Johannes 20

Aus Die Offene Bibel

Version vom 6. Juli 2013, 20:45 Uhr von Wolfgang Loest (Diskussion | Beiträge) (Statusupdate - Alle Verse sind übersetzt)

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Lesefassung (Johannes 20)

(kommt später)

Studienfassung (Johannes 20)

1 {aber} Am ersten [Tag] der Woche kama Maria Magdalena (die Magdalenerin) früh, als es noch dunkel war,b zum Grab und saha, dass der Stein vom Grab entfernt worden war.c 2 Da (darum) rannte sie {und kam}d zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab geholt (weggebracht), und wir wissen nicht, wo sie ihn hingebracht haben!“ 3 Da (darum) machtene sich Petrus und der andere Jünger auf und liefen zum Grab. 4 Dabei rannten die beiden gemeinsam, und der andere Jünger rannte schneller als Petrus voraus und kam als erster beim Grab an 5 und indem (als) er sich vorbeugte,f sah er die Leinentücher daliegen, ging allerdings nicht hinein. 6 Dann (da) kama auch Simon Petrus an, der ihm gefolgt war,g und betrat (ging hinein in) das Grab, und er sah sich die daliegenden Leinentücher an,h 7 und das Tuch (Gesichtstuch), das auf seinem Kopf [gelegen hatte]i, lag nicht bei den Leinentüchern, sondern für sich (gesondert) aufgerollt (gefaltet) an einer [anderen] Stelle. 8 Daraufhin ging {dann} auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war,j und er sah und glaubte. 9 Denn bis dahin (noch nicht) hatten sie die Schrift (Schriftstelle) noch nicht verstanden (gekannt), wonach es nötig war, dass er von den Toten auferstand. 10 Die Jünger gingen dann wieder zurück nach Hause. 11 Doch Maria stand draußen beim Grab und weinte. Als sie {nun} weinte, beugte sie sich vor zum Grab 12 und erblickte zwei Engel in weiß, die, einer beim Kopf und einer bei den Füßen, [dort] saßen,k wo Jesu Leichnam (Körper) gelegen hatte. 13 {und} Diese sagten zu ihr: „Frau, warum weinst du?“ Sie meinte (sagte) {zu ihnen, dass}: Sie haben meinen Herrn weggebracht, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingebracht (hingelegt) haben!“ 14 Als (während) sie das sagte, wandte sie sich nach hinten um und sah (erblickte) [dort] Jesus stehen,l aber sie wusste (erkannte) nicht, dass es Jesus warm. 15 Jesus fragte (sagte)a sie: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ Sien dachte, dass er der Gärtner waro, [und] sagte {zu ihm}: „Herr, wenn du ihn weggetragen hast, sag mir, wo du ihn hingebracht (hingelegt) hast, dann werde ich ihn holen (fortbringen)!“ 16 Jesus sagte zu ihr: „Maria“, diese wandte sich um undp sagtea zu ihm auf Hebräisch: „Rabbuni!“, das heißt „Lehrer“. 17 Jesus sagtea zu ihr: „Halte mich nicht fest (Berühre mich nicht), ich bin nämlich (denn, ja) noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh {aber} zu meinen Brüdern und sage ihnen: ‚Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, {und (nämlich)} meinem Gott und eurem Gott.’ 18 Maria ging und erzählte (berichtete)q den Jüngern {dass}r: „Ich habe den Herrn gesehen!“, und [dass] er ihr Folgendes gesagt hatte. 19 Es war Abend [an] jenem Tag, dem ersten [Tag] der Woche und die Türen [der Örtlichkeit], wo sie die Jünger aufhielten, waren aufgrund ihrer Furcht [vor] den Juden abgeschlossen.s Jesus kam und stand in der Mitte [des Raumes] und sprach (sagte) zu ihnen: „Friede [sei mit] euch!“ 20 {und} Als er das gesagt hatte (während er das sagte)t, zeigte er ihnen [seine] Hände und [seine] Seite. Da freuten sich die Jünger, weil (als) sie den Herrn sahen.u 21 Da sagte (sprach) Jesus noch einmal zu ihnen: „Friede [sei mit] euch! So, wie mich der Vater gesandt hat, so schicke ich euch!“ 22 und nachdem er das gesagt hatte,v hauchte (pustete) er sie an und sagte: „Empfangt [den] Heiligen Geist! 23 [Allen], deren Sünden ihr vergebt, [denen] sind [sie] vergeben, [allen, bei] denen ihr [die Vergebung (die Sünden)] vorbehaltet, [denen] sind [sie] vorbehalten. 24 Aber Thomas, einer von den Zwölfen, der „Zwilling“ (Didymos) genannt wird, war nicht bei den anderen, als Jesus kam. 25 Die anderen Jünger erzählten (sagten) ihm daraufhin (darum): „Wir haben den Herrn gesehen!“ Er aber sagte zu ihnen: „Wenn ich ihn nicht auf seinen Händen die Spuren (Male, Narben) der Nägel sehe und meine Hand in (an) seine Seite lege, werde ich bestimmt nicht glauben!“ 26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas [war] bei ihnen. Jesus kama [herein], obwohl die Türen abgeschlossen waren,w {und} stellte sich (stand) in die Mitte und sprach (sagte): „Friede [sei mit] euch!“ 27 Dann sagtea er zu Thomas: „Lege deinen Finger hierher, und schau meine Hände an, und nimm deine Hand und führe (lege) sie an meine Seite, und sei nicht länger ungläubig, sondern gläubig!“ 28 Thomas erwiderte {und sagte zu ihm}: „Mein Herr und mein Gott!“ 29 Jesus sagte zu ihm: „ Weil du mich gesehen hast, glaubst du jetzt (hast du geglaubt)x.(?)y Glücklich zu nennen (beneidenswert/wie glücklich) sind diejenigen, die nicht sehen und [doch] glauben.z 30 Jesus hat {nun} vor [den Augen] (in Gegenwart) seiner Jünger noch viele weitere Zeichen (Wunder) getan, die nicht in diesem Buch niedergeschrieben sind. 31 Diese wurden niedergeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias (Christus) der Sohn Gottes ist, und damit ihr [als] Glaubende (durch den Glauben) Leben in seinem Namen habt.

Anmerkungen

aHistorisches Präsens. (zu v.1 / zu v.6 / zu v.15 / zu v.16 / zu v.17 / zu v.26 / zu v.27)
bGen. abs. mit temporaler Bedeutung, als Nebensatz aufgelöst. (Zurück zu v.1)
csah, dass … entfernt worden war AcP (Ptz. Pf. Pass.) (Zurück zu v.1)
drannte sie {und kam} 2x Historisches Präsens. (Zurück zu v.2)
emachten sich auf Gr. im Sg., im Deutschen ist der Plural nötig. (Zurück zu v.3)
findem (als) er sich vorbeugte Modal (Klammer: temporal) aufgelöstes Ptc. coni. (Zurück zu v.5)
gder ihm gefolgt war Ptc. coni., als Relativsatz aufgelöst. (Zurück zu v.6)
hsah sich die daliegenden Leinentücher an AcP wie in V. 5, aber wegen des anderen Wahrnehmungsverbs, das eine Auflösung mit Nebensatz nicht zulässt, wurde er etwas anders aufgelöst. (Zurück zu v.6)
i[gelegen hatte] W. „war“ (Zurück zu v.7)
jder ... gekommen war Attr. Ptz., als Relativsatz aufgelöst. (Zurück zu v.8)
kdie saßen Ptc. coni., als Relativsatz aufgelöst. (Zurück zu v.12)
lsah (erblickte) [dort] Jesus stehen AcP. (Zurück zu v.14)
mwar W. „ist“. (Zurück zu v.14)
nSie W. „jene“, sinngemäß etwa „die Angesprochene“. (Zurück zu v.15)
owar W. „ist“. (Zurück zu v.15)
pwandte sich um und Ptc. coni., modal/temporal als Nebensatz mit „und“-Kombination aufgelöst. (Zurück zu v.16)
qund erzählte Ptc. coni., modal/temporal als Nebensatz mit „und“-Kombination aufgelöst. (Zurück zu v.18)
rὅτι recitativum. (Zurück zu v.18)
sDer gesamte erste Versteil besteht aus zwei Gen. abs. und ist so als einleitende (temporale) Umstandsangabe markiert. Die beiden Partizipien wurden (den deutschen Sprachkonventionen entsprechend) als separater HS übersetzt. Das kehrt ihre Funktion im Deutschen am ehesten heraus. (Zurück zu v.19)
tAls er das gesagt hatte (während er das sagte) Ptc. coni., als temporaler Nebensatz aufgelöst. (Zurück zu v.20)
uweil (als) sie den Herrn sahen Kausal oder modal zu verstehendes Ptc. coni. (Zurück zu v.20)
vnachdem er das gesagt hatte Temporal als NS aufgelöstes Ptc. coni. (Zurück zu v.22)
wobwohl die Türen verschlossen waren Gen. abs., konzessiv aufgelöst. (Zurück zu v.26)
xglaubst du jetzt (hast du geglaubt) Beide Verben sind Perfekte. Da das gr. Perfekt das Ergebnis der vergangenen Handlung betont, wurde das zweite sinngemäß als Präsens mit „jetzt“ wiedergegeben. (Zurück zu v.29)
yIn Nestle-Aland 28 ist der Satz als Frage punktiert: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du jetzt?“ Das ist ebenso gut denkbar. (Zurück zu v.29)
zdie nicht sehen und [doch] glauben Zwei als Relativsatz aufgelöste subst. Ptz. (Zurück zu v.29)

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