Diskussion:Levitikus 18

Aus Die Offene Bibel

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Checkliste für die Studienfassung Erläuterung (Welche Verse durch wen?)
A. Wer hat welche Verse aus dem Urtext übersetzt? Auf welche Quelle zur Einteilung in Sinnabschnitte wurde zurückgegriffen?
Beispiel: Vers 1–12: Anton
Einteilung nach Wolter 2007, S. 145 (Anton)

1-5.24-30 (Ben). Abgrenzung: 1-5, 6-23, 24-30 (so Milgrom 2000, 1516)

B. Wer hat welche Verse noch mal am Urtext überprüft?
Beispiel: Vv. 1-3: Philipp

C. Alternativen: Häufig können Wörter in einem bestimmten Kontext mehrere denkbare Bedeutungen haben. Sind diese Übersetzungsalternativen möglichst vollständig berücksichtigt?
Beispiel: Vv. 1-17: Daniel

1-5.24-30: ja (Ben)

D. Manchmal erlauben Textüberlieferung und Satzbau mehrere Übersetzungen,a oder sie sind nicht direkt übersetzbar.b Sind solche Zweifelsfälle mit einer Fußnote dokumentiert, und steht die wahrscheinlichste Deutung im Haupttext?
Beispiel: Vv. 1-12: teilweise (Emil)

1-5.24-30: ja (Ben)

E. Ist der Studienfassungstext mit Anmerkungen und Fußnoten für die Zielgruppen verstehbar? Braucht es noch erläuternde Fußnoten/Anmerkungen?
Beispiel: V. 6: „nach dem Fleisch“ ist noch unklar (Friedrich)

1-5.24-30: Ja. Die Fußnote zu 18,5 kann evtl. noch erweitert werden, ist aber auch so vollständig. Die nicht-inklusive Übersetzung in 18,1 folgt einer Beobachtung Joostens und sollte noch erläutert werden (Ben)

F. Für jeden Sinnabschnitt: Wurden zentralen Anliegen (bzw. Gattungen) unterhalb der Studienfassung dokumentiert? (Beispiel für Länge und Stil: Markus 1#Anliegen) Falls hilfreich, können sie hier kurz zusammengefasst eintragen werden.
Beispiel: Vv. 1-13: Ja; Vv. 14-20: Vollmacht wird betont (Vera)

1-5: wohl Deklaration, aber nicht relevant (Ben)

G. Welche wissenschaftlichen Kommentare wurden zur Kontrolle der Punkte A bis F eingesehen?
Beispiel: Vv. 13-17: Bovon 1990 (Heinrich)

1-5.24-30: Milgrom, Leviticus 17-22 (AncB), New York 2000; Kiuchi, Leviticus (AOTC), Nottingham 2007
1-5: Hartley, Leviticus (WBC), Dallas 1992; Wenham, The Book of Leviticus (NICOT), Grand Rapids 1979; Sprinkle, Law and Life: The Interpretation of Leviticus 18:5 in Early Judaism and in Paul (WUNT 2, 241), Tübingen 2008; Elliger, Karl, Leviticus (HAT), Tübingen 1966 (Ben);

H. Mit welchen anderen Übersetzungen wurde verglichen, um alternative Deutungen oder ggfs. Urheberrechtsprobleme zu finden?
Beispiel: Vv. 1-17: Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs., NeÜKurz für „Neue evangelistische Übersetzung“, eine 2010 erstmals als Vollbibel erschienene Übersetzung durch Karl-Heinz Vanheiden. Vanheiden konzipierte sie als Bibel, die „so leicht lesbar sein sollte wie eine Tageszeitung“, dennoch entfernt sie sich sehr selten zu weit vom Urtext. Bezeichnend ist ihr schöner Stil; v.a. in der biblischen Poesie. (Juliett)

1-5: NLBKurz für „Neues Leben“, eine sehr kommunikative Übersetzung, die erstmals 2006 als Vollbibel erschien., Lut, REBKurz für „revidierte Elberfelder Bibel“. Revision der Elberfelder Bibel; als Vollbibel erstmals 1986 erschienen. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung., GNBGood News Bible, Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs., Zür, Menge, NET, ESVEnglish Standard Version, NRSV, HCSBHolman Christian Standard Bible, NASB95, RSVRevised Standard Version, NIVNew International Version, Milgrom 2000 (Ben)
24-30: Zür, Lut (Ben)

I. Wann wurden die folgenden Punkte überprüft? - Rechtschreibung; Namen (Loccumer Richtlinien, Gottesname); übrige Kriterien; Detailregelungen; Anführungszeichen; geschlechtergerechte Sprache
Beispiel: Rechtschreibung: 1.1.2015 (Philipp)

1-5: meines Wissens ja; noch nicht textkritisch überprüft (Ben)

J. Welche Arbeitsschritte, Verbesserungen oder Anmerkungen fehlen noch?
Beispiel: Vv. 1-17: Anmerkung fehlt (Ludwig)

az.B. mehrdeutige Tempora oder Präpositionen, Aspekte, manche Partizipien (Zurück zum Text: a)
bz.B. Textkorruption, figurae etymologicae, Genitiv- und Dativverbindungen, historisches Präsens, Einleitungsformeln von Satzfolge (Zurück zum Text: b)

In dieser Tabelle bitte knapp den aktuellen Stand eintragen. Auf der übrigen Diskussionsseite kann bei Bedarf ausführlicher dokumentiert/diskutiert werden. Siehe auch: Qualität



Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:

Studienfassung (Vv. 1-5; 24-30)[Bearbeiten]

Die Fußnote zur Interpretation von Lev 18,5 werde ich vermutlich noch ergänzen, vielleicht auch einen Abschnitt zur Auslegungsgeschichte für den Kommentar schreiben. --Ben 09:53, 16. Jan. 2012 (CET)

Offene Fragen:

  • Beste einheitliche Übersetzung von חֻקֹּת und מִשְׁפָּטִים. Bisher als „Vorschriften“ bzw. „Verordnungen“, was sich ein wenig an die EtymologieAls „Etymologie“ bezeichnet man die Wissenschaft von der Entstehung von Wörtern. Mehrere Sprachen einer „Sprachfamilie“ - z.B. Deutsch, Englisch, Niederländisch oder Hebräisch, Ugaritisch, Arabisch - gehen auf gemeinsame „Vorfahren“ zurück - in diesen Fällen Indogermanisch oder Protosemitisch. Stammt ein Wort X1 von einem „Wort-vorfahren“ x ab, nennt man dieses x das „Etymon“ von X1; die „Geschwister“ X2 und X3 von X1 in verwandten Sprachen, die vom selben Etymon abstammen, nennt man die „Kognate“ von X1. In der Bibelwissenschaft ist die Etymologie besonders deshalb hilfreich, weil ein Wort X1 oft in seiner Bedeutung mehr oder weniger mit den Bedeutungen seines Etymons x und seiner Kognate X2 und X3 übereinstimmt. Kennt man also nicht die genaue Bedeutung von X1, aber die Bedeutungen von X2 und X3, lassen sich über die Bedeutungen der Kognate Rückschlüsse auf die Bedeutung von X1 ziehen. anlehnt. Diese Frage ist für den gesamten Pentateuch relevant. Ich möchte dazu irgendwann eine Glossar-Seite machen. Dazu gehören auch "mizwot".
  • Die Übersetzung von תּקא als "auswürgen". Es heißt eigentlich "etw. erbrechen" wie "sich übergeben", aber "sich übergeben" ist intransitiv, aber hier kommt ein Objekt vor. "Erbrechen" war mir dabei nicht klar genug und zu förmlich, "ausspeien" (praktisch ALLE deutschen Übersetzungen) ist mir zu altmodisch, "(aus)kotzen" zu profan. Deshalb wurde es "auswürgen", aber ganz zufrieden bin ich damit auch nicht, denn die Bedeutung ist eine doch etwas andere.
  • Desgleichen הַתּוֹעֵבֹת, das in 24-30 mehrmals vorkommt. Es wird sonst fast durchweg als "Greuel" (Gräuel) übersetzt, aber ich finde "Abscheulichkeit" in heutigem Deutsch doch aussagekräftiger. Die Bedeutung ist praktisch die gleiche, deshalb mag ich die Übersetzung. Dennoch könnte es sein, dass jemand Einwände dagegen hat.
  • שׁמר, bisher einheitlich als "einhalten". Besonders gut vorstellbare Alternativen wären etwa "halten" oder (aber dann wegen des nötigen Dativs mit einer komplexeren deutschen Konstruktion) "gehorchen". "Bewahren" oder "beachten" finde ich aber weniger angemessen, weil zu schwach. Es geht hier deutlich um den Gehorsam, doch die genaue Formulierung könnte man noch festlegen. Auch hier wird langfristig eine Übersetzungsempfehlung (Glossarseite und/oder auf der Vokabelliste) nötig sein.
  • Ähnlich "abschneiden" in V. 29. Die gesamte Phrase (nicht nur das Verb) kommt in Leviticus häufiger vor und es scheint sich um einen terminus technicus für die Todesstrafe (oder vielleicht eine andere rituelle Strafe) zu handeln. Die Übersetzung habe ich aber zunächst wörtlich belassen.
  • Restzweifel bestehen auch noch bei der Übersetzung von NPS mit "Seele"; sonst wohl eher "Person" (29; kommt auch im bisher unübersetzten V. 6 vor). Die Übersetzung folgt bisher unreflektiert dem in der Fußnote erwähnten Vorschlag Kiuchis, den ich bislang noch nicht näher untersuchen konnte.

Insgesamt sind das jedoch Kleinigkeiten. Ich würde, wenn sich niemand an den evtl. noch zu ändernden oben genannten Formulierungen stört, entsprechend der jüngsten Forendiskussionen (denen zufolge ein höherer Status diskutiert werden sollte) den Status "fast gut" vorschlagen. --Ben 16:43, 11. Apr. 2012 (CEST)

Für den Status „fast gut“ fehlt aus meiner Sicht nur noch ein Übersetzungsvergleich. --Olaf 12:16, 13. Apr. 2012 (CEST)

Bin deiner Meinung. Ich habe beim Übersetzen auch mit Übersetzungen verglichen, wohl nur nicht systematisch. Ich werde das bei Gelegenheit prüfen und entweder nachholen oder nachtragen. --Ben 13:30, 13. Apr. 2012 (CEST)

Jetzt nochmal mit Zürcher 2007 geprüft und leicht überarbeitet. Ich setze den Status. --Ben 13:39, 11. Mai 2013 (CEST)