Epheser 6

Aus Die Offene Bibel

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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
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Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Epheser 6)

(kommt später)

Studienfassung (Epheser 6)

1 Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn; denn das ist recht.

2 „Ehre deinen Vater und deine Mutter” (Exodus 20,12; Deuteronomium 5,16), dies ist das erste Gebot mit einer Verheißung,

3 „damit es dir gut geht und du ein langes Leben hasta auf der Erde”.


4 Und ihr Väter, erzürnt nicht eure Kinder, sondern zieht sie groß durch Strenge (Erziehung, Züchtigung) und Zurechtweisung (Ermahnung) des Herrnb.


5 Ihr Sklaven, gehorcht denen, die dem Äußerenc nach Herren sind, mit Furcht und Zittern in Aufrichtigkeit eures Herzens, wie Christus,

6 nicht in Augendienereid, als [solche], die Menschen gefallen wollen, sondern die als Sklaven Christi den Willen Gottes von Herzen gerne erfüllenf,

7 die mit Freude (Lust, Eifer) dienen, als ob [sie] dem Herrn [dienen würden]g und nicht Menschen,

8 die wissen, dass jeder, wenn er etwas Gutes tut, dafür vom Herrn empfangen wird, [sei] er nun Sklave oder Frei.

9 Und ihr Herren, tut dasselbe für sie, indem ihr das Drohen sein lasst, weil ihr wisst, dass ihr wie euer Herr im Himmel ist und es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.


10 Schließlich werdet stark (erstarkt) im Herrn und in der Stärke seiner Macht.

11 Legt an die volle Rüstung Gottes, damit ihr Widerstand leisten könnt gegen die Ränke (Schliche) des Teufels.

12 Denn unser Kampf geht nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die (Geister)Mächte, gegen die Engelmächte, gegen die Weltherrscherh dieser Finsternis, gegen die Geister der Gemeinheit (Schlechtigkeit) im Himmel.

13 Deshalb nehmt die voll Rüstung Gottes auf, damit ihr am Bösen Tag widerstehen und nach dem Sieg über alles den Stand behaupten könnt.

14 Steht nun, um eure Hüfte gegürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer (Brustharnisch) der Gerechtigkeit

15 und unter die Füße gebundeni mit der Bereitschaft für das Evangelium des Friedens.

16 In jeder Hinsichtj nehmt den Schild des Glaubens auf, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt,

17 und nehmt den Helm des Heils (der Rettung) und das Schwert des Glaubens, d.h.k das Wort Gottes.

18 Ihr betet durch jedes Gebet und [jede] Bitte allezeit im Geist, und dazu seid ihr wachsam in aller Ausdauer und Bitte für alle Heiligen

19 und für mich, damit mir das Wort gegeben wird, wenn ich meinen Mund öffnel, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu offenbaren,

20 für das ich als Gesandter wirke in Fesseln, damit ich durch es unerschrocken rede, wie ich muss.


21 Damit aber auch ihr, was mich betrifft, wisst, wie es mir gehtm wird euch Tychikos, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, euch alles wissen lassen (kundtun),

22 den ich darum zu euch schicke, damit ihr das, was uns betrifft, erfahrt und er eure Herzen tröste.

23 Friede den Geschwisternn und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

24 Die Gnade [sei] mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus in Unvergänglichkeito lieben.


Anmerkungen

aWörtlich: Einer sein wirst, der ein langes Leben hat. (Zurück zu v.3)
bDie grammtische Konstruktion ist so, dass nicht die Väter streng sein sollen, sondern es um die Orientierung an Jesus geht. Rudolf Schnackenburg, EKK 10, schreibt: „Die Herrschaft Christi gibt allem notwendigen Mahnen und Zurechtweisen den Geist der Liebe … Beide Begriffe [Erziehung und Zurechtweisung] werden durch die Beifügung ‚des Herrn’ einem höheren Prinzip unterstellt, bei dem die … Weisung des Herrn den Ausschlag gibt” (S. 268f). Franz Mußner, ÖTK 10, dagegen fasst „des Herrn” als Genitivus subiectivus auf, die Erziehung, die der Herr durch den Vater übt. „Der Vater vertritt in seinem Erziehungswerk den Herrn, und die Erziehung besteht … in bewusster erzieherischer Arbeit, die in strenger Zucht und täglichen Ermahnungen besteht, ganz dem antiken Erziehungsideal entsprechend” (S. 163). Diese Auslegung bietet ein Einfallstor für allerschwärzeste Pädagogik. (Zurück zu v.4)
cWörtlich: dem Fleisch. (Zurück zu v.5)
dD.h. eine Arbeit, die nicht um ihrer selbst willen getan wird, sondern um dafür Anerkennung zu erhalten. (Zurück zu v.6)
eἐκ ψυχῆς heißt wörtlich „aus [erg.: ganzer] Seele”, vgl. BW Sp. 1782. (Zurück zu v.6)
fWörtlich: tun. (Zurück zu v.6)
gVgl. BDRBlass, Friedrich/Albert, Debrunner/Friedrich, Rehkopf: Grammatik des neutestamentlichen Griechisch, Göttingen <sup>18</sup>2001. § 425.4: „ὡς steht vielfach beim Partizip als vergleichende Partikel …, so auch in der Verkürzung, bei der das Partizip ausgelassen ist”. (Zurück zu v.7)
hDie Planeten, die gem. der Astrologie Einfluss auf den Menschen ausüben. (Zurück zu v.12)
iVorgestellt sind Sandalen, die man an die Füße band. (Zurück zu v.15)
jDer Ausdruck ἐν πᾶσιν bedeutet „in allen Stücken, in jeder Hinsicht”, BW Sp. 1277. Rudolf Schnackenburg, EKK X, S. 273 übersetzt „zu all dem”, das scheint aber die Präposition ἐν nicht richtig wiederzugeben. Franz Mußner, ÖTK 10, S. 165 übersetzt „in allem” - aber worauf bezieht sich „alles”? M.E. will der Apostel den Schild des Glaubens als wesentliches Ausrüstungsstück derstellen. (Zurück zu v.16)
kὅ ἐστιν ist formelhaft und entspricht unserem d.h. = das heißt, BDRBlass, Friedrich/Albert, Debrunner/Friedrich, Rehkopf: Grammatik des neutestamentlichen Griechisch, Göttingen <sup>18</sup>2001. § 132.2. (Zurück zu v.17)
lWörtlich: Bei der Öffnung meines Mundes. (Zurück zu v.19)
mWörtlich: Was ich mache, vgl. BW Sp. 1400. (Zurück zu v.21)
nWörtlich: den Brüdern. (Zurück zu v.23)
oἀφθαρσίᾳ bezieht sich entweder auf die, die den Herrn liebhaben und als solche schon dem jenseitigen Leben angehören, oder auf den Herrn selbst, der in unvergänglicher Herrlichkeit thront, BW Sp. 251. (Zurück zu v.24)