1 Könige 19: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|2}} Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])<ref>'''Textkritik''': MT, Aq, Sym, VUL, Tg, Syr, einigen LXX-Mss und wenigen VL-Mss: „einen Boten“. Laut LXX<sup>H</sup> stand dieses Nomen aber nicht in Origines' Vorlage; auch LXX<sup>B, L</sup> bezeugen es nicht. Im Heb. wäre es auch in der Tat verzichtbar. Stade/Schwally, DeVries 2004 und Hugo 2010, S. 19 halten daher den kürzeren Text für ursprünglich. Aber angesichts der so starken Bezeugung sollte man die kürzere Variante besser so erklären, dass ein Schreiber der LXX-Vorlagen nicht damit einverstanden war, dass Isebel hier derart mit JHWH parallelisiert wird – auch dieser nämlich wird in V. 7 einen Boten schicken.</ref> zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:<ref>''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt: ...'' - D.h. „Du magst zwar ein nicht unbedeutender Prophet sein, aber ich bin, verdammt noch mal, die ''Königin''!“ (so z.B. Cogan 2001; Hugo 2010, S 25). Wahrscheinlich falsch die alternative Deutung von Gray 1970, DeVries 2004: „Du bist zwar ‚JHWH ist Gott!‘, aber ich bin ‚Wo ist Baal!‘“ – Isebel würde dann also mit der Bedeutung ihrer beider Namen spielen, um zu signalisieren, dass der Wettstreit zwischen JHWH und Baal aus 1 Kön 18 noch lange nicht zu Ende gekämpft ist und nun persönlich wird: Sie als die Baals-Repräsentantin würde veranlassen, dass es Elija als JHWH-Repräsentanten an den Kragen ginge. Aber ''Isebel'' ist kaum zu erklären als „Wo ist Baal“ – das ´Ajin von ''ba´al'' fehlt ja in ''-bel'' –, sondern als ''`i'' + ''zebl'', „Wo ist der Fürst?“ Mit diesem „Fürst“ wird auch ein Gott gemeint sein, aber das angebliche Wortspiel an dieser Stelle funktioniert dann nicht mehr. Denkbar wäre dann aber ein anderes Wortspiel: Vgl. [[Psalm 42#s4 |Ps 42,4.11]] („Meine Feinde verhöhnen mich: ‚Wo ist dein Gott!?‘“), dann: „Du bist vielleicht ‚JHWH ist Gott‘, aber ich bin (und sage dir): ‚Wo ist er denn, dein Fürst!?‘“<br />'''Textkritik''': ''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:'' - Nur bezeugt durch LXX<sup>B, L</sup> und VL. Eine spätere Ergänzung wäre aber kaum erklärlich, einen Ausfall könnte man sich dagegen als Parablepsis erklären: Offenbar irrten die Augen eines Schreibers vom ersten ''le`mor'' („wie folgt“) direkt zum zweiten („woraus folgt“) ab (Eissfeldt 1967, S. 66; z.B. auch DeVries 2004; Thiel 2007; Schenker 2004, S. 134; Hugo 2010, S. 18).</ref> Dies möge Gott (mögen die Götter?)<ref>'''Textkritik''': ''Gott (Götter?)'' - Der Gott Israels und wohl auch andere Götter wird und werden im Heb. mit dem ''Plural''-Wort „Götter“ bezeichnet. Manche LXX-Varianten übersetzen das „Götter“ an unserer Stelle mit Pl., andere mit Sg., und manche haben daraus ableiten wollen, dass ursprünglich hier nicht ''`elohim'' („Götter“), sondern ''`el'' („Gott“ = Baal) gestanden habe. Aber es ist ja nicht mal gewiss, wie die Vorlage dieser Sg.-LXX zu rekonstruieren ist, und die anderen Vrs. setzen sicher Pl. voraus. Am Sinn ändert es ohnehin nichts: In den meisten Verwendungen dieser Formel (s. übernächste FN) ist explizit von ''JHWH'' die Rede; entsprechend darf man erwarten, dass die Baals-Anhängerin Isebel hier nur von ''ihrem'' einen Gott Baal spricht.</ref> mir ([mir])<ref>'''Textkritik''': ''mir'' steht in einigen MT-Mss nicht und lag auch Origines nicht vor. Alle anderen Vrs. bezeugen es und es gehört auch fest zur Formel; die Minus-Variante ist sicher ein reiner Schreibfehler.</ref> antun und darüber hinaus jenes,<ref>''Dies möge Gott mir antun und darüber hinaus jenes, wenn nicht'' - sehr gebräuchliche Schwurformel (s. [[Rut 1#s17 |Rut 1,17]]; [[1 Samuel 3#s17 |1 Sam 3,17]]; [[1 Samuel 14#s44 |14,44]]; [[1 Samuel 20#s13 |20,13]]; [[1 Samuel 25#s22 |25,22]]; [[2 Samuel 3#s9 |2 Sam 3,9]].[[2 Samuel 3#s35 |35]]; [[2 Samuel 19#s14 |19,14]]; [[1 Könige 2#s23 |1 Kön 2,23]]; [[1 Könige 6#s31 |6,31]]; [[1 Könige 20#s10 |20,10]]; [[2 Könige 6#s31 |6,31]]). Gemeint ist etwa: „Ich schwöre: Ich werde Folgendes tun! Tue ich es nicht, soll mir ein schlimmes Unheil widerfahren!“ Das Unheil, das man mit dieser Schwurformel auf sich selbst herabruft, ist so entsetzlich, dass es stets nur mit „dies und darüber hinaus jenes“ umschrieben wird. Stark PAT: „Ich schwöre, und die Götter mögen mich strafen, wenn ich dich morgen ...“</ref> wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“
{{S|2}} Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])<ref>'''Textkritik''': MT, Aq, Sym, VUL, Tg, Syr, einigen LXX-Mss und wenigen VL-Mss: „einen Boten“. Laut LXX<sup>H</sup> stand dieses Nomen aber nicht in Origines' Vorlage; auch LXX<sup>B, L</sup> bezeugen es nicht. Im Heb. wäre es auch in der Tat verzichtbar. Stade/Schwally, DeVries 2004 und Hugo 2010, S. 19 halten daher den kürzeren Text für ursprünglich. Aber angesichts der so starken Bezeugung sollte man die kürzere Variante besser so erklären, dass ein Schreiber der LXX-Vorlagen nicht damit einverstanden war, dass Isebel hier derart mit JHWH parallelisiert wird – auch dieser nämlich wird in V. 7 einen Boten schicken.</ref> zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:<ref>''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt: ...'' - D.h. „Du magst zwar ein nicht unbedeutender Prophet sein, aber ich bin, verdammt noch mal, die ''Königin''!“ (so z.B. Cogan 2001; Hugo 2010, S 25). Wahrscheinlich falsch die alternative Deutung von Gray 1970, DeVries 2004: „Du bist zwar ‚JHWH ist Gott!‘, aber ich bin ‚Wo ist Baal!‘“ – Isebel würde dann also mit der Bedeutung ihrer beider Namen spielen, um zu signalisieren, dass der Wettstreit zwischen JHWH und Baal aus 1 Kön 18 noch lange nicht zu Ende gekämpft ist und nun persönlich wird: Sie als die Baals-Repräsentantin würde veranlassen, dass es Elija als JHWH-Repräsentanten an den Kragen ginge. Aber ''Isebel'' ist kaum zu erklären als „Wo ist Baal“ – das ´Ajin von ''ba´al'' fehlt ja in ''-bel'' –, sondern als ''`i'' + ''zebl'', „Wo ist der Fürst?“ Mit diesem „Fürst“ wird auch ein Gott gemeint sein, aber das angebliche Wortspiel an dieser Stelle funktioniert dann nicht mehr. Denkbar wäre dann aber ein anderes Wortspiel: Vgl. [[Psalm 42#s4 |Ps 42,4.11]] („Meine Feinde verhöhnen mich: ‚Wo ist dein Gott!?‘“), dann: „Du bist vielleicht ‚JHWH ist Gott‘, aber ich bin (und sage dir): ‚Wo ist er denn, dein Fürst!?‘“<br />'''Textkritik''': ''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:'' - Nur bezeugt durch LXX<sup>B, L</sup> und VL. Eine spätere Ergänzung wäre aber kaum erklärlich, einen Ausfall könnte man sich dagegen als Parablepsis erklären: Offenbar irrten die Augen eines Schreibers vom ersten ''le`mor'' („wie folgt“) direkt zum zweiten („woraus folgt“) ab (Eissfeldt 1967, S. 66; z.B. auch DeVries 2004; Thiel 2007; Schenker 2004, S. 134; Hugo 2010, S. 18).</ref> Dies möge Gott (mögen die Götter?)<ref>'''Textkritik''': ''Gott (Götter?)'' - Der Gott Israels und wohl auch andere Götter wird und werden im Heb. mit dem ''Plural''-Wort „Götter“ bezeichnet. Manche LXX-Varianten übersetzen das „Götter“ an unserer Stelle mit Pl., andere mit Sg., und manche haben daraus ableiten wollen, dass ursprünglich hier nicht ''`elohim'' („Götter“), sondern ''`el'' („Gott“ = Baal) gestanden habe. Aber es ist ja nicht mal gewiss, wie die Vorlage dieser Sg.-LXX zu rekonstruieren ist, und die anderen Vrs. setzen sicher Pl. voraus. Am Sinn ändert es ohnehin nichts: In den meisten Verwendungen dieser Formel (s. übernächste FN) ist explizit von ''JHWH'' die Rede; entsprechend darf man erwarten, dass die Baals-Anhängerin Isebel hier nur von ''ihrem'' einen Gott Baal spricht.</ref> mir ([mir])<ref>'''Textkritik''': ''mir'' steht in einigen MT-Mss nicht und lag auch Origines nicht vor. Alle anderen Vrs. bezeugen es und es gehört auch fest zur Formel; die Minus-Variante ist sicher ein reiner Schreibfehler.</ref> antun und darüber hinaus jenes,<ref>''Dies möge Gott mir antun und darüber hinaus jenes, wenn nicht'' - sehr gebräuchliche Schwurformel (s. [[Rut 1#s17 |Rut 1,17]]; [[1 Samuel 3#s17 |1 Sam 3,17]]; [[1 Samuel 14#s44 |14,44]]; [[1 Samuel 20#s13 |20,13]]; [[1 Samuel 25#s22 |25,22]]; [[2 Samuel 3#s9 |2 Sam 3,9]].[[2 Samuel 3#s35 |35]]; [[2 Samuel 19#s14 |19,14]]; [[1 Könige 2#s23 |1 Kön 2,23]]; [[1 Könige 6#s31 |6,31]]; [[1 Könige 20#s10 |20,10]]; [[2 Könige 6#s31 |6,31]]). Gemeint ist etwa: „Ich schwöre: Ich werde Folgendes tun! Tue ich es nicht, soll mir ein schlimmes Unheil widerfahren!“ Das Unheil, das man mit dieser Schwurformel auf sich selbst herabruft, ist so entsetzlich, dass es stets nur mit „dies und darüber hinaus jenes“ umschrieben wird. Stark PAT: „Ich schwöre, und die Götter mögen mich strafen, wenn ich dich morgen ...“</ref> wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“
{{S|3}} Da fürchtete sich (Da sah)<ref>'''Textkritik''': ''er fürchtete sich (er sah)'' - Beide Wörter haben im Heb. die selben Konsonanten. Als „er sah“ vokalisieren MT und Tg, sicher besser als „er sah“ aber LXX, JosAnt §348; VUL, Syr und auch wenige Mss und ein Tg-Ms. Fast alle halten denn auch richtig dies für die ursprünglich angezielte Bed. CTAT III, S. 372 u.v.a. erklären MT und Tg damit, dass ein Schreiber nicht vom eisernen Elija hätte sagen wollen, er habe sich gefürchtet – aber was hiernach folgt, stellt ihn ja in noch wesentlich schlechteres Licht als dieses Verb.</ref> Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam<ref name="34">''er lief um sein Leben und kam'' (V. 3) + ''Nachdem er gelaufen war, kam er'' (V. 4) - Häufige Doppelverbformel, mit der unterstrichen wird, dass eine ''längere'' Reise unternommen wird (s. zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]). V. 4a sollte daher im Dt. besser umformuliert werden. Besser als der Vorschlag der SF oben wäre einer, der in der LF deutlicher machte, wie parallel Vv. 4.5 formuliert sind: „[VERB] und [VERB] unter einem einsamen Ginsterbusch“.</ref> nach Beerscheba, das zu[m Königreich]<ref>''zum Königreich'' hat zwar auch eine leichte textkritische Stütze; so und so sollte man es aber im Dt. ergänzen, denn dies ist gemeint: Elija entzieht sich mit seiner Flucht nach Beerscheba am südlichsten Rand Judas dem Einflussbereich der zürnenden Königin.<br />'''Textkritik''': LXX<sup>B, L</sup> nämlich präzisieren ähnlich: „im Lande Juda“. Vielleicht ist dies aber sogar nur inner-griechische Korruption des Artikels ''tän'' zum Nomen ''gän'' („Land“); auch davon unabhängig würde man es sicher als sekundär beurteilen.</ref> Juda [gehörte]. {{par|Genesis|19|7}} {{par|1 Samuel|19|11}} {{par|2 Könige|7|7}} Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. {{par|Genesis|22|5}}
{{S|3}} Da fürchtete sich (Da sah)<ref>'''Textkritik''': ''er fürchtete sich (er sah)'' - Beide Wörter haben im Heb. die selben Konsonanten. Als „er sah“ vokalisieren MT und Tg, sicher besser als „er sah“ aber LXX, JosAnt §348; VUL, Syr und auch wenige Mss und ein Tg-Ms. Fast alle halten denn auch richtig dies für die ursprünglich angezielte Bed. CTAT III, S. 372 u.v.a. erklären MT und Tg damit, dass ein Schreiber nicht vom eisernen Elija hätte sagen wollen, er habe sich gefürchtet – aber was hiernach folgt, stellt ihn ja in noch wesentlich schlechteres Licht als dieses Verb.</ref> Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam<ref name="34">''er lief um sein Leben und kam'' (V. 3) + ''Nachdem er gelaufen war, kam er'' (V. 4) - Häufige Doppelverbformel, mit der unterstrichen wird, dass eine ''längere'' Reise unternommen wird (s. zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]). V. 4a sollte daher im Dt. besser umformuliert werden. Besser als der Vorschlag der SF oben wäre einer, der in der LF deutlicher machte, wie parallel Vv. 4.5 formuliert sind: „[VERB] und [VERB] unter einem einsamen Ginsterbusch“.</ref> nach Beerscheba, das zu[m Königreich]<ref>''zum Königreich'' hat zwar auch eine leichte textkritische Stütze; so und so sollte man es aber im Dt. ergänzen, denn dies ist gemeint: Elija entzieht sich mit seiner Flucht nach Beerscheba am südlichsten Rand Judas dem Einflussbereich der zürnenden Königin.<br />'''Textkritik''': LXX<sup>B, L</sup> nämlich präzisieren ähnlich: „im Lande Juda“. Vielleicht ist dies aber sogar nur inner-griechische Korruption des Artikels ''tän'' zum Nomen ''gän'' („Land“); auch davon unabhängig würde man es sicher als sekundär beurteilen.</ref> Juda [gehörte]. {{par|Genesis|19|7}} {{par|1 Samuel|19|11}} {{par|2 Könige|7|7}} Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. {{par|Genesis|22|5}}


{{S|4}} Nachdem er einen [ganzen] Tag lang<ref>''einen [ganzen] Tag lang'' - W. „den Weg eines Tages“.</ref> in die Wüste gelaufen war, {kam er und}<ref name="34" /> setzte er sich unter einen einsamen<ref>''einen einsamen'' - w. „unter ''einen''“ mit Numerale statt unbest. Artikel; zur Bed. „einsam“ vgl. richtig Gray 1970; Knauf 2019.</ref> Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, {{par|Numeri|11|5}} {{par|Jona|4|8}} [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!<ref>''Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)'' - Ein unerhörter Ausruf. Man sieht das schon daran, dass die Vrs. zu unterschiedlichen Strategien griffen, um ihn abzuschwächen.<br />'''Textkritik''': Nämlich: (1) LXX<sup>L</sup> streicht das „JHWH“, was die mit MT übereinstimmenden VL und das LXX-Ms c2 als sekundär erweisen; (2) die anderen LXX-Mss verschieben das Wort nach „nimm mein Leben von mir“, (3) die Vorlagen von VUL und Syr ergänzen ein ''li'' (w. „[Genug] für mich“, also „Ich kann nicht mehr!“), (4) Tg kombiniert mehrere Strategien, indem er erstens ebenfalls das ''li'' ergänzt und zweitens die ganze Wortfolge „jetzt, JWHW“ nach hinten schiebt.<br />'''tFN''': Der trennende Akzent zwischen „genug“ und „jetzt“ spricht nicht gegen diese Auflösung; er rührt daher, dass „JHWH“ als Vokativ mit dem vorangehenden Wort verbunden werden und daher ein trennender Akzent andernsorts und daher eben hier stehen muss.</ref> Nimm mein Leben ([von mir]),<ref>'''Textkritik''': ''von mir'' nach LXX und 1 Ms; assim-[[Jona 4#s3 |Jon 4,3]].</ref> {{par|Jona|4|3}} {{par|Tobit|3|6}} denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“<ref>''ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)'' - entweder also: (1) „offensichtlich bin ich nichts Besonderes“, die Verzweiflung hat ihm den Glauben genommen, Instrument für Gottes wunderbares Handeln zu sein (z.B. Cogan 2001). (2) „Ich bin nicht besser dran als meine Vorfahren“: wie sie gestorben sind, bin nun auch ich dem Tode nahe! (so z.B. Hauser 1990, S. 63). So schon JosAnt §348: „Er verlangte nach dem Tod, da er nicht besser als seine Väter sei und nach deren Heimgang keine Freude mehr am Leben habe.“ (3) „Ich bin nicht besser als meine Vorgänger“, ich habe nicht mehr erreicht als die Propheten vor mir! (so Jeremias 1996, S. 487; Dharamraj 2006, S. 53; Thiel 2007), was allerdings nur funktioniert, wenn man wirklich aus [[2 Könige 2#s12 |2 Kön 2,12]] ableiten kann, dass ein Prophet seine Vorgänger als seine „Väter“ bezeichnen konnte, und das ist sehr unsicher. Mindestens zwischen (1) und (2) wird man sich gar nicht entscheiden müssen, sondern wird hier beides hören dürfen.</ref>
{{S|4}} Nachdem er einen [ganzen] Tag lang<ref>''einen [ganzen] Tag lang'' - W. „den Weg eines Tages“.</ref> in die Wüste gelaufen war, {kam er und}<ref name="34" /> setzte er sich unter einen einsamen<ref>''einen einsamen'' - w. „unter ''einen''“ mit Numerale statt unbest. Artikel; zur Bed. „einsam“ vgl. richtig Gray 1970; Knauf 2019.</ref> Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, {{par|Numeri|11|5}} {{par|Jona|4|8}} [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!<ref>''Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)'' - Ein unerhörter Ausruf. Man sieht das schon daran, dass die Vrs. zu unterschiedlichen Strategien griffen, um ihn abzuschwächen.<br />'''Textkritik''': Nämlich: (1) LXX<sup>L</sup> streicht das „JHWH“, was die mit MT übereinstimmenden VL und das LXX-Ms c2 als sekundär erweisen; (2) die anderen LXX-Mss verschieben das Wort nach „nimm mein Leben von mir“, (3) die Vorlagen von VUL und Syr ergänzen ein ''li'' (w. „[Genug] für mich“, also „Ich kann nicht mehr!“), (4) Tg kombiniert mehrere Strategien, indem er erstens ebenfalls das ''li'' ergänzt und zweitens die ganze Wortfolge „jetzt, JWHW“ nach hinten schiebt.<br />'''tFN''': Der trennende Akzent zwischen „genug“ und „jetzt“ spricht nicht gegen diese Auflösung; er rührt daher, dass „JHWH“ als Vokativ mit dem vorangehenden Wort verbunden werden und daher ein trennender Akzent andernsorts und daher eben hier stehen muss.</ref> Nimm mein Leben ([von mir]),<ref>'''Textkritik''': ''von mir'' nach LXX und 1 Ms; assim-[[Jona 4#s3 |Jon 4,3]].</ref> {{par|Jona|4|3}} {{par|Tobit|3|6}} denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“<ref>''ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)'' - entweder also: (1) „offensichtlich bin ich nichts Besonderes“, die Verzweiflung hat ihm den Glauben genommen, Instrument für Gottes wunderbares Handeln zu sein (z.B. Cogan 2001). (2) „Ich bin nicht besser dran als meine Vorfahren“: wie sie gestorben sind, bin nun auch ich dem Tode nahe! (so z.B. Hauser 1990, S. 63). So schon JosAnt §348: „Er verlangte nach dem Tod, da er nicht besser als seine Väter sei und nach deren Heimgang keine Freude mehr am Leben habe.“ (3) „Ich bin nicht besser als meine Vorgänger“, ich habe nicht mehr erreicht als die Propheten vor mir! (so Jeremias 1996, S. 487; Dharamraj 2006, S. 53; Thiel 2007), was allerdings nur funktioniert, wenn man wirklich aus [[2 Könige 2#s12 |2 Kön 2,12]] ableiten kann, dass ein Prophet seine Vorgänger als seine „Väter“ bezeichnen konnte, und das ist sehr unsicher. Mindestens zwischen (1) und (2) wird man sich gar nicht entscheiden müssen, sondern wird hier beides hören dürfen.</ref>
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Und wer vorm Schwert des Jehu entkommt,
Und wer vorm Schwert des Jehu entkommt,
_Denn soll (wird) Elischa töten.</poem>
_Denn soll (wird) Elischa töten.</poem>


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_Und allen Mund, der ihn nicht küsste.“ {{par|Hosea|13|2}}</poem>
_Und allen Mund, der ihn nicht küsste.“ {{par|Hosea|13|2}}</poem>


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{{S|19}} Da ging er von dort [fort] und stieß dort ({dort})<ref>'''Textkritik''': ''dort ({<s>dort</s>})'' - So nur LXX<sup>L</sup>. Alle anderen Vrs. incl. LXX<sup>B, A, H</sup> und VL wie MT. Aber wie das zweite „dort“ in die Vorlage von LXX<sup>L</sup> gelangt sein soll, wäre kaum erklärlich: Das erste ist ''miššam'', das zweite nur ''šam'', so dass man von keinem Kopierfehler ausgehen kann. Und eine bewusste Einfügung macht wenig Sinn, da gerade das zweite ''šam'' nicht viel Sinn ergibt: Es fehlt ja eine Ortsangabe, auf die sich dieses zweite ''šam'' beziehen könnte. Trebolle Barrera 1989, S. 145 hält es daher für primär und für eine Parallelisierung des V. mit dem V. 9, der den vorangehenden Abschnitt eröffnete und wo ähnlich und ähnlich redundant doppeltes „dort“ steht. Vgl. auch den doppelten „einsamen Ginsterbusch“ in den Vv. 4f, die das X-Qatal in V. 4 ebenfalls als Beginn eines neuen Abschnittes ausweisen.  Das dürfte die sinnvollste Erklärung sein; die anderen Vrs. hätten das Wort dann gestrichen, weil es in diesem V. so sperrig ist.</ref> auf Elischa, den Sohn des Schafat. Der pflügte gerade mit zwölf [Ochsen-]Gespannen vor sich; er selbst [war] beim Zwölften. {{par|Exodus|3|1|2}} {{par|Richter|6|11|12}} {{par|1 Samuel|11|5|6}} {{par|1 Samuel|16|11|13}} {{par|Amos|7|14}} Elija ging zu ihm hinüber (zog an ihm vorüber?)<ref>'''Textkritik''': Fast alle Vrs. und Mss wie in der Primärüs.; so z.B. auch LUT: „Er ging zu ihm“. Die Präpp. ''`el'' („[hin] zu“) und ''´al'' („[vorüber] an“) werden aber im MT sehr häufig austauschbar verwendet. BHS glaubt, dies sei auch hier der Fall, ähnlich glauben Stade/Schwally und BHK, ''der Text'' habe ursprünglich anders gelautet und eben ''´al'' statt ''`el'' gehabt, was sich mit Syr stützen ließe. So z.B. auch EÜ: „Im Vorbeigehen“. Von Elija würde dann hier der selbe Ausdruck verwendet wie oben vom „Vorüberziehen“ Gottes. Das machte auch die folgende Aussage besser erklärlich, dass Elischa dem Elija „nachrennen“ muss. Aber es ist ja nicht nötig; dass Elija nach seinem Mantel-Überwurf wieder weggegangen ist, wird ja auch aus einem Text mit ''`el'' ersichtlich, und gegen die Annahme eines Schreibfehlers spricht, dass die ''´al''-Variante nur durch Syr gestützt wird, was sich leicht als Assimilation an den obigen Ausdruck und/oder die folgende Präp. erklären lässt; gegen die Annahme, ''`el'' würde hier statt ''´al'' verwendet, spricht, dass das doch unwahrscheinlich wäre, wenn es dem Text wirklich gerade darum gegangen wäre, Elija mit Gott zu parallelisieren.</ref> und warf ihm seinen Mantel über (zu).<ref>''warf ihm seinen Mantel über'' - Offenbar ein Symbol dafür, dass Elischa sein Nachfolger werden wird; vgl. [[Numeri 20#s25 |Num 20,25f.]]. [[2 Könige 1#s8 |2 Kön 1,8]]; [[Sacharja 13#s4 |Sach 13,4]]; [[Matthäus 3#s4 |Mt 3,4]] und [[Markus 1#s6 |Mk 1,6]] legen darüber hinaus nahe, dass das grobe Gewand grundsätzlich Amtstracht eines Propheten und speziell die Elijas gewesen ist (so die meisten Kommentoren).<br />'''Textkritik''': ''warf ihm seinen Mantel über (zu)'' - Die selbe Problematik wie eben (s. vorige FN). Hier aber haben auch einige MT-Mss ''´alajw'' und auch LXX<sup>B, A, H</sup>, VUL, Tg, Syr stützen es; in den MT-Mss, in denen stattdessen ''`el'' steht, wurde sicher an die vorangehende Präp. assimiliert.</ref>


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Daran schließt sich in in '''Vv. 9-14''' ein Abschnitt an, der deutlichst an [[Exodus 19 |Ex 19]]; [[Exodus 33 |33-34]] erinnert. Wie Mose gelangt Elija auf den Berg Horeb; wie Mose dort „aus einer Felsspalte heraus“ Gott sehen konnte ([[Exodus 33#s22 |Ex 33,22]]), gelangt Elija auf dem Horeb „zu der Höhle“ ('''V. 9'''), von der aus er bald darauf Gott begegnen wird ('''V. 13'''), nachdem er in '''V. 8''' 40 Tage und 40 Nächte ohne Brot und Wasser unterwegs war, wie Mose in [[Exodus 34#s28 |Ex 34,28]] 40 Tage und 40 Nächte ohne Wasser und Brot auf dem Horeb verbrachte. Erst recht die Begegnung mit Gott selbst ist ganz nach dem Vorbild von Ex 19; 33 gestaltet: Gott „zieht vorüber“ ('''V. 11'''), wie Gott an Mose „vorüberzog“ ([[Exodus 33#s19 |Ex 33,19]]). Dass Elija davor „sein Gesicht verhüllt“ ('''V. 13'''), spielt zum einen an auf die Vorstellung u.a. in [[Exodus 33#s20 |Ex 33,20]], dass kein Mensch „Gott sehen könne, ohne zu sterben“, und soll zum anderen wohl erklären, warum die Haut von Elijas Gesicht anders als die des Mose in [[Exodus 34#s29 |Ex 34,29f.]] nicht leuchtete. Wie in [[Exodus 19#s16 |Ex 19,16-18]] Moses Begegnung mit Gott in V. 20 Gewitter, „mächtiger Hörnerklang“, ein Vulkanausbruch und ein Beben vorausgeht, so in '''Vv. 11f.''' ein Sturm, ein Vulkanausbruch, ein Beben und ein „Klang“, der vielleicht als „Klang zermalmender Vernichtung“ bezeichnet wird, mindestens aber dies bedeuten kann ''gleichzeitig'' damit, dass er als „feiner Klang der Stille“ bezeichnet wird. Mit dem selben „Klang“ antwortet Gott dann dem Elija ebenso, wie er mit ihm in [[Exodus 19#s19 |Ex 19,19]] mit Mose sprach (s. zu diesen Vv. noch mal unten).
Daran schließt sich in in '''Vv. 9-14''' ein Abschnitt an, der deutlichst an [[Exodus 19 |Ex 19]]; [[Exodus 33 |33-34]] erinnert. Wie Mose gelangt Elija auf den Berg Horeb; wie Mose dort „aus einer Felsspalte heraus“ Gott sehen konnte ([[Exodus 33#s22 |Ex 33,22]]), gelangt Elija auf dem Horeb „zu der Höhle“ ('''V. 9'''), von der aus er bald darauf Gott begegnen wird ('''V. 13'''), nachdem er in '''V. 8''' 40 Tage und 40 Nächte ohne Brot und Wasser unterwegs war, wie Mose in [[Exodus 34#s28 |Ex 34,28]] 40 Tage und 40 Nächte ohne Wasser und Brot auf dem Horeb verbrachte. Erst recht die Begegnung mit Gott selbst ist ganz nach dem Vorbild von Ex 19; 33 gestaltet: Gott „zieht vorüber“ ('''V. 11'''), wie Gott an Mose „vorüberzog“ ([[Exodus 33#s19 |Ex 33,19]]). Dass Elija davor „sein Gesicht verhüllt“ ('''V. 13'''), spielt zum einen an auf die Vorstellung u.a. in [[Exodus 33#s20 |Ex 33,20]], dass kein Mensch „Gott sehen könne, ohne zu sterben“, und soll zum anderen wohl erklären, warum die Haut von Elijas Gesicht anders als die des Mose in [[Exodus 34#s29 |Ex 34,29f.]] nicht leuchtete. Wie in [[Exodus 19#s16 |Ex 19,16-18]] Moses Begegnung mit Gott in V. 20 Gewitter, „mächtiger Hörnerklang“, ein Vulkanausbruch und ein Beben vorausgeht, so in '''Vv. 11f.''' ein Sturm, ein Vulkanausbruch, ein Beben und ein „Klang“, der vielleicht als „Klang zermalmender Vernichtung“ bezeichnet wird, mindestens aber dies bedeuten kann ''gleichzeitig'' damit, dass er als „feiner Klang der Stille“ bezeichnet wird. Mit dem selben „Klang“ antwortet Gott dann dem Elija ebenso, wie er mit ihm in [[Exodus 19#s19 |Ex 19,19]] mit Mose sprach (s. zu diesen Vv. noch mal unten).


Gleichzeitig wird – darüber hinaus, dass der Berg Horeb in Kapitel 19 natürlich Spiegelbild des Karmel in Kapitel 18 ist – in Vv. 9-14 v.a. mit den '''Vv. 10.14''' der Bogen zurück zu Kapitel 18 geschlagen: Dass die Israeliten ihre Propheten ermordet hätten, verweist zurück auf [[1 Könige 18#s4 |1 Kön 18,4]], dass sie Gottes Altäre zerstört hätten, auf [[1 Könige 18#s30 |1 Kön 18,30]]; mit „ich bin übrig, ich, ich allein“ wiederholt Elija seinen Ausruf aus [[1 Könige 18#s22 |1 Kön 18,22]].<br /><small>Die Tatsache, dass das ja gar nicht stimme, weil nach den selben Versen doch Obadja 100 Propheten gerettet und Elija einen Altar wiederrichtet habe, haben viele Exegeten entweder als Grundlage genommen entweder für die Annahme, dass 1 Kön 19 unabhängig von 1 Kön 17-18 entstanden sei und ''daher'' nicht gut mit diesen Kapiteln harmoniere (bes. in der dt. Auslegung) oder für die, dass Elija hier als „drama king“ dargestellt würde, der komplett überdramatisiere, was ihm in V. 1 angedroht wird (bes. in der engl. Auslegung). Letzteres ist aktuell sogar die dominante Interpretation in der Exegese von 1 Kön 19: Elija reagiere in V. 3 komplett über, beleidige Gott gar in V. 4, sei trotzig in V. 5, stilisiere sich mit seiner Pilgerfahrt zum Horeb in V. 8 unangemessener Weise selbst zum zweiten Mose, stelle in Vv. 10.14 die Situation in Israel völlig falsch und überdramatisch dar, begebe sich dann in V. 13 nicht einmal „auf den Berg“, sondern lediglich „in den Höhleneingang“, akzeptiere außerdem durchaus nicht, was ihm Gott in Vv. 11-12 demonstrieren wolle und ''wiederhole'' deshalb dann einfach noch einmal in V. 14 exakt seine Klage aus V. 10, weshalb ihn Gott folgerichtig als Prophet absetze. Als krönenden Abschluss führe er dann von dessen drei letzten Aufträgen in Vv. 19-21 nur den letzten auf denkbar halbherzige Weise aus. Aber es ist ja ''wahr'', was Elija sagt:</small><br />
Gleichzeitig wird – darüber hinaus, dass der Berg Horeb in Kapitel 19 natürlich Spiegelbild des Karmel in Kapitel 18 ist – in Vv. 9-14 v.a. mit den '''Vv. 10.14''' der Bogen zurück zu Kapitel 18 geschlagen: Dass die Israeliten ihre Propheten ermordet hätten, verweist zurück auf [[1 Könige 18#s4 |1 Kön 18,4]], dass sie Gottes Altäre zerstört hätten, auf [[1 Könige 18#s30 |1 Kön 18,30]]; mit „ich bin übrig, ich, ich allein“ wiederholt Elija seinen Ausruf aus [[1 Könige 18#s22 |1 Kön 18,22]].<br /><small>Die Tatsache, dass das ja gar nicht stimme, weil nach den selben Versen doch Obadja 100 Propheten gerettet und Elija einen Altar wiederrichtet habe, hat eine große Gruppe v.a. deutscher Exegeten als Grundlage genommen für die Annahme, dass 1 Kön 19 unabhängig von 1 Kön 17-18 entstanden sei und ''daher'' nicht gut mit diesen Kapiteln harmoniere. Dagegen spricht alles, was auch sonst gegen derartige Redaktionskritik spricht: Jede Redaktionskritik, die von Redaktoren ausgeht, die so unverständig arbeiten, dass ihnen selbst Spannungen wie diese nicht auffallen, ist unplausible Redaktionskritik (so richtig z.B. auch kürzlich wieder Ziemer 2020, S. 17). Eine ebenso große Gruppe v.a. englischsprachiger Exegeten hat auf dem selben Fundament dagegen angenommen, dass Elija hier als „drama king“ dargestellt würde, der komplett überdramatisiere, was ihm in V. 1 angedroht wird (bes. in der engl. Auslegung). Letzteres ist aktuell sogar die dominante Interpretation in der Exegese von 1 Kön 19: Elija reagiere in V. 3 komplett über, beleidige Gott gar in V. 4, sei trotzig in V. 5, stilisiere sich mit seiner Pilgerfahrt zum Horeb in V. 8 unangemessener Weise selbst zum zweiten Mose, stelle in Vv. 10.14 die Situation in Israel völlig falsch und überdramatisch dar, begebe sich dann in V. 13 nicht einmal „auf den Berg“, sondern lediglich „in den Höhleneingang“, akzeptiere außerdem durchaus nicht, was ihm Gott in Vv. 11-12 demonstrieren wolle und ''wiederhole'' deshalb dann einfach noch einmal in V. 14 exakt seine Klage aus V. 10, weshalb ihn Gott folgerichtig als Prophet absetze. Als krönenden Abschluss führe er dann von dessen drei letzten Aufträgen in Vv. 19-21 nur den letzten auf denkbar halbherzige Weise aus. Aber es ist ja ''wahr'', was Elija sagt:</small><br />
Elija hat ja auch Recht: Die Israeliten ''haben'' auf Befehl Isebels die JHWH-Propheten getötet, die Israeliten ''haben'' die JHWH-Altäre zerstört, und da die übrigen 100 Propheten sich in einer Höhle verbergen, ist Elija ''wirklich'' der letzte aktive JHWH-Prophet auf weiter Flur. Und entscheidend vor allem: Nach den folgenden Versen sieht Gott es ''genauso'' wie Elija.<br />
Elija hat ja auch Recht: Die Israeliten ''haben'' auf Befehl Isebels die JHWH-Propheten getötet, die Israeliten ''haben'' die JHWH-Altäre zerstört, und da die übrigen 100 Propheten sich in einer Höhle verbergen, ist Elija ''wirklich'' der letzte aktive JHWH-Prophet auf weiter Flur. Und entscheidend vor allem: Nach den folgenden Versen sieht Gott es ''genauso'' wie Elija.<br />



Version vom 29. Mai 2022, 00:41 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung zu prüfen – Eine erste Übersetzung aus dem Urtext ist komplett, aber noch nicht mit den Übersetzungskriterien abgeglichen und nach den Standards der Qualitätssicherung abgesichert worden und sollte weiter verbessert und geprüft werden. Auf der Diskussionsseite ist Platz für Verbesserungsvorschläge, konstruktive Anmerkungen und zum Dokumentieren der Arbeit am Urtext.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (1 Könige 19)

(kommt später)

Studienfassung (1 Könige 19)

1 Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)a alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)b er getötet hatte alle ({alle})c die Propheten mit dem Schwert. 2 Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])d zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:e Dies möge Gott (mögen die Götter?)f mir ([mir])g antun und darüber hinaus jenes,h wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“ 3 Da fürchtete sich (Da sah)i Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kamj nach Beerscheba, das zu[m Königreich]k Juda [gehörte]. Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück.


4 Nachdem er einen [ganzen] Tag langl in die Wüste gelaufen war, {kam er und}j setzte er sich unter einen einsamenm Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!n Nimm mein Leben ([von mir]),o denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“p 5 Dann legte er sich hin und schlief unter einem einsamen Ginsterbusch (dort?).q Doch da (siehe)!, einer (ein Bote)r stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“ 6 Und er schaute [sich um], und da (siehe)!, zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)s [standen] ein auf Kohle (Glühsteinen) [gebackener]t Fladen und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])u aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.v 7 Und es kam zurück der Bote (Engel)w JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weitx für dich der Weg!“ 8 Da stand er auf ({stand er auf}y) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.z


9 Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)aa und übernachtete dort. Und da (siehe)!, das Wort JHWHs [ergeht (erging)] an ihn! Es fragte ihn ({ihn}ab): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“ac 10 Da sprach er:

(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifertad
Für JHWH Zebaot (für JHWH, den Gott Zebaot),ae
Aber (denn) verlassen haben dich