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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Benutzer:Xobin&amp;diff=23804</id>
		<title>Benutzer:Xobin</title>
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		<updated>2016-04-27T14:48:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Studium zuvor in Wuppertal, Heidelberg und Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern ich sie noch besitze, stelle ich meine Übersetzungen aus Seminararbeiten und Übersetzungsübungen gerne hier ein, bin aber kein ausgewiesener Experte in den alten Sprachen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_40&amp;diff=16241</id>
		<title>Jesaja 40</title>
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		<updated>2014-05-26T22:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Redet zum Herzen Jerusalems und ruft zu ihm, dass sein Frondienst (Heeresdienst) vollendet (erfüllt) ist, dass seine Schuld abgetragen ist, dass es bekommen hat aus der Hand JHWH das Doppelte für alle seine Sünden. &lt;br /&gt;
{{S|3}} [Es erschallt] der Ruf (die Stimme) eines Rufenden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Räumt in der Steppe (Wüste) den Weg JHWHs frei!&lt;br /&gt;
Ebnet in der Wüste (Steppe) eine Straße für unseren Gott!&lt;br /&gt;
{{S|4}} Jedes Tal soll (wird) sich erhöhen und jeder Berg und Hügel einsinken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominal-perfekt&amp;quot;&amp;gt;Nominalsatz (Perfekt): Vorausschau/Aufforderung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann wird das Zerklüftete (Höckerige, Unebene) zu einer Ebene werden und der steile Pass (der Bergsattel) zu einem weiten Tal (einer Talebene).&amp;lt;ref name=&amp;quot;konsekutivperfekt&amp;quot;&amp;gt;Konsekutivperfekt: Folgerung/Vorausschau&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|5}} Dann wird sich die Herrlichkeit (die Ehre, der Ruhm) JHWHs zeigen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;konsekutivperfekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alles Sterbliche (alles Fleisch, jeder Mensch) wird ihn sehen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;konsekutivperfekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ja&amp;lt;ref&amp;gt;Das hebräische Wort {{Hebr}}כִּי{{Hebr ende}} markiert u.A. Bekräftigungen und Folgerungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Mund JHWHs hat [es] gesagt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}}&lt;br /&gt;
{{S|8}}&lt;br /&gt;
{{S|9}}&lt;br /&gt;
{{S|10}}&lt;br /&gt;
{{S|11}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wer hat abgemessen in seiner hohlen Hand Wassermassen, und hat die Himmel mit dem Maß gemessen? Und ganz im Drittelmaß ist der Stab der Erde und er wiegt mit der Waage die Berge, und die Hügel mit Gewichten.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Wer wird feststellen den Geist JHWHs, und [wer ist] ein Mann, den er (der ihn) seinen Beschluss wissen lassen wird?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Mit wem hat er sich beraten und er hat ihn (es) verstanden, und hat ihn gelehrt den Weg des Rechts (Gerichts, Urteils), und hat ihn Erkenntnis gelehrt und wird ihn erkennen lassen einen Weg der Einsichten?&lt;br /&gt;
{{S|15}} Da: Völker [sind] wie ein Tropfen aus einem Eimer, und wie Staubwolken [auf] der Waage werden sie gerechnet. Da: Inseln wird er wie Staubpartikel aufheben. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und der Libanon ist nicht genug zum Ausplündern (Niederbrennen), und seine Tiere &amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. Singular „Getier“&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht genug als Brandopfer.&lt;br /&gt;
{{S|17}} All die Völker sind wie nichts vor ihm, als Ende und Öde werden sie betrachtet von ihm.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Mit wem wollt ihr Gott vergleichen? Und welches Abbild ihm zuordnen?&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das Kultbild hat ein Handwerker gegossen, und ein Goldschmied &amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. Brenner, Schmelzer&amp;lt;/ref&amp;gt; wird es mit Gold beschlagen, und [es hat] Silberketten (Silberdrähte) eines Goldschmieds.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Der Verarmte [gibt ein] Hebopfer&amp;lt;ref&amp;gt;Andere Deutung aufgrund der akkadischen Vokabel musukkannu: „Das Sissoo-Holz als Podest“ – Bei dem Holz der Dalbergia Sissoo handelt es sich um ein sehr wertvolles Material, das im Alten Orient u. a. für feine Schnitzereien und im Bereich der Medizin verwendet wurde und sich durch seine hohe Beständigkeit auszeichnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;: Er wird ein Holz auswählen, das nicht faulen wird, [und] einen geschickten Handwerker für sich suchen, um ein Kultbild aufzustellen, das nicht wackeln wird.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Erkennt ihr nicht? Hört (gehorcht) ihr nicht? Ist euch nicht von Beginn verkündet worden? Habt ihr nicht Einsicht erhalten von (seit) den Grundfesten der Erde?&lt;br /&gt;
{{S|22}} [Er ist] der, der auf dem Kreis der Erde sitzt – und die auf ihr sitzen, sind wie Heuschrecken –, der ausspannt wie einen Schleier den Himmel und hat ihn ausgebreitet wie ein Zelt zum Ausruhen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Der die Fürsten zu nichts macht, hat Richter der Erde zu Öde gemacht.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Noch werden sie nicht eingepflanzt, noch werden sie nicht ausgesät, noch hat keiner Wurzeln geschlagen im Land ihres Wurzelstammes, da hat er auf sie geblasen, und sie sind vertrocknet, und ein Sturm wird sie wie Strohhalme hochheben.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und mit wem wollt ihr mich vergleichen und ich wäre ähnlich? Es spricht der Heilige&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtl. „ein Heiliger“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hebt zur Höhe eure Augen und seht: Wer hat diese erschaffen?Der, der ihr Heer an der Zahl hervortreten lässt, der ruft sie alle mit Namen,wegen der Fülle der Kraft und der starken Macht. Keiner von ihnen fehlt.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Warum sagst du, Jakob,	und sprichst du, Israel: &amp;quot;Verborgen ist mein Weg vor JHWH und an meinem Gott geht mein Recht vorüber“?&lt;br /&gt;
{{S|28}} Hast du nicht erkannt? Oder hast du nicht gehört? Ein Gott der Ewigkeit ist JHWH, Schöpfer der Enden der Erde.	Er ermüdet nicht und er ermattet nicht. Unerforschlich ist seine Einsicht.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Er gibt dem Müden Kraft und dem Kraftlosen mehrt er Stärke.&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und es ermüden Jünglinge und ermatten. Und junge Männer straucheln erschöpft. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Aber die, die auf JHWH warten, gewinnen neue Kraft. Ihnen werden Flügel wachsen wie Adlern. Sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14500</id>
		<title>Markus 1</title>
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		<updated>2014-02-19T08:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn uns sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14499</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14499"/>
		<updated>2014-02-19T08:56:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten im gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn uns sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=14320</id>
		<title>Markus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=14320"/>
		<updated>2014-02-09T19:00:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als er nach einigen Tagen wieder zurück nach Kafarnaum kam, wurde bekannt, dass er in einem bestimmten Haus war.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es kamen so viele Leute zusammen, dass es keinen Platz mehr gab; nicht einmal vor der Tür. Und er erklärte ihnen seine Botschaft. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Derweil kamen einige Leute und brachten einen Gelähmten zu ihm; der wurde von vier Männern getragen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Doch weil es ihnen wegen der Menschenmenge nicht gelang, ihn zu Jesus zu bringen, deckten sie über der Stelle, wo er war, das Hausdach ab und machten dort eine Öffnung. Dadurch ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte hinab.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Es saßen aber einige Schriftgelehrte dabei, die überlegten bei sich:&lt;br /&gt;
{{L|7}} „Warum redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?“&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jesus erkannte in seinem Geist sofort, dass sie so dachten. Darum sagte er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
{{L|9}} Was ist leichter zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder zu sagen: ‚Steh auf und nimm deine Matte und gehe umher‘?&lt;br /&gt;
{{L|10}} Aber damit ihr erkennt, dass der Menschensohn die Macht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben“ -  sagte er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{L|11}} „Ich sage dir: Steh auf und nimm deine Matte und geh nach Hause!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Da stand dieser auf, nahm umgehend seine Matte und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos waren und Gott lobten. Sie riefen: „So etwas haben wir noch nie gesehen.“&lt;br /&gt;
{{L|13}} Danach ging Jesus wieder hinaus ans Meer. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie.  &lt;br /&gt;
{{L|14}} Im Vorbeigehen sah er Levi, den Sohn von Alphäus, an der Zollstelle sitzen und sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ Da stand Levi auf und folgte ihm nach. &lt;br /&gt;
{{L|15}} Als er später in seinem Haus zu Gast war, saßen auch viele Zolleinnehmer und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern am Tisch. Es gab nämlich viele, die ihm nachfolgten.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Doch als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen, dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst er mit Zolleinnehmern und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{L|17}} Aber als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: „Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die, denen es schlecht geht. Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.“&lt;br /&gt;
{{L|18}} Die Jünger des Johannes und die Pharisäer hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten. Einige Leute kamen zu Jesus und fragten ihn: „Weshalb fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, aber deine Jünger fasten nicht?“&lt;br /&gt;
{{L|19}} Da erwiderte Jesus: „Können denn etwa die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie unmöglich fasten.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Es wird jedoch die Zeit kommen, wenn der Bräutigam nicht mehr da ist. Dann werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Niemand näht einen Flicken aus neuem Stoff auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt der neue Flicken vom alten ab und es entsteht ein noch schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Und es füllt auch niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde der Wein die Schläuche zerreißen und der Wein geht ebenso verloren wie die Schläuche. Jungen Wein füllt man doch in neue Schläuche.“&lt;br /&gt;
{{L|23}} Einmal, als Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder ging, da fingen seine Jünger an, unterwegs Ähren auszurupfen.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Sieh doch, sie tun etwas, das am Sabbat nicht erlaubt ist!“&lt;br /&gt;
{{L|25}} Aber er sagte zu ihnen: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war, in der er und seine Gefährten Hunger hatten? -&lt;br /&gt;
{{L|26}} wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes gegangen ist und die geweihten Brote verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf? Er gab sogar denen, die bei ihm waren  etwas ab.“&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Also ist der Menschensohn auch über den Sabbat Herr.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als er nach [einigen] Tagen wieder (zurück) nach Kafarnaum kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „als“) aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wurde bekannt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde bekannt&#039;&#039; W. „wurde gehört“ Oder: „als er wieder … kam, wurde nach einigen Tagen bekannt“ (Collins 2007, 184).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, dass er zuhause (in einem [bestimmten] Haus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zuhause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Die erste Bedeutung ist üblich und somit wahrscheinlicher, auch wenn die andere durchaus möglich ist (Collins 2007, 181; NSS). Denkbar, dass Simons Haus gemeint ist wie in 1,29-34 (Guelich 1989, 81). &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Im Deutschen wäre die etwas freiere Übersetzung „in welchem Haus er sich aufhielt“ besser verständlich. Es geht dann also darum, dass Jesu Aufenthaltsort bekannt wurde, ohne eine Aussage über das nämliche Haus zu machen. Um das zu vermitteln, wurde &#039;&#039;[bestimmten]&#039;&#039; ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war&#039;&#039; W. „ist“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es kamen (sammelten sich) so viele [Leute] zusammen, dass es keinen Platz mehr gab, auch nicht (nicht einmal) vor (bei) der Tür, und er erläuterte (verkündete, sagte) ihnen [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erläuterte ihnen seine Botschaft&#039;&#039; W. „sprach das Wort (zu) ihnen“ ([[Imperfekt]]). Ähnlich wie in 4,33 und 8,32 meint die Phrase wohl, dass Jesus ihnen seine &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; (=Wort) erklärte oder predigte (France 2002, 122, ähnlich GNB). In 1,45 meinte „Wort“ die &#039;&#039;Geschichte&#039;&#039; (oder Neuigkeit) des geheilten Aussätzigen. Das Wort steht meist für eine im Kontext bekannte Botschaft, für Redeinhalt. Bei Jesus ist das das Evangelium bzw. die Heilsbotschaft vom nahen Reich/Herrschaft Gottes (wie Mk 1,21; s.a. Mk 4,14 und die dortige Fußnote). Im NT bezeichnet es oft den Inhalt der Verkündigung von Jesus und den frühen Christen, z.B. Apg 6,4; Gal 6,6; Kol 4,3. (Guelich 1989, 84). &#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Duratives [[Imperfekt]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Derweil (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einige Leute] und brachten einen Gelähmten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gelähmter&#039;&#039; (Gr. παραλυτικός) Seine genaue Behinderung ist unbekannt. Wir erfahren nur, dass er nicht laufen konnte und offensichtlich behindert, vielleicht bettlägrig war (vgl. France 2002, 123).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm. Er wurde von vier [Männern] getragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er wurde getragen&#039;&#039; [[Attributives Partizip]], als unabhängiger Hauptsatz aufgelöst. Auch ein Relativsatz wäre möglich („der getragen wurde“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und (Doch) weil (als) es ihnen wegen die Menschenmenge nicht gelang (sie nicht konnten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) es ihnen nicht gelang&#039;&#039; Kausal oder temporal zu verstehendes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Präs.), als Nebensatz mit „weil“ aufgelöst. NSS, NGÜ: „weil sie nicht zu Jesus durchkamen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn zu [Jesus] zu bringen, deckten (entfernten) sie [über der Stelle], wo er war, das Hausdach ab, und ließen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Matte hinab, auf der der Gelähmte lag, nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „nachdem“) aufgelöst und aus stilistischen Gründen nachgestellt. W. etwa „deckten ab... und, eine Öffnung geschaffen habend/schaffend, ließen...“ Man kann es auch modal verstehen: „indem sie … schufen, ließen sie“ Gr. ἐξορύξαντες bedeutet „aufgraben, aufbrechen“. Die Männer gelangten wohl über eine Außentreppe auf das flache Dach. Palästinische Hausdächer bestanden aus Baumstämmen oder Balken, die mit Zweigen und festgetretenem Lehm abgedeckt waren (Lukas 5,17 berichtet auch von Ziegeln), die genaue Konstruktion konnte aber variieren. Auch die Ausleger sind sich nicht alle einig (vgl. die Übersicht bei Blight 2012, 99f.). Je nach dem, ob das Haus tatsächlich auch mit Dachziegeln bzw. einer Art von tönernen Platten belegt war (Lukas könnte die Geschichte für seine südeuropäischen Leser kontextualisiert haben), könnten die Männer das Dach fast gar nicht oder sogar sehr schwer beschädigt haben. Dementsprechend gibt es verschiedene Übersetzungsvorschläge. Der hier vorgezogene versteht das Partizip als temporale Umstandsangabe: 1. Die Männer deckten das Dach ab. 2. Sobald eine groß genügende Öffnung da war, ließen sie den Mann herab (so Guelich 1989, 85 und die meisten Übersetzungen). Eine andere Deutung geht von zwei Schritten aus: 1. Die Männer deckten das Dach, d.h. die äußere Schicht ab. 2. Dann brachen sie durch das Holz- und Lehmwerk, das sich darunter befand die Decke bildete. 3. Anschließend ließen sie den Mann hinab (so GNB, Zür).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und als Jesus ihren Glauben (Vertrauen) sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sah&#039;&#039; Als temporaler NS aufgelöstes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.). Markus formuliert hier metonymisch (Wirkung für Ursache), denn Jesus sieht natürlich nicht die Gesinnung der Männer, sondern deren Ergebnis. Daher übersetzt Zür „Als Jesus nun ihren Glauben erkannte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;sagte [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten: „[Mein] Sohn (Kind), deine Sünden sind vergeben!“&lt;br /&gt;
{{S|6}} Es waren {aber} einige Schriftgelehrte (Schreiber) da (dort), die  dabeisaßen und [alles miterlebten]. Sie setzten sich (kämpften, überlegten, erwogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dabeisaßen&#039;&#039; und &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; ἦσαν + Partizip umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Hier kommt durch den durativen [[Aspekt]] zum Ausdruck, dass die Schriftgelehrten die Geschehnisse miterlebten. Das ist der Grund für die Einfügung &#039;&#039;[alles miterlebten]&#039;&#039;. Möglich wäre auch eine Formulierung mit einem Adverb wie „unterdessen“, „derweil“, „dabei“. Aufgrund der Einfügung bildet &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; aus stilistischen Gründen nun einen eigenen Satz, wobei zur eleganten Wiedergabe in Verbindung mit &#039;&#039;in Gedanken&#039;&#039; die Ergänzung von &#039;&#039;[mit Jesu Worten]&#039;&#039; notwendig wurde. EÜ dagegen: „dachten im Stillen“, NGÜ: „lehnten sich innerlich dagegen auf “.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in Gedanken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in Gedanken W. „in ihren Herzen“. In der damaligen Kultur galt das Herz als der denkende und fühlende Körperteil. Noch schöner wäre die Formulierung „gedanklich“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[mit Jesu Worten] auseinander: &lt;br /&gt;
{{S|7}} „Warum redet der so&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Eine Handschriftentradition spezifizieren: „derart Lästerliches“&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott (einem – Gott)?“{{par|Deuteronomium|6|4}} &lt;br /&gt;
{{S|8}} Und Jesus erkannte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erkannte … darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-kausal), hier – mit sofort – gleichzeitig verstanden, wobei darum auf den kausalen Sinn hinweist. Vorzeitig: „Jesus hatte sofort erkannt“ (vgl. NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Geist&#039;&#039; Die Formulierung spielt vielleicht einfach auf den kognitiven Prozess an wie &#039;&#039;bei sich&#039;&#039; (V. 8) und „in ihren Herzen“ (V. 6.8) (NSS). Es ist jedoch bemerkenswert, das im AT nur Gott die Gedanken der Menschen kennt (z.B. 1Kö 8,39; Jer 11,20, nach Pesch 1976, 159). Dass Jesus ihre Gedanken lesen, kann sollte ihn zusammen mit der folgenden Heilung gegenüber den Schriftgelehrten klar als von Gott gesandt auszeichnen – und den Vorwurf der Blasphemie so entkräften (Guelich 1989, 88).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sofort, dass sie so {bei sich} dachten, darum sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum habt ihr solche Gedanken?&#039;&#039; W. „Warum denkt/erwägt ihr dies/solche [Gedanken] in euren Herzen?“ Der wesentlich einfachere deutsche Satz scheint genau wiederzugeben, was der (wesentlich schwieriger wörtlich in gutes Deutsch zu übersetzende) griechische Satz meint. Zu „in euren Herzen s. die [[#note_n|Fußnote]] zu „in Gedanken“ in V. 6. Die Doppelung „in Gedanken denken“ hat schon dort zu der eleganteren Übersetzung „sie setzten sich in Gedanken [mit Jesu Worten] auseinander“ geführt (s. die entsprechende [[#note_o|Fußnote in V. 6]]), hier lässt sich dieselbe Formulierung aber nicht so übersetzen. NGÜ: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?“, GNB: „Was macht ihr euch da für Gedanken?“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was ist leichter (einfacher) – zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder {zu sagen}: ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘? &lt;br /&gt;
{{S|10}} Aber damit ihr erkennt (wisst), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&#039;&#039; ist Jesu häufige Selbstbezeichnung. Sie taucht hier zum ersten Mal in Mk auf und wird im zweiten Teil des Evangeliums (ab Mk 8) deutlich häufiger auftreten. Ihr Hintergrund ist komplex und ihre Verwendung noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Jesus sich damit nicht als gewöhnlicher Mensch bezeichnet (wie die Phrase in anderen Kontexten auf Hebräisch und Aramäisch zu verstehen ist), sondern sich von anderen abhebt. Nur er hat die außerordentliche Gewalt zur Vergebung der Sünden. In der Wahl der Bezeichnung dürfte der „Menschensohn“ (bzw. „Mann“) aus Dan 7,13-14 eine Rolle gespielt haben, der ewige messianische Macht erhält und dem alle Nationen dienen. Jesus scheint zu seiner Zeit dennoch der einzige gewesen zu sein, der diese Bezeichnung auch als Titel auch für den erwarteten Messias (nämlich sich selbst) benutzte. Der Titel bot wohl auch den Vorteil, dass er nicht dieselben politischen Erwartungen weckte wie andere, geläufigere Messiasbezeichnungen, so wie „Messias“ oder „Sohn Davids“ (France 2002, 127f.; Collins 2007, 187ff.). (Guelich 1989, 90 meint dagegen, dass Jesus wenigstens an dieser Stelle die Bezeichnung als rhetorische Alternative zu „ich“ benutzt.) Jesus gibt den Schriftgelehrten ein Rätsel auf. Wenn sie den alttestamentlichen Bezug seiner Aussage verstehen, erkennen sie auch seinen Anspruch (Collins 2007, 187).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[das] Recht (die Macht, Vollmacht, Entscheidungsgewalt) hat, auf der Erde Sünden zu vergeben—“, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{S|11}} „—sage ich dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; Oder „in dein Haus“&amp;lt;/ref&amp;gt;!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) stand er auf, hob (nahm) umgehend seine Matte auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob auf&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos (erstaunt, außer sich) waren und Gott lobten. Sie riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie riefen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), vielleicht [[Pleonastisches Partizip|pleonastisch]]. Hier als separater Hauptsatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„So etwas haben wir noch nie erlebt (gesehen)!“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Danach (Und) ging [Jesus] wieder hinaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging hinaus&#039;&#039; Jesus verließ das Haus und die Stadt Kafarnaum, wo er sich gerade aufhielt ([[Markus_2#s1|Mk 2,1]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, ans (an ... entlang) Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist der See Gennesaret (bei Markus: „Meer von Galiläa“, vgl. 1,16), an dessen Ufer Kafarnaum lag. Wer Markus von Anfang an liest, stellt diesen Bezug hier mühelos her.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm, und er lehrte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; und &#039;&#039;lehrte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] beschreibt passend die beiden andauernden Prozesse: Das Zusammenkommen einer Menschenmenge und Jesu Lehren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und im Vorbeigehen (als er vorbeiging/vorüberging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (temporal), hier als Präpositionalphrase übersetzt. Auch möglich: „als/während er vorbeiging“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Levi&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Levi&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Einige Handschrift enthalten den Namen Jakobus, nicht Levi. Offenbar handelt es sich dabei um den Versuch, den Text an Mk 3,18 anzupassen, wo nicht Levi, sondern nur Jakobus, der Sohn von Alphäus erwähnt wird (Collins 2007, 189f). Levi (vgl. Lk 5,27) wird traditionell als zweiter Name des Jüngers und Evangelisten Matthäus verstanden, der nach Mt 10,3 ebenfalls Zolleinnehmer war (France 2002, 131f.). Im Bereich des Möglichen liegt auch, dass der Evangelist Matthäus (der in seiner Jüngerliste ebenfalls nur Matthäus führt) den Namen Levi in 10,3 bewusst geändert hat (was voraussetzt, dass der Evangelist und der Jünger nicht derselbe sind; Collins 2007, 190f.; Guelich 1989, 99f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, den [Sohn] von Alphäus, an der Zollstelle (Zollhaus, Zoll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zollstelle&#039;&#039; Kafarnaum lag an der Grenze zwischen den Tetrarchien von Herodes Antipas und Herodes Philippus, weswegen man hier von den Händlern Warenzölle erhob. Die in den Evangelien erwähnten Zöllner (Gr. τελώνης) waren dafür zuständig. Auch Levi gehörte zu den Zollbeamten, die in Antipas&#039; Auftrag die auf Handelswaren anfallenden Gebühren einsammelten. Kopfsteuern erhob dagegen die römische Regierung (France 2002, 131f.; vgl. Guelich 1989, 100f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah … sitzen&#039;&#039; [[AcP]], mit Infinitiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Folge mir nach!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Folge mir nach!“&#039;&#039; Etwas freier vielleicht auch „Schließe dich mir an!“ Vgl. Mk 1,16-20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da (Und) stand [Levi] auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand auf&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] (Aorist). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und folgte ihm nach.{{par|Markus|1|16}}{{par|Markus|1|18}} &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und {es ereignete sich} [als] er [später]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{es ereignete sich}&#039;&#039; Im Deutschen umschreibt &#039;&#039;[als] er [später]...&#039;&#039; die griechische Satzeinleitung, die aus dem [[Historisches Präsens|historischen Präsens]] γίνεται und einem AcI besteht (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in seinem Haus Markus meint wohl Levis Haus, in das Jesus eingeladen ist (so auch Lk 5,29), doch es könnte sich aber auch um Jesu Haus (Mk 2,1) handeln, in dem Levi zu Gast ist!&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tisch war (zu Gast war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bei Tisch war (zu Gast war)&#039;&#039; W. „[zu Tisch] lag“. Juden saßen zum Essen für gewöhnlich, doch zu besonderen Anlässen lag man nach dem Vorbild der griechischen Kultur zum Essen an niedrigen Tischen. Offenbar hielt Levi ein Festmahl ab (Guelich 1989, 101; France 2002, 132).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, nahmen auch (und) viele Zolleinnehmer (Zöllner) und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern an der Mahlzeit teil&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen an der Mahlzeit teil&#039;&#039; ist die Übersetzung des Prädikats (wie &#039;&#039;nachfolgten&#039;&#039; [[Imperfekt]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Es waren nämlich viele, die&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die&#039;&#039; Eigentlich „und“, καὶ kann aber auch in der Funktion eines Relativpronomens genutzt werden (BDR §442.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nachfolgten. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Doch (Und) als die Schriftgelehrten (Schreiber) der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Schriftgelehrten der Pharisäer&#039;&#039; ([[Gen. part.]]), der Genitiv zeigt Parteizugehörigkeit an. Nicht alle Pharisäer waren Schriftgelehrte, und nicht alle Schriftgelehrten waren Pharisäer – gemeint sind also die pharisäischen Schriftgelehrten. Textkritik: Die byzantinische Handschriftentradition ändert das zu dem vertrauteren „Schriftgelehrten und Pharisäer“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sahen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz aufgelöst. Textkritik: Versübergreifend gibt es eine interessante textkritische Alternativlesart, die etwa ebenso gut bezeugt ist wie die nach NA28 übersetzte. Sie betrifft den Abschnitt &#039;&#039;die ihm nachfolgten. (V. 16) Doch als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen...&#039;&#039; In den entsprechenden Textzeugen ({{hebr}}א{{hebr ende}} L Δ, einige kop&amp;lt;sup&amp;gt;bo&amp;lt;/sup&amp;gt;) steht stattdessen mit beinahe demselben Wortlaut: „(Es waren nämlich viele, und ihm folgten auch Schriftgelehrte der Pharisäer (nach). Und als sie sahen...“ Dabei lässt sich nur vermuten, dass die Schriftgelehrten Jesus lediglich &#039;&#039;folgten&#039;&#039;, um ihn im Auge zu behalten, und ihm nicht &#039;&#039;als Jünger nachfolgten&#039;&#039;. Die Lesart ist nach den Kriterien interner Evidenz schwieriger und einige Ausleger folgen ihr (Guelich 1989, 97f. nach Bartsch 1980). Aus Gründen der Länge und Übersicht ist es nicht möglich, sie direkt im Fließtext in einer Klammer anzuführen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern (Zöllnern) aß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aß&#039;&#039; W. „isst“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum&#039;&#039; Die gering verbreitete, aber schwierigste erhaltene Variante ὅτι ist schwer zu deuten. 1. Es könnte eine Kontraktion von τί ὅτι „warum“ (BDR §300.2) sein. 2. Es könnte ein [[ὅτι recitativum]] sein, die Frage lautet dann nur: „Er ist mit Zolleinnehmern und Sündern?(!)“ 3. Schließlich könnte es sich auch um einen Teil der Frage bzw. des Ausrufs handeln: „Dass er mit Zolleinnehmern und Sündern isst!“ (France 2002, 134) Textkritik: Es gibt mehrere Varianten, die offenbar alle die vorhandene Formulierung ausbessern wollen: τί ὅτι (Mehrheitstext), διὰ τί ({{hebr}}א{{hebr ende}} D W), τί (Θ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
isst er mit Zolleinnehmern (Zöllnern) und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Aber (Und) als Jesus [das] hörte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … hörte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal als Nebensatz mit „als“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Nicht die Gesunden haben einen Arzt nötig (brauchen), sondern die, denen es schlecht geht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;denen es schlecht geht&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin nicht gekommen, [um] die Gerechten zu rufen (berufen, zusammenzurufen, einzuladen), sondern die Sünder!“ &lt;br /&gt;
{{S|18}} Nun (Und) hatten die Jünger von Johannes und die Pharisäer die Angewohnheit regelmäßig zu fasten (fasteten zu dieser Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatten die Angewohnheit regelmäßig zu fasten&#039;&#039; ἦσαν + Partizip präs. umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Die kursive Übersetzung versucht das zu umschreiben. Das umschriebene Imperfekt bezeichnet hier entweder den als Angewohnheit gepflegten religiösen Brauch (so Luther, EÜ, ZÜR, NGÜ aü) oder beschreibt einen aktuell stattfindenden Vorgang: &#039;&#039;fasteten zu dieser Zeit&#039;&#039; (im Zusammenhang mit V. 15 dann gerade zu der Zeit, als bei Levi das Gastmahl stattfand), was dann Auslöser der folgenden Frage wäre (NGÜ, GNB, Menge). Allerdings macht Markus keine Angaben zum Anlass des Fastens, und die Kritiker scheinen eher eine grundsätzliche Anfrage zu stellen, als zu fragen, warum sich Jesu Jünger nicht an einem gleichzeitig stattfindenden Fasten beteiligen (Vgl. Collins 2007, 197). Johannes und seine Jünger führten einen spartanischen Lebensstil (Mk 1,6; siehe auch die ähnlichen Texte in Mt 11,16–19; Lk 7,31–35). Einige Pharisäer fasteten neben den jährlichen Fastenzeiten und verschiedenen anderen Anlässen (Trauer, Reue) auch montags und donnerstags (Lk 18,12; Guelich 1989, 109).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und [Leute] kamen und fragten (sagten zu)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; und &#039;&#039;fragten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn: „Weshalb fasten die Jünger von Johannes und die Jünger der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger der Pharisäer&#039;&#039; Da es bei den Pharisäern keine Jünger gab (die Formulierung aber aus rhetorischen Gründen zum Einsatz kommt; France 2002, 138), wäre in diesem Vers die durchgängige Übersetzung „Anhänger“ vielleicht passender.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, aber deine Jünger fasten nicht?“ &lt;br /&gt;
{{S|19}} Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Ja (etwa) können die Hochzeitsgäste des Bräutigams&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hochzeitsgäste des Bräutigams&#039;&#039; Wörtlich: „die Söhne des Hochzeitssaals/Brautgemachs“, eine semitische Bezeichnung für die &#039;&#039;Hochzeitsgäste&#039;&#039; bzw. die Gruppe von Gästen, die den Anhang des Bräutigams bilden und ihm nahe stehen (NSS; Collins 2007, 198f.). Wenn Jesus sich mit dem Bräutigam vergleicht, benutzt er ein Bild, das im AT Gott vorbehalten war (ebd. 199).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie unmöglich (nicht) fasten!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Solange sie...&#039;&#039; Textkritik: In einige Handschriften fehlt der komplette zweite Satz. Wahrscheinlich übersprang ihn ein Abschreiber versehentlich, da die beiden Sätze in diesem Vers gleich enden (mit dem Infinitiv νηστεύειν „fasten“). Es ist auch möglich, dass er in Anlehnung an Mt 9,15 und Lk 5,34 bewusst ausgelassen wurde (so Collins 2007, 196).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es werden jedoch Tage kommen, wenn der Bräutigam {von} ihnen weggenommen wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weggenommen wurde&#039;&#039; Das Aorist funktioniert hier wie das Futur 2. Es wäre wohl zu viel in den Vers hineingelesen, wenn man hier einen direkten Bezug zu einem Fasten am Karfreitag (oder dessen eingedenk an allen Freitagen) ausgehen würde, wie das in der Vergangenheit geschehen ist (z.B. formuliert GNB: „dann werden sie fasten, immer an jenem Tag.“). Jesus spricht von einer Zeit, in der er &#039;&#039;schon nicht mehr&#039;&#039; da sein wird, nicht von dem einen Tag, an dem er fortgenommen werden wird (eine Beschreibung, die sich – als erste Todesvorhersage bei Markus – wohl tatsächlich auf seinen Tod bezieht)(Guelich 1989, 112ff.; France 2002, 140).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und dann, an diesem Tag&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tage/Tag&#039;&#039; Wie im AT häufig stehen hier &#039;&#039;Tage&#039;&#039;, wo man auf Deutsch „(eine) Zeit“ sagen würde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Niemand näht einen Flicken [aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&#039;&#039; Das benutzte griechische Adjektiv (im NT nur noch in Mt 9,16) wird meist einfach mit „neu“ übersetzt (Menge, NSS, BA: „ungewalkt“), im Englischen dagegen mit „unshrunken“=„noch nicht eingegangen“ wiedergegeben. Beim Walken wird der „rohe“ Wollstoff in Wasser mit Chemikalien behandelt und gekämmt, geknetet oder geschlagen, wobei man es in die gewünschte Form zieht. So verfilzt das Material, es läuft ein und wird fester und formstabiler. Ein Flicken aus ungewalktem Stoff wird beim Waschen also Einlaufen und so das geflickte Kleidungsstück lädieren (LBD wool; France 2002, 141). &#039;&#039;[aus]&#039;&#039; [[Gen. materiae]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt das eingesetzte Stück (der Flicken) von ihm ab – das Neue vom Alten – und es entsteht ein [noch] schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und niemand füllt jungen (neuen) Wein in alte Schläuche. Ansonsten wird der Wein die Schläuche zerreißen (sprengen) und der Wein ist verloren (geht verloren), wie auch die Schläuche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wein beginnt innerhalb weniger Stunden nach dem Pressen zu gären. Bis der Gärprozess abgeschlossen war, füllte man den Wein damals in Tongefäße oder Lederschläuche. Das bei der Gärung entstandene Kohlenstoffdioxid konnte entweichen, weil man die Gefäße zunächst nicht verschloss (vgl. Hiob 32,19). Neue Lederschläuche waren diesem Druck gewachsen und dehnten sich aus, während alte, brüchige Schläuche dadurch kaputt gehen konnten (LBD, Wine; France 2002, 141f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jungen (neuen) Wein [füllt man]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[füllt man]&#039;&#039; Textkritik: Die meisten Handschriften überliefern βλήτεον („man muss füllen“), einige βάλλουσιν („sie füllen“ oder hier „man füllt“). Verblos wird der Satz nur von 01* und B überliefert. Allerdings handelt es sich dabei um die Lesart, die die Entstehung der beiden anderen erklären kann. Die verbreitetste Variante βλήτεον ist außerdem wahrscheinlich eine Anpassung an die Parallelstelle Lk 5,37, βάλλουσιν an Mt 9,17 (vgl. France 2002, 136).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch (vielmehr) in neue Schläuche.“ &lt;br /&gt;
{{S|23}} {Und es ereignete sich} [Einmal, als]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{Und es ereignete sich} [Einmal, als]&#039;&#039; ἐγένετο + AcI versetzt den Leser oder Zuhörer hier wie in V. 15 mitten in einen neuen Handlungsstrang hinein. Καὶ – καὶ „und – und“ scheint semitisierend bzw. in volkstümlichem Griechisch als „als … da“ zu funktionieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er am Sabbat durch die Getreidefelder hindurchging (vorbeiging), da fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren auszurupfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren auszurupfen&#039;&#039; Impliziert ist die weitere Information: „und zu essen“ (vgl. NGÜ), wie die Parallestellen Mt 12,1 und Lk 6,1 verdeutlichen. W. „fingen seine Jünger an, [sich] einen Weg zu bahnen, wobei (indem) sie Ähren ausrupften“ Was genau die Jünger taten, wird erst auf den zweiten Blick klar. Man erhält zunächst den Eindruck, dass die Jünger sich einen Weg durch das Feld bahnten, nicht indem sie die Halme flachtraten, sondern indem sie sie einzeln ausrupften! Zu diesem Missverständnis tragen gleich zwei ungewöhnliche Phänomene bei. Erstens ist i.d.R. das adv. Ptz. Aor. Eigentlich Umstandsangabe und das finite Verb Haupthandlung. Wer den Satz so liest, versteht ihn jedoch falsch. Besser ist es anzunehmen, dass die Partizipiale und die finite Form in diesem Fall vertauscht wurden (so BDR §339 Fn 5; NSS). Richtig müsste es etwa heißen: „während sie [sich] einen Weg bahnten, begannen sie, Ähren auszurupfen.“ Das zweite Phänomen betrifft das Verständnis dieser Umstandsangabe. ὁδὸν ποιεῖν heißt hier nicht „einen Weg bahnen“, sondern ist zu verstehen wie klass. ὁδὸν ποιεῖσθαι „reisen, wandern“ (statt medial wird aktiv formuliert, BDR §310 Fn 3; NSS; Guelich 1989, 119), wie in Ri 17,8 LXX. Die Formulierung wird aus stilistischen Gründen meist adverbial übersetzt (&#039;&#039;unterwegs&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Schau (siehe), was sie [an] einem Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[an] einem Sabbat&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt; tun: [etwas], das nicht erlaubt ist! (Warum tun sie [an] einem Sabbat, was nicht erlaubt ist?)“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Pharisäer werfen den Jüngern in dieser Episode vor, am Sabbat zu arbeiten, indem sie ernten. Das wäre am Sabbat verboten (Ex 20,8-11; Dtn 5,12-16; Ex 34,21). Die Verletzung der Sabbatruhe galt als eine der schlimmsten Vergehen gegen den Sinai-Bund (Watts 2007, 139). Eine so kleinliche Auslegung des Gesetzes war zu Jesu Zeit in frommen jüdischen Kreisen üblich. Nach dem Exil begannen die Juden, sehr detaillierte Auslegungen des Gesetzes zu erarbeiten, mit Detailregeln für jeden Bereich des Lebens. Indem man sich an sie hielt, sollte man ein unabsichtliche Brüche des Gesetzes oder Verunreinigung möglichst ausschließen können. So regelt das etwa in dieser Zeit entstandene Damaskus-Dokument: „Niemand darf am Sabbat aus beruflichen Gründen auf dem (bzw. seinem) Feld unterwegs sein.“ (CD 10,20-21, sinngemäß nach einem engl. Zitat). Weiter heißt es: „Niemand darf am Sabbat essen außer dem, was schon zubereitet ist, weiter nichts, das auf den Feldern liegt.“ (CD 10,22-23) Dtn 23,25 beschreibt den Unterschied zwischen dem Pflücken der Ähren und dem Ernten: Ersteres war auch in fremden Feldern erlaubt, Letzteres nicht. Andere Texte verbieten zwar auch das Pflücken am Sabbat, es geht dabei aber um gezielte Ernte. Die Jünger bewegen sich innerhalb einer umstrittenen Grauzone, denn streng genommen bereiten sie weder essen zu, noch ernten sie in geschäftlichem Ausmaß (Collins 2007, 201f.). Die Pharisäer sehen darin dennoch einen Bruch des Sabbats, während Jesus seine Jünger gewähren lässt, weil das Gesetz für ihn im Sinne des Menschen auszugelegen ist (V. 27). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Deuteronomium|23|25}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Aber (und) er erwiderte (sagte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erwiderte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;{zu ihnen}: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&#039;&#039; W. „Mangel hatte/litt“. In heutigem Deutsch müssen wir entweder etwas allgemeiner (wie vor der Klammer) oder spezifischer (wie in der Klammer) formulieren. Zu unserer Übersetzung vgl. LUT, ELB, ZÜR, MEN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er und die bei ihm Hunger litten (Hunger hatten)? &lt;br /&gt;
{{S|26}} Wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abjatar&#039;&#039; In der herangezogenen Geschichte in 1Sam 21,2-7 ist es nicht Abjatar, sondern dessen Vater Ahimelech, der in Nob die Stiftshütte verwaltet und David aushilft. Erst später (in 1Sam 22,20) tritt Abjatar als dessen einziger überlebender Sohn in Erscheinung, der sich zu David flüchtet, nachdem Saul alle anderen Mitglieder von Ahimelechs Familie im Zorn hat massakrieren lassen. Allerdings war Ahimelech in der Geschichte nicht Hoherpriester, wohl aber später sein Sohn (Collins 2007, 202f.). Die beiden Namen sind schon in 2Sam 8,17 und 1Chr 24,6 vertauscht, was mit dem Bericht bei Markus zusammenhängen könnte. Es gibt verschiedene weitere Erklärungen: 1. Der Name des wichtigeren könnte sich in der Überlieferung der Geschichte von selbst durchgesetzt haben (Collins 2007, 202f.; Guelich 1989, 122). 2. Der Hohepriester Abjatar wird absichtlich erwähnt, entweder weil im Zusammenhang dieser Geschichte auch erzählt wird, wie er Hoherpriester wurde (Jesus benutzt seinen Namen dann als „Stellenangabe innerhalb 1. Samuel), oder weil er das Ereignis selbst miterlebte und für Davids Legitimation als König später eine wichtige Rolle spielte (Watts 2007, 141). 3. Aus den unterschiedlichen Versionen könnte zu entnehmen sein, dass beide Priester Doppelnamen hatten (vgl. NSS). 4. Möglicherweise hat Markus aramäische Quelle Abjatar nur als „großen Priester“ o.ä. bezeichnet, woraus Markus auf Griechisch unabsichtlich „Hoherpriester“ machte (vgl. France 2002, 146 Fn 52).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus Gottes ging und die geweihten Brote (Schaubrote, ausgestellten Brote)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geweihte Brote&#039;&#039; W. etwa „Brote der Ausstellung“ (appositiver Genitiv), also zu Deutsch „die ausgestellten Brote“. Jesus benutzt hier den Begriff aus der LXX für die aus dem AT bekannten &#039;&#039;geweihten&#039;&#039; oder Schaubrote (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf,&lt;br /&gt;
{{par|Levitikus|24|5|9}}&lt;br /&gt;
und auch denen, die bei ihm waren, [etwas davon] gab?“{{par|1 Samuel|21|2|7}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und er fügte hinzu (sagte) {zu ihnen}: „Der Sabbat wurde für (um … willen) den Menschen geschaffen (gemacht) und nicht der Mensch für (um … willen) den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Also (Daher, sodass) ist der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; Zum Titel s. die [[#note_u|Fußnote zu V. 10]]. Es wurde auch für V. 27-28 verschiedentlich vorgeschlagen, dass sowohl „Mensch“ (V. 27) als auch „Menschensohn“ (V. 28) beide entweder dasselbe aramäische Wort übersetzen. In beiden Versen würde Jesus dann entweder von der Menschheit oder in stilistischer Variation von sich selbst sprechen. Oder die Formulierung „Mensch“/„Menschensohn“ ähnelt Ps 8,5, sodass V. 27 vom Menschen, und V. 28 entweder vom Menschen oder von Jesus spricht. Im letzten Fall wäre Jesu Aussage für die Pharisäer nachvollziehbar (so Guelich 1989, 126f.; Collins 2007, 204f.). Doch hätten die christlich denkenden Leser des Evangeliums die Formulierung wohl nicht anders denn als christologischen Titel verstanden – egal wie sie in ihrem ursprünglichen Kontext gemeint war. Markus meint daher wohl: Weil Jesus (als der Menschensohn) größere Autorität hat als David, hat er auch die Autorität, den Sabbat zu definieren. Beide sind Gottes Auserwählte, die auf einer von Gott bestimmten Mission sind. So haben jedenfalls Matthäus (12,8) und Lukas (6,5) die Aussage verstanden (France 2002, 147f.; vgl. Collins 2007, 204f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Herr sogar (selbst, auch) [über] den Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Herr [über] den Sabbat&#039;&#039; κύριός Herr mit Genitiv heißt „Herr über“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=14319</id>
		<title>Markus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=14319"/>
		<updated>2014-02-09T17:45:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als er nach einigen Tagen wieder zurück nach Kafarnaum kam, wurde bekannt, dass er in einem bestimmten Haus war.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es kamen so viele Leute zusammen, dass es keinen Platz mehr gab; nicht einmal vor der Tür. Und er erklärte ihnen seine Botschaft. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Derweil kamen einige Leute und brachten einen Gelähmten zu ihm; der wurde von vier Männern getragen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Doch weil es ihnen wegen der Menschenmenge nicht gelang, ihn zu Jesus zu bringen, deckten sie über der Stelle, wo er war, das Hausdach ab und machten dort eine Öffnung. Dadurch ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte hinab.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Es saßen aber einige Schriftgelehrte dabei, die überlegten bei sich:&lt;br /&gt;
{{L|7}} „Warum redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?“&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jesus erkannte in seinem Geist sofort, dass sie so dachten. Darum sagte er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
{{L|9}} Was ist leichter zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder zu sagen: ‚Steh auf und nimm deine Matte und gehe umher‘?&lt;br /&gt;
{{L|10}} Aber damit ihr erkennt, dass der Menschensohn die Macht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben“ -  sagte er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{L|11}} „Ich sage dir: Steh auf und nimm deine Matte und geh nach Hause!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Da stand dieser auf, nahm umgehend seine Matte und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos waren und Gott lobten. Sie riefen: „So etwas haben wir noch nie gesehen.“&lt;br /&gt;
{{L|13}} Danach ging Jesus wieder hinaus ans Meer. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie.  &lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als er nach [einigen] Tagen wieder (zurück) nach Kafarnaum kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „als“) aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wurde bekannt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde bekannt&#039;&#039; W. „wurde gehört“ Oder: „als er wieder … kam, wurde nach einigen Tagen bekannt“ (Collins 2007, 184).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, dass er zuhause (in einem [bestimmten] Haus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zuhause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Die erste Bedeutung ist üblich und somit wahrscheinlicher, auch wenn die andere durchaus möglich ist (Collins 2007, 181; NSS). Denkbar, dass Simons Haus gemeint ist wie in 1,29-34 (Guelich 1989, 81). &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Im Deutschen wäre die etwas freiere Übersetzung „in welchem Haus er sich aufhielt“ besser verständlich. Es geht dann also darum, dass Jesu Aufenthaltsort bekannt wurde, ohne eine Aussage über das nämliche Haus zu machen. Um das zu vermitteln, wurde &#039;&#039;[bestimmten]&#039;&#039; ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war&#039;&#039; W. „ist“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es kamen (sammelten sich) so viele [Leute] zusammen, dass es keinen Platz mehr gab, auch nicht (nicht einmal) vor (bei) der Tür, und er erläuterte (verkündete, sagte) ihnen [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erläuterte ihnen seine Botschaft&#039;&#039; W. „sprach das Wort (zu) ihnen“ ([[Imperfekt]]). Ähnlich wie in 4,33 und 8,32 meint die Phrase wohl, dass Jesus ihnen seine &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; (=Wort) erklärte oder predigte (France 2002, 122, ähnlich GNB). In 1,45 meinte „Wort“ die &#039;&#039;Geschichte&#039;&#039; (oder Neuigkeit) des geheilten Aussätzigen. Das Wort steht meist für eine im Kontext bekannte Botschaft, für Redeinhalt. Bei Jesus ist das das Evangelium bzw. die Heilsbotschaft vom nahen Reich/Herrschaft Gottes (wie Mk 1,21; s.a. Mk 4,14 und die dortige Fußnote). Im NT bezeichnet es oft den Inhalt der Verkündigung von Jesus und den frühen Christen, z.B. Apg 6,4; Gal 6,6; Kol 4,3. (Guelich 1989, 84). &#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Duratives [[Imperfekt]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Derweil (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einige Leute] und brachten einen Gelähmten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gelähmter&#039;&#039; (Gr. παραλυτικός) Seine genaue Behinderung ist unbekannt. Wir erfahren nur, dass er nicht laufen konnte und offensichtlich behindert, vielleicht bettlägrig war (vgl. France 2002, 123).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm. Er wurde von vier [Männern] getragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er wurde getragen&#039;&#039; [[Attributives Partizip]], als unabhängiger Hauptsatz aufgelöst. Auch ein Relativsatz wäre möglich („der getragen wurde“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und (Doch) weil (als) es ihnen wegen die Menschenmenge nicht gelang (sie nicht konnten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) es ihnen nicht gelang&#039;&#039; Kausal oder temporal zu verstehendes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Präs.), als Nebensatz mit „weil“ aufgelöst. NSS, NGÜ: „weil sie nicht zu Jesus durchkamen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn zu [Jesus] zu bringen, deckten (entfernten) sie [über der Stelle], wo er war, das Hausdach ab, und ließen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Matte hinab, auf der der Gelähmte lag, nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „nachdem“) aufgelöst und aus stilistischen Gründen nachgestellt. W. etwa „deckten ab... und, eine Öffnung geschaffen habend/schaffend, ließen...“ Man kann es auch modal verstehen: „indem sie … schufen, ließen sie“ Gr. ἐξορύξαντες bedeutet „aufgraben, aufbrechen“. Die Männer gelangten wohl über eine Außentreppe auf das flache Dach. Palästinische Hausdächer bestanden aus Baumstämmen oder Balken, die mit Zweigen und festgetretenem Lehm abgedeckt waren (Lukas 5,17 berichtet auch von Ziegeln), die genaue Konstruktion konnte aber variieren. Auch die Ausleger sind sich nicht alle einig (vgl. die Übersicht bei Blight 2012, 99f.). Je nach dem, ob das Haus tatsächlich auch mit Dachziegeln bzw. einer Art von tönernen Platten belegt war (Lukas könnte die Geschichte für seine südeuropäischen Leser kontextualisiert haben), könnten die Männer das Dach fast gar nicht oder sogar sehr schwer beschädigt haben. Dementsprechend gibt es verschiedene Übersetzungsvorschläge. Der hier vorgezogene versteht das Partizip als temporale Umstandsangabe: 1. Die Männer deckten das Dach ab. 2. Sobald eine groß genügende Öffnung da war, ließen sie den Mann herab (so Guelich 1989, 85 und die meisten Übersetzungen). Eine andere Deutung geht von zwei Schritten aus: 1. Die Männer deckten das Dach, d.h. die äußere Schicht ab. 2. Dann brachen sie durch das Holz- und Lehmwerk, das sich darunter befand die Decke bildete. 3. Anschließend ließen sie den Mann hinab (so GNB, Zür).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und als Jesus ihren Glauben (Vertrauen) sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sah&#039;&#039; Als temporaler NS aufgelöstes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.). Markus formuliert hier metonymisch (Wirkung für Ursache), denn Jesus sieht natürlich nicht die Gesinnung der Männer, sondern deren Ergebnis. Daher übersetzt Zür „Als Jesus nun ihren Glauben erkannte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;sagte [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten: „[Mein] Sohn (Kind), deine Sünden sind vergeben!“&lt;br /&gt;
{{S|6}} Es waren {aber} einige Schriftgelehrte (Schreiber) da (dort), die  dabeisaßen und [alles miterlebten]. Sie setzten sich (kämpften, überlegten, erwogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dabeisaßen&#039;&#039; und &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; ἦσαν + Partizip umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Hier kommt durch den durativen [[Aspekt]] zum Ausdruck, dass die Schriftgelehrten die Geschehnisse miterlebten. Das ist der Grund für die Einfügung &#039;&#039;[alles miterlebten]&#039;&#039;. Möglich wäre auch eine Formulierung mit einem Adverb wie „unterdessen“, „derweil“, „dabei“. Aufgrund der Einfügung bildet &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; aus stilistischen Gründen nun einen eigenen Satz, wobei zur eleganten Wiedergabe in Verbindung mit &#039;&#039;in Gedanken&#039;&#039; die Ergänzung von &#039;&#039;[mit Jesu Worten]&#039;&#039; notwendig wurde. EÜ dagegen: „dachten im Stillen“, NGÜ: „lehnten sich innerlich dagegen auf “.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in Gedanken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in Gedanken W. „in ihren Herzen“. In der damaligen Kultur galt das Herz als der denkende und fühlende Körperteil. Noch schöner wäre die Formulierung „gedanklich“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[mit Jesu Worten] auseinander: &lt;br /&gt;
{{S|7}} „Warum redet der so&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Eine Handschriftentradition spezifizieren: „derart Lästerliches“&amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott (einem – Gott)?“{{par|Deuteronomium|6|4}} &lt;br /&gt;
{{S|8}} Und Jesus erkannte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erkannte … darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-kausal), hier – mit sofort – gleichzeitig verstanden, wobei darum auf den kausalen Sinn hinweist. Vorzeitig: „Jesus hatte sofort erkannt“ (vgl. NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Geist&#039;&#039; Die Formulierung spielt vielleicht einfach auf den kognitiven Prozess an wie &#039;&#039;bei sich&#039;&#039; (V. 8) und „in ihren Herzen“ (V. 6.8) (NSS). Es ist jedoch bemerkenswert, das im AT nur Gott die Gedanken der Menschen kennt (z.B. 1Kö 8,39; Jer 11,20, nach Pesch 1976, 159). Dass Jesus ihre Gedanken lesen, kann sollte ihn zusammen mit der folgenden Heilung gegenüber den Schriftgelehrten klar als von Gott gesandt auszeichnen – und den Vorwurf der Blasphemie so entkräften (Guelich 1989, 88).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sofort, dass sie so {bei sich} dachten, darum sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum habt ihr solche Gedanken?&#039;&#039; W. „Warum denkt/erwägt ihr dies/solche [Gedanken] in euren Herzen?“ Der wesentlich einfachere deutsche Satz scheint genau wiederzugeben, was der (wesentlich schwieriger wörtlich in gutes Deutsch zu übersetzende) griechische Satz meint. Zu „in euren Herzen s. die [[#note_n|Fußnote]] zu „in Gedanken“ in V. 6. Die Doppelung „in Gedanken denken“ hat schon dort zu der eleganteren Übersetzung „sie setzten sich in Gedanken [mit Jesu Worten] auseinander“ geführt (s. die entsprechende [[#note_o|Fußnote in V. 6]]), hier lässt sich dieselbe Formulierung aber nicht so übersetzen. NGÜ: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?“, GNB: „Was macht ihr euch da für Gedanken?“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was ist leichter (einfacher) – zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder {zu sagen}: ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘? &lt;br /&gt;
{{S|10}} Aber damit ihr erkennt (wisst), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&#039;&#039; ist Jesu häufige Selbstbezeichnung. Sie taucht hier zum ersten Mal in Mk auf und wird im zweiten Teil des Evangeliums (ab Mk 8) deutlich häufiger auftreten. Ihr Hintergrund ist komplex und ihre Verwendung noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Jesus sich damit nicht als gewöhnlicher Mensch bezeichnet (wie die Phrase in anderen Kontexten auf Hebräisch und Aramäisch zu verstehen ist), sondern sich von anderen abhebt. Nur er hat die außerordentliche Gewalt zur Vergebung der Sünden. In der Wahl der Bezeichnung dürfte der „Menschensohn“ (bzw. „Mann“) aus Dan 7,13-14 eine Rolle gespielt haben, der ewige messianische Macht erhält und dem alle Nationen dienen. Jesus scheint zu seiner Zeit dennoch der einzige gewesen zu sein, der diese Bezeichnung auch als Titel auch für den erwarteten Messias (nämlich sich selbst) benutzte. Der Titel bot wohl auch den Vorteil, dass er nicht dieselben politischen Erwartungen weckte wie andere, geläufigere Messiasbezeichnungen, so wie „Messias“ oder „Sohn Davids“ (France 2002, 127f.; Collins 2007, 187ff.). (Guelich 1989, 90 meint dagegen, dass Jesus wenigstens an dieser Stelle die Bezeichnung als rhetorische Alternative zu „ich“ benutzt.) Jesus gibt den Schriftgelehrten ein Rätsel auf. Wenn sie den alttestamentlichen Bezug seiner Aussage verstehen, erkennen sie auch seinen Anspruch (Collins 2007, 187).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[das] Recht (die Macht, Vollmacht, Entscheidungsgewalt) hat, auf der Erde Sünden zu vergeben—“, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{S|11}} „—sage ich dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; Oder „in dein Haus“&amp;lt;/ref&amp;gt;!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) stand er auf, hob (nahm) umgehend seine Matte auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob auf&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos (erstaunt, außer sich) waren und Gott lobten. Sie riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie riefen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), vielleicht [[Pleonastisches Partizip|pleonastisch]]. Hier als separater Hauptsatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„So etwas haben wir noch nie erlebt (gesehen)!“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Danach (Und) ging [Jesus] wieder hinaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging hinaus&#039;&#039; Jesus verließ das Haus und die Stadt Kafarnaum, wo er sich gerade aufhielt ([[Markus_2#s1|Mk 2,1]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, ans (an ... entlang) Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist der See Gennesaret (bei Markus: „Meer von Galiläa“, vgl. 1,16), an dessen Ufer Kafarnaum lag. Wer Markus von Anfang an liest, stellt diesen Bezug hier mühelos her.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm, und er lehrte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; und &#039;&#039;lehrte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] beschreibt passend die beiden andauernden Prozesse: Das Zusammenkommen einer Menschenmenge und Jesu Lehren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und im Vorbeigehen (als er vorbeiging/vorüberging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (temporal), hier als Präpositionalphrase übersetzt. Auch möglich: „als/während er vorbeiging“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Levi&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Levi&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Einige Handschrift enthalten den Namen Jakobus, nicht Levi. Offenbar handelt es sich dabei um den Versuch, den Text an Mk 3,18 anzupassen, wo nicht Levi, sondern nur Jakobus, der Sohn von Alphäus erwähnt wird (Collins 2007, 189f). Levi (vgl. Lk 5,27) wird traditionell als zweiter Name des Jüngers und Evangelisten Matthäus verstanden, der nach Mt 10,3 ebenfalls Zolleinnehmer war (France 2002, 131f.). Im Bereich des Möglichen liegt auch, dass der Evangelist Matthäus (der in seiner Jüngerliste ebenfalls nur Matthäus führt) den Namen Levi in 10,3 bewusst geändert hat (was voraussetzt, dass der Evangelist und der Jünger nicht derselbe sind; Collins 2007, 190f.; Guelich 1989, 99f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, den [Sohn] von Alphäus, an der Zollstelle (Zollhaus, Zoll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zollstelle&#039;&#039; Kafarnaum lag an der Grenze zwischen den Tetrarchien von Herodes Antipas und Herodes Philippus, weswegen man hier von den Händlern Warenzölle erhob. Die in den Evangelien erwähnten Zöllner (Gr. τελώνης) waren dafür zuständig. Auch Levi gehörte zu den Zollbeamten, die in Antipas&#039; Auftrag die auf Handelswaren anfallenden Gebühren einsammelten. Kopfsteuern erhob dagegen die römische Regierung (France 2002, 131f.; vgl. Guelich 1989, 100f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah … sitzen&#039;&#039; [[AcP]], mit Infinitiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Folge mir nach!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Folge mir nach!“&#039;&#039; Etwas freier vielleicht auch „Schließe dich mir an!“ Vgl. Mk 1,16-20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da (Und) stand [Levi] auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand auf&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] (Aorist). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und folgte ihm nach.{{par|Markus|1|16}}{{par|Markus|1|18}} &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und {es ereignete sich} [als] er [später]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{es ereignete sich}&#039;&#039; Im Deutschen umschreibt &#039;&#039;[als] er [später]...&#039;&#039; die griechische Satzeinleitung, die aus dem [[Historisches Präsens|historischen Präsens]] γίνεται und einem AcI besteht (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in seinem Haus Markus meint wohl Levis Haus, in das Jesus eingeladen ist (so auch Lk 5,29), doch es könnte sich aber auch um Jesu Haus (Mk 2,1) handeln, in dem Levi zu Gast ist!&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tisch war (zu Gast war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bei Tisch war (zu Gast war)&#039;&#039; W. „[zu Tisch] lag“. Juden saßen zum Essen für gewöhnlich, doch zu besonderen Anlässen lag man nach dem Vorbild der griechischen Kultur zum Essen an niedrigen Tischen. Offenbar hielt Levi ein Festmahl ab (Guelich 1989, 101; France 2002, 132).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, nahmen auch (und) viele Zolleinnehmer (Zöllner) und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern an der Mahlzeit teil&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen an der Mahlzeit teil&#039;&#039; ist die Übersetzung des Prädikats (wie &#039;&#039;nachfolgten&#039;&#039; [[Imperfekt]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Es waren nämlich viele, die&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die&#039;&#039; Eigentlich „und“, καὶ kann aber auch in der Funktion eines Relativpronomens genutzt werden (BDR §442.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nachfolgten. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Doch (Und) als die Schriftgelehrten (Schreiber) der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Schriftgelehrten der Pharisäer&#039;&#039; ([[Gen. part.]]), der Genitiv zeigt Parteizugehörigkeit an. Nicht alle Pharisäer waren Schriftgelehrte, und nicht alle Schriftgelehrten waren Pharisäer – gemeint sind also die pharisäischen Schriftgelehrten. Textkritik: Die byzantinische Handschriftentradition ändert das zu dem vertrauteren „Schriftgelehrten und Pharisäer“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sahen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz aufgelöst. Textkritik: Versübergreifend gibt es eine interessante textkritische Alternativlesart, die etwa ebenso gut bezeugt ist wie die nach NA28 übersetzte. Sie betrifft den Abschnitt &#039;&#039;die ihm nachfolgten. (V. 16) Doch als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen...&#039;&#039; In den entsprechenden Textzeugen ({{hebr}}א{{hebr ende}} L Δ, einige kop&amp;lt;sup&amp;gt;bo&amp;lt;/sup&amp;gt;) steht stattdessen mit beinahe demselben Wortlaut: „(Es waren nämlich viele, und ihm folgten auch Schriftgelehrte der Pharisäer (nach). Und als sie sahen...“ Dabei lässt sich nur vermuten, dass die Schriftgelehrten Jesus lediglich &#039;&#039;folgten&#039;&#039;, um ihn im Auge zu behalten, und ihm nicht &#039;&#039;als Jünger nachfolgten&#039;&#039;. Die Lesart ist nach den Kriterien interner Evidenz schwieriger und einige Ausleger folgen ihr (Guelich 1989, 97f. nach Bartsch 1980). Aus Gründen der Länge und Übersicht ist es nicht möglich, sie direkt im Fließtext in einer Klammer anzuführen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern (Zöllnern) aß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aß&#039;&#039; W. „isst“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum&#039;&#039; Die gering verbreitete, aber schwierigste erhaltene Variante ὅτι ist schwer zu deuten. 1. Es könnte eine Kontraktion von τί ὅτι „warum“ (BDR §300.2) sein. 2. Es könnte ein [[ὅτι recitativum]] sein, die Frage lautet dann nur: „Er ist mit Zolleinnehmern und Sündern?(!)“ 3. Schließlich könnte es sich auch um einen Teil der Frage bzw. des Ausrufs handeln: „Dass er mit Zolleinnehmern und Sündern isst!“ (France 2002, 134) Textkritik: Es gibt mehrere Varianten, die offenbar alle die vorhandene Formulierung ausbessern wollen: τί ὅτι (Mehrheitstext), διὰ τί ({{hebr}}א{{hebr ende}} D W), τί (Θ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
isst er mit Zolleinnehmern (Zöllnern) und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Aber (Und) als Jesus [das] hörte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … hörte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal als Nebensatz mit „als“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Nicht die Gesunden haben einen Arzt nötig (brauchen), sondern die, denen es schlecht geht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;denen es schlecht geht&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin nicht gekommen, [um] die Gerechten zu rufen (berufen, zusammenzurufen, einzuladen), sondern die Sünder!“ &lt;br /&gt;
{{S|18}} Nun (Und) hatten die Jünger von Johannes und die Pharisäer die Angewohnheit regelmäßig zu fasten (fasteten zu dieser Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatten die Angewohnheit regelmäßig zu fasten&#039;&#039; ἦσαν + Partizip präs. umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Die kursive Übersetzung versucht das zu umschreiben. Das umschriebene Imperfekt bezeichnet hier entweder den als Angewohnheit gepflegten religiösen Brauch (so Luther, EÜ, ZÜR, NGÜ aü) oder beschreibt einen aktuell stattfindenden Vorgang: &#039;&#039;fasteten zu dieser Zeit&#039;&#039; (im Zusammenhang mit V. 15 dann gerade zu der Zeit, als bei Levi das Gastmahl stattfand), was dann Auslöser der folgenden Frage wäre (NGÜ, GNB, Menge). Allerdings macht Markus keine Angaben zum Anlass des Fastens, und die Kritiker scheinen eher eine grundsätzliche Anfrage zu stellen, als zu fragen, warum sich Jesu Jünger nicht an einem gleichzeitig stattfindenden Fasten beteiligen (Vgl. Collins 2007, 197). Johannes und seine Jünger führten einen spartanischen Lebensstil (Mk 1,6; siehe auch die ähnlichen Texte in Mt 11,16–19; Lk 7,31–35). Einige Pharisäer fasteten neben den jährlichen Fastenzeiten und verschiedenen anderen Anlässen (Trauer, Reue) auch montags und donnerstags (Lk 18,12; Guelich 1989, 109).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und [Leute] kamen und fragten (sagten zu)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; und &#039;&#039;fragten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn: „Weshalb fasten die Jünger von Johannes und die Jünger der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger der Pharisäer&#039;&#039; Da es bei den Pharisäern keine Jünger gab (die Formulierung aber aus rhetorischen Gründen zum Einsatz kommt; France 2002, 138), wäre in diesem Vers die durchgängige Übersetzung „Anhänger“ vielleicht passender.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, aber deine Jünger fasten nicht?“ &lt;br /&gt;
{{S|19}} Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Ja (etwa) können die Hochzeitsgäste des Bräutigams&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hochzeitsgäste des Bräutigams&#039;&#039; Wörtlich: „die Söhne des Hochzeitssaals/Brautgemachs“, eine semitische Bezeichnung für die &#039;&#039;Hochzeitsgäste&#039;&#039; bzw. die Gruppe von Gästen, die den Anhang des Bräutigams bilden und ihm nahe stehen (NSS; Collins 2007, 198f.). Wenn Jesus sich mit dem Bräutigam vergleicht, benutzt er ein Bild, das im AT Gott vorbehalten war (ebd. 199).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie unmöglich (nicht) fasten!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Solange sie...&#039;&#039; Textkritik: In einige Handschriften fehlt der komplette zweite Satz. Wahrscheinlich übersprang ihn ein Abschreiber versehentlich, da die beiden Sätze in diesem Vers gleich enden (mit dem Infinitiv νηστεύειν „fasten“). Es ist auch möglich, dass er in Anlehnung an Mt 9,15 und Lk 5,34 bewusst ausgelassen wurde (so Collins 2007, 196).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es werden jedoch Tage kommen, wenn der Bräutigam {von} ihnen weggenommen wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weggenommen wurde&#039;&#039; Das Aorist funktioniert hier wie das Futur 2. Es wäre wohl zu viel in den Vers hineingelesen, wenn man hier einen direkten Bezug zu einem Fasten am Karfreitag (oder dessen eingedenk an allen Freitagen) ausgehen würde, wie das in der Vergangenheit geschehen ist (z.B. formuliert GNB: „dann werden sie fasten, immer an jenem Tag.“). Jesus spricht von einer Zeit, in der er &#039;&#039;schon nicht mehr&#039;&#039; da sein wird, nicht von dem einen Tag, an dem er fortgenommen werden wird (eine Beschreibung, die sich – als erste Todesvorhersage bei Markus – wohl tatsächlich auf seinen Tod bezieht)(Guelich 1989, 112ff.; France 2002, 140).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und dann, an diesem Tag&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tage/Tag&#039;&#039; Wie im AT häufig stehen hier &#039;&#039;Tage&#039;&#039;, wo man auf Deutsch „(eine) Zeit“ sagen würde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Niemand näht einen Flicken [aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&#039;&#039; Das benutzte griechische Adjektiv (im NT nur noch in Mt 9,16) wird meist einfach mit „neu“ übersetzt (Menge, NSS, BA: „ungewalkt“), im Englischen dagegen mit „unshrunken“=„noch nicht eingegangen“ wiedergegeben. Beim Walken wird der „rohe“ Wollstoff in Wasser mit Chemikalien behandelt und gekämmt, geknetet oder geschlagen, wobei man es in die gewünschte Form zieht. So verfilzt das Material, es läuft ein und wird fester und formstabiler. Ein Flicken aus ungewalktem Stoff wird beim Waschen also Einlaufen und so das geflickte Kleidungsstück lädieren (LBD wool; France 2002, 141). &#039;&#039;[aus]&#039;&#039; [[Gen. materiae]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt das eingesetzte Stück (der Flicken) von ihm ab – das Neue vom Alten – und es entsteht ein [noch] schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und niemand füllt jungen (neuen) Wein in alte Schläuche. Ansonsten wird der Wein die Schläuche zerreißen (sprengen) und der Wein ist verloren (geht verloren), wie auch die Schläuche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wein beginnt innerhalb weniger Stunden nach dem Pressen zu gären. Bis der Gärprozess abgeschlossen war, füllte man den Wein damals in Tongefäße oder Lederschläuche. Das bei der Gärung entstandene Kohlenstoffdioxid konnte entweichen, weil man die Gefäße zunächst nicht verschloss (vgl. Hiob 32,19). Neue Lederschläuche waren diesem Druck gewachsen und dehnten sich aus, während alte, brüchige Schläuche dadurch kaputt gehen konnten (LBD, Wine; France 2002, 141f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jungen (neuen) Wein [füllt man]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[füllt man]&#039;&#039; Textkritik: Die meisten Handschriften überliefern βλήτεον („man muss füllen“), einige βάλλουσιν („sie füllen“ oder hier „man füllt“). Verblos wird der Satz nur von 01* und B überliefert. Allerdings handelt es sich dabei um die Lesart, die die Entstehung der beiden anderen erklären kann. Die verbreitetste Variante βλήτεον ist außerdem wahrscheinlich eine Anpassung an die Parallelstelle Lk 5,37, βάλλουσιν an Mt 9,17 (vgl. France 2002, 136).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch (vielmehr) in neue Schläuche.“ &lt;br /&gt;
{{S|23}} {Und es ereignete sich} [Einmal, als]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{Und es ereignete sich} [Einmal, als]&#039;&#039; ἐγένετο + AcI versetzt den Leser oder Zuhörer hier wie in V. 15 mitten in einen neuen Handlungsstrang hinein. Καὶ – καὶ „und – und“ scheint semitisierend bzw. in volkstümlichem Griechisch als „als … da“ zu funktionieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er am Sabbat durch die Getreidefelder hindurchging (vorbeiging), da fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren auszurupfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren auszurupfen&#039;&#039; Impliziert ist die weitere Information: „und zu essen“ (vgl. NGÜ), wie die Parallestellen Mt 12,1 und Lk 6,1 verdeutlichen. W. „fingen seine Jünger an, [sich] einen Weg zu bahnen, wobei (indem) sie Ähren ausrupften“ Was genau die Jünger taten, wird erst auf den zweiten Blick klar. Man erhält zunächst den Eindruck, dass die Jünger sich einen Weg durch das Feld bahnten, nicht indem sie die Halme flachtraten, sondern indem sie sie einzeln ausrupften! Zu diesem Missverständnis tragen gleich zwei ungewöhnliche Phänomene bei. Erstens ist i.d.R. das adv. Ptz. Aor. Eigentlich Umstandsangabe und das finite Verb Haupthandlung. Wer den Satz so liest, versteht ihn jedoch falsch. Besser ist es anzunehmen, dass die Partizipiale und die finite Form in diesem Fall vertauscht wurden (so BDR §339 Fn 5; NSS). Richtig müsste es etwa heißen: „während sie [sich] einen Weg bahnten, begannen sie, Ähren auszurupfen.“ Das zweite Phänomen betrifft das Verständnis dieser Umstandsangabe. ὁδὸν ποιεῖν heißt hier nicht „einen Weg bahnen“, sondern ist zu verstehen wie klass. ὁδὸν ποιεῖσθαι „reisen, wandern“ (statt medial wird aktiv formuliert, BDR §310 Fn 3; NSS; Guelich 1989, 119), wie in Ri 17,8 LXX. Die Formulierung wird aus stilistischen Gründen meist adverbial übersetzt (&#039;&#039;unterwegs&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Schau (siehe), was sie [an] einem Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[an] einem Sabbat&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt; tun: [etwas], das nicht erlaubt ist! (Warum tun sie [an] einem Sabbat, was nicht erlaubt ist?)“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Pharisäer werfen den Jüngern in dieser Episode vor, am Sabbat zu arbeiten, indem sie ernten. Das wäre am Sabbat verboten (Ex 20,8-11; Dtn 5,12-16; Ex 34,21). Die Verletzung der Sabbatruhe galt als eine der schlimmsten Vergehen gegen den Sinai-Bund (Watts 2007, 139). Eine so kleinliche Auslegung des Gesetzes war zu Jesu Zeit in frommen jüdischen Kreisen üblich. Nach dem Exil begannen die Juden, sehr detaillierte Auslegungen des Gesetzes zu erarbeiten, mit Detailregeln für jeden Bereich des Lebens. Indem man sich an sie hielt, sollte man ein unabsichtliche Brüche des Gesetzes oder Verunreinigung möglichst ausschließen können. So regelt das etwa in dieser Zeit entstandene Damaskus-Dokument: „Niemand darf am Sabbat aus beruflichen Gründen auf dem (bzw. seinem) Feld unterwegs sein.“ (CD 10,20-21, sinngemäß nach einem engl. Zitat). Weiter heißt es: „Niemand darf am Sabbat essen außer dem, was schon zubereitet ist, weiter nichts, das auf den Feldern liegt.“ (CD 10,22-23) Dtn 23,25 beschreibt den Unterschied zwischen dem Pflücken der Ähren und dem Ernten: Ersteres war auch in fremden Feldern erlaubt, Letzteres nicht. Andere Texte verbieten zwar auch das Pflücken am Sabbat, es geht dabei aber um gezielte Ernte. Die Jünger bewegen sich innerhalb einer umstrittenen Grauzone, denn streng genommen bereiten sie weder essen zu, noch ernten sie in geschäftlichem Ausmaß (Collins 2007, 201f.). Die Pharisäer sehen darin dennoch einen Bruch des Sabbats, während Jesus seine Jünger gewähren lässt, weil das Gesetz für ihn im Sinne des Menschen auszugelegen ist (V. 27). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Deuteronomium|23|25}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Aber (und) er erwiderte (sagte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erwiderte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;{zu ihnen}: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&#039;&#039; W. „Mangel hatte/litt“. In heutigem Deutsch müssen wir entweder etwas allgemeiner (wie vor der Klammer) oder spezifischer (wie in der Klammer) formulieren. Zu unserer Übersetzung vgl. LUT, ELB, ZÜR, MEN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er und die bei ihm Hunger litten (Hunger hatten)? &lt;br /&gt;
{{S|26}} Wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abjatar&#039;&#039; In der herangezogenen Geschichte in 1Sam 21,2-7 ist es nicht Abjatar, sondern dessen Vater Ahimelech, der in Nob die Stiftshütte verwaltet und David aushilft. Erst später (in 1Sam 22,20) tritt Abjatar als dessen einziger überlebender Sohn in Erscheinung, der sich zu David flüchtet, nachdem Saul alle anderen Mitglieder von Ahimelechs Familie im Zorn hat massakrieren lassen. Allerdings war Ahimelech in der Geschichte nicht Hoherpriester, wohl aber später sein Sohn (Collins 2007, 202f.). Die beiden Namen sind schon in 2Sam 8,17 und 1Chr 24,6 vertauscht, was mit dem Bericht bei Markus zusammenhängen könnte. Es gibt verschiedene weitere Erklärungen: 1. Der Name des wichtigeren könnte sich in der Überlieferung der Geschichte von selbst durchgesetzt haben (Collins 2007, 202f.; Guelich 1989, 122). 2. Der Hohepriester Abjatar wird absichtlich erwähnt, entweder weil im Zusammenhang dieser Geschichte auch erzählt wird, wie er Hoherpriester wurde (Jesus benutzt seinen Namen dann als „Stellenangabe innerhalb 1. Samuel), oder weil er das Ereignis selbst miterlebte und für Davids Legitimation als König später eine wichtige Rolle spielte (Watts 2007, 141). 3. Aus den unterschiedlichen Versionen könnte zu entnehmen sein, dass beide Priester Doppelnamen hatten (vgl. NSS). 4. Möglicherweise hat Markus aramäische Quelle Abjatar nur als „großen Priester“ o.ä. bezeichnet, woraus Markus auf Griechisch unabsichtlich „Hoherpriester“ machte (vgl. France 2002, 146 Fn 52).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus Gottes ging und die geweihten Brote (Schaubrote, ausgestellten Brote)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geweihte Brote&#039;&#039; W. etwa „Brote der Ausstellung“ (appositiver Genitiv), also zu Deutsch „die ausgestellten Brote“. Jesus benutzt hier den Begriff aus der LXX für die aus dem AT bekannten &#039;&#039;geweihten&#039;&#039; oder Schaubrote (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf,&lt;br /&gt;
{{par|Levitikus|24|5|9}}&lt;br /&gt;
und auch denen, die bei ihm waren, [etwas davon] gab?“{{par|1 Samuel|21|2|7}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und er fügte hinzu (sagte) {zu ihnen}: „Der Sabbat wurde für (um … willen) den Menschen geschaffen (gemacht) und nicht der Mensch für (um … willen) den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Also (Daher, sodass) ist der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; Zum Titel s. die [[#note_u|Fußnote zu V. 10]]. Es wurde auch für V. 27-28 verschiedentlich vorgeschlagen, dass sowohl „Mensch“ (V. 27) als auch „Menschensohn“ (V. 28) beide entweder dasselbe aramäische Wort übersetzen. In beiden Versen würde Jesus dann entweder von der Menschheit oder in stilistischer Variation von sich selbst sprechen. Oder die Formulierung „Mensch“/„Menschensohn“ ähnelt Ps 8,5, sodass V. 27 vom Menschen, und V. 28 entweder vom Menschen oder von Jesus spricht. Im letzten Fall wäre Jesu Aussage für die Pharisäer nachvollziehbar (so Guelich 1989, 126f.; Collins 2007, 204f.). Doch hätten die christlich denkenden Leser des Evangeliums die Formulierung wohl nicht anders denn als christologischen Titel verstanden – egal wie sie in ihrem ursprünglichen Kontext gemeint war. Markus meint daher wohl: Weil Jesus (als der Menschensohn) größere Autorität hat als David, hat er auch die Autorität, den Sabbat zu definieren. Beide sind Gottes Auserwählte, die auf einer von Gott bestimmten Mission sind. So haben jedenfalls Matthäus (12,8) und Lukas (6,5) die Aussage verstanden (France 2002, 147f.; vgl. Collins 2007, 204f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Herr sogar (selbst, auch) [über] den Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Herr [über] den Sabbat&#039;&#039; κύριός Herr mit Genitiv heißt „Herr über“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14318</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14318"/>
		<updated>2014-02-08T22:00:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Man mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten im gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn uns sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14317</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14317"/>
		<updated>2014-02-08T21:52:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung zu prüfen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Man mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten im gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn uns sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14316</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14316"/>
		<updated>2014-02-08T21:22:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Man mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten im gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14315</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14315"/>
		<updated>2014-02-08T21:03:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14314</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14314"/>
		<updated>2014-02-08T20:55:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
{{L|29}}&lt;br /&gt;
{{L|30}}&lt;br /&gt;
{{L|31}}&lt;br /&gt;
{{L|32}}&lt;br /&gt;
{{L|33}}&lt;br /&gt;
{{L|34}}&lt;br /&gt;
{{L|35}}&lt;br /&gt;
{{L|36}}&lt;br /&gt;
{{L|37}}&lt;br /&gt;
{{L|38}}&lt;br /&gt;
{{L|39}}&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14313</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=14313"/>
		<updated>2014-02-08T20:42:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
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{{L|12}}&lt;br /&gt;
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{{L|14}}&lt;br /&gt;
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{{L|16}}&lt;br /&gt;
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{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel am Buchanfang, bei einem Gottestitel als Apposition, Förmlichkeit an (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Ursprung dieses Begriffs liegt nicht im Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes zu dem Boten und Jesus gewissermaßen zum Inhalt der Botschaft wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht von oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Rahmen der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. Er könnte einfach im Rahmen der urchristlichen Verkündigung als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche aufgekommen sein (Guelich 1989, 13f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15), aber die objektive steht wohl im Vordergrund, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die aus stilistischen Gründen gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus (Jesus Christus, dem Sohn Gottes)&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Die erhaltenen Handschriften geben kein einheitliches Bild ab. Eine spätere Einfügung wäre ebenso denkbar wie die Annahme, dass die beiden Wörter zum ursprünglichen Text gehören. In keinem denkbaren Fall bietet sich eine naheliegende Erklärung für die Entstehung der jeweils anderen Variante an. Viele Kommentare lassen die Frage offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch dafür, sie als ursprünglich anzusehen. Mit dem Vorzug der kürzeren Lesart in dieser Übersetzung ist keinerlei theologische Aussage beabsichtigt. Es folgt nun eine ausführlichere Besprechung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften und Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Da für die Übersetzung eine Festlegung leider unausweichlich war, haben wir die von der Mehrheit der modernen Exegeten bevorzugte kürzere Lesart vorgezogen, die längere Variante jedoch in der Klammer platziert. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1 und Offb 1,1 und mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX (ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; Textkritik: τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugenא B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“, was offensichtlich eine Korrektur ist, weil nur ein Teil des Zitats von Jesaja stammt (s. übernächste Fußnote)(vgl. France 2002, 62). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Mit dieser Zitatformel eingeleitete Belege folgen in der Bibel immer auf die zu belegende Aussage, was schon die verwendete Konjunktion καθώς vorauszusetzen scheint (Guelich 1989, 7). Da V. 1 allerdings einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz bildet, der sich vom Rest abhebt, könnte man stattdessen eine Verbindung zu V. 4 herstellen. Es entspricht ganz Markus&#039; Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der in diesem Fall einfach wie Gr. πρὸ mit „vor“ übersetzt werden sollte (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
her, der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis): ‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,{{par|Jesaja|40|3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Genau genommen stammt nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“ angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von Jes 40 sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Der Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Exil nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon Mal 3,1 in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers Ex 23,20 an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Gottes Gericht überlebt. Der Evangelist stellt diesen Zusammenhang heraus, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ Ex 23,20 LXX entnimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll, und Jesus als den Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist. (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Dieses Verb funktioniert hier wie das hebräische wayehî und zeigt als erstes Wort im Satz einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem stellt es das Wirken von Johannes dem Täufer als direkte Konsequenz der atl. Verse dar (Guelich 1989, 18). Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Die verbreitete Übersetzung „auftreten“ zeigt hier einfach an, dass Johannes „in Erscheinung trat“ oder „in die öffentliche Wahrnehmung rückte“. In diesem Kontext übersetzt Luther einfach „war“, auch „begann zu wirken“ würde gut funktionieren. Vgl. Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit א, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844 sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis). Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für seine Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurden getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Gemeinsam mit den beiden vorher benutzten Imperfekten &#039;&#039;begaben sich&#039;&#039; und &#039;&#039;wurden getauft&#039;&#039; kommt in V. 5 klar zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes&#039; Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Zudem scheint Johannes, ganz untypisch, eine sehr aktive Rolle einzunehmen, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Haare [des] Kamels“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und einen Ledergürtel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. „ledernen Gürtel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Verbindung der beiden prädikativen [[Partizip]]ien mit „sein“ zu ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; ist die beste Übersetzung des Ptz. Pf. Med. ἐνδεδυμένος. Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das Imperfekt zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Die in der Überlieferung zweifellos auf&#039;s Wesentliche konzentrierte Aussage stellt wohl Johannes&#039; mehrfach oder zu denkwürdiger Gelegenheit geäußerte Position gegenüber Jesus dar. In Joh 1,27-28 macht der Täufer diese Äußerung auf Anfrage prominenter Abgesandter der religiösen Führung in Jerusalem (1,19). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{sagend}&#039;&#039; (V. 7.24.25) und &#039;&#039;{wobei sie sagten}&#039;&#039; (V. 27) [[Partizip#Spielarten:_Pleonastisches_und_beschreibendes_Partizip|Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch [mit] Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[mit] Wasser&#039;&#039; [[Instrumentaler Dativ]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) entspricht oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt; in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich 1989 31 glaubt, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei nicht hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig. Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], der Nazaret in Galiläa verortet. Johannes wirkte in der Provinz Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Doch nun kommt einer zu Johannes und lässt sich taufen (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließ sich taufen&#039;&#039; Das gr. Passiv ist hier tolerativ (Siebenthal 2011, §191h). Die gewöhnliche Übersetzung „wurde getauft“ passt hier weniger gut. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; [[Partizip#AcP|AcP]] Präsens passiv, kongruent zu τοὺς οὐρανοὺς. Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein ungewöhnliches Wort, das so nur in der jüdischen Geschichte von Josef und Asenat 14,1-3 vorkommt (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 MT oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf ihn (zu ihm, in ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Dann hängt die Übersetzung davon ab, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und ihn als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“.  01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). In diesem Fall ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass sich eine andere Lösung anbietet. Es ist gut vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Himmel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen, was Jesus unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels des Psalms als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten identifizieren würde (Guelich 1989, 33). Tatsächlich ähnelt der Wortlaut am meisten Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Andere übersetzen ἐκβάλλω hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder dazu gezwungen wurde (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). An anderen Stellen wird das Wort nämlich für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Jedenfalls ist ἐκβάλλω kräftiger als Lukas&#039; ἄγω oder Matthäus&#039; ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde versucht&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Begriff nicht aus dem Kontext gedeutet wird, schwingt beides mit (vgl. France 2002, 91). Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher ist als die längere Formulierung, die an das Evangelium der Herrschaft/des Reichs (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt) Die geläufige Übersetzung &#039;&#039;erfüllt&#039;&#039; ist etwas irreführend, weil es hier nicht um eine Vollendung, sondern um eine heilsgeschichtliche Erfüllung im Sinne des Eintretens des richtigen Zeitpunkts geht (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und legen einander aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er ..., die … warfen&#039;&#039; [[AcP]] (Partizip Präsens aktiv), hier als Relativsatz aufgelöst. Möglich wäre auch: „sah er, wie Simon und Andreas…“. &#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder im flachen Wasser fischten (allerdings deutet V. 18 auf Ersteres hin). Bei dem Wurfnetz handelte es sich um ein rundes, am Rand beschwertes Netz, das man nach Fischschwärmen warf (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein AcI, der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Das Griechische würde nämlich auch Sinn ergeben, wenn man  γενέσθαι „werden“ weglässt (wie unsere Übersetzung). Damit folgen wir einer in deutschen Übersetzungen gängigen Praxis (auch REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] (zurück) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, um anzuzeigen, dass Markus als Gemeinsamkeit zwischen Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes lediglich ausmacht, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie auf der Stelle (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“, doch das drückt im Deutschen schon das erste Verb aus. Es ist auf Deutsch auch nicht so leicht, die Bewegung in zwei Richtungen gleichzeitig auszudrücken. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie begaben sich&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[am] Sabbat Temporaler Dativ. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Die Varianten sind durch eine textkritische Variation bedingt. Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes (die Übersetzung im Text). Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass die Position der beiden Verben als Problem wahrgenommen wurde. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann deren Entstehung erklären, gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_au|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Um das zu korrigieren, veränderte man im Laufe der Überlieferung die Wortstellung und fügte εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die Variante aus NA28 dann sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). Von dieser markinischen Konstruktion her haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in Mk 10,10; 13,9 (France 2002, 101). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,32; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. Mk 11,18 zeigt die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Titel für die Übersetzung vorgezogen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
? Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (nur Joh 6,69), auch keiner, den das AT dem Messias zuschreibt. Dort wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17). Hier stellt der Titel einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes (Mk 3,11; 5,7). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ anstellt, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich macht Jesus es mit mehreren Dämonen in Mk 3,12. Guelich schlägt die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; vor (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit nachdem aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagend&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch Markus benutzt das Wort nicht um Unmittelbarkeit anzuzeigen, sondern um den nächsten Handlungsschritt einzuführen und die Spannung aufrecht zu erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erzählten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Kranke(n)&#039;&#039; Unter Auflösung des subst. Ptz. als Relativsatz wäre eine „wörtliche“ Übersetzung: „alle, die es schlecht hatten“. REB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war versammelt&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &#039;&#039;teilten mit&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;entgegnete [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu vom Vater &#039;&#039;aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option ganz ausschließt). Eine Variante dieser Option ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne mit dieser Aussage aber eine johanneische Herkunft vom Vater in den Blick zu nehmen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass er für den kundigen christlichen Leser bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“ (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB), die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet. &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_au|V. 16]] und [[#note_be|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, die für fehlerhaft gehaltene Lesart zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;kam [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (NA28 liest das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. Der doppelnde Stil wäre typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid, darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal als Hauptsatz formuliert, der Jesu folgende Handlung begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43. Sie passt zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen hatten Kopisten offensichtlich kein Problem mit ähnlichen Formulierungen. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 drücken sich beinahe identisch aus, enthalten jedoch gar kein Partizip – was ebenfalls dafür sprechen könnte, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Allerdings ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von westlichen Handschriften bezeugt, die gewöhnlich weniger externes Gewicht erhalten. Sie könnte zudem auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Akzeptiert man die schwach bezeugte Variante, ist der Grund für Jesu Zorn schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Mann (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. n Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings geht es hier um Kommunikation (es steht mit Dativ-Objekt), nicht um Gemütserregung. An anderen, vergleichbaren Stellen ist oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint von überlegener oder harscher Zurechtweisung oder Bedrohung die Rede zu sein. In Mk 14,5 kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 schwächen die Beschreibung im Vergleich ab. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn auf der Stelle (sofort) weg (warf hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; Dativus commodi (für) oder incommodi (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen solche richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das Imperfekt durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=14283</id>
		<title>Markus 12</title>
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		<updated>2014-02-07T12:15:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
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{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und er begann, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: „Ein Mensch pflanzte einen Weinberg, und er errichtete einen Zaun, und er grub einen Keller, und er baute einen Turm; und er verpachtete ihn an Winzer und verreiste. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur Zeit [der Ernte] sandte er einen Knecht zu den Winzern, um von den Winzern von den Früchten des Weinbergs zu erhalten.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und sie nahmen und schlugen ihn, und sie sandten [ihn] leer fort.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und wieder sandte er einen anderen Knecht zu ihnen, auch jenen schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und er sandte einen anderen, und jenen töteten sie, und viele andere – einige verprügelten sie, andere töteten sie.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen einzigen, geliebten Sohn; er sandte ihn als Letzten zu ihnen und sagte: ‚Meinen Sohn werden sie respektieren.‘&lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Winzern sagten zu sich: ‚Dieser ist der Erbe. Auf, lasst ihn uns töten, und das Erbe wird uns gehören&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehören&#039;&#039; W. sein&amp;lt;/ref&amp;gt;.‘&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie nahmen und töteten ihn, und sie schleppten ihn außerhalb des Weinbergs.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer vernichten, und er wird den Weinberg anderen geben.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und habt ihr nicht diese Schrift gelesen: ‚Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; &lt;br /&gt;
{{S|11}} beim Herrn ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen‘?&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 118,22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und sie versuchten ihn zu ergreifen, aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie erkannten, dass er zu ihnen das Gleichnis gesagt hatte, und sie ließen ihn und gingen.&lt;br /&gt;
{{S|13}}Und sie schicken einige Pharisäer und Herodianer zu ihm, damit sie ihn durch ein Wort fingen.&lt;br /&gt;
{{S|14}}Und sie kommen und sagen zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du wahr bist und dich um niemanden kümmerst, denn du nimmst keine Rücksicht auf Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes in Wahrheit. Ist es erlaubt, dem Kaiser (Cäsar) Steuer zu geben (zahlen) oder nicht? Sollen wir geben (zahlen) oder nicht geben (zahlen)?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Er aber erkannte ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: „Was prüft ihr mich? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn sehe.“	&lt;br /&gt;
{{S|16}} Die aber brachten [einen Denar]. Und er sagt zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift ist das?“ Die aber sagten ihm: „Des Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Jesus aber sagte zu ihnen: „Das was des Kaisers (Cäsars) ist, gebt dem Kaiser (Cäsar) und das, was Gottes ist, gebt Gott.“ Und sie waren erstaunt über ihn.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und Sadduzäer kommen zu ihm, welche sagen, dass die Auferstehung nicht ist, und fragend ihn sagten sie: &lt;br /&gt;
{{S|19}} Lehrer, Mose hat uns geschrieben, dass wenn irgendein Bruder stirbt und lässt eine Frau zurück und hinterlässt kein Kind, so dass sein Bruder dessen Frau  nehme und sie seinem Bruder Nachkommen (Same) erstehen lasse.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau und sterbend hinterließ er keinen Nachkommen (Same).&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen. Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und die sieben hinterließen keinen Nachkommen (Samen). Zuletzt von allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} In der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wessen derer ist die Frau? Denn diese sieben hatten sie zur Frau.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und nicht die Kraft Gottes?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, wie beim Dornbusch Gott zu ihm sprach sagend: „Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: Das höchste (erste) Gebot ist: „Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).“{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: „Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!“{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet, dass er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft). Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und Jesus antwortete und redete, als er im Tempel lehrte: „Wie sagen die Schriftgelehrten, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist? &lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: „Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze zu meiner Rechten, bis deine Feinde unter deine Füße setze.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, aber inwiefern ist er sein Sohn?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren];&lt;br /&gt;
{{S|40}} diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber des Opferkastens und sah zu, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein (das heißt: ein Quadrans). &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Amen ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kohelet_9&amp;diff=10839</id>
		<title>Kohelet 9</title>
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		<updated>2013-08-22T08:50:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Denn dieses alles habe ich in mein Herz gegeben und dieses alles überprüft: Die Gerechten und die Weisen und ihre Werke sind in Gottes Hand. Auch Liebe, auch Hass; der Mensch kennt sie nicht. Alles geht  ihnen voraus.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Alles ist wie alles. Es ist ein Geschick für den Gerechten und für den Frevler, für den Guten und für den Reinen und für den Unreinen und für den, der opfert und für den, der nicht opfert. Wie dem Guten, so dem Sünder, der Schwörende wie der, der sich vor Eiden fürchtet.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Dies ist ein Übel in allem, was geschieht unter der Sonne, dass ein Geschick für alle ist. Und auch das Herz der Menschen ist voll von Bösem, und Irsinn ist in ihren Herzen in ihrem Leben. Und danach bei den Toten.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Denn wer noch zu den Lebenden gehört, für den ist Hoffnung. Denn ein lebender Hund, er ist besser als ein toter Löwe.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Denn die Lebenden erkennen, dass sie sterben werden. Aber die Toten erkennen nichts. Und es bleibt ihnen nichts übrig, denn ihr Andenken ist vergessen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist bereits vorbei. Und keinen Anteil haben sie mehr an alldem, was unter der Sonne geschieht. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Geh, iss mit Freude dein Brot und trinke mit gutem Herzen deinen Wein. Denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Zu aller Zeit seien deine Kleider weiß und Öl auf deinem Kopf soll nicht fehlen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Genieße das Leben mit einer Frau, die du liebst alle Tage deines vorbeihauchenden Lebens, dass er dir unter der Sonne gegeben hat, alle deine vorbeihauchenden Tage. Denn das ist dein Anteil am Leben und an der Arbeit, die du tust unter der Sonne.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft. Denn es gibt keine Werke und Berechnung und Wissen und Weisheit in der Unterwelt, in die du gehen wirst. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Wiederum habe ich mir unter der Sonne gedacht, dass nicht die Schnellen das Rennen machen und nicht die Helden den Krieg und auch nicht die Weisen Brot und auch die Verständigen Reichtum und auch nicht die Kenntnisreichen Beliebtheit, denn Zeit und Zufall treffen sie alle.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische gefangen werden im bösen Netz und wie die Vögel gefangen werden in der Falle, so werden die Menschen sich verfangen zur bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Auch diese Weisheit sah ich unter der Sonne und groß war sie für mich:&lt;br /&gt;
{{S|14}} Es war eine kleine Stadt und weniger Männer waren in ihr. Zu der kam ein großer König und umstellte sie und baute große Belagerungstürme gegen sie. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und es fand sich in ihr ein armer, weiser Mann. Und er rettete die Stadt durch seine Weisheit. Aber kein Mensch erinnerte sich an diesen armen Mann.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und ich sagte: Besser ist Weisheit als Stärke. Aber die Weisheit des Armen wird verachtet und seine Worte werden nicht gehört.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Worte der Weisen, die in Ruhe gehört werden sind besser als das Schreien des Herrschers unter den Dummen.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Weisheit ist besser als Kriegsgerät, aber ein Sünder verdirbt viel Gutes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_146&amp;diff=10623</id>
		<title>Psalm 146</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_146&amp;diff=10623"/>
		<updated>2013-07-23T16:25:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Halleluja! (Lobt JH!) Meine Seele, lobe JHWH!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Ich will JHWH in meinem Leben loben. Ich will Gott singen, solange ich bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Vertraut nicht auf Fürsten und nicht auf einen Menschensohn, bei dem keine Hilfe ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Sein Geist geht aus. Er geht zurück zu seiner Erde. An dem Tag gehen seine Gedanken verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung auf JHWH, seinem Gott, ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} welcher Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist; der, der ewiglich Treue hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Einer, der Recht schafft denen, die bedrückt werden; einer, der Brot gibt denen, die Hunger haben. JHWH befreit die Gefesselten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} JHWH lässt Blinde sehen. JHWH richtet Gebeugte auf. JHWH liebt die Gerechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} JHWH beschützt Fremde. Waise und Witwe richtet er wieder auf. Aber den Weg der Gottlosen krümmt er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} JHWH wird ewig König sein, dein Gott, Zion, von Generation zu Generation. Halleluja! (Lobt JH!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kohelet_9&amp;diff=10605</id>
		<title>Kohelet 9</title>
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		<updated>2013-07-22T16:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Denn dieses alles habe ich in mein Herz gegeben und dieses alles überprüft: DIe Gerechten und dei Weisen und ihre Werke sind in Gottes Hand. Auch Liebe, auch Hass; der Mensch kennt sie nicht. Alles geht  ihnen voraus.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Alles ist wie alles. Es ist ein Geschick für den Gerechten und für den Frevler, für den Guten und für den Reinen und für den Unreinen und für den, der opfert und für den, der nicht opfert. Wie dem Guten, so dem Sünder, der Schwörende wie der, der sich vor Eiden fürchtet.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Dies ist ein Übel in allem, was geschieht unter der Sonne, dass ein Geschick für alle ist. Und auch das Herz der Menschen ist voll von Bösem, und Irsinn ist in ihren Herzen in ihrem Leben. Und danach bei den Toten.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Denn wer noch zu den Lebenden gehört, für den ist Hoffnung. Denn ein lebender Hund, er ist besser als ein toter Löwe.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Denn die Lebenden erkennen, dass sie sterben werden. Aber die Toten erkennen nichts. Und es bleibt ihnen nichts übrig, denn ihr Andenken ist vergessen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist bereits vorbei. Und keinen Anteil haben sie mehr an alldem, was unter der Sonne geschieht. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Geh, iss mit Freude dein Brot und trinke mit gutem Herzen deinen Wein. Denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Zu aller Zeit seien deine Kleider weiß und Öl auf deinem Kopf soll nicht fehlen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Genieße das Leben mit einer Frau, die du liebst alle Tage deines vorbeihauchenden Lebens, dass er dir unter der Sonne gegeben hat, alle deine vorbeihauchenden Tage. Denn das ist dein Anteil am Leben und an der Arbeit, die du tust unter der Sonne.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft. Denn es gibt keine Werke und Berechnung und Wissen und Weisheit in der Unterwelt, in die du gehen wirst. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Wiederum habe ich mir unter der Sonne gedacht, dass nicht die Schnellen das Rennen machen und nicht die Helden den Krieg und auch nicht die Weisen Brot und auch die Verständigen Reichtum und auch nicht die Kenntnisreichen Beliebtheit, denn Zeit und Zufall treffen sie alle.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische gefangen werden im bösen Netz und wie die Vögel gefangen werden in der Falle, so werden die Menschen sich verfangen zur bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Auch diese Weisheit sah ich unter der Sonne und groß war sie für mich:&lt;br /&gt;
{{S|14}} Es war eine kleine Stadt und weniger Männer waren in ihr. Zu der kam ein großer König und umstellte sie und baute große Belagerungstürme gegen sie. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und es fand sich in ihr ein armer, weiser Mann. Und er rettete die Stadt durch seine Weisheit. Aber kein Mensch erinnerte sich an diesen armen Mann.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und ich sagte: Besser ist Weisheit als Stärke. Aber die Weisheit des Armen wird verachtet und seine Worte werden nicht gehört.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Worte der Weisen, die in Ruhe gehört werden sind besser als das Schreien des Herrschers unter den Dummen.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Weisheit ist besser als Kriegsgerät, aber ein Sünder verdirbt viel Gutes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
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		<title>Kohelet 9</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Denn dieses alles habe ich in mein Herz gegeben und dieses alles überprüft: DIe Gerechten und dei Weisen und ihre Werke sind in Gottes Hand. Auch Liebe, auch Hass; der Mensch kennt sie nicht. Alles geht  ihnen voraus.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Alles ist wie alles. Es ist ein Geschick für den Gerechten und für den Frevler, für den Guten und für den Reinen und für den Unreinen und für den, der opfert und für den, der nicht opfert. Wie dem Guten, so dem Sünder, der Schwörende wie der, der sich vor Eiden fürchtet.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Dies ist ein Übel in allem, was geschieht unter der Sonne, dass ein Geschick für alle ist. Und auch das Herz der Menschen ist voll von Bösem, und Irsinn ist in ihren Herzen in ihrem Leben. Und danach bei den Toten.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Denn wer noch zu den Lebenden gehört, für den ist Hoffnung. Denn ein lebender Hund, er ist besser als ein toter Löwe.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Denn die Lebenden erkennen, dass sie sterben werden. Aber die Toten erkennen nichts. Und es bleibt ihnen nichts übrig, denn ihr Andenken ist vergessen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist bereits vorbei. Und keinen Anteil haben sie mehr an alldem, was unter der Sonne geschieht. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Geh, iss mit Freude dein Brot und trinke mit gutem Herzen deinen Wein. Denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Zu aller Zeit seien deine Kleider weiß und Öl auf deinem Kopf soll nicht fehlen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Genieße das Leben mit einer Frau, die du liebst alle Tage deines vorbeihauchenden Lebens, dass er dir unter der Sonne gegeben hat, alle deine vorbeihauchenden Tage. Denn das ist dein Anteil am Leben und an der Arbeit, die du tust unter der Sonne.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft. Denn es gibt keine Werke und Berechnung und Wissen und Weisheit in der Unterwelt, in die du gehen wirst. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Wiederum habe ich mir unter der Sonne gedacht, dass nicht die Schnellen das Rennen machen und nicht die Helden den Krieg und auch nicht die Weisen Brot und auch die Verständigen Reichtum und auch nicht die Kenntnisreichen Beliebtheit, denn Zeit und Zufall treffen sie alle.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische gefangen werden im bösen Netz und wie die Vögel gefangen werden in der Falle, so werden die Menschen sich verfangen zur bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Auch diese Weisheit sah ich unter der Sonne und groß war sie für mich:&lt;br /&gt;
{{S|14}} Es war eine kleine Stadt und weniger Männer waren in ihr. Zu der kam ein großer König und umstellte sie und baute große Belagerungstürme gegen sie. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und es fand sich in ihr ein armer, weiser Mann. Und er rettete die Stadt durch seine Weisheit. Aber kein Mensch erinnerte sich an diesen armen Mann.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und ich sagte: Besser ist Weisheit als Stärke. Aber die Weisheit des Armen wird verachtet und seine Worte werden nicht gehört.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Worte der Weisen, die in Ruhe gehört werden sind besser als das Schreien des Herrschers unter den Dummen.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Weisheit ist besser als Kriegsgerät und ein Sünder verdirbt viel Gutes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Xobin</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Denn dieses alles habe ich in mein Herz gegeben und dieses alles überprüft: DIe Gerechten und dei Weisen und ihre Werke sind in Gottes Hand. Auch Liebe, auch Hass; der Mensch kennt sie nicht. Alles geht  ihnen voraus.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Alles ist wie alles. Es ist ein Geschick für den Gerechten und für den Frevler, für den Guten und für den Reinen und für den Unreinen und für den, der opfert und für den, der nicht opfert. Wie dem Guten, so dem Sünder, der Schwörende wie der, der sich vor Eiden fürchtet.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Dies ist ein Übel in allem, was geschieht unter der Sonne, dass ein Geschick für alle ist. Und auch das Herz der Menschen ist voll von Bösem, und Irsinn ist in ihren Herzen in ihrem Leben. Und danach bei den Toten.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Denn wer noch zu den Lebenden gehört, für den ist Hoffnung. Denn ein lebender Hund, er ist besser als ein toter Löwe.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Denn die Lebenden erkennen, dass sie sterben werden. Aber die Toten erkennen nichts. Und es bleibt ihnen nichts übrig, denn ihr Andenken ist vergessen.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist bereits vorbei. Und keinen Anteil haben sie mehr an alldem, was unter der Sonne geschieht. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Geh, iss mit Freude dein Brot und trinke mit gutem Herzen deinen Wein. Denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Zu aller Zeit seien deine Kleider weiß und Öl auf deinem Kopf soll nicht fehlen.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Genieße das Leben mit einer Frau, die du liebst alle Tage deines vorbeihauchenden Lebens, dass er dir unter der Sonne gegeben hat, alle deine vorbeihauchenden Tage. Denn das ist dein Anteil am Leben und an der Arbeit, die du tust unter der Sonne.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft. Denn es gibt keine Werke und Berechnung und Wissen und Weisheit in der Unterwelt, in die du gehen wirst. &lt;br /&gt;
{{S|11}} Wiederum habe ich mir unter der Sonne gedacht, dass nicht die Schnellen das Rennen machen und nicht die Helden den Krieg und auch nicht die Weisen Brot und auch die Verständigen Reichtum und auch nicht die Kenntnisreichen Beliebtheit, denn Zeit und Zufall treffen sie alle.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische gefangen werden im bösen Netz und wie die Vögel gefangen werden in der Falle, so werden die Menschen sich verfangen zur bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Auch diese Weisheit sah ich unter der Sonne und groß war sie für mich:&lt;br /&gt;
{{S|14}} Es war eine kleine Stadt und weniger Männer waren in ihr. Zu der kam ein großer König und umstellte sie und baute große Belagerungstürme gegen sie. &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und es fand sich in ihr ein armer, weiser Mann. Und er rettete die Stadt durch seine Weisheit. Aber kein Mensch erinnerte sich an diesen armen Mann.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und ich sagte: Besser ist WEisheit als Stärke. Aber die Weisheit des Armen wird verachtet und seine Worte werden nicht gehört.&lt;br /&gt;
{{S|17}} Worte der Weisen, die in Ruhe gehört werden sind besser als das Schreien des Herrschers unter den Dummen.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Weisheit ist besser als Kriegsgerät und ein Sünder verdirbt viel Gutes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Xobin</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}} Denn dieses alles habe ich in mein Herz gegeben und dieses alles überprüft: DIe Gerechten und d…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
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{{S|1}} Denn dieses alles habe ich in mein Herz gegeben und dieses alles überprüft: DIe Gerechten und dei Weisen und ihre Werke sind in Gottes Hand. Auch Liebe, auch Hass; der Mensch kennt sie nicht. Alles geht  ihnen voraus.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Alles ist wie alles. Es ist ein Geschick für den Gerechten und für den Frevler, für den Guten und für den Reinen und für den Unreinen und für den, der opfert und für den, der nicht opfert. Wie dem Guten, so dem Sünder, der Schwörende wie der, der sich vor Eiden fürchtet.&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Vikar der Evangelischen Kirche im Rheinland. Studium zuvor in Wuppertal, Heidelberg und Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern ich sie noch besitze, stelle ich meine Übersetzungen aus Seminararbeiten und Übersetzungsübungen gerne hier ein, bin aber kein ausgewiesener Experte in den alten Sprachen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „Vikar der Evangelischen Kirche im Rheinland. Studium zuvor in Wuppertal, Heidelberg und Münster.  Sofern ich sie noch bestize stelle ich meine Übersetzungen aus…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Vikar der Evangelischen Kirche im Rheinland. Studium zuvor in Wuppertal, Heidelberg und Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern ich sie noch bestize stelle ich meine Übersetzungen aus Seminararbeiten und Übersetzungsübungen gerne hier ein, bin aber kein ausgewiesener Experte in den alten Sprachen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Lukas_5&amp;diff=9931</id>
		<title>Lukas 5</title>
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		<updated>2013-05-30T13:45:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}}   {{S|9}}   {{S|10}}   {{S|…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und es ereignete sich an einem der Tage, dass er auch lehrte. Und es saßen Pharisäer und Gesetzeslehrer da, die gekommen waren, aus vielen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn zum Heilen war bei ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und siehe, es waren Männer, die brachten einen Menschen auf einem Bett, der war gelähmt. Und sie begehrten ihn hineinzubringen und ihn vor ihn zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und als sie nicht fanden, wie sie ihn hineinbringen konnten wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach, um ihn durch die Dachziegel hinabzulassen zusammen mit dem Bett in die Mitte vor Jesus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, vergeben sind dir deine Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und die Schrifgelehrten und die Pharisäer begannen zu diskutieren und sprachen: Wer vermag Sünden zu vergeben wenn nicht Gott allein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als aber Jesus merkte, was sie untereinander redeten, sagte er antwortend zu ihnen: Was beredet ihr in euren Herzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Was ist leichter zu sagen? Dir sind deine Sünden vergeben? Oder zu sagen: Steh auf und geh umher?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Damit ihr wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Dir sage ich: Steh auf und hebe dein Bett auf und geh in dein Haus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und als er sogleich vor ihnen aufgestanden war und genommen hatte, worauf er gelegen hatte und ging Gott lobend in sein Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und alle gerieten in Extase und sie priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und sagten: Wir haben Unglaubliches gesehen heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und danach ging er weg und sah den Zöllner Levi beim Zollhaus sitzend und sprach zu ihm: Folge mir nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
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		<author><name>Xobin</name></author>
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		<title>Philemon</title>
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		<updated>2013-05-25T13:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Paulus, Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an Philemon, den Lieben und unser Mitarbeiter. &lt;br /&gt;
{{S|2}}&lt;br /&gt;
{{S|3}}&lt;br /&gt;
{{S|9}}&lt;br /&gt;
{{S|10}}&lt;br /&gt;
{{S|11}}&lt;br /&gt;
{{S|12}}&lt;br /&gt;
{{S|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}}&lt;br /&gt;
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{{S|16}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Lukas 14</title>
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		<updated>2013-05-25T13:15:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}}   {{S|9}}   {{S|10}}   {{S|…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Er aber sagte zu ihm: Ein Mensch machte ein großes Festessen und er lud viele ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und er schickte seinen Knecht in der Stunde des Festessens, um denen, die eingeladen waren, zu sagen: Kommt, denn schon ist alles bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sie fingen einmütig an, sich zu entschuldigen. Er Erste sagte zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und habe die Notwendigkeit hinauszugehen, um ihn zu sehen. Ich bitte dich, halte mich für einen Entschuldigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Paare&amp;lt;ref&amp;gt;Joche, Doppelgespanne&amp;lt;/ref&amp;gt; von Ochsen gekauft und ich gehe, sie zu untersuchen. Ich bitte dich, halte mich für einen Entschuldigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Und ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet und dadurch ist es mir nicht möglich zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und als der Knecht zurückgekommen war, berichtete er seinem Herrn dieses. Dann, während der Hausherr zornig wurde, sprach er zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus in die Straßen und Gassen der Stadt und bringe hierher die Armen und die Krüppel und die Blinden und die Lahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast und es ist noch Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und der Herr sagte zu seinem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und Wälle und zwinge sie, hineinzukommen, damit mein Haus gefüllt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Ich aber sage euch, dass keiner jener Männer, die eingeladen waren, mein Festessen schmecken&amp;lt;ref&amp;gt;3.Sg, Fut.Med.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_17&amp;diff=9922</id>
		<title>Apostelgeschichte 17</title>
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		<updated>2013-05-25T13:02:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}}   {{S|9}}   {{S|10}}   {{S|…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Als Paulus sie aber in Athen erwartete, geriet sein Geist in ihm in Wallung, weil er sah, dass die Stadt voller Götterbilder war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} Also unterredete er sich in der Synagoge mit den Juden und den Sebomenoi&amp;lt;ref&amp;gt; Gottesfürchtige aus dem Umkreis der Synagoge&amp;lt;/ref&amp;gt; und auf dem Markt täglich&amp;lt;ref&amp;gt;an vielen Tagen&amp;lt;/ref&amp;gt; mit den zufällig Anwesenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Aber auch einige von den Epikuräern und stoischen Philosophen unterredeten sich mit ihm und einige sagten:&lt;br /&gt;
Was will dieser Schwätzer wohl sagen wollen?&amp;lt;ref&amp;gt;Optativ&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere aber: Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein, weil er Jesus und die Auferstehung verkündigte.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem sie ihn ergriffen hatten, nahmen sie ihn mit zum Areopag&amp;lt;ref&amp;gt;hier wohl die Kultusbehörde mehr als der Berg&amp;lt;/ref&amp;gt; und sagten: Können wir wissen, welches jene neue Lehre ist, von der du redest?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Denn gewisse befremdliche Dinge bringst du uns zu Ohren. Wir wollen nun wissen, was dies sein mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Alle Athener aber und die sich aufhaltenden Fremden hatten zu nicht anderem Muße, als etwas Neues zu sagen oder zu hören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Als Paulus aber mitten im Areopag stand, sagte er: Männer Athens, ich beobachte, wie ihr durch und durch religiös seid.&amp;lt;ref&amp;gt;oder: betrachte euch als durch und durch religiös&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Während ich nämlich umherging und mir eure Heiligtümer genau ansah, fand ich auch einen Altar auf dem geschrieben steht: Dem unbekannten Gott.&lt;br /&gt;
Der, den ihr nun unbekannter Weise anbetet, diesen verkündige ich euch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles was in ihr ist; er wohnt nicht in von Hand gemachten Tempeln, weil er der Herr des Himmels und der Erde ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Auch wird er nicht von Menschenhänden bedient, weil er etwas bedürfe, denn er gibt selbst alles Leben und Atem und alle Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und er hat aus einem alle Völker der Menschen&amp;lt;ref&amp;gt;oder: das ganze Menschengeschlecht&amp;lt;/ref&amp;gt; gemacht, dass sie die ganze Oberfläche der Erde bewohnen; er legte bestimmte Zeiten fest und die Grenzen ihrer Wohnungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} dass sie Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden möchten,&amp;lt;ref&amp;gt;optativus obliqus&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl er nicht fern ist von jedem von uns.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{S|28}} Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Denn wir sind auch sein Geschlecht.&amp;lt;ref&amp;gt;τοῦ = αυτοῦ&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Weil wir nun Gottes Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, dass goldene und silberne oder seinerne Götterbilder, Kunsgegenstände und menschliche Gedanken dem Göttlichen ähnlich seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Nachdem Gott nun über diese Zeit der Unwissenheit hinweg gesehen hat, verkündigt er nun allen Menschen überall umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} Weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten will, durch einen Mann, den er ausersehen hat, indem er allen einen Beweis dadurch erbrachte, dass er ihn von den Toten auferweckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als sie aber von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen: Wir wollen darüber ein andernmal hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Einige Männer aber schlossen sich ihm an und begannen zu glauben, unter ihnen auch Dionysos, der Areopagit und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_2&amp;diff=9862</id>
		<title>Apostelgeschichte 2</title>
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		<updated>2013-05-12T17:05:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als&amp;lt;ref&amp;gt;Temp. AcI.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Tag des Pfingstfestes kam (zu Ende ging)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „sich erfüllte“. Semantisch markiert der Begriff das Eintreffen eines Zeitpunkts oder das Zuendegehen eines Zeitraums (vgl. Louw/Nida 67.70; NSS). Hier markiert der Begriff – als Eigenheit Lukas&#039; – offenbar bewusst das Eintreffen eines Zeitpunkts in Gottes Heilsplan (vgl. ThWNT, συμπληρόω). &amp;lt;/ref&amp;gt;, waren sie&amp;lt;ref&amp;gt;D.h. wohl alle Gläubigen aus 1,14f.&amp;lt;/ref&amp;gt; alle zusammen am selben [Ort].&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und plötzlich kam (entstand; ereignete sich) vom (aus dem) Himmel ein Geräusch wie das Wehen eines heftigen Windes (wie wenn ein heftiger Wind weht)&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. absolutus; mit dem vergleichenden „wie“ am besten modal verstanden (vgl. NSS). Hier substantiviert bzw. als Konstruktion mit „wie wenn“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt; und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen (sich befanden)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Urtext steht hier eine periphrastische Konstruktion: „wo sie waren sitzend“. Dies kann das durative Moment der Situation unterstreichen, man könnte deshalb noch „gerade“ einfügen (vgl. KG §383).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|3}} und ihnen erschienen sich teilende (geteilt werdende) Zungen wie [von] Feuer&amp;lt;ref&amp;gt;Genitiv.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sie setzten sich auf jeden einzelnen (einen jeden) von ihnen,&lt;br /&gt;
{{S|4}} und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und begannen (fingen an), [in] anderen Sprachen (Zungen)&amp;lt;ref&amp;gt;Gr.: γλώσσαις&amp;lt;/ref&amp;gt; zu sprechen, wie&amp;lt;ref&amp;gt;Also „genau das, was“.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Geist ihnen eingab (sie befähigte)&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: „gab“&amp;lt;/ref&amp;gt; {auszusprechen}. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Es waren aber in Jerusalem wohnend Juden, gottesfürchtige (fromme) Männer aus allen Völkern (Ethnien) unter dem Himmel.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Als aber dieses Geräusch (Getöse, Tosen, Brausen, Stimme) entstand, kam die Menge zusammen und war bestürzt (verstört, verwirrt)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aor.]] pass.&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn sie hörten sie jeder in der eigenen Sprache&amp;lt;ref&amp;gt;Hier und in in Vers 8 wird im Griechischen διαλέκτος und nicht γλώσσα verwendet&amp;lt;/ref&amp;gt; sprechen.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Sie waren aber erstaunt (fassungslos, entsetzt, außer sich) und wunderten (erstaunten) sich [und] sagten: Siehe! Sind nicht alle diese Sprechenden (Redenden) Galliläer?&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und wie hören wir, jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?&lt;br /&gt;
{{S|9}}&lt;br /&gt;
{{S|10}}&lt;br /&gt;
{{S|11}}&lt;br /&gt;
{{S|12}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Andere aber spotteten [und] sprachen: Mit Wein (süßem Wein, Most) angefüllt (voll) sind sie!&lt;br /&gt;
{{S|14}}&lt;br /&gt;
{{S|15}}&lt;br /&gt;
{{S|16}}&lt;br /&gt;
{{S|17}}&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}}&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
{{S|22}}&lt;br /&gt;
{{S|23}}&lt;br /&gt;
{{S|24}}&lt;br /&gt;
{{S|25}}&lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
{{S|27}}&lt;br /&gt;
{{S|28}}&lt;br /&gt;
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{{S|38}}&lt;br /&gt;
{{S|39}}&lt;br /&gt;
{{S|40}}&lt;br /&gt;
{{S|41}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Sie hielten aber an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, dem Brotbrechen und den Gebeten.&lt;br /&gt;
{{S|43}} Aber Furcht entstand in allen Seelen und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Alle aber, die glaubten, waren bei ihnen und sie hatten alle Dinge gemeinsam. &lt;br /&gt;
{{S|45}} Und sie verkauften die Habe und die Besitztümer und verteilten sie an alle, wie jemand Bedarf hatte.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Während sie sich täglich einmütig im Tempel aufhielten und im Haus Brot brachen, nahmen sie Speise in Jubel und Schlichtheit des Herzens zu sich.&lt;br /&gt;
{{S|47}} Sie lobten Gott und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der Herr aber gesellte täglich Gerettete zu ihnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_4&amp;diff=9861</id>
		<title>Apostelgeschichte 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_4&amp;diff=9861"/>
		<updated>2013-05-12T16:59:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Da sprach Petrus, erfüllt mit heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen geprüft werden, durch welches er gerettet worden ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten - in diesem Namen steht er vor euch gesund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das ist der Stein, der, von euch, den Bauleuten, verachtet, zum Eckstein geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und es ist in gar keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, gegeben den Menschen, in den wir gerettet werden müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Als sie aber die Kühnheit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte Menschen seien und ungebildet, verwunderten sie sich und sie erkannten von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}  Und als sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, hatten sie nichts dagegen zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Die Menge der Glaubenden aber was ein Herz und eine Seele und nicht einer sagte, etwas von dem Verhandenen sei sein Eigen, sondern es war ihnen alles gemeinsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis der Auferstehung des Herrn Jesus ab und große Gnade war mit ihnen allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Es war nämlich nicht einer bedürftig bei ihnen. Denn es befanden sich soviele Grund- oder Hausbesitzer unter ihnen. Nahcdem sie verkauft hatten, brachten sie die Verkaufssumme des Verkauften .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_20&amp;diff=9860</id>
		<title>Apostelgeschichte 20</title>
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		<updated>2013-05-12T16:54:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}}   {{S|9}}   {{S|10}}   {{S|…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|26}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das kräftig ist, aufzubauen und ein Erbteil unter allen Geheiligten zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} Silber oder Gold oder Kleider habe ich von niemandem verlangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese Hände gedient haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet, es notwendig ist, den Schwachen zu helfen und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: Geben ist seliger als Nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_6&amp;diff=9859</id>
		<title>Apostelgeschichte 6</title>
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		<updated>2013-05-12T16:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}} Stephanus aber, angefüllt …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Stephanus aber, angefüllt mit Gnade und Kraft, tat große Wunder und Zeichen im volk. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Es standen aber einige auf aus der sogenannten der Libertiner und Kyrener und Alexandiner und aus Kilikien und Asien, um mit Stephanus zu streiten (oder Beiordnung: und stritten mit Stephanus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann stifteten sie Männer an zur Aussage: Wir haben gehört, wie du gesagt hast blasphemische (gotteslästerliche/lügenhafte) Worte gegen Mose und Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und sie hetzten das Volk auf und die Ältesten und die Schriftgelehrten und als sie hinzugetreten waren, packten sie ihn und führten in vor den Hohen Rat (Synhedrion). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und sie stellten falsche Zeugen auf, die sagen: Dieser Mensch hört nicht auf, Worte zu sagen gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Wir haben nämlich gehört, wie er sagte: Dieser Jesus von Nazareth wir diesen Ort zerstören und verändern die Bräuche, die uns Mose gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} Und als alle, die im Hohen rat (Synhedrion) saßen, ihn anschauten, sahen sie sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=9858</id>
		<title>Markus 2</title>
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		<updated>2013-05-12T16:38:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
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{{L|14}}&lt;br /&gt;
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{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
{{L|27}}&lt;br /&gt;
{{L|28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als er nach einigen Tagen wieder nach Kapernaum ging&amp;lt;ref&amp;gt;Part. Aor. akt., wörtl. „war gehend“&amp;lt;/ref&amp;gt;, hörte man, dass er im Haus war.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es versammelten sich viele, sodass [es] nicht mehr Raum gab, nicht einmal vor der Tür, und er sprach das Wort zu ihnen.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und sie kamen und trugen einen Gelähmten&amp;lt;ref&amp;gt;Genauer: „halbseitig Gelähmter“ (παραλυτικός).&amp;lt;/ref&amp;gt; zu ihm, der von vier [Männern] getragen wurde.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und als sie ihn nicht durch die Menge (Volk) herbeibringen konnten, trugen sie das Dach ab, wo (an der Stelle) er war, und ließen das Bett mit Seilen herab, wo der Gelähmte drauflag.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und gleich nachdem Jesus in seinem Geist erkannt hatte, dass sie so in sich dachten, sprach er zu ihnen: Was ist dieses, was ihr beredet in euren Herzen?&lt;br /&gt;
{{S|9}} Was ist einfacher: zu einem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben oder zu sagen: geh und nimm dein Bett und gehe hin&lt;br /&gt;
{{S|10}} Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat auf der Erde Sünde zu vergeben, spricht er zum Gelähmten: &lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich sage dir: Steh auf, nimm dein Bett und geh in dein Haus!&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und er stand auf und gleich als er sein Bett genommen hatte, ging er vor aller Augen hinaus,. sodass sich alle verwunderten und Gott lobten indem sie sagten: Wir haben sowas niemals gesehen. &lt;br /&gt;
{{S|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}}&lt;br /&gt;
{{S|15}}&lt;br /&gt;
{{S|16}}&lt;br /&gt;
{{S|17}}&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}}&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
{{S|22}}&lt;br /&gt;
{{S|23}}&lt;br /&gt;
{{S|24}}&lt;br /&gt;
{{S|25}}&lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und er sagte ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen Willen geschaffen (geworden/gemacht)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aorist]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und nicht der Mensch um des Sabbats willen.&lt;br /&gt;
{{S|28}} So ist der Menschensohn (Sohn des Menschen) auch Herr des Sabbats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_7&amp;diff=9841</id>
		<title>Jesaja 7</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_7&amp;diff=9841"/>
		<updated>2013-05-10T07:03:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und es geschah in den Tagen [von] Ahas, Sohn des Jotam, Sohn des Usija, König von Juda, dass heraufzog Rezin, König von Aram und Pekach, Sohn Remaljas, König von Israel nach Jerusalem zum Kampf gegen es, aber er konnte es nicht (vermochte nicht es zu) bekämpfen (ihm zu obsiegen){gegen es}.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es wurde gemeldet (angesagt) dem Haus Davids: Niedergelassen hat sich Aram auf Ephraim (im Gebiet von Ephraim). Und es bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, gleich dem (wie das) Beben der Bäume des Waldes (der Waldbäume) vor dem Wind.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und es sprach JHWH zu Jesaja: Gehe doch hinaus Ahas entgegen (zu Ahas), du und Schear-Jaschub („Ein Rest kehrt um“), dein Sohn, zum Ende der Wasserleitung des oberen Teiches zur Straße des Walkerfeldes (Walkerfeldstraße)&amp;lt;ref&amp;gt;Nördlich des Tempelberges.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|4}} und sage zu ihm: Hüte dich und halte dich ruhig. Fürchte dich nicht und dein Herz soll nicht verzagen vor diesen rauchenden Brandscheitstümpfen, vor dem Brand des Zorns Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Denn Aram hat gegen dich Böses geplant (beschlossen). Ephraim und der Sohn Remaljas folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{S|6}} Laßt uns heraufziehen gegen Juda und ihm Angst einjagen und es erobern (aufspalten/aufbrechen) für uns und zum König machen dort (inmitten/in der Mitte) den Sohn Tabeals&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich übersetzt bedeutet der Name „Gutnicht“ oder „Tunichtgut“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|7}} So spricht der Herr JHWH: Nicht wird es kommen und nicht geschehen.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Denn das Haupt (der Kopf) Arams ist Damaskus und das Haupt (der Kopf) von Damaskus ist Rezin und in fünfundsechzig Jahren wird abgebrochen sein Ephraim vom Volk. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Und das Haupt (der Kopf) von Ephraim ist Samaria und das Haupt (der Kopf) von Samaria ist der Sohn Remaljas. Wenn ihr nicht glaubt, dann habt ihr keinen Bestand (bleibt ihr nicht)&amp;lt;ref&amp;gt;„Glauben“ und „Bestand“ haben im Hebräischen die gleiche Wurzel: {{hebr}}אמן{{hebr ende}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und JHWH sprach erneut zu Ahas:&lt;br /&gt;
{{S|11}} Erbitte dir ein Zeichen von JHWH, deinem Gott, gehe tief in die Unterwelt oder gehe hoch nach oben.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da sagte Ahas: Ich will es nicht erbitten und ich will JHWH nicht versuchen.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Darauf sagte er: Höre, Haus Davids: Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüdet?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Deshalb wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die junge Frau ist schwanger und sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihn „Immanu-El“ nennen.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Butter und Honig wird er essen, bis er lernt Böses zu verwerfen und Gutes zu wählen.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn bevor der Knabe lernt, Böses zu verwerfen und Gutes zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen die graut.&lt;br /&gt;
{{S|17}} JHWH wird über dich und dein Volk und das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, die nicht gekommen sind seit dem Tag des Abfalls Ephraims von Juda durch den König von Assur.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und an jenem Tag wird JHWH zu den Fliegen pfeifen, die am Ende der Ströme Ägyptens sind und zu den Bienen, die im Land Assur sind.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und sie werden kommen und sie werden sich alle niederlassen in den Tälern der Schluchten und den Spalten der Felsen und in allen Dornbüschen und an allen Tränkstellen. &lt;br /&gt;
{{S|20}} An jenem Tag wird der Herr mit dem Schermesser, das er im Land jenseits des Stroms geliehen hat, mit dem König von Assur, den Kopf und die Beinbehaarung scheren und auch den Bart wird es wegnehmen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und an jenem Tag wird ein Mann ein Rind und zwei Ziegen aufziehen.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und wegen der Menge Milch, die sie geben, wird Butter und Honig essen der ganze Rest im Innern des Landes.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und an jenem Tag werden an jedem Ort, dort, wo tausend Rebstöcke sind, tausend Silberlinge wert, Dornen und Disteln sein.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Mit Pfeil und Bogen wird man dorthin kommen, denn Disteln und Dornen werden im ganzen Land sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und zu allen Bergen die man mit der Hacke beharkt, wird man nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und es wird zur Weide für Stiere und zum Ort, der von Schafen zertreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_K%C3%B6nige_8&amp;diff=9836</id>
		<title>1 Könige 8</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_K%C3%B6nige_8&amp;diff=9836"/>
		<updated>2013-05-09T16:11:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}}   {{S|9}}   {{S|10}}   {{S|…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und Salomo trat hin vor den Altar des Herrn im Beisein der ganzen Versammlung Israels und er breitete seine Handflächen zum Himmel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er sagte: JHWH, Gott Israels, es gibt keinen Gott wie dich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du bewahrst den Bund und das Wohlwollen zu deinen Knechten, die vor dir wandeln mit ihrem ganzen Herzen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} der du bewahrt hast deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast. Und du hast geredet mit deinem Mund und mit deiner Hand erfüllt, wie an diesem Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und nun, JHWH, Gott Israels, bewahre deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast: Es wird dir nie  verschwinden ein Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne ihren Weg beachten, dass sie vor meinem Angesicht leben, wie du vor meinem Angesicht gelebt hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nun, Gott Israels, mögen sich doch deine Worte bestätigen, die du gesagt hast zu deinem Knecht David, meinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Ja, wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, der Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen, wie sollte es denn dieses Haus, das ich gebaut habe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und du mögest dich zuwenden zu dem Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, JHWH, mein Gott, dass du hörst auf das laute Flehen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir betet;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} dass deine Augen offen sind über diesem Haus Nacht und Tag, über dem Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name wird dort sein. Dass du hörst auf das Gebet, das dein Knecht zu diesem Ort hin betet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und du mögest hören auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das du zu diesem Ort hin betet und du, du hörst es am Ort, wo du wohnst, im Himmel. Höre und vergib!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|38}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|39}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|41}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|42}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|43}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|45}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|46}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|47}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|48}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|49}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=R%C3%B6mer_11&amp;diff=9835</id>
		<title>Römer 11</title>
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		<updated>2013-05-09T16:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}}   {{S|9}}   {{S|10}}   {{S|…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|23}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn ich möchte nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt ist, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet, nämlich dass Israel zu einem Teil Verstockung widerfahren ist, bis die Fülle der Völker eingegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: Aus Zion wird kommen der Retter, der die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} Was das Evangelium betrifft, sind sie zwar Feinde um euretwillen, aber was die Erwählung betrifft, sind sie Geliebte um der Väter willen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Denn unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam wart, jetzt aber Erbarmen gefunden habt infolge ihres Ungehorsams,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} so sind sie jetzt infolge des Erbarmens, das ihr gefunden habt, ungehorsam geworden, damit jetzt auch sie Erbarmen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_146&amp;diff=9834</id>
		<title>Psalm 146</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_146&amp;diff=9834"/>
		<updated>2013-05-09T16:03:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}} Halleluja! (Lobt JH!) Meine Seele, lobe JHWH!  {{S|2}} Ich will JHWH in meinem Leben loben. Ich w…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Halleluja! (Lobt JH!) Meine Seele, lobe JHWH!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Ich will JHWH in meinem Leben loben. Ich will Gott singen, solange ich bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Vertraut nicht auf Fürsten und nicht auf einen Menschensohn, bei dem keine Hilfe ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Sein Geist geht aus. Er geht zurück zu seiner Erde. An dem Tag gehen seine Gedanken verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung auf JHWH, seinem Gott, ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} welcher Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist; der, der ewiglich Treue hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Einer, der Recht schafft denen, die bedrückt werden; einer, der Brot gibt, denen, die Hunger haben. JHWH befreit die Gefesselten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} JHWH lässt Blinde sehen. JHWH richtet Gebeugte auf. JHWH liebt die Gerechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} JHWH beschützt Fremde. Waise und Witwe richtet er wieder auf. Aber den Weg der Gottlosen krümmt er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} JHWH wird ewig König sein, dein Gott, Zion, von Generation zu Generation. Halleluja! (Lobt JH!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_7&amp;diff=9833</id>
		<title>Jesaja 7</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_7&amp;diff=9833"/>
		<updated>2013-05-09T15:59:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xobin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
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{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und es geschah in den Tagen [von] Ahas, Sohn des Jotam, Sohn des Usija, König von Juda, dass heraufzog Rezin, König von Aram und Pekach, Sohn Remaljas, König von Israel nach Jerusalem zum Kampf gegen es, aber er konnte es nicht (vermochte nicht es zu) bekämpfen (ihm zu obsiegen){gegen es}.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es wurde gemeldet (angesagt) dem Haus Davids: Niedergelassen hat sich Aram auf Ephraim (im Gebiet von Ephraim). Und es bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, gleich dem (wie das) Beben der Bäume des Waldes (der Waldbäume) vor dem Wind.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und es sprach JHWH zu Jesaja: Gehe doch hinaus Ahas entgegen (zu Ahas), du und Schear-Jaschub („Ein Rest kehrt um“), dein Sohn, zum Ende der Wasserleitung des oberen Teiches zur Straße des Walkerfeldes (Walkerfeldstraße)&amp;lt;ref&amp;gt;Nördlich des Tempelberges.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|4}} und sage zu ihm: Hüte dich und halte dich ruhig. Fürchte dich nicht und dein Herz soll nicht verzagen vor diesen rauchenden Brandscheitstümpfen, vor dem Brand des Zorns Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas.&lt;br /&gt;
{{S|5}} Denn Aram hat gegen dich Böses geplant (beschlossen). Ephraim und der Sohn Remaljas folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{S|6}} Laßt uns heraufziehen gegen Juda und ihm Angst einjagen und es erobern (aufspalten/aufbrechen) für uns und zum König machen dort (inmitten/in der Mitte) den Sohn Tabeals&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich übersetzt bedeutet der Name „Gutnicht“ oder „Tunichtgut“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|7}} So spricht der Herr JHWH: Nicht wird es kommen und nicht geschehen.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Denn das Haupt (der Kopf) Arams ist Damaskus und das Haupt (der Kopf) von Damaskus ist Rezin und in fünfundsechzig Jahren wird abgebrochen sein Ephraim vom Volk. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Und das Haupt (der Kopf) von Ephraim ist Samaria und das Haupt (der Kopf) von Samaria ist der Sohn Remaljas. Wenn ihr nicht glaubt, dann habt ihr keinen Bestand (bleibt ihr nicht)&amp;lt;ref&amp;gt;„Glauben“ und „Bestand“ haben im Hebräischen die gleiche Wurzel: {{hebr}}אמן{{hebr ende}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und JHWH sprach erneut zu Ahas:&lt;br /&gt;
{{S|11}} Erbitte dir ein Zeichen von JHWH, deinem Gott, gehe tief in die Unterwelt1 oder gehe hoch nach oben.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da sagte Ahas: Ich will es nicht erbitten und ich will JHWH nicht versuchen.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Darauf sagte er: Höre, Haus Davids: Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüdet?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Deshalb wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die junge Frau ist schwanger und sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihn „Immanu-El“ nennen.&lt;br /&gt;
{{S|15}} Butter und Honig wird er essen, bis er lernt Böses zu verwerfen und Gutes zu wählen.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Denn bevor der Knabe lernt, Böses zu verwerfen und Gutes zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen die graut.&lt;br /&gt;
{{S|17}} JHWH wird über dich und dein Volk und das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, die nicht gekommen sind seit dem Tag des Abfalls Ephraims von Juda durch den König von Assur.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und an jenem Tag wird JHWH zu den Fliegen pfeifen, die am Ende der Ströme Ägyptens sind und zu den Bienen, die im Land Assur sind.&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und sie werden kommen und sie werden sich alle niederlassen in den Tälern der Schluchten und den Spalten der Felsen und in allen Dornbüschen und an allen Tränkstellen. &lt;br /&gt;
{{S|20}} An jenem Tag wird der Herr mit dem Schermesser, das er im Land jenseits des Stroms geliehen hat, mit dem König von Assur, den Kopf und die Beinbehaarung scheren und auch den Bart wird es wegnehmen.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und an jenem Tag wird ein Mann ein Rind und zwei Ziegen aufziehen.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und wegen der Menge Milch, die sie geben, wird Butter und Honig essen der ganze Rest im Innern des Landes.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und an jenem Tag werden an jedem Ort, dort, wo tausend Rebstöcke sind, tausend Silberlinge wert, Dornen und Disteln sein.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Mit Pfeil und Bogen wird man dorthin kommen, denn Disteln und Dornen werden im ganzen Land sein.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und zu allen Bergen die man mit der Hacke beharkt, wird man nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und es wird zur Weide für Stiere und zum Ort, der von Schafen zertreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xobin</name></author>
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