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	<title>Rut 3 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Rut_3&amp;diff=32001&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 10. September 2021 um 14:14 Uhr</title>
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		<updated>2021-09-10T14:14:55Z</updated>

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In der Regel wird die Schwierigkeit damit behoben, indem man (1) entweder das „Wer“ als Akkusativ des Zustands deutet („&#039;&#039;Als&#039;&#039; wer bist du, meine Tochter?“, so z.B. Rudolph 1962, S. 57), (2) dem Wort nach dem Ugaritischen die Bedeutung „Wie“ („&#039;&#039;Wie&#039;&#039; [bist] du, meine Tochter?“, so z.B. Gray 1967, S. 120) oder (3) die Bedeutung „Was“ zuspricht („&#039;&#039;Was&#039;&#039; bist du, meine Tochter?“, so z.B. Zakovitch 1999, S. 148). (1)-(3) soll dann jeweils bedeuten: „Wie stehen die Dinge?“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Ich bin sehr skeptisch. Vgl. zunächst [[Genesis 27#s18 |Gen 27,18]]: „Wer bist du, mein Sohn?“ - Die Frage ist klar eine nach der Identität des Befragten, da Jakob anwortet: „Ich bin Esau, dein Erstgeborener“. So ist die Frage auch an allen anderen Stellen zu verstehen (s. [[Josua 9#s8 |Jos 9,8]]; [[1Samuel 26#s14 |1 Sam 26,14]]; [[2Samuel 1#s8 |2 Sam 1,8]]; [[2Könige 10#s13 |2 Kön 10,13]]; [[Jesaja 51#s12 |Jes 51,12]]; [[Sacharja 4#s7 |Sach 4,7]]; [[Rut 3#s9 |Rut 3,9]] (!)). Schon rein statistisch scheint es mir also unwahrscheinlich, dass sie hier eine andere als diese Bedeutung haben sollte. Dazu kommt, dass die i.d.R. angeführten Belegstellen alles andere als eindeutig sind: Zu [[Richter 13#s17 |Ri 13,17]] („Wer ist dein Name“) s. [[Esra 5#s4 |Esra 5,4]] und vgl. Joüon 1920, S. 365; IBHS §18.2d u.ö.: Der „Name“ steht hier - wie oft - für die Person selbst und wird daher mit „Wer“ konstruiert: „Wer ist dein Name?“ = „Wer bist du?“. [[Micha 1#s5 |Mi 1,5]] fragt klar nach einem „Wem“, wie aus den antwortenden rhetorischen Fragen ersichtlich ist: „Wer ist der Frevel Jakobs? - Ist das nicht Samarien? Und wer sind die Höhen Judas? - Ist das nicht Jerusalem?“ [[Amos 7#s2 |Am 7,2.5]] schließlich ist die Textüberlieferung unsicher: „Wer [d.h. - angeblich: Wie] kann Jakob bestehen - ist es doch so klein!?“ Aber dort wie hier hat keine einzige Version diese angebliche Bedeutung von &#039;&#039;mi&#039;&#039; („wer“) erkannt: LXX, Syr, VUL und auch einige heb. Mss setzen statt {{hebr}}מי יקום{{hebr ende}} (&#039;&#039;mi jaqum&#039;&#039;, „wer kann bestehen“) den Text {{hebr}}מי יקים{{hebr ende}} (&#039;&#039;mi jaqim&#039;&#039;, „wer könnte aufrichten“) voraus: „Wer könnte Jakob [wieder] aufrichten - ist es doch so klein!?“ (und impliziert ist natürlich: „Wer könnte Jakob aufrichten, wenn nicht du, Gott“ - worauf Gott sich jeweils Jakobs erbarmt, s. Vv. 3.6). Ähnlich ist hier die textkritische Lage: Syr übersetzt wie üblich: „Wer bist du?“ und ergänzt sogar eine Antwort: „Ich bin Rut“. Einige LXX-Mss streichen einfach die Frage. Andere LXX-Mss haben ebenfalls „Wer bist du“; wieder andere und dann VL haben „Was bist du“, was aber wohl weniger mit einer sonst unbelegten Bedeutung des heb. &#039;&#039;mi&#039;&#039; erklärt werden sollte, sondern mit einer alternativen Texttradition, die sich auch im Qumrantext 2Q 16,2 findet: &#039;&#039;mah attah&#039;&#039; („&#039;&#039;Was&#039;&#039; [bist] du?“) und wohin z.B. Ehrlich 1914, S. 27 schon MT emendieren wollte. (Zu &#039;&#039;mah attah&#039;&#039; hier, in [[Richter 18#s8 |Ri 18,8]] und im ugaritschen KRT A, i.38 vgl. Ginsberg 1946, S. 35: „Was ist mit dir?, Wie steht es mit dir?“). Wohl hiervon ausgehend VUL: „Was tust du?“. Bei dieser textkritischen Lage aus Am 7,2.5 und unserer Stelle eine sonst ungebräuchliche Verwendung von &#039;&#039;mi&#039;&#039; abzuleiten, ist meines Erachtens nicht zulässig; akzeptabler als die obigen drei Erklärungen scheinen mir daher die folgenden Auflösungen zu sein: Gen 27,18: „Wer bist du? Mein Sohn?“ - worauf Jakob antwortet: „Ich bin Esau, dein Erstgeborener“, d.h.: „Ja, ich bin dein erstgeborener Sohn Esau“ (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_2#note_i FN i] zu [[Rut 2#s2 |Rut 2,2]]). Und hier: „Wer bist du? Meine Tochter?“ (so auch CJB), d.h. „Bist du noch meine Tochter [oder hatte mein Plan Erfolg und du bist nunmehr nicht mehr Machlons Frau, sondern die des Boas, und damit nicht mehr Teil meiner Familie]?“ Ähnlich schon RutR: „Kannte denn Noomi die Ruth nicht schon? Gewiss, allein sie wollte durch ihre Frage andeuten: Bist du noch ledig oder das Weib eines Mannes?“ (Üs. nach Wünsche 1883, S. 52).&amp;lt;/ref&amp;gt; Da berichtete sie ihr alles, was ihr der Mann getan hatte.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|16}} Und sie kam zur Schwiegermutter, und [diese] fragte: „Wie ist es gelaufen, meine Tochter? (Als was/Wie/Was [bist] du, meine Tochter?, Wer bist du - meine Tochter?)“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie ist es gelaufen, meine Tochter? (Als was/Wie/Was [bist] du, meine Tochter?, Wer bist du - meine Tochter?)&#039;&#039; - Merkwürdige Frage: W. übersetzt scheint es heißen zu müssen: „Wer bist du, meine Tochter?“ - was keinen Sinn macht, da das „meine Tochter“ dann ja zeigt, dass Noomi durchaus weiß, mit wem sie da redet. In der Regel wird die Schwierigkeit damit behoben, indem man (1) entweder das „Wer“ als Akkusativ des Zustands deutet („&#039;&#039;Als&#039;&#039; wer bist du, meine Tochter?“, so z.B. Rudolph 1962, S. 57), (2) dem Wort nach dem Ugaritischen die Bedeutung „Wie“ („&#039;&#039;Wie&#039;&#039; [bist] du, meine Tochter?“, so z.B. Gray 1967, S. 120) oder (3) die Bedeutung „Was“ zuspricht („&#039;&#039;Was&#039;&#039; bist du, meine Tochter?“, so z.B. Zakovitch 1999, S. 148). (1)-(3) soll dann jeweils bedeuten: „Wie stehen die Dinge?“&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Anm. d. Üs.&#039;&#039;&#039; (S.W.): Ich bin sehr skeptisch. Vgl. zunächst [[Genesis 27#s18 |Gen 27,18]]: „Wer bist du, mein Sohn?“ - Die Frage ist klar eine nach der Identität des Befragten, da Jakob anwortet: „Ich bin Esau, dein Erstgeborener“. So ist die Frage auch an allen anderen Stellen zu verstehen (s. [[Josua 9#s8 |Jos 9,8]]; [[1Samuel 26#s14 |1 Sam 26,14]]; [[2Samuel 1#s8 |2 Sam 1,8]]; [[2Könige 10#s13 |2 Kön 10,13]]; [[Jesaja 51#s12 |Jes 51,12]]; [[Sacharja 4#s7 |Sach 4,7]]; [[Rut 3#s9 |Rut 3,9]] (!)). Schon rein statistisch scheint es mir also unwahrscheinlich, dass sie hier eine andere als diese Bedeutung haben sollte. Dazu kommt, dass die i.d.R. angeführten Belegstellen alles andere als eindeutig sind: Zu [[Richter 13#s17 |Ri 13,17]] („Wer ist dein Name“) s. [[Esra 5#s4 |Esra 5,4]] und vgl. Joüon 1920, S. 365; IBHS §18.2d u.ö.: Der „Name“ steht hier - wie oft - für die Person selbst und wird daher mit „Wer“ konstruiert: „Wer ist dein Name?“ = „Wer bist du?“. [[Micha 1#s5 |Mi 1,5]] fragt klar nach einem „Wem“, wie aus den antwortenden rhetorischen Fragen ersichtlich ist: „Wer ist der Frevel Jakobs? - Ist das nicht Samarien? Und wer sind die Höhen Judas? - Ist das nicht Jerusalem?“ [[Amos 7#s2 |Am 7,2.5]] schließlich ist die Textüberlieferung unsicher: „Wer [d.h. - angeblich: Wie] kann Jakob bestehen - ist es doch so klein!?“ Aber dort &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hat &lt;/ins&gt;wie hier hat keine einzige Version diese angebliche Bedeutung von &#039;&#039;mi&#039;&#039; („wer“) erkannt: LXX, Syr, VUL und auch einige heb. Mss setzen statt {{hebr}}מי יקום{{hebr ende}} (&#039;&#039;mi jaqum&#039;&#039;, „wer kann bestehen“) den Text {{hebr}}מי יקים{{hebr ende}} (&#039;&#039;mi jaqim&#039;&#039;, „wer könnte aufrichten“) voraus: „Wer könnte Jakob [wieder] aufrichten - ist es doch so klein!?“ (und impliziert ist natürlich: „Wer könnte Jakob aufrichten, wenn nicht du, Gott“ - worauf Gott sich jeweils Jakobs erbarmt, s. Vv. 3.6)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;; Tg bezieht das „wer“ auf eine andere Person („Wer könnte Jakob aufrichten?“), Sym übersetzt ebenfalls „wer“&lt;/ins&gt;. Ähnlich ist hier die textkritische Lage: Syr übersetzt wie üblich: „Wer bist du?“ und ergänzt sogar eine Antwort: „Ich bin Rut“. Einige LXX-Mss streichen einfach die Frage. Andere LXX-Mss haben ebenfalls „Wer bist du“; wieder andere und dann VL haben „Was bist du“, was aber wohl weniger mit einer sonst unbelegten Bedeutung des heb. &#039;&#039;mi&#039;&#039; erklärt werden sollte, sondern mit einer alternativen Texttradition, die sich auch im Qumrantext 2Q 16,2 findet: &#039;&#039;mah attah&#039;&#039; („&#039;&#039;Was&#039;&#039; [bist] du?“) und wohin z.B. Ehrlich 1914, S. 27 schon MT emendieren wollte. (Zu &#039;&#039;mah attah&#039;&#039; hier, in [[Richter 18#s8 |Ri 18,8]] und im ugaritschen KRT A, i.38 vgl. Ginsberg 1946, S. 35: „Was ist mit dir?, Wie steht es mit dir?“). Wohl hiervon ausgehend VUL: „Was tust du?“. Bei dieser textkritischen Lage aus Am 7,2.5 und unserer Stelle eine sonst ungebräuchliche Verwendung von &#039;&#039;mi&#039;&#039; abzuleiten, ist meines Erachtens nicht zulässig; akzeptabler als die obigen drei Erklärungen scheinen mir daher die folgenden Auflösungen zu sein: Gen 27,18: „Wer bist du? Mein Sohn?“ - worauf Jakob antwortet: „Ich bin Esau, dein Erstgeborener“, d.h.: „Ja, ich bin dein erstgeborener Sohn Esau“ (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_2#note_i FN i] zu [[Rut 2#s2 |Rut 2,2]]). Und hier: „Wer bist du? Meine Tochter?“ (so auch CJB), d.h. „Bist du noch meine Tochter [oder hatte mein Plan Erfolg und du bist nunmehr nicht mehr Machlons Frau, sondern die des Boas, und damit nicht mehr Teil meiner Familie]?“ Ähnlich schon RutR: „Kannte denn Noomi die Ruth nicht schon? Gewiss, allein sie wollte durch ihre Frage andeuten: Bist du noch ledig oder das Weib eines Mannes?“ (Üs. nach Wünsche 1883, S. 52).&amp;lt;/ref&amp;gt; Da berichtete sie ihr alles, was ihr der Mann getan hatte.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Januar 2019 um 16:03 Uhr</title>
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		<updated>2019-01-26T16:03:24Z</updated>

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Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&amp;#039;&amp;#039;schmücke&amp;#039;&amp;#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&amp;#039;&amp;#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f). Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;geh hinab&amp;#039;&amp;#039; (V. 3) + &amp;#039;&amp;#039;lege dich&amp;#039;&amp;#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[Daher]&amp;#039;&amp;#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &amp;#039;&amp;#039;abgeleitet&amp;#039;&amp;#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;deine Kleider (dein Kleid)&amp;#039;&amp;#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&amp;#039;&amp;#039;schmücke&amp;#039;&amp;#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&amp;#039;&amp;#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f). Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;geh hinab&amp;#039;&amp;#039; (V. 3) + &amp;#039;&amp;#039;lege dich&amp;#039;&amp;#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;#039;&amp;#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: (1) Das Verb &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;#039;&amp;#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: (1) Das Verb &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &#039;&#039;wähaja&#039;&#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &#039;&#039;whjh&#039;&#039; (=&#039;&#039;wähaja&#039;&#039;, „und es wird sein“) &#039;&#039;wjhj&#039;&#039; (=&#039;&#039;wajähi&#039;&#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &#039;&#039;wihi&#039;&#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &#039;&#039;wihi&#039;&#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &#039;&#039;wihi&#039;&#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&#039;&#039;[Es]&#039;&#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &#039;&#039;Finsternis&#039;&#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &#039;&#039;Nahrung&#039;&#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &#039;&#039;wihi&#039;&#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &#039;&#039;wajähi&#039;&#039; und &#039;&#039;wähaja&#039;&#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&#039;&#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&#039;&#039; - Das Wort &#039;&#039;margelah&#039;&#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &#039;&#039;m-&#039;&#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &#039;&#039;m-&#039;&#039; an die Wurzel (hier &#039;&#039;rgl&#039;&#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &#039;&#039;Ort&#039;&#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &#039;&#039;m-&#039;&#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &#039;&#039;margelot&#039;&#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Seine Scham&#039;&#039; - Das mit unserem Wort verwandte &#039;&#039;regel&#039;&#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &#039;&#039;margelah&#039;&#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&#039;&#039; - theoretisch auch möglich. &#039;&#039;glh&#039;&#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&#039;&#039;sich&#039;&#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &#039;&#039;margelot&#039;&#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &#039;&#039;dich&#039;&#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;- doch da die &#039;&#039;margelot&#039;&#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher&lt;/del&gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&quot;Vv 3f&quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &#039;&#039;wähaja&#039;&#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &#039;&#039;whjh&#039;&#039; (=&#039;&#039;wähaja&#039;&#039;, „und es wird sein“) &#039;&#039;wjhj&#039;&#039; (=&#039;&#039;wajähi&#039;&#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &#039;&#039;wihi&#039;&#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &#039;&#039;wihi&#039;&#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &#039;&#039;wihi&#039;&#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&#039;&#039;[Es]&#039;&#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &#039;&#039;Finsternis&#039;&#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &#039;&#039;Nahrung&#039;&#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &#039;&#039;wihi&#039;&#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &#039;&#039;wajähi&#039;&#039; und &#039;&#039;wähaja&#039;&#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&#039;&#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&#039;&#039; - Das Wort &#039;&#039;margelah&#039;&#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &#039;&#039;m-&#039;&#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &#039;&#039;m-&#039;&#039; an die Wurzel (hier &#039;&#039;rgl&#039;&#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &#039;&#039;Ort&#039;&#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &#039;&#039;m-&#039;&#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &#039;&#039;margelot&#039;&#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Seine Scham&#039;&#039; - Das mit unserem Wort verwandte &#039;&#039;regel&#039;&#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &#039;&#039;margelah&#039;&#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&#039;&#039; - theoretisch auch möglich. &#039;&#039;glh&#039;&#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&#039;&#039;sich&#039;&#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &#039;&#039;margelot&#039;&#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &#039;&#039;dich&#039;&#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Mindestens mithören kann man dies auf jeden Fall&lt;/ins&gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&quot;Vv 3f&quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Januar 2019 um 15:58 Uhr</title>
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		<updated>2019-01-26T15:58:58Z</updated>

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Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|2}} Und weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und weiter&amp;#039;&amp;#039; - W.: „und nun“; doch &amp;#039;&amp;#039;wä`attah&amp;#039;&amp;#039; dient hier wohl nur zur „Markierung eines neuen Gedankens“ (Ges18, S. 1030); treffender ist daher obiger Übersetzungsvorschlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ist nicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt; Boas, bei dessen Mägden du warst, unser Verwandter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verwandter&amp;#039;&amp;#039; - Bed. unsicher (-&amp;gt; Hapax legomenon). 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Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&amp;#039;&amp;#039;schmücke&amp;#039;&amp;#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&amp;#039;&amp;#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f). Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;geh hinab&amp;#039;&amp;#039; (V. 3) + &amp;#039;&amp;#039;lege dich&amp;#039;&amp;#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[Daher]&amp;#039;&amp;#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &amp;#039;&amp;#039;abgeleitet&amp;#039;&amp;#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;deine Kleider (dein Kleid)&amp;#039;&amp;#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. 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[[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;geh hinab&amp;#039;&amp;#039; (V. 3) + &amp;#039;&amp;#039;lege dich&amp;#039;&amp;#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&#039;&#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: (1) Das Verb &#039;&#039;wihi&#039;&#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verwendet zu werden &lt;/del&gt;wie sonst &#039;&#039;wajähi&#039;&#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &#039;&#039;wähaja&#039;&#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &#039;&#039;wihi&#039;&#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &#039;&#039;wajähi&#039;&#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &#039;&#039;wihi&#039;&#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&#039;&#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;tFN&#039;&#039;&#039;: (1) Das Verb &#039;&#039;wihi&#039;&#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &#039;&#039;wajähi&#039;&#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &#039;&#039;wähaja&#039;&#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &#039;&#039;wihi&#039;&#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &#039;&#039;wajähi&#039;&#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &#039;&#039;wihi&#039;&#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039;, „und es wird sein“) &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. 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Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). 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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Januar 2019 um 15:58 Uhr</title>
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		<updated>2019-01-26T15:58:19Z</updated>

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Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|2}} Und weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und weiter&amp;#039;&amp;#039; - W.: „und nun“; doch &amp;#039;&amp;#039;wä`attah&amp;#039;&amp;#039; dient hier wohl nur zur „Markierung eines neuen Gedankens“ (Ges18, S. 1030); treffender ist daher obiger Übersetzungsvorschlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ist nicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt; Boas, bei dessen Mägden du warst, unser Verwandter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verwandter&amp;#039;&amp;#039; - Bed. unsicher (-&amp;gt; Hapax legomenon). Sehr wahrscheinlich bedeutet es ungefähr das selbe wie das ähnliche Wort „Verwandter“ in [[Rut 2#s1 |Rut 2,1]] (so fast alle Exegeten). Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[Daher]&amp;#039;&amp;#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &amp;#039;&amp;#039;abgeleitet&amp;#039;&amp;#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;deine Kleider (dein Kleid)&amp;#039;&amp;#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&amp;#039;&amp;#039;schmücke&amp;#039;&amp;#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&amp;#039;&amp;#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f). Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;geh hinab&amp;#039;&amp;#039; (V. 3) + &amp;#039;&amp;#039;lege dich&amp;#039;&amp;#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[Daher]&amp;#039;&amp;#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &amp;#039;&amp;#039;abgeleitet&amp;#039;&amp;#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;deine Kleider (dein Kleid)&amp;#039;&amp;#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&amp;#039;&amp;#039;schmücke&amp;#039;&amp;#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&amp;#039;&amp;#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f). Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;geh hinab&amp;#039;&amp;#039; (V. 3) + &amp;#039;&amp;#039;lege dich&amp;#039;&amp;#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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[[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039;, „und es wird sein“) &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Januar 2019 um 15:56 Uhr</title>
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 26. Januar 2019, 17:56 Uhr&lt;/td&gt;
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Moshavi 2011, S. 99f) - zur Begründung der in Vv. 3f folgenden Aufforderung; die Argumentationsstruktur von Vv. 1-4 ist also etwa diese: 1-2a: Hintergründe der Aufforderung in V. 3 - 2b: Information über einen für die folgende Auffordung relevanten Satzverhalts (wie üblich eingeleitet durch &amp;#039;&amp;#039;hinneh&amp;#039;&amp;#039; („siehe“)) - 3-4: Die Aufforderung selbst.&amp;lt;br /&amp;gt;Im Dt. würde man das eher etwa so formulieren: „Liebe Tochter, ich würde dir ja gerne eine Heimstatt verschaffen, und Boas - der, bei dessen Mägden du gearbeitet hast - ist ja unser Verwandter, nicht wahr? Dieser nun wird heute Nacht auf der Tenne worfeln; daher pass auf; du machst nun Folgendes:...“. Sehr gut daher ZÜR 1931: „Liebe Tochter, ich muss dir doch ein Heim suchen ... (ähnlich MEN). Nun ist ja Boas ... ein Verwandter von uns (ähnlich EÜ, TEX). Siehe...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; für dich Ruhe (eine Heimstatt)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ruhe (eine Heimstatt)&amp;#039;&amp;#039; - Heb. &amp;#039;&amp;#039;manoach&amp;#039;&amp;#039;, ein Synonym von &amp;#039;&amp;#039;menuchah&amp;#039;&amp;#039; in [[Rut 1#s9 |Rut 1,9]] (s. dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/?title=Special%3ABibelstelle_aufschlagen&amp;amp;abk=Rut+1#note_aa FN aa]): Noomi will Rut ein Heim verschaffen; d.h. hier: sie will sie „unter die Haube bringen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; suchen, damit (wo) es dir gut geht?&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;damit es dir gut geht&amp;#039;&amp;#039; - häufige Formulierung in der Bibel, die bes. häufig mit dem Halten von JHWHs Geboten zusammenhängt: Hält man sie, „geht es einem gut“ (s. z.B. [[Deuteronomium 4#s40 |Dtn 4,40]]; [[Deuteronomium 12#s28 |Dtn 12,28]]; [[Jeremia 7#s23 |Jer 7,23]]; [[Jeremia 38#s20 |Jer 38,20]]; [[Jer 42#s6 |Jer 42,6]] u.ö.). Für sich genommen wäre das nicht besonders auffällig, aber vgl. noch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_3#note_o FN o] zu Vers 6: Noomi erlässt hier &amp;#039;&amp;#039;Gebote&amp;#039;&amp;#039; (s. die Anmerkungen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|1}} [Eines Tages] sprach Noomi, ihre Schwiegermutter, zu ihr: „Meine Tochter, will ich nicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Will ich nicht...?&amp;#039;&amp;#039; (V. 1) + &amp;#039;&amp;#039;Ist nicht...?&amp;#039;&amp;#039; (V. 2) + &amp;#039;&amp;#039;Siehe&amp;#039;&amp;#039; (V. 2) - Die beiden rhetorischen Fragen dienen hier - wie oft (vgl. bes. Moshavi 2011, S. 99f) - zur Begründung der in Vv. 3f folgenden Aufforderung; die Argumentationsstruktur von Vv. 1-4 ist also etwa diese: 1-2a: Hintergründe der Aufforderung in V. 3 - 2b: Information über einen für die folgende Auffordung relevanten Satzverhalts (wie üblich eingeleitet durch &amp;#039;&amp;#039;hinneh&amp;#039;&amp;#039; („siehe“)) - 3-4: Die Aufforderung selbst.&amp;lt;br /&amp;gt;Im Dt. würde man das eher etwa so formulieren: „Liebe Tochter, ich würde dir ja gerne eine Heimstatt verschaffen, und Boas - der, bei dessen Mägden du gearbeitet hast - ist ja unser Verwandter, nicht wahr? Dieser nun wird heute Nacht auf der Tenne worfeln; daher pass auf; du machst nun Folgendes:...“. Sehr gut daher ZÜR 1931: „Liebe Tochter, ich muss dir doch ein Heim suchen ... (ähnlich MEN). Nun ist ja Boas ... ein Verwandter von uns (ähnlich EÜ, TEX). 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Für sich genommen wäre das nicht besonders auffällig, aber vgl. noch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_3#note_o FN o] zu Vers 6: Noomi erlässt hier &amp;#039;&amp;#039;Gebote&amp;#039;&amp;#039; (s. die Anmerkungen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|2}} Und weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und weiter&amp;#039;&amp;#039; - W.: „und nun“; doch &amp;#039;&amp;#039;wä`attah&amp;#039;&amp;#039; dient hier wohl nur zur „Markierung eines neuen Gedankens“ (Ges18, S. 1030); treffender ist daher obiger Übersetzungsvorschlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ist nicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt; Boas, bei dessen Mägden du warst, unser Verwandter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verwandter&amp;#039;&amp;#039; - Bed. unsicher (-&amp;gt; Hapax legomenon). Sehr wahrscheinlich bedeutet es ungefähr das selbe wie das ähnliche Wort „Verwandter“ in [[Rut 2#s1 |Rut 2,1]] (so fast alle Exegeten). Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Daher]&#039;&#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &#039;&#039;abgeleitet&#039;&#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;deine Kleider (dein Kleid)&#039;&#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&#039;&#039;schmücke&#039;&#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&#039;&#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f)&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Vgl&lt;/del&gt;. Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&quot;Vv 3f&quot;&amp;gt;&#039;&#039;geh hinab&#039;&#039; (V. 3) + &#039;&#039;lege dich&#039;&#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Daher]&#039;&#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &#039;&#039;abgeleitet&#039;&#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;deine Kleider (dein Kleid)&#039;&#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&#039;&#039;schmücke&#039;&#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&#039;&#039; - Typische Hochzeitsvorbereitungen (so richtig z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f). Vgl. ARN A 41: „Einmal, als Rabbi Tarfon saß und seine Schüler lehrte, zog eine Braut an ihm vorüber. Er ordnete an, dass sie in sein Haus gebracht werden solle, und sagte zu seiner Mutter und zu seiner Frau: ‚Wascht sie, salbt sie, kleidet sie ein und tanzt vor ihr her, bis sie zum Haus ihres Bräutigams gelangt!‘“ (Üs. nach Goldin 1955, S. 173). S. auch [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9-13]] und [[Judith 10#s3 |Jdt 10,3-4]] (zu Jdt 10-13 vgl. die Anmerkungen zu [[Hohelied 3 |Hld 3]]: Auch hier wird deutlich auf eine Hochzeit angespielt). Nach  m.Qid 1,1 galt eine Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen und ähnliche Regelungen galten bereits zu biblischer Zeit (s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]]); mit einer erfolgreichen Verführung hätte sich Rut also auch gleich die Ehe ermogelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&quot;Vv 3f&quot;&amp;gt;&#039;&#039;geh hinab&#039;&#039; (V. 3) + &#039;&#039;lege dich&#039;&#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;#039;&amp;#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: (1) Das Verb &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;#039;&amp;#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: (1) Das Verb &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039;, „und es wird sein“) &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039;, „und es wird sein“) &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 11. Juli 2016 um 07:50 Uhr</title>
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Moshavi 2011, S. 99f) - zur Begründung der in Vv. 3f folgenden Aufforderung; die Argumentationsstruktur von Vv. 1-4 ist also etwa diese: 1-2a: Hintergründe der Aufforderung in V. 3 - 2b: Information über einen für die folgende Auffordung relevanten Satzverhalts (wie üblich eingeleitet durch &amp;#039;&amp;#039;hinneh&amp;#039;&amp;#039; („siehe“)) - 3-4: Die Aufforderung selbst.&amp;lt;br /&amp;gt;Im Dt. würde man das eher etwa so formulieren: „Liebe Tochter, ich würde dir ja gerne eine Heimstatt verschaffen, und Boas - der, bei dessen Mägden du gearbeitet hast - ist ja unser Verwandter, nicht wahr? Dieser nun wird heute Nacht auf der Tenne worfeln; daher pass auf; du machst nun Folgendes:...“. Sehr gut daher ZÜR 1931: „Liebe Tochter, ich muss dir doch ein Heim suchen ... (ähnlich MEN). Nun ist ja Boas ... ein Verwandter von uns (ähnlich EÜ, TEX). Siehe...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; für dich Ruhe (eine Heimstatt)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ruhe (eine Heimstatt)&amp;#039;&amp;#039; - Heb. &amp;#039;&amp;#039;manoach&amp;#039;&amp;#039;, ein Synonym von &amp;#039;&amp;#039;menuchah&amp;#039;&amp;#039; in [[Rut 1#s9 |Rut 1,9]] (s. dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/?title=Special%3ABibelstelle_aufschlagen&amp;amp;abk=Rut+1#note_aa FN aa]): Noomi will Rut ein Heim verschaffen; d.h. hier: sie will sie „unter die Haube bringen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; suchen, damit (wo) es dir gut geht?&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;damit es dir gut geht&amp;#039;&amp;#039; - häufige Formulierung in der Bibel, die bes. häufig mit dem Halten von JHWHs Geboten zusammenhängt: Hält man sie, „geht es einem gut“ (s. z.B. [[Deuteronomium 4#s40 |Dtn 4,40]]; [[Deuteronomium 12#s28 |Dtn 12,28]]; [[Jeremia 7#s23 |Jer 7,23]]; [[Jeremia 38#s20 |Jer 38,20]]; [[Jer 42#s6 |Jer 42,6]] u.ö.). Für sich genommen wäre das nicht besonders auffällig, aber vgl. noch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_3#note_o FN o] zu Vers 6: Noomi erlässt hier &amp;#039;&amp;#039;Gebote&amp;#039;&amp;#039; (s. die Anmerkungen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|1}} [Eines Tages] sprach Noomi, ihre Schwiegermutter, zu ihr: „Meine Tochter, will ich nicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Will ich nicht...?&amp;#039;&amp;#039; (V. 1) + &amp;#039;&amp;#039;Ist nicht...?&amp;#039;&amp;#039; (V. 2) + &amp;#039;&amp;#039;Siehe&amp;#039;&amp;#039; (V. 2) - Die beiden rhetorischen Fragen dienen hier - wie oft (vgl. bes. Moshavi 2011, S. 99f) - zur Begründung der in Vv. 3f folgenden Aufforderung; die Argumentationsstruktur von Vv. 1-4 ist also etwa diese: 1-2a: Hintergründe der Aufforderung in V. 3 - 2b: Information über einen für die folgende Auffordung relevanten Satzverhalts (wie üblich eingeleitet durch &amp;#039;&amp;#039;hinneh&amp;#039;&amp;#039; („siehe“)) - 3-4: Die Aufforderung selbst.&amp;lt;br /&amp;gt;Im Dt. würde man das eher etwa so formulieren: „Liebe Tochter, ich würde dir ja gerne eine Heimstatt verschaffen, und Boas - der, bei dessen Mägden du gearbeitet hast - ist ja unser Verwandter, nicht wahr? Dieser nun wird heute Nacht auf der Tenne worfeln; daher pass auf; du machst nun Folgendes:...“. Sehr gut daher ZÜR 1931: „Liebe Tochter, ich muss dir doch ein Heim suchen ... (ähnlich MEN). Nun ist ja Boas ... ein Verwandter von uns (ähnlich EÜ, TEX). 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Für sich genommen wäre das nicht besonders auffällig, aber vgl. noch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_3#note_o FN o] zu Vers 6: Noomi erlässt hier &amp;#039;&amp;#039;Gebote&amp;#039;&amp;#039; (s. die Anmerkungen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|2}} Und weiter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und weiter&amp;#039;&amp;#039; - W.: „und nun“; doch &amp;#039;&amp;#039;wä`attah&amp;#039;&amp;#039; dient hier wohl nur zur „Markierung eines neuen Gedankens“ (Ges18, S. 1030); treffender ist daher obiger Übersetzungsvorschlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Ist nicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt; Boas, bei dessen Mägden du warst, unser Verwandter&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verwandter&amp;#039;&amp;#039; - Bed. unsicher (-&amp;gt; Hapax legomenon). Sehr wahrscheinlich bedeutet es ungefähr das selbe wie das ähnliche Wort „Verwandter“ in [[Rut 2#s1 |Rut 2,1]] (so fast alle Exegeten). Vom Wortbildungsmuster her scheint das Wort ein Abstraktbegriff zu sein, also eher „Verwandtschaft“; wörtlicher wäre daher vermutlich etwas wie „Gehört nicht Boas zu unserer Verwandtschaft?“ (so z.B. MEN). Da aber auch dies nicht sicher ist, folgen wir in der SF der Standardübersetzung „Verwandter“.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ist nicht Boas unser Verwandter, bei dessen Mägden du warst)? Siehe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 1f&amp;quot; /&amp;gt;, dieser wird heute Nacht Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;er wird Gerste auf der Gerstentenne worfeln&amp;#039;&amp;#039; - W. „er wird die Gerstentenne worfeln“; die „Gerstentenne“ steht hier wohl metonymisch für die Gerste &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; dieser Tenne (vgl. z.B. Gray 1967, S. 417; Zakovitch 1999, S. 135). Eine „Tenne“ ist der Ort, an dem Getreide gedroschen und geworfelt wird; „Worfeln“ bezeichnet den Arbeitsschritt der Trennung der Getreidekörner von Spreu und Spelzen mithilfe des Windes (vgl. näher [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10693/ Dreschen und worfeln (WiBiLex)]), weshalb das Worfeln auch &amp;#039;&amp;#039;nachts&amp;#039;&amp;#039; geschehen muss: Der rechte Wind kommt in Israel oft erst gegen Abend auf. Vermutlich muss an eine Gemeinschaftstenne gedacht werden, die von mehreren Grundbesitzern gemeinsam verwendet wurde. Etwas merkwürdig ist allerdings das „Gersten-“ in „Gerstentenne“, da es wohl nicht verschiedene Tennen für verschiedene Getreidearten gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Daher]&#039;&#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &#039;&#039;abgeleitet&#039;&#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;deine Kleider (dein Kleid)&#039;&#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&#039;&#039;schmücke&#039;&#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&#039;&#039; - Es ist umstritten, ob diese Handlungen wie in [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] symbolisch als Hochzeitsvorbereitungen gemeint sind (so z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f) oder ob sie wie in [[Judit 10#s3 |Jdt 10,3]] v.a. die Verführung eines Mannes erleichtern sollen (so z.B. Gunkel 1913, S. 75f; Wénin 1998, S. 188). V. 1 legt eher ersteres nahe, V. 4 eher letzteres und vermutlich kann man hier an beides denken, da der &#039;&#039;Weg&#039;&#039; zum Ja-Wort ja &#039;&#039;über die Verführung&#039;&#039; des Boas läuft (s. die Anmerkungen). Vielleicht kann man hier ohnehin nicht zwischen diesen beiden Optionen entscheiden, da nach &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mischna Qidduschin &lt;/del&gt;1,1 die Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen galt - wenn dies schon zu biblischer Zeit der Fall war, wäre mit der erfolgreichen Verführung auch gleich die Ehe geschlossen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&quot;Vv 3f&quot;&amp;gt;&#039;&#039;geh hinab&#039;&#039; (V. 3) + &#039;&#039;lege dich&#039;&#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|3}} [Daher]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Daher]&#039;&#039; - Dass die Aufforderung in Vv. 3f aus Vv. 1f &#039;&#039;abgeleitet&#039;&#039; wird, wird im Heb. nur durch die Wortform (Weqatal) markiert (eben daher auch Einsatz durch Weqatal statt Yiqtol).&amp;lt;/ref&amp;gt; wasche dich, salbe dich, wirf deine Kleider (dein Kleid)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;deine Kleider (dein Kleid)&#039;&#039; - In der Überlieferung des Textes finden sich beide Versionen: Ketiv und LXX haben Singular, Qere, Syr, VUL und Tg haben Plural. Da Rut am Ende des Kapitels eines ihrer Kleidungsstücke zum Transport der Gerste verwendet und sicher nicht nackt durch Jerusalem läuft, trägt sie sicherlich mehrere Kleidungsstücke; allein schon aus diesem Grund sollte besser mit Plural übersetzt werden. Gemeint sind wohl Ruts „gute“ Kleider (TgRut: „Prachtgewänder“; RutR: „Sabbatkleider“; VUL: „elegante Kleider“; dazu passt auch Syr: „&#039;&#039;schmücke&#039;&#039; dich mit deinen Gewändern“) - ein weiteres Indiz dafür, dass Noomi und Rut so arm nicht sein können, da schon der Durchschnittsisraelit nicht mehr als zwei Gewänder besaß; die Angehörigen der armen Bevölkerungsschicht häufig nur eines. Gut schlagen de Waard/Nida 1992, S. 48 vor, zu übersetzen mit „get dressed in your best clothes“ (so viele Üss; z.B. GN, HfA, NeÜ, NL, OEB, T4T).&amp;lt;/ref&amp;gt; um dich (zieh deine Kleider/dein Kleid an)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wasche dich, bade dich und wirf deine Kleider um dich&#039;&#039; - Es ist umstritten, ob diese Handlungen wie in [[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] symbolisch als Hochzeitsvorbereitungen gemeint sind (so z.B. Fischer 2001, S. 201; Zenger 1986, S. 66f) oder ob sie wie in [[Judit 10#s3 |Jdt 10,3]] v.a. die Verführung eines Mannes erleichtern sollen (so z.B. Gunkel 1913, S. 75f; Wénin 1998, S. 188). V. 1 legt eher ersteres nahe, V. 4 eher letzteres und vermutlich kann man hier an beides denken, da der &#039;&#039;Weg&#039;&#039; zum Ja-Wort ja &#039;&#039;über die Verführung&#039;&#039; des Boas läuft (s. die Anmerkungen). Vielleicht kann man hier ohnehin nicht zwischen diesen beiden Optionen entscheiden, da nach &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;m.Qid &lt;/ins&gt;1,1 die Ehe schon durch den Geschlechtsakt als vollzogen galt - wenn dies schon zu biblischer Zeit der Fall war &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(s. [[Exodus 22#s15 |Ex 22,15f.]]; [[Deuteronomium 22#s28 |Dtn 22,28f.]])&lt;/ins&gt;, wäre mit der erfolgreichen Verführung auch gleich die Ehe geschlossen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geh zur Tenne hinab&amp;lt;ref name=&quot;Vv 3f&quot;&amp;gt;&#039;&#039;geh hinab&#039;&#039; (V. 3) + &#039;&#039;lege dich&#039;&#039; (V. 4) - Ketiv bietet hier eine Schreibweise, die auf den ersten Blick „ich gehe hinab“ und „ich lege mich“ statt „gehe hinab“ und „lege dich“ zu bedeuten scheint. Diese Form für die 2. Person findet sich noch häufiger in der Bibel; entweder handelt es sich dabei um eine veraltete Form (vgl. z.B. HKL I §20.6; Rendsburg 2013, S. 635) oder einen Aramäismus (vgl. z.B. Zakovitch 1999, S. 136). Besonders häufig findet sich diese Form übrigens in [[Ezechiel 16 |Ez 16]], das auch über die Abfolge „waschen, salben und ankleiden“ ([[Ezechiel 16#s9 |Ez 16,9f]] + Rut 3,3; s. vorige FN) und über die Rede vom „den Gewandsaum über jemanden breiten“ für die Heirat ([[Ezechiel 16#s8 |Ez 16,8]] + Rut 3,9) mit unserem Kapitel zusammenhängt. Dass diese Form jeweils nur beim vierten Wort der Vierer-Weqatal-Ketten verwendet wird, macht es sehr wahrscheinlich, dass sie hier nur aus stilistischen Gründen verwendet wird und in der Übersetzung ohne Bedeutungsverlust ignoriert werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;! Lass dich [aber] nicht von dem Mann (von niemandem) erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;#039;&amp;#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: (1) Das Verb &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Und es soll sein, wenn er sich legt: (Wenn er sich legt,)&amp;#039;&amp;#039; - Schwierige Stelle; übersetze nach dem Alternativvorschlag.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: (1) Das Verb &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; („und es soll sein“) scheint hier ähnlich wie sonst &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; („und es war“, s. z.B. [[Rut 1#s1 |Rut 1,1]] (dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Rut_1#note_c FN c]): „Und es war in den Tagen des Richtens der Richter...“) und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; („und es wird sein“, s. z.B. [[Rut 3#s13 |Rut 3,13]]: „Und es wird sein am Morgen...“) nicht zur story zu gehören, sondern nur zur Markierung einer Zeitangabe zu dienen (vgl. ähnlich Rubinsteins Deutung von HKL III §193b in Rubinstein 1956, S. 76; so wohl auch Holmstedt 2010, S. 154 (?)). Eine ähnliche Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; findet sich sonst nur in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]]; [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]] (und in [[1Könige 14#s5 |1 Kön 14,5]], wo aber sicher mit LXX &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist) und diese Deutung ist allein schon deshalb schwierig, weil die in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auf &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; folgenden Sätze sich nicht jussivisch verstehen lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039;, „und es wird sein“) &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;(2) Joüon 1993, S. 69 will daher emendieren nach &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; und erklärt sich unsere Stelle so, dass ein Schreiber fälschlicherweise statt den Konsonanten &amp;#039;&amp;#039;whjh&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039;, „und es wird sein“) &amp;#039;&amp;#039;wjhj&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039;, „und es war“) geschrieben habe, was die Masoreten dann zum „weniger falschen“ &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; vokalisiert hätten (so auch Lambert 1946, S. 157).&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Und Niccacci 1995, S. 92 denkt, &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; habe hier seine „normale Funktion, Finalsätze auszudrücken“ (s. z.B. [[Exodus 10#s21 |Ex 10,21]]; [[Maleachi 3#s10 |Mal 3,10]]) und übersetzt mit „damit du, wenn er sich legt, dir den Ort merken [kannst]“. Diese „normale Funktion“ erkennt hier aber auch sonst niemand; in den entsprechenden Versen wird &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; nie wie hier und den obigen Stellen impersonal („&amp;#039;&amp;#039;[Es]&amp;#039;&amp;#039; soll sein“) verwendet, sondern als Vollverb mit Objekt (Ex 10,21: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Finsternis&amp;#039;&amp;#039; sei“; Mal 3,10: „Damit &amp;#039;&amp;#039;Nahrung&amp;#039;&amp;#039; in meinem Haus sei“) und in 1Sam 10,5 funktioniert auch diese Deutung nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Entweder gehen wir also (nur auf der Basis von unserem Vers und [[2Samuel 5#s24 |2 Sam 5,24]] = [[1Chronik 14#s15 |1 Chr 14,15]]!) davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;wihi&amp;#039;&amp;#039; sich in Aufforderungen in der Tat wie &amp;#039;&amp;#039;wajähi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wähaja&amp;#039;&amp;#039; zur Markierung einer Zeitangabe verwenden lässt und in [[1Samuel 10#s5 |1 Sam 10,5]] auch noch emendiert werden muss, oder wir folgen besser an allen Stellen dem Emendationsvorschlag von Joüon und Lambert. Auf jeden Fall ist am sinnvollsten nach der Alternativübersetzung zu übersetzen und findet sich so auch in fast allen dt. Üss.&amp;lt;/ref&amp;gt; merke dir den Ort, wo er liegt (wohin er sich legt), gehe, entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;entblöße seine Beine (seine Scham?, decke den Ort seiner Beine auf? Entblöße dich zu seinen Füßen?)&amp;#039;&amp;#039; - „seine Beine/Scham/zu seinen Füßen“ = seltenes Wort; sonst nur noch in [[Daniel 10#s6 |Dan 10,6]] verwendet, wo es sicher „Beine“ bedeutet; so wohl auch hier (s.u.). Rut, die sich extra aufgehübscht hat, soll im Schutz der Nacht Boas Beine „aufdecken“, sich „legen“ - beide Worte werden häufiger als Euphemismen für den Geschlechtsverkehr verwendet - und sich an die entblößten Beine des Boas schmiegen. Das lässt sich sicher nicht nur als unkonventionelle (und sehr erfolglose - Boas erwacht erst gegen Mitternacht) Weckmethode verstehen; die „sexuellen Konnotationen [in diesem Vers sind] nicht zu überhören“ (Zenger 1986, S. 67).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tFN&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Seine Beine (den Ort seiner Beine)&amp;#039;&amp;#039; - Das Wort &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; wird meist erklärt durch die nominale Wortbildungsform mit der Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; - d.h., ein Nomen wird gebildet, indem die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; an die Wurzel (hier &amp;#039;&amp;#039;rgl&amp;#039;&amp;#039; („Beine, gehen“)) angefügt wird. Diese Wortbildungsform hat häufig lokative Bedeutung und auch unser Wort wird daher gern lokativ gedeutet („der &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; seiner Beine“, d.h. „das Fußende [seines Nachtlagers]“ (so gut Keita/Dyk 2006, S. 20)). Doch wegen Dan 10,6 liegt das recht fern und die Vorsilbe ist eher als instumentales &amp;#039;&amp;#039;m-&amp;#039;&amp;#039; zu erklären (dazu vgl. z.B. BL §61 wε): Die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; sind „das, womit man geht“, nämlich eben die Beine.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Seine Scham&amp;#039;&amp;#039; - Das mit unserem Wort verwandte &amp;#039;&amp;#039;regel&amp;#039;&amp;#039; („Bein“) ist häufiger ein Euphemismus für die menschliche Scham; einige Exegeten glauben deshalb, dass auch &amp;#039;&amp;#039;margelah&amp;#039;&amp;#039; diese Bedeutung haben könne und Noomi also Rut dazu auffordert, Boas Unterleib zu entblößen.  Doch ob dies so ist, wissen wir nicht und auch mit der wahrscheinlichen wörtlichen Bedeutung „Beine“ ist der Text ja verfänglich genug: „Rut soll sich zum liegenden Boas, nahe an seine aufgedeckten Beine, legen - keuscher ist das Hebräische nicht zu erklären“ (Fischer 2001, S. 203).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entblöße dich zu seinen Füßen&amp;#039;&amp;#039; - theoretisch auch möglich. &amp;#039;&amp;#039;glh&amp;#039;&amp;#039; („entkleiden“) kann ohne Objekt wohl auch „&amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; entkleiden“ bedeuten (s. [[Jesaja 57#s8 |Jes 57,8]]); wenn man &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; als Ortsangabe versteht („zu seinen Füßen“) , könnte man also Noomis Auforderung auch als „entblöße &amp;#039;&amp;#039;dich&amp;#039;&amp;#039;“ deuten (so bes. Nielsen 1985, S. 205-207; Nielsen 1997, S. 68f; van Wolde 1997, S. 443f.; Wénin 1998, S. 188) - doch da die &amp;#039;&amp;#039;margelot&amp;#039;&amp;#039; wie gesagt eher „Beine“ als „der Ort der Beine“ bedeutet, ist die Primärübersetzung doch sehr viel wahrscheinlicher.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lege dich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vv 3f&amp;quot; /&amp;gt;. Er wird dir dann erzählen, was du tun sollst (musst).“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 8. November 2015 um 10:08 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Olaf am 8. November 2015 um 00:28 Uhr</title>
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		<author><name>Olaf</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 7. Oktober 2015 um 21:25 Uhr</title>
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;* Auffällig ist schließlich in [[Rut 4#s13 |Rut 4,13f.]], wie JHWH und die beiden Eheleute bei der Zeugung Obeds zusammenwirken: „&amp;#039;&amp;#039;Der Nachkomme, den JHWH dir durch diese junge Frau geben wird... [Boas] schlief mit ihr und JHWH gab ihr Schwangerschaft.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;* Auffällig ist schließlich in [[Rut 4#s13 |Rut 4,13f.]], wie JHWH und die beiden Eheleute bei der Zeugung Obeds zusammenwirken: „&amp;#039;&amp;#039;Der Nachkomme, den JHWH dir durch diese junge Frau geben wird... [Boas] schlief mit ihr und JHWH gab ihr Schwangerschaft.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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