1 Nach einigen Tagen, in den Tagen der Weizenernte, besuchte Simson seine Frau mit einem Ziegen-Böcklein. Er sagte: „Ich will kommen zu meiner Frau in die Kammer!“ Aber ihr Vater erlaubte ihm nicht, ([zu ihr])〈a〉 zu kommen. (:)
2 Ihr Vater sagte: ({Ihr Vater sagte})〈b〉 „Ich war gewiss: Du hasst sie gewiss! Da gab ich sie deinem ([einem] deiner)〈c〉 Trauzeugen zur Frau. Ist nicht ihre jüngere Schwester besser als sie? Es sei doch sie statt jener deine Frau!“
| a | Textkritik: zu ihr nur nach LXXL, VL und den Mss. LXXA, M, k; gewiss nur eine stilistische Ergänzung. VUL lässt aus dem selben Grund das zu kommen fort; s. gleich. (Zurück zu v.1) |
| b | Textkritik: Vier Varianten existieren: (1) ... zu kommen. Ihr Vater sagte: Denkend dachte ich... (MT, LXX, Tg, Syr) (2) ... zu kommen, indem er sagte: Denkend dachte ich... (VL) (3) ...indem er sagte: Denkend dachte ich (VUL) (4) ... zu kommen: Denkend dachte ich... (LXXL). Variante (2) ist durchaus ernst zu nehmen; der heb. Text lautete dann: לבוא לאמר אמר אמרתי labo` le`mor `amor `amarti. Von hier aus wäre dann leicht erklärlich, wie in (3) labo` und in (4) le`mor entfallen wäre. Ob dann „ihr Vater sagte“ wie in MT und LXXRest oder „indem er sagte“ wie in VL und VUL ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Für (2) spricht, dass es die kürzere Variante ist, für (1) die Zahl der Zeugen. Alle neueren Ausleger:innen nehmen aber an, dass (1) ursprünglich ist; dem sollte dann auch OfBi folgen. (Zurück zu v.2) |
| c | Textkritik - Der Pl. wird bezeugt von LXXB, O, L und zwei unwichtigen heb. Mss. Da er sich im Heb. vom Sg. nur durch ein zusätzliches Jod unterscheidet, gewiss ein Lese- / Schreibfehler. (Zurück zu v.2) |