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	<title>Genesis 35 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Sebastian Walter am 26. September 2023 um 09:26 Uhr</title>
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		<updated>2023-09-26T09:26:56Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 11:06 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 10:49 Uhr</title>
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(S.W.) kein:e Ausleger:in, daher sollte auch OfBi besser MT folgen. Der Rest ist textkritisch unproblematisch, aber ein sehr schönes Bsp. für einen Augensprung: Weil in der Formulierung von LXX Vv. 16 ebenso beginnt wie V. 21, hat ein Schreiber mit V. 16 begonnen, dann den Rest von V. 21 angeschlossen und dann erst V. 16 beendet: &amp;#039;&amp;#039;Dann brach er auf von Bethel.&amp;#039;&amp;#039; (V. 16a) &amp;#039;&amp;#039;Er schlug sein Zelt gegenüber von Migdal Eder auf.&amp;#039;&amp;#039; (V. 21) &amp;#039;&amp;#039;Es war noch eine Land-Chabrata zu gehen...&amp;#039;&amp;#039; (V. 16b).&amp;lt;/ref&amp;gt; auf von Bethel. Es war noch (ungefähr eine Land-&amp;#039;&amp;#039;berah&amp;#039;&amp;#039;=) ungefähr eine Postmeile&amp;lt;ref&amp;gt;W. &amp;#039;&amp;#039;kibrah des Landes&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;kibrah&amp;#039;&amp;#039; scheint dabei ein unbekanntes und nur noch in [[Genesis 48#s7 |Gen 48,7]]; [[2 Könige 5#s19 |2 Kön 5,19]] belegtes Landmaß zu sein. Das Wort war offenbar auch den Alten unbekannt; man sieht daher hier einen ganzen Blumenstrauß von Strategien der Alten, mit unbekannten Worten umzugehen: (1) LXX transkribiert schlicht als &amp;#039;&amp;#039;chabratha&amp;#039;&amp;#039;. (2) TgO wählt stattdessen ein anderes Landmaß, Aq übersetzt allgemein „Wegstrecke über das Land“. (3) Weil das Wort aussieht wie die Präp. &amp;#039;&amp;#039;k-&amp;#039;&amp;#039; + das Wort &amp;#039;&amp;#039;bar&amp;#039;&amp;#039; („Getreide“), haben TgJ und TgN „zur Erntezeit“ und VUL ähnlich „zur Frühlingszeit“. (4) Syr kombiniert (2) und (3): „Zur [Zeit des] Pflügens von einer Parasange Land“ (vgl. BHQ 165*). (5) Weil es außerdem aussieht wie das heb. Wort für „Sieb“, deutet schließlich Midrasch GenR: „Als das Land löchrig war wie ein Sieb.“&amp;lt;br /&amp;gt;Die beste Erklärung ist die mithilfe des akkadischen &amp;#039;&amp;#039;bēr&amp;#039;&amp;#039; („Zweistundenstrecke“; das Wort entspricht damit exakt der alten „Postmeile“ = „eine Wegstrecke von zwei Stunden“), das d.Ö. in der Fügung &amp;#039;&amp;#039;bēr qaqqari&amp;#039;&amp;#039; („Land-Zweistundenstrecke“) verwendet wird (z.B. Vogt 1975; Wenham 1994; Ritter 2003, S. 28; Steinmann 2019; ALTER; auch die „Meile“ von Boecker 1992 rechnet wohl noch mit der Postmeile – der Einwand von Ruppert 2005, außer Garbini 1977 habe sich niemand Vogt angeschlossen, stimmt also nicht). „Ungefähr (&amp;#039;&amp;#039;k-&amp;#039;&amp;#039;) eine Zweistundenstrecke“ sind dann, wenn wir von der Annahme in ISBE ausgehen, das Längenmaß „Tagesreise“ rechne mit acht Stunden Reise bei durchschnittlich 5km/h, also 40km, „ungefähr 10 km“.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist das richtig, hat der Autor dieses ungebräuchliche Längenmaß vielleicht gewählt, um zu unterstreichen, wie bitter das Timing ist: Nur noch &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; Postmeile wäre zurückzulegen gewesen, bis in Efrata Rahel eine bessere Infrastruktur zum Gebären zur Verfügung gehabt hätte! S. allerdings noch die Anmerkungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu gehen nach Efrata (Efrat).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Efrat&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Efrata (Efrat)&amp;#039;&amp;#039; - Die Endung &amp;#039;&amp;#039;-ah&amp;#039;&amp;#039; ist entweder die Lokativ-endung („&amp;#039;&amp;#039;bis&amp;#039;&amp;#039; Efrat“) oder gehört zum Wort („[bis] Efrata“). [[Genesis 48#s7 |Gen 48,7]] rechnet mit Option 1 und spricht von „Efrat“; die Gleichsetzung von „Efrat(a)“ mit Bethlehem in V. 19 dagegen rechnet mit Option 2. So auch die meisten dt. Üss.; „Efrat“ nur in B-R, ELB, MEN, PAT, R-S, TUR, van Ess, ZÜR. Auch LUT übersetzt neuerdings mit „Efrata“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da gebar Rahel, und sie hatte es schwer beim Gebären.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|16}} Dann brachen sie (brach er)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: MT, Sam und die Targumim haben Pl. und damit exakt die selbe Formulierung wie in V. 5. LXX, VUL und Syr dagegen haben Sg. Ball 1896, BHK und BHS gehen nicht auf diese Differenz ein; Wevers 1993, S. 583 und BHQ halten MT für ursprünglich und LXX, VUL und Syr für eine Assimilation an den Nahkontext, da zuvor ebenfalls nur von Jakob im Sg. die Rede war und V. 21 von „Israel“ im Sg. spricht. Mindestens ebensogut möglich wäre es, dass MT V. 16 an V. 5 angeglichen hat, wonach LXX, VUL und Syr den ursprünglichen Text böten. So aber m.W. (S.W.) kein:e Ausleger:in, daher sollte auch OfBi besser MT folgen. Der Rest ist textkritisch unproblematisch, aber ein sehr schönes Bsp. für einen Augensprung: Weil in der Formulierung von LXX Vv. 16 ebenso beginnt wie V. 21, hat ein Schreiber mit V. 16 begonnen, dann den Rest von V. 21 angeschlossen und dann erst V. 16 beendet: &amp;#039;&amp;#039;Dann brach er auf von Bethel.&amp;#039;&amp;#039; (V. 16a) &amp;#039;&amp;#039;Er schlug sein Zelt gegenüber von Migdal Eder auf.&amp;#039;&amp;#039; (V. 21) &amp;#039;&amp;#039;Es war noch eine Land-Chabrata zu gehen...&amp;#039;&amp;#039; (V. 16b).&amp;lt;/ref&amp;gt; auf von Bethel. 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(4) Syr kombiniert (2) und (3): „Zur [Zeit des] Pflügens von einer Parasange Land“ (vgl. BHQ 165*). (5) Weil es außerdem aussieht wie das heb. Wort für „Sieb“, deutet schließlich Midrasch GenR: „Als das Land löchrig war wie ein Sieb.“&amp;lt;br /&amp;gt;Die beste Erklärung ist die mithilfe des akkadischen &amp;#039;&amp;#039;bēr&amp;#039;&amp;#039; („Zweistundenstrecke“; das Wort entspricht damit exakt der alten „Postmeile“ = „eine Wegstrecke von zwei Stunden“), das d.Ö. in der Fügung &amp;#039;&amp;#039;bēr qaqqari&amp;#039;&amp;#039; („Land-Zweistundenstrecke“) verwendet wird (z.B. Vogt 1975; Wenham 1994; Ritter 2003, S. 28; Steinmann 2019; ALTER; auch die „Meile“ von Boecker 1992 rechnet wohl noch mit der Postmeile – der Einwand von Ruppert 2005, außer Garbini 1977 habe sich niemand Vogt angeschlossen, stimmt also nicht). „Ungefähr (&amp;#039;&amp;#039;k-&amp;#039;&amp;#039;) eine Zweistundenstrecke“ sind dann, wenn wir von der Annahme in ISBE ausgehen, das Längenmaß „Tagesreise“ rechne mit acht Stunden Reise bei durchschnittlich 5km/h, also 40km, „ungefähr 10 km“.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist das richtig, hat der Autor dieses ungebräuchliche Längenmaß vielleicht gewählt, um zu unterstreichen, wie bitter das Timing ist: Nur noch &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; Postmeile wäre zurückzulegen gewesen, bis in Efrata Rahel eine bessere Infrastruktur zum Gebären zur Verfügung gehabt hätte! 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[https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/download/gen-35-16-20-und-49-3-4-sohn-meiner-kraft-meines-unheils/ BigS]; Schäfer-Bossert 1994). (1b) Wegen dem Kontext wird der zweite Bestandteil von Ben-Onis Name heute allerdings fast einheitlich stattdessen abgeleitet von &#039;&#039;´anah&#039;&#039; („leiden“). Dieser unschöne Name hätte Jakob dann zur Umbenennung veranlasst. Das wirkt auf den ersten Blick näherliegend; ebenso gut kann aber Jakob „einem positiv konnotierten Namen aus der Perspektive der Mutter ein[en] zweite[n] positive[n] aus der Perspektive des Vaters hinzu[gegeben haben]“ ([https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/14972/#h3 Mulzer 2008]). Wegen der sehr nahen Parallele Gen 49,3 ist wirklich das das Wahrscheinlichere.&amp;lt;br /&amp;gt;(2a) Der zweite Teil von &#039;&#039;Ben-jamin&#039;&#039; könnte sich ableiten von &#039;&#039;jamim&#039;&#039; („Tage“) mit nuniertem Mem, also „Sohn [nach vielen] Tagen“ (so TestBen 1,16; Raschbam,  ähnlich Chizkuni [„Sohn von Jakobs alten Tagen“], {{hebr}}שאנן{{hebr ende}} 1978). (2b) Weit häufiger wird dieses Wort aber abgeleitet von &#039;&#039;jamin&#039;&#039; („rechts, südlich“). Darüber, dass zumindest historisch gesehen dies mit &#039;&#039;jamin&#039;&#039; gemeint war, können wir uns wegen dem biblischen Running Gag, dass aus dem Stamm Benjamin mehrere Linkshänder hervorgingen ([[Richter 3#s15 |Ri 3,15]]; [[Richter 20#s15 |20,15f.]]; [[1 Chroniken 12#s2 |1 Chr 12,2]]), fast sicher sein. Wahrscheinlich ist mit den &#039;&#039;mārū jamīn(a/i)&#039;&#039; („Rechts-Leute, Süd-Leute“) auch ein sehr ähnlicher Volksname bezeugt. (2c) Die meisten Ausleger:innen gehen denn auch hiervon aus, deuten dann aber weiter: weil im arabischen Sprachgebrauch die „rechte Seite“ die „Glücksseite“ ist, wäre danach Benjamin nicht das „Leidkind“, sondern das „Glückskind“. Im Hebräischen ist dieser Sprachgebrauch aber nicht belegt. (2d) Alternativ wird Benjamin gelegentlich als „Kind des Südens“ erklärt – entweder deshalb, weil Benjamin als einziges Kind Jakobs in Kanaan und damit südlich von Aram geboren war (z.B. Raschi, Ramban) oder weil das Stammesgebiet der Benjaminiter das südlichste von Nordisrael war (z.B. Klein 2019, S. 167). (2e) Tur schließlich nimmt ein Wortspiel an: Rahel habe das missverständliche „Sohn von &#039;&#039;Oni&#039;&#039;“ gewählt und dabei nicht „Sohn meines Leids“ gemeint, sondern eben „Sohn meiner Kraft“, und Jakob hätte dies nur präzisiert, indem er seinen Sohn umbenannte zu „Sohn der rechten = kräftigen Hand.“ &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt; &lt;/del&gt;(2f) Mir (S.W.) ist die Deutung von Radak am sympathischsten, weil nach ihr der Name „Benjamin“ auch im Buch Genesis Sinn macht – und das sollten wir erwarten, da nur bei ihm unter Jakobs Kindern eine Geschichte zu seinem Namen erzählt wird. Radak geht aus von [[Psalm 80#s18 |Ps 80,18]], wonach „jemand ist zu jemandes rechter Hand“ ein Ausdruck für einen besonders geliebten Menschen ist, den man nicht von seiner Seite weichen lässt. Danach wäre „Benjamin“ hier der „Sohn [&#039;&#039;meiner&#039;&#039; = Jakobs] rechter Hand“. Das würde dann weiter in der Josefserzählung erklären, warum Jakob nur Benjamin nicht mit seinen Brüdern nach Ägypten ziehen lassen hat (s. [[Genesis 42#s13 |Gen 42,13]].[[Genesis 42#s38 |38]]; ähnlich [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/14972/#h3 Mulzer 2008]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|18}} Als ihre Lebenskraft [sie] verließ, weil sie starb, sagte sie: „Sein Name [sei] Ben-Oni (=Sohn meiner Kraft, Sohn meines Leids)!“&amp;lt;br /&amp;gt;Aber sein Vater nannte ihn Benjamin (=Sohn der rechten Seite, Sohn des Südens, Sohn der Tage).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ben-Oni&#039;&#039; ... &#039;&#039;Benjamin&#039;&#039; - Umstrittener Name. 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(2c) Die meisten Ausleger:innen gehen denn auch hiervon aus, deuten dann aber weiter: weil im arabischen Sprachgebrauch die „rechte Seite“ die „Glücksseite“ ist, wäre danach Benjamin nicht das „Leidkind“, sondern das „Glückskind“. Im Hebräischen ist dieser Sprachgebrauch aber nicht belegt. (2d) Alternativ wird Benjamin gelegentlich als „Kind des Südens“ erklärt – entweder deshalb, weil Benjamin als einziges Kind Jakobs in Kanaan und damit südlich von Aram geboren war (z.B. Raschi, Ramban) oder weil das Stammesgebiet der Benjaminiter das südlichste von Nordisrael war (z.B. Klein 2019, S. 167). (2e) Tur schließlich nimmt ein Wortspiel an: Rahel habe das missverständliche „Sohn von &#039;&#039;Oni&#039;&#039;“ gewählt und dabei nicht „Sohn meines Leids“ gemeint, sondern eben „Sohn meiner Kraft“, und Jakob hätte dies nur präzisiert, indem er seinen Sohn umbenannte zu „Sohn der rechten = kräftigen Hand.“ &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(ähnlich Zakovitch 2012, S. 131). &lt;/ins&gt;(2f) Mir (S.W.) ist die Deutung von Radak am sympathischsten, weil nach ihr der Name „Benjamin“ auch im Buch Genesis Sinn macht – und das sollten wir erwarten, da nur bei ihm unter Jakobs Kindern eine Geschichte zu seinem Namen erzählt wird. Radak geht aus von [[Psalm 80#s18 |Ps 80,18]], wonach „jemand ist zu jemandes rechter Hand“ ein Ausdruck für einen besonders geliebten Menschen ist, den man nicht von seiner Seite weichen lässt. Danach wäre „Benjamin“ hier der „Sohn [&#039;&#039;meiner&#039;&#039; = Jakobs] rechter Hand“. Das würde dann weiter in der Josefserzählung erklären, warum Jakob nur Benjamin nicht mit seinen Brüdern nach Ägypten ziehen lassen hat (s. [[Genesis 42#s13 |Gen 42,13]].[[Genesis 42#s38 |38]]; ähnlich [https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/14972/#h3 Mulzer 2008]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 10:02 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 09:59 Uhr</title>
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Man lese es also unter Vorbehalt; es ist sehr gut möglich, dass die Verse damit missverstanden sind.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist das Wort &#039;&#039;kibrah&#039;&#039; in V. 16 richtig als „ungefähr 10km“ verstanden, befindet Jakobs Reisegruppe sich zu Beginn dieses Abschnitts gerade mitten in Jerusalem. Von der Klagemauer bis Bethlehem sind es z.B. 8,4km Luftlinie. V. 21 macht das noch deutlicher: Dass die Reisegruppe kurz darauf ihr Zelt „jenseits eines Herdenturms / jenseits von Migdal Eder“ aufschlägt, soll gewiss anspielen auf den Herdenturm / das Migdal Eder, der in m.Schek vii 4; j.Kid 63a; b.Kid 55a in die Nähe Jerusalems verortet wird und der nach [[Micha 4#s8 |Mi 4,8]] zu Jerusalem gehört. Und dennoch wird es so dargestellt, als seien sie gerade unterwegs auf freiem Feld, als seien sie nur auf dem Weg im Niemalsland zwischen den zwei Orten Bethel und Bethlehem.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist weiterhin die Schlagseite des Götzenbegräbnisses in V. 4 und des Debora-Begräbnisses in V. 8 richtig verstanden worden, ist es dann höchst bedeutsam, dass in &amp;lt;b&amp;gt;V. 19&amp;lt;/b&amp;gt; überraschend Jakobs geliebte Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela begraben wird, sondern ebenfalls am Wegesrand: Hat wirklich das Götzenbegräbnis den Baum von Sichem als Kultstätte ausgeschaltet und das Begräbnis von Debora den Baum von Bethel, scheint hier sehr verklausuliert darauf angespielt zu sein, dass mit dem Begräbnis von Rahel, deren Grab sich „bis heute“ dort befindet (&amp;lt;b&amp;gt;V. 20&amp;lt;/b&amp;gt;), auch der Jerusalemer Tempel als Kultstätte ausgeschaltet ist. Das passt zum Anliegen der Jakoberzählung, statt dem Jerusalemer Tempel Bethel als Kultort zu etablieren, an den das Volk sogar seinen Zehnt entrichten soll (vgl. wieder Oswald 2009, S. 156.166f.). Ist es aber vorstellbar, dass ein derart offensiv „anti-jerusalemischer“ (Oswald 2009, S. 166) Abschnitt in der Bibel bewahrt ist? Ich zweifle, aber die Textlogik scheint dies tatsächlich nahezulegen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;V. 21&#039;&#039;&#039; legte zu dieser kultischen Diskreditierung Jerusalems noch eine moralische dazu: Als „Israel“ in „diesem Land“ wohnte, macht sich Israels Erstgeborener einer sexuellen Sünde schuldig, die ähnlich schwer wiegt wie die der Sichemiter in [[Genesis 34 |Gen 34]]. „So etwas geschieht, wenn Israel in ‚diesem Land‘ lebt...“ Besser halte man sich daher an Bethel: Israels neuerlicher Niedergang mit dem Tod Rahels und der Sünde seines Erstgeborenen begann in V. 16 mit dem Aufbruch von Bethel.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;small&amp;gt;So müssen die &amp;lt;b&amp;gt;Vv. 16-22&amp;lt;/b&amp;gt; jedenfalls auf den ersten Blick verstanden werden. Ich (S.W.) möchte hier alternativ eine neue Deutung vorschlagen, die, wenn sie richtig sein sollte, bedeutungsschwer wäre. Der Leser sei gewarnt: Neue und bedeutungsschwere Deutungen sind oft schlicht falsch, und von bisherigen Deutungen geht weniges auch nur in die Richtung des Folgenden. Man lese es also unter Vorbehalt; es ist sehr gut möglich, dass die Verse damit missverstanden sind.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist das Wort &#039;&#039;kibrah&#039;&#039; in V. 16 richtig als „ungefähr 10km“ verstanden, befindet Jakobs Reisegruppe sich zu Beginn dieses Abschnitts gerade mitten in Jerusalem. Von der Klagemauer bis Bethlehem sind es z.B. 8,4km Luftlinie. V. 21 macht das noch deutlicher: Dass die Reisegruppe kurz darauf ihr Zelt „jenseits eines Herdenturms / jenseits von Migdal Eder“ aufschlägt, soll gewiss anspielen auf den Herdenturm / das Migdal Eder, der in m.Schek vii 4; j.Kid 63a; b.Kid 55a in die Nähe Jerusalems verortet wird und der nach [[Micha 4#s8 |Mi 4,8]] zu Jerusalem gehört. Und dennoch wird es so dargestellt, als seien sie gerade unterwegs auf freiem Feld, als seien sie nur auf dem Weg im Niemalsland zwischen den zwei Orten Bethel und Bethlehem&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Jerusalem ist keiner Rede wert&lt;/ins&gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist weiterhin die Schlagseite des Götzenbegräbnisses in V. 4 und des Debora-Begräbnisses in V. 8 richtig verstanden worden, ist es dann höchst bedeutsam, dass in &amp;lt;b&amp;gt;V. 19&amp;lt;/b&amp;gt; überraschend Jakobs geliebte Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela begraben wird, sondern ebenfalls am Wegesrand: Hat wirklich das Götzenbegräbnis den Baum von Sichem als Kultstätte ausgeschaltet und das Begräbnis von Debora den Baum von Bethel, scheint hier sehr verklausuliert darauf angespielt zu sein, dass mit dem Begräbnis von Rahel, deren Grab sich „bis heute“ dort befindet (&amp;lt;b&amp;gt;V. 20&amp;lt;/b&amp;gt;), auch der Jerusalemer Tempel als Kultstätte ausgeschaltet ist. Das passt zum Anliegen der Jakoberzählung, statt dem Jerusalemer Tempel Bethel als Kultort zu etablieren, an den das Volk sogar seinen Zehnt entrichten soll (vgl. wieder Oswald 2009, S. 156.166f.). Ist es aber vorstellbar, dass ein derart offensiv „anti-jerusalemischer“ (Oswald 2009, S. 166) Abschnitt in der Bibel bewahrt ist? Ich zweifle, aber die Textlogik scheint dies tatsächlich nahezulegen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;V. 21&#039;&#039;&#039; legte zu dieser kultischen Diskreditierung Jerusalems noch eine moralische dazu: Als „Israel“ in „diesem Land“ wohnte, macht sich Israels Erstgeborener einer sexuellen Sünde schuldig, die ähnlich schwer wiegt wie die der Sichemiter in [[Genesis 34 |Gen 34]]. „So etwas geschieht, wenn Israel in ‚diesem Land‘ lebt...“ Besser halte man sich daher an Bethel: Israels neuerlicher Niedergang mit dem Tod Rahels und der Sünde seines Erstgeborenen begann in V. 16 mit dem Aufbruch von Bethel.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 09:57 Uhr</title>
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Damit geht zwar in &#039;&#039;&#039;V. 17&#039;&#039;&#039; ihr Wunsch aus [[Genesis 30#s24 |Gen 30,24]] in Erfüllung und sie gebiert noch einen weiteren Sohn – doch Rahel selbst stirbt im Kindbett. Jakob wird dieser zweite Sohn seiner geliebten Frau daher ähnlich wichtig wie Josef, und nachdem ihm bereits Rahel in &#039;&#039;&#039;V. 18&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;Ben-Oni&#039;&#039; den Ehrennamen „Sohn ihrer Kraft“ verliehen hat, überbietet er dies noch und macht Ben-Oni zu &#039;&#039;Benjamin&#039;&#039;, den „Sohn [seiner] rechten Seite“ – &#039;&#039;den&#039;&#039; Sohn also, den er künftig hüten wird wie seinen Augapfel.&amp;lt;br /&amp;gt;Daraufhin wird zum dritten Mal ein Grab am Wegesrand ausgehoben: Diesmal wird in &#039;&#039;&#039;V. 19&#039;&#039;&#039; Jakobs geliebte Frau Rahel begraben. Anders als in den anderen beiden Fällen wird aber ihr die Ehre zuteil, dass Jakob für sie immerhin in &#039;&#039;&#039;V. 20&#039;&#039;&#039; eine Mazzebe errichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Warum damit Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela bestattet ist (s.o.; s. noch [[Genesis 49#s31 |Gen 49,31]]) und warum sie mit ihrem defizitären Begräbnis am Weg auch noch mit den verborgenen Götzen und der begrabenen Debora parallelisiert wird, ist bisher unerklärt. Cox / Ackerman 2009 raten wegen den Bräuchen anderer Kulturen darauf, dass der Tod im Kindbett ein solches Begräbnis im „ordentlichen Grab“ verunmöglicht hätte, weil es sich dabei um einen „schlimmen Tod“ handle: Bei einer Geburt wurde eine Frau zeitweise unrein, Leichen waren unrein, ergo seien im Kindbett gestorbene Leichen hyper-unrein und hätten &#039;&#039;deshalb&#039;&#039; kein ordentliches Begräbnis erhalten können (Ackerman 2014, S. 19). In der Bibel und in rabbinischen Schriften findet sich aber überhaupt kein Indiz, dass es sich im Alten Israel so verhielt. Auch die Textlogik spricht stark gegen diese Deutung, da dann die beiden abnormalen Begräbnisse von Debora und Rahel unterschiedlich erklärt werden müssten. Die alten jüdischen Ausleger haben anders gedeutet: Rabbenu Bahja leitet aus unserer Stelle, [[Genesis 23#s19 |Gen 23,19]] und [[Numeri 20#s1 |Num 20,1]] stattdessen ab, dass der Usus des Totentransports nur für Männer gebräuchlich gewesen sei, und erklärt dies mit einem Ausspruch im Midrasch, der das mit der „größeren Würde von Frauen“ begründet: Wegen &#039;&#039;dieser&#039;&#039; hätten Frauen dort begraben werden müssen, wo sie gestorben waren. Dieser Ausspruch ist allerdings im Midrasch nicht bezeugt; von welcher Stelle Bahja spricht, ist ungewiss. Der Midrasch, dem Jakobs Handeln offenbar selbst erklärungsbedürftig schien, fabuliert stattdessen, Jakob habe vorausgesehen, dass dereinst die Exulanten an dieser Stelle vorbeiziehen sollten, und habe daher Rahel hier begraben, damit sie ihnen Trost spende (ähnlich Pesikta Rabbati 3,4; Lekach Tob; Raschi; Franziskus Vatablus). Schon hier ist also ein stückweit vorweggenommen, wie Rahel heute im Judentum verstanden wird: Als Schutzheilige von Israeliten im Exil. Die ursprünglich angezielte Bedeutung der Verse ist aber &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;das &lt;/del&gt;natürlich nicht. Vv. 19f. müssen daher als bisher unerklärt gelten, wenn man sich nicht Ackerman und Cox / Ackerman anschließen will.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Zu Vv. 9-15 gleich mehr, zunächst weiter zu &#039;&#039;&#039;Vv. 16-20&#039;&#039;&#039;: Nachdem der Altar errichtet wurde, macht sich die Reisegruppe wieder auf den Weg. Da wird in &#039;&#039;&#039;V. 16&#039;&#039;&#039; auf einmal berichtet, dass Rahel übrigens ein weiteres Mal schwanger geworden war und dass nun die Zeit der Niederkunft gekommen ist. Leider! Denn das Timing ist denkbar schlecht; nur noch eine Postmeile wäre bis nach Efrata zurückzulegen gewesen. Und so muss sie ihren Sohn auf freiem Feld zur Welt bringen. Damit geht zwar in &#039;&#039;&#039;V. 17&#039;&#039;&#039; ihr Wunsch aus [[Genesis 30#s24 |Gen 30,24]] in Erfüllung und sie gebiert noch einen weiteren Sohn – doch Rahel selbst stirbt im Kindbett. Jakob wird dieser zweite Sohn seiner geliebten Frau daher ähnlich wichtig wie Josef, und nachdem ihm bereits Rahel in &#039;&#039;&#039;V. 18&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;Ben-Oni&#039;&#039; den Ehrennamen „Sohn ihrer Kraft“ verliehen hat, überbietet er dies noch und macht Ben-Oni zu &#039;&#039;Benjamin&#039;&#039;, den „Sohn [seiner] rechten Seite“ – &#039;&#039;den&#039;&#039; Sohn also, den er künftig hüten wird wie seinen Augapfel.&amp;lt;br /&amp;gt;Daraufhin wird zum dritten Mal ein Grab am Wegesrand ausgehoben: Diesmal wird in &#039;&#039;&#039;V. 19&#039;&#039;&#039; Jakobs geliebte Frau Rahel begraben. Anders als in den anderen beiden Fällen wird aber ihr die Ehre zuteil, dass Jakob für sie immerhin in &#039;&#039;&#039;V. 20&#039;&#039;&#039; eine Mazzebe errichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Warum damit Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela bestattet ist (s.o.; s. noch [[Genesis 49#s31 |Gen 49,31]]) und warum sie mit ihrem defizitären Begräbnis am Weg auch noch mit den verborgenen Götzen und der begrabenen Debora parallelisiert wird, ist bisher unerklärt. Cox / Ackerman 2009 raten wegen den Bräuchen anderer Kulturen darauf, dass der Tod im Kindbett ein solches Begräbnis im „ordentlichen Grab“ verunmöglicht hätte, weil es sich dabei um einen „schlimmen Tod“ handle: Bei einer Geburt wurde eine Frau zeitweise unrein, Leichen waren unrein, ergo seien im Kindbett gestorbene Leichen hyper-unrein und hätten &#039;&#039;deshalb&#039;&#039; kein ordentliches Begräbnis erhalten können (Ackerman 2014, S. 19). In der Bibel und in rabbinischen Schriften findet sich aber überhaupt kein Indiz, dass es sich im Alten Israel so verhielt. Auch die Textlogik spricht stark gegen diese Deutung, da dann die beiden abnormalen Begräbnisse von Debora und Rahel unterschiedlich erklärt werden müssten. Die alten jüdischen Ausleger haben anders gedeutet: Rabbenu Bahja leitet aus unserer Stelle, [[Genesis 23#s19 |Gen 23,19]] und [[Numeri 20#s1 |Num 20,1]] stattdessen ab, dass der Usus des Totentransports nur für Männer gebräuchlich gewesen sei, und erklärt dies mit einem Ausspruch im Midrasch, der das mit der „größeren Würde von Frauen“ begründet: Wegen &#039;&#039;dieser&#039;&#039; hätten Frauen dort begraben werden müssen, wo sie gestorben waren. Dieser Ausspruch ist allerdings im Midrasch nicht bezeugt; von welcher Stelle Bahja spricht, ist ungewiss. Der Midrasch, dem Jakobs Handeln offenbar selbst erklärungsbedürftig schien, fabuliert stattdessen, Jakob habe vorausgesehen, dass dereinst die Exulanten an dieser Stelle vorbeiziehen sollten, und habe daher Rahel hier begraben, damit sie ihnen Trost spende (ähnlich Pesikta Rabbati 3,4; Lekach Tob; Raschi; Franziskus Vatablus). Schon hier ist also ein stückweit vorweggenommen, wie Rahel heute im Judentum verstanden wird: Als Schutzheilige von Israeliten im Exil. Die ursprünglich angezielte Bedeutung der Verse ist &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;das &lt;/ins&gt;aber natürlich nicht. Vv. 19f. müssen daher als bisher unerklärt gelten, wenn man sich nicht Ackerman und Cox / Ackerman anschließen will.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 09:50 Uhr</title>
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		<updated>2023-07-11T09:50:28Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 09:45 Uhr</title>
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Damit geht zwar in &#039;&#039;&#039;V. 17&#039;&#039;&#039; ihr Wunsch aus [[Genesis 30#s24 |Gen 30,24]] in Erfüllung und sie gebiert noch einen weiteren Sohn – doch Rahel selbst stirbt im Kindbett. Jakob wird dieser zweite Sohn seiner geliebten Frau daher ähnlich wichtig wie Josef, und nachdem ihm bereits Rahel in &#039;&#039;&#039;V. 18&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;Ben-Oni&#039;&#039; den Ehrennamen „Sohn ihrer Kraft“ verliehen hat, überbietet er dies noch und macht Ben-Oni zu &#039;&#039;Benjamin&#039;&#039;, den „Sohn [seiner] rechten Seite“ – &#039;&#039;den&#039;&#039; Sohn also, den er künftig hüten wird wie seinen Augapfel.&amp;lt;br /&amp;gt;Daraufhin wird zum dritten Mal ein Grab am Wegesrand ausgehoben: Diesmal wird in &#039;&#039;&#039;V. 19&#039;&#039;&#039; Jakobs geliebte Frau Rahel begraben. Anders als in den anderen beiden Fällen wird aber ihr die Ehre zuteil, dass Jakob für sie immerhin in &#039;&#039;&#039;V. 20&#039;&#039;&#039; eine Mazzebe errichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Warum damit Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela bestattet ist (s.o.; s. noch [[Genesis 49#s31 |Gen 49,31]]) und warum sie mit ihrem defizitären Begräbnis am Weg auch noch mit den verborgenen Götzen und der begrabenen Debora parallelisiert wird, ist bisher unerklärt. Cox / Ackerman 2009 raten wegen den Bräuchen anderer Kulturen darauf, dass der Tod im Kindbett ein solches Begräbnis im „ordentlichen Grab“ verunmöglicht hätte, weil es sich dabei um einen „schlimmen Tod“ handle: Bei einer Geburt wurde eine Frau zeitweise unrein, Leichen waren unrein, ergo seien im Kindbett gestorbene Leichen hyper-unrein und hätten &#039;&#039;deshalb&#039;&#039; kein ordentliches Begräbnis erhalten können (Ackerman 2014, S. 19). In der Bibel und in rabbinischen Schriften findet sich aber überhaupt kein Indiz, dass es sich im Alten Israel so verhielt. Auch die Textlogik spricht stark gegen diese Deutung, da dann die beiden abnormalen Begräbnisse von Debora und Rahel unterschiedlich erklärt werden müssten. Die alten jüdischen Ausleger haben anders gedeutet: Rabbenu Bahja leitet aus unserer Stelle, [[Genesis 23#s19 |Gen 23,19]] und [[Numeri 20#s1 |Num 20,1]] stattdessen ab, dass der Usus des Totentransports nur für Männer gebräuchlich gewesen sei, und erklärt dies mit einem Ausspruch im Midrasch, der das mit der „größeren Würde von Frauen“ begründet: Wegen &#039;&#039;dieser&#039;&#039; hätten Frauen dort begraben werden müssen, wo sie gestorben waren. Dieser Ausspruch ist allerdings im Midrasch nicht bezeugt; von welcher Stelle Bahja spricht, ist ungewiss. Der Midrasch, dem Jakobs Handeln offenbar selbst erklärungsbedürftig schien, fabuliert stattdessen, Jakob habe vorausgesehen, dass dereinst die Exulanten an dieser Stelle vorbeiziehen sollten, und habe daher Rahel hier begraben, damit sie ihnen Trost spende (ähnlich Pesikta Rabbati 3,4; Lekach Tob; Raschi; Vatablus). Schon hier ist also ein stückweit vorweggenommen, wie Rahel heute im Judentum verstanden wird: Als Schutzheilige von Israeliten im Exil. Die ursprünglich angezielte Bedeutung der Verse ist aber das natürlich nicht. Vv. 19f. müssen daher als bisher unerklärt gelten, wenn man sich nicht Ackerman und Cox / Ackerman anschließen will.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Zu Vv. 9-15 gleich mehr, zunächst weiter zu &#039;&#039;&#039;Vv. 16-20&#039;&#039;&#039;: Nachdem der Altar errichtet wurde, macht sich die Reisegruppe wieder auf den Weg. Da wird in &#039;&#039;&#039;V. 16&#039;&#039;&#039; auf einmal berichtet, dass Rahel übrigens ein weiteres Mal schwanger geworden war und dass nun die Zeit der Niederkunft gekommen ist. Leider! Denn das Timing ist denkbar schlecht; nur noch eine Postmeile wäre bis nach Efrata zurückzulegen gewesen. Und so muss sie ihren Sohn auf freiem Feld zur Welt bringen. 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In der Bibel und in rabbinischen Schriften findet sich aber überhaupt kein Indiz, dass es sich im Alten Israel so verhielt. Auch die Textlogik spricht stark gegen diese Deutung, da dann die beiden abnormalen Begräbnisse von Debora und Rahel unterschiedlich erklärt werden müssten. Die alten jüdischen Ausleger haben anders gedeutet: Rabbenu Bahja leitet aus unserer Stelle, [[Genesis 23#s19 |Gen 23,19]] und [[Numeri 20#s1 |Num 20,1]] stattdessen ab, dass der Usus des Totentransports nur für Männer gebräuchlich gewesen sei, und erklärt dies mit einem Ausspruch im Midrasch, der das mit der „größeren Würde von Frauen“ begründet: Wegen &#039;&#039;dieser&#039;&#039; hätten Frauen dort begraben werden müssen, wo sie gestorben waren. Dieser Ausspruch ist allerdings im Midrasch nicht bezeugt; von welcher Stelle Bahja spricht, ist ungewiss. Der Midrasch, dem Jakobs Handeln offenbar selbst erklärungsbedürftig schien, fabuliert stattdessen, Jakob habe vorausgesehen, dass dereinst die Exulanten an dieser Stelle vorbeiziehen sollten, und habe daher Rahel hier begraben, damit sie ihnen Trost spende (ähnlich Pesikta Rabbati 3,4; Lekach Tob; Raschi; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Franziskus &lt;/ins&gt;Vatablus). Schon hier ist also ein stückweit vorweggenommen, wie Rahel heute im Judentum verstanden wird: Als Schutzheilige von Israeliten im Exil. Die ursprünglich angezielte Bedeutung der Verse ist aber das natürlich nicht. Vv. 19f. müssen daher als bisher unerklärt gelten, wenn man sich nicht Ackerman und Cox / Ackerman anschließen will.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_35&amp;diff=37789&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2023 um 09:44 Uhr</title>
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		<updated>2023-07-11T09:44:24Z</updated>

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Damit geht zwar in &#039;&#039;&#039;V. 17&#039;&#039;&#039; ihr Wunsch aus [[Genesis 30#s24 |Gen 30,24]] in Erfüllung und sie gebiert noch einen weiteren Sohn – doch Rahel selbst stirbt im Kindbett. Jakob wird dieser zweite Sohn seiner geliebten Frau daher ähnlich wichtig wie Josef, und nachdem ihm bereits Rahel in &#039;&#039;&#039;V. 18&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;Ben-Oni&#039;&#039; den Ehrennamen „Sohn ihrer Kraft“ verliehen hat, überbietet er dies noch und macht Ben-Oni zu &#039;&#039;Benjamin&#039;&#039;, den „Sohn [seiner] rechten Seite“ – &#039;&#039;den&#039;&#039; Sohn also, den er künftig hüten wird wie seinen Augapfel.&amp;lt;br /&amp;gt;Daraufhin wird zum dritten Mal ein Grab am Wegesrand ausgehoben: Diesmal wird in &#039;&#039;&#039;V. 19&#039;&#039;&#039; Jakobs geliebte Frau Rahel begraben. Anders als in den anderen beiden Fällen wird aber ihr die Ehre zuteil, dass Jakob für sie immerhin in &#039;&#039;&#039;V. 20&#039;&#039;&#039; eine Mazzebe errichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Warum damit Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela bestattet ist (s.o.; s. noch [[Genesis 49#s31 |Gen 49,31]]) und warum sie mit ihrem defizitären Begräbnis am Weg auch noch mit den verborgenen Götzen und der begrabenen Debora parallelisiert wird, ist bisher unerklärt. Cox / Ackerman 2009 raten wegen den Bräuchen anderer Kulturen darauf, dass der Tod im Kindbett ein solches Begräbnis im „ordentlichen Grab“ verunmöglicht hätte, weil es sich dabei um einen „schlimmen Tod“ handle: Bei einer Geburt wurde eine Frau zeitweise unrein, Leichen waren unrein, ergo seien im Kindbett gestorbene Leichen hyper-unrein und hätten &#039;&#039;deshalb&#039;&#039; kein ordentliches Begräbnis erhalten können (Ackerman 2014, S. 19). In der Bibel und in rabbinischen Schriften findet sich aber überhaupt kein Indiz, dass es sich im Alten Israel so verhielt. Auch die Textlogik spricht stark gegen diese Deutung, da dann die beiden abnormalen Begräbnisse von Debora und Rahel unterschiedlich erklärt werden müssten. Die alten jüdischen Ausleger haben anders gedeutet: Rabbenu Bahja leitet aus unserer Stelle, [[Genesis 23#s19 |Gen 23,19]] und [[Numeri 20#s1 |Num 20,1]] stattdessen ab, dass der Usus des Totentransports nur für Männer gebräuchlich gewesen sei, und erklärt dies mit einem Ausspruch im Midrasch, der das mit der „größeren Würde von Frauen“ begründet: Wegen &#039;&#039;dieser&#039;&#039; hätten Frauen dort begraben werden müssen, wo sie gestorben waren. Dieser Ausspruch ist allerdings im Midrasch nicht bezeugt; von welcher Stelle Bahja spricht, ist ungewiss. Der Midrasch, dem Jakobs Handeln offenbar selbst erklärungsbedürftig schien, fabuliert stattdessen, Jakob habe vorausgesehen, dass dereinst die Exulanten an dieser Stelle vorbeiziehen sollten, und habe daher Rahel hier begraben, damit sie ihnen Trost spende (ähnlich Pesikta Rabbati 3,4; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Midrasch &lt;/del&gt;Lekach &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Tov&lt;/del&gt;; Raschi; Vatablus). Schon hier ist also ein stückweit vorweggenommen, wie Rahel heute im Judentum verstanden wird: Als Schutzheilige von Israeliten im Exil. Die ursprünglich angezielte Bedeutung der Verse ist aber das natürlich nicht. Vv. 19f. müssen daher als bisher unerklärt gelten, wenn man sich nicht Ackerman und Cox / Ackerman anschließen will.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Zu Vv. 9-15 gleich mehr, zunächst weiter zu &#039;&#039;&#039;Vv. 16-20&#039;&#039;&#039;: Nachdem der Altar errichtet wurde, macht sich die Reisegruppe wieder auf den Weg. Da wird in &#039;&#039;&#039;V. 16&#039;&#039;&#039; auf einmal berichtet, dass Rahel übrigens ein weiteres Mal schwanger geworden war und dass nun die Zeit der Niederkunft gekommen ist. Leider! Denn das Timing ist denkbar schlecht; nur noch eine Postmeile wäre bis nach Efrata zurückzulegen gewesen. Und so muss sie ihren Sohn auf freiem Feld zur Welt bringen. Damit geht zwar in &#039;&#039;&#039;V. 17&#039;&#039;&#039; ihr Wunsch aus [[Genesis 30#s24 |Gen 30,24]] in Erfüllung und sie gebiert noch einen weiteren Sohn – doch Rahel selbst stirbt im Kindbett. Jakob wird dieser zweite Sohn seiner geliebten Frau daher ähnlich wichtig wie Josef, und nachdem ihm bereits Rahel in &#039;&#039;&#039;V. 18&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;Ben-Oni&#039;&#039; den Ehrennamen „Sohn ihrer Kraft“ verliehen hat, überbietet er dies noch und macht Ben-Oni zu &#039;&#039;Benjamin&#039;&#039;, den „Sohn [seiner] rechten Seite“ – &#039;&#039;den&#039;&#039; Sohn also, den er künftig hüten wird wie seinen Augapfel.&amp;lt;br /&amp;gt;Daraufhin wird zum dritten Mal ein Grab am Wegesrand ausgehoben: Diesmal wird in &#039;&#039;&#039;V. 19&#039;&#039;&#039; Jakobs geliebte Frau Rahel begraben. Anders als in den anderen beiden Fällen wird aber ihr die Ehre zuteil, dass Jakob für sie immerhin in &#039;&#039;&#039;V. 20&#039;&#039;&#039; eine Mazzebe errichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Warum damit Rahel als einzige Matriarchin nicht in Machpela bestattet ist (s.o.; s. noch [[Genesis 49#s31 |Gen 49,31]]) und warum sie mit ihrem defizitären Begräbnis am Weg auch noch mit den verborgenen Götzen und der begrabenen Debora parallelisiert wird, ist bisher unerklärt. Cox / Ackerman 2009 raten wegen den Bräuchen anderer Kulturen darauf, dass der Tod im Kindbett ein solches Begräbnis im „ordentlichen Grab“ verunmöglicht hätte, weil es sich dabei um einen „schlimmen Tod“ handle: Bei einer Geburt wurde eine Frau zeitweise unrein, Leichen waren unrein, ergo seien im Kindbett gestorbene Leichen hyper-unrein und hätten &#039;&#039;deshalb&#039;&#039; kein ordentliches Begräbnis erhalten können (Ackerman 2014, S. 19). In der Bibel und in rabbinischen Schriften findet sich aber überhaupt kein Indiz, dass es sich im Alten Israel so verhielt. Auch die Textlogik spricht stark gegen diese Deutung, da dann die beiden abnormalen Begräbnisse von Debora und Rahel unterschiedlich erklärt werden müssten. Die alten jüdischen Ausleger haben anders gedeutet: Rabbenu Bahja leitet aus unserer Stelle, [[Genesis 23#s19 |Gen 23,19]] und [[Numeri 20#s1 |Num 20,1]] stattdessen ab, dass der Usus des Totentransports nur für Männer gebräuchlich gewesen sei, und erklärt dies mit einem Ausspruch im Midrasch, der das mit der „größeren Würde von Frauen“ begründet: Wegen &#039;&#039;dieser&#039;&#039; hätten Frauen dort begraben werden müssen, wo sie gestorben waren. Dieser Ausspruch ist allerdings im Midrasch nicht bezeugt; von welcher Stelle Bahja spricht, ist ungewiss. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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