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Aus Die Offene Bibel

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;Shift:Shift: Kurz für „PNGT-Shift“ (Person-Numerus-Genus-Tempus - Shift). V.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen (s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f.).<!--<br />'''Literatur''':<br />Buth, Randall (1986): The Taxonomy and Function of Hebrew Tense-Shifting in the Psalms, in: START 15.<br />Cross, Frank Moore / David Noel Freedman (1997): Studies in Ancient Yahwistic Poetry. Livonia. S. 20.<br />Dahood, Mitchell (1965): Psalms I. 1-50. Introduction, Translation, and Notes. Garden City. S. 34f.<br />de Regt, Lenart (2000): A Genre Feature in Biblical Prophecy and the Translator: Person Shift in Hosea, in: Johannes C. de Moor / Harry F. van Rooy (Hgg.): Past, Present, Future. The Deuteronomistic History & the Prophets. Leiden.<br />GKC §144p<br />Gevirtz, Stanley (1961): West-Semitic Curses and the Problem of the Origins of Hebrew Law, in: VT 11/2. S. 157f.<br />Glanz, Oliver (2013): Understanding Participant-Reference Shifts in the Book of Jeremiah. A Study of Exegetical Method and Its Consequences for the Interpretation of Referential Incoherence. Leiden<br />Held, Moshe (1962): The YQTL-QTL (QTL-YQTL) Sequence of Identical Verbs in Biblical Hebrew and in Ugaritic, in: Meir Ben-Horin u.a. (Hgg.): Studies and Essays in Honor of Abraham A. Neuman, President, Dropsie Cllege for Hebrew and Cognate earing, Philadelphia. Leiden.<br />Lowth, Robert (1829): Lectures on the Sacred Poetry of the Hebrews. S. 127. Washington. S. 125-127.-->
 
;Shift:Shift: Kurz für „PNGT-Shift“ (Person-Numerus-Genus-Tempus - Shift). V.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen (s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f.).<!--<br />'''Literatur''':<br />Buth, Randall (1986): The Taxonomy and Function of Hebrew Tense-Shifting in the Psalms, in: START 15.<br />Cross, Frank Moore / David Noel Freedman (1997): Studies in Ancient Yahwistic Poetry. Livonia. S. 20.<br />Dahood, Mitchell (1965): Psalms I. 1-50. Introduction, Translation, and Notes. Garden City. S. 34f.<br />de Regt, Lenart (2000): A Genre Feature in Biblical Prophecy and the Translator: Person Shift in Hosea, in: Johannes C. de Moor / Harry F. van Rooy (Hgg.): Past, Present, Future. The Deuteronomistic History & the Prophets. Leiden.<br />GKC §144p<br />Gevirtz, Stanley (1961): West-Semitic Curses and the Problem of the Origins of Hebrew Law, in: VT 11/2. S. 157f.<br />Glanz, Oliver (2013): Understanding Participant-Reference Shifts in the Book of Jeremiah. A Study of Exegetical Method and Its Consequences for the Interpretation of Referential Incoherence. Leiden<br />Held, Moshe (1962): The YQTL-QTL (QTL-YQTL) Sequence of Identical Verbs in Biblical Hebrew and in Ugaritic, in: Meir Ben-Horin u.a. (Hgg.): Studies and Essays in Honor of Abraham A. Neuman, President, Dropsie Cllege for Hebrew and Cognate earing, Philadelphia. Leiden.<br />Lowth, Robert (1829): Lectures on the Sacred Poetry of the Hebrews. S. 127. Washington. S. 125-127.-->
 
==Bibelübersetzungen==
 
;ALB:Ludwig Albrechts Übersetzung des NTs und der Psalmen von 1920/1927. Eine wörtliche, aber flüssig zu lesende Übertragung.
 
 
;Allioli:Eine Übersetzung der Vulgata ins Deutsche; entstanden zw. 1830 und 1836. Im Katholizismus bis zu Herausgabe der EÜ die geläufigste Bibelübersetzung; für katholische Traditionalisten immer noch die katholische Bibel schlechthin.
 
 
;Aq:Aquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines.
 
 
;B-R:„Die Schrift“, übersetzt von Martin Buber und Franz Rosenzweig. Eine jüdische Übersetzung des Alten Testaments, die berühmt ist für ihre eigenwilligen Übersetzungsentscheidungen und ihren teilweise sehr gewagten Stil.
 
 
;BB:Die BasisBibel, eine freie und frische Übersetzung von NT und Psalmen, die gezielt auf die Verbreitung in den Neuen Medien hinkonzipiert wurde. Oft übersetzt sie recht interpretativ, beweist dabei aber auch häufig ein sehr glückliches Händchen. Definitiv einen Blick wert - und das Design ist auch noch toll.
 
 
;Bern:Eine jüdische Übersetzung des AT durch Simon Bernfeld von 1902. Ursprünglich konzipiert als „neue, fließend übersetzte und modernen Ansprüchen genügende Bibel für die deutsch redende Judenheit“ (- aber das war vor über 100 Jahren).
 
 
;CPDV:Die Catholic Public Domain Version; eine Übersetzung der Vulgata ins Englische von Ronald L. Conte Jr. Herausgegeben unter einer wundervollen Lizenz: "The Catholic Public Domain Version of the Sacred Bible has no copyright, trademark, or other legal restrictions. The only restriction is that there can be no restriction."
 
 
;D-R:Die Douay-Rheims Bible; eine Übersetzung der Vulgata ins Englische. Entstanden im 16-17. Jh. am English College; zw. 1749-1752 revidiert und abgeglichen mit der KJV durch Bischof Richard Challoner. Unter englischsprachigen katholischen Traditionalisten immer noch eine häufig verwendete Bibel.
 
 
;DaBHaR:Fritz Henning Baader's Übersetzung des Alten Testaments ins Deutsche. Unübertroffen in ihrem Bemühen, möglichst treu die Form des hebräischen Texts wiederzugeben. Unübertroffen auch an daraus resultierender Unverständlichkeit.
 
 
;ELB:Kurz für „Elberfelder Bibel“. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung; als Vollbibel erstmals 1871 erschienen.
 
 
;ELBr:Kurz für „revidierte Elberfelder Bibel“. Revision der Elberfelder Bibel; als Vollbibel erstmals 1986 erschienen. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung.
 
 
;EÜ:Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern.
 
 
;GN: Kurz für „Gute Nachricht Bibel“; als Vollbibel erstmals 1978 erschienen. Erste deutsche kommunikative Vollbibel; außerdem erste einzige durchgehend ökumenische deutsche Bibelübersetzungen. Ihre Rolle für die Geschichte der deutschen Bibelübersetzung ist schwer zu überschätzen.
 
 
;GREB:Johannes Grebers Übersetzung des NT, „mit Hilfe der Geisterwelt Gottes um 1930, in modernen Stiel [sic!] der heutigen Sprache angepaßt“. Die Übersetzung ist aber wesentlich besser als dieser Untertitel befürchten lassen könnte, und durchaus einen Blick wert.
 
 
;GUAR:Der Lateinische Psalter der Ausgabe Pius' XII in der Übersetzung von Romano Guardini. War längere Zeit als deutscher Einheitstext zur gottesdienstlichen Verwendung im Gebrauch. Joseph Patscher urteilt im Liturgischen Jahrbuch: „Wir besitzen keine Übertragung, die sich in der hohen Kultur der Sprache mit Guardini messen kann.“ - und das ist so. Unbedingt einen Blick wert, wenn es an das Erstellen der Lesefassung geht.
 
 
;H-R:Kurz für „Henne-Rösch - Bibel“. Zusammenführung der AT-Übersetzung von Henne und Gräff und der NT-Übersetzung durch Rösch um 1935(/1936?). Auch bekannt als „Paderborner Bibel“. Recht gutes Gleichgewicht von „wörtlich“ und „verständlich“.
 
 
;HER:Kurz für „Herder Bibel“; erstmals 1965 als Vollbibel erschienene Bibelübersetzung. Besonderheit: Der Bibeltext wurde der Reihe „Herders Bibelkommentar“ entnommen; dennoch ist sie stilistisch eher den „liturgischen Bibelübersetzungen“ zuzuordnen.
 
 
;HER05:Kurz für „revidierte Herder Bibel“, einer Revision der Herderbibel von 2005 durch Johannes Franzkowiak. Stilistisch eher den „liturgischen Bibelübersetzungen“ zuzuordnen.
 
 
;HfA:Kurz für „Hoffnung für Alle“. Erstmals 1996 als Vollbibel erschienen. Das bisherige Höchstmaß an Kommunikativität auf dem Markt der deutschen Bibeln.
 
 
;JJ:NT- und Psalmenübersetzung von Herbert Jantzen und Sprüche-Übersetzung von Thomas Jettel. Eine flüssig lesbare, aber dennoch wörtliche Übersetzung. Allein NT+Psalmen haben außerdem 4356 Fußnoten zur Erläuterung der Übersetzungen.
 
 
;KAM: Albert Kammermayers NT-Übersetzung von 2005; unterschrieben mit: „Eine Übersetzung, die unsere Sprache spricht“. Kammermayer übersetzt nach einer vierfachen Zielvorgabe: (1) Absolute Treue zum Original, (2) Größtmögliche Verständlichkeit, (3) Einfaches Deutsch, (4) schönes, gepflegtes Deutsch. Eine wunderbare Übertragung und ganz zu Unrecht noch nicht sehr bekannt.
 
 
;KAR:Otto Karrers NT-Übersetzung von 1959. Früher recht verbreitete katholische Studienbibel. Recht wörtlich; dennoch immer noch gut lesbar.<br />Tip: Unbedingt in Druckform anschaffen; die Papierqualität ist so gut, dass jedem Bibliophilen Tränen in die Augen steigen müssen.
 
 
;KNO: Konkordante Übersetzung des NT durch Adolph Ernst Knoch von 1926.
 
 
;L-R:Eine Übersetzung der Vulgata ins Deutsche durch Valentin Loch und Wilhelm Reischl aus dem 19. Jh. Heute fast vergessen und auch früher v.a. unter betuchteren Theologen verbreitet.
 
 
;Lamsa:Übersetzung der Peschitta ins Englische durch George Lamsa. Übersetzt zw. 1940 und 1957.
 
 
;LUT:Kurz für „Lutherbibel“. 1534 erstmals als Vollbibel erschienen. Zwar entgegen verbreitetem Urteil nicht die erste deutsche Bibelübersetzung, zweifellos aber die einflussreichste. Auch heute noch die verbreitetste deutsche Bibel überhaupt.
 
 
;LUT84:Kurz für „Lutherbibel 1984“, der Revision der Lutherbibel von 1984. Anpassung der ursprünglichen Lutherbibel an das zeitgenössische Deutsche, dennoch ist Luthers wundervoller Stil immer noch überall erkennbar.
 
 
;LXX:Die Septuaginta - die älteste durchgängige (griechische) Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr.
 
 
;MEN:Kurz für „Menge Bibel“; entstanden zwischen 1900 und 1922. Dennoch auch heute noch gut lesbar und recht häufig empfohlen als Muster einer gelungenen Verbindung von philologisch genauem und dennoch kommunikativen Übersetzen.
 
 
;MNT:Kurz für „Münchener Neues Testament“, einer Interlinearübersetzung ohne griechischen Text von 1988.
 
 
;MÜN:Kurz für „Münsterschwarzacher Psalter“, eine liturgische Übersetzung der Psalmen aus dem Benediktinerkloster Münsterschwarzach. Schön zu lesen; philologisch erstklassig, dafür aber recht weit entfernt von Alltagssprache.
 
 
;NETS:Die New English Translation of the Septuagint. Frei zugänglich im Netz; übersetzt in steter Orientierung am hebräischen Text.
 
 
;NeÜ:Kurz für „Neue evangelistische Übersetzung“, einer 2010 erstmals als Vollbibel erschienene Übersetzung durch Karl-Heinz Vanheiden. Vanheiden konzipierte sie als Bibel, die „so leicht lesbar sein sollte wie eine Tageszeitung“, dennoch entfernt sie sich sehr selten zu weit vom Urtext. Bezeichnend ist ihr schöner Stil; v.a. in der biblischen Poesie.
 
 
;NGÜ:NT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft von 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit.
 
 
;NL:Kurz für „Neues Leben“, eine sehr kommunikative Übersetzung, die erstmals 2006 als Vollbibel erschien.
 
 
;NVul:Die Nova Vulgata; die Vulgata-Revision des Heiligen Stuhls ins Lateinische (in steter Ausrichtung am hebräischen und griechischen Text). In der Instruktion „Liturgiam Authenticam“ wurde sie zur Referenzübersetzung bestimmt, deren Übersetzungsentscheidungen jede Übersetzung zu folgen hat, die in der römisch-katholischen Liturgie verwendet werden will.
 
 
;NW:Kurz für „Neue-Welt-Übersetzung“, der Übersetzung der Zeugen Jehovas. Will eine möglichst genaue Übersetzung sein, trifft dabei aber gelegentlich auch etwas sonderbare Übersetzungsentscheidungen. Vielleicht aber gerade deshalb durchaus lesenswert.
 
 
;PAT:Kurz für „Pattloch Bibel“; Bezeichnung für die Übersetzung durch Vinzenz Hamp, Meinrad Stenzel und Josef Kürzinger (drei exegetischen Schwergewichtern) von 1955. Völlig zu Unrecht so unbekannt: Gutes Gleichgewicht von Wörtlichkeit und Lesbarkeit. Hamp schreibt zum Profil: „Unsere Ausgabe bietet eine ungekürzte Übertragung aus den Grundtexten, de einerseits möglichst getreu den Sinn der Verfasser z utreffen sucht, andererseits einen verständlichen und flüssigen deutschen Stil anstrebt. Veraltete und ungebräuchlich gewordene Ausdrücke, die in den Bibelübersetzungen oft lange Zeit mitgeschleppt werden, wurden durch neue ersetzt.“
 
 
;R-S:Kurz für „Rießler-Storr“, die Zusammenführung der AT-Übersetzung von Paul Rießler und der NT-Übersetzung von Rupert Storr. Auch bekannt als „Grünewald Bibel“. Häufig ungewöhnliche Übersetzung; z.B. ist biblische Lyrik durchgehend im jambischen Rhythmus übersetzt; z.B. hat Rießler Akrostycha tatsächlich als alphabetische Gedichte auch ins Deutsche übersetzt, usw.<br />Sebastians Lieblingsbibel.
 
 
;SLT:Kurz für „Schlachter“; gemeint ist damit die Revision von 1995-2004 der erstmals 1905 erschienenen Bibelübersetzung von Franz Eugen Schlachter. Die Schlachter-Bibel ist recht urtexttreu; Schlachter verstand es aber, dieses genaue Übersetzen mit einem herrlichen kräftig-würzigen Stil zu verbinden, so dass sich am Ende dennoch eine gut lesbare Bibel ergab.
 
 
;STAD:Die freie jüdische Psalmenübersetzung von Alisa Stadler, der „jüdischen Psalmsängerin unserer Tage“ (Schalom Ben Chorin).<br />Eher für Psalmenliebhaber denn für Psalmenforscher interessant; noch mehr aber für Bibliophile: Ein ganz wundervoll gestaltetes Buch.
 
 
;Stier:Friedolin Stiers NT-Übersetzung von 1989. An den Stil der Buber-Rosenzweig-Übersetzung angelehnte Übertragung des NT von einem großen theologischen Schriftsteller. Allein schon wegen der Text-gestaltung anschaffenswert.
 
 
;Sym:Eine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. Offenbar einst eine stilistisch besonders schöne Alternative zur LXX.
 
 
;Syr:Kurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ („die Einfache“). Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr.
 
 
;TAF:Kurz für „Tafelbibel“, die Bibelübersetzung von Leonhard und Ludwig Tafel. Sehr wörtliche Übersetzung; laut eigener Auskunft hatte Tafel allein im Alten Testament 40.000 Verbesserungen veranstaltet. Interessant, da hier häufiger auch seltenere Übersetzungsweisen gefunden werden können.
 
 
;TEX:Kurz für „Textbibel“, einer deutschen Bibelübersetzung, an der Größen wie Baethgen, Bertholet, Budde, Eißfeldt, Kautzsch, Kittel, Löhr, Marti, Siegfried, Socin und Steuernagel mitarbeiteten. Sehr wörtlich und völlig zu unrecht weitgehend in Vergessenheit geraten.
 
 
;Tg:Kurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische.
 
 
;Theod:Eine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines.
 
 
;TUR:jüdische Übersetzung des ATs von 1935-59 durch Naftali Herz Tur-Sinai. Philologisch genaue Übersetzung eines großen Exegeten in eigenwilligem und kräftigem Sprachduktus.
 
 
;Volks:Kurz für „Volksbibel“, eine Neuauflage der Henne-Rösch-Bibel von 2000, in der aber offenbar nur das NT revidiert wurde.
 
 
;VOLX:Kurz für „Volxbibel“. Ein der Offenen Bibel konzeptuell ganz ähnliches Projekt, das auf Wiki-basis funktioniert und dessen Texte unter Open Source Lizenz im Netz stehen. Bewusst in Jugendsprache gehalten und dafür häufig in die Kritik gekommen. Wahrscheinlich zu Unrecht, aber für exegetische Fragen und Übersetzungsvergleiche ist sie dennoch nicht verwendbar.
 
 
;VUL:Die Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der (gesamten) Bibel (ins Lateinische) von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr.
 
 
;WEIN:Eine eher freie, aber sehr starke Nachdichtung des Psalters ins Deutsche durch den katholischen expressionistischen Dichter Franz Johannes Weinrich; nachkontrolliert vom großen Alfons Deissler. Unbedingt lesenswert.
 
 
;WIL:Ulrich Wilckens' NT-Übersetzung von 1970. Gern gekaufte wörtliche, aber dennoch gut lesbare Studienbibel mit interessantem Anmerkungsprinzip: Anmerkungen erfolgen nicht am Seitenfuß, sondern pro Perikope folgt aufeinander Übersetzung, Kommentierung der gesamten Perikope und Einzelanmerkungen.
 
 
;Zink:Teilweise AT- und vollständige NT-Übersetzung von Jörg Zink. In meiner Ausgabe von 1966 handelt es sich bisweilen fast schon um schön zu lesende Paraphrasen; in der Neuüberarbeitung von 1998 soll Zink aber wieder wörtlicher geworden sein.
 
 
;ZÜR:Kurz für „Zürcher Bibel“. Zurückgehend auf die Übersetzung Zwinglis wurde sie erstmals wieder 1907-1931 neu übersetzt; seit 2007 liegt sie in neuer Revision vor. Ihr Ziel ist die Verbindung von philologischer Genauigkeit und „geschmeidiger, gehobener Sprache“ - und das macht sie so gut, dass viele Exegeten sie als Referenzübersetzung in Aufsätzen und Kommentaren benutzen.
 
  
 
==Sonstiges==
 
==Sonstiges==
 
;JHWH:Empfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.
 
;JHWH:Empfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.
 
==Sekundärliteratur==
 
 
===Standardwerke===
 
 
===Andere===
 
;Albright 1943:Albright, William F. (1943): Review on „The Babylonian Genesis: The Story of Creation“, by Alexander Heidel, in: JBL 62/4. S. 1-11.
 
 
;Alter 1996:Alter, Robert (1996): Genesis. Translation and Commentary. New York.
 
 
;Andersen 1995:Andersen, Francis I. (1995): What Biblical Scholars Might Learn from Emily Dickinson, in: Jon Davies/Graham Harvey/Wilfred G. E. Watson (Hgg.): Words Remembered, Texts Renewed. Essays in Honour of John F.A. Sawyer (=JSOT Sup 195). Sheffield.
 
 
;Arbez/Weisengoff 1948:Arbez, Edward P. / John P. Weisengoff (1948): Exegetical Notes on Genesis 1:1-2, in: CBQ 10. S. 140-150.
 
 
;Atwell 2000:Atwell, James E. (2000): An Egyptian Source for Genesis 1, in: JTS 51/2. S. 441-477.
 
 
;Bandstra 2008:Bandstra, Barry (2008): Genesis 1-11. A Handbook on the Hebrew Text. Waco.
 
 
;Bauks 1997:Bauks, Michaela (1997): Die Welt am Anfang. Zum Verhältnis von Vorwelt und Weltentstehung in Gen 1 und in der altorientalischen Literatur (=Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament 74). Neukirchen-Vluyn.
 
 
;Beauchamp 1969:Beauchamp, Paul (1969): Création et Séparation. Étude exégétique du chapitre premier de la Genèse (=Lectio Divina 201). Paris.
 
 
;Böttcher 1863:Böttcher, Friedrich (1863): Neue exegetisch-kritische Aehrenlese zum Alten Testament. Erste Abtheilung, Genesis-2 Samuelis. Leipzig.
 
 
;Clines 1968:Clines, David J. A. (1968): The Image of God in Man, in: TB 19. S. 54-103.
 
 
;Cole 2003:Cole, H. Ross (2003): The Sabbath and Genesis 2:1-3, in: AUSS 41/1. S. 5-12.
 
 
;Cole 2007:Cole, H. Ross (2007): Genesis 1:14 - Translation Notes, in: AUSS 45/1. S. 63-67.
 
 
;Collins 1999:Collins, Jack (1999): Discourse Analysis and the Interpretation of Gen 2:4-7, in: WTJ 61. S. 269-276.
 
 
;Dantinne 1961:Dantinne, É. (1961): Création et séparation, in: Le Muséon 74. S. 441-51.
 
 
;Delitzsch 1887:Delitzsch, Franz (1887): Neuer Commentar über die Genesis. Leipzig.
 
 
;Driver 1905:Driver, S. R. (<sup>4</sup>1905): The Book of Genesis. With Introduction and Notes. London.
 
 
;Drouot et. al 2000:Drouot, Sophie/Marie-Anne Lacome/Jean-Michel Poirier (2000): Gn 1,1-2,4a. Proposition d'une traduction, in: Bulletin de littérature ecclésiastique 101/4. S. 367-382.
 
 
;Duchesne-Guillemin 1982:Duchesne-Guillemin, Jacques (1982): Genèse 1,2c, Ugarit et L´Égypte, in: Comptes rendus des séances de l´Académie des Inscriptions et Belles Lettres 126/3. S. 512-525.
 
 
;Ehrlich 1908:Ehrlich, Arnold B. (1908): Randglossen zur Hebräischen Bibel. Textkritisches, Sprachliches und Sachliches. Bd 1: Genesis und Exodus. Leipzig.
 
 
;Ember 1905:Ember, Aaron (1905): The Pluralis Intensivus in Hebrew, in: AJSLL 21/4. S. 195-231.
 
 
;Fenton 1984:Fenton, T. L. (1984): „One Place“, ''mâqôm ´echâd'', in Genesis I 9: Read ''miqwîm'', „Gatherings“, in: VT 34/4. S. 438-445.
 
 
;Galling 1950:Galling, Kurt (1950): Der Charakter der Chaosschilderung in Gen. i 2, in: ZThK 47. S. 145-157
 
 
;Ginzberg 2003:Ginzberg, Louis (2003): Legends of the Jews. Vol 1: Bible Times and Characters. From the Creation to Moses in the Wilderness. Philadelphia.
 
 
;Good 2009:Good, Edwin M. (2009): Genesis 1-11. Tales of the Earliest World. A New Translation and Essays. Stanford.
 
 
;Gross 1980:Gross, Walter (1980): Syntaktische Erscheinungen am Anfang althebräischer Erzählungen: Hintergrund und Vordergrund, in: Congress Volume Vienna 1980 (=VT Sup 32). Leiden.
 
 
;Harper 1888:Harper, William R. (1888): The Pentateuchal Question. I. Gen 1:1-12:5, in: Heb 5/1. S. 18-73.
 
 
;Heidel 1951:Heidel, Alexander (<sup>2</sup>1951): The Babylonian Genesis. The Story of Creation. Chicago / London.
 
 
;Holmstedt 2008:Holmstedt, Robert D. (2008): The Restrictive Syntax of Genesis i 1, in: VT 58. S. 56-67.
 
 
;Humberg 1964:Humbert, Paul (1964): Encore le Premier Mot de la Bible (A propos d´un article de M. Walther Eichrodt), in: ZAW 76/2. S. 123-131.
 
 
;Jenni 1997:Jenni, Ernst (1997): Erwägungen zu Gen 1,1 „am Anfang“, in: Ders.: Studien zur Sprachwelt des Alten Testaments. Herausgegeben von Beat Huwyler und Klaus Seybold. Stuttgart.
 
 
;Junker 1953:Junker, Hubert (<sup>3</sup>1953): Genesis (=EB). Würzburg.
 
 
;Kaiser 1998:Kaiser, Otto (1998): Der Gott des Alten Testaments. Theologie des Alten Testaments. Teil 2: Wesen und Wirken. Jahwe, der Gott Israels, Schöpfer der Welt und des Menschen (=UTB 2024).
 
 
;Kerr 2013:Kerr, Robert M. (2013): Once upon a time ... Gn 1:1 reconsidered. Some remarks on an incipit problem, in: KUSATU 15. S. 33-47.
 
 
;Koehler 1969:Koehler, Ludwig (1969): Die Grundstelle der Imago-Dei-Lehre, Genesis 1,26 (1948), in: Leo Scheffczyk (Hg.): Der Mensch als Bild Gottes. Darmstadt.
 
 
;König 1900:König, Eduard (1900): Stilistik, Rhetorik, Poetik. in Bezug auf die biblische Litteratur komparativisch dargestellt. Leipzig.
 
 
;König 1919:König, Eduard (1919): Die Genesis. Eingeleitet, übersetzt und erklärt. Gütersloh.
 
 
;Kselman 1978:Kselman, John S. (1978): The Recovery of Poetic Fragments from the Pentateuchal Priestly Source, in: JBL 97/2. S. 161-173.
 
 
;Lewysohn 1858:Lewysohn, Ludwig (1858): Die Zoologie des Talmuds. Eine umfassende Darstellung d. rabbinischen Zoologie, unter steter Vergleichung d. Forschungen älterer u. neuerer Schriftsteller. Frankfurt a.M.
 
 
;Lode 2002:Lode, Lars (2002): The Two Creation Stories in Genesis Chapters 1 to 3, in: JOTT 14. S. 1-52.
 
 
;Meek 1938:Meek, Theophile J. (1938): Lapses of Old Testament Translators, in: JAOS 58/1. S. 122-129.
 
 
;Merlo 2008:Merlo, Paolo (2008): Alcune note sui primi versetti della Genesi (Gen 1,1-3) e la ricezione nel prologo giovanneo, in: Nicola Ciola / Giuseppe Pulcinelli (Hgg.): Nuovo Testamento: Teologie in Dialogo Culturale. Scritti in onore di Romano Penna nel suo 70. compleanno (=Supplementi all Rivista Biblica 50. Bologna.
 
 
;Neville 2011:Neville, Richard (2011): Differentiation in Genesis 1: An Exegetical Creation ''ex nihilo'', in: JBL 130/2. S. 209-226.
 
 
;Orlinsky 1983:Orlinsky, Harry (1983): Enigmatic Bible Passages: The Plain Meaning of Genesis 1:1-3, in: BA 46/4. S. 207-209.
 
 
;Polak 2002:Polak, Frank H. (2002): Poetic Style and parallelism in the creation account (Genesis 1.1-2.3), in: Yair Hoffman/Henning Graf Reventlow (Hgg.): Creation in Jewish and Christian Tradition (=JSOT Sup 319). Sheffield.
 
 
;Rechenmacher 2002:Rechenmacher, Hans (2002): Gott und das Chaos. Ein Beitrag zum Verständnis von Gen 1,1-3, in: ZAW 114. S. 1-20.
 
 
;Rogland 2007:Rogland, Max (2007): Text and Temple in Haggai 2,5, in: ZAW 119/3. S. 410-415.
 
 
;Rottzoll 1991:Rottzoll, Dirk U. (1991): Die Vorbedingungen für Gottes große „Auseinander-Schöpfung“. Eine vornehmlich syntaktische Untersuchung zum Prolog des priesterschriftlichen Schöpfungsberichts (Gen 1,1f), in: BZ 35. S. 247-256.
 
 
;Rudolph 2003:Rudolph, David (2003): Festivals in Genesis 1:14, in: TB 54/2. S. 23-40.
 
 
;Sasson 1992:Sasson, Jack M. (1992): Time...to Begin, in: Michael Fishbane / Emanuel Tov (Hgg.): Sha´arei Talmon: Studies in the Bible, Qumran, and the Ancient Near East, presented to Shemaryahu Talmon. Winona Lake. S. 183-194.
 
 
;Scharbert 1990:Scharbert, Josef (<sup>3</sup>1990): Genesis 1-11 (=NEB). Würzburg.
 
 
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Version vom 28. November 2013, 19:16 Uhr

Bitte nur einzeilige Abkürzungen/Tooltips

Abkürzungen[Bearbeiten]

F.A.Q.
Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen
FAQ
Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen

grammatische Phänomene[Bearbeiten]

Pseudo-Imperativ
Ein Imperativ fungiert nicht als Imperativ, sondern als Vordersatz eines Konditionalsatzgefüges (vgl. z.B. Williams §190). Bspp.:
(1) Deutsch: „Zeig mir noch einmal den Mittelfinger, dann setzt es was!“ = „Wenn du mir noch einmal den Mittelfinger zeigst, setzt es was!“;
(2) Biblisch: Jes 21,12: „Wenn ihr-fragt (Yiqtol), fragt (Imp)! Kommt zurück (Imp)! Kommt (Imp)!“ = „Wenn ihr fragen wollt, dann fragt! Wollt ihr wiederkommen, kommt!“

Stilmittel[Bearbeiten]

Hyperbaton
Rhetorische Figur: Gezieltes Abweichen von gewöhnlicher Wort- oder Satzteilfolge. Bspp.:
(1) Deutsch: Matthias Claudius: „Sanft ist im Mondenscheine und süß die Ruh“ = „Sanft und süß ist die Ruh im Mondenscheine“;
(2) Biblisch: Gen 2,5: „Noch wuchs kein wildes Steppengewächs auf der Erde und keine Feldfrucht auf dem Feld, denn der Gott JHWH hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde und es war kein Mensch da, der den Acker bestellte“ =
„Noch wuchs kein wildes Steppengewächs auf der Erde, denn der Gott JHWH hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde. [Auch] keine Feldfrucht wuchs auf dem Feld, denn es war kein Mensch da, der den Acker bestellte.“
Merismus
Rhetorische Figur: Ein Oberbegriff wird durch zwei Unterbegriffe umschrieben. Besonders häufig: Ausdruck einer Gesamtheit durch zwei gegensätzliche Begriffe. Bsp.: Ex 10,9: „Mose sprach: Wir wollen ziehen mit Jung und Alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest JHWHs.“
Shift
Shift: Kurz für „PNGT-Shift“ (Person-Numerus-Genus-Tempus - Shift). V.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen (s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f.).

Sonstiges[Bearbeiten]

JHWH
Empfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.