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	<title>Rut 4 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Die Offene Bibel</subtitle>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Januar 2019 um 16:28 Uhr</title>
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		<updated>2019-01-26T16:28:11Z</updated>

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Außer in [[Ijob 36#s10 |Ijob 36,10]].[[Ijob 36#s15 |15]] steht es stets für &amp;#039;&amp;#039;Privat&amp;#039;&amp;#039;mitteilungen: Was Boas hier verkünden will, ist speziell für die Ohren des Löser bestimmt, da eben dieser und kein anderer der Löser ist (s. Anmerkungen).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kaufe [es] in Gegenwart der Sitzenden und in Gegenwart der Ältesten meines Volkes&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;der Sitzenden und der Ältesten meines Volkes&amp;#039;&amp;#039; - Wahrscheinlich entspr. der Interpretation von SLT zu verstehen: „In Gegenwart der hier sitzenden Bürger (die sich inzwischen neugierig am Verhandlungsort niedergelassen haben) und der Ältesten meines Volkes“.&amp;lt;br /&amp;gt;Genauer: Nach V. 2 müsste sich schon „die Sitzenden“ auf die Ältesten beziehen; hier scheinen aber mit den „Sitzenden“ und den „Ältesten“ zwei us. Gruppen gemeint zu sein. Zakovitch 1999, S. 156 denkt daher, das „und“ sei hier als ein sog. &amp;#039;&amp;#039;Waw explicativum&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen und man müsste übersetzen: „in Gegenart der [hier] Sitzenden, &amp;#039;&amp;#039;nämlich&amp;#039;&amp;#039; in Gegenwart der Ältesten meines Volkes“, und Campbell 1975, S. 145 denkt, die „Sitzenden“ meine die zehn Ältesten, die Boas sich in V. 2 „genommen“ hat, die „Ältesten“ dagegen &amp;#039;&amp;#039;sämtliche&amp;#039;&amp;#039; Älteste Bethlehems, die hier durch die zehn ausgewählten Ältesten repräsentiert seien. Diese sämtlichen Ältesten sind hier aber eben nicht anwesend und daher nicht gut mit dem „in Gegenart von“ vereinbar und die Deutung als Waw explicativum ist wegen der Wiederholung des &amp;#039;&amp;#039;neged&amp;#039;&amp;#039; („in Gegenwart von“) nicht gut möglich, daher meint „die Sitzenden“ wohl das übrige Volk, das sich mittlerweile im Tor niedergelassen hat und das später noch in Aktion treten wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; - wenn du lösen willst, dann löse.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;wenn du lösen willst, dann löse&amp;#039;&amp;#039; - Der Nachsatz hat offenbar die Funktion, den „Kauf“ des Lösers speziell als „Lösung“ zu bestimmen, nämlich als pflichtgemäße Inanspruchnahme des Vorverkaufsrechts (s. die Anmerkungen). Einfacher also z.B. nach NL: „Wenn du das Land auslösen willst, dann kaufe es jetzt in der Gegenwart ... . Wenn du es jedoch nicht auslösen willst ...“&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn aber niemand lösen will (wenn du aber nicht lösen willst),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Wenn aber niemand lösen will (wenn du aber nicht lösen willst)&amp;#039;&amp;#039; - Die besten Handschriften haben hier das Verb in der 3. Pers. Sg.: „Wenn &amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039; nicht lösen will“. Viele heb. Handschriften, LXX, VUL und Tg korrigieren daher zu 2. Pers. Sg. und dem folgen alle modernen Üss. und Kommentare: „Wenn &amp;#039;&amp;#039;du&amp;#039;&amp;#039; nicht lösen willst“. Wie aber die 3.-Pers.-Version als Schreibfehler entstanden sein sollte, ist nicht erklärlich und daher wahrscheinlich doch die ursprüngliche Version; BHQ belässt daher auch diese Version, die dann mit Niccacci 1995, S. 97 und schon Ibn Ezra als impersonale Konstruktion erklärt werden muss: „Wenn er nicht lösen will“ = „Wenn &amp;#039;&amp;#039;niemand&amp;#039;&amp;#039; lösen will“.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Deutung ist sogar effektvoller: Die Lösung wird fast völlig in die Verantwortung des Lösers gestellt, „es gibt niemand außer ihm, der lösen könnte“ (4b); die Alternative dazu, dass der Löser löst, ist also, dass „niemand löst“ (4a). Die Formulierung schlägt offenbar in die selbe Kerbe, in die auch der Ausdruck „zu Gehör bringen“ schlägt (s.o.): Es ist speziell der Löser, der hier in Verantwortung steht. Und erst ganz am Ende seiner langen Rede zeigt Boas eine weitere Alternative auf, die im heb. Text nur aus zwei Worten besteht: „Und-ich nach-dir“. Boas will den Löser anscheinend durch diese Formulierung geradezu zur Zusage „verführen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; dann verrate es mir, damit ich es weiß! Denn [es ist (es gibt)] niemanden außer dir, der lösen [könnte].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|4}} Und ich habe gesagt ([mir] gedacht),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gesagt ([mir] gedacht)&amp;#039;&amp;#039; - Meist übersetzt als „Ich habe mir gedacht“; naheliegender aber: Frauen wurden im Alten Israel vor Gericht in der Regel durch Männer vertreten; Boas - der ja ganz offensichtlich im Namen von Noomi handelt - gibt also wohl hier kund, dass er ihr diese Rechtsvertretung zugesichert habe: „Ich habe ihr versprochen, dir folgendes zu Gehör zu bringen: ...“&amp;lt;/ref&amp;gt; ich will dir folgendes zu Gehör bringen:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;zu Gehör bringen&amp;#039;&amp;#039; - Heb. 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Zakovitch 1999, S. 156 denkt daher, das „und“ sei hier als ein sog. &amp;#039;&amp;#039;Waw explicativum&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen und man müsste übersetzen: „in Gegenart der [hier] Sitzenden, &amp;#039;&amp;#039;nämlich&amp;#039;&amp;#039; in Gegenwart der Ältesten meines Volkes“, und Campbell 1975, S. 145 denkt, die „Sitzenden“ meine die zehn Ältesten, die Boas sich in V. 2 „genommen“ hat, die „Ältesten“ dagegen &amp;#039;&amp;#039;sämtliche&amp;#039;&amp;#039; Älteste Bethlehems, die hier durch die zehn ausgewählten Ältesten repräsentiert seien. 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Am besten wohl wieder HfA: „Wenn du von Noomi das Grundstück erwirbst, musst du auch die Moabiterin Ruth heiraten.“&amp;lt;/ref&amp;gt; du auch die (kaufe ich die, kaufst du es auch von der, kaufe ich es von der) Moabiterin Rut,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kaufst du auch die (kaufe ich die, kaufst du es auch von der, kaufe ich es von der) Moabiterin Rut&#039;&#039; - &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die schwierigste &lt;/del&gt;und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;umstrittenste &lt;/del&gt;Stelle &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;im Rutbuch&lt;/del&gt;. Wahrscheinlich ist sie so zu verstehen: Aus irgendeinem Grund ist die „Lösung“ von Elimelechs Feld rechtlich gekoppelt an die „Schwagerehe“ des Lösenden mit Rut (zu beidem s. die Anmerkungen). Und unter diesen Umständen - s. den nächsten Vers - ist der Löser nicht mehr zur Lösung bereit.&amp;lt;br /&amp;gt;Genauer: Der heb. Text liegt in zwei Versionen vor: (1) „kaufe ich es von der Moabiterin Rut“, (2) „kaufst du es auch von der Moabiterin Rut“. Da beide Versionen mit „von“ nicht viel Sinn zu machen scheinen, wird meist der Text &#039;&#039;ume´et&#039;&#039; („(und) von“) geändert (=&amp;gt; Textkritik) zu &#039;&#039;we´et&#039;&#039; oder &#039;&#039;gam et&#039;&#039; („(auch) die“). U.U. ist für diese Deutung auch gar keine Textänderung nötig, vgl. z.B. Bush 1996, S. 217; Campbell 1975, S. 146; &amp;lt;!--Gordon 1983, S. 90; --&amp;gt;Korpel 2011, S. 2&amp;lt;!--; Rendsburg 1987, S. 33f.39--&amp;gt;. Weitere mögliche Übersetzungen sind dann daher (3) „kaufe ich/habe ich die Moabiterin Rut gekauft“ und (4) „kaufst du auch die Moabiterin Rut“. Das ergibt vier mögliche Übersetzungen; einen fünften Vorschlag hat Holmstedt 2010 gemacht:&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|5}} Da sagte Boas: „An dem Tag, an dem du das Feld von Noomi kaufst, kaufst&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kaufst&#039;&#039; - Dass nach der Primärübersetzung Rut anscheinend das Objekt eines „Kaufs“ ist, ist unproblematisch; es ist dies ein bloß stilistisches Phänomen: Weil auch zuvor von „kaufen“ die Rede ist, wird hier das „normalerweise“ verwendete Verb (z.B.: „heiraten“) an das vorige Verb angeglichen (vgl. bes. Weiss 1964, S. 247f.; z.B. auch Campbell 1975, S. 147; Levine 1983, S. 101f.). Im Deutschen ist eine wörtliche Übersetzung nicht möglich. Am besten wohl wieder HfA: „Wenn du von Noomi das Grundstück erwirbst, musst du auch die Moabiterin Ruth heiraten.“&amp;lt;/ref&amp;gt; du auch die (kaufe ich die, kaufst du es auch von der, kaufe ich es von der) Moabiterin Rut,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kaufst du auch die (kaufe ich die, kaufst du es auch von der, kaufe ich es von der) Moabiterin Rut&#039;&#039; - &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sehr schwierige &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;umstrittene &lt;/ins&gt;Stelle. Wahrscheinlich ist sie so zu verstehen: Aus irgendeinem Grund ist die „Lösung“ von Elimelechs Feld rechtlich gekoppelt an die „Schwagerehe“ des Lösenden mit Rut (zu beidem s. die Anmerkungen). Und unter diesen Umständen - s. den nächsten Vers - ist der Löser nicht mehr zur Lösung bereit.&amp;lt;br /&amp;gt;Genauer: Der heb. Text liegt in zwei Versionen vor: (1) „kaufe ich es von der Moabiterin Rut“, (2) „kaufst du es auch von der Moabiterin Rut“. Da beide Versionen mit „von“ nicht viel Sinn zu machen scheinen, wird meist der Text &#039;&#039;ume´et&#039;&#039; („(und) von“) geändert (=&amp;gt; Textkritik) zu &#039;&#039;we´et&#039;&#039; oder &#039;&#039;gam et&#039;&#039; („(auch) die“). U.U. ist für diese Deutung auch gar keine Textänderung nötig, vgl. z.B. Bush 1996, S. 217; Campbell 1975, S. 146; &amp;lt;!--Gordon 1983, S. 90; --&amp;gt;Korpel 2011, S. 2&amp;lt;!--; Rendsburg 1987, S. 33f.39--&amp;gt;. Weitere mögliche Übersetzungen sind dann daher (3) „kaufe ich/habe ich die Moabiterin Rut gekauft“ und (4) „kaufst du auch die Moabiterin Rut“. Das ergibt vier mögliche Übersetzungen; einen fünften Vorschlag hat Holmstedt 2010 gemacht:&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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Selbst, wenn sie es gewesen wären, wäre nach dem Tod Elimelechs das Feld zunächst in den Besitz von Machlon und Kiljon und danach in den Besitz von &amp;#039;&amp;#039;deren&amp;#039;&amp;#039; Witwen Rut und Orpa übergegangen, und da sie es nicht waren, wäre nach der oben dargestellten Erb- und Löserfolge verrückterweise gerade der &amp;#039;&amp;#039;Löser&amp;#039;&amp;#039; der Erbe des Feldes und damit der &amp;#039;&amp;#039;einzige&amp;#039;&amp;#039;, der das Feld nicht erst erwerben müsste. Genug: Irgendwie hat Noomi hier ein Feld, das sie gerne verkaufen möchte. Weiter: Wegen Rut 3 und Rut 4,11-17 dürfen wir sicher sein, dass primär von Interesse nicht die Lösung des Feldes, sondern die Schwagerehe Boas mit Rut ist. Die Rolle dieses Feldes ist dann aber unklar; gerade die Schwagerehe ist ja unproblematisch, da der Löser sie ohnehin nicht vollziehen will. Warum geht dann aber der Erzähler den Umweg über das Feld? Warum weiterhin in V. 5 die Lösung an die Schwagerehe gekoppelt zu sein scheint, ist gleichfalls unklar. Und schließlich ist die Antwort des Lösers in V. 6 nicht verständlich: Durch die Schwagerehe mit Rut würde er zweifellos wegen des Unterhalts, den er für Rut und „Machlons“ Sohn zu zahlen hätte, Verlust machen - wie er damit aber seinen &amp;#039;&amp;#039;Erbbesitz&amp;#039;&amp;#039; schädigen würde, ist für uns nicht mehr ersichtlich. Auch für die Alten offenbar nicht; TgRut z.B. erfindet einfach eine Hintergrundgeschichte, um sich die Weigerung des Lösers erklären zu können (Der Löser wäre bereits verheiratet gewesen und eine weitere Frau hätte zu Missstimmung in seinem Haus geführt).&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Exkurs&amp;lt;/u&amp;gt;: Einige Unsicherheiten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Überraschend ist schon im ersten Vers das Feld, das sich offenbar in Noomis Besitz befindet - erstens, weil der Besitz eines Feldes wahrscheinlich Ruts Ährenlesen in Kap. 2 „illegal“ gemacht hätte (s. die Anmerkungen zu Kap. 2; so z.B. auch Köhlmoos 2010, S. 72); zweitens, weil nach der obigen Erbfolge Noomi überhaupt kein Feld besitzen dürfte: Witwen waren wie gesagt nicht erbberechtigt. 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Warum weiterhin in V. 5 die Lösung an die Schwagerehe gekoppelt zu sein scheint, ist gleichfalls unklar. Und schließlich ist die Antwort des Lösers in V. 6 nicht verständlich: Durch die Schwagerehe mit Rut würde er zweifellos wegen des Unterhalts, den er für Rut und „Machlons“ Sohn zu zahlen hätte, Verlust machen - wie er damit aber seinen &amp;#039;&amp;#039;Erbbesitz&amp;#039;&amp;#039; schädigen würde, ist für uns nicht mehr ersichtlich. Auch für die Alten offenbar nicht; TgRut z.B. erfindet einfach eine Hintergrundgeschichte, um sich die Weigerung des Lösers erklären zu können (Der Löser wäre bereits verheiratet gewesen und eine weitere Frau hätte zu Missstimmung in seinem Haus geführt).&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Dezember 2018 um 12:46 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 26. Dezember 2018 um 12:45 Uhr</title>
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		<updated>2018-12-26T12:45:42Z</updated>

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Selbst, wenn sie es gewesen wären, wäre nach dem Tod Elimelechs das Feld zunächst in den Besitz von Machlon und Kiljon und danach in den Besitz von &amp;#039;&amp;#039;deren&amp;#039;&amp;#039; Witwen Rut und Orpa übergegangen, und da sie es nicht waren, wäre nach der oben dargestellten Erb- und Löserfolge verrückterweise gerade der &amp;#039;&amp;#039;Löser&amp;#039;&amp;#039; der Erbe des Feldes und damit der &amp;#039;&amp;#039;einzige&amp;#039;&amp;#039;, der das Feld nicht erst erwerben müsste. Genug: Irgendwie hat Noomi hier ein Feld, das sie gerne verkaufen möchte. Weiter: Wegen Rut 3 und Rut 4,11-17 dürfen wir sicher sein, dass primär von Interesse nicht die Lösung des Feldes, sondern die Schwagerehe Boas mit Rut ist. Die Rolle dieses Feldes ist dann aber unklar; gerade die Schwagerehe ist ja unproblematisch, da der Löser sie ohnehin nicht vollziehen will. Warum geht dann aber der Erzähler den Umweg über das Feld? Warum weiterhin in V. 5 die Lösung an die Schwagerehe gekoppelt zu sein scheint, ist gleichfalls unklar. Und schließlich ist die Antwort des Lösers in V. 6 nicht verständlich: Durch die Schwagerehe mit Rut würde er zweifellos wegen des Unterhalts, den er für Rut und „Machlons“ Sohn zu zahlen hätte, Verlust machen - wie er damit aber seinen &amp;#039;&amp;#039;Erbbesitz&amp;#039;&amp;#039; schädigen würde, ist für uns nicht mehr ersichtlich. Auch für die Alten offenbar nicht; TgRut z.B. erfindet einfach eine Hintergrundgeschichte, um sich die Weigerung des Lösers erklären zu können (Der Löser wäre bereits verheiratet gewesen und eine weitere Frau hätte zu Missstimmung in seinem Haus geführt).&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Exkurs&amp;lt;/u&amp;gt;: Einige Unsicherheiten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Überraschend ist schon im ersten Vers das Feld, das sich offenbar in Noomis Besitz befindet - erstens, weil der Besitz eines Feldes wahrscheinlich Ruts Ährenlesen in Kap. 2 „illegal“ gemacht hätte (s. die Anmerkungen zu Kap. 2; so z.B. auch Köhlmoos 2010, S. 72); zweitens, weil nach der obigen Erbfolge Noomi überhaupt kein Feld besitzen dürfte: Witwen waren wie gesagt nicht erbberechtigt. Selbst, wenn sie es gewesen wären, wäre nach dem Tod Elimelechs das Feld zunächst in den Besitz von Machlon und Kiljon und danach in den Besitz von &amp;#039;&amp;#039;deren&amp;#039;&amp;#039; Witwen Rut und Orpa übergegangen, und da sie es nicht waren, wäre nach der oben dargestellten Erb- und Löserfolge verrückterweise gerade der &amp;#039;&amp;#039;Löser&amp;#039;&amp;#039; der Erbe des Feldes und damit der &amp;#039;&amp;#039;einzige&amp;#039;&amp;#039;, der das Feld nicht erst erwerben müsste. Genug: Irgendwie hat Noomi hier ein Feld, das sie gerne verkaufen möchte. Weiter: Wegen Rut 3 und Rut 4,11-17 dürfen wir sicher sein, dass primär von Interesse nicht die Lösung des Feldes, sondern die Schwagerehe Boas mit Rut ist. Die Rolle dieses Feldes ist dann aber unklar; gerade die Schwagerehe ist ja unproblematisch, da der Löser sie ohnehin nicht vollziehen will. Warum geht dann aber der Erzähler den Umweg über das Feld? Warum weiterhin in V. 5 die Lösung an die Schwagerehe gekoppelt zu sein scheint, ist gleichfalls unklar. Und schließlich ist die Antwort des Lösers in V. 6 nicht verständlich: Durch die Schwagerehe mit Rut würde er zweifellos wegen des Unterhalts, den er für Rut und „Machlons“ Sohn zu zahlen hätte, Verlust machen - wie er damit aber seinen &amp;#039;&amp;#039;Erbbesitz&amp;#039;&amp;#039; schädigen würde, ist für uns nicht mehr ersichtlich. Auch für die Alten offenbar nicht; TgRut z.B. erfindet einfach eine Hintergrundgeschichte, um sich die Weigerung des Lösers erklären zu können (Der Löser wäre bereits verheiratet gewesen und eine weitere Frau hätte zu Missstimmung in seinem Haus geführt).&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 8. November 2015 um 10:08 Uhr</title>
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		<updated>2015-11-08T10:08:52Z</updated>

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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Olaf am 8. November 2015 um 00:29 Uhr</title>
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		<author><name>Olaf</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Rut_4&amp;diff=21627&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sebastian Walter am 9. Oktober 2015 um 12:31 Uhr</title>
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		<updated>2015-10-09T12:31:30Z</updated>

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[http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Rut_4#note_o FN o].&amp;lt;/ref&amp;gt; um [wieder] aufzurichten den Namen des Toten auf seinem Erbbesitz, so dass nicht ausgerottet werde der Name des Toten&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;um [wieder] aufzurichten den Namen des Toten auf seinem Erbbesitz, so dass nicht ausgerottet werde der Name des Toten&amp;#039;&amp;#039; - s. hierzu wieder [http://offene-bibel.de/wiki/Rut_4#note_r FN r] und die Anmerkungen: Weil JHWH es war, der den Israeliten ihr Land gegeben hat, sollte der Status quo der Grundbesitzverhältnisse nach Möglichkeit auf ewig weiterbestehen, das heißt: Familien durften nicht aussterben und ihr Erbbesitz sollte immer in ihrem Besitz bleiben. Dies zu gewährleisten war Aufgabe von Löserinstitution und Schwagerehe, und von beidem ist hier die Rede: Boas kauft (1) das Land von Noomi, damit dieses Land in der Familie bleibt - er fungiert als „Löser“ - und „kauft“ (2) Rut, um mit ihr durch eine „Schwagerehe“ einen Nachkommen Machlons zu zeugen, damit „der Name des Verstorbenen auf seinem Erbbesitz wieder aufgerichtet werde und der Name des Toten nicht ausgerottet wird“, d.h., damit überhaupt Nachkommen Elimelechs und Machlons existieren, die als Erben ihres Familienbesitzes fungieren können.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Volk seiner Brüder und aus dem Tor seines Ortes.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tor seines Ortes&amp;#039;&amp;#039; - d.h. von innerhalb seiner Stadttore. Die ersten beiden Begriffe haben eine &amp;#039;&amp;#039;soziale&amp;#039;&amp;#039;, die zweiten beiden eine &amp;#039;&amp;#039;lokale&amp;#039;&amp;#039; Ausrichtung: Machlons Familie soll nicht ausgerottet werden „aus seinem Volk und aus seinem Ort“. Recht gut daher EÜ: „damit sein Name &amp;#039;&amp;#039;unter seinen Verwandten und innerhalb der Mauern seiner Stadt&amp;#039;&amp;#039; nicht erlischt.“; NeÜ: „So wird der Name des Verstorbenen &amp;#039;&amp;#039;in seiner Sippe und in seinem Heimatort&amp;#039;&amp;#039; nicht vergessen werden.“ (obwohl „vergessen werden“ eher unglücklich ist)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr seid heute Zeugen!“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|10}} Und auch die Moabiterin Rut, die Frau Machlons, habe ich mir zur Frau gekauft,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gekauft&amp;#039;&amp;#039; - Zu „kaufen“ s. [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Rut_4#note_o FN o].&amp;lt;/ref&amp;gt; um [wieder] aufzurichten den Namen des Toten auf seinem Erbbesitz, so dass nicht ausgerottet werde der Name des Toten&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;um [wieder] aufzurichten den Namen des Toten auf seinem Erbbesitz, so dass nicht ausgerottet werde der Name des Toten&amp;#039;&amp;#039; - s. hierzu wieder [http://offene-bibel.de/wiki/Rut_4#note_r FN r] und die Anmerkungen: Weil JHWH es war, der den Israeliten ihr Land gegeben hat, sollte der Status quo der Grundbesitzverhältnisse nach Möglichkeit auf ewig weiterbestehen, das heißt: Familien durften nicht aussterben und ihr Erbbesitz sollte immer in ihrem Besitz bleiben. Dies zu gewährleisten war Aufgabe von Löserinstitution und Schwagerehe, und von beidem ist hier die Rede: Boas kauft (1) das Land von Noomi, damit dieses Land in der Familie bleibt - er fungiert als „Löser“ - und „kauft“ (2) Rut, um mit ihr durch eine „Schwagerehe“ einen Nachkommen Machlons zu zeugen, damit „der Name des Verstorbenen auf seinem Erbbesitz wieder aufgerichtet werde und der Name des Toten nicht ausgerottet wird“, d.h., damit überhaupt Nachkommen Elimelechs und Machlons existieren, die als Erben ihres Familienbesitzes fungieren können.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Volk seiner Brüder und aus dem Tor seines Ortes.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tor seines Ortes&amp;#039;&amp;#039; - d.h. von innerhalb seiner Stadttore. Die ersten beiden Begriffe haben eine &amp;#039;&amp;#039;soziale&amp;#039;&amp;#039;, die zweiten beiden eine &amp;#039;&amp;#039;lokale&amp;#039;&amp;#039; Ausrichtung: Machlons Familie soll nicht ausgerottet werden „aus seinem Volk und aus seinem Ort“. Recht gut daher EÜ: „damit sein Name &amp;#039;&amp;#039;unter seinen Verwandten und innerhalb der Mauern seiner Stadt&amp;#039;&amp;#039; nicht erlischt.“; NeÜ: „So wird der Name des Verstorbenen &amp;#039;&amp;#039;in seiner Sippe und in seinem Heimatort&amp;#039;&amp;#039; nicht vergessen werden.“ (obwohl „vergessen werden“ eher unglücklich ist)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr seid heute Zeugen!“&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter: fertig. Mit dem ganzen Buch, yippie!</title>
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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		<title>Sebastian Walter am 7. Oktober 2015 um 23:46 Uhr</title>
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[[Genesis 16#s5 |Gen 16,5]]; [[Deuteronomium 13#s7 |Dtn 13,7]]; [[Deuteronomium 28#s54 |28,54.56]]; [[2Samuel 12#s3 |2 Sam 12,3.8]]; [[1Könige 1#s2 |1 Kön 1,2]]; [[Esther 2#s7 |Est 2,7]]; [[Jesaja 40#s11 |Jes 40,11]]). Einige denken wg. V. 17, dass es sich hier um einen Adoptionsgestus handelt, aber das wäre eine überwörtliche Interpretation des Folgeverses und würde doch sehr viel in diese Geste hineinlesen (so auch Rudolph 1962, S. 71; Zakovitch 1999, S. 170; Zenger 1986, S. 97).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde seine Kinderfrau {{S|17}} und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen (riefen), indem sie sagten (wie folgt): „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“, und sie nannten seinen Namen „Obed (Diener)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein weiterer umstrittener Vers. Dass offenbar die &#039;&#039;Bürgerinnen&#039;&#039; das Kind benennen, ist gar nicht so problematisch, s. [[Lukas 1#s58 |Lk 1,58]]. Alternativ, aber weniger wahrscheinlich, könnte man dies mit Bush 1996b, S. 12 auch einfach so verstehen, dass die Bürgerinnen mit ihrem Ausruf &#039;&#039;Anlass&#039;&#039; für den Namen des Kindes waren und ihm in diesem Sinne „einen Namen gaben“.&amp;lt;br /&amp;gt;Schwierig ist aber, dass es zunächst so scheint, als wäre der Name des Kindes „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“. Entweder ist mit Würthwein 1969, S. 20 das erste „Name“ zu streichen, so dass der Text lauten würde „Und die Bürgerinnen riefen über ihn: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘, und sie nannten...“ oder das „wie folgt (indem sie sagten)“ wird so verstanden, dass es gar nicht den Namen einleitet, sondern die „Begleitumstände“ der Namensgabe, so dass man übersetzen müsste: „Und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sagten: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘ - und der Name, den sie ihm gaben, war ‚Obed‘“ (so viele Üss., daher in der LF vorzuziehen). Gut dann z.B. NL: „Die Nachbarinnen sagten: ‚Jetzt hat Noomi endlich wieder einen Sohn!‘ Und sie nannten ihn Obed.“&amp;lt;br /&amp;gt;Der Zusammenhang zwischen dem Ausruf der Bürgerinnen und dem Namen „Obed“, also „Diener“, ist wohl der, dass Noomi nun mit ihrem Enkel eine „Altersvorsorge“ hat (s. die Anmerkungen), Obeds Geburt also der Noomi „dienlich“ ist (vgl. Bush 1996b, S. 13).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war der Vater von Isai, dem Vater Davids.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|16}} Noomi nahm den Säugling, hob ihn an ihre Brust,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob ihn an ihre Brust&#039;&#039; - sicher nicht im Sinn von „säugte ihn“, sd. i.S.v. „nahm ihn auf den Arm (wie eine liebende Großmutter das nun mal so tut)“, s. [[1Könige 3#s20 |1 Kön 3,20]] (wo das Kind ja wohl nicht von einer Schlafenden gestillt wird) und [[1Könige 17#s19 |17,19]] (wo doch wohl die Mutter nicht vor den Augen des Elija ihr Kind stillt); auch Frauen, Männer, Brüder, Neffen, Nichten und sogar Schafe können „an jemandes - auch eines Mannes - Brust“ sein, s. [[Genesis 16#s5 |Gen 16,5]]; [[Deuteronomium 13#s7 |Dtn 13,7]]; [[Deuteronomium 28#s54 |28,54.56]]; [[2Samuel 12#s3 |2 Sam 12,3.8]]; [[1Könige 1#s2 |1 Kön 1,2]]; [[Esther 2#s7 |Est 2,7]]; [[Jesaja 40#s11 |Jes 40,11]]). Einige denken wg. V. 17, dass es sich hier um einen Adoptionsgestus handelt, aber das wäre eine überwörtliche Interpretation des Folgeverses und würde doch sehr viel in diese Geste hineinlesen (so auch Rudolph 1962, S. 71; Zakovitch 1999, S. 170; Zenger 1986, S. 97).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde seine Kinderfrau {{S|17}} und die Bürgerinnen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(Nachbarinnen) &lt;/ins&gt;gaben ihm einen Namen (riefen), indem sie sagten (wie folgt): „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“, und sie nannten seinen Namen „Obed (Diener)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein weiterer umstrittener Vers. Dass offenbar die &#039;&#039;Bürgerinnen&#039;&#039; das Kind benennen, ist gar nicht so problematisch, s. [[Lukas 1#s58 |Lk 1,58]]. Alternativ, aber weniger wahrscheinlich, könnte man dies mit Bush 1996b, S. 12 auch einfach so verstehen, dass die Bürgerinnen mit ihrem Ausruf &#039;&#039;Anlass&#039;&#039; für den Namen des Kindes waren und ihm in diesem Sinne „einen Namen gaben“.&amp;lt;br /&amp;gt;Schwierig ist aber, dass es zunächst so scheint, als wäre der Name des Kindes „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“. Entweder ist mit Würthwein 1969, S. 20 das erste „Name“ zu streichen, so dass der Text lauten würde „Und die Bürgerinnen riefen über ihn: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘, und sie nannten...“ oder das „wie folgt (indem sie sagten)“ wird so verstanden, dass es gar nicht den Namen einleitet, sondern die „Begleitumstände“ der Namensgabe, so dass man übersetzen müsste: „Und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sagten: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘ - und der Name, den sie ihm gaben, war ‚Obed‘“ (so viele Üss., daher in der LF vorzuziehen). Gut dann z.B. NL: „Die Nachbarinnen sagten: ‚Jetzt hat Noomi endlich wieder einen Sohn!‘ Und sie nannten ihn Obed.“&amp;lt;br /&amp;gt;Der Zusammenhang zwischen dem Ausruf der Bürgerinnen und dem Namen „Obed“, also „Diener“, ist wohl der, dass Noomi nun mit ihrem Enkel eine „Altersvorsorge“ hat (s. die Anmerkungen), Obeds Geburt also der Noomi „dienlich“ ist (vgl. Bush 1996b, S. 13).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war der Vater von Isai, dem Vater Davids.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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[[Genesis 16#s5 |Gen 16,5]]; [[Deuteronomium 13#s7 |Dtn 13,7]]; [[Deuteronomium 28#s54 |28,54.56]]; [[2Samuel 12#s3 |2 Sam 12,3.8]]; [[1Könige 1#s2 |1 Kön 1,2]]; [[Esther 2#s7 |Est 2,7]]; [[Jesaja 40#s11 |Jes 40,11]]). Einige denken wg. V. 17, dass es sich hier um einen Adoptionsgestus handelt, aber das wäre eine überwörtliche Interpretation des Folgeverses und würde doch sehr viel in diese Geste hineinlesen (so auch Rudolph 1962, S. 71; Zakovitch 1999, S. 170; Zenger 1986, S. 97).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde seine Kinderfrau {{S|17}} und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen (riefen), indem sie sagten (wie folgt): „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“, und sie nannten seinen Namen „Obed (Diener)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein weiterer umstrittener Vers. Dass offenbar die &#039;&#039;Bürgerinnen&#039;&#039; das Kind benennen, ist gar nicht so problematisch, s. [[Lukas 1#s58 |Lk 1,58]]. Alternativ könnte man dies mit Bush 1996b, S. 12 auch einfach so verstehen, dass die Bürgerinnen mit ihrem Ausruf &#039;&#039;Anlass&#039;&#039; für den Namen des Kindes waren und ihm in diesem Sinne „einen Namen gaben“.&amp;lt;br /&amp;gt;Schwierig ist aber, dass es zunächst so scheint, als wäre der Name des Kindes „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“. Entweder ist mit Würthwein 1969, S. 20 das erste „Name“ zu streichen, so dass der Text lauten würde „Und die Bürgerinnen riefen über ihn: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘, und sie nannten...“ oder das „wie folgt (indem sie sagten)“ wird so verstanden, dass es gar nicht den Namen einleitet, sondern die „Begleitumstände“ der Namensgabe, so dass man übersetzen müsste: „Und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sagten: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘ - und der Name, den sie ihm gaben, war ‚Obed‘“ (so viele Üss., daher in der LF vorzuziehen). Gut dann z.B. NL: „Die Nachbarinnen sagten: ‚Jetzt hat Noomi endlich wieder einen Sohn!‘ Und sie nannten ihn Obed.“&amp;lt;br /&amp;gt;Der Zusammenhang zwischen dem Ausruf der Bürgerinnen und dem Namen „Obed“, also „Diener“, ist wohl der, dass Noomi nun mit ihrem Enkel eine „Altersvorsorge“ hat (s. die Anmerkungen), Obeds Geburt also der Noomi „dienlich“ ist (vgl. Bush 1996b, S. 13).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war der Vater von Isai, dem Vater Davids.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;{{S|16}} Noomi nahm den Säugling, hob ihn an ihre Brust,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob ihn an ihre Brust&#039;&#039; - sicher nicht im Sinn von „säugte ihn“, sd. i.S.v. „nahm ihn auf den Arm (wie eine liebende Großmutter das nun mal so tut)“, s. [[1Könige 3#s20 |1 Kön 3,20]] (wo das Kind ja wohl nicht von einer Schlafenden gestillt wird) und [[1Könige 17#s19 |17,19]] (wo doch wohl die Mutter nicht vor den Augen des Elija ihr Kind stillt); auch Frauen, Männer, Brüder, Neffen, Nichten und sogar Schafe können „an jemandes - auch eines Mannes - Brust“ sein, s. [[Genesis 16#s5 |Gen 16,5]]; [[Deuteronomium 13#s7 |Dtn 13,7]]; [[Deuteronomium 28#s54 |28,54.56]]; [[2Samuel 12#s3 |2 Sam 12,3.8]]; [[1Könige 1#s2 |1 Kön 1,2]]; [[Esther 2#s7 |Est 2,7]]; [[Jesaja 40#s11 |Jes 40,11]]). Einige denken wg. V. 17, dass es sich hier um einen Adoptionsgestus handelt, aber das wäre eine überwörtliche Interpretation des Folgeverses und würde doch sehr viel in diese Geste hineinlesen (so auch Rudolph 1962, S. 71; Zakovitch 1999, S. 170; Zenger 1986, S. 97).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde seine Kinderfrau {{S|17}} und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen (riefen), indem sie sagten (wie folgt): „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“, und sie nannten seinen Namen „Obed (Diener)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein weiterer umstrittener Vers. Dass offenbar die &#039;&#039;Bürgerinnen&#039;&#039; das Kind benennen, ist gar nicht so problematisch, s. [[Lukas 1#s58 |Lk 1,58]]. Alternativ&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, aber weniger wahrscheinlich, &lt;/ins&gt;könnte man dies mit Bush 1996b, S. 12 auch einfach so verstehen, dass die Bürgerinnen mit ihrem Ausruf &#039;&#039;Anlass&#039;&#039; für den Namen des Kindes waren und ihm in diesem Sinne „einen Namen gaben“.&amp;lt;br /&amp;gt;Schwierig ist aber, dass es zunächst so scheint, als wäre der Name des Kindes „Ein Sohn ist der Noomi geboren!“. Entweder ist mit Würthwein 1969, S. 20 das erste „Name“ zu streichen, so dass der Text lauten würde „Und die Bürgerinnen riefen über ihn: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘, und sie nannten...“ oder das „wie folgt (indem sie sagten)“ wird so verstanden, dass es gar nicht den Namen einleitet, sondern die „Begleitumstände“ der Namensgabe, so dass man übersetzen müsste: „Und die Bürgerinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sagten: ‚Ein Sohn ist der Noomi geboren!‘ - und der Name, den sie ihm gaben, war ‚Obed‘“ (so viele Üss., daher in der LF vorzuziehen). Gut dann z.B. NL: „Die Nachbarinnen sagten: ‚Jetzt hat Noomi endlich wieder einen Sohn!‘ Und sie nannten ihn Obed.“&amp;lt;br /&amp;gt;Der Zusammenhang zwischen dem Ausruf der Bürgerinnen und dem Namen „Obed“, also „Diener“, ist wohl der, dass Noomi nun mit ihrem Enkel eine „Altersvorsorge“ hat (s. die Anmerkungen), Obeds Geburt also der Noomi „dienlich“ ist (vgl. Bush 1996b, S. 13).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war der Vater von Isai, dem Vater Davids.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sebastian Walter</name></author>
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