Grammatischer Nachweis zu "figura etymologica" |
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Was ich noch nicht klären konnte, ist ob es sich bei dem Phänomen mit Inf. abs. um eine figura etymologica handelt oder nicht (oder wie das sonst bezeichnet wird). Für mich ist eine f.e. zunächst eine intensivierende Konstruktion aus Verb+Objekt derselben Wurzel (Furcht fürchten, Zorn zürnen etc.), wie ich es oben offenbar aus Wikipedia entnommen hatte). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:41, 25. Jan. 2013 (CET) | Was ich noch nicht klären konnte, ist ob es sich bei dem Phänomen mit Inf. abs. um eine figura etymologica handelt oder nicht (oder wie das sonst bezeichnet wird). Für mich ist eine f.e. zunächst eine intensivierende Konstruktion aus Verb+Objekt derselben Wurzel (Furcht fürchten, Zorn zürnen etc.), wie ich es oben offenbar aus Wikipedia entnommen hatte). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:41, 25. Jan. 2013 (CET) | ||
Ich denke, der Ausdruck "figura etymologica" ist doch angebracht. Ich habe den entsprechenden Hinweis in einer modernen Grammatik gefunden: Wolfgang Schneider, Grammatik des biblischen Hebräisch, München, 6. Aufl. 1985 (ISBN 3-532-71121-4). Er schreibt dort unter 50.4.2 (S. 219): "Sehr häufig ist die Verwendung ders absoluten Infinitivs in einer figura etymologica: Zu einer finiten Verbform tritt der absolute Infinitiv desselben Verbs. Durch diese Fügung erhält der Verbalausdruck besonderen Nachdruck." 12:21, 17. Mai 2013 (CEST) | Ich denke, der Ausdruck "figura etymologica" ist doch angebracht. Ich habe den entsprechenden Hinweis in einer modernen Grammatik gefunden: Wolfgang Schneider, Grammatik des biblischen Hebräisch, München, 6. Aufl. 1985 (ISBN 3-532-71121-4). Er schreibt dort unter 50.4.2 (S. 219): "Sehr häufig ist die Verwendung ders absoluten Infinitivs in einer figura etymologica: Zu einer finiten Verbform tritt der absolute Infinitiv desselben Verbs. Durch diese Fügung erhält der Verbalausdruck besonderen Nachdruck." --[[Benutzer:Güntzel Schmidt|Güntzel Schmidt]] 12:21, 17. Mai 2013 (CEST) | ||
Version vom 17. Mai 2013, 12:22 Uhr
SF 1 Fußnote: Hier habe ich aus "figura etymologica" "Verbaler Hendiadyoin" gemacht, weil das die genaue Bezeichnung für das beschriebene Stilmittel ist. Eine figura etymologica hat meines Erachtens eine etwas andere Funktion (die die f.e. durch Wortstammgleichheit definiert, was auch auf den verbalen Hendiadyoin zutrifft). Eine f.e. ist starke Ausdrucksweise und legt Betonung und verstärkte Aussagekraft in den semantischen Inhalt. Ein verbaler Hendiadyoin ist mehr eine wahrheitsversichernde Funktion. (Aber das müsste ich abschließend nochmal in einer Grammatik überprüfen.) Ob eine f.e. - wie bei Wikipedia angegeben - immer aus Verb und Objekt-Substantiv bestehen muss, kann ich nicht sagen, aber bei Wikipedia sieht es so aus. --Ben 12:26, 30. Jul. 2011 (CEST) Danke für die Korrektur! Ich hatte mir den Begriff handschriftlich in eine Grammatik (Bauer/Leander, Hist. Grammatik d. hebr. Sprache, selbst schon historisch) eingetragen und will ihn noch mal anhand einer modernen Grammatik überprüfen. Allgemein-Grammatisch macht die von Dir genannte Def. Sinn, aber manchmal haben die speziellen Grammatiken ja so ihre eigenen Sprachgebräuche ... --Güntzel Schmidt 18:06, 30. Jul. 2011 (CEST)
Gerade habe ich beim Googeln nach "verbaler Hendiadyoin" vor allem Seiten aus unserem Wiki gefunden. Es hat sich herausgestellt, dass ich mich geirrt habe. Ein verbaler Hendiadyoin ist offenbar nicht eine Verbalkonstruktion mit zwei Verben derselben Wurzel und Inf. abs., sondern eine Verbindung mit (z.B.) schuv+Verb (iterativ) und anderen Verben als "Hilfsverben" (z.B. 1. Sam 3,17, wo ich es richtig bezeichnet hatte). Damit war meine Änderung falsch.
Was ich noch nicht klären konnte, ist ob es sich bei dem Phänomen mit Inf. abs. um eine figura etymologica handelt oder nicht (oder wie das sonst bezeichnet wird). Für mich ist eine f.e. zunächst eine intensivierende Konstruktion aus Verb+Objekt derselben Wurzel (Furcht fürchten, Zorn zürnen etc.), wie ich es oben offenbar aus Wikipedia entnommen hatte). --Ben 13:41, 25. Jan. 2013 (CET)
Ich denke, der Ausdruck "figura etymologica" ist doch angebracht. Ich habe den entsprechenden Hinweis in einer modernen Grammatik gefunden: Wolfgang Schneider, Grammatik des biblischen Hebräisch, München, 6. Aufl. 1985 (ISBN 3-532-71121-4). Er schreibt dort unter 50.4.2 (S. 219): "Sehr häufig ist die Verwendung ders absoluten Infinitivs in einer figura etymologica: Zu einer finiten Verbform tritt der absolute Infinitiv desselben Verbs. Durch diese Fügung erhält der Verbalausdruck besonderen Nachdruck." --Güntzel Schmidt 12:21, 17. Mai 2013 (CEST)