Johannes 21

Aus Die Offene Bibel

Version vom 6. Juli 2013, 22:13 Uhr von Ben (Diskussion | Beiträge) (SF: Korrekturen an Fußnoten in 15-25; Überarbeitung V. 4)

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Status: Ungeprüfte Studienfassung – Eine erste Übersetzung aus dem Urtext ist komplett, aber noch nicht mit den Übersetzungskriterien abgeglichen und nach den Standards der Qualitätssicherung abgesichert worden und sollte weiter verbessert und geprüft werden. Auf der Diskussionsseite ist Platz für Verbesserungsvorschläge, konstruktive Anmerkungen und zum Dokumentieren der Arbeit am Urtext.
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Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Johannes 21)

(kommt später)

Studienfassung (Johannes 21)

1 Danach (später) offenbarte sich (gab sich zu erkennen, zeigte sich) Jesus den Jüngern noch einmal am See Tiberias. Und so offenbarte er sich (gab sich zu erkennen, zeigte sich): 2 Simon PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben. und Thomas, der Didymus (Zwilling) genannt wird, sowie (und) Nathanael aus Kana [in] Galiläaa und die [Söhne] des Zebedäus und zwei weitere (andere) von seinen Jüngern waren zusammen (beisammen). 3 Simon PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben. sagte ihnen: „Ich gehe fischen.“ [Die anderen] entgegneten (sagten) {ihm}: „{Auch} Wir kommen mit dir!“ Sie brachen auf (gingen hinaus) und bestiegen das Boot (gingen hinaus zum Boot und legten ab)b, aber (und) in dieser (jener) Nacht fingen sie nichts. 4 Als es aber schon (früher) Morgen wurde (war, geworden war)c, stand Jesus am Ufer, die Jünger wussten (erkannten) aber (allerdings) noch nicht, dass es Jesus ward. 5 Da sagt Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nicht einen Fisch zu essen? Und sie antworteten ihm: Nein. 6 Er aber sagte [zu] ihnen: Werft das Netz zur rechten Seite des Botes aus und ihr werdet finden. Da warfen sie es und konnten (vermochten, waren nicht stark genug) es nicht ziehen (einholen) von der Menge der Fische. 7 Da sagt jener Jünger den Jesus liebte dem (zu) PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben.: Der Herr ist es. Als Simon PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben. hörte, dass es der Herr ist, zog (legte) er sein Obergewand an, denn er war nackt. Und er warf sich {selbst} in den See. 8 Die anderen Jünger aber kamen mit dem kleinen Boot, denn sie waren nicht weit vom Land (Ufer) entfernt, etwa 200 Ellen, [indem] sie das Netz mit den Fischen [hinter sich her] zogene. 9 Als sie an Land (ans Ufer) kamen (ausstiegen), sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und Fisch darauf liegen und Brot. 10 Jesus sagt zu ihnen: Bringt von den Fischen die ihr jetzt gefangen habt. 11 Da ging Simon PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben. hinauf und zog das Netz an Land (ans Ufer), voll von großen Fischen, 153. Und obwohl es so viele waren, riss das Netz nicht. 12 Jesus sagt zu ihnen: Kommt und frühstückt (esst), und keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Sie wussten (wissend), dass es der Herr war. 13 Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen und den Fisch ebenso. 14 Dies war das dritte Mal, dass sich Jesus sich den Jüngern offenbarte (gab sich zu erkennen, zeigte sich), nachdem er von den Toten auferweckt worden warf. 15 Als sie dann gefrühstückt hatten, sagteg Jesus zu Simon PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben.: „Simon, [Sohn] von Johannes, liebst du mich mehr [als] die hier (diese)?“ Er entgegnete (sagte) {zu ihm}: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ [Jesus] erwiderte (sagte) {zu ihm}: „Füttere (Weide) meine Lämmer!“ 16 Er sagte wiederum (noch einmal), ein zweites Mal, zu ihm: „Simon, [Sohn] von Johannes, liebst du mich?“ Er entgegnete (sagte) {zu ihm}: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ [Jesus] erwiderte (sagte) {zu ihm}: „Hüte meine Schafe!“ 17 Er sagte zum dritten Mal: „Simon, [Sohn] von Johannes, hast du mich lieb?“ PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben. wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm gesagt hatte: „Hast du mich lieb?“, und er erwiderte (sagte) {zu ihm}: „Herr, du weißt alles, du weißt (erkennst), dass ich dich lieb habe.“ Jesus entgegnete (sagte) {zu ihm}: „Füttere (Weide) meine Schafe! 18 Wahrlich, wahrlich (Amen, amen), ich sage dir: Als du jünger warst, konntest du dich selbst anziehen (einen Gürtel anlegen) und bist gegangen, wohin du wolltest. Doch wenn du alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und jemand anderes wird dich anziehen (dir einen Gürtel anlegen) und dich bringen (tragen) wohin du nicht [gehen] willst.“ 19 Das sagte er {aber}, um anzudeuten, [mit] welcher Todesart er Gott verherrlichen (ehren) würde. Und nachdem er das gesagt hatte,h sagte er: „Folge mir (folge mir nach)!“ 20 Als er sich umwandte,i sahg PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben., dass der Jünger, den Jesus liebte, [ihnen] folgte (hinter [ihnen] lief/war),j derjenige, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen (gesessen) und gesagt hatte: „Herr, wer ist dein Verräter?“ 21 Als PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben. alsok diesen Jünger sah, fragte (sagte zu) er Jesus: „Herr, und was [ist mit] ihm?“ 22 Jesus entgegnete (sagte) {zu ihm}: „Wenn ich will, dass er bleibt,l bis ich komme, was [hat das] mit dir [zu tun]? Du folge mir nach (folge mir)!“ 23 Diese Äußerung (Satz, Aussage, Wort) verbreitete sich (erreichte) im Folgenden (dann) unter (zu) den Jüngern, dass der erwähnte (jener) Jünger nicht sterben würde – aber Jesus hatte nicht zu [PetrusPetrus ist ein Name. Petrus ist ein griechisches Wort. Petrus heißt Felsen. Petrus ist nämlich stark im Glauben.] gesagt, dass er nicht sterben würde, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme...“ was [geht] dich [das] an (was [hat das] mit dir [zu tun])?“ 24 Dies ist der Jünger, der diese [Ereignisse] bezeugt und der sie aufgeschrieben hat,m und wir wissen, dass sein Zeugenbericht wahr ist. 25 Es gibt aber noch vieles mehrn, das Jesus getan hat, [und] wenn es [alles] im Detail (einzeln, ausführlich) aufgeschrieben würde, [dann] könnte, [so] meine ich, selbst die Welt die zu schreibenden Bücher nicht fassen.

Anmerkungen

aLokativer Genitiv. (Zurück zu v.2)
bDie Variante in der Klammer folgt der NGÜNT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit., die das griechische Idiom „ein Boot besteigen“ seiner Verwendung gemäß mit „ablegen“ (oder „in See stechen“, „sich einschiffen“) übersetzt. Weil das intransitiv ist, zieht die NGÜNT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit. die griechische Präpositionalphrase εἰς τὸ πλοῖον „in das Boot“ dann elegant mit dem ersten Prädikat „hinausgehen“ zusammen. (Zurück zu v.3)
cTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Ein in der Literatur oft gemachter Vorschlag ist die Änderung des durch א, D, W, Θ, Ψ und die Mehrheit später Manuskripte bezeugten Aorists γενομένης in den nicht ganz so gut bezeugten Präsens γινομένης. Der Gebrauch von ἤδη stützt jedoch eher den Aorist. Vgl. J. Ramsey Michaels, The Gospel of JOHN, 2010, S. 1031. (Zurück zu v.4)
dwar Gr. „ist“ (Zurück zu v.4)
ePart. Präs. akt. (Zurück zu v.8)
fPart. Aor. pass. (Zurück zu v.14)
gHistorisches Präsens. (Zurück zu v.15 / zu v.20)
hnachdem er das gesagt hatte Als temporaler Nebensatz aufgelöstes Ptc. coni. (Zurück zu v.19)
iAls er sich umwandte Als temporaler Nebensatz aufgelöstes Ptc. coni. (Zurück zu v.20)
jsah, dass … folgte AcP. (Zurück zu v.20)
kalso TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: οὖν fehlt in einigen alexandrinischen, westlichen Handschriften und im Mehrheitstext. Maßgebliche frühe Zeugen enthalten es jedoch. Weil es sich bei dem οὖν als zweitem Wort im Satz um eine typische johanneische Formulierung handelt, mit der der Evangelist seine häufigen erklärenden Parenthesen (wie hier die Identifizierung des Lieblingsjüngers) beendet und zur Erzählung zurückkehrt, hat sie hier ihre Berechtigung. Aber das wäre die längere Lesart und könnte auch eine stilistische Anpassung sein. Darauf, dass es sich auch nicht um eine solche Harmonisierung handelt, weist seine Position in der Wortfolge τοῦτον οὖν ἰδὼν „diesen also sah“ hin. Alle drei Wörter enden ähnlich: „...ton uhn idon“ (Homoioteleuton), da könnte das mittlere, unwesentliche früh durch einen Lese- oder Hörfehler (Parablepsis) weggefallen sein. Das leichte interne Gewicht zur längeren Lesart hin wird durch die relativ klare externe Bezeugung entschieden. (Zurück zu v.21)
lwill, dass er bleibt AcI. (Zurück zu v.22)
mder bezeugt und der aufgeschrieben hat Substantivierte Ptz., als Relativsatz aufgelöst. (Zurück zu v.24)
nmehr W. „anderes/andere [Dinge] (Zurück zu v.25)
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