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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_1&amp;diff=23935</id>
		<title>Genesis 1</title>
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		<updated>2016-05-26T17:15:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung folgt später}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch:  [[Genesis 1/Persönliche Fassung (Norbert Göttig)]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als Gott mit der Schöpfung von Himmel und Erde begann, {{L|2}} gab es die Erde noch gar nicht: Finsternis herrschte über dem Wasser und ein göttlicher Sturmwind&amp;lt;ref&amp;gt;Die meisten Übersetzungen haben hier „Geist Gottes“. Dieser wird nach einer alten christlichen Tradition häufig mit dem Heiligen Geist identifiziert (so z.B. schon [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel2616-6.htm Basilius, Hexaemeron 2,6]). Im Judentum folgt man dieser Deutung nicht. Auch im Bibeltext selbst ist keine Anspielung auf das christliche, dreieinige Gottesbild nachweisbar. Dies schließt natürlich nicht aus, dass Christen aus anderen Gründen den Sturm/Geist als „Heiliger Geist“ deuten können.&amp;lt;/ref&amp;gt; fegte über die Fluten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|3}} Da sprach Gott: „Helligkeit soll entstehen!“ - und Helligkeit entstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|4}} Gott sah, dass die Helligkeit gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er teilte Helligkeit und Finsternis; die eine nannte er „Tag“ und die andere nannte er „Nacht.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|5}} Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein „Tag“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|6}} Dann sprach Gott: „Ein Schalenförmiges soll im Wasser entstehen und das Wasser teilen!“ - so geschah es auch. {{L|7}} Gott machte das Schalenförmige und teilte so das Wasser auf in das Wasser unterhalb des Schalenförmigen und das Wasser oberhalb des Schalenförmigen. {{L|8}} Gott nannte dieses Schalenförmige „Himmel“.&amp;lt;br /&amp;gt;Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein zweiter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} Dann sprach Gott: „Das Wasser soll sich an einem Ort sammeln und Trockenes freigeben!“ - so geschah es auch. {{L|10}} Gott nannte dieses Trockene „Erde“, das gesammelte Wasser dagegen nannte er „Meer“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|11}} Und Gott sprach weiter: „Auf der Erde soll es grünen und blühen! Getreide soll wachsen, das Frucht trägt, und Bäume, die Früchte tragen!“ - so geschah es auch. {{L|12}} Die Erde grünte und blühte, und all die verschiedenen Arten von Getreide und Fruchtbäumen sprossten empor.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}}Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein dritter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Dann sprach Gott: „Lichter sollen am Himmel entstehen, um den Tag von der Nacht zu unterscheiden! Sie sollen Zeitmesser sein für Festzeit und Weltzeit! {{L|15}} Und Lichter sollen sie sein, um über der Erde zu leuchten!“ - so geschah es auch. {{L|16}} Gott machte die beiden großen Lichter: Das größere machte er für den Tag, das kleinere für die Nacht; außerdem die Sterne. {{L|17}} Er setzte sie an den Himmel, damit sie über der Erde leuchteten {{L|18}} - das eine bei Tag, das andere bei Nacht - und so den Tag von der Nacht unterschieden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|19}} Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein vierter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|20}} Dann sprach Gott: „Im Wasser sollen sich Schwärme von Lebewesen tümmeln und Vögel sollen am Himmel dahinfliegen!“ {{L|21}} Also schuf er die großen Meereslebewesen, das ganze Getümmel im Meer und all die verschiedenen Arten von Vögeln.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|22}} Er segnete sie mit den folgenden Worten: „Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf Erden vermehren!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|23}} Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein fünfter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}} Dann sprach Gott: „Auch die Erde soll erfüllt sein von Lebewesen - von verschiedensten Arten von Vieh, Reptilien und wilden Tieren!“ - so geschah es auch. {{L|25}} Gott machte all die verschiedenen Arten von wilden Tieren, von Vieh und von Reptilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und Gott sprach weiter: „Ich will einen mir ähnliche Stellvertreter auf Erden machen: Den Menschen! Er soll Herr sein über die Fische, die Vögel, das Vieh, die wilden Tiere und alle Reptilien!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{L|27}} Gott schuf den Menschen als seinen Stellvertreter,&lt;br /&gt;
_ Als Stellvertreter Gottes schuf er ihn,&lt;br /&gt;
_ männlich und weiblich schuf er sie.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|28}} Er segnete sie mit den folgenden Worten: „Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die Erde! Unterwerft euch die Fische, die Vögel und alle Reptilien!“ {{L|29}} Und er fuhr fort: „Hiermit gebe ich euch alles fruchtbringende Getreide auf der ganzen Erde und alle Fruchtbäume! Sie sollen euch als Nahrung dienen. {{L|30}} Auch für alle wilden Tieren, alle Vögel und alle Reptilien - ja, für jedes Lebewesen - sollen die Pflanzen Nahrung sein!“ - so geschah es auch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|31}} Gott sah, dass alles, was er gemacht hatte, sehr, sehr gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde Abend und es wurde Morgen: Der sechste Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Im (nach/vor dem) Anfang von Gottes Schöpfung (Teilung?&amp;lt;ref&amp;gt;Zu &#039;&#039;Teilung&#039;&#039; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_b Anmerkung b].&amp;lt;/ref&amp;gt;) von Himmel und Erde (der Welt)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Merismus „&#039;&#039;Himmel und Erde&#039;&#039;“ ist im Hebräischen der Standard-Ausdruck für den Kosmos/das Universum; vgl. z.B.&amp;lt;!-- Arbez/Weisengoff 1948, S. 146; Halévy 1893a, S. 28;--&amp;gt; Sasson 1992, S. 184&amp;lt;!--; Scharbert 1990, S. 39; Soggin 1997, S. 23f.; Waltke 1975-6, S. 218; Wenham 1987--&amp;gt;; Westermann 1983, S. 140f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;V. 1&#039;&#039; wird hier verstanden als temporaler Nebensatz von V. 2; so z.B. auch Di Lella 1985, S. 129; Good 2009, S. 8; Gross 1980, S. 145; Nic §18. Die Syntax von Gen 1,1-3 wird in der Exegese allerdings sehr heftig diskutiert und viele weitere Vorschläge zur Deutung sind gemacht worden; s. genauer den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#Zur_Syntax_von_Gen_1.2C1-3 Exkurs zur Syntax von Gen 1,1-3].&amp;lt;/ref&amp;gt; {{S|2}} war die Erde (- die Erde war)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war die Erde (- die Erde war)&#039;&#039; - Deutet man die Syntax von Gen 1,1 wie hier als temporalen Nebensatz, lassen sich Vv. 1-2 entweder auflösen als Nebensatz - Hauptsatz („Als Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen, war die Erde...“) oder V. 2 könnte als Parenthese gedeutet werden („Als Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen - die Erde war... - sprach Gott:“). Beide Auflösungen sind gleichermaßen möglich; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_c Anmerkung c].&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht und nichts (leer, sinnlos, zerstört?, chaotisch?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nicht und nichts (leer, sinnlos, zerstört?, chaotisch?)&#039;&#039; - Die Bedeutung des hebräischen &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; (hier: „nicht und nichts“; meist: „wüst und leer“) ist umstritten; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_d Anmerkung d]. Nach unserer Auffassung ist die Wendung hier so zu verstehen, dass am Anfang von Gottes Schöpfungstat die Erde noch nicht existierte, sondern Gott zunächst das Meer verlagern muss, um den so entstehenden trockenen Boden dann zur „Erde“ machen zu können.&amp;lt;/ref&amp;gt;: (stattdessen) Dunkelheit [war] über der Oberfläche (dem Gesicht) der Tiefe (Urtiefe,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tiefe (Urtiefe, Wasser)&#039;&#039; - Im hebräischen Wort &#039;&#039;tehom&#039;&#039; („Tiefe“) wollen einige Exegeten Überreste mythischer Vorstellungen entdecken und es entsprechend der Chaos-/Meeresgöttin Tiamat interpretieren. Und tatsächlich wird es häufiger in Kontexten verwendet, die zumindest mythisierende Sprache verwenden; es kann aber auch einfach für große Wassermassen stehen (beides gilt genau so für das folgende &#039;&#039;majim&#039;&#039; („Wasser“). Da meist angenommen wird, der Verfasser von Gen 1 würde das ganze Kapitel hindurch Entmythisierungsstrategien anwenden (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_aa FN aa]), ist wahrscheinlich auch hier eher Letzteres der Fall.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wasser) und ein Wind Gottes stürmte (der Atem Gottes wehte, ein starker Wind stürmte, der Geist Gottes schwebte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein Wind Gottes stürmte (der Atem Gottes wehte, ein starker Wind stürmte, der Geist Gottes schwebte)&#039;&#039; - Heb. &#039;&#039;ruach haelohim&#039;&#039;. Das hebräische &#039;&#039;ruach&#039;&#039; ließe sich sowohl lesen als „Geist“, „Hauch“ oder „Wind“; &#039;&#039;elohim&#039;&#039; kann entweder „Gottes“ heißen oder aber superlativische Bedeutung haben. Diese Vieldeutigkeit hat dazu geführt, dass jede der oben angeführten Übersetzungsmöglichkeiten mehrfach vertreten wurden. Das stärkste Indiz für die richtige Deutung ist das Verb &#039;&#039;rachaf&#039;&#039;: Früher wurde es häufig mit „brütete“ oder „schwebte“ übersetzt, aber ebenso wie verwandte syrische (&#039;&#039;racheph&#039;&#039;) und ugaritische (&#039;&#039;rchp&#039;&#039;) Wörter (-&amp;gt; Etymologie) bezeichnet es wohl eigentlich eine schnelle Bewegung (vgl. z.B. &amp;lt;!--Arbez/Weisengoff 1948, S. 148; --&amp;gt;Cassuto 2005, S. 25; &amp;lt;!--Duchesne-Guillemin 1982, S. 513; --&amp;gt;Galling 1950, S. 153; &amp;lt;!--Halévy 1893a, S. 28; König 1919, S. 140; --&amp;gt;Speiser 1964, S. 5) - in [[Deuteronomium 32#s11 |Dtn 32,11]] beschreibt es das „Flattern“ eines Adlers (vgl. dazu z.B. Rechenmacher 2002, S. 13); in [[Jeremia 23#s9 |Jer 23,9]] vermutlich das „Zittern“ der Knochen im Leib. Die Bedeutung „stürmen“ lässt sich mit diesem Wort vereinbaren &amp;lt;!--(vgl. Beauchamp 1969, S. 172-86; NET &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039;; Rechenmacher 2002, S. 14; Smith 1928, S. 113; Soggin 1997, S. 22)--&amp;gt;; „wehen“ oder „schweben“ jedoch nicht - und das weist stark in Richtung „Wind, Sturm“. Da weiterhin eine andere Bedeutung als „Gottes“ für &#039;&#039;elohim&#039;&#039; hier nicht sehr wahrscheinlich ist – bedenkt man, wie oft es sonst noch in Gen 1 in dieser Bedeutung steht – sollte man sich am ehesten für „Wind/Sturm Gottes“ entscheiden; so z.B. auch Bandstra 2008; Drouot et al. 2000; Good 2009; Merlo 2008; Wenham 1987; Westermann 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; über der Oberfläche (dem Gesicht) des Wassers (der Wasser).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Da&amp;lt;ref&amp;gt;Mit der hebräischen Verbform &#039;&#039;Wayyiqtol&#039;&#039; setzt in Vers 3 zum ersten Mal die Handlung ein; Vv. 1-2 geben Hintergrundinformationen. In der LF sollte man das besser ausdrücklich machen, z.B. durch die Einfügung eines solchen „Da“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sprach Gott: Helligkeit (Licht)&amp;lt;ref&amp;gt;Gen 1 wird u.a. beherrscht von folgendem Strukturprinzip: Gott ruft ein nur abstrakt bezeichnetes Etwas ins Sein, anschließend gibt er ihm einen Namen, unter dem es auch heute bekannt ist (etwa: „Helligkeit“ für „Tag“ und „Finsternis“ für „Nacht“; „etwas Schalenförmiges“ für „Himmel“, „etwas Trockenes“ für „Erde“ usw.; vgl. Good 2009, S. 12). In der Studienfassung haben wir versucht, dieses Muster stets ausdrücklich zu machen.&amp;lt;/ref&amp;gt; soll (wird) entstehen (sein, werden)! Da entstand (war, wurde) Helligkeit (Licht).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|4}} Gott sah, dass die Helligkeit (das Licht) gut war.&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Gott sah die Helligkeit, dass gut“; zur Syntax s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_e Anmerkung e].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann trennte (teilte, unterschied) Gott {zwischen}&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwischen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{&amp;lt;s&amp;gt;zwischen&amp;lt;/s&amp;gt;}&#039;&#039; - Das Heb. &#039;&#039;ben&#039;&#039; („zwischen“) wird im Hebräischen doppelt gesetzt („zwischen X und Y“); im Dt. kann dies ohne Bedeutungsverlust natürlicher ausgedrückt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Helligkeit (das Licht) {und} von (zwischen) der Finsternis (Dunkelheit). {{S|5}} Gott nannte (rief) die Helligkeit (das Licht) „Tag“, die Finsternis (Dunkelheit) aber nannte (rief) er „Nacht“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein „Tag“ (der erste Tag)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ein „Tag“&#039;&#039; - „Tag“ wird hier näher bestimmt durch die Zahl {{hebr}}אֶחָד{{hebr ende}} „eins“, da im Heb. eine Aufzählungsreihe auch lauten kann: „Eins, zweitens, drittens...“ (vgl. z.B. Speiser 1964, S. 6). Es ist aber gut möglich, dass diese Regel hier keine Anwendung findet und der Autor aus einem anderen Grund nicht das Ordnungszahlwort, sondern das Grundzahlwort verwendet: König 1919, S. 143f.; Sasson 1992, S. 191 und Steinmann 2002, S. 583f. gehen davon aus, dass der Sinn dieser beiden Worte der ist, dass Gott nach der Definition des Unterschieds von „Tag“ und „Nacht“ gleich noch ineins damit eine „zeitliche Ordnung“ ins Sein setzt und deshalb als Grundeinheit der Zeit nun auch die zeitliche Größe „Tag“ definiert: Es muss einmal Abend werden und einmal Morgen werden, dann ist die Zeitspanne von „einem Tag“ vergangen (vgl. ähnlich Westermann 1983, S. 155).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} Dann sprach Gott: Ein Schalenförmiges (Gewölbe, Firmament)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schalenförmiges (Gewölbe, Firmament)&#039;&#039; - Im alten Israel stellte man sich den Himmel vor wie eine Art metallene Käseglocke, die die überirdischen Wasserfluten zurückhält (vgl. z.B. Soggin 1997, S. 33). Die Vulgata übersetzte es mit &#039;&#039;firmamentum&#039;&#039; („etwas fest Gefügtes“) - dem Etymon für unser „Firmament“, womit dieses Wort denn meist auch ins Dt. übersetzt wrd, was aber das in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_j FN j] beschriebene Textmuster verschleiert. Der hebräische Ausdruck ist in unserem Kontext gerade deshalb ungewöhnlich, weil ein Begriff „aus dem Bereich der Metallurgie“ (van Wolde 2009, S. 9) auf den &#039;&#039;Himmel&#039;&#039; angewandt wird. Man sollte daher besser nicht mit einem geläufigen Begriff übersetzen. Die Übersetzung „schalenförmig“ stammt von Good 2009, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; soll (wird) inmitten des Wassers entstehen (sein, werden) und es soll ein Trenner zwischen Wasser und Wasser sein (es soll Wasser von Wasser trennen). [So geschah (war) es]&amp;lt;ref name=&amp;quot;So geschah es&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Die meisten Exegeten folgen LXX und verschieben das „so geschah es“ vom Ende von V. 7 ans Ende von V. 6, da es auch sonst unmittelbar auf den Schöpfungsbefehl folgt; vgl. z.B. Westermann 1983, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Gott machte das Schalenförmige (Gewölbe, Firmament) und trennte (teilte, schied) [so] {zwischen}&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwischen&amp;quot; /&amp;gt; das Wasser {welches} unterhalb des Schalenförmigen (Gewölbes, Firmaments) {und zwischen} [vom] Wasser {welches} über dem Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;V. 7&#039;&#039;: W.: „das Wasser, das unterhalb des Schalenförmigen [war/ist/sein würde] und das Wasser, das oberhalb des Schalenförmigen [war/ist/sein würde].“&amp;lt;/ref&amp;gt; {So geschah (war) es.}&amp;lt;ref name=&amp;quot;So geschah es&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|8}} Gott nannte das Schalenförmige (Gewölbe, Firmament) „Himmel“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein zweiter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann sprach Gott: Das Wasser (die Wasser) soll sich von unter dem Himmel [weg] an (zu … hin) einen Ort sammeln (gesammelt werden) und Trockenes (das Festland) soll zum Vorschein kommen (erscheinen, sich zeigen). So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|10}} Gott nannte (rief) das Trockene (das Festland) „Erde“ und den Ort des Wassers nannte (rief) er „Meer“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass [es] gut [war].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Weiterhin sprach Gott: Die Erde soll auf Erden Grünes grünen lassen:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Grünes grünen lassen:&#039;&#039; - Theoretisch ließe sich im MT auch ein Dreischritt lesen: „Die Erde soll grünen lassen: (1) Grünes, (2) Getreide und (3) Fruchtbäume“. Vermutlich ist aber {{hebr}}דֶּשֶׁא{{hebr ende}} &#039;&#039;Grünes&#039;&#039; als Oberbegriff von „Getreide“ und „Fruchtbäumen“ zu verstehen; vgl. z.B. Bandstra 2008, S. 65; Cassuto 2005, S. 40; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Samen tragendes Getreide (Pflanzen)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Getreide (Pflanzen)&#039;&#039; - Meist allgemein übersetzt als „Pflanzen“ oder „Kraut“. Hier ist es aber näher bestimmt dadurch, dass es &#039;&#039;zera`&#039;&#039; tragen soll. Dies steht in der Bibel sehr eindeutig für Samen und Saatgut. Entsprechend wird es sich wohl auch hier sehr sicher um eine Nutzpflanzen handeln: &#039;&#039;`eßeb mazrij`a zera`&#039;&#039; ist das „Frucht bringende Getreide“; &#039;&#039;`ets p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;ri&#039;&#039; sind (unbestritten) die Fruchtbäume - Gott lässt zu Schöpfungsbeginn ausschließlich „sinnvolle“ Pflanzen sprießen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Ergänze mit Soggin 1997, S. 36; Westermann 1983, S. 110 vor &#039;&#039;`ets&#039;&#039; („Bäume“) die Konjunktion &#039;&#039;w&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; („und“) (so auch viele Manuskripte), da sonst „Bäume“ in Apposition zu „Getreide“ stünde.&amp;lt;/ref&amp;gt; verschiedenste Arten von&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verschiedenste Arten von&#039;&#039; - das i.d.R. mechanisch übersetzte „nach ihrer Art“ ist sehr wahrscheinlich adjektivisch als Ausdruck für „jeglicher Art“ bzw. „verschiedenste Arten von...“ zu verstehen; so zuletzt wieder Neville 2011, S. 216; ähnlich auch schon Driver 1905, S. 9. Sehr gut übersetzt es Speiser 1964 („various kinds“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Frucht tragenden Fruchtbäumen, {die} [deren Früchte] ihren Samen in sich haben. So geschah es.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Die Erde lies Grünes grünen: verschiedenste Arten von Samen tragendem Getreide und verschiedenste Arten von Frucht tragenden Fruchtbäumen, {die} [deren Früchte] ihren Samen in sich haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war (ist).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein dritter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Dann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vv. 14-18&#039;&#039;: Für gewöhnlich geht man davon aus, dass die Funktion von Vv. 14-18 eine polemische ist: Der Autor von Gen 1 schreibt gegen die verbreitete Vorstellung an, die Himmelskörper seien göttliche oder göttergleiche Wesen und macht aus ihnen stattdessen „Lichter“, die er am Himmel „befestigt“. Von hier aus entdeckt man dann auch in V. 21 eine „Entmythologisierungsstrategie“: Die „Seeungeheuer“ sind keine mythischen Wesen mehr, sondern werden in einem Atemzug mit den anderen Geschöpfen Gottes genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendig ist das nicht: Cooley 2013 z.B. geht davon aus, dass es „zu &#039;&#039;keinem Zeitpunkt&#039;&#039; von der Bronzezeit bis zur Zeit des Zweiten Tempels der Fall gewesen sei, dass die Einwöhner der südlichen Levante die himmlichen Heerscharen &#039;&#039;nicht&#039;&#039; als beseelt und belebt verstanden.“ (Cooley 2014, S. 183) - auch nicht in Gen 1. Dass die Himmelskörper in V. 14 zunächst als „Lichter/Lampen“ bezeichnet werden, ließe sich auch einfach mit dem in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_j FN j] beschriebenen Strukturprinzip, und es ist ja doch auffällig, dass der Autor von Gen 1 die mythischen Vorstellungen der „Urtiefe“ (V. 2), der den Himmel „beherrschenden“ Himmelskörper (Vv. 15f) und der „Seeungeheuer“ (V. 21) nicht ausschweigt, sondern gerade explizit in die Schöpfungserzählung aufnimmt. Dem folgend ließe sich das Anliegen von Vv. 14-18 auch so verstehen, dass der Abschnitt zwar durchaus noch von mythischen Vorstellungen geprägt ist und besagte „Wesen“ - Sonne, Mond, Sterne und Seeungeheuer - durchaus noch mythisch verstanden werden, aber eben bewusst als &#039;&#039;Gott untergebene Geschöpfe&#039;&#039; dargestellt werden sollen. Doch ist das eine Minderheitenmeinung; man sollte besser mit dem größten Teil der Exegeten von einem „Entmythologisierungsanliegen“ des Autors ausgehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sprach Gott: Lichter sollen am Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot;&amp;gt;wohl zu lesen als epexegetische Constructus-Verbindung (also „am Schalenförmigen, d.h. am Himmel“); übersetze in der LF besser schlicht „Himmel“.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstehen (sein), um (so dass) {zwischen} den Tag {und} von (zwischen) der Nacht zu trennen (teilen, scheiden). Sie sollen als Zeichen für (und als)&amp;lt;ref&amp;gt;wohl explikatives Waw; siehe nächste Fußnote. vgl. auch Cassuto 2005, S. 44; Cole 2007; König 1919, S. 149; Speiser 1964, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Festzeiten (Jahreszeiten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}מוֹעֲדִים{{hebr ende}} ließe sich sowohl als Ausdruck für „Jahreszeiten“ als auch für „Festzeiten“ lesen. Die erste Lesart vertritt z.B. Soggin 1997. Die Reihung „Jahreszeiten, Tage und Jahre“ ist aber merkwürdig „chaotisch“; aus diesem Grunde sollte man wohl eher die zweite Lesart wählen (vgl. dazu auch Rudolph 2003, dessen Untersuchung ergibt, dass „the plural form of &#039;&#039;mô`êd&#039;&#039; means &#039;festivals&#039; one hundred percent of the time in the Torah.“ (S. 40)) - die Planeten sind Zeichen sowohl für die kultische als auch die weltliche Zeitordnung („Tage und Jahre“ ist wohl ein stehender Ausdruck für eine unbestimmte Zeitspanne; vgl. noch 1Sam 29,3 und 4Q385, Frg. 3 („Ich messe die Zeit / und verkürze Tage und Jahre.“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möglich wäre außerdem, nicht zu lesen als „Zeichen für Festzeiten...“, sondern als „Sie sollen dienen als Zeichen, als Festzeiten, als...“; so z.B. Tigchelaar 2005. Während aber einleuchtend ist, wie Planeten als „Zeichen“ dienen sollen (etwa als „Omen“), ist nicht ersichtlich, wie Planeten „als Jahreszeiten, Tage und Jahre“ dienen wollen; vorzuziehen ist daher wohl doch die traditionelle Übersetzungsweise&amp;lt;/ref&amp;gt; und für (als) Tage und Jahre dienen (sein) &lt;br /&gt;
{{S|15}} und sie sollen als Lichter&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Ehrlich 1908 schlägt die Textkorrektur von {{hebr}}למערת{{hebr ende}} zu {{hebr}}המערת{{hebr ende}} vor; {{hebr}}המערת{{hebr ende}} müsste dann als Subjekt des Satzes gelesen werden („Die Lichter am Himmel sollen dazu dienen, über der Erde zu leuchten.“), da sonst „das, wozu das Subjekt werden soll [=Lichter] sich [...] von dessen vorläufiger Beschaffenheit [=Lichter] durch nichts unterscheide[n würde]; vgl. Saadja.“ Das ist ein sehr sinnvoller Vorschlag; allerdings weist Wenham 1987 auf eine ähnliche Tautologie in [[Numeri 15#s39 |Num 15,39]] hin, so dass er wohl nicht nötig ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; am Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot; /&amp;gt; dienen (sein), um (so dass) über der Erde zu scheinen (leuchten). So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Gott machte die beiden großen Lichter: das größere (große)&amp;lt;ref&amp;gt;W. „das große Licht“, aber Adjektive mit Artikel dient im Hebräischen u.a. auch zur Wiedergabe des Komparativs; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. HKL III §308a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Licht zur Herrschaft (Beherrschung) über den Tag (am Tag)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;über den Tag (am Tag)&#039;&#039; + &#039;&#039;über die Nacht (zur Nacht)&#039;&#039; - Bandstra bezweifelt, dass „Tag“ und „Nacht“ Entitäten seien, die „beherrscht“ werden könnten und liest daher die Präpositionalphrase {{hebr}}בַּיּוֹם{{hebr ende}} nicht als „zur Herrschaft &#039;&#039;über&#039;&#039; den Tag...“, sondern so, dass sie „the range or domain over which rule is exercised“ (S. 79) angeben würden (also „zur Herrschaft &#039;&#039;bei&#039;&#039; Tag und &#039;&#039;bei&#039;&#039; Nacht“). Grammatisch ist das möglich; dann wäre aber zu fragen, wen Sonne und Mond denn dann beherrschen sollen, wenn nicht Tag und Nacht? Zum Anliegen der Aussage vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_aa FN aa]&amp;lt;/ref&amp;gt; und das kleinere Licht zur Herrschaft (Beherrschung) über die Nacht (zur Nacht); auch die Sterne&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „das kleinere Licht und die Sterne zur Herrschaft über die Nacht“  (nach [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527387.pdf?acceptTC=true Driver 1885, S. 33]: „Wenn hebräische Autoren einen Satz mit doppeltem Subjekt (oder Objekt) konstruieren, tun sie dies gewöhnlich - und sogar recht häufig -, indem sie den Satzteil, der eines der beiden Subjekte (oder Objekte) enthält, zu Ende führen und dann das zweite an diesen Satzteil anhängen.“ (meine Üs.))&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Beobachtung Drivers ist recht sicher richtig (ein deutliches Beispiel ist [[Numeri 16#s18 |Num 16,18]]: „Jedermann nahm seine Räucherpfanne ...; ebenso Moses und Aaron“ = „Jeder - unter anderem auch Moses und Aaron - nahm seine Räucherpfanne...“). Es ist uns aber keine Übersetzung bekannt, die so übersetzt; für Gen 1,16 wäre das also eine Minderheitenmeinung.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Gott setzte (gab) sie an (in) das Schalenförmige (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot; /&amp;gt;, damit (so dass) sie über der Erde schienen (leuchteten)&lt;br /&gt;
{{S|18}} und damit (so dass) sie über den Tag und die Nacht herrschten und damit (so dass) sie {zwischen} die Helligkeit (das Licht) {und} von (zwischen) der Finsternis (Dunkelheit) trennten (teilten, schieden).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass [es] gut [war]. &lt;br /&gt;
{{S|19}} Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein vierter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Dann sprach Gott: Das Wasser (die Wasser) soll schwärmen mit Schwärmen lebendiger Wesen (Seelen, Leben) und Vögel (fliegende Tiere)&amp;lt;ref&amp;gt;Schließt auch Insekten mit ein (DBL Hebrew 6416); Satzstruktur: Nomen - Verb; wohl wieder eine Topikalisierungsstrategie - Versteil 1 handelt von den „Schwärmen lebendiger Wesen“; von den „Vögeln“ dagegen handelt Versteil 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollen über der Erde unter (an)&amp;lt;ref&amp;gt;Ein etwas eigentümlicher Ausdruck, w.: „Auf/Über/An der Erde, auf/über/an dem Schalenförmigen des Himmels“. Da der Himmel als feste Barriere gedacht ist, kann hier nur „zwischen dem Gewölbe und der Erde“ gemeint sein; übersetze daher „unter dem Himmel“.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot; /&amp;gt; fliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: LXX ergänzt: „So geschah es“; ihr folgt z.B. Scharbert 1990, S. 40. Vergleiche aber dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_t Fußnote t].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Gott erschuf die großen Meereslebewesen (Seeungeheuer, Seeschlangen, das Seeungeheuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Mit den {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} werden sehr häufig mythische Meereswesen bezeichnet. BerR deutet sie auch hier als Behemoth und Leviathan, und es scheint tatsächlich so, dass v.a. {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} und Leviathan häufig synonym verwendet werden (der Plural wäre z.B. erklärbar als &#039;&#039;pluralis intensivus&#039;&#039;; „die Tanninim“ könnten dann übertragen werden etwa mit „das große Monster“ o.Ä. (vgl. z.B. Ember 1905, S. 202)). Hier aber werden die {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} wohl entmythisiert (allerdings vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_aa FN aa]): ebenso wie Sonne und Mond gehören auch sie zu Gottes Geschöpfen  (vgl. Vogels 2011). Man sollte {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} daher am Besten so unbestimmt übersetzen, wie das oben vorgeschlagen wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; und all die verschiedenen Lebewesen, die im Wasser schwärmen (wimmeln) und all die verschiedenen geflügelten Tiere&amp;lt;ref&amp;gt;so KBL3, S. 463 &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039;; wörtlich „Vögel des Flügels“; wohl attributive Constructus-Verbindung.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass [es] gut [war]. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und Gott segnete sie folgendermaßen (indem er sprach)&amp;lt;ref&amp;gt;das Hebräische leitet des Öfteren Zitate mit mehreren Verba dicendi ein; in einer Übersetzung ins Deutsche kann das zweite Verb dann ohne Bedeutungsverlust gestrichen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Seid fruchtbar und vermehrt euch (werdet zahlreich)&amp;lt;ref&amp;gt;Wortspiel im Hebräischen: &#039;&#039;p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;rû ûr&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;vû&#039;&#039;. Möglicherweise als Hendiadyoin aufzufassen: „Seid höchst fruchtbar“ (so Wenham 1987). Das ließe sich sogar historisch erklären; im Alten Israel war offenbar die Ansicht verbreitet,  dass „das Fischgeschlecht sehr geil ist“ (so Lewysohn 1858, S. 355, zum Talmud).&amp;lt;/ref&amp;gt; und füllt das Wasser im Meer (in den Meeren), und die Vögel sollen sich über (auf, in) der Erde vermehren (zahlreich werden)!“ &lt;br /&gt;
{{S|23}} Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein fünfter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Dann sprach Gott: Die Erde soll verschiedenste Arten von Lebewesen hervorbringen: Verschiedenste Arten von Vieh, Reptilien (kriechende Tiere)&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Übersetzung mit „Reptilien“ vgl. die übernächste Fußnote.&amp;lt;br /&amp;gt;Im MT werden diese Reptilien in fünf verschiedenen Versen jeweils anders bezeichnet:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&lt;br /&gt;
! Vers || Hebräisch || Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 24 || {{hebr}}רֶמֶשׂ{{hebr ende}}|| Reptilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 25 || {{hebr}}כָּל-רֶמֶשׂ הָאֲדָמָה{{hebr ende}} || Alle Boden-Reptilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 26 || {{hebr}}כָל-הָרֶמֶשׂ הָרֹמֵשׂ עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Alle Reptilien, die auf der Erde kriechen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 28 || {{hebr}}כָל-חַיָּה הָרֹמֶשֶׂת עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 30 || {{hebr}}כֹל רוֹמֵשׂ עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Alles auf der Erde kriechende &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinndifferenzierend scheint das nicht zu sein, und es ist uns auch noch keine Auslegung untergekommen, die auf diese Merkwürdigkeit überhaupt eingegangen wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Westermann weist zumindest darauf hin, dass die Tierarten in V. 24 und V. 25 unterschiedlich und in unterschiedlicher Reihenfolge bezeichnet werden; er führt das aber darauf zurück, dass „der klassifizierende Zug, der sich durch Gn 1 hindurchzieht, den Schöpfungserzählungen ursprünglich fremd ist [... und] die hier genannten drei Arten der Landtiere nicht eine alte, fest geprägte und vorgegebene Gruppierung darstellen, sondern eher einen tastenden Versuch, die Fülle der Landtiere in Hauptarten zu gliedern.“ (S. 197). Aber mindestens das obige Phänomen scheint viel zu bewusst gestaltet, als dass diese Erklärung wirklich einleuchtend wäre; wahrscheinlich handelt es sich eher um eine stilistische Variation. Das selbe gilt wohl auch für die von Westermann genannte Reihenfolge der Nennung der Landtiere: (1) V. 24: Vieh - Reptilien - wilde Tiere; (2) V. 25: Wilde Tiere - Vieh - Reptilien; (3) V. 26: Vieh - wilde Tiere - Reptilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das einfachste wird wohl sein, es in der Lesefassung jedes Mal schlicht mit „Reptilien“ zu übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wilden Tieren&amp;lt;ref&amp;gt;Im MT ist an „Tiere“ ein „überflüssiges“ &#039;&#039;Waw&#039;&#039; angehängt, das wohl als (bedeutungsloses) paragogisches Waw aufzufassen ist; so z.B. Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Tieren des Feldes).&amp;lt;ref&amp;gt;Sg., da Kollektivnomen. So auch in den folgenden Versen. Zur „Gattung“ der bezeichneten Tiere vgl. Scharbert 1990, S. 44: „Von den verschiedenen Tiergattungen werden nur die für den Menschen wichtigsten und auffälligsten aufgezählt. Das mit „Vieh“ in der EÜ wiedergegeben Wort bezeichnet in H nicht nur die Haustiere, sondern alle größeren Säugetiere; die „Tiere des Feldes“ sind im AT in der Regel das jagdbare Wild; die „Kriechtiere“ sind die Landreptilien.“&amp;lt;/ref&amp;gt; So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Gott machte verschiedenste Arten von wilden Tieren (Tieren des Feldes), verschiedenste Arten von Vieh und all die verschiedenen Arten von Reptilien (kriechenden Tiere). Gott sah, dass [es] gut [war]. &lt;br /&gt;
{{S|26}} Weiterhin sprach Gott: Ich will (Wir wollen/werden, Lasst uns)&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt verschiedene Theorien, warum Gott hier im Plural spricht; die meisten werden gut von Clines 1968 wiederlegt. Eine gute Übersicht über die Positionen gibt Westermann 1983, S. 200f. Am meisten Anhänger hat heute wohl die Position, die im Plural einen &#039;&#039;plural deliberationis&#039;&#039; sieht (vergleichbar dem deutschen „Dann wollen wir mal X tun“ der Selbstermunterung; im Deutschen aber wahrscheinlich mehr der Umgangssprache zuzuordnen als im Hebräischen, daher keine gute Übersetzung. Übersetze: „Ich will“); vgl. Cassuto 2005, S. 55; Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Junker 1953, S. 13; Koehler 1969, S. 9; König 1919, S. 154f.; Scharbert 1990, S. 44; Westermann 1983, S. 201. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31)&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. NET.&amp;lt;/ref&amp;gt; als mir (uns) ähnliches&amp;lt;ref&amp;gt;W. auf den ersten Blick: „als unsere Statue als unsere Ähnlichkeit“ (zu den Präpositionen vergleiche gut Clines 1968, S. 75f.; dass beide Präpositionen die selbe Bedeutung haben ist heute die Mehrheitsmeinung); meist wird das zweite Glied {{hebr}}כִּדְמוּתֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Ähnlichkeit“ so aufgefasst, dass es das erste Glied {{hebr}}בְּצַלְמֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Statue“ näher bestimmt; daher „uns ähnliches“ - vgl. Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. Westermann 1983, der dazu einen elfseitigen Überblick über die Forschungsgeschichte bringt.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen! (Damit)&amp;lt;ref&amp;gt;Ob das Herrschen Sinn und Inhalt der Gottesebenbildlichkeit ist oder ob es sich nur sozusagen nebenbei daraus ergibt ist in der Forschung umstritten; „... machen, damit sie herrschen“ oder „... machen. Sie sollen herrschen“ ist beides gleich wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen über die Fische {des Meers} und über die Vögel {des Himmels}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kollokationen „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ bezeichnen einfach nur „Fische“ und „Vögel“; „des Meeres/Himmels“ kann in der Übersetzung ausgespart werden&amp;lt;/ref&amp;gt; und über das Vieh und über die ganze Erde (alle wilden Tiere)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: „über die ganze Erde“ fügt sich hier recht schlecht in den Textzusammenhang; viele (z.B. Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. Es scheint einige Kognate (-&amp;gt;Etymologie) mit der Bedeutung „gehen, treten“ zu haben; daraus wird häufig die Grundbedeutung „niedertreten“ =&amp;gt; „gewaltsam beherrschen“ abgeleitet. Ingressiv hat es wohl die Bedeutung „unterjochen“ (s. z.B. Zorell 758); durativ listen die meisten Lexika schlicht „herrschen“ fügen dann aber hinzu, dass es auch dann den „Nebensinn des Unterdrückens“ (so z.B. KBL3, S. 1110) habe (vgl. ähnlich z.B. Alter 1996, S. 5; Westermann 1983, S. 222).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Exegeten wollen demgegenüber {{hebr}}רדה{{hebr ende}} sogar eine besonders sanfte Art des Leitens bedeuten lassen, so z.B. Zenger 1983, S. 91: „Das Wort bezeichnet eigentlich das Umherziehen des Hirten mit seiner Herde, der seine Herde auf gute Weide führt, der die Tiere gegen alle Gefahren schützt, sie vor Raubtieren verteidigt und die schwachen Tiere seiner Herde gegen die starken schützt und dafür sorgt, daß auch sie genügend Wasser und Nahrung finden.“ Gegen eine solche „sanfte“ Interpretation wendet aber neuerdings wieder überzeugend Schellenberg 2011 ein: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Gegen eine zu friedliche Interpretation spricht vorab das im gleichen Kontext gebrauchte Verb {{hebr}}כבש{{hebr ende}}, das - trotz gegenteiliger Beteuerungen v.a. von Lohfink und Koch - klar gewalttätig konnotiert ist [...]. Im Deutschen trifft man die Konnotation all der verschiedenen Verwendungszusammenhänge von {{hebr}}כבש{{hebr ende}} wohl am besten mit der Übersetzung „unterwerfen.“ Dass hinter den Herrschaftsaussagen von 1,26.28 nicht ein besonders friedliches Bild des Mensch-Tier-Verhältnisses stehen kann, zeigt auch die Reihe der dabei genannten Tiere: Sie umschliesst neben dem Vieh auch die Fische, die Vögel, das Kriechgetier und die wilden Tiere, die der Mensch weder „hüten“ noch „domestizieren“ kann.“ (S. 54f.)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund scheint uns die Bedeutung „knechten“ eigentlich wahrscheinlicher als das allgemeine „herrschens“. Dies noch mehr, da die Priesterschrift (zu der auch Gen 1 gehört) Gott darstellt als transzendenten und „&#039;&#039;absoluten&#039;&#039; Herrscher“ - sogar so sehr, dass er zwei Kapitel später sozusagen einfach mal die ganze Erde vernichten kann, weil ihm nicht passt, wie sie sich entwickelt hat. Wenn richtig ist, was wir eben zur Gottesebenbildlichkeit des Menschen geschrieben haben, legt sich {{hebr}}רדה{{hebr ende}} als ein Ausdruck einer absoluten (Gewalt-)Herrschaft gleich noch mal so nahe. Wir haben dennoch „herrschen“ als primäre Alternative angegeben, da diese Übersetzung am ehesten beiden Lagern gerecht werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|27}} Gott schuf den Menschen als&amp;lt;ref&amp;gt;wie V. 26 recht sicher Beth essentiae&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Bildnis (Widerpart, Stellvertreter),&lt;br /&gt;
_ als Gottes (göttliches) Bildnis (Widerpart, Stellvertreter) schuf er ihn,&lt;br /&gt;
_ männlich und weiblich&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Termini zur Geschlechterdifferenzierung lassen sich auch auf Tiere anwenden; Scharbert 1990, S. 45 kommentiert daher, dass sie richtiger eigentlich mit „Männchen und Weibchen“ zu übersetzen wären. König 1919, S. 159 wählt diese Übersetzung dann auch tatsächlich. Da dies aber sehr unnatürlich klänge, sollte man die beiden Substantive in der LF doch besser als Adjektive übertragen.&amp;lt;/ref&amp;gt; schuf er sie.&amp;lt;ref&amp;gt;zur Struktur des Minigedichts vgl. Andersen 1995, S. 60; Cassuto 2005, S. 57; Polak 2002, S. 15; Kselman 1978, S. 165f.&amp;lt;br /&amp;gt; Kselman identifiziert noch weitere Minigedichte in Gen 1; Polak 2002 geht sogar davon aus, dass es sich beim gesamten ersten Kapitel der Genesis um Poesie handle. Bis auf V. 27 ist das eine starke Minderheitenmeinung; auch wir fassen daher nur diesen Vers als Poesie auf.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Dann segnete Gott sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch (werdet zahlreich)&amp;lt;ref&amp;gt;Wortspiel im Hebräischen: &#039;&#039;p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;rû ûr&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;vû&#039;&#039;. Möglicherweise als Hendiadyoin aufzufassen: „Seid höchst fruchtbar“ (so Wenham 1987)&amp;lt;/ref&amp;gt;; füllt die Erde, unterwerft sie und herrscht über (unterjocht, macht euch Untertan)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Vokabel dient wohl ebenfalls (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_ba vgl. Fußnote ba]) zum Ausdruck der Gewaltherrschaft. Hier ist das sogar noch wahrscheinlicher: {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ folgt direkt auf {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft sie euch“. Zudem folgt direkt auf V. 28 V. 29: Die beiden Verse klären das Verhältnis des Menschen zu seiner Um- und Mitwelt. Die Pflanzen gibt Gott dem Menschen schon selbst (mit einem performativen Qatal: „Hiermit gebe ich euch“; s. dort) zu Eigen; Subjekt des Verbs ist Gott. Das Verhältnis von Mensch zu Welt und Tieren dagegen ist formuliert in Form eines Auftrags und Subjekt der Imperative ist der Mensch. Zudem - s. das obige Zitat Schellenbergs - ist Objekt der Imperative gerade nicht das „Vieh“, sondern die nicht domestizierbaren „Vögel, Fische und Reptilien“. Daher ist es sinnvoll, den Vers so zu verstehen, dass {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ ebenso wie {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft“ und im Gegensatz zu {{hebr}}נָתַתִּי{{hebr ende}} „Ich gebe euch“ nicht durative, sondern terminative Bedeutung hat und man richtiger übersetzen muss mit „unterwerft euch die Erde und macht euch Fische, Vögel und alle Reptilien Untertan!“ - so auch gut BigS: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder die Fische des Meeres“; Kirchentags-Übersetzung: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Bezwingt die Fische des Meeres...“; ähnlich auch Alter 1996 („hold sway“), Delitzsch 1887 („bezwingt die Erde und unterwerft euch...“); Good 2009 („subdue“); Speiser 1964 („subject“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Fische {des Meeres}, über die Vögel {des Himmels} und über alle Reptilien (alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen)! &lt;br /&gt;
{{S|29}} Weiterhin sprach Gott: Hiermit (siehe) gebe ich euch&amp;lt;ref&amp;gt;Durch {{hebr}}הִנֵּה{{hebr ende}} &#039;&#039;siehe&#039;&#039; markiertes performatives Qatal (vgl. z.B. JM §112f; Nic §67) zum Ausdruck eines Sprechakts; es wird damit ausgedrückt, dass mit dem Moment der Äußerung das Geäußerte bereits Realität wird (vergleichbar z.B. mit: „Hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau.“). Vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Zenger 1983, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; euch alles Samen tragende Getreide&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Übersetzung „Getreide“ s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_x FN x]&amp;lt;/ref&amp;gt;, das auf der Oberfläche (dem Gesicht) der ganzen Erde [ist], und alle Bäume, die in ihren Baumfrüchten (Früchten des Baums) Samen tragen (samen). Sie sollen (werden) euch als (zur) Nahrung dienen (gehören, sein).&amp;lt;ref&amp;gt;Viele Exegeten halten für wahrscheinlich, dass in diesem Vers der Mensch als Vegetarier vorgestellt wird. Er wirkt auch tatsächlich so, allerdings hat Wenham 1987 ihn auf bedenkenswerte Weise kommentiert: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Genesis 1 &#039;&#039;verbietet&#039;&#039; nicht den Verzehr von Fleisch, und es ist gut möglich, dass der Verzehr von Fleisch schon seit der Zeit der Ursünde ins Auge gefasst ist. Der Herr stattete Adam mit Kleidung aus Fell aus (3,21). Abel hütete und opferte Schafe (4,2-4) und Noah unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren (7,2). Gispen könnte daher recht damit haben, wenn er vorschlägt, dass 9,3 nicht die nach-ursündliche Praxis des Fleischverzehrs &#039;&#039;einführt&#039;&#039;, sondern bloß &#039;&#039;billigt&#039;&#039;.“ (unsere Übersetzung)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|30}} Auch allen wilden Tieren (Tieren des Feldes), allen Vögeln {des Himmels} und allen Reptilien (allen Tieren, die auf der Erde kriechen) [, allem]&amp;lt;ref&amp;gt;Der Nebensatz „... das Lebensatem in sich hat (=das lebt)“ könnte sich sowohl nur auf die letzte Tiergruppe als auch auf alle drei Tiergruppen beziehen. Uns scheint letzteres wahrscheinlicher; in diesem Falle müsste man im Deutschen aber mit einem weiteren „allem“ neu einsetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in sich Lebensatem (lebenden Atem) hat (das lebt), [gebe ich (sollen sein)]&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Satz hat kein Verb; man muss daher aus dem vorangehenden Satz ein Verb als double duty-Prädikat ergänzen (-&amp;gt;Brachylogie). Die absolute Mehrheit ergänzt „ich gebe euch“; Bandstra 2008 schlägt aber vor: „sie sollen sein“ (=dienen). Das ist wahrscheinlich richtig: Vers 29 besteht aus zwei Sätzen: Im ersten &#039;&#039;gibt&#039;&#039; Gott dem Menschen die Pflanzen, im zweiten erklärt er, dass sie des Menschen Speise &#039;&#039;sein sollen&#039;&#039;. V. 30 steht parallel zum zweiten Satz und das letzte finite Verb ist nicht „ich gebe“, sondern „sie sollen sein“; zudem ist das folgende „So geschah es“ semantisch schwerlich kompatibel mit „Ich gebe ihnen die Pflanzen“ (Ehrlich 1908, S. 6 kommentiert es daher sogar mit „{{hebr}}ויהי כן{{hebr ende}} [„so geschah es“] kann an dieser Stelle nur so verstanden werden, dass sich der Mensch und alle lebenden Wesen nach erhaltener Erlaubnis gleich über ihre Mahlzeit hermachen.“). Man sollte daher besser mit Bandstra „sie sollen sein“ ergänzen. Dem steht auch der folgende Objekt-Marker {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht im Wege, da {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht nur Objekte, sondern bisweilen auch Subjekte markieren kann (vgl. z.B. Rogland 2007, S. 411; ähnlich z.B. auch schon [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094428 HKL III §270a]; Wilson 1890, S. 221). Grammatisch möglich ist Bandstras Vorschlag allemal.&amp;lt;/ref&amp;gt; alle Pflanzen (Getreide?)&amp;lt;ref&amp;gt;Anders als in Vv. 11.29 ist {{hebr}}עֵשֶׂב{{hebr ende}} hier nicht durch {{hebr}} מַזְרִיעַ זֶרַע{{hebr ende}} näher bestimmt; man dürfte es daher hier anders als in den beiden obigen Versen als Oberbegriff für „Pflanzen“ und nicht als „Getreide“ verstehen müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Nahrung [sein (dienen)]. So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Gott betrachtete (sah), dass&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Verben des Wahrnehmens kann {{hebr}}הִנֵּה{{hebr ende}} wohl auch als emphatische Relativpartikel dienen; vgl. KBL3, S. 242; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch JM §177i. S. auch [[Genesis 19#s28 |Gen 19,28]]: „Er sah, dass Rauch aufstieg.“; [[Genesis 22#s13 |22,13]]: „Er sah, dass ein Widder sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte.“; [[Exodus 3#s2 |Ex 3,2]]: „Er sah, dass der Busch im Feuer brannte“ (LUT) u.ö. Das &#039;&#039;Waw&#039;&#039; ist entweder als emphatisches Waw, als pleonastisches Waw oder als Satztrennungs-Waw zu interpretieren; s. Lexikon / [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=%D7%95%D6%B0 Lemma {{hebr}}וְ{{hebr ende}}]. Der Teilsatz ist damit Gen 1,4 parallel strukturiert:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&lt;br /&gt;
! Gen 1,4 || Gen 1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{hebr}}וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת-הָאוֹר כִּי-טוֹב{{hebr ende}} || {{hebr}} וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת-כָּל-אֲשֶׁר עָשָׂה וְהִנֵּה-טוֹב{{hebr ende}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gott sah das Licht, dass es gut war. || Gott sah alles, was er gemacht hatte, dass es gut war.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;/ref&amp;gt; alles, was er gemacht hatte (machte), sehr gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde (war) Abend und es wurde (war) Morgen: Der sechste&amp;lt;ref&amp;gt;Für die Tage 2-5 werden zwar Ordnungszahlwörter verwendet; allerdings ohne Artikel. Ab Tag 6 dagegen wird auch noch der Artikel verwendet; vermutlich soll dies die Tage 6-7 besonders hervorheben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:MartinB&amp;diff=23495</id>
		<title>Benutzer Diskussion:MartinB</title>
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		<updated>2016-04-11T22:22:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Die Seite wurde neu angelegt: „Hallo,  ist zwar schon etwas her, dass du hier eingestiegen bist, aber ich will dir trotzdem noch Hallo sagen! Es ist immer schön neue Gesichter zu sehen.  He…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist zwar schon etwas her, dass du hier eingestiegen bist, aber ich will dir trotzdem noch Hallo sagen!&lt;br /&gt;
Es ist immer schön neue Gesichter zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzlich Willkommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Patrick|Patrick]] ([[Benutzer Diskussion:Patrick|Diskussion]]) 00:22, 12. Apr. 2016 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
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		<updated>2016-01-27T00:19:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<author><name>Patrick</name></author>
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		<updated>2016-01-27T00:18:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
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		<updated>2016-01-27T00:18:38Z</updated>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__ __NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
Hier erhalten Helfer, Übersetzer und interessierte Leser einen Überblick über die wichtigsten und nützlichsten Seiten in unserem Wiki.&lt;br /&gt;
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}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
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	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Syntaxfehler&amp;diff=23224</id>
		<title>Syntaxfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Syntaxfehler&amp;diff=23224"/>
		<updated>2016-01-26T23:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;syntax_status_overview&amp;gt;“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;syntax_status_overview&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Navileiste_oben&amp;diff=23223</id>
		<title>Vorlage:Navileiste oben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Navileiste_oben&amp;diff=23223"/>
		<updated>2016-01-26T22:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntaxstatuswidget aktivieren&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__ __NOEDITSECTION__ {{#selectchapter:{{Buchname}}|{{Kapitelnummer}} }}{{#syntax_status:{{Buchname}}|{{Kapitelnummer}} }}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Nahum_1&amp;diff=22877</id>
		<title>Diskussion:Nahum 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Nahum_1&amp;diff=22877"/>
		<updated>2015-12-28T14:19:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Checkliste Studienfassung |Übersetzte Verse =  |Überprüfte Verse =  |Alternativen =  |Zweifelsfälle dokumentiert =  |Studienfassung verstehbar =  |Anlieg…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = &lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = &lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut der Guten Nachricht Bibel und ich vermute auch nach der Offenen Bibel Verszählung muss der letzte Vers von Kapitel 1 zum ersten Vers von Kapitel 2 werden, so dass Kapitel 1 14 Verse und Kapitel 2 auch 14 Verse hat. [[Benutzer:Patrick|Patrick]] ([[Benutzer Diskussion:Patrick|Diskussion]]) 15:19, 28. Dez. 2015 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_19&amp;diff=22876</id>
		<title>Apostelgeschichte 19</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_19&amp;diff=22876"/>
		<updated>2015-12-28T14:10:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Es geschah aber, während Apollos in Korinth war&amp;lt;ref&amp;gt;εν τω τον απολλω ειναι εν κορινθω.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass Paulus die höher gelegenden Gegenden durchziehend [herab]kam nach Ephesus und einige Schüler (Jünger) fand&amp;lt;ref&amp;gt;[[AcI]]-Konstruktion: A=παυλον; I=ελθειν, ευρειν.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er sprach zu ihnen: Habt ihr heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Die aber zu ihm: Wenn wir doch aber nicht gehört haben, dass es heiligen Geist gibt?&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und er sprach: Auf was wurdet ihr denn getauft? Die aber sprachen: Auf die Taufe des Johannes.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Paulus aber sprach: Johannes taufte eine Taufe der Buße (Umkehr) dem Volk sagend, dass sie an den nach ihm Kommenden glauben sollten, dieses ist an Jesus.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Hörend aber (Als sie es aber aber hörten) wurden sie getauft auf den Namen des Herren Jesu.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und als ihnen Paulus die Hände auflegte&amp;lt;ref&amp;gt;[[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, kam der heilige Geist auf sie und sie begannen zu reden in Zungen und prophetisch zu reden.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Es waren aber alle Männer ungefähr zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|8}}{{S|9}}{{S|10}}{{S|11}}{{S|12}}{{S|13}}{{S|14}}{{S|15}}{{S|16}}{{S|17}}{{S|18}}{{S|19}}{{S|20}}{{S|21}}{{S|22}}{{S|23}}{{S|24}}{{S|25}}{{S|26}}{{S|27}}{{S|28}}{{S|29}}{{S|30}}{{S|31}}{{S|32}}{{S|33}}{{S|34}}{{S|35}}&lt;br /&gt;
{{S|36}}{{S|37}}{{S|38}}{{S|39}}{{S|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Fakult%C3%A4ten&amp;diff=21299</id>
		<title>Markusprojekt/Fakultäten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt/Fakult%C3%A4ten&amp;diff=21299"/>
		<updated>2015-07-15T23:48:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hier sammeln wir, welche Hochschulen, Fachschaften, Studentengruppen, Bibelschulen wir schon kontaktieren können. Ich freue mich, wenn ich nicht jede Gruppe selbst anschreibe, sondern wenn ihr das tun könntet, die die Kontakte habt. Die genauen Kontaktinformationen sendet doch bitte über &amp;lt;span id=&amp;quot;ofbi-beitrag-email&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; an [[Benutzer:Ben|Ben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tabelle tragen wir alles ein, was wir für die Kontaktaufnahme wissen müssen (soweit es öffentlich sein kann). Ich weiß, es sieht kompliziert aus, sollte aber nachvollziehbar sein. Bitte lasst euch nicht abschrecken und meldet euch, wenn euch was Besseres einfällt!&lt;br /&gt;
* Die Spalte &#039;&#039;&#039;Zuständig&#039;&#039;&#039; ist für die Person, &#039;&#039;die die Kommunikation übernimmt&#039;&#039;, also nicht unbedingt die Person, die uns den Kontakt vermittelt hat.&lt;br /&gt;
* Die Spalte &#039;&#039;&#039;Anfrage nötig&#039;&#039;&#039; soll &#039;&#039;direkte Kontakte&#039;&#039; (meine Fachschaft, eine ehemalige Studentengruppe, das Blog eines Bekannten) von &#039;&#039;indirekten Kontakten&#039;&#039; unterscheiden: Gruppen, wo wir erst anfragen müssen, ob unser Anliegen auch bekannt gemacht/weitergeleitet werden wird (z.B. ein Bekannter studiert hier oder kennt den Betreiber einer christliche Webseite; eine mir nahe stehende Kirchengemeinde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind direkte Kontakte selbstverständlich vorzuziehen. Wenn wir also einen direkten und einen indirekten Kontakt haben, sollte der direkte Kontakt auch zuständig sein. (Kann man das verstehen?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei indirekten Kontakten könnte die Anfrage zunächst mal erkunden, ob sie bereit wären, etwas Werbung für uns zu machen. Wir wollen in naher Zukunft aber einen kurzen, generellen Info-Text zum Projekt schreiben, der an jeden Kontakt weitergegeben werden könnte. Vor der offiziellen Kontaktaufnahme wäre es vielleicht ratsam, wenn wir schon eine Projektseite hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ein Gedanke dazu, wie wir etwa Theologiestudenten erreichen können. Am einfachsten ist es natürlich, wenn wir Kontakte/Zugang zu eMail-Verteilern oder auch Facebook-Gruppen haben. Für Orte, wo man höchstens Aushänge machen kann, müssten wir vielleicht noch etwas gestalten, das man einfach ausdrucken und aufhängen kann. Wenn irgendwo die Möglichkeit zu einer Ansage besteht, ist das natürlich ebenfalls denkbar. Habt ihr weitere Fragen? Dann schreibt doch auf der Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theologische Fachschaften, Hochschulen, Seminare...===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zielgruppe: Mitübersetzer&lt;br /&gt;
! Gruppe !! Anfrage nötig? !! Anfrage geschehen !! Zuständig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freie Theologische Hochschule Gießen || nein || - || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ev. Theologie Göttingen || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Theologische Hochschule Ewersbach || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Würzburg || ja || nein || [[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uni Münster || ja || nein || [[Benutzer:Wolfgang_Loest|Wolfgang]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uni Marburg (unsicher) || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Evangelische Hochschule Tabor || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Theologische Hochschule Rheinland || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Internationale Hochschule Liebenzell || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Akademie für Weltmission Korntal || ja || ja || [[Benutzer:Patrick|Patrick]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bibelseminar Bonn || ja || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ev. Theologie Tübingen || ja || nein || Fabian&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ev. Theologie Berlin || ja || nein || Fabian&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ev. Theologie Halle || ja || ja || Ben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ev. Theologie Heidelberg || ja || nein || Ben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bibelschule Brake || nein || - || Ben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blogs, Nachrichtenportale, Facebookseiten, Mailinglisten===&lt;br /&gt;
Hier gebe ich in einer weiteren Spalte den Einfluss auf Facebook an. Ich sortiere die Liste danach mal etwas nach Priorität. Kursiv markiert sind Medien, die besonders relevante Zielgruppen erreichen. Fett markiert sind alle Medien mit vierstelligen Like-Zahlen. Ansonsten sind die Seiten nach schon gemachter Bekanntschaft sortiert. Hat der Adressat eine Facebook-Seite, sollten wir auch darum bitten, dort zu erscheinen. Alle fett Markierten sind Top-Priorität. Wenn irgend möglich, würde ich gerne bis rpi-virtuell.net (oder weiter) Kontakte herstellen. Als nächstes müssen wir die Kontaktaufnahme koordinieren. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:10, 4. Nov. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zielgruppe: Allgemeine christliche Öffentlichkeit&lt;br /&gt;
! Gruppe !! Anfrage nötig? !! Anfrage geschehen !! Zuständig !! Facebook&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bibelgriechisch-Mailingliste&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; || ja (kenne Teilnehmer) || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]], gebe gerne an direkten Kontakt ab || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Interseth (Mailingliste, Fb)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; || || || Jan? || 382&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Österreichische Konferenz der Theologiestudierenden (FB/oekt@gmx.at)&#039;&#039; || ja || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]] (werd&#039;s per eMail versuchen) || 171&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Christliches Medienmagazin pro&#039;&#039;&#039; || ja || ja || [[Benutzer:Ben|Ben]] || &#039;&#039;&#039;3336&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;ERF Online&#039;&#039;&#039; || ja || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]], gebe gerne ab || &#039;&#039;&#039;2482&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;evangelisch.de&#039;&#039;&#039; || ja || ja || [[Benutzer:Wolfgang_Loest|Wolfgang]] || &#039;&#039;&#039;2200&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;katholisch.de&#039;&#039;&#039; || ja || ja || [[Benutzer:Dorothee|Dorothee]] || &#039;&#039;&#039;4172&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Facebook: Bibel TV&#039;&#039;&#039; || ja || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]] über Fb || &#039;&#039;&#039;8012&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;http://www.gekreuzsiegt.de/&#039;&#039;&#039; || || || ? || &#039;&#039;&#039;8621&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;http://jesus.de/&#039;&#039;&#039; || || || ? || &#039;&#039;&#039;3861&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| theopop.de || nein || - || Fabian || 210&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| http://blog.evkirchepfalz.de/ || ja || nein || [[Benutzer:Wolfgang_Loest|Wolfgang]] || 616&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| www.theoblog.de || ja || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]], gebe gerne an direkten Kontakt ab || 500+ (Betreiber)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Katholische Hochschulgemeinden || ja || in Arbeit || Dorothee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| www.theology.de || ja || ja || Fabian || 486&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Faszination Bibel || ja || nein || [[Benutzer:Ben|Ben]] über Fb, gebe gerne ab || 238&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| http://www.idealisten.net/ || || || ? || 756&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| http://blog.debenny.de || ja || nein || [[Benutzer:Wolfgang_Loest|Wolfgang]] || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| http://intelligentesleben.blogspot.de/ || ja || nein || [[Benutzer:Wolfgang_Loest|Wolfgang]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| www.theonet.de ||  || || ? || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| http://kirchengeschichten.blogspot.de ||  ||  || ? || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| http://pastorenstueckchen.de/ ||  ||  || ? || - &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pressemitteilungen sollten an pro, Faszination Bibel, Bibel TV, KNA, EPD, ERF, idea, idealisten gehen. Weitere interessante Medien? Z.B. katholische oder österreichische, schweizerische? Ben hat persönliche Kontakte zu pro, ERF, idea. Der Redaktionsleiter von Faszination Bibel gehört zu unseren Facebook-Fans. Zu Bibel TV gibt es Fb-Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mögliche Empfänger===&lt;br /&gt;
Liste der möglichen Gruppen/Empfänger nach Notizen vom OfBi-Treffen (darf ergänzt werden! Gerne auch um Kontakte aus Österreich und der Schweiz!):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachschaften der Theo-Fakultäten (katholisch: [http://www.katholische-theologie.info/Fakult%C3%A4tenInstitute/tabid/58/Default.aspx in D, A, CH] [http://www.fakultaetentag.de/kthf/de_theologie.html D samt Reli]; [[http://www.canisius.at/berufung/ausbildungsstaetten.php A samt Reli]; evangelisch: [http://www.ekd.de/theologiestudium/studium/studienorte.html D], [http://etf.univie.ac.at/ A], [http://www.theologiestudium.ch/studieren/ CH]; freikirchlich: [http://www.afet.de/links.htm#Theologische_Ausbildung_und_Forschung D]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter:&lt;br /&gt;
* Bundesfachschaft Katholische Theologie&lt;br /&gt;
* Landes-/Ortskonvente&lt;br /&gt;
* Professoren&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiter (die machen Übersetzungsübungen!)&lt;br /&gt;
* Hebräisch- und Griechisch-Lehrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seiten in leichter Sprache für später ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://blog.hurraki.de/ (Leichte Sprache, Kontakt: Olaf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.nachrichtenleicht.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reli-Unterricht: http://rpi-virtuell.net (@empeiria) Wolfgang (hatte persönlichen Kontakt)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt_Werbetext&amp;diff=21298</id>
		<title>Markusprojekt Werbetext</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markusprojekt_Werbetext&amp;diff=21298"/>
		<updated>2015-07-15T23:34:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Zielgruppe: Theo-Studenten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November beginnt etwas Großes. Wie bereits mehrfach angedeutet, wird sich bei der Offenen Bibel Einiges tun. Wir wollen gemeinsam das Markusevangelium übersetzen - und zwar nicht einfach so, sondern unter professioneller Anleitung. Das heißt: Niemand ist auf sich alleine gestellt. Deine Sprachkenntnisse sind eingerostet? Du kannst vielleicht gar keine Ursprachen? Genau dann brauchen wir dich. Wir stellen vor: Das &amp;quot;Markus-Projekt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kannst du helfen? / Wer hat was davon?/Wir brauchen eure Hilfe!&lt;br /&gt;
* Bei der Planung (vielleicht als erstes? kA) -&amp;gt; Wir wollen alles genau planen und mit möglichst viel öffentlicher Aufmerksamkeit starten. Viele sollen davon hören, damit möglichst viele sich beteiligen. &lt;br /&gt;
* als Übersetzer&lt;br /&gt;
* auch mit wenig Zeit einzelne Aufgaben übernehmen, die insgesamt helfen, die Übersetzung fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
** unter Anleitung deine Übersetzungsfähigkeiten trainieren&lt;br /&gt;
** mit anderen theologische Fragen diskutieren&lt;br /&gt;
** Werde Bibelübersetzer!&lt;br /&gt;
* als Kommunikator&lt;br /&gt;
** twittern, bloggen andere begeistern - auch ohne Übersetzungskünstler zu sein kannst du das Projekt unterstützen, indem du darauf aufmerksam machst&lt;br /&gt;
* als technischer Helfer (MeinBeitrag, etc.): Hilf den weniger technikaffinen Übersetzern ihre Texte in unser Wiki einzutragen&lt;br /&gt;
*Du bist ein Wortakrobat? Erstelle weitere Fassungen (Leichte Sprache, Lesefassungen) in aktuellem Deutsch und lass deine schönen Worte teil der Offenen Bibel werden!&lt;br /&gt;
*als Bewahrer der Wissenschaftlichkeit, indem die Übersetzungen mit aktuellen Kommentaren abgeglichen und fundiert werden&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=21263</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=21263"/>
		<updated>2015-06-26T09:39:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Begriff &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; kommt nicht aus dem Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise in Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht vom oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. In der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; könnte einfach von den ersten christlichen Predigern als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche benutzt worden sein (Guelich 1989, 13f.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus&#039;&#039; oder &#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Ebenso denkbar ist, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. Man kann weder plausibel erklären, warum &#039;&#039;Sohn Gottes&#039;&#039; nachträglich ergänzt noch weggelassen worden wäre. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Version in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21104</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21104"/>
		<updated>2015-05-25T08:27:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
==Ein paar nette Worte==&lt;br /&gt;
Vor sechs Jahren gründete ich als evangelischer Theologiestudent mit dem katholischen Pastoralreferenten Ulrich Berens die Offene Bibel als ein ökumenisches Mitmachprojekt. Als wir gemeinsam am Kirchentagsstand vom LUKi e.V. über eine frei lizensierte Bibelübersetzung diskutierten, die von vielen Freiwilligen getragen werden sollte, konnten wir beide nicht ermessen, was aus diesem Gespräch erwachsen würde. Ein über die Grenzen Deutschlands hinaus arbeitendes Projekt, das chaotisch und doch wohlgeordnet eine Bibelübersetzung anfertigt. Chaotisch, weil jeder das übersetzt, was ihm gerade unter die Finger kommt. Wohlgeordnet, weil jeder Bibeltext ein Qualitätsmanagement durchläuft, das für unsere Online-Leserinnen und -Leser jederzeit einsehbar ist.&lt;br /&gt;
Jetzt, sechs Jahre später, wieder auf dem Kirchentag, wird das erste Buch der Offenen Bibel veröffentlicht. Mit dem Markusevangelium in Buchform ist uns ein Meilenstein geglückt. Zum Gelingen trugen nicht nur die Übersetzer der einzelnen Verse und Kapitel bei, sondern auch die „guten Geister“ im Hintergrund. Dazu gehören die Techniker, die Programmierer und die Qualitätsmoderatoren genauso, wie jede einzelne Spenderin und jeder einzelne Spender. Besonderer Dank gilt einem Mäzen, der einen unserer Übersetzer (Ben) für einige Monate bei sich anstellte und ihn mit der Übersetzung des Markusevangeliums unter Einbindung der Übersetzergemeinschaft beauftragte. Zwei weitere tragende Säulen waren neben der Übersetzungsarbeit Patrick und die Unterstützung durch das Projekt „Freie Bibel“, die den Export des Textes aus der Internetseite und den Satz des Buches in mühevoller Kleinarbeit realisierten.&lt;br /&gt;
Eben weil die Offene Bibel ein Mitmachprojekt ist, sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die irgendwie dazu beigetragen haben, dass wir heute da stehen, wo wir sind. Stellvertretend für alle an der Offenen Bibel Beteiligten folgt diesem Vorwort die Liste all derjenigen, die direkt am Text vom Markusevangelium, wie Sie es jetzt in den Händen halten, gearbeitet haben.&lt;br /&gt;
Vielen Dank!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Loest (Gründer und Projektleiter) &lt;br /&gt;
Horn-Bad Meinberg, 24.05.2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienfassung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem Ziel, die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Studienfassung&#039;&#039; hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Lesefassung&#039;&#039; hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Bibel in Leichte Sprache&#039;&#039; richtet sich in erster Linie an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie verwendet darum konsequent nur Formulierungen, die extrem leicht zu verstehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15 entspricht der Text zum großen Teil den Qualitätskriterien, welche die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia-Projekt. Wer Kenntnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exegetische Fähigkeiten hat, kann direkt an der Übersetzung der Studienfassung aus dem Urtext helfen. Einbringen kann man sich auch bei den anderen beiden Fassungen (auch ohne Kenntnisse in Hebräisch und/oder Alt-Griechisch), der Technik, der Organisation, als Spender, Ermutiger, Probeleser oder Beter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an großen Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Bibelbuch in den Druck zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf folgender Webseite gibt es mehr Informationen über die Offene Bibel, den Übersetzungsfortschritt und eine Einführung, wie man mithelfen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;www.offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist eingeladen, vorbei zu schauen und Hallo zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitwirkende==&lt;br /&gt;
An dem Text wie er hier vorliegt haben die nachfolgend genannten Personen mitgewirkt. Die Namen entsprechen den Namen, mit denen sich die Personen bei der Offenen Bibel angemeldet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aaron-, Ben, Bibelfundi, Cajetan, Dreifach, Dymat, Fbeetschen, Florian K., Güntzel Schmidt, HaCeMei, Hannesleitlein, Hennerthepenner, Jan, J.Heck, Kilo13, Kmayse, Konfis007, Konstantin, Matthias H., McKonfi14, Mihi, Mmalzner, Mongoose, Olaf, Patrick, Pedentim, Sebastian Walter, skreutzer, Thommy B, Topseeser, Wolfgang Loest, Xobin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Internetadresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt, den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt, den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen, solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, müssen Sie Ihre Bearbeitung als solche kennzeichnen. Auch dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Notizen für die Rückmeldung an die Offene Bibel==&lt;br /&gt;
Dieser Probedruck wurde Ihnen eventuell mit der Bitte um Feedback überreicht. Hilfreiche Informationen und Fragen sind die Folgenden. Wenn Sie darüber hinaus etwas mitteilen möchten - nur zu! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung, die Sie bitte an &#039;&#039;meinBeitrag@offene-bibel.de&#039;&#039; schicken. Vielen Dank.&lt;br /&gt;
# Ihr Beruf/ Ihre Ausbildung&lt;br /&gt;
# Ihr derzeitiges Arbeits(um)feld&lt;br /&gt;
# Ihre Kenntnisse in Hebräisch und/oder Griechisch&lt;br /&gt;
# Was sind Ihre Erwartungen an eine Studienbibel (oder an unsere Sudienfassung)?&lt;br /&gt;
# Wie gefällt ihnen das gedruckte Exemplar des Markusevangeliums (ggfs. im Vergleich zur Onlineversion)?&lt;br /&gt;
# Welche Fußnoten sind für Sie hilfreich, welche sind für Sie überflüssig? (Gern mit Beispielen - Seitenzahl und Fußnotenbezeichnung)&lt;br /&gt;
# Was können wir für zukünftige Druckausgaben am Druckbild verbessern?&lt;br /&gt;
# Was gefällt Ihnen insgesamt gut?&lt;br /&gt;
# Was sollen wir grundsätzlich ändern/verbessern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Platz für eigene Notizen==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21092</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21092"/>
		<updated>2015-05-21T23:23:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
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{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.“&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).‘{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!‘{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.‘&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst‘, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).“ Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.‘&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21091</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21091"/>
		<updated>2015-05-21T23:21:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.“&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).“ Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21090</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21090"/>
		<updated>2015-05-21T23:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
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{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.“&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?”&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.”&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).” Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21089</id>
		<title>Markus 12</title>
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		<updated>2015-05-21T23:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
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{{L|11}}&lt;br /&gt;
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{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.”&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?”&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.”&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).” Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21088</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21088"/>
		<updated>2015-05-21T23:16:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
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{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.”&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?”&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.”&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).” Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21087</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21087"/>
		<updated>2015-05-21T23:05:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
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{{L|13}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.”&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.”&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?”&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.”&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).” Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_11&amp;diff=21086</id>
		<title>Markus 11</title>
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		<updated>2015-05-21T23:02:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als sie in der Nähe von Jerusalem waren, bei Betfage und Betanien beim Ölberg, schickte er zwei seiner Jünger los.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Er sagte zu ihnen: „Geht in das Dorf da vorne, ihr werdet dort sofort ein angebundenes Eselsfohlen finden, auf dem noch niemand geritten ist. Bindet es los und bringt es her!&lt;br /&gt;
{{L|3}} Und wenn euch jemand fragt: ‚Warum macht ihr das?‘, dann sagt: ‚Der Herr braucht es und schickt es später wieder zurück.‘“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Da gingen sie los und fanden das Eselsfohlen, das auf der Straße an eine Tür gebunden war und banden es los.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Da fragten einige Leute: „Warum bindet ihr das Eselsfohlen los?“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Da sagten sie ihnen genau das, was Jesus gesagt hatte, und die Leute ließen sie machen.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Und sie führten das Eselsfohlen zu Jesus und legten ihre Kleider auf das Fohlen und er setzte sich darauf.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Und viele breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere Zweige, die sie auf den Feldern abgeschnitten oder -gerissen hatten.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Und die Menschen, die vor ihm her gingen oder ihm folgten, riefen immer wieder gemeinsam: „Hosanna! Gepriesen sei, der im Namen des Herrn kommt!&lt;br /&gt;
{{L|10}} Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in den höchsten Höhen!“&lt;br /&gt;
{{L|11}} So zog er nach Jerusalem, zum Tempel. Nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er mit den zwölf Jüngern nach Betanien, weil es bereits spät war.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Als sie am folgenden Tag Betanien verließen, wurde er hungrig.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Und als er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern sah, ging er hin um zu sehen, ob Feigen am Baum waren. Doch es waren keine Feigen am Baum, denn es war nicht die richtige Jahreszeit für Feigen.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Da sagte er zu dem Baum: „Nie mehr, bis in Ewigkeit, soll jemand von dir etwas essen!“ Und seine Jünger hörten es.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Als sie nach Jerusalem kamen, ging er in den Tempel und fing an, alle, die im Tempel verkauften und kauften, hinaus zu treiben. Er warf die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um&lt;br /&gt;
{{L|16}} und ließ nicht zu, dass Gegenstände in den Tempelhof gebracht wurden.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Dabei lehrte er sie: „Steht nicht geschrieben: ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden‘? Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht!“&lt;br /&gt;
{{L|18}} Als die obersten Priester und die Schriftgelehrten davon hörten, suchten sie nach einer Möglichkeit, wie sie ihn aus dem Weg räumen könnten. Sie fürchteten ihn nämlich, denn die Menschenmenge war von seiner Lehre fasziniert.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und als es Abend wurde, gingen sie aus der Stadt hinaus.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Als sie morgens an dem Feigenbaum vorbei kamen, sahen sie, dass er vollständig verdorrt war.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Und Petrus erinnerte sich und sagte zu Jesus: „Rabbi, schau, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!“&lt;br /&gt;
{{L|22}} Und Jesus entgegnete: „Vertraut auf Gott!&lt;br /&gt;
{{L|23}} Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht zweifelt, sondern glaubt, dass es geschieht, wenn ihr zu diesem Berg sagt: ‚Erhebe dich und stürze dich ins Meer!‘, dann wird das auch geschehen.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Daher sage ich euch: Glaubt bei allen Dingen, für die ihr betet und bittet, dass ihr sie schon erhalten habt, dann werden sie eintreffen.&lt;br /&gt;
{{L|25}} Und immer wenn ihr betet, dann vergebt denen, gegen die ihr etwas habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Sünden vergibt.&lt;br /&gt;
{{L|26}}  {{Sekundär}}Aber wenn ihr nicht vergebt, dann wird auch euer Vater im Himmel eure Sünden nicht vergeben. {{Sekundär ende}}&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und während er sich im Tempel aufhielt, kamen die obersten Priester, und die Ältesten auf ihn zu&lt;br /&gt;
{{L|28}} und fragten ihn: „Mit welchem Recht handelst du so? Oder wer hat dir das Recht gegeben, so zu handeln?“&lt;br /&gt;
{{L|29}} Doch Jesus sagte zu ihnen: „Eines möchte ich von euch wissen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich so handle.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Die Taufe von Johannes - stammte sie vom Himmel oder von den Menschen? Sagt es mir!“&lt;br /&gt;
{{L|31}} Da berieten sie sich: „Wenn wir sagen: ‚vom Himmel‘, wird er sagen: ‚Weshalb habt ihr im dann nicht geglaubt?‘&lt;br /&gt;
{{L|32}} Sagen wir aber: ‚von Menschen‘ … ?“ Aber sie hatten Angst vor der Menschenmenge, denn alle waren der Meinung, dass Johannes wirklich ein Prophet gewesen war.&lt;br /&gt;
{{L|33}} Also antworteten Sie Jesus: „Wir wissen es nicht.“ Da erwiderte Jesus: „Dann sage ich euch auch nicht, mit welchem Recht ich so handle.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen (näherten), nach Betfage und Betanien beim Ölberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ölberg&#039;&#039; W. „Berg der Ölbäume“ &#039;&#039;in die Nähe von Jerusalem ..., nach Betfage und Betanien beim Ölberg&#039;&#039; Die Gruppe erreichte Jerusalem von Osten, von Jericho her (10,46). Der Ölberg liegt östlich von Jerusalem, dem Tempelberg gegenüber, dazwischen liegt das Kidrontal. Die Straße von Jericho nach Jerusalem führt an der Südseite des Ölbergs vorbei. Betfage und Betanien lagen beide etwas südlich dieser Straße am Hang des Ölbergs. Betanien, wo Jesus später seine Unterkunft hatte (V. 11-12; 14,3), lag etwa 3km vor Jerusalem, das kleinere Betfage etwas näher. Bei dem Dorf in V. 2 handelt es sich wohl um Betfage (Collins 2007, 516; France 2002, 430).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
schickte er zwei seiner Jünger los.{{par|Sacharja|14|4}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Er sagte zu ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er sagte&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als eigenständiger Hauptsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Geht in das Dorf, das vor euch [liegt], und gleich, wenn ihr hineingeht,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn ihr hineingeht&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
werdet ihr ein Eselsfohlen (Fohlen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Eselsfohlen (Fohlen)&#039;&#039; Markus spricht wie Lukas nur von einem Fohlen, während Matthäus und Johannes von einem Eselsfohlen berichten. Zwar ist ein Fohlen gewöhnlich ein junges Pferd, in Jesu paläsitinischem Kontext ist mit einem Fohlen i.d.R. jedoch ein Eselsfohlen gemeint (France 2002, 431). Weiter wäre im Kontext eines kleinen Dorfes ein Pferd unwahrscheinlich (Collins 2007, 517). Vgl. Mt 21,2; Joh 12,15, wo von jungen Eseln die Rede ist. Mit „Fohlen“ ist Markus zudem näher am griechischen Text von Sach 9,9, wo vom Fohlen eines Lasttiers (=Esels) die Rede ist (France).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch nie ein Mensch&#039;&#039; W. „niemand der Menschen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gesessen hat. Bindet es los und bringt es her!&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und falls euch jemand fragt: ‚Was macht ihr da (Warum macht ihr das)?‘, [dann] sagt: ‚Der Herr braucht es und schickt es [später] wieder zurück (hierher).‘“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Für detaillierte Textkritik vgl. den [[Kommentar:Markus 11#Exkurs: Textkrik zu V. 3|Exkurs]] im Kommentar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Daraufhin (Und) gingen sie los und fanden das Eselsfohlen (Fohlen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot; /&amp;gt;, das draußen auf der Straße an eine Tür (Tor) gebunden war, und (als) sie banden es los.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und (da) einige von den [Leuten], die dort herumstanden, fragten sie: „Was macht ihr [da], dass ihr das Eselsfohlen (Fohlen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot; /&amp;gt; losbindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;macht ihr … dass ihr losbindet&#039;&#039; [[Prädikatives Partizip#Prädikatives Partizip bei modifizierenden Verben|Prädikatives Partizip]], als Nebensatz aufgelöst. EÜ: „Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden?“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Da sagten sie ihnen genau [das, was] Jesus gesagt hatte, und [die Leute] ließen sie machen. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und sie führten das Eselsfohlen (Fohlen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Jesus und legten ihre Kleider (Mäntel, Obergewänder) über [das Tier], und er setzte sich darauf.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und viele breiteten ihre Kleider (Mäntel, Obergewänder) auf dem Weg aus, andere {aber} Zweige (lange Gräser Laubbüschel), die sie auf den Feldern abgeschnitten (abgerissen) hatten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die sie … abgeschnitten (abgerissen) hatten&#039;&#039; Temp. [[Ptz. conj.]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und die [Menschen], die vor [ihm] hergingen und [ihm] folgten, riefen immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;riefen immer wieder&#039;&#039; Das [[Impferfekt]] drückt das, dass die Menschen diese Worte in Sprechchören riefen (oder sangen).&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Hosanna!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hosanna&#039;&#039; Aus Ps 118,25, Hebr. {{hebr}}הוֹשִׁיעָה נָּא{{hebr ende}} „Rette doch/bitte!“, hier offenbar die auf griechische wiedergegebene aramäische Version {{hebr}}הושע נא{{hebr ende}}. Obwohl Mk 11,9 den griechischen Text von Ps 118,26 zitiert, gibt er hier das unübersetzte Wort wieder. Vielleicht war der Ruf unter Markus&#039; Lesern hinreichend bekannt (Collins 2007, 519). Von der Wurzel für „retten“ stammt auch Jesu zu dieser Zeit sehr häufiger hebräischer Name Jeschua. In Ps 118 gilt der Ruf Gott, die versprochene Rettung einzuleiten. Gleich im Anschluss an das Zitat wird in Ps 118 der Tempel erwähnt – den Jesus bald betreten wird (Evans 2001, 145). Psalm 118 war der letzte Psalm, der an Festtagen von Pilgern gesungen wurde. Die pilgernde Menge, die mit Jesus zum Passafest nach Jerusalem kam, scheint den Psalm jedoch nun über Jesus zu singen (vgl. France 2002, 433f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gepriesen (Gesegnet) [sei], der im Namen des Herrn kommt!{{par|Psalm|118|25|26}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Gepriesen (Gesegnet) [sei] das kommende Reich (Herrschaft) unseres Vaters (Vorfahren) David! Hosanna in den höchsten [Höhen]!“{{par|Psalm|148|1}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} So (Danach, Und) zog (ging) er hinein nach Jerusalem, in den Tempel (Tempelbezirk). Dann (Und), nachdem er sich alles angesehen hatte, begab sich mit den Zwölf nach Betanien, weil (als) die Stunde schon spät war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) die Stunde schon spät war&#039;&#039; D.h. einfach „Es war schon spät“ oder „eine fortgeschrittene Tageszeit“. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um die gewöhnliche Zeit zum Abendessen am Spätnachmittag (France 2002, 265). Vgl. 6,35 sowie 15,33 für ähnliche Zeitangaben.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} {Und} Als sie am folgenden Tag Betanien verließen, wurde er hungrig&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde er hungrig&#039;&#039; Als [[ingressives Aorist]] übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und als er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er … sah&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging hin, [um zu sehen], ob er vielleicht etwas daran fände. Doch (Und) als er hinkam, fand er nur (nichts außer) Blätter, es war nämlich nicht die Zeit für Feigen.{{par|Micha|7|1}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} Da (Und) sagte er zu [dem Baum]:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da (Und) sagte er zu [dem Baum]&#039;&#039; W. „antwortete und sagte er zu ihm“. Jesus „antwortet“ (d.h. reagiert) hier auf die Situation (DBL Greek 646; vgl. V. 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Nie mehr, bis in Ewigkeit, soll jemand&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nie mehr, bis in Ewigkeit soll jemand&#039;&#039; W. „nie mehr, bis in Ewigkeit, soll niemand“. Die doppelte Verneinung verstärkt den Schwur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von dir Frucht essen!“ Und seine Jünger hörten das.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Als (Und) sie nach Jerusalem kamen, {und}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;als&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Als (Und) ... {und}&#039;&#039; W. „und … und“, hier als temporale Verknüpfung wiedergegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er in den Tempel (Tempelbezirk) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging er … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fing an, [alle], die im Tempel verkauften und kauften, hinauszutreiben. {und} Er warf die Tische der Geldwechsler und die Stände (Sitze) der Taubenverkäufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taubenverkäufer&#039;&#039; W. „die Tauben verkauften“ ([[Subst. Ptz.]]). Jesus ist gegen Kommerz im Tempelhof, der der Anbetung Gottes vorbehalten sein sollte (vgl. V. 17) (Evans 2001, 169-171).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um{{par|Hosea|9|15}}{{par|Johannes|2|15}} &lt;br /&gt;
{{S|16}} und ließ nicht zu, dass irgendjemand einen Gegenstand (etwas)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einen Gegenstand (etwas)&#039;&#039; Offenbar diente der Tempelhof als Abkürzung für den Warenverkehr (France 2002, 444f.; Collins 2007, 530). Sach 14,21 stellte für den zukünftigen Tempel in Aussicht, dass keinerlei Händler mehr darin verkehren würden. Ein jüdischer Schriftsteller berichtet, dass im (Priestern vorbehaltenen) Heiligtum weder Speisen noch ungeweihte Gegenstände erlaubt waren (Josephus, Gegen Apion 2.8 §§106, 109). Eine spätere jüdische Schriftauslegung verbot den Zutritt zum Tempelberg mit Stab, Sandalen, Geldbörse, staubigen Füßen oder als Abkürzung, aber auch das Spucken auf dem Gelände (m. Ber. 9:5) (Evans 2001, 173).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch den Tempelhof (Tempel) trug.{{par|Sacharja|14|21}} &lt;br /&gt;
{{S|17}} Dabei lehrte er sie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dabei lehrte er sie&#039;&#039; [[Imperfekt]], das etwas Fortdauerndes beschreibt und hier vielleicht anzeigt, dass Jesu Vorwurf die kondensierte Form einer längeren Rede ist. Oder inchoativ „er fing an, sie zu lehren“ (so Evans 2001, 173). W. „Und er lehrte und sagte zu ihnen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Heißt es nicht (Steht nicht geschrieben): ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Haus des Gebets [für] alle Völker&#039;&#039; ([[Dat. commodi]]). Der griechische Text folgt in diesem Zitat wörtlich der LXX und dem hebräischen.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Nichtjuden) genannt werden‘?{{par|Jesaja|56|7}} Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht!“{{par|Jeremia|7|11}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Räuberhöhle&#039;&#039; W. „Höhle der Räuber“ Das Bild stammt aus Jer 7,11. Jesus vergleicht den Idealzustand des Tempelgottesdiensts in dem für die Zukunft verheißenen Tempel (Jes 56,7) mit einem Zustand, den der Prophet Jeremia zum Anlass genommen hat, dem Tempel und den Priestern ein Strafgericht anzudrohen (Jer 7,11). Eigentlich sollte der Tempel für alle ein Ort des Gebets an Gott sein, die Priester sollten ein Beispiel in vorbildlicher Erfüllung der Gebote geben. Doch Jeremias Zeitgenossen waren Heuchler, die die zehn Gebote (und damit den Bund) brachen und sogar andere Götter verehrten. Indem sie sich beim Tempel (und der so zugesicherten Gegenwart Gottes) sicher wähnten, machten sie das Gotteshaus also gewissermaßen zur Räuberhöhle. Gott drohte darum durch Jeremias Protest im Tempel mit der Zerstörung des Tempels und der Vertreibung aus dem Gelobten Land, wenn sie sich nicht ändern. Jesu Vorwurf könnte also kaum schwerer wiegen. Offenbar nimmt er die Entweihung des Tempels durch Kommerz (und andere Vorgänge?) als ähnlich großen Verstoß gegen den Bund wahr, der das Eintreffen der Jesaja-Prophetie effektiv verhindert (Evans 2001, 174-79; France 2002, 445f.; Collins 2007, 530ff.). Nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n. Chr. war den Lesern des Evangeliums sicherlich bewusst, dass auch darin ein Zusammenhang vorlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|18}} Als (Und) die obersten (führenden, Hohen) Priester&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;priester&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch „Hohe Priester“. Damit waren ehemalige Hohe Priester gemeint, die weiter im Hohen Rat vertreten waren, aber wahrscheinlich auch Mitglieder der wichtigen Priesterfamilien (France 2002, 335 Fn 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Schriftgelehrten (Schreiber) [davon (das)] hörten, {und}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;als&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchten sie [nach einer Möglichkeit]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;suchten ... fürchteten … war fasziniert&#039;&#039; Die letzten beiden [[Imperfekt]]e erklären die Situation. Der erste könnte auch linear „suchten weiter/ständig [nach einer Möglichkeit]“ oder inchoativ „begannen (erneut) zu suchen“ wiedergegeben werden. Zu &#039;&#039;suchten&#039;&#039; oder inchoativ „begannen zu suchen“ vgl. die parallelen Formulierungen in Mk 12,12; 14,1 und 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wie sie ihn aus dem Weg räumen (umbringen, beseitigen, loswerden) [könnten]. Sie fürchteten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; ihn nämlich, denn das ganze Volk&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das ganze Volk&#039;&#039; D.h. nicht das Volk der Juden, sondern das Straßenvolk (gr. ὄχλος „Menschenmenge“), die Leute, die Jesus zuhörten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war von seiner Lehre fasziniert (beeindruckt). &lt;br /&gt;
{{S|19}} Und als es Abend (spät) wurde, gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] könnte zum Ausdruck bringen, dass sie dies jeden Abend taten (France 2002, 447). Im Deutschen wäre diese Information teil der Zeitangabe, nicht des Verbs, etwa: „Jeden Abend gingen...“ oder „Abends gingen sie immer...“ Vgl. ELB: „Und wenn es Abend wurde, gingen sie...“ (ähnlich MEN u. einige engl. Übers.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus der Stadt hinaus. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und als sie morgens [daran] vorbeikamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie … vorbeikamen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen sie, dass der Feigenbaum von den Wurzeln her verdorrt war.{{par|Ijob|18|16}} &lt;br /&gt;
{{S|21}} Und Petrus erinnerte sich und sagte (rief) zu ihm: „Rabbi, schau, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!“&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und Jesus entgegnete {und sagte zu ihnen}: „Habt Glauben (Vertrauen) [an] Gott&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Glauben (Vertrauen) [an] Gott&#039;&#039; Objektiver Genitiv (Evans 2001, 186).&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|23}} Ja, (Amen, Wahrlich) ich sage euch:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; D.h. „Ich versichere euch“. &#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich)&#039;&#039; Das Wort &#039;&#039;Amen&#039;&#039; stammt aus dem Hebräischen und bildet im AT häufig den bekräftigenden Abschluss von Doxologien. Die griechische Übersetzung lautet meist „So sei/geschehe es!“ Aus dem zeitgenössischen Judentum wie aus dem frühen Christentum ist es dann als liturgische Bekräftigungsformel bekannt, wie es auch heute in Gebrauch ist. Jesus ist der einzige, der es benutzt, um die zu bekräftigende Aussage einzuleiten. Mit ähnlicher Autorität wie bei Gottes Worten im Alten Testament will auch er keinen Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Aussage aufkommen lassen (France 2002, 174f.313; Guelich 1989, 177f.). Hier kommt es nach Mk 3,28 zum zweiten Mal im Markusevangelium vor. Matthäus benutzt es gerne doppelt. Die Übersetzung ist schwierig. Luther machte daraus das bekannte „Wahrlich (ich sage euch)“, dem bis heute etliche Übersetzungen folgen. EÜ, ZÜR einfach „Amen“; kommunikative Übersetzungen übersetzen die Phrase für gewöhnlich sinngemäß, etwa „Ich versichere euch...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Jeder, der (Wer) zu diesem Berg hier sagt: ‚Erhebe dich und stürze dich ins Meer!‘, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt (vertraut), dass geschieht, was er sagt, für den wird es eintreffen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;für den wird es eintreffen&#039;&#039; W. „dem wird es zuteil werden“ (vgl. NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|24}} Daher sage ich euch: Glaubt (Vertraut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Glaubt [bei] allen [Dingen], für die...&#039;&#039; W. „Alle [Dinge], für die ihr betet und bittet: glaubt, dass ihr...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei] allen [Dingen], für die ihr betet und bittet, dass ihr [sie schon] erhalten habt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dass ihr [sie schon] erhalten habt&#039;&#039; Die Erfüllung steht wie die Bedingung (das Beten) in der Zukunft. Gemeint ist also: Wer im Moment des Gebets darauf vertraut, dass seine Bitte schon sicher erfüllt ist, dessen Bitte wird erfüllt werden (vgl. BDR §333.2; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann werden sie {für euch} eintreffen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann werden sie {für euch} eintreffen&#039;&#039; W. „dann wird es euch zuteil werden“ (vgl. NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|25}} Und immer wenn ihr dasteht und betet (zum Beten steht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn ihr dasteht und betet&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;zum Beten steht&#039;&#039; Das Stehen war eine normale Gebetshaltung (Evans 2001, 192). Der Vers umschreibt also: „Immer wenn ihr beten wollt“ (EÜ, NGÜ, MEN) „euch zum Gebet vorbereitet“ oder einfach „wenn ihr betet“ (GNB). &#039;&#039;und betet&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst. Alternativ &#039;&#039;zum Beten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als finale Präpositionalphrase aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
[dann] vergebt [den betreffenden Menschen], wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.&lt;br /&gt;
{{S|26}} {{Sekundär}} Doch wenn ihr nicht vergebt, dann wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben. {{Sekundär ende}}&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen der besten Zeugen fehlt V. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und während er sich im Tempel aufhielt (durch den Tempel ging), kamen die obersten (führenden, Hohen) Priester&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;priester&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{und} die Schriftgelehrten (Schreiber) und die Ältesten auf ihn zu&lt;br /&gt;
{{S|28}} und fragen ihn: „Mit welchem Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) tust du so etwas (diese [Dinge])? Oder wer hat dir dieses Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) dazu gegeben, so etwas (solche [Dinge]) zu tun?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität)&#039;&#039; Diese Frage richtet sich gegen Jesu Protest im Tempel. Die religiösen Führer hatten im Tempel die alleinige Verfügungsgewalt. Sie waren diejenigen, die hier das Sagen hatten, und niemand sonst – und Jesus hat sich eingemischt. Da Jesus ohne ihre Genehmigung gehandelt hatte, hätten sie mit jeder denkbaren Antwort rechtliche Schritte gegen ihn einleiten können. Sowohl das Eingeständnis, keine Befugnis zu haben, als auch der Anspruch, eine höhere Vollmacht zu haben als die Priester und Schriftgelehrten, hätten sie zu seinem Schaden benutzen können (Evans 2001, 200f.; vgl. France 2002, 454).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|29}} Doch Jesus sagte zu ihnen: „Eines möchte ich von euch wissen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Eines möchte ich von euch wissen&#039;&#039; Oder „Ich werde euch nur eine Frage stellen“ (vgl. ZÜR). Die zweite Übersetzung kann zwar das Futur direkt übertragen, betont jedoch eines nicht so direkt wie die vorgezogene Formulierung. LUT: „Ich will euch auch eine Sache fragen“, GNB: „Ich habe nur eine Frage an euch“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{und} Antwortet mir,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und} Antwortet mir&#039;&#039; Oder „Wenn ihr mir antwortet...“ Der Imperativ steht hier wie in einem semitischen Bedingungssatz für die Bedingung (Evans 2001, 204). GNB: „Die beantwortet mir, dann...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann (und) werde ich euch sagen, mit welchem Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) ich so handle (so etwas; diese [Dinge] tue).&lt;br /&gt;
{{S|30}} Die Taufe von Johannes – stammte (war) sie vom Himmel oder von Menschen? Sagt es (Antwortet) mir!“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) besprachen sie sich (dachten bei sich) {und sagten}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Das [[pleonatische Partizip]] leitet die zitierte Rede ein, ist im Deutschen aber unnötig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn wir sagen: ‚vom Himmel‘, wird er sagen: ‚Weshalb habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‘&lt;br /&gt;
{{S|32}} Sagen wir aber (Sollen wir stattdessen sagen):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sagen wir aber&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Sollen wir stattdessen sagen&#039;&#039; Beide Übersetzungen sind möglich, weil die Satzzeichen im griechischen Neuen Testament aus dem Sinn erschlossen werden müssen. Die erste folgt der Interpunktion von NA28 und geht davon aus, dass die Erwägung unvollständig abbricht. Der [[Konjunktiv]] verknüpft den Satz dann mit der Bedingung „Wenn wir sagen“ aus V. 31, wo ebenfalls der Konjunktiv stand, und „wenn“ ist aus V. 31 zu ergänzen (so ZÜR; NSS). Die zweite versteht den Konjunktiv als deliberativen Konjunktiv, die abgebrochene Überlegung endet in einer unbeantworteten Frage (so die meisten Übersetzungen). Als dritte theoretisch mögliche Übersetzung kommt auch eine zwischenzeitliche Entscheidung „Sagen wir doch ‚von Menschen‘“ infrage (vgl. France 2002, 455). NGÜ formuliert den weiteren Gedankengang passend: „Doch ´das wagten sie nicht,` weil sie vor dem Volk Angst hatten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚von Menschen‘...?“ Sie fürchteten das Volk (die Menschenmenge), denn alle waren der Meinung, dass Johannes tatsächlich ein Prophet gewesen war.&lt;br /&gt;
{{S|33}} Also (Und) antworteten sie Jesus {und sagten}: „Wir wissen [es] nicht.“ Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Dann sage ich euch auch nicht, mit welchem Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) ich so handle (so etwas; diese [Dinge] tue).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=21085</id>
		<title>Markus 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_14&amp;diff=21085"/>
		<updated>2015-05-21T22:55:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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{{L|70}}&lt;br /&gt;
{{L|71}}&lt;br /&gt;
{{L|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Es begann bald (würde sein) {aber} das Passah und [das Fest der] ungesäuerten Brote nach zwei Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Zeitangaben s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_14#Exkurs_zur_Zeitrechnung Exkurs zur Zeitrechnung]. Das „Passah“ war die jährliche jüdische Feier des Auszugs aus Ägypten, das „Fest der ungesäuerten Brote“ ursprünglich ein Frühlingsfest, das direkt an das Passahfest anschloss, eine Woche dauerte und für das charakteristisch war, dass man während dieser Zeit nur Brot ohne Sauerteig (eine Art Hefe) essen durfte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Hohepriester und die Schriftgelehrten&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Hohepriester und die Schriftgelehrten&#039;&#039; - „Die Hohepriester“ sind die Priester unter den Mitgliedern des Sanhedrins (=die höchste jüdische Gerichtsinstanz): Der Hohepriester selbst, die „Hohepriester in Rente“, der Tempelhauptmann - Oberhaupt der Tempelpolizei -, der Tempelaufseher, drei Schatzmeister und weitere hochgestellte Funktionäre des israelitischen Priestertums. Die Bezeichnung „die Hohepriester“ fungiert daher im NT oft als Wechselbegriff für den Jerusalemer Sanhedrin; v.a., wenn sie - wie hier - zusammen mit den „Schriftgelehrten“ oder auch den „Ältesten“ oder den „Pharisäern“ genannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchten [einen Weg], wie sie ihn mit einer List ergreifen und töten könnten,&lt;br /&gt;
{{S|2}} denn sie sagten (sagten sich): „Nicht während des Festes (vor den Festgängern?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor den Festgängern?&#039;&#039; - so Jeremias 1960, S. 65-67; dagegen aber z.B. gut Marcus 20008, S. 933.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
sonst wird es einen Aufruhr der Volksgemeinde geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Da das Passahlamm zu Jesu Zeit nur im Tempel geschlachtet werden und das Passahfest nur in Jerusalem gefeiert werden durfte, war Jerusalem um diese Zeit von gläubigen Juden überfüllt. Es sind einige Tumulte überliefert, die während der Festzeit wegen dieser Pilgermassen ausgebrochen sind; die Sorge der Hohepriester ist also erklärlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}}&amp;lt;ref&amp;gt;Mk hat in Vv. 1-11 drei Abschnitte zu einem sog. „markinischen Sandwich“ zusammengeschachtelt: Die Vv. 1f, VV. 3-9 und Vv. 10f sind eigentlich drei selbständige Abschnitte, bei denen aber Vv. 1f und Vv. 10f eng zusammengehören und zwischen die Markus Vv. 3-9 eingeschoben hat. Hier hat das den Effekt, dass der Verrat des Judas in Zusammenhang gebracht wird mit den beiden in den zwei vorigen Abschnitten geschilderten Geschehnissen: Er beweist „perfektes Timing“, indem er gerade dann auf die Hohepriester zukommt, als diese überlegen, wie sie Jesus festnehmen können, ohne dass die Festgänger davon Wind bekommen, und der Auslöser für seinen Verrat scheint (mindestens: auch) zu sein, was in Vv. 3-9 geschildert wird. Gleichzeitig verleiht es den Vv. 1-11 eine gewisse theologische Tiefendimension: Während die Bemühungen der Antagonisten Jesu endlich Früchte zeigen, wird gleichzeitig klar: Jesus weiß bereits um seinen Tod und dessen Umstände, und durch Fügung wird ihm sogar trotz dieser Todesumstände noch vor seinem Tod sozusagen ein „ordentliches“ Begräbnis gewährt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als er in Bethanien im Haus Simons des Leprakranken war – als er [bei Tisch] lag&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[bei Tisch] lag&#039;&#039; – in besonders wohlhabenden Haushalten pflegte man zur Zeit Jesu zu speisen, indem man sich um einen niedrigen Tisch herum auf Liegen niederlegte, mit einem Arm abstützte und mit dem anderen aß.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
– kam eine Frau&amp;lt;ref&amp;gt;Keiner der drei Synoptiker identifiziert diese Frau. Johannes dagegen berichtet, es sei Maria, die Schwester Marthas, gewesen, verortet aber auch die ganze Szene in das Haus der beiden Schwestern. Ephräm der Syrer war es, der die namenlose Frau im 4. Jh. mit Maria Magdalena &#039;&#039;und gleichzeitig&#039;&#039; mit Maria, der Schwester Marthas, gleichgesetzt hat. Papst Gregor I baut das 591 noch weiter aus und identifiziert auch ihre Sünde: Sie ist eine Prostituierte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für keines von beidem gibt es einen Anhaltspunkt in den biblischen Texten; dennoch ist es diese Vorstellung - die von der Prostituierten Maria Magdalena, die Jesus reuig mit Öl einreibt - die den meisten Christen beim Lesen der Szene so präsent ist, dass die katholische Kirche es 1969 anlässlich einer Kalenderreform für nötig hielt, sie offiziell für falsch zu erklären.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ein Alabastergefäß voll kostbaren Pistazienparfums&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Alabastergefäß voll kostbaren Pistazienparfums&#039;&#039; - W.: „Ein Alabastergefäß des Parfums der Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; des Werts“; die Reihung von vier Genitiven soll auch stilistisch die exorbitante Kostbarkeit des Parfums zum Ausdruck bringen (France 2002, S. 551). Die Bedeutung von &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; ist umstritten. Am verbreitetsten sind die Deutungen, (1) dass „Narde der &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039;“ der Ausdruck für die Behennuß/Pistazie sei (so schon [https://archive.org/stream/horaehebraicaeet02lighuoft#page/446/mode/2up Lightfoot 1859, S. 446]; z.B. auch Black 1967, S. 224; Cranfield 1959, S. 45; Gnilka 1979, S. 221) -&amp;gt; „Pistazienparfum“, und (2), dass das Wort &#039;&#039;pistikäs&#039;&#039; von &#039;&#039;pistis&#039;&#039; („Treue“) abzuleiten sei (so schon Theophylakt, vgl. Lücking 1993, S. 50; z.B. auch Evans 2008, S. 360; Gundry 2000, S. 812; Spicq 1978b, S. 696) -&amp;gt; „Parfum aus echter Narde / echtes/reines Nardenparfum“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben lassen sich noch viele weitere Deutungen finden; weil eine Lösung der Frage nicht in Aussicht liegt, wählen wir Deutung (1), da wir sie häufiger vertreten gefunden haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei sich] hatte. Nachdem sie das Alabastergefäß zerbrochen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zerbrochen hatte&#039;&#039; - Häufig liest man in der Exegese, Alabastergefäße wären so hergestellt worden, dass man sie aufbrechen musste, um an den Inhalt zu kommen. Das ist nicht sehr wahrscheinlich; erstens musste der Inhalt ja auch irgendwie in die Gefäße gelangen (so auch France 2002, S. 552); zweitens war Alabaster nicht billig, so dass eine solche Verfertigungsweise recht merkwürdig gewesen wäre, drittens weisen die archäologischen Funde von Alabastergefäßen nicht in die Richtung, dass sie so verfertigt worden wären (so auch Marcus 2008, S. 934; einige Beispiele lassen sich [http://www.wysinfo.com/Perfume/Perfume_bottles.htm hier] betrachten). Vermutlich soll also auch das Zerbrechen nur noch zusätzlich die Verschwendung der Frau unterstreichen: Nicht nur braucht sie die ganze Menge ihres sehr teuren Parfums auf, sondern auch das ebenfalls teure Gefäß macht sie damit unbrauchbar (vgl. Klostermann 1950, S. 142f: „Wenn das Zerbrechen des Flaschenhalses bei der Vewendung nicht einfach das Übliche ist (Billerbeck II 48 f.), so will die Frau in überschwenglicher Verehrung von dem Salböl nichts zurückbehalten, vielleicht auch eine weiter Verwendung des Fläschchens nach diesem Gebrauch unmöglich machen.“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, goss sie [das Öl] herab auf seinen Kopf.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Es waren aber einige, die sich einer gegenüber dem andern&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. „gegenüber (über) einander“&amp;lt;/ref&amp;gt; aufregten (ärgerten): Wozu ist diese Verschwendung des Salböls geschehen? &lt;br /&gt;
{{S|5}} Man hätte&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. „sie hätten“&amp;lt;/ref&amp;gt; nämlich dieses Salböl für mehr als dreihundert Denare verkaufen und den Armen geben können. Und sie beschimpften sie (fuhren sie an).&lt;br /&gt;
{{S|6}} Jesus aber sprach: Lasst sie (lasst sie gehen). Warum macht ihr ihr Schwierigkeiten? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Denn die Armen habt ihr immer an eurer Seite&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. „mit euch“&amp;lt;/ref&amp;gt;, und wenn (wann immer) ihr wollt, könnt ihr ihnen wohltun (gut an ihnen handeln), mich aber habt ihr nicht immer.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Was sie hatte (konnte), hat sie getan. Sie hat [es] vorweggenommen, meinen Leib (Körper) für das Begräbnis zu salben (einzubalsamieren)&amp;lt;ref&amp;gt;griech. von &#039;&#039;myrizo&#039;&#039; nicht von &#039;&#039;chrio&#039;&#039;, von dem „Christus“ = „Der Gesalbte“ abgeleitet ist&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Aber Amen (wahrlich), ich sage euch, wo auch immer das Evangelium in die ganze Welt verkündet wird, wird auch davon gesprochen werden, was sie getan hat, zur Erinnerung an sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und Judas Iskariot, einer der zwölf, ging zu den Oberpriestern, um ihn an sie auszuliefern. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Und sie freuten sich, als sie [das] hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte [einen Weg], wie er ihn bei passender Gelegenheit ausliefern würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und am ersten Tag der ungesäuerten [Brote], als sie das Passah zu essen pflegten, sagen seine Jünger zu ihm: „Wo willst du, dass wir hingehen und vorbereiten, dass du das Passah isst?“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sandte zwei seiner Jünger und sagt zu ihnen: „Geht in die Stadt, und euch wird ein Mann begegnen, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm!&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und wo auch immer er hineingeht, sagt zu dem Hausherrn: ‚Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gästezimmer, wo ich das Passah mit meinen Jüngern esse?‘&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und er wird euch ein großes, möbliertes Dachzimmer zeigen, das bereit [ist]. Und dort bereitet [das Passahmahl] für uns vor!“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die Jünger gingen los, und sie kamen in die Stadt, und sie fanden [es] vor, wie er zu ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Passah vor. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als [es] Abend wurde, geht er mit den zwölf.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und während sie sich [zu Tisch] legten und aßen, sagte Jesus: „Amen, ich sage euch: Einer von euch – einer, der mit mir isst – wird mich ausliefern.“&lt;br /&gt;
{{S|19}} Sie begannen, traurig zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen: „Etwa ich?“&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und er sagte zu ihnen: „Einer der zwölf, der [das Brot] mit mir in die Schüssel eintaucht. &lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn der Sohn des Menschen geht zwar, wie über ihn geschrieben steht, aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen ausgeliefert wird! [Es wäre] besser für ihn, wenn jener Mensch nicht geboren worden wäre.“ &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und während sie aßen, nahm er ein Brot, segnete und brach es, und er gab es ihnen und sagte: „Nehmt, dies ist mein Leib!“&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er nahm einen Becher (Kelch), segnete ihn und gab ihn ihnen, und sie tranken alle daraus (davon). &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und er sagte zu ihnen: „Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Amen, ich sage euch: Ich trinke bestimmt nicht länger von dem Gewächs des Weinbergs, bis zu jenem Tag, da (sobald) ich es im Reich Gottes neu trinke.“ &lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem sie [das Loblied]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind möglicherweise Pss. 115-118 (France, 574)&amp;lt;/ref&amp;gt; gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. &lt;br /&gt;
{{S|27}} Da sagt Jesus zu ihnen: „Ihr werdet euch alle ärgern, weil geschrieben steht: ‚Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.‘ &lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch nachdem ich auferweckt sein werde, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und Petrus sagte zu ihm: „Wenn sich auch alle ärgern werden, doch ich nicht!“ &lt;br /&gt;
{{S|30}} Und Jesus sagt zu ihm: „Amen, ich sage dir: Du wirst mich heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht, dreimal verleugnen.“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber er sagte vehement: „[Selbst] wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, werde ich dich bestimmt nicht verleugnen!“ Und genauso redeten auch alle [anderen]. &lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie gehen zu einem Grundstück, dessen Name „Getsemani“ [war], und er sagt zu seinen Jüngern: „Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Dann nimmt er Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er begann, aufgeregt und verängstigt zu sein.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er sagt zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt; bleibt hier und wacht!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und er ging ein wenig voraus und fiel auf die Erde, und er betete, dass – wenn es möglich ist – die Stunde an ihm vorübergeht. &lt;br /&gt;
{{S|36}} Und er sagte: „Abba, Vater, alles [ist] dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, wie ich will, sondern wie du [willst]!“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und er kommt und stellt fest (findet), dass sie schlafen, und er sagt zu Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? &lt;br /&gt;
{{S|38}} Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist [ist] zwar willig, aber das Fleisch [ist] schwach.“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und erneut ging er los, betete und sprach dasselbe Wort.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und erneut ging er und stellte fest, dass sie schliefen, denn ihre Augen waren müde (beschwert), und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und das dritte [Mal] kommt er und sagt zu ihnen: „Schlaft weiter und ruht euch aus! Es reicht. Die Stunde ist gekommen, siehe!, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Erhebt euch, lasst uns aufbrechen! Siehe!, der mich verrät, ist genaht.“ &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und prompt, noch während er redet, kommt Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Keulen (Hölzern), von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Aber derjenige, der ihn auslieferte, gab ihnen eine Andeutung, indem er sagte: „Wen auch immer ich liebhaben sollte, der ist es. Ergreift ihn und führt ihn sicher ab!“ &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und als er kam, ging er sofort zu ihm und sagt: „Rabbi!“, und er küsste ihn.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Aber sie legten die Hände an ihn, und sie ergriffen ihn. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Aber einer ((jemand von denen, die dabeistanden)) zog das Schwert und schlug den Knecht des Oberpriesters, und er trennte dessen Ohr ab. &lt;br /&gt;
{{S|48}} Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Keulen ausgezogen, um mich festzunehmen?&lt;br /&gt;
{{S|49}} Tag für Tag war ich bei euch und lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen, doch [nur], damit die Schriften erfüllt werden.“&lt;br /&gt;
{{S|50}} Und es verließen ihn alle und flohen. &lt;br /&gt;
{{S|51}} Und ein gewisser junger Mann folgte ihm, bekleidet mit einem Hemd über [seinem] nackten [Körper], und sie ergreifen ihn.&lt;br /&gt;
{{S|52}} Aber er ließ das Hemd zurück und floh nackt. &lt;br /&gt;
{{S|53}} Und sie brachten (führten ab) Jesus zum Hohen Priester, und alle obersten (führenden, Hohen) Priester&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch ebenfalls „Hohe Priester“. &amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen zusammen (versammelten sich).&lt;br /&gt;
{{S|54}} Und Petrus folgte (war gefolgt)&amp;lt;ref&amp;gt;ZÜR, EÜ, Menge übersetzen den Aorist kontextgerecht als Plusquamperfekt. &amp;lt;/ref&amp;gt; ihm in einiger Entfernung (von weitem) bis nach drinnen (hinein) in den Innenhof (Palast) des Hohen Priesters, und [dort] saß er (setzte er sich)&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgelöstes „war“+attr. Ptz., das wohl so verstanden werden muss, dass Petrus schon saß - und sich nicht eben erst setzte. Es scheint ein Zeitsprung stattgefunden zu haben. Darum wird der Aor. im ersten Satzteil gelegentlich als Plqpf. übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Dienern und wärmte sich am Licht (Feuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Da man sich an Licht nicht wärmen kann, steht es hier metonymisch für Feuer (vgl. Louw/Nida 2,5; a.dt.Ü.). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|55}} Die obersten (führenden, Hohen) Priester {aber} und der ganze Hohe Rat (Sanhedrin) suchten nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zu töten, aber (und) sie fanden keine,&lt;br /&gt;
{{S|56}} denn viele machten Falschaussagen gegen ihn, aber (und) ihre Aussagen waren nicht gleich&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „sie stimmten nicht überein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|57}} Und einige standen auf [und]&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei (indem, als, weil) sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot; &amp;gt;Pleonastisches [[Ptz]]. coni. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{S|58}} {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;[[Hoti recitativum]], so auch beim nächsten Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir haben gehört, wie (dass) er sagte&amp;lt;ref&amp;gt;Temporaler [[Partizip#Adverbiales Partizip|gen. abs.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;: {dass}&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt; Ich werde diesen von Hand&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „von Menschen/menschlichen Händen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; erbauten Tempel abreißen und innerhalb von drei Tagen einen anderen, nicht von Hand erbauten errichten!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest in der uns überlieferten fraglichen Situation in [[Johannes_2#s19|Joh 2,19]] sagt Jesus aber nicht, dass er den Tempel abreißen würde, sondern er fordert die jüdischen Führer dazu auf, spielt aber in Wirklichkeit auf seinen eigenen Körper an ([[Johannes_2#s21|2,21-22]]). Vielleicht stellt diese Verdrehung die gemachte Falschaussage dar. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Joh|2|19}}{{par|Apg|6|14}}&lt;br /&gt;
{{S|59}} Aber (und) nicht einmal (auch nicht) darin (so) war ihr Zeugnis (Aussage) gleich (stimmte überein).&lt;br /&gt;
{{S|60}} Da (und) stand der Hohe Priester auf, [trat]&amp;lt;ref&amp;gt;So NSS nach BA. Vgl. a.dt.Ü. &amp;lt;/ref&amp;gt; in die Mitte und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; fragte (befragte, verhörte) Jesus, {indem er sagte}&amp;lt;ref name=&amp;quot;pleo&amp;quot;/&amp;gt;: „Entgegnest (antwortest) du gar nichts [auf das], was diese gegen dich aussagen?“ („Entgegnest du nichts? Was sagen diese gegen dich aus?“)&lt;br /&gt;
{{S|61}} Er aber schwieg [weiter]&amp;lt;ref&amp;gt;Das hier verwendete [[Imperfekt]] drückt eine wiederholte oder fortgesetzte Handlung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; und antwortete gar nichts. Wieder fragte (befragte, verhörte) ihn der Hohepriester und sagte [zu] ihm: „Bist du der Messias (Gesalbte, Christus, versprochene Retter), der Sohn des Gepriesenen (Hochgelobten, zu Preisenden)?“&lt;br /&gt;
{{S|62}} Da (aber) sagte Jesus: „Ich bin [es], und ihr werdet den Menschensohn (Sohn des Menschen) sehen, wie er an der rechten [Seite] des Allmächtigen (der Macht)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine jüdische Bezeichnung Gottes, um das Aussprechen eines Gottesnamens oder -titels zu vermeiden (TWNT δύναμις C.I.c). Der Platz an der rechten Seite des Gastgebers gilt im Orient als Ehrenplatz. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|110|1}} sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Reiten auf Wolken war eine Handlung, die im vorderen Orient nur Göttern zugeschrieben wurde. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Daniel|7|13}}.“&amp;lt;ref&amp;gt;AcP. Oder: „werdet ihn sitzen und kommen sehen“. Beide beschriebenen Handlungen stellen Jesus nicht nur als den versprochenen Retter (Messias), sondern auch als göttlich dar. Durch dieses Bekenntnis hat Jesus die falschen Zeugenaussagen unnötig gemacht und den jüdischen Führern einen Beweis gegeben, um ihn wegen Blasphemie anzuklagen, worauf nach dem Gesetz die Todesstrafe stand. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|63}} Da (aber) zerriss der Hohe Priester seine Kleider&amp;lt;ref&amp;gt;Als Zeichen des Entsetzens oder der Trauer riss man seine Kleider mit einem Ruck am Kragen ein. Es war vorgeschrieben, wenn man eine Gotteslästerung mitbekam (Mischna, Sanhedrin 7.5; vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; und&amp;lt;ref&amp;gt;Attr. Ptz. mit Und-Kombination aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; rief (sagte)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Wozu (was) brauchen&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Bedarf haben“, idiomatisch für „brauchen“. &amp;lt;/ref&amp;gt; wir noch Zeugen?&lt;br /&gt;
{{S|64}} Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was scheint euch?&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „Was meint ihr?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;“ Und (aber) sie alle verurteilten ihn, des Todes schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. „schuldig zu sein und den Tod zu verdienen“ (LN 88.313) &amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein&amp;lt;ref&amp;gt;AcI. Anders aufgelöst: „Und sie alle urteilten, dass er des Todes schuldig war.“ &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|65}} Und einige begannen ihn anzuspucken und sein Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten&amp;lt;ref&amp;gt;Als Teil der Bedeutung des Verbs ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; zu schlagen und [zu] ihm zu sagen: „Prophezeie [doch]!“, und die Diener empfingen ihn [mit] (verpassten ihm)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutung des Wortes „annehmen“ ist hier nicht ganz klar. Es handelt sich entweder um einen umgangssprachlichen Ausdruck für „schlagen“, oder sie nahmen ihn tatsächlich von den Soldaten in Empfang (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt; Schlägen. &lt;br /&gt;
{{S|66}} Und während Petrus unten im Hof ist, kommt eine der Mägde des Oberpriesters,&lt;br /&gt;
{{S|67}} und als sie sah, dass Petrus sich wärmte, sah sie ihn an und sagt: „Auch du warst bei dem Nazarener Jesus!“&lt;br /&gt;
{{S|68}} Aber er leugnete [es] und sagte: „Weder weiß ich noch verstehe ich, was du sagst.“ Und er ging nach draußen in den Vorhof, und ein Hahn krähte.&lt;br /&gt;
{{S|69}} Und als die Magd ihn sah, begann sie erneut zu denen zu sagen, die dabeistanden: „Dieser gehört zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehört zu&#039;&#039; W. ist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen!“&lt;br /&gt;
{{S|70}}  Aber er leugnete [es] wieder, und kurz danach sagten diejenigen, die dabeistanden, erneut zu Petrus: „Wahrhaftig, du gehörst zu&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehörst zu&#039;&#039; W. bist von&amp;lt;/ref&amp;gt; ihnen, denn du bist auch ein Galiläer&amp;lt;ref&amp;gt;TEXTKRITIK&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|71}} Aber er begann sich zu verfluchen und zu schwören: „Ich kenne diesen Menschen nicht, den ihr meint (sagt).“&lt;br /&gt;
{{S|72}} Und prompt krähte zum zweiten Mal ein Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Wort, als Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er brach zusammen und begann zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21084</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21084"/>
		<updated>2015-05-21T22:52:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
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{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
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{{L|29}}&lt;br /&gt;
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{{L|31}}&lt;br /&gt;
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{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
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{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“] &lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn der Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.”&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.”&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?”&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.”&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).” Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21083</id>
		<title>Markus 12</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=21083"/>
		<updated>2015-05-21T22:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
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{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
{{S|18}} Auch kamen zu ihm Sadduzäer, welche [ja] sagen, dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben: ‚Wenn Bruder von jemandem stirbt, und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und sie für seinen Bruder Nachkommen zeugen (aufbringen)‘.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und alle sieben hinterließen keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.”&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.”&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?”&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).’{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!’{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.’&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst’, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.”&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).” Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.’&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21077</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21077"/>
		<updated>2015-05-21T16:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus-Evangelium nach der Studienfassung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel, die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Studienfassung&#039;&#039; hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Lesefassung&#039;&#039; hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Bibel in Leichte Sprache&#039;&#039; will Menschen, die mit komplexer Sprache Schwierigkeiten haben, den Bibeltext zugänglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15 entspricht der Text zum großen Teil den Qualitätskriterien, welche die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia-Projekt. Wer Kenntnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exegetische Fähigkeiten hat, kann direkt an der Übersetzung der Studienfassung aus dem Urtext helfen. Einbringen kann man sich auch bei den anderen beiden Fassungen (auch ohne Kenntnisse in Hebräisch und/oder Alt-Griechisch), der Technik, der Organisation, als Spender, Ermutiger, Probeleser oder Beter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an großen Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Bibelbuch in den Druck zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf folgender Webseite gibt es mehr Informationen über die Offene Bibel, den Übersetzungsfortschritt und eine Einführung, wie man mithelfen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;www.offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist eingeladen, vorbeizuschauen und Hallo zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitwirkende==&lt;br /&gt;
An dem Text wie er hier vorliegt haben die nachfolgend genannten Personen mitgewirkt. Die Namen entsprechen den Namen, mit denen sich die Personen bei der Offenen Bibel angemeldet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aaron-, Ben, Cajetan, Dreifach, Dymat, Fbeetschen, Florian K., Güntzel Schmidt, HaCeMei, Hannesleitlein, Hennerthepenner, Jan, J.Heck, Kilo13, Kmayse, Konfis007, Konstantin, Matthias H., McKonfi14, Mihi, Mmalzner, Mongoose, Olaf, Patrick, Pedentim, Sebastian Walter, skreutzer, Thommy B, Topseeser, Wolfgang Loest, Xobin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Internetadresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt, den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen, und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen, solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21076</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21076"/>
		<updated>2015-05-21T16:58:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus-Evangelium nach der Studienfassung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel, die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Studienfassung&#039;&#039; hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Lesefassung&#039;&#039; hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Bibel in Leichte Sprache&#039;&#039; will Menschen, die mit komplexer deutscher Sprache Schwierigkeiten haben, eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15 entspricht der Text zum großen Teil den Qualitätskriterien, welche die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia-Projekt. Wer Kenntnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exegetische Fähigkeiten hat, kann direkt an der Übersetzung der Studienfassung aus dem Urtext helfen. Einbringen kann man sich auch bei den anderen beiden Fassungen (auch ohne Kenntnisse in Hebräisch und/oder Alt-Griechisch), der Technik, der Organisation, als Spender, Ermutiger, Probeleser oder Beter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an großen Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Bibelbuch in den Druck zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf folgender Webseite gibt es mehr Informationen über die Offene Bibel, den Übersetzungsfortschritt und eine Einführung, wie man mithelfen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;www.offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist eingeladen, vorbeizuschauen und Hallo zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitwirkende==&lt;br /&gt;
An dem Text wie er hier vorliegt haben die nachfolgend genannten Personen mitgewirkt. Die Namen entsprechen den Namen, mit denen sich die Personen bei der Offenen Bibel angemeldet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aaron-, Ben, Cajetan, Dreifach, Dymat, Fbeetschen, Florian K., Güntzel Schmidt, HaCeMei, Hannesleitlein, Hennerthepenner, Jan, J.Heck, Kilo13, Kmayse, Konfis007, Konstantin, Matthias H., McKonfi14, Mihi, Mmalzner, Mongoose, Olaf, Patrick, Pedentim, Sebastian Walter, skreutzer, Thommy B, Topseeser, Wolfgang Loest, Xobin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Internetadresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt, den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen, und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen, solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_13&amp;diff=21066</id>
		<title>Markus 13</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_13&amp;diff=21066"/>
		<updated>2015-05-20T22:47:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als er aus dem Tempel ging, sagte einer seiner Jünger zu ihm: „Lehrer! Diese Steine und Gebäude sind großartig!“&lt;br /&gt;
{{L|2}} Da sagte Jesus zu ihm: „Du findest diese Gebäude beeindruckend? Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, alles wird zerstört werden.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} Als er gegenüber vom Tempel auf dem Ölberg saß und alleine waren, fragten ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas:&lt;br /&gt;
{{L|4}} „Wann wird das passieren? Und woran wird man erkennen, dass eintritt, was du gesagt hast?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|5}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Achtet auf, dass euch niemand irreführt.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Denn es werden viele behaupten: ‚Ich bin Jesus!‘, und sie werden viele Menschen irreführen.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Bleibt ruhig, wenn ihr von Kriegen hört, denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Völker und Staaten werden sich bekämpfen und es wird Erdbeben und Hungersnöte geben. Das ist der Anfang der schlimmen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} Seid vorsichtig! Man wird euch an jüdische Gerichte und Synagogen ausliefern, ihr werdet verprügelt und meinetwegen vor Statthalter und Könige gestellt werden, um ihnen von mir zu erzählen —&lt;br /&gt;
{{L|10}} denn zuerst müssen alle Völker vom Evangelium erfahren.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Und wenn man euch abführt, um euch auzuliefern, macht euch keine Gedanken darüber, was ihr sagen sollt, sondern das, was Gott euch in jener Stunde eingeben wird, dass sagt! Denn nicht ihr redet, sondern der heilige Geist.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Ein Bruder wird seinen Bruder in den Tod und ein Vater sein Kind ausliefern, und Kinder werden sich gegen ihre Eltern erheben und sie töten.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Und wegen mir werdet ihr von allen gehasst werden. Wer mir aber bis zum Ende aller Zeiten treu bleibt, der wird gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht stehen soll — der Leser sei aufmerksam! —, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen;&lt;br /&gt;
{{L|15}} wer auf seiner Dachterrasse ist, sollte nicht noch etwas aus seinem Haus holen;&lt;br /&gt;
{{L|16}} und wer auf dem Feld ist, sollte nicht zurück gehen, um sein Obergewand zu holen.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Für Schwangere und Stillende wird es besonders schlimm werden.&lt;br /&gt;
{{L|18}} Betet, dass es nicht im Winter geschieht!&lt;br /&gt;
{{L|19}} Denn diese Zeit wird die Schlimmste sein, schlimmer als alles vorher und alles nachher.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Wenn der Herr diese Zeit nicht verkürzt hätte, würde niemand gerettet, doch wegen den Erwählten, die er gewählt hat, hat er diese Zeit reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|21}} Wenn jemand zu euch sagt: ‚Dieser hier ist Christus!‘ oder ‚Jener dort ist Christus!‘ — glaubt es nicht,&lt;br /&gt;
{{L|22}} denn es werden falsche Christusse und Propheten auftreten und Zeichen und Wunder vollbringen und versuchen, die Erwählten irrezuführen.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Also passt auf, denn ich habe auch alles vorhergesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}} Nach dieser schlimmen Zeit wird die Sonne dunkel und der Mond wird nicht mehr scheinen,&lt;br /&gt;
{{L|25}} die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und der Menschensohn wird mit großer Macht und Herrlichkeit in den Wolken kommen.&lt;br /&gt;
{{L|27}} Aus allen Teilen der Erde wird er die Erwählten durch seine Engel sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|28}} Ein Vergleich ist der Feigenbaum: Wenn er Blätter bekommt wisst ihr, dass es Sommer wird.&lt;br /&gt;
{{L|29}} So wisst ihr auch, wenn das alles passiert, dass es nicht mehr lange dauert.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Wirklich, ich sage euch: Es wird alles vor dem Ende dieser Generation geschehen.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Himmel und Erde sind vergänglich, aber meine Worte gelten ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|32}} Wann das geschehen wird, wissen weder die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater.&lt;br /&gt;
{{L|33}} Seid immer bereit! — denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt da ist.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Es ist wie bei einem Menschen, der, bevor er das Haus verlässt um auf Reisen zu gehen, jedem seiner Knechte eine eigene Aufgaben erteilte und dem Torhüter gebot, wachsam zu seinen.&lt;br /&gt;
{{L|35}} Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt — ob am Abend, um Mitternacht oder morgens —&lt;br /&gt;
{{L|36}} damit er, wenn er plötzlich kommt, euch nicht schlafend findet.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Was ich euch sage, sage ich allen: Seid wachsam!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} {Und} (Und)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;s&amp;gt;&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;/s&amp;gt; - καὶ &#039;&#039;und&#039;&#039; hat hier die Funktion, Kap. 13 mit der vorangehenden Szene zu verbinden; vgl. Mateos 1987, S. 80. Im Deutschen setzte man in solchen Fällen keine Konjunktion, daher ist sie in der LF besser auszusparen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als er aus dem Tempel hinausging (hinausgeht)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; - Da das Präsens λέγει &#039;&#039;er sagt(e)&#039;&#039;, zu dem der temporale Genitivus absolutus ἐκπορευομένου &#039;&#039;als er hinausgeht/hinausging&#039;&#039; in gleichzeitiger Relation steht, &#039;&#039;historisches&#039;&#039; Präsens ist (s. nächste Fußnote), ist die präsentische Wiedergabe überwörtlich und sollte vermieden werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagte (sagt)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; - [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Historisches_Pr%C3%A4sens Historisches Präsens], vgl. Kmiecik 1997, S. 36; Mateos 1987, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; einer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einer&#039;&#039; Das Zahlwort εἷς &#039;&#039;eins, einer&#039;&#039; steht hier für das Indefinitpronomen τις &#039;&#039;jemand, irgendeiner&#039;&#039;; vgl. Grosvenor/Zerwick 1993, S. 150. Das ist kein Semitismus; diese Verwendung findet sich z.B. auch bei Aristoteles; vgl. [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%CE%B5%E1%BC%B7%CF%82 Pape, S. 738].&amp;lt;/ref&amp;gt; seiner Jünger zu ihm: „Lehrer! {Sieh nur!} (Sieh nur!)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;s&amp;gt;&#039;&#039;Sieh nur&#039;&#039;&amp;lt;/s&amp;gt; - Der Ausruf insgesamt und das ἴδε &#039;&#039;sieh nur&#039;&#039; speziell sind an dieser Stelle merkwürdig, denn sie kommen aus dem Mund eines Jüngers, der schon mindestens drei Tagen in Jerusalem weilt und nicht etwa gerade zum ersten Mal den Tempel sieht, sondern einen Tempelbesuch &#039;&#039;beendet&#039;&#039; (Lohmeyer 1967, S. 268). Da ἴδε als Redeeinleitung ein stehender Begriff zum Ausdruck von Verwunderung ist (&#039;&#039;ad loc&#039;&#039; z.B. [http://dare.ubvu.vu.nl/bitstream/handle/1871/15504/4727.pdf?sequence=4 Bailey 2009], S. 346; ähnlich Pesch 1977, S. 270), sollte man ihn hier besser als bloße Fokuspartikel interpretieren und unübersetzt lassen oder zu einem deutschen Äquivalent greifen (Bailey z.B. schlägt vor: „such (wonderful) stones!“ (S. 357)). So ja auch in vielen Üss. in V. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Was für Steine und was für Gebäude!&amp;lt;ref&amp;gt;Der Tempel war Teil einer größeren Tempelanlage (für ein Modell vgl. z.B. [http://erwin-reidinger.heimat.eu/HP_Bilder/TempelanlageInJerusalem.pdf Reidinger 2004, S. 13]; daher Plural.&amp;lt;/ref&amp;gt;“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Da (Und) sagte Jesus zu ihm: „Du achtest auf diese großen Gebäude? (Diese Gebäude da?, Siehst/bewunderst du diese großen Gebäude?, Du siehst/bewunderst diese großen Gebäude.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot;&amp;gt;βλέπω &#039;&#039;sehen&#039;&#039; ist in Mk 13 ein Leitwort und wird verwendet in Vv. 2.5.9.23.33. V. 2 wird in der Exegese merkwürdigerweise oft separat von den anderen vier Verwendungen abgehandelt (für eine Übersicht und zu den obigen Alternativübersetzungen vgl. gut Cranfield 1959, S. 391f), aber besser ist dies: Gleich, wie genau Jesu &#039;&#039;du siehst diese großen Gebäude&#039;&#039; exakt zu verstehen ist; zusammen mit dem folgenden &#039;&#039;Kein Stein [des Tempels] wird hier auf dem anderen bleiben&#039;&#039; steht es auf jeden Fall dem begeisterten Ausruf des Jüngers entgegen. In Vv. 5.9 lenkt Jesus dann die Aufmerksamkeit der Jünger auf andere Dinge als den Tempel: „Seht &#039;&#039;darauf, dass euch niemand irreführt&#039;&#039;“ resp. „Seht &#039;&#039;auf euch selbst&#039;&#039; [, denn man wird euch anfeinden]“; in V. 33 wird es außerdem in direktem Zusammenhang mit ἀγρυπνέω &#039;&#039;wachsam sein&#039;&#039; verwendet. Folgt man der Logik des Textes, sollte man daher besser deuten: V. 2: &#039;&#039;Achte nicht auf den Tempel, denn kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben&#039;&#039; (oder, näher am Text: &#039;&#039;Was achtest du auf diese großen Gebäude?&#039;&#039;); V. 5: &#039;&#039;Habt Acht, dass euch niemand irreführt!&#039;&#039;, V. 9: &#039;&#039;Nehmt euch in Acht!&#039;&#039;; V. 23: &#039;&#039;Seid achtsam!&#039;&#039;; V. 33: &#039;&#039;Seid achtsam! Seid wachsam!&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht (Keinesfalls)&amp;lt;ref name=&amp;quot;u mä&amp;quot;&amp;gt;οὐ μὴ &#039;&#039;(sicher) nicht&#039;&#039; ist eine besonders starke Verneinung, sie dient hier aber nur der Intensivierung, um Jesu Äußerung sprachlich zu markieren als (&#039;&#039;sichere&#039;&#039;) Prophezeiung. Das Deutsche verwendet hierfür andere Konstruktionen.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird [hier] gelassen werden Stein auf Stein, der nicht {sicher} (sicher)&amp;lt;ref name=&amp;quot;u mä&amp;quot; /&amp;gt; zerstört (herausgebrochen) werden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der nicht zerstört (herausgebrochen) werden wird&#039;&#039; - Dieser Relativsatz wirkt sprachlich etwas merkwürdig (Pesch 1977, S. 271: „überschießend“, „holprig“); seine Deutung hängt ab von der Übersetzung von καταλύω &#039;&#039;lösen, herauslösen, zerstören&#039;&#039;: (i) Von einer großen Mehrheit wird καταλύω gedeutet und übersetzt als „zerstören“. In diesem Fall wäre die Konstruktion in etwa vergleichbar mit einer deutschen Konstruktion à la „Er setzt Stein auf Stein, der groß ist“ - normalerweise würde man nicht erwarten, dass „Stein“ auch noch durch einen Relativsatz erweitert wird. Der Sinn wäre trotzdem klar: Die Aussage, dass kein Stein auf dem anderen gelassen werden würde, wird zusätzlich noch durch die Aussage gesteigert, dass jeder Stein zerstört werden würde. In der LF sollte man dann wohl besser mit zwei Sätzen arbeiten, etwa: „Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben: jeder noch so kleine Stein wird zerstört werden.“  (ii) EWNT II, S. 651 schlägt aber &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; vor: „herausbrechen“. In diesem Fall machte der Satz grammatisch mehr Sinn (- ist aber auch dann grammatisch immer noch etwas ungewöhnlich -), denn dann würden sich Hauptsatz und Relativsatz auf den selben Sachverhalt beziehen: „Hier wird keinesfalls gelassen werden Stein auf Stein, der nicht herausgebrochen werden wird“. Es läge dann ein Fall von &#039;&#039;redundantem Relativsatz&#039;&#039; vor - eine Konstruktion, die man sonst eher aus dem klassischen Griechisch als der Koine kennt (Kleist 1937, S. 143) und die typisch ist für den markinischen Stil (s. allein in diesem Kapitel noch [[Markus 13#s19 |Vv. 19]].[[Markus 13#s20 |20]]) - der ebenso wie wie οὐ μὴ (s.o.) nur der Intensivierung der Aussage dient, also einfach „Kein einziger Stein wird hier auf dem anderen bleiben!“. Ich persönlich (S.W.) würde Möglichkeit (ii) den Vorzug geben, aber da sie meines Wissens noch nicht vorgeschlagen wurde, wird man sich in der LF doch besser für Möglichkeit (i) entscheiden müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt;“{{par|1Könige|9|8}}{{par|Jeremia|26|18}}{{par|Micha|3|12}}{{par|Markus|14|58}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Als er dann saß (sich setzte) auf dem (den)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er auf dem Ölberg saß&#039;&#039; vs. &#039;&#039;Als er sich auf den Ölberg setzte&#039;&#039; - εἰς wird hier verwendet wie ἔν; daher ist es nicht direktional, sondern lokativisch zu übersetzen. Auch dies ist typisch für den markinischen Stil (vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Turner 1924b, S. 19), aber kein „markinischer Semitismus“, da es sich auch sonst häufiger in der Koine findet (Kleist 1937, S. 225).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ölberg gegenüber dem Tempel, fragte[n] ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas alleine&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;allein&#039;&#039; übersetzt κατ’ ἰδίαν. Dieser Ausdruck versprachlicht hier das Motiv der Privatoffenbarung / Sonderoffenbarung Jesu an seine Jünger (Witherington 2001, S. 439); in der LF sollte man zu etwas greifen wie „als sie allein/für sich waren“.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} „{Sag uns:}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Redeeinleitung Εἰπὸν ἡμῖν &#039;&#039;sage uns&#039;&#039; dient im NT häufiger nur als Bitte um eine Antwort (z.B. [[Matthäus 22#s17 |Mt 22,17]]; [[Lukas 20#s20 |Lk 20,2]]; [[Lukas 22#s67|22,67]] u.ö.); im Deutschen entspricht dem funktional eher eine uneingeleitete Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wann wird dies&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demonstrativ&amp;quot;&amp;gt;Die Referenz der Demonstrativpronomen ταῦτα &#039;&#039;dies&#039;&#039; und ταῦτα πάντα &#039;&#039;all dies&#039;&#039; sind in der Exegese umstritten; vgl. dazu den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&amp;lt;/ref&amp;gt; sein? Und was [wird sein] das Zeichen [dafür], wann dies alles&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demonstrativ&amp;quot; /&amp;gt; bestimmt ist (im Begriff ist)&amp;lt;ref&amp;gt;μέλλῃ bedeutet sowohl „im Begriff sein“ (als Ausdruck für die nahe Zukunft) als auch „vorherbestimmt sein“ (EWNT II, S. 994: „Schließlich kann μ. die im göttlichen Ratschluß begründete Notwendigkeit eines Geschehens und damit dessen sicheres Eintreten ausdrücken.“). Die Übersetzungen variieren daher; z.B. Jantzen: „wann das alles &#039;&#039;im Begriff ist&#039;&#039;, vollendet zu werden“ vs. SLT: „wann dies alles vollendet werden &#039;&#039;soll&#039;&#039;.“ Weil „dies alles“ vermutlich auf eschatologische Geschehnisse verweist (s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]), ist hier die zweite Bedeutung wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu geschehen (vollendet zu werden, zu enden)&amp;lt;ref&amp;gt;συντελέω &#039;&#039;vollenden&#039;&#039; wird meist apokalyptisch gedeutet; s. z.B. EWNT III, S. 742. Matthäus macht dies explizit: [[Matthäus 24#s3 |Mt 24,3]] τί τὸ σημεῖον τῆς σῆς παρουσίας καὶ συντελείας τοῦ αἰῶνος &#039;&#039;Was [wird sein] das Zeichen für deine Wiederkunft&#039;&#039; (παρουσία, =&#039;&#039;Parusie&#039;&#039;) &#039;&#039;und für das Ende&#039;&#039; (συντελεία) &#039;&#039;der Welt{zeit}?&#039;&#039;. Aus stilistischen Gründen sollte es dennoch nicht mit „enden“ oder „vollenden“ übersetzt werden. Gleich, worauf man „dies alles“ beziehen muss: Weder von der „Zerstörung des Tempels“ noch vom „Ende der Welt“ (so die beiden geläufigsten Interpretationen des „dies alles“) noch vom „Auftreten des Antichristen“ (s. im [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]) würde man im Deutschen sagen, sie würden „enden“ oder „sich vollenden“, sondern: sie werden „geschehen“ - und auch dies gehört zur Grundbedeutung von συντελέω; vgl. z.B. [http://www.biblestudytools.com/lexicons/greek/nas/sunteleo.html Thayer]&amp;lt;/ref&amp;gt;?“{{par|Daniel|8|13}}{{par|Daniel|12|6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und Jesus sagte zu ihnen ({begann}, zu ihnen zu sagen)&amp;lt;ref&amp;gt;Höchstwahrscheinlich pleonastisches ἄρχομαι - eine Stileigentümlichkeit des Mk (vgl. Doudna 1961, S. 51ff.; Kleist 1937, S. 205; Pryke 1978, S. 79ff.; Reiser 1983, S. 45): &#039;&#039;Beginnen&#039;&#039; wird redundant gesetzt und kann in der Übersetzung ausgespart werden, indem der Infinitiv stilistisch besser als Vollverb übersetzt wird. Vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Gaston 1970, S. 13; dagegen Dschulnigg 2007, S. 338; allerdings ohne Begründung.&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Habt acht (seht zu)&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt;, dass euch niemand irreführt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}}  [Denn] es werden viele unter meinem Namen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name&amp;quot;&amp;gt;Auch diese beiden strittigen Sätzchen werden von Cranfield 1959, S. 395 gut in ihre möglichen Bedeutungen aufgedröselt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„ἐπὶ τῷ ὀνόματί μου [&#039;&#039;unter meinem Namen&#039;&#039;] ist am natürlichsten zu deuten als (i) &#039;sie berufen sich auf mich als Autorität&#039;, aber es kann auch bedeuten (ii) &#039;Sie schreiben sich selbst den Messias-titel zu, der rechtmäßig &#039;&#039;mir&#039;&#039; gebührt.&#039; [...] Die Worte λέγοντες ὅτι Ἐγώ εἰμι [&#039;&#039;die sagen: Ich bin [es]&#039;&#039;] sind ähnlich mehrdeutig. Sie könnten bedeuten (a) &#039;die sagen „Ich bin“&#039; - d.h. sie behaupten, der Messias zu sein (vgl. [[Johannes 4#s26 | Joh 4,26]] und Matthäus&#039; hierige Ergänzung von ὁ χριστός [=der Christus], [[Matthäus 24#s5 | Mt 24,5]]) [...], (b) &#039;die sagen „Ich bin es“&#039;, also ganz ähnlich wie (a), aber mit Fokus auf der Idee der Gegenwart des Messias; (c) &#039;die sagen, dass ich es sei&#039; - d.h., die sagen, dass ich (Jesus) gekommen wäre [...], (d) &#039;die sagen, dass ich (Jesus) (der Christus) bin&#039; - das aber kann man ausschließen, denn das wäre ja keine Irreführung; (e) &#039;die sagen, dass sie ich seien&#039; - in dem Sinne, dass Betrüger behaupten, Jesus zu sein.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Abstand am wahrscheinlichsten (und auch die Mehrheitsmeinung) ist die Kombination von (ii) und (a), denn die beiden Sätze interpretieren sich gegenseitig: die zweite Aussage ist eine Identitätsproklamation („Ich bin X“), und dieses „X“ ist zu füllen durch ἐπὶ τῷ ὀνόματί μου &#039;&#039;unter meinem Namen&#039;&#039;, also „unter Inanspruchnahme des Messiastitels, der rechtmäßig mir gebührt“ (vgl. gut Kmiecik 1997, S. 42; Pesch 1977, S. 279). Sinngemäß bedeutet der Vers also: „Denn es werden viele kommen und behaupten, der Messias zu sein - dabei bin das doch in Wirklichkeit ich!“, oder einfach „Viele Messiasprätendenten werden auftreten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen und sagen: ‚Ich bin [es]!‘&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name&amp;quot; /&amp;gt;, und sie werden viele irreführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Wenn ihr {aber} (Ihr dagegen: Wenn ihr)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot;&amp;gt;Eigentümlich für den markinischen Stil - dennoch aber gut Griechisch (die Konstruktion findet sich z.B. auch bei Plutarch und Thukydides) - ist, dass gelegentlich Konjunktionen nicht in ihrer Konjunktions-bedeutung verwendet werden, sondern bloß als Trennungszeichen von Sätzen und Textabschnitten fungieren (vgl. z.B. Reiser 1983, S. 99f.160f). Diese Konjunktionen und Partikeln sind im Deutschen oft besser auszusparen. Dazu gehören in Kap. 13:&lt;br /&gt;
* V. 7: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - denn V. 7 ist integraler Bestandteil des Abschnitts Vv.5-8, vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._5-8:_Abschnitt_1 Kommentar] (gegen Mateos 1987, S. 201f., der denkt, δέ würde hier die &#039;&#039;vielen&#039;&#039;, die sich täuschen lassen (V. 6) mit den Jüngern, die sich eben nicht täuschen lassen sollen (V. 7), konstrastieren (daher obige Alternative „ihr dagegen: wenn ihr“). Die kontrastierende Funktion wäre dann wahrscheinlich (und in der Tat eine schöne Deutung), wenn auch &#039;&#039;ihr&#039;&#039; in V. 7 durch ein Pronomen ausgedrückt wäre; bei bloßer 2.Person Plural aber nicht).&lt;br /&gt;
* V. 9: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - Zum Textabschnitte einleitenden δέ vgl. [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]&lt;br /&gt;
* V. 17: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - V. 17 ist ein apokalyptischer Klageruf, der gattungstypisch semantisch nicht mit dem umliegenden Text zusammenhängt.&lt;br /&gt;
* V. 23: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; - vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_bd Fußnote bd].&lt;br /&gt;
* V. 24: ἀλλά - V. 24 wird gern kommentiert mit: „Mit „aber“ [...] wird die große Wende eingeleitet“ (Gnilka 1978, S. 200) o.Ä. Es sollte hier aber nicht zu viel von ἀλλά abgeleitet werden - zwar beginnt hier in der Tat ein neuer Textabschnitt (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13 Kommentar]), aber die Kontinuität mit dem vorangehenden Abschnitt ist doch gewährleistet durch ἐν ἐκείναις ταῖς ἡμέραις &#039;&#039;in jenen Tagen&#039;&#039; (schon V. 17) und μετὰ τὴν θλῖψιν &#039;&#039;nach jener Drangsal&#039;&#039; (vgl. V. 19). vgl. auch Mateos 1987, S. 331. Ebenso wie δέ in Vv. 14.28 fungiert hier ἀλλά als Abschnittstrenner.&lt;br /&gt;
* V. 28: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039;; denn es gibt nichts vorangehendes, womit durch δέ kontrastiert werden könnte. vgl. auch Mateos 1987, S. 374; [http://www.books.google.de/books?id=CrkeAAAAIAAJ&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA59#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Thrall 1962, S. 59]&lt;br /&gt;
* V. 37: δέ &#039;&#039;aber&#039;&#039; hebt den letzten Vers als abschließendes Fazit vom vorangehenden Textteil ab.&lt;br /&gt;
Zu ἀλλά vgl. noch [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%E1%BC%80%CE%BB%CE%BB%CE%AC Pape 100]; zu δέ Muraoka, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, erschreckt nicht, [denn] es muss geschehen, doch [es ist] noch nicht das Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Erheben wird sich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot;&amp;gt;Verb in Satzspitzenstellung als eine für Prophezeiungen typische emphatische Ausdrucksstellung; vgl. Reiser 1983, S. 94. Dieses Stilmittel parallelisiert Vv. 8.12.19.22, die ohnehin strukturell parallel fungieren (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13&amp;amp;section=2 Kommentar, FN b]). Im Deutschen sollte dies nicht nachgeahmt, sondern zu einem stilistischen Äquivalent gegriffen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; nämlich (denn)&amp;lt;ref&amp;gt;Meist: &#039;&#039;denn erheben wird sich...&#039;&#039;; besser aber: &#039;&#039;es wird sich nämlich erheben...&#039;&#039; - das γὰρ &#039;&#039;denn&#039;&#039; ist besser als explikatives γὰρ &#039;&#039;nämlich&#039;&#039; zu interpretieren; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._5-8:_Abschnitt_1 Kommentar].&amp;lt;/ref&amp;gt; Volk gegen Volk und Reich gegen Reich, Erdbeben werden sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; stellenweise (mancherorts), geben wird es&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; Hungersnöte. [Der] Anfang der Wehen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Anfang der Wehen&#039;&#039; - apokalyptische Formel, die v.a. in der rabbinischen Literatur gebräuchlich ist. Die &#039;&#039;(Geburts-)wehen&#039;&#039; stehen für die Zeit der Not, die vor dem Einbruch der schönen Endzeit ertragen werden müssen (so fast alle Kommentare)&amp;lt;/ref&amp;gt; [ist] dies. {{par|2Chronik|15|6}}{{par|Jesaja|13|13}}{{par|Jesaja|19|2}}{{par|Jesaja|26|17}}{{par|Joel|2|10}}{{par|Johannes|16|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Nehmt euch in Acht (Blickt auf euch selbst)!&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt; Man wird euch (sie werden)&amp;lt;ref name=&amp;quot;impersonaler Plural&amp;quot;&amp;gt;impersonaler Plural; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Turner 1924a, S. 382. Pryke 1978, S. 107 hält es hier für ein Passivsubstitut, aber das ist angesichts der direkt folgenden Passivformen nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausliefern&amp;lt;ref&amp;gt;παραδίδωμι &#039;&#039;ausliefern&#039;&#039; wird im Mk neben den Vorkommen in Mk 13 nur zweimal nicht von der Passion Jesu gesagt; es ist also eine Vokabel aus der Passionstheologie - die Überlieferung der Jünger Jesu wird parallelisiert mit der „eschatologisch[en] Preisgabe des Menschensohns an die Menschen“ (EWNT III, S. 46; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Thüsing 2011, S. 111).&amp;lt;/ref&amp;gt; an Synhedrien&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort συνέδριον kennt man sonst v.a. aus der Passionserzählung; er bezieht sich dort in der Einzahl auf den Sanhedrin, den jüdischen Hohen Rat. Die hierige Mehrzahl συνέδρια dagegen legt nahe, dass von kleineren jüdischen Lokalgerichten die Rede ist; vgl. ThW VII, S. 864f. - es folgen also auf die zwei jüdischen Instanzen „Synhedrien“ und „Synagogen“ die zwei nicht-jüdische Instanzen „Statthalter“ und „Könige“.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Synagogen&amp;lt;ref&amp;gt;εἰς kann in der Koine verwendet werden wie ἔν und umgekehrt; abhängig davon ließe sich der Satz auflösen als (i) „Man wird euch ausliefern, in Synhedrien und Synagogen werdet ihr geprügelt werden“ (so z.B. Cranfield 1959, S. 397; Pesch 1977, S. 183; Turner 1924b, S. 19), (ii) „Man wird euch an Synhedrien und Synagogen ausliefern, ihr werdet geprügelt werden“ (so Mateos 1987, S. 236) oder (iii) „Man wird euch ausliefern an Synhedrien, in Synagogen werdet ihr geprügelt werden“ (so die Mehrheit). Angesichts der parallelen Konstruktion von εἰς συνέδρια und εἰς συναγωγὰς mit εἰς wird man wohl Mateos (=ii) zustimmen müssen. Dies erleichtert auch das Verständnis vom „Prügeln“, denn obwohl die Prügelstrafe u.a. auch von Lokalgerichten und Synagogen verhängt werden durfte, wäre ein Prügeln &#039;&#039;in&#039;&#039; Synagogen doch eher ungewöhnlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ihr werdet geprügelt werden und ihr werdet meinetwegen vor Statthalter und Könige gestellt werden, ihnen zum Zeugnis&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung dieses Nachsatzes ist etwas unklar. (1) ist nicht klar, ob αὐτοῖς &#039;&#039;ihnen&#039;&#039; sich auf die Statthalter und Könige bezieht oder auf die Auslieferer, Prügler, Statthalter und Könige, (2) lässt sich aus V. 9 allein nicht erkennen, worauf das &#039;&#039;ihnen zum Zeugnis&#039;&#039; sich eigentlich beziehen soll. Die Mehrheitsmeinung bei der Interpretation von &#039;&#039;V. 10&#039;&#039; ist aber, dass er parenthetisch das &#039;&#039;ihnen zum Zeugnis&#039;&#039; auslegt und &#039;&#039;Zeugnis&#039;&#039; also auf die „Verkündigung“ zu beziehen ist; und da man durch Ausgeliefert-werden und Geprügelt-werden keinen direkten Beitrag zur Verkündigung leistet, bedeuten Vv. 9c.10 wohl sinngemäß: „Ihr werdet meinetwegen vor Statthalter und Könige gestellt werden, um ihnen zu verkündigen; denn erst muss auf der ganzen Welt das Evangelium verkündigt werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; -{{par|Markus|1|44}}{{par|Markus|6|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} denn (und, aber)&amp;lt;ref&amp;gt;Kausales καὶ; vgl. Reiser 1983, S. 127; Wilckens.&amp;lt;/ref&amp;gt; zuerst&amp;lt;ref&amp;gt;recht sicher i.S.v. „vor dem Ende“&amp;lt;/ref&amp;gt; muss das Evangelium bei ({bei})&amp;lt;ref&amp;gt;εἰς wird hier verwendet wie ἔν; vgl Cranfield 1959, S. 199; Turner 1924b, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; allen Völkern verkündigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und wenn man euch abführt (sie euch abführen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;impersonaler Plural&amp;quot; /&amp;gt;, um euch auszuliefern&amp;lt;ref&amp;gt;final aufgelöstes [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen adverbiales Partizip], so auch Schenke 2005, S. 290 („zur Auslieferung vorführen“); vgl. auch Mateos 1987, S. 237. Auch Jantzen u.a. Üss. Die Jünger sollen sich &#039;&#039;im Vorfeld&#039;&#039; ihres Ausgeliefert-werdens keine Sorgen machen. So stimmt es ja auch zusammen mit &#039;&#039;προ&#039;&#039;μεριμνᾶτε &#039;&#039;sorgt euch nicht im Voraus&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sorgt euch nicht im Voraus, was ihr sagen sollt, sondern das, was (was auch immer) euch in jener Stunde eingegeben (gegeben)&amp;lt;ref&amp;gt;theologischer Passiv, eigentlich also besser „das, was Gott euch in jener Stunde eingeben wird“. Vgl. Grosvenor/Zerwick 1993, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt; werden wird, das sagt! Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der heilige Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} {Und} Ausliefern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; wird ein Bruder [seinen] Bruder in den Tod und ein Vater [sein] Kind, und erheben werden sich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; Kinder gegen [ihre] Eltern und töten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; werden sie sie.{{par|Micha|7|2}}{{par|Micha|7|6}}{{par|Sacharja|13|3}}{{par|Matthäus|10|35}}{{par|Lukas|12|52}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und ihr werdet von allen gehasst werden wegen meines Namens (um meinetwillen, wegen mir)&amp;lt;ref&amp;gt;wie im Hebräischen dient auch in der Koine &#039;&#039;Name&#039;&#039; als Wechselbegriff für den Namensträger, also &#039;&#039;wegen meinem Namen&#039;&#039; = &#039;&#039;wegen mir&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der aber, der bis zum Ende&amp;lt;ref&amp;gt;(i) Die Mehrheitsmeinung - der auch hier zuzustimmen ist - ist, dass das &#039;&#039;Ende&#039;&#039; sich auf das Eschaton, das Ende der Zeit, bezieht. Daneben hat (ii) Cranfield 1959, S. 401 die Bedeutung &#039;&#039;völlig, komplett&#039;&#039; vorgeschlagen; (iii) Ernst 1963, S. 377f. hält es für doppelsinnig und bezieht es neben dem Eschaton auch auf das Lebensende jedes einzelnen Jüngers. (ii) ist sehr unwahrscheinlich - die Wiederholung der in V.7 deutlich eschatologisch verwendeten Vokabel ist zu auffällig für diese Interpretation. (iii) ist möglich, aber aus dem selben Grund nicht sehr wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; standhaft bleibt (dies erduldet)&amp;lt;ref&amp;gt;ὑπομένω steht nicht nur für &#039;&#039;ausharren&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;warten&#039;&#039;, sondern - bes. hier - für das Ertragen und Erdulden von Leiden; vgl. EWNT III, S. 968&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird gerettet werden.{{par|Daniel|12|12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Wenn ihr dann aber den Gräuel der Verwüstung&amp;lt;ref name=&amp;quot;V. 14&amp;quot;&amp;gt;Vers 14 ist völlig rätselhaft. Rätselhaft ist (1) der Ausdruck βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως, der standardmäßig übertragen wird mit &#039;&#039;Gräuel der Verwüstung&#039;&#039;; etwas rätselhaft ist (2) der Wechsel vom Neutrum βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως zum Maskulinum ἑστηκότα &#039;&#039;, der steht&#039;&#039; und rätselhaft ist außerdem (3) die Ortsangabe ὅπου οὐ δεῖ, die standardmäßig übertragen wird mit &#039;&#039;wo er nicht darf&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(i) Die Standard-Interpretation ist diese: (1) βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως ist ein Verweis auf [[Daniel 9#s27 |Dan 9,27]]; [[Daniel 11#s31 |11,31]]; [[Daniel 12#s11 |Dan 12,11 LXX]]; [[1Makkabäer 1#s54 |1Makk 1,54]]. In den alttestamentlichen Texten ist die Entsprechung {{hebr}}שִׁקּוּץ שֹׁמֵם{{hebr ende}}. Das hebräische {{hebr}}שִׁקּוּץ{{hebr ende}} ist eine verächtliche Bezeichnung für Götzen und Götzenkulte (Ges18, S. 1381f) und {{hebr}}שֹׁמֵם{{hebr ende}} ist ein Verbaladjektiv mit der Bedeutung &#039;&#039;verwüstend&#039;&#039; (Ges18, S. 1380) - also rein lexikalisch &#039;&#039;der verwüstende Götze&#039;&#039; oder &#039;&#039;der verwüstende Götzenkult&#039;&#039;. Historisch macht diese Übersetzung Sinn, denn in den besagten Texten ist wohl die Rede von der Statue des Zeus, die Antiochus Epiphanes 168 v.Chr. im Tempel aufstellen ließ. Das griechische βδέλυγμα dagegen bezeichnet meist allgemein &#039;&#039;das, was Gott ein Gräuel ist&#039;&#039; (EWNT I, S. 502) und das griechische τῆς ἐρημώσεως wäre entsprechend dem Hebräischen zu deuten als Genitiv des Produkts, also &#039;&#039;das Gräuel, das Verwüstung hervorbringt&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Weil diese von Daniel übernommene &#039;&#039;Neutrum&#039;&#039;-Phrase modifiziert wird vom &#039;&#039;maskulinischen&#039;&#039; Partizip ἑστηκότα &#039;&#039;der steht&#039;&#039;, heißt es meist, dass V. 14a &#039;&#039;ad sensum&#039;&#039; konstruiert sei und man deshalb bei βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως an eine Person denken müsse, nämlich den Antichristen - was gut mit der Konnotation „Götze“ des Hebräischen zusammenstimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) ὅπου οὐ δεῖ &#039;&#039;wo er nicht darf&#039;&#039; weiterhin wird meist mit [[Matthäus 24,15 |Mt 24,15]] bezogen auf den Tempel, also sinngemäß: „Wenn der Antichrist im Tempel auftaucht“, was außerdem zusammenstimmt mit [[2Thessalonicher 2,3|2Thess 2,3ff]]: „Zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt.“ (EÜ)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(ii) Exegeten wie Pesch 1977, Schenke 2005 und Thüsing 2011 denken bei βδέλυγμα τῆς ἐρημώσεως nicht an den Antichristen, sondern an zeitgeschichtliche Geschehnisse zur Zeit des jüdischen Krieges. Pesch lässt die genaue Referenz offen, da sie nicht genau bestimmt werden könne; Schenke denkt an die Schreckensherrschaft der Zeloten im Tempel ab 65/66 n.Chr. und Thüsing an die römischen Feldzeichen, die die Römer nach der Eroberung Jerusalems im Tempel aufstellten und auf denen Götzenbilder abgebildet seien. Diese Interpretation hat aber die grammatische Schwierigkeit die ad-sensum-Konstruktion (s.o. unter (2)); v.a. aber fügt sie sich schlecht in den Kontext des Abschnitts, denn spätestens V. 19 macht ja deutlich, dass hier eben nicht an „zeitgeschichtliche Ereignisse gedacht wird“ (Pesch), sondern an apokalyptische Geschehnisse (vgl. auch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._14-20:_Abschnitt_3 Kommentar]). Weil Interpretation (ii) außerdem noch eine Minderheitenmeinung ist, wird man durchaus Interpretation (i) den Vorzug geben müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; stehen&amp;lt;ref name=&amp;quot;V. 14&amp;quot; /&amp;gt; seht, wo er nicht [stehen] soll&amp;lt;ref name=&amp;quot;V. 14&amp;quot; /&amp;gt; – der Leser sei aufmerksam!&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung dieser Parenthese ist in der Exegese umstritten. Die unterschiedlichen Interpretationen hängen v.a. daran, auf wen &#039;&#039;Leser&#039;&#039; bezogen wird. Vorgeschlagen wurden, dass es sich beziehe&lt;br /&gt;
# auf den Leser eines hypothetischen apokalyptischen Flugblattes, das als (eine der) Vorlage(n) von Mk 13 angenommen wird - diese Position ist sehr verbreitet, dennoch sehr unwahrscheinlich. Denn es ist schwer vorstellbar, dass es dem Redaktor des Mk nicht aufgefallen sein sollte, dass sich die Parenthese - die sich an einen Leser und nicht an mehrere Hörer richtet - so überhaupt nicht in die Kommunikationssituation der eschatologischen Mahnrede Jesu fügt und sie daher mitübernommen habe.&lt;br /&gt;
# auf den Hörer bei der öffentlichen Verlesung des Markusevangeliums, dem die Wichtigkeit des Gräuels der Verwüstung noch einmal unterstrichen werden soll - aber dieser &#039;&#039;Hörer&#039;&#039; ist ja dann kein „Leser“.&lt;br /&gt;
# auf den Vorleser des Markusevangeliums bei der öffentlichen Verlesung; die Parenthese sei dann nicht dazu gedacht, laut vorgelesen zu werden, sondern sei eine Notiz für den Vorleser, die eben beschriebene ad-sensum-Konstruktion richtig vorzulesen (vgl. Best 1989, S. 128-30, der die Parenthese dann auch konsequent in seiner Übersetzung ausspart. Dagegen aber gut Collins 2009, S. 545f.)&lt;br /&gt;
# auf die vier Jünger, die die von [[Daniel 9#s27 |Dan 9,27]]; [[Daniel 11#s31 |11,31]]; [[Daniel 12#s11 |12,11]] übernommene Prophezeiung richtig - d.h. im Lichte der Prophezeiung Jesu (Perkins 2006, S. 104) - verstehen sollen, wenn sie sie lesen.&lt;br /&gt;
(4) ist am Wahrscheinlichsten, daher noch einige Worte dazu. Zunächst: „Leser des Danielbuches“ als Bedeutung von „Leser“ liegt schon deshalb nahe, da ἀναγινώσκω im Mk ausschließlich für das Lesen im AT verwendet wird (vgl. z.B. Pryke 1978, S. 57f). Vgl. außerdem die Parallelstelle [[Matthäus 24#s15 |Mt 24,15]], wo der Verweis auf das Danielbuch expliziert wird. Dann: Vergleichbare Aufforderungen finden sich auch in anderen Prophezeiungen; vgl. bes. [[Daniel 9#s23 |Dan 9,23]].[[Daniel 9#s25 |25]] (also dem direkten Kontext von [[Daniel 9#s27 |Dan 9,27]], von wo Jesus mutmaßlich die Prophezeiung des „Gräuels der Verwüstung“ übernommen hat); auch [[Offenbarung 13#s9 |Offb 13,9]].[[Offenbarung 13#s18 |18]]; [[Offenbarung 17#s9 |17,9]] (Stellen nach Pesch 1977, S. 292). Auch ist es nicht (sehr) problematisch, dass die Jünger hier in der 3. Person (&#039;&#039;der Leser&#039;&#039; statt &#039;&#039;ihr Leser&#039;&#039;) angesprochen werden; es finden sich im Mk häufiger Anreden an Zuhörer, die Jesus in 3. Person angespricht (s. [[Markus 4#s9 |Mk 4,9]].[[Markus 4#s23 |23]]; [[Markus 8#s34 |8,34]]; vgl. Perkins 2006, S. 101f). Sinngemäß wäre dann also zu übersetzen: „Ihr Leser, gebt gut acht“ oder „Beim Lesen seid verständig“.&amp;lt;/ref&amp;gt; –, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen&amp;lt;ref&amp;gt;Das Motiv der Flucht ins Gebirge ist ein häufigeres Motiv; vgl. z.B. [[1Makkabäer 2#s28 |1Makk 2,28]] (s. z.B. Gnilka 1978, S. 195f); umgekehrt kennt man auch das Motiv der Flucht aus dem Umland in die Hauptstadt, vgl. z.B. [[Jeremia 4#s1 |Jer 4,1]]ff. (s. z.B. Pesch 1977, S. 292).&amp;lt;/ref&amp;gt;;{{par|Genesis|19|17}}{{par|Jeremia|4|29}}{{par|Daniel|9|27}}{{par|Daniel|11|31}}{{par|Daniel|12|11}}{{par|1Makkabäer|1|54}}{{par|1Makkabäer|2|28}}{{par|2Thessalonicher|2|4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} wer auf dem Dach [ist],&amp;lt;ref&amp;gt;Das altjüdische Haus hatte ein von außen begehbares Dach (eine schöne Darstellung findet sich im [http://books.google.de/books?id=frwjqZSN4oUC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA9#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Kregel Pictorial Guide to Everyday Life in Bible Times]), das man vor allem in der Freizeit benutzte (z.B. um zu schlafen). Für die LF würde ich „Dachterrasse“ vorschlagen (so auch NeÜ; ähnlich KAM: „Terrasse“. Gut auch KNO: „Flachdach“)&amp;lt;/ref&amp;gt; soll nicht ({weder})&amp;lt;ref name=&amp;quot;mäde&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;nicht hinabsteigen, um hineinzugehen&#039;&#039; vs. &#039;&#039;weder herabsteigen noch hineingehen&#039;&#039; - Natürlich muss der auf dem Dach hinabsteigen, um in die Berge fliehen können; μηδὲ hat daher hier negative finale Bedeutung (vgl. Smyth 2193b). Die Satzstruktur lässt sich nicht in die LF übernehmen, man muss zu etwas greifen wie „Wer auf dem Dach ist, soll sich nicht erst noch &amp;lt;s&amp;gt;hinuntersteigen, um&amp;lt;/s&amp;gt; ins Haus gehen, um sich etwas zu holen“&amp;lt;/ref&amp;gt; hinabsteigen, um ({noch})&amp;lt;ref name=&amp;quot;mäde&amp;quot; /&amp;gt; hineinzugehen (hineingehen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;mäde&amp;quot; /&amp;gt;, um etwas aus seinem Haus zu holen;{{par|Ezechiel|7|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren&amp;lt;ref&amp;gt;W. &#039;&#039;soll sich nicht zurückwenden nach zurück&#039;&#039;; gemeint ist sicher „nach Hause zurückkehren“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, um sein Obergewand zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} {Aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; Wehe denen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wehe denen&#039;&#039;: Gattungstypische Einleitung eines apokalyptischen Klagerufs (vgl. z.B. [[Offenbarung 18#s16 |Offb 18,16]].[[Offenbarung 18#s19 |19]]); das Schicksal der „schwächsten Glieder der Fluchtgeneration“ (Ernst 1963, S. 381) - der Schwangeren und Stillenden - wird in Form einer Weheruf-parenthese beklagt. Das beste Äquivalent wäre eine Übertragung ähnlich der von BB („Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein, die gerade ein Kind erwarten oder stillen!“) und NGÜ („Wie schwer werden es die Frauen haben, ...!“).&amp;lt;/ref&amp;gt;, die in jenen Tagen&amp;lt;ref name=&amp;quot;in jenen Tagen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;in jenen Tagen&#039;&#039;: Stereotype alttestamentliche Phrase, die häufig in eschatologischen Kontexten verwendet wird; s. z.B. [[Jeremia 3#s16 |Jer 3,16]].[[Jeremia 3#s18 |18]]; [[Jeremia 31#s29 |31,29]]; [[Jeremia 33#s15 |33,15]]f.; [[Joel 3#s1 |Joel 3,1]]; [[Sacharja 8#s23 |Sach 8,23]] u.ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; schwanger sind oder stillen!{{par|Lukas|23|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} {Aber} (Darum)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winter&amp;quot;&amp;gt;Der Verweis auf den Winter wird meist darauf bezogen, dass der Winter in Palästina die Regenzeit ist und starke Regenfälle die Flucht erschweren. Vielleicht liegt aber wirklich (auch) die Kälte im Fokus: Israel liegt zwar hauptsächlich in einer subtropischen Klimazone, aber in höher gelegenen Regionen - zu denen auch Jerusalem und natürlich erst recht die Berge gehören - kann es winters durchaus so kalt werden, dass es zu Schneefällen kommen kann. Das würde auch erklären, warum V. 16 die Rede vom Mantel ist; vielleicht sollte man daher das δὲ besser als kausales δὲ deuten: &#039;&#039;Darum betet, dass es nicht winters geschieht!&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Betet, dass es nicht während des Winters&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winter&amp;quot; /&amp;gt; geschieht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Denn es werden sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; jene Tage eine derartige Bedrängnis, wie sie seit Beginn der Schöpfung, die Gott geschaffen hat,&amp;lt;ref name=&amp;quot;redundant&amp;quot;&amp;gt;redundanter Relativsatz. Kein Semitismus oder Septuagintismus (gegen Cranfield 1959, S. 404); die Konstruktion kennt man auch sonst im Griechischen (vgl. z.B. Chariton, Chaireas und Kallirhoe 7,2,4 τῆς Ἀθηναίων δυστυχίας, ἣν ἐδυστύχησαν ἐν τῷ πολέμῳ τῷ Σικελικῷ &#039;&#039;das Leid der Athener, an dem sie litten im sizilischen Krieg&#039;&#039;); vgl. auch Kleist 1937, S. 143f. „Redundant“ ist eigentlich ungenau; die Konstruktion dient dazu, das durch den Relativsatz modifizierte Satzglied zu spezifizieren; bei Chariton also etwa &#039;&#039;Der Athener Leid &amp;lt;u&amp;gt;während dem sizilischen Krieg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;; Mk 13,19 &#039;&#039;seit Beginn von &amp;lt;u&amp;gt;Gottes&amp;lt;/u&amp;gt; Schöpfung&#039;&#039;; Mk 13,20 &#039;&#039;um &amp;lt;u&amp;gt;seiner/der von ihm&amp;lt;/u&amp;gt; Auserwählten willen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis jetzt nicht geschehen ist und niemals geschehen wird&amp;lt;ref&amp;gt;οὐ μὴ + Aorist Konjunktiv: stärkstmögliche griechische Konstruktion zur Negierung eines zukünftigen Geschehnisses; vgl. Wallace, S. 468. Der Vers verdichtet den Topos des Nochniedagewesenen (Pesch 1977, S. 293); vielleicht sollte man in der LF statt zu einer wörtlichen Üs. besser zu einem Äquivalent greifen wie „eine solche Drangsal, wie sie noch nie geschehen ist - früher nicht, heute nicht und nimmermehr!“ oder einfach „eine Drangsal, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Exodus|11|6}}{{par|Joel|2|2}}{{par|Daniel|12|1}}{{par|Offenbarung|16|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} {Und} Wenn der Herr nicht die Tage verkürzt hätte,&amp;lt;ref&amp;gt;zum Motiv der verkürzten Zeit vgl. Ernst 1963, S. 381f.: „Die Verkürzung der Zeit ist ein bekanntes Motiv (vgl. 4Esra 4,26; 2Bar 20,1; 1Hen 80,2; Barn 4,3), dessen Wurzeln im Geschichtsverständnis der Apokalyptik liegen. Der Herr hat den Ablauf in einem Plan festgelegt. Auch die Drangsale der Endzeit unterliegen dem unausweichlichen „es muß geschehen“; der Geschichtsdeterminismus ist freilich durch die Rückführung auf den Willen Gottes, der aus Barmherzigkeit die Drangsale verkürzen kann, relativiert.“&amp;lt;/ref&amp;gt; würde absolut niemand&amp;lt;ref&amp;gt;W.: &#039;&#039;nicht ... jedes Fleisch&#039;&#039;; Kombination zweier Septuagintismen; vgl. Cranfield 1959, S. 404; Doudna 1961, S. 105f: &#039;&#039;nicht jeder&#039;&#039; = &#039;&#039;keiner&#039;&#039;; &#039;&#039;jedes Fleisch&#039;&#039; = &#039;&#039;jeder&#039;&#039;, also „absolut keiner“. In Mk 13 ist dies die einzige Stelle, die ich für einen eventuellen Semitismus halten würde. Dahin weist auch, dass κύριος im NT nur in AT-Zitaten oder Nachahmungen des Septuaginta-Stils ohne Artikel verwendet wird; vgl. Mateos 1987, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; gerettet werden, doch um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat,&amp;lt;ref name=&amp;quot;redundant&amp;quot; /&amp;gt; hat er die Tage verkürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} {Und} Sagt dann einer zu euch: ‚{Siehe} Hier [ist] der Christus!‘&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siehe&amp;quot;&amp;gt;Bailey 2009, S. 360 hat die beiden Ausrufe sehr gut analysiert: Fokalisiert ist in beiden jeweils der Lokativ (&#039;&#039;Hier&#039;&#039; + &#039;&#039;dort&#039;&#039;); sie sind also konstruiert wie eine Antwort auf die unausgedrückte Frage „Wo ist der Christus?“. ἴδε  fungiert dabei als bloßer Fokuspartikel und sollte im Deutschen ausgespart werden. So jedenfalls wäre der Satz grammatisch zu analysieren. V. 22 macht aber deutlich, dass dieses &#039;&#039;Hier!&#039;&#039; und &#039;&#039;dort!&#039;&#039; auf die verschiedenen Pseudo-christusse verweisen soll; also sinngemäß eher „Dieser hier ist  der Christus!“ und „jener dort ist der Christus!“. Ich denke aber, dass das auch bei wörtlicher Übersetzung klar herauskommt.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder {Siehe} dort [ist er]!&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siehe&amp;quot; /&amp;gt; - glaubt [es] nicht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} denn aufstehen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; werden falsche Christusse und falsche Propheten, und darbieten&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Bedeutung „darbieten“ für δίδωμι vgl. Mateos 1987, S. 288. Einige Hss haben ποιήσουσιν statt δώσουσιν, aber die Kombination von σημεῖον mit ποιέω findet sich sonst nirgends in den synoptischen Evangelien (dafür häufiger in Joh); daher und wegen der weit besseren Bezeugung ist δώσουσιν der Vorzug zu geben.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden sie&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzspitzenstellung&amp;quot; /&amp;gt; Zeichen und Wunder,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zeichen und Wunder&#039;&#039;: pleonastischer formelhafter Ausdruck. Das Wort τέρας &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; wird von den Synoptikern einzig hier und in der Parallelstelle [[Matthäus 24#s24 |Mt 24,24]] verwendet. Auffällig ist, dass es auch im Joh nur einmal ([[Johannes 4#s48 |Joh 4,48]]), ebenfalls in Verbindung mit σημεῖον und scheinbar ebenfalls in abwertender Weise, verwendet wird - „„Wunder“ sind genau das, was man von Gott nicht erwarten darf. Die heidnischen Griechen verstanden unter τέρας meist ein Staunen und Schrecken erregendes, exorbitantes Wunderzeichen, vor allem kosmischer Art [...].“ (Fuller 1969, S. 23). Vielleicht kann man diese Konnotation des Exorbitanten und des Abwertenden besser übertragen durch etwas wie „Mirakel und Wunderwerke“; vielleicht sogar „Mirakel und Spektakel“, aber das geht vielleicht einen Schritt zu weit.&amp;lt;/ref&amp;gt; um – wenn möglich – die Auserwählten zu verführen (irrezuführen)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Verb ἀποπλανάω hat hier „die Bedeutung eschatologischer Verführung“ (EWNT III, S. 236)&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Deuteronomium|13|2}}{{par|Jeremia|6|13}}{{par|Daniel|11|35}}{{par|Offenbarung|13|13|14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} {Ihr aber} (Ihr dagegen)&amp;lt;ref&amp;gt;Auch in V. 23 scheint δὲ nur den Beginn eines neuen Satzes zu markieren. Möglich wäre aber auch dies: Der Einschub εἰ δυνατὸν &#039;&#039;wenn möglich&#039;&#039; in V. 22 könnte theoretisch auch bedeuten &#039;&#039;wo/bei wem immer das möglich ist (=ihnen das gelingt)&#039;&#039;; in diesem Fall würde das δὲ in V. 23 die Jünger mit den Erwählten, bei denen das Irreführen gelingt, kontrastieren. Dann wäre außerdem das πρὸς in V. 22 resultativ zu deuten, also etwa „falsche Christen und Propheten werden Mirakel und Spektakel veranstalten &#039;&#039;und so all jene&#039;&#039; Erwählten verführen, &#039;&#039;bei denen&#039;&#039; es ihnen gelingt. &#039;&#039;Ihr dagegen&#039;&#039;: Achtet auf euch selbst...“ - So aber m.W. niemand und es ist diese Verwendung von εἰ auch eher selten, daher können wir getrost bei der angegebenen Standard-übersetzung bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid achtsam!&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt; Ich habe euch alles vorausgesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung von πάντα ist in der Exegese umstritten; vgl. dazu den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} {Aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; in jenen Tagen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;in jenen Tagen&amp;quot; /&amp;gt; nach jener Bedrängnis, wird die Sonne verdunkelt werden (sich verfinstern), {und} der Mond wird seinen Schein nicht geben,{{par|Jesaja|13|10}}{{par|Jesaja|24|23}}{{par|Jesaja|34|4}}{{par|Ezechiel|32|7}}{{par|Joel|2|2}}{{par|Joel|2|10}}{{par|Joel|3|4}}{{par|Joel|4|15}}{{par|Amos|8|9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} {und} die Stern werden vom Himmel fallen und die Kräfte&amp;lt;ref&amp;gt;Die δυνάμεις sind in der Bibel mythische kosmische Mächte. Wahrscheinlich ist diese Vorstellung noch ein Reflex aus der Zeit, als die Himmelskörper auch in Israel als göttlich angesehen wurden. In der nachbiblischen Zeit wurden sie als „Engel“ interpretiert (bes. wichtig: Dionysius Areopagita: [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel3689.htm CH 8,1]); heute stellen sie in der Engellehre sozusagen „ganz offiziell“ einen der Neun Englischen Chöre: die &#039;&#039;virtutes&#039;&#039;, die dafür verantwortlich sind, in Gottes Auftrag Wunder zu wirken. Vermutlich stammt das Bild noch aus der Apokalypse-Schilderung in [[Jesaja 34#s4 |Jes 34,4]].&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Himmeln (am Himmel) werden erschüttert werden.{{par|Jesaja|34|4}}{{par|Joel|2|2}}{{par|Offenbarung|6|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und dann wird erscheinen (wird man sehen, werden sie sehen)&amp;lt;ref&amp;gt;W. &#039;&#039;werden sie sehen&#039;&#039;, aber impersonaler Plural (vgl. z.B. Martin 2009, S. 477), daher besser &#039;&#039;wird &amp;lt;u&amp;gt;man&amp;lt;/u&amp;gt; sehen&#039;&#039;. Noch besser aber: ὁράω im Medium ist ein formelhafter Offenbarungsterminus, der v.a. im Zhg. mit Christi Auferstehung verwendet wird; daher &#039;&#039;wird erscheinen&#039;&#039;. Ähnlich ist ἐρχόμενον in der hierigen Verwendung ein eschatologischer Terminus (s. [[Markus 11#s9 |Mk 11,9]]f; [[Markus  12#s9 |12,9]]; [[Markus 13#s35 |13,35]]; [[Markus 14#s62 |14,62]]; vgl. Kleist 1937, S. 183). Beide beziehen sich also auf die heilbringende Ankunft des Menschensohnes am Ende der Zeit; sehr gut wäre es daher, wenn das Zusammenspiel dieser beiden Vokabeln sich auch lexikalisch in der LF erkennen ließe.&amp;lt;/ref&amp;gt; den in den Wolken kommenden Menschensohn&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;&amp;gt;Auch &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ist ein eschatologischer Terminus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25. &#039;&#039;Sohn&#039;&#039; in V. 32 ist sehr wahrscheinlich nur eine Kurzform von &#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039;; vgl. z.B. Schenk 1997, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit großer Macht&amp;lt;ref&amp;gt;Im Singular (anders als im Plural, V. 25) ist die δύναμις ein Attribut Gottes/Christi und bezeichnet deren (All)Macht.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Herrlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;δόξα ist ein Begriff aus den Theophanietraditionen; es handelt sich um ein sichtbares Attribut des sich offenbarenden Gottes. Wo die Texte Rückschlüsse auf das Wesen der δόξα zulassen, scheint man sich diese Herrlichkeit als eine Art „Lichtglanz“, „Glorie“ vorstellen zu müssen (vgl. ähnlich EWNT I, S. 836). [[Matthäus 24#s27 |Mt 24,27]] und [[Lukas 17#s24 |Lk 17,24]] explizieren das, indem sie die Parusie des Menschensohnes mit einem Wetterleuchten vergleichen: „Wie der Blitz [...] leuchtet, so wird es mit dem Menschensohn/der Ankunft des Menschensohns sein [...].“ In V. 26 bildet es so einen Gegensatz mit der Schilderung der Finsternis in V. 25 und sollte in der LF daher besser mit etwas wie „herrlicher Lichtglanz“ o.Ä. übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Daniel|7|13}}{{par|Matthäus|16|27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und dann wird er die Engel aussenden und die Auserwählten aus den vier Himmelsrichtungen (Winden)&amp;lt;ref&amp;gt;zur Bedeutung „Himmelsrichtungen“ vgl. EWNT I, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt; vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels&amp;lt;ref&amp;gt;Eine schwierige Stelle. (i) Die Übersetzung im Fließtext ist die Standard-Deutung. Daneben hat (ii) Kleist 1937, S. 226 vorgeschlagen, dass es sich hier um die Konstruktion der „parallelen Orientierung“ handeln könnte: Zwei zusammenhängende Ortsangaben werden mit der selben Präposition versehen, obwohl sie rein semantisch unterschiedlicher Präpositionen bedürften, also z.B. im Deutschen &#039;&#039;Ich gehe &amp;lt;u&amp;gt;auf&amp;lt;/u&amp;gt; die Stadt auf dem Berg&#039;&#039; statt &#039;&#039;Ich gehe &amp;lt;u&amp;gt;zur&amp;lt;/u&amp;gt; Stadt auf dem Berg&#039;&#039; und im Falle von Mk 13,27 &#039;&#039;Er wird die Auserwählten aus den vier Himmelsrichtungen &amp;lt;u&amp;gt;am&amp;lt;/u&amp;gt; Ende der Erde sammeln zum Saum des Himmels&#039;&#039;. Diese Konstruktion gibt es wohl wirklich, obwohl ws. nicht alle von Kleist gelisteten Stellen derart zu analysieren sind (neben Mk 13,27 nennt er: [[Markus 1#s28 |Mk 1,28]].[[Markus 1#s38|38]].[[Markus 1#s39 |39]]; [[Markus 5#s1 |5,1]].[[Markus 5#s19 |19]]; [[Markus 6#s45 |6,45]].[[Markus 6#s51 |51]].[[Markus 6#s56 |56]]; [[Markus 9#s43 |9,43]]; [[Markus 11#s1 |11,1]].[[Markus 11#s11 |11]]; [[Markus 12#s2 |12,2]]; [[Markus 14#s3 |14,3]].[[Markus 14#s9 |9]]), aber in diesem Fall sollte man besser Schweizer folgen: (iii) Schweizer 1998, S. 150f erklärt die Formulierung &#039;&#039;vom Rand der Erde bis zum Rand des Himmels&#039;&#039; als „eine etwas unlogische Vermischung der beiden Bilder „von einem Rand des Himmels bis zum andern“ ([[Deuteronomium 30#s4 |Dtn 30,4 LXX]], wo vom Sammeln der versprengten Israeliten die Rede ist) und „von einem Rand der Erde bis zum anderen“ ([[Deuteronomium 13#s8 |Dtn 13,8]]).“; sie ist dann als ein etwas schräger Ausdruck für „auf der ganzen Erde“ aufzufassen. [[Matthäus 24#s31 |Mt 24,31]] hat das geglättet; bei ihm heißt es nur noch wie in Dtn 30,4 „von einem Ende des Himmels bis zum andern“. V. 27 ist dann pleonastisch; &#039;&#039;aus den vier Himmelsrichtungen&#039;&#039; und &#039;&#039;auf der ganzen Erde&#039;&#039; beziehen sich beide darauf, dass der Menschensohn seine Auserwählten &#039;&#039;von überall her&#039;&#039; zusammensammeln wird.&amp;lt;br /&amp;gt; Zur Vorstellung vgl. noch Tg Ps-Jon Dt 30,4: „Wenn eure Zerstreuten wären an den Enden des Himmels, so wird euch von dort der Memra Jahves eures Gottes zusammenbringen durch Elias, den Hohenpriester, und euch von dort heranholen durch den König, den Messias.“ (vgl. B/S IV/2. S. 797)&amp;lt;/ref&amp;gt; sammeln.{{par|Deuteronomium|30|3}}{{par|Jeremia|32|37}}{{par|Ezechiel|34|13}}{{par|Ezechiel|36|24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Über&amp;lt;ref&amp;gt;zu Ἀπὸ i.S.v. &#039;&#039;über&#039;&#039; vgl. LSJ (Bed. A7)&amp;lt;/ref&amp;gt; den Feigenbaum {aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; lernt (erfahrt) ein Gleichnis: Sobald&amp;lt;ref&amp;gt;zu ὅταν ἤδη i.S.v. &#039;&#039;sobald&#039;&#039; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Grosvenor/Zerwick.&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Zweige&amp;lt;ref&amp;gt;W. &#039;&#039;sein Zweig&#039;&#039;; kollektiver Singular&amp;lt;/ref&amp;gt; weich werden &amp;lt;ref&amp;gt;sicher i.S.v. &#039;&#039;Wenn der Saft in die Zweige steigt&#039;&#039; (so z.B. GN, NGÜ). Sehr schön BB: &#039;&#039;Wenn seine Zweige frisch austreiben und Blätter bekommen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe [ist].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} So auch ihr:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gleichnis&amp;quot;&amp;gt;Zum Gleichnis vgl. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&amp;lt;/ref&amp;gt; wenn ihr dies&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gleichnis&amp;quot; /&amp;gt; geschehen seht, erkennt, dass er (es)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gleichnis&amp;quot; /&amp;gt; nahe vor den Toren (vor der Tür)&amp;lt;ref&amp;gt;θύραις Dativ Plural kann auch für die einzelne Tür verwendet werden. Wer sich für „die Tür“ entscheidet lässt den Hörer/Leser eher an die Tür eines Hauses denken. Wird der Plural verwendet, wird das Bild von „Stadttoren“ wachgerufen. Deshalb dann besser „vor den Toren“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist!{{par|Philemon|4|5}}{{par|Offenbarung|3|20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Amen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschlecht&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dieses Geschlecht wird nicht vergehen&#039;&#039; heißt höchstwahrscheinlich, dass noch zu Lebzeiten der Zeitgenossen Jesu das Eschaton eintreten wird (s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]). Diese mit diesem Begriff bezeichneten Zeitgenossen werden im Mk stets negativ beurteilt (so auch Dschulnigg 2007, S. 348; Gnilka 1978, S. 206; Schenke 2005, S. 299); wahrscheinlich wird man daher V. 30 als Drohwort auffassen müssen (vgl. bes. [[Markus 8#s38 |Mk 8,38]]). Das &#039;&#039;Amen, ich sage euch&#039;&#039; (-&amp;gt;°Amen°) hätte dann hier eine ähnliche Funktion wie im Deutschen ein Drohungen einleitendes „Ich verspreche dir,...“, „ich sag&#039;s dir,...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ich sage euch: Nicht (Keinesfalls)&amp;lt;ref name=&amp;quot;u mä&amp;quot; /&amp;gt; wird diese Generation (Geschlecht)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschlecht&amp;quot; /&amp;gt; vergehen, bis dies alles&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung von ταῦτα πάντα &#039;&#039;dies alles&#039;&#039; ist in der Exegese umstritten; vgl. dazu den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Markus_13#Vv._28-31:_Abschnitt_1 Kommentar]&amp;lt;/ref&amp;gt; geschehen sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kleist 1937, S. 226 kommentiert wunderbar diesen Vers, indem er seiner Unsicherheit sehr ehrlich Ausdruck verleiht: „&#039;&#039;Werden&#039;&#039; oder &#039;&#039;würden&#039;&#039; vergehen? Werden Himmel und Erde tatsächlich vergehen? Oder vielleicht in diesem Sinn: „Selbst wenn Himmel und Erde (von denen man ja eigentlich meinen würde, dass sie unzerstörbar sind) vergehen würde, würden meine Worte nicht vergehen; d.h. sich nicht als falsch erweisen“?“&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist eine schöne Deutung, aber nicht nötig: Die Vorstellung, dass am Ende der Zeit Himmel und Erde vergehen würden, ist ein häufigerer Topos in der Bibel; vg. TRE 30, S. 290: „Die alttestamentlich-apokalyptische Tradition des Untergangs von Sonne, Mond, Sternen, Himmel und Erde fand in den Gerichtsszenen im Neuen Testament (vgl. [[Markus 13#s24 |Mk 13,24-26]]; [[Apostelgeschichte 6#s12 |Apg 6,12-17]]; [[Hebräer 12#s26 |Heb 12,26f.]] [...]) Wiederhall. [...] Am Tag des Herrn vergehen Himmel, Erde und Grundelemente in einem kosmischen Weltenbrand (vgl. [[2Petrus 3#s10 |2Pet 3,10-13]]). Obwohl die Schöpfung, Himmel und Erde (vgl. [[Lukas 16#s17 |Lk 16,17]] [Q]; [[Markus 13#s31 |Mk 13,31]]), diese Welt (vgl. [[1Korinther 7#31 |1Kor 7,31b]]; [[1Johannes 2#17 |1Joh 2,17]]) vergehen werden, wäre das aber nicht das Ende.“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Psalm|89|37|38}}{{par|Jesaja|40|8}}{{par|Jesaja|51|6}}{{par|Jesaja|54|10}}{{par|Matthäus|5|18}}{{par|1_Petrus|1|24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Von dem Tag und der Stunde weiß niemand,&amp;lt;ref&amp;gt;Die Formulierung Περὶ τῆς ἡμέρας ἐκείνης &#039;&#039;über jenen Tag&#039;&#039; (περί + Genitiv = &#039;&#039;über&#039;&#039;) klingt so, als wollte Jesus sagen, dass niemand etwas &#039;&#039;über&#039;&#039; die Geschehnisse am Ende der Zeit weiß - was aber keinen Sinn macht, da er ja selbst gerade lang und breit die Geschehnisse am Ende der Zeit referiert hat. Es muss daher gedeutet werden als &#039;&#039;Den Tag oder die Stunde kennt niemand&#039;&#039;, also &#039;&#039;den genauen Zeitpunkt allerdings kennt niemand&#039;&#039;. Vgl. ähnlich Schenke 2005, S. 299: „Antithetisch schließt 13,32 die Terminfrage ab: Über das hinaus, was Jesus angekündigt hat, kann niemand etwas zum Termin der Vollendung sagen. Sie wird sicher und noch vor dem Vergehen dieser Generation kommen, doch den genauen Tag oder gar die Stunde kennt außer Gott niemand, und Gott bewahrt ihn bei sich.“ Das Motiv der Unbekanntheit des genauen Zeitpunktes findet sich auch in 2Bar 21,8 („[Gott], der du [...] ganz allein der Zeiten Schluß vor seiner Ankunft kennst [...]“ (Rießler)) (vgl. Gnilka 1978, S. 207). Vgl. noch V. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; weder die Engel (Boten)&amp;lt;ref&amp;gt;Sowohl das hebräische {{hebr}}מַלְאָך{{hebr ende}} als auch das griechische ἄγγελος heißt ursprünglich nur „Bote“, wird aber in der Bibel eher selten von menschlichen Boten verwendet, sondern meist von himmlischen Geistwesen, für die sich im Deutschen die Bezeichnung „Engel“ eingebürgert hat. Da sie hier durch „im Himmel“ spezifiziert werden, ist klar, dass dass es sich um letztere handelt. Auch das Motiv des Nichtwissens der Engel findet sich häufiger; vgl. [[1Petrus 1#s12 |1Pet 1,12]]; [[Epheser 3#10 |Eph 3,10]]; 4Esra 4,52 („Er (=der Engel) sprach zu mir: / Zum Teil kann ich die Zeichen dir vermelden, / wonach du fragst. / Doch ward ich nicht gesandt, / von deiner Lebensdauer etwas dir zu sagen. / Ich weiß es selber nicht.“ (Rießler)); vgl. Gnilka 1978, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Himmel, noch der Sohn&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot; /&amp;gt;, allein der Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Seit achtsam!&amp;lt;ref name=&amp;quot;blicken&amp;quot; /&amp;gt; Seid wachsam! - denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt (da) ist.{{par|Matthäus|24|42}}{{par|Lukas|12|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} [Es ist]&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Kleist 1937, S. 226: „ὡς ἄνθρωπος: brachylogical; „it is as when...““. Vielleicht aber besser: Vv. 34f. sind ein °Gleichnis°; V. 34 ist dabei die Bild-, V. 35 die Sachhälfte. Vielleicht könnte man daher das ὡς ... οὖν auch deuten als Versprachlichung der Relation von Bild- und Sachhälfte: &#039;&#039;So wie..., so&#039;&#039; (vgl. Louw/Nida 89.50 zu οὖν: „Resultats-marker; impliziert häufig die Konklusion einer Argumentation“ (meine Übersetzung)). Dann also: &#039;&#039;Ebenso, wie wenn ein Mann auf Reisen geht ... und dem Torhüter aufträgt, wachsam zu sein, so sollt auch ihr wachsam sein ...&#039;&#039;. Bisher habe ich aber kein gute Beispiel für ein derart verwendetes οὖν gefunden, daher wird man wohl der Lösung von Kleist den Vorzug geben müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie bei einem Mensch auf Reisen, der, als er das Haus verließ und seinen Knechten die Vollmacht gab (ihre Verantwortungen übertrug)&amp;lt;ref&amp;gt;meist: „Vollmacht“; es ist aber zweifellos gemeint, dass jedem Knecht eine bestimmte &#039;&#039;Tätigkeit&#039;&#039; zugewiesen wird (so wird es ja im nächsten Teilvers auch näher spezifiziert). &#039;&#039;Verantwortung&#039;&#039; nach Muraoka, S.255 („authoritative responsibility“); so gut auch BB, EÜ, GN, NeÜ, NGÜ, Zink: „Verantwortung übertragen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Partizip#Die_Sinnrichtungen adverbiale Partizipien] aufgelöst als temporale Nebensätze. So löst auch Kleist 1937 auf und so ist es viel sinnvoller; denn der Fokus liegt bei dem Gleichnis ja nicht darauf, dass der Hausherr seinen Dienern Tätigkeiten zuweist und unter anderem auch dem Torhüter die Tätigkeit des Wachehaltens; sondern allein die Tätigkeit des Wachehaltens steht im Fokus. Diese Auflösung entbindet auch von der Notwendigkeit, das Gleichnis für eine nicht gelungene Verschmelzung zweier verschiedener Quellen zu erklären, wie z.B. [http://www.digi20.digitale-sammlungen.de/en/fontsize.3/object/goToPage/bsb00051853.html?pageNo=161&amp;amp;prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;start=50&amp;amp;ngram=true&amp;amp;context=Luke&amp;amp;hl=scan&amp;amp;mode=simple&amp;amp;rows=10&amp;amp;fulltext=Luke Weder 1978, S. 163] das tut.&amp;lt;/ref&amp;gt; - jedem seine [eigene] Aufgabe - {dabei}&amp;lt;ref&amp;gt;partikularisierendes καὶ: Der Torhüter ist bereits in &#039;&#039;seinen Knechten&#039;&#039; inkludiert; nun wird noch einmal gesondert auf den Torhüter Bezug genommen&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Torhüter gebot, dass er wachsam sei (Wache halte).&amp;lt;ref&amp;gt;Das altjüdische Haus gehörte i.d.R. zu einem ummauerten Häuserverbund mit gemeinschaftlichen Innenhof, dessen vorderer Teil an die Straße reichte. Viele solcher Häuserverbünde hatten hier einen Torhüter postiert; größere und vornehmere Häuserverbünde sogar ein extra Torhäuschen. vgl. z.B. B/S &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt&amp;lt;ref&amp;gt;Der Satz ist spannend, denn er steht sowohl auf der Bildseite als auch auf der Sachseite des Gleichnisses (-&amp;gt;°Gleichnis°) und bezieht sich sowohl auf die &#039;&#039;Rückkehr&#039;&#039; des Hausherrn als auch als die eschatologisch zu verstehende (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_13#note_bg Fußnote bg]) &#039;&#039;Wiederkunft&#039;&#039; des &#039;&#039;Herrn&#039;&#039;, also des Menschensohnes.&amp;lt;/ref&amp;gt; - ob am Abend, zur Mitternacht, zum Hahnenschrei oder im Morgengrauen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abend&#039;&#039;, &#039;&#039;Mitternacht&#039;&#039;, &#039;&#039;Hahnenschrei&#039;&#039; und &#039;&#039;Morgengrauen&#039;&#039; sind die vier Nachtwachenzeiten der Römer (vgl. Thüsing 2011, S. 115); die Zeitangaben passen also ausgesprochen gut zur Aufgabe des Wache-haltens eines Torwächters.&amp;lt;/ref&amp;gt; -{{par|Lukas|12|38}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} damit er, wenn er plötzlich kommt, euch nicht schlafend vorfindet.{{par|Matthäus|25|5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} Was ich {aber}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konjunktionen&amp;quot; /&amp;gt; euch sage, sage ich&amp;lt;ref&amp;gt;sehr gut GN: „Was ich euch gesagt habe, gilt für alle“.&amp;lt;/ref&amp;gt; allen: Seid wachsam!{{par|Apostelgeschichte|20|31}}{{par|1Korinther|16|13}}{{par|1_Petrus|5|8}}“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_11&amp;diff=21064</id>
		<title>Markus 11</title>
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		<updated>2015-05-20T22:29:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als sie in der Nähe von Jerusalem waren, bei Betfage und Betanien beim Ölberg, schickte er zwei seiner Jünger los.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Er sagte zu ihnen: „Geht in das Dorf da vorne, ihr werdet dort sofort ein angebundenes Eselsfohlen finden, auf dem noch niemand geritten ist. Bindet es los und bringt es her!&lt;br /&gt;
{{L|3}} Und wenn euch jemand fragt: ‚Warum macht ihr das?‘, dann sagt: ‚Der Herr braucht es und schickt es später wieder zurück.‘“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Da gingen sie los und fanden das Eselsfohlen, das auf der Straße an eine Tür gebunden war und banden es los.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Da fragten einige Leute: „Warum bindet ihr das Eselsfohlen los?“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Da sagten sie ihnen genau das, was Jesus gesagt hatte, und die Leute ließen sie machen.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Und sie führten das Eselsfohlen zu Jesus und legten ihre Kleider auf das Fohlen und er setzte sich darauf.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Und viele breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere Zweige, die sie auf den Feldern abgeschnitten oder -gerissen hatten.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Und die Menschen, die vor ihm her gingen oder ihm folgten, riefen immer wieder gemeinsam: „Hosanna! Gepriesen sei, der im Namen des Herrn kommt!&lt;br /&gt;
{{L|10}} Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in den höchsten Höhen!“&lt;br /&gt;
{{L|11}} So zog er nach Jerusalem, zum Tempel. Nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er mit den zwölf Jüngern nach Betanien, weil es bereits spät war.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Als sie am folgenden Tag Betanien verließen, wurde er hungrig.&lt;br /&gt;
{{L|13}} Und als er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern sah, ging er hin um zu sehen, ob Feigen am Baum waren. Doch es waren keine Feigen am Baum, denn es war nicht die richtige Jahreszeit für Feigen.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Da sagte er zu dem Baum: „Nie mehr, bis in Ewigkeit, soll jemand von dir etwas essen!“ Und seine Jünger hörten es.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Als sie nach Jerusalem kamen, ging er in den Tempel und fing an, alle, die im Tempel verkauften und kauften, hinaus zu treiben. Er warf die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um&lt;br /&gt;
{{L|16}} und ließ nicht zu, dass Gegenstände in den Tempelhof gebracht wurden.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Dabei lehrte er sie: „Steht nicht geschrieben: ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden‘? Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht!“&lt;br /&gt;
{{L|18}} Als die obersten Priester und die Schriftgelehrten davon hörten, suchten sie nach einer Möglichkeit, wie sie ihn aus dem Weg räumen könnten. Sie fürchteten ihn nämlich, denn die Menschenmenge war von seiner Lehre fasziniert.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und als es Abend wurde, gingen sie aus der Stadt hinaus.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Als sie morgens an dem Feigenbaum vorbei kamen, sahen sie, dass er vollständig verdorrt war.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Und Petrus erinnerte sich und sagte zu Jesus: „Rabbi, schau, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!“&lt;br /&gt;
{{L|22}} Und Jesus entgegnete: „Vertraut auf Gott!&lt;br /&gt;
{{L|23}} Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht zweifelt, sondern glaubt, dass es geschieht, wenn ihr zu diesem Berg sagt: ‚Erhebe dich und stürze dich ins Meer!‘, dann wird das auch geschehen.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Daher sage ich euch: Glaubt bei allen Dingen, für die ihr betet und bittet, dass ihr sie schon erhalten habt, dann werden sie eintreffen.&lt;br /&gt;
{{L|25}} Und immer wenn ihr betet, dann vergebt denen, gegen die ihr etwas habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Sünden vergibt.&lt;br /&gt;
{{L|26}}  {{Sekundär}}Aber wenn ihr nicht vergebt, dann wird auch euer Vater im Himmel eure Sünden nicht vergeben. {{Sekundär ende}}&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und während er sich im Tempel aufhielt, kamen die obersten Priester, und die Ältesten auf ihn zu&lt;br /&gt;
{{L|28}} und fragten ihn: „Mit welchem Recht handelst du so? Oder wer hat dir das Recht gegeben, so zu handeln?“&lt;br /&gt;
{{L|29}} Doch Jesus sagte zu ihnen: „Eines möchte ich von euch wissen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich so handle.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Die Taufe von Johannes - stammte sie vom Himmel oder von den Menschen? Sagt es mir!“&lt;br /&gt;
{{L|31}} Da berieten sie sich: „Wenn wir sagen: ‚vom Himmel‘, wird er sagen: ‚Weshalb habt ihr im dann nicht geglaubt?‘&lt;br /&gt;
{{L|32}} Sagen wir aber: ‚von Menschen‘ … ?“ Aber sie hatten Angst vor der Menschenmenge, denn alle waren der Meinung, dass Johannes wirklich ein Prophet gewesen war.&lt;br /&gt;
{{L|33}} Also antworteten Sie Jesus: „Wir wissen es nicht.“ Da erwiderte Jesus: „Dann sage ich euch auch nicht, mit welchem Recht ich so handle.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen (näherten), nach Betfage und Betanien beim Ölberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ölberg&#039;&#039; W. „Berg der Ölbäume“ &#039;&#039;in die Nähe von Jerusalem ..., nach Betfage und Betanien beim Ölberg&#039;&#039; Die Gruppe erreichte Jerusalem von Osten, von Jericho her (10,46). Der Ölberg liegt östlich von Jerusalem, dem Tempelberg gegenüber, dazwischen liegt das Kidrontal. Die Straße von Jericho nach Jerusalem führt an der Südseite des Ölbergs vorbei. Betfage und Betanien lagen beide etwas südlich dieser Straße am Hang des Ölbergs. Betanien, wo Jesus später seine Unterkunft hatte (V. 11-12; 14,3), lag etwa 3km vor Jerusalem, das kleinere Betfage etwas näher. Bei dem Dorf in V. 2 handelt es sich wohl um Betfage (Collins 2007, 516; France 2002, 430).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
schickte er zwei seiner Jünger los.{{par|Sacharja|14|4}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Er sagte zu ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er sagte&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als eigenständiger Hauptsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Geht in das Dorf, das vor euch [liegt], und gleich, wenn ihr hineingeht,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn ihr hineingeht&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
werdet ihr ein Eselsfohlen (Fohlen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Eselsfohlen (Fohlen)&#039;&#039; Markus spricht wie Lukas nur von einem Fohlen, während Matthäus und Johannes von einem Eselsfohlen berichten. Zwar ist ein Fohlen gewöhnlich ein junges Pferd, in Jesu paläsitinischem Kontext ist mit einem Fohlen i.d.R. jedoch ein Eselsfohlen gemeint (France 2002, 431). Weiter wäre im Kontext eines kleinen Dorfes ein Pferd unwahrscheinlich (Collins 2007, 517). Vgl. Mt 21,2; Joh 12,15, wo von jungen Eseln die Rede ist. Mit „Fohlen“ ist Markus zudem näher am griechischen Text von Sach 9,9, wo vom Fohlen eines Lasttiers (=Esels) die Rede ist (France).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch nie ein Mensch&#039;&#039; W. „niemand der Menschen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gesessen hat. Bindet es los und bringt es her!&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und falls euch jemand fragt: ‚Was macht ihr da (Warum macht ihr das)?‘, [dann] sagt: ‚Der Herr braucht es und schickt es [später] wieder zurück (hierher).‘“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Für detaillierte Textkritik vgl. den [[Kommentar:Markus 11#Exkurs: Textkrik zu V. 3|Exkurs]] im Kommentar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Daraufhin (Und) gingen sie los und fanden das Eselsfohlen (Fohlen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot; /&amp;gt;, das draußen auf der Straße an eine Tür (Tor) gebunden war, und (als) sie banden es los.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und (da) einige von den [Leuten], die dort herumstanden, fragten sie: „Was macht ihr [da], dass ihr das Eselsfohlen (Fohlen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot; /&amp;gt; losbindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;macht ihr … dass ihr losbindet&#039;&#039; [[Prädikatives Partizip#Prädikatives Partizip bei modifizierenden Verben|Prädikatives Partizip]], als Nebensatz aufgelöst. EÜ: „Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden?“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Da sagten sie ihnen genau [das, was] Jesus gesagt hatte, und [die Leute] ließen sie machen. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und sie führten das Eselsfohlen (Fohlen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fohlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Jesus und legten ihre Kleider (Mäntel, Obergewänder) über [das Tier], und er setzte sich darauf.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und viele breiteten ihre Kleider (Mäntel, Obergewänder) auf dem Weg aus, andere {aber} Zweige (lange Gräser Laubbüschel), die sie auf den Feldern abgeschnitten (abgerissen) hatten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die sie … abgeschnitten (abgerissen) hatten&#039;&#039; Temp. [[Ptz. conj.]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und die [Menschen], die vor [ihm] hergingen und [ihm] folgten, riefen immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;riefen immer wieder&#039;&#039; Das [[Impferfekt]] drückt das, dass die Menschen diese Worte in Sprechchören riefen (oder sangen).&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Hosanna!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hosanna&#039;&#039; Aus Ps 118,25, Hebr. {{hebr}}הוֹשִׁיעָה נָּא{{hebr ende}} „Rette doch/bitte!“, hier offenbar die auf griechische wiedergegebene aramäische Version {{hebr}}הושע נא{{hebr ende}}. Obwohl Mk 11,9 den griechischen Text von Ps 118,26 zitiert, gibt er hier das unübersetzte Wort wieder. Vielleicht war der Ruf unter Markus&#039; Lesern hinreichend bekannt (Collins 2007, 519). Von der Wurzel für „retten“ stammt auch Jesu zu dieser Zeit sehr häufiger hebräischer Name Jeschua. In Ps 118 gilt der Ruf Gott, die versprochene Rettung einzuleiten. Gleich im Anschluss an das Zitat wird in Ps 118 der Tempel erwähnt – den Jesus bald betreten wird (Evans 2001, 145). Psalm 118 war der letzte Psalm, der an Festtagen von Pilgern gesungen wurde. Die pilgernde Menge, die mit Jesus zum Passafest nach Jerusalem kam, scheint den Psalm jedoch nun über Jesus zu singen (vgl. France 2002, 433f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gepriesen (Gesegnet) [sei], der im Namen des Herrn kommt!{{par|Psalm|118|25|26}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Gepriesen (Gesegnet) [sei] das kommende Reich (Herrschaft) unseres Vaters (Vorfahren) David! Hosanna in den höchsten [Höhen]!“{{par|Psalm|148|1}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} So (Danach, Und) zog (ging) er hinein nach Jerusalem, in den Tempel (Tempelbezirk). Dann (Und), nachdem er sich alles angesehen hatte, begab sich mit den Zwölf nach Betanien, weil (als) die Stunde schon spät war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) die Stunde schon spät war&#039;&#039; D.h. einfach „Es war schon spät“ oder „eine fortgeschrittene Tageszeit“. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um die gewöhnliche Zeit zum Abendessen am Spätnachmittag (France 2002, 265). Vgl. 6,35 sowie 15,33 für ähnliche Zeitangaben.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} {Und} Als sie am folgenden Tag Betanien verließen, wurde er hungrig&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde er hungrig&#039;&#039; Als [[ingressives Aorist]] übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und als er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er … sah&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging hin, [um zu sehen], ob er vielleicht etwas daran fände. Doch (Und) als er hinkam, fand er nur (nichts außer) Blätter, es war nämlich nicht die Zeit für Feigen.{{par|Micha|7|1}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} Da (Und) sagte er zu [dem Baum]:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da (Und) sagte er zu [dem Baum]&#039;&#039; W. „antwortete und sagte er zu ihm“. Jesus „antwortet“ (d.h. reagiert) hier auf die Situation (DBL Greek 646; vgl. V. 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Nie mehr, bis in Ewigkeit, soll jemand&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nie mehr, bis in Ewigkeit soll jemand&#039;&#039; W. „nie mehr, bis in Ewigkeit, soll niemand“. Die doppelte Verneinung verstärkt den Schwur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von dir Frucht essen!“ Und seine Jünger hörten das.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Als (Und) sie nach Jerusalem kamen, {und}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;als&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Als (Und) ... {und}&#039;&#039; W. „und … und“, hier als temporale Verknüpfung wiedergegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er in den Tempel (Tempelbezirk) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging er … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fing an, [alle], die im Tempel verkauften und kauften, hinauszutreiben. {und} Er warf die Tische der Geldwechsler und die Stände (Sitze) der Taubenverkäufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taubenverkäufer&#039;&#039; W. „die Tauben verkauften“ ([[Subst. Ptz.]]). Jesus ist gegen Kommerz im Tempelhof, der der Anbetung Gottes vorbehalten sein sollte (vgl. V. 17) (Evans 2001, 169-171).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um{{par|Hosea|9|15}}{{par|Johannes|2|15}} &lt;br /&gt;
{{S|16}} und ließ nicht zu, dass irgendjemand einen Gegenstand (etwas)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einen Gegenstand (etwas)&#039;&#039; Offenbar diente der Tempelhof als Abkürzung für den Warenverkehr (France 2002, 444f.; Collins 2007, 530). Sach 14,21 stellte für den zukünftigen Tempel in Aussicht, dass keinerlei Händler mehr darin verkehren würden. Ein jüdischer Schriftsteller berichtet, dass im (Priestern vorbehaltenen) Heiligtum weder Speisen noch ungeweihte Gegenstände erlaubt waren (Josephus, Gegen Apion 2.8 §§106, 109). Eine spätere jüdische Schriftauslegung verbot den Zutritt zum Tempelberg mit Stab, Sandalen, Geldbörse, staubigen Füßen oder als Abkürzung, aber auch das Spucken auf dem Gelände (m. Ber. 9:5) (Evans 2001, 173).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch den Tempelhof (Tempel) trug.{{par|Sacharja|14|21}} &lt;br /&gt;
{{S|17}} Dabei lehrte er sie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dabei lehrte er sie&#039;&#039; [[Imperfekt]], das etwas Fortdauerndes beschreibt und hier vielleicht anzeigt, dass Jesu Vorwurf die kondensierte Form einer längeren Rede ist. Oder inchoativ „er fing an, sie zu lehren“ (so Evans 2001, 173). W. „Und er lehrte und sagte zu ihnen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Heißt es nicht (Steht nicht geschrieben): ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Haus des Gebets [für] alle Völker&#039;&#039; ([[Dat. commodi]]). Der griechische Text folgt in diesem Zitat wörtlich der LXX und dem hebräischen.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Nichtjuden) genannt werden‘?{{par|Jesaja|56|7}} Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht!“{{par|Jeremia|7|11}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Räuberhöhle&#039;&#039; W. „Höhle der Räuber“ Das Bild stammt aus Jer 7,11. Jesus vergleicht den Idealzustand des Tempelgottesdiensts in dem für die Zukunft verheißenen Tempel (Jes 56,7) mit einem Zustand, den der Prophet Jeremia zum Anlass genommen hat, dem Tempel und den Priestern ein Strafgericht anzudrohen (Jer 7,11). Eigentlich sollte der Tempel für alle ein Ort des Gebets an Gott sein, die Priester sollten ein Beispiel in vorbildlicher Erfüllung der Gebote geben. Doch Jeremias Zeitgenossen waren Heuchler, die die zehn Gebote (und damit den Bund) brachen und sogar andere Götter verehrten. Indem sie sich beim Tempel (und der so zugesicherten Gegenwart Gottes) sicher wähnten, machten sie das Gotteshaus also gewissermaßen zur Räuberhöhle. Gott drohte darum durch Jeremias Protest im Tempel mit der Zerstörung des Tempels und der Vertreibung aus dem Gelobten Land, wenn sie sich nicht ändern. Jesu Vorwurf könnte also kaum schwerer wiegen. Offenbar nimmt er die Entweihung des Tempels durch Kommerz (und andere Vorgänge?) als ähnlich großen Verstoß gegen den Bund wahr, der das Eintreffen der Jesaja-Prophetie effektiv verhindert (Evans 2001, 174-79; France 2002, 445f.; Collins 2007, 530ff.). Nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n. Chr. war den Lesern des Evangeliums sicherlich bewusst, dass auch darin ein Zusammenhang vorlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|18}} Als (Und) die obersten (führenden, Hohen) Priester&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;priester&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch „Hohe Priester“. Damit waren ehemalige Hohe Priester gemeint, die weiter im Hohen Rat vertreten waren, aber wahrscheinlich auch Mitglieder der wichtigen Priesterfamilien (France 2002, 335 Fn 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Schriftgelehrten (Schreiber) [davon (das)] hörten, {und}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;als&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchten sie [nach einer Möglichkeit]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;suchten ... fürchteten … war fasziniert&#039;&#039; Die letzten beiden [[Imperfekt]]e erklären die Situation. Der erste könnte auch linear „suchten weiter/ständig [nach einer Möglichkeit]“ oder inchoativ „begannen (erneut) zu suchen“ wiedergegeben werden. Zu &#039;&#039;suchten&#039;&#039; oder inchoativ „begannen zu suchen“ vgl. die parallelen Formulierungen in Mk 12,12; 14,1 und 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wie sie ihn aus dem Weg räumen (umbringen, beseitigen, loswerden) [könnten]. Sie fürchteten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; ihn nämlich, denn das ganze Volk&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das ganze Volk&#039;&#039; D.h. nicht das Volk der Juden, sondern das Straßenvolk (gr. ὄχλος „Menschenmenge“), die Leute, die Jesus zuhörten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war von seiner Lehre fasziniert (beeindruckt). &lt;br /&gt;
{{S|19}} Und als es Abend (spät) wurde, gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] könnte zum Ausdruck bringen, dass sie dies jeden Abend taten (France 2002, 447). Im Deutschen wäre diese Information teil der Zeitangabe, nicht des Verbs, etwa: „Jeden Abend gingen...“ oder „Abends gingen sie immer...“ Vgl. ELB: „Und wenn es Abend wurde, gingen sie...“ (ähnlich MEN u. einige engl. Übers.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus der Stadt hinaus. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und als sie morgens [daran] vorbeikamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie … vorbeikamen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen sie, dass der Feigenbaum von den Wurzeln her verdorrt war.{{par|Ijob|18|16}} &lt;br /&gt;
{{S|21}} Und Petrus erinnerte sich und sagte (rief) zu ihm: „Rabbi, schau, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!“&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und Jesus entgegnete {und sagte zu ihnen}: „Habt Glauben (Vertrauen) [an] Gott&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Glauben (Vertrauen) [an] Gott&#039;&#039; Objektiver Genitiv (Evans 2001, 186).&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|23}} Ja, (Amen, Wahrlich) ich sage euch:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; D.h. „Ich versichere euch“. &#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich)&#039;&#039; Das Wort &#039;&#039;Amen&#039;&#039; stammt aus dem Hebräischen und bildet im AT häufig den bekräftigenden Abschluss von Doxologien. Die griechische Übersetzung lautet meist „So sei/geschehe es!“ Aus dem zeitgenössischen Judentum wie aus dem frühen Christentum ist es dann als liturgische Bekräftigungsformel bekannt, wie es auch heute in Gebrauch ist. Jesus ist der einzige, der es benutzt, um die zu bekräftigende Aussage einzuleiten. Mit ähnlicher Autorität wie bei Gottes Worten im Alten Testament will auch er keinen Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Aussage aufkommen lassen (France 2002, 174f.313; Guelich 1989, 177f.). Hier kommt es nach Mk 3,28 zum zweiten Mal im Markusevangelium vor. Matthäus benutzt es gerne doppelt. Die Übersetzung ist schwierig. Luther machte daraus das bekannte „Wahrlich (ich sage euch)“, dem bis heute etliche Übersetzungen folgen. EÜ, ZÜR einfach „Amen“; kommunikative Übersetzungen übersetzen die Phrase für gewöhnlich sinngemäß, etwa „Ich versichere euch...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Jeder, der (Wer) zu diesem Berg hier sagt: ‚Erhebe dich und stürze dich ins Meer!‘, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt (vertraut), dass geschieht, was er sagt, für den wird es eintreffen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;für den wird es eintreffen&#039;&#039; W. „dem wird es zuteil werden“ (vgl. NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|24}} Daher sage ich euch: Glaubt (Vertraut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Glaubt [bei] allen [Dingen], für die...&#039;&#039; W. „Alle [Dinge], für die ihr betet und bittet: glaubt, dass ihr...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[bei] allen [Dingen], für die ihr betet und bittet, dass ihr [sie schon] erhalten habt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dass ihr [sie schon] erhalten habt&#039;&#039; Die Erfüllung steht wie die Bedingung (das Beten) in der Zukunft. Gemeint ist also: Wer im Moment des Gebets darauf vertraut, dass seine Bitte schon sicher erfüllt ist, dessen Bitte wird erfüllt werden (vgl. BDR §333.2; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann werden sie {für euch} eintreffen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann werden sie {für euch} eintreffen&#039;&#039; W. „dann wird es euch zuteil werden“ (vgl. NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|25}} Und immer wenn ihr dasteht und betet (zum Beten steht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn ihr dasteht und betet&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;zum Beten steht&#039;&#039; Das Stehen war eine normale Gebetshaltung (Evans 2001, 192). Der Vers umschreibt also: „Immer wenn ihr beten wollt“ (EÜ, NGÜ, MEN) „euch zum Gebet vorbereitet“ oder einfach „wenn ihr betet“ (GNB). &#039;&#039;und betet&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst. Alternativ &#039;&#039;zum Beten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als finale Präpositionalphrase aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
[dann] vergebt [den betreffenden Menschen], wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.&lt;br /&gt;
{{S|26}} {{Sekundär}} Doch wenn ihr nicht vergebt, dann wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben.“ {{Sekundär ende}}&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen der besten Zeugen fehlt V. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und während er sich im Tempel aufhielt (durch den Tempel ging), kamen die obersten (führenden, Hohen) Priester&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;priester&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{und} die Schriftgelehrten (Schreiber) und die Ältesten auf ihn zu&lt;br /&gt;
{{S|28}} und fragen ihn: „Mit welchem Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) tust du so etwas (diese [Dinge])? Oder wer hat dir dieses Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) dazu gegeben, so etwas (solche [Dinge]) zu tun?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität)&#039;&#039; Diese Frage richtet sich gegen Jesu Protest im Tempel. Die religiösen Führer hatten im Tempel die alleinige Verfügungsgewalt. Sie waren diejenigen, die hier das Sagen hatten, und niemand sonst – und Jesus hat sich eingemischt. Da Jesus ohne ihre Genehmigung gehandelt hatte, hätten sie mit jeder denkbaren Antwort rechtliche Schritte gegen ihn einleiten können. Sowohl das Eingeständnis, keine Befugnis zu haben, als auch der Anspruch, eine höhere Vollmacht zu haben als die Priester und Schriftgelehrten, hätten sie zu seinem Schaden benutzen können (Evans 2001, 200f.; vgl. France 2002, 454).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|29}} Doch Jesus sagte zu ihnen: „Eines möchte ich von euch wissen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Eines möchte ich von euch wissen&#039;&#039; Oder „Ich werde euch nur eine Frage stellen“ (vgl. ZÜR). Die zweite Übersetzung kann zwar das Futur direkt übertragen, betont jedoch eines nicht so direkt wie die vorgezogene Formulierung. LUT: „Ich will euch auch eine Sache fragen“, GNB: „Ich habe nur eine Frage an euch“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{und} Antwortet mir,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und} Antwortet mir&#039;&#039; Oder „Wenn ihr mir antwortet...“ Der Imperativ steht hier wie in einem semitischen Bedingungssatz für die Bedingung (Evans 2001, 204). GNB: „Die beantwortet mir, dann...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann (und) werde ich euch sagen, mit welchem Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) ich so handle (so etwas; diese [Dinge] tue).&lt;br /&gt;
{{S|30}} Die Taufe von Johannes – stammte (war) sie vom Himmel oder von Menschen? Sagt es (Antwortet) mir!“&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) besprachen sie sich (dachten bei sich) {und sagten}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; Das [[pleonatische Partizip]] leitet die zitierte Rede ein, ist im Deutschen aber unnötig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn wir sagen: ‚vom Himmel‘, wird er sagen: ‚Weshalb habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‘&lt;br /&gt;
{{S|32}} Sagen wir aber (Sollen wir stattdessen sagen):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sagen wir aber&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Sollen wir stattdessen sagen&#039;&#039; Beide Übersetzungen sind möglich, weil die Satzzeichen im griechischen Neuen Testament aus dem Sinn erschlossen werden müssen. Die erste folgt der Interpunktion von NA28 und geht davon aus, dass die Erwägung unvollständig abbricht. Der [[Konjunktiv]] verknüpft den Satz dann mit der Bedingung „Wenn wir sagen“ aus V. 31, wo ebenfalls der Konjunktiv stand, und „wenn“ ist aus V. 31 zu ergänzen (so ZÜR; NSS). Die zweite versteht den Konjunktiv als deliberativen Konjunktiv, die abgebrochene Überlegung endet in einer unbeantworteten Frage (so die meisten Übersetzungen). Als dritte theoretisch mögliche Übersetzung kommt auch eine zwischenzeitliche Entscheidung „Sagen wir doch ‚von Menschen‘“ infrage (vgl. France 2002, 455). NGÜ formuliert den weiteren Gedankengang passend: „Doch ´das wagten sie nicht,` weil sie vor dem Volk Angst hatten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚von Menschen‘...?“ Sie fürchteten das Volk (die Menschenmenge), denn alle waren der Meinung, dass Johannes tatsächlich ein Prophet gewesen war.&lt;br /&gt;
{{S|33}} Also (Und) antworteten sie Jesus {und sagten}: „Wir wissen [es] nicht.“ Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Dann sage ich euch auch nicht, mit welchem Recht (Befugnis, Vollmacht, Autorität) ich so handle (so etwas; diese [Dinge] tue).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21063</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21063"/>
		<updated>2015-05-20T22:07:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Studienfassung&#039;&#039; hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Lesefassung&#039;&#039; hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Bibel in Leichte Sprache&#039;&#039; will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem großen Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia Projekt. Wer Kenntnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exegetische Fähigkeiten hat kann direkt an der Übersetzung der Studienfassung aus dem Urtext helfen. Einbringen kann man sich auch bei den anderen Übersetzungen, der Technik, der Organisation, als Spender, Ermutiger, Probeleser oder Beter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an großen Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben dieses erste Buch in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf folgender Webseite gibt es mehr Informationen über die Offene Bibel, den Übersetzungsfortschitt und eine Einführung wie man mithelfen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist eingeladen vorbei zu schauen und Hallo zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitwirkende==&lt;br /&gt;
An dem Text wie er hier vorliegt haben folgende Personen mitgewirkt. Die Namen entsprechen den Namen, mit denen sich die Personen bei der Offenen Bibel angemeldet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aaron-, Ben, Cajetan, Dreifach, Dymat, Fbeetschen, Florian K., Güntzel Schmidt, HaCeMei, Hannesleitlein, Hennerthepenner, Jan, J.Heck, Kilo13, Kmayse, Konfis007, Konstantin, Matthias H., McKonfi14, Mihi, Mmalzner, Mongoose, Olaf, Patrick, Pedentim, Sebastian Walter, Skreutzer, Thommy B, Topseeser, Wolfgang Loest, Xobin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Internetadresse eingesehen werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21048</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21048"/>
		<updated>2015-05-20T18:22:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Studienfassung&#039;&#039; hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Lesefassung&#039;&#039; hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;Bibel in Leichte Sprache&#039;&#039; will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem großen Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt. Das größte Manko ist die große Menge an Fußnoten. Diese enthalten aktuell noch eine große Menge an textkritischen Anmerkungen, die in einen separaten Kommentar ausgelagert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia Projekt. Um bei der Übersetzung aus dem Urtext zu helfen sollte man aber Kentnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exergetische Fähigkeiten mitbringen. Präzise Qualitätskriterien, Prüfzyklen und Qualitätsmoderatoren sollen für eine hohe, prüfbare Qualität und Einheitlichkeit sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an große Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war. Bis jetzt haben an dem Text über 30 Personen mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Buch, nun tatsächlich in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren, den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen und vielleicht sogar mitzuhelfen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Internetadresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21046</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21046"/>
		<updated>2015-05-20T18:20:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studienfassung hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lesefassung hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel in Leichte Sprache will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem großen Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt. Das größte Manko ist die große Menge an Fußnoten. Diese enthalten aktuell noch eine große Menge an textkritischen Anmerkungen, die in einen separaten Kommentar ausgelagert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia Projekt. Um bei der Übersetzung aus dem Urtext zu helfen sollte man aber Kentnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exergetische Fähigkeiten mitbringen. Präzise Qualitätskriterien, Prüfzyklen und Qualitätsmoderatoren sollen für eine hohe, prüfbare Qualität und Einheitlichkeit sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an große Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war. Bis jetzt haben an dem Text über 30 Personen mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Buch, nun tatsächlich in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren, den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen und vielleicht sogar mitzuhelfen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Internetadresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21045</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
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		<updated>2015-05-20T18:20:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studienfassung hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissenschaftlich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lesefassung hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etablierte Formulierungen problematisch geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel in Leichte Sprache will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem großen Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt. Das größte Manko ist die große Menge an Fußnoten. Diese enthalten aktuell noch eine große Menge an textkritischen Anmerkungen, die in einen separaten Kommentar ausgelagert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia Projekt. Um bei der Übersetzung aus dem Urtext zu helfen sollte man aber Kentnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exergetische Fähigkeiten mitbringen. Präzise Qualitätskriterien, Prüfzyklen und Qualitätsmoderatoren sollen für eine hohe, prüfbare Qualität und Einheitlichkeit sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an große Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war. Bis jetzt haben an dem Text über 30 Personen mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Buch, nun tatsächlich in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren, den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen und vielleicht sogar mitzuhelfen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Adresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
[http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21044</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21044"/>
		<updated>2015-05-20T18:18:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
Die Studienfassung hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissen­schaft­lich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
Die Lesefassung hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etab­lierte Formu­lie­run­gen problematisch gewor­den sind.&lt;br /&gt;
Die Bibel in Leichte Sprache will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem großen Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt. Das größte Manko ist die große Menge an Fußnoten. Diese enthalten aktuell noch eine große Menge an textkritischen Anmerkungen, die in einen separaten Kommentar ausgelagert werden sollen.&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia Projekt. Um bei der Übersetzung aus dem Urtext zu helfen sollte man aber Kentnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exergetische Fähigkeiten mitbringen. Präzise Qualitätskriterien, Prüfzyklen und Qualitätsmoderatoren sollen für eine hohe, prüfbare Qualität und Einheitlichkeit sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an große Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war. Bis jetzt haben an dem Text über 30 Personen mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Buch, nun tatsächlich in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren, den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen und vielleicht sogar mitzuhelfen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://offene-bibel.de/&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Adresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
[http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21043</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21043"/>
		<updated>2015-05-20T18:18:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
Die Studienfassung hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissen­schaft­lich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
Die Lesefassung hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etab­lierte Formu­lie­run­gen problematisch gewor­den sind.&lt;br /&gt;
Die Bibel in Leichte Sprache will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem großen Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt. Das größte Manko ist die große Menge an Fußnoten. Diese enthalten aktuell noch eine große Menge an textkritischen Anmerkungen, die in einen separaten Kommentar ausgelagert werden sollen.&lt;br /&gt;
Mitarbeiten kann bei der Offenen Bibel jeder, ähnlich wie bei dem Wikipedia Projekt. Um bei der Übersetzung aus dem Urtext zu helfen sollte man aber Kentnisse in den Ursprachen und zumindest grundlegende exergetische Fähigkeiten mitbringen. Präzise Qualitätskriterien, Prüfzyklen und Qualitätsmoderatoren sollen für eine hohe, prüfbare Qualität und Einheitlichkeit sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Markusevangeliums ist zum größten Teil während einer Aktion zum gezielten Übersetzen dieses Buches Anfang 2014, dem Markusprojekt, entstanden. Organisiert wurde diese Aktion von dem Theologen Benjamin Misja, der auch an große Teilen der Übersetzungsarbeit beteiligt war. Bis jetzt haben an dem Text über 30 Personen mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Übersetzungen stehen noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Buch, nun tatsächlich in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren, den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen und vielleicht sogar mitzuhelfen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[http://offene-bibel.de/]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Adresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
[http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21039</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=21039"/>
		<updated>2015-05-19T22:20:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
** Markusprojekt&lt;br /&gt;
** Autoren&lt;br /&gt;
** Einladung zum Mithelfen?&lt;br /&gt;
* Kurze Info (&amp;quot;Über die Offene Bibel&amp;quot;) + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evangelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel. Die Übersetzung ist noch in Arbeit und entsprechend stellt dieses Buch einen Zwischenstand dar. Mit Ausnahme der Kapitel 12, 14 und 15, die noch etwas Arbeit erfordern, entsprechen die Kapitel dem größten Teil der Qualitätskriterien, die die Offene Bibel an die Übersetzungen stellt. Bis jetzt haben an dem Text über 30 Personen mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offene Bibel ist, anders wie der Name vielleicht vermuten lässt, nicht nur eine Bibelübersetzung, sondern ein breit aufgestelltes Projekt mit dem tieferen Ziel die Bibel zugänglicher zu machen. Der Hauptfokus liegt auf drei Übersetzungen der Bibel.&lt;br /&gt;
Die Studienfassung hilft, sprachliche Details des Urtextes zu verstehen, und zeigt wissen­schaft­lich gesicherte Bedeutungsvarianten.&lt;br /&gt;
Die Lesefassung hält an einem guten, hochsprachlichen Deutsch fest und geht neue Wege, wo etab­lierte Formu­lie­run­gen problematisch gewor­den sind.&lt;br /&gt;
Die Bibel in Leichte Sprache will Menschen die mit komplexer deutscher Sprache nicht zu Recht kommen eine Alternative bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzungen stehen alle drei noch relativ am Anfang. Das Markusevangelium ist das am weitesten fortgeschrittene Buch. Der Kirchentag 2015 hat den Anlass gegeben, dieses erste Buch, dass Sie in der Hand halten, nun tatsächlich in Buchform zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren und den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[http://offene-bibel.de/]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Adresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
[http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=20960</id>
		<title>Markus Buch Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_Buch_Einleitung&amp;diff=20960"/>
		<updated>2015-05-14T17:21:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Die Seite wurde neu angelegt: „Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext. Der sollt…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wir versuchen bis zum Kirchentag ein paar Exemplare vom Markusevangelium gedruckt zu bekommen. Für das Buch brauchen wir noch einen Einleitungstext.&lt;br /&gt;
Der sollte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paar nette Worte?&lt;br /&gt;
* Kurze Info + Link zum Offenen Bibel Projekt.&lt;br /&gt;
* Erklärung der Syntax des Textes () {} [] ...&lt;br /&gt;
* Erklärung zu Qualität des Textes&lt;br /&gt;
* Stand (Datum)&lt;br /&gt;
* Lizenz&lt;br /&gt;
* Gibt es irgendwelche rechtlichen Sachen, die man verpflichtet ist rein zu schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man ein bisschen auf den existierenden Seiten klauen.&lt;br /&gt;
Ich bin kein so guter Texter, deswegen müsst ihr ran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Über dieses Buch==&lt;br /&gt;
Dieses Buch enthält das Markus Evantelium nach der Studienübersetzung der Offenen Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anspruch&lt;br /&gt;
* Qualität&lt;br /&gt;
* Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über die Offene Bibel zu erfahren und den Übersetzungsfortschitt zu verfolgen besuchen Sie bitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[http://offene-bibel.de/]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszeichnungen==&lt;br /&gt;
Der Bibeltext enthält eine Reihe von besonderen Auszeichnungen. Diese sind hier erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;() Alternativübersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Studienfassung verwendet runde Klammern (), um zu zeigen, wo mehrere sprachliche Deutungen möglich oder relevante Zwischentöne vorhanden sind. Im Haupttext selbst wird dabei zunächst die Deutung angegeben, der die Studienfassung folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[] Einfügung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in Eckigen Klammern ist im Urtext nicht enthalten und wurde in der Übersetzung eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{} Auslassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Text in geschwungenen Klammern ist im Urtext vorhanden, wird in der Übersetzung jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Fußnote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Fußnoten werden zusätzliche Informationen zum Text gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Text der Übersetzungen der Offenen Bibel und damit auch der Text dieses Buches unterliegt den Bedingungen der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Lizenz kann unter folgender Adresse eingesehen werden:&lt;br /&gt;
[http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst besagt die Lizenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text in jedwedem Format oder Medium zu vervielfältigen und weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Es ist erlaubt den Text zu verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.&lt;br /&gt;
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Bedingungen müssen dabei eingehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Text verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Benutzer:Patrick&amp;diff=20931</id>
		<title>Benutzer:Patrick</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Benutzer:Patrick&amp;diff=20931"/>
		<updated>2015-05-03T19:58:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich bin ein ITler aus dem Stuttgarter Raum. Ich habe keine Griechisch, Hebräisch oder Aramäisch Kentnisse. Ich arbeite hauptsächlich an der Technik. Der Parser und das Setup der (aktuell noch nicht live geschalteten) neuen Webseite sind zu großen Teilen von mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://github.com/patzim Github]&lt;br /&gt;
*[http://stackoverflow.com/users/1975049/patszim Stackoverflow]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_16&amp;diff=20404</id>
		<title>Markus 16</title>
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		<updated>2015-03-10T21:14:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria des Jakobus und Salome wohlriechende Kräuter (Gewürze), damit sie gingen ihn zu salben.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und sehr (ganz) früh am ersten [Tag] der Woche&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ersten [Tag] der Woche&#039;&#039; - W. &#039;&#039;ersten der Sabbate&#039;&#039;; es ist dies ein häufiger Hebraismus für den ersten Tag der Woche, also nicht den Sabbat, sondern den Sonntag. Vgl. z.B. BDR §247,1; B/S I, S. 1052-1054; Gnilka 1979, S. 341; Schnackenburg 1975, S. 362.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gingen zu sie zum Grab während (als) die Sonne aufging.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und sie sprechen zu einander (sich selbst): Wer wälzt uns den Stein aus der Tür des Grabes?&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und als sie aufblickten, nehmen sie wahr (merken sie), dass der Stein weggewälzt war; er war nämlich sehr groß.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und nachdem sie hineingegangen waren in das Grab, sahen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt; sie einen Jüngling auf der Rechten sitzen, der ein weißes Gewand umgeworfen hatte, und sie entsetzten sich.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Er aber sprach zu ihnen: entsetzt euch nicht! Ihr sucht (vermisst) Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden&amp;lt;ref&amp;gt;3. Sg. pass. Aor. von ἐγείρω.&amp;lt;/ref&amp;gt;, er ist nicht hier. Siehe, der Ort (die Stelle), an den sie ihn hingelegt haben.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber geht, sagt [es] seinen Jüngern und Petrus, damit er&amp;lt;ref&amp;gt;Also Jesus.&amp;lt;/ref&amp;gt; euch vorangeht nach Galilea. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch sagte.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab, nämlich Angst und Außersichsein&amp;lt;ref&amp;gt;ἔκστασις&amp;lt;/ref&amp;gt; ergriff&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: „hatte“, „besaß“ etc.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie. Und sie sagten keinem etwas&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „Und sie sagten keinem nichts“.&amp;lt;/ref&amp;gt; - sie fürchteten sich nämlich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Vers 8 endet das Markusevangelium in den ältesten Quellen (4. Jh.: {{Hebr}}א{{Hebr ende}} und B). Vermutlich ist das abrupte Ende Absicht, um die verstörende Unbegreiflichkeit der Auferstehung zu betonen (Collins 2007, 800) oder um den Leser durch das offene Ende in die erzählte Geschichte hineinzuziehen (Fußnote der NET-Übersetzung zu Mk 16,8). Man kann es außerdem als Aufforderung an die Leser verstehen, von Jesu Auferstehung zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen, später geschriebenen Evangelien enthalten am Ende noch zusätzliche Erscheinungsberichte, was das Markus-Ende im Vergleich hierzu noch abrupter wirken lässt (Collins 2007, 800–801). Es entstanden darum verschiedene Fortsetzungen, die das vermeintlich fehlende Ende des Markus-Evangeliums ergänzen sollten (Fußnote der NET-Übersetzung zu Mk 16,8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kürzere Ergänzung lautet: „All diese Nachrichten verkündeten sie sogleich denen, die bei Petrus weilten. Sodann sandte auch Jesus selbst von Osten bis Westen durch sie die heilige und unvergängliche Botschaft der ewigen Rettung aus. Amen“. Sie findet sich in einer sehr frühen lateinische Übersetzung (4./5. Jh.: k). Ansonsten ist sie in wenigen Handschriften zusammen mit dem längeren Ende belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das längere Ende, das später die Versnummern 9 bis 16 erhielt, fasst Passagen anderer Evangelien summarisch zusammen und unterscheidet sich dabei sprachlich vom Rest der Evangeliums (Fußnote der NET-Übersetzung zu Mk 16,8). Es ist ab dem 5. Jh. (A, C und D) sowie in den meisten späten Handschriften belegt. Oft ist es durch einen kurzen Hinweistext oder durch textkritische Zeichen als unsicher markiert. Dass die sehr frühen Handschriften fast alle nach Vers 8 aufhörten, lässt sich auch durch Aussagen von Eusebius (3./4. Jh.) und Hieronymus (4./5. Jh.) belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird in der wissenschaftlichen Literatur gelegentlich überlegt, ob nach Vers 8 vielleicht ursprünglich ein anderes Ende folgte, dass bereits sehr früh verloren ging. Dagegen spricht, dass das Evangelium im 1. Jh. wohl auf einer Schriftrolle und nicht auf Einzelblättern geschrieben wurde (Fußnote der NET-Übersetzung zu Mk 16,8).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; {{Sekundär}} Nachdem (als, weil)&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot;&amp;gt;Partizip aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; er auferstanden war am frühen Morgen (im Morgengrauen) des ersten Tags der Woche (des Sabbats), erschien er als erstes Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. {{Par|Lukas|8|2}} {{Par|Johannes|20|14}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Als&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; sie ging, es denen zu bekanntzumachen (zu verkündigen), die bei ihm gewesen waren, trauerten sie weinten sie.&lt;br /&gt;
{{S|11}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Und eben diese – obwohl (als, nachdem)&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; sie hörten, dass [Jesus] lebte und von ihr gesehen worden war, da glaubten sie [es ihr] nicht.&lt;br /&gt;
{{S|12}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Danach {aber} erschien er zwei von ihnen, als (während)&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; sie unterwegs waren, in anderer Gestalt, als (während) sie aufs Land [hinaus] gingen. {{Par|Lukas|24|13}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Auch diese gingen und&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; berichteten es den anderen. Die glaubten es jenen [ebenfalls] nicht.{{Par|Lukas|24|33}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Später wiederum (aber), als sie gerade [zu Tische] lagen (gemeinsam aßen)&amp;lt;ref&amp;gt;Nach griechischer Tischsitte war es üblisch, beim Essen zu liegen.&amp;lt;/ref&amp;gt; erschien er den elf [Jüngern], und er tadelte ihren Unglauben (ihr Mißtrauen, ihre Treulosigkeit) und ihre Hartherzigkeit, dass sie denen, die&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; ihn auferstanden gesehen hatten, nicht geglaubt (vertraut) hatten.{{Par|Lukas|24|36}} {{Par|Johannes|20|26}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Und er sagte zu ihnen: „Geht in die ganz Welt hinaus und&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; macht meine Freuden-Botschaft bekannt (verkündet mein Evangelium) der ganzen Schöpfung.{{Par|Matthäus|28|19}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Wer&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;generischesmaskulinum&amp;quot;&amp;gt;[[Generisches Maskulinum]]&amp;lt;/ref&amp;gt; glaubt (vertraut, treu ist) und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;generischesmaskulinum&amp;quot; /&amp;gt; dagegen nicht glaubt (nicht vertraut, treulos ist), wird gerichtet werden.&lt;br /&gt;
{{S|17}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Diese Wunder (Zeichen) {aber} werden die Glaubenden begleiten: &lt;br /&gt;
In meinem Namen werden sie Dämonen (Geister, übernatürliche Wesen) austreiben;&lt;br /&gt;
in neuen (d.h. unbekannten) Sprachen (Zungen) werde sie reden; {{Par|Markus|11|22}} {{Par|Apostelgeschichte|2|4}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; sie werden Schlagen aufheben&amp;lt;ref&amp;gt;Viele Handschriften haben zusätzlich die Worte „Und mit ihren Händen …“.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
und wenn sie etwas Tödliches tranken, werden sie keinesfalls sterben;&lt;br /&gt;
bei Kranken werden sie Hände auflegen und es wird {ihnen} [diesen wieder] gut gehen.“ {{Par|Markus|6|5}} {{Par|Markus|6|13}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; Der Herr, Jesus, wurde {nun zwar} nach diesem Reden in den Himmel aufgenommen und setzte sich zu Gottes rechter Seite,{{Par|Lukas|24|51}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} &amp;lt;ref name=&amp;quot;schluss&amp;quot;/&amp;gt; jene aber gingen hinaus [in die Welt] und&amp;lt;ref name=&amp;quot;partizip&amp;quot; /&amp;gt; verkündeten (predigten) überall , wobei&amp;lt;ref&amp;gt;Absoluter Genitiv&amp;lt;/ref&amp;gt; der Herr mitwirkte und [ihre] Rede (das Wort) dadurch bekräftigte, dass sich  Wunder einstellten (durch nachfolgende Zeichen stärkte/bestätigte).{{Sekundär ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_8&amp;diff=20403</id>
		<title>Markus 8</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_8&amp;diff=20403"/>
		<updated>2015-03-10T21:05:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als in jenen Tagen wieder einmal eine große Menschenmenge bei Jesus war und sie nichts zu essen hatten, rief er die Jünger zu sich und sagte zu ihnen:&lt;br /&gt;
{{L|2}} „Ich habe Mitleid mit den Leuten, weil sie schon drei Tage lang bei mir sind und nichts zu essen haben. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Wenn ich sie jetzt ohne Essen nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen. Und manche von ihnen sind von weit her gekommen.“ &lt;br /&gt;
{{L|4}} Und seine Jünger erwiderten ihm: „Woher soll man all diese Leute hier in dieser unbewohnten Gegend mit Essen satt machen können?“&lt;br /&gt;
{{L|5}} Er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie antworteten: „Sieben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Daraufhin gab er den Leuten die Anweisung, auf dem Boden Platz zu nehmen; und nachdem er die sieben Brote genommen und ein Dankgebet gesprochen hatte, brach er sie durch und gab sie seinen Jüngern, um sie auszuteilen. Und sie teilten sie an die Leute aus.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Und sie hatten ein paar kleine Fische dabei; und er segnete sie und ließ auch sie verteilen.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Und die Menschen aßen und wurden satt. Danach hoben sie die übrig gebliebenen Stücke auf, es waren sieben Körbe voll.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Es waren etwa viertausend Menschen gewesen. Danach verabschiedete er sie,&lt;br /&gt;
{{L|10}} und gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern in das Boot und kam in das Gebiet von Dalmanuta.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Da kamen einige Pharisäer zusammen und begannen mit ihm zu streiten, wobei sie von ihm ein Zeichen vom Himmel verlangten, um ihn zu testen.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Und er seufzte innerlich und sagte: „Warum verlangt diese Generation ein Zeichen? Ja, ich sage euch: Niemals wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden!“&lt;br /&gt;
{{L|13}} Und er verließ sie, stieg wieder in das Boot und fuhr zum anderen Ufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Sie hatten aber vergessen, Brote mitzunehmen, sodass sie bis auf eines kein Brot im Boot dabei hatten.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Und er warnte sie: „Passt auf! Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig von Herodes!“ &lt;br /&gt;
{{L|16}} Und sie machten sich zusammen Gedanken, weil sie keine Brote hatten. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus, der das bemerkte, sagt zu ihnen: „Warum macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr denn immer noch nicht? Habt ihr ein verhärtetes Herz?&lt;br /&gt;
{{L|18}} Ihr habt zwar Augen, aber seht nicht?&lt;br /&gt;
Und ihr habt zwar Ohren, aber hört nicht?&lt;br /&gt;
Und denkt daran: &lt;br /&gt;
{{L|19}} Als ich die fünf Brote für die fünftausend Menschen geteilt habe, wie viele große Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie antworteten: „Zwölf.“ &lt;br /&gt;
{{L|20}} „Als ich die sieben Brote für die viertausend Menschen geteilt habe, wie viele Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Und sie antworteten: „Sieben.“ &lt;br /&gt;
{{L|21}} Da sagte er zu ihnen: „Versteht ihr immer noch nicht?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}}Als sie nach Betsaida kamen, da brachten die Leute einen Blinden zu ihm und baten Jesus, ihn zu berühren.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Und er nahm die Hand des Blinden und führte ihn aus dem Dorf hinaus, und nachdem er ihm in die Augen gespuckt und ihm die Hände aufgelegt hatte, fragte er ihn: „Siehst du etwas?“&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und nachdem der Mann wieder sehen konnte blickte er auf und sagte: „Ich sehe die Leute wie Bäume; aber ich sehe sie umhergehen.“&lt;br /&gt;
{{L|25}} Daraufhin legte Jesus ihm erneut die Hände auf seine Augen, und der Mann hatte klare Sicht. Er war wieder gesund und konnte nun alles deutlich erkennen. &lt;br /&gt;
{{L|26}}Da schickte Jesus ihn nach Hause, wobei er ihm auftrug: „Geh aber nicht ins Dorf!“ &lt;br /&gt;
{{L|27}}Und Jesus und seine Jünger zogen weiter in die Dörfer von Cäsarea Philippi; und auf dem Weg befragte er seine Jünger: „Für wen halten mich die Leute?“&lt;br /&gt;
{{L|28}}Da antworteten sie zu ihm: „Einige halten dich für Johannes den Täufer, und andere für Elija, wieder andere meinen, dass du einer von den Propheten bist.“&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und er fragte sie: „Und für wen haltet ihr mich?“ Petrus antwortete: „Du bist der Christus!“&lt;br /&gt;
{{L|30}}Und er befahl ihnen, mit niemandem über ihn sprechen. &lt;br /&gt;
{{L|31}}Und er begann sie darüber aufzuklären, dass der Sohn des Menschen viel leiden, und von den Ältesten, den obersten Priestern und den Schreibern abgelehnt werde. Und dass er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse.&lt;br /&gt;
{{L|32}}Und er sagte das ganz offen. Da nahm Petrus ihn beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen.&lt;br /&gt;
{{L|33}}Jesus drehte sich um und, nachdem er seine Jünger angesehen hatte, wies er Petrus zurecht: „Geh weg von mir, Widersacher! Du hast nicht Gottes Interessen im Sinn, sondern die der Menschen.“&lt;br /&gt;
{{L|34}}Dann rief er die Menschenmenge samt seinen Jüngern zu sich und sagte zu ihnen: „Wenn jemand mir nachfolgen will, dann muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen! &lt;br /&gt;
{{L|35}}Denn jeder, der sein Leben retten will, wird es verlieren; aber jeder, der wegen mir und der Heilsbotschaft sein Leben verliert, der wird es retten. &lt;br /&gt;
{{L|36}}Denn was nützt es einem Menschen, die gesamte Welt zu gewinnen, aber sein Leben zu verlieren? &lt;br /&gt;
{{L|37}}Denn was könnte ein Mensch als Gegenwert für sein Leben geben? &lt;br /&gt;
{{L|38}}Denn jeder, der sich in dieser untreuen und sündigen Zeit über mich und meine Worte schämt, über den wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, sobald er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Als in jenen Tagen wieder einmal eine große Menschenmenge [bei Jesus] war und [sie] nichts zu essen hatten, da rief er die Jünger zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;rief er zu sich und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen:&lt;br /&gt;
{{S|2}} „Ich bedauere (habe Mitleid mit) die Menschenmenge (den Leuten), weil sie schon drei Tage lang bei mir sind und nichts zu essen haben.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und wenn ich sie ohne Essen (hungrig) nach Hause gehen lasse (schicke), dann werden sie unterwegs zusammenbrechen (sehr schwach werden). Und manche von ihnen sind von weit her (von so weit her)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von weit her (von so weit her)&#039;&#039; W.: „von von fern“; ἀπὸ &#039;&#039;von&#039;&#039; ist vor μακρόθεν &#039;&#039;von fern&#039;&#039; grammatisch überflüssig. Solche „Redundanzen“ sind typisch für Markus&#039; Stil (vgl. v.a. Neirynck 1988; gut z.B. auch Dschulnigg 1986, S. 46-59) und müssen in vielen Fällen als bedeutungslose Stileigentümlichkeit aufgefasst werden; gelegentlich lassen sie sich aber auch als besonders emphatische Konstruktionen (-&amp;gt; Emphase) erklären (z.B. in [[Markus 9#s2 |Mk 9,2]].[[Markus 9#s3 |3]].[[Markus 9#s8 |8]].[[Markus 9#s21 |21]]; s. FNn [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_g g].[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_l l].[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_y y].[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_bh bh]). Welche von beiden Deutungen jeweils vorzuziehen ist, ist oft nicht entscheidbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in unserem Vers lässt sich die Bedeutung der Konstruktion gleichermaßen wahrscheinlich aufzufassen als „{von} von fern“ (bedeutungslose Stileigentümlichkeit) oder als „von [so] weit her“ (emphatisch). In der LF sollte man sich wegen der Argumentationsstruktur der Vv. 2-3 vielleicht doch eher für die erste Deutung entscheiden: (1) Wenn Jesus die Menschen ohne Essen nach Hause schickt, werden sie vor Hunger unterwegs zusammenbrechen; (2) erschwerend kommt hinzu, dass einige dieser Menschen auch noch von weit her kommen, was dieses Zusammenbrechen gleich noch mal so wahrscheinlich macht. – Im Deutschen würde man eine solche Argumentation wohl eher nicht mit einer emphatischen Konstruktion beschweren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gekommen.“&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und seine Jünger antworteten ihm: „Woher&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Woher&#039;&#039; LUT, ZÜR übersetzen „Wie“, doch gemeint ist, woher die Jünger das Brot (pars pro toto für Nahrung) nehmen sollen (Pesch 1976, 403; vgl. GNB, NGÜ, EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man [all] diese [Leute] &#039;&#039;hier&#039;&#039; in [dieser] Einöde (unbewohnten Gegend) mit Broten (Nahrung) satt machen können?“&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie {aber} sagten: „Sieben.“{{par|Markus|6|38}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Daraufhin (Und) gab er der Menschenmenge die Anweisung, auf dem Boden Platz zu nehmen; und nachdem er die sieben Brote genommen (erhalten) und ein Dankgebet gesprochen hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er ... genommen und ein Dankgebet gesprochen hatte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] Aor., hier als vorzeitiger temporaler Nebensatz aufgelöst. &#039;&#039;ein Dankgebet gesprochen&#039;&#039; W. „gedankt“. Gemeint ist hier jedoch ein Dankgebet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brach er sie durch und gab sie seinen Jüngern, um sie auszuteilen, und sie teilten sie an die Menschenmenge (Leute) aus.{{par|Markus|6|41}} &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und sie hatten ein paar Fische (kleine Fische)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fische (kleine Fische)&#039;&#039; Hier steht zwar die Diminutivform „Fischlein“, aber es ist unklar, ob Markus damit auch kleine Fische meint. Er benutzt den Diminutiv nämlich gerne – allein in Kap. 7 in V. 25 (Töchterlein) und 27f. (Hündlein)(vgl. Collins 2007, 380). Für kleine Fische entscheiden sich ELB, MEN, NGÜ, GNB.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dabei; und er segnete sie und ließ auch sie verteilen.{{par|Markus|6|41}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und [die Menschen] aßen und wurden satt, und sie hoben die übrig gebliebenen Brocken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die übrig gebliebenen Brocken&#039;&#039; W. „die Reste der Brocken“ ([[Gen. part.]]; NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, sieben Körbe.{{par|Markus|6|42|43}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Es waren {aber} etwa viertausend [Menschen]. Danach (Und) verabschiedete (ließ gehen, schickte weg) er sie,{{par|Markus|6|44}} &lt;br /&gt;
{{S|10}} und gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern in das Boot und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg er … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelangte (kam) in das Gebiet von Dalmanuta&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dalmanuta&#039;&#039; Der Ort wird nur hier erwähnt und ist sonst unbekannt. Die Parallelstelle Mt 15,39 spricht stattdessen vom ebenfalls unbekannten Ort Magadan. In der Textüberlieferung wurde daraus in einigen Handschriften „Magdala“. Dalmanuta ist jedoch zweifellos die ursprünglichste Version des Namens. Sowohl bei Dalmanuta als auch bei Magadan könnte es sich gut um alternative Namen der Ortschaft Magdala handeln (Blomberg 1992, 247).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Da (Und) kamen die Pharisäer zusammen (heraus)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen zusammen (heraus)&#039;&#039; Entweder soll das „herauskommen“ ausdrücken, dass es sich hier um die ortsansässigen Pharisäer handelt, die auf Jesu Ankunft hin ihre Häuser verlassen (France 2002, S. 311). Oder aber ἐξέρχομαι wird hier im Sinne von „zusammenkommen, auftauchen“ verwendet (so BDAG; s. schön ALB, CEB: „Da tauchten die Pharisäer auf“); im Fokus stünde dann nicht, dass es sich um die ortsansässigen Pharisäer handelt, sondern dass überhaupt eine Gruppe von Pharisäern sich zusammenfindet, um Jesus einmal mehr zu einem Streitgespräch herauszufordern. Keine der beiden Möglichkeiten ist wahrscheinlicher als die andere; allein wegen dem besseren Deutsch sollte man in der LF vielleicht besser der Deutung von BDAG folgen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und begannen mit ihm zu streiten, wobei sie von ihm ein Zeichen vom Himmel verlangten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie … verlangten&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Könnte z.B. auch als separater Hauptsatz übersetzt werden. &#039;&#039;Zeichen vom Himmel&#039;&#039; Anders als bei Johannes bezieht &#039;&#039;Zeichen&#039;&#039; sich hier nicht auf ein Wunder, sondern irgendeine Art von übernatürlichem Zeichen, das beweisen würde, dass Jesus mit Gottes Unterstützung wirkt. &#039;&#039;vom Himmel&#039;&#039;, d.h. von Gott sollte das Zeichen kommen. Die Juden erwarteten solche Zeichen der Echtheit. Auch Mose (u.a. Ex 4,1–9; 29–31; 7,8–22) und Elija (1Kön 18,38) bestätigten ihre Sendung auf diese Weise (France 2002, 311f.; Guelich 1989, 413f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um (wobei sie) ihm eine Falle zu stellen (ihn auf die Probe zu stellen; zu testen).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um ihm eine Falle zu stellen&#039;&#039; Finales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Oder wie MEN: „weil sie ihm eine Falle stellen wollten“. Das Verb heißt „testen, erproben“ im weitesten Sinn. Hier erproben die Pharisäer Jesus so, dass er möglichst geschädigt werden soll (vgl. LN 27.31): Sie stellen ihm eine Falle, indem sie hoffen, dass er sich auf ihre Forderung einlässt, jedoch auf Kommando kein entsprechendes Zeichen hervorrufen kann. Vgl. Mk 10,2; 12,15; Joh 8,6. Jesus wurde zuvor schon in Mk 1,13 vom Satan auf die Probe gestellt, was die Pharisäer wie ihn zu Jesu Gegenspielern macht (vgl. Collins 2007, 384). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} Und er stöhnte (seufzte tief) aus dem Innersten (innerlich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus dem Innersten&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;innerlich&#039;&#039; W. „in seinem Geist“. D.h. heißt gewöhnlich „innerlich“ und könnte bedeuten, dass der Seufzer ein stummer blieb (France 2002, 312; NSS). Für Gundry modifiziert das Stöhnen dagegen die folgende Aussage und ist in Kombination mit „in seinem Geist“ so zu verstehen, dass Jesus die Aussage mit Macht machte ([http://books.google.de/books?id=6h-jdYBcyjIC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA402#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Gundry 2000, 402]). Der Kontext spricht jedoch eher für ein hörbares Stöhnen. Ansonsten müsste man diesen innerlichen Seufzer (den ja nur Jesus selbst mitbekommen haben kann) der lebhaften Fantasie des Evangelisten (oder der seiner Quelle) zuschreiben. Aus linguistischer Sicht stellt sich die Frage, warum Markus eine unhörbare Gemütserregung mit einem Wort beschreiben sollte, das sich auf einen hörbaren Laut bezieht. EÜ und NGÜ übersetzen „seufzte tief“, GNB lässt „in seinem Geist“ ganz weg. Viele andere Übersetzungen übersetzen wörtlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stöhnte (seufzte) … auf und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte: „Wie!?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wie!? (Warum)&#039;&#039; + &#039;&#039;Amen (Ja, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; + &#039;&#039;Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben werden wird... (Nie und nimmer wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden)&#039;&#039; In V. 12b kommen drei Konstruktionen zusammen, die sämtlich zum selben Charakter der Aussage beitragen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Τί ἡ γενεὰ αὕτη ζητεῖ σημεῖον ist keine wirkliche, sondern eine rhetorische Frage; das Τί sollte daher besser mit Camacho/Mateos 1994 und Black 1967 als exklamatives Τί gedeutet werden (also nicht: „Warum verlangt...?“, sondern „Wie!? Diese Generation verlangt...!?“): Die Forderung der Pharisäer wird als völlig absurd zurückgewiesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Die Formel „Amen, ich sage euch“ kennzeichnet das Folgende als mit Vollmacht geäußerte Aussage (-&amp;gt; °Amen°): Die Zurückweisung wird noch mal als definitiv geltend hervorgehoben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) „Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben werden wird... !“ ist eine abgebrochene Schwurformel, sinngemäß also „Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben wird, [soll mir dies und jenes zustoßen]“. Diese Konstruktion dient als eine besonders starke Verneinung, war v.a im Hebräischen gebräuchlich und hat über die Septuaginta Eingang in das Griechische gefunden. Eine ähnlich unvollständige Schwurformel als Verneinung findet sich z.B. in Ps 94,11 LXX; nach Gerstenberger 2001 und Stevens 1895 auch in [[Psalm 131#s2 |Ps 131,2]] (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_131#note_i FN i]); eine in Gänze explizierte Schwurformel findet sich z.B. in [[2Kön 6#s31 |2Kön 6,31]] (Collins 2007, 385; France 2002, 313).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle drei Konstruktionen dienen also dazu, die Abschlägigkeit von Jesu Zurückweisung der Zeichenforderung besonders emphatisch (-&amp;gt; Emphase) zu unterstreichen, was auch noch zusammenstimmt mit der Redeeinleitung V. 12 (s. vorige FN) und dem Begriff „diese Generation“ (s. nächste FN). Stilistisch sehr viel treffender als die übliche Übersetzung des Verses ist daher etwas wie: „Da fuhr sie Jesus an: &#039;Was!? Ein Zeichen will dieses Pack sehen!? Nie und nimmer wird diesem Pack ein Zeichen gegeben werden, das sage ich euch!“&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Generation (Dieses Pack)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pack&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Diese Generation (dieses Pack)&#039;&#039; ist in Mk beinahe ein Schimpfwort, vgl. deutlich noch [[Markus 8#s38 |Mk 8,38]]; [[Markus 9#s19 |9,19]] (dazu auch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_bc FN bc]); &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. van Iersel 1998, S. 262; allgemein EWNT I, S. 294; TWNT I, S. 661 u.ö. Sehr gut daher B/N: „Dieses Pack“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
verlangt ein Zeichen? (Warum verlangt diese Generation ein Zeichen?)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot; /&amp;gt; Amen (Ja, Wahrlich), ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot; /&amp;gt;: Wenn dieser Generation (diesem Pack)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pack&amp;quot; /&amp;gt; ein Zeichen gegeben werden wird... (Nie und nimmer wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden)!&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot; /&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er ließ sie [stehen] (verließ sie),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er ließ sie [stehen]&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stieg wieder ein und fuhr zum anderen Ufer. &lt;br /&gt;
{{S|14}} {Und} Sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen übersetzen sinngemäß „die Jünger“, nicht „sie“, aber es gibt keinen direkten Anhaltspunkt dafür, dass Jesus davon auszunehmen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
hatten vergessen (vergaßen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie hatten vergessen (vergaßen)&#039;&#039; Der Aorist wird hier wohl mit vorzeitiger Bedeutung benutzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brote mitzunehmen, sodass (und) sie bis auf eines kein Brot im Boot dabei hatten. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und er schärfte ihnen ein (warnte sie) {sagend}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schärfte ihnen ein&#039;&#039; Das Verb steht im [[Imperfekt]], was wohl impliziert, dass diese Aussage einen etwas längeren Diskurs zusammenfasst (oder eine häufige Aussage Jesu darstellt) (France 2002, 315). &#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Passt auf (Seht zu), hütet euch vor dem Sauerteig&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sauerteig&#039;&#039; wird in der Bibel immer wieder und in verschiedenen Bildern als Metapher für einen Einfluss gebraucht, der sich wie ansteckend und mit bedrohlicher Unaufhaltsamkeit verbreitet. So wie die Beigabe von [http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerteig Sauerteig] den ganzen Teig gären und aufgehen lässt, kann sich eine Glaubenslehre (z.B. Gal 5,9) oder eine Gesinnung (so hier?) unerwartet schnell ausbreiten und wahlweise einen guten oder einen verheerenden Einfluss nehmen. In 1Kor 5,8 ist von bösem Sauerteig die Rede, in Mt 13,33 benutzt ihn Jesus als Bild für das Wachstum von Gottes Reich. Mt 16,12 versteht den Sauerteig als die Lehre der Pharisäer und Sadduzäer, Lk 12,1 als deren Heuchelei. Was Jesus hier meint, ist jedoch nicht ersichtlich. Die Pharisäer haben sich unmittelbar zuvor wieder einmal als Jesu ungläubige Gegenspieler herausgestellt. Herodes wurde bisher nur als Verantwortlicher für Johannes&#039; Tod dargestellt, doch in Mk 9,12-13 verbindet Jesus Johannes&#039; Schicksal mit seinem eigenen. Anhänger von Herodes hatten sich zudem mit den Pharisäern zusammengetan, um Jesu Beseitigung in die Wege zu leiten (3,6) (France 2002, 315f.). Daher spielt Jesus vielleicht einfach auf diese feindselige Gesinnung (ebd. 316) oder ihren Unglauben (Guelich 1989, 423f.) an. Jesus scheint im Folgenden nicht weiter auf diese Aussage einzugehen (France 2002, 316).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Pharisäer und vor dem Sauerteig von Herodes!“ &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und sie diskutierten weiter (begannen zu diskutieren)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diskutierten weiter (begannen zu diskutieren)&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;machten sich Gedanken&#039;&#039; „Diskutieren“ (so die wahrscheinlich gemeinte Bedeutung) steht im [[Imperfekt]]. Das Wort bedeutet hier entweder, dass die Jünger einfach weiterdiskutierten und Jesu Kommentar überhörten oder im Eifer der Diskussion ignorierten (so Guelich 1989, 424; France 2002, 317). Dass darüber geredet wurde, war dann schon in V. 14 impliziert und könnte Jesu Bemerkungen über den Sauerteig ausgelöst haben. Oder es signalisiert, dass nun eine Diskussion einsetzte, die sich wegen des fehlenden Brotes (V. 14) anbahnte (so Collins 2007, 386). Eine dritte Möglichkeit (nach MEN) versteht das Imperfekt als missverstehende Reaktion: „Da erwogen sie im Gespräch miteinander: »(Das sagt er deshalb) weil wir keine Brote haben.«“ (Es ist möglich, dass MEN dabei einer alternativen Lesart folgt, die „und sagten“ ergänzt.) Die erste Möglichkeit ist häufiger Funktion des Imperfekts als die zweite und ist tendenziell vorzuziehen; die dritte käme wohl auch ohne Imperfekt aus (vgl. France 2002, 317). Die meisten deutschen Übersetzungen verstehen das gr. Wort διαλογίζομαι jedoch im Sinn von „sich Gedanken machen“ – wohl weil sie etwas besser zu V. 17 passt. So EÜ: „Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten.“ Doch welche Funktion hätte in diesem Fall πρὸς ἀλλήλους „zu-/miteinander“ (bei EÜ unübersetzt)? NGÜ liest sich schon fast absurd: „Da machten sie sich untereinander Gedanken...“ Das Wort scheint hier sicher die Bedeutung „diskutieren“ zu haben (so die bisher zitierten Kommentare sowie NSS; Pesch 1976, 412f.; LN 33.158; GNB, MEN und englische Übersetzungen).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
miteinander (machten sich Gedanken) [darüber], dass (weil) sie keine Brote hatten. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: In einigen Handschriften fehlt „Jesus“ als explizites Subjekt. Auch NA28 und SBLGNT lassen es aus, wohl als eine recht offensichtliche stilistische Verbesserung. Insgesamt ist die Überlieferung jedoch so gut (u.a. {{hebr}}א{{hebr ende}} A C D K 28 33 Mehrheitstext gegen sieben in NA28 angeführte Zeugen), dass sich die Frage stellt, ob hier nicht eine (weniger offensichtlich zu begründende) versehentliche Auslassung nicht wahrscheinlicher wäre.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der (als er, weil er) Bescheid wusste ([das] bemerkte),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der (als er, weil er) Bescheid wusste ([das] bemerkte)&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]] (oder [[attr. Ptz.]]), hier als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum diskutiert ihr (macht ihr euch Gedanken) [darüber]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diskutiert ihr (macht ihr euch Gedanken)&#039;&#039; Zur Abwägung zwischen den beiden Alternativen s. die Fußnote im vorigen Vers.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr [denn immer] noch nicht?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und … [denn immer] noch nicht&#039;&#039; W. „Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht?“ - Die doppelte Verneinung mit „noch nicht“ und „und nicht“ verstärkt im Griechischen die rhetorische Frage. Um deren rhetorische Kraft einzufangen, wurde sie in der Übersetzung sinngemäß mit „denn“ und „immer“ verstärkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Habt ihr ein (euer) verstocktes (verhärtetes) Herz?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Habt ihr ein (euer) verstocktes (verhärtetes) Herz?&#039;&#039; Überraschend starker Vorwurf; wohl aus diesem Grund wird die Frage in der Parallelstelle [[Matthäus 16#s8 |Mt 16,8]] auch ausgespart. Anders, als die wörtliche Übersetzung vermuten lassen muss, geht die Frage nicht auf die &#039;&#039;Hartherzigkeit&#039;&#039; der Jünger, sondern auf ihren &#039;&#039;Unverstand&#039;&#039;: Nach dem semitischen Menschenbild ist das Herz nicht primär Sitz der Gefühle, sondern des Verstandes. Ein Mensch, der „kein Herz“ oder ein „verstocktes Herz“ hat, ist daher kein Unmensch, sondern ein Dummkopf; vgl. z.B. Krüger 2009, S. 104. Sinngemäß müsste man daher statt „Habt ihr ein verstocktes Herz“ eher übersetzen: „Habt ihr Stroh im Kopf?“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Markus|6|52}}{{par|Markus|7|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|18}} Ihr habt zwar Augen, aber seht nicht?&lt;br /&gt;
Und ihr habt zwar Ohren, aber hört nicht?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Habt ihr zwar Augen, aber seht nicht? Und habt ihr zwar Ohren, aber hört nicht?&#039;&#039; Die beiden [[Ptz. conj.]] &#039;&#039;habt ihr&#039;&#039; sind dabei konzessiv aufgelöst, was wohl dem Sinn von Jer 5,21 entspricht. Vgl. NGÜ: „Ihr habt doch Augen – könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren – könnt ihr nicht hören?“ Oder einfach „Habt ihr Augen und seht nicht? Und habt ihr Ohren und hört nicht?“ Es handelt sich um eine recht freie Wiedergabe von Jer 5,21, die aber inhaltlich und im Zusammenhang mit der Kritik aus V. 17 eher an den in Mk 4,12 zitierten Abschnitt aus Jes 6,9-10 erinnert (Watts 2007, 172). Doch passen thematisch alle drei angespielten Abschnitte (ebd. 174).&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Jeremia|5|21}}{{par|Ezechiel|12|2}}{{par|Psalm|115|5|6}}{{par|Jesaja|6|9}}{{par|Markus|4|12}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und erinnert ihr euch nicht? (Und denkt daran:)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und erinnert ihr euch nicht? (Und denkt daran:)&#039;&#039; Man kann diesen Satz sowohl als eigenständige Frage wie auch als Einleitung zu V. 19 auffassen. Nach France (2002, 317) handelt es sich eher um eine weitere rhetorische Frage, aber NA28, SBLGNT und viele deutsche Übersetzungen folgen der zweiten Deutung. ZÜR und viele englische Übersetzungen folgen der ersten. Diese Übersetzung hat den Vorteil, dass sie zu kürzeren Sätzen führt und die Parallelität zwischen den beiden Fragen in V. 19 und 20 nicht aufbricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} Als ich die fünf Brote für die fünftausend [Menschen] zerbrochen habe,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brote … zerbrochen habe&#039;&#039; „Brote zerbrechen“ steht hier als metonymisches Idiom dafür, dass Jesus sie mit Nahrung versorgt hat (vgl. LN 23.20).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie viele große Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie antworteten (sagten) ihm: „Zwölf.“&lt;br /&gt;
{{S|20}} „Und als [ich] die sieben [Brote] für die viertausend [Menschen] [zerbrochen habe], wie viele Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Und sie antworteten (sagten) ihm: „Sieben.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Da (und) sagte er (fuhr fort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte er (fuhr fort)&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt hier wohl einfach an, dass Jesus weitersprach oder fortfuhr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Versteht ihr immer noch nicht?“&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als sie nach Betsaida kamen, ({Und} sie kamen nach Betsaida. {Und es})&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als, ({Und} ... {und})&#039;&#039; W. „und … und“, hier als temporales Satzgefüge verstanden (vgl. Reiser 1983, 119).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten [die Leute] einen Blinden zu ihm und baten (forderten auf) [Jesus], ihn zu berühren.{{par|Markus|7|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er nahm die Hand des Blinden und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er nahm … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
führte ihn aus dem Dorf hinaus, und nachdem er ihm in die Augen gespuckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gespuckt&#039;&#039; Zur Funktion von Spucke in Wunderheilungen vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_7#note_bf FN bf] zu [[Markus 7#s33 |Mk 7,33]]. Ähnlich wie dort wird auch hier der Brauch des Ausspeiens durch das Motiv des Auflegens der Hände erweitert, das eine für Jesus typische „Medikation“ bei Wunderheilungen gewesen zu sein scheint (s. noch [[Markus 1#s41 |Mk 1,41]]; [[Markus 5#s23 |5,23]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
und ihm die Hände aufgelegt hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er … gespuckt und … aufgelegt hatte&#039;&#039; Temp. [[Ptz. conj.]] (2x), als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fragte er ihn: „Siehst du etwas?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Siehst du etwas?&#039;&#039; W. „Ob du etwas siehst?“; die Frage wird gleich einer abhängigen Frage durch εἰ „ob“ eingeleitet. Vermutlich ein Semitismus (France 2002, S. 324f; Grosvenor/Zerwick; NSS; Siebenthal 2011, §269b); übersetze wie vorgeschlagen.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Markus|7|33}} &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und nachdem [der Mann] wieder sehen konnte ([der Mann] blickte auf und),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem [der Mann] wieder sehen konnte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] als temporaler Nebensatz aufgelöst. Der Blinde war offenbar nicht von Geburt an blind, wie sich aus dem Verb und seiner Beschreibung der Umgebung ableiten lässt. Die Alternative &#039;&#039;blickte auf und&#039;&#039; löst das Ptz. beigeordnet auf. Das Verb kann sowohl „aufblicken“ als auch „wieder sehen können“ bedeuten. Im Zusammenhang mit der Rede von „Blindheit“ (s. noch [[Matthäus 11#s5 |Mt 11,5]]; [[Matthäus 20#s34 |20,34]]; [[Markus 10#s51 |Mk 10,51]]; [[Lukas 7#s22 |Lk 7,22]]; [[Lukas 18#s41 |18,41–43]] (3x); [[Johannes 9#s11 |Joh 9,11]].[[Johannes 9#s15 |15]].[[Johannes 9#s18 |18]]; [[Apostelgeschichte 9#s12 |Apg 9,12]].[[Apostelgeschichte 9#s17 |17f]]; [[Apostelgeschichte 22#s13 |22,13]]) liegt natürlich letztere Bedeutung wesentlich näher (so auch France 2002, S. 325; Collins 2007, S. 394, nach Johnson 1979). Dennoch übersetzen viele Üss. an unserer Stelle mit „er blickte auf“ (vgl. NSS; LN 24.10; s. jedoch die Alternativübersetzung der NGÜ; NET; Guelich 1989, 428. Vgl. MEN: „Jener schlug die Augen auf“). Vielleicht liegt das daran, dass „aufblicken“ ebenfalls sehr gut in den Kontext passt. Wahrscheinlich liefert Markus dem Leser ein Wortspiel, indem er absichtlich beide Bedeutungen zulässt (France 2002, 325). Dass der Mann wieder sehen könnte, scheint jedoch im Vordergrund zu stehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte er: „Ich sehe die Leute (Menschen) – {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{dass}&#039;&#039; Welche Funktion ὅτι „dass“ (oder „weil“) hier hat, ist nicht restlos geklärt. Es ist möglich, dass es hier wie das aramäische Relativpronomen {{hebr}}דּיִ{{hebr ende}} verwendet wird (das auch „dass“ heißen kann) oder es (falsch) übersetzt. Dann wäre zu übersetzen: „Ich sehe die Leute, die wie Bäume [sind]...“ (Guelich 1989, 433; vgl. Siebenthal 2011, §252a). NSS empfiehlt, ὅτι am besten als Doppelpunkt (wie ein ὅτι recitativum) zu übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie Bäume, ich sehe sie umhergehen.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ich sehe die Leute – wie Bäume, ich sehe sie umhergehen&#039;&#039; Falsch wäre die Übersetzung „ich sehe sie wie Bäume umhergehen“ (LUT, ELB, GNB?). &#039;&#039;Bäume&#039;&#039; ist Neutrum Plural, das Partizip &#039;&#039;umhergehen&#039;&#039; (ein [[AcP]]) Maskulinum Plural. Das Partizip bezieht sich auf &#039;&#039;die Leute&#039;&#039; (France 2002, 325). Die Übersetzung versucht das zu berücksichtigen. Sehr schön fängt das NGÜ ein: „Ich sehe Menschen; sie gehen umher, aber sie sehen aus wie Bäume.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|25}} Daraufhin legte [Jesus] erneut die Hände auf seine Augen, und [der Mann] hatte klare Sicht (sah klar) und war wieder gesund (wiederhergestellt), und er konnte nun alles deutlich (scharf) erkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er konnte nun alles deutlich erkennen&#039;&#039; Das Verb steht im Unterschied zu den beiden vorigen ([[Aorist]]) im [[Imperfekt]], das hier zum Ausdruck bringt, dass der Mann &#039;&#039;nun&#039;&#039; (sinngemäß eingefügt) dauerhaft deutlich sehen &#039;&#039;konnte&#039;&#039; (ebenfalls ergänzt, um den Sinn richtig zu vermitteln) (vgl. France 2002, 325). MEN legt etwas kreativ aus: „so daß er auch in der Ferne alles scharf sah“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Markus|7|35}} &lt;br /&gt;
{{S|26}} Da (Und) schickte [Jesus] ihn nach Hause (in sein Haus), wobei er ihm auftrug (sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm auftrug (sagte)&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Eine andere Möglichkeit wäre „mit den (folgenden) Worten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Geh auch (aber) nicht ins Dorf!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Geh auch nicht ins Dorf!“&#039;&#039; Das ist offenbar so zu verstehen, dass der Mann nicht direkt in Betsaida (=dem Dorf) lebte. Vgl. GNB: „Geh nicht erst nach Betsaida hinein, sondern geh gleich nach Hause!“ Textkritik: Der Mehrheitstext scheint diese schwer zu deutende Anweisung etwas verständlicher zu machen, indem er ergänzt: „...noch sprich mit jemandem im Dorf!“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und Jesus und seine Jünger zogen weiter (gingen fort, machten sich auf) in die Dörfer von Cäsarea Philippi&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Dörfer von Cäsarea Philippi&#039;&#039; meint die kleinen Ansiedlungen, die in der Nähe von Cäsarea Philippi liegen und zum Verwaltungsbereich dieser Stadt gehören (Cranfield 1959, S. 267). Gemeint ist also die ländliche Gegend um Cäsarea Philippi, was gut damit zusammen stimmt, dass Jesus offenbar überwiegend nicht in Großstädten, sondern kleineren Dörfern gewirkt hat (vgl. z.B. Theißen/Merz 2011, S. 163f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
und auf dem Weg befragte er seine Jünger {und sagte zu ihnen}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagte}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]].&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
„Für wen halten mich die Leute?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Für wen halten mich die Leute?“&#039;&#039; Oder „Was sagen die Leute (Menschen), wer ich bin?“ W. etwa „Wen sagen/halten die Leute mich zu sein?“ ([[AcI]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Da sagten sie zu ihm {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]].&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„[Einige für] Johannes den Täufer und andere [für] Elija, wieder andere [meinen], dass [du] einer von den Propheten [bist].“{{par|Markus|6|14|16}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und er fragte sie: „Und ihr - für wen haltet ihr mich?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Für wen haltet ihr mich?&#039;&#039; W. etwa „Ihr aber, wen sagt/haltet ihr mich zu sein?“ ([[AcI]]. Vgl. die Frage in V. 27)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und {antwortend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{antwortend}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]]; übersetze schlicht: „Petrus antwortete:...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
sagte Petrus zu ihm: „Du bist der Messias (Gesalbte; Christus)!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Messias&#039;&#039; Gr. χριστός „der Gesalbte“ oder formelhaft „Christus“. Das griechische Wort ist eine Übersetzung von hebr. {{hebr}}מָשִׁיחַ{{hebr ende}} &#039;&#039;maschiach&#039;&#039;. Der Messias war in den Prophetien des AT ein König nach dem Muster des Königs David, der Israel in eine neue Zeit führen und als gerechter König regieren sollte (z.B. Jer 23,5). Zwischentestamentliche Autoren erwarteten einen militärischen Anführer, der Israel von der Fremdherrschaft der Griechen und später der Römer befreien und zu alter Größe zurückführen würde (vgl. Evans 2001, 15).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und er schärfte (befahl) ihnen ein, {damit} mit niemandem über ihn sprechen. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Und er begann sie darüber aufzuklären (zu lehren), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ist ein eschatologischer Terminus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
viel leiden, und von den Ältesten und den obersten (führenden, Hohen) Priestern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch „Hohe Priester“. Damit waren ehemalige Hohe Priester gemeint, die weiter im Hohen Rat vertreten waren, aber wahrscheinlich auch Mitglieder der wichtigen Priesterfamilien (France 2002, 335 Fn 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und den Schriftgelehrten (Schreibern) abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) werden, und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;müsse&#039;&#039;, gr. δεῖ, wird im NT häufig dazu verwendet, um auszudrücken, dass es sich bei dem, was da sein „muss“, um ein von Gott vorherbestimmtes und daher notwendig eintretendes Geschehnis handelt (vgl. EWNT I, S. 669; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. Cranfield 1959; Doudna 2002; Lohmeyer 1967); s. z.B. [[Markus 13#s7 |Mk 13,7]].[[Markus 13#s10|10]]. Das passt sehr gut zusammen mit Vokabel „Menschensohn“ (s. vorletzte FN): Jesus gibt seinen Jüngern hier Einblick in die göttliche Vorhersehung.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Psalm|118|22}}{{par|Hosea|6|2}}{{par|Markus|9|31}}{{par|Markus|10|33|34}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und er sagte das ganz offen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er sagte das ganz offen&#039;&#039; W. „Diese Aussage machte er mit Offenheit“ ([[instr. Dat.]]); gut MEN, ZÜR: „und er sprach das ganz offen aus“, EÜ (vgl. NGÜ): „er redete ganz offen darüber“. Markus bezieht sich hier speziell auf die Lehre aus V. 31 (France 2002, 337).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da (Und) nahm Petrus ihn beiseite und begann, missbilligend auf ihn einzureden (ihn zu rüffeln/zurechtzuweisen).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, missbilligend auf ihn einzureden&#039;&#039; W. „tadeln, zurechtweisen“. Gemeint ist, dass Petrus Jesus solche düsteren Vorhersagen ausreden und ihn zur Vernunft bringen möchte. GNB: „wollte ihm das ausreden“, MEN: „begann auf ihn einzureden“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|33}} Der drehte sich um und – indem (und) er seine Jünger ansah (nachdem … angesehen hatte) –&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der drehte sich um und, indem (und) er seine Jünger ansah (nachdem … angesehen hatte)&#039;&#039; Beide Verben sind [[Ptz. conj.]], hier temporal und modal (bzw. in der Klammer temporal-vorzeitig) aufgelöst. Man könnte auch einfacher formulieren: „Der drehte sich um, {und} sah seine Jünger an [und] wies Petrus zurecht“ oder „drehte sich um und … wies zurecht, wobei er … ansah.“ ansah W. „sah“. Wahrscheinlich meint Markus: Petrus ist nicht der Mann, von dem Jesus sich beiseite nehmen lässt. Gibt es ein Problem mit einer so essenziellen Frage wie der für Jesus unausweichlich von Gott geplanten Zukunft, so betrifft das alle. Besonders, wenn zu erwarten ist, dass die anderen Jünger ähnliche menschliche Vorstellungen vom Messias haben (vgl. die Fußnote bei „Messias“ in V. 29) (France 2002, 338, gegen Collins 2007, 406f., die nicht begründet, warum Jesus seine Antwort nur an Petrus, aber nicht an die anderen Jünger richtet).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wies Petrus zurecht (herrschte ihn an) {und sagte}: „Geh hinter mich (Geh weg von mir)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Geh hinter mich (Geh weg von mir), Satan!“&#039;&#039; Der Ausruf ist doppeldeutig. Jesus fordert Petrus gleichzeitig auf, im aus den Augen zu gehen, und sich wieder in der Nachfolge bei den Jüngern hinter ihm einzureihen (vgl. W. „hinter mir nachzufolgen“ in V. 34!). Der nächste Satz zeigt, was Jesus meint: Petrus (aber auch keiner der anderen Jünger) sollte sich nicht Gottes Plänen in den Weg stellen oder in irgendeiner Form verweigern. Denn damit, auch wenn es aus den besten Absichten geschieht, würde er zum Widersacher Gottes (vgl. Collins 2007, 407).&amp;lt;/ref&amp;gt;, Satan (Widersacher)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Satan&#039;&#039; ist die Umschrift des hebräischen Worts {{hebr}}שָׂטָן{{hebr ende}}. Nirgendwo sonst wird ein Mensch als Satan bezeichnet. Jesus meint jedoch kaum, dass Petrus besessen ist (Collins 2007, 407). Petrus&#039; Vorstellungen stehen Gottes Plänen so weit entgegen, dass sie von Satan kommen müssen (France 2002, 338). Er könnte Petrus&#039; Einwände als einen weiteren Versuch des Teufels auffassen, ihn in Versuchung zu führen (Collins 2007, 407). Eine andere Möglichkeit ist, dass Jesus das Wort adjektivisch benutzt und Petrus so als einen Widersacher bzw. jemanden, der sich ihm in den Weg stellt, bezeichnet. Schließlich spricht Jesus gleich darauf ja von „menschlichen“ Vorstellungen, nicht von denen des Teufels (Evans 2001, 19). Doch signalisiert die scharfe Formulierung unter Beibehaltung des semitischen Begriffs auch im Griechischen, dass Jesus seinen Jünger wirklich als Satan anspricht (France 2002, 338 Fn 61).&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
denn Du hast nicht die [Vorstellungen (Interessen)] Gottes im Sinn, sondern die der Menschen.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;denn Du hast nicht die [Vorstellungen (Interessen)] Gottes im Sinn, sondern die der Menschen.&#039;&#039; NGÜ: „Denn was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich.“ MEN: „Deine Gedanken sind nicht die Gedanken Gottes, sondern sind Menschengedanken.“ ZÜR: „Denn nicht Göttliches, sondern Menschliches hast du im Sinn.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dann (Und) rief er die Menschenmenge samt seinen Jüngern zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;rief zu sich … und&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Wenn jemand mir nachfolgen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mir nachfolgen&#039;&#039; W. „hinter mir gehen“ (vgl. Mk 1,17; 2,14). Manche Übersetzungen: „Wer mein Jünger sein will...“ (EÜ, NGÜ) Genau das hat Jesus hier im Blick (France 2002, 339; Pryke 1978, S. 41).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
will, dann muss (soll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann muss (soll) … verleugnen … auf sich nehmen … nachfolgen&#039;&#039; Die drei Verben stehen in der dritten Person des Imperativs, den man am besten mit Hilfsverb („soll“, „muss“ oder „möge“) oder einem Konjunktiv umschreibt. Hier beschreibt Jesus die Anforderungen, die er an seine Nachfolger stellt. In diesem Kontext ist „muss“ am passendsten (vgl. Collins 2007, 408).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er sich selbst verleugnen, {und} sein Kreuz tragen (auf sich nehmen, aufheben, mitnehmen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sein Kreuz tragen (auf sich nehmen, aufheben, mitnehmen)&#039;&#039; Das Verb αἴρω heißt bei Gegenständen „aufheben“, aber auch „(mit sich) tragen“ oder „mitführen“ (BA 1a/2). Die klassische Übersetzung seit Luther ist „sein Kreuz auf sich nehmen“, gemeint ist aber wohl eher der bildliche Ausdruck „sein Kreuz mit sich herumtragen“ (vgl. BA 2). Konkret geht es dabei um den Querbalken des Kreuzes, den man zu seiner eigenen Hinrichtung tragen musste (Collins 2007, 408). Kreuzigung war auch in Palästina eine übliche Form der Todesstrafe. Das Bild der Verurteilten, die den Balken durch die Stadt trugen, war den Leuten geläufig (Evans 2001, 25). Diese Wendung war möglicherweise als Sprichwort bekannt. Lukas macht deutlich, dass dies übertragen gemeint ist, indem er „täglich“ ergänzt ([[Lukas 9#s23 |Lk 9,23]]). Doch Jesus hat hier gerade seinen Tod vorhergesagt. Mit diesen Worten macht er also deutlich, dass die Gefahr für seine Nachfolger, sein Schicksal zu teilen, sehr real ist (Collins 2007, 408; France 2002, 339f.). Der Leser erhält den Eindruck, dass Jesus genau weiß, was auf ihn zukommt (Evans 2001, 25). Dieses Schicksal bewusst in Kauf zu nehmen und Jesus trotz allem nachzufolgen, das gehört für Jesus sicherlich auch dazu, sich selbst zu verleugnen (France 2002, 340).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mir nachfolgen!&lt;br /&gt;
{{S|35}} Denn jeder, der (wer) sein Leben (Seele) retten will, wird es verlieren; aber jeder, der (wer) wegen mir und dem Evangelium (der Heilsbotschaft, um meinet- und des Evangeliums willen) sein Leben (Seele) verliert, wird es retten.&lt;br /&gt;
{{S|36}} Denn was nützt es einem Menschen, die gesamte Welt zu gewinnen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die gesamte Welt zu gewinnen&#039;&#039; Das heißt im übertragenen Sinn, (im diesseitigen Leben) den größtmöglichen Erfolg zu erzielen (France 2002, 341).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber (und [dabei]) sein Leben (Seele) zu verlieren?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sein Leben (Seele) zu verlieren&#039;&#039; Einige Übersetzungen geben das Prädikat nicht mit &#039;&#039;verlieren&#039;&#039;, sondern mit „Schaden nehmen (an)“ wieder. LUT: „nähme an seiner Seele Schaden“, NGÜ: „wenn er selbst dabei unheilbar Schaden nimmt“, ähnlich ZÜR, wohl nach BA ζημιόω. LN 57.69 listet die Passivform dagegen in einem separaten Eintrag als „Verlust erleiden, verlieren, einbüßen“. Als Gegensatz zu „(etw.) gewinnen“ ist „(etw.) verlieren“ allerdings die angemessenere Übersetzung (vgl. France 2002, 341). Wenn Jesus sich so stark ausdrückt, sollte die Übersetzung das nicht abschwächen.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Kohelet|1|3}}{{par|Psalm|49|8|10}}&lt;br /&gt;
{{S|37}} Denn was könnte (sollte) man (ein Mensch) als Gegenwert für sein Leben (Seele) geben?&lt;br /&gt;
{{S|38}} Denn jeder, der (wer immer) sich in dieser untreuen (ehebrecherischen) und sündigen Generation (jeder dieses untreuen und sündigen Packs, der sich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Generation (Pack)&#039;&#039; - zu diesem Ausdruck s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_8#note_o FN o] zu [[Markus 8#s12 |V. 12]].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über (wegen) mich und meine Worte schämt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jeder, der sich … über mich und meine Worte schämt usw.&#039;&#039; Für heutige Leser ist NGÜ recht passend: „Wer ... nicht zu mir und meinen Worten steht“. Jesus benutzt jetzt das Bild von Scham und Ehre, die in den meisten Kulturen weitaus wichtiger sind als im Westen. Wer sich hier über Jesus schämt, der kann auch bei Jesu Rückkehr keine Ehrung erwarten. Das Hier und Jetzt wird als „untreu“ - bzw. w. „ehebrecherisch“ - und „sündig“ charakterisiert. Der erste ist ein Begriff, der schon im AT Israels (im übertragenen Sinn eheliche) Untreue gegenüber Gott und seinem Bund bezeichnet hat. „Sündig“ verstärkt den Eindruck noch, dass diese Generation sich von Gott abgewandt hat und auch seinen Abgesandten Jesus verschmäht. Die neue Zeit, die mit dem Kommen des Menschensohns (Dan 7,13-14; Sach 14,5) - d.h. Jesu Rückkehr - anbricht, ist für Jesus die entscheidende (vgl. France 2002, 341ff.; Collins 2007, 410f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über den wird sich auch der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot; /&amp;gt; schämen, sobald er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt.“{{par|Daniel|7|13|14}}{{par|Daniel|7|9|10}}{{par|Sacharja|14|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_8&amp;diff=20402</id>
		<title>Markus 8</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_8&amp;diff=20402"/>
		<updated>2015-03-10T20:38:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als in jenen Tagen wieder einmal eine große Menschenmenge bei Jesus war und sie nichts zu essen hatten, rief er die Jünger zu sich und sagte zu ihnen:&lt;br /&gt;
{{L|2}} „Ich habe Mitleid mit den Leuten, weil sie schon drei Tage lang bei mir sind und nichts zu essen haben. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Wenn ich sie jetzt ohne Essen nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen. Und manche von ihnen sind von weit her gekommen.“ &lt;br /&gt;
{{L|4}} Und seine Jünger erwiderten ihm: „Woher soll man all diese Leute hier in dieser unbewohnten Gegend mit Essen satt machen können?“&lt;br /&gt;
{{L|5}} Er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie antworteten: „Sieben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Daraufhin gab er den Leuten die Anweisung, auf dem Boden Platz zu nehmen; und nachdem er die sieben Brote genommen und ein Dankgebet gesprochen hatte, brach er sie durch und gab sie seinen Jüngern, um sie auszuteilen. Und sie teilten sie an die Leute aus.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Und sie hatten ein paar kleine Fische dabei; und er segnete sie und ließ auch sie verteilen.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Und die Menschen aßen und wurden satt. Danach hoben sie die übrig gebliebenen Stücke auf, es waren sieben Körbe voll.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Es waren etwa viertausend Menschen gewesen. Danach verabschiedete er sie,&lt;br /&gt;
{{L|10}} und gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern in das Boot und kam in das Gebiet von Dalmanuta.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Da kamen einige Pharisäer zusammen und begannen mit ihm zu streiten, wobei sie von ihm ein Zeichen vom Himmel verlangten, um ihn zu testen.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Und er seufzte innerlich und sagte: „Warum verlangt diese Generation ein Zeichen? Ja, ich sage euch: Niemals wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden!“&lt;br /&gt;
{{L|13}} Und er verließ sie, stieg wieder in das Boot und fuhr zum anderen Ufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Sie hatten aber vergessen, Brote mitzunehmen, sodass sie bis auf eines kein Brot im Boot dabei hatten.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Und er warnte sie: „Passt auf! Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig von Herodes!“ &lt;br /&gt;
{{L|16}} Und sie machten sich zusammen Gedanken, weil sie keine Brote hatten. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus, der das bemerkte, sagt zu ihnen: „Warum macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr denn immer noch nicht? Habt ihr ein verhärtetes Herz?&lt;br /&gt;
{{L|18}} Ihr habt zwar Augen, aber seht nicht?&lt;br /&gt;
Und ihr habt zwar Ohren, aber hört nicht?&lt;br /&gt;
Und denkt daran: &lt;br /&gt;
{{L|19}} Als ich die fünf Brote für die fünftausend Menschen geteilt habe, wie viele große Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie antworteten: „Zwölf.“ &lt;br /&gt;
{{L|20}} „Als ich die sieben Brote für die viertausend Menschen geteilt habe, wie viele Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Und sie antworteten: „Sieben.“ &lt;br /&gt;
{{L|21}} Da sagte er zu ihnen: „Versteht ihr immer noch nicht?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}}Als sie nach Betsaida kamen, da brachten die Leute einen Blinden zu ihm und baten Jesus, ihn zu berühren.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Und er nahm die Hand des Blinden und führte ihn aus dem Dorf hinaus, und nachdem er ihm in die Augen gespuckt und ihm die Hände aufgelegt hatte, fragte er ihn: „Siehst du etwas?“&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und nachdem der Mann wieder sehen konnte blickte er auf und sagte: „Ich sehe die Leute wie Bäume; aber ich sehe sie umhergehen.“&lt;br /&gt;
{{L|25}} Daraufhin legte Jesus ihm erneut die Hände auf seine Augen, und der Mann hatte klare Sicht. Er war wieder gesund und konnte nun alles deutlich erkennen. &lt;br /&gt;
{{L|26}}Da schickte Jesus ihn nach Hause, wobei er ihm auftrug: „Geh aber nicht ins Dorf!“ &lt;br /&gt;
{{L|27}}Und Jesus und seine Jünger zogen weiter in die Dörfer von Cäsarea Philippi; und auf dem Weg befragte er seine Jünger: „Für wen halten mich die Leute?“&lt;br /&gt;
{{L|28}}Da antworteten sie zu ihm: „Einige halten dich für Johannes den Täufer, und andere für Elija, wieder andere meinen, dass du einer von den Propheten bist.“&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und er fragte sie: „Und für wen haltet ihr mich?“ Petrus antwortete: „Du bist der Christus!“&lt;br /&gt;
{{L|30}}Und er befahl ihnen, mit niemandem über ihn sprechen. &lt;br /&gt;
{{L|31}}Und er begann sie darüber aufzuklären, dass der Sohn des Menschen viel leiden, und von den Ältesten, den obersten Priestern und den Schreibern abgelehnt werde. Und dass er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse.&lt;br /&gt;
{{L|32}}Und er sagte das ganz offen. Da nahm Petrus ihn beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen.&lt;br /&gt;
{{L|33}}Jesus drehte sich um und, nachdem er seine Jünger angesehen hatte, wies er Petrus zurecht: „Geh weg von mir, Widersacher! Du hast nicht Gottes Interessen im Sinn, sondern die der Menschen.“&lt;br /&gt;
{{L|34}}Dann rief er die Menschenmenge samt seinen Jüngern zu sich und sagte zu ihnen: „Wenn jemand mir nachfolgen will, dann muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen! &lt;br /&gt;
{{L|35}}Denn jeder, der sein Leben retten will, wird es verlieren; aber jeder, der wegen mir und der Heilsbotschaft sein Leben verliert, der wird es retten. &lt;br /&gt;
{{L|36}}Denn was nützt es einem Menschen, die gesamte Welt zu gewinnen, aber sein Leben zu verlieren? &lt;br /&gt;
{{L|37}}Denn was könnte ein Mensch als Gegenwert für sein Leben geben? &lt;br /&gt;
{{L|38}}Denn jeder, der sich in dieser untreuen und sündigen Zeit über mich und meine Worte schämt, über den wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, sobald er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Als in jenen Tagen wieder einmal eine große Menschenmenge [bei Jesus] war und [sie] nichts zu essen hatten, da rief er die Jünger zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;rief er zu sich und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen:&lt;br /&gt;
{{S|2}} „Ich bedauere (habe Mitleid mit) die Menschenmenge (den Leuten), weil sie schon drei Tage lang bei mir sind und nichts zu essen haben.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und wenn ich sie ohne Essen (hungrig) nach Hause gehen lasse (schicke), dann werden sie unterwegs zusammenbrechen (sehr schwach werden). Und manche von ihnen sind von weit her (von so weit her)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von weit her (von so weit her)&#039;&#039; W.: „von von fern“; ἀπὸ &#039;&#039;von&#039;&#039; ist vor μακρόθεν &#039;&#039;von fern&#039;&#039; grammatisch überflüssig. Solche „Redundanzen“ sind typisch für Markus&#039; Stil (vgl. v.a. Neirynck 1988; gut z.B. auch Dschulnigg 1986, S. 46-59) und müssen in vielen Fällen als bedeutungslose Stileigentümlichkeit aufgefasst werden; gelegentlich lassen sie sich aber auch als besonders emphatische Konstruktionen (-&amp;gt; Emphase) erklären (z.B. in [[Markus 9#s2 |Mk 9,2]].[[Markus 9#s3 |3]].[[Markus 9#s8 |8]].[[Markus 9#s21 |21]]; s. FNn [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_g g].[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_l l].[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_y y].[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_bh bh]). Welche von beiden Deutungen jeweils vorzuziehen ist, ist oft nicht entscheidbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in unserem Vers lässt sich die Bedeutung der Konstruktion gleichermaßen wahrscheinlich aufzufassen als „&amp;lt;s&amp;gt;von&amp;lt;/s&amp;gt; von fern“ (bedeutungslose Stileigentümlichkeit) oder als „von [so] weit her“ (emphatisch). In der LF sollte man sich wegen der Argumentationsstruktur der Vv. 2-3 vielleicht doch eher für die erste Deutung entscheiden: (1) Wenn Jesus die Menschen ohne Essen nach Hause schickt, werden sie vor Hunger unterwegs zusammenbrechen; (2) erschwerend kommt hinzu, dass einige dieser Menschen auch noch von weit her kommen, was dieses Zusammenbrechen gleich noch mal so wahrscheinlich macht. – Im Deutschen würde man eine solche Argumentation wohl eher nicht mit einer emphatischen Konstruktion beschweren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gekommen.“&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und seine Jünger antworteten ihm: „Woher&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Woher&#039;&#039; LUT, ZÜR übersetzen „Wie“, doch gemeint ist, woher die Jünger das Brot (pars pro toto für Nahrung) nehmen sollen (Pesch 1976, 403; vgl. GNB, NGÜ, EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man [all] diese [Leute] &#039;&#039;hier&#039;&#039; in [dieser] Einöde (unbewohnten Gegend) mit Broten (Nahrung) satt machen können?“&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie {aber} sagten: „Sieben.“{{par|Markus|6|38}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Daraufhin (Und) gab er der Menschenmenge die Anweisung, auf dem Boden Platz zu nehmen; und nachdem er die sieben Brote genommen (erhalten) und ein Dankgebet gesprochen hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er ... genommen und ein Dankgebet gesprochen hatte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] Aor., hier als vorzeitiger temporaler Nebensatz aufgelöst. &#039;&#039;ein Dankgebet gesprochen&#039;&#039; W. „gedankt“. Gemeint ist hier jedoch ein Dankgebet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brach er sie durch und gab sie seinen Jüngern, um sie auszuteilen, und sie teilten sie an die Menschenmenge (Leute) aus.{{par|Markus|6|41}} &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und sie hatten ein paar Fische (kleine Fische)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fische (kleine Fische)&#039;&#039; Hier steht zwar die Diminutivform „Fischlein“, aber es ist unklar, ob Markus damit auch kleine Fische meint. Er benutzt den Diminutiv nämlich gerne – allein in Kap. 7 in V. 25 (Töchterlein) und 27f. (Hündlein)(vgl. Collins 2007, 380). Für kleine Fische entscheiden sich ELB, MEN, NGÜ, GNB.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dabei; und er segnete sie und ließ auch sie verteilen.{{par|Markus|6|41}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und [die Menschen] aßen und wurden satt, und sie hoben die übrig gebliebenen Brocken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die übrig gebliebenen Brocken&#039;&#039; W. „die Reste der Brocken“ ([[Gen. part.]]; NSS)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, sieben Körbe.{{par|Markus|6|42|43}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Es waren {aber} etwa viertausend [Menschen]. Danach (Und) verabschiedete (ließ gehen, schickte weg) er sie,{{par|Markus|6|44}} &lt;br /&gt;
{{S|10}} und gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern in das Boot und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg er … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelangte (kam) in das Gebiet von Dalmanuta&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dalmanuta&#039;&#039; Der Ort wird nur hier erwähnt und ist sonst unbekannt. Die Parallelstelle Mt 15,39 spricht stattdessen vom ebenfalls unbekannten Ort Magadan. In der Textüberlieferung wurde daraus in einigen Handschriften „Magdala“. Dalmanuta ist jedoch zweifellos die ursprünglichste Version des Namens. Sowohl bei Dalmanuta als auch bei Magadan könnte es sich gut um alternative Namen der Ortschaft Magdala handeln (Blomberg 1992, 247).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Da (Und) kamen die Pharisäer zusammen (heraus)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen zusammen (heraus)&#039;&#039; Entweder soll das „herauskommen“ ausdrücken, dass es sich hier um die ortsansässigen Pharisäer handelt, die auf Jesu Ankunft hin ihre Häuser verlassen (France 2002, S. 311). Oder aber ἐξέρχομαι wird hier im Sinne von „zusammenkommen, auftauchen“ verwendet (so BDAG; s. schön ALB, CEB: „Da tauchten die Pharisäer auf“); im Fokus stünde dann nicht, dass es sich um die ortsansässigen Pharisäer handelt, sondern dass überhaupt eine Gruppe von Pharisäern sich zusammenfindet, um Jesus einmal mehr zu einem Streitgespräch herauszufordern. Keine der beiden Möglichkeiten ist wahrscheinlicher als die andere; allein wegen dem besseren Deutsch sollte man in der LF vielleicht besser der Deutung von BDAG folgen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und begannen mit ihm zu streiten, wobei sie von ihm ein Zeichen vom Himmel verlangten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie … verlangten&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Könnte z.B. auch als separater Hauptsatz übersetzt werden. &#039;&#039;Zeichen vom Himmel&#039;&#039; Anders als bei Johannes bezieht &#039;&#039;Zeichen&#039;&#039; sich hier nicht auf ein Wunder, sondern irgendeine Art von übernatürlichem Zeichen, das beweisen würde, dass Jesus mit Gottes Unterstützung wirkt. &#039;&#039;vom Himmel&#039;&#039;, d.h. von Gott sollte das Zeichen kommen. Die Juden erwarteten solche Zeichen der Echtheit. Auch Mose (u.a. Ex 4,1–9; 29–31; 7,8–22) und Elija (1Kön 18,38) bestätigten ihre Sendung auf diese Weise (France 2002, 311f.; Guelich 1989, 413f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um (wobei sie) ihm eine Falle zu stellen (ihn auf die Probe zu stellen; zu testen).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um ihm eine Falle zu stellen&#039;&#039; Finales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Oder wie MEN: „weil sie ihm eine Falle stellen wollten“. Das Verb heißt „testen, erproben“ im weitesten Sinn. Hier erproben die Pharisäer Jesus so, dass er möglichst geschädigt werden soll (vgl. LN 27.31): Sie stellen ihm eine Falle, indem sie hoffen, dass er sich auf ihre Forderung einlässt, jedoch auf Kommando kein entsprechendes Zeichen hervorrufen kann. Vgl. Mk 10,2; 12,15; Joh 8,6. Jesus wurde zuvor schon in Mk 1,13 vom Satan auf die Probe gestellt, was die Pharisäer wie ihn zu Jesu Gegenspielern macht (vgl. Collins 2007, 384). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|12}} Und er stöhnte (seufzte tief) aus dem Innersten (innerlich)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus dem Innersten&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;innerlich&#039;&#039; W. „in seinem Geist“. D.h. heißt gewöhnlich „innerlich“ und könnte bedeuten, dass der Seufzer ein stummer blieb (France 2002, 312; NSS). Für Gundry modifiziert das Stöhnen dagegen die folgende Aussage und ist in Kombination mit „in seinem Geist“ so zu verstehen, dass Jesus die Aussage mit Macht machte ([http://books.google.de/books?id=6h-jdYBcyjIC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA402#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Gundry 2000, 402]). Der Kontext spricht jedoch eher für ein hörbares Stöhnen. Ansonsten müsste man diesen innerlichen Seufzer (den ja nur Jesus selbst mitbekommen haben kann) der lebhaften Fantasie des Evangelisten (oder der seiner Quelle) zuschreiben. Aus linguistischer Sicht stellt sich die Frage, warum Markus eine unhörbare Gemütserregung mit einem Wort beschreiben sollte, das sich auf einen hörbaren Laut bezieht. EÜ und NGÜ übersetzen „seufzte tief“, GNB lässt „in seinem Geist“ ganz weg. Viele andere Übersetzungen übersetzen wörtlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stöhnte (seufzte) … auf und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte: „Wie!?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wie!? (Warum)&#039;&#039; + &#039;&#039;Amen (Ja, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; + &#039;&#039;Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben werden wird... (Nie und nimmer wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden)&#039;&#039; In V. 12b kommen drei Konstruktionen zusammen, die sämtlich zum selben Charakter der Aussage beitragen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) Τί ἡ γενεὰ αὕτη ζητεῖ σημεῖον ist keine wirkliche, sondern eine rhetorische Frage; das Τί sollte daher besser mit Camacho/Mateos 1994 und Black 1967 als exklamatives Τί gedeutet werden (also nicht: „Warum verlangt...?“, sondern „Wie!? Diese Generation verlangt...!?“): Die Forderung der Pharisäer wird als völlig absurd zurückgewiesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Die Formel „Amen, ich sage euch“ kennzeichnet das Folgende als mit Vollmacht geäußerte Aussage (-&amp;gt; °Amen°): Die Zurückweisung wird noch mal als definitiv geltend hervorgehoben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) „Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben werden wird... !“ ist eine abgebrochene Schwurformel, sinngemäß also „Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben wird, [soll mir dies und jenes zustoßen]“. Diese Konstruktion dient als eine besonders starke Verneinung, war v.a im Hebräischen gebräuchlich und hat über die Septuaginta Eingang in das Griechische gefunden. Eine ähnlich unvollständige Schwurformel als Verneinung findet sich z.B. in Ps 94,11 LXX; nach Gerstenberger 2001 und Stevens 1895 auch in [[Psalm 131#s2 |Ps 131,2]] (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_131#note_i FN i]); eine in Gänze explizierte Schwurformel findet sich z.B. in [[2Kön 6#s31 |2Kön 6,31]] (Collins 2007, 385; France 2002, 313).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle drei Konstruktionen dienen also dazu, die Abschlägigkeit von Jesu Zurückweisung der Zeichenforderung besonders emphatisch (-&amp;gt; Emphase) zu unterstreichen, was auch noch zusammenstimmt mit der Redeeinleitung V. 12 (s. vorige FN) und dem Begriff „diese Generation“ (s. nächste FN). Stilistisch sehr viel treffender als die übliche Übersetzung des Verses ist daher etwas wie: „Da fuhr sie Jesus an: &#039;Was!? Ein Zeichen will dieses Pack sehen!? Nie und nimmer wird diesem Pack ein Zeichen gegeben werden, das sage ich euch!“&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Generation (Dieses Pack)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pack&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Diese Generation (dieses Pack)&#039;&#039; ist in Mk beinahe ein Schimpfwort, vgl. deutlich noch [[Markus 8#s38 |Mk 8,38]]; [[Markus 9#s19 |9,19]] (dazu auch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_9#note_bc FN bc]); &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. van Iersel 1998, S. 262; allgemein EWNT I, S. 294; TWNT I, S. 661 u.ö. Sehr gut daher B/N: „Dieses Pack“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
verlangt ein Zeichen? (Warum verlangt diese Generation ein Zeichen?)&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot; /&amp;gt; Amen (Ja, Wahrlich), ich sage euch&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot; /&amp;gt;: Wenn dieser Generation (diesem Pack)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pack&amp;quot; /&amp;gt; ein Zeichen gegeben werden wird... (Nie und nimmer wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden)!&amp;lt;ref name=&amp;quot;V 12&amp;quot; /&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er ließ sie [stehen] (verließ sie),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er ließ sie [stehen]&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stieg wieder ein und fuhr zum anderen Ufer. &lt;br /&gt;
{{S|14}} {Und} Sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen übersetzen sinngemäß „die Jünger“, nicht „sie“, aber es gibt keinen direkten Anhaltspunkt dafür, dass Jesus davon auszunehmen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
hatten vergessen (vergaßen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie hatten vergessen (vergaßen)&#039;&#039; Der Aorist wird hier wohl mit vorzeitiger Bedeutung benutzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brote mitzunehmen, sodass (und) sie bis auf eines kein Brot im Boot dabei hatten. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und er schärfte ihnen ein (warnte sie) {sagend}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schärfte ihnen ein&#039;&#039; Das Verb steht im [[Imperfekt]], was wohl impliziert, dass diese Aussage einen etwas längeren Diskurs zusammenfasst (oder eine häufige Aussage Jesu darstellt) (France 2002, 315). &#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Passt auf (Seht zu), hütet euch vor dem Sauerteig&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sauerteig&#039;&#039; wird in der Bibel immer wieder und in verschiedenen Bildern als Metapher für einen Einfluss gebraucht, der sich wie ansteckend und mit bedrohlicher Unaufhaltsamkeit verbreitet. So wie die Beigabe von [http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerteig Sauerteig] den ganzen Teig gären und aufgehen lässt, kann sich eine Glaubenslehre (z.B. Gal 5,9) oder eine Gesinnung (so hier?) unerwartet schnell ausbreiten und wahlweise einen guten oder einen verheerenden Einfluss nehmen. In 1Kor 5,8 ist von bösem Sauerteig die Rede, in Mt 13,33 benutzt ihn Jesus als Bild für das Wachstum von Gottes Reich. Mt 16,12 versteht den Sauerteig als die Lehre der Pharisäer und Sadduzäer, Lk 12,1 als deren Heuchelei. Was Jesus hier meint, ist jedoch nicht ersichtlich. Die Pharisäer haben sich unmittelbar zuvor wieder einmal als Jesu ungläubige Gegenspieler herausgestellt. Herodes wurde bisher nur als Verantwortlicher für Johannes&#039; Tod dargestellt, doch in Mk 9,12-13 verbindet Jesus Johannes&#039; Schicksal mit seinem eigenen. Anhänger von Herodes hatten sich zudem mit den Pharisäern zusammengetan, um Jesu Beseitigung in die Wege zu leiten (3,6) (France 2002, 315f.). Daher spielt Jesus vielleicht einfach auf diese feindselige Gesinnung (ebd. 316) oder ihren Unglauben (Guelich 1989, 423f.) an. Jesus scheint im Folgenden nicht weiter auf diese Aussage einzugehen (France 2002, 316).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Pharisäer und vor dem Sauerteig von Herodes!“ &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und sie diskutierten weiter (begannen zu diskutieren)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diskutierten weiter (begannen zu diskutieren)&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;machten sich Gedanken&#039;&#039; „Diskutieren“ (so die wahrscheinlich gemeinte Bedeutung) steht im [[Imperfekt]]. Das Wort bedeutet hier entweder, dass die Jünger einfach weiterdiskutierten und Jesu Kommentar überhörten oder im Eifer der Diskussion ignorierten (so Guelich 1989, 424; France 2002, 317). Dass darüber geredet wurde, war dann schon in V. 14 impliziert und könnte Jesu Bemerkungen über den Sauerteig ausgelöst haben. Oder es signalisiert, dass nun eine Diskussion einsetzte, die sich wegen des fehlenden Brotes (V. 14) anbahnte (so Collins 2007, 386). Eine dritte Möglichkeit (nach MEN) versteht das Imperfekt als missverstehende Reaktion: „Da erwogen sie im Gespräch miteinander: »(Das sagt er deshalb) weil wir keine Brote haben.«“ (Es ist möglich, dass MEN dabei einer alternativen Lesart folgt, die „und sagten“ ergänzt.) Die erste Möglichkeit ist häufiger Funktion des Imperfekts als die zweite und ist tendenziell vorzuziehen; die dritte käme wohl auch ohne Imperfekt aus (vgl. France 2002, 317). Die meisten deutschen Übersetzungen verstehen das gr. Wort διαλογίζομαι jedoch im Sinn von „sich Gedanken machen“ – wohl weil sie etwas besser zu V. 17 passt. So EÜ: „Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten.“ Doch welche Funktion hätte in diesem Fall πρὸς ἀλλήλους „zu-/miteinander“ (bei EÜ unübersetzt)? NGÜ liest sich schon fast absurd: „Da machten sie sich untereinander Gedanken...“ Das Wort scheint hier sicher die Bedeutung „diskutieren“ zu haben (so die bisher zitierten Kommentare sowie NSS; Pesch 1976, 412f.; LN 33.158; GNB, MEN und englische Übersetzungen).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
miteinander (machten sich Gedanken) [darüber], dass (weil) sie keine Brote hatten. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: In einigen Handschriften fehlt „Jesus“ als explizites Subjekt. Auch NA28 und SBLGNT lassen es aus, wohl als eine recht offensichtliche stilistische Verbesserung. Insgesamt ist die Überlieferung jedoch so gut (u.a. {{hebr}}א{{hebr ende}} A C D K 28 33 Mehrheitstext gegen sieben in NA28 angeführte Zeugen), dass sich die Frage stellt, ob hier nicht eine (weniger offensichtlich zu begründende) versehentliche Auslassung nicht wahrscheinlicher wäre.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der (als er, weil er) Bescheid wusste ([das] bemerkte),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der (als er, weil er) Bescheid wusste ([das] bemerkte)&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]] (oder [[attr. Ptz.]]), hier als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum diskutiert ihr (macht ihr euch Gedanken) [darüber]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diskutiert ihr (macht ihr euch Gedanken)&#039;&#039; Zur Abwägung zwischen den beiden Alternativen s. die Fußnote im vorigen Vers.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr [denn immer] noch nicht?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und … [denn immer] noch nicht&#039;&#039; W. „Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht?“ - Die doppelte Verneinung mit „noch nicht“ und „und nicht“ verstärkt im Griechischen die rhetorische Frage. Um deren rhetorische Kraft einzufangen, wurde sie in der Übersetzung sinngemäß mit „denn“ und „immer“ verstärkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Habt ihr ein (euer) verstocktes (verhärtetes) Herz?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Habt ihr ein (euer) verstocktes (verhärtetes) Herz?&#039;&#039; Überraschend starker Vorwurf; wohl aus diesem Grund wird die Frage in der Parallelstelle [[Matthäus 16#s8 |Mt 16,8]] auch ausgespart. Anders, als die wörtliche Übersetzung vermuten lassen muss, geht die Frage nicht auf die &#039;&#039;Hartherzigkeit&#039;&#039; der Jünger, sondern auf ihren &#039;&#039;Unverstand&#039;&#039;: Nach dem semitischen Menschenbild ist das Herz nicht primär Sitz der Gefühle, sondern des Verstandes. Ein Mensch, der „kein Herz“ oder ein „verstocktes Herz“ hat, ist daher kein Unmensch, sondern ein Dummkopf; vgl. z.B. Krüger 2009, S. 104. Sinngemäß müsste man daher statt „Habt ihr ein verstocktes Herz“ eher übersetzen: „Habt ihr Stroh im Kopf?“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Markus|6|52}}{{par|Markus|7|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|18}} Ihr habt zwar Augen, aber seht nicht?&lt;br /&gt;
Und ihr habt zwar Ohren, aber hört nicht?&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Habt ihr zwar Augen, aber seht nicht? Und habt ihr zwar Ohren, aber hört nicht?&#039;&#039; Die beiden [[Ptz. conj.]] &#039;&#039;habt ihr&#039;&#039; sind dabei konzessiv aufgelöst, was wohl dem Sinn von Jer 5,21 entspricht. Vgl. NGÜ: „Ihr habt doch Augen – könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren – könnt ihr nicht hören?“ Oder einfach „Habt ihr Augen und seht nicht? Und habt ihr Ohren und hört nicht?“ Es handelt sich um eine recht freie Wiedergabe von Jer 5,21, die aber inhaltlich und im Zusammenhang mit der Kritik aus V. 17 eher an den in Mk 4,12 zitierten Abschnitt aus Jes 6,9-10 erinnert (Watts 2007, 172). Doch passen thematisch alle drei angespielten Abschnitte (ebd. 174).&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Jeremia|5|21}}{{par|Ezechiel|12|2}}{{par|Psalm|115|5|6}}{{par|Jesaja|6|9}}{{par|Markus|4|12}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und erinnert ihr euch nicht? (Und denkt daran:)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und erinnert ihr euch nicht? (Und denkt daran:)&#039;&#039; Man kann diesen Satz sowohl als eigenständige Frage wie auch als Einleitung zu V. 19 auffassen. Nach France (2002, 317) handelt es sich eher um eine weitere rhetorische Frage, aber NA28, SBLGNT und viele deutsche Übersetzungen folgen der zweiten Deutung. ZÜR und viele englische Übersetzungen folgen der ersten. Diese Übersetzung hat den Vorteil, dass sie zu kürzeren Sätzen führt und die Parallelität zwischen den beiden Fragen in V. 19 und 20 nicht aufbricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} Als ich die fünf Brote für die fünftausend [Menschen] zerbrochen habe,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brote … zerbrochen habe&#039;&#039; „Brote zerbrechen“ steht hier als metonymisches Idiom dafür, dass Jesus sie mit Nahrung versorgt hat (vgl. LN 23.20).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie viele große Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie antworteten (sagten) ihm: „Zwölf.“&lt;br /&gt;
{{S|20}} „Und als [ich] die sieben [Brote] für die viertausend [Menschen] [zerbrochen habe], wie viele Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Und sie antworteten (sagten) ihm: „Sieben.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Da (und) sagte er (fuhr fort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte er (fuhr fort)&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt hier wohl einfach an, dass Jesus weitersprach oder fortfuhr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Versteht ihr immer noch nicht?“&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als sie nach Betsaida kamen, (&amp;lt;s&amp;gt;Und&amp;lt;/s&amp;gt; sie kamen nach Betsaida. &amp;lt;s&amp;gt;Und es&amp;lt;/s&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als, ({Und} ... {und})&#039;&#039; W. „und … und“, hier als temporales Satzgefüge verstanden (vgl. Reiser 1983, 119).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten [die Leute] einen Blinden zu ihm und baten (forderten auf) [Jesus], ihn zu berühren.{{par|Markus|7|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er nahm die Hand des Blinden und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er nahm … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
führte ihn aus dem Dorf hinaus, und nachdem er ihm in die Augen gespuckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gespuckt&#039;&#039; Zur Funktion von Spucke in Wunderheilungen vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_7#note_bf FN bf] zu [[Markus 7#s33 |Mk 7,33]]. Ähnlich wie dort wird auch hier der Brauch des Ausspeiens durch das Motiv des Auflegens der Hände erweitert, das eine für Jesus typische „Medikation“ bei Wunderheilungen gewesen zu sein scheint (s. noch [[Markus 1#s41 |Mk 1,41]]; [[Markus 5#s23 |5,23]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
und ihm die Hände aufgelegt hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er … gespuckt und … aufgelegt hatte&#039;&#039; Temp. [[Ptz. conj.]] (2x), als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fragte er ihn: „Siehst du etwas?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Siehst du etwas?&#039;&#039; W. „Ob du etwas siehst?“; die Frage wird gleich einer abhängigen Frage durch εἰ „ob“ eingeleitet. Vermutlich ein Semitismus (France 2002, S. 324f; Grosvenor/Zerwick; NSS; Siebenthal 2011, §269b); übersetze wie vorgeschlagen.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Markus|7|33}} &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und nachdem [der Mann] wieder sehen konnte ([der Mann] blickte auf und),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem [der Mann] wieder sehen konnte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] als temporaler Nebensatz aufgelöst. Der Blinde war offenbar nicht von Geburt an blind, wie sich aus dem Verb und seiner Beschreibung der Umgebung ableiten lässt. Die Alternative &#039;&#039;blickte auf und&#039;&#039; löst das Ptz. beigeordnet auf. Das Verb kann sowohl „aufblicken“ als auch „wieder sehen können“ bedeuten. Im Zusammenhang mit der Rede von „Blindheit“ (s. noch [[Matthäus 11#s5 |Mt 11,5]]; [[Matthäus 20#s34 |20,34]]; [[Markus 10#s51 |Mk 10,51]]; [[Lukas 7#s22 |Lk 7,22]]; [[Lukas 18#s41 |18,41–43]] (3x); [[Johannes 9#s11 |Joh 9,11]].[[Johannes 9#s15 |15]].[[Johannes 9#s18 |18]]; [[Apostelgeschichte 9#s12 |Apg 9,12]].[[Apostelgeschichte 9#s17 |17f]]; [[Apostelgeschichte 22#s13 |22,13]]) liegt natürlich letztere Bedeutung wesentlich näher (so auch France 2002, S. 325; Collins 2007, S. 394, nach Johnson 1979). Dennoch übersetzen viele Üss. an unserer Stelle mit „er blickte auf“ (vgl. NSS; LN 24.10; s. jedoch die Alternativübersetzung der NGÜ; NET; Guelich 1989, 428. Vgl. MEN: „Jener schlug die Augen auf“). Vielleicht liegt das daran, dass „aufblicken“ ebenfalls sehr gut in den Kontext passt. Wahrscheinlich liefert Markus dem Leser ein Wortspiel, indem er absichtlich beide Bedeutungen zulässt (France 2002, 325). Dass der Mann wieder sehen könnte, scheint jedoch im Vordergrund zu stehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte er: „Ich sehe die Leute (Menschen) – {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{dass}&#039;&#039; Welche Funktion ὅτι „dass“ (oder „weil“) hier hat, ist nicht restlos geklärt. Es ist möglich, dass es hier wie das aramäische Relativpronomen {{hebr}}דּיִ{{hebr ende}} verwendet wird (das auch „dass“ heißen kann) oder es (falsch) übersetzt. Dann wäre zu übersetzen: „Ich sehe die Leute, die wie Bäume [sind]...“ (Guelich 1989, 433; vgl. Siebenthal 2011, §252a). NSS empfiehlt, ὅτι am besten als Doppelpunkt (wie ein ὅτι recitativum) zu übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie Bäume, ich sehe sie umhergehen.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ich sehe die Leute – wie Bäume, ich sehe sie umhergehen&#039;&#039; Falsch wäre die Übersetzung „ich sehe sie wie Bäume umhergehen“ (LUT, ELB, GNB?). &#039;&#039;Bäume&#039;&#039; ist Neutrum Plural, das Partizip &#039;&#039;umhergehen&#039;&#039; (ein [[AcP]]) Maskulinum Plural. Das Partizip bezieht sich auf &#039;&#039;die Leute&#039;&#039; (France 2002, 325). Die Übersetzung versucht das zu berücksichtigen. Sehr schön fängt das NGÜ ein: „Ich sehe Menschen; sie gehen umher, aber sie sehen aus wie Bäume.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|25}} Daraufhin legte [Jesus] erneut die Hände auf seine Augen, und [der Mann] hatte klare Sicht (sah klar) und war wieder gesund (wiederhergestellt), und er konnte nun alles deutlich (scharf) erkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er konnte nun alles deutlich erkennen&#039;&#039; Das Verb steht im Unterschied zu den beiden vorigen ([[Aorist]]) im [[Imperfekt]], das hier zum Ausdruck bringt, dass der Mann &#039;&#039;nun&#039;&#039; (sinngemäß eingefügt) dauerhaft deutlich sehen &#039;&#039;konnte&#039;&#039; (ebenfalls ergänzt, um den Sinn richtig zu vermitteln) (vgl. France 2002, 325). MEN legt etwas kreativ aus: „so daß er auch in der Ferne alles scharf sah“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Markus|7|35}} &lt;br /&gt;
{{S|26}} Da (Und) schickte [Jesus] ihn nach Hause (in sein Haus), wobei er ihm auftrug (sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm auftrug (sagte)&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Eine andere Möglichkeit wäre „mit den (folgenden) Worten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Geh auch (aber) nicht ins Dorf!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Geh auch nicht ins Dorf!“&#039;&#039; Das ist offenbar so zu verstehen, dass der Mann nicht direkt in Betsaida (=dem Dorf) lebte. Vgl. GNB: „Geh nicht erst nach Betsaida hinein, sondern geh gleich nach Hause!“ Textkritik: Der Mehrheitstext scheint diese schwer zu deutende Anweisung etwas verständlicher zu machen, indem er ergänzt: „...noch sprich mit jemandem im Dorf!“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und Jesus und seine Jünger zogen weiter (gingen fort, machten sich auf) in die Dörfer von Cäsarea Philippi&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Dörfer von Cäsarea Philippi&#039;&#039; meint die kleinen Ansiedlungen, die in der Nähe von Cäsarea Philippi liegen und zum Verwaltungsbereich dieser Stadt gehören (Cranfield 1959, S. 267). Gemeint ist also die ländliche Gegend um Cäsarea Philippi, was gut damit zusammen stimmt, dass Jesus offenbar überwiegend nicht in Großstädten, sondern kleineren Dörfern gewirkt hat (vgl. z.B. Theißen/Merz 2011, S. 163f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
und auf dem Weg befragte er seine Jünger {und sagte zu ihnen}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;und sagte&amp;lt;/s&amp;gt;&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]].&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
„Für wen halten mich die Leute?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Für wen halten mich die Leute?“&#039;&#039; Oder „Was sagen die Leute (Menschen), wer ich bin?“ W. etwa „Wen sagen/halten die Leute mich zu sein?“ ([[AcI]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Da sagten sie zu ihm {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;sagend&amp;lt;/s&amp;gt;&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]].&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„[Einige für] Johannes den Täufer und andere [für] Elija, wieder andere [meinen], dass [du] einer von den Propheten [bist].“{{par|Markus|6|14|16}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und er fragte sie: „Und ihr - für wen haltet ihr mich?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Für wen haltet ihr mich?&#039;&#039; W. etwa „Ihr aber, wen sagt/haltet ihr mich zu sein?“ ([[AcI]]. Vgl. die Frage in V. 27)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und {antwortend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;s&amp;gt;antwortend&amp;lt;/s&amp;gt;&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]]; übersetze schlicht: „Petrus antwortete:...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
sagte Petrus zu ihm: „Du bist der Messias (Gesalbte; Christus)!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Messias&#039;&#039; Gr. χριστός „der Gesalbte“ oder formelhaft „Christus“. Das griechische Wort ist eine Übersetzung von hebr. {{hebr}}מָשִׁיחַ{{hebr ende}} &#039;&#039;maschiach&#039;&#039;. Der Messias war in den Prophetien des AT ein König nach dem Muster des Königs David, der Israel in eine neue Zeit führen und als gerechter König regieren sollte (z.B. Jer 23,5). Zwischentestamentliche Autoren erwarteten einen militärischen Anführer, der Israel von der Fremdherrschaft der Griechen und später der Römer befreien und zu alter Größe zurückführen würde (vgl. Evans 2001, 15).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und er schärfte (befahl) ihnen ein, {damit} mit niemandem über ihn sprechen. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Und er begann sie darüber aufzuklären (zu lehren), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; ist ein eschatologischer Terminus. Außer in [[Markus 2#s10 |Mk 2,10]].[[Markus 2#s28 |28]] verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
viel leiden, und von den Ältesten und den obersten (führenden, Hohen) Priestern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;oberste Priester&#039;&#039; Auf Griechisch „Hohe Priester“. Damit waren ehemalige Hohe Priester gemeint, die weiter im Hohen Rat vertreten waren, aber wahrscheinlich auch Mitglieder der wichtigen Priesterfamilien (France 2002, 335 Fn 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und den Schriftgelehrten (Schreibern) abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) werden, und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;müsse&#039;&#039;, gr. δεῖ, wird im NT häufig dazu verwendet, um auszudrücken, dass es sich bei dem, was da sein „muss“, um ein von Gott vorherbestimmtes und daher notwendig eintretendes Geschehnis handelt (vgl. EWNT I, S. 669; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. Cranfield 1959; Doudna 2002; Lohmeyer 1967); s. z.B. [[Markus 13#s7 |Mk 13,7]].[[Markus 13#s10|10]]. Das passt sehr gut zusammen mit Vokabel „Menschensohn“ (s. vorletzte FN): Jesus gibt seinen Jüngern hier Einblick in die göttliche Vorhersehung.&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Psalm|118|22}}{{par|Hosea|6|2}}{{par|Markus|9|31}}{{par|Markus|10|33|34}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und er sagte das ganz offen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er sagte das ganz offen&#039;&#039; W. „Diese Aussage machte er mit Offenheit“ ([[instr. Dat.]]); gut MEN, ZÜR: „und er sprach das ganz offen aus“, EÜ (vgl. NGÜ): „er redete ganz offen darüber“. Markus bezieht sich hier speziell auf die Lehre aus V. 31 (France 2002, 337).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da (Und) nahm Petrus ihn beiseite und begann, missbilligend auf ihn einzureden (ihn zu rüffeln/zurechtzuweisen).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, missbilligend auf ihn einzureden&#039;&#039; W. „tadeln, zurechtweisen“. Gemeint ist, dass Petrus Jesus solche düsteren Vorhersagen ausreden und ihn zur Vernunft bringen möchte. GNB: „wollte ihm das ausreden“, MEN: „begann auf ihn einzureden“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|33}} Der drehte sich um und – indem (und) er seine Jünger ansah (nachdem … angesehen hatte) –&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der drehte sich um und, indem (und) er seine Jünger ansah (nachdem … angesehen hatte)&#039;&#039; Beide Verben sind [[Ptz. conj.]], hier temporal und modal (bzw. in der Klammer temporal-vorzeitig) aufgelöst. Man könnte auch einfacher formulieren: „Der drehte sich um, {und} sah seine Jünger an [und] wies Petrus zurecht“ oder „drehte sich um und … wies zurecht, wobei er … ansah.“ ansah W. „sah“. Wahrscheinlich meint Markus: Petrus ist nicht der Mann, von dem Jesus sich beiseite nehmen lässt. Gibt es ein Problem mit einer so essenziellen Frage wie der für Jesus unausweichlich von Gott geplanten Zukunft, so betrifft das alle. Besonders, wenn zu erwarten ist, dass die anderen Jünger ähnliche menschliche Vorstellungen vom Messias haben (vgl. die Fußnote bei „Messias“ in V. 29) (France 2002, 338, gegen Collins 2007, 406f., die nicht begründet, warum Jesus seine Antwort nur an Petrus, aber nicht an die anderen Jünger richtet).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wies Petrus zurecht (herrschte ihn an) {und sagte}: „Geh hinter mich (Geh weg von mir)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Geh hinter mich (Geh weg von mir), Satan!“&#039;&#039; Der Ausruf ist doppeldeutig. Jesus fordert Petrus gleichzeitig auf, im aus den Augen zu gehen, und sich wieder in der Nachfolge bei den Jüngern hinter ihm einzureihen (vgl. W. „hinter mir nachzufolgen“ in V. 34!). Der nächste Satz zeigt, was Jesus meint: Petrus (aber auch keiner der anderen Jünger) sollte sich nicht Gottes Plänen in den Weg stellen oder in irgendeiner Form verweigern. Denn damit, auch wenn es aus den besten Absichten geschieht, würde er zum Widersacher Gottes (vgl. Collins 2007, 407).&amp;lt;/ref&amp;gt;, Satan (Widersacher)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Satan&#039;&#039; ist die Umschrift des hebräischen Worts {{hebr}}שָׂטָן{{hebr ende}}. Nirgendwo sonst wird ein Mensch als Satan bezeichnet. Jesus meint jedoch kaum, dass Petrus besessen ist (Collins 2007, 407). Petrus&#039; Vorstellungen stehen Gottes Plänen so weit entgegen, dass sie von Satan kommen müssen (France 2002, 338). Er könnte Petrus&#039; Einwände als einen weiteren Versuch des Teufels auffassen, ihn in Versuchung zu führen (Collins 2007, 407). Eine andere Möglichkeit ist, dass Jesus das Wort adjektivisch benutzt und Petrus so als einen Widersacher bzw. jemanden, der sich ihm in den Weg stellt, bezeichnet. Schließlich spricht Jesus gleich darauf ja von „menschlichen“ Vorstellungen, nicht von denen des Teufels (Evans 2001, 19). Doch signalisiert die scharfe Formulierung unter Beibehaltung des semitischen Begriffs auch im Griechischen, dass Jesus seinen Jünger wirklich als Satan anspricht (France 2002, 338 Fn 61).&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
denn Du hast nicht die [Vorstellungen (Interessen)] Gottes im Sinn, sondern die der Menschen.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;denn Du hast nicht die [Vorstellungen (Interessen)] Gottes im Sinn, sondern die der Menschen.&#039;&#039; NGÜ: „Denn was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich.“ MEN: „Deine Gedanken sind nicht die Gedanken Gottes, sondern sind Menschengedanken.“ ZÜR: „Denn nicht Göttliches, sondern Menschliches hast du im Sinn.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dann (Und) rief er die Menschenmenge samt seinen Jüngern zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;rief zu sich … und&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Wenn jemand mir nachfolgen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mir nachfolgen&#039;&#039; W. „hinter mir gehen“ (vgl. Mk 1,17; 2,14). Manche Übersetzungen: „Wer mein Jünger sein will...“ (EÜ, NGÜ) Genau das hat Jesus hier im Blick (France 2002, 339; Pryke 1978, S. 41).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
will, dann muss (soll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann muss (soll) … verleugnen … auf sich nehmen … nachfolgen&#039;&#039; Die drei Verben stehen in der dritten Person des Imperativs, den man am besten mit Hilfsverb („soll“, „muss“ oder „möge“) oder einem Konjunktiv umschreibt. Hier beschreibt Jesus die Anforderungen, die er an seine Nachfolger stellt. In diesem Kontext ist „muss“ am passendsten (vgl. Collins 2007, 408).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er sich selbst verleugnen, {und} sein Kreuz tragen (auf sich nehmen, aufheben, mitnehmen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sein Kreuz tragen (auf sich nehmen, aufheben, mitnehmen)&#039;&#039; Das Verb αἴρω heißt bei Gegenständen „aufheben“, aber auch „(mit sich) tragen“ oder „mitführen“ (BA 1a/2). Die klassische Übersetzung seit Luther ist „sein Kreuz auf sich nehmen“, gemeint ist aber wohl eher der bildliche Ausdruck „sein Kreuz mit sich herumtragen“ (vgl. BA 2). Konkret geht es dabei um den Querbalken des Kreuzes, den man zu seiner eigenen Hinrichtung tragen musste (Collins 2007, 408). Kreuzigung war auch in Palästina eine übliche Form der Todesstrafe. Das Bild der Verurteilten, die den Balken durch die Stadt trugen, war den Leuten geläufig (Evans 2001, 25). Diese Wendung war möglicherweise als Sprichwort bekannt. Lukas macht deutlich, dass dies übertragen gemeint ist, indem er „täglich“ ergänzt ([[Lukas 9#s23 |Lk 9,23]]). Doch Jesus hat hier gerade seinen Tod vorhergesagt. Mit diesen Worten macht er also deutlich, dass die Gefahr für seine Nachfolger, sein Schicksal zu teilen, sehr real ist (Collins 2007, 408; France 2002, 339f.). Der Leser erhält den Eindruck, dass Jesus genau weiß, was auf ihn zukommt (Evans 2001, 25). Dieses Schicksal bewusst in Kauf zu nehmen und Jesus trotz allem nachzufolgen, das gehört für Jesus sicherlich auch dazu, sich selbst zu verleugnen (France 2002, 340).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mir nachfolgen!&lt;br /&gt;
{{S|35}} Denn jeder, der (wer) sein Leben (Seele) retten will, wird es verlieren; aber jeder, der (wer) wegen mir und dem Evangelium (der Heilsbotschaft, um meinet- und des Evangeliums willen) sein Leben (Seele) verliert, wird es retten.&lt;br /&gt;
{{S|36}} Denn was nützt es einem Menschen, die gesamte Welt zu gewinnen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die gesamte Welt zu gewinnen&#039;&#039; Das heißt im übertragenen Sinn, (im diesseitigen Leben) den größtmöglichen Erfolg zu erzielen (France 2002, 341).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber (und [dabei]) sein Leben (Seele) zu verlieren?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sein Leben (Seele) zu verlieren&#039;&#039; Einige Übersetzungen geben das Prädikat nicht mit &#039;&#039;verlieren&#039;&#039;, sondern mit „Schaden nehmen (an)“ wieder. LUT: „nähme an seiner Seele Schaden“, NGÜ: „wenn er selbst dabei unheilbar Schaden nimmt“, ähnlich ZÜR, wohl nach BA ζημιόω. LN 57.69 listet die Passivform dagegen in einem separaten Eintrag als „Verlust erleiden, verlieren, einbüßen“. Als Gegensatz zu „(etw.) gewinnen“ ist „(etw.) verlieren“ allerdings die angemessenere Übersetzung (vgl. France 2002, 341). Wenn Jesus sich so stark ausdrückt, sollte die Übersetzung das nicht abschwächen.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Kohelet|1|3}}{{par|Psalm|49|8|10}}&lt;br /&gt;
{{S|37}} Denn was könnte (sollte) man (ein Mensch) als Gegenwert für sein Leben (Seele) geben?&lt;br /&gt;
{{S|38}} Denn jeder, der (wer immer) sich in dieser untreuen (ehebrecherischen) und sündigen Generation (jeder dieses untreuen und sündigen Packs, der sich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Generation (Pack)&#039;&#039; - zu diesem Ausdruck s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Markus_8#note_o FN o] zu [[Markus 8#s12 |V. 12]].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über (wegen) mich und meine Worte schämt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jeder, der sich … über mich und meine Worte schämt usw.&#039;&#039; Für heutige Leser ist NGÜ recht passend: „Wer ... nicht zu mir und meinen Worten steht“. Jesus benutzt jetzt das Bild von Scham und Ehre, die in den meisten Kulturen weitaus wichtiger sind als im Westen. Wer sich hier über Jesus schämt, der kann auch bei Jesu Rückkehr keine Ehrung erwarten. Das Hier und Jetzt wird als „untreu“ - bzw. w. „ehebrecherisch“ - und „sündig“ charakterisiert. Der erste ist ein Begriff, der schon im AT Israels (im übertragenen Sinn eheliche) Untreue gegenüber Gott und seinem Bund bezeichnet hat. „Sündig“ verstärkt den Eindruck noch, dass diese Generation sich von Gott abgewandt hat und auch seinen Abgesandten Jesus verschmäht. Die neue Zeit, die mit dem Kommen des Menschensohns (Dan 7,13-14; Sach 14,5) - d.h. Jesu Rückkehr - anbricht, ist für Jesus die entscheidende (vgl. France 2002, 341ff.; Collins 2007, 410f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über den wird sich auch der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschensohn&amp;quot; /&amp;gt; schämen, sobald er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt.“{{par|Daniel|7|13|14}}{{par|Daniel|7|9|10}}{{par|Sacharja|14|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_3&amp;diff=20396</id>
		<title>Matthäus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_3&amp;diff=20396"/>
		<updated>2015-03-09T23:12:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} In jeden Tagen trat Johhanes der Täufer in der Wüste von Judäa auf, um zu predigen.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Er sprach: Bekehrt euch, denn das Himmelreich ist nahe.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Dieser war nämlich der, von dem der Prophet Jesaja gesprochen hatte:&lt;br /&gt;
: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, ebnet seine Pfade!&lt;br /&gt;
{{L|4}} Er aber, Johannes, hatte ein Kleid aus Kamelhaar und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; seine Nahrung aber bestand aus Heuschrecken und wildem Honig. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Damals ging Jerusalem, und ganz Judäa und die ganze Umgebung des Jordans zu ihm hinaus,&lt;br /&gt;
{{L|6}} und sie ließen sich von ihm taufen im Fluß Jordan, indem sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
{{L|7}} Aber als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn überzeugt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?&lt;br /&gt;
{{L|8}} Zeigt also, dass ihr eure Einstellung geändert habt,&lt;br /&gt;
{{L|9}} und denkt nicht, dass ihr zu euch selbst sagen könntet: Wir haben doch Abraham als Vater. Denn ich sage euch:  Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.&lt;br /&gt;
{{L|10}} An die Wurzel der Bäume ist schon die Axt angelegt, denn jeder Baum, der keine guten Früchte  bringt, wird gefällt und ins Feuer geworfen.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Ich nun taufe euch mit Wasser damit ihr umkehrt. Der aber nach mir kommen wird, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen aufzuheben. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und Feuer taufen.&lt;br /&gt;
{{L|12}} seine Worfschaufel hält er in seiner Hand, er wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in der Scheune sammeln. Aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|13}} Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Johannes aber hinderte ihn und sprach:  Ich habe es nötig von dir getauft zu werden und du kommst zu mir?&lt;br /&gt;
{{L|15}} Jesus antwortete ihm jedoch: Lass es jetzt geschehen! Denn es ist recht, dass wir die ganze Gerechtigkeit erfüllen. Da ließ er es geschehen.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Als Jesus getauft worden war, stieg er sofort aus dem Wasser heraus. Da öffneten sich ihm die Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabkommen.&lt;br /&gt;
{{L|17}} Und es kam eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} In jenen Tagen aber predigte (tritt auf, kommt) Johannes der Täufer (verkündend)&amp;lt;ref&amp;gt;Wird das Partizip mit dem Prädikat des Wortes zu „predigte“ vermengt, fällt es weg. Sonst „tritt auf ... um zu verkündigen“&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Wüste von Judäa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} [und] sprach (sagte): Bekehrt euch (Tut Buße, Denkt um)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Sinne des AT ist wohl eher eine Bekehrung gemeint, weniger ein Buße tun (Rienecker 2008, S. 52) &amp;lt;/ref&amp;gt;, denn das Himmelreich (Reich der Himmel, Königsherrschaft der Himmel) ist nahe (hat sich genaht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Dieser nämlich ist es (der Gesagte), von dem (durch) Jesaja der Prophet sprach (sagend), als er sagte: &lt;br /&gt;
Eine Stimme ruft (eines Rufenden) in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, ebnet (Gerade macht) seine Pfade!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Er aber, Johannes, hatte ein (sein) Kleid aus Kamelhaar und einen ledernen Gürtel um seine Hüften (Lenden); (aber) seine Nahrung (Speise) bestand aus (war) Heuschrecken und wildem Honig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Damals) zog (ging) zu ihm hinaus Jerusalem, und ganz Judäa und das ganze Umland(die ganze Umgebung) des Jordans,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} und sie ließen sich taufen(wurden getauft) im Fluß Jordan von ihm, weil(indem) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} (Aber) Als Johannes (sah dass) viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah (kamen), sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut (Brut von Giftschlangen, Nachkommen der Giftschlangen), wer hat euch denn gelehrt (bewiesen), dass ihr dem kommenden Gericht (Zorn) entrinnen könnt?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{S|8}} Zeigt also, dass ihr eure Einstellung geändert habt&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: Bringt rechte Frucht der Umkehr(Buße) hervor!&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und denkt nicht (Lasst Euch nicht einfallen) dass ihr zu euch selbst sagen könntet: Wir haben Abraham als Vater. Denn ich sage euch: (Es kann) Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken(hervorbringen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Schon aber ist die Axt an die Wurzeln der Bäume gelegt; denn jeder Baum, der nicht gute Früchte (Frucht) hervorbringt&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „wenn er nicht ... hervorbringt“&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich taufe euch (zwar, einerseits) mit(in) Wasser zur Umkehr(Buße&amp;lt;ref&amp;gt;s.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;); der aber nach mir kommen wird, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert (nicht gut/genügend genug), ihm die Sandalen zu tragen&amp;lt;ref&amp;gt;Leichtester Dienst von Haussklaven (Rienecker 2008, S. 60)&amp;lt;/ref&amp;gt;(seine Sandalen aufzuheben); er wird euch mit(in) dem Heiligen Geist und Feuer taufen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} seine Worfschaufel ist in seiner Hand (und) er wird seine Tenne gründlich säubern(reinigen) und seinen Weizen(Korn, Getreide) in der Scheune sammeln(zusammenbringen), aber die Spreu wird er verbrennen mit(durch) unauslöschlichem Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Dann(Zu dieser Zeit) kam Jesus von Galiläa (her) an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen(um von ihm getauft zu werden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Johannes aber hinderte ihn (wehrte ihm) und sprach:  Ich habe es nötig von dir getauft zu werden und du kommst zu mir?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} Jesus antwortete ihm jedoch: Lass es jetzt gut sein(geschehen)! Denn so gebührt (geziemt) es uns(Denn es ist recht, dass wir), alle(die ganze) Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er ihn gewähren(es geschehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Als Jesus getauft war&amp;lt;ref&amp;gt;oder: wurde, da Aor. aber Passiv.&amp;lt;/ref&amp;gt;, stieg er sofort aus dem Wasser herauf (heraus) ; und siehe, da öffneten sich [ihm] die Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und siehe, es kam eine Stimme vom(aus dem) Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_67&amp;diff=20395</id>
		<title>Psalm 67</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_67&amp;diff=20395"/>
		<updated>2015-03-09T23:08:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Für den Chormeister, begleitet durch Saiteninstrumente, ein Psalm, ein Lied:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|2}} Gott sei uns zugeneigt und segne uns; &lt;br /&gt;
mit strahlendem Angesicht schaue er uns freundlich an.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Dann wird dein Weg, Gott, auf der Erde erkannt werden,&lt;br /&gt;
und deine rettende Kraft bei allen Völkern.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Die Völker sollen dich loben, Gott,&lt;br /&gt;
sie sollen dich loben, alle Völker!&lt;br /&gt;
{{L|5}} Die Menschen sollen vor Freude singen,&lt;br /&gt;
denn als Richter bewirkst du Gerechtigkeit für die Völker&lt;br /&gt;
und du, Gott, leitest die ganze Menschheit.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Die Völker sollen dich loben, Gott,&lt;br /&gt;
sie sollen dich loben, alle Völker!&lt;br /&gt;
{{L|7}} Das Land hat seinen Ertrag gegeben.&lt;br /&gt;
Gott, unser Gott – er segne uns!&lt;br /&gt;
{{L|8}} Gott segne uns,&lt;br /&gt;
so dass die ganze Welt Ehrfurcht habe vor ihm.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Für den obersten Musiker (Chorleiter, Dirigenten, Aufseher, vorzusingen)&amp;lt;ref&amp;gt;Manche Übersetzungen verstehen dieses Wort als Anweisung, den Psalm vorzusingen (LUT, GNB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Mit Saiteninstrumenten (fröhlicher Musik, Zupfinstrumenten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort heißt etwa „fröhliche (in anderen Kontexten: spottende) Musik, die auf zu zupfenden Saiteninstrumenten gespielt wird“, bezeichnet in Psalmentiteln aber die Instrumente an sich (BDB 618.3; TWOT 1292.1; DBLH 5593; Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1962, XXIV).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ein Psalm (begleitetes Lied). Ein Lied.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Gott sei uns gnädig (erbarme sich über uns, sei uns wohlgesinnt) und segne uns!&lt;br /&gt;
Er lasse sein Gesicht bei (auf, über) uns scheinen&amp;lt;ref&amp;gt;Einige Übersetzungen interpretieren: „blicke uns freundlich an“ (GNB), „May he smile on us“ („Möge er über uns lächeln“, NET). Es handelt sich um eine anthropomorphe Metonymie, die für Gunst und Wohlwollen steht.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Erich Zenger zielt die Bitte darauf ab, dass Gott „sein wohlwollendes, heilwirkendes Angesicht »bei« Israel […] aufscheinen“ lässt, so dass diese „Gabe des gesegneten Lebens als sichtbares Zeichen der Gegenwart Gottes in dieser Welt wahrgenommen werden kann. […] Der Psalm bittet darum, dass JHWH sein gesegnetes Volk Israel zum Segens- und Friendensmittler der ganzen Welt machen soll“ (Hossfeld/Zenger &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2000, HThKAT, 238–239)&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Numeri|6|24|26}}&amp;lt;ref&amp;gt;Der Autor greift die aaronitische Segensformel aus [[Numeri_6#s24|Num 6,24-26]] auf, die wohl häufig im Tempelkult rezitiert wurde (Talstra/Bosma, &#039;&#039;Psalm 67. Blessing, Harvest and History&#039;&#039;, 311), beschränkt sich dabei aber auf die Segen fordernden Aspekte. &amp;lt;/ref&amp;gt; - Sela - &lt;br /&gt;
{{S|3}} damit (dann) auf der Erde (im Land) dein Weg&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser „Weg“ Gottes kann Verschiedenes bedeuten. In Bezug auf Gott selbst sind es manchmal Gottes Absichten und Pläne ([[Psalm_10#s5|Ps 10,5]]; [[Psalm_18#s31|18,31]]; [[Psalm_103#s7|103,7]]), häufiger aber Gottes offenbarter Wille für den Einzelnen oder das Volk ([[Exodus_32#s8|Ex 32,8]]; [[Psalm_18#s22|Ps 18,22]]; [[Psalm_25#s4|25,4]].[[Psalm_25#s8|8]].[[Psalm_25#s9|9]]; [[Psalm_27#s11|27,11]]; [[Psalm_37#s34|37,34]] etc.; THAT, {{Hebr}}דֶּ֫רֶךְ{{Hebr ende}} Weg, 459). Für das Verständnis an dieser Stelle ist besonders interessant, dass V. 5 diesen „Weg Gottes“ zumindest teilweise für den Leser zu erklären scheint. V. 5 beschreibt Gottes ordnendes Wirken in der Welt. Auch die „rettende Kraft“ (3b), im Parallelismus dem „Weg“ gegenüber gestellt, drückt einen Aspekt von Gottes „Weg“ aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; erkannt [wird],&lt;br /&gt;
unter allen (heidnischen) Völkern (Nationen)&amp;lt;ref&amp;gt;In diesem Psalm kommen alle drei hebräischen Wörter für „Volk“ vor. Der Autor gebraucht sie wohl als Stilmittel für den Ausdruck seines Verlangens, dass alle Menschen egal welcher Art Gott preisen sollen (TWOT, 1069a {{Hebr}}לְֹם{{Hebr ende}}). Die drei Wörter sind {{Hebr}}עַמִּים{{Hebr ende}} und {{Hebr}}לְאֻ֫מִּים{{Hebr ende}} (V. 5a.c), die beide einfach „Völker“ bedeuten, und {{Hebr}}גּוֹיִם{{Hebr ende}} (V. 3b), das im Plural häufig (heidnische) Völker in Abgrenzung zu Israel bezeichnet. Hier sind wohl alle drei referenzidentisch. Die REB unterscheidet etwas künstlich Völker ({{Hebr}}עַמִּים{{Hebr ende}}), Völkerschaften ({{Hebr}}לְאֻ֫מִּים{{Hebr ende}}) und Nationen ({{Hebr}}גּוֹיִם{{Hebr ende}}; SLT unterscheidet stattdessen Völker, Nationen, Heidenvölker). Um deutlich zu machen, welcher Begriff wann verwendet wird, wurden in V. 3 und 5 entsprechende Klammern ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; deine rettende Kraft (Hilfe, Rettung, dein Eingeifen, Heil)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heilshandeln&amp;quot;&amp;gt;So wie V. 5 Gottes „Weg“ (3a) genauer beschreibt, erklärt der Verfasser in V. 7-8 Aspekte von Gottes „rettender Kraft“. Sein Heilshandeln kommt einerseits in Form der ertragreichen Ernte zum Ausdruck. Sie war im Bund zwischen Gott und Israel ein konkretes Zeichen für seine Gunst - in [[Levitikus_26#s4|Lev 26,4-5]].[[Levitikus_26#s10|10]]; [[Deuteronomium_28#s4|Dtn 28,4]].[[Deuteronomium_28#s4|11-12]] ist sie Teil des Segens, den Gott für Israels Bundesgehorsam verspricht.&lt;br /&gt;
Andererseits äußert sich Gottes Heilshandeln in der für die Völker erbetenen Gotteserkenntnis &#039;&#039;als Folge&#039;&#039; der Segnung Israels, als der höchsten Form des geistlichen Segens. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|4}} [Die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen (bekennen, dir danken)&amp;lt;ref&amp;gt;Jussiv. Die Urbedeutung der Wurzel ist „(jmdn./etw.) anerkennen“, „(etw.) bekennen“. Viele Übersetzungen geben das Wort mit „danken“ wieder. Es wird im AT allerdings an keiner Stelle für zwischenmenschlichen Dank verwendet; die Bedeutung ist viel weiter. Die am häufigsten passende, hier wohl beste Übersetzung ist „preisen“ - wobei das häufig als dankbare Reaktion auf eine Tat Gottes erfolgt (THAT {{Hebr}}ידה{{Hebr ende}}, TWOT 847). &amp;lt;/ref&amp;gt;, Gott,&lt;br /&gt;
[die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen {sie} alle! &lt;br /&gt;
{{S|5}} [Die] Völker (Völkerschaften) sollen (mögen, werden) sich freuen und singen, &lt;br /&gt;
denn du richtest (wirst richten) [die] Völker gerecht ([mit] Gerechtigkeit)&amp;lt;ref&amp;gt;Einige Übersetzungen und Kommentare „Geradheit“ (Zenger &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2000, Buber/Rosenzweig, REB, Alisa Stadler) oder „Geradlinigheit“ (BiGS). Das Substantiv/Adjektiv heißt in anderen Kontexten „Ebene“ oder „Geradheit“ und bezeichnet hier die Art, auf die Urteile gefällt werden (TWOT 930). Der Begriff erinnert an Gottes Eigenschaft als gerechter Aufrechterhalter der schöpfungsbedingten Weltordnung, in der er so richtet, dass diese Ordnung wieder hergestellt wird (Zenger &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2000, 238f.). S.a. [[Psalm_9#s9|Ps 9,9]]; [[Psalm_96#s10|96,10]]; [[Psalm_98#s9|98,9]].&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und [die] Völker (Völkerschaften) auf der Erde (im Land) führst (geleitest, regierst; wirst führen) du.&amp;lt;ref&amp;gt;Die zweite und dritte Zeile des Verses (5bc) stellen zwei Aspekte von Gottes „Weg“ ([[Psalm_67#s3|3a]]) dar – sie erklären also, warum Gott Lobpreis zusteht, nachdem die Völker seine Herrschaft erkannt haben. Dieses Anliegen durchzieht den ganzen Psalm. Vgl. [[Psalm_67#note_f|Fußnote f]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sela &lt;br /&gt;
{{S|6}} [Die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen (bekennen, dir danken)&amp;lt;ref&amp;gt;Jussiv. Der Vers ist identisch mit [[Psalm_67#s4|V. 4]], s.a. [[Psalm_67#note_i|die Fußnote dort]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Gott,&lt;br /&gt;
[die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen {sie} alle! &lt;br /&gt;
{{S|7}} [Das] Land ([die] Erde) hat (gibt) seinen Ertrag (ihre Frucht) gegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heilshandeln&amp;quot; /&amp;gt;{{par|Lev|26|4}}&lt;br /&gt;
Es segne uns (segnet uns; wird, möge uns segnen) Gott, unser Gott!&amp;lt;ref&amp;gt;Manche Übersetzungen setzen die beiden Aussagen bewusst in Beziehung, etwa: „Die Erde gab ihren Ertrag. Gott, unser Gott, segnet uns.“ (so GNB, NASB, HCSB). Die NRSV übersetzt V. 7 ganz vergangen („gab Ertrag/hat gesegnet“) und die wiederholte Segensaufforderung in V. 8a als „May God continue to bless us“ („Möge Gott uns weiterhin segnen“; TNIV ähnlich). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Sach|8|12|13}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Es segne uns (möge, wird uns segnen, segnet uns) Gott, &lt;br /&gt;
so dass (damit) alle Enden der Erde (die ganze Welt) ihn fürchten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hebr}}יָרֵא{{Hebr ende}} („fürchten“) steht hier für religiöse Verehrung (vgl. [[Psalm_33#s8|Ps 33,8]]; [[Psalm_34#s10|34,10]]; [[Psalm_47#s3|47,3]]; [[Psalm_64#s10|64,10]] u.a.) (TWOT 907). Aus der Erkenntnis von Gottes „Weg“ (3a) erfolgt Furcht vor seiner Macht und Unterordnung unter seinen Willen - und am Ende Lob (4-6). „Fürchten“ ist hier also Metonymie (Ursache für Wirkung) oder Synekdoche (Pars pro toto), denn nur die Furcht als Grund für die Verehrung wäre zu wenig. Der andere Aspekt der Gottesverehrung in Ps 67 ist das Lob (4-6).&amp;lt;/ref&amp;gt; (und alle Enden der Erde sollen (mögen, werden) ihn fürchten)!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Hürde zum Verständnis von Psalm 67 ist die Interpretation der 14 Imperfekte (hier als Konjunktive oder mit „sollen“ übersetzt). 7a wurde häufig zum Anlass genommen, den Psalm als Erntedanklied einzuordnen (Gunkel, Mowinckel, Kraus, Beyerlin), doch seine Form steht dem entgegen. Es ist am besten, den Psalm in seiner überlieferten Textgestalt ernst zu nehmen, anstatt ihn von einer vorher bestimmten Gattung her zu interpretieren. So ernst genommen, fallen schnell zwei gravierende Probleme auf, die den Schlüssel zum Verständnis seiner Botschaft bilden:&lt;br /&gt;
# Obgleich offenbar in einer Erntedanksituation entstanden, ist der Psalm alles andere als ein Erntedankpsalm.&lt;br /&gt;
# Der Verfasser ruft in Vv. 4-6 alle Völker zum Lob Gottes auf, weil er sie souverän regiert (Vv. 3.5). Aber das wird ihnen schwer fallen, weil sie sich dieses Gottes und seiner gerechten Herrschaft in keiner Weise bewusst sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erklärung: Viel wichtiger als der reine Dank im Angesicht des empfundenen Segens ist dem Psalmisten, dass alle anderen Völker Gott ebenfalls erkennen (3) - und daraufhin verehren (4-6.8). Allen Grund dazu hätten sie seiner Meinung nach ja (Vv. 3.5)! Seine Dankbarkeit sieht also prinzipiell nicht nur ihn selbst, sondern ist auf das Wohl anderer ausgerichtet. Doch wie loben, wovon sie nichts wissen? Hier kommt Israel ins Spiel. Durch den greifbaren Segen, den Israel erfährt, sollen alle Völker Gott erkennen, so wünscht er sich zu Beginn (2-3). Nur dadurch wird die Verehrung Gottes auf der ganzen Welt möglich (4-6). Am Ende bringt er sein Anliegen auf den Punkt: Gott solle Israel weiter segnen, damit so alle Welt ihn verehrt (7-8). Vor der universalen Verehrung Gottes muss also zuerst seine Erkenntnis kommen - für die Israel zuständig ist. Damit hat der Psalm eine ungewöhnlich missionarische Ausrichtung (Zenger, Tate).&amp;lt;ref&amp;gt;Besonders hilfreich für die strukturelle Erfassung des Psalms sind die Aufsätze [http://faculty.gordon.edu/hu/bi/ted_hildebrandt/OTeSources/19-Psalms/Text/Articles/Bosma-Ps67-CTJ.pdf E. Talstra/C.J. Bosma, &#039;&#039;Psalm 67. Blessing, Harvest and History&#039;&#039; (CTJ)]; [http://137.215.9.22/bitstream/handle/2263/11023/Botha_Psalm(2004).pdf?sequence=1 P.J. Botha, &#039;&#039;Psalm 67 in its Literary and Ideological Context&#039;&#039; (OTE)] und der Kommentar von F. Hossfeld/E. Zenger (HThKAT) &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2000. Verwiesen sei auch auf die Monographie von [http://books.google.de/books?id=Ah4PqIDyOr0C W. Beyerlin, &#039;&#039;Im Licht Der Traditionen. Psalm Lxvii und Cxv. Ein Entwicklungszusammenhang&#039;&#039;, 1992]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_67&amp;diff=20394</id>
		<title>Psalm 67</title>
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		<updated>2015-03-09T23:08:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Für den Chormeister, begleitet durch Saiteninstrumente, ein Psalm, ein Lied:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|2}} Gott sei uns zugeneigt und segne uns; &lt;br /&gt;
mit strahlendem Angesicht schaue er uns freundlich an.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Dann wird dein Weg, [Gott], auf der Erde erkannt werden,&lt;br /&gt;
und deine rettende Kraft bei allen Völkern.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Die Völker sollen dich loben, Gott,&lt;br /&gt;
sie sollen dich loben, alle Völker!&lt;br /&gt;
{{L|5}} Die Menschen sollen vor Freude singen,&lt;br /&gt;
denn als Richter bewirkst du Gerechtigkeit für die Völker&lt;br /&gt;
und du, Gott, leitest die ganze Menschheit.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Die Völker sollen dich loben, Gott,&lt;br /&gt;
sie sollen dich loben, alle Völker!&lt;br /&gt;
{{L|7}} Das Land hat seinen Ertrag gegeben.&lt;br /&gt;
Gott, unser Gott – er segne uns!&lt;br /&gt;
{{L|8}} Gott segne uns,&lt;br /&gt;
so dass die ganze Welt Ehrfurcht habe vor ihm.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Für den obersten Musiker (Chorleiter, Dirigenten, Aufseher, vorzusingen)&amp;lt;ref&amp;gt;Manche Übersetzungen verstehen dieses Wort als Anweisung, den Psalm vorzusingen (LUT, GNB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Mit Saiteninstrumenten (fröhlicher Musik, Zupfinstrumenten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort heißt etwa „fröhliche (in anderen Kontexten: spottende) Musik, die auf zu zupfenden Saiteninstrumenten gespielt wird“, bezeichnet in Psalmentiteln aber die Instrumente an sich (BDB 618.3; TWOT 1292.1; DBLH 5593; Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1962, XXIV).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ein Psalm (begleitetes Lied). Ein Lied.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Gott sei uns gnädig (erbarme sich über uns, sei uns wohlgesinnt) und segne uns!&lt;br /&gt;
Er lasse sein Gesicht bei (auf, über) uns scheinen&amp;lt;ref&amp;gt;Einige Übersetzungen interpretieren: „blicke uns freundlich an“ (GNB), „May he smile on us“ („Möge er über uns lächeln“, NET). Es handelt sich um eine anthropomorphe Metonymie, die für Gunst und Wohlwollen steht.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Erich Zenger zielt die Bitte darauf ab, dass Gott „sein wohlwollendes, heilwirkendes Angesicht »bei« Israel […] aufscheinen“ lässt, so dass diese „Gabe des gesegneten Lebens als sichtbares Zeichen der Gegenwart Gottes in dieser Welt wahrgenommen werden kann. […] Der Psalm bittet darum, dass JHWH sein gesegnetes Volk Israel zum Segens- und Friendensmittler der ganzen Welt machen soll“ (Hossfeld/Zenger &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2000, HThKAT, 238–239)&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{par|Numeri|6|24|26}}&amp;lt;ref&amp;gt;Der Autor greift die aaronitische Segensformel aus [[Numeri_6#s24|Num 6,24-26]] auf, die wohl häufig im Tempelkult rezitiert wurde (Talstra/Bosma, &#039;&#039;Psalm 67. Blessing, Harvest and History&#039;&#039;, 311), beschränkt sich dabei aber auf die Segen fordernden Aspekte. &amp;lt;/ref&amp;gt; - Sela - &lt;br /&gt;
{{S|3}} damit (dann) auf der Erde (im Land) dein Weg&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser „Weg“ Gottes kann Verschiedenes bedeuten. In Bezug auf Gott selbst sind es manchmal Gottes Absichten und Pläne ([[Psalm_10#s5|Ps 10,5]]; [[Psalm_18#s31|18,31]]; [[Psalm_103#s7|103,7]]), häufiger aber Gottes offenbarter Wille für den Einzelnen oder das Volk ([[Exodus_32#s8|Ex 32,8]]; [[Psalm_18#s22|Ps 18,22]]; [[Psalm_25#s4|25,4]].[[Psalm_25#s8|8]].[[Psalm_25#s9|9]]; [[Psalm_27#s11|27,11]]; [[Psalm_37#s34|37,34]] etc.; THAT, {{Hebr}}דֶּ֫רֶךְ{{Hebr ende}} Weg, 459). Für das Verständnis an dieser Stelle ist besonders interessant, dass V. 5 diesen „Weg Gottes“ zumindest teilweise für den Leser zu erklären scheint. V. 5 beschreibt Gottes ordnendes Wirken in der Welt. Auch die „rettende Kraft“ (3b), im Parallelismus dem „Weg“ gegenüber gestellt, drückt einen Aspekt von Gottes „Weg“ aus. &amp;lt;/ref&amp;gt; erkannt [wird],&lt;br /&gt;
unter allen (heidnischen) Völkern (Nationen)&amp;lt;ref&amp;gt;In diesem Psalm kommen alle drei hebräischen Wörter für „Volk“ vor. Der Autor gebraucht sie wohl als Stilmittel für den Ausdruck seines Verlangens, dass alle Menschen egal welcher Art Gott preisen sollen (TWOT, 1069a {{Hebr}}לְֹם{{Hebr ende}}). Die drei Wörter sind {{Hebr}}עַמִּים{{Hebr ende}} und {{Hebr}}לְאֻ֫מִּים{{Hebr ende}} (V. 5a.c), die beide einfach „Völker“ bedeuten, und {{Hebr}}גּוֹיִם{{Hebr ende}} (V. 3b), das im Plural häufig (heidnische) Völker in Abgrenzung zu Israel bezeichnet. Hier sind wohl alle drei referenzidentisch. Die REB unterscheidet etwas künstlich Völker ({{Hebr}}עַמִּים{{Hebr ende}}), Völkerschaften ({{Hebr}}לְאֻ֫מִּים{{Hebr ende}}) und Nationen ({{Hebr}}גּוֹיִם{{Hebr ende}}; SLT unterscheidet stattdessen Völker, Nationen, Heidenvölker). Um deutlich zu machen, welcher Begriff wann verwendet wird, wurden in V. 3 und 5 entsprechende Klammern ergänzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; deine rettende Kraft (Hilfe, Rettung, dein Eingeifen, Heil)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heilshandeln&amp;quot;&amp;gt;So wie V. 5 Gottes „Weg“ (3a) genauer beschreibt, erklärt der Verfasser in V. 7-8 Aspekte von Gottes „rettender Kraft“. Sein Heilshandeln kommt einerseits in Form der ertragreichen Ernte zum Ausdruck. Sie war im Bund zwischen Gott und Israel ein konkretes Zeichen für seine Gunst - in [[Levitikus_26#s4|Lev 26,4-5]].[[Levitikus_26#s10|10]]; [[Deuteronomium_28#s4|Dtn 28,4]].[[Deuteronomium_28#s4|11-12]] ist sie Teil des Segens, den Gott für Israels Bundesgehorsam verspricht.&lt;br /&gt;
Andererseits äußert sich Gottes Heilshandeln in der für die Völker erbetenen Gotteserkenntnis &#039;&#039;als Folge&#039;&#039; der Segnung Israels, als der höchsten Form des geistlichen Segens. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|4}} [Die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen (bekennen, dir danken)&amp;lt;ref&amp;gt;Jussiv. Die Urbedeutung der Wurzel ist „(jmdn./etw.) anerkennen“, „(etw.) bekennen“. Viele Übersetzungen geben das Wort mit „danken“ wieder. Es wird im AT allerdings an keiner Stelle für zwischenmenschlichen Dank verwendet; die Bedeutung ist viel weiter. Die am häufigsten passende, hier wohl beste Übersetzung ist „preisen“ - wobei das häufig als dankbare Reaktion auf eine Tat Gottes erfolgt (THAT {{Hebr}}ידה{{Hebr ende}}, TWOT 847). &amp;lt;/ref&amp;gt;, Gott,&lt;br /&gt;
[die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen {sie} alle! &lt;br /&gt;
{{S|5}} [Die] Völker (Völkerschaften) sollen (mögen, werden) sich freuen und singen, &lt;br /&gt;
denn du richtest (wirst richten) [die] Völker gerecht ([mit] Gerechtigkeit)&amp;lt;ref&amp;gt;Einige Übersetzungen und Kommentare „Geradheit“ (Zenger &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2000, Buber/Rosenzweig, REB, Alisa Stadler) oder „Geradlinigheit“ (BiGS). Das Substantiv/Adjektiv heißt in anderen Kontexten „Ebene“ oder „Geradheit“ und bezeichnet hier die Art, auf die Urteile gefällt werden (TWOT 930). Der Begriff erinnert an Gottes Eigenschaft als gerechter Aufrechterhalter der schöpfungsbedingten Weltordnung, in der er so richtet, dass diese Ordnung wieder hergestellt wird (Zenger &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2000, 238f.). S.a. [[Psalm_9#s9|Ps 9,9]]; [[Psalm_96#s10|96,10]]; [[Psalm_98#s9|98,9]].&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und [die] Völker (Völkerschaften) auf der Erde (im Land) führst (geleitest, regierst; wirst führen) du.&amp;lt;ref&amp;gt;Die zweite und dritte Zeile des Verses (5bc) stellen zwei Aspekte von Gottes „Weg“ ([[Psalm_67#s3|3a]]) dar – sie erklären also, warum Gott Lobpreis zusteht, nachdem die Völker seine Herrschaft erkannt haben. Dieses Anliegen durchzieht den ganzen Psalm. Vgl. [[Psalm_67#note_f|Fußnote f]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sela &lt;br /&gt;
{{S|6}} [Die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen (bekennen, dir danken)&amp;lt;ref&amp;gt;Jussiv. Der Vers ist identisch mit [[Psalm_67#s4|V. 4]], s.a. [[Psalm_67#note_i|die Fußnote dort]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Gott,&lt;br /&gt;
[die] Völker sollen (mögen, werden) dich preisen {sie} alle! &lt;br /&gt;
{{S|7}} [Das] Land ([die] Erde) hat (gibt) seinen Ertrag (ihre Frucht) gegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heilshandeln&amp;quot; /&amp;gt;{{par|Lev|26|4}}&lt;br /&gt;
Es segne uns (segnet uns; wird, möge uns segnen) Gott, unser Gott!&amp;lt;ref&amp;gt;Manche Übersetzungen setzen die beiden Aussagen bewusst in Beziehung, etwa: „Die Erde gab ihren Ertrag. Gott, unser Gott, segnet uns.“ (so GNB, NASB, HCSB). Die NRSV übersetzt V. 7 ganz vergangen („gab Ertrag/hat gesegnet“) und die wiederholte Segensaufforderung in V. 8a als „May God continue to bless us“ („Möge Gott uns weiterhin segnen“; TNIV ähnlich). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Sach|8|12|13}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Es segne uns (möge, wird uns segnen, segnet uns) Gott, &lt;br /&gt;
so dass (damit) alle Enden der Erde (die ganze Welt) ihn fürchten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hebr}}יָרֵא{{Hebr ende}} („fürchten“) steht hier für religiöse Verehrung (vgl. [[Psalm_33#s8|Ps 33,8]]; [[Psalm_34#s10|34,10]]; [[Psalm_47#s3|47,3]]; [[Psalm_64#s10|64,10]] u.a.) (TWOT 907). Aus der Erkenntnis von Gottes „Weg“ (3a) erfolgt Furcht vor seiner Macht und Unterordnung unter seinen Willen - und am Ende Lob (4-6). „Fürchten“ ist hier also Metonymie (Ursache für Wirkung) oder Synekdoche (Pars pro toto), denn nur die Furcht als Grund für die Verehrung wäre zu wenig. Der andere Aspekt der Gottesverehrung in Ps 67 ist das Lob (4-6).&amp;lt;/ref&amp;gt; (und alle Enden der Erde sollen (mögen, werden) ihn fürchten)!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Hürde zum Verständnis von Psalm 67 ist die Interpretation der 14 Imperfekte (hier als Konjunktive oder mit „sollen“ übersetzt). 7a wurde häufig zum Anlass genommen, den Psalm als Erntedanklied einzuordnen (Gunkel, Mowinckel, Kraus, Beyerlin), doch seine Form steht dem entgegen. Es ist am besten, den Psalm in seiner überlieferten Textgestalt ernst zu nehmen, anstatt ihn von einer vorher bestimmten Gattung her zu interpretieren. So ernst genommen, fallen schnell zwei gravierende Probleme auf, die den Schlüssel zum Verständnis seiner Botschaft bilden:&lt;br /&gt;
# Obgleich offenbar in einer Erntedanksituation entstanden, ist der Psalm alles andere als ein Erntedankpsalm.&lt;br /&gt;
# Der Verfasser ruft in Vv. 4-6 alle Völker zum Lob Gottes auf, weil er sie souverän regiert (Vv. 3.5). Aber das wird ihnen schwer fallen, weil sie sich dieses Gottes und seiner gerechten Herrschaft in keiner Weise bewusst sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erklärung: Viel wichtiger als der reine Dank im Angesicht des empfundenen Segens ist dem Psalmisten, dass alle anderen Völker Gott ebenfalls erkennen (3) - und daraufhin verehren (4-6.8). Allen Grund dazu hätten sie seiner Meinung nach ja (Vv. 3.5)! Seine Dankbarkeit sieht also prinzipiell nicht nur ihn selbst, sondern ist auf das Wohl anderer ausgerichtet. Doch wie loben, wovon sie nichts wissen? Hier kommt Israel ins Spiel. Durch den greifbaren Segen, den Israel erfährt, sollen alle Völker Gott erkennen, so wünscht er sich zu Beginn (2-3). Nur dadurch wird die Verehrung Gottes auf der ganzen Welt möglich (4-6). Am Ende bringt er sein Anliegen auf den Punkt: Gott solle Israel weiter segnen, damit so alle Welt ihn verehrt (7-8). Vor der universalen Verehrung Gottes muss also zuerst seine Erkenntnis kommen - für die Israel zuständig ist. Damit hat der Psalm eine ungewöhnlich missionarische Ausrichtung (Zenger, Tate).&amp;lt;ref&amp;gt;Besonders hilfreich für die strukturelle Erfassung des Psalms sind die Aufsätze [http://faculty.gordon.edu/hu/bi/ted_hildebrandt/OTeSources/19-Psalms/Text/Articles/Bosma-Ps67-CTJ.pdf E. Talstra/C.J. Bosma, &#039;&#039;Psalm 67. Blessing, Harvest and History&#039;&#039; (CTJ)]; [http://137.215.9.22/bitstream/handle/2263/11023/Botha_Psalm(2004).pdf?sequence=1 P.J. Botha, &#039;&#039;Psalm 67 in its Literary and Ideological Context&#039;&#039; (OTE)] und der Kommentar von F. Hossfeld/E. Zenger (HThKAT) &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2000. Verwiesen sei auch auf die Monographie von [http://books.google.de/books?id=Ah4PqIDyOr0C W. Beyerlin, &#039;&#039;Im Licht Der Traditionen. Psalm Lxvii und Cxv. Ein Entwicklungszusammenhang&#039;&#039;, 1992]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_7&amp;diff=20392</id>
		<title>Markus 7</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_7&amp;diff=20392"/>
		<updated>2015-03-09T22:22:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Gottes Gebot und die Traditionen der Pharisäer))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Eines Tages kamen die Pharisäer und einige Schriftgelehrte aus Jerusalem zu Jesus.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Als sie sahen, dass einige der Jünger mit unreinen Händen aßen&lt;br /&gt;
{{L|3}}(mit „unrein“ meinten sie „ungewaschen“, die Pharisäer - und Juden im Allgemeinen - halten sich nämlich an die „Tradition der Alten“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus verwendet dieses „Tradition der Alten“ hier vermutlich sarkastisch: Die entsprechende Tradition ist das erste Mal etwa 100 n. Chr. schriftlich erwähnt und es ist umstritten, ob sie überhaupt schon zur Zeit Jesu existierte.&amp;lt;/ref&amp;gt; und essen erst dann, wenn sie sich sorgfältig die Hände gewaschen haben.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Wenn sie zuvor auf dem Markt&amp;lt;ref&amp;gt;wo man sich leicht kultisch verunreinigen kann&amp;lt;/ref&amp;gt; waren, baden sie sogar erst noch, bevor sie essen. Und noch viele weitere „alte Traditionen“ gibt es, an die sie sich halten, zum Beispiel das Abspülen von Bechern, Krügen und Kupfergefäßen und das Säubern von Sitzpolstern),&lt;br /&gt;
{{L|5}} als die besagten Pharisäer und Schriftgelehrten das also sahen, fragten sie ihn: „Warum halten deine Jünger sich nicht an die Traditionen der Alten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen?“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|6}} „Ihr Heuchler!“, rief Jesus. „Wie recht hatte doch Jesaja, als er über euch prophezeite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚Dieses Volk ehrt Gott nur mit Worten,&lt;br /&gt;
aber nicht mit seinem Herzen!&lt;br /&gt;
{{L|7}} Ihre Verehrung ist wertlos,&lt;br /&gt;
weil sie menschliche Gebote als göttliches Gesetz hinstellen!‘&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|8}} Ihr ignoriert Gottes Gebote, aber menschliche „Traditionen“ beachtet ihr!&lt;br /&gt;
{{L|9}} Das ist ganz toll, wie ihr Gottes Gesetze außer Kraft setzt, um eure „Traditionen“ zu bewahren.&lt;br /&gt;
{{L|10}} Zum Beispiel hat Mose gesagt: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter!‘ und ‚Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht, muss sterben‘.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Ihr dagegen behauptet: ‚Wenn ein Mensch zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: ‚All das, womit ich euch eigentlich unterstützen müsste, ist &#039;&#039;qorban&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Erklärte jemand etwas als &#039;&#039;qorban&#039;&#039; („Opfer“), machte er damit dieses Ding „heilig“ und andere konnten so nicht mehr darüber verfügen (der Opfernde selbst jedoch schon). In der Praxis diente dieses „für-&#039;&#039;qorban&#039;&#039;-Erklären“ bald nur noch dazu, solche „Opfergaben“ anderen vorzuenthalten; eher als an „Opfergaben“ sollte man deshalb dabei wohl an den Ausspruch „Bevor du das bekommst, opfere ich das im Tempel!“ denken, den die Pharisäer dann als trotz allem gültig und geltend werteten und so unterbunden, dass das so „Geopferte“ doch anderen zur Verfügung gestellt werden konnte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;qorban&#039;&#039;-Regelung ist kein biblisches Gebot, sondern wurde erst von den Schriftgelehrten geschaffen (Gnilka 1978) und ist damit ein gutes Beispiel für diese sogenannten „Traditionen der Alten“, die die Schriftgelehrten über das göttliche Gebot stellen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
- das heißt, ein Opfer für Gott!‘‘...&lt;br /&gt;
{{L|12}} - und dann seid &#039;&#039;ihr&#039;&#039; es, die ihn damit davon abhalten, etwas für seine Eltern zu tun!&lt;br /&gt;
{{L|13}} Auf diese und viele ähnliche Weisen setzt ihr immer wieder Gottes Gebote zugunsten eurer - von euch tradierten! - „Traditionen“ außer Kraft!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Was wirklich unrein ist))&lt;br /&gt;
{{L|14}} Eines Tages rief Jesus wieder einmal eine Volksmenge zu sich und sagte: „Hört mir alle gut zu, damit ihr versteht, was ich sage:&lt;br /&gt;
{{L|15}} &amp;lt;sup&amp;gt;/&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|16}} Nichts von dem, was von Außen in den Menschen hineingelangt, kann ihn unrein machen, sondern ausschließlich das, was aus ihm herauskommt.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|17}} Als sich Jesus dann von der Volksmenge in ein Haus zurückgezogen hatte, fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieser Aussage.&lt;br /&gt;
{{L|18}} „Dann habt also nicht mal ihr begriffen?“, fragte Jesus. „Versteht ihr denn nicht, dass nichts von dem, was von Außen in den Menschen hineingelangt, ihn unrein machen kann? -&lt;br /&gt;
{{L|19}} Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen des Menschen, und auf dem Abtritt kommt es dann wieder heraus.“ Damit erkläre Jesus alle Speisen für rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|20}} „Ja“, fuhr er fort: „Nur dasjenige, was aus dem Menschen herauskommt, macht ihn unrein,&lt;br /&gt;
{{L|21}} denn von Innen - aus dem Herzen - kommen die bösen Gedanken heraus und damit auch: Hurereien, Diebereien, Mordtaten,&lt;br /&gt;
{{L|22}} Ehebrüche, Machtsüchteleien, Bosheiten; außerdem Arglist, Maßlosigkeit, Neid, Gotteslästerei, Überheblichkeit und Torheit.&lt;br /&gt;
{{L|23}} All dieses Böse kommt von Innen heraus und macht den Menschen unrein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die gewitzte Heidin))&lt;br /&gt;
{{L|24}} Jesus verließ Galiläa und begab sich in das heidnische Gebiet von Tyrus. Dort zog er sich in ein Haus zurück, damit niemand davon erführe, dass er hier sei. Doch es gelang ihm nicht, seine Anwesenheit verborgen zu halten:&lt;br /&gt;
{{L|25}} &amp;lt;sup&amp;gt;/&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|26}} Sogleich erfuhr es eine einheimische Heidin, deren Tochter von einem bösen Geist besessen war. Sie ging zu ihm, warf sich ihm zu Füßen nieder und bat ihn darum, den Geist bei ihrer Tochter auszutreiben.&lt;br /&gt;
{{L|27}} Jesus aber entgegnete: „Zunächst müssen die Kinder satt werden. Es wäre falsch, den Kindern ihr Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen.“&lt;br /&gt;
{{L|28}} „Ja, mein Herr, das wäre falsch“, stimmte sie ihm zu, „und dennoch fressen die Hunde unter dem Tisch ihre Brotkrumen.“&lt;br /&gt;
{{L|29}} Da sagte Jesus: „Um dieser Rede willen geh! - Der Geist ist aus deiner Tochter ausgefahren.“&lt;br /&gt;
{{L|30}} Und tatsächlich: Als die Frau nach Hause kam, lag das Kind im Bett und der Geist war ausgefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Heilung des Taubstummen))&lt;br /&gt;
{{L|31}} Von Tyrus aus zog Jesus über Sidon an die Ostseite des Sees Gennesaret.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Dort brachte man einen Taubstummen zu ihm und bat ihn, ihm die Hand aufzulegen.&lt;br /&gt;
{{L|33}} Da zog er ihn von der Menschenmenge fort, um mit ihm allein zu sein. Er steckte ihm seine Finger in die Ohren, spuckte sich auf die Hand und berührte damit die Zunge des Mannes.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte tief und sprach: „Effata“ - das heißt: „Öffne dich!“&amp;lt;ref&amp;gt;Die hier beschriebene Heilung enthält einige Elemente altisraelischen Brauchtums. Die Vorstellung vom Speichel als Heilmittel ist in der Antike weit verbreitet. Auch der Blick zum Himmel und das Seufzen ist typisch für derartige Heilungsgeschichten; es ist dort Ausdruck des Einholens übermenschlicher Kraft des Wundertäters. Eine Heilung mittels Speichel ist außerdem im Alten Israel meist (wie hier) verbunden mit der Rezitation eines Zauberspruchs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Jesus ist der Blick zum Himmel jedoch stets Ausdruck des Gebets; auch dem „Zauberwort“ wird durch die direkt nachfolgende Übersetzung der Charakter des Geheimnisvollen und Zauberischen genommen und das Zauberwort so zum „Machtwort“ gewandelt: Der israelische Aberglaube wird transformiert zum Ausdruck der engen Verbindung Jesu mit Gott und der Vollmacht Jesu, der nur ein Wort nötig hat, um dem Taubstummen Ohren und Mund zu öffnen: „Effata“, „Öffne dich“.&amp;lt;/ref&amp;gt; {{L|35}} Sofort öffneten sich da seine Ohren; auch seine Zunge löste sich und er konnte richtig sprechen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|36}} Jesus verbot den Anwesenden, jemandem davon zu erzählen. Aber je mehr er darauf bestand, desto mehr machten sie es bekannt,&lt;br /&gt;
{{L|37}} weil sie vor Staunen ganz außer sich waren. „Wie gut ist alles, was er gemacht hat!“, riefen sie, „Er lässt sogar Taube hören und die Stumme sprechen!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten (Schreiber), die aus Jerusalem gekommen waren,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ... gekommen waren&#039;&#039; [[attr. Ptz.]] Aor., als vorzeitiger Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
versammelten sich bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und weil (als) sie gesehen hatten (sahen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) sie gesehen hatten (sahen)&#039;&#039; Kausales oder temporales [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass manche von seinen Jüngern [mit] unreinen, das heißt: [mit] ungewaschenen Händen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] unreinen ... [mit] ungewaschenen, Händen&#039;&#039; [[Instr. Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Brote (ihr Essen) aßen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Brote aßen&#039;&#039; Eine ungewöhnliche Formulierung. „Brot“ kann &#039;&#039;pars pro toto&#039;&#039; für Nahrung oder eine Mahlzeit stehen. Die zu erwartende Phrase wäre aber „Brot essen“. Vielleicht hat Markus so formuliert, um noch einmal das Wunder der Brotvermehrung (Kap. 6) in Erinnerung zu rufen (bei dem Brot könnte es sich um die Überbleibsel handeln), doch das ist unsicher (dafür: Guelich 1989, 363; dagegen: France 2002, 281).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Der Satz endet nach Meinung der meisten Ausleger und der Zeichensetzung der kritischen Editionen unvollendet (Anakoluth), um der Erklärung des pharisäischen Brauchs Platz zu machen. Unklar ist, ob er in V. 5 fortgesetzt wird oder ob V. 5 neu einsetzt (Guelich 1989, 360; vgl. Collins 2007, 344 Fn 35). France bemerkt allerdings, man könne den Satzbau auch erklären, indem man V. 2 nicht als Umstandsangabe für die Anfrage der Pharisäer V. 5, sondern für ihr Zusammenkommen in V. 1 versteht (ders. 2002, 279f.). Das Partizip &#039;&#039;weil/als sie gesehen hatten&#039;&#039; gibt dann kausal oder temporal an, warum die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus ansprachen. Das passt zwar inhaltlich, aber für die verbreitetere Interpretation spricht, dass man die Stelle offenbar schon lange als Anakoluth verstanden hat. Varianten in der Überlieferung des Textes zeigen, dass man zum Teil versuchte, den Satzbau etwas einfacher zu formulieren. Zudem stehen Partizipien mit kausaler Sinnrichtung häufiger vor der Aussage, die sie begründen, als danach.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|3}} die Pharisäer und die Juden überhaupt (alle) essen nämlich nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig (mit einer Handvoll Wasser, in der vorgeschriebenen Weise; mit der Faust)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sorgfältig&#039;&#039; Gr. πυγμῇ W. „[mit] der Faust“ [[Instr. Dativ]]. Diese Wendung ist nur hier bekannt und ihre Bedeutung unklar. Es gibt folgende Vorschläge, was das Wort bezeichnet: 1. die Art des Waschens, nämlich der Faust in der hohlen Hand, 2. das Waschen bis zum Ellbogen (so Collins 2007, 349) bzw. zum Handgelenk, 3. die meisten Übersetzungen folgen LUT mit der Übersetzung „[mit] einer Handvoll Wasser“ (so z.B. Cranfield 1959, S. 233). 4. MEN „gründlich“, ELB „sorgfältig“. 5. bedeutungsagnostisch „in der vorgeschriebenen Weise“ (NSS) oder „zeremoniell“ (France). France empfiehlt, das Wort sinngemäß mit „sorgfältig“ oder „zeremoniell“ zu übersetzen (ders. 2002, 282; in dieselbe Richtung geht NSS). Weil es sich um einen Singular handelt, ist eine pluralspezifische Übersetzung wie Guelichs „with cupped hands“ (ders. 1989, 364f.) weniger wahrscheinlich. Auch Hengels Theorie eines aus dem Lateinischen entlehnten Wortes „Handvoll“ ist unwahrscheinlich, weil es im Griechischen ein Wort dafür gab (ebd.; so aber auch Dschulnigg 2007; Gnilka 1978). NGÜ lässt das Wort gleich ganz aus dem Fließtext und erwähnt seine unbekannte Bedeutung in einer Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Hände gewaschen haben, um (Damit, weil) an der Überlieferung der Ältesten (Vorfahren)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Überlieferung der Ältesten (Vorfahren)&#039;&#039; Dabei handelt es sich um Bräuche und Regeln, die sich auf der Grundlage des Gesetzes ausgebildet hatten und irgendwann als Norm galten, ohne vom Gesetz direkt vorgeschrieben zu sein. Lange ging man davon aus, dass es sich beim Händewaschen um eine rein pharisäische Lehre handelte, inzwischen weiß man aber, dass die meisten Juden diesem Brauch tatsächlich folgten (Collins 2007, 345f.; vgl. France 2002, 280ff.). &amp;lt;/ref&amp;gt; festzuhalten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um (Damit, weil) … festzuhalten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Man kann diese Angabe (mit &#039;&#039;um&#039;&#039;) final verstehen (vgl. ZÜR) oder sie als getrennten Satz modal übersetzen: „Damit halten sie an der Überlieferung der Ältesten fest.“ (vgl. NGÜ) Auch eine kausale Deutung ist möglich (NSS, MEN).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} und [nach der Rückkehr] vom Markt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach der Rückkehr vom Markt&#039;&#039; W. „vom Markt“, ein griechisches Idiom. Möglich wäre vielleicht auch „essen nichts, was vom Markt kommt, ohne es gewaschen zu haben“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
essen sie nicht, bis (wenn) sie nicht gebadet (einer Reinigung unterzogen, gewaschen) haben; und es gibt viele andere [Regeln], die sie zu halten übernommen haben, [zum Beispiel] das Abspülen von Bechern, {und} Krügen und Kupfergefäßen und Sitzpolstern (Betten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und Sitzpolstern (Betten)&#039;&#039; Dabei handelt es sich um jedes Möbelstück, das als Bett oder Liege auch als Sitzgelegenheit zum Essen diente. Das waren bei ärmeren Leuten oft einfache Matten oder Teppiche, bei Reicheren auch Möbelstücke mit Beinen, wie man sie heute als Betten und Sofas kennt. Nach Lev 15 waren auch unrein gewordene Betten zu waschen (Collins 2007, 349; LN 6.106). Die Übersetzung „Sitzpolster“ folgt GNB, NGÜ.&amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: In den Handschriften {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ pc bo fehlen die beiden Wörter. Wenn das der ursprüngliche Text ist, wurden die „Betten“ vielleicht aufgrund der Reinheitsvorschriften von Lev 15 ergänzt. Plausibler wirkt jedoch, dass sie beim Abschreiben als absurd oder durch einen Fehler (Homoioteleuton) weggefallen sind. Wegen der guten externen Bezeugung stehen die Wörter in NA28 in eckigen Klammern, im SBLGNT jedoch nicht. Diese Variante lässt sich nicht zufriedenstellend klären (vgl. Willker 2013, 277f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
{{S|5}} da (und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;da (und)&#039;&#039; Nach der Parenthese in Vv. 3f nimmt Markus den Satz wieder auf, tut es aber „auf eine Weise, als hätte er vergessen, dass er schon vor der Parenthese einen Satz begonnen hatte und setzt also ein mit καὶ, das hier eigentlich gar nicht nötig wäre.“ (Cranfield 1959, S. 234f). In den selben Phänomenkomplex gehört wohl, dass auch die Wendung „Parisäer und Schriftgelehrte“, mit der der Satz einsetzte, hier extra noch mal gesetzt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
erkundigten (fragten) die Pharisäer und die Schriftgelehrten sich bei ihm: „Weshalb leben (folgen) deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot (Essen) [mit] unreinen Händen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] unreinen Händen&#039;&#039; [[Instr. Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Aber er sagte zu ihnen: „Richtig (Treffend, Zurecht) hat Jesaja über euch Heuchler (Scheinheilige) geweissagt, wie geschrieben steht:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚Dieses Volk ehrt mich [mit] den Lippen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] den Lippen&#039;&#039; [[Instr. Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber ihr Herz ist weit von mir entfernt.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und sie beten (verehren) mich vergeblich an,&lt;br /&gt;
weil sie [als verbindliche] Lehren Gebote von Menschen lehren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil sie … lehren&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als kausaler Nebensatz aufgelöst. &#039;&#039;[als verbindliche] Lehren Gebote von Menschen lehren&#039;&#039; Im gr. AT steht etwas anders „weil sie Gebote von Menschen und Lehren lehren“. Jesus spitzt das rhetorisch auf den Vorwurf zu, die Vorstellungen von Menschen (nämlich die erwähnte „Überlieferung der Ältesten“) als verbindliche Gebote festzuschreiben – ohne dabei allerdings etwas am Sinn zu ändern. Im Kern geht es bei Jesaja um oberflächliche Religion, die überkommenen Bräuchen und Traditionen folgt, anstatt Gott mit dem Herzen (d.h. aus Überzeugung) zu ehren, wie es der Fall wäre, wenn die Bräuche nicht zur missbräuchlichen Umgehung der Gebote führen würden (vgl. France 2002, 284).&amp;lt;/ref&amp;gt;.‘{{par|Jesaja|29|13}}{{par|Kolosser|2|22}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|8}} Während ihr Gottes Willen (Gesetz, Gebot)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gottes Willen (Gesetz, Gebot)&#039;&#039;, W. „das Gebot Gottes“, bezeichnet in diesem Kontext das, was von Gott geboten (und nicht von Menschen vorgeschrieben) wurde (Guelich 1989, 367). Dass Jesaja von Verehrung mit dem Herzen spricht, weist darauf hin, dass er (und auch Jesus mit seinem Zitat) von Gottes Geboten gerade das „Hauptgebot“ aus [[Deuteronomium 6#s4|Dtn 6,4-6]] im Blick haben. Israel sollte danach „JHWH, deinen Gott mit deinem ganzen Herzen und deinem ganzen Sein und deiner ganzen Kraft lieben“ und Gottes Gebote im Herzen bewahren (Pesch 1976, 373).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
außer Acht lasst,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während ihr … außer Acht lasst (preisgebt, verlasst, ablehnt)&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz mit „während“ und „[stattdessen (gleichzeitig)]“ aufgelöst. Das Verb kann in diesem Kontext verschiedenes bedeuten: „außer Acht lassen“ (NSS, NGÜ, MEN, ZÜR), „verlassen“ (LUT), „preisgeben“ (ELB, EÜ), oder sogar „ablehnen“ (LN 31.63). GNB etwas freier, aber treffend „zur Seite schieben“. Es geht hier wenige um eine absichtliche Missachtung als um eine bewusste Ablehnung oder Umdeutung der Gebote (V. 9 und 13; France 2002, 285).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
haltet ihr euch [stattdessen (gleichzeitig)] an die Überlieferung der Menschen!“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und er fuhr fort (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fuhr&amp;quot; &amp;gt;&#039;&#039;er fuhr fort&#039;&#039; (V. 9 und 20) übersetzt das [[Imperfekt]] ἔλεγεν. Der durative Aspekt zeigt hier wohl an, dass Jesus weiterspricht. Vgl. die ähnliche Übersetzung des Imperfekts in V. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{zu ihnen}: „Geschickt (meisterhaft, trefflich) setzt (hebt auf) ihr Gottes Gebot (Gesetz, Willen) außer Kraft, um eure Überlieferung aufrechtzuerhalten (zur Geltung zu bringen). &lt;br /&gt;
{{S|10}} Mose hat doch (ja) gesagt: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter!‘,{{par|Exodus|20|12}}{{par|Deuteronomium|5|16}} und: ‚Wer Vater oder Mutter verflucht, muss sterben&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;muss sterben&#039;&#039; W. etwa „[dem] Tod sterben“ (Dativ+Imperativ 3. Sg.). Der Dativ soll hier den hebräischen [[Inf. abs.]] nachbilden und in der gleichen Weise die Verstärkung der Aussage bewirken (Siebenthal 2011, §189c). Er lässt sich nicht direkt übersetzen, höchstens mit der etwas staubigen Formulierung „des Todes sterben“ (LUT, ELB, MEN). Etwas freier, aber sinngemäß „muss mit dem Tod bestraft werden“ (NSS, EÜ, GNB, NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;.‘{{par|Exodus|21|12}}{{par|Levitikus|20|9}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} &#039;&#039;Ihr&#039;&#039; jedoch sagt: ‚Wenn ein Mann (Mensch) zu [seinem] Vater oder [seiner] Mutter sagt: Alles von mir, was dich unterstützen (helfen, nützen) würde, [ist] Korban!‘&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Korban&#039;&#039; Dabei handelt es sich um ein aus dem AT geläufiges hebräisches Wort ({{hebr}}קָרְבָּן{{hebr ende}}), ein &#039;&#039;terminus technicus&#039;&#039; für „Opfergabe“ (Guelich 1989, 368). Nach dem, was heute bekannt ist, war es nach der beschriebenen Sitte irgendwie möglich, das als Opfergabe Deklarierte am Ende selbst zu behalten. Offenbar war es nicht erforderlich, den Gegenstand direkt zu spenden. Das Gelübde wurde dann unter Verweis auf das Verbot im Gesetz, einen Schwur zu brechen, eingehalten (Num 30,2; Dtn 23,21-23; Lev 5,14-16). In der Praxis diente dieser Eid dann nur dazu, solche „Opfergaben“ anderen vorzuenthalten. France erwähnt als Beispiel Grundbesitz, der auch nach der Korban-Weihe weiter im Besitz des Sohnes war, ohne dass der Vater ihn betreten durfte (France 2002, 286f.; Collins 2007, 351ff.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
das heißt ‚Opfergabe (Geschenk)‘,&amp;lt;ref&amp;gt;Anakoluth (z.B. Kleist 1937, S. 208). Jesus hat sich hier offenbar so in Rage geredet, dass er nicht einmal seinen begonnenen Satz zu Ende führt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} dann erlaubt (lasst ihr zu, dass … nicht mehr; lasst)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erlaubt&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;lasst zu, dass&#039;&#039; Der Satz lässt sich auf zwei Weisen übersetzen: (1) „Ihr lasst nicht zu, dass er...“ oder (2) „Ihr lasst zu, dass er nicht...“. Im ersten Fall wäre gemeint, dass die Pharisäer dem Mann nicht erlauben würden, sein Gelübde rückgängig zu machen, um doch noch seinen Eltern zu helfen (EÜ, NGÜ, LUT, ELB, MEN; die meisten Kommentare). Im zweiten Fall wäre gemeint, dass sie den Mann damit davonkommen lassen, nicht mehr für seine Eltern zu sorgen (BB, B/N, KAM, NL, ZÜR; Thüsing 2011). GN kombiniert beide Möglichkeiten: „dann braucht er für seine Eltern nichts mehr zu tun. Ja, ihr erlaubt es ihm dann nicht einmal mehr.“ Die gewählte Übersetzung scheint vom Griechischen her etwas wahrscheinlicher zu sein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr ihm nicht mehr, etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nicht mehr, etwas&#039;&#039; W. „nicht mehr, nichts“, eine doppelte Verneinung, die den Effekt der Aussage (s. die vorige Fußnote) verstärkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[für seinen] Vater oder [seine] Mutter&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für seinen] Vater oder [seine] Mutter&#039;&#039; [[Instr. Dat.]] (2x).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
tun.&lt;br /&gt;
{{S|13}} So (indem) hebt (macht nichtig) ihr Gottes Wort (Aussage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gottes Wort&#039;&#039; steht nicht für die Heilige Schrift, wie man aus der beliebten christlichen Wendung schließen könnte. Im NT ist sie noch nicht üblich. Jesus bezieht sich also auf eine bestimmte Aussage der Schrift. Dabei dürfte es sich um das zuvor zitierte 5. Gebot und die andere Stelle handeln, aus denen hervorgeht, wie Vater und Mutter zu behandeln sind (France 2002, 288).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so hebt ihr auf&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;indem ihr aufhebt&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], hier als separater Hauptsatz mit so aufgelöst. Dieser Satz dient wohl als zusammenfassende Wiederholung der nun begründeten Behauptung (so, „damit“ o.ä.): „Dieses Beispiel zeigt, dass...“ (so die meisten Übersetzungen). Die Aussage könnte auch angeben, auf welche Weise die Pharisäer den Mann nichts mehr für seine Eltern tun lassen („indem“; so ELB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch eure Überlieferung, die ihr weitergegeben (überliefert) habt, und ihr tut viele vergleichbare (ähnliche) solche [Dinge] (vergleichbare solche [Dinge] tut ihr häufig).“ &lt;br /&gt;
{{S|14}} Und (Dann) er rief die Menschenmenge wieder (noch einmal) zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er rief ... und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] Aor., temporal-modal, beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sprach nun&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach nun&#039;&#039; übersetzt das [[Imperfekt]] ἔλεγεν. Der durative Aspekt zeigt hier wohl an, dass Jesus weiterspricht, und zwar jetzt an die Menge gewandt. Vgl. die ähnliche Übersetzung des Imperfekts in V. 9 und 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Hört mir alle zu und versteht&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und versteht&#039;&#039; Möglich wäre eine finale Übersetzung des zweiten Imperativs wie NGÜ: „damit ihr versteht, [was ich sage]“ Der Übersetzer hat das vielleicht als eine aus dem Semitischen entlehnte Formulierung verstanden. MEN übersetzt ebenso sinngemäß „und versucht zu verstehen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;! &lt;br /&gt;
{{S|15}} Nichts, was (wenn, indem) von außerhalb des Menschen in ihn hineingelangt, kann ihn verunreinigen (Es gibt nichts, was … hineingelangt, das … kann).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nichts, was … hineingelangt&#039;&#039; [[Subst. Ptz.|Subst.]] oder [[umschreibendes Partizip]], hier als umschr. Ptz. verstanden (wie die meisten Übersetzungen). Als subst. Ptz. übersetzt und folglich als Relativsatz aufgelöst (vgl. LUT, ELB), würde der Satz lauten: „Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingelangt, das ihn verunreinigen kann.“ bzw. „Außerhalb des Menschen gibt es nichts, was...“ (für den zweiten Versteil s. die folgende Fußnote). Von der Syntax her ist es auch möglich, das Ptz. wie die meisten englischen Übersetzungen als [[Ptz. conj.]] zu übersetzen. Das temporal-konditionale (&#039;&#039;wenn&#039;&#039;) oder modale (&#039;&#039;indem&#039;&#039;) [[Ptz. conj.]] wäre als Nebensatz aufzulösen: „Außerhalb des Menschen gibt es nichts, was ihn verunreinigen kann, wenn (indem) es in ihn hineingelangt“ bzw. „Es gibt nichts, was …, wenn es von außen...“ (vgl. z.B. ESV, NASB, ähnlich wohl SLT). (Vgl. NSS.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist vielmehr, was aus dem Menschen herauskommt, das den Menschen verunreinigt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;was herauskommt&#039;&#039; und &#039;&#039;das verunreinigt&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]] (2x), als Relativsatz aufgelöst. Man könnte das zweite Partizip auch als [[umschreibendes Partizip]] übersetzen (dazu s. die vorige Fußnote): „Vielmehr verunreinigt den Menschen das, was aus dem Menschen herauskommt.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|16}} {{Sekundär}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)! {{Sekundär ende}}“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Dieser Vers fehlt in den frühesten bekannten Handschriften ({{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ* 0274 28 sa bopt). So oder mit leichten Abweichungen ist dieser Satz 7x im NT zu finden. Er war lange Zeit als Formel in Gebrauch, mit der gottesdienstliche Schriftlesungen abgeschlossen wurden. Es ist anzunehmen, dass der Satz aus Mk 4,9 und 23 seinen Weg an diese Stelle gefunden hat. Einige Handschriften überliefern ihn auch an verschiedenen anderen Stellen, wo er ebenfalls eindeutig nachträglich eingefügt wurde. V. 16 stammt wortwörtlich mit Mk 4,23 überein (Willker 2013, 289f.). Da V. 15 eine für Christen und gerade Judenchristen sehr wichtige Aussage über das Gesetz macht, ist es möglich, dass der Satz davor warnen sollte, diese Aussage ohne weitere Reflexion wörtlich zu nehmen, wie er es schon in Kap. 4 tat (Collins 2007, 341). Wir zeigen ihn nur aus technischen Gründen im Fließtext an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und als er ein Haus betrat, abseits der Menschenmenge, erkundigten sich seine Jünger bei ihm nach dem Gleichnis.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Seid auch ihr so schwer von Begriff (unverständig)? Versteht (Merkt) ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen gelangt, ihn nicht verunreinigen kann,&lt;br /&gt;
{{S|19}} weil es nicht in sein Herz gelangt, sondern in seinen Magen (Bauch), und [dann] in den Abtritt (Senkgrube, Latrine)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abtritt (Senkgrube, Latrine)&#039;&#039; Dieser Begriff bezeichnet die Vorläufer heutiger Toiletten. Einige Übersetzungen gehen sehr delikat vor und glätten die Ausdrucksweise: „wird wieder ausgeschieden“ (EÜ, GNB, NGÜ), MEN, SLT „auf dem natürlichen Wege“. ELB „in den Abort“, LUT, ZÜR „in die Grube“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ausgeschieden wird (hinausgelangt)?“ So erklärte [Jesus] alle Speisen für rein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;So erklärte [Jesus] alle Speisen für rein&#039;&#039; Alternativ „...ausgeschieden wird, was alle Speisen rein macht.“ Dieser abhängige Satz hat keinen offensichtlichen Bezug zum Kontext. Am wahrscheinlichsten ist, dass sich das modale [[Ptz. conj.]] auf λέγει „er sagte“ (V. 18) bezieht (so alle herangezogenen Ausleger und die meisten Übersetzungen). Es ist dann ein Kommentar des Evangelisten. Nach dem alternativen Verständnis handelt es sich um eine syntaktisch schwierige Ergänzung zu dem Vergleich des Essens, das den Körper durchläuft und so rein wird. Allerdings würde Jesus dann vom Neutrum Plural in den Nominativ Plural wechseln (France 2002, 291f.). Diese Deutung findet sich in der Interpunktion von NA28 sowie bei SLT und MEN. Diese Übersetzungen beziehen das Partizip offenbar attributiv auf „Abtritt“ und geben dieses Wort dann sehr frei wieder. MEN: „...und auf dem natürlichen Wege, der alle Speisen reinigt, wieder ausgeschieden wird?“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|20}} {und} Er fuhr fort (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fuhr&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was aus dem Menschen herauskommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was … herauskommt&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;das&#039;&#039; verunreinigt den Menschen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Denn von innen her, aus dem Herzen der Menschen, kommen die üblen Vorsätze (Gedanken, Absichten): sexuelle Eskapaden (Unzüchtigkeiten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sexuelle Eskapaden (Unzüchtigkeiten), Diebstähle, Morde, V. 22 Seitensprünge (Ehebrüche), Begehrlichkeiten (Gelüste, Machthunger), Bosheiten&#039;&#039; Diese ersten sechs Begriffe stehen im Plural. Der Plural von abstrakten Begriffen bezeichnet im Griechischen oft deren konkrete Erscheinungsformen (BDR §142; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Grosvenor/Zerwick); sehr gut Dschulnigg 2007: „Hurereien, Diebereien, Morde, Ehebrüche, Habgierigkeiten, Schlechtigkeiten...“ Auf diese Weise folgen hier in Vv. 21f aufeinander sechs konkrete Ausprägungen der Schlechtigkeit und sechs „moralische Defekte“ (vgl. Cranfield 1959, S. 241).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diebstähle, Morde,&lt;br /&gt;
{{S|22}} Seitensprünge (Ehebrüche), Begehrlichkeiten (Gelüste, Machthunger)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Begehrlichkeiten (Gelüste, Machthunger)&#039;&#039; „Habgier/Gier“ oder neutraler „Begehren“ oder „Ehrgeiz“ ist die normale Bedeutung dieses Worts. Im Markusevangelium bezeichnet es vielleicht gerade (negativ konnotierten) Ehrgeiz, also Machthunger (Collins 2007, 358f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Bosheiten, Arglist (Hinterlist), Zügellosigkeit (Ausschweifung), ein böses Auge&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein böses Auge&#039;&#039; Oder „ein schlimmes (d.h. erkranktes) Auge“ (Collins 2007, 361). Meist: Neid, neidische Blicke, Missgunst (LN 88.165); alternativ Geiz (LN 57.108). Collins glaubt, aus Mk 15,10 könne man schließen, dass die erste Deutung im Blick ist (Collins 2007, 361). Dem wird man sich anschließen müssen; das „böse Auge“ i.S.v. „Missgunst“ ist im Rabbinischen ein häufiges Idiom (Stellen: [http://archive.org/stream/KommentarZumNeuenTestamentAusTalmudUndMidraschVol.2/Kommentar.Strack.Billerbeck.v.2#page/n28/mode/1up B/S S. 14]&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Verleumdung (Gotteslästerung, Beleidigung), Überheblichkeit [und] Unvernunft –&lt;br /&gt;
{{S|23}} all diese bösen (schlechten) [Auswüchse] (All dieses Böse) kommen von innen her und verunreinigen den Menschen.“  &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und von dort brach (stand) er auf und ging weg in das Gebiet von Tyrus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tyrus&#039;&#039; war ein Stadtstaat, der im Norden an Galiläa angrenzte. Die Bewohner der Region waren Nichtjuden. Ein zeitgenössischer jüdischer Autor beschreibt sie sinngemäß als „unsere Intimfeinde“ (France 2002, 297).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Und er begab sich in ein Haus und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brach er auf und&#039;&#039; sowie &#039;&#039;er begab sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wollte, dass niemand [davon] erfuhr, und er schaffte es nicht, [seine Anwesenheit] verborgen zu halten. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Stattdessen kam gleich, als sie von ihm hörte, eine Frau zu ihm, deren kleine Tochter von einem unreinen Geist besessen war&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von einem unreinen Geist besessen war&#039;&#039; W. „einen unreinen Geist hatte“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
warf sich vor seine Füße.&lt;br /&gt;
{{S|26}} {aber} – Die Frau war Nichtjüdin (Griechin), der Herkunft [nach] eine Syrophönizierin.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Nichtjüdin (Griechin), der Herkunft [nach] eine Syrophönizierin&#039;&#039; Im Griechischen steht zwar &#039;&#039;Griechin&#039;&#039;, aber das ist hier gemeint als Abgrenzung von den Juden (vgl. Guelich 1989, 385). Das zeigt auch die weitere Einordnung in die Gegend Syrophönizien. Das war damals die Bezeichnung für Südsyrien (Collins 2007, 366) und meint hier „einheimisch“ (Gnilka 1989, S. 291f; Theißen 1990, S. 130). &#039;&#039;Der Herkunft [nach]&#039;&#039;: [[Dat. respectus]].&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
Und sie bat ihn hartnäckig (immer wieder)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie bat ihn hartnäckig (immer wieder)&#039;&#039; Das Verb steht im [[Imperfekt]] und wird deshalb hier entweder durativ („bat ihn fortwährend“; d.h. „hartnäckig“) oder iterativ („bat ihn immer wieder“) verwendet. Es steht häufig bei (zunächst) erfolglosen Bitten oder Forderungen (Siebenthal 2001, §195g). Etwas freier könnte man die Funktion des Imperfekts auch mit „sie ließ nicht locker“ oder „sie drängte auf ihn ein“ ausdrücken.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum, den Dämon aus ihrer Tochter auszutreiben.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Aber (Und) er sagte zu ihr: „Lass zunächst die Kinder satt werden, denn es ist nicht richtig, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden hinzuwerfen.“&lt;br /&gt;
{{S|28}} Doch sie entgegnete {und sagte zu ihm}: „Ja, Herr (Herr)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Ja, Herr&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Herr&#039;&#039; sind zwei Varianten, die von alten Handschriften bezeugt werden. Viele Übersetzungen (und France 2002, 295) folgen der weiter verbreiteten ersten Variante. Das Fehlen von „ja“ wird nur bezeugt durch D P45 W Θ f13 565 700 it sys. Die Herausgeber von NA28 haben sich jedoch für diese geringer bezeugte, aber frühe Variante entschieden, weil 1. „ja“ nicht so gut in den Zusammenhang passt und 2. angenommen wird, dass es sich um eine Angleichung an die Parallelstelle in Mt 15,27 handelt. Diese internen Argumente sind jedoch nicht zwingend. Die externe Bezeugung ist so stark, dass eher davon auszugehen ist, dass „ja“ ursprünglich war und vielleicht gerade deshalb weggelassen wurde, weil es schwerer in den Zusammenhang passt (ebd.; vgl. Willker 2013, 299f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
auch die Hunde unter dem Tisch fressen die Krümel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Krümel&#039;&#039; W. „von den Krümeln“, eine Präpositionalphrase, die den [[partitiver Genitiv|partitiven Genitiv]] ersetzt (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Resten) der Kinder.“ &lt;br /&gt;
{{S|29}} Und er sagte zu ihr: „Weil du das gesagt hast&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weil du das gesagt hast&#039;&#039; W. „Aufgrund dieses Wortes/dieser Äußerung bzw. Antwort“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
geh&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geh&#039;&#039; D.h. „Du kannst gehen“ (NGÜ) oder „Geh nach Hause“ (EÜ, GNB). Vgl. 10,52. &amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
Der Dämon hat deine Tochter verlassen.“&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und sie ging zurück in ihr Haus und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zurück … und&#039;&#039; W. „ging weg“. [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellte fest, dass das Kind im Bett lag und der Dämon weg (ausgefahren) war.&lt;br /&gt;
{{S|31}} Und (Später) er verließ das Gebiet von Tyrus wieder und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;reiste … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
reiste (kam) durch Sidon ans Meer (See) von Galiläa, mitten durch (in) das Gebiet der Dekapolis (Zehnstädtegebiet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beschriebene Route ist sehr merkwürdig. Blickt man einmal auf [http://www.bible-history.com/new_testament_cities_map/NTCITIESIsrael.htm diese Karte], reist Jesus von Tyrus („Tyre“; sehr weit im Nordwesten am Meeresufer) &#039;&#039;über&#039;&#039; Sidon (ganz im Norden) an den See Gennesareth („Sea of Galilee“); ein gewaltiger Umweg also. Noch dazu liegt laut dem Text entweder (1) der See Gennesaret „mitten im“ Gebiet der [[Dekapolis]] (Zentrum der Karte) - was geographisch falsch wäre - oder Jesus zieht (2) „mitten durch das Gebiet der Dekapolis“ an den See, macht also einen noch gewaltigerer Umweg. Am wahrscheinlichsten ist daher (3), dass Markus mit „Gebiet der Dekapolis“ vage auf die (überwiegend heidnische) Ostseite des Sees Bezug nimmt und daher Jesus also „an den See Gennesaret, mitten in das Gebiet der Dekapolis“ ziehen lässt, also „an die Ostseite des Sees Gennesaret“ (Reuber 2007, S. 112; Schenke 2005, S. 190 u.a.). Die Route bleibt dennoch merkwürdig; es ist häufig vorgeschlagen worden, dass dies ein Indiz für Markus&#039; mangelhafte Ortskenntnis sei.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|32}} Und [die Leute] brachten einen Taubstummen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einen Taubstummen&#039;&#039; W. „einen Tauben/Taubstummen und Sprachgestörten/Stummen“. Der Mann war wohl taub geboren. Für Menschen mit dieser Behinderung ist es kaum möglich, normal sprechen zu lernen. Das Wort μογιλάλος „sprachgestört, stumm“ ist sehr selten. Da der Mann nach der Heilung in V. 35 „richtig zu sprechen“ beginnt, heißt es hier „sprachgestört“. Dieser Begriff kommt in der Bibel nur noch in Jes 35,6 LXX vor. Diese Prophezeiung wird auch in V. 37 wieder in den Blick kommen. Markus spielt mit diesem Heilungsbericht also darauf an, dass diese Prophetie mit Jesus in Erfüllung gehen könnte (vgl. Guelich 1989, 394; Collins 2007, 370).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm und baten (forderten auf) ihn, ihm die Hand aufzulegen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm die Hand aufzulegen&#039;&#039; bedeutet offenbar, ihn dadurch zu heilen (Collins 2007, 370).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesaja|35|6}}{{par|Markus|8|22}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und er nahm ihn beiseite, abseits der Menschenmenge, [wo sie] unter sich [waren], und steckte ihm seine Finger in die Ohren. Dann (und) spuckte er und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahm beiseite … und&#039;&#039; sowie &#039;&#039;spuckte er und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst. Markus überliefert nicht, wozu Jesus spuckte. Die Vorstellung vom Speichel als Heilmittel ist in der Antike aber sehr weit verbreitet (einige schöne Beispiele aus der arabischen Welt gibt [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/ssg/content/pageview/983094 Reinfried 1915, S. 39.60]. Für die römische Welt vgl. [http://www.poetryintranslation.com/PITBR/Latin/Suetonius8.htm#_Toc276122321 Sueton, Vesp. VII] und [http://en.wikisource.org/wiki/The_Histories_(Tacitus)/Book_4#81 Tacitus, Hist. IV,81]; für das NT vergleiche  [[Markus 8#s22 |Mk 8,22-26]] und [[Johannes 9#s1 |Joh 9,1-7]]). In Israel war der Brauch verbreitet, dass man, wenn man eine Wunde heilen wollte, zuerst (a) eine Schriftstelle oder einen Zauberspruch rezitierte, manchmal zusätzlich (b) den Gottesnamen aussprach und dann (c) direkt auf den kranken Körperteil ausspie (s. [http://archive.org/stream/KommentarZumNeuenTestamentAusTalmudUndMidraschVol.2/Kommentar.Strack.Billerbeck.v.2#page/n29/mode/1up B/S S. 15-17]). Hier liegt wohl eine Variante dieses Brauchs vor: Jesus speit sich (c) auf den Finger, berührt damit den kranken Körperteil, blickt dann zum Himmel (Gnilka 1978, S. 297: „Der Aufblick zum Himmel [...] ist in einer Wundergeschichte stilgemäßer Ausdruck für das Einholen von übermenschlicher Kraft, ebenso das Seufzen des Thaumaturgen.“; ebenso Pesch 1976; vgl. auch Marcus 2008) und (a) rezitiert dann noch einen Spruch (Theißen 1990, S. 252: „Machtwort“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Ptz. conj. hat dann modale Sinnrichtung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
berührte seine Zunge.{{par|Markus|8|23}}&lt;br /&gt;
{{S|34}} Schließlich (und) blickte er zum Himmel auf und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blickte er ... auf und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seufzte (stöhnte), dann (und) sagte er zu ihm: „Effata!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Effata!“&#039;&#039; Das ist wahrscheinlich eine nicht 100% genau überlieferte aramäische Form (France 2002, 304; Guelich 1989, 395f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
das heißt: „Öffne dich!“&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und sofort öffneten sich seine Ohren (Hörgänge), und die Hemmung (Fessel)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hemmung&#039;&#039; W. „Fessel“ (so die meisten Übersetzungen), MEN: „Gebundenheit“. Es handelt sich um eine übertragene Bedeutungserweiterung von „Fessel“, die hier die Einschränkung der Sprachfertigkeit bezeichnet (LN 23.156).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seiner Zunge löste sich, und er konnte richtig sprechen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;konnte richtig sprechen&#039;&#039; ([[Imperfekt]]) Das Verb bezeichnet hier die Fähigkeit, sprechen zu können (BA λαλέω, 2aα; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Markus|8|25}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und er schärfte [den Leuten] ein (ordnete an, verbot), mit niemandem zu sprechen. Aber je mehr er es ihnen einschärfte (verbot, darauf bestand), desto mehr machten (predigten, verkündeten) sie [es] bekannt.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Und sie waren zutiefst (maßlos) erstaunt (überwältigt, beeindruckt) und sagten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und sagten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Er hat alles gut gemacht, und er befähigt (macht, [dass]) die Tauben zu hören und die Stummen zu sprechen!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_5&amp;diff=20391</id>
		<title>Matthäus 5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Matth%C3%A4us_5&amp;diff=20391"/>
		<updated>2015-03-09T22:17:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg. Und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Und er öffnete seinen Mund und lehrte sie:&lt;br /&gt;
:{{L|3}} Zu beneiden sind die, die arm im Geist sind, denn ihnen gehört das Himmelreich.&lt;br /&gt;
:{{L|4}} Zu beneiden sind die, die traurig sind, denn sie werden getröstet werden. &lt;br /&gt;
:{{L|5}} Zu beneiden sind die, die freundlichen sind, denn sie werden die Erde erlangen. &lt;br /&gt;
:{{L|6}} Zu beneiden sind die, die nach Aufrichtigkeit hungern und sie sehnsüchtig erwarten, denn sie werden gesättigt werden. &lt;br /&gt;
:{{L|7}} Zu beneiden sind die, die Mitleid haben, denn sie werden Mitleid finden. &lt;br /&gt;
:{{L|8}} Zu beneiden sind die, die im Herzen rein sind, denn sie werden Gott erkennen. &lt;br /&gt;
:{{L|9}} Zu beneiden sind die, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder genannt werden.&lt;br /&gt;
:{{L|10}} Zu beneiden sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich. &lt;br /&gt;
:{{L|11}} Zu beneiden seid ihr, wenn sie euch meinetwegen beschimpfen und verfolgen und viel Schlechtes und Lügen reden gegen euch. &lt;br /&gt;
{{L|12}} Freut euch und jubelt, weil euer Lohn  im Himmel groß ist; ebenso haben sie nämlich auch die Propheten verfolgt, die vor euch waren. &lt;br /&gt;
{{L|13}} Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz aber geschmacklos wird,  womit soll gesalzen werden? Es ist zu zu nichts nutze, außer man schüttet es aus und die Menschen zertreten es.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.&lt;br /&gt;
{{L|15}} Auch zündet man nicht eine Lampe an und stellt sie dann unter eine Schüssel. Man stellt die Lampe auf einen Lampenständer damit sie allen im Haus leuchtet.&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
{{L|46}}&lt;br /&gt;
{{L|47}}&lt;br /&gt;
{{L|48}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Aber als er die (Volks-)Menge sah&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Wörtlich: „die Volksmenge erblickend...“&amp;lt;/ref&amp;gt;, stieg er auf den Berg (ging hinauf) und setzte sich&amp;lt;ref&amp;gt;Partizip. Alternativ: „als er sich setzte“&amp;lt;/ref&amp;gt; (nieder), seine Schüler (Jünger) traten (kamen) zu ihm. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Er öffnete seinen Mund und&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibendes adv. [[Partizip]] Aorist Aktiv, gleichgeordnet aufgelöst. Redewendung, die eine feierliche Rede einleitet (Haubeck/Siebthal 2007, S. 18)&amp;lt;/ref&amp;gt; lehrte sie {sagend}:&lt;br /&gt;
{{S|3}} Glücklich (selig, reich, gesegnet, zu beneiden, zu beglückwünschen) sind die Armen (in) dem Geist&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist wohl die Haltung gegenüber Gott bzw. die Beziehung mit ihm. „sie sind sich bewusst, dass sie m[it] leeren Händen vor ihm [Gott] stehen u[nd] daher ganz auf seine Hilfe angewiesen sind“ (Haubeck/Siebthal 2007, S. 18)&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn ihnen gehört (ihrer) (ist) die Herrschaft (Königreich) der Himmeln (das Himmelreich). &lt;br /&gt;
{{S|4}} Glücklich sind die Trauernden (die traurig sind, die Kummer haben), denn sie werden getröstet werden. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Glücklich sind die Sanftmütigen (Freundlichen, Gnädigen), denn sie werden die Erde erben (erlangen). &lt;br /&gt;
{{S|6}} Glücklich sind, die hungern und dürsten (sehnsüchtig warten auf) nach Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Aber auch: Frömmigkeit, Aufrichtigkeit, dem Willen Gott entsprechend!&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn sie werden gesättigt (sattgemacht, ernährt) werden. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Glücklich sind die Barmherzigen (die Erbarmen erweisen, Mitleid haben), denn sie werden Barmherzigkeit erlangen (finden). &lt;br /&gt;
{{S|8}} Glücklich sind die Reinen im Herzen, denn sie werden Gott sehen (schauen, bemerken, erkennen). &lt;br /&gt;
{{S|9}} Glücklich die Frieden schaffen (schließen) (die Friedensstifter, die Friedlichen, die zum Frieden bereiten), denn sie werden Gottes Kinder&amp;lt;ref&amp;gt;[[generisches Maskulinum]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Söhne) heißen (genannt werden).&lt;br /&gt;
{{S|10}} Glücklich sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen ist (gehört) die (Königs)Herrschaft in den (der) Himmeln. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Glücklich seid ihr, wenn sie euch meinetwegen schmähen (beschimpfen, Vorwürfe machen) und verfolgen und [lügend] viel Schlechtes reden gegen euch. &lt;br /&gt;
{{S|12}} Freut euch und jubelt, denn (weil) (dass) euer Lohn&amp;lt;ref&amp;gt;Eig. „Arbeitslohn“ (Haubeck/Siebenthal 2008, S. 20)&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vielfältig (groß) in den Himmeln; So (derart, ebenso) haben sie nämlich [auch] die Propheten verfolgt, die vor euch waren. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid das Salz der Erde; wenn das Salz töricht (fade, geschmacklos) wird (sich als Torheit erweist),  womit wird man salzen? (womit wird man es wieder salzig machen?, womit wird Gott salzen?)&amp;lt;ref&amp;gt;Alle drei Varianten sind möglich, auch wenn sie sich sehr unterscheiden. Die letzte Variante geht von einem passivum divinum aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu nichts ist es noch nutze, außer (als dass) man es hinausschütte (hinauswirft) und es von den Menschen zertreten werde.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Ihr&amp;lt;ref&amp;gt;Steht betont.&amp;lt;/ref&amp;gt; seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Auch nicht zündet man eine Lampe (ein Licht) an und stellt sie (es) unter den Scheffel (Gefäß, Schüssel), sondern auf den Leuchter (Lampenständer); und sie leuchtet (denen) allen in dem Haus.&lt;br /&gt;
{{S|16}} So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Meint nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Nicht um aufzulösen bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Denn, wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen soll vom Gesetz nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen vergehen, bis alles geschieht.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Wer also auch nur eines dieser Gebote auflöst, und sei es das kleinste, und die Menschen so lehrt, der wird der Geringste sein im Reich der Himmel. Wer aber tut, was das Gebot verlangt und so lehrt, der wird groß sein im Reich der Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, werdet ihr nicht ins Reich der Himmel hineinkommen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten! Wer aber tötet, der sei dem Gericht übergeben.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, sei dem Gericht übergeben. Und wer zu seinem Bruder sagt: „Du Trottel“, der sei dem Hohen Rat übergeben. Und wer sagt: „Du Narr“, der sei der Feuerhölle übergeben.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wenn du nun die Opfergabe zum Altar bringst und dir dort einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,&lt;br /&gt;
{{S|24}} dann lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen und geh, versöhne dich zuerst mit deinem Bruder; dann komm und bring deine Gabe dar.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Verständige dich mit deinem Gegner in einem Rechtsstreit unverzüglich, solange du mit ihm unterwegs bist, damit er dich nicht dem Richter übergeibt und der Richter dem Gerichtsdiener und man dich ins Gefängnis wirft.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis zu den letzten Heller bezahlt hast.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen!&lt;br /&gt;
{{S|28}} Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht und sie begehr, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Wenn dein rechtes Auge dich zu Fall bringt, reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, eines deiner Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und wenn deine rechte Hand dich zu Fall bringt, hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, eines deiner Glieder geht verloren, als dass dein ganzer Leib zur Hölle fährt.&lt;br /&gt;
{{S|31}} Es wurde auch gesagt: Wer seine Frau entlässt, soll ihr einen Scheidebrief geben.&lt;br /&gt;
{{S|32}} Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlässt - außer sie ist der Unzucht schuldig -, treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine entlassene Frau heiratet, bricht ihre Ehe.&lt;br /&gt;
{{S|33}} Weiter habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst keinen Meineid schwören, sondern dem Herrn deine Eide einlösen.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ich aber sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schwören. Nicht bei Himmel, denn er ist Gottes Thron,&lt;br /&gt;
{{S|35}} nicht bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, nicht bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs&lt;br /&gt;
{{S|36}} und auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn es steht nicht in deiner Macht, auch nur ein einziges Haar weiß oder schwarz werden zu lassen.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Eure Rede sei Ja Ja, Nein Nein. Jedes weitere Wort ist von Übel.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Auge um Auge und Zahn um Zahn.&lt;br /&gt;
{{S|39}} Ich aber sage euch: Leistet dem, der Böses tut, keinen Widerstand! Nein, wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und wenn dich einer vor Gericht ziehen will, um dein Gewand zu nehmen, dann lass ihm auch den Mantel.&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und wenn dich einer zwingt&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort ἀγγαρεύω bezeichnet häufig erzwungene Dienste zugunsten des römischen Militärs. In seinem Kommentar hält Ulrich Luz (&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;2002, 386) eine Anspielung hierauf für denkbar, aber nicht für gesichert.&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine Meile mitzugehen, dann geh mit ihm zwei.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.&lt;br /&gt;
{{S|43}} Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,&lt;br /&gt;
{{S|45}} so werdet ihr Söhne eures Vaters im Himmel; denn er läss die Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr da erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?&lt;br /&gt;
{{S|47}} Und wenn ihr eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?&lt;br /&gt;
{{S|48}} Ihr sollt also vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_5&amp;diff=20390</id>
		<title>Psalm 5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_5&amp;diff=20390"/>
		<updated>2015-03-09T22:03:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: Syntax&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|1}} Für den Chorleiter (Dirigenten, Singenden, Musizierenden).&amp;lt;ref&amp;gt;Genaue Bedeutung unklar. Die gewählte Übersetzung ist mehr oder weniger Konvention, obwohl es nicht an alternativen Übersetzungsvorschlägen mangelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu&amp;lt;ref&amp;gt;Die Präposition {{hebr}}אֶל{{hebr ende}} kann gerade in Psalmentitel auch ebenso verwendet werden wie die Präp. {{hebr}}עַל{{hebr ende}}; vgl. z.B. KBL3, S. 49; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. auch Schmidt 1934, S. 39. Einige MSS haben hier sogar {{hebr}}עַל{{hebr ende}} stehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Flötenspiel (nach „das Erbe“)&amp;lt;ref&amp;gt;ungeklärter Begriff. &lt;br /&gt;
# „Flöten(spiel)“ ist in der neueren Exegese m.o.w. Konvention, aber es mangelt nicht an alternativen Vorschlägen (eine gute Auflistung findet sich in Ges18, S. 800f. Ergänze noch den Vorschlag einer Ableitung vom akk. &#039;&#039;nahâlu&#039;&#039; „aushöhlen“ von [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/528414.pdf Geers 1918], S. 131.). Die alten Versionen deuten durchweg anders:&lt;br /&gt;
# Tg denkt an „zum Tanz“;&lt;br /&gt;
# LXX, VUL, Aq und Sym denken an „Erbschaften“ und zwei MSS haben sogar {{hebr}}הנחלות{{hebr ende}} stehen; so z.B. auch YLT, LUT1912; König 1927; Schmidt 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nach &#039;das Erbe&#039;“ scheint uns daher eigentlich sogar wahrscheinlicher, aber da auch dies nicht viel mehr als ein &#039;&#039;educated guess&#039;&#039; und zusätzlich eine wissenschaftliche Minderheitenmeinung wäre, muss man wohl bei den „Flöten“ bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|2}} Meine Worte höre (erhöre mich)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hören&amp;quot;&amp;gt;Die verwendeten Verben sind interessant. I.d.R. werden diese und ähnliche Ausdrücke als &#039;&#039;term. tech.&#039;&#039; für Gebetserhörungen verwendet und dies ist auch hier ihr Sinn. Hier spielt aber ein Weiteres mit hinein: Die drei Verben verdichten eine erbetene Steigerung der Aufmerksamkeit JHWHs auf das Beten des Psalmisten: V. 2a: „höre“, V. 2b „achte auf“ (der Kontext schließt eine Übersetzung mit „verstehe“ oder „nimm wahr“ aus), V. 3a „lausche (aufmerksam)“&amp;lt;/ref&amp;gt;, JHWH!&lt;br /&gt;
_ achte auf (erhöre)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hören&amp;quot; /&amp;gt; mein Flehen (Grübeln, Murmeln)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bedeutung dieses &#039;&#039;dis legomenon&#039;&#039; ist nicht ganz klar; vorgeschlagen wurden „Grübeln, Sinnen“, „Murmeln“, „Seufzen“, „Stöhnen“ und „flehendes Klagen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der hierige Parallelismus legt stark nahe, dass es sich hier um einen Ausdruck für ein flehendes Gebet und bei der Fügung {{hebr}}בינ הֲגִיגִי{{hebr ende}} um einen Ausdruck für die Erhörung dieses Gebetes handelt (so auch schon LXX, VUL; vgl. auch Kraus 1961, S. 38): Es scheint, dass hier ein doppeltes Trikolon verdichtet ist und eine Steigerung der Gebets-„intensität“ („Stimme“ - „Flehen“ - „Geschrei“) parallel läuft mir der Steigerung der Aufmerksamkeit JHWHs auf den Betenden („Höre“ - „Achte auf“ - „Lausche aufmerksam“; vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_5#note_d Fußnote d]).&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
_ {{S|3}} Lausche&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hören&amp;quot; /&amp;gt; auf mein Geschrei (Rufen, Stimme) um Hilfe!&lt;br /&gt;
Mein König und mein Gott: {Oh}&amp;lt;ref&amp;gt;emphatisches {{hebr}}כִּי{{hebr ende}}; im Deutschen sollte es besser ausgespart werden. In der neueren Exegese wird es allerdings meist als kausales {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} interpretiert: „erhöre mich, mein König und mein Gott, weil ich zu dir rufe“&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dir werde ich (will ich) rufen.&lt;br /&gt;
_ {{S|4}} JHWH&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Viele Exegeten wollen nach LXX und VUL dieses JHWH &#039;&#039;metri causa&#039;&#039; ans Ende von V. 3 verschieben (vgl. Budde 1915, S. 178; Dahood 1965, S. 28; Duhm 1899, S. 17f.; Irwin 1932, S. 10; Schmidt 1934, S. 9). Das ist aber unnötig.&amp;lt;/ref&amp;gt;: (Schon) Am Morgen (jeden Morgen, Morgen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morgen&amp;quot;&amp;gt;adverbialer Akkusativ der Zeit; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; A-C 2.3.2b; Dav §68. Mögliche Deutungen:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;[Schon] am Morgen&#039;&#039; = von frühester Morgenstunde an (so auch einige andere Üss). &lt;br /&gt;
# mit iterativ gedeutetem Yiqtol: &#039;&#039;jeden Morgen&#039;&#039; (so z.B. Kissane 1953). Das macht Sinn: Der „Morgen“ wird in der Bibel häufig dargestellt als die spezifische „Zeit Gottes“ (Ryken 1998, S. 566): Er ist die Zeit, in der ein Beter betete, Opfer brachte u.Ä. und entsprechend auch die Zeit, in der Gott heilsam wirksam wurde (vgl. ebd., S. 567; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. auch Prinsloo 1998, S. 632). &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Morgen&#039;&#039; =am nächsten Tag (vgl. Ges18, S. 168): Bes. i. Zhg. mit [[Psalm 5#note_ad | Fußnote ad]] machte das Sinn; Ps 5 ließe sich dann als ein Vorbereitungsgebet für die Wallfahrt am morgigen Tag lesen.&amp;lt;/ref&amp;gt; wirst (sollst, höre!&amp;lt;ref&amp;gt;Die imperativische Übersetzung wird empfohlen von Auffret 1995, Craigie 1983 und Dahood 1965. Aber da V. 4b deutlich parallel ist zu 4c, sollte man wohl doch in beiden Versen gleich - und das heißt: mit Futur - übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;) du meine Stimme hören,&lt;br /&gt;
_ (Schon) Am Morgen (jeden Morgen, Morgen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morgen&amp;quot; /&amp;gt; werde (will) ich zu dir beten (dir [Opfer/Gebete] bereiten, mich bereit machen für dich)&amp;lt;ref&amp;gt;Schwieriges Verb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Meist heißt es, hier sei das Objekt ausgespart und müsse ergänzt werden - was die meisten Bibelübersetzungen auch tun: „Ich will [X] bereiten“.&lt;br /&gt;
# Alternativ hat Joüon vorgeschlagen, zu emendieren nach {{hebr}}עמד לך{{hebr ende}} „auf dich will ich warten“ (vgl. z.B. ZLH, S. 606); so offenbar auch R-S: „Ich harre“. &lt;br /&gt;
# Vermutlich ist nichts von beidem nötig: {{hebr}}ערך{{hebr ende}} heißt nicht nur „[X] bereiten“. Recht wahrscheinlich kann es z.B. auch reflexiv verwendet werden für „sich bereitmachen“ (vgl. CDCH, S. 344; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Terrien 2003, S. 104. So interpretieren außerdem wohl auch schon LUT1912, LUT, TAF, van Ess). &lt;br /&gt;
# Seeligmann hat außerdem vorgeschlagen, dass {{hebr}}ערך{{hebr ende}} durchaus auch „beten“ meinen könne (vgl. Seeligmann 1967, S. 278; vgl. auch Ges18, S. 1014; KBL3, S. 837). Schon wegen des Parallelismus ist dies die entschieden vorzuziehende Übersetzungsvariante.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [auf dich]&amp;lt;ref&amp;gt;zu ergänzen aus dem vorherigen Sticho (-&amp;gt; Brachylogie)&amp;lt;/ref&amp;gt; warten.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|5}} {Denn}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strophen-kî&amp;quot;&amp;gt;emphatisches {{hebr}}כִּי{{hebr ende}}; im Deutschen nicht zu übersetzen. Diese Verwendung von {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} ist recht häufig gerade am Beginn einer Strophe; vgl. z.B. Muilenburg 1961, S. 148f. Alternativ s. nächste FN.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Weil)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternative 2&amp;quot;&amp;gt;Die Standardübersetzung wurde als die primäre angegeben; alternativ möglich - und wohl auch schöner - ist die Deutung des {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} als kataphorisches {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} und von 6b als Kausalsatz; entweder wg. Brachylogie des {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} oder wg. Qatal (-&amp;gt; unmarkierter Nebensatz), also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weil du kein Gott bist, dem Böse gefallen, / dürfen nicht wohnen bei dir Schlechte;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;es dürfen nicht standhalten Frevler vor deinen Augen, / weil du alle Unholde hasst&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Du [bist] kein Gott (ein Nicht-Gott?&amp;lt;ref&amp;gt;so unnötigerweise Dahood 1965, S. 30: „A no-god delights in evil, / but you - no evil man can be your guest.“ Im ersten Moment könnte es übrigens sogar so scheinen, als würde diese Interpretation von der Punktation gefordert, denn „Böse“ und „du“ ist im hebräischen Text durch ein &#039;&#039;Paseq&#039;&#039; getrennt. Aber &#039;&#039;Paseq&#039;&#039; wird auch verwendet, um z.B. gegensätzliche Worte voneinander abzuheben (vgl. z.B. GKC §15.f.3b), so dass auch er nicht als Indiz für diese Interpretation des Verses gedeutet werden kann. Wegen dem Parallelismus ist daher entschieden die Standard-deutung vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;), dem Böse (Böses)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böse&amp;quot;&amp;gt;Spätestens V. 6 wird klar, dass hier von &#039;&#039;Menschen&#039;&#039; die Rede ist; daher ist durchaus so zu übersetzen. Dennoch werden meist beide oder mindestens das erste Substantiv als Abstrakta gedeutet („Böses“ + „Schlechtes“).&amp;lt;/ref&amp;gt; gefallen (der Böses will);&lt;br /&gt;
_ es dürfen (werden)&amp;lt;ref name=&amp;quot;permissives Yiqtol&amp;quot;&amp;gt;permissives Yiqtol&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht wohnen bei dir Schlechte (Schlechtes)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böse&amp;quot; /&amp;gt;; &lt;br /&gt;
_ {{S|6}} es dürfen (werden)&amp;lt;ref name=&amp;quot;permissives Yiqtol&amp;quot; /&amp;gt; nicht standhalten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janus&amp;quot;&amp;gt;Dieser Sticho ist raffiniert gedichtet. {{hebr}}יצב{{hebr ende}} wird meist übersetzt mit (1) „stehen“; es kann aber auch meinen sowohl (2) das „Stehen-&#039;&#039;bleiben&#039;&#039;“ i.S.v. „verweilen“ als auch (3) das „&#039;&#039;Be&#039;&#039;-stehen“ (auch (4) i.S.v.: „am Leben bleiben“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin {{hebr}}לְנֶגֶד עֵינֶיךָ{{hebr ende}} &#039;&#039;vor deinen Augen&#039;&#039; kann sowohl schlicht „vor dir“ meinen als auch „in deinem Urteil“ (vgl. z.B. ZLH, S. 591).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Weise ist der Sticho parallel sowohl zu 5b („Sie dürfen nicht wohnen bei dir / Sie dürfen nicht bleiben vor dir“) als auch zu 6b („Sie bestehen nicht vor deinem Urteil / du hasst sie“); man nennt dies „Janus-parallelismus“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil wie gesagt {{hebr}}יצב{{hebr ende}} auch verwendet werden kann i.S.v. „am Leben bleiben“, ist er außerdem parallel zu V. 7a („Sie dürfen nach deinem Urteil nicht bestehen bleiben, ... / Du wirst vernichten Lügner“). Vielleicht könnte man dies entsprechend bezeichnen als Cerberus-parallismus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Frevler&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}הוללים{{hebr ende}} ließe sich entweder ableiten von {{hebr}}הלל{{hebr ende}} I &#039;&#039;lärmen, (sich) rühmen, preisen&#039;&#039; oder von {{hebr}}הלל{{hebr ende}} III &#039;&#039;töricht sein&#039;&#039;, was nach ZLH, S. 193 auch bedeuten kann: „freveln“. Möglich wären also die Übersetzungen:&lt;br /&gt;
# „Die, die sich selbst preisen“&lt;br /&gt;
# „Angeber, Lärmer“ (dies: Mehrheitsübersetzung),&lt;br /&gt;
# „Törichte, Verblendete“ &lt;br /&gt;
# „Frevler“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da {{hebr}}הוללים{{hebr ende}} aber im Parallelismus steht zu den „Bösen“, den „Schlechten“ und den „Übeltätern“, ist es überdeutlich, dass es hier ebenfalls als &#039;&#039;moralische&#039;&#039; Kategorie verwendet wird; man wird sich daher Zorell anschließen müssen. Vgl. auch LXX: „Gesetzesbrecher“; VUL: „Bösartige“; Buttenwieser 1938, S. 406: „Gottlose“; H-R: „Der Böse“; HER05: „Die Unrecht verüben“; NVul: „Ungerechte“; van Ess: „Frevler“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Was mir außerdem möglich scheint - was aber m.W. noch nicht in der Sekundärliteratur vorgeschlagen worden ist und daher hier bloß als theoretische Möglichkeit verzeichnet werden soll -, ist, dass {{hebr}}הוללים{{hebr ende}} zusammenspielt mit den {{hebr}}דּׁבְרֵי כָזָב{{hebr ende}} in V. 7a. Dies wird zwar meist gedeutet als „Sprecher von Lügen“, aber es könnte auch gedeutet werden als „Betende zu Götzen“ („Götzen“ nach Kön, S. 174; ZLH, S. 351; konstruiert als &#039;&#039;Genitivus directionis&#039;&#039;; vgl. z.B. BHRG §25.4.5.vi). Die {{hebr}}הוללים{{hebr ende}} wären dann die „Preisenden“, und auch dies könnte ein Ausdruck für &#039;&#039;Götzenanbeter&#039;&#039; sein. Das ist insbesondere deshalb interessant, weil Dahood 1965, S. 32 vorgeschlagen hat, dass man „Gewaltverbrecher und Betrüger“ in 7b auch deuten könnte als „Männer von Götzen und Idolen“; er ist damit allerdings, wenn ich richtig sehe, auf recht wenig Zustimmung gestoßen. Folgte man aber Dahood, könnte man die Stelle deuten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Vor deinen Augen dürfen Preiser (=Götzenanbeter) nicht standhalten, / Du hasst alle Unholde.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du wirst vernichten, die zu Götzen beten, / Männer von Götzen und Idolen verabscheust du, JHWH.&#039;&#039;“&amp;lt;/ref&amp;gt; vor deinen Augen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janus&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
([Weil])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternative 2&amp;quot; /&amp;gt; Du hasst alle Tuer von Unheil (Unholde&amp;lt;ref&amp;gt;Für die Alternative „Unholde“ sollte man sich u.U. noch eine andere Übersetzung überlegen. Die Logik hinter dieser Übersetzung war: (1) „Tuer von Unheil“ ist ein Standardbegriff für die Feinde des Beters in individuellen Klagepsalmen (vgl. ThWAT I, S. 157-9) - sie sind ihm „nicht hold“ -, (2) das „Unheil“, das sie begehen, wird stets als etwas bestimmt, das dem Willen JHWHs widerspricht (gut ThWQ I, S. 95: „Unheiliges“) und (3) diese „Tuer von Unheil“ werden öfters mit derart nahezu mythischem Vokabular beschrieben, dass es seit Mowinckel zu einer Auslegungstradition gekommen ist, die diese „Tuer von Unheil“ regelmäßig als &#039;&#039;Zauberer&#039;&#039; und &#039;&#039;Dämonen&#039;&#039; identifiziert (aber dagegen vgl. THAT I, S. 82f.). Diese drei Aspekte schienen mir am Besten zusammenzulaufen im Begriff „Unhold“, für die LF ist er aber wohl etwas zu altbacken.&amp;lt;br /&amp;gt;Wichtig ist außerdem noch, dass als das konkrete Unheil, das diese „Unholde“ tun, meist &#039;&#039;Wort&#039;&#039;-Sünden geschildert werden (vgl. ThWAT I, S. 155), was diesen Sticho gut zusammenstimmen lässt mit dem folgenden V. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;):&lt;br /&gt;
_ {{S|7}} Du wirst vernichten&amp;lt;ref&amp;gt;Wortspiel im Hebräischen: {{hebr}}אבד{{hebr ende}} Piel heißt nicht nur &#039;&#039;zerstören&#039;&#039;, sondern auch &#039;&#039;in die Irre gehen lassen&#039;&#039;, was semantisch zusammenspielt mit dem obigen Nicht-Wohnen/nicht-Bleiben-dürfen der Frevler.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprechende von Lügen (Lügner)&lt;br /&gt;
_ Männer der Bluttat (Gewaltverbrecher) und Männer des Betrugs (Betrüger) verabscheut (verabscheust du,)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Craigie 1983, Gunkel 1968 und Schmidt 1934 wollen nach VUL „verabscheut (JHWH)“ emendieren zu {{hebr}}תתעב{{hebr ende}} „verabscheust du, (JHWH)“. Unnötig: P-Shift. Auch dann sollte man aber in der Lesefassung besser mit „verabscheust du, JHWH“ übersetzen, da Shifts im Deutschen anders als im Hebräischen kein geläufiges Stilmittel sind.&amp;lt;/ref&amp;gt; JHWH.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|8}} {Doch ich}&amp;lt;ref&amp;gt;Heb. {{hebr}}וַאֲנִי{{hebr ende}}. Dies dient hier nicht dem Ausdruck von Emphase („Und ich, ich darf...“; so die meisten - was ohnehin kein gutes Deutsch ist), sondern soll die Betrüger in der vorherigen Strophe mit dem „Ich“ in dieser Strophe kontrastieren. Übersetze: „Ich dagegen darf...“&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich dagegen darf&amp;lt;ref name=&amp;quot;permissives Yiqtol&amp;quot; /&amp;gt; dank deiner großen&amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. scheinbar „In ({{hebr}}בְּ{{hebr ende}}) der Menge deiner Gnade“ -  doch ist dies hier ein „Beth rationis impellentis“:  Gottes Güte veranlasst ihn zu besagter „Erlaubnis“; daher „dank der Menge deiner Gnade“. Zu „deine große Gnade“ statt „Menge deiner Gnade“ vgl. z.B. CDCH, S. 411.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gnade (Treue, Liebe)&amp;lt;ref name=&amp;quot;in deiner&amp;quot;&amp;gt;V. 8ab.9a haben je eine mit {{hebr}}בְּ{{hebr ende}} eingeleitete und mit {{hebr}}ךָ{{hebr ende}} zugeordnete Angabe: 8a: „In deiner großen Gnade“, 8b: „In deiner Furcht“, „In deiner Gerechtigkeit“. Das parallelisiert die drei Stichen (-&amp;gt; grammatischer Parallelismus), aber es lässt sich dieser Parallelismus wohl leider nicht ins Deutsche übertragen: „in deiner Furcht“ heißt natürlich „ehrfürchtig“ und „in deiner Gerechtigkeit“ fungiert als Appell (wie es häufiger in Bitten verwendet wird; vgl. z.B. [[Psalm 21#s14 | Ps 21,14]]; [[Psalm 25#s5 | Ps 25,5]]; [[Psalm 68#s11 | Ps 68,11]] u.ö.): „Bei deiner Wahrhaftigkeit bitte ich dich“, oder, wie man es z.B. aus deutschen liturgischen Texten kennt: „Du Wahrhafter, ich bitte dich“.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dein Haus kommen (Wenn ich (dagegen) wegen deiner großen Gnade in dein Haus komme(n will))&amp;lt;ref name=&amp;quot;Protasis-Apodosis&amp;quot;&amp;gt;Die Mehrheitsdeutung der Syntax wurde als Primärübersetzung angegeben. Alternativ ließe sich 8a auch als Protasis von 9ab lesen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Wenn ich dagegen dank deiner großen Gnade in dein Haus kommen will,&#039;&#039; (X-Qatal -&amp;gt; unmarkierter Nebensatz) / &#039;&#039;Um dich in deinem heiligen Tempel ehrfürchtig anzubeten,&#039;&#039; (Yiqtol -&amp;gt; unmarkierter Nebensatz; vgl. auch [http://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/120#GHGpar-120-c GKC §120c])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dann, gerechter JHWH, führe mich wegen meiner Feinde; / Ebne mir den Weg zu dir.&#039;&#039;“&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
_ ich darf&amp;lt;ref name=&amp;quot;permissives Yiqtol&amp;quot; /&amp;gt; (um [dich] anzubeten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Protasis-Apodosis&amp;quot; /&amp;gt; [dich]&amp;lt;ref&amp;gt;aus dem Kontext zu ergänzen (-&amp;gt;Brachylogie)&amp;lt;/ref&amp;gt; in (zu)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}אֶל{{hebr ende}} kann auch lokative Bedeutung haben und hat es hier auch sehr sicher, da im vorangehenden Vers ja davon die Rede ist, dass der Beter den Tempel betreten darf. Vgl. auch Syr, Ehrlich 1905; NCV; Prinsloo 1998;&amp;amp;nbsp;TAF; van Ess: „&#039;&#039;in&#039;&#039; deinem Tempel“&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem heiligen Tempel (im Tempel deiner Heiligkeit) anbeten in Ehrfurcht&amp;lt;ref name=&amp;quot;in deiner&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|9}} ([Dann])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Protasis-Apodosis&amp;quot; /&amp;gt; JHWH, führe (begleite mich schützend, schütze)&amp;lt;ref&amp;gt;Zu {{hebr}}נחה{{hebr ende}} als „jmdn schützend begleiten, jmdn sicher ans Ziel führen“ vgl. ThWAT V, S. 335&amp;lt;/ref&amp;gt; mich in deiner Wahrhaftigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;„Wahrhaftigkeit“ wurde deshalb als primäre Übersetzung gewählt, weil in V. 10 als Grund für die Bitte in V. 9 die Lügenhaftigkeit der Feinde des Beters angeführt werden, die ja den ganzen Psalm hindurch als Lügner und Betrüger dargestellt werden. Die Rolle JHWHs ist hier der der lügnerischen Feinde des Beters entgegengesetzt; „Wahrhaftigkeit“ scheint mir hier daher besser passend als „Gerechtigkeit“. Vielleicht noch schöner ist „Wohlwollen“, das aber nicht in vielen Lexika verzeichnet wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Gerechtigkeit, Wohlwollen, du Wahrhafter)&amp;lt;ref name=&amp;quot;in deiner&amp;quot; /&amp;gt; um meiner Feinde willen (wegen meiner Feinde, zum Widerlegen/zur Widerlegung meiner Feinde?)&amp;lt;ref&amp;gt;Meist „um meiner Feinde Willen“. Die Phrase hat enge Parallelen in [[Psalm 27#s11 | Ps 27,11]] („Lehre mich, JHWH, deinen Weg / und leite mich auf deinem Pfad um meiner Feinde willen.“ (OfBi)) und [[Psalm 69#s19 | Ps 69,19]] („Sei mir nah, erlöse mich, / um meiner Feinde willen befreie mich.“ (ZÜR)); vgl. außerdem noch [[Psalm 8#s3 | Ps 8,3]]. An allen drei Stellen ist jemand in Bedrängnis und JHWH handelt gut an ihm, ohne dass dieses Heilshandeln eigentlich den Feinden zum Nachteil gereichen würde. Dennoch aber ist stets angegeben: „um der Feinde willen“. &lt;br /&gt;
# Entweder bezeichnet daher hier {{hebr}}למען{{hebr ende}} jeweils nicht diejenigen, um derentwillen etwas geschieht, sondern das, was &#039;&#039;Motivation&#039;&#039; für Gottes Handeln sein soll (vgl. Ges18, S. 713) - also eher „wegen meiner Feinde“, d.h. „da mir auf meinem Weg Feinde auflauern“ (Ps 5,9 + Ps 27,11) bzw. „da ich von Feinden bedrängt werde“ (Ps 69,19). Besonders in Kombination mit der Syntaxdeutung in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_5#note_y FN y] scheint mir das sinnvoll: Der Psalmist will sich auf den Weg zu JHWHs Tempel machen, doch da er sich vor den Feinden fürchtet, die ihm unterwegs lauern (könnten), bittet er dazu um Gottes Beistand. Noch besser, wenn in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_5#note_h FN h] Deutung 3 und in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_5#note_ae FN ae] Deutung 2 der Vorzug gegeben und der Psalm als Vorbereitungsgebet für eine morgige Wallfahrt gelesen wird.&lt;br /&gt;
# Alternativ könnte man sich evt. wirklich Buttenwiesers Lösungsvorschlag anschließen: B. analysiert {{hebr}}למען{{hebr ende}} als {{hebr}}לְ{{hebr ende}} plus {{hebr}}מען{{hebr ende}}, einem vom Verb {{hebr}}ענה{{hebr ende}} „antworten, Zeugnis geben, widerlegen“ abgeleiteten Infinitiv ({{hebr}}למען{{hebr ende}} selbst wird gern in Zhg gebracht mit {{hebr}}ענה{{hebr ende}}; vgl. z.B. Ges18, S. 713; [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094779 HKL III, §396d]; [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/3259182.pdf?acceptTC=true&amp;amp;acceptTC=true&amp;amp;jpdConfirm=true Mitchell 1915, S. 142f.]; ZLH, S. 458): „zur Widerlegung meiner Feinde“; vgl. Buttenwieser 1938, S. 180. Wenn diese Analyse wirklich gangbar wäre, machte sie Sinn, denn sowohl in Ps 5,9 als auch Ps 27,11 ist die Bedrängnis, aus der JHWH den Beter retten soll, die durch Lügner und Betrüger - und die sollen widerlegt werden, indem JHWH dem Beter den rechten Weg weist. Allerdings ist mir nicht völlig klar, wie {{hebr}}מען{{hebr ende}} ein Infinitiv von {{hebr}}ענה{{hebr ende}} sein soll, daher ist doch Deutung 1 der Vorzug zu geben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
_ ebne vor mir (vor meinen Augen) deinen Weg (deine Weisung, den Weg zu dir).&amp;lt;ref&amp;gt;Mögliche Deutungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „dein Weg“ i.S.v. der von JHWH gewiesene Weg; seine „Lebensweisung“ an die JHWH-Gläubigen; er bezeichnet die &#039;&#039;gerechte&#039;&#039; Lebensweise. Hier wird diese JHWHs Wille entsprechende Lebensweise kontrastiert mit der der Lügner und Betrüger, wie z.B. auch in [[Sprichwörter 4#s26 | Spr 4,26]]. Dass Gott dem Beter den Weg „ebnen“ soll ist die Bitte darum, dass er ihm das JHWHs-Weisung-Folgen erleichtern möge. (so die meisten)&lt;br /&gt;
# „den Weg zu dir“ (Genitivus directionis); vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Psalm_5#note_ad FN ad].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|10}} {Denn}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strophen-kî&amp;quot; /&amp;gt; (Weil)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternativ&amp;quot;&amp;gt;Dieser Vers ließe sich auf zwei Weisen lesen. Die stets Vertretene ist als Primärübersetzung angegeben; sie lautet etwa:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Es ist in ihrem Reden nichts Aufrichtiges, / ihr Inneres ist Verderben, / ein offenes Grab ist ihre Kehle / ihre Zunge glätten sie.&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ ließe sich (a) Das {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} in 10a kataphorisch und V. 10a als Protasis mit 10b als Apodosis lesen,(b) 10d als Protasis der Apodosis 10c ((habituelles) Yiqtol in 10d -&amp;gt; unmarkierter Nebensatz) und (c) die verblosen Sätze in 10bc konjunktivisch. In 10bc müsste je aus dem selben Sticho ein Possessivpronomen als Brachylogie ergänzt werden. V. 10 wäre dann chiastisch gebaut:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Weil in ihrem Reden nichts Aufrichtiges [ist], / [Sei] ihr Inneres [ihr] Verderben.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ihre Kehle [sei] [ihr] offenes Grab (i.e. Tod) / weil sie ihre Zunge glätten (i.e. da sie ja Heuchler sind).&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Interpretation ließe den Vers besser mit dem folgenden Vers zusammenstimmen; sie ist aber m.W. noch nie vertreten worden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es [ist] in seinem (ihrem)&amp;lt;ref&amp;gt;fast stets emendiert zu Plural. Unnötig: N-Shift. Weil Shifts nicht Bestandteil des deutschen Stils sind, sollte hier dennoch „in &#039;&#039;ihrem&#039;&#039; Mund“ übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reden (Mund)&amp;lt;ref&amp;gt;Meist: „Mund“; so selbst viele kommunikative Üss. Zu „Reden“ vgl. McKay 1979, S. 238; natürlich ist dies hier gemeint und ist auch eine allgemein anerkannte Bedeutung von {{hebr}}פֶּה{{hebr ende}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; nichts Aufrichtiges&lt;br /&gt;
_ ihr Inneres [ist (sei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternativ&amp;quot; /&amp;gt;] ([ihr])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternativ&amp;quot; /&amp;gt; Verderben (Böses, sie sind verdorben/böse).&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}קֶרֶב{{hebr ende}} „Inneres, Eingeweide, Herz“ wird, ähnlich wie {{hebr}}נֶפֶש{{hebr ende}}, häufig für die Person selbst verwendet. So auch hier. Und Nomina wie „Verderben“ können im Hebräischen genau so gut als prädikative Adjektive verwendet werden. So auch hier. Zu „böse“ vgl. CDCH, S. 87; Kön, S. 77. Dies passt besser zum Kontext als „Sie sind verdorben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
_ Ein (ihr&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternativ&amp;quot; /&amp;gt;) offenes Grab (Tod)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Hebräischen Lautspiel: {{hebr}}קֶרֶב{{hebr ende}} &#039;&#039;qereb&#039;&#039; „Inneres“ (10b) - {{hebr}}קֶבֶר{{hebr ende}} &#039;&#039;qeber&#039;&#039; „Grab“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das „Grab“ ist im Hebräischen eine häufige Metapher für den personifizierten Tod; vgl. z.B. Ryken 1998, S. 350.&amp;lt;/ref&amp;gt; [ist (sei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternativ&amp;quot; /&amp;gt;] ihre Kehle,&lt;br /&gt;
_ ([weil]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alternativ&amp;quot; /&amp;gt;) ihre Zunge glätten sie (Mit ihrer Zunge sind sie heuchlerisch, sie sind Heuchler)&amp;lt;ref&amp;gt;Stehender Ausdruck für „Sie sind Heuchler“; vgl. noch [[Psalm 55#s22 | Ps 55,22]]; auch [[Römer 3#s13 | Röm 3,13]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Lass sie büßen (bestrafe sie)&amp;lt;ref&amp;gt;In der Bibel ist dies die einzige Stelle, in der {{hebr}}אשם{{hebr ende}} im &#039;&#039;Hifil&#039;&#039; steht; die Bedeutung ist daher nicht ganz klar. „Büßen lassen“ ist die Mehrheitsmeinung.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gott!&lt;br /&gt;
_ Lass sie untergehen (sie sollen untergehen)&amp;lt;ref&amp;gt;Meist: „fallen“. Zu „Untergehen“ vgl. CDCH, S. 278; Ges18, S. 831 u.ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; wegen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;min&#039;&#039; causae. Einige übersetzen merkwürdigerweise „Lass sie aus ihren Plänen fallen“, was immer das heißen mag.&amp;lt;/ref&amp;gt; ihrer Pläne (Ränke)!&lt;br /&gt;
_ Wegen der Menge ihrer (ihren vielen/großen)&amp;lt;ref&amp;gt;zu „Menge von X“ als „großes X/viele X“ vgl. [[Psalm 5#note w |FN w]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sündenschuld (Sünden) treibe sie fort (verbanne sie)!&lt;br /&gt;
Sie haben dir ja nicht gehorcht (haben gegen dich rebelliert, gehorchen dir nicht).&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|12}} Alle werden (sollen) sich freuen, die bei dir Zuflucht suchen!&lt;br /&gt;
_ Für immer werden (sollen) sie jubeln {und du beschützt (deckst) sie}&amp;lt;ref name=&amp;quot;beschützen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Die Metaphorik des hebräischen Textes von V. 13 ist sehr hart: „Du krönst sie mit Huld wie mit einem Schild“. Da man selten mit Schildern gekrönt wird, macht auch der Vergleich, mit Huld „wie mit einem Schild“ gekrönt zu werden, keinen Sinn.  Kittel 1914, S. 18 will daher „wie mit einem Schild“ streichen, aber Briggs 1906, S. 45; Budde 1915, S. 178; Gunkel 1968, S. 20; Kissane 1953, S. 19f.; Kraus 1961, S. 36f. und Schmidt 1934, S. 9f. haben den besseren Vorschlag gemacht, das „du schützt sie“ aus V. 12 nach V. 13 zu verschieben; auch BHS hält dies für „wahrscheinlich“. Dem wird man sich besser anschließen müssen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{hebr}}עָלֵימוֹ{{hebr ende}} „(du schützt) &#039;&#039;sie&#039;&#039;“ kann man weiterhin emendieren zu {{hebr}}עָלָיו{{hebr ende}} „(du schützt) &#039;&#039;ihn&#039;&#039;“; allerdings ist das wohl nicht einmal nötig, da „der Gerechte“ hier generalisierender Singular ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
_ Es werden (sollen) jauchzen über dich, die deinen Namen lieben (dich lieben, dich verehren)&amp;lt;ref&amp;gt;Der „Name Gottes“ steht in der Bibel fast stets für Gott selbst; man bezeichnet damit „Gott im Menschenmund“. Jene, die den „Namen Gottes lieben“ sind deshalb die &#039;&#039;Verehrer&#039;&#039; Gottes - die JHWH-Gläubigen. Vgl. z.B. Grether 1934, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|13}} Denn du wirst segnen (bist es, der segnen wird)&amp;lt;ref name=&amp;quot;du bist es&amp;quot;&amp;gt;Hier steht ein scheinbar „überflüssiges“ Personalpronomen („Denn du, du segnest“). Möglich wären die Deutungen:&lt;br /&gt;
# Das Pronomen soll die Exklusivität der Segner-Rolle JHWHs markieren (vgl. BHRG §36.1.1.3i). Gut daher B-R: „Denn du bists, der segnet den Bewährten“; Terrien 2003, S. 103: „For it is thou, Lord, who blessest...“&lt;br /&gt;
# Das Pronomen dient lediglich der Unterstreichung des Fokuswechsels (vgl. JM §146.a.1+2): Im vorherigen Vers ging es um die bei JHWH Zuflucht Suchenden; nun dagegen geht es um JHWH selbst. In diesem Falle sollte es in der Übersetzung einfach ausgespart werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die beiden folgenden Stichen führen den Satz fort.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Gerechten (die Gerechten)&amp;lt;ref&amp;gt;Generalisierender Singular. Mit den „Gerechten“ werden häufig die JHWH-Gläubigen bezeichnet, also besser „Fromme“. Hier aber stehen sie im Kontrast zu den Frevlern, Lügnern und Betrügern, deshalb sollte man wohl besser die Übersetzung „Gerechte“ beibehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;, JHWH;&lt;br /&gt;
_ [du bist es, der]&amp;lt;ref name=&amp;quot;du bist es&amp;quot; /&amp;gt; [sie schützen wirst (decken wirst)]&amp;lt;ref name=&amp;quot;beschützen&amp;quot; /&amp;gt; wie mit einem Schild;&lt;br /&gt;
_ [du bist es, der]&amp;lt;ref name=&amp;quot;du bist es&amp;quot; /&amp;gt; mit Huld sie krönen wird (begünstigen wird)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Rede vom „Krönen“ wird in der Bibel häufiger metaphorisch als buchstäblich verwendet; dass JHWH jemanden mit etwas „krönt“ ist eine Metapher dafür, dass er ihn mit etwas „segnet“ (vgl. z.B. Ryken 1998, S. 185: „Quite often in both the NT and OT, crowns are symbols of God&#039;s blessings on his people.“). Vgl. [[Psalm 8#s6 | Ps 8,6]]; [[Psalm 65#s12 | Ps 65,12]]; [[Psalm 103#s4 | Ps 103,4]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_3&amp;diff=20389</id>
		<title>Psalm 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_3&amp;diff=20389"/>
		<updated>2015-03-09T21:59:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Patrick: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{L|1}} Ein Davidspsalm.&lt;br /&gt;
Als er vor seinem Sohn Absalom floh.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{L|2}} (/|Herr|/Unser GOTT/DU/) , ich hab so viele Feinde!&lt;br /&gt;
_ So viele Gegner habe ich!&lt;br /&gt;
{{L|3}} So viele spotten über mich:&lt;br /&gt;
_ „Den rettet Gott sicher nicht!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{L|4}} Und dennoch, (/|Herr|/unser GOTT/DU/) , bist du mir Schutz und Schild,&lt;br /&gt;
_ bist mein Mächtiger und erhöhst mich:&lt;br /&gt;
{{L|5}} Wenn ich zu (/|Gott|/unserem GOTT/IHM/) bete&lt;br /&gt;
_ erhört er mich von seinem heiligen Berg;&lt;br /&gt;
{{L|6}} Und schlaf ich auch ein,&lt;br /&gt;
_ wache ich doch stets wieder auf -&lt;br /&gt;
Denn (/|Gott|/unser GOTT/ER/) ist mein Helfer.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{L|7}} Die Unzahl an Kriegern fürchte ich nicht,&lt;br /&gt;
_ die mich umzingelt haben.&lt;br /&gt;
{{L|8}} Erhebe dich, (/|Gott|/unser GOTT/DU/)!&lt;br /&gt;
_ Rette mich, Herr!&lt;br /&gt;
Zerschlag die Kiefer meiner Feinde,&lt;br /&gt;
_ Zerschmettre die Zähne der Frevler!&lt;br /&gt;
{{L|9}} (/Unser GOTT/ER/) ist der Retter;&lt;br /&gt;
_ dein Segen ruht auf deinem Volk.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|1}} Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David. &lt;br /&gt;
Während (Als) er floh vor Absalom, seinem Sohn&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[2 Samuel 16|2 Sam 16]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|2}} JHWH! Wie zahlreich (wie sehr vermehrt) [sind] meine Feinde!&lt;br /&gt;
_ [Wie]&amp;lt;ref name=&amp;quot;double duty-mah&amp;quot;&amp;gt;Brachylogie aus V. 2a; vgl. Craigie 1983; Dahood 1965, S. 15; Ehrlich 1905, S. 5; GRAIL; Kissane 1953, S. 10; Kselman 1987, S. 574; MÜN.&amp;lt;/ref&amp;gt; zahlreich (wie sehr vermehrt) [sind], die sich gegen mich erheben (meine Gegner)&amp;lt;ref&amp;gt;Das hebr. {{hebr}}קוּם עַל{{hebr ende}} meint „sich erheben gegen X“ und hat feindliche Bedeutung; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. Gunkel 1968, S. 14. KBL3 listet denn {{hebr}}קָמִים{{hebr ende}} direkt als „Gegner“ (S. 1016). „Viele stehen gegen mich auf“ ist eine übertrieben wörtliche und wenig kommunikative Übersetzung, von der wir daher für die Lesefassung abraten.&amp;lt;/ref&amp;gt;!&lt;br /&gt;
{{S|3}} [Wie]&amp;lt;ref name=&amp;quot;double duty-mah&amp;quot; /&amp;gt; zahlreich (wie sehr vermehrt) [sind], die über meine Seele (über mich)&amp;lt;ref&amp;gt;„Seele“ ist ein im Hebräischen gebräuchliches Synonym für „Ich“ (vgl. z.B. Wolff 1973, S. 25f.). Im Deutschen nicht, daher sei für die Lesefassung zum Alternativ-vorschlag geraten.&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen: &lt;br /&gt;
_ „Nicht [ist] (Es gibt keine) Rettung (Hilfe, Sieg)&amp;lt;ref&amp;gt;I.d.R. übersetzt mit dem etwas blassen „Hilfe“. Der Psalm stellt aber den Beter ganz deutlich als von Feinden bedrängt dar; kontextuell angemessener ist daher „Rettung“. So gut auch Alter 2007, MÜN u.a.; „Heil“ oder gar „Erlösung“ ist kontextuell unpassend.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Suffix {{hebr}}תְה{{hebr ende}}- ist in der hebr. Poesie häufig bedeutungslos und dient nur der „poetischen Emphase“; vgl. [http://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/90 GKC §90]g; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Schmidt 1934, S. 6; Kraus 1961, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; für ihn durch (trotz) Gott!“ {Sela}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sela&amp;quot;&amp;gt;Die Bedeutung von {{hebr}}סֶלַה{{hebr ende}} „Selah“ ist unklar; vgl. Lexikon/Lemma [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Sela {{hebr}}סֶלַה{{hebr ende}}]. In der Lesefassung sollte es daher besser gestrichen werden, da es sonst nur ein unverständlicher Fremdkörper im dt. Text wäre.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kein Strophenbruch; V. 3 und V. 4 bilden eine deutliche Antithese; vgl. z.B. Krašovec 1984, S. 60f.; Kselman 1987, S. 573f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|4}} Doch du, oh JHWH, [bist] ein Schild um mich (bist Schutz für mich, schützt mich)&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dieser Stelle wird gern erwogen, warum denn ein Schild &#039;&#039;ringsum&#039;&#039; Schutz sein könne (vgl. z.B. Gunkel 1968, S. 14: „Ein gewöhnlicher Schild deckt nur von &#039;&#039;einer&#039;&#039;, Jahve aber von &#039;&#039;allen&#039;&#039; Seiten.“) Das ist unnötig; {{hebr}}מָגֵן{{hebr ende}} &#039;&#039;Schild&#039;&#039; wird des öfteren auch rein metaphorisch für „Schutz“ verwendet (vgl. z.B. KBL3, S. 517) und {{hebr}}בַּעַד{{hebr ende}} &#039;&#039;um...herum&#039;&#039; gibt auch einfach die Relation des Schutz-für-jmdn-Seins an (vgl. z.B. KBL3, S. 135). Der Sinn der beiden Teilverse ist: Viele sagen, es gäbe keine Rettung für den Beter von Gott - aber Gott schützt ihn &#039;&#039;eben doch&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
_ [du bist] mein Mächtiger (mein Herrlicher, mein Ansehen, meine Herrlichkeit)&amp;lt;ref&amp;gt;Die letzte Alternative ist die Standartübersetzung. Sie macht aber nicht sehr viel Sinn (=&amp;gt; *&#039;&#039;Max ist Moritz&#039; Herrlichkeit&#039;&#039;). Gelegentlich wird es daher gedeutet als z.B. „Gegenstand meines Rühmens“=„der von mir Gerühmte“ (z.B. Baethgen 1892, S. 8) oder „Quelle meines Rühmens“ (z.B. Houston/Waltke 2010, S. 202; Kissane 1953, S. 11), was zwar beides möglich ist, aber nicht gut in den Kontext des Psalms passt. Entschieden vorzuziehen ist daher - da ja auch der vorangehende Teilvers und der folgende Teilvers-teil Gottes-prädikationen enthält - die Deutung, die {{hebr}}כָּבוּד{{hebr ende}} als JHWH-Appellativ liest, wie das Wort häufiger in der Bibel verwendet wird. So z.B. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Christensen 2005.3, S. 1; Dahood 1965, S. 15; Krašovec 1984, S. 60.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brettler nun weist darauf hin, dass {{hebr}}כָּבוּד{{hebr ende}} im Hebräischen auch häufiger eine Qualität eines Kriegers bezeichne - „Thus, {{hebr}}כבוד{{hebr ende}} should probably be translated with a word from the semantic field of strength, possible as „power“.“ (Brettler 1993, S. 140). Beide Aspekte kombiniert ergibt „mein Mächtiger“.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der, der meinen Kopf (mich) erhebt (erhöht)&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Ausdruck „meinen Kopf erheben“ vgl. KBL3: „cf. akk. [...] das Haupt erhöhen=sich bemühen, jmdn umsorgen: sein Haupt erhöhen=auszeichnen Ps 3,4“ (S. 1124). Man muss dafür nicht mal auf das Akkadische rekurrieren; das „Haupt“ steht im Hebräischen häufiger (ebenso wie „Seele“ in V. 3) für die ganze Person (vgl. z.B. Ryken 1998, S. 185.359f.; Schroer/Stäubli 2001, S. 83). Übersetze daher: „und der, der mich erhöht“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|5}}[Sooft (Wann immer)]&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot;&amp;gt;Die folgenden Verbtempora sind schwierig zu deuten. Sicher wird man sie nicht unabhängig von ihrer eigentlichen Temporalsemantik deuten dürfen, da sonst ganz unverständlich bliebe, warum der Autor zu drei verschiedenen Tempora gegriffen hat.&lt;br /&gt;
Es handelt sich um die Tempora V. 5: Ich rufe (Yiqtol) - er antwortet (Wayyiqtol) - V. 6: Ich lege mich nieder (Qatal) - ich schlafe (ein) (Wayyiqtol) - Ich erwache (Qatal) - er hilft mir (Yiqtol).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von der &#039;&#039;&#039;Verbfolge Yiqtol - Wayyiqtol in V. 5&#039;&#039;&#039; heißt es gelegentlich, dass in diesem Kontext Wayyiqtol auch die regelmäßige Folge eines regelmäßigen Geschehens angeben könne (vgl. z.B. GKC §111.4; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Baethgen 1892, S. 8; Beyerlin 1970, S. 79; Kirkpatrick 1897, S. 15; Kissane 1953, S. 11; Kittel 1914, S. 13). Das ist wohl nicht so, deswegen sollte das Wayyiqtol {{hebr}}וַיַּנֵנִי{{hebr ende}} besser mit Budde, Craigie, Graetz, Gunkel, Kraus, Kselman, Schmidt und Zuber umpunktiert werden zum Waw-Yiqtol {{hebr}}וְיַּנֵנִי{{hebr ende}}. V. 5 ist dann ein unmarkierter temporaler Nebensatz (-&amp;gt;unmarkierter Nebensatz) mit zwei durch Waw apodoseos verknüpften iterativen Yiqtol-Verben: „&#039;&#039;Wann immer&#039;&#039; ich rufe antwortet er mir.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V. 6&#039;&#039;&#039; wird gerne gedeutet als Bericht über ein einmaliges vergangenes Geschehen: „Ich legte mich hin und schlief / ich erwachte wieder, denn JHWH hilft mir.“ Das wäre theoretisch möglich, aber dann wäre eigentlich zu erwarten, dass auch „erwachen“ im Wayyiqtol steht. Daher ist V. 6 besser zu deuten als unmarkierter Konditionalsatz: „Wenn ich mich hinlege und schlafe / erwache ich wieder: JHWH schützt mich (habituelles Yiqtol)“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu „Wenn ich mich hinlege und einschlafe“ könnte man noch folgendes erwägen: Im Hebräischen kann eine einzige Handlung auch nach obigem Muster durch zwei Verben ausgedrückt werden; häufig markiert dies Ingressivität. Zum Beispiel kann ein Mensch im Hebräischen „aufstehen und gehen“=„losgehen“; „anheben und sprechen“=„das Wort ergreifen“ etc. Entsprechend könnte man hier für die Lesefassung auch überlegen, ob man „sich niederlegen und schlafen“ nicht schlicht mit „einschlafen“ übersetzen und „sich niederlegen“ aussparen will.&amp;lt;/ref&amp;gt; ich [mit] meiner Stimme&amp;lt;ref&amp;gt;Oft analysiert als adverbialer Akkusativ der Art und Weise (vgl. z.B. [[Exodus 24#s3|Ex 24,3]]); was dann aber zwingen würde, entweder „laut“ zu ergänzen oder gar „Mit meiner Stimme“ als Ausdruck für „laut“ zu lesen; beides ist recht gezwungen. Andere Analysen: Akkusativ der Zeit (Buttenwieser 1938, S. 400f: „Wenn ich mit meiner Stimme zu Jahwe rufe“ - dies scheint aber eher ein Krypto-accusativus instrumenti in einem nicht-markierten Temporalsatz zu sein), innerer Akkusativ (Houston/Waltke 2010, S. 192: „Ich rufe meine Stimme“) oder doppeltes Subjekt (Baethgen 1892, S. 8; Duhm 1899, S. 12; Gunkel 1968, S. 14: „Meine Stimme [und] ich rufe[n]“); was aber ebenso gezwungen ist. Guten Sinn macht die Analyse als Accusativus instumenti (Ehrlich 1905, S. 5; Kraus 1961, S. 27: „Mit meiner Stimme rufe ich“); dies allerdings ergäbe eine merkwürdig redundante Konstruktion. Man wird sich wohl für die letzte Möglichkeit entscheiden müssen; letztendlich bleibt die Stelle aber etwas rätselhaft.&amp;lt;/ref&amp;gt; JHWH anrufe (anrief)&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
_ antwortet (antwortete, erhörte&amp;lt;ref&amp;gt;Das auf einen Flehruf folgende „Antworten“ Gottes steht in der Bibel fast ausnahmslos für eine Gebetserhörung; so auch hier.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt; er mir von seinem heiligen Berg (vom Berg seiner Heiligkeit).   {Selah}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sela&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|6}} [Wenn]&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt; ich mich hinlege&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt; und schlafe&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
_ erwache&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt; ich, denn JHWH hilft mir (unterstützt mich, stützt mich)&amp;lt;ref name=&amp;quot;tempora&amp;quot; /&amp;gt;!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|7}}&amp;lt;ref&amp;gt;Die hier vorgeschlagene Strophen-Aufteilung ist, soweit ich sehe, bisher noch nicht vorgeschlagen worden. Str. 1 und Str. 3 sind aber recht deutlich miteinander verknüpft:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&lt;br /&gt;
! Strophe 1 || Strophe 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2 Viele Feinde und Gegner || V. 7 Myriaden von Kriegern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2 Sie erheben sich gegen mich || V. 8 Erhebe dich!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3 Viele &#039;&#039;sagen&#039;&#039; über mich || V. 8 Zerschlage ihnen &#039;&#039;Kinn und Zähne&#039;&#039;!&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| V. 3 Es gibt keine Rettung || V. 9 Rettung ist von JHWH&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strophisch ist der Psalm daher aufzuteilen: 2-3 / 4-6 / 7-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich fürchte mich nicht vor den&amp;lt;ref&amp;gt;Auch ohne Artikel determiniert durch Relativsatz.&amp;lt;/ref&amp;gt; Myriaden von Kriegern&amp;lt;ref&amp;gt;„Volk“, die übliche Übersetzung von {{hebr}}עָם{{hebr ende}}, lässt sich nicht mit einer Zahl näher bestimmen (z.B. Delitzsch 1894, S. 77: *&#039;&#039;Myriaden Volkes&#039;&#039;). Da hier aber ohnehin die kontextuell angemessenere Übertragung von {{hebr}}עָם{{hebr ende}} „Kriegsvolk, Truppen“ ist, lässt sich diese Schwierigkeit leicht umgehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
_ die sich ringsum niedergelassen haben wider mich.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Erhebe dich, JHWH;&lt;br /&gt;
_ rette mich, mein Gott!&lt;br /&gt;
{Ja!,}&amp;lt;ref&amp;gt;Emphatisches {{hebr}}כִּי{{hebr ende}}; in der LF besser auszusparen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zerschlage&amp;lt;ref&amp;gt;Prekatives Qatal; vgl. z.B. Briggs 1906, S. 28; Buttenwieser 1938, S. 397; Dahood 1965, S. 20; Houston/Waltke 2010, S. 193; Kselman 1987, S. 578. Andere Analysen: prophetisches Perfekt (Deissler 1989, S. 37; Gunkel 1968, S. 14: „Du wirst zerschlagen“; beide übersetzen aber dennoch präsentisch). Beyerlin 1970; Kirkpatrick 1897 und Kraus 1961 denken, dass in V. 8c eingetreten ist, was der Beter in V. 8ab erfleht hat und nehmen dafür in Kauf, dass sie inmitten des Verses die Zeit einer ganzen Kriegshandlung Jahwes vergehen lassen müssen: „Erhebe dich und rette mich! ... Du hast zerschlagen“&amp;lt;/ref&amp;gt; (Schlage auf)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Parallelität von 8c zu 8d zeigt, dass wir hier durchaus nicht an Backpfeifen und Ohrfeigen zu denken haben, wie das die Mehrzahl der Exegeten will. Daher nicht: „Schlage meinen Feinden auf die Backe“, sondern „Zerschlage meinen Feinden den Kiefer“. Unter Umständen spielt der Psalmist mit diesem Ausdruck auf eine alte Rechtspraxis an: Im Alten Orient war v.a. für Vertragsbruch die Strafe verbreitet, dem Übeltäter die Zähne zu zerbrechen (vgl. - auch &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; - Hackett/Huehnergard 1984).&amp;lt;/ref&amp;gt; all meinen Feinden den Kiefer (Backe);&lt;br /&gt;
_ die Zähne der Frevler zerschmettre!&lt;br /&gt;
{{S|9}} Bei JHWH&amp;lt;ref&amp;gt;Lamed der Zuständigkeit; vgl. z.B. KBL3, S. 484. Wieder heißt dies nur: JHWH ist es, der rettet.&amp;lt;/ref&amp;gt; [ist] die Rettung (Hilfe, Sieg);&lt;br /&gt;
_ auf deinem Volk [ist (sei)]&amp;lt;ref&amp;gt;Vollzieht man die Sinnlinien des Psalms nach, wird klar, dass diese letzte Äußerung aus der Gewissheit von JHWHs Heilshandeln gesprochen sind; die indikativische Bedeutung ist daher wahrscheinlicher als die konjunktivische.&amp;lt;/ref&amp;gt; dein Segen. {Selah}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sela&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Patrick</name></author>
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		<updated>2015-03-08T13:43:35Z</updated>

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