JHWH/Etymologie

Aus Die Offene Bibel

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Siehe auch: JHWH

Ob sich die sprachliche Herkunft des Wortes „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.“ rekonstruieren lässt, ist unklar. Es gibt eine Vielzahl von Vorschlägen zur EtymologieAls „Etymologie“ bezeichnet man die Wissenschaft von der Entstehung von Wörtern. Mehrere Sprachen einer „Sprachfamilie“ - z.B. Deutsch, Englisch, Niederländisch oder Hebräisch, Ugaritisch, Arabisch - gehen auf gemeinsame „Vorfahren“ zurück - in diesen Fällen Indogermanisch oder Protosemitisch. Stammt ein Wort X1 von einem „Wort-vorfahren“ x ab, nennt man dieses x das „Etymon“ von X1; die „Geschwister“ X2 und X3 von X1 in verwandten Sprachen, die vom selben Etymon abstammen, nennt man die „Kognate“ von X1. In der Bibelwissenschaft ist die Etymologie besonders deshalb hilfreich, weil ein Wort X1 oft in seiner Bedeutung mehr oder weniger mit den Bedeutungen seines Etymons x und seiner Kognate X2 und X3 übereinstimmt. Kennt man also nicht die genaue Bedeutung von X1, aber die Bedeutungen von X2 und X3, lassen sich über die Bedeutungen der Kognate Rückschlüsse auf die Bedeutung von X1 ziehen. von „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.“. Gegen kaum einen ist nicht auch schon ein Gegenargument vorgebracht worden, aber es kann gleichzeitig fast keiner der Vorschläge von Vornherein entkräftet werden. Die folgende Auflistung beschränkt sich auf einige der wahrscheinlicheren Theoriena. JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. könnte sich herleiten von

  • der Wurzel ḥwy – „Der Zerstörer“
  • der semitischen Wurzel hwy / hyh – „sein“. Diese Herleitung ist am verbreitetsten, allerdings wurde schon gegen sie vorgebracht, dass hier der Name einer südsemitischen Gottheit durch eine westsemitische EtymologieAls „Etymologie“ bezeichnet man die Wissenschaft von der Entstehung von Wörtern. Mehrere Sprachen einer „Sprachfamilie“ - z.B. Deutsch, Englisch, Niederländisch oder Hebräisch, Ugaritisch, Arabisch - gehen auf gemeinsame „Vorfahren“ zurück - in diesen Fällen Indogermanisch oder Protosemitisch. Stammt ein Wort X1 von einem „Wort-vorfahren“ x ab, nennt man dieses x das „Etymon“ von X1; die „Geschwister“ X2 und X3 von X1 in verwandten Sprachen, die vom selben Etymon abstammen, nennt man die „Kognate“ von X1. In der Bibelwissenschaft ist die Etymologie besonders deshalb hilfreich, weil ein Wort X1 oft in seiner Bedeutung mehr oder weniger mit den Bedeutungen seines Etymons x und seiner Kognate X2 und X3 übereinstimmt. Kennt man also nicht die genaue Bedeutung von X1, aber die Bedeutungen von X2 und X3, lassen sich über die Bedeutungen der Kognate Rückschlüsse auf die Bedeutung von X1 ziehen. erklärt würde.b
  • der Wurzel hwh, „begehren“. Allerdings ist diese Wurzel im Hebräischen mit ihrer abwertenden Grundbedeutung negativ konnotiert und so nicht allzu wahrscheinlich.c
  • der arabischen Wurzel hwy mit den drei Grundbedeutungen „leidenschaftlich sein“, „fallen“ und „wehen, blasen“. Einiges spricht für diese Deutung. So ähnelt „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.“ in seiner Wortbildungsform v.a. Götternamen aus dem arabischen Pantheon, etwa Yagut, Ya´uq, Yahirr, Yagidd und Yumayyitd. Eine solche Herleitung wäre darüber hinaus plausibel, weil JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. Züge eines Sturmgottes vom Hadad-Typ aufweist. Mögliche Interpretationen wären dann „er macht fallen“, was dann auf die Blitze anspielen würde, die ein Sturmgott auf seine Feinde niederfahren lässt, oder „er weht“ – eine Deutung, die schon Wellhausen vertreten hat und der sich auch Knauf anschließt.e

Weitere Vorschläge leiten „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.“ von ganzen Sätzen und Ausdrücken her, etwa

  • ya huwa, einem jubelnden Derwisch-Kultruf mit der Bedeutung „Oh, Er!“ (Mowinckel)
  • das kanaanäische yahwi, „er ist, er ist bekannt“ (von Soden)
  • JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. als Abkürzung eines hypothetischen Gottesnamens wie el yahwe yisrael, „El-schafft-Israel" (Freedman)
  • JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. als Abkürzung einer hypothetischen liturgischen Formel wie il du yahwi sabaot leres etc. (Cross). Diese Herleitung ist komplexer. Der ursprüngliche Gottesname dieser liturgischen Formel ist noch il, also El. Nachdem El als eigenständiger Gott / als Eigenname eines Gottes langsam in Vergessenheit geriet und zu einem bloßen Klassennomen für göttliche Wesen wurde, entwickelte sich das Verb yahwi zu einem neuen Eigennamen.
  • das babylonische ya(w)um-ilum - „Mein ist Gott". Die Bildung eines Gottesnamens aus einem Pronomen ist allerdings nicht sonderlich wahrscheinlich.
  • Das amoritische yahwi-ilu, das es neben -ilu auch in Verbindung mit den Gottesnamen Hadad und Dagan gibt. Müsste dies aber, wie vorgeschlagen, gelesen werden als „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. ist El", hieße es entsprechend gleichzeitig „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. ist Hadad“ und „JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. ist Dagon“ – ein solch expliziter Synkretismus ist nicht sehr wahrscheinlich. Abgesehen davon ist die näherliegende Bedeutung dieser Formel ohnehin einfach „El (Hadad, Dagen) lebt / macht leben“.f
Eine weitere Möglichkeit wäre die Herleitung von dem Namen des westsemitischen Gottes Ya her. Das ist zurzeit noch nicht mehr als eine mögliche Hypothese; sollte die Evidenz für die Existenz eines solchen Gottes allerdings zunehmen, spräche recht viel für diese EtymologieAls „Etymologie“ bezeichnet man die Wissenschaft von der Entstehung von Wörtern. Mehrere Sprachen einer „Sprachfamilie“ - z.B. Deutsch, Englisch, Niederländisch oder Hebräisch, Ugaritisch, Arabisch - gehen auf gemeinsame „Vorfahren“ zurück - in diesen Fällen Indogermanisch oder Protosemitisch. Stammt ein Wort X1 von einem „Wort-vorfahren“ x ab, nennt man dieses x das „Etymon“ von X1; die „Geschwister“ X2 und X3 von X1 in verwandten Sprachen, die vom selben Etymon abstammen, nennt man die „Kognate“ von X1. In der Bibelwissenschaft ist die Etymologie besonders deshalb hilfreich, weil ein Wort X1 oft in seiner Bedeutung mehr oder weniger mit den Bedeutungen seines Etymons x und seiner Kognate X2 und X3 übereinstimmt. Kennt man also nicht die genaue Bedeutung von X1, aber die Bedeutungen von X2 und X3, lassen sich über die Bedeutungen der Kognate Rückschlüsse auf die Bedeutung von X1 ziehen..g

Fußnoten[Bearbeiten]

aVgl. zu diesem Punkt v.a.: Lemma „Yahweh“ 1999; McCarthy 1978. (Zurück zum Text: a)
bBeleg nötig! (Zurück zum Text: b)
cBeleg nötig! (Zurück zum Text: c)
dVgl. Knauf 1984, S. 468. (Zurück zum Text: d)
eBeleg nötig! (Zurück zum Text: e)
fBeleg nötig! (Zurück zum Text: f)
gBeleg nötig! (Zurück zum Text: g)

Literaturliste[Bearbeiten]

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