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	<title>Kommentar:Richter 14 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-15T07:31:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_14&amp;diff=39444&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 2. Januar 2024 um 14:00 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-02T14:00:49Z</updated>

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Ähnlich haben in in V. 9a MT, einige LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B&amp;lt;/sup&amp;gt;-Zeugen, VL, VUL, Tg und Syr „&#039;&#039;in seine Handfläche&#039;&#039;“, in LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A&amp;lt;/sup&amp;gt; und Origines&#039; / Hieronymus&#039; „Tractatus“ dagegen steht „&#039;&#039;in seinen Mund&#039;&#039;“, LXX&amp;lt;sup&amp;gt;M, N&amp;lt;/sup&amp;gt; und SyH haben „&#039;&#039;aus seinem Mund&#039;&#039;“; in anderen LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B&amp;lt;/sup&amp;gt;-Zeugen steht darüber hinaus die Konflation „&#039;&#039;aus dem Mund des Löwen in seine Hand&#039;&#039;“. Und schließlich im letzten Satz von V. 9 haben die meisten Textzeugen „&#039;&#039;aus dem Körper&#039;&#039;“, LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B, L&amp;lt;/sup&amp;gt; und Sym aber auch hier „&#039;&#039;aus dem Mund&#039;&#039;“.&amp;lt;br /&amp;gt;Heute erklärt man sich diese drei Textdifferenzen einheitlich so: (1) in V. 8  ist das griechische &#039;&#039;en to somati&#039;&#039; („im Körper“) zu &#039;&#039;en to stomati&#039;&#039; („im Mund“) verdorben. (2) Unter Einfluss dieses bereits verdorbenen &#039;&#039;en to stomati&#039;&#039; sei dann weiter das hebräische &#039;&#039;kpjw&#039;&#039; („seine Handfläche“) von gr. Übersetzern als &#039;&#039;pjw&#039;&#039; („sein Mund“) verlesen worden. (3) In 9b schließlich wäre das &#039;&#039;apo tou stomatos&#039;&#039; reine Angleichung des ursprünglichen &#039;&#039;ek täs exeos&#039;&#039; („aus dem Äußeren“ (?)) an V. 8. Danach wäre an drei verschiedenen Stellen die Rede vom Mund nur Resultat von drei verschiedenen Schreiberfehlern. Das ist nicht unmöglich, da alle ja auf einen leicht erklärlichen in V. 8 zurückgingen; erschwerend kommt aber noch hinzu, dass das Rätsel in V. 14, Speise gehe „aus dem &#039;&#039;Fresser&#039;&#039;“ hervor, noch besser motiviert wäre, wenn die Honigwabe wirklich im &#039;&#039;Maul&#039;&#039; des Löwen gefunden hätte. Die Differenzen ließen sich ebenso gut damit erklären, dass in V. 8 „im Maul“ ursprünglich war und dann dieses Wort erst nach der Üs. ins Griechische im Hebräischen an V. 9b angeglichen wurde. Ich (S.W.) glaube nicht, dass hier das letzte Wort schon gesprochen ist, und halte es für durchaus möglich, dass in V. 8 „im Maul“ ursprünglich war. Aber alle dt. Üss. übersetzen „im Körper“ oder „im Kadaver“; das sollte daher besser auch OfBi tun.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;des Löwen einen Bienen-Gemeinde und Honig.&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|8}} &#039;&#039;&#039;Nach einigen Tagen kam er noch einmal, um sie zu heiraten. Da bog er ab, um nach dem Kadaver des Löwen zu sehen. Da sah er im Körper&#039;&#039;&#039; (im Maul)&amp;lt;ref name=&quot;Vv. 8f.&quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Schwierige Stelle. In V. 8 haben MT, Tg und Syr„&#039;&#039;im Körper&#039;&#039;“ und ähnlich JosAnt V.8 §288 „&#039;&#039;im Brustkasten&#039;&#039;“, dagegen einheitlich LXX, VL und VUL „&#039;&#039;im Mund&#039;&#039;“. 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Und schließlich im letzten Satz von V. 9 haben die meisten Textzeugen „&#039;&#039;aus dem Körper&#039;&#039;“, LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B, L&amp;lt;/sup&amp;gt; und Sym aber auch hier „&#039;&#039;aus dem Mund&#039;&#039;“.&amp;lt;br /&amp;gt;Heute erklärt man sich diese drei Textdifferenzen einheitlich so: (1) in V. 8  ist das griechische &#039;&#039;en to somati&#039;&#039; („im Körper“) zu &#039;&#039;en to stomati&#039;&#039; („im Mund“) verdorben. (2) Unter Einfluss dieses bereits verdorbenen &#039;&#039;en to stomati&#039;&#039; sei dann weiter das hebräische &#039;&#039;kpjw&#039;&#039; („seine Handfläche“) von gr. Übersetzern als &#039;&#039;pjw&#039;&#039; („sein Mund“) verlesen worden. (3) In 9b schließlich wäre das &#039;&#039;apo tou stomatos&#039;&#039; reine Angleichung des ursprünglichen &#039;&#039;ek täs exeos&#039;&#039; („aus dem Äußeren“ (?)) an V. 8. Danach wäre an drei verschiedenen Stellen die Rede vom Mund nur Resultat von drei verschiedenen Schreiberfehlern. 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Wegen dieser Merkwürdigkeit sind v.a. fünf unterschiedliche Auslegungen verbreitet; am besten ist die zweite:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Vielleicht ist schon die Grundannahme falsch, Rätsel müssten „fair und daher lösbar“ sein: Sehr viele überlieferte Rätsel sind eo ipso &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; lösbar. In einigen Kulturen gibt es gut bezeugte Rätselwettstreite, wie er ähnlich hier geschildert wird, und auch dort sind die Spielregeln i.d.R. nicht, dass die Rätsel gelöst werden müssen – weil Rätsel eben häufig wirklich gar nicht lösbar &amp;#039;&amp;#039;sind&amp;#039;&amp;#039; –, sondern gewonnen hat am Ende schlicht der, der die meisten Rätsel kennt und aufsagen kann (so z.B. bes. stark Slotkin 1990, S. 154f.). Aber hier gilt das ja offensichtlich nicht; Simsons Spielregeln in Vv. 12f. setzen klar voraus, dass man von einem lösbaren und zu lösenden Rätsel ausgehen muss.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) In vielen Märchen und Sagen gibt es das Motiv des „Vexierrätsels“: Man geht davon aus, dass Rätsel bei einem Rätselwettstreit lösbar sind, aber der Held zieht sich aus der Bredouille, indem er unerwartet statt einem lösbaren „normalen“ Rätsel ein unlösbares Vexierrätsel stellt. Das heute gewiss bekannteste Beispiel für dieses Motiv ist der Rätselwettstreit zwischen Bilbo und Gollum in Tolkiens „Hobbit“: Nach mehreren gelösten Rätsel (wie: &amp;#039;&amp;#039;Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – / erst malmen sie, / dann stampfen sie / und warten wieder lang&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Zähne“, oder: &amp;#039;&amp;#039;Schreit ohne Stimme, / fliegt ohne Schwinge, / beißt ohne Zahn, / murmelt und pfeift – / kein Mund hat&amp;#039;s getan.&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Wind“) folgt folgender Abschnitt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wie gesagt hat man über Simsons &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rätsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bis in die Zeit der neuesten Bibelauslegung extrem viel gerätselt. 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In einigen Kulturen gibt es gut bezeugte Rätselwettstreite, wie er ähnlich hier geschildert wird, und auch dort sind die Spielregeln i.d.R. nicht, dass die Rätsel gelöst werden müssen – weil Rätsel eben häufig wirklich gar nicht lösbar &amp;#039;&amp;#039;sind&amp;#039;&amp;#039; –, sondern gewonnen hat am Ende schlicht der, der die meisten Rätsel kennt und aufsagen kann (so z.B. bes. stark Slotkin 1990, S. 154f.). Aber hier gilt das ja offensichtlich nicht; Simsons Spielregeln in Vv. 12f. setzen klar voraus, dass man von einem lösbaren und zu lösenden Rätsel ausgehen muss.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) In vielen Märchen und Sagen gibt es das Motiv des „Vexierrätsels“: Man geht davon aus, dass Rätsel bei einem Rätselwettstreit lösbar sind, aber der Held zieht sich aus der Bredouille, indem er unerwartet statt einem lösbaren „normalen“ Rätsel ein unlösbares Vexierrätsel stellt. Das heute gewiss bekannteste Beispiel für dieses Motiv ist der Rätselwettstreit zwischen Bilbo und Gollum in Tolkiens „Hobbit“: Nach mehreren gelösten Rätsel (wie: &amp;#039;&amp;#039;Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – / erst malmen sie, / dann stampfen sie / und warten wieder lang&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Zähne“, oder: &amp;#039;&amp;#039;Schreit ohne Stimme, / fliegt ohne Schwinge, / beißt ohne Zahn, / murmelt und pfeift – / kein Mund hat&amp;#039;s getan.&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Wind“) folgt folgender Abschnitt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Dass die Philister dann ihrerseits nicht fair spielen und Simsons Verlobte dazu bringen, Simson die Lösung zu entlocken, ist ebenfalls nicht anständig – aber ebenfalls regelkonform, denn wie Vv. 18f. zeigt, akzeptiert Simson die Lösung der Philister, gerät darob aber ebenso in Zorn wie Gollum darüber, das Vexierrätsel nicht gelöst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Von einer dritten Auslegung gibt es viele verschiedene Varianten. Angenommen wird stets, dass tatsächlich das Rätsel gar nicht nach „Honig im Löwenleib“ frage, sondern nach Anderem. Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&#039;&#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&#039;&#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &#039;&#039;die Honigbiene&#039;&#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &#039;&#039;`arj&#039;&#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &#039;&#039;`ar&#039;&#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &#039;&#039;`ar&#039;&#039; kein hebräisches &#039;&#039;`arj&#039;&#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &#039;&#039;`ari&#039;&#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &#039;&#039;ari&#039;&#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). Setzt man dieses persische Wort auch im späten Bibelhebräischen voraus, könnte man immerhin ein Rätsel annehmen, das mit dem Gleichklang der hebräischen Worte für „Löwe“ und „Biene“ &#039;&#039;spielte&#039;&#039;: Beim „Fresser“ und beim „Starken“ würde man an „Löwe“ denken, bei der „Speise“ und dem „Süßen“ wie gehabt an „Honig“, und der Clou wäre, den mentalen Sprung von &#039;&#039;`arj&#039;&#039; = „Löwe“ zum jungen Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; = „Biene“ hinzubekommen und so „Bienen-Honig“ zu erraten. Aber das wäre arg kompliziert für ein „gutes“ Rätsel (so richtig schon Groß 2009, S. 695 zur klassischen Variante von 4).&amp;lt;br /&amp;gt;(5) Ähnlich kompliziert: Nel 1985, S. 542 und Slotkin 1990, S. 156f. nehmen an, die Antwort der Philister in V. 18 sei selbst ein bekanntes Rätsel mit der Lösung „die Liebe“ (so noch sehr viele Ausleger:innen). Danach gehen sie weiter davon aus, Simsons Rätsel in V. 14 sei eine Art „Meta-Rätsel“, das als Lösung nicht eine einfache Antwort wie „Sperma“, „Erbrochenes“ oder „Honig“ habe, sondern eben dieses zweite Rätsel in V. 18. Dass V. 18 ein verbreitetes Rätsel war, lässt sich aber natürlich nicht nachweisen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Antwort ist: „Einen Ring“. Aber das verrät Bilbo nicht, weshalb nach den drei Versuchen Gollum sich beschwert: &#039;&#039;„Aber es war keine anständige Frage. ... Kein richtiges Rätsel, Schatz, nein.“&#039;&#039; (Tolkien: Der kleine Hobbit. dtv. S. 91f.96)&amp;lt;br /&amp;gt;So wird man auch unseren Abschnitt zu verstehen haben: Dass Simson zu einem Vexierrätsel greift, ist „nicht anständig“, aber regelkonform. Dass die Philister dann ihrerseits nicht fair spielen und Simsons Verlobte dazu bringen, Simson die Lösung zu entlocken, ist ebenfalls nicht anständig – aber ebenfalls regelkonform, denn wie Vv. 18f. zeigt, akzeptiert Simson die Lösung der Philister, gerät darob aber ebenso in Zorn wie Gollum darüber, das Vexierrätsel nicht gelöst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Von einer dritten Auslegung gibt es viele verschiedene Varianten. Angenommen wird stets, dass tatsächlich das Rätsel gar nicht nach „Honig im Löwenleib“ frage, sondern nach Anderem. Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&#039;&#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&#039;&#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &#039;&#039;die Honigbiene&#039;&#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &#039;&#039;`arj&#039;&#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &#039;&#039;`ar&#039;&#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &#039;&#039;`ar&#039;&#039; kein hebräisches &#039;&#039;`arj&#039;&#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &#039;&#039;`ari&#039;&#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &#039;&#039;ari&#039;&#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). Setzt man dieses persische Wort auch im späten Bibelhebräischen voraus, könnte man immerhin ein Rätsel annehmen, das mit dem Gleichklang der hebräischen Worte für „Löwe“ und „Biene“ &#039;&#039;spielte&#039;&#039;: Beim „Fresser“ und beim „Starken“ würde man an „Löwe“ denken, bei der „Speise“ und dem „Süßen“ wie gehabt an „Honig“, und der Clou wäre, den mentalen Sprung von &#039;&#039;`arj&#039;&#039; = „Löwe“ zum jungen Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; = „Biene“ hinzubekommen und so „Bienen-Honig“ zu erraten. Aber das wäre &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vielleicht &lt;/ins&gt;arg kompliziert für ein „gutes“ Rätsel (so richtig schon Groß 2009, S. 695 zur klassischen Variante von 4)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Präferiert man diese Deutung, schlage ich vor, im Deutschen in V. 8 nach der Variante „Maul“ zu übersetzen und dann alternativ mit „Löwen-Honig“ und „Löwenzahn-Honig“ zu spielen: „Vom Zahn kommt die Speise, vom Gelben kommt Goldnes“&lt;/ins&gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;(5) Ähnlich kompliziert: Nel 1985, S. 542 und Slotkin 1990, S. 156f. nehmen an, die Antwort der Philister in V. 18 sei selbst ein bekanntes Rätsel mit der Lösung „die Liebe“ (so noch sehr viele Ausleger:innen). Danach gehen sie weiter davon aus, Simsons Rätsel in V. 14 sei eine Art „Meta-Rätsel“, das als Lösung nicht eine einfache Antwort wie „Sperma“, „Erbrochenes“ oder „Honig“ habe, sondern eben dieses zweite Rätsel in V. 18. Dass V. 18 ein verbreitetes Rätsel war, lässt sich aber natürlich nicht nachweisen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 2. Januar 2024 um 13:20 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-02T13:20:21Z</updated>

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Wegen dieser Merkwürdigkeit sind v.a. fünf unterschiedliche Auslegungen verbreitet; am besten ist die zweite:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Vielleicht ist schon die Grundannahme falsch, Rätsel müssten „fair und daher lösbar“ sein: Sehr viele überlieferte Rätsel sind eo ipso &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; lösbar. In einigen Kulturen gibt es gut bezeugte Rätselwettstreite, wie er ähnlich hier geschildert wird, und auch dort sind die Spielregeln i.d.R. nicht, dass die Rätsel gelöst werden müssen – weil Rätsel eben häufig wirklich gar nicht lösbar &amp;#039;&amp;#039;sind&amp;#039;&amp;#039; –, sondern gewonnen hat am Ende schlicht der, der die meisten Rätsel kennt und aufsagen kann (so z.B. bes. stark Slotkin 1990, S. 154f.). Aber hier gilt das ja offensichtlich nicht; Simsons Spielregeln in Vv. 12f. setzen klar voraus, dass man von einem lösbaren und zu lösenden Rätsel ausgehen muss.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) In vielen Märchen und Sagen gibt es das Motiv des „Vexierrätsels“: Man geht davon aus, dass Rätsel bei einem Rätselwettstreit lösbar sind, aber der Held zieht sich aus der Bredouille, indem er unerwartet statt einem lösbaren „normalen“ Rätsel ein unlösbares Vexierrätsel stellt. Das heute gewiss bekannteste Beispiel für dieses Motiv ist der Rätselwettstreit zwischen Bilbo und Gollum in Tolkiens „Hobbit“: Nach mehreren gelösten Rätsel (wie: &amp;#039;&amp;#039;Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – / erst malmen sie, / dann stampfen sie / und warten wieder lang&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Zähne“, oder: &amp;#039;&amp;#039;Schreit ohne Stimme, / fliegt ohne Schwinge, / beißt ohne Zahn, / murmelt und pfeift – / kein Mund hat&amp;#039;s getan.&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Wind“) folgt folgender Abschnitt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wie gesagt hat man über Simsons &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rätsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bis in die Zeit der neuesten Bibelauslegung extrem viel gerätselt. 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In einigen Kulturen gibt es gut bezeugte Rätselwettstreite, wie er ähnlich hier geschildert wird, und auch dort sind die Spielregeln i.d.R. nicht, dass die Rätsel gelöst werden müssen – weil Rätsel eben häufig wirklich gar nicht lösbar &amp;#039;&amp;#039;sind&amp;#039;&amp;#039; –, sondern gewonnen hat am Ende schlicht der, der die meisten Rätsel kennt und aufsagen kann (so z.B. bes. stark Slotkin 1990, S. 154f.). Aber hier gilt das ja offensichtlich nicht; Simsons Spielregeln in Vv. 12f. setzen klar voraus, dass man von einem lösbaren und zu lösenden Rätsel ausgehen muss.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) In vielen Märchen und Sagen gibt es das Motiv des „Vexierrätsels“: Man geht davon aus, dass Rätsel bei einem Rätselwettstreit lösbar sind, aber der Held zieht sich aus der Bredouille, indem er unerwartet statt einem lösbaren „normalen“ Rätsel ein unlösbares Vexierrätsel stellt. Das heute gewiss bekannteste Beispiel für dieses Motiv ist der Rätselwettstreit zwischen Bilbo und Gollum in Tolkiens „Hobbit“: Nach mehreren gelösten Rätsel (wie: &amp;#039;&amp;#039;Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – / erst malmen sie, / dann stampfen sie / und warten wieder lang&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Zähne“, oder: &amp;#039;&amp;#039;Schreit ohne Stimme, / fliegt ohne Schwinge, / beißt ohne Zahn, / murmelt und pfeift – / kein Mund hat&amp;#039;s getan.&amp;#039;&amp;#039;, Antwort: „Wind“) folgt folgender Abschnitt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;: &amp;#039;&amp;#039;Bilbo kniff sich und schlug sich vor den Kopf. [...Dann:] „Was habe ich da in meiner Tasche?“, fragte er laut. Er sprach eigentlich zu sich selbst, aber Gollum dachte, es sei ein Rätsel, und war schrecklich aufgeregt.&amp;lt;br /&amp;gt;„Das ist nicht fair!“ zischte er. „Das ist nicht fair, nicht wahr, mein Schatz? Zu fragen, was das da in seiner garsstigen kleinen Taschsche hat? [...] Es muß uns dreimal raten lassen, mein Schatz, dreimal!“&amp;lt;br /&amp;gt;„Gut, schieß los!“ erwiderte Bilbo.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;: &amp;#039;&amp;#039;Bilbo kniff sich und schlug sich vor den Kopf. [...Dann:] „Was habe ich da in meiner Tasche?“, fragte er laut. Er sprach eigentlich zu sich selbst, aber Gollum dachte, es sei ein Rätsel, und war schrecklich aufgeregt.&amp;lt;br /&amp;gt;„Das ist nicht fair!“ zischte er. „Das ist nicht fair, nicht wahr, mein Schatz? Zu fragen, was das da in seiner garsstigen kleinen Taschsche hat? [...] Es muß uns dreimal raten lassen, mein Schatz, dreimal!“&amp;lt;br /&amp;gt;„Gut, schieß los!“ erwiderte Bilbo.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Dass die Philister dann ihrerseits nicht fair spielen und Simsons Verlobte dazu bringen, Simson die Lösung zu entlocken, ist ebenfalls nicht anständig – aber ebenfalls regelkonform, denn wie Vv. 18f. zeigt, akzeptiert Simson die Lösung der Philister, gerät darob aber ebenso in Zorn wie Gollum darüber, das Vexierrätsel nicht gelöst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Von einer dritten Auslegung gibt es viele verschiedene Varianten. Angenommen wird stets, dass tatsächlich das Rätsel gar nicht nach „Honig im Löwenleib“ frage, sondern nach Anderem. Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&#039;&#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&#039;&#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &#039;&#039;die Honigbiene&#039;&#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &#039;&#039;`arj&#039;&#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &#039;&#039;`ar&#039;&#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &#039;&#039;`ar&#039;&#039; kein hebräisches &#039;&#039;`arj&#039;&#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &#039;&#039;`ari&#039;&#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &#039;&#039;ari&#039;&#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). Setzt man dieses persische Wort auch im späten Bibelhebräischen voraus, könnte man immerhin ein Rätsel annehmen, das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;auf den &lt;/del&gt;Gleichklang der hebräischen Worte für „Löwe“ und „Biene“ &#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;anspielte&lt;/del&gt;&#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Bei „Vom Starken geht Süßes aus“ etwa müsste man &lt;/del&gt;beim „Starken“ an &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;den Löwen &lt;/del&gt;und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beim &lt;/del&gt;„Süßen“ an &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Honig denken, käme dann auf die Lösung „Honig vom Löwen“&lt;/del&gt;, und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dies würde dann um die Ecke gleichzeitig „Honig der Biene“ bedeuten, was dann &lt;/del&gt;der Clou &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;des Rätsels &lt;/del&gt;wäre. Aber das wäre arg kompliziert für ein „gutes“ Rätsel (so richtig schon Groß 2009, S. 695 zur klassischen Variante von 4).&amp;lt;br /&amp;gt;(5) Ähnlich kompliziert: Nel 1985, S. 542 und Slotkin 1990, S. 156f. nehmen an, die Antwort der Philister in V. 18 sei selbst ein bekanntes Rätsel mit der Lösung „die Liebe“ (so noch sehr viele Ausleger:innen). Danach gehen sie weiter davon aus, Simsons Rätsel in V. 14 sei eine Art „Meta-Rätsel“, das als Lösung nicht eine einfache Antwort wie „Sperma“, „Erbrochenes“ oder „Honig“ habe, sondern eben dieses zweite Rätsel in V. 18. Dass V. 18 ein verbreitetes Rätsel war, lässt sich aber natürlich nicht nachweisen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Antwort ist: „Einen Ring“. 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Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&#039;&#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&#039;&#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &#039;&#039;die Honigbiene&#039;&#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &#039;&#039;`arj&#039;&#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &#039;&#039;`ar&#039;&#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &#039;&#039;`ar&#039;&#039; kein hebräisches &#039;&#039;`arj&#039;&#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &#039;&#039;`ari&#039;&#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &#039;&#039;ari&#039;&#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 2. Januar 2024 um 13:01 Uhr</title>
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Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dass &lt;/del&gt;sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &#039;&#039;hrb`j&#039;&#039; statt &#039;&#039;hšb`j&#039;&#039;. Das ist ein starkes Zeugnis und viele halten das für den ursprünglichen Text (z.B. Ginsburg S. 107; BHK, BHS; O&#039;Connell 1996, S. 473; Chisholm 2013; Sicre 2018; ALTER; B-R, EÜ 80, GN, HfA, LUT 17, NL, ZÜR). Die neuesten Textkritiker:innen dagegen halten (wie meist) MT für ursprünglich, z.B. CTAT I, BHQ, Kim 1993, S. 142. So auch die neuesten Kommentare: Niditch 2008; Groß 2009; Webb 2012; Knauf 2016; Nelson 2017; Spronk 2019.&amp;lt;br /&amp;gt;Was hier ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Entweder ist „vierter“ versehentlich zu „siebter“ verschrieben worden, oder „siebter“ ist wegen V. 14 bewusst zu „vierter“ geändert worden. Da sich beide Richtungen gleich gut erklären lassen, sollte OfBi besser die etwas rundere Variante mit „vierter“ übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Tage lang nicht erzählen.&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aber sie konnten das Rätsel drei&#039;&#039;&#039; (sieben)&amp;lt;ref name=&quot;Vv. 14f.&quot;&amp;gt;Die Zeitangaben sind nicht ganz leicht zu verstehen. Drei Tage lang sind die Philister erfolglos, aber erst am siebten Tag wenden sie sich an Simsons Verlobte. Von der heißt es dann in V. 17, dass sie Simson sieben Tage lang bearbeitet, woraufhin die Philister am siebten Tag Simsons Rätsel lösen können. 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CTAT I; BHQ: LXX und VUL wollten den Text nur „logischer“ machen, da Simson die Lösung seines Rätsels ja nicht direkt den Philistern verraten würde, sondern nur indirekt, indem er es seiner Verlobten verriete.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;das Rätsel erzählt! Sonst werden wir dich und den Hausstand deines Vaters mit Feuer verbrennen! Habt ihr, um uns arm zu machen, uns eingeladen hierher?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (...uns eingeladen? Nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;tFN&amp;lt;/b&amp;gt;: MT ist schwer erklärbar: „nicht?“ (1) GKC §150g n. 1 hält den Text für falsch und präferiert daher den alternativen Wortlaut von Tg (s. gleich). Auch schon den Masoreten ist aufgefallen, wie merkwürdig das Wort hier ist; am Rand z.B. des Codex Aleppo ist daher festgehalten, dass einzig hier dieses Wort am Ende eines Verses steht. (2) König nimmt in HKL III §353n nach [[Numeri 13#s18 |Num 13,18]] und [[Jeremia 7#s19 |Jer 7,19]] an, dass &amp;#039;&amp;#039;hl`&amp;#039;&amp;#039; „nicht?“ auch „oder nicht?“ bedeuten könne wie sonst &amp;#039;&amp;#039;`m l`&amp;#039;&amp;#039;, also: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, oder nicht?“ Diese Bed. lässt sich aus diesen Stellen aber nicht ableiten: Aus Jer 7,19 gar nicht, und auch Num 13,18 lässt sich leicht so übersetzen: &amp;#039;&amp;#039;Schaut euch das Volk an: Ist es stark? Ist&amp;#039;s schwach?&amp;#039;&amp;#039; [statt: „Ist es stark oder schwach?“] &amp;#039;&amp;#039;Ist es gering oder zahlreich?&amp;#039;&amp;#039; Drei verschiedene Frageformen würden also verwendet, um die Fragen immer schneller prasseln zu lassen. Königs Erklärung geht dann nicht an. (3) IBHS S. 685 FN 48 nehmen an, &amp;#039;&amp;#039;hl`&amp;#039;&amp;#039; könne auch die selbe Bed. haben wie lat. &amp;#039;&amp;#039;nonne&amp;#039;&amp;#039;: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, &amp;#039;&amp;#039;oder was&amp;#039;&amp;#039;?“ So auch Nelson 2017. Aber auch für diesen Gebrauch gibt es keine Parallelen. Das Wort bleibt schwer erklärlich. Auch textkritisch:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Textkritik&amp;lt;/b&amp;gt;: Schwierige Textdifferenz. Die meisten Textzeugen (LXX, VUL, Syr) bezeugen dieses Wort gar nicht. Nur MT hat besagtes grammatisch schwer erklärliches &amp;#039;&amp;#039;hl`&amp;#039;&amp;#039; „nicht?“ CTAT und BHQ präferieren diesen Wortlaut mit Verweis auf HKL III, aber dazu s.o. Dagegen Tg übersetzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hlk`&amp;#039;&amp;#039; und auch fünf (oder sechs, s. gleich) heb. Handschriften haben entsprechend stattdessen &amp;#039;&amp;#039;hlm&amp;#039;&amp;#039; „hierher“. Gegeneinander stehen hier letztlich also nur viele heb. Handschriften mit „nicht?“ vs. Tg und wenige heb. Handschriften mit „hierher“. Allerdings findet sich in einer (oder zwei) Handschriften die Notiz, dass die Variante (md.) in zwei masoretischen Schulen bekannt war: In der masoretischen Schule von Sora wurden die Konsonanten von &amp;#039;&amp;#039;hl`&amp;#039;&amp;#039; und die Vokale von &amp;#039;&amp;#039;hlm&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, in der von Nehardea umgekehrt (s. in [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/zoom/3396208 G3, Folio 45r]. Laut Baer/Delitzsch steht diese Notiz auch im „Codex Heidenheimianus“. Welcher das sein soll, kann ich nicht erkennen; offenbar ist danach die Variante aber noch durch eine sechste Handschrift bezeugt). Es ist also klar, dass diese Variante im Altertum auch in hebräischen Schriften viel breiter bezeugt war; der Versuch von CTAT, das Gewicht der heb. Handschriften an dieser Stelle kleinzureden, ist daher hier fehl am Platz. Von der externen Evidenz her sind dann beide Varianten gleich stark, und da sich &amp;#039;&amp;#039;hl`&amp;#039;&amp;#039; bisher nicht erklären lässt, muss man annehmen, dass &amp;#039;&amp;#039;hlm&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich war und nur versehentlich zu &amp;#039;&amp;#039;hl`&amp;#039;&amp;#039; verschrieben wurde. So z.B. auch Moore 1900 und BHS; z.B. auch Soggin 1981; Bartusch 2003, S. 146; Webb 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|15}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Am vierten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siebten)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv. 14f.&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tag sagten sie zu Simsons Frau: „Betöre deinen Mann, damit er uns&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (dir)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: MT, Syr, Tg: &amp;#039;&amp;#039;uns&amp;#039;&amp;#039;, dagegen LXX, VUL: &amp;#039;&amp;#039;dir&amp;#039;&amp;#039;. Martin 1975 hielt das für ursprünglich, aber richtiger wohl z.B. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 6. Januar 2023 um 09:37 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 6. Januar 2023 um 09:33 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-06T09:33:24Z</updated>

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Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, dass sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &amp;#039;&amp;#039;hrb`j&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;hšb`j&amp;#039;&amp;#039;. Das ist ein starkes Zeugnis und viele halten das für den ursprünglichen Text (z.B. Ginsburg S. 107; BHK, BHS; O&amp;#039;Connell 1996, S. 473; Chisholm 2013; Sicre 2018; ALTER; B-R, EÜ 80, GN, HfA, LUT 17, NL, ZÜR). Die neuesten Textkritiker:innen dagegen halten (wie meist) MT für ursprünglich, z.B. CTAT I, BHQ, Kim 1993, S. 142. So auch die neuesten Kommentare: Niditch 2008; Groß 2009; Webb 2012; Knauf 2016; Nelson 2017; Spronk 2019.&amp;lt;br /&amp;gt;Was hier ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Entweder ist „vierter“ versehentlich zu „siebter“ verschrieben worden, oder „siebter“ ist wegen V. 14 bewusst zu „vierter“ geändert worden. Da sich beide Richtungen gleich gut erklären lassen, sollte OfBi besser die etwas rundere Variante mit „vierter“ übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tage lang nicht erzählen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aber sie konnten das Rätsel drei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (sieben)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv. 14f.&amp;quot;&amp;gt;Die Zeitangaben sind nicht ganz leicht zu verstehen. Drei Tage lang sind die Philister erfolglos, aber erst am siebten Tag wenden sie sich an Simsons Verlobte. Von der heißt es dann in V. 17, dass sie Simson sieben Tage lang bearbeitet, woraufhin die Philister am siebten Tag Simsons Rätsel lösen können. Prima vista müsste man meinen, dass mit den ersten drei Angaben eine 14-tägige Zeitspanne geschildert wird, keine siebentägige. Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, dass sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &amp;#039;&amp;#039;hrb`j&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;hšb`j&amp;#039;&amp;#039;. Das ist ein starkes Zeugnis und viele halten das für den ursprünglichen Text (z.B. Ginsburg S. 107; BHK, BHS; O&amp;#039;Connell 1996, S. 473; Chisholm 2013; Sicre 2018; ALTER; B-R, EÜ 80, GN, HfA, LUT 17, NL, ZÜR). Die neuesten Textkritiker:innen dagegen halten (wie meist) MT für ursprünglich, z.B. CTAT I, BHQ, Kim 1993, S. 142. So auch die neuesten Kommentare: Niditch 2008; Groß 2009; Webb 2012; Knauf 2016; Nelson 2017; Spronk 2019.&amp;lt;br /&amp;gt;Was hier ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Entweder ist „vierter“ versehentlich zu „siebter“ verschrieben worden, oder „siebter“ ist wegen V. 14 bewusst zu „vierter“ geändert worden. Da sich beide Richtungen gleich gut erklären lassen, sollte OfBi besser die etwas rundere Variante mit „vierter“ übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tage lang nicht erzählen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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CTAT I; BHQ: LXX und VUL wollten den Text nur „logischer“ machen, da Simson die Lösung seines Rätsels ja nicht direkt den Philistern verraten würde, sondern nur indirekt, indem er es seiner Verlobten verriete.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;das Rätsel erzählt! Sonst werden wir dich und den Hausstand deines Vaters mit Feuer verbrennen! Habt ihr, um uns arm zu machen, uns eingeladen hierher?&#039;&#039;&#039; (...uns eingeladen? Nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;tFN&amp;lt;/b&amp;gt;: MT ist schwer erklärbar: „nicht?“ (1) GKC §150g n. 1 hält den Text für falsch und präferiert daher den alternativen Wortlaut von Tg (s. gleich). Auch schon den Masoreten ist aufgefallen, wie merkwürdig das Wort hier ist; am Rand z.B. des Codex Aleppo ist daher festgehalten, dass einzig hier dieses Wort am Ende eines Verses steht. (2) König nimmt in HKL III §353n nach [[Numeri 13#s18 |Num 13,18]] und [[Jeremia 7#s19 |Jer 7,19]] an, dass &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ auch „oder nicht?“ bedeuten könne wie sonst &#039;&#039;`m l`&#039;&#039;, also: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, oder nicht?“ Diese Bed. lässt sich aus diesen Stellen aber nicht ableiten: Aus Jer 7,19 gar nicht, und auch Num 13,18 lässt sich leicht so übersetzen: &#039;&#039;Schaut euch das Volk an: Ist es stark? Ist&#039;s schwach?&#039;&#039; [statt: „Ist es stark oder schwach?“] &#039;&#039;Ist es gering oder zahlreich?&#039;&#039; Drei verschiedene Frageformen würden also verwendet, um die Fragen immer schneller prasseln zu lassen. Königs Erklärung geht dann nicht an. (3) IBHS S. 685 FN 48 nehmen an, &#039;&#039;hl`&#039;&#039; könne auch die selbe Bed. haben wie lat. &#039;&#039;nonne&#039;&#039;: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, &#039;&#039;oder was&#039;&#039;?“ So auch Nelson 2017. Aber auch für diesen Gebrauch gibt es keine Parallelen. Das Wort bleibt schwer erklärlich. Auch textkritisch:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Textkritik&amp;lt;/b&amp;gt;: Schwierige Textdifferenz. Die meisten Textzeugen (LXX, VUL, Syr) bezeugen dieses Wort gar nicht. Nur MT hat besagtes grammatisch schwer erklärliches &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ CTAT und BHQ präferieren diesen Wortlaut mit Verweis auf HKL III, aber dazu s.o. Dagegen Tg übersetzt &#039;&#039;&#039;hlk`&#039;&#039; und auch fünf (oder sechs, s. gleich) heb. Handschriften haben entsprechend stattdessen &#039;&#039;hlm&#039;&#039; „hierher“. Gegeneinander stehen hier letztlich also nur viele heb. Handschriften mit „nicht?“ vs. Tg und wenige heb. Handschriften mit „hierher“. Allerdings findet sich in einer (oder zwei) Handschriften die Notiz, dass die Variante (md.) in zwei masoretischen Schulen bekannt war: In der masoretischen Schule von Sora wurden die Konsonanten von &#039;&#039;hl`&#039;&#039; und die Vokale von &#039;&#039;hlm&#039;&#039; geschrieben, in der von Nehardea umgekehrt (s. in [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/zoom/3396208 G3, Folio 45r]. Laut Baer/Delitzsch steht diese Notiz auch im „Codex Heidenheimianus“. Welcher das sein soll, kann ich nicht erkennen; offenbar ist danach die Variante aber noch durch eine sechste Handschrift bezeugt). Es ist also klar, dass diese Variante im Altertum auch in hebräischen Schriften viel breiter bezeugt war; der Versuch von CTAT, das Gewicht der heb. Handschriften an dieser Stelle kleinzureden, ist daher hier fehl am Platz. Von der externen Evidenz her sind dann beide Varianten gleich stark, und da sich &#039;&#039;hl`&#039;&#039; bisher nicht erklären lässt, muss man annehmen, dass &#039;&#039;hlm&#039;&#039; ursprünglich war und nur versehentlich zu &#039;&#039;hl`&#039;&#039; verschrieben wurde. So z.B. auch Moore 1900 und BHS; z.B. auch Soggin 1981; Bartusch 2003, S. 146; Webb 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|15}} &#039;&#039;&#039;Am &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vierten&lt;/ins&gt;&#039;&#039;&#039; (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;siebten&lt;/ins&gt;)&amp;lt;ref name=&quot;Vv. 14f.&quot; /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Tag sagten sie zu Simsons Frau: „Betöre deinen Mann, damit er uns&#039;&#039;&#039; (dir)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: MT, Syr, Tg: &#039;&#039;uns&#039;&#039;, dagegen LXX, VUL: &#039;&#039;dir&#039;&#039;. Martin 1975 hielt das für ursprünglich, aber richtiger wohl z.B. CTAT I; BHQ: LXX und VUL wollten den Text nur „logischer“ machen, da Simson die Lösung seines Rätsels ja nicht direkt den Philistern verraten würde, sondern nur indirekt, indem er es seiner Verlobten verriete.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;das Rätsel erzählt! Sonst werden wir dich und den Hausstand deines Vaters mit Feuer verbrennen! Habt ihr, um uns arm zu machen, uns eingeladen hierher?&#039;&#039;&#039; (...uns eingeladen? Nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;tFN&amp;lt;/b&amp;gt;: MT ist schwer erklärbar: „nicht?“ (1) GKC §150g n. 1 hält den Text für falsch und präferiert daher den alternativen Wortlaut von Tg (s. gleich). Auch schon den Masoreten ist aufgefallen, wie merkwürdig das Wort hier ist; am Rand z.B. des Codex Aleppo ist daher festgehalten, dass einzig hier dieses Wort am Ende eines Verses steht. (2) König nimmt in HKL III §353n nach [[Numeri 13#s18 |Num 13,18]] und [[Jeremia 7#s19 |Jer 7,19]] an, dass &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ auch „oder nicht?“ bedeuten könne wie sonst &#039;&#039;`m l`&#039;&#039;, also: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, oder nicht?“ Diese Bed. lässt sich aus diesen Stellen aber nicht ableiten: Aus Jer 7,19 gar nicht, und auch Num 13,18 lässt sich leicht so übersetzen: &#039;&#039;Schaut euch das Volk an: Ist es stark? Ist&#039;s schwach?&#039;&#039; [statt: „Ist es stark oder schwach?“] &#039;&#039;Ist es gering oder zahlreich?&#039;&#039; Drei verschiedene Frageformen würden also verwendet, um die Fragen immer schneller prasseln zu lassen. Königs Erklärung geht dann nicht an. (3) IBHS S. 685 FN 48 nehmen an, &#039;&#039;hl`&#039;&#039; könne auch die selbe Bed. haben wie lat. &#039;&#039;nonne&#039;&#039;: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, &#039;&#039;oder was&#039;&#039;?“ So auch Nelson 2017. Aber auch für diesen Gebrauch gibt es keine Parallelen. Das Wort bleibt schwer erklärlich. Auch textkritisch:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Textkritik&amp;lt;/b&amp;gt;: Schwierige Textdifferenz. Die meisten Textzeugen (LXX, VUL, Syr) bezeugen dieses Wort gar nicht. Nur MT hat besagtes grammatisch schwer erklärliches &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ CTAT und BHQ präferieren diesen Wortlaut mit Verweis auf HKL III, aber dazu s.o. Dagegen Tg übersetzt &#039;&#039;&#039;hlk`&#039;&#039; und auch fünf (oder sechs, s. gleich) heb. Handschriften haben entsprechend stattdessen &#039;&#039;hlm&#039;&#039; „hierher“. Gegeneinander stehen hier letztlich also nur viele heb. Handschriften mit „nicht?“ vs. Tg und wenige heb. Handschriften mit „hierher“. Allerdings findet sich in einer (oder zwei) Handschriften die Notiz, dass die Variante (md.) in zwei masoretischen Schulen bekannt war: In der masoretischen Schule von Sora wurden die Konsonanten von &#039;&#039;hl`&#039;&#039; und die Vokale von &#039;&#039;hlm&#039;&#039; geschrieben, in der von Nehardea umgekehrt (s. in [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/zoom/3396208 G3, Folio 45r]. Laut Baer/Delitzsch steht diese Notiz auch im „Codex Heidenheimianus“. Welcher das sein soll, kann ich nicht erkennen; offenbar ist danach die Variante aber noch durch eine sechste Handschrift bezeugt). Es ist also klar, dass diese Variante im Altertum auch in hebräischen Schriften viel breiter bezeugt war; der Versuch von CTAT, das Gewicht der heb. Handschriften an dieser Stelle kleinzureden, ist daher hier fehl am Platz. Von der externen Evidenz her sind dann beide Varianten gleich stark, und da sich &#039;&#039;hl`&#039;&#039; bisher nicht erklären lässt, muss man annehmen, dass &#039;&#039;hlm&#039;&#039; ursprünglich war und nur versehentlich zu &#039;&#039;hl`&#039;&#039; verschrieben wurde. So z.B. auch Moore 1900 und BHS; z.B. auch Soggin 1981; Bartusch 2003, S. 146; Webb 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 5. Januar 2023 um 09:09 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 1. Januar 2023 um 14:47 Uhr</title>
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Wegen dieser Merkwürdigkeit sind v.a. fünf unterschiedliche Auslegungen verbreitet; am besten ist die zweite:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Vielleicht ist schon die Grundannahme falsch, Rätsel müssten „fair und daher lösbar“ sein: Sehr viele überlieferte Rätsel sind eo ipso &#039;&#039;nicht&#039;&#039; lösbar. In einigen Kulturen gibt es gut bezeugte Rätselwettstreite, wie er ähnlich hier geschildert wird, und auch dort sind die Spielregeln i.d.R. nicht, dass die Rätsel gelöst werden müssen – weil Rätsel eben häufig wirklich gar nicht lösbar &#039;&#039;sind&#039;&#039; –, sondern gewonnen hat am Ende schlicht der, der die meisten Rätsel kennt und aufsagen kann (so z.B. bes. stark Slotkin 1990, S. 154f.). Aber hier gilt das ja offensichtlich nicht; Simsons Spielregeln in Vv. 12f. setzen klar voraus, dass man von einem lösbaren und zu lösenden Rätsel ausgehen muss.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) In vielen Märchen und Sagen gibt es das Motiv des „Vexierrätsels“: Man geht davon aus, dass Rätsel bei einem Rätselwettstreit lösbar sind, aber der Held zieht sich aus der Bredouille, indem er unerwartet statt einem lösbaren „normalen“ Rätsel ein unlösbares Vexierrätsel stellt. Das heute gewiss bekannteste Beispiel für dieses Motiv ist der Rätselwettstreit zwischen Bilbo und Gollum in Tolkiens „Hobbit“: Nach mehreren gelösten Rätsel (wie: &#039;&#039;Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – / erst malmen sie, / dann stampfen sie / und warten wieder lang&#039;&#039;, Antwort: „Zähne“, oder: &#039;&#039;Schreit ohne Stimme, / fliegt ohne Schwinge, / beißt ohne Zahn, / murmelt und pfeift – / kein Mund hat&#039;s getan.&#039;&#039;, Antwort: „Wind“) folgt folgender Abschnitt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wie gesagt hat man über Simsons &#039;&#039;&#039;Rätsel&#039;&#039;&#039; bis in die Zeit der neuesten Bibelauslegung extrem viel gerätselt. Der Erzählzusammenhang legt durchaus nahe, dass mit diesem Rätsel nach dem Honig im Kadaver (oder „Maul“, s. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;oben &lt;/ins&gt;zu Vv. 8f.) des toten Löwen gefragt wird, worauf die Philistäer unmöglich selbst kommen können. Ist das Rätsel also „unfair“, wie viele Ausleger:innen meinen? Wegen dieser Merkwürdigkeit sind v.a. fünf unterschiedliche Auslegungen verbreitet; am besten ist die zweite:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Vielleicht ist schon die Grundannahme falsch, Rätsel müssten „fair und daher lösbar“ sein: Sehr viele überlieferte Rätsel sind eo ipso &#039;&#039;nicht&#039;&#039; lösbar. In einigen Kulturen gibt es gut bezeugte Rätselwettstreite, wie er ähnlich hier geschildert wird, und auch dort sind die Spielregeln i.d.R. nicht, dass die Rätsel gelöst werden müssen – weil Rätsel eben häufig wirklich gar nicht lösbar &#039;&#039;sind&#039;&#039; –, sondern gewonnen hat am Ende schlicht der, der die meisten Rätsel kennt und aufsagen kann (so z.B. bes. stark Slotkin 1990, S. 154f.). Aber hier gilt das ja offensichtlich nicht; Simsons Spielregeln in Vv. 12f. setzen klar voraus, dass man von einem lösbaren und zu lösenden Rätsel ausgehen muss.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) In vielen Märchen und Sagen gibt es das Motiv des „Vexierrätsels“: Man geht davon aus, dass Rätsel bei einem Rätselwettstreit lösbar sind, aber der Held zieht sich aus der Bredouille, indem er unerwartet statt einem lösbaren „normalen“ Rätsel ein unlösbares Vexierrätsel stellt. Das heute gewiss bekannteste Beispiel für dieses Motiv ist der Rätselwettstreit zwischen Bilbo und Gollum in Tolkiens „Hobbit“: Nach mehreren gelösten Rätsel (wie: &#039;&#039;Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – / erst malmen sie, / dann stampfen sie / und warten wieder lang&#039;&#039;, Antwort: „Zähne“, oder: &#039;&#039;Schreit ohne Stimme, / fliegt ohne Schwinge, / beißt ohne Zahn, / murmelt und pfeift – / kein Mund hat&#039;s getan.&#039;&#039;, Antwort: „Wind“) folgt folgender Abschnitt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Dass die Philister dann ihrerseits nicht fair spielen und Simsons Verlobte dazu bringen, Simson die Lösung zu entlocken, ist ebenfalls nicht anständig – aber ebenfalls regelkonform, denn wie Vv. 18f. zeigt, akzeptiert Simson die Lösung der Philister, gerät darob aber ebenso in Zorn wie Gollum darüber, das Vexierrätsel nicht gelöst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Von einer dritten Auslegung gibt es viele verschiedene Varianten. Angenommen wird stets, dass tatsächlich das Rätsel gar nicht nach „Honig im Löwenleib“ frage, sondern nach Anderem. Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&amp;#039;&amp;#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&amp;#039;&amp;#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &amp;#039;&amp;#039;die Honigbiene&amp;#039;&amp;#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &amp;#039;&amp;#039;`arj&amp;#039;&amp;#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &amp;#039;&amp;#039;`arj&amp;#039;&amp;#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &amp;#039;&amp;#039;`ar&amp;#039;&amp;#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &amp;#039;&amp;#039;`ar&amp;#039;&amp;#039; kein hebräisches &amp;#039;&amp;#039;`arj&amp;#039;&amp;#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &amp;#039;&amp;#039;`ari&amp;#039;&amp;#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &amp;#039;&amp;#039;ari&amp;#039;&amp;#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). Setzt man dieses persische Wort auch im späten Bibelhebräischen voraus, könnte man immerhin ein Rätsel annehmen, das auf den Gleichklang der hebräischen Worte für „Löwe“ und „Biene“ &amp;#039;&amp;#039;anspielte&amp;#039;&amp;#039;. Bei „Vom Starken geht Süßes aus“ etwa müsste man beim „Starken“ an den Löwen und beim „Süßen“ an Honig denken, käme dann auf die Lösung „Honig vom Löwen“, und dies würde dann um die Ecke gleichzeitig „Honig der Biene“ bedeuten, was dann der Clou des Rätsels wäre. Aber das wäre arg kompliziert für ein „gutes“ Rätsel (so richtig schon Groß 2009, S. 695 zur klassischen Variante von 4).&amp;lt;br /&amp;gt;(5) Ähnlich kompliziert: Nel 1985, S. 542 und Slotkin 1990, S. 156f. nehmen an, die Antwort der Philister in V. 18 sei selbst ein bekanntes Rätsel mit der Lösung „die Liebe“ (so noch sehr viele Ausleger:innen). Danach gehen sie weiter davon aus, Simsons Rätsel in V. 14 sei eine Art „Meta-Rätsel“, das als Lösung nicht eine einfache Antwort wie „Sperma“, „Erbrochenes“ oder „Honig“ habe, sondern eben dieses zweite Rätsel in V. 18. Dass V. 18 ein verbreitetes Rätsel war, lässt sich aber natürlich nicht nachweisen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Antwort ist: „Einen Ring“. Aber das verrät Bilbo nicht, weshalb nach den drei Versuchen Gollum sich beschwert: &amp;#039;&amp;#039;„Aber es war keine anständige Frage. ... Kein richtiges Rätsel, Schatz, nein.“&amp;#039;&amp;#039; (Tolkien: Der kleine Hobbit. dtv. S. 91f.96)&amp;lt;br /&amp;gt;So wird man auch unseren Abschnitt zu verstehen haben: Dass Simson zu einem Vexierrätsel greift, ist „nicht anständig“, aber regelkonform. Dass die Philister dann ihrerseits nicht fair spielen und Simsons Verlobte dazu bringen, Simson die Lösung zu entlocken, ist ebenfalls nicht anständig – aber ebenfalls regelkonform, denn wie Vv. 18f. zeigt, akzeptiert Simson die Lösung der Philister, gerät darob aber ebenso in Zorn wie Gollum darüber, das Vexierrätsel nicht gelöst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Von einer dritten Auslegung gibt es viele verschiedene Varianten. Angenommen wird stets, dass tatsächlich das Rätsel gar nicht nach „Honig im Löwenleib“ frage, sondern nach Anderem. Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&amp;#039;&amp;#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&amp;#039;&amp;#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &amp;#039;&amp;#039;die Honigbiene&amp;#039;&amp;#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &amp;#039;&amp;#039;`arj&amp;#039;&amp;#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &amp;#039;&amp;#039;`arj&amp;#039;&amp;#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &amp;#039;&amp;#039;`ar&amp;#039;&amp;#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &amp;#039;&amp;#039;`ar&amp;#039;&amp;#039; kein hebräisches &amp;#039;&amp;#039;`arj&amp;#039;&amp;#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &amp;#039;&amp;#039;`ari&amp;#039;&amp;#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &amp;#039;&amp;#039;ari&amp;#039;&amp;#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). Setzt man dieses persische Wort auch im späten Bibelhebräischen voraus, könnte man immerhin ein Rätsel annehmen, das auf den Gleichklang der hebräischen Worte für „Löwe“ und „Biene“ &amp;#039;&amp;#039;anspielte&amp;#039;&amp;#039;. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_14&amp;diff=35704&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 1. Januar 2023 um 14:47 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-01T14:47:16Z</updated>

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&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die Antwort ist: „Einen Ring“. Aber das verrät Bilbo nicht, weshalb nach den drei Versuchen Gollum sich beschwert: &#039;&#039;„Aber es war keine anständige Frage. ... Kein richtiges Rätsel, Schatz, nein.“&#039;&#039; (Tolkien: Der kleine Hobbit. dtv. S. 91f.96)&amp;lt;br /&amp;gt;So wird man auch unseren Abschnitt zu verstehen haben: Dass Simson zu einem Vexierrätsel greift, ist „nicht anständig“, aber regelkonform. Dass die Philister dann ihrerseits nicht fair spielen und Simsons Verlobte dazu bringen, Simson die Lösung zu entlocken, ist ebenfalls nicht anständig – aber ebenfalls regelkonform, denn wie Vv. 18f. zeigt, akzeptiert Simson die Lösung der Philister, gerät darob aber ebenso in Zorn wie Gollum darüber, das Vexierrätsel nicht gelöst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Von einer dritten Auslegung gibt es viele verschiedene Varianten. Angenommen wird stets, dass tatsächlich das Rätsel gar nicht nach „Honig im Löwenleib“ frage, sondern nach Anderem. Simson hätte dann darüber hinaus, dass er sich mit seinem Rätsel als klüger als die Philister erwiesen hat, auch darin klug gehandelt, dass er sie dann auch noch auf eine falsche Fährte gelockt hätte, indem er seiner Frau von seinem Erlebnis mit dem Löwen berichtete. Welche Antwort das Rätsel „wirklich“ erfordere, ist dann umstritten. Im Folgenden die häufigsten Antwortversuche; die besten sind sicher (3c) und (3d):&amp;lt;br /&amp;gt;(3a) „Sperma“, das die Frau beim oralen Verkehr „isst“ (z.B. Eißfeldt 1910)&amp;lt;br /&amp;gt;(3b) „Erbrochenes“ bei einem Trinkgelage (z.B. Greßmann 1922, S. 244.). Beiden Antwortversuchen haben sich viele jüngere Ausleger:innen angeschlossen. Aber warum sollte bei (3a) der Mann als „Fresser“ bezeichnet werden können? Und gegen (3b) vgl. richtig Torcszyner 1924, S. 132f.: Würde „Aus dem Fresser kam Fraß“ vom Erbrechen sprechen, wäre das doch gar kein Rätsel, sondern „vielmehr schlicht eine korrekte Beschreibung dieses ekelhaften Geschehens.“&amp;lt;br /&amp;gt;(3c) Seit Nel 1985, S. 536f. heißt es häufiger, Gaster 1969, S. 463 habe als Lösung „Honig“ vorgeschlagen. Das ist nicht richtig (s. bei 3e), „Honig der Honigbiene“ wäre aber wirklich gut möglich: Erstens „geht von der Honigbiene“ ja wirklich „Honig aus“. Zweitens wusste man schon in der Antike, dass es bei Bienen einesteils Drohnen im Bienenstock und andernteils Arbeiterbienen außerhalb gab. Die einen wurden d.ö. als „Fresser“ vorgestellt, die anderen d.ö. als „Krieger“. Zur ersten Vorstellung vgl. z.B. Hesiod, Theog. 594-599:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;...wie wenn in ihren Stöcken die Arbeiter / die Drohnen füttern, die Partner beim bösen Werk: / [Einerseits] die Arbeiter, die bei Tag fortwährend umhereilen / bis die Sonne sinkt, und das weiße Wachs einsammeln, / [andererseits] jene, die drin bleiben im geschützten Stock, / und die Frucht der Mühe der anderen in ihren Bäuchen sammeln.&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die zweite Vorstellung ist noch verbreiteter. Auch im AT ist die Biene daher z.B. stets Paradigma für kriegerische Feinde, s. [[Deuteronomium 1#s44 |Dtn 1,44]]; [[Psalm 118#s12 |Ps 118,12]]. Ähnlich spielen griechische Fabeln über die Biene oft damit, dass ihre Farbe den Bronzerüstungen von Kriegern gleicht (z.B. Aesopica 163) und dass sie mit ihrem Stachel waffentragend sind (Diod. 5.70), weshalb z.B. Seneca zusammenfassend festhalten kann: „&#039;&#039;Dies zeichnet Bienen vor allem aus: Sie sind höchst wütend und in Relation zu ihrer Körpergröße höchst kriegerisch&#039;&#039;“ (Clem. 1.19.3). Man kann sich also gut vorstellen, dass unerwartet &#039;&#039;die Honigbiene&#039;&#039; als „Fresser“ und als „gewaltig“ beschrieben werden könnte und dass dies der Clou eines Rätsels mit der Antwort „Honig der Honigbiene“ wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;(3d) „Simson“. Er isst in V. 9, gibt den Honig ebd. als Speise weiter an seine Eltern, hat sich in Vv. 5f. als sogar noch „stärker / gewaltiger“ als ein Löwe erwiesen, und Honig ist wirklich das Nonplusultra an Süßigkeit (s. bei Schipper 2003, S. 351). Das ist sehr bedenkenswert; diese Deutung erklärt auch am besten, warum zuvor überhaupt eigens berichtet wird, dass Simson den Honig isst und auch an seine Eltern weitergibt.&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Etwas komplizierter: Bauer 1912, S. 473 und nach ihm einige weitere (z.B. Gaster 1969, S. 436; Kim 1993, S. 252; Spronk 2019, S. 420) glauben erstens, im Arabischen habe es ein Wort &#039;&#039;`arj&#039;&#039; „Honig“ gegeben, und denken zweitens, dieses Wort müsse man auch im Hebräischen voraussetzen, wonach &#039;&#039;`arj&#039;&#039; im Hebräischen also nicht nur „Löwe“, sondern auch „Honig“ bedeute. De Moor 1975 hat das noch weiter damit stützen wollen, dass er ein ugaritisches &#039;&#039;`ar&#039;&#039; „Tau, Honig“ annahm. Das Rätsel wäre dann also ein phonologisches Rätsel. Sasson 2021, S. 586 FN 17 hat kürzlich eingewandt, dass es aber schon das arabische Wort gar nicht gebe, und es steht auch wirklich nicht in gängigen Lexika. Danach dürfte man auch dann, wenn De Moor Recht hätte (del Olmo Lete etwa hat De Moors Vorschlag in seinem ugaritischen Lexikon nicht akzeptiert), auch nach einem ugaritischen &#039;&#039;`ar&#039;&#039; kein hebräisches &#039;&#039;`arj&#039;&#039; annehmen. Höchstens müsste man (4) also abwandeln: Barretto 1804, S. 86 listet ein arabisches &#039;&#039;`ari&#039;&#039; = „Biene“. Wahrscheinlicher ist das aber ein persisches Wort, da &#039;&#039;ari&#039;&#039; auch im Proto-Türkischen „Biene“ bedeutete (s. [https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A2%D8%B1%DB%8C#Persian Wiktionary, s.v. {{hebr}}آری{{hebr ende}}]). Setzt man dieses persische Wort auch im späten Bibelhebräischen voraus, könnte man immerhin ein Rätsel annehmen, das auf den Gleichklang der hebräischen Worte für „Löwe“ und „Biene“ &#039;&#039;anspielte&#039;&#039;. Bei „Vom Starken geht Süßes aus“ etwa müsste man beim „Starken“ an den Löwen und beim „Süßen“ an Honig denken, käme dann auf die Lösung „Honig vom Löwen“, und dies würde dann um die Ecke gleichzeitig „Honig der Biene“ bedeuten, was dann der Clou des Rätsels wäre. Aber das wäre arg kompliziert für ein „gutes“ Rätsel (so richtig schon Groß 2009, S. 695 zur klassischen Variante von 4).&amp;lt;br /&amp;gt;(5) Ähnlich kompliziert: Nel 1985, S. 542 und Slotkin 1990, S. 156f. nehmen an, die Antwort der Philister in V. 18 sei selbst ein bekanntes Rätsel mit der Lösung „die Liebe“ (so noch sehr viele Ausleger:innen). Danach gehen sie weiter davon aus, Simsons Rätsel in V. 14 sei eine Art „Meta-Rätsel“, das als Lösung nicht eine einfache Antwort wie „Sperma“, „Erbrochenes“ oder „Honig“ habe, sondern eben dieses zweite Rätsel in V. 18. Dass V. 18 ein verbreitetes Rätsel war, lässt sich aber natürlich nicht nachweisen.&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Dezember 2022 um 22:46 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-11T22:46:51Z</updated>

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Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, dass sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &amp;#039;&amp;#039;hrb`j&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;hšb`j&amp;#039;&amp;#039;. Das ist ein starkes Zeugnis und viele halten das für den ursprünglichen Text (z.B. Ginsburg S. 107; BHK, BHS; O&amp;#039;Connell 1996, S. 473; Chisholm 2013; Sicre 2018; ALTER; B-R, EÜ 80, GN, HfA, LUT 17, NL, ZÜR). Die neuesten Textkritiker:innen dagegen halten (wie meist) MT für ursprünglich, z.B. CTAT I, BHQ, Kim 1993, S. 142. So auch die neuesten Kommentare: Niditch 2008; Groß 2009; Webb 2012; Knauf 2016; Nelson 2017; Spronk 2019.&amp;lt;br /&amp;gt;Was hier ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Entweder ist „vierter“ versehentlich zu „siebter“ verschrieben worden, oder „siebter“ ist wegen V. 14 bewusst zu „vierter“ geändert worden. Da sich beide Richtungen gleich gut erklären lassen, sollte OfBi besser die etwas rundere Variante mit „vierter“ übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tage lang nicht erzählen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aber sie konnten das Rätsel drei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (sieben)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv. 14f.&amp;quot;&amp;gt;Die Zeitangaben sind nicht ganz leicht zu verstehen. Drei Tage lang sind die Philister erfolglos, aber erst am siebten Tag wenden sie sich an Simsons Verlobte. Von der heißt es dann in V. 17, dass sie Simson sieben Tage lang bearbeitet, woraufhin die Philister am siebten Tag Simsons Rätsel lösen können. Prima vista müsste man meinen, dass mit den ersten drei Angaben eine 14-tägige Zeitspanne geschildert wird, keine siebentägige. Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, dass sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &amp;#039;&amp;#039;hrb`j&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;hšb`j&amp;#039;&amp;#039;. Das ist ein starkes Zeugnis und viele halten das für den ursprünglichen Text (z.B. Ginsburg S. 107; BHK, BHS; O&amp;#039;Connell 1996, S. 473; Chisholm 2013; Sicre 2018; ALTER; B-R, EÜ 80, GN, HfA, LUT 17, NL, ZÜR). Die neuesten Textkritiker:innen dagegen halten (wie meist) MT für ursprünglich, z.B. CTAT I, BHQ, Kim 1993, S. 142. 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CTAT I; BHQ: LXX und VUL wollten den Text nur „logischer“ machen, da Simson die Lösung seines Rätsels ja nicht direkt den Philistern verraten würde, sondern nur indirekt, indem er es seiner Verlobten verriete.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;das Rätsel erzählt! Sonst werden wir dich und den Hausstand deines Vaters mit Feuer verbrennen! Habt ihr, um uns arm zu machen, uns eingeladen hierher?&#039;&#039;&#039; (...uns eingeladen? Nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;tFN&amp;lt;/b&amp;gt;: MT ist schwer erklärbar: „nicht?“ (1) GKC §150g n. 1 hält den Text für falsch und präferiert daher den alternativen Wortlaut von Tg (s. gleich). Auch schon den Masoreten ist aufgefallen, wie merkwürdig das Wort hier ist; am Rand z.B. des Codex Aleppo ist daher festgehalten, dass einzig hier dieses Wort am Ende eines Verses steht. (2) König nimmt in HKL III §353n nach [[Numeri 13#s18 |Num 13,18]] und [[Jeremia 7#s19 |Jer 7,19]] an, dass &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ auch „oder nicht?“ bedeuten könne wie sonst &#039;&#039;`m l`&#039;&#039;, also: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, oder nicht?“ Diese Bed. lässt sich aus diesen Stellen aber nicht ableiten: Aus Jer 7,19 gar nicht, und auch Num 13,18 lässt sich leicht so übersetzen: &#039;&#039;Schaut euch das Volk an: Ist es stark? Ist&#039;s schwach?&#039;&#039; [statt: „Ist es stark oder schwach?“] &#039;&#039;Ist es gering oder zahlreich?&#039;&#039; Drei verschiedene Frageformen würden also verwendet, um die Fragen immer schneller prasseln zu lassen. Königs Erklärung geht dann nicht an. (3) IBHS S. 685 FN 48 nehmen an, &#039;&#039;hl`&#039;&#039; könne auch die selbe Bed. haben wie lat. &#039;&#039;nonne&#039;&#039;: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, &#039;&#039;oder was&#039;&#039;?“ So auch Nelson 2017. Aber auch für diesen Gebrauch gibt es keine Parallelen. Das Wort bleibt schwer erklärlich. Auch textkritisch:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Textkritik&amp;lt;/b&amp;gt;: Schwierige Textdifferenz. Die meisten Textzeugen (LXX, VUL, Syr) bezeugen dieses Wort gar nicht. Nur MT hat besagtes grammatisch schwer erklärliches &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ CTAT und BHQ präferieren diesen Wortlaut mit Verweis auf HKL III, aber dazu s.o. Dagegen Tg übersetzt &#039;&#039;&#039;hlk`&#039;&#039; und auch fünf (oder sechs, s. gleich) heb. Handschriften haben entsprechend stattdessen &#039;&#039;hlm&#039;&#039; „hierher“. Gegeneinander stehen hier letztlich also nur viele heb. Handschriften mit „nicht?“ vs. Tg und wenige heb. Handschriften mit „hierher“. Allerdings findet sich in einer (oder zwei) Handschriften die Notiz, dass die Variante (md.) in zwei masoretischen Schulen bekannt war: In der masoretischen Schule von Sora wurden die Konsonanten von &#039;&#039;hl`&#039;&#039; und die Vokale von &#039;&#039;hlm&#039;&#039; geschrieben, in der von Nehardea umgekehrt (s. in [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/zoom/3396208 G3, Folio 45r]. Laut Baer/Delitzsch steht diese Notiz auch im „Codex Heidenheimianus“. Welcher das sein soll, kann ich nicht erkennen; offenbar ist danach die Variante aber noch durch eine sechste Handschrift bezeugt). Es ist also klar, dass diese Variante im Altertum auch in hebräischen Schriften viel breiter bezeugt war; der Versuch von CTAT, das Gewicht der heb. Handschriften an dieser Stelle kleinzureden, ist daher hier fehl am Platz. Von der externen Evidenz her sind beide Varianten gleich stark, und da sich &#039;&#039;hl`&#039;&#039; bisher nicht erklären lässt, muss man annehmen, dass &#039;&#039;hlm&#039;&#039; ursprünglich war und nur versehentlich zu &#039;&#039;hl`&#039;&#039; verschrieben wurde. 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Allerdings findet sich in einer (oder zwei) Handschriften die Notiz, dass die Variante (md.) in zwei masoretischen Schulen bekannt war: In der masoretischen Schule von Sora wurden die Konsonanten von &#039;&#039;hl`&#039;&#039; und die Vokale von &#039;&#039;hlm&#039;&#039; geschrieben, in der von Nehardea umgekehrt (s. in [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/zoom/3396208 G3, Folio 45r]. Laut Baer/Delitzsch steht diese Notiz auch im „Codex Heidenheimianus“. Welcher das sein soll, kann ich nicht erkennen; offenbar ist danach die Variante aber noch durch eine sechste Handschrift bezeugt). Es ist also klar, dass diese Variante im Altertum auch in hebräischen Schriften viel breiter bezeugt war; der Versuch von CTAT, das Gewicht der heb. Handschriften an dieser Stelle kleinzureden, ist daher hier fehl am Platz. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Dezember 2022 um 22:44 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-11T22:44:55Z</updated>

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Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, dass sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &amp;#039;&amp;#039;hrb`j&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;hšb`j&amp;#039;&amp;#039;. 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Von der heißt es dann in V. 17, dass sie Simson sieben Tage lang bearbeitet, woraufhin die Philister am siebten Tag Simsons Rätsel lösen können. Prima vista müsste man meinen, dass mit den ersten drei Angaben eine 14-tägige Zeitspanne geschildert wird, keine siebentägige. Man hat verschiedentlich versucht, dies textkritisch zu lösen, aber diese Versuche sind nur sehr unwahrscheinlich richtig:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Eine hebräische Handschrift spricht in V. 14 von „sieben“ statt von „drei Tagen“. Das ist ein extrem schwaches Zeugnis, dass sich überdies leicht damit erklären lässt, dass so die ersten beiden Zeitangaben harmonisiert werden sollten. Moore und Burney hielten das dennoch für ursprünglich, jüngere Ausleger:innen ganz zu recht nicht mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Viel ernster zu nehmen ist ist eine zweite Variante: LXX, VL, Syr und JosAnt V.8 §291 bezeugen, dass die Philister sich nach den ersten drei Tagen nicht am „siebten“, sondern am „vierten Tag“ an Simsons Frau wenden; den „siebten Tag“ bezeugen neben MT nur LXX&amp;lt;sup&amp;gt;O&amp;lt;/sup&amp;gt;, VUL und Tg. Der Unterschied im Heb. läge nur in einem Buchstaben: &amp;#039;&amp;#039;hrb`j&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;hšb`j&amp;#039;&amp;#039;. Das ist ein starkes Zeugnis und viele halten das für den ursprünglichen Text (z.B. Ginsburg S. 107; BHK, BHS; O&amp;#039;Connell 1996, S. 473; Chisholm 2013; Sicre 2018; ALTER; B-R, EÜ 80, GN, HfA, LUT 17, NL, ZÜR). Die neuesten Textkritiker:innen dagegen halten (wie meist) MT für ursprünglich, z.B. CTAT I, BHQ, Kim 1993, S. 142. So auch die neuesten Kommentare: Niditch 2008; Groß 2009; Webb 2012; Knauf 2016; Nelson 2017; Spronk 2019.&amp;lt;br /&amp;gt;Was hier ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Entweder ist „vierter“ versehentlich zu „siebter“ verschrieben worden, oder „siebter“ ist wegen V. 14 bewusst zu „vierter“ geändert worden. Da sich beide Richtungen gleich gut erklären lassen, sollte OfBi besser die etwas rundere Variante mit „vierter“ übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tage lang nicht erzählen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|15}} &#039;&#039;&#039;Am siebten&#039;&#039;&#039; (vierten)&amp;lt;ref name=&quot;Vv. 14f.&quot; /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Tag sagten sie zu Simsons Frau: „Betöre deinen Mann, damit er uns&#039;&#039;&#039; (dir)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: MT, Syr, Tg: &#039;&#039;uns&#039;&#039;, dagegen LXX, VUL: &#039;&#039;dir&#039;&#039;. Martin 1975 hielt das für ursprünglich, aber richtiger wohl z.B. CTAT I; BHQ: LXX und VUL wollten den Text nur „logischer“ machen, da Simson die Lösung seines Rätsels ja nicht direkt den Philistern verraten würde, sondern nur indirekt, indem er es seiner Verlobten verriete.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;das Rätsel erzählt! Sonst werden wir dich und den Hausstand deines Vaters mit Feuer verbrennen! Habt ihr, um uns arm zu machen, uns eingeladen hierher?&#039;&#039;&#039; (...uns eingeladen? Nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;tFN&amp;lt;/b&amp;gt;: MT ist schwer erklärbar: „nicht?“ (1) GKC §150g n. 1 hält den Text für falsch und präferiert daher den alternativen Wortlaut von Tg (s. gleich). Auch schon den Masoreten ist aufgefallen, wie merkwürdig das Wort hier ist; am Rand z.B. des Codex Aleppo ist daher festgehalten, dass einzig hier dieses Wort am Ende eines Verses steht. (2) König nimmt in HKL III §353n nach [[Numeri 13#s18 |Num 13,18]] und [[Jeremia 7#s19 |Jer 7,19]] an, dass &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ auch „oder nicht?“ bedeuten könne wie sonst &#039;&#039;`m l`&#039;&#039;, also: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, oder nicht?“ Diese Bed. lässt sich aus diesen Stellen aber nicht ableiten: Aus Jer 7,19 gar nicht, und auch Num 13,18 lässt sich leicht so übersetzen: &#039;&#039;Schaut euch das Volk an: Ist es stark? Ist&#039;s schwach?&#039;&#039; [statt: „Ist es stark oder schwach?“] &#039;&#039;Ist es gering oder zahlreich?&#039;&#039; Drei verschiedene Frageformen würden also verwendet, um die Fragen immer schneller prasseln zu lassen. Königs Erklärung geht dann nicht an. (3) IBHS S. 685 FN 48 nehmen an, &#039;&#039;hl`&#039;&#039; könne auch die selbe Bed. haben wie lat. &#039;&#039;nonne&#039;&#039;: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, &#039;&#039;oder was&#039;&#039;?“ So auch Nelson 2017. Aber auch für diesen Gebrauch gibt es keine Parallelen. Das Wort bleibt schwer erklärlich. Auch textkritisch:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Textkritik&amp;lt;/b&amp;gt;: Schwierige Textdifferenz. Die meisten Textzeugen (LXX, VUL, Syr) bezeugen dieses Wort gar nicht. Nur MT hat besagtes grammatisch schwer erklärliches &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ CTAT und BHQ präferieren diesen Wortlaut mit Verweis auf HKL III, aber dazu s.o. Dagegen Tg übersetzt &#039;&#039;&#039;hlk`&#039;&#039; und auch fünf (oder sechs, s. gleich) heb. Handschriften haben entsprechend stattdessen &#039;&#039;hlm&#039;&#039; „hierher“. Gegeneinander stehen hier letztlich also nur viele heb. Handschriften mit „nicht?“ vs. Tg und wenige heb. Handschriften mit „hierher“. Allerdings findet sich in zwei Handschriften &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und bei Kimchi &lt;/del&gt;die Notiz, dass die Variante (md.) in zwei masoretischen Schulen bekannt war: In der masoretischen Schule von Sora wurden die Konsonanten von &#039;&#039;hl`&#039;&#039; und die Vokale von &#039;&#039;hlm&#039;&#039; geschrieben, in der von Nehardea umgekehrt (s. in [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/zoom/3396208 G3, Folio 45r]. Laut Baer/Delitzsch steht diese Notiz auch im „Codex Heidenheimianus“. Welcher das sein soll, kann ich nicht erkennen; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vielleicht &lt;/del&gt;ist die Variante &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;also &lt;/del&gt;noch durch eine sechste Handschrift bezeugt). Es ist also klar, dass diese Variante im Altertum auch in hebräischen Schriften viel breiter bezeugt war; der Versuch von CTAT, das Gewicht der heb. Handschriften an dieser Stelle kleinzureden, ist daher hier fehl am Platz. Von der externen Evidenz her sind beide Varianten gleich stark, und da sich &#039;&#039;hl`&#039;&#039; bisher nicht erklären lässt, muss man annehmen, dass &#039;&#039;hlm&#039;&#039; ursprünglich war und nur versehentlich zu &#039;&#039;hl`&#039;&#039; verschrieben wurde. So z.B. auch Moore 1900 und BHS; z.B. auch Soggin 1981; Bartusch 2003, S. 146; Webb 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|15}} &#039;&#039;&#039;Am siebten&#039;&#039;&#039; (vierten)&amp;lt;ref name=&quot;Vv. 14f.&quot; /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Tag sagten sie zu Simsons Frau: „Betöre deinen Mann, damit er uns&#039;&#039;&#039; (dir)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: MT, Syr, Tg: &#039;&#039;uns&#039;&#039;, dagegen LXX, VUL: &#039;&#039;dir&#039;&#039;. Martin 1975 hielt das für ursprünglich, aber richtiger wohl z.B. CTAT I; BHQ: LXX und VUL wollten den Text nur „logischer“ machen, da Simson die Lösung seines Rätsels ja nicht direkt den Philistern verraten würde, sondern nur indirekt, indem er es seiner Verlobten verriete.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;das Rätsel erzählt! Sonst werden wir dich und den Hausstand deines Vaters mit Feuer verbrennen! Habt ihr, um uns arm zu machen, uns eingeladen hierher?&#039;&#039;&#039; (...uns eingeladen? Nicht?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;tFN&amp;lt;/b&amp;gt;: MT ist schwer erklärbar: „nicht?“ (1) GKC §150g n. 1 hält den Text für falsch und präferiert daher den alternativen Wortlaut von Tg (s. gleich). Auch schon den Masoreten ist aufgefallen, wie merkwürdig das Wort hier ist; am Rand z.B. des Codex Aleppo ist daher festgehalten, dass einzig hier dieses Wort am Ende eines Verses steht. (2) König nimmt in HKL III §353n nach [[Numeri 13#s18 |Num 13,18]] und [[Jeremia 7#s19 |Jer 7,19]] an, dass &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ auch „oder nicht?“ bedeuten könne wie sonst &#039;&#039;`m l`&#039;&#039;, also: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, oder nicht?“ Diese Bed. lässt sich aus diesen Stellen aber nicht ableiten: Aus Jer 7,19 gar nicht, und auch Num 13,18 lässt sich leicht so übersetzen: &#039;&#039;Schaut euch das Volk an: Ist es stark? Ist&#039;s schwach?&#039;&#039; [statt: „Ist es stark oder schwach?“] &#039;&#039;Ist es gering oder zahlreich?&#039;&#039; Drei verschiedene Frageformen würden also verwendet, um die Fragen immer schneller prasseln zu lassen. Königs Erklärung geht dann nicht an. (3) IBHS S. 685 FN 48 nehmen an, &#039;&#039;hl`&#039;&#039; könne auch die selbe Bed. haben wie lat. &#039;&#039;nonne&#039;&#039;: „Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen, &#039;&#039;oder was&#039;&#039;?“ So auch Nelson 2017. Aber auch für diesen Gebrauch gibt es keine Parallelen. Das Wort bleibt schwer erklärlich. Auch textkritisch:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Textkritik&amp;lt;/b&amp;gt;: Schwierige Textdifferenz. Die meisten Textzeugen (LXX, VUL, Syr) bezeugen dieses Wort gar nicht. Nur MT hat besagtes grammatisch schwer erklärliches &#039;&#039;hl`&#039;&#039; „nicht?“ CTAT und BHQ präferieren diesen Wortlaut mit Verweis auf HKL III, aber dazu s.o. Dagegen Tg übersetzt &#039;&#039;&#039;hlk`&#039;&#039; und auch fünf (oder sechs, s. gleich) heb. Handschriften haben entsprechend stattdessen &#039;&#039;hlm&#039;&#039; „hierher“. Gegeneinander stehen hier letztlich also nur viele heb. Handschriften mit „nicht?“ vs. Tg und wenige heb. Handschriften mit „hierher“. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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