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	<title>Kommentar:Genesis 1 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Genesis_1&amp;diff=32930&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter: /* Vorstellung der Positionen */</title>
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		<updated>2021-11-15T17:03:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorstellung der Positionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; ibn Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Di Lella 1985, S. 129; Kaiser 1998; Merlo 2008; Nic §18; Orlinsky 1983; Rechenmacher 2002; Smith 1928; Weippert 2004; auch die Kommentare von Speiser, Arnold, Goldingay.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;* Die vierte Antwortmöglichkeit ist die am häufigsten vertretene Alternativdeutung; ihr schließen auch wir uns an. Sie setzt an zwei verschiedenen linguistischen Konstruktionen des Hebräischen an: (1) der Constructus-Verbindung und (2) dem Substantivsatz. Mit „Constructus-Verbindung“ bezeichnet man das hebräische (/semitische) Äquivalent einer Genitiv-konstruktion, die gebildet wird, indem das erste Glied einer Constructus-Verbindung im „Status constructus“ und das zweite Glied im „Status absolutus“ steht. Z.B. in der hebräischen Version der Genitivkonstruktion „die Lösung der Offenen Bibel“ würde „die Lösung“ im Status Constructus stehen, „der Offenen Bibel“ dagegen im Status Absolutus. Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; ibn Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Di Lella 1985, S. 129; Kaiser 1998; Merlo 2008; Nic §18; Orlinsky 1983; Rechenmacher 2002; Smith 1928; Weippert 2004; auch die Kommentare von Speiser, Arnold, Goldingay&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, Carr&lt;/ins&gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Vorstellung der Positionen */</title>
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		<updated>2021-10-07T12:10:46Z</updated>

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Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ibn &lt;/del&gt;Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1910 &lt;/del&gt;und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Di Lella 1985, S. 129; Kaiser 1998; Merlo 2008; Nic §18; Orlinsky 1983; Rechenmacher 2002&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; Speiser 1964&lt;/del&gt;; Smith 1928; Weippert 2004.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;* Die vierte Antwortmöglichkeit ist die am häufigsten vertretene Alternativdeutung; ihr schließen auch wir uns an. Sie setzt an zwei verschiedenen linguistischen Konstruktionen des Hebräischen an: (1) der Constructus-Verbindung und (2) dem Substantivsatz. Mit „Constructus-Verbindung“ bezeichnet man das hebräische (/semitische) Äquivalent einer Genitiv-konstruktion, die gebildet wird, indem das erste Glied einer Constructus-Verbindung im „Status constructus“ und das zweite Glied im „Status absolutus“ steht. Z.B. in der hebräischen Version der Genitivkonstruktion „die Lösung der Offenen Bibel“ würde „die Lösung“ im Status Constructus stehen, „der Offenen Bibel“ dagegen im Status Absolutus. Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ibn &lt;/ins&gt;Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Di Lella 1985, S. 129; Kaiser 1998; Merlo 2008; Nic §18; Orlinsky 1983; Rechenmacher 2002; Smith 1928; Weippert 2004&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; auch die Kommentare von Speiser, Arnold, Goldingay&lt;/ins&gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Vorstellung der Positionen */</title>
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		<updated>2016-02-15T15:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorstellung der Positionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l63&quot;&gt;Zeile 63:&lt;/td&gt;
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Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; Ibn Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner 1910 und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Kaiser 1998; Merlo 2008; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Niccacci 1990&lt;/del&gt;; Orlinsky 1983; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Rechemnacher &lt;/del&gt;2002; Speiser 1964; Smith 1928; Weippert 2004.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;* Die vierte Antwortmöglichkeit ist die am häufigsten vertretene Alternativdeutung; ihr schließen auch wir uns an. Sie setzt an zwei verschiedenen linguistischen Konstruktionen des Hebräischen an: (1) der Constructus-Verbindung und (2) dem Substantivsatz. Mit „Constructus-Verbindung“ bezeichnet man das hebräische (/semitische) Äquivalent einer Genitiv-konstruktion, die gebildet wird, indem das erste Glied einer Constructus-Verbindung im „Status constructus“ und das zweite Glied im „Status absolutus“ steht. Z.B. in der hebräischen Version der Genitivkonstruktion „die Lösung der Offenen Bibel“ würde „die Lösung“ im Status Constructus stehen, „der Offenen Bibel“ dagegen im Status Absolutus. Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; Ibn Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner 1910 und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; Di Lella 1985, S. 129&lt;/ins&gt;; Kaiser 1998; Merlo 2008; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Nic §18&lt;/ins&gt;; Orlinsky 1983; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Rechenmacher &lt;/ins&gt;2002; Speiser 1964; Smith 1928; Weippert 2004.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Pro Constructus */</title>
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		<updated>2015-12-02T18:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Pro Constructus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Übersetzung */</title>
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		<updated>2015-01-05T12:50:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Übersetzung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Für {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} allerdings ist die Bedeutung „formlos/chaotisch“ umstritten (und wird daher z.B. nur von 12 der 22 von uns gesichteten Lexika gelistet); auch prinzipiell spricht nichts für die Existenz dieser Bedeutung:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Es passt nicht zu den anderen Wortbedeutungen (weshalb z.B. Fürst/Davidson es von der Bedeutung „zerstört“, Kön von der Bedeutung „Wüste“ und SDBH von der Bedeutung „Nichtexistenz“ ableiten wollen);&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Keines der Kognate (-&amp;gt;Etymologie) legt die Bedeutung nahe (QH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;Nichtigkeit, Nichts, Ödnis&#039;&#039;; MH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;Erstarrung, Ödnis&#039;&#039;; ar. &#039;&#039;tîh&#039;&#039; &#039;&#039;Wüste&#039;&#039;; ug. &#039;&#039;thw Wüste&#039;&#039;);&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Die alten Übersetzungen deuten es anders (Ausnahme: LXX&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, die aber klar interpretativ übersetzt&lt;/del&gt;: „unsichtbar und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ungeformt“&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Dagegen aber &lt;/del&gt;VUL: „leer und leer“; Aq: „leer/nichts und nichts“; Th: „nichts und nichts“);&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Keiner der Kontexte, in denen sich {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} findet und gelegentlich als „formlos/chaotisch“ aufgefasst wird, legt diese Bedeutung nahe ([[Jesaja 24#s10 |Jes 24,10]] meint es „leerer Raum“, vgl. Vv. 3.6.8f: V. 10 beschreibt keine chaotische Stadt, sondern eine Geisterstadt. In [[Jesaja 45#s18 |Jes 45,18]] beschreibt es eine Stadt, die unbewohnt ist und nach der Zerstörung wiedererbaut werden muss - denkbar wäre hier die Bedeutung „zerstört“ oder wieder „leerer Raum“). Insbesondere nicht unsere Stelle: Dort wird die Schöpfung so vorgestellt, dass die Welt anfänglich aus Wasser besteht und dass Gott zunächst die Wasser in zwei Teile trennen muss, um einen Himmel schaffen zu können (V. 6-8) und dann das restliche Wasser verlagern muss, damit überhaupt trockenes Land (das Gott dann als „Erde“ benennt) sichtbar werden kann (V. 9-10). Vor Vers 9 gibt es also offenbar noch gar keine „Erde“. Das selbe Schöpfungsmodell findet sich auch in Ps 104, s. bes. [[Psalm 104#s5 |Vv. 5-9]], und es ist dieses Schöpfungsmodell im ganzen Alten Orient verbreitet - etwa in Babylon (s. das Enuma Elisch), in Ägypten (s. z.B. COS 1.2; COS 1.8; COS 1.9; COS 1.12) und in Phönizien (vgl. z.B. Schedl 1964, S. 249). Saadia paraphrasiert sogar unsere Stelle so: „Und die Erde war versunken im Meer und bedeckt von Wasser“.&amp;lt;br /&amp;gt;Wenn also Gen 1,2 die Erde als noch gar nicht existent darstellt, legt sich von den oberen Optionen deutlich „nichts und nichts“ nahe; vgl. ebenso Galling 1950, S. 150: „in der Existenz einer Nicht-Existenz“; Rottzoll 1991, S. 254: „ein Nichts und Gar-Nichts“.&amp;lt;br /&amp;gt;Machen wir schließlich noch die Gegenprobe und probieren diese Bedeutung in [[Jesaja 34#s11 |Jes 34,11]] und [[Jeremia 4#s23 |Jer 4,23]] aus, machen sie auch dort Sinn (vgl. zu beiden Stellen ähnlich Galling 1950):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Für eine Analyse der Bedeutung muss man an {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} ansetzen, da {{hebr}}בֹהוּ{{hebr ende}} sich nur drei Mal (hier, [[Jesaja 34#s11 |Jes 34,11]] und [[Jeremia 4#s23 |Jer 4,23]]) und nur im Zusammenhang mit {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} findet und seine Etymologie unbekannt ist, so dass seine Bedeutung allein aus dem Kontext und von {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} abgeleitet werden muss. Für {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} allerdings ist die Bedeutung „formlos/chaotisch“ umstritten (und wird daher z.B. nur von 12 der 22 von uns gesichteten Lexika gelistet); auch prinzipiell spricht nichts für die Existenz dieser Bedeutung:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Es passt nicht zu den anderen Wortbedeutungen (weshalb z.B. Fürst/Davidson es von der Bedeutung „zerstört“, Kön von der Bedeutung „Wüste“ und SDBH von der Bedeutung „Nichtexistenz“ ableiten wollen);&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Keines der Kognate (-&amp;gt;Etymologie) legt die Bedeutung nahe (QH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;Nichtigkeit, Nichts, Ödnis&#039;&#039;; MH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;Erstarrung, Ödnis&#039;&#039;; ar. &#039;&#039;tîh&#039;&#039; &#039;&#039;Wüste&#039;&#039;; ug. &#039;&#039;thw Wüste&#039;&#039;);&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Die alten Übersetzungen deuten es anders (Ausnahme: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sym: etwa „brachliegende Ununterscheidbarkeit“. Dagegen aber &lt;/ins&gt;LXX: „unsichtbar und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;unbereitet“ (vgl&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dazu, zu den folgenden und zu weiteren antiken Deutungen die schöne Zusammenstellung in Börner-Klein 1993); &lt;/ins&gt;VUL: „leer und leer“; Aq: „leer/nichts und nichts“; Th: „nichts und nichts“);&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Keiner der Kontexte, in denen sich {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} findet und gelegentlich als „formlos/chaotisch“ aufgefasst wird, legt diese Bedeutung nahe ([[Jesaja 24#s10 |Jes 24,10]] meint es „leerer Raum“, vgl. Vv. 3.6.8f: V. 10 beschreibt keine chaotische Stadt, sondern eine Geisterstadt. In [[Jesaja 45#s18 |Jes 45,18]] beschreibt es eine Stadt, die unbewohnt ist und nach der Zerstörung wiedererbaut werden muss - denkbar wäre hier die Bedeutung „zerstört“ oder wieder „leerer Raum“). Insbesondere nicht unsere Stelle: Dort wird die Schöpfung so vorgestellt, dass die Welt anfänglich aus Wasser besteht und dass Gott zunächst die Wasser in zwei Teile trennen muss, um einen Himmel schaffen zu können (V. 6-8) und dann das restliche Wasser verlagern muss, damit überhaupt trockenes Land (das Gott dann als „Erde“ benennt) sichtbar werden kann (V. 9-10). Vor Vers 9 gibt es also offenbar noch gar keine „Erde“. Das selbe Schöpfungsmodell findet sich auch in Ps 104, s. bes. [[Psalm 104#s5 |Vv. 5-9]], und es ist dieses Schöpfungsmodell im ganzen Alten Orient verbreitet - etwa in Babylon (s. das Enuma Elisch), in Ägypten (s. z.B. COS 1.2; COS 1.8; COS 1.9; COS 1.12) und in Phönizien (vgl. z.B. Schedl 1964, S. 249). Saadia paraphrasiert sogar unsere Stelle so: „Und die Erde war versunken im Meer und bedeckt von Wasser“.&amp;lt;br /&amp;gt;Wenn also Gen 1,2 die Erde als noch gar nicht existent darstellt, legt sich von den oberen Optionen deutlich „nichts und nichts“ nahe; vgl. ebenso Galling 1950, S. 150: „in der Existenz einer Nicht-Existenz“; Rottzoll 1991, S. 254: „ein Nichts und Gar-Nichts“.&amp;lt;br /&amp;gt;Machen wir schließlich noch die Gegenprobe und probieren diese Bedeutung in [[Jesaja 34#s11 |Jes 34,11]] und [[Jeremia 4#s23 |Jer 4,23]] aus, machen sie auch dort Sinn (vgl. zu beiden Stellen ähnlich Galling 1950):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Contra Holmstedt */</title>
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		<updated>2014-11-02T11:45:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Contra Holmstedt&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Genesis_1&amp;diff=18865&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 2. November 2014 um 11:32 Uhr</title>
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		<updated>2014-11-02T11:32:14Z</updated>

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Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; Ibn Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner 1910 und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bauks 1997; &lt;/del&gt;Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Kaiser 1998; Merlo 2008; Niccacci 1990; Orlinsky 1983; Rechemnacher 2002; Speiser 1964; Smith 1928; Weippert 2004.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;* Die vierte Antwortmöglichkeit ist die am häufigsten vertretene Alternativdeutung; ihr schließen auch wir uns an. Sie setzt an zwei verschiedenen linguistischen Konstruktionen des Hebräischen an: (1) der Constructus-Verbindung und (2) dem Substantivsatz. Mit „Constructus-Verbindung“ bezeichnet man das hebräische (/semitische) Äquivalent einer Genitiv-konstruktion, die gebildet wird, indem das erste Glied einer Constructus-Verbindung im „Status constructus“ und das zweite Glied im „Status absolutus“ steht. Z.B. in der hebräischen Version der Genitivkonstruktion „die Lösung der Offenen Bibel“ würde „die Lösung“ im Status Constructus stehen, „der Offenen Bibel“ dagegen im Status Absolutus. Nomina im Status constructus stehen im Hebräischen stets ohne Artikel, was die Artikellosigkeit von {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} erklären würde. So wurde {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} in Gen 1,1 bereits gedeutet von Rashi; Ibn Ezra; Hugo Grotius; Böttcher 1863; Skinner 1910 und anderen. Meistens würde man aber - s.o. - nach einem solchen Status-constructus-Nomen ein weiteres &#039;&#039;Nomen&#039;&#039; im Status absolutus erwarten. In Gen 1,1 dagegen folgt auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} ein &#039;&#039;Satz&#039;&#039;. Die eben genannten Exegeten hielten es daher für notwendig, dass folgende {{hebr}}בָּרָא{{hebr ende}} umzupunktieren zum Infinitiv {{hebr}}בְּרֹא{{hebr ende}} „das Schöpfen“, das dann als Verbalnomen fungieren würde.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist wohl nicht notwendig, denn die Tatsache, dass in Gen 1,1 statt eines Nomens ein Satz folgt, lässt sich mit der zweiten Konstruktion erklären: Dem [[Hebräische Substantivsätze|Substantivsatz]]. Ganze Sätze können im Hebräischen (wie in vielen semitischen Sprachen) die Rolle eines Nomens übernehmen; gleich, in welchem „Fall“ dieses Nomen stehen würde. Der auf {{hebr}}בְּרֵאשִׁית{{hebr ende}} folgende Satz {{hebr}}בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ{{hebr ende}} würde nach dieser Interpretation wie ein Nomen im Status absolutus fungieren und man müsste deuten: „Am Anfang des Gott-schuf-Himmel-und-Erde...“, oder „deutscher“: „Am Anfang davon, dass Gott den Himmel und die Erde schuf...“ bzw. „Als Gott begann, den Himmel und die Erde zu schaffen...“. So deuten z.B. auch Gross 1980; Harper 1888, S. 22; Humbert 1964; Kaiser 1998; Merlo 2008; Niccacci 1990; Orlinsky 1983; Rechemnacher 2002; Speiser 1964; Smith 1928; Weippert 2004.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Übersetzung */</title>
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		<updated>2014-10-20T07:34:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Übersetzung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Für {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} allerdings ist die Bedeutung „formlos/chaotisch“ umstritten (und wird daher z.B. nur von 12 der 22 von uns gesichteten Lexika gelistet); auch prinzipiell spricht nichts für die Existenz dieser Bedeutung:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Es passt nicht zu den anderen Wortbedeutungen (weshalb z.B. Fürst/Davidson es von der Bedeutung „zerstört“, Kön von der Bedeutung „Wüste“ und SDBH von der Bedeutung „Nichtexistenz“ ableiten wollen);&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Keines der Kognate (-&amp;gt;Etymologie) legt die Bedeutung nahe (QH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} &amp;#039;&amp;#039;Nichtigkeit, Nichts, Ödnis&amp;#039;&amp;#039;; MH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} &amp;#039;&amp;#039;Erstarrung, Ödnis&amp;#039;&amp;#039;; ar. &amp;#039;&amp;#039;tîh&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Wüste&amp;#039;&amp;#039;; ug. &amp;#039;&amp;#039;thw Wüste&amp;#039;&amp;#039;);&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Die alten Übersetzungen deuten es anders (Ausnahme: LXX, die aber klar interpretativ übersetzt: „unsichtbar und ungeformt“. Dagegen aber VUL: „leer und leer“; Aq: „leer/nichts und nichts“; Th: „nichts und nichts“);&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Keiner der Kontexte, in denen sich {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} findet und gelegentlich als „formlos/chaotisch“ aufgefasst wird, legt diese Bedeutung nahe ([[Jesaja 24#s10 |Jes 24,10]] meint es „leerer Raum“, vgl. Vv. 3.6.8f: V. 10 beschreibt keine chaotische Stadt, sondern eine Geisterstadt. In [[Jesaja 45#s18 |Jes 45,18]] beschreibt es eine Stadt, die unbewohnt ist und nach der Zerstörung wiedererbaut werden muss - denkbar wäre hier die Bedeutung „zerstört“ oder wieder „leerer Raum“). Insbesondere nicht unsere Stelle: Dort wird die Schöpfung so vorgestellt, dass die Welt anfänglich aus Wasser besteht und dass Gott zunächst die Wasser in zwei Teile trennen muss, um einen Himmel schaffen zu können (V. 6-8) und dann das restliche Wasser verlagern muss, damit überhaupt trockenes Land (das Gott dann als „Erde“ benennt) sichtbar werden kann (V. 9-10). Vor Vers 9 gibt es also offenbar noch gar keine „Erde“. Das selbe Schöpfungsmodell findet sich auch in Ps 104, s. bes. [[Psalm 104#s5 |Vv. 5-9]], und es ist dieses Schöpfungsmodell im ganzen Alten Orient verbreitet - etwa in Babylon (s. das Enuma Elisch), in Ägypten (s. z.B. COS 1.2; COS 1.8; COS 1.9; COS 1.12) und in Phönizien (vgl. z.B. Schedl 1964, S. 249). Saadia paraphrasiert sogar unsere Stelle so: „Und die Erde war versunken im Meer und bedeckt von Wasser“.&amp;lt;br /&amp;gt;Wenn also Gen 1,2 die Erde als noch gar nicht existent darstellt, legt sich von den oberen Optionen deutlich „nichts und nichts“ nahe; vgl. ebenso Galling 1950, S. 150: „in der Existenz einer Nicht-Existenz“; Rottzoll 1991, S. 254: „ein Nichts und Gar-Nichts“.&amp;lt;br /&amp;gt;Machen wir schließlich noch die Gegenprobe und probieren diese Bedeutung in [[Jesaja 34#s11 |Jes 34,11]] und [[Jeremia 4#s23 |Jer 4,23]] aus, machen sie auch dort Sinn (vgl. zu beiden Stellen ähnlich Galling 1950):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Für eine Analyse der Bedeutung muss man an {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} ansetzen, da {{hebr}}בֹהוּ{{hebr ende}} sich nur drei Mal (hier, [[Jesaja 34#s11 |Jes 34,11]] und [[Jeremia 4#s23 |Jer 4,23]]) und nur im Zusammenhang mit {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} findet und seine Etymologie unbekannt ist, so dass seine Bedeutung allein aus dem Kontext und von {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} abgeleitet werden muss. Für {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} allerdings ist die Bedeutung „formlos/chaotisch“ umstritten (und wird daher z.B. nur von 12 der 22 von uns gesichteten Lexika gelistet); auch prinzipiell spricht nichts für die Existenz dieser Bedeutung:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Es passt nicht zu den anderen Wortbedeutungen (weshalb z.B. 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Dagegen aber VUL: „leer und leer“; Aq: „leer/nichts und nichts“; Th: „nichts und nichts“);&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Keiner der Kontexte, in denen sich {{hebr}}תֹהוּ{{hebr ende}} findet und gelegentlich als „formlos/chaotisch“ aufgefasst wird, legt diese Bedeutung nahe ([[Jesaja 24#s10 |Jes 24,10]] meint es „leerer Raum“, vgl. Vv. 3.6.8f: V. 10 beschreibt keine chaotische Stadt, sondern eine Geisterstadt. In [[Jesaja 45#s18 |Jes 45,18]] beschreibt es eine Stadt, die unbewohnt ist und nach der Zerstörung wiedererbaut werden muss - denkbar wäre hier die Bedeutung „zerstört“ oder wieder „leerer Raum“). Insbesondere nicht unsere Stelle: Dort wird die Schöpfung so vorgestellt, dass die Welt anfänglich aus Wasser besteht und dass Gott zunächst die Wasser in zwei Teile trennen muss, um einen Himmel schaffen zu können (V. 6-8) und dann das restliche Wasser verlagern muss, damit überhaupt trockenes Land (das Gott dann als „Erde“ benennt) sichtbar werden kann (V. 9-10). Vor Vers 9 gibt es also offenbar noch gar keine „Erde“. Das selbe Schöpfungsmodell findet sich auch in Ps 104, s. bes. [[Psalm 104#s5 |Vv. 5-9]], und es ist dieses Schöpfungsmodell im ganzen Alten Orient verbreitet - etwa in Babylon (s. das Enuma Elisch), in Ägypten (s. z.B. COS 1.2; COS 1.8; COS 1.9; COS 1.12) und in Phönizien (vgl. z.B. Schedl 1964, S. 249). Saadia paraphrasiert sogar unsere Stelle so: „Und die Erde war versunken im Meer und bedeckt von Wasser“.&amp;lt;br /&amp;gt;Wenn also Gen 1,2 die Erde als noch gar nicht existent darstellt, legt sich von den oberen Optionen deutlich „nichts und nichts“ nahe; vgl. ebenso Galling 1950, S. 150: „in der Existenz einer Nicht-Existenz“; Rottzoll 1991, S. 254: „ein Nichts und Gar-Nichts“.&amp;lt;br /&amp;gt;Machen wir schließlich noch die Gegenprobe und probieren diese Bedeutung in [[Jesaja 34#s11 |Jes 34,11]] und [[Jeremia 4#s23 |Jer 4,23]] aus, machen sie auch dort Sinn (vgl. zu beiden Stellen ähnlich Galling 1950):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: /* Übersetzung */</title>
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		<updated>2014-10-19T09:10:28Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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