Römer 3: Unterschied zwischen den Versionen

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7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lügen (in meiner Unwahrhaftigkeit) hervorragt (überschießt, im Überfluss vorhanden ist) zu seiner Herrlichkeit, was werde auch ich noch wie ein Sünder gerichtet?
 
7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lügen (in meiner Unwahrhaftigkeit) hervorragt (überschießt, im Überfluss vorhanden ist) zu seiner Herrlichkeit, was werde auch ich noch wie ein Sünder gerichtet?
 
8 Und [ist es] etwa [so] wie wir gelästert werden und wie einige sagen, dass wir sagen [würden] 'Lasst uns das Schlechte machen, damit das Gute komme!' Deren Verurteilung (Gericht) ist gerecht.  
 
8 Und [ist es] etwa [so] wie wir gelästert werden und wie einige sagen, dass wir sagen [würden] 'Lasst uns das Schlechte machen, damit das Gute komme!' Deren Verurteilung (Gericht) ist gerecht.  
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Version vom 3. Februar 2010, 15:10 Uhr

Syntax ungeprüft

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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Folgt-später.png
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Anmerkungen

Studienfassung (Römer 3)

1 Was [ist] nun das Außergewöhnlichea der Juden, oder: Was [ist] der Nutzen der Beschneidung? 2 Viel in jeder Weise (Art, Hinsicht), denn in erster Linie (erstens, zunächst)b[ist es so], dass [ihnen] das Wort Gottes anvertraut wurde. 3 Was denn? Wenn einige ungläubig (untreu) waren, wird doch nichtc ihr Unglaube (ihre Untreue) die Treue Gottesd aufheben? 4 Das ist nicht so!e Aber es sei [so]: Gott ist wahrhaftigf, aber jeder Mensch ist ein Lügner, gleichwie geschrieben ist: Aufdass du gerechtgesprochen werden sollst in deinen Worten und siegen wirst, wenn du gerichtet wirst. 5 Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erweist, was wollen (werden) wir sagen? Ist Gott, der den Zorn hervorbringt, etwa ungerecht? Ich rede gemäß einem Menschen. 6 Das ist nicht so! Wie wird denn sonst Gott die Welt richten? 7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lügen (in meiner Unwahrhaftigkeit) hervorragt (überschießt, im Überfluss vorhanden ist) zu seiner Herrlichkeit, was werde auch ich noch wie ein Sünder gerichtet? 8 Und [ist es] etwa [so] wie wir gelästert werden und wie einige sagen, dass wir sagen [würden] 'Lasst uns das Schlechte machen, damit das Gute komme!' Deren Verurteilung (Gericht) ist gerecht. 9 Was nun? Haben wir etwas voraus? Gar nichts! Denn wir haben vorher die Anklage erhoben, dass Juden und auch Griechen, [dass also] alle unter [der] Sünde sind. 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29

Anmerkungen

aperissos meint das, was über das übliche Maß oder die übliche Anzahl hinausgeht. Damit stehen Bedeutungshorizonte von "besonders" bzw. "vorzüglich" bis "überflüssig" bzw. "unnötig" offen. (Zurück zum Text: a)
bGrundsätzlich kann man hier prwton mit "erstens:" übersetzen, als Beginn einer Aufzählung an jüdischen Vorzügen. Doch Paulus bringt nie wirklich eine solche Vorzugsliste sondern sinniert gleich genauer über den einen Vorzug nach und verspinnt sich in Gedanken darum. Man kann dann trotzdem "erstens:" stehen lassen, so man will. Andererseits kann das Adverb prwton auch den Rang bezeichnen ("in erster Linie", "vor allem"), beziehungsweise einfach die Grundbedeutung "zuerst, früher, vorher" meinen. Die Übersetzung mit dem Rang scheint mir gut zu passen. (Zurück zum Text: b)
cDas verneinende Partikel wird in direkten Fragen mit "doch nicht" oder "etwa" übersetzt (Zurück zum Text: c)
dGott kann schwer gläubig sein. Bei ihm/ihr wird pistis wohl besser mit Treue übersetzt. Bei den Menschen geht es aber in erster Linie um den Glauben, id est die Treue zu Gott. (Zurück zum Text: d)
eDie hier auftretende Formulierung kommt bei Paulus häufig vor, stets nach rhetorischen Fragen. Häufig liest man die Übersetztung "Das sei ferne!", das Wörterbuch schlägt etwa für diese typische paulinische Wendung "Nur nicht!" oder auch "Gott behüte" oder "Um Gottes wille nicht!" und nimmt hier Elemente aus der Volksfrömmigkeit auf. Ich übersetzte schlicht mit "Das ist nicht so!", da die Formulierung lediglich die ein verneinendes Partikel und das Verb "sein, werden" kennt. "Fernsein" oder "Behüten" sind zusätzliche Aspekte, die die Formulierung nicht kennt. Für die Leseübersetzung könnte man aber "Gott behüte!" eventuell ins Auge fassen, da sie die abwehrende Intention des Ausdrucks gut ausdrückt. (Zurück zum Text: e)
fBei Personen: wahrhaftig oder aufrichtig, bei Sachen: wahr, insgesamt aber auch: wirklich oder echt; (Zurück zum Text: f)