Diskussion:Jeremia 2: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Die Offene Bibel

Wechseln zu: Navigation, Suche
K (Update für Checkliste Studienfassung)
 
Zeile 1: Zeile 1:
 
{{Checkliste Studienfassung
 
{{Checkliste Studienfassung
|Alle Verse =  
+
|Übersetzte Verse =
 +
|Überprüfte Verse =  
 
|Alternativen =  
 
|Alternativen =  
 
|Zweifelsfälle dokumentiert =  
 
|Zweifelsfälle dokumentiert =  
|Bedeutung erläutert =  
+
|Studienfassung verstehbar =  
|Textart =
+
|Anliegen dokumentiert =  
|Andere Kriterien =
 
|Am Urtext überprüft =  
 
 
|Kommentare eingesehen =  
 
|Kommentare eingesehen =  
 
|Übersetzungsvergleich =  
 
|Übersetzungsvergleich =  
|Endkorrektur =  
+
|Übrige Überprüfungen =
 +
|Was fehlt =
 
}}
 
}}
  

Aktuelle Version vom 8. November 2015, 20:16 Uhr

Checkliste für die Studienfassung Erläuterung (Welche Verse durch wen?)
A. Wer hat welche Verse aus dem Urtext übersetzt? Auf welche Quelle zur Einteilung in Sinnabschnitte wurde zurückgegriffen?
Beispiel: Vers 1–12: Anton
Einteilung nach Wolter 2007, S. 145 (Anton)

B. Wer hat welche Verse noch mal am Urtext überprüft?
Beispiel: Vv. 1-3: Philipp

C. Alternativen: Häufig können Wörter in einem bestimmten Kontext mehrere denkbare Bedeutungen haben. Sind diese Übersetzungsalternativen möglichst vollständig berücksichtigt?
Beispiel: Vv. 1-17: Daniel

D. Manchmal erlauben Textüberlieferung und Satzbau mehrere Übersetzungen,a oder sie sind nicht direkt übersetzbar.b Sind solche Zweifelsfälle mit einer Fußnote dokumentiert, und steht die wahrscheinlichste Deutung im Haupttext?
Beispiel: Vv. 1-12: teilweise (Emil)

E. Ist der Studienfassungstext mit Anmerkungen und Fußnoten für die Zielgruppen verstehbar? Braucht es noch erläuternde Fußnoten/Anmerkungen?
Beispiel: V. 6: „nach dem Fleisch“ ist noch unklar (Friedrich)

F. Für jeden Sinnabschnitt: Wurden zentralen Anliegen (bzw. Gattungen) unterhalb der Studienfassung dokumentiert? (Beispiel für Länge und Stil: Markus 1#Anliegen) Falls hilfreich, können sie hier kurz zusammengefasst eintragen werden.
Beispiel: Vv. 1-13: Ja; Vv. 14-20: Vollmacht wird betont (Vera)

G. Welche wissenschaftlichen Kommentare wurden zur Kontrolle der Punkte A bis F eingesehen?
Beispiel: Vv. 13-17: Bovon 1990 (Heinrich)

H. Mit welchen anderen Übersetzungen wurde verglichen, um alternative Deutungen oder ggfs. Urheberrechtsprobleme zu finden?
Beispiel: Vv. 1-17: , NeÜ (Juliett)

I. Wann wurden die folgenden Punkte überprüft? - Rechtschreibung; Namen (Loccumer Richtlinien, Gottesname); übrige Kriterien; Detailregelungen; Anführungszeichen; geschlechtergerechte Sprache
Beispiel: Rechtschreibung: 1.1.2015 (Philipp)

J. Welche Arbeitsschritte, Verbesserungen oder Anmerkungen fehlen noch?
Beispiel: Vv. 1-17: Anmerkung fehlt (Ludwig)

az.B. mehrdeutige Tempora oder Präpositionen, Aspekte, manche Partizipien (Zurück zum Text: a)
bz.B. Textkorruption, figurae etymologicae, Genitiv- und Dativverbindungen, historisches Präsens, Einleitungsformeln von Satzfolge (Zurück zum Text: b)

In dieser Tabelle bitte knapp den aktuellen Stand eintragen. Auf der übrigen Diskussionsseite kann bei Bedarf ausführlicher dokumentiert/diskutiert werden. Siehe auch: Qualität



Diskussion spezieller Themen[Bearbeiten]

Gedichtform der Verse[Bearbeiten]

In diesem Kapitel stehen etliche Verse im Parallelismus Membrorum (p.m.), also in einer geprägten (Reim-)Form. Ich habe versucht, die beiden Glieder des p.m. durch einen Zeilenumbruch hervorzuheben; er wird aber leider bei der Darstellung der Seite ignoriert. --Güntzel Schmidt 22:45, 13. Feb. 2011 (CET)


Die Umbrüche werden angezeigt, wenn man den Text mit Hilfe von <poem>…</poem> als Poesie markiert. Den Hinweis auf diese Möglichkeit sollten wir am besten irgendwo dokumentieren. Ich bin mir unsicher, wo: Bei Hilfe:Kapitel anlegen oder in den Übersetzungs-F.A.Q.? Oder beides?

Übrigens hilft es für die weitere Arbeit an den Texten, wenn man beim Einstellen von Übersetzungen jeweils in der obigen Tabelle dokumentiert, was genau man gemacht hat. Dann kann man leichter beurteilen, welche anderen Arbeitsschritte als Ergänzung noch sinnvoll sind. Es gibt aber keine Pflicht dazu: Natürlich dürfen Sie / darfst Du auch gerne neue Übersetzungen einstellen, ohne die Tabelle umständlich ausfüllen zu müssen. Wichtig ist uns vor allem, dass wir die Übersetzungen haben!

Olaf 23:03, 13. Feb. 2011 (CET)

Hallo, Olaf! Gerne "Du". Danke für den Hinweis auf den <poem>…</poem>-Tag. Du hast ihn ja schon eingebaut. Werde ihn weiter verwenden, wenn er die Maschinenlesbarkeit des Textes nicht behindert. An die Tabelle trau ich mich nicht ran. Ich finde, die sollte ein "Controller" ausfüllen - ich kann ja viel behaupten, wenn der Tag lang ist ... Die Kommentare sieht man ja; ich meine auch, dass sie vollständig sind, aber dazu sollte es vielleicht von anderer Seite ein Feedback geben. --Güntzel Schmidt 19:55, 14. Feb. 2011 (CET)

Eine hilfreiche Kurzübersicht über die verschiedenen Formen des Parallelismus membrorum findet sich hier: https://www.uni-due.de/~gev020/courses/course-stuff/lit-zobel-345poesie.htm Zum Qina-Metrum gibt es einen sehr guten, kritischen Artikel mit reichlich Literaturhinweisen von Klaus Konen: https://www.bibelwissenschaft.de/de/stichwort/26665/ Beat Weber hat einen Übersichtsartikel über hebräische Poesie verfasst, ebenfalls mit reichhaltiger Literaturliste: https://www.bibelwissenschaft.de/de/stichwort/31132/ Ein (sehr spezieller) englischsprachiger Blog befasst sich mit althebräischer Poesie: http://ancienthebrewpoetry.typepad.com/ancient_hebrew_poetry/ Neben dem Parallelismus membrorum gibt es auch noch eine Bestimmung der Poesie anhand der Betonungen. Rudolph verwendet sie in seinem Kommentar; er gibt sie vor jedem Abschnitt an, z.B. für Kap. 2: Vers 2: 3+2, 3+2 Vers 3: 3+2, 2+3 Vers 4: 4+3 usw. Ich habe weder in seinem Kommentar noch in den mir zugänglichen Grammatiken bisher eine Erläuterung dieses Schemas gefunden. Da Rudolph auch das Jeremiabuch in der BHS bearbeitete, legte er seine Verseinteilung dem Satz des hebräischen Textes zugrunde. Ich übernehme in den als poetisch gekennzeichneten Abschnitten seine Einteilung, indem ich die Verse zweimal umbreche: in der Mitte, in der der Satz eine deutliche Lücke aufweist, und am Zeilenende. Oft sind diese Umbrüche logisch, wenn z.B. ein Atnach steht, oder wenn ein Parallelismus membrorum einen Vers markiert. Manchmal aber scheint die Verseinteilung allein auf metrischen Überlegungen zu beruhen. --Güntzel Schmidt 12:00, 2. Jan. 2015 (CET)

Zu Ketib/ Qere[Bearbeiten]

Zu Vers 16: Im Masoretischen Text taucht hin und wieder das Phänomen des Ketib/ Qere auf, d.h. ein Wort im Text ist offensichtlich falsch (Ketib, geschrieben), die Bearbeiter (= Masoreten) haben es aber aus Ehrfurcht vor dem Wort Gottes nicht gestrichen, sondern an den Rand die richtige Lesart (= Qere, zu lesen) vermerkt. Soll auf Ketib/Qere hingewiesen werden? Die Bibelausgaben tun es nicht. --Güntzel Schmidt 20:00, 19. Mär. 2011 (CET)

Ketib und Qere werden wie andere textkritische Probleme behandelt. Wenn es offensichtlich ist, dass das Ketib nicht passt, dann wird es nicht weiter erwähnt. Wenn sowohl Ketib als auch Qere passen kann, dann kommt das in eine Fußnote (der Übersetzer entscheidet sich dann für eine Variante für den Text, die andere wird dokumentiert). --Wolfgang Loest 10:50, 23. Mär. 2011 (CET)

Die Frage des Ketib/ Qere muss man m.E. ausweiten auf die Frage nach Konjekturen durch den jew. Bearbeiter des bibl. Buches. Wilhelm Rudolph, der das Jeremiabuch in der BHS bearbeitet hat, macht davon ziemlich rege Gebrauch. Ich persönlich vertrete eine "konservative" Haltung dem Text gegenüber: Wenn eine Textstelle verständlich ist, sollte man auf eine Konjektur verzichten - zu groß ist die Gefahr, dass man in den Text etwas hineinliest, was gar nicht drinsteht. Ich werde so verfahren, dass ich an schwierigen Stellen die Konjekturvorschläge Rudolphs erwähne, sie aber ansonsten übergehe. --Güntzel Schmidt 12:05, 2. Jan. 2015 (CET)


Zu Vers 19: Das Verb "züchtigen" benutzen wir im Deutschen (gottlob!) nicht mehr, denn dahinter steht eine Zurechtweisung mit einer diese Zurechtweisung "unterstreichenden" Bestrafung durch Eltern oder Lehrer mit Schlägen. Es ist aber hier gemeint: Israel wird von Gott nicht nur zurechtgewiesen, sondern auch "geschlagen".

Zebaot[Bearbeiten]

Soll "Zebaoth" als Eigenname behandelt oder regelmäßig übersetzt werden? JHWH Zebaoth - oder JHWH der Heerscharen? --Güntzel Schmidt 12:59, 27. Mär. 2011 (CEST)


Hi Güntzel, ich finde "züchtigen" auch veraltet. Sollen wir eine Alternative finden? Bestrafen scheint doch zu passen. Statt in der Fußnote auf die Diskussion zu verweisen, könntest du es dort auch gerne erklären, dann haben es die Leser alles beisammen. :-)

Zebaot wird normalerweise so gelassen, allerdings ohne "h" wg. der ökumenischen Schreibweise.

Übrigens, ich weiß nicht, ob du im Forum noch mitgelesen hast. Wir haben beschlossen, dass Klammern immer hinter dem Wort stehen müssen, damit die Regeln einheitlich bleiben. --Ben 17:01, 27. Mär. 2011 (CEST)

Verstehe. Ich setze Klammern in den Fällen vor ein Wort, wo ich die wörtliche, aber im Deutschen ungebräuchliche Form angeben möchte, damit man versteht, was im hebräischen Original steht, in der Form (XXX =) YYY, während die Klammer hinter dem Wort m.W. den Übersetzungsalternativen vorbehalten ist. Aber wenn das zur Verwirrung führt, setzte ich's in eine Fußnote. --Güntzel Schmidt 12:07, 30. Jul. 2011 (CEST)


Hi Ben,

zu Zebaot habe ich eine andere Meinung. Das Wort ist kein Eigenname, sondern es ist übersetzbar und sollte daher auch übersetzt werden. Zugleich können wir mit einer Klammer oder Fußnote verständlich machen, warum andere Übersetzungen hier scheinbar von einer Person namens "Herr Zebaot" reden. --Olaf 10:46, 30. Mär. 2011 (CEST)

@Olaf: Ja, das wissen wir. Aber es steht so noch in den Übersetzungs-F.A.Q. drin.

Ich möchte alle Beteiligten noch mal auf die liebevoll zusammengestellte Seite Gottesnamen hinweisen, die noch nicht weitergehend diskutiert wurde. Wir hatten damals die Entscheidung ein wenig nach hinten verschoben, aber anscheinend sind wir nun nach nur drei Monaten so weit... Die Frage ist, ob das wirklich eine theologische Diskussion ist, oder eine Geschmacksfrage. Zebaot kann man ja auch tooltippen. Vielleicht ist es mal wieder Zeit für eine öffentliche Abstimmung? Ich will euch ürigens nicht absprechen, dass ihr beide theologische Argumente habt... --Wolfgang Loest 11:56, 30. Mär. 2011 (CEST)

Ja, wie Wolfgang richtig bemerkt hat, habe ich mich dabei nur auf die FAQ berufen. Ich weiß gar nicht, wer das da reingeschrieben hat. Ich hab mir dazu noch keine Meinung gebildet und habe gar nichts an einer Übersetzung auszusetzen.

Übrigens glaube ich, dass Klammern mit dem unübersetzten Namen eine Menge Missverständnisse klären könnten: etwa "der Heerscharen [(o.ä.)] (Zebaot)" oder "Herr (Adonai)"... Das könnte die einfachste und zweckmäßigste Lösung sein. Ihr Vorteil ist ihre universale Anwendbarkeit, gepaart mit Einfachheit und Verständlichkeit. Ähnlich bin ich z.B. in Psalm 67 zum Zweck der Unterscheidung der drei verschiedenen verwendeten Wörter für "Völker" vorgegangen. --Ben 15:30, 30. Mär. 2011 (CEST)

Ich werde heute Nachmittag mal nach wissenschaftlicher Literatur zu Zebaot und zum Gottestiteln allgemein schauen. --Olaf 11:56, 31. Mär. 2011 (CEST)


Die entscheidende Frage für die Übersetzung oder Nicht-Übersetzung ist, ob das Wort צְבָאוֹת in der wissenschaftlichen Literatur als Beiname verstanden wird oder als Titel. Namen werden normalerweise nicht übersetzt, Titel dagegen schon. Der Lexikon-Artikel im Theologischen Wörterbuch zum Alten Testament deutet das Wort als Titel (Spalte 892), der Gottes königliche Macht ausdrückt. Der Titel stammt aus dem Bereich des Tempelkultes, wo er in enger Verbindung mit Gottes Thron und den Keruben steht (Spalte 883). Auch in anderen biblischen Kontexten wird der Titel als Ausdruck von Gottes "königlicher Würde und Macht" (Spalte 887) verwendet – z.B. als Gegenbild zu Davids Königtum (Spalte 887), in Kombination mit der Rede von Gott als Schöpfer (Spalte 889; Jes 51,19), im Hinblick auf Gottes himmlischen Hofstaat (Spalte 890; Jes 6) oder unter Betonung von Gott als "Weltenherr" (Spalte 892; Sach 1).

Das Wort ist sprachlich nicht völlig eindeutig (Spalte 879–880): Es handelt sich um einen Plural Femininum. Das Grundwort צבא (Heer) hat aber eigentlich einen Plural Maskulinum. צְבָאוֹת kommt nur in Verbindung mit dem Gottesnamen vor und ist hier grammatikalisch nicht eindeutig. Mögliche Deutungen sind: Genetiv-Verbindung ("JHWH der Streitmächte"), Attribut ("der mächtige/majestätische JHWH"), Nominalsatz ("JHWH ist mächtig/majestätisch") oder Beiname ("JHWH Zebaot"). Die Septuaginta verfährt bei der Übersetzung uneinheitlich (Spalte 878): In Jesaja wird es als Eigenname aufgefasst, sonst aber fast immer übersetzt als παντοκράτωρ (Herrscher über alles) oder δύναμεων (der [Streit-]Mächte). Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass eine Übersetzung des Wortes am sinnvollsten ist. Dann sollten wir auf jeden Fall "Zebaot" in der Klammer angeben, wie von Ben vorgeschlagen. Also z.B. JHWH, der Majestätische (Zebaot, [König] der Heerscharen) oder JHWH der Heerscharen (Zebaot, mächtiger [Gott]).

--Olaf 14:39, 2. Apr. 2011 (CEST)

Wo steht, dass צבא einen Plural Maskulinum hat? Im Gesenius (Wörterbuch) ist der Plural צְבָאוֹת angegeben; das würde ich auch als normale Pluralendung ansehen.

--Güntzel Schmidt 12:07, 30. Jul. 2011 (CEST)

Hi Güntzel, das kann ich hier mit THAT definitiv bestätigen. Es gibt ein Maskulinum Plural, insg. 30 Mal. Jetzt fände ich es spannend, wenn wir uns insgesamt noch auf eine guten Schlussfolgerung einigen könnten! --Ben 23:03, 30. Jul. 2011 (CEST)
Hallo, Ben! Ich habe in G.Lisowsky, Konkordanz zum Hebr. AT alle Stellen nachgeschlagen, konnte aber keinen Beleg für eine masc. Form finden. Der Plural ist immer צְבָאוֹת. Ich werde die Tage mal eine Bibliothek aufsuchen und mir den Artikel im THAT ansehen - oder kannst Du ihn mir einscannen und mailen?--Güntzel Schmidt 11:19, 31. Jul. 2011 (CEST)
Ich habe diese Frage an das Ende meines Beitrags verschoben, damit deutlich wird, das meine Aussage zur Grammatik Teil meiner Zusammenfassung des THAT-Artikels ist. Mittelfristig würde ich auf Basis meiner Zusammenfassung gerne einen Zebaot-Glossar-Artikel schreiben. Dabei wäre natürlich hilfreich zu wissen, ob andere aktuelle wissenschaftliche Literatur zum Thema meinem Übersetzungsvorschlag, den ich oben als Fazit aus dem THAT-Artikel formuliert habe, widersprechen würden. --Olaf 11:29, 8. Aug. 2011 (CEST)


Hallo, Olaf! Vielen Dank für die Zusammenstellung! Ich hätte da einen Vorschlag: In der Bibel in gerechter Sprache (BigS) wird mit dem Gottesnamen JHWH so verfahren, dass in der Kopfzeile Übersetzungsalternativen angegeben werden, während im Text eine dieser Möglichkeiten verwendet wird. Wäre es nicht denkbar, mit "Zebaot" (und evtl. anderen Eigennamen/ Titeln) so zu verfahren wie mit dem Tetragramm? Möglicherweise verschiebt das nur die Entscheidung, aber m.E. sollten wir noch ein bisschen Erfahrung sammeln, bis eine Entscheidung getroffen wird. --Güntzel Schmidt 16:14, 3. Apr. 2011 (CEST)

Hi Güntzel, hast du schon unsere Tooltips für JHWH bemerkt? Wenn du mal auf die Hauptseite (von Jer 2) gehst, wirst du merken, dass das Tetragramm unterstrichelt ist. Es zeigt eine Erklärung, wenn man mit dem Mauszeiger draufgeht. Ich finde, es spricht für dich, dass du eine Idee hast, die sich in unserer Diskussion erst nach einem langen Streitgespräch entwickelt hatte... :-)

Wir haben auch schon überlegt, ob wir das Tooltip auf andere Begriffe ausdehnen (etwa bei Adonai). Bisher wurde das aber nicht zu Ende gedacht. Ich fände das gut so, auch wenn ich Olafs Lösung wahrscheinlich bevorzugen würde.

Mir gefällt παντοκράτωρ, das ist so lyrisch. "JHWH Allherrscher". --Ben 20:51, 3. Apr. 2011 (CEST)

Ich habe mir die Stellen zu צְבָאוֹת in der Konkordanz angeschaut. Ich habe den Eindruck, dass צְבָאוֹת in der Bibel nicht einheitlich verwendet wird. An einigen Stellen scheint es, als habe es die Verehrung eines "JHWH Zebaoth" gegeben, z.B. 1.Sam 1,3;4,4; 2.Sam 6,2 - dieser Gottesname steht im Zusammenhang mit den Cherubim und der Lade. Dann fällt auch der uneinheitliche Gebrauch von "JHWH Zebaoth" und "Gott Zebaoth" bzw. sogar "JHWH Gott Zebaoth" 2.Sam 5,10 auf. Jedenfalls wird צְבָאוֹת sowohl für Gott als auch für das ganz "profane" Heer (vor allem in Ex und Num, aber auch Ps 68,13) verwendet, und ich kann nicht erkennen, dass dabei ein Unterschied gemacht wird. Interessant ist, dass beim "Himmelsheer" (tzaba haschamaim), womit die Gestirne gemeint sind, deren Verehrung v.a. Jeremia kritisiert, "tzaba" immer im Sg. steht. Langer Rede kurzer Sinn: Es scheint, dass צְבָאוֹת manchmal als Name, manchmal als Titel verwendet wird. Deshalb unterstütze ich Benns Vorschlag, Zebaoth ebenfalls mit einem Tooltip zu versehen und dann in einem Glossar (s. dazu meine Anregung im Forum) diese Diskussion bzw. eine "ordentliche" Erklärung anzubieten. --Güntzel Schmidt 11:19, 31. Jul. 2011 (CEST)

Es gibt aber tatsächlich einen separaten, "ordentlichen" Plural. Z.B. im Pentateuch kommt Zebaot so gar nicht vor, doch der gewöhnliche Plural kommt über 20 Mal vor. (Nach einer Liste bei THAT. Ich muss mir das ganze mal in Logos anschauen.) Dabei wird Zebaot nie anders als für Gott verwendet. Die nichtregelmäßige Verwendung, wie du und Olaf sie schon aufgezeigt haben, ist tatsächlich auffällig.

Ich würde in der Sache der Gottesnamen und anderer schwer übersetzbarer Begriffe runden Tisch machen und eine einheitliche Regel finden. Das heißt dann aber auch, dass wir konsequenterweise nicht nur Zebaot übersetzen, sondern auch JHWH und Adonai. Denn Olafs obige Argumentation über die Übersetzbarkeit von Zebaot trifft in größerem Maße v.a. auch auf JHWH zu. Aber das wäre nur der erste Teil meines Vorschlages.

Um alle Missverständnisse auszuräumen, sollte hinter der Form einheitlich der im Deutschen gebräuchliche unübersetzte Begriff stehen, egal ob bei Zebaot, JHWH, Adonai oder einem anderen Begriff - die dann das Tooltip enthalten sollte. Mein Vorschlag umfasst also zwei Teile:

  1. wird eine gute Übersetzung gefunden (wenn wir uns schonmal für eine Übersetzung entscheiden), die wir möglichst einheitlich verwenden.
  2. die unübersetzte Form kommt dann als Alternative in die Klammer und wird "getooltipt".

Vorteil: Diese Lösung kommt hoffentlich wenig elegante oder skurrile Übersetzungsvarianten aus und kann einheitlich angewandt werden.

(Übrigens wäre ich dafür, noch deutlich mehr Tooltips zu machen. Mir kommen da gängige Abkürzungen für Wörterbücher und Kommentare in den Sinn. Wenn man möchte, kann man sogar biblische Namen und Orte per Tooltip ergänzen. So könnte man sich bei Begriffen, die auch wirklich jedes Mal erklärt werden müssen, sicherlich die eine oder andere Fußnote oder Klammer sparen.)

--Ben 15:25, 31. Jul. 2011 (CEST)

Zum Tetragramm JHWH: Der Hinweis erscheint nur beim Tetragramm selbst; sobald ein Genitiv-s angehängt wird (z.B. beim im Jeremiabuch häufigen "Spruch JHWHs") wird das Tetragramm nicht mehr erkannt. Wie kann man das ändern? --Güntzel Schmidt 12:22, 2. Jan. 2015 (CET)

Diskussion zur Studienfassung[Bearbeiten]

Ich finde es super, dass gerade so viel von Güntzel kommt! Ein Gedanke zu V. 31 (exemplarisch für die anderen Stellen, wo das ähnlich geschehen ist): Am Anfang steht hier eine Klammer mit =, dann eine Fußnote, dann die tatsächliche Form. Es wäre doch deutlich einfacher, einfach nur "Du<ref>Wörtlich: "Ihr"</ref>" zu schreiben. Das würde eine Klammer und eine längere Erklärung ersparen. --Ben 14:17, 1. Aug. 2011 (CEST)

Hallo, Ben! Danke für die Blumen :-) Das mit der Fußnote hatte ich oben angeregt (aber zugegebenermaßen noch nicht umgesetzt). Stimme Dir zu: ist einfacher und sinnvoller und bringt die Klammer-Ordnung nicht durcheinander.

--Güntzel Schmidt 14:31, 1. Aug. 2011 (CEST)

Wäre es nicht außerdem im Deutschen grundsätzlich machbar, mehrere Zuhörer direkt mit einem Sammelbegriff zu belegen? Wenn "Ihr seid eine Generation" funktioniert, dann kann ich mir vorstellen, dass das in dieser Satzstellung auch möglich wäre. --Ben 14:17, 1. Aug. 2011 (CEST)

Das ist m.E. der Lesefassung vorbehalten. BTW könnte (sollte?) man Kommentare/ Anmerkungen irgendwie taggen, damit sie indiziert werden können? Ich kann mir vorstellen, dass man Deinen Vorschlag nie wieder findet, wenn man nicht "zufällig" auf die Diskussionsseite von Jer 2 stößt. Auf den Diskussionsseiten werden eine Menge Ideen geboren, besprochen, verworfen, präzisiert usw., das müsste irgendwie zentral zugänglich sein. Hatte im Blog ein Glossar vorgeschlagen, aber vielleicht braucht es eher einen Index. --Güntzel Schmidt 14:31, 1. Aug. 2011 (CEST)

Grundsätzlich kann man jede Überschrift im Wiki direkt verlinken. Eine einfache Methode - abgesehen von der kompletten Migration - wäre also eine Sammlung der relevanten Unterüberschriften an einem zentralen Ort (vgl. dazu, was ich im Forum geschrieben habe). --Ben 15:32, 1. Aug. 2011 (CEST)