Kommentar:Richter 15: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|7}} '''Da sagte Samson zu ihnen: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich durchaus'''<ref>'''tFN''': Prima vista: ''Wenn ihr solches tut, oh, wenn ich mich rächen werde...''. Aber ''`im'' („wenn“) wird hier zwei Mal in us. Bedd. verwendet: Einmal als „wenn“, einmal mit ''ki'' („weil, oh!“) als „durchaus“ wie in [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]] und [[Jeremia 51#s14 |Jer 51,14]].</ref> '''an euch rächen und erst danach aufhören''' (...tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!<ref>'''Textkritik''': LXX<sup>A, O, L</sup>, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von ''ekdikäso'' („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu ''eudokäso''; das heb. ''`im'' („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von {{hebr}}אחדל{{hebr ende}} „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL's „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest ''an einem'' das heb. {{hebr}}ואחר{{hebr ende}} („und danach“) als {{hebr}}מאחד{{hebr ende}} („von einem“) und ''und jedem von euch'' ist eine zweite freie Üs. von {{hebr}}בכם{{hebr ende}} („an euch“), bei der das ''jedem'' aus dem Gegensatz von ''einem'' vs. ''euch'' herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXX<sup>A, O, L</sup>, SyH und Theod ganz; VL hat es. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können.</ref> '''
{{S|7}} '''Da sagte Samson zu ihnen: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich durchaus'''<ref>'''tFN''': Prima vista: ''Wenn ihr solches tut, oh, wenn ich mich rächen werde...''. Aber ''`im'' („wenn“) wird hier zwei Mal in us. Bedd. verwendet: Einmal als „wenn“, einmal mit ''ki'' („weil, oh!“) als „durchaus“ wie in [[1 Samuel 26#s10 |1 Sam 26,10]]; [[2 Könige 5#s20 |2 Kön 5,20]] und [[Jeremia 51#s14 |Jer 51,14]].</ref> '''an euch rächen und erst danach aufhören''' (...tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!<ref>'''Textkritik''': LXX<sup>A, O, L</sup>, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von ''ekdikäso'' („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu ''eudokäso''; das heb. ''`im'' („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von {{hebr}}אחדל{{hebr ende}} „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL's „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest ''an einem'' das heb. {{hebr}}ואחר{{hebr ende}} („und danach“) als {{hebr}}מאחד{{hebr ende}} („von einem“) und ''und jedem von euch'' ist eine zweite freie Üs. von {{hebr}}בכם{{hebr ende}} („an euch“), bei der das ''jedem'' aus dem Gegensatz von ''einem'' vs. ''euch'' herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXX<sup>A, O, L</sup>, SyH und Theod ganz; VL hat es. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können.</ref> '''
{{S|8}} '''Also schlug er sie, Schienbein über Hüfte, mit hartem Schlag. Dann zog er hinab''' (ging er)<ref>'''Textkritik''': ''Er zog hinab'' nach den meisten Textzeugen, nur Syr und viele heb. Mss. ''er ging''. Was davon ursprünglich ist, ist nicht mehr erkennbar; zum Fluss der Geschichte passt jedenfalls allemal MT besser (richtig Butler 2014).</ref> '''und blieb in der Spalte des Felsens''' (am Fluss in der Höhle, an der Quelle im Felsen)<ref>'''Textkritik''' - LXX<sup>A, O, L</sup> wie in der ersten und VL wie in der zweiten Alternative; statt ''bisa´ip'' („in der Spalte“) lag ihnen offenbar ''ba`apiq'' vor („am Strom“ oder – hier gewiss gemeint – „in der Höhlung“. Vgl. {{hebr}}סעיף{{hebr ende}} mit dem graphisch ähnlichen {{hebr}}אפיך{{hebr ende}}; gut Schreiner 1957, S. 121). Sehr wahrscheinlich eine alternative Überlieferung des Wortlauts.</ref> '''in Etam.'''
{{S|8}} '''Also schlug er sie, Schienbein über Hüfte, mit hartem Schlag. Dann zog er hinab''' (ging er)<ref>'''Textkritik''': ''Er zog hinab'' nach den meisten Textzeugen, nur Syr und viele heb. Mss. ''er ging''. Was davon ursprünglich ist, ist nicht mehr erkennbar; zum Fluss der Geschichte passt jedenfalls allemal MT besser (richtig Butler 2014).</ref> '''und blieb in der Spalte des Felsens''' (am Fluss in der Höhle, an der Quelle im Felsen)<ref>'''Textkritik''' - LXX<sup>A, O, L</sup> wie in der ersten und VL wie in der zweiten Alternative; statt ''bisa´ip'' („in der Spalte“) lag ihnen offenbar ''ba`apiq'' vor („am Strom“ oder – hier gewiss gemeint – „in der Höhlung“. Vgl. {{hebr}}סעיף{{hebr ende}} mit dem graphisch ähnlichen {{hebr}}אפיך{{hebr ende}}; gut Schreiner 1957, S. 121). Sehr wahrscheinlich eine alternative Überlieferung des Wortlauts. Dieser Wortlaut könnte gut der ursprüngliche sein, da dann der „Strom am Fels des Schreiers“ stark mit der „Quelle des Rufenden“ in V. 19 zusammenstimmen würde; s. auf der [https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Richter_15 Kapitelseite].</ref> '''in Etam.'''


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Version vom 28. Dezember 2022, 08:08 Uhr


1 Nach einigen Tagen, in den Tagen der Weizenernte, besuchte Simson seine Frau mit einem Ziegen-Böcklein. Er sagte: „Ich will kommen zu meiner Frau in die Kammer!“ Aber ihr Vater erlaubte ihm nicht, ([zu ihr])a zu kommen. (:) 2 Ihr Vater sagte: ({Ihr Vater sagte})b „Ich war gewiss: Du hasst sie gewiss! Da gab ich sie deinem ([einem] deiner)c Trauzeugen zur Frau. Ist nicht ihre jüngere Schwester besser als sie? Es sei doch sie statt jener deine Frau!“ 3 Da sagte Simson zu ihm (ihnen):d „Nun können mir die Philister nichts vorwerfen, wenn ich euch (ihnen)e Schlimmes antue!“

4 Und Simson zog los, fing 300 Füchse, nahm Fackeln, wandte Schwanz zu Schwanz, setzte eine Fackel zwischen je zwei Schwänze in die Mitte, 5 entzündete Feuer an den Fackeln, sandte sie in die Felder der Philister und verbrannte ([die Ähren und die Lese])f vom Garbenhaufen bis zum Feld und bis zum Garten vom Olivenbaum (... bis zum Feld und bis zum Garten und [zum] Olivenbaum; ... bis zum Feld und bis zum Garten und zum Olivenbaum).g

6 Da fragten die Philister: „Wer hat das getan?“
Man antwortete: „Simson, der Schwiegersohn des Timnäers, weil dieser seine Frau genommen und seinem Trauzeugen gegeben hat.“
Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater
(sie und das Haus ihres Vaters; das Haus ihres Vaters, sie und ihren Vater)h mit Feuer.'

7 Da sagte Samson zu ihnen: „Wenn ihr solches tut, werde ich mich durchausi an euch rächen und erst danach aufhören (...tut, werde ich nicht zufrieden sein/euch nicht vergeben, sondern mich durchaus an einem und jedem von euch rächen)!j 8 Also schlug er sie, Schienbein über Hüfte, mit hartem Schlag. Dann zog er hinab (ging er)k und blieb in der Spalte des Felsens (am Fluss in der Höhle, an der Quelle im Felsen)l in Etam.

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aTextkritik: zu ihr nur nach LXXL, VL und den Mss. LXXA, M, k; gewiss nur eine stilistische Ergänzung. VUL lässt aus dem selben Grund das zu kommen fort; s. gleich. (Zurück zu v.1)
bTextkritik: Vier Varianten existieren:
(1) ... zu kommen. Ihr Vater sagte: Denkend dachte ich... (MT, LXX, Tg, Syr)
(2) ... zu kommen, indem er sagte: Denkend dachte ich... (VL)
(3) ...indem er sagte: Denkend dachte ich (VUL)
(4) ... zu kommen: Denkend dachte ich... (LXXL).
Variante (2) ist durchaus ernst zu nehmen; der heb. Text lautete dann: לבוא לאמר אמר אמרתי labo` le`mor `amor `amarti. Von hier aus wäre dann leicht erklärlich, wie in (3) labo` und in (4) le`mor entfallen wäre. Ob dann „ihr Vater sagte“ wie in MT und LXXRest oder „indem er sagte“ wie in VL und VUL ursprünglich ist, lässt sich kaum entscheiden: Für (2) spricht, dass es die kürzere Variante ist, für (1) die Zahl der Zeugen. Alle neueren Ausleger:innen nehmen aber an, dass (1) ursprünglich ist; dem sollte dann auch OfBi folgen. (Zurück zu v.2)
cTextkritik - Der Pl. wird bezeugt von LXXB, O, L und zwei unwichtigen heb. Mss. Da er sich im Heb. vom Sg. nur durch ein zusätzliches Jod unterscheidet, gewiss ein Lese- / Schreibfehler. (Zurück zu v.2)
dTextkritik: zu ihnen nach MT, LXXB, Tg, Syr; zu ihm nach LXXA, O, L, SyH, VL, VUL. Boling 1975 und Zapletal 1906, S. 47.69 hielten Letzteres für ursprünglich, neuere Ausleger:innen sehr einheitlich dagegen Ersteres. Diese Variante hängt aber zusammen mit der nächsten; und es ist jedenfalls unmöglich, beide Varianten als Vereinfachung durch LXX, VL und VUL zu erklären (so z.B. BHQ). Am einfachsten lässt sich ohnehin eine Änderung von zu ihm nach zu ihnen als Angleichung an V. 7 erklären; besser folgt man daher hier Boling 1975. (Zurück zu v.3)
eTextkritik: ihnen nach MT, Tg, Syr; euch dagegen nach LXXA, O, L, SyH, VL, VUL und eine schlechte heb. Ms. Der Unterschied im Heb. liegt nur in einem zusätzlichen Kaf. Die Variante von LXX & Co. ist nicht wirklich „einfacher“ (so BHQ); die 2. Pers. passt ja nicht sehr gut zur Rede von „den Philistern“, weshalb man sie auch nicht gut mit der „harmonizing tendency“ von LXX erklären kann (so Kim 1993, S. 143): Eher ist MT Angleichung an das „die Philister“. (Zurück zu v.3)
fTextkritik: Die Phrase in Klammern steht nur in LXXA, O, L; MT wird durch alle anderen Textzeugen inkl. LXXB und SyH gestützt. Der überschüssige Text ist offenbar eine Doppelübersetzung (gut Schreiner 1957, S. 70), anscheinend aber nicht von miggadiš wa´ad-qamah („vom Garbenhaufen bis zum Feld“), sondern von miqqamah wa´ad-gadiš („vom Feld bis zum Garbenhaufen“); so richtig Field I, S. 449. Anscheinend wurde in einer alten heb. Schrift die Reihenfolge beider Wörter vertauscht, wonach im Gr. die Übersetzung der richtigen Abfolge als Konflation neben die falsche in den Text geriet. (Zurück zu v.5)
gTextkritik: MT, Tg und Syr haben singuläres karm zajt, prima vista „Weingarten des Olivenbaums“. (1) Dies wird z.B. in b.Ber 35a, in b.B.M. 87b und von David Kimchi als „Oliven-Plantage“ erklärt. Dem folgen z.B. Keil 1863; Fishelis / Fishelis 1995 und Spronk 2019. (2) Doch LXX und VUL ergänzen stattdessen ein und, Tg noch weitergehend ein und bis, was stark gegen die Erklärung in b.Ber 35a spricht. Viele halten daher eine dieser Varianten für ursprünglich, z.B. BHS und zuletzt O'Connell 1996, S. 473 und BHQ im Kommentarteil *94. (3) Am besten erklärt man die Stelle aber mit Freedman 1971 (so auch Soggin 1981; Block 1999; Nelson 2017 und Kim 1993, S. 143f.272): Man nehme das -m in karm als „shared consonant“: miggadiš wa´ad-qamah wa´ad-karm(miz)zajt; der Text ist dann chiastisch formuliert, um zu unterstreichen, wie vollumfänglich die Feldfrüchte der Philister verbrannt werden: (a) vom Garbenhaufen (b) bis zum Feld (b') und bis zum Garten (a') vom Olivenbaum. (Zurück zu v.5)
hTextkritik: LXXA, O, L, VL, Syr, Tg-Mss und ca. 30 heb. Mss wie in der ersten Alternative; MT wird nur gestützt durch LXXB, VUL und Tg-Mss. Genauer steht in LXX meist die noch einmal etwas andere Variante, die oben als zweite Alternative übersetzt wurde. BHQ *94 und Nelson 2017 behaupten daher, LXX stütze eigentlich MT, aber das ist natürlich nicht so: das Haus ihres Vaters und ihr Vater sind zwei Varianten, die beide als Konflation in den Text gerieten; offensichtlich wurde also im Gr. ein und ihr Vater zu und das Haus ihres Vaters korrigiert. Insgesamt ist dies dann ein sehr starkes Zeugnis für die erste Alternative, die daher z.B. von Moore 1900, BHK, BHS und auch Boling 1975; Soggin 1981 und Webb 2012 für ursprünglich gehalten wird. Besser aber CTAT I, BHQ und die neuesten Ausleger:innen: Wahrscheinlich ist die Variante Assimilation an Ri 14,15 und die Variante in MT die ursprüngliche. (Zurück zu v.6)
itFN: Prima vista: Wenn ihr solches tut, oh, wenn ich mich rächen werde.... Aber `im („wenn“) wird hier zwei Mal in us. Bedd. verwendet: Einmal als „wenn“, einmal mit ki („weil, oh!“) als „durchaus“ wie in 1 Sam 26,10; 2 Kön 5,20 und Jer 51,14. (Zurück zu v.7)
jTextkritik: LXXA, O, L, SyH, Theod und VL wie in der Alternative; die restlichen Zeugen stützen MT. Am besten grob wie Schreiner 1957, S. 120: „ich werde nicht zufrieden sein“ ist innergriechische Korruption von ekdikäso („ich werde mich rächen“), das in Cod. 85 auch wirklich am Rand steht, zu eudokäso; das heb. `im („wenn / durchaus“) wurde dabei als „nicht“ genommen (diese Erklärung ist besser als die von Schreiner und Harlé / Roqueplo 1999, der Ausdruck sei sehr freie Üs. von אחדל „ich werde aufhören“, die irgendwie an den Anfang des Satzes gerutscht wäre). VL's „ich werde euch nicht vergeben“ ist hiervon wiederum freie Übersetzung. Danach liest an einem das heb. ואחר („und danach“) als מאחד („von einem“) und und jedem von euch ist eine zweite freie Üs. von בכם („an euch“), bei der das jedem aus dem Gegensatz von einem vs. euch herausgesponnen wurde. Einen alternativen heb. Wortlaut setzt hiervon nichts voraus. Allerdings fehlt eine Übersetzung der letzten beiden Worte in LXXA, O, L, SyH und Theod ganz; VL hat es. An sich könnte der kurze Satz durchaus spätere Ergänzung sein, aber gerade in diesem Vers wird man kaum guten Gewissens eine Variante aus LXX für ursprünglich halten können. (Zurück zu v.7)
kTextkritik: Er zog hinab nach den meisten Textzeugen, nur Syr und viele heb. Mss. er ging. Was davon ursprünglich ist, ist nicht mehr erkennbar; zum Fluss der Geschichte passt jedenfalls allemal MT besser (richtig Butler 2014). (Zurück zu v.8)
lTextkritik - LXXA, O, L wie in der ersten und VL wie in der zweiten Alternative; statt bisa´ip („in der Spalte“) lag ihnen offenbar ba`apiq vor („am Strom“ oder – hier gewiss gemeint – „in der Höhlung“. Vgl. סעיף mit dem graphisch ähnlichen אפיך; gut Schreiner 1957, S. 121). Sehr wahrscheinlich eine alternative Überlieferung des Wortlauts. Dieser Wortlaut könnte gut der ursprüngliche sein, da dann der „Strom am Fels des Schreiers“ stark mit der „Quelle des Rufenden“ in V. 19 zusammenstimmen würde; s. auf der Kapitelseite. (Zurück zu v.8)