Kommentar:Richter 15

Aus Die Offene Bibel

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1 Nach einigen Tagen, in den Tagen der Weizenernte, besuchte Simson seine Frau mit einem Ziegen-Böcklein. Er sagte: „Ich will kommen zu meiner Frau in die Kammer!“ Aber ihr Vater erlaubte ihm nicht, ([zu ihr])a zu kommen. (:) 2 Ihr Vater sagte: ({Ihr Vater sagte})b „Ich war gewiss: Du hasst sie gewiss! Da gab ich sie deinem ([einem] deiner)c Trauzeugen zur Frau. Ist nicht ihre jüngere Schwester besser als sie? Es sei doch sie statt jener deine Frau!“

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aTextkritik: zu ihr nur nach LXXL, VL und den Mss. LXXA, M, k; gewiss nur eine stilistische Ergänzung. VUL lässt aus dem selben Grund das zu kommen fort; s. gleich. (Zurück zu v.1)
bTextkritik: Vier Varianten existieren:
(1) ... zu kommen. Ihr Vater sagte: Denkend dachte ich... (MT, LXX, Tg, Syr)
(2) ... zu kommen, indem er sagte: Denkend dachte ich... (VL)
(3) ...indem er sagte: Denkend dachte ich (VUL)
(4) ... zu kommen: Denkend dachte ich... (LXXL).
Variante (2) ist durchaus ernst zu nehmen; der heb. Text lautete dann: לבוא לאמר אמר אמרתי labo` le`mor `amor `amarti. Von hier aus wäre dann leicht erklärlich, wie in (3) labo` und in (4) le`mor entfallen wäre. Ob dann „ihr Vater sagte“ wie in MT und LXXRest oder „indem er sagte“ wie in VL und VUL ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Für (2) spricht, dass es die kürzere Variante ist, für (1) die Zahl der Zeugen. Alle neueren Ausleger:innen nehmen aber an, dass (1) ursprünglich ist; dem sollte dann auch OfBi folgen. (Zurück zu v.2)
cTextkritik - Der Pl. wird bezeugt von LXXB, O, L und zwei unwichtigen heb. Mss. Da er sich im Heb. vom Sg. nur durch ein zusätzliches Jod unterscheidet, gewiss ein Lese- / Schreibfehler. (Zurück zu v.2)