Jeremia 8: Unterschied zwischen den Versionen

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  </ref> in die Schlacht. {{S|7}} Auch der Storch(Kranich) am Himmel kennt seine festgesetzten Zeiten (kennt die Zeit der Rückkehr),
 
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Taube, Schwalbe und Kranich hören auf die Zeit ihres Kommens
 
Taube, Schwalbe und Kranich hören auf die Zeit ihres Kommens
aber<ref>Waw adversativum</ref> mein Volk kennt nicht das Recht (Richten, Rechtsspruch) JHWHs.
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Version vom 16. November 2013, 19:24 Uhr

Syntax ungeprüft

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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Folgt-später.png
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Anmerkungen

Studienfassung (Jeremia 8)

1 2 3

4 Sprich zu ihnen, so hat JHWH gesprochen:
Fällt man und steht nicht wieder auf?
Oder wendeta sich einer ab und kehrtb
nicht wieder zurück?c5 Warum hat sich dieses Volk Jerusalemsd abgewendet
in beharrlicher Abkehr?
Sie halten fest an der Täuschung(Trug)e und weigern sich, umzukehren.
6 Ich horche hin und höre:
Sie sprechen nicht recht,
nicht einerf bereut seine Bosheit
und sagtg: „Was habe ich getan!“
Alle rennen noch weiter fort,(sie kehren sich ab in ihrem Rennenh)
wie ein Pferd (Hengst)i galoppiert(strömt)j in die Schlacht. 7 Auch der Storch(Kranich) am Himmel kennt seine festgesetzten Zeiten (kennt die Zeit der Rückkehr),
Taube, Schwalbe und Kranich hören auf die Zeit ihres Kommens
aberk mein Volk kennt nicht die Rechtsordnung(Recht,Rechtsbestimmung) JHWHs.
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Siehe, das Wort JHWHs haben sie verschmäht (verworfen), aber welche Weisheit haben siel?
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Anmerkungen

aGrundbedeutung: „kehren, wenden“ die Bewegunsrichtung ist offen, lässt sich aber erschließen. Eindeutig ist der Gegensatz bei Fallen und aufstehen. In den VV 5-7 wird das Thema variiert. (Zurück zu v.4)
bSiehe Anmerkung zu „wenden“ (Zurück zu v.4)
cDas Subjekt der Verben הֲיִפְּלוּ mit יָקוּמוּ und יָשׁוּב mit יָשׁוּב ist unklar. Man kann ein implizites Subjekt annnehmen.Dann lautet die Übersetzung: „Fallen Sie und stehen nicht wieder auf oder wendet er/sie sich ab und kehrt nicht wieder um?“.Das ist möglich, aber entsprechende Subjekte sind nicht vorher eingeführt, auch machen die Zeilen einen sentenzenartigen Eindruck. Deshalb besser Übersetzung mit unpersönlichem Subjekt: „Fällt man ..., wendet sich einer“ Bei Buber/Rosenzweig „Bücher der Kündung“ zur Stelle findet sich die Lösung mit "man" und "einer". das gibt wenigstens im Ansatz den Wechsel vom Plural zum Singular wieder. Zur unpersönlichen Konstruktion siehe: Ernst Jenni,„Lehrbuch der Hebräischen Sprache“, 14.3.3 (Zurück zu v.4)
d'Jerusalem" fällt aus der Satzkonstruktion. Wahrscheinlich eine spätere Ergänzung, siehe W. H. Schmidt, „Jeremia“, S. 191 (Zurück zu v.5)
eals Übersetzung wird oft 'Trug' verwendet. Dieses Wort außer im Sprichwort aber nicht mehr verwendet. In eine Lesefassung sollte eine freiere Übersetzung die den Zusammenhang mit dem Prädikat 'festhalten' beachtet. (Zurück zu v.5)
fwörtlich: „kein Mann bereut seine Bosheit“ (Zurück zu v.6)
gלֵאמֹר darf ausnamswiese übersetzt werden, weil sonst die wörtliche Rede ohne nötige Einleitung bliebe. (Zurück zu v.6)
hdies ist die wörtliche Übersetzung, die im deutschen allerdings schelcht zum Ausdruck bringt, dass es sich wohl um ein Fortlaufen in die falsche Richtung handelt. (Zurück zu v.6)
iGrundbedeutung „Pferd“, Luther bietet „Hengst“, Menge und W. H. Schmidt „Roß“. Ross ist vom militärischen Umfeld erschlossen, aber doch ungebräuchlich geworden. "Hengst" bringt die dynamische Agressivität des Vorgangs gut zum Ausdruck, ist aber eine Deutung. (Zurück zu v.6)
jGrundbedeutung „strömen fließen“, von da aus Teil der Miltärsprache: ein Heer, das überschwenmt, Dan 11, 10.40. Die Schwierigkeit liegt darin das Pferd im Singular mit „strömen, fließen“ in Verbindung zu bringen. Entweder man wird dem Subststantiv oder dem Verb nicht gerecht. Hier ist deshalb die freiere Übersetzung "galoppieren" gewählt, um das schnelle, überwältigende des Strömens auch bei einem Pferd zum Ausdruck bringen zu können. (Zurück zu v.6)
kWaw adversativum (Zurück zu v.7)
lWörtlich: „für sie“. (Zurück zu v.9)