Diskussion:Markus 7,31-37 in Leichter Sprache/Persönliche Version (Ilga Bliek mit Christiane Neukirch)

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Version vom 17. Oktober 2021, 09:17 Uhr von Akelei (Diskussion | Beiträge)
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Aus der Diskussion über die Übersetzung in Leichte Sprache:

  • "ich habe mir abgewöhnt, die Tatsächlichkeit von Wundern zu bestreiten. Wissen wir denn, ob Jesus nicht tatsächlich einen tauben Menschen geheilt hat? Ein Wunder ist eben auch deshalb ein Wunder, weil man es sich nicht erklären kann. Natürlich sprengt die Vorstellung, der gehörlose Geheilte kann da auf einmal hörbar und vor allem verstehbar für die anderen artikulieren, unseren Erfahrungshorizont. Aber es sprengt ja auch meinen Horizont, dass Gott aus dem Nichts das Universum erschaffen hat. Ich verstehe die Wundergeschichten so, dass sie jeweils eine Crash-Version der Begegnung mit Jesus erzählen, in der im Zeitraffer zusammengefasst ist, was wir in unserer irdischen, zeitlichen Dimension prozesshaft verlangsamt erleben und was erst in der Zukunft Gottes vollendet sein wird" "oder als Wegbeschreibungen und frage: An welcher Stelle sind wir auf diesem Weg jetzt gerade? Die Gehörlosen sind an der Stelle, an der Jesus den Mann an die Seite nimmt und ganz für ihn da ist. Und das ist die Aufgabe von Gehörlosenseelsorge [...]: jetzt ganz für die Betroffenen da zu sein, sie zu sehen und zu verstehen in ihrer speziellen Situation. Sie zu berühren [...] und ihnen und uns allen einen Vorgeschmack vom Reich Gottes zu geben, in dem alle Grenzen überwunden sein werden."
  • "Für mich ist es so, dass ich Wunder auch aktuell erlebe. Pfingsten ist, wenn ich mit Menschen über den Glauben ins Gespräch komme und Sprachbarrieren plötzlich unwichtig werden. Ein Wunder, wenn ich nach langer Zeit der Krankheit wieder aufstehen und laufen kann. Ob der Mensch in der Erzählung hinterher „in Wahrheit“ nicht mehr gehörlos war, wer weiß? Aber das Gelingen der Begegnung im Glauben und die Reich-Gottes-Erfahrung, die er und die Umstehenden gemacht haben, soll auf jeden Fall herauskommen. Ich gehe davon aus, dass Gott uns so liebt, wie wir sind. Gehörlos oder mit Asthma, mit Brille, krummen Beinen oder…"
  • "Übrigens: es hat mich total fasziniert zu sehen, wie angemessen Jesus sich dem Tauben gegenüber verhält – vergleich das mal mit der Heilung des Blinden. Jesus zeigt dem Tauben, was er macht: Er schaut zum Himmel auf und dadurch kann der Taube verstehen, dass Jesus sich jetzt mit Gott verbindet. Er berührt ihn bei der Heilung – das macht Jesus keineswegs bei allen Heilungen, aber hier"
  • "[... Ein Gemeindemitglied] hat mich mal gefragt, ob er im Himmel wieder hören kann – da hab ich gemerkt, wie wichtig es ist, den Menschen die Hoffnung auf die Vollendung des Wunders – wenn auch im Himmel - zu lassen und im Blick auf diese Geschichte „Ja!“ gesagt.