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	<title>Ijob 31 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Ijob_31&amp;diff=38599&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 2. September 2023 um 04:39 Uhr</title>
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Gemeint ist wohl: Ijobs „Zeltgenossen“ – die Rede ist vermutlich im Gegensatz zu den Migranten und Wanderern im nächsten Vers von den steten Bewohner seines Zeltes, also seinen Familienangehörigen, Knechten und Sklaven – speißen so gerne an Ijobs Tafel, dass sie bedauern, wegen Sättigung je mit dem Essen aufhören zu müssen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Die Funktion von „&amp;lt;u&amp;gt;Wenn nicht&amp;lt;/u&amp;gt;“ im Kontext von Ijob 31 ist klar; eingeleitet wird damit ein Sachverhalt oder Tatbestand, der, wenn er nicht der Fall wäre, Ijobs Sündigkeit bedeuten würde; s. Vv. 5.6.9.13.16.19.20.21.24.25.26f.29. Der Ausdruck „&amp;lt;u&amp;gt;Wer könnte geben, dass...&amp;lt;/u&amp;gt;“ findet sich 25x im AT; 23x davon sicher als Einleitung eines Wunsches („Gäbe es doch jemanden, der dafür sorgen könnte, dass...“); auch oft im Ijobbuch, s. [[Ijob 6#s8 |Ijob 6,8]]; [[Ijob 11#s5 |11,5]]; [[Ijob 13#s5 |13,5]]; [[Ijob 14#s13 |14,13]];  [[Ijob 19#s23 |19,23]]; [[Ijob 23#s3 |23,3]]; [[Ijob 29#s2 |29,2]]; [[Ijob 31#s35 |31,35]]. Die einzigen beiden Stellen, für die diskutiert wird,  dass dieser Ausdruck auch nicht als Einleitung einen Wunsch verwendet werden könnte, sind [[Ijob 14#s4 |Ijob 14,4]] und unsere Stelle;  so z.B. sogar Jongeling 1974 und Seidl 2001. Zu Ijob 14,4 s. dort; an unserer Stelle wäre dann zu übersetzen: „Wen gibt es, der nicht satt geworden ist durch sein Fleisch!?“ Bei diesem Zahlenverhältnis von 23 von 25 Stellen bräuchte es sehr starke kontextuelle Argumente dafür, den Ausdruck nicht-idiomatisch zu deuten. Die gibt es nicht, dennoch ist dies die Mehrheitsübersetzung; so fast alle Üss (Ausnahmen: LUT 1545 (anders als LUT 1912, 1984 oder 2017): „O wolt Gott das wir von seinem fleisch nicht gesettiget würden.“; TUR: „Ach, könnten wir von seinem Fleische nie ersatten!“). Die sprachlich sehr viel näher liegende Deutung ist also die: Ijob bezeugt seine Rechtschaffenheit damit, dass seine Zeltgenossen sich etwas wünschen („Wenn meine Zeltgenossen nicht sagen würden: ‚Wer könnte geben, dass...!?‘“). Das &amp;lt;u&amp;gt;Verb in ihrem Wunschsatz&amp;lt;/u&amp;gt; könnte entweder ein Verb mit der Endung für 1. Pers. Pl. sein oder ein Partizip Passiv Sg. Mask., also entweder „... dass wir nicht/nie satt würden“ oder „dass es nicht-Gesättigte/nicht Sättung [gäbe/der Fall wäre].“ Und das „&amp;lt;u&amp;gt;Fleisch&amp;lt;/u&amp;gt;“ Ijobs könnte entweder das Mahl sein, das Ijob je servierte (Fleisch war im Alten Orient eine Festtagsspeise) oder sein eigenes Fleisch.&amp;lt;br /&amp;gt;Nimmt man dies zusammen, ergeben sich als die zwei wahrscheinlichsten Bedeutungen des Verses: (1) „[Meine Zeltgenossen wünschen sich:] ‚Ach, dass man sich doch nicht an seinem Fleisch sättigte/gesättigt habe!‘“; sie bedauern ihn also für die Anfeindungen, die er erfahren muss, die hier – wie in [[Psalm 14#s4 |Ps 14,4]]; [[Psalm 27#s2 |27,2]]; [[Psalm 53#s4 |Ps 53,4]]; [[Ezechiel 22#s25 |Ez 22,25]]; [[Micha 3#s3 |Mi 3,3]] und im sehr ähnlichen Vers [[Ijob 19#s22 |Ijob 19,22]] – übertreibend als Kannibalismus dargestellt werden; (2) „[Meine Zeltgenossen wünschen sich:]  ‚Ach, dass wir doch nie von seinem Fleisch satt würden!‘“; Ijob wäre also ein so guter Tischherr, dass sie bedauern, je von seiner Tafel aufstehen zu müssen. Direkt an diesen Wunsch schließt sich Ijobs Selbstzeugnis an, dass er auch für Migranten und Wanderer ein guter Gastgeber sei; der Kontext spricht also stark für die zweite Variante, die ja in etwa auch das selbe impliziert wie die Mehrheitsübersetzung. Ähnlich auch Lund 1903, S. 274: „O, that we never may be satisfied with his flesh!“&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; &lt;/del&gt;{{par|Deuteronomium|28|54|55}}{{par|Sprichwörter|11|25}}{{par|Jesaja|58|10}}&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;_„Wer könnte geben, dass (Oh, dass doch!, Wen gibt es, der) von seinem Fleische nie ({nie}) wir satt würden (man sich nicht gesättigt habe, man nicht gesättigt worden sei)!“&amp;lt;ref&amp;gt;Vieldiskutierter Vers. Gemeint ist wohl: Ijobs „Zeltgenossen“ – die Rede ist vermutlich im Gegensatz zu den Migranten und Wanderern im nächsten Vers von den steten Bewohner seines Zeltes, also seinen Familienangehörigen, Knechten und Sklaven – speißen so gerne an Ijobs Tafel, dass sie bedauern, wegen Sättigung je mit dem Essen aufhören zu müssen.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Genauer&#039;&#039;&#039;: Die Funktion von „&amp;lt;u&amp;gt;Wenn nicht&amp;lt;/u&amp;gt;“ im Kontext von Ijob 31 ist klar; eingeleitet wird damit ein Sachverhalt oder Tatbestand, der, wenn er nicht der Fall wäre, Ijobs Sündigkeit bedeuten würde; s. Vv. 5.6.9.13.16.19.20.21.24.25.26f.29. Der Ausdruck „&amp;lt;u&amp;gt;Wer könnte geben, dass...&amp;lt;/u&amp;gt;“ findet sich 25x im AT; 23x davon sicher als Einleitung eines Wunsches („Gäbe es doch jemanden, der dafür sorgen könnte, dass...“); auch oft im Ijobbuch, s. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 18. Januar 2023 um 20:38 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 13. August 2021 um 13:23 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<author><name>Mihi</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 24. Januar 2021 um 08:30 Uhr</title>
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		<updated>2021-01-24T08:30:59Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 19. Januar 2021 um 22:04 Uhr</title>
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		<updated>2021-01-19T22:04:00Z</updated>

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Beides macht auch nicht viel Sinn in einer Gesellschaft, die zum größten Teil aus Analphabeten bestand und wo daher Dokumente stattdessen nachweislich mit [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rollsiegel.JPG Rollsiegeln] oder [https://i.pinimg.com/564x/63/72/af/6372afe49ce0193d28bd09bd3a791d6e.jpg Siegelringen] „unterschrieben“ wurden. So dennoch die meisten Ausleger und Üss. Im Jerusalemer Talmud findet sich dann auch sehr wahrscheinlich doch ein Beleg für diese Praxis; nach j.Git ix 9 50d unterschrieb Rabbi Abbahu seine Dokumente mit einem „Aleph“, Rabbi Chisda dagegen mit einem „Samech“. Hezser 2011, S. 181 geht sinnvoll davon aus, dass „Alef“ und „Samech“ nicht für die Anfangsbuchstaben der beiden Rabbis stehen (da „Chisda“ mit &amp;#039;&amp;#039;Het&amp;#039;&amp;#039; beginnt, nicht mit Samech), sondern für ihre Form: Aleph hatte wie das althebräische Tau die Form eines Kreuzes, Samech die eines Kreises. Was Rabbi Abbahu tat, würde also exakt dem entsprechen, was vielleicht Ijob hier von sich sagt: Er unterschreibt mit einem Kreuzchen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wagemutigere Ausleger halten das Wort „Tau“ wegen dieser Stelle und doch auch wg. Ez 9,4.6 für einen Ausdruck für „Zeichen“; Fohrer 1963 übersetzt daher mit „Handzeichen“ und will es für etwas wie die Fingerabdrücke auf babylonischen Urkunden halten; Alter 2010 gleich für ein persönliches Rollsiegel. Noch wagemutigere Ausleger leiten aus Ez 9,4.6 ab, dass es speziell Zeichen für die Zugehörigkeit zu JHWH bezeichne, die man auf der Stirn trug, was daher auf eine Vorform der Phylakterien oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Tefillin Tefillin] anspiele (Stevenson 1951; Wolfers 1995; Witte 2004). Aber zu Ez 9,4.6 s. eben dort; und auch so sind alle drei Varianten zu hypothetisch.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;# Vorsichtigere Ausleger belassen es bei der Bedeutung „mein Tau“, sehen dies als Äquivalent für „mein Kreuz“, mutmaßen, dass Analphabeten im Alten Israel wie heute unter Dokumente statt einer Unterschrift ein Kreuz gesetzt hätten und dass Ijob daher mit dem Ausdruck „mein Kreuz“ auf eine von ihm ge- und hiermit unterschriebene Verteidigungsschrift verweise. Schon für Unterschriften an sich gibt es im Alten Israel aber keine Belege, und noch weniger für stattdessen gesetzte Kreuzchen. Beides macht auch nicht viel Sinn in einer Gesellschaft, die zum größten Teil aus Analphabeten bestand und wo daher Dokumente stattdessen nachweislich mit [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rollsiegel.JPG Rollsiegeln] oder [https://i.pinimg.com/564x/63/72/af/6372afe49ce0193d28bd09bd3a791d6e.jpg Siegelringen] „unterschrieben“ wurden. So dennoch die meisten Ausleger und Üss. Im Jerusalemer Talmud findet sich dann auch sehr wahrscheinlich doch ein Beleg für diese Praxis; nach j.Git ix 9 50d unterschrieb Rabbi Abbahu seine Dokumente mit einem „Aleph“, Rabbi Chisda dagegen mit einem „Samech“. Hezser 2011, S. 181 geht sinnvoll davon aus, dass „Alef“ und „Samech“ nicht für die Anfangsbuchstaben der beiden Rabbis stehen (da „Chisda“ mit &amp;#039;&amp;#039;Het&amp;#039;&amp;#039; beginnt, nicht mit Samech), sondern für ihre Form: Aleph hatte wie das althebräische Tau die Form eines Kreuzes, Samech die eines Kreises. Was Rabbi Abbahu tat, würde also exakt dem entsprechen, was vielleicht Ijob hier von sich sagt: Er unterschreibt mit einem Kreuzchen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wagemutigere Ausleger halten das Wort „Tau“ wegen dieser Stelle und doch auch wg. Ez 9,4.6 für einen Ausdruck für „Zeichen“; Fohrer 1963 übersetzt daher mit „Handzeichen“ und will es für etwas wie die Fingerabdrücke auf babylonischen Urkunden halten; Alter 2010 gleich für ein persönliches Rollsiegel. Noch wagemutigere Ausleger leiten aus Ez 9,4.6 ab, dass es speziell Zeichen für die Zugehörigkeit zu JHWH bezeichne, die man auf der Stirn trug, was daher auf eine Vorform der Phylakterien oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Tefillin Tefillin] anspiele (Stevenson 1951; Wolfers 1995; Witte 2004). Aber zu Ez 9,4.6 s. eben dort; und auch so sind alle drei Varianten zu hypothetisch.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Ijob_31&amp;diff=29810&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter: Die Seite wurde neu angelegt: „{{zuverlässige Studienfassung}} {{Lesefassung kann erstellt werden}}  {{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;  {{Studienfassung}} &lt;poem&gt; {{S|1}} Einen Bund (Bünd…“</title>
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		<updated>2021-01-12T19:57:04Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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