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	<title>Amos 7 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Sebastian Walter am 27. Mai 2023 um 19:43 Uhr</title>
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		<updated>2023-05-27T19:43:33Z</updated>

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Ohne damit schon eine Entscheidung treffen zu wollen, wird daher auch hier so analysiert, als seien die Verse wirklich Poesie – schlimmstenfalls wären damit die Verse etwas übersichtlicher formatiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da&#039;&#039; - Das heb. Wort für „da sandte“ steht im Heb. im Wayyiqtol, einer Verbform, die u.a. ausdrückt, dass das mit diesem Verb Geschilderte sich direkt an an das Vorangehende anschließt. Das passt hier sehr gut; s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sandte Amazja, der Priester von Bethel,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Amazja&#039;&#039;, heb. &#039;&#039;amaṣja&#039;&#039;, dt. „stark ist Jah“, klingt sehr ähnlich wie „Amos“. Tatsächlich sind die beiden Namen nicht verwandt: „Amos“ wird mit dem Buchstaben Samech geschrieben und kommt vom Wort &#039;&#039;amas&#039;&#039; („tragen“); „Amazja“ und seine Kurzform &#039;&#039;amoṣ&#039;&#039; („Amoz“), wie z.B. der Vater des Jesaja hieß (s. [[Jesaja 1#s1 |Jes 1,1]]) mit dem Buchstaben Sade und kommt vom Wort &#039;&#039;amaṣ&#039;&#039; („stark sein“).&amp;lt;br /&amp;gt;Der Gleichklang bleibt dennoch. Im Heb. waren die beiden Namen auch deshalb einander noch näher als in der dt. Üs., weil man hebräische Namensträger zu biblischer Zeit sowohl mit ihren Kurzform- als auch mit ihren Vollform-Namen ansprechen konnte. Der Prophet &#039;&#039;Micha&#039;&#039; („Wer ist wie [Jahu]“, [[Micha 1#s1 |Mi 1,1]]) wird in [[Jeremia 26#s18 |Jer 26,18]] z.B. &#039;&#039;Michajahu&#039;&#039; („Wer ist wie Jahu“) genannt. Zu weiteren Bspp. vgl. [https://www.dahpn.gwi.uni-muenchen.de/wp-content/uploads/MSSAP.pdf#0069 MSSAP §69]; exakt entsprechend z.B. &#039;&#039;Abi&#039;&#039; ([[2 Könige 18#s2 |2 Kön 18,2]]) vs. &#039;&#039;Abija&#039;&#039; ([[2 Chroniken 29#s1 |2 Chr 29,1]]). Zu „Amoz“ – nicht „Amos“ – und „Amazja“ vergleiche b.Meg 10b und b.Sot 10b, wo Rabbi Levi aus diesem Grund fabuliert, Jesajas Vater Amoz und König Amazja seien Brüder gewesen. „Amos“ hat hier also einen Gegenspieler, den man auch „Amoz“ nennen könnte. Zu ähnlichen Namenspaaren wie Amos und Amoz/Amazja vgl. Jabal, Jubal und Tubal-Kain in [[Genesis 4#s20 |Gen 4,20-22]]; Gog und Magog in [[Genesis 10#s2 |Gen 10,2]]; Uz und Buz in [[Genesis 22#s21 |Gen 22,21]]; Muppim und Huppim in [[Genesis 46#s21 |Gen 46,21]]; Eldad und Medad in [[Numeri 11#s26 |Num 11,26]]; Schufam und Hufam in [[Numeri 26#s39 |Num 26,39]]; Jannes und Jambres in [[2 Timotheus 3#s8 |2 Tim 3,8]]; Chillek und Billek in b.San 98a; vielleicht auch Machlon und Kiljon („schwächlich“ und „gebrechlich“) in [[Rut 1#s2 |Rut 1,2]] und vor allem Tobit, seinen Sohn Tobias und seinen Vater Tobiel (heb. &#039;&#039;tobi&#039;&#039;, &#039;&#039;tobijah&#039;&#039; und &#039;&#039;tobi`el&#039;&#039;) im Buch [[Tobit]].&amp;lt;br /&amp;gt;Hinzu kommt, dass es „&#039;&#039;den&#039;&#039; Priester von Bethel“ so nie gegeben haben dürfte; Bethel als eines der beiden größten Heiligtümer des Nordreiches hatte sicher eine ganze Priester-Schar. In der Regel behilft man sich mit der Annahme, mit „dem Priester“ sei hier der &#039;&#039;Ober-Priester&#039;&#039; von Bethel gemeint (so schon Tg, so daher auch NeÜ), aber richtig Levin 1995, S. 310: Das steht so schlicht nicht im Text. Dass man den Austausch zwischen Amos und Amazja nicht als historisches Gespräch nehmen darf, sondern dass dieses Gespräch ganz für diesen Text-Zusammenhang Am 7,7-17 gestaltet wurde, ist ohnehin klar (s. die Anmerkungen). Es ist also gut möglich, dass man selbst die Figur Amazja nicht als historische Gestalt nehmen darf, sondern dass sie nur Antitypus des Amos sein soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; [eine Nachricht]&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|10}}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Frage nach dem Stil von Vv. 10-17 ist noch komplizierter als die nach dem von Vv. 1-9. Heute werden die Verse sehr einheitlich als Prosaerzählung gefasst, und wenn man sich nur am Inhalt und an der Häufigkeit von „Prosa-Partikeln“ orientiert, ist das auch gerechtfertigt. In jeder anderen Hinsicht sind Vv. 10-17 aber sogar „noch lyrischer“ als Vv. 1-9; Anfang des 20. Jahrhunderts war es daher üblicher, sie als Poesie zu analysieren (z.B. Elhorst; Löhr 1901, S. 27; Baumann 1903, S. 52; Harper; Guthe / Sievers 1907, S. 28; Staerk 1908, S. 12f.; Nowack; teilweise BHK). Ohne damit schon eine Entscheidung treffen zu wollen, wird daher auch hier so analysiert, als seien die Verse wirklich Poesie – schlimmstenfalls wären damit die Verse etwas übersichtlicher formatiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da&#039;&#039; - Das heb. Wort für „da sandte“ steht im Heb. im Wayyiqtol, einer Verbform, die u.a. ausdrückt, dass das mit diesem Verb Geschilderte sich direkt an an das Vorangehende anschließt. Das passt hier sehr gut; s. die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sandte Amazja, der Priester von Bethel,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Amazja&#039;&#039;, heb. &#039;&#039;amaṣja&#039;&#039;, dt. „stark ist Jah“, klingt sehr ähnlich wie „Amos“. Tatsächlich sind die beiden Namen nicht verwandt: „Amos“ wird mit dem Buchstaben Samech geschrieben und kommt vom Wort &#039;&#039;amas&#039;&#039; („tragen“); „Amazja“ und seine Kurzform &#039;&#039;amoṣ&#039;&#039; („Amoz“), wie z.B. der Vater des Jesaja hieß (s. [[Jesaja 1#s1 |Jes 1,1]]) mit dem Buchstaben Sade und kommt vom Wort &#039;&#039;amaṣ&#039;&#039; („stark sein“).&amp;lt;br /&amp;gt;Der Gleichklang bleibt dennoch. Im Heb. waren die beiden Namen auch deshalb einander noch näher als in der dt. Üs., weil man hebräische Namensträger zu biblischer Zeit sowohl mit ihren Kurzform- als auch mit ihren Vollform-Namen ansprechen konnte. Der Prophet &#039;&#039;Micha&#039;&#039; („Wer ist wie [Jahu]“, [[Micha 1#s1 |Mi 1,1]]) wird in [[Jeremia 26#s18 |Jer 26,18]] z.B. &#039;&#039;Michajahu&#039;&#039; („Wer ist wie Jahu“) genannt. Zu weiteren Bspp. vgl. [https://www.dahpn.gwi.uni-muenchen.de/wp-content/uploads/MSSAP.pdf#0069 MSSAP §69]; exakt entsprechend z.B. &#039;&#039;Abi&#039;&#039; ([[2 Könige 18#s2 |2 Kön 18,2]]) vs. &#039;&#039;Abija&#039;&#039; ([[2 Chroniken 29#s1 |2 Chr 29,1]]). Zu „Amoz“ – nicht „Amos“ – und „Amazja“ vergleiche b.Meg 10b und b.Sot 10b, wo Rabbi Levi aus diesem Grund fabuliert, Jesajas Vater Amoz und König Amazja seien Brüder gewesen. „Amos“ hat hier also einen Gegenspieler, den man auch „Amoz“ nennen könnte. Zu ähnlichen Namenspaaren wie Amos und Amoz/Amazja vgl. Jabal, Jubal und Tubal-Kain in [[Genesis 4#s20 |Gen 4,20-22]]; Gog und Magog in [[Genesis 10#s2 |Gen 10,2]]; Uz und Buz in [[Genesis 22#s21 |Gen 22,21]]; Muppim und Huppim in [[Genesis 46#s21 |Gen 46,21]]; Eldad und Medad in [[Numeri 11#s26 |Num 11,26]]; Schufam und Hufam in [[Numeri 26#s39 |Num 26,39]]; Jannes und Jambres in [[2 Timotheus 3#s8 |2 Tim 3,8]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; Asineus und Anileus in JosAnt 18.9&lt;/ins&gt;; Chillek und Billek in b.San 98a; vielleicht auch Machlon und Kiljon („schwächlich“ und „gebrechlich“) in [[Rut 1#s2 |Rut 1,2]] und vor allem Tobit, seinen Sohn Tobias und seinen Vater Tobiel (heb. &#039;&#039;tobi&#039;&#039;, &#039;&#039;tobijah&#039;&#039; und &#039;&#039;tobi`el&#039;&#039;) im Buch [[Tobit]].&amp;lt;br /&amp;gt;Hinzu kommt, dass es „&#039;&#039;den&#039;&#039; Priester von Bethel“ so nie gegeben haben dürfte; Bethel als eines der beiden größten Heiligtümer des Nordreiches hatte sicher eine ganze Priester-Schar. 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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_An Jerobeam, den König von Israel, wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Amazja „petzt“ hier nicht etwa, sondern V. 1 hat einen sehr greifbaren geschichtlichen Hintergrund: Prophetien wurden im Alten Orient natürlich als tatsächliche Prophetien aufgefasst, die über die Zukunft belehrten. Von besonderem Interesse sind in unserem Zhg. [[1 Könige 11#s29 |1 Kön 11,29-39]] und [[2 Könige 8#s10 |2 Kön 8,10-13]], wo beide Male ein Thronwechsel prophezeit wird; Prophetien konnten also auch gerade für Könige relevant sein. Aus diesem Grund hatte z.B. König David auch mehrere Privat-Seher (s. [[2 Samuel 24#s11 |2 Sam 24,11]]; [[1 Chroniken 25#s5 |1 Chr 25,5]]; [[2 Chroniken 35#s15 |2 Chr 35,15]]). Und aus dem selben Grund ließ sich zum Beispiel Zimri-Lim, der König von Mari, regelmäßig Berichte über Prophetien zukommen, in Assyrien wurden Prophetien am Königshof archiviert und in Esarhaddons Thronfolge-Vertrag wurde ähnlich wie in Mari bestimmt, dass u.a. jede negative Prophetie am Königshof gemeldet werden musste (an Assurbanipal ist auch ein entsprechender Brief erhalten). Ähnlich wird auch im hebräischen Lachisch-Brief 3 eine prophetische Warnung an einen Militärkommandanten weitergegeben (vgl. zu diesen Parallelen Couey 2008, S. 307f.). Vermutlich gehörten solche „Prophetie-Depeschen“ besonders in den Aufgabenbereich von Priestern, da diese Aufsichtspflicht über das prophetische Geschehen in ihrem Einzugsbereich hatten, s. [[Jeremia 29#s26 |Jer 29,26]]; auch [[Jeremia 20#s1 |Jer 20,1f.]]. Das ist es also, was hier geschieht. Dass Amos Prophetie derart „ent-theologisiert“ und gänzlich ins Politische transformiert wird, ist daher verständlich. Aber s. zu V. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_An Jerobeam, den König von Israel, wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Amazja „petzt“ hier nicht etwa, sondern V. 1 hat einen sehr greifbaren geschichtlichen Hintergrund: Prophetien wurden im Alten Orient natürlich als tatsächliche Prophetien aufgefasst, die über die Zukunft belehrten. Von besonderem Interesse sind in unserem Zhg. [[1 Könige 11#s29 |1 Kön 11,29-39]] und [[2 Könige 8#s10 |2 Kön 8,10-13]], wo beide Male ein Thronwechsel prophezeit wird; Prophetien konnten also auch gerade für Könige relevant sein. Aus diesem Grund hatte z.B. König David auch mehrere Privat-Seher (s. [[2 Samuel 24#s11 |2 Sam 24,11]]; [[1 Chroniken 25#s5 |1 Chr 25,5]]; [[2 Chroniken 35#s15 |2 Chr 35,15]]). Und aus dem selben Grund ließ sich zum Beispiel Zimri-Lim, der König von Mari, regelmäßig Berichte über Prophetien zukommen, in Assyrien wurden Prophetien am Königshof archiviert und in Esarhaddons Thronfolge-Vertrag wurde ähnlich wie in Mari bestimmt, dass u.a. jede negative Prophetie am Königshof gemeldet werden musste (an Assurbanipal ist auch ein entsprechender Brief erhalten). Ähnlich wird auch im hebräischen Lachisch-Brief 3 eine prophetische Warnung an einen Militärkommandanten weitergegeben (vgl. zu diesen Parallelen Couey 2008, S. 307f.). Vermutlich gehörten solche „Prophetie-Depeschen“ besonders in den Aufgabenbereich von Priestern, da diese Aufsichtspflicht über das prophetische Geschehen in ihrem Einzugsbereich hatten, s. [[Jeremia 29#s26 |Jer 29,26]]; auch [[Jeremia 20#s1 |Jer 20,1f.]]. Das ist es also, was hier geschieht. Dass Amos Prophetie derart „ent-theologisiert“ und gänzlich ins Politische transformiert wird, ist daher verständlich. Aber s. zu V. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 4. März 2022 um 22:50 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 4. März 2022 um 21:22 Uhr</title>
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Monat der Sommerfrucht (&amp;#039;&amp;#039;qeṣ&amp;#039;&amp;#039;).“ In der Aufzählung in 1QS x 7 folgt auf den „Doppelmonat der Spätsaat“ der Abschnitt des &amp;#039;&amp;#039;deše`&amp;#039;&amp;#039;, des „Grases“ (vgl. Talmon 1963, S. 183). Was Gott Amos hier sehen lässt, geschieht in diesem „Monat des Grases“: Das Getreide wurde ausgesät, ebenso „das Späte“, also entweder das Spätgetreide oder Gemüse wie z.B. Zwiebeln (Paul 1991, S. 227), und auch dies hat schon zu Wachsen begonnen (1b).&amp;lt;br /&amp;gt;1c präzisiert außerdem, dass der Spätwuchs oder die Spätsaat nach der „Mahd (&amp;#039;&amp;#039;gz&amp;#039;&amp;#039;) des Königs“ kam. Die meisten Kommentatoren nehmen an, diese Zeile sei später hinzugefügt worden und eine Glosse, die das seltene Wort &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039; als etwas erklären soll, das regulär nach der Spätsaat komme (daher z.B. HER05: „... als das Spätgras zu sprossen begann [die Spatsaat folgt auf den Schnitt für den König].“, ebenso B-R, EÜ 80, PAT, ZÜR 31; ähnlich BB: „... gerade als die Spätsaat aufzugehen begann. – Die Spätsaat wächst ja im Frühsommer, nachdem das Gras für den König gemäht worden ist. – ...“). Aber das ist absurd, ganz richtig Wellhausen 1893, S. 89 und Reventlow 1962, S. 30: „den Zeitgenossen des Amos [die ja alle selbst Ackerbau betrieben!] braucht nicht weitläufig gesagt zu werden, wann der &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039; stattfinde.“ Hintergrund von 1c ist stattdessen sehr wahrscheinlich der: Wenn im Alten Israel die Saat spross, wurden diese Sprosse während der Regenzeit noch mindestens einmal geschnitten, da in der Klimazone Israels dies dann und derart gestutzte Getreide trotzdem noch ohne Ertragsminderung nachwuchs. Vgl. Sifra 4,43 zu [[Deuteronomium 11#s15 |Dtn 11,15]]: „&amp;#039;&amp;#039;Du schneidest (&amp;#039;&amp;#039;gzz&amp;#039;&amp;#039;) und fütterst die ganze Regenzeit hindurch dein Vieh, und 30 Tage vor der Ernte wirst du damit aufhören. Und [dennoch] wird [das Feld] fortfahren, wachsen zu lassen und nicht weniger Getreide produzieren!&amp;#039;&amp;#039;“ (vgl. dazu Dalman, AuS I, S. 409-411); auch m.Men x 8: „&amp;#039;&amp;#039;Junges Getreide kann man [noch] abschneiden und damit das Vieh füttern.&amp;#039;&amp;#039;“; auch t.Men x 32; m.Peah ii 1; t.Peah i 8. Diesen Getreideschnitt / den letzten dieser Getreideschnitte bezeichnete man auch als „Schnitt des Königs“; wohl, weil der Ertrag / ein Teil des Ertrags als Getreidesteuer an die königlichen Stallungen ging. Offenbar müssen wir uns vorstellen, dass dieser „Schnitt des Königs“ je nach Witterung vor oder nach dem &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039; liegen konnte, und dies präzisiert hier 1c: In diesem Jahr war die „Königsmahd“ nach dem &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039;. So versteht die Zeile wohl auch Tg: „&amp;#039;&amp;#039;... zu Beginn des Sprießens der Spätsaat, und siehe, es war zu[r Zeit des] Nachwachsens nach der Königsmahd des Junggetreides.&amp;#039;&amp;#039;“ Die Heuschrecken fressen also erstens das im „Doppelmonat der Aussaat“ gesäte Getreide ab, zweitens auch noch die Triebe der „Spätsaat“, und drittens tun sie das zu einem Zeitpunkt, an dem die „Königsmahd“ bereits stattgefunden hat, der Zeitpunkt also schon abgelaufen ist, bis zu dem man von Heuschrecken angefressene Pflanzen noch einmal schneiden und dennoch verlustfreien Ertrag produzieren konnte. Zu einem ungünstigeren Zeitpunkt hätte die Heuschreckenplage gar nicht kommen können.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_Und siehe: Die Spätsaat (der Spätwuchs) [kam] nach der Mahd des Königs!&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Spätsaat (Spätwuchs)&amp;#039;&amp;#039; + &amp;#039;&amp;#039;Ernte des Königs&amp;#039;&amp;#039; - Im Alten Israel teilte man das Jahr nicht nur in Monate und Jahreszeiten ein, sondern bisweilen auch in agrikulturelle Abschnitte. Der bekannteste derartige Kalender ist der „Gezer-Kalender“, eine der ältesten Inschriften aus Israel überhaupt. Das Jahr wird dort u.a. eingeteilt in: „Doppelmonat der Aussaat. Doppelmonat der Spätsaat/des Spätwuchses (&amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039;, ‚das Späte‘). ... Monat der Sommerfrucht (&amp;#039;&amp;#039;qeṣ&amp;#039;&amp;#039;).“ In der Aufzählung in 1QS x 7 folgt auf den „Doppelmonat der Spätsaat“ der Abschnitt des &amp;#039;&amp;#039;deše`&amp;#039;&amp;#039;, des „Grases“ (vgl. Talmon 1963, S. 183). Was Gott Amos hier sehen lässt, geschieht in diesem „Monat des Grases“: Das Getreide wurde ausgesät, ebenso „das Späte“, also entweder das Spätgetreide oder Gemüse wie z.B. Zwiebeln (Paul 1991, S. 227), und auch dies hat schon zu Wachsen begonnen (1b).&amp;lt;br /&amp;gt;1c präzisiert außerdem, dass der Spätwuchs oder die Spätsaat nach der „Mahd (&amp;#039;&amp;#039;gz&amp;#039;&amp;#039;) des Königs“ kam. Die meisten Kommentatoren nehmen an, diese Zeile sei später hinzugefügt worden und eine Glosse, die das seltene Wort &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039; als etwas erklären soll, das regulär nach der Spätsaat komme (daher z.B. HER05: „... als das Spätgras zu sprossen begann [die Spatsaat folgt auf den Schnitt für den König].“, ebenso B-R, EÜ 80, PAT, ZÜR 31; ähnlich BB: „... gerade als die Spätsaat aufzugehen begann. – Die Spätsaat wächst ja im Frühsommer, nachdem das Gras für den König gemäht worden ist. – ...“). Aber das ist absurd, ganz richtig Wellhausen 1893, S. 89 und Reventlow 1962, S. 30: „den Zeitgenossen des Amos [die ja alle selbst Ackerbau betrieben!] braucht nicht weitläufig gesagt zu werden, wann der &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039; stattfinde.“ Hintergrund von 1c ist stattdessen sehr wahrscheinlich der: Wenn im Alten Israel die Saat spross, wurden diese Sprosse während der Regenzeit noch mindestens einmal geschnitten, da in der Klimazone Israels dies dann und derart gestutzte Getreide trotzdem noch ohne Ertragsminderung nachwuchs. Vgl. Sifra 4,43 zu [[Deuteronomium 11#s15 |Dtn 11,15]]: „&amp;#039;&amp;#039;Du schneidest (&amp;#039;&amp;#039;gzz&amp;#039;&amp;#039;) und fütterst die ganze Regenzeit hindurch dein Vieh, und 30 Tage vor der Ernte wirst du damit aufhören. Und [dennoch] wird [das Feld] fortfahren, wachsen zu lassen und nicht weniger Getreide produzieren!&amp;#039;&amp;#039;“ (vgl. dazu Dalman, AuS I, S. 409-411); auch m.Men x 8: „&amp;#039;&amp;#039;Junges Getreide kann man [noch] abschneiden und damit das Vieh füttern.&amp;#039;&amp;#039;“; auch t.Men x 32; m.Peah ii 1; t.Peah i 8. Diesen Getreideschnitt / den letzten dieser Getreideschnitte bezeichnete man auch als „Schnitt des Königs“; wohl, weil der Ertrag / ein Teil des Ertrags als Getreidesteuer an die königlichen Stallungen ging. Offenbar müssen wir uns vorstellen, dass dieser „Schnitt des Königs“ je nach Witterung vor oder nach dem &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039; liegen konnte, und dies präzisiert hier 1c: In diesem Jahr war die „Königsmahd“ nach dem &amp;#039;&amp;#039;leqeš&amp;#039;&amp;#039;. So versteht die Zeile wohl auch Tg: „&amp;#039;&amp;#039;... zu Beginn des Sprießens der Spätsaat, und siehe, es war zu[r Zeit des] Nachwachsens nach der Königsmahd des Junggetreides.&amp;#039;&amp;#039;“ Die Heuschrecken fressen also erstens das im „Doppelmonat der Aussaat“ gesäte Getreide ab, zweitens auch noch die Triebe der „Spätsaat“, und drittens tun sie das zu einem Zeitpunkt, an dem die „Königsmahd“ bereits stattgefunden hat, der Zeitpunkt also schon abgelaufen ist, bis zu dem man von Heuschrecken angefressene Pflanzen noch einmal schneiden und dennoch verlustfreien Ertrag produzieren konnte. 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Wahrscheinlich ist der Ausdruck ähnlich emphatisch wie [[Markus 9#s3 |Mk 9,3]]: „die Pflanzen &amp;#039;&amp;#039;auf der ganzen Erde&amp;#039;&amp;#039;“, also „die Pflanzen samt und sonders.“ Der Ausdruck spielt dann zusammen mit dem Klangspiel am Anfang der Zeile, s. vorige FN.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Und [dies] würde geschehen, wenn man fertig sein würde, die Pflanzen {der Erde} zu essen.)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die obige Üs. von &amp;#039;&amp;#039;2a&amp;#039;&amp;#039; ist eine Verlegenheitsübersetzung. Die Parallelität von V. 2 mit V. 4 macht fast sicher, dass hier gesagt werden soll, dass die Heuschrecken die Pflanzen abfressen. Das scheint grammatisch aber nicht möglich zu sein: Grammatisch müsste man meinen, dass die Alternativübersetzung die korrekte ist. 2a wäre dann eine weitere Zeitangabe nach den beiden in 1c und 1d, die Heuschrecken kämen also erstens zu einem Zeitpunkt, zu dem es aussichtslos ist, dass nach ihrem Weiterziehen noch einmal etwas wachsen könnte (s.o.) und zweitens zu einem Zeitpunkt, zu dem auch sonst keine pflanzliche Nahrung mehr übrig ist, weil man sie direkt vor der Erntezeit bereits restlos verspeist hat. Zum &amp;#039;&amp;#039;wehajah `im&amp;#039;&amp;#039;-Satz ohne Apodosis ließe sich nur [[Sacharja 6#s15 |Sach 6,15]] vergleichen, zu &amp;#039;&amp;#039;wehajah `im&amp;#039;&amp;#039; mit temporalem statt konditionalem &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; nur [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]] (!) und vielleicht [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|2}} Und als sie gerade gänzlich fraßen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gänzlich fraßen&amp;#039;&amp;#039; - Klangspiel: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ah &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e`e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; dass sie es „gänzlich“ (&amp;#039;&amp;#039;killah&amp;#039;&amp;#039;) fressen (&amp;#039;&amp;#039;le`ekol&amp;#039;&amp;#039;) wird durch die Ähnlichkeit der beiden Wörter zusätzlich unterstrichen.&amp;lt;/ref&amp;gt; ([damit] endeten, abzufressen) [sämtliche] Pflanzen {der Erde},&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[sämtliche] Pflanzen {&amp;lt;s&amp;gt;der Erde&amp;lt;/s&amp;gt;}&amp;#039;&amp;#039; - „der Erde“ ist hier ganz überflüssig; natürlich geht es um irdische Pflanzen. 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Das scheint grammatisch aber nicht möglich zu sein: Grammatisch müsste man meinen, dass die Alternativübersetzung die korrekte ist. 2a wäre dann eine weitere Zeitangabe nach den beiden in 1c und 1d, die Heuschrecken kämen also erstens zu einem Zeitpunkt, zu dem es aussichtslos ist, dass nach ihrem Weiterziehen noch einmal etwas wachsen könnte (s.o.) und zweitens zu einem Zeitpunkt, zu dem auch sonst keine pflanzliche Nahrung mehr übrig ist, weil man sie direkt vor der Erntezeit bereits restlos verspeist hat. Zum &amp;#039;&amp;#039;wehajah `im&amp;#039;&amp;#039;-Satz ohne Apodosis ließe sich nur [[Sacharja 6#s15 |Sach 6,15]] vergleichen, zu &amp;#039;&amp;#039;wehajah `im&amp;#039;&amp;#039; mit temporalem statt konditionalem &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; nur [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]] (!) und vielleicht [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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[[Numeri 15#s24 |Num 15,24]]; [[Deuteronomium 8#s19 |Dtn 8,19]]; [[Deuteronomium 11#s13 |11,13]]; [[Deuteronomium 20#s11 |20,11]]; [[Deuteronomium 21#s14 |21,14]]; [[Deuteronomium 24#s1 |24,1]]; [[Deuteronomium 25#s2 |25,2]]; [[Deuteronomium 28#s1 |28,1.15]]; [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[1 Samuel 23#s23 |23,23]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]]; [[1 Könige 11#s38 |11,38]]; [[Jeremia 12#s16 |Jer 12,16]]; [[Jeremia 17#s24 |17,24]]; [[Amos 6#s9 |Am 6,9]]) oder selten auch ein iterativer Satz (s. [[Genesis 38#s9 |Gen 38,9]]; [[Numeri 21#s9 |Num 21,9]]; [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]]) sein wird. Der &#039;&#039;`im&#039;&#039;-Satz ist dabei fast stets ein konditionaler Satz. Bsp: Am 6,9: „Und es wird geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): Wenn (&#039;&#039;`im&#039;&#039; = falls) zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, [Apodosis:] werden sie sterben.“ Ähnlich kann &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; mit folgendem &#039;&#039;b-&#039;&#039; + [Zeitangabe] oder mit &#039;&#039;b-&#039;&#039; + Inf. cstr. verwendet werden (s. z.B. [[Deuteronomium 27#s2 |Dtn 27,2.4]]: „Und es soll geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): Am Tag, an dem ihr über den Jordan setzt..., [Apodosis:] sollst du dir große Steine aufrichten. ... [V. 4:] Und es soll geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): nach-eurem-Übersetzen über den Jordan ... [Apodosis:] sollt ihr diese Steine ... auf dem Berg Ebal aufrichten.“) oder mit &#039;&#039;k-&#039;&#039; / &#039;&#039;ki&#039;&#039; / &#039;&#039;ka`ašer&#039;&#039; (z.B. [[Deuteronomium 26#s1 |Dtn 26,1f.]]: „Und es soll geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): Wenn (&#039;&#039;ki&#039;&#039;) du in das Land kommst ..., [Apodosis: sollst du deine Erstlingsfrüchte opfern].“). Das Verb in der Apodosis ist dabei stets ein Yiqtol- oder Weqatal-Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;In 2a macht diese Konstruktion aber keinen Sinn, daher scheint man rein syntaktisch wie in Sach 6,15 &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; hier &#039;&#039;doch&#039;&#039; als Vollverb auffassen und übersetzen zu müssen wie in der Alternativübersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Primärübersetzung orientiert sich stattdessen hieran: Neben Am 7,2 werden weitere neun Stellen gelegentlich als Fälle mit „außergewöhnlicher &#039;&#039;wehajah&#039;&#039;-Verwendung“ aufgezählt. Aus diesen auszuscheiden sind sicher Ri 6,3 (s.o.: iterativ; mit Weqatal in der Apodosis gehört die Stelle ohnehin nicht in diese Reihe); [[2 Samuel 6#s16 |2 Sam 6,16]] (wo 4QSam&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; und der parallele Vers [[2 Chroniken 15#s29 |2 Chr 15,29]] &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; haben) und [[Jesaja 37#s11 |Jes 37,11]] (wo erstens alle wichtigen MSS nach dem Vers Setumah haben, so dass man sicher nicht als Protasis analysieren kann, und wo zweitens ebenfalls viele MSS &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; lesen). Damit bleiben als Parallelen immerhin noch die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vier &lt;/del&gt;Verse [[1 Samuel 10#s9 |&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1 Sam &lt;/del&gt;10,9]]; [[1 Samuel 13#s22 |13,22]]; [[1 Samuel 17#s48 |17,48]]; [[2 Könige 3#s15 |2 Kön 3,15]], bei denen ebenso wie scheinbar hier mit Wayyiqtol oder mit Qatal fortgefahren wird&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, außerdem vielleicht [[1 Samuel 1#s12 |1 Sam 1,12]], wo aber &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; eher wie in WHM nicht als Weqatal, sondern als Waw-Qatal zu analysieren ist&lt;/del&gt;. Vergleichbar ist außerdem der merkwürdige V. [[1 Samuel 25#s20 |1 Sam 25,20]], wo mit Partizip fortgefahren wird. Auch bei den 1 Sam-Stellen gibt es jeweils auch wenige MSS, die &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; oder nur &#039;&#039;hajah&#039;&#039; lesen; sehr wahrscheinlich sind dies aber sämtlich nachträgliche Korrekturen und deshalb so schwach und i.d.R. nur in jungen MSS bezeugt; bei 2 Kön 3,15 scheint es gar keine alternative Lesart zu geben (auch hier will aber BHS &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; lesen). Isaksson 1998, S. 22f. und Blum 2008, S. 131 nehmen nun an, dass bei diesen Stellen &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; anzeigen soll, dass das in Protasis und Apodosis Geschilderte &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; geschehe (z.B. 1 Sam 10,9: „Und es geschah (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): &#039;&#039;Gleichzeitig mit&#039;&#039; seinem-sich-Umdrehen, um von Samuel wegzugehen, [Apodosis:] verwandelte Gott sein Herz“; entsprechend hier: „Und es geschah (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): &#039;&#039;Gleichzeitig damit, dass&#039;&#039; sie die Pflanzen vollständig abfraßen, [Protasis:] sprach ich: ...“; so zur Stelle bereits Gese 1981, S. 76 und bes. Seidl 1987; auch Kessler; Reimer 1992, S. 162; Rüterswörden 1993, S. 44). Eigentlich ist dies vor dem Hintergrund der sehr einheitlichen sonstigen Verwendung von &#039;&#039;wehajah&#039;&#039;-Vordersätzen eine zu gewagte Annahme (dagegen auch Stipp 1991, S. 538); sicher weniger gewagt ist die Annahme, dass hier jeweils &#039;&#039;wjhj&#039;&#039; als &#039;&#039;whjh&#039;&#039; verschrieben wurde, was aber an unserer Stelle wegen &#039;&#039;`im&#039;&#039; nicht funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;Andere Vorschläge gehen aber noch weniger an: (1) Garrett will die Stelle iterativ verstehen („Wann immer sie damit fertig wurden, die Pflanzen zu fressen, sprach ich...“), was sich aber nicht mit dem Wayyiqtol vereinbaren lässt; allenfalls müsste man zu Weyiqtol umvokalisieren. Auch textkritisch wird man dieses Problem nicht lösen können; der Text wird mindestens gestützt durch 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;, LXX, Tg und Syr. (2) Ginsburg; [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/112._The_Perfect_with_W%C4%81w_Consecutive#GHGpar-112-uu GKC §112 uu]; JM §119z; Bartczek 1980, S. 32; Hammershaimb und Reventlow 1962, S. 31 wollen dennoch &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; lesen, aber die Sequenz &#039;&#039;wajehi `im&#039;&#039; existiert nicht im Heb (und machte syntaktisch auch gar keinen Sinn). (3) Huesman 1956, S. 433 und Rudolph wollen &#039;&#039;wehajoh&#039;&#039; vokalisieren und als sequentiellen Inf. abs. analysieren, aber Inf. abs. von &#039;&#039;hjh&#039;&#039; findet sich sonst nur 6x als tautologischer Inf. ([[Genesis 18#s18 |Gen 18,18]]; [[Numeri 30#s6 |Num 30,6]]; [[1 Könige 13#s32 |1 Kön 13,32]]; [[Jeremia 15#s18 |Jer 15,18]]; [[Ezechiel 1#s3 |Ez 1,3]]; [[Ezechiel 20#s32 |20,32]]) und ohnehin führt sequentieller Inf. abs. den Modus des vorangehenden Verbs fort; der vorangehende Satz hier ist aber ein verbloser Satz. (4) Verbreitet ist außerdem die Textkorrektur von &#039;&#039;whjh `jm-klh&#039;&#039; zu &#039;&#039;wjhj h` mklh&#039;&#039; („Und es geschah: [Als] diese fertig seiend [waren] (die Pflanzen zu fressen)“, so z.B. BHS, Wellhausen, Harper, Driver, Sellin, Robinson, Mays), aber richtig Gordis 1979-80: das wäre kaum idiomatisch; weder die Sequenz &#039;&#039;wjhj h`&#039;&#039; noch &#039;&#039;klh&#039;&#039; i.S.v. „fertig sein“ als Partizip (wobei man Letzteres immerhin noch dadurch retten könnte, dass man &#039;&#039;klh&#039;&#039; nicht als „fertig sein“, sondern als „etw. gänzlich tun“ deutet). Grammatisch scheint man also nur analysieren zu können wie vor dem „Genauer“-Abschnitt erläutert; weil es aber strukturell so sehr zu erwarten ist, dass hier vom Fressen der Heuschrecken die Rede ist, hat man fast keine Wahl, als bei der Interpretation von Issakson und Blum mitzugehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Die Stelle beginnt mit &#039;&#039;wehajah `im&#039;&#039; („Und es wird/soll geschehen: Falls/wenn...“). In dieser Konstruktion ist &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; für gewöhnlich kein Vollverb, sondern ein Textdeiktikon, das anzeigt, dass der Satz nach dem direkt folgenden und mit &#039;&#039;`im&#039;&#039; eingeleiteten Satz ein futurischer oder modaler Satz (s. [[Numeri 15#s24 |Num 15,24]]; [[Deuteronomium 8#s19 |Dtn 8,19]]; [[Deuteronomium 11#s13 |11,13]]; [[Deuteronomium 20#s11 |20,11]]; [[Deuteronomium 21#s14 |21,14]]; [[Deuteronomium 24#s1 |24,1]]; [[Deuteronomium 25#s2 |25,2]]; [[Deuteronomium 28#s1 |28,1.15]]; [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[1 Samuel 23#s23 |23,23]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]]; [[1 Könige 11#s38 |11,38]]; [[Jeremia 12#s16 |Jer 12,16]]; [[Jeremia 17#s24 |17,24]]; [[Amos 6#s9 |Am 6,9]]) oder selten auch ein iterativer Satz (s. [[Genesis 38#s9 |Gen 38,9]]; [[Numeri 21#s9 |Num 21,9]]; [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]]) sein wird. Der &#039;&#039;`im&#039;&#039;-Satz ist dabei fast stets ein konditionaler Satz. Bsp: Am 6,9: „Und es wird geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): Wenn (&#039;&#039;`im&#039;&#039; = falls) zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, [Apodosis:] werden sie sterben.“ Ähnlich kann &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; mit folgendem &#039;&#039;b-&#039;&#039; + [Zeitangabe] oder mit &#039;&#039;b-&#039;&#039; + Inf. cstr. verwendet werden (s. z.B. [[Deuteronomium 27#s2 |Dtn 27,2.4]]: „Und es soll geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): Am Tag, an dem ihr über den Jordan setzt..., [Apodosis:] sollst du dir große Steine aufrichten. ... [V. 4:] Und es soll geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): nach-eurem-Übersetzen über den Jordan ... [Apodosis:] sollt ihr diese Steine ... auf dem Berg Ebal aufrichten.“) oder mit &#039;&#039;k-&#039;&#039; / &#039;&#039;ki&#039;&#039; / &#039;&#039;ka`ašer&#039;&#039; (z.B. [[Deuteronomium 26#s1 |Dtn 26,1f.]]: „Und es soll geschehen (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): Wenn (&#039;&#039;ki&#039;&#039;) du in das Land kommst ..., [Apodosis: sollst du deine Erstlingsfrüchte opfern].“). Das Verb in der Apodosis ist dabei stets ein Yiqtol- oder Weqatal-Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;In 2a macht diese Konstruktion aber keinen Sinn, daher scheint man rein syntaktisch wie in Sach 6,15 &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; hier &#039;&#039;doch&#039;&#039; als Vollverb auffassen und übersetzen zu müssen wie in der Alternativübersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Primärübersetzung orientiert sich stattdessen hieran: Neben Am 7,2 werden weitere neun Stellen gelegentlich als Fälle mit „außergewöhnlicher &#039;&#039;wehajah&#039;&#039;-Verwendung“ aufgezählt. Aus diesen auszuscheiden sind sicher Ri 6,3 (s.o.: iterativ; mit Weqatal in der Apodosis gehört die Stelle ohnehin nicht in diese Reihe); [[2 Samuel 6#s16 |2 Sam 6,16]] (wo 4QSam&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; und der parallele Vers [[2 Chroniken 15#s29 |2 Chr 15,29]] &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; haben) und [[Jesaja 37#s11 |Jes 37,11]] (wo erstens alle wichtigen MSS nach dem Vers Setumah haben, so dass man sicher nicht als Protasis analysieren kann, und wo zweitens ebenfalls viele MSS &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; lesen). Damit bleiben als Parallelen immerhin noch die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;fünf &lt;/ins&gt;Verse &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[1 Samuel 1#s12 |1 Sam 1,12]]; &lt;/ins&gt;[[1 Samuel 10#s9 |10,9]]; [[1 Samuel 13#s22 |13,22]]; [[1 Samuel 17#s48 |17,48]]; [[2 Könige 3#s15 |2 Kön 3,15]], bei denen ebenso wie scheinbar hier mit Wayyiqtol oder mit Qatal fortgefahren wird. Vergleichbar ist außerdem der merkwürdige V. [[1 Samuel 25#s20 |1 Sam 25,20]], wo mit Partizip fortgefahren wird. Auch bei den 1 Sam-Stellen gibt es jeweils auch wenige MSS, die &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; oder nur &#039;&#039;hajah&#039;&#039; lesen; sehr wahrscheinlich sind dies aber sämtlich nachträgliche Korrekturen und deshalb so schwach und i.d.R. nur in jungen MSS bezeugt; bei 2 Kön 3,15 scheint es gar keine alternative Lesart zu geben (auch hier will aber BHS &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; lesen). Isaksson 1998, S. 22f. und Blum 2008, S. 131 nehmen nun an, dass bei diesen Stellen &#039;&#039;wehajah&#039;&#039; anzeigen soll, dass das in Protasis und Apodosis Geschilderte &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; geschehe (z.B. 1 Sam 10,9: „Und es geschah (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): &#039;&#039;Gleichzeitig mit&#039;&#039; seinem-sich-Umdrehen, um von Samuel wegzugehen, [Apodosis:] verwandelte Gott sein Herz“; entsprechend hier: „Und es geschah (&#039;&#039;wehajah&#039;&#039;): &#039;&#039;Gleichzeitig damit, dass&#039;&#039; sie die Pflanzen vollständig abfraßen, [Protasis:] sprach ich: ...“; so zur Stelle bereits Gese 1981, S. 76 und bes. Seidl 1987; auch Kessler; Reimer 1992, S. 162; Rüterswörden 1993, S. 44). Eigentlich ist dies vor dem Hintergrund der sehr einheitlichen sonstigen Verwendung von &#039;&#039;wehajah&#039;&#039;-Vordersätzen eine zu gewagte Annahme (dagegen auch Stipp 1991, S. 538); sicher weniger gewagt ist die Annahme, dass hier jeweils &#039;&#039;wjhj&#039;&#039; als &#039;&#039;whjh&#039;&#039; verschrieben wurde, was aber an unserer Stelle wegen &#039;&#039;`im&#039;&#039; nicht funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;Andere Vorschläge gehen aber noch weniger an: (1) Garrett will die Stelle iterativ verstehen („Wann immer sie damit fertig wurden, die Pflanzen zu fressen, sprach ich...“), was sich aber nicht mit dem Wayyiqtol vereinbaren lässt; allenfalls müsste man zu Weyiqtol umvokalisieren. Auch textkritisch wird man dieses Problem nicht lösen können; der Text wird mindestens gestützt durch 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;, LXX, Tg und Syr. (2) Ginsburg; [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/112._The_Perfect_with_W%C4%81w_Consecutive#GHGpar-112-uu GKC §112 uu]; JM §119z; Bartczek 1980, S. 32; Hammershaimb und Reventlow 1962, S. 31 wollen dennoch &#039;&#039;wajehi&#039;&#039; lesen, aber die Sequenz &#039;&#039;wajehi `im&#039;&#039; existiert nicht im Heb (und machte syntaktisch auch gar keinen Sinn). (3) Huesman 1956, S. 433 und Rudolph wollen &#039;&#039;wehajoh&#039;&#039; vokalisieren und als sequentiellen Inf. abs. analysieren, aber Inf. abs. von &#039;&#039;hjh&#039;&#039; findet sich sonst nur 6x als tautologischer Inf. ([[Genesis 18#s18 |Gen 18,18]]; [[Numeri 30#s6 |Num 30,6]]; [[1 Könige 13#s32 |1 Kön 13,32]]; [[Jeremia 15#s18 |Jer 15,18]]; [[Ezechiel 1#s3 |Ez 1,3]]; [[Ezechiel 20#s32 |20,32]]) und ohnehin führt sequentieller Inf. abs. den Modus des vorangehenden Verbs fort; der vorangehende Satz hier ist aber ein verbloser Satz. (4) Verbreitet ist außerdem die Textkorrektur von &#039;&#039;whjh `jm-klh&#039;&#039; zu &#039;&#039;wjhj h` mklh&#039;&#039; („Und es geschah: [Als] diese fertig seiend [waren] (die Pflanzen zu fressen)“, so z.B. BHS, Wellhausen, Harper, Driver, Sellin, Robinson, Mays), aber richtig Gordis 1979-80: das wäre kaum idiomatisch; weder die Sequenz &#039;&#039;wjhj h`&#039;&#039; noch &#039;&#039;klh&#039;&#039; i.S.v. „fertig sein“ als Partizip (wobei man Letzteres immerhin noch dadurch retten könnte, dass man &#039;&#039;klh&#039;&#039; nicht als „fertig sein“, sondern als „etw. gänzlich tun“ deutet). Grammatisch scheint man also nur analysieren zu können wie vor dem „Genauer“-Abschnitt erläutert; weil es aber strukturell so sehr zu erwarten ist, dass hier vom Fressen der Heuschrecken die Rede ist, hat man fast keine Wahl, als bei der Interpretation von Issakson und Blum mitzugehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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MT vereindeutigt &amp;#039;&amp;#039;jqm&amp;#039;&amp;#039; durch Vokalisierung und Sym durch Übersetzung zu &amp;#039;&amp;#039;jqwm&amp;#039;&amp;#039; („bestehen, Bestand haben“), LXX, VUL und Syr dagegen zu &amp;#039;&amp;#039;jqjm&amp;#039;&amp;#039; („aufrichten“), was sich auch in wenigen MSS findet („Wer könnte Jakob aufrichten?“). Dass Tg &amp;#039;&amp;#039;jqwm&amp;#039;&amp;#039; stütze, wie BHQ behauptet, ist mindestens unsicher: „Wer steht auf (&amp;#039;&amp;#039;jqwm&amp;#039;&amp;#039;) und legt Fürbitte ein für Jakob?“ ist eher eine Doppeldeutung von &amp;#039;&amp;#039;jqm&amp;#039;&amp;#039; einmal als &amp;#039;&amp;#039;jqwm&amp;#039;&amp;#039; und einmal als &amp;#039;&amp;#039;jqjm&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;(1) MT könnte man zur Not schon zufriedenstellend auflösen als „&amp;#039;&amp;#039;Als&amp;#039;&amp;#039; wer könnte Jakob bestehen“, d.h. „Wer wäre Jakob, dass er bestehen könnte?“, was gut mit der nächsten Zeile zusammenstimmte (s. zur Konstruktion IBHS §18.2d; so z.B. Hitzig, Harper, Ehrlich. Vgl. [[Jesaja 51#s19 |Jes 51,19]]: „[Als] wer könnte ich dich trösten?“).  (2) Alternativ wird gelegentlich auf [[Rut 3#s16 |Rut 3,16]] verwiesen und &amp;#039;&amp;#039;mi&amp;#039;&amp;#039; danach als „Wie“ gedeutet (z.B. Garrett, Eidevall, Carroll) doch dieser V. ist nicht vergleichbar, s. dort. So aber fast alle Üss: „Wie sollte Jakob bestehen!?“ Beide Auflösungen stimmten auch gut zusammen mit [[Amos 8#s14 |Am 8,14]]; die beiden Wörter umrahmten dann das Visions-Quartett in Am 7-8. Das Wort dort wird auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass MT und Sym als &amp;#039;&amp;#039;jqwm&amp;#039;&amp;#039; deuteten. (3) Aber nach [[Amos 5#s2 |Am 5,2]] war doch wahrscheinlicher &amp;#039;&amp;#039;mi jaqim&amp;#039;&amp;#039; angezielt. So auch Dahl; Öttli 1901, S. 75; Riedel 1902, S. 28; auch Moldenhawer, Schegg, Struensee, LUT 84 („Wer soll Jakob wieder aufhelfen?“; nicht mehr LUT 17), R-S („Wer hilft nur Jakob auf?“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wer könnte Jakob [sonst] wieder aufrichten ([Als] wer könnte Jakob bestehen, Wie könnte Jakob [sonst] bestehen / [wieder] aufstehen?)?&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv2u4&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;wer könnte aufrichten ([Als] wer könnte bestehen, wie könnte bestehen?)&amp;#039;&amp;#039; - Der heb. Text hatte ursprünglich sicher die Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;mj jqm j´qb&amp;#039;&amp;#039;. 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Garrett, Eidevall, Carroll) doch dieser V. ist nicht vergleichbar, s. dort. So aber fast alle Üss: „Wie sollte Jakob bestehen!?“ Beide Auflösungen stimmten auch gut zusammen mit [[Amos 8#s14 |Am 8,14]]; die beiden Wörter umrahmten dann das Visions-Quartett in Am 7-8. Das Wort dort wird auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass MT und Sym als &amp;#039;&amp;#039;jqwm&amp;#039;&amp;#039; deuteten. (3) Aber nach [[Amos 5#s2 |Am 5,2]] war doch wahrscheinlicher &amp;#039;&amp;#039;mi jaqim&amp;#039;&amp;#039; angezielt. So auch Dahl; Öttli 1901, S. 75; Riedel 1902, S. 28; auch Moldenhawer, Schegg, Struensee, LUT 84 („Wer soll Jakob wieder aufhelfen?“; nicht mehr LUT 17), R-S („Wer hilft nur Jakob auf?“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 16:23 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 08:49 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Amos_7&amp;diff=32359&amp;oldid=prev</id>
		<title>Olaf: Markup korrigiert</title>
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		<updated>2021-10-12T20:05:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Markup korrigiert&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 12. Oktober 2021, 22:05 Uhr&lt;/td&gt;
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[[Numeri 15#s24 |Num 15,24]]; [[Deuteronomium 8#s19 |Dtn 8,19]]; [[Deuteronomium 11#s13 |11,13]]; [[Deuteronomium 20#s11 |20,11]]; [[Deuteronomium 21#s14 |21,14]]; [[Deuteronomium 24#s1 |24,1]]; [[Deuteronomium 25#s2 |25,2]]; [[Deuteronomium 28#s1 |28,1.15]]; [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[1 Samuel 23#s23 |23,23]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]]; [[1 Könige 11#s38 |11,38]]; [[Jeremia 12#s16 |Jer 12,16]]; [[Jeremia 17#s24 |17,24]]; [[Amos 6#s9 |Am 6,9]]) oder selten auch ein iterativer Satz (s. [[Genesis 38#s9 |Gen 38,9]]; [[Numeri 21#s9 |Num 21,9]]; [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]]) sein wird. Der &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039;-Satz ist dabei fast stets ein konditionaler Satz. Bsp: Am 6,9: „Und es wird geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; = falls) zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, [Apodosis:] werden sie sterben.“ Ähnlich kann &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; mit folgendem &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + [Zeitangabe] oder mit &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + Inf. cstr. verwendet werden (s. z.B. [[Deuteronomium 27#s2 |Dtn 27,2.4]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Am Tag, an dem ihr über den Jordan setzt..., [Apodosis:] sollst du dir große Steine aufrichten. ... [V. 4:] Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): nach-eurem-Übersetzen über den Jordan ... [Apodosis:] sollt ihr diese Steine ... auf dem Berg Ebal aufrichten.“) oder mit &amp;#039;&amp;#039;k-&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;ki&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;ka`ascher&amp;#039;&amp;#039; (z.B. [[Deuteronomium 26#s1 |Dtn 26,1f.]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;ki&amp;#039;&amp;#039;) du in das Land kommst ..., [Apodosis: sollst du deine Erstlingsfrüchte opfern].“). Das Verb in der Apodosis ist dabei stets ein Yiqtol- oder Weqatal-Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;In 2a macht diese Konstruktion aber keinen Sinn, daher scheint man rein syntaktisch wie in Sach 6,15 &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; hier &amp;#039;&amp;#039;doch&amp;#039;&amp;#039; als Vollverb auffassen und übersetzen zu müssen wie in der Alternativübersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Primärübersetzung orientiert sich stattdessen hieran: Neben Am 7,2 werden weitere neun Stellen gelegentlich als Fälle mit „außergewöhnlicher &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Verwendung“ aufgezählt. Aus diesen auszuscheiden sind sicher Ri 6,3 (s.o.: iterativ; mit Weqatal in der Apodosis gehört die Stelle ohnehin nicht in diese Reihe); [[2 Samuel 6#s16 |2 Sam 6,16]] (wo 4QSam&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; und der parallele Vers [[2 Chroniken 15#s29 |2 Chr 15,29]] &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; haben) und [[Jesaja 37#s11 |Jes 37,11]] (wo erstens alle wichtigen MSS nach dem Vers Setumah haben, so dass man sicher nicht als Protasis analysieren kann, und wo zweitens ebenfalls viele MSS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Damit bleiben als Parallelen immerhin noch die vier Verse [[1 Samuel 10#s9 |1 Sam 10,9]]; [[1 Samuel 13#s22 |13,22]]; [[1 Samuel 17#s48 |17,48]]; [[2 Könige 3#s15 |2 Kön 3,15]], bei denen ebenso wie scheinbar hier mit Wayyiqtol oder mit Qatal fortgefahren wird, außerdem vielleicht [[1 Samuel 1#s12 |1 Sam 1,12]], wo aber &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; eher wie in WHM nicht als Weqatal, sondern als Waw-Qatal zu analysieren ist. Vergleichbar ist außerdem der merkwürdige V. [[1 Samuel 25#s20 |1 Sam 25,20]], wo mit Partizip fortgefahren wird. Auch bei den 1 Sam-Stellen gibt es jeweils auch wenige MSS, die &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; oder nur &amp;#039;&amp;#039;hajah&amp;#039;&amp;#039; lesen; sehr wahrscheinlich sind dies aber sämtlich nachträgliche Korrekturen und deshalb so schwach und i.d.R. nur in jungen MSS bezeugt; bei 2 Kön 3,15 scheint es gar keine alternative Lesart zu geben (auch hier will aber BHS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Isaksson 1998, S. 22f. und Blum 2008, S. 131 nehmen nun an, dass bei diesen Stellen &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; anzeigen soll, dass das in Protasis und Apodosis Geschilderte &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; geschehe (z.B. 1 Sam 10,9: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig mit&amp;#039;&amp;#039; seinem-sich-Umdrehen, um von Samuel wegzugehen, [Apodosis:] verwandelte Gott sein Herz“; entsprechend hier: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig damit, dass&amp;#039;&amp;#039; sie die Pflanzen vollständig abfraßen, [Protasis:] sprach ich: ...“; so zur Stelle bereits Gese 1981, S. 76 und bes. Seidl 1987; auch Kessler; Reimer 1992, S. 162; Rüterswörden 1993, S. 44). Eigentlich ist dies vor dem Hintergrund der sehr einheitlichen sonstigen Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Vordersätzen eine zu gewagte Annahme (dagegen auch Stipp 1991, S. 538); sicher weniger gewagt ist die Annahme, dass hier jeweils &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; verschrieben wurde, was aber an unserer Stelle wegen &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; nicht funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;Andere Vorschläge gehen aber noch weniger an: (1) Garrett will die Stelle iterativ verstehen („Wann immer sie damit fertig wurden, die Pflanzen zu fressen, sprach ich...“), was sich aber nicht mit dem Wayyiqtol vereinbaren lässt; allenfalls müsste man zu Weyiqtol umvokalisieren. Auch textkritisch wird man dieses Problem nicht lösen können; der Text wird mindestens gestützt durch 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;, LXX, Tg und Syr. (2) Ginsburg; [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/112._The_Perfect_with_W%C4%81w_Consecutive#GHGpar-112-uu GKC §112 uu]; JM §119z; Bartczek 1980, S. 32; Hammershaimb und Reventlow 1962, S. 31 wollen dennoch &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen, aber die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wajehi `im&amp;#039;&amp;#039; existiert nicht im Heb (und machte syntaktisch auch gar keinen Sinn). (3) Huesman 1956, S. 433 und Rudolph wollen &amp;#039;&amp;#039;wehajoh&amp;#039;&amp;#039; vokalisieren und als sequentiellen Inf. abs. analysieren, aber Inf. abs. von &amp;#039;&amp;#039;hjh&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur 6x als tautologischer Inf. ([[Genesis 18#s18 |Gen 18,18]]; [[Numeri 30#s6 |Num 30,6]]; [[1 Könige 13#s32 |1 Kön 13,32]]; [[Jeremia 15#s18 |Jer 15,18]]; [[Ezechiel 1#s3 |Ez 1,3]]; [[Ezechiel 20#s32 |20,32]]) und ohnehin führt sequentieller Inf. abs. den Modus des vorangehenden Verbs fort; der vorangehende Satz hier ist aber ein verbloser Satz. (4) Verbreitet ist außerdem die Textkorrektur von &amp;#039;&amp;#039;whjh `jm-klh&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;wjhj h` mklh&amp;#039;&amp;#039; („Und es geschah: [Als] diese fertig seiend [waren] (die Pflanzen zu fressen)“, so z.B. BHS, Wellhausen, Harper, Driver, Sellin, Robinson, Mays), aber richtig Gordis 1979-80: das wäre kaum idiomatisch; weder die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wjhj h`&amp;#039;&amp;#039; noch &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; i.S.v. „fertig sein“ als Partizip (wobei man Letzteres immerhin noch dadurch retten könnte, dass man &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; nicht als „fertig sein“, sondern als „etw. gänzlich tun“ deutet). Grammatisch scheint man also nur analysieren zu können wie vor dem „Genauer“-Abschnitt erläutert; weil es aber strukturell so sehr zu erwarten ist, dass hier vom Fressen der Heuschrecken die Rede ist, hat man fast keine Wahl, als bei der Interpretation von Issakson und Blum mitzugehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Stelle beginnt mit &amp;#039;&amp;#039;wehajah `im&amp;#039;&amp;#039; („Und es wird/soll geschehen: Falls/wenn...“). In dieser Konstruktion ist &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; für gewöhnlich kein Vollverb, sondern ein Textdeiktikon, das anzeigt, dass der Satz nach dem direkt folgenden und mit &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; eingeleiteten Satz ein futurischer oder modaler Satz (s. [[Numeri 15#s24 |Num 15,24]]; [[Deuteronomium 8#s19 |Dtn 8,19]]; [[Deuteronomium 11#s13 |11,13]]; [[Deuteronomium 20#s11 |20,11]]; [[Deuteronomium 21#s14 |21,14]]; [[Deuteronomium 24#s1 |24,1]]; [[Deuteronomium 25#s2 |25,2]]; [[Deuteronomium 28#s1 |28,1.15]]; [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[1 Samuel 23#s23 |23,23]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]]; [[1 Könige 11#s38 |11,38]]; [[Jeremia 12#s16 |Jer 12,16]]; [[Jeremia 17#s24 |17,24]]; [[Amos 6#s9 |Am 6,9]]) oder selten auch ein iterativer Satz (s. [[Genesis 38#s9 |Gen 38,9]]; [[Numeri 21#s9 |Num 21,9]]; [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]]) sein wird. Der &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039;-Satz ist dabei fast stets ein konditionaler Satz. Bsp: Am 6,9: „Und es wird geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; = falls) zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, [Apodosis:] werden sie sterben.“ Ähnlich kann &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; mit folgendem &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + [Zeitangabe] oder mit &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + Inf. cstr. verwendet werden (s. z.B. [[Deuteronomium 27#s2 |Dtn 27,2.4]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Am Tag, an dem ihr über den Jordan setzt..., [Apodosis:] sollst du dir große Steine aufrichten. ... [V. 4:] Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): nach-eurem-Übersetzen über den Jordan ... [Apodosis:] sollt ihr diese Steine ... auf dem Berg Ebal aufrichten.“) oder mit &amp;#039;&amp;#039;k-&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;ki&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;ka`ascher&amp;#039;&amp;#039; (z.B. [[Deuteronomium 26#s1 |Dtn 26,1f.]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;ki&amp;#039;&amp;#039;) du in das Land kommst ..., [Apodosis: sollst du deine Erstlingsfrüchte opfern].“). Das Verb in der Apodosis ist dabei stets ein Yiqtol- oder Weqatal-Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;In 2a macht diese Konstruktion aber keinen Sinn, daher scheint man rein syntaktisch wie in Sach 6,15 &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; hier &amp;#039;&amp;#039;doch&amp;#039;&amp;#039; als Vollverb auffassen und übersetzen zu müssen wie in der Alternativübersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Primärübersetzung orientiert sich stattdessen hieran: Neben Am 7,2 werden weitere neun Stellen gelegentlich als Fälle mit „außergewöhnlicher &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Verwendung“ aufgezählt. Aus diesen auszuscheiden sind sicher Ri 6,3 (s.o.: iterativ; mit Weqatal in der Apodosis gehört die Stelle ohnehin nicht in diese Reihe); [[2 Samuel 6#s16 |2 Sam 6,16]] (wo 4QSam&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; und der parallele Vers [[2 Chroniken 15#s29 |2 Chr 15,29]] &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; haben) und [[Jesaja 37#s11 |Jes 37,11]] (wo erstens alle wichtigen MSS nach dem Vers Setumah haben, so dass man sicher nicht als Protasis analysieren kann, und wo zweitens ebenfalls viele MSS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Damit bleiben als Parallelen immerhin noch die vier Verse [[1 Samuel 10#s9 |1 Sam 10,9]]; [[1 Samuel 13#s22 |13,22]]; [[1 Samuel 17#s48 |17,48]]; [[2 Könige 3#s15 |2 Kön 3,15]], bei denen ebenso wie scheinbar hier mit Wayyiqtol oder mit Qatal fortgefahren wird, außerdem vielleicht [[1 Samuel 1#s12 |1 Sam 1,12]], wo aber &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; eher wie in WHM nicht als Weqatal, sondern als Waw-Qatal zu analysieren ist. Vergleichbar ist außerdem der merkwürdige V. [[1 Samuel 25#s20 |1 Sam 25,20]], wo mit Partizip fortgefahren wird. Auch bei den 1 Sam-Stellen gibt es jeweils auch wenige MSS, die &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; oder nur &amp;#039;&amp;#039;hajah&amp;#039;&amp;#039; lesen; sehr wahrscheinlich sind dies aber sämtlich nachträgliche Korrekturen und deshalb so schwach und i.d.R. nur in jungen MSS bezeugt; bei 2 Kön 3,15 scheint es gar keine alternative Lesart zu geben (auch hier will aber BHS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Isaksson 1998, S. 22f. und Blum 2008, S. 131 nehmen nun an, dass bei diesen Stellen &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; anzeigen soll, dass das in Protasis und Apodosis Geschilderte &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; geschehe (z.B. 1 Sam 10,9: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig mit&amp;#039;&amp;#039; seinem-sich-Umdrehen, um von Samuel wegzugehen, [Apodosis:] verwandelte Gott sein Herz“; entsprechend hier: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig damit, dass&amp;#039;&amp;#039; sie die Pflanzen vollständig abfraßen, [Protasis:] sprach ich: ...“; so zur Stelle bereits Gese 1981, S. 76 und bes. Seidl 1987; auch Kessler; Reimer 1992, S. 162; Rüterswörden 1993, S. 44). Eigentlich ist dies vor dem Hintergrund der sehr einheitlichen sonstigen Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Vordersätzen eine zu gewagte Annahme (dagegen auch Stipp 1991, S. 538); sicher weniger gewagt ist die Annahme, dass hier jeweils &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; verschrieben wurde, was aber an unserer Stelle wegen &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; nicht funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;Andere Vorschläge gehen aber noch weniger an: (1) Garrett will die Stelle iterativ verstehen („Wann immer sie damit fertig wurden, die Pflanzen zu fressen, sprach ich...“), was sich aber nicht mit dem Wayyiqtol vereinbaren lässt; allenfalls müsste man zu Weyiqtol umvokalisieren. Auch textkritisch wird man dieses Problem nicht lösen können; der Text wird mindestens gestützt durch 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;, LXX, Tg und Syr. (2) Ginsburg; [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/112._The_Perfect_with_W%C4%81w_Consecutive#GHGpar-112-uu GKC §112 uu]; JM §119z; Bartczek 1980, S. 32; Hammershaimb und Reventlow 1962, S. 31 wollen dennoch &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen, aber die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wajehi `im&amp;#039;&amp;#039; existiert nicht im Heb (und machte syntaktisch auch gar keinen Sinn). (3) Huesman 1956, S. 433 und Rudolph wollen &amp;#039;&amp;#039;wehajoh&amp;#039;&amp;#039; vokalisieren und als sequentiellen Inf. abs. analysieren, aber Inf. abs. von &amp;#039;&amp;#039;hjh&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur 6x als tautologischer Inf. ([[Genesis 18#s18 |Gen 18,18]]; [[Numeri 30#s6 |Num 30,6]]; [[1 Könige 13#s32 |1 Kön 13,32]]; [[Jeremia 15#s18 |Jer 15,18]]; [[Ezechiel 1#s3 |Ez 1,3]]; [[Ezechiel 20#s32 |20,32]]) und ohnehin führt sequentieller Inf. abs. den Modus des vorangehenden Verbs fort; der vorangehende Satz hier ist aber ein verbloser Satz. (4) Verbreitet ist außerdem die Textkorrektur von &amp;#039;&amp;#039;whjh `jm-klh&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;wjhj h` mklh&amp;#039;&amp;#039; („Und es geschah: [Als] diese fertig seiend [waren] (die Pflanzen zu fressen)“, so z.B. BHS, Wellhausen, Harper, Driver, Sellin, Robinson, Mays), aber richtig Gordis 1979-80: das wäre kaum idiomatisch; weder die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wjhj h`&amp;#039;&amp;#039; noch &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; i.S.v. „fertig sein“ als Partizip (wobei man Letzteres immerhin noch dadurch retten könnte, dass man &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; nicht als „fertig sein“, sondern als „etw. gänzlich tun“ deutet). Grammatisch scheint man also nur analysieren zu können wie vor dem „Genauer“-Abschnitt erläutert; weil es aber strukturell so sehr zu erwarten ist, dass hier vom Fressen der Heuschrecken die Rede ist, hat man fast keine Wahl, als bei der Interpretation von Issakson und Blum mitzugehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_Sprach ich (Da sprach ich): „Herr JHWH, bitte, vergib!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_Sprach ich (Da sprach ich): „Herr JHWH, bitte, vergib!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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MT vereindeutigt &#039;&#039;jqm&#039;&#039; durch Vokalisierung und Sym durch Übersetzung zu &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; („bestehen, Bestand haben“), LXX, VUL und Syr dagegen zu &#039;&#039;jqjm&#039;&#039; („aufrichten“), was sich auch in wenigen MSS findet („Wer könnte Jakob aufrichten?“). Dass Tg &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; stütze, wie BHQ behauptet, ist mindestens unsicher: „Wer steht auf (&#039;&#039;jqwm&#039;&#039;) und legt Fürbitte ein für Jakob?“ ist eher eine Doppeldeutung von &#039;&#039;jqm&#039;&#039; einmal als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; und einmal als &#039;&#039;jqjm&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;(1) MT könnte man zur Not schon zufriedenstellend auflösen als „&#039;&#039;Als&#039;&#039; wer könnte Jakob bestehen“, d.h. „Wer wäre Jakob, dass er bestehen könnte?“, was gut mit der nächsten Zeile zusammenstimmte (s. zur Konstruktion IBHS §18.2d; so z.B. Hitzig, Harper, Ehrlich. Vgl. [[Jesaja 51#s19 |Jes 51,19]]: „[Als] wer könnte ich dich trösten?“).  (2) Alternativ wird gelegentlich auf [[Rut 3#s16 |Rut 3,16]] verwiesen und &#039;&#039;mi&#039;&#039; danach als „Wie“ gedeutet (z.B. Garrett, Eidevall, Carroll) doch dieser V. ist nicht vergleichbar, s. dort. So aber fast alle Üss: „Wie sollte Jakob bestehen!?“ Beide Auflösungen stimmten auch gut zusammen mit [[Amos 8#s14 |Am 8,14]]; die beiden Wörter umrahmten dann das Visions-Quartett in Am 7-8. Das Wort dort wird auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass MT und Sym als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; deuteten. (3) Aber nach [[Amos 5#s2 |Am 5,2]] war doch wahrscheinlicher &#039;&#039;mi jaqim&#039;&#039; angezielt. So auch Dahl; Öttli 1901, S. 75; Riedel 1902, S. 28; auch Moldenhawer, Schegg, Struensee, LUT 84 („Wer soll Jakob wieder aufhelfen?“; nicht mehr LUT 17), R-S („Wer hilft nur Jakob auf?“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wer könnte Jakob [sonst] wieder aufrichten ([Als] wer könnte Jakob bestehen, Wie könnte Jakob [sonst] bestehen / [wieder] aufstehen?)?&amp;lt;ref name=&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;Vv2u4&quot;&lt;/ins&gt;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;wer könnte aufrichten ([Als] wer könnte bestehen, wie könnte bestehen?)&#039;&#039; - Der heb. Text hatte ursprünglich sicher die Konsonanten &#039;&#039;mj jqm j´qb&#039;&#039;. MT vereindeutigt &#039;&#039;jqm&#039;&#039; durch Vokalisierung und Sym durch Übersetzung zu &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; („bestehen, Bestand haben“), LXX, VUL und Syr dagegen zu &#039;&#039;jqjm&#039;&#039; („aufrichten“), was sich auch in wenigen MSS findet („Wer könnte Jakob aufrichten?“). Dass Tg &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; stütze, wie BHQ behauptet, ist mindestens unsicher: „Wer steht auf (&#039;&#039;jqwm&#039;&#039;) und legt Fürbitte ein für Jakob?“ ist eher eine Doppeldeutung von &#039;&#039;jqm&#039;&#039; einmal als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; und einmal als &#039;&#039;jqjm&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;(1) MT könnte man zur Not schon zufriedenstellend auflösen als „&#039;&#039;Als&#039;&#039; wer könnte Jakob bestehen“, d.h. „Wer wäre Jakob, dass er bestehen könnte?“, was gut mit der nächsten Zeile zusammenstimmte (s. zur Konstruktion IBHS §18.2d; so z.B. Hitzig, Harper, Ehrlich. Vgl. [[Jesaja 51#s19 |Jes 51,19]]: „[Als] wer könnte ich dich trösten?“).  (2) Alternativ wird gelegentlich auf [[Rut 3#s16 |Rut 3,16]] verwiesen und &#039;&#039;mi&#039;&#039; danach als „Wie“ gedeutet (z.B. Garrett, Eidevall, Carroll) doch dieser V. ist nicht vergleichbar, s. dort. So aber fast alle Üss: „Wie sollte Jakob bestehen!?“ Beide Auflösungen stimmten auch gut zusammen mit [[Amos 8#s14 |Am 8,14]]; die beiden Wörter umrahmten dann das Visions-Quartett in Am 7-8. Das Wort dort wird auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass MT und Sym als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; deuteten. (3) Aber nach [[Amos 5#s2 |Am 5,2]] war doch wahrscheinlicher &#039;&#039;mi jaqim&#039;&#039; angezielt. So auch Dahl; Öttli 1901, S. 75; Riedel 1902, S. 28; auch Moldenhawer, Schegg, Struensee, LUT 84 („Wer soll Jakob wieder aufhelfen?“; nicht mehr LUT 17), R-S („Wer hilft nur Jakob auf?“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Olaf</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 8. Oktober 2021 um 13:54 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-08T13:54:47Z</updated>

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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 8. Oktober 2021, 15:54 Uhr&lt;/td&gt;
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[[Numeri 15#s24 |Num 15,24]]; [[Deuteronomium 8#s19 |Dtn 8,19]]; [[Deuteronomium 11#s13 |11,13]]; [[Deuteronomium 20#s11 |20,11]]; [[Deuteronomium 21#s14 |21,14]]; [[Deuteronomium 24#s1 |24,1]]; [[Deuteronomium 25#s2 |25,2]]; [[Deuteronomium 28#s1 |28,1.15]]; [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[1 Samuel 23#s23 |23,23]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]]; [[1 Könige 11#s38 |11,38]]; [[Jeremia 12#s16 |Jer 12,16]]; [[Jeremia 17#s24 |17,24]]; [[Amos 6#s9 |Am 6,9]]) oder selten auch ein iterativer Satz (s. [[Genesis 38#s9 |Gen 38,9]]; [[Numeri 21#s9 |Num 21,9]]; [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]]) sein wird. Der &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039;-Satz ist dabei fast stets ein konditionaler Satz. Bsp: Am 6,9: „Und es wird geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; = falls) zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, [Apodosis:] werden sie sterben.“ Ähnlich kann &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; mit folgendem &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + [Zeitangabe] oder mit &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + Inf. cstr. verwendet werden (s. z.B. [[Deuteronomium 27#s2 |Dtn 27,2.4]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Am Tag, an dem ihr über den Jordan setzt..., [Apodosis:] sollst du dir große Steine aufrichten. ... [V. 4:] Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): nach-eurem-Übersetzen über den Jordan ... [Apodosis:] sollt ihr diese Steine ... auf dem Berg Ebal aufrichten.“) oder mit &amp;#039;&amp;#039;k-&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;ki&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;ka`ascher&amp;#039;&amp;#039; (z.B. [[Deuteronomium 26#s1 |Dtn 26,1f.]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;ki&amp;#039;&amp;#039;) du in das Land kommst ..., [Apodosis: sollst du deine Erstlingsfrüchte opfern].“). Das Verb in der Apodosis ist dabei stets ein Yiqtol- oder Weqatal-Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;In 2a macht diese Konstruktion aber keinen Sinn, daher scheint man rein syntaktisch wie in Sach 6,15 &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; hier &amp;#039;&amp;#039;doch&amp;#039;&amp;#039; als Vollverb auffassen und übersetzen zu müssen wie in der Alternativübersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Primärübersetzung orientiert sich stattdessen hieran: Neben Am 7,2 werden weitere neun Stellen gelegentlich als Fälle mit „außergewöhnlicher &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Verwendung“ aufgezählt. Aus diesen auszuscheiden sind sicher Ri 6,3 (s.o.: iterativ; mit Weqatal in der Apodosis gehört die Stelle ohnehin nicht in diese Reihe); [[2 Samuel 6#s16 |2 Sam 6,16]] (wo 4QSam&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; und der parallele Vers [[2 Chroniken 15#s29 |2 Chr 15,29]] &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; haben) und [[Jesaja 37#s11 |Jes 37,11]] (wo erstens alle wichtigen MSS nach dem Vers Setumah haben, so dass man sicher nicht als Protasis analysieren kann, und wo zweitens ebenfalls viele MSS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Damit bleiben als Parallelen immerhin noch die vier Verse [[1 Samuel 10#s9 |1 Sam 10,9]]; [[1 Samuel 13#s22 |13,22]]; [[1 Samuel 17#s48 |17,48]]; [[2 Könige 3#s15 |2 Kön 3,15]], bei denen ebenso wie scheinbar hier mit Wayyiqtol oder mit Qatal fortgefahren wird, außerdem vielleicht [[1 Samuel 1#s12 |1 Sam 1,12]], wo aber &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; eher wie in WHM nicht als Weqatal, sondern als Waw-Qatal zu analysieren ist. Vergleichbar ist außerdem der merkwürdige V. [[1 Samuel 25#s20 |1 Sam 25,20]], wo mit Partizip fortgefahren wird. Auch bei den 1 Sam-Stellen gibt es jeweils auch wenige MSS, die &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; oder nur &amp;#039;&amp;#039;hajah&amp;#039;&amp;#039; lesen; sehr wahrscheinlich sind dies aber sämtlich nachträgliche Korrekturen und deshalb so schwach und i.d.R. nur in jungen MSS bezeugt; bei 2 Kön 3,15 scheint es gar keine alternative Lesart zu geben (auch hier will aber BHS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Isaksson 1998, S. 22f. und Blum 2008, S. 131 nehmen nun an, dass bei diesen Stellen &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; anzeigen soll, dass das in Protasis und Apodosis Geschilderte &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; geschehe (z.B. 1 Sam 10,9: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig mit&amp;#039;&amp;#039; seinem-sich-Umdrehen, um von Samuel wegzugehen, [Apodosis:] verwandelte Gott sein Herz“; entsprechend hier: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig damit, dass&amp;#039;&amp;#039; sie die Pflanzen vollständig abfraßen, [Protasis:] sprach ich: ...“; so zur Stelle bereits Gese 1981, S. 76 und bes. Seidl 1987; auch Kessler; Reimer 1992, S. 162; Rüterswörden 1993, S. 44). Eigentlich ist dies vor dem Hintergrund der sehr einheitlichen sonstigen Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Vordersätzen eine zu gewagte Annahme (dagegen auch Stipp 1991, S. 538); sicher weniger gewagt ist die Annahme, dass hier jeweils &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; verschrieben wurde, was aber an unserer Stelle wegen &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; nicht funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;Andere Vorschläge gehen aber noch weniger an: (1) Garrett will die Stelle iterativ verstehen („Wann immer sie damit fertig wurden, die Pflanzen zu fressen, sprach ich...“), was sich aber nicht mit dem Wayyiqtol vereinbaren lässt; allenfalls müsste man zu Weyiqtol umvokalisieren. Auch textkritisch wird man dieses Problem nicht lösen können; der Text wird mindestens gestützt durch 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;, LXX, Tg und Syr. (2) Ginsburg; [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/112._The_Perfect_with_W%C4%81w_Consecutive#GHGpar-112-uu GKC §112 uu]; JM §119z; Bartczek 1980, S. 32; Hammershaimb und Reventlow 1962, S. 31 wollen dennoch &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen, aber die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wajehi `im&amp;#039;&amp;#039; existiert nicht im Heb (und machte syntaktisch auch gar keinen Sinn). (3) Huesman 1956, S. 433 und Rudolph wollen &amp;#039;&amp;#039;wehajoh&amp;#039;&amp;#039; vokalisieren und als sequentiellen Inf. abs. analysieren, aber Inf. abs. von &amp;#039;&amp;#039;hjh&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur 6x als tautologischer Inf. ([[Genesis 18#s18 |Gen 18,18]]; [[Numeri 30#s6 |Num 30,6]]; [[1 Könige 13#s32 |1 Kön 13,32]]; [[Jeremia 15#s18 |Jer 15,18]]; [[Ezechiel 1#s3 |Ez 1,3]]; [[Ezechiel 20#s32 |20,32]]) und ohnehin führt sequentieller Inf. abs. den Modus des vorangehenden Verbs fort; der vorangehende Satz hier ist aber ein verbloser Satz. (4) Verbreitet ist außerdem die Textkorrektur von &amp;#039;&amp;#039;whjh `jm-klh&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;wjhj h` mklh&amp;#039;&amp;#039; („Und es geschah: [Als] diese fertig seiend [waren] (die Pflanzen zu fressen)“, so z.B. BHS, Wellhausen, Harper, Driver, Sellin, Robinson, Mays), aber richtig Gordis 1979-80: das wäre kaum idiomatisch; weder die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wjhj h`&amp;#039;&amp;#039; noch &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; i.S.v. „fertig sein“ als Partizip (wobei man Letzteres immerhin noch dadurch retten könnte, dass man &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; nicht als „fertig sein“, sondern als „etw. gänzlich tun“ deutet). Grammatisch scheint man also nur analysieren zu können wie vor dem „Genauer“-Abschnitt erläutert; weil es aber strukturell so sehr zu erwarten ist, dass hier vom Fressen der Heuschrecken die Rede ist, hat man fast keine Wahl, als bei der Interpretation von Issakson und Blum mitzugehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Stelle beginnt mit &amp;#039;&amp;#039;wehajah `im&amp;#039;&amp;#039; („Und es wird/soll geschehen: Falls/wenn...“). In dieser Konstruktion ist &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; für gewöhnlich kein Vollverb, sondern ein Textdeiktikon, das anzeigt, dass der Satz nach dem direkt folgenden und mit &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; eingeleiteten Satz ein futurischer oder modaler Satz (s. [[Numeri 15#s24 |Num 15,24]]; [[Deuteronomium 8#s19 |Dtn 8,19]]; [[Deuteronomium 11#s13 |11,13]]; [[Deuteronomium 20#s11 |20,11]]; [[Deuteronomium 21#s14 |21,14]]; [[Deuteronomium 24#s1 |24,1]]; [[Deuteronomium 25#s2 |25,2]]; [[Deuteronomium 28#s1 |28,1.15]]; [[Richter 4#s20 |Ri 4,20]]; [[1 Samuel 3#s9 |1 Sam 3,9]]; [[1 Samuel 23#s23 |23,23]]; [[2 Samuel 11#s20 |2 Sam 11,20]]; [[1 Könige 11#s38 |11,38]]; [[Jeremia 12#s16 |Jer 12,16]]; [[Jeremia 17#s24 |17,24]]; [[Amos 6#s9 |Am 6,9]]) oder selten auch ein iterativer Satz (s. [[Genesis 38#s9 |Gen 38,9]]; [[Numeri 21#s9 |Num 21,9]]; [[Richter 6#s3 |Ri 6,3]]) sein wird. Der &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039;-Satz ist dabei fast stets ein konditionaler Satz. Bsp: Am 6,9: „Und es wird geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Wenn (&amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; = falls) zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, [Apodosis:] werden sie sterben.“ Ähnlich kann &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; mit folgendem &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + [Zeitangabe] oder mit &amp;#039;&amp;#039;b-&amp;#039;&amp;#039; + Inf. cstr. verwendet werden (s. z.B. [[Deuteronomium 27#s2 |Dtn 27,2.4]]: „Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): Am Tag, an dem ihr über den Jordan setzt..., [Apodosis:] sollst du dir große Steine aufrichten. ... [V. 4:] Und es soll geschehen (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): nach-eurem-Übersetzen über den Jordan ... 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Das Verb in der Apodosis ist dabei stets ein Yiqtol- oder Weqatal-Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;In 2a macht diese Konstruktion aber keinen Sinn, daher scheint man rein syntaktisch wie in Sach 6,15 &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; hier &amp;#039;&amp;#039;doch&amp;#039;&amp;#039; als Vollverb auffassen und übersetzen zu müssen wie in der Alternativübersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Primärübersetzung orientiert sich stattdessen hieran: Neben Am 7,2 werden weitere neun Stellen gelegentlich als Fälle mit „außergewöhnlicher &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Verwendung“ aufgezählt. Aus diesen auszuscheiden sind sicher Ri 6,3 (s.o.: iterativ; mit Weqatal in der Apodosis gehört die Stelle ohnehin nicht in diese Reihe); [[2 Samuel 6#s16 |2 Sam 6,16]] (wo 4QSam&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; und der parallele Vers [[2 Chroniken 15#s29 |2 Chr 15,29]] &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; haben) und [[Jesaja 37#s11 |Jes 37,11]] (wo erstens alle wichtigen MSS nach dem Vers Setumah haben, so dass man sicher nicht als Protasis analysieren kann, und wo zweitens ebenfalls viele MSS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Damit bleiben als Parallelen immerhin noch die vier Verse [[1 Samuel 10#s9 |1 Sam 10,9]]; [[1 Samuel 13#s22 |13,22]]; [[1 Samuel 17#s48 |17,48]]; [[2 Könige 3#s15 |2 Kön 3,15]], bei denen ebenso wie scheinbar hier mit Wayyiqtol oder mit Qatal fortgefahren wird, außerdem vielleicht [[1 Samuel 1#s12 |1 Sam 1,12]], wo aber &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; eher wie in WHM nicht als Weqatal, sondern als Waw-Qatal zu analysieren ist. Vergleichbar ist außerdem der merkwürdige V. [[1 Samuel 25#s20 |1 Sam 25,20]], wo mit Partizip fortgefahren wird. Auch bei den 1 Sam-Stellen gibt es jeweils auch wenige MSS, die &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; oder nur &amp;#039;&amp;#039;hajah&amp;#039;&amp;#039; lesen; sehr wahrscheinlich sind dies aber sämtlich nachträgliche Korrekturen und deshalb so schwach und i.d.R. nur in jungen MSS bezeugt; bei 2 Kön 3,15 scheint es gar keine alternative Lesart zu geben (auch hier will aber BHS &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen). Isaksson 1998, S. 22f. und Blum 2008, S. 131 nehmen nun an, dass bei diesen Stellen &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039; anzeigen soll, dass das in Protasis und Apodosis Geschilderte &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; geschehe (z.B. 1 Sam 10,9: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig mit&amp;#039;&amp;#039; seinem-sich-Umdrehen, um von Samuel wegzugehen, [Apodosis:] verwandelte Gott sein Herz“; entsprechend hier: „Und es geschah (&amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;): &amp;#039;&amp;#039;Gleichzeitig damit, dass&amp;#039;&amp;#039; sie die Pflanzen vollständig abfraßen, [Protasis:] sprach ich: ...“; so zur Stelle bereits Gese 1981, S. 76 und bes. Seidl 1987; auch Kessler; Reimer 1992, S. 162; Rüterswörden 1993, S. 44). Eigentlich ist dies vor dem Hintergrund der sehr einheitlichen sonstigen Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wehajah&amp;#039;&amp;#039;-Vordersätzen eine zu gewagte Annahme (dagegen auch Stipp 1991, S. 538); sicher weniger gewagt ist die Annahme, dass hier jeweils &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; verschrieben wurde, was aber an unserer Stelle wegen &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; nicht funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;Andere Vorschläge gehen aber noch weniger an: (1) Garrett will die Stelle iterativ verstehen („Wann immer sie damit fertig wurden, die Pflanzen zu fressen, sprach ich...“), was sich aber nicht mit dem Wayyiqtol vereinbaren lässt; allenfalls müsste man zu Weyiqtol umvokalisieren. Auch textkritisch wird man dieses Problem nicht lösen können; der Text wird mindestens gestützt durch 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;, LXX, Tg und Syr. (2) Ginsburg; [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/112._The_Perfect_with_W%C4%81w_Consecutive#GHGpar-112-uu GKC §112 uu]; JM §119z; Bartczek 1980, S. 32; Hammershaimb und Reventlow 1962, S. 31 wollen dennoch &amp;#039;&amp;#039;wajehi&amp;#039;&amp;#039; lesen, aber die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wajehi `im&amp;#039;&amp;#039; existiert nicht im Heb (und machte syntaktisch auch gar keinen Sinn). (3) Huesman 1956, S. 433 und Rudolph wollen &amp;#039;&amp;#039;wehajoh&amp;#039;&amp;#039; vokalisieren und als sequentiellen Inf. abs. analysieren, aber Inf. abs. von &amp;#039;&amp;#039;hjh&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur 6x als tautologischer Inf. ([[Genesis 18#s18 |Gen 18,18]]; [[Numeri 30#s6 |Num 30,6]]; [[1 Könige 13#s32 |1 Kön 13,32]]; [[Jeremia 15#s18 |Jer 15,18]]; [[Ezechiel 1#s3 |Ez 1,3]]; [[Ezechiel 20#s32 |20,32]]) und ohnehin führt sequentieller Inf. abs. den Modus des vorangehenden Verbs fort; der vorangehende Satz hier ist aber ein verbloser Satz. (4) Verbreitet ist außerdem die Textkorrektur von &amp;#039;&amp;#039;whjh `jm-klh&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;wjhj h` mklh&amp;#039;&amp;#039; („Und es geschah: [Als] diese fertig seiend [waren] (die Pflanzen zu fressen)“, so z.B. BHS, Wellhausen, Harper, Driver, Sellin, Robinson, Mays), aber richtig Gordis 1979-80: das wäre kaum idiomatisch; weder die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;wjhj h`&amp;#039;&amp;#039; noch &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; i.S.v. „fertig sein“ als Partizip (wobei man Letzteres immerhin noch dadurch retten könnte, dass man &amp;#039;&amp;#039;klh&amp;#039;&amp;#039; nicht als „fertig sein“, sondern als „etw. gänzlich tun“ deutet). Grammatisch scheint man also nur analysieren zu können wie vor dem „Genauer“-Abschnitt erläutert; weil es aber strukturell so sehr zu erwarten ist, dass hier vom Fressen der Heuschrecken die Rede ist, hat man fast keine Wahl, als bei der Interpretation von Issakson und Blum mitzugehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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MT vereindeutigt &#039;&#039;jqm&#039;&#039; durch Vokalisierung und Sym durch Übersetzung zu &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; („bestehen, Bestand haben“), LXX, VUL und Syr dagegen zu &#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;jkjm&lt;/del&gt;&#039;&#039; („aufrichten“), was sich auch in wenigen MSS findet („Wer könnte Jakob aufrichten?“). Dass Tg &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; stütze, wie BHQ behauptet, ist mindestens unsicher: „Wer steht auf (&#039;&#039;jqwm&#039;&#039;) und legt Fürbitte ein für Jakob?“ ist eher eine Doppeldeutung von &#039;&#039;jqm&#039;&#039; einmal als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; und einmal als &#039;&#039;jqjm&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;(1) MT könnte man zur Not schon zufriedenstellend auflösen als „&#039;&#039;Als&#039;&#039; wer könnte Jakob bestehen“, d.h. „Wer wäre Jakob, dass er bestehen könnte?“, was gut mit der nächsten Zeile zusammenstimmte (s. zur Konstruktion IBHS §18.2d; so z.B. Hitzig, Harper, Ehrlich. Vgl. [[Jesaja 51#s19 |Jes 51,19]]: „[Als] wer könnte ich dich trösten?“).  (2) Alternativ wird gelegentlich auf [[Rut 3#s16 |Rut 3,16]] verwiesen und &#039;&#039;mi&#039;&#039; danach als „Wie“ gedeutet (z.B. Garrett, Eidevall, Carroll) doch dieser V. ist nicht vergleichbar, s. dort. So aber fast alle Üss: „Wie sollte Jakob bestehen!?“ Beide Auflösungen stimmten auch gut zusammen mit [[Amos 8#s14 |Am 8,14]]; die beiden Wörter umrahmten dann das Visions-Quartett in Am 7-8. Das Wort dort wird auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass MT und Sym als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; deuteten. (3) Aber nach [[Amos 5#s2 |Am 5,2]] war doch wahrscheinlicher &#039;&#039;mi jaqim&#039;&#039; angezielt. So auch Dahl; Öttli 1901, S. 75; Riedel 1902, S. 28; auch Moldenhawer, Schegg, Struensee, LUT 84 („Wer soll Jakob wieder aufhelfen?“; nicht mehr LUT 17), R-S („Wer hilft nur Jakob auf?“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wer könnte Jakob [sonst] wieder aufrichten ([Als] wer könnte Jakob bestehen, Wie könnte Jakob [sonst] bestehen / [wieder] aufstehen?)?&amp;lt;ref name=Vv 2u4&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;wer könnte aufrichten ([Als] wer könnte bestehen, wie könnte bestehen?)&#039;&#039; - Der heb. Text hatte ursprünglich sicher die Konsonanten &#039;&#039;mj jqm j´qb&#039;&#039;. MT vereindeutigt &#039;&#039;jqm&#039;&#039; durch Vokalisierung und Sym durch Übersetzung zu &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; („bestehen, Bestand haben“), LXX, VUL und Syr dagegen zu &#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;jqjm&lt;/ins&gt;&#039;&#039; („aufrichten“), was sich auch in wenigen MSS findet („Wer könnte Jakob aufrichten?“). Dass Tg &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; stütze, wie BHQ behauptet, ist mindestens unsicher: „Wer steht auf (&#039;&#039;jqwm&#039;&#039;) und legt Fürbitte ein für Jakob?“ ist eher eine Doppeldeutung von &#039;&#039;jqm&#039;&#039; einmal als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; und einmal als &#039;&#039;jqjm&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;(1) MT könnte man zur Not schon zufriedenstellend auflösen als „&#039;&#039;Als&#039;&#039; wer könnte Jakob bestehen“, d.h. „Wer wäre Jakob, dass er bestehen könnte?“, was gut mit der nächsten Zeile zusammenstimmte (s. zur Konstruktion IBHS §18.2d; so z.B. Hitzig, Harper, Ehrlich. Vgl. [[Jesaja 51#s19 |Jes 51,19]]: „[Als] wer könnte ich dich trösten?“).  (2) Alternativ wird gelegentlich auf [[Rut 3#s16 |Rut 3,16]] verwiesen und &#039;&#039;mi&#039;&#039; danach als „Wie“ gedeutet (z.B. Garrett, Eidevall, Carroll) doch dieser V. ist nicht vergleichbar, s. dort. So aber fast alle Üss: „Wie sollte Jakob bestehen!?“ Beide Auflösungen stimmten auch gut zusammen mit [[Amos 8#s14 |Am 8,14]]; die beiden Wörter umrahmten dann das Visions-Quartett in Am 7-8. Das Wort dort wird auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass MT und Sym als &#039;&#039;jqwm&#039;&#039; deuteten. (3) Aber nach [[Amos 5#s2 |Am 5,2]] war doch wahrscheinlicher &#039;&#039;mi jaqim&#039;&#039; angezielt. So auch Dahl; Öttli 1901, S. 75; Riedel 1902, S. 28; auch Moldenhawer, Schegg, Struensee, LUT 84 („Wer soll Jakob wieder aufhelfen?“; nicht mehr LUT 17), R-S („Wer hilft nur Jakob auf?“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 8. Oktober 2021 um 13:36 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-08T13:36:41Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 8. Oktober 2021 um 13:33 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-08T13:33:13Z</updated>

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[[2 Samuel 24#s11 |2 Sam 24,11]]; [[2 Könige 17#s13 |2 Kön 17,13]]; [[Jesaja 29#s10 |Jes 29,10]] –, ist für V. 14 also sehr wahrscheinlich irrelevant). Darauf Amos: Ich bin überhaupt kein Berufsprophet [der genau so gut dort wie hier prophezeien könnte]; eigentlich bin ich Landwirt – aber &amp;#039;&amp;#039;JHWH&amp;#039;&amp;#039; hat mir gesagt, ich soll &amp;#039;&amp;#039;hier&amp;#039;&amp;#039; prophezeien. Du hast mir also gar nichts zu sagen! So oder ähnlich z.B. auch Eidevall, Carroll, Gass 2012, S. 13f.; bes. gut García-Treto 1993, S. 122f. Stilistisch stark ist übrigens, wie hier auf das doppelte „dort“ und das doppelte „dies“ zunächst ein doppeltes „kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ und dann ein doppeltes „JHWH“ antwortet: Schon diese Doppelungen markieren die Schwerpunkte der Sinnlinien, die sich durch diese Äußerung ziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andere Auflösungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sehr vielen Exegeten scheint es unmöglich, dass Amos in V. 14 von sich sagen soll, er sein kein Prophet, in V. 15 aber, dass ihn JHWH zum Prophezeien beauftragt habe.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die meisten übersetzen daher die beiden verblosen Sätze in 14ab mit Verben der Vergangenheit: „Ich &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; kein Prophet und kein Propheten-Azubi, sondern..., aber dann hat mich JHWH zum Propheten beauftragt.“ So z.B. Mays, Soggin, Jeremias, Kessler. Häufig wird eingewandt, dass das ja implizieren würde, dass Amos &amp;#039;&amp;#039;nun&amp;#039;&amp;#039; nicht nur Prophet, sondern auch Propheten-Azubi sei, aber richtig King 2019, S. 68: Das Argument greift nicht; V. 14ab könnte dann allgemein sagen „ich hatte überhaupt nichts mit Prophetie zu tun“, V. 15 dagegen „nun aber schon, nämlich wegen JHWH“, und impliziert wäre dann auch nach V. 14ab nur: „Nun bin ich eben doch &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“. Letztlich kommt das auf das selbe hinaus wie die obige Primär-Deutung, die Sätze schlössen dann nur nicht so gut an Amazjas Aufforderung an. Unter größeren dt. Üss. ziehen auch nur ELB und SLT „war“ vor.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Wirklich ernst zu nehmen ist sonst nur noch der Vorschlag von Bach 1981 (so auch Jeremias, King 2019, S. 81), V. 14 sei Vordersatz von V. 15: „Ohne dass ich ein Prophet war... – ich war bloß Rinderhirt ... –, nahm mich JHWH...“. Die Aussage wäre die selbe wie in (1) und (2), der Satz schlösse aber noch schlechter an Vv. 12f. an, und was der Mehrwert dieser Auflösung vor (2) sein soll, vermag ich nicht zu sehen. Zu den vielen anderen sehr unwahrscheinlichen Auflösungen der Syntax vgl. wie gesagt Ridge 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;„Kein Prophet [bin (war)]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[bin (war)]&amp;#039;&amp;#039; - Extrem umstrittene Stelle; für eine Übersicht über die verschiedenen Positionen in der Auslegung vgl. am besten Ridge 2018. Welche dieser Positionen vorzuziehen ist, ist aber ziemlich klar: Mit „Ich bin kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ bezieht sich Amos auf die Aufforderung von Amazja in Vv. 12b-13, andernorts „&amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039; zu sein“ (und nicht auf die Anrede als „Seher“ in 12a; ob es einen großen Unterschied zwischen „Sehern“ und „Propheten“ gab – wahrscheinlich nicht, s. [[2 Samuel 24#s11 |2 Sam 24,11]]; [[2 Könige 17#s13 |2 Kön 17,13]]; [[Jesaja 29#s10 |Jes 29,10]] –, ist für V. 14 also sehr wahrscheinlich irrelevant). Darauf Amos: Ich bin überhaupt kein Berufsprophet [der genau so gut dort wie hier prophezeien könnte]; eigentlich bin ich Landwirt – aber &amp;#039;&amp;#039;JHWH&amp;#039;&amp;#039; hat mir gesagt, ich soll &amp;#039;&amp;#039;hier&amp;#039;&amp;#039; prophezeien. Du hast mir also gar nichts zu sagen! So oder ähnlich z.B. auch Eidevall, Carroll, Gass 2012, S. 13f.; bes. gut García-Treto 1993, S. 122f. Stilistisch stark ist übrigens, wie hier auf das doppelte „dort“ und das doppelte „dies“ zunächst ein doppeltes „kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ und dann ein doppeltes „JHWH“ antwortet: Schon diese Doppelungen markieren die Schwerpunkte der Sinnlinien, die sich durch diese Äußerung ziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andere Auflösungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sehr vielen Exegeten scheint es unmöglich, dass Amos in V. 14 von sich sagen soll, er sein kein Prophet, in V. 15 aber, dass ihn JHWH zum Prophezeien beauftragt habe.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die meisten übersetzen daher die beiden verblosen Sätze in 14ab mit Verben der Vergangenheit: „Ich &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; kein Prophet und kein Propheten-Azubi, sondern..., aber dann hat mich JHWH zum Propheten beauftragt.“ So z.B. Mays, Soggin, Jeremias, Kessler. Häufig wird eingewandt, dass das ja implizieren würde, dass Amos &amp;#039;&amp;#039;nun&amp;#039;&amp;#039; nicht nur Prophet, sondern auch Propheten-Azubi sei, aber richtig King 2019, S. 68: Das Argument greift nicht; V. 14ab könnte dann allgemein sagen „ich hatte überhaupt nichts mit Prophetie zu tun“, V. 15 dagegen „nun aber schon, nämlich wegen JHWH“, und impliziert wäre dann auch nach V. 14ab nur: „Nun bin ich eben doch &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“. Letztlich kommt das auf das selbe hinaus wie die obige Primär-Deutung, die Sätze schlössen dann nur nicht so gut an Amazjas Aufforderung an. Unter größeren dt. Üss. ziehen auch nur ELB und SLT „war“ vor.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Wirklich ernst zu nehmen ist sonst nur noch der Vorschlag von Bach 1981 (so auch Jeremias, King 2019, S. 81), V. 14 sei Vordersatz von V. 15: „Ohne dass ich ein Prophet war... – ich war bloß Rinderhirt ... –, nahm mich JHWH...“. Die Aussage wäre die selbe wie in (1) und (2), der Satz schlösse aber noch schlechter an Vv. 12f. an, und was der Mehrwert dieser Auflösung vor (2) sein soll, vermag ich nicht zu sehen. Zu den vielen anderen sehr unwahrscheinlichen Auflösungen der Syntax vgl. wie gesagt Ridge 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Das stimmte dann zusammen mit dem Wort für „Herde“ in V. 15, mit dem im Heb. ausschließlich Schafs- und Ziegenherden, nicht aber Rinderherden bezeichnet werden. Das Wort für „Rinderhirt“ in 14c aber, &#039;&#039;boqer&#039;&#039;, ist sicher abzuleiten von &#039;&#039;baqar&#039;&#039; „Rind“ und beißt sich dann mit diesen beiden Ausdrücken. Was &#039;&#039;noqed&#039;&#039; angeht, muss das nicht problematisch sein, s. zu Am 1,1: Zum Beispiel im Akkadischen kann das verwandte Wort sicher „Hirt/Besitzer-sowohl-von-Kleinvieh-&#039;&#039;als-auch&#039;&#039;-von-Großvieh“ bedeuten. &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; („Kleinvieh-Herde“) und &#039;&#039;boqer&#039;&#039; („Rinderhirt“) beißt sich dann aber immer noch.&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten erklärt man sich das mit Schult 1971 und Steiner 2003, S. 91-94. Erstens: Dass eine Ausnahme-Figur der Geschichte keine große Herkunft hat, sondern entweder Landwirt oder Viehhirt ist und just da berufen wird, wo er diesen seinen Beruf ausübt, ist ein verbreitetes Motiv in der Bibel und wird erzählt von Mose ([[Exodus 3#s1 |Ex 3,1ff.]]), Gideon ([[Richter 6#s11 |Ri 6,11ff.]]), Saul ([[1 Samuel 11#s5 |1 Sam 11,5ff.]]), David ([[1 Samuel 16#s11 |1 Sam 16,11.19]]; [[1 Samuel 17#s15 |1 Sam 17,15.28.34ff.]]) und Elischa ([[1 Könige 19#s19 |1 Kön 19,19-21]]). Von David wird dies sogar drei Mal mit fast exakt dem selben Ausdruck formuliert wie hier: „Gott nahm ihn von hinter der Herde weg“, s. [[2 Samuel 7#s8 |2 Sam 7,8]]; [[Psalm 78#s70 |Ps 78,70f.]]; 11QPs&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; 151A,10f. („Gott sandte sie, mich zu holen / von hinter der Herde weg“). Wahrscheinlich soll auch Amos hier eingereiht werden: Zum Einen über das Motiv, da er Rinder hat wie Saul und Elischa, zum Anderen über die Formulierung, da er „hinter der Herde weg“ berufen wurde wie David. Dass Amos tatsächlich auch Kleinvieh hatte, müsste dann mit dem Ausdruck in 15a also gar nicht gesagt sein, obwohl auch dann das Nebeneinander von &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; etwas sperrig bleibt (s. auch u. Textkritik).&amp;lt;br /&amp;gt;Steiner gehört nun zu jenen, die denken, das Wort &#039;&#039;noqed&#039;&#039; in Am 1,1 impliziere, dass Amos wohlhabend sei, und deutet daher hier auch &#039;&#039;boqer&#039;&#039; nicht als „Rinderhirt“, sondern als „Rinder-&#039;&#039;Halter&#039;&#039;“. Das könnte schon sein, aber für Amos Wohlstand spricht in diesem Vers noch weniger als in Am 1,1 – wegen dem Hinweis auf die &#039;&#039;Sykomoren&#039;&#039; in 14d, die eher dazu geeignet scheinen, Amos als arm denn als vermögend darzustellen, s.u. Als gewöhnlichen Hirten deuten Amos hier auch LXX, Aq, Sym, Theod, Quinta, VUL und Syr; auch Raschi, ibn Ezra, Kimchi, Eliezer von Beaugency, Abravanel – da bräuchte es starke Gründe, um auf dieser Basis den &#039;&#039;boqer&#039;&#039; als „Rinderbaron“ zu deuten. Die gibt es aber nicht; eher ist also der &#039;&#039;boqer&#039;&#039; doch der gewöhnliche Rinder-Hirt und &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039;, „Abernter von Sykomoren“, hat richtiger Struensee verstanden: „... sondern ich bin ein Hirte, der von wilden Feigen lebt [FN c: War die Speise der allerärmsten Leute.].“ (ähnlich Michaelis).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zur Sykomoren-Ernte&#039;&#039;&#039;: Das Wort, das hier mit „Abernter“ übersetzt wurde – &#039;&#039;boles&#039;&#039; –, ist ebenfalls nur hier belegt, ist aber sicher verwandt mit arab. &#039;&#039;balasu&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), äth. &#039;&#039;balasa&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), MH &#039;&#039;bls&#039;&#039; („Sykomorenfrucht“; zum Wort vgl. Steiner 2003, S. 36f.); &#039;&#039;boles šiqmim&#039;&#039; heißt also „ich sykomorenfruchte Sykomoren“, zu deutsch also wahrscheinlich (s.u.) „ich ernte Sykomorenfrüchte“, jedenfalls sicher nicht: „Ich besitze/züchte Sykomoren-&#039;&#039;Bäume&#039;&#039;“ (so z.B. BB, GN, HfA, NeÜ, NL). Als „Rinderbaron“ und „Sykomorenbesitzer“ wurden die beiden Ausdrücke nämlich bisweilen in der jüd. Tradition gedeutet und daraus auch dort Amos Wohlstand abgeleitet. Aber tradiert wurde diese Deutung, weil der Vers in dieser berühmten Auslegung &#039;&#039;gegen den Strich&#039;&#039; gedeutet wurde; wie Steiner sich (auf S. 66) darauf stützen zu können glaubt, ist mir (S.W.) schleierhaft. Vgl. b.Ned 38a (worauf sich auch die späteren Vertreter dieser Deutung beziehen): „&#039;&#039;Rabbi Jochanan sagte: ‚Alle Propheten waren reich. Wie kommt man darauf? Wegen Mose, Samuel, Amos und Jona. Bei Mose deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Numeri 16#s15 |Num 16,15]])&#039;&#039;: ‚Ich habe ihnen keinen Esel genommen.‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat keinen Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. ... ‘ Bei Samuel deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[1 Samuel 12#s3 |1 Sam 12,3]])&#039;&#039;: ‚Wessen Ochsen und wessen Esel habe ich genommen?‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat weder Ochsen noch Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. Bei Amos deshalb, weil geschrieben steht: ‚Ich bin &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;boles &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;schiqmim&lt;/del&gt;&#039;&#039;‘ was Rabbi Josef übersetzt mit: ‚Weil ich ein Halter von Herden bin und Sykomoren in der Schefela besitze.‘ Bei Jona deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Jona 1#s3 |Jon 1,3]])&#039;&#039;: ‚Er zahlte seinen Preis und stieg in es hinab‘, denn Rabbi Jochanan sagte[, dies heiße]: ‚Er kaufte das ganze Schiff‘, und Rabbi Romanus ergänzte: ‚Ein ganzes Schiff kostete 4000 Gold-Dinare.‘&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;Raffiniert ist diese Auslegung deshalb, weil &#039;&#039;boles &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;schiqmim&lt;/del&gt;&#039;&#039; an sich das Gegenteil nahelegt. Die Ernte von Sykomorenfeigen war aufwendig, weil ihre Früchte in Palästina von einem Parasiten, nämlich der Wespenart &#039;&#039;Sycophaga sycomori&#039;&#039;, befallen werden (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/32078/ Sykomore (WiBiLex)]). Um essbare Feigen zu erhalten, mussten sie daher drei bis vier Tage vor der Ernte angeschnitten werden, was erstens den Reifungsprozess beschleunigte und wodurch man zweitens dem Wespenbefall zuvorkam (s. Theophrast, Hist. Plant iv 2; Plinius, Nat. Hist. xiii 14; Physiologus 58. Auch in Israel, s. m.Scheb ii 5; m.Dem i 1 [&#039;&#039;mwsțpws&#039;&#039;: „geöffnet“, also ebenfalls „aufgeritzt“]. Vgl. zur Technik z.B. Zeroni u.a. 1972, S. 378). So übersetzten auch einige alte Üss.: LXX: „ich kratze Maulbeerfeigen an“, Theod: „Ich ritze Maulbeerfeigen“, VUL: „Ich steche Maulbeerfeigen“; daher z.B. auch LUT, ZÜR: „Ich ritze Maulbeerfeigen“. Dieser komplexere Prozess, der für die Ernte nötig war, ist es, was die Maulbeerfeige von anderen Früchten unterscheidet; dieser wird daher also wohl mit „sykomorenfruchten“ bezeichnet werden und wird dann auch überhaupt erst der Grund sein, warum es für die Sykomorenernte anders als für die Ernte anderer Früchte ein eigenes Wort brauchte (richtig Steiner 2003, S. 47). Im Alten Israel war die Sykomorenfeige daher vor allem die Nahrung der ärmeren Bevölkerungsgruppen (Galil 1968, S. 178; Zohary 1986, S. 68); von Vermögenderen wurden die Früchte wegen diesem Aufwand bes. sommers oft ignoriert und nicht angeschnittene Früchte galten daher selbst dann als Wildwuchs für den allgemeinen Verzehr, wenn der Baum einen Besitzer hatte (vgl. m.Dem i 1; Löw 1928, S. 278). Man &#039;&#039;kann&#039;&#039; natürlich mit Steiner 2003, S. 111f. annehmen, „ich sykomorenfruchte Sykomoren“ bedeute „ich bin Pächter von Sykomorenbäumen und verkaufe ihren Ertrag, ich bin also vermögend“ – sehr nahe liegt das aber nicht; wahrscheinlicher wäre allein der Hinweis auf seinen Umgang mit Sykomoren Amos eher abträglich gewesen, wenn er sich damit selbst als „finanziell unabhängig“ darstellen hätte wollen.&amp;lt;br /&amp;gt;Das „ich veredle Maulbeerfeigen“ in der neuen EÜ übrigens ist verblüffend, nachdem EÜ 89 noch: „ich ziehe Maulbeerfeigen“. M.W. geht die „veredeln“-Übersetzungstradition auf eine Zeit zurück, in der man noch nicht wusste, welchem Zweck das Anritzen in LXX diente; dass EÜ dies nun frisch übernommen hat, ist seltsam.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Während Aq, Sym, Theod, Quinta und VUL mit „&#039;&#039;Rinder&#039;&#039;-Hirt“ übersetzen und so den Text von MT stützen, der auch in 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;g&amp;lt;/sup&amp;gt; steht, hat LXX „&#039;&#039;Ziegen&#039;&#039;-Hirt“, Syr allgemein „Hirt“ und Tg überstzt mit der selben Fügung wie in Am 1,1. Nicht wenige nahmen daher an, dass statt &#039;&#039;boqer&#039;&#039; auch hier ursprünglich &#039;&#039;noqed&#039;&#039; wie in Am 1,1 gestanden habe (vgl. die im Heb. graphisch sehr ähnlichen Worte {{hebr}}בוקר{{hebr ende}} und {{hebr}}נוקד{{hebr ende}}; so z.B. BHS, Harper, Maag, Cripps, Snaith, Hammershaimb). Weil MT aber so breit gestützt wird, hat er aber sehr wahrscheinlich schon den ursprünglichen Text und die Üss. von LXX, Syr und Tg sind als Harmonisierungen von Vv. 14.15 zu werten.&amp;lt;/ref&amp;gt; [bin (war)] ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Sondern Rinderhirt (Rinderbaron?)&amp;lt;ref name=&quot;14cd&quot;&amp;gt;&#039;&#039;Rinderhirt (Rinderbaron?)&#039;&#039; + &#039;&#039;Abernter von Maulbeerfeigenbäumen&#039;&#039; (V. 14) + &#039;&#039;von hinter der Herde&#039;&#039; (V. 15) - Ebenfalls etwas umstrittene Stelle; sie hängt zusammen mit der Frage nach der Üs. von &#039;&#039;noqed&#039;&#039; („Hirte“) in [[Amos 1#s1 |Am 1,1]]. Klassisch hat man diesen Ausdruck mit „Schafshirte“ übersetzt, was verwandte Wörter in verwandten Sprachen auch wirklich speziell bedeuten können. Das stimmte dann zusammen mit dem Wort für „Herde“ in V. 15, mit dem im Heb. ausschließlich Schafs- und Ziegenherden, nicht aber Rinderherden bezeichnet werden. Das Wort für „Rinderhirt“ in 14c aber, &#039;&#039;boqer&#039;&#039;, ist sicher abzuleiten von &#039;&#039;baqar&#039;&#039; „Rind“ und beißt sich dann mit diesen beiden Ausdrücken. Was &#039;&#039;noqed&#039;&#039; angeht, muss das nicht problematisch sein, s. zu Am 1,1: Zum Beispiel im Akkadischen kann das verwandte Wort sicher „Hirt/Besitzer-sowohl-von-Kleinvieh-&#039;&#039;als-auch&#039;&#039;-von-Großvieh“ bedeuten. &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; („Kleinvieh-Herde“) und &#039;&#039;boqer&#039;&#039; („Rinderhirt“) beißt sich dann aber immer noch.&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten erklärt man sich das mit Schult 1971 und Steiner 2003, S. 91-94. Erstens: Dass eine Ausnahme-Figur der Geschichte keine große Herkunft hat, sondern entweder Landwirt oder Viehhirt ist und just da berufen wird, wo er diesen seinen Beruf ausübt, ist ein verbreitetes Motiv in der Bibel und wird erzählt von Mose ([[Exodus 3#s1 |Ex 3,1ff.]]), Gideon ([[Richter 6#s11 |Ri 6,11ff.]]), Saul ([[1 Samuel 11#s5 |1 Sam 11,5ff.]]), David ([[1 Samuel 16#s11 |1 Sam 16,11.19]]; [[1 Samuel 17#s15 |1 Sam 17,15.28.34ff.]]) und Elischa ([[1 Könige 19#s19 |1 Kön 19,19-21]]). Von David wird dies sogar drei Mal mit fast exakt dem selben Ausdruck formuliert wie hier: „Gott nahm ihn von hinter der Herde weg“, s. [[2 Samuel 7#s8 |2 Sam 7,8]]; [[Psalm 78#s70 |Ps 78,70f.]]; 11QPs&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; 151A,10f. („Gott sandte sie, mich zu holen / von hinter der Herde weg“). Wahrscheinlich soll auch Amos hier eingereiht werden: Zum Einen über das Motiv, da er Rinder hat wie Saul und Elischa, zum Anderen über die Formulierung, da er „hinter der Herde weg“ berufen wurde wie David. Dass Amos tatsächlich auch Kleinvieh hatte, müsste dann mit dem Ausdruck in 15a also gar nicht gesagt sein, obwohl auch dann das Nebeneinander von &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; etwas sperrig bleibt (s. auch u. Textkritik).&amp;lt;br /&amp;gt;Steiner gehört nun zu jenen, die denken, das Wort &#039;&#039;noqed&#039;&#039; in Am 1,1 impliziere, dass Amos wohlhabend sei, und deutet daher hier auch &#039;&#039;boqer&#039;&#039; nicht als „Rinderhirt“, sondern als „Rinder-&#039;&#039;Halter&#039;&#039;“. Das könnte schon sein, aber für Amos Wohlstand spricht in diesem Vers noch weniger als in Am 1,1 – wegen dem Hinweis auf die &#039;&#039;Sykomoren&#039;&#039; in 14d, die eher dazu geeignet scheinen, Amos als arm denn als vermögend darzustellen, s.u. Als gewöhnlichen Hirten deuten Amos hier auch LXX, Aq, Sym, Theod, Quinta, VUL und Syr; auch Raschi, ibn Ezra, Kimchi, Eliezer von Beaugency, Abravanel – da bräuchte es starke Gründe, um auf dieser Basis den &#039;&#039;boqer&#039;&#039; als „Rinderbaron“ zu deuten. Die gibt es aber nicht; eher ist also der &#039;&#039;boqer&#039;&#039; doch der gewöhnliche Rinder-Hirt und &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039;, „Abernter von Sykomoren“, hat richtiger Struensee verstanden: „... sondern ich bin ein Hirte, der von wilden Feigen lebt [FN c: War die Speise der allerärmsten Leute.].“ (ähnlich Michaelis).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zur Sykomoren-Ernte&#039;&#039;&#039;: Das Wort, das hier mit „Abernter“ übersetzt wurde – &#039;&#039;boles&#039;&#039; –, ist ebenfalls nur hier belegt, ist aber sicher verwandt mit arab. &#039;&#039;balasu&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), äth. &#039;&#039;balasa&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), MH &#039;&#039;bls&#039;&#039; („Sykomorenfrucht“; zum Wort vgl. Steiner 2003, S. 36f.); &#039;&#039;boles šiqmim&#039;&#039; heißt also „ich sykomorenfruchte Sykomoren“, zu deutsch also wahrscheinlich (s.u.) „ich ernte Sykomorenfrüchte“, jedenfalls sicher nicht: „Ich besitze/züchte Sykomoren-&#039;&#039;Bäume&#039;&#039;“ (so z.B. BB, GN, HfA, NeÜ, NL). Als „Rinderbaron“ und „Sykomorenbesitzer“ wurden die beiden Ausdrücke nämlich bisweilen in der jüd. Tradition gedeutet und daraus auch dort Amos Wohlstand abgeleitet. Aber tradiert wurde diese Deutung, weil der Vers in dieser berühmten Auslegung &#039;&#039;gegen den Strich&#039;&#039; gedeutet wurde; wie Steiner sich (auf S. 66) darauf stützen zu können glaubt, ist mir (S.W.) schleierhaft. Vgl. b.Ned 38a (worauf sich auch die späteren Vertreter dieser Deutung beziehen): „&#039;&#039;Rabbi Jochanan sagte: ‚Alle Propheten waren reich. Wie kommt man darauf? Wegen Mose, Samuel, Amos und Jona. Bei Mose deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Numeri 16#s15 |Num 16,15]])&#039;&#039;: ‚Ich habe ihnen keinen Esel genommen.‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat keinen Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. ... ‘ Bei Samuel deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[1 Samuel 12#s3 |1 Sam 12,3]])&#039;&#039;: ‚Wessen Ochsen und wessen Esel habe ich genommen?‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat weder Ochsen noch Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. Bei Amos deshalb, weil geschrieben steht: ‚Ich bin &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;boles &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;šiqmim&lt;/ins&gt;&#039;&#039;‘ was Rabbi Josef übersetzt mit: ‚Weil ich ein Halter von Herden bin und Sykomoren in der Schefela besitze.‘ Bei Jona deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Jona 1#s3 |Jon 1,3]])&#039;&#039;: ‚Er zahlte seinen Preis und stieg in es hinab‘, denn Rabbi Jochanan sagte[, dies heiße]: ‚Er kaufte das ganze Schiff‘, und Rabbi Romanus ergänzte: ‚Ein ganzes Schiff kostete 4000 Gold-Dinare.‘&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;Raffiniert ist diese Auslegung deshalb, weil &#039;&#039;boles &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;šiqmim&lt;/ins&gt;&#039;&#039; an sich das Gegenteil nahelegt. 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Dieser komplexere Prozess, der für die Ernte nötig war, ist es, was die Maulbeerfeige von anderen Früchten unterscheidet; dieser wird daher also wohl mit „sykomorenfruchten“ bezeichnet werden und wird dann auch überhaupt erst der Grund sein, warum es für die Sykomorenernte anders als für die Ernte anderer Früchte ein eigenes Wort brauchte (richtig Steiner 2003, S. 47). Im Alten Israel war die Sykomorenfeige daher vor allem die Nahrung der ärmeren Bevölkerungsgruppen (Galil 1968, S. 178; Zohary 1986, S. 68); von Vermögenderen wurden die Früchte wegen diesem Aufwand bes. sommers oft ignoriert und nicht angeschnittene Früchte galten daher selbst dann als Wildwuchs für den allgemeinen Verzehr, wenn der Baum einen Besitzer hatte (vgl. m.Dem i 1; Löw 1928, S. 278). 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 8. Oktober 2021 um 13:32 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-08T13:32:31Z</updated>

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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 8. Oktober 2021, 15:32 Uhr&lt;/td&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;„Kein Prophet [bin (war)]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[bin (war)]&amp;#039;&amp;#039; - Extrem umstrittene Stelle; für eine Übersicht über die verschiedenen Positionen in der Auslegung vgl. am besten Ridge 2018. Welche dieser Positionen vorzuziehen ist, ist aber ziemlich klar: Mit „Ich bin kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ bezieht sich Amos auf die Aufforderung von Amazja in Vv. 12b-13, andernorts „&amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039; zu sein“ (und nicht auf die Anrede als „Seher“ in 12a; ob es einen großen Unterschied zwischen „Sehern“ und „Propheten“ gab – wahrscheinlich nicht, s. [[2 Samuel 24#s11 |2 Sam 24,11]]; [[2 Könige 17#s13 |2 Kön 17,13]]; [[Jesaja 29#s10 |Jes 29,10]] –, ist für V. 14 also sehr wahrscheinlich irrelevant). Darauf Amos: Ich bin überhaupt kein Berufsprophet [der genau so gut dort wie hier prophezeien könnte]; eigentlich bin ich Landwirt – aber &amp;#039;&amp;#039;JHWH&amp;#039;&amp;#039; hat mir gesagt, ich soll &amp;#039;&amp;#039;hier&amp;#039;&amp;#039; prophezeien. Du hast mir also gar nichts zu sagen! So oder ähnlich z.B. auch Eidevall, Carroll, Gass 2012, S. 13f.; bes. gut García-Treto 1993, S. 122f. Stilistisch stark ist übrigens, wie hier auf das doppelte „dort“ und das doppelte „dies“ zunächst ein doppeltes „kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ und dann ein doppeltes „JHWH“ antwortet: Schon diese Doppelungen markieren die Schwerpunkte der Sinnlinien, die sich durch diese Äußerung ziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andere Auflösungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sehr vielen Exegeten scheint es unmöglich, dass Amos in V. 14 von sich sagen soll, er sein kein Prophet, in V. 15 aber, dass ihn JHWH zum Prophezeien beauftragt habe.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die meisten übersetzen daher die beiden verblosen Sätze in 14ab mit Verben der Vergangenheit: „Ich &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; kein Prophet und kein Propheten-Azubi, sondern..., aber dann hat mich JHWH zum Propheten beauftragt.“ So z.B. Mays, Soggin, Jeremias, Kessler. Häufig wird eingewandt, dass das ja implizieren würde, dass Amos &amp;#039;&amp;#039;nun&amp;#039;&amp;#039; nicht nur Prophet, sondern auch Propheten-Azubi sei, aber richtig King 2019, S. 68: Das Argument greift nicht; V. 14ab könnte dann allgemein sagen „ich hatte überhaupt nichts mit Prophetie zu tun“, V. 15 dagegen „nun aber schon, nämlich wegen JHWH“, und impliziert wäre dann auch nach V. 14ab nur: „Nun bin ich eben doch &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“. Letztlich kommt das auf das selbe hinaus wie die obige Primär-Deutung, die Sätze schlössen dann nur nicht so gut an Amazjas Aufforderung an. Unter größeren dt. Üss. ziehen auch nur ELB und SLT „war“ vor.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Wirklich ernst zu nehmen ist sonst nur noch der Vorschlag von Bach 1981 (so auch Jeremias, King 2019, S. 81), V. 14 sei Vordersatz von V. 15: „Ohne dass ich ein Prophet war... – ich war bloß Rinderhirt ... –, nahm mich JHWH...“. Die Aussage wäre die selbe wie in (1) und (2), der Satz schlösse aber noch schlechter an Vv. 12f. an, und was der Mehrwert dieser Auflösung vor (2) sein soll, vermag ich nicht zu sehen. Zu den vielen anderen sehr unwahrscheinlichen Auflösungen der Syntax vgl. wie gesagt Ridge 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;„Kein Prophet [bin (war)]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[bin (war)]&amp;#039;&amp;#039; - Extrem umstrittene Stelle; für eine Übersicht über die verschiedenen Positionen in der Auslegung vgl. am besten Ridge 2018. Welche dieser Positionen vorzuziehen ist, ist aber ziemlich klar: Mit „Ich bin kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ bezieht sich Amos auf die Aufforderung von Amazja in Vv. 12b-13, andernorts „&amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039; zu sein“ (und nicht auf die Anrede als „Seher“ in 12a; ob es einen großen Unterschied zwischen „Sehern“ und „Propheten“ gab – wahrscheinlich nicht, s. [[2 Samuel 24#s11 |2 Sam 24,11]]; [[2 Könige 17#s13 |2 Kön 17,13]]; [[Jesaja 29#s10 |Jes 29,10]] –, ist für V. 14 also sehr wahrscheinlich irrelevant). Darauf Amos: Ich bin überhaupt kein Berufsprophet [der genau so gut dort wie hier prophezeien könnte]; eigentlich bin ich Landwirt – aber &amp;#039;&amp;#039;JHWH&amp;#039;&amp;#039; hat mir gesagt, ich soll &amp;#039;&amp;#039;hier&amp;#039;&amp;#039; prophezeien. Du hast mir also gar nichts zu sagen! So oder ähnlich z.B. auch Eidevall, Carroll, Gass 2012, S. 13f.; bes. gut García-Treto 1993, S. 122f. Stilistisch stark ist übrigens, wie hier auf das doppelte „dort“ und das doppelte „dies“ zunächst ein doppeltes „kein &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“ und dann ein doppeltes „JHWH“ antwortet: Schon diese Doppelungen markieren die Schwerpunkte der Sinnlinien, die sich durch diese Äußerung ziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andere Auflösungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sehr vielen Exegeten scheint es unmöglich, dass Amos in V. 14 von sich sagen soll, er sein kein Prophet, in V. 15 aber, dass ihn JHWH zum Prophezeien beauftragt habe.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Die meisten übersetzen daher die beiden verblosen Sätze in 14ab mit Verben der Vergangenheit: „Ich &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; kein Prophet und kein Propheten-Azubi, sondern..., aber dann hat mich JHWH zum Propheten beauftragt.“ So z.B. Mays, Soggin, Jeremias, Kessler. Häufig wird eingewandt, dass das ja implizieren würde, dass Amos &amp;#039;&amp;#039;nun&amp;#039;&amp;#039; nicht nur Prophet, sondern auch Propheten-Azubi sei, aber richtig King 2019, S. 68: Das Argument greift nicht; V. 14ab könnte dann allgemein sagen „ich hatte überhaupt nichts mit Prophetie zu tun“, V. 15 dagegen „nun aber schon, nämlich wegen JHWH“, und impliziert wäre dann auch nach V. 14ab nur: „Nun bin ich eben doch &amp;#039;&amp;#039;nabi`&amp;#039;&amp;#039;“. Letztlich kommt das auf das selbe hinaus wie die obige Primär-Deutung, die Sätze schlössen dann nur nicht so gut an Amazjas Aufforderung an. Unter größeren dt. Üss. ziehen auch nur ELB und SLT „war“ vor.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Wirklich ernst zu nehmen ist sonst nur noch der Vorschlag von Bach 1981 (so auch Jeremias, King 2019, S. 81), V. 14 sei Vordersatz von V. 15: „Ohne dass ich ein Prophet war... – ich war bloß Rinderhirt ... –, nahm mich JHWH...“. Die Aussage wäre die selbe wie in (1) und (2), der Satz schlösse aber noch schlechter an Vv. 12f. an, und was der Mehrwert dieser Auflösung vor (2) sein soll, vermag ich nicht zu sehen. Zu den vielen anderen sehr unwahrscheinlichen Auflösungen der Syntax vgl. wie gesagt Ridge 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_Und (kein=) nicht mal (Prophetensohn=) Propheten-Azubi&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Propheten-Azubi&amp;#039;&amp;#039; - heb. &amp;#039;&amp;#039;ben nabi`&amp;#039;&amp;#039;, w. „Sohn eines Propheten“. Wahrscheinlich identisch mit den &amp;#039;&amp;#039;bene hanebi`im&amp;#039;&amp;#039;, den „Söhnen der Propheten“. Diese werden nicht selten in der Bibel erwähnt, sehr viel bekannt ist dennoch nicht über sie. Sicher belegt sind sie nur Zur Zeit von Elija und Elischa. Zu dieser Zeit waren es Gruppen von jungen Männern, die gemeinsam lebten (s. [[2 Könige 6#s1 |2 Kön 6,1-7]]) – sicher in Bethel, Jericho und Gilgal ([[2 Könige 2#s3 |2 Kön 2,3.5]]; [[2 Könige 4#s38 |4,38]]), vielleicht auch in Samaria (s. [[2 Könige 2#s18 |2 Kön 2,18.23-25]]; dann auch [[1 Könige 18#s2 |1 Kön 18,2-4]]; [[1 Könige 22#s1 |22,1-6]]) – und die Elija und Elischa irgendwie unterstanden (s. wieder 2 Kön 6,1-7; auch [[2 Könige 2#s15 |2 Kön 2,15]]; [[2 Könige 5#s20 |5,20-27]]; [[2 Könige 9#s1 |9,1]]) und von ihnen abhängig waren (s. [[2 Könige 4#s38 |2 Kön 4,38]]). An diesen Stellen hält man sie meist für Propheten-Schüler (daher hier z.B. BB, EÜ, HER05, ZÜR: „Prophetenschüler“); neuerdings manchmal auch für Angehörige von „Propheten-Gilden“ (daher hier z.B. GN, MEN, NeÜ: „ich gehöre zu keiner Prophetengemeinschaft“; TEX: „ich bin keiner von der Prophetenzunft“), aber klar ist jedenfalls, dass sie nicht den selben Rang hatten wie diese beiden großen Propheten (was besser durch die „Schüler“-Übersetzungsvariante als die „Gilden“-Übersetzungsvariante zum Ausdruck kommt). Das passt gut zum Rest dieses Verses, in dem Amos sich schrittweise immer kleiner macht.&amp;lt;/ref&amp;gt; [bin (war)] ich,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_Und (kein=) nicht mal (Prophetensohn=) Propheten-Azubi&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Propheten-Azubi&amp;#039;&amp;#039; - heb. &amp;#039;&amp;#039;ben nabi`&amp;#039;&amp;#039;, w. „Sohn eines Propheten“. Wahrscheinlich identisch mit den &amp;#039;&amp;#039;bene hanebi`im&amp;#039;&amp;#039;, den „Söhnen der Propheten“. Diese werden nicht selten in der Bibel erwähnt, sehr viel bekannt ist dennoch nicht über sie. Sicher belegt sind sie nur Zur Zeit von Elija und Elischa. Zu dieser Zeit waren es Gruppen von jungen Männern, die gemeinsam lebten (s. [[2 Könige 6#s1 |2 Kön 6,1-7]]) – sicher in Bethel, Jericho und Gilgal ([[2 Könige 2#s3 |2 Kön 2,3.5]]; [[2 Könige 4#s38 |4,38]]), vielleicht auch in Samaria (s. [[2 Könige 2#s18 |2 Kön 2,18.23-25]]; dann auch [[1 Könige 18#s2 |1 Kön 18,2-4]]; [[1 Könige 22#s1 |22,1-6]]) – und die Elija und Elischa irgendwie unterstanden (s. wieder 2 Kön 6,1-7; auch [[2 Könige 2#s15 |2 Kön 2,15]]; [[2 Könige 5#s20 |5,20-27]]; [[2 Könige 9#s1 |9,1]]) und von ihnen abhängig waren (s. [[2 Könige 4#s38 |2 Kön 4,38]]). An diesen Stellen hält man sie meist für Propheten-Schüler (daher hier z.B. BB, EÜ, HER05, ZÜR: „Prophetenschüler“); neuerdings manchmal auch für Angehörige von „Propheten-Gilden“ (daher hier z.B. GN, MEN, NeÜ: „ich gehöre zu keiner Prophetengemeinschaft“; TEX: „ich bin keiner von der Prophetenzunft“), aber klar ist jedenfalls, dass sie nicht den selben Rang hatten wie diese beiden großen Propheten (was besser durch die „Schüler“-Übersetzungsvariante als die „Gilden“-Übersetzungsvariante zum Ausdruck kommt). Das passt gut zum Rest dieses Verses, in dem Amos sich schrittweise immer kleiner macht.&amp;lt;/ref&amp;gt; [bin (war)] ich,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Das stimmte dann zusammen mit dem Wort für „Herde“ in V. 15, mit dem im Heb. ausschließlich Schafs- und Ziegenherden, nicht aber Rinderherden bezeichnet werden. Das Wort für „Rinderhirt“ in 14c aber, &#039;&#039;boqer&#039;&#039;, ist sicher abzuleiten von &#039;&#039;baqar&#039;&#039; „Rind“ und beißt sich dann mit diesen beiden Ausdrücken. Was &#039;&#039;noqed&#039;&#039; angeht, muss das nicht problematisch sein, s. zu Am 1,1: Zum Beispiel im Akkadischen kann das verwandte Wort sicher „Hirt/Besitzer-sowohl-von-Kleinvieh-&#039;&#039;als-auch&#039;&#039;-von-Großvieh“ bedeuten. &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; („Kleinvieh-Herde“) und &#039;&#039;boqer&#039;&#039; („Rinderhirt“) beißt sich dann aber immer noch.&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten erklärt man sich das mit Schult 1971 und Steiner 2003, S. 91-94. Erstens: Dass eine Ausnahme-Figur der Geschichte keine große Herkunft hat, sondern entweder Landwirt oder Viehhirt ist und just da berufen wird, wo er diesen seinen Beruf ausübt, ist ein verbreitetes Motiv in der Bibel und wird erzählt von Mose ([[Exodus 3#s1 |Ex 3,1ff.]]), Gideon ([[Richter 6#s11 |Ri 6,11ff.]]), Saul ([[1 Samuel 11#s5 |1 Sam 11,5ff.]]), David ([[1 Samuel 16#s11 |1 Sam 16,11.19]]; [[1 Samuel 17#s15 |1 Sam 17,15.28.34ff.]]) und Elischa ([[1 Könige 19#s19 |1 Kön 19,19-21]]). Von David wird dies sogar drei Mal mit fast exakt dem selben Ausdruck formuliert wie hier: „Gott nahm ihn von hinter der Herde weg“, s. [[2 Samuel 7#s8 |2 Sam 7,8]]; [[Psalm 78#s70 |Ps 78,70f.]]; 11QPs&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; 151A,10f. („Gott sandte sie, mich zu holen / von hinter der Herde weg“). Wahrscheinlich soll auch Amos hier eingereiht werden: Zum Einen über das Motiv, da er Rinder hat wie Saul und Elischa, zum Anderen über die Formulierung, da er „hinter der Herde weg“ berufen wurde wie David. Dass Amos tatsächlich auch Kleinvieh hatte, müsste dann mit dem Ausdruck in 15a also gar nicht gesagt sein, obwohl auch dann das Nebeneinander von &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; etwas sperrig bleibt (s. auch u. Textkritik).&amp;lt;br /&amp;gt;Steiner gehört nun zu jenen, die denken, das Wort &#039;&#039;noqed&#039;&#039; in Am 1,1 impliziere, dass Amos wohlhabend sei, und deutet daher hier auch &#039;&#039;boqer&#039;&#039; nicht als „Rinderhirt“, sondern als „Rinder-&#039;&#039;Halter&#039;&#039;“. Das könnte schon sein, aber für Amos Wohlstand spricht in diesem Vers noch weniger als in Am 1,1 – wegen dem Hinweis auf die &#039;&#039;Sykomoren&#039;&#039; in 14d, die eher dazu geeignet scheinen, Amos als arm denn als vermögend darzustellen, s.u. Als gewöhnlichen Hirten deuten Amos hier auch LXX, Aq, Sym, Theod, Quinta, VUL und Syr; auch Raschi, ibn Ezra, Kimchi, Eliezer von Beaugency, Abravanel – da bräuchte es starke Gründe, um auf dieser Basis den &#039;&#039;boqer&#039;&#039; als „Rinderbaron“ zu deuten. Die gibt es aber nicht; eher ist also der &#039;&#039;boqer&#039;&#039; doch der gewöhnliche Rinder-Hirt und &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039;, „Abernter von Sykomoren“, hat richtiger Struensee verstanden: „... sondern ich bin ein Hirte, der von wilden Feigen lebt [FN c: War die Speise der allerärmsten Leute.].“ (ähnlich Michaelis).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zur Sykomoren-Ernte&#039;&#039;&#039;: Das Wort, das hier mit „Abernter“ übersetzt wurde – &#039;&#039;boles&#039;&#039; –, ist ebenfalls nur hier belegt, ist aber sicher verwandt mit arab. &#039;&#039;balasu&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), äth. &#039;&#039;balasa&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), MH &#039;&#039;bls&#039;&#039; („Sykomorenfrucht“; zum Wort vgl. Steiner 2003, S. 36f.); &#039;&#039;boles &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;schiqmim&lt;/del&gt;&#039;&#039; heißt also „ich sykomorenfruchte Sykomoren“, zu deutsch also wahrscheinlich (s.u.) „ich ernte Sykomorenfrüchte“, jedenfalls sicher nicht: „Ich besitze/züchte Sykomoren-&#039;&#039;Bäume&#039;&#039;“ (so z.B. BB, GN, HfA, NeÜ, NL). Als „Rinderbaron“ und „Sykomorenbesitzer“ wurden die beiden Ausdrücke nämlich bisweilen in der jüd. Tradition gedeutet und daraus auch dort Amos Wohlstand abgeleitet. Aber tradiert wurde diese Deutung, weil der Vers in dieser berühmten Auslegung &#039;&#039;gegen den Strich&#039;&#039; gedeutet wurde; wie Steiner sich (auf S. 66) darauf stützen zu können glaubt, ist mir (S.W.) schleierhaft. Vgl. b.Ned 38a (worauf sich auch die späteren Vertreter dieser Deutung beziehen): „&#039;&#039;Rabbi Jochanan sagte: ‚Alle Propheten waren reich. Wie kommt man darauf? Wegen Mose, Samuel, Amos und Jona. Bei Mose deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Numeri 16#s15 |Num 16,15]])&#039;&#039;: ‚Ich habe ihnen keinen Esel genommen.‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat keinen Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. ... ‘ Bei Samuel deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[1 Samuel 12#s3 |1 Sam 12,3]])&#039;&#039;: ‚Wessen Ochsen und wessen Esel habe ich genommen?‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat weder Ochsen noch Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. Bei Amos deshalb, weil geschrieben steht: ‚Ich bin &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039;‘ was Rabbi Josef übersetzt mit: ‚Weil ich ein Halter von Herden bin und Sykomoren in der Schefela besitze.‘ Bei Jona deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Jona 1#s3 |Jon 1,3]])&#039;&#039;: ‚Er zahlte seinen Preis und stieg in es hinab‘, denn Rabbi Jochanan sagte[, dies heiße]: ‚Er kaufte das ganze Schiff‘, und Rabbi Romanus ergänzte: ‚Ein ganzes Schiff kostete 4000 Gold-Dinare.‘&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;Raffiniert ist diese Auslegung deshalb, weil &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039; an sich das Gegenteil nahelegt. Die Ernte von Sykomorenfeigen war aufwendig, weil ihre Früchte in Palästina von einem Parasiten, nämlich der Wespenart &#039;&#039;Sycophaga sycomori&#039;&#039;, befallen werden (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/32078/ Sykomore (WiBiLex)]). Um essbare Feigen zu erhalten, mussten sie daher drei bis vier Tage vor der Ernte angeschnitten werden, was erstens den Reifungsprozess beschleunigte und wodurch man zweitens dem Wespenbefall zuvorkam (s. Theophrast, Hist. Plant iv 2; Plinius, Nat. Hist. xiii 14; Physiologus 58. Auch in Israel, s. m.Scheb ii 5; m.Dem i 1 [&#039;&#039;mwsțpws&#039;&#039;: „geöffnet“, also ebenfalls „aufgeritzt“]. Vgl. zur Technik z.B. Zeroni u.a. 1972, S. 378). So übersetzten auch einige alte Üss.: LXX: „ich kratze Maulbeerfeigen an“, Theod: „Ich ritze Maulbeerfeigen“, VUL: „Ich steche Maulbeerfeigen“; daher z.B. auch LUT, ZÜR: „Ich ritze Maulbeerfeigen“. Dieser komplexere Prozess, der für die Ernte nötig war, ist es, was die Maulbeerfeige von anderen Früchten unterscheidet; dieser wird daher also wohl mit „sykomorenfruchten“ bezeichnet werden und wird dann auch überhaupt erst der Grund sein, warum es für die Sykomorenernte anders als für die Ernte anderer Früchte ein eigenes Wort brauchte (richtig Steiner 2003, S. 47). Im Alten Israel war die Sykomorenfeige daher vor allem die Nahrung der ärmeren Bevölkerungsgruppen (Galil 1968, S. 178; Zohary 1986, S. 68); von Vermögenderen wurden die Früchte wegen diesem Aufwand bes. sommers oft ignoriert und nicht angeschnittene Früchte galten daher selbst dann als Wildwuchs für den allgemeinen Verzehr, wenn der Baum einen Besitzer hatte (vgl. m.Dem i 1; Löw 1928, S. 278). Man &#039;&#039;kann&#039;&#039; natürlich mit Steiner 2003, S. 111f. annehmen, „ich sykomorenfruchte Sykomoren“ bedeute „ich bin Pächter von Sykomorenbäumen und verkaufe ihren Ertrag, ich bin also vermögend“ – sehr nahe liegt das aber nicht; wahrscheinlicher wäre allein der Hinweis auf seinen Umgang mit Sykomoren Amos eher abträglich gewesen, wenn er sich damit selbst als „finanziell unabhängig“ darstellen hätte wollen.&amp;lt;br /&amp;gt;Das „ich veredle Maulbeerfeigen“ in der neuen EÜ übrigens ist verblüffend, nachdem EÜ 89 noch: „ich ziehe Maulbeerfeigen“. M.W. geht die „veredeln“-Übersetzungstradition auf eine Zeit zurück, in der man noch nicht wusste, welchem Zweck das Anritzen in LXX diente; dass EÜ dies nun frisch übernommen hat, ist seltsam.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Während Aq, Sym, Theod, Quinta und VUL mit „&#039;&#039;Rinder&#039;&#039;-Hirt“ übersetzen und so den Text von MT stützen, der auch in 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;g&amp;lt;/sup&amp;gt; steht, hat LXX „&#039;&#039;Ziegen&#039;&#039;-Hirt“, Syr allgemein „Hirt“ und Tg überstzt mit der selben Fügung wie in Am 1,1. Nicht wenige nahmen daher an, dass statt &#039;&#039;boqer&#039;&#039; auch hier ursprünglich &#039;&#039;noqed&#039;&#039; wie in Am 1,1 gestanden habe (vgl. die im Heb. graphisch sehr ähnlichen Worte {{hebr}}בוקר{{hebr ende}} und {{hebr}}נוקד{{hebr ende}}; so z.B. BHS, Harper, Maag, Cripps, Snaith, Hammershaimb). Weil MT aber so breit gestützt wird, hat er aber sehr wahrscheinlich schon den ursprünglichen Text und die Üss. von LXX, Syr und Tg sind als Harmonisierungen von Vv. 14.15 zu werten.&amp;lt;/ref&amp;gt; [bin (war)] ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Sondern Rinderhirt (Rinderbaron?)&amp;lt;ref name=&quot;14cd&quot;&amp;gt;&#039;&#039;Rinderhirt (Rinderbaron?)&#039;&#039; + &#039;&#039;Abernter von Maulbeerfeigenbäumen&#039;&#039; (V. 14) + &#039;&#039;von hinter der Herde&#039;&#039; (V. 15) - Ebenfalls etwas umstrittene Stelle; sie hängt zusammen mit der Frage nach der Üs. von &#039;&#039;noqed&#039;&#039; („Hirte“) in [[Amos 1#s1 |Am 1,1]]. Klassisch hat man diesen Ausdruck mit „Schafshirte“ übersetzt, was verwandte Wörter in verwandten Sprachen auch wirklich speziell bedeuten können. Das stimmte dann zusammen mit dem Wort für „Herde“ in V. 15, mit dem im Heb. ausschließlich Schafs- und Ziegenherden, nicht aber Rinderherden bezeichnet werden. Das Wort für „Rinderhirt“ in 14c aber, &#039;&#039;boqer&#039;&#039;, ist sicher abzuleiten von &#039;&#039;baqar&#039;&#039; „Rind“ und beißt sich dann mit diesen beiden Ausdrücken. Was &#039;&#039;noqed&#039;&#039; angeht, muss das nicht problematisch sein, s. zu Am 1,1: Zum Beispiel im Akkadischen kann das verwandte Wort sicher „Hirt/Besitzer-sowohl-von-Kleinvieh-&#039;&#039;als-auch&#039;&#039;-von-Großvieh“ bedeuten. &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; („Kleinvieh-Herde“) und &#039;&#039;boqer&#039;&#039; („Rinderhirt“) beißt sich dann aber immer noch.&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten erklärt man sich das mit Schult 1971 und Steiner 2003, S. 91-94. Erstens: Dass eine Ausnahme-Figur der Geschichte keine große Herkunft hat, sondern entweder Landwirt oder Viehhirt ist und just da berufen wird, wo er diesen seinen Beruf ausübt, ist ein verbreitetes Motiv in der Bibel und wird erzählt von Mose ([[Exodus 3#s1 |Ex 3,1ff.]]), Gideon ([[Richter 6#s11 |Ri 6,11ff.]]), Saul ([[1 Samuel 11#s5 |1 Sam 11,5ff.]]), David ([[1 Samuel 16#s11 |1 Sam 16,11.19]]; [[1 Samuel 17#s15 |1 Sam 17,15.28.34ff.]]) und Elischa ([[1 Könige 19#s19 |1 Kön 19,19-21]]). Von David wird dies sogar drei Mal mit fast exakt dem selben Ausdruck formuliert wie hier: „Gott nahm ihn von hinter der Herde weg“, s. [[2 Samuel 7#s8 |2 Sam 7,8]]; [[Psalm 78#s70 |Ps 78,70f.]]; 11QPs&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; 151A,10f. („Gott sandte sie, mich zu holen / von hinter der Herde weg“). Wahrscheinlich soll auch Amos hier eingereiht werden: Zum Einen über das Motiv, da er Rinder hat wie Saul und Elischa, zum Anderen über die Formulierung, da er „hinter der Herde weg“ berufen wurde wie David. Dass Amos tatsächlich auch Kleinvieh hatte, müsste dann mit dem Ausdruck in 15a also gar nicht gesagt sein, obwohl auch dann das Nebeneinander von &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;șo`n&#039;&#039; etwas sperrig bleibt (s. auch u. Textkritik).&amp;lt;br /&amp;gt;Steiner gehört nun zu jenen, die denken, das Wort &#039;&#039;noqed&#039;&#039; in Am 1,1 impliziere, dass Amos wohlhabend sei, und deutet daher hier auch &#039;&#039;boqer&#039;&#039; nicht als „Rinderhirt“, sondern als „Rinder-&#039;&#039;Halter&#039;&#039;“. Das könnte schon sein, aber für Amos Wohlstand spricht in diesem Vers noch weniger als in Am 1,1 – wegen dem Hinweis auf die &#039;&#039;Sykomoren&#039;&#039; in 14d, die eher dazu geeignet scheinen, Amos als arm denn als vermögend darzustellen, s.u. Als gewöhnlichen Hirten deuten Amos hier auch LXX, Aq, Sym, Theod, Quinta, VUL und Syr; auch Raschi, ibn Ezra, Kimchi, Eliezer von Beaugency, Abravanel – da bräuchte es starke Gründe, um auf dieser Basis den &#039;&#039;boqer&#039;&#039; als „Rinderbaron“ zu deuten. Die gibt es aber nicht; eher ist also der &#039;&#039;boqer&#039;&#039; doch der gewöhnliche Rinder-Hirt und &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039;, „Abernter von Sykomoren“, hat richtiger Struensee verstanden: „... sondern ich bin ein Hirte, der von wilden Feigen lebt [FN c: War die Speise der allerärmsten Leute.].“ (ähnlich Michaelis).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zur Sykomoren-Ernte&#039;&#039;&#039;: Das Wort, das hier mit „Abernter“ übersetzt wurde – &#039;&#039;boles&#039;&#039; –, ist ebenfalls nur hier belegt, ist aber sicher verwandt mit arab. &#039;&#039;balasu&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), äth. &#039;&#039;balasa&#039;&#039; („Feige, Sykomorenfrucht“), MH &#039;&#039;bls&#039;&#039; („Sykomorenfrucht“; zum Wort vgl. Steiner 2003, S. 36f.); &#039;&#039;boles &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;šiqmim&lt;/ins&gt;&#039;&#039; heißt also „ich sykomorenfruchte Sykomoren“, zu deutsch also wahrscheinlich (s.u.) „ich ernte Sykomorenfrüchte“, jedenfalls sicher nicht: „Ich besitze/züchte Sykomoren-&#039;&#039;Bäume&#039;&#039;“ (so z.B. BB, GN, HfA, NeÜ, NL). Als „Rinderbaron“ und „Sykomorenbesitzer“ wurden die beiden Ausdrücke nämlich bisweilen in der jüd. Tradition gedeutet und daraus auch dort Amos Wohlstand abgeleitet. Aber tradiert wurde diese Deutung, weil der Vers in dieser berühmten Auslegung &#039;&#039;gegen den Strich&#039;&#039; gedeutet wurde; wie Steiner sich (auf S. 66) darauf stützen zu können glaubt, ist mir (S.W.) schleierhaft. Vgl. b.Ned 38a (worauf sich auch die späteren Vertreter dieser Deutung beziehen): „&#039;&#039;Rabbi Jochanan sagte: ‚Alle Propheten waren reich. Wie kommt man darauf? Wegen Mose, Samuel, Amos und Jona. Bei Mose deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Numeri 16#s15 |Num 16,15]])&#039;&#039;: ‚Ich habe ihnen keinen Esel genommen.‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat keinen Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. ... ‘ Bei Samuel deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[1 Samuel 12#s3 |1 Sam 12,3]])&#039;&#039;: ‚Wessen Ochsen und wessen Esel habe ich genommen?‘ ... Gemeint ist nämlich: [Er hat weder Ochsen noch Esel genommen], obwohl er dafür bezahlt hat. Bei Amos deshalb, weil geschrieben steht: ‚Ich bin &#039;&#039;boqer&#039;&#039; und &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039;‘ was Rabbi Josef übersetzt mit: ‚Weil ich ein Halter von Herden bin und Sykomoren in der Schefela besitze.‘ Bei Jona deshalb, weil geschrieben steht &#039;&#039;([[Jona 1#s3 |Jon 1,3]])&#039;&#039;: ‚Er zahlte seinen Preis und stieg in es hinab‘, denn Rabbi Jochanan sagte[, dies heiße]: ‚Er kaufte das ganze Schiff‘, und Rabbi Romanus ergänzte: ‚Ein ganzes Schiff kostete 4000 Gold-Dinare.‘&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;Raffiniert ist diese Auslegung deshalb, weil &#039;&#039;boles schiqmim&#039;&#039; an sich das Gegenteil nahelegt. Die Ernte von Sykomorenfeigen war aufwendig, weil ihre Früchte in Palästina von einem Parasiten, nämlich der Wespenart &#039;&#039;Sycophaga sycomori&#039;&#039;, befallen werden (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/32078/ Sykomore (WiBiLex)]). Um essbare Feigen zu erhalten, mussten sie daher drei bis vier Tage vor der Ernte angeschnitten werden, was erstens den Reifungsprozess beschleunigte und wodurch man zweitens dem Wespenbefall zuvorkam (s. Theophrast, Hist. Plant iv 2; Plinius, Nat. Hist. xiii 14; Physiologus 58. Auch in Israel, s. m.Scheb ii 5; m.Dem i 1 [&#039;&#039;mwsțpws&#039;&#039;: „geöffnet“, also ebenfalls „aufgeritzt“]. Vgl. zur Technik z.B. Zeroni u.a. 1972, S. 378). So übersetzten auch einige alte Üss.: LXX: „ich kratze Maulbeerfeigen an“, Theod: „Ich ritze Maulbeerfeigen“, VUL: „Ich steche Maulbeerfeigen“; daher z.B. auch LUT, ZÜR: „Ich ritze Maulbeerfeigen“. Dieser komplexere Prozess, der für die Ernte nötig war, ist es, was die Maulbeerfeige von anderen Früchten unterscheidet; dieser wird daher also wohl mit „sykomorenfruchten“ bezeichnet werden und wird dann auch überhaupt erst der Grund sein, warum es für die Sykomorenernte anders als für die Ernte anderer Früchte ein eigenes Wort brauchte (richtig Steiner 2003, S. 47). Im Alten Israel war die Sykomorenfeige daher vor allem die Nahrung der ärmeren Bevölkerungsgruppen (Galil 1968, S. 178; Zohary 1986, S. 68); von Vermögenderen wurden die Früchte wegen diesem Aufwand bes. sommers oft ignoriert und nicht angeschnittene Früchte galten daher selbst dann als Wildwuchs für den allgemeinen Verzehr, wenn der Baum einen Besitzer hatte (vgl. m.Dem i 1; Löw 1928, S. 278). Man &#039;&#039;kann&#039;&#039; natürlich mit Steiner 2003, S. 111f. annehmen, „ich sykomorenfruchte Sykomoren“ bedeute „ich bin Pächter von Sykomorenbäumen und verkaufe ihren Ertrag, ich bin also vermögend“ – sehr nahe liegt das aber nicht; wahrscheinlicher wäre allein der Hinweis auf seinen Umgang mit Sykomoren Amos eher abträglich gewesen, wenn er sich damit selbst als „finanziell unabhängig“ darstellen hätte wollen.&amp;lt;br /&amp;gt;Das „ich veredle Maulbeerfeigen“ in der neuen EÜ übrigens ist verblüffend, nachdem EÜ 89 noch: „ich ziehe Maulbeerfeigen“. M.W. geht die „veredeln“-Übersetzungstradition auf eine Zeit zurück, in der man noch nicht wusste, welchem Zweck das Anritzen in LXX diente; dass EÜ dies nun frisch übernommen hat, ist seltsam.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Während Aq, Sym, Theod, Quinta und VUL mit „&#039;&#039;Rinder&#039;&#039;-Hirt“ übersetzen und so den Text von MT stützen, der auch in 4QXII&amp;lt;sup&amp;gt;g&amp;lt;/sup&amp;gt; steht, hat LXX „&#039;&#039;Ziegen&#039;&#039;-Hirt“, Syr allgemein „Hirt“ und Tg überstzt mit der selben Fügung wie in Am 1,1. Nicht wenige nahmen daher an, dass statt &#039;&#039;boqer&#039;&#039; auch hier ursprünglich &#039;&#039;noqed&#039;&#039; wie in Am 1,1 gestanden habe (vgl. die im Heb. graphisch sehr ähnlichen Worte {{hebr}}בוקר{{hebr ende}} und {{hebr}}נוקד{{hebr ende}}; so z.B. BHS, Harper, Maag, Cripps, Snaith, Hammershaimb). Weil MT aber so breit gestützt wird, hat er aber sehr wahrscheinlich schon den ursprünglichen Text und die Üss. von LXX, Syr und Tg sind als Harmonisierungen von Vv. 14.15 zu werten.&amp;lt;/ref&amp;gt; [bin (war)] ich  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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