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	<title>Ex 20,1-17/Persönliche Fassung (Sebastian Walter) - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Sebastian Walter am 22. Oktober 2023 um 10:44 Uhr</title>
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		<updated>2023-10-22T10:44:42Z</updated>

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Das ist es auch, was ein Träger des Namens GOTTes auf seine Haut geschrieben hätte; vgl. z.B. den Elephantine-Brief B33 über zwei ägyptische Sklaven: „&amp;#039;&amp;#039;Peṭosiri ..., ein Sklave, brandmarkte seine rechte Hand auf Aramäisch [mit] einem Brandmal, das lautete: &amp;#039;&amp;#039;l-Mibtahiah&amp;#039;&amp;#039;, ‚von Mibtahiah‘.&amp;#039;&amp;#039;“ (Üs. nach Porten 1996, S. 200). Entweder ist damit eine der Pointen des Texts: „Gehörst du mir, gehört auch dein Sabbat mir!“ Oder wahrscheinlicher: „Nicht du sollst mir gehören, nur dein &amp;#039;&amp;#039;Sabbat&amp;#039;&amp;#039; soll mir gehören!“ Und dieser Sabbat wiederum ist dann gerade ein Zeichen der Freiheit und &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Fron&amp;#039;&amp;#039; für sämtliche Bürger:innen Israels, zu denen hier selbst das israelitische Vieh (s. zu [https://offene-bibel.de/wiki/Ex_19/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_h| Ex 19,12f.]!) und der Immigrant gerechnet wird (s. Ri 17 zum Immigranten als Mitglied einer bio-israelitischen Großfamilie).&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem Gott: Da darfst du keinerlei Arbeit verrichten – du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Fronknecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein als Tagelöhner in deinem Ort wohnender Immigrant nicht, so dass auch dein Fronknecht und deine Magd sich ebenso wie du ausruhen können. {{L|11}} Denke daran, dass du Fronknecht in Ägypten warst und dass GOTT, dein Gott, dich mit starkem Arm und langer Hand dort herausgeführt hat! Darum hat GOTT, dein Gott, dir geboten, den Tag des Sabbats zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Den Sabbat-Spruch habe ich nicht nach dem Buch Exodus übersetzt, sondern nach dem frühesten erreichbaren Wortlaut desselben, überwiegend aus Dtn 5. Schon vor Einführung des Sabbats als wöchentlichem Feiertag gab es in Israel einen arbeitsfreien Tag pro Woche. Dieser wurde wahrscheinlich erst ab dem 6. Jhd. v. Chr. mit dem Sabbat identifiziert (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25732/ Sabbat (AT) (WiBiLex)]; Grund 2011, S. 305-309). Wo die Formulierung des Sabbat-Spruchs im Exodusbuch sich vom Wortlaut oben unterscheidet, hat dies nur den Zweck, den siebten Tag der Woche als Sabbat als uralten Feiertag darzustellen, den Gott bereits mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat: (1) „Du musst &amp;#039;&amp;#039;daran denken&amp;#039;&amp;#039;, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten“ und (2) die Begründung: „&amp;#039;&amp;#039;Denn binnen sechs Tagen hat GOTT den Himmel und die Erde, das Meer und alles darin gemacht und sich am siebten Tag ausgeruht. Darum hat GOTT den Tag des Sabbats gesegnet und zum ihm geheiligten Tag erklärt.&amp;#039;&amp;#039;“ Außerdem wird (3) die Liste der vom siebten Tag profitierenden Wesen auf genau sieben zusammengekürzt (gut z.B. Cassuto 1967): „&amp;#039;&amp;#039;(i) Du, (ii) dein Sohn (iii) und deine Tochter, (iv) dein Fronknecht (v) und deine Magd (vi) und dein Vieh (vii) und dein Immigrant.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;In der Dtn-Fassung steht noch „..., mir den Sabbattag heilig zu halten, &amp;#039;&amp;#039;wie dir GOTT, dein Gott, geboten hat.&amp;#039;&amp;#039;“ (ähnlich auch noch mal im nächsten Spruch). Dies ist die übliche Zitations-Formel im Buch Dtn, die nur zeigen soll, dass der Text direkt davor keine Erfindung deuteronomischer Autoren ist, sondern von einem anderen Ort der heiligen Schrift zitiert wurde, und die damit offensichtlich ebenfalls nicht zum ursprünglichen Wortlaut gehört.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|8}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;§3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du musst darauf achten, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten: {{L|9}} Binnen sechs Tagen darfst du fronen und all deine Arbeit verrichten, {{L|10}} aber der siebte Tag, der Sabbat, gehöre GOTT,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gehöre Gott&amp;#039;&amp;#039; - Wörtlich: &amp;#039;&amp;#039;l-JHWH&amp;#039;&amp;#039;, „[ist/sei] von/für GOTT“. 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Ri 17 zum Immigranten als Mitglied einer bio-israelitischen Großfamilie).&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem Gott: Da darfst du keinerlei Arbeit verrichten – du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Fronknecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein als Tagelöhner in deinem Ort wohnender Immigrant nicht, so dass auch dein Fronknecht und deine Magd sich ebenso wie du ausruhen können. {{L|11}} Denke daran, dass du Fronknecht in Ägypten warst und dass GOTT, dein Gott, dich mit starkem Arm und langer Hand dort herausgeführt hat! Darum hat GOTT, dein Gott, dir geboten, den Tag des Sabbats zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Den Sabbat-Spruch habe ich nicht nach dem Buch Exodus übersetzt, sondern nach dem frühesten erreichbaren Wortlaut desselben, überwiegend aus Dtn 5. Schon vor Einführung des Sabbats als wöchentlichem Feiertag gab es in Israel einen arbeitsfreien Tag pro Woche. Dieser wurde wahrscheinlich erst ab dem 6. Jhd. v. Chr. mit dem Sabbat identifiziert (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25732/ Sabbat (AT) (WiBiLex)]; Grund 2011, S. 305-309). Wo die Formulierung des Sabbat-Spruchs im Exodusbuch sich vom Wortlaut oben unterscheidet, hat dies nur den Zweck, den siebten Tag der Woche als Sabbat als uralten Feiertag darzustellen, den Gott bereits mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat: (1) „Du musst &amp;#039;&amp;#039;daran denken&amp;#039;&amp;#039;, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten“ und (2) die Begründung: „&amp;#039;&amp;#039;Denn binnen sechs Tagen hat GOTT den Himmel und die Erde, das Meer und alles darin gemacht und sich am siebten Tag ausgeruht. Darum hat GOTT den Tag des Sabbats gesegnet und zum ihm geheiligten Tag erklärt.&amp;#039;&amp;#039;“ Außerdem wird (3) die Liste der vom siebten Tag profitierenden Wesen auf genau sieben zusammengekürzt (gut z.B. 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Sicher ist das aber nicht; von der Wortbedeutung her wahrscheinlicher ist eher „ihnen gehorchen“ gemeint, wie der Spruch auch gedeutet wird in Eph 6,1-3 und 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; 2 III 15-19 („&#039;&#039;Ehre deinen Vater ... und deine Mutter ..., denn sie ... (haben dich gezeugt) und (GOTT) hat sie eingesetzt, um über dich zu herrschen ...; darum diene ihnen.&#039;&#039;“). S. ähnlich Dtn 21,18-21; Spr 1,8; 23,22; 30,17; Mi 7,6; Sir 3,1; Tob 4,4.&amp;lt;br /&amp;gt;Nota bene: „Geehrt“ werden sollen dann also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; Führer des Volkes, Älteste, Richter, Könige o.Ä. Nach den vorangehenden Sprüchen kann man das kaum anders als politisch lesen: Für die Unterzeichenden des Vertrags mit dem König GOTT, die nicht einmal diesem Gott oder anderen Göttern fronen dürfen und bei denen selbst Tiere und Sklaven immerhin zeitweise &#039;&#039;frei&#039;&#039; sind, sind die einzigen Respektspersonen oder die einzigen, die sie finanziell und mit Dienstleistungen zu unterstützen haben, die Eltern im eigenen Haushalt. Von allen fernliegenden Verheutigungen der Zehn Sprüche in modernen Katechismen (s. unten zur Auslegungsgeschichte) ist dann die, mit diesem Spruch seien nicht nur die Eltern gemeint, sondern diese stünden pars pro toto auch für z.B. Lehrer, Arbeitgeber, Vorgesetzte oder gar das Vaterland, die verkehrteste.&amp;lt;br /&amp;gt;Stark Meynet 2013, S. 11: Erwartet hätte man erstens „Ehre deine Eltern. Denn dann werden &#039;&#039;sie&#039;&#039; lange leben“ und zweitens „dann wirst du lange leben auf dem Land, dass &#039;&#039;sie&#039;&#039; dir geben“, nämlich als Erbe. Beide naheliegenden Zusammenhänge werden hier aufgebrochen: Du selbst bist es, dessen Leben dann lang sein wird, und Gott ist es, der dir dein Land gibt. Man darf sich danach also wahrscheinlich nicht fragen, was eigentlich der logische Zusammenhang von Elternehrung und langem Leben ist: Die überraschende Formulierung soll gerade zum Ausdruck bringen, dass dies die Frucht der Treue zu diesem Spruch Gottes ist. Vgl. LAB 11,9, wo dies durch eine Ergänzung ausdrücklich gemacht wird: &#039;&#039;Gott&#039;&#039; ist es, der dich dann derart segnen wird („&#039;&#039;Liebe deinen Vater und deine Mutter, und du sollst sie fürchten, und dann wird dir dein Licht aufsteigen. Und ich werde dem Himmel Befehl geben, und er wird dir seinen Regen gewähren, und die Erde wird ihre Frucht schnell bringen. Und du wirst viele Tage leben...&#039;&#039;“, Üs.: Dietzfelbinger). Verwandt ist die Erklärung von Cassuto 1967: Langes Leben folgt nicht speziell aus der Ehrung der Eltern, sondern Gott lohnt grundsätzlich gutes Handeln wie insbesondere die Treue gegenüber seinen Geboten mit langem Leben (s. Ex 23,24-26; Dtn 6,1f.; 11,8f.; 22,6f.; 1 Kön 3,14; Ps 41,2f.; dagegen Dtn 4,26f.; 30,16-20).&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn dann wirst du lange leben auf dem Land, das GOTT, dein Gott, dir gibt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|12}} &#039;&#039;&#039;§4&#039;&#039;&#039; Du musst deinen Vater und deine Mutter ehren!&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt eine schöne alte Auslegung, nach der mit diesem „ehren“ gemeint ist: „sich um die altersschwachen Eltern kümmern“. Vgl. bes. im Talmud, b.Qid 31b: „&#039;&#039;Die Weisen lehren: Was heißt ... ‚(die Eltern) ehren‘? – Sie mit Essen und Trinken versorgen, sie bekleiden und bedecken, sie ausführen und zurückbringen.&#039;&#039;“ Mk 7,10-13 könnte nahelegen, dass auch schon Jesus den Spruch als Verpflichtung verstanden hat, die eigenen Eltern ganz konkret mit Gütern zu unterstützen. Sicher ist das aber nicht; von der Wortbedeutung her wahrscheinlicher ist eher „ihnen gehorchen“ gemeint, wie der Spruch auch gedeutet wird in Eph 6,1-3 und 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; 2 III 15-19 („&#039;&#039;Ehre deinen Vater ... und deine Mutter ..., denn sie ... (haben dich gezeugt) und (GOTT) hat sie eingesetzt, um über dich zu herrschen ...; darum diene ihnen.&#039;&#039;“). S. ähnlich Dtn 21,18-21; Spr 1,8; 23,22; 30,17; Mi 7,6; Sir 3,1; Tob 4,4.&amp;lt;br /&amp;gt;Nota bene: „Geehrt“ werden sollen dann also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; Führer des Volkes, Älteste, Richter, Könige o.Ä. Nach den vorangehenden Sprüchen kann man das kaum anders als politisch lesen: Für die Unterzeichenden des Vertrags mit dem König GOTT, die nicht einmal diesem Gott oder anderen Göttern fronen dürfen und bei denen selbst Tiere und Sklaven immerhin zeitweise &#039;&#039;frei&#039;&#039; sind &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und auf einer Stufe mit den freien Bürgern Israels stehen&lt;/ins&gt;, sind die einzigen Respektspersonen oder die einzigen, die sie finanziell und mit Dienstleistungen zu unterstützen haben, die Eltern im eigenen Haushalt. Von allen fernliegenden Verheutigungen der Zehn Sprüche in modernen Katechismen (s. unten zur Auslegungsgeschichte) ist dann die, mit diesem Spruch seien nicht nur die Eltern gemeint, sondern diese stünden pars pro toto auch für z.B. Lehrer, Arbeitgeber, Vorgesetzte oder gar das Vaterland, die verkehrteste.&amp;lt;br /&amp;gt;Stark Meynet 2013, S. 11: Erwartet hätte man erstens „Ehre deine Eltern. Denn dann werden &#039;&#039;sie&#039;&#039; lange leben“ und zweitens „dann wirst du lange leben auf dem Land, dass &#039;&#039;sie&#039;&#039; dir geben“, nämlich als Erbe. Beide naheliegenden Zusammenhänge werden hier aufgebrochen: Du selbst bist es, dessen Leben dann lang sein wird, und Gott ist es, der dir dein Land gibt. Man darf sich danach also wahrscheinlich nicht fragen, was eigentlich der logische Zusammenhang von Elternehrung und langem Leben ist: Die überraschende Formulierung soll gerade zum Ausdruck bringen, dass dies die Frucht der Treue zu diesem Spruch Gottes ist. Vgl. LAB 11,9, wo dies durch eine Ergänzung ausdrücklich gemacht wird: &#039;&#039;Gott&#039;&#039; ist es, der dich dann derart segnen wird („&#039;&#039;Liebe deinen Vater und deine Mutter, und du sollst sie fürchten, und dann wird dir dein Licht aufsteigen. Und ich werde dem Himmel Befehl geben, und er wird dir seinen Regen gewähren, und die Erde wird ihre Frucht schnell bringen. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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Das ist es auch, was ein Träger des Namens GOTTes auf seine Haut geschrieben hätte; vgl. z.B. den Elephantine-Brief B33 über zwei ägyptische Sklaven: „&amp;#039;&amp;#039;Peṭosiri ..., ein Sklave, brandmarkte seine rechte Hand auf Aramäisch [mit] einem Brandmal, das lautete: &amp;#039;&amp;#039;l-Mibtahiah&amp;#039;&amp;#039;, ‚von Mibtahiah‘.&amp;#039;&amp;#039;“ (Üs. nach Porten 1996, S. 200). Entweder ist damit eine der Pointen des Texts: „Gehörst du mir, gehört auch dein Sabbat mir!“ Oder wahrscheinlicher: „Nicht du sollst mir gehören, nur dein &amp;#039;&amp;#039;Sabbat&amp;#039;&amp;#039; soll mir gehören!“ Und dieser Sabbat wiederum ist dann gerade ein Zeichen der Freiheit und &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Fron&amp;#039;&amp;#039; für sämtliche Bürger:innen Israels, zu denen hier selbst das israelitische Vieh (s. zu [https://offene-bibel.de/wiki/Ex_19/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_h| Ex 19,12f.]!) und der Immigrant gerechnet wird (s. Ri 17 zum Immigranten als Mitglied einer bio-israelitischen Großfamilie).&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem Gott: Da darfst du keinerlei Arbeit verrichten – du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Fronknecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein als Tagelöhner in deinem Ort wohnender Immigrant nicht, so dass auch dein Fronknecht und deine Magd sich ebenso wie du ausruhen können. {{L|11}} Denke daran, dass du Fronknecht in Ägypten warst und dass GOTT, dein Gott, dich mit starkem Arm und langer Hand dort herausgeführt hat! Darum hat GOTT, dein Gott, dir geboten, den Tag des Sabbats zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Den Sabbat-Spruch habe ich nicht nach dem Buch Exodus übersetzt, sondern nach dem frühesten erreichbaren Wortlaut desselben, überwiegend aus Dtn 5. Schon vor Einführung des Sabbats als wöchentlichem Feiertag gab es in Israel einen arbeitsfreien Tag pro Woche. Dieser wurde wahrscheinlich erst ab dem 6. Jhd. v. Chr. mit dem Sabbat identifiziert (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25732/ Sabbat (AT) (WiBiLex)]; Grund 2011, S. 305-309). Wo die Formulierung des Sabbat-Spruchs im Exodusbuch sich vom Wortlaut oben unterscheidet, hat dies nur den Zweck, den siebten Tag der Woche als Sabbat als uralten Feiertag darzustellen, den Gott bereits mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat: (1) „Du musst &amp;#039;&amp;#039;daran denken&amp;#039;&amp;#039;, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten“ und (2) die Begründung: „&amp;#039;&amp;#039;Denn binnen sechs Tagen hat GOTT den Himmel und die Erde, das Meer und alles darin gemacht und sich am siebten Tag ausgeruht. Darum hat GOTT den Tag des Sabbats gesegnet und zum ihm geheiligten Tag erklärt.&amp;#039;&amp;#039;“ Außerdem wird (3) die Liste der vom siebten Tag profitierenden Wesen auf genau sieben zusammengekürzt (gut z.B. Cassuto 1967): „&amp;#039;&amp;#039;(i) Du, (ii) dein Sohn (iii) und deine Tochter, (iv) dein Fronknecht (v) und deine Magd (vi) und dein Vieh (vii) und dein Immigrant.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;In der Dtn-Fassung steht noch „..., mir den Sabbattag heilig zu halten, &amp;#039;&amp;#039;wie dir GOTT, dein Gott, geboten hat.&amp;#039;&amp;#039;“ (ähnlich auch noch mal im nächsten Spruch). Dies ist die übliche Zitations-Formel im Buch Dtn, die nur zeigen soll, dass der Text direkt davor keine Erfindung deuteronomischer Autoren ist, sondern von einem anderen Ort der heiligen Schrift zitiert wurde, und die damit offensichtlich ebenfalls nicht zum ursprünglichen Wortlaut gehört.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|8}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;§3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du musst darauf achten, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten: {{L|9}} Binnen sechs Tagen darfst du fronen und all deine Arbeit verrichten, {{L|10}} aber der siebte Tag, der Sabbat, gehöre GOTT,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gehöre Gott&amp;#039;&amp;#039; - Wörtlich: &amp;#039;&amp;#039;l-JHWH&amp;#039;&amp;#039;, „[ist/sei] von/für GOTT“. Das ist es auch, was ein Träger des Namens GOTTes auf seine Haut geschrieben hätte; vgl. z.B. den Elephantine-Brief B33 über zwei ägyptische Sklaven: „&amp;#039;&amp;#039;Peṭosiri ..., ein Sklave, brandmarkte seine rechte Hand auf Aramäisch [mit] einem Brandmal, das lautete: &amp;#039;&amp;#039;l-Mibtahiah&amp;#039;&amp;#039;, ‚von Mibtahiah‘.&amp;#039;&amp;#039;“ (Üs. nach Porten 1996, S. 200). Entweder ist damit eine der Pointen des Texts: „Gehörst du mir, gehört auch dein Sabbat mir!“ Oder wahrscheinlicher: „Nicht du sollst mir gehören, nur dein &amp;#039;&amp;#039;Sabbat&amp;#039;&amp;#039; soll mir gehören!“ Und dieser Sabbat wiederum ist dann gerade ein Zeichen der Freiheit und &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Fron&amp;#039;&amp;#039; für sämtliche Bürger:innen Israels, zu denen hier selbst das israelitische Vieh (s. zu [https://offene-bibel.de/wiki/Ex_19/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_h| Ex 19,12f.]!) und der Immigrant gerechnet wird (s. Ri 17 zum Immigranten als Mitglied einer bio-israelitischen Großfamilie).&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem Gott: Da darfst du keinerlei Arbeit verrichten – du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Fronknecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein als Tagelöhner in deinem Ort wohnender Immigrant nicht, so dass auch dein Fronknecht und deine Magd sich ebenso wie du ausruhen können. {{L|11}} Denke daran, dass du Fronknecht in Ägypten warst und dass GOTT, dein Gott, dich mit starkem Arm und langer Hand dort herausgeführt hat! Darum hat GOTT, dein Gott, dir geboten, den Tag des Sabbats zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Den Sabbat-Spruch habe ich nicht nach dem Buch Exodus übersetzt, sondern nach dem frühesten erreichbaren Wortlaut desselben, überwiegend aus Dtn 5. Schon vor Einführung des Sabbats als wöchentlichem Feiertag gab es in Israel einen arbeitsfreien Tag pro Woche. Dieser wurde wahrscheinlich erst ab dem 6. Jhd. v. Chr. mit dem Sabbat identifiziert (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25732/ Sabbat (AT) (WiBiLex)]; Grund 2011, S. 305-309). Wo die Formulierung des Sabbat-Spruchs im Exodusbuch sich vom Wortlaut oben unterscheidet, hat dies nur den Zweck, den siebten Tag der Woche als Sabbat als uralten Feiertag darzustellen, den Gott bereits mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat: (1) „Du musst &amp;#039;&amp;#039;daran denken&amp;#039;&amp;#039;, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten“ und (2) die Begründung: „&amp;#039;&amp;#039;Denn binnen sechs Tagen hat GOTT den Himmel und die Erde, das Meer und alles darin gemacht und sich am siebten Tag ausgeruht. Darum hat GOTT den Tag des Sabbats gesegnet und zum ihm geheiligten Tag erklärt.&amp;#039;&amp;#039;“ Außerdem wird (3) die Liste der vom siebten Tag profitierenden Wesen auf genau sieben zusammengekürzt (gut z.B. Cassuto 1967): „&amp;#039;&amp;#039;(i) Du, (ii) dein Sohn (iii) und deine Tochter, (iv) dein Fronknecht (v) und deine Magd (vi) und dein Vieh (vii) und dein Immigrant.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;In der Dtn-Fassung steht noch „..., mir den Sabbattag heilig zu halten, &amp;#039;&amp;#039;wie dir GOTT, dein Gott, geboten hat.&amp;#039;&amp;#039;“ (ähnlich auch noch mal im nächsten Spruch). Dies ist die übliche Zitations-Formel im Buch Dtn, die nur zeigen soll, dass der Text direkt davor keine Erfindung deuteronomischer Autoren ist, sondern von einem anderen Ort der heiligen Schrift zitiert wurde, und die damit offensichtlich ebenfalls nicht zum ursprünglichen Wortlaut gehört.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Sicher ist das aber nicht; von der Wortbedeutung her wahrscheinlicher ist eher „ihnen gehorchen“ gemeint, wie der Spruch auch gedeutet wird in Eph 6,1-3 und 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; 2 III 15-19 („&#039;&#039;Ehre deinen Vater ... und deine Mutter ..., denn sie ... (haben dich gezeugt) und (GOTT) hat sie eingesetzt, um über dich zu herrschen ...; darum diene ihnen.&#039;&#039;“). S. ähnlich Dtn 21,18-21; Spr 1,8; 23,22; 30,17; Mi 7,6; Sir 3,1; Tob 4,4.&amp;lt;br /&amp;gt;Nota bene: „Geehrt“ werden sollen dann also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; Führer des Volkes, Älteste, Richter, Könige o.Ä. Nach den vorangehenden Sprüchen kann man das kaum anders als politisch lesen: Für die Unterzeichenden des Vertrags mit dem König GOTT sind die einzigen Respektspersonen oder die einzigen, die sie finanziell und mit Dienstleistungen zu unterstützen haben, die Eltern im eigenen Haushalt. Von allen fernliegenden Verheutigungen der Zehn Sprüche in modernen Katechismen (s. unten zur Auslegungsgeschichte) ist dann die, mit diesem Spruch seien nicht nur die Eltern gemeint, sondern diese stünden pars pro toto auch für z.B. Lehrer, Arbeitgeber, Vorgesetzte oder gar das Vaterland, die verkehrteste.&amp;lt;br /&amp;gt;Stark Meynet 2013, S. 11: Erwartet hätte man erstens „Ehre deine Eltern. Denn dann werden &#039;&#039;sie&#039;&#039; lange leben“ und zweitens „dann wirst du lange leben auf dem Land, dass &#039;&#039;sie&#039;&#039; dir geben“, nämlich als Erbe. Beide naheliegenden Zusammenhänge werden hier aufgebrochen: Du selbst bist es, dessen Leben dann lang sein wird, und Gott ist es, der dir dein Land gibt. Man darf sich danach also wahrscheinlich nicht fragen, was eigentlich der logische Zusammenhang von Elternehrung und langem Leben ist: Die überraschende Formulierung soll gerade zum Ausdruck bringen, dass dies die Frucht der Treue zu diesem Spruch Gottes ist. Vgl. LAB 11,9, wo dies durch eine Ergänzung ausdrücklich gemacht wird: &#039;&#039;Gott&#039;&#039; ist es, der dich dann derart segnen wird („&#039;&#039;Liebe deinen Vater und deine Mutter, und du sollst sie fürchten, und dann wird dir dein Licht aufsteigen. Und ich werde dem Himmel Befehl geben, und er wird dir seinen Regen gewähren, und die Erde wird ihre Frucht schnell bringen. Und du wirst viele Tage leben...&#039;&#039;“, Üs.: Dietzfelbinger). Verwandt ist die Erklärung von Cassuto 1967: Langes Leben folgt nicht speziell aus der Ehrung der Eltern, sondern Gott lohnt grundsätzlich gutes Handeln wie insbesondere die Treue gegenüber seinen Geboten mit langem Leben (s. Ex 23,24-26; Dtn 6,1f.; 11,8f.; 22,6f.; 1 Kön 3,14; Ps 41,2f.; dagegen Dtn 4,26f.; 30,16-20).&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn dann wirst du lange leben auf dem Land, das GOTT, dein Gott, dir gibt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|12}} &#039;&#039;&#039;§4&#039;&#039;&#039; Du musst deinen Vater und deine Mutter ehren!&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt eine schöne alte Auslegung, nach der mit diesem „ehren“ gemeint ist: „sich um die altersschwachen Eltern kümmern“. Vgl. bes. im Talmud, b.Qid 31b: „&#039;&#039;Die Weisen lehren: Was heißt ... ‚(die Eltern) ehren‘? – Sie mit Essen und Trinken versorgen, sie bekleiden und bedecken, sie ausführen und zurückbringen.&#039;&#039;“ Mk 7,10-13 könnte nahelegen, dass auch schon Jesus den Spruch als Verpflichtung verstanden hat, die eigenen Eltern ganz konkret mit Gütern zu unterstützen. Sicher ist das aber nicht; von der Wortbedeutung her wahrscheinlicher ist eher „ihnen gehorchen“ gemeint, wie der Spruch auch gedeutet wird in Eph 6,1-3 und 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; 2 III 15-19 („&#039;&#039;Ehre deinen Vater ... und deine Mutter ..., denn sie ... (haben dich gezeugt) und (GOTT) hat sie eingesetzt, um über dich zu herrschen ...; darum diene ihnen.&#039;&#039;“). S. ähnlich Dtn 21,18-21; Spr 1,8; 23,22; 30,17; Mi 7,6; Sir 3,1; Tob 4,4.&amp;lt;br /&amp;gt;Nota bene: „Geehrt“ werden sollen dann also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; Führer des Volkes, Älteste, Richter, Könige o.Ä. Nach den vorangehenden Sprüchen kann man das kaum anders als politisch lesen: Für die Unterzeichenden des Vertrags mit dem König GOTT&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, die nicht einmal diesem Gott oder anderen Göttern fronen dürfen und bei denen selbst Tiere und Sklaven immerhin zeitweise &#039;&#039;frei&#039;&#039; sind, &lt;/ins&gt;sind die einzigen Respektspersonen oder die einzigen, die sie finanziell und mit Dienstleistungen zu unterstützen haben, die Eltern im eigenen Haushalt. Von allen fernliegenden Verheutigungen der Zehn Sprüche in modernen Katechismen (s. unten zur Auslegungsgeschichte) ist dann die, mit diesem Spruch seien nicht nur die Eltern gemeint, sondern diese stünden pars pro toto auch für z.B. Lehrer, Arbeitgeber, Vorgesetzte oder gar das Vaterland, die verkehrteste.&amp;lt;br /&amp;gt;Stark Meynet 2013, S. 11: Erwartet hätte man erstens „Ehre deine Eltern. Denn dann werden &#039;&#039;sie&#039;&#039; lange leben“ und zweitens „dann wirst du lange leben auf dem Land, dass &#039;&#039;sie&#039;&#039; dir geben“, nämlich als Erbe. Beide naheliegenden Zusammenhänge werden hier aufgebrochen: Du selbst bist es, dessen Leben dann lang sein wird, und Gott ist es, der dir dein Land gibt. Man darf sich danach also wahrscheinlich nicht fragen, was eigentlich der logische Zusammenhang von Elternehrung und langem Leben ist: Die überraschende Formulierung soll gerade zum Ausdruck bringen, dass dies die Frucht der Treue zu diesem Spruch Gottes ist. Vgl. LAB 11,9, wo dies durch eine Ergänzung ausdrücklich gemacht wird: &#039;&#039;Gott&#039;&#039; ist es, der dich dann derart segnen wird („&#039;&#039;Liebe deinen Vater und deine Mutter, und du sollst sie fürchten, und dann wird dir dein Licht aufsteigen. Und ich werde dem Himmel Befehl geben, und er wird dir seinen Regen gewähren, und die Erde wird ihre Frucht schnell bringen. Und du wirst viele Tage leben...&#039;&#039;“, Üs.: Dietzfelbinger). Verwandt ist die Erklärung von Cassuto 1967: Langes Leben folgt nicht speziell aus der Ehrung der Eltern, sondern Gott lohnt grundsätzlich gutes Handeln wie insbesondere die Treue gegenüber seinen Geboten mit langem Leben (s. Ex 23,24-26; Dtn 6,1f.; 11,8f.; 22,6f.; 1 Kön 3,14; Ps 41,2f.; dagegen Dtn 4,26f.; 30,16-20).&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn dann wirst du lange leben auf dem Land, das GOTT, dein Gott, dir gibt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 22. Oktober 2023 um 10:30 Uhr</title>
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		<updated>2023-10-22T10:30:32Z</updated>

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Das ist es auch, was ein Träger des Namens GOTTes auf seine Haut geschrieben hätte; vgl. z.B. den Elephantine-Brief B33 über zwei ägyptische Sklaven: „&amp;#039;&amp;#039;Peṭosiri ..., ein Sklave, brandmarkte seine rechte Hand auf Aramäisch [mit] einem Brandmal, das lautete: &amp;#039;&amp;#039;l-Mibtahiah&amp;#039;&amp;#039;, ‚von Mibtahiah‘.&amp;#039;&amp;#039;“ (Üs. nach Porten 1996, S. 200). Entweder ist damit eine der Pointen des Texts: „Gehörst du mir, gehört auch dein Sabbat mir!“ Oder wahrscheinlicher: „Nicht du sollst mir gehören, nur dein &amp;#039;&amp;#039;Sabbat&amp;#039;&amp;#039; soll mir gehören!“ Und dieser Sabbat wiederum ist dann gerade ein Zeichen der Freiheit und &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Fron&amp;#039;&amp;#039; für sämtliche Bürger:innen Israels, zu denen hier selbst das israelitische Vieh (s. zu [https://offene-bibel.de/wiki/Ex_19/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_h| Ex 19,12f.]!) und der Immigrant gerechnet wird (s. Ri 17 zum Immigranten als Mitglied einer bio-israelitischen Großfamilie).&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem Gott: Da darfst du keinerlei Arbeit verrichten – du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Fronknecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein als Tagelöhner in deinem Ort wohnender Immigrant nicht, so dass auch dein Fronknecht und deine Magd sich ebenso wie du ausruhen können. {{L|11}} Denke daran, dass du Fronknecht in Ägypten warst und dass GOTT, dein Gott, dich mit starkem Arm und langer Hand dort herausgeführt hat! Darum hat GOTT, dein Gott, dir geboten, den Tag des Sabbats zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Den Sabbat-Spruch habe ich nicht nach dem Buch Exodus übersetzt, sondern nach dem frühesten erreichbaren Wortlaut desselben, überwiegend aus Dtn 5. Schon vor Einführung des Sabbats als wöchentlichem Feiertag gab es in Israel einen arbeitsfreien Tag pro Woche. Dieser wurde wahrscheinlich erst ab dem 6. Jhd. v. Chr. mit dem Sabbat identifiziert (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25732/ Sabbat (AT) (WiBiLex)]; Grund 2011, S. 305-309). Wo die Formulierung des Sabbat-Spruchs im Exodusbuch sich vom Wortlaut oben unterscheidet, hat dies nur den Zweck, den siebten Tag der Woche als Sabbat als uralten Feiertag darzustellen, den Gott bereits mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat: (1) „Du musst &amp;#039;&amp;#039;daran denken&amp;#039;&amp;#039;, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten“ und (2) die Begründung: „&amp;#039;&amp;#039;Denn binnen sechs Tagen hat GOTT den Himmel und die Erde, das Meer und alles darin gemacht und sich am siebten Tag ausgeruht. Darum hat GOTT den Tag des Sabbats gesegnet und zum ihm geheiligten Tag erklärt.&amp;#039;&amp;#039;“ Außerdem wird (3) die Liste der vom siebten Tag profitierenden Wesen auf genau sieben zusammengekürzt (gut z.B. Cassuto 1967): „&amp;#039;&amp;#039;(i) Du, (ii) dein Sohn (iii) und deine Tochter, (iv) dein Fronknecht (v) und deine Magd (vi) und dein Vieh (vii) und dein Immigrant.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;In der Dtn-Fassung steht noch „..., mir den Sabbattag heilig zu halten, &amp;#039;&amp;#039;wie dir GOTT, dein Gott, geboten hat.&amp;#039;&amp;#039;“ (ähnlich auch noch mal im nächsten Spruch). Dies ist die übliche Zitations-Formel im Buch Dtn, die nur zeigen soll, dass der Text direkt davor keine Erfindung deuteronomischer Autoren ist, sondern von einem anderen Ort der heiligen Schrift zitiert wurde, und die damit offensichtlich ebenfalls nicht zum ursprünglichen Wortlaut gehört.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|8}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;§3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du musst darauf achten, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten: {{L|9}} Binnen sechs Tagen darfst du fronen und all deine Arbeit verrichten, {{L|10}} aber der siebte Tag, der Sabbat, gehöre GOTT,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gehöre Gott&amp;#039;&amp;#039; - Wörtlich: &amp;#039;&amp;#039;l-JHWH&amp;#039;&amp;#039;, „[ist/sei] von/für GOTT“. Das ist es auch, was ein Träger des Namens GOTTes auf seine Haut geschrieben hätte; vgl. z.B. den Elephantine-Brief B33 über zwei ägyptische Sklaven: „&amp;#039;&amp;#039;Peṭosiri ..., ein Sklave, brandmarkte seine rechte Hand auf Aramäisch [mit] einem Brandmal, das lautete: &amp;#039;&amp;#039;l-Mibtahiah&amp;#039;&amp;#039;, ‚von Mibtahiah‘.&amp;#039;&amp;#039;“ (Üs. nach Porten 1996, S. 200). Entweder ist damit eine der Pointen des Texts: „Gehörst du mir, gehört auch dein Sabbat mir!“ Oder wahrscheinlicher: „Nicht du sollst mir gehören, nur dein &amp;#039;&amp;#039;Sabbat&amp;#039;&amp;#039; soll mir gehören!“ Und dieser Sabbat wiederum ist dann gerade ein Zeichen der Freiheit und &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Fron&amp;#039;&amp;#039; für sämtliche Bürger:innen Israels, zu denen hier selbst das israelitische Vieh (s. zu [https://offene-bibel.de/wiki/Ex_19/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_h| Ex 19,12f.]!) und der Immigrant gerechnet wird (s. Ri 17 zum Immigranten als Mitglied einer bio-israelitischen Großfamilie).&amp;lt;/ref&amp;gt; deinem Gott: Da darfst du keinerlei Arbeit verrichten – du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Fronknecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein als Tagelöhner in deinem Ort wohnender Immigrant nicht, so dass auch dein Fronknecht und deine Magd sich ebenso wie du ausruhen können. {{L|11}} Denke daran, dass du Fronknecht in Ägypten warst und dass GOTT, dein Gott, dich mit starkem Arm und langer Hand dort herausgeführt hat! Darum hat GOTT, dein Gott, dir geboten, den Tag des Sabbats zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Den Sabbat-Spruch habe ich nicht nach dem Buch Exodus übersetzt, sondern nach dem frühesten erreichbaren Wortlaut desselben, überwiegend aus Dtn 5. Schon vor Einführung des Sabbats als wöchentlichem Feiertag gab es in Israel einen arbeitsfreien Tag pro Woche. Dieser wurde wahrscheinlich erst ab dem 6. Jhd. v. Chr. mit dem Sabbat identifiziert (s. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25732/ Sabbat (AT) (WiBiLex)]; Grund 2011, S. 305-309). Wo die Formulierung des Sabbat-Spruchs im Exodusbuch sich vom Wortlaut oben unterscheidet, hat dies nur den Zweck, den siebten Tag der Woche als Sabbat als uralten Feiertag darzustellen, den Gott bereits mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat: (1) „Du musst &amp;#039;&amp;#039;daran denken&amp;#039;&amp;#039;, mir den Tag des Sabbats heilig zu halten“ und (2) die Begründung: „&amp;#039;&amp;#039;Denn binnen sechs Tagen hat GOTT den Himmel und die Erde, das Meer und alles darin gemacht und sich am siebten Tag ausgeruht. Darum hat GOTT den Tag des Sabbats gesegnet und zum ihm geheiligten Tag erklärt.&amp;#039;&amp;#039;“ Außerdem wird (3) die Liste der vom siebten Tag profitierenden Wesen auf genau sieben zusammengekürzt (gut z.B. Cassuto 1967): „&amp;#039;&amp;#039;(i) Du, (ii) dein Sohn (iii) und deine Tochter, (iv) dein Fronknecht (v) und deine Magd (vi) und dein Vieh (vii) und dein Immigrant.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;In der Dtn-Fassung steht noch „..., mir den Sabbattag heilig zu halten, &amp;#039;&amp;#039;wie dir GOTT, dein Gott, geboten hat.&amp;#039;&amp;#039;“ (ähnlich auch noch mal im nächsten Spruch). Dies ist die übliche Zitations-Formel im Buch Dtn, die nur zeigen soll, dass der Text direkt davor keine Erfindung deuteronomischer Autoren ist, sondern von einem anderen Ort der heiligen Schrift zitiert wurde, und die damit offensichtlich ebenfalls nicht zum ursprünglichen Wortlaut gehört.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Sicher ist das aber nicht; von der Wortbedeutung her wahrscheinlicher ist eher „ihnen gehorchen“ gemeint, wie der Spruch auch gedeutet wird in Eph 6,1-3 und 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; 2 III 15-19 („&#039;&#039;Ehre deinen Vater ... und deine Mutter ..., denn sie ... (haben dich gezeugt) und (GOTT) hat sie eingesetzt, um über dich zu herrschen ...; darum diene ihnen.&#039;&#039;“). S. ähnlich Dtn 21,18-21; Spr 1,8; 23,22; 30,17; Mi 7,6; Sir 3,1; Tob 4,4.&amp;lt;br /&amp;gt;Nota bene: „Geehrt“ werden sollen dann also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; Führer des Volkes, Älteste, Richter, Könige o.Ä. Nach den vorangehenden Sprüchen kann man das kaum anders als politisch lesen: Für die Unterzeichenden des Vertrags mit GOTT sind die einzigen Respektspersonen oder die einzigen, die sie finanziell und mit Dienstleistungen zu unterstützen haben, die Eltern im eigenen Haushalt. Von allen fernliegenden Verheutigungen der Zehn Sprüche in modernen Katechismen (s. unten zur Auslegungsgeschichte) ist dann die, mit diesem Spruch seien nicht nur die Eltern gemeint, sondern diese stünden pars pro toto auch für z.B. Lehrer, Arbeitgeber, Vorgesetzte oder gar das Vaterland, die verkehrteste.&amp;lt;br /&amp;gt;Stark Meynet 2013, S. 11: Erwartet hätte man erstens „Ehre deine Eltern. Denn dann werden &#039;&#039;sie&#039;&#039; lange leben“ und zweitens „dann wirst du lange leben auf dem Land, dass &#039;&#039;sie&#039;&#039; dir geben“, nämlich als Erbe. Beide naheliegenden Zusammenhänge werden hier aufgebrochen: Du selbst bist es, dessen Leben dann lang sein wird, und Gott ist es, der dir dein Land gibt. Man darf sich danach also wahrscheinlich nicht fragen, was eigentlich der logische Zusammenhang von Elternehrung und langem Leben ist: Die überraschende Formulierung soll gerade zum Ausdruck bringen, dass dies die Frucht der Treue zu diesem Spruch Gottes ist. Vgl. LAB 11,9, wo dies durch eine Ergänzung ausdrücklich gemacht wird: &#039;&#039;Gott&#039;&#039; ist es, der dich dann derart segnen wird („&#039;&#039;Liebe deinen Vater und deine Mutter, und du sollst sie fürchten, und dann wird dir dein Licht aufsteigen. Und ich werde dem Himmel Befehl geben, und er wird dir seinen Regen gewähren, und die Erde wird ihre Frucht schnell bringen. Und du wirst viele Tage leben...&#039;&#039;“, Üs.: Dietzfelbinger). Verwandt ist die Erklärung von Cassuto 1967: Langes Leben folgt nicht speziell aus der Ehrung der Eltern, sondern Gott lohnt grundsätzlich gutes Handeln wie insbesondere die Treue gegenüber seinen Geboten mit langem Leben (s. Ex 23,24-26; Dtn 6,1f.; 11,8f.; 22,6f.; 1 Kön 3,14; Ps 41,2f.; dagegen Dtn 4,26f.; 30,16-20).&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn dann wirst du lange leben auf dem Land, das GOTT, dein Gott, dir gibt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|12}} &#039;&#039;&#039;§4&#039;&#039;&#039; Du musst deinen Vater und deine Mutter ehren!&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt eine schöne alte Auslegung, nach der mit diesem „ehren“ gemeint ist: „sich um die altersschwachen Eltern kümmern“. Vgl. bes. im Talmud, b.Qid 31b: „&#039;&#039;Die Weisen lehren: Was heißt ... ‚(die Eltern) ehren‘? – Sie mit Essen und Trinken versorgen, sie bekleiden und bedecken, sie ausführen und zurückbringen.&#039;&#039;“ Mk 7,10-13 könnte nahelegen, dass auch schon Jesus den Spruch als Verpflichtung verstanden hat, die eigenen Eltern ganz konkret mit Gütern zu unterstützen. Sicher ist das aber nicht; von der Wortbedeutung her wahrscheinlicher ist eher „ihnen gehorchen“ gemeint, wie der Spruch auch gedeutet wird in Eph 6,1-3 und 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; 2 III 15-19 („&#039;&#039;Ehre deinen Vater ... und deine Mutter ..., denn sie ... (haben dich gezeugt) und (GOTT) hat sie eingesetzt, um über dich zu herrschen ...; darum diene ihnen.&#039;&#039;“). S. ähnlich Dtn 21,18-21; Spr 1,8; 23,22; 30,17; Mi 7,6; Sir 3,1; Tob 4,4.&amp;lt;br /&amp;gt;Nota bene: „Geehrt“ werden sollen dann also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; Führer des Volkes, Älteste, Richter, Könige o.Ä. Nach den vorangehenden Sprüchen kann man das kaum anders als politisch lesen: Für die Unterzeichenden des Vertrags mit &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dem König &lt;/ins&gt;GOTT sind die einzigen Respektspersonen oder die einzigen, die sie finanziell und mit Dienstleistungen zu unterstützen haben, die Eltern im eigenen Haushalt. Von allen fernliegenden Verheutigungen der Zehn Sprüche in modernen Katechismen (s. unten zur Auslegungsgeschichte) ist dann die, mit diesem Spruch seien nicht nur die Eltern gemeint, sondern diese stünden pars pro toto auch für z.B. Lehrer, Arbeitgeber, Vorgesetzte oder gar das Vaterland, die verkehrteste.&amp;lt;br /&amp;gt;Stark Meynet 2013, S. 11: Erwartet hätte man erstens „Ehre deine Eltern. Denn dann werden &#039;&#039;sie&#039;&#039; lange leben“ und zweitens „dann wirst du lange leben auf dem Land, dass &#039;&#039;sie&#039;&#039; dir geben“, nämlich als Erbe. Beide naheliegenden Zusammenhänge werden hier aufgebrochen: Du selbst bist es, dessen Leben dann lang sein wird, und Gott ist es, der dir dein Land gibt. Man darf sich danach also wahrscheinlich nicht fragen, was eigentlich der logische Zusammenhang von Elternehrung und langem Leben ist: Die überraschende Formulierung soll gerade zum Ausdruck bringen, dass dies die Frucht der Treue zu diesem Spruch Gottes ist. Vgl. LAB 11,9, wo dies durch eine Ergänzung ausdrücklich gemacht wird: &#039;&#039;Gott&#039;&#039; ist es, der dich dann derart segnen wird („&#039;&#039;Liebe deinen Vater und deine Mutter, und du sollst sie fürchten, und dann wird dir dein Licht aufsteigen. Und ich werde dem Himmel Befehl geben, und er wird dir seinen Regen gewähren, und die Erde wird ihre Frucht schnell bringen. Und du wirst viele Tage leben...&#039;&#039;“, Üs.: Dietzfelbinger). Verwandt ist die Erklärung von Cassuto 1967: Langes Leben folgt nicht speziell aus der Ehrung der Eltern, sondern Gott lohnt grundsätzlich gutes Handeln wie insbesondere die Treue gegenüber seinen Geboten mit langem Leben (s. Ex 23,24-26; Dtn 6,1f.; 11,8f.; 22,6f.; 1 Kön 3,14; Ps 41,2f.; dagegen Dtn 4,26f.; 30,16-20).&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn dann wirst du lange leben auf dem Land, das GOTT, dein Gott, dir gibt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 22. Oktober 2023 um 10:25 Uhr</title>
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		<updated>2023-10-22T10:25:37Z</updated>

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CC BY-SA 4.0: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mosaik_eines_K%C3%BCnstlers_aus_Ravenna_in_der_Ostabside_von_Germigny-des-Pr%C3%A9s_aus_130.000_Glassteinen.jpg Willyman via Wikimedia]]]Auf &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; sehr verblüffende Auslegungstradition, die an &amp;#039;&amp;#039;Gott sprach all diese Worte&amp;#039;&amp;#039; und am nur in Dtn 5,19 stehenden „...und er fügte nichts hinzu“ ansetzt, soll hier aber dennoch eingegangen werden. Um ihre Wichtigkeit richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass es in der christlichen Theologie die sehr verbreitete Meinung gibt, das Christentum sei anders als z.B. das Judentum und der Islam keine Buchreligion, sondern eine Personenreligion, weil in Christus „das Wort Fleisch geworden“ ist und Gott sich so unüberbietbar „in der Person Jesus Christus ausgesprochen“ hat, der auch deshalb der „Logos“ genannt werden kann, das „Wort Gottes“. Was Ex 20,2-17 berichten, ist aber etwas sehr ähnliches: Auch hier wird von einer Selbstkundgabe Gottes berichtet, in der sich Gott wie nie zuvor und im Ersten Testament auch danach nie wieder Angesicht in Angesicht mit seinem Volk offenbart hat. Es nimmt daher nicht Wunder, dass die zehn Gebote von hier aus gelegentlich geradezu auf eine Stufe mit Christus gestellt wurden. Diese Deutung hat zwei Fundamente. Erstens eine jüdische: Wenn Gott „alle diese Worte gesprochen“, zu ihnen aber „nichts hinzugefügt“ hatte, müsste doch theoretisch alles, was Gott je gesagt hat, in ihnen enthalten sein. Was Gott in den Versen 2-17 sagt, müsste dann also der &amp;#039;&amp;#039;Inbegriff&amp;#039;&amp;#039; von Gottes Selbstkundgabe sein. So z.B. besonders schön im Talmud, j.Scheq 49d (// Midrasch HldR 5,14): „&amp;#039;&amp;#039;Chananja (2. Jhd.), der Sohn des Bruders des Rabbi Jehoschua, sagte: ‚Wie im Meer zwischen einer großen Welle und der nächsten [großen Welle viele] kleine Wellen sind, so sind zwischen den [zehn Worten] die Details und [alle] Buchstaben der Tora.‘&amp;#039;&amp;#039;“ Ähnlich schön auch Saadja, der Gott in einem Gedicht sprechen lässt: „&amp;#039;&amp;#039;Mein Wort ist wie Feuer und seine Funken sind viele Gesetze, die in jedem Gebot aufleuchten. In meiner Weisheit habe ich in meinen zehn Geboten [alle] 613 Gesetze [des Judentums] zusammengefasst.&amp;#039;&amp;#039;“ (zitiert nach Stemberger 1989, S. 102f. Ebenso im Christentum z.B. Augustinus, Quaestiones in Heptateuchum 140). Das zweite Fundament ist ein christliches: Im frühen Christentum nahm man zwar trotz Mt 5,18 oft an, Jesus habe das „Gesetz des Mose“ (also die Gesetzeswerke im Ersten Testament) „abgelöst“ – aber die zehn Gebote gehörten ja gar nicht zum „Gesetz des Mose“, da &amp;#039;&amp;#039;Gott selbst&amp;#039;&amp;#039; „alle diese Worte“ gesprochen habe. Nur diese hätten daher auch für Christen Geltung, diese aber auf ewig (z.B. Irenäus, Adv haer iv 15 1; 16,4). Von hier aus konnten christliche Ausleger die erwähnte jüdische Auslegungslinie sogar noch weiter treiben und Christus als Inbegriff der Selbstkundgabe Gottes gelegentlich gar mit den 10 Geboten &amp;#039;&amp;#039;identifizieren&amp;#039;&amp;#039;. So z.B. schon die Didaskalia (3. Jhd.) mit einer kühnen Gleichsetzung: Für die Zahl 10 verwendet das Hebräische den Buchstaben Jod, der auch der Anfangsbuchstabe des Namens Jesu ist. Daher: „&amp;#039;&amp;#039;[Gott] hat die zehn Sprüche gesprochen, also Jesus bekannt gemacht. Die Zehn weist nämlich auf das Jod hin, Jod aber ist der Anfang des Namens Jesu.&amp;#039;&amp;#039;“ (Didask. 26). Hiernach auch die Apostolischen Konstitutionen (4. Jhd.) in einem Abschnitt, der ohne die Didaskalia kaum verständlich ist: „&amp;#039;&amp;#039;Ihr kennt Gott durch Jesus Christus, ... wie er ein einfaches Gesetz gegeben hat ..., in welchen er auch seinen eigenen Namen hineingelegt hat, vollkommen, ohne Mangel, in zehn Geboten vollendet, makellos, Seelen bekehrend. ... Denn er hat das Gesetz nicht aufgehoben, ... sondern erfüllt; sagt er doch: ‚Ein Iota‘ oder Strichlein geht nicht vom Gesetz verloren, bis es ganz erfüllt ist, denn ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen (Mt 5,18).&amp;#039;&amp;#039;“ (VI 19). Maximal gesteigert findet sich diese Auslegung schließlich bei Maximus Confessor (6.-7. Jhd.), für den jeder einzelne der zehn Sprüche geradezu Sakrament ist, in dem Christus, das „Wort Gottes“, und damit auch Gott-Vater real präsent ist: „&amp;#039;&amp;#039;Gott das Wort von Gott dem Vater wohnt auf mystische Weise jedem seiner eigenen Gebote inne, und Gott der Vater ist entsprechend seiner Natur ganz und ungeteilt in seinem eigenen Wort zugegen. Wer daher ein göttliches Gebot empfängt und es befolgt, empfängt darin das Wort Gottes.&amp;#039;&amp;#039;“ (Capita theologica et oeconomica 2.71).&amp;lt;br /&amp;gt;Über das theologische Verhältnis vom Logos Christus zu den Deka Logoi hat man m.W. in der christlichen Dogmatik noch gar nicht nachgedacht. Vielleicht sollte man das aber; in dieser christlichen Auslegungslinie könnten Chancen für den interreligiösen Dialog mit Judentum und Islam liegen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mosaik - Germigny-des-Pres.jpg|mini|Basilica Germigny-Des-Prés: Apsis-Mosaik, frühes 9. Jhd. Die kleinen Engel zeigen auf das Innere der Vertrags-Kiste, die großen auf den Altar unter der Apsis und damit auf Christus. Die Lade ist leer; statt den Gebotstafeln darin sieht man darüber noch die Hand des Gekreuzigten. 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Was Ex 20,2-17 berichten, ist aber etwas sehr ähnliches: Auch hier wird von einer Selbstkundgabe Gottes berichtet, in der sich Gott wie nie zuvor und im Ersten Testament auch danach nie wieder Angesicht in Angesicht mit seinem Volk offenbart hat. Es nimmt daher nicht Wunder, dass die zehn Gebote von hier aus gelegentlich geradezu auf eine Stufe mit Christus gestellt wurden. Diese Deutung hat zwei Fundamente. Erstens eine jüdische: Wenn Gott „alle diese Worte gesprochen“, zu ihnen aber „nichts hinzugefügt“ hatte, müsste doch theoretisch alles, was Gott je gesagt hat, in ihnen enthalten sein. Was Gott in den Versen 2-17 sagt, müsste dann also der &amp;#039;&amp;#039;Inbegriff&amp;#039;&amp;#039; von Gottes Selbstkundgabe sein. So z.B. besonders schön im Talmud, j.Scheq 49d (// Midrasch HldR 5,14): „&amp;#039;&amp;#039;Chananja (2. 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Das zweite Fundament ist ein christliches: Im frühen Christentum nahm man zwar trotz Mt 5,18 oft an, Jesus habe das „Gesetz des Mose“ (also die Gesetzeswerke im Ersten Testament) „abgelöst“ – aber die zehn Gebote gehörten ja gar nicht zum „Gesetz des Mose“, da &amp;#039;&amp;#039;Gott selbst&amp;#039;&amp;#039; „alle diese Worte“ gesprochen habe. Nur diese hätten daher auch für Christen Geltung, diese aber auf ewig (z.B. Irenäus, Adv haer iv 15 1; 16,4). Von hier aus konnten christliche Ausleger die erwähnte jüdische Auslegungslinie sogar noch weiter treiben und Christus als Inbegriff der Selbstkundgabe Gottes gelegentlich gar mit den 10 Geboten &amp;#039;&amp;#039;identifizieren&amp;#039;&amp;#039;. So z.B. schon die Didaskalia (3. Jhd.) mit einer kühnen Gleichsetzung: Für die Zahl 10 verwendet das Hebräische den Buchstaben Jod, der auch der Anfangsbuchstabe des Namens Jesu ist. Daher: „&amp;#039;&amp;#039;[Gott] hat die zehn Sprüche gesprochen, also Jesus bekannt gemacht. Die Zehn weist nämlich auf das Jod hin, Jod aber ist der Anfang des Namens Jesu.&amp;#039;&amp;#039;“ (Didask. 26). Hiernach auch die Apostolischen Konstitutionen (4. Jhd.) in einem Abschnitt, der ohne die Didaskalia kaum verständlich ist: „&amp;#039;&amp;#039;Ihr kennt Gott durch Jesus Christus, ... wie er ein einfaches Gesetz gegeben hat ..., in welchen er auch seinen eigenen Namen hineingelegt hat, vollkommen, ohne Mangel, in zehn Geboten vollendet, makellos, Seelen bekehrend. ... Denn er hat das Gesetz nicht aufgehoben, ... sondern erfüllt; sagt er doch: ‚Ein Iota‘ oder Strichlein geht nicht vom Gesetz verloren, bis es ganz erfüllt ist, denn ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen (Mt 5,18).&amp;#039;&amp;#039;“ (VI 19). Maximal gesteigert findet sich diese Auslegung schließlich bei Maximus Confessor (6.-7. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 2. Oktober 2023 um 03:09 Uhr</title>
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		<updated>2023-10-02T03:09:41Z</updated>

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Nur diese hätten daher auch für Christen Geltung, diese aber auf ewig (z.B. Irenäus, Adv haer iv 15 1; 16,4). Von hier aus konnten christliche Ausleger die erwähnte jüdische Auslegungslinie sogar noch weiter treiben und Christus als Inbegriff der Selbstkundgabe Gottes gelegentlich gar mit den 10 Geboten &#039;&#039;identifizieren&#039;&#039;. So z.B. schon die Didaskalia (3. Jhd.) mit einer kühnen Gleichsetzung: Für die Zahl 10 verwendet das Hebräische den Buchstaben Jod, der auch der Anfangsbuchstabe des Namens Jesu ist. Daher: „&#039;&#039;[Gott] hat die zehn Sprüche gesprochen, also Jesus bekannt gemacht. Die Zehn weist nämlich auf das Jod hin, Jod aber ist der Anfang des Namens Jesu.&#039;&#039;“ (Didask. 26). Hiernach auch die Apostolischen Konstitutionen (4. Jhd.) in einem Abschnitt, der ohne die Didaskalia kaum verständlich ist: „&#039;&#039;Ihr kennt Gott durch Jesus Christus, ... wie er ein einfaches Gesetz gegeben hat ..., in welchen er auch seinen eigenen Namen hineingelegt hat, vollkommen, ohne Mangel, in zehn Geboten vollendet, makellos, Seelen bekehrend. ... Denn er hat das Gesetz nicht aufgehoben, ... sondern erfüllt; sagt er doch: ‚Ein Iota‘ oder Strichlein geht nicht vom Gesetz verloren, bis es ganz erfüllt ist, denn ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen (Mt 5,18).&#039;&#039;“ (VI 19). Maximal gesteigert findet sich diese Auslegung schließlich bei Maximus Confessor (6.-7. Jhd.), für den jeder einzelne der zehn Sprüche geradezu Sakrament ist, in dem Christus, das „Wort Gottes“, und damit auch Gott-Vater real präsent ist: „&#039;&#039;Gott das Wort von Gott dem Vater wohnt auf mystische Weise jedem seiner eigenen Gebote inne, und Gott der Vater ist entsprechend seiner Natur ganz und ungeteilt in seinem eigenen Wort zugegen. Wer daher ein göttliches Gebot empfängt und es befolgt, empfängt darin das Wort Gottes.&#039;&#039;“ (Capita theologica et oeconomica 2.71).&amp;lt;br /&amp;gt;Über das theologische Verhältnis vom Logos Christus zu den Deka Logoi hat man m.W. in der christlichen Dogmatik noch gar nicht nachgedacht. Vielleicht sollte man das aber; in dieser christlichen Auslegungslinie könnten Chancen für den interreligiösen Dialog mit Judentum und Islam liegen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mosaik - Germigny-des-Pres.jpg|mini|Basilica Germigny-Des-Prés: Apsis-Mosaik, frühes 9. Jhd. Die kleinen Engel zeigen auf das Innere der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Vertrags-Kiste&lt;/ins&gt;, die großen auf den Altar unter der Apsis und damit auf Christus. Die Lade ist leer; statt den Gebotstafeln darin sieht man darüber noch die Hand des Gekreuzigten. CC BY-SA 4.0: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mosaik_eines_K%C3%BCnstlers_aus_Ravenna_in_der_Ostabside_von_Germigny-des-Pr%C3%A9s_aus_130.000_Glassteinen.jpg Willyman via Wikimedia]]]Auf &#039;&#039;eine&#039;&#039; sehr verblüffende Auslegungstradition, die an &#039;&#039;Gott sprach all diese Worte&#039;&#039; und am nur in Dtn 5,19 stehenden „...und er fügte nichts hinzu“ ansetzt, soll hier aber dennoch eingegangen werden. Um ihre Wichtigkeit richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass es in der christlichen Theologie die sehr verbreitete Meinung gibt, das Christentum sei anders als z.B. das Judentum und der Islam keine Buchreligion, sondern eine Personenreligion, weil in Christus „das Wort Fleisch geworden“ ist und Gott sich so unüberbietbar „in der Person Jesus Christus ausgesprochen“ hat, der auch deshalb der „Logos“ genannt werden kann, das „Wort Gottes“. Was Ex 20,2-17 berichten, ist aber etwas sehr ähnliches: Auch hier wird von einer Selbstkundgabe Gottes berichtet, in der sich Gott wie nie zuvor und im Ersten Testament auch danach nie wieder Angesicht in Angesicht mit seinem Volk offenbart hat. Es nimmt daher nicht Wunder, dass die zehn Gebote von hier aus gelegentlich geradezu auf eine Stufe mit Christus gestellt wurden. Diese Deutung hat zwei Fundamente. Erstens eine jüdische: Wenn Gott „alle diese Worte gesprochen“, zu ihnen aber „nichts hinzugefügt“ hatte, müsste doch theoretisch alles, was Gott je gesagt hat, in ihnen enthalten sein. Was Gott in den Versen 2-17 sagt, müsste dann also der &#039;&#039;Inbegriff&#039;&#039; von Gottes Selbstkundgabe sein. So z.B. besonders schön im Talmud, j.Scheq 49d (// Midrasch HldR 5,14): „&#039;&#039;Chananja (2. Jhd.), der Sohn des Bruders des Rabbi Jehoschua, sagte: ‚Wie im Meer zwischen einer großen Welle und der nächsten [großen Welle viele] kleine Wellen sind, so sind zwischen den [zehn Worten] die Details und [alle] Buchstaben der Tora.‘&#039;&#039;“ Ähnlich schön auch Saadja, der Gott in einem Gedicht sprechen lässt: „&#039;&#039;Mein Wort ist wie Feuer und seine Funken sind viele Gesetze, die in jedem Gebot aufleuchten. In meiner Weisheit habe ich in meinen zehn Geboten [alle] 613 Gesetze [des Judentums] zusammengefasst.&#039;&#039;“ (zitiert nach Stemberger 1989, S. 102f. Ebenso im Christentum z.B. Augustinus, Quaestiones in Heptateuchum 140). Das zweite Fundament ist ein christliches: Im frühen Christentum nahm man zwar trotz Mt 5,18 oft an, Jesus habe das „Gesetz des Mose“ (also die Gesetzeswerke im Ersten Testament) „abgelöst“ – aber die zehn Gebote gehörten ja gar nicht zum „Gesetz des Mose“, da &#039;&#039;Gott selbst&#039;&#039; „alle diese Worte“ gesprochen habe. Nur diese hätten daher auch für Christen Geltung, diese aber auf ewig (z.B. Irenäus, Adv haer iv 15 1; 16,4). Von hier aus konnten christliche Ausleger die erwähnte jüdische Auslegungslinie sogar noch weiter treiben und Christus als Inbegriff der Selbstkundgabe Gottes gelegentlich gar mit den 10 Geboten &#039;&#039;identifizieren&#039;&#039;. So z.B. schon die Didaskalia (3. Jhd.) mit einer kühnen Gleichsetzung: Für die Zahl 10 verwendet das Hebräische den Buchstaben Jod, der auch der Anfangsbuchstabe des Namens Jesu ist. Daher: „&#039;&#039;[Gott] hat die zehn Sprüche gesprochen, also Jesus bekannt gemacht. Die Zehn weist nämlich auf das Jod hin, Jod aber ist der Anfang des Namens Jesu.&#039;&#039;“ (Didask. 26). Hiernach auch die Apostolischen Konstitutionen (4. Jhd.) in einem Abschnitt, der ohne die Didaskalia kaum verständlich ist: „&#039;&#039;Ihr kennt Gott durch Jesus Christus, ... wie er ein einfaches Gesetz gegeben hat ..., in welchen er auch seinen eigenen Namen hineingelegt hat, vollkommen, ohne Mangel, in zehn Geboten vollendet, makellos, Seelen bekehrend. ... Denn er hat das Gesetz nicht aufgehoben, ... sondern erfüllt; sagt er doch: ‚Ein Iota‘ oder Strichlein geht nicht vom Gesetz verloren, bis es ganz erfüllt ist, denn ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen (Mt 5,18).&#039;&#039;“ (VI 19). Maximal gesteigert findet sich diese Auslegung schließlich bei Maximus Confessor (6.-7. Jhd.), für den jeder einzelne der zehn Sprüche geradezu Sakrament ist, in dem Christus, das „Wort Gottes“, und damit auch Gott-Vater real präsent ist: „&#039;&#039;Gott das Wort von Gott dem Vater wohnt auf mystische Weise jedem seiner eigenen Gebote inne, und Gott der Vater ist entsprechend seiner Natur ganz und ungeteilt in seinem eigenen Wort zugegen. Wer daher ein göttliches Gebot empfängt und es befolgt, empfängt darin das Wort Gottes.&#039;&#039;“ (Capita theologica et oeconomica 2.71).&amp;lt;br /&amp;gt;Über das theologische Verhältnis vom Logos Christus zu den Deka Logoi hat man m.W. in der christlichen Dogmatik noch gar nicht nachgedacht. Vielleicht sollte man das aber; in dieser christlichen Auslegungslinie könnten Chancen für den interreligiösen Dialog mit Judentum und Islam liegen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 29. September 2023 um 17:26 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 6. September 2023 um 11:29 Uhr</title>
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		<updated>2023-09-06T11:29:14Z</updated>

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V. 4, der auf den ersten Blick so sehr stört zwischen den „anderen Götter“ in V. 3 und dem „für sie“ in V. 5, das sich auf diese Götter zurückbeziehen muss, ist also eine glossierende Erläuterung, was das eigentlich genauerhin bedeuten soll, dass „andere Götter &#039;&#039;vor Gottes Gesicht&#039;&#039; sind“.&amp;lt;br /&amp;gt;Anders als in Ex 22,19; 23,13.24; 34,14; Dtn 6,14; 11,16; Ps 81,10; Jer 25,6 u.ö. wird also hier nicht die Verehrung anderer Götter &#039;&#039;schlechthin&#039;&#039; verboten, sondern eine bestimmte &#039;&#039;Weise&#039;&#039; der Verehrung: (1) Nicht so, dass sich ein &#039;&#039;figürliches Machwerk&#039;&#039; zwischen dich und mich schiebt (Vv. 3-4), (2) Nicht so, dass du dich dazu bringen lässt, anderen Göttern zu &#039;&#039;fronen&#039;&#039; – schließlich habe ich dich gerade erst aus dem Haus der Fron befreit.&amp;lt;br /&amp;gt;Insofern ist der Spruch nicht nur menschenfreundlicher, sondern auch laxer als die eben genannten strengeren Monotheismus-Gebote; vielleicht sollte man den Spruch sogar grundsätzlich weniger mit diesen vergleichen als mit der Eifersuchtsklausel in altorientalischen Eheverträgen, nach der ein Ehemann sich zwar Mätressen und Nebenfrauen nehmen und zu Prostituierten gehen durfte, nur nicht direkt in der Gegend, in der das Ehepaar lebt (z.B. „&#039;&#039;[Der Bräutigam] darf keine Freundin haben, die zusätzlich bei ihnen lebt. In Kaniš oder Niḫriya darf er keine weitere Kultprostituierte heiraten.&#039;&#039;“; AKT I 77 nach Stol 2016, S. 188). Dass die Zehn Spürche noch laxer sind als vergleichbare Rechtssätze in der Bibel, wird uns gleich noch weitere Male begegnen.&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Sinn vgl. dann noch Ex 32: Dort macht das Volk Israels sich aus dem Goldschmuck, von dem Gott in Ex 3,21f. selbst veranlasst hat, dass die Ägypter ihn den Israelit:innen geben sollen, ein solches Machwerk von &#039;&#039;ihm&#039;&#039;, vom „GOTT, der sie aus Ägypten geführt hat“. Schon dieses Machwerk ist für Gott aber ein „anderer Gott“, mit dem sein Volk sich „verdirbt“ (s. Ex 32,8). Vgl. ebenso das sich gleich anschließende Altargebot in Ex 20,23-26: „Ihr“ dürft keine kultischen Statuen aus Edelmetallen anfertigen, „du“ sollst Gott ausschließlich verehren an einem aus bloßer Erde oder unbearbeiteten Feldsteinen aufgehäuftem Altar. In Ex 20,3-5a wird also keine Fremdgötterverehrung verboten, sondern Gott, der dich aus dem „Haus der Fron“ befreit hat, verbietet eine Weise der Verehrung, bei der du für die Religion „fronen“ musst. Wollte man diesen Spruch heute aktualisieren, wäre allein von den Zehn Sprüchen her z.B. etwas wie in Japan, wo neben Gott andernorts shintoistische Götter kostenfrei (!) verehrt werden, wahrscheinlich sogar zulässig, und zu verbieten wären dagegen prächtige Kirchenbauten, Reliquien, Ikonen und kirchliche Angestellte, sofern du durch Ablass und Kirchensteuer für die Verehrung Gottes in dieser Form wieder unfrei wirst.&amp;lt;/ref&amp;gt; keine anderen Götter bei dir sein – {{L|4}} du darfst dir also kein kultisches Machwerk machen: keinerlei Gestalt von etwas am Himmel oben oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde –; {{L|5a}} du darfst dich nicht in die Fron für sie bringen lassen und dich vor ihnen niederwerfen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;§1&#039;&#039;&#039; Darum {{L|3}} dürfen vor meinen Augen&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sein kann mit der Formulierung – w. „vor meinem &#039;&#039;Gesicht&#039;&#039;“ – nur konkret „direkt vor meinen Augen“ (Knieriem 1965; Houtman 1997, S. 59; Dozeman 2009), also z.B. ein Götzenbild „direkt vor dem Gottesberg“ wie gleich in Ex 32 oder wie noch tausend Jahre später die Statue des Zeus mitten im Jerusalemer Tempel (Dan 9,27; 11,31; 12,11 LXX; 1 Makk 1,54&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; ähnlich schon 2 Kön 21,7; 23,4; Ez 8,10&lt;/ins&gt;). V. 4, der auf den ersten Blick so sehr stört zwischen den „anderen Götter“ in V. 3 und dem „für sie“ in V. 5, das sich auf diese Götter zurückbeziehen muss, ist also eine glossierende Erläuterung, was das eigentlich genauerhin bedeuten soll, dass „andere Götter &#039;&#039;vor Gottes Gesicht&#039;&#039; sind“.&amp;lt;br /&amp;gt;Anders als in Ex 22,19; 23,13.24; 34,14; Dtn 6,14; 11,16; Ps 81,10; Jer 25,6 u.ö. wird also hier nicht die Verehrung anderer Götter &#039;&#039;schlechthin&#039;&#039; verboten, sondern eine bestimmte &#039;&#039;Weise&#039;&#039; der Verehrung: (1) Nicht so, dass sich ein &#039;&#039;figürliches Machwerk&#039;&#039; zwischen dich und mich schiebt (Vv. 3-4), (2) Nicht so, dass du dich dazu bringen lässt, anderen Göttern zu &#039;&#039;fronen&#039;&#039; – schließlich habe ich dich gerade erst aus dem Haus der Fron befreit.&amp;lt;br /&amp;gt;Insofern ist der Spruch nicht nur menschenfreundlicher, sondern auch laxer als die eben genannten strengeren Monotheismus-Gebote; vielleicht sollte man den Spruch sogar grundsätzlich weniger mit diesen vergleichen als mit der Eifersuchtsklausel in altorientalischen Eheverträgen, nach der ein Ehemann sich zwar Mätressen und Nebenfrauen nehmen und zu Prostituierten gehen durfte, nur nicht direkt in der Gegend, in der das Ehepaar lebt (z.B. „&#039;&#039;[Der Bräutigam] darf keine Freundin haben, die zusätzlich bei ihnen lebt. In Kaniš oder Niḫriya darf er keine weitere Kultprostituierte heiraten.&#039;&#039;“; AKT I 77 nach Stol 2016, S. 188). Dass die Zehn Spürche noch laxer sind als vergleichbare Rechtssätze in der Bibel, wird uns gleich noch weitere Male begegnen.&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Sinn vgl. dann noch Ex 32: Dort macht das Volk Israels sich aus dem Goldschmuck, von dem Gott in Ex 3,21f. selbst veranlasst hat, dass die Ägypter ihn den Israelit:innen geben sollen, ein solches Machwerk von &#039;&#039;ihm&#039;&#039;, vom „GOTT, der sie aus Ägypten geführt hat“. Schon dieses Machwerk ist für Gott aber ein „anderer Gott“, mit dem sein Volk sich „verdirbt“ (s. Ex 32,8). Vgl. ebenso das sich gleich anschließende Altargebot in Ex 20,23-26: „Ihr“ dürft keine kultischen Statuen aus Edelmetallen anfertigen, „du“ sollst Gott ausschließlich verehren an einem aus bloßer Erde oder unbearbeiteten Feldsteinen aufgehäuftem Altar. In Ex 20,3-5a wird also keine Fremdgötterverehrung verboten, sondern Gott, der dich aus dem „Haus der Fron“ befreit hat, verbietet eine Weise der Verehrung, bei der du für die Religion „fronen“ musst. Wollte man diesen Spruch heute aktualisieren, wäre allein von den Zehn Sprüchen her z.B. etwas wie in Japan, wo neben Gott andernorts shintoistische Götter kostenfrei (!) verehrt werden, wahrscheinlich sogar zulässig, und zu verbieten wären dagegen prächtige Kirchenbauten, Reliquien, Ikonen und kirchliche Angestellte, sofern du durch Ablass und Kirchensteuer für die Verehrung Gottes in dieser Form wieder unfrei wirst.&amp;lt;/ref&amp;gt; keine anderen Götter bei dir sein – {{L|4}} du darfst dir also kein kultisches Machwerk machen: keinerlei Gestalt von etwas am Himmel oben oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde –; {{L|5a}} du darfst dich nicht in die Fron für sie bringen lassen und dich vor ihnen niederwerfen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Wort kann beides bedeuten.&amp;lt;br /&amp;gt;Die übliche Übersetzung „du sollst seinen Namen nicht &amp;#039;&amp;#039;aussprechen&amp;#039;&amp;#039;“ wäre mindestens nicht idiomatisch; der Satz ist wahrscheinlicher eine Anspielung auf den Usus, dass Diener eines Gottes oder eines menschlichen Herrn sich dessen Namen oder Symbol als Tattoo, als Brandmal oder als Narbendekoration auf Arm oder Stirn aufprägten (Bar-Ilan 1989, 2018; Block 2011; Imes 2018). Vgl. noch Philo, SpecLeg I 58: „&amp;#039;&amp;#039;Manche Menschen gehen so weit, dass sie sich jede Chance auf Umkehr oder Reue nehmen, und hasten in die Sklaverei und den Dienst an menschengemachten Götzen, ... indem sie die Buchstaben [ihres Herrn oder Gottes] mit einem Brandeisen tief in ihre Person einbrennen, damit sie dort unauslöschlich bleiben mögen.&amp;#039;&amp;#039;“ In der Umwelt Altisraels wurden Symbole von Göttern auch wirklich überwiegend von Tempel-&amp;#039;&amp;#039;Sklaven&amp;#039;&amp;#039; getragen (der rechts abgebildete General, der später sogar Pharao werden sollte, ist aber ein sehr deutliches Gegenbeispiel). Das Bild, den Gottesnamen zu tragen, findet sich auch in mehreren der Stellen, die ich [https://offene-bibel.de/wiki/Gen_4/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_o zu Gen 4,15] zitiert habe. Es ist dort ein Schutz-Zeichen, &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Zeichen des Sklavenstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;Gesagt wird hier also entweder: „Wer &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen trägt, darf nicht unheilvoll handeln“. Dann ist der Satz nur Überleitung zu den nächsten Sprüchen. Oder zu betonen ist „&amp;#039;&amp;#039;unheilvoll&amp;#039;&amp;#039;“ und es wird gesagt, dass &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen kein &amp;#039;&amp;#039;unheilvolles&amp;#039;&amp;#039; Zeichen sein darf, also wie üblich ein Zeichen für Sklaverei und Fron. Oder schließlich: Anhängern GOTTes wird das Tragen eines solchen Zeichens schlechthin verboten, da es ja ein Zeichen unheilvoller Fron wäre – aber Gott hat doch aus der Fron befreit. Wegen der vielen späteren Stellen, an denen der Name Gottes &amp;#039;&amp;#039;heilvoll&amp;#039;&amp;#039; getragen wird, präferiere ich die zweite Deutung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Auslegung von Isidor von Sevilla, Bede Venerabilis und Alkuin übrigens ist faszinierend: „&amp;#039;&amp;#039;Nimm nicht den Namen Gottes an ..., denk also nicht, [du als] Geschöpf sei[st] Sohn Gottes, dem jede andere Kreatur unterworfen ist.&amp;#039;&amp;#039;“ (PL 83, Sp. 301; PL 91, Sp. 318; PL 100, Sp. 567). Das ist fast sicher nicht gemeint, harmoniert aber sehr mit dem Grundanliegen der Zehn Worte (s.u.).&amp;lt;/ref&amp;gt; GOTT wird dem nicht vergeben, der seinen Namen unheilvoll trägt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{L|7}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;§2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du darfst den Namen von GOTT, deinem Gott, nicht unheilvoll tragen!&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Haremhab.jpg|mini|Der ägyptische General Haremhab; auf seinem Arm das Symbol des Gottes Amun. CC0 via [https://www.metmuseum.org/art/collection/search/544692 TheMet]]]So lautet der hebräische Text wörtlich. &amp;#039;&amp;#039;Unheilvoll&amp;#039;&amp;#039; meint entweder „nicht heilvoll“ oder „so, dass du dabei sogar Missetaten begehst“. Das heb. Wort kann beides bedeuten.&amp;lt;br /&amp;gt;Die übliche Übersetzung „du sollst seinen Namen nicht &amp;#039;&amp;#039;aussprechen&amp;#039;&amp;#039;“ wäre mindestens nicht idiomatisch; der Satz ist wahrscheinlicher eine Anspielung auf den Usus, dass Diener eines Gottes oder eines menschlichen Herrn sich dessen Namen oder Symbol als Tattoo, als Brandmal oder als Narbendekoration auf Arm oder Stirn aufprägten (Bar-Ilan 1989, 2018; Block 2011; Imes 2018). Vgl. noch Philo, SpecLeg I 58: „&amp;#039;&amp;#039;Manche Menschen gehen so weit, dass sie sich jede Chance auf Umkehr oder Reue nehmen, und hasten in die Sklaverei und den Dienst an menschengemachten Götzen, ... indem sie die Buchstaben [ihres Herrn oder Gottes] mit einem Brandeisen tief in ihre Person einbrennen, damit sie dort unauslöschlich bleiben mögen.&amp;#039;&amp;#039;“ In der Umwelt Altisraels wurden Symbole von Göttern auch wirklich überwiegend von Tempel-&amp;#039;&amp;#039;Sklaven&amp;#039;&amp;#039; getragen (der rechts abgebildete General, der später sogar Pharao werden sollte, ist aber ein sehr deutliches Gegenbeispiel). Das Bild, den Gottesnamen zu tragen, findet sich auch in mehreren der Stellen, die ich [https://offene-bibel.de/wiki/Gen_4/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_o zu Gen 4,15] zitiert habe. Es ist dort ein Schutz-Zeichen, &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Zeichen des Sklavenstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;Gesagt wird hier also entweder: „Wer &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen trägt, darf nicht unheilvoll handeln“. Dann ist der Satz nur Überleitung zu den nächsten Sprüchen. Oder zu betonen ist „&amp;#039;&amp;#039;unheilvoll&amp;#039;&amp;#039;“ und es wird gesagt, dass &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen kein &amp;#039;&amp;#039;unheilvolles&amp;#039;&amp;#039; Zeichen sein darf, also wie üblich ein Zeichen für Sklaverei und Fron. Oder schließlich: Anhängern GOTTes wird das Tragen eines solchen Zeichens schlechthin verboten, da es ja ein Zeichen unheilvoller Fron wäre – aber Gott hat doch aus der Fron befreit. Wegen der vielen späteren Stellen, an denen der Name Gottes &amp;#039;&amp;#039;heilvoll&amp;#039;&amp;#039; getragen wird, präferiere ich die zweite Deutung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Auslegung von Isidor von Sevilla, Bede Venerabilis und Alkuin übrigens ist faszinierend: „&amp;#039;&amp;#039;Nimm nicht den Namen Gottes an ..., denk also nicht, [du als] Geschöpf sei[st] Sohn Gottes, dem jede andere Kreatur unterworfen ist.&amp;#039;&amp;#039;“ (PL 83, Sp. 301; PL 91, Sp. 318; PL 100, Sp. 567). Das ist fast sicher nicht gemeint, harmoniert aber sehr mit dem Grundanliegen der Zehn Worte (s.u.).&amp;lt;/ref&amp;gt; GOTT wird dem nicht vergeben, der seinen Namen unheilvoll trägt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 6. September 2023 um 11:27 Uhr</title>
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V. 4, der auf den ersten Blick so sehr stört zwischen den „anderen Götter“ in V. 3 und dem „für sie“ in V. 5, das sich auf diese Götter zurückbeziehen muss, ist also eine glossierende Erläuterung, was das eigentlich genauerhin bedeuten soll, dass „andere Götter &#039;&#039;vor Gottes Gesicht&#039;&#039; sind“.&amp;lt;br /&amp;gt;Anders als in Ex 22,19; 23,13.24; 34,14; Dtn 6,14; 11,16; Ps 81,10; Jer 25,6 u.ö. wird also hier nicht die Verehrung anderer Götter &#039;&#039;schlechthin&#039;&#039; verboten, sondern eine bestimmte &#039;&#039;Weise&#039;&#039; der Verehrung: (1) Nicht so, dass sich ein &#039;&#039;figürliches Machwerk&#039;&#039; zwischen dich und mich schiebt (Vv. 3-4), (2) Nicht so, dass du dich dazu bringen lässt, anderen Göttern zu &#039;&#039;fronen&#039;&#039; – schließlich habe ich dich gerade erst aus dem Haus der Fron befreit.&amp;lt;br /&amp;gt;Insofern ist der Spruch nicht nur menschenfreundlicher, sondern auch laxer als die eben genannten strengeren Monotheismus-Gebote; vielleicht sollte man den Spruch sogar grundsätzlich weniger mit diesen vergleichen als mit der Eifersuchtsklausel in altorientalischen Eheverträgen, nach der ein Ehemann sich zwar Mätressen und Nebenfrauen nehmen und zu Prostituierten gehen durfte, nur nicht direkt in der Gegend, in der das Ehepaar lebt (z.B. „&#039;&#039;[Der Bräutigam] darf keine Freundin haben, die zusätzlich bei ihnen lebt. In Kaniš oder Niḫriya darf er keine weitere Kultprostituierte heiraten.&#039;&#039;“; AKT I 77 nach Stol 2016, S. 188). Dass die Zehn Spürche noch laxer sind als vergleichbare Rechtssätze in der Bibel, wird uns gleich noch weitere Male begegnen.&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Sinn vgl. dann noch Ex 32: Dort macht das Volk Israels sich aus dem Goldschmuck, von dem Gott in Ex 3,21f. selbst veranlasst hat, dass die Ägypter ihn den Israelit:innen geben sollen, ein solches Machwerk von &#039;&#039;ihm&#039;&#039;, vom „GOTT, der sie aus Ägypten geführt hat“. Schon dieses Machwerk ist für Gott aber ein „anderer Gott“, mit dem sein Volk sich „verdirbt“ (s. Ex 32,8). Vgl. ebenso das sich gleich anschließende Altargebot in Ex 20,23-26: „Ihr“ dürft keine kultischen Statuen aus Edelmetallen anfertigen, „du“ sollst Gott ausschließlich verehren an einem aus bloßer Erde oder unbearbeiteten Feldsteinen aufgehäuftem Altar. In Ex 20,3-5a wird also keine Fremdgötterverehrung verboten, sondern Gott, der dich aus dem „Haus der Fron“ befreit hat, verbietet eine Weise der Verehrung, bei der du für die Religion „fronen“ musst. Wollte man diesen Spruch heute aktualisieren, wäre allein von den Zehn Sprüchen her z.B. etwas wie in Japan, wo neben Gott andernorts shintoistische Götter kostenfrei (!) verehrt werden, wahrscheinlich sogar zulässig, und zu verbieten wären dagegen prächtige Kirchenbauten, Reliquien, Ikonen und kirchliche Angestellte, sofern du durch Ablass und Kirchensteuer für die Verehrung Gottes in dieser Form wieder unfrei wirst.&amp;lt;/ref&amp;gt; keine anderen Götter bei dir sein – {{L|4}} du darfst dir also kein kultisches Machwerk machen: keinerlei Gestalt von etwas am Himmel oben oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde –; {{L|5a}} du darfst dich nicht in die Fron für sie bringen lassen und dich vor ihnen niederwerfen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;§1&#039;&#039;&#039; Darum {{L|3}} dürfen vor meinen Augen&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sein kann mit der Formulierung – w. „vor meinem &#039;&#039;Gesicht&#039;&#039;“ – nur konkret „direkt vor meinen Augen“ (Knieriem 1965; Houtman 1997, S. 59; Dozeman 2009), also z.B. ein Götzenbild „direkt vor dem Gottesberg“ wie gleich in Ex 32 &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;oder wie die „Aschera“ (2 Kön 21,7), wie das „Zeug“ für Baal, Aschera und die Himmelsgötter (2 Kön 23,4), wie „all die Gebilde von eklem Gewürm und Vieh und all die Götzen“ (Ez 8,10) &lt;/ins&gt;oder wie noch tausend Jahre später die Statue des Zeus mitten im Jerusalemer Tempel (Dan 9,27; 11,31; 12,11 LXX; 1 Makk 1,54). V. 4, der auf den ersten Blick so sehr stört zwischen den „anderen Götter“ in V. 3 und dem „für sie“ in V. 5, das sich auf diese Götter zurückbeziehen muss, ist also eine glossierende Erläuterung, was das eigentlich genauerhin bedeuten soll, dass „andere Götter &#039;&#039;vor Gottes Gesicht&#039;&#039; sind“.&amp;lt;br /&amp;gt;Anders als in Ex 22,19; 23,13.24; 34,14; Dtn 6,14; 11,16; Ps 81,10; Jer 25,6 u.ö. wird also hier nicht die Verehrung anderer Götter &#039;&#039;schlechthin&#039;&#039; verboten, sondern eine bestimmte &#039;&#039;Weise&#039;&#039; der Verehrung: (1) Nicht so, dass sich ein &#039;&#039;figürliches Machwerk&#039;&#039; zwischen dich und mich schiebt (Vv. 3-4), (2) Nicht so, dass du dich dazu bringen lässt, anderen Göttern zu &#039;&#039;fronen&#039;&#039; – schließlich habe ich dich gerade erst aus dem Haus der Fron befreit.&amp;lt;br /&amp;gt;Insofern ist der Spruch nicht nur menschenfreundlicher, sondern auch laxer als die eben genannten strengeren Monotheismus-Gebote; vielleicht sollte man den Spruch sogar grundsätzlich weniger mit diesen vergleichen als mit der Eifersuchtsklausel in altorientalischen Eheverträgen, nach der ein Ehemann sich zwar Mätressen und Nebenfrauen nehmen und zu Prostituierten gehen durfte, nur nicht direkt in der Gegend, in der das Ehepaar lebt (z.B. „&#039;&#039;[Der Bräutigam] darf keine Freundin haben, die zusätzlich bei ihnen lebt. In Kaniš oder Niḫriya darf er keine weitere Kultprostituierte heiraten.&#039;&#039;“; AKT I 77 nach Stol 2016, S. 188). Dass die Zehn Spürche noch laxer sind als vergleichbare Rechtssätze in der Bibel, wird uns gleich noch weitere Male begegnen.&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Sinn vgl. dann noch Ex 32: Dort macht das Volk Israels sich aus dem Goldschmuck, von dem Gott in Ex 3,21f. selbst veranlasst hat, dass die Ägypter ihn den Israelit:innen geben sollen, ein solches Machwerk von &#039;&#039;ihm&#039;&#039;, vom „GOTT, der sie aus Ägypten geführt hat“. Schon dieses Machwerk ist für Gott aber ein „anderer Gott“, mit dem sein Volk sich „verdirbt“ (s. Ex 32,8). Vgl. ebenso das sich gleich anschließende Altargebot in Ex 20,23-26: „Ihr“ dürft keine kultischen Statuen aus Edelmetallen anfertigen, „du“ sollst Gott ausschließlich verehren an einem aus bloßer Erde oder unbearbeiteten Feldsteinen aufgehäuftem Altar. In Ex 20,3-5a wird also keine Fremdgötterverehrung verboten, sondern Gott, der dich aus dem „Haus der Fron“ befreit hat, verbietet eine Weise der Verehrung, bei der du für die Religion „fronen“ musst. Wollte man diesen Spruch heute aktualisieren, wäre allein von den Zehn Sprüchen her z.B. etwas wie in Japan, wo neben Gott andernorts shintoistische Götter kostenfrei (!) verehrt werden, wahrscheinlich sogar zulässig, und zu verbieten wären dagegen prächtige Kirchenbauten, Reliquien, Ikonen und kirchliche Angestellte, sofern du durch Ablass und Kirchensteuer für die Verehrung Gottes in dieser Form wieder unfrei wirst.&amp;lt;/ref&amp;gt; keine anderen Götter bei dir sein – {{L|4}} du darfst dir also kein kultisches Machwerk machen: keinerlei Gestalt von etwas am Himmel oben oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde –; {{L|5a}} du darfst dich nicht in die Fron für sie bringen lassen und dich vor ihnen niederwerfen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Wort kann beides bedeuten.&amp;lt;br /&amp;gt;Die übliche Übersetzung „du sollst seinen Namen nicht &amp;#039;&amp;#039;aussprechen&amp;#039;&amp;#039;“ wäre mindestens nicht idiomatisch; der Satz ist wahrscheinlicher eine Anspielung auf den Usus, dass Diener eines Gottes oder eines menschlichen Herrn sich dessen Namen oder Symbol als Tattoo, als Brandmal oder als Narbendekoration auf Arm oder Stirn aufprägten (Bar-Ilan 1989, 2018; Block 2011; Imes 2018). Vgl. noch Philo, SpecLeg I 58: „&amp;#039;&amp;#039;Manche Menschen gehen so weit, dass sie sich jede Chance auf Umkehr oder Reue nehmen, und hasten in die Sklaverei und den Dienst an menschengemachten Götzen, ... indem sie die Buchstaben [ihres Herrn oder Gottes] mit einem Brandeisen tief in ihre Person einbrennen, damit sie dort unauslöschlich bleiben mögen.&amp;#039;&amp;#039;“ In der Umwelt Altisraels wurden Symbole von Göttern auch wirklich überwiegend von Tempel-&amp;#039;&amp;#039;Sklaven&amp;#039;&amp;#039; getragen (der rechts abgebildete General, der später sogar Pharao werden sollte, ist aber ein sehr deutliches Gegenbeispiel). Das Bild, den Gottesnamen zu tragen, findet sich auch in mehreren der Stellen, die ich [https://offene-bibel.de/wiki/Gen_4/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_o zu Gen 4,15] zitiert habe. Es ist dort ein Schutz-Zeichen, &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Zeichen des Sklavenstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;Gesagt wird hier also entweder: „Wer &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen trägt, darf nicht unheilvoll handeln“. Dann ist der Satz nur Überleitung zu den nächsten Sprüchen. Oder zu betonen ist „&amp;#039;&amp;#039;unheilvoll&amp;#039;&amp;#039;“ und es wird gesagt, dass &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen kein &amp;#039;&amp;#039;unheilvolles&amp;#039;&amp;#039; Zeichen sein darf, also wie üblich ein Zeichen für Sklaverei und Fron. Oder schließlich: Anhängern GOTTes wird das Tragen eines solchen Zeichens schlechthin verboten, da es ja ein Zeichen unheilvoller Fron wäre – aber Gott hat doch aus der Fron befreit. Wegen der vielen späteren Stellen, an denen der Name Gottes &amp;#039;&amp;#039;heilvoll&amp;#039;&amp;#039; getragen wird, präferiere ich die zweite Deutung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Auslegung von Isidor von Sevilla, Bede Venerabilis und Alkuin übrigens ist faszinierend: „&amp;#039;&amp;#039;Nimm nicht den Namen Gottes an ..., denk also nicht, [du als] Geschöpf sei[st] Sohn Gottes, dem jede andere Kreatur unterworfen ist.&amp;#039;&amp;#039;“ (PL 83, Sp. 301; PL 91, Sp. 318; PL 100, Sp. 567). 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Vgl. noch Philo, SpecLeg I 58: „&amp;#039;&amp;#039;Manche Menschen gehen so weit, dass sie sich jede Chance auf Umkehr oder Reue nehmen, und hasten in die Sklaverei und den Dienst an menschengemachten Götzen, ... indem sie die Buchstaben [ihres Herrn oder Gottes] mit einem Brandeisen tief in ihre Person einbrennen, damit sie dort unauslöschlich bleiben mögen.&amp;#039;&amp;#039;“ In der Umwelt Altisraels wurden Symbole von Göttern auch wirklich überwiegend von Tempel-&amp;#039;&amp;#039;Sklaven&amp;#039;&amp;#039; getragen (der rechts abgebildete General, der später sogar Pharao werden sollte, ist aber ein sehr deutliches Gegenbeispiel). Das Bild, den Gottesnamen zu tragen, findet sich auch in mehreren der Stellen, die ich [https://offene-bibel.de/wiki/Gen_4/Pers%C3%B6nliche_Fassung_(Sebastian_Walter)#note_o zu Gen 4,15] zitiert habe. Es ist dort ein Schutz-Zeichen, &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Zeichen des Sklavenstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;Gesagt wird hier also entweder: „Wer &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen trägt, darf nicht unheilvoll handeln“. Dann ist der Satz nur Überleitung zu den nächsten Sprüchen. Oder zu betonen ist „&amp;#039;&amp;#039;unheilvoll&amp;#039;&amp;#039;“ und es wird gesagt, dass &amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039; Zeichen kein &amp;#039;&amp;#039;unheilvolles&amp;#039;&amp;#039; Zeichen sein darf, also wie üblich ein Zeichen für Sklaverei und Fron. Oder schließlich: Anhängern GOTTes wird das Tragen eines solchen Zeichens schlechthin verboten, da es ja ein Zeichen unheilvoller Fron wäre – aber Gott hat doch aus der Fron befreit. Wegen der vielen späteren Stellen, an denen der Name Gottes &amp;#039;&amp;#039;heilvoll&amp;#039;&amp;#039; getragen wird, präferiere ich die zweite Deutung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Auslegung von Isidor von Sevilla, Bede Venerabilis und Alkuin übrigens ist faszinierend: „&amp;#039;&amp;#039;Nimm nicht den Namen Gottes an ..., denk also nicht, [du als] Geschöpf sei[st] Sohn Gottes, dem jede andere Kreatur unterworfen ist.&amp;#039;&amp;#039;“ (PL 83, Sp. 301; PL 91, Sp. 318; PL 100, Sp. 567). Das ist fast sicher nicht gemeint, harmoniert aber sehr mit dem Grundanliegen der Zehn Worte (s.u.).&amp;lt;/ref&amp;gt; GOTT wird dem nicht vergeben, der seinen Namen unheilvoll trägt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 6. September 2023 um 11:08 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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