1 Thessalonicher 1

Aus Die Offene Bibel

Version vom 8. November 2020, 10:13 Uhr von Güntzel Schmidt (Diskussion | Beiträge)
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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
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Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (1 Thessalonicher 1)

(kommt später)

Studienfassung (1 Thessalonicher 1)

1

Paulus und Silvanus und Timotheus
an die Gemeinde der Thessalonicher durcha Gott, den Vater, und den Herrn Jesus Christus,
Gnade [sei] mit euch und Friede.


2 Wir danken Gott jederzeit (immer) für euch alle, indemb wir [euch] bei unserem Gebet erwähnen. Unaufhörlich

3 gedenken wir eurer Glaubenswerke, {und} [eures] liebevollen Mühensc und [eures] Ausharrens (Standhaltens) im Glauben an unseren Herrn Jesus Christus gegenüber unserem Gott und Vater.

4 Dennd wir wissen, liebe von Gott geliebte Geschwistere, von eurer Berufung,

5 dass unser Evangelium nicht nur durch das Wort zu euch kam (bei euch geschah), sondern auch durch Krafterweisf und durch den Heiligen Geist und in voller Gewissheitg, wie ihr [ja selbst] wisst, wie wir bei euch um euretwillen waren.

6 Und ihr habt uns nachgeeiferth und dem Herrn, indemi ihr das Wort in großer Not mit Freude des Heiligen Geistes angenommen habt,

7 sodass ihr allen Gläubigen in der [Provinz] Mazedonien und in der [Provinz]j Achaia ein Vorbild geworden seid.

8 Denn von euch ging das Wort des Herrn aus nicht nur in die [Provinz] Mazedonien und in die [Provinz] Achaia, sondern an alle Orte ging [die Kunde] aus von eurem Glauben an Gott, sodass wir darüber nichts zu sagen brauchen.

9 Denn sie berichten über uns, welchen Eingang wir bei euch fandenk, und wie ihr umgekehrt seid (euch bekehrt habt) zu Gott von den Götzen(bildern), um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen

10 und seinen Sohn vom Himmel zu erwarten, den er von den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns vor dem kommenden Zorn rettet.l


Anmerkungen

Vers 1 ist das Präskript des Briefes. Das Präskript entspricht dem altorientalischen Briefformular, das aus der Absender- (1. Zeile) und Adressenangabe (2. Zeile) auf dem Briefumschlag und einem Wunsch (3. Zeile) besteht. Es ist hier wie in allen Paulusbriefen in der 2. Zeile erweitert.

Die Verse 2-10 sind eine Captatio Benevolentiae (Harry Rowohlt nannte das: Einschleimphase) in Form eines Dankgebetes, das ein Merkmal der paulinischen Briefe ist (Ausnahme: Galater, aus Gründen). Die Danksagung zieht sich bis 3,13, wo sie, wie ebenfalls bei Paulus üblich, mit einer Fürbitte für die Gemeinde abgeschlossen wird; sie umfasst damit mehr als die Hälfte des Briefes (Holtz, EKK XIII, S. 41f). In diesem ersten Abschnitt erinnert Paulus die Gemeinde in Thessaloniki daran, dass sie von Aposteln gegründet wurde und selbst die Aufgabe hat und wahrnimmt, als Boten des Evangeliums tätig zu sein.

aDas „durch” bezieht sich auf die Gemeinde: Sie existiert durch Gott und Christus bzw. ist von ihm her bestimmt, vgl. Holtz, EKK XIII, S. 38f, der übersetzt: „die durch Gott … lebt”. (Zurück zu v.1)
bPartizip, modal aufgelöst. Man könnte auch beiordnend übersetzen: und erwähnen euch … (Zurück zu v.2)
cVgl. BW Sp. 901. (Zurück zu v.3)
dPartizip, kausal aufgelöst. (Zurück zu v.4)
eWörtlich: Brüder. (Zurück zu v.4)
fDie wahre Stärke im Gegensatz zum bloßen Wort oder Schein, BW Sp. 418. (Zurück zu v.5)
gVgl. BW Sp. 1348. (Zurück zu v.5)
hWörtlich: Ihr seid unsere Nachahmer geworden. (Zurück zu v.6)
iPartizip, modal aufgelöst. (Zurück zu v.6)
jMazedonien und Achaia waren römische Provinzen, also Verwaltungseinheiten. (Zurück zu v.7)
kWörtlich: hatten. (Zurück zu v.9)
lDie Verse 9b und 10 stammen in dieser Formulierung wahrscheinlich nicht von Paulus selbst; er übernimmt hier judenchristliche Tradition, ein erstes Glaubensbekenntnis, sozusagen, vgl. Holtz, EKK XIII, S. 55-61, wobei Holtz sehr skeptisch ist, dass man eine vorgeformte Formulierung aus diesen Sätzen isolieren kann. (Zurück zu v.10)