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	<title>Kommentar:Richter 15 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_15&amp;diff=35798&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 6. Januar 2023 um 11:04 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-06T11:04:04Z</updated>

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Die einzelnen Ausdrücke sind klar, wie aber diese Kombination zu übersetzen ist, ist fraglich (Houbigant 1777b, S. 274 sogar: „&amp;#039;&amp;#039;nullam habere interpretationem bonam potest&amp;#039;&amp;#039;“, „eine sinnvolle Deutung ist unmöglich“).&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Für gewöhnlich nimmt man den zweiten Ausdruck in der Bedeutung „durchaus“: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &amp;#039;&amp;#039;durchaus&amp;#039;&amp;#039; rächen!“. Ob das sprachlich möglich ist, ist aber ungewiss: Die Stellen, für die Ges18, S. 541 „durchaus“ listet, sind eigentlich als „wenn nicht...!“ zu übersetzen: „Wenn nicht X geschieht, [soll dies und jenes passieren!]“ – eine abgebrochene Selbstverfluchung, die im heb. häufiger als starker Schwur verwendet wird: „Unbedingt soll X geschehen!“ (vgl. ebd., zur Stelle vgl. am besten Studer 1842; und s. [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]]; wohl nicht [[Jeremia 51#14 |Jer 51,14]]). Der mittlere Satz könnte schon so übersetzt werden: „Wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“ Aber ob das auch noch mit einem zweiten Nebensatz bereits zuvor kombiniert werden kann („Wenn ihr solches tut – wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“), ist fraglich; gute Parallelen dafür gibt es jedenfalls nicht. Außerdem spricht dagegen die Verbform des zweiten Verbs („Ich &amp;#039;&amp;#039;räche&amp;#039;&amp;#039; mich / &amp;#039;&amp;#039;habe&amp;#039;&amp;#039; mich &amp;#039;&amp;#039;gerächt&amp;#039;&amp;#039;“), die daher z.B. Burney 1920 als ein „Perfekt der Sicherheit“ erklären will.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Glatter ist daher die Deutung von Jongeneel 1868, S. 18: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &amp;#039;&amp;#039;dennoch&amp;#039;&amp;#039; an euch rächen“, sc. „Obwohl ihr das Übel aus eurer Mitte ausgerottet habt, werde ich dennoch noch zusätzlich Rache üben!“. Auch hierfür gibt es aber keine Parallelen und auch diese Deutung passt nicht gut zur Verbform.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) „Wenn ihr solches tut, außer, wenn ich mich an euch rächen werde...!“. So Ehrlich 1910, S. 134, der also den ersten Satz als abgebrochene Selbstverfluchung nimmt, die dann durch den zweiten Satz fortgesetzt würde. Dagegen spricht das selbe wie gegen (2).&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten daher (4) „Wenn ihr solches tut...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde, werde ich danach aufhören“; man nehme also wie Ehrlich den ersten Satz als Selbstverfluchung, dann aber erst den mittleren Satz als Protasis und den letzten als durch sog. „Waw apodoseos“ eingeleitete Apodosis. Wahrscheinlich gibt es hierfür mit [[Genesis 42#s15 |Gen 42,15]] auch eine Parallele, bei der nur die Apodosis fehlt: „Wenn ihr von hier weggehen dürftet...! Nur, wenn euer jüngster Bruder hierher kommt!“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;werde ich danach aufhören!“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Wenn ihr solches tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von &amp;#039;&amp;#039;ekdikäso&amp;#039;&amp;#039; („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu &amp;#039;&amp;#039;eudokäso&amp;#039;&amp;#039;; das heb. &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von {{hebr}}אחדל{{hebr ende}} „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL&amp;#039;s „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest &amp;#039;&amp;#039;an einem&amp;#039;&amp;#039; das heb. {{hebr}}ואחר{{hebr ende}} („und danach“) als {{hebr}}מאחד{{hebr ende}} („von einem“) und &amp;#039;&amp;#039;und jedem von euch&amp;#039;&amp;#039; ist eine zweite freie Üs. von {{hebr}}בכם{{hebr ende}} („an euch“), bei der das &amp;#039;&amp;#039;jedem&amp;#039;&amp;#039; aus dem Gegensatz von &amp;#039;&amp;#039;einem&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;euch&amp;#039;&amp;#039; herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH und Theod ganz; VL dagegen hat sie. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|7}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Da sagte Samson zu ihnen: „Wenn ihr solches tun dürftet...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {&amp;lt;s&amp;gt;und&amp;lt;/s&amp;gt;}&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Überraschend selten kommentierte Stelle; sie ist sehr schwierig zu übersetzen. Hier werden hintereinander die heb. 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Ob das sprachlich möglich ist, ist aber ungewiss: Die Stellen, für die Ges18, S. 541 „durchaus“ listet, sind eigentlich als „wenn nicht...!“ zu übersetzen: „Wenn nicht X geschieht, [soll dies und jenes passieren!]“ – eine abgebrochene Selbstverfluchung, die im heb. häufiger als starker Schwur verwendet wird: „Unbedingt soll X geschehen!“ (vgl. ebd., zur Stelle vgl. am besten Studer 1842; und s. [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]]; wohl nicht [[Jeremia 51#14 |Jer 51,14]]). Der mittlere Satz könnte schon so übersetzt werden: „Wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“ Aber ob das auch noch mit einem zweiten Nebensatz bereits zuvor kombiniert werden kann („Wenn ihr solches tut – wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“), ist fraglich; gute Parallelen dafür gibt es jedenfalls nicht. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. Januar 2023 um 11:18 Uhr</title>
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Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &amp;#039;&amp;#039;exaleifon exäleipsa&amp;#039;&amp;#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &amp;#039;&amp;#039;delens delebo&amp;#039;&amp;#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e). Bei Tg und Syr schließlich ist es eher nicht so: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &amp;#039;&amp;#039;ḥamoratajim&amp;#039;&amp;#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gesprochen (also &amp;#039;&amp;#039;ḥāmor&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;ḥamor&amp;#039;&amp;#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[schlug ich] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haufen, Doppel-Haufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Esel, Doppel-Esel; rötete ich rötend; häufte ich häufend)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Zu dieser Stelle wurde das Nötigste bereits auf der [https://offene-bibel.de/wiki/Richter_15 Kapitelseite] gesagt. Hier ist nur noch zu fragen: Bezeugen wirklich LXX, JosAnt, VL, VUL, Tg und Syr &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisation &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039;? Dann wäre das ein sehr starkes Argument dafür, auch für den heb. Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &amp;#039;&amp;#039;exaleifon exäleipsa&amp;#039;&amp;#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &amp;#039;&amp;#039;delens delebo&amp;#039;&amp;#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e). Bei Tg und Syr schließlich ist es eher nicht so: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &amp;#039;&amp;#039;ḥamoratajim&amp;#039;&amp;#039;. 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Die Stelle lautet nämlich wie bei Kap. 14 zitiert wie folgt: &#039;&#039;„Woher wissen wir, dass Simson durch Kontakt mit Leichen verunreinigt wurde? Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&#039;&#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) nämlich &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039;. &#039;&#039;garad&#039;&#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &#039;&#039;gader&#039;&#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &#039;&#039;&#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; ist schlicht falsch. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) und auch nicht von &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &#039;&#039;ḥaqaq&#039;&#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &#039;&#039;jirḥaq-ḥoq&#039;&#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; für &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; die Vokalisierung &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dem Verb &lt;/del&gt;&#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („rot sein“) ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zweites &lt;/del&gt;Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(&lt;/del&gt;„schälen“&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Übrigens ist das Hauptargument, das CTAT und dann auch BHQ für die LXX-Variante haben, äußerst schwach. Es lässt sich besser formulieren, wird aber auch dann nicht viel stärker. Es geht so: Es gibt eine Textvariante zu b.Naz 4b (s. gleich). Barthélemy und Fernandez Marcos nehmen an, dass auch die für diese Variante verantwortlichen Schreiber von b.Naz 4b die Vokalisierung gekannt hätten, die hinter der Üs. unserer Stelle durch LXX steht, dass also neben LXX, VL und VUL auch noch diese Schreiber Textzeugen für diese Vokalisierung seien. Die Stelle lautet nämlich wie bei Kap. 14 zitiert wie folgt: &#039;&#039;„Woher wissen wir, dass Simson durch Kontakt mit Leichen verunreinigt wurde? Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&#039;&#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) nämlich &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039;. &#039;&#039;garad&#039;&#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &#039;&#039;gader&#039;&#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &#039;&#039;&#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; ist schlicht falsch. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) und auch nicht von &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &#039;&#039;ḥaqaq&#039;&#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &#039;&#039;jirḥaq-ḥoq&#039;&#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; für &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; die Vokalisierung &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; stand? 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 3. Januar 2023 um 11:13 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-03T11:13:27Z</updated>

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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 3. Januar 2023, 13:13 Uhr&lt;/td&gt;
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Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &amp;#039;&amp;#039;exaleifon exäleipsa&amp;#039;&amp;#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &amp;#039;&amp;#039;delens delebo&amp;#039;&amp;#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e). Bei Tg und Syr schließlich ist es eher nicht so: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &amp;#039;&amp;#039;ḥamoratajim&amp;#039;&amp;#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gesprochen (also &amp;#039;&amp;#039;ḥāmor&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;ḥamor&amp;#039;&amp;#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[schlug ich] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haufen, Doppel-Haufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Esel, Doppel-Esel; rötete ich rötend; häufte ich häufend)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Zu dieser Stelle wurde das Nötigste bereits auf der [https://offene-bibel.de/wiki/Richter_15 Kapitelseite] gesagt. Hier ist nur noch zu fragen: Bezeugen wirklich LXX, JosAnt, VL, VUL, Tg und Syr &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisation &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039;? Dann wäre das ein sehr starkes Argument dafür, auch für den heb. Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &amp;#039;&amp;#039;exaleifon exäleipsa&amp;#039;&amp;#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &amp;#039;&amp;#039;delens delebo&amp;#039;&amp;#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e). Bei Tg und Syr schließlich ist es eher nicht so: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &amp;#039;&amp;#039;ḥamoratajim&amp;#039;&amp;#039;. 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Es geht so: Barthélemy und Fernandez Marcos nehmen an, dass auch Schreiber von b.Naz 4b die Vokalisierung gekannt hätten, die hinter der Üs. unserer Stelle durch LXX steht, dass also neben LXX, VL und VUL auch noch diese &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Variante zu b.Naz 4b Textzeuge &lt;/del&gt;für diese Vokalisierung &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sei&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Diese &lt;/del&gt;Stelle lautet nämlich wie bei Kap. 14 zitiert wie folgt: &#039;&#039;„Woher wissen wir, dass Simson durch Kontakt mit Leichen verunreinigt wurde? Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&#039;&#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) nämlich &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039;. &#039;&#039;garad&#039;&#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &#039;&#039;gader&#039;&#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &#039;&#039;&#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; ist schlicht falsch. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) und auch nicht von &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &#039;&#039;ḥaqaq&#039;&#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &#039;&#039;jirḥaq-ḥoq&#039;&#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; für &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; die Vokalisierung &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („rot sein“) ein zweites Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Anm. d. 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Es geht so: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Es gibt eine Textvariante zu b.Naz 4b (s. gleich). &lt;/ins&gt;Barthélemy und Fernandez Marcos nehmen an, dass auch &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die für diese Variante verantwortlichen &lt;/ins&gt;Schreiber von b.Naz 4b die Vokalisierung gekannt hätten, die hinter der Üs. unserer Stelle durch LXX steht, dass also neben LXX, VL und VUL auch noch diese &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Schreiber Textzeugen &lt;/ins&gt;für diese Vokalisierung &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;seien&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die &lt;/ins&gt;Stelle lautet nämlich wie bei Kap. 14 zitiert wie folgt: &#039;&#039;„Woher wissen wir, dass Simson durch Kontakt mit Leichen verunreinigt wurde? Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&#039;&#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) nämlich &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039;. &#039;&#039;garad&#039;&#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &#039;&#039;gader&#039;&#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &#039;&#039;&#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; ist schlicht falsch. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) und auch nicht von &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &#039;&#039;ḥaqaq&#039;&#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &#039;&#039;jirḥaq-ḥoq&#039;&#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; für &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; die Vokalisierung &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („rot sein“) ein zweites Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_15&amp;diff=35731&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 3. Januar 2023 um 11:09 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-03T11:09:06Z</updated>

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Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &#039;&#039;exaleifon exäleipsa&#039;&#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &#039;&#039;delens delebo&#039;&#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e). Bei Tg und Syr schließlich ist es eher nicht so: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &#039;&#039;ḥamoratajim&#039;&#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gesprochen (also &#039;&#039;ḥāmor&#039;&#039; statt &#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ḥ&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;mor&lt;/del&gt;&#039;&#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[schlug ich] &#039;&#039;&#039;Haufen, Doppel-Haufen&#039;&#039;&#039; (Esel, Doppel-Esel; rötete ich rötend; häufte ich häufend)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Zu dieser Stelle wurde das Nötigste bereits auf der [https://offene-bibel.de/wiki/Richter_15 Kapitelseite] gesagt. Hier ist nur noch zu fragen: Bezeugen wirklich LXX, JosAnt, VL, VUL, Tg und Syr &#039;&#039;alle&#039;&#039; die Vokalisation &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039;? Dann wäre das ein sehr starkes Argument dafür, auch für den heb. Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &#039;&#039;exaleifon exäleipsa&#039;&#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &#039;&#039;delens delebo&#039;&#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e). Bei Tg und Syr schließlich ist es eher nicht so: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &#039;&#039;ḥamoratajim&#039;&#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gesprochen (also &#039;&#039;ḥāmor&#039;&#039; statt &#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ḥamor&lt;/ins&gt;&#039;&#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&amp;#039;&amp;#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) nämlich &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &amp;#039;&amp;#039;gader&amp;#039;&amp;#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; ist schlicht falsch. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) und auch nicht von &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &amp;#039;&amp;#039;ḥaqaq&amp;#039;&amp;#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &amp;#039;&amp;#039;jirḥaq-ḥoq&amp;#039;&amp;#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisierung &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; („rot sein“) ein zweites Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anm. d. 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In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &amp;#039;&amp;#039;gader&amp;#039;&amp;#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_15&amp;diff=35701&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 1. Januar 2023 um 10:46 Uhr</title>
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		<updated>2023-01-01T10:46:50Z</updated>

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Die einzelnen Ausdrücke sind klar, wie aber diese Kombination zu übersetzen ist, ist fraglich (Houbigant 1777b, S. 274 sogar: „&amp;#039;&amp;#039;nullam habere interpretationem bonam potest&amp;#039;&amp;#039;“, „eine sinnvolle Deutung ist unmöglich“).&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Für gewöhnlich nimmt man den zweiten Ausdruck in der Bedeutung „durchaus“: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &amp;#039;&amp;#039;durchaus&amp;#039;&amp;#039; rächen!“. Ob das sprachlich möglich ist, ist aber ungewiss: Die Stellen, für die Ges18, S. 541 „durchaus“ listet, sind eigentlich als „wenn nicht...!“ zu übersetzen: „Wenn nicht X geschieht, [soll dies und jenes passieren!]“ – eine abgebrochene Selbstverfluchung, die im heb. häufiger als starker Schwur verwendet wird: „Unbedingt soll X geschehen!“ (vgl. ebd., zur Stelle vgl. am besten Studer 1842; und s. [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]]; wohl nicht [[Jeremia 51#14 |Jer 51,14]]). Der mittlere Satz könnte schon so übersetzt werden: „Wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“ Aber ob das auch noch mit einem zweiten Nebensatz bereits zuvor kombiniert werden kann („Wenn ihr solches tut – wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“), ist fraglich; gute Parallelen dafür gibt es jedenfalls nicht. Außerdem spricht dagegen die Verbform des zweiten Verbs („Ich &amp;#039;&amp;#039;räche&amp;#039;&amp;#039; mich / &amp;#039;&amp;#039;habe&amp;#039;&amp;#039; mich &amp;#039;&amp;#039;gerächt&amp;#039;&amp;#039;“), die daher z.B. Burney 1920 als ein „Perfekt der Sicherheit“ erklären will.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Glatter ist daher die Deutung von Jongeneel 1868, S. 18: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &amp;#039;&amp;#039;dennoch&amp;#039;&amp;#039; an euch rächen“, sc. „Obwohl ihr das Übel aus eurer Mitte ausgerottet habt, werde ich dennoch noch zusätzlich Rache üben!“. Auch hierfür gibt es aber keine Parallelen und auch diese Deutung passt nicht gut zur Verbform.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) „Wenn ihr solches tut, außer, wenn ich mich an euch rächen werde...!“. So Ehrlich 1910, S. 134, der also den ersten Satz als abgebrochene Selbstverfluchung nimmt, die dann durch den zweiten Satz fortgesetzt würde. Dagegen spricht das selbe wie gegen (2).&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten daher (4) „Wenn ihr solches tut...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde, werde ich danach aufhören“; man nehme also wie Ehrlich den ersten Satz als Selbstverfluchung, dann aber erst den mittleren Satz als Protasis und den letzten als durch sog. „Waw apodoseos“ eingeleitete Apodosis. Wahrscheinlich gibt es hierfür mit [[Genesis 42#s15 |Gen 42,15]] auch eine Parallele, bei der nur die Apodosis fehlt: „Wenn ihr von hier weggehen dürftet...! Nur, wenn euer jüngster Bruder hierher kommt!“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;werde ich danach aufhören!“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Wenn ihr solches tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von &amp;#039;&amp;#039;ekdikäso&amp;#039;&amp;#039; („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu &amp;#039;&amp;#039;eudokäso&amp;#039;&amp;#039;; das heb. &amp;#039;&amp;#039;`im&amp;#039;&amp;#039; („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von {{hebr}}אחדל{{hebr ende}} „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL&amp;#039;s „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest &amp;#039;&amp;#039;an einem&amp;#039;&amp;#039; das heb. {{hebr}}ואחר{{hebr ende}} („und danach“) als {{hebr}}מאחד{{hebr ende}} („von einem“) und &amp;#039;&amp;#039;und jedem von euch&amp;#039;&amp;#039; ist eine zweite freie Üs. von {{hebr}}בכם{{hebr ende}} („an euch“), bei der das &amp;#039;&amp;#039;jedem&amp;#039;&amp;#039; aus dem Gegensatz von &amp;#039;&amp;#039;einem&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;euch&amp;#039;&amp;#039; herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH und Theod ganz; VL dagegen hat sie. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|7}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Da sagte Samson zu ihnen: „Wenn ihr solches tun dürftet...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {&amp;lt;s&amp;gt;und&amp;lt;/s&amp;gt;}&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Überraschend selten kommentierte Stelle; sie ist sehr schwierig zu übersetzen. Hier werden hintereinander die heb. 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Ob das sprachlich möglich ist, ist aber ungewiss: Die Stellen, für die Ges18, S. 541 „durchaus“ listet, sind eigentlich als „wenn nicht...!“ zu übersetzen: „Wenn nicht X geschieht, [soll dies und jenes passieren!]“ – eine abgebrochene Selbstverfluchung, die im heb. häufiger als starker Schwur verwendet wird: „Unbedingt soll X geschehen!“ (vgl. ebd., zur Stelle vgl. am besten Studer 1842; und s. [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]]; wohl nicht [[Jeremia 51#14 |Jer 51,14]]). Der mittlere Satz könnte schon so übersetzt werden: „Wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“ Aber ob das auch noch mit einem zweiten Nebensatz bereits zuvor kombiniert werden kann („Wenn ihr solches tut – wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“), ist fraglich; gute Parallelen dafür gibt es jedenfalls nicht. Außerdem spricht dagegen die Verbform des zweiten Verbs („Ich &amp;#039;&amp;#039;räche&amp;#039;&amp;#039; mich / &amp;#039;&amp;#039;habe&amp;#039;&amp;#039; mich &amp;#039;&amp;#039;gerächt&amp;#039;&amp;#039;“), die daher z.B. Burney 1920 als ein „Perfekt der Sicherheit“ erklären will.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Glatter ist daher die Deutung von Jongeneel 1868, S. 18: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &amp;#039;&amp;#039;dennoch&amp;#039;&amp;#039; an euch rächen“, sc. „Obwohl ihr das Übel aus eurer Mitte ausgerottet habt, werde ich dennoch noch zusätzlich Rache üben!“. Auch hierfür gibt es aber keine Parallelen und auch diese Deutung passt nicht gut zur Verbform.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) „Wenn ihr solches tut, außer, wenn ich mich an euch rächen werde...!“. So Ehrlich 1910, S. 134, der also den ersten Satz als abgebrochene Selbstverfluchung nimmt, die dann durch den zweiten Satz fortgesetzt würde. Dagegen spricht das selbe wie gegen (2).&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten daher (4) „Wenn ihr solches tut...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde, werde ich danach aufhören“; man nehme also wie Ehrlich den ersten Satz als Selbstverfluchung, dann aber erst den mittleren Satz als Protasis und den letzten als durch sog. „Waw apodoseos“ eingeleitete Apodosis. Wahrscheinlich gibt es hierfür mit [[Genesis 42#s15 |Gen 42,15]] auch eine Parallele, bei der nur die Apodosis fehlt: „Wenn ihr von hier weggehen dürftet...! 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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 30. Dezember 2022 um 15:47 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-30T15:47:04Z</updated>

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Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &#039;&#039;exaleifon exäleipsa&#039;&#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &#039;&#039;delens delebo&#039;&#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei Tg und Syr &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dagegen &lt;/del&gt;ist es &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;weniger klar&lt;/del&gt;: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &#039;&#039;ḥamoratajim&#039;&#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gesprochen (also &#039;&#039;ḥāmor&#039;&#039; statt &#039;&#039;ḥ&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;mor&#039;&#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[schlug ich] &#039;&#039;&#039;Haufen, Doppel-Haufen&#039;&#039;&#039; (Esel, Doppel-Esel; rötete ich rötend; häufte ich häufend)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Zu dieser Stelle wurde das Nötigste bereits auf der [https://offene-bibel.de/wiki/Richter_15 Kapitelseite] gesagt. Hier ist nur noch zu fragen: Bezeugen wirklich LXX&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, JosAnt&lt;/ins&gt;, VL, VUL, Tg und Syr &#039;&#039;alle&#039;&#039; die Vokalisation &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039;? Dann wäre das ein sehr starkes Argument dafür, auch für den heb. Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &#039;&#039;exaleifon exäleipsa&#039;&#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &#039;&#039;delens delebo&#039;&#039; („auslöschend löschte ich aus“&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;). Bei JosAnt ist es unsicher, s. auf der Kapitelseite zu (3e&lt;/ins&gt;). Bei Tg und Syr &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;schließlich &lt;/ins&gt;ist es &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eher nicht so&lt;/ins&gt;: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &#039;&#039;ḥamoratajim&#039;&#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gesprochen (also &#039;&#039;ḥāmor&#039;&#039; statt &#039;&#039;ḥ&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;mor&#039;&#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&amp;#039;&amp;#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) nämlich &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &amp;#039;&amp;#039;gader&amp;#039;&amp;#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; ist schlicht falsch. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) und auch nicht von &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &amp;#039;&amp;#039;ḥaqaq&amp;#039;&amp;#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &amp;#039;&amp;#039;jirḥaq-ḥoq&amp;#039;&amp;#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisierung &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; („rot sein“) ein zweites Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anm. d. 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[Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&amp;#039;&amp;#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. 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In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &amp;#039;&amp;#039;gader&amp;#039;&amp;#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; ist schlicht falsch. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) und auch nicht von &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &amp;#039;&amp;#039;ḥaqaq&amp;#039;&amp;#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &amp;#039;&amp;#039;jirḥaq-ḥoq&amp;#039;&amp;#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisierung &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; stand? 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_15&amp;diff=35670&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 30. Dezember 2022 um 10:33 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-30T10:33:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 30. Dezember 2022, 12:33 Uhr&lt;/td&gt;
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Am Sinn ändert es aber wenig; gewiss wird man nicht nur wegen LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B&amp;lt;/sup&amp;gt; einen Plural für ursprünglich halten dürfen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erreichte Lehi, die Philister aber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [kamen] (rannten)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im MT die selbe gram. Konstruktion wie in [[Richter 14#s5 |Ri 14,5]]; w. „Die Philister jauchzten ihm begegnend“. Anders als dort hat aber hier LXX ein zusätzliches &amp;#039;&amp;#039;rannte&amp;#039;&amp;#039;. Das könnte nur nach dem Sinn ergänzt sein (so Harlé / Roqueplo 1999, S. 214); vielleicht aber wurde auch wirklich, wie die meisten denken, &amp;#039;&amp;#039;heri´u&amp;#039;&amp;#039; doppelt übersetzt und einmal als „jauchzen“ von &amp;#039;&amp;#039;ru´&amp;#039;&amp;#039; und einmal als „rennen“ von &amp;#039;&amp;#039;ruṣ&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet. So und so setzt die Variante keinen anderen heb. Text voraus.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ihm jauchzend entgegen.&amp;lt;br /&amp;gt;Da drang der Geist JHWHs in ihn ein, und die Seile, die an seinen Armen waren, wurden wie Flachs, das im Feuer verbrennt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wie Flachs, wenn es Feuer riecht)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: So LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;; SyH; Theod; VL&amp;lt;sup&amp;gt;Aug&amp;lt;/sup&amp;gt; (fehlt in BHQ); die restlichen Textzeugen inkl. VL&amp;lt;sup&amp;gt;Lugd&amp;lt;/sup&amp;gt; wie in der Primärübersetzung. Gewiss Assimilation an [[Richter 16#s9 |Ri 16,9]] (richtig Moore 1900).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;und die Bande schmolzen von seinen Händen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Armen)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Armen&amp;#039;&amp;#039; laut LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, Sym, Theod; die restlichen Textzeugen inkl. LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, VL wie MT: &amp;#039;&amp;#039;Händen&amp;#039;&amp;#039;. Was BHQ gegen Sym und Theod einwendet, verstehe ich (S.W.) nicht; so und so ist &amp;#039;&amp;#039;Arme&amp;#039;&amp;#039; aber gewiss Assimilation an das vorangehende Nomen. Vielleicht unter Einfluss der in t.Schab 9,15 bewahrten jüd. Auslegung: „&amp;#039;&amp;#039;Woher wissen wir, dass ‚Arm‘ das selbe bedeutet wie ‚Hand‘? – Weil es [in Ri 15,14] heißt: ‚~‘.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|14}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dieser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Er, und er)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: MT, Tg, Syr: „Dieser kam“. LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, VL dagegen „&amp;#039;&amp;#039;Und&amp;#039;&amp;#039; dieser kam“, LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B&amp;lt;/sup&amp;gt; teilweise „&amp;#039;&amp;#039;Und sie&amp;#039;&amp;#039; kamen“ (fehlt in BHQ). Vielleicht fehlte ursprünglich das Pronomen aus MT? Am Sinn ändert es aber wenig; gewiss wird man nicht nur wegen LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B&amp;lt;/sup&amp;gt; einen Plural für ursprünglich halten dürfen.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erreichte Lehi, die Philister aber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [kamen] (rannten)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im MT die selbe gram. Konstruktion wie in [[Richter 14#s5 |Ri 14,5]]; w. „Die Philister jauchzten ihm begegnend“. Anders als dort hat aber hier LXX ein zusätzliches &amp;#039;&amp;#039;rannte&amp;#039;&amp;#039;. Das könnte nur nach dem Sinn ergänzt sein (so Harlé / Roqueplo 1999, S. 214); vielleicht aber wurde auch wirklich, wie die meisten denken, &amp;#039;&amp;#039;heri´u&amp;#039;&amp;#039; doppelt übersetzt und einmal als „jauchzen“ von &amp;#039;&amp;#039;ru´&amp;#039;&amp;#039; und einmal als „rennen“ von &amp;#039;&amp;#039;ruṣ&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet. So und so setzt die Variante keinen anderen heb. Text voraus.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ihm jauchzend entgegen.&amp;lt;br /&amp;gt;Da drang der Geist JHWHs in ihn ein, und die Seile, die an seinen Armen waren, wurden wie Flachs, das im Feuer verbrennt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wie Flachs, wenn es Feuer riecht)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: So LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;; SyH; Theod; VL&amp;lt;sup&amp;gt;Aug&amp;lt;/sup&amp;gt; (fehlt in BHQ); die restlichen Textzeugen inkl. VL&amp;lt;sup&amp;gt;Lugd&amp;lt;/sup&amp;gt; wie in der Primärübersetzung. Gewiss Assimilation an [[Richter 16#s9 |Ri 16,9]] (richtig Moore 1900).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;und die Bande schmolzen von seinen Händen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Armen)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Armen&amp;#039;&amp;#039; laut LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, Sym, Theod; die restlichen Textzeugen inkl. LXX&amp;lt;sup&amp;gt;B, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, VL wie MT: &amp;#039;&amp;#039;Händen&amp;#039;&amp;#039;. Was BHQ gegen Sym und Theod einwendet, verstehe ich (S.W.) nicht; so und so ist &amp;#039;&amp;#039;Arme&amp;#039;&amp;#039; aber gewiss Assimilation an das vorangehende Nomen. Vielleicht unter Einfluss der in t.Schab 9,15 bewahrten jüd. Auslegung: „&amp;#039;&amp;#039;Woher wissen wir, dass ‚Arm‘ das selbe bedeutet wie ‚Hand‘? – Weil es [in Ri 15,14] heißt: ‚~‘.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 30. Dezember 2022 um 10:26 Uhr</title>
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Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&amp;#039;&amp;#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) nämlich &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &amp;#039;&amp;#039;gader&amp;#039;&amp;#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; ist schlicht falsch. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) und auch nicht von &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &amp;#039;&amp;#039;ḥaqaq&amp;#039;&amp;#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &amp;#039;&amp;#039;jirḥaq-ḥoq&amp;#039;&amp;#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisierung &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; („rot sein“) ein zweites Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anm. d. Üs.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (S.W.): Übrigens ist das Hauptargument, das CTAT und dann auch BHQ für die LXX-Variante haben, äußerst schwach. Es lässt sich besser formulieren, wird aber auch dann nicht viel stärker. Es geht so: Barthélemy und Fernandez Marcos nehmen an, dass auch Schreiber von b.Naz 4b die Vokalisierung gekannt hätten, die hinter der Üs. unserer Stelle durch LXX steht, dass also neben LXX, VL und VUL auch noch diese Variante zu b.Naz 4b Textzeuge für diese Vokalisierung sei. Diese Stelle lautet nämlich wie bei Kap. 14 zitiert wie folgt: &amp;#039;&amp;#039;„Woher wissen wir, dass Simson durch Kontakt mit Leichen verunreinigt wurde? Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&amp;#039;&amp;#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) nämlich &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX angeblich das Nomen &amp;#039;&amp;#039;gader&amp;#039;&amp;#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; ist schlicht falsch. &amp;#039;&amp;#039;exaleifo&amp;#039;&amp;#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;garad&amp;#039;&amp;#039; („schälen“) und auch nicht von &amp;#039;&amp;#039;ḥamar&amp;#039;&amp;#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &amp;#039;&amp;#039;ḥaqaq&amp;#039;&amp;#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &amp;#039;&amp;#039;jirḥaq-ḥoq&amp;#039;&amp;#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &amp;#039;&amp;#039;grdwjj&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;grwjj&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisierung &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039; stand? 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 30. Dezember 2022 um 09:28 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-30T09:28:19Z</updated>

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Die einzelnen Ausdrücke sind klar, wie aber diese Kombination zu übersetzen ist, ist fraglich (Houbigant &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1777a&lt;/del&gt;, S. 274 sogar: „&#039;&#039;nullam habere interpretationem bonam potest&#039;&#039;“, „eine sinnvolle Deutung ist unmöglich“).&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Für gewöhnlich nimmt man den zweiten Ausdruck in der Bedeutung „durchaus“: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &#039;&#039;durchaus&#039;&#039; rächen!“. Ob das sprachlich möglich ist, ist aber ungewiss: Die Stellen, für die Ges18, S. 541 „durchaus“ listet, sind eigentlich als „wenn nicht...!“ zu übersetzen: „Wenn nicht X geschieht, [soll dies und jenes passieren!]“ – eine abgebrochene Selbstverfluchung, die im heb. häufiger als starker Schwur verwendet wird: „Unbedingt soll X geschehen!“ (vgl. ebd., zur Stelle vgl. am besten Studer 1842; und s. [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]]; wohl nicht [[Jeremia 51#14 |Jer 51,14]]). Der mittlere Satz könnte schon so übersetzt werden: „Wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“ Aber ob das auch noch mit einem zweiten Nebensatz bereits zuvor kombiniert werden kann („Wenn ihr solches tut – wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“), ist fraglich; gute Parallelen dafür gibt es jedenfalls nicht. Außerdem spricht dagegen die Verbform des zweiten Verbs („Ich &#039;&#039;räche&#039;&#039; mich / &#039;&#039;habe&#039;&#039; mich &#039;&#039;gerächt&#039;&#039;“), die daher z.B. Burney 1920 als ein „Perfekt der Sicherheit“ erklären will.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Glatter ist daher die Deutung von Jongeneel 1868, S. 18: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &#039;&#039;dennoch&#039;&#039; an euch rächen“, sc. „Obwohl ihr das Übel aus eurer Mitte ausgerottet habt, werde ich dennoch noch zusätzlich Rache üben!“. Auch hierfür gibt es aber keine Parallelen und auch diese Deutung passt nicht gut zur Verbform.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) „Wenn ihr solches tut, außer, wenn ich mich an euch rächen werde...!“. So Ehrlich 1910, S. 134, der also den ersten Satz als abgebrochene Selbstverfluchung nimmt, die dann durch den zweiten Satz fortgesetzt würde. Dagegen spricht das selbe wie gegen (2).&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten daher (4) „Wenn ihr solches tut...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde, werde ich danach aufhören“; man nehme also wie Ehrlich den ersten Satz als Selbstverfluchung, dann aber erst den mittleren Satz als Protasis und den letzten als durch sog. „Waw apodoseos“ eingeleitete Apodosis. Wahrscheinlich gibt es hierfür mit [[Genesis 42#s15 |Gen 42,15]] auch eine Parallele, bei der nur die Apodosis fehlt: „Wenn ihr von hier weggehen dürftet...! Nur, wenn euer jüngster Bruder hierher kommt!“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;werde ich danach aufhören!“&#039;&#039;&#039; (Wenn ihr solches tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von &#039;&#039;ekdikäso&#039;&#039; („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu &#039;&#039;eudokäso&#039;&#039;; das heb. &#039;&#039;`im&#039;&#039; („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von {{hebr}}אחדל{{hebr ende}} „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL&#039;s „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest &#039;&#039;an einem&#039;&#039; das heb. {{hebr}}ואחר{{hebr ende}} („und danach“) als {{hebr}}מאחד{{hebr ende}} („von einem“) und &#039;&#039;und jedem von euch&#039;&#039; ist eine zweite freie Üs. von {{hebr}}בכם{{hebr ende}} („an euch“), bei der das &#039;&#039;jedem&#039;&#039; aus dem Gegensatz von &#039;&#039;einem&#039;&#039; vs. &#039;&#039;euch&#039;&#039; herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH und Theod ganz; VL dagegen hat sie. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|7}} &#039;&#039;&#039;Da sagte Samson zu ihnen: „Wenn ihr solches tun dürftet...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde,&#039;&#039;&#039; {&amp;lt;s&amp;gt;und&amp;lt;/s&amp;gt;}&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: Überraschend selten kommentierte Stelle; sie ist sehr schwierig zu übersetzen. Hier werden hintereinander die heb. Subjunktionen / Konjunktionaladverbien &#039;&#039;`im&#039;&#039; („Wenn“) und &#039;&#039;ki `im&#039;&#039; („wenn nicht; dennoch; nur, wenn“) verwendet. Die einzelnen Ausdrücke sind klar, wie aber diese Kombination zu übersetzen ist, ist fraglich (Houbigant &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1777b&lt;/ins&gt;, S. 274 sogar: „&#039;&#039;nullam habere interpretationem bonam potest&#039;&#039;“, „eine sinnvolle Deutung ist unmöglich“).&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Für gewöhnlich nimmt man den zweiten Ausdruck in der Bedeutung „durchaus“: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &#039;&#039;durchaus&#039;&#039; rächen!“. Ob das sprachlich möglich ist, ist aber ungewiss: Die Stellen, für die Ges18, S. 541 „durchaus“ listet, sind eigentlich als „wenn nicht...!“ zu übersetzen: „Wenn nicht X geschieht, [soll dies und jenes passieren!]“ – eine abgebrochene Selbstverfluchung, die im heb. häufiger als starker Schwur verwendet wird: „Unbedingt soll X geschehen!“ (vgl. ebd., zur Stelle vgl. am besten Studer 1842; und s. [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]]; wohl nicht [[Jeremia 51#14 |Jer 51,14]]). Der mittlere Satz könnte schon so übersetzt werden: „Wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“ Aber ob das auch noch mit einem zweiten Nebensatz bereits zuvor kombiniert werden kann („Wenn ihr solches tut – wenn ich mich nicht an euch rächen werde...!“), ist fraglich; gute Parallelen dafür gibt es jedenfalls nicht. Außerdem spricht dagegen die Verbform des zweiten Verbs („Ich &#039;&#039;räche&#039;&#039; mich / &#039;&#039;habe&#039;&#039; mich &#039;&#039;gerächt&#039;&#039;“), die daher z.B. Burney 1920 als ein „Perfekt der Sicherheit“ erklären will.&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Glatter ist daher die Deutung von Jongeneel 1868, S. 18: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich &#039;&#039;dennoch&#039;&#039; an euch rächen“, sc. „Obwohl ihr das Übel aus eurer Mitte ausgerottet habt, werde ich dennoch noch zusätzlich Rache üben!“. Auch hierfür gibt es aber keine Parallelen und auch diese Deutung passt nicht gut zur Verbform.&amp;lt;br /&amp;gt;(3) „Wenn ihr solches tut, außer, wenn ich mich an euch rächen werde...!“. So Ehrlich 1910, S. 134, der also den ersten Satz als abgebrochene Selbstverfluchung nimmt, die dann durch den zweiten Satz fortgesetzt würde. Dagegen spricht das selbe wie gegen (2).&amp;lt;br /&amp;gt;Am besten daher (4) „Wenn ihr solches tut...! Erst, wenn ich mich an euch gerächt haben werde, werde ich danach aufhören“; man nehme also wie Ehrlich den ersten Satz als Selbstverfluchung, dann aber erst den mittleren Satz als Protasis und den letzten als durch sog. „Waw apodoseos“ eingeleitete Apodosis. Wahrscheinlich gibt es hierfür mit [[Genesis 42#s15 |Gen 42,15]] auch eine Parallele, bei der nur die Apodosis fehlt: „Wenn ihr von hier weggehen dürftet...! Nur, wenn euer jüngster Bruder hierher kommt!“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;werde ich danach aufhören!“&#039;&#039;&#039; (Wenn ihr solches tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von &#039;&#039;ekdikäso&#039;&#039; („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu &#039;&#039;eudokäso&#039;&#039;; das heb. &#039;&#039;`im&#039;&#039; („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von {{hebr}}אחדל{{hebr ende}} „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL&#039;s „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest &#039;&#039;an einem&#039;&#039; das heb. {{hebr}}ואחר{{hebr ende}} („und danach“) als {{hebr}}מאחד{{hebr ende}} („von einem“) und &#039;&#039;und jedem von euch&#039;&#039; ist eine zweite freie Üs. von {{hebr}}בכם{{hebr ende}} („an euch“), bei der das &#039;&#039;jedem&#039;&#039; aus dem Gegensatz von &#039;&#039;einem&#039;&#039; vs. &#039;&#039;euch&#039;&#039; herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXX&amp;lt;sup&amp;gt;A, O, L&amp;lt;/sup&amp;gt;, SyH und Theod ganz; VL dagegen hat sie. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können.&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Richter_15&amp;diff=35662&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 30. Dezember 2022 um 09:23 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-30T09:23:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 30. Dezember 2022, 11:23 Uhr&lt;/td&gt;
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Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &amp;#039;&amp;#039;exaleifon exäleipsa&amp;#039;&amp;#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &amp;#039;&amp;#039;delens delebo&amp;#039;&amp;#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei Tg und Syr dagegen ist es weniger klar: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &amp;#039;&amp;#039;ḥamoratajim&amp;#039;&amp;#039;. Dann müssen Tg und Syr nur das erste Wort als Infinitiv gelesen (also &amp;#039;&amp;#039;ḥāmor&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;ḥ&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;mor&amp;#039;&amp;#039;) und als Vollverb gedeutet haben (wie z.B. [[Prediger 4#s2 |Pred 4,2]]), um mit MT zu ihrer Übersetzung zu kommen. Dass Tg und Syr nicht wie MT, sondern wie LXX, VL und VUL vokalisierten, ist also mindestens unwahrscheinlich. Dann stehen hier wieder wie schon häufiger allein in der Simson-Saga MT, Tg und Syr gegen LXX, VL und VUL, und dass sich aus der LXX-Variante sekundär gerade der Dual entwickelt haben soll, so dass von beiden Varianten die von LXX die ursprüngliche wäre, ist fast ausgeschlossen. Präf. daher durchaus mit den meisten Kommentatoren und gegen alle Textkritiker MT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[schlug ich] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haufen, Doppel-Haufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Esel, Doppel-Esel; rötete ich rötend; häufte ich häufend)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Zu dieser Stelle wurde das Nötigste bereits auf der [https://offene-bibel.de/wiki/Richter_15 Kapitelseite] gesagt. Hier ist nur noch zu fragen: Bezeugen wirklich LXX, VL, VUL, Tg und Syr &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; die Vokalisation &amp;#039;&amp;#039;ḥamor ḥimmartim&amp;#039;&amp;#039;? Dann wäre das ein sehr starkes Argument dafür, auch für den heb. Text von dieser Vokalisierung auszugehen, wie das auch Moore 1900, BHK, BHS, CTAT und BHQ tun. Bei LXX, VL und VUL ist das offensichtlich: LXX hat mit &amp;#039;&amp;#039;exaleifon exäleipsa&amp;#039;&amp;#039; („anstreichend strich ich an“ = „auslöschend löschte ich aus“, s. Kapitelseite) zwei Verben, VUL ist frei formulierte Variante von VL, und auch VL hat klar zwei Verben: &amp;#039;&amp;#039;delens delebo&amp;#039;&amp;#039; („auslöschend löschte ich aus“). Bei Tg und Syr dagegen ist es weniger klar: Tg hat Verb + Nomen, „ich warf zu Haufen“, Syr ähnlich Nomen + Verb: „Zu Haufen häufte ich“. Bei beiden steht das Nomen im Plural; Entsprechung davon ist im Heb. also sehr wahrscheinlich das Dual-Nomen &amp;#039;&amp;#039;ḥamoratajim&amp;#039;&amp;#039;. 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Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&#039;&#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) nämlich &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039;. &#039;&#039;garad&#039;&#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX das Nomen &#039;&#039;gader&#039;&#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &#039;&#039;&#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; ist schlicht falsch. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) und auch nicht von &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &#039;&#039;ḥaqaq&#039;&#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &#039;&#039;jirḥaq-ḥoq&#039;&#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; für &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; die Vokalisierung &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („rot sein“) ein zweites Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Übrigens ist das Hauptargument, das CTAT und dann auch BHQ für die LXX-Variante haben, äußerst schwach. Es lässt sich besser formulieren, wird aber auch dann nicht viel stärker. Es geht so: Barthélemy und Fernandez Marcos nehmen an, dass auch Schreiber von b.Naz 4b die Vokalisierung gekannt hätten, die hinter der Üs. unserer Stelle durch LXX steht, dass also neben LXX, VL und VUL auch noch diese Variante zu b.Naz 4b Textzeuge für diese Vokalisierung sei. Diese Stelle lautet nämlich wie bei Kap. 14 zitiert wie folgt: &#039;&#039;„Woher wissen wir, dass Simson durch Kontakt mit Leichen verunreinigt wurde? Daher, dass es heißt: ‚Mit dem Kieferknochen eines Esels erschlug ich 1000 Mann‘ etwa? [Nein:] Vielleicht hat er [schließlich] damit nach ihnen geworfen und so nicht berührt.“&#039;&#039; Das ist nach talmudischer Denke ein logischer Vorschlag: Wäre er im Moment ihres Todes mit den feindlichen Kriegern in Kontakt gewesen, hätte er „Leichen berührt“, hätte er den Kieferknochen dagegen als Wurfgeschoss verwendet, wäre das nicht der Fall gewesen. Nun gibt es eine Variante zu diesem Text, statt &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) nämlich &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039;. &#039;&#039;garad&#039;&#039; heißt „abschaben, schälen“, z.B. in b.Schab 115a: „sie pflegten, Kürbisse zu schälen“. „Vielleicht hat er sie mit seinem Eselskieferknochen geschält?“ entspricht also dem Vorschlag (3b) auf der Kapitelseite: Man geht mit Michaelis 1792, S. 831 nach dem Arabischen davon aus, dass es im Heb. auch ein Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; mit der Bed. „schälen“ gegeben habe, wonach &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; zu übersetzen wäre: „Mit dem Kieferknochen eines Esels habe ich sie schälend geschält“. In der stärkeren Variante dieser Argumentation kann man dann davon ausgehen, dass auch den für die Variante in b.Naz 4b verantwortlichen Schreibern diese Vokalisierung des MT bekannt gewesen ist und sie deshalb das sinnvolle &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; („er hat geworfen“) zum sinnlosen &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; („er hat geschält“) verschrieben haben.&amp;lt;br /&amp;gt;Das ist nicht die Argumentation von Barthélemy und Fernandez Marcos: Sie bleiben hier nicht stehen, sondern verweisen weiter auf [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]], wo LXX &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;angeblich &lt;/ins&gt;das Nomen &#039;&#039;gader&#039;&#039; („Mauern“) mit dem selben Verb „anstreichen, auslöschen“ übersetzt hat wie hier, glauben deshalb, dort habe einmal stattdessen &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) gestanden, weil sie annehmen, dass das gr. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, auslöschen“), das Barthélemy mit „schinden“ und Fernandez Marcos merkwürdigerweise mit „zerschmettern“ übersetzen, davon eine erwartbare Übersetzung wäre, wonach B. anders als F. sogar noch weiter argumentiert, offenbar sei also in b.Naz 4b das „vielleicht hat sie damit ja geschält“ eine midraschische Auslegung von unserem Vers.&amp;lt;br /&amp;gt;Von hinten nach vorne: „Vielleicht hat er sie ja damit geschält?“ in b.Naz 4b ist gewiss keine Auslegung von unserem Vers, sondern ein in diesem Kontext offensichtlich sinnloser Schreibfehler. Die Übersetzung „zerschmettern“ von &#039;&#039;&#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; ist schlicht falsch. &#039;&#039;exaleifo&#039;&#039; („anstreichen, ausradieren“) ist auch keine erwartbare Übersetzung von &#039;&#039;garad&#039;&#039; („schälen“) und auch nicht von &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039;, wenn man auch dafür die Bed. „schälen“ annimmt; in [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] ist es besser erklärt via &#039;&#039;ḥaqaq&#039;&#039; („schneiden, eingravieren“; s. dort: &#039;&#039;jirḥaq-ḥoq&#039;&#039;; ähnlich z.B. BHS). Wie CTAT und BHQ weiter-argumentieren, liegt also ganz fern.&amp;lt;br /&amp;gt;Könnte man dann immerhin annehmen, dass wenigstens hinter einem Schreibfehler &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; für &#039;&#039;grwjj&#039;&#039; die Vokalisierung &#039;&#039;ḥamor ḥimmartim&#039;&#039; stand? Nur dann, wenn man wirklich mit Michaelis neben dem Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („rot sein“) ein zweites Verb &#039;&#039;ḥamar&#039;&#039; („schälen“) annimmt, wonach das erste LXX und das zweite &#039;&#039;grdwjj&#039;&#039; in b.Naz 4b erklärte. Aber dagegen richtig Moore 1900, S. 57: „[Wenn man [[Micha 7#s11 |Mi 7,11]] nicht veranschlagt,] gibt es im Hebräischen [sonst] keine Spur für eine solche Bedeutung.“ Auch in der stärkeren Variante liegt es also äußerst fern, auch b.Naz 4b als Textzeugen für besagte Vokalisierung zu nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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