Daniel 9

Aus Die Offene Bibel

Version vom 6. Januar 2021, 21:57 Uhr von Bibelleser (Diskussion | Beiträge) (70 Jahrwochen Daniels)
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Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Daniel 9)

(kommt später)

Studienfassung (Daniel 9)

1 Im ersten Jahr des (in geschichtlichen Quellen unbekannten und wohl als Teilregent wie Daniel eingesetzten) Meders Darius

2 las ich beim Propheten Jeremia, dass Jerusalem 70 Jahre in Trümmern liegen sollte.

3 Ich betete und fastete vor Gott.

4 Ich betete: Herr, mein Gott, du hältst deinen Bund mit denen, die dein Wort halten.

5 Wir haben deine Gebote nicht befolgt.

6 Wir haben nicht auf deine Propheten gehört.

7 Wir als unter den Völkern Verstreute schämen uns.

8 Dies betrifft unsere Obersten.

9 Du bist barmherzig und vergibst.

10 Wir haben nicht gehört.

11 Über uns Ungehorsam ist der Fluch Mose gekommen.

12 Unheil ist über uns gekommen.

13 Moses Drohung ist wahr geworden.

14 Der Herr hat im Recht uns ins Unglück gestürzt.

15 Du hast dir einen Namen gemacht, als du uns aus Ägypten geführt hast.

16 Sei nicht länger zornig auf Jerusalem und aus deinen heiligen Berg.

17 Sei freundlich Deinem Heiligtum.

18 Höre mich und sieh auf Deine zerstörte Stadt.

19 Vergib und zögere nicht.

20 Während ich noch betete,

21 kam der Engel Gabriel zu mir.

22 Er redete zu mir: Daniel, ich lehre dich.

23 Gott liebt dich.

24 Siebzig Jahrwochen sind über dein Volk und deine Stadt bestimmt, um Sünden zu beenden, Voraussagungen zu erfüllen und den Tempel zu weihen.

25 Verstehe, dass vom Ausgehen des königlichen und göttlichen Befehls, Jerusalem und den Tempel wiederaufzubauen, sieben Jahrwochen und 62 Jahrwochen vergehen, bis zu einem gesalbten, hochgeborenen Mann sind es nochmals die 62 Jahrwochen, und die Stadt wird in unruhigen Zeiten gebaut.

26 Nach den 62 Jahrwochen wird der gesalbte Mann nicht für sich getötet, und das Volk eines kommenden Prinzen wird diese Stadt und das Heiligtum zerstören.

27 Und er wird einen Bund mit vielen bestätigen eine Woche lang, und zur Hälfte der Woche wird er das Opfer im Tempel beenden, und über den Altar kommt Verwüstung auch über den Verwüster.

Anmerkungen

Der königliche Befehl des persischen Befreiers, Kyrus II., Jerusalem und den Tempel wiederaufzubauen, wurde von den zurückgekehrten Juden im Jahr 536 v. Chr. angefangen auszuführen, und er wurde von einem Nachfolger, dem persischen König Darius I. erneuert bis zu seinem Todesjahr 486 v. Christus. Danach lebten die Juden unsicher zur Zeit des Buches Esther. Der göttliche Wiederaufbaubefehl bestand schon in der Tempelrede Jeremias in Jer. 7 im Jahr 609 v. Chr., von dem ab die 62 Jahrwochen zählen, bis zum Mord an dem rechtschaffenen Hohepriester in Erbfolge, Onias III. im Jahr 171 v. Chr., weil er sich für den Erhalt des von dem syrischen König Antiochus IV. Epiphanes geplünderten Tempelschatzes einsetzte. Danach zur Mitte der letzten Jahrwoche im Jahr 167 v. Chr. entweihte dieser König den Jerusalemer Tempel und starb im Jahr 164 v. Chr., dem Ende der letzten Jahrwoche, nachzulesen in den Makkabaeerbuechern. Von der Länge der halben Jahrwoche in Dan. 12, Vers 11, 1290 Tage für 3 1/2 Jahre können 368,6 Julianische Kalendertage und z. B. nach der Rechnung 62x7x368,6/365.25 gerundet 438 julianische Kalenderjahre für die o.g. Jahrwochenzeiträume bestimmt werden.