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	<title>Amos 9 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Sebastian Walter am 29. Mai 2022 um 09:06 Uhr</title>
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		<updated>2022-05-29T09:06:34Z</updated>

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Auch diese werden selbst dann noch nicht mit dem Keltern fertig sein, wenn bereits die Pflanz-Zeit wieder angebrochen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; an den Samen-Pflanzer (-Strecker?, -Zieher?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Samen-Pflanzer (Samen-Strecker?, [für-]Samen-Zieher?)&amp;#039;&amp;#039; - Der „Pflanzer / Strecker / Zieher“ ist heb. der &amp;#039;&amp;#039;mošek&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;mašak&amp;#039;&amp;#039; („ziehen, strecken“) ist ein häufiges Wort, wird aber nur hier in dieser Bed. verwendet. Erschlossen hat man sich als Bed.: (1) Der „Zieher“ von Rillen in den Boden, in die Traubensamen fallen gelassen werden, (2) der „Strecker“ seines Arms beim Ausstreuen der Traubensamen, (3) der „Herauszieher“ von Samen aus einem Beutel für Saatgut, (4) das Verb sei abzuleiten vom Nomen &amp;#039;&amp;#039;mešek&amp;#039;&amp;#039; („Beutel“), der &amp;#039;&amp;#039;mošek&amp;#039;&amp;#039; ist also wie bei (3) der „mit einem [Saatgut]-Beutel Umgehende“. Befragt man Winzer, sind (1) und (2) unmöglich: Traubensamen gehen nicht auf, wenn man sie einfach in Rillen fallen lässt und dann mit Erde bedeckt oder wenn man sie gar „den Arm streckend“ auf den Boden streut. Ohnehin wachsen Reben besonders gut, wenn man ihnen jeweils Stützpfähle gibt; ob mit oder ohne Stützpfahl müssen aber entweder Traubensamen entweder einzeln ordentlich in die Erde gedrückt werden (wie heute v.a. beim Weinbau in Amerika) oder es werden gleich  Reb-Setzlinge in den Boden gepflanzt oder ältere Rebstöcke mit ihnen veredelt (wie heute v.a. beim Weinbau in Europa, was übrigens der Grund für den besseren Geschmack europäischer Weine ist). Beides wurde im Alten Israel praktiziert; zum Pflanzen von Samen s. Midrasch Tanḥuma 58,15: „&amp;#039;&amp;#039;Woher bekam [Noah den Wein]? – Von für die Arche gesammelten Samen. [Die] nahm er und säte&amp;#039;&amp;#039;“, zum Pflanzen von Setzlingen Midrasch BerR 34,3: „&amp;#039;&amp;#039;[Noah] nahm sich Triebe (&amp;#039;&amp;#039;zemorot&amp;#039;&amp;#039;) und Setzlinge (&amp;#039;&amp;#039;neṭi´ot&amp;#039;&amp;#039;) und [auch] Feigen-Reiser (&amp;#039;&amp;#039;jiḥurim&amp;#039;&amp;#039;) und Hopfen-Pflänzlinge (&amp;#039;&amp;#039;gerofijot&amp;#039;&amp;#039;) [mit in die Arche].&amp;#039;&amp;#039;“ (Für BerR ist Noah also übrigens nicht nur Wein-, sondern auch Biertrinker. Und darüber hinaus entweder auch noch Feigenwein-Trinker, oder die Feigen werden hier nur genannt, weil Feigenbäume üblicherweise in Weingärten gepflanzt wurden, nicht auf Streuobstwiesen. S. [[Lukas 13#s6 |Lk 13,6]]; auch [[Hohelied 2#s13 |Hld 2,13]]). Möglich sind also Deutung (3) und (4); beides setzt die „amerikanische“ Weise des Weinbaus voraus.&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Leviticus|26|5}} {{par|Joel|4|18}}&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_Und der Weintraubentreter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Weintraubentreter&amp;#039;&amp;#039; - d.h. der Kelterer; Traubensaft wurde im Alten Israel und noch in der jüngsten Vergangenheit gewonnen, indem die Trauben in einer Kelter mit den Füßen zerstampft werden. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 09:03 Uhr</title>
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Hat der Schreiber der Zaqef-Handschriften 11a.b und 11c.d als zwei Bikola aufgefasst und daher Zaqef gewählt, um den Rest von 11a enger mit 11b zusammenzuschließen? So auch Hayes und wohl auch Garrett und Paul. Auch mit Zaqef ist diese Kolometrie wegen dem folgenden Athnach aber unmöglich. Ebenso unmöglich ist wegen Tebir die verbreitetste Kolometrie, die aus 11a ein Bikolon macht: „An jenem Tag richte ich auf [Tebir] / die verfallene Hütte Davids“ – 11a muss stropheneinleitendes Monokolon sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; werde (will) ich aufrichten die verfallene (verfallende) Hütte Davids:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hütte Davids&amp;#039;&amp;#039; - sehr unklarer Ausdruck. Eine &amp;#039;&amp;#039;sukkah&amp;#039;&amp;#039; („Hütte“) ist ein improvisiertes Geflecht aus Zweigen und Blättern, das man v.a. an Feldern und in Obstgärten außerhalb von Städten errichtete, um sich vor dem Wetter zu schützen (s. [[Ijob 27#s18 |Ijob 27,18]]; [[Jesaja 1#s8 |Jes 1,8]]) und um unter diese gelagert die Felder und Gärten zu bewachen. Ursprünglich wohl aus diesem Grund ist das Errichten von &amp;#039;&amp;#039;sukkot&amp;#039;&amp;#039; außerdem ein Brauch, der im Zhg. mit der kultischen Feier der Weinernte praktiziert wird (zu diesem Erntefest, später auch &amp;#039;&amp;#039;Sukkot&amp;#039;&amp;#039; genannt, s. [[Levitikus 23#s39 |Lev 23,39]]; [[Deuteronomium 16#s13 |Dtn 16,13-15]]; [[Richter 9#s27 |Ri 9,27]]; [[Richter 21#s19 |21,19]] und vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/31994/ Sukkot (Fest) (WiBiLex)]). Sieht man davon ab, wie genau „Hütte &amp;#039;&amp;#039;Davids&amp;#039;&amp;#039;“ zu verstehen ist, legen sich v.a. zwei Deutungen nur von „&amp;#039;&amp;#039;Hütte&amp;#039;&amp;#039;“ nahe: Entweder ist „Hütte“ nur mit V. 12 zusammenzulesen und abgehoben wird mit dem Wort auf den aktuell armseligen Zustand dessen, was hier metaphorisch als „Hütte“ bezeichnet wird und was nun wieder errichtet und zum „gemauerten Steinhaus“ ausgebaut werden soll. Oder die „Hütte“ ist mit Vv. 13-15 zusammenzulesen und das, was hier als „Hütte“ bezeichnet wird, wird deshalb als &amp;#039;&amp;#039;Hütte&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, um im Bild zu bleiben: Die Zukunft Israels wird ein fortwährendes Erntefest sein. Weil V. 12 sehr wahrscheinlich jünger ist als Vv. 11.13-15, liegt als ursprüngliche Bed. Letzteres näher; nachdem nun aber auch V. 12 im Text steht, kann man beides hören.&amp;lt;br /&amp;gt;Die „Hütte &amp;#039;&amp;#039;Davids&amp;#039;&amp;#039;“ wird danach ursprünglich die Herrschaft des Davids-Clans im Nordreich Israel gemeint haben, der am Gerichtstag Gottes wieder in Israel inthronisiert werden soll „wie in den Tagen der Vorzeit“ (s.u. unter (4)). V. 12 hätte den Ausdruck dann aber um-interpretiert zum „davidischen Großreich“ aus Israel + Juda, das auch über die umliegenden Nationen herrschte (s.u. unter (3)).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Richtig zunächst Seybold 1972, S. 61: Der singuläre Ausdruck „Hütte Davids“ ist sicher gebildet nach dem Muster der Ausdrücke „Haus Davids“ (oft), „Stadt Davids“ (oft in 2 Sam und den Königs- und Chronik-Büchern) und „Zelt Davids“ ([[Jesaja 16#s5 |Jes 16,5]]). Das macht die Frage danach, &amp;#039;&amp;#039;was&amp;#039;&amp;#039; hier als „Hütte Davids“ bezeichnet wird, aber nicht einfacher.&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Am einfachsten ist der Ausdruck „Stadt Davids“: Gemeint ist damit im Alten Testament meist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jerusalem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder in jüngeren Texten auch ein älterer Stadtteil im Zentrum Jerusalems. Vgl. dann v.a. [[Jesaja 1#s8 |Jes 1,8]], wo sicher Jerusalem als „Hütte“ bezeichnet wird. Bes. Pomykala 2004 und z.B. Eidevall glauben daher, auch hier sei von Jerusalem die Rede. Aber eine Zerstörung Jerusalems war doch in den Kapitel zuvor gar kein Thema, und richtig Glenny 2013, S. 158f: Wie soll das mit V. 12 (oder mit Vv. 13-15) zusammenstimmen?&amp;lt;br /&amp;gt;(2) „Zelt Davids“ in Jes 16,5 ist genauso unklar wie „Hütte Davids“. Am nächsten liegt die Bed. „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“, da David für die Bundeslade ein prächtiges Zelt errichtet hatte (s. z.B. [[1 Chroniken 15#s1 |1 Chr 15,1]]), weshalb auch noch der Tempel selbst in [[1 Chroniken 9#s23 |1 Chr 9,23]] metaphorisch als „Zelt-Haus“ bezeichnet wird. So verstehen unseren Ausdruck bes. Nägele 1995 und z.B. auch Radine 2010, S. 203; Goswell 2011, S. 252f. Aber wenn in Jes 16,5 der Tempel gemeint wäre, müsste der Herrscher in diesem Vers, der offenbar identisch sein soll mit dem, der „den Thron Davids“ besteigen wird ([[Jesaja 9#s7 |Jes 9,7]]), diesen seinen Thron im Tempel stehen haben. Vergleichbare Vorstellungen finden sich erst mehrere Jahrhunderte später zunächst in [[Sacharja 6#s9 |Sach 6,9-15]], wo ein Messias verheißen wird, der vom Tempel aus regieren wird, und noch einmal wesentlich später in der zwischentestamentlichen Literatur, wo der Messias von einem himmlischen Thron aus sein Volk richten wird. Jes 16,5 ist also eine sehr unsichere Basis für die Deutung unseres Verses. Von 1 Chr 9,23; 15,1 u.ö. aus könnte man „Hütte“ vielleicht wirklich als Variante der Metapher „Zelt“ für den Tempel verstehen, aber dass der Tempel als „Gebäude &amp;#039;&amp;#039;Davids&amp;#039;&amp;#039;“ (statt: „Salomos“) bezeichnet würde, müsste sich ganz auf den unsicheren Vers Jes 16,5 stützen. Gegen (1) und (2) spricht außerdem, dass dann die drei unterschiedlichen Personalpronomen in den nächsten drei Zeilen unerklärt bleiben müssten.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) „Haus Davids“ schließlich ist seit dem Erscheinen der erhellenden Dissertation von Leonard-Fleckman 2016 viel komplizierter geworden (s.u.). Ist damit nicht wirklich ein Gebäude gemeint, ist das „Haus Davids“ in jüngeren Texten v.a. ein Ausdruck für die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dynastie&amp;#039;&amp;#039; Davids&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Ist Am 9,11f. entsprechend diesen jüngeren Texten zu verstehen, müsste die Tatsache, dass es „verfallen“ ist, meinen, dass es zur Abfassungszeit unseres Verses nur noch in Juda und nicht mehr in Israel herrschte. Dass es „aufgerichtet“ werden soll, hieße dann also, dass das „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vereinte Königreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ Davids oder sogar das „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;davidische Großreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“, das auch die umliegenden Nationen beherrschte, wiederhergestellt werden solle. So die meisten, für „Dynastie“ z.B. Garrett, Jeremias, Carroll, Kessler; für „davidisches Reich“ z.B. Mays, Hayes, Paul, Sweeney; gut auch Hasel 1974, S. 211; Seybold 1972, S. 61-63.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Diese Frage lässt sich nicht gut trennen von der redaktionskritischen Frage nach dem Alter von Vv. 11.12. Vv. 11-15 wurden spätestens seit Wellhausen regelmäßig insgesamt für später als der Rest des Amosbuches gehalten, weil hier Heil statt Unheil verheißen wird (so heute z.B. noch Rottzoll 1996; Hadjiev 2009). Aber dass zumindest Teile von Vv. 11-15 ursprünglich gewesen sein dürften, ist wahrscheinlicher; vgl. gut z.B. Hasel 1991, S. 13-17 mit Verweis auf viele weitere Exegeten, die dieser Ansicht sind; so danach z.B. auch Paul, Garrett, Carroll. V. 12 allerdings ist sicher jünger als das Gros des Amosbuches; die Vorstellung von einem israelitischen Großreich, das auch viele andere umliegende Nationen beherrschte, gehört nicht ins 8. Jhd. Wegen dem unterschiedlichen Stil von Vv. 11.12 ist vermutlich außerdem Vv. 11f. nicht einheitlich (so viele, z.B. Maag, Wolff; Kellermann 1969, S. 173; Weimar 1981, S. 75; Terblanche 1997, S. 314; Rottzoll 1996, S. 279), und da weiters erstens V. 12 von V. 11 abhängt, zweitens V. 11 allein kaum Abschluss des Amosbuches gewesen sein kann und drittens der Grund für eine Einfügung nur von V. 11 vor Vv. 13-15 sich nur schwer erklären ließe, ist das wahrscheinlichste Szenario das, dass ursprünglich das Amosbuch abschloss mit Vv. 11.13-15 und später V. 12 hinzugefügt wurde, um damit V. 11 umzuinterpretieren.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist V. 11 also immerhin „relativ“ alt, muss man neben die Deutung (3) nun Leonard-Fleckman 2016 legen. Dass die Davids-Tradition nicht der historischen Realität entspricht, ist klar; ein „davidisches Großreich“, wie es in der Bibel erscheint, gab es nie. Während die meisten aber davon ausgehen, dass die Davidslinie historisch gesehen ein Herrschergeschlecht war, das ins &amp;#039;&amp;#039;Südreich&amp;#039;&amp;#039; zu verorten ist, glaubt LF, dass in den ältesten Traditionen, die entweder älter als das Amosbuch sind oder in etwa die selbe Zeit zu datieren wären wie das Gros des Amosbuches, „Haus Davids“ &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Ausdruck für eine „judäische davidische Dynastie“ war, sondern für den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clan Davids&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der als herrschende Sippe v.a. ins &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu verorten wäre (vgl. ansatzweise auch schon Leonard-Fleckman 2015). Hat sie damit Recht – und mir (S.W.) scheint, das ist der Fall –, und ist V. 11 älter als V. 12, darf man bei „Hütte=Haus Davids“ nicht an ein davidisches Großreich denken (was ohnehin klar ist), tatsächlich aber auch nicht einmal an die Vorstellung eines vereinten Königreichs aus Israel + Juda. Gemeint wäre erst einmal nur: Das &amp;#039;&amp;#039;Nordreich&amp;#039;&amp;#039; wird auf eine bestimmte Weise wiederhergestellt werden. Und &amp;#039;&amp;#039;wie&amp;#039;&amp;#039; es wiederhergestellt werden soll, das sagen dann Vv. 13-15.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|11}} An jenem Tag&amp;lt;ref&amp;gt;Nicht: „zur selben Zeit“ (LUT). &amp;#039;&amp;#039;Jener Tag&amp;#039;&amp;#039; ist hier wie häufig ein Ausdruck für den Gerichtstag JHWHs. 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Ebenso unmöglich ist wegen Tebir die verbreitetste Kolometrie, die aus 11a ein Bikolon macht: „An jenem Tag richte ich auf [Tebir] / die verfallene Hütte Davids“ – 11a muss stropheneinleitendes Monokolon sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; werde (will) ich aufrichten die verfallene (verfallende) Hütte Davids:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hütte Davids&amp;#039;&amp;#039; - sehr unklarer Ausdruck. Eine &amp;#039;&amp;#039;sukkah&amp;#039;&amp;#039; („Hütte“) ist ein improvisiertes Geflecht aus Zweigen und Blättern, das man v.a. an Feldern und in Obstgärten außerhalb von Städten errichtete, um sich vor dem Wetter zu schützen (s. [[Ijob 27#s18 |Ijob 27,18]]; [[Jesaja 1#s8 |Jes 1,8]]) und um unter diese gelagert die Felder und Gärten zu bewachen. Ursprünglich wohl aus diesem Grund ist das Errichten von &amp;#039;&amp;#039;sukkot&amp;#039;&amp;#039; außerdem ein Brauch, der im Zhg. mit der kultischen Feier der Weinernte praktiziert wird (zu diesem Erntefest, später auch &amp;#039;&amp;#039;Sukkot&amp;#039;&amp;#039; genannt, s. [[Levitikus 23#s39 |Lev 23,39]]; [[Deuteronomium 16#s13 |Dtn 16,13-15]]; [[Richter 9#s27 |Ri 9,27]]; [[Richter 21#s19 |21,19]] und vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/31994/ Sukkot (Fest) (WiBiLex)]). Sieht man davon ab, wie genau „Hütte &amp;#039;&amp;#039;Davids&amp;#039;&amp;#039;“ zu verstehen ist, legen sich v.a. zwei Deutungen nur von „&amp;#039;&amp;#039;Hütte&amp;#039;&amp;#039;“ nahe: Entweder ist „Hütte“ nur mit V. 12 zusammenzulesen und abgehoben wird mit dem Wort auf den aktuell armseligen Zustand dessen, was hier metaphorisch als „Hütte“ bezeichnet wird und was nun wieder errichtet und zum „gemauerten Steinhaus“ ausgebaut werden soll. 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Bes. Pomykala 2004 und z.B. Eidevall glauben daher, auch hier sei von Jerusalem die Rede. Aber eine Zerstörung Jerusalems war doch in den Kapitel zuvor gar kein Thema, und richtig Glenny 2013, S. 158f: Wie soll das mit V. 12 (oder mit Vv. 13-15) zusammenstimmen?&amp;lt;br /&amp;gt;(2) „Zelt Davids“ in Jes 16,5 ist genauso unklar wie „Hütte Davids“. Am nächsten liegt die Bed. „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“, da David für die Bundeslade ein prächtiges Zelt errichtet hatte (s. z.B. [[1 Chroniken 15#s1 |1 Chr 15,1]]), weshalb auch noch der Tempel selbst in [[1 Chroniken 9#s23 |1 Chr 9,23]] metaphorisch als „Zelt-Haus“ bezeichnet wird. So verstehen unseren Ausdruck bes. Nägele 1995 und z.B. auch Radine 2010, S. 203; Goswell 2011, S. 252f. Aber wenn in Jes 16,5 der Tempel gemeint wäre, müsste der Herrscher in diesem Vers, der offenbar identisch sein soll mit dem, der „den Thron Davids“ besteigen wird ([[Jesaja 9#s7 |Jes 9,7]]), diesen seinen Thron im Tempel stehen haben. Vergleichbare Vorstellungen finden sich erst mehrere Jahrhunderte später zunächst in [[Sacharja 6#s9 |Sach 6,9-15]], wo ein Messias verheißen wird, der vom Tempel aus regieren wird, und noch einmal wesentlich später in der zwischentestamentlichen Literatur, wo der Messias von einem himmlischen Thron aus sein Volk richten wird. Jes 16,5 ist also eine sehr unsichere Basis für die Deutung unseres Verses. Von 1 Chr 9,23; 15,1 u.ö. aus könnte man „Hütte“ vielleicht wirklich als Variante der Metapher „Zelt“ für den Tempel verstehen, aber dass der Tempel als „Gebäude &amp;#039;&amp;#039;Davids&amp;#039;&amp;#039;“ (statt: „Salomos“) bezeichnet würde, müsste sich ganz auf den unsicheren Vers Jes 16,5 stützen. 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Hasel 1991, S. 13-17 mit Verweis auf viele weitere Exegeten, die dieser Ansicht sind; so danach z.B. auch Paul, Garrett, Carroll. V. 12 allerdings ist sicher jünger als das Gros des Amosbuches; die Vorstellung von einem israelitischen Großreich, das auch viele andere umliegende Nationen beherrschte, gehört nicht ins 8. Jhd. Wegen dem unterschiedlichen Stil von Vv. 11.12 ist vermutlich außerdem Vv. 11f. nicht einheitlich (so viele, z.B. Maag, Wolff; Kellermann 1969, S. 173; Weimar 1981, S. 75; Terblanche 1997, S. 314; Rottzoll 1996, S. 279), und da weiters erstens V. 12 von V. 11 abhängt, zweitens V. 11 allein kaum Abschluss des Amosbuches gewesen sein kann und drittens der Grund für eine Einfügung nur von V. 11 vor Vv. 13-15 sich nur schwer erklären ließe, ist das wahrscheinlichste Szenario das, dass ursprünglich das Amosbuch abschloss mit Vv. 11.13-15 und später V. 12 hinzugefügt wurde, um damit V. 11 umzuinterpretieren.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist V. 11 also immerhin „relativ“ alt, muss man neben die Deutung (3) nun Leonard-Fleckman 2016 legen. Dass die Davids-Tradition nicht der historischen Realität entspricht, ist klar; ein „davidisches Großreich“, wie es in der Bibel erscheint, gab es nie. Während die meisten aber davon ausgehen, dass die Davidslinie historisch gesehen ein Herrschergeschlecht war, das ins &amp;#039;&amp;#039;Südreich&amp;#039;&amp;#039; zu verorten ist, glaubt LF, dass in den ältesten Traditionen, die entweder älter als das Amosbuch sind oder in etwa die selbe Zeit zu datieren wären wie das Gros des Amosbuches, „Haus Davids“ &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Ausdruck für eine „judäische davidische Dynastie“ war, sondern für den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clan Davids&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der als herrschende Sippe v.a. ins &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu verorten wäre (vgl. ansatzweise auch schon Leonard-Fleckman 2015). Hat sie damit Recht – und mir (S.W.) scheint, das ist der Fall –, und ist V. 11 älter als V. 12, darf man bei „Hütte=Haus Davids“ nicht an ein davidisches Großreich denken (was ohnehin klar ist), tatsächlich aber auch nicht einmal an die Vorstellung eines vereinten Königreichs aus Israel + Juda. Gemeint wäre erst einmal nur: Das &amp;#039;&amp;#039;Nordreich&amp;#039;&amp;#039; wird auf eine bestimmte Weise wiederhergestellt werden. Und &amp;#039;&amp;#039;wie&amp;#039;&amp;#039; es wiederhergestellt werden soll, das sagen dann Vv. 13-15.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 08:33 Uhr</title>
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		<updated>2021-11-03T08:33:45Z</updated>

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Ob Gott in 1a im Tempel von Jerusalem oder im Heiligtum von Bethel erscheint, ob der Heiligtums-Teil in 1b, auf den da geschlagen werden soll, der „Gnadenthron“ in Jerusalem, ein heiliger Baum oder eine Säule ist und ob die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; in 1c die Türschwellen des Heiligtums oder die kultischen Wasserbecken sind – alles drei sehr umstrittene Fragen in der Amosforschung –, ist eigentlich egal. Mit allem verband man im Alten Israel die selben oder ähnliche Vorstellungen (s. zum „Band“ in V. 6): Bethel oder Jerusalem waren der Mittelpunkt des Kosmos, um den herum alle Völker lebten und auf den sie bezogen waren, und an dem Himmel, Erde und Unterwelt einander überlagerten und zusammenfielen. Besonders konzentriert am &#039;&#039;kaptor&#039;&#039; oder &#039;&#039;kaporet&#039;&#039; in 1b: Entweder ist dies der „Gnadenthron“ in Jerusalem, auf dem JHWH &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; im Himmel und auf der Erde thronte, oder ein heiliger Baum, der wie in [[Ezechiel 31#s2 |Ez 31,2-9]] und [[Daniel 4#s7 |Dan 4,7f.]] der „Weltenbaum“ war, der von der Erde in den Himmel ragte und beide miteinander verband, oder eine baumartig gestaltete Säule wie die beiden vor dem Tempel in Jerusalem (s. [[1 Könige 7#s15 |1 Kön 7,15-23]]; [[Jeremia 52#s20 |Jer 52,20-23]]), die ebenso diesen Weltenbaum repräsentierte. Ob die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; schließlich die Türschwellen sind oder kultische Wasserbecken, macht doch einen kleinen Unterschied: Die Türschwellen wären die Orte, die diesen heiligen Mittelpunkt des Kosmos mit dem profanen Bereich der Welt verbinden. Die kultischen Becken dagegen hatten, wenn man sich an mesopotamischen Vorstellungen orientieren kann, erstens die symbolische Funktion, dass sie den Menschen &#039;&#039;reinigten&#039;&#039; (wie er vom &#039;&#039;kapporet&#039;&#039; aus &#039;&#039;Sühnung&#039;&#039; erfuhr), und zweitens repräsentierten sie die „Ströme des Lebens“, die vom Heiligtum aus die Welt belebten (wie in [[Joel 4#s18 |Joel 4,18]]; [[Sacharja 14#s8 |Sach 14,8]]; [[Offenbarung 22#s1 |Offb 22,1f.]] und wie auch die Flüsse, die in [[Genesis 2#s10 |Gen 2,10]] von Eden ausgehen und die ganze Welt beleben).&amp;lt;br /&amp;gt;So und so, klar ist: Mit dem Schlag auf den &#039;&#039;kaptor&#039;&#039; oder den &#039;&#039;kaporet&#039;&#039; soll die Verbindung von Himmel und Erde erschüttert werden. Sind die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; die Schwellen, hat das „Erschüttern“ derselben die gleiche Symbolik, sind sie die Wasserbecken, bedeutet ihre Erschütterung das Ende des himmlischen Segens von Reinheit und Leben für die Erde; in jedem Fall symbolisieren 1a-c: Gott hält von nun an seine Segnungen, die von seinem Heiligtum aus der Erde zufließen, von dieser Erde zurück.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;Was &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;genau&lt;/ins&gt;&#039;&#039; da in &#039;&#039;&#039;1a-c&#039;&#039;&#039; geschaut wird, ist dies: Gott erscheint in einem Heiligtum auf einem Schlachtopfer-Altar stehend und gibt den Befehl, einen Teil dieses Heiligtums zu „schlagen“. 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Besonders konzentriert am &#039;&#039;kaptor&#039;&#039; oder &#039;&#039;kaporet&#039;&#039; in 1b: Entweder ist dies der „Gnadenthron“ in Jerusalem, auf dem JHWH &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; im Himmel und auf der Erde thronte, oder ein heiliger Baum, der wie in [[Ezechiel 31#s2 |Ez 31,2-9]] und [[Daniel 4#s7 |Dan 4,7f.]] der „Weltenbaum“ war, der von der Erde in den Himmel ragte und beide miteinander verband, oder eine baumartig gestaltete Säule wie die beiden vor dem Tempel in Jerusalem (s. [[1 Könige 7#s15 |1 Kön 7,15-23]]; [[Jeremia 52#s20 |Jer 52,20-23]]), die ebenso diesen Weltenbaum repräsentierte. Ob die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; schließlich die Türschwellen sind oder kultische Wasserbecken, macht doch einen kleinen Unterschied: Die Türschwellen wären die Orte, die diesen heiligen Mittelpunkt des Kosmos mit dem profanen Bereich der Welt verbinden. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 08:31 Uhr</title>
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Ob Gott in 1a im Tempel von Jerusalem oder im Heiligtum von Bethel erscheint, ob der Heiligtums-Teil in 1b, auf den da geschlagen werden soll, der „Gnadenthron“ in Jerusalem, ein heiliger Baum oder eine Säule ist und ob die &amp;#039;&amp;#039;sippim&amp;#039;&amp;#039; in 1c die Türschwellen des Heiligtums oder die kultischen Wasserbecken sind – alles drei sehr umstrittene Fragen in der Amosforschung –, ist eigentlich egal. Mit allem verband man im Alten Israel die selben oder ähnliche Vorstellungen (s. zum „Band“ in V. 6): Bethel oder Jerusalem waren der Mittelpunkt des Kosmos, um den herum alle Völker lebten und auf den sie bezogen waren, und an dem Himmel, Erde und Unterwelt einander überlagerten und zusammenfielen. Besonders konzentriert am &amp;#039;&amp;#039;kaptor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kaporet&amp;#039;&amp;#039; in 1b: Entweder ist dies der „Gnadenthron“ in Jerusalem, auf dem JHWH &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; im Himmel und auf der Erde thronte, oder ein heiliger Baum, der wie in [[Ezechiel 31#s2 |Ez 31,2-9]] und [[Daniel 4#s7 |Dan 4,7f.]] der „Weltenbaum“ war, der von der Erde in den Himmel ragte und beide miteinander verband, oder eine baumartig gestaltete Säule wie die beiden vor dem Tempel in Jerusalem (s. [[1 Könige 7#s15 |1 Kön 7,15-23]]; [[Jeremia 52#s20 |Jer 52,20-23]]), die ebenso diesen Weltenbaum repräsentierte. Ob die &amp;#039;&amp;#039;sippim&amp;#039;&amp;#039; schließlich die Türschwellen sind oder kultische Wasserbecken, macht doch einen kleinen Unterschied: Die Türschwellen wären die Orte, die diesen heiligen Mittelpunkt des Kosmos mit dem profanen Bereich der Welt verbinden. Die kultischen Becken dagegen hatten, wenn man sich an mesopotamischen Vorstellungen orientieren kann, erstens die symbolische Funktion, dass sie den Menschen &amp;#039;&amp;#039;reinigten&amp;#039;&amp;#039; (wie er vom &amp;#039;&amp;#039;kapporet&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;Sühnung&amp;#039;&amp;#039; erfuhr), und zweitens repräsentierten sie die „Ströme des Lebens“, die vom Heiligtum aus die Welt belebten (wie in [[Joel 4#s18 |Joel 4,18]]; [[Sacharja 14#s8 |Sach 14,8]]; [[Offenbarung 22#s1 |Offb 22,1f.]] und wie auch die Flüsse, die in [[Genesis 2#s10 |Gen 2,10]] von Eden ausgehen und die ganze Welt beleben).&amp;lt;br /&amp;gt;So und so, klar ist: Mit dem Schlag auf den &amp;#039;&amp;#039;kaptor&amp;#039;&amp;#039; oder den &amp;#039;&amp;#039;kaporet&amp;#039;&amp;#039; soll die Verbindung von Himmel und Erde erschüttert werden. 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Ob Gott in 1a im Tempel von Jerusalem oder im Heiligtum von Bethel erscheint, ob der Heiligtums-Teil in 1b, auf den da geschlagen werden soll, der „Gnadenthron“ in Jerusalem, ein heiliger Baum oder eine Säule ist und ob die &amp;#039;&amp;#039;sippim&amp;#039;&amp;#039; in 1c die Türschwellen des Heiligtums oder die kultischen Wasserbecken sind – alles drei sehr umstrittene Fragen in der Amosforschung –, ist eigentlich egal. Mit allem verband man im Alten Israel die selben oder ähnliche Vorstellungen (s. zum „Band“ in V. 6): Bethel oder Jerusalem waren der Mittelpunkt des Kosmos, um den herum alle Völker lebten und auf den sie bezogen waren, und an dem Himmel, Erde und Unterwelt einander überlagerten und zusammenfielen. 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Die kultischen Becken dagegen hatten, wenn man sich an mesopotamischen Vorstellungen orientieren kann, erstens die symbolische Funktion, dass sie den Menschen &amp;#039;&amp;#039;reinigten&amp;#039;&amp;#039; (wie er vom &amp;#039;&amp;#039;kapporet&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;Sühnung&amp;#039;&amp;#039; erfuhr), und zweitens repräsentierten sie die „Ströme des Lebens“, die vom Heiligtum aus die Welt belebten (wie in [[Joel 4#s18 |Joel 4,18]]; [[Sacharja 14#s8 |Sach 14,8]]; [[Offenbarung 22#s1 |Offb 22,1f.]] und wie auch die Flüsse, die in [[Genesis 2#s10 |Gen 2,10]] von Eden ausgehen und die ganze Welt beleben).&amp;lt;br /&amp;gt;So und so, klar ist: Mit dem Schlag auf den &amp;#039;&amp;#039;kaptor&amp;#039;&amp;#039; oder den &amp;#039;&amp;#039;kaporet&amp;#039;&amp;#039; soll die Verbindung von Himmel und Erde erschüttert werden. Sind die &amp;#039;&amp;#039;sippim&amp;#039;&amp;#039; die Schwellen, hat das „Erschüttern“ derselben die gleiche Symbolik, sind sie die Wasserbecken, bedeutet ihre Erschütterung das Ende des himmlischen Segens von Reinheit und Leben für die Erde; in jedem Fall symbolisieren 1a-c: Gott hält von nun an seine Segnungen, die von seinem Heiligtum aus der Erde zufließen, von dieser Erde zurück.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Was&amp;#039;&amp;#039; genau da in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1a-c&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschaut wird, ist dies: Gott erscheint in einem Heiligtum auf einem Schlachtopfer-Altar stehend und gibt den Befehl, einen Teil dieses Heiligtums zu „schlagen“. Ob Gott in 1a im Tempel von Jerusalem oder im Heiligtum von Bethel erscheint, ob der Heiligtums-Teil in 1b, auf den da geschlagen werden soll, der „Gnadenthron“ in Jerusalem, ein heiliger Baum oder eine Säule ist und ob die &amp;#039;&amp;#039;sippim&amp;#039;&amp;#039; in 1c die Türschwellen des Heiligtums oder die kultischen Wasserbecken sind – alles drei sehr umstrittene Fragen in der Amosforschung –, ist eigentlich egal. Mit allem verband man im Alten Israel die selben oder ähnliche Vorstellungen (s. zum „Band“ in V. 6): Bethel oder Jerusalem waren der Mittelpunkt des Kosmos, um den herum alle Völker lebten und auf den sie bezogen waren, und an dem Himmel, Erde und Unterwelt einander überlagerten und zusammenfielen. Besonders konzentriert am &amp;#039;&amp;#039;kaptor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kaporet&amp;#039;&amp;#039; in 1b: Entweder ist dies der „Gnadenthron“ in Jerusalem, auf dem JHWH &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; im Himmel und auf der Erde thronte, oder ein heiliger Baum, der wie in [[Ezechiel 31#s2 |Ez 31,2-9]] und [[Daniel 4#s7 |Dan 4,7f.]] der „Weltenbaum“ war, der von der Erde in den Himmel ragte und beide miteinander verband, oder eine baumartig gestaltete Säule wie die beiden vor dem Tempel in Jerusalem (s. [[1 Könige 7#s15 |1 Kön 7,15-23]]; [[Jeremia 52#s20 |Jer 52,20-23]]), die ebenso diesen Weltenbaum repräsentierte. Ob die &amp;#039;&amp;#039;sippim&amp;#039;&amp;#039; schließlich die Türschwellen sind oder kultische Wasserbecken, macht doch einen kleinen Unterschied: Die Türschwellen wären die Orte, die diesen heiligen Mittelpunkt des Kosmos mit dem profanen Bereich der Welt verbinden. Die kultischen Becken dagegen hatten, wenn man sich an mesopotamischen Vorstellungen orientieren kann, erstens die symbolische Funktion, dass sie den Menschen &amp;#039;&amp;#039;reinigten&amp;#039;&amp;#039; (wie er vom &amp;#039;&amp;#039;kapporet&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;Sühnung&amp;#039;&amp;#039; erfuhr), und zweitens repräsentierten sie die „Ströme des Lebens“, die vom Heiligtum aus die Welt belebten (wie in [[Joel 4#s18 |Joel 4,18]]; [[Sacharja 14#s8 |Sach 14,8]]; [[Offenbarung 22#s1 |Offb 22,1f.]] und wie auch die Flüsse, die in [[Genesis 2#s10 |Gen 2,10]] von Eden ausgehen und die ganze Welt beleben).&amp;lt;br /&amp;gt;So und so, klar ist: Mit dem Schlag auf den &amp;#039;&amp;#039;kaptor&amp;#039;&amp;#039; oder den &amp;#039;&amp;#039;kaporet&amp;#039;&amp;#039; soll die Verbindung von Himmel und Erde erschüttert werden. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 08:27 Uhr</title>
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Ob die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; schließlich die Türschwellen sind oder kultische Wasserbecken, macht doch einen kleinen Unterschied: Die Türschwellen wären die Orte, die diesen heiligen Mittelpunkt des Kosmos mit dem profanen Bereich der Welt verbinden. Die kultischen Becken dagegen hatten, wenn man sich an mesopotamischen Vorstellungen orientieren kann, erstens die symbolische Funktion, dass sie den Menschen &#039;&#039;reinigten&#039;&#039; (wie er vom &#039;&#039;kapporet&#039;&#039; aus &#039;&#039;Sühnung&#039;&#039; erfuhr), und zweitens repräsentierten sie die „Ströme des Lebens“, die vom Heiligtum aus die Welt belebten (wie in [[Joel 4#s18 |Joel 4,18]]; [[Sacharja 14#s8 |Sach 14,8]]; [[Offenbarung 22#s1 |Offb 22,1f.]] und wie auch die Flüsse, die in [[Genesis 2#s10 |Gen 2,10]] von Eden ausgehen und die ganze Welt beleben).&amp;lt;br /&amp;gt;So und so, klar ist: Mit dem Schlag auf den &#039;&#039;kaptor&#039;&#039; oder den &#039;&#039;kaporet&#039;&#039; soll die Verbindung von Himmel und Erde erschüttert werden. Sind die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; die Schwellen, hat das „Erschüttern“ derselben die gleiche Symbolik, sind sie die Wasserbecken, bedeutet ihre Erschütterung das Ende des himmlischen Segens von Reinheit und Leben für die Erde; in jedem Fall symbolisieren 1a-c: Gott hält von nun an seine Segnungen, die von seinem Heiligtum aus der Erde &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zukommen&lt;/del&gt;, von dieser Erde zurück.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;Was&#039;&#039; genau da in &#039;&#039;&#039;1a-c&#039;&#039;&#039; geschaut wird, ist dies: Gott erscheint in einem Heiligtum auf einem Schlachtopfer-Altar stehend und gibt den Befehl, einen Teil dieses Heiligtums zu „schlagen“. Ob Gott in 1a im Tempel von Jerusalem oder im Heiligtum von Bethel erscheint, ob der Heiligtums-Teil in 1b, auf den da geschlagen werden soll, der „Gnadenthron“ in Jerusalem, ein heiliger Baum oder eine Säule ist und ob die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; in 1c die Türschwellen des Heiligtums oder die kultischen Wasserbecken sind – alles drei sehr umstrittene Fragen in der Amosforschung –, ist eigentlich egal. Mit allem verband man im Alten Israel die selben oder ähnliche Vorstellungen (s. zum „Band“ in V. 6): Bethel oder Jerusalem waren der Mittelpunkt des Kosmos, um den herum alle Völker lebten und auf den sie bezogen waren, und an dem Himmel, Erde und Unterwelt einander überlagerten und zusammenfielen. Besonders konzentriert am &#039;&#039;kaptor&#039;&#039; oder &#039;&#039;kaporet&#039;&#039; in 1b: Entweder ist dies der „Gnadenthron“ in Jerusalem, auf dem JHWH &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; im Himmel und auf der Erde thronte, oder ein heiliger Baum, der wie in [[Ezechiel 31#s2 |Ez 31,2-9]] und [[Daniel 4#s7 |Dan 4,7f.]] der „Weltenbaum“ war, der von der Erde in den Himmel ragte und beide miteinander verband, oder eine baumartig gestaltete Säule wie die beiden vor dem Tempel in Jerusalem (s. [[1 Könige 7#s15 |1 Kön 7,15-23]]; [[Jeremia 52#s20 |Jer 52,20-23]]), die ebenso diesen Weltenbaum repräsentierte. Ob die &#039;&#039;sippim&#039;&#039; schließlich die Türschwellen sind oder kultische Wasserbecken, macht doch einen kleinen Unterschied: Die Türschwellen wären die Orte, die diesen heiligen Mittelpunkt des Kosmos mit dem profanen Bereich der Welt verbinden. Die kultischen Becken dagegen hatten, wenn man sich an mesopotamischen Vorstellungen orientieren kann, erstens die symbolische Funktion, dass sie den Menschen &#039;&#039;reinigten&#039;&#039; (wie er vom &#039;&#039;kapporet&#039;&#039; aus &#039;&#039;Sühnung&#039;&#039; erfuhr), und zweitens repräsentierten sie die „Ströme des Lebens“, die vom Heiligtum aus die Welt belebten (wie in [[Joel 4#s18 |Joel 4,18]]; [[Sacharja 14#s8 |Sach 14,8]]; [[Offenbarung 22#s1 |Offb 22,1f.]] und wie auch die Flüsse, die in [[Genesis 2#s10 |Gen 2,10]] von Eden ausgehen und die ganze Welt beleben).&amp;lt;br /&amp;gt;So und so, klar ist: Mit dem Schlag auf den &#039;&#039;kaptor&#039;&#039; oder den &#039;&#039;kaporet&#039;&#039; soll die Verbindung von Himmel und Erde erschüttert werden. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 08:25 Uhr</title>
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		<title>Sebastian Walter am 3. November 2021 um 08:23 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 2. November 2021 um 23:40 Uhr</title>
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GN: „Die Leute von Israel werden dann den Überrest von Edom in Besitz nehmen und ebenso alle Nachbarländer, über denen einst [?] mein Name ausgerufen wurde.“ Für (1) wird ins Feld geführt, dass nur „Rest“ durch den Objektmarker &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; eingeleitet ist, so dass „Rest“ die &amp;#039;&amp;#039;beiden&amp;#039;&amp;#039; heb. Genitive „Edoms“ und „aller Völker“ zu regieren scheint. So z.B. Wolff, Carroll, Kessler. Aber ganz richtig Rudolph: Die selbe Asymmetrie von &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; vs. nicht-&amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; fand sich direkt im Vers zuvor; das ist ein sehr schwaches Indiz. Für (2) wird ins Feld geführt, dass man dann stattdessen auch vor „alle Völker“ ein „Rest“ erwarten würde (z.B. Nägele 1995, S. 170; so auch Rudolph, Paul, Eidevall), aber das ist dann nicht wahr, wenn Edom und die anderen Fremdvölker nicht als zwei Teilmengen verstanden werden, sondern insgesamt als „nicht-israelitische Masse“, von der insgesamt nur noch ein Rest übrig ist. Dieses Indiz ist also ebenso schwach. Die Akzente sind auch nicht aussagekräftig: Bei Wortfolgen, in denen auf eine Akzentgruppe im St. cstr. zwei koordinierte Akzentgruppen folgen, die &amp;#039;&amp;#039;beide&amp;#039;&amp;#039; klar von der ersten regiert werden, sitzt der trennende Akzent regelmäßig ungewöhnlicherweise wie hier nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Akzentgruppe, wie das auch der Fall wäre, wenn die koordinierte dritte Akzentgruppe nicht von der ersten regiert würde. Bspp: [[Genesis 2#s4 |Gen 2,4]]: „Geschichte von-Himmel | und-von-Erde“; [[Genesis 19#s28 |Gen 19,28]]: „Oberfläche von-Sodom | und-von-Gomorra“; [[Genesis 49#s25 |Gen 49,25]]: „Segnungen von-Brüsten | und-von-Mutterleib“ (vgl. Spanier 1927, S. 37). Beide Auflösungen sind also gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Fremd)völker,{{sekundär ende}}  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|12}} {{sekundär}}Damit sie in Besitz nehmen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;in Besitz nehmen&amp;#039;&amp;#039; ist der selbe Ausdruck, der in Dtn und Jos auch häufiger für die Inbesitznahme des gelobten Landes verwendet wird. Das gelobte Land wird also expandieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Rest von Edom und alle (aller)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: entweder (1) „den Rest von Edom und von allen Völkern“ oder (2) „den Rest von Edom und außerdem alle Völker“. (1) z.B. NL: „Und Israel wird besitzen, was von Edum und all den Völkern, die ich zu meinem Eigentum berufen habe, übrig ist“; (2) z.B. GN: „Die Leute von Israel werden dann den Überrest von Edom in Besitz nehmen und ebenso alle Nachbarländer, über denen einst [?] mein Name ausgerufen wurde.“ Für (1) wird ins Feld geführt, dass nur „Rest“ durch den Objektmarker &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; eingeleitet ist, so dass „Rest“ die &amp;#039;&amp;#039;beiden&amp;#039;&amp;#039; heb. Genitive „Edoms“ und „aller Völker“ zu regieren scheint. So z.B. Wolff, Carroll, Kessler. Aber ganz richtig Rudolph: Die selbe Asymmetrie von &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; vs. nicht-&amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; fand sich direkt im Vers zuvor; das ist ein sehr schwaches Indiz. Für (2) wird ins Feld geführt, dass man dann stattdessen auch vor „alle Völker“ ein „Rest“ erwarten würde (z.B. Nägele 1995, S. 170; so auch Rudolph, Paul, Eidevall), aber das ist dann nicht wahr, wenn Edom und die anderen Fremdvölker nicht als zwei Teilmengen verstanden werden, sondern insgesamt als „nicht-israelitische Masse“, von der insgesamt nur noch ein Rest übrig ist. Dieses Indiz ist also ebenso schwach. Die Akzente sind auch nicht aussagekräftig: Bei Wortfolgen, in denen auf eine Akzentgruppe im St. cstr. zwei koordinierte Akzentgruppen folgen, die &amp;#039;&amp;#039;beide&amp;#039;&amp;#039; klar von der ersten regiert werden, sitzt der trennende Akzent regelmäßig ungewöhnlicherweise wie hier nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Akzentgruppe, wie das auch der Fall wäre, wenn die koordinierte dritte Akzentgruppe nicht von der ersten regiert würde. Bspp: [[Genesis 2#s4 |Gen 2,4]]: „Geschichte von-Himmel | und-von-Erde“; [[Genesis 19#s28 |Gen 19,28]]: „Oberfläche von-Sodom | und-von-Gomorra“; [[Genesis 49#s25 |Gen 49,25]]: „Segnungen von-Brüsten | und-von-Mutterleib“ (vgl. Spanier 1927, S. 37). Beide Auflösungen sind also gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Fremd)völker,{{sekundär ende}}  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 2. November 2021 um 13:26 Uhr</title>
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		<updated>2021-11-02T13:26:10Z</updated>

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GN: „Die Leute von Israel werden dann den Überrest von Edom in Besitz nehmen und ebenso alle Nachbarländer, über denen einst [?] mein Name ausgerufen wurde.“ Für (1) wird ins Feld geführt, dass nur „Rest“ durch den Objektmarker &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; eingeleitet ist, so dass „Rest“ die &amp;#039;&amp;#039;beiden&amp;#039;&amp;#039; heb. Genitive „Edoms“ und „aller Völker“ zu regieren scheint. So z.B. Wolff, Carroll, Kessler. Aber ganz richtig Rudolph: Die selbe Asymmetrie von &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; vs. nicht-&amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; fand sich direkt im Vers zuvor; das ist ein sehr schwaches Indiz. Für (2) wird ins Feld geführt, dass man dann stattdessen auch vor „alle Völker“ ein „Rest“ erwarten würde (z.B. Nägele 1995, S. 170; so auch Rudolph, Paul, Eidevall), aber das ist dann nicht wahr, wenn Edom und die anderen Fremdvölker nicht als zwei Teilmengen verstanden werden, sondern insgesamt als „nicht-israelitische Masse“, von der insgesamt nur noch ein Rest übrig ist. Dieses Indiz ist also ebenso schwach. Die Akzente sind auch nicht aussagekräftig: Bei Wortfolgen, in denen auf eine Akzentgruppe im St. cstr. zwei koordinierte Akzentgruppen folgen, die &amp;#039;&amp;#039;beide&amp;#039;&amp;#039; klar von der ersten regiert werden, sitzt der trennende Akzent regelmäßig ungewöhnlicherweise wie hier nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Akzentgruppe, wie das auch der Fall wäre, wenn die koordinierte dritte Akzentgruppe nicht von der ersten regiert würde. Bspp: [[Genesis 2#s4 |Gen 2,4]]: „Geschichte von-Himmel | und-von-Erde“; [[Genesis 19#s28 |Gen 19,28]]: „Oberfläche von-Sodom | und-von-Gomorra“; [[Genesis 49#s25 |Gen 49,25]]: „Segnungen von-Brüsten | und-von-Mutterleib“ (vgl. Spanier 1927, S. 37). Beide Auflösungen sind also gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Fremd)völker,{{sekundär ende}}  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|12}} {{sekundär}}Damit sie in Besitz nehmen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;in Besitz nehmen&amp;#039;&amp;#039; ist der selbe Ausdruck, der in Dtn und Jos auch häufiger für die Inbesitznahme des gelobten Landes verwendet wird. Das gelobte Land wird also expandieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Rest von Edom und alle (aller)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: entweder (1) „den Rest von Edom und von allen Völkern“ oder (2) „den Rest von Edom und außerdem alle Völker“. (1) z.B. NL: „Und Israel wird besitzen, was von Edum und all den Völkern, die ich zu meinem Eigentum berufen habe, übrig ist“; (2) z.B. GN: „Die Leute von Israel werden dann den Überrest von Edom in Besitz nehmen und ebenso alle Nachbarländer, über denen einst [?] mein Name ausgerufen wurde.“ Für (1) wird ins Feld geführt, dass nur „Rest“ durch den Objektmarker &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; eingeleitet ist, so dass „Rest“ die &amp;#039;&amp;#039;beiden&amp;#039;&amp;#039; heb. Genitive „Edoms“ und „aller Völker“ zu regieren scheint. So z.B. Wolff, Carroll, Kessler. Aber ganz richtig Rudolph: Die selbe Asymmetrie von &amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; vs. nicht-&amp;#039;&amp;#039;`et&amp;#039;&amp;#039; fand sich direkt im Vers zuvor; das ist ein sehr schwaches Indiz. Für (2) wird ins Feld geführt, dass man dann stattdessen auch vor „alle Völker“ ein „Rest“ erwarten würde (z.B. Nägele 1995, S. 170; so auch Rudolph, Paul, Eidevall), aber das ist dann nicht wahr, wenn Edom und die anderen Fremdvölker nicht als zwei Teilmengen verstanden werden, sondern insgesamt als „nicht-israelitische Masse“, von der insgesamt nur noch ein Rest übrig ist. Dieses Indiz ist also ebenso schwach. Die Akzente sind auch nicht aussagekräftig: Bei Wortfolgen, in denen auf eine Akzentgruppe im St. cstr. zwei koordinierte Akzentgruppen folgen, die &amp;#039;&amp;#039;beide&amp;#039;&amp;#039; klar von der ersten regiert werden, sitzt der trennende Akzent regelmäßig ungewöhnlicherweise wie hier nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Akzentgruppe, wie das auch der Fall wäre, wenn die koordinierte dritte Akzentgruppe nicht von der ersten regiert würde. Bspp: [[Genesis 2#s4 |Gen 2,4]]: „Geschichte von-Himmel | und-von-Erde“; [[Genesis 19#s28 |Gen 19,28]]: „Oberfläche von-Sodom | und-von-Gomorra“; [[Genesis 49#s25 |Gen 49,25]]: „Segnungen von-Brüsten | und-von-Mutterleib“ (vgl. Spanier 1927, S. 37). Beide Auflösungen sind also gleichermaßen möglich.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Fremd)völker,{{sekundär ende}}  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{sekundär}}Spruch JHWHs, der dies tut.{{sekundär ende}}&amp;lt;ref&amp;gt;Mindestens V. 12 ist sicher jünger als das Gros des Amosbuches: Die Vorstellung von einem Großreich „in der Vorzeit“, in dem Israel die umliegenden Nationen beherrscht hätte, ist deutlich jünger als die Abfassungszeit des Amosbuches. S. noch zu 11a.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: V. 12 muss nicht im Us. zu V. 11 als Prosa aufgefasst werden, wie viele denken, die V. 12 für sekundär halten: Dafür sprechen weder die Akzente noch die Silbenzahlen, und mit dem Rückbezug sowohl durch &amp;#039;&amp;#039;`ašer&amp;#039;&amp;#039; („über“) als auch durch &amp;#039;&amp;#039;-hem&amp;#039;&amp;#039; („welche“) sind 12ab kohäsiv genug, um gut Poesie sein zu können. 12c wäre strophenschließendes Monokolon, was auch ganz gewöhnlich in der heb. Poesie ist. Dennnoch passen Vv. 11.12 in solchem Maße kolometrisch nicht zusammen, dass die beiden Verse sehr wahrscheinlich nicht einheitlich sind, wonach nur V. 12 offensichtlich eine spätere Ergänzung wäre. Auch dazu s. zu 11a. Ursprünglich wären also Vv. 11.13-15 &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt gewesen; nach der Einfügung von V. 12 muss man aber Vv. 11-12.13-15 als zwei Abschnitte mit je eigener Gottesspruch-Formel ansehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{sekundär}}Spruch JHWHs, der dies tut.{{sekundär ende}}&amp;lt;ref&amp;gt;Mindestens V. 12 ist sicher jünger als das Gros des Amosbuches: Die Vorstellung von einem Großreich „in der Vorzeit“, in dem Israel die umliegenden Nationen beherrscht hätte, ist deutlich jünger als die Abfassungszeit des Amosbuches. S. noch zu 11a.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: V. 12 muss nicht im Us. zu V. 11 als Prosa aufgefasst werden, wie viele denken, die V. 12 für sekundär halten: Dafür sprechen weder die Akzente noch die Silbenzahlen, und mit dem Rückbezug sowohl durch &amp;#039;&amp;#039;`ašer&amp;#039;&amp;#039; („über“) als auch durch &amp;#039;&amp;#039;-hem&amp;#039;&amp;#039; („welche“) sind 12ab kohäsiv genug, um gut Poesie sein zu können. 12c wäre strophenschließendes Monokolon, was auch ganz gewöhnlich in der heb. Poesie ist. Dennnoch passen Vv. 11.12 in solchem Maße kolometrisch nicht zusammen, dass die beiden Verse sehr wahrscheinlich nicht einheitlich sind, wonach nur V. 12 offensichtlich eine spätere Ergänzung wäre. Auch dazu s. zu 11a. Ursprünglich wären also Vv. 11.13-15 &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt gewesen; nach der Einfügung von V. 12 muss man aber Vv. 11-12.13-15 als zwei Abschnitte mit je eigener Gottesspruch-Formel ansehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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