1 Könige 19: Unterschied zwischen den Versionen

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Sebastian Walter (Diskussion | Beiträge)
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{{S|3}} Da fürchtete sich (Da sah)<ref>'''Textkritik''': ''er fürchtete sich (er sah)'' - Beide Wörter haben im Heb. die selben Konsonanten. Als „er sah“ vokalisieren MT und Tg, sicher besser als „er sah“ aber LXX, JosAnt §348; VUL, Syr und auch wenige Mss und ein Tg-Ms. Fast alle halten denn auch richtig dies für die ursprünglich angezielte Bed. CTAT III, S. 372 u.v.a. erklären MT und Tg damit, dass ein Schreiber nicht vom eisernen Elija hätte sagen wollen, er habe sich gefürchtet – aber was hiernach folgt, stellt ihn ja in noch wesentlich schlechteres Licht als dieses Verb.</ref> Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam<ref name="34">''er lief um sein Leben und kam'' (V. 3) + ''Nachdem er gelaufen war, kam er'' (V. 4) - Häufige Doppelverbformel, mit der unterstrichen wird, dass eine ''längere'' Reise unternommen wird (s. zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]). V. 4a sollte daher im Dt. besser umformuliert werden. Besser als der Vorschlag der SF oben wäre einer, der in der LF deutlicher machte, wie parallel Vv. 4.5 formuliert sind: „[VERB] und [VERB] unter einem einsamen Ginsterbusch“.</ref> nach Beerscheba, das zu[m Königreich]<ref>''zum Königreich'' hat zwar auch eine leichte textkritische Stütze; so und so sollte man es aber im Dt. ergänzen, denn dies ist gemeint: Elija entzieht sich mit seiner Flucht nach Beerscheba am südlichsten Rand Judas dem Einflussbereich der zürnenden Königin.<br />'''Textkritik''': LXX<sup>B, L</sup> nämlich präzisieren ähnlich: „im Lande Juda“. Vielleicht ist dies aber sogar nur inner-griechische Korruption des Artikels ''tän'' zum Nomen ''gän'' („Land“); auch davon unabhängig würde man es sicher als sekundär beurteilen.</ref> Juda [gehörte]. {{par|Genesis|19|7}} {{par|1 Samuel|19|11}} {{par|2 Könige|7|7}} Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. {{par|Genesis|22|5}}
{{S|3}} Da fürchtete sich (Da sah)<ref>'''Textkritik''': ''er fürchtete sich (er sah)'' - Beide Wörter haben im Heb. die selben Konsonanten. Als „er sah“ vokalisieren MT und Tg, sicher besser als „er sah“ aber LXX, JosAnt §348; VUL, Syr und auch wenige Mss und ein Tg-Ms. Fast alle halten denn auch richtig dies für die ursprünglich angezielte Bed. CTAT III, S. 372 u.v.a. erklären MT und Tg damit, dass ein Schreiber nicht vom eisernen Elija hätte sagen wollen, er habe sich gefürchtet – aber was hiernach folgt, stellt ihn ja in noch wesentlich schlechteres Licht als dieses Verb.</ref> Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam<ref name="34">''er lief um sein Leben und kam'' (V. 3) + ''Nachdem er gelaufen war, kam er'' (V. 4) - Häufige Doppelverbformel, mit der unterstrichen wird, dass eine ''längere'' Reise unternommen wird (s. zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]). V. 4a sollte daher im Dt. besser umformuliert werden. Besser als der Vorschlag der SF oben wäre einer, der in der LF deutlicher machte, wie parallel Vv. 4.5 formuliert sind: „[VERB] und [VERB] unter einem einsamen Ginsterbusch“.</ref> nach Beerscheba, das zu[m Königreich]<ref>''zum Königreich'' hat zwar auch eine leichte textkritische Stütze; so und so sollte man es aber im Dt. ergänzen, denn dies ist gemeint: Elija entzieht sich mit seiner Flucht nach Beerscheba am südlichsten Rand Judas dem Einflussbereich der zürnenden Königin.<br />'''Textkritik''': LXX<sup>B, L</sup> nämlich präzisieren ähnlich: „im Lande Juda“. Vielleicht ist dies aber sogar nur inner-griechische Korruption des Artikels ''tän'' zum Nomen ''gän'' („Land“); auch davon unabhängig würde man es sicher als sekundär beurteilen.</ref> Juda [gehörte]. {{par|Genesis|19|7}} {{par|1 Samuel|19|11}} {{par|2 Könige|7|7}} Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. {{par|Genesis|22|5}}


{{S|4}} Nachdem er einen [ganzen] Tag lang<ref>''einen [ganzen] Tag lang'' - W. „den Weg eines Tages“.</ref> in die Wüste gelaufen war, {kam er und}<ref name="34" /> setzte er sich unter einen einsamen<ref>''einen einsamen'' - w. „unter ''einen''“ mit Numerale statt unbest. Artikel; zur Bed. „einsam“ vgl. richtig Gray 1970.</ref> Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, {{par|Numeri|11|5}} {{par|Jona|4|8}} [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!<ref>''Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)'' - Ein unerhörter Ausruf. Man sieht das schon daran, dass die Vrs. zu unterschiedlichen Strategien griffen, um ihn abzuschwächen.<br />'''Textkritik''': Nämlich: (1) LXX<sup>L</sup> streicht das „JHWH“, was die mit MT übereinstimmenden VL und das LXX-Ms c2 als sekundär erweisen; (2) die anderen LXX-Mss verschieben das Wort nach „nimm mein Leben von mir“, (3) die Vorlagen von VUL und Syr ergänzen ein ''li'' (w. „[Genug] für mich“, also „Ich kann nicht mehr!“), (4) Tg kombiniert mehrere Strategien, indem er erstens ebenfalls das ''li'' ergänzt und zweitens die ganze Wortfolge „jetzt, JWHW“ nach hinten schiebt.<br />'''tFN''': Der trennende Akzent zwischen „genug“ und „jetzt“ spricht nicht gegen diese Auflösung; er rührt daher, dass „JHWH“ als Vokativ mit dem vorangehenden Wort verbunden werden und daher ein trennender Akzent andernsorts und daher eben hier stehen muss.</ref> Nimm mein Leben ([von mir]),<ref>'''Textkritik''': ''von mir'' nach LXX und 1 Ms; assim-[[Jona 4#s3 |Jon 4,3]].</ref> {{par|Jona|4|3}} {{par|Tobit|3|6}} denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“<ref>''ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)'' - entweder also: (1) „offensichtlich bin ich nichts Besonderes“, die Verzweiflung hat ihm den Glauben genommen, Instrument für Gottes wunderbares Handeln zu sein (z.B. Cogan 2001). (2) „Ich bin nicht besser dran als meine Vorfahren“: wie sie gestorben sind, bin nun auch ich dem Tode nahe! (so z.B. Hauser 1990, S. 63). (3) „Ich bin nicht besser als meine Vorgänger“, ich habe nicht mehr erreicht als die Propheten vor mir! (so Jeremias 1996, S. 487; Dharamraj 2006, S. 53; Thiel 2007), was allerdings nur funktioniert, wenn man wirklich aus [[2 Könige 2#s12 |2 Kön 2,12]] ableiten kann, dass ein Prophet seine Vorgänger als seine „Väter“ bezeichnen konnte, und das ist sehr unsicher. Mindestens zwischen (1) und (2) wird man sich gar nicht entscheiden müssen, sondern wird hier beides hören dürfen.</ref>
{{S|4}} Nachdem er einen [ganzen] Tag lang<ref>''einen [ganzen] Tag lang'' - W. „den Weg eines Tages“.</ref> in die Wüste gelaufen war, {kam er und}<ref name="34" /> setzte er sich unter einen einsamen<ref>''einen einsamen'' - w. „unter ''einen''“ mit Numerale statt unbest. Artikel; zur Bed. „einsam“ vgl. richtig Gray 1970.</ref> Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, {{par|Numeri|11|5}} {{par|Jona|4|8}} [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!<ref>''Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)'' - Ein unerhörter Ausruf. Man sieht das schon daran, dass die Vrs. zu unterschiedlichen Strategien griffen, um ihn abzuschwächen.<br />'''Textkritik''': Nämlich: (1) LXX<sup>L</sup> streicht das „JHWH“, was die mit MT übereinstimmenden VL und das LXX-Ms c2 als sekundär erweisen; (2) die anderen LXX-Mss verschieben das Wort nach „nimm mein Leben von mir“, (3) die Vorlagen von VUL und Syr ergänzen ein ''li'' (w. „[Genug] für mich“, also „Ich kann nicht mehr!“), (4) Tg kombiniert mehrere Strategien, indem er erstens ebenfalls das ''li'' ergänzt und zweitens die ganze Wortfolge „jetzt, JWHW“ nach hinten schiebt.<br />'''tFN''': Der trennende Akzent zwischen „genug“ und „jetzt“ spricht nicht gegen diese Auflösung; er rührt daher, dass „JHWH“ als Vokativ mit dem vorangehenden Wort verbunden werden und daher ein trennender Akzent andernsorts und daher eben hier stehen muss.</ref> Nimm mein Leben ([von mir]),<ref>'''Textkritik''': ''von mir'' nach LXX und 1 Ms; assim-[[Jona 4#s3 |Jon 4,3]].</ref> {{par|Jona|4|3}} {{par|Tobit|3|6}} denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“<ref>''ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)'' - entweder also: (1) „offensichtlich bin ich nichts Besonderes“, die Verzweiflung hat ihm den Glauben genommen, Instrument für Gottes wunderbares Handeln zu sein (z.B. Cogan 2001). (2) „Ich bin nicht besser dran als meine Vorfahren“: wie sie gestorben sind, bin nun auch ich dem Tode nahe! (so z.B. Hauser 1990, S. 63). So schon JosAnt §348: „Er verlangte nach dem Tod, da er nicht besser als seine Väter sei und nach deren Heimgang keine Freude mehr am Leben habe.“ (3) „Ich bin nicht besser als meine Vorgänger“, ich habe nicht mehr erreicht als die Propheten vor mir! (so Jeremias 1996, S. 487; Dharamraj 2006, S. 53; Thiel 2007), was allerdings nur funktioniert, wenn man wirklich aus [[2 Könige 2#s12 |2 Kön 2,12]] ableiten kann, dass ein Prophet seine Vorgänger als seine „Väter“ bezeichnen konnte, und das ist sehr unsicher. Mindestens zwischen (1) und (2) wird man sich gar nicht entscheiden müssen, sondern wird hier beides hören dürfen.</ref>
{{S|5}} Dann legte er sich hin und schlief unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?).<ref>'''Textkritik''': ''unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?)'' - MT, LXX<sup>H</sup>, εβρ, VUL, Tg, Syr: „er schlief unter dem einsamen Ginsterbusch.“ LXX<sup>B</sup> dagegen: „er schlief ''dort'' unter dem Busch“, LXX<sup>L</sup> „er schlief unter dem Busch ''dort''“. Ganz merkwürdig leitet die Mehrzahl der Exegeten ''hieraus'' ab, dass entweder sowohl „unter einem einsamen Ginsterbusch“ als auch „dort“ sekundär seien oder sogar, dass „dort“ ursprünglich und „unter einem (einsamen) Ginsterbusch“ sekundäre Angleichung an V. 4 sei. So z.B. Stade/Schwally, BHK, BHS, Trebolle Barrera 1989; auch Würthwein 1984, Cogan 2001, Thiel 2007. Weit wahrscheinlicher stand in einer Handschrift ''šam'' am Rand, sollte die ungewöhnliche Wiederholung des „einsamen Ginsterbuschs“ ersetzen und ist daher an unterschiedlichen Orten in die Vorlagen von LXX<sup>B</sup> und LXX<sup>L</sup> geraten. Dass LXX den „Ginsterbusch“ hier mit einem anderen Nomen als in V. 4 übersetzt und „ein“ streicht, wird aus den selben stilistischen Gründen geschehen sein.</ref> Doch da (siehe)!, einer (ein Bote)<ref>'''Textkritik''': „Ein Bote“ nach MT, Aq, Sym, Tg, Syr; ähnlich VUL wie in V. 7: „ein Bote JHWHs“. LXX dagegen einheitlich: ''tis'', „jemand“. Trotz dieser starken Bezeugung ist wahrscheinlich die LXX-Variante ursprünglich und die MT-Variante unvollständige Assimilation an V. 7; so richtig Trebolle Barrera 1989, S. 144; Hugo 2010, S. 19; z.B. auch DeVries 2004.</ref> stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“
{{S|5}} Dann legte er sich hin und schlief unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?).<ref>'''Textkritik''': ''unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?)'' - MT, LXX<sup>H</sup>, εβρ, VUL, Tg, Syr: „er schlief unter dem einsamen Ginsterbusch.“ LXX<sup>B</sup> dagegen: „er schlief ''dort'' unter dem Busch“, LXX<sup>L</sup> „er schlief unter dem Busch ''dort''“. Ganz merkwürdig leitet die Mehrzahl der Exegeten ''hieraus'' ab, dass entweder sowohl „unter einem einsamen Ginsterbusch“ als auch „dort“ sekundär seien oder sogar, dass „dort“ ursprünglich und „unter einem (einsamen) Ginsterbusch“ sekundäre Angleichung an V. 4 sei. So z.B. Stade/Schwally, BHK, BHS, Trebolle Barrera 1989; auch Würthwein 1984, Cogan 2001, Thiel 2007. Weit wahrscheinlicher stand in einer Handschrift ''šam'' am Rand, sollte die ungewöhnliche Wiederholung des „einsamen Ginsterbuschs“ ersetzen und ist daher an unterschiedlichen Orten in die Vorlagen von LXX<sup>B</sup> und LXX<sup>L</sup> geraten. Dass LXX den „Ginsterbusch“ hier mit einem anderen Nomen als in V. 4 übersetzt und „ein“ streicht, wird aus den selben stilistischen Gründen geschehen sein.</ref> Doch da (siehe)!, einer (ein Bote)<ref>'''Textkritik''': „Ein Bote“ nach MT, Aq, Sym, Tg, Syr; ähnlich VUL wie in V. 7: „ein Bote JHWHs“. LXX dagegen einheitlich: ''tis'', „jemand“; ebenso JosAnt §349 („etwas Unsichtbares“). Trotz dieser starken Bezeugung ist wahrscheinlich die LXX-Variante ursprünglich und die MT-Variante unvollständige Assimilation an V. 7; so richtig Trebolle Barrera 1989, S. 144; Hugo 2010, S. 19; z.B. auch DeVries 2004.</ref> stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“
{{S|6}} Und er schaute [sich um], und da (siehe)!, zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)<ref>''zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)'' - Zur Alternative: Im Heb. steht die Nahrung auf Elijas ''mero`š'', einer Wortbildung aus ''ro`š'' („Kopf“) und dem Lokal-Präfix ''m-''. Vgl. z.B. ''zabal'' „wohnen“ > ''mizbal'' „Wohnort“, ''satar'' „verstecken“ > ''mistar'' „Versteck“ und v.a. ''šakab'' „liegen“ > ''miškab'' „Liegeort“ = „Bett“; entsprechend dann hier ''ro`š'' „Kopf“ > ''mero`š'' „Kopf-Ort“ = Kissen? So jedenfalls Syr: ''`essad'' „Kopfstütze, Kissen“. Gemeint sein könnte etwas wie der Stein des Jakob, vgl. [[Genesis 28#s11 |Gen 28,11]] mit dem selben Wort, was nicht heißen muss: „er nahm einen Stein und legte ihn nieder an seinem Kopf-Ort“, sondern auch bedeuten könnte: „... und legte ihn nieder als sein Kissen“. In vielen Kulturen nimmt man beim Nächtigen im Freien auch heute noch einen Stein oder ein Stück Holz als Kopfstütze; einerseits, weil selbst dies bequemer ist, als den Kopf direkt auf den Boden zu legen (wie jeder Camper bestätigen können wird), andererseits aber wohl auch, damit bspw. Skorpione nicht so leicht an den Kopf des:der Schlafenden gelangen können. Vgl. noch [[1 Samuel 19#s13 |1 Sam 19,13]]: „Michal nahm den Teraphim, legte ihn ins Bett und das Geflecht aus Ziegenhaar auf sein [=des Bettes] ''mero`š'' und deckte ihn/es mit einer Decke zu.“ (auch V. 16) – deutet man als „Kissen“, muss man nicht annehmen, dass ein Teraphim einen „Kopf“ hat. In [[1 Samuel 26#s7 |1 Sam 26,7]].11f.26 dagegen wäre schon wie üblich „zu seinem Haupte“ zu übersetzen. Ich (S.W.) halte diese Deutung an allen drei Stellen für besser; so übersetzt hier aber niemand, daher besser auch nicht OfBi.</ref> [standen] ein auf einem Glühstein [gebackenes]<ref>''auf einem Glühstein gebacken'' - VUL legt nahe, wie dies zu verstehen ist: ''subcinericius panis'', ein „Unter-Aschen-Brot“. Der „Glühstein“ war also offenbar nicht das Pendant einer Pfanne, sondern das Pendant eines Grills, in dem / auf dem Kohle und Asche lagen. Brot buk man dann (wie ebenfalls noch heute in vielen Kulturen), indem man den Teig auf den Stein gab und glühende Kohle darüber häufte, damit er von beiden Seiten erhitzt wird. Erwähnt wird er dann nicht, weil „Glühstein-Brot“ ''besseres'' Brot war, sondern weil durch die Formulierung der „Glühstein“ (heiß) und das „Wasser“ (kalt) eine Art Merismus bildeten: „ein Brot des Glühsteins und eine Krug des Wassers“. Gleichzeitig ist die Formulierung chiastisch: (A) Nahrung – (B) Instrument – (B') Instrument – (A') Nahrung. S. noch übernächste FN: V. 6 ist offensichtlich gehobene, kunstvoll formulierte Prosa.</ref> Brot und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])<ref>'''Textkritik''': ''er stand auf'' nur nach LXX (außer LXX<sup>H</sup>), VL; assim-V. 5.</ref> aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.<ref>''er trank und kehrte um und legte sich'' - „kehrte um und legte sich“ i.S.v. „er legte sich wieder“ ist eine ganz gewöhnliche Konstr. im Heb.; hier aber auffällig, da das Ende des Verses so stark assonant ist: ''wajješt wajjašab wajjiškab''.</ref>
{{S|6}} Und er schaute [sich um], und da (siehe)!, zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)<ref>''zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)'' - Zur Alternative: Im Heb. steht die Nahrung auf Elijas ''mero`š'', einer Wortbildung aus ''ro`š'' („Kopf“) und dem Lokal-Präfix ''m-''. Vgl. z.B. ''zabal'' „wohnen“ > ''mizbal'' „Wohnort“, ''satar'' „verstecken“ > ''mistar'' „Versteck“ und v.a. ''šakab'' „liegen“ > ''miškab'' „Liegeort“ = „Bett“; entsprechend dann hier ''ro`š'' „Kopf“ > ''mero`š'' „Kopf-Ort“ = Kissen? So jedenfalls Syr: ''`essad'' „Kopfstütze, Kissen“. Gemeint sein könnte etwas wie der Stein des Jakob, vgl. [[Genesis 28#s11 |Gen 28,11]] mit dem selben Wort, was nicht heißen muss: „er nahm einen Stein und legte ihn nieder an seinem Kopf-Ort“, sondern auch bedeuten könnte: „... und legte ihn nieder als sein Kissen“. In vielen Kulturen nimmt man beim Nächtigen im Freien auch heute noch einen Stein oder ein Stück Holz als Kopfstütze; einerseits, weil selbst dies bequemer ist, als den Kopf direkt auf den Boden zu legen (wie jeder Camper bestätigen können wird), andererseits aber wohl auch, damit bspw. Skorpione nicht so leicht an den Kopf des:der Schlafenden gelangen können. Vgl. noch [[1 Samuel 19#s13 |1 Sam 19,13]]: „Michal nahm den Teraphim, legte ihn ins Bett und das Geflecht aus Ziegenhaar auf sein [=des Bettes] ''mero`š'' und deckte ihn/es mit einer Decke zu.“ (auch V. 16) – deutet man als „Kissen“, muss man nicht annehmen, dass ein Teraphim einen „Kopf“ hat. In [[1 Samuel 26#s7 |1 Sam 26,7]].11f.26 dagegen wäre schon wie üblich „zu seinem Haupte“ zu übersetzen. Ich (S.W.) halte diese Deutung an allen drei Stellen für besser; so übersetzt hier aber niemand, daher besser auch nicht OfBi.</ref> [standen] ein auf einem Glühstein [gebackenes]<ref>''auf einem Glühstein gebacken'' - VUL legt nahe, wie dies zu verstehen ist: ''subcinericius panis'', ein „Unter-Aschen-Brot“. Der „Glühstein“ war also offenbar nicht das Pendant einer Pfanne, sondern das Pendant eines Grills, in dem / auf dem Kohle und Asche lagen. Brot buk man dann (wie ebenfalls noch heute in vielen Kulturen), indem man den Teig auf den Stein gab und glühende Kohle darüber häufte, damit er von beiden Seiten erhitzt wird. Erwähnt wird er dann nicht, weil „Glühstein-Brot“ ''besseres'' Brot war, sondern weil durch die Formulierung der „Glühstein“ (heiß) und das „Wasser“ (kalt) eine Art Merismus bildeten: „ein Brot des Glühsteins und eine Krug des Wassers“. Gleichzeitig ist die Formulierung chiastisch: (A) Nahrung – (B) Instrument – (B') Instrument – (A') Nahrung. S. noch übernächste FN: V. 6 ist offensichtlich gehobene, kunstvoll formulierte Prosa.</ref> Brot und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])<ref>'''Textkritik''': ''er stand auf'' nur nach LXX (außer LXX<sup>H</sup>), VL; assim-V. 5.</ref> aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.<ref>''er trank und kehrte um und legte sich'' - „kehrte um und legte sich“ i.S.v. „er legte sich wieder“ ist eine ganz gewöhnliche Konstr. im Heb.; hier aber auffällig, da das Ende des Verses so stark assonant ist: ''wajješt wajjašab wajjiškab''.</ref>
{{S|7}} Und es kam zurück der Bote (Engel)<ref>''Bote (Engel)'' - W. „Bote“. „Boten Gottes“ übersetzt man in dt. Üss. meist (und auch hier stets) mit „Engel“, denn solche sind dann fast stets gemeint. Folgt man mit der SF hier in V. 2 den Vrs., die auch Isebel einen „Boten“ schicken lassen, sollte man durchaus auch hier so übersetzen, dass diese Parallelität erkennbar wird; hält man dagegen das „Bote“ dort für sekundär, ist es hier gleich und man sollte besser mit „Engel“ übersetzen.</ref> JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weit<ref>''zu weit'' - w. „genug“, das selbe Wort, das Elija Gott in V. 4 entgegengeschleudert hat. Wenn möglich, sollte das in der LF erkennbar sein. Vielleicht: „Sonst ist's nicht genug für deinen weiten Weg“? Oder wie B-R: „Erheb dich, iß, genug noch hast du des Wegs.“</ref> für dich der Weg!“
{{S|7}} Und es kam zurück der Bote (Engel)<ref>''Bote (Engel)'' - W. „Bote“. „Boten Gottes“ übersetzt man in dt. Üss. meist (und auch hier stets) mit „Engel“, denn solche sind dann fast stets gemeint. Folgt man mit der SF hier in V. 2 den Vrs., die auch Isebel einen „Boten“ schicken lassen, sollte man durchaus auch hier so übersetzen, dass diese Parallelität erkennbar wird; hält man dagegen das „Bote“ dort für sekundär, ist es hier gleich und man sollte besser mit „Engel“ übersetzen.</ref> JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weit<ref>''zu weit'' - w. „genug“, das selbe Wort, das Elija Gott in V. 4 entgegengeschleudert hat. Wenn möglich, sollte das in der LF erkennbar sein. Vielleicht: „Sonst ist's nicht genug für deinen weiten Weg“? Oder wie B-R: „Erheb dich, iß, genug noch hast du des Wegs.“</ref> für dich der Weg!“
{{S|8}} Da stand er auf ({stand er auf}<ref>'''Textkritik''': ohne „stand er auf“ nur LXX<sup>H</sup>, assim-V. 6.</ref>) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.<ref>'''Textkritik''': LXX<sup>B, L, H</sup>: „Berg Horeb“. Dagegen MT, LXX<sup>A</sup>, VL, εβρ, Tg, VUL, Syr: „Gottesberg Horeb“, assim-[[Exodus 3#s1 |Ex 3,1]]. So auch Stade/Schwally; Hugo 2010. Umgekehrt ist ein spätererer Ausfall kaum erklärlich (eine Kombination aus App. + Constr. ist mitnichten „schwierig“ – so Thiel 2007 –, sondern ganz gewöhnlich und sehr häufig im Heb.).</ref>
{{S|8}} Da stand er auf ({stand er auf}<ref>'''Textkritik''': ohne „stand er auf“ nur LXX<sup>H</sup>, assim-V. 6.</ref>) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.<ref>'''Textkritik''': LXX<sup>B, L, H</sup>: „Berg Horeb“. Dagegen MT, LXX<sup>A</sup>, VL, εβρ, Tg, VUL, Syr: „Gottesberg Horeb“, assim-[[Exodus 3#s1 |Ex 3,1]]. So auch Stade/Schwally; Hugo 2010. Umgekehrt ist ein spätererer Ausfall kaum erklärlich (eine Kombination aus App. + Constr. ist mitnichten „schwierig“ – so Thiel 2007 –, sondern ganz gewöhnlich und sehr häufig im Heb.). JosAnt §349 übrigens „Sinai“. Man könnte versucht sein, damit die Position sehr weniger Ausleger zu stützen, die glauben, nicht „Gottes-“, sondern „''Horeb''“ sei hier sekundär, aber wahrscheinlich wird man diese Üs. von Josephus eher als freie Übersetzung werten müssen, da der Horeb häufiger „Sinai“ genannt und daher besser unter diesem Namen bekannt war.</ref>




{{S|9}} Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)<ref>''zur Höhle (zu einer Höhle)'' - Die „Höhle“ hat auch in [[Genesis 19#s30 |Gen 19,30]]; [[1 Könige 13#s11 |1 Kön 13,11]]; [[1 Könige 18#s4 |18,4.13]] unerwartet Artikel; dies muss also nichts bedeuten (richtig Simon 1997, S. 322; Cogan 2001). Dennoch wird der:die Leser:in hier, in dieser Szene, die so oft und so deutlich auf Mose anspielt (s. die Anmerkungen), und auf dem Horeb, wo Mose in einer Felsspalte seine Gottesbegegnung hatte (s. [[Exodus 33#s22 |Ex 33,22]]), sicher auch an exakt diese Felsspalte/Höhle denken dürfen (so gut z.B. Cohn 1982, S. 342; Dharamraj 2006, S. 55f.; Thiel 2007).</ref> und übernachtete dort. Und da (siehe)!, das Wort JHWHs [erging] an ihn und fragte ihn ({ihn}<ref>'''Textkritik''': Die kürzere Variante in LXX (ohne LXX<sup>H</sup>) und wenigen Mss. Assim-V. 13.</ref>): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“<ref name="9.13">Wortspiel: „Was ist mit dir“ ist im masoretischen Text zwar ''mah-leka'', lautete ursprünglich aber ''mah-lak'' und klingt daher sehr ähnlich wie der ''malak'', der „Bote“ (s.o.). Die Frage ist die standardmäßige Eröffnung z.B. einer Königsaudienz, mit der Empfangene eingeladen wurde, sein Begehr zu nennen (gut Seybold 1973, S. 8; z.B. auch Cogan 2001; Dharamraj 2006, S. 58; vgl. [[2 Samuel 14#s5 |2 Sam 12,5]]; [[1 Könige 1#s16 |1 Kön 1,16]]; [[2 Könige 6#s28 |2 Kön 6,28]]; [[Esther 5#s3 |Est 5,3]]). Dennoch sollte man nicht zu frei als etwas wie „Was ist dein Begehr?“ o.Ä. übersetzen; sicher sollte der:die Leser:in mindestens ''mit''-hören: „Was willst du ''hier''? [Du sollst doch in Israel sein!]“ (richtig z.B. Hauser 1990, S. 71; von Nordheim 1992, S. 138; Fetherolf 2017, S. 203).</ref>
{{S|9}} Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)<ref>''zur Höhle (zu einer Höhle)'' - Die „Höhle“ hat auch in [[Genesis 19#s30 |Gen 19,30]]; [[1 Könige 13#s11 |1 Kön 13,11]]; [[1 Könige 18#s4 |18,4.13]] unerwartet Artikel; dies muss also nichts bedeuten (richtig Simon 1997, S. 322; Cogan 2001). Dennoch wird der:die Leser:in hier, in dieser Szene, die so oft und so deutlich auf Mose anspielt (s. die Anmerkungen), und auf dem Horeb, wo Mose in einer Felsspalte seine Gottesbegegnung hatte (s. [[Exodus 33#s22 |Ex 33,22]]), sicher auch an exakt diese Felsspalte/Höhle denken dürfen (so gut z.B. Cohn 1982, S. 342; Dharamraj 2006, S. 55f.; Thiel 2007).</ref> und übernachtete dort. Und da (siehe)!, das Wort JHWHs [erging] an ihn und fragte ihn ({ihn}<ref>'''Textkritik''': Die kürzere Variante in LXX (ohne LXX<sup>H</sup>) und wenigen Mss. Assim-V. 13.</ref>): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“<ref name="9.13">Wortspiel: „Was ist mit dir“ ist im masoretischen Text zwar ''mah-leka'', lautete ursprünglich aber ''mah-lak'' und klingt daher sehr ähnlich wie der ''malak'', der „Bote“ (s.o.). Die Frage ist die standardmäßige Eröffnung z.B. einer Königsaudienz, mit der Empfangene eingeladen wurde, sein Begehr zu nennen (gut Seybold 1973, S. 8; z.B. auch Cogan 2001; Dharamraj 2006, S. 58; vgl. [[2 Samuel 14#s5 |2 Sam 12,5]]; [[1 Könige 1#s16 |1 Kön 1,16]]; [[2 Könige 6#s28 |2 Kön 6,28]]; [[Esther 5#s3 |Est 5,3]]). Dennoch sollte man nicht zu frei als etwas wie „Was ist dein Begehr?“ o.Ä. übersetzen; sicher sollte der:die Leser:in mindestens ''mit''-hören: „Was willst du ''hier''? [Du sollst doch in Israel sein!]“ (richtig z.B. Hauser 1990, S. 71; von Nordheim 1992, S. 138; Fetherolf 2017, S. 203). So schon JosAnt §349: „Plötzlich fragte ihn eine Stimme, von der er nicht wusste, woher sie kam, warum er die Stadt verlassen und sich hierher begeben habe.“</ref>
{{S|10}} Da sprach er:  
{{S|10}} Da sprach er:  
<poem>„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert<ref name="10.14 1">''geeifert'' - Mehrdeutiges Wort. Entweder: „Ich war so eifrig / tüchtig“ (z.B. [[2 Könige 10#s16 |2 Kön 10,16]]. Man denke auch an die „Zeloten“ = „die Eiferer“ = „die fanatischen JHWH-Anhänger“, zu denen z.B. auch Judas Iskariot gehört haben soll) oder: „Ich war so eifersüchtig“ (wie Gott ein eifersüchtiger Gott ist; ich war also ausgesprochen unduldsam mit der Baalsverehrung der Israeliten. S. [[Exodus 20#s5 |Ex 20,5]]). An sich spricht sehr wenig dafür, dass man hier an die zweite Bed. zu denken hat und die Parallele in 2 Kön 10,16 zu unserer Stelle ist ja offensichtlich; dennoch wird diese zweite Bed. nicht selten gewählt von jenen, die Elija in diesem Kapitel als größenwahnsinnig interpretieren wollen (s. die Anmerkungen).<br />Auch die Funktion dieser ersten Zeile ist nicht ganz klar: Entweder will Elija seine Abwesenheit aus Israel mit dem Hinweis darauf abmildern, welch treuer Gottesdiener er war (Dann: „Ich habe ja außerordentlich geeifert!“), oder er will den Kontrast unterstreichen: „Ich habe so geeifert, aber alles umsonst, und jetzt wollen sie mir ans Leben!“ Der heb. Text lässt beides zu.</ref> {{par|2 Könige|10|16}}
<poem>„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert<ref name="10.14 1">''geeifert'' - Mehrdeutiges Wort. Entweder: „Ich war so eifrig / tüchtig“ (z.B. [[2 Könige 10#s16 |2 Kön 10,16]]. Man denke auch an die „Zeloten“ = „die Eiferer“ = „die fanatischen JHWH-Anhänger“, zu denen z.B. auch Judas Iskariot gehört haben soll) oder: „Ich war so eifersüchtig“ (wie Gott ein eifersüchtiger Gott ist; ich war also ausgesprochen unduldsam mit der Baalsverehrung der Israeliten. S. [[Exodus 20#s5 |Ex 20,5]]). An sich spricht sehr wenig dafür, dass man hier an die zweite Bed. zu denken hat und die Parallele in 2 Kön 10,16 zu unserer Stelle ist ja offensichtlich; dennoch wird diese zweite Bed. nicht selten gewählt von jenen, die Elija in diesem Kapitel als größenwahnsinnig interpretieren wollen (s. die Anmerkungen).<br />Auch die Funktion dieser ersten Zeile ist nicht ganz klar: Entweder will Elija seine Abwesenheit aus Israel mit dem Hinweis darauf abmildern, welch treuer Gottesdiener er war (Dann: „Ich habe ja außerordentlich geeifert!“), oder er will den Kontrast unterstreichen: „Ich habe so geeifert, aber alles umsonst, und jetzt wollen sie mir ans Leben!“ Der heb. Text lässt beides zu.</ref> {{par|2 Könige|10|16}}
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Ich bin übrig, ich, ich allein –
Ich bin übrig, ich, ich allein –
_Und sie verfolgen mein Leben, um's [mir] zu nehmen!“<ref name="10.14 4">Dass noch niemand Vv. 10.14 als Gedicht erkannt hat, ist erstaunlich. Es ist so kunstvoll gebaut, dass es eine längere FN lohnt:<br />(1) Zeilen a-d betonen die unterschiedlichen Kontraste: Zeilen b.d zunächst die „Israeliten“ vs. „JHWH Zebaot“.  Bedeutungsmäßig stimmt der militärische Gottestitel „JHWH der Heere“ gut zusammen mit den „Söhnen von ''jißra `el'' (‚Gott streitet‘)“. Aber wie wenig passt diese Bezeichnung zu den Israeliten! – Für JHWH „gestritten“ (nämlich: „''geeifert''“) hat nur Elija (Zeile a), wohingegen die Israeliten ihn „''verlassen''“ haben (Zeile c). Um den Text so weben zu können, hat der Dichter zum seltenen Vierzeiler gegriffen, in dem nicht a mit b und c mit d parallel gehen, sondern die ''Doppelzeile'' ab mit ihrer antithetischen Doppelzeile cd.<br />(2) Dass Zeilen e.f parallel sind, ist offensichtlich. Auch lautlich: Ursprünglich lautete „zerstörten“ ''harasu'', „töteten“ sehr ähnlich ''haragu''. Zum „töten“ passt lautlich auch das „Schwert“: ''haragu baḥarb''. – Die „Gottes-Streiter“ haben danach nicht etwa nur Gott verlassen, sondern sich zerstörend und mordend gegen ihn gewandt, der vertreten wird durch die unbelebten „Altäre“ und die belebten (nun aber nicht mehr lebenden) „Propheten“.<br />(3) Zeilen g.h kontrastieren noch mal Elija, der nach dem Mord an den Propheten ganz allein „übrig“ ist, und die Israeliten, die auch ihm sein Leben noch „nehmen“ wollen. Dass sich Zeile h überdies rückbezieht auf Zeile f, ist ebenfalls offensichtlich.<br />(4) Zeilen ab und gh, in denen Elija Thema ist, umrahmen Zeilen c-f, in denen die Israeliten Thema sind; diese Verse in der Mitte motivieren den Wandel vom eifernden Elija in ab zum bedrohten Elija in gh.<br />(5) Und schließlich werden die Zeilen ab.c-f insgesamt noch einmal konzentriert in Zeilen g.h aufgegriffen: ''Ich'' habe für dich gestritten (ab), ''sie'' haben sich vergangen (c-f) – jetzt bin nur noch ''ich'' übrig (g), und ''sie'' wollen sich an mir vergehen (h)!</ref></poem>
_Und sie verfolgen mein Leben, um's [mir] zu nehmen!“<ref name="10.14 4">Dass noch niemand Vv. 10.14 als Gedicht erkannt hat, ist erstaunlich. Es ist so kunstvoll gebaut, dass es eine längere FN lohnt:<br />(1) Zeilen a-d betonen die unterschiedlichen Kontraste: Zeilen b.d zunächst die „Israeliten“ vs. „JHWH Zebaot“.  Bedeutungsmäßig stimmt der militärische Gottestitel „JHWH der Heere“ gut zusammen mit den „Söhnen von ''jißra `el'' (‚Gott streitet‘)“. Aber wie wenig passt diese Bezeichnung zu den Israeliten! – Für JHWH „gestritten“ (nämlich: „''geeifert''“) hat nur Elija (Zeile a), wohingegen die Israeliten ihn „''verlassen''“ haben (Zeile c). Um den Text so weben zu können, hat der Dichter zum seltenen Vierzeiler gegriffen, in dem nicht a mit b und c mit d parallel gehen, sondern die ''Doppelzeile'' ab mit ihrer antithetischen Doppelzeile cd.<br />(2) Dass Zeilen e.f parallel sind, ist offensichtlich. Auch lautlich: Ursprünglich lautete „zerstörten“ ''harasu'', „töteten“ sehr ähnlich ''haragu''. Zum „töten“ passt lautlich auch das „Schwert“: ''haragu baḥarb''. – Die „Gottes-Streiter“ haben danach nicht etwa nur Gott verlassen, sondern sich zerstörend und mordend gegen ihn gewandt, der vertreten wird durch die unbelebten „Altäre“ und die belebten (nun aber nicht mehr lebenden) „Propheten“.<br />(3) Zeilen g.h kontrastieren noch mal Elija, der nach dem Mord an den Propheten ganz allein „übrig“ ist, und die Israeliten, die auch ihm sein Leben noch „nehmen“ wollen. Dass sich Zeile h überdies rückbezieht auf Zeile f, ist ebenfalls offensichtlich.<br />(4) Zeilen ab und gh, in denen Elija Thema ist, umrahmen Zeilen c-f, in denen die Israeliten Thema sind; diese Verse in der Mitte motivieren den Wandel vom eifernden Elija in ab zum bedrohten Elija in gh.<br />(5) Und schließlich werden die Zeilen ab.c-f insgesamt noch einmal konzentriert in Zeilen g.h aufgegriffen: ''Ich'' habe für dich gestritten (ab), ''sie'' haben sich vergangen (c-f) – jetzt bin nur noch ''ich'' übrig (g), und ''sie'' wollen sich an mir vergehen (h)!</ref></poem>
{{S|11}} Und es sprach: „Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor JHWH!“<br />
{{S|11}} Und es sprach: „Geh ([morgen]<ref>'''Textkritik''': „morgen“ nur nach LXX (ohne LXX<sup>H</sup>), VL, JosAnt §351 („am Morgen“). Wahrscheinlich richtig DeVries 2004: Verschreibung von ''bhr'' („auf den Berg“) als ''mhr'' („morgen“). Die Korrektur „auf den Berg“ ist dann zusätzlich in LXX<sup>B, L</sup>, εβρ und VL an der falschen Stelle nach „vor JHWH“ und in LXX<sup>A</sup> an der richtigen Stelle ergänzt worden.</ref>) hinaus und stell dich auf den Berg vor JHWH!“<br />
Und da (siehe)!, JHWH zieht vorüber,<ref>(1) So deutet die Mehrheit. (2) Oder: „Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor JHWH, denn siehe, JHWH ist im Begriff, vorüberzuziehen“ – und erst dann folgt der Bericht. So schon LXX, die „vorüberziehen“ noch mit Futur übersetzt hat. Die Deutung liegt auch tatsächlich ziemlich nahe, weil nach der Erwähnung des „Vorüberziehens“ JHWHs noch einmal ein Schritt zurück gemacht wird, um zu schildern, was diesem Vorüberziehen ''vorausgeht''. Aber dies ist eine starke Minderheitenposition; bekannt sind mir (S.W.) als neuere Vertreter nur Pruin 2006, S. 252; NIV; NRSV.<br />(3) Oder: Vv. 11f. sind insgesamt Ankündigung; das Geschehen selbst würde dann gar nicht berichtet, weil es in der Ankündigung schon so ausführlich geschildert wurde. So z.B. Walsh 1996; Cogan 2001; Robinson 1991, S. 521; Simon 1997, S. 214; Dharamraj 2006, S. 80; Rogland 2012, S. 92; ALTER – diese Position hat also eine ganze Reihe recht bedeutender Vertreter. Es gibt in der Tat vergleichbare Stellen in der Bibel, die so konstruiert sind. S. etwa [[Exodus 9#s13 |Ex 9,13-20]], wo zwischen Vv. 19.20 gar nicht noch mal geschildert wird, wie Mose die Botschaft Gottes auch wirklich überbringt, oder ganz entsprechend [[1 Könige 21#s17 |1 Kön 21,17-20]]. An unserer Stelle stört dann aber V. 13a stark, wo das „Hinausgehen“ Elijas anders als das „Vorüberziehen“ JHWHs eben doch berichtet wird.<br />Auflösung (2) ist daher jedenfalls weit wahrscheinlicher als Auflösung (3); fraglich ist, ob Auflösung (2) auch der Standard-Auflösung vorzuziehen ist. Rein grammatisch ist sie möglich; ''hinneh'' („Da!, siehe!“) + Partizip kann in der Tat auch für Futurum instans („etw./jmd. ist ''im Begriff'', zu geschehen / etwas zu tun“) verwendet werden (vgl. z.B. [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/116._The_Participles#GHGpar-116-p GKC §116p]). Im Kontext von 1 Kön 19 aber ist das sehr unwahrscheinlich; „und da!“ leitet hier stets übernatürliche Geschehnisse ein (s. neben diesem V. noch Vv. 5.6.9.13). Die beste Deutung ist daher die: 11b ist ein sog. „proleptisches Summarium“, das das gleich zu schildernde entscheidende Geschehnis bereits vorausnimmt (daher oben der Anschluss mit Doppelpunkt). Das wird dann entfaltet: Genauer geschieht es so, dass dem „Vorüberziehen“ Gottes zunächst Sturm, Erdbeben und Feuer vorausgehen. Den ''qol demamah daqqah'' danach (s. zu V. 12) deutet Elija richtig als Zeichen dafür, dass ''nun'' Gott vorüberziehen wird, und daher verlässt er erst dann die Höhle. Oder auch dieser Halbvers ist proleptisches Summarium, s. zum Vers. Dass aber jedenfalls Elija die Geschehnisse richtig verstanden hat, zeigt dann V. 13 an, wo ihn in der Tat Gott noch einmal anspricht.</ref> <br />
Und da (siehe)!, JHWH zieht vorüber,<ref>(1) So deutet die Mehrheit. (2) Oder: „Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor JHWH, denn siehe, JHWH ist im Begriff, vorüberzuziehen“ – und erst dann folgt der Bericht. So schon LXX, die „vorüberziehen“ noch mit Futur übersetzt hat, was aber sicher auf die Verlesung von ''bhr'' („auf dem Berg“) als ''mhr'' („morgen“) zurückzuführen ist. Die Deutung legt sich aber tatsächlich deshalb schnell nahe, weil nach der Erwähnung des „Vorüberziehens“ JHWHs noch einmal ein Schritt zurück gemacht wird, um zu schildern, was diesem Vorüberziehen ''vorausgeht''. Aber dies ist eine starke Minderheitenposition; bekannt sind mir (S.W.) als neuere Vertreter nur Pruin 2006, S. 252; NIV; NRSV.<br />(3) Oder: Vv. 11f. sind insgesamt Ankündigung; das Geschehen selbst würde dann gar nicht berichtet, weil es in der Ankündigung schon so ausführlich geschildert wurde. So z.B. Walsh 1996; Cogan 2001; Robinson 1991, S. 521; Simon 1997, S. 214; Dharamraj 2006, S. 80; Rogland 2012, S. 92; ALTER – diese Position hat also eine ganze Reihe recht bedeutender Vertreter. Es gibt in der Tat vergleichbare Stellen in der Bibel, die so konstruiert sind. S. etwa [[Exodus 9#s13 |Ex 9,13-20]], wo zwischen Vv. 19.20 gar nicht noch mal geschildert wird, wie Mose die Botschaft Gottes auch wirklich überbringt, oder ganz entsprechend [[1 Könige 21#s17 |1 Kön 21,17-20]]. An unserer Stelle stört dann aber V. 13a stark, wo das „Hinausgehen“ Elijas anders als das „Vorüberziehen“ JHWHs eben doch berichtet wird.<br />Auflösung (2) ist daher jedenfalls weit wahrscheinlicher als Auflösung (3); fraglich ist, ob Auflösung (2) auch der Standard-Auflösung vorzuziehen ist. Rein grammatisch ist sie möglich; ''hinneh'' („Da!, siehe!“) + Partizip kann in der Tat auch für Futurum instans („etw./jmd. ist ''im Begriff'', zu geschehen / etwas zu tun“) verwendet werden (vgl. z.B. [https://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/116._The_Participles#GHGpar-116-p GKC §116p]). Im Kontext von 1 Kön 19 aber ist das sehr unwahrscheinlich; „und da!“ leitet hier stets übernatürliche Geschehnisse ein (s. neben diesem V. noch Vv. 5.6.9.13). Die beste Deutung ist daher die: 11b ist ein sog. „proleptisches Summarium“, das das gleich zu schildernde entscheidende Geschehnis bereits vorausnimmt (daher oben der Anschluss mit Doppelpunkt). Das wird dann entfaltet: Genauer geschieht es so, dass dem „Vorüberziehen“ Gottes zunächst Sturm, Erdbeben und Feuer vorausgehen. Den ''qol demamah daqqah'' danach (s. zu V. 12) deutet Elija richtig als Zeichen dafür, dass ''nun'' Gott vorüberziehen wird, und daher verlässt er erst dann die Höhle. Oder auch dieser Halbvers ist proleptisches Summarium, s. zum Vers. Dass aber jedenfalls Elija die Geschehnisse richtig verstanden hat, zeigt dann V. 13 an, wo ihn in der Tat Gott noch einmal anspricht.</ref> <br />
Und ein Sturm (Wind, Hauch, Geist), stark und mächtig, zerschmettert Berge und zertrümmert Felsen vor JHWH!<br />
Und ein Sturm (Wind, Hauch, Geist), stark und mächtig, zerschmettert Berge und zertrümmert Felsen vor JHWH,<br />
Aber im Sturm [war (ist)] JHWH nicht.<br />
im Sturm [ist] JHWH nicht (Und im Sturm [ist] JHWH).<ref>'''Textkritik''': Die Primärüs. nach allen Vrs.; die Alternative, die einen Text ohne „nicht“ voraussetzt, in LXX<sup>B, H</sup>: „vor JHWH, in JHWHs Sturm“. Sehr wahrscheinlich ein bloßer Flüchtigkeitsfehler. Zur Not ließe sich das aber sogar sinnvoll auflösen. S. [[2 Samuel 22#s16 |2 Sam 22,16]] = [[Psalm 18#s16 |Ps 18,16]]; [[Psalm 33#s6 |Ps 33,6.9]]; [[Psalm 104#s7 |Ps 104,7]] und vielleicht [[Genesis 1#s2 |Gen 1,2]], wo Gottes Rede als Donner und Sturm dargestellt wird, die in [[2 Samuel 22#s14 |2 Sam 22,14]] = [[Psalm 18#s14 |Ps 18,14]] auch „Hagel und Feuerglut“ mit sich bringt und die in [[Exodus 15#s8 |Ex 15,8.10]] und Ps 104,7 z.B. auch Fluten sich auftürmen lassen kann. Vielleicht hat ein Schreiber hieran gedacht und daher das „nicht“ übersehen.</ref><br />
Nach dem Sturm ein Erdbeben.<br />
Und nach dem Sturm ein Erdbeben,<br />
Aber im Erdbeben [war (ist)] JHWH nicht.
im Erdbeben [ist] JHWH nicht.<br />
 
{{S|12}} Und nach dem Erdbeben Feuer,<ref>''Feuer'' - Gemeint ist, wie die Parallelstelle [[Exodus 19#s16 |Ex 19,16-18]] fast sicher macht, kein Feuerregen, sondern ein Vulkanausbruch.</ref> {{par|Exodus|19|16|18}}<br />
{{S|12}}  
Und nach dem Feuer ein feiner, stiller Klang (eine feine, leise Stimme).(:)


{{S|13}}  
{{S|13}}  


... Und da (siehe)!, ein Klang (eine Stimme) [sprach] zu ihm und fragte: „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“<ref name="9.13" />  
... Und da (siehe)!, eine Stimme (ein Klang) [sprach] zu ihm und fragte: „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“<ref name="9.13" />  
{{S|14}} Da sprach er:  
{{S|14}} Da sprach er:  
<poem>„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert<ref name="10.14 1" /> {{par|2 Könige|10|16}}
<poem>„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert<ref name="10.14 1" /> {{par|2 Könige|10|16}}

Version vom 24. Mai 2022, 21:16 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung zu prüfen – Eine erste Übersetzung aus dem Urtext ist komplett, aber noch nicht mit den Übersetzungskriterien abgeglichen und nach den Standards der Qualitätssicherung abgesichert worden und sollte weiter verbessert und geprüft werden. Auf der Diskussionsseite ist Platz für Verbesserungsvorschläge, konstruktive Anmerkungen und zum Dokumentieren der Arbeit am Urtext.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (1 Könige 19)

(kommt später)

Studienfassung (1 Könige 19)

1 Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)a alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)b er getötet hatte alle ({alle})c die Propheten mit dem Schwert. 2 Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])d zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:e Dies möge Gott (mögen die Götter?)f mir ([mir])g antun und darüber hinaus jenes,h wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“ 3 Da fürchtete sich (Da sah)i Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kamj nach Beerscheba, das zu[m Königreich]k Juda [gehörte]. Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück.

4 Nachdem er einen [ganzen] Tag langl in die Wüste gelaufen war, {kam er und}j setzte er sich unter einen einsamenm Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!n Nimm mein Leben ([von mir]),o denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“p 5 Dann legte er sich hin und schlief unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?).q Doch da (siehe)!, einer (ein Bote)r stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“ 6 Und er schaute [sich um], und da (siehe)!, zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)s [standen] ein auf einem Glühstein [gebackenes]t Brot und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])u aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.v 7 Und es kam zurück der Bote (Engel)w JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weitx für dich der Weg!“ 8 Da stand er auf ({stand er auf}y) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.z


9 Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)aa und übernachtete dort. Und da (siehe)!, das Wort JHWHs [erging] an ihn und fragte ihn ({ihn}ab): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“ac 10 Da sprach er:

(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifertad
Für JHWH Zebaot (für JHWH, den Gott Zebaot),ae
Aber (denn) verlassen haben dich