Ijob 8: Unterschied zwischen den Versionen

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_Oder verdreht Schaddai Gerechtigkeit?
 
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{{S|4}} Wenn deine Kinder gegen ihn gesündigt haben
 
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_Übergab er sie in die Hand (vertrieb sie durch die Hand) ihrer Übertretungen.<ref>'''tFN''': ''übergab er sie in die Hand (vertrieb er sie durch die Hand)'' - In dt. Üss. und Kommentaren einheitlich wie in der Primärüs. Doch das ist schwierig; „X ''schalach bejad'' Y“ ist in der Bibel eine häufige Botenformel, die stets heißt: „X sendet etwas / lässt etwas ausrichten durch Y.“ Auch Raschi erklärt daher hier: „Ihre Übertretung wurde zum Boten, um sie fortzubringen.“ Ähnlich übersetzen VUL und VL „''(di)misit eos in manu'' (Ablativ) ''iniquitatis suae''“, also eher nicht „gab sie in ''die'' Hand“, sondern „sandte sie (fort) in ''der'' Hand“. Syr übersetzt ''bejad'' gar nicht: „Er sandte sie fort in ihren Übertretungen“, Tg „er sandte sie an den Ort ihrer Übertretungen.“ Die Üs. „in die Hand ihrer Übertretungen übergeben“ lässt sich also nur zur Not mit LXX stützen, die aber wahrscheinlich ebenso aufzufassen ist wie VL und VUL: ''en cheiri'' ist nicht eindeutig, da ''en'' stets mit Dat. steht und daher sowohl „in ''der''“ als auch „in ''die'' Hand“ bed. kann. Das Verb ''apostello'' heißt aber sicher nicht „übergeben“, sd. „(fort)senden“, und für den Ausdruck „jmdn in die Hand v. jmdm geben“ steht im Gr. der bes. im NT häufig verwendete Ausdruck ''(para)didomi en cheiri'' bereit. NETS übersetzt LXX daher nach der üblichen heb. Konstruktion: „He sent them off ''by force of'' their lawlessness.“; Brenton, Thomson und die Oxford Study Bible mit „He cast them away / dismissed them / sent them away ''because of'' their transgression“.<br />Gordis emendiert daher ''bejad'' zu ''be`ad'', was dann heißen soll: „Er sandte sie fort ''wegen'' ihrer Übertretungen“. Alter 2010 scheint dem zu folgen („He dispatched them because of their crime“), doch ''be`ad'' heißt nie „wegen“, sondern nur speziell „zugunsten von“.<br />Auch ohne diese Emendation ließe sich dem Satz ein Sinn abgewinnen, wenn man das Piel von ''schalach'' deutet als „vertreiben, verstoßen“ wie z.B. [[Genesis 3#s23 |Gen 3,23]]; [[1Könige 9#s7 |1 Kön 9,7]] (II ''karat'', „töten“); [[Ijob 14#s20 |Ijob 14,20]]; [[Ijob 30#s12 |30,12]], also „Er sandte sie fort = vertrieb sie durch ihre eigenen Übertretungen“ (wie NETS auch LXX übersetzt), wo also wie noch häufiger im Ijobbuch (vgl. z.B. [[Ijob 4#s8 |Ijob 4,8]]) die ''Sünden'' und ''Sünder'' anstatt Gott zum eigentlichen Urheber ihres Untergangs würden. So aber wie gesagt keine dt. Üss.; notgedrungen wir man daher hier besser [[Psalm 81#s13 |Ps 81,13]] vergleichen müssen (so z.B. Dhorme) und davon auszugehen haben, dass ''schalach bejad'' hier ausnahmsweise einmal nicht idiomatisch verwendet wird.</ref>
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_Übergab er sie in die Hand (vertrieb sie durch die Hand) ihrer Übertretungen.<ref>'''tFN''': ''übergab er sie in die Hand (vertrieb er sie durch die Hand)'' - In dt. Üss. und Kommentaren einheitlich wie in der Primärüs. Doch das ist schwierig; „X ''schalach bejad'' Y“ ist in der Bibel eine häufige Botenformel, die stets heißt: „X sendet etwas / lässt etwas ausrichten durch Y.“ Auch Raschi erklärt daher hier: „Ihre Übertretung wurde zum Boten, um sie fortzubringen.“ Ähnlich übersetzen VUL und VL „''(di)misit eos in manu'' (Ablativ) ''iniquitatis suae''“, also eher nicht „gab sie in ''die'' Hand“, sondern „sandte sie (fort) in ''der'' Hand“. Syr übersetzt ''bejad'' gar nicht: „Er sandte sie fort in ihren Übertretungen“, Tg „er sandte sie an den Ort ihrer Übertretungen.“ Die Üs. „in die Hand ihrer Übertretungen übergeben“ lässt sich also nur zur Not mit LXX stützen, die aber wahrscheinlich ebenso aufzufassen ist wie VL und VUL: ''en cheiri'' ist nicht eindeutig, da ''en'' stets mit Dat. steht und daher sowohl „in ''der''“ als auch „in ''die'' Hand“ bed. kann. Das Verb ''apostello'' heißt aber sicher nicht „übergeben“, sd. „(fort)senden“, und für den Ausdruck „jmdn in die Hand v. jmdm geben“ steht im Gr. der bes. im NT häufig verwendete Ausdruck ''(para)didomi en cheiri'' bereit. NETS übersetzt LXX daher nach der üblichen heb. Konstruktion: „He sent them off ''by force of'' their lawlessness.“; Brenton, Thomson und die Oxford Study Bible mit „He cast them away / dismissed them / sent them away ''because of'' their transgression“.<br />Gordis emendiert daher ''bejad'' zu ''be`ad'', was dann heißen soll: „Er sandte sie fort ''wegen'' ihrer Übertretungen“. Alter 2010 scheint dem zu folgen („He dispatched them because of their crime“), doch ''be`ad'' heißt nie „wegen“, sondern nur speziell „zugunsten von“.<br />Auch ohne diese Emendation ließe sich dem Satz ein Sinn abgewinnen, wenn man das Piel von ''schalach'' deutet als „vertreiben, verstoßen“ wie z.B. [[Genesis 3#s23 |Gen 3,23]]; [[1Könige 9#s7 |1 Kön 9,7]] (II ''karat'', „töten“); [[Ijob 14#s20 |Ijob 14,20]]; [[Ijob 30#s12 |30,12]], also „Er sandte sie fort = vertrieb sie durch ihre eigenen Übertretungen“ (wie NETS auch LXX übersetzt), wo also wie noch häufiger im Ijobbuch (vgl. z.B. [[Ijob 4#s8 |Ijob 4,8]]) die ''Sünden'' und ''Sünder'' anstatt Gott zum eigentlichen Urheber ihres Untergangs würden. So aber wie gesagt keine dt. Üss.; notgedrungen wir man daher hier besser [[Psalm 81#s13 |Ps 81,13]] vergleichen müssen (so z.B. Dhorme) und davon auszugehen haben, dass ''schalach bejad'' hier ausnahmsweise einmal nicht idiomatisch verwendet wird.</ref></poem>
{{S|5}} Wenn du [dagegen] Gott (auf)suchst<ref>''(auf)suchst'' - vielleicht eine Anspielung auf [[Ijob 7#s21 |Ijob 7,21]], wo das selbe Wort verwendet wird. So zumindest Hartley, van der Lugt 1995, S. 109; auch Ebach 1995, S. 85: „Es ist am Menschen, an Hiob, Gott zu suchen, statt über Gottes Zuwendung zum Menschen zu spekulieren oder zu lamentieren.“</ref>
 
_Und<ref>Klangspiel: ''´el-´el we´el'', „nach Gott und nach [Schaddai]“.</ref> Schaddai um Gnade anflehst,
 
  
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{{S|5}} Wenn du [dagegen] Gott aufgesucht hättest,<ref>''(auf)suchst'' - vielleicht eine Anspielung auf [[Ijob 7#s21 |Ijob 7,21]], wo das selbe Wort verwendet wird. So zumindest Ebach, Hartley, van der Lugt 1995, S. 109.</ref><ref name="hättest">''hättest'' (V. 5) + ''wärst'' (V. 6) - Irrealis hat im Heb. keine eigene Form und muss aus dem Kontext erschlossen werden. Hier aber klar: Leitet ''ki `attah'' wie in 6b eine Apodosis ein, ist dies stets eine A. auf eine ''irreale'' Bedingung in der Protasis; vgl. [[Genesis 31#s42 |Gen 31,42]]; [[Genesis 43#s10 |43,10]]; [[Numeri 22#s29 |Num 22,29.33]]; [[1Samuel 14#s30 |1 Sam 14,30]]; [[Ijob 6#s3 |Ijob 6,3]]. Bildad redet natürlich an Ijob vorbei; Ijob ''ist'' gerade „aufrecht“, s. [[Ijob 1#s1 |Ijob 1,1]].</ref>
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_Und<ref>Klangspiel: ''´el-´el we´el'', „nach Gott und nach [Schaddai]“.</ref> Schaddai um Gnade angefleht hättest,<ref name="hättest" />
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_{{S|6}} Wenn du rein und aufrecht gewesen wärst,<ref name="hättest" />
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Dann würde Gott um deinetwillen (über dir) aufwachen (wäre Gott aufgewacht)<ref>''aufwachen'' - häufigere Metapher: Geschieht Unrecht, wird dies des öfteren darauf zurückgeführt, dass Gott kurzzeitig „schläft“ (s. [[Psalm 7#s7 |Ps 7,7]]; [[Psalm 35#s23 |35,23]]; [[Psalm 44#s24 |Ps 44,24]] und vgl. [http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/schlaf/ch/0cdfba948f34a514c481d88023a1a586/#h2 Schlaf (WiBiLex)]), deshalb kurzzeitig untätig ist, nach dem Erwachen aber wieder heilvoll am Beter handeln wird.</ref>
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_Und würde deine gerechte Wohnung<ref>''deine gerechte Wohnung'' - w. „die Wohnung deiner Gerechtigkeit/Rechtmäßigkeit“, wie häufig im Heb. Genitivverbindung als quasi-adjektivische Konstruktion, da Adjektive im Heb. insgesamt sehr selten sind. Viele Üss. aber wg. dieser Konstruktion „die Wohnung, die dir rechtmäßig zustünde“, z.B. EÜ, LUT, ZÜR.</ref> wiederherstellen (ersetzen, hätte wiederhergestellt),
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{{S|7}} So dass dein Beginn [noch] klein [wäre],
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_Er deine Zukunft (dein Ende) aber sehr vergrößern würde (vergrößert hätte; deine Zukunft aber sehr groß wäre).<ref>D.h. „Wenn du gerecht gewesen wärst, würde Gott trotz kurzzeitiger Inaktivität wiederhergestellt, was du verloren hast, und zwar auf eine Weise, dass du danach sogar noch mehr hast als du zuvor hattest.“ Genau dies wird in [[Ijob 42#s10 |Ijob 42,10]] geschehen; ironischerweise hat Bildad also recht.<br />'''tFN''': „Zukunft“ ist fem., das Verb „groß sein / vergrößern“ aber mask. Entweder sind Subjekt und Verb hier also inkongruent, was gar nicht selten der Fall sein kann, oder ''jißgeh'' („er (d.h. sie) wird groß sein“) ist als ''jaßgeh'' („er wird groß machen“) zu vokalisieren, wie schon Syr gedeutet hat (auch Duhm, Olshausen, Siegfried). Die Vokalisierung ''jißgeh'' kann leicht durch die identische Form in V. 11 beeinflusst worden sein. Letztlich ist beides gleich plausibel; die Deutung als „er wird groß machen“ passt aber etwas besser zu Bildads Rede.</ref>
 
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Version vom 11. Juni 2019, 15:49 Uhr

Syntax OK

SF in Arbeit.png
Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Folgt-später.png
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Ijob 8)

(kommt später)

Studienfassung (Ijob 8)

1 Da antwortete Bildad der Schuchiter {und sagte}:

2 „Wie lange willst du solches sprechen?
{Und} starker Wind [sind] (und [wie lange sind] starker Wind) die Worte deines Mundes!a
3 Verdreht den Gott das Recht
Oder verdreht Schaddai Gerechtigkeit?
4 Wenn deine Kinder gegen ihn gesündigt haben
Übergab er sie in die Hand (vertrieb sie durch die Hand) ihrer Übertretungen.b


5 Wenn du [dagegen] Gott aufgesucht hättest,cd
Unde Schaddai um Gnade angefleht hättest,d
6 Wenn du rein und aufrecht gewesen wärst,d
Dann würde Gott um deinetwillen (über dir) aufwachen (wäre Gott aufgewacht)f
Und würde deine gerechte Wohnungg wiederherstellen (ersetzen, hätte wiederhergestellt),
7 So dass dein Beginn [noch] klein [wäre],
Er deine Zukunft (dein Ende) aber sehr vergrößern würde (vergrößert hätte; deine Zukunft aber sehr groß wäre).h
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Anmerkungen

aAnspielung auf Ijob 6,26: Ijobs Worte sind in der Tat nichts mehr als „starker Wind“. (Zurück zu v.2)
btFN: übergab er sie in die Hand (vertrieb er sie durch die Hand) - In dt. Üss. und Kommentaren einheitlich wie in der Primärüs. Doch das ist schwierig; „X schalach bejad Y“ ist in der Bibel eine häufige Botenformel, die stets heißt: „X sendet etwas / lässt etwas ausrichten durch Y.“ Auch Raschi erklärt daher hier: „Ihre Übertretung wurde zum Boten, um sie fortzubringen.“ Ähnlich übersetzen VUL und VL(di)misit eos in manu (Ablativ) iniquitatis suae“, also eher nicht „gab sie in die Hand“, sondern „sandte sie (fort) in der Hand“. Syr übersetzt bejad gar nicht: „Er sandte sie fort in ihren Übertretungen“, Tg „er sandte sie an den Ort ihrer Übertretungen.“ Die Üs. „in die Hand ihrer Übertretungen übergeben“ lässt sich also nur zur Not mit LXX stützen, die aber wahrscheinlich ebenso aufzufassen ist wie VL und VUL: en cheiri ist nicht eindeutig, da en stets mit Dat. steht und daher sowohl „in der“ als auch „in die Hand“ bed. kann. Das Verb apostello heißt aber sicher nicht „übergeben“, sd. „(fort)senden“, und für den Ausdruck „jmdn in die Hand v. jmdm geben“ steht im Gr. der bes. im NT häufig verwendete Ausdruck (para)didomi en cheiri bereit. NETS übersetzt LXX daher nach der üblichen heb. Konstruktion: „He sent them off by force of their lawlessness.“; Brenton, Thomson und die Oxford Study Bible mit „He cast them away / dismissed them / sent them away because of their transgression“.
Gordis emendiert daher bejad zu be`ad, was dann heißen soll: „Er sandte sie fort wegen ihrer Übertretungen“. Alter 2010 scheint dem zu folgen („He dispatched them because of their crime“), doch be`ad heißt nie „wegen“, sondern nur speziell „zugunsten von“.
Auch ohne diese Emendation ließe sich dem Satz ein Sinn abgewinnen, wenn man das Piel von schalach deutet als „vertreiben, verstoßen“ wie z.B. Gen 3,23; 1 Kön 9,7 (II karat, „töten“); Ijob 14,20; 30,12, also „Er sandte sie fort = vertrieb sie durch ihre eigenen Übertretungen“ (wie NETS auch LXX übersetzt), wo also wie noch häufiger im Ijobbuch (vgl. z.B. Ijob 4,8) die Sünden und Sünder anstatt Gott zum eigentlichen Urheber ihres Untergangs würden. So aber wie gesagt keine dt. Üss.; notgedrungen wir man daher hier besser Ps 81,13 vergleichen müssen (so z.B. Dhorme) und davon auszugehen haben, dass schalach bejad hier ausnahmsweise einmal nicht idiomatisch verwendet wird. (Zurück zu v.4)
c(auf)suchst - vielleicht eine Anspielung auf Ijob 7,21, wo das selbe Wort verwendet wird. So zumindest Ebach, Hartley, van der Lugt 1995, S. 109. (Zurück zu v.5)
dhättest (V. 5) + wärst (V. 6) - Irrealis hat im Heb. keine eigene Form und muss aus dem Kontext erschlossen werden. Hier aber klar: Leitet ki `attah wie in 6b eine Apodosis ein, ist dies stets eine A. auf eine irreale Bedingung in der Protasis; vgl. Gen 31,42; 43,10; Num 22,29.33; 1 Sam 14,30; Ijob 6,3. Bildad redet natürlich an Ijob vorbei; Ijob ist gerade „aufrecht“, s. Ijob 1,1. (zu v.5 / zu v.6)
eKlangspiel: ´el-´el we´el, „nach Gott und nach [Schaddai]“. (Zurück zu v.5)
faufwachen - häufigere Metapher: Geschieht Unrecht, wird dies des öfteren darauf zurückgeführt, dass Gott kurzzeitig „schläft“ (s. Ps 7,7; 35,23; Ps 44,24 und vgl. Schlaf (WiBiLex)), deshalb kurzzeitig untätig ist, nach dem Erwachen aber wieder heilvoll am Beter handeln wird. (Zurück zu v.6)
gdeine gerechte Wohnung - w. „die Wohnung deiner Gerechtigkeit/Rechtmäßigkeit“, wie häufig im Heb. Genitivverbindung als quasi-adjektivische Konstruktion, da Adjektive im Heb. insgesamt sehr selten sind. Viele Üss. aber wg. dieser Konstruktion „die Wohnung, die dir rechtmäßig zustünde“, z.B. , LUT, ZÜR. (Zurück zu v.6)
hD.h. „Wenn du gerecht gewesen wärst, würde Gott trotz kurzzeitiger Inaktivität wiederhergestellt, was du verloren hast, und zwar auf eine Weise, dass du danach sogar noch mehr hast als du zuvor hattest.“ Genau dies wird in Ijob 42,10 geschehen; ironischerweise hat Bildad also recht.
tFN: „Zukunft“ ist fem., das Verb „groß sein / vergrößern“ aber mask. Entweder sind Subjekt und Verb hier also inkongruent, was gar nicht selten der Fall sein kann, oder jißgeh („er (d.h. sie) wird groß sein“) ist als jaßgeh („er wird groß machen“) zu vokalisieren, wie schon Syr gedeutet hat (auch Duhm, Olshausen, Siegfried). Die Vokalisierung jißgeh kann leicht durch die identische Form in V. 11 beeinflusst worden sein. Letztlich ist beides gleich plausibel; die Deutung als „er wird groß machen“ passt aber etwas besser zu Bildads Rede. (Zurück zu v.7)