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[[Datei: | <br />[[Datei:Schrein.png|mini|Bild 2: Schrein aus dem Grab des Tutankhamun. (c) [https://egypt-museum.com/small-golden-shrine-of-tutankhamun/ Egypt Museum]]]<div class="tright" style="clear:none">[[Datei:Teer.png|mini|Bild 1: Irakisches Rundboot wird zum Abdichten geteert. (c) [https://www.safinaprojects.org/ark-for-iraq Safinaprojekts.org]]]</div>Man beachte, wie „asphalt(ieren)“ am Beginn und Ende dieses Satzes steht, in dem gesagt wird, der Schrein solle auf beiden Seiten asphaltiert werden.<br />„Palmenrippen“, w. „Marschland-Holz“, klingt im Hebräischen fast identisch wie „Asphalt“: ''´aṣe-gopr'' und ''kopr'': <br />Dass das Schiff aus Palmenrippen und „gleich Nestern“ gebaut werden soll, besagt das Selbe: Gebaut werden soll ein Ried-Boot (wie auch das Schiff der sumerischen und akkadischen Fluthelden und auch das Schiffchen des Mose in Ex 2,3 Ried-Boote sind), das danach wie üblich mit Asphalt abgedichtet werden soll (Bild 1).[[Datei:Re.png|mini|Bild 3: Links: Re auf seiner Sonnenbarke. (c) [https://archive.org/details/godsofegyptianso02budg/page/n152/mode/1up Budge 1904]]]<div class="tright" style="clear:none">[[Datei:Schreintransport.png|mini|Bild 4: Menschentransport im Barkenschrein. (c) Qumsan 2020, S. 77]] | ||
</div>Wichtiger ist aber die Symbolik des Schiffes: Wörtlich wird es wie nur noch das Mose-Schiffchen als ''tebah'' bezeichnet, ein ägyptisches Lehnwort mit der Bedeutung „Schrein, Sarg“. Zunächst klingt es also danach, als solle sich Noah einen gigantischen Sarg bauen (ähnlich in Exodus: Dort wirkt es zunächst so, als wolle Mose Mutter ihm sozusagen wenigstens ein „ordentliches Begräbnis“ garantieren).<br />Doch solche Schreine kennt man in Ägypten vor allem als Kultgegenstände, die auf Schiffe montiert waren: Man stellte sich vor, dass die Götter der Sonne und des Mondes in solchen Schreinen auf ihren Papyrus-Barken fortwährend über den Himmelsozean fuhren (Bild | </div>Wichtiger ist aber die Symbolik des Schiffes: Wörtlich wird es wie nur noch das Mose-Schiffchen als ''tebah'' bezeichnet, ein ägyptisches Lehnwort mit der Bedeutung „Schrein, Sarg“. Zunächst klingt es also danach, als solle sich Noah einen gigantischen Sarg bauen (ähnlich in Exodus: Dort wirkt es zunächst so, als wolle Mose Mutter ihm sozusagen wenigstens ein „ordentliches Begräbnis“ garantieren).<br />Doch solche Schreine kennt man in Ägypten vor allem als Kultgegenstände (Bild 3), die auf Schiffe montiert waren: Man stellte sich vor, dass die Götter der Sonne und des Mondes in solchen Schreinen auf ihren Papyrus-Barken fortwährend über den Himmelsozean fuhren (Bild 3). Zwölf Stunden befuhren sie dabei den im Reich der Lebenden gelegenen Teil des Meeres, zwölf Stunden den im Reich der Toten gelegenen. „Wie manche Textzeilen erkennen lassen, besteht eine der Hoffnungen des Toten in der Mitfahrt in der Barke“ (Hermsen 1991, S. 37; vergleiche auch ebd., S. 105-111; Falk 2015, bes. S. 214-216), um mit ihr auf die andere Seite zu gelangen (Bild 4). Der „Schrein“ von Ruh soll also die umgekehrte Richtung nehmen: ''sein'' Schrein transportiert die einzig zu rettenden Lebewesen über die Wasser des Himmels vom Reich des Todes in das Reich des Lebens.<br />Hiernach und nach den gleich folgenden Beschreibungen kann man sich das zu bauende Schiff wahrscheinlich in etwa vorstellen wie das unten abgebildete Barken-Modell aus dem Grab des Tutankhamun (Bild 5) oder das daneben abgebildete Modell, das ich erstellt habe (Bild 6).<br />[[Datei:Tut51b-merged.jpg|mini|links|800px|Bild 5: Modell-Barke aus dem Grab des Tutankhamun. (c) [https://www.historymuseum.ca/cmc/exhibitions/civil/egypt/egtut03e.html Canadian Museum of History].<br />Bild 6: Modell der „Arche“, KI-Art. CC-0.]]<br /></ref> | ||
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Version vom 28. Februar 2023, 22:17 Uhr
Persönliche Fassung
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14 Mach dir einen Schrein aus Palmenrippen,
gleich Nestern mach den Schrein,
asphaltiere ihn innen und außen mit Asphalt!〈a〉
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„Palmenrippen“, w. „Marschland-Holz“, klingt im Hebräischen fast identisch wie „Asphalt“: ´aṣe-gopr und kopr: Dass das Schiff aus Palmenrippen und „gleich Nestern“ gebaut werden soll, besagt das Selbe: Gebaut werden soll ein Ried-Boot (wie auch das Schiff der sumerischen und akkadischen Fluthelden und auch das Schiffchen des Mose in Ex 2,3 Ried-Boote sind), das danach wie üblich mit Asphalt abgedichtet werden soll (Bild 1). Doch solche Schreine kennt man in Ägypten vor allem als Kultgegenstände (Bild 3), die auf Schiffe montiert waren: Man stellte sich vor, dass die Götter der Sonne und des Mondes in solchen Schreinen auf ihren Papyrus-Barken fortwährend über den Himmelsozean fuhren (Bild 3). Zwölf Stunden befuhren sie dabei den im Reich der Lebenden gelegenen Teil des Meeres, zwölf Stunden den im Reich der Toten gelegenen. „Wie manche Textzeilen erkennen lassen, besteht eine der Hoffnungen des Toten in der Mitfahrt in der Barke“ (Hermsen 1991, S. 37; vergleiche auch ebd., S. 105-111; Falk 2015, bes. S. 214-216), um mit ihr auf die andere Seite zu gelangen (Bild 4). Der „Schrein“ von Ruh soll also die umgekehrte Richtung nehmen: sein Schrein transportiert die einzig zu rettenden Lebewesen über die Wasser des Himmels vom Reich des Todes in das Reich des Lebens. Hiernach und nach den gleich folgenden Beschreibungen kann man sich das zu bauende Schiff wahrscheinlich in etwa vorstellen wie das unten abgebildete Barken-Modell aus dem Grab des Tutankhamun (Bild 5) oder das daneben abgebildete Modell, das ich erstellt habe (Bild 6). Bild 6: Modell der „Arche“, KI-Art. CC-0. (Zurück zu Lesefassung v.14) |




