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	<title>Genesis 3 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Olaf: Syntax</title>
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Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „Frauen zu beherrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;und dein Verlangen (deine Rückkehr)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verlangen (Rückkehr)&amp;#039;&amp;#039; - Äußerst wichtiges Wort; in der Auslegungsgeschichte hat man weitreichende Folgerungen über das Verhältnis von Mann und Frau aus dem ganzen Vers gezogen. Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &amp;#039;&amp;#039;willens&amp;#039;&amp;#039; sein und er wird dich beherrschen“ oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &amp;#039;&amp;#039;aufbegehren&amp;#039;&amp;#039;, aber er wird dich beherrschen“. Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. 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(c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Olaf</name></author>
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V. 10), ihre Nacktheit zu bedecken, was JHWH in V. 21 dann „ordentlich“ tut, oder die „Gürtel“ sind Symbol für das um die Hüften getragene „Sacktuch“, also die israelitische Buß- und Trauerkleidung, die Gott in V. 21 nach der erfolgten Bestrafung durch ordentliche Gewänder als Zeichen für das Ende der Buß- und/oder Trauerzeit ersetzt wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]; [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]].&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Gürtel Ugarit.png|mini|Ugaritisches Schmuckstück mit umgürteter Göttin. (c) Platt 1976, S. 105]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Phallusgürtel Davies Plt 7.png|mini|Ägyptische Ernteszene; die Personen rechts tragen Lendenschurz (der auch nicht notwendig die Scham bedeckte, s. oben rechts), die Personen links nur Gürtel. (c) [https://archive.org/details/mastabaofptahhet09davi/page/n71/mode/2up Davies 1900, Plate VII].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Gürtel.png|mini|Zwei sumerische Rollsiegel mit Gürtel tragenden Kriegern. (c) [https://archive.org/details/sealcylindersofw00warduoft/page/43/mode/1up Ward 1910, S. 43.55].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Fast stets übersetzt mit „Schurze“. Diese Bed. hat heb. &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; aber nie; sonst bezeichnet es stets den Gürtel. Das muss nicht untypischerweise pars pro toto für „Kleidung“ stehen (Haag 1970, S. 59; ähnlich Brichto 1998, S. 83: pars pro toto für den Lendenschurz): Die beiden ersten Abbildungen rechts zeigen, dass das Minimum an Kleidung im Alten Orient nicht der Lendenschurz, sondern in der Tat der Gürtel war (richtig Lutz 1922). Will man dennoch davon ausgehen, dass ein solcher Gürtel den Schambereich verdeckte, stellt man ihn sich am besten vor wie auf dem ganz rechts abgebildeten ugaritischen Schmuckstück – einen solchen hätte man sich zur Not aus Zweigen (s.u. die linke Zweiggöttin) und einem Feigenblatt in der Tat basteln können. Wichtiger ist aber die Frage nach der Bedeutung des Gürtels:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Entweder hält man den Gürtel wirklich schlicht für dieses Minimum an Kleidung, was Gott dann in V. 21 &#039;&#039;aus Fürsorge&#039;&#039; noch überbieten würde (so die meisten, die den Gürtel überhaupt kommentieren. Vgl. zum Motiv dann ähnlich [[Genesis 37#s3 |Gen 37,3]]). Noch genauer müsste man dies dann als &#039;&#039;misslungenen&#039;&#039; Versuch verstehen, etwas gegen die beschämende (2,25) Nacktheit zu unternehmen (so Lambden 1992, S. 76; Bender 2008, S. 102.104; ähnlich Tsukimoto 2014, S. 336): Auch in V. 10 sagt Adam ja trotz diesem Gürtel von sich, er sei „nackt“. Das stimmt gut zusammen mit [[Ezechiel 23#s15 |Ez 23,15]], wo Abbildungen wie die rechts als antike &#039;&#039;Pornographie&#039;&#039; charakterisiert werden. Vgl. außerdem [[2 Samuel 6|2 Sam 6]]: David trägt in V. 14-16 „einen leinenen Ephod“. Offenbar trägt er nur diesen, denn in der Folge fährt ihn seine Frau Michal an, „er habe sich entblößt, wie nur einer der losen Leute sich entblößen würde“ (V. 20) – obwohl der Ephod, wie immer er ausgesehen haben mag, sicher mehr bedeckte als ein Gürtel. Aber auch [[1 Chroniken 15#s27 |1 Chr 15,27]] scheint das zu weit gegangen zu sein, weshalb David dort zusätzlich ein Gewand aus Muschelseide trägt. Gürtel waren also gerade nicht dazu angetan, Nacktheit zu bedecken.&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Qedeschen-Gürtel.png|mini|Schmuck-Gürtel. (c) Platt 1976, S. 106]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Zweiggöttin.png|mini|Zweiggöttin mit unterschiedlichen Gürteln. (c) Schroer 1989, S 204.]]&amp;lt;/div&amp;gt;(2) Alternativ kann man davon ausgehen, dass ein israelitischer Leser an besondere Gürtel oder eine besondere Bedeutung eines Gürtels denken sollte. Zunächst naheliegend: Wie die Fähigkeit, „gut und böse erkennen zu können“ (s. die Anmerkungen), war auch das Tragen eines Gürtels Zeichen von &#039;&#039;Erwachsenen&#039;&#039;, die daher in [[2 Könige 3#s21 |2 Kön 3,21]] als „jene, die den Gürtel gürten“ bezeichnet werden, wie ähnlich auch in Ägypten „den Gürtel umbinden“ ein Wechsel-Ausdruck für „mannbar und wehrhaft werden“ war (vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/34986/ Hüften / Lenden (AT) (WiBiLex)]). Vgl. auch [[Ijob 38#s3 |Ijob 38,3]]; [[Ijob 40#s7 |40,7]]: „Umgürte doch wie ein Mann deine Hüften!“, sc.: „Hör doch auf, hier so kindisch rumzuheulen!“. Denn mit all diesen Ausdrücken muss nicht der Waffengurt gemeint sein, obwohl 2 Kön 3,21 von Kriegsvorbereitungen handelt: Auch Frauen trugen ähnliche Gürtel. Rechts etwa ein Exemplar, das in Tell el-&#039;Ajjul gefunden wurde; an der rechten Abbildung der Zweiggöttin daneben sieht man, wie er getragen wurde. Dass dieser Gürtel gerade dort gefunden wurde, macht fast sicher, dass solche Gürtel keine „Prostituierten-Gürtel“ o.Ä. waren, sondern selbst (und gerade auch) von Frauen aus reichen Haushalten getragen wurden. Vgl. auch [[Judit 9#s2 |Jud 9,2]] und JosAs 14,12.14, wo der  „Gürtel der Jungfrau“ und der „reine, doppelte Gürtel der Jungfräulichkeit“ offenbar ein besonderer Gürtel ist, der Frauen als unverheiratete Frau kenntlich macht. Wahrscheinlich ist es der gleiche, den Bräute auch zur Hochzeit trugen (s. JosAs 18,6; angedeutet auch in JosAs 3,6; 10,10f.). Auch die Gürtel der beiden ägyptischen Arbeiter oben rechts sind ja keine Waffengurte – offenbar ist der Gürtel &#039;&#039;an sich&#039;&#039; Zeichen für das Erwachsen-Sein. Das Gewand in V. 21 müsste man dann aber ebenso deuten wie bei Deutung (1); sehr gut zusammen passt das nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Ausleger:innen, die Adam und Eva für die Urbilder von Priester:innen halten, können an deren kultische Gewänder denken: Auch Priester trugen u.a. &#039;&#039;ketonet&#039;&#039;-Gewänder wie in V. 21 und Gürtel, die meist &#039;&#039;`abneṭ&#039;&#039; heißen, in [[Exodus 29#s9 |Ex 29,9]]; [[Levitikus 8#s7 |Lev 8,7.13]]; [[Levitikus 16#s4 |16,4]] aber ebenfalls &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; genannt werden. Aber diese Priester-Deutung ist recht unwahrscheinlich.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Möglich schließlich noch: In [[Jesaja 3#s24 |Jes 3,24]] wird das &#039;&#039;Sacktuch&#039;&#039;, also die israelitische Trauer- und Bußkleidung, mit einem mit &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; verwandten Wort als &#039;&#039;maḥgoret&#039;&#039;-&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sacktuch“ &lt;/del&gt;bezeichnet; Raschi übersetzt: „Gürtel aus Sacktuch“. S. auch [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]: „Du hast mein Sacktuch gelöst und mich [stattdessen] mit Freude gegürtet“. Dies ist sicher so formuliert, weil es auch von Sacktüchern meist heißt, dass man sich in sie kleidet, indem man sie „umgürtet“ ([[Ezechiel 7#s18 |Ez 7,18]] (!); auch [[2 Samuel 3#s31 |2 Sam 3,31]]; [[1 Könige 20#s32 |1 Kön 20,32]]; [[Klagelieder 2#s10 |Klg 2,10]]; [[Jesaja 15#s3 |Jes 15,3]]; [[Jesaja 22#s12 |22,12]]; [[Jeremia 4#s8 |Jer 4,8]]; [[Jeremia 6#s26 |6,26]]; [[Jeremia 49#s3 |49,3]]; [[Ezechiel 27#s31 |Ez 27,31]]; [[Joel 1#s8 |Joel 1,8]]) oder wie den Gürtel „um die Hüften legt“ ([[Genesis 37#s34 |Gen 37,34]]; [[Jeremia 48#s37 |Jer 48,37]]; [[Amos 8#s10 |Am 8,10]]; auch [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]). Das dürfte so zu deuten sein, dass auch dieses Sacktuch mitnichten ein „Sack-Gewand“ ist, wie man meist glaubt, sondern ebenfalls gürtelförmig: den ersten Ausdruck könnte man noch so deuten, dass ein Gewand mit einem damit nicht identischen Gürtel &#039;&#039;befestigt&#039;&#039; wird, den zweiten aber wird man so deuten müssen, dass das Sacktuch &#039;&#039;selbst&#039;&#039; es war, was man um die Hüften trug. Entsprechend galt man wahrscheinlich auch als „nackt“, wenn man Sacktuch trug; vgl. nämlich [[Jesaja 32#s11 |Jes 32,11]], was doch wohl nicht bedeutet: „Zieht euch aus, entblößt euch – und dann bedeckt euren Schambereich wieder mit einem Sackgewand“, sondern: „Zieht euch aus, entblößt euch: gürtet das Sacktuch um die Hüften!“ Entsprechend hat man v.a. im 18. und 19. Jhd. auch [[Micha 1#s8 |Mi 1,8]] häufig so gedeutet, dass mit „nackt“ gemeint sei: „nur mit einem Sacktuch bekleidet“ (heute allerdings weit verbreiteter: Micha sei wirklich „nackt und barfuß“ gegangen wie Jesaja in [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]; so z.B. Beyer 2019, S. 495). Der „Gürtel“ in V. 7 wäre dann ein Zeichen der Reue und Trauer von Adam und Eva, das „Gewand“ in V. 21 dagegen ein Zeichen für Vergebung und das Ende der Trauer wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]] (s.o.); [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]]. S. dann weiter die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|7}} Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren. Daher nähten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Gürtel (Lendenschurze?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gürtel (Lendenschurze?)&#039;&#039; - Schwierig zu deuten. Am ehesten versuchen Adam und Eva entweder vergeblich (s. V. 10), ihre Nacktheit zu bedecken, was JHWH in V. 21 dann „ordentlich“ tut, oder die „Gürtel“ sind Symbol für das um die Hüften getragene „Sacktuch“, also die israelitische Buß- und Trauerkleidung, die Gott in V. 21 nach der erfolgten Bestrafung durch ordentliche Gewänder als Zeichen für das Ende der Buß- und/oder Trauerzeit ersetzt wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]; [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]].&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Gürtel Ugarit.png|mini|Ugaritisches Schmuckstück mit umgürteter Göttin. (c) Platt 1976, S. 105]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Phallusgürtel Davies Plt 7.png|mini|Ägyptische Ernteszene; die Personen rechts tragen Lendenschurz (der auch nicht notwendig die Scham bedeckte, s. oben rechts), die Personen links nur Gürtel. (c) [https://archive.org/details/mastabaofptahhet09davi/page/n71/mode/2up Davies 1900, Plate VII].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Gürtel.png|mini|Zwei sumerische Rollsiegel mit Gürtel tragenden Kriegern. (c) [https://archive.org/details/sealcylindersofw00warduoft/page/43/mode/1up Ward 1910, S. 43.55].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Fast stets übersetzt mit „Schurze“. Diese Bed. hat heb. &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; aber nie; sonst bezeichnet es stets den Gürtel. Das muss nicht untypischerweise pars pro toto für „Kleidung“ stehen (Haag 1970, S. 59; ähnlich Brichto 1998, S. 83: pars pro toto für den Lendenschurz): Die beiden ersten Abbildungen rechts zeigen, dass das Minimum an Kleidung im Alten Orient nicht der Lendenschurz, sondern in der Tat der Gürtel war (richtig Lutz 1922). Will man dennoch davon ausgehen, dass ein solcher Gürtel den Schambereich verdeckte, stellt man ihn sich am besten vor wie auf dem ganz rechts abgebildeten ugaritischen Schmuckstück – einen solchen hätte man sich zur Not aus Zweigen (s.u. die linke Zweiggöttin) und einem Feigenblatt in der Tat basteln können. Wichtiger ist aber die Frage nach der Bedeutung des Gürtels:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Entweder hält man den Gürtel wirklich schlicht für dieses Minimum an Kleidung, was Gott dann in V. 21 &#039;&#039;aus Fürsorge&#039;&#039; noch überbieten würde (so die meisten, die den Gürtel überhaupt kommentieren. Vgl. zum Motiv dann ähnlich [[Genesis 37#s3 |Gen 37,3]]). Noch genauer müsste man dies dann als &#039;&#039;misslungenen&#039;&#039; Versuch verstehen, etwas gegen die beschämende (2,25) Nacktheit zu unternehmen (so Lambden 1992, S. 76; Bender 2008, S. 102.104; ähnlich Tsukimoto 2014, S. 336): Auch in V. 10 sagt Adam ja trotz diesem Gürtel von sich, er sei „nackt“. Das stimmt gut zusammen mit [[Ezechiel 23#s15 |Ez 23,15]], wo Abbildungen wie die rechts als antike &#039;&#039;Pornographie&#039;&#039; charakterisiert werden. Vgl. außerdem [[2 Samuel 6|2 Sam 6]]: David trägt in V. 14-16 „einen leinenen Ephod“. Offenbar trägt er nur diesen, denn in der Folge fährt ihn seine Frau Michal an, „er habe sich entblößt, wie nur einer der losen Leute sich entblößen würde“ (V. 20) – obwohl der Ephod, wie immer er ausgesehen haben mag, sicher mehr bedeckte als ein Gürtel. Aber auch [[1 Chroniken 15#s27 |1 Chr 15,27]] scheint das zu weit gegangen zu sein, weshalb David dort zusätzlich ein Gewand aus Muschelseide trägt. Gürtel waren also gerade nicht dazu angetan, Nacktheit zu bedecken.&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Qedeschen-Gürtel.png|mini|Schmuck-Gürtel. (c) Platt 1976, S. 106]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Zweiggöttin.png|mini|Zweiggöttin mit unterschiedlichen Gürteln. (c) Schroer 1989, S 204.]]&amp;lt;/div&amp;gt;(2) Alternativ kann man davon ausgehen, dass ein israelitischer Leser an besondere Gürtel oder eine besondere Bedeutung eines Gürtels denken sollte. Zunächst naheliegend: Wie die Fähigkeit, „gut und böse erkennen zu können“ (s. die Anmerkungen), war auch das Tragen eines Gürtels Zeichen von &#039;&#039;Erwachsenen&#039;&#039;, die daher in [[2 Könige 3#s21 |2 Kön 3,21]] als „jene, die den Gürtel gürten“ bezeichnet werden, wie ähnlich auch in Ägypten „den Gürtel umbinden“ ein Wechsel-Ausdruck für „mannbar und wehrhaft werden“ war (vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/34986/ Hüften / Lenden (AT) (WiBiLex)]). Vgl. auch [[Ijob 38#s3 |Ijob 38,3]]; [[Ijob 40#s7 |40,7]]: „Umgürte doch wie ein Mann deine Hüften!“, sc.: „Hör doch auf, hier so kindisch rumzuheulen!“. Denn mit all diesen Ausdrücken muss nicht der Waffengurt gemeint sein, obwohl 2 Kön 3,21 von Kriegsvorbereitungen handelt: Auch Frauen trugen ähnliche Gürtel. Rechts etwa ein Exemplar, das in Tell el-&#039;Ajjul gefunden wurde; an der rechten Abbildung der Zweiggöttin daneben sieht man, wie er getragen wurde. Dass dieser Gürtel gerade dort gefunden wurde, macht fast sicher, dass solche Gürtel keine „Prostituierten-Gürtel“ o.Ä. waren, sondern selbst (und gerade auch) von Frauen aus reichen Haushalten getragen wurden. Vgl. auch [[Judit 9#s2 |Jud 9,2]] und JosAs 14,12.14, wo der  „Gürtel der Jungfrau“ und der „reine, doppelte Gürtel der Jungfräulichkeit“ offenbar ein besonderer Gürtel ist, der Frauen als unverheiratete Frau kenntlich macht. Wahrscheinlich ist es der gleiche, den Bräute auch zur Hochzeit trugen (s. JosAs 18,6; angedeutet auch in JosAs 3,6; 10,10f.). Auch die Gürtel der beiden ägyptischen Arbeiter oben rechts sind ja keine Waffengurte – offenbar ist der Gürtel &#039;&#039;an sich&#039;&#039; Zeichen für das Erwachsen-Sein. Das Gewand in V. 21 müsste man dann aber ebenso deuten wie bei Deutung (1); sehr gut zusammen passt das nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Ausleger:innen, die Adam und Eva für die Urbilder von Priester:innen halten, können an deren kultische Gewänder denken: Auch Priester trugen u.a. &#039;&#039;ketonet&#039;&#039;-Gewänder wie in V. 21 und Gürtel, die meist &#039;&#039;`abneṭ&#039;&#039; heißen, in [[Exodus 29#s9 |Ex 29,9]]; [[Levitikus 8#s7 |Lev 8,7.13]]; [[Levitikus 16#s4 |16,4]] aber ebenfalls &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; genannt werden. Aber diese Priester-Deutung ist recht unwahrscheinlich.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Möglich schließlich noch: In [[Jesaja 3#s24 |Jes 3,24]] wird das &#039;&#039;Sacktuch&#039;&#039;, also die israelitische Trauer- und Bußkleidung, mit einem mit &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; verwandten Wort als &#039;&#039;maḥgoret&#039;&#039;-&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„Sacktuch“ &lt;/ins&gt;bezeichnet; Raschi übersetzt: „Gürtel aus Sacktuch“. S. auch [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]: „Du hast mein Sacktuch gelöst und mich [stattdessen] mit Freude gegürtet“. Dies ist sicher so formuliert, weil es auch von Sacktüchern meist heißt, dass man sich in sie kleidet, indem man sie „umgürtet“ ([[Ezechiel 7#s18 |Ez 7,18]] (!); auch [[2 Samuel 3#s31 |2 Sam 3,31]]; [[1 Könige 20#s32 |1 Kön 20,32]]; [[Klagelieder 2#s10 |Klg 2,10]]; [[Jesaja 15#s3 |Jes 15,3]]; [[Jesaja 22#s12 |22,12]]; [[Jeremia 4#s8 |Jer 4,8]]; [[Jeremia 6#s26 |6,26]]; [[Jeremia 49#s3 |49,3]]; [[Ezechiel 27#s31 |Ez 27,31]]; [[Joel 1#s8 |Joel 1,8]]) oder wie den Gürtel „um die Hüften legt“ ([[Genesis 37#s34 |Gen 37,34]]; [[Jeremia 48#s37 |Jer 48,37]]; [[Amos 8#s10 |Am 8,10]]; auch [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]). Das dürfte so zu deuten sein, dass auch dieses Sacktuch mitnichten ein „Sack-Gewand“ ist, wie man meist glaubt, sondern ebenfalls gürtelförmig: den ersten Ausdruck könnte man noch so deuten, dass ein Gewand mit einem damit nicht identischen Gürtel &#039;&#039;befestigt&#039;&#039; wird, den zweiten aber wird man so deuten müssen, dass das Sacktuch &#039;&#039;selbst&#039;&#039; es war, was man um die Hüften trug. Entsprechend galt man wahrscheinlich auch als „nackt“, wenn man Sacktuch trug; vgl. nämlich [[Jesaja 32#s11 |Jes 32,11]], was doch wohl nicht bedeutet: „Zieht euch aus, entblößt euch – und dann bedeckt euren Schambereich wieder mit einem Sackgewand“, sondern: „Zieht euch aus, entblößt euch: gürtet das Sacktuch um die Hüften!“ Entsprechend hat man v.a. im 18. und 19. Jhd. auch [[Micha 1#s8 |Mi 1,8]] häufig so gedeutet, dass mit „nackt“ gemeint sei: „nur mit einem Sacktuch bekleidet“ (heute allerdings weit verbreiteter: Micha sei wirklich „nackt und barfuß“ gegangen wie Jesaja in [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]; so z.B. Beyer 2019, S. 495). Der „Gürtel“ in V. 7 wäre dann ein Zeichen der Reue und Trauer von Adam und Eva, das „Gewand“ in V. 21 dagegen ein Zeichen für Vergebung und das Ende der Trauer wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]] (s.o.); [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]]. S. dann weiter die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Olaf</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: Änderung 36702 von Sebastian Walter (Diskussion) rückgängig gemacht.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung 36702 von &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Sebastian_Walter&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Sebastian Walter&quot;&gt;Sebastian Walter&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:Sebastian_Walter&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Sebastian Walter&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
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Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „Frauen zu beherrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;und dein Verlangen (deine Rückkehr)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verlangen (Rückkehr)&amp;#039;&amp;#039; - Äußerst wichtiges Wort; in der Auslegungsgeschichte hat man weitreichende Folgerungen über das Verhältnis von Mann und Frau aus dem ganzen Vers gezogen. Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &amp;#039;&amp;#039;willens&amp;#039;&amp;#039; sein und er wird dich beherrschen“ oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &amp;#039;&amp;#039;aufbegehren&amp;#039;&amp;#039;, aber er wird dich beherrschen“. Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. 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(c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hier &lt;/del&gt;möglich&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut&lt;/del&gt;. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes)&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Eine Entscheidung zwischen &lt;/del&gt;beiden &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Optionen ist kaum möglich; nur&lt;/del&gt;, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6: „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, ApkMos 25,4, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(3) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„passt“ zu &lt;/ins&gt;„beherrschen“&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; &lt;/ins&gt;„nach ihm wird dein Verlangen sein“ &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hieße also etwa &lt;/ins&gt;„du wirst ihm willens sein“&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Das passt auch gut zu [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]], der dritten und letzten Stelle, an der das Wort &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“) verwendet wird („Ich gehöre meinem Geliebten und nach mir ist seine &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039;“, vgl. [[Hohelied 2#s16 |Hld 2,16]]; [[Hohelied 6#s3 |6,3]]: „Er ist mein und ich bin sein“)&lt;/ins&gt;. Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;grundsätzlich &lt;/ins&gt;möglich. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Beide passen aber zu einer der &lt;/ins&gt;beiden &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Nur&lt;/ins&gt;, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; anders ist eine gute Entscheidung zwischen beiden Deutungsoptionen kaum möglich&lt;/ins&gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6: „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, ApkMos 25,4, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 23. März 2023 um 23:01 Uhr</title>
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Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „Frauen zu beherrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;und dein Verlangen (deine Rückkehr)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verlangen (Rückkehr)&amp;#039;&amp;#039; - Äußerst wichtiges Wort; in der Auslegungsgeschichte hat man weitreichende Folgerungen über das Verhältnis von Mann und Frau aus dem ganzen Vers gezogen. Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &amp;#039;&amp;#039;willens&amp;#039;&amp;#039; sein und er wird dich beherrschen“ oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &amp;#039;&amp;#039;aufbegehren&amp;#039;&amp;#039;, aber er wird dich beherrschen“. Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „Frauen zu beherrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6: „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, ApkMos 25,4, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(3) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; verhält sich zum „beherrschen“ wie „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“, beide Sätze passen also zusammen. Ergo „nach ihm wird dein Verlangen sein“ = „du wirst ihm willens sein“. Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6: „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, ApkMos 25,4, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 22. Januar 2023 um 10:15 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 22. Januar 2023 um 08:58 Uhr</title>
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Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich beherrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „Frauen zu beherrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;und dein Verlangen (deine Rückkehr)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verlangen (Rückkehr)&amp;#039;&amp;#039; - Äußerst wichtiges Wort; in der Auslegungsgeschichte hat man weitreichende Folgerungen über das Verhältnis von Mann und Frau aus dem ganzen Vers gezogen. Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &amp;#039;&amp;#039;willens&amp;#039;&amp;#039; sein und er wird dich beherrschen“ oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &amp;#039;&amp;#039;aufbegehren&amp;#039;&amp;#039;, aber er wird dich beherrschen“. 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Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „Frauen zu beherrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie beherrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „beherrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; verhält sich ebenso zum „beherrschen“ wie „lechzen“ vs. „lechzen“, beide Sätze stehen also gegeneinander. Das passt auch gut zu Gen 4,7, wo der selbe Satz fast identisch wiederholt wird. Stark Vogels 1996, S. 204f.: „Gott sagt [dort] Kain, dass die Sünde [...] versucht, ihn zu überwältigen, zu versklaven, in Besitz zu nehmen. Übertragen wir das auf das Verhältnis von Mann und Frau in 3,16b, wäre das Verlangen der Frau entsprechend, ihren Mann zu kontrollieren, zu besitzen oder zu manipulieren. [Unser Wort spräche] von ihrem Verlangen nach der Macht in der Beziehung.“ (ebenso z.B. Foh 1974/75, S. 379-382; Arnold 2009; Bediako / Andor 2018).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; verhält sich ebenso zum „beherrschen“ wie „lechzen“ vs. „lechzen“, beide Sätze stehen also gegeneinander. Das passt auch gut zu Gen 4,7, wo der selbe Satz fast identisch wiederholt wird. Stark Vogels 1996, S. 204f.: „Gott sagt [dort] Kain, dass die Sünde [...] versucht, ihn zu überwältigen, zu versklaven, in Besitz zu nehmen. Übertragen wir das auf das Verhältnis von Mann und Frau in 3,16b, wäre das Verlangen der Frau entsprechend, ihren Mann zu kontrollieren, zu besitzen oder zu manipulieren. [Unser Wort spräche] von ihrem Verlangen nach der Macht in der Beziehung.“ (ebenso z.B. Foh 1974/75, S. 379-382; Arnold 2009; Bediako / Andor 2018).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6 &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;+ &lt;/del&gt;: „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(3) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; verhält sich zum „beherrschen“ wie „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“, beide Sätze passen also zusammen. Ergo „nach ihm wird dein Verlangen sein“ = „du wirst ihm willens sein“. Das passt auch gut zu [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]], der dritten und letzten Stelle, an der das Wort &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“) verwendet wird („Ich gehöre meinem Geliebten und nach mir ist seine &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039;“, vgl. [[Hohelied 2#s16 |Hld 2,16]]; [[Hohelied 6#s3 |6,3]]: „Er ist mein und ich bin sein“). Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6: „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). 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BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 19. Januar 2023 um 20:05 Uhr</title>
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V. 10), ihre Nacktheit zu bedecken, was JHWH in V. 21 dann „ordentlich“ tut, oder die „Gürtel“ sind Symbol für das um die Hüften getragene „Sacktuch“, also die israelitische Buß- und Trauerkleidung, die Gott in V. 21 nach der erfolgten Bestrafung durch ordentliche Gewänder als Zeichen für das Ende der Buß- und/oder Trauerzeit ersetzt wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]; [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]].&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Gürtel Ugarit.png|mini|Ugaritisches Schmuckstück mit umgürteter Göttin. (c) Platt 1976, S. 105]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Phallusgürtel Davies Plt 7.png|mini|Ägyptische Ernteszene; die Personen rechts tragen Lendenschurz (der auch nicht notwendig die Scham bedeckte, s. oben rechts), die Personen links nur Gürtel. (c) [https://archive.org/details/mastabaofptahhet09davi/page/n71/mode/2up Davies 1900, Plate VII].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Gürtel.png|mini|Zwei sumerische Rollsiegel mit Gürtel tragenden Kriegern. (c) [https://archive.org/details/sealcylindersofw00warduoft/page/43/mode/1up Ward 1910, S. 43.55].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Fast stets übersetzt mit „Schurze“. Diese Bed. hat heb. &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; aber nie; sonst bezeichnet es stets den Gürtel. Das muss nicht untypischerweise pars pro toto für „Kleidung“ stehen (Haag 1970, S. 59; ähnlich Brichto 1998, S. 83: pars pro toto für den Lendenschurz): Die beiden ersten Abbildungen rechts zeigen, dass das Minimum an Kleidung im Alten Orient nicht der Lendenschurz, sondern in der Tat der Gürtel war (richtig Lutz 1922). Will man dennoch davon ausgehen, dass ein solcher Gürtel den Schambereich verdeckte, stellt man ihn sich am besten vor wie auf dem ganz rechts abgebildeten ugaritischen Schmuckstück – einen solchen hätte man sich zur Not aus Zweigen (s.u. die linke Zweiggöttin) und einem Feigenblatt in der Tat basteln können. Wichtiger ist aber die Frage nach der Bedeutung des Gürtels:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Entweder hält man den Gürtel wirklich schlicht für dieses Minimum an Kleidung, was Gott dann in V. 21 &#039;&#039;aus Fürsorge&#039;&#039; noch überbieten würde (so die meisten, die den Gürtel überhaupt kommentieren. Vgl. zum Motiv dann ähnlich [[Genesis 37#s3 |Gen 37,3]]). Noch genauer müsste man dies dann als &#039;&#039;misslungenen&#039;&#039; Versuch verstehen, etwas gegen die beschämende (2,25) Nacktheit zu unternehmen (so Lambden 1992, S. 76; Bender 2008, S. 102.104; ähnlich Tsukimoto 2014, S. 336): Auch in V. 10 sagt Adam ja trotz diesem Gürtel von sich, er sei „nackt“. Das stimmt gut zusammen mit [[Ezechiel 23#s15 |Ez 23,15]], wo Abbildungen wie die rechts als antike &#039;&#039;Pornographie&#039;&#039; charakterisiert werden. Vgl. außerdem [[2 Samuel 6|2 Sam 6]]: David trägt in V. 14-16 „einen leinenen Ephod“. Offenbar trägt er nur diesen, denn in der Folge fährt ihn seine Frau Michal an, „er habe sich entblößt, wie nur einer der losen Leute sich entblößen würde“ (V. 20) – obwohl der Ephod, wie immer er ausgesehen haben mag, sicher mehr bedeckte als ein Gürtel. Aber auch [[1 Chroniken 15#s27 |1 Chr 15,27]] scheint das zu weit gegangen zu sein, weshalb David dort zusätzlich ein Gewand aus Muschelseide trägt. Gürtel waren also gerade nicht dazu angetan, Nacktheit zu bedecken.&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Qedeschen-Gürtel.png|mini|Schmuck-Gürtel. (c) Platt 1976, S. 106]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Zweiggöttin.png|mini|Zweiggöttin mit unterschiedlichen Gürteln. (c) Schroer 1989, S 204.]]&amp;lt;/div&amp;gt;(2) Alternativ kann man davon ausgehen, dass ein israelitischer Leser an besondere Gürtel oder eine besondere Bedeutung eines Gürtels denken sollte. Zunächst naheliegend: Wie die Fähigkeit, „gut und böse erkennen zu können“ (s. die Anmerkungen), war auch das Tragen eines Gürtels Zeichen von &#039;&#039;Erwachsenen&#039;&#039;, die daher in [[2 Könige 3#s21 |2 Kön 3,21]] als „jene, die den Gürtel gürten“ bezeichnet werden, wie ähnlich auch in Ägypten „den Gürtel umbinden“ ein Wechsel-Ausdruck für „mannbar und wehrhaft werden“ war (vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/34986/ Hüften / Lenden (AT) (WiBiLex)]). Vgl. auch [[Ijob 38#s3 |Ijob 38,3]]; [[Ijob 40#s7 |40,7]]: „Umgürte doch wie ein Mann deine Hüften!“, sc.: „Hör doch auf, hier so kindisch rumzuheulen!“. Denn mit all diesen Ausdrücken muss nicht der Waffengurt gemeint sein, obwohl 2 Kön 3,21 von Kriegsvorbereitungen handelt: Auch Frauen trugen ähnliche Gürtel. Rechts etwa ein Exemplar, das in Tell el-&#039;Ajjul gefunden wurde; an der rechten Abbildung der Zweiggöttin daneben sieht man, wie er getragen wurde. Dass dieser Gürtel gerade dort gefunden wurde, macht fast sicher, dass solche Gürtel keine „Prostituierten-Gürtel“ o.Ä. waren, sondern selbst (und gerade auch) von Frauen aus reichen Haushalten getragen wurden. Vgl. auch [[Judit 9#s2 |Jud 9,2]] und JosAs 14,12.14, wo der  „Gürtel der Jungfrau“ und der „reine, doppelte Gürtel der Jungfräulichkeit“ offenbar ein besonderer Gürtel ist, der Frauen als unverheiratete Frau kenntlich macht. Wahrscheinlich ist es der gleiche, den Bräute auch zur Hochzeit trugen (s. JosAs 18,6; angedeutet auch in JosAs 3,6; 10,10f.). Auch die Gürtel der beiden ägyptischen Arbeiter oben rechts sind ja keine Waffengurte – offenbar ist der Gürtel &#039;&#039;an sich&#039;&#039; Zeichen für das Erwachsen-Sein. Das Gewand in V. 21 müsste man dann aber ebenso deuten wie bei Deutung (1); sehr gut zusammen passt das nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Ausleger:innen, die Adam und Eva für die Urbilder von Priester:innen halten, können an deren kultische Gewänder denken: Auch Priester trugen u.a. &#039;&#039;ketonet&#039;&#039;-Gewänder wie in V. 21 und Gürtel, die meist &#039;&#039;`abneṭ&#039;&#039; heißen, in [[Exodus 29#s9 |Ex 29,9]]; [[Levitikus 8#s7 |Lev 8,7.13]]; [[Levitikus 16#s4 |16,4]] aber ebenfalls &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; genannt werden. Aber diese Priester-Deutung ist recht unwahrscheinlich.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Möglich schließlich noch: In [[Jesaja 3#s24 |Jes 3,24]] wird das &#039;&#039;Sacktuch&#039;&#039;, also die israelitische Trauer- und Bußkleidung, mit einem mit &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; verwandten Wort als &#039;&#039;maḥgoret&#039;&#039;-Sacktuch“ bezeichnet; Raschi übersetzt: „Gürtel aus Sacktuch“. S. auch [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]: „Du hast mein Sacktuch gelöst und mich [stattdessen] mit Freude gegürtet“. Dies ist sicher so formuliert, weil es auch von Sacktüchern meist heißt, dass man sich in sie kleidet, indem man sie „umgürtet“ ([[Ezechiel 7#s18 |Ez 7,18]] (!); auch [[2 Samuel 3#s31 |2 Sam 3,31]]; [[1 Könige 20#s32 |1 Kön 20,32]]; [[Klagelieder 2#s10 |Klg 2,10]]; [[Jesaja 15#s3 |Jes 15,3]]; [[Jesaja 22#s12 |22,12]]; [[Jeremia 4#s8 |Jer 4,8]]; [[Jeremia 6#s26 |6,26]]; [[Jeremia 49#s3 |49,3]]; [[Ezechiel 27#s31 |Ez 27,31]]; [[Joel 1#s8 |Joel 1,8]]) oder wie den Gürtel „um die Hüften legt“ ([[Genesis 37#s34 |Gen 37,34]]; [[Jeremia 48#s37 |Jer 48,37]]; [[Amos 8#s10 |Am 8,10]]; auch [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]). Das dürfte so zu deuten sein, dass auch dieses Sacktuch mitnichten ein „Sack-Gewand“ ist, wie man meist glaubt, sondern ebenfalls gürtelförmig: den ersten Ausdruck könnte man noch so deuten, dass ein Gewand mit einem damit nicht identischen Gürtel &#039;&#039;befestigt&#039;&#039; wird, den zweiten aber wird man so deuten müssen, dass das Sacktuch &#039;&#039;selbst&#039;&#039; es war, was man um die Hüften trug. Entsprechend galt man wahrscheinlich auch als „nackt“, wenn man Sacktuch trug; vgl. nämlich [[Jesaja 32#s11 |Jes 32,11]], was doch wohl nicht bedeutet: „Zieht euch aus, entblößt euch – und dann bedeckt euren Schambereich wieder mit einem Sackgewand“, sondern: „Zieht euch aus, entblößt euch: gürtet das Sacktuch um die Hüften!“ Entsprechend hat man v.a. im 18. und 19. Jhd. auch [[Micha 1#s8 |Mi 1,8]] häufig so gedeutet, dass mit „nackt“ gemeint sei: „nur mit einem Sacktuch bekleidet“ (heute allerdings weit verbreiteter: Micha sei wirklich „nackt und barfuß“ gegangen wie Jesaja in [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]; so z.B. Beyer 2019, S. 495). Der „Gürtel“ in V. 7 wäre dann ein Zeichen der Reue und Trauer von Adam und Eva, das „Gewand“ in V. 21 dagegen ein Zeichen für Vergebung und das Ende der Trauer wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]] (s.o.); [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]]. S. dann weiter die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|7}} &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Da &lt;/ins&gt;wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren. Daher nähten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Gürtel (Lendenschurze?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gürtel (Lendenschurze?)&#039;&#039; - Schwierig zu deuten. Am ehesten versuchen Adam und Eva entweder vergeblich (s. V. 10), ihre Nacktheit zu bedecken, was JHWH in V. 21 dann „ordentlich“ tut, oder die „Gürtel“ sind Symbol für das um die Hüften getragene „Sacktuch“, also die israelitische Buß- und Trauerkleidung, die Gott in V. 21 nach der erfolgten Bestrafung durch ordentliche Gewänder als Zeichen für das Ende der Buß- und/oder Trauerzeit ersetzt wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]; [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]].&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Gürtel Ugarit.png|mini|Ugaritisches Schmuckstück mit umgürteter Göttin. (c) Platt 1976, S. 105]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Phallusgürtel Davies Plt 7.png|mini|Ägyptische Ernteszene; die Personen rechts tragen Lendenschurz (der auch nicht notwendig die Scham bedeckte, s. oben rechts), die Personen links nur Gürtel. (c) [https://archive.org/details/mastabaofptahhet09davi/page/n71/mode/2up Davies 1900, Plate VII].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Gürtel.png|mini|Zwei sumerische Rollsiegel mit Gürtel tragenden Kriegern. (c) [https://archive.org/details/sealcylindersofw00warduoft/page/43/mode/1up Ward 1910, S. 43.55].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Fast stets übersetzt mit „Schurze“. Diese Bed. hat heb. &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; aber nie; sonst bezeichnet es stets den Gürtel. Das muss nicht untypischerweise pars pro toto für „Kleidung“ stehen (Haag 1970, S. 59; ähnlich Brichto 1998, S. 83: pars pro toto für den Lendenschurz): Die beiden ersten Abbildungen rechts zeigen, dass das Minimum an Kleidung im Alten Orient nicht der Lendenschurz, sondern in der Tat der Gürtel war (richtig Lutz 1922). Will man dennoch davon ausgehen, dass ein solcher Gürtel den Schambereich verdeckte, stellt man ihn sich am besten vor wie auf dem ganz rechts abgebildeten ugaritischen Schmuckstück – einen solchen hätte man sich zur Not aus Zweigen (s.u. die linke Zweiggöttin) und einem Feigenblatt in der Tat basteln können. Wichtiger ist aber die Frage nach der Bedeutung des Gürtels:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Entweder hält man den Gürtel wirklich schlicht für dieses Minimum an Kleidung, was Gott dann in V. 21 &#039;&#039;aus Fürsorge&#039;&#039; noch überbieten würde (so die meisten, die den Gürtel überhaupt kommentieren. Vgl. zum Motiv dann ähnlich [[Genesis 37#s3 |Gen 37,3]]). Noch genauer müsste man dies dann als &#039;&#039;misslungenen&#039;&#039; Versuch verstehen, etwas gegen die beschämende (2,25) Nacktheit zu unternehmen (so Lambden 1992, S. 76; Bender 2008, S. 102.104; ähnlich Tsukimoto 2014, S. 336): Auch in V. 10 sagt Adam ja trotz diesem Gürtel von sich, er sei „nackt“. Das stimmt gut zusammen mit [[Ezechiel 23#s15 |Ez 23,15]], wo Abbildungen wie die rechts als antike &#039;&#039;Pornographie&#039;&#039; charakterisiert werden. Vgl. außerdem [[2 Samuel 6|2 Sam 6]]: David trägt in V. 14-16 „einen leinenen Ephod“. Offenbar trägt er nur diesen, denn in der Folge fährt ihn seine Frau Michal an, „er habe sich entblößt, wie nur einer der losen Leute sich entblößen würde“ (V. 20) – obwohl der Ephod, wie immer er ausgesehen haben mag, sicher mehr bedeckte als ein Gürtel. Aber auch [[1 Chroniken 15#s27 |1 Chr 15,27]] scheint das zu weit gegangen zu sein, weshalb David dort zusätzlich ein Gewand aus Muschelseide trägt. Gürtel waren also gerade nicht dazu angetan, Nacktheit zu bedecken.&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Qedeschen-Gürtel.png|mini|Schmuck-Gürtel. (c) Platt 1976, S. 106]]&amp;lt;div class=&quot;tright&quot; style=&quot;clear:none&quot;&amp;gt;[[Datei:Zweiggöttin.png|mini|Zweiggöttin mit unterschiedlichen Gürteln. (c) Schroer 1989, S 204.]]&amp;lt;/div&amp;gt;(2) Alternativ kann man davon ausgehen, dass ein israelitischer Leser an besondere Gürtel oder eine besondere Bedeutung eines Gürtels denken sollte. Zunächst naheliegend: Wie die Fähigkeit, „gut und böse erkennen zu können“ (s. die Anmerkungen), war auch das Tragen eines Gürtels Zeichen von &#039;&#039;Erwachsenen&#039;&#039;, die daher in [[2 Könige 3#s21 |2 Kön 3,21]] als „jene, die den Gürtel gürten“ bezeichnet werden, wie ähnlich auch in Ägypten „den Gürtel umbinden“ ein Wechsel-Ausdruck für „mannbar und wehrhaft werden“ war (vgl. z.B. [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/34986/ Hüften / Lenden (AT) (WiBiLex)]). Vgl. auch [[Ijob 38#s3 |Ijob 38,3]]; [[Ijob 40#s7 |40,7]]: „Umgürte doch wie ein Mann deine Hüften!“, sc.: „Hör doch auf, hier so kindisch rumzuheulen!“. Denn mit all diesen Ausdrücken muss nicht der Waffengurt gemeint sein, obwohl 2 Kön 3,21 von Kriegsvorbereitungen handelt: Auch Frauen trugen ähnliche Gürtel. Rechts etwa ein Exemplar, das in Tell el-&#039;Ajjul gefunden wurde; an der rechten Abbildung der Zweiggöttin daneben sieht man, wie er getragen wurde. Dass dieser Gürtel gerade dort gefunden wurde, macht fast sicher, dass solche Gürtel keine „Prostituierten-Gürtel“ o.Ä. waren, sondern selbst (und gerade auch) von Frauen aus reichen Haushalten getragen wurden. Vgl. auch [[Judit 9#s2 |Jud 9,2]] und JosAs 14,12.14, wo der  „Gürtel der Jungfrau“ und der „reine, doppelte Gürtel der Jungfräulichkeit“ offenbar ein besonderer Gürtel ist, der Frauen als unverheiratete Frau kenntlich macht. Wahrscheinlich ist es der gleiche, den Bräute auch zur Hochzeit trugen (s. JosAs 18,6; angedeutet auch in JosAs 3,6; 10,10f.). Auch die Gürtel der beiden ägyptischen Arbeiter oben rechts sind ja keine Waffengurte – offenbar ist der Gürtel &#039;&#039;an sich&#039;&#039; Zeichen für das Erwachsen-Sein. Das Gewand in V. 21 müsste man dann aber ebenso deuten wie bei Deutung (1); sehr gut zusammen passt das nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Ausleger:innen, die Adam und Eva für die Urbilder von Priester:innen halten, können an deren kultische Gewänder denken: Auch Priester trugen u.a. &#039;&#039;ketonet&#039;&#039;-Gewänder wie in V. 21 und Gürtel, die meist &#039;&#039;`abneṭ&#039;&#039; heißen, in [[Exodus 29#s9 |Ex 29,9]]; [[Levitikus 8#s7 |Lev 8,7.13]]; [[Levitikus 16#s4 |16,4]] aber ebenfalls &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; genannt werden. Aber diese Priester-Deutung ist recht unwahrscheinlich.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Möglich schließlich noch: In [[Jesaja 3#s24 |Jes 3,24]] wird das &#039;&#039;Sacktuch&#039;&#039;, also die israelitische Trauer- und Bußkleidung, mit einem mit &#039;&#039;ḥagorah&#039;&#039; verwandten Wort als &#039;&#039;maḥgoret&#039;&#039;-Sacktuch“ bezeichnet; Raschi übersetzt: „Gürtel aus Sacktuch“. S. auch [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]]: „Du hast mein Sacktuch gelöst und mich [stattdessen] mit Freude gegürtet“. Dies ist sicher so formuliert, weil es auch von Sacktüchern meist heißt, dass man sich in sie kleidet, indem man sie „umgürtet“ ([[Ezechiel 7#s18 |Ez 7,18]] (!); auch [[2 Samuel 3#s31 |2 Sam 3,31]]; [[1 Könige 20#s32 |1 Kön 20,32]]; [[Klagelieder 2#s10 |Klg 2,10]]; [[Jesaja 15#s3 |Jes 15,3]]; [[Jesaja 22#s12 |22,12]]; [[Jeremia 4#s8 |Jer 4,8]]; [[Jeremia 6#s26 |6,26]]; [[Jeremia 49#s3 |49,3]]; [[Ezechiel 27#s31 |Ez 27,31]]; [[Joel 1#s8 |Joel 1,8]]) oder wie den Gürtel „um die Hüften legt“ ([[Genesis 37#s34 |Gen 37,34]]; [[Jeremia 48#s37 |Jer 48,37]]; [[Amos 8#s10 |Am 8,10]]; auch [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]). Das dürfte so zu deuten sein, dass auch dieses Sacktuch mitnichten ein „Sack-Gewand“ ist, wie man meist glaubt, sondern ebenfalls gürtelförmig: den ersten Ausdruck könnte man noch so deuten, dass ein Gewand mit einem damit nicht identischen Gürtel &#039;&#039;befestigt&#039;&#039; wird, den zweiten aber wird man so deuten müssen, dass das Sacktuch &#039;&#039;selbst&#039;&#039; es war, was man um die Hüften trug. Entsprechend galt man wahrscheinlich auch als „nackt“, wenn man Sacktuch trug; vgl. nämlich [[Jesaja 32#s11 |Jes 32,11]], was doch wohl nicht bedeutet: „Zieht euch aus, entblößt euch – und dann bedeckt euren Schambereich wieder mit einem Sackgewand“, sondern: „Zieht euch aus, entblößt euch: gürtet das Sacktuch um die Hüften!“ Entsprechend hat man v.a. im 18. und 19. Jhd. auch [[Micha 1#s8 |Mi 1,8]] häufig so gedeutet, dass mit „nackt“ gemeint sei: „nur mit einem Sacktuch bekleidet“ (heute allerdings weit verbreiteter: Micha sei wirklich „nackt und barfuß“ gegangen wie Jesaja in [[Jesaja 20#s2 |Jes 20,2]]; so z.B. Beyer 2019, S. 495). Der „Gürtel“ in V. 7 wäre dann ein Zeichen der Reue und Trauer von Adam und Eva, das „Gewand“ in V. 21 dagegen ein Zeichen für Vergebung und das Ende der Trauer wie ähnlich in [[Psalm 30#s12 |Ps 30,12]] (s.o.); [[Jesaja 52#s1 |Jes 52,1]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3.10]]; [[Sacharja 3#s4 |Sach 3,4f.]]; [[Lukas 15#s21 |Lk 15,21f.]]. S. dann weiter die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|8}} Später hörten sie die Stimme (den Klang) des Gottes JHWH, der zur Brise des Tages (zum wehenden Sturm)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brise des Tages (wehender Sturm)&amp;#039;&amp;#039; - w. auf den ersten Blick: „zum Wind/Hauch des Tages (&amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039;)“. Urteilt man nach [[Hohelied 2#s17 |Hld 2,17]]; [[Hohelied 4#s6 |4,6]] („Bis der &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; weht und die Schatten fliehen“), ist damit eine Brise gemeint, die in Israel typischerweise kurz nach Mittag (wenn die Schatten „fliehen“ = wieder länger werden) oder kurz vor Einbruch der Nacht (wenn die Schatten „fliehen“ = schwinden) wehen würde. KBL3 und HALOT allerdings nehmen neben diesem &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; = „Tag“ auch ein zweites, mit dem akadischen &amp;#039;&amp;#039;umu&amp;#039;&amp;#039; („Wind“) verwandtes &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; II mit der Bed. „Wind, Sturm“ an, wonach die Hld-Stellen glatter übersetzbar wären: „Bis der &amp;#039;&amp;#039;Wind&amp;#039;&amp;#039; weht und die Schatten fliehen“. Ist das richtig, muss man auch hier davon ausgehen, dass &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; in dieser Bedeutung verwendet wird; Gott spaziert im „Hauch/Wind des Windes/Sturmes“, was dann wie in der Wendungn &amp;#039;&amp;#039;ruḥ hasa´rah&amp;#039;&amp;#039; („Sturm-Wind“; [[Psalm 107#s25 |Ps 107,25]]; [[Psalm 148#s8 |148,8]]; [[Ezechiel 1#s4 |Ez 1,4]]; [[Ezechiel 13#s11 |13,11.13]]) den stark wehenden Wind bezeichnen würde. &amp;#039;&amp;#039;ruḥ hajjom&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;ruḥ hasa´rah&amp;#039;&amp;#039; würde dann verwendet, um mit &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; auf diesen selben „Tag“, an dem sie gegessen haben (V. 5!), anzuspielen (ThWAT VII S. 405), was so und so sicher der Fall ist. Dieser Vorschlag von Niehaus 1994 hat sich bisher allerdings nicht durchsetzen können; auch OfBi sollte daher besser bei der klassischen Übersetzung bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Garten umherwandelte, und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht JHWH Gottes inmitten der Bäume des Gartens.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|8}} Später hörten sie die Stimme (den Klang) des Gottes JHWH, der zur Brise des Tages (zum wehenden Sturm)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brise des Tages (wehender Sturm)&amp;#039;&amp;#039; - w. auf den ersten Blick: „zum Wind/Hauch des Tages (&amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039;)“. Urteilt man nach [[Hohelied 2#s17 |Hld 2,17]]; [[Hohelied 4#s6 |4,6]] („Bis der &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; weht und die Schatten fliehen“), ist damit eine Brise gemeint, die in Israel typischerweise kurz nach Mittag (wenn die Schatten „fliehen“ = wieder länger werden) oder kurz vor Einbruch der Nacht (wenn die Schatten „fliehen“ = schwinden) wehen würde. KBL3 und HALOT allerdings nehmen neben diesem &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; = „Tag“ auch ein zweites, mit dem akadischen &amp;#039;&amp;#039;umu&amp;#039;&amp;#039; („Wind“) verwandtes &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; II mit der Bed. „Wind, Sturm“ an, wonach die Hld-Stellen glatter übersetzbar wären: „Bis der &amp;#039;&amp;#039;Wind&amp;#039;&amp;#039; weht und die Schatten fliehen“. Ist das richtig, muss man auch hier davon ausgehen, dass &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; in dieser Bedeutung verwendet wird; Gott spaziert im „Hauch/Wind des Windes/Sturmes“, was dann wie in der Wendungn &amp;#039;&amp;#039;ruḥ hasa´rah&amp;#039;&amp;#039; („Sturm-Wind“; [[Psalm 107#s25 |Ps 107,25]]; [[Psalm 148#s8 |148,8]]; [[Ezechiel 1#s4 |Ez 1,4]]; [[Ezechiel 13#s11 |13,11.13]]) den stark wehenden Wind bezeichnen würde. &amp;#039;&amp;#039;ruḥ hajjom&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;ruḥ hasa´rah&amp;#039;&amp;#039; würde dann verwendet, um mit &amp;#039;&amp;#039;jom&amp;#039;&amp;#039; auf diesen selben „Tag“, an dem sie gegessen haben (V. 5!), anzuspielen (ThWAT VII S. 405), was so und so sicher der Fall ist. Dieser Vorschlag von Niehaus 1994 hat sich bisher allerdings nicht durchsetzen können; auch OfBi sollte daher besser bei der klassischen Übersetzung bleiben.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Garten umherwandelte, und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht JHWH Gottes inmitten der Bäume des Gartens.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 19. Januar 2023 um 20:04 Uhr</title>
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Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &#039;&#039;willens&#039;&#039; sein und er wird &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;über &lt;/del&gt;dich &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;herrschen“ &lt;/del&gt;oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &#039;&#039;aufbegehren&#039;&#039;, aber er wird &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;über &lt;/del&gt;dich &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;herrschen“&lt;/del&gt;. Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;über &lt;/del&gt;dich &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;herrschen“&lt;/del&gt;, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„über Frauen &lt;/del&gt;zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;herrschen“&lt;/del&gt;. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &#039;&#039;ješup&#039;&#039;, jene wird nach dieser &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;über &lt;/del&gt;sie &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;herrschen&lt;/del&gt;, nach ihm soll ihre &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„herrschen“ &lt;/del&gt;einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;und dein Verlangen (deine Rückkehr)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Verlangen (Rückkehr)&#039;&#039; - Äußerst wichtiges Wort; in der Auslegungsgeschichte hat man weitreichende Folgerungen über das Verhältnis von Mann und Frau aus dem ganzen Vers gezogen. Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &#039;&#039;willens&#039;&#039; sein und er wird dich &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beherrschen“ &lt;/ins&gt;oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &#039;&#039;aufbegehren&#039;&#039;, aber er wird dich &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beherrschen“&lt;/ins&gt;. Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird dich &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beherrschen“&lt;/ins&gt;, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„Frauen &lt;/ins&gt;zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beherrschen“&lt;/ins&gt;. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &#039;&#039;ješup&#039;&#039;, jene wird nach dieser &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll sie &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beherrschen&lt;/ins&gt;, nach ihm soll ihre &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„beherrschen“ &lt;/ins&gt;einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. 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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; verhält sich ebenso zum &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„herrschen“ &lt;/del&gt;wie „lechzen“ vs. „lechzen“, beide Sätze stehen also gegeneinander. Das passt auch gut zu Gen 4,7, wo der selbe Satz fast identisch wiederholt wird. Stark Vogels 1996, S. 204f.: „Gott sagt [dort] Kain, dass die Sünde [...] versucht, ihn zu überwältigen, zu versklaven, in Besitz zu nehmen. Übertragen wir das auf das Verhältnis von Mann und Frau in 3,16b, wäre das Verlangen der Frau entsprechend, ihren Mann zu kontrollieren, zu besitzen oder zu manipulieren. [Unser Wort spräche] von ihrem Verlangen nach der Macht in der Beziehung.“ (ebenso z.B. Foh 1974/75, S. 379-382; Arnold 2009; Bediako / Andor 2018).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; verhält sich ebenso zum &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„beherrschen“ &lt;/ins&gt;wie „lechzen“ vs. „lechzen“, beide Sätze stehen also gegeneinander. Das passt auch gut zu Gen 4,7, wo der selbe Satz fast identisch wiederholt wird. Stark Vogels 1996, S. 204f.: „Gott sagt [dort] Kain, dass die Sünde [...] versucht, ihn zu überwältigen, zu versklaven, in Besitz zu nehmen. Übertragen wir das auf das Verhältnis von Mann und Frau in 3,16b, wäre das Verlangen der Frau entsprechend, ihren Mann zu kontrollieren, zu besitzen oder zu manipulieren. [Unser Wort spräche] von ihrem Verlangen nach der Macht in der Beziehung.“ (ebenso z.B. Foh 1974/75, S. 379-382; Arnold 2009; Bediako / Andor 2018).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6 + : „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(3) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; verhält sich zum &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„beherrschen“ &lt;/ins&gt;wie „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“, beide Sätze passen also zusammen. Ergo „nach ihm wird dein Verlangen sein“ = „du wirst ihm willens sein“. Das passt auch gut zu [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]], der dritten und letzten Stelle, an der das Wort &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“) verwendet wird („Ich gehöre meinem Geliebten und nach mir ist seine &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039;“, vgl. [[Hohelied 2#s16 |Hld 2,16]]; [[Hohelied 6#s3 |6,3]]: „Er ist mein und ich bin sein“). Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6 + : „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). 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Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 14. Januar 2023 um 11:51 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-14T11:51:53Z</updated>

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Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird über dich herrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. Was kann das hier bedeuten?&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Die klassische Deutung ist die, dass zu allem Überfluss die Frau neben ihrer mühseligen Schwangerschaft auch noch ständig sexuelles Begehren nach ihrem Mann haben wird und so selbst die Zahl ihrer Schwangerschaften nach oben treibt, während unabhängig davon Männer dazu bestimmt sind, „über Frauen zu herrschen“. In [[Genesis 4#s7 |Gen 4,7]] wird der selbe Satz aber noch mal fast identisch wiederholt, und hier passt diese Deutung offensichtlich gar nicht, das liegt also sehr fern. So deuten dennoch heute z.B. Carr 2021 und nur unwesentlich besser Bührer 2014, S. 251; Gertz 2018. Was kann der Satz hier sonst meinen? –&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Flüche bilden zum Abschluss deutlich jeweils Pärchen: (a) (Nachkommenschaft der) Frau vs. (Nachkommenschaft der) Schlange: Sie wird nach ihr &amp;#039;&amp;#039;ješup&amp;#039;&amp;#039;, jene wird nach dieser &amp;#039;&amp;#039;tešup&amp;#039;&amp;#039; („nacheinander lechzen“ o.Ä., s.o.). (c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll über sie herrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „herrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;und dein Verlangen (deine Rückkehr)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verlangen (Rückkehr)&amp;#039;&amp;#039; - Äußerst wichtiges Wort; in der Auslegungsgeschichte hat man weitreichende Folgerungen über das Verhältnis von Mann und Frau aus dem ganzen Vers gezogen. Die Bed. des Satzes ist aber leider unsicher; am besten deutet man entweder (1) als „du wirst deinem Mann &amp;#039;&amp;#039;willens&amp;#039;&amp;#039; sein und er wird über dich herrschen“ oder (2) als „du wirst gegen deinen Mann &amp;#039;&amp;#039;aufbegehren&amp;#039;&amp;#039;, aber er wird über dich herrschen“. Vorzuziehen ist hiervon eher (1): Dies hat mit [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]] eine gute Parallele und man muss die letzten beiden Zeilen nicht als einen zweiten Fluch neben dem Gebären nehmen, sondern kann beides zusammenlesen: „Unter Mühsal wirst du gebären, [aber an deinem Gebären wird dennoch kein Weg vorbei führen, denn:] Du wirst deinem Mann willens sein und er wird über dich herrschen“, sc. „Dein Gebären wird dir Mühsal bereiten, aber wenn dein Mann es für gut befindet, dass Nachwuchs gezeugt werde, wirst du ihm gefügig sein müssen“ – beschrieben würde hier also eine Familiendynamik, die es im Alten Orient so ja leider wirklich gab.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auszugehen ist von der Bed. „Verlangen“, s.u. 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(c) Adam und Adamah: Adam wurde einerseits „von ihr genommen“, andererseits wird er zu ihr &amp;#039;&amp;#039;tašub&amp;#039;&amp;#039; („zurückkehren“). Ähnlich eben hier: (b) Frau und Mann: Er soll über sie herrschen, nach ihm soll ihre &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; sein. Dann ist zu erwarten, dass &amp;#039;&amp;#039;tešuqah&amp;#039;&amp;#039; vs. „herrschen“ einen ähnlich deutlichen Gegensatz bilden wie „lechzen nach“ vs. „lechzen nach“ und „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“. Möglich sind dann v.a. zwei Interpretationen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Die letzten beiden Zeilen nimmt man dann aber besser als bei Deutung (1) als eine Art „Sekundär-Fluch“ zum Gebären: „In Mühsal wirst du gebären, [aber an Schwangerschaften führt auch kein Weg vorbei, denn] du wirst deinem Mann willens sein und er wird über dich herrschen“, sc. „wenn der Mann Lust hat und so Kinder gezeugt werden könnten, was dir wieder Mühsal bereiten würde, dann wird das von nun an nun mal dein Schicksal sein“&lt;/del&gt;. Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6 + : „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(3) &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; verhält sich zum „herrschen“ wie „von X genommen sein“ vs. „zu X zurückkehren“, beide Sätze passen also zusammen. Ergo „nach ihm wird dein Verlangen sein“ = „du wirst ihm willens sein“. Das passt auch gut zu [[Hohelied 7#s11 |Hld 7,11]], der dritten und letzten Stelle, an der das Wort &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“) verwendet wird („Ich gehöre meinem Geliebten und nach mir ist seine &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039;“, vgl. [[Hohelied 2#s16 |Hld 2,16]]; [[Hohelied 6#s3 |6,3]]: „Er ist mein und ich bin sein“). Ähnlich haben unseren Ausdruck „Verlangen“ viele alte Ausleger gedeutet, z.B. Ephräm der Syrer („du wirst von ihm beraten werden wollen, nicht ihn beraten“), ibn Ezra („dein Gehorsam“), Calvin („du sollt nichts begehren als das, was dein Ehemann wünscht“); z.B. auch Schelkle 1979, S. 16; Deurloo 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Deutungen sind hier möglich, beide passen aber zu einer der beiden Parallelstellen Gen 4,7 und Hld 7,11 nicht besonders gut. Die erste spräche vom Geschlechterkampf, die zweite von der Unterordnung der Frau unter den Mann, die im Alten Orient Realität war, die hier aber recht modern als dem idealen Zustand zu Uranfang &#039;&#039;widersprechender Fluch&#039;&#039; dargestellt würde (was übrigens auch hieße: Feminismus wäre per se ein wichtiger Beitrag zum Wachstum des Reiches Gottes). Eine Entscheidung zwischen beiden Optionen ist kaum möglich; nur, weil Hld 7,11 klarer ist als Gen 4,7 (richtig Busenitz 1986; Condren 2017, S. 230-234), sollte man sich besser an dieser Parallele orientieren und Deutung (3) vorziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;dein Verlangen (deine Rückkehr)&#039;&#039; - textkritisch komplexe Stelle. Für gründlichere Überblicke vgl. am besten Reuling 2006, S. 23-47 und Lohr 2011. Die Textzeugen lassen sich grob in zwei Gruppen gliedern: (1a) MT + SamP: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; („Verlangen“), (1b) TgO2 (&#039;&#039;ti`ubta`&#039;&#039;, eine echte Variante [falsch in vielen Aufsätzen], s. Sperber) + TgJ: „Begehren“, (1c) Sym: „Eifern“ vs. (2a) Aq: „Einheit/Vereinigung“, (2b) LXX (+ VL) + Syr (s. Smith, Thesaurus Sp. 3167) + TgO1 (&#039;&#039;tejubta`&#039;&#039;) + TgN1 + ApkMos 25,4 + Hieronymus, Hebraicae Quaestiones 3,6 + : „Umkehr/Rückkehr/Hinwendung“, (2c) TgN2: „Zuversicht“, Jub 3,24: „Zuflucht“.&amp;lt;br /&amp;gt;(1b-c) stützen deutlich (1a). (2c) setzt stattdessen sicher &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraus. Das selbe gilt für (2a) = Aq, wenn man sich seine „Vereinigung“ erklärt als „Rückkehr zum Mann, von dem du soeben erst getrennt wurdest“ (gut Condren 2017, S. 235 FN 49). (2b) lässt sich prima vista sogar am besten mit &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; erklären; das Zeugnis dieser Untergruppe wird aber entscheidend dadurch geschwächt, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen, an denen im MT &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; steht (hier, Gen 4,7 und Hld 7,11) mit &#039;&#039;apostrofä&#039;&#039; oder &#039;&#039;epistrofä&#039;&#039; („Umkehr, Rückkehr“) übersetzt – es ist fast ausgeschlossen, dass LXX an &#039;&#039;allen&#039;&#039; Stellen &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; statt &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vorliegen hatte (richtig Bergmeier 1967, S. 77). Dieses Phänomen ist bisher noch unerklärt (Bergmeiers Erklärung liegt sehr fern). Solange das so ist, muss man das Zeugnis der Versionen aber so werten, dass gegeneinander stehen: MT, SamP, Sym, TgJ, TgO2: &#039;&#039;tešuqah&#039;&#039; vs. LXX (+ VL), Aq, TgO1, TgN1, TgN2, Syr, Jub 3,24, Hieronymus: &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Lohr 2011, S. 238 hat außerdem gut auf Midrasch BerR 20,7 hingewiesen: Die Auslegung „Du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;), du wirst zurückkehren (&#039;&#039;tšwbj&#039;&#039;) zu deinem Verlangen (&#039;&#039;tšwqtk&#039;&#039;) nach deinem Mann“ zu unserer Stelle setzt wahrscheinlich einen hebräischen Text voraus, in dem beide Varianten als Konflation nebeneinander standen. Das wäre wichtig, weil es in mehreren Aufsätzen heißt, dass LXX wegen der gerade geschilderten Merkwürdigkeit nicht notwendig ein &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; voraussetzt (z.B. BHQ; Qimron 1989; Lohr 2011; Condren 2017). Nimmt man LXX und die von ihr abhängigen Versionen für sich, könnte das so sein, aber Untergruppe (2c) tut es doch, (2a) auch, sofern Aq oben richtig verstanden wurde (Aq kann jedenfalls nicht sekundär aus LXX entstanden sein), und der Midrasch könnte sich nun als (2d) ebenfalls zu diesen Textzeugen hinzugesellen – und selbst nur mit Aq, TgN, Jub und dem Midrasch wäre das dann ein starkes Zeugnis für &#039;&#039;tešubah&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber eine Verschreibung von (1) nach (2) ist leicht erklärlich: Die Qumranschriften zeigen, dass für die „Rückkehr“ zur Erde, von der gleich V. 19 sprechen wird, regelmäßig das Wort &#039;&#039;tešubah&#039;&#039; verwendet wurde, s. 1QH 18,4; 20,26; 4QInstr&amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt; 69.2,6. Ist das so, hätten Schreiber dieses Wort im Hinterkopf gehabt, wenn sie zu unserer vielzitierten Stelle gekommen wären, wonach sie schnell jenes nur leicht andere Wort für dieses Wort verlesen können hätten. Dass die Schlange zuvor &#039;&#039;tešup&#039;&#039; („lechzen“ o.Ä.) und der Mann danach &#039;&#039;tašub&#039;&#039; („zurückkehren“) soll, kann sein Übriges dazu getan haben, dass auch hier nach &#039;&#039;tešu-&#039;&#039; ein Bilabial verlesen wurde. Eine Verschreibung in die umgekehrte Richtung wäre weniger leicht erklärlich; mehr spricht daher für die Ursprünglichkeit von MT.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird nach deinem (zu) Mann sein,  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: Korrekturlesung</title>
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		<updated>2023-01-13T23:08:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekturlesung&lt;/p&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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