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	<title>Genesis 1 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Sebastian Walter am 20. Februar 2023 um 11:16 Uhr</title>
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König, Cassuto, Westermann, Scharbert; auch Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Koehler 1969, S. 9. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31).&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. 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Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. Westermann 1983, der dazu einen elfseitigen Überblick über die Forschungsgeschichte bringt.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen! (Damit)&amp;lt;ref&amp;gt;Ob das Herrschen Sinn und Inhalt der Gottesebenbildlichkeit ist oder ob es sich nur sozusagen nebenbei daraus ergibt ist in der Forschung umstritten; „... machen, damit sie herrschen“ oder „... machen. Sie sollen herrschen“ ist beides gleich wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen über die Fische {des Meers} und über die Vögel {des Himmels}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kollokationen „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ bezeichnen einfach nur „Fische“ und „Vögel“; „des Meeres/Himmels“ kann in der Übersetzung ausgespart werden&amp;lt;/ref&amp;gt; und über das Vieh und über alle wilden Tiere (die ganze Erde)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: MT: „über die ganze Erde“. Dies fügt sich hier recht schlecht in den Textzusammenhang; viele (z.B. Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher mit Syr {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde. Entfallen sein könnte dies als Angleichung an [[Genesis 6#s7 |Gen 6,7.20]]. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. Es scheint einige Kognate (-&amp;gt;Etymologie) mit der Bedeutung „gehen, treten“ zu haben; daraus wird häufig die Grundbedeutung „niedertreten“ =&amp;gt; „gewaltsam beherrschen“ abgeleitet. Ingressiv hat es wohl die Bedeutung „unterjochen“ (s. z.B. Zorell 758); durativ listen die meisten Lexika schlicht „herrschen“ fügen dann aber hinzu, dass es auch dann den „Nebensinn des Unterdrückens“ (so z.B. KBL3, S. 1110) habe (vgl. ähnlich z.B. Alter 1996, S. 5; Westermann 1983, S. 222).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|26}} Weiterhin sprach Gott (Wir wollen=) Ich will (werde, Lasst uns)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wir wollen=) Ich will&#039;&#039; - Es gibt verschiedene Theorien, warum Gott hier im Plural spricht; die meisten werden gut von Clines 1968 wiederlegt. Eine gute Übersicht über die Positionen gibt Westermann. Am meisten Anhänger hat heute wohl die Position, die im Plural einen &#039;&#039;plural deliberationis&#039;&#039; sieht (vergleichbar dem deutschen „Dann wollen wir mal X tun“ der Selbstermunterung; im Deutschen aber wahrscheinlich mehr der Umgangssprache zuzuordnen als im Hebräischen, daher keine gute Übersetzung. Übersetze: „Ich will“); so z.B. König, Cassuto, Westermann, Scharbert; auch Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Koehler 1969, S. 9. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31).&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. 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Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. 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Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher mit Syr {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde. Entfallen sein könnte dies als Angleichung an [[Genesis 6#s7 |Gen 6,7.20&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]; [[Genesis 8#s17 |8,17&lt;/ins&gt;]]. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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König, Cassuto, Westermann, Scharbert; auch Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Koehler 1969, S. 9. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31).&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. NET.&amp;lt;/ref&amp;gt; als mir (uns) ähnliches&amp;lt;ref&amp;gt;W. auf den ersten Blick: „als unsere Statue als unsere Ähnlichkeit“ (zu den Präpositionen vergleiche gut Clines 1968, S. 75f.; dass beide Präpositionen die selbe Bedeutung haben ist heute die Mehrheitsmeinung); meist wird das zweite Glied {{hebr}}כִּדְמוּתֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Ähnlichkeit“ so aufgefasst, dass es das erste Glied {{hebr}}בְּצַלְמֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Statue“ näher bestimmt; daher „uns ähnliches“ - vgl. Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. Westermann 1983, der dazu einen elfseitigen Überblick über die Forschungsgeschichte bringt.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen! (Damit)&amp;lt;ref&amp;gt;Ob das Herrschen Sinn und Inhalt der Gottesebenbildlichkeit ist oder ob es sich nur sozusagen nebenbei daraus ergibt ist in der Forschung umstritten; „... machen, damit sie herrschen“ oder „... machen. Sie sollen herrschen“ ist beides gleich wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen über die Fische {des Meers} und über die Vögel {des Himmels}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kollokationen „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ bezeichnen einfach nur „Fische“ und „Vögel“; „des Meeres/Himmels“ kann in der Übersetzung ausgespart werden&amp;lt;/ref&amp;gt; und über das Vieh und über alle wilden Tiere (die ganze Erde)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: MT: „über die ganze Erde“. Dies fügt sich hier recht schlecht in den Textzusammenhang; viele (z.B. Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher mit Syr {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. Es scheint einige Kognate (-&amp;gt;Etymologie) mit der Bedeutung „gehen, treten“ zu haben; daraus wird häufig die Grundbedeutung „niedertreten“ =&amp;gt; „gewaltsam beherrschen“ abgeleitet. Ingressiv hat es wohl die Bedeutung „unterjochen“ (s. z.B. Zorell 758); durativ listen die meisten Lexika schlicht „herrschen“ fügen dann aber hinzu, dass es auch dann den „Nebensinn des Unterdrückens“ (so z.B. KBL3, S. 1110) habe (vgl. ähnlich z.B. Alter 1996, S. 5; Westermann 1983, S. 222).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|26}} Weiterhin sprach Gott (Wir wollen=) Ich will (werde, Lasst uns)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wir wollen=) Ich will&#039;&#039; - Es gibt verschiedene Theorien, warum Gott hier im Plural spricht; die meisten werden gut von Clines 1968 wiederlegt. Eine gute Übersicht über die Positionen gibt Westermann. Am meisten Anhänger hat heute wohl die Position, die im Plural einen &#039;&#039;plural deliberationis&#039;&#039; sieht (vergleichbar dem deutschen „Dann wollen wir mal X tun“ der Selbstermunterung; im Deutschen aber wahrscheinlich mehr der Umgangssprache zuzuordnen als im Hebräischen, daher keine gute Übersetzung. Übersetze: „Ich will“); so z.B. König, Cassuto, Westermann, Scharbert; auch Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Koehler 1969, S. 9. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31).&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. NET.&amp;lt;/ref&amp;gt; als mir (uns) ähnliches&amp;lt;ref&amp;gt;W. auf den ersten Blick: „als unsere Statue als unsere Ähnlichkeit“ (zu den Präpositionen vergleiche gut Clines 1968, S. 75f.; dass beide Präpositionen die selbe Bedeutung haben ist heute die Mehrheitsmeinung); meist wird das zweite Glied {{hebr}}כִּדְמוּתֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Ähnlichkeit“ so aufgefasst, dass es das erste Glied {{hebr}}בְּצַלְמֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Statue“ näher bestimmt; daher „uns ähnliches“ - vgl. Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. Westermann 1983, der dazu einen elfseitigen Überblick über die Forschungsgeschichte bringt.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen! (Damit)&amp;lt;ref&amp;gt;Ob das Herrschen Sinn und Inhalt der Gottesebenbildlichkeit ist oder ob es sich nur sozusagen nebenbei daraus ergibt ist in der Forschung umstritten; „... machen, damit sie herrschen“ oder „... machen. Sie sollen herrschen“ ist beides gleich wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen über die Fische {des Meers} und über die Vögel {des Himmels}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kollokationen „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ bezeichnen einfach nur „Fische“ und „Vögel“; „des Meeres/Himmels“ kann in der Übersetzung ausgespart werden&amp;lt;/ref&amp;gt; und über das Vieh und über alle wilden Tiere (die ganze Erde)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: MT: „über die ganze Erde“. Dies fügt sich hier recht schlecht in den Textzusammenhang; viele (z.B. Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher mit Syr {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Entfallen sein könnte dies als Angleichung an [[Genesis 6#s7 |Gen 6,7.20]]&lt;/ins&gt;. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. Es scheint einige Kognate (-&amp;gt;Etymologie) mit der Bedeutung „gehen, treten“ zu haben; daraus wird häufig die Grundbedeutung „niedertreten“ =&amp;gt; „gewaltsam beherrschen“ abgeleitet. Ingressiv hat es wohl die Bedeutung „unterjochen“ (s. z.B. Zorell 758); durativ listen die meisten Lexika schlicht „herrschen“ fügen dann aber hinzu, dass es auch dann den „Nebensinn des Unterdrückens“ (so z.B. KBL3, S. 1110) habe (vgl. ähnlich z.B. Alter 1996, S. 5; Westermann 1983, S. 222).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: Text an FN angeglichen.</title>
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		<updated>2022-08-15T20:47:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Text an FN angeglichen.&lt;/p&gt;
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König, Cassuto, Westermann, Scharbert; auch Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Koehler 1969, S. 9. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31).&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. NET.&amp;lt;/ref&amp;gt; als mir (uns) ähnliches&amp;lt;ref&amp;gt;W. auf den ersten Blick: „als unsere Statue als unsere Ähnlichkeit“ (zu den Präpositionen vergleiche gut Clines 1968, S. 75f.; dass beide Präpositionen die selbe Bedeutung haben ist heute die Mehrheitsmeinung); meist wird das zweite Glied {{hebr}}כִּדְמוּתֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Ähnlichkeit“ so aufgefasst, dass es das erste Glied {{hebr}}בְּצַלְמֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Statue“ näher bestimmt; daher „uns ähnliches“ - vgl. Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. Westermann 1983, der dazu einen elfseitigen Überblick über die Forschungsgeschichte bringt.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen! (Damit)&amp;lt;ref&amp;gt;Ob das Herrschen Sinn und Inhalt der Gottesebenbildlichkeit ist oder ob es sich nur sozusagen nebenbei daraus ergibt ist in der Forschung umstritten; „... machen, damit sie herrschen“ oder „... machen. Sie sollen herrschen“ ist beides gleich wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen über die Fische {des Meers} und über die Vögel {des Himmels}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kollokationen „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ bezeichnen einfach nur „Fische“ und „Vögel“; „des Meeres/Himmels“ kann in der Übersetzung ausgespart werden&amp;lt;/ref&amp;gt; und über das Vieh und über die ganze Erde &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(alle wilden Tiere&lt;/del&gt;)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: „über die ganze Erde“ fügt sich hier recht schlecht in den Textzusammenhang; viele (z.B. Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. Es scheint einige Kognate (-&amp;gt;Etymologie) mit der Bedeutung „gehen, treten“ zu haben; daraus wird häufig die Grundbedeutung „niedertreten“ =&amp;gt; „gewaltsam beherrschen“ abgeleitet. Ingressiv hat es wohl die Bedeutung „unterjochen“ (s. z.B. Zorell 758); durativ listen die meisten Lexika schlicht „herrschen“ fügen dann aber hinzu, dass es auch dann den „Nebensinn des Unterdrückens“ (so z.B. KBL3, S. 1110) habe (vgl. ähnlich z.B. Alter 1996, S. 5; Westermann 1983, S. 222).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|26}} Weiterhin sprach Gott (Wir wollen=) Ich will (werde, Lasst uns)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wir wollen=) Ich will&#039;&#039; - Es gibt verschiedene Theorien, warum Gott hier im Plural spricht; die meisten werden gut von Clines 1968 wiederlegt. Eine gute Übersicht über die Positionen gibt Westermann. Am meisten Anhänger hat heute wohl die Position, die im Plural einen &#039;&#039;plural deliberationis&#039;&#039; sieht (vergleichbar dem deutschen „Dann wollen wir mal X tun“ der Selbstermunterung; im Deutschen aber wahrscheinlich mehr der Umgangssprache zuzuordnen als im Hebräischen, daher keine gute Übersetzung. Übersetze: „Ich will“); so z.B. König, Cassuto, Westermann, Scharbert; auch Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Koehler 1969, S. 9. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31).&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. 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Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 21. April 2022 um 08:43 Uhr</title>
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		<updated>2022-04-21T08:43:41Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 20. April 2022 um 11:55 Uhr</title>
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		<updated>2022-04-20T11:55:23Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: S. Diskussionsseite: Die Anforderungen für &quot;zuverlässig&quot; sind erfüllt und es gab jetzt seit über 1 Jahr keine Diskussion mehr zu dem Kapitel.</title>
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		<updated>2022-04-08T07:01:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;S. Diskussionsseite: Die Anforderungen für &amp;quot;zuverlässig&amp;quot; sind erfüllt und es gab jetzt seit über 1 Jahr keine Diskussion mehr zu dem Kapitel.&lt;/p&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: Nachdem jetzt ein Jahr keine Einwände kamen, habe ich das mal umgesetzt, nachdem ich in Koh 12 darauf gestoßen bin, welch sonderliche Blüten die übliche Übersetzung bisweilen treibt.</title>
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		<updated>2021-10-12T22:26:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nachdem jetzt ein Jahr keine Einwände kamen, habe ich das mal umgesetzt, nachdem ich in Koh 12 darauf gestoßen bin, welch sonderliche Blüten die übliche Übersetzung bisweilen treibt.&lt;/p&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Gott sah, dass die Helligkeit (das Licht) gut war.&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Gott sah die Helligkeit, dass gut“; zur Syntax s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_e Anmerkung e].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Gott sah, dass die Helligkeit (das Licht) gut war.&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Gott sah die Helligkeit, dass gut“; zur Syntax s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_e Anmerkung e].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_1&amp;diff=32356&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 10. Oktober 2021 um 13:25 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-10T13:25:35Z</updated>

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Möglicherweise als Hendiadyoin aufzufassen: „Seid höchst fruchtbar“ (so Wenham).&amp;lt;/ref&amp;gt; füllt die Erde, unterwerft sie und herrscht über (unterjocht, macht euch Untertan)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;herrscht über (unterjocht, macht euch untertan)&amp;#039;&amp;#039; - Die Vokabel dient wohl ebenfalls (s.o.) zum Ausdruck der Gewaltherrschaft. Hier ist das sogar noch wahrscheinlicher: {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ folgt direkt auf {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft sie euch“. Zudem folgt direkt auf V. 28 V. 29: Die beiden Verse klären das Verhältnis des Menschen zu seiner Um- und Mitwelt. Die Pflanzen gibt Gott dem Menschen schon selbst (mit einem performativen Qatal: „Hiermit gebe ich euch“; s. dort) zu Eigen; Subjekt des Verbs ist Gott. Das Verhältnis von Mensch zu Welt und Tieren dagegen ist formuliert in Form eines Auftrags und Subjekt der Imperative ist der Mensch. Zudem – s. das obige Zitat Schellenbergs – sind Objekt der Imperative gerade nicht das „Vieh“, sondern die nicht domestizierbaren „Vögel, Fische und Reptilien“. Daher ist es sinnvoll, den Vers so zu verstehen, dass {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ ebenso wie {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft“ und im Gegensatz zu {{hebr}}נָתַתִּי{{hebr ende}} „Ich gebe euch“ nicht durative, sondern terminative Bedeutung hat und man richtiger übersetzen muss mit „unterwerft euch die Erde und macht euch Fische, Vögel und alle Reptilien Untertan!“ - so auch gut BigS: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder die Fische des Meeres“; Kirchentags-Übersetzung: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Bezwingt die Fische des Meeres...“; ähnlich auch Alter 1996 („hold sway“), Delitzsch 1887 („bezwingt die Erde und unterwerft euch...“); Good 2009 („subdue“); Speiser 1964 („subject“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Fische {des Meeres}, über die Vögel {des Himmels} und über alle Reptilien (alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen)!  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|28}} Dann segnete Gott sie und Gott ({Gott})&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: LXX und VUL haben dieses zweite „Gott“, das auch wirklich überflüssig wirkt, nicht. 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Zudem folgt direkt auf V. 28 V. 29: Die beiden Verse klären das Verhältnis des Menschen zu seiner Um- und Mitwelt. Die Pflanzen gibt Gott dem Menschen schon selbst (mit einem performativen Qatal: „Hiermit gebe ich euch“; s. dort) zu Eigen; Subjekt des Verbs ist Gott. Das Verhältnis von Mensch zu Welt und Tieren dagegen ist formuliert in Form eines Auftrags und Subjekt der Imperative ist der Mensch. Zudem – s. das obige Zitat Schellenbergs – sind Objekt der Imperative gerade nicht das „Vieh“, sondern die nicht domestizierbaren „Vögel, Fische und Reptilien“. Daher ist es sinnvoll, den Vers so zu verstehen, dass {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ ebenso wie {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft“ und im Gegensatz zu {{hebr}}נָתַתִּי{{hebr ende}} „Ich gebe euch“ nicht durative, sondern terminative Bedeutung hat und man richtiger übersetzen muss mit „unterwerft euch die Erde und macht euch Fische, Vögel und alle Reptilien Untertan!“ - so auch gut BigS: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder die Fische des Meeres“; Kirchentags-Übersetzung: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Bezwingt die Fische des Meeres...“; ähnlich auch Alter 1996 („hold sway“), Delitzsch 1887 („bezwingt die Erde und unterwerft euch...“); Good 2009 („subdue“); Speiser 1964 („subject“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Fische {des Meeres}, über die Vögel {des Himmels} und über alle Reptilien (alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen)!  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Uns scheint letzteres wahrscheinlicher; in diesem Falle müsste man im Deutschen aber mit einem weiteren „allem“ neu einsetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in sich Lebensatem (lebenden Atem) hat (das lebt), [gebe ich (sollen sein)]&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Satz hat kein Verb; man muss daher aus dem vorangehenden Satz ein Verb als double duty-Prädikat ergänzen (-&amp;gt;Brachylogie). Die absolute Mehrheit ergänzt „ich gebe euch“; Bandstra 2008 schlägt aber vor: „sie sollen sein“ (=dienen). Das ist wahrscheinlich richtig: Vers 29 besteht aus zwei Sätzen: Im ersten &amp;#039;&amp;#039;gibt&amp;#039;&amp;#039; Gott dem Menschen die Pflanzen, im zweiten erklärt er, dass sie des Menschen Speise &amp;#039;&amp;#039;sein sollen&amp;#039;&amp;#039;. V. 30 steht parallel zum zweiten Satz und das letzte finite Verb ist nicht „ich gebe“, sondern „sie sollen sein“; zudem ist das folgende „So geschah es“ semantisch schwerlich kompatibel mit „Ich gebe ihnen die Pflanzen“ (Ehrlich 1908, S. 6 kommentiert es daher sogar mit „{{hebr}}ויהי כן{{hebr ende}} [„so geschah es“] kann an dieser Stelle nur so verstanden werden, dass sich der Mensch und alle lebenden Wesen nach erhaltener Erlaubnis gleich über ihre Mahlzeit hermachen.“). Man sollte daher besser mit Bandstra „sie sollen sein“ ergänzen. Dem steht auch der folgende Objekt-Marker {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht im Wege, da {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht nur Objekte, sondern bisweilen auch Subjekte markieren kann (vgl. z.B. Rogland 2007, S. 411; ähnlich z.B. auch schon [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094428 HKL III §270a]; Wilson 1890, S. 221). Grammatisch möglich ist Bandstras Vorschlag allemal.&amp;lt;/ref&amp;gt; alle Pflanzen (Getreide?)&amp;lt;ref&amp;gt;Anders als in Vv. 11.29 ist {{hebr}}עֵשֶׂב{{hebr ende}} hier nicht durch {{hebr}} מַזְרִיעַ זֶרַע{{hebr ende}} näher bestimmt; man dürfte es daher hier anders als in den beiden obigen Versen als Oberbegriff für „Pflanzen“ und nicht als „Getreide“ verstehen müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Nahrung [sein (dienen)]. So geschah (war) es.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|30}} Auch allen wilden Tieren (Tieren des Feldes), allen Vögeln {des Himmels} und allen Reptilien (allen Tieren, die auf der Erde kriechen) [, allem]&amp;lt;ref&amp;gt;Der Nebensatz „... das Lebensatem in sich hat (=das lebt)“ könnte sich sowohl nur auf die letzte Tiergruppe als auch auf alle drei Tiergruppen beziehen. Uns scheint letzteres wahrscheinlicher; in diesem Falle müsste man im Deutschen aber mit einem weiteren „allem“ neu einsetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in sich Lebensatem (lebenden Atem) hat (das lebt), [gebe ich (sollen sein)]&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Satz hat kein Verb; man muss daher aus dem vorangehenden Satz ein Verb als double duty-Prädikat ergänzen (-&amp;gt;Brachylogie). Die absolute Mehrheit ergänzt „ich gebe euch“; Bandstra 2008 schlägt aber vor: „sie sollen sein“ (=dienen). Das ist wahrscheinlich richtig: Vers 29 besteht aus zwei Sätzen: Im ersten &amp;#039;&amp;#039;gibt&amp;#039;&amp;#039; Gott dem Menschen die Pflanzen, im zweiten erklärt er, dass sie des Menschen Speise &amp;#039;&amp;#039;sein sollen&amp;#039;&amp;#039;. V. 30 steht parallel zum zweiten Satz und das letzte finite Verb ist nicht „ich gebe“, sondern „sie sollen sein“; zudem ist das folgende „So geschah es“ semantisch schwerlich kompatibel mit „Ich gebe ihnen die Pflanzen“ (Ehrlich 1908, S. 6 kommentiert es daher sogar mit „{{hebr}}ויהי כן{{hebr ende}} [„so geschah es“] kann an dieser Stelle nur so verstanden werden, dass sich der Mensch und alle lebenden Wesen nach erhaltener Erlaubnis gleich über ihre Mahlzeit hermachen.“). Man sollte daher besser mit Bandstra „sie sollen sein“ ergänzen. Dem steht auch der folgende Objekt-Marker {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht im Wege, da {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht nur Objekte, sondern bisweilen auch Subjekte markieren kann (vgl. z.B. Rogland 2007, S. 411; ähnlich z.B. auch schon [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094428 HKL III §270a]; Wilson 1890, S. 221). 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 10. Oktober 2021 um 13:24 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-10T13:24:27Z</updated>

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Möglicherweise als Hendiadyoin aufzufassen: „Seid höchst fruchtbar“ (so Wenham).&amp;lt;/ref&amp;gt; füllt die Erde, unterwerft sie und herrscht über (unterjocht, macht euch Untertan)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;herrscht über (unterjocht, macht euch untertan)&amp;#039;&amp;#039; - Die Vokabel dient wohl ebenfalls (s.o.) zum Ausdruck der Gewaltherrschaft. Hier ist das sogar noch wahrscheinlicher: {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ folgt direkt auf {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft sie euch“. Zudem folgt direkt auf V. 28 V. 29: Die beiden Verse klären das Verhältnis des Menschen zu seiner Um- und Mitwelt. Die Pflanzen gibt Gott dem Menschen schon selbst (mit einem performativen Qatal: „Hiermit gebe ich euch“; s. dort) zu Eigen; Subjekt des Verbs ist Gott. Das Verhältnis von Mensch zu Welt und Tieren dagegen ist formuliert in Form eines Auftrags und Subjekt der Imperative ist der Mensch. Zudem – s. das obige Zitat Schellenbergs – sind Objekt der Imperative gerade nicht das „Vieh“, sondern die nicht domestizierbaren „Vögel, Fische und Reptilien“. Daher ist es sinnvoll, den Vers so zu verstehen, dass {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ ebenso wie {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft“ und im Gegensatz zu {{hebr}}נָתַתִּי{{hebr ende}} „Ich gebe euch“ nicht durative, sondern terminative Bedeutung hat und man richtiger übersetzen muss mit „unterwerft euch die Erde und macht euch Fische, Vögel und alle Reptilien Untertan!“ - so auch gut BigS: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder die Fische des Meeres“; Kirchentags-Übersetzung: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Bezwingt die Fische des Meeres...“; ähnlich auch Alter 1996 („hold sway“), Delitzsch 1887 („bezwingt die Erde und unterwerft euch...“); Good 2009 („subdue“); Speiser 1964 („subject“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Fische {des Meeres}, über die Vögel {des Himmels} und über alle Reptilien (alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen)!  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|28}} Dann segnete Gott sie und Gott ({Gott})&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: LXX und VUL haben dieses zweite „Gott“, das auch wirklich überflüssig wirkt, nicht. 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Zudem folgt direkt auf V. 28 V. 29: Die beiden Verse klären das Verhältnis des Menschen zu seiner Um- und Mitwelt. Die Pflanzen gibt Gott dem Menschen schon selbst (mit einem performativen Qatal: „Hiermit gebe ich euch“; s. dort) zu Eigen; Subjekt des Verbs ist Gott. Das Verhältnis von Mensch zu Welt und Tieren dagegen ist formuliert in Form eines Auftrags und Subjekt der Imperative ist der Mensch. Zudem – s. das obige Zitat Schellenbergs – sind Objekt der Imperative gerade nicht das „Vieh“, sondern die nicht domestizierbaren „Vögel, Fische und Reptilien“. Daher ist es sinnvoll, den Vers so zu verstehen, dass {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ ebenso wie {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft“ und im Gegensatz zu {{hebr}}נָתַתִּי{{hebr ende}} „Ich gebe euch“ nicht durative, sondern terminative Bedeutung hat und man richtiger übersetzen muss mit „unterwerft euch die Erde und macht euch Fische, Vögel und alle Reptilien Untertan!“ - so auch gut BigS: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder die Fische des Meeres“; Kirchentags-Übersetzung: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Bezwingt die Fische des Meeres...“; ähnlich auch Alter 1996 („hold sway“), Delitzsch 1887 („bezwingt die Erde und unterwerft euch...“); Good 2009 („subdue“); Speiser 1964 („subject“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Fische {des Meeres}, über die Vögel {des Himmels} und über alle Reptilien (alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen)!  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Genesis 1 &amp;#039;&amp;#039;verbietet&amp;#039;&amp;#039; nicht den Verzehr von Fleisch, und es ist gut möglich, dass der Verzehr von Fleisch schon seit der Zeit der Ursünde ins Auge gefasst ist. Der Herr stattete Adam mit Kleidung aus Fell aus (3,21). Abel hütete und opferte Schafe (4,2-4) und Noah unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren (7,2). Gispen könnte daher recht damit haben, wenn er vorschlägt, dass 9,3 nicht die nach-ursündliche Praxis des Fleischverzehrs &amp;#039;&amp;#039;einführt&amp;#039;&amp;#039;, sondern bloß &amp;#039;&amp;#039;billigt&amp;#039;&amp;#039;.“ (unsere Übersetzung)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Genesis 1 &amp;#039;&amp;#039;verbietet&amp;#039;&amp;#039; nicht den Verzehr von Fleisch, und es ist gut möglich, dass der Verzehr von Fleisch schon seit der Zeit der Ursünde ins Auge gefasst ist. Der Herr stattete Adam mit Kleidung aus Fell aus (3,21). Abel hütete und opferte Schafe (4,2-4) und Noah unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren (7,2). Gispen könnte daher recht damit haben, wenn er vorschlägt, dass 9,3 nicht die nach-ursündliche Praxis des Fleischverzehrs &amp;#039;&amp;#039;einführt&amp;#039;&amp;#039;, sondern bloß &amp;#039;&amp;#039;billigt&amp;#039;&amp;#039;.“ (unsere Übersetzung)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Uns scheint letzteres wahrscheinlicher; in diesem Falle müsste man im Deutschen aber mit einem weiteren „allem“ neu einsetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in sich Lebensatem (lebenden Atem) hat (das lebt), [gebe ich (sollen sein)]&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Satz hat kein Verb; man muss daher aus dem vorangehenden Satz ein Verb als double duty-Prädikat ergänzen (-&amp;gt;Brachylogie). Die absolute Mehrheit ergänzt „ich gebe euch“; Bandstra 2008 schlägt aber vor: „sie sollen sein“ (=dienen). Das ist wahrscheinlich richtig: Vers 29 besteht aus zwei Sätzen: Im ersten &amp;#039;&amp;#039;gibt&amp;#039;&amp;#039; Gott dem Menschen die Pflanzen, im zweiten erklärt er, dass sie des Menschen Speise &amp;#039;&amp;#039;sein sollen&amp;#039;&amp;#039;. V. 30 steht parallel zum zweiten Satz und das letzte finite Verb ist nicht „ich gebe“, sondern „sie sollen sein“; zudem ist das folgende „So geschah es“ semantisch schwerlich kompatibel mit „Ich gebe ihnen die Pflanzen“ (Ehrlich 1908, S. 6 kommentiert es daher sogar mit „{{hebr}}ויהי כן{{hebr ende}} [„so geschah es“] kann an dieser Stelle nur so verstanden werden, dass sich der Mensch und alle lebenden Wesen nach erhaltener Erlaubnis gleich über ihre Mahlzeit hermachen.“). Man sollte daher besser mit Bandstra „sie sollen sein“ ergänzen. Dem steht auch der folgende Objekt-Marker {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht im Wege, da {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht nur Objekte, sondern bisweilen auch Subjekte markieren kann (vgl. z.B. Rogland 2007, S. 411; ähnlich z.B. auch schon [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094428 HKL III §270a]; Wilson 1890, S. 221). Grammatisch möglich ist Bandstras Vorschlag allemal.&amp;lt;/ref&amp;gt; alle Pflanzen (Getreide?)&amp;lt;ref&amp;gt;Anders als in Vv. 11.29 ist {{hebr}}עֵשֶׂב{{hebr ende}} hier nicht durch {{hebr}} מַזְרִיעַ זֶרַע{{hebr ende}} näher bestimmt; man dürfte es daher hier anders als in den beiden obigen Versen als Oberbegriff für „Pflanzen“ und nicht als „Getreide“ verstehen müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Nahrung [sein (dienen)]. So geschah (war) es.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|30}} Auch allen wilden Tieren (Tieren des Feldes), allen Vögeln {des Himmels} und allen Reptilien (allen Tieren, die auf der Erde kriechen) [, allem]&amp;lt;ref&amp;gt;Der Nebensatz „... das Lebensatem in sich hat (=das lebt)“ könnte sich sowohl nur auf die letzte Tiergruppe als auch auf alle drei Tiergruppen beziehen. 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V. 30 steht parallel zum zweiten Satz und das letzte finite Verb ist nicht „ich gebe“, sondern „sie sollen sein“; zudem ist das folgende „So geschah es“ semantisch schwerlich kompatibel mit „Ich gebe ihnen die Pflanzen“ (Ehrlich 1908, S. 6 kommentiert es daher sogar mit „{{hebr}}ויהי כן{{hebr ende}} [„so geschah es“] kann an dieser Stelle nur so verstanden werden, dass sich der Mensch und alle lebenden Wesen nach erhaltener Erlaubnis gleich über ihre Mahlzeit hermachen.“). Man sollte daher besser mit Bandstra „sie sollen sein“ ergänzen. Dem steht auch der folgende Objekt-Marker {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht im Wege, da {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht nur Objekte, sondern bisweilen auch Subjekte markieren kann (vgl. z.B. Rogland 2007, S. 411; ähnlich z.B. auch schon [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094428 HKL III §270a]; Wilson 1890, S. 221). Grammatisch möglich ist Bandstras Vorschlag allemal.&amp;lt;/ref&amp;gt; alle Pflanzen (Getreide?)&amp;lt;ref&amp;gt;Anders als in Vv. 11.29 ist {{hebr}}עֵשֶׂב{{hebr ende}} hier nicht durch {{hebr}} מַזְרִיעַ זֶרַע{{hebr ende}} näher bestimmt; man dürfte es daher hier anders als in den beiden obigen Versen als Oberbegriff für „Pflanzen“ und nicht als „Getreide“ verstehen müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Nahrung [sein (dienen)]. So geschah (war) es.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Olaf am 9. Oktober 2021 um 22:41 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-09T22:41:39Z</updated>

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		<author><name>Olaf</name></author>
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