus Brot und Wasser bestand. So auch hier, vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Arichea 1980, S. 221; Luz 1985, S. 347; Schürmann 1958, S. 63; Schweizer 1981, s. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; für den kommenden Tag (unser notwendiges Brot, unser heutiges Brot, unser Brot, das auf uns kommt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommend (notwendig, heutig, das auf uns kommt)&#039;&#039; - Das griechische Wort ἐπιούσιος ist umstritten. Es findet sich nur hier, in der lk Parallelstelle [[Lukas 11#s3 |Lk 11,3]] und wahrscheinlich auf einem alten Papyrus, der überdies mittlerweile wieder verloren gegangen ist. Als Ableitungen wurden vorgeschlagen:&lt;br /&gt;
# von ἔπι + ιέναι: &#039;&#039;&#039;kommend&#039;&#039;&#039; (i.S.v. nächster), &#039;&#039;&#039;morgig&#039;&#039;&#039;. Dieser Ableitung folgen heute die meisten und sie ist die unproblematischste.&amp;lt;br /&amp;gt;(1a) Das ἄρτος ἐπιούσιος wäre dann das „kommende Brot“ und würde sich nachmittags oder abends geäußert auf den morgigen Tag und morgens geäußert auf den kommenden Tag beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b) Alternativ haben einige vorgeschlagen, „kommend“ als &#039;&#039;&#039;künftig&#039;&#039;&#039; zu verstehen; das „künftige Brot“ wäre dann das Himmelsbrot, das am Ende der Zeit verspeist wird: Auch „Unser künftiges Brot gib uns heute“ wäre dann eine Bitte um den Anbruch der Gottesherrschaft am Ende der Zeit. Allerdings ist „Brot“ durchaus kein Wechselbegriff für das endzeitliche Mahl (Luz 1985, S. 342; Vögtle 1975, S. 350) und das „unser“ stört (ebd.; ebd.).&amp;lt;br /&amp;gt;(1c) Orchard 1973 und Hultgren 1990 haben außerdem vorgeschlagen, mit dem „kommenden Brot“ sei das „Brot, &#039;&#039;&#039;das uns begegnet&#039;&#039;&#039;“ gemeint, sind damit aber zu Recht auf keinen großen Anklang gestoßen.&lt;br /&gt;
# von ἔπι + οὐσία: &#039;&#039;&#039;für die Existenz, notwendig&#039;&#039;&#039;. Allerdings würde bei dieser Wortbildung das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342f) und das extra betonte „heute“ wäre redundant (Hagner 1993, S. 149)&lt;br /&gt;
# vom Ausdruck ἔπι την οὖσαν ἡμέραν: &#039;&#039;&#039;für den heutigen Tag&#039;&#039;&#039;, aber auch hier müsste das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342) und das „heute“ wäre überflüssig (Hagner 1993, S. 149); außerdem ist οὖσαν ohne ἡμέραν nie für „heutig“ belegt (Luz 1985, S. 342).&lt;br /&gt;
Es läuft also deutlich auf „morgig“ hinaus. Dafür spricht auch stark, dass laut Hieronymus im alten Hebräerevangelium {{hebr}}מחר{{hebr ende}} &#039;&#039;morgen&#039;&#039; gestanden hatte. Es passt außerdem zur Verkündigung Jesu, der sich ja ausgesprochen (auch) an die Armen - die sich eben nicht sicher sein konnten, ob sie am nächsten Tag Arbeit finden und so ihr Brot verdienen würden - wandte (so z. B. Klauck in seinen Vorlesungen zum Mt-Ev.).&amp;lt;/ref&amp;gt; gib uns heute {{par|Sprichwörter|30|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}}und vergib uns unsere Schulden (Schuld, Sünden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schulden (Schuld, Sünden)&#039;&#039; - ὀφειλήματα sind im Griechischen eigentlich nur die Geldschulden. Es ist dies ein Aramäismus: das aramäische {{hebr}}חוׂבָא{{hebr ende}} meint sowohl Geldschulden als auch Sünden (so fast alle Exegeten). Arichea 1980, S. 222 empfiehlt die Übersetzung der Good News: „Die Fehler, die wir getan haben... denen, die an uns gefehlt haben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben (vergeben)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vergeben haben (vergeben)&#039;&#039; - Einigen Exegeten scheint es merkwürdig, dass hier die Vergebung durch die Menschen offenbar zur Bedingung der Vergebung Gottes gemacht wird („wie auch wir vergeben &#039;&#039;haben&#039;&#039;“); sie gehen daher davon aus, dass hinter diesem Aorist ein semitisches Perfekt gestanden habe, das sowohl Vergangenheits- als auch Gegenwartsbedeutung haben kann und man also übersetzen müsste: „wie auch wir &#039;&#039;vergeben&#039;&#039;“ (so z. B. Grimm 1992, S. 93; Jeremias 1971, S. 195; Kistemaker 1978, S. 324; Luz 1985, S. 348; Stöger 1980b, S. 102). Das ist abzulehnen; Vv. 14f machen klar, dass in diesem Kontext die Vergebung der Menschen tatsächlich als Bedingung für die Vergebung Gottes gedacht wird (Hagner 1993, S. 150f; Lambrecht 1984, S. 137).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesus Sirach|28|2}}{{par|Matthäus|5|23|25}}{{par|Matthäus|6|14}}{{par|Markus|11|25}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;führe (lass nicht zu, dass wir geraten), Versuchung (Tests), Bösen&#039;&#039; - Bei V. 13 arbeitet die Exegese sich v.a. an der Ambivalenz der beiden Ausdrücke (1) εἰσενέγκῃς εἰς πειρασμόν und (2) ἀπὸ τοῦ πονηροῦ ab.&amp;lt;br /&amp;gt; (1a) πειρασμός heißt meist „Versuchung“ und bezieht sich dann auf das Streben Satans, den Gläubigen von seinem Glauben und seine Rechtschaffenheit abzubringen. Oder, (1b): Nach altjüdischer Vorstellung bringt Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen, damit dieser sich in diesen „Tests“ als rechter Gottesdiener bewähren kann (vgl. z. B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]); alternativ könnte sich πειρασμός auf diese „Tests“ beziehen (vgl. EWNT III, S. 153: „Je nach Intention differenziert sich der Test positiv als Bewährungsprobe, negativ als Verleiten zum Fall. [...] Überwiegend ist eine Belastung und Bedrohung durch Menschen oder Mächte (vgl. „Drangsal, Verfolgung, Fallstricke“ usw.) gemeint [...].“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit hängt zusammen die richtige Deutung von πονηρός: Hier könnte πονηρός sowohl (2a) als Maskulinum gedeutet werden und dann „den Bösen“ meinen - also den Teufel, oder aber (2b) als Neutrum und dann „das Böse“=Unheil meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kombiniert man die beiden (a)- und die beiden (b)-Deutungen, ergäbe das also: &lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;Versuche uns nicht (=strebe nicht danach, uns vom Glauben abzubringen); / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;Unterziehe uns keinen Tests; / bewahre uns vor Unheil&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Problem von Deutung (a) wäre, dass dann ja Gott der Aktant der (satanischen) Versuchung wäre. In der Regel behilft man sich dann damit, εἰσφέρω zu erklären als eine Fehlübersetzung eines aramäischen Verbs im Aphel-Stamm, das eigentlich permissive Bedeutung gehabt habe: „Lass nicht zu, dass wir [von Satan] versucht werden“ (z. B. de Moor 1988; Jeremias 1971; Jenni 1997b; Kistemaker 1978; Tournay 1998; Schnackenburg 1984; ähnlich Torrey 1933), also:&lt;br /&gt;
* (a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen (a&#039;) spricht: Eine Exegese auf Basis eines hypothetischen aramäischen Grundtexts ist sehr spekulativ und sollte daher stets letzte Wahl sein (vgl. Gielen 1998, S. 203; Lambrecht 1984, S. 135); hier ist es überdies schlicht ein bewusstes Fehllesen des Texts (Fitzmyer 2003, S. 271). Zudem sollte man bei einer Übersetzung eines Aphel-Verbs eher ein griechisches Passiv-Verb erwarten und bei einer auf ein „Missverständnis“ zurückgehenden Fehlübersetzung außerdem (hier nicht vorhandene) Textvarianten (so gut Porter 1990, S. 360). Dass (a) problematisch ist, sieht man ja schon daran, dass so viele Exegeten sich veranlasst sahen, ob dieser Problematik stattdessen für (a&#039;) zu argumentieren. Berücksichtigt man dann noch die älteste Deutung dieser Bitte in [[2Timotheus 4#s18 |2Tim 4,18]] („Der Herr wird mich retten vor jedem bösen &#039;&#039;Werk&#039;&#039;“), die für (b) spricht, sollte man sich hier dann doch deutlich für diese Deutung entscheiden.&amp;lt;/ref&amp;gt; uns nicht in Versuchung (Tests)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;,{{par|Matthäus|26|41}}{{par|Markus|14|38}}{{par|Lukas|22|40}}{{par|Lukas|22|46}}{{par|1Korinther|10|13}}{{par|Jakobus|1|13}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: An das Vaterunser schließt sich in jüngeren Texten oft noch eine Doxologie an, die klar sekundär ist (u.a. daran zu erkennen, dass sie in unterschiedlichen Ausgestaltungen angehängt wird). Am verbreitetsten ist die Doxologie, die auch in unserem Vaterunser gebetet wird: „denn dein ist das Reich (also: Herrschaft, Königtum) und die Kraft (besser: Macht) und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“; sie ist vermutlich abgeleitet von [[1Chronik 29#s11 |1Chr 29,11]] (Gnilka 1986, S. 228). Es ist dennoch keine Verfälschung, wenn wir das Vaterunser inklusive dieser sekundären Doxologie beten: Gebete wurden früher stets durch eine meist frei zu formulierende Doxologie abgeschlossen (vgl. [[2Timotheous 4#s18 |2Tim 4,18]]; Did 8,2 („denn dein ist die Macht und die Herrlichkeit, Amen“) und &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z. B. Luz 1985, S. 349f; Schweizer 1981, S. 93); besagtes „denn dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen“ ist sehr wahrscheinlich eine dieser frei formulierten Doxologien, die später standardisiert und angehängt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}Denn wenn ihr den anderen Menschen vergebt, wird auch der himmlische Vater euch vergeben.&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn nicht, dann vergibt euer Vater euch auch nicht.&lt;br /&gt;
{{S|16}}Macht keine trüben Gesichter wie die Heuchler, wenn ihr fastet, denn deren Gesichter sind verstellt um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|17}}Du aber, öle deinen Kopf ein und wasche dein Gesicht, wenn du fastest, &lt;br /&gt;
{{S|18}}damit du bei den Menschen nicht den falschen Eindruck erweckst, dass du ein Fastender bist, sondern zu deinem verborgenen Vater, der dir im Verborgenen zusieht und dir vergibt (vergeltet).&lt;br /&gt;
{{S|19}}Hört auf, euch Schätze auf der Erde zu anzusammeln (aufzuhäufen), die von Motte und Rost vernichtet (verzehrt) und wo Diebe einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|20}}Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|21}}Wo dein Schatz (Lagerhaus, Speicher) ist&amp;lt;ref&amp;gt;ἐστιν: 3.Sg. Präsenz akt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da (dort) wird&amp;lt;ref&amp;gt;ἔσται: 3.Sg. Futur med.&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.&lt;br /&gt;
{{S|23}}Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!&lt;br /&gt;
{{S|24}}Niemand kann ein Sklave von zwei Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Materialismus (Reichtums, Kapitalismus, Mammon) sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}}Deswegen (Darum) sage ich euch: Seid nicht besorgt (beunruhigt) um euer Leben (eure Seele), was ihr essen oder was ihr trinken sollt&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Handschriften fehlt das Trinken (ἢ τί πίητε), das SBLGNT lässt es weg, NA27 setzt es in Klammern.&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder um euren Körper, über das, was ihr anziehen sollt. Bedeutet das Leben (die Seele) nicht mehr als das Essen (die Speise) und der Körper mehr als die Kleidung?&lt;br /&gt;
{{S|26}}Seht (Schaut, Beobachtet) [euch] die Vögel des Himmels an, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] ([Vorräte]) in Vorratshäuser (Scheunen); aber euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert (wertvoller) als sie?&lt;br /&gt;
{{S|27}}Wer von euch kann dadurch, dass er sich sorgt (mit seinem Sorgen), an sein Lebensalter eine Elle anfügen&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sein Leben auch nur ein bisschen verlängern“.&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|28}}Und über die Kleidung (Auch was Die Kleidung betrifft), was sorgt (beunruhigt) ihr euch (warum macht ihr euch Sorgen)? Beobachtet (Lernt von den) die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: weder mühen (quälen) sie sich noch spinnen sie;&lt;br /&gt;
{{S|29}}{doch} ich sage euch, dass nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit (Pracht) wie eine von diesen bekleidet war.&lt;br /&gt;
{{S|30}}Wenn {nun (aber)} Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er] euch nicht viel mehr [kleiden], ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{S|31}}Also (Deswegen) sorgt euch nicht, indem (und) ihr sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?&lt;br /&gt;
{{S|32}}Denn nach allen diesen Dingen streben (suchen, trachten) die Völker (Nationen, Heiden). Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge braucht (nötig habt).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Sucht {aber} zuerst das Reich Gottes (die Gottesherrschaft)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind sich die Quellen uneinig: Einige Quellen lesen hier βασιλείαν τοῦ θεοῦ (die gewählte Übersetzung), andere lassen τοῦ θεοῦ weg, wieder andere lesen βασιλείαν των ουρανων (also „Himmelreich“).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Gerechtigkeit, und all dies (andere) wird euch hinzugefügt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei übersetzt: „dafür werden euch alle anderen Dinge gegeben werden“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag (morgen, den nächsten Tag), denn der morgige Tag (morgen, der nächste Tag) wird für sich selbst sorgen (bringt seine eigenen Sorgen mit): [Jeder] Tag hat genug eigenes Schlechtes (Übel).&amp;lt;ref&amp;gt;Der Versuch, einer wörtlicheren Wiedergabe: „Das dem [einzelnen] Tag zugehörige Schlechte ist genug.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19146</id>
		<title>Matthäus 6</title>
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		<updated>2014-11-30T07:34:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: geschütztes Leerzeichen in „z. B.“ eingefügt (müsste eigentlich ein schmales geschütztes Leerzeichen sein, aber das wird oft leider nicht unterstützt)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}Achtet gut darauf, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden, sonst werdet ihr keinen Lohn beim Vater eurer haben, dem in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|2}}Wenn du aus Barmherzigkeit spenden möchtest, dann rede nicht darüber, was (wie viel) du gespendet hast, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, um {sie} von den Menschen verherrlicht zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.&lt;br /&gt;
{{S|3}}Du aber, wenn du schon Gaben aus Barmherzigkeit spendest, so lass deine Linke [Hand] nicht wissen, was deine Rechte [Hand] tut,&lt;br /&gt;
{{S|4}}damit deine Spenden anonym bleiben, dann wird dein Vater, der verborgen zusieht, dir vergeben (vergelten).&lt;br /&gt;
{{S|5}}Und auch beim Beten seid nicht wie die Heuchler, denn sie beten gerne so, dass es jeder sieht, ob stehend in den Synagogen und an Ecken der Hauptstraßen (der breiten Straßen), um von allen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|6}}Du hingegen, wenn du betest, geh nach Hause und schließe hinter dir die Tür zu, bete zu deinem Vater, der Verborgen ist, dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergeben (vergelten, deine Gebete erhören)&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr betet, dann betet nicht immer mit den gleichen Worten (monoton), so wie es die Leute tun aus den Nationen, die denken, dass ihre Gebete erhört werden aufgrund der vielen Worte.&lt;br /&gt;
{{S|8}}Tut nicht das Gleiche, bevor ihr anfangt zu beten, denn euer Vater weiß, welche Dinge benötigt werden von jedem Einzelnen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; - Gr. ὑμεῖς &#039;&#039;ihr&#039;&#039; steht hier betont am Ende des Satzes und grenzt so die Jünger von den „plappernden Heuchlern“ ab (Hagner 1993, S. 147): Im Gegensatz zu diesen sollen die Jünger „folgendermaßen beten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollt daher (also) folgendermaßen beten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Du) Unser Vater {der} im Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; - W. „in den Himmeln“; idiomatischer Plural, der sich häufiger im NT findet (wohl ein Semitismus). In der LF sollte mit Einzahl übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039; - Man geht gemeinhin davon aus, dass die auf Griechisch überlieferten Formen des Vaterunsers auf eine ursprünglich aramäische Überlieferung zurückgehen. Vermutlich liegt [[Matthäus 6#s9 |Mt 6,9]] (&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, gr. Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς) und [[Lukas 11#s2|Lk 11,2]] (schlicht „Vater“, gr. Πάτερ) das aramäische und für Jesus typische {{hebr}}אַבָּא{{hebr ende}} &#039;&#039;´Abba&#039;&#039; „Vater“ zu Grunde (nicht: „Papa“ oder gar „Papi“, wie öfter zu lesen ist; vgl. Barr 1988). Das bedeutet: Die matthäische Version ist sowohl (1) um ἡμῶν &#039;&#039;unser&#039;&#039; als auch (2) um ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; angereichert. Die Intention dahinter war wohl, das schlichte „Vater“ beizubehalten und gleichzeitig „liturgietauglich“ zu machen: „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater“ findet sich häufiger in jüdischen Gebeten (s. z. B. das „[http://www.talmud.de/tlmd/avinu-malkenu/ Unser Vater, unser König]“) und war wohl charakteristisch für Gemeindegebete (Grimm 1992, S. 26; Gundry 1994, S. 105; Lambrecht 1984, S. 128f). Ähnliches gilt für „Vater &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039;“, das sich ebenfalls häufiger in jüdischen Gebeten fand: „Wo immer die Rabbinen von Gott als dem Vater sprachen, führten sie den Zusatz „himmlisch“ ein, weil ihnen die vertraulich-intime Anrede „Vater“ gegenüber Gott zu respektlos erschien.“ (Schnackenburg 1984, S. 111; so fast alle Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der sinnvollsten Übersetzung ist schwierig: Eigentlich ist weder das evangelische „unser Vater“ noch das katholische „Vater unser“ korrektes Deutsch, da das Deutsche Vokative nicht mit Pronomina konstruiert - außer in geprägten Wendungen wie „Eure Majestät“ und eben „Vater unser“. Die Wortstellung in „Vater unser“ ist zudem zwar nicht „grammatikalisch falsch“ (Luz 1985, S. 333), aber veraltet, ohne dabei einen bedeutungsmäßigen Unterschied zu machen. Wie also übersetzen? Für jede mögliche Übersetzung - (1) &#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;Unser&amp;lt;/s&amp;gt; Vater im Himmel&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, (3) &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - lässt sich sinnvoll argumentieren. Zum Beispiel: (1) ist das beste Deutsch und erfüllt die gleiche Funktion wie das griechische „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater im Himmel“, da es im Deutschen ja auch ohne dieses Pronomen ein „liturgietaugliches Gemeindegebet“ wäre. Andererseits wäre (3) gerade als geprägte und veraltete Wendung stilistisch am nähsten am Griechischen. Und (2) ist ein sinnvoller Mittelweg zw. natürlichem Deutsch und Treue zum Griechischen. Letztlich ist wohl jede dieser Übersetzungen gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Weisheit|14|3}}{{par|Jesaja|63|16}}{{par|Jesaja|64|7}}{{par|Jeremia|3|19}}{{par|Markus|11|25}}{{par|Markus|14|36}}{{par|3Makkabäer|6|3}}{{par|3Makkabäer|6|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge (Mögest)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Möge&#039;&#039; - Imperativ Aorist; die griechische Standard-Verbform für Gebete (die sonst keine weitere temporalsemantische Bedeutung hat; vgl. Grosvenor/Zerwick u.a.): Wieder - wie schon in &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - greift Mt zurück auf ein „Gebetsidiom“. Vielleicht entspricht dem heute eher das deutsche Gebetsidiom „Wir bitten (dafür), dass...“? B/N zumindest übersetzen sehr gut mit „Lass uns...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Name (du) geheiligt &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Möge dein Name geheiligt werden&#039;&#039; - „Den Namen Gottes heiligen“ ist ein jüdisches Idiom und bedeutet in etwa „Gott als Herrn anerkennen und deshalb seinen Willen tun“; vgl. z. B. [https://archive.org/stream/kommentarzumneue01stra#page/414/mode/2up B/S I, bes. S. 414], auch S. 412; ThWNT I, S. 99; [http://www.jewishencyclopedia.com/articles/9309-kiddush-ha-shem JE: ḲIDDUSH HA-SHEM and ḤILLUL HASHEM]; Oakman 1999, S. 161-164. Vergleiche schon im AT [[Levitikus 22#s31 |Lev 22,31f]]. In späteren jüdischen Schriften taucht es noch häufiger auf. Ein sehr schönes Beispiel ist die jüdische Tradition, der zu Folge das Königtum deshalb dem Stamm Juda zugefallen sei, weil Nachschom zur Zeit des Exodus Gottes Befehl, das Meer zu durchziehen, schon befolgte, bevor sich das Meer geteilt hatte und einfach in die Fluten sprang. Darauf spricht Gott: „Jener, der am Meer meinen Namen geheiligt hat, wird kommen und über Israel herrschen“ (Menn 1997, S. 264).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es zur Stelle heute recht häufig (1) die Interpretation, dass &#039;&#039;Gott&#039;&#039; das Subjekt der Heiligung seines Namens sei und dass die „Namensheiligung“ meine, dass er gegen die Entweihung seines Namens durch die Menschen vorgehe, indem er sich am Ende der Zeit als der Heilige offenbare, und v.a. in freieren Üss. (2) die Interpretation, dass „Gottes Namen heiligen“ schlicht meine „Gott preisen“. Aber beide Interpretationen berücksichtigen die Vorhandenheit des besagten Idioms nicht genug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 9c meint so das selbe wie 10a und 10b; in allen drei Teilversen wird gebetet um die Herrschaft Gottes auf Erden, die aus drei verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen wird: (9c) Aus der der Menschen, die Gottes Namen heiligen = ihn als Herrscher anerkennen und seinen Geboten folgen sollen, (10a) aus der der Herrschaft selbst, die sich auf der Erde durchsetzen soll (s. nächste FN) und (10b) aus der Gottes, dessen Wille sich auf der Erde durchsetzen soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden.{{par|Jesaja|29|23}}{{par|1Petrus|3|15}}{{par|Philipper|2|10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{S|10}} Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&#039;&#039; - traditionell „Reich“, aber die Wendung „Reich Gottes“ hat seltenst räumliche Bedeutung, sondern meint das &#039;&#039;Faktum&#039;&#039; der Herrschaft Gottes; das dynamische Königtum Gottes im Vollzug (Jeremias 1971, S. 101; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Lambrecht 1984, S. 130 u.v.a.). Arichea 1980, S. 227 schlägt als kommunikative Üss. daher vor: (1) „Mögest du über uns herrschen“, (2) „Mögest du unser König sein“, (3) „Mögest du über alle Menschen herrschen“. V. 10a meint damit genau das selbe wie 9c.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommen&#039;&#039; - In der Exegese geht man heute zumeist davon aus, dass Jesus das Königtum Gottes als mit seinem Auftreten bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert verstand (in der Theologie spricht man hier von der „Spannung von schon-jetzt und noch-nicht“). So muss wohl das „kommen“ erklärt werden: Der Beter soll um die völlige Realisierung der bereits angebrochenen Herrschaft Gottes bitten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Wille geschehen - wie im Himmel so auch auf der Erde&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Himmel so auch auf der Erde&#039;&#039; - Cullmann 1997 und schon einige vor ihm haben erwogen, ob sich „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ auch deuten ließe als „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“; dagegen aber gut z. B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|1Makkabäer|3|60}}{{par|Matthäus|12|50}}{{par|Matthäus|26|42}}{{par|Markus|14|36}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}}Unser Brot (Essen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot (Essen)&#039;&#039; - „Brot“ steht in der Bibel häufig pars pro toto für Nahrung i.A., da das Gros der Mahlzeiten im Alten Israel nur aus Brot und Wasser bestand. So auch hier, vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Arichea 1980, S. 221; Luz 1985, S. 347; Schürmann 1958, S. 63; Schweizer 1981, s. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; für den kommenden Tag (unser notwendiges Brot, unser heutiges Brot, unser Brot, das auf uns kommt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommend (notwendig, heutig, das auf uns kommt)&#039;&#039; - Das griechische Wort ἐπιούσιος ist umstritten. Es findet sich nur hier, in der lk Parallelstelle [[Lukas 11#s3 |Lk 11,3]] und wahrscheinlich auf einem alten Papyrus, der überdies mittlerweile wieder verloren gegangen ist. Als Ableitungen wurden vorgeschlagen:&lt;br /&gt;
# von ἔπι + ιέναι: &#039;&#039;&#039;kommend&#039;&#039;&#039; (i.S.v. nächster), &#039;&#039;&#039;morgig&#039;&#039;&#039;. Dieser Ableitung folgen heute die meisten und sie ist die unproblematischste.&amp;lt;br /&amp;gt;(1a) Das ἄρτος ἐπιούσιος wäre dann das „kommende Brot“ und würde sich nachmittags oder abends geäußert auf den morgigen Tag und morgens geäußert auf den kommenden Tag beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b) Alternativ haben einige vorgeschlagen, „kommend“ als &#039;&#039;&#039;künftig&#039;&#039;&#039; zu verstehen; das „künftige Brot“ wäre dann das Himmelsbrot, das am Ende der Zeit verspeist wird: Auch „Unser künftiges Brot gib uns heute“ wäre dann eine Bitte um den Anbruch der Gottesherrschaft am Ende der Zeit. Allerdings ist „Brot“ durchaus kein Wechselbegriff für das endzeitliche Mahl (Luz 1985, S. 342; Vögtle 1975, S. 350) und das „unser“ stört (ebd.; ebd.).&amp;lt;br /&amp;gt;(1c) Orchard 1973 und Hultgren 1990 haben außerdem vorgeschlagen, mit dem „kommenden Brot“ sei das „Brot, &#039;&#039;&#039;das uns begegnet&#039;&#039;&#039;“ gemeint, sind damit aber zu Recht auf keinen großen Anklang gestoßen.&lt;br /&gt;
# von ἔπι + οὐσία: &#039;&#039;&#039;für die Existenz, notwendig&#039;&#039;&#039;. Allerdings würde bei dieser Wortbildung das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342f) und das extra betonte „heute“ wäre redundant (Hagner 1993, S. 149)&lt;br /&gt;
# vom Ausdruck ἔπι την οὖσαν ἡμέραν: &#039;&#039;&#039;für den heutigen Tag&#039;&#039;&#039;, aber auch hier müsste das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342) und das „heute“ wäre überflüssig (Hagner 1993, S. 149); außerdem ist οὖσαν ohne ἡμέραν nie für „heutig“ belegt (Luz 1985, S. 342).&lt;br /&gt;
Es läuft also deutlich auf „morgig“ hinaus. Dafür spricht auch stark, dass laut Hieronymus im alten Hebräerevangelium {{hebr}}מחר{{hebr ende}} &#039;&#039;morgen&#039;&#039; gestanden hatte. Es passt außerdem zur Verkündigung Jesu, der sich ja ausgesprochen (auch) an die Armen - die sich eben nicht sicher sein konnten, ob sie am nächsten Tag Arbeit finden und so ihr Brot verdienen würden - wandte (so z. B. Klauck in seinen Vorlesungen zum Mt-Ev.).&amp;lt;/ref&amp;gt; gib uns heute {{par|Sprichwörter|30|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}}und vergib uns unsere Schulden (Schuld, Sünden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schulden (Schuld, Sünden)&#039;&#039; - ὀφειλήματα sind im Griechischen eigentlich nur die Geldschulden. Es ist dies ein Aramäismus: das aramäische {{hebr}}חוׂבָא{{hebr ende}} meint sowohl Geldschulden als auch Sünden (so fast alle Exegeten). Arichea 1980, S. 222 empfiehlt die Übersetzung der Good News: „Die Fehler, die wir getan haben... denen, die an uns gefehlt haben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben (vergeben)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vergeben haben (vergeben)&#039;&#039; - Einigen Exegeten scheint es merkwürdig, dass hier die Vergebung durch die Menschen offenbar zur Bedingung der Vergebung Gottes gemacht wird („wie auch wir vergeben &#039;&#039;haben&#039;&#039;“); sie gehen daher davon aus, dass hinter diesem Aorist ein semitisches Perfekt gestanden habe, das sowohl Vergangenheits- als auch Gegenwartsbedeutung haben kann und man also übersetzen müsste: „wie auch wir &#039;&#039;vergeben&#039;&#039;“ (so z. B. Grimm 1992, S. 93; Jeremias 1971, S. 195; Kistemaker 1978, S. 324; Luz 1985, S. 348; Stöger 1980b, S. 102). Das ist abzulehnen; Vv. 14f machen klar, dass in diesem Kontext die Vergebung der Menschen tatsächlich als Bedingung für die Vergebung Gottes gedacht wird (Hagner 1993, S. 150f; Lambrecht 1984, S. 137).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesus Sirach|28|2}}{{par|Matthäus|5|23|25}}{{par|Matthäus|6|14}}{{par|Markus|11|25}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;führe (lass nicht zu, dass wir geraten), Versuchung (Tests), Bösen&#039;&#039; - Bei V. 13 arbeitet die Exegese sich v.a. an der Ambivalenz der beiden Ausdrücke (1) εἰσενέγκῃς εἰς πειρασμόν und (2) ἀπὸ τοῦ πονηροῦ ab.&amp;lt;br /&amp;gt; (1a) πειρασμός heißt meist „Versuchung“ und bezieht sich dann auf das Streben Satans, den Gläubigen von seinem Glauben und seine Rechtschaffenheit abzubringen. Oder, (1b): Nach altjüdischer Vorstellung bringt Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen, damit dieser sich in diesen „Tests“ als rechter Gottesdiener bewähren kann (vgl. z. B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]); alternativ könnte sich πειρασμός auf diese „Tests“ beziehen (vgl. EWNT III, S. 153: „Je nach Intention differenziert sich der Test positiv als Bewährungsprobe, negativ als Verleiten zum Fall. [...] Überwiegend ist eine Belastung und Bedrohung durch Menschen oder Mächte (vgl. „Drangsal, Verfolgung, Fallstricke“ usw.) gemeint [...].“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit hängt zusammen die richtige Deutung von πονηρός: Hier könnte πονηρός sowohl (2a) als Maskulinum gedeutet werden und dann „den Bösen“ meinen - also den Teufel, oder aber (2b) als Neutrum und dann „das Böse“=Unheil meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kombiniert man die beiden (a)- und die beiden (b)-Deutungen, ergäbe das also: &lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;Versuche uns nicht (=strebe nicht danach, uns vom Glauben abzubringen); / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;Unterziehe uns keinen Tests; / bewahre uns vor Unheil&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Problem von Deutung (a) wäre, dass dann ja Gott der Aktant der (satanischen) Versuchung wäre. In der Regel behilft man sich dann damit, εἰσφέρω zu erklären als eine Fehlübersetzung eines aramäischen Verbs im Aphel-Stamm, das eigentlich permissive Bedeutung gehabt habe: „Lass nicht zu, dass wir [von Satan] versucht werden“ (z. B. de Moor 1988; Jeremias 1971; Jenni 1997b; Kistemaker 1978; Tournay 1998; Schnackenburg 1984; ähnlich Torrey 1933), also:&lt;br /&gt;
* (a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen (a&#039;) spricht: Eine Exegese auf Basis eines hypothetischen aramäischen Grundtexts ist sehr spekulativ und sollte daher stets letzte Wahl sein (vgl. Gielen 1998, S. 203; Lambrecht 1984, S. 135); hier ist es überdies schlicht ein bewusstes Fehllesen des Texts (Fitzmyer 2003, S. 271). Zudem sollte man bei einer Übersetzung eines Aphel-Verbs eher ein griechisches Passiv-Verb erwarten und bei einer auf ein „Missverständnis“ zurückgehenden Fehlübersetzung außerdem (hier nicht vorhandene) Textvarianten (so gut Porter 1990, S. 360). Dass (a) problematisch ist, sieht man ja schon daran, dass so viele Exegeten sich veranlasst sahen, ob dieser Problematik stattdessen für (a&#039;) zu argumentieren. Berücksichtigt man dann noch die älteste Deutung dieser Bitte in [[2Timotheus 4#s18 |2Tim 4,18]] („Der Herr wird mich retten vor jedem bösen &#039;&#039;Werk&#039;&#039;“), die für (b) spricht, sollte man sich hier dann doch deutlich für diese Deutung entscheiden.&amp;lt;/ref&amp;gt; uns nicht in Versuchung (Tests)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;,{{par|Matthäus|26|41}}{{par|Markus|14|38}}{{par|Lukas|22|40}}{{par|Lukas|22|46}}{{par|1Korinther|10|13}}{{par|Jakobus|1|13}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: An das Vaterunser schließt sich in jüngeren Texten oft noch eine Doxologie an, die klar sekundär ist (u.a. daran zu erkennen, dass sie in unterschiedlichen Ausgestaltungen angehängt wird). Am verbreitetsten ist die Doxologie, die auch in unserem Vaterunser gebetet wird: „denn dein ist das Reich (also: Herrschaft, Königtum) und die Kraft (besser: Macht) und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“; sie ist vermutlich abgeleitet von [[1Chronik 29#s11 |1Chr 29,11]] (Gnilka 1986, S. 228). Es ist dennoch keine Verfälschung, wenn wir das Vaterunser inklusive dieser sekundären Doxologie beten: Gebete wurden früher stets durch eine meist frei zu formulierende Doxologie abgeschlossen (vgl. [[2Timotheous 4#s18 |2Tim 4,18]]; Did 8,2 („denn dein ist die Macht und die Herrlichkeit, Amen“) und &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z. B. Luz 1985, S. 349f; Schweizer 1981, S. 93); besagtes „denn dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen“ ist sehr wahrscheinlich eine dieser frei formulierten Doxologien, die später standardisiert und angehängt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}Denn wenn ihr den anderen Menschen vergebt, wird auch der himmlische Vater euch vergeben.&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn nicht, dann vergibt euer Vater euch auch nicht.&lt;br /&gt;
{{S|16}}Macht keine trüben Gesichter wie die Heuchler, wenn ihr fastet, denn deren Gesichter sind verstellt um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|17}}Du aber, öle deinen Kopf ein und wasche dein Gesicht, wenn du fastest, &lt;br /&gt;
{{S|18}}damit du bei den Menschen nicht den falschen Eindruck erweckst, dass du ein Fastender bist, sondern zu deinem verborgenen Vater, der dir im Verborgenen zusieht und dir vergibt (vergeltet).&lt;br /&gt;
{{S|19}}Hört auf, euch Schätze auf der Erde zu anzusammeln (aufzuhäufen), die von Motte und Rost vernichtet (verzehrt) und wo Diebe einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|20}}Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|21}}Wo dein Schatz (Lagerhaus, Speicher) ist&amp;lt;ref&amp;gt;ἐστιν: 3.Sg. Präsenz akt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da (dort) wird&amp;lt;ref&amp;gt;ἔσται: 3.Sg. Futur med.&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.&lt;br /&gt;
{{S|23}}Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!&lt;br /&gt;
{{S|24}}Niemand kann ein Sklave von zwei Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Materialismus (Reichtums, Kapitalismus, Mammon) sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}}Deswegen (Darum) sage ich euch: Seid nicht besorgt (beunruhigt) um euer Leben (eure Seele), was ihr essen oder was ihr trinken sollt&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Handschriften fehlt das Trinken (ἢ τί πίητε), das SBLGNT lässt es weg, NA27 setzt es in Klammern.&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder um euren Körper, über das, was ihr anziehen sollt. Bedeutet das Leben (die Seele) nicht mehr als das Essen (die Speise) und der Körper mehr als die Kleidung?&lt;br /&gt;
{{S|26}}Seht (Schaut, Beobachtet) [euch] die Vögel des Himmels an, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] ([Vorräte]) in Vorratshäuser (Scheunen); aber euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert (wertvoller) als sie?&lt;br /&gt;
{{S|27}}Wer von euch kann dadurch, dass er sich sorgt (mit seinem Sorgen), an sein Lebensalter eine Elle anfügen&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sein Leben auch nur ein bisschen verlängern“.&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|28}}Und über die Kleidung (Auch was Die Kleidung betrifft), was sorgt (beunruhigt) ihr euch (warum macht ihr euch Sorgen)? Beobachtet (Lernt von den) die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: weder mühen (quälen) sie sich noch spinnen sie;&lt;br /&gt;
{{S|29}}{doch} ich sage euch, dass nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit (Pracht) wie eine von diesen bekleidet war.&lt;br /&gt;
{{S|30}}Wenn {nun (aber)} Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er] euch nicht viel mehr [kleiden], ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{S|31}}Also (Deswegen) sorgt euch nicht, indem (und) ihr sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?&lt;br /&gt;
{{S|32}}Denn nach allen diesen Dingen streben (suchen, trachten) die Völker (Nationen, Heiden). Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge braucht (nötig habt).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Sucht {aber} zuerst das Reich Gottes (die Gottesherrschaft)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind sich die Quellen uneinig: Einige Quellen lesen hier βασιλείαν τοῦ θεοῦ (die gewählte Übersetzung), andere lassen τοῦ θεοῦ weg, wieder andere lesen βασιλείαν των ουρανων (also „Himmelreich“).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Gerechtigkeit, und all dies (andere) wird euch hinzugefügt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei übersetzt: „dafür werden euch alle anderen Dinge gegeben werden“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag (morgen, den nächsten Tag), denn der morgige Tag (morgen, der nächste Tag) wird für sich selbst sorgen (bringt seine eigenen Sorgen mit): [Jeder] Tag hat genug eigenes Schlechtes (Übel).&amp;lt;ref&amp;gt;Der Versuch, einer wörtlicheren Wiedergabe: „Das dem [einzelnen] Tag zugehörige Schlechte ist genug.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19145</id>
		<title>Matthäus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_6&amp;diff=19145"/>
		<updated>2014-11-30T07:25:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Rechtschreibkorrektur u. Ä.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
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{{L|7}}&lt;br /&gt;
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{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}Achtet gut darauf, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden, sonst werdet ihr keinen Lohn beim Vater eurer haben, dem in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|2}}Wenn du aus Barmherzigkeit spenden möchtest, dann rede nicht darüber, was (wie viel) du gespendet hast, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, um {sie} von den Menschen verherrlicht zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.&lt;br /&gt;
{{S|3}}Du aber, wenn du schon Gaben aus Barmherzigkeit spendest, so lass deine Linke [Hand] nicht wissen, was deine Rechte [Hand] tut,&lt;br /&gt;
{{S|4}}damit deine Spenden anonym bleiben, dann wird dein Vater, der verborgen zusieht, dir vergeben (vergelten).&lt;br /&gt;
{{S|5}}Und auch beim Beten seid nicht wie die Heuchler, denn sie beten gerne so, dass es jeder sieht, ob stehend in den Synagogen und an Ecken der Hauptstraßen (der breiten Straßen), um von allen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|6}}Du hingegen, wenn du betest, geh nach Hause und schließe hinter dir die Tür zu, bete zu deinem Vater, der Verborgen ist, dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergeben (vergelten, deine Gebete erhören)&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr betet, dann betet nicht immer mit den gleichen Worten (monoton), so wie es die Leute tun aus den Nationen, die denken, dass ihre Gebete erhört werden aufgrund der vielen Worte.&lt;br /&gt;
{{S|8}}Tut nicht das Gleiche, bevor ihr anfangt zu beten, denn euer Vater weiß, welche Dinge benötigt werden von jedem Einzelnen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ihr&#039;&#039; - Gr. ὑμεῖς &#039;&#039;ihr&#039;&#039; steht hier betont am Ende des Satzes und grenzt so die Jünger von den „plappernden Heuchlern“ ab (Hagner 1993, S. 147): Im Gegensatz zu diesen sollen die Jünger „folgendermaßen beten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollt daher (also) folgendermaßen beten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Du) Unser Vater {der} im Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; - W. „in den Himmeln“; idiomatischer Plural, der sich häufiger im NT findet (wohl ein Semitismus). In der LF sollte mit Einzahl übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039; - Man geht gemeinhin davon aus, dass die auf Griechisch überlieferten Formen des Vaterunsers auf eine ursprünglich aramäische Überlieferung zurückgehen. Vermutlich liegt [[Matthäus 6#s9 |Mt 6,9]] (&#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, gr. Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς) und [[Lukas 11#s2|Lk 11,2]] (schlicht „Vater“, gr. Πάτερ) das aramäische und für Jesus typische {{hebr}}אַבָּא{{hebr ende}} &#039;&#039;´Abba&#039;&#039; „Vater“ zu Grunde (nicht: „Papa“ oder gar „Papi“, wie öfter zu lesen ist; vgl. Barr 1988). Das bedeutet: Die matthäische Version ist sowohl (1) um ἡμῶν &#039;&#039;unser&#039;&#039; als auch (2) um ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039; angereichert. Die Intention dahinter war wohl, das schlichte „Vater“ beizubehalten und gleichzeitig „liturgietauglich“ zu machen: „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater“ findet sich häufiger in jüdischen Gebeten (s. z.B. das „[http://www.talmud.de/tlmd/avinu-malkenu/ Unser Vater, unser König]“) und war wohl charakteristisch für Gemeindegebete (Grimm 1992, S. 26; Gundry 1994, S. 105; Lambrecht 1984, S. 128f). Ähnliches gilt für „Vater &#039;&#039;im Himmel&#039;&#039;“, das sich ebenfalls häufiger in jüdischen Gebeten fand: „Wo immer die Rabbinen von Gott als dem Vater sprachen, führten sie den Zusatz „himmlisch“ ein, weil ihnen die vertraulich-intime Anrede „Vater“ gegenüber Gott zu respektlos erschien.“ (Schnackenburg 1984, S. 111; so fast alle Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der sinnvollsten Übersetzung ist schwierig: Eigentlich ist weder das evangelische „unser Vater“ noch das katholische „Vater unser“ korrektes Deutsch, da das Deutsche Vokative nicht mit Pronomina konstruiert - außer in geprägten Wendungen wie „Eure Majestät“ und eben „Vater unser“. Die Wortstellung in „Vater unser“ ist zudem zwar nicht „grammatikalisch falsch“ (Luz 1985, S. 333), aber veraltet, ohne dabei einen bedeutungsmäßigen Unterschied zu machen. Wie also übersetzen? Für jede mögliche Übersetzung - (1) &#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;Unser&amp;lt;/s&amp;gt; Vater im Himmel&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Unser Vater im Himmel&#039;&#039;, (3) &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - lässt sich sinnvoll argumentieren. Zum Beispiel: (1) ist das beste Deutsch und erfüllt die gleiche Funktion wie das griechische „&#039;&#039;Unser&#039;&#039; Vater im Himmel“, da es im Deutschen ja auch ohne dieses Pronomen ein „liturgietaugliches Gemeindegebet“ wäre. Andererseits wäre (3) gerade als geprägte und veraltete Wendung stilistisch am nähsten am Griechischen. Und (2) ist ein sinnvoller Mittelweg zw. natürlichem Deutsch und Treue zum Griechischen. Letztlich ist wohl jede dieser Übersetzungen gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Weisheit|14|3}}{{par|Jesaja|63|16}}{{par|Jesaja|64|7}}{{par|Jeremia|3|19}}{{par|Markus|11|25}}{{par|Markus|14|36}}{{par|3Makkabäer|6|3}}{{par|3Makkabäer|6|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge (Mögest)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Möge&#039;&#039; - Imperativ Aorist; die griechische Standard-Verbform für Gebete (die sonst keine weitere temporalsemantische Bedeutung hat; vgl. Grosvenor/Zerwick u.a.): Wieder - wie schon in &#039;&#039;Vater unser im Himmel&#039;&#039; - greift Mt zurück auf ein „Gebetsidiom“. Vielleicht entspricht dem heute eher das deutsche Gebetsidiom „Wir bitten (dafür), dass...“? B/N zumindest übersetzen sehr gut mit „Lass uns...“&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Name (du) geheiligt &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Möge dein Name geheiligt werden&#039;&#039; - „Den Namen Gottes heiligen“ ist ein jüdisches Idiom und bedeutet in etwa „Gott als Herrn anerkennen und deshalb seinen Willen tun“; vgl. z.B. [https://archive.org/stream/kommentarzumneue01stra#page/414/mode/2up B/S I, bes. S. 414], auch S. 412; ThWNT I, S. 99; [http://www.jewishencyclopedia.com/articles/9309-kiddush-ha-shem JE: ḲIDDUSH HA-SHEM and ḤILLUL HASHEM]; Oakman 1999, S. 161-164. Vergleiche schon im AT [[Levitikus 22#s31 |Lev 22,31f]]. In späteren jüdischen Schriften taucht es noch häufiger auf. Ein sehr schönes Beispiel ist die jüdische Tradition, der zu Folge das Königtum deshalb dem Stamm Juda zugefallen sei, weil Nachschom zur Zeit des Exodus Gottes Befehl, das Meer zu durchziehen, schon befolgte, bevor sich das Meer geteilt hatte und einfach in die Fluten sprang. Darauf spricht Gott: „Jener, der am Meer meinen Namen geheiligt hat, wird kommen und über Israel herrschen“ (Menn 1997, S. 264).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es zur Stelle heute recht häufig (1) die Interpretation, dass &#039;&#039;Gott&#039;&#039; das Subjekt der Heiligung seines Namens sei und dass die „Namensheiligung“ meine, dass er gegen die Entweihung seines Namens durch die Menschen vorgehe, indem er sich am Ende der Zeit als der Heilige offenbare, und v.a. in freieren Üss. (2) die Interpretation, dass „Gottes Namen heiligen“ schlicht meine „Gott preisen“. Aber beide Interpretationen berücksichtigen die Vorhandenheit des besagten Idioms nicht genug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
V. 9c meint so das selbe wie 10a und 10b; in allen drei Teilversen wird gebetet um die Herrschaft Gottes auf Erden, die aus drei verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen wird: (9c) Aus der der Menschen, die Gottes Namen heiligen = ihn als Herrscher anerkennen und seinen Geboten folgen sollen, (10a) aus der der Herrschaft selbst, die sich auf der Erde durchsetzen soll (s. nächste FN) und (10b) aus der Gottes, dessen Wille sich auf der Erde durchsetzen soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden.{{par|Jesaja|29|23}}{{par|1Petrus|3|15}}{{par|Philipper|2|10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: {{S|10}} Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Königtum (Königsherrschaft, Königreich)&#039;&#039; - traditionell „Reich“, aber die Wendung „Reich Gottes“ hat seltenst räumliche Bedeutung, sondern meint das &#039;&#039;Faktum&#039;&#039; der Herrschaft Gottes; das dynamische Königtum Gottes im Vollzug (Jeremias 1971, S. 101; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Lambrecht 1984, S. 130 u.v.a.). Arichea 1980, S. 227 schlägt als kommunikative Üss. daher vor: (1) „Mögest du über uns herrschen“, (2) „Mögest du unser König sein“, (3) „Mögest du über alle Menschen herrschen“. V. 10a meint damit genau das selbe wie 9c.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommen&#039;&#039; - In der Exegese geht man heute zumeist davon aus, dass Jesus das Königtum Gottes als mit seinem Auftreten bereits angebrochen, aber noch nicht vollends realisiert verstand (in der Theologie spricht man hier von der „Spannung von schon-jetzt und noch-nicht“). So muss wohl das „kommen“ erklärt werden: Der Beter soll um die völlige Realisierung der bereits angebrochenen Herrschaft Gottes bitten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Möge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möge&amp;quot; /&amp;gt; dein Wille geschehen - wie im Himmel so auch auf der Erde&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie im Himmel so auch auf der Erde&#039;&#039; - Cullmann 1997 und schon einige vor ihm haben erwogen, ob sich „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ auch deuten ließe als „sowohl im Himmel als auch auf der Erde“; dagegen aber gut z.B. Lohfink 1989, S. 123. Gottes Wille soll auf Erden ebenso geschehen, wie er im Himmel geschieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|1Makkabäer|3|60}}{{par|Matthäus|12|50}}{{par|Matthäus|26|42}}{{par|Markus|14|36}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}}Unser Brot (Essen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot (Essen)&#039;&#039; - „Brot“ steht in der Bibel häufig pars pro toto für Nahrung i.A., da das Gros der Mahlzeiten im Alten Israel nur aus Brot und Wasser bestand. So auch hier, vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Arichea 1980, S. 221; Luz 1985, S. 347; Schürmann 1958, S. 63; Schweizer 1981, s. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; für den kommenden Tag (unser notwendiges Brot, unser heutiges Brot, unser Brot, das auf uns kommt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommend (notwendig, heutig, das auf uns kommt)&#039;&#039; - Das griechische Wort ἐπιούσιος ist umstritten. Es findet sich nur hier, in der lk Parallelstelle [[Lukas 11#s3 |Lk 11,3]] und wahrscheinlich auf einem alten Papyrus, der überdies mittlerweile wieder verloren gegangen ist. Als Ableitungen wurden vorgeschlagen:&lt;br /&gt;
# von ἔπι + ιέναι: &#039;&#039;&#039;kommend&#039;&#039;&#039; (i.S.v. nächster), &#039;&#039;&#039;morgig&#039;&#039;&#039;. Dieser Ableitung folgen heute die meisten und sie ist die unproblematischste.&amp;lt;br /&amp;gt;(1a) Das ἄρτος ἐπιούσιος wäre dann das „kommende Brot“ und würde sich nachmittags oder abends geäußert auf den morgigen Tag und morgens geäußert auf den kommenden Tag beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b) Alternativ haben einige vorgeschlagen, „kommend“ als &#039;&#039;&#039;künftig&#039;&#039;&#039; zu verstehen; das „künftige Brot“ wäre dann das Himmelsbrot, das am Ende der Zeit verspeist wird: Auch „Unser künftiges Brot gib uns heute“ wäre dann eine Bitte um den Anbruch der Gottesherrschaft am Ende der Zeit. Allerdings ist „Brot“ durchaus kein Wechselbegriff für das endzeitliche Mahl (Luz 1985, S. 342; Vögtle 1975, S. 350) und das „unser“ stört (ebd.; ebd.).&amp;lt;br /&amp;gt;(1c) Orchard 1973 und Hultgren 1990 haben außerdem vorgeschlagen, mit dem „kommenden Brot“ sei das „Brot, &#039;&#039;&#039;das uns begegnet&#039;&#039;&#039;“ gemeint, sind damit aber zu Recht auf keinen großen Anklang gestoßen.&lt;br /&gt;
# von ἔπι + οὐσία: &#039;&#039;&#039;für die Existenz, notwendig&#039;&#039;&#039;. Allerdings würde bei dieser Wortbildung das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342f) und das extra betonte „heute“ wäre redundant (Hagner 1993, S. 149)&lt;br /&gt;
# vom Ausdruck ἔπι την οὖσαν ἡμέραν: &#039;&#039;&#039;für den heutigen Tag&#039;&#039;&#039;, aber auch hier müsste das Iota ellidiert werden (Hemer 1984, S. 92; Luz 1985, S. 342) und das „heute“ wäre überflüssig (Hagner 1993, S. 149); außerdem ist οὖσαν ohne ἡμέραν nie für „heutig“ belegt (Luz 1985, S. 342).&lt;br /&gt;
Es läuft also deutlich auf „morgig“ hinaus. Dafür spricht auch stark, dass laut Hieronymus im alten Hebräerevangelium {{hebr}}מחר{{hebr ende}} &#039;&#039;morgen&#039;&#039; gestanden hatte. Es passt außerdem zur Verkündigung Jesu, der sich ja ausgesprochen (auch) an die Armen - die sich eben nicht sicher sein konnten, ob sie am nächsten Tag Arbeit finden und so ihr Brot verdienen würden - wandte (so z.B. Klauck in seinen Vorlesungen zum Mt-Ev.).&amp;lt;/ref&amp;gt; gib uns heute {{par|Sprichwörter|30|8}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}}und vergib uns unsere Schulden (Schuld, Sünden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schulden (Schuld, Sünden)&#039;&#039; - ὀφειλήματα sind im Griechischen eigentlich nur die Geldschulden. Es ist dies ein Aramäismus: das aramäische {{hebr}}חוׂבָא{{hebr ende}} meint sowohl Geldschulden als auch Sünden (so fast alle Exegeten). Arichea 1980, S. 222 empfiehlt die Übersetzung der Good News: „Die Fehler, die wir getan haben... denen, die an uns gefehlt haben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben (vergeben)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vergeben haben (vergeben)&#039;&#039; - Einigen Exegeten scheint es merkwürdig, dass hier die Vergebung durch die Menschen offenbar zur Bedingung der Vergebung Gottes gemacht wird („wie auch wir vergeben &#039;&#039;haben&#039;&#039;“); sie gehen daher davon aus, dass hinter diesem Aorist ein semitisches Perfekt gestanden habe, das sowohl Vergangenheits- als auch Gegenwartsbedeutung haben kann und man also übersetzen müsste: „wie auch wir &#039;&#039;vergeben&#039;&#039;“ (so z.B. Grimm 1992, S. 93; Jeremias 1971, S. 195; Kistemaker 1978, S. 324; Luz 1985, S. 348; Stöger 1980b, S. 102). Das ist abzulehnen; Vv. 14f machen klar, dass in diesem Kontext die Vergebung der Menschen tatsächlich als Bedingung für die Vergebung Gottes gedacht wird (Hagner 1993, S. 150f; Lambrecht 1984, S. 137).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesus Sirach|28|2}}{{par|Matthäus|5|23|25}}{{par|Matthäus|6|14}}{{par|Markus|11|25}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und führe (lass nicht zu, dass wir geraten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;führe (lass nicht zu, dass wir geraten), Versuchung (Tests), Bösen&#039;&#039; - Bei V. 13 arbeitet die Exegese sich v.a. an der Ambivalenz der beiden Ausdrücke (1) εἰσενέγκῃς εἰς πειρασμόν und (2) ἀπὸ τοῦ πονηροῦ ab.&amp;lt;br /&amp;gt; (1a) πειρασμός heißt meist „Versuchung“ und bezieht sich dann auf das Streben Satans, den Gläubigen von seinem Glauben und seine Rechtschaffenheit abzubringen. Oder, (1b): Nach altjüdischer Vorstellung bringt Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen, damit dieser sich in diesen „Tests“ als rechter Gottesdiener bewähren kann (vgl. z.B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]); alternativ könnte sich πειρασμός auf diese „Tests“ beziehen (vgl. EWNT III, S. 153: „Je nach Intention differenziert sich der Test positiv als Bewährungsprobe, negativ als Verleiten zum Fall. [...] Überwiegend ist eine Belastung und Bedrohung durch Menschen oder Mächte (vgl. „Drangsal, Verfolgung, Fallstricke“ usw.) gemeint [...].“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit hängt zusammen die richtige Deutung von πονηρός: Hier könnte πονηρός sowohl (2a) als Maskulinum gedeutet werden und dann „den Bösen“ meinen - also den Teufel, oder aber (2b) als Neutrum und dann „das Böse“=Unheil meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kombiniert man die beiden (a)- und die beiden (b)-Deutungen, ergäbe das also: &lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;Versuche uns nicht (=strebe nicht danach, uns vom Glauben abzubringen); / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;Unterziehe uns keinen Tests; / bewahre uns vor Unheil&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Problem von Deutung (a) wäre, dass dann ja Gott der Aktant der (satanischen) Versuchung wäre. In der Regel behilft man sich dann damit, εἰσφέρω zu erklären als eine Fehlübersetzung eines aramäischen Verbs im Aphel-Stamm, das eigentlich permissive Bedeutung gehabt habe: „Lass nicht zu, dass wir [von Satan] versucht werden“ (z.B. de Moor 1988; Jeremias 1971; Jenni 1997b; Kistemaker 1978; Tournay 1998; Schnackenburg 1984; ähnlich Torrey 1933), also:&lt;br /&gt;
* (a&#039;) &#039;&#039;Lass nicht zu, dass wir versucht werden / rette uns vor dem Satan&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen (a&#039;) spricht: Eine Exegese auf Basis eines hypothetischen aramäischen Grundtexts ist sehr spekulativ und sollte daher stets letzte Wahl sein (vgl. Gielen 1998, S. 203; Lambrecht 1984, S. 135); hier ist es überdies schlicht ein bewusstes Fehllesen des Texts (Fitzmyer 2003, S. 271). Zudem sollte man bei einer Übersetzung eines Aphel-Verbs eher ein griechisches Passiv-Verb erwarten und bei einer auf ein „Missverständnis“ zurückgehenden Fehlübersetzung außerdem (hier nicht vorhandene) Textvarianten (so gut Porter 1990, S. 360). Dass (a) problematisch ist, sieht man ja schon daran, dass so viele Exegeten sich veranlasst sahen, ob dieser Problematik stattdessen für (a&#039;) zu argumentieren. Berücksichtigt man dann noch die älteste Deutung dieser Bitte in [[2Timotheus 4#s18 |2Tim 4,18]] („Der Herr wird mich retten vor jedem bösen &#039;&#039;Werk&#039;&#039;“), die für (b) spricht, sollte man sich hier dann doch deutlich für diese Deutung entscheiden.&amp;lt;/ref&amp;gt; uns nicht in Versuchung (Tests)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;,{{par|Matthäus|26|41}}{{par|Markus|14|38}}{{par|Lukas|22|40}}{{par|Lukas|22|46}}{{par|1Korinther|10|13}}{{par|Jakobus|1|13}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: sondern rette (erlöse) uns von dem Bösen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V.13&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: An das Vaterunser schließt sich in jüngeren Texten oft noch eine Doxologie an, die klar sekundär ist (u.a. daran zu erkennen, dass sie in unterschiedlichen Ausgestaltungen angehängt wird). Am verbreitetsten ist die Doxologie, die auch in unserem Vaterunser gebetet wird: „denn dein ist das Reich (also: Herrschaft, Königtum) und die Kraft (besser: Macht) und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“; sie ist vermutlich abgeleitet von [[1Chronik 29#s11 |1Chr 29,11]] (Gnilka 1986, S. 228). Es ist dennoch keine Verfälschung, wenn wir das Vaterunser inklusive dieser sekundären Doxologie beten: Gebete wurden früher stets durch eine meist frei zu formulierende Doxologie abgeschlossen (vgl. [[2Timotheous 4#s18 |2Tim 4,18]]; Did 8,2 („denn dein ist die Macht und die Herrlichkeit, Amen“) und &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. Luz 1985, S. 349f; Schweizer 1981, S. 93); besagtes „denn dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen“ ist sehr wahrscheinlich eine dieser frei formulierten Doxologien, die später standardisiert und angehängt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}Denn wenn ihr den anderen Menschen vergebt, wird auch der himmlische Vater euch vergeben.&lt;br /&gt;
{{S|15}}Wenn nicht, dann vergibt euer Vater euch auch nicht.&lt;br /&gt;
{{S|16}}Macht keine trüben Gesichter wie die Heuchler, wenn ihr fastet, denn deren Gesichter sind verstellt um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|17}}Du aber, öle deinen Kopf ein und wasche dein Gesicht, wenn du fastest, &lt;br /&gt;
{{S|18}}damit du bei den Menschen nicht den falschen Eindruck erweckst, dass du ein Fastender bist, sondern zu deinem verborgenen Vater, der dir im Verborgenen zusieht und dir vergibt (vergeltet).&lt;br /&gt;
{{S|19}}Hört auf, euch Schätze auf der Erde zu anzusammeln (aufzuhäufen), die von Motte und Rost vernichtet (verzehrt) und wo Diebe einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|20}}Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.&lt;br /&gt;
{{S|21}}Wo dein Schatz (Lagerhaus, Speicher) ist&amp;lt;ref&amp;gt;ἐστιν: 3.Sg. Präsenz akt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da (dort) wird&amp;lt;ref&amp;gt;ἔσται: 3.Sg. Futur med.&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Herz sein.&lt;br /&gt;
{{S|22}}Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.&lt;br /&gt;
{{S|23}}Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!&lt;br /&gt;
{{S|24}}Niemand kann ein Sklave von zwei Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Materialismus (Reichtums, Kapitalismus, Mammon) sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}}Deswegen (Darum) sage ich euch: Seid nicht besorgt (beunruhigt) um euer Leben (eure Seele), was ihr essen oder was ihr trinken sollt&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Handschriften fehlt das Trinken (ἢ τί πίητε), das SBLGNT lässt es weg, NA27 setzt es in Klammern.&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder um euren Körper, über das, was ihr anziehen sollt. Bedeutet das Leben (die Seele) nicht mehr als das Essen (die Speise) und der Körper mehr als die Kleidung?&lt;br /&gt;
{{S|26}}Seht (Schaut, Beobachtet) [euch] die Vögel des Himmels an, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] ([Vorräte]) in Vorratshäuser (Scheunen); aber euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert (wertvoller) als sie?&lt;br /&gt;
{{S|27}}Wer von euch kann dadurch, dass er sich sorgt (mit seinem Sorgen), an sein Lebensalter eine Elle anfügen&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sein Leben auch nur ein bisschen verlängern“.&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
{{S|28}}Und über die Kleidung (Auch was Die Kleidung betrifft), was sorgt (beunruhigt) ihr euch (warum macht ihr euch Sorgen)? Beobachtet (Lernt von den) die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: weder mühen (quälen) sie sich noch spinnen sie;&lt;br /&gt;
{{S|29}}{doch} ich sage euch, dass nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit (Pracht) wie eine von diesen bekleidet war.&lt;br /&gt;
{{S|30}}Wenn {nun (aber)} Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er] euch nicht viel mehr [kleiden], ihr Kleingläubigen?&lt;br /&gt;
{{S|31}}Also (Deswegen) sorgt euch nicht, indem (und) ihr sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?&lt;br /&gt;
{{S|32}}Denn nach allen diesen Dingen streben (suchen, trachten) die Völker (Nationen, Heiden). Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge braucht (nötig habt).&lt;br /&gt;
{{S|33}} Sucht {aber} zuerst das Reich Gottes (die Gottesherrschaft)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind sich die Quellen uneinig: Einige Quellen lesen hier βασιλείαν τοῦ θεοῦ (die gewählte Übersetzung), andere lassen τοῦ θεοῦ weg, wieder andere lesen βασιλείαν των ουρανων (also „Himmelreich“).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Gerechtigkeit, und all dies (andere) wird euch hinzugefügt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei übersetzt: „dafür werden euch alle anderen Dinge gegeben werden“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag (morgen, den nächsten Tag), denn der morgige Tag (morgen, der nächste Tag) wird für sich selbst sorgen (bringt seine eigenen Sorgen mit): [Jeder] Tag hat genug eigenes Schlechtes (Übel).&amp;lt;ref&amp;gt;Der Versuch, einer wörtlicheren Wiedergabe: „Das dem [einzelnen] Tag zugehörige Schlechte ist genug.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Korinther_13&amp;diff=19130</id>
		<title>1 Korinther 13</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Korinther_13&amp;diff=19130"/>
		<updated>2014-11-23T08:43:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung Verse neun bis dreizehn erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Selbst wenn ich alle Sprachen der Erde sprechen könnte, sogar die Sprache der Engel, aber nicht lieben würde, wäre alles, was ich sagen würde, leer und sinnlos, wie ein schallender Gong oder eine klingende Zimbel.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Und selbst wenn ich prophezeien könnte und alle Geheimnisse und Gottes Pläne kennen würde, und selbst wenn ich genug glauben würde, um Berge versetzen zu können, aber nicht lieben würde, dann wäre ich nichts.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Und selbst wenn ich mein ganzes Vermögen spenden und mich stellen würde um als Märtyrer verbrannt zu werden, aber nicht lieben würde, dann würde es mir nichts nützen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Die Liebe ist sanftmütig und freundlich, sie ist nicht streitlustig, sie prahlt nicht, sie ist nicht überheblich,&lt;br /&gt;
{{L|5}} sie ist nicht unanständig, sie ist nicht von sich eingenommen, sie ist nicht unbeherrscht, sie dürstet nicht nach Rache.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Sie erfreut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sondern erfreut sich an der Wahrheit;&lt;br /&gt;
{{L|7}} sie vergibt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Die Liebe hört nie auf. Ob es nun Prophetien seien — sie werden vergehen; ob es Sprachen seien — sie werden aufhören; ob es Erkenntnis sei — sie wird vergehen.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Denn wir können nur bruchstückhaft erkennen und prophezeien,&lt;br /&gt;
{{L|10}} aber so bald das Vollkommene kommt, wird das Bruchstückhafte vergehen.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Als ich ein Kind war und noch nicht reden konnte, lallte ich wie ein Kind, dachte ich wie ein Kind, urteilte ich wie ein Kind; seit ich ein Mann geworden bin, habe ich die Dinge des Kindes vergehen lassen.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Denn wir sehen jetzt indirekt und undeutlich in einem Bronzespiegel, dann aber von Angesicht zu Angesicht, jetzt erkenne ich nur teilweise, dann aber werde ich so erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Übrig bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe — diese drei; und die Größte von ihnen ist die Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot;&amp;gt;Im Griechischen lässt sich eine Rede auch in der 1. Person Singular formulieren, wenn man damit generelle Aussagen aus der Perspektive einer exemplarischen 3. Person zu machen will (vgl. z.B. Pappas 2013, S. 81; Wallace, S. 391f - wie man das ja z.B. auch aus der dt. Umgangssprache kennt: „Wenn ich jetzt hergehe und behaupte, das sei eine generelle Aussage, muss ich dafür auch Argumente bringen.“ = „Wenn &#039;&#039;man&#039;&#039; behauptet, das sei...“). Die ersten drei Verse könnten also auch nicht aus der Perspektive speziell von Paulus, sondern aus der einer nicht näher bestimmten exemplarischen Person gesprochen sein (so z.B. auch Fitzmyer 2008, S. 492; Lang 1994, S. 182): „Gesetzt, es gäbe einen, der die Sprachen der Menschen spräche und die der Engel...“ usw. Das ist hier gar nicht unwahrscheinlich (s. [[1 Korinther 12#s31 |1 Kor 12,31]]: Kap. 13 ist ein allgemeines Lehrstück), allerdings könnte V. 11 nahelegen, dass Paulus das ganze Lehrstück an &#039;&#039;seinem&#039;&#039; Beispiel entwickelt (so z.B. Collins 1999b, S. 472 - vielleicht aber auch nicht, s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=1_Korinther_13#note_w FN w]); in der LF sollte man daher zumindest vorerst wohl eher beim „ich“ bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Sprachen der Menschen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in den Sprachen der Menschen spräche&#039;&#039; - Der Ausdruck „die Sprach&#039;&#039;en&#039;&#039; (Plural!) der Menschen“ steht wohl nicht für bloße Eloquenz (so z.B. B/N, KAR), sondern für die Gabe der „Xenoglossie“, wie sie z.B. in [[Apostelgeschichte 2#s4 |Apg 2,4]] beschrieben wird - also die Gabe, in fremden Sprachen sprechen zu können, ohne diese gelernt zu haben. Gemeint ist also: „Wenn ich die Gabe hätte, in allen Sprachen der Erde sprechen zu können“.&amp;lt;/ref&amp;gt; spräche (spreche)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;spräche (spreche)&#039;&#039; - Wenn es richtig ist, dass Paulus hier sein Lehrstück an seinem Beispiel vorführt (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=1_Korinther_13#note_a FN a]), könnte man überlegen, die Verben in den drei Bedingungen je nicht als Irrealis („spräche [- was nicht so ist]“), sondern als reale Bedingung („spreche [- wie das gelegentlich der Fall ist]“) zu lesen (so zumindest im ersten Vers einige; z.B. Grosvenor/Zerwick): Paulus gibt selbst an, nicht nur prinzipiell ebenfalls über die Gabe der Zungenrede zu verfügen, sondern sogar noch viel ausgeprägter als die Korinther (s. [[1 Korinther 14#s18 |1 Kor 14,18]]), und in seiner Wundermacht steht er den Aposteln in nichts nach (s. [[2 Korinther 12#s12 |2 Kor 12,12]]). Aber spätestens V. 3 zeigt deutlich, dass hier von rein hypothetischen Bedingungen auszugehen ist. Übersetze daher jeweils im Irrealis: „spräche“ statt „spreche“ etc.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder (und [selbst]) [in der] der Engel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in der] der Engel&#039;&#039; soll die Rede von der Gabe der Xenoglossie entweder noch einmal steigern - also etwa „Wenn ich die Gabe hätte, in allen Sprachen der Erde sprechen zu können - ja, selbst in der der Engel...“ (so z.B. Fitzmyer 2008, S. 491f; s. z.B. GN, HfA, KAM), oder es ist hier die Gabe der „Glossolalie“ gemeint, von der auch [[1 Korinther 12 |1 Kor 12]] und [[1 Korinther 14 |1 Kor 14]] sprechen. Als „Glossolalie“ bezeichnet man die Gabe, in Ekstase unzusammenhängende Silben von sich zu geben, die als von Gott eingegebenes Sprechen angesehen wurden (zum Phänomen vgl. z.B. [http://www.ekd.de/ezw/Publikationen_2152.php Hempelmann 2010]). In diesem Falle würde Paulus also nacheinander die beiden verschiedenen mit Sprache zusammenhängenden Gnadengaben Xenoglossie und Glossolalie nennen (so z.B. Fee 1987, S. 630). Letzteres ist wahrscheinlicher, weil eben von Glossolalie direkt zuvor die Rede war und im folgenden Kapitel zum Hauptthema werden wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber keine Liebe hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, nicht liebte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;keine Liebe hätte (nicht liebte)&#039;&#039; + &#039;&#039;Prophetie hätte (prophezeite)&#039;&#039; + &#039;&#039;Glauben hätte (glaubte)&#039;&#039; - Die Ausdrücke „Liebe/Prophetie/Glauben haben“ sind wohl nicht nur gehobene Ausdrücke für „lieben/prophezeien/glauben“ (so z.B. Fee 1987, S. 631; auch B/N: „wenn ich nicht liebte“), sondern sollen zum Ausdruck bringen, dass die Liebe, Prophetie und Glaube zu den &#039;&#039;Gnadengaben&#039;&#039; gehören, von denen in [[1 Korinther 12 |1 Kor 12]]; [[1 Korinther 14 |14]] die Rede ist (Conzelmann 1981, S. 270: „Sie [=die Liebe] ist eine Grund-Eigenschaft [...]: Man „hat“ sie [...].“). V. 1 etwa meint also: „Gesetzt, ich hätte die Gabe der Xenoglossie oder die der Glossolalie, nicht aber die Gabe der Liebe...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;), dann wäre (bin)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt; ich (er)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; ein schallender Gong (Kupfer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gong (Kupfer)&#039;&#039; - W. „schallendes Kupfer“, gemeint ist ein Lärm- oder Musikinstrument: ein „Becken aus Erz“ (EWNT III, S. 1086). „Gong“ gut &lt;br /&gt;
nach BB, GN, NGÜ, NL u.a.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Verb für „schallen“ ist nicht negativ konnotiert, wie einige Üss. das nahelegen könnten (z.B. BigS, NeÜ: „ein schepperndes Blech“) - im Griechischen können etwa auch Hymnen, Loblieder oder Zimbeln „erschallen“. Gemeint ist also nicht: „Wenn ich lieblos rede, klinge ich hässlich“, sondern „Wenn ich lieblos rede, bin ich nicht mehr als ein Musikinstrument [das aber durchaus schön klingen kann]“ = „Dann gebe ich nur &#039;&#039;leeres&#039;&#039; Gebrabbel und Gebabbel von mir.“&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine klingende (lärmende)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;klingende (lärmende)&#039;&#039; - auch das Wort für „klingen“ ist nicht negativ konnotiert (so die meisten Üss: „lärmend“); die „klingende Zimbel“ stammt aus Ps 150,5 LXX, wo es sogar im Parallelismus zur „schön schallenden (NETS: melodischen) Zimbel“ steht. Konnotiert ist aber stets die &#039;&#039;Lautheit&#039;&#039; des Klingens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paulus hat hier im Griechischen ein kleines Wortspiel eingebaut: Wenn er selbst in den Sprachen der Menschen und der Engel &#039;&#039;lalo&#039;&#039; („spräche“), wäre er nicht mehr als eine &#039;&#039;alalazon&#039;&#039; („klingende“) Zimbel; und dies &#039;&#039;alalazon&#039;&#039; klingt ähnlich wie &#039;&#039;alalon&#039;&#039; („nicht sprechend, sprachlos“) - was die Inhaltslosigkeit der Laute von Gong und Handbecken noch unterstreicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zimbel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zimbel&#039;&#039; - metallene Handbecken, s. [https://de.wikipedia.org/wiki/Zimbel Wikipedia/Zimbel].&amp;lt;/ref&amp;gt; {geworden}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;geworden&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039; - nicht: „wäre geworden“: das Perfekt markiert hier keinen Tempus, sd. markiert den Satz als hypothetisch (vgl. BDR §344).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; Prophetie hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, prophezeite&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;) und alle Geheimnisse und jede Erkenntnis (Wissen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einsicht&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Erkenntnis (Wissen)&#039;&#039; ist nicht im Sinne von „(Gewinnung von) Sachwissen“ zu verstehen, sondern meint die Gabe der „Einsicht“ (s. [[1 Korinther 12#s8 |1 Kor 12,8]]), „[...] weil diese den Inhalt der Prophetie bilden. Der Prophet redet auf Grund göttlicher Offenbarung durch den Geist, der ihm Einblick in den Heilsplan Gottes gewährt und situationserhellende Weisungen für den Weg der Gemeinde schenkt.“ (Lang 1994, S. 182).&amp;lt;/ref&amp;gt; wüsste (weiß)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, und wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; allen (genügend) Glauben hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, glaubte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;), um Berge zu versetzen, aber keine Liebe hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, liebte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;), dann wäre (bin)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt; ich (er)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; nichts.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; all meine (seine)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; Besitztümer austeilen würde (austeilt)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt; und wenn ich (er)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; meinen (seinen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; Körper ausliefern würde (ausliefert)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, damit ich&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; verbrannt (so dass ich gerühmt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Beide Varianten sich recht stark bezeugt und einander so ähnlich, dass sie sich auch als Abschreibefehler erklären lassen würden (&#039;&#039;kauthesomai&#039;&#039;: „damit ich verbrannt würde“ - &#039;&#039;kauchesomai&#039;&#039;: damit ich gerühmt würde). Zu Argumenten für die zweite Lesart vgl. gut Metzger 1994, S. 498; auch Fitzmyer 2008, S. 494 - aber was sollte denn der Sinn dieser Lesart sein (vgl. Fee 1987, S. 629: „the basic difficulty that anyone has ever had with [this] reading [....] is to find an adequate sense for it.“)? „Wenn ich all meine Besitztümer austeilen und meinen Körper ausliefern würde, um anzugeben...“? Der Sinn von Lesart 1 dagegen ist klar; bezeichnet würde mit „damit ich verbrannt würde“ der Feuertod des Märtyrers (s. z.B. [[Daniel 3#s19 |Dan 3,19]]; [[Hebräer 11#s34 |Heb 11,34]]) und fügte sich so gut in den Rest des Abschnittes; so deshalb auch Collins 1999b, S. 476f; Fee 1987, S. 629; Lang 1994, S. 183. „Verbrannt werden“ ist daher wohl vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; würde, aber keine Liebe hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, liebte &amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;), dann würde es mir (ihm)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; nichts nützen (nützt es mir nichts)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Die Liebe ist sanftmütig (langmütig)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sanftmütig (langmütig)&#039;&#039; - Oft auch: „geduldig“; vgl. z.B. auch Lang 1994, S. 184: „Sie gibt nicht nach dem ersten Fehlschlag auf, sondern ist geduldig und hat den langen Atem [...]“ - also wohl „beharrlich“. Die &#039;&#039;makrothumia&#039;&#039; ist in LXX und NT aber fast stets entweder eine Eigenschaft Gottes - nämlich seine „Charaktereigenschaft“, nicht gleich die verdiente Strafe über Menschen zu verhängen, sondern „nachsichtig, langmütig“ zu sein - oder eine christliche Tugend - nämlich die, aufwallendem Zorn nicht nachzugeben (EWNT II, S. 937), also die, „sanftmütig“ zu sein. Als „sanftmütig“ passt es auch besser zum folgenden „mild“ und „nicht jähzornig“, mit denen sie ohnehin häufiger in einem Atemzug genannt wird (s. z.B. [[2 Korinther 6#s6 |2 Kor 6,6]]; [[Galater 5#s22 |Gal 5,22]]; [[Kolosser 3#s12 |Kol 3,12]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, mild (freundlich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mild (freundlich)&#039;&#039; - meist: „freundlich“; oft auch: „gütig“. Das Verb &#039;&#039;chresteuomai&#039;&#039; ist in der Bibel ein Hapax legomenon; die Bed. lässt sich aber erschließen aus dem verwandten Wort &#039;&#039;chrestotes&#039;&#039;, das bes. mit Gott als Subjekt oft (wie hier) zusammen mit &#039;&#039;makrothumia&#039;&#039; („Sanftmut, Langmut“) und als Gegenbegriff von &#039;&#039;orge&#039;&#039; („Zorn“) verwendet wird: Es ist die &#039;&#039;Freundlichkeit&#039;&#039;, in der kein Zorn aufkommt, oder die &#039;&#039;Milde&#039;&#039;, in der man seinen Zorn zurückhält (vgl. EWNT III, S. 1140f).&amp;lt;/ref&amp;gt; {ist die Liebe}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Liebe ist sanftmütig, die Liebe ist mild, die Liebe ereifert sich nicht&#039;&#039; - In einigen Handschriften fehlt das dritte „die Liebe“; das zweite und dieses eventuelle dritte „die Liebe“ ließe sich jeweils entweder dem vorigen oder dem folgenden Verb zuordnen. Möglich wäre also jede der folgenden Auflösungen:&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig; mild ist die Liebe. Es ist nicht aggressiv die Liebe, ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig, mild, die Liebe ist nicht aggressiv, die Liebe ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig; mild ist die Liebe, ist nicht aggressiv, ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig, mild; die Liebe ist nicht aggressiv, ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
Insgesamt ist eine Entscheidung hier nicht wirklich möglich; auch die wissenschaftlichen Editionen entscheiden sich nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Wäre ich Paulus, hätte ich wegen der Gleichmäßigkeit eher (4) als (1) und eher (1) als (2) und (3) gewählt (ähnlich z.B. Zuntz 1953, S. 68). Wäre ich LF-Übersetzer, würde ich mich daher für Version (4) entscheiden, aber das ist wohl ganz subjektiv (vielleicht aber dennoch hilfreich für einen LF-Übersetzer).&amp;lt;/ref&amp;gt;; die Liebe ist nicht aggressiv (ereifert sich nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist nicht aggressiv (ereifert sich nicht?)&#039;&#039; - Eher nicht: „ist nicht neidisch/eifersüchtig“ (so die meisten); das Wort bezeichnet hier - wie auch in anderen Lasterkatalogen im NT - eine leidenschaftliche feindselige Einstellung gegenüber anderen, die die menschliche Gemeinschaft vergiftet (EWNT II, S. 248f) und die offenbar unter den Korinthern recht verbreitet war (s. [[1 Korinther 3#s3 |1 Kor 3,3]]). Besser daher „ist nicht aggressiv/streitlustig/...“. Das „eifert nicht“ in vielen Üss. ist darauf zurückzuführen, dass das Wort im Gr. auch im positiven Sinne für „Eifrigkeit“ stehen kann und viele Übersetzungen offenbar glaubten, mit der Übersetzung „sich ereifern“ eine gemäßigte Konkordanz wahren zu können. Das ist hier nicht ratsam.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie ist nicht prahlsüchtig, sie ist nicht hochmütig (arrogant), {{S|5}} sie ist nicht unsittlich (schamlos), sie strebt nicht nach dem Ihrigen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;strebt nicht nach dem Ihrigen&#039;&#039;, d.h. sie „verfolgt nicht ihre eigenen Interessen“, „ist nicht selbstsüchtig“ (s. [[1 Korinther 10#s24 |1 Kor 10,24]]; [[Philipper 2#s4 |Phil 2,4]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie ist nicht [leicht] reizbar, sie rechnet das Schlechte (Böse) nicht an&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie rechnet das Schlechte nicht an&#039;&#039; - Recht gut viele Üss: „sie ist nicht nachtragend“, „trägt das Böse nicht nach“. Sinngemäßer viele eng. Üss.: „It doesn&#039;t keep record of wrongs“; denn gemeint ist eher: „Über Böses sieht sie (von vornherein) hinweg“ (EWNT II, S. 865f; Fee 1987, S. 639): Die Liebe ist &#039;&#039;nachsichtig&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Litotes: Nicht i.S.v. „sie ist nicht gerade ein Sadist“, sd. von „Ungerechtigkeit ist ihr absolut verhasst“ (Fee 1987, S. 639: „Love absolutely rejects that most pernicious form of rejoicing over evil...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern sie freut sich über&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;über&#039;&#039; - nicht: „freut sich &#039;&#039;mit&#039;&#039; der Wahrheit“; s. BDAG: „In this case the compound has the same mng. as the simple verb [...:] &#039;&#039;it does not rejoice over injustice, but rejoices in the truth&#039;&#039; 1 Cor 13:6 [...]“.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Wahrheit;&lt;br /&gt;
{{S|7}} sie bedeckt (vergibt, erträgt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bedeckt (vergibt, erträgt)&#039;&#039; - wohl Semitismus: Das hebräische &#039;&#039;kasah&#039;&#039; („bedecken“) bezeichnet einen Akt des „Vergebens“; so daher z.B. auch HfA: „Sie ist immer bereit, zu verzeihen“; MEN: „Sie deckt alles zu (=entschuldigt alles)“; ähnlich B/N. Vgl. auch Lang 1994, S. 185: „„Die Liebe deckt auch der Sünden Menge“ ([[1 Petrus 4#s8 |1 Pet 4,8]]; vgl. [[Sprichwörter 10#s12 |Spr 10,12]]; [[Jakobus 5#s20 |Jak 5,20]]). Sie trägt angetanes Unrecht nicht nach, sondern ermöglicht einen Neuanfang durch Vergebung, die aus der göttlichen Liebe und Vergebung erwächst (vgl. [[Matthäus 6#s12 |Mt 6,12]]; [[Kolosser 3#s13 |Kol 3,13]]).“. Alternativ: „Sie erträgt alles“ (s. [[1 Thessalonicher 3#s1 |1 Thess 3,1.5]]; so die meisten) - was aber ja schon durch das „sie erduldet alles“ am Ende von V. 7 abgedeckt ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Liebe kommt niemals zu Fall&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommt niemals zu Fall&#039;&#039; - W.: „fällt niemals“; Wortspiel im Griechischen: Der Ausdruck ist sowohl lesbar als „sie hört niemals auf“, ist unvergänglich (EWNT III, S. 215) oder als stehende Wendung für „sie sündigt niemals“ (vgl. EWNT III, S. 215). Gelesen nach der ersten Bedeutung fällt hier zum ersten Mal die zentrale Aussage der folgenden Verse, gelesen nach der zweiten Bedeutung wird die Aussage zur Spitzenaussage der vorangegangenen Charakterisierung der Liebe. Dahin, dass die Aussage wohl bewusst mehrdeutig formuliert ist, weist auch schon die Struktur des Kapitels: V. 8a steht im Zentrum der „quer“ zur Kapitelstruktur verlaufenden Konstrastierung der drei Gnadengaben „Glaube“, „Hoffnung“ und „Liebe“ einerseits und „Sprachen“, „Prophetie“ und „Einsicht“ andererseits (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/images/e/e8/Mehrdeutigkeit_1Kor_13%2C8.png hier]). „Die Liebe kommt niemals zu Fall“ ist also die zentrale Brückenaussage des Kapitels.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob es dagegen Prophetien [seien] - sie werden vergehen; ob es Sprachen [seien] - sie werden aufhören; ob es Erkenntnis (Wissen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einsicht&amp;quot; /&amp;gt; [sei] - sie wird vergehen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Denn [nur] bruchstückhaft erkennen wir (haben wir Einsicht) und bruchstückhaft prophezeien wir,&lt;br /&gt;
{{S|10}} aber sobald das Vollkommene (Vollständige)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Vollkommene (Vollständige)&#039;&#039; - gemeint ist sehr wahrscheinlich das Ende der Zeiten (vgl. z.B. Fitzmyer 2008, S. 498); hier nicht als „das Letzte“ (&#039;&#039;to telos&#039;&#039;), sondern als „das Vollkommene/Vollständige“ (&#039;&#039;to teleion&#039;&#039;) bezeichnet, um es mit dem „Bruchstückhaften“ zu kontrastieren. Collins 1999b übersetzt denn auch einfach: „When the end comes the partial will pass away.“; ähnlich BB: „das Endgültige“; EÜ, HER05, JJ, R-S: „Das Vollendete“, KAR, PAT, Pfäfflin, WIL: „Die Vollendung“.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommt, wird das Bruchstückhafte vergehen.&lt;br /&gt;
{{S|11}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Analogie&amp;quot;&amp;gt;V. 11 und V. 12b tragen nichts inhaltlich Neues zum Kapitel bei, sondern sind zu verstehen als erläuternde Analogien (vgl. Fee 1987, S 646): „Sprachengabe, Prophetie und Einsicht sind Brüchstückhaftes, und alles Bruchstrückhafte wird am Ende der Zeiten vergehen. [Das kann man sich so veranschaulichen:] Als ich ein Kind war...“ und „Jetzt sehen wir nur indirekt - wie in einem Spiegel -, dann aber von Angesicht zu Angesicht - [ungefähr so, wie z.B. auch] ich jetzt bruchstückhaft erkenne, dann aber so erkennen werde, wie auch ich erkannt worden bin.“&amp;lt;br /&amp;gt;Die Argumentationsstruktur des letzten Abschnittes geht also in etwa so: „Prophetie, Sprachengabe und Einsicht sind so toll nicht, denn sie werden vergehen, und ohnehin erkennen wir Gott vermittels dieser Gaben zwar bereits jetzt, aber nur bruchstückhaft (Vv. 8b-10). 2: Später aber - nämlich: wenn das Vollkommene kommt - werden wir Gott vollständig und von Angesicht zu Angesicht erkennen (Vv. 10.12a). 3: Ergo bleiben uns/haben Bestand (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=1_Korinther_13#note_ac FN ac]) einzig Glaube, Hoffnung und Liebe (V. 13).“&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ich ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kind&#039;&#039; - W. „kindlich“; das Kind steht im NT häufiger übertragen für Unwissenheit und meint ursprünglich den, der noch nicht in der Lage war, zu sprechen. Zusammen mit „sprechen wie ein &#039;&#039;nepios&#039;&#039;“ und „urteilen/argumentieren wie ein &#039;&#039;nepios&#039;&#039;“ weckt das Wort in einem griechischen Leser also die Assoziation eines lallenden Kleinkinds, das Unsinn von sich gibt.&amp;lt;/ref&amp;gt; war, redete ich wie ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt;, dachte ich wie ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt;, urteilte (argumentierte) ich wie ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt;; seit ich ein Mann geworden bin (nun, da ich ein Mann bin), habe ich die [Dinge] des&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die [Dinge] des&#039;&#039; - W.: „das des Kindes“ = „diese kindlichen Eigenschaften“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kindes&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt; vergehen lassen.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn wir sehen jetzt in einem Rätsel (indirekt, undeutlich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einem Rätsel (indirekt, undeutlich)&#039;&#039; - „indirekt“ gut nach BDAG. Dies ist hier vermutlich gemeint: Korinth war berühmt für seine Kupferprodukte; u.a. auch für seine qualitativ hochwertigen Bronzespiegel. Gemeint ist also wohl weniger „verzerrt wie in einem Spiegel“, sondern „nicht direkt (von „Angesicht zu Angesicht“), sondern indirekt - wie in einem Spiegel“. Objekt dieses „Sehens“ ist sicher Gott: Im Bild vom „Spiegel“, in der Wendung „von Angesicht zu Angesicht“ und dem Ausdruck „erkennen, wie ich erkannt worden bin“ kommt jeweils eine Reziprozität zum Ausdruck: Man blickt auf einen Zurückblickenden.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch einen (in einem)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch einen (in einem)&#039;&#039; - Gr. Idiom; im Gr. sieht man etwas nicht „in einem“, sd. „durch einen“ Spiegel. Übersetze „in einem Spiegel“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spiegel, dann aber (und erst dann) von Angesicht zu Angesicht; jetzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Analogie&amp;quot; /&amp;gt; erkenne ich bruchstückhaft, dann aber (und erst dann) werde ich [so] erkennen, wie auch ich erkannt worden bin&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie auch ich erkannt worden bin&#039;&#039; - Paulinische „Sondertheologie“: Dass ein Mensch Gott erkennen kann, erfordert, dass zuvor Gott diesen Menschen „erkannt“ hat; s. [[1 Korinther 8#s3 |1 Kor 8,3]]; [[Galater 4#s9 |Gal 4,9]]. Dieses Theologumenon arbeitet mit einem Wortspiel: Im Hebräischen meint der Ausdruck, dass Gott einen Menschen „erkennt“, dass er &#039;&#039;fürsorglich an ihm handelt&#039;&#039; (TWAT I, S. 691f; s. z.B. [[Exodus 33#s12 |Ex 33,12]]; [[Psalm 1#s6 |Ps 1,6]]; [[Nahum 1#s7 |Nah 1,7]]): Gott muss zunächst einen Menschen „erkennen“ - d.h. hier: die Gnade gewähren, dass &#039;&#039;dieser Mensch ihn&#039;&#039; erkennen könne - bevor dieser ihn erkennen kann (vgl. z.B. Conzelmann 1981, S. 279; Lang 1994, S. 188; Fitzmyer 2008, S. 500f).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Jetzt aber bleiben&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bleiben&#039;&#039; - Wortspiel im Griechischen:&lt;br /&gt;
# „bleiben“ i.S.v. „übrig bleiben“: Selbst die Gaben der Prophetie und der Einsicht vermitteln nur bruchstückhaftes Wissen; erst am Ende der Zeiten werden wir Gott „von Angesicht zu Angesicht“ erkennen können. Was also „übrig bleibt“ - da ja Einsicht, Prophetie etc. soeben für unzureichend erklärt worden sind - sind Glaube, Hoffnung, Liebe. -&amp;gt; „&#039;&#039;Und damit&#039;&#039; (zum logischen &#039;&#039;nuni de&#039;&#039; („Jetzt aber“) vgl. BDAG, S. 682; Fitzmyer 2008, S. 501 u.ö.) &#039;&#039;bleiben uns einzig Glaube, Hoffnung und Liebe - diese drei.&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
# „bleiben“ i.S.v. „Bestand haben“: Alles Bruchstückhafte wird vergehen; das aktuell einzig Existierende, das dauerhaft Bestand haben wird, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. -&amp;gt; „&#039;&#039;Das aktuell einzig Unvergängliche sind Glaube, Hoffnung und Liebe - diese drei.&#039;&#039;“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei; und (aber) die Größte von ihnen [ist] die Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Korinther_13&amp;diff=19129</id>
		<title>1 Korinther 13</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Korinther_13&amp;diff=19129"/>
		<updated>2014-11-23T08:01:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung Verse eins bis acht&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Selbst wenn ich alle Sprachen der Erde sprechen könnte, sogar die Sprache der Engel, aber nicht lieben würde, wäre alles, was ich sagen würde, leer und sinnlos, wie ein schallender Gong oder eine klingende Zimbel.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Und selbst wenn ich prophezeien könnte und alle Geheimnisse und Gottes Pläne kennen würde, und selbst wenn ich genug glauben würde, um Berge versetzen zu können, aber nicht lieben würde, dann wäre ich nichts.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Und selbst wenn ich mein ganzes Vermögen spenden und mich stellen würde um als Märtyrer verbrannt zu werden, aber nicht lieben würde, dann würde es mir nichts nützen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Die Liebe ist sanftmütig und freundlich, sie ist nicht streitlustig, sie prahlt nicht, sie ist nicht überheblich,&lt;br /&gt;
{{L|5}} sie ist nicht unanständig, sie ist nicht von sich eingenommen, sie ist nicht unbeherrscht, sie dürstet nicht nach Rache.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Sie erfreut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sondern erfreut sich an der Wahrheit;&lt;br /&gt;
{{L|7}} sie vergibt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Die Liebe hört nie auf. Ob es nun Prophetien seien — sie werden vergehen; ob es Sprachen seien — sie werden aufhören; ob es Erkenntnis sei — sie wird vergehen.&lt;br /&gt;
{{L|9}} &lt;br /&gt;
{{L|10}} &lt;br /&gt;
{{L|11}} &lt;br /&gt;
{{L|12}} &lt;br /&gt;
{{L|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot;&amp;gt;Im Griechischen lässt sich eine Rede auch in der 1. Person Singular formulieren, wenn man damit generelle Aussagen aus der Perspektive einer exemplarischen 3. Person zu machen will (vgl. z.B. Pappas 2013, S. 81; Wallace, S. 391f - wie man das ja z.B. auch aus der dt. Umgangssprache kennt: „Wenn ich jetzt hergehe und behaupte, das sei eine generelle Aussage, muss ich dafür auch Argumente bringen.“ = „Wenn &#039;&#039;man&#039;&#039; behauptet, das sei...“). Die ersten drei Verse könnten also auch nicht aus der Perspektive speziell von Paulus, sondern aus der einer nicht näher bestimmten exemplarischen Person gesprochen sein (so z.B. auch Fitzmyer 2008, S. 492; Lang 1994, S. 182): „Gesetzt, es gäbe einen, der die Sprachen der Menschen spräche und die der Engel...“ usw. Das ist hier gar nicht unwahrscheinlich (s. [[1 Korinther 12#s31 |1 Kor 12,31]]: Kap. 13 ist ein allgemeines Lehrstück), allerdings könnte V. 11 nahelegen, dass Paulus das ganze Lehrstück an &#039;&#039;seinem&#039;&#039; Beispiel entwickelt (so z.B. Collins 1999b, S. 472 - vielleicht aber auch nicht, s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=1_Korinther_13#note_w FN w]); in der LF sollte man daher zumindest vorerst wohl eher beim „ich“ bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Sprachen der Menschen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in den Sprachen der Menschen spräche&#039;&#039; - Der Ausdruck „die Sprach&#039;&#039;en&#039;&#039; (Plural!) der Menschen“ steht wohl nicht für bloße Eloquenz (so z.B. B/N, KAR), sondern für die Gabe der „Xenoglossie“, wie sie z.B. in [[Apostelgeschichte 2#s4 |Apg 2,4]] beschrieben wird - also die Gabe, in fremden Sprachen sprechen zu können, ohne diese gelernt zu haben. Gemeint ist also: „Wenn ich die Gabe hätte, in allen Sprachen der Erde sprechen zu können“.&amp;lt;/ref&amp;gt; spräche (spreche)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;spräche (spreche)&#039;&#039; - Wenn es richtig ist, dass Paulus hier sein Lehrstück an seinem Beispiel vorführt (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=1_Korinther_13#note_a FN a]), könnte man überlegen, die Verben in den drei Bedingungen je nicht als Irrealis („spräche [- was nicht so ist]“), sondern als reale Bedingung („spreche [- wie das gelegentlich der Fall ist]“) zu lesen (so zumindest im ersten Vers einige; z.B. Grosvenor/Zerwick): Paulus gibt selbst an, nicht nur prinzipiell ebenfalls über die Gabe der Zungenrede zu verfügen, sondern sogar noch viel ausgeprägter als die Korinther (s. [[1 Korinther 14#s18 |1 Kor 14,18]]), und in seiner Wundermacht steht er den Aposteln in nichts nach (s. [[2 Korinther 12#s12 |2 Kor 12,12]]). Aber spätestens V. 3 zeigt deutlich, dass hier von rein hypothetischen Bedingungen auszugehen ist. Übersetze daher jeweils im Irrealis: „spräche“ statt „spreche“ etc.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder (und [selbst]) [in der] der Engel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in der] der Engel&#039;&#039; soll die Rede von der Gabe der Xenoglossie entweder noch einmal steigern - also etwa „Wenn ich die Gabe hätte, in allen Sprachen der Erde sprechen zu können - ja, selbst in der der Engel...“ (so z.B. Fitzmyer 2008, S. 491f; s. z.B. GN, HfA, KAM), oder es ist hier die Gabe der „Glossolalie“ gemeint, von der auch [[1 Korinther 12 |1 Kor 12]] und [[1 Korinther 14 |1 Kor 14]] sprechen. Als „Glossolalie“ bezeichnet man die Gabe, in Ekstase unzusammenhängende Silben von sich zu geben, die als von Gott eingegebenes Sprechen angesehen wurden (zum Phänomen vgl. z.B. [http://www.ekd.de/ezw/Publikationen_2152.php Hempelmann 2010]). In diesem Falle würde Paulus also nacheinander die beiden verschiedenen mit Sprache zusammenhängenden Gnadengaben Xenoglossie und Glossolalie nennen (so z.B. Fee 1987, S. 630). Letzteres ist wahrscheinlicher, weil eben von Glossolalie direkt zuvor die Rede war und im folgenden Kapitel zum Hauptthema werden wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber keine Liebe hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, nicht liebte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;keine Liebe hätte (nicht liebte)&#039;&#039; + &#039;&#039;Prophetie hätte (prophezeite)&#039;&#039; + &#039;&#039;Glauben hätte (glaubte)&#039;&#039; - Die Ausdrücke „Liebe/Prophetie/Glauben haben“ sind wohl nicht nur gehobene Ausdrücke für „lieben/prophezeien/glauben“ (so z.B. Fee 1987, S. 631; auch B/N: „wenn ich nicht liebte“), sondern sollen zum Ausdruck bringen, dass die Liebe, Prophetie und Glaube zu den &#039;&#039;Gnadengaben&#039;&#039; gehören, von denen in [[1 Korinther 12 |1 Kor 12]]; [[1 Korinther 14 |14]] die Rede ist (Conzelmann 1981, S. 270: „Sie [=die Liebe] ist eine Grund-Eigenschaft [...]: Man „hat“ sie [...].“). V. 1 etwa meint also: „Gesetzt, ich hätte die Gabe der Xenoglossie oder die der Glossolalie, nicht aber die Gabe der Liebe...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;), dann wäre (bin)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt; ich (er)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; ein schallender Gong (Kupfer)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gong (Kupfer)&#039;&#039; - W. „schallendes Kupfer“, gemeint ist ein Lärm- oder Musikinstrument: ein „Becken aus Erz“ (EWNT III, S. 1086). „Gong“ gut &lt;br /&gt;
nach BB, GN, NGÜ, NL u.a.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Verb für „schallen“ ist nicht negativ konnotiert, wie einige Üss. das nahelegen könnten (z.B. BigS, NeÜ: „ein schepperndes Blech“) - im Griechischen können etwa auch Hymnen, Loblieder oder Zimbeln „erschallen“. Gemeint ist also nicht: „Wenn ich lieblos rede, klinge ich hässlich“, sondern „Wenn ich lieblos rede, bin ich nicht mehr als ein Musikinstrument [das aber durchaus schön klingen kann]“ = „Dann gebe ich nur &#039;&#039;leeres&#039;&#039; Gebrabbel und Gebabbel von mir.“&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine klingende (lärmende)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;klingende (lärmende)&#039;&#039; - auch das Wort für „klingen“ ist nicht negativ konnotiert (so die meisten Üss: „lärmend“); die „klingende Zimbel“ stammt aus Ps 150,5 LXX, wo es sogar im Parallelismus zur „schön schallenden (NETS: melodischen) Zimbel“ steht. Konnotiert ist aber stets die &#039;&#039;Lautheit&#039;&#039; des Klingens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paulus hat hier im Griechischen ein kleines Wortspiel eingebaut: Wenn er selbst in den Sprachen der Menschen und der Engel &#039;&#039;lalo&#039;&#039; („spräche“), wäre er nicht mehr als eine &#039;&#039;alalazon&#039;&#039; („klingende“) Zimbel; und dies &#039;&#039;alalazon&#039;&#039; klingt ähnlich wie &#039;&#039;alalon&#039;&#039; („nicht sprechend, sprachlos“) - was die Inhaltslosigkeit der Laute von Gong und Handbecken noch unterstreicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zimbel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zimbel&#039;&#039; - metallene Handbecken, s. [https://de.wikipedia.org/wiki/Zimbel Wikipedia/Zimbel].&amp;lt;/ref&amp;gt; {geworden}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;geworden&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039; - nicht: „wäre geworden“: das Perfekt markiert hier keinen Tempus, sd. markiert den Satz als hypothetisch (vgl. BDR §344).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; Prophetie hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, prophezeite&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;) und alle Geheimnisse und jede Erkenntnis (Wissen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einsicht&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Erkenntnis (Wissen)&#039;&#039; ist nicht im Sinne von „(Gewinnung von) Sachwissen“ zu verstehen, sondern meint die Gabe der „Einsicht“ (s. [[1 Korinther 12#s8 |1 Kor 12,8]]), „[...] weil diese den Inhalt der Prophetie bilden. Der Prophet redet auf Grund göttlicher Offenbarung durch den Geist, der ihm Einblick in den Heilsplan Gottes gewährt und situationserhellende Weisungen für den Weg der Gemeinde schenkt.“ (Lang 1994, S. 182).&amp;lt;/ref&amp;gt; wüsste (weiß)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, und wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; allen (genügend) Glauben hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, glaubte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;), um Berge zu versetzen, aber keine Liebe hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, liebte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;), dann wäre (bin)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt; ich (er)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; nichts.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und wenn ich (einer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; all meine (seine)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; Besitztümer austeilen würde (austeilt)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt; und wenn ich (er)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; meinen (seinen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; Körper ausliefern würde (ausliefert)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, damit ich&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; verbrannt (so dass ich gerühmt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Beide Varianten sich recht stark bezeugt und einander so ähnlich, dass sie sich auch als Abschreibefehler erklären lassen würden (&#039;&#039;kauthesomai&#039;&#039;: „damit ich verbrannt würde“ - &#039;&#039;kauchesomai&#039;&#039;: damit ich gerühmt würde). Zu Argumenten für die zweite Lesart vgl. gut Metzger 1994, S. 498; auch Fitzmyer 2008, S. 494 - aber was sollte denn der Sinn dieser Lesart sein (vgl. Fee 1987, S. 629: „the basic difficulty that anyone has ever had with [this] reading [....] is to find an adequate sense for it.“)? „Wenn ich all meine Besitztümer austeilen und meinen Körper ausliefern würde, um anzugeben...“? Der Sinn von Lesart 1 dagegen ist klar; bezeichnet würde mit „damit ich verbrannt würde“ der Feuertod des Märtyrers (s. z.B. [[Daniel 3#s19 |Dan 3,19]]; [[Hebräer 11#s34 |Heb 11,34]]) und fügte sich so gut in den Rest des Abschnittes; so deshalb auch Collins 1999b, S. 476f; Fee 1987, S. 629; Lang 1994, S. 183. „Verbrannt werden“ ist daher wohl vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; würde, aber keine Liebe hätte (habe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;, liebte &amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebe haben&amp;quot; /&amp;gt;), dann würde es mir (ihm)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ich&amp;quot; /&amp;gt; nichts nützen (nützt es mir nichts)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irrealis&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Die Liebe ist sanftmütig (langmütig)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sanftmütig (langmütig)&#039;&#039; - Oft auch: „geduldig“; vgl. z.B. auch Lang 1994, S. 184: „Sie gibt nicht nach dem ersten Fehlschlag auf, sondern ist geduldig und hat den langen Atem [...]“ - also wohl „beharrlich“. Die &#039;&#039;makrothumia&#039;&#039; ist in LXX und NT aber fast stets entweder eine Eigenschaft Gottes - nämlich seine „Charaktereigenschaft“, nicht gleich die verdiente Strafe über Menschen zu verhängen, sondern „nachsichtig, langmütig“ zu sein - oder eine christliche Tugend - nämlich die, aufwallendem Zorn nicht nachzugeben (EWNT II, S. 937), also die, „sanftmütig“ zu sein. Als „sanftmütig“ passt es auch besser zum folgenden „mild“ und „nicht jähzornig“, mit denen sie ohnehin häufiger in einem Atemzug genannt wird (s. z.B. [[2 Korinther 6#s6 |2 Kor 6,6]]; [[Galater 5#s22 |Gal 5,22]]; [[Kolosser 3#s12 |Kol 3,12]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, mild (freundlich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mild (freundlich)&#039;&#039; - meist: „freundlich“; oft auch: „gütig“. Das Verb &#039;&#039;chresteuomai&#039;&#039; ist in der Bibel ein Hapax legomenon; die Bed. lässt sich aber erschließen aus dem verwandten Wort &#039;&#039;chrestotes&#039;&#039;, das bes. mit Gott als Subjekt oft (wie hier) zusammen mit &#039;&#039;makrothumia&#039;&#039; („Sanftmut, Langmut“) und als Gegenbegriff von &#039;&#039;orge&#039;&#039; („Zorn“) verwendet wird: Es ist die &#039;&#039;Freundlichkeit&#039;&#039;, in der kein Zorn aufkommt, oder die &#039;&#039;Milde&#039;&#039;, in der man seinen Zorn zurückhält (vgl. EWNT III, S. 1140f).&amp;lt;/ref&amp;gt; {ist die Liebe}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Liebe ist sanftmütig, die Liebe ist mild, die Liebe ereifert sich nicht&#039;&#039; - In einigen Handschriften fehlt das dritte „die Liebe“; das zweite und dieses eventuelle dritte „die Liebe“ ließe sich jeweils entweder dem vorigen oder dem folgenden Verb zuordnen. Möglich wäre also jede der folgenden Auflösungen:&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig; mild ist die Liebe. Es ist nicht aggressiv die Liebe, ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig, mild, die Liebe ist nicht aggressiv, die Liebe ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig; mild ist die Liebe, ist nicht aggressiv, ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
# Die Liebe ist sanftmütig, mild; die Liebe ist nicht aggressiv, ist nicht prahlsüchtig, ist nicht hochmütig...&lt;br /&gt;
Insgesamt ist eine Entscheidung hier nicht wirklich möglich; auch die wissenschaftlichen Editionen entscheiden sich nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Wäre ich Paulus, hätte ich wegen der Gleichmäßigkeit eher (4) als (1) und eher (1) als (2) und (3) gewählt (ähnlich z.B. Zuntz 1953, S. 68). Wäre ich LF-Übersetzer, würde ich mich daher für Version (4) entscheiden, aber das ist wohl ganz subjektiv (vielleicht aber dennoch hilfreich für einen LF-Übersetzer).&amp;lt;/ref&amp;gt;; die Liebe ist nicht aggressiv (ereifert sich nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist nicht aggressiv (ereifert sich nicht?)&#039;&#039; - Eher nicht: „ist nicht neidisch/eifersüchtig“ (so die meisten); das Wort bezeichnet hier - wie auch in anderen Lasterkatalogen im NT - eine leidenschaftliche feindselige Einstellung gegenüber anderen, die die menschliche Gemeinschaft vergiftet (EWNT II, S. 248f) und die offenbar unter den Korinthern recht verbreitet war (s. [[1 Korinther 3#s3 |1 Kor 3,3]]). Besser daher „ist nicht aggressiv/streitlustig/...“. Das „eifert nicht“ in vielen Üss. ist darauf zurückzuführen, dass das Wort im Gr. auch im positiven Sinne für „Eifrigkeit“ stehen kann und viele Übersetzungen offenbar glaubten, mit der Übersetzung „sich ereifern“ eine gemäßigte Konkordanz wahren zu können. Das ist hier nicht ratsam.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie ist nicht prahlsüchtig, sie ist nicht hochmütig (arrogant), {{S|5}} sie ist nicht unsittlich (schamlos), sie strebt nicht nach dem Ihrigen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;strebt nicht nach dem Ihrigen&#039;&#039;, d.h. sie „verfolgt nicht ihre eigenen Interessen“, „ist nicht selbstsüchtig“ (s. [[1 Korinther 10#s24 |1 Kor 10,24]]; [[Philipper 2#s4 |Phil 2,4]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie ist nicht [leicht] reizbar, sie rechnet das Schlechte (Böse) nicht an&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie rechnet das Schlechte nicht an&#039;&#039; - Recht gut viele Üss: „sie ist nicht nachtragend“, „trägt das Böse nicht nach“. Sinngemäßer viele eng. Üss.: „It doesn&#039;t keep record of wrongs“; denn gemeint ist eher: „Über Böses sieht sie (von vornherein) hinweg“ (EWNT II, S. 865f; Fee 1987, S. 639): Die Liebe ist &#039;&#039;nachsichtig&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Litotes: Nicht i.S.v. „sie ist nicht gerade ein Sadist“, sd. von „Ungerechtigkeit ist ihr absolut verhasst“ (Fee 1987, S. 639: „Love absolutely rejects that most pernicious form of rejoicing over evil...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern sie freut sich über&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;über&#039;&#039; - nicht: „freut sich &#039;&#039;mit&#039;&#039; der Wahrheit“; s. BDAG: „In this case the compound has the same mng. as the simple verb [...:] &#039;&#039;it does not rejoice over injustice, but rejoices in the truth&#039;&#039; 1 Cor 13:6 [...]“.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Wahrheit;&lt;br /&gt;
{{S|7}} sie bedeckt (vergibt, erträgt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bedeckt (vergibt, erträgt)&#039;&#039; - wohl Semitismus: Das hebräische &#039;&#039;kasah&#039;&#039; („bedecken“) bezeichnet einen Akt des „Vergebens“; so daher z.B. auch HfA: „Sie ist immer bereit, zu verzeihen“; MEN: „Sie deckt alles zu (=entschuldigt alles)“; ähnlich B/N. Vgl. auch Lang 1994, S. 185: „„Die Liebe deckt auch der Sünden Menge“ ([[1 Petrus 4#s8 |1 Pet 4,8]]; vgl. [[Sprichwörter 10#s12 |Spr 10,12]]; [[Jakobus 5#s20 |Jak 5,20]]). Sie trägt angetanes Unrecht nicht nach, sondern ermöglicht einen Neuanfang durch Vergebung, die aus der göttlichen Liebe und Vergebung erwächst (vgl. [[Matthäus 6#s12 |Mt 6,12]]; [[Kolosser 3#s13 |Kol 3,13]]).“. Alternativ: „Sie erträgt alles“ (s. [[1 Thessalonicher 3#s1 |1 Thess 3,1.5]]; so die meisten) - was aber ja schon durch das „sie erduldet alles“ am Ende von V. 7 abgedeckt ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Liebe kommt niemals zu Fall&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kommt niemals zu Fall&#039;&#039; - W.: „fällt niemals“; Wortspiel im Griechischen: Der Ausdruck ist sowohl lesbar als „sie hört niemals auf“, ist unvergänglich (EWNT III, S. 215) oder als stehende Wendung für „sie sündigt niemals“ (vgl. EWNT III, S. 215). Gelesen nach der ersten Bedeutung fällt hier zum ersten Mal die zentrale Aussage der folgenden Verse, gelesen nach der zweiten Bedeutung wird die Aussage zur Spitzenaussage der vorangegangenen Charakterisierung der Liebe. Dahin, dass die Aussage wohl bewusst mehrdeutig formuliert ist, weist auch schon die Struktur des Kapitels: V. 8a steht im Zentrum der „quer“ zur Kapitelstruktur verlaufenden Konstrastierung der drei Gnadengaben „Glaube“, „Hoffnung“ und „Liebe“ einerseits und „Sprachen“, „Prophetie“ und „Einsicht“ andererseits (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/images/e/e8/Mehrdeutigkeit_1Kor_13%2C8.png hier]). „Die Liebe kommt niemals zu Fall“ ist also die zentrale Brückenaussage des Kapitels.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob es dagegen Prophetien [seien] - sie werden vergehen; ob es Sprachen [seien] - sie werden aufhören; ob es Erkenntnis (Wissen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einsicht&amp;quot; /&amp;gt; [sei] - sie wird vergehen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Denn [nur] bruchstückhaft erkennen wir (haben wir Einsicht) und bruchstückhaft prophezeien wir,&lt;br /&gt;
{{S|10}} aber sobald das Vollkommene (Vollständige)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Vollkommene (Vollständige)&#039;&#039; - gemeint ist sehr wahrscheinlich das Ende der Zeiten (vgl. z.B. Fitzmyer 2008, S. 498); hier nicht als „das Letzte“ (&#039;&#039;to telos&#039;&#039;), sondern als „das Vollkommene/Vollständige“ (&#039;&#039;to teleion&#039;&#039;) bezeichnet, um es mit dem „Bruchstückhaften“ zu kontrastieren. Collins 1999b übersetzt denn auch einfach: „When the end comes the partial will pass away.“; ähnlich BB: „das Endgültige“; EÜ, HER05, JJ, R-S: „Das Vollendete“, KAR, PAT, Pfäfflin, WIL: „Die Vollendung“.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommt, wird das Bruchstückhafte vergehen.&lt;br /&gt;
{{S|11}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Analogie&amp;quot;&amp;gt;V. 11 und V. 12b tragen nichts inhaltlich Neues zum Kapitel bei, sondern sind zu verstehen als erläuternde Analogien (vgl. Fee 1987, S 646): „Sprachengabe, Prophetie und Einsicht sind Brüchstückhaftes, und alles Bruchstrückhafte wird am Ende der Zeiten vergehen. [Das kann man sich so veranschaulichen:] Als ich ein Kind war...“ und „Jetzt sehen wir nur indirekt - wie in einem Spiegel -, dann aber von Angesicht zu Angesicht - [ungefähr so, wie z.B. auch] ich jetzt bruchstückhaft erkenne, dann aber so erkennen werde, wie auch ich erkannt worden bin.“&amp;lt;br /&amp;gt;Die Argumentationsstruktur des letzten Abschnittes geht also in etwa so: „Prophetie, Sprachengabe und Einsicht sind so toll nicht, denn sie werden vergehen, und ohnehin erkennen wir Gott vermittels dieser Gaben zwar bereits jetzt, aber nur bruchstückhaft (Vv. 8b-10). 2: Später aber - nämlich: wenn das Vollkommene kommt - werden wir Gott vollständig und von Angesicht zu Angesicht erkennen (Vv. 10.12a). 3: Ergo bleiben uns/haben Bestand (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=1_Korinther_13#note_ac FN ac]) einzig Glaube, Hoffnung und Liebe (V. 13).“&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ich ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kind&#039;&#039; - W. „kindlich“; das Kind steht im NT häufiger übertragen für Unwissenheit und meint ursprünglich den, der noch nicht in der Lage war, zu sprechen. Zusammen mit „sprechen wie ein &#039;&#039;nepios&#039;&#039;“ und „urteilen/argumentieren wie ein &#039;&#039;nepios&#039;&#039;“ weckt das Wort in einem griechischen Leser also die Assoziation eines lallenden Kleinkinds, das Unsinn von sich gibt.&amp;lt;/ref&amp;gt; war, redete ich wie ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt;, dachte ich wie ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt;, urteilte (argumentierte) ich wie ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt;; seit ich ein Mann geworden bin (nun, da ich ein Mann bin), habe ich die [Dinge] des&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die [Dinge] des&#039;&#039; - W.: „das des Kindes“ = „diese kindlichen Eigenschaften“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kindes&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kind&amp;quot; /&amp;gt; vergehen lassen.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn wir sehen jetzt in einem Rätsel (indirekt, undeutlich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einem Rätsel (indirekt, undeutlich)&#039;&#039; - „indirekt“ gut nach BDAG. Dies ist hier vermutlich gemeint: Korinth war berühmt für seine Kupferprodukte; u.a. auch für seine qualitativ hochwertigen Bronzespiegel. Gemeint ist also wohl weniger „verzerrt wie in einem Spiegel“, sondern „nicht direkt (von „Angesicht zu Angesicht“), sondern indirekt - wie in einem Spiegel“. Objekt dieses „Sehens“ ist sicher Gott: Im Bild vom „Spiegel“, in der Wendung „von Angesicht zu Angesicht“ und dem Ausdruck „erkennen, wie ich erkannt worden bin“ kommt jeweils eine Reziprozität zum Ausdruck: Man blickt auf einen Zurückblickenden.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch einen (in einem)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch einen (in einem)&#039;&#039; - Gr. Idiom; im Gr. sieht man etwas nicht „in einem“, sd. „durch einen“ Spiegel. Übersetze „in einem Spiegel“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spiegel, dann aber (und erst dann) von Angesicht zu Angesicht; jetzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Analogie&amp;quot; /&amp;gt; erkenne ich bruchstückhaft, dann aber (und erst dann) werde ich [so] erkennen, wie auch ich erkannt worden bin&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie auch ich erkannt worden bin&#039;&#039; - Paulinische „Sondertheologie“: Dass ein Mensch Gott erkennen kann, erfordert, dass zuvor Gott diesen Menschen „erkannt“ hat; s. [[1 Korinther 8#s3 |1 Kor 8,3]]; [[Galater 4#s9 |Gal 4,9]]. Dieses Theologumenon arbeitet mit einem Wortspiel: Im Hebräischen meint der Ausdruck, dass Gott einen Menschen „erkennt“, dass er &#039;&#039;fürsorglich an ihm handelt&#039;&#039; (TWAT I, S. 691f; s. z.B. [[Exodus 33#s12 |Ex 33,12]]; [[Psalm 1#s6 |Ps 1,6]]; [[Nahum 1#s7 |Nah 1,7]]): Gott muss zunächst einen Menschen „erkennen“ - d.h. hier: die Gnade gewähren, dass &#039;&#039;dieser Mensch ihn&#039;&#039; erkennen könne - bevor dieser ihn erkennen kann (vgl. z.B. Conzelmann 1981, S. 279; Lang 1994, S. 188; Fitzmyer 2008, S. 500f).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Jetzt aber bleiben&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bleiben&#039;&#039; - Wortspiel im Griechischen:&lt;br /&gt;
# „bleiben“ i.S.v. „übrig bleiben“: Selbst die Gaben der Prophetie und der Einsicht vermitteln nur bruchstückhaftes Wissen; erst am Ende der Zeiten werden wir Gott „von Angesicht zu Angesicht“ erkennen können. Was also „übrig bleibt“ - da ja Einsicht, Prophetie etc. soeben für unzureichend erklärt worden sind - sind Glaube, Hoffnung, Liebe. -&amp;gt; „&#039;&#039;Und damit&#039;&#039; (zum logischen &#039;&#039;nuni de&#039;&#039; („Jetzt aber“) vgl. BDAG, S. 682; Fitzmyer 2008, S. 501 u.ö.) &#039;&#039;bleiben uns einzig Glaube, Hoffnung und Liebe - diese drei.&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
# „bleiben“ i.S.v. „Bestand haben“: Alles Bruchstückhafte wird vergehen; das aktuell einzig Existierende, das dauerhaft Bestand haben wird, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. -&amp;gt; „&#039;&#039;Das aktuell einzig Unvergängliche sind Glaube, Hoffnung und Liebe - diese drei.&#039;&#039;“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei; und (aber) die Größte von ihnen [ist] die Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Bibelprogramme&amp;diff=18887</id>
		<title>Bibelprogramme</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Bibelprogramme&amp;diff=18887"/>
		<updated>2014-11-07T05:29:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: genauer formuliert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Autorenhilfe]]&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite findet ihr eine aktuelle Liste der wichtigsten Bibelprogramme. Alle Plattformen sind vertreten: Windows, Linux, Mac, Apps für Android, iOS, sowie Web-Apps. Wir beginnen mit den kostenlosen und arbeiten uns dann zu den kommerziellen vor. Am Ende sammeln wir weitere Programme, die vielleicht einmal nützlich sein könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;status&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Du möchtest die Offene Bibel in einem Bibelprogramm lesen?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kein Problem, passende Module findest du [[Offene Bibel Module für Bibelprogramme|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Du suchst eigentlich nur nach einer Möglichkeit, die Bibel lesen?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Die gute Nachricht ist: die meisten Übersetzungen sind online. Eine Liste findest du [[Liste_von_Bibel%C3%BCbersetzungen_im_Internet|hier]].&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freie oder kostenlose Bibelprogramme==&lt;br /&gt;
Kostenlos, dafür gibt es häufig wenige moderne Übersetzungen (bald hoffentlich auch unsere komplett!). Der Funktionsumfang der Bibelsoftware ist teilweise beachtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===The SWORD Project===&lt;br /&gt;
SWORD ist kein Bibelprogramm im eigentlichen Sinne. Es ist eine plattformunabhängige Software-Basis der [http://www.crosswire.org/index.jsp Crosswire Bibelgesellschaft], auf der Bibelprogramme – wie Xiphos, Eloquent, BibleTime, etc. – aufbauen können. Das Projekt liefert eine Kernbibliothek und kümmert sich um die Pflege von verschiedenen Bibelmodulen, die meisten englischsprachig. Für unsere Übersetzer besonders interessant sind unsere Übersetzungsvorlagen, der Westminster-Leningrad-Codex (entspricht BHS) und das SBL Greek New Testament. Außerdem gibt es Module älterer textkritischer Editionen des NT (so einen Westcott/Hort-Text mit NA27-Varianten oder eine Edition des byzantinischen Textes) und Primärquellen wie den Aleppo-Codex. Die Module lassen sich bequem über eine Paketverwaltung installieren. Eine [http://www.crosswire.org/sword/modules/index.jsp Liste der verfügbaren Module] gibt es auch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.crosswire.org/sword/index.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Xiphos====&lt;br /&gt;
[[Datei:Xiphos.png|350px|links|Screenshot von Xiphos]]&lt;br /&gt;
Xiphos ist ein freies Bibelprogramm, das auf SWORD basiert. Als Nachfolger des GnomeSword-Projekts läuft es inzwischen nicht nur unter &#039;&#039;&#039;Linux&#039;&#039;&#039;, sondern auch unter &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;. Es ist nach kurzer Eingewöhnung gut und schnell zu bedienen. Im Screenshot sieht man den fortlaufenden Text, man kann aber jederzeit auf eine versparallele Ansicht umschalten. Aus Xiphos lassen sich ohne Probleme Texte in das Wiki kopieren (bitte nur die freien Texte, z.B. WLC). Als Schmankerl kann man im hebräischen Text Kantillationszeichen und Vokalzeichen getrennt ein und ausblenden. Die Suche ist gut und übersichtlich gestaltet, nach Lemmata kann man leider nicht suchen (zumindest habe ich noch nichts dergleichen gefunden). Wie in allen Sword-basierten Projekten kann man auch in Xiphos gemeinfreie Kommentare, Lutherpredigten, Losungen und viele andere Dinge nachladen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://xiphos.org/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====BibleTime==== &lt;br /&gt;
[[Datei:Bibletime.png|250px|rechts|Screenshot von BibleTime (unter Linux)]]&lt;br /&gt;
Ein Qt-basiertes Bibelprogramm mit sehr ähnlichem Funktionsumfang wie Xiphos, das manche KDE-Fans wegen der besseren Integration bevorzugen werden. Die Unterfenster der Benutzeroberfläche lassen sich frei anordnen oder kacheln. SWORD-Module kann man bequem über die Paketverwaltung installieren. BibleTime gibt es für &#039;&#039;&#039;Linux&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Mac OS X&#039;&#039;&#039;. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.bibletime.info/de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tyndale STEP====&lt;br /&gt;
[[Datei:TynSTEP.png|450px|links|Screenshot von Tyndale STEP]]&lt;br /&gt;
Tyndale STEP ist ein plattformunabhängiges, quelloffenes Bibelprogramm, das online sowie für einige Betriebssysteme verfügbar sein soll und sich momentan in der offenen Beta-Phase befindet (Stand November 2014). Ausprobieren kann man es [http://www.stepbible.org/ online hier]. Eine Offline-Version (MS Windows und Mac OS) gibt es [https://www.stepbible.org/downloads.jsp hier] (funktioniert leider nur mit JavaScript). STEP verwendet die SWORD-Bibliothek und -Module. Es richtet sich in erster Linie an Pastoren und Bibellehrer in aller Welt, die nicht die Mittel für kommerzielle Programme zur Arbeit mit dem biblischen Text haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
STEP kann akademische Ansprüche durchaus befriedigen: Es bietet schon jetzt komplexe Bibelsuchfunktionen und etliche Module. Das verantwortliche Tyndale House, ein bibelwissenschaftliches Institut der Universität Cambridge, plant für die Zukunft eine eigene wissenschaftliche Edition des NT und, in Absprache mit Verlagen, die Integration hunderter weiterer Bibeln. Auch die Aufsatzdatenbank von [http://www.biblicalstudies.org.uk biblicalstudies.org.uk] will man mittelfristig in die Suche integrieren und hochwertiges Kartenmaterial Palästinas verfügbar machen. Lexikon- und erweiterte Suchfunktionen beruhen bisher leider ausschließlich auf englischsprachigen Datenbanken und Materialien. Deutsche Bibelübersetzungen gibt es allerdings schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Meinung nach ist STEP schon jetzt eines der potentesten und das vielleicht vielversprechendste kostenlose Bibelprogramm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.stepbible.org/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====And Bible====&lt;br /&gt;
[http://code.google.com/p/and-bible/ And Bible] ist eine App für &#039;&#039;&#039;Android&#039;&#039;&#039;, die Lesezeichen und Notizen beherrscht und mit Querverweisen und Fußnoten umgehen kann. Selbst mit masoretischen Zeichen in den Fußnoten hat And Bible kein Problem. Download entweder auf der [http://code.google.com/p/and-bible/ Homepage], im [http://play.google.com/store/apps/details?id=net.bible.android.activity Google Play Store], bei [http://www.appbrain.com/app/and-bible/net.bible.android.activity AppBrain]... &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://code.google.com/p/and-bible/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bibletime Mini====&lt;br /&gt;
Eine weitere SWORD-basierte freie &#039;&#039;&#039;Mobil-App&#039;&#039;&#039; mit angenehmer Oberfläche und Bedienung. Gegenüber And Bible bietet sie den Vorteil, nicht auf Android beschränkt zu sein. Zudem unterstützt das Programm auch die Anzeige der atl. Apokryphen. Zu beziehen im [https://play.google.com/store/apps/details?id=org.qtproject.bibletimemini Play Store]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://bibletimemini.sourceforge.net/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eloquent====&lt;br /&gt;
Open-Source-Programm auf SWORD-Basis für &#039;&#039;&#039;Mac OS X&#039;&#039;&#039;, ehemals MacSword: http://www.macsword.com/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===TheWord===&lt;br /&gt;
[[Datei:TheWord.png|350px|links|Screenshot von TheWord]]Für Einsteiger vielleicht etwas zu komplex, ist TheWord das momentan ausgereifteste kostenlose Bibelprogramm. Prediger, Studenten und interessierte Laien schätzen es wegen seiner sehr großen Modulfülle und der sehr flexiblen Benutzeroberfläche. Viele Bibelmodule von anderen Programmen lassen sich leicht importieren. Für das aus Griechenland stammende Programm gibt es momentan die meisten deutschen Module, darunter auch mehrere kommerzielle Übersetzungen, die man nachkaufen kann. Für Übersetzer gibt es dieselben freien Quelltexte wie auch für SWORD-Programme ([http://www.theword.net/index.php?downloads.modules&amp;amp;l=english Modulliste]). Jedes Modul muss jedoch einzeln und von Hand installiert werden. [http://www.theword.net/index.php?article.usermods&amp;amp;l=english Mehrere externe Webseiten] bieten hunderte weitere Module. Leider hat der Entwickler den Quellcode des Programms nicht freigegeben. TheWord gibt es nur für &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://theword.gr/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===e-Sword===&lt;br /&gt;
[[Datei:E-sword.png|350px|rechts|Screenshot von e-sword]]Ein beliebter Klassiker, den es nur für &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039; gibt. e-Sword ist ähnlich wie TheWord zwar kostenlos, aber nicht quelloffen. Es bietet eine große Modulbibliothek und eine bewährte Benutzeroberfläche, die der von Xiphos etwas ähnelt. e-Sword-Module haben ein eigenes Format. Für e-Sword gibt es ebenfalls etliche zusätzlich nachkaufbare kommerzielle Bibelübersetzungen. Für Übersetzer gibt es dieselben freien Quelltexte wie auch für SWORD-Programme. E-Sword ist das einzige kostenlose Bibelprogramm, dass Werke im ehemals kommerziell weit verbreiteten STEP-Format lesen kann. Module müssen leider einzeln installiert werden, außerdem werden alle installierten Module in den Unterfenstern als Tabs angezeigt. Differenzen des Entwicklers mit der ehemals großen Community und eine neue Version, mit der alle Module nicht länger kompatibel waren, trieben innerhalb der letzten Jahre viele Benutzer zu dem inzwischen reiferen TheWord. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.e-sword.net/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interlinear Scripture Analyzer (ISA)===&lt;br /&gt;
ISA ist eine kostenlose interlineare Bibelsoftware. Sie kombiniert den Hebräischen Text nach der Ausgabe des Westminster Leningrad Codex und den Griechischen nach der Ausgabe Scriverners Textus Receptus 1894 mit den Interlinear-Übersetzungen CHES (Concordant Hebrew English Sublinear) und CGES (Concordant Greek English Sublinear) und Strongs Lexikon. &lt;br /&gt;
Zielsetzung des Programms ist es dabei, „to make the original Scriptures accessible for a broad public by developing tools to bridge the gap between the original Bible texts and Bible translations.“. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.scripture4all.org/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblewebapp.com===&lt;br /&gt;
Auf dieser Domain laufen verschiedene Oberflächen, die sich in erster Linie an Nutzer richten, die mit dem Urtext umgehen können. Die angebotenen Bibeltexte sind vermutlich dieselben wie bei SWORD-basierten Programmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herzstück bildet http://www.biblewebapp.com/study/. Dort lassen sich zwei verschiedene Bibeln nebeneinander lesen. So kann man beispielsweise den Urtext mit einer Übersetzung vergleichen. Wenn man dabei den Mauszeiger auf ein bestimmtes Wort setzt, wird im anderen Text das Wort hervorgehoben, das ihm entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf http://www.biblewebapp.com/reader/ kann man den Bibeltext mit Lesehilfen direkt im Urtext lesen. Man kann einstellen, welche Wörter in Tooltips und unter dem Text in englischer Übersetzung angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter http://www.biblewebapp.com/instant/ gibt es die Möglichkeit, verschiedene (englische) Übersetzungen zu durchsuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommerzielle Bibelprogramme==&lt;br /&gt;
Meist teuer, aber dafür ausgereift und mit vielen verschiedenen Texten, Wörterbüchern und Funktionen. Möglicherweise lässt sich kommerzielle Bibelsoftware verbilligt über die Hochschule zu beziehen. Für professionelle Exegese ein Muss, denn wissenschaftliche Werke gibt es nur für diese proprietären Bibelprogramme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BibleWorks===&lt;br /&gt;
BibleWorks ist ein Bibelprogramm, das viele Theologen zur Exegese verwenden, die es wegen seines durchdachten Bedienkonzepts schätzen. Textkritisch interessant ist der umfangreiche mitgelieferte Apparat zum NT samt Original-Fotos. Die meisten Texte und die Benutzeroberfläche sind Englisch. Für &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039; (mit [http://www.winehq.org Wine] bedingt für &#039;&#039;&#039;Linux&#039;&#039;&#039;): &amp;lt;br /&amp;gt;http://bibleworks.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Linux läuft es gut und ohne Schwierigkeiten über eine VPN-Citrix-Verbindung mit einem entsprechenden Uni-Server und -Zugang (z.B. Uni Münster, [http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?titel_id=6643&amp;amp;bib_id=ulbb Uni Bonn], [http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?titel_id=6643&amp;amp;bib_id=subgo Uni Göttingen], [http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?titel_id=6643&amp;amp;bib_id=ub_mz Uni Mainz], [http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?titel_id=6643&amp;amp;bib_id=ub_m LMU München], [http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?titel_id=6643&amp;amp;bib_id=thzw KiHo Wuppertal/EKiR]). Bei Fragen hilft [[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] gern weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Logos Bibelsoftware und SESB===&lt;br /&gt;
[[Datei:Logos_Screenshot.png|400px|rechts|Screenshot von Logos 5]]&lt;br /&gt;
Logos ist ein sehr potentes professionelles Bibelprogramm, das dem Nutzer nicht nur die Exegese erleichtern will, sondern auch eine theologische Bibliothek in digitaler Form anbietet. Integrierte Datenbanken enthalten Informationen zu Personen und Orten der Bibel, Zeittafeln, Predigtmaterial oder Bilddateien. So genannte &amp;quot;Leitfäden&amp;quot; für Wortstudien oder zur Urtextanalyse machen viel technisches Wissen zum Bibeltext schnell und übersichtlich zugänglich. Um die Recherche zu erleichtern, sind alle Bestandteile der eigenen Sammlung vollständig miteinander vernetzt. Dabei lässt sich die Benutzeroberfläche nach den eigenen Wünschen fast beliebig einrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Logos-Programm selbst ist kostenlos. Geld zahlt man nur für die Werke sowie komplexe Funktionen wie Suchen, Leitfäden oder Datenbanken. Man kann entweder ein &amp;quot;Basispaket&amp;quot; kaufen, das beispielsweise verschiedene Bibelausgaben und exegetische Hilfsmittel liefert, oder auch einzelne Bücher. Mehr als 40.000 theologische Werke sind zum Kauf erhältlich. Interessant für deutsche Nutzer ist das [https://www.logos.com/product/18617/german-bible-society-bundle Paket der Deutschen Bibelgesellschaft], das neben deutschen Bibeln, Wörterbüchern und Kommentaren auch wesentliche textkritische Ressourcen enthält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werke sind in der Cloud gespeichert und dadurch auf jedem Gerät direkt verfügbar. Eine relativ lohnenswerte [http://www.logos.com/products/search?q=price%3a0 Liste kostenloser Ressourcen] (Lexham Bible Dictionary, SBLGNT, LEB, griechische Texte und Papyri u.a.) kann man schon bekommen, wenn man ein kostenloses Benutzerkonto anlegt. Zudem ist es möglich, privat erstellte Module einzubinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigene Sammlung lässt sich auf beliebig viele Geräten mit &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Mac OS X&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;iOS&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Android&#039;&#039;&#039; verwenden. Unter Linux funktioniert der Zugriff allerdings nur über das &#039;&#039;&#039;Internet&#039;&#039;&#039; über http://biblia.com, wo man selbst erworbene Werke zumindest lesen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile&amp;lt;/u&amp;gt;: Logos braucht relativ viel Rechenleistung und Festplattenspeicher. Am besten läuft es auf Systemen, die nicht älter als fünf Jahre sind. Abgesehen von den teuren SESB-Texten gibt es nur wenige deutsche Werke zu kaufen. Allerdings arbeitet die Firma zurzeit unter Hochdruck daran, weitere deutsche Bücher ins Angebot zu bekommen. [[Benutzer:Ben|Ben]] verwendet Logos und steht gerne beratend zur Verfügung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.logos.com/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;SESB&amp;lt;/u&amp;gt; (Stuttgarter Elektronische Studienbibel) der Deutschen Bibelgesellschaft war eine deutsche Version von Logos für &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;. Die SESB lieferte auch textkritische Apparate für BHS und NA27 mit. Inzwischen sind viele dieser Module über Logos erhältlich. Bestehende SESB-Lizenzen können auf Logos übertragen und mit der Logos-Software genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Accordance===&lt;br /&gt;
Englisches Programm für &#039;&#039;&#039;Mac OS X&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;iOS&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;, das sehr benutzerfreundlich und ausgereift sein soll.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.accordancebible.com/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine deutsche Version mit deutschen Texten ist die MacBibel: http://www.mac-bibel.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glo===&lt;br /&gt;
Ein neueres Programm mit sehr ansprechender Benutzeroberfläche, das sich darauf spezialisiert, eine angenehme Bibelleseoberfläche zu bieten. Mit großen Medien- und Datenbanken soll der Leser biblische Orte u.ä. hautnah erleben können. Soweit uns bekannt, eignet sich das Programm dagegen nicht zur exegetischen Arbeit, weil es keine Urtextmodule enthält. Erhältlich für &#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Mac OS&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;iOS&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://glo.bibel.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===CLeVer===&lt;br /&gt;
Ein relativ junges Projekt des CLV-Verlags. CLeVer bietet ein nettes, gebrauchsfertiges Gesamtpaket für den interessierten Laien zum kleinen Preis. Die Module sind hauptsächlich deutsch und beruhen auf gemeinfreien oder verlagseigenen Texten. Wer von einem Bibelprogramm nicht mehr erwartet als ein paar verschiedene Übersetzungen mit verschiedenen Auslegungen, Karten und Bibellexika, könnte hier fündig werden. Vorteile: deutsche Zielgruppe, günstig, einsteigerfreundlich. Nachteile: Relativ wenig Module, einzelne kann man nachkaufen. Für die informierte Exegese fehlen moderne Texte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://http://www.cleverbibel.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstige Programme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[http://www.oeaw.ac.at/kvk/cte/?id0=main Classical Text Editor]===&lt;br /&gt;
[[Datei:Classical_Text_Editor.gif|200px|links|Screenshot von Classical Text Editor]]&lt;br /&gt;
Ein kommerzieller WYSIWYG-Editor zur zur Edition kritischer Textausgaben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vermutlich sinnvollste freie Alternative ist „ledmac“ (s.u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[http://www.ctan.org/pkg/eledmac eledmac]===&lt;br /&gt;
Ein LATEX-Makro für das Layout kritischer Editionen. Von Haus aus sind mit einbegriffen die Pakete ledpar (für polyglotte Ausgaben) und ledarab (für Schriftsatz in semitischen Sprachen, incl. Hebräisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.logos.com/shibboleth Shibboleth]===&lt;br /&gt;
[[Datei:Shibboleth.png|miniatur|rechts|Screenshot von Classical Text Editor]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Windows&#039;&#039;&#039;-Freeware aus dem Hause Logos, das das Tippen von Texten in alternativen Schriftsätzen (u.a. Hebräisch, Griechisch, Syrisch, Äthiopisch, Koptisch, Ugaritisch, Akkadisch, Südarabisch, Hieroglypenschrift...) gehörig erleichtert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Offene_Bibel.jpg&amp;diff=18617</id>
		<title>Datei:Offene Bibel.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Offene_Bibel.jpg&amp;diff=18617"/>
		<updated>2014-10-17T11:33:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=%C3%9Cber_Leichte_Sprache&amp;diff=18480</id>
		<title>Über Leichte Sprache</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=%C3%9Cber_Leichte_Sprache&amp;diff=18480"/>
		<updated>2014-10-12T19:45:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: toten Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unsere Übersetzung in Leichter Sprache ist besonders gut geeignet für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie kann außerdem nützlich sein für Menschen mit Deutsch als Fremdsprache, wie beispielsweise auch viele Gehörlose ([[Übersetzungskriterien Leichte Sprache|mehr Infos]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel in Leichter Sprache ergänzt so unsere anderen [[Übersetzungen]] (Studienfassung und Lesefassung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine erste Erklärung==&lt;br /&gt;
Leichte Sprache besteht aus kurzen Sätzen. Jeder Satz enthält nur eine Aussage. Mehr zum Thema Leichte Sprache findest du unter Punkt 4 in der Material- und Linkliste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Bibeltexte in Leichter Sprache orientieren sich an der jeweiligen Studienfassung. Die Studienfassung unterliegt strengen Übersetzungskriterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bibel in Leichter Sprache ist keine Nacherzählung, sondern eine Übertragung der Studienfassung in Leichte Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald wir den Eindruck haben, dass ein Text die Kriterien der Leichten Sprache erfüllt, geben wir ihn Testlesern aus der Zielgruppe zur Kontrolle. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Übersetzer zufrieden sind und die Übersetzungskriterien für die Studienfassung erfüllt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ein Bibeltext in Leichter Sprache entsteht==&lt;br /&gt;
Wenn du eine neue Seite in Leichte Sprache übertragen möchtest, dann such dir ein Kapitel mit &amp;quot;[[:Kategorie:Lesefassung_in_Arbeit|guter]]&amp;quot; oder &amp;quot;[[:Kategorie:Studienfassung_erfüllt_die_meisten_Kriterien|fast guter]]&amp;quot; Studienfassung aus. Auf der [[Kapitelliste Leichte Sprache]] kannst du dann das Kapitel anklicken und so eine neue Seite anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort brauchst du nur noch Versnummern einzufügen und anzufangen. Bei Fragen wende dich bitte ans [http://www.offene-bibel.de/forum Forum], oder schreib eine E-Mail an Olaf (olaf@offene-bibel.de). Viel Erfolg und Spass!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erste Beispiele==&lt;br /&gt;
Die Bibel in Leichter Sprache ist zwar noch in der Entwicklungsphase, aber es gibt trotzdem schon etwas zu sehen (irgendetwas zwischen Versuchen, Diskussionsgrundlagen und Endfassungen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Psalm 23 in leichter Sprache]]			&lt;br /&gt;
*[[Lukas 1 in leichter Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ständig etwas Neues hinzukommt, benutzt einfach die [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Spezial%3ASuche&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;redirs=1&amp;amp;fulltext=Erweiterte+Suche&amp;amp;search=Leichter+SPrache Suche: Leichte Sprache]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Material- und Linksammlung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.leichtesprache.org/downloads/Regeln%20fuer%20Leichte%20Sprache.pdf Ausführliche Kriterien der Leichten Sprache mit Beispielen] (pdf)&lt;br /&gt;
*[http://valere.han-solo.net/lebenshilfe/downloads/KriterienLeichteSprache.pdf kurz zusammengefasste Kriterien Leichter Sprache] (pdf)&lt;br /&gt;
*[http://www.leichtesprache.org Netzwerk Leichte Sprache]&lt;br /&gt;
*[http://www.people1.de/was_halt.html Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.]&lt;br /&gt;
*[http://www.lebenshilfe.de/de/in_leichter_sprache/index.php Lebenshilfe und Leichte Sprache] (News und Infos)&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Leichte_Sprache&lt;br /&gt;
*[http://www.hurraki.de/wiki/index.php?title=Hauptseite Hurraki.de] vielversprechendes Wiki, in dem Begriffe in leichter Sprache erklärt werden (leider keine freie Lizenz (CC-by-nc-sa))&lt;br /&gt;
*Buchtipp: [http://www.evangelisches-medienzentrum.de/lvh/neuerscheinungen/1358159481.html] Leicht gesagt! - HerausgeberInnen: Anne Gideon, Jochen Arnold, Raute Martinsen,&lt;br /&gt;
*[http://typo3dektsync.s3.amazonaws.com/production/htdocs/fileadmin/dateien/Dabei_sein/Leichte_Sprache/KT13_-_Medien_-_LS_Heft_-_Bibeltexte_Kirchentag_Hamburg_-_FINALFASSUNG.pdf Bibeltexte in leichter Sprache] vom DEKT 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leichte Sprache als Spielwiese==&lt;br /&gt;
Spielen ist eine ernste Sache, denn Spielen ermöglicht Lernen in Freiheit.&lt;br /&gt;
So ist es auch mit der Leichten Sprache: uns ist die Bibel wichtig, aber wir kennen die Probleme mit dem Textverständnis. Es gibt verschiedene Sprachen, verschiedene Kulturen, verschiedene literarische Formen. Sollte man die Bibel nicht besser den Experten überlassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Arbeitsweise ist das Wiki. Da hat jeder Mensch die Freiheit, nach bestem Wissen und Gewissen einen Bibeltext in Leichter Sprache einzustellen. Andere lesen den Text und kommentieren ihn. Man bearbeitet den Text über lange Zeit. Wir arbeiten so lange an einem Text, bis alle mit ihm zufrieden sind: die Exegeten, die Programmierer, die Leser und Leserinnen, die Religionspädagogen, die Journalisten, ... einfach alle, die daran gearbeitet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte der Bibel stammen aus dem Leben. Da müssen sie wieder hin. Wir wollen Berührungsängste abbauen. Wir wollen Experten und Laien vernetzen. Alle tragen zum Gelingen eines Textes bei. Alle werden gebraucht.&lt;br /&gt;
Das glaubst du nicht? Der Bibelexperte ist froh über die Fragen, die man ihm stellt. In Foren wird diskutiert. Formulierungen werden verbessert. Worte geprüft. Vielleicht gibt es Formulierungen, mit denen wir etwas besser ausdrücken können. Es muss immer noch der Bibeltext  bleiben. Und wenn wir fertig sind, haben alle dazu beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitmachen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Interesse am Mitmachen könnt ihr euch auf unsere Mailingliste zur Bibel in Leichter Sprache setzen (Kontakt: olaf@offene-bibel.de).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_1&amp;diff=18422</id>
		<title>Diskussion:Jakobus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_1&amp;diff=18422"/>
		<updated>2014-10-10T16:45:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Vers 4 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Ja; einige textkritische Varianten habe ich vielleicht übersehen, z.B. in 17.19 (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = Teilweise ausführlich, teilweise kann man noch ergänzen (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = nicht relevant&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = A–E (Olaf)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Blomberg/Kamell, häufig Dibelius, Johnson, teils Mußner (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = LUT, EÜ, Menge, REB, SLT, NGÜ, NIV, NASB, ESV, NET (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = Das Markup ist teilweise vielleicht unsauber. Manche identische Fußnoten können noch zusammengefasst werden. Rechtschreibung müsste passen. (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher habe ich zwei Abgrenzungen gefunden:&lt;br /&gt;
* 1,1 // 1,2–11 // 1,12–18 // 1,19–27&amp;lt;br/&amp;gt; http://www.soniclight.com/constable/notes/pdf/james.pdf&amp;lt;br/&amp;gt; Schnelle, Udo: &#039;&#039;Einleitung in das Neue Testament&#039;&#039;, Göttingen &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1999, S. 403&amp;lt;br/&amp;gt; Westermann, Claus / Ahuis, Ferdinand: &#039;&#039;Calwer Bibelkunde&#039;&#039;, Stuttgart &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;2001, S. 330&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1,2–12 // 1,13–27&amp;lt;br/&amp;gt; Preuß, Horst Dietrich / Berger, Klaus: &#039;&#039;Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments&#039;&#039;, Band 2: &#039;&#039;Neues Testament&#039;&#039;, Wiesbadem &amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;1997, S. 457&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die anderen Jakobus-Kommentare, die in den denen Fußnoten zitiert sind, kein anderes Bild ergeben, dann schlage ich die erste Abgrenzung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:59, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich das aus dem Seminar noch richtig in Erinnerung habe, ist die Gliederung des ganzen Briefes, aber ganz besonders der Einleitung sehr umstritten und gibt den Forschern große Rätsel auf. Das Problem ist die Abgrenzung zwischen Gliederung und Korpus: Man geht gewöhnlich offenbar davon aus, dass die Einleitung in V. 11 oder 12 vorbei ist. Mein Dozent hatte jedoch eine gute gefunden und zitiert, die er für vernünftig hielt. Wenn ich das meinen Aufzeichnungen noch richtig entnehmen kann, war das wohl die Gliederung von Davids (NIGNT). Davids geht basierend auf Entsprechungen zwischen Einleitung und Korpus davon aus, dass das gesamte erste Kapitel die Einleitung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Jakobusforschung war wohl über Jahrzehnte von Dibelius&#039; Kommentar bestimmt, der ein &amp;quot;Kontextverbot&amp;quot; postuliert hatte - also offenbar, dass der Jakobusbrief kein geschlossener Text sei (wenn ich das richtig in Erinnerung habe; meine Aufzeichnungen sind eher rar). In neuerer Zeit (und schon etwas früher in der internationalen Forschung) ist man davon aber abgekommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Udo Schnelle schreibt zu diesem Thema: „Fehlender Kontextbezug und Situationslosigkeit sind nach Dibelius sowohl für die meisten Abschnitte des Jak als auch für die Paränese allgemein charakteristisch. Allerdings fehlt beim Jak der gedankliche Zusammenhang gerade nicht! […] Einzelsprüche werden durch gemeinsame Stichworte zusammengestellt und durch den Autor interpretiert.“ (S. 404) Und weiter: „Die literarische Integrität des Jakobusbriefes ist unbestritten“ (S. 406). In der neuesten Forschung bestehe „Einigkeit […] über die literarische und thematische Geschlossenheit“ (S. 410). Dennoch nennt er eine Unterteilung in Unterabschnitte. Für unsere Übersetzung ist es übrigens unerheblich, ob man Kapitel 1 nun „Einleitung“ nennt oder man einen anderen Namen dafür findet. Die wichtige Frage für uns ist nur, wo wir in der Lesefassung wissenschaftlich vertretbar Zwischenüberschriften setzen können. Auch wenn man das gesamte erste Kapitel als Einleitung sieht, kann man ja Unterabschnitte identifizieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sklave Gottes ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke: Wir brauchen dringend mal eine Standard-FN zu &amp;quot;Sklave/Knecht Gottes&amp;quot;. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:17, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grüßen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Sebastian: Wenn du &amp;quot;charein&amp;quot; schon wörtlich übersetzt, musst du das in der Fußnote erklären. Die Leser wird das verwirren. Übrigens: Wir übersetzen doch funktional, nicht schablonenmäßig, von daher bin ich verwirrt, dass du das überhaupt in Betracht ziehen würdest. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:19, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab auch ein bisschen drüber nachgedacht vorher (daher die Viertel Stunde nur für die FN :) )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Es ist in der FN erklärt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Allerdings ist das schon vereinfachend. Es gibt offenbar tatsächlich einen imperativischen Infinitiv, nämlich ausschließlich in Röm 12,15 und Phil 3,16. In Jak 1,1; Apg 15,23; Apg 23,26 dagegen handelt es sich um eine formelhafte Wendung, die ausschließlich in Briefanfängen verwendet wird - wie gesagt, es gehört zum Briefkopf, sozusagen. Nicht zum Fließtext - das ist nicht der erste Satz des Briefes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil wir in der SF eben &#039;&#039;nicht&#039;&#039; funktional äquivalent übersetzen, dachte ich, das wäre vielleicht sinnvoll (und wegen &amp;lt;code&amp;gt;Sprachbilder und Redewendungen bleiben erhalten und werden genau übersetzt, die Bedeutung bei Unklarheiten in einer Fußnoten erklärt. Nur wenn Grammatik oder Wortwahl dies unmöglich machen, kann eine andere Lösung gefunden werden.&amp;lt;/code&amp;gt; - aber deswegen gar nicht so sehr); v.a. wegen dem Kontrast, der erst so zu den anderen Briefen sichtbar wird (die tauschen diese Standardformel durch eine andere aus).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du meinst, dass es übertrieben ist, kannst du&#039;s gern wieder ändern; ist dein Brief. (Dann aber doch vielleicht wenigstens: &amp;quot;Grüße!&amp;quot; (so z.B. CEB - übrigens stark gedruckt: [https://www.biblegateway.com/passage/?search=James+1&amp;amp;version=CEB s. hier]) /&amp;quot;einen Gruß (so MNT)). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:23, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab wieder &amp;quot;Grüße&amp;quot; draus gemacht. Du hast schon recht; das war übertrieben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:41, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, dass wir einer Meinung sind. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 2 ===&lt;br /&gt;
Olaf, schön, dass du dich an den Urtextcheck gewagt hast! :-) Du hast hier die folgende Fußnote ergänzt: &amp;quot;Das Wort „ἀδελφοῖς“ bezeichnet hier einen Menschen, der sich Christus zugehörig fühlt (Generisches Maskulinum)&amp;quot;. Kannst du das belegen? Die Erklärung kommt mir etwas kompliziert vor. Ist es nicht eher klar, dass der Autor Glaubensgeschwister anspricht, also solche, die Geschwister in Bezug auf seine Religion sind? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, die Übersetzung als „Glaubensgeschwister“ oder „Christen“ ist für diese Stelle wohl treffender und lässt sich ebenso wie die komplizierte Formulierung mit dem Bauer/Aland-Wörterbuch belegen. Wie wäre es mit: „Das Wort ‚ἀδελφοῖς‘ (Brüder, Geschwister) bezeichnet hier Geschwister im Glauben, d.h. männliche und weibliche Christen (Ggenerisches Maskulinum).“? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab ganz vergessen, hier zu antworten. Das klingt ganz gut, aber ich frage mich, ob man nicht noch weiter kürzen kann. Würde der Link auf [[Generisches Maskulinum]] (wie in V. 5) nicht schon alles sagen? Die Klammer sagt ja schon den Rest. Oder meinst du, das müsste man noch klarer verdeutlichen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 4. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN e ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dibelius habe ich überprüft ([http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00044636_00096.html?sort=sortTitle+asc&amp;amp;start=10&amp;amp;classRVK=BC+1400+-+BC+5100&amp;amp;mode=classRVK&amp;amp;rows=10&amp;amp;pos=002%3A003%3A002 hier] online); ich finde das schwer haltbar. &amp;quot;Wer 1,2 unbefangen ansieht&amp;quot;, denkt doch durchaus &#039;&#039;nicht&#039;&#039; nur an Christenverfolgungen. Eigentlich weist dahin sogar überhaupt nichts, es sei denn, man würde im Präskript das &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; lokal deuten und dann mit V. 2 zusammenlesen und außerdem davon ausgehen, dass der Brief so sehr Spruchsammlung ist, dass seine Teile überhaupt nicht miteinander zusammenhängen. Aber schon von der Textstruktur her ist ja V. 1 unabhängig von V. 2 zu lesen (Präskript &amp;lt;=&amp;gt; Briefkorpus), dagegen hängt V. 2 aber deutlich mit V. 13-15 zusammen, nämlich über den Zhg. &amp;quot;Versuchung&amp;quot; + &amp;quot;Standhaftigkeit&amp;quot; (s. Vv.3.12). Wie die &amp;quot;Versuchung&amp;quot; sonst näher bestimmt ist, wird nicht ausgeführt und muss das ja auch gar nicht, denn der Zhg. Versuchung + Standhaftigkeit ist eine Idee &amp;quot;eigenen Rechts&amp;quot; unabhängig von zeitgeschichtlichen Hintergründen; dahinter steht nämlich die Vorstellung, dass der Mensch fortwährend Bewährungsproben ausgesetzt wird, und wenn er sich &#039;&#039;bewährt&#039;&#039;, irgend etwas Gutes mit ihm passiert - hier wohl: er wird dafür dann den &amp;quot;Siegeskranz&amp;quot; (V. 12) empfangen, der darin besteht, zu jenen zu gehören, die Gott aus der Zerstreuung zusammenführt (V. 1). Ich würde als FN eher etwas vorschlagen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Hinter dem Begriff πειρασμός &#039;&#039;Versuchung&#039;&#039; steht die altjüdische Vorstellung, dass Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen bringt, damit dieser sich in diesen Bewährungsproben als rechter Gottesdiener bewähren kann (s. z.B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]; vgl. auch [[Matthäus_6#note_m|Mt 6,12 FN m]]). Jakobus führt weiter aus: Wer diese Bewährungsproben besteht, gewinnt damit „Standhaftigkeit“, und impliziert ist wohl: Wer standhaft bleibt, wird dann am Ende der Zeit auch aus der Zerstreuung gesammelt werden (s.o.; s. z.B. auch [[Markus 13#s13 |Mk 13,13]]; [[1 Petrus 1#s6 |1Pet 1,6f]]; ähnlich [[Römer 5#s3 |Röm 5,3-5]]). In Vv. 13-15 wandelt Jakobus diese Vorstellung jedoch ab: Es ist gerade nicht Gott, der diese Versuchungen über einen Menschen bringt; sie erwachsen allein aus den sündhaften Begierden des Menschen (vgl. z.B. [https://www.academia.edu/1852420/_James_1_2-15_and_Hellenistic_Psychagogy_NovT_52_1_2010_37-71 Kloppenborg 2010], S. 68f; [http://www.jstor.org/stable/4150718 Wilson 2002], S. 159). Entsprechend wird Jakobus dann im Folgenden auch v.a. vor menschlichen Schwächen warnen (z.B.: Impulsivität (1,19-21), Voreingenommenheit (2,1-9), lose Zunge (3,2-12), Streitsucht (3,13-18), Liebe zur Welt (4,1-4) usw.) und ihnen tugendhaftes Verhalten entgegenstellen. Besonders wichtig: Es ist gerade nicht allein die Standhaftigkeit im Glauben (V. 3), die gerecht macht (wie z.B. [[Markus 13#s4 |Mk 13,4-13.21-23]] das nahelegen könnte) - unabdingbar sind außerdem die &#039;&#039;Werke&#039;&#039; des Glaubens (2,14-26).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilson findest du [http://www.jstor.org/stable/4150718  hier]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du zustimmst, würde ich außerdem die Reihenfolge von &amp;quot;Prüfungen (Versuchungen)&amp;quot; umdrehen und &amp;quot;Versuchungen&amp;quot; als primär-Üs. für die SF wählen. Vgl. Burchard 2000, S. 55: &amp;quot;Wie nun übersetzen? Will man ein Wort mit zugehörigem Verb, das V. 13-15 gerecht wird, geht &#039;Prüfung, Erprobung&#039; nicht. &#039;Versuchung&#039; und &#039;Anfechtung&#039; passen; ich wähle das zweite, weil hier das Widrige stärker mitklingt, das Jak m.E. ausdrücken will.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:51, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Versuchung&amp;quot; klingt mir zu geistlich, und ich glaube, die meisten Christen würden hier eben genau geistliche Versuchungen verstehen, wo keine besonders geistlichen gemeint sind – wie du selbst ausgeführt hast. Daher hatte ich bewusst &amp;quot;Prüfung&amp;quot; gewählt. Die Assoziation mit einem Verb ist aus linguistischer Sicht natürlich problematisch ;-) , deshalb habe ich das auch gar nicht versucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Fußnote finde ich wunderbar! Danke für die genaue Recherche. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetzt. Ich habe jetzt mal &amp;quot;Prüfung&amp;quot; stehen lassen, finde es aber nach wie vor nicht die beste Lösung. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:25, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 3 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== da ihr wisst ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davies 1955: Paul and Rabbinic Judaism und McCartney 2009 denken, dass das Partizip hier ein imperativisches Partizip ist (dazu z.B. Dana/Mantey, S. 229; Wallace, S. 650f; so auch LUT und TAF) und also V. 3 als Explikation von V. 2 dient: &amp;quot;Betrachtet als Anlass zur Super-Freude, wenn ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet: Wisst, dass die Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt.&amp;quot; Liegt das nicht näher?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ansonsten wäre der Sinn von Vv. 2f mehr oder weniger: &amp;quot;Ihr wisst ja, das Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt. Daraus folgt, dass ihr euch freuen müsst, wenn ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet.&amp;quot; - aber dieses, dass &amp;quot;Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt&amp;quot;, scheint ja gerade das Zentrale an unserem Absatz zu sein (und wird daher in V. 4 weitergeführt). Sinngemäß ist doch daher die Aussage wohl eher: &amp;quot;Wisst, dass die Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt. Darum freut euch, wann immer ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon ist die FN falsch, denn du selbst deutest in der Üs. ja gar nicht als temporales, sondern als kausales Ptz. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:56, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, &amp;quot;da&amp;quot; ist hier temporal gemeint; dennoch läge die kausale Sinnrichtung näher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Imperativ &amp;quot;wisst!&amp;quot; habe ich Probleme. Er ist ja nicht ohne Grund unüblich geworden: Man kann jemanden nicht dazu auffordern, etwas zu wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wesentliche Unterschied zwischen imperativischer und kausaler Auflösung wäre, dass der Imperativ Wissen vermitteln würde – während der kausale Nebensatz im Indikativ das Wissen voraussetzt. Richtig? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall ließe sich inhaltlich ganz einfach erkennen, ob es sich um vorausgesetztes oder noch unbekanntes Wissen handelt. Ich bin der Meinung: V. 3 kann man beim Leser als ziemlich nahe liegende Kausalität eher voraussetzen. Die Belehrung per Imperativ wäre dann doch sehr oberlehrerhaft. Was meinst du? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:40, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das wäre einer der Unterschiede. Der wichtigere wäre, dass nach diesem Vorschlag diese Tatsache zum eigenständig vermitteltem Wissensinhalt würde, während er kausal gedeutet nur als bekannt vorausgesetzter Hintergrund des Befehls, Versuchung als Anlass zur Super-freude zu betrachten, wäre. Nur die Tatsache, dass im nächsten Vers dann nicht der Freude-befehl, sondern der &amp;quot;Wissens-vers&amp;quot; fortgeführt wird, lässt mich ein wenig mehr Davies und McCartneys Vorschlag zuneigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass das einleitende &amp;quot;Wisst!&amp;quot; unüblich geworden ist, heißt aber ja nicht, dass er im NT nicht so gesetzt werden kann - siehe etwa [http://www.stepbible.org/?q=version=GerSch|reference=Matt.24.43|reference=Luke.10.11|reference=Luke.12.39|reference=Gal.3.7|reference=2Tim.3.1|reference=Jas.5.20&amp;amp;options=VHNUG Mt 24,43; Lk 10,11; Lk 12,39; Gal 3,7; 2Tim 3,1; Jak 5,20]. Auch gegen das &amp;quot;oberlehrerhaft&amp;quot; würde ich entschieden einwenden, dass es in den obigen Beispielen 3 von 5 Mal &#039;&#039;Jesus&#039;&#039; ist, der dieses einleitende &amp;quot;Wisst!&amp;quot; verwendet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist ja wieder nicht die Übersetzung, sondern zunächst die Deutung, welche Sinnrichtung das Partizip hier vermutlich im &#039;&#039;Griechischen&#039;&#039; hat. Ob das imperativisches Partizip wäre, ist ja unabhängig davon, ob es auch ins Deutsche am Besten als Imperativ zu übertragen wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass sich das ganz einfach erkennen lässt, ob man das Wissen als bekannt voraussetzen kann. Sowohl Adressat als auch Datierung sind ja zumindest umstritten, und also auch der &amp;quot;christlicher Bildungsstand&amp;quot;, den man beim idealen Leser des Jakobusbriefs voraussetzen kann. Dass Jakobus im Folgenden auch viele Gemeinplätze bringt, lässt mich eigentlich eher glauben, dass dieser &amp;quot;christliche Bildungsstand&amp;quot; des idealen Lesers nicht allzu hoch anzusetzen ist. Aber genau so gut wäre ja möglich, dass Jakobus einfach noch mal Bekanntes zu einer Art &amp;quot;Summa ethica&amp;quot; zusammentragen will; denn er nennt ja gar keinen wirklichen Anlass für seinen Brief. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:13, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== δοκίμιον ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
δοκίμιον scheint nicht primär die Probe, sondern das Mittel, mit dem geprobt wird, zu meinen: Burchard 2000: &amp;quot;Läuterungsmittel&amp;quot;; Hartin 2003: &amp;quot;a means or instrument of testing&amp;quot;; McCartney 2009: &amp;quot;test or means of testing&amp;quot;. Fällt jemandem etwas besseres ein als &amp;quot;Läuterungsmittel&amp;quot;? &amp;quot;dass das, was euren Glauben auf die Probe stellt&amp;quot;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:29, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, &amp;quot;Prüfung&amp;quot;. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;quot;Prüfung&amp;quot; ist, dass es da immer jemanden geben muss, der die Prüfung stellt, hier aber ja ausgeführt wird, dass es die aus der sündhaften Begierlichkeit des Menschenherzens erwachsenden Versuchungen sind, die den Menschen &amp;quot;proben&amp;quot; und denen er widerstehen muss. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:16, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es tatsächlich so ist (und da bin ich mir noch nicht sicher), dann wäre es bei &amp;quot;Versuchung&amp;quot; genau das Gleiche oder noch Stärker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsatz: &amp;quot;Der Gottesdienst gestern war eine echte Prüfung für meine Nerven.&amp;quot; Hier ist doch sicher kein &amp;quot;Prüfer&amp;quot; hinzuzudenken? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:34, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Vorschläge wären natürlich &amp;quot;Erprobung&amp;quot; (stand das da irgendwann mal?) oder einfach &amp;quot;Test&amp;quot;. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:47, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsatz 2: &amp;quot;Ihr wisst ja, dass die Prüfung eures Glaubens Durchhaltevermögen hervorbringt&amp;quot;. Da denkt man doch schon automatisch an einen Prüfer? Ebenso bei &amp;quot;Erprobung&amp;quot; (das immer noch Primärübersetzung ist) und erst recht bei &amp;quot;Test&amp;quot;. Für die LF gefällt mir ganz gut die Lösung von BB, B/N, BigS, GN, GREB: &amp;quot;Ihr wisst ja: Wenn (Je mehr) euer Glaube erprobt wird / sich euer Glaube bewährt, führt das zu Standhaftigkeit&amp;quot; (ähnlich WIL, NGÜ). Aber in der SF müsste schon ein Substantiv her. Vielleicht &amp;quot;Bewährungsprobe&amp;quot; (HfA, KAM, NeÜ)? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:46, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm, aber &amp;quot;Bewährungsprobe&amp;quot; haben Olaf und du in euren Üss. ab V. 12 für &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, was ich ziemlich gut finde. Mist, dann geht das auch nicht. P.S.: Warum ist das denn nicht auch die Übersetzung von &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; in V. 2? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:42, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchhaltevermögen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist zwar allgemein eine bessere Alternative zu Standhaftigkeit; aber ich glaube, im Zusammenhang damit, dass man sich nicht von seinem Glauben abbringen lässt, würde man auch heute eher von &amp;quot;Standhaftigkeit&amp;quot; sprechen, oder? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:29, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinetwegen! Mit der Option, ggfs. irgendwann noch ein noch besseres Wort zu finden. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungesetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:49, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 4.5 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist kompliziert. Ich habe mal für FN m einen Fußnotenentwurf gemacht, der aber wohl zu lang ist. Welche der drei die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, musst du entscheiden :) (Ich persönlich würde - v.a. angesichts des in FN p dargelegten Weisheits-konzepts - Möglichkeit 2 für die wahrscheinlichste halten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Darüber, wie Vv. 2-4 mit Vv. 5-8 zusammenhängen, besteht in der Forschung kein Konsens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Dibelius 1964 betrachtet die Abschnitte Vv. 2-4 und 5-8 als zwei voneinander unabhängige Perikopen. Grammatisch wäre das durchaus möglich: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; markiert nicht nur Gegensätzlichkeit, sondern kann auch zwei voneinander unabhängige Textabschnitte voneinander abgrenzen (vgl. z.B. Muraoka, S. 140; Reiser 1983, S. 99f.160f; [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]). Auch die Tatsache, dass Vv. 4.5 durch das Wort λείπω &#039;&#039;mangeln&#039;&#039; miteinander verknüpft ist, muss nichts heißen, da Jakobus in seinem Brief noch öfter voneinander unabhängige Textabschnitte durch Stichworte miteinander verknüpft. Und auf den ersten Blick scheinen die beiden Abschnitte wirklich nicht viel miteinander zu tun zu haben. Zu übersetzen wäre dann: „Diese Standhaftigkeit soll zu vollkommenem Handeln führen: Ihr sollt vollkommen und vollständig sein, in nichts sollt ihr mangelhaft sein. / Wenn es &amp;lt;s&amp;gt;aber&amp;lt;/s&amp;gt; jemandem an Weisheit mangelt, soll er [diese] von Gott erbitten...“.&amp;lt;br /&amp;gt;Blickt man etwas weiter, ergeben sich aber doch zwei Möglichkeiten, einen Zusammenhang zwischen den beiden Abschnitten herzustellen:&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die σοφία &#039;&#039;Weisheit&#039;&#039; wird in Kapitel 3 noch einmal zum Thema werden, und dort wird sie offenbar (entsprechend dem frühjüdischen Weisheits-konzept; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Jakobus_1#note_p FN p]) als eine weitere Vorbedingung für gutes Handeln vorgestellt (s. [[Jakobus 3#s13 |Jak 3,13]].[[Jakobus 3#s17|17]]) - ebenso, wie in Vv. 2-4 die Standhaftigkeit im Glauben Vorbedingung guten Handelns ist. Die Vorstellung hinter Vv. 2-8 scheint also zu sein: Standhafter Glaube ist die Vorbedingung für Weisheit (Vv. 5-8); beide gemeinsam (s. eben V. 4 und Jak 3,13.17) sind die Vorbedingungen für vollkommenes Handeln, und diese drei zusammen - standhafter Glaube, Weisheit und vollkommenes (d.i. gläubiges und weises) Handeln - machen den Menschen zu einem „ganzen“ Menschen, nämlich „vollkommen und vollständig“ (V. 4). Der Zusammenhang von Vv. 4.5 wäre dann dieser: Vv. 2-4 haben die beiden Glieder „standhafter Glaube“ und „vollkommenes Handeln“ eingeführt, in V. 5 soll das erweitert werden um das dritte Glied „Weisheit“. Vv. 4.5 wären dann zu übersetzen: „Diese Standhaftigkeit soll zu vollkommenem Handeln führen, damit ihr vollkommen und vollständig seid: in nichts sollt ihr mangelhaft sein. / Wenn es aber jemandem [dafür] an Weisheit mangelt, soll er [diese] von Gott erbitten...“. Vgl. ähnlich McKnight 2011, S. 84; Ropes 1916, S. 138.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Einen weiteren Vorschlag hat Taylor 2006, S. 102 gemacht: Weil in 2-4 der standhafte Glaube als Vorbedingung für das „Vollkommen- und Vollständig-sein“ und in 5-8 als Vorbedingung für die „Weisheit“ dargestellt wird, sind für Taylor Weisheit und Vollkommen- und Vollständig-sein gleichzusetzen; Vollkommen sein &#039;&#039;ist&#039;&#039; weise sein. Die Struktur von Vv. 2-8 wäre dann beinahe konzentrisch: Man soll standhaft glauben, um vollkommen zu sein (=weise zu sein) (Vv. 2-4). Ist man nicht weise, muss man standhaft gläubig darum bitten (Vv. 5-8). Zu übersetzen wäre hier ähnlich wie in (1).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:57, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== holokläros - dipsychos - haplos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Begriffe müssen gesammelt behandelt werden. Ich entwerfe mal eine FN: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Jakobus entwickelt in den ersten acht Versen seines Briefes sehr kondensiert eine ganze Mikro-anthropologie und Mini-ethik. Er tut dies v.a. über das Spiel mit verwandten Begriffen, deren Deutung und Übersetzung schwierig ist, weil sie ihre Bedeutung erst im Wechselspiel miteinander entfalten.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Auf der einen Seite stehen die Menschen, die „gespalten“ (V. 6 &#039;&#039;bis&#039;&#039;) und „zweiseelig“ (V. 8) sind - vermutlich gehört hier hinein sogar auch die Rede von der „Zerstreutheit“ der zwölf Stämme (V. 1). Für sie ist kennzeichnend, dass sie der „vom Wind hin- und hergeworfenen Meereswoge gleichen“ (V. 6) und „auf all ihren Wegen wankelmütig sind“ (V. 8). Auf der anderen Seite steht Gott, der „ein-ig/ein-fach“ gibt (V. 5). Er hat die Menschen zur „Vollkommenheit, Vollständigkeit und nicht-Mangelhaftigkeit“ (V. 4) berufen; und für solche Menschen ist kennzeichnend, dass sie „standhaft“ sind und so den „Versuchungen [ihres Herzens]“ (Vv. 2f) widerstehen können.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Jakobus spielt also hier mit Begriffen aus den Wortfeldern „gespalten“ und „ganz, vollständig“; die kritischen Begriffe sind (1) διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039;, (2) δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039; und (3) ἁπλῶς &#039;&#039;einfach&#039;&#039;.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(1) διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; wird meist übersetzt mit „zweifelnd, zögernd“. Das ist aber nicht sehr glücklich, da der Zusammenhang mit Vv. 4f und der Rede von der Standhaftigkeit im Glauben recht deutlich zeigt, dass es hier nicht um zauderndes Beten geht, sondern um die Entschiedenheit des „gehabten Glauben[s]. Der Beter muß Christ sein, und zwar ein entschiedener, wie das Partizip präzisiert.“ (Burchard 2000, S. 60; ebenso McCartney 2009, S. 91). Cheung hat in seiner Dissertation (Cheung 2003) schön herausgearbeitet, dass diese Rede von der „Gespaltenheit, Doppelheit“ ein Leitthema im ganze Jakobusbrief ist; Jakobus beschreibt damit stets, dass der „Gespaltene“ nicht völlig Gott anhangt, sondern nur mit halbem Herzen und die andere Hälfte seines Herzens an die Welt gehängt hat (z.B. S. 223), und das heißt im Jakobusbrief: Zwar auf der einen Seite an Gott glauben, aber diesem Glauben nicht auch &#039;&#039;Werke des Glaubens&#039;&#039; folgen zu lassen, weil man stattdessen seinen Begierden nachgibt (s. [[Jakobus 2#s14 |Jak 2,14-26]]; [[Jakobus 3#s13 |3,13-17]]; [[Jakobus 4#s1 |4,1-4]]). Treffender als „zweifelnd, zögernd“ ist daher hier die Übersetzung „halbherzig“.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(2) δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; - BA, LN und Porter 1990b empfehlen auch hierfür die Übersetzung „zweifelnd, zögernd“, und wieder ist das nicht sehr glücklich: δίψυχος wird klar synonym mit διακρινόμενος verwendet; auch hierin kommt also besagte Hin- und Hergerissenheit zwischen Gott und Welt zum Ausdruck (so die meisten). Um das in der LF klar zu machen, muss „ein zweiseeliger Mann“ wohl freier übertragen werden; z.B. als „ein Mensch, der Gott nur mit halbem Herzen dient“.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(3) ἁπλῶς &#039;&#039;einfach&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist ebenso wie „vollkommen“ und „vollständig“ Gegenbegriff zu „gespalten“ und „zweiseelig“. Anders als die Menschen, die Gott nur mit halbem Herzen anhangen, gibt Gott „mit ganzem Herzen“ (vgl. z.B. McCartney 2009, S. 89). Wall 1997 und Davids 1982 schlagen daher die englische Umschreibung „with an undivided mind“ vor; ein kommunikatives deutsches Äquivalent wäre z.B. der Begriff „ganzherzig“, den z.B. auch Niebuhr 1987 verwendet, um den Sinn des Begriffs ἁπλότης &#039;&#039;Einfachheit&#039;&#039; zu umschreiben (S. 113).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:58, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das gut findest, könnte man außerdem die FN zu &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; erweitern um:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Zusätzlich ist διασπορᾷ vermutlich symbolisch zu verstehen, wohin schon weist, dass ein an in alle Welt verstreute Adressaten gerichteter Brief gar nicht zustellbar wäre (Llewelyn 1997, S. 385). διασπορᾷ &#039;&#039;Verstreuung&#039;&#039; ist wohl zusammenzulesen mit διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039; (V. 6 &#039;&#039;bis&#039;&#039;) und δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039; (V. 8); dazu siehe FN []: Ganz Israel wird derart als solcherart bestimmt, dass es zwar an Gott glaubt, aber diesem Glauben nicht auch &#039;&#039;Werke des Glaubens&#039;&#039; folgen lässt. Ebenso soll wohl das geläufige θεοῦ καὶ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ δοῦλος &#039;&#039;Knecht/Sklave Gottes und des Herrn Jesus Christus&#039;&#039; den Schreiber als einen auszeichnen, der nicht allein an Gott und Jesus Christus &#039;&#039;glaubt&#039;&#039;, sondern der auf Erden auch ihren Willen tut - und dass es gerade das ist, was die Adressaten des Jakobusbriefs &#039;&#039;nicht&#039;&#039; tun, wird später zum Leitthema des Briefs werden.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist die Zusammenlesung von &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; und &#039;&#039;diakrinomenos&#039;&#039; + &#039;&#039;dipsychos&#039;&#039; nichts, dass ich irgendwo in der Sekundärliteratur gefunden hätte. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== alte Anmerkungen zu den Begriffen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ἁπλῶς =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist ein Wortspiel übersehen. ἁπλῶς kommt von ἁπλοῦς &#039;&#039;einzig, einig&#039;&#039; (vgl. ἁπλότης &amp;quot;Eins-heit&amp;quot;). Auf diese Weise wird auch Gott mit dem zweiseeligen Menschen kontrastiert - während der &amp;quot;zwei-seelig&amp;quot; ist, ist Gott ein-ig; vgl. Wall 1997, S. 52: &amp;lt;code&amp;gt;The adverb &#039;&#039;haplos&#039;&#039;, which is often translated as &amp;quot;generously,&amp;quot; actually defines the quality of God&#039;s giving rather than the measure of the wisdom provided. I side with Davids, who supplies a &amp;quot;secondary meaning&amp;quot; to the word&amp;lt;/code&amp;gt; [eigentlich ist das kein secondary meaning; Strong z.B. nimmt das Folgende als Grundbedeutung und leitet daraus erst &amp;quot;generously&amp;quot; ab.]&amp;lt;code&amp;gt;, meaning &amp;quot;with an undivided mind.&amp;quot; This nicely contrasts God who gives &amp;quot;without mental reservation&amp;quot; with the immature believer who asks for wisdom but with a divided mind (1:7-8). James pairs this adverb with another, &amp;quot;without reproach&amp;quot; (&#039;&#039;oneidizo&#039;&#039;), which also probably means &amp;quot;singular in purpose, without guile&amp;quot;; the image is of God who gives wisdom in undivided loyalty to God&#039;s people.&amp;lt;/code&amp;gt; (Das zweite würde ich aber doch für sehr gewollt halten). Vgl. auch  McCartney 2009, S. 89: &amp;lt;code&amp;gt;The Greek term translated &amp;quot;unreservedly&amp;quot; (&#039;&#039;haplos&#039;&#039;) is somewhat ambiguious. It is the adverbial form of the word for &amp;quot;simple, single, genuine, pure&amp;quot; and thus (like the dative of its cognate &#039;&#039;haplotäs&#039;&#039;) can mean &amp;quot;simply, singly, sincerely, plainly, purely&amp;quot; (see BDAG 104), as it does in all but one of the dozen or so occurrences of the &#039;&#039;haplo-&#039;&#039; stem in the LXX. A derivative meaning &amp;quot;generously&amp;quot; or &amp;quot;graciously&amp;quot; (as in 3 Macc. 3:21) is sometimes proposed (Hort 1909: 7-8; Cantinat 1973: 69), and this certainly fits with the next attributive phrase, &amp;quot;without reproach.&amp;quot; But the word is more likely intended to stand in contrast to the &amp;quot;doubleness&amp;quot; of the doubter in 1:8. The point is that unlike the giving done by many humans, God&#039;s giving is not devious; it is without complications or double-dealing; it comes &amp;quot;without strings attached,&amp;quot; &amp;quot;without reservation&amp;quot; (Riesenfeld 1944; Mussner 1975: 68).&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;  Daher würde ich doch &amp;quot;vorbehaltlos&amp;quot; für wahrscheinlicher halten; u.a. auch, weil ich die Wertung in der FN (&amp;quot;lediglich vorbehaltlos&amp;quot; vs. &amp;quot;sogar großzügig&amp;quot;) nicht nachvollziehen kann. Einige derer, die ich vor mir habe, wählen zwar ebenfalls &amp;quot;großzügig&amp;quot;, gehen aber auf das Wortspiel nicht ein, was wohl heißt, dass sie es entweder nicht gesehen haben oder beschlossen haben, es zu ignorieren. Aber auch für &amp;quot;vorbehaltlos&amp;quot; sollte dann wohl ein Äquivalent gefunden werden, dass diesen Kontrast zum Ausdruck bringt. &amp;quot;Schlicht und einfach&amp;quot;? Oder, s.u.: Ich habe jetzt gelernt, dass es im Deutschen tatsächlich das Wort &amp;quot;ganzherzig&amp;quot; gibt (u.a. habe ich es gefunden bei Bertolt Brecht; Sjöberg verwendet es in seiner Kommentierung des Vater-unsers, Schweizer und Klein in ihren Lukasevangelien etc.; [http://books.google.de/books?id=z3SONgZP3xwC&amp;amp;lpg=PA113&amp;amp;ots=Xr5LgfDqIP&amp;amp;dq=ganzherzig%20im%20Verh%C3%A4ltnis%20zu%20Gott%20und%20weitherzig%20im%20Verh%C3%A4ltnis%20zu%20den%20Mitmenschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA113#v=onepage&amp;amp;q=ganzherzig&amp;amp;f=false Niebuhr] zitiert es (von Bacht) zur Erläuterung des Wortes &#039;&#039;aplotäs&#039;&#039;). Ich kannte das gar nicht, aber das wäre wohl ideal; v.a., wenn man unten &amp;quot;halbherzig&amp;quot; wählt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:08, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ὁλόκληρος =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Untadelig&amp;quot; ist nicht sehr gut. Eigentlich heißt ὁλόκληρος &amp;quot;ganzteilig, vollständig, heil, unversehrt&amp;quot;, und es ist hier recht sicher der Gegenbegriff zum „zweiseeligen Mann“ in V. 8. Vielleicht steht im Hintergrund das &amp;quot;mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele&amp;quot; aus Dtn 6,5. Die meisten dt. Üss. haben &amp;quot;makellos&amp;quot; oder eben &amp;quot;unversehrt&amp;quot;, die meisten eng. &amp;quot;perfect and complete&amp;quot;, aber den Sinn trifft wohl eher ZÜR: &amp;quot;damit ihr vollkommen und ganze Leute seid&amp;quot;. Vgl. auch ASV, KJV, TMB, WBT, YLT: &amp;quot;perfect and entire&amp;quot;; CJB: &amp;quot;complete and whole&amp;quot;; Wycliffe: &amp;quot;perfect and whole&amp;quot;; Sehr cool auch Zink: &amp;quot;Aus dieser Festigkeit muß ein Leben folgen, das aufs Ganze geht, denn ihr sollt vollkommen sein, &#039;&#039;Menschen aus einem Stück&#039;&#039;, und an nichts soll es euch fehlen.&amp;quot; Am Besten vielleicht BigS: &amp;quot;ungeteilt&amp;quot;. Oder fällt jemandem etwas besseres ein? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:09, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde den moralischen Aspekt in der Übersetzung gerne mitschwingen hören. Müsste mich selbst nochmal einlesen, bevor ich einen Vorschlag mache. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:37, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s. dazu oben; ich habe einen Extra-abschnitt für dieses und zwei andere Worte eingefügt. Einstweilen habe ich aber mal einen ziemlich krassen Texteingriff vorgenommen, für den ich mich hier entschuldige, der aber nötig war: ὁλόκληρος ist das Gegenkonzept vom direkt folgenden ἐν μηδενὶ λειπόμενοι, das dann in V. 5 wieder aufgegriffen wird: Εἰ δέ τις ὑμῶν λείπεται σοφίας. Dieser Zusammenhang muss in der Übersetzung unbedingt sichtbar werden. Aktuell steht &amp;quot;untadelig und in keinem [Punkt] zurückbleibt. / Wenn es aber einem [von] euch an Weisheit fehlt.&amp;quot;; hier kommt das gar nicht raus. Bis uns etwas besseres einfällt, greife ich - weil das so sehr wichtig ist - direkt in die Übersetzung ein und ersetze einstweilen durch: &amp;quot;vollständig und in nichts mangelhaft. / Wenn es euch aber an Weisheit mangelt...&amp;quot;. Das ist ein krasser Texteingriff und deshalb eigentlich doof von mir als Zweitleser, aber diese Wortverknüpfung kenntlich zu machen ist wirklich unbedingt erforderlich; ich entschuldige mich daher hiermit im Voraus und mache es trotzdem :)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites: Wegen dieses engen Zusammenhangs ist recht sicher ἐν μηδενὶ λειπόμενοι nicht durch Koordination auf eine Stufe mit τέλειοι und ὁλόκληρος zu stellen, sondern - was ja schon der gr. Text durch zunächst Koordination und dann Apposition anzeigt und außerdem dadurch nahegelegt wird, dass τέλειοι καὶ ὁλόκληροι ein Hendiadioyn ist (Ropes 1916, S. 138; vgl. auch Cheung 2003, S. 180: „The pair τέλειοι and ὁλόκληροι then may denote both qualitative and quanitative completeness, that is, &#039;completely complete.&#039; The positive expression is further reinforced by the negative ἐν μηδενὶ λειπόμενοι, &#039;falling short of nothing.&#039;“) - als Ergänzung zu dem Doppel τέλειοι καὶ ὁλόκληροι; &#039;&#039;indem&#039;&#039; würde ich daher als wesentlich sinngemäßer empfinden als &#039;&#039;und&#039;&#039;. Aber das ist nicht so wichtig wie das obige. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:07, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== [und dabei] keinesfalls zweifeln (keinerlei Bedenken haben) =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ἐν πίστει, μηδὲν διακρινόμενος ist Ausdrucksalternative zu &amp;quot;standhaft glaubend&amp;quot;. &amp;quot;Keinerlei Bedenken haben&amp;quot; trifft das nicht - ist das als eine hier mögliche Bedeutung gedacht oder nur als Alternative aufgenommen, weil es rein lexikalisch möglich wäre, so zu übersetzen? Vgl. Burchard 2000, S. 60: &amp;lt;code&amp;gt;Gemeint ist nach V. 3 und vor V. 6b-8 nicht speziell Gebetszuversicht (so aber viele), zumal schon V. 5b zu ihr ermutigt hatte, sondern der gehabte Glaube. Der Beter muß Christ sein, und zwar ein entschiedener, wie das Partizip präzisiert.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine bessere Auflösung als &amp;quot;[und dabei]&amp;quot; fällt mir auch nicht ein, aber ist vielleicht jemand anderes kreativer? Super wäre, wenn sich das wenigstens in der LF als adjektivische Ergänzung zu &amp;quot;im Glauben&amp;quot; umsetzen ließe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
διακρινόμενος ist wörtlich &amp;quot;geteilt, gespalten&amp;quot;, auch das kontrastiert sie mit dem &amp;quot;ein-igen&amp;quot; Gott (s.o.) und hängt zusammen mit dem zwei-seeligen Menschen aus V. 8 (dazu s. unten). Vgl. z.B. McCartney 2009, S. 91: &amp;lt;code&amp;gt;The word &#039;&#039;doubt&#039;&#039; can be misunderstood, however, in that in common English parlance it is used to mean any uncertainty or questioning. But James does not mean that a believer may never have a measure of uncertainty regarding whether something is God&#039;s will; rather, he is condemning a lack of commintment, a divided loyalty (DeGraaf 2005: 741-42), or an indecision or hesitancy (Cantinat 1973: 21) that questions the integrity of God.&amp;lt;/code&amp;gt; Besser wäre daher hier ziemlich sicher „halbherzig“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== δίψυχος =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei verschiedene Deutungen sind verbreitet, deine FN scheint mir beide ein bisschen in eins zu werfen: &amp;lt;code&amp;gt;Das Konzept bezeichnet das Gegenteil der ungeteilten Hingabe zu Gott (Mußner 1964, 72). [...] BA, NSS schlagen die Übersetzung „ein Zweifler“ vor.&amp;lt;/code&amp;gt; Das sind die beiden Deutungen: (1) &#039;&#039;unentschieden&#039;&#039; i.S.v. &amp;quot;gleichzeitig der Welt und Gott anhangend&amp;quot; vs. (2) &#039;&#039;zweifelnd&#039;&#039;. Aus deiner FN zu 4,8 schließe ich, dass du wohl auch eher für (1) bist (wie ich) und (2) nur als Übersetzungsvorschlag genannt hast; ist das richtig? Ich entwerfe wieder eine FN, die das eindeutiger machen soll, und gehe dabei einfach mal davon aus, dass das richtig ist. Die Übersetzungen sind aber nur Ideen, die Diskussionen stehen oben ja noch offen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:34, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;edit&#039;&#039;&#039;: Mittlerweile habe ich aber auch eine FN entworfen, in der die Begriffe &amp;quot;gespalten&amp;quot;, &amp;quot;zweiseelig&amp;quot; und &amp;quot;einfach&amp;quot; gesammelt erklärt werden, s. unter der Überschrift &amp;quot;Vers 6&amp;quot;. Insgesamt wäre die, glaube ich, kürzer und zugänglicher. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:59, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wörtlich: „zweiseeliger Mann“. Der Begriff findet hier zum ersten Mal überhaupt; vermutlich handelt es sich also entweder um eine Wortschöpfung Jakobus&#039; oder er hat ihn zumindest in die christliche Literatur eingeführt. Zwei einander recht ähnliche Deutungen werden des öfteren vertreten: (1) &#039;&#039;zögernd&#039;&#039; (so BA; LN; NSS; Porter 1990b; Wall 1997); (2) &#039;&#039;unentschlossen&#039;&#039;, hier i.S.v. „gleichzeitig Gott und der Welt anhangend“ (s. [[Jakobus 4#s4 |Jak 4,4.8]]; so Lampe; Grosvenor/Zerwick; Burchard 2000; Cheung 2003; Hartin 2003; McCartney 2009; Moo 1985; Mußner 1964; Ropes 1916). Die spätere Verwendung des Begriffs zeigt aber, dass er wohl in beiden Bedeutungen verwendet werden kann; zu fragen ist also nur, welche der beiden Bedeutungen &#039;&#039;hier&#039;&#039; wahrscheinlicher ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Indizien sind, dass der Begriff hier auf Syntax-Ebene zusammenhängt mit dem „Gespaltenen“ (=Halbherzigen) in V. 6 und der Tatsache, dass er „auf all seinen Wegen wankelmütig“ ist (V. 8) und auf Bedeutungsebene der „Ein-heit“ (=Ganzherzigkeit) Gottes in V. 5 entgegengesetzt und wieder mit dem „Gespaltenen“ gleichzusetzen ist, was zusätzlich dadurch unterstrichen wird, dass dieser ebenso „der vom Wind hin- und herworfenen Meereswoge gleicht“, wie der„Zwei-seelige“ „auf all seinen Wegen wankelmütig ist“. δίψυχος ist also ein Gegenbegriff zu ἁπλῶς, Synonym zu διακρινόμενος und ist gekennzeichnet dadurch, dass man ἀκατάστατος ἐν πάσαις ταῖς ὁδοῖς αὐτοῦ ist. Das weist hier insgesamt recht deutlich in Richtung (2): Während Gott dem Menschen „von ganzem Herzen“ zugeneigt ist, hängt der „zwei-seelige“ Mensch ihm nur „halbherzig“ an; die andere Hälfte hat er an die „Welt“ gehängt. In der LF muss man das wohl freier übertragen; z.B.: „einer, der Gott nur mit halbem Herzen dient.“&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:14, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 4 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN i ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum glaubt Johnson, dass dies sinngemäßer übersetzt werden müsste als &amp;quot;zu einem vollkommenen Ausgang führen&amp;quot;? Das müsste noch ausgeführt werden. Aber liegt nicht näher die Deutung von &#039;&#039;ergon&#039;&#039; als nomen actionis und dann &amp;quot;vollkommenes Handeln&amp;quot;, so dass hier der Gedanke aus 2,14-26 vorweggenommen wird? (so Burchard 2000, Hartin 2003, viele Üss). McCartney 2009 dagegen deutet als „Let it finish its work“ (ähnlich KAR, LUT, PAT, van Ess) - ist es das, was Johnson meint? McCartney führt leider nicht aus, warum er so deutet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:44, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN j ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs. Durch die Aspektbedeutung impliziert ist eine dauerhafte oder ständig neue Veränderung.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
würde meinen: Der Aspekt (= entweder Perfekt oder Imperfekt) hat entweder durative oder iterative Bedeutung. Da du aber bei der Formanalyse gar keinen Aspekt angibst, vermute ich, dass du meinst: Die Tatsache, dass hier Imperativ Präsens statt Imperativ Aorist verwendet wird, gibt dem Wunsch eine generelle Sinnrichtung: nicht &#039;&#039;ein&#039;&#039; vollkommenes Werk soll Folge der Standhaftigkeit sein, sondern &#039;&#039;prinzipiell&#039;&#039; sollen vollkommene Werke die Folge der Standhaftigkeit sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meinst du das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:44, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fußnote bezieht sich auf die Aspektbedeutung des Imperativ Präsens. Habe ich vermutlich von Siebenthal (NSS oder Grammatik). Wird es jetzt klarer? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:07, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, du meinst wirklich das, was ich glaube? Dann muss die FN umformuliert werden. Machst du das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:16, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgesetzt. Schau mal, obs so passt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:49, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fußnote m ist leer====&lt;br /&gt;
Und Fußnote n bezieht sich auf m. ;) Kann man übrigens sinnvoller mit der selben Fußnote machen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 18:45, 10. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 5 ===&lt;br /&gt;
* Fußnote in V. 5 (mit Jesustradition) muss noch belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Leider verstehe ich bei dieser Fußnote nicht, was gemeint ist. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:59, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Es geht dabei um den Bedeutungsunterschied der beiden Alternativen, soweit ich sehe. Gibt Gott nun ohne Vorbehalte (also ohne sich darüber zu beklagen oder zu zögern), oder ist er dabei sogar großzügig? Wir hatten dann im Seminar vermutet, dass dem Autor Traditionsmaterial (eben das zitierte) zur Verfügung stand, was besser zu &amp;quot;großzügig&amp;quot; passt. Aber da ich das nicht mehr genau rekonstruieren kann, wird sicher eine Wortstudie mit Blick in den Kommentar weiterhelfen. Vielleicht hatte ich das sogar aus einem und muss es nur noch belegen. Ich habe die verwendeten Kommentare gerade alle ausgeliehen und will sie nochmal durchgehen, wenn ich mit der allgemeinen Durchsicht fertig bin. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 6 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== (Man muss) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
habe ich selbst hinzugefügt, um eine inklusive Alternative zu &amp;quot;er soll&amp;quot; zu haben (vorher stand &amp;quot;Er (sie) soll&amp;quot;, aber &amp;quot;sie soll&amp;quot; ist ja kein Übersetzungsvorschlag). Bin mir aber unsicher, ob das wirklich ein so guter Übersetzungsvorschlag ist. Meinungen? Bessere Vorschläge? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:24, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;s&amp;gt;aber&amp;lt;/s&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wurde denn &amp;quot;aber&amp;quot; ausgestrichen? V. 6 ist ja eine Einschränkung zu V. 5: Man soll Gott bitten, und er wird geben - aber man muss schon &#039;&#039;glaubend&#039;&#039; bitten. Da ist das &amp;quot;aber&amp;quot; doch ziemlich sinnvoll?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich habe es mal gestrichen gelassen, weil ich mir denke, dass sich der &amp;quot;Streicher&amp;quot; was dabei gedacht hat, aber ich fände eine Erklärung lieb. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:28, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== bewegt und hin- und hergetrieben wird ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
drückt die Wildheit (weniger wg. den Wortbedeutungen (obwohl vgl. ῥιπίζομαι medium: &#039;&#039;schlottern, beben&#039;&#039;, Lampe, S. 1217. Ursprünglich offenbar &amp;quot;anfachen&amp;quot; (gesagt vom Feuer und metaph. von der Hoffnung)), sd. wg. dem Hendiadyoin.) der Stelle nicht so gut aus. Was hältst du von &amp;quot;vom Wind (&#039;&#039;Sturm&#039;&#039;? - so ALB, MNT, R-S, Stier) &#039;&#039;gepeitscht&#039;&#039; (so GN, H-R, HER, NeÜ, NGÜ, R-S) und hin- und her&#039;&#039;geworfen&#039;&#039; (so B/N, GREB, MEI, MEN, NL, R-S, SLT, Stier, TAF)&amp;quot;? Obwohl bei einer Deutung als &amp;quot;zweifeln&amp;quot; (aber s.o.) der Fokus wohl eher auf dem Hin und Her als auf der Wildheit liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir fällt außerdem auf, dass einige auf eine Entsprechung zu &amp;quot;bewegt&amp;quot; verzichten und nur &amp;quot;hin- und hergeworfen/-getrieben&amp;quot; setzen, was ich als echte und vielleicht sogar bessere Alternative werten würde, weil mir der Hendiadyoin-Charakter der Phrase ziemlich gut im &amp;quot;hin- und her-&amp;quot; aufgehoben zu sein scheint. So BB, BigS, EÜ, GREB, HfA, KAM, KAR, NCV, WIL. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:07, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 7.8 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist wieder kompliziert. Ich entwerfe wieder eine FN; entscheiden musst wieder du :) (ich persönlich würde Möglichkeit 3 vorziehen, aber grammatisch ist das wohl alles möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Der Zusammenhang der Vv. 7.8 ist nicht ganz klar; sinnvolle Auflösungen wären:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 ist eine zweite Aussage über den ἄνθρωπος ἐκεῖνος in V. 7: &#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich (1) nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird. 8 [Er ist] (2) ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 fungiert als nachgeschobene Apposition&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
## &amp;lt;code&amp;gt;zu ἄνθρωπος ἐκεῖνος &#039;&#039;ein solcher Mensch&#039;&#039; in V. 7: &#039;&#039;7a Ein solcher Mensch - 8 ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist - 7b soll nämlich nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
## &amp;lt;code&amp;gt;zum unausgedrückten Subjekt von λήμψεταί: &#039;&#039;7a Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er - 8 der ein zweiseeliger Mensch [und] auf all seinen Wegen wankelmütig ist - 7b irgend etwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 ist Begründung von V. 7. Einige Hss. fügen denn auch ein - sicher sekundäres - γὰρ &#039;&#039;denn&#039;&#039; nach ἀνὴρ &#039;&#039;Mensch&#039;&#039; in V. 8 ein, um diese Deutung nahezulegen, die die Verse aber auch ohne dieses γὰρ haben können: &#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird - 8 [ist er doch] ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;code&amp;gt;Theoretisch möglich - aber nicht sehr wahrscheinlich - wäre außerdem nach der Punktation von Westcott/Hort:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;7a Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass 8 ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist, 7b irgendetwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;; außerdem - wie VUL übersetzt - &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er irgendetwas vom Herrn erhalten wird. Ein zweiseeliger Mensch ist auf all seinen Wegen wankelmütig.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:31, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 8 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== auf all seinen Wegen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Metapher brauchts noch ne FN. Heute abend habe ich keine Lust mehr, aber vielleicht will sie ja jemand anderes schreiben? *hoffnungsvoll* &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso V. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;edit&#039;&#039;&#039;: Hab mal eine verfasst.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:34, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== wankelmütig ====&lt;br /&gt;
finde ich sehr, sehr cool. Ich hatte ein bisschen Angst, dass das ein bisschen veraltet sein könnte, aber z.B. im ZEIT-Korpus findet sich das sehr oft, ist also noch gebräuchlich. Wollte ich nur mal festhalten :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:26, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 8.9 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist wieder schwierig. Was ist das nur für ein Brief?^^&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich entwerfe wieder eine FN:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Auch der Zusammenhang der Abschnitte Vv. 5-8 und 9-12 ist nicht klar.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Dibelius 1964 denkt wieder, dass beide Abschnitte als voneinander unabhängige Perikopen zu deuten sind; das δὲ wäre dann wieder als Abschnitte trennendes δὲ zu deuten.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Andere gehen davon aus, dass Vv. 9-12 auf Vv. 2-4 zurückgreifen, weshalb abschließend in V. 12 noch einmal die Rede auf die „Versuchungen“ kommen kann: Arm sein wäre dann die „Versuchung schlechthin“, worüber der Arme aber nicht klagen, sondern - vgl. Vv. 2f - jubeln soll, da solche Versuchungen ja als Schleifsteine auf dem Weg zur Standhaftigkeit im Glauben anzusehen sind (so McCartney 2009; Ropes 1916). Auch hier sollte man das δὲ besser als Abschnitte trennendes δὲ deuten.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Einen weiteren schönen Vorschlag hat offenbar als erster Taylor 2006 gemacht: Er sieht Vv. 9-11 als Elaboration zu Vv. 5-8: Vv. 5-8 führen aus, dass für das Bestehen von Versuchungen „Weisheit“ nötig ist, und Vv. 9-11 empfehlen dann jeweils dem armen und dem reichen Christen die der Weisheit entsprechende Lebenshaltung, die ihrer sozialen Position angemessen ist: Der Arme soll nicht über seine Armut klagen, sondern hoffnungsfroh auf seine künftige Erhöhung voraussehen; der Reiche wiederum soll sich trotz seines Reichtums nicht höher einschätzen als den Armen, da Reichtum ja ohnehin „Schall und Rauch“ ist. Das δὲ wäre dann als explikatives δὲ aufzufassen: „Das heißt:/zum Beispiel:/...: Ist man arm, soll man über seine [künftige] Erhöhung jubeln; ist man reich...“.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Bei Vorschlag (2) würden allerdings Vv. 5-8 die Argumentation stören, bei Vorschlag (3) Vv. 6-8. Geht man davon aus, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Abschnitt Vv. 9-11 und 2-8 besteht, sollte man daher besser davon ausgehen, dass der ἀδελφὸς ὁ ταπεινὸς &#039;&#039;arme/demütige Bruder&#039;&#039; in V. 9 das Gegenkonzept zum ἀνὴρ δίψυχος &#039;&#039;zweiseeligen Mann&#039;&#039; in V. 8 ist, wohin auch schon weist, dass in [[Jakobus 4#s8 |Jak 4,8-10]] auf das zweite Vorkommen des Wortes δίψυχος ebenfalls die Rede folgt, man müsse sich „demütigen“, denn den Demütigen würde Gott erhöhen. Der Zusammenhang ist dann also wohl: Vv. 5-11 thematisieren den „guten Gläubigen“ und den „schlechten Gläubigen“ nacheinander aus zwei Blickwinkeln - einmal aus der Perspektive ihrer Glaubens-„qualität“, einmal aus der Perspektive ihrer sozialen Stellung. Beide Male ist dieses in-Blick-nehmen gekoppelt an das sogenannte „Motiv der eschatologischen Umkehrung“ (s. nächste FN): Der mit ganzem Herzen Glaubende wird von Gott erhört werden, der Halbherzige dagegen nicht; der Arme wird erhöht werden, der Reiche dagegen erniedrigt.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:10, 26. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 9 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== tapeinos =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braucht auf jeden Fall eine FN. Ich entwerfe mal eine, vertrete dabei aber keine Standard-Meinung. Die erste Hälfte ließe sich so und so übernehmen, die zweite hängt davon ab, ob du das sinnvoll findest oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;gering (demütig, unterdrückt, arm)&#039;&#039; - Wie genau der Begriff zu füllen ist, ist in der Forschung umstritten. Vorgeschlagen wurde, dass er hier als „arm“ zu verstehen sei und den „Armen“ mit dem „Reichen“ in V. 10 kontrastieren soll (z.B. Hartin 2003; McCartney 2009; McKnight 2011); dass er als „demütig“ zu verstehen sei und der Begriff im Gegensatz zum „Halbherzigen“ wieder die ideale Glaubenseinstellung namhaft machen soll (z.B. Assaël/Cuvillier 2013) und dass man zwischen beiden Begriffen gar nicht wirklich unterscheiden könne, weil sie in der Bibel häufig austauschbar verwendet werden und sowohl der „Arme“ als auch der „Demütige“ meist den „Demütig-armen“ bzw. den „armen Frommen“ meine (z.B. Burchard 2000; Dibelius 1964; Konradt 1998, S. 148).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stünden nur obige drei Optionen zur Verfügung, sollte man sich recht sicher für die dritte entscheiden; mit einem neueren Vorschlag von Horsley 2006 bietet sich aber eine vierte Option an: Das Konzept des „Armen“ ist in der Bibel verwandt mit dem Konzept des Verstreut-seins (V. 1): Ähnlich, wie für das „zerstreute Israel“ erhofft wurde, dass Gott es am Ende der Zeiten von allen Enden der Erde zusammensammeln werde, wurde für die „Armen“ erhofft, dass Gott sie am Ende der Zeiten „erhöhen“, den Reichen dagegen vernichten würde (s. z.B. [[1Samuel 2#s8 |1Sam 2,8]]; [[2Samuel 22#s26 |2Sam 22,26-29]]; [[Ijob 5#s8 |Ijob 5,8-11]]; [[Psalm 12#s6 |Ps 12,6]]; [[Psalm 35#s26 |Ps 35,26f]]; [[Psalm 37#s10 |Ps 37,10f]]; [[Psalm 69#s30 |Ps 69,30.34.36]]; [[Lukas 1#s51 |Lk 1,51-53]]; [[Lukas 6#s20 |Lk 6,20f]] u.ö.). Man nennt das das „Motiv der eschatologischen Umkehrung“: Am Ende der Zeiten wird Gott für den Benachteiligten alles zum Besseren wenden. Dieses Motiv findet sehr deutlich auch in Vv. 9-11 ihren Ausdruck. Mit diesen „Armen“ sind aber seltener die Armen &#039;&#039;als Arme&#039;&#039; gemeint, sondern die Armen sind oft ein Wechselbegriff für Israel (s. z.B. [[2Sam 22 |2Sam 22]]; [[Psalm 9 |Ps 9-10]]; [[Psalm 14 |14]]; [[Psalm 69 |69]]; [[Psalm 147 |147]]; [[Psalm 149 |149]]; [[Lukas 1#s46 |Lk 1,46-55]] u.ö.; vgl. Horsley 2006, S. 67f): Ganz Israel wurde als eine Gemeinde von Armen und Unterdrückten gesehen, und für diese wurde erhofft, dass sie einst wieder erhöht werden würde. Das ist auch der Grund, warum diese „Armen/Unterdrückten“ so häufig als die wahren Gläubigen vorgestellt werden - es handelt sich nicht um Arme im wörtlichen Sinn, sondern um Israel; Gottes erwähltes Volk. Für dieses Verständnis spricht hier, dass dann der Zhg. von Vv. 5-8 und 9-11 ganz unproblematisch ist (s. vorige FN): Die „Armen“ sind die selben wie die „mit ganzem Herzen Glaubenden“, ebenso wie die „Reichen“ die selben sind wie die „Halbherzigen“; und aus diesem Grund können in Vv. 8-10 auch sinnvoll die „Armen“ sowohl Gegensatz der „Halbherzigen“ wie auch der „Reichen“ sein.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== hohe Stellung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist doch wohl eher die &amp;quot;Erhöhung&amp;quot;, nämlich die künftige Erhöhung der Demütigen/Armen, von denen z.B. auch das Magnifikat spricht, oder Jak 4,10, oder die Seeligpreisungen (Lk 6,20-26). s. z.B. Assaël/Cuvillier 2013, S. 163. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:26, 26. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 10 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== plouisios ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stärksten Argument für „der reiche &#039;&#039;[Bruder]&#039;&#039;“ sind gar nicht genannt, nämlich die Tatsache, dass der Reiche (1) - wenn er wirklich mit dem Halbherzigen gleichgesetzt werden kann - durchaus als zu Gott betend vorgestellt wird (Vv. 6-8) und dass man ihn in Synagogen finden kann (Jak 2,2). Gleichzeitig ist er aber deutlich von den Adressaten des Jakobusbriefs zu unterscheiden: Gott hat die Armen erwählt, den Reichen jedoch nicht (Jak 2,5), denn die Reichen sind es, die die Armen &amp;quot;unterdrücken&amp;quot; (2,6) und selbst Gottes Namen &amp;quot;lästern&amp;quot; (2,7); außerdem sticht ja deutlich ihr Lebensstil - symbolisiert durch ihre goldenen Ringe und ihre prächtige Kleidung (2,2) - heraus. Die „Reichen“ sind also wohl wirklich die „reichen [Mitbrüder]“, aber sie sind Fremdkörper in dieser Gemeinde der Gläubigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das „Arme“ so versteht, wie oben vorgeschlagen, muss man sie dann also wohl verstehen als &#039;&#039;jüdische/christliche&#039;&#039; (der historische Jakobus hat das Christentum ja offenbar recht überzeugt als innerjüdische Bewegung gesehen, daher lässt sich das nicht trennen) Gegner der &#039;&#039;jüdischen/ christlichen Glaubensgemeinschaft&#039;&#039;, also wohl begüterte Israeliten, die entweder allein schon wegen ihrer Begütertheit mit Abneigung betrachtet wurden (vgl. die soziologische Situation der Jerusalemer Urgemeinde, die fast nur aus Unter- und Mittelschicht bestand - weil ganz Israel fast nur aus Unter- und Mittelschicht bestand), oder, noch schlimmer, die deshalb begütert waren, weil sie von der Besatzung durch die Römer profitierten. So und so sind das dann v.a. die Priester, die israelitischen Hof- und Tempelbeamte, die Großgrundbesitzer und die Steuerpächter. Das nähste, dass ich dazu in der Sekundärliteratur finden konnte, ist aber McKnight 2011, S. 99: &amp;lt;code&amp;gt;If we were to ask which group most likely would be present in the situations James finds troubling about the rich, the priestly establishment are the most likely. However, there is probably no need to isolate this term onto one group: anyone who did not need to do manual labor to put bread on the table and anyone who had sufficient economic power to oppress would be in mind. In light of this evidence, it is hard to avoid two conclusions: James sees the &amp;quot;rich&amp;quot; as enemies to the kingdom inaugurated by Jesus, and his words must be taken as tongue-lashing (prophet-like) irony: the &amp;quot;boasting&amp;quot; and &amp;quot;exaltation&amp;quot; of the rich will shortly turn to humiliation!&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [kauchasto] ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das &amp;quot;sich-Brüsten&amp;quot; der Reichen ironisch oder sarkastisch zu verstehen ist (s.o.), findet sich häufiger (z.B. McKnight 2011, S. 100f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders noch McCartney 2009, S. 97: &amp;lt;code&amp;gt;The boasting would then be a kind of reverse boasting, as though the word &amp;quot;glory in&amp;quot; were in quotation marks, or a heroic acceptance of a future humiliation for the greater good of one&#039;s soul. This construction also entails providing an understood subject (such as &amp;quot;his riches&amp;quot;) for the verb &amp;quot;will pass away&amp;quot; rather than the rich believer per se. The fading of wealth could then be one of the eschatological &amp;quot;testings&amp;quot; of 1:2 and 1:12 in which a wealthy believer might rejoice. But the withering of the flower in OT imagery refers to judgment and perishing, and it is difficult to see how one could rejoice over the expectation of being humiliated on judgment day, since the humiliation in question would be condemnation. Further, the verb &amp;quot;will pass away&amp;quot; most naturally has &amp;quot;rich man&amp;quot; as its subject.&amp;lt;br /&amp;gt;Thus, several commentators propose that the verbal force of &amp;quot;glorying in&amp;quot; is either bitterly ironic or has faded out in 1:10-11, and that James is simply pointing out that the rich person will be humbled, that as a flower fasdes in the heat, so too will the rich person fade away and be nor more. As is likely the case also in 5:1-6, James thus is not adressing some rich believers and telling them to be glad that they will be humbled; rather, he is simply encouraging humble poor believers by pointing out that rich people, along with their riches, are transitory and ephemeral.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auch er so.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann ist wohl das &amp;quot;sich-Rühmen&amp;quot; in V. 9 als permissiver Imperativ, der in V. 10 als sarkastischer befehlender Imperativ zu deuten: „Der arme Mitbruder kann sich seiner [künftigen] Erhöhung rühmen, während der Reiche sich seiner [künftigen] Erniedrigung &amp;quot;rühmen&amp;quot; muss, denn...“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen noch anderen Vorschlag macht Burchard 2000, der so oder ähnlich auch in einigen der freieren Üss. reflektiert wird: Er übersetzt &amp;lt;code&amp;gt;Es rühme sich dagegen der niedrige Bruder seiner Hoheit, der reiche aber seiner Erniedrigung, denn er wird (sonst) wie ein Blüte des Grüns vergehen.&amp;lt;/code&amp;gt; und kommentiert: &amp;lt;code&amp;gt;Läßt man tapeinwsis aus V. 9 ho tapeinos aufnehmen, deutet das Wort eher an, daß der Reiche sich selbst innerlich und wohl durch soziales Verhalten auch äußerlich (s. 4,17; vgl. Aseneths Buße JosAs 10,10-12; entfernt Esth 4 LXX; 2Kor 11,7; Her sim 2) auf den Stand des tapeinos herunterbringen oder bringen lassen und dann sich dessen rühmen soll (vgl. Jer 9,22f.: auch der Reiche rühme sich der Erkenntnis des Gottes, der heleos kai krima kai dikaiosunä schafft), weil es ihm sein wahres hupsos erhält.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* B/N: Und wer aber reich ist, der darf stolz sein, wenn er trotzdem demütig ist, weil er ja vergehen wird...&lt;br /&gt;
* BigS: Die Reichen aber dürfen nur dann stolz sein, wenn sie sich den als niedrig Angesehenen gleichstellen und mit ihnen solidarisch sind; denn sonst vergehen sie wie eine Ackerblume.&lt;br /&gt;
* GREB: Gehört einer zu den irdisch Reichen, so gereicht es ihm zum Ruhme, wenn er sich verdemütigt in dem Gedanken, dass sein Reichtum vergehen wird...&lt;br /&gt;
* HfA+KAM: Ein Reicher dagegen soll niemals vergessen, wie wenig sein irdischer Besitz vor Gott zählt.&lt;br /&gt;
* NGÜ: Und wer reich ist, soll sich vor Augen halten, wie wenig seine hohe soziale Stellung vor Gott wert ist.&lt;br /&gt;
* NL: Und wer viel hat und angesehen ist, soll demütig und bescheiden sein, denn ...&lt;br /&gt;
* Zink: Der Reiche sei sich seiner Niedrigkeit bewußt, denn ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine für &amp;quot;christliche Augen gefälligere&amp;quot; Deutung, aber von Text und Kontext liegt das wohl recht fern, würde ich meinen. Aber vielleicht ist das ein Anzeichen dafür, dass es hier in der LF eine erklärende FN braucht.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 07:49, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grasblüte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist ein ziemlich faszinierendes Übersetzungsproblem, habe ich jetzt festgestellt. Jakobus meint ganz ohne Zweifel die &amp;quot;Blume des Feldes&amp;quot; aus [[Psalm 103#s15 |Ps 103,15]] und [[Jesaja 40#s6 |Jes 40,6-8]]. Er verwendet dafür die Septuaginta-Übersetzung der Jesaja-Stelle, die da heißt: &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot;. Offenbar kannte er aber die hebräische Jesaja-Version gar nicht, deswegen geht er nicht vom Sinn der Formulierung &amp;quot;Blume des Feldes&amp;quot;, sondern vom Sinn der griechischen Formulierung &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; aus und fährt dann folgerichtig fort: &amp;quot;Das Gras und &#039;&#039;seine&#039;&#039; Blume&amp;quot;. Einige Hss-Schreiber haben diesen &amp;quot;Fehler&amp;quot; offenbar gemerkt und dann in Übereinstimmung mit dem &#039;&#039;hebräischen&#039;&#039; Text das &#039;&#039;autou&#039;&#039; wieder gestrichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie übersetzt man da jetzt - v.a. in der LF - am geschicktesten? Viele Üss. versuchen ähnlich den Manuskripten, diesen &amp;quot;Fehler&amp;quot; auszumerzen. Hartin 2003, McKnight 2011 u.a. z.B. verstehen &amp;quot;Gras&amp;quot; allgemein als Ausdruck für &amp;quot;Grünes&amp;quot;, weshalb man dann nicht von der &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; sprechen müsste, sondern den griechischen Text als die &amp;quot;Blume des Grüns&amp;quot; = Die Wiesenblume und &amp;quot;Das Grün und seine Blume&amp;quot; = Die Wiese und die Blume darauf&amp;quot; deuten könnte. So auch sehr viele dt. Üss: HfA, KAM, NGÜ, NL: &amp;quot;Blume auf dem Feld&amp;quot;; GN: &amp;quot;Blume auf der Wiese&amp;quot;; EÜ, HER, Stier: &amp;quot;Blume im Gras&amp;quot;; Zink: &amp;quot;Die Blume, die im Gras wächst&amp;quot;; GREB: &amp;quot;Blume im Garten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber man bleibt bei der Formulierung von Jak und übersetzt gleich dir und vielen anderen Üss. einfach wörtlich: Die &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; + &amp;quot;Das Gras und seine Blüte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon ist aber &amp;quot;Grasblüte&amp;quot; sicher keine gute Übersetzung, weil das ein botanischer Fachbegriff für die Blüten von Süßgräßern ist (du weißt schon - denen, mit denen man &amp;quot;Hahn oder Henne&amp;quot; spielt).  --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 07:59, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 11 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== verwelken ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hast du denn das als Primärübersetzung vorgeschlagen? Warum hast du es überhaupt vorgeschlagen, wenn du &amp;quot;verwelken&amp;quot; nicht mal beim Blumengleichnis verwendet hast? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:54, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Reiche „auf seinen Reisen“ verwelkt, also in seinem Lebenswandel, heißt das doch, dass er erst nicht verwelkt, aber später. So wie die Pflanzen erst Mittags/Nachmittags verdorren, nicht sofort morgens. Da es für Deutsch beim Lesen unverständlich ist, habe ich es in der Lesefassung anders formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 18:43, 10. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 13 ===&lt;br /&gt;
Hier hat Olaf vielleicht meine Fußnote missverstanden. Jedenfalls hast du aus „Gott kann nicht vom Bösen versucht werden“ „Gott probiert das Böse nicht aus“ gemacht, obwohl die Fußnote belegt, dass die meisten Exegeten sich für diese (erstere) Interpretation entschieden haben. Gibt es einen Grund für diese inhaltliche Verschiebung? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:36, 6. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ah, gerade habe ich Olafs Kommentar dazu unter [[Diskussion:Jakobus_1#Lesefassung|Lesefassung]] gesehen. Ich mach das dann mal rückgängig. Falls ich jetzt meinerseits einen Fehler mache, können wir das ja weiter diskutieren. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aufgaben ===&lt;br /&gt;
* In V. 17 müsste das textkritische Problem noch angesprochen werden. Das hatte ich offenbar zunächst ignoriert. In der Fußnote muss noch die Erklärung ergänzt werden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 18: Eine kleine Wortstudie zur &amp;quot;Erstlingsgabe&amp;quot; wäre wünschenswert (s.a. Olafs Material unten). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 19: Textkritik --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesefassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Übersetzung http://amen-online.de/bibel/neu/jak_1_12-18.html darf gerne als Ausgangspunkt für die Lesefassung genommen werden. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:01, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der verlinkten Übersetzung haben wir die verschiedenen Bedeutungen von „πειράζω“ (versuchen, erproben, auf die Probe stellen, in Versuchung führen, ausforschen, ausprobieren, kennen lernen, erfahren) mit „auf die Probe stellen“ und „ausprobieren“ wiedergegeben – auch als Alternative zum „Bibelsprech“. Was haltet Ihr davon? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das klingt so gut, dass ich persönlich „auf die Probe stellen“ auch gleich in die Studienfassung übernehmen würde (&amp;quot;versuchen&amp;quot; könnte dann vielleicht in einer Klammer stehen, damit es für Bibelsprech-Gewohnte klar ist). Eine schöne Übersetzung! :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 4. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Gut, ich habe das in den Text eingebaut. Ein paar Partizipien musste ich dabei anders auflösen. Wenn Dir die Änderungen zu weit gehen, kannst Du gerne nach einem Mittelweg suchen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:05, 12. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ebenfalls würde ich mich über Feedback zur dort verwendeten Übersetzung „erste Früchte“ (+Fußnote) freuen (Vers 18). --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dazu würde ich auch gerne nochmal eine Wortstudie machen. Und meinen damaligen Dozenten fragen, der hat darüber nämlich promoviert. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===meine Version von V. L1 bis L8===&lt;br /&gt;
Ich fand die bestehenden ersten acht Verse der Lesefassung nicht so gelungen, daher habe ich es mal versucht. „Auf die Probe stellen“ finde ich ganz gut. ;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Jakobus, ein Diener Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zerstreuten zwölf Stämme Israels. Ich grüße euch!&lt;br /&gt;
{{L|2}} Freut euch, meine Geschwister, wenn ihr verschiedene Prüfungen bestehen müsst,&lt;br /&gt;
{{L|3}} ihr wisst ja, dass die Erprobung eures Glaubens euch standhaft macht.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Eurer Standhaftigkeit sollen tadellose Taten folgen, damit ihr vollkommen und vollständig und in nichts mangelhaft seid.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Aber wenn jemand nicht weise genug ist, soll er von Gott, der großzügig und worwurfslos gibt, um Weisheit bitten — und Gott wird sie ihm geben.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Er soll im Glauben darum bitten und nicht zweifeln, dass Gott gibt: Denn wer zweifelt, ist wie eine Welle im Meer, die vom Wind hin und her getrieben wird.&lt;br /&gt;
{{L|7}} So jemand braucht nicht erwarten, dass er etwas vom Herrn erhalten wird,&lt;br /&gt;
{{L|8}} er ist jemand, der nicht weiß, was er machen soll und dem die Richtung im Leben fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 18:32, 10. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_1&amp;diff=18421</id>
		<title>Diskussion:Jakobus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_1&amp;diff=18421"/>
		<updated>2014-10-10T16:43:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Vers 11 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Ja; einige textkritische Varianten habe ich vielleicht übersehen, z.B. in 17.19 (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = Teilweise ausführlich, teilweise kann man noch ergänzen (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = nicht relevant&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = A–E (Olaf)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Blomberg/Kamell, häufig Dibelius, Johnson, teils Mußner (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = LUT, EÜ, Menge, REB, SLT, NGÜ, NIV, NASB, ESV, NET (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = Das Markup ist teilweise vielleicht unsauber. Manche identische Fußnoten können noch zusammengefasst werden. Rechtschreibung müsste passen. (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher habe ich zwei Abgrenzungen gefunden:&lt;br /&gt;
* 1,1 // 1,2–11 // 1,12–18 // 1,19–27&amp;lt;br/&amp;gt; http://www.soniclight.com/constable/notes/pdf/james.pdf&amp;lt;br/&amp;gt; Schnelle, Udo: &#039;&#039;Einleitung in das Neue Testament&#039;&#039;, Göttingen &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1999, S. 403&amp;lt;br/&amp;gt; Westermann, Claus / Ahuis, Ferdinand: &#039;&#039;Calwer Bibelkunde&#039;&#039;, Stuttgart &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;2001, S. 330&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1,2–12 // 1,13–27&amp;lt;br/&amp;gt; Preuß, Horst Dietrich / Berger, Klaus: &#039;&#039;Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments&#039;&#039;, Band 2: &#039;&#039;Neues Testament&#039;&#039;, Wiesbadem &amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;1997, S. 457&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die anderen Jakobus-Kommentare, die in den denen Fußnoten zitiert sind, kein anderes Bild ergeben, dann schlage ich die erste Abgrenzung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:59, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich das aus dem Seminar noch richtig in Erinnerung habe, ist die Gliederung des ganzen Briefes, aber ganz besonders der Einleitung sehr umstritten und gibt den Forschern große Rätsel auf. Das Problem ist die Abgrenzung zwischen Gliederung und Korpus: Man geht gewöhnlich offenbar davon aus, dass die Einleitung in V. 11 oder 12 vorbei ist. Mein Dozent hatte jedoch eine gute gefunden und zitiert, die er für vernünftig hielt. Wenn ich das meinen Aufzeichnungen noch richtig entnehmen kann, war das wohl die Gliederung von Davids (NIGNT). Davids geht basierend auf Entsprechungen zwischen Einleitung und Korpus davon aus, dass das gesamte erste Kapitel die Einleitung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Jakobusforschung war wohl über Jahrzehnte von Dibelius&#039; Kommentar bestimmt, der ein &amp;quot;Kontextverbot&amp;quot; postuliert hatte - also offenbar, dass der Jakobusbrief kein geschlossener Text sei (wenn ich das richtig in Erinnerung habe; meine Aufzeichnungen sind eher rar). In neuerer Zeit (und schon etwas früher in der internationalen Forschung) ist man davon aber abgekommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Udo Schnelle schreibt zu diesem Thema: „Fehlender Kontextbezug und Situationslosigkeit sind nach Dibelius sowohl für die meisten Abschnitte des Jak als auch für die Paränese allgemein charakteristisch. Allerdings fehlt beim Jak der gedankliche Zusammenhang gerade nicht! […] Einzelsprüche werden durch gemeinsame Stichworte zusammengestellt und durch den Autor interpretiert.“ (S. 404) Und weiter: „Die literarische Integrität des Jakobusbriefes ist unbestritten“ (S. 406). In der neuesten Forschung bestehe „Einigkeit […] über die literarische und thematische Geschlossenheit“ (S. 410). Dennoch nennt er eine Unterteilung in Unterabschnitte. Für unsere Übersetzung ist es übrigens unerheblich, ob man Kapitel 1 nun „Einleitung“ nennt oder man einen anderen Namen dafür findet. Die wichtige Frage für uns ist nur, wo wir in der Lesefassung wissenschaftlich vertretbar Zwischenüberschriften setzen können. Auch wenn man das gesamte erste Kapitel als Einleitung sieht, kann man ja Unterabschnitte identifizieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sklave Gottes ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke: Wir brauchen dringend mal eine Standard-FN zu &amp;quot;Sklave/Knecht Gottes&amp;quot;. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:17, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grüßen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Sebastian: Wenn du &amp;quot;charein&amp;quot; schon wörtlich übersetzt, musst du das in der Fußnote erklären. Die Leser wird das verwirren. Übrigens: Wir übersetzen doch funktional, nicht schablonenmäßig, von daher bin ich verwirrt, dass du das überhaupt in Betracht ziehen würdest. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:19, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab auch ein bisschen drüber nachgedacht vorher (daher die Viertel Stunde nur für die FN :) )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Es ist in der FN erklärt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Allerdings ist das schon vereinfachend. Es gibt offenbar tatsächlich einen imperativischen Infinitiv, nämlich ausschließlich in Röm 12,15 und Phil 3,16. In Jak 1,1; Apg 15,23; Apg 23,26 dagegen handelt es sich um eine formelhafte Wendung, die ausschließlich in Briefanfängen verwendet wird - wie gesagt, es gehört zum Briefkopf, sozusagen. Nicht zum Fließtext - das ist nicht der erste Satz des Briefes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil wir in der SF eben &#039;&#039;nicht&#039;&#039; funktional äquivalent übersetzen, dachte ich, das wäre vielleicht sinnvoll (und wegen &amp;lt;code&amp;gt;Sprachbilder und Redewendungen bleiben erhalten und werden genau übersetzt, die Bedeutung bei Unklarheiten in einer Fußnoten erklärt. Nur wenn Grammatik oder Wortwahl dies unmöglich machen, kann eine andere Lösung gefunden werden.&amp;lt;/code&amp;gt; - aber deswegen gar nicht so sehr); v.a. wegen dem Kontrast, der erst so zu den anderen Briefen sichtbar wird (die tauschen diese Standardformel durch eine andere aus).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du meinst, dass es übertrieben ist, kannst du&#039;s gern wieder ändern; ist dein Brief. (Dann aber doch vielleicht wenigstens: &amp;quot;Grüße!&amp;quot; (so z.B. CEB - übrigens stark gedruckt: [https://www.biblegateway.com/passage/?search=James+1&amp;amp;version=CEB s. hier]) /&amp;quot;einen Gruß (so MNT)). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:23, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab wieder &amp;quot;Grüße&amp;quot; draus gemacht. Du hast schon recht; das war übertrieben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:41, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, dass wir einer Meinung sind. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 2 ===&lt;br /&gt;
Olaf, schön, dass du dich an den Urtextcheck gewagt hast! :-) Du hast hier die folgende Fußnote ergänzt: &amp;quot;Das Wort „ἀδελφοῖς“ bezeichnet hier einen Menschen, der sich Christus zugehörig fühlt (Generisches Maskulinum)&amp;quot;. Kannst du das belegen? Die Erklärung kommt mir etwas kompliziert vor. Ist es nicht eher klar, dass der Autor Glaubensgeschwister anspricht, also solche, die Geschwister in Bezug auf seine Religion sind? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, die Übersetzung als „Glaubensgeschwister“ oder „Christen“ ist für diese Stelle wohl treffender und lässt sich ebenso wie die komplizierte Formulierung mit dem Bauer/Aland-Wörterbuch belegen. Wie wäre es mit: „Das Wort ‚ἀδελφοῖς‘ (Brüder, Geschwister) bezeichnet hier Geschwister im Glauben, d.h. männliche und weibliche Christen (Ggenerisches Maskulinum).“? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab ganz vergessen, hier zu antworten. Das klingt ganz gut, aber ich frage mich, ob man nicht noch weiter kürzen kann. Würde der Link auf [[Generisches Maskulinum]] (wie in V. 5) nicht schon alles sagen? Die Klammer sagt ja schon den Rest. Oder meinst du, das müsste man noch klarer verdeutlichen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 4. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN e ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dibelius habe ich überprüft ([http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00044636_00096.html?sort=sortTitle+asc&amp;amp;start=10&amp;amp;classRVK=BC+1400+-+BC+5100&amp;amp;mode=classRVK&amp;amp;rows=10&amp;amp;pos=002%3A003%3A002 hier] online); ich finde das schwer haltbar. &amp;quot;Wer 1,2 unbefangen ansieht&amp;quot;, denkt doch durchaus &#039;&#039;nicht&#039;&#039; nur an Christenverfolgungen. Eigentlich weist dahin sogar überhaupt nichts, es sei denn, man würde im Präskript das &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; lokal deuten und dann mit V. 2 zusammenlesen und außerdem davon ausgehen, dass der Brief so sehr Spruchsammlung ist, dass seine Teile überhaupt nicht miteinander zusammenhängen. Aber schon von der Textstruktur her ist ja V. 1 unabhängig von V. 2 zu lesen (Präskript &amp;lt;=&amp;gt; Briefkorpus), dagegen hängt V. 2 aber deutlich mit V. 13-15 zusammen, nämlich über den Zhg. &amp;quot;Versuchung&amp;quot; + &amp;quot;Standhaftigkeit&amp;quot; (s. Vv.3.12). Wie die &amp;quot;Versuchung&amp;quot; sonst näher bestimmt ist, wird nicht ausgeführt und muss das ja auch gar nicht, denn der Zhg. Versuchung + Standhaftigkeit ist eine Idee &amp;quot;eigenen Rechts&amp;quot; unabhängig von zeitgeschichtlichen Hintergründen; dahinter steht nämlich die Vorstellung, dass der Mensch fortwährend Bewährungsproben ausgesetzt wird, und wenn er sich &#039;&#039;bewährt&#039;&#039;, irgend etwas Gutes mit ihm passiert - hier wohl: er wird dafür dann den &amp;quot;Siegeskranz&amp;quot; (V. 12) empfangen, der darin besteht, zu jenen zu gehören, die Gott aus der Zerstreuung zusammenführt (V. 1). Ich würde als FN eher etwas vorschlagen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Hinter dem Begriff πειρασμός &#039;&#039;Versuchung&#039;&#039; steht die altjüdische Vorstellung, dass Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen bringt, damit dieser sich in diesen Bewährungsproben als rechter Gottesdiener bewähren kann (s. z.B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]; vgl. auch [[Matthäus_6#note_m|Mt 6,12 FN m]]). Jakobus führt weiter aus: Wer diese Bewährungsproben besteht, gewinnt damit „Standhaftigkeit“, und impliziert ist wohl: Wer standhaft bleibt, wird dann am Ende der Zeit auch aus der Zerstreuung gesammelt werden (s.o.; s. z.B. auch [[Markus 13#s13 |Mk 13,13]]; [[1 Petrus 1#s6 |1Pet 1,6f]]; ähnlich [[Römer 5#s3 |Röm 5,3-5]]). In Vv. 13-15 wandelt Jakobus diese Vorstellung jedoch ab: Es ist gerade nicht Gott, der diese Versuchungen über einen Menschen bringt; sie erwachsen allein aus den sündhaften Begierden des Menschen (vgl. z.B. [https://www.academia.edu/1852420/_James_1_2-15_and_Hellenistic_Psychagogy_NovT_52_1_2010_37-71 Kloppenborg 2010], S. 68f; [http://www.jstor.org/stable/4150718 Wilson 2002], S. 159). Entsprechend wird Jakobus dann im Folgenden auch v.a. vor menschlichen Schwächen warnen (z.B.: Impulsivität (1,19-21), Voreingenommenheit (2,1-9), lose Zunge (3,2-12), Streitsucht (3,13-18), Liebe zur Welt (4,1-4) usw.) und ihnen tugendhaftes Verhalten entgegenstellen. Besonders wichtig: Es ist gerade nicht allein die Standhaftigkeit im Glauben (V. 3), die gerecht macht (wie z.B. [[Markus 13#s4 |Mk 13,4-13.21-23]] das nahelegen könnte) - unabdingbar sind außerdem die &#039;&#039;Werke&#039;&#039; des Glaubens (2,14-26).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilson findest du [http://www.jstor.org/stable/4150718  hier]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du zustimmst, würde ich außerdem die Reihenfolge von &amp;quot;Prüfungen (Versuchungen)&amp;quot; umdrehen und &amp;quot;Versuchungen&amp;quot; als primär-Üs. für die SF wählen. Vgl. Burchard 2000, S. 55: &amp;quot;Wie nun übersetzen? Will man ein Wort mit zugehörigem Verb, das V. 13-15 gerecht wird, geht &#039;Prüfung, Erprobung&#039; nicht. &#039;Versuchung&#039; und &#039;Anfechtung&#039; passen; ich wähle das zweite, weil hier das Widrige stärker mitklingt, das Jak m.E. ausdrücken will.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:51, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Versuchung&amp;quot; klingt mir zu geistlich, und ich glaube, die meisten Christen würden hier eben genau geistliche Versuchungen verstehen, wo keine besonders geistlichen gemeint sind – wie du selbst ausgeführt hast. Daher hatte ich bewusst &amp;quot;Prüfung&amp;quot; gewählt. Die Assoziation mit einem Verb ist aus linguistischer Sicht natürlich problematisch ;-) , deshalb habe ich das auch gar nicht versucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Fußnote finde ich wunderbar! Danke für die genaue Recherche. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetzt. Ich habe jetzt mal &amp;quot;Prüfung&amp;quot; stehen lassen, finde es aber nach wie vor nicht die beste Lösung. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:25, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 3 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== da ihr wisst ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davies 1955: Paul and Rabbinic Judaism und McCartney 2009 denken, dass das Partizip hier ein imperativisches Partizip ist (dazu z.B. Dana/Mantey, S. 229; Wallace, S. 650f; so auch LUT und TAF) und also V. 3 als Explikation von V. 2 dient: &amp;quot;Betrachtet als Anlass zur Super-Freude, wenn ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet: Wisst, dass die Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt.&amp;quot; Liegt das nicht näher?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ansonsten wäre der Sinn von Vv. 2f mehr oder weniger: &amp;quot;Ihr wisst ja, das Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt. Daraus folgt, dass ihr euch freuen müsst, wenn ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet.&amp;quot; - aber dieses, dass &amp;quot;Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt&amp;quot;, scheint ja gerade das Zentrale an unserem Absatz zu sein (und wird daher in V. 4 weitergeführt). Sinngemäß ist doch daher die Aussage wohl eher: &amp;quot;Wisst, dass die Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt. Darum freut euch, wann immer ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon ist die FN falsch, denn du selbst deutest in der Üs. ja gar nicht als temporales, sondern als kausales Ptz. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:56, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, &amp;quot;da&amp;quot; ist hier temporal gemeint; dennoch läge die kausale Sinnrichtung näher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Imperativ &amp;quot;wisst!&amp;quot; habe ich Probleme. Er ist ja nicht ohne Grund unüblich geworden: Man kann jemanden nicht dazu auffordern, etwas zu wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wesentliche Unterschied zwischen imperativischer und kausaler Auflösung wäre, dass der Imperativ Wissen vermitteln würde – während der kausale Nebensatz im Indikativ das Wissen voraussetzt. Richtig? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall ließe sich inhaltlich ganz einfach erkennen, ob es sich um vorausgesetztes oder noch unbekanntes Wissen handelt. Ich bin der Meinung: V. 3 kann man beim Leser als ziemlich nahe liegende Kausalität eher voraussetzen. Die Belehrung per Imperativ wäre dann doch sehr oberlehrerhaft. Was meinst du? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:40, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das wäre einer der Unterschiede. Der wichtigere wäre, dass nach diesem Vorschlag diese Tatsache zum eigenständig vermitteltem Wissensinhalt würde, während er kausal gedeutet nur als bekannt vorausgesetzter Hintergrund des Befehls, Versuchung als Anlass zur Super-freude zu betrachten, wäre. Nur die Tatsache, dass im nächsten Vers dann nicht der Freude-befehl, sondern der &amp;quot;Wissens-vers&amp;quot; fortgeführt wird, lässt mich ein wenig mehr Davies und McCartneys Vorschlag zuneigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass das einleitende &amp;quot;Wisst!&amp;quot; unüblich geworden ist, heißt aber ja nicht, dass er im NT nicht so gesetzt werden kann - siehe etwa [http://www.stepbible.org/?q=version=GerSch|reference=Matt.24.43|reference=Luke.10.11|reference=Luke.12.39|reference=Gal.3.7|reference=2Tim.3.1|reference=Jas.5.20&amp;amp;options=VHNUG Mt 24,43; Lk 10,11; Lk 12,39; Gal 3,7; 2Tim 3,1; Jak 5,20]. Auch gegen das &amp;quot;oberlehrerhaft&amp;quot; würde ich entschieden einwenden, dass es in den obigen Beispielen 3 von 5 Mal &#039;&#039;Jesus&#039;&#039; ist, der dieses einleitende &amp;quot;Wisst!&amp;quot; verwendet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist ja wieder nicht die Übersetzung, sondern zunächst die Deutung, welche Sinnrichtung das Partizip hier vermutlich im &#039;&#039;Griechischen&#039;&#039; hat. Ob das imperativisches Partizip wäre, ist ja unabhängig davon, ob es auch ins Deutsche am Besten als Imperativ zu übertragen wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass sich das ganz einfach erkennen lässt, ob man das Wissen als bekannt voraussetzen kann. Sowohl Adressat als auch Datierung sind ja zumindest umstritten, und also auch der &amp;quot;christlicher Bildungsstand&amp;quot;, den man beim idealen Leser des Jakobusbriefs voraussetzen kann. Dass Jakobus im Folgenden auch viele Gemeinplätze bringt, lässt mich eigentlich eher glauben, dass dieser &amp;quot;christliche Bildungsstand&amp;quot; des idealen Lesers nicht allzu hoch anzusetzen ist. Aber genau so gut wäre ja möglich, dass Jakobus einfach noch mal Bekanntes zu einer Art &amp;quot;Summa ethica&amp;quot; zusammentragen will; denn er nennt ja gar keinen wirklichen Anlass für seinen Brief. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:13, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== δοκίμιον ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
δοκίμιον scheint nicht primär die Probe, sondern das Mittel, mit dem geprobt wird, zu meinen: Burchard 2000: &amp;quot;Läuterungsmittel&amp;quot;; Hartin 2003: &amp;quot;a means or instrument of testing&amp;quot;; McCartney 2009: &amp;quot;test or means of testing&amp;quot;. Fällt jemandem etwas besseres ein als &amp;quot;Läuterungsmittel&amp;quot;? &amp;quot;dass das, was euren Glauben auf die Probe stellt&amp;quot;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:29, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, &amp;quot;Prüfung&amp;quot;. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;quot;Prüfung&amp;quot; ist, dass es da immer jemanden geben muss, der die Prüfung stellt, hier aber ja ausgeführt wird, dass es die aus der sündhaften Begierlichkeit des Menschenherzens erwachsenden Versuchungen sind, die den Menschen &amp;quot;proben&amp;quot; und denen er widerstehen muss. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:16, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es tatsächlich so ist (und da bin ich mir noch nicht sicher), dann wäre es bei &amp;quot;Versuchung&amp;quot; genau das Gleiche oder noch Stärker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsatz: &amp;quot;Der Gottesdienst gestern war eine echte Prüfung für meine Nerven.&amp;quot; Hier ist doch sicher kein &amp;quot;Prüfer&amp;quot; hinzuzudenken? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:34, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Vorschläge wären natürlich &amp;quot;Erprobung&amp;quot; (stand das da irgendwann mal?) oder einfach &amp;quot;Test&amp;quot;. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:47, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsatz 2: &amp;quot;Ihr wisst ja, dass die Prüfung eures Glaubens Durchhaltevermögen hervorbringt&amp;quot;. Da denkt man doch schon automatisch an einen Prüfer? Ebenso bei &amp;quot;Erprobung&amp;quot; (das immer noch Primärübersetzung ist) und erst recht bei &amp;quot;Test&amp;quot;. Für die LF gefällt mir ganz gut die Lösung von BB, B/N, BigS, GN, GREB: &amp;quot;Ihr wisst ja: Wenn (Je mehr) euer Glaube erprobt wird / sich euer Glaube bewährt, führt das zu Standhaftigkeit&amp;quot; (ähnlich WIL, NGÜ). Aber in der SF müsste schon ein Substantiv her. Vielleicht &amp;quot;Bewährungsprobe&amp;quot; (HfA, KAM, NeÜ)? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:46, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm, aber &amp;quot;Bewährungsprobe&amp;quot; haben Olaf und du in euren Üss. ab V. 12 für &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, was ich ziemlich gut finde. Mist, dann geht das auch nicht. P.S.: Warum ist das denn nicht auch die Übersetzung von &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; in V. 2? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:42, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchhaltevermögen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist zwar allgemein eine bessere Alternative zu Standhaftigkeit; aber ich glaube, im Zusammenhang damit, dass man sich nicht von seinem Glauben abbringen lässt, würde man auch heute eher von &amp;quot;Standhaftigkeit&amp;quot; sprechen, oder? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:29, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinetwegen! Mit der Option, ggfs. irgendwann noch ein noch besseres Wort zu finden. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungesetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:49, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 4.5 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist kompliziert. Ich habe mal für FN m einen Fußnotenentwurf gemacht, der aber wohl zu lang ist. Welche der drei die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, musst du entscheiden :) (Ich persönlich würde - v.a. angesichts des in FN p dargelegten Weisheits-konzepts - Möglichkeit 2 für die wahrscheinlichste halten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Darüber, wie Vv. 2-4 mit Vv. 5-8 zusammenhängen, besteht in der Forschung kein Konsens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Dibelius 1964 betrachtet die Abschnitte Vv. 2-4 und 5-8 als zwei voneinander unabhängige Perikopen. Grammatisch wäre das durchaus möglich: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; markiert nicht nur Gegensätzlichkeit, sondern kann auch zwei voneinander unabhängige Textabschnitte voneinander abgrenzen (vgl. z.B. Muraoka, S. 140; Reiser 1983, S. 99f.160f; [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]). Auch die Tatsache, dass Vv. 4.5 durch das Wort λείπω &#039;&#039;mangeln&#039;&#039; miteinander verknüpft ist, muss nichts heißen, da Jakobus in seinem Brief noch öfter voneinander unabhängige Textabschnitte durch Stichworte miteinander verknüpft. Und auf den ersten Blick scheinen die beiden Abschnitte wirklich nicht viel miteinander zu tun zu haben. Zu übersetzen wäre dann: „Diese Standhaftigkeit soll zu vollkommenem Handeln führen: Ihr sollt vollkommen und vollständig sein, in nichts sollt ihr mangelhaft sein. / Wenn es &amp;lt;s&amp;gt;aber&amp;lt;/s&amp;gt; jemandem an Weisheit mangelt, soll er [diese] von Gott erbitten...“.&amp;lt;br /&amp;gt;Blickt man etwas weiter, ergeben sich aber doch zwei Möglichkeiten, einen Zusammenhang zwischen den beiden Abschnitten herzustellen:&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die σοφία &#039;&#039;Weisheit&#039;&#039; wird in Kapitel 3 noch einmal zum Thema werden, und dort wird sie offenbar (entsprechend dem frühjüdischen Weisheits-konzept; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Jakobus_1#note_p FN p]) als eine weitere Vorbedingung für gutes Handeln vorgestellt (s. [[Jakobus 3#s13 |Jak 3,13]].[[Jakobus 3#s17|17]]) - ebenso, wie in Vv. 2-4 die Standhaftigkeit im Glauben Vorbedingung guten Handelns ist. Die Vorstellung hinter Vv. 2-8 scheint also zu sein: Standhafter Glaube ist die Vorbedingung für Weisheit (Vv. 5-8); beide gemeinsam (s. eben V. 4 und Jak 3,13.17) sind die Vorbedingungen für vollkommenes Handeln, und diese drei zusammen - standhafter Glaube, Weisheit und vollkommenes (d.i. gläubiges und weises) Handeln - machen den Menschen zu einem „ganzen“ Menschen, nämlich „vollkommen und vollständig“ (V. 4). Der Zusammenhang von Vv. 4.5 wäre dann dieser: Vv. 2-4 haben die beiden Glieder „standhafter Glaube“ und „vollkommenes Handeln“ eingeführt, in V. 5 soll das erweitert werden um das dritte Glied „Weisheit“. Vv. 4.5 wären dann zu übersetzen: „Diese Standhaftigkeit soll zu vollkommenem Handeln führen, damit ihr vollkommen und vollständig seid: in nichts sollt ihr mangelhaft sein. / Wenn es aber jemandem [dafür] an Weisheit mangelt, soll er [diese] von Gott erbitten...“. Vgl. ähnlich McKnight 2011, S. 84; Ropes 1916, S. 138.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Einen weiteren Vorschlag hat Taylor 2006, S. 102 gemacht: Weil in 2-4 der standhafte Glaube als Vorbedingung für das „Vollkommen- und Vollständig-sein“ und in 5-8 als Vorbedingung für die „Weisheit“ dargestellt wird, sind für Taylor Weisheit und Vollkommen- und Vollständig-sein gleichzusetzen; Vollkommen sein &#039;&#039;ist&#039;&#039; weise sein. Die Struktur von Vv. 2-8 wäre dann beinahe konzentrisch: Man soll standhaft glauben, um vollkommen zu sein (=weise zu sein) (Vv. 2-4). Ist man nicht weise, muss man standhaft gläubig darum bitten (Vv. 5-8). Zu übersetzen wäre hier ähnlich wie in (1).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:57, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== holokläros - dipsychos - haplos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Begriffe müssen gesammelt behandelt werden. Ich entwerfe mal eine FN: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Jakobus entwickelt in den ersten acht Versen seines Briefes sehr kondensiert eine ganze Mikro-anthropologie und Mini-ethik. Er tut dies v.a. über das Spiel mit verwandten Begriffen, deren Deutung und Übersetzung schwierig ist, weil sie ihre Bedeutung erst im Wechselspiel miteinander entfalten.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Auf der einen Seite stehen die Menschen, die „gespalten“ (V. 6 &#039;&#039;bis&#039;&#039;) und „zweiseelig“ (V. 8) sind - vermutlich gehört hier hinein sogar auch die Rede von der „Zerstreutheit“ der zwölf Stämme (V. 1). Für sie ist kennzeichnend, dass sie der „vom Wind hin- und hergeworfenen Meereswoge gleichen“ (V. 6) und „auf all ihren Wegen wankelmütig sind“ (V. 8). Auf der anderen Seite steht Gott, der „ein-ig/ein-fach“ gibt (V. 5). Er hat die Menschen zur „Vollkommenheit, Vollständigkeit und nicht-Mangelhaftigkeit“ (V. 4) berufen; und für solche Menschen ist kennzeichnend, dass sie „standhaft“ sind und so den „Versuchungen [ihres Herzens]“ (Vv. 2f) widerstehen können.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Jakobus spielt also hier mit Begriffen aus den Wortfeldern „gespalten“ und „ganz, vollständig“; die kritischen Begriffe sind (1) διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039;, (2) δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039; und (3) ἁπλῶς &#039;&#039;einfach&#039;&#039;.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(1) διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; wird meist übersetzt mit „zweifelnd, zögernd“. Das ist aber nicht sehr glücklich, da der Zusammenhang mit Vv. 4f und der Rede von der Standhaftigkeit im Glauben recht deutlich zeigt, dass es hier nicht um zauderndes Beten geht, sondern um die Entschiedenheit des „gehabten Glauben[s]. Der Beter muß Christ sein, und zwar ein entschiedener, wie das Partizip präzisiert.“ (Burchard 2000, S. 60; ebenso McCartney 2009, S. 91). Cheung hat in seiner Dissertation (Cheung 2003) schön herausgearbeitet, dass diese Rede von der „Gespaltenheit, Doppelheit“ ein Leitthema im ganze Jakobusbrief ist; Jakobus beschreibt damit stets, dass der „Gespaltene“ nicht völlig Gott anhangt, sondern nur mit halbem Herzen und die andere Hälfte seines Herzens an die Welt gehängt hat (z.B. S. 223), und das heißt im Jakobusbrief: Zwar auf der einen Seite an Gott glauben, aber diesem Glauben nicht auch &#039;&#039;Werke des Glaubens&#039;&#039; folgen zu lassen, weil man stattdessen seinen Begierden nachgibt (s. [[Jakobus 2#s14 |Jak 2,14-26]]; [[Jakobus 3#s13 |3,13-17]]; [[Jakobus 4#s1 |4,1-4]]). Treffender als „zweifelnd, zögernd“ ist daher hier die Übersetzung „halbherzig“.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(2) δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; - BA, LN und Porter 1990b empfehlen auch hierfür die Übersetzung „zweifelnd, zögernd“, und wieder ist das nicht sehr glücklich: δίψυχος wird klar synonym mit διακρινόμενος verwendet; auch hierin kommt also besagte Hin- und Hergerissenheit zwischen Gott und Welt zum Ausdruck (so die meisten). Um das in der LF klar zu machen, muss „ein zweiseeliger Mann“ wohl freier übertragen werden; z.B. als „ein Mensch, der Gott nur mit halbem Herzen dient“.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(3) ἁπλῶς &#039;&#039;einfach&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist ebenso wie „vollkommen“ und „vollständig“ Gegenbegriff zu „gespalten“ und „zweiseelig“. Anders als die Menschen, die Gott nur mit halbem Herzen anhangen, gibt Gott „mit ganzem Herzen“ (vgl. z.B. McCartney 2009, S. 89). Wall 1997 und Davids 1982 schlagen daher die englische Umschreibung „with an undivided mind“ vor; ein kommunikatives deutsches Äquivalent wäre z.B. der Begriff „ganzherzig“, den z.B. auch Niebuhr 1987 verwendet, um den Sinn des Begriffs ἁπλότης &#039;&#039;Einfachheit&#039;&#039; zu umschreiben (S. 113).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:58, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das gut findest, könnte man außerdem die FN zu &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; erweitern um:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Zusätzlich ist διασπορᾷ vermutlich symbolisch zu verstehen, wohin schon weist, dass ein an in alle Welt verstreute Adressaten gerichteter Brief gar nicht zustellbar wäre (Llewelyn 1997, S. 385). διασπορᾷ &#039;&#039;Verstreuung&#039;&#039; ist wohl zusammenzulesen mit διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039; (V. 6 &#039;&#039;bis&#039;&#039;) und δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039; (V. 8); dazu siehe FN []: Ganz Israel wird derart als solcherart bestimmt, dass es zwar an Gott glaubt, aber diesem Glauben nicht auch &#039;&#039;Werke des Glaubens&#039;&#039; folgen lässt. Ebenso soll wohl das geläufige θεοῦ καὶ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ δοῦλος &#039;&#039;Knecht/Sklave Gottes und des Herrn Jesus Christus&#039;&#039; den Schreiber als einen auszeichnen, der nicht allein an Gott und Jesus Christus &#039;&#039;glaubt&#039;&#039;, sondern der auf Erden auch ihren Willen tut - und dass es gerade das ist, was die Adressaten des Jakobusbriefs &#039;&#039;nicht&#039;&#039; tun, wird später zum Leitthema des Briefs werden.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist die Zusammenlesung von &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; und &#039;&#039;diakrinomenos&#039;&#039; + &#039;&#039;dipsychos&#039;&#039; nichts, dass ich irgendwo in der Sekundärliteratur gefunden hätte. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== alte Anmerkungen zu den Begriffen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ἁπλῶς =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist ein Wortspiel übersehen. ἁπλῶς kommt von ἁπλοῦς &#039;&#039;einzig, einig&#039;&#039; (vgl. ἁπλότης &amp;quot;Eins-heit&amp;quot;). Auf diese Weise wird auch Gott mit dem zweiseeligen Menschen kontrastiert - während der &amp;quot;zwei-seelig&amp;quot; ist, ist Gott ein-ig; vgl. Wall 1997, S. 52: &amp;lt;code&amp;gt;The adverb &#039;&#039;haplos&#039;&#039;, which is often translated as &amp;quot;generously,&amp;quot; actually defines the quality of God&#039;s giving rather than the measure of the wisdom provided. I side with Davids, who supplies a &amp;quot;secondary meaning&amp;quot; to the word&amp;lt;/code&amp;gt; [eigentlich ist das kein secondary meaning; Strong z.B. nimmt das Folgende als Grundbedeutung und leitet daraus erst &amp;quot;generously&amp;quot; ab.]&amp;lt;code&amp;gt;, meaning &amp;quot;with an undivided mind.&amp;quot; This nicely contrasts God who gives &amp;quot;without mental reservation&amp;quot; with the immature believer who asks for wisdom but with a divided mind (1:7-8). James pairs this adverb with another, &amp;quot;without reproach&amp;quot; (&#039;&#039;oneidizo&#039;&#039;), which also probably means &amp;quot;singular in purpose, without guile&amp;quot;; the image is of God who gives wisdom in undivided loyalty to God&#039;s people.&amp;lt;/code&amp;gt; (Das zweite würde ich aber doch für sehr gewollt halten). Vgl. auch  McCartney 2009, S. 89: &amp;lt;code&amp;gt;The Greek term translated &amp;quot;unreservedly&amp;quot; (&#039;&#039;haplos&#039;&#039;) is somewhat ambiguious. It is the adverbial form of the word for &amp;quot;simple, single, genuine, pure&amp;quot; and thus (like the dative of its cognate &#039;&#039;haplotäs&#039;&#039;) can mean &amp;quot;simply, singly, sincerely, plainly, purely&amp;quot; (see BDAG 104), as it does in all but one of the dozen or so occurrences of the &#039;&#039;haplo-&#039;&#039; stem in the LXX. A derivative meaning &amp;quot;generously&amp;quot; or &amp;quot;graciously&amp;quot; (as in 3 Macc. 3:21) is sometimes proposed (Hort 1909: 7-8; Cantinat 1973: 69), and this certainly fits with the next attributive phrase, &amp;quot;without reproach.&amp;quot; But the word is more likely intended to stand in contrast to the &amp;quot;doubleness&amp;quot; of the doubter in 1:8. The point is that unlike the giving done by many humans, God&#039;s giving is not devious; it is without complications or double-dealing; it comes &amp;quot;without strings attached,&amp;quot; &amp;quot;without reservation&amp;quot; (Riesenfeld 1944; Mussner 1975: 68).&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;  Daher würde ich doch &amp;quot;vorbehaltlos&amp;quot; für wahrscheinlicher halten; u.a. auch, weil ich die Wertung in der FN (&amp;quot;lediglich vorbehaltlos&amp;quot; vs. &amp;quot;sogar großzügig&amp;quot;) nicht nachvollziehen kann. Einige derer, die ich vor mir habe, wählen zwar ebenfalls &amp;quot;großzügig&amp;quot;, gehen aber auf das Wortspiel nicht ein, was wohl heißt, dass sie es entweder nicht gesehen haben oder beschlossen haben, es zu ignorieren. Aber auch für &amp;quot;vorbehaltlos&amp;quot; sollte dann wohl ein Äquivalent gefunden werden, dass diesen Kontrast zum Ausdruck bringt. &amp;quot;Schlicht und einfach&amp;quot;? Oder, s.u.: Ich habe jetzt gelernt, dass es im Deutschen tatsächlich das Wort &amp;quot;ganzherzig&amp;quot; gibt (u.a. habe ich es gefunden bei Bertolt Brecht; Sjöberg verwendet es in seiner Kommentierung des Vater-unsers, Schweizer und Klein in ihren Lukasevangelien etc.; [http://books.google.de/books?id=z3SONgZP3xwC&amp;amp;lpg=PA113&amp;amp;ots=Xr5LgfDqIP&amp;amp;dq=ganzherzig%20im%20Verh%C3%A4ltnis%20zu%20Gott%20und%20weitherzig%20im%20Verh%C3%A4ltnis%20zu%20den%20Mitmenschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA113#v=onepage&amp;amp;q=ganzherzig&amp;amp;f=false Niebuhr] zitiert es (von Bacht) zur Erläuterung des Wortes &#039;&#039;aplotäs&#039;&#039;). Ich kannte das gar nicht, aber das wäre wohl ideal; v.a., wenn man unten &amp;quot;halbherzig&amp;quot; wählt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:08, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ὁλόκληρος =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Untadelig&amp;quot; ist nicht sehr gut. Eigentlich heißt ὁλόκληρος &amp;quot;ganzteilig, vollständig, heil, unversehrt&amp;quot;, und es ist hier recht sicher der Gegenbegriff zum „zweiseeligen Mann“ in V. 8. Vielleicht steht im Hintergrund das &amp;quot;mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele&amp;quot; aus Dtn 6,5. Die meisten dt. Üss. haben &amp;quot;makellos&amp;quot; oder eben &amp;quot;unversehrt&amp;quot;, die meisten eng. &amp;quot;perfect and complete&amp;quot;, aber den Sinn trifft wohl eher ZÜR: &amp;quot;damit ihr vollkommen und ganze Leute seid&amp;quot;. Vgl. auch ASV, KJV, TMB, WBT, YLT: &amp;quot;perfect and entire&amp;quot;; CJB: &amp;quot;complete and whole&amp;quot;; Wycliffe: &amp;quot;perfect and whole&amp;quot;; Sehr cool auch Zink: &amp;quot;Aus dieser Festigkeit muß ein Leben folgen, das aufs Ganze geht, denn ihr sollt vollkommen sein, &#039;&#039;Menschen aus einem Stück&#039;&#039;, und an nichts soll es euch fehlen.&amp;quot; Am Besten vielleicht BigS: &amp;quot;ungeteilt&amp;quot;. Oder fällt jemandem etwas besseres ein? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:09, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde den moralischen Aspekt in der Übersetzung gerne mitschwingen hören. Müsste mich selbst nochmal einlesen, bevor ich einen Vorschlag mache. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:37, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s. dazu oben; ich habe einen Extra-abschnitt für dieses und zwei andere Worte eingefügt. Einstweilen habe ich aber mal einen ziemlich krassen Texteingriff vorgenommen, für den ich mich hier entschuldige, der aber nötig war: ὁλόκληρος ist das Gegenkonzept vom direkt folgenden ἐν μηδενὶ λειπόμενοι, das dann in V. 5 wieder aufgegriffen wird: Εἰ δέ τις ὑμῶν λείπεται σοφίας. Dieser Zusammenhang muss in der Übersetzung unbedingt sichtbar werden. Aktuell steht &amp;quot;untadelig und in keinem [Punkt] zurückbleibt. / Wenn es aber einem [von] euch an Weisheit fehlt.&amp;quot;; hier kommt das gar nicht raus. Bis uns etwas besseres einfällt, greife ich - weil das so sehr wichtig ist - direkt in die Übersetzung ein und ersetze einstweilen durch: &amp;quot;vollständig und in nichts mangelhaft. / Wenn es euch aber an Weisheit mangelt...&amp;quot;. Das ist ein krasser Texteingriff und deshalb eigentlich doof von mir als Zweitleser, aber diese Wortverknüpfung kenntlich zu machen ist wirklich unbedingt erforderlich; ich entschuldige mich daher hiermit im Voraus und mache es trotzdem :)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites: Wegen dieses engen Zusammenhangs ist recht sicher ἐν μηδενὶ λειπόμενοι nicht durch Koordination auf eine Stufe mit τέλειοι und ὁλόκληρος zu stellen, sondern - was ja schon der gr. Text durch zunächst Koordination und dann Apposition anzeigt und außerdem dadurch nahegelegt wird, dass τέλειοι καὶ ὁλόκληροι ein Hendiadioyn ist (Ropes 1916, S. 138; vgl. auch Cheung 2003, S. 180: „The pair τέλειοι and ὁλόκληροι then may denote both qualitative and quanitative completeness, that is, &#039;completely complete.&#039; The positive expression is further reinforced by the negative ἐν μηδενὶ λειπόμενοι, &#039;falling short of nothing.&#039;“) - als Ergänzung zu dem Doppel τέλειοι καὶ ὁλόκληροι; &#039;&#039;indem&#039;&#039; würde ich daher als wesentlich sinngemäßer empfinden als &#039;&#039;und&#039;&#039;. Aber das ist nicht so wichtig wie das obige. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:07, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== [und dabei] keinesfalls zweifeln (keinerlei Bedenken haben) =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ἐν πίστει, μηδὲν διακρινόμενος ist Ausdrucksalternative zu &amp;quot;standhaft glaubend&amp;quot;. &amp;quot;Keinerlei Bedenken haben&amp;quot; trifft das nicht - ist das als eine hier mögliche Bedeutung gedacht oder nur als Alternative aufgenommen, weil es rein lexikalisch möglich wäre, so zu übersetzen? Vgl. Burchard 2000, S. 60: &amp;lt;code&amp;gt;Gemeint ist nach V. 3 und vor V. 6b-8 nicht speziell Gebetszuversicht (so aber viele), zumal schon V. 5b zu ihr ermutigt hatte, sondern der gehabte Glaube. Der Beter muß Christ sein, und zwar ein entschiedener, wie das Partizip präzisiert.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine bessere Auflösung als &amp;quot;[und dabei]&amp;quot; fällt mir auch nicht ein, aber ist vielleicht jemand anderes kreativer? Super wäre, wenn sich das wenigstens in der LF als adjektivische Ergänzung zu &amp;quot;im Glauben&amp;quot; umsetzen ließe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
διακρινόμενος ist wörtlich &amp;quot;geteilt, gespalten&amp;quot;, auch das kontrastiert sie mit dem &amp;quot;ein-igen&amp;quot; Gott (s.o.) und hängt zusammen mit dem zwei-seeligen Menschen aus V. 8 (dazu s. unten). Vgl. z.B. McCartney 2009, S. 91: &amp;lt;code&amp;gt;The word &#039;&#039;doubt&#039;&#039; can be misunderstood, however, in that in common English parlance it is used to mean any uncertainty or questioning. But James does not mean that a believer may never have a measure of uncertainty regarding whether something is God&#039;s will; rather, he is condemning a lack of commintment, a divided loyalty (DeGraaf 2005: 741-42), or an indecision or hesitancy (Cantinat 1973: 21) that questions the integrity of God.&amp;lt;/code&amp;gt; Besser wäre daher hier ziemlich sicher „halbherzig“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== δίψυχος =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei verschiedene Deutungen sind verbreitet, deine FN scheint mir beide ein bisschen in eins zu werfen: &amp;lt;code&amp;gt;Das Konzept bezeichnet das Gegenteil der ungeteilten Hingabe zu Gott (Mußner 1964, 72). [...] BA, NSS schlagen die Übersetzung „ein Zweifler“ vor.&amp;lt;/code&amp;gt; Das sind die beiden Deutungen: (1) &#039;&#039;unentschieden&#039;&#039; i.S.v. &amp;quot;gleichzeitig der Welt und Gott anhangend&amp;quot; vs. (2) &#039;&#039;zweifelnd&#039;&#039;. Aus deiner FN zu 4,8 schließe ich, dass du wohl auch eher für (1) bist (wie ich) und (2) nur als Übersetzungsvorschlag genannt hast; ist das richtig? Ich entwerfe wieder eine FN, die das eindeutiger machen soll, und gehe dabei einfach mal davon aus, dass das richtig ist. Die Übersetzungen sind aber nur Ideen, die Diskussionen stehen oben ja noch offen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:34, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;edit&#039;&#039;&#039;: Mittlerweile habe ich aber auch eine FN entworfen, in der die Begriffe &amp;quot;gespalten&amp;quot;, &amp;quot;zweiseelig&amp;quot; und &amp;quot;einfach&amp;quot; gesammelt erklärt werden, s. unter der Überschrift &amp;quot;Vers 6&amp;quot;. Insgesamt wäre die, glaube ich, kürzer und zugänglicher. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:59, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wörtlich: „zweiseeliger Mann“. Der Begriff findet hier zum ersten Mal überhaupt; vermutlich handelt es sich also entweder um eine Wortschöpfung Jakobus&#039; oder er hat ihn zumindest in die christliche Literatur eingeführt. Zwei einander recht ähnliche Deutungen werden des öfteren vertreten: (1) &#039;&#039;zögernd&#039;&#039; (so BA; LN; NSS; Porter 1990b; Wall 1997); (2) &#039;&#039;unentschlossen&#039;&#039;, hier i.S.v. „gleichzeitig Gott und der Welt anhangend“ (s. [[Jakobus 4#s4 |Jak 4,4.8]]; so Lampe; Grosvenor/Zerwick; Burchard 2000; Cheung 2003; Hartin 2003; McCartney 2009; Moo 1985; Mußner 1964; Ropes 1916). Die spätere Verwendung des Begriffs zeigt aber, dass er wohl in beiden Bedeutungen verwendet werden kann; zu fragen ist also nur, welche der beiden Bedeutungen &#039;&#039;hier&#039;&#039; wahrscheinlicher ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Indizien sind, dass der Begriff hier auf Syntax-Ebene zusammenhängt mit dem „Gespaltenen“ (=Halbherzigen) in V. 6 und der Tatsache, dass er „auf all seinen Wegen wankelmütig“ ist (V. 8) und auf Bedeutungsebene der „Ein-heit“ (=Ganzherzigkeit) Gottes in V. 5 entgegengesetzt und wieder mit dem „Gespaltenen“ gleichzusetzen ist, was zusätzlich dadurch unterstrichen wird, dass dieser ebenso „der vom Wind hin- und herworfenen Meereswoge gleicht“, wie der„Zwei-seelige“ „auf all seinen Wegen wankelmütig ist“. δίψυχος ist also ein Gegenbegriff zu ἁπλῶς, Synonym zu διακρινόμενος und ist gekennzeichnet dadurch, dass man ἀκατάστατος ἐν πάσαις ταῖς ὁδοῖς αὐτοῦ ist. Das weist hier insgesamt recht deutlich in Richtung (2): Während Gott dem Menschen „von ganzem Herzen“ zugeneigt ist, hängt der „zwei-seelige“ Mensch ihm nur „halbherzig“ an; die andere Hälfte hat er an die „Welt“ gehängt. In der LF muss man das wohl freier übertragen; z.B.: „einer, der Gott nur mit halbem Herzen dient.“&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:14, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 4 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN i ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum glaubt Johnson, dass dies sinngemäßer übersetzt werden müsste als &amp;quot;zu einem vollkommenen Ausgang führen&amp;quot;? Das müsste noch ausgeführt werden. Aber liegt nicht näher die Deutung von &#039;&#039;ergon&#039;&#039; als nomen actionis und dann &amp;quot;vollkommenes Handeln&amp;quot;, so dass hier der Gedanke aus 2,14-26 vorweggenommen wird? (so Burchard 2000, Hartin 2003, viele Üss). McCartney 2009 dagegen deutet als „Let it finish its work“ (ähnlich KAR, LUT, PAT, van Ess) - ist es das, was Johnson meint? McCartney führt leider nicht aus, warum er so deutet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:44, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN j ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs. Durch die Aspektbedeutung impliziert ist eine dauerhafte oder ständig neue Veränderung.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
würde meinen: Der Aspekt (= entweder Perfekt oder Imperfekt) hat entweder durative oder iterative Bedeutung. Da du aber bei der Formanalyse gar keinen Aspekt angibst, vermute ich, dass du meinst: Die Tatsache, dass hier Imperativ Präsens statt Imperativ Aorist verwendet wird, gibt dem Wunsch eine generelle Sinnrichtung: nicht &#039;&#039;ein&#039;&#039; vollkommenes Werk soll Folge der Standhaftigkeit sein, sondern &#039;&#039;prinzipiell&#039;&#039; sollen vollkommene Werke die Folge der Standhaftigkeit sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meinst du das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:44, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fußnote bezieht sich auf die Aspektbedeutung des Imperativ Präsens. Habe ich vermutlich von Siebenthal (NSS oder Grammatik). Wird es jetzt klarer? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:07, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, du meinst wirklich das, was ich glaube? Dann muss die FN umformuliert werden. Machst du das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:16, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgesetzt. Schau mal, obs so passt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:49, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 5 ===&lt;br /&gt;
* Fußnote in V. 5 (mit Jesustradition) muss noch belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Leider verstehe ich bei dieser Fußnote nicht, was gemeint ist. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:59, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Es geht dabei um den Bedeutungsunterschied der beiden Alternativen, soweit ich sehe. Gibt Gott nun ohne Vorbehalte (also ohne sich darüber zu beklagen oder zu zögern), oder ist er dabei sogar großzügig? Wir hatten dann im Seminar vermutet, dass dem Autor Traditionsmaterial (eben das zitierte) zur Verfügung stand, was besser zu &amp;quot;großzügig&amp;quot; passt. Aber da ich das nicht mehr genau rekonstruieren kann, wird sicher eine Wortstudie mit Blick in den Kommentar weiterhelfen. Vielleicht hatte ich das sogar aus einem und muss es nur noch belegen. Ich habe die verwendeten Kommentare gerade alle ausgeliehen und will sie nochmal durchgehen, wenn ich mit der allgemeinen Durchsicht fertig bin. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 6 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== (Man muss) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
habe ich selbst hinzugefügt, um eine inklusive Alternative zu &amp;quot;er soll&amp;quot; zu haben (vorher stand &amp;quot;Er (sie) soll&amp;quot;, aber &amp;quot;sie soll&amp;quot; ist ja kein Übersetzungsvorschlag). Bin mir aber unsicher, ob das wirklich ein so guter Übersetzungsvorschlag ist. Meinungen? Bessere Vorschläge? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:24, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;s&amp;gt;aber&amp;lt;/s&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wurde denn &amp;quot;aber&amp;quot; ausgestrichen? V. 6 ist ja eine Einschränkung zu V. 5: Man soll Gott bitten, und er wird geben - aber man muss schon &#039;&#039;glaubend&#039;&#039; bitten. Da ist das &amp;quot;aber&amp;quot; doch ziemlich sinnvoll?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich habe es mal gestrichen gelassen, weil ich mir denke, dass sich der &amp;quot;Streicher&amp;quot; was dabei gedacht hat, aber ich fände eine Erklärung lieb. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:28, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== bewegt und hin- und hergetrieben wird ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
drückt die Wildheit (weniger wg. den Wortbedeutungen (obwohl vgl. ῥιπίζομαι medium: &#039;&#039;schlottern, beben&#039;&#039;, Lampe, S. 1217. Ursprünglich offenbar &amp;quot;anfachen&amp;quot; (gesagt vom Feuer und metaph. von der Hoffnung)), sd. wg. dem Hendiadyoin.) der Stelle nicht so gut aus. Was hältst du von &amp;quot;vom Wind (&#039;&#039;Sturm&#039;&#039;? - so ALB, MNT, R-S, Stier) &#039;&#039;gepeitscht&#039;&#039; (so GN, H-R, HER, NeÜ, NGÜ, R-S) und hin- und her&#039;&#039;geworfen&#039;&#039; (so B/N, GREB, MEI, MEN, NL, R-S, SLT, Stier, TAF)&amp;quot;? Obwohl bei einer Deutung als &amp;quot;zweifeln&amp;quot; (aber s.o.) der Fokus wohl eher auf dem Hin und Her als auf der Wildheit liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir fällt außerdem auf, dass einige auf eine Entsprechung zu &amp;quot;bewegt&amp;quot; verzichten und nur &amp;quot;hin- und hergeworfen/-getrieben&amp;quot; setzen, was ich als echte und vielleicht sogar bessere Alternative werten würde, weil mir der Hendiadyoin-Charakter der Phrase ziemlich gut im &amp;quot;hin- und her-&amp;quot; aufgehoben zu sein scheint. So BB, BigS, EÜ, GREB, HfA, KAM, KAR, NCV, WIL. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:07, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 7.8 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist wieder kompliziert. Ich entwerfe wieder eine FN; entscheiden musst wieder du :) (ich persönlich würde Möglichkeit 3 vorziehen, aber grammatisch ist das wohl alles möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Der Zusammenhang der Vv. 7.8 ist nicht ganz klar; sinnvolle Auflösungen wären:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 ist eine zweite Aussage über den ἄνθρωπος ἐκεῖνος in V. 7: &#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich (1) nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird. 8 [Er ist] (2) ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 fungiert als nachgeschobene Apposition&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
## &amp;lt;code&amp;gt;zu ἄνθρωπος ἐκεῖνος &#039;&#039;ein solcher Mensch&#039;&#039; in V. 7: &#039;&#039;7a Ein solcher Mensch - 8 ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist - 7b soll nämlich nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
## &amp;lt;code&amp;gt;zum unausgedrückten Subjekt von λήμψεταί: &#039;&#039;7a Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er - 8 der ein zweiseeliger Mensch [und] auf all seinen Wegen wankelmütig ist - 7b irgend etwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 ist Begründung von V. 7. Einige Hss. fügen denn auch ein - sicher sekundäres - γὰρ &#039;&#039;denn&#039;&#039; nach ἀνὴρ &#039;&#039;Mensch&#039;&#039; in V. 8 ein, um diese Deutung nahezulegen, die die Verse aber auch ohne dieses γὰρ haben können: &#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird - 8 [ist er doch] ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;code&amp;gt;Theoretisch möglich - aber nicht sehr wahrscheinlich - wäre außerdem nach der Punktation von Westcott/Hort:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;7a Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass 8 ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist, 7b irgendetwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;; außerdem - wie VUL übersetzt - &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er irgendetwas vom Herrn erhalten wird. Ein zweiseeliger Mensch ist auf all seinen Wegen wankelmütig.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:31, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 8 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== auf all seinen Wegen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Metapher brauchts noch ne FN. Heute abend habe ich keine Lust mehr, aber vielleicht will sie ja jemand anderes schreiben? *hoffnungsvoll* &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso V. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;edit&#039;&#039;&#039;: Hab mal eine verfasst.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:34, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== wankelmütig ====&lt;br /&gt;
finde ich sehr, sehr cool. Ich hatte ein bisschen Angst, dass das ein bisschen veraltet sein könnte, aber z.B. im ZEIT-Korpus findet sich das sehr oft, ist also noch gebräuchlich. Wollte ich nur mal festhalten :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:26, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 8.9 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist wieder schwierig. Was ist das nur für ein Brief?^^&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich entwerfe wieder eine FN:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Auch der Zusammenhang der Abschnitte Vv. 5-8 und 9-12 ist nicht klar.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Dibelius 1964 denkt wieder, dass beide Abschnitte als voneinander unabhängige Perikopen zu deuten sind; das δὲ wäre dann wieder als Abschnitte trennendes δὲ zu deuten.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Andere gehen davon aus, dass Vv. 9-12 auf Vv. 2-4 zurückgreifen, weshalb abschließend in V. 12 noch einmal die Rede auf die „Versuchungen“ kommen kann: Arm sein wäre dann die „Versuchung schlechthin“, worüber der Arme aber nicht klagen, sondern - vgl. Vv. 2f - jubeln soll, da solche Versuchungen ja als Schleifsteine auf dem Weg zur Standhaftigkeit im Glauben anzusehen sind (so McCartney 2009; Ropes 1916). Auch hier sollte man das δὲ besser als Abschnitte trennendes δὲ deuten.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Einen weiteren schönen Vorschlag hat offenbar als erster Taylor 2006 gemacht: Er sieht Vv. 9-11 als Elaboration zu Vv. 5-8: Vv. 5-8 führen aus, dass für das Bestehen von Versuchungen „Weisheit“ nötig ist, und Vv. 9-11 empfehlen dann jeweils dem armen und dem reichen Christen die der Weisheit entsprechende Lebenshaltung, die ihrer sozialen Position angemessen ist: Der Arme soll nicht über seine Armut klagen, sondern hoffnungsfroh auf seine künftige Erhöhung voraussehen; der Reiche wiederum soll sich trotz seines Reichtums nicht höher einschätzen als den Armen, da Reichtum ja ohnehin „Schall und Rauch“ ist. Das δὲ wäre dann als explikatives δὲ aufzufassen: „Das heißt:/zum Beispiel:/...: Ist man arm, soll man über seine [künftige] Erhöhung jubeln; ist man reich...“.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Bei Vorschlag (2) würden allerdings Vv. 5-8 die Argumentation stören, bei Vorschlag (3) Vv. 6-8. Geht man davon aus, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Abschnitt Vv. 9-11 und 2-8 besteht, sollte man daher besser davon ausgehen, dass der ἀδελφὸς ὁ ταπεινὸς &#039;&#039;arme/demütige Bruder&#039;&#039; in V. 9 das Gegenkonzept zum ἀνὴρ δίψυχος &#039;&#039;zweiseeligen Mann&#039;&#039; in V. 8 ist, wohin auch schon weist, dass in [[Jakobus 4#s8 |Jak 4,8-10]] auf das zweite Vorkommen des Wortes δίψυχος ebenfalls die Rede folgt, man müsse sich „demütigen“, denn den Demütigen würde Gott erhöhen. Der Zusammenhang ist dann also wohl: Vv. 5-11 thematisieren den „guten Gläubigen“ und den „schlechten Gläubigen“ nacheinander aus zwei Blickwinkeln - einmal aus der Perspektive ihrer Glaubens-„qualität“, einmal aus der Perspektive ihrer sozialen Stellung. Beide Male ist dieses in-Blick-nehmen gekoppelt an das sogenannte „Motiv der eschatologischen Umkehrung“ (s. nächste FN): Der mit ganzem Herzen Glaubende wird von Gott erhört werden, der Halbherzige dagegen nicht; der Arme wird erhöht werden, der Reiche dagegen erniedrigt.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:10, 26. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 9 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== tapeinos =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braucht auf jeden Fall eine FN. Ich entwerfe mal eine, vertrete dabei aber keine Standard-Meinung. Die erste Hälfte ließe sich so und so übernehmen, die zweite hängt davon ab, ob du das sinnvoll findest oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;gering (demütig, unterdrückt, arm)&#039;&#039; - Wie genau der Begriff zu füllen ist, ist in der Forschung umstritten. Vorgeschlagen wurde, dass er hier als „arm“ zu verstehen sei und den „Armen“ mit dem „Reichen“ in V. 10 kontrastieren soll (z.B. Hartin 2003; McCartney 2009; McKnight 2011); dass er als „demütig“ zu verstehen sei und der Begriff im Gegensatz zum „Halbherzigen“ wieder die ideale Glaubenseinstellung namhaft machen soll (z.B. Assaël/Cuvillier 2013) und dass man zwischen beiden Begriffen gar nicht wirklich unterscheiden könne, weil sie in der Bibel häufig austauschbar verwendet werden und sowohl der „Arme“ als auch der „Demütige“ meist den „Demütig-armen“ bzw. den „armen Frommen“ meine (z.B. Burchard 2000; Dibelius 1964; Konradt 1998, S. 148).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stünden nur obige drei Optionen zur Verfügung, sollte man sich recht sicher für die dritte entscheiden; mit einem neueren Vorschlag von Horsley 2006 bietet sich aber eine vierte Option an: Das Konzept des „Armen“ ist in der Bibel verwandt mit dem Konzept des Verstreut-seins (V. 1): Ähnlich, wie für das „zerstreute Israel“ erhofft wurde, dass Gott es am Ende der Zeiten von allen Enden der Erde zusammensammeln werde, wurde für die „Armen“ erhofft, dass Gott sie am Ende der Zeiten „erhöhen“, den Reichen dagegen vernichten würde (s. z.B. [[1Samuel 2#s8 |1Sam 2,8]]; [[2Samuel 22#s26 |2Sam 22,26-29]]; [[Ijob 5#s8 |Ijob 5,8-11]]; [[Psalm 12#s6 |Ps 12,6]]; [[Psalm 35#s26 |Ps 35,26f]]; [[Psalm 37#s10 |Ps 37,10f]]; [[Psalm 69#s30 |Ps 69,30.34.36]]; [[Lukas 1#s51 |Lk 1,51-53]]; [[Lukas 6#s20 |Lk 6,20f]] u.ö.). Man nennt das das „Motiv der eschatologischen Umkehrung“: Am Ende der Zeiten wird Gott für den Benachteiligten alles zum Besseren wenden. Dieses Motiv findet sehr deutlich auch in Vv. 9-11 ihren Ausdruck. Mit diesen „Armen“ sind aber seltener die Armen &#039;&#039;als Arme&#039;&#039; gemeint, sondern die Armen sind oft ein Wechselbegriff für Israel (s. z.B. [[2Sam 22 |2Sam 22]]; [[Psalm 9 |Ps 9-10]]; [[Psalm 14 |14]]; [[Psalm 69 |69]]; [[Psalm 147 |147]]; [[Psalm 149 |149]]; [[Lukas 1#s46 |Lk 1,46-55]] u.ö.; vgl. Horsley 2006, S. 67f): Ganz Israel wurde als eine Gemeinde von Armen und Unterdrückten gesehen, und für diese wurde erhofft, dass sie einst wieder erhöht werden würde. Das ist auch der Grund, warum diese „Armen/Unterdrückten“ so häufig als die wahren Gläubigen vorgestellt werden - es handelt sich nicht um Arme im wörtlichen Sinn, sondern um Israel; Gottes erwähltes Volk. Für dieses Verständnis spricht hier, dass dann der Zhg. von Vv. 5-8 und 9-11 ganz unproblematisch ist (s. vorige FN): Die „Armen“ sind die selben wie die „mit ganzem Herzen Glaubenden“, ebenso wie die „Reichen“ die selben sind wie die „Halbherzigen“; und aus diesem Grund können in Vv. 8-10 auch sinnvoll die „Armen“ sowohl Gegensatz der „Halbherzigen“ wie auch der „Reichen“ sein.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== hohe Stellung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist doch wohl eher die &amp;quot;Erhöhung&amp;quot;, nämlich die künftige Erhöhung der Demütigen/Armen, von denen z.B. auch das Magnifikat spricht, oder Jak 4,10, oder die Seeligpreisungen (Lk 6,20-26). s. z.B. Assaël/Cuvillier 2013, S. 163. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:26, 26. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 10 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== plouisios ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stärksten Argument für „der reiche &#039;&#039;[Bruder]&#039;&#039;“ sind gar nicht genannt, nämlich die Tatsache, dass der Reiche (1) - wenn er wirklich mit dem Halbherzigen gleichgesetzt werden kann - durchaus als zu Gott betend vorgestellt wird (Vv. 6-8) und dass man ihn in Synagogen finden kann (Jak 2,2). Gleichzeitig ist er aber deutlich von den Adressaten des Jakobusbriefs zu unterscheiden: Gott hat die Armen erwählt, den Reichen jedoch nicht (Jak 2,5), denn die Reichen sind es, die die Armen &amp;quot;unterdrücken&amp;quot; (2,6) und selbst Gottes Namen &amp;quot;lästern&amp;quot; (2,7); außerdem sticht ja deutlich ihr Lebensstil - symbolisiert durch ihre goldenen Ringe und ihre prächtige Kleidung (2,2) - heraus. Die „Reichen“ sind also wohl wirklich die „reichen [Mitbrüder]“, aber sie sind Fremdkörper in dieser Gemeinde der Gläubigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das „Arme“ so versteht, wie oben vorgeschlagen, muss man sie dann also wohl verstehen als &#039;&#039;jüdische/christliche&#039;&#039; (der historische Jakobus hat das Christentum ja offenbar recht überzeugt als innerjüdische Bewegung gesehen, daher lässt sich das nicht trennen) Gegner der &#039;&#039;jüdischen/ christlichen Glaubensgemeinschaft&#039;&#039;, also wohl begüterte Israeliten, die entweder allein schon wegen ihrer Begütertheit mit Abneigung betrachtet wurden (vgl. die soziologische Situation der Jerusalemer Urgemeinde, die fast nur aus Unter- und Mittelschicht bestand - weil ganz Israel fast nur aus Unter- und Mittelschicht bestand), oder, noch schlimmer, die deshalb begütert waren, weil sie von der Besatzung durch die Römer profitierten. So und so sind das dann v.a. die Priester, die israelitischen Hof- und Tempelbeamte, die Großgrundbesitzer und die Steuerpächter. Das nähste, dass ich dazu in der Sekundärliteratur finden konnte, ist aber McKnight 2011, S. 99: &amp;lt;code&amp;gt;If we were to ask which group most likely would be present in the situations James finds troubling about the rich, the priestly establishment are the most likely. However, there is probably no need to isolate this term onto one group: anyone who did not need to do manual labor to put bread on the table and anyone who had sufficient economic power to oppress would be in mind. In light of this evidence, it is hard to avoid two conclusions: James sees the &amp;quot;rich&amp;quot; as enemies to the kingdom inaugurated by Jesus, and his words must be taken as tongue-lashing (prophet-like) irony: the &amp;quot;boasting&amp;quot; and &amp;quot;exaltation&amp;quot; of the rich will shortly turn to humiliation!&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [kauchasto] ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das &amp;quot;sich-Brüsten&amp;quot; der Reichen ironisch oder sarkastisch zu verstehen ist (s.o.), findet sich häufiger (z.B. McKnight 2011, S. 100f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders noch McCartney 2009, S. 97: &amp;lt;code&amp;gt;The boasting would then be a kind of reverse boasting, as though the word &amp;quot;glory in&amp;quot; were in quotation marks, or a heroic acceptance of a future humiliation for the greater good of one&#039;s soul. This construction also entails providing an understood subject (such as &amp;quot;his riches&amp;quot;) for the verb &amp;quot;will pass away&amp;quot; rather than the rich believer per se. The fading of wealth could then be one of the eschatological &amp;quot;testings&amp;quot; of 1:2 and 1:12 in which a wealthy believer might rejoice. But the withering of the flower in OT imagery refers to judgment and perishing, and it is difficult to see how one could rejoice over the expectation of being humiliated on judgment day, since the humiliation in question would be condemnation. Further, the verb &amp;quot;will pass away&amp;quot; most naturally has &amp;quot;rich man&amp;quot; as its subject.&amp;lt;br /&amp;gt;Thus, several commentators propose that the verbal force of &amp;quot;glorying in&amp;quot; is either bitterly ironic or has faded out in 1:10-11, and that James is simply pointing out that the rich person will be humbled, that as a flower fasdes in the heat, so too will the rich person fade away and be nor more. As is likely the case also in 5:1-6, James thus is not adressing some rich believers and telling them to be glad that they will be humbled; rather, he is simply encouraging humble poor believers by pointing out that rich people, along with their riches, are transitory and ephemeral.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auch er so.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann ist wohl das &amp;quot;sich-Rühmen&amp;quot; in V. 9 als permissiver Imperativ, der in V. 10 als sarkastischer befehlender Imperativ zu deuten: „Der arme Mitbruder kann sich seiner [künftigen] Erhöhung rühmen, während der Reiche sich seiner [künftigen] Erniedrigung &amp;quot;rühmen&amp;quot; muss, denn...“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen noch anderen Vorschlag macht Burchard 2000, der so oder ähnlich auch in einigen der freieren Üss. reflektiert wird: Er übersetzt &amp;lt;code&amp;gt;Es rühme sich dagegen der niedrige Bruder seiner Hoheit, der reiche aber seiner Erniedrigung, denn er wird (sonst) wie ein Blüte des Grüns vergehen.&amp;lt;/code&amp;gt; und kommentiert: &amp;lt;code&amp;gt;Läßt man tapeinwsis aus V. 9 ho tapeinos aufnehmen, deutet das Wort eher an, daß der Reiche sich selbst innerlich und wohl durch soziales Verhalten auch äußerlich (s. 4,17; vgl. Aseneths Buße JosAs 10,10-12; entfernt Esth 4 LXX; 2Kor 11,7; Her sim 2) auf den Stand des tapeinos herunterbringen oder bringen lassen und dann sich dessen rühmen soll (vgl. Jer 9,22f.: auch der Reiche rühme sich der Erkenntnis des Gottes, der heleos kai krima kai dikaiosunä schafft), weil es ihm sein wahres hupsos erhält.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* B/N: Und wer aber reich ist, der darf stolz sein, wenn er trotzdem demütig ist, weil er ja vergehen wird...&lt;br /&gt;
* BigS: Die Reichen aber dürfen nur dann stolz sein, wenn sie sich den als niedrig Angesehenen gleichstellen und mit ihnen solidarisch sind; denn sonst vergehen sie wie eine Ackerblume.&lt;br /&gt;
* GREB: Gehört einer zu den irdisch Reichen, so gereicht es ihm zum Ruhme, wenn er sich verdemütigt in dem Gedanken, dass sein Reichtum vergehen wird...&lt;br /&gt;
* HfA+KAM: Ein Reicher dagegen soll niemals vergessen, wie wenig sein irdischer Besitz vor Gott zählt.&lt;br /&gt;
* NGÜ: Und wer reich ist, soll sich vor Augen halten, wie wenig seine hohe soziale Stellung vor Gott wert ist.&lt;br /&gt;
* NL: Und wer viel hat und angesehen ist, soll demütig und bescheiden sein, denn ...&lt;br /&gt;
* Zink: Der Reiche sei sich seiner Niedrigkeit bewußt, denn ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine für &amp;quot;christliche Augen gefälligere&amp;quot; Deutung, aber von Text und Kontext liegt das wohl recht fern, würde ich meinen. Aber vielleicht ist das ein Anzeichen dafür, dass es hier in der LF eine erklärende FN braucht.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 07:49, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grasblüte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist ein ziemlich faszinierendes Übersetzungsproblem, habe ich jetzt festgestellt. Jakobus meint ganz ohne Zweifel die &amp;quot;Blume des Feldes&amp;quot; aus [[Psalm 103#s15 |Ps 103,15]] und [[Jesaja 40#s6 |Jes 40,6-8]]. Er verwendet dafür die Septuaginta-Übersetzung der Jesaja-Stelle, die da heißt: &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot;. Offenbar kannte er aber die hebräische Jesaja-Version gar nicht, deswegen geht er nicht vom Sinn der Formulierung &amp;quot;Blume des Feldes&amp;quot;, sondern vom Sinn der griechischen Formulierung &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; aus und fährt dann folgerichtig fort: &amp;quot;Das Gras und &#039;&#039;seine&#039;&#039; Blume&amp;quot;. Einige Hss-Schreiber haben diesen &amp;quot;Fehler&amp;quot; offenbar gemerkt und dann in Übereinstimmung mit dem &#039;&#039;hebräischen&#039;&#039; Text das &#039;&#039;autou&#039;&#039; wieder gestrichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie übersetzt man da jetzt - v.a. in der LF - am geschicktesten? Viele Üss. versuchen ähnlich den Manuskripten, diesen &amp;quot;Fehler&amp;quot; auszumerzen. Hartin 2003, McKnight 2011 u.a. z.B. verstehen &amp;quot;Gras&amp;quot; allgemein als Ausdruck für &amp;quot;Grünes&amp;quot;, weshalb man dann nicht von der &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; sprechen müsste, sondern den griechischen Text als die &amp;quot;Blume des Grüns&amp;quot; = Die Wiesenblume und &amp;quot;Das Grün und seine Blume&amp;quot; = Die Wiese und die Blume darauf&amp;quot; deuten könnte. So auch sehr viele dt. Üss: HfA, KAM, NGÜ, NL: &amp;quot;Blume auf dem Feld&amp;quot;; GN: &amp;quot;Blume auf der Wiese&amp;quot;; EÜ, HER, Stier: &amp;quot;Blume im Gras&amp;quot;; Zink: &amp;quot;Die Blume, die im Gras wächst&amp;quot;; GREB: &amp;quot;Blume im Garten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber man bleibt bei der Formulierung von Jak und übersetzt gleich dir und vielen anderen Üss. einfach wörtlich: Die &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; + &amp;quot;Das Gras und seine Blüte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon ist aber &amp;quot;Grasblüte&amp;quot; sicher keine gute Übersetzung, weil das ein botanischer Fachbegriff für die Blüten von Süßgräßern ist (du weißt schon - denen, mit denen man &amp;quot;Hahn oder Henne&amp;quot; spielt).  --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 07:59, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 11 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== verwelken ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hast du denn das als Primärübersetzung vorgeschlagen? Warum hast du es überhaupt vorgeschlagen, wenn du &amp;quot;verwelken&amp;quot; nicht mal beim Blumengleichnis verwendet hast? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:54, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Reiche „auf seinen Reisen“ verwelkt, also in seinem Lebenswandel, heißt das doch, dass er erst nicht verwelkt, aber später. So wie die Pflanzen erst Mittags/Nachmittags verdorren, nicht sofort morgens. Da es für Deutsch beim Lesen unverständlich ist, habe ich es in der Lesefassung anders formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 18:43, 10. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 13 ===&lt;br /&gt;
Hier hat Olaf vielleicht meine Fußnote missverstanden. Jedenfalls hast du aus „Gott kann nicht vom Bösen versucht werden“ „Gott probiert das Böse nicht aus“ gemacht, obwohl die Fußnote belegt, dass die meisten Exegeten sich für diese (erstere) Interpretation entschieden haben. Gibt es einen Grund für diese inhaltliche Verschiebung? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:36, 6. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ah, gerade habe ich Olafs Kommentar dazu unter [[Diskussion:Jakobus_1#Lesefassung|Lesefassung]] gesehen. Ich mach das dann mal rückgängig. Falls ich jetzt meinerseits einen Fehler mache, können wir das ja weiter diskutieren. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aufgaben ===&lt;br /&gt;
* In V. 17 müsste das textkritische Problem noch angesprochen werden. Das hatte ich offenbar zunächst ignoriert. In der Fußnote muss noch die Erklärung ergänzt werden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 18: Eine kleine Wortstudie zur &amp;quot;Erstlingsgabe&amp;quot; wäre wünschenswert (s.a. Olafs Material unten). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 19: Textkritik --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesefassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Übersetzung http://amen-online.de/bibel/neu/jak_1_12-18.html darf gerne als Ausgangspunkt für die Lesefassung genommen werden. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:01, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der verlinkten Übersetzung haben wir die verschiedenen Bedeutungen von „πειράζω“ (versuchen, erproben, auf die Probe stellen, in Versuchung führen, ausforschen, ausprobieren, kennen lernen, erfahren) mit „auf die Probe stellen“ und „ausprobieren“ wiedergegeben – auch als Alternative zum „Bibelsprech“. Was haltet Ihr davon? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das klingt so gut, dass ich persönlich „auf die Probe stellen“ auch gleich in die Studienfassung übernehmen würde (&amp;quot;versuchen&amp;quot; könnte dann vielleicht in einer Klammer stehen, damit es für Bibelsprech-Gewohnte klar ist). Eine schöne Übersetzung! :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 4. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Gut, ich habe das in den Text eingebaut. Ein paar Partizipien musste ich dabei anders auflösen. Wenn Dir die Änderungen zu weit gehen, kannst Du gerne nach einem Mittelweg suchen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:05, 12. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ebenfalls würde ich mich über Feedback zur dort verwendeten Übersetzung „erste Früchte“ (+Fußnote) freuen (Vers 18). --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dazu würde ich auch gerne nochmal eine Wortstudie machen. Und meinen damaligen Dozenten fragen, der hat darüber nämlich promoviert. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===meine Version von V. L1 bis L8===&lt;br /&gt;
Ich fand die bestehenden ersten acht Verse der Lesefassung nicht so gelungen, daher habe ich es mal versucht. „Auf die Probe stellen“ finde ich ganz gut. ;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Jakobus, ein Diener Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zerstreuten zwölf Stämme Israels. Ich grüße euch!&lt;br /&gt;
{{L|2}} Freut euch, meine Geschwister, wenn ihr verschiedene Prüfungen bestehen müsst,&lt;br /&gt;
{{L|3}} ihr wisst ja, dass die Erprobung eures Glaubens euch standhaft macht.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Eurer Standhaftigkeit sollen tadellose Taten folgen, damit ihr vollkommen und vollständig und in nichts mangelhaft seid.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Aber wenn jemand nicht weise genug ist, soll er von Gott, der großzügig und worwurfslos gibt, um Weisheit bitten — und Gott wird sie ihm geben.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Er soll im Glauben darum bitten und nicht zweifeln, dass Gott gibt: Denn wer zweifelt, ist wie eine Welle im Meer, die vom Wind hin und her getrieben wird.&lt;br /&gt;
{{L|7}} So jemand braucht nicht erwarten, dass er etwas vom Herrn erhalten wird,&lt;br /&gt;
{{L|8}} er ist jemand, der nicht weiß, was er machen soll und dem die Richtung im Leben fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 18:32, 10. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_1&amp;diff=18420</id>
		<title>Jakobus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_1&amp;diff=18420"/>
		<updated>2014-10-10T16:37:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Von Jakobus, einem Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
an die zerstreuten zwölf Stämme Israels.&amp;lt;ref&amp;gt;Hinter der Formulierung „die zerstreuten zwölf Stämme Israels“ steht die Vorstellung, dass Gott ganz Israel aufgrund seiner Sündhaftigkeit in die ganze Welt zerstreut hat, dass sie aber am Ende der Zeiten - bei der Wiederkunft Christi - wieder gesammelt werden, auf dass Gott mit ihnen ein „neues Reich Gottes“ errichten könne. Dass sich dieser Begriff schon im „Briefkopf“ des Jakobusbriefs findet, macht daraus eine Art „Anleitung“ zum Lesen des Jakobusbriefs: Im folgenden wird er sich besonders auf diesen Zustand des Zerstreut-seins beziehen und Anweisungen geben, wie man sich während dieser Zeit der Zerstreut-heit bis zur Wiederkunft Christi zu verhalten hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grüße!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|2}} Freut euch, wenn ihr verschiedene Prüfungen bestehen müsst, meine Geschwister,&lt;br /&gt;
{{L|3}} weil ihr dann wisst, dass, wenn der Glaube geprüft wird, Standhaftigkeit entsteht.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Diese Eigenschaft soll dann zu einem gesamten Werk werden, damit ihr vollkommen und fehlerlos seid, indem ihr alle Punkte erfüllt.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Wenn es aber einen unter euch gibt, dem es an Weisheit mangelt, so soll er Gott, den großzügigen und vorbehaltlosen, darum bitten. Und sie wird ihm gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Er soll aber im Glauben bitten und dabei keinerlei Bedenken oder Zweifel haben: Denn wer zweifelt, ist wie eine Meereswoge die hin- und hergetrieben wird.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Nämlich sollte jener Mensch nicht glauben,&lt;br /&gt;
{{L|8}} dass er etwas vom Herrn bekommt, wenn sein Herz geteilt ist und er unsicher auf seinen Wegen geht.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Statt dessen soll sich der geringe Bruder seiner hohen Stellung rühmen,&lt;br /&gt;
{{L|10}} der reiche Bruder aber seiner Erniedrigung, denn er wird wie eine vertrocknete Pflanze vergehen.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Denn wenn die Sonne die Luft erhitzt und die Pflanzen vertrocknen, vergeht ihre Schönheit. Genau so wird auch der Reiche im Laufe seines Lebens verwelken.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Glücklich ist, wer geprüft wird, denn wenn er die Prüfung besteht, wird er das ewige Leben erhalten, wie Gott es denen versprochen hat, die ihn lieben.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Niemand soll sagen: Gott stellt mich auf die Probe! — denn Gott kann vom Bösen nicht auf die Probe gestellt werden; er stellt auch niemanden auf die Probe.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Vielmehr stellt sich jeder selber durch Begierde auf die Probe.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Wenn die Begierde zu groß wird, sündigt man, und Sünde führt zum Tod.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Lasst euch nicht täuschen, meine geliebten Geschwister!&lt;br /&gt;
{{L|17}} Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Lichter, bei dem es weder Veränderung noch Verfinsterung durch eine Wende gibt.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gewissermaßen die Erstlingsgabe seiner Geschöpfe sind.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Denkt daran, meine geliebten Geschwister: Jeder Mensch soll immer bereit sein, zuzuhören, aber bedacht reden und nicht schnell zürnen.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Denn zürnen macht einen Menschen vor Gott nicht gerecht.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Deshalb legt alles Unsaubere und Schlechte ab und nehmt das eingepflanzte Wort, das eure Seelen retten kann, in Bescheidenheit auf.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Betrügt euch aber nicht, indem ihr Gottes Botschaft nur hört, aber nicht nach ihr handelt!&lt;br /&gt;
{{L|23}} Denn wer nur hört, aber nicht handelt, ist wie ein Mann, der sein Gesicht in einem Spiegel betrachtet —&lt;br /&gt;
{{L|24}} denn er betrachtet sich, aber wenn er weg geht, vergisst er sofort, wie er aussah.&lt;br /&gt;
{{L|25}} Wer das vollkommene Gesetz der Freiheit studiert und es nicht vergisst, indem er kein vergesslicher Hörer, sondern jemand wird der danach handelt, der wird durch seine Taten selig sein.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Wenn jemand fromm zu sein scheint, aber schlecht redet und im Herzen nicht fromm ist, dessen Gottesverehrung ist wertlos.&lt;br /&gt;
{{L|27}} Reine und unbefleckte Gottesverehrung vor unserem Gott und Vater besteht darin, Waisen und Witwen aus ihrer schweren Lage zu helfen und sich nichts zu Schulden kommen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Jakobus, ein Sklave (Knecht, Diener) Gottes und des Herrn Jesus Christus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
an die zwölf Stämme in der Zerstreuung (Diaspora).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die zwölf Stämme in der Zerstreuung (Diaspora)&#039;&#039; – Der Ausdruck lässt sich auf zwei Weisen verstehen: (1) „Zerstreuung (Diaspora)“ bezeichnet die Orte, an denen die Angehörigen der „zwölf Stämme“ zerstreut sind; die Phrase ist dann restriktiv zu lesen: „[Nur] an diejenigen Angehörigen der zwölf Stämme Israels, die in der Diaspora leben.“ – der Brief richtete sich dann v.a. an die Heidenchristen außerhalb Israels. (2) „Zerstreuung (Diaspora)“ bezeichnet den Zustand des Zerstreut-seins; die Phrase ist dann deskriptiv zu lesen: „An die Angehörigen der zerstreuten zwölf Stämme“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ist sehr wahrscheinlich letzteres die richtige Deutung; denn im Hintergrund steht eine etwas komplexere Vorstellung: Die „Zerstreuung“ eines Volkes war der Inbegriff seiner Niederlage und Vernichtung. In der Folge der verschiedenen Zerstreuungen Israels – v.a. der babylonischen Gefangenschaft – entwickelte sich daher im alten Judentum die Hoffnung, Gott würde am Ende der Zeiten das zerstreute Israel von „allen Enden der Erde“ wieder zusammensammeln und dann mit ihnen ein „Reich Gottes“ errichten, eine Art „Himmel auf Erden“ (s. z.B. [[Psalm 147#s2 |Ps 147,2]]; [[Jesaja 11#s12 |Jes 11,12]]; [[Jesaja 14#s1 |14,1]]; [[Jesaja 43#s5 |54,5f]]; [[Jeremia 31#s10 |Jer 31,10]]; [[Ezechiel 28#s25 |Ez 28,25]] u.ö.). Diese Vorstellung wurde im Laufe der Zeit erweitert: (a) Der Zustand der Zerstreuung wurde als Strafe Gottes für die Sündhaftigkeit Israels verstanden (s. z.B. [[Nehemia 1#s8 |Neh 1,8f]]), (b) Jesus bringt die Sammlung des zerstreuten Israels mit seiner - des Menschensohns - Wiederkunft am Ende der Zeiten in Zusammenhang.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Vorstellung steht im Hintergrund des Jakobusbriefs; der weitere Inhalt besteht dann in einer Reihe ethischer Anweisungen, denen, anstatt zu sündigen, „geduldig bis zur Wiederkunft des Herrn“ (5,7) Folge zu leisten ist, damit ein so sich Bewährender am nahe bevorstehenden Ende der Zeit „das Leben als Siegeskranz empfangen“ wird (1,12).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unsicher allerdings ist, ob der Brief sich dann allgemein an &#039;&#039;alle Angehörigen der zwölf Stämme&#039;&#039; richtet, oder ob diese Vorstellung von der Sammlung der zwölf Stämme im Jakobusbrief auf die &#039;&#039;Christusgläubigen&#039;&#039; übertragen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grüße!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Jakobus eröffnet seinen Brief mit dem Standard-Briefpräskript seiner Zeit, der in etwa dem Briefkopf heutiger Briefe entspricht: &#039;&#039;Absender (Nominativ), Adressat (Dativ), Gruß (imperativischer Infinitiv)&#039;&#039; (vgl. z.B. Burchard 2000, S. 47). In die LF muss das freier übersetzt werden; sehr gut z.B. BB:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Jakobus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diener Gottes&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und des Herrn Jesus Christus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das Volk Gottes,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wie die zwölf Stämme Israels&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
über die ganze Welt verstreut lebt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich grüße euch.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Haltet es für ganze (nichts als) Freude (Haltet es für nichts anderes denn als einen Grund zur Freude), meine Brüder (Geschwister)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Entsprechend dem Stil seiner Zeit spricht Jakobus hier nur die männlichen „Brüder“ an; die weiblichen „Schwestern“ sind aber sehr sicher mitgemeint (-&amp;gt; [[Generisches Maskulinum]]). Der Begriff bezeichnet Mit-angehörige der selben Gesellschaftsgruppe, zu der auch der Sprecher/Schreiber gehört, und stellt sie mit sich auf eine Stufe (so gut Hartin 2003, S. 56: „He does not address them from the status of authority, but from their own level“). Besonders interessant ist in unserem Kontext, dass mit diesem Begriff bisweilen auch die Zusammengehörigkeit gerade weit entfernter Personen oder Gruppen unterstrichen werden kann; s. z.B. [[2Makkabäer 1#s1 |2Makk 1,1]] (dazu vgl. ebd.). Gerade in einem Brief an die &#039;&#039;zerstreuten zwölf Stämme&#039;&#039; ist er daher besonders passend.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wenn (wann immer) ihr in verschiedenste (vielfältige) Prüfungen (Versuchungen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Hinter dem Begriff πειρασμός &#039;&#039;Versuchung&#039;&#039; steht die altjüdische Vorstellung, dass Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen bringt, damit dieser sich in diesen Bewährungsproben als rechter Gottesdiener bewähren kann (s. z.B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]; vgl. auch [[Matthäus_6#note_m|Mt 6,12 FN m]]). Jakobus führt weiter aus: Wer diese Bewährungsproben besteht, gewinnt damit „Standhaftigkeit“, und impliziert ist wohl: Wer standhaft bleibt und sich außerdem „vollkommener Werke“ befleißigt, wird dann am Ende der Zeit auch aus der Zerstreuung gesammelt werden (s.o.; s. z.B. auch [[Markus 13#s13 |Mk 13,13]]; [[1 Petrus 1#s6 |1Pet 1,6f]]; ähnlich [[Römer 5#s3 |Röm 5,3-5]]). In Vv. 13-15 wandelt Jakobus diese Vorstellung jedoch ab: Es ist gerade nicht Gott, der diese Versuchungen über einen Menschen bringt; sie erwachsen allein aus den sündhaften Begierden des Menschen (vgl. z.B. Kloppenborg 2010, S. 68f; Wilson 2002, S. 159). Entsprechend wird Jakobus dann im Folgenden auch v.a. vor menschlichen Schwächen warnen (z.B.: Impulsivität (1,19-21), Voreingenommenheit (2,1-9), lose Zunge (3,2-12), Streitsucht (3,13-18), Liebe zur Welt (4,1-4) usw.) und ihnen tugendhaftes Verhalten entgegenstellen. Besonders wichtig: Es ist gerade nicht allein die Standhaftigkeit im Glauben (V. 3), die gerecht macht (wie z.B. [[Markus 13#s4 |Mk 13,4-13.21-23]] das nahelegen könnte) - unabdingbar sind außerdem die &#039;&#039;Werke&#039;&#039; des Glaubens (2,14-26).&amp;lt;/ref&amp;gt; fallt, &lt;br /&gt;
{{S|3}} da ihr [ja] wisst (im Wissen, wisst!)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen Ptz. coni.], hier als kausaler Nebensatz aufgelöst (oder als Präpositionalphrase, so Klammer). Einige Ausleger verstehen das Partizip auch imperativisches Partizip („wisst“&amp;lt;!-- Beleg --&amp;gt;). &amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
dass die Erprobung (die Bewährung) eures Glaubens (das Erprobte an eurem Glauben) Standhaftigkeit (Ausharren, Geduld, Ausdauer, Standhaftigkeit)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff hat eine sehr aktive Bedeutung – es wird nicht nur abgewartet, sondern auch entsprechend gehandelt (Dibelius 1964, 101; Blomberg 2008, 49; Mußner 1964, 65f.). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
hervorbringt (bewirkt). &lt;br /&gt;
{{S|4}} Die Standhaftigkeit {aber}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; zur Markierung der Klimax (Grosvenor/Zerwick): Es folgt nun die zentrale Aussage dieses ersten Abschnitts Vv. 2-4. In der LF sollte das kommunikativer übersetzt werden; gut z.B. NeÜ: „[... - und] die Standhaftigkeit wiederum soll...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
soll ein vollkommenes Werk (vollkommenes Handeln)&amp;lt;ref&amp;gt;Oder sinngemäßer: „Ausgang“ (cf. Johnson 1995, 178).&amp;lt;/ref&amp;gt;  [zur Folge] haben (zu einem vollkommenen Werk führen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Der Imperativ Präsens markiert hier, dass nicht &#039;&#039;ein Mal ein&#039;&#039; vollkommenes Werk Folge der Standhaftigkeit sein soll, sondern dass vollkommene Werke &#039;&#039;prinzipiell&#039;&#039; die Folge der Standhaftigkeit sein sollen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, damit (:)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;ἵνα &#039;&#039;damit&#039;&#039; ließe sich auch als epexegetisches ἵνα (dazu z.B. Zerwick §410) verstehen: „Die Standhaftigkeit soll zu einem vollkommenen Werk führen: Ihr sollt vollkommen und vollständig und in nichts mangelhaft sein.“ Berücksichtigt man nur V. 4, läge das eigentlich sogar näher als die finale Deutung („... zu einem vollkommenen Werk führen, damit ihr vollkommen und vollständig seid...“), denn das Ausführen vollkommener Werke ist ja nicht die Voraussetzung der Vollkommenheit, sondern umgekehrt sollte man meinen, dass Vollkommenheit Voraussetzung vollkommener Werke ist. Doch siehe [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Jakobus_1#note_m FN m].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
ihr vollkommen und vollständig und (indem, wenn, weil ihr)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen Ptz. coni.] durch &#039;&#039;und&#039;&#039;-Koordination. Möglich auch modal, temporal, kausal (so Klammer).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
in nichts mangelhaft seid.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|5}} Wenn es [dafür] aber (Wenn es {aber})&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;S. vorige FN.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
einem (jemandem)&amp;lt;ref name=&amp;quot;generisch&amp;quot;&amp;gt;Wieder spricht Jakobus einzig männliche Leser an, meint aber auch die weiblichen Leser mit (-&amp;gt; [[Generisches Maskulinum]]). Für die LF sei jeweils - falls vorhanden - die Übersetzungsalternative in der Klammer empfohlen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
von euch an Weisheit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weisheit&#039;&#039; - Jakobus&#039; Verständnis von „Weisheit“ entspricht v.a. dem Weisheitskonzept der frühjüdischen Schriften: (1) Weisheit ist nicht etwas, das man von selbst erlangen könnte, sondern zunächst eine &#039;&#039;Gabe Gottes&#039;&#039; (s. Vv. 5.17; vgl. z.B. [[Jesaja 11#s2 |Jes 11,2]]; [[Sprichwörter 1#s7 |Spr 1,7]]; [[Sprichwörter 2#s6 |2,6]]; [[Jesus Sirach 39,5 |Sir 39,5]]; [[Weisheit 7#s7 |Weish 7,7]].[[Weisheit 7#s15 |15]].[[Weisheit 7#s25 |25f]]; [[1Korinther 2#s13 |1Kor 2,13]]; [[1Korinther 12#s8 |12,8]]; [[Epheser 1#s17 |Eph 1,17]] u.ö.). Und (2) führt sie anders als die „irdische Weisheit“ (i.S.v. „Wissenschaft“, vgl. z.B. [[1Korinther 1#s19 |1Kor 1,19-22]]; [[1Korinther 2#s6 |2,6f]]) nicht zunächst zu Erkenntnis und Wissen, sondern befähigt zu &#039;&#039;gottgefälligem Handeln&#039;&#039; (s. [[Jakobus 3#s17 |Jak 3,17]]; vgl. [[Weisheit 7#s22 |Weish 7,22f]]; [[Weisheit 8#s6 |Weish 8,6-8]]; [[Weisheit 9#s1 |9,1-4]].[[Weisheit 9#s9 |9-12]].[[Weisheit 9#s17 |17f]]; [http://de.wikisource.org/wiki/Das_vierte_Buch_der_Makkab%C3%A4er 4Makk 1,18-35] u.ö.). Gerade dieser zweite Aspekt macht klar, warum Jakobus in seinem Brief die Weisheit so betont: Für Jakobus ist der Mensch zur Vollkommenheit berufen, und Vollkommenheit erlangt er, indem er den aus den sündhaften Begierden des Menschenherzens erwachsenden Versuchungen widersteht (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Jakobus_1#note_e FN e]) - und hierfür ist nach dem Verständnis des altjüdischen Schrifttums &#039;&#039;Weisheit&#039;&#039; vonnöten, s. die obigen Stellen; besonders eindrücklich 4Makk 1,18f.28-30: &lt;br /&gt;
: „Der Weisheit Arten sind Klugheit, Gerechtigkeit, Starkmut und Mäßigung. / Die Klugheit ist die trefflichste von allen; / durch sie beherrscht ja die Vernunft die Triebe. [...] Lust und Schmerz sind gleichsam zwei Bäume im Leib und in der Seele, / und so gibt es auch viele Nebenzweige dieser Triebe. / Nun putzt die Allgärtnerin Vernunft sie alle entweder aus / oder beschneidet, umwickelt und begießt sie / oder verpflanzt sie und veredelt so auf jede Weise / das Gestrüpp der Neigungen und Triebe. / Die Vernunft ist ja die Führerin der Tugenden, / aber die Selbstherrin über die Triebe.“ (Üs. nach [http://de.wikisource.org/wiki/Das_vierte_Buch_der_Makkab%C3%A4er Rießler 1928])&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
mangelt, soll er [sie] von Gott, der allen großzügig (vorbehaltlos)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;großzügig (vorbehaltlos)&#039;&#039; - Beide Deutungen des Wortes sind möglich; Gott ist also je nach Verständnis entweder lediglich ein vorbehaltloser Geber (der also bedingungslos gibt) oder sogar ein großzügiger Geber. Die Deutung mit „großzügig“ könnte an die aus [[Lukas_11#s9|Lk 11,9-13]] par [[Matthäus_7#s7|Mt 7,7-11]] bekannte Jesustradition anknüpfen und scheint außerdem besser in den Kontext zu passen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
und ohne Vorwürfe&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen adv. Ptz.] durch Substantivierung und Koordination „und“. Das Wort heißt meistens eher „(be)schimpfen“. Es bezieht sich hier vermutlich darauf, dass Gott sich nicht darüber beklagt, dass er Weisheit geben „muss“ (BA). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gibt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines attributiven Ptz. als Relativsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
erbitten - und sie wird ihm gegeben werden.{{par|Sprichwörter|2|6}}{{par|Matthäus|7|7}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Er soll (Man muss)&amp;lt;ref name=&amp;quot;generisch&amp;quot; /&amp;gt; {aber} im Glauben [darum] bitten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Der Imperativ Präsens (statt Aorist) markiert hier, dass nicht &#039;&#039;ein Mal&#039;&#039;, sondern entweder &#039;&#039;prinzipiell&#039;&#039; oder &#039;&#039;immer wieder&#039;&#039; gebeten werden soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[und dabei] keinesfalls zweifeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Modales [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen adv. Ptz.], mit „und“-Konstruktion aufgelöst. Es sollen also keine Bedenken gegen die Bereitwilligkeit Gottes zu geben bestehen (Blomberg 2008, 52).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
(keinerlei Bedenken haben): Denn wer zweifelt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Subst. Ptz. aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin- und hergetrieben wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Der letzte Nebensatz ersetzt im Deutschen zwei attributive Ptz., die sich wie Adjektive direkt auf die Meereswoge beziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|7}} Jener (So ein, ein solcher)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;ἐκεῖνος &#039;&#039;jener&#039;&#039; muss nicht auf τις &#039;&#039;einer, jemand&#039;&#039; in V. 5 zurückverweisen, sondern kann auch abschätzig auf die Beschreibung „dieser Art von Mensch“ in V. 6 Bezug nehmen: „Eine &#039;&#039;solche&#039;&#039; Person...“; „wenn man &#039;&#039;so&#039;&#039; drauf ist...“ (vgl. Burchard 2000, S. 61; so fast alle Üss.).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er etwas vom Herrn erhalten wird, &lt;br /&gt;
{{S|8}} [er ist] ein Mann (Mensch)&amp;lt;ref name=&amp;quot;generisch&amp;quot; /&amp;gt; geteilten Herzens&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „zweiseeliger Mann/Mensch“ (cf. [[Jakobus_4#s8|4,8]]). Das heißt ungefähr: „mit geteiltem Herzen“ (SLT), „in seinem Innersten gespalten“ (NGÜ). Das Konzept bezeichnet das Gegenteil der ungeteilten Hingabe zu Gott (Mußner 1964, 72). Da der Begriff vor Jak nicht belegt ist, könnte der Autor ihn sogar erfunden haben, das Konzept ist aber schon im AT bekannt (Johnson 1995, 180). BA, NSS schlagen die Übersetzung „ein Zweifler“ vor.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Jakobus|4|8}} wankelmütig auf allen seinen Wegen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wege&amp;quot;&amp;gt;Jakobus greift mit seiner Rede von den „Wegen“ des Zweiseeligen und den „Reisen“ des Reichen auf die Vorstellung vom „Lebensweg“ zurück: Gott hat dem Menschen den „Weg“ gezeigt, dem man folgen soll, und wenn man diesem von Gott gewiesenen Weg geradewegs folgt, verhält man sich gottgefällig. Kennzeichnend für Frevler oder Sünder dagegen ist, dass sie von diesen Wegen „abweichen“ ([[Exodus 32#s8 |Ex 32,8]]; [[Deuteronomium 9#s16 |Dtn 9,16]]; [[Deuteronomium 11#s26 |11,26-28]]; [[Richter 2#s17 |Ri 2,17]]; [[1Könige 22#s43 |1Kön 22,43]] || [[2Chroniken 20#s32 |2Chr 20,32]]; [[2Könige 22#s2 |2Kön 22,2]] || [[2Chroniken 34#s2 |2Chr 34,2]]), daher werden sie dann auch mitten auf ihren Wegen - d.i. mitten in ihrem Leben (vgl. Burchard 2000; Hartin 2003; McKnight 2011: „[mitten] in seinen Aktivitäten/seinem Leben“) - „vergehen“ (vgl. noch [[Psalm 1#s6 |Ps 1,6]]; [[Psalm 2#s12 |2,12]]). Was nun die „Zweiseeligen“ tun, ist ganz absurd: Nicht nur weichen sie nach rechts oder links vom von Gott gewiesenen Weg ab - sondern sie übertorkeln ihn: Sie schwanken darauf herum; wenden sich mal nach hier und mal nach dort, folgen dann wieder für kurze Zeit dem Weg und beginnen dann wieder zu wanken - sie sind jene, denen die Richtung in ihrem Leben fehlt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|9}} Stattdessen&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Übersetzung von δὲ wurde gewählt, um den doppelten Gegensatz auszudrücken, der durch die beiden δὲ in Vv. 9-10 entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt; soll (darf) sich der geringe (demütige, arme) Bruder&amp;lt;ref&amp;gt;zu „Bruder“ s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Jakobus_1#note_d FN d]&amp;lt;/ref&amp;gt; seiner hohen Stellung (Erhöhung) rühmen, &lt;br /&gt;
{{S|10}} der reiche [Bruder]&amp;lt;ref&amp;gt;Mußner 1964, 74; Moo; Blomberg 2008, 57 halten ὁ πλούσιος („der Reiche“) für ein Adjektiv, zu dem ὁ ἀδελφὸς („der Bruder“) aus dem vorherigen Satz zu ergänzen ist. Dagegen sieht etwa Dibelius &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt;1964, 114f. ὁ πλούσιος als Substantiv. Hier wurde die erste Möglichkeit gewählt, weil es zynisch wäre anzunehmen, dass sich nach Jak jeder Reiche, nicht nur Christen, seiner kommenden Erniedrigung brüsten soll, auch wenn er gar nicht daran glaubt. Auch in den folgenden Kapiteln werden reiche Gemeindemitglieder erwähnt, sodass es natürlich erscheint, hier davon auszugehen, dass der „Reiche“ ebenso ein „reicher Bruder“ ist (cf. Diskussion bei Blomberg 2008, 57) - Allerdings legt der Autor möglicherweise gar kein Augenmerk auf diese Unterscheidung, sondern spricht, in der Tradition der Weisheitsliteratur, allgemein von den Reichen.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber seiner Erniedrigung, denn er wird wie eine Grasblüte&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Blume/Blüte des Grases“. Hat hier wohl die Bedeutung von Unkraut im Gegensatz zu kultivierten Pflanzen (BA). Das Bild von der Kurzlebigkeit des Grases wird auch im AT gerne als Bild für die Vergänglichkeit gebraucht (so [[Jesaja_40#s6|Jes 40,6]]; [[Psalm_90#s5|Ps 90,5-7]]; Dibelius &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt;1964, 115)&amp;lt;/ref&amp;gt; vergehen.{{par|Jesaja|40|6}}{{par|Psalm|90|5|7}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Denn die Sonne geht (ging&lt;br /&gt;
)&amp;lt;ref name=&amp;quot;gnomisch&amp;quot;&amp;gt;Im Griechischen steht hier die Verbform „Aorist“. Entweder wird dadurch markiert, dass V. 11 die Geschichte einer Blume erzählt („Die Sonne ging auf und mit ihr kam der heiße Wind, und sie vertrockneten das Gras... Ebenso wird der Reiche...“), oder - wesentlich wahrscheinlicher - die Verbform wird als „gnomischer Aorist“ verwendet und schildert das Verdorren der Blume als überzeitliches Gleichnis („So, wie wenn die Sonne aufgeht und der heiße Wind aufkommt und sie die Blume vertrocknen lassen..., wird auch der Reiche...“).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
mit dem heißen Wind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Der verwendete Begriff kann sowohl für Hitze, als auch für sengend heißen Wind stehen. Aber die Hitze wird erst am frühen Nachmittag besonders drückend, während der heiße Wüstenwind den ganzen Tag über weht. Deshalb wurde diese Lösung vorgezogen (Blomberg 2008, 56).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
auf und vertrocknet (vertrocknete)&amp;lt;ref name=&amp;quot;gnomisch&amp;quot; /&amp;gt; das Gras und seine Blüte fällt (fiel)&amp;lt;ref name=&amp;quot;gnomisch&amp;quot; /&amp;gt; ab, und die Schönheit ihres Aussehens vergeht (verging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;gnomisch&amp;quot; /&amp;gt;. Genau so wird auch der Reiche auf seinen Reisen (in seinem Lebenswandel)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wege&amp;quot; /&amp;gt; verwelken (dahinschwinden).&amp;lt;ref&amp;gt;Alle präsentisch übersetzten Verben in diesem Vers stehen im Urtext im gnomischen Aorist.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} Glücklich [ist] der Mensch (Mann)&amp;lt;ref&amp;gt;Die meisten Handschriften lesen hier „Mann“, jedoch mit klar [[Generisches Maskulinum|generischer Bedeutung]] (Blomberg 2008, 69).&amp;lt;/ref&amp;gt;, der eine Bewährungsprobe (Prüfung, Versuchung)&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist, wie oben, keine geistliche Versuchung, sondern allgemein eine Schwierigkeit, eine „Prüfung“ im Leben. S. [[Jakobus_1#s2|Vv. 2-4]] (Blomberg 2008, 69).&amp;lt;/ref&amp;gt; [standhaft]&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einfügung soll der Bedeutung des Verbs näher kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt; erträgt, denn wenn (weil, indem)&amp;lt;ref&amp;gt;Adv. Ptz. Aor., temporal aufgelöst; alternativ auch kausal, modal. Wörtlich: „als ein erprobt (bewährt, tüchtig, angesehen) Gewordenener“.&amp;lt;/ref&amp;gt; er sich [darin] bewiesen hat (bewährt), wird er den Siegeskranz des Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. epexegeticus (NSS). „Siegeskranz, welcher das Leben ist“ (Blomberg 2008, 69).&amp;lt;/ref&amp;gt; empfangen, den [Gott (Christus)]&amp;lt;ref&amp;gt;Viele Handschriften ergänzen an dieser Stelle zusätzlich als Subjekt „der Herr“ oder „Gott“; die schwierigere und kürzere (und damit wohl ursprüngliche) Lesart ist jedoch diejenige ohne explizites Subjekt (Johnson 1995, 188).&amp;lt;/ref&amp;gt; denen verheißen hat, die ihn lieben&amp;lt;ref&amp;gt;Subst. [[Partizip|Ptz.]], hier aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Niemand soll in einer Bewährungsprobe (niemand, der [gerade] versucht (geprüft) wird)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Kein Versuchter (Geprüfter, Auf-die-Probe-Gestellter)“ (Attr. Ptz. Präs.)&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp.&amp;lt;/ref&amp;gt;, {dass}&amp;lt;ref&amp;gt;ὅτι recitativum.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ich werde von Gott auf die Probe gestellt (geprüft, versucht)! – denn Gott kann nicht vom Bösen auf die Probe gestellt (versucht) (zum Bösen versucht) werden&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung des Adjektivs ist an dieser Stelle nicht sicher zu ermitteln. Der Text ist auf zwei Arten deutbar: „Gott ist im [im] Bösen unerfahren“ oder „Gott ist des Bösen nicht versuchbar / ohne Versuchung / unversucht“. Hier wird der Genitiv „des Bösen“ als Gen. separationis gedeutet, Gott kann also nicht „zum Bösen“ versucht werden (Dibelius &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt;1964, 122f.; Johnson 1995, 192f.; Mußner 1964, 87f.; NSS). Alternative Gen. der Richtung: „Gott kann nicht zum Bösen versucht werden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;; er stellt selbst auch niemanden auf die Probe (versucht selbst auch niemanden). &lt;br /&gt;
{{S|14}} Vielmehr&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Übersetzung von δὲ wurde gewählt, um den Argumentationsgang wie im Urtext aufrecht zu erhalten.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird jeder auf die Probe gestellt (versucht), indem (weil, während, wenn) er von der eigenen Begierde fortgerissen und verlockt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Modale Auflösung zweier adv. Ptz. Alternativ kausal, temporal, konditional.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|15}} Daraufhin, wenn die Begierde schwanger geworden ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ptc. coni. Aor.; temporal aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;, gebiert sie Sünde; und die Sünde, wenn sie ans Ziel gelangt (erwachsen geworden) ist&amp;lt;ref&amp;gt;Eig. Futur. Die Alternative „erwachsen geworden“ passt in den Sinn der Metapher von der Begierde, dem Gebären und Erwachsenwerden der Sünde (Blomberg 2008, 72).&amp;lt;/ref&amp;gt;, gebiert Tod. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Lasst euch nicht täuschen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Werdet nicht getäuscht“. Alternativ auch aktiv: „Täuscht euch nicht“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, meine geliebten Geschwister! &lt;br /&gt;
{{S|17}} Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt {herab} (ist) von oben{{par|Jakobus|3|15|17}}{{par|Johannes|3|31}},&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „von oben ist herabkommend vom...“ (Ptz. Präs. Akt.). Dabei ist nicht klar, ob „herabkommend“ zu „ist“ gehört oder einen abhängigen partizipiellen Nebensatz einleitet. Der erste Fall wurde hier angenommen; das Ptz. ist dann prädikativ und periphrastisch (so Dibelius, &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt;1964, 130; Blomberg 2008, 73f.). Im zweiten Fall wäre das Ptz. entweder als kausales Ptc. coni.: „ist von oben, weil es … kommt“ (Mußner 1964, 91) oder attributiv zu verstehen: „ist von oben, welches … kommt“ (Johnson 1995, 196). Die periphrastische Deutung stützt sich auf die Wortstellung (Blomberg 2008, 74); für die als Nebensatz spricht, „daß es Jak nicht auf das ‚Herabsteigen‘ ankommt, sondern auf die Herkunft ‚von oben‘“ (Mußner 1964, 91).&amp;lt;/ref&amp;gt; vom Vater der Lichter&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind wohl die Himmelskörper als natürliche Lichtquellen (vgl. Johnson 1995, 196).&amp;lt;/ref&amp;gt;, bei dem es weder Veränderung noch Verfinsterung (Schatten) durch eine (nach einer) Wende&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „[der] Wende (Gen.) Verfinsterung“. Lt. BA war τροπῆ wohl einmal ein astrologischer Terminus technicus, der wohl „Sonnenwende“ bedeutete. Diese Denotation sei aber in der Koine verloren gegangen. &amp;lt;/ref&amp;gt; gibt. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Aus [freiem] Willen (Weil er [es so] wollte)&amp;lt;ref&amp;gt;Substantivische Auflösung eines kausalen oder modalen Ptz. Aor. Pass. (wörtlich „gewillt habend“).&amp;lt;/ref&amp;gt; hat er uns [durch] das Wort der Wahrheit&amp;lt;ref&amp;gt;Dat. instrumentalis.&amp;lt;/ref&amp;gt; geboren, damit (um) wir gewissermaßen die Erstlingsgabe seiner Geschöpfe sind.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Denkt daran (Wisst [dies], Ihr wisst)&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS. Wörtlich „Wisst“ (Imp.) oder „Ihr wisst“ (Ind., so Johnson 1995, 198). Hier als Imperativ gedeutet. Alternativ „Wisst dies:“ (Blomberg 2008, 85; Mußner 1964, 99).&amp;lt;/ref&amp;gt;, meine geliebten Geschwister: Jeder Mensch soll schnell [dazu bereit] sein zuzuhören, [aber] langsam [bereit] zu sprechen [und] langsam [bereit] zum Zorn. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Denn [der] Zorn eines Menschen&amp;lt;ref&amp;gt;Hier verwendet der Autor „Mann“ wieder im generischen Sinne als Synomym für „Mensch“ (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; bewirkt nicht [die] Gerechtigkeit vor Gott&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. subi.: also die Gerechtigkeit vor Gott/nach der Gott urteilt. Kann umschrieben werden: „was vor Gott gerecht ist“ (So Lut, EU, NGÜ). Wörtlich „Gerechtigkeit Gottes“ (so bei RevElb, SLT).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativ nach NSS: „erfüllt nicht die von Gott gesetzte Gerechtigkeit.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Deshalb legt alle Unsauberkeit und übermäßige Schlechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „[alles] Übermaß der Schlechtigkeit“. Die Bedeutung ist eindeutig nicht „alle Schlechtigkeit, die ihr übrig habt“, sondern „von der es so viel gibt“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ab [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Das Verb des ersten Satzteils ist ein Ptz. Aor., das sowohl vorzeitig, als auch gleichzeitig gedeutet werden kann. Deshalb alternativ: „Nachdem/Wenn/Weil ihr ...abgelegt habt“.&amp;lt;/ref&amp;gt; nehmt das eingepflanzte Wort, das eure Seelen zu retten vermag, in Bescheidenheit&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „in Freundlichkeit“. Weil dieser Teil im Griechischen zwischen genau zwischen den beiden imperativischen Teilsätzen steht, ist seine Zuordnung nicht ganz klar. Die meisten Übersetzer beziehen es jedoch auf den zweiten Teil (So auch bei Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; auf.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Aber werdet Täter [des] Wortes und nicht nur [seine] Hörer, die sich selbst betrügen&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. od. adv. (modales) Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;! &lt;br /&gt;
{{S|23}} Denn wenn jemand Hörer [des] Wortes ist, aber&amp;lt;ref&amp;gt;Adversatives καί, das entsprechend wiedergegeben wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht [sein] Täter, gleicht dieser einem Mann, der sein natürliches Gesicht&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „natürliches Aussehen“ (So NSS). Wörtlich: „Aussehen/Gesicht der Schöpfung“. Dabei handelt es sich um einen Semitismus, der auch einfach mit „Gesicht“ übersetzt werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt; in einem Spiegel betrachtet&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. Das Wort meint nicht ein flüchtiges, sondern ein genaues Betrachten (Blomberg/Kamell). Spiegel in der Antike waren gewöhnlich aus poliertem Metall. Denkbar ist ein Bezug, wonach man sich darin nicht besonders gut erkennen konnte, deshalb musste man schon genauer hinschauen. Andererseits cf. 2Kor 3,18, wo von einem ziemlich klaren Spiegel gesprochen zu werden scheint. Eine kommunikative Übersetzung könnte darum „studiert“ lauten. So auch im nächsten Vers.&amp;lt;/ref&amp;gt; –&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|24}} denn er betrachtet sich&amp;lt;ref&amp;gt;Die ersten drei Verben dieses Satzes stehen eigentlich im gnomischen Aorist/Perfekt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geht weg und vergisst sofort, wie er aussah&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „wie er beschaffen war“&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Wer sich aber in [das] vollkommene Gesetz der Freiheit vertieft&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „vorbeugt“. Alternativ vorzeitig: „vertieft hat“. Hier wieder gnomisch gedeutet.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dabei bleibt&amp;lt;ref&amp;gt;Oder vorzeitig: „geblieben ist“&amp;lt;/ref&amp;gt;, indem er kein vergesslicher Hörer&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. qualitatis. Wörtlich: „Hörer der Vergesslichkeit“&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern ein Täter des Werkes [Gottes] wird&amp;lt;ref&amp;gt;Oder vorzeitig: „geworden ist“. Das modale Ptz. Aor. Pass. lässt sich analog zu den vorhergehenden Verben verschieden auflösen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der wird durch sein Tun (in seinem Tun) selig sein. &lt;br /&gt;
{{S|26}} Wenn jemand gottesfürchtig (fromm) zu sein scheint (meint), aber [dabei]&amp;lt;ref&amp;gt;Eingefügt, um die durativ-iterative Bedeutung des aufgelösten attr. Ptz. Präs. besser zu erfassen.&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Zunge nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. Präs.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dessen Gottesverehrung [ist] wertlos.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|27}} Reine und unbefleckte Gottesverehrung vor [unserem] Gott und Vater besteht darin&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „ist dies“&amp;lt;/ref&amp;gt;, Waisen und Witwen in ihrer bedrängten Lage zu besuchen [und] sich selbst vor der Welt unbefleckt (fehlerlos, makellos, untadelig) zu bewahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_1&amp;diff=18419</id>
		<title>Diskussion:Jakobus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_1&amp;diff=18419"/>
		<updated>2014-10-10T16:32:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Lesefassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Ja; einige textkritische Varianten habe ich vielleicht übersehen, z.B. in 17.19 (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = Teilweise ausführlich, teilweise kann man noch ergänzen (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = nicht relevant&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = A–E (Olaf)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Blomberg/Kamell, häufig Dibelius, Johnson, teils Mußner (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = LUT, EÜ, Menge, REB, SLT, NGÜ, NIV, NASB, ESV, NET (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = Das Markup ist teilweise vielleicht unsauber. Manche identische Fußnoten können noch zusammengefasst werden. Rechtschreibung müsste passen. (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher habe ich zwei Abgrenzungen gefunden:&lt;br /&gt;
* 1,1 // 1,2–11 // 1,12–18 // 1,19–27&amp;lt;br/&amp;gt; http://www.soniclight.com/constable/notes/pdf/james.pdf&amp;lt;br/&amp;gt; Schnelle, Udo: &#039;&#039;Einleitung in das Neue Testament&#039;&#039;, Göttingen &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1999, S. 403&amp;lt;br/&amp;gt; Westermann, Claus / Ahuis, Ferdinand: &#039;&#039;Calwer Bibelkunde&#039;&#039;, Stuttgart &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;2001, S. 330&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1,2–12 // 1,13–27&amp;lt;br/&amp;gt; Preuß, Horst Dietrich / Berger, Klaus: &#039;&#039;Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments&#039;&#039;, Band 2: &#039;&#039;Neues Testament&#039;&#039;, Wiesbadem &amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;1997, S. 457&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die anderen Jakobus-Kommentare, die in den denen Fußnoten zitiert sind, kein anderes Bild ergeben, dann schlage ich die erste Abgrenzung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:59, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich das aus dem Seminar noch richtig in Erinnerung habe, ist die Gliederung des ganzen Briefes, aber ganz besonders der Einleitung sehr umstritten und gibt den Forschern große Rätsel auf. Das Problem ist die Abgrenzung zwischen Gliederung und Korpus: Man geht gewöhnlich offenbar davon aus, dass die Einleitung in V. 11 oder 12 vorbei ist. Mein Dozent hatte jedoch eine gute gefunden und zitiert, die er für vernünftig hielt. Wenn ich das meinen Aufzeichnungen noch richtig entnehmen kann, war das wohl die Gliederung von Davids (NIGNT). Davids geht basierend auf Entsprechungen zwischen Einleitung und Korpus davon aus, dass das gesamte erste Kapitel die Einleitung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Jakobusforschung war wohl über Jahrzehnte von Dibelius&#039; Kommentar bestimmt, der ein &amp;quot;Kontextverbot&amp;quot; postuliert hatte - also offenbar, dass der Jakobusbrief kein geschlossener Text sei (wenn ich das richtig in Erinnerung habe; meine Aufzeichnungen sind eher rar). In neuerer Zeit (und schon etwas früher in der internationalen Forschung) ist man davon aber abgekommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Udo Schnelle schreibt zu diesem Thema: „Fehlender Kontextbezug und Situationslosigkeit sind nach Dibelius sowohl für die meisten Abschnitte des Jak als auch für die Paränese allgemein charakteristisch. Allerdings fehlt beim Jak der gedankliche Zusammenhang gerade nicht! […] Einzelsprüche werden durch gemeinsame Stichworte zusammengestellt und durch den Autor interpretiert.“ (S. 404) Und weiter: „Die literarische Integrität des Jakobusbriefes ist unbestritten“ (S. 406). In der neuesten Forschung bestehe „Einigkeit […] über die literarische und thematische Geschlossenheit“ (S. 410). Dennoch nennt er eine Unterteilung in Unterabschnitte. Für unsere Übersetzung ist es übrigens unerheblich, ob man Kapitel 1 nun „Einleitung“ nennt oder man einen anderen Namen dafür findet. Die wichtige Frage für uns ist nur, wo wir in der Lesefassung wissenschaftlich vertretbar Zwischenüberschriften setzen können. Auch wenn man das gesamte erste Kapitel als Einleitung sieht, kann man ja Unterabschnitte identifizieren. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sklave Gottes ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke: Wir brauchen dringend mal eine Standard-FN zu &amp;quot;Sklave/Knecht Gottes&amp;quot;. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:17, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grüßen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Sebastian: Wenn du &amp;quot;charein&amp;quot; schon wörtlich übersetzt, musst du das in der Fußnote erklären. Die Leser wird das verwirren. Übrigens: Wir übersetzen doch funktional, nicht schablonenmäßig, von daher bin ich verwirrt, dass du das überhaupt in Betracht ziehen würdest. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:19, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab auch ein bisschen drüber nachgedacht vorher (daher die Viertel Stunde nur für die FN :) )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Es ist in der FN erklärt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Allerdings ist das schon vereinfachend. Es gibt offenbar tatsächlich einen imperativischen Infinitiv, nämlich ausschließlich in Röm 12,15 und Phil 3,16. In Jak 1,1; Apg 15,23; Apg 23,26 dagegen handelt es sich um eine formelhafte Wendung, die ausschließlich in Briefanfängen verwendet wird - wie gesagt, es gehört zum Briefkopf, sozusagen. Nicht zum Fließtext - das ist nicht der erste Satz des Briefes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil wir in der SF eben &#039;&#039;nicht&#039;&#039; funktional äquivalent übersetzen, dachte ich, das wäre vielleicht sinnvoll (und wegen &amp;lt;code&amp;gt;Sprachbilder und Redewendungen bleiben erhalten und werden genau übersetzt, die Bedeutung bei Unklarheiten in einer Fußnoten erklärt. Nur wenn Grammatik oder Wortwahl dies unmöglich machen, kann eine andere Lösung gefunden werden.&amp;lt;/code&amp;gt; - aber deswegen gar nicht so sehr); v.a. wegen dem Kontrast, der erst so zu den anderen Briefen sichtbar wird (die tauschen diese Standardformel durch eine andere aus).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du meinst, dass es übertrieben ist, kannst du&#039;s gern wieder ändern; ist dein Brief. (Dann aber doch vielleicht wenigstens: &amp;quot;Grüße!&amp;quot; (so z.B. CEB - übrigens stark gedruckt: [https://www.biblegateway.com/passage/?search=James+1&amp;amp;version=CEB s. hier]) /&amp;quot;einen Gruß (so MNT)). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:23, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab wieder &amp;quot;Grüße&amp;quot; draus gemacht. Du hast schon recht; das war übertrieben. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:41, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, dass wir einer Meinung sind. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 2 ===&lt;br /&gt;
Olaf, schön, dass du dich an den Urtextcheck gewagt hast! :-) Du hast hier die folgende Fußnote ergänzt: &amp;quot;Das Wort „ἀδελφοῖς“ bezeichnet hier einen Menschen, der sich Christus zugehörig fühlt (Generisches Maskulinum)&amp;quot;. Kannst du das belegen? Die Erklärung kommt mir etwas kompliziert vor. Ist es nicht eher klar, dass der Autor Glaubensgeschwister anspricht, also solche, die Geschwister in Bezug auf seine Religion sind? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, die Übersetzung als „Glaubensgeschwister“ oder „Christen“ ist für diese Stelle wohl treffender und lässt sich ebenso wie die komplizierte Formulierung mit dem Bauer/Aland-Wörterbuch belegen. Wie wäre es mit: „Das Wort ‚ἀδελφοῖς‘ (Brüder, Geschwister) bezeichnet hier Geschwister im Glauben, d.h. männliche und weibliche Christen (Ggenerisches Maskulinum).“? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab ganz vergessen, hier zu antworten. Das klingt ganz gut, aber ich frage mich, ob man nicht noch weiter kürzen kann. Würde der Link auf [[Generisches Maskulinum]] (wie in V. 5) nicht schon alles sagen? Die Klammer sagt ja schon den Rest. Oder meinst du, das müsste man noch klarer verdeutlichen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 4. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN e ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dibelius habe ich überprüft ([http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00044636_00096.html?sort=sortTitle+asc&amp;amp;start=10&amp;amp;classRVK=BC+1400+-+BC+5100&amp;amp;mode=classRVK&amp;amp;rows=10&amp;amp;pos=002%3A003%3A002 hier] online); ich finde das schwer haltbar. &amp;quot;Wer 1,2 unbefangen ansieht&amp;quot;, denkt doch durchaus &#039;&#039;nicht&#039;&#039; nur an Christenverfolgungen. Eigentlich weist dahin sogar überhaupt nichts, es sei denn, man würde im Präskript das &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; lokal deuten und dann mit V. 2 zusammenlesen und außerdem davon ausgehen, dass der Brief so sehr Spruchsammlung ist, dass seine Teile überhaupt nicht miteinander zusammenhängen. Aber schon von der Textstruktur her ist ja V. 1 unabhängig von V. 2 zu lesen (Präskript &amp;lt;=&amp;gt; Briefkorpus), dagegen hängt V. 2 aber deutlich mit V. 13-15 zusammen, nämlich über den Zhg. &amp;quot;Versuchung&amp;quot; + &amp;quot;Standhaftigkeit&amp;quot; (s. Vv.3.12). Wie die &amp;quot;Versuchung&amp;quot; sonst näher bestimmt ist, wird nicht ausgeführt und muss das ja auch gar nicht, denn der Zhg. Versuchung + Standhaftigkeit ist eine Idee &amp;quot;eigenen Rechts&amp;quot; unabhängig von zeitgeschichtlichen Hintergründen; dahinter steht nämlich die Vorstellung, dass der Mensch fortwährend Bewährungsproben ausgesetzt wird, und wenn er sich &#039;&#039;bewährt&#039;&#039;, irgend etwas Gutes mit ihm passiert - hier wohl: er wird dafür dann den &amp;quot;Siegeskranz&amp;quot; (V. 12) empfangen, der darin besteht, zu jenen zu gehören, die Gott aus der Zerstreuung zusammenführt (V. 1). Ich würde als FN eher etwas vorschlagen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Hinter dem Begriff πειρασμός &#039;&#039;Versuchung&#039;&#039; steht die altjüdische Vorstellung, dass Gott immer wieder Unheil über den gläubigen Menschen bringt, damit dieser sich in diesen Bewährungsproben als rechter Gottesdiener bewähren kann (s. z.B. [[Genesis 22#s1 |Gen 22,1]]; [[Exodus 16#s4 |Ex 16,4]]; [[Richter 3#s1 |Ri 3,1-4]]; [[Psalm 26#s2 |Ps 26,2]]; [[Sirach 2#s1 |Sir 2,1]]; vgl. auch [[Matthäus_6#note_m|Mt 6,12 FN m]]). Jakobus führt weiter aus: Wer diese Bewährungsproben besteht, gewinnt damit „Standhaftigkeit“, und impliziert ist wohl: Wer standhaft bleibt, wird dann am Ende der Zeit auch aus der Zerstreuung gesammelt werden (s.o.; s. z.B. auch [[Markus 13#s13 |Mk 13,13]]; [[1 Petrus 1#s6 |1Pet 1,6f]]; ähnlich [[Römer 5#s3 |Röm 5,3-5]]). In Vv. 13-15 wandelt Jakobus diese Vorstellung jedoch ab: Es ist gerade nicht Gott, der diese Versuchungen über einen Menschen bringt; sie erwachsen allein aus den sündhaften Begierden des Menschen (vgl. z.B. [https://www.academia.edu/1852420/_James_1_2-15_and_Hellenistic_Psychagogy_NovT_52_1_2010_37-71 Kloppenborg 2010], S. 68f; [http://www.jstor.org/stable/4150718 Wilson 2002], S. 159). Entsprechend wird Jakobus dann im Folgenden auch v.a. vor menschlichen Schwächen warnen (z.B.: Impulsivität (1,19-21), Voreingenommenheit (2,1-9), lose Zunge (3,2-12), Streitsucht (3,13-18), Liebe zur Welt (4,1-4) usw.) und ihnen tugendhaftes Verhalten entgegenstellen. Besonders wichtig: Es ist gerade nicht allein die Standhaftigkeit im Glauben (V. 3), die gerecht macht (wie z.B. [[Markus 13#s4 |Mk 13,4-13.21-23]] das nahelegen könnte) - unabdingbar sind außerdem die &#039;&#039;Werke&#039;&#039; des Glaubens (2,14-26).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilson findest du [http://www.jstor.org/stable/4150718  hier]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du zustimmst, würde ich außerdem die Reihenfolge von &amp;quot;Prüfungen (Versuchungen)&amp;quot; umdrehen und &amp;quot;Versuchungen&amp;quot; als primär-Üs. für die SF wählen. Vgl. Burchard 2000, S. 55: &amp;quot;Wie nun übersetzen? Will man ein Wort mit zugehörigem Verb, das V. 13-15 gerecht wird, geht &#039;Prüfung, Erprobung&#039; nicht. &#039;Versuchung&#039; und &#039;Anfechtung&#039; passen; ich wähle das zweite, weil hier das Widrige stärker mitklingt, das Jak m.E. ausdrücken will.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:51, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Versuchung&amp;quot; klingt mir zu geistlich, und ich glaube, die meisten Christen würden hier eben genau geistliche Versuchungen verstehen, wo keine besonders geistlichen gemeint sind – wie du selbst ausgeführt hast. Daher hatte ich bewusst &amp;quot;Prüfung&amp;quot; gewählt. Die Assoziation mit einem Verb ist aus linguistischer Sicht natürlich problematisch ;-) , deshalb habe ich das auch gar nicht versucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Fußnote finde ich wunderbar! Danke für die genaue Recherche. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetzt. Ich habe jetzt mal &amp;quot;Prüfung&amp;quot; stehen lassen, finde es aber nach wie vor nicht die beste Lösung. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:25, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 3 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== da ihr wisst ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davies 1955: Paul and Rabbinic Judaism und McCartney 2009 denken, dass das Partizip hier ein imperativisches Partizip ist (dazu z.B. Dana/Mantey, S. 229; Wallace, S. 650f; so auch LUT und TAF) und also V. 3 als Explikation von V. 2 dient: &amp;quot;Betrachtet als Anlass zur Super-Freude, wenn ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet: Wisst, dass die Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt.&amp;quot; Liegt das nicht näher?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ansonsten wäre der Sinn von Vv. 2f mehr oder weniger: &amp;quot;Ihr wisst ja, das Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt. Daraus folgt, dass ihr euch freuen müsst, wenn ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet.&amp;quot; - aber dieses, dass &amp;quot;Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt&amp;quot;, scheint ja gerade das Zentrale an unserem Absatz zu sein (und wird daher in V. 4 weitergeführt). Sinngemäß ist doch daher die Aussage wohl eher: &amp;quot;Wisst, dass die Bewährung im Glauben Standhaftigkeit hervorbringt. Darum freut euch, wann immer ihr auf verschiedenste Weisen versucht werdet.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon ist die FN falsch, denn du selbst deutest in der Üs. ja gar nicht als temporales, sondern als kausales Ptz. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:56, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, &amp;quot;da&amp;quot; ist hier temporal gemeint; dennoch läge die kausale Sinnrichtung näher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Imperativ &amp;quot;wisst!&amp;quot; habe ich Probleme. Er ist ja nicht ohne Grund unüblich geworden: Man kann jemanden nicht dazu auffordern, etwas zu wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wesentliche Unterschied zwischen imperativischer und kausaler Auflösung wäre, dass der Imperativ Wissen vermitteln würde – während der kausale Nebensatz im Indikativ das Wissen voraussetzt. Richtig? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall ließe sich inhaltlich ganz einfach erkennen, ob es sich um vorausgesetztes oder noch unbekanntes Wissen handelt. Ich bin der Meinung: V. 3 kann man beim Leser als ziemlich nahe liegende Kausalität eher voraussetzen. Die Belehrung per Imperativ wäre dann doch sehr oberlehrerhaft. Was meinst du? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:40, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das wäre einer der Unterschiede. Der wichtigere wäre, dass nach diesem Vorschlag diese Tatsache zum eigenständig vermitteltem Wissensinhalt würde, während er kausal gedeutet nur als bekannt vorausgesetzter Hintergrund des Befehls, Versuchung als Anlass zur Super-freude zu betrachten, wäre. Nur die Tatsache, dass im nächsten Vers dann nicht der Freude-befehl, sondern der &amp;quot;Wissens-vers&amp;quot; fortgeführt wird, lässt mich ein wenig mehr Davies und McCartneys Vorschlag zuneigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass das einleitende &amp;quot;Wisst!&amp;quot; unüblich geworden ist, heißt aber ja nicht, dass er im NT nicht so gesetzt werden kann - siehe etwa [http://www.stepbible.org/?q=version=GerSch|reference=Matt.24.43|reference=Luke.10.11|reference=Luke.12.39|reference=Gal.3.7|reference=2Tim.3.1|reference=Jas.5.20&amp;amp;options=VHNUG Mt 24,43; Lk 10,11; Lk 12,39; Gal 3,7; 2Tim 3,1; Jak 5,20]. Auch gegen das &amp;quot;oberlehrerhaft&amp;quot; würde ich entschieden einwenden, dass es in den obigen Beispielen 3 von 5 Mal &#039;&#039;Jesus&#039;&#039; ist, der dieses einleitende &amp;quot;Wisst!&amp;quot; verwendet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist ja wieder nicht die Übersetzung, sondern zunächst die Deutung, welche Sinnrichtung das Partizip hier vermutlich im &#039;&#039;Griechischen&#039;&#039; hat. Ob das imperativisches Partizip wäre, ist ja unabhängig davon, ob es auch ins Deutsche am Besten als Imperativ zu übertragen wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass sich das ganz einfach erkennen lässt, ob man das Wissen als bekannt voraussetzen kann. Sowohl Adressat als auch Datierung sind ja zumindest umstritten, und also auch der &amp;quot;christlicher Bildungsstand&amp;quot;, den man beim idealen Leser des Jakobusbriefs voraussetzen kann. Dass Jakobus im Folgenden auch viele Gemeinplätze bringt, lässt mich eigentlich eher glauben, dass dieser &amp;quot;christliche Bildungsstand&amp;quot; des idealen Lesers nicht allzu hoch anzusetzen ist. Aber genau so gut wäre ja möglich, dass Jakobus einfach noch mal Bekanntes zu einer Art &amp;quot;Summa ethica&amp;quot; zusammentragen will; denn er nennt ja gar keinen wirklichen Anlass für seinen Brief. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:13, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== δοκίμιον ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
δοκίμιον scheint nicht primär die Probe, sondern das Mittel, mit dem geprobt wird, zu meinen: Burchard 2000: &amp;quot;Läuterungsmittel&amp;quot;; Hartin 2003: &amp;quot;a means or instrument of testing&amp;quot;; McCartney 2009: &amp;quot;test or means of testing&amp;quot;. Fällt jemandem etwas besseres ein als &amp;quot;Läuterungsmittel&amp;quot;? &amp;quot;dass das, was euren Glauben auf die Probe stellt&amp;quot;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:29, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, &amp;quot;Prüfung&amp;quot;. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem bei &amp;quot;Prüfung&amp;quot; ist, dass es da immer jemanden geben muss, der die Prüfung stellt, hier aber ja ausgeführt wird, dass es die aus der sündhaften Begierlichkeit des Menschenherzens erwachsenden Versuchungen sind, die den Menschen &amp;quot;proben&amp;quot; und denen er widerstehen muss. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:16, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es tatsächlich so ist (und da bin ich mir noch nicht sicher), dann wäre es bei &amp;quot;Versuchung&amp;quot; genau das Gleiche oder noch Stärker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsatz: &amp;quot;Der Gottesdienst gestern war eine echte Prüfung für meine Nerven.&amp;quot; Hier ist doch sicher kein &amp;quot;Prüfer&amp;quot; hinzuzudenken? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:34, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Vorschläge wären natürlich &amp;quot;Erprobung&amp;quot; (stand das da irgendwann mal?) oder einfach &amp;quot;Test&amp;quot;. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:47, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsatz 2: &amp;quot;Ihr wisst ja, dass die Prüfung eures Glaubens Durchhaltevermögen hervorbringt&amp;quot;. Da denkt man doch schon automatisch an einen Prüfer? Ebenso bei &amp;quot;Erprobung&amp;quot; (das immer noch Primärübersetzung ist) und erst recht bei &amp;quot;Test&amp;quot;. Für die LF gefällt mir ganz gut die Lösung von BB, B/N, BigS, GN, GREB: &amp;quot;Ihr wisst ja: Wenn (Je mehr) euer Glaube erprobt wird / sich euer Glaube bewährt, führt das zu Standhaftigkeit&amp;quot; (ähnlich WIL, NGÜ). Aber in der SF müsste schon ein Substantiv her. Vielleicht &amp;quot;Bewährungsprobe&amp;quot; (HfA, KAM, NeÜ)? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:46, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm, aber &amp;quot;Bewährungsprobe&amp;quot; haben Olaf und du in euren Üss. ab V. 12 für &amp;quot;Versuchung&amp;quot;, was ich ziemlich gut finde. Mist, dann geht das auch nicht. P.S.: Warum ist das denn nicht auch die Übersetzung von &#039;&#039;peirasmos&#039;&#039; in V. 2? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:42, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchhaltevermögen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist zwar allgemein eine bessere Alternative zu Standhaftigkeit; aber ich glaube, im Zusammenhang damit, dass man sich nicht von seinem Glauben abbringen lässt, würde man auch heute eher von &amp;quot;Standhaftigkeit&amp;quot; sprechen, oder? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:29, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinetwegen! Mit der Option, ggfs. irgendwann noch ein noch besseres Wort zu finden. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:15, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungesetzt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:49, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 4.5 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist kompliziert. Ich habe mal für FN m einen Fußnotenentwurf gemacht, der aber wohl zu lang ist. Welche der drei die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, musst du entscheiden :) (Ich persönlich würde - v.a. angesichts des in FN p dargelegten Weisheits-konzepts - Möglichkeit 2 für die wahrscheinlichste halten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Darüber, wie Vv. 2-4 mit Vv. 5-8 zusammenhängen, besteht in der Forschung kein Konsens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Dibelius 1964 betrachtet die Abschnitte Vv. 2-4 und 5-8 als zwei voneinander unabhängige Perikopen. Grammatisch wäre das durchaus möglich: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; markiert nicht nur Gegensätzlichkeit, sondern kann auch zwei voneinander unabhängige Textabschnitte voneinander abgrenzen (vgl. z.B. Muraoka, S. 140; Reiser 1983, S. 99f.160f; [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]). Auch die Tatsache, dass Vv. 4.5 durch das Wort λείπω &#039;&#039;mangeln&#039;&#039; miteinander verknüpft ist, muss nichts heißen, da Jakobus in seinem Brief noch öfter voneinander unabhängige Textabschnitte durch Stichworte miteinander verknüpft. Und auf den ersten Blick scheinen die beiden Abschnitte wirklich nicht viel miteinander zu tun zu haben. Zu übersetzen wäre dann: „Diese Standhaftigkeit soll zu vollkommenem Handeln führen: Ihr sollt vollkommen und vollständig sein, in nichts sollt ihr mangelhaft sein. / Wenn es &amp;lt;s&amp;gt;aber&amp;lt;/s&amp;gt; jemandem an Weisheit mangelt, soll er [diese] von Gott erbitten...“.&amp;lt;br /&amp;gt;Blickt man etwas weiter, ergeben sich aber doch zwei Möglichkeiten, einen Zusammenhang zwischen den beiden Abschnitten herzustellen:&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die σοφία &#039;&#039;Weisheit&#039;&#039; wird in Kapitel 3 noch einmal zum Thema werden, und dort wird sie offenbar (entsprechend dem frühjüdischen Weisheits-konzept; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Jakobus_1#note_p FN p]) als eine weitere Vorbedingung für gutes Handeln vorgestellt (s. [[Jakobus 3#s13 |Jak 3,13]].[[Jakobus 3#s17|17]]) - ebenso, wie in Vv. 2-4 die Standhaftigkeit im Glauben Vorbedingung guten Handelns ist. Die Vorstellung hinter Vv. 2-8 scheint also zu sein: Standhafter Glaube ist die Vorbedingung für Weisheit (Vv. 5-8); beide gemeinsam (s. eben V. 4 und Jak 3,13.17) sind die Vorbedingungen für vollkommenes Handeln, und diese drei zusammen - standhafter Glaube, Weisheit und vollkommenes (d.i. gläubiges und weises) Handeln - machen den Menschen zu einem „ganzen“ Menschen, nämlich „vollkommen und vollständig“ (V. 4). Der Zusammenhang von Vv. 4.5 wäre dann dieser: Vv. 2-4 haben die beiden Glieder „standhafter Glaube“ und „vollkommenes Handeln“ eingeführt, in V. 5 soll das erweitert werden um das dritte Glied „Weisheit“. Vv. 4.5 wären dann zu übersetzen: „Diese Standhaftigkeit soll zu vollkommenem Handeln führen, damit ihr vollkommen und vollständig seid: in nichts sollt ihr mangelhaft sein. / Wenn es aber jemandem [dafür] an Weisheit mangelt, soll er [diese] von Gott erbitten...“. Vgl. ähnlich McKnight 2011, S. 84; Ropes 1916, S. 138.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Einen weiteren Vorschlag hat Taylor 2006, S. 102 gemacht: Weil in 2-4 der standhafte Glaube als Vorbedingung für das „Vollkommen- und Vollständig-sein“ und in 5-8 als Vorbedingung für die „Weisheit“ dargestellt wird, sind für Taylor Weisheit und Vollkommen- und Vollständig-sein gleichzusetzen; Vollkommen sein &#039;&#039;ist&#039;&#039; weise sein. Die Struktur von Vv. 2-8 wäre dann beinahe konzentrisch: Man soll standhaft glauben, um vollkommen zu sein (=weise zu sein) (Vv. 2-4). Ist man nicht weise, muss man standhaft gläubig darum bitten (Vv. 5-8). Zu übersetzen wäre hier ähnlich wie in (1).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:57, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== holokläros - dipsychos - haplos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Begriffe müssen gesammelt behandelt werden. Ich entwerfe mal eine FN: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Jakobus entwickelt in den ersten acht Versen seines Briefes sehr kondensiert eine ganze Mikro-anthropologie und Mini-ethik. Er tut dies v.a. über das Spiel mit verwandten Begriffen, deren Deutung und Übersetzung schwierig ist, weil sie ihre Bedeutung erst im Wechselspiel miteinander entfalten.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Auf der einen Seite stehen die Menschen, die „gespalten“ (V. 6 &#039;&#039;bis&#039;&#039;) und „zweiseelig“ (V. 8) sind - vermutlich gehört hier hinein sogar auch die Rede von der „Zerstreutheit“ der zwölf Stämme (V. 1). Für sie ist kennzeichnend, dass sie der „vom Wind hin- und hergeworfenen Meereswoge gleichen“ (V. 6) und „auf all ihren Wegen wankelmütig sind“ (V. 8). Auf der anderen Seite steht Gott, der „ein-ig/ein-fach“ gibt (V. 5). Er hat die Menschen zur „Vollkommenheit, Vollständigkeit und nicht-Mangelhaftigkeit“ (V. 4) berufen; und für solche Menschen ist kennzeichnend, dass sie „standhaft“ sind und so den „Versuchungen [ihres Herzens]“ (Vv. 2f) widerstehen können.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Jakobus spielt also hier mit Begriffen aus den Wortfeldern „gespalten“ und „ganz, vollständig“; die kritischen Begriffe sind (1) διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039;, (2) δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039; und (3) ἁπλῶς &#039;&#039;einfach&#039;&#039;.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(1) διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; wird meist übersetzt mit „zweifelnd, zögernd“. Das ist aber nicht sehr glücklich, da der Zusammenhang mit Vv. 4f und der Rede von der Standhaftigkeit im Glauben recht deutlich zeigt, dass es hier nicht um zauderndes Beten geht, sondern um die Entschiedenheit des „gehabten Glauben[s]. Der Beter muß Christ sein, und zwar ein entschiedener, wie das Partizip präzisiert.“ (Burchard 2000, S. 60; ebenso McCartney 2009, S. 91). Cheung hat in seiner Dissertation (Cheung 2003) schön herausgearbeitet, dass diese Rede von der „Gespaltenheit, Doppelheit“ ein Leitthema im ganze Jakobusbrief ist; Jakobus beschreibt damit stets, dass der „Gespaltene“ nicht völlig Gott anhangt, sondern nur mit halbem Herzen und die andere Hälfte seines Herzens an die Welt gehängt hat (z.B. S. 223), und das heißt im Jakobusbrief: Zwar auf der einen Seite an Gott glauben, aber diesem Glauben nicht auch &#039;&#039;Werke des Glaubens&#039;&#039; folgen zu lassen, weil man stattdessen seinen Begierden nachgibt (s. [[Jakobus 2#s14 |Jak 2,14-26]]; [[Jakobus 3#s13 |3,13-17]]; [[Jakobus 4#s1 |4,1-4]]). Treffender als „zweifelnd, zögernd“ ist daher hier die Übersetzung „halbherzig“.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(2) δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; - BA, LN und Porter 1990b empfehlen auch hierfür die Übersetzung „zweifelnd, zögernd“, und wieder ist das nicht sehr glücklich: δίψυχος wird klar synonym mit διακρινόμενος verwendet; auch hierin kommt also besagte Hin- und Hergerissenheit zwischen Gott und Welt zum Ausdruck (so die meisten). Um das in der LF klar zu machen, muss „ein zweiseeliger Mann“ wohl freier übertragen werden; z.B. als „ein Mensch, der Gott nur mit halbem Herzen dient“.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(3) ἁπλῶς &#039;&#039;einfach&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist ebenso wie „vollkommen“ und „vollständig“ Gegenbegriff zu „gespalten“ und „zweiseelig“. Anders als die Menschen, die Gott nur mit halbem Herzen anhangen, gibt Gott „mit ganzem Herzen“ (vgl. z.B. McCartney 2009, S. 89). Wall 1997 und Davids 1982 schlagen daher die englische Umschreibung „with an undivided mind“ vor; ein kommunikatives deutsches Äquivalent wäre z.B. der Begriff „ganzherzig“, den z.B. auch Niebuhr 1987 verwendet, um den Sinn des Begriffs ἁπλότης &#039;&#039;Einfachheit&#039;&#039; zu umschreiben (S. 113).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:58, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das gut findest, könnte man außerdem die FN zu &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; erweitern um:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Zusätzlich ist διασπορᾷ vermutlich symbolisch zu verstehen, wohin schon weist, dass ein an in alle Welt verstreute Adressaten gerichteter Brief gar nicht zustellbar wäre (Llewelyn 1997, S. 385). διασπορᾷ &#039;&#039;Verstreuung&#039;&#039; ist wohl zusammenzulesen mit διακρινόμενος &#039;&#039;gespalten&#039;&#039; (V. 6 &#039;&#039;bis&#039;&#039;) und δίψυχος &#039;&#039;zweiseelig&#039;&#039; (V. 8); dazu siehe FN []: Ganz Israel wird derart als solcherart bestimmt, dass es zwar an Gott glaubt, aber diesem Glauben nicht auch &#039;&#039;Werke des Glaubens&#039;&#039; folgen lässt. Ebenso soll wohl das geläufige θεοῦ καὶ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ δοῦλος &#039;&#039;Knecht/Sklave Gottes und des Herrn Jesus Christus&#039;&#039; den Schreiber als einen auszeichnen, der nicht allein an Gott und Jesus Christus &#039;&#039;glaubt&#039;&#039;, sondern der auf Erden auch ihren Willen tut - und dass es gerade das ist, was die Adressaten des Jakobusbriefs &#039;&#039;nicht&#039;&#039; tun, wird später zum Leitthema des Briefs werden.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist die Zusammenlesung von &#039;&#039;diaspora&#039;&#039; und &#039;&#039;diakrinomenos&#039;&#039; + &#039;&#039;dipsychos&#039;&#039; nichts, dass ich irgendwo in der Sekundärliteratur gefunden hätte. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== alte Anmerkungen zu den Begriffen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ἁπλῶς =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist ein Wortspiel übersehen. ἁπλῶς kommt von ἁπλοῦς &#039;&#039;einzig, einig&#039;&#039; (vgl. ἁπλότης &amp;quot;Eins-heit&amp;quot;). Auf diese Weise wird auch Gott mit dem zweiseeligen Menschen kontrastiert - während der &amp;quot;zwei-seelig&amp;quot; ist, ist Gott ein-ig; vgl. Wall 1997, S. 52: &amp;lt;code&amp;gt;The adverb &#039;&#039;haplos&#039;&#039;, which is often translated as &amp;quot;generously,&amp;quot; actually defines the quality of God&#039;s giving rather than the measure of the wisdom provided. I side with Davids, who supplies a &amp;quot;secondary meaning&amp;quot; to the word&amp;lt;/code&amp;gt; [eigentlich ist das kein secondary meaning; Strong z.B. nimmt das Folgende als Grundbedeutung und leitet daraus erst &amp;quot;generously&amp;quot; ab.]&amp;lt;code&amp;gt;, meaning &amp;quot;with an undivided mind.&amp;quot; This nicely contrasts God who gives &amp;quot;without mental reservation&amp;quot; with the immature believer who asks for wisdom but with a divided mind (1:7-8). James pairs this adverb with another, &amp;quot;without reproach&amp;quot; (&#039;&#039;oneidizo&#039;&#039;), which also probably means &amp;quot;singular in purpose, without guile&amp;quot;; the image is of God who gives wisdom in undivided loyalty to God&#039;s people.&amp;lt;/code&amp;gt; (Das zweite würde ich aber doch für sehr gewollt halten). Vgl. auch  McCartney 2009, S. 89: &amp;lt;code&amp;gt;The Greek term translated &amp;quot;unreservedly&amp;quot; (&#039;&#039;haplos&#039;&#039;) is somewhat ambiguious. It is the adverbial form of the word for &amp;quot;simple, single, genuine, pure&amp;quot; and thus (like the dative of its cognate &#039;&#039;haplotäs&#039;&#039;) can mean &amp;quot;simply, singly, sincerely, plainly, purely&amp;quot; (see BDAG 104), as it does in all but one of the dozen or so occurrences of the &#039;&#039;haplo-&#039;&#039; stem in the LXX. A derivative meaning &amp;quot;generously&amp;quot; or &amp;quot;graciously&amp;quot; (as in 3 Macc. 3:21) is sometimes proposed (Hort 1909: 7-8; Cantinat 1973: 69), and this certainly fits with the next attributive phrase, &amp;quot;without reproach.&amp;quot; But the word is more likely intended to stand in contrast to the &amp;quot;doubleness&amp;quot; of the doubter in 1:8. The point is that unlike the giving done by many humans, God&#039;s giving is not devious; it is without complications or double-dealing; it comes &amp;quot;without strings attached,&amp;quot; &amp;quot;without reservation&amp;quot; (Riesenfeld 1944; Mussner 1975: 68).&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;  Daher würde ich doch &amp;quot;vorbehaltlos&amp;quot; für wahrscheinlicher halten; u.a. auch, weil ich die Wertung in der FN (&amp;quot;lediglich vorbehaltlos&amp;quot; vs. &amp;quot;sogar großzügig&amp;quot;) nicht nachvollziehen kann. Einige derer, die ich vor mir habe, wählen zwar ebenfalls &amp;quot;großzügig&amp;quot;, gehen aber auf das Wortspiel nicht ein, was wohl heißt, dass sie es entweder nicht gesehen haben oder beschlossen haben, es zu ignorieren. Aber auch für &amp;quot;vorbehaltlos&amp;quot; sollte dann wohl ein Äquivalent gefunden werden, dass diesen Kontrast zum Ausdruck bringt. &amp;quot;Schlicht und einfach&amp;quot;? Oder, s.u.: Ich habe jetzt gelernt, dass es im Deutschen tatsächlich das Wort &amp;quot;ganzherzig&amp;quot; gibt (u.a. habe ich es gefunden bei Bertolt Brecht; Sjöberg verwendet es in seiner Kommentierung des Vater-unsers, Schweizer und Klein in ihren Lukasevangelien etc.; [http://books.google.de/books?id=z3SONgZP3xwC&amp;amp;lpg=PA113&amp;amp;ots=Xr5LgfDqIP&amp;amp;dq=ganzherzig%20im%20Verh%C3%A4ltnis%20zu%20Gott%20und%20weitherzig%20im%20Verh%C3%A4ltnis%20zu%20den%20Mitmenschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA113#v=onepage&amp;amp;q=ganzherzig&amp;amp;f=false Niebuhr] zitiert es (von Bacht) zur Erläuterung des Wortes &#039;&#039;aplotäs&#039;&#039;). Ich kannte das gar nicht, aber das wäre wohl ideal; v.a., wenn man unten &amp;quot;halbherzig&amp;quot; wählt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:08, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ὁλόκληρος =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Untadelig&amp;quot; ist nicht sehr gut. Eigentlich heißt ὁλόκληρος &amp;quot;ganzteilig, vollständig, heil, unversehrt&amp;quot;, und es ist hier recht sicher der Gegenbegriff zum „zweiseeligen Mann“ in V. 8. Vielleicht steht im Hintergrund das &amp;quot;mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele&amp;quot; aus Dtn 6,5. Die meisten dt. Üss. haben &amp;quot;makellos&amp;quot; oder eben &amp;quot;unversehrt&amp;quot;, die meisten eng. &amp;quot;perfect and complete&amp;quot;, aber den Sinn trifft wohl eher ZÜR: &amp;quot;damit ihr vollkommen und ganze Leute seid&amp;quot;. Vgl. auch ASV, KJV, TMB, WBT, YLT: &amp;quot;perfect and entire&amp;quot;; CJB: &amp;quot;complete and whole&amp;quot;; Wycliffe: &amp;quot;perfect and whole&amp;quot;; Sehr cool auch Zink: &amp;quot;Aus dieser Festigkeit muß ein Leben folgen, das aufs Ganze geht, denn ihr sollt vollkommen sein, &#039;&#039;Menschen aus einem Stück&#039;&#039;, und an nichts soll es euch fehlen.&amp;quot; Am Besten vielleicht BigS: &amp;quot;ungeteilt&amp;quot;. Oder fällt jemandem etwas besseres ein? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:09, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde den moralischen Aspekt in der Übersetzung gerne mitschwingen hören. Müsste mich selbst nochmal einlesen, bevor ich einen Vorschlag mache. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:37, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s. dazu oben; ich habe einen Extra-abschnitt für dieses und zwei andere Worte eingefügt. Einstweilen habe ich aber mal einen ziemlich krassen Texteingriff vorgenommen, für den ich mich hier entschuldige, der aber nötig war: ὁλόκληρος ist das Gegenkonzept vom direkt folgenden ἐν μηδενὶ λειπόμενοι, das dann in V. 5 wieder aufgegriffen wird: Εἰ δέ τις ὑμῶν λείπεται σοφίας. Dieser Zusammenhang muss in der Übersetzung unbedingt sichtbar werden. Aktuell steht &amp;quot;untadelig und in keinem [Punkt] zurückbleibt. / Wenn es aber einem [von] euch an Weisheit fehlt.&amp;quot;; hier kommt das gar nicht raus. Bis uns etwas besseres einfällt, greife ich - weil das so sehr wichtig ist - direkt in die Übersetzung ein und ersetze einstweilen durch: &amp;quot;vollständig und in nichts mangelhaft. / Wenn es euch aber an Weisheit mangelt...&amp;quot;. Das ist ein krasser Texteingriff und deshalb eigentlich doof von mir als Zweitleser, aber diese Wortverknüpfung kenntlich zu machen ist wirklich unbedingt erforderlich; ich entschuldige mich daher hiermit im Voraus und mache es trotzdem :)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites: Wegen dieses engen Zusammenhangs ist recht sicher ἐν μηδενὶ λειπόμενοι nicht durch Koordination auf eine Stufe mit τέλειοι und ὁλόκληρος zu stellen, sondern - was ja schon der gr. Text durch zunächst Koordination und dann Apposition anzeigt und außerdem dadurch nahegelegt wird, dass τέλειοι καὶ ὁλόκληροι ein Hendiadioyn ist (Ropes 1916, S. 138; vgl. auch Cheung 2003, S. 180: „The pair τέλειοι and ὁλόκληροι then may denote both qualitative and quanitative completeness, that is, &#039;completely complete.&#039; The positive expression is further reinforced by the negative ἐν μηδενὶ λειπόμενοι, &#039;falling short of nothing.&#039;“) - als Ergänzung zu dem Doppel τέλειοι καὶ ὁλόκληροι; &#039;&#039;indem&#039;&#039; würde ich daher als wesentlich sinngemäßer empfinden als &#039;&#039;und&#039;&#039;. Aber das ist nicht so wichtig wie das obige. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:07, 22. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== [und dabei] keinesfalls zweifeln (keinerlei Bedenken haben) =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ἐν πίστει, μηδὲν διακρινόμενος ist Ausdrucksalternative zu &amp;quot;standhaft glaubend&amp;quot;. &amp;quot;Keinerlei Bedenken haben&amp;quot; trifft das nicht - ist das als eine hier mögliche Bedeutung gedacht oder nur als Alternative aufgenommen, weil es rein lexikalisch möglich wäre, so zu übersetzen? Vgl. Burchard 2000, S. 60: &amp;lt;code&amp;gt;Gemeint ist nach V. 3 und vor V. 6b-8 nicht speziell Gebetszuversicht (so aber viele), zumal schon V. 5b zu ihr ermutigt hatte, sondern der gehabte Glaube. Der Beter muß Christ sein, und zwar ein entschiedener, wie das Partizip präzisiert.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine bessere Auflösung als &amp;quot;[und dabei]&amp;quot; fällt mir auch nicht ein, aber ist vielleicht jemand anderes kreativer? Super wäre, wenn sich das wenigstens in der LF als adjektivische Ergänzung zu &amp;quot;im Glauben&amp;quot; umsetzen ließe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
διακρινόμενος ist wörtlich &amp;quot;geteilt, gespalten&amp;quot;, auch das kontrastiert sie mit dem &amp;quot;ein-igen&amp;quot; Gott (s.o.) und hängt zusammen mit dem zwei-seeligen Menschen aus V. 8 (dazu s. unten). Vgl. z.B. McCartney 2009, S. 91: &amp;lt;code&amp;gt;The word &#039;&#039;doubt&#039;&#039; can be misunderstood, however, in that in common English parlance it is used to mean any uncertainty or questioning. But James does not mean that a believer may never have a measure of uncertainty regarding whether something is God&#039;s will; rather, he is condemning a lack of commintment, a divided loyalty (DeGraaf 2005: 741-42), or an indecision or hesitancy (Cantinat 1973: 21) that questions the integrity of God.&amp;lt;/code&amp;gt; Besser wäre daher hier ziemlich sicher „halbherzig“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== δίψυχος =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei verschiedene Deutungen sind verbreitet, deine FN scheint mir beide ein bisschen in eins zu werfen: &amp;lt;code&amp;gt;Das Konzept bezeichnet das Gegenteil der ungeteilten Hingabe zu Gott (Mußner 1964, 72). [...] BA, NSS schlagen die Übersetzung „ein Zweifler“ vor.&amp;lt;/code&amp;gt; Das sind die beiden Deutungen: (1) &#039;&#039;unentschieden&#039;&#039; i.S.v. &amp;quot;gleichzeitig der Welt und Gott anhangend&amp;quot; vs. (2) &#039;&#039;zweifelnd&#039;&#039;. Aus deiner FN zu 4,8 schließe ich, dass du wohl auch eher für (1) bist (wie ich) und (2) nur als Übersetzungsvorschlag genannt hast; ist das richtig? Ich entwerfe wieder eine FN, die das eindeutiger machen soll, und gehe dabei einfach mal davon aus, dass das richtig ist. Die Übersetzungen sind aber nur Ideen, die Diskussionen stehen oben ja noch offen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:34, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;edit&#039;&#039;&#039;: Mittlerweile habe ich aber auch eine FN entworfen, in der die Begriffe &amp;quot;gespalten&amp;quot;, &amp;quot;zweiseelig&amp;quot; und &amp;quot;einfach&amp;quot; gesammelt erklärt werden, s. unter der Überschrift &amp;quot;Vers 6&amp;quot;. Insgesamt wäre die, glaube ich, kürzer und zugänglicher. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:59, 25. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Wörtlich: „zweiseeliger Mann“. Der Begriff findet hier zum ersten Mal überhaupt; vermutlich handelt es sich also entweder um eine Wortschöpfung Jakobus&#039; oder er hat ihn zumindest in die christliche Literatur eingeführt. Zwei einander recht ähnliche Deutungen werden des öfteren vertreten: (1) &#039;&#039;zögernd&#039;&#039; (so BA; LN; NSS; Porter 1990b; Wall 1997); (2) &#039;&#039;unentschlossen&#039;&#039;, hier i.S.v. „gleichzeitig Gott und der Welt anhangend“ (s. [[Jakobus 4#s4 |Jak 4,4.8]]; so Lampe; Grosvenor/Zerwick; Burchard 2000; Cheung 2003; Hartin 2003; McCartney 2009; Moo 1985; Mußner 1964; Ropes 1916). Die spätere Verwendung des Begriffs zeigt aber, dass er wohl in beiden Bedeutungen verwendet werden kann; zu fragen ist also nur, welche der beiden Bedeutungen &#039;&#039;hier&#039;&#039; wahrscheinlicher ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Indizien sind, dass der Begriff hier auf Syntax-Ebene zusammenhängt mit dem „Gespaltenen“ (=Halbherzigen) in V. 6 und der Tatsache, dass er „auf all seinen Wegen wankelmütig“ ist (V. 8) und auf Bedeutungsebene der „Ein-heit“ (=Ganzherzigkeit) Gottes in V. 5 entgegengesetzt und wieder mit dem „Gespaltenen“ gleichzusetzen ist, was zusätzlich dadurch unterstrichen wird, dass dieser ebenso „der vom Wind hin- und herworfenen Meereswoge gleicht“, wie der„Zwei-seelige“ „auf all seinen Wegen wankelmütig ist“. δίψυχος ist also ein Gegenbegriff zu ἁπλῶς, Synonym zu διακρινόμενος und ist gekennzeichnet dadurch, dass man ἀκατάστατος ἐν πάσαις ταῖς ὁδοῖς αὐτοῦ ist. Das weist hier insgesamt recht deutlich in Richtung (2): Während Gott dem Menschen „von ganzem Herzen“ zugeneigt ist, hängt der „zwei-seelige“ Mensch ihm nur „halbherzig“ an; die andere Hälfte hat er an die „Welt“ gehängt. In der LF muss man das wohl freier übertragen; z.B.: „einer, der Gott nur mit halbem Herzen dient.“&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:14, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 4 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN i ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum glaubt Johnson, dass dies sinngemäßer übersetzt werden müsste als &amp;quot;zu einem vollkommenen Ausgang führen&amp;quot;? Das müsste noch ausgeführt werden. Aber liegt nicht näher die Deutung von &#039;&#039;ergon&#039;&#039; als nomen actionis und dann &amp;quot;vollkommenes Handeln&amp;quot;, so dass hier der Gedanke aus 2,14-26 vorweggenommen wird? (so Burchard 2000, Hartin 2003, viele Üss). McCartney 2009 dagegen deutet als „Let it finish its work“ (ähnlich KAR, LUT, PAT, van Ess) - ist es das, was Johnson meint? McCartney führt leider nicht aus, warum er so deutet. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:44, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== FN j ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs. Durch die Aspektbedeutung impliziert ist eine dauerhafte oder ständig neue Veränderung.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
würde meinen: Der Aspekt (= entweder Perfekt oder Imperfekt) hat entweder durative oder iterative Bedeutung. Da du aber bei der Formanalyse gar keinen Aspekt angibst, vermute ich, dass du meinst: Die Tatsache, dass hier Imperativ Präsens statt Imperativ Aorist verwendet wird, gibt dem Wunsch eine generelle Sinnrichtung: nicht &#039;&#039;ein&#039;&#039; vollkommenes Werk soll Folge der Standhaftigkeit sein, sondern &#039;&#039;prinzipiell&#039;&#039; sollen vollkommene Werke die Folge der Standhaftigkeit sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meinst du das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:44, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fußnote bezieht sich auf die Aspektbedeutung des Imperativ Präsens. Habe ich vermutlich von Siebenthal (NSS oder Grammatik). Wird es jetzt klarer? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:07, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, du meinst wirklich das, was ich glaube? Dann muss die FN umformuliert werden. Machst du das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:16, 20. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgesetzt. Schau mal, obs so passt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:49, 21. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 5 ===&lt;br /&gt;
* Fußnote in V. 5 (mit Jesustradition) muss noch belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Leider verstehe ich bei dieser Fußnote nicht, was gemeint ist. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:59, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Es geht dabei um den Bedeutungsunterschied der beiden Alternativen, soweit ich sehe. Gibt Gott nun ohne Vorbehalte (also ohne sich darüber zu beklagen oder zu zögern), oder ist er dabei sogar großzügig? Wir hatten dann im Seminar vermutet, dass dem Autor Traditionsmaterial (eben das zitierte) zur Verfügung stand, was besser zu &amp;quot;großzügig&amp;quot; passt. Aber da ich das nicht mehr genau rekonstruieren kann, wird sicher eine Wortstudie mit Blick in den Kommentar weiterhelfen. Vielleicht hatte ich das sogar aus einem und muss es nur noch belegen. Ich habe die verwendeten Kommentare gerade alle ausgeliehen und will sie nochmal durchgehen, wenn ich mit der allgemeinen Durchsicht fertig bin. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 6 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== (Man muss) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
habe ich selbst hinzugefügt, um eine inklusive Alternative zu &amp;quot;er soll&amp;quot; zu haben (vorher stand &amp;quot;Er (sie) soll&amp;quot;, aber &amp;quot;sie soll&amp;quot; ist ja kein Übersetzungsvorschlag). Bin mir aber unsicher, ob das wirklich ein so guter Übersetzungsvorschlag ist. Meinungen? Bessere Vorschläge? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:24, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;s&amp;gt;aber&amp;lt;/s&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wurde denn &amp;quot;aber&amp;quot; ausgestrichen? V. 6 ist ja eine Einschränkung zu V. 5: Man soll Gott bitten, und er wird geben - aber man muss schon &#039;&#039;glaubend&#039;&#039; bitten. Da ist das &amp;quot;aber&amp;quot; doch ziemlich sinnvoll?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich habe es mal gestrichen gelassen, weil ich mir denke, dass sich der &amp;quot;Streicher&amp;quot; was dabei gedacht hat, aber ich fände eine Erklärung lieb. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:28, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== bewegt und hin- und hergetrieben wird ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
drückt die Wildheit (weniger wg. den Wortbedeutungen (obwohl vgl. ῥιπίζομαι medium: &#039;&#039;schlottern, beben&#039;&#039;, Lampe, S. 1217. Ursprünglich offenbar &amp;quot;anfachen&amp;quot; (gesagt vom Feuer und metaph. von der Hoffnung)), sd. wg. dem Hendiadyoin.) der Stelle nicht so gut aus. Was hältst du von &amp;quot;vom Wind (&#039;&#039;Sturm&#039;&#039;? - so ALB, MNT, R-S, Stier) &#039;&#039;gepeitscht&#039;&#039; (so GN, H-R, HER, NeÜ, NGÜ, R-S) und hin- und her&#039;&#039;geworfen&#039;&#039; (so B/N, GREB, MEI, MEN, NL, R-S, SLT, Stier, TAF)&amp;quot;? Obwohl bei einer Deutung als &amp;quot;zweifeln&amp;quot; (aber s.o.) der Fokus wohl eher auf dem Hin und Her als auf der Wildheit liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir fällt außerdem auf, dass einige auf eine Entsprechung zu &amp;quot;bewegt&amp;quot; verzichten und nur &amp;quot;hin- und hergeworfen/-getrieben&amp;quot; setzen, was ich als echte und vielleicht sogar bessere Alternative werten würde, weil mir der Hendiadyoin-Charakter der Phrase ziemlich gut im &amp;quot;hin- und her-&amp;quot; aufgehoben zu sein scheint. So BB, BigS, EÜ, GREB, HfA, KAM, KAR, NCV, WIL. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:07, 23. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 7.8 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist wieder kompliziert. Ich entwerfe wieder eine FN; entscheiden musst wieder du :) (ich persönlich würde Möglichkeit 3 vorziehen, aber grammatisch ist das wohl alles möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Der Zusammenhang der Vv. 7.8 ist nicht ganz klar; sinnvolle Auflösungen wären:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 ist eine zweite Aussage über den ἄνθρωπος ἐκεῖνος in V. 7: &#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich (1) nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird. 8 [Er ist] (2) ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 fungiert als nachgeschobene Apposition&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
## &amp;lt;code&amp;gt;zu ἄνθρωπος ἐκεῖνος &#039;&#039;ein solcher Mensch&#039;&#039; in V. 7: &#039;&#039;7a Ein solcher Mensch - 8 ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist - 7b soll nämlich nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
## &amp;lt;code&amp;gt;zum unausgedrückten Subjekt von λήμψεταί: &#039;&#039;7a Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er - 8 der ein zweiseeliger Mensch [und] auf all seinen Wegen wankelmütig ist - 7b irgend etwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;V. 8 ist Begründung von V. 7. Einige Hss. fügen denn auch ein - sicher sekundäres - γὰρ &#039;&#039;denn&#039;&#039; nach ἀνὴρ &#039;&#039;Mensch&#039;&#039; in V. 8 ein, um diese Deutung nahezulegen, die die Verse aber auch ohne dieses γὰρ haben können: &#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er irgend etwas vom Herrn erhalten wird - 8 [ist er doch] ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist.&#039;&#039;&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;code&amp;gt;Theoretisch möglich - aber nicht sehr wahrscheinlich - wäre außerdem nach der Punktation von Westcott/Hort:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;7a Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass 8 ein zweiseeliger Mensch, der auf all seinen Wegen wankelmütig ist, 7b irgendetwas vom Herrn erhalten wird.&#039;&#039;; außerdem - wie VUL übersetzt - &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;7 Ein solcher Mensch soll nämlich nicht meinen, dass er irgendetwas vom Herrn erhalten wird. Ein zweiseeliger Mensch ist auf all seinen Wegen wankelmütig.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:31, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== V. 8 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== auf all seinen Wegen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Metapher brauchts noch ne FN. Heute abend habe ich keine Lust mehr, aber vielleicht will sie ja jemand anderes schreiben? *hoffnungsvoll* &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso V. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;edit&#039;&#039;&#039;: Hab mal eine verfasst.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:34, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== wankelmütig ====&lt;br /&gt;
finde ich sehr, sehr cool. Ich hatte ein bisschen Angst, dass das ein bisschen veraltet sein könnte, aber z.B. im ZEIT-Korpus findet sich das sehr oft, ist also noch gebräuchlich. Wollte ich nur mal festhalten :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:26, 24. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zhg Vv. 8.9 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist wieder schwierig. Was ist das nur für ein Brief?^^&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich entwerfe wieder eine FN:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Auch der Zusammenhang der Abschnitte Vv. 5-8 und 9-12 ist nicht klar.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Dibelius 1964 denkt wieder, dass beide Abschnitte als voneinander unabhängige Perikopen zu deuten sind; das δὲ wäre dann wieder als Abschnitte trennendes δὲ zu deuten.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Andere gehen davon aus, dass Vv. 9-12 auf Vv. 2-4 zurückgreifen, weshalb abschließend in V. 12 noch einmal die Rede auf die „Versuchungen“ kommen kann: Arm sein wäre dann die „Versuchung schlechthin“, worüber der Arme aber nicht klagen, sondern - vgl. Vv. 2f - jubeln soll, da solche Versuchungen ja als Schleifsteine auf dem Weg zur Standhaftigkeit im Glauben anzusehen sind (so McCartney 2009; Ropes 1916). Auch hier sollte man das δὲ besser als Abschnitte trennendes δὲ deuten.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Einen weiteren schönen Vorschlag hat offenbar als erster Taylor 2006 gemacht: Er sieht Vv. 9-11 als Elaboration zu Vv. 5-8: Vv. 5-8 führen aus, dass für das Bestehen von Versuchungen „Weisheit“ nötig ist, und Vv. 9-11 empfehlen dann jeweils dem armen und dem reichen Christen die der Weisheit entsprechende Lebenshaltung, die ihrer sozialen Position angemessen ist: Der Arme soll nicht über seine Armut klagen, sondern hoffnungsfroh auf seine künftige Erhöhung voraussehen; der Reiche wiederum soll sich trotz seines Reichtums nicht höher einschätzen als den Armen, da Reichtum ja ohnehin „Schall und Rauch“ ist. Das δὲ wäre dann als explikatives δὲ aufzufassen: „Das heißt:/zum Beispiel:/...: Ist man arm, soll man über seine [künftige] Erhöhung jubeln; ist man reich...“.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;code&amp;gt;Bei Vorschlag (2) würden allerdings Vv. 5-8 die Argumentation stören, bei Vorschlag (3) Vv. 6-8. Geht man davon aus, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Abschnitt Vv. 9-11 und 2-8 besteht, sollte man daher besser davon ausgehen, dass der ἀδελφὸς ὁ ταπεινὸς &#039;&#039;arme/demütige Bruder&#039;&#039; in V. 9 das Gegenkonzept zum ἀνὴρ δίψυχος &#039;&#039;zweiseeligen Mann&#039;&#039; in V. 8 ist, wohin auch schon weist, dass in [[Jakobus 4#s8 |Jak 4,8-10]] auf das zweite Vorkommen des Wortes δίψυχος ebenfalls die Rede folgt, man müsse sich „demütigen“, denn den Demütigen würde Gott erhöhen. Der Zusammenhang ist dann also wohl: Vv. 5-11 thematisieren den „guten Gläubigen“ und den „schlechten Gläubigen“ nacheinander aus zwei Blickwinkeln - einmal aus der Perspektive ihrer Glaubens-„qualität“, einmal aus der Perspektive ihrer sozialen Stellung. Beide Male ist dieses in-Blick-nehmen gekoppelt an das sogenannte „Motiv der eschatologischen Umkehrung“ (s. nächste FN): Der mit ganzem Herzen Glaubende wird von Gott erhört werden, der Halbherzige dagegen nicht; der Arme wird erhöht werden, der Reiche dagegen erniedrigt.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:10, 26. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 9 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== tapeinos =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braucht auf jeden Fall eine FN. Ich entwerfe mal eine, vertrete dabei aber keine Standard-Meinung. Die erste Hälfte ließe sich so und so übernehmen, die zweite hängt davon ab, ob du das sinnvoll findest oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;gering (demütig, unterdrückt, arm)&#039;&#039; - Wie genau der Begriff zu füllen ist, ist in der Forschung umstritten. Vorgeschlagen wurde, dass er hier als „arm“ zu verstehen sei und den „Armen“ mit dem „Reichen“ in V. 10 kontrastieren soll (z.B. Hartin 2003; McCartney 2009; McKnight 2011); dass er als „demütig“ zu verstehen sei und der Begriff im Gegensatz zum „Halbherzigen“ wieder die ideale Glaubenseinstellung namhaft machen soll (z.B. Assaël/Cuvillier 2013) und dass man zwischen beiden Begriffen gar nicht wirklich unterscheiden könne, weil sie in der Bibel häufig austauschbar verwendet werden und sowohl der „Arme“ als auch der „Demütige“ meist den „Demütig-armen“ bzw. den „armen Frommen“ meine (z.B. Burchard 2000; Dibelius 1964; Konradt 1998, S. 148).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stünden nur obige drei Optionen zur Verfügung, sollte man sich recht sicher für die dritte entscheiden; mit einem neueren Vorschlag von Horsley 2006 bietet sich aber eine vierte Option an: Das Konzept des „Armen“ ist in der Bibel verwandt mit dem Konzept des Verstreut-seins (V. 1): Ähnlich, wie für das „zerstreute Israel“ erhofft wurde, dass Gott es am Ende der Zeiten von allen Enden der Erde zusammensammeln werde, wurde für die „Armen“ erhofft, dass Gott sie am Ende der Zeiten „erhöhen“, den Reichen dagegen vernichten würde (s. z.B. [[1Samuel 2#s8 |1Sam 2,8]]; [[2Samuel 22#s26 |2Sam 22,26-29]]; [[Ijob 5#s8 |Ijob 5,8-11]]; [[Psalm 12#s6 |Ps 12,6]]; [[Psalm 35#s26 |Ps 35,26f]]; [[Psalm 37#s10 |Ps 37,10f]]; [[Psalm 69#s30 |Ps 69,30.34.36]]; [[Lukas 1#s51 |Lk 1,51-53]]; [[Lukas 6#s20 |Lk 6,20f]] u.ö.). Man nennt das das „Motiv der eschatologischen Umkehrung“: Am Ende der Zeiten wird Gott für den Benachteiligten alles zum Besseren wenden. Dieses Motiv findet sehr deutlich auch in Vv. 9-11 ihren Ausdruck. Mit diesen „Armen“ sind aber seltener die Armen &#039;&#039;als Arme&#039;&#039; gemeint, sondern die Armen sind oft ein Wechselbegriff für Israel (s. z.B. [[2Sam 22 |2Sam 22]]; [[Psalm 9 |Ps 9-10]]; [[Psalm 14 |14]]; [[Psalm 69 |69]]; [[Psalm 147 |147]]; [[Psalm 149 |149]]; [[Lukas 1#s46 |Lk 1,46-55]] u.ö.; vgl. Horsley 2006, S. 67f): Ganz Israel wurde als eine Gemeinde von Armen und Unterdrückten gesehen, und für diese wurde erhofft, dass sie einst wieder erhöht werden würde. Das ist auch der Grund, warum diese „Armen/Unterdrückten“ so häufig als die wahren Gläubigen vorgestellt werden - es handelt sich nicht um Arme im wörtlichen Sinn, sondern um Israel; Gottes erwähltes Volk. Für dieses Verständnis spricht hier, dass dann der Zhg. von Vv. 5-8 und 9-11 ganz unproblematisch ist (s. vorige FN): Die „Armen“ sind die selben wie die „mit ganzem Herzen Glaubenden“, ebenso wie die „Reichen“ die selben sind wie die „Halbherzigen“; und aus diesem Grund können in Vv. 8-10 auch sinnvoll die „Armen“ sowohl Gegensatz der „Halbherzigen“ wie auch der „Reichen“ sein.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== hohe Stellung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist doch wohl eher die &amp;quot;Erhöhung&amp;quot;, nämlich die künftige Erhöhung der Demütigen/Armen, von denen z.B. auch das Magnifikat spricht, oder Jak 4,10, oder die Seeligpreisungen (Lk 6,20-26). s. z.B. Assaël/Cuvillier 2013, S. 163. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:26, 26. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 10 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== plouisios ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stärksten Argument für „der reiche &#039;&#039;[Bruder]&#039;&#039;“ sind gar nicht genannt, nämlich die Tatsache, dass der Reiche (1) - wenn er wirklich mit dem Halbherzigen gleichgesetzt werden kann - durchaus als zu Gott betend vorgestellt wird (Vv. 6-8) und dass man ihn in Synagogen finden kann (Jak 2,2). Gleichzeitig ist er aber deutlich von den Adressaten des Jakobusbriefs zu unterscheiden: Gott hat die Armen erwählt, den Reichen jedoch nicht (Jak 2,5), denn die Reichen sind es, die die Armen &amp;quot;unterdrücken&amp;quot; (2,6) und selbst Gottes Namen &amp;quot;lästern&amp;quot; (2,7); außerdem sticht ja deutlich ihr Lebensstil - symbolisiert durch ihre goldenen Ringe und ihre prächtige Kleidung (2,2) - heraus. Die „Reichen“ sind also wohl wirklich die „reichen [Mitbrüder]“, aber sie sind Fremdkörper in dieser Gemeinde der Gläubigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das „Arme“ so versteht, wie oben vorgeschlagen, muss man sie dann also wohl verstehen als &#039;&#039;jüdische/christliche&#039;&#039; (der historische Jakobus hat das Christentum ja offenbar recht überzeugt als innerjüdische Bewegung gesehen, daher lässt sich das nicht trennen) Gegner der &#039;&#039;jüdischen/ christlichen Glaubensgemeinschaft&#039;&#039;, also wohl begüterte Israeliten, die entweder allein schon wegen ihrer Begütertheit mit Abneigung betrachtet wurden (vgl. die soziologische Situation der Jerusalemer Urgemeinde, die fast nur aus Unter- und Mittelschicht bestand - weil ganz Israel fast nur aus Unter- und Mittelschicht bestand), oder, noch schlimmer, die deshalb begütert waren, weil sie von der Besatzung durch die Römer profitierten. So und so sind das dann v.a. die Priester, die israelitischen Hof- und Tempelbeamte, die Großgrundbesitzer und die Steuerpächter. Das nähste, dass ich dazu in der Sekundärliteratur finden konnte, ist aber McKnight 2011, S. 99: &amp;lt;code&amp;gt;If we were to ask which group most likely would be present in the situations James finds troubling about the rich, the priestly establishment are the most likely. However, there is probably no need to isolate this term onto one group: anyone who did not need to do manual labor to put bread on the table and anyone who had sufficient economic power to oppress would be in mind. In light of this evidence, it is hard to avoid two conclusions: James sees the &amp;quot;rich&amp;quot; as enemies to the kingdom inaugurated by Jesus, and his words must be taken as tongue-lashing (prophet-like) irony: the &amp;quot;boasting&amp;quot; and &amp;quot;exaltation&amp;quot; of the rich will shortly turn to humiliation!&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [kauchasto] ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das &amp;quot;sich-Brüsten&amp;quot; der Reichen ironisch oder sarkastisch zu verstehen ist (s.o.), findet sich häufiger (z.B. McKnight 2011, S. 100f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders noch McCartney 2009, S. 97: &amp;lt;code&amp;gt;The boasting would then be a kind of reverse boasting, as though the word &amp;quot;glory in&amp;quot; were in quotation marks, or a heroic acceptance of a future humiliation for the greater good of one&#039;s soul. This construction also entails providing an understood subject (such as &amp;quot;his riches&amp;quot;) for the verb &amp;quot;will pass away&amp;quot; rather than the rich believer per se. The fading of wealth could then be one of the eschatological &amp;quot;testings&amp;quot; of 1:2 and 1:12 in which a wealthy believer might rejoice. But the withering of the flower in OT imagery refers to judgment and perishing, and it is difficult to see how one could rejoice over the expectation of being humiliated on judgment day, since the humiliation in question would be condemnation. Further, the verb &amp;quot;will pass away&amp;quot; most naturally has &amp;quot;rich man&amp;quot; as its subject.&amp;lt;br /&amp;gt;Thus, several commentators propose that the verbal force of &amp;quot;glorying in&amp;quot; is either bitterly ironic or has faded out in 1:10-11, and that James is simply pointing out that the rich person will be humbled, that as a flower fasdes in the heat, so too will the rich person fade away and be nor more. As is likely the case also in 5:1-6, James thus is not adressing some rich believers and telling them to be glad that they will be humbled; rather, he is simply encouraging humble poor believers by pointing out that rich people, along with their riches, are transitory and ephemeral.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auch er so.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann ist wohl das &amp;quot;sich-Rühmen&amp;quot; in V. 9 als permissiver Imperativ, der in V. 10 als sarkastischer befehlender Imperativ zu deuten: „Der arme Mitbruder kann sich seiner [künftigen] Erhöhung rühmen, während der Reiche sich seiner [künftigen] Erniedrigung &amp;quot;rühmen&amp;quot; muss, denn...“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen noch anderen Vorschlag macht Burchard 2000, der so oder ähnlich auch in einigen der freieren Üss. reflektiert wird: Er übersetzt &amp;lt;code&amp;gt;Es rühme sich dagegen der niedrige Bruder seiner Hoheit, der reiche aber seiner Erniedrigung, denn er wird (sonst) wie ein Blüte des Grüns vergehen.&amp;lt;/code&amp;gt; und kommentiert: &amp;lt;code&amp;gt;Läßt man tapeinwsis aus V. 9 ho tapeinos aufnehmen, deutet das Wort eher an, daß der Reiche sich selbst innerlich und wohl durch soziales Verhalten auch äußerlich (s. 4,17; vgl. Aseneths Buße JosAs 10,10-12; entfernt Esth 4 LXX; 2Kor 11,7; Her sim 2) auf den Stand des tapeinos herunterbringen oder bringen lassen und dann sich dessen rühmen soll (vgl. Jer 9,22f.: auch der Reiche rühme sich der Erkenntnis des Gottes, der heleos kai krima kai dikaiosunä schafft), weil es ihm sein wahres hupsos erhält.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* B/N: Und wer aber reich ist, der darf stolz sein, wenn er trotzdem demütig ist, weil er ja vergehen wird...&lt;br /&gt;
* BigS: Die Reichen aber dürfen nur dann stolz sein, wenn sie sich den als niedrig Angesehenen gleichstellen und mit ihnen solidarisch sind; denn sonst vergehen sie wie eine Ackerblume.&lt;br /&gt;
* GREB: Gehört einer zu den irdisch Reichen, so gereicht es ihm zum Ruhme, wenn er sich verdemütigt in dem Gedanken, dass sein Reichtum vergehen wird...&lt;br /&gt;
* HfA+KAM: Ein Reicher dagegen soll niemals vergessen, wie wenig sein irdischer Besitz vor Gott zählt.&lt;br /&gt;
* NGÜ: Und wer reich ist, soll sich vor Augen halten, wie wenig seine hohe soziale Stellung vor Gott wert ist.&lt;br /&gt;
* NL: Und wer viel hat und angesehen ist, soll demütig und bescheiden sein, denn ...&lt;br /&gt;
* Zink: Der Reiche sei sich seiner Niedrigkeit bewußt, denn ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine für &amp;quot;christliche Augen gefälligere&amp;quot; Deutung, aber von Text und Kontext liegt das wohl recht fern, würde ich meinen. Aber vielleicht ist das ein Anzeichen dafür, dass es hier in der LF eine erklärende FN braucht.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 07:49, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grasblüte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist ein ziemlich faszinierendes Übersetzungsproblem, habe ich jetzt festgestellt. Jakobus meint ganz ohne Zweifel die &amp;quot;Blume des Feldes&amp;quot; aus [[Psalm 103#s15 |Ps 103,15]] und [[Jesaja 40#s6 |Jes 40,6-8]]. Er verwendet dafür die Septuaginta-Übersetzung der Jesaja-Stelle, die da heißt: &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot;. Offenbar kannte er aber die hebräische Jesaja-Version gar nicht, deswegen geht er nicht vom Sinn der Formulierung &amp;quot;Blume des Feldes&amp;quot;, sondern vom Sinn der griechischen Formulierung &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; aus und fährt dann folgerichtig fort: &amp;quot;Das Gras und &#039;&#039;seine&#039;&#039; Blume&amp;quot;. Einige Hss-Schreiber haben diesen &amp;quot;Fehler&amp;quot; offenbar gemerkt und dann in Übereinstimmung mit dem &#039;&#039;hebräischen&#039;&#039; Text das &#039;&#039;autou&#039;&#039; wieder gestrichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie übersetzt man da jetzt - v.a. in der LF - am geschicktesten? Viele Üss. versuchen ähnlich den Manuskripten, diesen &amp;quot;Fehler&amp;quot; auszumerzen. Hartin 2003, McKnight 2011 u.a. z.B. verstehen &amp;quot;Gras&amp;quot; allgemein als Ausdruck für &amp;quot;Grünes&amp;quot;, weshalb man dann nicht von der &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; sprechen müsste, sondern den griechischen Text als die &amp;quot;Blume des Grüns&amp;quot; = Die Wiesenblume und &amp;quot;Das Grün und seine Blume&amp;quot; = Die Wiese und die Blume darauf&amp;quot; deuten könnte. So auch sehr viele dt. Üss: HfA, KAM, NGÜ, NL: &amp;quot;Blume auf dem Feld&amp;quot;; GN: &amp;quot;Blume auf der Wiese&amp;quot;; EÜ, HER, Stier: &amp;quot;Blume im Gras&amp;quot;; Zink: &amp;quot;Die Blume, die im Gras wächst&amp;quot;; GREB: &amp;quot;Blume im Garten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber man bleibt bei der Formulierung von Jak und übersetzt gleich dir und vielen anderen Üss. einfach wörtlich: Die &amp;quot;Blume des Grases&amp;quot; + &amp;quot;Das Gras und seine Blüte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon ist aber &amp;quot;Grasblüte&amp;quot; sicher keine gute Übersetzung, weil das ein botanischer Fachbegriff für die Blüten von Süßgräßern ist (du weißt schon - denen, mit denen man &amp;quot;Hahn oder Henne&amp;quot; spielt).  --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 07:59, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 11 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== verwelken ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hast du denn das als Primärübersetzung vorgeschlagen? Warum hast du es überhaupt vorgeschlagen, wenn du &amp;quot;verwelken&amp;quot; nicht mal beim Blumengleichnis verwendet hast? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:54, 29. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vers 13 ===&lt;br /&gt;
Hier hat Olaf vielleicht meine Fußnote missverstanden. Jedenfalls hast du aus „Gott kann nicht vom Bösen versucht werden“ „Gott probiert das Böse nicht aus“ gemacht, obwohl die Fußnote belegt, dass die meisten Exegeten sich für diese (erstere) Interpretation entschieden haben. Gibt es einen Grund für diese inhaltliche Verschiebung? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:36, 6. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ah, gerade habe ich Olafs Kommentar dazu unter [[Diskussion:Jakobus_1#Lesefassung|Lesefassung]] gesehen. Ich mach das dann mal rückgängig. Falls ich jetzt meinerseits einen Fehler mache, können wir das ja weiter diskutieren. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aufgaben ===&lt;br /&gt;
* In V. 17 müsste das textkritische Problem noch angesprochen werden. Das hatte ich offenbar zunächst ignoriert. In der Fußnote muss noch die Erklärung ergänzt werden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 18: Eine kleine Wortstudie zur &amp;quot;Erstlingsgabe&amp;quot; wäre wünschenswert (s.a. Olafs Material unten). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 19: Textkritik --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesefassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Übersetzung http://amen-online.de/bibel/neu/jak_1_12-18.html darf gerne als Ausgangspunkt für die Lesefassung genommen werden. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 11:01, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der verlinkten Übersetzung haben wir die verschiedenen Bedeutungen von „πειράζω“ (versuchen, erproben, auf die Probe stellen, in Versuchung führen, ausforschen, ausprobieren, kennen lernen, erfahren) mit „auf die Probe stellen“ und „ausprobieren“ wiedergegeben – auch als Alternative zum „Bibelsprech“. Was haltet Ihr davon? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das klingt so gut, dass ich persönlich „auf die Probe stellen“ auch gleich in die Studienfassung übernehmen würde (&amp;quot;versuchen&amp;quot; könnte dann vielleicht in einer Klammer stehen, damit es für Bibelsprech-Gewohnte klar ist). Eine schöne Übersetzung! :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 4. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Gut, ich habe das in den Text eingebaut. Ein paar Partizipien musste ich dabei anders auflösen. Wenn Dir die Änderungen zu weit gehen, kannst Du gerne nach einem Mittelweg suchen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 10:05, 12. Sep. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ebenfalls würde ich mich über Feedback zur dort verwendeten Übersetzung „erste Früchte“ (+Fußnote) freuen (Vers 18). --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:55, 28. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dazu würde ich auch gerne nochmal eine Wortstudie machen. Und meinen damaligen Dozenten fragen, der hat darüber nämlich promoviert. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:48, 23. Okt. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===meine Version von V. L1 bis L8===&lt;br /&gt;
Ich fand die bestehenden ersten acht Verse der Lesefassung nicht so gelungen, daher habe ich es mal versucht. „Auf die Probe stellen“ finde ich ganz gut. ;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Jakobus, ein Diener Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zerstreuten zwölf Stämme Israels. Ich grüße euch!&lt;br /&gt;
{{L|2}} Freut euch, meine Geschwister, wenn ihr verschiedene Prüfungen bestehen müsst,&lt;br /&gt;
{{L|3}} ihr wisst ja, dass die Erprobung eures Glaubens euch standhaft macht.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Eurer Standhaftigkeit sollen tadellose Taten folgen, damit ihr vollkommen und vollständig und in nichts mangelhaft seid.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Aber wenn jemand nicht weise genug ist, soll er von Gott, der großzügig und worwurfslos gibt, um Weisheit bitten — und Gott wird sie ihm geben.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Er soll im Glauben darum bitten und nicht zweifeln, dass Gott gibt: Denn wer zweifelt, ist wie eine Welle im Meer, die vom Wind hin und her getrieben wird.&lt;br /&gt;
{{L|7}} So jemand braucht nicht erwarten, dass er etwas vom Herrn erhalten wird,&lt;br /&gt;
{{L|8}} er ist jemand, der nicht weiß, was er machen soll und dem die Richtung im Leben fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 18:32, 10. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_5&amp;diff=18402</id>
		<title>Jakobus 5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_5&amp;diff=18402"/>
		<updated>2014-10-09T19:08:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Nun, ihr Reichen, weint und heult wegen der Nöte, die euch bevor stehen.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Euren Reichtum habt ihr verloren und eure Gewänder sind von Motten zerfressen.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Euer Gold und Silber sind verrostet und ihr Rost wird ein Beweis gegen euch sein und euer Fleisch wie Feuer fressen. Ihr habt in den letzten Tagen Reichtümer gesammelt.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Der Lohn, den ihr euren Erntearbeitern nicht gezahlt habt, schreit, und der Herr Zebaot hat die Schreie der Erntearbeiter gehört.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Ihr habt auf der Erde geschwelgt und ein üppiges Leben geführt und euch am Schlachttag gemästet,&lt;br /&gt;
{{L|6}} ihr habt den Gerechten verurteilt und ermordet, er hat euch keinen Widerstand geleistet.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Deshalb wartet geduldig, Geschwister, bis zur Wiederkunft des Herrn. Auch ein Bauer ist geduldig und wartet auf die Ernte, bis sie reif ist.&lt;br /&gt;
{{L|8}} So wartet auch ihr geduldig und fasst Mut, weil der Herr bald wiederkommt.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Seid nicht böse aufeinander, Geschwister, damit ihr nicht verurteilt werdet; denn der Richter ist bald da.&lt;br /&gt;
{{L|10}} Nehmt euch, Geschwister, im Leiden und im Ausharren die Propheten zum Vorbild, die im Namen des Herrn sprachen.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Die durchgehalten haben, können sich glücklich schätzen: Ihr habt von Hiobs Standhaftigkeit gehört und das vom Herrn herbei geführte Ende gesehen, dass der Herr voller Erbarmen und mitleidig ist.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Vor allen Dingen aber, meine Geschwister, schwört weder beim Himmel, noch bei der Erde, oder bei irgend einem anderen Eid. Wenn ihr „ja“ sagt, sollt ihr „ja“ meinen, ebenso bei „nein“, damit ihr nicht verurteilt werdet.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Geschieht einem von euch ein Unglück, soll er beten, geht es einem gut, soll er Loblieder singen;&lt;br /&gt;
{{L|14}} Ist jemand krank, soll er die Ältesten der Gemeinde rufen und sie sollen für ihn beten und ihn mit Öl im Namen des Herrn salben.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Und das Gebet im Glauben wird den Kranken retten und der Herr ihm Kraft geben; und wenn er gesündigt hat, wird ihm vergeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Also bekennt einander eure Sünden und betet für einander, damit ihr geheilt werdet. Das wirksame Gebet eines Gerechten bewirkt viel.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Elija war ein Mensch wie wir, und er betete inständig, dass es nicht regnen würde, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht;&lt;br /&gt;
{{L|18}} und er betete wieder, und es regnete und die Pflanzen begannen zu blühen.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Meine Geschwister, wenn einer von euch vom rechten Weg abkommt und jemand ihn wieder auf den rechten Weg bringt,&lt;br /&gt;
{{L|20}} soll er wissen, dass derjenige, der einen Sünder von seinem Irrweg auf den rechten Weg zurück geführt hat, seine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Wohlan nun, [ihr] Reichen, weint [und] heult&amp;lt;ref&amp;gt;Modal aufgelöstes Ptc. coni.&amp;lt;/ref&amp;gt; über eure Nöte (Elende, Mühsale. Alternativ: „über euren Nöten“), die [euch] bevorstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier gebrauchte Ptz. Präsens hat normalerweise eine durative/iterative Aspektbedeutung, die hier vermutlich aber in den Hintergrund tritt.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Euer Reichtum ist vermodert&amp;lt;ref&amp;gt;Hier und im Folgenden (bis einschließlich 3a) steht das Perfekt, das den Ist-Zustand hervorhebt. Hier wird es möglicherweise futuristisch gebraucht (NSS), analog zum hebräischen Perfekt. Durch die Hervorhebung des Zustands im griechischen Perfekt wird betont, dass der beschriebene Sachverhalt noch nicht eingetroffen ist, aber schon verbindlich festgelegt wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eure Gewänder sind [von] Motten zerfressen {worden}&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „mottenzerfressen geworden“&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|3}} Euer Gold und Silber sind verrostet&amp;lt;ref&amp;gt;Da Gold weder rostet noch anläuft, ist dies entweder eine stilistische Übertreibung oder es müsste alternativ etwa „angelaufen“ oder „matt/stumpf geworden“ heißen (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; und ihr Rost (Gift) wird [gegen] euch zum Beweis (Zeugnis) sein&amp;lt;ref&amp;gt;Kommunikativ: „dienen“&amp;lt;/ref&amp;gt; und euer Fleisch&amp;lt;ref&amp;gt;Im Original im Plural.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie Feuer fressen. Ihr habt in den letzten Tagen [Reichtümer]&amp;lt;ref&amp;gt;Durch das Verb impliziert (cf. B/A, NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; gesammelt. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Seht (Siehe), der Lohn der Arbeiter, die eure Felder abmähen&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der [ihnen] von euch vorenthalten wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Ptz. Pf. Pass.; attributives Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;, schreit,&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativ: „der [ihnen] vorenthalten wurde, schreit von euch...“&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Schreie der Erntearbeiter sind zu den Ohren [des] Herrn Zebaot&amp;lt;ref&amp;gt;Transkribiert „Sabaoth“. Alternativ auch mit Übersetzung des hebräischen Worts: „Herr der Heerscharen“&amp;lt;/ref&amp;gt; hingekommen. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Ihr habt geschwelgt&amp;lt;ref&amp;gt;Oder kommunikativer: „habt ein üppiges Leben geführt“ (NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der Erde und üppig gelebt&amp;lt;ref&amp;gt;Oder kommunikativer: „habt euch dem Vergnügen hingegeben“ (NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt;, ihr habt eure Herzen am&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „an [einem]“&amp;lt;/ref&amp;gt; Schlachttag&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Tag der Schlachtung“. Dies kann sich konkret auf einen gewöhnlichen Schlachttag beziehen, der im Leben der Reichen sicherlich regelmäßig vorkam, spielt aber auf den Tag von Gottes Gericht an.&amp;lt;/ref&amp;gt; gemästet (ernährt, gefüttert), &lt;br /&gt;
{{S|6}} ihr habt den Gerechten&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung dieses Begriffs bestimmt, ob es sich um ein generisches Maskulinum oder ein bestimmtes Individuum handelt. In jedem Fall geht es hier um einen prototypischen „Gerechten“. „Der Gerechte“ bezeichnet im frühen Christentum häufig Jesus. Das größte Problem mit dieser Deutung ist jedoch, dass der letzte Satzteil im Präsens steht – was auf einen fortlaufenden oder kurz zurückliegenden Vorgang hinweist. Der Kontext weist aber eher auf Tagelöhner oder Leibeigene hin, die auf den täglichen Lohn zum Überleben angewiesen sind. Wird der Lohn vorenthalten, muss der Arbeiter verhungern (cf. Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; verurteilt [und] ermordet (getötet),&amp;lt;ref&amp;gt;Oder „ihr habt verurteilt, ihr habt den Gerechten ermordet“ (so die wortlautgetreue REB).&amp;lt;/ref&amp;gt; er leistet euch keinen Widerstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Der letzte Satzteil ist vom vorherigen eigentümlich abgetrennt. Manche Exegeten sehen das als Grund, ein „obwohl“ zu ergänzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|7}} Deshalb (Nun) wartet geduldig, Geschwister, bis zur Wiederkunft&amp;lt;ref&amp;gt;Im NT Terminus technicus für die Parusie (Wiederkunft Christi). Bezeichnet außerbiblisch den offiziellen Besuch eines hohen Amtsträgers (z.B. des Kaisers) an einem Ort oder die Epiphanie eines Gottes (so NSS; dort Bezug auf „EWNT 3, Sp. 103“). In der Normalbedeutung „Anwesenheit, Kommen, Ankunft“.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Herrn. Seht (Siehe), der Bauer erwartet die kostbare Frucht der Erde, indem er geduldig auf sie wartet,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines modalen Ptc. coni., alternativ temp. Oder „und geduldig auf sie wartet“.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis sie den Früh- und den Spätregen empfangen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Anspielung auf Hos 6,4 (Bauckham).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|8}} Auch ihr, wartet geduldig, stärkt eure Herzen, weil die Wiederkunft des Herrn nahe {gekommen} ist&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete griechische Perfekt betont das Resultat eines Vorgangs, weswegen hier mit Zustandspassiv übersetzt wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|9}} Murrt nicht gegen einander,&amp;lt;ref&amp;gt;Imperativ Präsens. Oder: „Hört auf, …“ Im Gegensatz zum unmarkierten Imp. Aor. hat dieser häufig negativ die Bedeutung „hör(t) auf, … zu tun“ bzw. positiv „Tu(t) … weiterhin/immer wieder“ haben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geschwister, damit ihr nicht verurteilt werdet; seht (siehe), der Richter steht [schon] vor den Türen. &lt;br /&gt;
{{S|10}} Nehmt euch, Geschwister, im Leiden und im Ausharren die Propheten [zum] Vorbild (Beispiel), die im Namen des Herrn sprachen. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Seht (Siehe), wir preisen jene glücklich, die durchgehalten haben&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines subst. Ptz. Aor. Kann ein Rückbezug auf die Propheten sein, ist aber offen formuliert.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ihr habt [vom] Durchhalten (Ausdauer, Standhaftigkeit)&amp;lt;ref&amp;gt;Cf. 1,3&amp;lt;/ref&amp;gt; Hiobs gehört und das [vom] Herrn [herbeigeführte] Ende&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „das Ende [des] Herrn“. Genitivus auctoris (NSS). Oder „vom Herrn [bewirkte] Ende“, etc (so alle wichtigen deutschen Übersetzungen, NASB, NIV). Dies passt am besten in den Kontext und würde dann auf das Ende hindeuten, für das Gott in Hiobs Geschichte gesorgt hat. Dann würde „Herr“ für Gott den Vater stehen. Alternativ „das Ziel/den Zweck des Herrn gesehen, dass... “ (ESV, NET). Eine alternative Deutung würde den ersten κυριος als Jesus verstehen; die Übersetzung wäre dann „das Ende des Herrn“, also Jesu Kreuzestod. Dies würde erklären, warum, nachdem in V. 10 Propheten (Pl.) erwähnt wurden, in V. 11 dann nur Hiob genannt wird (die spätere Erwähnung von Elija passt nicht mehr in den Kontext). Das größte Problem mit dieser Deutung ist aber, dass κυριος im selben Vers einmal Jesus und einmal Gott den Vater bezeichnen würde.&amp;lt;/ref&amp;gt; gesehen, dass der Herr voller Erbarmen und mitleidig ist. &lt;br /&gt;
{{S|12}} Vor allen [Dingen] aber, meine Geschwister, schwört&amp;lt;ref&amp;gt;Imp. Präs. Dieser markiert gelegentlich die Aufforderung, etwas weiterhin/immer wieder zu tun bzw.(endgültig) mit etwas aufzuhören.&amp;lt;/ref&amp;gt; weder beim Himmel, noch bei der Erde, oder bei irgendeinem anderen Eid. Vielmehr soll euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein sein&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs.; s. o.&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit ihr nicht dem Gericht verfallt&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „damit ihr nicht unter das Gericht fallt“&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Erleidet einer von (unter) euch ein Unglück, soll er beten&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs.; s. o.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ist einer guten Mutes, soll er Loblieder singen&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs.; s. o.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Bedingungssätze in diesem und dem folgenden Vers können auch als direkte Fragen verstanden werden. Meine Übesetzung folgt der Zeichensetzung im NA27.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|14}} Ist einer von (unter) euch krank (schwach)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Definition des Wortes wäre wohl „durch Krankheit geschwächt“ (Cf. B/A)&amp;lt;/ref&amp;gt;, soll er die Ältesten der Gemeinde herbeirufen&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp. Präs.; s. o.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sie sollen über ihn (für ihn) beten&amp;lt;ref&amp;gt;3. Pl. Imp. Aor. Med.&amp;lt;/ref&amp;gt; [und] ihn [mit] Öl&amp;lt;ref&amp;gt;Instrumentaler Dativ.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Namen des Herrn salben&amp;lt;ref&amp;gt;Adv. Ptz. Aor., das vorzeitig oder gleichzeitig übersetzt werden kann; hier modal interpretiert und mit „und + Verb“ übersetzt. Oder „indem sie ihn ... salben“. Alternativ temporal: „nachdem sie ihn … gesalbt haben“, „während sie ihn … salben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und das Gebet [im]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „des Glaubens“; Gen. pertinentiae (Das Gebet geschieht im Glauben.; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; Glauben wird den Kranken (Ermüdeten) retten und der Herr ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „wenn er ein Sünden begangen habender ist“ (Ptz. Pf.); periphrastisch (umschreibend; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird ihm vergeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Prospektiver Konditionalsatz (Eventualis). Der Vers sieht Krankheit also nicht im Zusammenhang mit Sünde.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|16}} Also bekennt einander [eure] Sünden und betet für einander, dass (damit) ihr geheilt werdet. [Das] wirksame&amp;lt;ref&amp;gt;Ptz. Med., hier attributiv aufgelöst (B/A, NSS, REB, EÜ, NGÜ). Oder: „das wirksame Gebet...“, „das Gebet …, das wirksam ist“. Adverbial konditional: „wenn es ernstlich ist“ (LUT, Menge, SLT). NSS deutet kausal-begründend: „da es [ja]  wirksam ist“. Blomberg deutet temporal/konditional (dann als Ermunterung für die Leser) und übersetzt „wenn es ausgeführt wird“. Hierzu müssten noch Stimmen weiterer Kommentare ergänzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gebet (Bitte) eines Gerechten vermag viel. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Elija war ein Mensch von gleicher Art [wie] wir, und er betete inständig&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „er betete [dem] Gebet“; dies ist ein Dat. modi, also „er betete mit einem Gebet“ (Semitismus). Übersetzung nach Blomberg, NSS.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es nicht regnen würde&amp;lt;ref&amp;gt;Hier offenbar eine „Nachbildung des hebr. infinitivus absolutus“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht auf der Erde (auf die Erde); &lt;br /&gt;
{{S|18}} und er betete wieder, und der Himmel ließ es regnen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „gab Regen“&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Erde brachte ihre Frucht hervor. &lt;br /&gt;
{{S|19}} Meine Geschwister, wenn einer von (unter) euch von der Wahrheit abirrt (in die Irre geht) und jemand ihn [wieder] auf den rechten Weg bringt, &lt;br /&gt;
{{S|20}} soll er wissen&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp. &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass derjenige, der einen Sünder von seinem Irrweg&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „von [der] Verirrung/vom Irrtum seines Weges“&amp;lt;/ref&amp;gt; auf den rechten Weg zurückgeführt hat,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines subst. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Seele (Leben) vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vv. 19-20: Gewöhnlicher, prospektiver Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Die vorliegende Übersetzung (SF) entstand für ein Studienprojekt, bei dem der gesamte Jakobusbrief übersetzt, mit Kommentaren abgeglichen und exegesiert werden sollte. Allerdings folgt die Übersetzung nicht immer Offene-Bibel-Konventionen: So wurden so gut wie alle Partizipien (bis auf einige substantivierte) aufgelöst und die Sätze so natürlich wie möglich aufgebaut, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen oder den griechischen Satzbau aufzubrechen. Der Imperativ in der dritten Person wurde gewöhnlich mit dem Hilfsverb „sollen“ übersetzt (jeweils vermerkt); auf Aspektbedeutung und Sinnrichtung (bei adverbialen Partizipien u.a.) wurde besonderer Wert gelegt. Beim Übersetzen wurde auch auf den Transport des Textsinns geachtet und stellenweise Vorschläge und Anmerkungen zur kommunikativen Übersetzung gemacht (jedoch unvollständig). Der gesamte Text wurde unter Zuhilfenahme des Neuen sprachlichen Schlüssels (NSS), der Kurzgrammatik zum ntl. Griechisch (KG) und dem Wörterbuch von Bauer/Aland (B/A) übersetzt und, stellenweise ausführlich, mit dem exegetischen Kommentar von Blomberg u. Kamell abgeglichen. Wo es nützlich erschien, wurden wichtige deutsche Übersetzungen in den Fußnoten zitiert (LUT, EU, Menge, REB, SLT, NGÜ), teilweise auch englische (NIV, NASB, ESV, NET). An kritischen Stellen wurden die Jakobuskommentare von M. Dibelius und L.T. Johnson, teilweise auch F. Mußner konsultiert. Weitere Referenzen entstammen entweder der Diskussion während der Vorlesung (so Maier, Louw/Nida), der Pflichtlektüre (so Bauckham) oder den genannten Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lückenhaft ist noch der Abgleich mit Kommentaren in den Kapiteln 4 und v.a. 5 (dort meist auch angegeben). Bei manchen Angaben wurden die Quellen nicht angegeben; entweder weil sie mit jeder Grammatik zu verifizieren sind, oder weil sie meinem NSS oder Blomberg/Kamell entstammen und ich es schlichtweg vergaß. Nicht jedes Wort oder jede Wendung erhielt bei der Ergründung der tatsächlichen Bedeutung die Aufmerksamkeit, die sie verdienten, auch wenn ich sicherlich die brennendsten Probleme erhellen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine ursprüngliche Übersetzung enthielt Anführungszeichen. Wo diese noch bestehen, habe ich sie entweder übersehen, oder sie dienen der Abgrenzung eines Zitats (z.B. 4,6). Vielleicht sind beim Kopieren der Verse und Transport der Fußnoten Fehler entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde die Übersetzung wohl weiter pflegen und auch noch eine Einleitung verfassen (es sei denn jemand anderes ist schneller :-) ). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:11, 21. Feb. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_4&amp;diff=18395</id>
		<title>Jakobus 4</title>
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		<updated>2014-10-09T14:59:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Woher kommen denn die Kämpfe, und woher der Streit unter euch? Kommen sie nicht von euren Wünschen, dass ihr mal das Eine, mal das Andere wollt?&lt;br /&gt;
{{L|2}} Ihr möchtet viel haben und habt doch nichts, ihr mordet und seid eifersüchtig und erreicht doch nichts; ihr kämpft und führt Kriege; ihr habt nichts, weil ihr um nichts bittet;&lt;br /&gt;
{{L|3}} ihr bittet und erhaltet doch nichts, weil ihr in böser Absicht für euch bittet, damit ihr Spaß haben könnt.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass es Feindschaft mit Gott ist, wenn euch das Irdische so wichtig ist? Also erweist sich jeder, dem das Irdische wichtig ist, als Feind Gottes.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst sagt: „Eifersüchtig verlangt es ihn nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ,&lt;br /&gt;
{{L|6}} aber er gibt um so größere Gnade“? Deswegen sagt sie auch: „Gott stellt sich den Hochmütigen entgegen, den Geringen aber gibt er Gnade.“&lt;br /&gt;
{{L|7}} Also ordnet euch Gott unter, doch widersteht dem Teufel, dann wird er von euch fliehen;&lt;br /&gt;
{{L|8}} nähert euch Gott, dann nähert er sich euch. Reinigt eure Hände, ihr Sünder, und eure Herzen, ihr Unentschiedenen!&lt;br /&gt;
{{L|9}} Seid traurig, klagt und weint! Euer Lachen soll sich in Trauer verwandeln und eure Freude in Niedergeschlagenheit!&lt;br /&gt;
{{L|10}} Demütigt euch vor dem Herrn, dann wird er euch erhöhen!&lt;br /&gt;
{{L|11}} Hört auf, schlecht über einander zu reden, Geschwister! Wer seine Geschwister verleumdet oder verurteilt, der verleumdet und verurteilt das Gesetz — aber wenn du das Gesetz verurteilst, bist du nicht Täter des Gesetzes, sondern Richter.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der die Macht hat zu retten und zu vernichten. Aber wer bist du, dass du deine Mitmenschen verurteilst?&lt;br /&gt;
{{L|13}} Jetzt zu euch, die ihr sagt: „Heute und morgen wollen wir in diese oder jene Stadt gehen und ein Jahr lang handeln und Gewinn machen;&lt;br /&gt;
{{L|14}} die nicht wisst, wie euer Leben morgen sein wird — ihr seid nämlich Rauch, der nur kurz sichtbar ist und dann verschwindet.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Statt dessen sollt ihr sagend: „Wenn der Herr will, dann werden wir leben und dieses oder jenes tun.“&lt;br /&gt;
{{L|16}} Nun aber prahlt ihr und gebt an. Jede derartige Prahlerei ist böse!&lt;br /&gt;
{{L|17}} Also ist es für den, der weiß, was Gutes zu tun ist und es nicht tut, Sünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Woher [kommen] denn die Kämpfe (Kriege, Streitereien), und woher der Streit&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „die Streite“&amp;lt;/ref&amp;gt; unter euch? [Kommen sie] nicht von&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „[Kommen sie] nicht daher: aus euren...“. Alternativ: „[Kommen sie] nicht daher, dass eure Gelüste...“&amp;lt;/ref&amp;gt; euren Gelüsten, die [ständig] in euren Gliedern streiten&amp;lt;ref&amp;gt;Der deutsche Relativsatz stellt die Auflösung eines attributiven Ptz. Präsens dar. Wegen der möglichen iterativen/durativen Aspektbedeutung des griechischen Ptz. Präsens wurde „[ständig]“ eingefügt. Möglich wäre etwa auch „unaufhörlich“, „unausgesetzt“, etc.&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|2}} Ihr begehrt und habt [doch]&amp;lt;ref&amp;gt;Hier (wie weiter unten im Vers) wurde das „doch“ eingefügt, um den adversativen Charakter der Konjunktion zu unterstreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht, ihr mordet (tötet; beneidet)&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Wort will sich nicht so recht in den Kontext einfügen, schon gar nicht in ein Paar mit „ihr seid eifersüchtig“. Eine Vergeistlichung oder Abschwächung des Begriffs würde Schwierigkeiten aufwerfen. Blomberg schlägt darum eine alternative Zeichensetzung vor, die den Vers nach „φονεύετε“ trennt. So käme man zu zwei Wortpaaren, die ein drittes zur Folge haben: „Ihr begeht und habt [doch] nicht, [also] mordet ihr“ Das Problem dieser Auslegung ist, dass sie 1. „φονεύετε“ immer noch nicht erklären kann (Dibelius), 2. dass der konsekutive Zusammenhang schwer im Text zu finden wäre. Dibelius u.a. vermuten eine Textverderbnis und lesen „φθονεῖτε“ („ihr beneidet“), einen semantischen Nachbarn von „ζηλοῦτε“ („ihr begehrt“). Johnson wendet sich dagegen und schließt sich Blomberg an. In unserer Übersetzung bleibt das Problem bewusst offen (cf. Mußner).&amp;lt;/ref&amp;gt; und seid eifersüchtig und könnt [doch] nichts&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „nicht“. Bei allen Erwähnungen von „nicht“ in Vv. 2f. bleibt das Objekt im Text unerwähnt. Das macht beim Übersetzen manchmal das Einsetzen von „nichts“ erforderlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; erreichen; ihr kämpft (streitet, zankt) und führt Kriege (kämpft); ihr habt nicht, weil ihr nicht (nichts) für euch bittet (fordert)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort steht im Medium; alternativ könnte es auch als „weil ihr selbst nicht bittet“ verstanden werden (Blomberg/Kamell). Dibelius ignoriert das Medium ganz, Mußner lässt offen. Selbiges gilt für 3b.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Verben der 2. Ps. Pl. im Vers stehen im Präsens. Der Text deutet damit an, dass dies ein Vorgang ist, der unablässig bzw. immer wieder zu beobachten ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|3}} ihr bittet und erhaltet [doch] nichts&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „nicht“. Vgl. dritte Fußnote in V. 2. &amp;lt;/ref&amp;gt;, weil ihr [in] böser [Absicht]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „böse“, „schlecht“ (Adverb). Im Deutschen muss umschrieben werden; der letzte Satzteil macht klar, dass das Adverb sich auf böse Hintergedanken bezieht. Denkbar auch „[mit] bösen [Hintergedanken]“ u.ä. oder schlicht „falsch“ (so Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; für euch bittet (fordert), um (damit) [es] für eure Gelüste auszugeben. &lt;br /&gt;
{{S|4}} [Ihr] Ehebrecher&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Ehebrecherinnen“. Es ist unklar, warum hier die weibliche Form gewählt wurde. In einem semitischen Schreiben wie Jak ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass der Autor auf atl. Prophezeiungen anspielt, in denen Israel als Ehebrecherin bezeichnet wird. Alternativ könnte sich die feminine Form auch auf die Gemeinde als Braut Christi beziehen, die durch die Freundschaft mit der Welt Ehebruch begeht (nach Blomberg/Kamell cf. Dibelius, Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt;, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft (Liebe) [zur] Welt Feindschaft [mit] Gott ist? Also erweist (macht) sich&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „stellt sich hin“ (cf. [[Jakobus_3#s6|3,6]]). Auch hier kann die Form sowohl medial, als auch passiv sein. Das Medium würde die Rolle des Menschen hervorheben, das Passiv die zwingende Konsequenz: Ein Freund der Welt muss dann zwangsläufig ein Feind Gottes sein. Beides erscheint plausibel; hier wurde die Auflösung als Medium gewählt, die wie in [[Jakobus_3#s6|3,6]] etwas plausibler erscheint. Weitere Übersetzungsmöglichkeiten: „macht sich“ (B/A, Blomberg), „stellt sich auf“, „erweist sich“ (NSS), „wird“ (falls passiv; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; jeder, der&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „Wer immer also ... sein will, erweist...“&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Freund der Welt sein will, [als] Feind Gottes. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst sagt: Eifersüchtig&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Zur Eifersucht“ = „eifersüchtig“ (nach NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; verlangt [es] ihn [nach] dem Geist,&amp;lt;ref&amp;gt;So die meisten Übersetzer. Alternativ: „Der Geist, den ..., verlangt eifersüchtig“ → „Der Geist ... hat ein eifersüchtiges Verlangen“. Diese Deutung wird von einer Minderheit vertreten (SLT, Luther 1912, NIV, NET, cf. NET Fußnote 4 zu 4,5). Oder: „Den [menschlichen] Geist verlangt es nach Eifersucht“ (nach Maier). Dies würde den Übergang zu V. 6 deutlich natürlicher machen.&amp;lt;/ref&amp;gt; den er in uns wohnen ließ,&amp;lt;ref&amp;gt;Oder „dem er in uns eine Wohnung gab“. Der byzantinische Text bezeugt hier „wohnt“ (Ein Unterschied von wenigen Buchstaben). Weil der vorher erwähnte Geist sowohl Subjekt als auch Objekt sein kann, stünde dann „der in uns wohnt“ (NET Fußnote 3 zu 4,5).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|6}} aber er gibt umso größere Gnade?&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zuordnung des Zitats ist kaum möglich. Mußner vermutet ein Zitat aus einem unbekannten Apokryphon. Es gibt Anleihen an [[Exodus_20#s5|2Mose 20,5]], wo allerdings der Geist nicht erwähnt wird. Genauso umstritten ist die Länge des Zitats – wahlweise mit oder ohne 6a. Einige Kommentatoren glauben, dass 5a sich auf das bisher Gesagte bezieht, 5b also nicht das Zitat ist. Die Deutung hängt von der Interpretation von „Geist“ sowie, damit verbunden, dem Verständnis des Subjekts des Zitats ab. NA27 deutet – mit dem Fragezeichen am Ende von 6a – die längere Variante des Zitats an (Blomberg/Kamell). Andere vermuten einen ausschließlichen Bezug zum Schriftzitat in V. 6 (Dibelius, Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; Deswegen sagt sie [auch]: „Gott stellt sich den Hochmütigen entgegen, den Geringen (Unbedeutenden; Demütigen&amp;lt;ref&amp;gt;Dann im Gegensatz zu den „Hochmütigen“&amp;lt;/ref&amp;gt;) aber gibt er Gnade.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sprichwörter_3#s34|Sprichwörter 3,34]] nach der Septuaginta.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|7}} Also ordnet [euch] Gott unter, doch widersteht dem Teufel, dann (und) er wird von euch fliehen&amp;lt;ref&amp;gt;Hier medial, was sich aber nicht ohne Weiteres ins Deutsche übertragen lässt.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
{{S|8}} nähert euch&amp;lt;ref&amp;gt;B/A: „tretet vor Gott“. Mit dieser Übersetzung würde aber die parallele Übersetzung des zweiten Satzteils nicht funktionieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott, dann (und) nähert er sich euch. Reinigt [eure] Hände, [ihr] Sünder, und läutert (reinigt, heiligt) [eure] Herzen, [ihr] Zweisinnigen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Zweiseelige“ (cf. [[Jakobus_1#s8|1,8]]). Das heißt ungefähr: „mit geteiltem Herzen“ (SLT), „in seinem Innersten gespalten“ (NGÜ); einer, der in religiös-sittlicher Unentschiedenheit lebt (Mußner). Es ist das Gegenteil der Einheit Gottes, die im Brief betont wird und die nach Jak unser Ziel sein soll.&amp;lt;/ref&amp;gt;! &lt;br /&gt;
{{S|9}} Seid bedrückt (wehklagt), {und} klagt (trauert) und weint! Euer Lachen soll sich in Trauer verwandeln&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. Imp.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eure Freude in Niedergeschlagenheit!&lt;br /&gt;
{{S|10}} Demütigt (erniedrigt)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Werdet erniedrigt“.&amp;lt;/ref&amp;gt; euch vor [dem] Herrn, dann (und) wird er euch erhöhen!&lt;br /&gt;
{{S|11}} [Hört auf], einander zu verleumden (schlecht zu machen, schlecht über einander zu reden) (Verleumdet einander nicht)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: μή + Imperativ Präsens. Im Gegensatz zum unmarkierten Imp. Aor. fordert dieser häufig dazu auf, mit einer Handlung weiterzumachen bzw. aufzuhören, oder etwas immer wieder bzw. niemals zu tun. Dies ist aber nicht zwingend.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Geschwister! Wer [seinen] Bruder&amp;lt;ref&amp;gt;Hier sind selbstverständlich auch die Schwestern (im Herrn) gemeint. Aus Gründen der Genauigkeit und Einfachheit wurde hier aber auf eine Paraphrasierung verzichtet. In der Lesefassung sollte man dann „oder seine Schwester“ hinzufügen oder „seinen Mitchristen“ daraus machen.&amp;lt;/ref&amp;gt; verleumdet oder seinen Bruder verurteilt&amp;lt;ref&amp;gt;Hier Auflösung zweier attributiver Partizipien. Alternativ kann substantiviert aufgelöst werden: „Der Verleumdende … der Richtende“ (wörtlich).&amp;lt;/ref&amp;gt;, der verleumdet [das] Gesetz und verurteilt [das] Gesetz — wenn du aber [das] Gesetz verurteilst, bist du nicht Täter [des] Gesetzes, sondern [sein] Richter.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} Einer ist&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „Es gibt einen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; der Gesetzgeber und Richter, der die Macht hat (vermag, kann) zu retten und zu vernichten. Du aber, wer bist du, der [du deinen] Mitmenschen (Nächsten) verurteilst&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|13}} Jetzt zu euch&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlicher: „Wohlan nun“ (B/A, NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ihr sagt&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Heute oder morgen wollen&amp;lt;ref&amp;gt;Alle folgenden Verben modales Futur: Eine Absichtserklärung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; wir in die oder die (diese oder jene) Stadt gehen und dort ein Jahr verbringen, {und} Handel treiben und Gewinn machen“;&lt;br /&gt;
{{S|14}} die ihr ([als] solche, die)&amp;lt;ref&amp;gt;Mit kausalem Nebensinn: „da ihr nicht wisst...“ (NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht wisst, wie euer Leben morgen [sein wird]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „...wisst die [Dinge] des morgigen [Tages] wie {beschaffen} [ist] euer Leben“. Alternativ (unter Vernachlässigung der im NA27 gesetzten Interpunktion): „...wisst, [was] morgen [sein wird]. Was ist euer Leben?“ &amp;lt;/ref&amp;gt; — ihr seid nämlich&amp;lt;ref&amp;gt;Hier folgt die Übersetzung dem Standardtext (NA27). Gewichtige ständige Zeugen erster Ordnung stehen hier nebeneinander, sodass eine Entscheidung anhand innerer Kriterien (Standardtext als lectio brevior und difficilior) möglich ist, wenn auch unsicher. Eine inhaltliche Verschiebung ergibt sich nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dampf (Rauch), der [nur] kurze Zeit sichtbar ist (sichtbar wird&amp;lt;ref&amp;gt;B/A, NSS.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dann (danach) verschwindet&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „wird er unsichtbar gemacht“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Dagegen (stattdessen) [sollt]&amp;lt;ref&amp;gt;Hier steht im Griechischen ein τοὺ + Inf., was, wenn es unabhängig steht, imperativisch verwendet werden kann (Blomberg). Alternativ „statt dass ihr sagt“ (so REB).&amp;lt;/ref&amp;gt; ihr sagen: „Wenn der Herr will, dann werden wir leben und dieses oder jenes tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Spezieller (im Gegensatz zum generellen) prospektiver Konditionalsatz: Versuch der Berechnung der Folgen einer zukünftigen Handlung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|16}} Nun (jetzt) aber rühmt ihr euch in&amp;lt;ref&amp;gt;Vielleicht „mit“ (cf. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; euren Prahlereien. Alles (jede Art) deartige (solche) Rühmen ist böse!&lt;br /&gt;
{{S|17}} Also (nun)&amp;lt;ref&amp;gt;Der durch die Verwendung von „οὖν“ („also“) implizierte Zusammenhang zu den vorhergehenden Sätzen ist schwer zu erkennen. Der Zusammenhang besteht wohl zum vorhergehenden Text; alternativ auch zum darauffolgenden. Der Satz dient als Scharnier zwischen den beiden Textabschnitten, wobei er gleichzeitig recht allgemein formuliert ist. (Belege nötig.)&amp;lt;/ref&amp;gt; ist es [für den], der weiß (versteht&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson.&amp;lt;/ref&amp;gt;), [was] Gutes zu tun [ist] (Gutes zu tun weiß) und es nicht tut&amp;lt;ref&amp;gt;Beide Verben der 3. Ps. sind subst. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;, {ihm} Sünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
===Vv. 13-17:===&lt;br /&gt;
Die Übersetzung folgt dem Standardtext. Wenn auch z. T. gut bezeugte Varianten vorliegen, so erreicht keine das Gewicht der Zeugen für das NTG. Inhaltlich tragen diese Varianten ohnehin nichts aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vv. 1-12:===&lt;br /&gt;
Die Verse 1-12 der Studienfassung entstanden für ein Studienprojekt, bei dem der gesamte Jakobusbrief übersetzt, mit Kommentaren abgeglichen und exegesiert werden sollte. Verse 13-17 waren bereits vorhanden und sind der hervorrragenden Arbeit von [[Benutzer:Tomtegubben82|Tomtegubben82]] zu danken, dessen Übersetzungen ich um meine Fußnoten und Varianten ergänzt und mit meinen Erkenntnissen abgeglichen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings folgt meine Übersetzung nicht immer Offene-Bibel-Konventionen: So wurden so gut wie alle Partizipien (bis auf einige substantivierte) aufgelöst und die Sätze so natürlich wie möglich aufgebaut, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen oder den griechischen Satzbau aufzubrechen. Der Imperativ in der dritten Person wurde gewöhnlich mit dem Hilfsverb „sollen“ übersetzt (jeweils vermerkt); auf Aspektbedeutung und Sinnrichtung (bei adverbialen Partizipien u.a.) wurde besonderer Wert gelegt. Beim Übersetzen wurde auch auf den Transport des Textsinns geachtet und stellenweise Vorschläge und Anmerkungen zur kommunikativen Übersetzung gemacht (jedoch unvollständig). Der gesamte Text wurde unter Zuhilfenahme des Neuen sprachlichen Schlüssels (NSS), der Kurzgrammatik zum ntl. Griechisch (KG) und dem Wörterbuch von Bauer/Aland (B/A) übersetzt und, stellenweise ausführlich, mit dem exegetischen Kommentar von Blomberg u. Kamell abgeglichen. Wo es nützlich erschien, wurden wichtige deutsche Übersetzungen in den Fußnoten zitiert (LUT, EU, Menge, REB, SLT, NGÜ), teilweise auch englische (NIV, NASB, ESV, NET). An kritischen Stellen wurden die Jakobuskommentare von M. Dibelius und L.T. Johnson, teilweise auch F. Mußner konsultiert. Weitere Referenzen entstammen entweder der Diskussion während der Vorlesung (so Maier, Louw/Nida), der Pflichtlektüre (so Bauckham) oder den genannten Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lückenhaft ist noch der Abgleich mit Kommentaren in den Kapiteln 4 und v.a. 5 (dort meist auch angegeben). Bei manchen Angaben wurden die Quellen nicht angegeben; entweder weil sie mit jeder Grammatik zu verifizieren sind, oder weil sie meinem NSS oder Blomberg/Kamell entstammen und ich es schlichtweg vergaß. Nicht jedes Wort oder jede Wendung erhielt bei der Ergründung der tatsächlichen Bedeutung die Aufmerksamkeit, die sie verdienten, auch wenn ich sicherlich die brennendsten Probleme erhellen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine ursprüngliche Übersetzung enthielt Anführungszeichen. Wo diese noch bestehen, habe ich sie entweder übersehen, oder sie dienen der Abgrenzung eines Zitats (z.B. 4,6). Vielleicht sind beim Kopieren der Verse und Transport der Fußnoten Fehler entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde die Übersetzung wohl weiter pflegen und auch noch eine Einleitung verfassen (es sei denn jemand anderes ist schneller :-) ). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:17, 21. Feb. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_3&amp;diff=18394</id>
		<title>Diskussion:Jakobus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_3&amp;diff=18394"/>
		<updated>2014-10-09T12:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Ja; einige textkritische Varianten habe ich vielleicht übersehen (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = Teilweise ausführlich, teilweise kann man noch ergänzen (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Blomberg/Kamell, häufig Dibelius, Johnson, teils Mußner (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Jeder Vers sicherlich mehrmals mit einer der folgenden: LUT, EU, Menge, REB, SLT, NGÜ, NIV, NASB, ESV, NET (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = Das Markup ist teilweise vielleicht unsauber. Manche identische Fußnoten können noch zusammengefasst werden. Rechtschreibung müsste passen. (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===V. S1===&lt;br /&gt;
Wenn es getreu übersetzt werden soll, könnte man dann nicht „Werdet nicht viele Lehrer!“ schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:32, 9. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
===V. S6 und S13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeuten die Verse?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 14:32, 9. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_3&amp;diff=18393</id>
		<title>Jakobus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_3&amp;diff=18393"/>
		<updated>2014-10-09T12:31:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: Lesefassung erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Es sollen nicht viele von euch Lehrer werden, meine Geschwister, denn wir Lehrer werden strenger verurteilt.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Denn wir alle sündigen in vieler Hinsicht. Wenn jemand beim Reden nicht sündigt, ist er ein reifer Mensch, der auch den ganzen Körper im Zaum halten kann.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Mit Zügeln lenken wir den Kopf eines Pferdes und damit gehorcht uns ihr ganzer Körper.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Schaut euch mal Schiffe an: Obwohl sie groß sind und von rauen Winden getrieben werden, lenkt sie ein kleines Steuerruder, wohin der Steuermann möchte.&lt;br /&gt;
{{L|5}} So ist auch die Zunge ein kleines Glied und prahlt doch mit großen Dingen. Auch ein kleines Feuer kann einen großen Wald in Brand setzen.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Auch die Zunge ist ein Feuer: Als das Unrecht steht die Zunge unter unseren Gliedern da; sie, die den ganzen Körper beschmutzt und den Kreis des Lebens in Brand setzt, wird selbst von der Hölle in Brand gesetzt.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Jedes Säugetier und auch die Vögel, Kriechtiere wie auch Meerestiere wird vom Menschen gezähmt,&lt;br /&gt;
{{L|8}} aber die Zunge kann kein Mensch bändigen, das ruhelose, unkontrollierte, wankelmütige Übel, voller tödlichen Gifts.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Mit ihr loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen die Menschen, die nach der Ähnlichkeit Gottes erschaffen sind:&lt;br /&gt;
{{L|10}} aus dem selben Mund kommt Segen und Fluch. Das darf nicht sein, meine Geschwister!&lt;br /&gt;
{{L|11}} Kommt aus der selben Quellen denn auch süßes und bitteres Wasser?&lt;br /&gt;
{{L|12}} Meine Geschwister, können an einem Feigenbaum Oliven wachsen, oder an einem Weinstock Feigen? Auch aus einer salzigen Quelle kommt kein Süßwasser.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Wer unter euch ist weise und gebildet? Er soll durch gute Lebensführung seine Werke in Bescheidenheit aus Weisheit erweisen!&lt;br /&gt;
{{L|14}} Aber wenn ihr eifersüchtig und egoistisch seid, gebt nicht an und lügt nicht!&lt;br /&gt;
{{L|15}} Dies ist keine göttliche Weisheit, sondern irdisch, weltlich, natürlich und dämonisch.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Denn wo immer es Eifersucht und Selbstsucht gibt, dort gibt es Unordnung und jede Art von Gemeinheiten.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Doch die göttliche Weisheit ist zuerst rein, dann friedfertig, gütig, folgsam, voller Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und ohne Heuchelei.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Und die Ernte der Gerechtigkeit wird in Frieden gesät für jene, die Frieden stiften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Nicht viele [von euch sollen] Lehrer werden,&amp;lt;ref&amp;gt;In der deutschen Übersetzung ist es schwierig, die beiden Teile des Imperativs, „nicht viele [von euch]“ („[von euch]“ impliziert durch die Form des Verbs) und „werdet Lehrer“ zusammenzubringen. Die eheste wörtliche Entsprechung wäre „Nicht viele [von euch] werdet Lehrer[!]“. Als die nächstliegende Auflösung erschien die Umwandlung in einen indirekten Befehl.&amp;lt;/ref&amp;gt; meine Geschwister, denn ihr wisst,&amp;lt;ref&amp;gt;Kausal aufgelöstes attributives Ptz. Hier bieten sich wohl keine alternativen Sinnrichtungen zur Auflösung an.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass wir [Lehrer] ein strengeres Urteil empfangen werden. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Denn wir alle straucheln (stoßen an)&amp;lt;ref&amp;gt;Im geistlichen Sinn auch als „fehlen“, „sündigen“. Vorgeschlagene Bedeutung hier: „wir alle begehen viele Sünden“ (B/A, NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; vielfach (in vieler Hinsicht). Wenn jemand beim Reden&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „im Wort“&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht strauchelt, [ist] er ein vollendeter (reifer, erwachsener) Mensch (Mann)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Generisches Maskulinum]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, fähig, auch den ganzen Körper zu zügeln (in Zaum zu halten).&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|3}} {aber} Wenn wir den Pferden&amp;lt;ref&amp;gt;Ursprünglich ein Genitiv.&amp;lt;/ref&amp;gt; {das} Zaumzeug (Zügel) ins Maul&amp;lt;ref&amp;gt;Ursprünglich im Plural.&amp;lt;/ref&amp;gt; legen, damit sie uns gehorchen,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines „εἰς τὸ“ + Inf.&amp;lt;/ref&amp;gt; dann&amp;lt;ref&amp;gt;Konsekutives καί.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenken wir ihren ganzen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|4}} Seht (Siehe) auch die Schiffe: Obwohl sie so groß sind und von rauen Winden getrieben werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Im Urtext zwei Ptc. coni., hier konzessiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden sie von einem winzigen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „von [dem] kleinsten“. Muss hier elativisch verstanden werden: „sehr klein“, „winzig“&amp;lt;/ref&amp;gt; Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht (Drang, Eifer, Trachten)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine gute kommunikative Übersetzung könnte „Belieben“ sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Steuermanns wünscht.&lt;br /&gt;
{{S|5}} So ist auch die Zunge ein kleines Glied und prahlt [doch mit] großen [Dingen]. Seht (Siehe), welch kleines Feuer welch großen Wald (Holz) anzündet! &lt;br /&gt;
{{S|6}} Auch die Zunge [ist] ein Feuer: [Als] die Welt des Unrechts&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. qualitatis. Kommunikativ kann „Welt voller Unrecht“, „von Unrecht beherrschte Welt“, etc. übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; steht&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „„sich hinstellen“ (cf. 4,4). Die Form kann sowohl medial (Blomberg/Kamell), als auch passivisch (Mußner, Johnson, NSS) sein. Die mediale Deutung betont die Rolle der Zunge, die passivische diejenige Gottes oder ähnlicher Größen. Weil letztere Lösung aber Fragen offen ließe, entscheidet sich Blomberg für eine mediale Deutung. Johnson präferiert im Blick auf 4:4 die passivische Lösung. Meine Übersetzung (nach einem Vorschlag im NSS) lässt das Problem ein Stück weit offen, weil sie sich auf das Ergebnis konzentriert („dastehen“ kann das Resultat des Hinstellens oder des sich Hinstellens sein). Alternativ zu „dastehen“ kann auch übersetzt werden: „sich erweisen als“ (NSS), „sich darstellen“ (Dibelius), „sich machen/ernennen zu“ (Blomberg/Kamell, Johnson, B/A). Der überlieferte Text ist an dieser Stelle vermutlich fehlerhaft (Dibelius, B/A).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Zunge unter unseren Gliedern da;&amp;lt;ref&amp;gt;Oder „Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt des Unrechts unter unsere Glieder gesetzt.“ (Mußner, Martin (zitiert bei Blomberg/Kamell).) Dazu wäre alternative Zeichensetzung vonnöten: Statt dem Semikolon (hochgesetzter Punkt) wie im NTG wäre dann hinter „πῦρ“ ein Komma zu setzen. Dadurch könnte der zweite Satz des Verses als Apposition verstanden werden: „Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt des Unrechts unter unsere Glieder gesetzt.“ Diese Variante sei u.a. von der TNIV und in früheren Edition des UBS-Testaments gewählt worden (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; sie, die den ganzen Körper beschmutzt und das Rad&amp;lt;ref&amp;gt;Je nach Akzentsetzung entweder „Rad“ oder „Bahn/Kurs“; bezeichnet allgemein etwas Rundes (Johnson; dort auf Englisch „course“; von mir entsprechend übersetzt).&amp;lt;/ref&amp;gt; des Werdens&amp;lt;ref&amp;gt;NSS: „Rad des Werdens/Daseins, hier wohl sprichwörtl. für Umkreis des Lebens (Mußner, Jak, S. 164f), Lebenslauf“. Aus „dem Sprachgebrauch der orphischen Mysterien“ (B/A) (cf. Dibelius, Kittel) → „Rad des Werdens“, „Lebenslauf“; klares Zeugnis für griechischen Einfluss (Johnson). Blomberg merkt an, dass der Begriff zur Abfassungszeit wohl schon abgegriffen war und hier nicht zu technisch gesehen werden sollte (seine Übersetzung: „Lauf des Daseins/der Existenz“). Menge: „das (rollende) Rad des Seins (d.h. den ganzen Lauf des Lebens = die ganze Lebensbahn)“, LUT „die ganze Welt“, ELB „Lauf des Daseins“, SLT „Umkreis des Lebens“, NGÜ „die ganze menschliche Existenz“, GNB „unser Leben von der Geburt bis zum Tod“.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Brand setzt,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung zweier attributiver Partizipien als Relativsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird [selbst] von der Hölle&amp;lt;ref&amp;gt;Oder „Gehenna“. Hier werden die sehr semitischen Wurzeln des Schreibens offensichtlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Brand gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das dritte attr. Ptz. Präs., hier im Pass., scheint semantisch von den übrigen getrennt zu sein. Alternativ: „sie beschmutzt ... und ... setzt ... in Brand und wird...“. Wörtlich: „die ... beschmutzende ... und ... in Brand setzende ... und ... in Brand gesetzt werdende.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|7}} Jede&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses unbestimmte „πασα“ kann auch allgemeiner als „alle möglichen...“ übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Art [der] Säugetiere&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich nur „Tiere“; im Kontrast zu den anderen Tierarten im Kontext muss hier jedoch genauer übersetzt werden. Möglich: „Vierfüßler“ (B/A), „Säugetiere“, „Landtiere“, „vierfüßige Tiere“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch [der] Vögel, [der] Kriechtiere wie auch [der] Meerestiere wird gezähmt und ist [durch] die menschliche Art (Natur)&amp;lt;ref&amp;gt;Dat. auctoris.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezähmt worden&amp;lt;ref&amp;gt;Hier steht im Urtext ein Pf., das „worden“ tritt also hinter das Resultat des „ist“ zurück.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
{{S|8}} aber die Zunge vermag kein Mensch&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. partitivus. Wörtlich: „keiner/niemand [der] Menschen“&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bändigen, [das]&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativ: „[sie ist] ein“&amp;lt;/ref&amp;gt; ruhelose (unruhige&amp;lt;ref&amp;gt;B/A&amp;lt;/ref&amp;gt;, unkontrollierte&amp;lt;ref&amp;gt;Blomberg/Kamell&amp;lt;/ref&amp;gt;, wankelmütige&amp;lt;ref&amp;gt;Cf. 1,8&amp;lt;/ref&amp;gt;) Übel, voller tödlichen (todbringenden) Gifts.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Mit ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Instrumental (NSS). Wörtlich: „Durch sie“. Analog später im Vers.&amp;lt;/ref&amp;gt; loben (reden wir gut von) wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen die Menschen, die nach der Ähnlichkeit (Gleichheit, Übereinstimmung. Klassisch: Bild, Ebenbild) Gottes erschaffen sind&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. Pf. Pass. Das griechische Pf. wurde hier, wie es seiner Bedeutung am ehesten entspricht, als Zustandsperfekt übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&amp;lt;ref&amp;gt;Frei zitiert nach 1 Mose 1,26f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|10}} aus demselben Mund kommt Segen und Fluch. Es darf nicht sein, meine Geschwister, [dass]&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines AcI.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies so geschieht!&lt;br /&gt;
{{S|11}} Lässt etwa die Quelle aus derselben Öffnung süßes und bitteres [Wasser]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „das Süße und das Bittere“&amp;lt;/ref&amp;gt; quellen? &lt;br /&gt;
{{S|12}} Meine Geschwister, kann etwa ein Feigenbaum Oliven hervorbringen, oder ein Weinstock Feigen? Auch eine salzige [Quelle]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „das Salzige“&amp;lt;/ref&amp;gt; [kann] kein Süßwasser&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „süßes Wasser“&amp;lt;/ref&amp;gt; hervorbringen. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Wer [ist] weise und kundig (verständig, gebildet)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung des Wortes ist die von anwendbarer Kundigkeit (Blomberg/Kamell). Kommunikativ vielleicht „erfahren“.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter euch? Er soll durch&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „aus“&amp;lt;/ref&amp;gt; {die} gute Lebensführung seine Werke in (durch) Bescheidenheit (Demut, Sanftmut)&amp;lt;ref&amp;gt;ie eigentliche Bedeutung ist wohl die eines „sanften Charakters“ im Gegensatz einem aufbrausenden Charakter (cf. Louw/Nida).&amp;lt;/ref&amp;gt; [aus] Weisheit&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bescheidenheit [der] Weisheit“; Gen. pertinentiae, also „Bescheidenheit, die von Weisheit kommt“.&amp;lt;/ref&amp;gt; erweisen (muss erweisen&amp;lt;ref&amp;gt;Blomberg/Kamell.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;ref&amp;gt;Da der deutsche Imperativ in der 3. Person nicht vorkommt, muss mit „soll“ oder „muss“ umschrieben werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|14}} Aber wenn ihr bittere Eifersucht und Selbstsucht in eurem Herzen habt, rühmt euch nicht&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist ein Imperativ Präsens. Im Gegensatz zum unmarkierten Imp. Aor. kann dieser auch die Bedeutung „hört auf, … zu tun“ haben. Blomberg merkt hier an, dass diese Bedeutungsnuance nicht unbedingt vorkommen muss.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lügt [nicht] wider die Wahrheit!&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt&amp;lt;ref&amp;gt;Attributive Auflösung. Wörtlich „ist … herabkommend“. Alternativ periphrastisch: „Diese Weisheit kommt nicht von oben herab...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern [ist] irdisch, weltlich, natürlich&amp;lt;ref&amp;gt;So Dibelius u.a.; bei ihm Herleitung aus Parallelen zur gnostischen Frömmigkeit. Wörtlich „seelisch“. Im NT wird der Begriff aber nur für das Diesseitige im Gegensatz zum Geistlichen verwendet (B/A, Dibelius, Johnson). Oder „irdisch gesinnt“ (NSS), „sinnlich“ (Menge, ELB; aber missverständlich, da es hier eben nur um den Kontrast zum Geistlichen geht), „niedrig“ (LUT), „eigennützig“ (EU). Kommunikativ vielleicht „weltlich/diesseitig ausgerichtet“.&amp;lt;/ref&amp;gt; [und] dämonisch. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn wo [immer es] Eifersucht und Selbstsucht [gibt], dort [gibt es] Unordnung (Unruhe) und jede [Art von]&amp;lt;ref&amp;gt;Nach der Bedeutung dieses unbestimmten „πάν“ eingefügt (Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinem (niederem, schlimmem)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff drückt Niedrigkeit, Gemeinheit, Gewöhnlichkeit in einem sehr negativen Sinn aus (Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; Tun (Sache, Tat; Rechtsstreit&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson&amp;lt;/ref&amp;gt;). &lt;br /&gt;
{{S|17}} Doch die Weisheit, [die] von oben [kommt], ist {zwar} zuerst rein, dann friedfertig, gütig (nachgiebig, milde), folgsam (belehrbar, gehorsam&amp;lt;ref&amp;gt;LUT u.a. (SLT, NGÜ): „lässt sich etwas sagen“&amp;lt;/ref&amp;gt;), voller Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch [und] ohne Heuchelei.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und (aber)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier als koordinierender Textkonnektor (Blomberg/Kamell). Alternativ adversativ. Könnte auch einen leichten Kontrast als Aufruf zum Handeln darstellen (Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; [die] Ernte&amp;lt;ref&amp;gt;So Blomberg/Kamell. Wörtlich „Frucht“.&amp;lt;/ref&amp;gt; [der] Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Wohl ein Gen. subiectivus: die Frucht &#039;&#039;ist&#039;&#039; Gerechtigkeit.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird in Frieden gesät für&amp;lt;ref&amp;gt;Hier als Dat. commodi verstanden (Dibelius, Johnson, Blomberg/Kamell). Alternativ als Dat. auctoris: „von jenen, die...“. Dann käme aber der Frieden doppelt vor (Dibelius).&amp;lt;/ref&amp;gt; jene, die Frieden stiften&amp;lt;ref&amp;gt;Attributives/substantiviertes Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_3&amp;diff=18392</id>
		<title>Jakobus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_3&amp;diff=18392"/>
		<updated>2014-10-09T10:34:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: fehlerhafte Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Nicht viele [von euch sollen] Lehrer werden,&amp;lt;ref&amp;gt;In der deutschen Übersetzung ist es schwierig, die beiden Teile des Imperativs, „nicht viele [von euch]“ („[von euch]“ impliziert durch die Form des Verbs) und „werdet Lehrer“ zusammenzubringen. Die eheste wörtliche Entsprechung wäre „Nicht viele [von euch] werdet Lehrer[!]“. Als die nächstliegende Auflösung erschien die Umwandlung in einen indirekten Befehl.&amp;lt;/ref&amp;gt; meine Geschwister, denn ihr wisst,&amp;lt;ref&amp;gt;Kausal aufgelöstes attributives Ptz. Hier bieten sich wohl keine alternativen Sinnrichtungen zur Auflösung an.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass wir [Lehrer] ein strengeres Urteil empfangen werden. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Denn wir alle straucheln (stoßen an)&amp;lt;ref&amp;gt;Im geistlichen Sinn auch als „fehlen“, „sündigen“. Vorgeschlagene Bedeutung hier: „wir alle begehen viele Sünden“ (B/A, NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; vielfach (in vieler Hinsicht). Wenn jemand beim Reden&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „im Wort“&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht strauchelt, [ist] er ein vollendeter (reifer, erwachsener) Mensch (Mann)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Generisches Maskulinum]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, fähig, auch den ganzen Körper zu zügeln (in Zaum zu halten).&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|3}} {aber} Wenn wir den Pferden&amp;lt;ref&amp;gt;Ursprünglich ein Genitiv.&amp;lt;/ref&amp;gt; {das} Zaumzeug (Zügel) ins Maul&amp;lt;ref&amp;gt;Ursprünglich im Plural.&amp;lt;/ref&amp;gt; legen, damit sie uns gehorchen,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines „εἰς τὸ“ + Inf.&amp;lt;/ref&amp;gt; dann&amp;lt;ref&amp;gt;Konsekutives καί.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenken wir ihren ganzen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|4}} Seht (Siehe) auch die Schiffe: Obwohl sie so groß sind und von rauen Winden getrieben werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Im Urtext zwei Ptc. coni., hier konzessiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden sie von einem winzigen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „von [dem] kleinsten“. Muss hier elativisch verstanden werden: „sehr klein“, „winzig“&amp;lt;/ref&amp;gt; Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht (Drang, Eifer, Trachten)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine gute kommunikative Übersetzung könnte „Belieben“ sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Steuermanns wünscht.&lt;br /&gt;
{{S|5}} So ist auch die Zunge ein kleines Glied und prahlt [doch mit] großen [Dingen]. Seht (Siehe), welch kleines Feuer welch großen Wald (Holz) anzündet! &lt;br /&gt;
{{S|6}} Auch die Zunge [ist] ein Feuer: [Als] die Welt des Unrechts&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. qualitatis. Kommunikativ kann „Welt voller Unrecht“, „von Unrecht beherrschte Welt“, etc. übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; steht&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „„sich hinstellen“ (cf. 4,4). Die Form kann sowohl medial (Blomberg/Kamell), als auch passivisch (Mußner, Johnson, NSS) sein. Die mediale Deutung betont die Rolle der Zunge, die passivische diejenige Gottes oder ähnlicher Größen. Weil letztere Lösung aber Fragen offen ließe, entscheidet sich Blomberg für eine mediale Deutung. Johnson präferiert im Blick auf 4:4 die passivische Lösung. Meine Übersetzung (nach einem Vorschlag im NSS) lässt das Problem ein Stück weit offen, weil sie sich auf das Ergebnis konzentriert („dastehen“ kann das Resultat des Hinstellens oder des sich Hinstellens sein). Alternativ zu „dastehen“ kann auch übersetzt werden: „sich erweisen als“ (NSS), „sich darstellen“ (Dibelius), „sich machen/ernennen zu“ (Blomberg/Kamell, Johnson, B/A). Der überlieferte Text ist an dieser Stelle vermutlich fehlerhaft ist (Dibelius, B/A).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Zunge unter unseren Gliedern da;&amp;lt;ref&amp;gt;Oder „Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt des Unrechts unter unsere Glieder gesetzt.“ (Mußner, Martin (zitiert bei Blomberg/Kamell).) Dazu wäre alternative Zeichensetzung vonnöten: Statt dem Semikolon (hochgesetzter Punkt) wie im NTG wäre dann hinter „πῦρ“ ein Komma zu setzen. Dadurch könnte der zweite Satz des Verses als Apposition verstanden werden: „Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt des Unrechts unter unsere Glieder gesetzt.“ Diese Variante sei u.a. von der TNIV und in früheren Edition des UBS-Testaments gewählt worden (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; sie, die den ganzen Körper beschmutzt und das Rad&amp;lt;ref&amp;gt;Je nach Akzentsetzung entweder „Rad“ oder „Bahn/Kurs“; bezeichnet allgemein etwas Rundes (Johnson; dort auf Englisch „course“; von mir entsprechend übersetzt).&amp;lt;/ref&amp;gt; des Werdens&amp;lt;ref&amp;gt;NSS: „Rad des Werdens/Daseins, hier wohl sprichwörtl. für Umkreis des Lebens (Mußner, Jak, S. 164f), Lebenslauf“. Aus „dem Sprachgebrauch der orphischen Mysterien“ (B/A) (cf. Dibelius, Kittel) → „Rad des Werdens“, „Lebenslauf“; klares Zeugnis für griechischen Einfluss (Johnson). Blomberg merkt an, dass der Begriff zur Abfassungszeit wohl schon abgegriffen war und hier nicht zu technisch gesehen werden sollte (seine Übersetzung: „Lauf des Daseins/der Existenz“). Menge: „das (rollende) Rad des Seins (d.h. den ganzen Lauf des Lebens = die ganze Lebensbahn)“, LUT „die ganze Welt“, ELB „Lauf des Daseins“, SLT „Umkreis des Lebens“, NGÜ „die ganze menschliche Existenz“, GNB „unser Leben von der Geburt bis zum Tod“.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Brand setzt,&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung zweier attributiver Partizipien als Relativsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird [selbst] von der Hölle&amp;lt;ref&amp;gt;Oder „Gehenna“. Hier werden die sehr semitischen Wurzeln des Schreibens offensichtlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Brand gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das dritte attr. Ptz. Präs., hier im Pass., scheint semantisch von den übrigen getrennt zu sein. Alternativ: „sie beschmutzt ... und ... setzt ... in Brand und wird...“. Wörtlich: „die ... beschmutzende ... und ... in Brand setzende ... und ... in Brand gesetzt werdende.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
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{{S|8}} aber die Zunge vermag kein Mensch&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. partitivus. Wörtlich: „keiner/niemand [der] Menschen“&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bändigen, [das]&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativ: „[sie ist] ein“&amp;lt;/ref&amp;gt; ruhelose (unruhige&amp;lt;ref&amp;gt;B/A&amp;lt;/ref&amp;gt;, unkontrollierte&amp;lt;ref&amp;gt;Blomberg/Kamell&amp;lt;/ref&amp;gt;, wankelmütige&amp;lt;ref&amp;gt;Cf. 1,8&amp;lt;/ref&amp;gt;) Übel, voller tödlichen (todbringenden) Gifts.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Mit ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Instrumental (NSS). Wörtlich: „Durch sie“. Analog später im Vers.&amp;lt;/ref&amp;gt; loben (reden wir gut von) wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen die Menschen, die nach der Ähnlichkeit (Gleichheit, Übereinstimmung. Klassisch: Bild, Ebenbild) Gottes erschaffen sind&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. Pf. Pass. Das griechische Pf. wurde hier, wie es seiner Bedeutung am ehesten entspricht, als Zustandsperfekt übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&amp;lt;ref&amp;gt;Frei zitiert nach 1 Mose 1,26f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|10}} aus demselben Mund kommt Segen und Fluch. Es darf nicht sein, meine Geschwister, [dass]&amp;lt;ref&amp;gt;Auflösung eines AcI.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies so geschieht!&lt;br /&gt;
{{S|11}} Lässt etwa die Quelle aus derselben Öffnung süßes und bitteres [Wasser]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „das Süße und das Bittere“&amp;lt;/ref&amp;gt; quellen? &lt;br /&gt;
{{S|12}} Meine Geschwister, kann etwa ein Feigenbaum Oliven hervorbringen, oder ein Weinstock Feigen? Auch eine salzige [Quelle]&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „das Salzige“&amp;lt;/ref&amp;gt; [kann] kein Süßwasser&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „süßes Wasser“&amp;lt;/ref&amp;gt; hervorbringen. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Wer [ist] weise und kundig (verständig, gebildet)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung des Wortes ist die von anwendbarer Kundigkeit (Blomberg/Kamell). Kommunikativ vielleicht „erfahren“.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter euch? Er soll durch&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „aus“&amp;lt;/ref&amp;gt; {die} gute Lebensführung seine Werke in (durch) Bescheidenheit (Demut, Sanftmut)&amp;lt;ref&amp;gt;ie eigentliche Bedeutung ist wohl die eines „sanften Charakters“ im Gegensatz einem aufbrausenden Charakter (cf. Louw/Nida).&amp;lt;/ref&amp;gt; [aus] Weisheit&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bescheidenheit [der] Weisheit“; Gen. pertinentiae, also „Bescheidenheit, die von Weisheit kommt“.&amp;lt;/ref&amp;gt; erweisen (muss erweisen&amp;lt;ref&amp;gt;Blomberg/Kamell.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;ref&amp;gt;Da der deutsche Imperativ in der 3. Person nicht vorkommt, muss mit „soll“ oder „muss“ umschrieben werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|14}} Aber wenn ihr bittere Eifersucht und Selbstsucht in eurem Herzen habt, rühmt euch nicht&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist ein Imperativ Präsens. Im Gegensatz zum unmarkierten Imp. Aor. kann dieser auch die Bedeutung „hört auf, … zu tun“ haben. Blomberg merkt hier an, dass diese Bedeutungsnuance nicht unbedingt vorkommen muss.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lügt [nicht] wider die Wahrheit!&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt&amp;lt;ref&amp;gt;Attributive Auflösung. Wörtlich „ist … herabkommend“. Alternativ periphrastisch: „Diese Weisheit kommt nicht von oben herab...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern [ist] irdisch, weltlich, natürlich&amp;lt;ref&amp;gt;So Dibelius u.a.; bei ihm Herleitung aus Parallelen zur gnostischen Frömmigkeit. Wörtlich „seelisch“. Im NT wird der Begriff aber nur für das Diesseitige im Gegensatz zum Geistlichen verwendet (B/A, Dibelius, Johnson). Oder „irdisch gesinnt“ (NSS), „sinnlich“ (Menge, ELB; aber missverständlich, da es hier eben nur um den Kontrast zum Geistlichen geht), „niedrig“ (LUT), „eigennützig“ (EU). Kommunikativ vielleicht „weltlich/diesseitig ausgerichtet“.&amp;lt;/ref&amp;gt; [und] dämonisch. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn wo [immer es] Eifersucht und Selbstsucht [gibt], dort [gibt es] Unordnung (Unruhe) und jede [Art von]&amp;lt;ref&amp;gt;Nach der Bedeutung dieses unbestimmten „πάν“ eingefügt (Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinem (niederem, schlimmem)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff drückt Niedrigkeit, Gemeinheit, Gewöhnlichkeit in einem sehr negativen Sinn aus (Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; Tun (Sache, Tat; Rechtsstreit&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson&amp;lt;/ref&amp;gt;). &lt;br /&gt;
{{S|17}} Doch die Weisheit, [die] von oben [kommt], ist {zwar} zuerst rein, dann friedfertig, gütig (nachgiebig, milde), folgsam (belehrbar, gehorsam&amp;lt;ref&amp;gt;LUT u.a. (SLT, NGÜ): „lässt sich etwas sagen“&amp;lt;/ref&amp;gt;), voller Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch [und] ohne Heuchelei.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und (aber)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier als koordinierender Textkonnektor (Blomberg/Kamell). Alternativ adversativ. Könnte auch einen leichten Kontrast als Aufruf zum Handeln darstellen (Johnson).&amp;lt;/ref&amp;gt; [die] Ernte&amp;lt;ref&amp;gt;So Blomberg/Kamell. Wörtlich „Frucht“.&amp;lt;/ref&amp;gt; [der] Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Wohl ein Gen. subiectivus: die Frucht &#039;&#039;ist&#039;&#039; Gerechtigkeit.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird in Frieden gesät für&amp;lt;ref&amp;gt;Hier als Dat. commodi verstanden (Dibelius, Johnson, Blomberg/Kamell). Alternativ als Dat. auctoris: „von jenen, die...“. Dann käme aber der Frieden doppelt vor (Dibelius).&amp;lt;/ref&amp;gt; jene, die Frieden stiften&amp;lt;ref&amp;gt;Attributives/substantiviertes Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_2&amp;diff=18391</id>
		<title>Diskussion:Jakobus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_2&amp;diff=18391"/>
		<updated>2014-10-09T08:37:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Ja; einige textkritische Varianten habe ich vielleicht übersehen (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = Teilweise ausführlich, teilweise kann man noch ergänzen (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Blomberg/Kamell, häufig Dibelius, Johnson, teils Mußner (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Jeder Vers sicherlich mehrmals mit einer der folgenden: LUT, EU, Menge, REB, SLT, NGÜ, NIV, NASB, ESV, NET (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = Das Markup ist teilweise vielleicht unsauber. Manche identische Fußnoten können noch zusammengefasst werden. Rechtschreibung müsste passen. (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
===V. L22===&lt;br /&gt;
„Glaube zur Vollendung gelangte“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man das verständlich schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:37, 9. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
* V. 1: Ist &amp;quot;Parteilichkeit&amp;quot; wirklich die beste Übersetzung?&lt;br /&gt;
* V. 1: Wie ist &amp;quot;Glauben haben&amp;quot; zu verstehen?&lt;br /&gt;
* V. 1: Sollte die Formulierung mit dem &amp;quot;Herrn der Herrlichkeit&amp;quot; nochmals umgestellt und evtl. anders aufgelöst werden?&lt;br /&gt;
* V. 3: Das erste Verb wäre hier nochmal zu checken. Heißt es wirklich &amp;quot;kümmern&amp;quot;?&lt;br /&gt;
* V. 3: Das beschriebene textkritische Problem muss aufgegriffen werden. Und entspricht die Variante nicht zumindest dem SBLGNT und WH?&lt;br /&gt;
* V. 3: Alternative Zürcher 1931: &amp;quot;Setze du dich bequem hierher&amp;quot;&lt;br /&gt;
* V. 4: Würde hier &amp;quot;Gesinnung&amp;quot; wahrscheinlich doch durch das ursprüngliche &amp;quot;Gedanken&amp;quot; ersetzen. Mal sehen.&lt;br /&gt;
* V. 4: Ist &amp;quot;unterscheiden&amp;quot; die beste Wahl?&lt;br /&gt;
* V. 5: Am Ende stand hier ursprünglich &amp;quot;denen &#039;&#039;von sich&#039;&#039; verheißen hat&amp;quot;, wohl wegen dem Medium. Doch das klingt komisch. Macht es Sinn?&lt;br /&gt;
* V. 6: &amp;quot;unterdrücken/gewalttätig behandeln&amp;quot; nochmal nachprüfen.&lt;br /&gt;
* V. 8: Welchem Text entstammt das Original (MT, LXX...)&lt;br /&gt;
* V. 9: Erstes Verb beste Übersetzung?&lt;br /&gt;
* V. 10: &amp;quot;einhalten&amp;quot; beste Übersetzung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12 Gesetz der Freiheit===&lt;br /&gt;
Was ist das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:34, 9. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Jakobus_2&amp;diff=18390</id>
		<title>Diskussion:Jakobus 2</title>
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		<updated>2014-10-09T08:34:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* SF */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Ja; einige textkritische Varianten habe ich vielleicht übersehen (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = Teilweise ausführlich, teilweise kann man noch ergänzen (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = &lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Blomberg/Kamell, häufig Dibelius, Johnson, teils Mußner (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Jeder Vers sicherlich mehrmals mit einer der folgenden: LUT, EU, Menge, REB, SLT, NGÜ, NIV, NASB, ESV, NET (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = Das Markup ist teilweise vielleicht unsauber. Manche identische Fußnoten können noch zusammengefasst werden. Rechtschreibung müsste passen. (Ben)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SF==&lt;br /&gt;
* V. 1: Ist &amp;quot;Parteilichkeit&amp;quot; wirklich die beste Übersetzung?&lt;br /&gt;
* V. 1: Wie ist &amp;quot;Glauben haben&amp;quot; zu verstehen?&lt;br /&gt;
* V. 1: Sollte die Formulierung mit dem &amp;quot;Herrn der Herrlichkeit&amp;quot; nochmals umgestellt und evtl. anders aufgelöst werden?&lt;br /&gt;
* V. 3: Das erste Verb wäre hier nochmal zu checken. Heißt es wirklich &amp;quot;kümmern&amp;quot;?&lt;br /&gt;
* V. 3: Das beschriebene textkritische Problem muss aufgegriffen werden. Und entspricht die Variante nicht zumindest dem SBLGNT und WH?&lt;br /&gt;
* V. 3: Alternative Zürcher 1931: &amp;quot;Setze du dich bequem hierher&amp;quot;&lt;br /&gt;
* V. 4: Würde hier &amp;quot;Gesinnung&amp;quot; wahrscheinlich doch durch das ursprüngliche &amp;quot;Gedanken&amp;quot; ersetzen. Mal sehen.&lt;br /&gt;
* V. 4: Ist &amp;quot;unterscheiden&amp;quot; die beste Wahl?&lt;br /&gt;
* V. 5: Am Ende stand hier ursprünglich &amp;quot;denen &#039;&#039;von sich&#039;&#039; verheißen hat&amp;quot;, wohl wegen dem Medium. Doch das klingt komisch. Macht es Sinn?&lt;br /&gt;
* V. 6: &amp;quot;unterdrücken/gewalttätig behandeln&amp;quot; nochmal nachprüfen.&lt;br /&gt;
* V. 8: Welchem Text entstammt das Original (MT, LXX...)&lt;br /&gt;
* V. 9: Erstes Verb beste Übersetzung?&lt;br /&gt;
* V. 10: &amp;quot;einhalten&amp;quot; beste Übersetzung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12 Gesetz der Freiheit===&lt;br /&gt;
Was ist das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:34, 9. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jakobus_2&amp;diff=18389</id>
		<title>Jakobus 2</title>
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		<updated>2014-10-09T08:32:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Meine Geschwister, glaubt an unseren herrlichen Herrn Jesus Christus, nicht an Parteilichkeit!&lt;br /&gt;
{{L|2}} Denn wenn ein gut gekleideter Mann mit goldenen Ringen an den Fingern und ein Armer in schmutziger Kleidung in eure Synagoge kommt,&lt;br /&gt;
{{L|3}} dann kümmert ihr euch um den gut gekleideten Mann und bietet ihm einen guten Platz an, doch dem Armen nur einen Stehplatz oder Fußschemel!&lt;br /&gt;
{{L|4}} Habt ihr da nicht schon geurteilt und seid schlechte Richter geworden?&lt;br /&gt;
{{L|5}} Hört, meine geliebten Geschwister: Hat Gott nicht diese Armen erwählt, um Reiche im Glauben und Erben des Reichen zu sein, das er denen versprochen hat, die ihn lieben?&lt;br /&gt;
{{L|6}} Doch ihr verachtet die Armen. Werdet ihr nicht von den Reichen unterdrückt und verklagt?&lt;br /&gt;
{{L|7}} Reden nicht gerade sie schlecht über euch?&lt;br /&gt;
{{L|8}} Wenn ihr wirklich nach dem königlichen Gesetz der Schrift „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!“ handelt, dann handelt ihr richtig.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Wenn ihr aber einige Menschen bevorzugt, sündigt ihr, indem ihr nicht nach dem Gesetz handelt.&lt;br /&gt;
{{L|10}} Denn wer auch nur gegen ein Gebot verstößt, wird an allen Geboten schuldig.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Wer sagte: „Du sollst nicht die Ehe brechen!“, der sagte auch: „Du sollst nicht morden!“ Wenn du keinen Ehebruch begehst, aber mordest, hast du gegen das Gesetz verstoßen.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Redet und handelt als wenn ihr einmal nach dem Gesetz der Freiheit gerichtet werden wollt.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Denn wer unbarmherzig ist, der wird auch unbarmherzig verurteilt werden — die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Was nützt es, meine Geschwister, wenn jemand behauptet, zu glauben, aber nichts Gutes tut? Kann der Glaube ihn retten?&lt;br /&gt;
{{L|15}} Wenn jemand weder Nahrung noch Kleidung hat&lt;br /&gt;
{{L|16}} und einer von euch sagt zu ihm: „Lebe wohl, wärme dich auf und iss dich satt!“, aber ihr gebt ihm nicht, was er dafür braucht, was hilft ihm das?&lt;br /&gt;
{{L|17}} So ist auch der Glaube ohne gute Taten tot.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Aber es wird jemand sagen: „Du glaubst und ich tue Gutes — zeige mir deinen Glauben ohne gute Taten, und ich werde dir aus meinen guten Taten deinen Glauben zeigen.“&lt;br /&gt;
{{L|19}} Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt — Da hast du Recht! Auch die Dämonen glauben das und haben Angst!&lt;br /&gt;
{{L|20}} Versteht, ihr einfältigen Leute, dass der Glaube ohne gute Taten nutzlos ist!&lt;br /&gt;
{{L|21}} Wurde nicht Abraham, unser Vater, wegen seiner guten Taten frei gesprochen, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opfern wollte?&lt;br /&gt;
{{L|22}} Du siehst, dass der Glaube mit seinen guten Taten zusammen wirkte und durch die guten Taten der Glaube zur Vollendung gelangte,&lt;br /&gt;
{{L|23}} und die Vorhersage der Schrift: „Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“ wurde wahr und er wurde „Freund Gottes“ genannt.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Ihr seht, dass der Mensch wegen seiner guten Taten frei gesprochen wird und nicht nur wegen seines Glaubens.&lt;br /&gt;
{{L|25}} Wurde nicht auch so die Prostituierte Rahab wegen ihrer guten Tat frei gesprochen, als sie die Boten gastlich aufnahm und auf einem anderen Weg hinaus führte?&lt;br /&gt;
{{L|26}} Denn wie der Körper ohne Geist tot ist, ist auch der Glaube ohne gute Taten tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Meine Geschwister (Brüder, Brüder [und Schwestern]), habt den Glauben [an] unseren Herrn&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Glauben unseres Herrn“. Gen. subi.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Herrlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Im Urtext: „unseren Herrn Jesus Christus der Herrlichkeit“. Es gibt verschiedene Deutungsmöglichkeiten: 1. als Gen. qualitatis: „unseren herrlichen Herrn Jesus Christus“ (Dibelius, Johnson). In manchen Übersetzungen zu finden. 2. Grammatikalisch möglich, wenn auch im Rest der Bibel nicht anzutreffen wäre die Deutung als Apposition – der „Herr Jesus Christus“ würde also als „Herrlichkeit“ bezeichnet. Blomberg/Kamell ziehen diese Übersetzung vor. 3. als Gen. obiectivus; dann Glauben an die „Herrlichkeit des Herrn...“. 4. Als Titel Jesu, dann „Herrn Jesus Christus der Herrlichkeit“ (Bauckham). 5. Als attributiver Genitiv, wie hier gewählt (Mußner). Das erscheint am natürlichsten, außerdem haben sich die Übersetzer aller wichtigen deutschen Bibelübersetzungen für diese Variante entschieden. Nur Menge differenziert: „unsern Herrn Jesus Christus, (den Herrn) der Herrlichkeit“. Die nächstbeste Lösung ist wohl Option 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Jesus Christus, nicht in Parteilichkeit!&lt;br /&gt;
{{S|2}} Denn wenn in eure Synagoge&amp;lt;ref&amp;gt;Oder neutraler „Versammlung“, dann wohl als christlicher Gottesdienst (cf. Dibelius, Mußner, Johnson, Blomberg/Kamell). Blomberg sieht hier eine christliche Gerichtsszene. So werde in Vv. 1-4 Gerichtssprache verwendet. Weiter verwende der Autor συναγωγή und nicht ἐκκλησία (wie in [[Jakobus_5#s14|5,14]]) – das wäre der einzige Fall im NT, wo das Wort einen christlichen Gottesdienst meint. Auch könne der Autor auf [[Levitikus_19#s15|3. Mose 19,15]] angespielt haben, was wieder auf eine Gerichtssituation hinweisen könnte. Und in V. 6 wird erwähnt, wie die Reichen die Armen verklagen. Andererseits könne der Gebrauch von συναγωγή auf den jüdischen Kontext oder ein frühes Entstehungsdatum des Briefs hinweisen, und die Szene wäre sehr leicht auch in einem Gottesdienst vorstellbar (Blomberg/Kamell). Dibelius wendet aber ein, dass es nicht als Beleg für einen jüdischen Hintergrund herhalten kann.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Mann mit goldenen Ringen an den Fingern&amp;lt;ref&amp;gt;Auf Griechisch ein einziges Adjektiv, „goldfingrig“.&amp;lt;/ref&amp;gt; in prächtiger&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „strahlender“, „glänzender“&amp;lt;/ref&amp;gt; Kleidung kommt, {es kommt} aber auch ein Armer in schmutziger Kleidung, &lt;br /&gt;
{{S|3}} und (doch) ihr kümmert euch um denjenigen, der die prächtige Kleidung trägt&amp;lt;ref&amp;gt;Subst. [[Partizip|Ptz]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagt: Setze du dich hier auf den guten Platz&amp;lt;ref&amp;gt; Wörtlich: „hierher [auf diesen] gut[en Platz]“&amp;lt;/ref&amp;gt;!, doch (und) zu dem Armen sagt ihr: Stelle du dich [dorthin] oder setze dich da&amp;lt;ref&amp;gt;Variante im Urtext: ἐκεῖ („da“) steht in manchen Handschriften hinter κάθου („setze dich“). Übersetzung dann: „Du stehe oder setze dich dort...“ (gefunden im NSS; sollte noch belegt werden).&amp;lt;/ref&amp;gt; unten [auf] meinen Fußschemel!,&lt;br /&gt;
{{S|4}} habt ihr da nicht in eurem Inneren (in eurem Herzen; untereinander)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „in euch selbst“ oder „untereinander“. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich für die reziproke Deutung. So etwa Menge: „seid ihr da nicht in Zwiespalt (oder: Widerspruch) mit euch selbst geraten“. HfA: „Habt ihr da nicht mit zweierlei Maß gemessen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; unterschieden&amp;lt;ref&amp;gt;Dasselbe Wort wird weiter oben für „zweifeln, Bedenken haben“ verwendet, kommt hier aber in seiner Grundbedeutung vor.&amp;lt;/ref&amp;gt; und seid Richter [mit] böser Gesinnung&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Richter schlechter Gedanken“. Kann auch als „eine schlechte Entscheidungen fällen“ interpretiert und frei übersetzt werden (NSS). Die „Gesinnung“ kann sowohl für „leise“ wie „laute“ Gedanken stehen (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden?&amp;lt;ref&amp;gt;Vv. 2-4 sind ein gewöhnlicher, prospektiver Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|5}} Hört, meine geliebten Geschwister (Brüder, Brüder [und Schwestern]): Hat (Erwählt nicht) Gott sich nicht die [in den Augen] der Welt&amp;lt;ref&amp;gt;„[in den Augen] der Welt“: Hier als „ethischer Dativ“ (Blomberg/Kamell) interpretiert, was das Augenmerk nicht auf ihre materielle Armut, sondern ihre niedrige Stellung lenkt. Möglich wäre auch die Deutung als lokaler („die Armen, die in der Welt sind“) oder „Dativ der Hinsicht“ („die Armen in Hinsicht auf weltliche Güter“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Armen [dazu] erwählt&amp;lt;ref&amp;gt;Der Aorist könnte gnomisch sein. Dann: „Erwählt Gott nicht...?“ (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt;, [um] Reiche im (durch den) Glauben und Erben des Reiches [zu sein]&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativ: „als Reiche...“. LUT bezieht „erwählt“ auch auf die „Reichen“ und „Erben“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? &lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch ihr habt den Armen verachtet (verächtlich behandelt). Unterdrücken (Behandeln ... gewalttätig) euch nicht die Reichen, und schleppen [nicht]&amp;lt;ref&amp;gt;Das οὐχ am Satzanfang bezieht sich auch auf dieses Verb.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie euch vor Gericht? &lt;br /&gt;
{{S|7}} Lästern nicht [gerade] sie den guten Namen, der über euch ausgerufen wurde?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Wenn ihr wirklich [das] königliche Gesetz gemäß der Schrift erfüllt, „Liebe&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich ein Futur; drückt ein besonders starkes Gebot aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; deinen Mitmenschen (Nächsten) wie dich selbst!“,{{par|Levitikus|19|18}} [dann] handelt ihr gut (richtig)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Adverb καλῶς bezeichnet hier das moralisch Richtige. In V. 3 bezeichnet es dagegen einen angemessenen, bequemen Sitzplatz... &amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenn ihr aber bestimmte Menschen bevorzugt („parteiisch handelt/urteilt“, „die Person anseht“&amp;lt;ref&amp;gt;so NSS&amp;lt;/ref&amp;gt;), begeht ihr Sünde, indem ihr vom Gesetz als Übertreter&amp;lt;ref&amp;gt;So wörtlich. Lt. B/A hier auch „Sünder“.&amp;lt;/ref&amp;gt; überführt werdet&amp;lt;ref&amp;gt;Modale Auflösung des Ptc. coni. Möglicherweise auch kausal („weil … ihr überführt werdet“) bzw. einfach mit „und“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|10}} Denn wer das ganze Gesetz einhält (bewahrt), aber in einem [einzigen Punkt (Gebot)] strauchelt&amp;lt;ref&amp;gt;Bedeutung: „auch nur gegen ein Gebot verstößt“ &amp;lt;/ref&amp;gt;, ist [dadurch an] allen [Geboten] schuldig geworden&amp;lt;ref&amp;gt;Hier steht im Urtext ein Pf., das das Resultat einer Handlung betont; daher die Einfügung „[dadurch]“.Es ist unklar, ob mit „in Einem“ – „in Allen“ einzelne Gebote oder ähnliche Bereiche gemeint sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Denn derjenige, der sagte: „Brich die Ehe nicht!“, der sagte auch: „Morde nicht!“{{par|Exodus|20|13|14}}&amp;lt;ref&amp;gt;Aus 2. Mose 20,14.13. Beide Gebote stehen hier im prohibitiver Konjunktiv, während sie in der LXX – analog zum Hebräischen – im verneinten Futur stehen, was eine ähnlich starke Verneinung ist. Hier also etwas sinngemäßer wiedergegeben. &amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn du aber [jetzt zwar] keinen (nicht) Ehebruch begehst, aber mordest, bist du [dadurch] ein Gesetzesbrecher geworden&amp;lt;ref&amp;gt;Hier steht im Urtext ein Pf., das das Resultat einer Handlung betont; daher die Einfügung „[dadurch]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Indefiniter Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} Sprecht {so} und handelt {so} wie [Menschen] (als [solche]), die einmal nach&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „durch“. Alternativ „anhand“, „auf Grundlage“.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Gesetz der Freiheit gerichtet  (werden wollen)&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn das Gericht [ist] („[soll … sein]“, „[wird … sein]“) unbarmherzig [gegenüber] demjenigen, der keine Barmherzigkeit geübt hat – [die] Barmherzigkeit triumphiert über [das] Gericht. &lt;br /&gt;
{{S|14}} Was nützt es,&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Was [ist] der Nutzen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; meine Geschwister, wenn jemand Glauben zu haben behauptet, aber keine Werke hat?&amp;lt;ref&amp;gt;Prospektiver Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermag der Glaube etwa, ihn zu retten? &lt;br /&gt;
{{S|15}} Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt (dürftig gekleidet) sind und ihnen die tägliche Nahrung fehlt, &lt;br /&gt;
{{S|16}} aber einer von euch zu ihnen sagt: „Geht hin in Frieden&amp;lt;ref&amp;gt;Griechischer Abschiedsgruß. Lt. B/A entspricht das etwa dem Dt. „Bleiben Sie gesund!“. Alternativ sicher auch „Leb wohl!“ o. ä.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wärmt euch und esst euch satt!“, aber ihr gebt ihnen nicht, was für den Leib erforderlich ist&amp;lt;ref&amp;gt;Vulgo: „was sie zum Leben brauchen“, „das Lebensnotwendige“&amp;lt;/ref&amp;gt;, was nützt das&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Was [ist] der Nutzen“ (cf. 14).&amp;lt;/ref&amp;gt;?&amp;lt;ref&amp;gt;Vv. 15-16: Wieder ein prospektiver Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|17}} So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke [zur Folge] hat, für sich allein tot.&amp;lt;ref&amp;gt;Prospektiver Konditionalsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber jemand wird sagen: Du hast Glauben und ich habe Werke – zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken meinen Glauben zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie weit die direkte Rede reicht. Davon ist die Bedeutung der Stelle abhängig. Blomberg zählt verschiedene Möglichkeiten auf: 1. Lässt Jakobus hier einen fiktiven Gegner zu Wort kommen? 2. Wie weit verläuft seine Rede? 3. Kommt dazu noch ein fiktiver Verbündeter? 4. Oder handelt es sich um einen fiktiven, etwas langsamen Zuhörer, der weiterer Erklärung bedarf? (So bei Bauckham; von Blomberg unberücksichtigt.) 5. Denkbar wäre auch, „Du hast Glauben?“ als Frage zu formulieren; alles weitere wäre dann die Antwort des Autors. Blomberg entscheidet sich dafür, dass der Autor indirekte Rede verwendete – das „ich“ beziehe sich also auf ihn, das „du“ auf sein Gegenüber (Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|19}} Du glaubst, dass es [nur] einen Gott gibt&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „dass nur [einer] Gott ist?“. Alternativ als Frage: „Glaubst du, dass es nur einen Gott gibt?“&amp;lt;/ref&amp;gt; – Du hast recht!&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Du handelst gut/richtig!“&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Dämonen glauben [das] und zittern (schaudern)! &lt;br /&gt;
{{S|20}} Willst du [wohl] einsehen&amp;lt;ref&amp;gt;Oder in Form einer echten Frage: „Willst du wissen/einsehen...“ (so bei Blomberg/Kamell).&amp;lt;/ref&amp;gt;, o törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? &lt;br /&gt;
{{S|21}} Wurde nicht Abraham, unser Vater, aufgrund [seiner] Werke für gerecht erklärt (freigesprochen&amp;lt;ref&amp;gt;Von B/A präferiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;), als er Isaak, seinen Sohn, auf dem Altar [als Opfer] darbrachte&amp;lt;ref&amp;gt;Hier temporale Auflösung des attributiven Ptz. Alternativ modal „indem er … darbrachte“, möglicherweise auch kausal „weil/da“. Neben der gleichzeitigen Übersetzung kann das Ptz. Aor. auch vorzeitig übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Du siehst, dass der Glaube mit seinen&amp;lt;ref&amp;gt;I.e. Abrahams.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werken zusammenwirkte&amp;lt;ref&amp;gt;Imperfekt; mit durativer/iterativer Bedeutung; hier vielleicht als schrittweise Prozess zu deuten.&amp;lt;/ref&amp;gt; und durch die&amp;lt;ref&amp;gt;Oder dem Kontext nach „[seine]“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werke der Glaube zur Vollendung gelangte, &lt;br /&gt;
{{S|23}} und die Schrift wurde erfüllt, die besagt&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Abraham {aber} glaubte Gott, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“{{par|Genesis|15|6}}{{par|Galater|3|6}}{{par|Römer|4|3}}{{par|Römer|4|22}}, und er wurde „Freund Gottes“ genannt. &lt;br /&gt;
{{S|24}} Ihr seht, dass [der] Mensch aufgrund seiner Werke für gerecht erklärt (freigesprochen&amp;lt;ref&amp;gt;So B/A.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird und nicht aufgrund [des] Glaubens allein. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Wurde {aber} nicht genauso auch die Prostituierte Rahab aufgrund von Werken für gerecht erklärt (freigesprochen&amp;lt;ref&amp;gt;So B/A.&amp;lt;/ref&amp;gt;), als sie die Boten gastlich aufnahm und [auf] einem anderen Weg&amp;lt;ref&amp;gt;Dat. modi.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinausführte?&amp;lt;ref&amp;gt;Hier temporale Auflösung zweier Ptc. coni. Alternativ auch modal: „indem“ oder kausal: „weil“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|26}} Denn genau wie der Körper ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Die vorliegende Übersetzung (SF) entstand für ein Studienprojekt, bei dem der gesamte Jakobusbrief übersetzt, mit Kommentaren abgeglichen und exegesiert werden sollte. Allerdings folgt die Übersetzung nicht immer Offene-Bibel-Konventionen: So wurden so gut wie alle Partizipien (bis auf einige substantivierte) aufgelöst und die Sätze so natürlich wie möglich aufgebaut, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen oder den griechischen Satzbau aufzubrechen. Der Imperativ in der dritten Person wurde gewöhnlich mit dem Hilfsverb „sollen“ übersetzt (jeweils vermerkt); auf Aspektbedeutung und Sinnrichtung (bei adverbialen Partizipien u.a.) wurde besonderer Wert gelegt. Beim Übersetzen wurde auch auf den Transport des Textsinns geachtet und stellenweise Vorschläge und Anmerkungen zur kommunikativen Übersetzung gemacht (jedoch unvollständig). Der gesamte Text wurde unter Zuhilfenahme des Neuen sprachlichen Schlüssels (NSS), der Kurzgrammatik zum ntl. Griechisch (KG) und dem Wörterbuch von Bauer/Aland (B/A) übersetzt und, stellenweise ausführlich, mit dem exegetischen Kommentar von Blomberg u. Kamell abgeglichen. Wo es nützlich erschien, wurden wichtige deutsche Übersetzungen in den Fußnoten zitiert (LUT, EU, Menge, REB, SLT, NGÜ), teilweise auch englische (NIV, NASB, ESV, NET). An kritischen Stellen wurden die Jakobuskommentare von M. Dibelius und L.T. Johnson, teilweise auch F. Mußner konsultiert. Weitere Referenzen entstammen entweder der Diskussion während der Vorlesung (so Maier, Louw/Nida), der Pflichtlektüre (so Bauckham) oder den genannten Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lückenhaft ist noch der Abgleich mit Kommentaren in den Kapiteln 4 und v.a. 5 (dort meist auch angegeben). Bei manchen Angaben wurden die Quellen nicht angegeben; entweder weil sie mit jeder Grammatik zu verifizieren sind, oder weil sie meinem NSS oder Blomberg/Kamell entstammen und ich es schlichtweg vergaß. Nicht jedes Wort oder jede Wendung erhielt bei der Ergründung der tatsächlichen Bedeutung die Aufmerksamkeit, die sie verdienten, auch wenn ich sicherlich die brennendsten Probleme erhellen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine ursprüngliche Übersetzung enthielt Anführungszeichen. Wo diese noch bestehen, habe ich sie entweder übersehen, oder sie dienen der Abgrenzung eines Zitats (z.B. 4,6). Vielleicht sind beim Kopieren der Verse und Transport der Fußnoten Fehler entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde die Übersetzung wohl weiter pflegen und auch noch eine Einleitung verfassen (es sei denn jemand anderes ist schneller :-) ). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:12, 21. Feb. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Galater_3&amp;diff=18374</id>
		<title>Diskussion:Galater 3</title>
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		<updated>2014-10-07T14:06:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Studienfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja (Jo, Florian K.)&lt;br /&gt;
|Alternativen = soweit gefunden&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = soweit gefunden&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = soweit nötig&lt;br /&gt;
|Textart =&lt;br /&gt;
|Andere Kriterien =&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = 1-29 A-C,E (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen =&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = ELB, ZUR&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
Die Studienfassung hat momentan den Status &amp;quot;fast fertig&amp;quot;. Ist dieser Status ganz ohne Kommentarcheck nach unserer gegenwärtigen Praxis noch zu halten? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:50, 7. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab immerhin einen Urtextcheck und einen Übersetzungsvergleich. Damit sollte sichergestellt sein, dass keine groben Schnitzer mehr vorhanden sind. Es wäre aber wohl sinnvoll, Hinweise zur Textsorte / zum Sprachstil zu ergänzen. bevor wir das druchsetzen, müssen wir aber zunächst mit den Kriterien in diesem Punkt weiterkommen. ich schlage vor, dass wir auf die Frage zurückkommen, sobald wir das erledigt haben. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:10, 7. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab noch einmal darüber nachgedacht und muss mich selbst korrigieren: Voraussetzung für „erfüllt die meisten Kriterien“ ist ja eine Dokumentation dessen, was für „sehr gut“ noch fehlt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:44, 7. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich würde vor allem auch meinen, dass ein Minimum an Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Meinung schon geboten wäre. Dass der Text keine groben Fehler mehr enthält, geht mir ehrlich gesagt nicht weit genug (ohne dass ich jetzt im Hinterkopf hatte, wie wir uns das im Forum dargestellt hatten). Angemessener wäre für mich zu formulieren, dass er zumindest weitgehend zuverlässig ist. Es mag für diese etwas strengere Auslegung vielleicht momentan nicht der beste Zeitpunkt sein (wo wir mit Lesefassungen experimentieren und es auch mal &amp;quot;quick and dirty&amp;quot; sein darf), aber es wäre schön, wenn wir es langfristig so organisieren könnten. Die Frage bleibt, wie wir hier vorgehen. Da sowohl Wolfgang als auch ich zu Galater noch etwas in der Pipeline haben, können wir den Status meinetwegen inzwischen auch so stehen lassen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 14:05, 9. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich setze den Status nach über einem Jahr erstmal runter, weil bisher nichts kam. Ich selber hatte noch keine Zeit für meine Gal-Überarbeitung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:17, 6. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===V.9===&lt;br /&gt;
Kann bitte jemand die Variante &amp;quot;dem Glauben des Abraham&amp;quot; prüfen? In anderen Übersetzungen findet man nur die andere Variante, oder noch seltsamer &amp;quot;Abraham, der Mann des Glaubens&amp;quot;. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 15:13, 10. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche anderen Übersetzungen hast du angesehen? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 18:45, 7. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinst du eine textkritische Variante? Oder eine Alternativübersetzung? Textkritisch könnte [http://dukespace.lib.duke.edu/dspace/handle/10161/5597 diese Diss.] weiterhelfen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 14:05, 9. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erklärung===&lt;br /&gt;
Braucht unbedingt gute Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:06, 7. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S29 Tippfehler?===&lt;br /&gt;
„Nachkomme“ in Klammern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:06, 7. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Galater_3&amp;diff=18373</id>
		<title>Galater 3</title>
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		<updated>2014-10-07T14:04:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt; {{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung zu prüfen}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Ihr törichten Galater, wer hat euch verwirrt, euch, die den auferstandenen Jesus Christus gesehen habt?&lt;br /&gt;
{{L|2}} Ich will nur eines wissen: Handelt ihr wegen Vorschriften so oder weil ihr glaubt?&lt;br /&gt;
{{L|3}} Deshalb versteht ihr nichts, weil ihr gläubig angefangen habt, und es nun nur noch als Pflicht seht?&lt;br /&gt;
{{L|4}} Was ihr erlebt habt, hat alles nichts gebracht? Wenn es wenigstens auch umsonst war!&lt;br /&gt;
{{L|5}} Wer euch vom Glauben erzählt und unter euch Wunder tut, macht er das wegen Vorschriften oder weil er Glauben?&lt;br /&gt;
{{L|6}} So wie Abraham an Gott glaubte und er dadurch gerecht wurde.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Erkennt also, dass die, die glauben, Söhne Abrahams sind.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Die Schrift sagt aber vorher, dass Gott auch die Heiden gerecht macht, wenn sie an ihn glauben, sie sagt Abraham voraus: „Durch dich werden alle Heiden gesegnet werden.“&lt;br /&gt;
{{L|9}} Deshalb sind die, die glauben, durch Abraham gesegnet.&lt;br /&gt;
{{L|10}} Denn die, die nur nach Vorschriften handeln, auf denen liegt ein Fluch, denn es ist geschrieben: Verflucht ist jeder, der sich nicht in Allem an die Vorschriften hält.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Aber es ist klar, dass man so bei Gott nicht gerecht werden kann, denn: der Gerechte handelt wegen seines Glaubens;&lt;br /&gt;
{{L|12}} aber Vorschriften sind nicht Glaube, sondern: Wer sich nach Vorschriften richtet, handelt nach ihnen.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Christus hat uns von diesem Fluch befreit, indem er den Fluch auf sich genommen hat, denn es ist geschrieben: Verflucht ist jeder, der gekreuzigt wird,&lt;br /&gt;
{{L|14}} damit die Heiden den Segen Abrahams erhalten können in Christus Jesus, und wir Vergebung und ewiges Leben erhalten durch den Glauben.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Brüder, ein menschliches Beispiel: Selbst ein rechtskräftig gewordenes Testament eines Menschen ändert niemand.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Abraham und seinem Nachkommen wurde das ewige Leben zugesagt. Es heißt nicht: und den Nachkommen, also mehrere, sondern nur einen: und deinem Nachkommen, das ist Christus.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Dies aber sage ich: Ein Testament, das von Gott bestätigt wurde, macht die 430 Jahre danach entstandenen Vorschriften nicht ungültig, so dass die Verheißung vom ewigen Leben unwirksam würde.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Wenn man durch Einhaltung von Vorschriften in das Reich Gottes kommen würde, dann nicht durch eine Zusage; Aber Gott hat Abraham aus Gnade das ewige Leben geschenkt.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Warum gibt es denn die Vorschriften? Wegen der Übertretung wurde es hinzugefügt, bis der Nachkomme kommt, dem die Zusage gilt, durch Engel angeordnet, durch die Hand eines Vermittlers.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Der Vermittler ist aber nicht einer, Gott aber ist einer.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Sind dann die Vorschriften gegen die Zusage Gottes? Keineswegs! Denn wenn die Vorschriften Leben geben könnten, dann würde man durch Halten der Vorschriften auch gerecht werden.&lt;br /&gt;
{{L|22}} aber nach der Schrift ist alles schuldig, damit man durch Glaube die Vergebung und das ewige Leben erhält.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Aber bevor wir den Glauben hatten, standen wir unter dem Gesetz und mussten auf den Glauben warten,&lt;br /&gt;
{{L|24}} so dass das Gesetz unser Pädagoge geworden ist in Christus, damit wir durch den Glauben gerecht würden;&lt;br /&gt;
{{L|25}} Aber da wir jetzt den Glauben haben, sind wir nicht mehr unter einem Pädagogen.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Ihr seid nämlich alle Kinder Gottes durch den Glauben an Christus Jesus.&lt;br /&gt;
{{L|27}} Denn ihr alle, die in Christus getauft wurden, habt Christus in euch aufgenommen.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Hier sind keine Juden oder Griechen, hier sind keine Sklaven oder Unfreie, hier ist niemand männlich oder weiblich: Ihr seid alle eins in Christus Jesus.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Wenn ihr aber Christi seid, seid ihr folglich der Nachkomme Abrahams, und euch gehört das Reich Gottes wie es versprochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} {O} [Ihr] unverständigen (unvernünftigen, törichten) Galater, wer hat euch verhext (verzaubert, geblendet), denen der gekreuzigte&amp;lt;ref&amp;gt;ἐσταυρωμένος (Part. perf. pass.) steht im Griechischen in hervorgehobener Satzendstellung. Das Geschehen der Kreuzigung in der Vergangenheit wirkt bis ins heute hinein.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus Christus vor Augen gestellt (gemalt, aufgezeigt) wurde?&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dies allein (eine, nur) will ich erfahren (wissen, lernen) von euch: habt ihr den Geist aus Werken des Gesetzes empfangen oder aus der Botschaft (Predigt) des Glaubens?&lt;br /&gt;
{{S|3}} Deshalb seid ihr Unverständige (So Unverständige seid ihr), weil (denn) ihr im Geist angefangen (begonnen) habt [und] nun im Fleisch zum Ende kommen (enden) wollt?&amp;lt;ref&amp;gt;oder: Begonnen [habt ihr] im Geist und im Fleisch wollt ihr enden?&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} So viel (groß) habt ihr umsonst (vergeblich, ohne Grund) erlebt (gelitten)? Wenn [es] wenigstens (wirklich) auch (doch) umsonst [war]!&lt;br /&gt;
{{S|5}} Der euch also den Geist gewährt (gibt, darreicht) und tut (wirkt) Wunderwerke (Wunder, Krafttaten) unter euch, [tut er es] aus Werken des Gesetzes oder aus der Botschaft (Predigt) des Glaubens?&lt;br /&gt;
{{S|6}} Ebenso (gerade so) wie Abraham [an] Gott glaubte (vertraute) und [es] ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde;{{par|Genesis|15|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} erkennt also (daran), dass die aus Glauben [sind], diese sind Söhne (Kinder) Abrahams.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Die Schrift sieht aber voraus, dass Gott aus Glauben die Heiden (Völker) gerecht [macht], [sie] verkündete (das Evangelium vorausverkünden) {dem} Abraham voraus: „In dir werden (sind) alle Heiden (Völker) gesegnet werden.“{{par|Genesis|12|3}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Deshalb (daher, also) [sind] die aus Glauben gesegnet mit glaubenden (gläubigen, dem Glauben des) Abraham&amp;lt;ref&amp;gt;NGÜ, NIW und andere gehen einen Schritt weiter und übersetzen in etwa: „Abraham, dem Mann des Glaubens“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Denn (Nämlich) welche (Wie viele) aus den Werken des Gesetzes sind, sind unter einem Fluch; es ist nämlich (denn) geschrieben: verflucht [ist] jeder, der nicht verharrt (bleibt) in allem (allen Dingen), was geschrieben ist im Buch des Gesetzes, dass [man] {es} tun [soll]&amp;lt;ref&amp;gt;oder: der nicht verharrt in allen Dingen, was geschrieben …, um sie (d.h. alle Dinge) zu tun.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Deuteronomium|27|26}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Dass aber im Gesetz keiner gerecht wird vor (bei) Gott, [ist] offenkundig (klar, offenbar), denn: der Gerechte wird aus Glauben leben;&amp;lt;ref&amp;gt;Grammatisch ist ebenfalls denkbar: Aber da sich im (durch das) Gesetz niemand rechtfertigen kann, ist vor Gott offenkundig, dass der Gerechte aus Glauben leben wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Habakuk|2|4}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: wer es&amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich steht hier der Plural, da der Bezug zu „den Werken des Gesetzes“ aber im Deutschen nicht deutlich wird, wurde hier der Singular bewählt. Dasselbe gilt für das nachfolgende „aus ihm, was eigentlich „aus ihnen“ heißen müsste.&amp;lt;/ref&amp;gt; tut, wird aus ihm leben.{{par|Levitikus|18|5}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Christus hat uns freigekauft (losgekauft, erlöst) vom Fluch des Gesetzes, indem (als) er für uns ein Fluch geworden ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Modal aufgelöstes Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt; denn es ist geschrieben: Verflucht [ist (sei)] jeder, der an einem Holz hängt&amp;lt;ref&amp;gt;Substantiviertes Ptz.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Deuteronomium|21|23}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} damit (so dass) unter den Heiden (Völkern) der Segen (Segensgabe, Segensgut) {des} Abrahams entsteht (werde, komme)&amp;lt;ref&amp;gt;vorzeitig und punktuelle Übersetzung möglich&amp;lt;/ref&amp;gt; in (durch) Christus Jesus, so dass (damit) wir die Verheißung des Geistes erhalten (empfangen) durch den Glauben.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Brüder, wie ein Mensch&amp;lt;ref&amp;gt;Im Sinne von „nach Menschenart“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sage ich: Selbst ein rechtskräftig gewordenes (festgelegtes) Testament eines Menschen hebt niemand auf oder fügt [ihm etwas] hinzu.&lt;br /&gt;
{{S|16}} {Dem} Abraham aber sind die Verheißungen zugesagt und seinem Samen (Nachkommen). Man sagt (es heißt) nicht: und den Samen (die Nachkommen), wie über viele, sondern wie über einen: und deinem Samen,{{par|Genesis|22|18}} das (welcher) ist Christus.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Dies aber sage ich: Ein Testament&amp;lt;ref&amp;gt;Im Akkusativ, meint: „In Bezug auf ein Testament“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das zuvor von Gott bestätigt wurde (rechtskräftig gemacht wurde), [macht] das vierhundertdreißig Jahren danach entstandene Gesetz nicht ungültig, so dass die Verheißung unwirksam (zunichte, beseitigt) würde.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Wenn nämlich aus dem Gesetz das Erbe [käme], [käme es] nicht mehr aus der Verheißung; {dem} Abraham aber hat es Gott durch die Verheißung Gnade geschenkt (erwiesen).&lt;br /&gt;
{{S|19}} Warum denn das Gesetz? (Was [soll (ist)] nun das Gesetz?) Um der Übertretungen willen (Wegen der…) wurde [es] hinzugefügt, bis der Same (Nachkomme) kommt, dem die Verheißung [gilt], durch Engel (Boten) angeordnet, durch die Hand eines Mittlers (Vermittlers).&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „…durch Engel angeordnet in der Hand eines Mittlers.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|20}} Der Mittler (Vermittler) aber ist nicht von einem {einzigen}, Gott aber ist einer (eins).&lt;br /&gt;
{{S|21}} [Ist] demnach (also) das Gesetz gegen die Verheißung Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;P 46 u.a. lassen gegenüber der Mehrheitslesart das τοῦ θεοῦ weg.&amp;lt;/ref&amp;gt;? Keineswegs (Ausgeschlossen)!&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe: Gal 2,17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn nämlich ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte [kann], dann wäre im (aus dem) Gesetz die Gerechtigkeit;&lt;br /&gt;
{{S|22}} aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen (eingeschlossen), damit die Verheißung aus dem Glauben [an] Jesus Christus den Glaubenden gegeben werde.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Vordem (Früher, Bevor) aber der Glaube in Erscheinung trat (kam), waren wir unter dem Gesetz verwahrt, zusammengeschlossen (eingeschlossen) auf Glauben hin, der offenbart werden sollte,&lt;br /&gt;
{{S|24}} sodass das Gesetz unser Pädagoge (Lehrer, Zuchtmeister)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier wurde der griechische Begriff παιδαγωγóς verdeutscht. Gemeint ist nicht allgemein ein Erzieher (διδάσκαλος), sondern der Pädagoge war in der Antike ein Sklave, der die Kinder des Herrn betreute (sie also etwa zur Schule führte). Diese Pädagogen waren für ihre Strenge bekannt, weshalb wohl Luther den Begriff mit „Zuchtmeister“ übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden ist in (auf … hin) Christus, damit wir aus Glauben gerecht (gerechtfertigt) würden (werden);&lt;br /&gt;
{{S|25}} nachdem (als, weil) der Glaube aber gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Pädagogen (Lehrer, Zuchtmeister).&lt;br /&gt;
{{S|26}} Alle nämlich seid ihr Söhne (Kinder) Gottes durch den Glauben (das Vertrauen) an (in) Christus Jesus.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Denn ihr alle (wie viele [von euch]), die auf (in … hinein) Christus getauft wurdet, habt Christus angezogen (in … gehüllt, bekleidet).&lt;br /&gt;
{{S|28}} Es gibt keinen (Hier sind nicht) Juden auch nicht Griechen, es gibt keinen Sklaven auch nicht Freien, es gibt nicht männlich und weiblich: alle nämlich seid ihr eins (einer) in Christus Jesus.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Wenn ihr aber Christi (des Christus) seid, seid ihr folglich der Same Nachkomme Abrahams, [und] Erben nach (gemäß) der Verheißung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang des Kapitels weist ungewöhnliche Satzstellungen und diverse Verbauslassenung auf, was vielfach damit interpretiert wird, dass Paulus hier seine Wut auch stilistisch zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_12&amp;diff=18359</id>
		<title>Genesis 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_12&amp;diff=18359"/>
		<updated>2014-10-04T20:54:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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{{L|6}}&lt;br /&gt;
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{{L|20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und JHWH sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in (nach) das Land, das ich dir zeigen werde!&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dann (und)&amp;lt;ref&amp;gt;Die folgenden Sätze (bis V. 3) sind so formuliert, dass der Befehl aus V. 1 als Bedingung für ihr Eintreffen verstanden wird. &amp;lt;/ref&amp;gt; ich werde dich zu einem großen Volk machen und (ich werde) dich segnen und (ich werde) deinen Namen groß (mächtig) machen und du [sollst] ([wirst]) ein Segen sein&amp;lt;ref&amp;gt;Der Imperativ könnte auch schlicht mit: Sei ein Segen! übersetzt werden&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und (dann)&amp;lt;ref&amp;gt;Immer noch ein Teil der bedingten Verheißung (s. V. 2).&amp;lt;/ref&amp;gt; ich werde segnen, die dich segnen und den der dich schmäht (deine Ehre mindert, verflucht), werde ich verfluchen&amp;lt;ref&amp;gt;Die Segnenden stehen im Plural, der Schmähende aber nur im Singular.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Und gesegnet sind durch dich (in dir) alle Sippen (Völker) der Erde!&amp;lt;ref&amp;gt;wörtlicher: „Segen [haben] ... alle Sippen... .“ oder „Segen ist ... allen Sippen ... .“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und (also, da) Abram ging wie JHWH zu ihm geredet hatte – und Lot ging mit ihm. Und Abram war fünfundsiebzig Jahre alt (ein Sohn [von] fünfundsiebzig Jahren) als sie aus Haran auszogen.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und Abram nahm Sarai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders, und alle Güter, die er erworben hatte, und die Seelen, die sie in Haran erworben hatten&amp;lt;ref&amp;gt;d.h. Sklaven&amp;lt;/ref&amp;gt; – und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen und sie kamen in das Land Kanaan.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Abram zog durch&amp;lt;ref&amp;gt;Nach BDB, {{Hebr}}עָבַר{{Hebr ende}}, Punkt 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Land bis zu dem Ort Sichem, bis zur Eiche More. {und}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Satzfolgeunterbrechung zeigt an, dass dieser Satz ein informativer Einschub ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals [waren] die Kanaaniter im Land.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und JHWH zeigte sich (erschien) Abram und sprach: Ich werde deiner Nachkommenschaft dieses Land geben! Da (Und) baute er dort einen Altar für JHWH, der sich ihm gezeigt hatte (zeigte; ihm erschienen war, erschien).&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und er zog von dort in das Hügelland (Gebirge) im Osten von Bethel und er baute (streckte aus) sein Zelt auf – im Westen [war] Bethel und im Osten [war] Ai. Und er baute dort einen Altar für JHWH und er rief JHWHs Namen an.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und Abram brach auf (riss [die Zeltpflöcke] heraus) und zog immer weiter Richtung Negev (Südland).&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „er brach auf gehen und aufbrechen Richtung Negev.“ Die beiden Inf. abs. drücken hier eine fortschreitende Handlung aus - Abrams Sippe zog also Stück für Stück in die genannte Richtung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und es war (enstand) eine Hungersnot im Land. Da (und es) zog Abram hinab nach Ägypten, um sich als Gast dort niederzulassen, denn schwer [war (drückte)] die Hungersnot im Land.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und {es geschah,} als er sich anschickte hineinzukommen nach Ägypten, sagte er zu seiner Frau Sarai: Hör [mir] bitte zu!&amp;lt;ref&amp;gt;Funktionswörter wie {{Hebr}}הנה{{Hebr ende}} lassen keine einheitliche (konkordante) Übersetzung zu (etwa das traditionelle „siehe“), sondern müssen kontextgemäß übersetzt werden. &amp;lt;/ref&amp;gt; Ich bin mir bewusst, dass du eine Frau schön von Gestalt bist.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und {es wird geschehen,} wenn die Ägypter dich sehen, werden sie sagen (denken): Dies{e} [ist] seine Frau! Und sie werden mich töten, dich aber werden sie leben lassen.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Sag´ bitte, du [seiest] meine Schwester, damit es mir gut geht deinetwegen und ich selbst&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hebr}}נפש{{Hebr ende}}, traditionell „Seele“, bezeichnet hier verblasst die eigene Person; es ist etwas stärker als bloßes „ich“.&amp;lt;/ref&amp;gt; leben bleibe deinethalben.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und {es geschah,} als Abram hineinkam nach Ägypten, sahen die Ägypter die Frau, dass sie sehr schön [war].&lt;br /&gt;
{{S|15}} Dann (und es) sahen die Höflinge (Obersten)&amp;lt;ref&amp;gt;Mit שרים werden hohe Amts- und Würdenträger bezeichet; hier sicherlich solche am Hof des Pharao.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Pharao sie und priesen sie beim Pharao; da nahm man die Frau [in] das Haus (den Palast) des Pharao.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und Abram ging es gut ihretwegen; und er bekam&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: und ihm wurden&amp;lt;/ref&amp;gt; Kleinvieh (Schafe und Ziegen), Rindvieh, Esel, Sklaven, Sklavinnen , Eselinnen und Kamele.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da schlug JHWH den Pharao und seinen Hofstaat [mit] großen (schweren) Plagen (Schlägen) Sarais wegen, der Frau Abrams.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Da (und es) rief [der] Pharao nach Abram und sagte: &amp;quot;Was hast du mir da angetan? Warum hast du mir nicht mitgeteilt, dass sie deine Frau ist?&lt;br /&gt;
{{S|19}} Warum hast du gesagt: Sie [ist] meine Schwester, [so dass]&amp;lt;ref&amp;gt;Impf. cons. zum Ausdruck einer Folge. Vgl. W.Gesenius, E.Kautzsch: Hebräische Grammatik, § 111 l.&amp;lt;/ref&amp;gt; ich sie mir zur Frau nahm? Und nun, bitte, [da ist] deine Frau! Nimm [sie] und geh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und seinetwegen beauftragte [der] Pharao Männer, ihn, seine Frau und alles, was ihm [gehörte], [hinaus]zugeleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_12&amp;diff=18358</id>
		<title>Genesis 12</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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{{L|5}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und JHWH sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in (nach) das Land, das ich dir zeigen werde!&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dann (und)&amp;lt;ref&amp;gt;Die folgenden Sätze (bis V. 3) sind so formuliert, dass der Befehl aus V. 1 als Bedingung für ihr Eintreffen verstanden wird. &amp;lt;/ref&amp;gt; ich werde dich zu einem großen Volk machen und (ich werde) dich segnen und (ich werde) deinen Namen groß (mächtig) machen und du [sollst] ([wirst]) ein Segen sein&amp;lt;ref&amp;gt;Der Imperativ könnte auch schlicht mit: Sei ein Segen! übersetzt werden&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
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{{S|5}} Und Abram nahm Sarai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders, und alle Güter, die er erworben hatte, und die Seelen, die sie in Haran erworben hatten&amp;lt;ref&amp;gt;d.h. Sklaven&amp;lt;/ref&amp;gt; – und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen und sie kamen in das Land Kanaan.&lt;br /&gt;
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{{S|8}} Und er zog von dort in das Hügelland (Gebirge) im Osten von Bethel und er baute (streckte aus) sein Zelt auf – im Westen [war] Bethel und im Osten [war] Ai. Und er baute dort einen Altar für JHWH und er rief JHWHs Namen an.&lt;br /&gt;
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{{S|11}} Und {es geschah,} als er sich anschickte hineinzukommen nach Ägypten, sagte er zu seiner Frau Sarai: Hör [mir] bitte zu!&amp;lt;ref&amp;gt;Funktionswörter wie {{Hebr}}הנה{{Hebr ende}} lassen keine einheitliche (konkordante) Übersetzung zu (etwa das traditionelle &amp;quot;siehe&amp;quot;), sondern müssen kontextgemäß übersetzt werden. &amp;lt;/ref&amp;gt; Ich bin mir bewusst, dass du eine Frau schön von Gestalt bist.&lt;br /&gt;
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{{S|14}} Und {es geschah,} als Abram hineinkam nach Ägypten, sahen die Ägypter die Frau, dass sie sehr schön [war].&lt;br /&gt;
{{S|15}} Dann (und es) sahen die Höflinge (Obersten)&amp;lt;ref&amp;gt;Mit שרים werden hohe Amts- und Würdenträger bezeichet; hier sicherlich solche am Hof des Pharao.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Pharao sie und priesen sie beim Pharao; da nahm man die Frau [in] das Haus (den Palast) des Pharao.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Mongoose</name></author>
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		<title>Genesis 12</title>
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{{S|1}} Und JHWH sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in (nach) das Land, das ich dir zeigen werde!&lt;br /&gt;
{{S|2}} Dann (und)&amp;lt;ref&amp;gt;Die folgenden Sätze (bis V. 3) sind so formuliert, dass der Befehl aus V. 1 als Bedingung für ihr Eintreffen verstanden wird. &amp;lt;/ref&amp;gt; ich werde dich zu einem großen Volk machen und (ich werde) dich segnen und (ich werde) deinen Namen groß (mächtig) machen und du [sollst] ([wirst]) ein Segen sein&amp;lt;ref&amp;gt;Der Imperativ könnte auch schlicht mit: Sei ein Segen! übersetzt werden&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
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{{S|4}} Und (also, da) Abram ging wie JHWH zu ihm geredet hatte – und Lot ging mit ihm. Und Abram war fünfundsiebzig Jahre alt (ein Sohn [von] fünfundsiebzig Jahren) als sie aus Haran auszogen.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und Abram nahm Sarai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders, und alle Güter, die er erworben hatte, und die Seelen, die sie in Haran erworben hatten&amp;lt;ref&amp;gt;d.h. Sklaven&amp;lt;/ref&amp;gt; – und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen und sie kamen in das Land Kanaan.&lt;br /&gt;
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{{S|7}} Und JHWH zeigte sich (erschien) Abram und sprach: Ich werde deiner Nachkommenschaft dieses Land geben! Da (Und) baute er dort einen Altar für JHWH, der sich ihm gezeigt hatte (zeigte; ihm erschienen war, erschien).&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und er zog von dort in das Hügelland (Gebirge) im Osten von Bethel und er baute (streckte aus) sein Zelt auf – im Westen [war] Bethel und im Osten [war] Ai. Und er baute dort einen Altar für JHWH und er rief JHWHs Namen an.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und Abram brach auf (riss [die Zeltpflöcke] heraus) und zog immer weiter Richtung Negev (Südland).&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „er brach auf gehen und aufbrechen Richtung Negev.“ Die beiden Inf. abs. drücken hier eine fortschreitende Handlung aus - Abrams Sippe zog also Stück für Stück in die genannte Richtung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und es war (enstand) eine Hungersnot im Land. Da (und es) zog Abram hinab nach Ägypten, um sich als Gast dort niederzulassen, denn schwer [war (drückte)] die Hungersnot im Land.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und {es geschah,} als er sich anschickte hineinzukommen nach Ägypten, sagte er zu seiner Frau Sarai: Hör [mir] bitte zu!&amp;lt;ref&amp;gt;Funktionswörter wie הנה lassen keine einheitliche (konkordante) Übersetzung zu (etwa das traditionelle &amp;quot;siehe&amp;quot;), sondern müssen kontextgemäß übersetzt werden. &amp;lt;/ref&amp;gt; Ich bin mir bewusst, dass du eine Frau schön von Gestalt bist.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und {es wird geschehen,} wenn die Ägypter dich sehen, werden sie sagen (denken): Dies{e} [ist] seine Frau! Und sie werden mich töten, dich aber werden sie leben lassen.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Sag´ bitte, du [seiest] meine Schwester, damit es mir gut geht deinetwegen und ich selbst&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hebr}}נפש{{Hebr ende}}, traditionell &amp;quot;Seele&amp;quot;, bezeichnet hier verblasst die eigene Person; es ist etwas stärker als bloßes &amp;quot;ich&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; leben bleibe deinethalben.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und {es geschah,} als Abram hineinkam nach Ägypten, sahen die Ägypter die Frau, dass sie sehr schön [war].&lt;br /&gt;
{{S|15}} Dann (und es) sahen die Höflinge (Obersten)&amp;lt;ref&amp;gt;Mit שרים werden hohe Amts- und Würdenträger bezeichet; hier sicherlich solche am Hof des Pharao.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Pharao sie und priesen sie beim Pharao; da nahm man die Frau [in] das Haus (den Palast) des Pharao.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und Abram ging es gut ihretwegen; und er bekam&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: und ihm wurden&amp;lt;/ref&amp;gt; Kleinvieh (Schafe und Ziegen), Rindvieh, Esel, Sklaven, Sklavinnen , Eselinnen und Kamele.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da schlug JHWH den Pharao und seinen Hofstaat [mit] großen (schweren) Plagen (Schlägen) Sarais wegen, der Frau Abrams.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Da (und es) rief [der] Pharao nach Abram und sagte: &amp;quot;Was hast du mir da angetan? Warum hast du mir nicht mitgeteilt, dass sie deine Frau ist?&lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Sacharja_2&amp;diff=18352</id>
		<title>Diskussion:Sacharja 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Sacharja_2&amp;diff=18352"/>
		<updated>2014-10-04T18:26:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = 1-9: ja (Florian), 10-17: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-9: ja (Florian), 10-17: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-9: ja (Florian), 10-17: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = 10-17: ja; vllt. noch &amp;quot;Tochter Zions&amp;quot; (V. 14 (Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = 1-9: ja (Florian), 10-17: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-9: LUT und ELB (Florian), 10-17: GNB, Lut, REB, SLT, EÜ, NET, ESV, NRSV, HCSB, TNIV (Ben)&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Anführungszeichen===&lt;br /&gt;
Ab V. S8 nicht mehr klar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 20:26, 4. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Norden===&lt;br /&gt;
Das mit der Richtung könnte besser erklärt werden. Ich verstehe es, aber ich denke, für viele Leute ist das noch etwas verwirrend formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 20:26, 4. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Sacharja_2&amp;diff=18351</id>
		<title>Sacharja 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Sacharja_2&amp;diff=18351"/>
		<updated>2014-10-04T18:24:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{l|1}} Und ich sah vier Hörner.&lt;br /&gt;
{{l|2}} Und fragte den Engel, der mit mir redete: „Was sind das für Hörner“? Und er antwortete: „Dies sind die Hörner, von denen Juda, Israel und Jerusalem zerstreut wurden.“&lt;br /&gt;
{{l|3}} Und JHWH ließ mich vier Handwerker sehen.&lt;br /&gt;
{{l|4}} Und ich sagte: „Was machen sie?“ Und er antwortete: „Dies sind die Hörner, die Juda so zerstreu haben, dass alle Männer sich schämen; und diese kamen um sie zu vertreiben, um die Hörner der Völker niederzuwerfen, die ein Horn zum Land Juda tragen um es zu zerstreuen.“&lt;br /&gt;
{{l|5}} Und ich sah einen Mann mit einer Messschnur.&lt;br /&gt;
{{l|6}} Und ich fragte ihn: „Wohin gehst du?“ Und er antwortete: „Ich gehe um Jerusalem zu vermessen, um zu sehen, wie lang und breit es ist.“&lt;br /&gt;
{{l|7}} Der Engel, der mit mir redete, ging hinaus. Und ein zweiter Engel ging hinaus ihm entgegen.&lt;br /&gt;
{{l|8}} Und er sagte ihm: „Geh zu dem Jungen und sage ihm: ‚Um Jerusalem soll keine Stadtmauer gebaut werden, damit es wachsen kann.&lt;br /&gt;
{{l|9}} Und ich werde für Jerusalem, sagt JHWH, eine Mauer aus Feuer sein und das Herrlichste mitten in der Stadt.&lt;br /&gt;
{{l|10}} Flieht aus Babylon, sagt JHWH! denn ich habe euch in alle Himmelsrichtungen verstreut!, sagt JHWH.&lt;br /&gt;
{{l|11}} Rette dich, Zion, die du in Babylon wohnst!&lt;br /&gt;
{{l|12}} Denn JHWH Zebaot sagt: Um seine Macht zu zeigen hat er mich zu den Völkern gesandt, die euch geplündert hatten. Denn wer euch schadet, schadet sich.&lt;br /&gt;
{{l|13}} Ich werde sie so schlagen, dass sie eine Beute für ihre Sklaven werden, damit ihr merkt, dass JHWH Zebaot mich gesandt hat.&lt;br /&gt;
{{l|14}} Rufe laut und freue dich, Tochter Zions, denn ich komme um bei euch zu wohnen, sagt JHWH.&lt;br /&gt;
{{l|15}} An diesem Tag werden sich JHWH viele Völker anschließen und mein Volk sein und ich werde bei dir wohnen und du wirst erkennen, dass JHWH Zebaot mich zu dir gesandt hat.&lt;br /&gt;
{{l|16}} Dann wird JWHW Juda in Besitz nehmen als seinen Anteil in dem heiligen Land, und er wird Jerusalem wieder erwählen.&lt;br /&gt;
{{l|17}} Jeder sei still in der Gegenwart JHWH! Denn er hat sich von seinem heiligen Wohnort aufgemacht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und ich erhob (tat auf) meine Augen und ich sah und siehe: vier Hörner.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und ich sprach zu dem Engel (Boten), der mit mir redete: „Was [sind] diese?“ Und er sprach zu mir: „Dies [sind] die Hörner, die Juda, Israel und Jerusalem zerstreut&amp;lt;ref&amp;gt;Kann auch „worfeln“ bedeuten; vgl. Koh 20,8.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben.“&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und JHWH ließ mich vier Handwerker (Schmiede, Arbeiter) sehen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und ich sprach: „Was wollen diese tun (machen)?“ Und er sprach {folgendermaßen}: „Dies [sind] die Hörner, die Juda [so] zerstreut haben, dass&amp;lt;ref&amp;gt;Gesenius übersetzt hier „dermaßen dass“ und J. Wellhausen ändert {{Hebr}}אִישׁ{{Hebr ende}} in {{Hebr}}אֲשֶׁר{{Hebr ende}} um.&amp;lt;/ref&amp;gt; kein Mann (niemand) seinen Kopf erhob; und diese kamen um sie zu schrecken (in Schrecken zu versetzen), um niederzuwerfen&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: mit Steinen beschmeißen.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Hörner der Völker&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hebr}}הַגֹּויִם{{Hebr ende}} meint die fremden, nicht jüdischen Völker.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Horn zum Land Juda tragen um es zu zerstreuen.“&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ich erhob (tat auf) meine Augen und sah und siehe: ein Mann und in seiner Hand [war] eine Messschnur.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und ich sprach zu ihm: „Wohin gehst du?“ Und er sprach zu mir: „Jerusalem einzuüben (zu lernen)&amp;lt;ref&amp;gt;Die anderen dt. Übersetzungen sagen: „zu messen“; die hier verwendete Übersetzung folgt Gesenius&amp;lt;sup&amp;gt;17&amp;lt;/sup&amp;gt;, S. 387.&amp;lt;/ref&amp;gt; um zu sehen wie groß seine Breite und wie groß seine Länge [ist].“&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und siehe: ein Engel (Bote), der mit mir redete, ging hinaus. Und ein zweiter Engel (Bote) ging hinaus ihm entgegen.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und er sprach zu ihm: „Laufe, rede zu diesem Jungen {folgendermaßen}: ‚Jerusalem soll ein offenes Land bleiben wegen der vielen Menschen und Vieh in seiner Mitte.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und ich werde für es&amp;lt;ref&amp;gt;Also für Jerusalem.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Ausspruch JHWHs, eine Feuermauer ringsumher sein und ich werde zur Herrlichkeit in seiner Mitte.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Auf (Wehe), auf (wehe), {und} flieht aus dem Land des Nordens&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort Zaphon bedeutet „Norden“, es ist aber auch der Eigenname des kanaanitischen Weltenberges Zaphon (Ṣāpôn), auf dem Ba&#039;al wohnt (vgl. Jes 14,13 und Ps 48,2). Hier bezeichnet „Land des Nordens“ allerdings Babylon (vgl. V. 11). In Jer 25,9 (Sacharja bezieht sich immer wieder auf Jer 25) wird Babylon als Feind aus dem Norden identifiziert. Obwohl Babylon östlich von Israel liegt, muss man auf der Reise dorthin die arabische Wüste weiträumig nördlich umgehen. Entscheidend ist dabei also, woher man von dort aus nach Israel kommt, nicht die absolute Richtung. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Ausspruch JHWHs! Denn wie (mit, gemäß) [die] vier Winde des Himmel habe ich euch zerstreut (ausgebreitet), Ausspruch JHWHs. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Auf (Wehe), Zion, entkomme (rette dich)&amp;lt;ref&amp;gt;Alternativübersetzung: „[nach] Zion entkomme“ (Menge, GNB, ESV, NRSV).&amp;lt;/ref&amp;gt;, die du [bei der] Tochter Babels wohnst (lebst, sitzt)!&amp;lt;ref&amp;gt;Attributives [[Partizip|Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn so spricht JHWH Zebaot: Zur (nachdem, nach, mit, dessen)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort „nach“ ({{Hebr}}אחר{{Hebr ende}}) stellt Ausleger vor große Probleme. Manche gehen von einer Textverderbnis aus und lesen „dessen Herrlichkeit“ (dann Relativpronomen {{Hebr}}אשׁר{{Hebr ende}}; so LUT, EÜ?), andere deuten den Abschnitt als Glosse (dann „nachdem“; Satz als Einschub; so NRSV). Eine modale („mit Nachdruck“, nicht „mit Herrlichkeit“; vgl. Ps 73,24), temporale („nachdem“ (REB, Zür, SLT, ESV, TNIV), „später“ (Tiemeyer)) oder finale („zu [seiner] Herrlichkeit“; LXX („εἰς δόξαν“, NET; vgl. Jes 49,37) Deutung ist mit demselben Recht vertretbar. Menge: „nach Herrlichem“. Hier wurde die finale Deutung (wg. LXX) gewählt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Herrlichkeit (Wichtigkeit) hat (hatte) er mich zu den Völkern gesandt, die euch geplündert hatten (ausplündern, berauben). Denn (ja) wer (diejenigen, die) {in} euch schlägt (anrührt)&amp;lt;ref&amp;gt;Subst. [[Partizip|Ptz.]] Pl.&amp;lt;/ref&amp;gt;, schlägt (rührt an)&amp;lt;ref&amp;gt;Attributives [[Partizip|Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt; {in} seinen [eigenen] Augapfel&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Zentrum/Pupille seines Auges“.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn {siehe}&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe“ wirkt hier als Marker einer Ankündigung. Könnte den Aspekt der Unmittelbarkeit der angekündigten Handlung ausdrücken, steht hier wohl hauptsächlich zwecks Nachdruck. &amp;lt;/ref&amp;gt;, [ich] schüttle (schwinge, erhebe)&amp;lt;ref&amp;gt;Prädikatives [[Partizip|Ptz.]]; auch futurisch „werde schütteln“.&amp;lt;/ref&amp;gt; meine Hand gegen sie&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „ich werde sie bestrafen“ (s. NET Sach 2,9 Fußnote 12).&amp;lt;/ref&amp;gt;, so dass (und) sie eine Beute&amp;lt;ref&amp;gt;Direkter Rückbezug zu „ausplündern“ in V. 12 durch Verwendung derselben Wurzel ({{Hebr}}שלל{{Hebr ende}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; für ihre Sklaven (Knechte, die ihnen dienen) werden {werden}, damit (so dass, dann, und) ihr erkennen (wissen) werdet, dass JHWH Zebaot mich gesandt hat. &lt;br /&gt;
{{S|14}} Rufe laut aus und freue dich, Tochter Zions, denn {siehe}&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe“ wirkt hier als Marker einer Ankündigung. Könnte den Aspekt der Unmittelbarkeit der angekündigten Handlung ausdrücken, steht hier wohl hauptsächlich zwecks Nachdruck. &amp;lt;/ref&amp;gt;, ich komme (werde kommen), um (und)&amp;lt;ref&amp;gt;Ptz. und Pf. cons. hat – wie hier – eine stark finale Ausrichtung. Alternativübersetzung (mit {{Hebr}}בָא{{Hebr ende}} nicht als Ptz., sondern als Pf.): „Ich bin gekommen und werde wohnen“ (so NET).&amp;lt;/ref&amp;gt; in eurer Mitte zu bleiben (wohnen), Ausspruch JHWHs. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Dann (und) werden sich viele Völker {zu} JHWH [gemeinsam] anschließen an jenem Tag, und (dann, so dass) sie werden mein Volk sein (werden) und (dann, so dass; aber) ich werde in deiner Mitte wohnen und (dann, so dass) du wirst erkennen (wissen), dass JHWH Zebaot mich zu dir gesandt hat. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Dann (und) wird JHWH Juda in Besitz nehmen (erben) [als] seinen Anteil (Erbe, Gebiet, Belohnung) in (auf) dem heiligen Land, und er wird {in} Jerusalem wieder (erneut) erwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Selbe Wendung wie in 1,17; wirkt als Klammer um die Kapitel 1-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|17}} Pst ([Sei] still), alles Fleisch, vor (in der Gegenwart, vor dem Gesicht) JHWH! Denn er hat sich von seinem heiligen Wohnort aufgemacht (macht sich auf)! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Josua_2&amp;diff=18255</id>
		<title>Diskussion:Josua 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Josua_2&amp;diff=18255"/>
		<updated>2014-10-02T15:55:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. S12: Zeichen der Ehrlichkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja&lt;br /&gt;
|Alternativen = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-24 (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = V. 1-7: ja (Wolfgang, Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = 1-19: Teils NET-Fußnoten (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Luther1912, ELB, ZUR, EIN, ESV, NET, ...&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===V. 1-7===&lt;br /&gt;
Sorry, ich weiß, dass ich zum Teil gravierende Änderungen gemacht habe. Ich hab mir das gut überlegt, aber bitte meldet euch, wenn ihr Bedenken habt... --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 6===&lt;br /&gt;
Eine ehemalige Fußnote von Wolfgang besagte: &amp;quot;Gesenius meint, es handele sich um Baumwolle - bitte in entsprechenden Werken nachschlagen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine flüchtige Suche ergab, dass es sich wohl um Flachs handelt. DBL Hebrew (vergleichbar Louw-Nida) geht davon aus (DBL Hebrew 7324, dort auch mit &#039;&#039;Linum&#039;&#039; (Lein/Flachs) identifiziert), in den Suchergebnissen erschienen auch diverse Bibellexika mit Verweis auf die Stelle, die von Flachs sprachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde das demnächst mal in Bibellexika nachforschen, damit ich auch meine Fußnote zu V. 6 auf stabile Füße stellen kann. &lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V.7===&lt;br /&gt;
Ich habe die &amp;quot;Verschwundenen&amp;quot; in Verfolger umgewandelt, da es sich um einen Fehler handelte - es sei denn Florian K. hat dort ein Textkritisches Problem bearbeitet, aber nicht angemerkt. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 13:13, 5. Aug. 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab das Ptz. mal aufgelöst. Wie man vielleicht merkt, gibt es mehrere Deutungsweisen für den Vers. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 23===&lt;br /&gt;
Hier hatte ich in meiner Übersetzung (schon ein paar Monate her) &amp;quot;was sie dort gefunden hatten&amp;quot; gelb markiert. Es handelt sich um ein aufgelöstes Ptz., das von anderen auch mit &amp;quot;erlebt&amp;quot; oder &amp;quot;erfahren&amp;quot; übersetzt wurde. Habe leider gerade keine Zeit, das nochmal genauer zu erforschen (auch mein &amp;quot;dort&amp;quot;). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S1 Ehebrecherin oder „Nutte“?===&lt;br /&gt;
S1: Gibt es Wissen, ob sie nur eine Ehebrecherin oder eine „Nutte“ war; also was war sie genau?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S15 Haus in Stadtmauer?===&lt;br /&gt;
S15: Es scheint sehr unglaubwürdig, dass in der Stadtmauer ein Haus sein sollte (mit Dach, wo sie Flachs trocknete). Nicht, weil da vielleicht wenig Platz wäre, sondern weil eine Stadtmauer doch Schutz bieten soll und damit stabil sein muss, was eine Wohnung darin aber verringert hätte. Falls damals noch keine Katapulte gebaut wurden, müsste die Mauer natürlich nicht so stabil sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast verständlicherweise das Bild einer Stadtmauer aus dem mittelalterlichen Europa vor Augen. Stadtmauern damals waren aber Kasematten, d.h. im Wesentlichen als Stadtmauern aufgerichtete Hügel-Häuser, evtl. durch eine Mauer verstärkt. Im Übrigen habe ich auch aus Europa (und Deutschland) schon Beispiele gesehen, wo Häuser dirket in die Stadtmauer integriert waren. Das ist m.E. gar nicht so ungewöhnlich. Details müsste aber ein Kommentar liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nein, lieber Echtzeit-Stratege, aus der Bibel sind mir keine Katapulte bekannt. ;-) Denk dran, wir sind hier noch nicht einmal in der Eisenzeit! Ich weiß, dass die Assyrer einige hundert Jahre später Belagerungstürme benutzten. Und die Römer hatten weit über 1000 Jahre später natürlich ausgefeilte Belagerungswaffen (s. Asterix). Die Festung Massade eroberten sie beispielsweise, indem sie eine gewaltige Rampe aufschütteten, die heute noch da ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Bei Wikipedia steht, dass es früher als 400 Jahre vor Christus Katapulte gab: http://de.wikipedia.org./wiki/Katapult#Antike In welchem Jahr wurde Jericho denn erobert? Aber wäre auf jeden Fall gut, die ganzen Informationen in einen Kommentar zu packen. --[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 17:53, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12===&lt;br /&gt;
„am Haus meines Vater&#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039;“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:43, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jepp! :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S13===&lt;br /&gt;
Da ist formuliert, als wenn man Gegenstände am Leben lassen soll. Klingt unplausibel, eher soll man Menschen am Leben lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:43, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeint ist sicher Vieh, vielleicht Sklaven. Hättest du einen Vorschlag, wie man das verbessern kann? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 15-18: Inkonsistenzen===&lt;br /&gt;
Rahab lässt die Kundschafter aus dem Fenster herunter. Sie bleibt wohl oben. Dann reden sie weiter. Schreien sie dann von oben und unten? Und das bereits angebundene Seil bindet sie wieder an das Fenster?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtmauer wird nicht besonders hoch gewesen sein. Ein paar Meter weit kann man besonders bei wenig Wind problemlos in normaler oder leiser Lautstärke reden. Es ist aber im Hebräischen auch möglich, dass die Reihenfolge nicht ganz stimmt. Vorvergangenes kann man auf Hebräisch eigentlich nur am Kontext erkennen, es gibt nämlich kein Plusquamperfekt. Hier kann man also gar nicht genau sagen, wann der Dialog stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bindet später einen Faden als Signal ans Fenster, nicht das Seil, das die Kundschafter benutzt haben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12: Zeichen der Ehrlichkeit===&lt;br /&gt;
Da fände ich eine gute Erklärung nützlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt. Versuche doch mal den Erklärungsautomaten um die Ecke. ;-) Im Ernst: Guter Hinweis, das müsste eben jemand nachschlagen. Eine Fußnote kann da definitiv hin. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Erklärungsautomat ist leider kaputt. :( --[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 17:55, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S23: überquerten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überquerten … was überquerten sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, V. 7 beantwortet die Frage: Den Jordan. Die SF muss hier definitiv nachgebessert werden. Danke für dein wertvolles Feedback! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Josua_2&amp;diff=18254</id>
		<title>Diskussion:Josua 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Josua_2&amp;diff=18254"/>
		<updated>2014-10-02T15:53:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* V. S15 Haus in Stadtmauer? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja&lt;br /&gt;
|Alternativen = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-24 (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = V. 1-7: ja (Wolfgang, Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = 1-19: Teils NET-Fußnoten (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Luther1912, ELB, ZUR, EIN, ESV, NET, ...&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===V. 1-7===&lt;br /&gt;
Sorry, ich weiß, dass ich zum Teil gravierende Änderungen gemacht habe. Ich hab mir das gut überlegt, aber bitte meldet euch, wenn ihr Bedenken habt... --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 6===&lt;br /&gt;
Eine ehemalige Fußnote von Wolfgang besagte: &amp;quot;Gesenius meint, es handele sich um Baumwolle - bitte in entsprechenden Werken nachschlagen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine flüchtige Suche ergab, dass es sich wohl um Flachs handelt. DBL Hebrew (vergleichbar Louw-Nida) geht davon aus (DBL Hebrew 7324, dort auch mit &#039;&#039;Linum&#039;&#039; (Lein/Flachs) identifiziert), in den Suchergebnissen erschienen auch diverse Bibellexika mit Verweis auf die Stelle, die von Flachs sprachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde das demnächst mal in Bibellexika nachforschen, damit ich auch meine Fußnote zu V. 6 auf stabile Füße stellen kann. &lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V.7===&lt;br /&gt;
Ich habe die &amp;quot;Verschwundenen&amp;quot; in Verfolger umgewandelt, da es sich um einen Fehler handelte - es sei denn Florian K. hat dort ein Textkritisches Problem bearbeitet, aber nicht angemerkt. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 13:13, 5. Aug. 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab das Ptz. mal aufgelöst. Wie man vielleicht merkt, gibt es mehrere Deutungsweisen für den Vers. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 23===&lt;br /&gt;
Hier hatte ich in meiner Übersetzung (schon ein paar Monate her) &amp;quot;was sie dort gefunden hatten&amp;quot; gelb markiert. Es handelt sich um ein aufgelöstes Ptz., das von anderen auch mit &amp;quot;erlebt&amp;quot; oder &amp;quot;erfahren&amp;quot; übersetzt wurde. Habe leider gerade keine Zeit, das nochmal genauer zu erforschen (auch mein &amp;quot;dort&amp;quot;). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S1 Ehebrecherin oder „Nutte“?===&lt;br /&gt;
S1: Gibt es Wissen, ob sie nur eine Ehebrecherin oder eine „Nutte“ war; also was war sie genau?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S15 Haus in Stadtmauer?===&lt;br /&gt;
S15: Es scheint sehr unglaubwürdig, dass in der Stadtmauer ein Haus sein sollte (mit Dach, wo sie Flachs trocknete). Nicht, weil da vielleicht wenig Platz wäre, sondern weil eine Stadtmauer doch Schutz bieten soll und damit stabil sein muss, was eine Wohnung darin aber verringert hätte. Falls damals noch keine Katapulte gebaut wurden, müsste die Mauer natürlich nicht so stabil sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast verständlicherweise das Bild einer Stadtmauer aus dem mittelalterlichen Europa vor Augen. Stadtmauern damals waren aber Kasematten, d.h. im Wesentlichen als Stadtmauern aufgerichtete Hügel-Häuser, evtl. durch eine Mauer verstärkt. Im Übrigen habe ich auch aus Europa (und Deutschland) schon Beispiele gesehen, wo Häuser dirket in die Stadtmauer integriert waren. Das ist m.E. gar nicht so ungewöhnlich. Details müsste aber ein Kommentar liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nein, lieber Echtzeit-Stratege, aus der Bibel sind mir keine Katapulte bekannt. ;-) Denk dran, wir sind hier noch nicht einmal in der Eisenzeit! Ich weiß, dass die Assyrer einige hundert Jahre später Belagerungstürme benutzten. Und die Römer hatten weit über 1000 Jahre später natürlich ausgefeilte Belagerungswaffen (s. Asterix). Die Festung Massade eroberten sie beispielsweise, indem sie eine gewaltige Rampe aufschütteten, die heute noch da ist. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Bei Wikipedia steht, dass es früher als 400 Jahre vor Christus Katapulte gab: http://de.wikipedia.org./wiki/Katapult#Antike In welchem Jahr wurde Jericho denn erobert? Aber wäre auf jeden Fall gut, die ganzen Informationen in einen Kommentar zu packen. --[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 17:53, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12===&lt;br /&gt;
„am Haus meines Vater&#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039;“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:43, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jepp! :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S13===&lt;br /&gt;
Da ist formuliert, als wenn man Gegenstände am Leben lassen soll. Klingt unplausibel, eher soll man Menschen am Leben lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:43, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeint ist sicher Vieh, vielleicht Sklaven. Hättest du einen Vorschlag, wie man das verbessern kann? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 15-18: Inkonsistenzen===&lt;br /&gt;
Rahab lässt die Kundschafter aus dem Fenster herunter. Sie bleibt wohl oben. Dann reden sie weiter. Schreien sie dann von oben und unten? Und das bereits angebundene Seil bindet sie wieder an das Fenster?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtmauer wird nicht besonders hoch gewesen sein. Ein paar Meter weit kann man besonders bei wenig Wind problemlos in normaler oder leiser Lautstärke reden. Es ist aber im Hebräischen auch möglich, dass die Reihenfolge nicht ganz stimmt. Vorvergangenes kann man auf Hebräisch eigentlich nur am Kontext erkennen, es gibt nämlich kein Plusquamperfekt. Hier kann man also gar nicht genau sagen, wann der Dialog stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bindet später einen Faden als Signal ans Fenster, nicht das Seil, das die Kundschafter benutzt haben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12: Zeichen der Ehrlichkeit===&lt;br /&gt;
Da fände ich eine gute Erklärung nützlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt. Versuche doch mal den Erklärungsautomaten um die Ecke. ;-) Im Ernst: Guter Hinweis, das müsste eben jemand nachschlagen. Eine Fußnote kann da definitiv hin. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S23: überquerten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überquerten … was überquerten sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, V. 7 beantwortet die Frage: Den Jordan. Die SF muss hier definitiv nachgebessert werden. Danke für dein wertvolles Feedback! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:35, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Josua_2&amp;diff=18251</id>
		<title>Diskussion:Josua 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Josua_2&amp;diff=18251"/>
		<updated>2014-10-02T14:09:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mongoose: /* Studienfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Alle Verse = ja&lt;br /&gt;
|Alternativen = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-24 (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Bedeutung erläutert = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Textart = &lt;br /&gt;
|Andere Kriterien = V. 1-7: ja (Wolfgang), 1-19 (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Am Urtext überprüft = V. 1-7: ja (Wolfgang, Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = 1-19: Teils NET-Fußnoten (Rest teils, Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = Luther1912, ELB, ZUR, EIN, ESV, NET, ...&lt;br /&gt;
|Endkorrektur = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===V. 1-7===&lt;br /&gt;
Sorry, ich weiß, dass ich zum Teil gravierende Änderungen gemacht habe. Ich hab mir das gut überlegt, aber bitte meldet euch, wenn ihr Bedenken habt... --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 6===&lt;br /&gt;
Eine ehemalige Fußnote von Wolfgang besagte: &amp;quot;Gesenius meint, es handele sich um Baumwolle - bitte in entsprechenden Werken nachschlagen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine flüchtige Suche ergab, dass es sich wohl um Flachs handelt. DBL Hebrew (vergleichbar Louw-Nida) geht davon aus (DBL Hebrew 7324, dort auch mit &#039;&#039;Linum&#039;&#039; (Lein/Flachs) identifiziert), in den Suchergebnissen erschienen auch diverse Bibellexika mit Verweis auf die Stelle, die von Flachs sprachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde das demnächst mal in Bibellexika nachforschen, damit ich auch meine Fußnote zu V. 6 auf stabile Füße stellen kann. &lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V.7===&lt;br /&gt;
Ich habe die &amp;quot;Verschwundenen&amp;quot; in Verfolger umgewandelt, da es sich um einen Fehler handelte - es sei denn Florian K. hat dort ein Textkritisches Problem bearbeitet, aber nicht angemerkt. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 13:13, 5. Aug. 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab das Ptz. mal aufgelöst. Wie man vielleicht merkt, gibt es mehrere Deutungsweisen für den Vers. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 23===&lt;br /&gt;
Hier hatte ich in meiner Übersetzung (schon ein paar Monate her) &amp;quot;was sie dort gefunden hatten&amp;quot; gelb markiert. Es handelt sich um ein aufgelöstes Ptz., das von anderen auch mit &amp;quot;erlebt&amp;quot; oder &amp;quot;erfahren&amp;quot; übersetzt wurde. Habe leider gerade keine Zeit, das nochmal genauer zu erforschen (auch mein &amp;quot;dort&amp;quot;). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:04, 4. Nov. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S1 Ehebrecherin oder „Nutte“?===&lt;br /&gt;
S1: Gibt es Wissen, ob sie nur eine Ehebrecherin oder eine „Nutte“ war; also was war sie genau?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
===V. S15 Haus in Stadtmauer?===&lt;br /&gt;
S15: Es scheint sehr unglaubwürdig, dass in der Stadtmauer ein Haus sein sollte (mit Dach, wo sie Flachs trocknete). Nicht, weil da vielleicht wenig Platz wäre, sondern weil eine Stadtmauer doch Schutz bieten soll und damit stabil sein muss, was eine Wohnung darin aber verringert hätte. Falls damals noch keine Katapulte gebaut wurden, müsste die Mauer natürlich nicht so stabil sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 09:51, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12===&lt;br /&gt;
„am Haus meines Vater&#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039;“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:43, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S13===&lt;br /&gt;
Da ist formuliert, als wenn man Gegenstände am Leben lassen soll. Klingt unplausibel, eher soll man Menschen am Leben lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 10:43, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inkonsistenzen===&lt;br /&gt;
Rahab lässt die Kundschafter aus dem Fenster herunter. Sie bleibt wohl oben. Dann reden sie weiter. Schreien sie dann von oben und unten? Und das bereits angebundene Seil bindet sie wieder an das Fenster?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S12: Zeichen der Ehrlichkeit===&lt;br /&gt;
Da fände ich eine gute Erklärung nützlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. S23: überquerten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überquerten … was überquerten sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 16:09, 2. Okt. 2014 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mongoose</name></author>
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