Vokabelliste NT

Aus Die Offene Bibel

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Schwierig zu übersetzende oder selten vorkommende Wörter können hier mit ihren Übersetzungsmöglichkeiten, Stellenangabe und dort benutzter Übersetzung eingetragen werden.

Alpha Αα[Bearbeiten]

Beta Ββ[Bearbeiten]

Gamma Γγ[Bearbeiten]

Delta Δδ[Bearbeiten]

Epsilon Εε[Bearbeiten]

ἔθνος[Bearbeiten]

Das Wort bedeutet zunächst „Volk“. Im Plural bezeichnet es in Anlehnung an das atl. גּוֹיִם oft nichtjüdische Völker oder deren Angehörige. Vgl. die Diskussion im Glossar, nach deren Abschluss dieser Eintrag noch ergänzt werden sollte.

ἐκπλήσσω[Bearbeiten]

NT: Matthäus 7,28; 13,54; 19,25; 22,33; Markus 1,22; 6,2; 7,37; 10,26; 11,18; Lukas 2,48; 4,32; 9,43; Apostelgeschichte 13,12; LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.: 2Makk 7,12; 4Makk 8,4; 17,16.

tief beeindruckt (Mk 1,22), überwältigt (Mk 6,2), erstaunt (Mk 7,37) oder fasziniert sein (Mk 11,18)

ἐκπλήσσω (intr. + ἐπὶ „über“) drückt im NT immer eine (meist positive) emotionale Reaktion aus. In den Evangelien beschreibt dieses Wort immer die beeindruckte Reaktion der Zeugen auf Jesu neuartige Lehre und Taten.


Zeta Ζζ[Bearbeiten]

Eta Ηη[Bearbeiten]

Theta Θθ[Bearbeiten]

θριαμβεύω[Bearbeiten]

NT: 2Kor 2,14; Kol 2,15; LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.: -.+

Das Substantiv θρίαμβος, von dem das Verb abgeleitet ist, heißt ursprünglich „Dreischritt“ und ist ein „im Umzug gesungener Bacchushymnus und Beiname des Bacchus selbst“.a Über das Etruskische wurde daraus das Lat. triumphus; θριαμβεύω wurde die Übersetzung des Lat. triumphare: „triumphieren über“, „in einem Triumphzug führen“.b Die Grundbedeutung von θριαμβεύω in der griechischen Literatur war, Kriegsgefangene in einer Siegesprozession zur Schau zu stellen.c Diese komme im NT nicht vor: Mit Gott als dem Handelnden in beiden Stellen ist der wörtliche Gebrauch ausgeschlossen.d

Mögliche Bedeutungen im NT:

  1. (jmd.) im Triumphzug herumführen,
  2. triumphieren (über jmd.)e.

Wichtigste hypothetische Bedeutungen:

  1. (jmd.) triumphieren lassen (beliebt für 2Kor 2,14; jedoch ansonsten unbelegt),
  2. (jmd./etw.) bekannt machen (dann mit weiterer Konnotationsverschiebung).

Für beide ntl. Stellen werden die verschiedensten Übersetzungen vorgeschlagen. Am wahrscheinlichsten ist für beide jedoch die 1. Grundbedeutung.f In 2Kor 2,14 passt dieses Bild eines echten Umzugs am besten zu den Ortsangaben πάντοτε und ἐν παντὶ τόπῳ und fügt sich mit dem im Anschluss benutzten Bild des dabei aufsteigenden Dufts zusammen.g An beiden Stellen wird auch ein Akk.-Objekt für die Herumgeführten benutzt, wie man es aus der sonstigen Bezeugung des Wortes kennt.hQuellen: Barnett 1997; Barrett 1973; Harris 2005; Martin 1986 sind Kommentare zum 2. Korintherbrief.

Iota Ιι[Bearbeiten]

Kappa Κκ[Bearbeiten]

Lambda Λλ[Bearbeiten]

My Μμ[Bearbeiten]

Ny Νν[Bearbeiten]

Xi Ξξ[Bearbeiten]

Omikron Οο[Bearbeiten]

οὖν[Bearbeiten]

Pi Ππ[Bearbeiten]

Rho Ρρ[Bearbeiten]

Sigma Σσς[Bearbeiten]

Tau Ττ[Bearbeiten]

τί ἐμοὶ καὶ σοί;[Bearbeiten]

NT: Mt 8,29; Mk 1,24; 5,7; Lk 8,28; Joh 2,4 LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.: Ri 11,12; 2Sam 16,10; 19,23; 1Kö 17,18; 2Kö 3,13; 2Chron 35,21; Hos 14,9.+

Die Frage ist Ausdruck einer ablehnenden Haltung als Reaktion in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, die sich im Sinne des Angesprochenen entfaltet.

  1. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.)
  2. Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.); sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.), oder
  3. gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.).
  4. Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4). Der Kontext macht nicht deutlich, dass er es dabei an Höflichkeit missen lässt.
  5. Im Kontext eines Exorzismus (Mk 1,24; 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) enthält der entsprechende Ausruf eines bösen Geistes, der sich bedroht fühlt, sicherlich sowohl das distanzierende als auch das das defensive Element. Sinngemäß könnte man also sagen: „Was habe ich dir getan? Lass mich in Ruhe!“ ZÜRKurz für „Zürcher Bibel“. Zurückgehend auf die Übersetzung Zwinglis, wurde sie erstmals 1907-1931 erneut übersetzt. Seit 2007 liegt sie in neuer Revision vor. Ihr Ziel ist die Verbindung von philologischer Genauigkeit und „geschmeidiger, gehobener Sprache“ - und das macht sie so gut, dass viele Exegeten sie als Referenzübersetzung in Aufsätzen und Kommentaren benutzen., REBKurz für „revidierte Elberfelder Bibel“. Revision der Elberfelder Bibel; als Vollbibel erstmals 1986 erschienen. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung., GNBGood News Bible: „Was habe ich mit dir zu schaffen?“, LUTKurz für „Lutherbibel“. 1534 erstmals als Vollbibel erschienen. Zwar entgegen verbreitetem Urteil nicht die erste deutsche Bibelübersetzung, zweifellos aber die einflussreichste. Auch heute noch die verbreitetste deutsche Bibel überhaupt. LUT 45 meint die ursprüngliche Übersetzung Luthers, die 1545 das erste Mal als Vollbibel erschienen ist, LUT 12, LUT 84 und LUT 17 die 1912, 1984 und 2017 erschienenen Modernisierungen dieser Üs., Menge, NGÜNT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit.: „Was willst du von mir?“

Vgl. auch die offene, kritische Frage in Jos 22,24 LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen.: "Τί ὑμῖν κυρίῳ τῷ θεῷ Ισραηλ;" , Was bedeutet euch/Wie steht ihr zu JHWH, dem Gott Israels?, hier aber ohne das charakteristische καὶ.

Quellen:

  • R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;
  • NET Mk 1,24 Fn 48;
  • BABauer, Walter/Kurt & Barbara Aland: Griechisch-Deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Berlin, <sup>6</sup>1988. ἐγώ
  • sowie eigene Wortstudie mit Logos.

Ypsilon Υυ[Bearbeiten]

Phi Φφ[Bearbeiten]

Chi Χχ[Bearbeiten]

Psi Ψψ[Bearbeiten]

Omega Ωω[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

aGebauer, R., „θριαμβεύω“, Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament, Bd. 2. (Zurück zum Text: a)
bDelling, „θριαμβεύω“, ThWNT, Bd. 3. (Zurück zum Text: b)
cLouw / Nida, Greek-English Lexicon, 39.59: θριαμβεύω. (Zurück zum Text: c)
dBABauer, Walter/Kurt & Barbara Aland: Griechisch-Deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Berlin, <sup>6</sup>1988., „θριαμβεύω”. (Zurück zum Text: d)
eNach Delling, „θριαμβεύω“, ThWNT, Bd. 3. (Zurück zum Text: e)
fSo etwa Delling, „θριαμβεύω“, ThWNT, Bd. 3; Harris 2005, S. 243-248; Martin 1986, S. 46f.; Barnett 1997, S. 148f.; Barrett 1973, S. 98.; ähnlich LNLouw, Johannes P./Eugene Albert Nida: Greek-English lexicon of the New Testament: Based on Semantic Domains. New York, 1996. Angaben aus diesem Wörterbuch stehenhäufig im Format „LN - Zahl - Zahl“. Dieser Code bezieht sich auf den zitierten Eintrag nach der Gliederung des Wörterbuchs. 39.59 & 39.60. Allerdings ist diese Übersetzung nur dann annehmbar, wenn man das im Kontext nur implizit vorhandene Bild vom Triumphzug gelten lassen will. (Zurück zum Text: f)
gBarnett 1997, S. 148. (Zurück zum Text: g)
hHarris 2005, S. 245. (Zurück zum Text: h)