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	<title>Gen 4/Persönliche Fassung (Sebastian Walter) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-23T23:36:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Sebastian Walter am 23. Dezember 2024 um 11:53 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-23T11:53:11Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 2. Juni 2024 um 08:05 Uhr</title>
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Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen wissen wir z.B., dass es sich im alten Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;theol.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Nachdem man dies mit den folgenden Zeilen zusammenlas, entstand im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen „sieben Leben“ als Bild für „unendlich viele Leben“ habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;er wird siebenfach bestraft werden!“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bed.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Jeder&amp;#039;&amp;#039; muss sich gar nicht notwendig auf Menschen beziehen; Raschi und ähnlich Radak etwa denken, Kauf fürchte sich vor wilden Tieren und schon Josephus gestaltet die Erzählung so aus: „&amp;#039;&amp;#039;Da aber Kais die Befürchtung aussprach, er möchte beim Umherirren auf der Erde eine Beute wilder Tiere werden, ... drückte Gott ihm ein Zeichen auf, an dem er erkannt werden könne, und hieß ihn dann sich aus seinen Blicken wenden.&amp;#039;&amp;#039;“ (JosAnt I.2 §59, Üs. Clementz). Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen wissen wir z.B., dass es sich im alten Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. 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Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch Jes 44,5, wo es ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott ist, dessen Namen „auf den eigenen Arm zu schreiben“, und 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet zu erkennen gibt, indem er seinen Turban abnimmt – auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“ Prokopios von Gaza berichtet in seinem Jesaja-Kommentar zu Jes 44,5 offenbar davon, dass zu seiner Zeit sogar dies wieder in Form von Kreuz- oder Jesus-Tattoos auf dem Arm getan wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;theol.&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;theol.&#039;&#039;&#039;: Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;bed.&#039;&#039;&#039;: W.: „Er &#039;&#039;setzte&#039;&#039; ihm ein Zeichen“. Gemeint ist wahrscheinlich ein Kreuz auf der Stirn von Kauf (so deuten schon der Targum Jonathan, PRE 21, Raschi). Es gibt eine ganze Reihe von Versen, die von solchen schützenden Zeichen an Menschen sprechen: In Ez 9,4.6 ist dies der (althebräische) Buchstabe Tau – also ein Kreuz – auf der Stirn, wie man ähnlich laut dem Talmud Priester mit einem Kreuz gesalbt hatte (Talmud, b.Schab 120b). Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch Jes 44,5, wo es ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott ist, dessen Namen „auf den eigenen Arm zu schreiben“, und 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet zu erkennen gibt, indem er seinen Turban abnimmt – auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“ Prokopios von Gaza berichtet in seinem Jesaja-Kommentar zu Jes 44,5 offenbar davon, dass zu seiner Zeit sogar dies wieder in Form von Kreuz- oder Jesus-Tattoos auf dem Arm getan wurde. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die Beduinen haben einen ähnlichen Brauch: Beduinenstämme können Angehörige anderer Stämme und Völker adoptieren, indem sie ihnen mit Ziegenblut das &#039;&#039;wasm&#039;&#039; (&quot;Brandzeichen&quot;) des Stammes auf die Stirn zeichnen. Von da an sind sie als fiktive Familienangehörige des Stammes vor dem Zugriff anderer Stämme und Völker geschützt (vgl. Lavie 1990, S. 14f.).&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 18. November 2023 um 13:12 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 18. November 2023 um 13:10 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 20. August 2023 um 19:27 Uhr</title>
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Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;er wird siebenfach bestraft werden!“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jeder&amp;#039;&amp;#039; muss sich gar nicht notwendig auf Menschen beziehen; Raschi und ähnlich Radak etwa denken, Kauf fürchte sich vor wilden Tieren und schon Josephus gestaltet die Erzählung so aus: „&amp;#039;&amp;#039;Da aber Kais die Befürchtung aussprach, er möchte beim Umherirren auf der Erde eine Beute wilder Tiere werden, ... drückte Gott ihm ein Zeichen auf, an dem er erkannt werden könne, und hieß ihn dann sich aus seinen Blicken wenden.&amp;#039;&amp;#039;“ (JosAnt I.2 §59, Üs. Clementz). 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Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch Jes 44,5, wo es ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott ist, dessen Namen „auf den eigenen Arm zu schreiben“, und 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet zu erkennen gibt, indem er seinen Turban abnimmt – auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“ &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Prokop &lt;/del&gt;von Gaza &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;allerdings &lt;/del&gt;berichtet in seinem Jesaja-Kommentar zu Jes 44,5 davon, dass zu seiner Zeit sogar dies wieder in Form von Tattoos auf dem Arm getan wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;W.: „Er &#039;&#039;setzte&#039;&#039; ihm ein Zeichen“. 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		<title>Sebastian Walter am 20. August 2023 um 19:22 Uhr</title>
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		<updated>2023-08-20T19:22:15Z</updated>

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Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. 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Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch Jes 44,5, wo es ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott ist, dessen Namen „auf den eigenen Arm zu schreiben“, und 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet zu erkennen gibt, indem er seinen Turban abnimmt – auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;W.: „Er &#039;&#039;setzte&#039;&#039; ihm ein Zeichen“. 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Vergleichbar ist auch Jes 44,5, wo es ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott ist, dessen Namen „auf den eigenen Arm zu schreiben“, und 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet zu erkennen gibt, indem er seinen Turban abnimmt – auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“ &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Prokop von Gaza allerdings berichtet in seinem Jesaja-Kommentar zu Jes 44,5 davon, dass zu seiner Zeit sogar dies wieder in Form von Tattoos auf dem Arm getan wurde.&lt;/ins&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 20. August 2023 um 18:44 Uhr</title>
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		<updated>2023-08-20T18:44:27Z</updated>

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Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;er wird siebenfach bestraft werden!“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jeder&amp;#039;&amp;#039; muss sich gar nicht notwendig auf Menschen beziehen; Raschi und ähnlich Radak etwa denken, Kauf fürchte sich vor wilden Tieren und schon Josephus gestaltet die Erzählung so aus: „&amp;#039;&amp;#039;Da aber Kais die Befürchtung aussprach, er möchte beim Umherirren auf der Erde eine Beute wilder Tiere werden, ... drückte Gott ihm ein Zeichen auf, an dem er erkannt werden könne, und hieß ihn dann sich aus seinen Blicken wenden.&amp;#039;&amp;#039;“ (JosAnt I.2 §59, Üs. Clementz). Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet erkennen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;lässt&lt;/del&gt;, indem er seinen Turban abnimmt&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; &lt;/del&gt;auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;W.: „Er &#039;&#039;setzte&#039;&#039; ihm ein Zeichen“. Gemeint ist wahrscheinlich ein Kreuz auf der Stirn von Kauf (so deuten schon der Targum Jonathan, PRE 21, Raschi). Es gibt eine ganze Reihe von Versen, die von solchen schützenden Zeichen an Menschen sprechen: In Ez 9,4.6 ist dies der (althebräische) Buchstabe Tau – also ein Kreuz – auf der Stirn, wie man ähnlich laut dem Talmud Priester mit einem Kreuz gesalbt hatte (Talmud, b.Schab 120b). Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. 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Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 20. August 2023 um 07:31 Uhr</title>
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Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;er wird siebenfach bestraft werden!“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jeder&amp;#039;&amp;#039; muss sich gar nicht notwendig auf Menschen beziehen; Raschi und ähnlich Radak etwa denken, Kauf fürchte sich vor wilden Tieren und schon Josephus gestaltet die Erzählung so aus: „&amp;#039;&amp;#039;Da aber Kais die Befürchtung aussprach, er möchte beim Umherirren auf der Erde eine Beute wilder Tiere werden, ... drückte Gott ihm ein Zeichen auf, an dem er erkannt werden könne, und hieß ihn dann sich aus seinen Blicken wenden.&amp;#039;&amp;#039;“ (JosAnt I.2 §59, Üs. Clementz). Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben (wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Erfindung&amp;#039;&amp;#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. 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Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet erkennen lässt, indem er seinen Turban abnimmt; auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;W.: „Er &#039;&#039;setzte&#039;&#039; ihm ein Zeichen“. Gemeint ist wahrscheinlich ein Kreuz auf der Stirn von Kauf (so deuten schon der Targum Jonathan, PRE 21, Raschi). Es gibt eine ganze Reihe von Versen, die von solchen schützenden Zeichen an Menschen sprechen: In Ez 9,4.6 ist dies der (althebräische) Buchstabe Tau – also ein Kreuz – auf der Stirn, wie man ähnlich laut dem Talmud Priester mit einem Kreuz gesalbt hatte (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Talmud, &lt;/ins&gt;b.Schab 120b). Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet erkennen lässt, indem er seinen Turban abnimmt; auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Verwandt damit sind dann ohne Zweifel die Aufschrift „JHWH geheiligt“ an der Stirn des Hohepriesters (Ex 28,36-38) und die Stirn-Tefillin mit der Aufschrift „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“ in Dtn 6,4-8&lt;/ins&gt;. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&#039;&#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&#039;&#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &#039;&#039;wie groß&#039;&#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &#039;&#039;Flucht und Erfindung&#039;&#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;er wird siebenfach bestraft werden!“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jeder&#039;&#039; muss sich gar nicht notwendig auf Menschen beziehen; Raschi und ähnlich Radak etwa denken, Kauf fürchte sich vor wilden Tieren und schon Josephus gestaltet die Erzählung so aus: „&#039;&#039;Da aber Kais die Befürchtung aussprach, er möchte beim Umherirren auf der Erde eine Beute wilder Tiere werden, ... drückte Gott ihm ein Zeichen auf, an dem er erkannt werden könne, und hieß ihn dann sich aus seinen Blicken wenden.&#039;&#039;“ (JosAnt I.2 §59, Üs. Clementz). Auch die Frau, die Kauf gleich heiraten wird, muss nicht unlogisch sein, sie könnte schlicht eine der weiteren Nachfahrinnen von Erdling und Leben aus Gen 5,4 sein. Und selbst die Stadt, die Kauf gleich gründen wird, muss sich nicht mit unserem Abschnitt beißen; nach neuen Ausgrabungen in Edom wissen wir z.B., dass es sich mit Edom fast exakt so verhielt, wie es diese beiden Abschnitte für Kauf und seine Nachfahren nahelegen: In der frühen Eisenzeit waren die Edomiter überwiegend umherwandernde und in Zelten wohnende Nomaden; &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; aber kontrollierten sie die größten Kupfermienen der Region und errichteten in deren Umfeld bereits zu dieser Zeit befestigte Siedlungen (vgl. z.B. Ben-Yosef 2019, bes. S. 366 FN 21; speziell z.B. Levy / Najjar / Ben-Yosef 2014, S. 989ff.; Najjar / Levy 2006 zu Khirbat en-Nahas als befestigtes Zentrum einer nomadischen Kupferindustrie-Stadt).&amp;lt;br /&amp;gt;Gemeint ist natürlich: „Jedem, der Kauf tötet, wird das mit doppelter Münze heimgezahlt werden“. Theoretisch ließe sich aber auch übersetzen: „Liebe alle, die ihr Kauf töten wollt: er muss siebenfach bestraft werden!“ Unter anderem deswegen entstand in der &#039;&#039;&#039;Auslegungsgeschichte&#039;&#039;&#039; im alten Judentum bald die Legende, Kauf könne überhaupt nicht sterben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(wohl: weil er wie Katzen sieben Leben oder sogar unendlich viele Leben habe) &lt;/ins&gt;und irre noch heute wankend und wandernd über die Erde (z.B. Philo, &#039;&#039;Flucht und Erfindung&#039;&#039; 64). Im Mittelalter wurde das noch weiter ausgesponnen zur Idee, Kauf sei der Mann im Mond und daher beständig „verborgen vom Gesicht der Sonne“ (s. [https://www.jstor.org/stable/pdf/456764.pdf Emerson 1906, S. 840ff.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;W.: „Er &amp;#039;&amp;#039;setzte&amp;#039;&amp;#039; ihm ein Zeichen“. Gemeint ist wahrscheinlich ein Kreuz auf der Stirn von Kauf (so deuten schon der Targum Jonathan, PRE 21, Raschi). Es gibt eine ganze Reihe von Versen, die von solchen schützenden Zeichen an Menschen sprechen: In Ez 9,4.6 ist dies der (althebräische) Buchstabe Tau – also ein Kreuz – auf der Stirn, wie man ähnlich laut dem Talmud Priester mit einem Kreuz gesalbt hatte (b.Schab 120b). Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet erkennen lässt, indem er seinen Turban abnimmt; auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&amp;#039;&amp;#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &amp;#039;&amp;#039;wie groß&amp;#039;&amp;#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und GOTT machte Kauf ein Zeichen,&amp;lt;ref&amp;gt;W.: „Er &amp;#039;&amp;#039;setzte&amp;#039;&amp;#039; ihm ein Zeichen“. Gemeint ist wahrscheinlich ein Kreuz auf der Stirn von Kauf (so deuten schon der Targum Jonathan, PRE 21, Raschi). Es gibt eine ganze Reihe von Versen, die von solchen schützenden Zeichen an Menschen sprechen: In Ez 9,4.6 ist dies der (althebräische) Buchstabe Tau – also ein Kreuz – auf der Stirn, wie man ähnlich laut dem Talmud Priester mit einem Kreuz gesalbt hatte (b.Schab 120b). Offb 7,2f.; 9,4 spricht allgemeiner vom schützenden „Siegel des lebendigen Gottes“ auf den Stirnen der Gläubigen, PsSal 15,9f. vom „rettenden Zeichen Gottes“ auf der Stirn von Gerechten und ApkEl 1,9 vom vor dem Tod rettenden „Gottesnamen auf die Stirn der Gerechten“. Vergleichbar ist auch 1 Kön 20,38.41, wo ein unbekannter Prophet sein Prophetentum mit einem Turban verbirgt, sich dann aber als Prophet erkennen lässt, indem er seinen Turban abnimmt; auch dieser Prophet trug also etwas auf der Stirn, was ihn als Diener Gottes kenntlich machte. Im frühen Christentum entwickelte sich hieraus das Kreuzzeichen. Besonders deutlich heißt es z.B. in Kyrill von Jerusalems vierter Katechese: „&amp;#039;&amp;#039;Lasst uns des Kreuzes Christi nicht schämen! Wenn auch ein anderer es verbirgt, siegle du es offen auf deine Stirn, damit die Teufel das königliche Zeichen sehen und zittern fliehen!&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auslegungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im späteren Christentum jedoch wurde dieser Vers Fundament mehrerer Gräueltaten. Weil in unserem Vers nichts weiter über die Form des Zeichens gesagt wird, wurden zum Beispiel im späten Mittelalter Muttermale von Frauen als solche „Kainsmale“ genommen und dienten dann als Grund, sie als Hexen zu verbrennen. Zur selben Zeit kam die Überzeugung auf, dunkle Hautfarbe sei ein „Kainsmal“ und rechtfertige es daher, People of Color zu versklaven (vgl. bes. Goldenberg 2017, S. 238-249). Das „Kainsmal“ gehört auch heute noch zu den gebräuchlicheren Redensarten des Deutschen; angesichts seiner Begriffsgeschichte sollte man sie aber wohl besser nicht mehr verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist der Vers damit richtig verstanden, wird umso deutlicher, als &amp;#039;&amp;#039;wie groß&amp;#039;&amp;#039; die Gnade und Gerechtigkeit Gottes durch diese Handlung geschildert werden sollen: Ganz ähnlich, wie er Erdling und Leben direkt nach seinen Urteilssprüchen „mit einem Freudengewand bekleidet“ hat, siegelt er hier dem Kauf direkt nach seinem Urteil seinen Gottesnamen auf die Stirn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 1. Juli 2023 um 08:01 Uhr</title>
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		<updated>2023-07-01T08:01:51Z</updated>

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Diese und die vorangehende Erzählung und auch die in &lt;/del&gt;[[Gen_4,17-26/Persönliche_Fassung_(Sebastian_Walter)&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;#l23f. &lt;/del&gt;|&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gen 4,23f.]] folgende Anekdote gehören zusammen wie die drei Teile eines Triptychons. Bei Gen 3 und Gen 4,1-17 ist das offensichtlich: Bei beiden Erzählungen steht im Zentrum eine verbotene Tat; darauf fragt Gott in Gen 3,9: „Wo bist du?“, in Gen 4,9 dagegen: „Wo ist dein Bruder?“, der Gesprächspartner leugnet seine Tat, worauf Gott in Gen 3,13 und Gen 4,10 jeweils ausruft: „Was hast du getan!?“ Es folgen ab Gen 3,14 und Gen 4,11 Urteilssprüche Gottes, von denen der letzte in Gen 3 lautet, dass der Erdboden „Dornbusch und Distel sprießen lassen wird“, und der in Gen 4 ähnlich, dass „der Erdboden seine Kraft nicht mehr geben wird“. In Gen 3 wird der Mensch außerdem noch zum Tod verurteilt. Direkt darauf folgen die bedeutungsschweren Gnadenhandlungen Gottes, die Verfluchten mit Gewändern zu bekleiden und in Gen 4 die, den Verfluchten mit einem Schutzzeichen zu versehen, damit er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; stirbt. Beide Erzählungen enden damit, dass die Verfluchten verbannt werden: in Gen 3 aus dem Garten, in Gen 4 zum „Wanken und Wandern auf der Erde“.&amp;lt;br /&lt;/del&gt;&amp;gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Noch deutlicher als Gen 3 ist &lt;/del&gt;Gen 4,&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1-&lt;/del&gt;17 &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;nicht nur ein Mythos über ein Vergehen – hier nicht das erste Vergehen gegen Gott, sondern das erste Vergehen gegen einen Mitmenschen, das als Brudermord gleich in seiner schlimmstmöglichen Form vorgestellt wird –, sondern eine &#039;&#039;&#039;Mythos&#039;&#039;&#039; über den Status. Schon gleich zu Beginn: Nachdem der vermessene Nackedei direkt zuvor seine Frau größenwahnsinnig zur „Mutter alles Lebendigen“ erklärt hat, preist diese sich nach ihrem ersten Gebären auch selbst auf eine Weise, mit der sie sich wieder auf eine Stufe mit Gott stellt: „Ich habe mir an der Seite von Gott einen Mann erkauft!“ Das ist umso auffälliger, wenn man damit ihren parallelen Ausspruch in Gen 4,25 vergleicht: „Gott hat mir einen weitere Nachkommen (ein)gesetzt“ (gut beobachtet von Eslinger 1979, S. 68). Dessen Nachfahre heißt dann sogar &#039;&#039;Enoš&#039;&#039;, „Menschlein“, abgeleitet vom hebräischen &#039;&#039;`anaš&#039;&#039; „schwach sein“. Die Nachkommen aus dieser zweiten Stammfolge, die sog. „Setiten“, aus denen dann das Volk Israel hervorgehen soll, sind so schon von Beginn an die „Heruntergesetzten“, sind nur noch „Menschlein“.&amp;lt;br /&amp;gt;Das gilt ebenso für die Geschichte, die den Kern des hier folgenden Abschnitts ausmacht: Die beiden Protagonisten tragen die symbolischen Namen „Kauf“ und „Wertlos“ (im nächsten Abschnitt werden ähnlich „Frau Schmuck“ und „Frau Schatten“ einander gegenübergestellt werden). Als der jüngere von beiden bei einer gemeinsamen Opferung Gott das wertvollere Opfer darbringt, wählt Gott &#039;&#039;dieses&#039;&#039; und nicht das des älteren Bruders, worauf jenem zornig „das Gesicht sinkt“. Darauf legt Gott ihm die beiden Optionen auseinander, die sich dem Menschen nun, nach seinem Biss von der verbotenen Frucht, darbieten: Gutes Tun und nicht&lt;/del&gt;-&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gutes Tun. Ersteres führt zu „Erhebung“, letzteres zu Statusverlust. Dabei gilt doch für ältere und jüngere Brüder das, was seither ebenso für Mann und Frau gilt: Der eine soll über den anderen herrschen, der andere ihm „willens sein“. Bei Kauf jedoch kommt diese Lektion nicht an, und so steigert er seine soeben begangene Minderleistung direkt zur Todsünde: Als beide Brüder kurz darauf auf freiem Feld sind, versucht er, auf andere Weise seinen verlorenen Status zurückzuerobern, „richtet sich zu seinem Bruder auf“ – und tötet ihn. Ist er damit sogar noch tiefer gesunken als seine Eltern, wird passend seine Strafe auch nicht von oben, sondern von unten verhängt: Die ganze Schöpfung begehrt auf und aus dem „geöffneten Mund der Erde“ schallt Kauf sein Urteil entgegen: Die Erde wird Blutrache für den Mord an ihrem Enkel Wertlos nehmen, indem sie Kauf nicht nur wie seinen Eltern Dornbusch und Distel, sondern gleich gar nichts mehr sprießen lässt. Nachdem Erdling und Leben schon den Garten und Gott hinter sich lassen mussten, hat Kauf sich nun auch noch vom Acker entfremdet und muss daher fortan sein Leben als Vagabund auf fruchtlosem Boden fristen.&lt;/del&gt;&amp;lt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;br &lt;/del&gt;/&amp;gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wie Gen 3 endet aber auch Gen 4,1-17 auf einem lichteren Akkord: Der Mensch mag sich in die Gott- und Erdenferne begeben haben, aber das heißt nicht, dass auch Gott sich nun in Menschenferne befände. Die fürsorgliche Tat der Bekleidung mit Freudengewändern am Ende von Gen 3 wird hier noch einmal überboten dadurch, dass Gott Kauf mit einem Schutzzeichen versieht. Genauer bedeutet das wahrscheinlich, dass er Kauf seinen heiligen Namen auf die Stirne schreibt (siehe zum Vers): Auch in die Gottferne geht Gott mit. Der historische Hintergrund dieser Handlung ist wahrscheinlich der, dass Kauf der Stammvater des Volksstamms der Keniter war (s. Num 24,22; Ri 4,11). Nach einer der beiden Überlieferungen in der Bibel war es dieser Volksstamm, bei dem Mose lebte, als Gott ihm seinen Namen verriet, und auch einige weitere Stellen in der Bibel legen nahe, dass Israel ihren Gott im Raum dieses Volksstammes kennengelernt hat (Dtn 33,2; Ri 5,4; hab 3,3.7; Jes 63,1; vgl. z.B. Day 2013). Ein Neben-Zweck von Gen 4,1-17 ist es dann, zu erklären, warum selbst die mit Israel am nächsten verwandten Völker andere Götter anbeteten, aber der Volksstamm der Keniter nicht: Der Name des Gottes Israel war ihnen von Urbeginn an eingeprägt.&#039;&#039;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;/ins&gt;[[Gen_2,25-3,24/&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Persönliche_Fassung_&lt;/ins&gt;(Sebastian_Walter) |Gen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;2,25-&lt;/ins&gt;3&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;,24 &amp;lt;=&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;  |   &lt;/ins&gt;[[Gen_4,17-26/Persönliche_Fassung_(Sebastian_Walter) |&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;=&lt;/ins&gt;&amp;gt; Gen 4,17-&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;26]]&lt;/ins&gt;&amp;lt;/&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;center&lt;/ins&gt;&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;/del&gt;[[Gen_2,25-3,24/&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Persönliche_Fassung_&lt;/del&gt;(Sebastian_Walter) |Gen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;2,25-&lt;/del&gt;3&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;,24 &amp;lt;=&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;  |   &lt;/del&gt;[[Gen_4,17-26/Persönliche_Fassung_(Sebastian_Walter) |&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;=&lt;/del&gt;&amp;gt; Gen 4,17-&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;26]]&lt;/del&gt;&amp;lt;/&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;center&lt;/del&gt;&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Nachdem in &lt;/ins&gt;[[Gen_2,25-3,24/&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Pers%C3%B6nliche_Fassung_&lt;/ins&gt;(Sebastian_Walter) |Gen 3]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Erdling und Leben aus dem Gottesgarten verbannt wurden, fährt das Buch Genesis fort mit der Geschichte ihrer beiden Söhne. Diese und die vorangehende Erzählung und auch die in &lt;/ins&gt;[[Gen_4,17-26/Persönliche_Fassung_(Sebastian_Walter)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;#l23f. &lt;/ins&gt;|&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gen 4,23f.]] folgende Anekdote gehören zusammen wie die drei Teile eines Triptychons. Bei Gen 3 und Gen 4,1-17 ist das offensichtlich: Bei beiden Erzählungen steht im Zentrum eine verbotene Tat; darauf fragt Gott in Gen 3,9: „Wo bist du?“, in Gen 4,9 dagegen: „Wo ist dein Bruder?“, der Gesprächspartner leugnet seine Tat, worauf Gott in Gen 3,13 und Gen 4,10 jeweils ausruft: „Was hast du getan!?“ Es folgen ab Gen 3,14 und Gen 4,11 Urteilssprüche Gottes, von denen der letzte in Gen 3 lautet, dass der Erdboden „Dornbusch und Distel sprießen lassen wird“, und der in Gen 4 ähnlich, dass „der Erdboden seine Kraft nicht mehr geben wird“. In Gen 3 wird der Mensch außerdem noch zum Tod verurteilt. Direkt darauf folgen die bedeutungsschweren Gnadenhandlungen Gottes, die Verfluchten mit Gewändern zu bekleiden und in Gen 4 die, den Verfluchten mit einem Schutzzeichen zu versehen, damit er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; stirbt. Beide Erzählungen enden damit, dass die Verfluchten verbannt werden: in Gen 3 aus dem Garten, in Gen 4 zum „Wanken und Wandern auf der Erde“.&amp;lt;br /&lt;/ins&gt;&amp;gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Noch deutlicher als Gen 3 ist &lt;/ins&gt;Gen 4,&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1-&lt;/ins&gt;17 &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;nicht nur ein Mythos über ein Vergehen – hier nicht das erste Vergehen gegen Gott, sondern das erste Vergehen gegen einen Mitmenschen, das als Brudermord gleich in seiner schlimmstmöglichen Form vorgestellt wird –, sondern eine &#039;&#039;&#039;Mythos&#039;&#039;&#039; über den Status. Schon gleich zu Beginn: Nachdem der vermessene Nackedei direkt zuvor seine Frau größenwahnsinnig zur „Mutter alles Lebendigen“ erklärt hat, preist diese sich nach ihrem ersten Gebären auch selbst auf eine Weise, mit der sie sich wieder auf eine Stufe mit Gott stellt: „Ich habe mir an der Seite von Gott einen Mann erkauft!“ Das ist umso auffälliger, wenn man damit ihren parallelen Ausspruch in Gen 4,25 vergleicht: „Gott hat mir einen weitere Nachkommen (ein)gesetzt“ (gut beobachtet von Eslinger 1979, S. 68). Dessen Nachfahre heißt dann sogar &#039;&#039;Enoš&#039;&#039;, „Menschlein“, abgeleitet vom hebräischen &#039;&#039;`anaš&#039;&#039; „schwach sein“. Die Nachkommen aus dieser zweiten Stammfolge, die sog. „Setiten“, aus denen dann das Volk Israel hervorgehen soll, sind so schon von Beginn an die „Heruntergesetzten“, sind nur noch „Menschlein“.&amp;lt;br /&amp;gt;Das gilt ebenso für die Geschichte, die den Kern des hier folgenden Abschnitts ausmacht: Die beiden Protagonisten tragen die symbolischen Namen „Kauf“ und „Wertlos“ (im nächsten Abschnitt werden ähnlich „Frau Schmuck“ und „Frau Schatten“ einander gegenübergestellt werden). Als der jüngere von beiden bei einer gemeinsamen Opferung Gott das wertvollere Opfer darbringt, wählt Gott &#039;&#039;dieses&#039;&#039; und nicht das des älteren Bruders, worauf jenem zornig „das Gesicht sinkt“. Darauf legt Gott ihm die beiden Optionen auseinander, die sich dem Menschen nun, nach seinem Biss von der verbotenen Frucht, darbieten: Gutes Tun und nicht&lt;/ins&gt;-&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gutes Tun. Ersteres führt zu „Erhebung“, letzteres zu Statusverlust. Dabei gilt doch für ältere und jüngere Brüder das, was seither ebenso für Mann und Frau gilt: Der eine soll über den anderen herrschen, der andere ihm „willens sein“. Bei Kauf jedoch kommt diese Lektion nicht an, und so steigert er seine soeben begangene Minderleistung direkt zur Todsünde: Als beide Brüder kurz darauf auf freiem Feld sind, versucht er, auf andere Weise seinen verlorenen Status zurückzuerobern, „richtet sich zu seinem Bruder auf“ – und tötet ihn. Ist er damit sogar noch tiefer gesunken als seine Eltern, wird passend seine Strafe auch nicht von oben, sondern von unten verhängt: Die ganze Schöpfung begehrt auf und aus dem „geöffneten Mund der Erde“ schallt Kauf sein Urteil entgegen: Die Erde wird Blutrache für den Mord an ihrem Enkel Wertlos nehmen, indem sie Kauf nicht nur wie seinen Eltern Dornbusch und Distel, sondern gleich gar nichts mehr sprießen lässt. Nachdem Erdling und Leben schon den Garten und Gott hinter sich lassen mussten, hat Kauf sich nun auch noch vom Acker entfremdet und muss daher fortan sein Leben als Vagabund auf fruchtlosem Boden fristen.&lt;/ins&gt;&amp;lt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;br &lt;/ins&gt;/&amp;gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wie Gen 3 endet aber auch Gen 4,1-17 auf einem lichteren Akkord: Der Mensch mag sich in die Gott- und Erdenferne begeben haben, aber das heißt nicht, dass auch Gott sich nun in Menschenferne befände. Die fürsorgliche Tat der Bekleidung mit Freudengewändern am Ende von Gen 3 wird hier noch einmal überboten dadurch, dass Gott Kauf mit einem Schutzzeichen versieht. Genauer bedeutet das wahrscheinlich, dass er Kauf seinen heiligen Namen auf die Stirne schreibt (siehe zum Vers): Auch in die Gottferne geht Gott mit. Der historische Hintergrund dieser Handlung ist wahrscheinlich der, dass Kauf der Stammvater des Volksstamms der Keniter war (s. Num 24,22; Ri 4,11). Nach einer der beiden Überlieferungen in der Bibel war es dieser Volksstamm, bei dem Mose lebte, als Gott ihm seinen Namen verriet, und auch einige weitere Stellen in der Bibel legen nahe, dass Israel ihren Gott im Raum dieses Volksstammes kennengelernt hat (Dtn 33,2; Ri 5,4; hab 3,3.7; Jes 63,1; vgl. z.B. Day 2013). Ein Neben-Zweck von Gen 4,1-17 ist es dann, zu erklären, warum selbst die mit Israel am nächsten verwandten Völker andere Götter anbeteten, aber der Volksstamm der Keniter nicht: Der Name des Gottes Israel war ihnen von Urbeginn an eingeprägt.&#039;&#039;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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