Ijob 8: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Die Offene Bibel

Wechseln zu: Navigation, Suche
(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} ''(kommt später)'' {{Studienfassung}} {{S|1}} Da antwortete Bildad der Schuchiter {und sagte}: <poem> {{S|2}} „Wie lange willst du solche…“)
(kein Unterschied)

Version vom 11. Juni 2019, 09:04 Uhr

Syntax OK
SF in Arbeit.png
Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Folgt-später.png
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Ijob 8)

(kommt später)

Studienfassung (Ijob 8)

1 Da antwortete Bildad der Schuchiter {und sagte}:

2 „Wie lange willst du solches sprechen?
{Und} starker Wind [sind] (und [wie lange sind] starker Wind) die Worte deines Mundes!a
3 Verdreht den Gott das Recht
Oder verdreht Schaddai Gerechtigkeit?
4 Wenn deine Kinder gegen ihn gesündigt haben
Übergab er sie in die Hand ihrer (vertrieb er sie wegen ihren) Übertretungen.b
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22

Anmerkungen

aAnspielung auf Ijob 6,26: Ijobs Worte sind in der Tat nichts mehr als „starker Wind“. (Zurück zu v.2)
btFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: übergab er sie in die Hand (vertrieb er sie wegen) - so die einheitliche Übersetzung. Doch das ist schwierig; „X schalach bejad Y“ ist in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. eine Botenformel, die oft und ganz einheitlich heißt: „X sendet etwas / lässt etwas ausrichten durch Y.“ Auch Raschi erklärt: „Ihre Übertretung wurde zum Boten, um sie fortzubringen.“ Ähnlich übersetzen VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. und VLKurz für „Vetus Latina“, die „altlateinische Bibel“. Sammelbezeichnung für die erhaltenen Fragmente lateinischer Bibelübersetzungen vor Hieronymus´ Vulgata aus dem 2. - 4. Jh.(di)misit eos in manu (Ablativ) iniquitatis suae“, also eher nicht „gab sie in die Hand“, sondern „sandte sie in der Hand“. SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. übersetzt bejad gar nicht: „Er sandte sie fort in ihren Übertretungen“, TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. „er sandte sie an den Ort ihrer Übertretungen.“ Man sollte also meinen, der Satz bedeute etwas wie „Er sandte sie/ihnen (=die/den Kinder(n)) durch ihre Übertretungen“. Das macht nicht viel Sinn; Gordis emendiert daher bejad zu be`ad („Er sandte sie fort wegen ihrer Übertretungen“); dem scheint Alter zu folgen („He dispatched them because of their crime“). In diesem Falle sollte man aber das Piel von schalach besser deuten als „vertreiben, verstoßen“ wie z.B. Gen 3,23; 1 Kön 9,7 (II karat, „töten“). Da sich dies dies durch keine der Vrs. und MSS stützen lässt, ist aber wohl notgedrungen Ps 81,13 zu vergleichen (so z.B. Dhorme) und davon auszugehen, dass schalach bejad hier ausnahmsweise einmal nicht idiomatisch verwendet wird. (Zurück zu v.4)