Matthäus 23: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 19. April 2021, 01:24 Uhr

Syntax ungeprüft

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Status: Studienfassung zu prüfen – Eine erste Übersetzung aus dem Urtext ist komplett, aber noch nicht mit den Übersetzungskriterien abgeglichen und nach den Standards der Qualitätssicherung abgesichert worden und sollte weiter verbessert und geprüft werden. Auf der Diskussionsseite ist Platz für Verbesserungsvorschläge, konstruktive Anmerkungen und zum Dokumentieren der Arbeit am Urtext.
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Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Anmerkungen

Studienfassung (Matthäus 23)

1 Da redete Jesus zum Volk (zur Menschenmenge) und seinen Jüngern,

2[indem] er sagte:a Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich setzen lassen (haben sich gesetzt, sitzen)b auf Moses' Stuhl (Sitz, Lehrstuhl).

3 Alles {nun}, was {wenn} sie euch sagen, tut und beachtet (bewahrt, befolgt), aber gemäß ihren Werken (Taten) handelt (tut) nicht: Denn (Nämlich) sie sagen und tun nicht.

4 Sie binden an (fesseln) aber schwere cLast (Bürde) und legen sie auf die Schultern der Menschen, aber sie selbst wollen sied nicht mit ihrem Finger bewegen.

5 Alle ihre (Ihre ganzen) Werke (Taten) tun sie, damit sie von den Menschen gesehen werdene, sie verbreitern (machen breit) ihre Gebetsriemen (Gesetzesstreifen) und sie vergrößern (verlängern, machen mächtig) ihre Quasten (Troddeln).

6 Sie lieben {aber} den ersten Platz (ersten Sitz, Ehrenplatz) beim Essen (Mahl, Hauptmahlzeit)f und den ersten Platz (ersten Sitz, Ehrenplatz, besten Platz)g in den Synagogen

7 und die Begrüßungen (Grüße) auf den Märkten und von den Menschen Rabbi (Meister, Lehrer) genannt (gerufen, geheißen)h zu werden.


8 Ihr aber, lasst (sollt) euch nicht Rabbi (Meister, Lehrer)i nennen lassen: Denn (Nämlich) [nur] einer ist euer Lehrerj, aber ihr alle seid Brüder.

9 Und ihr sollt {nicht}[niemanden] Vater nennen (rufen) unter euch auf der Erde, denn (nämlich) [nur] einer ist euer Vater, der himmlische.

10 Auch nicht Erzieher (Lehrer, Führer)k sollt ihr euch nennen lassen, denn [nur] einer ist euer Erzieher (Lehrer, Führer)k, der Christus.

11{Aber} Der größte von euch soll euer Diener (Diakon) sein.

12 Wer sich selbst {aber} erhöht (erhebt), der wird demütig (bescheiden, herabgesetzt, niedrig, erniedrigt) werden und wer sich selbst erniedrigt (herabsetzt), wird erhöht werden.l

13{Aber} Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, die ihr zuschließt das Königreich (die Herrschaft) der Himmel vor den Menschen: Ihr {nämlich} geht nicht hinein, auch nicht lasst ihr hineingehen, die hinein wollen.

14{{Aber} Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, die ihr die Häuser der Witwen zu Grunde richtet (vergeudet, verzehrt) und zum Schein lange (große, gewaltige) Gebete verichtet: Durch dies (Dadurch, Deshalb) werdet ihr ein härteres Urteil (richterliche Entscheidung) bekommen(ernten, empfangen)}m

15 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, die ihr das Meer (die See) und das feste Land (Trockene) durchzieht, [damit] ihr einen Proselyten (Konvertiten) macht. Und wenn er [einer] geworden ist, macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt [so schlimm] wie ihr [es seid].


16 Weh euch, ihr blinden Führer (Lehrer)n die [ihr] sagt: Wenn einer schwört beim Tempel, ist es nichts (gilt es nicht). Wenn aber einer beim Gold des Tempels schwört, ist er gebunden (schuldig).

17[Ihr]o Toren und Verblendeten, was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?

18 Und: „Wer beim Altar schwört, das (ist nichts =) gilt nicht. Wer aber schwört bei der Gabe auf dem Altar, der ist gebunden (verpflichtet)“.

19[Ihr]p Verblendeten, was [ist] denn größer, die Gabe, oder der Altar, der die Gabe heiligt?

20 Wer also beim Altar schwört, derq schwört bei ihm und allem, was auf ihm ist.

21 Und wer beim Tempel schwört, derr schwört bei ihm und dem, ders ihn bewohnt,

22 und wer beim Himmel schwört, dert schwört beim Thron Gottes und dem, deru auf ihm sitzt.


23 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Ihr Heuchler, weil ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel, und das bedeutsamere (schwerwiegendere, gewichtigere) am Gesetz erlasst, die Gerechtigkeit und das Erbarmen (Barmherzigkeit) und den Glaubenv. Dieses aber hätte [man]w tun sollen und jenes nicht (unter)lassen.

24[Ihr]x Verblendeten Führer, diey ihr die Mücken durchseihtz, das Kamel aber hinunterschluckt.


25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Ihr Heuchler, weil ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, von innen aber sind sie voll von Geraubtem (Beute) und Unmäßigkeit (Zügellosigkeit).

26[Du]aa verblendeter Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch sein Äußeres rein wird.


27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Ihr Heuchler, weil ihr geweißten (getünchten) Gräbern gleicht, die von außen zwar schön erscheinen, im Inneren aber gefüllt sind mit den Knochen der Toten und allem Unratab.

28 So erscheint auch ihr den Menschen von außen zwar gerecht, im Inneren aber seid ihr erfüllt von Heuchelei und Gesetzlosigkeit.


29 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Ihr Heuchler, weil ihr die Gräber der Propheten errichtet und die Gräber der Gerechten schmückt

30 und sprecht: „(Wären wir gewesen =) hättenac wir gelebt in den Tagen unserer Väter, wären wir nicht mit ihnen teilhaftig gewesen am Blut der Propheten“.

31 Deshalb (daher, also) bezeugt ihr selbst, dass ihr Söhne seid derer, diead die Propheten ermordet haben.

32 Gerade ihrae habt das Maßaf eurer Väter gefüllt.

33[Ihr] Schlangenag, [Ihr] Otterngezücht (Schlangenbrut), wie wollt ihr vor der Verurteilung zur Gehennaah fliehen?


34 Deshalb seht! (passt auf!, siehe!), ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte (Gesetzeskundige). Einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr auspeitschen in euren Synagogen und verfolgen (von Stadt zu Stadt =) von einer Stadt zur anderen,

35 damit über euch komme alles gerechte Blut, dasai auf die Erde vergossen wurde vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut Sacharjas, des Sohnes von Barachjaaj, den ihr zwischen Tempel und Altar ermordet habt.

36 Wirklich (Amen), ich sage euch, das alles wird über diese Generation kommen.


37 Jerusalem, Jerusalemak, dieal die Propheten tötet und steinigt, dieam zu ihr gesandt wurden, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, wie ein Vogel seine Jungen unter die Flügel versammelt, aberan ihr habt nicht gewollt.

38 Seht! (passt auf!, siehe!), euer Haus wird euch verlassen werden [und] verlassen (öde, leer) [sein]ao.

39 Denn ich sage euch, ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechen werdet (Psalm 118,26 ):

Gelobt (gepriesen, gesegnet) sei, der kommt im Namen des Herrn.

Anmerkungen

aPtz. Präs. akt., modal aufgelöst. (Zurück zu v.2)
bInd. Aor. akt. von καθίζω. (Zurück zu v.2)
cAls Zusatz ist belegt: „und schwer zu ertragende“ (καὶ δυσβάστακτα) (Zurück zu v.4)
dAlso die Lasten. (Zurück zu v.4)
eAls Finalsatz übersetztes Partizip. (Zurück zu v.5)
fParallel zum zweiten Versteil steht hier der Plural. (Zurück zu v.6)
gHier steht das Wort πρωτοκαθεδρίας im Gegensatz zum ersten Versteil: πρωτοκλισίαν. (Zurück zu v.6)
hAuch: für einen Rabbi (Meister, Lehrer) gehalten zu werden. Im Griechischen steht ῥαββί. (Zurück zu v.7)
iῥαββί (Zurück zu v.8)
jδιδάσκαλος (Zurück zu v.8)
kκαθηγηταί (zu v.10)
lAlle Verben stehen im Futur. (Zurück zu v.12)
mVers 14 ist erst in späteren Textzeugen zu finden. (Zurück zu v.14)
nὁδηγοὶ (Zurück zu v.16)
oVokativ. (Zurück zu v.17)
pVokativ. (Zurück zu v.19)
qPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.20)
rPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.21)
sPartizip, relativisch aufgelöst. Gemeint ist Gott, vgl. BW Sp. 863. (Zurück zu v.21)
tPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.22)
uPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.22)
vU.Luz übersetzt πίστις mit „Treue“ und argumentiert, der Glaube sei bei Matthäus nie die Forderung des Gesetzes, S. 333. (Zurück zu v.23)
wACI, der Akkusativ ist hier weggelassen. Zu ergänzen wäre ὑμᾶς, ihr, oder „man“, BDR § 407, Anm. 1. Das Imperfekt der Ausdrücke der Notwendigkeit ohne ἂν bezeichnet im klass. Griechisch, dass etwas tatsächlich notwendig ist oder war, aber doch nicht geschieht oder geschehen ist, entsprechend dem Dt. „sollte“, „könnte“, „hätte sollen“, „hätte können“, BDR § 358,1. (Zurück zu v.23)
xVokativ. (Zurück zu v.24)
yPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.24)
zGemeint ist der Wein, wegen der darin schwimmenden Mücken (wohl eher Fruchtfliegen). Es geht bei diesem Bild ums Trinken: Jesus‘ Vorwurf lautet, dass sie die winzigen Mücken aussieben, weil sie sie nicht mittrinken wollen, aber kein Problem damit haben, beim Trinken ein ganzes Kamel zu verschlucken. (Zurück zu v.24)
aaVokativ. (Zurück zu v.26)
abDer rituell verunreinigt, BW Sp. 55. (Zurück zu v.27)
acDer Irrealis der Vergangenheit wird klass. mit dem Aorist gebildet, aber da ειναι keinen Aorist hat, steht hier das Imperfekt, BDR § 360, Anm. 5. (Zurück zu v.30)
adPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.31)
aeκαὶ verstärkt das Pronomen, BDR § 442, 8. b) (Anm. 24). (Zurück zu v.32)
afD.h. das Maß, das die Väter nicht voll gemacht haben, BW Sp. 1043. (Zurück zu v.32)
agAls Bild verworfener Menschen, BW Sp. 1213. (Zurück zu v.33)
ahIns Griechische übertragener Hebräischer Ausdruck: „Tal der Söhne des Hinnom“, eine Talschlucht südl. von Jerusalem. Dort sollte nach späterem jüdischen Volksglauben dereinst das Gericht stattfinden. In den Evangelien als Ort der Strafe vorgestellt, BW Sp. 306. (Zurück zu v.33)
aiPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.35)
ajEs gibt für diesen Namen drei Möglichkeiten, die diskutiert werden. 1. Söhne des Berechja waren der Prophet Sacharja und ein in Jesaja 6,2 genannter Sacharja; sie wurden aber nicht ermordet. 2. 2.Chronik 24,20-22 erwähnt den Priester Sacharja, der im Vorhof des Tempels von König Joasch gesteinigt wurde. Sein Vater hieß aber Jojada. 3. Josephus erwähnt in Bell 4,334-344 einen Jerusalemer Adligen Namens Sacharja, Sohn Baruchs, der von den Zeloten im Jahr 66 n.Chr. im Tempel ermordet wurde, vgl. U.Luz, EKK I/3, S. 373. Luz plädiert für 2. (Zurück zu v.35)
akEpanadiplosis, die nachdrückliche Verdoppelung eines gewichtigen Wortes, BDR § 493,1. (Zurück zu v.37)
alPartizip, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.37)
amPartizip Aorist, relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.37)
anκαὶ adversativum. (Zurück zu v.37)
aoU. Luz übersetzt: „Euer Haus wird verödet zurückgelassen“, aber ἀφίεται heißt nicht „zurücklassen“, sondern „verlassen“, sodass sich eine Doppelung mit dem Adjektiv ἔρημος (verlassen, leer) ergibt. (Zurück zu v.38)