Diskussion:2 Korinther 2

Aus Die Offene Bibel

Version vom 8. November 2015, 21:04 Uhr von Automatisches Update-Script (Diskussion | Beiträge) (Update für Checkliste Studienfassung)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Checkliste für die Studienfassung Erläuterung (Welche Verse durch wen?)
A. Wer hat welche Verse aus dem Urtext übersetzt? Auf welche Quelle zur Einteilung in Sinnabschnitte wurde zurückgegriffen?
Beispiel: Vers 1–12: Anton
Einteilung nach Wolter 2007, S. 145 (Anton)

14-17 (Ben)

B. Wer hat welche Verse noch mal am Urtext überprüft?
Beispiel: Vv. 1-3: Philipp

C. Alternativen: Häufig können Wörter in einem bestimmten Kontext mehrere denkbare Bedeutungen haben. Sind diese Übersetzungsalternativen möglichst vollständig berücksichtigt?
Beispiel: Vv. 1-17: Daniel

14-17: Soweit von mir gefunden, ja (Ben)

D. Manchmal erlauben Textüberlieferung und Satzbau mehrere Übersetzungen,a oder sie sind nicht direkt übersetzbar.b Sind solche Zweifelsfälle mit einer Fußnote dokumentiert, und steht die wahrscheinlichste Deutung im Haupttext?
Beispiel: Vv. 1-12: teilweise (Emil)

14-17: Soweit von mir gefunden, ja (Ben)

E. Ist der Studienfassungstext mit Anmerkungen und Fußnoten für die Zielgruppen verstehbar? Braucht es noch erläuternde Fußnoten/Anmerkungen?
Beispiel: V. 6: „nach dem Fleisch“ ist noch unklar (Friedrich)

14-17: Soweit von mir gefunden, ja (Ben)

F. Für jeden Sinnabschnitt: Wurden zentralen Anliegen (bzw. Gattungen) unterhalb der Studienfassung dokumentiert? (Beispiel für Länge und Stil: Markus 1#Anliegen) Falls hilfreich, können sie hier kurz zusammengefasst eintragen werden.
Beispiel: Vv. 1-13: Ja; Vv. 14-20: Vollmacht wird betont (Vera)

14-17: nicht relevant, aber wohl briefliche Selbstempfehlung, Ich-Bericht über Selbstverständnis des Apostels (s. Berger, Formen und Gattungen im NT 2005, S. 327; Schnelle, Einleitung 62007, S. 95) (Ben)

G. Welche wissenschaftlichen Kommentare wurden zur Kontrolle der Punkte A bis F eingesehen?
Beispiel: Vv. 13-17: Bovon 1990 (Heinrich)

14-17: Barnett, The Second Epistle to the Corinthians (NICNT), 1997; Barrett, The Second Epistle to the Corinthians (BNTC), 1973; Bultmann, Der Zweite Brief an die Korinther (KEK), 1970; Hafemann, 2 Corinthians (NIVAC), 2000; Harris, The Second Epistle to the Corinthians: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), 2005; Martin, 2 Corinthians (WBC), 1986; Witherington, Conflict & Community in Corinth: A Socio-Rhetorical Commentary on 1 and 2 Corinthians, 1995 (Ben)

H. Mit welchen anderen Übersetzungen wurde verglichen, um alternative Deutungen oder ggfs. Urheberrechtsprobleme zu finden?
Beispiel: Vv. 1-17: Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs., NeÜKurz für „Neue evangelistische Übersetzung“, eine 2010 erstmals als Vollbibel erschienene Übersetzung durch Karl-Heinz Vanheiden. Vanheiden konzipierte sie als Bibel, die „so leicht lesbar sein sollte wie eine Tageszeitung“, dennoch entfernt sie sich sehr selten zu weit vom Urtext. Bezeichnend ist ihr schöner Stil; v.a. in der biblischen Poesie. (Juliett)

14-17: etliche, darunter: Menge, NET, ESVEnglish Standard Version, GNBGood News Bible, EU, REBKurz für „revidierte Elberfelder Bibel“. Revision der Elberfelder Bibel; als Vollbibel erstmals 1986 erschienen. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung. (Ben)

I. Wann wurden die folgenden Punkte überprüft? - Rechtschreibung; Namen (Loccumer Richtlinien, Gottesname); übrige Kriterien; Detailregelungen; Anführungszeichen; geschlechtergerechte Sprache
Beispiel: Rechtschreibung: 1.1.2015 (Philipp)

14-17: ja (Ben)

J. Welche Arbeitsschritte, Verbesserungen oder Anmerkungen fehlen noch?
Beispiel: Vv. 1-17: Anmerkung fehlt (Ludwig)

az.B. mehrdeutige Tempora oder Präpositionen, Aspekte, manche Partizipien (Zurück zum Text: a)
bz.B. Textkorruption, figurae etymologicae, Genitiv- und Dativverbindungen, historisches Präsens, Einleitungsformeln von Satzfolge (Zurück zum Text: b)

In dieser Tabelle bitte knapp den aktuellen Stand eintragen. Auf der übrigen Diskussionsseite kann bei Bedarf ausführlicher dokumentiert/diskutiert werden. Siehe auch: Qualität


Abgrenzung[Bearbeiten]

Die Abgrenzung wird in den Einleitungen und Bibelkunde verschieden angegeben (zu den Abkürzungen siehe die obige Tabelle und die Literaturliste):

  • 1,8–2,17 (U. Schnelle 4 1994)
  • 1,12–14 / 1,15–2,3a / 2,3b–11 / 2,12–13 // 2,14–16 / 2,17–4,6 (Preuß/Berger 6 2003)
  • … / 1,23–2,2 / 2,3–4 / 2,5–11 // 2,12–2,13 /// 2,14–17 / … (Barnett 1997)
  • … / 1,15–2,4 / 2,5–11 / 2,11–13 // 2,14–17 / … (Westermann/Ahuis 14 2001)
  • … // 1,15–2,4 // 2,5–11 // 2,12–13 /// 2,14–3,6 / … (Bultmann 1970)

Die anderen in der Tabelle angegebenen Kommentare kenne ich nicht. Wenn diese die Abgrenzung zwischen Vers 14–17 stützen, dann halte ich den Status „fast fertig“ für gerechtfertigt, ansonsten nicht. –Olaf 12:01, 13. Apr. 2012 (CEST)

Die Abgrenzung ist zugegebenermaßen etwas künstlich. Wenn ich mich richtig erinnere, teilen die meisten Ausleger den Text ganz einfach in größere Perikopen ein. IIRC war es bei mehreren 2,14-3,6 (wie bei Bultmann). Aber in deiner eigenen Liste folgen zwei Kommentare der Abgrenzung 2,14-17, wenn du dich nicht vertippt hast oder ich es falsch verstehe. Dann würde ich auch deine Skepsis nicht verstehen. Fast überall finden wir Einteilungen, die entweder mit 14 beginnen oder mit 17 aufhören - es ist wohl mehr eine Frage der Vorgehensweise des Auslegers: Welch kleine Perikopen hält er noch für sinnvoll? Dieselbe Frage müssen auch wir uns stellen.

Ich bekam den Abschnitt für eine Seminararbeit vorgegeben. Der Dozent hat sich sicher auch etwas dabei gedacht. Ich zitiere mal die Sätze zur Abgrenzung aus meiner Arbeit. (Aber Vorsicht, 3. Semester ;-) )

V. 14 markiert mit dem Wechsel vom Reisebericht zum Gotteslob den Anfang der „great disgression“c. Das Kapitelende leitet einen Argumentationswechsel ein, wenn die Zäsur auch recht schwach istd: Dass ein neues Argument beginnt, merkt man an der rhetorischen Frage, die in 3,1 ein ganz anderes Ziel hat, nämlich die Rechtfertigung vor potenzieller Kritik nach dem „Selbstlob“ in 2:14-17.e

Also: abgrenzen lassen sich die Verse schon. Die Hauptfrage ist jedoch, ob wir so kleine Einheiten überhaupt als eigenständige Perikopen zulassen wollen, wenn sie auch in einen größeren Kontext passen. Es hat wohl keinen Sinn, so kleine Verseinheiten für die Übertragung freizugeben, andererseits hat es auch keinen Sinn, einem Text, der gründlich erarbeitet wurde und eine geschlossene Einheit darstellt, einen höheren Status zu verweigern. Der Status zeigt ja nicht nur die Reife für eine Übertragung in die Lesefassung an, sondern vor allem auch die Zuverlässigkeit der Studienfassung an sich zur weiteren Verwendung. Da macht es mehr Sinn, die Übertragung von kleinen Verseinheiten einzuschränken, als generell den Status zu senken. Insofern wäre ich zögerlicher mit der Herabstufung eigentlich gründlicher Übersetzungen hauptsächlich aus Sicht der Lesefassungstauglichkeit. --Ben 14:52, 14. Apr. 2012 (CEST)

Danke für die Erklärungen! Damit ist die Abgrenzung für mich ausreichend begründet. Die Einführung zusätzlicher Regeln oder eines neuen Status ist meiner Einschätzung nach den Aufwand für ihren Nutzen nicht Wert - aber das ist hier sowieso der falsche Ort, um das zu entscheiden. --Olaf 23:10, 14. Apr. 2012 (CEST)

Studienfassung[Bearbeiten]

Was hier noch geschehen müsste, damit 14-17 fertig sind:

  1. Urtextcheck (hat Florian vielleicht schon gemacht)?
  2. Evtl. einige Fußnoten aus Kommentaren belegen (habe nicht im Detail gekuckt, aber keine Quellenangaben gesehen.)
  3. Evtl. Änderungen oder Revisionen aufgrund der Diskussion um V. 15 unten?

Studienfassung: Vers 15[Bearbeiten]

Das griechische Wort εὐωδία war in der Septuaginta so mit dem Thema Opfer verbunden, dass es vermutlich auch alleine stehend als direkte Anspielung verstanden wurde. Ein ähnlicher wie der hier verwendete Dativ wurde dort häufig verwendet, um zu signalisieren, zu wem der Duft eines Opfers aufstieg: zu Gott. Entsprechend der grammatischen Situation kann man hier fast nicht umhin, eine Anspielung auf das Opfer (hier: Christi am Kreuz) zu sehen. Der Dativ wäre dann lokativisch (Harris). Ohne die Opferanspielung wäre es ein Dat. commodi ("für Gott"); eine mögliche Übersetzung der Stelle wäre dann "wir leben für Gott als Wohlgeruch Christi" (nach Mofatt bei Harris). --Ben

Ich habe diese Fußnote einmal aus der Übersetzung hier auf die Diskussionsseite verlagert, da ich Einspruch einlegen möchte: der Bezug zur LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. ist nicht m.E. keine notwendige Bedingung zum Verständnis dieses paulinischen Satzes. Nur weil die LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. diesen Dativ so verwendet, muss es Paulus nicht auch tun (auch wenn er diese Tradition wohl kennen mag). Nota bene: die Diskussion um eine paulinische Opfertheologie ist seit vielen Jahren heiß im Gange und noch nicht abgeschlossen. Mein Übersetzungsvorschlag im Anschluss an LUTKurz für „Lutherbibel“. 1534 erstmals als Vollbibel erschienen. Zwar entgegen verbreitetem Urteil nicht die erste deutsche Bibelübersetzung, zweifellos aber die einflussreichste. Auch heute noch die verbreitetste deutsche Bibel überhaupt. LUT 45 meint die ursprüngliche Übersetzung Luthers, die 1545 das erste Mal als Vollbibel erschienen ist, LUT 12, LUT 84 und LUT 17 die 1912, 1984 und 2017 erschienenen Modernisierungen dieser Üs. und ELBKurz für „Elberfelder Bibel“. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung; als Vollbibel erstmals 1871 erschienen.: "denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott in (unter) denen, die gerettet werden und ...". Inwiefern εὐωδία konnotiert ist, könnte im Kommentar verhandelt werden. Im Übrigen bin ich mir noch unsicher, ob die recht vielen Ergänzungen in den übrigen Versen unbedingt zum besseren Verständnis notwendig sind. --Florian K. 18:08, 31. Mär. 2010 (UTC)
Das kam etwas unerwartet! Ich habe das eigentlich relativ übereinstimmend in den Kommentaren gefunden, die ich verwendet habe. Dort wurden die grammatischen Indizien entsprechend gewichtet. Darüber hinaus weiß ich allerdings wenig über das paulinische Opferverständnis. Einen Kommentar hab ich zu der Perikope auch geschrieben, bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich ihn einstellen soll. Warum sollte Paulus nicht auf das atl. Opferverständnis anspielen? Und wie erklärst du dann den Genitiv "Christi"? Hast du irgendwelche Quellen für unterschiedliche Interpretationen? Wenn nicht, würde ich dafür plädieren, die Fußnote wieder aufzunehmen. Wenn doch, sollte auch die Übersetzung entsprechend geändert werden. Dein Vorschlag entspricht ja dem Standard. Was schlägst du bezüglich der übrigen Ergänzungen vor? Ohne Ergänzungen ist wenigstens V. 17 kaum verständlich. Die Ergänzungen entsprachen der Interpretation in den Kommentaren. Gibt es noch andere Probleme? --Ben 19:29, 31. Mär. 2010 (UTC)
Hey Florian, gibt's hier schon was Neues? Deine Begründung war leider nicht sehr ausführlich, und ich habe noch nicht ganz verstanden, was du an meiner Deutung überhaupt bemängelt hast. Wenn es Indizien gibt, warum diese nicht entsprechend deuten? Gruß, Ben 00:30, 3. Aug. 2010 (CEST)

Fußnoten[Bearbeiten]

cHarris, Second Corinthians, S. 240. Sie endet in 2Kor 7,4. Der Wechsel von V. 13 auf V. 14 ist so abrupt, dass er Vertreter von Teilungshypothesen dazu bewegt hat, V. 14 als den Anfang eines eingefügten Briefs zu sehen. (Zurück zum Text: c)
dDeshalb lassen etliche Kommentatoren die Perikope noch weiter gehen, so Martin bis 3,6; Barrett bis 3,3. (Zurück zum Text: d)
eEntsprechend teilen etwa Harris und Barnett die Perikope ein (und Bultmann, der jedoch den Kontext anders bewertet); für Schnelle ist 2,14-17 Überleitung zum Briefhauptteil. Bei Witherington ist 2,17 Propositio, 2,15-16 der Übergang von der Narratio. (Zurück zum Text: e)